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  1. #261 Reply With Quote
    Mythos
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    Quote Originally Posted by Prifea View Post
    Die Begriffe Kreuzritter oder Paladin werden ja auch inflationär verwendet, in der Fantasy.
    • 'Paladin' ist mMn noch in Ordnung, da es dafür nicht besondere Umstände bedarf.
    • 'Kreuzritter' macht im Fantasy aber keinerlei Sinn, solange dort nicht das Kreuz als Symbol ihres Glaubens existiert. Nicht dass es die Autoren stören würde, ich habe u.a. in NWN 2 und somit in Fearùn auch schon Kreuze als Grabsteine gesehen.

    So etwas passiert in der Regel mMn nach wenn der Designer sich keinerlei Gedanken über sein eigenes Werk macht, oder er den Konsumenten so plump einschätzt, dass er mit vertrauten Begriffen und Symbolen gefüttert werden muss um die Bedeutung zu verstehen, obwohl sie innerhalb der fiktiven Welt keinerlei Sinn machen.

    Ich gehe aber noch einen Schritt weiter. Warum heißt die Andraste Kirche überhaupt Kirche?
    Musste man so eindeutig sein, was die Hommage an die christlich, katholische Kirche anbelangt?
    Ehrlich gesagt finde ich die Bezeichnung 'Kirche' sogar recht erfrischend, wenn man bedenkt, dass 99,9% aller Gotteshäuser ansonsten im Fantasy 'Tempel' genannt werden. Ebenso wie ich es gut finde mit den Erbauer endlich einmal einen Gott (insofern er existiert) vorzufinden, der sich nicht wie in einer Soap Opera aufführt. Besonders nachdem ich PoE 2 gespielt habe (wo die Götter diejenigen Charaktere im Spiel sind, mit welchen der Protagonist am meisten interagiert ), weiß ich einen schweigsamen Gott mehr als zuvor zu schätzen.

    Zudem wir mit den Elfengöttern bereits wieder die typischen Soap Opera Gottheiten wie u.a. in D&D haben, inklusive der Bezeichnung 'Tempel' für ihre Verehrungsstädten.


    Quote Originally Posted by Elethea View Post
    Hmm, also... die Heiligstätten der ELFEN werden als Tempel bezeichnet (Mythals, Dirthamens) und immerhin war der ursprüngliche Inquisitor ein Elf...

    Also, die Arme Ritterschaft Andrastes und des Elgar'nans Tempels zu Arlathan?



    Ob diesbezüglich die Andraste-Kirche zustimmen würde? Obwohl... WAS für ein Plottwist!

    Und in DA 5, nachdem DA 4 ja in Tevinter stattfindet, hat Kaiserin Celine sich große Geldmengen von den Templern geliehen. Aus Unfähigkeit diese Summen zurückzuzahlen, tut sie sich mit der Göttlichen Victoria zusammen um sich gemeinsam die Reichtümer der Templer unter den Nagel zu reißen. Letztere klagt in Namen der Andraste Kirche den Templerorden offiziell der Ketzerei an heimlich den Dämon BERAURE (ein Anagramm für Erbauer) anzubeten. An einen Freitag den 13. werden dann alle Templer in ganz Thedas verhaftet, nur Ferelden stellt sich diesen entgegen.

    Der letzte Großmeister der Templer, Ser Delrin Barris, stirbt dann auf einen Scheiterhaufen in Val Royeaux. Er nimmt das Geheimnis, wohin die Templer ihre Reichtümer heimlich gebracht hatten, damit diese Celine und Victoria nicht in die Hände fallen, mit ins Grab und verflucht mit seinen letzten Atemzug die Kaiserin von Orlai und die Göttliche. Innerhalb des darauffolgenden Jahres finden sowohl Celine als auch Victoria unter mysteriösen Umständen den Tod... und die Legende um den Templerorden ist geboren.

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 15.03.2019 at 10:54.
  2. #262 Reply With Quote
    Mythos
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    Hier möchte ich einmal Eure Meinung zur Lore wissen:

    Was denkt ihr was für Wesen Fen'Harel, Elgar'nan, Mythal und die übrigen des Pantheons sind?

    Solas spricht sich zwar einerseits dagegen aus, dass es sich hierbei um Götter handelt, und möchte es damit erklären, dass hier lediglich Generäle vom Volke Arlathans zu Göttern ernannt wurden, meint aber gleichzeitig, dass Wesen wie sie niemals endgültig vernichtet werden können, was einen Aspekt von Göttlichkeit durchaus gleichkommt.
    Ist Solas Aussage betreffend der fehlenden Göttlichkeit daher womöglich hauptsächlich durch seine eigenen Abneigung gegenüber den Pantheon geprägt? Gegenüber Cassandra meint Solas dass die Elfengötter nur dann als solche bezeichnet werden können, wenn man den Begriff bis zur Unkenntlichkeit verdreht. Doch WAS ist für Solas ein wahrer Gott?
    Widersprüchlich auch die Aussage, in welcher Solas erklärt, dass der Pantheon letztendlich dadurch sich selbst verdammt hat, dass er Mythal ermordete. Was nicht nur im Wiederspruch zu seiner eigenen Aussage steht, dass diese Wesen niemals wirklich getötet werden können, sondern AUCH durch Flemeth himself widerlegt wird. Denn für einer ermordete Göttin ist Mythal verdammt aktiv.

    Sera meint hingegen erst verächtlich, dass es sich hierbei um Dämonen handelt, und ist dann später noch weiter angewidert, als sie den Eindruck erhält, dass es sich hierbei nur um gewöhnliche elfische Magier handelt. Was aber im Wiederspruch zu Solas Bekenntnis ihrer Unsterblichkeit steht.

    In der Bibliothek in der zersplitterten Westentaschendimension hingegen bekommen wir den Eindruck, dass es sich allgemein bei den Elfen Arlathan eher um Geister des Nichts gehandelt haben, welche in einer immerwährenden, körperlosen Traumwelt lebten.
    Dieses würde zu Solas eigenen Charakteristiken passen, der eine Existenz als Wesen im Traum der Realität vorzieht und Geister über die Sterblichen stellt.
    Sind Solas, Fen'Harel, Elgar'nan, Mythal & Co somit einfach nur sehr machtvolle Geister des Nichts?
    Gleichzeitig finden sich in der Bibliothek aber auch Dokumente, welche belegen, dass die Elfen Arlathans dabei waren das Nichts zu erforschen, wie es Jahrhunderte später das Reich von Tevinter ebenfalls versuchte. Etwas, was denjenigen der Elfen, welche niemals die materielle Welt betreten hatten, offenbar weit einfacher fiel als diejenigen welche letztere Welt betreten hatten. Was einerseits die These unterstützt, dass die ersten dieses Volkes schlicht Geister des Nichts waren, welche allmählich in die materielle Welt übersiedelten. Auf der anderen Seite steht der Wiederspruch, dass die Geister/ Elfen versuchten das Nichts zu erforschen, was für Geistwesen von keinerlei Interesse sein sollte, da es ja ihre Heimat ist und sie diese jederzeit nach ihren Willen formen können.
    (Es sei denn da ist ETWAS im Herzen, was sie unbedingt betreten wollen, weil sie es stets in der Entfernung sehen aber niemals erreichen können *Räusper*)

    Und auch wenn ich hoffe, dass Bioware niemals das wahre Wesen des Pantheon aufklärt, würde mich doch einmal Eure Meinung dazu interessieren?

    Und seht ihr die hier beschriebenen Wiedersprüche bisher eher als Unachtsamkeit der Autoren oder doch als Puzzlestücke eines Gesamtbildes?

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 15.03.2019 at 17:39.
  3. #263 Reply With Quote
    Schwertmeisterin Prifea's Avatar
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    Ich denke, dass es tatsächlich ganz normale Elfen gewesen sind.
    Allerdings hoben sie sich durch große Taten und Fähigkeiten besonders hervor.
    Und irgendwann war ihre Legende so groß, dass man anfing sie als Götter zu verehren.

    Einige, wenige Historiker (die bereit dazu sind, über den Tellerrand zu denken)
    Sind ja auch der Meinung, dass Götter aus früheren Epochen tatsächlich lebende Menschen gewesen sein könnten. Die sich eben so besonders hervor taten, durch Weisheit, Stärke, Führungsqualitäten, oder "magische" Kenntnisse. Dass man irgendwann einfach dazu übergegangen ist, sie als Götter zu verehren.
    Gerade bei den alten Ägyptern, würde es sogar sehr viel Sinn ergeben. Oder bei den antiken Griechen. Aber auch bei alten, heidnischen Göttern.

    Schaut man sich diese "Gottheiten" übrigens an, dann ist "Unsterblichkeit" meist tatsächlich lediglich als ewiges Leben gemeint. Und es gibt Hinweise darauf, dass diese alten Götter durchaus sterben konnten.
    Besonders faszinierend ist hierbei die Gottheit Thoth (Ägyptisch). Hermes (Griechisch), Merkur (Römisch).
    Denn bei dieser Gottheit handelt es sich, in allen drei Kulturen, um ein und dieselbe Gottheit.
    (Von Unterschieden in der Darstellung einmal abgesehen)

    Hier wäre wieder die Parallele zu sehen, in Bezug auf Dragon Age.
    Denn scheinbar waren die Elfen Götter ja durchaus dazu imstande zu sterben. (Durch Gewalt)


    Die Wiedersprüche sind (für mich) ganz eindeutig, Unachtsamkeit der Autoren.
    Der durchschnittliche Fan, achtet wenig auf Logikfehler wenn ihm etwas gefällt.
    Und bei den ganzen, zahlreichen Retcons haben die Autoren hier einfach die Übersicht verloren.

    Bestens zusehen am Plot mit den "Alten Drachengöttern" aus Tevinter.
    Hier war eindeutig mal mehr geplant, selbst im Dragon Age 2 Legacy DLC gibt es dazu noch Hinweise.
    Und irgendwie....scheint die Sache, wie auch das "God Childe" inzwischen einfach unter den Teppich gekehrt worden zu sein....

    Und in Dragon Age Origins, war Flemeth auch noch nicht Mythal, und es war auch (zu dem Zeitpunk) nicht beabsichtigt, dass sie jemals etwas anderes sein sollte, als eine mysteriöse, mächtige Kreatur.
    Und zwar eine Kreatur, von eindeutig böser Natur. Über deren Entstehung es zwar zahlreiche Geschichten gab, von denen aber keine die ganze Wahrheit erzählte.
    (Wenn gleich auch alle Versionen davon sprachen, dass sie ursprünglich eine ganz normale Frau/Magierin gewesen sein muss.)
    "We may never know, Uther. I intend to live forever."
    Prifea is offline Last edited by Prifea; 16.03.2019 at 20:43.
  4. #264 Reply With Quote
    Deus Dukemon's Avatar
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    In DAO hätte Flemeth auch noch zur Gruppe um Gaxkhan, Xebenkeck und Imshael gehören können.^^
    Dukemon is offline
  5. #265 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Prifea View Post
    Ich denke, dass es tatsächlich ganz normale Elfen gewesen sind.
    Also 'normal' ist das nicht was Solas/ Fen'Harel im Finale vom DLC 'Eindringling' abzieht.

    Ich meine, welcher normale Elf kann eine ganze Armee per Gedankenkraft in Stein verwandeln, und das sogar ohne sie überhaupt anzusehen? Auch wird ein normaler Elf nicht einfach die Zeit anhalten können, um den Inquisitor so genügend Zeit zu geben sich mit ihn zu unterhalten, bevor das Mal ihn tötet.
    Und im Hauptspiel versucht sich Solas ja zudem als Freddy Krüger indem er in den Traum des Inquisitors eindringt und ihn diesen erleben lässt als wäre es die Realität.
    Ebenso werden normale Elfen nicht die Essenz von anderen Lebewesen in sich aufnehmen können um so ihre Fähigkeiten zu übernehmen, wie Solas/ Fen'Harel in Epilog des Hauptspieles mit Mythal getan hat um seine Göttlichkeit wiederzuerlangen.

    Und auch Mythal scheint die Jahrtausende seit den Fall von Arlathan recht gut überstanden zu haben. Nicht nur, dass sie wie ein Parasit von Wirtskörper zu Wirtskörper wechselt, sie kann auch an mehreren Orten gleichzeitig sein. Siehe DA 2 wo sie aus den Amulett aufsteigt, welchen sie Hawke zuvor gegeben hat, obwohl der Wächter sie zu diesen Zeitpunkt in Drachenform in der Korcari Wildnis erschlagen hat, oder besagter Szene in DA:I wo Mythal den Inquisitor in Geistform bei der Quelle der Trauer hilft, obwohl sich gleichzeitig noch irgendwo als Flemeth herumläuft.
    P.S. hier ist es interessant zu erwähnen, dass besagte Geistform bei der Quelle KEINE Elfe ist, ebenso wie Flemeth sehr über den Umstand amüsiert ist, als der Inquisitor meint dass sie als Elfengott doch wenigstens wie eine Elfe aussehen müsste. Was zeigt, dass Mythal keinen Wert auf eine rassenspezifische Form legt.

    All dieses legt eigentlich nahe, dass es sich hierbei nicht um normale Elfen handelt. Zudem Solas, ähnlich wie Flemeth, sehr spöttisch reagiert als der Inquisitor im Gespräch, nach den Ereignissen im Winterpalast, meint Solas sei ein Elf.
    'Warum sollte es mich kümmern was mit Briala....Oh, JA, NATÜRLICH, weil ich auch ein ELF bin!' - Kleiner Versprecher Fen'Harel?
    Gleichzeitig reagiert Solas wiederum sehr verärgert, wenn der Inquisitor ihn gegenüber, in einen der ersten Gespräche in Haven, behauptet, dass Geister des Nichts keine vollwertigen/ echten Personen sind. So als hätte der Inquisitor ihn soeben persönlich beleidigt.

    Hinzu kommt, wie gesagt, dass Solas/ Fen'Harel selber meint, dass man Wesen wie sie niemals vollständig vernichten kann, und er daher das restlichen Pantheon nur überlisten und einkerkern konnte.
    Was wiederum im Prinzip keine normalen Elfen beschreibt, wohl aber Wesen des Nichts.

    Womit wir zu den Punkt gekommen sind, wo Fen'Harel sich als Schöpfergott versucht, und, um den restlichen Pantheon einzukerkern, die Schöpfung in mindestens zwei, wenn nicht sogar mehr, separate Welten teilt.

    Zudem im Nichts durchaus Geister und Dämonen gibt, welche gottgleiche Macht haben, und daher von einigen Völkern tatsächlich als Götter verehrt werden. Siehe den Wintergott Hakkon im DLC 'Hakkons Fänge', welcher, nachdem er einen Drachen im Besitz genommen hat und so den Schleier überwunden, durchaus in der Lage gewesen wäre die materielle Welt vollständig einzufrieren.
    Und auch er kann nicht getötet werden, sondern kehrt, nachdem der Inquisitor seinen Wirtskörper zerstört hat, schlicht ins Nichts zurück um dort erneut zu erstarken.

    Oder nehmen wir den 'Titanen' im DLC 'Der Abstieg' der aus sich selber heraus eine eigenen pulsierende Welt, komplett mit Sonne und Flora und Fauna, erschaffen hat, und somit auch einen Akt begangen, welche man mit einen Schöpfergott in Verbindung bringen könnte.

    So gesehen ist DA voller gottgleicher Wesen oder Götter, und daher überrascht es mich, dass du vermutest dass es sich bei den Pantheon um normale Elfen gehandelt haben muss.



    Bestens zusehen am Plot mit den "Alten Drachengöttern" aus Tevinter.
    'Hakkons Fänge' greift die Thematik mMn noch einmal sehr schön auf, mit einen großen 'Aha!' Effekt am Ende. Denn dort übernimmt der Wintergott der Avvar ja auch einen Hochdrachen und wir dadurch zu etwas, was durchaus der Beschreibung der Tevinter Drachengötter entsprechen könnte.
    Ebenso war Hakkon in all den Jahrhunderten im Drachenkörper in seinen Tempel gefangen, wie auch die Tevinter Drachengötter seit Jahrtausenden unter der Erde eingekerkert sind.

    Ich denke Bioware will den Spieler damit unmissverständlich die wahre Natur der Drachengötter vermitteln. So dass sich nur noch die Frage stellt, welche Geister des Nichts denn dort im Drachenkörper in den Tiefen Wegen auf ihre Befreiung harren.

    Was die ursprüngliche Idee hinter den Drachengöttern in DA ist, denke ich, hat sich Bioware hingegen lediglich vom christlichen Motiv, der Vertreibung Luzifers aus den Himmel, inspirieren lassen. Sehen wir davon ab, dass es bei DA sieben sind und nicht nur einer, sind die Parallelen unverkennbar. Zudem Luzifer selber, vor seinen Sturz in Drachengestalt, der Engel der Schönheit war, ebenso wie der in DA:O auftauchende Urthemiel vor seinen Sturz der Gott der Schönheit war.
    Und wenn du die übrigen Namen der Drachengötter Tevinters einmal im Google eingibst und die DA Einträge ignorierst, wirst du feststellen, dass es sich hierbei allesamt um die Namen von Engeln handelt.
    Noch deutlicher kann Bioware die Herkunft ihrer Idee nicht umsetzen.

    Wenn wir jetzt das Konzept von Engel auf DA übertragen, haben wir Geister des Nichts, welche Drachenkörper in Besitz nahmen (und irgendwie als Gefangene eingekerkert unter der Erde landeten - wobei Bioware ja hier das selbe Motiv wie bei Luzifer nutzt, dass es eine Bestrafung für ihren Hochmut war als Gott angebetet werden zu wollen), womit wir wieder beim DLC 'Hakkons Fängen' wären.

    Das zudem, anders als 'Der Abstieg', keinen Retcon darstellt, sondern durchaus im Einklang steht mit der bisherigen Lore.

    Und in Dragon Age Origins, war Flemeth auch noch nicht Mythal, und es war auch (zu dem Zeitpunk) nicht beabsichtigt, dass sie jemals etwas anderes sein sollte, als eine mysteriöse, mächtige Kreatur.
    Und zwar eine Kreatur, von eindeutig böser Natur. Über deren Entstehung es zwar zahlreiche Geschichten gab, von denen aber keine die ganze Wahrheit erzählte.
    Wobei ich im Bezug zu DA:I noch immer hoffe, dass Flemeth bei ihren Auftritt dort nur sentimental bzw. senil war, da sie bereits wusste, dass Fen'harel kommen und ihre Essenz rauben würde. Warum also in ihren letzten gemeinsamem Moment Morrigan nicht bezüglich ihrer ursprünglichen Absichten belügen und nun die missverstandene Wohltäterin spielen?

    Wäre Flemeth sich ihres baldigen Todes durch Fen'Harel nicht bewusst gewesen, und somit ihrer bestehenden Macht sicher, hätte sie bestimmt in besagter Szene mit Morrigan stattdessen gerufen, während Flemeth ihr die Hand entgegenstreckt:

    'Come to the dark side i have Cookies!'
    Womit Flemeth bereits Kieran auf ihre Seite gezogen hat.

    Und ihre Tochter anschließend, wenn Morrigan sich weigert sich ihr zu unterwerfen, mit roten Blitzen aus ihren Händen, wie besagte Cookies, knusprig braun gebraten, um anschließend mit Kieran (ihren baldigen neuen Wirtskörper) zu entschwinden.



    Zumindest finde ich diese Erklärung ansprechender... und auch nachvollziehbarer, als David Gaiders Versuch bei seinen Weggang Flemeth in letzter Sekunde noch zur missverstandenen Heldin umzudichten.

    (Wenn gleich auch alle Versionen davon sprachen, dass sie ursprünglich eine ganz normale Frau/Magierin gewesen sein muss.)
    Ich denke sogar, dass die ursprüngliche Frau lange tot ist, und der Wächter bereits in DA:O nur noch mit den Ding kommuniziert, das einst ihren Körper übernommen hat. Ebenso macht DA:O eigentlich durch Morrigans Entdeckung im Zauberbuch recht unmissverständlich klar, dass besagte Frau in DA:O nicht einmal mehr die ursprüngliche Flemeth ist, sondern lediglich der letzte ausgehöhlte Wirtskörper eines unbekannten Opfers, welche besagtes Ding seitdem im Verlauf der Jahrhunderte hintereinander in Besitz nimmt. - Ein grusliger Gedanke.

    Daher klingt es ja auch so drollig, wenn Flemeth in DA:I zu Morrigan im wolltätigen Ton meint, dass ihr nie Gefahr gedroht hat, da Flemeth keinen Wirtskörper übernehmen kann, wenn dieser nicht den Willen dazu hat.
    Und DA:I dabei glatt vergießt zu erwähnen, dass Flemeth es diesbezüglich nicht SO genau nimmt, und den geplanten Wirtskörper im Voraus schon einmal ein verzaubertes Kleidungsstück schenkt, welches den Träger willenlos macht.

    Was dieses Ding genau ist, das besagte Wirtskörper seit besagter Flemeth in Highever übernimmt, haben die Fans in DA:O sehr angeregt diskutiert und spekuliert.
    • Mein Favorit diesbezüglich damals war noch Fen'Harel. Und SEIEN wir ehrlich: Die Flemeth in DA:O hätte einen WEIT besseren Schreckenswolf Fen'Harel abgegeben als das wehleidige Ei Solas.
    • Der zweite Platz ging dann mMn an Dumat. Etwas unwahrscheinlich, aber wenn wir davon ausgehen, dass der erste Graue Wächter stattdessen auch das dunkle Ritual vollzogen hatte, statt sich zu opfern, und der Orden dieses nur vertuscht um die nachfolgenden Wächter zum Selbstopfer zu bringen, wäre es nicht nur ein netter Twist gewesen, es macht auch besonders Sinn warum Flemeths unbedingt einen Wirtskörper für Urthemiel erschaffen will, indem sie ihre Tochter zuvor mit den Wächter ein entsprechendes Kind zeugen lässt.
    • Den Preis für den dritten Platz bekommt dann eine, von der Welt enttäuschten, und dementsprechend zynisch und verbittert gewordene Andraste.

    Auf die Idee, dass es sich hierbei um Mythal handelt ist wohl niemand vor DA 2 gekommen. Auch weil es, von den bisherigen Informationen zu Mythals, keinen Zusammenhang zu Flemeths Persönlichkeit gab. Selbst DA weiß sich nicht besser daraus zu reden, als zu sagen: 'Alle bisherigen Informationen zu Mythal waren falsch!'

    Naja, immerhin haben wir weiterhin noch Sandal (...als den Erbauer!).
    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 17.03.2019 at 13:34.
  6. #266 Reply With Quote
    Schwertmeisterin Prifea's Avatar
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    Oh ja....Fanfiction und Fan-Theorien...eine wahre Bereicherung, für das soziale Internet und die kreative Autoren Szene....
    "Sarkasmus Alarm"

    Fand die Flemeth ist Fen'Harel Theorie damals aber auch gut, und durchaus plausibel.
    Mit "ist Dumat" hätte ich auch noch leben können. Und es hätte einen Roten Faden gesponnen, zwischen Origins und seinen Nachfolger(n).

    Meine eigene, sinnige Theorie zu Sandal ist übrigens.
    "He is just Sandal"

    Tatsächlich halte ich ihn für einen (Kanner)Autisten oder vielleicht auch frühkindlichen Autisten.
    Und seine Inselbegabung/Spezialinteresse sind einfach "Verzauberungen" und magische Dinge.
    Und ja, ich mag den Kleinen und kann über ihn schmunzeln.
    (Hätte jetzt gerne einen Plüsch-Sandal zum knuddeln...)

    Und nein, ich fühle mich als "Autistin" nicht im geringsten beleidigt, durch seine Darstellung.
    (Das haben viele Hollywood Filme schon deutlich überzogener und schlechter gemacht)
    "We may never know, Uther. I intend to live forever."
    Prifea is offline
  7. #267 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Prifea View Post
    Meine eigene, sinnige Theorie zu Sandal ist übrigens.
    "He is just Sandal"
    Das traurige bei Sandal ist ja, dass Spieler seit DA:O sich sagen: 'Sandal benimmt sich seltsam. DA MUSS ein Mysterium dahinter stecken!' Seitdem nicht von dieser Meinung abweichen und von Bioware verlangen dass die Sandals Geheimnis endlich auflösen. Und einfach keiner auf die Idee kommt, dass Sandal einfach eine Form von Behinderung hat.
    Wobei bei mir dieses niemals außer Frage stand, da ich selber ein Familienmitglied mit einer Behinderung habe, und Sandal von Anfang an als einen solchen Menschen gesehen habe.



    Ansonsten mag ich den 'Sandal ist der Erbauer' Twist - als Running Gag.

    Es gab kein Wort
    für Himmel oder Erde, Meer oder Luft.
    Es gab nur das Schweigen.
    Dann erklang die Stimme des Erbauers,
    sprach das erste Wort,
    'Verzauberungen!'
    und sein Wort wurde alles, was sein würde.



    Und habe stets auf einen finalen Fight gehofft, wo Flemeth und Sandal/ der Erbaues es ein für allemal in bester Mortal Kombat Manier austragen.
    maekk03 is offline
  8. #268 Reply With Quote
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    Einfach weil es mir vor kurzen durch den Kopf ging:

    Was hat es überhaupt mit den Retcons auf sich, welche Alistair, Morrigan und Leliana in DA:O nun zu Teenies machen? Alistair ist dank Retcon inzwischen sogar der Älteste in der Gruppe mit 'gerade 20 geworden', während Leliana und Morrigan mit 18 soeben erst die Volljährigkeit erreicht haben.

    Ich kann mich noch daran erinnern, dass beim Release von DA:O die drei von den Spielern fast ausnahmslos allesamt auf Ende 20/ Anfang 30 geschätzt worden waren. Das selbe Alter besitzen Alistair, Morrigan und Leliana auch, wenn man im Editor die Einstellungen überprüft. Die genaue Zahlen habe ich jetzt nicht im Kopf, aber Alistair und Morrigan sind dort beide über 30 Jahre alt.
    Und auch, wenn man diese Charaktere, ohne Kenntnisse des Retcons , in DA:O erlebt wirken Alistair, Morrigan und Leliana weiterhin wie Erwachsene um die 30 Jahre, die lediglich bisher nichts aus ihren Leben gemacht haben, und nicht wie Jugendliche, welche gerade eben ganz knapp die Volljährigkeit überschritten haben, damit der Wächter sich nicht strafbar macht wenn er mit ihnen schläft.



    Irgendjemand sollte den verantwortlichen Autoren bei Bioware, und besagten Fans, welche diesen Retcon feiern, einmal mitteilen, dass ein Mensch mit Ende 20/ Anfang 30 kein Greis ist.

    Wobei... *überleg* dann könnte ich ab morgen bereits meinen Altersruhestand antreten und Rente verlangen. So eine Sichtweise hätte also durchaus auch seine Vorteile. Nur bezweifle ich dass die Regierung es ebenso sehen wird...

    Fact ist aber, dass dieses mal wieder einer dieser typischen Retcons bei DA ist, die nichts zum Charakter beitragen, sondern diese/n lediglich verschlimmbessern. Da Alistair, Morrigan und Leliana als Teenager in DA:O völlig unglaubwürdig sind.
    Vergleichbar mit den Unfug im Bezug zu Alistairs Mutter, wo Fiona auch nichts zu seinen Charakter beigetragen hat, er aber in DA:O jetzt zur Witzfigur wird.

    Womit Alistair es noch am schlimmsten trifft. Immerhin wurde er inzwischen, im Gegensatz zu Morrigan und Lelians, doppelt verschlimmbessert...
    Moment! Sogar DREIFACH... wenn ich mich recht erinnere, ist er inzwischen auch eine Art Drachenblut.



    Wirkliche Bioware, was soll der Sch..ß?

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 02.05.2019 at 15:00.
  9. #269 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Einfach weil es mir vor kurzen durch den Kopf ging:

    Was hat es überhaupt mit den Retcons auf sich, welche Alistair, Morrigan und Leliana in DA:O nun zu Teenies machen? Alistair ist dank Retcon inzwischen sogar der Älteste in der Gruppe mit 'gerade 20 geworden', während Leliana und Morrigan mit 18 soeben erst die Volljährigkeit erreicht haben.

    Ich kann mich noch daran erinnern, dass beim Release von DA:O die drei von den Spielern fast ausnahmslos allesamt auf Ende 20/ Anfang 30 geschätzt worden waren. Das selbe Alter besitzen Alistair, Morrigan und Leliana auch, wenn man im Editor die Einstellungen überprüft. Die genaue Zahlen habe ich jetzt nicht im Kopf, aber Alistair und Morrigan sind dort beide über 30 Jahre alt.
    Und auch, wenn man diese Charaktere, ohne Kenntnisse des Retcons , in DA:O erlebt wirken Alistair, Morrigan und Leliana weiterhin wie Erwachsene um die 30 Jahre, die lediglich bisher nichts aus ihren Leben gemacht haben, und nicht wie Jugendliche, welche gerade eben ganz knapp die Volljährigkeit überschritten haben, damit der Wächter sich nicht strafbar macht wenn er mit ihnen schläft.



    Irgendjemand sollte den verantwortlichen Autoren bei Bioware, und besagten Fans, welche diesen Retcon feiern, einmal mitteilen, dass ein Mensch mit Ende 20/ Anfang 30 kein Greis ist.

    Wobei... *überleg* dann könnte ich ab morgen bereits meinen Altersruhestand antreten und Rente verlangen. So eine Sichtweise hätte also durchaus auch seine Vorteile. Nur bezweifle ich dass die Regierung es ebenso sehen wird...

    Fact ist aber, dass dieses mal wieder einer dieser typischen Retcons bei DA ist, die nichts zum Charakter beitragen, sondern diese/n lediglich verschlimmbessern. Da Alistair, Morrigan und Leliana als Teenager in DA:O völlig unglaubwürdig sind.
    Vergleichbar mit den Unfug im Bezug zu Alistairs Mutter, wo Fiona auch nichts zu seinen Charakter beigetragen hat, er aber in DA:O jetzt zur Witzfigur wird.

    Womit Alistair es noch am schlimmsten trifft. Immerhin wurde er inzwischen, im Gegensatz zu Morrigan und Lelians, doppelt verschlimmbessert...
    Moment! Sogar DREIFACH... wenn ich mich recht erinnere, ist er inzwischen auch eine Art Drachenblut.



    Wirkliche Bioware, was soll der Sch..ß?


    Der Grund dafür nennt sich...."Generation:FanFiction" oder auch aka "Generation Millenials."
    Kurze Anmerkung: FanFictions sind nicht grundsätzlich schlecht, sowas behaupte ich überhaupt nicht. Aber zu gefühlten 95%, bestehen die Geschichten auf den großen deutschen und englischen FanFiction Seiten aus literarischem Mist...
    Es sind furchtbar schlechte Love Storys, mit fragwürdigen sexuellen Fantasien.
    Und die Protagonisten sind meistens höhstens 20 Jahre jung... häufig sogar knapp 18 oder noch jünger. Eben weil diese "FanFiction Sch..ße" leider angefangen hat damit, die Fantasy Roman Szene zu infizieren. Und viele der Autoren, die mit FanFiction angefangen haben, machen sich nach und nach nun auch in der Gamin Szene breit. Ganz besonders bei Fantasy RPGs.

    Nimm mal die Autorin, die mit Recht für das miese Addon von BG1 "Siege of Dragonspear" kritisiert worden ist. Die Gute hat angefangen mit....FanFiction...

    Wie gesagt, es gibt auch Ausnahmen. Die wenigen FanFictions, die wirklich gut sind, sind nicht selten auch wirklich "Verdammt Gut".
    Aber die werden von Autorinnen und Autoren verfasst, die da nicht ihre pubertärten, feuchten Teenager Träume verwirklichen...und fragwürdige Sex-Fantasien...
    (Ich bin manchmal bei FanFiction.de unterwegs, und frage mich ernsthaft. Wann sind Vergewaltigungen..."heiß" geworden...)

    Und hier ist die Verbindung, wegen dem Mist mit den ganzen Retcons.
    Die Generation "FanFiction" will möglichst junge...am besten ewig junge Protagonisten...

    Am besten können alle Protagonisten auch noch perfekt kämpfen....
    Jeden Gegner überreden, egal wie dämlich sie sich dabei anstellen...
    Schlösser knacken...obwohl sie es nie gelernt haben....
    Nennen wir es beim Namen, am liebsten mag Generation FanFiction "Mary Sue" und "Gary Stu" als Protagonisten.

    Man möchte alles können, Skillsysteme sollten möglichst so einfach gehalten sein, dass ein dementer Bonobo Affe sie meistern kann....
    Und Charakterwerte sollten keine Rolle spielen. Lieber ein hübsches Rad, mit wenigen Gesprächsoptionen, die darauf hinaus laufen, dass mein Charakter alles kann...wann ich es will.
    Scheiß auf Rollenspiel und Attribute, sowas ist ja diskriminierend....

    Es kommt auch noch hinzu.
    Im Gegensatz dazu, was manche Fans mit ihren völlig wirren Theorien glauben wollen.
    Machen sich die, häufig auch noch wechselnden, Autoren eines Games wie Dragon Age:Origin überhaupt keine Gedanken über den nächsten Teil. Bis sie den Auftrag bekommen, die Geschichte dafür zu schreiben.

    Nun haben diese Autoren zwischenzeitlich an mehreren, anderen Projekten gearbeitet.
    Sprich, sie haben sich nie um eine Fortsetzung Gedanken gemacht. Und wissen teilweise gar nicht mehr, was sie im Detail für die Hintergrundgeschichte des ersten Teils geschrieben, sich gedacht und ausgearbeitet haben.
    Außerdem haben sie zwischenzeitig tolle Ideen gehabt, die sie nun umsetzen wollen, egal ob es in das Grundgerüst des Vorgängers passt und Sinn ergibt, oder nicht.
    (Siehe Flemeth Retcon, zum Beispiel)

    Und dann kommt noch der Faktor hinzu, dass der Publischer und Entwickler plötzlich gewisse Dinge anders haben wollen. Und neue Dinge drin haben möchten, die unbedingt rein müssen...weil sie ja cool sind.
    Außerdem gehen manche Entwickler inzwischen auch dazu über, zu sehr auf gewisse Fans in ihren Foren zu hören.

    Größtes Problem, was ich auch für DA4 kommen sehe. Sind natürlich wechselnde Autoren.
    Einfach weil unterschiedliche Autoren völlig anders denken, völlig anders schreiben und völlig andere Vorstellungen von gewissen Dingen haben.

    Bestes Beispiel.
    Siehe Mass Effect 3.
    Der Autor von Mass Effect 1+2 hatte etwas völlig anderes geplant, über die Motive der Reaper und warum sie so handeln. Und dann kommt "der neue Lead-Writer" bei Teil 3 mit diesem Mist an, wie dem völlig pseudo-philosophischen "Star Childe". Was jede menge plappert, ohne dass irgendwas davon einen Zusammenhang hat oder einen Sinn ergibt.
    Ja, der ganze Star Childe Part ergibt null Sinn. Ebenso wie den Mist was dieses Etwas labert.
    Eine Story wird nicht automatisch tiefgründig, nur weil pseudo-tiefgründiger 0815 Sience Fiction Mist gelabert wird.
    (Abgesehen davon, dass je nach vom Spieler erzeugten Plotverlauf das ganze Gelaber des Star Childes wiederlegt wird.)

    Wie schön wäre es, mal wieder ein Fantasy RPG Franchise zu bekommen.
    Was nicht mit jedem Teil einen Retcon erlebt. Sondern welches konsequent seiner Linie, und den aufgestellten Regeln der eigenen Welt folgt.

    Ja, ich muss beim dem "Zeitreise Part" in Inquisiton heute noch die Augen verdrehen...

    Jeder gute Fantasy Autor, versucht Zeitreisen möglichst konsequent zu vermeiden.
    (Sie sind sogar in einer Liste aufgeführt, für Dinge die angehende Fantasy Autoren vermeiden sollten.)
    Aus dem einfachen Grund. Zeitreisen sind einfach Mist. Sie führen zu Inkonsequenzen, Plotholes und Deus Ex Machina Momenten.
    "We may never know, Uther. I intend to live forever."
    Prifea is offline
  10. #270 Reply With Quote
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    Lorsch im wirklichen Leben... ansonsten Mittelerde, Hogwarts, Star-Wars-Universum, Marvel-Universum oder Faerûn
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    Das Problem bei vielen FanFics ist, dass sich die Autoren oft, deutlich überschätzen. Ich meine, jedem Hobby-Autor der gerne schreibt sein Hobby, aber viele von den Leuten nehmen sich einfach viel zu wichtig und das ist das Problem. Facfiction-Schreiber für Filme oder Spiele zu nehmen ist meistens eine schlechte Idee, weil diese viel zu sehr versuchen, der Sache ihren eigenen Stempel aufzudrücken und dabei das eigentlich wichtige aus den Augen verlieren. Ich schriebe selbst ab und zu mal kleinere Geschichten, durchaus auch mit pikanteren Inhalten, aber ich würde nie auf die Idee kommen zu versuchen, das als große literarische Kunst vermarkten oder aufbauschen zu wollen. Die Personen, die es bis jetzt gelesen haben, waren davon angetan und fanden Gefallen daran, mehr Anspruch habe ich nicht und den sollten auch die Fan-Fiction-Autoren nicht haben. Zumindest in den meisten Fällen, bei denen die Fics halt nicht so wirklich für Höheres taugen.
    Das Fell wird dünner und leerer der Becher, der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.
    Der Kummer ist tiefer, der Trost scheint schwächer und es heilt nicht alles mehr.
    Wo ist meine Sorglosigkeit geblieben? Was machte Erkenntnis daraus?
    Manchmal wünscht' ich, es wär nochmal Viertel vor Sieben und ich wünschte, ich käme nach Haus.
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  11. #271 Reply With Quote
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    Nimm mal die Autorin, die mit Recht für das miese Addon von BG1 "Siege of Dragonspear" kritisiert worden ist. Die Gute hat angefangen mit....FanFiction...
    Moment IST 'Siege of Dragonspear' keine Fan-Fiction? Jetzt bin ich etwas irritiert...

    Ich meine alleine die Anwesenheit von Mary Sues, wie Schael Corwin, die gleichzeitig Karriere als Berufssoldatin macht und vorbildliche, alleinerziehende Mutter ist (und jetzt sage mir, was an dieser Darstellung falsch ist), lassen doch keinen anderen Schluss zu, oder?





    Und hier ist die Verbindung, wegen dem Mist mit den ganzen Retcons.
    Die Generation "FanFiction" will möglichst junge...am besten ewig junge Protagonisten...
    Und genau das erschließt sich für mich nicht. Nicht das es einen Unterschied macht, da in den DA Spielen das Alter von Alistair, Morrigan und Leliana sowieso nicht angesprochen wird, und man es daher nur herausfindet wenn man sich auf diversen Wikis und Fan-Seiten umsieht. Ganz zu schweigen, von den ganzen Mods u.a. auf Nexus, welche Alistair, Morrigan und Leliana nicht kindlich jung genug erscheinen lassen können.
    Aber seit wann ist es unattraktiv geworden kein Teenager mehr zu sein?

    Ich kann mir das auch nicht damit erklären, dass Bioware damit eine jüngere Zielgruppe ansprechen will. Denn die Generationen davor, zu welchen wir ja auch inzwischen mehr oder weniger gelten *räusper* hatten nie Probleme damit als Kinder/ Jugendliche Charaktere in der Fiction zu begleiten, welche älter waren als sie selber.

    Oder hat jemand von Euch beim Erleben von Star Wars als Kind/ Jugendlicher gedacht, nur so als spontanes Beispiel, : 'Luke, Leia und Han Solo sind ja viel älter als ich! Star Wars ist Scheiße!'
    Apropos Luke, den haben sie ja auch inzwischen durch ein Retcon auf 'in Episode 4 ist er 17 Jahre alt' heruntergedummt.
    Ich meine: WAS ist los mit der Unterhaltungsindustrie?

    Die Antwort lautet: NEIN, ob uns Star Wars gefallen hat oder nicht hatte nichts mit den Alter der Hauptcharaktere zu tun.

    Zudem auch moderne Mainstreamtitel keine Teenager als Helden zeigen und trotzdem bei der Jugend populär sind.

    Daher kann ich mir schwerlich vorstellen, dass unsere heutige Jugend so verkorkst ist, dass sie sich weigern sich irgendeine Fiction anzutun, welche nicht ihre eigene Altersgruppe repräsentiert?

    Müsste dass dann nicht automatisch bedeuten, dass Alistair, Morrigan und Leliana in DA:I gerade aus der Kryokammer gekommen sind, in welcher sie seit DA:O die gesamte Zeit verbracht haben, bis auf den kurzen Moment des Gastauftrittes in DA 2, damit besagte Spieler dort nicht mit Charakteren konfrontiert werden, die älter sind als sie selber?

    Warum ist ein/e 30 jährige/r Alistair, Morrigan und Leliana in DA:I Okay und in DA:O ein NoGo?
    Oder geht es schlicht darum, dass bei einen Alter um die 30 Jahre bei DA:O die drei in DA:I bereits die 40 erreichen?
    Tja, ich kann euch sagen, dass auch die 40 keine Zahl ist bei welcher der Mensch heutzutage alt ist. Zudem viele der anderen Hauptcharaktere in DA:I ja auch keine jungen Küken mehr sind und sich mal mehr mal weniger auch um die 40 Jahre bewegen

    Ich verstehe es einfach nicht.

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 02.05.2019 at 18:15.
  12. #272 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Moment IST 'Siege of Dragonspear' keine Fan-Fiction? Jetzt bin ich etwas irritiert...

    Ich meine alleine die Anwesenheit von Mary Sues, wie Schael Corwin, die gleichzeitig Karriere als Berufssoldatin macht und vorbildliche, alleinerziehende Mutter ist (und jetzt sage mir, was an dieser Darstellung falsch ist), lassen doch keinen anderen Schluss zu, oder?







    Und genau das erschließt sich für mich nicht. Nicht das es einen Unterschied macht, da in den DA Spielen das Alter von Alistair, Morrigan und Leliana sowieso nicht angesprochen wird, und man es daher nur herausfindet wenn man sich auf diversen Wikis und Fan-Seiten umsieht. Ganz zu schweigen, von den ganzen Mods u.a. auf Nexus, welche Alistair, Morrigan und Leliana nicht kindlich jung genug erscheinen lassen können.
    Aber seit wann ist es unattraktiv geworden kein Teenager mehr zu sein?

    Ich kann mir das auch nicht damit erklären, dass Bioware damit eine jüngere Zielgruppe ansprechen will. Denn die Generationen davor, zu welchen wir ja auch inzwischen mehr oder weniger gelten *räusper* hatten nie Probleme damit als Kinder/ Jugendliche Charaktere in der Fiction zu begleiten, welche älter waren als sie selber.

    Oder hat jemand von Euch beim Erleben von Star Wars als Kind/ Jugendlicher gedacht, nur so als spontanes Beispiel, : 'Luke, Leia und Han Solo sind ja viel älter als ich! Star Wars ist Scheiße!'
    Apropos Luke, den haben sie ja auch inzwischen durch ein Retcon auf 'in Episode 4 ist er 17 Jahre alt' heruntergedummt.
    Ich meine: WAS ist los mit der Unterhaltungsindustrie?

    Die Antwort lautet: NEIN, ob uns Star Wars gefallen hat oder nicht hatte nichts mit den Alter der Hauptcharaktere zu tun.

    Zudem auch moderne Mainstreamtitel keine Teenager als Helden zeigen und trotzdem bei der Jugend populär sind.

    Daher kann ich mir schwerlich vorstellen, dass unsere heutige Jugend so verkorkst ist, dass sie sich weigern sich irgendeine Fiction anzutun, welche nicht ihre eigene Altersgruppe repräsentiert?

    Müsste dass dann nicht automatisch bedeuten, dass Alistair, Morrigan und Leliana in DA:I gerade aus der Kryokammer gekommen sind, in welcher sie seit DA:O die gesamte Zeit verbracht haben, bis auf den kurzen Moment des Gastauftrittes in DA 2, damit besagte Spieler dort nicht mit Charakteren konfrontiert werden, die älter sind als sie selber?

    Warum ist ein/e 30 jährige/r Alistair, Morrigan und Leliana in DA:I Okay und in DA:O ein NoGo?
    Oder geht es schlicht darum, dass bei einen Alter um die 30 Jahre bei DA:O die drei in DA:I bereits die 40 erreichen?
    Tja, ich kann euch sagen, dass auch die 40 keine Zahl ist bei welcher der Mensch heutzutage alt ist. Zudem viele der anderen Hauptcharaktere in DA:I ja auch keine jungen Küken mehr sind und sich mal mehr mal weniger auch um die 40 Jahre bewegen

    Ich verstehe es einfach nicht.



    Eher schon Parodie, als Fanfiction.
    Könnte so glatt aus "Die Ritter der Kokosnuss" oder ähnlichem stammen. xD

    Aber laut neuster DnD Edition...sollen Elfen ja "Genderfluid" sein....

    (Kann mich mal bitte jemand kneifen? Ich glaube ich bin einem Alptraum gefangen, und kann nicht aufwachen. Politische Agendas haben mein Lieblingsgenre "Fantasy" infiziert...und ruiniert)

    maekk03...ich kann dir hier glaube ich...keine zufriedenstellende Antwort geben.
    Weil ich es selbst nicht verstehe...

    Keine Ahnung, warum inzwischen alle Helden 13 oder jünger sein müssen...
    Keine Ahnung, warum brutale Mörder, sadistische Antihelden und Soziopathen die neuen, feuchten Träume einer Generation sind.
    Keine Ahnung, warum gut geschriebene Helden, mit Moral und Wertvorstellungen uninteressant sind.

    Ich weiß es nicht.

    Man könnte darin ein bisschen die Allegorie zu unserer eigenen Gesellschaft vermuten. Wie es stets in der Popkultur der Jahrzehnte der Fall gewesen ist.

    Ich selbst lese aktuell eine Fantasy Reihe, wo der Held/Protagonist zu Beginn tatsächlich schon 50 ist. Und keiner seiner Gefährten ist jünger, als 30.
    Funktioniert super.
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    Prifea is offline
  13. #273 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Prifea View Post
    Aber laut neuster DnD Edition...sollen Elfen ja "Genderfluid" sein....
    Ähem... WIE soll das funktionieren? Verfügen die Elfen dann nur noch über eine Kloake, wie die Vögel und Fische, statt über Geschlechtsteilen wie Menschen oder allgemein Säugetiere?

    Gruselig...



    Man stelle sich das bei DA vor: Der Moment, von welchen alle Solasmancers träumen, ist endlich da, Solas will den Geschlechtsakt mit ihnen vollziehen, entkleidet sich vor ihnen... und enthüllt... seine Kloake.



    maekk03...ich kann dir hier glaube ich...keine zufriedenstellende Antwort geben.
    Weil ich es selbst nicht verstehe...
    Vielleicht liegt es ja wirklich nur daran, dass viele Spieleschmieden, so deine Aussage, heutzutage Autoren einstellen, welche zuvor nur durch Fan-Fiction von sich Reden gemacht haben, und somit nicht einmal auf seriöse Werke zurückblicken können.

    Sieht man ja u.a. an Obsidians 'PoE 2: Deadfire', wo auch sofort ersichtlich wird, welche Art von neuen Autoren Obsidian hier beschäftigt hat, oder eben an Beamdogs 'Siege of Dragonspear'. Spielen sich allesamt wie eine schlechte Fan-Fiction aus den Internet.

    Hoffentlich reißt dieser Trend mit der Zeit wieder ab. Wobei man fairerweise NICHT gleich Laie mit Fan-Fiction Autor gleichsetzen sollte.

    maekk03 is offline
  14. #274 Reply With Quote
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    Hallo zusammen,

    beim Hören der Musik von Inon Zur, nach so langer Zeit, im besagten Thread

    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    • das Thema der dunklen Brut von Inon Zur,
      [Video]
      wo man alleine aufgrund der Musik sagen kann, ohne das Spiel zu kennen, dass sich hier eine zu Beginn nur groteske Bedrohung nach und nach, wie ein Waldbrand, zu etwas Infernalen, mit religiösen/ okkulten Motiv aufbaut, vor welchen es gegen Ende kein Entkommen mehr gibt. Was die dunkle Brut in DA:O perfekt beschreibt.

    • das Thema der Grauen Wächter von Inon Zur,
      [Video]
      wo man alleine aufgrund der Dudelsäcke den Eintrug erhält, dass hier eine mittelalterliche Armee in den Kampf zieht, kombiniert mit den abwechselnden Klängen von Triumph und Verzweiflung, den an Verrat erinnernden Geflüster, und einen okkult vorgetragenen Kredo des Ordens als kurz das Thema der dunklen Brut eingespielt wird, was die Grauen Wächter in DA:O perfekt beschreibt.
    ist mir wieder eingefallen, nicht nur wie großartig Inon Zur DA:O durch seine Musik trägt, sondern auch dass die Thematik dort, im Vergleich zu seinen Nachfolgern, so apokalyptisch und düster war, weil es den Anschein hatte eine Welt habe sich den Zorn eines Gottes (der Erbauer) zugezogen, aufgrund einer biblischen Sünde ihrer Vorväter (das betreten der goldenen Stadt als Synonym für den 'Turmbau von Babel', gleichsam wie die 'Vertreibung aus den Paradies').

    Es gab kein Entkommen für diese Welt, keine Möglichkeit besagten Gott in seine Schranken zu weisen (indem man ihn z.B. wie bei 'Gods of War' schlicht blutig die Rübe oder sonstige Körperteile abhaut ).
    Der Verführer selber (Der Drachengott, der statt des Erbauers angebetet werden wollte), welcher die Sterblichen in grauer Vorzeit zu besagter Sünde verleitet hatte, war zum unfreiwilligen Vollstrecker des Zorn besagten Gottes geworden (zum, die Verderbnis in sich tragenden, Erzdämon), und brachte nun den Untergang über die gesamte sterbliche Schöpfung.

    Lediglich ein selbstloses Opfer aus reiner Menschen-und Nächstenliebe heraus (oder ein schwarzer Pakt mit den Teufel *räusper* ) konnte die stattfindende Abrechnung mit der Menschheit am Ende noch abwenden und den Zorn besagten Gottes erneut wieder besänftigen... vorläufig.

    Im Prinzip handelt DA:O somit darüber wie die Hoffnung über die Verzweiflung siegt, und wie die Menschlichkeit über den Zorn siegt.
    Im kleinen, wie durch Loghains Geschichte, wie im Großen in Gestalt der fünften Verderbnis.

    Und ich muss sagen: ICH HABE ES GELIEBT. Liebe es immer noch!

    Schlicht aufgrund dieser individuellen, apokalyptischen Stimmung des unausweichlichen Verderbens, des Untergangs, durch den Zorn eines Gottes selber!
    Keine von Menschenhand erschaffene Apokalypse kann ein derartiges Gefühl der Hoffnungslosigkeit, der Endgültigkeit und Verzweiflung auslösen.
    Und darüber heraus einen größeren Triumph erschaffen, ein größeres Gefühl von Glück, einen Sieg der Menschlichkeit, wenn die Apokalypse dann doch noch im letzten Moment abgewandt wird.

    Zudem DA:O daraus heraus ein Ende erschafft, das durchaus zum Nachdenken anregen kann. Der Wächter (egal welcher) opfert am Ende sein eigenes um das Leben aller Menschen auf der Welt zu retten. Oder, Alternativ, war es die Selbstrettung des Lebens des Wächters wirklich wert besagten schwarzen Pakt geschlossen zu haben, dessen Konsequenzen nicht abzusehen sind?

    Um dieses Szenarium zu verstehen und genießen zu können muss man nicht einmal religiös sein, nur eine Leidenschaft für dunkle Fantasieelemente (oder kurz: Dark Fantasy! ), sowie Okkulten Themen, besitzen und darüber hinaus theatralischen Heldenmotive mögen.

    Und, JA, ich bekenne mich all diesen schuldig.

    Umso mehr überrascht es mich, wie seit Release von DA:O so viele Spieler versuchen besagte Elemente auf den klein möglichsten realistischsten Nenner zu bringen und möglichst jegliches okkultes oder religiöses Motiv herauszuschreiben.
    • Die schwarze Stadt? Muss die von Elfen erbaute Stadt Arlathan sein, welche lediglich durch die Technologie von Solas/ Fen'Harel ins Nichts befördert wurde.
    • Die Verderbnis? Muss eine von den Elfen erschaffene Biowaffe sein, welche in der schwarzen Stadt zur Aufbewahrung weggeschlossen worden ist.
    • Die Drachengötter/ Erzdämonen? Müssen die Elfengötter sein, welche die Magister Tevinters lediglich dazu verleiten wollten, sie aus ihren Gefängnis in der schwarzen Stadt zu befreien, in welcher Solas/ Fen'Harel sie eingesperrt hat.

    Was aus den ursprünglichen Szenarium einer Apokalypse mit okkulten Thema und der oben genannten Botschaft eine simple Geschichte macht, welche man u.a. auch in einen Terroristenthriller von Tom Clancy, oder einen Science Fiction Szenarium der Wahl, finden würde.

    Zugegeben es ist 'sicherer' vom Gefühl des Erlebens, wenn man rein realistische und bodenständige Elemente als Begründung einbringt, als die Vorstellung an einer höheren, unbegreiflichen, unberechenbaren Macht, die Vergeltung an einer ganzen Welt verübt.

    Gleichzeitig verliert das Szenarium dadurch aber auch die bedrückende Wirkung eines unausweichlichen Untergangs.

    Die Menschheit kann den selbst verschuldenden Untergang jederzeit abwenden. Sie müssen nur aufhören sich wie Idioten aufzuführen. Und wenn es ihnen nicht gelingt sind sie selber daran schuld.
    Den Zorn einer höheren Macht kann hingegen niemand entgehen. Es ist endgültig und unausweichlich. Ein absolutes Gefühl der Hilflosigkeit.

    Sicherlich lässt sich leicht sagen: 'Die Elfen sind/ Solas ist an allen Übel der Welt schuld!'

    Aber ist es wirklich DAS Szenarium, welches wir bei DA:O erleben woll(t)en?



    Ich kann dieses für mich verneinen. Wie seht ihr das?

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 16.05.2019 at 19:23.
  15. #275 Reply With Quote
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    Nachtrag von mir:

    Versteht mich nicht falsch, ich WILL NICHT, dass sich herausstellt, dass der Erbauer tatsächlich existiert, dass die schwarze Stadt sein Sitz war, und das die Verderbnis tatsächlich seine Strafe für die Sünden der Sterblichen ist.

    Ich habe nur geschrieben, dass ich es geliebt habe/ liebe, dass die reine Möglichkeit daran DA:O seine besondere Atmosphäre einer biblischen Apokalypse gab/ gibt.

    Ich MÖCHTE, dass es auch weiterhin ungeklärt bleibt, ob der Erbauer existiert, was die schwarze Stadt und die Verderbnis wirklich ist. Auf die selbe Weise wie z.B. Bethesda seit nunmehr 17 Jahre es bei ihrer TES Franchise ungeklärt lässt, was es mit den Dwemern und deren Verschwinden auf sich hat, und somit der Welt Tamriel eines seiner größten Mysterien belässt, egal wie sehr Spieler seitjeher fordern: 'Ich WILL jetzt aber wissen was mit den Dwemern geschehen ist!'

    Überhaupt was bringt besagten Spielern eine derartige Entmystifizierung solcher Schaudermär? Kann man dann im RL besser schlafen, wenn sich in der Fiction auch alles bodenständig erklären lässt?
    Liegt nicht im fantastischen Bereich gerade die Faszination darin es NICHT zu können.

    Bei DA habe ich zudem den speziellen Eindruck, dass Spieler lediglich eine Auflösung fordern, um den Beweis zu erhalten, dass der Erbauer NICHT existiert.
    Sobald in einen DA Ableger herauskommt, dass sich die Kirche in einigen ihrer Lehren womöglich auch geirrt haben kann, verfallen besagte Spieler umgehend im Siegestaumel und verkünden triumphierend überall im Internet: 'Seht ihr, KEIN Erbauer!' obwohl von Seiten Biowares/ DAs (noch) nichts dergleichen verkündet wurde.

    Überhaupt frage ich mich, wie besagte Spieler sich dann in einer Kampagne von D&D oder DSA etc. verhalten würden, wo die Existenz von leibhaftigen Göttern von den Regelwerk/ der Lore als Fakt vorgegeben wurde, bei D&D inklusive eines allmächtigen Obergottes, vergleichbar mit den Erbauer bei DA.
    Erwarten besagte Spieler dann auch, dass WotC oder Ulisses Spiele das Regelwerk/ die Lore in ihren Franchises umschreibt und die Existenz besagter Götter widerlegt?
    Weigern sich besagte Spieler dann gleich sich in besagte Welten zu begeben, weil dort eben leibhaftige Götter existieren?

    Überhaupt, was ist SO schlimm daran an einem leibhaftigen Gott im fantastischen Genre?
    • Die Herrschaft eines Gottes zu akzeptieren kann auch nicht schlimmer sein, als die Herrschaft eines hiesigen sterblichen Fürsten, Königs, Kaisers, etc. zu akzeptieren, dessen Regeln und Gesetze sich die Spieler/ ihre Charaktere doch auch in den fiktiven Welten unterwerfen MÜSSEN. Warum wird bei sterblichen monotheistischen Herrschern nicht auch verlangt, dass die Autoren diese abschaffen und stattdessen nur noch Welten der Demokratie und Selbstverwirklichung des Individuums erschaffen?

    • Liegt es vielleicht daran, dass besagte Spieler im RL leben nicht an einen Gott oder eine sonstige höhere Macht glauben? Nun, im RL werden sie doch auch nicht an Magie, oder fantastische Wesen wie Elfen oder Zwerge, oder Übernatürliches wie Geister oder Dämonen, glauben. Warum wird also nicht auch verlangt, dass besagte Lizenzträger auch DIESE fantastischen Elemente aus besagter Franchises entfernen?

    • Finden besagte Spieler es ungerecht, dass die Andraste-Religion einen derartigen Stellenwert im Spiel erhält? Nun, in DA:I wurde zuletzt bestätigt, dass der Stein, welchen die Zwerge anbeten, tatsächlich ein lebendiges Wesen ist, und somit seine ihn zugedachte Funktion als Zwergengott erfüllt. Und auch die Elfen haben bestätigt bekommen, dass ihre Götter tatsächlich existier(t)en und von Fen'harel weggesperrt wurden.
      Warum wäre es daher so schlimm zu erfahren, dass, neben den Zwergen und den Elfen, auch die Andraste Religion Recht hatte?

    • Haben besagte Spieler eine derartige Abneigung gegen die Möglichkeit der Exitenz des Erbauers, weil ihnen die Taten der Andraste-Religion zu Wieder sind? Auch hier kann ich nur sagen, dass jeder sterbliche Herrscher zu ebensolchen Mitteln zurückgreifen würde um die Ordnung in der Welt aufrecht zu erhalten und seine Regierung der selben Korruption zum Opfer fallen kann.

    • Oder missfällt es besagten Spielern allgemein schlicht, dass ein Gott ihren Allmachtfantasien, die sie mit ihren Charakter ausleben wollen, eine unüberwindbare Grenze setzt?


    Zudem sich besagte Spieler einmal fragen sollten, was geschieht, wenn sich der Erbauer als Fake herausstellt. Im Prinzip liefert DA bei 'Origin' in den Abschnitt der Hauptkampagne um die heilige Asche, oder als Hauptmotiv von DA:I allgemein, bereits die nötige Antwort: 'Wenn sie keinen finden kann, wird die Menschheit sich einen neuen eigenen Gott erschaffen.'

    Und wie groß wird dann erst der Protest sein, wenn besagte Spieler den, erwiesenen falschen, Gott nicht wieder und WIEDER und WIEDER von seinen Podest reißen können.



    Da bleibe ich doch lieber bei den Erbauer, der Unfassbar genug bleibt, dass man seine Existenz auf Wunsch ignorieren kann, gleichzeitig aber besagte Gefühl hinterlässt: 'Was ist wenn DOCH!'
    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 18.05.2019 at 14:52.
  16. #276 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Nachtrag von mir:

    Versteht mich nicht falsch, ich WILL NICHT, dass sich herausstellt, dass der Erbauer tatsächlich existiert, dass die schwarze Stadt sein Sitz war, und das die Verderbnis tatsächlich seine Strafe für die Sünden der Sterblichen ist.

    Ich habe nur geschrieben, dass ich es geliebt habe/ liebe, dass die reine Möglichkeit daran DA:O seine besondere Atmosphäre einer biblischen Apokalypse gab/ gibt.

    Ich MÖCHTE, dass es auch weiterhin ungeklärt bleibt, ob der Erbauer existiert, was die schwarze Stadt und die Verderbnis wirklich ist. Auf die selbe Weise wie z.B. Bethesda seit nunmehr 17 Jahre es bei ihrer TES Franchise ungeklärt lässt, was es mit den Dwemern und deren Verschwinden auf sich hat, und somit der Welt Tamriel eines seiner größten Mysterien belässt, egal wie sehr Spieler seitjeher fordern: 'Ich WILL jetzt aber wissen was mit den Dwemern geschehen ist!'

    Überhaupt was bringt besagten Spielern eine derartige Entmystifizierung solcher Schaudermär? Kann man dann im RL besser schlafen, wenn sich in der Fiction auch alles bodenständig erklären lässt?
    Liegt nicht im fantastischen Bereich gerade die Faszination darin es NICHT zu können.

    Bei DA habe ich zudem den speziellen Eindruck, dass Spieler lediglich eine Auflösung fordern, um den Beweis zu erhalten, dass der Erbauer NICHT existiert.
    Sobald in einen DA Ableger herauskommt, dass sich die Kirche in einigen ihrer Lehren womöglich auch geirrt haben kann, verfallen besagte Spieler umgehend im Siegestaumel und verkünden triumphierend überall im Internet: 'Seht ihr, KEIN Erbauer!' obwohl von Seiten Biowares/ DAs (noch) nichts dergleichen verkündet wurde.

    Überhaupt frage ich mich, wie besagte Spieler sich dann in einer Kampagne von D&D oder DSA etc. verhalten würden, wo die Existenz von leibhaftigen Göttern von den Regelwerk/ der Lore als Fakt vorgegeben wurde, bei D&D inklusive eines allmächtigen Obergottes, vergleichbar mit den Erbauer bei DA.
    Erwarten besagte Spieler dann auch, dass WotC oder Ulisses Spiele das Regelwerk/ die Lore in ihren Franchises umschreibt und die Existenz besagter Götter widerlegt?
    Weigern sich besagte Spieler dann gleich sich in besagte Welten zu begeben, weil dort eben leibhaftige Götter existieren?

    Überhaupt, was ist SO schlimm daran an einem leibhaftigen Gott im fantastischen Genre?
    • Die Herrschaft eines Gottes zu akzeptieren kann auch nicht schlimmer sein, als die Herrschaft eines hiesigen sterblichen Fürsten, Königs, Kaisers, etc. zu akzeptieren, dessen Regeln und Gesetze sich die Spieler/ ihre Charaktere doch auch in den fiktiven Welten unterwerfen MÜSSEN. Warum wird bei sterblichen monotheistischen Herrschern nicht auch verlangt, dass die Autoren diese abschaffen und stattdessen nur noch Welten der Demokratie und Selbstverwirklichung des Individuums erschaffen?
    • Liegt es vielleicht daran, dass besagte Spieler im RL leben nicht an einen Gott oder eine sonstige höhere Macht glauben? Nun, im RL werden sie doch auch nicht an Magie, oder fantastische Wesen wie Elfen oder Zwerge, oder Übernatürliches wie Geister oder Dämonen, glauben. Warum wird also nicht auch verlangt, dass besagte Lizenzträger auch DIESE fantastischen Elemente aus besagter Franchises entfernen?
    • Finden besagte Spieler es ungerecht, dass die Andraste-Religion einen derartigen Stellenwert im Spiel erhält? Nun, in DA:I wurde zuletzt bestätigt, dass der Stein, welchen die Zwerge anbeten, tatsächlich ein lebendiges Wesen ist, und somit seine ihn zugedachte Funktion als Zwergengott erfüllt. Und auch die Elfen haben bestätigt bekommen, dass ihre Götter tatsächlich existier(t)en und von Fen'harel weggesperrt wurden.
      Warum wäre es daher so schlimm zu erfahren, dass, neben den Zwergen und den Elfen, auch die Andraste Religion Recht hatte?
    • Haben besagte Spieler eine derartige Abneigung gegen die Möglichkeit der Exitenz des Erbauers, weil ihnen die Taten der Andraste-Religion zu Wieder sind? Auch hier kann ich nur sagen, dass jeder sterbliche Herrscher zu ebensolchen Mitteln zurückgreifen würde um die Ordnung in der Welt aufrecht zu erhalten und seine Regierung der selben Korruption zum Opfer fallen kann.
    • Oder missfällt es besagten Spielern allgemein schlicht, dass ein Gott ihren Allmachtfantasien, die sie mit ihren Charakter ausleben wollen, eine unüberwindbare Grenze setzt?


    Zudem sich besagte Spieler einmal fragen sollten, was geschieht, wenn sich der Erbauer als Fake herausstellt. Im Prinzip liefert DA bei 'Origin' in den Abschnitt der Hauptkampagne um die heilige Asche, oder als Hauptmotiv von DA:I allgemein, bereits die nötige Antwort: 'Wenn sie keinen finden kann, wird die Menschheit sich einen neuen eigenen Gott erschaffen.'

    Und wie groß wird dann erst der Protest sein, wenn besagte Spieler den, erwiesenen falschen, Gott nicht wieder und WIEDER und WIEDER von seinen Podest reißen können.



    Da bleibe ich doch lieber bei den Erbauer, der Unfassbar genug bleibt, dass man seine Existenz auf Wunsch ignorieren kann, gleichzeitig aber besagte Gefühl hinterlässt: 'Was ist wenn DOCH!'


    Stimmt.
    Was die Atmosphäre anbelangt, war Dragon Age:Origins wirklich einzigartig.
    Es war düsterer, ernster und vor allem erwachsener.
    Während Inquisition, meinem Empfinden nach, wieder deutlich mehr in Richtung der alten DnD Titel von Bioware ging. Was die Grundstimmung und die Atmosphäre anbelangt.

    Fängt schon damit an, dass DA Inquisition beim Prolog völlig versagt.
    Wir werden einfach mitten hinein geworfen.... in ein Transformer Action Feuerwerk.
    Während bei DA:O alles schön ruhig beginnt. Je nach Origin Geschichte, ist schon direkt im Prolog diese Düsternis, diese Ernsthaftigkeit zu spüren.
    Während bei Baldurs Gate 1+2 und bei D&D allgemein, Magier noch hoch angesehen waren, innerhalb der Bevölkerung. Ist man bei DA:O als Magierin sofort eine Ausgestoßene.

    Sehr schön kam diese Stimmung auch rüber, bei den Zwergen. Mit ihrem Kastensystem.
    Sowas "düsteres" war zu Zeiten eines Baldurs Gate 2 undenkbar.
    Es gab ja sogar mal ein Interview dazu, warum sich Bioware bei Dragon Age gegen eine DnD Lizenz entschieden hat. Einfach weil sie schon zu Baldurs Gate 2 Zeiten gerne Dinge eingebaut hätten, die ihnen der Lizenzgeber nicht ermöglich hat.
    (Gleichgeschlechtliche Romanzen. Ernstere Schicksale, was manche Charaktere betrifft etc.)

    So vielseitig ein BG2 auch gewesen sein mag, in seinen Quest Lösungsmöglichkeiten und Entscheidungen. Das maximal...böseste, was man tun kann. Ist Vampiren dabei zu helfen, die Schattendiebe zu vernichten.... Was später schon dadurch negiert wird, weil man Bodhi so oder so vernichten muss.

    Es wäre undenkbar gewesen, in BG2 innerhalb einer Quest die Möglichkeit zu bekommen ein Kind zu töten.
    Oder einen Völkermord an Elfen zu begehen, indem man die Werwölfe unterstützt.

    Und wo ich dir auch recht gebe, ist die Religion, wie sie in Origins etabliert worden ist.
    Eine monotheistische Religion ist ohnehin selten, in einer Fantasy Welt. Und dann war die Geschichte mit dem Erbauer, der Schwarzen Stadt, Andraste etc auch noch gut erzählt.
    Man hat sich gefreut (ich zumindest) immer ein bisschen mehr zu erfahren, im Laufe der Handlung.
    Es war jedoch nie so viel, dass man endgültige, wahrhaftige Antworten erhalten hätte.
    Wodurch man immer schön selbst seine eigene Phantasie anstrengen kann, was nun wahr ist oder nicht.

    Manche Dinge sollten "Gute Autoren" eben niemals auflösen. Und dazu gehören der Erbauer, die Dunkle Brut und die Goldene/Schwarze Stadt.


    Dragon Age 2 hat zwar eine bisschen andere Grundstimmung, als Origins. Was allerdings dem Plot und dem Szenario zu verdanken ist.
    Dennoch bleibt es dem Punkt treu, nicht zu viel über die Mythologie zu verraten.

    Und Corypheus Aussage kann man wunderschön interpretieren, und darüber spekulieren, was nun tatsächlich geschehen ist. In der Vergangenheit.

    "Die Stadt. Sie *sollte aus Gold sein*, doch sie *war schwarz*. *Vollkommen verdorben*."
    (Kann man entweder so interpretieren, dass die Stadt schon immer *verdorben* gewesen ist. Oder sie schwarz geworden ist, durch das Betreten der Magister. Beides ist vollkommen zulässig.)

    Wobei natürlich eigene Retcons und Fehler, schon in DA2 Einzug hielten.
    Siehe Flemeth/Mythal.
    War sie in Origins noch eine "hilflos wirkende, etwas verschroben klingende, hinterhältige alte Dame." Wurde in DA2 aus ihr...."Eine toughe Queen, im BDSM Outfit. Die nebenbei Mythal ist..."

    Übrigens wurde auch Flemeths "Charakter" deutlich verändert, in DA2.
    Wirkt sie in Origins noch verschroben, etwas gebrechlich und scheinbar senil.
    (Dafür aber teuflisch manipulativ)

    So wurde aus ihr in DA2 die Personifizierung von Weisheit und Prophezeiungen. Die ständig schlaue Sprüche ablassen muss. Mit einer Prise Origins Morrigan.

    (Nur mal so als grobe Analyse, mit eingebracht. Weil manche ja immer felsenfest behaupten...es gab nie einen Retcon....)

    Und ja....Inquisition hat halt von Anfang an, eine völlig andere Atmosphäre. Eben wieder deutlich mehr DnD angehaucht, als bei Origins.
    Es ist schwer in Worte zu fassen, aber ich sage es mal so.
    Während man bei Origins das Gefühl hat, dass am Ende nicht unbedingt alles wieder in Ordnung kommt. (Je nach getroffenen Entscheidungen, und eventuell eigenem Charaktertod etc.)

    Ist einem bei Inquisition irgendwie von Anfang an klar. "Das wird am Ende schon alles gut werden."

    DA2 hingegen mag ich aus dem Grund, weil das Ende für mich diese "True Detective Season 1" Atmosphäre hat.
    "Wir haben nicht die ganze Welt gerettet. Aber wir haben unseren Verbecher erwischt."
    Übersetzung, in DA2.
    "Wir sind keine Weltenretter Helden. Aber wir haben zumindest ein größeres Übel aus der Welt geschafft."
    Dadurch wird die Welt nicht gleich ein besserer Ort. Aber zumindest unsere Wahlheimat "Kirkwall" sollte für eine Weile ein bisschen Ruhe haben.
    "We may never know, Uther. I intend to live forever."
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  17. #277 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Prifea View Post
    Stimmt.
    Was die Atmosphäre anbelangt, war Dragon Age:Origins wirklich einzigartig.
    Es war düsterer, ernster und vor allem erwachsener.
    DA:O hat eine sehr düstere, melancholische, eben apokalyptische Stimmung. Der Wächter muss richtig darum kämpfen die Dinge zu verbessern, und selbst dann, wenn alle Gefahren überwunden und die fünfte Verderbnis beendet wurde, bleibt eine düstere Grundstimmung der Welt zurück.

    DA 2 hat zumindest in den Außengebieten, trotz Level-Recycling, eine ähnliche düstere Stimmung.
    Wenn Merrill davon erzählt, wie Fen'Harel ihren Volk die Götter genommen hat, während Hawke sich mit ihr im Dalish-Lager am Fuße des zerklüfteten Berges befindet, über welchen unheilverkündet dunkle Wolken mit eben deren Schatten hinwegziehen, kommt sogar ein unheilschwangere, apokalyptische Atmosphäre wie bei DA:O auf.
    Dafür sind aber gerade alle Abschnitte in den Tiefen Wegen in DA 2 bar jeder Stimmung. Wo diese gerade in DA:O atmosphärisch doch ein Highlight waren.

    Bei DA:I müsste ich jetzt auch überlegen, wo eine derartige Düsternis herrscht. Es GIBT zwar einige dunkle, im Sinne von lichtlosen, Orte. Aber eine beklemmende Stimmung ähnlich wie bei DA:O, oder zumindest DA 2, kommt bestenfalls bei den Dämon des Neids im Nichts auf, und selbst dieses ist ein optionaler Abschnitt, wenn der Inqui sich dafür entscheidet die Templer zu unterstützen.
    Die Bresche zumindest ist, nachdem der Prolog abgeschlossen und dort bereits der Weltuntergang verhindert wurde, hingegen ähnlich apokalyptisch wie ein Discolichtinferno der 80er Jahre (und sieht genauso aus).

    Das scheint aber den Zeitgeist geschuldet sein. Heutzutage fühlt sich zumindest der Mainstream durch düstere Welten gestört und will sich viel lieber in sonnendurchfluteten Ponyhöfen aufhalten.

    Und wo ich dir auch recht gebe, ist die Religion, wie sie in Origins etabliert worden ist.
    Eine monotheistische Religion ist ohnehin selten, in einer Fantasy Welt. Und dann war die Geschichte mit dem Erbauer, der Schwarzen Stadt, Andraste etc auch noch gut erzählt.
    Man hat sich gefreut (ich zumindest) immer ein bisschen mehr zu erfahren, im Laufe der Handlung.
    Es war jedoch nie so viel, dass man endgültige, wahrhaftige Antworten erhalten hätte.
    Wodurch man immer schön selbst seine eigene Phantasie anstrengen kann, was nun wahr ist oder nicht.
    Stimmt. Ich war im ersten Moment beim ersten Spielen von DA:O auch verwundert, zumindest bei den Menschen eine monotheistische Religion vorzufinden, statt wie sonst im CRPG-Genre üblich zahlreiche Götter für jeden Aspekt des Lebens.

    Im Nachhinein... ist die Erbauer/ Andraste-Religion aber zu meinen Favoriten im P&P bzw. CRPG-Genre geworden.

    Schlicht, weil die Verehrung EINES Gottes die Soap-Opera unter Göttern verhindert, welche u.a. die D&D Franchise plagen (und die dank Solas/ Fen'Harel, Mythal und den übrigen Evanuris nun auch endlich in DA Einzug halten ), und weil die Religion dadurch VIEL näher an dem ist, was auch das tatsächliche europäische Mittelalter geprägt hat.
    Wodurch die mittelalterliche Gesellschaft der Menschen in Thedas noch ein großes Stück atmosphärischer und greifbarer wirkt als die kunterbunte in den Forgotten Realms bei D&D.

    Diesbezüglich gebe ich David Gaider Recht, dass die Umsetzung von Religionen in D&D nichts mit den Konzept in der realen Welt zu tun hat, und daher eher als Fan-Clubs bezeichnet werden können, statt als Horte des Glaubens.

    Und der Erbauer ist SCHWEIGSAM genug, dass man sich als Spieler nicht mit ihn auseinandersetzen muss, wenn man nicht will. Gleichzeitig ist seine Präsents aber ausreichend, um glaubhaft zu vermitteln, wie der Glaube an ihn in Thedas den Menschen Trost und Hoffnung spenden, gleichwohl aber auch als Werkzeug des Hasses missbraucht werden kann um politische Ziele voranzutreiben.

    Auch hier schafft es DA dann bisher ein recht erwachsenes Bild einer Religion zu zeichnen, ohne Partei dafür oder dagegen zu ergreifen. Großes Lob hier von meiner Seite. Weswegen ich die Dialoge diesbezüglich in DA:I sehr gut geschrieben und durchaus interessant fand. Ich zumindest habe mich sehr gerne als Inqui über diverse Aspekte des Glaubens mit den Charakteren dort unterhalten. Umso überraschter war ich zu erfahren, wie viele Spieler sich gerade daran in DA:I gestört haben.

    Aber das hat wohl schlicht damit zu tun, dass viele Spieler es geradezu nicht erwarten können, den Erbauer als Fake zu entlarven. Aus welchen Gründen auch immer. Denn wie hier geschrieben, ist der Erbauer und die Andraste-Religion, im Vergleich zu anderen P&P oder CRPG Franchises, eine sehr erwachsen dargestellte Version von religiösen Motiven.

    "Die Stadt. Sie *sollte aus Gold sein*, doch sie *war schwarz*. *Vollkommen verdorben*."
    Ich fand besagte Szene im DLC sehr gruselig. Sie sorgt selbst beim Wiederholten Erleben bei mir für eine gewisse Gänsehaut. Schlicht weil, wie du so schön sagtest, man Corypheus Aussage unterschiedlich interpretieren kann, und man sich unweigerlich fragt, WAS die Magister damals tatsächlich entdeckt haben.
    Das ist dann der Moment, wo mein Kopfkino auf Hochtouren läuft und sich ein verstörendes Szenarium nach den anderen ausmalt , wie bei einen psychologischer Horrorfilm, der auch mit der Vorstellungskraft der Zuschauer spielt, ohne ihn jemals etwas konkretes wissen zu lassen.



    Aber genau das ist womöglich eines der Hauptprobleme, welche viele Spieler mit der schwarzen Stadt allgemein haben. Wo der psychologischer Horrorfilm nicht funktioniert, wenn der Zuschauer nicht seine eigene Fantasie als Ersatz für das Gezeigte einsetzt, funktioniert auch die Schaudermär über die schwarze Stadt aus den selben Grund nicht, und besagte Spieler fangen stattdessen an nach Antworten und Erklärungen zu verlangen.

    Warum besagte Spieler dann aber die direkte Verbindung zwischen Arlathan und der schwarzen Stadt ziehen entzieht sich meinen Verständnis.
    Das ist als würde z.B. die Archäologie darauf bestehen, dass Atlantis und Pompey ein und die selbe Stadt sind, weil beide bei einer Naturkatastrophe vernichtet wurden.



    Aber wahrscheinlich wird hier einfach nur nach der Erklärung gesucht,
    welche auch JA die Existenz des Erbauers, oder eine ähnlich gottgleichen Wesens, komplett ausschließt.

    Denn wo kämmen wir denn hin, wenn die schwarze Stadt stattdessen das Werk eines gottgleiches Wesens wäre (das nicht zwangsläufig der selbe Erbauer sein muss, welcher Andraste geleitet hat ), oder wenn die schwarze Stadt der Verbleib einer fremdartigen Rasse wie in Lovecrafts Geschichten wäre?

    Dann... ja... dann müsste man ja... das Unerklärliche akzeptieren.

    "Eine toughe Queen, im BDSM Outfit.
    Wirkt es ZU verstörend, wenn ich gestehe, dass Flemeth durch dieses Outfit irgendwie heiß auf mich wirkt?



    Wirkt sie in Origins noch verschroben, etwas gebrechlich und scheinbar senil.
    (Dafür aber teuflisch manipulativ)

    So wurde aus ihr in DA2 die Personifizierung von Weisheit und Prophezeiungen. Die ständig schlaue Sprüche ablassen muss. Mit einer Prise Origins Morrigan.
    *Seufz* Erinnere mich nicht daran... Ich hatte einst... vor langer Zeit... einmal die Hoffnung, dass wir mit Flemeth eine Art Kreia (Obsidians Kotor 2) für die DA Franchise erhalten. Tja, diese Hoffnung ist nun dahin...

    Aber, HEY, dafür haben wir zum Ausgleich herausgefunden, dass Morrigan eine dumme Pute ist, die zu blöd ist ein Buch richtig zu lesen, ...
    ... und Flemeth in Wahrheit die blaue Fee incognito aus Pinocchio.



    Wobei die Borg-Zwerge mit Gatling-Gun im DA:I DLC 'Der Abstieg' mMn nach wie vor noch ALLES toppen!
    Dagegen ist Flemeths BDSM Outfit und ihr urplötzlicher Sinneswandel doch noch relativ harmlos und leicht zu verschmerzen...
    Es SEI denn, besagte Szenen mit den Borg-Zwergen im DLC SOLLTEN komisch, im Sinne einer Parodie auf das Fantasy-Genre, sein (Ich zumindest habe die gesamte Zeit herzhaft gelacht!). Dann will ich mal nichts gesagt haben... aber irgendwie habe ich daran so meinen Zweifel.

    Und lass mich erst gar nicht mit den ganzen Titanen Unfug anfangen...
    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 19.05.2019 at 01:40.
  18. #278 Reply With Quote
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    Dann will ich mal nichts gesagt haben... aber irgendwie habe ich daran so meinen Zweifel
    Eine leise Hoffnung habe, dass diese Zwerge schlicht genauso unter den Teppich gekehrt werden wie die Kriecherepidemie aus dem Amgarrak DLC. Die letzten beiden DLCs für Origins wurden von den Entwicklern geschickt genutzt, noch etwas mehr Inhalt für Dragon Age 2 nutzen zu können. Also das mehr Zeit und Geld für DA2 zur Verfügung stand. Das wurde zwar nie irgendwo gesagt, aber irgendwie sieht das für mich zu sehr nach Zufall aus, dass beide Endgegner aus DAO auch in DA2 vorkamen. Was aber den Kampf gegen Orsino auf Seiten der Magier noch sinnfreier macht, denn man hatte bereits gegen diesen Blutgolem mehrfach gekämpft. Wäre der Blutgolem in DA2 in dem Sinne neu gewesen wäre die Ausrede "Mehr Action über Handlungsverlauf" nicht sooo schlimm gewesen. Aber so?

    Vielleicht war auch ein Teil des Tiefen DLCs auch nur ein Alptraum vom Inquisitor gewesen. Vorallem der Teil, wo Zwerge auf einmal Magie anwenden.
    Dukemon is offline
  19. #279 Reply With Quote
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    Die letzten beiden DLCs für Origins wurden von den Entwicklern geschickt genutzt, noch etwas mehr Inhalt für Dragon Age 2 nutzen zu können.
    Das ist kein ungewöhnliches Vorgehen, dass ein Entwickler mit DLCs bereits die Entwicklung eines nachfolgenden Spieles mitfinanziert. Daher kann deine Vermutung durchaus richtig sein.

    Was aber den Kampf gegen Orsino auf Seiten der Magier noch sinnfreier macht, denn man hatte bereits gegen diesen Blutgolem mehrfach gekämpft. Wäre der Blutgolem in DA2 in dem Sinne neu gewesen wäre die Ausrede "Mehr Action über Handlungsverlauf" nicht sooo schlimm gewesen. Aber so?
    Hilf mir einmal mich daran zu erinnern. WARUM hat Orsino sich noch einmal in einen Fleischgolem der Zwerge verwandelt? Dass er sich gegen die Templer verteidigen wollte ist klar, aber warum als ELF diese Form?

    Wäre da eine Verwandlung zu einen Varterral nicht sinniger gewesen?

    Und woher wusste Orsino überhaupt wie man einen solchen Golem erschafft? War deren Existenz nicht mit den Verlust von Amgarrak verloren gegangen? Wie sollte also Quentin davon erfahren haben um es Orsino im Austausch dafür, dass dieser seine Morde deckt, mitzuteilen?
    Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass der Wächter ihn dieses Wissen mitgeteilt hat. Oder war es reiner Zufall, dass Orsinos die selbe Art von Golem, durch die Lehren von Quentin, erschaffen hat, wie die Zwerge Jahrhunderte zuvor in Amgarrak?



    Vorallem der Teil, wo Zwerge auf einmal Magie anwenden.
    ... Ähem...

    ICH versuche mir das DLC noch immer soweit schön zu reden, dass
    • die Titanen lediglich ein andere Bezeichnung für den Stein sind, von welchen wir spätestens durch die Zwergengeister in Kal'Hirol bei 'Awakening' wissen, dass er ein Massenkollektiv der Zwerge beinhaltet, und damit nicht wirklich Titanen wie bei WoW gemeint sind.
      Und das Lyrium lebt wussten die Zwerge auch schon bereits in DA:O, warum Bianca und Valta daraus so ein Aufsehen machen entzieht sich meinen Verständnis...
    • Valta einfach eine sehr starke Ladung Lyrium in sich aufgenommen hat, es zu einer Abwehrreaktion kam, da Zwerge ja immun gegen Lyrium sind, und ihr 'Magie'-Strahl nicht anderes wahr als eine Entladung, als der Körper sich wieder von den Lyrium befreite.

    Auf der anderen Seite... erklärt das natürlich nicht, warum sich alle Beteiligten so aufführen, als wäre gerade eine welterschütternde Wahrheit ans Tageslicht gekommen, welche die Gesellschaft der Zwerge für immer verändern wird.

    Daher...

    einigen wir uns also am besten darauf, dass der Inqui beim Abstieg in die Tiefen Wege einen herabstürzenden Stein am Kopf abgekommen hat, bewusstlos wurde, alles betreffend der Borg-Zwerge mit Gatling-Guns, den Titanen, und Valtas Zauberei lediglich ein Traum während seiner Bewusstlosigkeit war (Dafür spricht auch die Existenz des Nug-Königs dort), und er erst wieder zu sich kam, als seine besorgten Gefährten ihn zurück zum Lager der Legion brachten und Harding meinte: 'Ich habe doch gesagt, er kommt zurück!'

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 19.05.2019 at 14:58.
  20. #280 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Das ist kein ungewöhnliches Vorgehen, dass ein Entwickler mit DLCs bereits die Entwicklung eines nachfolgenden Spieles mitfinanziert. Daher kann deine Vermutung durchaus richtig sein.
    Ich meinte eher, man hat die Ressourcen die für den Origins DLC gedacht waren dazu genutzt Inhalte für DA2 zu erstellen.



    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Hilf mir einmal mich daran zu erinnern. WARUM hat Orsino sich noch einmal in einen Fleischgolem der Zwerge verwandelt? Dass er sich gegen die Templer verteidigen wollte ist klar, aber warum als ELF diese Form?

    Wäre da eine Verwandlung zu einen Varterral nicht sinniger gewesen?

    Und woher wusste Orsino überhaupt wie man einen solchen Golem erschafft? War deren Existenz nicht mit den Verlust von Amgarrak verloren gegangen? Wie sollte also Quentin davon erfahren haben um es Orsino im Austausch dafür, dass dieser seine Morde deckt, mitzuteilen?
    Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass der Wächter ihn dieses Wissen mitgeteilt hat. Oder war es reiner Zufall, dass Orsinos die selbe Art von Golem, durch die Lehren von Quentin, erschaffen hat, wie die Zwerge Jahrhunderte zuvor in Amgarrak?


    Für Thedas. Reiner Zufall.
    Aber sonst, wie gesagt waren der Fleischgolem und der Varterral ganze Zeit für DA2 gedacht wurden aber mit den Ressourcen für die DAO DLCs entwickelt. Also mussten diese, um ihre Existenz zurechtfertigen, auch in den DLCs zu DAO vorkommen.

    Was wenn Bioware zu EA gesagt hätte, "wir haben eure Ressourcen, die wir von euch für die DLCs bekommen haben, lieber für DA2 genutzt"?
    Dukemon is offline
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