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  1. #1
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    Er verstand sofort und verschwendete keine Zeit. Es war ja auch nicht das erste Mal gewesen, so langsam war er an derlei Situationen gewohnt. Fast schon hatte er damit gerechnet, er hatte kurz nachdem sie ihr Essen begonnen hatten wieder diese seltsamen Kopfschmerzen gehabt. Er hielt sich die Augen und Ohren zu und wartete einige Sekunden ab. Nach eine Weile lugte er vorsichtig unter dem Tisch hervor und sah über die Szenerie. Mehrere umgefallene Tische, zerbrochenes Geschirr, die Gäste waren geflohen und die 5 Angreifer lagen regungslos am Boden. Es war nicht ganz auszumachen ob sie tot oder nur ko waren. "Großartig. Sie wissen schon dass wir hier sind, dabei sind wir es nicht einmal eine Stunde." Groß war diese Station ja, aber ob sie nun trotzdem noch untertauchen konnten? "Ich glaube wir sollten jetzt besser gehen, oder?"



    "Nicht doch.", knurrte sie. "Wenn wir immer den Rückzug antreten, wirst du nirgends deine Ruhe haben. Wie alt bist du jetzt genau? In jedem Fall habe ich deutlich mehr Jahre und Erfahrungen auf dem Buckel und kann dir sagen, dass dich das langfristig ins Grab bringt. Entweder die-...", sie deutete mit dem Lauf der Waffe auf einen der Angreifer und richtete sie dann auf Shell und tat so als drücke sie jeden Moment ab, machte dann aber nur auf alberne weise das Klicken einer ausgelösten Waffe nach, "...oder du dich selbst."
    Sein entsetztes Gesicht aus den Augen verlierend, wandte die Asari sich ab. Sie trat einen Tisch zur Seite, der ihr im Weg lag und schoss dem ersten zu Boden gegangenen Angreifer zur Sicherheit noch zweimal in den Schädel. So machte sie es mit drei weiteren. Vor dem Fünften blieb sie stehen und betrachtete ihn eindringlich.
    "Sieht schwach genug aus um ihn in weniger als zwei Tagen zum Reden zu bringen.", vermutete Terissa, steckte ihre Waffe weg und hob den Mann über die eigene Schulter. Gut, diese Menschen waren klein, aber der hier schoss den Bock regelrecht ab. Im Gegensatz zur hochgewachsenen Asari schien er winzig und das einzig schwere an ihm war scheinbar sein liebevoll gezüchteter Bauch. Bis zu ihrem Versteck würde sie ihn allemal tragen können.
    "Jetzt können wir gehen.", meinte sie an Shell gewandt.
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  2. #2
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    Der Koffer folgte ihr auf seinen Rollen wie ein Hündchen über den marmorierten Boden im Atrium des Krankenhauses. Unter dem Einfluss der Kopfschmerzen, die sie mittlerweile nach jedem Langstreckenflug plagte, war Zora froh dass die Landung und die folgende Gepäckausgabe im Gegensatz zum verzögerten Start in London so reibungslos abgelaufen waren. Der Taxifahrer war entweder grundsätzlich wenig gesprächig oder aber ein Turianer ohne Übersetzungstool gewesen. In jedem Fall war sie froh, dass er bis auf die Frage nach der Adresse und der Geldforderung am Ende der Fahrt kein Wort mit ihr sprach und umgekehrt.
    Während sie auf den mittig angelegten, runden Glaskasten zuging, der die Anmeldung darstellte, fummelte sie eine von Haydens verboten schnell wirksamen Schmerztabletten aus ihrer Handtasche und würgte sie ohne Wasser ihre Speiseröhre hinunter. Sie war spät dran und die Frau die sie vorhatte zu treffen, war schwer einzuschätzen. Es war längst nicht mehr ihr Job mit Zora zu kooperieren, aber wenn die in ihrer neuen Stelle als Pressesprecherin glänzen wollte, brauchte sie Jade Millers Eindrücke unbedingt. Nicht nur ihr könnte das helfen. Es könnte vor allem einen wohlgeschätzten Kopf aus der Schlinge ziehen, obgleich es ihre Aufgabe war, nicht seinen Hals zu retten, sondern den der Allianz vor diversen Investoren.
    Ein letzter Blick fiel auf ihre Nachrichten. Ihre Schwiegermutter hatte ein Bild aus dem heimischen Garten geschickt. Hayden machte sich die manikürten Finger ungern selbst schmutzig, aber wenn es darum ging ihrer Enkelin bei der Pflege des großelterlichen Gartens zur Hand zu gehen, ließ sie sich nicht davon abhalten den Angestellten ihre Arbeit zu nehmen. Zora verzichtete trotz des plötzlich aufkommenden Heimwehs auf einen Anruf. Die Zeitverschiebung war zu groß und ihr kleines Mädchen schlief sicher längst. Sie konnte sich vorstellen wie sie verbotenerweise nicht im eigenen Bett lag, sondern sich gerade zwischen Oma und Opa wälzte und ausnahmsweise einmal nicht sie selbst oder ihren Vater wachhielt.
    "Telefonate sind in unserem Krankenhaus leider nicht gestattet, Miss.", erinnerte die Dame an der Rezeption sie sofort an eine allgemein gültige Regel, kaum dass Zora sie erreicht hatte.
    "Sicher.", entgegnete sie und ging nicht weiter auf die wenig freundliche Begrüßung ein. "Ich bin auf der Suche nach Jade Miller. Sie erwartet mich.", erklärte Zora.

    Spätestens als ihr Gegenüber zum Telefon griff und Jade Miller höchstselbst auf ihrem Zimmer anrief, um sie anzukündigen, fragte sich Zora nach dem Zweck dieser Einrichtung. Krankenhaus oder doch ein bisschen eher Hotel?
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  3. #3
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    Quote Originally Posted by Tjordas View Post

    Mit einer leicht angehobenen Augenbraue musterte er Luceija von der Seite, als er spürte, dass sie mit ihrer 'schlechten Entscheidung' wohl nicht nur die verregnete Simulation meinte. Er hakte nicht weiter nach, denn sie machte nicht den Eindruck, als ob sie über dieses eindeutig viel tiefer liegende Problem reden wollte, doch als sie vorschlug, etwas Entspannenderes auszuwählen, nahm sich Eszra vor, etwas zu finden, das sie ihre Probleme zumindest für einen Moment vergessen lassen könnte. Er erinnerte sich an eines der Szenarien, die er bei seinem letzten Besuch hier mehr oder weniger zufällig in der Liste entdeckt hatte, wählte den Menüpunkt hierfür an und stellte einige der Wetter- und Tageszeitparameter um. Zumindest hoffte er, dass die kryptischen Variablen wie 'set_hmd_lvl 30' oder 'tgl_thdrstrm 0' die Dinge bedeuteten, die er vermutete und er nicht gleich ein apokalyptisches Höllenszenario auslösen würde. Es war vielleicht auch nicht gerade ermutigend, dass er, bevor er den 'Ausführen' Knopf betätigte seinen Kopf unwillkürlich zwischen die Schultern zog, aber das Ergebnis überraschte dann doch eher positiv. Nachdem die Sprenkler tröpfelnd die Regenzeit für beendet erklärt hatten, wechselte der aus einer gelartigen Masse bestehende Boden seine Festigkeit zu einem etwas weicheren Widerstand, der sich dann in Schuhen tatsächlich täuschend echt wie Sand anfühlte. Statt einem Meer aus Grün erstreckte sich vor beiden sogleich ein tatsächliches Meer in einem wunderbaren Türkiston an den Küstenrändern und einem tiefen Marineblau in der Ferne. Die Farbtemperatur wechselte auf ein angenehmes orange und die Beleuchtung suggerierte durch ihren flachen Winkel und die dadurch entstehenden langen Schatten eine Abendstimmung. Ein warmer, salziger Wind wehte beiden von der Meerseite in rhythmischen Böen entgegen, der im doch recht hitzigen Klima wenigstens für eine angenehme Abkühlung sorgte. Hinter ihnen lag eine eher verschlafen wirkende Stadt, wie man sie auf der Erde eigentlich kaum noch fand: Backsteingebäude mit Erdtonfassaden hatten ihre Fensterläden geschlossen und erklärten den mediterranen Sommerabend für beendet. Es war niemand hier mit ihnen am Strand, die Promenade mit ihren Geschäften war leer und nur Seemöwen durchdrangen hin und wieder das sachte Rauschen des Meeres. Es war ein widerliches Klischee vom Meer, und doch kam es erschreckend nah an das heran, wonach sich Eszra eigentlich gesehnt hatte, als man ihm bei seiner Einstellung von einer Stelle auf einem Ozeanplaneten erzählt hatte. Er zog dieses Abziehbild aus Orangetönen der sumpfigen Realität von Proteus allemal vor.
    "Gar nicht so schlecht", stellte er mit nach vorne geschobenen Lippen fest und begann, an der Küstenlinie entlang zu schlendern. Das Wasser war nicht echt, das wusste er, und so vermied er es, die heranrückenden Wellen mit den Füßen zu berühren und somit die Illusion zu zerstören. In einiger Entfernung lag ein vereinsamtes Strandtuch mit einem darüber gespannten Schirm, den Eszra gezielt anpeilte, um von dort aus der Sonne beim Untergehen zuzusehen. Es gab hier keine künstlich eingebaute Deckung, die man aus Trainingsgründen in den Weg gepflanzt hatte, keine Menschen und keine erschwerten Wetterbedingungen. Dies war keine Umgebung für ein Einsatztraining, sondern eindeutig eines der erwähnten eigentlich unzugänglichen Entspannungsprogramme.



    Einerseits hatte sich sich das irgendwie gewünscht. Hatte ihn mehr oder minder darum gebeten ein solches Szenario einzustellen. Und dennoch, in dem Moment, in dem die Polygone wieder umklappten und sich das gänzlich andere Umfeld um sie herum aufbaute, war es wie ein erneuter, tiefer Schlag in die Magengrube, der ihr jegliche Euphorie herausschlug und alles mit Schuldgefühlen, Wut und Selbsthass auffüllte, bis ihr einmal mehr der Knoten um ihren Magen eine ekelerregende Übelkeit verursachte. Sie musste für einen Moment die Augen schliessen - durchatmen. Sich einreden, dass der salzige Geruch, der von ihrer Nase aufgenommen wurde nicht der des Meeres von Palermo war und nichts mit dessen Umfeld gemein hatte. Musste sich rückversichern, damit sie emotional nicht zu aufgewühlt sein würde, wenn sie die Augen wieder öffnete.

    Ihr Atem bebte ein weiteres Mal, als sie Schritt für Schritt auf dem Fake-Sand entlang ging und es beinahe einer perfekten Illusion glich, wie der Boden unter ihren Schuhen nachgab. Das Meer war fast ein wenig zu idyllisch. Zu türkis und zu blau, der Strand zu sauber und perfekt, kein Büschel Gras der irgendwo weiter hinten versuchte zu spriessen und auch keine kleine Gasse oder eine Strasse, die hinter ihr von Vespa-Vielfahrern mit unnötigem Hupen befahren wurde. So unfassbar wenig glich eigentlich Palermo. Weder die Architektur, noch die Aussicht oder die Lage und dennoch: War da so etwas wie Meer vor ihr. So etwas wie Heimat. Und genau das genügte schon, um sie rueckwaerts taumeln zu lassen und sich irgendwann irgendwo in den falschen Sand zu setzen.

    Dieses Szenario glich erschreckend dem welches sie hatte, als sie vor ein paar Jahren eine Alptraumserie hatte. Jedes Mal waren es Strandszenen wie diese, jedes Mal nur ein wager Abklatsch dessen, was Palermo hätte sein können. So, als könne sie sich schon garnicht mehr richtig an ihre eigene Heimat erinnern. Und genau jetzt fragte sie sich flüsternd: "Kann ich mich überhaupt noch an zu Hause erinnern?" So leise, dass sie hoffte, Eszra habe es nicht gehört. Tatsächlich war sie viel zu lange nicht mehr daheim gewesen - so lange nicht, dass es sie mit jeder Faser ihres Körpers schmerzte. Dass es einem Glassplitter in ihrem Hirn ähnelte, den sie einfach nicht heraus ziehen konnte, egal wie sehr er ihr weh tat. Sie wusste nicht einmal mehr, ob Sergios Haus...ihr Elternhaus, überhaupt noch stand. Ob das Meer es nicht schon weggespült hatte, ob man von seinen Rosen überhaupt noch irgendwelche Anzeichen erkannte oder ob sie schon längst in sich zusammen gefallen und zu Staub geworden waren. Und nicht zuletzt fragte sich die Sizilianerin: Wie viel Sizilianerin steckte überhaupt in ihr? Durfte sie sich überhaupt noch als solche Bezeichnen? Nachdem sie nie wieder daheim war? Nachdem sie ihren Vater verraten hatte? Nachdem sie ihn getötet hatte?

    Luci war froh, dass sie bereits sass. Sie lies die Schuhe tiefer in den falschen Sand graben, legte locker die Arme über ihre Knie und legte ihre Stirn darauf ab. So konnte sie die Augen geschlossen halten, konnte den Wind in ihrem Haar spüren und das Salz herausschmecken, konnte das Rauschen von Meerwasser hören, die Temperaturen auf ihrer Haut fühlen und sich für einen winzigen Moment...für einen kleinen, unscheinbaren Moment vorstellen, wie es gewesen wäre...wenn sie Sizilien niemals verlassen hätte. Wenn Sergio noch leben würde.
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  4. #4
    Pinata  Tjordas's Avatar
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    Einerseits hatte sich sich das irgendwie gewünscht. Hatte ihn mehr oder minder darum gebeten ein solches Szenario einzustellen. Und dennoch, in dem Moment, in dem die Polygone wieder umklappten und sich das gänzlich andere Umfeld um sie herum aufbaute, war es wie ein erneuter, tiefer Schlag in die Magengrube, der ihr jegliche Euphorie herausschlug und alles mit Schuldgefühlen, Wut und Selbsthass auffüllte, bis ihr einmal mehr der Knoten um ihren Magen eine ekelerregende Übelkeit verursachte. Sie musste für einen Moment die Augen schliessen - durchatmen. Sich einreden, dass der salzige Geruch, der von ihrer Nase aufgenommen wurde nicht der des Meeres von Palermo war und nichts mit dessen Umfeld gemein hatte. Musste sich rückversichern, damit sie emotional nicht zu aufgewühlt sein würde, wenn sie die Augen wieder öffnete.

    Ihr Atem bebte ein weiteres Mal, als sie Schritt für Schritt auf dem Fake-Sand entlang ging und es beinahe einer perfekten Illusion glich, wie der Boden unter ihren Schuhen nachgab. Das Meer war fast ein wenig zu idyllisch. Zu türkis und zu blau, der Strand zu sauber und perfekt, kein Büschel Gras der irgendwo weiter hinten versuchte zu spriessen und auch keine kleine Gasse oder eine Strasse, die hinter ihr von Vespa-Vielfahrern mit unnötigem Hupen befahren wurde. So unfassbar wenig glich eigentlich Palermo. Weder die Architektur, noch die Aussicht oder die Lage und dennoch: War da so etwas wie Meer vor ihr. So etwas wie Heimat. Und genau das genügte schon, um sie rueckwaerts taumeln zu lassen und sich irgendwann irgendwo in den falschen Sand zu setzen.

    Dieses Szenario glich erschreckend dem welches sie hatte, als sie vor ein paar Jahren eine Alptraumserie hatte. Jedes Mal waren es Strandszenen wie diese, jedes Mal nur ein wager Abklatsch dessen, was Palermo hätte sein können. So, als könne sie sich schon garnicht mehr richtig an ihre eigene Heimat erinnern. Und genau jetzt fragte sie sich flüsternd: "Kann ich mich überhaupt noch an zu Hause erinnern?" So leise, dass sie hoffte, Eszra habe es nicht gehört. Tatsächlich war sie viel zu lange nicht mehr daheim gewesen - so lange nicht, dass es sie mit jeder Faser ihres Körpers schmerzte. Dass es einem Glassplitter in ihrem Hirn ähnelte, den sie einfach nicht heraus ziehen konnte, egal wie sehr er ihr weh tat. Sie wusste nicht einmal mehr, ob Sergios Haus...ihr Elternhaus, überhaupt noch stand. Ob das Meer es nicht schon weggespült hatte, ob man von seinen Rosen überhaupt noch irgendwelche Anzeichen erkannte oder ob sie schon längst in sich zusammen gefallen und zu Staub geworden waren. Und nicht zuletzt fragte sich die Sizilianerin: Wie viel Sizilianerin steckte überhaupt in ihr? Durfte sie sich überhaupt noch als solche Bezeichnen? Nachdem sie nie wieder daheim war? Nachdem sie ihren Vater verraten hatte? Nachdem sie ihn getötet hatte?

    Luci war froh, dass sie bereits sass. Sie lies die Schuhe tiefer in den falschen Sand graben, legte locker die Arme über ihre Knie und legte ihre Stirn darauf ab. So konnte sie die Augen geschlossen halten, konnte den Wind in ihrem Haar spüren und das Salz herausschmecken, konnte das Rauschen von Meerwasser hören, die Temperaturen auf ihrer Haut fühlen und sich für einen winzigen Moment...für einen kleinen, unscheinbaren Moment vorstellen, wie es gewesen wäre...wenn sie Sizilien niemals verlassen hätte. Wenn Sergio noch leben würde.


    Ihr Begleiter hörte zwar, dass sie nervös zu sich selbst flüsterte, als sie sich in den Sand fallen gelassen hatte, doch er verstand nicht genau, was sie sagte. Wahrscheinlich hatte sie irgendetwas auf Italienisch gemurmelt, was sein Übersetzer nicht richtig aufnehmen konnte. Dennoch verstand er, dass Luceija von dieser Umgebung wohl ziemlich mitgenommen war, setzte sich in den Sand neben sie, legte sich neben ihr auf den simulierten Strandboden und zog sie an der Schulter mit hinunter.
    "Luci, du musst dich hier echt mal entspannen", redete er mit beruhigender Stimme auf sie ein, legte eine Hand auf seinen Bauch und die andere in seinen Nacken und folgte mit den Augen den wie gezupft wirkenden Wolkenformationen im rot werdenden Abendhimmel.
    "Du machst offenbar grade sowas wie eine Identitätskrise durch oder sowas. Das haben die meisten hier. Man muss nicht amputiert oder traumatisiert sein, um sich hier fehl am Platz und ziellos zu fühlen. Und unter einem Haufen Irrer wird man sicher nicht gesünder. Aber jetzt sind wir nicht auf Proteus, sondern auf einem italienischen Strand. Also zieh deine Sonnenbrille auf und lass deine Gedanken endlich mal ruhen", forderte er sie auf, ohne dabei jedoch einen fordernden Tonfall anzunehmen. Wieder holte er eine Schachtel Zigaretten aus seiner nassen Hosentasche. Der Inhalt war glücklicherweise trocken geblieben und dank des Bunsenbrennerfeuerzeugs konnte er sich den Glimmstängel auch im Liegen anzünden, ehe er ihn nach einem Zug an Luceija hinüberreichte.
    Für die nächsten Minuten ließ er ihr keine Worte mehr zu, unterbrach sie immer wieder mit einem kurzen "Pscht", und legte einen Finger zum Zeichen auf seine Lippen. Das war nichts, was sie mit reden hätte besser machen können. Er entschloss, dass das Meeresrauschen, auch wenn es kein echtes war, genug zu ihrem Seelenheil beitragen würde.
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  5. #5
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    Der Koffer folgte ihr auf seinen Rollen wie ein Hündchen über den marmorierten Boden im Atrium des Krankenhauses. Unter dem Einfluss der Kopfschmerzen, die sie mittlerweile nach jedem Langstreckenflug plagte, war Zora froh dass die Landung und die folgende Gepäckausgabe im Gegensatz zum verzögerten Start in London so reibungslos abgelaufen waren. Der Taxifahrer war entweder grundsätzlich wenig gesprächig oder aber ein Turianer ohne Übersetzungstool gewesen. In jedem Fall war sie froh, dass er bis auf die Frage nach der Adresse und der Geldforderung am Ende der Fahrt kein Wort mit ihr sprach und umgekehrt.
    Während sie auf den mittig angelegten, runden Glaskasten zuging, der die Anmeldung darstellte, fummelte sie eine von Haydens verboten schnell wirksamen Schmerztabletten aus ihrer Handtasche und würgte sie ohne Wasser ihre Speiseröhre hinunter. Sie war spät dran und die Frau die sie vorhatte zu treffen, war schwer einzuschätzen. Es war längst nicht mehr ihr Job mit Zora zu kooperieren, aber wenn die in ihrer neuen Stelle als Pressesprecherin glänzen wollte, brauchte sie Jade Millers Eindrücke unbedingt. Nicht nur ihr könnte das helfen. Es könnte vor allem einen wohlgeschätzten Kopf aus der Schlinge ziehen, obgleich es ihre Aufgabe war, nicht seinen Hals zu retten, sondern den der Allianz vor diversen Investoren.
    Ein letzter Blick fiel auf ihre Nachrichten. Ihre Schwiegermutter hatte ein Bild aus dem heimischen Garten geschickt. Hayden machte sich die manikürten Finger ungern selbst schmutzig, aber wenn es darum ging ihrer Enkelin bei der Pflege des großelterlichen Gartens zur Hand zu gehen, ließ sie sich nicht davon abhalten den Angestellten ihre Arbeit zu nehmen. Zora verzichtete trotz des plötzlich aufkommenden Heimwehs auf einen Anruf. Die Zeitverschiebung war zu groß und ihr kleines Mädchen schlief sicher längst. Sie konnte sich vorstellen wie sie verbotenerweise nicht im eigenen Bett lag, sondern sich gerade zwischen Oma und Opa wälzte und ausnahmsweise einmal nicht sie selbst oder ihren Vater wachhielt.
    "Telefonate sind in unserem Krankenhaus leider nicht gestattet, Miss.", erinnerte die Dame an der Rezeption sie sofort an eine allgemein gültige Regel, kaum dass Zora sie erreicht hatte.
    "Sicher.", entgegnete sie und ging nicht weiter auf die wenig freundliche Begrüßung ein. "Ich bin auf der Suche nach Jade Miller. Sie erwartet mich.", erklärte Zora.

    Spätestens als ihr Gegenüber zum Telefon griff und Jade Miller höchstselbst auf ihrem Zimmer anrief, um sie anzukündigen, fragte sich Zora nach dem Zweck dieser Einrichtung. Krankenhaus oder doch ein bisschen eher Hotel?


    Die vergangenen Monate waren sehr anstrengend für sie, Gesundheitschecks, Training, Gesundheitschecks, nervige Gespäche mit Psychiatern, Training und das ganze von vorne. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass sie das alles nicht schaffen würde, aber dann dachte sie an die vielen Menschen, die sie zurück gelassen hatte, allen voran ihre beste Freundin Liz Lopez, die nicht einmal wusste, dass sie noch am leben war - und hielt für sie durch.
    Vor wenigen Wochen wurde sie schließlich von der Intensiv Station, auf der anderen Seite des riesigen Genesungszentrum Komplexes, in einen anderen Bereich verlegt, der mehr einem Luxus Hotel glich, als ernsthaft einem Gesundheitszentrum. Wer hier Credits investiert hatte, hatte keine Kosten und Mühen gescheut, da war sich die Amerikanerin sicher.
    Selbst ihr Penthouse/ Apartment war sehr luxuriös eingerichtet, ein riesiges Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, große Küche, Bürobereich.. alles was das Herz begehrte und von ihrer großen Terrasse aus, hatte sie einen traumhaften Blick aufs Meer.

    Sie begann auch wieder zu arbeiten, leitete von hier aus die Firma ihres Vater Jack Miller "Tech Dynamics" auf Terra Nova, die sie nach seinem Tod geerbt hatte. Knüpfte neue Kontakte, pflegte die alten Kontakte und meldete sich sogar bei der verrückten Violet, die in London ihr Unwesen trieb, doch von ihr hatte sie noch keine Antwort...
    Vor kurzem bekam sie jedoch eine Nachricht von einem ihrer Kontakte, eine gewisse Zora Ascaiath suchte nach ihr. Der Name war der Amerikanerin nicht ganz unbekannt, zum einen durch ihren Mann Vigilio Gaius Ascaiath, den Liz damals ausspioniert hatte und zum anderen wollten sie die Machenschaften von Admiral Benston an die Öffentlichkeit bringen und dachten dabei an Zora Ascaiath, damals noch Terrence!
    Sie nahm umgehend via E-Mail Kontakt zu Zora auf und lud sie ein, hier her zu kommen. Heute war es nun endlich soweit...

    Unruhig ging die schwarzhaarige in ihrem Penthouse auf und ab, checkte zwischendurch ihre E-Mails, kontrollierte ihre Kleidung - schwarze, enge Jeans, dunkle Bluse und hohe High heels und überlegte, was Zora von ihr genau wollen könnte. Die Informationen, die sie bekommen hatte, waren Gelinde gesagt recht dürftig. Aber Zora wollte das ganze auch nicht über E-Mail besprechen, was sie mehr als nur nachvollziehen konnte.
    Ein schrilles Klingeln riss sie aus ihren Gedanken und sie erschrak. Fasste sich jedoch schnell wieder, ging zu ihrem Schreibtisch und nahm ab.
    "Ja!" meldete sich die Amerikanerin knapp.
    "Eine junge blonde Frau ist hier unten an der Rezeption. Sie sagt, Sie würden sie erwarten?!" erklärte die Dame am anderen Ende der Leitung. Schon an der Stimme erkannte Jade, dass es die immer mies gelaunte und unfreundlichste Dame war, die ihr jemals begegnet war. Wie die an diesen Job gekommen war, war ihr ein Rätsel.
    "Bin gleich da!" gab sie besonders freundlich zurück und legte auf.
    Dann verließ sie ihr Penthouse, ging den Flur entlang zum Aufzug und fuhr runter.
    Unten, im marmorierten Atrium angekommen, sah Jade schließlich die elegant gekleidete Frau, die neben ihrem Koffer stand und wartete.
    "Miss Ascaiath, sehr erfreut Sie kennen zu lernen:" begrüßte die schwarzhaarige, die blonde sehr freundlich und lächelte. Sie reichte ihr zur Begrüßung die Hand, ehe sie leise mit Smalltalk fortfuhr.
    "Hatten Sie eine angenehme Reise? Haben Sie gut hier her gefunden? Ich nehme mal an, Sie wollen erstmal ihren Koffer verstauen. Dann folgen Sie mir bitte..." Jade deutete in Richtung des Aufzugs. Dann konnten die beiden immer noch überlegen, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen...

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    Ihr Begleiter hörte zwar, dass sie nervös zu sich selbst flüsterte, als sie sich in den Sand fallen gelassen hatte, doch er verstand nicht genau, was sie sagte. Wahrscheinlich hatte sie irgendetwas auf Italienisch gemurmelt, was sein Übersetzer nicht richtig aufnehmen konnte. Dennoch verstand er, dass Luceija von dieser Umgebung wohl ziemlich mitgenommen war, setzte sich in den Sand neben sie, legte sich neben ihr auf den simulierten Strandboden und zog sie an der Schulter mit hinunter.
    "Luci, du musst dich hier echt mal entspannen", redete er mit beruhigender Stimme auf sie ein, legte eine Hand auf seinen Bauch und die andere in seinen Nacken und folgte mit den Augen den wie gezupft wirkenden Wolkenformationen im rot werdenden Abendhimmel.
    "Du machst offenbar grade sowas wie eine Identitätskrise durch oder sowas. Das haben die meisten hier. Man muss nicht amputiert oder traumatisiert sein, um sich hier fehl am Platz und ziellos zu fühlen. Und unter einem Haufen Irrer wird man sicher nicht gesünder. Aber jetzt sind wir nicht auf Proteus, sondern auf einem italienischen Strand. Also zieh deine Sonnenbrille auf und lass deine Gedanken endlich mal ruhen", forderte er sie auf, ohne dabei jedoch einen fordernden Tonfall anzunehmen. Wieder holte er eine Schachtel Zigaretten aus seiner nassen Hosentasche. Der Inhalt war glücklicherweise trocken geblieben und dank des Bunsenbrennerfeuerzeugs konnte er sich den Glimmstängel auch im Liegen anzünden, ehe er ihn nach einem Zug an Luceija hinüberreichte.
    Für die nächsten Minuten ließ er ihr keine Worte mehr zu, unterbrach sie immer wieder mit einem kurzen "Pscht", und legte einen Finger zum Zeichen auf seine Lippen. Das war nichts, was sie mit reden hätte besser machen können. Er entschloss, dass das Meeresrauschen, auch wenn es kein echtes war, genug zu ihrem Seelenheil beitragen würde.


    "Eine Identitäts-" "Pscht" "Ich wollte n-" "Pscht" "Hör auf zu-" "Pscht!"
    Sie blieb stumm. Lag auf dem Rücken. Wollte sich eigentlich weiter rechtfertigen, wollte sich nicht als Identitätslos und verloren benennen lassen, weil das wohl der gänzlich falsche Ansatz war, aber nach der sicherlich zehnten Ermahnung, schluckte sie jegliche Widerworte herunter, blieb im Sand liegen und man hörte, wie sie einen Schwall Atem durch ihre dunklen Lippen entlies. Sie schloss ihre Augen. Murrte leise und kassierte dafür ein weiteres "Pscht", bis sie endlich wirklich Ruhe gab. Tatsächlich hatte der Neuseeländer recht behalten - auch wenn es nur reine Fiktion war in der sie sich im wahrsten Sinne sonnten, versuchte sich die Sizilianerin eisern an der Vorstellung festzuklammern, dass wenigstens im Augenblick alles in Ordnung war. Es kostete Zeit und Nerven dieses Bild aufzubauen, ebenso wie viele, tiefe Atemzüge, die sie teilweise erzittern liessen und letztlich auch eine einzelne, hoffentlich unentdeckte Träne, die sie sich rasch aus dem rechten Augenwinkel strich um sie zu verbergen.
    Erst einige Zeit später erfühlte sie, dass Eszra ihr etwas entgegen streckte, da war ihr Atem wieder auf ein erträgliches Niveau gesunken und die Gedanken nichtmehr so schwer, wie sie anfangs auf ihr wogen. Sanft öffnete sie Augen, nahm die Zigarette entgegen, steckte sie sich zwischen die Lippen und nahm einige, tiefe Atemzüge die sie komplett auszufüllen schienen.
    Wieder war es das Schliessen ihrer Augen. Das Lauschen des Wassers, lies ihre Glieder entspannen und ignorierte, dass das Zigarette in ihrem Mundwinkel herunterbrannte ohne beachtet zu werden. Denn schon bald entspannte sie sich zu sehr. Lies die Wärme ihren Körper mit vollem Umfang einnehmen und ehe sie sich versah, überwältigte sie ein nötiger Entspannungsschlaf..



    Wie lange sie geschlafen hatte, wurde ihr nicht bewusst. Sicher war aber, dass sie nicht länger auf dem Rücken, sondern auf der Seite lag, auf ihrer linken Schulter, und, wenn es richtiger Sand gewesen wäre, diesen Lungenzug für Lungenzug eingeatmet hätte bis sie wohl daran erstickt wäre.
    In einer sehr zögerlichen Welle an Bewegungen richtete sie sich auf, klopfte unnötigerweise ihre Kleidung aus und versuchte zurück auf ihre Beine zu kommen. Es brauchte eine ganze Weile bis sie sich daran erinnerte, dass sie sich in einem Simulator befanden..ihre Knochen registrierten das allerdings schon viel früher.
    "Dio...wie lang war ich weg?", fragte sie.
    Lange genug jedenfalls, so bemerkte sie, dass sie das Ausschalten der Notfallbeleuchtung nicht mitbekam.
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    Die vergangenen Monate waren sehr anstrengend für sie, Gesundheitschecks, Training, Gesundheitschecks, nervige Gespäche mit Psychiatern, Training und das ganze von vorne. Manchmal hatte sie das Gefühl, dass sie das alles nicht schaffen würde, aber dann dachte sie an die vielen Menschen, die sie zurück gelassen hatte, allen voran ihre beste Freundin Liz Lopez, die nicht einmal wusste, dass sie noch am leben war - und hielt für sie durch.
    Vor wenigen Wochen wurde sie schließlich von der Intensiv Station, auf der anderen Seite des riesigen Genesungszentrum Komplexes, in einen anderen Bereich verlegt, der mehr einem Luxus Hotel glich, als ernsthaft einem Gesundheitszentrum. Wer hier Credits investiert hatte, hatte keine Kosten und Mühen gescheut, da war sich die Amerikanerin sicher.
    Selbst ihr Penthouse/ Apartment war sehr luxuriös eingerichtet, ein riesiges Wohnzimmer, zwei Schlafzimmer, zwei Bäder, große Küche, Bürobereich.. alles was das Herz begehrte und von ihrer großen Terrasse aus, hatte sie einen traumhaften Blick aufs Meer.

    Sie begann auch wieder zu arbeiten, leitete von hier aus die Firma ihres Vater Jack Miller "Tech Dynamics" auf Terra Nova, die sie nach seinem Tod geerbt hatte. Knüpfte neue Kontakte, pflegte die alten Kontakte und meldete sich sogar bei der verrückten Violet, die in London ihr Unwesen trieb, doch von ihr hatte sie noch keine Antwort...
    Vor kurzem bekam sie jedoch eine Nachricht von einem ihrer Kontakte, eine gewisse Zora Ascaiath suchte nach ihr. Der Name war der Amerikanerin nicht ganz unbekannt, zum einen durch ihren Mann Vigilio Gaius Ascaiath, den Liz damals ausspioniert hatte und zum anderen wollten sie die Machenschaften von Admiral Benston an die Öffentlichkeit bringen und dachten dabei an Zora Ascaiath, damals noch Terrence!
    Sie nahm umgehend via E-Mail Kontakt zu Zora auf und lud sie ein, hier her zu kommen. Heute war es nun endlich soweit...

    Unruhig ging die schwarzhaarige in ihrem Penthouse auf und ab, checkte zwischendurch ihre E-Mails, kontrollierte ihre Kleidung - schwarze, enge Jeans, dunkle Bluse und hohe High heels und überlegte, was Zora von ihr genau wollen könnte. Die Informationen, die sie bekommen hatte, waren Gelinde gesagt recht dürftig. Aber Zora wollte das ganze auch nicht über E-Mail besprechen, was sie mehr als nur nachvollziehen konnte.
    Ein schrilles Klingeln riss sie aus ihren Gedanken und sie erschrak. Fasste sich jedoch schnell wieder, ging zu ihrem Schreibtisch und nahm ab.
    "Ja!" meldete sich die Amerikanerin knapp.
    "Eine junge blonde Frau ist hier unten an der Rezeption. Sie sagt, Sie würden sie erwarten?!" erklärte die Dame am anderen Ende der Leitung. Schon an der Stimme erkannte Jade, dass es die immer mies gelaunte und unfreundlichste Dame war, die ihr jemals begegnet war. Wie die an diesen Job gekommen war, war ihr ein Rätsel.
    "Bin gleich da!" gab sie besonders freundlich zurück und legte auf.
    Dann verließ sie ihr Penthouse, ging den Flur entlang zum Aufzug und fuhr runter.
    Unten, im marmorierten Atrium angekommen, sah Jade schließlich die elegant gekleidete Frau, die neben ihrem Koffer stand und wartete.
    "Miss Ascaiath, sehr erfreut Sie kennen zu lernen:" begrüßte die schwarzhaarige, die blonde sehr freundlich und lächelte. Sie reichte ihr zur Begrüßung die Hand, ehe sie leise mit Smalltalk fortfuhr.
    "Hatten Sie eine angenehme Reise? Haben Sie gut hier her gefunden? Ich nehme mal an, Sie wollen erstmal ihren Koffer verstauen. Dann folgen Sie mir bitte..." Jade deutete in Richtung des Aufzugs. Dann konnten die beiden immer noch überlegen, was sie mit dem angebrochenen Tag anfangen...


    Zora hatte sich nicht nur das Gebäude mehr wie ein Krankenhaus vorgestellt, sie hatte überdies erwartet, dass auch Jade etwas mehr nach "krank" aussah. Was jedoch auf sie zugeschwebt kam, war eine wunderschön hochgewachsene Frau mit kurzen, perfekt gelegten Haaren, die so sicher auf ihren High Heels über den aalglatten Boden flanierte, als habe sie überhaupt noch nie das Wort "Krankheit" gehört. Sie war viel eher das durch und durch gesunde und fitte Abbild eines Models auf dem Cover eines Hochglanzmagazins.

    Während sie den Eindruck erst einmal verdauen musste, dackelte sie Jade bereits hinterher und antwortete mit lauter werdender Stimme auf ihre Frage.
    "Die Reise war in Ordnung, ich vertrage lediglich die Langstreckenflüge weniger gut.", gab sie zu und stieg hinter der Schwarzhaarigen in den Fahrstuhl. Etwas unvermittelt streckte Zora ihrer Gesprächspartnerin die Hand entgegen.
    "Zora Ascaiath, allerdings reicht Zora in diesem Fall völlig aus, auch wenn ich beruflicher Natur hier bin, Miss Miller. Wie geht es Ihnen eigentlich?"
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    Zora hatte sich nicht nur das Gebäude mehr wie ein Krankenhaus vorgestellt, sie hatte überdies erwartet, dass auch Jade etwas mehr nach "krank" aussah. Was jedoch auf sie zugeschwebt kam, war eine wunderschön hochgewachsene Frau mit kurzen, perfekt gelegten Haaren, die so sicher auf ihren High Heels über den aalglatten Boden flanierte, als habe sie überhaupt noch nie das Wort "Krankheit" gehört. Sie war viel eher das durch und durch gesunde und fitte Abbild eines Models auf dem Cover eines Hochglanzmagazins.

    Während sie den Eindruck erst einmal verdauen musste, dackelte sie Jade bereits hinterher und antwortete mit lauter werdender Stimme auf ihre Frage.
    "Die Reise war in Ordnung, ich vertrage lediglich die Langstreckenflüge weniger gut.", gab sie zu und stieg hinter der Schwarzhaarigen in den Fahrstuhl. Etwas unvermittelt streckte Zora ihrer Gesprächspartnerin die Hand entgegen.
    "Zora Ascaiath, allerdings reicht Zora in diesem Fall völlig aus, auch wenn ich beruflicher Natur hier bin, Miss Miller. Wie geht es Ihnen eigentlich?"

    Sichtlich erleichtert begrüßte sie Zora mit einem kurzen Händedruck und musterte die hübsche Blondine. Ihre blonde Mähne und ihr Gesicht perfekt gestyhlt, wie man es sonst nur von Models und den roten Teppich - Schönheiten her kannte. Während ihr Outfit, ein grauer, dünner, Figur betonter Pulli mit gleichfarbigen, enganliegenden Rock verkompletierte.
    "Sehr erfreut dich kennen zu lernen, Zora und in diesem Fall reicht auch bei mir einfach nur Jade! Mir gings auch schon mal schlechter, viiiel schlechter." gab die schwarzhaarige zu und lächelte freundlich. Sie drückte den Kopf, der den Aufzug in Bewegung setzte und sie in kürzerster Zeit nach oben brachte.
    Oben angekommen, führte Jade Zora auf den Flur, wo sich schon erahnen ließ, dass man hier Luxus pur lebte.
    Noch während sie zum Penthouse gingen, zückte Jade ihre Keycard für die Tür, die sich kurz darauf auch benutzte.
    Die Tür öffnete sich lautlos.
    "Willkommen in meinem kleinen Reich und fühl dich wie zuhause. Davorne kannst mit deinen Lieben daheim telefonieren, ganz egal was dir diese Zicke an der Rezeption erzählt hat!" grinste die schwarzhaarige.
    "Da wäre jetzt nur noch eine kleine Angelegenheit, die wir klären sollten... Möchtest du für den Zeitraum deines Aufenthaltes hier ein eigenes Apartment oder würde dir da auch mein luxuriöses Gästezimmer genügen?"

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    Sahenia kümmerte sich noch ein wenig um Mira, während Beyo das Shuttle zum Start bereit machte. Wenige Minuten später hatten sie den Komplex hinter sich gelassen und tauchten in die Tiefe des Alls ein.

    "Gehts dir wirklich gut?" fragte die junge Asari leise und betrachtete ihre Freundin besorgt.
    "Ich weiß noch nicht so ganz, ob ich Herr meiner Sinne bin, aber je weiter weg ich von diesem Reaper Artefakt komme und je weniger ich mit dem Scheiß zu tun habe, umso besser! antwortete Mira sichtlich erschöpft und nickte ihr aufmunternd zu. "Das wird schon wieder..! Wo fliegen wir eigentlich hin?"
    "Zur Citadel!
    Mira hatte zwar schon mit dieser Antwort gerechnet, doch die Gewissheit traf sie wie ein Schlag. Nachdenklich starrte sie auf die Wand.
    "Ich kann nicht mehr zurück in dieses Leben, wo Alina und ich uns aufgebaut haben. Ohne Sie...." Tränen liefen der Asari über die Wange.
    "Es tut mi... mir lleid wegen Aalina... iich..." druckste die junge Asari und suchte vergeblich nach Worten. "Wir wissen beide, wer dafür verantwortlich war, also gib dir nicht die Schuld daran!"schluchzte die Asari leise und bat darum alleine zu sein. Sahenia wartete noch einen Augenblick schweigend darauf, bis Mira eingeschlafen war und ging dann zu Beyo.

    "Perfektes Timing. Ich glaube wir kommen genau rechtzeitig wieder zurück damit niemand etwas merkt." Von diesem verrückten Abenteuer wieder übergangslos zurück in den Arbeitsalltag. "Was sagst du zu einem Abendessen, diesmal vielleicht ohne Zwischenfälle?"
    "Ohne Zwischenfälle?" kicherte die junge Asari. Aber nach den Ereignissen tat Ihnen beiden ein wenig Alltag gut.
    "Ich sage...." die Asari tat so, als müsse sie noch mords überlegen, doch ihre Antwort stand bereits fest.
    Sie sah lächelnd zu ihm rüber. "Sehr gerne!"
    Dann ruhten auch die beiden ein wenig....

    Ankunft auf der Citadel....
    Die drei stiegen, sichtlich gezeichnet von den Ereignissen aus dem Shuttle und trauten ihren Augen nicht, als Sie Randalla und ihrer Truppe über den Weg liefen.
    "Was tut ihr denn hier?"
    "Wir mussten einen kleinen Zwischenstopp ein legen!" antwortete die Turianerin.
    "Außerdem wussten wir irgendwie, dass ihr hier her kommen würdet. Wir möchten euch einen Vorschlag machen!" ergänzte die Kroganerin. "Wir haben ja doch, nach anfänglichen Schwierigkeiten, recht gut zusammen gearbeitet. Hättet ihr daher Interesse bei uns mit zu machen?"
    Sahenia überlegte nicht lange. "Nettes Angebot! Aber sorry, ich passe!" antwortete die junge Asari und sah zu Beyo rüber.
    Mira brauchte einen Moment, schaute sich nachdenklich um und sah dann zu Sahenia.
    "Ich bin dabei!" antwortete die Asari schließlich.
    "Was? Nach allem...", sie brach ab und sah geschockt zu Mira rüber. Auch wenn sie ähnliches schon vermutet hatte, war dies Trotzallem ein riesiger Schock für sie.
    "Kleines, mich hält hier nichts mehr! Du kannst mein Apartment haben, solange du auf der Citadel bist! Dort findest du auch alles, was ich über die Reaper, usw... herausgefunden hab! Wir bleiben in Kontakt und melde dich auch bei deiner Mutter!" Mira umarmte die junge Asari und ging dann zu Randalla.
    "Gut, dann auf nach Omega!" sagte die Kroganerin und wandte sich ein letztes Mal an Beyo und Sahenia. "Solltet ihr jemals Hilfe brauchen, dann meldet euch! Wollt ihr wirklich nicht mit?" Die Kroganerin tippte auf ihrem Universalgerät herum und schickte Sahenia die Kontaktdaten.

    "Nein, absolut nicht. Nichts für ungut." Beyo wollte nichts weiter als seine Ruhe und sein normales Arbeitsleben wieder haben. Er dankte der Kroganerin und ihren Gefährten jedoch noch einmal in aller Nachdrücklichkeit, wünschte speziell Mira alles Gute. Dann fiel ihm erst auf wie spät es bereits war. "Also...das klingt jetzt nach meiner Einladung vorhin etwas seltsam aber...hättest du was dagegen wenn wir unser Essen auf Ende der nächsten Woche verlegen? Es ist bereits spät und wenn ich morgen nicht in der Botschaft erscheine reißt Vater mir den Kopf ab." Außerdem konnte er sich dann etwas mehr darauf vorbereiten, aber das sagte er natürlich nicht so offen. Die Woche Arbeit würde ihm auch helfen wieder etwas Normalität in den Kopf zu bekommen, was für so eine Verabredung sicher von Nutzen war.


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    Er verstand sofort und verschwendete keine Zeit. Es war ja auch nicht das erste Mal gewesen, so langsam war er an derlei Situationen gewohnt. Fast schon hatte er damit gerechnet, er hatte kurz nachdem sie ihr Essen begonnen hatten wieder diese seltsamen Kopfschmerzen gehabt. Er hielt sich die Augen und Ohren zu und wartete einige Sekunden ab. Nach eine Weile lugte er vorsichtig unter dem Tisch hervor und sah über die Szenerie. Mehrere umgefallene Tische, zerbrochenes Geschirr, die Gäste waren geflohen und die 5 Angreifer lagen regungslos am Boden. Es war nicht ganz auszumachen ob sie tot oder nur ko waren. "Großartig. Sie wissen schon dass wir hier sind, dabei sind wir es nicht einmal eine Stunde." Groß war diese Station ja, aber ob sie nun trotzdem noch untertauchen konnten? "Ich glaube wir sollten jetzt besser gehen, oder?"
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    "Nicht doch.", knurrte sie. "Wenn wir immer den Rückzug antreten, wirst du nirgends deine Ruhe haben. Wie alt bist du jetzt genau? In jedem Fall habe ich deutlich mehr Jahre und Erfahrungen auf dem Buckel und kann dir sagen, dass dich das langfristig ins Grab bringt. Entweder die-...", sie deutete mit dem Lauf der Waffe auf einen der Angreifer und richtete sie dann auf Shell und tat so als drücke sie jeden Moment ab, machte dann aber nur auf alberne weise das Klicken einer ausgelösten Waffe nach, "...oder du dich selbst."
    Sein entsetztes Gesicht aus den Augen verlierend, wandte die Asari sich ab. Sie trat einen Tisch zur Seite, der ihr im Weg lag und schoss dem ersten zu Boden gegangenen Angreifer zur Sicherheit noch zweimal in den Schädel. So machte sie es mit drei weiteren. Vor dem Fünften blieb sie stehen und betrachtete ihn eindringlich.
    "Sieht schwach genug aus um ihn in weniger als zwei Tagen zum Reden zu bringen.", vermutete Terissa, steckte ihre Waffe weg und hob den Mann über die eigene Schulter. Gut, diese Menschen waren klein, aber der hier schoss den Bock regelrecht ab. Im Gegensatz zur hochgewachsenen Asari schien er winzig und das einzig schwere an ihm war scheinbar sein liebevoll gezüchteter Bauch. Bis zu ihrem Versteck würde sie ihn allemal tragen können.
    "Jetzt können wir gehen.", meinte sie an Shell gewandt.

    "2 Jahre glaube ich jetzt?" Er musste bitter auflachen. Das hörte sich so lächerlich an. Generell fühlte er sich so widerlich schwach. Er ließ das danach Gesagte unkommentiert und fragte lieber auch gar nicht nach wie genau sie plante ihn zu befragen. "Gut, gehen wir." Niemand achtete wirklich auf sie, was Shell etwas perplex machte. Scheinbar schockte auf Omega nichts und niemanden irgendetwas. Wahrscheinlich konnten hier auch auf offener Straße Leute miteinander kopulieren ohne dass es weiter auffiel. Die Absteige war nicht weit. Er öffnete der Asari die Tür, ließ sie dann aber vorgehen, immerhin war es nicht seine Unterkunft.
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    Sichtlich erleichtert begrüßte sie Zora mit einem kurzen Händedruck und musterte die hübsche Blondine. Ihre blonde Mähne und ihr Gesicht perfekt gestyhlt, wie man es sonst nur von Models und den roten Teppich - Schönheiten her kannte. Während ihr Outfit, ein grauer, dünner, Figur betonter Pulli mit gleichfarbigen, enganliegenden Rock verkompletierte.
    "Sehr erfreut dich kennen zu lernen, Zora und in diesem Fall reicht auch bei mir einfach nur Jade! Mir gings auch schon mal schlechter, viiiel schlechter." gab die schwarzhaarige zu und lächelte freundlich. Sie drückte den Kopf, der den Aufzug in Bewegung setzte und sie in kürzerster Zeit nach oben brachte.
    Oben angekommen, führte Jade Zora auf den Flur, wo sich schon erahnen ließ, dass man hier Luxus pur lebte.
    Noch während sie zum Penthouse gingen, zückte Jade ihre Keycard für die Tür, die sich kurz darauf auch benutzte.
    Die Tür öffnete sich lautlos.
    "Willkommen in meinem kleinen Reich und fühl dich wie zuhause. Davorne kannst mit deinen Lieben daheim telefonieren, ganz egal was dir diese Zicke an der Rezeption erzählt hat!" grinste die schwarzhaarige.
    "Da wäre jetzt nur noch eine kleine Angelegenheit, die wir klären sollten... Möchtest du für den Zeitraum deines Aufenthaltes hier ein eigenes Apartment oder würde dir da auch mein luxuriöses Gästezimmer genügen?"


    "Wow-...", hallte ihre Stimme in den riesigen Raum hinein. Ihren Koffer zog Zora weiter hinter sich her. Die Blonde hatte kurz das Gefühl die Vorhalle des Hauses gar nicht verlassen zu haben. DAS hier bot man seinen Patienten in diesem "Krankenhaus" also? Sie musste unbedingt mit Vigilio über ein Upgrade ihrer Familien-Krankenversicherungen sprechen.
    "Da wäre jetzt nur noch eine kleine Angelegenheit, die wir klären sollten... Möchtest du für den Zeitraum deines Aufenthaltes hier ein eigenes Apartment oder würde dir da auch mein luxuriöses Gästezimmer genügen?"
    Ein Gästezimmer gab es also auch noch. Sie erinnerte sich an die Umstände die es gemacht hatte bei Emmas Geburt ein Bett für Gil bereitstellen zu lassen. Die Klinik, bei der sie während eines Kurztrips eher unverhofft ihre Principessa zur Welt bringen musste, war nicht auf Besuch von Ascaiath'schen Temperament vorbeitet gewesen. Und schon gar nicht auf Don, der zwar verspätet hinzukam, aber die Sache lediglich mit Augenkontakt und einem einzigen Wort regelte. Man musste diesen Mann wirklich lieben.
    Jades auf ihr ruhender Blick holte sie aus ihren Tagträumen. Zora entschuldigte sich mit einem Lächeln und winkte die Gedankenlosigkeit durch.
    "Entschuldigung, Jade. Das Gästezimmer wäre prima, wenn es keine Umstände macht.", erklärte Zora. "Ich habe keine konkreten Angaben gemacht weswegen ich Sie kennen lernen wollte. Ich vermute Sie wissen schon bescheid?", erkundigte sie sich.
    Es war unwahrscheinlich dass Jade über Zora ausgerechnet an ihre Zeit bei der Allianz dachte, aber die Britin konnte das Anschneiden des Themas nicht erwarten und versuchte den Fokus möglichst subtil in selbige Richtung zu lenken.
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    "Nein, absolut nicht. Nichts für ungut." Beyo wollte nichts weiter als seine Ruhe und sein normales Arbeitsleben wieder haben. Er dankte der Kroganerin und ihren Gefährten jedoch noch einmal in aller Nachdrücklichkeit, wünschte speziell Mira alles Gute. Dann fiel ihm erst auf wie spät es bereits war. "Also...das klingt jetzt nach meiner Einladung vorhin etwas seltsam aber...hättest du was dagegen wenn wir unser Essen auf Ende der nächsten Woche verlegen? Es ist bereits spät und wenn ich morgen nicht in der Botschaft erscheine reißt Vater mir den Kopf ab." Außerdem konnte er sich dann etwas mehr darauf vorbereiten, aber das sagte er natürlich nicht so offen. Die Woche Arbeit würde ihm auch helfen wieder etwas Normalität in den Kopf zu bekommen, was für so eine Verabredung sicher von Nutzen war.

    Die junge Asari blickte der Truppe noch nachdenklich hinterher, während sie ins Shuttle stiegen und davon rauschten.

    Überrascht davon, dass Beyo seine Einladung zum Abendessen auf nächste Woche verschob, irritierte sie erstmal ein wenig. Doch nach kurzem überlegen schien ihr das richtig zu sein. Sie brauchten beide erstmal einen klaren Kopf, mussten die vergangenen Ereignisse erst mal verarbeiten, bevor sie sich auf ein gemütliches Abendessen konzentrieren konnten und Arbeit ging so oder so immer vor.
    "Nein, habe ich nicht!" begann sie leise. "Ich habe selbst noch einiges zu erledigen; Mira´s Apartment für mich her richten und ihre Daten analysieren, mich überhaupt mit der Citadel vertraut machen.." zählte sie auf, kramte ihre Kontaktdaten heraus und gab sie Beyo. "Da kannst du mich erreichen und vielen Dank nochmal für deine Hilfe. Bis nächste Woche dann!"

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    "Man, sind Sie immer so ernst?" fragte die junge Spanierin mehr beiläufig, als das sie es wirklich interessierte und blickte kurz zu Donal rüber. Dann widmete sie sich wieder ihrem Glas Gin, schwenkte das Glas und nippte daran. Keine Ahnung, weshalb sie sich diesmal für Gin entschied, war sonst nicht ihre favorisierte Getränke Auswahl, aber dieses Zeug war ganz okay.
    Während es sich ihre beiden Begleiter so gut es ging gemütlich machten, schaute Liz nachdenklich aus dem Fenster. Sie dachte an ihre Freunde, an die, die noch lebten und die, die sie verloren hatte...
    Es gab nicht mehr sehr viele, genau genommen nur noch Violet, die irgendwo in London ihr Unwesen trieb. Vor Wochen bekam sie eine Nachricht von ihr, in der sie Liz aufforderte sich bei ihr zu melden, es ging ihre Familie. Die blonde überlegte eine Weile, wen Violet damit meinen könnte, schließlich hatte sie keine Familie mehr.
    Aus einem unruhigen Impuls heraus, blickte sie zu Gil, sie wollte ihn etwas fragen.
    Aber der Halbitaliener hatte sich zurück gelehnt, die Augen geschlossen und versuchte etwas zu schlafen.
    Doch er wirkte unruhig, angespannt und seine Augenlider zitterten ein wenig. Die Spanierin fragte sich, was ihn so beunruhigte? Sie hatte das Gefühl, dass Gil in den letzten paar Wochen deutlich angespannter war!
    Als er dann auch noch mit weit aufgerissenen Augen aufschreckte, schaute sie weg, sie hatte ihn ohnehin schon zu lange angestarrt und sie befürchtete, dass man dies falsch deuten konnte. Sie trank ihr Glas leer und schaute aus dem Fenster.
    Das Shuttle setzte zur Landung an....



    Kaum hatte das Shuttle die Landung abgeschlossen und die freundliche Stewardesse die drei persönlich verabschiedet, waren sie auch schon aufgestanden, Vigilio hatte sein Sakko glatt gestrichen und war dann, mit samt eines kleinen Rollkoffers, nach draussen verschwunden, hatte die Röhre in den Hangar verlassen und war schon zusammen mit seiner Begleitung auf der Suche nach dem Schiff, dass sie nun auch von Elysium weiter bringen würde. Nur eine Schleuse hatten sie dabei zu passieren und war in etwa ein so grosser Umstand wie auch schon die Schleuse auf der Grissom-Akademie - nämlich absolut keiner. Er reichte nur kurz seinen Ausweis und die Reisepapiere und sofort lies man ihn über den Seiteneingang passieren. Selbst Donals unscheinbare Bewaffnung blieb hinfällig, zumal er seine Tätigkeit als Leibwächter weiterhin hatte ausüben müssen wenn es zu einem Notfall kam.

    Letztlich kamen sie trotz der raschen Schrittgeschwindigkeit nicht weit - der Flieger würde länger auf sich warten lassen, sodass sie zumindest vorerst hier auf Elysium gefangen schienen. Vigilio sah sich um, als er etwas verloren inzwischen der Reisenden stand die um ihn herumwuselten und sich erst die Zeit nahm, in aller Ruhe seine Sonnenbrille herauszusuchen, die er sich nun mehr vor die unausgeschlafenen Augen setzte. "Probabilmente abbiamo altra scelta." Wir haben wohl keine Wahl

    Natürlich flogen sie nicht mit der herkömmlichen Holzklasse. Cerberus hatte ihnen ein Schiff zur Verfügung gestellt, aber irgendetwas war beim Abflug schiefgegangen, wie er schnell feststellte, als er seine Mail-App via Handgelenkstool öffnete. Also blieb Zeit. Viel Zeit. Zeit genug, in welcher sich Vigilio über den Umstand der Verspätung zu viel Gedanken machen konnte und direkt etwas vermutete, was ihm nicht gefiel. Manipulation? Absturz?
    ...er atmete tief durch.
    Es war bereits kurz nach 14 Uhr und somit Zeit für einen wirklich, wirklich nötigen Kaffee. Nach nur kurzem Suchen liessen sie sich es nicht nehmen, direkt in den Business Class Bereich zu verschwinden um dort Platz zu nehmen und für alle "Tre caffè e un bottiglia di acqua minerale." Drei Espresso und eine Flasche Wasser. zu bestellen.
    Gemütliche Lounge-Musik sandte bequeme Vibes durch den Business-Bereich. Hier war es ruhig. Angenehmer als im Schiff zuvor und überhaupt, war Vigilio froh etwas anderes zu hören als die monotonen Eezogeräusche der Triebwerke. Umso gedankenloser fand er daher die plötzliche Unterbrechung, als ein sanfter Ton in seinem Ohr den Eingang eines Gespräches ueber einen Commlink suggerierte.
    Instinktiv zeigte er darauf, besah sich Donal und Liz kurz und entschuldigte sich dann mit "Da allora ho brevemente corse..." Ich muss da kurz ran.. Er stand auf um ein paar Schritte in eine ruhigere Ecke zu laufen.

    "Eingehender - Anruf - von - Cypher. Anschluss - 63829/43ROC." Eine künstliche Stimme machte schnell klar, dass es sich um einen Anruf handelte, den er hören wollte.
    "KEIN Notfall!", hatte Cypher dennoch mit als Nachricht gesendet. Das war kein Grund für Vigilio, den Anruf nicht anzunehmen, aber es nahm schon einmal sehr viel aufkeimende Panik aus seinen wirren Gedanken.
    "Alles klar Cypher, was gibts?", antwortete er auf Italienisch, indem er sich in jenem Moment an das Modul fasste.
    "Die neuen Aufzeichnungen sind da. Ich hab' dir alles ueber die gesicherte Leitung geschickt. Der Alte hat ein paar Markierungen über die Akten verteilt, die vielleicht wichtig werden könnten. Es gab einen extremen Ab- und Aufwärtstrend. Keine Ahnung was die da unten treiben, aber irgendwas scheint schief gegangen zu sein."
    "Und das klassifizierst du als 'keinen' Notfall?", wollte der Italiener wissen und rief gleichzeitig die Informationen ab die Cypher ihm angekündigt hatte. Er wählte die Option, alles wichtige auf sein Datapad zu laden. Angenehmer zu lesen war es auf dem Flug allemal.
    "Naja, niemand ist tot oder so."
    "Das rate ich dir auch."

    Der Anruf wurde von Gil als beendet erklärt. Wenn die Daten, die er erhalten würde, wirklich so zweifelhaft waren, war es zumindest einen obligatorischen Anruf wert. Abgesehen davon, dass er sie lange nicht mehr gesprochen hatte und die Berichte, die eigentlich ebenso obligatorisch gewesen waren, noch immer ausstanden, wollte er zum Teil auch wirklich wissen ob es ihr gut ging.

    "Don, kannst du checken wann unser Schiff ankommt? Das hier wird noch 'nen Moment dauern."

    Er wandte sich nur bedingt an seine Begleiter. Viel wichtiger war jetzt, das Datapad aus seiner Tasche zu kramen, es mit einem seichten Tippen auf den Rand einzuschalten und sich dann den Bericht zu gemüte zu führen, der sich seitenweise vor seinem Auge aufbaute. Primär waren es Grafiken und Tabellen, die alle bestimmte Werte zeigten. Einer der Parameter fiel an einem Tag gegen 16 Uhr, 16:30 Uhr drastisch ab und stand kurzzeitig sogar auf 0. Nur langsam baute er sich wieder auf und geriet in ein normaleres Messwertegebiet.
    Er runzelte die Stirn als er die Anmerkungen las. Mehrere Ausrufezeichen am Tag und Zeitpunkt des drastischen Abfalls. Wenn er sie anklickte, öffnete sich ein Tooltip mit dem Kommentar: "Herzstillstand". Weitere Clicks bestätigten diese Vermutung: Der detaillierte Bericht von einem Doktor Ward hing an und zerstückelte haarklein die Begebenheiten. 'Keine Panik. Alles unter Kontrolle', holte Gil sich gedanklich auf den Boden der Tatsachen zurück, verzog aber nach aussen hin keine Miene als er den Bericht weiter las und ihn nach mehrere, weiteren Minuten ebenso wortlos wieder schloss. Die Anzahl der Anrufe wuerde heute sein Pensum übersteigen. Das legte die Frage offen: Nach Hause? Citadel? Direkt zum Alten?

    Er entschied sich erstmal für die dringendste Frage von allen...und startete den nächsten Anruf.
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    "Wow-...", hallte ihre Stimme in den riesigen Raum hinein. Ihren Koffer zog Zora weiter hinter sich her. Die Blonde hatte kurz das Gefühl die Vorhalle des Hauses gar nicht verlassen zu haben. DAS hier bot man seinen Patienten in diesem "Krankenhaus" also? Sie musste unbedingt mit Vigilio über ein Upgrade ihrer Familien-Krankenversicherungen sprechen.
    "Da wäre jetzt nur noch eine kleine Angelegenheit, die wir klären sollten... Möchtest du für den Zeitraum deines Aufenthaltes hier ein eigenes Apartment oder würde dir da auch mein luxuriöses Gästezimmer genügen?"
    Ein Gästezimmer gab es also auch noch. Sie erinnerte sich an die Umstände die es gemacht hatte bei Emmas Geburt ein Bett für Gil bereitstellen zu lassen. Die Klinik, bei der sie während eines Kurztrips eher unverhofft ihre Principessa zur Welt bringen musste, war nicht auf Besuch von Ascaiath'schen Temperament vorbeitet gewesen. Und schon gar nicht auf Don, der zwar verspätet hinzukam, aber die Sache lediglich mit Augenkontakt und einem einzigen Wort regelte. Man musste diesen Mann wirklich lieben.
    Jades auf ihr ruhender Blick holte sie aus ihren Tagträumen. Zora entschuldigte sich mit einem Lächeln und winkte die Gedankenlosigkeit durch.
    "Entschuldigung, Jade. Das Gästezimmer wäre prima, wenn es keine Umstände macht.", erklärte Zora. "Ich habe keine konkreten Angaben gemacht weswegen ich Sie kennen lernen wollte. Ich vermute Sie wissen schon bescheid?", erkundigte sie sich.
    Es war unwahrscheinlich dass Jade über Zora ausgerechnet an ihre Zeit bei der Allianz dachte, aber die Britin konnte das Anschneiden des Themas nicht erwarten und versuchte den Fokus möglichst subtil in selbige Richtung zu lenken.

    "Aber nein, es macht überhaupt keine Umstände." winkte die schwarzhaarige lässig ab und zeigte ihrer Begleiterin das Gästezimmer.
    "Du kannst so lange bleiben, wie du magst! Auf dem Nachttisch, neben dem Bett hast du ebenfalls Möglichkeiten nach draußen zu kommunizieren und zwar ohne, dass die das an der Rezeption mit bekommen, dafür habe ich gesorgt." erklärte sie. "Aber jetzt richte dich erstmal ein wenig ein. Magst was trinken?"
    Jade war bereits schon auf dem Weg zur Tür, wollte Zora erstmal ein wenig zur Ruhe kommen lassen, ehe sie über das geschäftliche sprechen würden...

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    Die junge Asari blickte der Truppe noch nachdenklich hinterher, während sie ins Shuttle stiegen und davon rauschten.

    Überrascht davon, dass Beyo seine Einladung zum Abendessen auf nächste Woche verschob, irritierte sie erstmal ein wenig. Doch nach kurzem überlegen schien ihr das richtig zu sein. Sie brauchten beide erstmal einen klaren Kopf, mussten die vergangenen Ereignisse erst mal verarbeiten, bevor sie sich auf ein gemütliches Abendessen konzentrieren konnten und Arbeit ging so oder so immer vor.
    "Nein, habe ich nicht!" begann sie leise. "Ich habe selbst noch einiges zu erledigen; Mira´s Apartment für mich her richten und ihre Daten analysieren, mich überhaupt mit der Citadel vertraut machen.." zählte sie auf, kramte ihre Kontaktdaten heraus und gab sie Beyo. "Da kannst du mich erreichen und vielen Dank nochmal für deine Hilfe. Bis nächste Woche dann!"


    "Vielleicht haben wir beide ja eine unterschiedliche Definition von Urlaub Sohn." Beyo tat so als würde er weiter konzentriert auf seiner Holo-Tastatur tippen. "Meine lautet Erholung. Du solltest diese Tage nutzen um Kraft und Konzentration zu schöpfen. Aber das sehe ich heute nicht an dir." Er tippte weiter sinnlos herum. "Sieh mich an wenn ich mit dir rede Junge!" Mit einem lauten Faustschlag deaktivierte Decius die Tastatur, Beyo fuhr vor Schreck in seinem Stuhl zurück und sah seinem Vater widerwillig und mit zuckendem Blicke in die stählern wirkenden Augen. "Ich...es tut mir Leid Vater, ich bin gestern zu lange auf - " "Verkauf mich nicht für dumm!" Mit angewiderter Miene drehte der Alte sich herum und schritt in Richtung Tür. "Du bist wieder in irgendeine Dummheit geraten und gerade so wieder davon gekommen." Beyo öffnete den Mund um etwas zu erwidern, aber es kam nichts heraus. Es hatte keinen Zweck. Er war sowieso durchschaut. "Beyo, ich warne dich. Ich habe dir diese letzte Chance gegeben um zu beweisen dass du der Familie keine Schande mehr bringst. Sollte diese Sache, was immer auch in dieser Zeit geschehen ist, in irgendeiner Weise schlecht auf dich oder uns zurückfallen, dann verspreche ich dir dass du es bitter bereuen wirst." Mit einem lauten Knallen der Tür verließ sein Vater das Büro. "Gaah!" Nachdem er sicher außer Hörweite war warf er vor Wut seine Arbeitsmaterialien von seinem Schreibtisch. "Mr Vhan?..." Seine Assistentin Mheynira kam vorsichtig von ihrem Platz aufgestanden und zeigte ihm ihr Datapad. "Ich....habe die Reservierung um die sie mich gebeten haben getätigt...wenn sie wollen kann ich sie aber auch wieder - " "Nein, nein, schon gut." Mit tiefen, langsamen Atemzügen versuchte er langsam wieder runter zu kommen, stand dann von seinem Stuhl auf und suchte erst einmal all seine Arbeitsmaterialien wieder zusammen.
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  15. #15
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    "Aber nein, es macht überhaupt keine Umstände." winkte die schwarzhaarige lässig ab und zeigte ihrer Begleiterin das Gästezimmer.
    "Du kannst so lange bleiben, wie du magst! Auf dem Nachttisch, neben dem Bett hast du ebenfalls Möglichkeiten nach draußen zu kommunizieren und zwar ohne, dass die das an der Rezeption mit bekommen, dafür habe ich gesorgt." erklärte sie. "Aber jetzt richte dich erstmal ein wenig ein. Magst was trinken?"
    Jade war bereits schon auf dem Weg zur Tür, wollte Zora erstmal ein wenig zur Ruhe kommen lassen, ehe sie über das geschäftliche sprechen würden...


    "Ein Wasser wäre nett..", murmelte sie geistesabwesend.
    Das Gästezimmer war so groß wie ihr Londoner Wohnzimmer. Sie befürchtete beinahe von so viel Wand und Boden verschluckt zu werden und sehnte sich ein wenig nach einem kleinen und gemütlichen Hotelzimmer, sagte aber nichts. Es wäre Jammern auf höchstem Niveau, sich Jade's beispielloser Gastfreundschaft nicht hinzugeben.
    Die Schwarzhaarige war unlängst aus dem Zimmer und hatte diskret die Tür hinter sich ins Schloss gezogen, sodass Zora sich ungehemmt rücklinks auf das Bett werfen konnte. Sie schlüpfte aus den hohen Schuhen, presste die nackten Fußsohlen auf die Fliesen und seufzte, als so angenehm kühl empfanden ihre angelaufenen Füße den Boden. In ihrer Zeit als Vollzeit-Mutter hatte sie primär Hausschuhe oder Sneakers getragen. Wenn sie und Gil einkaufen gingen, hielt man ihn bestenfalls für ihren Bewährungshelfer und gerade als sie den Gedanken an Schlabberlooks und ihren Ehemann wieder verwerfen wollte, klingelte es auf ihrer Leitung. Vigilio. Der Hund konnte hoffentlich keine Gedanken lesen, so dachte sie mit einem müden Lächeln und nahm ab.
    "Tesoro, ich beziehe gerade ein Doppelzimmer ohne dich. Bist du gut angekommen?", fragte sie und wollte ihn gerne mit weitläufigeren Italinischkünsten als dem Wissen um einen Kosenamen beeindrucken, aber daraus wurde leider nichts. Erstens war sie zu müde und zweitens waren alle Vokabeln die sie innerhalb der letzten beiden Jahre in der Sprache ihres Mannes gelernt hatte, aus dem Kinder-Bilderbuch ihrer kleinen Principessa. Sie wusste also lediglich was Sandkasten, Vanillepudding und Hund in seiner Sprache bedeuteten und hatte weder Gil und Emma damit etwas voraus.
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    "Ein Wasser wäre nett..", murmelte sie geistesabwesend.
    Das Gästezimmer war so groß wie ihr Londoner Wohnzimmer. Sie befürchtete beinahe von so viel Wand und Boden verschluckt zu werden und sehnte sich ein wenig nach einem kleinen und gemütlichen Hotelzimmer, sagte aber nichts. Es wäre Jammern auf höchstem Niveau, sich Jade's beispielloser Gastfreundschaft nicht hinzugeben.
    Die Schwarzhaarige war unlängst aus dem Zimmer und hatte diskret die Tür hinter sich ins Schloss gezogen, sodass Zora sich ungehemmt rücklinks auf das Bett werfen konnte. Sie schlüpfte aus den hohen Schuhen, presste die nackten Fußsohlen auf die Fliesen und seufzte, als so angenehm kühl empfanden ihre angelaufenen Füße den Boden. In ihrer Zeit als Vollzeit-Mutter hatte sie primär Hausschuhe oder Sneakers getragen. Wenn sie und Gil einkaufen gingen, hielt man ihn bestenfalls für ihren Bewährungshelfer und gerade als sie den Gedanken an Schlabberlooks und ihren Ehemann wieder verwerfen wollte, klingelte es auf ihrer Leitung. Vigilio. Der Hund konnte hoffentlich keine Gedanken lesen, so dachte sie mit einem müden Lächeln und nahm ab.
    "Tesoro, ich beziehe gerade ein Doppelzimmer ohne dich. Bist du gut angekommen?", fragte sie und wollte ihn gerne mit weitläufigeren Italinischkünsten als dem Wissen um einen Kosenamen beeindrucken, aber daraus wurde leider nichts. Erstens war sie zu müde und zweitens waren alle Vokabeln die sie innerhalb der letzten beiden Jahre in der Sprache ihres Mannes gelernt hatte, aus dem Kinder-Bilderbuch ihrer kleinen Principessa. Sie wusste also lediglich was Sandkasten, Vanillepudding und Hund in seiner Sprache bedeuteten und hatte weder Gil und Emma damit etwas voraus.


    "Es geht...Cucciola, es geht." *Kleines Er seufzte leise durch die Leitung, presste aber im Anschluss einige Momente seine Lippen gegeneinander. Er sah sich in der Ferne um, waehrend er das Wort wieder ergriff. "Ich muss wissen, wie es dir geht, wie es...euch geht." wurde er ganz bestimmt und kam nicht umhin eine gewisse Sorge durchschimmern zu lassen, weshalb er auch leise genug sprach um niemand anderen mithoeren zu lassen.
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    "Vielleicht haben wir beide ja eine unterschiedliche Definition von Urlaub Sohn." Beyo tat so als würde er weiter konzentriert auf seiner Holo-Tastatur. "Meine lautet Erholung. Du solltest diese Tage nutzen um Kraft und Konzentration zu schöpfen. Aber das sehe ich heute nicht an dir." Er tippte weiter sinnlos herum. "Sieh mich an wenn ich mit dir rede Junge!" Mit einem lauten Faustschlag deaktivierte Decius die Tastatur, Beyo fuhr vor Schreck in seinem Stuhl zurück und sah seinem Vater widerwillig und mit zuckendem Blicke in die stählern wirkenden Augen. "Ich...es tut mir Leid Vater, ich bin gestern zu lange auf - " "Verkauf mich nicht für dumm!" Mit angewiderter Miene drehte der Alte sich herum und schritt in Richtung Tür. "Du bist wieder in irgendeine Dummheit geraten und gerade so wieder davon gekommen." Beyo öffnete den Mund um etwas zu erwidern, aber es kam nichts heraus. Es hatte keinen Zweck. Er war sowieso durchschaut. "Beyo, ich warne dich. Ich habe dir diese letzte Chance gegeben um zu beweisen dass du der Familie keine Schande mehr bringst. Sollte diese Sache, was immer auch in dieser Zeit geschehen ist, in irgendeiner Weise schlecht auf dich oder uns zurückfallen, dann verspreche ich dir dass du es bitter bereuen wirst." Mit einem lauten Knallen der Tür verließ sein Vater das Büro. "Gaah!" Nachdem er sicher außer Hörweite war warf er vor Wut seine Arbeitsmaterialien von seinem Schreibtisch. "Mr Vhan?..." Seine Assistentin Mheynira kam vorsichtig von ihrem Platz aufgestanden und zeigte ihm ihr Datapad. "Ich....habe die Reservierung um die sie mich gebeten haben getätigt...wenn sie wollen kann ich sie aber auch wieder - " "Nein, nein, schon gut." Mit tiefen, langsamen Atemzügen versuchte er langsam wieder runter zu kommen, stand dann von seinem Stuhl auf und suchte erst einmal all seine Arbeitsmaterialien wieder zusammen.

    Nachdem die junge Asari sich in ihrem ersten eigenen Apartment ausgeschlafen hatte, musste sie sich erstmal mit den Citadel Bürokraten wegen dem Apartment herum schlagen und hätte sich Mira aus der Ferne nicht noch in die Diskussion mit eingeklinkt, wäre das wohl noch Tage lang so weiter gegangen.
    Zufrieden, aber erschöpft kam sie wieder in ihrem Apartment an, versorgte die Lebensmittel und ließ sich erst mal mit einem kühlen Getränk auf der Couch nieder.
    [COLOR=99B3EE}"Was für ein Tag!?"[/COLOR] murmelte die Asari leise vor sich hin und nippte an ihrem Getränk.
    Kurz darauf bekam sie einen Anruf von ihrer Mutter und Sahenia nahm an.
    "Hey, meine kleine, was treibst du denn?" Alleine schon für diese dumme Frage, würde sie ihrer Mutter am liebsten eine Klatschen, auch wenn sie es gut meinte.
    "Hi Mum! Ich treibe mich auf wilden Partys herum, bin jeden Tag sturzbetrunken... außerdem bin ich schwanger und werde bald heiraten, was dachtest du denn?!" scherzte sie.
    "Du machst WAAAASSSS? Du kommst umgehend wieder nachhause!" schrie ihre Mutter außer sich vor Wut am anderen Ende der Leitung und Sahenia konnte es förmlich vor sich sehen, wie ihre Mutter explodierte.
    "Beruhige dich, Mum... Nichts dergleichen ist passiert! Du weißt, woran ich arbeite! Sind die Daten über die Reaper bei dir angekommen?" beruhigte Sahenia ihre Mutter.
    "Du bringst mich noch ins Grab, mach das nie wieder mit mir!" schimpfte die Asari am anderen Ende der Leitung und seufzte laut.
    "Ich habe die Daten bekommen und werde mich Morgen auch mit ein paar Diplomaten von Thessia treffen, mehr kann ich dir im Augenblick nicht sagen. Melde mich Morgen wieder. Pass auf dch auf, Kleines, hab dich lieb!"
    "Bis Morgen, Mum Mit diesen Worten verabschiedeten sie sich voneinander und das Telefonat war beendet.
    Sahenia schaltete den Fernseher ein und lehnte sich gemütlich zurück...

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  18. #18
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    Mit der Nacht kam auch die Kälte und die vorher angenehme Kühle wurde mit zunehmender Dunkelheit unangenehmer. Kathy hatte sich provisorisch in ihre mitgebrachte Decke zugedeckt, auch wenn der Effekt recht gering war. Der Stoff war durch die unfrewillige Flussquerung immer noch klamm und wärmte nicht besonders gut. Ihre Pistole lag in Griffweite, der Blick wanderte bisweilen zu dem Dunklen Spalt hinter dem die mörderische Umwelt dieses Planeten lauerte. Die Halbasiatin hoffte das der Spalt eng genug für unwillkommene Besucher war. Sie hatte keine Ahnung wie lange sie hier verweilen musste, zusammen mit der Asari die scheinbar auch von den Strapazen des Tages mitgenommen war. Scheinbar schien sie sehr mit sich selbst beschäftigt und manchmal meinte Kathy sie flüstern zu hören. Sie hoffte das die Asari nicht langsam bekloppt wurde, gleichzeitig hoffte sie aber noch viel mehr das sie ihren klaren Kopf behielt. Wenn sie sich selbst aufgab würde sie den nächsten Tag kaum überleben.
    Charis hingegen schien das allgemeine Überleben insgesamt in Frage zu stellen und reichte diese Überlegung an die Menschenfrau weiter. Kathy antwortete nicht, was sollte sie darauf auch entgegnen? Logisch war diese Frage nicht zu beantworten und sie war nicht dazu da falsche Hoffnungen zu spenden. Für sich selbst hatte sie beschlossen nicht auf diesen Planeten den Löffel abzugeben und so lange ih Körper mitmachte würde sie alles daran setzen. Falls die Schmugglerin jetzt aufgeben wollte wäre sie Kathy hier im Dschungel wohl keine große Hilfe mehr. Sie schaufte leise, auch wenn sie es ungern zugab konnte sie derzeit jede Hilfe brauchen die zur Verfügung stand.
    Nach einer langen Pause beantwortete die Asari selbst ihre Frage und wechselte das Thema, wodurch die Stimmung nicht weniger unangenehmer wurde. Bisher hatte sie die Schmugglerin nicht für xenophob gehalten, jetzt jedoch begann sie von dem geheimen Plan der Menschheit zur galaxisweiten Machtergreifung zu reden. Offensichtlich so geheim das man Kathy nicht eingeweiht hatte. Obwohl Thema und Situation ernst waren, erschien ihr dieser ganze Situation komplett unwirklich und lächerlich. Ein leises Kichern entfuhr ihr, welches sich langsam aber beständig in Lautstärke und Intensität zu einem erschöpften Lachen anschwoll, welches teilweise von den Höhlenwänden zurückgeworfen wurde. Schließlich verendete Kathys Gelächter wieder, sie fühlte sich erleichtert und weniger angespannt. Sogar ein paar Freudentränen waren ihr aus den Augen gerollt, welche sie jetzt mit den Fingern wegwischte. Stille erfüllte wieder die Dunkelheit der Höhle, aber Kathy beschloss es nicht dabei zu belassen.
    "Das tat gut, danke.", sagte die Schwarzhaarige während sie ihre Tränen wegwischte. Ein Lächeln umspielte ihren Mund.
    "Es tut mir Leid, ich hatte nicht vor mich über ihren sicherlich ernst gemeinte Meinung über die Menschheit zu lachen, aber irgendwie erschien mir das gerade zu unwirklich." Sie machte eine entschuldigende Geste, sortierte ihre komplett zerzausten Haare und zog die Decke höher über ihren lädierten Köper. "Hier sitze ich, abgestürzt in einer Höhle, auf einem mörderischen Planeten mehrfach den Tod entkommen und erfahre das ich mich eigentlich im Besitz der Macht über den Dschungel und sie befinde. Wenn ich so an mir runterschaue, muss ich allerdings eingestehen das ich nicht besonders Herrschaftlich wirke.", beschied Kathy und schaute spielerisch an sich herunter. "Eigentlich halte ich das ja für den falschen Ort für so ein Thema, aber wieso nicht, auf einmal habe ich gute Laune und sowieso nichts besseres zu tun. Frieren kann ich auch noch später." Inzwischen war durch den Spalt in der Decke Mondlicht gestrahlt, welches die Dunkelheit in der Mitte durch ein fahles Licht ersetzte und die beiden Frauen ihr gegenüber besser erkennen ließ. "Ich finde ihren Gedanken mit dem gemeinsamen Ziel interessant, impliziert er doch das die Menschen es schaffen könnten sich auf eine gemeinsame Agenda zu einigen. Nachdem was ich erlebt habe, finden sie bei tausend Menschen genausoviele Meinungen, auch wenn wir aus Bequemlichkeit gerne mal der von anderen folgen. In unserer Geschichte zeichnen wir uns nicht gerade durch unsere Einigkeit aus, wenn ich ehrlich bin ist es schon eine Leistung das wir es geschafft haben die Milchstraße zu erkunden ohne uns vorher alle umzubringen. Liegt vermutlich daran das wir einen recht großen Entdeckungsdrang besitzen. Die von ihnen angesprochene Lebensspanne sorgt dafür, dass wir selten still stehen können. Jeder möchte das am besten alles passiert während er selbst noch lebt." Kathy pausierte kurz und sah dann konzentriert in Richtung der Asari. Dann sprach sie mit verschiedenen Stimmen. "Es gibt ein geheimnisvolles Portal ? Davon will ich noch meinen Enkeln erzählen können und auch von dem was dahinter liegt. Es gibt einen galaktischen Rat? Hoffentlich erlebe ich noch wie wir Teil davon werden, bevor ich sterbe." Sie zuckte mit den Schultern. "Und der Gedanke treibt dann gefühlt jeden an, wenn auch mit unterschiedlichen Zielen die sich manchmal überschneiden. Der Politiker in der Citadel will natürlich in den Geschichtsbüchern als der Mann stehen der die Menschheit im Rat vertritt und begnügt sich nicht damit Wegbereiter zu sein." Nachdenklich legte sie den Kopf zur Seite.
    "Ehrgeiz, der findet sich vermutlich in jeder Spezies. Und das sich Neuankömmlinge mit dem Status Quo ungern zufrieden geben, ist wohl verständlich. Asari können auf lange Sicht planen und dann sogar noch die Früchte ihrer Arbeit Jahrhunderte später ernten." Kathy hob entwaffnend die Arme.
    "Ich gebe zu diese Geduld fehlt uns, fehlt mir. Ich habe jedoch auch zu wenig Ahnung von der Asari Kultur oder der anderen Milchstraßenvölker. Ich persönlich möchte ein möglichst angenehmes Leben führen und dann zufrieden den ewigen Schlaf antrete. Aber das ist wohl kaum ein exklusiver menschlicher Gedanke, oder?", sagte Kathy und sah die Asari fragend an.
    Plötzlich ertönte von draußen ein lautes Geheul und Gebrüll, welches beiden noch von der letzten Nacht vertraut war und bei dem sich Kathys Nackenhaare aufstellten. Es war sehr schwach und schien weit entfernt, dennoch war das aus Perspektive der Schwarzhaarigen immer noch zu weit.
    "Sieht aus als hätte die Jagd wieder begonnen. Lassen sie uns hoffen das sie woanders stattfindet. Denn wenn nicht müssen wir darauf vertrauen das der Spalt eng genug ist.", sprach sie mit leiserer Stimme und blickte unheilschwanger nach draußen.


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  19. #19
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    "Es geht...Cucciola, es geht." *Kleines Er seufzte leise durch die Leitung, presste aber im Anschluss einige Momente seine Lippen gegeneinander. Er sah sich in der Ferne um, waehrend er das Wort wieder ergriff. "Ich muss wissen, wie es dir geht, wie es...euch geht." wurde er ganz bestimmt und kam nicht umhin eine gewisse Sorge durchschimmern zu lassen, weshalb er auch leise genug sprach um niemand anderen mithoeren zu lassen.


    Sie lauschte seiner beinahe unhörbar leisen Stimme und blendete dabei die Hintergrundgeräusche aus, deren Einordnung sie zu überfordern drohten.
    "Unsere Principessa ist bei Hayden gut aufgehoben.", erzählte sie und kramte in ihrer Erinnerung ob sie ihm die Nachricht von ihrer Reise gesandt hatte. Wohl nicht. Der Auftrag mit dem sie betraut wurde überforderte sie emotional zu sehr. Sie versuchte dieses Missgeschick an ihm vorbei zu mogeln und sprach weiter. Ganz nebenbei rief sie das Bild aus der Nachricht ihrer Schwiegermutter auf und sandte es auf direktem Weg an Gil.
    "Ich bin sehr kurzfristig zu einer Dienstreise aufgebrochen. Der Flug schlaucht-...Du kennst das. Und der Grund wegen dem ich hier bin...", sie seufzte, "...Der ist leider wenig erfreulich. Aber du, du hörst dich noch weniger gut an als ich.", stellte Zora fest.
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  20. #20
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    „Lauft, Lauft!“, schrie ich den Leuten zu, „Lauft zu den Treppen und Schächten! Benutzt nicht die Fahrstühle!!“
    Die Leute liefen an mir vorbei, während ich neben dem Eingang zu den Treppenhäusern stand mit meinen Händen wild hin und her gestikuliert um die Leite anzuleiten. Es waren so viele, ich konnte sie kaum zählen. Turianer, meine Artgenossen, die schönen Asari, die dürren Salarianer, die robusten Menschen, die kleinen Volus, die glibbrigen Hanar, die langsamen Elcor und noch viele mehr – alle Bewohner der Citadel, egal welcher Art. Erwachsene, Alte und Kinder, manchmal selbst laufend, manchmal von ihren Eltern getragend. So drängelten sich alle an mir vorbei, manchmal mit wütenden, häufig mit gehetzten und immer mit verängstigten Gesichtern.
    Nur das laute Geschrei oder Gerede machte diese Situation noch schlimmer, machte die Leute noch panischer. „Beruhigt euch!“, schrie ich meine Aufgaben kennend, „Alle der Reihe nach, niemand wird vergessen!“, und da sah ich sie: unweit von mir war ein kleines menschliches Mädchen, hilflos dastehend in alle Richtungen blickend.
    „Vergesst eure Kinder nicht!“, erinnerte ich die Leute, aber kaum jemand reagierte. Verdammt!
    Ich blickte zu meiner rechten, wo ein großes Fenster in Richtung des Ratsturms zu finden war. Zuerst sah ich nur meine eigene Reflexion: das weiß-graue Gesicht wirkte gehetzt, über meinen blauen Gesichtsmarkierungen waren Spuren von Schmutz und Staub zu erkennen und meine grünen Augen wirkten wie die eines verfolgten Tieres. Mein Anzug, grau in erster Linie mit weißen Streifen hier und da, war an einigen Stellen zerkratzt oder zerrissen und wohl frisch aus der Müllkippe gezogen – obwohl ich diesen Anzug erst diesen morgen angezogen hatte!
    Als ich meine Haltung verlagerte sah ich aber den Grund für das alles hier: ein Monster, riesengroß hatte sich um die Spitze des Ratsturmes geschlungen. Seine metallische Haut war dunkel mit blauen Tönen und hier und da schienen Lichter, die wie Gesichtsmarkierungen wirkten. Es sah aus wie eine Spinne in seinem Netz, mit seinen vielen Gliedern in alle Richtungen wedelnd und dabei rote Energiestrahlen aussendend um die verbliebenden Schiffe der Allianz zu vernichten.
    Ich drehte mich schnell wieder um und drängelte mich vorwärts zu dem kleinen Kind, dessen Gesicht verriet, dass sie gleich anfangen würde zu weinen. Es waren die panischen Leute, die mich aber immer wieder zurückschoben wie eine Welle. „Lasst mich durch!“, schrie ich so autoritär wie ich vermochte, aber es dauerte immer noch weitere Herzschläge bis ich mich durchgekämpft habe, die verängstigte Stimme des Mädchens hörend: „Mama…Mama…!“
    Ich hockte mich zu ihm, es war ganz plötzlich so leicht geworden. „Shhh…“, sagte ich zu dem kleinem Mädchen, dass mich nun verängstigend anstarrte, „Schon gut, schon gut…ich bringe dich zu deiner Mama.“, wobei meine Stimme kaum mehr als ein Flüstern war.
    Da bemerkte ich wie leise es geworden war, urplötzlich. Ich blickte auf, sah, dass die Leute stehen geblieben waren. „Was…?“, murmelte ich und erkannte, dass die Leute in Richtung des Fensters starrten, alle von ihnen. Ich erhob mich und erkannte den Grund: das Monster hatte seine Tentakel in diese Richtung ausgestreckt und ein rotes Leuchten war bereits an dessen Spitze zu erkennen.
    „Nein!“, schrieen die Leute wie mit einer Stimme und das Drängeln, das Verlassen dieses Teils der Station wurde noch panischer. Die ersten Leute wurden umgeworfen, manche prügelten sich um wegzukommen und verlangsamten alles noch mehr.
    Ich wusste, dass alles aussichtslos war, hatte bereits gesehen wie schnell dieses Monster seine Waffen abgefeuert hatte. Ich blickte runter zu dem Mädchen, das starr vor Schreck auf das Fenster starrte, nicht in der Lage sich zu bewegen. Tränen bildeten sich an ihren Augen und es flüsterte ganz weinerlich: „Mama…“ Ich hockte mich hin und das Mädchen schreckte auf, als ich es mit meinen Armen ergriff. „Shh…“, sagte ich beruhigend in die panischen Augen blickend, „Es wird alles gut…“, log ich und versuchte zu lächeln.
    Es beruhigte das Mädchen kaum, trotzdem ließ es sich von mir umarmen, verzweifelnd nach Wärme und Geborgenheit suchend. Ich blickte in Richtung des Fensters, sah wie das Licht den Höhepunkt seiner Intensität erreichte und dann feuerte das Monster.
    Und alles wurde schwarz.

    Syren schreckte plötzlich hoch, mit einem entsetzten Blick auf seinem Gesicht. Seine Augen waren weit geöffnet und er blickte panisch in alle Richtungen, nicht wissend wo er war.
    „Captain?“, fragte eine Stimme zunächst verwundert, dann alarmiert, „Captain!“
    Syren blickte in die Richtung der Stimme und erkannte das ihm wohlvertraute Gesicht einer Turianerin: Sie hatte eine braune Plattenfarbe, es fehlte das Horn über ihrer Stirn wie es typisch war für ihr Geschlecht und ihr Gesicht war um die Augen und Wangen herum mit roten Gesichtsmarkierungen versehen. Ihre saphirblauen Augen starrten sorgenvoll auf seine smaragdgrünen und langsam wurde ihm bewusst wo er war: in seiner Limousine. Oder besagt in der Limousine des Sektionsrates der Pernicies-Sektion des Tayseri-Arms.
    „Sir, alles in Ordnung?!“, fragte ihn die junge Frau mit besorgter Stimme.
    Instinktiv fing er an zu lächeln. „Natürlich, Saenia.“, antwortete er ihr so selbstbewusst wie er nur konnte, „Was sollte denn mit mir los sein?“
    Ihr Blick sah immer noch besorgt aus, aber sie atmete merklich erleichtert auf. „Sie sahen aus…als wären wir wieder auf Invictus…“, erklärte sie zögerlich und lehnte sich wieder zurück. Die beiden befanden sich im hinteren Teil der Limousine, wo die Sitzbänke einander zugewandt waren.
    Sein Lächeln wurde selbstbewusster, ein alter Trick. „Die Piraten sind seit 15 Jahren tot…“, und er lehnte sich entspannt zurück und gähnte demonstrativ, „Muss wohl tiefer geschlafen haben, als ich erwartet habe – wo sind wir hier nochmal?“
    Ihre besorgte Miene kehrte zurück.„In ihrer Limousine?“, fragte sie unsicher.
    Syren lächelte nun noch breiter und dieses Mal war es sogar echt. „Das sehe ich auch.“, und er kicherte, „Wo sind wir nochmal unterwegs? Erinnere mich bitte daran, Saenia.“
    Die junge Turianerin seufzte erleichtert. „Sie müssen sich wirklich einen Assistenten besorgen.“, erklärte sie mit leicht trotziger und leicht mitfühlender Stimme.
    „Wozu?“, entgegnete der Turianer, „Ich hab doch dich.“
    „Ich bin die Chefin ihrer Leibgarde, nicht ihre Sekretärin.“, entgegnete sie mit einem leicht amüsierten Unterton, „Und diese Arbeit hier hält mich von meinem eigentlichen Job ab.“
    „Ich kann selbst auf mich aufpassen.“, entgegnete Syren desinteressiert, „Meine Termine alleine planen hingegen nicht. Trotzdem bezahlt mir die Citadel-Verwaltung nur eine Leibgarde und keinen Assistenten – ich hab die Gesetze nicht gemacht…zumindest diese nicht.“
    Sie seufzte erneut. „Wir sind auf dem Weg zu ihrem Lieblingsbeschäftigung.“, erklärte sie auf ihn schauend.
    „Das Waisenhaus.“, erinnerte er sich plötzlich wieder und musste sogar unwillkürlich lächeln. Er sah es zwar nicht, aber Saenia musste auch ein Lächeln verstecken, als sie sein fokussiertes Gesicht sah.
    „Es muss schon…“, fing er an zu erzählen und musste dann schnauben, „…man ich arbeite schon seit meinem Amtseintritt für diesen Bau…endlich ist es fertig…“, und sein Gesicht verriet echte Zufriedenheit.
    Saenia, die nicht aufgehört hatte zu lächeln, fragte leicht mütterlich klingend: „Haben sie eine Rede vorbereitet, Captain?“
    Der Turianer schüttelte seinen Kopf. „Du weißt, dass ich das nicht tue.“, erklärte er selbstbewusst, „Die Leute müssen hören…dass es spontan ist.“, und als er ihren besorgten Blick wahrnahm, fügte er hinzu, „Keine Sorge, ich weiß ungefähr was ich sagen möchte.“, er blickte zu einer Ausbuchtung zur rechten der Turianerin, in der eine kleine Bar versteckt war, „Kannst du mir einen Viskanier eingießen?“, und meinte damit seine Lieblings-Whisky-Sorte, „Du weißt er beruhigt mich immer vor großen Auftritten.“
    Die Augen der Turianerin starrten ihn zunächst weit offen an, bevor der besorgte Blick zurückkehrte. Anders als bisher wurde ihre Stimme nun leicht flehend: „Bitte, nicht vor dem Waisenhaus.“, erklärte sie.
    „Was ist schon dabei?“, fragte er leicht amüsiert, „Ich will doch nur ein-“
    „Bitte nicht vor dem Waisenhaus.“, bat die Turianerin nun dringlicher und starrte direkt in seine Augen.
    Zunächst wirkte er überrascht über diesen Ausbruch, aber am Ende nickte er gelassen. „In Ordnung, wenn du es so willst.“, erklärte er und sie atmete erleichtert auf, „Dann lass uns hoffen, dass Martin nicht vor Ort ist – er ist eine absolute Nervensäge wenn ich eine Rede halten muss.“

    Little Palaven, so nannten die Menschen diesen Bezirk, immer allzeit bereit Orte mit Begriffen aus ihrer Vergangenheit zu benennen. Hort der Erinnerungen war die Bezeichnung der Asari für diesen Ort, wie immer mit ihrer Vorliebe für Esoterik und Mystik. Den üblichen Namen der nüchternen Salarianer konnte man im „Almanach der Citadel-Bezirke“ von Prof. Arzok Solus finden: Bezirk T213.4/10. Die Turianer, die den größten Teil des Bezirks bewohnten, hatten sich in der Vergangenheit das Ziel gesetzt den Bezirk in eine Art Mini-Präsidium zu verwandeln, aber mit einer turianischen Note. Die Wahl für diesen Bezirk lag vor allem an den großen Wassertanks die in diesem Bereich zu finden waren und einen Teil der Grundwasserversorgung des Tayseri-Arms lieferten. Die Tanks wurden in drei Seen umfunktioniert und hinterher pflanzten sie Gräser, Bäume, Büsche, Blumen und allerhand andere Vegetation an, die auf Palaven heimisch war. Green Meadows kam ihnen immer in den Sinn, wenn sie diesen Bezirk betraten, weswegen er bis heute diesen Namen trägt.
    Vor zwei Jahren war es noch üblich gewesen für turianische Einwanderer die Green Meadows zu besuchen, wenn sie unter Heimweh gelitten haben. Kein Platz auf der Citadel erinnerte so sehr an Palaven wie dieser Bezirk. Dann kam aber der Geth-Angriff und die Green Meadows gehörten zu den am stärksten betroffenen Gegenden des Tayseri-Arms. Große Teile der Grünanlagen wurden Opfer der Querschläger, niedergehenden Trümmern und Feuer, das aufgrund dessen auftrat. Selbst die Statue von Lyndax Kassix, Held des Wiedervereinigungskriegs, Zentrum vieler Kulturfeste, wurde durch ein fehlgeleitetes Projektil in Stücke zerrissen.
    Der Wiederaufbau dauerte noch an. Experten schätzten, dass es noch Jahrzehnte dauern würde bis die Green Meadows wieder im alten Glanz erstrahlen würden. Desto trotz ohne für immer verlorene Kostbarkeiten: die Augen der Geister zum Beispiel, Edelsteine von alten Hochkulturen auf Palaven in Form von Tieren gehauen, gingen bei der Zerstörung des lokalen Museums verloren. Gerüchte besagten, dass die Augen nicht zerstört worden sind – da niemals Einzelteile geborgen werden konnten – sondern inmitten des Chaos von ein paar findigen Dieben gestohlen wurden. Auch wenn das Ganze nicht mehr als ein Gerücht war, gab es immer wieder vereinzelte C-Sec Beamten vor Ort, die Untersuchungen gestartet hatten – bis jetzt ohne Erfolg.
    Die dunkelblaue Limousine landete in einem entlegenden Bereich des Bezirks, geschützt durch diverse Citadel-Wände vor etwaigen neugierigen Blicken. Syren stieg als erster aus, wartete aber bis Saenia auch draußen war. Hier im künstlichen Licht des Bezirks konnte der Turianer auch Saenias eher dunkel geratene Kleidung begutachten, die mit diversen Rottönen versehen war und sehr gut zu ihrer Gesichtsmarkierung passte. Aufgrund dieser Farbgebung stach Syren in seiner eher helleren Kleidung deutlich stärker hervor.
    „Haben wir jemanden vor Ort?“, fragte der Politiker als sich die Fahrzeug-Tür schloss und die beiden sich auf den Weg machten. Sein Gesicht war zwar bekannt, aber der Turianer kannte das Spiel gut: solange du nicht auffällst, beachten die Leute dich nicht. Das hatte er in seinen ersten Jahren auf der Citadel gelernt.
    „Eine Person…“, erklärte die Turianerin und aktivierte ihr Omni-Tool nur um dort eine Nachricht abzulesen.
    „Wer ist es? Kenne ich sie?“, fragte Syren neugierig, immer gerade aus blickend. Sie erreichten nun einen Weg der von diversen Leuten genutzt wurde und folgten ihm.
    Die Turianerin tippte ein bisschen auf ihrem Omni-Tool herum, aber nach einer Weile wurde klar, dass sie auf Zeit spielte.
    „Saenia…“, der Ton des Turianers wurde strenger, „Wer ist es?“
    Die Turianerin deaktivierte ihr Tool, drehte ihren Kopf zu ihm um, bewegte die beiden Kiefermandibel ein bisschen und wirkte alles im allen sehr unbehaglich. „Sam…“, gestand die Turianerin schlussendlich, „…Sir.“
    Zunächst blickte der Turianer sie sprachlos an, dann seufzte er. „Sie sollte in der Schule sein und nicht für uns den Ausguck spielen.“, belehrte er sie, während die beiden unter einem Baugerüst hindurchgingen.
    „Sie wollte helfen…“, antwortete Saenia und sah dies als einen guten Grund an, „Sie wissen doch Captain, seit…damals, möchte sie sich dankbar zeigen.“
    „Sie ist erst 12.“, antwortete der Turianer und obwohl er keineswegs erfreut über diese Entwicklung war, klang er nicht wütend, „Sie hat ihr ganzes Leben noch vor sich – eine gute Ausbildung kann ihr dabei weitaus mehr helfen, als mit einem Politiker und seiner Leibgarde zusammenzuarbeiten.“
    „Sie können es ihr erklären, Captain.“, klärte Saenia ihn auf, „Aber sie wird es vermutlich wie die 1000 Male vorher nicht beherzigen.“
    Syren seufzte erneut.
    „Dann sag mir zumindest was sie schreibt.“, kapitulierte der Turianer. Die Geräuschkulisse vor den beiden wurde lauter als sie das Baugerüst hinter sich ließen.
    „Das wir einen Umweg machen sollten.“, antwortete Saenia und lotste Syren in eine kleine Nebenstraße, die weg von der Geräuschkulisse führte. Genauso wie bei den meisten Teilen des Bezirks konnte man auch hier diverse kleinere Risse sehen, die entweder geflickt worden sind oder nicht.
    Das Gesicht des Turianers wurde grimmig. „Martin ist da?“, fragte er, obwohl er sich die Antwort denken konnte.
    „Er und ein paar seiner Freunde.“, erwiderte Saenia nickend, „C-Sec musste ein Teil des Platzes absperren, damit es nicht zu Ausschreitungen kommt.“
    Syren pustete Luft aus seinen Nasenlöchern, offenkundig verärgert. „In den Akten stand, dass er Kontakte zu einigen extremistischen Gruppierungen hat.“, erklärte er, „Wie viele Beamte sind vor Ort?“
    „Hoffentlich genügend.“, antwortete Saenia hoffend und die beiden bogen wieder in Richtung der lauteren Geräuschkulisse ab. Nach einer Weile konnte man hören, dass es vor allem sprechende Leute zu sein schienen.
    Als Syren auf den Platz vor der Eingangstür des Waisenhauses trat, fand er eine halbwegs große Menge vor sich. Mit einem kurzen Blick erkannte er, dass Reporter unter ihnen waren, aber auch Schaulustige konnte man sehen. Die Reporter repräsentierten die wichtigsten Medien des Tayseri-Arms: CNN, ANN, CBC – Citadel Broadcasting Center – Tfacts – Tayseri Facts – waren die größten, GM Journal und Tayseri Wochenblatt eher die kleineren, aber auch die Regenbogenpresse war vertreten durch YNC – Yellow News Channel. Die Schaulustigen bestanden zumeist aus Leuten aus der näheren Umgebung, auch wenn es unverhältnismäßig viele gab, die wie junge Pärchen aussahen.
    Als Syren die erste Stufe hoch zum Eingang hin nahm, wurden die Reporter auf ihn aufmerksam. Schnell wurden ihre Kameradrohnen in seine Richtung geschickt und ein kleines Blitzgewitter begann, während die Reporter anfingen ihn mit Fragen zu löchern. Der Turianer ignorierte diese, während Saenia die besonders aufdringlichen zurückschob. Oben angekommen begrüßte ihn ein C-Sec Beamter, wie auch ein Volus, der der Architekt des Waisenhauses war. Im Hintergrund standen auch zwei Asari, die die Leitung des Waisenhauses übernehmen würden.
    Syren grüßte die beiden ersteren höflich – ein Constable Ordos und Harka Nis – leicht distanziert, wie es nun mal nötig war, während er mit den beiden Damen anfing scherzhaft zu plaudern.
    „Heute ist ein großer Tag.“, erklärte er lächelnd, „Ich hoffe sie sind bereit.“
    „Für sowas ist man nie bereit.“, antwortete eine der beiden, offenkundig eine Matrone, „Man kann nur sein bestes tun und hoffen, dass es gut ausgeht.“
    „Wir werden alles tun…“, schaltete sich die andere Asari eine, eine Jungfrau, „…dass die Kinder eine glückliche Familie finden werden.“
    „Dann nehme ich sie beim Wort.“, scherzte der Turianer weiterhin lächelnd, bevor er sich nun umdrehte und einen kurzen Blick auf die Menge warf: die Reporter drängten sich am weitesten nach vorne, von C-Sec Beamten aufgehalten, während die Zivilisten, meist Turianer, leicht neugierig, leicht begeistert zu ihm aufblickten. Hierbei bemerkte er am Rande der Menge einige weitere C-Sec Beamte, die einen Sperrlinie aufgebaut haben und eine größere Gruppen von Menschen mit wütenden Gesichtern von den anderen fernhielten. Die meisten von ihnen schienen jung und männlich zu sein, aber ganz vorne stand der Drahtzieher dieses kleinen Trubels: Martin Trumbo, Politiker der Terra Firma-Partei. Er trug einen feinen, dunkelblauen Anzug und seine volle braune Haarpracht, in einen Scheitel gekämmt, sah aus, als wäre sie chirurgisch implantiert worden. Sein Gesicht sah grimmig aus, mit dicken Backen, leicht gerötet, als wäre er leicht zu reizen. Seine Augen waren zusammengekniffen, sein Gesicht glattrasiert und verschwitzt und sein Mund bereit jederzeit die übelste Hasstriade loszuwerden – und genau das war das, was Martin Trumbo seit seiner verlorenen Wahl gegen Syren immer wieder tat, öffentlich und lautstark.
    Auch jetzt wieder konnte man ihn trotz der lauteren Geräuschkulisse hören:„Nieder mit dem Tyrannen!“, und kaum einen Moment später skandierten es seine Anhänger ebenfalls: „Nieder mit dem Tyrannen! Nieder mit dem Tyrannen!“
    Syrens Blick wendete sich ab von dieser Menge und er drehte sich zum sprechenden Constable um, einen Turianer: „Einfach unmöglich diese Mistkerle.“, nun drehte der Beamte sich auch zu Syren um, „Entschuldigung sie, Sir.“
    „Entschuldigung angenommen.“, antwortete der Turianer prompt, „…falls sie sich bitte hier hinstellen würden.“, und er zeigte auf einen Platz vor sich.
    „Natürlich.“, antwortete Ordos leicht verwirrt und bemerkte nicht, dass er genau zwischen Syren und der Menge stehen geblieben ist, wodurch der Turianer sich nun ungestört umschauen konnte.
    Er suchte offenkundig etwas. Oder jemanden. Es dauerte nicht lange bis er die Person am anderen Ende des Platzes gefunden hatte: ein kleines, menschliches Mädchen, selbst für ihre 12 Jahre verhältnismäßig kleingewachsen. Sie trug ein dunkelblaues Shirt auf dem das Konterfei von Syren zu sehen war – ein Wahlshirt von vor zwei Jahren – und einen enganliegenden Rock mit grün-lila Streifen, während ihre glatten, roten Haare bis zu ihren Schultern reichten. Syren konnte ihr Gesicht aus dieser Entfernung nicht genau erkennen, aber er könnte schwören, dass sie ihn frech angrinste.
    Er aktivierte sein Omni-Tool und baute eine Verbindung zu ihrem auf. Als das fertig war, hörte er ihre glucksende Stimmung: „Oh Captain, mein Captain! Was kann ich für dich tun?“
    Der Turianer legte das Omni-Tool nah an seinen Mund und flüsterte hinein: „Sam…“, seine Stimme klang drohend, „Wenn ich hier fertig bin, bist du dran – du weißt doch noch was ich mit dir nach Sky Jump gemacht habe, oder?“
    Er brauchte ihre erschreckte Stimme im Tool nicht zu hören, um zu wissen wie sie jetzt reagierte: die Verbindung brach sofort ab und schon war sie um die nächste Ecke verschwunden.
    Syren drehte sich zufrieden zu Saenia um, die nur mit dem Kopf schüttelte. „Sie ist eine unsere besten Informanten.“, erklärte sie unzufrieden seufzend.
    „Und trotzdem bleibt sie ein Kind.“, entgegnete der Turianer und tippte wieder auf seinem Omni-Tool herum, „Nächstes Mal wenn sie bittet, sagst du nein – Etwas was ihre Eltern auch öfter tun sollten.“, er hatte das Menu gefunden was er wollte, „Wird Zeit das zu tun warum wir hier sind.“
    Das Tool wurde nun auf Mikrofon eingestellt und der Turianer wandte sich der Menge zu: „Herzlich Willkommen…“, er blickte immer wieder einzeln einige Leute an, „…Vertreter der Presse, Freunde, die sich um das Wohlergehen derer sorgen, die niemanden haben…und natürlich werte Vertreter der ungeladenen Gäste.“, womit er die Menschenmenge um Trumbo meinte, sie dabei anstarrend, „Heute ist ein großer Tag…“, er fing an auf und ab zu gehen, „Heute vor zwei Jahren erlebte die Citadel eine ihrer größten Tragödien.“, sein Stimme klang traurig und er fühlte sich auch so, sich an die damaligen Ereignisse erinnernd, „Die Geth griffen an und töteten viele. Viele verloren ihr Heim, ihre Karriere, ihre Zukunft.“, er trat näher an die Menge heran, blickte nun ein junges turianisches Päärchen an, „Aber diesen Tag überlebten auch viele und nicht wenige von ihnen waren Kinder. Kinder die keinen Platz mehr hatten. Kinder, die nicht mehr wussten wohin.“, er blickte auf zu einem älteren menschlichen Paar, das sich umarmte, „Wir sahen sie alle und konnten doch kaum was dagegen tun.“, er blickte herunter, bevor er seine freie Hand in Richtung der Tür herumschwenkte, „Bis heute…“
    Und dann hörte man den Schuss. Er war laut, hallte an den Wänden wieder und verwirrte alle anwesenden genauso wie er sie erschreckte. Saenia schnellte sofort vor Syren, der sich bereits umschaute und schnell den Ursprung des Schusses lokalisiert hatte: die Menschenmenge am Rande.
    „Sie haben auf mich geschossen!“, schrie Trumbo, sich an seinem blutigen Arm festhaltend, „C-Sec schießt auf Zivilisten!“
    Keiner wusste, was wirklich los war. Verwirrte Blicke wurden ausgetaucht und Syren erkannte bereits die ersten verängstigten Gesichter. Schnell hob er seinen freien Arm, rief: „Bewahren sie die Ruhe! Ich wette das können wir aufklär-!“
    Und dann erfolgte ein weitere Schuss und Syren sah wie ein C-Sec Beamte fiel. „Verdammt Nein!“, schrie der Ordos zu seiner Seite und lief zu seinen Leuten hin, „Wer hat hier geschossen?!“
    Die Beamten bei der Absperrlinie reagierten genauso verwirrt wie die Zivilisten, hoben aber ihre Waffen in Richtung der Menschenmenge um Trumbo. „Verdammt wer war das?!“, schrie einer von ihnen, ein Salarianer.
    Ein weiterer Schuss fiel und dieses Mal ging ein Zivilist runter. „Nicht schießen!“, schrie Syren die prekäre Lage erkennend, aber viel zu spät: die ersten Menschen bei Trumbo verließen fluchtartig ihre Stellungen, laut schreiend: „C-Sec schießt auf Zivilisten!“
    Das ganze Sache wurde obendrein von den Reportern aufgenommen, auf zig Kameradrohnen, und Syren erkannte wie einige der menschlichen Zivilisten anfingen Steine auf C-Sec zu werfen, laut „Mörder!“, schreiend.
    Syren erreichte den Beamten von vorhin, der versuchte seine Leute zu beruhigen, die immer noch verwirrt dreinblickten, aber sich bereit machten sich zu verteidigen. „Nicht schießen!“, wiederholte er und sah dann den gefallenen Beamten: ein Mensch, der dabei war zu verbluten. Schnell packte er sich den nächstgelegenen Beamten, drückte dessen Waffe weg und schrie ihn an: „Rufen sie einen Krankenwagen!“, er zeigte auf den Verletzen, „Sonst stirbt er!“
    Der Beamte nickte mehrmals, immer noch nicht bewusst was hier gerade passierte, aber er machte sich schnell daran einen Anruf zu tätigen. Syren ging inzwischen zu den anderen Beamten, versuchte sie daran zu hindern gewaltsam zu reagieren: „Nicht schießen! Bleiben sie hier – bewahren sie die Ruhe!“, er blickte zu der fliehenden Menschenmenge, von der kaum noch jemand hier war.
    Als das klar wurde, beruhigte sich die Situation langsam wieder, aber Syren sah immer noch verärgert aus. Saenia, die auch versucht hatte die Lage zu beruhigen, erreichte ihn und er sprach sein Ärger laut aus: „Was zum Teufel ist hier gerade passiert?!“
    "Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das was übrig bleiben muss, wie unwahrscheinlich es auch sein mag, die Wahrheit." - Sherlock Holmes alias Sir Arthur Conan Doyle
    "Erst ignorieren sie dich, dann lachen sie dich aus, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du." - Mahatma Ghandi
    "Eine Falle zu erkennen ist eine Sache, sie zu umgehen eine völlig andere." - Ranma 1/2
    "Mein Name ist Ozymandias, König der Könige. Schauet auf mein Werk, ihr Mächtigen, und verzweifelt." - Ozymandias
    "Der größte Trick des Teufels ist es die Welt glauben zu lassen, dass er nicht existiert." - Die üblichen Verdächtigen
    "Nichts ist unmöglich, solange du es dir vorstellen kannst." - Professor Hubert Farnsworth
    "Maybe you are right...maybe we can't win this. But we'll fight you regardless. Yes, people will die. Maybe we'll lose half of the galaxy...maybe more. However insignificant we might be: We will fight, We will sacrifice and We will find a way....that's what humans do!" - Commander Shepard
    Rabenkopf is offline Last edited by Rabenkopf; 08.06.2017 at 11:20.

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