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    Wort-Spinner  Dawnbreaker's Avatar
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    Feb 2012
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    Himmelsfeste
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    Bitte die Signatur in diesem Thread ausschalten.

    Wenn ihr dabei seid, euren Beitrag zu schreiben, dann setzt bitte einen Post, in dem ihr kurz und knapp mitteilt, das bereits ein Beitrag in Arbeit ist. Diesen Post könnt ihr dann per Edit bearbeiten um euren Text zu schreiben. So wissen die anderen Mitspieler bescheid und können warten. Damit vermeidet man Überschneidungen im RPG.

    Gebt euren Posts einen kurzen Titel, in dem ihr den Charakternamen postet und den Ort, wo aktuell das Geschehen spielt. Das dient der Übersicht.


    Die Regeln

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Das Skyrim-Rollenspiel ist ein Textrollenspiel, welches auf den Ereignissen und Geschehnissen nach Alduins Vernichtung durch den Dovahkiin beruht. Jeder von euch ist herzlich eingeladen daran teilzunehmen und sich aktiv am Spielgeschehen zu beteiligen, wobei gewisse Kenntnisse über die The Elder Scrolls Serie schon eine Art Voraussetzung sind. Das RPG könnt ihr als eine sehr einfache Art des Pen&Paper RPGs ansehen. Die Spieler erstellen sich ihre eigenen Charaktere und erleben in dessen Augen dann Abenteuer in Himmelsrand. Euch ist euer Werdegang in der Welt freigestellt, solange es in die Welt von The Elder Scrolls passt.


    Die Anmeldung

    Um überhaupt am Rollenspiel teilnehmen zu können, benötigt ihr einen Account bei World of Players. Habt ihr diesen erstellt oder besitzt ihr bereits einen, müsst ihr einen Steckbrief erstellen und diesen im entsprechenden Thread vorstellen. Dabei gilt es die (im Thread angegebene) Form des Steckbriefes zu wahren, damit kein Chaos ausbrechen kann. Bitte postet die Steckbriefe in der Charaktervorstellung.


    Rassen

    Im Skyrim-RPG könnt ihr zwischen zehn verschiedenen Rassen auswählen, in dessen Rolle ihr schlüpfen könnt. Überlegt euch eure Entscheidung gut, denn die Rassenwahl kann nicht plötzlich geändert werden, sondern muss von Anfang an feststehen. Zwischen folgenden Rassen, könnt ihr euch entscheiden:

    Die Altmer
    Die hochgewachsenen, goldhäutigen Hochelfen sind ein stolzes Volk, das auf der Summerset-Insel beheimatet ist. Die Sprache des Kaiserreichs, Tamrilisch, basiert auf Schrift und Sprache der Hochelfen, und die meisten Künste, Handwerke und Wissenschaften sind aus den Traditionen dieses Volkes hervorgegangen. Die gewandten, intelligenten und willensstarken Hochelfen haben eine besondere Begabung für die arkanen Künste und rühmen sich damit, dass ihre hervorragenden physischen Fähigkeiten sie weitaus widerstandsfähiger gegen Krankheiten machen, als es "niedere Rassen" jemals sein werden.

    "Alt-" bedeutet "hoch"; "-mer" bedeutet "Volk" oder "Leute". Daher stammt die Übersetzung "Hochelfen" durch das Kaiserreich, wobei "hoch" dort als arrogant und stolz gilt. Eigenschaften, die vielen Vertretern der altmerischen Rasse zueigen sind.

    Die Argonier
    Das Wissen über diese reptilienartigen Rasse aus Schmarzmarsch ist spärlich und nur wenige können behaupten, die Argonier wirklich zu verstehen. Die unzähligen Jahre, in denen sie ihre Grenzen verteidigen mussten, machten die Argonier zu wahren Meistern des verborgenen Widerstands und des Angriffs aus dem Hinterhalt. Die Reptilienrasse fühlt sich an Land und im Wasser gleichermaßen zu Hause. Sie sind perfekt an das Leben in den tödlichen Sumpfgebieten angepasst und entwickelten eine natürliche Resistenz gegen die Krankheiten, die bereits für unzählige Abenteurer den Tod bedeutet hat.

    Sie sind intelligent und viele Argonier kennen sich sehr gut mit der Kunst der Magie aus. Andere bevorzugen das Schleichen und blanken Stahl zum Überleben; ihre angeborene Beweglichkeit macht sie für beides zugänglich. Es sind verschlossene Leute, deren Vertrauen nur schwer zu gewinnen ist. Aber sie sind sehr loyal und würden für diejenigen, die sie ihre Freunde nennen, bis zum Tod kämpfen.

    Während Argonier generell als Reptilien angesehen werden, so verfügen sie auch über fisch- und amphibienartige Qualitäten, wie das Atmen unter Wasser, was ihnen durch die kleinen Kiemen hinter den Ohren ermöglicht wird. Außerdem ist es ihnen möglich, ihre natürlichen Regenaritonsfähigkeit zu erhöhen.

    Die Bosmer
    Unter Waldelfen versteht man die verschiedenen wilden Elfenclans aus den westlichen Gebieten Valenwalds. Im Kaiserreich bezeichnet man sie pauschal als "Waldelfen", sie selbst aber nennen sich entweder "Bosmer" oder "Baumsaft-Volk". Waldelfen sind behände, körperlich flink und geistig rege. Wegen ihrer angeborenen Neugier und Geschicklichkeit eignen sie sich besonders gut als Späher, Agenten und Diebe. Vor allem aber sind Waldelfen sehr geschickt im Umgang mit dem Bogen. Bessere Schützen gibt es in ganz Tamriel nicht. Ihre Fähigkeit, einfach gestrickte Kreaturen beherrschen zu können, ist ebenfalls bekannt.

    Die Bretonen
    Bretonen sind Halbelfen (der menschliche Anteil überwiegt dem elfischen), die die Provinz Hochfels bewohnen, wo sich der Schauplatz des zweiten Spiels der Elder Scrolls-Reihe, Daggerfall, befindet. Sie fühlen eine angeborene, instinktive Bindung zu den Kräften der Magie und des Übernatürlichen. Viele große Zauberer entstammen ihrer Rasse. Neben ihrer raschen und aufmerksamen Auffassungsgabe für Magie kann auch der einfachste Bretone eine große Resistenz gegen zerstörerische und beherrschende Energien vorweisen, außerdem ist ihre Haut besonders geeignet gegnerisches Mana zu absorbieren.

    Die Dunmer
    Dunmer, auch bekannt als "Dunkelelfen", sind die dunkelhäutigen Bewohner des Östlichen Kaiserreichs. "Dunmer" lässt sich sowohl als "Die Dunklen" als auch als "Die Verfluchten" übersetzen, da die Chimer nach dem Eidbruch des Tribunals gegenüber Indoril Nerevar und Azura von selbiger in die Dunmer verwandelt und somit auf ewig "verflucht" worden sind. Im Kaiserreich bezeichnet man sie gemeinhin als "Dunkelelfen", aber sie selbst bevorzugen die Bezeichnung "Dunmer". Die dunkelhäutigen und rotäugigen Dunmer verbinden überlegenen Intellekt mit großer Körperkraft und Beweglichkeit, was sie zu mächtigen Kämpfern und Zauberern macht. Auf dem Schlachtfeld sind die Dunkelelfen für ihre ausgewogene Zusammensetzung aus Schwertkämpfern und Kampfmagiern bekannt.

    Sie sind grimmig, abgehoben und zurückhaltend; sie verachten die anderen Rassen und misstrauen ihnen. Das Leben in dem vulkanischen Terrain von Vvardenfell hat sie mit einer starken Resistenz gegen Feuer beschenkt, sie lachen in das Gesicht der Feinde, die mit Feuerbällen nach ihnen werfen, der Zorn ihrer Ahnen ermöglicht es ihnen, nahestehende Gegner in Flammen aufgehen zu lassen.

    Die Dunmer haben sich bei den anderen Rassen nicht beliebt gemacht. Oft sind sie stolz, rücksichtslos und grausam; Wahrheit, Ehrgefühl und Loyalität gehören nicht zu ihren hauptsächlichen Tugenden. Weibliche Dunkelelfen sind bekannt für ihre Promiskuität, und da die Fertigkeiten und die Stärke der Rasse sie sehr mächtig machen, bewahren geringe moralische Standarts, Rachsucht, jahrelange Konflikte und ein schlechter Ruf sie davor, dass dieser Sache mehr Beachtung geschenkt wird.

    Das Kaiservolk
    Als Einwohner der zivilisierten, weltoffenen Provinz Cyrodiil ist das Kaiservolk hoch gebildet und sehr beredt. Obschon von der Statur her vielleicht weniger imposant als andere Völker, haben sich Angehörige des Kaiservolks doch immer wieder als geschickte Diplomaten und Händler erwiesen. Diese Eigenschaften sowie die bemerkenswert gut ausgebildete und geführte leichte Infanterie haben es dem Kaiservolk ermöglicht, alle anderen Provinzen zu unterwerfen und das ruhmreiche Kaiserreich zu Frieden und Wohlstand zu führen. Außerdem sind sie dafür bekannt, besonderes Glück inne zu haben.

    Die Khajiit
    Die katzenartigen Khajiit stammen aus der Provinz Elsweyr und können in ihrem Aussehen stark variieren: Es gibt Khajiit, die fast aussehen wie Elfen und solche, die den "Jaguarmenschen" der Cathay-Raht oder den großen Senche-Tigern gleichen. Am häufigsten trifft man die Suthay-Raht an. Sie sind intelligent, schnell und geschickt. Viele Khajiit verabscheuen Waffen und verlassen sich lieber auf ihre Klauen. Wegen ihrer naturgegebenen Geschicklichkeit und den unübertroffenen Fertigkeiten in Akrobatik sind sie hervorragende Diebe.

    Die Nord
    Die Bewohner von Himmelsrand gehören zu einem hoch gewachsenem Volk mit hellem Haar. Im Kampf sind sie aggressiv und furchtlos, im Handel und bei der Erforschung umtriebig und draufgängerisch. Als geschickte Seeleute findet man die Nord in allen Häfen und Siedlungen entlang der Küsten und Flüsse Tamriels. Stark, stur und zäh wie sie sind, haben die Nord einen schon legendären Ruf als Volk, das Kälte und sogar magischen Frost trotzen kann. In der Kultur der Nord ist Gewalt etwas Alltägliches. Sie ziehen freudig in den Kampf und legen dabei eine Art ekstatischer Wildheit an den Tag, die noch jeden Feind in Angst und Schrecken versetzt hat.

    Die Orks
    Die barbarischen Völker der Tiermenschen aus den Bergen von Wrothgaria und den Drachenschwanzbergen sind bekannt für ihren schier unerschütterlichen Mut im Kampf und die unverdrossene Duldung auch größter Härten. In der Vergangenheit wurde den Orks, in früheren Zeiten Orsimer genannt, von den anderen Ländern und Rassen in Tamriel nur Angst und Hass entgegengebracht. Mittlerweile aber werden sie zunehmend akzeptiert. Die Schmiede der Orks werden allseits für ihre Handwerkskunst gepriesen, und Ork-Krieger in schwerer Rüstung gehören zu den besten Schlachttruppen im ganzen Kaiserreich.

    Die Rothwardonen
    Die Rothwardonen von Hammerfell sind ausnahmslos Naturtalente. Die dunkelhäutigen Krieger mit den kräftigen Haarschöpfen gehören zu den besten Kämpfern Tamriels. Sie scheinen für die Schlacht geboren, wenn da nicht ihr Stolz und ihr Hang zur absoluten Unabhängigkeit wären. Daher eignen sie sich besser als Kundschafter, Nahkämpfer oder freiheitsliebende Helden, weniger jedoch als Soldaten in einer regulären Armee. Neben ihrer kulturellen Affinität für viele Waffen und Rüstungsarten bringen die Rothwardonen auch noch eine gute Konstitution und Ausdauer mit. In ihnen fließt nicht dasselbe Blut wie in den anderen menschlichen Rassen, und sie stammen ursprünglich nicht aus Tamriel.

    Aus dem worldofelderscrolls.de entnommen!


    Das Skillsystem

    Im Skyrim-RPG habt ihr die Möglichkeit beliebig viele Fähigkeiten für euren Charakter festzulegen. Dies sind Fertigkeiten, welche eure Talente maßgeblich beeinflussen und eure Art zu kämpfen, euer Verhalten und eure Rüstungsfertigkeiten festlegen. Im Gegensatz zu den Spielen, könnt ihr zwischen den Fertigkeiten frei entscheiden und somit einen gemischten Charakter (z.B. einen Kampfmagier) oder einen klassischen Kämpfer (z.B. Krieger) spielen. Die Möglichkeiten die euch hiermit feststehen, sind quasi endlos. Da es sinnlos ist, in einem Textrollenspiel jeder Rasse gewisse Fertigkeiten vorzuschreiben, könnt ihr hier also die freie Auswahltreffen. Zwischen folgenden Skills könnt ihr euch entscheiden:

    Kampffähigkeiten

    Blocken
    Schwere Rüstung
    Einhändig
    Zweihändig
    Schmieden
    Schießkunst

    Diebesfähigkeiten

    Redekunst
    Leiche Rüstung
    Schleichen
    Alchemie
    Schlossknacken
    Taschendiebstahl

    Magiefähigkeiten

    Beschwörung
    Illusion
    Verzauberung
    Veränderung
    Wiederherstellung
    Zerstörung

    Die Fertigkeiten unterteilen sich in unterschiedliche Fertigkeitsstufen. Lehrling (man beherrscht die Grundsätze in diesem Fach), Geselle (man ist weiter fortgeschritten), Experte (man beherrscht fast alles) und Meister (man kann perfekt mit diesem Skill umgehen). Die Skills verebsseren sich über euren Werdegang hinweg, d.h. in der Geschwindigkeit die ihr möchtet (sollte aber schon realistisch sein).


    Das Posten

    Wenn ihr eure Geschichte posten wollt, bedenkt, dass ihr die Signatur ausschalten müsst. Dies könnt ihr unter dem Eingabefenster einstellen. Geschrieben wird im RPG in der dritten Person Singular, Präteritum was auch im Gothic-RPG und im Sacred-RPG der Fall ist. Die Zeit ist wie in der Realität. Auch die Jahreszeit ist entsprechend wie in der Realität, wie auch Tag und Nacht. Ein Kalender ist nicht vorgesehen, da dies alles unnötig kompliziert machen würde. Eure Abenteuer könnt ihr, unter Angabe des Standortes(wenn ihr zum Beispiel in der Kaiserstadt seid, dann schreibt ihr oben die die Kopfzeile eures Beitrags "Kaiserstadt"), jederzeit im Rollenspielthread posten. Ein Zeitsystem gibt es nicht, ihr müsst also nicht innerhalb eines bestimmten Zeitraums posten, eine gewisse Regelmäßigkeit wäre jedoch wünschenswert.
    Bevor ihr Postet, solltet ihr euch unbedingt zuerst alle vorherigen Posts eurer Mitschreiber durchlesen, da sie sich möglicherweise auf eure eigene Geschichte auswirken können(z.B. mit einem Angriff auf eine Stadt, die euer Charakter besucht).

    Das Posten mit anderen Schreibern/Einbeziehung anderer Charaktere in eure Geschichte

    Falls ihr Charaktere anderer Schreiber mit in euren Post einbeziehen wollt, so tut das nur unter Absprache, entweder per PN oder im Besprechungsthread. Versucht dabei möglichst nicht den fremden Charakter zu formen, sondern beschränkt euch am besten nur auf seine Handlungen. Es ist auch zu beachten, dass ihr die Regelmäßigkeit eurer Posts erhöhen solltet, um eure Mitschreiber nicht aufzuhalten, aber das ist ebenfalls besser unter Absprache zu klären.


    Powergaming

    Powergaming ist zu vermeiden und wird nicht geduldet. Euer Charakter muss zwar nicht schwach sein, aber seine Stärke muss sich in einem entsprechenden Rahmen halten. Zum Powergaming gehören:

    1.)Daedra Artefakte.
    Daedra Artefakte sollten nur im späteren Verlauf der Geschichte erhalten werden. Der Besitzt eines solchen Artefakts ist zeitlich und am besten auf eine Mission, die einem von einem Daedra-Fürsten o.ä. verliehen wird, beschränkt. Eine solche Mission soll nicht ohne Grund beschrieben werden, sondern nur um die Geschichte des Charakters oder seine Eigenschaften voranzubringen. Es können die Daedra Artefakte aus allen TES Spielen verwendet sowie eigene erfunden werden. Daedra Artefakte dürfen niemals gegen einen anderen Charakter verwendet werden, da dies einen deutlichen Vorteil darstellen würde.

    2.)Drachen&Drachenpriester
    Drachen und Drachenpriester sind auf keinen Fall alleine sondern nur in der Gruppe zu besiegen. Sie sollen immer noch zu den stärksten Gegner im RPG gehören. Die Masken der Drachenpriester können ebenfalls aufgenommen werden, jedoch wie bei den Daedra Artefakten nur zeitlich begrenzt.

    3.)Drachenschreie
    Drachenschreie dürfen erlernt werden, allerdings unter deutlich Einschränkungen. Da das Studium zu den Drachenschreien sehr viel Zeit erfordert, dürfen nur 1-2 Schreie erlernt werden, die am besten auch etwas mit dem Charakter zu tun haben, sodass man eine kurze Lernphase für die Schreie rechtfertigen kann. Auf die dritte Stufe sollte bitte höchstens ein Schrei gebracht werden, wenn überhaupt.

    4.)Kampf gegen andere Charaktere
    Sollte der eigene Charakter gegen einen anderen kämpfen, so ist zu beachten, dass keiner dem anderen überlegen sein soll, außer es ist abgesprochen worden. Sollte es zu einem Kampf kommen, bei dem es offensichtlich ist, dass ein Charakter stärker ist, so sollte er künstlich geschwächt werden, sodass die beiden Kontrahenten auf einem Level bleiben.


    Bezug zum Original

    Im Foren-RPG bleibt alles, was nicht von den Usern oder der Rahmenhandlung veränder wurde so wie es ist. Das heißt auch, dass keine Quests, die ihr möglicherweise im Originalspiel gemacht habt, im Foren-RPG erfüllt wurden. Auch wurden keine Gildenquests gemacht. Das heißt der Erzmagier der Akademie ist immernoch Savos Aren, Mercer Frey bleibt der Gildenmeister der Diebesgilde und der Bürgerkrieg ist immer noch am Toben. Es ist zu vermeiden Quests aus dem Originalspiel zu erfüllen. Ihr könnt euch Quests ausdenken, die euch beliebige Personen und Gilden geben, allerdings ist es nicht erlaubt, jedigliche Quests aus dem Originalspiel zu erfüllen.
    Ähnlich ist es mit den Personen aus dem Original-Spiel. Alle NPC's, die im Originalspiel vorkommen, dürfen weder getötet werden, noch darf ihr Rang verändert werden. Stattdessen dürft ihr euch sogenante "Drohnen"-NPC's erstellen. Dies sind selbst erfundene NPC's die einen beliebigen Status haben und einem beliebigen Rang angehören. Beispielsweise dürft ihr euch einen Rekrutierer der Dunklen Bruderschaft ausdenken. Allerdings dürfen diese Drohnen keine Position/Rang eines Original-NPC's verändern, dass heißt eine Drohne darf zum Beispiel nicht Erzmagier oder Gildenmeister werden oder einen anderen Rang ersetzten, die ein Original-NPC bereits besitzt. Diese Drohnen dürfen dann auch getötet werden.


    Nach dieser kurzen Einleitung folgt die Zusammensetzung der ersten Schreibgruppe:

    Schreiberling Charakter Avatar Charakterfarbe Aufenthaltsort
    eis engel Luna [Bild: Luna1.jpg] [Bild: Luna2.jpg] 006633 in Jorrvaskr
    eis engel Siana Seralas [Bild: SianaSeralas.gif] 660066
    eis engel Jaree-Shei Petius [Bild: Jaree.jpg] FFD700 Beflaggte Möhre
    eis engel Kasumi Milano [Bild: ava1.jpg] 0066FF
    eis engel Milo Flacello [Bild: eisiAva_1_blau.jpg] FF0000
    Moonlord Axhuul [Bild: Axhuul100Bild1.jpg] [Bild: Axhuul100Bild2.jpg] 0040FF Beflaggte Möhre
    sunrunner Vyla Brynndottir [Bild: Vyla.jpg] irgendwo bei Weißlauf
    EMS Cruelle [Bild: 34idRSNMxCruelle_RPG.jpg] ff8c00 Ruine Nilheim
    Ryu Hayabusa Nathraen [Bild: wVRbxUB.jpg]
    Dawnbreaker is offline Last edited by Dawnbreaker; 01.07.2018 at 23:43. Reason: in Absprache ergänzt
  2. #2 Reply With Quote
    Deus VRanger's Avatar
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    [Bild: inArbeit.png]nur als Gedankenstüzte für ein laufendes Gruppen-RPG
    • es folgt eine Zusammenfassung der Gruppe
    • es folgt eine Inhaltsübersicht
    • es folgt eine Darstellung der verwendeten NPC




    Aufgabenübersicht
    erfüllte Aufgaben
    aktuelle Aufgaben
    Quintus Gwess Luna
    Finde die Khajiit-Händler
    Untersucht den Tatort
    Trefft eine Entscheidung zum weiteren Vorgehen
    ~ • ~
    berichtet Ri'Saad
    geplante Aufgaben
    Quintus Luna Gwess
    Aufgabe der Khajiit-Händler • Untersuche die modrigen Ruinen



    Gruppe bei den Khajiit-Händlern

    Spieler Name AvA Aufenhaltsort Charakterfarbe
    Dawnbreaker Quintus [Bild: quintus_avatar.jpg] unterhalb der Schlangenfintenschanze 800000
    eis engel Luna [Bild: neues_Luna_Ava.gif] unterhalb der Schlangenfintenschanze 3366CC
    eis engel Ascanio [Bild: Ascanio_Ava_1.png] unterhalb der Schlangenfintenschanze FF6600
    VRanger Gwess [Bild: VR_Gwess_A.png] unterhalb der Schlangenfintenschanze 006600




    pausierend

    Spieler Name AvA Aufenhaltsort Charakterfarbe
    Silva Miriam [Bild: Skyrim_RPG_IV_Miriam_Ava.jpg] am westlichen Wachturm bei Weißlauf 800080



    NPC Khajiit-Händler
    Ava Name Hinweis Geschlecht
    [Bild: RPG_F1.jpg] Ri'Saad Ri, die Vorsilbe für einen hoch angesehen Anführer einer Khajiit-Karawane geben männlich
    [Bild: RPG_K1.jpg] Ra'Husbar Ra, die Vorsilbe für einen geehrten Händler, er vertritt Ri'Saad männlich
    [Bild: RPG_K2.jpg] Do'Aahin die derzeit einzige für einen Begleitschutz weiblich
    [Bild: RPG_K3.jpg] Rihrazad Händlerin für Verzauberungen | Ringe | Roben weiblich
    [Bild: RPG_K4.jpg] Shagh Händler für Kräuter und andere Zutaten männlich





    Nützliches
    • Übersichtskarte zu Skyrim
    • Wiki The Elder Scrolls V: Skyrim
    VRanger is offline Last edited by VRanger; 24.08.2019 at 06:55. Reason: Gruppe aktualisiert
  3. #3 Reply With Quote
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    »Weißlauf« • Gwess • Für eine Handvoll Münzen • Prolog¹

    [Bild: VR_Gwess_A.png] Adrianne riss die Augen auf, als eine junge Frau von knapp 30 Jahren eine vollgepackte Kiepe schnaufend vor ihre Füße stellte. Die Kiepe war aus Weidenzweigen geflochten und für einen einmaligen Transport gefertigt. Aus diesem provisorischen Tragekorb ragten ein paar Schwerter, aber auch Schilde waren zu sehen. Die Inhaberin der Schmiede im Tiefenlandbezirk schien ihre Kundin zu kennen. Denn sie sprach sie direkt an: »Oh! Gwess bist du es?« Die Angesprochene richtete sich auf, fuhr mit der rechten Hand durch ihr rosenblondes Haar. Eigentlich strich sie mehr darüber. Denn es war eine Marotte aus früheren Tagen, als sie die Haare noch offen trug. Doch jetzt unterbanden zwei Zöpfe, die quasi um den Kopf herumliefen und hinten geschickt verbunden waren jeder Art von Unordnung. Nur die Ohren der Waldelfin waren in ein Spiel der eigentlich kurzgehaltenen Haare eingebunden. Sie lächelte zurück und sagte etwas unmissverständlich: »Ohne die Stiefel hätte ich es nicht geschafft.«

    Darauf erkundigte sich die Schmiedin: »Was ist mit dem Schuhwerk?« »Du weist doch, sie stammen aus einem alten Stollen und stärken den Rücken. Sonst wären es nur halb so viele Schilde.« Adrianne seufzte und begann die Kiepe auseinanderzunehmen. Ein wenig brummelte sie vor sich hin und sagte beim Sortieren, Eisen, Eisen, Stahl, Eisen, Eisen … sie endete mit einem »nichts Magisches diesmal?« »Nein, diesmal nicht.« lautete die Antwort. Die Schmiedin sagte nichts, sondern öffnete ein Schloss zu einer großen, beschlagenen Truhe und hob den Deckel an. Im Zuge einer Handbewegung sagte sie: »Gwess, wie ich es dir beim letzten Mal schon sagte, Waffen aus Eisen oder einfache Stahlschwerter, werden nicht mehr gekauft …« »Auch kein alter Bogen der Nord?« »Auch so etwas nicht,« kam relativ nüchtern die Antwort. »Ich weiß einfach nicht mehr wohin damit und …«, sie unterbrach, weil ein paar Kinder Haschen spielten und an den beiden vorbei wollten. »… hast du noch andere Sachen?« »Ja, ein paar Felle vom Wolf und Hirsch und zwei Pelzrüstungen sowie ein Amethyst,« erklärte Gwess, deren Lächeln aus den Gesichtszügen verflogen war. »Die Felle und die Rüstungen nehme ich, den Stein schaffe zu Belethor, aber die anderen Sachen …« »Geht da wirklich nichts?« wollte die Frau wissen. Wiederum seufzte die Schmiedin. Dann sagte sie: »Schau, es geht wirklich nicht. Aber … wart mal …«, sie ging an Gwess vorbei in Richtung ihres Hüttenofens, schaute nach irgendetwas und erklärte anschließend: »Perfekt!«

    »Was ist perfekt?« wollte die Waldelfin wissen. An ihrem Tonfall war eine Stimmung zu spüren, die bei der Zeit des Wartens auf Beute erst nach Stunden aufkeimen würde. Doch hier Wuchs die Ungeduld eher und stetig. Denn in ihrem Kopf wuselten der Auftrag mit dem Ödsturzhügelgrab, weil sich eines der Kinder aus Flusslauf verlaufen hatte, das „Ausräumen“ des Banditenlagers … und all die Schlepperei bis hier her. Doch sie hatte in Adrianne eine gute Bekannte, die weit mehr für sie tat, als es erforderlich war. Aber die beiden verband eine gute Erfahrung. Immerhin war es hier gewesen, wo Gwess ihren ersten Dolch geschmiedet hatte. So folgte ein Angebot: »Also ich biete dir für die Schilde und die Waffen bis auf die Stahlstreitaxt den halben Barrenwert des Metalls. Doch …« Die Schmiedin prüfte sehr aufmerksam, ob es sich überhaupt lohnte in dem Angebot fortzufahren. Sie sah ihre Gesprächspartnerin, der die Schultern nach unten hingen und deren Blick auf den Boden gefallen war. So klopfte sie ihr an die Schulter und fuhr fort: »Doch du musst mir beim Verhütten helfen.« An der Stelle wachte Gwess auf. Sie hatte sich eigentlich schon damit abgefunden, dass die auf dem Hinweg ausgemalten Dinge, die sie von all dem Gold hätte kaufen können, sich bereits aufgelöst hatten. Gut, nun sollte es nicht nur Rauch, sondern wenigstens flüssiges Metall werden. In Windeseile kam ihr Optimismus zurück. Anstatt nach dem Preis und der Zeit zu fragen, wollte sie wissen: »Ich darf mitschmieden?« »Wenn du es so bezeichnest, ja!« erklärte Adrianne und weiter sagte sie: »Mir ist es wichtig, dass in dem Schmelzofen die Glut brennt, eine hohe Temperatur herrscht und der Blasebalg funktioniert. Bekommst du es hin?« »Sicher!« antwortete Gwess und legte ihren Bogen zur Seite, begann ihre Rüstung auszuziehen. Sie griff die ihr gereichte lederne Schürze und dann folgte eine relativ monotone Abfolge. Ziehen an einem Tau, im Feuer schüren, ziehen an einem Tau …

    Ein Beobachter konnte erkennen, dass sie dabei nicht ungeübt war. Sie würde nach wenigen Minuten keine Blasen an den Händen haben. Unter ihrer Bekleidung zeichnete sich ein gut trainierter Körper ab, den man auch an den Armen als athletisch bezeichnen konnte. Aber es war nicht zu viel. Es bot sich ein ästhetischer Anblick. In diesem Ziehen, Schüren, Ziehen … schweiften die Gedanken von Gwess zurück zu ihrem Auftraggeber in Flusswald, seinem besorgten Blick und ihrer Zusage sich das Ödsturzhügelgrab anzusehen. Delfine, die Besitzerin der Taverne „Des schlafenden Riesen“ hatte es ihr gedankt …

    ¹ wer die Schrift »Morpheus« installiert hat, wird Überschriften gestaltet sehen




    »Weißlauf« • Gwess • Für eine Handvoll Münzen • Das Puppengrab

    [Bild: VR_Gwess_A.png] Ihr ging diese einfache Schmiedearbeit gut von der Hand. Sie war geübt. So im Fluss der Bewegungen, der Handgriffe und prüfenden Blicke, dass ihr inneres Auge wandern gehen konnte. Sie war wieder Ödsturzhügelgrab. Sie hatte jetzt keine Gedanken, dass die zwickende Kälte dort oben, zu dem angepeitscht durch einen straffen, alles durchdringenden Wind im absoluten Widerspruch zu der sie jetzt umgebenden Wärme des Schmelzofens stand.

    … Delfine, die Besitzerin der Taverne „Des schlafenden Riesen“, hatte sie vor ein paar Tagen angesprochen, als Gwess wegen einem Teller dicker Bohnen zum Mittag eingekehrt war. »Rede mit Alvor. Es geht um Dorthe.« Nun sie war hingegangen, nicht nur dem Schmied wegen, dem man bei einem Blick über die Schulter manche Sachen abluchsen konnte. Nein, sie mochte seine Tochter. So ein junges Ding, fast den gleichen Haaren wie sie selbst, so schön rosenblond, offen, etwas verspielt, aber herzensgut. Sie war mit Frodnar oben am Ödsturzhügelgrab und hatten nur »schauen« wollen.

    Gwess schimpfte mit sich ein wenig. Denn sie hatte sich erbost, wie vor wenigen Tagen. Und so hatte doch einer der dickeren Funken seinen Weg auf ihren Unterarm gefunden. Sie schaute um sich, alles gut. Doch dann riss sie die Erinnerung an die Frage des Vaters: »Bei den Göttern, was wolltet ihr da oben?« zurück in ihre Träumerei.

    Sie seufzte. Es war eine Kindergeschichte von Neugier, Sorglosigkeit und Abenteuerlust. Doch sie sah auch die roten Augenringe des Mädchens noch gut vor sich. Denn bei einem »merkwürdig« laufenden Skelett war den beiden der Mut ausgegangen.

    »Meine Puppe. Susi! Sie ist noch dort!« Kinderleid kann so unermesslich schmerzvoll sein. Es ist noch ohne Schauspiel, noch ohne Zweck der Täuschung, einfach gerade zu und deshalb so mitnehmend. Die Frage des Vaters: »Und die Banditen?« quittierte Dorthe, in dem sie wegrannte. Die, die selbst einmal Schmiedin werden wollte und so auch von ihrem ersten Schwert träumte, fühlte sich einfach nicht verstanden. Es ging um ihre Susi. Die war jetzt dort in dem Grab mit dem merkwürdigen Skelett. Gwess wartete nicht auf das, was kommen könnte. Sie sagte geradezu: »Alvor, ich gehen hoch und schaue, was ich machen kann.«

    Sie lies einen baffen Alvor zurück, der vermutlich schon zig Versionen in seinem Hirn gewälzt hatte, wie man an die Puppe käme. Denn er kannte seine Tochter. Und eine grantige Dorthe war auf Dauer nichts für ihn, nichts für seine Frau Sigrid und auch eigentlich nichts für die kleine Siedlung in Flusswald.

    … Alvor hatte recht behalten mit seiner Frage. Es waren Banditen dort oben. Gwess sah sie, aber sie sahen sie nicht. Bis auf einen, der hatte wohl dass Summ der zwei Pfeile gehört. Er selbst ein Bogner war gewarnt und begann hektisch herumzulaufen und brüllte Warnungen. Doch mehr nütze es ihm nicht. Er hatte es gehört. Gwess war taktisch und in ihrer Ausrüstung, aber auch vom Vorgehen im Vorteil. Sie kam weder von unten noch von der linken oder rechten Seite. Sie war das Risiko eingegangen und hatte den Bergrücken, in dem das Grab kunstvoll eingelassen war, umgangen. Sie war die vereisten Felsen hochgeklettert, hatte sich gestreckt, beherzt zugegriffen, sich herangezogen und schließlich stand sie oben auf dem Dach des imposanten Rundbaues, der den Eingang schmückte. Von hier aus war die Übersicht perfekt. Sie hatte sich zu dem die Zeit genommen, die Gegend zu beobachten. Sie hörte das Gequatsche der vermutlichen Wachen. Das Reden von „Akademie“, von „es war nur ein Messer“ und all das, was solche Nichtsnutze in ihrer Prahlsucht so von sich geben. Sie wusste, wo sie standen und wo sie hingingen. Nur einer war unter ihr. Es galt also gut zu zielen, schnell zu treffen und dann gekonnt nach unten zu kommen. Einen Pfeil legte sie ein, der zweite kam zwischen die Zähne. Der erste Schuss war gut anvisiert, gut durchgezogen, einfach perfekt. Der Zweite etwas völlig anders. Schnell eingelegt, in der Bewegung des Körpers und des Bogens zum Ziel die Sehne mit aller Kraft gespannt. Als diese am Kinn war, gab die Hand dem Pfeil die Freiheit und dieser nahm die Kraft aus Bogen und Arm dankend an. Gwess schaute nicht nach, ob sie treffen würde. Behände verringerte sie die Höhe. Runter ging es auf den Halbbögen des Grabeingangsbereiches. Sie sprang das letzte Stück. Beim Aufkommen zog sie den dritten Pfeil und rollte sich in die Richtung, wo sie von oben die Stimme gehört hatte. Es war ein guter Umstand, dass dieser nicht wissend was geschehen war, in der Vorhalle herumrannte und mit seinen Sprüchen: »Ich kriege dich!« »Zeig dich!« »… « alles für ein gutes Ziel tat. Gwess leistete sich sogar den Luxus in die Knie zu gehen, zu visieren und dann war es auch gut mit den Dreien.

    »Leider hatten sie die Puppe nicht dabei«, sagte Gwess so vor sich hin. »Welche Puppe? Von was sprichst du?« wollte Adrianne, die Schmiedin wissen. »Ach, nichts. Ich habe nur laut mit mir gesprochen,« antwortet die Waldelfin. Sie erhaschte mit einem prüfenden Blick die noch vor ihr zu leistende Arbeit und fügte noch an: »Denke es dauert noch eine gute halbe Stunde.« »Lasse dir Zeit, es drängt ja nichts,« sagte Adrianne.

    Gwess ganz wieder bei der Sache am Schmelzofen schmiss weitere Teile der Eisenrüstungen hinein. Sie schürte die Glut, sah, wie die Hitze das Eisen fraß. Schob brennende Kohle darüber. Doch ein vergehender Schild brachte sie zurück zu dem Ödsturzhügelgrab. Sie musste schon Kraft aufwenden um die schwere, mit Eisen gefasste Tür zu dem Grab zu öffnen. »Gut dann, wollen wir Dorthes Puppe suchen. Hier in diesem Puppengrab.« Es war ein sachtes Vorgehen, denn sie wusste nicht, was das Mädchen mit dem Skelett meinte, doch sie ahnte es. Aber auch die so arglosen Wachen galt es im Hinterkopf zu behalten …

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    VRanger is offline Last edited by VRanger; 20.09.2017 at 18:32. Reason: verlinkt
  4. #4 Reply With Quote
    Auserwählter Moonlord's Avatar
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    Axhuul – Straße nach Rifton, östlich von Helgen

    [Bild: Axhuul100Bild1.jpg]Rückblende:

    Der letzte Winter in Weißlauf war hart gewesen. Schneestürme hatten die Stadt heimgesucht und ihre kalte weiße Last in den Straßen abgeladen, wo sie sich hüfthoch an den Hauswänden sammelte. Manche Gasse war nur noch ein festgetretener Pfad zwischen weißen Wänden, manche Treppe eine rutschige Rampe, neben der die kleinen Wasserläufe über ihre Ufer traten und gefährlich scharfe Eisformationen bildeten. Jeder Schritt durch die Stadt, jeder Atemzug dieser eiskalten Luft war eine Tortur, ganz besonders, wenn man einer Rasse angehörte, die die feuchten, schwülen Sumpfwälder der südlichen Schwarzmarsch ihr Zuhause nannte.
    Axhuul jedenfalls fror fürchterlich. Er sehnte sich danach, diese unfreundliche Stadt oder besser noch die ganze Provinz endlich verlassen zu können. Er sehnte sich danach, wieder Sonne auf seinen Schuppen zu spüren, richtige grüne Wälder zu sehen und den Stimmen der vielen kleinen Wesen zu lauschen, die eine Nacht im Sumpf so besonders machten.
    Und nun war es endlich soweit. Der lang ersehnte Tag, an dem Axhuuls Vertrag endete, war gekommen. Er verabschiedete sich von Thane Oswin, welcher für ihn gebürgt und ihm so überhaupt ein Leben in dieser fremdenfeindlichen Stadt ermöglicht hatte. Ohne noch einmal zurückzublicken schloss er sich der kleinen Khajiitkarawane an. Ihr Ziel war Rifton, die Stadt am See, von wo er hoffte, eine Reisegesellschaft nach Cyrodiil oder Morrowind zu finden. Es war immer besser, die Berge nach Süden nicht allein zu überqueren. Zur Not würde jedoch auch das gehen müssen.

    Längst hatten sie Helgen passiert, wo die Khajiit noch einige Waren abgeholt hatten. Die Straße wand sich ostwärts durch schroffe Täler und Pässe. Wieder hatte es zu schneien begonnen. Der Sturm blies die dicken Flocken fast waagerecht vor sich her, kroch in jede Ritze der dick wattierten Lederrüstung und trieb Axhuul die Kälte in die Knochen.
    Er wurde langsamer. Jeder weitere Schritt kostete Willenskraft. Schon lange sah er die Khajiit nicht mehr vor sich, auch wenn er ab und zu im Heulen des Sturms noch ihre Stimmen wahrnahm, wie sie die Packtiere antrieben um den Pass endlich verlassen zu können.
    Er konnte nicht mehr.
    Gerade als Axhuul sich fragte, ob er versuchen sollte, aus ein paar dürren Büschen am Weg ein Lagerfeuer zu machen, sah er die Höhle. Schwarz und bedrohlich klaffte das Loch in der Bergwand, abstoßend und anziehend zugleich. Axhuul war kein Held. Er war nicht feige und wusste mit seinen Keulen umzugehen, doch wenn er es vermeiden konnte, ging er kein unnötiges Risiko ein. Heute jedoch war es ihm egal, ob Bären, Wölfe oder auch Banditen in dieser Höhle hausten. Sie versprach ihm die so notwendige Rast, abseits von Kälte und Wind, dass er gar nicht lange überlegte und die Höhle betrat.

    Auch hier war es noch kalt. Ein ganzes Stück weit war der Schnee hineingeweht worden und Sickerwasser an den Wänden zu blankem Eis gefroren. Aber jeden Schritt weiter schien es etwas trockener zu werden. Ein kleiner Erfolg. Axhuul ging weiter. Dem schmalen Gang folgte eine größere Kaverne, dann ein weiterer Gang, wieder ein Raum, ein Gang und so fort.
    Wenn er gehofft hatte, dass es etwas wärmer werden würde, dann wurde Axhuul enttäuscht. Sogar Schnee bedeckte weiterhin den Boden, ohne dass erkennbar gewesen wäre, woher dieser kam. Und noch etwas fiel Axhuul auf: eine bedrohliche Aura, die über allem hing, etwas Unheimliches, dass seine Kehlschuppen trocken werden ließ, ihn aber gleichzeitig lockte. "Kommt zu mir", schien eine Stimme zu rufen. "Kommt zu mir und Euer innigster Wunsch wird erfüllt werden."
    Axhuul erstarrte.
    Wer konnte das sein? Wer ... oder was rief ihn? Den ganzen Weg entlang war ihm die Höhle unbewohnt erschienen. Es gab keine Spuren im Schnee, keine Reste alter Feuerstellen, keine Geräusche außer seinen eigenen Schritten und der Stimme in seinem Kopf.
    Nur noch ein kurzer Gang, der in die letzte (woher wusste er dass es die letzte war?) Kammer führte. Und dann? Was erwartete ihn?
    Einige Augenblicke später betrat der Argonier, seinen Keulen schlagbereit haltend, den Raum.
    "Was, beim Hist, machen die Dinger hier?", war sein erster Gedanke, als er die beiden übergroßen Statuen bemerkte: ein Mann und ein Hund.
    "Kein Mann, Ihr Einfaltspinsel!" Die Stimme in seinem Kopf klang entrüstet: "Habt Ihr keine Augen im Kopf? Erkennt Ihr nicht, wen Ihr vor Euch seht?"
    Axhuuls Blick, der eben noch auf dem Hund geruht hatte, schwenkte zurück.
    "Eine F...?"
    "NEIN! Oh, warum seid ihr Echsen so dämlich? Aber ich, Clavicus Vile, werde Euch noch einmal verzeihen. Selten genug verirrt sich ein Sterblicher hierher. Das ist langweilig, wisst Ihr? Und ich will mich nicht langweilen. Also sprecht!"
    Ein Daedraprinz? Das alles kam so überraschend für Axhuul, dass ihm spontan keine einzige Frage einfallen wollte. Er stand wie erstarrt vor der Statue und sah sie mit offenem Mund an.
    "Ich sehe schon", fuhr Vile fort, "da hat sich nicht das hellste Fackelwürmchen verflogen." Er seufzte theatralisch. "Sei's drum. Wenn Ihr schon mal hier seid, so nennt mir Euren Wunsch und ich werde ihn erfüllen."
    Ein Daedroth? Ein Wunsch? In Axhuuls Kopf arbeitete es. Natürlich hatte er Wünsche. Er wollte heim in die Schwarzmarsch, weg von Eis und Schnee und den feindseligen Blicken der Nord. Doch noch rechtzeitig fiel ihm ein, dass Daedraprinzen bestimmt nichts ohne Gegenleistung taten. Was also würde es ihn kosten, sich von Vile durch die Oblivionebenen nach Hause schicken zu lassen? Axhuul wagte die Frage:
    "Werter Herr Prinz. Was begehrt Ihr als Gegenleistung für einen Wunsch? Mir ist klar, dass ..."
    "Ach was." Vile wischte den Rest des Satzes mit einer Handbewegung weg. Gleichzeitig begann seine Statue, eine Wolke eisigen Nebels auszusenden, die sich über den Boden der Höhle ausbreitete, die Wände heraufzog und kleine Eiskristalle daran glitzern ließ. "Warum denken alle nur, wir hätten ständig Hintergedanken? So sind wir nicht. Auch wir können uns daran erfreuen, einfach Gutes zu tun, und sei es nur, um dem ewigen Einerlei eines Äonen währenden Lebens zu entgehen. Heute ist Euer Glückstag, Argonier. Ich begehre nichts von Euch."
    Ob er den Worten des Daedraprinzen Glauben schenkte oder nicht, war im Moment für Axhuul zweitrangig. Er klapperte durch den neuen Kälteschub so stark mit den Zähnen, dass es sicher bis auf den Weg draußen zu hören war.
    "Wenn mir doch nur nicht so kalt wäre", stammelte er vor sich hin.
    "Na, das ist doch mal ein bescheidener Wunsch", drang Viles Stimme sofort in sein Ohr. Schlagartig zog sich der Nebel zurück.
    "Nein! Ich ..."
    "Zu spät!" Der Daedroth lachte gackernd. "Nur einen Wunsch pro Sterblichen! Wir wollen doch nicht maßlos werden."
    "Das war aber nicht ...", begann Axhuul erneut, wobei ihm schmerzlich bewusst wurde, dass dieser Eisnebel vorhin sicherlich kein Zufall war. Er war manipuliert worden und auf die Heimtücke des Daedraprinzen hereingefallen. Fragte sich nur, was als nächstes geschehen würde. Der Wunsch nach mehr Wärme war noch unerfüllt, denn Axhuul zitterte nach wie vor.
    Clavicus schaute unbewegt auf ihn herab.
    "Ihr fragt Euch sicher, wann ich mein Versprechen einlöse?"
    Axhuul nickte schwach.
    "Nun, das können wir sogleich erledigen, nicht wahr?" An der gegenüberliegenden Wand erschien ein wärmendes Lagerfeuer, über dem ein kleiner Kessel mit verführerisch duftendem Tee hing. Ein Schlafplatz aus warmen, dicken Fellen tauchte daneben auf. "Trinkt etwas", wurde Axhuul aufgefordert. "Ruht Euch aus. Clavicus Vile steht zu seinem Wort. Wenn Ihr wieder erwacht, werdet Ihr die Kälte Himmelsrands nicht mehr fürchten."
    Obwohl es Axhuul eigentlich nicht wollte, so übte das Lager eine derart starke Anziehungskraft auf ihn aus, dass sich seine Beine wie von selbst in Bewegung setzten. Der Tee war wahrhaft köstlich und die Felle so kuschelig weich, dass er kurz darauf in einen tiefen, traumlosen Schlaf glitt.
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    [Bild: quintus_avatar.jpg]

    Quintus hing seinen Gedanken nach, während sich seine Karawanenbegleiter auf das herzhafte Frühstück stürzten, welches man ihnen in Rorikstatt zuteil werden ließ. Die Bauern hatten nicht viel, aber für zahlende Kundschaft plünderten sie ihre Vorräte gerne, zumal er ihnen eine Lieferung Waffen in Aussicht gestellt hatte. Eigentlich hätte der Halbelf glücklich über den Handelsabschluss mit den Khajiit in Weißlauf sein müssen, denn schließlich hatte ihn sein Vater darum gebeten, und er hatte sich aus würdiger Nachfolger erwiesen.

    Doch nun erzählte ihm der Wirt der Taverne von einem unheimlichen Wesen, das in der Nähe sein Unwesen trieb und in Quintus wuchs die Unruhe langsam zu einer dunklen Welle heran, die ihn zu überrollen drohte. „Ein Untier?“, fragte er scheinbar gelangweilt den Wirt, der sich in offensichtlicher Plauderlaune zu ihnen an den Tisch setzte.
    Der grobschlächtige Besitzer der einzigen Möglichkeit auf Essen und Unterkunft weit und breit grinste zahnlos. „Ab und zu hören Jäger ein Heulen des nachts.“ Er beugte sich über den Tisch und sein Gesicht kam Quintus näher, dem nun ein widerlicher Mundgeruch entgegenschlug. „Gerade vorgestern kamen einige Kaiserliche den Weg von Falkenring her entlang gerannt. Sie hatten es sehr eilig, nach Einsamkeit zu kommen.“ Plump vertraulich zwinkerte der Wirt dem Halbelf zu. „Verdächtig eilig.“
    Quintus, dessen Mutter selbst eine Kaiserliche war und einst in der Armee gedient hatte, konnte sich nicht vorstellen, was die Soldaten geradezu fluchtartig aus den Wäldern trieb. Er zog misstrauisch eine Augenbraue in die Höhe und musterte sein gesprächiges Gegenüber. Betont langsam strich er sich etwas Butter auf eine Scheibe frischen Schwarzbrotes, aber innerlich rasten seine Gedanken und er konnte seinen Puls in den Schläfen spüren. „Wo war das in etwa?“
    Der Wirt zuckte mit den Schultern. „Muss kurz nach der Abzweigung Richtung Falkenring passiert sein. Die Kaiserlichen trauen sich eh nicht weit in die Wälder.“ Er spuckte auf den Boden. „Feiglinge.“
    Mit Mühe beherrschte sich Quintus und versuchte, das Rauschen in seinen Ohren zu unterdrücken. Seine Sinne verschärften sich und er kniff die Augen zusammen, als das Tageslicht durch die aufgerissene Tür sein Gesicht traf. Ein Bauer taumelte in den Schankraum und stammelte: „Zwei meiner Kühe hat es letzte Nacht erwischt.“ Erschöpft ließ er sich auf einen Stuhl fallen und einen Krug Met bringen.

    Quintus zahlte den Wirt aus und drehte sich zu seinem Karawanenführer um. „Geht alleine nach Markarth. Ich komme nach.“ Den fragenden Blick ignorierte er und ein Fluch entfleuchte ihm, als ihn das Tageslicht mit der ganzen Heftigkeit einer noch tiefstehenden Sonne erwischte. Er musste für einige Minuten stehenbleiben, bis er sich an die Helligkeit gewöhnt hatte. Seine Ausrüstung war schnell zusammengepackt und bestand lediglich aus einem Rucksack, einem Bogen und seinem Einhandschwert. Er verabschiedete sich von seinen Leuten, die es gewohnt waren, nicht allzu viele Fragen zu stellen.

    Bis zur Wegkreuzung war es nicht weit, sodass er sich bis zum Einbruch der Nacht in Ruhe umsehen konnte. Quintus knurrte leise. Hier, in der Einsamkeit der Wildnis, musste er nicht auf jede Regung achten, sich mühsam beherrschen. Er blieb stehen und lauschte, aber außer Vögeln, einigen äsenden Rehen und einem verschlafenen Wolf hielt sich nichts Außergewöhnliches in seiner Nähe auf. In ihm keimte die Hoffnung auf, dass er auf jenen treffen könnte, der ihn einst zum Werwolf gemacht hatte. Er setzte sich auf einen Baumstumpf und wartete geduldig.
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    Axhuul – Alchemistenhütte

    [Bild: Axhuul100Bild1.jpg]Rückblende:

    Nur noch ein paar Minuten. Bitte, Mama, ich möchte noch nicht aufstehen.
    Die großen dunklen Augen Rajhaanas lächelten liebevoll auf ihren jüngsten hinab. Na wenn du meinst, Axhuul, dann muss ich den ganzen leckeren Süßkuchen eben an deine Geschwister verteilen.
    Ach nein, Mama, das ist Erpressung!
    Axhuul weigerte sich trotzdem beharrlich, die Augen zu öffnen. Er war wach genug um zu wissen, dass es die Reste eines wundervollen Traumes waren, doch das Bett, in dem er lag, war weich und warm. Er wollte unbedingt noch ein Weilchen an diesem Traum festhalten, wollte seiner Mutter in die Küche folgen, um ein Stück vom leckeren Süßkuchen ... Warum auf einmal Süßkuchen? Er hatte das krümelige Zeug noch nie gemocht. Und überhaupt, zuhause gab es traditionell Salzreis mit Stockfisch zum Frühstück oder Krabbenpasteten, keinen Kuchen, ob nun süß oder nicht.
    Etwas kitzelte Axhuul an der Nase, reizte ihn zum Niesen. "Haaa...tschiee!"
    Ruckartig richtete er sich auf. Der bunte Schmetterling flatterte erschrocken davon und Axhuul öffnete die Augen. Leicht verwirrt sah er sich um. Wo war er?
    Die Hütte war klein und staubig. Durch die offene Tür drang Morgenlicht herein. Es roch nach Kräutern und Blumen. Ein paar Bienen begannen summend ihren Arbeitstag.
    Axhuul schwang die Beine aus dem Bett um aufzustehen.
    "Ahrg!"
    Der Fußboden war lange nicht gefegt worden, doch die dicke Staubschicht dämpfte seinen Aufprall nicht im mindesten. Er hatte beim Aufstehen schlichtweg das Gleichgewicht verloren, so als ob etwas wichtiges fehlte. Sein ... Schwanz??? Nein. Er atmete erleichtert aus. Er spürte seinen Schwanz, konnte ihn bewegen, auch wenn es sich etwas ungewohnt anfühlte.
    Langsam kehrten erste Erinnerungen an den gestrigen Tag zurück. An das Lager in der Höhle, an den Tee ... Ob etwas in dem Tee gewesen war? Ein Betäubungsmittel?
    Er verwarf den Gedanken sofort wieder. Argonier besaßen eine natürliche Resistenz gegen alle möglichen Gifte, und bei Axhuul war diese besonders stark ausgeprägt. Wegen einer Wette unter Söldnerkollegen hatte er sogar mal auf einer Jarrinwurzel gekaut und dieses Wagnis mit nur geringen Kopfschmerzen überstanden.
    Doch was war es dann?
    Axhuul stützte sich auf dem Boden ab, um wieder aufzustehen. Dabei fiel sein Blick auf seinen linken Arm, dann auf seine linke Hand, dann auf seine Recht. Was er sah ließ ihn vor Schreck hyperventilieren: Fell!
    Das gehässige Lachen eines Daedraprinzen ertönte in seinem Kopf. "Na, ist Euch noch kalt, Argonier? Oder sollte ich lieber "Kätzchen" sagen?" Eine weitere Lachsalve folgte.
    Axhuul hockte erstarrt am Boden und besah sich die fremden Hände. Seine Hände. Mit Fell überzogen, kurz und grau. Voller Angst befühlte er sein Gesicht. Auch dort war Fell. Überall.
    Panisch stürzte Axhuul aus der Hütte.
    Er rannte so schnell er konnte, stürzte mehrmals und rappelte sich wieder auf, rannte weiter und weiter der aufgehenden Sonne entgegen, bis er an eine Brücke kam. Der Fluß darunter war ruhig, die Oberfläche glatt. Axhuul hockte sich ans Ufer und betrachtete lange sein Spiegelbild.
    Das war nicht er. Ein graufelliger Khajiit blickte ihm traurig entgegen.
    Axhuul weinte.
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
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    vorheriger Post: Das Puppengrab

    »Weißlauf« • Gwess • Für eine Handvoll Münzen • Der Irrweg der Kinder

    [Bild: VR_Gwess_A.png] »… im Inneren der Vorhalle war nichts Wesentliches, was es zu erwähnen galt«, sagte sie sich beim Anfachen des Feuers. »Bis auf eine Ausnahme!«, ergänzte sie ihre Erinnerung. Die Puppe war nicht dort. Sie fand sie auch nicht bei den weiteren zwei Banditen, die sich wohl allzu sicher gefühlt hatten. Gut! Drei an Wachen vor einer Tür sollten auch eigentlich reichen. Doch dann darf man eben nicht aus langer Weile oder warum auch immer laut quatschen.

    Gwess war schon enttäuscht, dass sie die Puppe von der Schmiedstochter immer noch nicht in den Händen hatte. Sie wollte eigentlich nicht so tief in das Ödsturzhügelgrab. Doch nun musste sie es. Sie beließ es den Jagdbogen, das Eisenschild und den Eisenstreitkolben in ein Behältnis zu legen. Sie wollte es nicht hin und her schleppen. Die wenigen Münzen und verbliebenen neu Pfeile mit einer Stahlspitze nahm sie an sich. Sie grübelte schon, ob die Kinder hier wirklich gewesen waren? Denn vorbei an den Banditen, so tief in die in die Grabstelle sollten sie gekommen sein? Eigentlich schüttelte sie für sich den Kopf. Aber sie konnte jetzt nicht zurück. Denn Dorthe zur Rede stellen, von den Erlebnissen hier zu berichten und im Schluss mit einem Misserfolg zu enden, dass eben konnte sie nicht. So sagte sie zu sich: »Vielleicht waren sie hier drin, haben sie aus Schreck fallen gelassen und ein Skeever hatte sie davon getragen.« Denn diese rattenartigen Nager waren hier in diesen Höhlen quasi wie zu Hause. Warum sollten sie eine weiche Sache aus Stoff nicht in in eines ihrer Nester schleppen? So dachte sie und so gab es auch kein zurück. Ein Limit, bis wohin und dann nicht weiter, setzte sie sich nicht.

    Es ging eine Weile gut. Die Augen gewöhnten sich mehr und mehr an das Dunkel. Licht gab es, aber es war ein altes Licht. Sie schlich eh besonnen durch die Gänge und so kam sie ganz gut zurecht. Eine Lichtquelle, so zwischen durch an einem Wasserlauf, lockte sie an und erfreute zu gleich. »Schimmerpilze« An einer Felssäule strahle es blaugrünlich. Es war eine kleine Kolonie, die da wuchs. Gwess kannte die Pilze und wusste um ihre Eigenschaften. Sie waren auch geeignet das Schmieden zu unterstützen oder sie ermöglichten eine Resistenz gegen Blitzschlag. Ihr war nicht bewusst, dass es hier unten solch einen Fundort gab. Aber das lag vermutlich auch daran, dass sie nicht so oft hier war oder selten so weit in das Labyrinth der Gänge wollte. Ein Quietschen lies sie aufhorchen.

    »Skeever!« Sie quittierte mit den Namen dieser rattenähnlichen Tiere, dass was sie identifizieren konnte. Irgendwer bekämpfte sich. Aber sie verstand die Klänge nicht. Die Schreie der Tiere wusste sie zu identifizieren, aber das andere? Es war keine der Sprachen, die sie hier in Himmelrand, egal ob im Wirtshaus, beim Händler oder wo sonst noch gehört hatte. Sie blieb stehen und beschloss zu warten. Machte sich aber für einen Kampf bereit. Das für den Fall, falls einer der Skeever in ihre Richtung fliehen würde. Aber dazu kam es nicht. So beschloss sie mit äußerster Vorsicht sich weiter in den Raum zu bewegen, aus dem sie glaubte, einen Kampf vernommen zu haben. Es wurde heller. Ein Schein breitete sich aus. Wie von einem Feuer gemacht. Aber das Licht brach sich oben in der Wölbung des Ganges und erst von dort spiegelte es sich in den Pfützen des Ganges. Sie trat nicht nach vorn, sondern seitlich nach hinten, als sie einen offenen Torbogen erreichte. Sie blieb in der Hocke und schaute sich um.
    »Alte Särge, einige offen …« »… an Seilen angebrachte Töpfe …« Sie hatte die Quelle für das Licht entdeckt. Sie sah auch eine vom Bläulichen ins Grünliche bis zum Gelblichen schimmernde Flüssigkeit am Boden dieser Grabkammer. Und irgendetwas knarrte. Es war ein merkwürdiger Klang. Sie erkannte auch zwei oder drei dieser Nager. Aus allen ragte ein Pfeil heraus. Pfeile mit einem merkwürdigen Gefieder am Ende. Im Besinnen, wie sie wohl weiter vorgehen könnte, zeigte sich der Gegner. Etwas schwankend, bläuliche Augen sowie eine graue Haut, die Muskeln und Knochen umschloss. »Ein Untoter …«, Gwess erschrak über sich selbst. Sie wusste für einen Moment nicht, ob sie es gedacht oder gesagt hatte. Es blieb eh keine Zeit. Sie zielte auf diesen an der Decke angebrachten Tonkrug und schoss ihn herunter. Genau in jenem Moment, als sich dieser untote Bogenschütze darunter befand, löste sich kraftvoll ihr Pfeil.

    Krachen knallte das Gefäß nach unten. Ja! Sie hatte es richtig gesehen. Es war eine brennbare Lache, die sich über all die Jahre am Boden gesammelt hatte. Flammen schlugen empor, rissen weitere Gefäße nach unten und diese verstärkten wiederum das Feuer. Dieses schwappte durch die gesamte Kammer. Was für ein Schauspiel. Aber Gwess glaubte nicht so recht, was sie sah. Und so schoss sie den eingelegten Pfeil mitten in dieses lebenfressende Ungetüm an Hitze und Glut. Sie hatte das Ding bezwungen. Sie wartete noch ein wenig und schlich sich später in die Kammer. Bei einem der Skeever fand sie eine Puppe. Besser die Reste. Gut, so schlimm sah es nun auch wieder nicht aus. Man durfte nur nicht sagen, dass die Puppe aus dem Bauch eines Tieres geholt wurde. Bei dem jetzt endlich Toten fand sie einen kleinen Seelenstein, einen alten Bogen der Nord und fast zwanzig Pfeile. Es waren die mit eingerechnet, die sie aus den Skeevern ziehen konnte. Aber die vorher so blauen Augen, die waren erloschen.

    Dann sah sie zu, dass sie zurückkam …

    nächster Post: Ein Pergament
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    Langsam kniete die Nordfrau nieder. Durch die dünnen Zeltwände drang der Lärm eines erwachendes Campes einer Legion zu ihr herein. Rüstung klapperte, ein Schmied der arbeitete, aufeinander klackende Trainingswaffen und das Marschieren von beschlagenen Stiefeln. Sie schloss ihre Augen und die Geräusche aus dem Lager wurden demnach lauter für sie. Gleich neben ihr war die Bettrolle und ihre Rüstung auf einem Ständer. Wie jeden morgen, sagte sie die gleichen Worte, bat sie für die gleichen Dinge und betete zu der gleichen Macht. Ein Offizier fing an Befehle zu brüllen und das Stampfen der Schuhe wurde intensiver.
    Nach wenigen Minuten erhob sie sich, der blonden Haare noch zerzaust, der Körper nur in einfacher Hose und Tunika. Kurz rieb sie sich die Augen und näherte sich dann ihrer Waschschale. Mit einem leichten Gähnen wusch Vyla sich notdürftig und trocknete sich dann ab. Die Rüstung stand in einer Ecke, des schon größeren Zeltes. Als Centurion hatte sie die Möglichkeit auf ein größeres Zelt dankend angenommen. Von draußen konnte sie jetzt entnehmen, dass der Appell bald stattfand, denn das ganze Camp schien jetzt in Bewegung zu sein. Immer noch drang das verzweifelte Hämmern des Schmiedes an ihr Ohr. 'Wahrscheinlich sind wieder alle am letzten Tag zu ihm gekommen.' Sie seufzte. Als sie ihren Zopf fertig geflochten und die restlichen Haare nur schnell zusammengebunden hatte, näherte sie sich der Rüstung. Der Stahl schimmerte leicht von dem schmalen Streifen an Sonnenlicht, der hereindrang. Es war eben jene Rüstung, die ihr die Legion vor etwa zehn Jahren ausgeteilt hatte, Stahl, der ihr Leben rettete. Kerben waren zu sehen und glänzend war die Rüstung schon lange nicht mehr, was aber ihren besonderen Status hervorhob. Vyla betrachtete kurz ihren tagtäglichen Begleiter und nahm dann die Subarmalis, die lederne Polsterung unter der Rüstung. Schnell zog sie es sich an, um dann die Stiefel unter dem Ständer zu entfernen. Langsam zog die Nord sie über die in Wolle gepolsterten Füße und befestigte dann die Schnallen, die die dranhängenden Beinschienen festhielten. Der gepanzerte Rock, den sie letztendlich mit einem Gürtel befestigte, folgte. Sie öffnete die Schnüre am segmentierten Brustpanzer und betrachtete kurz noch einmal die graue Oberfläche. Zahllose Kratzer und Kerben waren schon zu sehen. Wenige gute, aber mehr schlechte Erinnerungen waren mit der Rüstung verknüpft. Das Horn des Appells schallte heran und ihre Bewegungen wurden mehr hektisch. Schnell befestigte sie den Panzer und schloss die Schnüre. Die Armschienen hatte sie auch schnell festgeschnallt und der verzierte Schwertgürtel mit dem dazugehörigen Schwert, ihrem Schwert, folgte. Der Griff war aus besonderen Materialien gefertigt, da es ein Geschenk der Adelsfamilie war, die sie aufziehen wollte. Schnell verbarg sie die Halskette mit Mond und Stern unter ihrer Rüstung. Als letztes setzte sie sich den Helm mit dem roten Helmbusch auf. Mit Eile nahm sie schnell ihr Schild und verließ das Zelt.

    Die Helligkeit blendete die im Norden aufgewachsenen Frau. Soldaten in voller Montur liefen an ihr vorbei und salutierten leicht, oder grüßten zumindest. Alle näherten sich dem freuen Platz in der Mitte des Zeltlagers. Für einen Moment hätte sie den Ausblick, die Zelte, die herumwuselnden gestalten, die Berge im Hintergrund, genossen, wenn nicht das Horn wieder geschallt hätte. Mit großen Schritten näherte sie sich dem Appellplatz und wurde dort schon erwartet von Reihen von Legionären, die sich gerade noch positionieren. Schnell stellte sie sich vor ihren Centurie. Der diensthabende Legat nickte ihr zu und sie begann durch die Reihe ihrer Centurie zu gehen. An ihrer Seite ihr Optio. Vyla unterdrückte sich ein Gähnen, denn ihre Einheit hatte keine Besonderheiten zu melden. Keiner kam zu spät und die Ausrüstung war von bester Qualität. Nachdem ihre Einheit erst dachte, dass sie nachlässig wäre, hatte sie so lange strafen verteilt und ihren Optio durchführen lassen, bis keiner der Legionäre sich traute etwas zu vergessen. Nachdem die Vollständigkeit überprüft wurde, hielt der Legat noch einige wenige Worte vor den versammelten Soldaten. Als er geendet hatte, hallte nur das Hämmern des Schmiedes an ihn heran. Er beendete den Appell und machte Vyla ein Zeichen ihm zu folgen. Beide betraten das Feldherrnzelt und er deutete ihr an, sich zu setzen.
    "Hör zu, Vyla. Gestern kamen aus Einsamkeit neue Befehle. Das Lager soll seine Position wechseln." Es kam ihr vor, wie als könnte er keine richtigen Worte finden, seine Stimme war jedoch ruhig. "Irgendjemand von weiter oben möchte, dass sich mal bestimmtes angeguckt wird. Die Zeiten ändern sich und es wird über Unruhen diskutiert." Er setzte sich auch hin und goss sich etwas Wein ein. Auf seinen fragenden Blick hin, schüttelte sie den Kopf. Ihre Gedanken schwirrten um seine Worte, während ich Blick auf die Legionsstandarte viel, die an einer Wand des Zeltes stand. "Man hat dich dafür gewählt." Er zögerte einen Moment. Ihr Gesicht blieb starr. "Der Gouverneur war sicher, dass du die richtige bist. Das heißt, dass ich dir jetzt 'Urlaub' verordne und du dir bestimmte Stellen anguckst, dich aber auch urlaubsgemäß entspannst, etwas deinen Angelegenheiten nachgehst, oder die Familie besuchst." Sie nickte ohne jegliche Regung im Gesicht. Er reichte ihr eine versiegelte Rolle. "Hier hast du deine Anweisungen. Viel Glück auf deiner Reise. Vale."
    Sie nickte ihm noch mal zu, während sie die Rolle nahm. "Verstanden, Legat." Sie verließ das Zelt und marschierte blindlings auf ihr eigenes zu, nur die Geräusche des Lagers, des Schmiedes Hammer, das Marschieren mit beschlagenen Stiefeln, Klirren und Klappern von Waffen und Rüstungen, begleitete sie.
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    [Bild: Luna.jpg]

    ... "Gerade aus bis zum Markt, dann links die Treppe hinauf, die nächste Treppe rechts hinauf und ihr steht vor dem Langhaus"...
    Mit dieser doch etwas spärlichen Wegbeschreibung machte sich junge Halbbretonin/ Halbbosmerin auf den Weg nach Jorrvaskr, der Methalle der Gefährten. Sie hatte auf dem Weg nach Weißlauf von verschiedenen Reisenden gehört, dass die Gefährten -eine berühmte Kriegergilde- neue Mitglieder anheuerten. Für sie die Gelegenheit neue Kontakte zu knüpfen, zumal sie ohnehin kaum noch Septime übrig hatte und so auch was verdienen konnte.

    Ein Haus reihte sich an das nächste, dass erste rechts neben dem Eingangstor war ein Waffengeschäft mit Schmiede und nannte sich Kriegsjungfer.
    Neugierig blieb Luna einen kurzen Moment stehen und beobachtete die blonde Schmiedin dabei, wie sie fleißig ihre Arbeit verrichtete, bevor sie schließlich weiterging.
    Sie folgte den Weg, bis sie die Marktstände erreichte und links auch die Treppe entdeckte, die nach oben führte. Viele Leute tummelten sich vor den Ständen, handelten, kauften ein und selbst ein paar Kinder tobten durch die Straßen. Luna quetschte sich durch die Leute durch, bis sie die Treppe erreichte und hoch ging.
    Oben angekommen, hielt sie sich rechts, ging eine weitere Treppe hinauf und stand nun vor einem großen Langhaus.
    Sie atmete nochmal kurz durch, überlegte was sie denn sagen konnte, aber ihr wollte beim besten Willen nichts gescheites einfallen.
    Luna öffnete die Tür und fand sich in einer großen Halle wieder, in deren Mitte ein großes Feuer brannte.
    "Fangen die beiden schon wieder an?" rief eine männliche Stimme und einpaar Leute liefen Richtung eines Nebenraumes, vor dem sich ein Dunmer und eine Nordfrau prügelten.
    Schüchtern folgte Luna den Leuten und sah sich den Kampf an.
    "Ihr seid neu hier, ich werde euch im Auge behalten!" knurrte plötzlich ein Nord direkt neben ihr.
    "Hm? Sprecht ihr mit mir?" fragte Luna und blickte eingeschüchtert zum großen, grauhaarigen Nord auf. Grauhaarig war wohl etwas übertrieben, am Hinterkopf hatte er zwar lange graue Haare, aber obenrum hatte er eine Glatze. Der Nord wandte sich ihr zu und musterte sie kühl.
    "Ja, mit euch!" antwortete dieser schließlich knapp.
    "An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich den Gefährten anschlie0en möchte?"
    "An Kodlak Weißmähne, hier findet ihn unten in den Quartieren!" Der Nord musterte sie skeptisch und deutete schließlich auf die andere Seite der Halle.
    Luna bedankte sich und ging zur anderen Seite, bis sie eine Treppe erreichte, die nach unten führte. Sie folgte der Treppe, ging durch die Tür und landete in einem großen Flur. Schon von weitem hörte sie, wie sich zwei Männer unterhielten. einer von ihnen sagte sowas wie: "Ich vernehme immer noch den Ruf des Blutes..."
    Die junge Jägerin folgte den Stimmen einfach, bis sie am Ende, zwei Männer am Tisch sitzen sah. Sie senkten ihre Stimmen, als sie Luna kommen sahen und beobachtete sie skeptisch.
    "Kodlak Weißmähne?" Luna wandte sich gleich dem älteren der beiden Nord Männer zu.
    "Ja, Mädchen?" Der alte, weißhaarige Nord musterte sie von Kopf bis Fuss.
    "Ich möchte mich den Gefährten anschließen.!" versuchte sie mit fester Stimme zu sagen.
    "Ach ja?" Die beiden Männer blickten sie skeptisch an.
    "Herold, ihr erwägt doch nicht ernsthaft sie auf zu nehmen?" mischte sich nun der jüngere Nord ein.
    "Ich bin von niemandem der Herold!" protestierte Kodlak.
    "Verzeiht, aber ich habe zuvor noch nie von diesem Fremdling gehört!"
    "Mal kommen die berühmten zu uns und mal kommen die zu uns, die berühmt sein wollen. Das spielt keine Rolle.. wichtig ist ihr Herz!" antwortete Kodlak und wandte sich nun Luna zu.
    "Und ihre Waffen...!" erwiderte der dunkelhaarige Nord.
    "Aber lasst euch mal anschauen, Mädchen!" Der alte Nord musterte die junge Jägerin eindringlich. Ein wenig nervös spielte Luna mit ihren Fingern und wartete unruhig auf Kodlaks Antwort.
    "Ja, ihr könntet es schaffen!" sagte der alte Nord schlie0lich. Luna blickte ihn verwirrt an. Doch dieser ignorierte das und fuhr fort.
    "Wie ist es um euer Kampfgeschick bestellt?"
    "Ich muss noch viel lernen!" antwortete sie ehrlich.
    "Das ist die richtige Einstellung!" sagte Kodlak und wandte sich an den jüngeren Nord.
    "Vilkas, bring sie in den Innenhof und finde heraus, was sie kann!"
    Der schwarzhaarige Nord nickte kurz und stand auf.
    Luna folgte ihm.......
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    [Bild: Luna.jpg]

    Luna folgte dem mürrischen Nord durch die Wohnquartiere nach oben und schließlich durch die große Halle, bis sie wieder vor zwei Türen standen.
    Sie wartete, bis Vilkas durch die gegangen war und tat es ihm nach einem kurzen Augenblick gleich. Dort fand sie sich dann auf eine Art überdachte Terrasse wieder, mit Stühlen und Tischen, wo sich ein paar Gefährten nieder gelassen hatte. Da sah sie einen weiteren dunkelhaarigen Nord, der Vilkas zum verwechseln ähnlich sah... schien wohl Zwillinge zu sein!
    Hinter der Terrasse waren ein paar Stroh-Übungspuppen und ein paar Zielscheiben aufgestellt, die zum üben dienten.
    "Der alte Kodlak meint, ich solle euch mal in Augenschein nehmen. Dann wollen wir mal..." gab Vilkas recht provokant von sich und zückte Schwert und Schild.
    Sie atmete tief durch und ging dann langsam auf Vilkas zu, während sie überlegte, welche Waffe sie nutzen sollte. Mit ihrem Bogen aus so kurzer Distanz würde sie bei einem voll gerüsteten und kampfbereiten Krieger nicht viel ausrichten können, bzw. bei einem ungeschickten Treffer ihn schwer verletzen oder gar töten, was sie ja nun wirklich nicht wollte. So entschied sich Luna für den Dolch!
    "Geht ein paar mal auf mich los und keine Sorge, ich halte das aus!" gab der Nord höhnisch von sich und hielt provokant sein Schild vor seinen Vorderkörper.
    Die junge Jägerin griff nach ihrem Dolch und schlug ein paar mal so kräftig wie sie nur konnte auf den Schild ein. Vilkas wich kaum zurück und holte mit seinem Schwert aus. Luna wehrte den Schwerthieb mit ihrem Dolch ab. Der Nord wich daraufhin wenige Schritte zurück und steckte sein Schwert weg.
    "Nicht schlecht, auch wenn ihr keine Kriegerin seid! Aber ihr seid dennoch neu, ein Welpe... also, tut was man euch sagt!" sagte der Nord, wandte sich von ihr ab und ging auf den anderen dunkelhaarigen Nord zu.
    Luna sah ihm nachdenklich hinter her. Hatte der gerade wirklich Welpe gesagt?
    Welpen sind doch junge Hunde? Wirklich, sehr nett mit einem Hund verglichen zu werden... schoss es der jungen Jägerin durch den Kopf, als der andere dunkelhaarige Nord auf sie zu kam.

    "Ich heiße Farkas und mein Bruder sagt, ich solle euch die Wohnquartiere zeigen. Also, folgt mir!" stellte sich der Nord und ging voraus.
    "Ich heiße übrigens Luna! Heißt das jetzt, dass ich dabei bin?" fragte sie etwas irritiert.
    "Ja!" lachte Farkas. Luna atmete erleichtert durch und lächelte.
    "Ich hoffe, ihr bleibt auch. Das Leben hier kann manchmal ganz schön hart sein, aber die Leute sind in Ordnung!" sagte Farkas und lief die Treppe hinter zu den Wohnquartieren.
    In den Wohnqartieren liefen ihnen, der grauhaarige Nord, den Luna zuerst begegnet war und er sie zu Kodlak schickte und einer Nordfrau mit rot/braunen Haaren.
    "Hey Eishirn, wenn du mit dem Welpe fertig bist, komm nachher mal zu uns!" meinte die Frau, während sie Luna in Augenschein nahm. Die junge Jägerin war etwas irritiert über den rauhen Umgangston, zumal auch Farkas in keinsterweise reagierte. Die beiden Nords gingen an ihnen vorbei, nach oben.
    "Das waren Skjor und Aela, sie ziehen mich gerne ein wenig auf, aber sie sind gute Leute." erklärte Farkas und deute auf den Raum, direkt gegenüber von der Treppe, die nach oben in die Halle führte.
    "Da schlafen die Welpen!" erklärte er weiter und begleitete sie in den Raum.
    "Such dir einfach ein Bett aus und wenn du Arbeit suchst, spreche einfach mit Aela oder mir. Willkommen bei den Gefährten!"
    "Farkas? Danke!" sagte Luna leise, ging in die rechte Ecke des Raums und machte sich auf dem linken Bett bequem.
    Farkas nickte lächelnd und verließ den Raum wieder. Luna legte sich hin und schlief sofort ein...
    eis engel is offline
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    Mehr als drei Monde waren vergangen, seit Axhuul in seinem neuen Körper aufgewacht war. Über mehr als drei Monde hatte er lernen müssen, mit der neuen Situation umzugehen, und diese ganze Zeit über hatte er versucht, einen Weg zu finden, wie er den unverdient auferlegten Fluch brechen könnte. Es musste einfach einen Weg geben, eine Möglichkeit alles rückgängig zu machen, um dann endlich in seine alte Heimat zurückkehren zu können, als Argonier unter Argoniern in die geliebten Sümpfe der Schwarzmarsch.

    [Bild: Axhuul100Bild2.jpg] Rückblende: In Rift und Ostmarsch
    Zuerst hatte Axhuul nach der Höhle gesucht. Eine erneute Konfrontation mit Clavicus Vile schien ihm am aussichtsreichsten zu sein. Er hätte versucht, mit dem Daedraprinzen zu verhandeln. Er wäre bereit gewesen, ihm einige Jahre zu dienen, als Champion vielleicht, denn das mochten diese Wesen doch so gern. Er hätte Heldentaten in Viles Namen vollbracht ... oder Schandtaten, je nachdem, wonach es den Herrn der Pakte gerade gelüstete.
    Doch als Axhuul die Höhle endlich erreicht hatte, fand er den Eingang verschüttet vor. Clavicus hatte ihm zu verstehen gegeben, dass Axhuuls Besuch nicht erwünscht war.
    So schnell gab ein Argonier aber nicht auf.
    Das konnte er auch nicht, denn jede spiegelnde Fläche, die ihm ein Khajiitgesicht zeigte, jeder Schatten mit dem viel zu dünnen Schwanz, jeder Blick auf seine behaarten Pfoten erinnerte ihn an sein neues Aussehen, mit dem er sich niemals anfreunden würde.
    Nach dem Pech bei der Höhle war Axhuul nach Rifton gegangen. Es war ein weiter Weg mit den üblichen kleinen Überraschungen: Zwei Wölfe, die glaubten, eine geschlagene Ziege gegen ihn verteidigen zu müssen, ein Wegelagerer, der dachte Axhuul wäre eine leichte Beute, ein kräftiger Gewitterguss, der ihm ein ekelig klammes Fell bescherte.
    Schließlich war er an den Toren der Stadt angelangt ... und kam nicht hinein. Wie die Wachen ihm "freundlich" mitteilten, gab es eine neue Einlasssteuer, die auf jeden erhoben wurde, der nicht Bürger von Rifton war. Naturlich würde man die Einnahmen nur für die Erhöhung der Sicherheit der Stadt verwenden. Axhuul war es egal, wohin das Gold wirklich floss, denn er hatte nicht vor es zu bezahlen. So hatte er der Stadt wieder den Rücken gekehrt und das Khajiitlager draußen vor den Ställen aufgesucht. Auch dort gab es noch etwas für ihn zu erledigen.
    Seine Reisebegleiter aus Weißlauf waren im Lager, doch sie hatten Axhuul nicht erkannt.
    Er hatte mit dem Gedanken gespielt, sie zur Rede zu stellen, denn wenn sie ihn nicht im Sturm zurückgelassen hätten, hätte er vielleicht niemals die verhängnisvolle Höhle betreten und alles wäre anders gekommen. Doch gerade als er sich zu erkennen geben wollte, hatte er dieses hässliche, gemeine Lachen in seinen Gedanken gehört und gewusst, dass sie ihm niemals glauben würden.

    Nach einem ziemlich schweigsamen Abend am Lagerfeuer – schweigsam aus Axhuuls Sicht – hatte er sich dem kleinen Trupp erneut angeschlossen. Sein neues Ziel hieß Winterfeste. Axhuul oder Graufell, wie er sich jetzt selber nannte, wollte versuchen, mit den Magiern der Akademie zu sprechen. Vielleicht könnten sie ihm ja einen Rat geben, wie der Fluch zu brechen war.
    Unter den ersten Sonnenstrahlen verließen sie das Lager.
    Bei schönstem Wetter rumpelte der Karren die holperige Straße entlang. Die Hufeisen des Pferdes klangen auf den Steinen und seine drei Begleiter erzählten reihum Geschichten. Dro'Schurr, ein alter erfahrener Händler, wusste die interessantesten zu berichten. Er war weit herumgekommen in seinem langen Leben, hatte die Alik'r-Wüste gesehen und die wandernden Bäume von Valenwald. Auch in der Schwarzmarsch war er lange gewesen und berichtete von grausamen Zyklopen, Einhörnern und wilden Kannibalenstämmen, die in den Sümpfen hausten. Axhuul wusste manchmal nicht, ob er lachen oder weinen sollte, so widersinnig waren die Berichte. Doch sie waren spannend und beim Zuhören verging die Zeit wie im Fluge.
    Mittlerweile hatten sie die stinkenden Schwefelfelder der Ostmarsch beinahe hinter sich gelassen. Ein weiterer Tag neigte sich dem Ende zu, und sie hielten Ausschau nach einem sicheren Lagerplatz. Da passierte es.
    Ein großer Stein auf dem Weg, ein lautes Knirschen, ein erschrockenes Wiehern des Pferdes.
    Die Achse des Karrens war gebrochen. Gleichzeitig ertönte ein verschrecktes Trompeten auf ihrer linken Seite.
    Dro'Schurr fluchte und rief etwas in einer Sprache, die Axhuul nicht verstand. Shabani und S'Drasha, seine anderen beiden Begleiter, zogen ihre Waffen, statt zu versuchen den Karren wieder aufzurichten. Auch Axhuul griff nach den Keulen, die er wieder am Gürtel trug. Da bebte bereits die Erde.
    Ein Riesenlager! Und der Lärm ihres Unfalls hatte ein Mammut erschreckt. Schlimmer ging es kaum.
    Axhuul ließ seine Keulen wieder los. Damit konnte er einen Riesen nicht beeindrucken. Er brauchte etwas anderes, ein Schwert oder eine Axt. Sein Blick traf den Wagen, in der Hoffnung, dass sich eine brauchbare Waffe in der Ladung befand. Doch genau in diesem Moment traf der erste Keulenschlag das Gefährt und fegte einen großen Teil der gestapelten Waren einfach hinweg. Er erwischte auch das Pferd, das sich nicht mehr befreien konnte und zusammenbrach. Axhuul sah das Aufblitzen von Stahl in der Sonne. Ein Kurzschwert lag nur wenige Schritt neben dem Riesen zwischen den Steinen. Er stürzte darauf zu. Die Khajiit hatten inzwischen damit begonnen, auf die Beine des Riesen einzuhacken. Blut floss aus zahlreichen Schnitten, doch keine der Verletzungen schien bisher wirklich gefährlich zu sein. Es machte ihren Gegner nur noch wütender. Axhuul hatte das Schwert erreicht. Er wandte sich dem Riesen zu, nur um sofort von den Füßen geholt zu werden. Ein Keulenschlag hatte S'Drasha getroffen. Wie ein Ball war der junge Khajiit gegen Axhuul geschleudert worden. Er sah noch, dass S'Drashas Kopf unnatürlich leicht hin und her schwankte. Dann schlug er selbst mit dem Hinterkopf auf den Steinen auf. Es wurde dunkel.
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  12. #12 Reply With Quote
    Das Schaaf  EMS's Avatar
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    [Bild: ZkpCruelle_Ava.jpg]

    „Verdammter Stiefel“, knurrte sie und bückte sich, um den bis auf die Knöchel heruntergerutschten Schaft wieder nach oben zu befördern.
    „Bei Ysmir, ich kann diesen Satz schon nicht mehr hören. Warum bindest Du ihn nicht endlich fest?“ Ihr Gefährte saß auf einem sonnenbeschienenen Stein und zeichnete mit seiner Stiefelspitze Muster in den lockeren Boden.
    „Weil ich dann diesen Satz nicht mehr sagen könnte?“ Sie hörte das leise Zischen, konnte ihm aber nicht mehr ausweichen. Der Pfeil verfehlte sie um Haaresbreite und bohrte sich tief in einen der Bäume hinter ihr. Verdutzt blickte sie ihm hinterher. Nicht auszudenken, was passiert wäre, hätte sie aufrecht gestanden. „Oder weil er mir gerade das Leben gerettet hat?“
    Aber er hörte sie nicht mehr. Mit gezücktem Schwert rannte er bereits in die Richtung, aus der der Pfeil seinen Weg gefunden hatte. Trotz seines Alters waren seine Bewegungen in diesem Moment schnell und behende. Sie musste sich sputen um mit ihm mitzuhalten.

    Es dauerte nicht lange und sie holten den Übeltäter ein, der bei seiner kopflosen Flucht über eine Baumwurzel strauchelte. An den Haaren zog der mächtige Söldner den mit dem Gesicht im Dreck Gelandeten hoch und hielt ihm das Schwert an die Kehle.
    „Schau an, ein dreckiger kleiner Kannibale. Was ist kleiner Waldelf? Hattest Du Hunger? Kein Aas in der Nähe, an dem Du Dich gütlich tun konntest?“ Wie eine Säbelzahntigerin umkreiste sie die beiden Männer, die unterschiedlicher nicht aussehen konnten, um sich schließlich vor dem zitternden Bosmer aufzubauen. „Wer hat Dich beauftragt?“
    „N..., niemand.“
    „Lüg mich nicht an. Du befindest Dich nicht in der Situation dazu.“ Ihre beringte Faust landete einen Treffer mitten im Gesicht des Gefangenen. Sein Kopf schlug gegen die Brust des über anderthalb Kopf größeren Mannes hinter ihm. Aus seiner nun schief stehenden Nase rann helles Blut. „Also?“
    „Ich..., ich schwöre.“ Es war nicht auszumachen, ob die gebrochene Nase oder die Angst seine Worte zu einem Schnorcheln verkommen ließen. Wahrscheinlich beides. „Ich wollte nur ...“
    „Was?“
    „Euren Bogen.“
    „Meinen Bogen?“ Eine ihrer Augenbrauen schnellte missbilligend in die Höhe bevor sie den nächsten Schlag ausführte. Blut spritzte, sein rechtes Auge quoll innerhalb von Sekunden zu.
    „Was machen wir nun mit ihm? Ich kann ihn nicht ewig festhalten.“
    „Was wir mit ihm machen? Was wir mit ihm machen???“ In ihren goldfarbenen Augen loderte immer noch der unbeherrschbare Jähzorn vor dem selbst er sich manchmal fürchtete. „Die Haut abziehen und daraus eine Sehne für meinen Bogen drehen. Das machen wir.“
    „Soll ich ihn vorher töten? Oder möchtest Du bei lebendigem Leibe anfangen.“
    Einen Moment überlegte sie, ob nicht eine Spur von Ekel in seiner tiefen, ruhigen Stimme mitschwang. Aber mittlerweile klapperten die Zähne des Bosmer dermaßen unüberhörbar, dass sie anfing zu lachen. „Ich habe eine bessere Idee. Halte Du ihn nur gut genug fest.“ Mit einigen schnellen Schnitten befreite sie den Gefangenen von seiner Kleidung, schnitt sie in viele kleine Lumpen und zerbrach seinen Bogen in mehrere Teile. Den schmalen Geldbeutel und Dolch steckte sie in ihren eigenen Gürtel. „Jetzt kannst Du ihn laufen lassen.“
    Schniefend und röchelnd zog der schmächtige Bosmer die Luft ein und rannte unter dem hämischen Gelächter seiner beiden Widersacher, wie von allen Daedra Oblivions gehetzt, los.
    Als die Aufregung sich legte, wurde das Alter ihres Gefährten doch wieder deutlich. In sich zusammengesackt,verhakte er mit einem leisen metallischen Klicken seine Waffe in ihrer Halterung. Er gehörte zu den wenigen Männern, die in der Lage waren ein ungeschütztes Schwert zu tragen, ohne sich zu verletzen. „Die Wölfe werden ihn schneller holen als Du ihn ausgezogen hast.“
    „Genau das ist der Sinn der Sache.“
    Sein Lachen erstarb als er in das hochzufriedene Gesicht seiner Kameradin blickte. „Was ist nur in all den Jahren aus uns geworden?!“
    Eine Augenblick stand sie stocksteif und starrte ihn überrascht an. „Genau das was man von käuflichen Halunken wie uns immer erwartet hat. Aber nun zum eigentlichen Thema. Bist Du sicher mein Herz? “
    „Außer bei unserer Vermählung war ich mir nie sicherer. Es ist das Los eines Menschen, der sein Herz an eine Elfe verliert. Die Jahre verrinnen einfach zu unterschiedlich.“
    „Aber...“
    „Nichts aber. Wir haben oft genug darüber gesprochen. Ich werde niemals im Bett dahinsiechen. Mach den Fächer. Ich sehe es so gerne.“
    „Ich liebe Dich und werde Dich immer lieben.“ Sie legte drei Pfeile auf die Sehne.
    „Denk dran, Du hast vielleicht noch hunderte Jahre vor Dir.“
    „Ja, wenn alles mies läuft.“ Sie lachte, spannte konzentriert die Sehne bis zum Ohr, atmete tief durch und ließ los. Drei Pfeile surrten fast unhörbar durch die Luft und fanden ihr Ziel in Perfektion. Als sie seinen Körper erreichte, war er bereits tot. Wie vereinbart, übergab sie ihren geliebten Gatten und Kampfgefährten den Flammen auf einem Scheiterhaufen, den sie vorher gemeinsam errichtet hatten. Es dauerte bis sie seine Asche einsammeln und seinem Wunsch gemäß aus der Höhe der Nilheim-Ruine in den Wind verstreuen konnte.
    Als alles erledigt war, kam ihr schmerzlich zu Bewusstsein, dass sie jetzt alleine war. Dumpf in Gedanken und Herz packte sie ihren Bogen und den Köcher und stapfte los.
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    »Weißlauf« • Gwess • Für eine Handvoll Münzen • Ein Pergament

    [Bild: VR_Gwess_A.png] Es war wie ein Windhauch, der einen Schleier mit sich nahm. Gwess sah sich wieder da, wo sie tatsächlich stand. Sie war an einer Schmelzhütte, die sich neben der „Kriegsjungfer“, einem Waffenladen, befand. Sie hatte mit Adrianne ein kleines Abkommen geschlossen. Ihr waren die vielen gleichen, eher meist einfachen Waffen aus Eisen nicht wert genug sie anzukaufen. Es gab schlichtweg zu viele davon. Aber die Schmiedin war bereit gewesen den Preis des Erzes zu bezahlen, wenn Gwess ihr bei dem Einschmelzen zu Hand gehen würde. Das hatte die Waldelfin auch getan. Es war gut, denn man konnte sich bei Adrianne immer ein paar Kniffe und Tricks abschauen. Denn hier war es auch, wo sie überhaupt zum ersten Mal einen Dolch gefertigt hatte.

    Den Schleier der Erinnerung an das Ödsturzhügelgrab und die verlorene Puppe von Dorthe hatte aber etwas anderes aufgehoben. Eine Waldelfin zumindest im Blute war vorbeigegangen. Sie hatte nur ihr weißblondes langes Haar gesehen. Ein stolzer Gang war haften geblieben. So schaute sie mit einem Lächeln zu der Schmiedin, die gerade beim Gerben eines Felles war. Sie hatte das Lächeln aufgesetzt, weil ihr zum einen das Strahlen von Dorthe in den Sinn gekommen war. All diese Plagerei, das Vorgehen in dem alten Grab hatten ihre Belohnung gefunden in dem Gesicht des Kindes. Auch Delfine, die Besitzerin der Taverne „Des schlafenden Riesen“, hatte ihr Handeln für gut befunden. Und deren Meinung stand bei der Waldelfin sowieso über allen anderen Dingen. Doch das war eine andere Sache. Zum anderen kam ihr die Freude ins Gesicht, weil sie die Arbeit abrechnen konnte.

    »Ich bin fertig, schaust du mal«, hörte sich Gwess sagen. Die Angesprochene begutachtete die Stücke. Sie wog einzelne in der Hand und seufzte. Gwess wurde von einem Augenschlag zum anderen richtig unwohl um Herz. »Habe ich etwas falsch gemacht? Ist alles verdorben?«, fragte sie sich und versuchte eine ruhige Haltung zu bewahren. Die Kaiserliche legte das Stück Eisen wieder zu den anderen und begann: „Ach Gwess …“

    Es hätte wohl nicht anders kommen können. Gwess ging es nicht gut und sie versuchte den Stand der Sonne zu erhaschen. Noch vor Mittag, aber es mussten gut drei Stunden Arbeit gewesen sein. »Sollte alles für umsonst erklärt werden …«

    Weiter kam sie nicht mit ihrer Gedankenraserei. Denn Adrianne legte die rechte Hand auf ihre Schulter und sagte weiter: „… schade, dass du so umherziehen musst. Ich könnte dich hier gut gebrauchen.“ Dann zahlte sie den vereinbarten Preis und Gwess fühlte die Schwere des Goldes in ihrer Hand. Was war sie doch für ein Hasenfuß, würde sie sich später titulieren. Aber es war noch nicht vorbei. Denn die Schmiedin holte noch etwas hinter ihrer ledernen Schürze hervor. Es war ein Pergament. Besser eine Rolle aus Papier. Sah alt aus, hatte Knitter und Flecken. Das gab sie Gwess: „Nimm es. Ich kenne es ja auswendig, aber dir kann es helfen. Doch leider habe ich nicht alles hier.“

    »Danke, das wäre doch nicht nötig gewesen«, erklärte Gwess ohne zu wissen, was sie in der Hand hielt. Sie zog sich rasch um und verabschiedete sich. Dann schritt sie durch das Tor von Weißlauf. Das jedoch nicht ohne einen Spruch dieser Wachen ihre Hände bei sich zu behalten. Sie wollte wissen, was stand in dem gerollten Papier und ging ein paar Schritte gerade zu und sah: »Ri'Saad, ist da!«

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    [Bild: Skyrim_RPG_IV_Miriam_Ava.jpg]

    Miri - Umland von Weißlauf - RPG-Einstieg


    Miri klopfte sich zufrieden die Hände ab, bevor sie sie in die Hüften stemmte und ihr Werk betrachtete. Hier würden ganz sicher keine Ratten mehr hereinkommen. Sie zog noch einmal prüfend an den vernagelten Holzlatten, um wirklich sicher zu gehen und verließ dann die kleine Scheune. Als sie auf das kleine Häuschen zulief, kam ihr Irma, eine recht betagte Nord, schon entgegen.

    "Meine Liebe, hast du die Ratten vertreiben können?" Der fragende Ausdruck in Irmas Augen wich einem freundlichen Lächeln, als Miri nickend auf sie zu trat.

    "Da war ein Loch in der Scheunenwand. Ich habe es zugenagelt und die Ratten ... ähm entfernt", sagte sie vorsichtig. Miri warf einen Blick auf ihre verschmutzten Hände. "Ich gehe mich nur kurz waschen."

    Während Miri an den Brunnen trat und mit dem Eimer Wasser nach oben holte, lief Irma ins Haus zurück. Miri wusste genau, was gleich folgen würde. Sie würde das Haus betreten, Irma würde sie schon mit einem Teller Eintopf und selbstgebackenem Brot erwarten. Dann würden die beiden zusammen sitzen und über die letzten Wochen reden. Ein Lächeln legte sich auf Miris Lippen. Sie kannte Irma nun schon eine ganze Weile. Immer, wenn sie hier in der Gegend war, stattete sie der alten Nord einen Besuch ab. Irma war allein auf dem Hof und es gab jedesmal irgend etwas zu tun. Diesmal waren es die Ratten in der Scheune. An ihren ersten Besuch konnte sich Miri noch ganz genau erinnern. Es war recht spät am Abend, der Mond stand schon am Himmel und es regnete wie aus Eimern. Eigentlich wollte sie nur ein Dach finden, wo sie den Regen abwarten konnte, stolperte aber über zwei Banditen, welche die alte Irma ausrauben wollten. Nachdem die Banditen vertrieben waren, fand sich Miri mit einer Decke am Feuer wieder, in der Hand eine Schüssel Eintopf und einer wirklich aufgeregten Bäuerin, die gar nicht wußte, wie sie Miri am besten danken sollte. Mit den Jahren hatte sich eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden entwickelt. So kam es, das Miri dann und wann nach dem Rechten sah und im Gegenzug immer ein Bett und eine warme Mahlzeit sicher hatte.

    So wie auch heute. Miri trat in das kleine Bauernhaus und fand Irma schon am Tisch wartend vor. Dankbar ließ sie sich auf die Bank fallen. Sie brach ein Stück Brot ab und tunkte es in den Teller. "Dein Eintopf ist immer noch der beste, Irma."

    Die alte Nord nickte lächelnd. "Das sagst du immer."

    "Und es stimmt. Er schmeckt wie bei meiner Mutter." Mit einem wohlig warmen Gefühl im Magen legte Miri ihren Löffel neben den leeren Teller. "Ich danke dir."

    Irma schob ihren Stuhl zurück. "Musst du schon gehen?"

    Miri nickte. "Ich möchte heute noch vor dem Abend Weißlauf erreichen. Eines meiner Messer hat eine kleine Scharte und ich hoffe, das Adrianne das beheben kann." Sie packte ihre Sachen zusammen.

    "Hier." Irma hielt Miri ein kleines geschnürtes Päckchen hin. "Du weißt, ich kann dir nicht viel anbieten, aber da ist ein Stück von meinem Brot und ein bisschen Käse drin."

    "Du musst mir nichts geben, Irma. Das weißt du doch. Ich freue mich, das du mir bei Bedarf Obdach gewährst. Das reicht völlig zu."

    Irma ergriff beide Hände von Miri, bevor sie sie in ihre Arme zog und fest drückte. "Ich kann dir nie vergelten, was du schon alles für mich getan hast."

    "Das ist auch nicht nötig. Pass einfach auf dich auf, Irma." Miri öffnete die Tür. "Sobald ich kann, sehe ich nach dir." Dann winkte sie der Nord zu und machte sich auf den Weg nach Weißlauf.
    Silva is offline Last edited by Silva; 15.09.2017 at 11:56.
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    [Bild: Axhuul100Bild2.jpg] Zitternd hockte Axhuul hinter der halb verfallenen Wand. Er zitterte nicht vor Kälte, das war "dank" Clavicus Viles Fluch Vergangenheit. Er zitterte, weil er gerade eines der schrecklichsten Erlebnisse seines Lebens überstanden hatte.
    Dabei hatte alles so harmlos angefangen ...

    Rückblende: Windhelm
    Das erste, woran sich Axhuul wieder richtig erinnern konnte, war ein Zelt, ein dampfender Becher Tee und grelles Licht, das von einer dicken Schneedecke draußen reflektiert wurde. Außerdem brummte ihm der Schädel.
    "Jener sollte noch liegenbleiben, jener sieht nicht gut aus", sagte eine kratzige Stimme schräg neben ihm. Das weiß ich selbst, dachte Axhuul. Er musste zweimal blinzeln, bevor er Dro'Schurr erkannte. Der alte Kater trug seinen rechten Arm in einem dicken Verband, schien sonst aber ganz in Ordnung zu sein.
    "Wo bin ich?" wollte Axhuul wissen.
    "Windhelm." Kurz und bündig.
    Axhuul betastete vorsichtig seinen Hinterkopf. Auch dort saß ein Verband, darunter wahrscheinlich die dickste Beule ganz Tamriels. Jedenfalls fühlte es sich so an. Er dachte kurz nach, wie er dazu gekommen war, und so langsam fiel ihm das Riesenlager wieder ein. Erschrocken drehte er sich zu Dro'Schurr um, wobei ihm kurz schwindelig wurde.
    "Die anderen beiden ...?" begann er den Satz, sah aber schon an Dro'Schurrs trauriger Haltung, dass sie nicht so viel Glück gehabt hatten wie er.
    "Es gibt zwei Lichter mehr im Mondgitter", bestätigte ihm der Alte auf seine kryptische Art.
    Axhuul seufzte. Er hatte die beiden nicht einmal richtig gekannt, doch sie taten ihm leid.

    Winterfeste
    Tage später hatten sie Winterfeste erreicht. "Sie", das waren Axhuul, zwei dunmerische Söldner und eine klapprige Kutsche mit fünf Huren, die angeblich direkt aus der Kaiserstadt kamen und sich auf dem Weg zu Jarl Skald von Dämmerstern befanden. Dazu kam noch der Kutscher, ein ausgemergelter Argonier, der den ganzen Weg wegen aller möglicher Gefahren vor sich hinjammerte. Axhuul schämte sich für diesen Schwächling. Es war ein Schande.

    Eine Schande ganz anderer Art stellte der Inhalt der Kutsche dar. Die Damen hatten allesamt selbst schon mehr Winter gesehen als es so mancher nordischen Eiche vergönnt war. Und sie hatten in dieser Zeit einen unglaublichen Vorrat schlüpfriger Geschichten angehäuft, die sie sich gegenseitig lautstark erzählten. Jede schien die jeweils letzte Erzählerin dabei übertrumpfen zu wollen.
    Irgendwann hatte Axhuul ein paar Stofffetzen in Harz getränkt und sich in die Ohren gestopft. Dass sich diese Verzweiflungstat später gerächt hatte, stand auf einem ganz anderen Blatt.

    Im Frostigen Feuer war es gemütlich warm. Ein paar stark angetrunkene Nord würfelten darum, wer als erster die Wirtin Haran zum Tanz auffordern durft. Da aber niemand die Punkte mehr genau erkennen konnte, blieb der Ausgang des Spiels ungeklärt. In der Nähe der Tür stimmten zwei wandernde Barden unter den aufmerksamen Blicken und altklugen Kommentaren eines kleinen Mädchens ihre Lauten. Die Stelle des Wirtshausbarden war zur Zeit unbesetzt, sodass beide auf eine Anstellung hoffen durften, vorausgesetzt, sie bestanden vor diesem kritischen Publikum.
    Axhuul saß in einer schattigen Ecke ganz am Rand. Vor ihm stand eine geleerte Holzschüssel auf dem Tisch. Der Eintopf war gut gewesen, aber dass man ihm ungefragt ein Schälchen Milch danebengestellt hatte, empfand er als ziemlich diskriminierend. Er versuchte die Milch zu ignorieren, so gut es ging.
    Ihm gegenüber hockte ein Altmer auf seinem Stuhl. Gerade hatte er die zehn Goldstücke, die ihm Axhuul herübergeschoben hatte, in seinem Beutel verstaut. Nun betrachtete er den Khajiit abschätzend.
    "Also gut, wir sind im Geschäft", meinte Nelacar. "Könnt Ihr klettern?"
    "Nun ... ja." Axhuul nickte.
    "Fein. Dann sperrt mal Eure pelzigen Öhrchen auf, denn ich erkläre es nur einmal." ...

    Wenig später stapfte Axhuul durch den Schnee. Immer stärker heulte der Wind, je mehr er sich der Steilküste näherte. Er hatte die Vermutung, dass der Abstieg zur Höhle etwas mehr als die von Nelacar heruntergespielte kleine Klettertour werden würde, doch nach der Abfuhr, die er sich bei der hochnäsigsten Hochelfe Himmelsrands geholt hatte – "Nur Magier dürfen diese Brücke betreten!" - blieb ihm keine Wahl. Er musste versuchen, durch den Keller in die Akademie zu gelangen. Wie es dann weitergehen würde blieb abzuwarten.
    Der Weg war kaum erkennbar. Starke Böen und rutschige Stellen machten ihm das Leben schwer, als Axhuul, dicht an die Felswand gedrückt, den Abstieg riskierte. Unter sich hörte er das Rauschen der Brandung, und als er hinabschaute, glaubte er bleiche Knochen zu erkennen, von Mutigen die nicht so viel Glück gehabt hatten. Doch er schaffte es schließlich, die Höhle zu erreichen.
    Mit ungutem Gefühl – sie erinnerte ihn an Viles Behausung – stolperte er voran. Wie hatte Nelacar gesagt? Ein etwa acht Fuß hoher Absatz, den er erklettern musste? Das müsste doch zu schaffen sein.
    Die Stelle war schnell gefunden. Es war wirklich ziemlich hoch. Mit einem einfachen Sprung schaffte er es nicht, den Rand zu erreichen um sich hinaufzuziehen. Axhuul schaute sich um. Wenn er ein paar große Felsbrocken an der Wand auftürmen konnte, müsste es eigentlich klappen.
    Steine gab es genug. Besonders in einer dunklen Nische lagen viele herum, und Axhuul nahm einen nach dem anderen, um sich ein stabiles Podest zu bauen. Es sollte auch für den Rückweg halten, denn man wusste ja nie ...
    Plötzlich griff seine Hand statt auf Stein in etwas Weiches. Fell? Wo kam hier ...? Die Frage erübrigte sich. Auf einen unwirschen Grunzer und einen anschließenden Furz, der ihm fast die Nasenschleimhäute verätzte, folgte ein Brüllen, wie er es selten gehört hatte. Die massiven Höhlenwände schienen zu erzittern. Direkt vor Axhuul schälte sich eine zottelige, schmutzigweiße Gestalt aus der Nische und starrte ihn aus drei blutunterlaufenen Augen an. Er hatte einen Frosttroll geweckt!
    Ein Kampf gegen dieses Monstrum in der beengten Höhle war aussichtslos. Das wusste Axhuul sofort. Ihm blieb nur die Flucht. Dass er unter widrigsten Bedingungen vermutlich den Freeclimbing-Weltrekord an der Felswand aufstellte, war ihm völlig egal.
    Erst in der vermeintlichen Sicherheit eines zerfallenen Hauses warf er sich in den Schnee und atmete schwer.
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    »Weißlauf« • Gwess • Im Lager der Khajiit • Ein Angebot und überraschende Abreise

    [Bild: VR_Gwess_A.png] Auch wenn sie sich sehr über ein Treffen mit der Händlerkarawane der Khajiit freute, war doch die Neugierde größer. So blieb sie an den vorderen Mauern stehen und rollte das Pergament auf. Es las sich technisch. Im gewissen Sinne hatte sie eine Materialliste in der Hand. So konnte sie daraus die Anzahl der Lederstreifen, von Leder, veredelter Mondsteine und Quecksilberbarren entnehmen. Aber es war eben keine Einkaufsliste. Nein, das war es nicht. Es war eine präzise Beschreibung zu Herstellung einer Elfenrüstung. Adrianne hatte ihr somit etwas sehr gutes vermacht. Sie schaute sich um, während sie das Papier zusammenrollte und verstaute. Sollte sie noch einmal zurückgehen? Sollte sie sich bedanken? Doch da kamen ihr die Worte der Schmiedin in den Sinn: »Doch leider habe ich nicht alles hier.«

    »So hatte sie es gemeint …«, murmelte die Waldelfin vor sich hin. Aber sie hatte sich ja mit einem »Danke, das wäre doch nicht nötig gewesen …« schon bedankt. Sicher wäre es besser, die konnte Adrianne ein fertiges Stück zeigen. Doch einen Quecksilberbarren hatte sie selbst noch nicht in der Hand gehalten, das verhüttete Erz nicht gekauft. Die Preise hatten sie abgeschreckt. Doch mit dem guten Handgeld des heutigen Tages war es schon mehr als eine Option es zu versuchen. Und wie sie so an der Mauer stand und die Khajiit sah, wusste sie, was sie dort wollte.

    Sie sparte sich den Weg entlang der Wehranlagen, sondern sprang direkt herunter mitten in das Lager. Gefolgt wurde ihr Handeln von einem »Na, na!« der Wachposten von Weißlauf. Als sie vor Do’Aahin stand, bekam sie ein freundliches Schnurren zur Begrüßung. Sie hörte noch »Er ist in seinem Zelt.« Denn die, die für die Sicherheit der Händler verantwortlich war, wusste, wohin Gwess wollte. Die beiden verband nach einigen Erlebnissen ein Band, wo sich manchmal Dinge von sich aus zu fügen, ohne dass der andere gezielt danach fragen musste.

    Aber er entdeckte sie zuerst und sagte mit einem melodischen Brummen in der Stimme: »Was bringt eine Feder in mein bescheidenes Zelt?« Gwess verbeugte sich und antwortet: »Ri'saad, mögen eure Wege nie zu lang werden und am Ende immer der Erfolg stehen.« Der Khajiit schmunzelte zurück. Er fand es amüsant, wenn Gwess sich Mühe gab, seine Komplimente zu wiederholen oder anzupassen. Er bot ihr einen Sitzplatz an. Diesen nahm sie auch gern an, denn sie hatte ja doch ein paar Stunden an der Schmelzhütte gestanden und merkte es jetzt die aufsteigende Müdigkeit. Gwess holte das Papier hervor und sagte: »Habt ihr Quecksilberbarren im Angebot werter Ri'Saad?« Doch bevor er etwas sagen konnte standen Do'Aahin und ein Begleiter in dem Zelt. Gwess hörte nur: »Es ist wichtig mein Herr«. Gwess stand auf und wollte aus dem Zelt. Für einen kurzen Moment streifte sie die Augen des völlig in schwarz gekleideten Mannes, dessen Haupt von einer Kapuze umhüllt wurde. Sie hatten eine starke Leuchtkraft. Doch weiter kam sie nicht. Sie hörte, wie Ri'saad sagte: »Gwess, setzt euch. Ihr könnt bleiben.«

    Dann folgte eine klauenartige Handbewegung, bei der er seine Tatzeninnenseite nach oben öffnete und dabei seine scharfen Krallen zeigte. Doch diese Geste des Empfangs war nicht an Gwess gerichtet. Sie galt dem Begleiter von Do'Aahin. Dieser blieb scheinbar unbeeindruckt, aber er verbeugte sich leicht und sprach mit einer eindringlichen Stimme: »Euen Auftrag habe ich erfüllt. Reist nach Rorikstatt, trefft Ennis. Er organisiert den nächsten Kontakt.«

    Wie er das sagte, flog zur Überraschung von Gwess ein ledernes Säckchen durch das Zelt. Der Bote fing es gekonnt auf und drehte sich um. Im Gehen sagte er noch: »Handelt rasch.«

    »Aufbruch!« verstand die Waldelfin und wollte sich abermals erheben. Doch die Tatze ihres Gastgebers auf ihrer Schulter gab ihr zu verstehen, dass noch etwas kommen würde. »Wenn meine Feder in mein Zelt kommt, dann ist es ein gutes Zeichen. Gwess, wollt ihr uns begleiten nach Rorikstatt? Dann werden wir uns auch über das Quecksilber einig. Doch wir müssen jetzt los.« Dann erhob er sich und trat ins Freie. Gwess folgte ihm und sah, dass Ra'Husbar aber auch Rihrazad und Shagh, allesamt Händler, ihre Dinge zusammentrugen. Do'Aahin hatte die Order zügig umgesetzt.

    Sie war schon das eine oder andere Mal solchen Bitten nachgekommen. Es war ein gutes Geschäft. Und so gab es für sie auch kein Zögern. Man sah ein anerkennendes Schmunzeln bei Ri'saad, als sie sagte: »Klar, komme ich mit. Wünschen wir uns eine gute Reise.« Dann packte sie mit an und half die Zeltplanen auf den Karren der Händler zu tragen.

    nächster Post: ein Malheur
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    [Bild: Skyrim_RPG_IV_Miriam_Ava.jpg]

    Miri - Umland von Weißlauf - westlicher Wachturm


    Es war gut, das Weißlauf nicht weit entfernt war, denn als Miri von Irmas Hof losging, hatte die Sonne ihren Zenit schon weit überschritten. Die Nord legte ein rasches Tempo vor, wohl wissend, das auch allerlei Überraschungen auf dem Weg lauern konnten. Einmal mehr war sie froh darüber, das ihre Waffen die Dolche waren. Sie lagen leicht an der Hüfte und stellten keine Behinderung beim schnellen Laufen dar.

    Da Miri sich auf dem Weg hielt, kam sie gut voran. Der Stand der Sonne hatte sich nicht groß verändert, als Miri schon den westlichen Wachturm erblicken konnte. Sie war froh, denn sie würde es definitiv noch vor Ladenschluß zu Adrianne schaffen.
    Silva is offline Last edited by Silva; 20.09.2017 at 10:18.
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    »Weißlauf« • Gwess • in der Nähe des westlichen Wachturmes • Ein Malheur

    [Bild: VR_Gwess_A.png] »Vorsicht!« hörte Gwess Do'Aahin fauchen. Ihre Blicke folgten einem ausgestreckten Arm.

    Sekunden!

    Ja, es handelte sich um Sekunden. Sie sprang zu Seite, neben den Karren, den die Khajiit zogen. Ra'Husbar aber auch Rihrazad und Shagh hatten die Situation noch nicht erfasst. Ri'Saad schon. Doch das lag daran, dass er hinter dem Fuhrwerk der Händler war und nicht wie die anderen es zogen oder schoben. Zu dem begünstigte eine Senke in der Straße, durch die der Fuhrkarren gerade gezogen wurde, eine begrenzte Übersicht. Man sah nicht viel, auch wenn man den Kopf nach links oder rechts drehte. Aber die Waldelfin konnte jetzt nichts für sie tun. Denn schon flog der erste Pfeil Süden. Er bohrte sich in den Hals eines Hirsches, der im strammen Galopp auf die Senke in der Straße zu stürmte. Doch der Pfeil beendete die Jagd. Do'Aahin quittierte es mit einem schnurrenden Geräusch und war mittlerweile oben auf der Böschungskante angekommen und hatte ihre Krummschwerter gezogen. Erneut schwirrte ein Pfeil an ihr vorbei. Es war knapp, aber er traf das zweite Tier, welches dem Ersten unmittelbar folgte. Doch die Entfernung war bereits so kurz gewesen, dass es sich überschlug und die Khajiit nur behände zur Seite Springen musste. Das wiederum nahm Gwess die Möglichkeit einen dritten Pfeil zu senden. Aber es hätte auch so nichts geholfen, denn der dritte Hirsch war den beiden vorderen gefolgt und strauchelte über den soeben Erschossenen. In dieser Bewegung riss er Do'Aahin mit, stürzte die kleine Böschung zur Straße herunter, rammte den Wagen samt Begleitern um und starb. Denn die strauchelnde Khajiit hatte beim Fallen noch ihre Säbel in den Laib des Tieres mit aller Geschicklichkeit und Kraft gewuchtet.

    Gwess wollte durchatmen, vernahm aber ein Stöhnen. Denn Shagh, der Händler, der so wunderbare Kräuter in seinem Angebot hatte, lag unter dem Karren. Ebenso schaute die Deichsel sehr merkwürdig aus. Es bedurfte keiner Worte, dass alle anfassten, um den Wagen anzuheben. Doch wie von einer fernen Hand gelenkt, wanderte der Blick der Waldelfin dorthin, wo die Tiere hergekommen waren. Denn sie hatte eine menschliche Gestalt gesehen, war sich aber nicht sicher. Tatsächlich! Da war eine Nord. Sie schien nach den Khajiit zu schauen. Doch irgendetwas kam durch den Staub, den die Hirsche in ihrer panischen Flucht aufgewirbelt hatten. Etwas Größeres flog heran, sehr schnell. Es sah nach einem hellbraunen Fell aus. Im Anwachsen dieses flink anstürmenden Lebewesen erkannte Gwess die Großkatze. Denn sie sah dunkelbraune Flecken. Sie konnte jetzt den Wagen nicht loslassen. So schrie sie, so laut sie konnte:

    »Säbelzahntiger!«
    »Nord!«
    »Ein Tiger!«

    Aus den Rufen erwuchs ein Schrecken unter den Khajiit. Do'Aahin, sicherlich jetzt die einzige, die von ihnen einen klaren Gedanken fassen konnte, versuchte in Angriffshaltung zu kommen. Aber noch steckten die Krummsäbel in dem Hirsch. Auch Ri'Saad holte unter seiner Kleidung eine Waffe hervor. Aber Gwess spürte, sie würden es alle nicht mehr schaffen, denn Raubkatze hatte bereits zu Sprüngen angesetzt und beim einem ihrer nächsten Sätze würde sie die Böschungskante erreichen.

    Sie war im Zweifeln. Dolch oder der Karren?

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  19. #19 Reply With Quote
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    [Bild: Luna.jpg]

    Nachdem sie die vergangenen Tage einige kleinere Aufträge erledigt und eine Aufnahme für die Gefährten bestanden hatte, gehörte sie nun offiziell zu dieser Gruppierung und war sehr glücklich darüber, ein sicheres Heim und neue Freunde gefunden zu haben.
    Gerade Aela und Skjor behielten die neugierige Jägerin ganz besonders im Auge und so kam es dann auch, dass Aela Luna mit auf die Jagd nahm.
    Die beiden Frauen waren den ganzen Tag in den Wäldern, um Weißlauf unterwegs, jagten Rehe und ein paar Krieger der Silbernen Hand und kamen erst bei Sonnenuntergang zurück, wo Skjor schon ungeduldig auf die beiden wartete.
    Skjor nahm die Nord gleich auf die Seite und auch wenn Luna nicht verstand, worüber die beiden redeten, verrieten ihre Gestiken das es wohl um sie ging.
    Aela nickte Skjor zu, der daraufhin auf Luna zu kam.

    "Komm in zwei Stunden zur Tiefenschmiede, ich habe was besonderes mit dir vor!" flüsterte der Nord ruhig. Aela war inzwischen an ihnen vorbei gehuscht und längst verschwunden.
    "Tiefenschmiede? Wo ist die?" fragte die junge Jägerin und sah skeptisch zum Nord auf.
    "Ach stimmt, du warst ja noch nicht dort! Komm dann in zwei Stunden auf unser Übungsgelände, hinterm Haus, ich zeige dir dann wo die Tiefenschmiede ist!" erklärte der Nord und ging Richtung sein Quartier.
    Nachdenklich blickte Luna dem grauhaarigen Nord hinter her. Was er wohl vor hatte? Aber auf diese Antwort würde sie wohl warten müssen, so ging sie nach oben und gesellte sich zu den anderen Gefährten, die am großen Tisch saßen und zu Abend aßen.

    Zwei Stunden später....
    Sichtlich nervös wartete Luna wie abgesprochen auf Skjor, der kurz darauf auftauchte und ihr mit Handzeichen andeutete ihm zu folgen.
    Vor einer kleinen Felswand unter der Himmelsschmiede blieb Skjor stehen, und Luna warf ihm einen skeptischen Blick zu.
    Sollen wir jetzt durch Wände gehen, oder warum standen sie hier? schoss es der jungen Halbbretonin/Halbbosmerin durch den Kopf.
    "Bist du bereit?" fragte er knapp.
    "Bereit wofür?" wollte die junge blonde wissen. Unbehagen machte sich in ihrer Magengegend breit.
    "Für deine nächste Prüfung. Naja, eine richtige Prüfung ist es nicht, eher ein Geschenk, von dem aber nicht jeder etwas wissen muss!" erklärte der Nord mit gedämpfter Stimme und öffnete ein Tür, die im Felsen versteckt war.
    Unsicher folgte ihm Luna und erschrak, als sie einen Werwolf in der Höhle sah.
    "Skjor... wa... was...." stotterte die junge Jägerin und wich panisch einige Schritte zurück, bis sie im Rücken die Felswand spürte. Die Türe war inzwischen ins Schloß gefallen und versperrte ihr den Weg.
    "Komm ruhig näher, sie wird dir nichts tun!" versuchte er Luna zu beruhigen, während er sich neben den Werwolf stellte.
    "Sie? Das ist ein verdammter Werwolf!" rief Luna panisch und rührte sich nicht vom Fleck. Ihr Körper war angespannt, während sie den Werwolf im Auge behielt. Als der Werwolf sich ein wenig bewegte, griff Luna panisch zu ihrem Dolch und hielt diesen mit zittrigen Händen vor ihren Körper. Mit der anderen Hand suchte sie einen Türgriff, fand jedoch keinen.
    "Komm nicht näher. Ich schwöre es dir, ich töte dich!" gab sie mit zittriger Stimme von sich und umklammerte ihren Dolch noch fester.
    "Beruhig dich Luna. Erkennst du denn Aela nicht?" redete Skjor weiterhin auf die panische Luna ein.
    "Die Gefährten sind Werwölfe?"
    "Nicht alle, nur der Zirkel hat das Bestienblut in sich... Kodlak, Vilkas, Farkas, Aela und ich! Und du, wenn du das Geschenk annehmen möchtest?!" erklärte Skjor ruhig. Als der Werwolf keinerlei Anstalten machte sich Luna zu nähern, steckte sie zögerlich den Dolch weg, blieb aber dennoch an der Wand stehen.
    Luna betrachtete den Werwolf lange. "Aela?"fragte sie schließlich leise und der Werwolf knurrte leise, aber nicht bedrohlich.
    Unsicher blickte sie nun zu Skjor rüber.
    "Komm ruhig näher, ich schwöre es dir, sie wird dir nichts tun!" sagte Skjor ruhig.
    Zögerlich ging sie auf den Werwolf zu. Auch wenn alles in ihr schrie, dass Sie weg laufen sollte, überwiegte nun die Neugier.
    Wie bei einem fremden Hund hielt Luna ihre Hand vor den Werwolf, so das dieser an ihrer Hand schnüffeln konnte, was der Werwolf ebenfalls tat.
    "Anfassen würde ich sie aber nicht!" warnte Skjor. Luna nahm die Warnung ernst und zog langsam ihre Hand zurück.
    "Was hat das alles zu bedeuten?" wollte die junge Jägerin wissen, wobei sie weiterhin Aela in Werwolfsgestalt im Auge behielt.
    "Du bist inzwischen ein liebgewonnenes Gruppenmitglied der Gefährten geworden und wir vom Zirkel sind der Meinung, dass du weiter bei den Gefährten aufsteigen kannst. Aber dazu musst du uns nun auch in Gestalt eines Wolfes beitreten. Aela hat sich bereit erklärt, deine Patin zu sein." erklärte Skjor.
    "Und wenn ich kein Werwolf sein möchte?"
    "Es ist deine Entscheidung, wir können dich ja schlecht dazu zwingen. Aber bedenke, du bist dann schneller, stärker, es ist traumhaft die Welt als Werwolf zu erkunden... ach, Aela könnte dir die ganzen Vorteile noch viel ausführlicher und schöner aufzählen! In den Reihen der Gefährten würdest du dann halt nicht zum Zirkel gehören..." erklärte Skjor.
    Luna blickte nachdenklich zum Werwolf. Was Skjor da erzählte, war ja schon recht interessant, zumal die Schamanin ihres Volkes auch Zeichen des Wolfes gesprochen hatte. Hatte sie das gemeint? War dies ihre Bestimmung?
    Sie war hin und her gerissen, tippte unruhig mit den Füßen auf den Boden und willigte schließlich ein.
    "Okay, ich bin bereit!" gab sie nervös von sich.
    "Aela wird dich jetzt beißen, dass wird sehr schmerzhaft, aber die Schmerzen vergehen und wir werden bei dir bleiben!" erklärte der Nord und nickte Aela zu.

    Der Werwolf ging auf die zu und Luna wich erst zurück. Doch der Werwolf packte sie und biss ihr in den Hals. Erst nur leicht, dann immer stärker werdend verteilte sich der Schmerz, ausgelöst vom Speichel des Werwolfs, in ihrem Körper, ihre Muskeln begannen zu krampfen und zwangen sie schließlich zu Boden. Gleichzeitig hielt Skjor den rechten Arm des Werwolfes fest, hielt diesen über Lunas Gesicht und schnitt eine stark blutende Wunde in den Arm des Werwolfes. Dann ließ Skjor den Dolch fallen, hielt Lunas Gesicht fest und zwang sie so, dass Blut des Werwolfes zu trinken. Unerträgliche Schmerzen verteilten sich in ihrem Körper, ließen sie grotesk zusammen krampfen. Luna weinte und schrie vor schmerzen, wehrte sich sogar dagegen, während sich ihr menschlicher Körper langsam in die Wolfsgestalt zwang. Sie könnte sagen, wie lange sie litt, irgendwann verlor sie das Bewusstsein...

    ~•~


    [Bild: 1BRWolf.jpg]

    Als sie wieder zu sich kam, streckte sie sich leise fippsend, als sie zwei Werwölfe entdeckte. Langsam kamen die beiden dunklen Gestalten auf sie zu und beschnüffelten sie. Luna fippste und wich zurück. Einer der Werwölfe stellte den Kopf schief und blickte sie an. Während der andere sich umdrehte und langsam Richtung höhlenausgang lief.
    Luna blickte an sich herab und sah zwei weiße Pfoten. Der Werwolf, der bei Luna geblieben war, stupste sie nun vorsichtig mit der Schnauze an und instinktiv versuchte Luna auf die Beine zu kommen. Der Werwolf knurrte leise und folgte schließlich dem anderen. Am Ausgang blieb der Werwolf stehen und blickte über die Schulter. Luna stellte den Kopf schief und folgte den Werwölfen, erst langsam und ziemlich wackelig, doch dann immer schneller, bis sie den Werwölfen auf ihren vier Beinen davon rannte....
    eis engel is offline
  20. #20 Reply With Quote
    Das Schaaf  EMS's Avatar
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    Ihre Flüche drangen wie Donnerhall durch die kälter werdende Luft, die Ankündigung der Nacht.
    Sie brauchte keine Rücksicht auf zarte Öhrchen zu nehmen und so entfleuchten ihren Lippen Wortwahlen, die selbst die selbst jedem Daedroth die Hörner gerade​gerichtet hätten. Derart lautstark setzte sie einen Fuß vor den anderen und kletterte erneut die steile, morsche Rampe hinauf. Natürlich lag das Objekt der Begierde ganz oben, da wo sie es abgelegt und dann vergessen hatte. Einen Moment war sie versucht es den ganzen​ Weg herunter zu kicken, aber wer weiß wo sie dann hätte hinlaufen müssen. So packte sie ihren Lederrucksack und warf ihn sich zusätzlich zu Bogen und Köcher über die Schulter.
    Mittlerweile war es stockdunkel. Nicht, dass sich Cruelle vor Dunkelheit fürchtete. Es gab nicht viel, das ihr Respekt einflößte. Sie fühlte sich einfach nur einsam.
    Die herumliegenden Schlafstätten sahen zwar nicht sehr einladend aus, waren aber immer noch besser als morsche Holzbodenunterlage. Aus ihrem Rucksack fischte sie ein paar getrocknete​ Fleischstreifen und kaute gelangweilt darauf herum.
    Morgen musste sie sich entscheiden. Richtung Windhelm oder doch erst mal zur Unterkunft bei Whiterun.
    EMS is offline Last edited by EMS; 23.09.2017 at 22:54.
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