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Atheismus - Fortschritt oder Irrweg

  1. #21 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von UNIVERSUN
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    Ich glaube die Frage ist falsch gestellt, es gibt Bereiche in denen Religionen nichts zu suchen haben.
    Immer da, wo verschiedene Menschen aufeinander prallen, wo Konflikt Potenzial herrscht, und man irgendwie versuchen muss, alles unter einen Dach zu bekommen, hat Religion nichts verloren. Daher sind Staatsregierung und Religion zu trennen, sie könnten nie Objektiv und gerecht über verschiedene Menschengruppen urteilen, wenn ihre Religion ihnen fesseln anlegt.
    Das andere wo Religion nichts verloren hat, sind Wissenschaft und Medizin, in der Wissenschaft muss man neugierig sein und forschen, nach der Religion gäbe es keine Wissenschaft, weil schon alle Antworten vorgefertigt sind, und Medizin kann sich ja jeder selbst denken.
    Der kleine einzelne ist zu unbedeutend, als das das er mit seiner Religion irgendwas bewegen könnte (Terrorismus ist keine Religion, auch wenn diese im Namen dessen getan wird).
    Ich würde die frage verhindert Religion den Fortschritt stellen, wo ich mit einen klaren ja antworten müsste, nichts ist schlimmer als vorgefertigte Antworten.
    MfG
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  2. #22 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Cichorium Intybus
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    Zitat Zitat von UNIVERSUN Beitrag anzeigen
    Ich würde die frage verhindert Religion den Fortschritt stellen, wo ich mit einen klaren ja antworten müsste, nichts ist schlimmer als vorgefertigte Antworten.
    MfG
    Was impliziert, dass Progressivität immer gut ist.
    Und wer legt das fest bitte?
    Cichorium Intybus ist offline

  3. #23 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von UNIVERSUN
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    Es geht darum, sich das hinterfragen offen zu halten, und nicht in einer festgefahren Schiene ob vorwärts oder rückwärts zu stecken.
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  4. #24 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Zitat Zitat von Cichorium Intybus Beitrag anzeigen
    Was impliziert, dass Progressivität immer gut ist.
    Und wer legt das fest bitte?
    Niemand. Und von immer war auch nie die Rede. Weil solche Festlegungen und ein derartiger Absolutheitsanspruch unwissenschaftlich wären. Ein Bedürfnis nach solchen Dingen (bei jenen, bei denen es besteht) wird von den Religionen bedient. Aber mit den Absolutheitsbauklötzen möge bitte zu hause gespielt werden. Auf dem Pfad in die Zukunft blockieren sie den Verkehr.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
    Drachenei ist offline

  5. #25 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Cichorium Intybus
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    Ich sehe jetzt nicht, weshalb Religion dabei immer hinderlich sein sollte.
    Aber mein Kulturverständnis ist vielleicht auch ein anderes, als das eines modernen Revisionismus.
    Cichorium Intybus ist offline

  6. #26 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von UNIVERSUN
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    Jenachdem zu welcher Religion du dich zugehörig fühlst, und inwieweit streng du das ganze auslegst, könnte es schon deiner eigenen Weiterentwicklung hinderlich sein. Du nimmst das wort geschriebene oder indoktrinierte als einzige Wahrheit an und hinterfragst das ganze nicht mehr. Nimm das Christentum von vor 1000 jahren oder so, als die Erde noch eine scheibe war, und jeder der anderes behauptete der Ketzerei angeklagt wurde. Aus diesem Grund haben Kirchen oder auch andere Religionen versucht, über Jahrhunderte die Menschen dumm zu halten, denn sie wussten damals schon, das Bildung die ganze Religion gefährden würde.
    Religionen versuchen schon aus Eigeninteresse den Fortschritt bzw. Bildung zu verhindern. Man könnte auch meinen, je geringer die Bildung eines Volkes, desto größer der Einfluss der Religion in diesem Volk.
    Heutzutage sieht es in Deutschland natürlich anders aus, kennst du die schönwetter Moped Fahrer? So ähnlich sehe ich die Religion in Deutschland auch, einige Annehmlichkeiten wie zumbeispiel das Weihnachtsfest haben aus traditionellen gründen überlebt, aber kaum jemand lebt sie noch inklusiver aller regeln ernsthaft aus. Schönwetter Christen halt, was gefällt und keine Mühe bereitet nimmt man mit
    MfG
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  7. #27 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Zitat Zitat von Cichorium Intybus Beitrag anzeigen
    Ich sehe jetzt nicht, weshalb Religion dabei immer hinderlich sein sollte.
    Aber mein Kulturverständnis ist vielleicht auch ein anderes, als das eines modernen Revisionismus.
    Sehe ich jetzt auch nicht. Könnte aber auch daran liegen, daß außer Dir immer noch niemand das Wort "immer" in diesem Kontext verwendet hat. Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis Dir dämmern könnte, wo die Wurzel dieses Verständnisproblemes liegen mag.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
    Drachenei ist offline

  8. #28 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Cichorium Intybus
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    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Sehe ich jetzt auch nicht. Könnte aber auch daran liegen, daß außer Dir immer noch niemand das Wort "immer" in diesem Kontext verwendet hat. Bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis Dir dämmern könnte, wo die Wurzel dieses Verständnisproblemes liegen mag.
    Ich weiß, dass du von Religion und auch vielen anderen Dingen allgemein sehr wenig hältst und daraus auch an keiner Stelle hier im Forum ein Geheimnis machst.
    Das ist auch ok, aber ist trotzdem keine Rechtfertigung dafür, mich so anzupflaumen.

    Streichen wir das Wort halt, gut, ändert nichts an der Frage selbst.
    Zumal ich mitnichten widersprochen habe, mir ging es eher um eine Präzisierung.
    Cichorium Intybus ist offline Geändert von Cichorium Intybus (22.12.2016 um 10:41 Uhr)

  9. #29 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von UNIVERSUN
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    Da du dem Anschein nach religiös bist, und ich nichts damit anfangen kann, würde mich mal interessieren, was dir dein Glauben gibt, und welche Qualitäten dein Gott hatt ?
    Verstehe mich nicht falsch, aber das würde mich wirklich interessieren, inwieweit Gott in dein Leben eingreift ?
    MfG
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  10. #30 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Cichorium Intybus
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    Ich bin nicht religiös, daher kann ich dir deine Fragen nicht beantworten, pardon.
    Cichorium Intybus ist offline

  11. #31 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von UNIVERSUN
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    Ja ok schade, die Sichtweise eines gläubigen wäre interessant gewesen.
    MfG
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  12. #32 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Cichorium Intybus
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    Zitat Zitat von UNIVERSUN Beitrag anzeigen
    Ja ok schade, die Sichtweise eines gläubigen wäre interessant gewesen.
    MfG
    Ich glaube, Geist des Wissens war der einzige User seinerzeit im Politikforum, der recht offensiv für seine evangelikale Position geworben hat.
    Ansonsten kann ich mich an keinen User erinnern, der hier je offen irgendwie gläubig war.

    In der PE gibt es noch ein oder zwei Muslime, der aus dem TuS ist leider weg.
    Cichorium Intybus ist offline

  13. #33 Zitieren
    Schwertmeister Avatar von UNIVERSUN
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    Ja mit ihm hatte ich schon mal gesprochen, aber wenn ich nicht alles falsch verstanden habe, glaube ich, ihm ging es mehr um seine persönliche spirituelle Verbindung zu Gott. Dabei noch nichtmal unbedingt der Gott aus der Bibel. Aber wie er oder ein anderer Gläubiger sich Gott vorstellt, und mit den daraus resultierenden Paradoxien umgeht, würde mich zumindest interessieren. Ich denke, ohne ihnen nicht nahe treten zu wollen, das man als intelligenter Mensch (dazu zählt der Geist des W. auf jedenfall) viel auch verdrängen müsste, um sich einen Gott aus der Bibel vorstellen zu können.
    MfG
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  14. #34 Zitieren
    Ehrengarde Avatar von Cichorium Intybus
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    Mir fällt es auch schwer, wenn es um die Personifizierung von Gottesbildern in den monotheistischen Religionen geht.
    Aber religiöse Inhalte und Diskussionen finde ich schon interessant.

    Mitunter tauchen die Begrifflichkeiten auch anderswo wieder auf, so sprechen selbst die Grünen mitunter auch von einer "Bewahrung der Schöpfung" beim Umweltschutz.
    Ist auch nichts anderes als eine unterschwellige Annäherung ans Christentum und damit politisch an die CDU.
    Cichorium Intybus ist offline

  15. #35 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Zitat Zitat von UNIVERSUN Beitrag anzeigen
    Ja mit ihm hatte ich schon mal gesprochen, aber wenn ich nicht alles falsch verstanden habe, glaube ich, ihm ging es mehr um seine persönliche spirituelle Verbindung zu Gott. Dabei noch nichtmal unbedingt der Gott aus der Bibel. Aber wie er oder ein anderer Gläubiger sich Gott vorstellt, und mit den daraus resultierenden Paradoxien umgeht, würde mich zumindest interessieren. Ich denke, ohne ihnen nicht nahe treten zu wollen, das man als intelligenter Mensch (dazu zählt der Geist des W. auf jedenfall) viel auch verdrängen müsste, um sich einen Gott aus der Bibel vorstellen zu können.
    MfG
    Also was die Paradoxien betrifft, so ist das doch ziemlich simpel, denn diese setzen ein logisches Bezugssystem voraus. Der maßgebliche Unterschied zwischen "göttlich" und "menschlich" ist, daß das menschliche Denken an ein solches System gebunden ist, während die göttliche Existenz sich außerhalb dieser Einschränkung abspielt. Natürlich kann ein allmächtiges Wesen einen Stein machen, der so schwer ist, daß es ihn selbst nicht heben kann. Es lässt sich nur nicht logisch erfassen, wie es das anstellt.

    Hierfür ist nicht mal Glaube nötig. Es genügt ein gesunder Ehrgeiz. So gesund, daß Kleingeister ihn gewöhnlich als Größenwahn klassifizieren. Für diese sind die Grenzen der Logik die Konstante, die das Gefüge des Universums zusammenhält. Für den aufgeschlossenen Freidenker mit ausgedehnten Ambitionen sind sie eher ein Hindernis, dessen Überwindung rot eingekringelt in der Spalte für "Mittelfristiges" auf der To-Do-Liste steht. Muahaha!
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
    Drachenei ist offline

  16. #36 Zitieren
    General Avatar von Cagigawa
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    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Also was die Paradoxien betrifft, so ist das doch ziemlich simpel, denn diese setzen ein logisches Bezugssystem voraus. Der maßgebliche Unterschied zwischen "göttlich" und "menschlich" ist, daß das menschliche Denken an ein solches System gebunden ist, während die göttliche Existenz sich außerhalb dieser Einschränkung abspielt. Natürlich kann ein allmächtiges Wesen einen Stein machen, der so schwer ist, daß es ihn selbst nicht heben kann. Es lässt sich nur nicht logisch erfassen, wie es das anstellt.
    Wenn ein allmächtiges Wesen einen Stein erschafft den es selber nicht hochheben kann ist es dadurch kein allmächtiges Wesen mehr.
    Kann dieses Wesen aber keinen Stein erschaffen den es nicht hochheben kann ist es ebenfalls nicht mehr allmächtig.
    Daraus folgt es kann kein allmächtiges Wesen geben.

    Das ganze nennt sich Allmachtsparadoxon.

    Great holy armies shall be gathered and trained to fight all who embrace evil. In the name of their gods ships shall be built to carry our warriors out amongst the stars and we will spread Origin to all the unbelievers.
    Cagigawa ist gerade online

  17. #37 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Zitat Zitat von Cagigawa Beitrag anzeigen
    Wenn ein allmächtiges Wesen einen Stein erschafft den es selber nicht hochheben kann ist es dadurch kein allmächtiges Wesen mehr.
    Kann dieses Wesen aber keinen Stein erschaffen den es nicht hochheben kann ist es ebenfalls nicht mehr allmächtig.
    Daraus folgt es kann kein allmächtiges Wesen geben.

    Das ganze nennt sich Allmachtsparadoxon.
    Und Du unterliegst dem bereits beschriebenen Trugschluß. Denn Allmacht ist eben keine, wenn sie den Gesetzen der Logik unterliegt. Ein allmächtiges Wesen kann definitionsgemäß alles. Ob das nun logisch ist, oder nicht. Dazu gehört, seine Allmacht einzubüßen, ohne seine Allmacht einzubüßen. Dazu gehört, eine Mathematik zu machen, in der gilt: 1-pi=Hans-Werner. Das einzige, von dem wir ausgehen können, ist, daß bisher wahrscheinlich kein allmächtiges Wesen einen solchen Stein im Beisein von Logikern gemacht hat, welche das auch mitbekommen haben.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
    Drachenei ist offline

  18. #38 Zitieren
    Deus Avatar von DWS
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    Um nochmal halbwegs zur Eingangsfrage zurückzukommen, halbwegs meint: Vermutlich war es nicht (ganz) so gemeint. Was mir aber bei der Recherche zu Reproduktionserfolg und Religiösität (mit leichtem Schock) aufgefallen ist...

    Reproduktionserfolg der Religionen …

    Der Ökonom Robert Rowthorn von der University of Cambridge griff nun dazu statistische Auswertungen und Fallstudien auf, nach denen religiöse Menschen durchschnittlich deutlich höhere Geburtenraten aufweisen als ihre säkularen Nachbarn – auch nach der Berücksichtigung von Faktoren wie Bildung oder Einkommen. Ob unter Juden, Christen, Muslimen oder Hindus: Umso häufiger die Angehörigen beten und Gottesdienste besuchen, umso häufiger entscheiden sie sich offensichtlich im Durchschnitt auch für Kinder. Orthodoxe Juden oder Mormonen, Old Order Mennoniten – ein traditioneller Zweig der Religionsgemeinschaft – oder Hutterer wiesen über Generationen hinweg sogar extrem hohe Geburtenraten auf.

    [...] Studien, wonach bislang keine einzige nichtreligiöse Population, Bewegung oder Gemeinschaft bekannt sei, die auch nur ein Jahrhundert lang die Bestandserhaltungsgrenze von zwei Kindern pro Frau halten konnte. Dabei folgte auch Rowthorn dem Konsens unter den beteiligten Forscherinnen und Forschern: Nicht "die Religiosität" entscheidet über die Geburtenraten, sondern erst ihre kulturellen Ausprägungen.
    http://www.spektrum.de/news/vererbte-religion/1059955

    Mal nüchtern betrachtet, jeder Fortschritt und Wohlstand einer Gemeinschaft wäre auf lange Sicht (Jahrhunderte) sinnfrei, wenn die nichtreligiösen Populationen einfach von der Bildfläche verschwinden, oder?

    Vielleicht müsste die Frage aus evolutionärer/populationserfolgreicher Sicht lauten: Kann der Fortschritt einer nichtreligiösen Gesellschaft den resultierenden Reproduktionsmisserfolg irgendwann wettmachen... oder stirbt sie sonst einfach aus?
    „Die Welt geht unter aber wir haben Senf, Wurzelbürsten und Badezusatz.“

    ich muss gar nichts ...
    DWS ist offline Geändert von DWS (22.12.2016 um 17:26 Uhr)

  19. #39 Zitieren
    Trillionär  Avatar von void
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    Zitat Zitat von Drachenei Beitrag anzeigen
    Also was die Paradoxien betrifft, so ist das doch ziemlich simpel, denn diese setzen ein logisches Bezugssystem voraus. Der maßgebliche Unterschied zwischen "göttlich" und "menschlich" ist, daß das menschliche Denken an ein solches System gebunden ist, während die göttliche Existenz sich außerhalb dieser Einschränkung abspielt. Natürlich kann ein allmächtiges Wesen einen Stein machen, der so schwer ist, daß es ihn selbst nicht heben kann. Es lässt sich nur nicht logisch erfassen, wie es das anstellt.
    Völlig richtig, und deshalb muss man auch überhaupt nichts verdrängen, um sich einen christlichen Gott vorzustellen.
    void ist offline

  20. #40 Zitieren
    Mythos Avatar von Drachenei
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    Zitat Zitat von Voro Beitrag anzeigen
    Völlig richtig, und deshalb muss man auch überhaupt nichts verdrängen, um sich einen christlichen Gott vorzustellen.
    Das zwar nicht, aber damit er in die (ebenfalls begrenzte) menschliche Vorstellungskraft passt, muß man ihn stark simplifizieren. Man stelle sich die entwicklungsbedingte Distanz zwischen der Kindervariante von dem alten, weißbärtigen Mann auf der Wolke zu den abstraktesten Konzepten der Metaphysik vor und mache sich bewußt, daß beides nur Nuancen des Kratzens an der Oberfläche sind - und nicht mal tief genug für eine Schramme. Oder man stelle sich einen Bauern vor, der seinen Acker deutlich vorsichtiger pflügt, seit ihm ein Geologe etwas vom Erdkern erzählte.
    Mit freundlicher Genehmigung von Casablonga
    Drachenei ist offline

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