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  1. #121 Zitieren
    Mythos
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    • Die 'Origin' der dunkle Brut

      Statt irgendwelche Theorien (wir wissen ja wie die dunkle Brut entsteht ), hier einfach mal ein Fakt, welchen vielleicht der/ die eine oder andere von euch nicht weiß:

      Die dunkle Brut war ursprünglich NICHT für DA:O geplant. Sie existierte überhaupt nicht innerhalb der Welt. Noch gab es eine goldene Stadt/ den Himmel, welche/r durch die Entweihung der Menschen verderbt wurde.

      Ursprünglich sollte DA:O von einen Krieg zwischen zwei menschlichen Völkern handeln. Der Spieler gerät zwischen die Fronten und muss sich entscheiden, welchen Volk er zum Sieg verhilft. David Gaider war es dabei sehr wichtig, dass keines des Völker klar gut oder böse ist, und somit der Spieler, egal welche Seite er unterstützt, zu fragwürdigen bis verabscheuungswürdigen Methoden gezwungen wird (so z.B. die Eliminierung einer Zielperson, die eigentlich ein gutes Mensch mit Familie ist, und nun sterben muss, weil sie schlicht auf der anderen Seite kämpft).

      Im Laufe der Entwicklung des Spieles entschied sich Bioware aber dagegen, und wies David Gaider an, statt zwei menschlichen Völker im Graubereich, den Spieler ein Feindbild zu geben, dass er im Spiel OHNE moralischen Bedenken oder Gewissensbissen im Dutzend abschlachten kann.
      Bioware fürchtete schlicht um den Erfolg des Produktes, sollte der Spieler derart moralisch herausgefordert werden, statt Schablonendenken anwenden zu können.

      Somit wurde die dunkle Brut geboren. Ein Blick zu Tolkiens Orks und ihre Origins und DA:O hatte den gesichtslosen Feind, welchen Bioware sich für dieses Spiel wünschte.

      Interessant auch in dieser Hinsicht die Ähnlichkeit zwischen Tolkiens Eru, dessen Valar und Maiar, und in DA den Erbauer und seinen Erstgeborenen, den Geistern des Nichts.

      Folgender Text aus der Genesis Mittelerde könnte doch ebenso auch aus den Gesang des Lichtes in DA stammen, oder?

      'Im Herzen von Eä entfachte Eru die unverlöschliche Flamme, das geheime Feuer, das den Ainur Sein und Denken gibt. Er unterbreitete ihnen Themen großer Musik, und die Ainur sangen diese Themen. Zuerst sang jeder der Ainur für sich, später im Einklang zusammen. Daraus entwickelte sich das Große Thema und schließlich die Große Musik. Alles, was existiert, wurde geboren.'

      Zahlreiche Tolkien Fans unterstellen DA daher zu Recht, dass es stark an Tolkiens Werk angelehnt ist. Womöglich auch der Grund, warum Bioware seitdem versucht sich von dessen Wurzeln zu distanzieren und etwas völlig eigenständiges zu erschaffen.

      Interessant ist auf jeden Fall, dass mit der dunklen Brut ausgerechnet das Element, welches ursprünglich überhaupt nicht Bestandteil der Welt sein sollte, nun das markantesten Merkmal der Franchise geworden ist.

      Oder kann sich noch jemand DA OHNE dunkle Brut, OHNE Verderbnis, und OHNE Graue Wächter vorstellen?
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (29.07.2018 um 16:15 Uhr)
  2. #122 Zitieren
    General Avatar von Jedi-Meister
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    Naja ich finde es schon irgentwie gut das es im DA Franchise ein "ultimatives Böse" gibt, das man ohne hell abschlachten kann, da mir der klassische Kampf Gut gegen Böse immer noch sehr zusagt. Aber auch seit Awakenig hat man ja versucht das ganze wieder etwas in Frage zu stehen("Ja der Ruf zwingt sie dazu, die können doch gar nichts dafür") Tja und in DA2 befassen wir uns ja komplett mit einem Thema was Grauer nicht seien könnte^^

    Wie gesagt hab ich nichts dagegen wenn ein eindeutiger Feind vorhanden ist, solange das Franchise nicht auf eben dieses eine beschränkt bleibt.
    DIESE SPOILER NICHT LESEN!
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Sag ma, kannst du nicht lesen?


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Mann, was ist an "Diese Spoiler nicht lesen!" nicht zu verstehen?
    Jedi-Meister ist offline
  3. #123 Zitieren
    Ritter Avatar von Sir Auron
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    Tja und in DA2 befassen wir uns ja komplett mit einem Thema was Grauer nicht seien könnte
    Nicht wirklich. Jeder MAgier, dem man begegnet ist ein irrer Blutmagier und die Chefin der Templer ist ein irrer Sithlord. Kommt mir sehr schwarz vor.
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    Sir Auron ist offline
  4. #124 Zitieren
    Mythos
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    Da ich derzeit noch das DA:I DLC 'Eindringling' spiele (und dieser Thread der Thematik Lore noch am nähersten ist), einmal eine Frage, welche mir schon seit Erscheinen des selbigen auf den Nägeln brennt:

    'WAS machen die ganzen weiblichen Qunari-Kriegerinnen im Kettenhemd-Bikini in der Armee der Qunari/ Ben-Hassrath?'



    War nicht einer DER entscheidenden Aspekte der Qun, dass eine Frau kein Krieger sein kann? Weil es keine Kriegerinnen im Qun gibt.

    Gab es zwischen den Aufstand der Qunari in DA2 und den Ereignissen in Eindringling bei den Qunari eine Art erfolgreiche Frauenbewegung? Protestierten auf Sehereon und Par Vollen die weiblichen Qunari so lange mit Aufrufen nach Frauenrechten, bis dass der Qun schließlich nachgab, und die Schriften von Ashkaari Koslun zu Gunsten der Frauen umgeschrieben wurden?



    (Haben SJW Sehereon und Par Vollen erstürmt, und den Qun schließlich dazu gezwungen, die Schriften von Ashkaari Koslun entsprechend ihrer Vorstellungen umzuschreiben?)



    Und selbst wenn wir davon ausgehen, dass besagte Kriegerinnen im Qun nicht als Frauen angesehen werden, wie kommt es dass sie sich weiterhin extrem weiblich in Kettenhemd-Bikini kleiden dürfen, und somit ihre Weiblichkeit betonen, statt sich zumindest die Brüste abschnüren zu müssen, oder sogar amputieren zu lassen (vergleichbar mit den Mythos der einbrüstigen Amazonen), damit sie als Mann durchgehen.

    Fragen über Fragen...



    Zitat Zitat von Jedi-Meister Beitrag anzeigen
    Naja ich finde es schon irgentwie gut das es im DA Franchise ein "ultimatives Böse" gibt, das man ohne hell abschlachten kann, da mir der klassische Kampf Gut gegen Böse immer noch sehr zusagt. Aber auch seit Awakenig hat man ja versucht das ganze wieder etwas in Frage zu stehen("Ja der Ruf zwingt sie dazu, die können doch gar nichts dafür") Tja und in DA2 befassen wir uns ja komplett mit einem Thema was Grauer nicht seien könnte^^
    Ich stimme Sir Auron zu. Graubereiche sind wirklich nichts Biowares Stärke.

    Selbst potenzielle Szenen, wie z.B.
    Loghains Verrat an König Cailan in DA:O werden ins klassische Schwarzweiß-Schema geschoben, dadurch dass Loghain eine ganze Armee, und somit hunderte von Menschen, in eine Todesfalle lockt, nur um einen Mann unter ihnen zu töten, wo es ein verirrter Pfeil auf den Schlachtfeld doch auch getan hätte.

    Bioware will mit ihren Geschichten Emotionen beim Spieler wecken. Das ist es was ihre CRPG so Erfolgreich macht. Und Emotionen werden am effektivsten erzeugt, wenn ruchlose Bösewichter Unschuldigen großes Leid antun.

    Weswegen auch immer die Bedrohungen derart Over the Top sind, um bei DA zu bleiben:
    • Die dunkle Brut will ALLE Menschen in Ferelden auslöschen.
    • Loghain ermordet ungerechtfertigt hunderte von Menschen um Cailan zu töten, und geht später einen Pakt mit Blutmagiern und Skalvenhändlern ein um seine Macht zu festigen.
    • Die 'Mutter' will ALLE Einwohner Amaranthines ermorden lassen!
    • Meredith will ungerechtfertigt ALLE Magier in Kirkwall auslöschen!
      (Außer den, sich Terrorismus und Mordes schuldig gemachten, Terroristen Anders. Kudus hier an Sebastian, der in besagter Szene offenbar als einziger den Schuldigen erkennt. )
    • Orsion arbeitet mit einen Serienmörder zusammen, der Jack the Ripper wie einen Waisenknaben erscheinen lässt, während seine Magier bei ihren Aufstand ALLE Einwohner von Kirkwall dadurch bedrohen, dass sie Dämonen beschwören.
    • Anders ermordet bei seinen Terroranschlag hunderte von Menschen.
    • Corypheus ermordet in Haven hunderte bis tausende von Menschen, und schreckt anschließend nicht davor zurück notfalls die gesamte Welt zu zerstören.
    • Die Ben-Hassrath planen bei einen Terroranschlag zahlreiche Großstädte in die Luft zu jagen, und somit hunderte bis tausende Einwohner zu ermorden.
    • Solas/ Fen'Harel will ALLE Völker der materiellen Welt vernichten.
    • Solas/ Fen'Harels elfische Anhänger helfen ihn um ALLE Völker, abseits des eigenen, zu vernichten und so ihren Volk die Freiheit wiederzugeben (Sie wissen ja nicht, dass der Schreckenswolf plant, auch die heutigen Elfen auszulöschen).

    Nicht zu vergessen die ganzen Heerscharen von Psychopathen in Nebenrollen, welche abseits der genannten Hauptbedrohung, jeden Morgen mit den entzückten Gedanken aufstehen, welchen ihrer Mitmenschen sie heute zerstückeln, foltern oder schänden wollen.



    Wenn Biowares Antagonisten eins NICHT sind, dann dezent. Geschweige im Graubereich.

    Die grauste Situation, welche ich bisher bei DA finden konnte, war die Entscheidung in DA:I, ob der Inquisitor bereit ist die Sturmbullen zu opfern, um das Schlachtschiff der Qunari zu retten, und dadurch das Bündnis zu ermöglichen. Und selbst hier favorisiert die Erzählstruktur eindeutig die Rettung der Sturmbullen.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (04.08.2018 um 20:04 Uhr)
  5. #125 Zitieren
    Ritter Avatar von Sir Auron
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    Das Qun passt einfach nicht mehr in die neue Bioware Kuschelwelt, wo sich alle lieb haben. Simpler Retcon.
    EA: The Origin of Espionage
    Sir Auron ist offline
  6. #126 Zitieren
    Mythos
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    • Das Nichts macht jede Forderung nach der Wahrheit zu Nichte.

      Wenn man die derzeitigen, oder sollte ich sagen: 'anhaltenden' Forderungen, der DA Fans sieht, endlich die Wahrheit erfahren zu wollen, was den Erbauer etc. betrifft, scheint es, dass diese dabei vollständig ignorieren, dass es in einer Welt, wo ALLE Ängste und Sehnsüchte der Sterblichen durch das Nichts Wirklichkeit werden können, keine allgemeingültige Wahrheit gibt.

      Nehmen wir jetzt einmal das abstrakte Beispiel, dass es in der materiellen Welt genügend Sterbliche gäbe, welche fest daran glauben, dass ein magischer Toaster über das Nichts herrscht, so wird im Nichts genau dieser Toaster als sein Herrscher entstehen, genauso wie ihn sich die Sterblichen vorgestellt haben.

      Aus diesen Grund zeigen die Avaar im DA:I DLC 'Hakkons Fänge' auch derartige Verwunderung, warum die Gläubigen der Andraste-Relgion sich nicht einfach einen neuen Erbauer erschaffen, nachdem ihnen der alte offenbar abhanden gekommen ist.

      Und war es, unter diesen Blickwinkel, wirklich nicht mehr als ein seltsamer Zufall, dass die sieben Magister aus Tevinter, welchen die Hallen der goldenen Stadt erstürmten, jeder mit der Absicht SICH ALLEINE den Mantel eines Götter überzustülpen, auch nur EINEN Thron der Götter vorfanden.
      War dieser EINE Thron nicht genau das, was sie alle sich ersehnt, was die Magister erwartet hatten, dort vorzufinden?
      (Kudus hier an Mutter Giselle, welche in DA:I genau dieses Vermutung äußert, dass Corypheus & Co nur das sahen, was sie sehen wollten.)

      Wie kann man also in einer Welt, welche sich jederzeit den Ängsten und Sehnsüchten seiner Einwohner anpassen kann, noch von einen Konzept wie Wahrheit sprechen?

      Bioware hat mit diesen Konzept des Nichts, den, von den Fans (und auch mir ) so oft kritisierten, Retcon der Marke: 'Alle bisherigen Informationen sind falsch!' quasi alle Türen geöffnet, es völlig an die Spitze getrieben. Denn es gibt kein 'falsch' in einer sich beständig veränderten Wirklichkeit.

      Auch wenn ich nicht glaube dass Bioware dieses clevere Konzept entsprechend umzusetzen bedenkt. Denn das würde ja, besagte nach der Wahrheit verlangenden, Fans völlig vor den Kopf stoßen.

    • Der Erbauer - ein gescheitert Eru?

      Wie ich bereits zwei Beiträge zuvor geschrieben habe, hat sich Bioware bei der Erschaffung von DA stark an Tolkiens Mittelerde orientiert.

      Hier noch einmal kurz ein Teil der Schöpfungslehre von Tolkiens Werk:

      'Im Herzen von Eä entfachte Eru die unverlöschliche Flamme, das geheime Feuer, das den Ainur Sein und Denken gibt. Er unterbreitete ihnen Themen großer Musik, und die Ainur sangen diese Themen. Zuerst sang jeder der Ainur für sich, später im Einklang zusammen. Daraus entwickelte sich das Große Thema und schließlich die Große Musik. Alles, was existiert, wurde geboren.'

      Und jetzt werfen wir einen Blick auf die Schöpfungslehre von Biowares DA:

      'In der Mitte des Himmels sodann
      erschuf er
      eine Stadt mit goldenen Türmen,
      gepflasterten Straßen voller Musik
      und Fahnen, die ohne Wind flatterten.
      Dort saß er und wartete
      auf die Wunder,
      die seine Kinder erschaffen würden.

      Die Kinder des Erbauers versammelten sich
      vor seinem goldenen Thron
      und sangen Lobeshymnen ohne Unterlass.
      Doch ihre Lieder
      waren die Lieder der Pflastersteine.
      Ihr goldener Lichtschein
      war nur gespiegelt von des Erbauers Thron.
      Sie schwangen Fahnen,
      die von selbst flatterten.'


      Wie Eru erwartet auch der Erbauer, dass seine Erstgeborenen, vom Herzen der Schöpfung aus, die Welt als solche erst noch selber erschaffen. Doch anders als die Ainur in Tolkiens Werk fehlt es den Geistern in DA an der 'unverlöschlichen Flamme', kurz 'Inspiration', und sie versagen beim Schöpferakt vollständig.

      Weswegen der Erbauer auch einen Zweitversuch starten muss, und erst seinen Zweitgeborenen, den Sterblichen, jene 'unverlöschliche Flamme' mitgibt welche sie zur Schöpfung antreibt.

      'Als letztes schuf der Erbauer
      in der lebendigen Welt
      den Menschen. Unveränderlich wie die Erde,
      mit Seelen aus Träumen und Ideen, Hoffnung und Furcht,
      unendliche Möglichkeiten.

      Dann sprach der Erbauer:
      Dir, meinem Zweitgeborenen, gebe ich dieses Geschenk:
      Es möge brennen in deinem Herzen
      eine unlöschbare Flamme,
      die alles verschlingt und niemals satt ist.'


      Bereits diese abgewandelte Form von Tolkiens Schöpferakt ist tongebend für die gesamte Richtung, welche die Franchise ursprünglich einschlagen sollte.

      Wo bei Tolkiens Werk ein vollkommener Gott, vollkommene Nachkommen erschafft (mit einer Ausnahme ), welche eine vollkommene Schöpfung erschaffen, erschafft bei Biowares Werk ein mit Makel behafteter Gott ebenso mit Makel behaftete Nachkommen, welche eine mit Makel behaftete Schöpfung mit sich ziehen.

      (Fast könnte man Mitleid mit den Erbauer haben! )

      Aus diesen Grund gehen aus Tolkiens Schöpfung auch die vollkommenen, edlen Rassen der Elfen, Menschen und Zwerge hervor, während bei DA die selben Rassen ebenso edel wie ruchlos sind.

      Die Unvollkommenheit von DA's Eru sorgt dafür dass Biowares Mittelerde zu einen Spiegelbild unserer eigenen Zivilisation wird statt zu einer Utopie wie in Tolkiens Werk.


    Zitat Zitat von Sir Auron Beitrag anzeigen
    Das Qun passt einfach nicht mehr in die neue Bioware Kuschelwelt, wo sich alle lieb haben. Simpler Retcon.
    'Kuschelwelt' ist jetzt nicht der Begriff, welchen ich nutzen würde.

    Wenn man jetzt z.B. TES betrachtet, gibt es Mod von Spielern, welche Bethesdas Fehler behebt, und ebenso viele Frauen als Soldaten der kaiserlichen Legion in TES III, IV und V hinzufügt wie Männer, wohingegen im Vanilla das Kaiserreich aus kulturellen Gründen keine Frauen in der Armee mag (und Frauen daher nicht einmal 1% der Truppen ausmachen).

    Bei FO: NV beheben ebenfalls Mods von Spielern dort Obsidians Fehler und fügen Cesars Legion ebenfalls weibliche Soldaten hinzu, obwohl diese im Vanilla aus naheliegenden Gründen nicht existieren.

    Das ganze nimmt schließlich derart absurde Züge an, dass Mods von Spielern den, in FO: NV aus der Haftanstalt der RNK entflohenen, Sträflingen auch weibliche Häftlinge hinzufügen, weil es ja nicht sein kann, dass diese Fraktion dort nur aus Männern besteht.

    etc.



    Daher denke ich ist besagter Retcon im DA:I DLC 'Eindringling' ein Eingeständnis von Seiten Biowares/ EAs an all jene, welche es als Sexismus der Designer/ Autoren betrachten, wenn Frauen aufgrund einer Kultur, selbst wenn sie fiktiv ist, nicht gleichberechtigt in allen Bereichen der selbigen zu sehen sind.

    Weswegen ich die neue Umsetzung des Qun auch eher als 'politisch korrekt' bezeichnen würde, statt 'Kuschelwelt'.
    So traurig es auch ist. Denn wie soll eine fiktive Welt Ecken und Kanten erhalten, wenn diese zu keinen Zeitpunkt Gefahr laufen darf irgendjemanden der derzeit populären Rechtler auf die Zehen zu treten?
    Zudem der Qun bisher nicht unbedingt als Vorbild zur Utopie gedacht war.

    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (05.08.2018 um 16:51 Uhr)
  7. #127 Zitieren
    Held Avatar von Smiling Jack
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    Zitat Zitat von maekk03 Beitrag anzeigen
    'WAS machen die ganzen weiblichen Qunari-Kriegerinnen im Kettenhemd-Bikini in der Armee der Qunari/ Ben-Hassrath?'
    Technisch gesehen sind es Priesterinnen.
    Obwohl es eher Agenten/Spione sind.

    Eine weibliche Qunari kann aber nicht dem Militär beitreten.
    Sprich die Fraktion um den Arishok (Körper der Qunari).
    Aber der Arigena (Verstand der Qunari) und der Ariqun (Seele der Qunari) "dürfen" sich Frauen unterordnen.
    Smiling Jack ist offline
  8. #128 Zitieren
    Mythos
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    Und noch etwas, wo ich keinen anderen entsprechenden Thread für gefunden habe:

    Warum sind im DA:I DLC 'Eindringling' ALLE Elfen (mit Ausnahme von Sera) Genozid planende, fanatische Terroristen?

    • In ganz Thedas bereiten fanatisch ergebene Elfen, im Namen des Qun, Sprengungen ALLER Hauptstädte und Regierungssitze der Menschen vor. Selbst in der Inquisition sind diese elfischen Fanatiker vertreten und nutzen deren Ressourcen um unbemerkt ihren Massenmorde an den Menschen vorzubereiten. *

    • Gleichsam haben sich in ganz Thedas fanatisch ergebene Elfen den Schreckenswolf angeschlossen, und planen die völlige Auslöschung ALLER Völker außer den eigenen.
      Selbst in der Inquisition sind diese elfischen Fanatiker vertreten und nutzen deren Ressourcen um unbemerkt Fen'harels Pläne voranzutreiben. *


    *Leliana gehört für diese nicht entschuldbare Nachlässigkeit gleich mehrfach gefeuert. Spionagemeisterin? *höhnisches Lachen* Was für ein Witz!
    Sobald Fen'Harel sein wahres Gesicht zeigt gibt sie zu, dass sie die ganze Zeit zuvor keinen Anlass sah Solas in irgendeiner Form zu überprüfen.
    Und als sich herausstellt, dass sowohl Qun als auch Fen'Harel die Inquisition mit ihren Fanatikern unterwandert haben, gibt sie ebenfalls fehlende Überprüfung zu.


    Gerade wenn man glaubt das Elfen-Bashing des Hauptspiels kann nicht mehr gesteigert werden. Und welche Ironie, dass Sera als einzig geistig normale Elfe im gesamten DA:I verbleibt.

    Tja, da wird es wohl mal wieder Zeit für einen erhabenen Marsch gegen die Elfen.[Bild: witcher_animation.gif]

    Anschließend können sich sie sich ja gerne wieder die Opferrolle auf die Stirn tätowieren... 'Die bösen Shemlen, welche uns beständig grundlos bekriegen, nur weil wir sie ausrotten wollen!'

    Ich gehe derzeit zu Sera in die Taverne und stoße mit ihr auf die 'Blödheit dieser scheiß Elfen' an.



    Zitat Zitat von Smiling Jack Beitrag anzeigen
    Technisch gesehen sind es Priesterinnen.
    Obwohl es eher Agenten/Spione sind.

    Eine weibliche Qunari kann aber nicht dem Militär beitreten.
    Sprich die Fraktion um den Arishok (Körper der Qunari).
    Aber der Arigena (Verstand der Qunari) und der Ariqun (Seele der Qunari) "dürfen" sich Frauen unterordnen.
    Danke für die Info.
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (07.08.2018 um 20:25 Uhr)
  9. #129 Zitieren
    Mythos
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    Okay, zwei Dinge noch zur Lore um den Fall von Arlathan, Fen'Harel, den Erbauer und die schwarze Stadt, welche mir gestern beim Durchspielen des DA:I DLC 'Eindringling' noch einmal aufgefallen sind.

    'Eindringling beweist: Die schwarze Stadt ist NICHT Arlathan.

    Eine seit DA:O allgegenwärtige Fan-Theorie besagt ja, dass es sich bei der schwarzen Stadt im Nichts um Arlathan handelt.
    Seit DA:I wird diese beliebte Fan-Theorie um die Annahme verstärkt, dass Fen'Harel Arlathan ins Nichts katapultiert hat, um die falschen Götter der Evanuris darin einzusperren.

    Soweit schreibe ich ja nichts neues....

    Ich kann verstehen, wie besagte Fans zu dieser Theorie kamen und warum sie sich solcher Beliebtheit erfreut.

    Was mich aber irritiert ist die Tatsache, dass viele Fans behaupten das DA:I DLC 'Eindringling' würde diese Theorie endgültig bestätigen. Ja, dass seit 'Eindringling' diese Theorie stärker als jemals zuvor von den Fans vertreten wird. Wo ALLE Informationen, welche das Team von Patrick Weekes/ David Gaider dort untergebracht hat, doch eigentlich genau diese Theorie völlig aushebeln.


    • Die Evanuris in der Bibliothek schreien umgehend nach der Katastrophe, also nach den Ereignis in welchen Fen'Harel materielle Welt und Nichts voneinander getrennt hat und die Evanuris in der Bibliothek gefangen sind, dass ihre Götter ihnen nicht zur Hilfe eilen können, weil der Schreckenswolf diese im (wortwörtlich) Himmel eingesperrt hat.

      Zitat aus 'Trespasser: 'Fen'Harel hat die Götter im Himmel eingesperrt!'

      Damit kann zwar nach wie vor die schwarze/ goldene Stadt im Nichts gemeint sein. Sie KANN aber NICHT Arlathan sein.

      Denn dann hätten die Evanuris auch gesagt, dass der Schreckenswolf ihre Götter in Arlathan eingesperrt hat. Oder sogar, dass der Schreckenswolf Alathan ins Nichts befördert und ihre Götter darin eingesperrt hat.

      Stattdessen steht für die entsetzten Evanuris fest, ihre Götter sind im 'Himmel' gefangen. Was quasi jeder Ort jenseits des Schleiers sein kann, hinsichtlich der Tatsache, dass sowohl Kreuzwege als auch Bibliothek in einer Zwischendimension, zwischen materiellen Welt und den Nichts, existieren. Womöglich ein Ort, welchen wir bisher noch nicht kennen.


    • Das folgende, von mir bereits zuvor gepostete, Relief ist in besagter Bibliothek zu finden. Nur teilweise, da es sich an zwei Wänden befindet, welche durch die, von Fen'Harel verursachte, Katastrophe stark beschädigt wurden.

      [Bild: tumblr_nv193lssRW1rqvbq7o2_1280.jpg]

      Der Punkt ist aber, wenn dieses Relief tatsächlich die schwarze/ goldene Stadt im Nichts zeigt, welche durch sieben Siegel verschlossen ist, wie viele Fans annehmen, dass dieses ein klares Hinweis darauf ist, dass Fen'harel die Götter NICHT in dieser eingesperrt hat. Denn besagtes Relief entstand VOR der Katastrophe und somit BEVOR Fen'Harel die Götter im 'Himmel' eingesperrt hat.

      Im Prinzip legt die Existenz dieses Relief an diesen Ort nur die Vermutung nahe, dass
      • die Evanuris selber nicht wussten, was es mit dieser Stadt auf sich hat, nur dass sie mit sieben Siegeln verschlossen ist. Die schwarze/ goldene Stadt war somit schon versiegelt im Nichts, als die Ersten der Evanuris entstanden.
        oder,
      • die Evanuris wussten, was es mit der schwarzen/ goldenen Stadt auf sich hatte, sie diese aber aufgrund der Siegel selber nicht betreten konnten. Die schwarze/ goldene Stadt war somit schon versiegelt im Nichts, als die Ersten der Evanuris die materielle Welt betraten um sich diese Untertan zu machen,
        oder,
      • dass die Evanuris die Stadt selber versiegelt hatten, um, was auch immer dort ist, von ihren Reich fern zu halten.

      Es ist aber ein Beweis, dass die goldenen/ schwarze Stadt bereits VOR Fen'Harels Verrat versiegelt im Nichts existierte.


    Ich hoffe dass die Autoren, dieses bedenken, sollte tatsächlich noch ein DA 4 herauskommen, und sie nicht plötzlich eine Kehrtwende machen und doch besagter Fan-Theorie nachgeben, denn dann rudern sie auf ein Plothole zu, das größer als sie Bresche ist.

    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (08.08.2018 um 20:33 Uhr)
  10. #130 Zitieren
    Ritter Avatar von Sir Auron
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    Und du bist dir sicher, dass die Autoren nicht einfach nur diese ganzen Dinge nicht bedacht haben?
    EA: The Origin of Espionage
    Sir Auron ist offline
  11. #131 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Sir Auron Beitrag anzeigen
    Und du bist dir sicher, dass die Autoren nicht einfach nur diese ganzen Dinge nicht bedacht haben?
    Ich denke der Ausruf: 'Fen'Harel hat die Götter im Himmel eingesperrt!' ist recht unmissverständlich, was die Aussage der Autoren über den Aufenthaltsort der Götter betrifft. Zudem die selben Evanuris in der Bibliothek das Nichts selber als eben jenes benennen, und es nicht z.B. 'Himmel' nennen.

    Und auch besagtes Relief ist ausgerechnet NUR an jenen Ort zu finden, welcher unmissverständlich vor Fen'Harel Verrat existierte. Und die Tatsache, dass diese Mauern teilweise weggebrochen sind, und somit auf beiden das Relief nicht vollständig zu sehen ist, lässt nur den Schluss zu, das es bereits vor der Katastrophe dort war (und nicht von den dort seitdem gefangenen Evanuris erst nachträglich angebracht worden ist).

    Hätten die Autoren/ Designer den Spieler zu der Annahme verleiten wollen, dass das Relief tatsächlich darstellt, wie Fen'Harel die Elfengötter in der schwarzen/ goldenen Stadt wegsperrt, hätten sie es in jeder anderen Elfenruine unterbringen können, dessen Existenzdauer nicht bestimmt werden kann.
    Oder sie hätten das Relief zumindest in einen Abschnitt der Bibliothek unterbringen können, wo die Wände nicht von der Katastrophe weggerissen wurden, so dass man eben annehmen kann, dass es danach entstand.

    Soviel überlegtes Handeln traue ich Bioware durchaus zu...



    Die Frage ist nur, ob die verantwortlichen Autoren bei einen eventuellen DA 4 sich auch noch daran erinnern.
    maekk03 ist offline
  12. #132 Zitieren
    Ritter Avatar von Sir Auron
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    'Fen'Harel hat die Götter im Himmel eingesperrt!'
    Hast du das Originalzitat? Die Übersetzung ist komplett wertlos, wenn es um Kleinigkeiten geht.

    Abgesehen davon magst du zwar recht haben, aber erstens machen die Autoren genau das, was ihnen gerade in den Kram passt/was von oben befohlen wird und zweitens traue ich jeden Autorenteam zu Mist zu bauen GERADE nach einem Wechsel des Chefautors.
    EA: The Origin of Espionage
    Sir Auron ist offline
  13. #133 Zitieren
    Mythos
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    Zitat Zitat von Sir Auron Beitrag anzeigen
    Hast du das Originalzitat? Die Übersetzung ist komplett wertlos, wenn es um Kleinigkeiten geht.
    Ich habe jetzt in der Wiki zu DA nachgesehen, und dort wird im englischen der Begriff 'Heaven' genutzt. Also stimmt die Übersetzung.

    Abgesehen davon magst du zwar recht haben, aber erstens machen die Autoren genau das, was ihnen gerade in den Kram passt/was von oben befohlen wird und zweitens traue ich jeden Autorenteam zu Mist zu bauen GERADE nach einem Wechsel des Chefautors.
    Deshalb habe ich ja auch geschrieben, dass ich HOFFE, dass die Autoren diese Informationen bedenken, und sich in kein gewaltiges Plothole hineinschreiben.

    maekk03 ist offline
  14. #134 Zitieren
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    Ist euch übrigens schon aufgefallen, dass sich der Inquisitor in den Gespräch/en mit Mutter Giselle, über Corypheus und die schwarze Stadt im Nichts, auf Informationen bezieht, die er nur haben kann, wenn unser Inqui zuvor das DA 2 DLC 'Das Vermächtnis' gespielt hat?



    Denn während der extrem kurzen Konfrontation mit den Inquisitor in Haven (welches von unseren Inqui zerstört wird, nicht von Corypheus ) macht Corypheus wirres Geplapper nur Sinn, wenn man zuvor das DLC 'Das Vermächtnis' gespielt hat. Ansonsten versteht der Unwissende überhaupt nichts...

    'Einst folgte ich den Ruf eines anderen und betrat körperlich das Nichts. Doch fand ich dort nur Verderbnis und Chaos vor...
    Bete dass ich Erfolg habe, denn ich habe den Thron der Götter gesehen und er war leer!'

    Ähem... ja?

    Und WIE schließt unser Inqui aus diesen Dialog, ohne das Vorwissen aus 'Eindringling', dass Corypheus einst, zusammen mit den anderen Magistern, vor über tausend Jahre die Stadt im Nichts betrat, in den Glauben sie sei golden, bei ihrer Ankunft diese aber bereits finster und verdorben vorfanden?

    Das sind Informationen, die er nur besitzen kann, wenn er Hawke bei seiner Begegnung mit Corypheus in DA 2 begleitet hat.



    Hier fürchte ich haben die Autoren schlicht den Fehler begangen, dass Autorenwissen mit den Wissen der Charaktere/ des Spielers gleichzusetzen.

    Und noch eine nette Ungereimtheit, welche den Autoren in DA:I nicht aufgefallen ist. Im Grande Finale ruft Corpyheus, hingegen seiner Aussage in 'Eindringling' und der Wiedergabe der selbigen durch den Inquisitor,:

    'Ich durchschritt die Hallen der goldenen Stadt...'

    Ähem... ja?

    So langsam sollte Corypheus sich entscheiden, ob die Stadt bei seiner Ankunft bereits finster und verdorben war oder doch golden...

    Besonders nachdem er bei der ersten Konfrontation mit den Inquisitor meint, dass er seine Verwirrtheit der letzten Jahrhunderte abgelegt hat und endlich klar sieht.



    Und wo ich schon einmal beim Erbsenzählen bin:

    Laut Handlung glauben die Menschen unser Inqui sei der Herold Andrastes, weil einige Soldaten Zeugen wurden wie eine Frauengestalt, von welcher niemand wusste, wer sie sei, ihn aus der Spalt zum Nichts gerettet hat.

    Später will uns die Handlung sagen, dass diese Gestalt in Wahrheit die sterbliche Justina war.

    Das Problem ist nur,
    • dass Justina starb, bevor der Inqui den Spalt überhaupt erreicht hatte, die Wachen sie also überhaupt nicht von der anderen Seite sehen konnten.
    • dass die Wachen die Göttliche, und sei es nur aufgrund ihrer Roben, erkannt hätten.
    • dass wir im Intro selber Zeuge werden, wie eine leuchtende Gestalt den Inqui zur Flucht verhilft.




    Hat die 'leuchtende Gestalt' also nur geflunkert, als sie den Inquisitor bei ihrer zweiten Begegnung im Nichts glauben lassen wollte, dass er von der sterblichen Justina gerettet worden war?
    Oder ist es eine weitere Unachtsamkeit der Autoren?
    maekk03 ist offline Geändert von maekk03 (21.08.2018 um 13:56 Uhr)
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