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  1. #1
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    "Bin ich nicht normalerweise derjeniger der verantwortlich ist für die schlechten Witze?" Ein etwas bitteres Lächeln kam ihm über die Züge. Abu parkte den Rollstuhl im Aufzug so dass alle 4 Personen gerade so reinpassten. "Vielleicht haben sie ja auch Mitleid wegen deiner physischen Konstitution." Etwas besseres fiel ihm gerade nicht ein. Irgendwie war ihm gar nicht mehr nach Witzen zumute.


    Einer der merkwürdigsten Momente der letzten Zeit war definitiv dieser. Gerade so passten alle vier Beteiligten, inklusive dem Rollstuhl, in den Aufzug und standen somit dicht an dicht nebeneinander. Wären Sie in einem anderen Komplex gewesen wären sie mit deutlich mehr Platz gesegnet worden, denn dort schaffte man Patienten schon in den kompletten Betten von einer Ebene in die andere. Hier aber waren sie Sardinen in einer äußerst unangenehmen Büchse. Luci stand direkt neben Abu, quasi Schulter an Schulter, und hob einmal mehr die Flasche an, die sie kurz gegen das Licht hielt und dann daraus trank.
    "Lächerlich..", kommentierte sie irgendetwas, vielleicht sogar am ehesten ihre eigenen Gedanken. Noch ehe auch nur einer von Ihnen antworten konnte, war der Aufzug schon mit einem charakteristischen "Pling" angekommen und die Türen waren zu den Seiten aufgesprungen um alle zu entlassen. Einen kurzen Moment lang waren sich die vorderen Parteien nicht sicher, ob erst Leif herausgeschoben wurde oder Gil hinausging, letztlich bewahrheitete sich aber die letztere Methode und Abu presste den Rollstuhl knurrend aus der engen Metallhülle.

    "Wo lang?", fragte Luci neben ihnen und Gil wirkte erstrecht fehl am Platz, wie er hinter ihnen hertrottete und gerade während dem Gang in den Behandlungstrakt, über seine Mails sah und sich eine Antwort seiner Begleiter erhofft hatte. Er las sich Dons Antwort durch, die er zwischenzeitlich erhalten hatte, blickte auf und erinnerte sich daran, Leif noch um den Einlass zu bitten, weswegen er aufschloss. "Leif - meine Wachen sitzen schon seit gestern draußen fest und kommen nicht an eurem Offiziersinder vorbei. Können wir den ganzen Bürokratieunsinn überspringen damit ich sie endlich reinlassen kann? Meinetwegen soll er sie in der Bar parken, bevor sie vor Langeweile die Tapeten von den Wänden kratzen."
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    Luceija is offline Last edited by Luceija; 16.07.2017 at 17:47.

  2. #2
    Held Shepard Commander's Avatar
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    "Ganz und gar." erwiderte Beyo und wurde unwillkürlich wieder an alte Begegnungen erinnert. "Mit manchen Leuten kann man nicht reden. Ihr einziges Lebensziel ist es das Leben anderer zu ruinieren und sich daran zu erfreuen." Er musste an Malkizan denken. Wirklich ein Wunder dass die Trennung bereits 10 Jahre her war, und sein Tod wiederum gerade mal knapp 3 Jahre. Sie ließen sich von dem dunklen Thema wieder etwas ablenken von den Spielereien der Asari. Beide lachten etwas darüber und nippten nochmal an ihren eigenen Drinks, welche ihnen hoffentlich nicht so schnell zu Kopf steigen würden. Plötzlich nahm er aus seinem Augenwinkel seinen Vater wahr. Nach wie vor alleine stand er da, mit verschränkten Armen und nahezu regloser Miene. Sein missbilligender Blick traf ihn wie ein von ihm geworfener Stein und er wandte den Kopf schnell wieder ab. Er wollte nicht dass jemand das mitbekam.


    "Bin ich nicht normalerweise derjeniger der verantwortlich ist für die schlechten Witze?" Ein etwas bitteres Lächeln kam ihm über die Züge. Abu parkte den Rollstuhl im Aufzug so dass alle 4 Personen gerade so reinpassten. "Vielleicht haben sie ja auch Mitleid wegen deiner physischen Konstitution." Etwas besseres fiel ihm gerade nicht ein. Irgendwie war ihm gar nicht mehr nach Witzen zumute.



    "Und mich selbst dabei auch." stöhnte er. Das Medi-Gel wirkte zwar, aber sein Bein war deshalb trotzdem nicht wieder voll funktionsfähig. Er nahm die Hand dankend entgegen und ließ sich hochziehen, schrie dann aber vor Schmerz auf als er wieder stand. Die Zähne zusammenbeißend ließ er sich stützen und sie bewegten sich langsam weiter. "Hoffentlich. So faszinierend es auch war, ich glaube ich habe langsam genug von dieser Anlage....wer weiß was hier noch für Zeugs auf uns wartet."


    „Ja, diese Art von Leuten gibt es leider mehr, als man zunächst denken mag“, sagte Ethan leise. Er hatte nicht mitbekommen, dass Beyo den Blick beschämt abgewandt hatte. Woher denn auch, konnte er den streng herüberblickenden Turianer nicht einordnen. Es wurde still, zumindest zwischen den beiden so ungleichen und sich doch sympathischen Gästen. „Stille“ war allerdings ein Trugschluss, strömte die Musik aus dem Saal doch hinaus bis auf den Balkon. Ethan schaute in sein Glas und stellte fest, dass Nachschub angesagt war. Ribana hingegen lehnte am Geländer und schaute nachdenklich in die aufschießenden Wasserfontänen. „Wissen Sie, ich glaube ich werde dem Abend nun doch etwas Bedeutung verleihen und eine kleine Spende einrichten. Und wenn ich ‚klein‘ sagte, dann meine ich auch wirklich klein“, sagte Ethan und lachte. Mir den riesigen Beträgen, die hier mit wenigen Klicks transferiert wurden konnte er nicht mithalten. Aber der Abend hatte ihm besser gefallen als erhofft und schließlich war das Anliegen dieses Politikers kein ehrenrühriges. „Aber sagen Sie nichts dem Professor dort.“ Ethan zwinkerte Beyo zu und nickte zu Ribanas freiliegendem Rücken.
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  3. #3
    Held Shepard Commander's Avatar
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    Maj Lee Salem

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    Stephen war etwas verwundert darüber, mit welchen Methoden Corvan einen Ausgang suchte. Andererseits wusste er von Salarianern, dass sie schnell Umdenken konnten, gründlich und zügig arbeiteten.
    Während Corvan den Luftstrom prüfte und auf diese Weise steigernder Nervosität den Ausgang suchte, kam das Getrappel der Talons rasch näher.

    "Connor. Irgendeine Idee?"
    Der Blondschopf überlegte kurz. Sie hatten nicht gerade die vorteilhafteste Position, mitten im Gang, höchstwahrscheinlich fünf Gegner, evtl. mehr...., keine richtige Deckung, während einer von ihnen garnicht mit schießen konnte, wodurch das ganze an Maj und ihm hängen blieb. Zeit für seine Geheimwaffe....
    "Wir haben nur ne Chance, wenn wir sofort schießen... Drei, vielleicht auch vier kann ich übernehmen, bevor die zum schießen kommen. Den Rest du..." erklärte er flüsternd, an Maj gewandt. Für einen kurzen Moment schloss er die Augen und konzentrierte sich auf sein Herz, dass augenblicklich die Frequenz erhöhte und unnormal schnell schlug. Er öffnete die Augen, während um sich herum die Umgebung + Personen zu verzerren und sich alles in Zeitlupe zu bewegen begann. Er nickte Maj zu, stellte sich dann in den Gang und legte sein Sturmgewehr an. Ihre Gegner kamen!! Dann ging alles sehr schnell und ehe sie sich versahen, lagen fünf Talons Tod am Boden.
    Für Maj und Corvan muss es wie folgt ausgesehen haben....
    Die ersten drei Talons kamen angelaufen und noch bevor sie ihre Waffen zum anvisieren heben konnten, hatte sie Stephen ausgeschaltet. Direkt dahinter tauchten die anderen beiden auf, ihre Waffen im anschlag und schussbereit. Maj erledigte den einen und noch bevor der andere schießen konnte, feuerten Maj und Stephen gemeinsam.
    Die Gefahr war erstmal eliminiert.
    "Irgendwer verletzt?" erkundigte sich der Blondschopf und lehnte sich an die wand, wo sich der Puls langsam wieder normalisierte.
    Quote Originally Posted by Tjordas View Post



    Der Salarianer versuchte während der kurz danach ausbrechenden Schießerei die Konzentration zu bewahren. Leicht in die Abzweigung der T-Kreuzung geneigt hatte er zwar eine etwas bessere Deckung als seine Truppmitglieder, aber auch er war teilweise in der Schusslinie der Feinde. Dennoch ignorierte Corvan so gut es ging die Kugeln, die ihm um den Kopf sausten und den unbeschreiblichen Lärm, der für einige Sekunden um ihn herum herrschte. Dann war es ebenso schnell wieder totenstill, wie der Krach ausgebrochen war. Connor erkundigte sich nach dem Zustand der anderen und Corvan tastete sich beiläufig ab, was schon auf Grund der Schmerzmittel nötig war, um eine Verletzung zu bemerken. Zwar entdeckte er keine Schusswunden an sich, doch neben seiner rechten Hand, die er gerade wieder in das Abluftrohr im Boden streckte, waren zwei große Einschusslöcher aufgetaucht. Die Kugeln eines fremden Sturmgewehrs hatten ihn offenbar nur um wenige Zentimeter verfehlt.
    "Unverletzt", rief er Connor nach einer kurzen Pause der Fassungslosigkeit zu, versuchte dann, sich wieder auf den Plan zu fokussieren. Der Luftstrom war ausgemacht - diesmal lag der richtige Weg in die entgegengesetzte Richtung der Feinde, die man gerade liquidiert hatte. "Dort entlang", zeigte Corvan die Richtung auf, ohne weitere Kommentare über den Leichenberg abzugeben, den sie hinterlassen hatten. "Sie gehen vor, ich komme nach", forderte er die beiden auf und zwängte sich an ihnen vorbei in Richtung der niedergestreckten Turianer.
    "Na los!", wiederholte er den Befehl in einem energischen Ruf. Dann näherte er sich halb in Eile, halb in Vorsicht den toten Körpern. Einer von Ihnen röchelte noch durch seinen Helmlautsprecher, auch wenn er sich nicht regte. Corvan überlegte, diesen mit einem kurzen Schuss zu erlösen, entschied sich dann aber, die Munition zu sparen und auch besser nicht durch weiteren Schusslärm auf sich aufmerksam zu machen. Stattdessen durchsuchte er den Sterbenden und seine Kameraden eilig nach Ausrüstung. Tatsächlich fand er am Gürtel des keuchenden Turianerkörpers etwas Brauchbares: eine Detonationsgranate - genau das, wonach Corvan bisher vergebens gesucht hatte. Eilig klemmte er sich die Granate unter den eigenen Hosenbund - war er doch wie seine beiden Begleiter völlig ohne Rüstung oder Gurte. Ein Stück weit mussten sie froh sein, dass man ihnen überhaupt Kleidung und Schuhe gelassen hatte.
    Eilig hechtete der Spectre jetzt wieder seinen beiden Freunden hinterher, ohne den sterbenden Sölnder weiter zu beachten. In der Ferne sah er, wie der Flur eine Sackgasse erreichte - im Grunde wie erwartet. Ein Abluftschacht fiel selten an die selbe Stelle wie ein Personenausgang. Zumal Corvan nicht einmal wusste, in welchem Stockwerk sie sich befanden. Im schlimmsten Fall wären sie mit Corvans Methode dann zwar an einer Außenwand des Gebäudes angelangt, hätten dann aber mehrere Etagen nach unten zu überwinden oder wären sogar unterirdisch unter Asteroidgestein eingepfercht. Doch es war in ihrer völligen Orientierungslosigkeit die einzige Chance, die der Spectre sah. Die Sackgasse rückte näher, als er seine Begleiter wieder einholte und sie zu dritt den Gang entlang sprinteten. Doch etwas kam dem Salarianer komisch vor. Plötzlich sah er in der Ferne, wie aus einer Tür links neben dem Ende des Flurs etwas Langes, Dünnes ein Stück weit hervorragte.
    "Stop, halten Sie an", forderte er plötzlich seine Kameraden auf und packte sie beide an den Schultern. Er zog sie zu sich zurück, öffnete mit der vorhin erbeuteten Keycard zwei Räume rechts und links des Korridors. Er selbst begab sich in die linke Türnische, natürlich nicht, ohne den, zum Glück leeren Raum, provisorisch auf Gesellschaft abzusuchen, während er Stephen und Maj mit Gesten in den gegenüberliegenden Raum lenkte. Erst, als alle Deckung genommen hatten, wagte er es, den Kopf wieder aus der Tür hervorzustrecken und den seltsamen Fund am Ende des Ganges noch einmal zu begutachten. Es bestätigte seine Vermutung: Es war die Mündung eines, Gewehrs. Direkt am Ende des Flures lauerte mindestens ein Söldner in einem Seitenraum und streckte dabei sein Gewehr versehentlich in die Sichtlinie der drei. Wahrscheinlich hatte er sie bereits kommen hören und wartete nur, bis sie nah genug waren, um sie mit einem einzigen überraschenden Angriff aus der Deckung umzumähen. Viel wahrscheinlicher war es zudem, dass er nicht alleine war. Direkt bei der Sackgasse erahnte Corvan eine zweite, gegenüberliegende Türnische, in der ebenso gut ein weiterer oder sogar mehrere Wachen auf ihre Opfer warten könnten. Corvan wagte es auf Grund der Nähe zum Feind nicht, zu sprechen. Stattdessen deutete er Stephen und Maj mit Gesten an, dass er am Ende des Ganges jemanden sah. Doch selbst wenn es nur diese eine Wache war, wäre ein direktes Vorstürmen zu riskant gewesen.
    Die Gegner nahmen Corvan die Entscheidung ab: Als er seinen Kopf ein Stück zu weit in den Gang streckte, fiel plötzlich ein Schuss. Eine Kugel sauste nur knapp an ihm vorbei und schlug irgendwo in der anderen Richtung des Flurs in die Blechwand mit einem metallenen Singen ein. Instinktartig zog er sich wieder in die Deckung zurück, als ein regelrechter Sturm aus Kugeln folgte. Verschiedene Waffenklänge ertönten immer wieder in Salven. Es waren also mehrere Schützen, doch ohne sich erneut aus der Deckung zu wagen, war es unmöglich zu wissen wie viele. Corvan zog seine SMG. Ohne zu zielen hielt er seine Waffe um die Deckungskante und feuerte ein paar kurze Salven, um zumindest ein Vorrücken der Gegner zu verhindern und bei ihnen eine kurze Feuerpause zu provozieren, in der Maj oder Stephen zumindest einen Blick riskieren könnten. Doch eines war in jedem Fall klar: Sie waren hier festgenagelt.


    Maj erwischte einen der angreifenden Söldner, Connor drei. Den letzten Überlebenden zersiebten sie gemeinsam. Die Agentin blickte zur Seite, selbst so eng an die Wand gekauert wie möglich. Connor stand dort wie ein Kriegsgott. In Windeseile hatte er die Wachen niedergeschossen ohne selbst auch nur einen Kratzer abzubekommen. Maj stellte fest, dass sie den Blondschopf unterschätzt hatte, ja sie fragte sich sogar einen Moment, wie sie hatte gegen ihn bestehen können. Er schien wahrlich zum Töten geboren worden zu sein; und damit war er ihre beste Chance, heil aus der ganzen Sache zu entkommen. Corvan hatte in der Zwischenzeit den weiteren Weg ermittelt, befahl den beiden Kämpfern aber vorauszugehen. Eine weise Entscheidung, immerhin wären sie somit die ersten, die fielen und Corvan wäre gewarnt. Allerdings war dies weder die richtige Zeit noch der richtige Ort, um eine Grundsatzdiskussion vom Zaun zu brechen. Maj und Connor überprüften ihre Waffen, legten an und rückten vor. Maj deckte die linke Seite, Connor die rechte. Rasch und diszipliniert, als hätten sie seit Jahren Seite an Seite gekämpft, huschten sie durch die Gänge. Wortlos verständigten sie sich, ein Kopfnicken und es ging weiter. Ein Fingerzeig und der andere blieb stehen und deckte, während Zeigender den Gang einer Prüfung unterzog. In die Routine mischte sie eine professionelle Lebendigkeit und so war es schließlich Corvan, der die beiden Kämpfer zurückhielt. Er leitete öffnete einige Räume und bedeutete ihnen, die Türnischen als Deckung zu nutzen. Kluger Einfall, dachte Maj. Erst jetzt fiel ihr auf, was den Spectre dazu bewegt hatte zu pausieren. Ihnen war ein Hinterhalt gelegt worden und Maj und Connor wären trotz aller Professionalität direkt hineingelaufen und lägen jetzt vermutlich schon von Projektilen perforiert am Boden. Die Söldner mussten erahnt haben, dass ihre Falle aufgeflogen war, denn sie entschieden sich für den Angriff. Schüsse knisterten durch den Gang, bohrten sich wirkungslos in Wände oder prallten von den Oberflächen ab. Maj zischte Flüche und drückte den Rücken gegen die Wand. Sie spürte, wie der frisch verheilte Schnitt an ihrem Kinn wieder zu bluten begann. Ein Rinnsal Blut rann den Kiefer entlang, der Tropfen erzitterte am Kinnende und fiel. Und die Schüsse donnerten wie Regen auf Wellblech. Maj sah, wie Corvan im Mut der Verzweiflung Feuerstöße den Gang herunterschickte. Sie waren ebenso sinnfrei wie die Schüsse der Talons, doch lebte ein Feuergefecht nun einmal von Gewalt und Gegengewalt. Dieses Gefecht aber würden sie zwangsläufig verlieren. Entweder ging ihnen die Munition aus oder – und das war wahrscheinlicher – man würde sie hier so lange festnageln, bis Verstärkung vom anderen Ende des Korridors anrückte und ihnen letztlich den Garaus machen würde.

    Maj umfasste die SMG, zählte im Kopf die Anzahl der verfügbaren Schüsse durch und wusste doch, dass ein Herauswagen aus der Deckung einem Todesurteil gleich kam. Zudem war die SMG einem Sturmgewehr auf diese Entfernung unterlegen. Hektisch sah sie sich in dem kleinen geöffneten Raum um, fand dort aber nichts, was aus der Situation helfen könnte. Warum nur hatten die Drei nicht die Schläue besessen, die Uniformen der erledigten Söldner anzulegen? Vielleicht hätte das etwas gebracht. Connor und Corvan konzentrierten sich auf die vor ihnen liegenden Söldner, die Salve um Salve abfeuerten und Majs Vermutung untermauerten, dass es sich hierbei lediglich um Sperrfeuer handelte. Die endgültige Bestätigung folgte nur Augenblicke später. „Achtung!“, rief Maj und hob ihre Waffe. Es knallte dreimal und drei Salven wurden den Gang hinab geschickt. Zwei davon trafen den Söldner, einen Menschen, und ließen seine Schilde zerspringen wie Glas. Die dritte verfehlte und der Mann sprang laut fluchend in Deckung. Sie hatte ihnen zehn oder zwanzig Sekunden erkauft, dann würden sich die Schilde regeneriert haben und sie saßen auf dem Präsentierteller. „Spectre!“, schrie sie gegen den Feuersturm an. „Ich will ja nicht drängen, aber unsere Lage wird nicht gerade besser!“ Eine maßlose Untertreibung.
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  4. #4
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    Quote Originally Posted by Rabenkopf View Post
    Das Neth mit dieser Lüge hochpokerte, war ihm klar. Er wusste auch, dass die beiden Asari die Worte anzweifeln würden, aber er wusste auch: niemand wusste wer der Shadow Broker ist und was in seinem Kopf vorging. Also selbst wenn die beiden Asari Zweifel an diesem Angebot hatten, würden sie nicht weiter darauf eingehen, zumindest vorerst – es war vorteilhaft, wenn der eigene Trumpf eine geheimnisvolle Persönlichkeit wie der größte Broker der Galaxie ist.
    "Nun gut..,", stimmte die Asari nach einer kurzen Bedenkzeit zu, "Wenn der Broker dies zur Bedingung gemacht hat, dass du uns begleitest, kannst du gerne mit kommen..."
    "... Solltest du uns allerdings verarschen, wird dir diese Asari mit einer Singularität den Arsch aufreißen! Verstanden?", mischte sich wieder die andere Asari ein und grinste schief zur Sahenia rüber. Diese Yelyna ist wirklich ein Klotz…dachte sich Neth, Ich wette die lässt lieber ihre Fäuste sprechen anstatt ihr Mundwerk…ob sie wohl einen Kroganer in der Familie hat?
    "Für eine angehende Diplomatin gehst du aber nicht sehr diplomatisch vor!", entgegnete Sahenia lachend und blickte den Salarianer an, wie dieser verwirrt dreinblickte, "Nimm sie nicht ganz so ernst!... ", Das sollte ein Witz sein?, "Also, wir haben einen Deal? Wir fliegen Morgen Mittag gegen 12 Uhr nach Thessia und zwar mit diesem Flug...", sie aktivierte ihr Omni-Tool erneut und schickte die Informationen an ihn weiter, "Wie du jetzt an Tickets kommst, weiß ich nicht! Vielleicht hast ja Glück und es sind noch Plätze frei?!"
    Neth wusste nicht ob ihm der Sinn für Humor dieser beiden Asari zusagte, aber er kommentierte es lieber nicht. „Das stellt kein Problem da: ich hab ein eigenes Schiff.“, erklärte er, „Wir werden uns am Flughafen auf Thessia wiedersehen.“, er aktivierte sein Omni-Tool und tippte dort herum, „Und da unsere Zeit zusammen nun verlängert wurde: ihr dürft mich Orange nennen.“, er grinste dabei, als er seinen eigenen Codenamen verwendete, „Ich schicke euch meine Kontaktdaten, damit wir uns am Flughafen wiederfinden…“, und er versendete seine Daten mitsamt einem schönen Trojaner an beide Tools, „Bis wir uns wiedersehen habt ihr Zeit euch die Daten anzuschauen…“, genauso wie ich…fügte er gedanklich hinzu.
    [/COLOR]

    "Okay, wir treffen uns in Thessia, Orange!" verabschiedete sich Sahenia freundlich und verließ mit Yelyna den Park.
    "Findest du nicht, dass dieser Salarianer recht seltsam war und dann der Name Orange?" warf Yelyna in die Stille.
    "Orange ist sein Codename, kein Agent nutzt echte Namen!"
    "Ja schon, aber......" "Yel... Nia, wo wart ihr denn? Ich habe euch überall gesucht!" kam ihnen Naruuna gehetzt entgegen.
    "Ach was, jetzt auf einmal interessiert es dich?!" fuhr Yelyna ihre Schwester wütend an.
    "Was ist denn mit der los?" fragte Naruuna verwirrt an Sahenia gewandt.
    "Du weißt ganz genau, was los ist!" antwortete Sahenia kühl.
    "Komm, diskutier nicht mit ihr und lass uns einen schönen letzten Abend hier erleben!" meinte Yelyna sichtlich enttäuscht, schnappte Nia am Arm und zog sie hinter sich her. Als sie einige Schritte von Naruuna weg waren, aktivierte Yelyna ihr Omni und lud die beiden Mädels Trisha und Lucia ein.
    "Ich hab jetzt kein Bock auf Naruunas eingebildetes Getue!" sagte Yelyna und Sahenia nickte verständnisvoll. Bald darauf tauchten auch Lucia und Trisha auf und die vier erlebten einen lustigen Mädels Abend, bevor sie am nächsten Tag nach Thessia weiterflogen.....

    ~•~ Lavoriamo al buio per servire la luce... siamo assassini ~•~
    ~AC-Forum ~•~ AC-RPG ~•~ ME-RPG ~•~ Skyrim-RPG ~•~ TES Foren~
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  5. #5
    #17  Forenperser's Avatar
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    „Ja, diese Art von Leuten gibt es leider mehr, als man zunächst denken mag“, sagte Ethan leise. Er hatte nicht mitbekommen, dass Beyo den Blick beschämt abgewandt hatte. Woher denn auch, konnte er den streng herüberblickenden Turianer nicht einordnen. Es wurde still, zumindest zwischen den beiden so ungleichen und sich doch sympathischen Gästen. „Stille“ war allerdings ein Trugschluss, strömte die Musik aus dem Saal doch hinaus bis auf den Balkon. Ethan schaute in sein Glas und stellte fest, dass Nachschub angesagt war. Ribana hingegen lehnte am Geländer und schaute nachdenklich in die aufschießenden Wasserfontänen. „Wissen Sie, ich glaube ich werde dem Abend nun doch etwas Bedeutung verleihen und eine kleine Spende einrichten. Und wenn ich ‚klein‘ sagte, dann meine ich auch wirklich klein“, sagte Ethan und lachte. Mir den riesigen Beträgen, die hier mit wenigen Klicks transferiert wurden konnte er nicht mithalten. Aber der Abend hatte ihm besser gefallen als erhofft und schließlich war das Anliegen dieses Politikers kein ehrenrühriges. „Aber sagen Sie nichts dem Professor dort.“ Ethan zwinkerte Beyo zu und nickte zu Ribanas freiliegendem Rücken.


    "Sie ist, WAS bitte?" Beyo verschluckte sich fast an seinem Getränk, welches ebenfalls zur Neige ging. Man sollte eben niemals von Äußerlichkeiten auf den Beruf schließen. Der Turianer sah davon ab sein Glas nochmal nachfüllen zu lassen, wusste er doch wie wenig er vertrug. "Das ist aber eigentlich keine schlechte Idee." Immerhin waren sie ja hier um die gute Sache zu unterstützen. Also folgte er Ethan in kleinerem Abstand, wartete bis dieser fertig war mit seiner Eingabe und verband dann sein eigenes Omni-Tool mit dem Terminal. Er hatte nicht die selben Zugangsrechte wie sein Vater auf die Familien-Konten, aber gewisse Beträge konnte er verschieben. "Wow! Schon über 500.000 Credits zusammen! Das hätte ich nicht erwartet!" kommentiere er die Anzeige auf dem Terminal. Er würde sich dumm vorkommen dort nur eine kleine Summe dazuzugeben, also überwies er soviel er konnte. "10.000 Credits." Erschrocken fuhr er herum und sah in das Gesicht seines Vaters, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war. "Ääh-....n-nun deswegen sind wir doch hier, oder nicht....?" "Hrrmpf." Decius stieß ihn beiseite und aktivierte sein eigenes Omni-Tool. Im nächsten Moment sah Beyo verdattert wie die Anzeige um satte 150.000 stieg. "Wenn du dich dadurch wirklich besser fühlst. Du und deine Freunde....." Verächtlich sah er in Richtung Ethan und ging dann wieder aus dem Blickfeld. Peinlich berührt sah Beyo zu seinem Gesprächspartner. "Bitte verzeihen sie, das ist mir wirklich ungemein unangenehm....."
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  6. #6
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    "Sie ist, WAS bitte?" Beyo verschluckte sich fast an seinem Getränk, welches ebenfalls zur Neige ging. Man sollte eben niemals von Äußerlichkeiten auf den Beruf schließen. Der Turianer sah davon ab sein Glas nochmal nachfüllen zu lassen, wusste er doch wie wenig er vertrug. "Das ist aber eigentlich keine schlechte Idee." Immerhin waren sie ja hier um die gute Sache zu unterstützen. Also folgte er Ethan in kleinerem Abstand, wartete bis dieser fertig war mit seiner Eingabe und verband dann sein eigenes Omni-Tool mit dem Terminal. Er hatte nicht die selben Zugangsrechte wie sein Vater auf die Familien-Konten, aber gewisse Beträge konnte er verschieben. "Wow! Schon über 500.000 Credits zusammen! Das hätte ich nicht erwartet!" kommentiere er die Anzeige auf dem Terminal. Er würde sich dumm vorkommen dort nur eine kleine Summe dazuzugeben, also überwies er soviel er konnte. "10.000 Credits." Erschrocken fuhr er herum und sah in das Gesicht seines Vaters, der wie aus dem Nichts aufgetaucht war. "Ääh-....n-nun deswegen sind wir doch hier, oder nicht....?" "Hrrmpf." Decius stieß ihn beiseite und aktivierte sein eigenes Omni-Tool. Im nächsten Moment sah Beyo verdattert wie die Anzeige um satte 150.000 stieg. "Wenn du dich dadurch wirklich besser fühlst. Du und deine Freunde....." Verächtlich sah er in Richtung Ethan und ging dann wieder aus dem Blickfeld. Peinlich berührt sah Beyo zu seinem Gesprächspartner. "Bitte verzeihen sie, das ist mir wirklich ungemein unangenehm....."


    Ethan beendete die Eingabe und trat zur Seite, um Beyo an das Terminal zu lassen. Ob dieser sich gezwungen fühlte ebenfalls eine Überweisung zu tätigen oder dies aus freien Stücken tat, entzog sich Ethans Erkenntnis. Während der Turianer sich einloggte, schwenkte er sein Glas als wäre noch immer etwas darin, warf dann aber einen kurzen Blick auf die blinkenden Zahlen. 10.000 Credits wechselten den Besitzer. Plötzlich unterbrach eine strenge Stimme, scharf wie ein Sushimesser, den Akt der Nächstenliebe. Der herantretende Turianer war derselbe, der auch schon auf der Plattform gestanden und Beyo bemessen hatte. Nun, so dicht nebeneinander, war die Familienähnlichkeit unübersehbar. Und Vhan Senior schien nicht darüber erfreut zu sein, was sein Sohn gerade tat. Der missbilligende Tonfall in seiner Stimme ließ sogar Ethan frösteln. Dann überraschte der ältere Turianer die Anwesenden, indem er die Spendenfreude der Familie Vhan um 150.000 Credits erhöhte. Freunde in der Politik ließen sich durchaus erkaufen und Ethan war sich sicher, dass Vhan Senior eine kluge Investition getätigt hatte. Immerhin waren die Green Meadows zum größten Teil turianisches Gebiet. Als hätte er gerade nur einen Drink bezahlt stelzte der ältere Turianer wieder fort, nicht allerdings ohne vorher einen ganz offensichtlich xenophoben Kommentar in Richtung Ethan abzugeben. Er ließ einen peinlich berührten Sohn zurück. „Bitte verzeihen sie, das ist mir wirklich ungemein unangenehm.....“ Ethan setzte ein freundliches Lächeln auf und winkte ab. „Unsinn. Mir sollte es unangenehm sein; ich habe nur 2000 Credits gespendet.“ Sie räumten den Platz für weitere Spendenfreudige, ein offenbar stark beschwipstes Paar Salarianer. Die beiden wanderten an die Bar, stellten dort die Gläser ab und Ethan verlangte nach einem Wasser. „Dann war der werte Herr wohl der Mister Vhan Senior?“, fragte der Journalist, während er wartete. „Er scheint mich ja nicht so sehr zu mögen. Habe ich mal einen kritischen Beitrag über ihn verfasst, ohne es zu wissen?“
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  7. #7
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    Er hatte Vigilio's Anliegen sehr wohl verstanden und wollte herzlich gern darauf antworten, während Abu ihn dicht neben seinem Krankenbett parkte, da kam diese völlig veränderte Grey in Form einer rasenden Furie ins Zimmer gestürmt.
    Luceija, die gerade an ihrer Flasche nuckelte - die er ihr gleich abspenstig machen würde - wurde unliebsam zur Seite gestoßen und ihr Bruder massierte sich sichtbar, aber geduldig mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel.
    "Wo zum Henker waren Sie, Svensson?!", keifte seine übermüdete Vertretung. Sie hatte ihre OP-Haube schon wieder auf dem Kopf, was für ihre unglaubliche Arbeitsleistung stand. Ein bisschen ließ Leif sie sich abreagieren und setzte sich ins Bett, wo er tief durchatmete. Schließlich sah er Abu von unten herauf an.
    "Könntest du ihr unter die Arme greifen? Laut Ticker und OP-Plan kannst du ihr nur noch die Post-OP-Versorgung abnehmen, aber ich denke Grey hat mehr als genug getan.", sagte er und zog seine Beine ins Bett. Er sagte diese Worte nicht mit der Abscheu die sie vermuten ließen, sondern voller Bewunderung für diese Frau die auch sein Leben gerettet hatte.
    "Machen Sie schluss, Grey. Wenn Sie morgen wiederkommen, wäre das eine große Hilfe, aber für heute-...Gehen Sie. Ich weiß dass Sie Mann und Kinder haben, die sich vielleicht gerade noch fragen wie es Ihnen hier bei uns geht. Erzählen Sie vor dem Einschlafen ein paar Heldengeschichten. Ich kann mich selbst wieder anschließen und Sharidi macht den Rest, in Ordnung?", vergewisserte er sich und sah seine Kollegin an. Ihre Augen waren wässrig und die Ringe darunter so dunkel wie eine lange Nacht in Schweden. Sie war völlig fertig und hatte heute mehr geleistet als sie je geglaubt hatte leisten zu können. Er wusste das. Er kannte dieses Gefühl gut, aber es war sein "Glück" dieses Auf- und Ab, dass sie heute hatte durchstehen müssen, nicht ertragen zu müssen.

    Grey hatte genickt und war wortlos gegangen. Leif hoffte sie wiederzusehen. Auch wenn er nicht an ein "Ja" glaubte, war sie als eine der Allianz bekannte Ärztin mit passablem Lebenslauf und aus einer mittelmäßigen Klinik eine Anwärterin auf eine, wenn nicht sogar seine Stelle in dieser Einrichtung. Ersatz brauchte er schnell und Grey war das was dieser irrsinnige Laden hier oben brauchte. Jedenfalls für eine Weile.
    "Ich kümmer mich drum.", sagte Leif erst nach einer ganzen Weile und wandte sich mit seinen Worten kaum merklich an Vigilio. Die Szene hatte einige Minuten der Ruhe nach sich gezogen und eine Krankenschwester, die seine Arbeitsschritte überwachte, in denen er sich selbst wieder an die Zugänge anschloss. Verkehrte Welt.

    Doch sobald sie wieder in Ordnung kam, wählte Leif den Draht zum Empfang und damit zu Lisa.
    So you can drag me through hell
    If it meant I could hold your hand
    I will follow you 'cause I'm under your spell
    And you can throw me to the flames
    I will follow you, I will follow you
    AeiaCarol is offline

  8. #8
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    Er hatte Vigilio's Anliegen sehr wohl verstanden und wollte herzlich gern darauf antworten, während Abu ihn dicht neben seinem Krankenbett parkte, da kam diese völlig veränderte Grey in Form einer rasenden Furie ins Zimmer gestürmt.
    Luceija, die gerade an ihrer Flasche nuckelte - die er ihr gleich abspenstig machen würde - wurde unliebsam zur Seite gestoßen und ihr Bruder massierte sich sichtbar, aber geduldig mit Daumen und Zeigefinger die Nasenwurzel.
    "Wo zum Henker waren Sie, Svensson?!", keifte seine übermüdete Vertretung. Sie hatte ihre OP-Haube schon wieder auf dem Kopf, was für ihre unglaubliche Arbeitsleistung stand. Ein bisschen ließ Leif sie sich abreagieren und setzte sich ins Bett, wo er tief durchatmete. Schließlich sah er Abu von unten herauf an.
    "Könntest du ihr unter die Arme greifen? Laut Ticker und OP-Plan kannst du ihr nur noch die Post-OP-Versorgung abnehmen, aber ich denke Grey hat mehr als genug getan.", sagte er und zog seine Beine ins Bett. Er sagte diese Worte nicht mit der Abscheu die sie vermuten ließen, sondern voller Bewunderung für diese Frau die auch sein Leben gerettet hatte.
    "Machen Sie schluss, Grey. Wenn Sie morgen wiederkommen, wäre das eine große Hilfe, aber für heute-...Gehen Sie. Ich weiß dass Sie Mann und Kinder haben, die sich vielleicht gerade noch fragen wie es Ihnen hier bei uns geht. Erzählen Sie vor dem Einschlafen ein paar Heldengeschichten. Ich kann mich selbst wieder anschließen und Sharidi macht den Rest, in Ordnung?", vergewisserte er sich und sah seine Kollegin an. Ihre Augen waren wässrig und die Ringe darunter so dunkel wie eine lange Nacht in Schweden. Sie war völlig fertig und hatte heute mehr geleistet als sie je geglaubt hatte leisten zu können. Er wusste das. Er kannte dieses Gefühl gut, aber es war sein "Glück" dieses Auf- und Ab, dass sie heute hatte durchstehen müssen, nicht ertragen zu müssen.

    Grey hatte genickt und war wortlos gegangen. Leif hoffte sie wiederzusehen. Auch wenn er nicht an ein "Ja" glaubte, war sie als eine der Allianz bekannte Ärztin mit passablem Lebenslauf und aus einer mittelmäßigen Klinik eine Anwärterin auf eine, wenn nicht sogar seine Stelle in dieser Einrichtung. Ersatz brauchte er schnell und Grey war das was dieser irrsinnige Laden hier oben brauchte. Jedenfalls für eine Weile.
    "Ich kümmer mich drum.", sagte Leif erst nach einer ganzen Weile und wandte sich mit seinen Worten kaum merklich an Vigilio. Die Szene hatte einige Minuten der Ruhe nach sich gezogen und eine Krankenschwester, die seine Arbeitsschritte überwachte, in denen er sich selbst wieder an die Zugänge anschloss. Verkehrte Welt.

    Doch sobald sie wieder in Ordnung kam, wählte Leif den Draht zum Empfang und damit zu Lisa.


    "Grazie mille.", beteuerte er, hob seine Stimme aber nicht sonderlich an, sodass es eher wie ein übliches "nebenher-danke" klang und genausowenig eigentlich weggelassen hätte können. Und obwohl er nicht vorhatte, dem ganzen einen negativen Aspekt beizumischen, klang es beinahe so. Würde man nicht sehen, wie er sich auf einer der Stühle niedergelassen hätte um an seinem Omnitool zu tippen.
    "Don,
    ihr erhaltet bald Freigabe. Sind in Svenssons Operationskomplex, Intensivbereich. Wenn ihr reingelassen werdet gebt Bescheid. Die Bar - 'Beagle'? - scheint recht gut zu sein."


    Luci selbst lies sich am Fußende von Leifs Bett auf der Matratze nieder, kurz nachdem er sich mühevoll hingelegt hatte. Noch während er sich 'anschloss' und unter anderem diverse Nadeln zurück in die Venenkatheter geschoben wurden, kam die Sizilianerin nicht umhin, ihn dabei zu beobachten. Ihre Beine lagen ihm an seiner Seite entgegen und im letzten Moment der Nachsicht hatte sie sogar ihre geliebten Stiefel ausgezogen, sodass ihm ihre blanken Füße auf Hüfthöhe entgegensahen. Sie beobachtete noch immer die Nadeln, lange und ausgiebig, ihr Blick hatte sich regelrecht festgefahren. Etwas zu spät bemerkte sie es selbst, sah blinzelnd auf und in Leifs Gesicht. Ihre linke Hand legte sich an die Seite seines rechten Unterschenkel, der wiederum an ihrem Oberschenkel anlag und streichelte gedankenverloren über das Schienbein. Mit der anderen Hand hielt sie den Rest ihres Weines wie eine Trophäe und nahm einen neuen Schluck, ohne den Blickkontakt zu ihrem Freund abebben zu lassen. Sie durchbohrte ihn, als wolle sie die Antwort auf eine wichtige Frage wortlos erzwingen, doch sie hatte keine, die er ihr beantworten könnte. Stattdessen sprach sie nur nonchalant: "War 'ne richtig dumme Idee aufzustehn - du siehst nicht gut aus."
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  9. #9
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    Ethan beendete die Eingabe und trat zur Seite, um Beyo an das Terminal zu lassen. Ob dieser sich gezwungen fühlte ebenfalls eine Überweisung zu tätigen oder dies aus freien Stücken tat, entzog sich Ethans Erkenntnis. Während der Turianer sich einloggte, schwenkte er sein Glas als wäre noch immer etwas darin, warf dann aber einen kurzen Blick auf die blinkenden Zahlen. 10.000 Credits wechselten den Besitzer. Plötzlich unterbrach eine strenge Stimme, scharf wie ein Sushimesser, den Akt der Nächstenliebe. Der herantretende Turianer war derselbe, der auch schon auf der Plattform gestanden und Beyo bemessen hatte. Nun, so dicht nebeneinander, war die Familienähnlichkeit unübersehbar. Und Vhan Senior schien nicht darüber erfreut zu sein, was sein Sohn gerade tat. Der missbilligende Tonfall in seiner Stimme ließ sogar Ethan frösteln. Dann überraschte der ältere Turianer die Anwesenden, indem er die Spendenfreude der Familie Vhan um 150.000 Credits erhöhte. Freunde in der Politik ließen sich durchaus erkaufen und Ethan war sich sicher, dass Vhan Senior eine kluge Investition getätigt hatte. Immerhin waren die Green Meadows zum größten Teil turianisches Gebiet. Als hätte er gerade nur einen Drink bezahlt stelzte der ältere Turianer wieder fort, nicht allerdings ohne vorher einen ganz offensichtlich xenophoben Kommentar in Richtung Ethan abzugeben. Er ließ einen peinlich berührten Sohn zurück. „Bitte verzeihen sie, das ist mir wirklich ungemein unangenehm.....“ Ethan setzte ein freundliches Lächeln auf und winkte ab. „Unsinn. Mir sollte es unangenehm sein; ich habe nur 2000 Credits gespendet.“ Sie räumten den Platz für weitere Spendenfreudige, ein offenbar stark beschwipstes Paar Salarianer. Die beiden wanderten an die Bar, stellten dort die Gläser ab und Ethan verlangte nach einem Wasser. „Dann war der werte Herr wohl der Mister Vhan Senior?“, fragte der Journalist, während er wartete. „Er scheint mich ja nicht so sehr zu mögen. Habe ich mal einen kritischen Beitrag über ihn verfasst, ohne es zu wissen?“


    "Oh nein, nein, das ist nichts persönliches. Er....nun ja, wir waren ja vorhin beim Thema fehlgeleiteter Patriotismus. Er hat nicht wirklich viel übrig für andere Völker außer den Turianern. In dem Punkt unterscheiden wir uns. Was schon mal zu Meinungsverschiedenheiten führen kann. Wobei ich es meist lieber vermeide einen direkten Konflikt mit ihm zu starten." Sein Auftreten sollte da Erklärung genug sein.
    "Nun ja, wie sagt man so schön: Geld stinkt nicht. Es ist ja trotzdem für einen guten Zweck, egal von wem es kommt."
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  10. #10
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    "Okay, wir treffen uns in Thessia, Orange!" verabschiedete sich Sahenia freundlich und verließ mit Yelyna den Park.
    "Findest du nicht, dass dieser Salarianer recht seltsam war und dann der Name Orange?" warf Yelyna in die Stille.
    "Orange ist sein Codename, kein Agent nutzt echte Namen!"
    "Ja schon, aber......" "Yel... Nia, wo wart ihr denn? Ich habe euch überall gesucht!" kam ihnen Naruuna gehetzt entgegen.
    "Ach was, jetzt auf einmal interessiert es dich?!" fuhr Yelyna ihre Schwester wütend an.
    "Was ist denn mit der los?" fragte Naruuna verwirrt an Sahenia gewandt.
    "Du weißt ganz genau, was los ist!" antwortete Sahenia kühl.
    "Komm, diskutier nicht mit ihr und lass uns einen schönen letzten Abend hier erleben!" meinte Yelyna sichtlich enttäuscht, schnappte Nia am Arm und zog sie hinter sich her. Als sie einige Schritte von Naruuna weg waren, aktivierte Yelyna ihr Omni und lud die beiden Mädels Trisha und Lucia ein.
    "Ich hab jetzt kein Bock auf Naruunas eingebildetes Getue!" sagte Yelyna und Sahenia nickte verständnisvoll. Bald darauf tauchten auch Lucia und Trisha auf und die vier erlebten einen lustigen Mädels Abend, bevor sie am nächsten Tag nach Thessia weiterflogen.....
    "Okay, wir treffen uns in Thessia, Orange!", verabschiedete sich Sahenia und verließ schleunigst mit ihrer Begleitung den Park.
    Die hat es aber eilig, dachte sich der Salarianer verwundert, Und ich dachte ich muss mich sputen. Statt den Platz zu räumen, wartete der Salarianer ab bis Luna zurückkam – die Umhängetasche immer noch im Maul habend kam die Hündin zu ihrem Herrchen gelaufen. Die Tasche war völlig verschmiert mit Dreck und Gras – und eine Ecke war sogar nass.
    „Brav, ganz brav.“, lobte der Salarianer seine Hündin und holte ein Stück Fleisch aus einer Jackentasche – Luna nahm die Belohnung Schwanz wedelnd an. Der Salarianer nahm die Umhängetasche an sich und beide verließen sie den Park so schnell wie möglich.
    In den Docks von Nos Astra stand Neths Schiff: die Koikoy. Die grau-schwarze Korvette mit einigen orangen Streifen sah aus wie ein typisches salarianisches Schiff: Bug und Heck waren eher dünn und kreisförmig, während der Mittelbereich dafür in die Breite und Höhe ging; Antennen waren am Heck angebracht, nach hinten weisend, genauso wie zwei kurze, diagonale Flügel, die vorwärts zeigten; im unteren Deck des Mittelbereich befand sich der Hauptantrieb, wie auch Energiekern, wobei die äußersten Stellen von Back- und Steuerbord, ebenfalls kleine Varianten eines Antriebs vorwiesen – der Hauptantrieb ermöglichte ÜLG und die Benutzung von Massenportalen, während die Seidentriebwerke für den normalen Raum gedacht waren; die Gesamtform des Schiffes hatte etwas kurviges an sich, ähnlich wie bei Asari Design, nur war es nicht so elegant wie dieses.
    Der Eingang in das Schiff befand sich gegenüber dem Hauptantrieb und war nicht wirklich groß. Neth benutzte diesen Hangarbereich in erster Linie wie eine Werkstatt, wo er all sein Werkzeug gelagert hatte, und als Souvenirstelle: zur linken befanden sich ein paar Regale in der Neths kleine Schätze von seinen Reisen zu finden waren, allesamt mit Hüllen abgesichert, so dass selbst bei Zerstörung des gesamten Raumschiffes diesen Schätzen kein Schaden zukommen konnte.
    Der Antrieb war gegenüber der Hangartür, abgeschirmt durch eine Trennwand, aber der Salarianer hatte kein Interesse daran dort hinzugehen. Stattdessen nahm er einen rahmenlosen Fahrstuhl, der sich gleich neben seiner Sammlung befand – Luna folgte ihm bei Fuß und setzte sich sogar auf dem Fahrstuhl hin, solange sie nach oben fuhren. Dabei ignorierte der Salarianer die alternative Form nach oben zu kommen, die sich direkt jenseits des Fahrstuhls innerhalb einer Nische in der Wand befand: eine Leiter.
    Der obere Bereich des Schiffes war durch eine solide, mehrere Meter dicke Metallwand vom unteren Bereich abgetrennt und stoppte mitten in einer weiteren Nische innerhalb der Wand ab. Das obere Deck erinnerte eher an eine Wohnung anstatt an ein Schiff: Der Boden war mit Teppichen belegt – mal menschliche, mal turianische, aber auch sehr viele Asari-Teppiche – die Wände mit weiteren Schätzen versehen, auch wenn es dieses Mal Einzelfassungen waren und es lag überall diverser Schnickschnack herum. In der Mitte des Raumes befand sich ein Tisch mitsamt vier Stühlen, auf dem Pads, wie auch Zettel herumlagen.
    Der Salarianer schmiss die Tasche auf den Tisch und ging zunächst nach links, Richtung Heck des Schiffes. Dabei passierte er zwei Doppelbett-Nischen, die sich zu beiden Seiten befanden – der Hinweis darauf, dass das Schiff ursprünglich für vier Leute vorgesehen war – und erreichte den hinteren Bereich des Schiffes: die rechte Seite des Hecks nahm eine größere, offene Küche ein, während die linke Seite durch eine Wand und Tür von der ersteren getrennt war und die Krankenstation darstellte. Die Küche hatte ein paar Theken, Schränke und Kühlschrank und genau zum letzteren ging der Salarianer. Er nahm sich eine Flasche mit einer seltsam grünen Flüssigkeit heraus und trank daraus.
    Als er fertig war, erregte Luna wieder seine Aufmerksamkeit: sie hatte sich hingesetzt und ihn mit ihrer Vorderpfote gekratzt. Neth blinzelte runter zu ihr und genau in dem Moment hörte sie auf ihn anzustarren und blickte stattdessen ans andere Ende der Küche: dort befanden sich zwei Näpfe, einer war mit Wasser gefüllt und der andere war leer. „Das Abendessen vergisst du wohl nie was?“, fragte der Salarianer grinsend und Luna bellte zur Bestätigung. Er legte sein Getränk zurück und nahm sich eine bisschen Wurst und gab es Luna zum Abendessen – es war im Nullkomma nichts verschwunden.
    Neth verließ die Küche – Luna folgte ihm mit dem Schwanz wedelnd – und ging Richtung Bug. Dabei passierte er wieder den Tisch und zwei Türen zu beiden Seiten, die in die kleinen Räume neben den Seidentriebwerken führten. Auf der rechten Seite befand sich das Klo und Badezimmer, während auf der linken Neths Arbeitszimmer zu finden war – beide waren in die immer schmaler werdende Form dieses Teils des Schiffes angepasst, und bei beiden befand sich eine kleine Nische für Luna: im Arbeitszimmer befand sich eine bequeme Liegematratze für sie und im Badezimmer war ihr Hundeklo – eigentlich nichts weiter als eine kleine Nische, an dessen Boden Erde und Gras angehäuft worden sind und an dessen Wand Neth eine einen kleinen Kasten eingebaut hatte, der sich hermetisch verschließen ließ und am anderen Ende eine Lucke zum offenen Raum besaß – das Gras war für Urin und der Kasten für das große Geschäft, wofür Neth auch einige Beutel an der Wand aufgehängt hatte. Dieses Hundeklo war vor allem für die Zeit, wenn Neth länger im All unterwegs war und Luna beizubringen dieses Klo zu benutzen, erachtete der Salarianer als die größte Herausforderung, die er je im Leben gehabt hatte – aber nach Jahren des Trainings nutzte sie es endlich regelmäßig, auch wenn Neth den alten Geruch aus einigen der Teppiche immer noch nicht rauskriegen konnte.
    Der Salarianer erreichte das Cockpit, dass wieder vier Stühle vorwies vor denen Pulte für die Systeme des Schiffes waren, wobei Neth einfach zum vordersten rechten ging und sich dort hinsetzte. „Also…“, murmelte er gelassen, „Ziel Thessia…Autopilot an.“, wobei er diese Befehle in die Steuerung eintippte. Es dauerte nicht lange und das Schiff setzte sich in Bewegung, auch wenn der Salarianer an Bord praktisch nichts davon mitbekam.
    Nachdem diese Arbeit getan war, nahm er sich die Umhängetasche und ging mit ihr in sein Arbeitszimmer: es hatte ebenfalls einen Teppich, ein Schreibtisch mitsamt Terminal und zwei Padschränke, wie auch Geräte, die Neth zur Untersuchung diverser Dinge benutzen konnte. Der Salarianer setzte sich an den Schreibtisch, murmelte zufrieden: „Dann mal an die Arbeit…“
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
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    "Grazie mille.", beteuerte er, hob seine Stimme aber nicht sonderlich an, sodass es eher wie ein übliches "nebenher-danke" klang und genausowenig eigentlich weggelassen hätte können. Und obwohl er nicht vorhatte, dem ganzen einen negativen Aspekt beizumischen, klang es beinahe so. Würde man nicht sehen, wie er sich auf einer der Stühle niedergelassen hätte um an seinem Omnitool zu tippen.
    "Don,
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    Luci selbst lies sich am Fußende von Leifs Bett auf der Matratze nieder, kurz nachdem er sich mühevoll hingelegt hatte. Noch während er sich 'anschloss' und unter anderem diverse Nadeln zurück in die Venenkatheter geschoben wurden, kam die Sizilianerin nicht umhin, ihn dabei zu beobachten. Ihre Beine lagen ihm an seiner Seite entgegen und im letzten Moment der Nachsicht hatte sie sogar ihre geliebten Stiefel ausgezogen, sodass ihm ihre blanken Füße auf Hüfthöhe entgegensahen. Sie beobachtete noch immer die Nadeln, lange und ausgiebig, ihr Blick hatte sich regelrecht festgefahren. Etwas zu spät bemerkte sie es selbst, sah blinzelnd auf und in Leifs Gesicht. Ihre linke Hand legte sich an die Seite seines rechten Unterschenkel, der wiederum an ihrem Oberschenkel anlag und streichelte gedankenverloren über das Schienbein. Mit der anderen Hand hielt sie den Rest ihres Weines wie eine Trophäe und nahm einen neuen Schluck, ohne den Blickkontakt zu ihrem Freund abebben zu lassen. Sie durchbohrte ihn, als wolle sie die Antwort auf eine wichtige Frage wortlos erzwingen, doch sie hatte keine, die er ihr beantworten könnte. Stattdessen sprach sie nur nonchalant: "War 'ne richtig dumme Idee aufzustehn - du siehst nicht gut aus."


    "Oh, hast du nicht gesehen wie mir dieses Leibchen mit offenem Hintern schmeichelt? Ich sehe fabelhaft aus!", gab Leif sich empört, ohne merklich die Stimme zu heben. Es wurde langsam aber sicher dunkler um sie herum. Die Anlage würde bald in den wohlverdienten Schlaf fallen und er wollte, bei allem was noch auf ihn zukam, ebenfalls endlich die Augen schließen dürfen. Er betrachtete Luceija mit geneigtem Kopf und und griff nach ihrer Hand.
    "Nichts für Ungut, aber du siehst nicht frischer aus als ich. Grey hat mir erzählt dass du ihre und Abu's rechte Hand warst. Soll ich dir irgendwas geben oder denkst du, dass du schlafen kannst?", erkundigte er sich.
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    "Oh, hast du nicht gesehen wie mir dieses Leibchen mit offenem Hintern schmeichelt? Ich sehe fabelhaft aus!", gab Leif sich empört, ohne merklich die Stimme zu heben. Es wurde langsam aber sicher dunkler um sie herum. Die Anlage würde bald in den wohlverdienten Schlaf fallen und er wollte, bei allem was noch auf ihn zukam, ebenfalls endlich die Augen schließen dürfen. Er betrachtete Luceija mit geneigtem Kopf und und griff nach ihrer Hand.
    "Nichts für Ungut, aber du siehst nicht frischer aus als ich. Grey hat mir erzählt dass du ihre und Abu's rechte Hand warst. Soll ich dir irgendwas geben oder denkst du, dass du schlafen kannst?", erkundigte er sich.


    Egal wie kaputt sie war, sie konnte dieses kurze auflachen nicht zurückhalten. Es wirkte ein wenig erzwungen und herausgepresst, so als wolle man noch einmal demonstrieren wie viel Kraft wirklich in einem steckte, aber bereits an den kleinsten Stufen scheiterte. Dennoch sah er kurz ihre Zahnreihen hinter einem Ausdruck, der Lachen ähnlich kam und bekam zum Dank die Ansätze ihrer unterkühlten Fingerkuppen zu spüren. "Natürlich tust du das", willigte sie ein, als habe sie eine Selbstverständlichkeit übergangen. Aber entgegen seines Vorschlages, ihr etwas zu geben was sie schlafen lassen konnte, lehnte sie mit schwächelndem Ausdruck ab und schüttelte den Kopf sanft. Was schon eigenartig genug war - sie lehnte gratis Mittel aus der Hand ihres eigenen Freundes ab.
    "Nein...nein, ich brauch nichts.", versicherte sie, machte aber nicht den Eindruck als wolle sie sich die Länge über neben ihn auf die Matratze legen um zu schlafen. Im Gegenteil, sie schien wach bleiben zu wollen obwohl er recht behielt, dass ihr Ausdruck eher gegensätzliches vermittelte. "Schlaf ruhig ein bisschen.", schlug sie stattdessen vor. "Ich werd' aufpassen." 'Auf dich' oder '...dass du nicht wieder fast stirbst' war der nötige Zusatz, denn wirkliche Wache hätte man nicht schieben müssen.
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  13. #13
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    Egal wie kaputt sie war, sie konnte dieses kurze auflachen nicht zurückhalten. Es wirkte ein wenig erzwungen und herausgepresst, so als wolle man noch einmal demonstrieren wie viel Kraft wirklich in einem steckte, aber bereits an den kleinsten Stufen scheiterte. Dennoch sah er kurz ihre Zahnreihen hinter einem Ausdruck, der Lachen ähnlich kam und bekam zum Dank die Ansätze ihrer unterkühlten Fingerkuppen zu spüren. "Natürlich tust du das", willigte sie ein, als habe sie eine Selbstverständlichkeit übergangen. Aber entgegen seines Vorschlages, ihr etwas zu geben was sie schlafen lassen konnte, lehnte sie mit schwächelndem Ausdruck ab und schüttelte den Kopf sanft. Was schon eigenartig genug war - sie lehnte gratis Mittel aus der Hand ihres eigenen Freundes ab.
    "Nein...nein, ich brauch nichts.", versicherte sie, machte aber nicht den Eindruck als wolle sie sich die Länge über neben ihn auf die Matratze legen um zu schlafen. Im Gegenteil, sie schien wach bleiben zu wollen obwohl er recht behielt, dass ihr Ausdruck eher gegensätzliches vermittelte. "Schlaf ruhig ein bisschen.", schlug sie stattdessen vor. "Ich werd' aufpassen." 'Auf dich' oder '...dass du nicht wieder fast stirbst' war der nötige Zusatz, denn wirkliche Wache hätte man nicht schieben müssen.


    Der Blonde nickte wortlos. Eine Ergänzung ihrer letzten Worte war nicht nötig. Alles an ihnen und das Bild Luceijas sprachen für sich und Leif kam nicht umhin, ihre Sorge nicht nur zu schätzen, sondern einzusehen, was dieser Tag ihr angetan hatte. Wie die panische Aufmerksamkeit bei jeder Kleinigkeit kurz zurück in ihre Augen und Gesichtszüge schoss, obgleich die Gefahr längst von Kugeln durchsiebt und seine Freundin so unglaublich müde war.
    Der Schwede lehnte sich leicht nach vorn. Seine Schmerzen ließen sich nicht kaschieren, aber mit etwas Mühe und indem er sich leicht über die Matratze in ihre Nähe zog, bekam er ihren Hinterkopf zu fassen - das Größenverhältnis beider Körperteile, als Hand und Kopf, im Vergleich schien wirklich lächerlich - und zog sie leicht zu sich, um ihr einen vielsagenden, wenngleich beinahe schüchternen Kuss auf die Stirn zu drücken und ihr zu versichern: "Ich weiß."

    Erst danach war Vigilio es, der seine Aufmerksamkeit erhielt. Ob er die beiden beobachtet hatte, war einerlei, in diesem Moment hing er mit nüchterner Miene wie ein Schluck Wasser - zumindest für seine Verhältnisse - in einem Stuhl in der Ecke des Zimmers.
    "Sie können meine Wohnung oben für die Nacht haben, wenn Sie wollen. Nur eins sei gesagt: Wenn er nachts klopft, machen Sie die Tür auf keinen Fall auf, klar? Auch nicht dann wenn Frauen nebenan schreien oder irgendwas dergleichen.", bemerkte Leif und grinste breit. "Ich könnte dir auch-...", er stutzte. Etwas hatte sich verändert. So wie es schon zuvor passiert war, ihm jedoch erst jetzt bewusst wurde.
    "Ich könnte dir auch was für die Nacht geben, aber-...Erstmal wüsste ich gern, ob DU die für dich richtige Ansprache ist. Ganz egal was bereits vorgefallen ist.", meinte er. Und das war eine Menge. Er erinnerte sich an die Tatsache dass sie einander schon mindestens einmal das Leben gerettet hatten. Nun, wenigstens galt das für Vigilio.
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  14. #14
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    Der Blonde nickte wortlos. Eine Ergänzung ihrer letzten Worte war nicht nötig. Alles an ihnen und das Bild Luceijas sprachen für sich und Leif kam nicht umhin, ihre Sorge nicht nur zu schätzen, sondern einzusehen, was dieser Tag ihr angetan hatte. Wie die panische Aufmerksamkeit bei jeder Kleinigkeit kurz zurück in ihre Augen und Gesichtszüge schoss, obgleich die Gefahr längst von Kugeln durchsiebt und seine Freundin so unglaublich müde war.
    Der Schwede lehnte sich leicht nach vorn. Seine Schmerzen ließen sich nicht kaschieren, aber mit etwas Mühe und indem er sich leicht über die Matratze in ihre Nähe zog, bekam er ihren Hinterkopf zu fassen - das Größenverhältnis beider Körperteile, als Hand und Kopf, im Vergleich schien wirklich lächerlich - und zog sie leicht zu sich, um ihr einen vielsagenden, wenngleich beinahe schüchternen Kuss auf die Stirn zu drücken und ihr zu versichern: "Ich weiß."

    Erst danach war Vigilio es, der seine Aufmerksamkeit erhielt. Ob er die beiden beobachtet hatte, war einerlei, in diesem Moment hing er mit nüchterner Miene wie ein Schluck Wasser - zumindest für seine Verhältnisse - in einem Stuhl in der Ecke des Zimmers.
    "Sie können meine Wohnung oben für die Nacht haben, wenn Sie wollen. Nur eins sei gesagt: Wenn er nachts klopft, machen Sie die Tür auf keinen Fall auf, klar? Auch nicht dann wenn Frauen nebenan schreien oder irgendwas dergleichen.", bemerkte Leif und grinste breit. "Ich könnte dir auch-...", er stutzte. Etwas hatte sich verändert. So wie es schon zuvor passiert war, ihm jedoch erst jetzt bewusst wurde.
    "Ich könnte dir auch was für die Nacht geben, aber-...Erstmal wüsste ich gern, ob DU die für dich richtige Ansprache ist. Ganz egal was bereits vorgefallen ist.", meinte er. Und das war eine Menge. Er erinnerte sich an die Tatsache dass sie einander schon mindestens einmal das Leben gerettet hatten. Nun, wenigstens galt das für Vigilio.


    Vigilio reagierte erst dann, als Luceija längst den schmerzgeprägten Kuss erhalten hatte und sich der Schwede dabei ungünstig weit nach vorne bewegt hatte. Es tat dem Halbitaliener schon beim Zusehen weh, beobachtete aber alles weiter, wie eine Wache aus der dunklen Ecke, ohne etwas zu kommentieren. Selbst er konnte nicht abweisen, dass das Bild etwas ziemlich niedliches und gleichzeitig trauriges hatte wie seine Schwester vehement auf Schlaf verzichten wollte um Leif sicher zu wissen. Für den Bruchteil einer Sekunde dachte er dabei an seine Ehe und den Beschützerinstinkt den er immer dann hatte, wenn er zurückerinnert wurde, wie viel Leid auf sie alle in den nächsten Jahren zukommen würde. Er verstand sie. Verstand, warum sie ihn mit jeder Faser ihres Körpers retten wollte, egal wie lächerlich verschwindend der potenzielle Erfolg sein mochte. Verstand die Panik, die in ihren Augen lag wenn auch nur einmal der Ton des Gerätes, an dem er angeschlossen war, nicht so klang wie der vorherige. Sie würde sich keine Pause und keinen Schlaf gönnen, ehe sie sich komplett sicher sein konnte, dass er sicher war. Denn genau so ging es auch ihm, der permanent über eine Option nachdachte, alle zu retten die er liebte. Seiner Familie, seiner Frau und seiner Tochter ein Leben bieten zu können, dass außerhalb von totaler Zerstörung lag.
    "Ich könnte dir auch was für die Nacht geben, aber-...Erstmal wüsste ich gern, ob DU die für dich richtige Ansprache ist. Ganz egal was bereits vorgefallen ist." Gil sah auf und den Schweden für ein paar Momente stumm an, ohne eine Reaktion von seinem Gesicht ablesbar zu machen. Er war sich bewusst, dass Leif in dieser Konstellation das männliche Äquivalent zu Zora war. Er überlegte einen Moment länger und verzog dabei die Augen zu ähnlich bedrohlichen Schlitzen, wie es Luceija unbewusst tat, wenn sie sich zu sehr auf eine bestimmte Frage konzentrierte.
    Letztlich aber antwortete er damit, dass er aufstand. Langsam und behäbig aus dem Stuhl fuhr wie ein junger Gott bereit für den Olymp, den Anzug richtete, nachdem er das Jackett wieder angezogen hatte und dann die wenigen Schritte hin zu Leifs Bett machte. Er zog es vor ihn nicht mit einem Kissen zu erwürgen, sondern ihm stattdessen die Hand entgegen zu halten. "Ich komm' zurecht, Leif.", betonte er seinen, wenn auch ebenfalls falsch oder zumindest seltsam ausgesprochenen Namen und gab damit und mit einem halbseitigen Lächeln zu verstehen, dass das DU damit abgesegnet wurde. Die andere Hand klopfte ihm kurz kumpelhaft gegen die Schulter, hielt ihn einen Moment dort und schenkte ihm einen eindringlichen Blick, der alles aussagte, was man aussagen musste, wenn man so etwas wie die lang erhoffte Absicherung gab, die er per Telefon so nicht hatte ausrichten können: Die Geste sagte, pass auf sie auf. Du bist jetzt einer von uns.
    Tatsächlich verbalisiert hatte er allerdings: "Ich muss ohnehin nach Donal und Liz sehen, ich wette, Ravi wird sie nirgendwo anders hin als in die Bar geschickt haben. Also wenn ihr was braucht..", lies er im Raum stehen, blickte auch Luci nochmal kurz an und strich ihr brüderlich über die Stirn und Schläfe. "Versuch wirklich ein bisschen zu schlafen. Wenns nicht von alleine geht, da hinten steht der Marsala.", sagte er auf Italienisch und nickte kurz hinter sich, wo er auf dem Stuhl die geschlossene Flasche Marsala abgestellt hatte, als wäre sie nun der stumme Zuschauer und Wächter.
    "Wir sehen uns später.", schmunzelte er, klopfte im Vorbeigehen kurz auf den Metallrahmen des Bettes, schlenderte aus dem Zimmer und kramte auf dem Weg nach draußen schon wieder nach einer Zigarette.

    Stille legte sich unterdessen zurück in das Zimmer und Luci...begann geschwächt zu grinsen. "Ich hätte euch alleine lassen sollen."
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    Vigilio reagierte erst dann, als Luceija längst den schmerzgeprägten Kuss erhalten hatte und sich der Schwede dabei ungünstig weit nach vorne bewegt hatte. Es tat dem Halbitaliener schon beim Zusehen weh, beobachtete aber alles weiter, wie eine Wache aus der dunklen Ecke, ohne etwas zu kommentieren. Selbst er konnte nicht abweisen, dass das Bild etwas ziemlich niedliches und gleichzeitig trauriges hatte wie seine Schwester vehement auf Schlaf verzichten wollte um Leif sicher zu wissen. Für den Bruchteil einer Sekunde dachte er dabei an seine Ehe und den Beschützerinstinkt den er immer dann hatte, wenn er zurückerinnert wurde, wie viel Leid auf sie alle in den nächsten Jahren zukommen würde. Er verstand sie. Verstand, warum sie ihn mit jeder Faser ihres Körpers retten wollte, egal wie lächerlich verschwindend der potenzielle Erfolg sein mochte. Verstand die Panik, die in ihren Augen lag wenn auch nur einmal der Ton des Gerätes, an dem er angeschlossen war, nicht so klang wie der vorherige. Sie würde sich keine Pause und keinen Schlaf gönnen, ehe sie sich komplett sicher sein konnte, dass er sicher war. Denn genau so ging es auch ihm, der permanent über eine Option nachdachte, alle zu retten die er liebte. Seiner Familie, seiner Frau und seiner Tochter ein Leben bieten zu können, dass außerhalb von totaler Zerstörung lag.
    "Ich könnte dir auch was für die Nacht geben, aber-...Erstmal wüsste ich gern, ob DU die für dich richtige Ansprache ist. Ganz egal was bereits vorgefallen ist." Gil sah auf und den Schweden für ein paar Momente stumm an, ohne eine Reaktion von seinem Gesicht ablesbar zu machen. Er war sich bewusst, dass Leif in dieser Konstellation das männliche Äquivalent zu Zora war. Er überlegte einen Moment länger und verzog dabei die Augen zu ähnlich bedrohlichen Schlitzen, wie es Luceija unbewusst tat, wenn sie sich zu sehr auf eine bestimmte Frage konzentrierte.
    Letztlich aber antwortete er damit, dass er aufstand. Langsam und behäbig aus dem Stuhl fuhr wie ein junger Gott bereit für den Olymp, den Anzug richtete, nachdem er das Jackett wieder angezogen hatte und dann die wenigen Schritte hin zu Leifs Bett machte. Er zog es vor ihn nicht mit einem Kissen zu erwürgen, sondern ihm stattdessen die Hand entgegen zu halten. "Ich komm' zurecht, Leif.", betonte er seinen, wenn auch ebenfalls falsch oder zumindest seltsam ausgesprochenen Namen und gab damit und mit einem halbseitigen Lächeln zu verstehen, dass das DU damit abgesegnet wurde. Die andere Hand klopfte ihm kurz kumpelhaft gegen die Schulter, hielt ihn einen Moment dort und schenkte ihm einen eindringlichen Blick, der alles aussagte, was man aussagen musste, wenn man so etwas wie die lang erhoffte Absicherung gab, die er per Telefon so nicht hatte ausrichten können: Die Geste sagte, pass auf sie auf. Du bist jetzt einer von uns.
    Tatsächlich verbalisiert hatte er allerdings: "Ich muss ohnehin nach Donal und Liz sehen, ich wette, Ravi wird sie nirgendwo anders hin als in die Bar geschickt haben. Also wenn ihr was braucht..", lies er im Raum stehen, blickte auch Luci nochmal kurz an und strich ihr brüderlich über die Stirn und Schläfe. "Versuch wirklich ein bisschen zu schlafen. Wenns nicht von alleine geht, da hinten steht der Marsala.", sagte er auf Italienisch und nickte kurz hinter sich, wo er auf dem Stuhl die geschlossene Flasche Marsala abgestellt hatte, als wäre sie nun der stumme Zuschauer und Wächter.
    "Wir sehen uns später.", schmunzelte er, klopfte im Vorbeigehen kurz auf den Metallrahmen des Bettes, schlenderte aus dem Zimmer und kramte auf dem Weg nach draußen schon wieder nach einer Zigarette.

    Stille legte sich unterdessen zurück in das Zimmer und Luci...begann geschwächt zu grinsen. "Ich hätte euch alleine lassen sollen."


    "Möglich.", meinte Leif nach einer Weile ausdruckslos. Erst dann begann er den Kopf von der Tür, aus der Vigilio gerade herausgegangen war, abzuwenden und Luceija anzusehen. Ein besonders künstliches Lächeln zeichnete sich auf ein Gesicht und die Augenbrauen des Schweden wackelten auf- und ab. Es sollte offenbar witzig sein, mutete aber eher wie eine spontane Gesichtsentgleisung an.
    "Ich mag ihn.", gab Leif zu und platzierte sich auf dem Bett so, wie es ein hoffentlich bald Schlafender tat. Als er die Decke zu sich und unter Luceijas Hintern wegzog, sah er sie eine Weile lang einfach an. Was wie die Vorbereitung auf eine wirklich, wirklich wichtige Frage aussah, gipfelte genau darin.
    "Hast du Hunger?", wollte er wissen.
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    "Möglich.", meinte Leif nach einer Weile ausdruckslos. Erst dann begann er den Kopf von der Tür, aus der Vigilio gerade herausgegangen war, abzuwenden und Luceija anzusehen. Ein besonders künstliches Lächeln zeichnete sich auf ein Gesicht und die Augenbrauen des Schweden wackelten auf- und ab. Es sollte offenbar witzig sein, mutete aber eher wie eine spontane Gesichtsentgleisung an.
    "Ich mag ihn.", gab Leif zu und platzierte sich auf dem Bett so, wie es ein hoffentlich bald Schlafender tat. Als er die Decke zu sich und unter Luceijas Hintern wegzog, sah er sie eine Weile lang einfach an. Was wie die Vorbereitung auf eine wirklich, wirklich wichtige Frage aussah, gipfelte genau darin.
    "Hast du Hunger?", wollte er wissen.


    Schwer zu sagen ob es einfach nur niedlich war, dass sie sich längere Zeit über stumm, aber mit einem seichten Lächeln auf den Lippen, einfach nur angesehen hatten, oder ob es die Art von Stille war, die man als seltsam hätte bezeichnen können. Doch auch, wenn im Normalfall diese Gesprächspausen wirklich unangenehm wirkten, war es diese hier nicht. Es war eher der lang ersehnte Moment von Ruhe und Frieden, der beide endlich zu umfassen wusste und es beruhigte zumindest Luceija ungemein, dass es einmal einige Augenblicke lang nichts gab, worüber sie sich Sorgen oder generell Gedanken machen musste. Es war einfach nur der Fokus auf diese bildschönen Augen, ein direkter, ungebrochener und unverfälschter Blick, der ihr eben nicht unangenehm war. Es war einfach nur schön ihn zu sehen. Sie bemerkte, wie sich eine sehr leichte Gänsehaut nach einem minimalen, wohligen Schauer bildete.
    "Hast du Hunger?", weckte sie diese, von leichtem, schwedischem Dialekt durchsetzte Stimme und holte sie sanft zurück aus ihrer Entspannungsphase. "Ein bisschen.", gab sie ehrlich zurück. Die letzten Stunden hatte sie nicht im Ansatz an Essen gedacht. Alle ihre Sinne waren auf höchster Alarmstufe und längst flächendeckend überreizt gewesen, sie verblieb in höchster Konzentration, die OP als hilfreicher Laie zu Ende zu bringen und überstieg ihre eigenen Grenzen mehrere Male. Da war kein Platz für Essen gewesen, dass sie ohnehin wieder nach oben gewürgt hätte. "Soll ich dir was holen? Was willst du haben?", fragte sie, wedelte ausladend mit der halbgeleerten Weinflasche und fand keinen geeigneten Platz um sie abzustellen und machte sich bereits deutlich übermüdet daran, die schmalen Beine widerwillig wieder vom Bett zu heben.
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    Schwer zu sagen ob es einfach nur niedlich war, dass sie sich längere Zeit über stumm, aber mit einem seichten Lächeln auf den Lippen, einfach nur angesehen hatten, oder ob es die Art von Stille war, die man als seltsam hätte bezeichnen können. Doch auch, wenn im Normalfall diese Gesprächspausen wirklich unangenehm wirkten, war es diese hier nicht. Es war eher der lang ersehnte Moment von Ruhe und Frieden, der beide endlich zu umfassen wusste und es beruhigte zumindest Luceija ungemein, dass es einmal einige Augenblicke lang nichts gab, worüber sie sich Sorgen oder generell Gedanken machen musste. Es war einfach nur der Fokus auf diese bildschönen Augen, ein direkter, ungebrochener und unverfälschter Blick, der ihr eben nicht unangenehm war. Es war einfach nur schön ihn zu sehen. Sie bemerkte, wie sich eine sehr leichte Gänsehaut nach einem minimalen, wohligen Schauer bildete.
    "Hast du Hunger?", weckte sie diese, von leichtem, schwedischem Dialekt durchsetzte Stimme und holte sie sanft zurück aus ihrer Entspannungsphase. "Ein bisschen.", gab sie ehrlich zurück. Die letzten Stunden hatte sie nicht im Ansatz an Essen gedacht. Alle ihre Sinne waren auf höchster Alarmstufe und längst flächendeckend überreizt gewesen, sie verblieb in höchster Konzentration, die OP als hilfreicher Laie zu Ende zu bringen und überstieg ihre eigenen Grenzen mehrere Male. Da war kein Platz für Essen gewesen, dass sie ohnehin wieder nach oben gewürgt hätte. "Soll ich dir was holen? Was willst du haben?", fragte sie, wedelte ausladend mit der halbgeleerten Weinflasche und fand keinen geeigneten Platz um sie abzustellen und machte sich bereits deutlich übermüdet daran, die schmalen Beine widerwillig wieder vom Bett zu heben.


    Die Tatsache dass Luceija nach einem Tag wie diesem noch an so etwas wie Essen denken konnte, erleichterte den Schweden sichtlich. Wie sie ihre Beine jedoch vom Bett mühte, ihren Körper in die Senkrechte brachte und sich damit beschäftigen wollte etwas für sie beide aufzutreiben, schmeckte ihm ganz und gar nicht. Und ja, er musste kurz über diesen gedanklichen Wortwitz lachen. Ebenfalls in Gedanken, verstand sich, ehe er Luceija verbal zurückhielt.
    "Du wirst in Gottes Namen keinen Moment damit verschwenden jetzt was zu Essen aufzutreiben.", sagte er diktatorisch und hob die Decke. "Komm schon. Dass kann eine Schwester machen. Deine Schicht ist vorbei."
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  18. #18
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    Die Tatsache dass Luceija nach einem Tag wie diesem noch an so etwas wie Essen denken konnte, erleichterte den Schweden sichtlich. Wie sie ihre Beine jedoch vom Bett mühte, ihren Körper in die Senkrechte brachte und sich damit beschäftigen wollte etwas für sie beide aufzutreiben, schmeckte ihm ganz und gar nicht. Und ja, er musste kurz über diesen gedanklichen Wortwitz lachen. Ebenfalls in Gedanken, verstand sich, ehe er Luceija verbal zurückhielt.
    "Du wirst in Gottes Namen keinen Moment damit verschwenden jetzt was zu Essen aufzutreiben.", sagte er diktatorisch und hob die Decke. "Komm schon. Dass kann eine Schwester machen. Deine Schicht ist vorbei."


    Gerade war sie aufgestanden und schon jetzt beschwerte sich jeder ungenutzte Muskel. Unlängst hatte sie für die Weinflasche einen sicheren Platz neben ihrem Artgenossen, dem sizilianischen Marsala, auf dem Stuhl gefunden und erst dann hielt Leif sie im Hintergrund auf wirklich zu gehen um ihm irgendetwas zu bringen. "Hmm..", kommentierte sie seine Gegenwehr. Erst, als er die Decke anhob und damit andeutete, was die Alternative war, nahm sie die zwei Schritte wieder zurück an seine Seite, zögerte einen Moment während sie ihn von oben herab ansah und bemerkte deutlich, wie ihr Herz oder das, was an jener Stelle hauste, einen Sprung machte. Sie schien leise zu schnauben, setzte sich dann aber wieder aufs Bett, diesmal jedoch an seine Seite, legte sich aber nicht hin, sondern lehnte sich leicht gegen das Kopfende und drückte die Decke dann vorsichtig auf sie beide hinunter. Sie durfte sich nicht ausruhen oder schlafen.
    Glücklicherweise kam schon sehr bald tatsächlich eine Schwester vorbei, der Leif auftrug, etwas zu essen herbringen zu lassen. Sie war nicht besonders erfreut darüber, dass er sie als Bedienstete missbrauchte, aber zumindest versicherte sie, den Wunsch weiter zu geben, womit sie dann auch, nach einem kurzen prüfen der Zugänge, verschwand. Gerade waren sie wieder alleine, da schien Luceija etwas eingefallen zu sein, was sie lange verdrängt hatte. Sie verbalisierte ihre Gedanken nicht, sondern wirkte lediglich verbissen nachdenklich, zögerte noch ein paar Sekunden, schob sich dann aber wieder aus seiner Reichweite. Ohnehin würde es noch dauern, bis das Essen da war und bevor es soweit war, musste sie noch eine Kleinigkeit erledigen. "Ich bin gleich zurück. Beweg dich nicht. Und...bleib am Leben." Die Drohung schien deutlich genug.

    Nur für einen Moment verließ sie das Zimmer, dann das Gebäude und stolzierte, erneut in ihren Stiefeln, an einigen tuschelnden Kleingruppen vorbei ins nebenan liegende Gebäude, Hoch in Richtung Leifs Apartment, wo sie sich einmal mehr Zugang durch die ergatterte Keycard verschaffte. Auch diesmal sah sie Julian nicht, seine Tür war aber geschlossen, was auch immer das heißen mochte. Sie blieb nicht lange genug um sich diese Frage zu stellen, sondern suchte ihre Tasche, der sie etwas entnahm, was man nicht erkannte, weil es selbst in ein kleiner Beutel war, der den Inhalt geheim hielt. Der gesamte Weg zurück verlief so schnell wie der Hinweg und Leif hatte nicht länger als maximal eine Viertel Stunde zu warten gehabt, ehe die Halbitalienerin zurück in sein Sichtfeld kam und etwas mitbrachte, was sie ihm nicht verriet, sondern erstmal auf den Boden stellte. Dann nahm sie ihre eroberte Position wieder ein, neben ihm, und kommentierte ihr kurzes Verschwinden garnicht erst, sondern begab sich quasi zurück in die Ausgangsposition, als sei nichts gewesen.
    "Wie geht's dir?", wollte sie wissen.
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  19. #19
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    Gerade war sie aufgestanden und schon jetzt beschwerte sich jeder ungenutzte Muskel. Unlängst hatte sie für die Weinflasche einen sicheren Platz neben ihrem Artgenossen, dem sizilianischen Marsala, auf dem Stuhl gefunden und erst dann hielt Leif sie im Hintergrund auf wirklich zu gehen um ihm irgendetwas zu bringen. "Hmm..", kommentierte sie seine Gegenwehr. Erst, als er die Decke anhob und damit andeutete, was die Alternative war, nahm sie die zwei Schritte wieder zurück an seine Seite, zögerte einen Moment während sie ihn von oben herab ansah und bemerkte deutlich, wie ihr Herz oder das, was an jener Stelle hauste, einen Sprung machte. Sie schien leise zu schnauben, setzte sich dann aber wieder aufs Bett, diesmal jedoch an seine Seite, legte sich aber nicht hin, sondern lehnte sich leicht gegen das Kopfende und drückte die Decke dann vorsichtig auf sie beide hinunter. Sie durfte sich nicht ausruhen oder schlafen.
    Glücklicherweise kam schon sehr bald tatsächlich eine Schwester vorbei, der Leif auftrug, etwas zu essen herbringen zu lassen. Sie war nicht besonders erfreut darüber, dass er sie als Bedienstete missbrauchte, aber zumindest versicherte sie, den Wunsch weiter zu geben, womit sie dann auch, nach einem kurzen prüfen der Zugänge, verschwand. Gerade waren sie wieder alleine, da schien Luceija etwas eingefallen zu sein, was sie lange verdrängt hatte. Sie verbalisierte ihre Gedanken nicht, sondern wirkte lediglich verbissen nachdenklich, zögerte noch ein paar Sekunden, schob sich dann aber wieder aus seiner Reichweite. Ohnehin würde es noch dauern, bis das Essen da war und bevor es soweit war, musste sie noch eine Kleinigkeit erledigen. "Ich bin gleich zurück. Beweg dich nicht. Und...bleib am Leben." Die Drohung schien deutlich genug.

    Nur für einen Moment verließ sie das Zimmer, dann das Gebäude und stolzierte, erneut in ihren Stiefeln, an einigen tuschelnden Kleingruppen vorbei ins nebenan liegende Gebäude, Hoch in Richtung Leifs Apartment, wo sie sich einmal mehr Zugang durch die ergatterte Keycard verschaffte. Auch diesmal sah sie Julian nicht, seine Tür war aber geschlossen, was auch immer das heißen mochte. Sie blieb nicht lange genug um sich diese Frage zu stellen, sondern suchte ihre Tasche, der sie etwas entnahm, was man nicht erkannte, weil es selbst in ein kleiner Beutel war, der den Inhalt geheim hielt. Der gesamte Weg zurück verlief so schnell wie der Hinweg und Leif hatte nicht länger als maximal eine Viertel Stunde zu warten gehabt, ehe die Halbitalienerin zurück in sein Sichtfeld kam und etwas mitbrachte, was sie ihm nicht verriet, sondern erstmal auf den Boden stellte. Dann nahm sie ihre eroberte Position wieder ein, neben ihm, und kommentierte ihr kurzes Verschwinden garnicht erst, sondern begab sich quasi zurück in die Ausgangsposition, als sei nichts gewesen.
    "Wie geht's dir?", wollte sie wissen.


    Er hatte ihr mit einem Ausdruck nachgesehen, den man beinahe als bedürftig hätte deuten können. Einmal an diesem Tag wollte er so etwas wie Ruhe, da verschwand Luceija schon wieder auf flinken Füßen und jetzt hatte nicht einmal ihr Bruder den Anstand sie zu ersetzen.
    "Toll-...", murrte er halblaut und ließ sich tief in das Bett sinken. Die Matratze zog ihn zu sich als wolle sie ihn nie wieder freigeben und allein deswegen nickte er irgendwann kurz weg. Wie viel Zeit während seines Schlafs ins Land zog wusste Leif nicht.

    Er erkannte eine Frau, die ins Zimmer kam und ihm beinahe liebevoll säuselnd ein Tablett hinstellte und irgendwann erkannte er auch Luceija, die wieder hereinkam, aber all das geschah nur im Halbschlaf. Ein Schlaf der ihn irgendwo auf einer Ebene zwischen Realität und absurden Träumen hin- und her driften, aber sich für keine Seite recht entscheiden ließ.
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  20. #20
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    "Okay, wir treffen uns in Thessia, Orange!", verabschiedete sich Sahenia und verließ schleunigst mit ihrer Begleitung den Park.
    Die hat es aber eilig, dachte sich der Salarianer verwundert, Und ich dachte ich muss mich sputen. Statt den Platz zu räumen, wartete der Salarianer ab bis Luna zurückkam – die Umhängetasche immer noch im Maul habend kam die Hündin zu ihrem Herrchen gelaufen. Die Tasche war völlig verschmiert mit Dreck und Gras – und eine Ecke war sogar nass.
    „Brav, ganz brav.“, lobte der Salarianer seine Hündin und holte ein Stück Fleisch aus einer Jackentasche – Luna nahm die Belohnung Schwanz wedelnd an. Der Salarianer nahm die Umhängetasche an sich und beide verließen sie den Park so schnell wie möglich.
    In den Docks von Nos Astra stand Neths Schiff: die Koikoy. Die grau-schwarze Korvette mit einigen orangen Streifen sah aus wie ein typisches salarianisches Schiff: Bug und Heck waren eher dünn und kreisförmig, während der Mittelbereich dafür in die Breite und Höhe ging; Antennen waren am Heck angebracht, nach hinten weisend, genauso wie zwei kurze, diagonale Flügel, die vorwärts zeigten; im unteren Deck des Mittelbereich befand sich der Hauptantrieb, wie auch Energiekern, wobei die äußersten Stellen von Back- und Steuerbord, ebenfalls kleine Varianten eines Antriebs vorwiesen – der Hauptantrieb ermöglichte ÜLG und die Benutzung von Massenportalen, während die Seidentriebwerke für den normalen Raum gedacht waren; die Gesamtform des Schiffes hatte etwas kurviges an sich, ähnlich wie bei Asari Design, nur war es nicht so elegant wie dieses.
    Der Eingang in das Schiff befand sich gegenüber dem Hauptantrieb und war nicht wirklich groß. Neth benutzte diesen Hangarbereich in erster Linie wie eine Werkstatt, wo er all sein Werkzeug gelagert hatte, und als Souvenirstelle: zur linken befanden sich ein paar Regale in der Neths kleine Schätze von seinen Reisen zu finden waren, allesamt mit Hüllen abgesichert, so dass selbst bei Zerstörung des gesamten Raumschiffes diesen Schätzen kein Schaden zukommen konnte.
    Der Antrieb war gegenüber der Hangartür, abgeschirmt durch eine Trennwand, aber der Salarianer hatte kein Interesse daran dort hinzugehen. Stattdessen nahm er einen rahmenlosen Fahrstuhl, der sich gleich neben seiner Sammlung befand – Luna folgte ihm bei Fuß und setzte sich sogar auf dem Fahrstuhl hin, solange sie nach oben fuhren. Dabei ignorierte der Salarianer die alternative Form nach oben zu kommen, die sich direkt jenseits des Fahrstuhls innerhalb einer Nische in der Wand befand: eine Leiter.
    Der obere Bereich des Schiffes war durch eine solide, mehrere Meter dicke Metallwand vom unteren Bereich abgetrennt und stoppte mitten in einer weiteren Nische innerhalb der Wand ab. Das obere Deck erinnerte eher an eine Wohnung anstatt an ein Schiff: Der Boden war mit Teppichen belegt – mal menschliche, mal turianische, aber auch sehr viele Asari-Teppiche – die Wände mit weiteren Schätzen versehen, auch wenn es dieses Mal Einzelfassungen waren und es lag überall diverser Schnickschnack herum. In der Mitte des Raumes befand sich ein Tisch mitsamt vier Stühlen, auf dem Pads, wie auch Zettel herumlagen.
    Der Salarianer schmiss die Tasche auf den Tisch und ging zunächst nach links, Richtung Heck des Schiffes. Dabei passierte er zwei Doppelbett-Nischen, die sich zu beiden Seiten befanden – der Hinweis darauf, dass das Schiff ursprünglich für vier Leute vorgesehen war – und erreichte den hinteren Bereich des Schiffes: die rechte Seite des Hecks nahm eine größere, offene Küche ein, während die linke Seite durch eine Wand und Tür von der ersteren getrennt war und die Krankenstation darstellte. Die Küche hatte ein paar Theken, Schränke und Kühlschrank und genau zum letzteren ging der Salarianer. Er nahm sich eine Flasche mit einer seltsam grünen Flüssigkeit heraus und trank daraus.
    Als er fertig war, erregte Luna wieder seine Aufmerksamkeit: sie hatte sich hingesetzt und ihn mit ihrer Vorderpfote gekratzt. Neth blinzelte runter zu ihr und genau in dem Moment hörte sie auf ihn anzustarren und blickte stattdessen ans andere Ende der Küche: dort befanden sich zwei Näpfe, einer war mit Wasser gefüllt und der andere war leer. „Das Abendessen vergisst du wohl nie was?“, fragte der Salarianer grinsend und Luna bellte zur Bestätigung. Er legte sein Getränk zurück und nahm sich eine bisschen Wurst und gab es Luna zum Abendessen – es war im Nullkomma nichts verschwunden.
    Neth verließ die Küche – Luna folgte ihm mit dem Schwanz wedelnd – und ging Richtung Bug. Dabei passierte er wieder den Tisch und zwei Türen zu beiden Seiten, die in die kleinen Räume neben den Seidentriebwerken führten. Auf der rechten Seite befand sich das Klo und Badezimmer, während auf der linken Neths Arbeitszimmer zu finden war – beide waren in die immer schmaler werdende Form dieses Teils des Schiffes angepasst, und bei beiden befand sich eine kleine Nische für Luna: im Arbeitszimmer befand sich eine bequeme Liegematratze für sie und im Badezimmer war ihr Hundeklo – eigentlich nichts weiter als eine kleine Nische, an dessen Boden Erde und Gras angehäuft worden sind und an dessen Wand Neth eine einen kleinen Kasten eingebaut hatte, der sich hermetisch verschließen ließ und am anderen Ende eine Lucke zum offenen Raum besaß – das Gras war für Urin und der Kasten für das große Geschäft, wofür Neth auch einige Beutel an der Wand aufgehängt hatte. Dieses Hundeklo war vor allem für die Zeit, wenn Neth länger im All unterwegs war und Luna beizubringen dieses Klo zu benutzen, erachtete der Salarianer als die größte Herausforderung, die er je im Leben gehabt hatte – aber nach Jahren des Trainings nutzte sie es endlich regelmäßig, auch wenn Neth den alten Geruch aus einigen der Teppiche immer noch nicht rauskriegen konnte.
    Der Salarianer erreichte das Cockpit, dass wieder vier Stühle vorwies vor denen Pulte für die Systeme des Schiffes waren, wobei Neth einfach zum vordersten rechten ging und sich dort hinsetzte. „Also…“, murmelte er gelassen, „Ziel Thessia…Autopilot an.“, wobei er diese Befehle in die Steuerung eintippte. Es dauerte nicht lange und das Schiff setzte sich in Bewegung, auch wenn der Salarianer an Bord praktisch nichts davon mitbekam.
    Nachdem diese Arbeit getan war, nahm er sich die Umhängetasche und ging mit ihr in sein Arbeitszimmer: es hatte ebenfalls einen Teppich, ein Schreibtisch mitsamt Terminal und zwei Padschränke, wie auch Geräte, die Neth zur Untersuchung diverser Dinge benutzen konnte. Der Salarianer setzte sich an den Schreibtisch, murmelte zufrieden: „Dann mal an die Arbeit…“
    Das Gesicht des Salarianers lag auf dem Schreibtisch. Er hatte es nach rechts gedreht und seine Augen waren fest verschlossen, während sein Körper sich auf und ab bewegte, ruhig atmend. Der Bildschirm des Terminals war noch an und zeigte den letzten Artikel, den Neth gelesen hatte: „Commander Shepard warnt vor Reaper-Invasion!“ – der Artikel stammte von einer Lokalzeitung von der Erde und war drei Jahre alt, wie das Datum in der Ecke bewies.
    Zunächst war es nur ein Kratzen, schwach und unscheinbar. Dann nahm die Zahl des Kratzens zu und sie wurden intensiver. Daraufhin folgte ein Anstupsen mit der Nase. Hinterher sprang die Hündin mit den Vorderpfoten auf den Schreibtisch und führte ihre Nase direkt zum Gesicht des Salarianers. Zunächst schnupperte sie nur, aber hinterher fing sie an das Gesicht zu lecken. Das war der Moment, der Neth aufweckte.
    „Was zum…?“, fragte er sehr groggy klingend und öffnete seine Augen nur ganz langsam. Das Lecken hatte aufgehört, stattdessen lief die Hündin ganz freudig über ihr Gelungenes Aufwecken um ihr Herrchen herum, laut hechelnd, damit er bloß nicht daran dachte wieder einzuschlafen. „Luna…?“, fragte Neth und gähnte ganz laut, „Wie spät ist es?“, er blickte rüber zum Bildschirm und erkannte, dass er gerade mal 6 Uhr morgens war, „Ist es denn schon Zeit?“, fragte der Salarianer immer noch schläfrig und bekam ein Bellen als Antwort.
    Neth erhob sich und fühlte sich noch ziemlich unsicher auf den Beinen, was die um ihn herum laufende Hündin keineswegs leichter machte. Er trug seine Jacke nicht mehr, die war auf der Rückenlehne aufgehängt worden, wodurch sein graues Unterhemd sichtbar geworden war. Der Salarianer ignorierte das fehlende Kleidungsstück und griff sich nur sein blaues Notizbuch vom Schreibtisch, während er wieder laut gähnte.
    Innerhalb des Notizbuches waren Seiten aus Papier. Es gab zwei Gründe warum Neth so eine Antiquität benutzte: erstens, sie war unhackbar; In einer Zeit wo alles digitalisiert war, war der Beruf des Hackers mit dem eines Diebes gleichgestellt; wenn Neth also wollte, dass seine wichtigsten Geheimnisse geheim blieben, reichte es nicht aus auf die beste Firewall der Galaxie zurückzugreifen – keine Firewall war unumgehbar – sondern er speicherte sie auf Medien, auf die nicht zugegriffen werden konnte – sein Notizbuch.
    Während der Salarianer sein Buch zu den Padregalen brachte – eine Reihe seiner Bücher war direkt hinter den Pads eingeordnet, jeder mit einer Jahresangabe – konnte man auch den zweiten Grund für die Benutzung von Notizbüchern erkennen: Ordnung. Salarianer hatten ein fotographisches Gedächtnis und vergaßen nie etwas, aber diese ganzen Informationen auch zu ordnen, nach Thema, Fundort, Fundzeit usw. war die Aufgabe anderer Utensilien. Ebenso erlaubte eine solche Ordnung Dinge miteinander zu verknüpfen, die ursprünglich nicht zusammengehörten, was es Neth ermöglichte neue Erkenntnisse zu Tage zu fördern.
    Der Salarianer verließ sein Arbeitszimmer wieder gähnend und ging zum Bug. Dort streckte er sich ein paar Mal, genauso wie Luna zu seiner Seite. Er blickte sie an, fragte: „Fertig?“, woraufhin sie wieder bellte und fing dann an zu rennen. Luna folgte ihm auf der Stelle und für jeden Außenstehenden war klar, dass sie ihn jederzeit überholen hätte können, es aber vorzog neben ihm her zu rennen. Die beiden rannten bis zum Heck und dann wieder zurück. Und das wiederholten sie mehrmals – das war der morgendliche Spaziergang, denn Luna brauchte täglich Auslauf und zusätzlich förderte dieses Herumrennen die Kondition des Salarianers – sehr hilfreich wenn man davonrennt.
    Als das morgendliche Training vorüber war, gab Neth ihr ein fleischiges Frühstück und ging dann ins Badezimmer. Dort benutzte er eine Schalldusche und kam ganz nackig wieder in den Wohnbereich der Koikoy zurück. In der Nähe des linken Doppelbettes – in Richtung Heck – drückte der Salarianer einen Knopf und offenbarte einen kleinen Kleiderschrank in der Wand eingebaut: unten Unterwäsche, oben Kleidung. Die meisten seiner Kleider waren standardisiert und identisch – warum etwas ändern, wenn es bereits gut ist? – und als er Hosen und Unterhemd angezogen hatte, sah er aus wie als er aufgewacht war. Nur den schottischen Schal zog er nicht an, sondern beließ ihn auf seinem Bett, dem unteren Doppelbett, an dessen Fuß eine Liegematratze für Luna bereit lag.
    Hinterher ging er wieder zur Küche und musste dabei aufpassen, nicht auf Luna zu treten: nachdem die ihren Auslauf und Frühstück gehabt hatte, hatte sie sich mitten auf einem der Teppiche hier hingelegt, alle Pfoten und Kopf ausgestreckt um die maximale Fläche des Bodens einzunehmen. Sie schlief nicht, aber döste bereits. Neth machte sich einen salarianischen Tee zum Wachwerden und frühstückte gemütlich.
    Als das erledigt war, ging er zum Cockpit, eigentlich um nachzusehen, wie lange der Flug noch dauern würde, aber er wurde durch einen blinkenden Knopf beim Kommunikationspult überrascht. Wer ruft da an? fragte sich der Salarianer und setzte sich an den Pult in der linken hinteren Ecke. Er drückte den Knopf und ein Holo-Bildschirm erschien über dem Pult, bevor einen Moment später eine dunkelhäutige Salarianerin zu sehen war.
    „Bardess Elaren, welch eine Überraschung.“, begrüßte Neth sie, immer noch seine Tasse Tee in der Hand haltend, „Was kann ich an einen so schönen morgen für sie tun?“
    „Neth, was hast du getan?“, fragte die Bardess mit stiller Wut, obwohl man immer noch ihre höhere Stimmlage hören konnte.
    „Getan? Ich?“, fragte Neth völlig verwirrt, „Was soll ich getan haben?“
    „Du hast den Shadow Broker verärgert.“, informierte die Bardess ihren Untergebenen, „Du hast das Ablaufen eines Deals zwischen einem seiner Agenten und einer Kundin sabotiert und den Broker um 10.000 Credits gebracht, Neth.“, sie blinzelte einmal fest, „Streite es nicht ab, der Broker hatte handfeste Beweise für diese Anschuldigungen.“
    Der Salarianer blinzelte mehrmals und legte erst einmal seine Teetasse ab. Soll ich es weiterhin leugnen? überlegte er sich Nein, wenn ich die Bardess auf meiner Seite haben möchte, muss ich Kooperation zeigen. „Was hat der Broker als Kompensation verlangt?“, fragte er sachlich klingend.
    „Das ist irrelevant – es waren nur Credits und die sind bereits gezahlt.“, erklärte die Bardess abwinkend, „Die weit wichtigere Frage ist: warum hast du das getan? Du weißt doch wie wichtig der Broker für die Familie ist, Neth.“
    Der Salarianer senkte seinen Blick. „Es war der einzige Weg um an bestimmte Informationen zu gelangen.“, erklärte er schlicht, „Ich habe niemanden schaden wollen.“
    „Waren die Informationen es denn wert?“, hakte die Bardess nach.
    Neth lehnte sich zurück. „Das kann ich noch nicht einschätzen.“, antwortete er schlussendlich, „Ich bin immer noch in der Recherchephase.“
    Die Augen der Bardess öffneten sich weit. „Du hast die Beziehungen zwischen Familie und Broker aufs Spiel gesetzt, obwohl du noch keine vorzeigbaren Ergebnisse vorweisen kannst?“, fragte sie ungläubig und klang nun offenkundig verärgert, „Worum geht es hier überhaupt?“
    „Das…kann ich noch nicht sagen.“, wich Neth aus. Was sollte ich ihr sagen? Dass ich einer Sache auf der Spur bin, die sich möglicherweise als Hirngespinst erweisen könnte? Das kann ich auf keinen Fall ohne Beweise erklären… „Es sind zu viele Daten, als dass ich das sagen könnte.“
    Die Bardess blickte den Salarianer mit verengten Augen an. „Neth…“, fing sie wieder an und klang kälter, „Du weißt, dass du der Familie nur dann nützt, wenn du uns wichtige Informationen lieferst und nicht wenn du sie vor uns verheimlichst?“, Neth wusste, dass es eine rhetorische Frage war, nickte aber trotzdem, „Dann vergiss nicht, dass uns die Beziehungen zum Broker wichtiger sind als du. Ich lasse dir noch Spielraum, aber betrachte diese Kontaktaufnahme als Warnung: wenn du dem Broker wieder schadest, wird die Familie dich nicht decken. Ist das klar?“, auch hier nickte Neth wieder, „Elaren aus.“, und schon war der Anruf beendet.
    Der Salarianer lehnte sich die Luft laut ausatmend zurück. Das war haarscharf…dachte er sich Hätte nicht erwartet, dass meine Nichte eine härtere Bardess werden würde als meine Tante…er nahm sich seine Tasse Tee und erhob sich.
    Er ging wieder in sein Arbeitszimmer und schaute wieder auf den immer noch aktiven Terminalbildschirm, während er sich einen Schluck genehmigte. Aber das Ganze ist es wert gewesen…überlegte er sich…Diese Reaper…ich hab noch niemals so viele sich widersprechende Geschichten gehört. Die einen behaupten, dass die Reaper nichts anderes als Hirngespinst sind, die anderen, dass die Reaper das Ende der Galaxie einleiten würde. Wenn man nur nach der Menge an Informationen gehen würde, würde ich wohl der ersteren Gruppe zustimmen, wäre da nicht die Geschichte mit Commander Shepard, einem Spectre…der Commander und seine Crew behaupten bis heute, dass es die Reaper gibt und das der Angriff auf die Citadel durch einen Reaper geplant und durchgeführt worden ist…er legte die Tasse ab und tippte etwas auf seinem Keyboard herum um ein Bild vom Angriff zu zeigen, wo das riesige Geth-Schiff in seiner ganzen Größe zu sehen war Das sieht eindeutig nicht wie Geth aus…selbst wenn das Ganze sich nur als ein Hirngespinst erweisen würde, warum gibt es so viele Leute, so viele hochangesehene Leute wie Ratsherr Anderson, die öffentlich über die Reaper sprechen und sogar ihre Karriere aufs Spiel setzen? Das passt nicht zusammen. Und was hat der Shadow Broker mit der ganzen Sache zu tun? Warum interessiert sich der größte Informationshändler der Galaxie für ein angebliches Hirngespinst? Fragen über Fragen…der Salarianer fing an zu lächeln, als er wieder einen Schluck von seinem Tee nahm Aber das macht das Ganze so interessant…
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline Last edited by Rabenkopf; 17.07.2017 at 17:08.

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