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  1. #61 Reply With Quote
    Terraner Geiel Europas's Avatar
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    [Bild: Maximus.PNG]


    Und wie heit es so schn in den Mrchen? ...und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute. Maximus Genick knackte als er den Kopf nach oben reckte, fr die Anderen musste es ausgesehen haben als htte er geschlafen, doch er hatte jedes Wort vernommen und nahm einen ordentlichen Bissen seines Brotes. Ich htte auch gern eine Kaiserin als Gnnerin, damit knnte man berall Geschfte betreiben. Von mir aus knnte ich sogar ihr Mndel sein, solang die Kasse dabei stimmt. Maximus lachte trocken und lte seine Stimme. Orlais kann nach eurer Geschichte fr Fremde also genauso verwirrend sein wie Tevinter. Er nahm den kurzen Satz als berleitung und beugte sich nach vorne, er sa aufrecht und berragte nun alle am Tisch. Nun meine Geschichte knnte man auch als Mrchen bezeichnen, nur dienen unsere Mrchen dazu Kindern Angst zu machen. Maximus grinste finster.


    Wie beschreibe ich Von Reinhardt am besten? Er war hochgeboren, mit 18 Jahren bereits ber 2 Meter gro und diente viele Jahre als treuer Knappe einem seiner Oheims mtterlicherseits. Als er schlielich ein Ritter wurde, erschlug er seinen Vater heimtckisch und bernahm dessen Lndereien. So heit es im Volksmund. Maximus kratze sich am Hals, er hatte die Geschichte lange nicht mehr erzhlt und musste berlegen um nichts durcheinander zu bringen. Er war gtig so sagt man, als er geboren wurde. Doch mit jedem weiteren Lebensjahr verschwand diese Person und er wurde zu der tragischen Figur mit dem man seinen Namen heutzutage in Tevinter verbindet, zumindest in der kleinen Region in der er angeblich gelebt hat. Konrad konnte Dinge sehen, er sprach angeblich mit verschiedenen Gttern und wusste was die Zukunft mit sich bringen wrde, seine Geschichten an der hohen Tafel waren so populr das einige Gelehrte Bcher darber schrieben in denen es um nichts anderes ging. Wre er einer vom gemeinen Volk gewesen htte man ihn aufgehngt oder gekpft, keinesfalls htte man den unteren Stand mit solchen Geschichten durchkommen lassen.

    Fragt mich nicht ob er wirklich irgendwelche Fhigkeiten hatte wie der Junge in Valdims Geschichte, vielleicht war er auch einfach nur verrckt oder aber er nahm Substanzen ein die ihn halluzinieren lieen. Wie dem auch sei, er hatte eine Grafschaft ber die er regierte, eisern und stolz, allerdings waren Strafen zu jeder Zeit drakonisch. Die Brger frchteten sich. Wenn Von Reinhardt durch die Straen ritt verschlossen sie Fenster und Tren, verbarrikadieren sich in ihren Husern. Laut der alten Sagen krmmte er den Unschuldigen kein Haar, aber jenen die die Gesetze brachen.... diesen Personen tat er schlimmere Dinge an als man sich vorstellen konnte.
    Maximus wischte sich den Schwei von der Stirn, erst jetzt fiel ihm auf wie warm es in der Taverne war. Es kam der Tag an dem er eine feindliche Armee voraus sah die die Grenzen seines Territoriums berschreiten wrde. Einem einfachen Mann htte man eingesperrt, aber einem hohen Herrn? Tja dieser sammelte seine Vasallen um sich, holte die Ernte viel zu frh ein und bemannte seine Burg mit jedem Krieger der eine Waffe halten konnte. Er sandte Boten aus, zu jedem Adeligen in der Umgebung, egal ob Graf, Herzog oder Baron. Jeder Bote erreichte sein Ziel, doch es kam von berall die gleiche Antwort. Man wrde keine Hilfe schicken, niemand kmmerte sich um einen Mann der herrschte wie der Kaiser persnlich, nur viel grausamer. Das in Tevinter so etwas geduldet wurde lag nur daran das Von Reinhardt fr jeden Krieg bereitwillig Truppen entsandte, egal wie viele geordert wurden, er sandte stets mehr. Soldaten waren Ware, Ware um den Kaiser gndig zu stimmen und so wurde Konrads Grafschaft zu einem rechtsfreiem Raum, zumindest fr ihn. Eigene Gesetze, fr bedingungslose Loyalitt gegenber der Krone.

    Maximus rusperte sich. Er krnkte die anderen Freiherren durch sein Verhalten bei Hofe, er lie sie in schlechtem Licht dastehen und fiel in Ungnade bei jeder Grafschaft die an sein Land grenzte. Aber sein Verhalten war nicht das eigentliche Problem, eher seine erfolgreichen Teilnahmen an 3 Kriegen. Seine Mnner stachen nicht durch Grausamkeit heraus, sondern durch Disziplin und Loyalitt. Keiner von ihnen soll jemals den Rckzug angetreten haben oder sich unrhmlich verhalten haben. Chronisten die ber die Kriege schrieben besttigten dieses Bild seiner Soldaten, Chronisten auf beiden Seiten. Maximus bemerkte das auch Mnner und Frauen am Nachbartisch mithrten, sie bekamen wohl nicht jeden Tag Volksmythen aus Tevinter zu hren. Der Mann war ein Widerspruch in sich, grausam zu seinen Feinden, grozgig zu den eigenen Mannen. Warum so jemand seinen Vater tten soll? Diese Kleinigkeit wurde nie berliefert.

    Seine Feste war seit Wochen verschlossen, es kamen keine Hndler mehr an die Tore, keine Fremden, niemand. Er sah seine Vision besttigt, doch es erfolgte kein Angriff. Weitere Wochen vergingen und schlielich gab er den Einwnden seiner Hauptmnner nach und entsandte Spher. Keiner kehrte zurck! Einer seiner engsten Vertrauten, Predrag Belarus - der in vielen verschiedenen Legenden auftaucht, aus dem ich daher schliee das die wahre Figur des Hauptmannes wohl nie aus dem Dunkel der Geschichte hervorgehen wird handelte auf eigene Faust und zog mit einigen Hundert Mann los. Auch sie blieben verschwunden. Die Geschichten variieren hier, eine Quelle sagt Konrad htte diesen Ausbruch befohlen, andere Quellen stellen Predrag als Eidbrecher dar. Es vergingen weitere Wochen und das Gefhl der Unwissenheit versetzte der Feste eine drckende dunkle Stimmung. Kurz bevor sich die Bevlkerung selbst an die Kehle ging tauchten fremde Krieger vor den Toren auf und begannen die Belagerung, Katapulte und Triboke zerlegten die uralten Mauern der Huser. Egal ob Schenken, Gotteshuser oder die einfachen Hten der Gemeinen, sie alle traf das gleiche schreckliche Schicksal. Ein verirrtes Geschoss vernichtete einen Teil des Burgfrieds in dem sich Frauen und Kinder versammelt hatten, Konrads ltester Sohn, sein Nachfolger starb. Ebenso seine beiden Tchter. Die verzweifelten, schmerzhaften Schreie des Burgherren soll man noch heute hren knnen, so heit es. Der Wirt brachte einen Schnaps, eine willkommene Abwechslung, sein Hals drohte auszutrocknen.

    Sie hielten mehreren Angriffen erfolgreich stand, erst nach vielen Schlachten konnten die Feinde die erste Mauer nehmen. Die Stadt war gefallen, viele wurden abgeschlachtet als man das Tor der 2. Ringmauer - die um den Burgfried herum stand - verschlossen hatte. Der kleine Teil der Truppe der noch lebte leistete Widerstand, erbitterten Widerstand. Der Heldenmut dieser Mnner wird heute in Liedern besungen, auch wenn viele Brger des Reiches gar nicht wissen ber wen genau sie da eigentlich singen.
    Konrad erkannte am Ende das man nicht gewinnen konnte, aber er war zu stolz um aufzugeben. Von den einst 1000 tapferen Recken waren ihm nicht einmal mehr 100 geblieben, die Mauer jedoch fiel nicht. Jeder Angriff der Belagerer war erfolglos. Als Konrad und die wenigen Mnner jede Hoffnung verloren hatten, gab es einen weiteren Angriff. Dieses Mal nicht auf die Mauer, sondern auf ihre Feinde. Es war dunkel und als der Morgen begann lag der Feind erschlagen auf dem Feld. Die Stadt war verbrannt, Kpfe aufgespiet und an den Mauern zur Schau gestellt und inmitten dieses Chaos prangerten die Flaggen jener Feldherren die sich vorher noch geweigert hatten Von Reinhardt zu untersttzen. Ihm fiel auf das die Geschichte viel lnger war, doch hatte er sich kurzgefasst, sie hatten immerhin nicht den ganzen Abend Zeit.

    Voller Erleichterung ffneten sie die Tore. Auch hier gibt es verschiedene Fassungen, mancher sagt Konrad wre noch immer der Bulle gewesen der er stets war, andere behaupten er wre krnklich, abgemagert und konnte nicht mehr aufrecht gehen. In Anbetracht seines Verlustes ist das doch glaubwrdiger. Als die Tore offen waren kamen die anderen Grafen herein, Konrads Mnner jubelten ihnen zu. Der Kampf war gewonnen, man hatte viel verloren, aber man hatte gesiegt. Dann ritt Predrag Belarus auf seinem Schimmel durch die Tore, seine Rstung war prunkvoll, seine Augen glnzten vor Erhabenheit, einen edleren Anblick soll es nie gegeben haben. Konrad war erleichtert, sein alter Freund hatte ihn gerettet, dann jedoch packten in einige starke Mnner und legten ihn in Ketten.
    Konrad verstand nicht, dann jedoch wurde ihm bewusst das er verraten wurde. Seine Vision, das fremde Heer, es waren die anderen Grafen gewesen die sich seine Vorahnungen zu Nutze gemacht hatten. Die erste Front an den Mauern war das Kanonenfutter, kleine und unliebsame hohe Herrn die von Konrads Mnnern tapfer erschlagen wurden. Die, die jetzt vor ihm standen waren die Nutznieer dieses Planes und nun konnten sie ihre Macht mit neuen Lndereien strken.

    Was man mit Konrad angestellt hat fragt ihr euch? Es gibt viele Variationen, aber in keiner hat er diesen Verrat an seiner Person berlebt.
    Die Familie Belarus hat bis heute eine kleine unbedeutende Grafschaft. Bis heute verbindet man diesen Namen mit Verrat, aber wie gesagt, Predrag Belarus, dieser Name taucht in vielen Legenden auf. Keiner wei wer diese Person wirklich war.

    Maximus kostete von einem weiteren Mettbrtchen und gab seinen Stimmbndern Zeit sich zu schonen.
    Geiel Europas is offline
  2. #62 Reply With Quote
    Legende Annalena's Avatar
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    [Bild: lisbeth.jpg]

    Lisbeth war nicht die Einzige, die eine Fortsetzung von Javiers Geschichte wollte, und der Hndler gab nach und erzhlte noch ein wenig. Ihre Augen leuchteten als sie von dem Glcklichen Ende der Beiden hrte. Wer htte gedacht, dass eine Kaiserin so mitfhlend war und zwei Liebenden so sehr half.

    Sie fllte ihr Glas erneut mit kstlichem Wein als Maximus seine Geschichte erzhlte. Eine Legende ber eine Grafschaft und seinen Herrscher in Tevinter. Lisbeth schauderte ein wenig als sie lauschte, nicht nur die Geschichte war tragisch und blutig, auch der Name Tevinter lie sie zittern. Dieses ferne Land hatte keinen guten Ruf und jede Geschichte, die man ber Tevinter hrte, bertraf die letzte in Grausamkeit. Maximus begann sie, doch sie wurde unterbrochen als die Tr zur Gaststube aufgerissen wurde und ihr Sohn hereinstrmte. Er stoppte kurz um sich umzublicken und rannte zu ihr als er sie entdeckte. Mutter, rief er aufgebracht und Lisbeth sprang auf, da sie wusste, dass etwas nicht stimmte. Es ist Talia, Mutter, die Geburt hat begonnen, doch sie sie Ihr Sohn blinzelte Trnen weg und Lisbeth erbleichte. Talias Schwangerschaft war schwierig und sie musste viel ruhen. Schlagartig wurde ihr auch bewusst, dass die Zeit fr die Geburt noch nicht gekommen war. Es ist zu frh fr das Baby, sagte sie entsetzt und mit zittriger Stimme. Ihr Sohn nickte nur und die alte Frau packte ihre Habseligkeiten zusammen bevor sie sich an die brigen Stammgste wandte.

    Verzeiht meinen abrupten Aufbruch sagte sie mit belegter Stimme, Talia ist meine Enkelin und ihre Schwangerschaft war schwierig ich muss sofort zu ihr. Ihre Gedanken drehten sich im Kreis. Hoffentlich berlebten Talia und ihr Baby, das sie das erste Mal zur Urgromutter machen wrde. Mit einem letzten traurigen Lcheln nickte sie dem Stammtisch zu bevor sie ihren Sohn nach drauen begleitete. Erbauer flsterte sie, bitte, wache ber meine Enkelin und ihr ungeborenes Kind. Bitte, nimm sie noch nicht zu dir.
    Annalena is offline
  3. #63 Reply With Quote
    Halbgttin Fawks's Avatar
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    Kabron lauschte der Geschichte von Maximus, die in Tevinter spielte und vom einem einem Grafen erzhlte, der im Laufe seines Lebens immer hrter, klter und abscheulicher wurde und seine Grafschaft mit ihm ins Elend zog, solange bis ein Verrat den Grafen strzte.

    Kabron tat sich an der Schinkenplatte gtlich, die ihm vor die Nase gestellt worden war - hatte er eine bestellt? Seis drum, der Schinken war vorzglich! - und wollte schon die GEschichte kommentieren, als Lisbeth von ihrem Sohn gerufen wurde, mit der Botschaft, dass bei ihrer Enkelin die Geburt bevorstand. Eilig und hastig brach sie auf mit dem Vermerk, dass die Schwangerschaft sehr schwer gewesen sei.

    Kabron rief ihr noch ein "Viel Glck" nach, glaubte aber nicht, dass sie es noch hrte.
    Er wandte sich wieder den anderen zu und kaute noch eine Schinkenrolle herunter.

    "Nun, Maximus," begann er langsam, "das ist eine interessante Geschichte. Wie die Eigenheit und der STand eines Menschen ber viele andere entscheiden kann - und sich berhaupt keine wehrt! Das begreife ich nicht!"

    Mit Hingabe machte er sich ber den Rest der Schinkenscheiben her und zupfte nebenher das Brot in mundtaugliche Stcke. Kstlich!
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  4. #64 Reply With Quote
    The Fallen  Emerahl's Avatar
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    [Bild: WoP_Javier_B_riault1.png]

    Lisbeth und Kabron waren, genau wie wohl die anderen Tavernenbesucher auch, begeistert von Javiers Geschichte. Vielleicht wrde er ihnen auch irgendwann erzhlen, dass es seine eigene war. Auch Maximus hatte wohl seiner Geschichte gelauscht und nicht - wie angenommen - geschlafen.

    Ich htte auch gern eine Kaiserin als Gnnerin, damit knnte man berall Geschfte betreiben. Von mir aus knnte ich sogar ihr Mndel sein, solang die Kasse dabei stimmt. Bei diesen Worten lachte Maximus und auch Javier fiel mit ein. Mit den Worten Orlais kann nach eurer Geschichte fr Fremde also genauso verwirrend sein wie Tevinter. begann Maximus nun seine eigene Geschichte zum Besten zu geben.

    Er erzhlte eine Geschichte ber eine Familie, die durch Verrat alles verloren hatte. Ja, da gab es schon Parallelen zu Orlais, das musste Javier zugeben. Dies uerte er auch laut, fgte dann aber noch hinzu: "Nur mit dem Unterschied, dass Val Royeaux das Zuhause unserer Kirche ist und der Sitz der Gttlichen. Dort hinter den Sonnentoren fhrt die Kirche ihre Rituale durch, wo der Gesang des Lichts gesungen wird. Die zwei Trme der Kathedrale sind schon von weitem zu erkennen. Aber ich schweife ab. Was mich noch brennend interessiert, ist die Frage, ob ein oder mehrere Magister unter den Angreifern war?"

    Bevor er jedoch antworten konnte, ffnete sich die Tr des Gasthauses und ein junger Mann strmte herein. Javier blickte auf und identifizierte den Jngling als Lisbeths Sohn.

    „Es ist Talia, Mutter, die Geburt hat begonnen, doch sie… sie…“, stammelte der junge Mann. Javier erkannte, dass Lisbeth ob der Worte erbleichte. „Es ist zu frh fr das Baby“, erwiderte sie entsetzt. Sie packte hastig ihre Sachen, murmelte noch ein paar entschuldigende Worte und eilte ihrem Sohn nach. Auch Javier war erschttert. Er wusste, wie schwer es ist, wenn ein Baby zu frh auf die Welt kam. Solch eine frhe Geburt war nicht berlebensfhig. Hoffentlich ging alles gut.

    "Vielleicht sollten wir die dies zum Anlass nehmen und den Abend fr heute abbrechen. Sobald wie mglich werde ich Lisbeth eine Anfrage senden, wie es ihrer Schwiegertochter und dem Ungeborenen geht."
    Emerahl is offline
  5. #65 Reply With Quote
    Deus VRanger's Avatar
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    Es war ein merkwrdiger Zeitpunkt, in dem Maximus Meridius seine Geschichte von einem Mann erzhlte, der scheinbar der beste sein wollte. Doch dieses musste um jeden Preis passieren, was meist kein gutes Ende hat.

    Lisbeth Kaltherz wurde gerufen mit einem Es ist zu frh fr das Baby und hatte sich so hastig verabschiedet. Leider konnte sie somit das Geschenk, was Tobrin extra mitgebracht hatte und von dem auch seine Geschichte handelte, nicht in Augenschein nehmen. Denn wer zum Erbauer betet in Sorge um seine Nchsten, hat dafr keine Zeit. Doch beim Mitnehmen des ledernen Sckchens schaute sie zu dem zwergischen Hndler. Ihr Augenaufschlag und ein kurzes Nicken sagten ihm Danke. Dann war sie weg. Tobrin seufzte und murmelte in seinen Bart: Mge die Wnsche in Erfllung gehen. Glck auf dem Weg!

    Dann griff er sich seinen groen Bierhumpen und trank diesen in einem Zuge leer. Und eine gewisse Traurigkeit machte sich bei ihm breit. Als er dann Javier Briault sagen hrte: Vielleicht sollten wir die dies zum Anlass nehmen und den Abend fr heute abbrechen, wusste er, der Abend war vorbei. Er wrde auch nicht versuchen mit einem seiner Sprche den Abend zu retten. Es galten seine Gedanken der Familie von Lisbeth Kaltherz. Der zwergische Hndler wusste aber auch was sich gehrte und so schaute er zu Maximus. Als er seinen Blick auffing, sagte er zu ihm: Eine vortreffliche Geschichte werter Maximus. Sie zeigt, was Ehrgeiz und Selbstberschtzung anrichten knnen. Dann schwieg er fr einen Moment, als wenn er etwas abwgen wrde, und sprach weiter. Dabei war sein Blick nach unten gerichtet und er sagte es mit leiser Stimme: Deswegen hat man bei der Legion der Toten auch zuvor allen abgeschworen, man kmpft fr andere, doch nur bis Das Wort Tod wollte er nicht aussprechen. Denn es war bereits gesagt. Er schaute zu Hndler Valdim, der ja neben ihm sa, gab ihn einen Schubs und fragte ihn: Wollen wir es so machen, wie es der werte Javier vorgeschlagen hat? Wollen wir gehen?
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  6. #66 Reply With Quote
    Wort-Spinner  Dawnbreaker's Avatar
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    [Bild: Valdim.jpg]

    Valdim war ganz im Gedanken versunken und als Tobrin ihn anschubste, zuckte er erschrocken zusammen. Der Dalish Elf nickte bedchtig. Ja, ich glaube, es ist an der Zeit, sich zu verabschieden. Er blickte in die Runde. Wenn Ihr mir sagt, wo ich das Haus von Lisbeths Enkelin finden kann, dann bringe ich ihr einige Heiltrnke vorbei. Ich verkaufe nie alle, sondern hebe mir welche fr Notflle auf und so einer scheint mir gerade eingetreten zu sein.

    An diesem langen Abend waren ihm die Hndler ans Herz gewachsen, die ihn so frei von Vorurteilen in ihre Runde aufgenommen hatten. Fr ihn war es selbstverstndlich, dass er sich fr ihre Herzenswrme bedankte. Er stand auf und verbeugte sich vor den anderen. Ich bin dankbar, Euch alle getroffen zu haben und wre froh, wenn wir uns baldigst wieder begegnen wrden. Er seufzte. Mglichst, um mit Lisbeth den guten Ausgang dieser Nacht feiern zu knnen.
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  7. #67 Reply With Quote
    Halbgttin Fawks's Avatar
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    Kabron merkte, dass die Stimmung sank. Es wrde nicht mehr viel gehen heute. Eine bedrckende Stille hatte sich ber den Tisch gelegt.
    Valdim meinte, der Schwangeren ein paar Heiltrnke vorbeibringen zu wollen und verabschiedete sich hflich.

    Er hatte die Schinkenplatte geleert und wandte sich den brigen zu.
    "Meine Freunde, ich bin eurer Meinung. Lasst uns den Abend einen Abend nennen und hier beenden. Und hoffen wir, dass wir bald gute Neuigkeiten von Lisbeth erfahren."

    Er setzte seinen Krug nochmals an um den letzten Rest Met herauszulocken.
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  8. #68 Reply With Quote
    Terraner Geiel Europas's Avatar
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    [Bild: Maximus.PNG]

    Die letzten Stze die er mit seinen Hndlerkollegen gewechselt hatte wurden pltzlich unwichtig, als Lisbeths Sohn hereinstrmte um seine Mutter zu holen. Ein Kind das zu frh auf die Welt kommt, zu oft standen diese Worte fr die dunkle Vorahnung eines nahenden Todes. Auch wenn Maximus als Soldat abgehrtet war sprach er in Gedanken ein kurzes Gebet, auf das dem Sugling und der Mutter nichts geschehe.

    Seine Antwort auf Tobrins Frage in die Runde war leicht zu beantworten. Das sollten wir, schade das dieser Abend ein so unwrdiges Ende findet. Er tat es Kabron gleich und leerte seinen Humpen Bier. Mge der nchste Abend unter einem besseren Stern vonstattengehen! Maximus erhob sich und merkte deutlich wie ihm der Alkohol zu Kopf stieg. Er packte seinen Mantel und sein Schwert, verneigte sich tief und sprach: Auf bald, meine Freunde.
    Er klopfte dem neben ihm stehenden Valdim auf die Schulter. Auch euch hoffe ich bald wieder zu erblicken altes Spitzohr. Maximus grinste kurz und auch Valdim konnte man ein schmunzeln entlocken.

    Er lief langsam zum Tresen hinber, versuchte nicht zu auffllig zu torkeln und lehnte sich entspannt an einer Holzsule an. Edler Wirt, ich danke euch erneut fr einen Abend mit stattlichem Essen und mehr Bier als gut fr mich ist. Maximus wollte lachen doch der Gedanke an Lisbeths Enkelkind lies sein Gesicht erstarren. Er gab seinem Wirt des Vertrauens die Hand und berreichte ihm dabei einen kleinen ledernen Sack. Das Gold wrde fr ein weiteres Festmahl reichen, doch seine Prinzipien waren einfach. Gutes Geld, fr gute Arbeit.
    Geiel Europas is offline
  9. #69 Reply With Quote
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    [Bild: WoP_TSchw1.png] Der Wirt der Taverne Zum mden Adeligen hatte gewartet bis Javier Briault bezahlen wollte. Da musste er mit der Sprache herausrcken. Denn der Hndler Maximus Meridius war beim Verabschieden spendabel gewesen und hatte ihm, warum auch immer, einen guten Betrag in die Hand gedrckt. Es kam, was kommen musste. Javier bestand darauf fr seinen Lebensabschnitt als Grovater auch seine Ankndigung einzuhalten. So hatte er mehr Geld in der Hand als gedacht und es ihm lieb war. Er seufzte. So viel Groherzigkeit war selten geworden. Deshalb beschloss er den Teil, der ihm nicht zu stand dem Waisenheim in der Stadt zukommen zu lassen. Die wrden sich sicher freuen. Das wrden auch seine Gste, falls sie je danach fragen wrden.

    So strich er sich die Schrze glatt, schaute noch einmal in die Runde, sah die leere Schankstube und trat vor die Tr. Ein doch etwas khler Wind strich durch die Stadt. So nahm er das Schild, mit dem er fr den Abend geworben hatte, mit sich und schloss die Tr der Taverne Zum mden Adeligen.



    Fr die Aufmerksamkeit des Lesers bedanken sich in mehrfacher Verbeugung beim fallenden Vorhang:
    • Emerahl mit dem Hndler Javier Briault,
    • Annalena mit der Hndlerin Lisbeth Kaltherz,
    • Geiel Europas mit dem Hndler Maximus Meridius,
    • Fawks mit dem Hndler Kabron,
    • Dawnbreaker mit dem Hndler Valdim und
    • VRanger mit dem Hndler Tobrin Barhian sowie dem Wirt der Taverne
    VRanger is offline
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