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Mods für Fallout 4

  1. #281 Reply With Quote
    Halbgott
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    Weiß jemand von euch ob es so etwas wie die 'Unique Landscapes' für TES IV, nur eben für das Commonwealth in FO 4 gibt?



    Für alle welche die 'Unique Landscapes' für TES IV nicht kennen: Ziel dieser Mod-Reihe war es der generischen, überall gleich aussehenden, Landschaft von Cyrodiil mehr Individualität zu verleihen, indem sich einzelne Gebiete von der Thematik optisch stark von einander unterschieden. So dass man z.B. nun im mittleren Westen, zur Grenze nach Hammerfell hin, eine an den Grand Canyon erinnernde Landschaft in Cyrodiil vorfand, und im tiefen Süden in Richtung Elsweyr tropische Sümpfe (und das alles sogar recht Lore konform, da Cyrodiil laut dieser aus mehr besteht als nur Laubwäldern )etc.

    Das Commonwealth in FO 4 ist mMn seit TES IV die optisch generischte Open Word, die, mit Ausnahme den Gebiet um den 'leuchtenden Meer' herum, überall gleich aussieht.

    Zwar gibt es zahlreiche Mods, welche aus den Commowealth wahlweise ein überwucherten 'Dschungel', bis hin zum herbstlichen Wald, oder sogar zur Winterlandschaften machen, etc. Es ändert aber nichts daran, dass selbst bei diesen Mod das Commonwealth dann überall gleich aussieht, sprich: überall überwucherter 'Dschungel', überall herbstlicher Wald, oder überall die gleiche Winderlandschaft.

    Was ich mir daher wünsche wäre ein Mod, der diverse Gebiete des Commonwealth individueller macht, und einen Unterschied z.B. zwischen den Gebiet am Meer und dem nahe der Berge etcerschafft, damit das Wandern durch das selbige optisch nicht überall gleich, und entsprechend derart generisch ist.

    maekk03 is offline

  2. #282 Reply With Quote
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    Das ist eine sehr gute Frage. Ich kenne leider keine und bin bei den Mods ganz gut auf dem laufenden.
    Und ich kann mir gut vorstellen warum es so etwas nicht gibt: Zum einen basiert Boston auf einer realen Vorlage mit ein paar kleinen Abänderungen, die natürlich der Skalierung und der alternativen Zeitlinie geschuldet sind. Und zum anderen sind die Außenbezirke eher unwichtig, der Stadtkern steht klar im Mittelpunkt. Alle wichtigen Fraktionen und Siedlungen sind dort.

    Es rentiert sich wohl nicht da etwas zu ändern. Nur für die Spieler Siedlungen gibt es ein paar Mods, die Änderungen vornehmen.
    Es gab im Gegensatz zu TES IV auch keinen Lorebruch im Bezug auf die Landschaft.
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  3. #283 Reply With Quote
    Halbgott
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    Quote Originally Posted by Fed View Post
    Das ist eine sehr gute Frage. Ich kenne leider keine und bin bei den Mods ganz gut auf dem laufenden.
    Und ich kann mir gut vorstellen warum es so etwas nicht gibt: Zum einen basiert Boston auf einer realen Vorlage mit ein paar kleinen Abänderungen, die natürlich der Skalierung und der alternativen Zeitlinie geschuldet sind. Und zum anderen sind die Außenbezirke eher unwichtig, der Stadtkern steht klar im Mittelpunkt. Alle wichtigen Fraktionen und Siedlungen sind dort.
    Trotzdem hätte Bethesda die Landschaft um Boston herum doch auch ein wenig interessanter gestalten können. So dass die (vorhandenen) unterschiedlichen Gebiete wie z.B. die Küste, oder der 'Sumpf' des überfluteten Gebietes ganz unten auf der Karte, oder eben die bergnahen Gebiete um Sanctuary Hills, auch entsprechend durch individuelle Eigenarten stärker hervorstechen.

    Die Ostküste ist, so finde ich, zumindest für uns Europäer doch recht generisch und langweilig was die Landschaft betrifft, da wir die selbe Umgebung auch vor der Haustür vorfinden. FO: NV hat zwar auch nur Wüste, aber ist diese bereits dadurch ungewöhnlicher, dass wir so ein Klima selber hier in Europa nicht haben, zudem Obsidian in der Open World dort klar herausstechende, individuelle Gebiete eingebaut hat, welche sich markant von der Wüste anheben, wie den Red Rock Canyon, oder die Laub/Nadelwälder auf den Bergen in Richtung Jacobstown bis hin zur Schneelandschaft etc.

    Ich weiß dass viele Spieler NV dafür kritisiert haben, dass es landschaftlich nur Wüste gibt... aber FO 4 ist mit seinen mitteleuropäischen Klima weit generischer, und lässt zudem völlig die landschaftlichen Sonderheiten missen, welche NV besitzt.

    So dass ich letztendlich in NV viel lieber in der Open World unterwegs bin als in FO 4. Weshalb ich ja auch nach einen Mod/ Mods frage, welche die Landschaft dort optisch interessanter bzw. abwechslungsreicher machen.



    Es gab im Gegensatz zu TES IV auch keinen Lorebruch im Bezug auf die Landschaft.
    Ts ts ts... würdest du dich mit der Lore WIRKLICH auskennen, dass wüsstest du, dass



    • Talos das tropische Klima von Cyrodiil mit Hilfe des Drachenodem weggezaubert hat, und zwar zu Beginn der dritten Ära, NACHDEM diese sich bereits den Ende näherte, es somit zu einen Zeitparadoxon kam, da Talos etwas in der Vergangenheit veränderte obwohl die Zukunft bereits geschehen war, weswegen die Charaktere in TES III und TES Ableger 'Redguard' auch noch behaupten, dass Cyrodiil ein tropisches Klima besitzt und zahlreiche Schriftstücke seit diesen beiden Spielen dieses ebenfalls bestätigen, obwohl Talos das tropische Klima ein Jahrhundert vor den Ereignissen dieser beiden Spielen bereits weggezaubert hat.

    • Talos niemals den Drachenodem genutzt hatte sondern es nur Propaganda der Sturmmäntel in Himmelsrand war, und stattdessen sämtliche Schriftstücke, welche seit TES III bzw. den TES Ableger 'Reguard' existieren, alle Opfer eines Übersetzungsfehlers wurden, da die unfähigen Autoren in ganz Tamriel bei der Übersetzung historischer Unterlagen schlicht 'dich bewaldet' mit 'tropischen Dschungel' in ihre Muttersprache fehlübersetzten, OHNE zu überprüfen, ob Cyrodiil tatsächlich tropische Dschungel beherbergt, und dass jeder Charakter der seit TES III bzw. den TES Ableger 'Reguard' behauptet Cyrodiil habe ein tropisches Klima niemals selber dort war sondern nur besagte falsche Übersetzungen der unfähigen Historiker kennt.








    Was würde ich dafür geben wenn Autoren bzw. Entwickler bei aktuellen Konsolen/Computerspiele Franchises zu Abwechslung einmal schlicht zugeben: 'Sorry, Fans, das war ein Retcon, weil wir so glauben die Franchise besser vermarkten zu können!', statt sich unsinnige Erklärungen auf unsinnige Erklärungen innerhalb der Lore aus den Finger zu saugen, warum jetzt plötzlich alles anders ist als bisher bekannt.

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 10.09.2019 at 15:33.

  4. #284 Reply With Quote
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    Trotzdem hätte Bethesda die Landschaft um Boston herum doch auch ein wenig interessanter gestalten können. So dass die (vorhandenen) unterschiedlichen Gebiete wie z.B. die Küste, oder der 'Sumpf' des überfluteten Gebietes ganz unten auf der Karte, oder eben die bergnahen Gebiete um Sanctuary Hills, auch entsprechend durch individuelle Eigenarten stärker hervorstechen.

    Die Ostküste ist, so finde ich, zumindest für uns Europäer doch recht generisch und langweilig was die Landschaft betrifft, da wir die selbe Umgebung auch vor der Haustür vorfinden. FO: NV hat zwar auch nur Wüste, aber ist diese bereits dadurch ungewöhnlicher, dass wir so ein Klima selber hier in Europa nicht haben, zudem Obsidian in der Open World dort klar herausstechende, individuelle Gebiete eingebaut hat, welche sich markant von der Wüste anheben, wie den Red Rock Canyon, oder die Laub/Nadelwälder auf den Bergen in Richtung Jacobstown bis hin zur Schneelandschaft etc.

    Ich weiß dass viele Spieler NV dafür kritisiert haben, dass es landschaftlich nur Wüste gibt... aber FO 4 ist mit seinen mitteleuropäischen Klima weit generischer, und lässt zudem völlig die landschaftlichen Sonderheiten missen, welche NV besitzt.

    So dass ich letztendlich in NV viel lieber in der Open World unterwegs bin als in FO 4. Weshalb ich ja auch nach einen Mod/ Mods frage, welche die Landschaft dort optisch interessanter bzw. abwechslungsreicher machen.


    Und auch hier verweise ich wieder auf den Stadtfokus. Obwohl in New Vegas auch die namensgebende Stadt im Fokus stand, ist das kein Vergleich zu Boston in Fallout 4. New Vegas wirkt geradezu winzig im Vergleich zum Stadtgebiet von Boston. Und dementsprechend haben die Modder da auch ihre Prioritäten gesetzt. Das Umland interessiert dabei nur wenig. Mal von Parsons mit Lynwood und dem skandinavischen Schiff bei Warrick abgesehen, gibt es tatsächlich nur wenig markante Punkte. Aber die Moddingszene scheint das auch nicht sonderlich zu stören. Stattdessen findet man viele Mods, die sich mit dem Stadtgebiet beschäftigen.
    Wer sich für das Umland interessiert steht ein bisschen auf verlorenem Posten.

    Und ich stimme Dir zu, auch ich bevorzuge das Wüstenszenario. Vielleicht bin ich einfach durch die Endzeitfilme der Achtziger geprägt. Daher hat mir beispielsweise auch Rage, obwohl es ein Shooter ist, sehr gut gefallen. Wüste erzeugt einfach hervorragende Endzeitstimmung. Vielleicht ist Boston auch zu sehr kulturelles Zentrum, trotz seiner Zerstörung. Und Boston gehört wohl zu den Städten der Vereinigten Staaten, die Europa am nächsten sind. Verwundert auch bei der Geschichte der Stadt nicht. Das hat natürlich auch seinen Reiz, aber gerade für Veteranen gehört die Wüste zum guten Ton.

    Quote Originally Posted by maekk03 View Post

    [*]Talos niemals den Drachenodem genutzt hatte sondern es nur Propaganda der Sturmmäntel in Himmelsrand war, und stattdessen sämtliche Schriftstücke, welche seit TES III bzw. den TES Ableger 'Reguard' existieren, alle Opfer eines Übersetzungsfehlers wurden, da die unfähigen Autoren in ganz Tamriel bei der Übersetzung historischer Unterlagen schlicht 'dich bewaldet' mit 'tropischen Dschungel' in ihre Muttersprache fehlübersetzten, OHNE zu überprüfen, ob Cyrodiil tatsächlich tropische Dschungel beherbergt, und dass jeder Charakter der seit TES III bzw. den TES Ableger 'Reguard' behauptet Cyrodiil habe ein tropisches Klima niemals selber dort war sondern nur besagte falsche Übersetzungen der unfähigen Historiker kennt.[/LIST]







    Was würde ich dafür geben wenn Autoren bzw. Entwickler bei aktuellen Konsolen/Computerspiele Franchises zu Abwechslung einmal schlicht zugeben: 'Sorry, Fans, das war ein Retcon, weil wir so glauben die Franchise besser vermarkten zu können!', statt sich unsinnige Erklärungen auf unsinnige Erklärungen innerhalb der Lore aus den Finger zu saugen, warum jetzt plötzlich alles anders ist als bisher bekannt.

    Cyrodiil ist sozusagen der Spinat von TES. So habe ich das noch nie gesehen


    Und eher friert die Hölle zu als Entwickler bzw Autoren so ehrlich sind. In TESO hat man sogar seinen eigenen Loremaster um die ganzen Retcons zu erklären. Der Mann hat übrigens die Optik eines Märchenonkels. Zufall...Wohl kaum
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  5. #285 Reply With Quote
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    Und ich stimme Dir zu, auch ich bevorzuge das Wüstenszenario. Vielleicht bin ich einfach durch die Endzeitfilme der Achtziger geprägt. Daher hat mir beispielsweise auch Rage, obwohl es ein Shooter ist, sehr gut gefallen. Wüste erzeugt einfach hervorragende Endzeitstimmung.
    Persönlich kann ich auch den aktuell sehr populären Trend nicht nachvollziehen, dass in Endzeit-Fiction die Erde nach den Atomkrieg wie ein grüner Nationalpark aussehen soll, mit Verweis aus den Zustand des heutigen Chernobyl.

    Denn FO bleibt nach wie vor Fiction, ist somit keine wissenschaftliche Abhandlung, UND ist in FO 1&2, sowie FO 3 und NV, sehr stark von eben besagten Endzeitfilmen der 80er Jahre geprägt. Betonung liegt auf ENDzeit, denn er bricht das 'Ende' für den Planeten Erde an bzw. ist bereits angebrochen. Es gibt in dieser ENDzeit keine Zukunft mehr für den Planeten. Kein erneutes Erwachen. Keine Rückkehr des Lebens.
    Die Erde wird sterben bzw. ist bereits tot. GAME OVER für den gesamten Planeten sozusagen.

    Weswegen die Menschheit in besagten Endzeit-Szenarium auch nur noch wie wilde Tiere vegetiert, da sie keine Aussichten mehr auf eine bessere Zukunft für sie gibt. Sie zögern nur noch das Unausweichliche hinaus...

    Diese Endzeitfiction der 80er Jahre ist gleichzeitig unterhaltsames Szenarium wie auch Mahnmal an den Wahnsinn, welchen ein Atomkrieg mit sich bringt, und welche Verantwortung der Mensch durch Besitz solcher Waffen trägt. Nicht nur für sich, sondern auch den gesamten Planeten. Nicht umsonst mahnte Ron Perlman in FO knapp ein Jahrzehnt: 'Krieg, Krieg bleibt immer gleich...' und bezog sich dabei auf die unausweichliche Auslöschung...

    Dass FO nun inzwischen in die Richtung geht, dass die Natur und somit die Erde sich wieder vom Atomkrieg erholt und sich den Planeten zurückerobert, mag den Zeitgeist geschuldet sein, nimmt ABER den Szenarium einen Großteil seiner Brisanz. Denn schlimmstenfalls löscht sich die Menschheit selber aus. Und? Die Natur wird sich in diesen Falle den Planeten zurückholen als wäre nichts gewesen.
    Die Botschaft dieser Endzeit-Fiction, dass der Mensch nicht nur Verantwortung für seine eigene Spezies trägt, wenn er meint mit Atombomben herumspielen zu müssen, sondern AUCH für den gesamten Planeten Erde, der im Falle eines Atomkrieges mit der Menschheit sterben wird, ist dahin.

    UND... bevor jetzt hier jemand wieder gegenargumentiert. wie unrealistisch es doch ist, dass ein Atomkrieg die Erde so verbrennt, dass die Natur keine Chance hat sich jemals den Planeten wieder zurückzuholen und zu regenerieren , der Planet somit selber stirbt, weise ich auf den Begriff 'FICTION' hin. FO wollte niemals realistischer sein als ein z.B. Star Trek. Nur dass FO eben ursprünglich die Abscheulichkeit der Menschheit zum Thema der Fiction macht/e, während Star Trek ein utopisches Ideal zeigt/e zu welchen die Menschheit in der Fiction fähig ist.

    Und aus genau diesen Gründen, UND weil ich eben auch geprägt bin, von den Endzeitfilmen der 80er Jahre (ich sage nur Tina 'we don't need another hero' Turner in 'Mad Max 3' ), ziehe ich auch das Wüstenszenarium in FO eine europäischen, bewaldeten Klima vor.

    Und eher friert die Hölle zu als Entwickler bzw Autoren so ehrlich sind. In TESO hat man sogar seinen eigenen Loremaster um die ganzen Retcons zu erklären. Der Mann hat übrigens die Optik eines Märchenonkels. Zufall...Wohl kaum
    Persönlich fände ich eine solche Ehrlichkeit wirklich einmal erfrischend, da ich endlich wieder das Gefühl bekäme als Konsument ernst genommen und wie ein Erwachsener behandelt zu werden, statt beständig den Eindruck zu haben, der Entwickler hält mich für einen hirnlosen Konsumzombie bzw. ein Kleinkind, welchem man ALLES auftischen kann ohne dass es in Frage gestellt wird.

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 10.09.2019 at 19:54.

  6. #286 Reply With Quote
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    Persönlich kann ich auch den aktuell sehr populären Trend nicht nachvollziehen, dass in Endzeit-Fiction die Erde nach den Atomkrieg wie ein grüner Nationalpark aussehen soll, mit Verweis aus den Zustand des heutigen Chernobyl.

    Denn FO bleibt nach wie vor Fiction, ist somit keine wissenschaftliche Abhandlung, UND ist in FO 1&2, sowie FO 3 und NV, sehr stark von eben besagten Endzeitfilmen der 80er Jahre geprägt. Betonung liegt auf ENDzeit, denn er bricht das 'Ende' für den Planeten Erde an bzw. ist bereits angebrochen. Es gibt in dieser ENDzeit keine Zukunft mehr für den Planeten. Kein erneutes Erwachen. Keine Rückkehr des Lebens.
    Die Erde wird sterben bzw. ist bereits tot. GAME OVER für den gesamten Planeten sozusagen.

    Weswegen die Menschheit in besagten Endzeit-Szenarium auch nur noch wie wilde Tiere vegetiert, da sie keine Aussichten mehr auf eine bessere Zukunft für sie gibt. Sie zögern nur noch das Unausweichliche hinaus...

    Diese Endzeitfiction der 80er Jahre ist gleichzeitig unterhaltsames Szenarium wie auch Mahnmal an den Wahnsinn, welchen ein Atomkrieg mit sich bringt, und welche Verantwortung der Mensch durch Besitz solcher Waffen trägt. Nicht nur für sich, sondern auch den gesamten Planeten. Nicht umsonst mahnte Ron Perlman in FO knapp ein Jahrzehnt: 'Krieg, Krieg bleibt immer gleich...' und bezog sich dabei auf die unausweichliche Auslöschung...

    Dass FO nun inzwischen in die Richtung geht, dass die Natur und somit die Erde sich wieder vom Atomkrieg erholt und sich den Planeten zurückerobert, mag den Zeitgeist geschuldet sein, nimmt ABER den Szenarium einen Großteil seiner Brisanz. Denn schlimmstenfalls löscht sich die Menschheit selber aus. Und? Die Natur wird sich in diesen Falle den Planeten zurückholen als wäre nichts gewesen.
    Die Botschaft dieser Endzeit-Fiction, dass der Mensch nicht nur Verantwortung für seine eigene Spezies trägt, wenn er meint mit Atombomben herumspielen zu müssen, sondern AUCH für den gesamten Planeten Erde, der im Falle eines Atomkrieges mit der Menschheit sterben wird, ist dahin.

    UND... bevor jetzt hier jemand wieder gegenargumentiert. wie unrealistisch es doch ist, dass ein Atomkrieg die Erde so verbrennt, dass die Natur keine Chance hat sich jemals den Planeten wieder zurückzuholen und zu regenerieren , der Planet somit selber stirbt, weise ich auf den Begriff 'FICTION' hin. FO wollte niemals realistischer sein als ein z.B. Star Trek. Nur dass FO eben ursprünglich die Abscheulichkeit der Menschheit zum Thema der Fiction macht/e, während Star Trek ein utopisches Ideal zeigt/e zu welchen die Menschheit in der Fiction fähig ist.

    Und aus genau diesen Gründen, UND weil ich eben auch geprägt bin, von den Endzeitfilmen der 80er Jahre (ich sage nur Tina 'we don't need another hero' Turner in 'Mad Max 3' ), ziehe ich auch das Wüstenszenarium in FO eine europäischen, bewaldeten Klima vor.
    Man kann das durchaus von der künstlerischen Seite betrachten. Die Ödnis/Wüste ist ein Stilmittel um eine ganz bestimmte Stimmung zu transportieren. Ganz ähnlich macht das Witcher 1 mit dem Wetter. So ist es im Außenbezirk der Stadt immer bewölkt, sehr dunkel, während immer Reichenviertel immer die Sonne scheint. Auch Drakensang hat das gerne verwendet, außerhalb des Waldes war es sonnig, im Wald sehr finster und vom guten Wetter keine Spur. Und so unrealistisch das auch sein mag, es weckt bestimmte Emotionen. Mit Wüste verbinden wir Tödlichkeit und Trostlosigkeit und genau darum geht es bei der Postapokalypse. Daher kommt wahrscheinlich unsere Vorliebe dafür. Wie gut das "Wüstenszenario" funktioniert sieht man übrigens sehr gut an Nuka World. Eine ganz andere Stimmung wie im Hauptspiel und mir gefällt diese besser.

    Widersprechen muss ich Dir in dem Punkt, dass sich die Welt von Fallout nicht erholen soll. Das tut sie bereits in Fallout 2, denn deswegen suchen wir ja nach dem GECK, um genau diese Erholung herbeizuführen. Auch Vault City ist schon recht grün und es wachsen wieder erste Pflanzen in Kalifornien . Fallout 2 ist bei weitem nicht so trostlos wie Fallout 1.
    Viel frustrierender ist dagegen, dass die noch sehr junge NCR schon bereits alle Fehler der alten Welt übernimmt und es sich somit zeigt, dass die Menschheit immer gleich bleibt. Schon in Fallout 2 kann man die Korruption der NCR bemerken, aber in New Vegas zeigt sie sich in vollem Ausmaß im DLC Lonesome Road. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, so steht die nächste Enklave schon in den Startlöchern, sie wird anders heißen, aber doch im Grunde dasselbe sein.

    Aber ein weiterer interessanter Punkt ist die Annahme vieler Menschen, dass je mehr Zeit vergeht der Fortschritt im gleichen Maß zurückkehrt. Aber das ist keineswegs zwangsläufig so, denn ohne Spezialisten in einer hochspezialisierten Welt ist es bald vorbei mit der Hochkultur. In Fallout war die Rückentwicklung zur Stammeskultur immer ein wichtiger Bestandteil der Spielwelt. Tatsächlich ist die NCR die rühmliche Ausnahme, denn fast die gesamten USA fallen in den Jahrzehnten eher zurück anstatt sich nach vorne zu entwickeln. Das sieht man sehr schön an der Legion, die eine gewaltige Bedrohung für die NCR ist.
    Und diese Rückentwicklung hat man schon in Fallout 2 sehr intensiv behandelt. Für Bethesda war das leider nie ein Thema, stattdessen ist jeder zweite Ghul aus der Vorkriegszeit und weiß genau über die alte Welt bescheid oder die Leute sind einfach furchtbar altklug. Moe Cronnin ist einer der wenigen Lichtblicke, der das Vergessen der alten Welt und die damit verbunden Fehlinterpretationen gut rüber bringt.

    Sehr schön wird diese Falschinterpretation bei Moddern wie Thuggysmurf deutlich. Der haut einfach mal einen ultramodernen Nachtclub an den Charlesriver, mit der Begründung nach zweihundert Jahren muss das schon wieder möglich sein. Thuggysmurf ist unglaublich talentiert, aber da ist er auf dem Holzweg.

    Ein interessantes Buch, dass sich ua. mit der Rückentwicklung der Menschheit nach einer Apokalypse beschäftigt ist "Der Untergang der Stadt Passau" von Carl Amery. Kann ich nur empfehlen.


    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Persönlich fände ich eine solche Ehrlichkeit wirklich einmal erfrischend, da ich endlich wieder das Gefühl bekäme als Konsument ernst genommen und wie ein Erwachsener behandelt zu werden, statt beständig den Eindruck zu haben, der Entwickler hält mich für einen hirnlosen Konsumzombie bzw. ein Kleinkind, welchem man ALLES auftischen kann ohne dass es in Frage gestellt wird.

    Das wird leider eher schlimmer als besser. Man muss sich nur mal die Lootbox Vorfälle der letzten Zeit anschauen. Das zeichnet kein gutes Bild uns Konsumenten gegenüber. Und Ehrlichkeit und Anstand gibt es da schon lange nicht mehr.
    Fed is offline

  7. #287 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Fed View Post
    Auch Drakensang hat das gerne verwendet, außerhalb des Waldes war es sonnig, im Wald sehr finster und vom guten Wetter keine Spur. Und so unrealistisch das auch sein mag, es weckt bestimmte Emotionen.
    Ich finde die Farbgebung in 'Drakensang', sowie bei AFdZ, auch immer sehr stimmungsvoll. Der Einsatz von Farbfiltern, um bestimmte Stimmungen zu erzeugen, ist ja ohnehin so alt wie das Medium Film selber.

    Es GIBT aber andererseits genügend Spieler, welche heutzutage den Einsatz von Farbfiltern als störend empfinden. Für diese war z.B. FO 3 zu 'grün' oder NV zu 'gelb' vom Grundton. Der jeweilige Farbfilter, mit welchen Bethesda bzw. Obsidian der Welt bestimmte Stimmungen geben wollte, wird heutzutage von vielen Spielern mit den Argument kritisiert: 'Die Realität hat auch keine Farbfilter!' Somit sind stets die Mods sehr populär, welche diese bei den betroffenen Spielen entfernen.

    Und in besagten Zitat liegt mMn auch die Problematik besagter Spieler. Sie sehen die Spiele nicht als Kunstform an, sondern nehmen die Welten nach der Glaubwürdigkeit zur Realität auseinander.

    Widersprechen muss ich Dir in dem Punkt, dass sich die Welt von Fallout nicht erholen soll. Das tut sie bereits in Fallout 2, denn deswegen suchen wir ja nach dem GECK, um genau diese Erholung herbeizuführen. Auch Vault City ist schon recht grün und es wachsen wieder erste Pflanzen in Kalifornien . Fallout 2 ist bei weitem nicht so trostlos wie Fallout 1.
    Stimmt. Besagte grüne Gebiete gibt es natürlich nach wie vor in FO. Als weiteres Beispiel habe ich ja auch bereits die Laub/Nadelwälder rund um Jacobstown in NV genannt. Der Punkt ist aber dass FO diese Orte vor FO 4 immer als eine Art Oasen des Lebens in Szene setzt, welche als einzigen noch inmitten der wortwörtlichen Wüste der Erde existieren, und nicht mehr die Norm darstellen.
    Selbst 'Mad Max 3' bietet eine solche Oase, in Gestalt des Canyon in welcher der Stamm der Kinder lebt, während die Erwachsenen passenderweise allesamt ihr Dasein in der Wüste fristen.

    Die fast allgegenwärtige Wüste wird hier, wie du bereits selber geschrieben hast, als Stilmittel eingesetzt um den Konsumenten das Gefühl der allgegenwertigen Trost- und Hoffnungslosigkeit, das Gefühl der Planet sei tot, zu geben. Die Endzeit eben. Das Ende aller Dinge...

    Auf die Frage ob besagte Oasen ausreichen würden um den gesamten Planeten wieder mit Leben zu füllen muss ich sagen dass sich diese Frage in besagten Endzeit-Fiction nicht stellt.
    Selbst das G.E.C.K. in FO 2 & 3 ist eine künstliche Schöpfung, die nur auf ein kleines Gebiet beschränkt ist, und keine natürliche Wiederherstellung der Natur, noch wird behauptet dass es der Natur helfen kann zu regenerieren.
    Außerhalb von Vault City in FO 2 z.B. herrscht weiterhin tote Trostlosigkeit trotz den Einsatzes des G.E.C.K.

    Für Bethesda war das leider nie ein Thema, stattdessen ist jeder zweite Ghul aus der Vorkriegszeit und weiß genau über die alte Welt bescheid oder die Leute sind einfach furchtbar altklug. Moe Cronnin ist einer der wenigen Lichtblicke, der das Vergessen der alten Welt und die damit verbunden Fehlinterpretationen gut rüber bringt.
    Bethesda tut sich ja allgemein sehr schwer den ursprünglichen Geist der Franchise einzufangen. Spätestens mit FO 4 überträgt Bethesda die Mentalität unserer heutigen Medien/ Gesellschaft auch auf das FO Universium und will den Spieler diesbezüglich sogar belehren, indem alle 'guten' Charakter nach heutigen Verständnis stets politisch korrekt vorgehen und entsprechend empört sind wenn der Protagonist des Spielers sich nicht ebenso verhält.
    Das ist leider ein Problem mit welchen viele heutiger CRPG zu kämpfen haben. Statt den Spieler die fremde Mentalität der fiktiven Welt ausleben zu lassen, soll er der fiktiven Welt die Mentalität unserer heutigen Gesellschaft bringen.
    Damit sich in unserer heutigen Mediengesellschaft ja auch niemand entrüstet, der verantwortliche Entwickler sei sexistisch, rassistisch, homophob etc. etc.

    Womit wir bei den eigentlichen Problem sind, dass Spiele (noch immer) nicht als Kunstform angesehen werden.

    Diesbezüglich wird leider nur NV noch den alten Geist der Franchise gerecht. Auch weil ein FO 1&2 von den Inhalt heutzutage nicht mehr möglich wäre.

    Sehr schön wird diese Falschinterpretation bei Moddern wie Thuggysmurf deutlich. Der haut einfach mal einen ultramodernen Nachtclub an den Charlesriver, mit der Begründung nach zweihundert Jahren muss das schon wieder möglich sein. Thuggysmurf ist unglaublich talentiert, aber da ist er auf dem Holzweg.
    Das Argument: 'Nach 200 Jahren sollte...' ist ja sowieso das Hauptargument auf welchen alle Kritik heutiger Spieler gegenüber der Franchise basiert. Und wie du bereits gesagt hast existiert es aufgrund den Missverständnisses von Seiten der Spieler, und auch Bethesdas, dass es in FO um Fortschritt geht, wo FO stattdessen von Stagnation bzw. Rückentwicklung handelt.

    RNK, Brotherhood of Steel, Mr. House, und Enklave etc. sind allesamt nur Abbilder der korrupten, faschistischen Regierung der USA vor den Atomkrieg. Sie haben nichts aus den Fehlern der alten Welt gelernt sondern wiederholen diese aufs Neue...
    Die anderen politischen Fraktionen, wie Caesars Legion, oder auch der Stamm aus welchen der Chosen One in FO 2 abstammt, etc. entwickeln sich sogar zu primitiven Stämmen zurück.
    Selbst die Erde ist in einer ewigen Stasis der Trost- und Hoffnungslosigkeit gefangen.

    Und Ron Perlman wiederholt beständig aufs neue die mahnenden Worte: 'Krieg, Krieg bleibt immer gleich...'

    Ob die Franchise auf Dauer mit dieser Thematik der Stagnation bzw. Rückentwicklung hätte bestehen können, oder ob die Veränderung des Hauptthemas zum positiven hin, nämlich den Wiederaufbau und des Fortschrittes, nötig gewesen ist um so weiterhin für Konsumenten interessant zu halten, ist natürlich so eine Frage, die man nicht so einfach beantworten kann...

    Der aktuelle Zeitgeist IST auf jeden Fall GEGEN die Thematik, welche FO einst auszeichnete. Dafür verliert die Franchise aber gleichzeitig auch ihre Individualität.

    Ein interessantes Buch, dass sich ua. mit der Rückentwicklung der Menschheit nach einer Apokalypse beschäftigt ist "Der Untergang der Stadt Passau" von Carl Amery. Kann ich nur empfehlen.
    Vielen Dank für den Tipp. Ich werde das Buch auf jeden Fall einmal googlen.

    Das wird leider eher schlimmer als besser. Man muss sich nur mal die Lootbox Vorfälle der letzten Zeit anschauen. Das zeichnet kein gutes Bild uns Konsumenten gegenüber. Und Ehrlichkeit und Anstand gibt es da schon lange nicht mehr.
    *Seufz* was soll man dazu nach sagen. Aber, Hey, die alten Spiele der Vergangenheit kann uns niemand mehr nehmen (außer ein inkompatibles Betriebssystem, wie Windows Sowieso) und 'Kickstarter' ist mittlerweile der beste Freund.

    maekk03 is offline Last edited by maekk03; 10.09.2019 at 23:57.

  8. #288 Reply With Quote
    Schwertmeister Lotzi's Avatar
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    Es wurde in verschiedenen Diskussionen schon öfters darauf hingewiesen, dass "die Menschheit" immer noch in verdreckten und rostigen Hütten haust anstelle mal was Frisches zu bauen.
    Da ist wohl kaum jemand bereit, sich fortzuentwickeln.
    Alleine das Railroad-HQ sieht aus wie 'ne Müllhalde.
    Das Institut ist das krasse Gegenteil, aber nicht wirklich hilfreich für die Ödlandbewohner.

    Da tun sich schon Logiglücken auf, man mag es "Kunst" nennen und deshalb nicht weiter hinterfragen.

    Lotzi is offline

  9. #289 Reply With Quote
    Ritter Praecox's Avatar
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    Ist ja schön, daß hier so eine Grundsatz-Diskussion geführt wird... (in epischer Ausführlichkeit) aber, das Thema des Threads heißt: "Mods für Fallout 4".
    Praecox is offline

  10. #290 Reply With Quote
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    Generell geht es gar nicht so sehr um Realismus, sondern eher wie durchdacht und logisch ist eine Welt.
    Genau da liegt das Problem bei Fallout 4 und deswegen gibt es überhaupt diese Kontroverse.

    Denn einerseits ist die Welt ein Trümmerhaufen und die Menschheit ist noch weit weg von einer Rückkehr in die Zivilisation. Das sieht man an den Trümmersiedlungen und der abgestorbenen Welt.
    Anderseits jedoch scheinen die Menschen kaum Wissen eingebüßt zu haben und gesellschaftlich sind sie ja recht modern. Kümmern sich um die Rechte von Minderheiten (Railroad), kommen ohne Probleme mit komplizierter Vorkriegstechnik zurecht, usw.

    Und dieser Widerspruch zwischen Darstellung der Welt und dem Verhalten der Bewohner führt zu den verschiedenen Erwartungen. Die einen orientieren sich am Design der Welt und legen zu Grunde, dass eine Gesellschaft nach einer solchen Katastrophe gar keine Möglichkeit dazu hat besser zu leben. Die anderen wiederum orientieren sich am Verhalten der Bewohner der Welt und verstehen beim suggerierten Wissenstand nicht warum man immer noch im Dreck lebt. Zumal man mit dem Bausystem ja ganz einfach Megasiedlungen aus dem Boden stampfen kann. Bei Release vor den DLCs war das Baussystem noch eher bodenständig hat sich an der Endzeit orientiert, später dann aber kam der Beton und Fusionsreaktoren, usw.

    Gerade Veteranen wie maekk03 oder auch meine Wenigkeit neigen dazu den Fortschritt gar nicht zu erwarten, da in den alten Falloutteilen das auch so transportiert wurde. Im Endeffekt war es dort so. Die Gesellschaft war in zwei Bereiche unterteilt. Die priviliegierten aber wenigen Vaultbewohner hatten noch Zugriff auf Vorkriegswissen, der Großteil der Menscheitheit jedoch ging elendig zu Grunde und die wenigen Überlebenden mussten sich die Reste zusammensammeln . Neben Konkurrenz untereinander kamen dann später die bedrohlichen FEV Kreaturen dazu, die das leben noch erschwert haben. Wie hoch ist wohl der Bildungsstand der Nachfahren dieser Überlebenden? Man kann es sich gut ausmalen, dass dieser sich im Laufe der Jahrzehnte eher verschlimmert als verbessert hat. Daher entwickelt sich ein Großteil der Menschheit zurück und es bilden sich Stammeskulturen. Nach und nach werden die Vaults geöffnet und deren Bewohner müssen sich in der neuen Welt zurechtfinden. Nicht jede Vault schafft es und auch hier geht wieder einiges an Wissen verloren. Aber Vault 15 ist extrem erfolgreich und kann ein gewisses Maß an Zvilisation wieder erreichen. Aber auch hier war das ein harter Kampf und die NCR ist auch eher die rühmliche Ausnahme. Die Legion entspricht eher dem Bild der Welt zweihundert Jahre nach dem Krieg.

    Legt man das alles zugrunde wundert man sich nicht über die Bretterbuden und den Schmutz in Diamond City. Man wundert sich eher über das unglaubliche Wissen der Einwohner und das an jeder Stelle im Ödland ein Powerarmor steht.
    Es ist also eine Frage der Perspektive und wir haben es Bethesda zu verdanken, dass wir keine klare Linie haben. Ich kann absolut nachvollziehen warum manche Spieler ein sauberes Ödland erwarten oder auch eine Rückkehr der Zivilisation in einer progressiven Linie erwarten.

    Als Veteran bervorzuge ich natürlich das alte Fallout und daher gefällt mir die Darstellung von Boston in Fallout 4. Aber was ich mir von Bethesda wünschen würde, wäre, dass sie ihre Welten mal bis zum Ende durchdenken. Keine Widersprüche, einfach nur pure Logik.
    Jeder gute Autor durchdenkt seine Geschichte und die Charaktere darin. Bethesda macht das leider nicht. Sie haben stets hervorragende Konzepte durchdenken sie aber nicht bis zum Schluss.
    Sie könnten im Rollenspiel Olymp sitzen, wenn sie das endlich mal hinkriegen. Denn sie verstehen ihr Handwerk ja, sehen es aber leider nicht als Kunst an.

    @Praecox: Gönn uns halt die Freude, hier ist ja zur Zeit eh nichts los
    Fed is offline Last edited by Fed; 11.09.2019 at 13:52.

  11. #291 Reply With Quote
    Halbgott
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    Quote Originally Posted by Lotzi View Post
    Es wurde in verschiedenen Diskussionen schon öfters darauf hingewiesen, dass "die Menschheit" immer noch in verdreckten und rostigen Hütten haust anstelle mal was Frisches zu bauen.
    Fred bringt es mit seinen anschaulichen Text eigentlich sehr gut auf den Punkt:

    Die FO Zivilisation ist vor FO 4 in zwei Lager geteilt, den privilegierten Fortschrittlichen aus Vaults und sonstigen ehemaligen Vorkriegsenklaven, welche trotz ihrer Technologie die Fehler (und Verbrechen!) des Vorkriegsamerikas wiederholen, und auch nicht bereit sind ihre Technologie mit anderen zu teilen, sowie den unterprivilegierten Rest, Nachfahren der Atomkriegüberlebenden, welche nicht das Privileg haben in besagten fortschrittlichen Enklaven aufzuwachsen, und daher mit jeder nachfolgenden Generation mehr und mehr jegliches Wissen verlieren, wie die Welt vor der atomaren Katastrophe überhaupt ausgesehen und funktioniert hat, und sich daher immer mehr in Richtung technologielosen Siedlungen und Stämme zurück entwickeln.

    Diese Zurückentwicklung der Kultur, und der Verlust des Wissens, welcher den Großteil der USA betrifft, geht dabei sogar soweit, dass einige Stämme die Vorkriegstechnologie inzwischen als Zauberei ansehen, da ihnen jegliches Verständnis für selbige verloren gegangen ist, und die anderen, weiterhin die amerikanische Vorkriegszivilisation nachäffenden, Bevölkerung, die in der Regel in den Trümmern der alten Welt hausen, haben bereit zum Zeitpunkt von FO 2 von der Vorkriegsgesellschaft ähnlich absurde Vorstellungen wie Moe Cronin in FO 4 im Bezug zum Baseball.

    So dass der Spieler niemals in die Verlegenheit kommt die Menschen in FO mit den Menschen in unserer eigenen Welt gleichzusetzen. Sie sind in FO 1&2, sowie NV, allesamt 'durchgeknallt' und 'anders'.
    Was auch einen besonderen Reiz in der Interaktion mit ihnen ausmacht.

    Dazu passt es dann auch, dass besagte Kultur niemals wieder aus den Trümmern des vergangenen Amerikas eine fortschrittlichere Zivilisation erbaut. Denn dazu sind sie geistig überhaupt nicht mehr in der Lage.

    Den Fehler, welchen Bethesda nun in FO 4 begeht, ist, wie Fred es ja auch ebenfalls geschrieben, dass die Autoren moderne Menschen unserer heutigen Gesellschaft, mit den Problemen unserer heutigen Gesellschaft, in besagtes absurdes Endzeit-Szenarium stecken.

    Ein Problem, dass, wie gesagt, leider derzeit zu viele CRPG haben, um 'politisch korrekt' zu sein.

    Und dann entsteht eben besagte Welt, welche vorne und hinten nicht mehr funktioniert. Die Kulisse ist noch die eines klassischen FO (ohne die FO typische Wüstenatmosphäre ), die Akteure auf ihr besitzen aber unsere heutige Mentalität, unser heutiges Wissen und Verständnis, und handeln so als würden sie noch immer in unserer heutigen Gesellschaft leben. Was dazu führt, dass Spieler und Modder bei FO 4 sich EXTREM uneinig sind WIE denn die Welt zu sein hat, um glaubwürdig zu wirken.

    Alleine das Railroad-HQ sieht aus wie 'ne Müllhalde.
    Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Railroad eine typische Wiederstandgruppe im Untergrund (wortwörtliche) während des zweiten Weltkrieges wiedergeben soll. Dementsprechend ist ihr Hauptquartier durchaus stimmig.

    Problematischer sehe ich es hier eher, dass die Railroad nicht zum endzeitlichen Boston passt. Eine Organisation, welche sich um die Ethik im Umgang mit künstlichen Lebensformen sorgt, würde in einen futuristischen, sicheren und sauberen Umgebung, wie besagter Vault City in FO 2, einer noch immer versiegelten Vault selber, oder eben auch innerhalb des Komplex des Institutes selber, passen. Aber NICHT in den von Supermutanten, wilden Ghulen, mutierten F.E.V. Kreaturen, und Raider bzw. Gunner-Banden überflutenden Trümmerhaufen von Boston, wo die Handvoll zivilisierten Gemeinden in improvisierten Schrottbehausungen dahin vegetieren.

    Diesbezüglich ist FO 4 eben sehr problematisch.

    Das Institut ist das krasse Gegenteil, aber nicht wirklich hilfreich für die Ödlandbewohner.
    Das Institut ist, neben der Brotherhood of Steel, mMn die einzige Fraktion welche Bethesda soweit gelungen ist, dass sie
    • Sinn innerhalb der Lebensumstände im Commonwealth macht,
    • thematisch zu FO passt, in welchen es keine technologisch überlegende Fraktion gibt, welche ihr Wissen und ihre Technologie nicht missbraucht bzw. selbstsüchtig für den eigenen Profit einsetzt.


    Wie gesagt, es GIBT einen Grund warum die Welt von FO derart stagniert bzw. sich zurück entwickelt.

    Da tun sich schon Logiglücken auf, man mag es "Kunst" nennen und deshalb nicht weiter hinterfragen.
    Auch hier kann ich nur Fed zustimmen. 'Kunst' wäre es wenn die von Bethesda geschaffene Welt in sich stimmig wäre, so aber ist es einfach nur Nachlässigkeit von Seiten Bethesda.



    Quote Originally Posted by Praecox View Post
    Ist ja schön, daß hier so eine Grundsatz-Diskussion geführt wird... (in epischer Ausführlichkeit) aber, das Thema des Threads heißt: "Mods für Fallout 4".
    Nun ja.... Ähem... indirekt diskutieren wir ja weiterhin lediglich darüber, welche Mods für FO 4 Sinn machen im Bezug zur Welt und wo von Seiten Bethesda diesbezüglich eigentlich schon Verbesserung nötig gewesen wäre.




    maekk03 is offline

  12. #292 Reply With Quote
    Halbgott
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    Um die Diskussion hier mal wieder mit den Thema Mods abzuschließen:

    Ich habe heute diverse Mod versucht, auch miteinander kombiniert, nur um festzustellen, dass kein Landschafts-Mod mir das Gefühl vermittelt, welches ich für FO 4 in besagten Außenbereichen suche. Auch weil sich sämtliche Landschafts-Mods quasi ausschließlich in zwei Extreme splittern:

    'Unberührter Nationalpark' oder 'Alles ist zu rauchender Asche verbrannt.'

    Eine FO Stimmung, welche mich an die Vorgänger erinnert, bekomme ich leider von keinen dieser Mods. Und auch landschaftliche Individualität suche ich weiterhin vergeblich. So dass ich diesbezüglich wieder zu Bethesda Vanilla-Version zurückgekehrt bin...
    maekk03 is offline

  13. #293 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Ich habe heute diverse Mod versucht, auch miteinander kombiniert, nur um festzustellen, dass kein Landschafts-Mod mir das Gefühl vermittelt, welches ich für FO 4 in besagten Außenbereichen suche. Auch weil sich sämtliche Landschafts-Mods quasi ausschließlich in zwei Extreme splittern:

    'Unberührter Nationalpark' oder 'Alles ist zu rauchender Asche verbrannt.'
    Das ist auch mein Problem: Dieses "entweder oder...".
    Wobei ich sagen muss, dass Fallout 76 da wesentlich abwechslungsreicher ist. Ich wünschte mir solch unterschiedliche Gegenden auch für FO4. Klar, FO76 übertreibt es, aber es spielt sich für mich in Hinsicht auf das Landschaftsdesign deutlich angenehmer und die Rückkehr zu FO4 drückt mir oft regelrecht aufs Gemüt.
    Dawnbreaker is offline

  14. #294 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Fred bringt es mit seinen anschaulichen Text eigentlich sehr gut auf den Punkt:

    Die FO Zivilisation ist vor FO 4 in zwei Lager geteilt, den privilegierten Fortschrittlichen aus Vaults und sonstigen ehemaligen Vorkriegsenklaven, welche trotz ihrer Technologie die Fehler (und Verbrechen!) des Vorkriegsamerikas wiederholen, und auch nicht bereit sind ihre Technologie mit anderen zu teilen, sowie den unterprivilegierten Rest, Nachfahren der Atomkriegüberlebenden, welche nicht das Privileg haben in besagten fortschrittlichen Enklaven aufzuwachsen, und daher mit jeder nachfolgenden Generation mehr und mehr jegliches Wissen verlieren, wie die Welt vor der atomaren Katastrophe überhaupt ausgesehen und funktioniert hat, und sich daher immer mehr in Richtung technologielosen Siedlungen und Stämme zurück entwickeln.

    Diese Zurückentwicklung der Kultur, und der Verlust des Wissens, welcher den Großteil der USA betrifft, geht dabei sogar soweit, dass einige Stämme die Vorkriegstechnologie inzwischen als Zauberei ansehen, da ihnen jegliches Verständnis für selbige verloren gegangen ist, und die anderen, weiterhin die amerikanische Vorkriegszivilisation nachäffenden, Bevölkerung, die in der Regel in den Trümmern der alten Welt hausen, haben bereit zum Zeitpunkt von FO 2 von der Vorkriegsgesellschaft ähnlich absurde Vorstellungen wie Moe Cronin in FO 4 im Bezug zum Baseball.

    So dass der Spieler niemals in die Verlegenheit kommt die Menschen in FO mit den Menschen in unserer eigenen Welt gleichzusetzen. Sie sind in FO 1&2, sowie NV, allesamt 'durchgeknallt' und 'anders'.
    Was auch einen besonderen Reiz in der Interaktion mit ihnen ausmacht.

    Dazu passt es dann auch, dass besagte Kultur niemals wieder aus den Trümmern des vergangenen Amerikas eine fortschrittlichere Zivilisation erbaut. Denn dazu sind sie geistig überhaupt nicht mehr in der Lage.

    Den Fehler, welchen Bethesda nun in FO 4 begeht, ist, wie Fred es ja auch ebenfalls geschrieben, dass die Autoren moderne Menschen unserer heutigen Gesellschaft, mit den Problemen unserer heutigen Gesellschaft, in besagtes absurdes Endzeit-Szenarium stecken.

    Ein Problem, dass, wie gesagt, leider derzeit zu viele CRPG haben, um 'politisch korrekt' zu sein.

    Und dann entsteht eben besagte Welt, welche vorne und hinten nicht mehr funktioniert. Die Kulisse ist noch die eines klassischen FO (ohne die FO typische Wüstenatmosphäre ), die Akteure auf ihr besitzen aber unsere heutige Mentalität, unser heutiges Wissen und Verständnis, und handeln so als würden sie noch immer in unserer heutigen Gesellschaft leben. Was dazu führt, dass Spieler und Modder bei FO 4 sich EXTREM uneinig sind WIE denn die Welt zu sein hat, um glaubwürdig zu wirken.
    Hierzu muss man auch anmerken, dass es wesentlich einfacher für Modder ist die Welt zu modernisieren als die NPCs auszutauschen. Diese ganzen "modernen" Bürger sind vertont und können nicht so einfach verändert und ausgetauscht werden. Und falls man das tut, ist das mit unglaublichem Aufwand verbunden und das begünstigt auch noch Bugs.
    Und bringen wir es auf den Punkt: Wie viele Veteranen sind denn überhaupt noch dabei und sind geschweige denn begabte Modder. Ein großer Teil der Veteranen treibt sich in Foren wie NMA rum, hebt die alten Teile auf ein Podest und verteufelt Bethesda. Die sind schon mal fürs Modding verloren. Ein anderer großer Teil hat das Hobby bereits aufgegeben. Bleibt also nur noch eine kleine Schar, die sowohl mit Bethesda Fallout als auch mit Black Isles Version zurechtkommen. Es wundert mich also nicht, dass es keine großen Projekte gibt, die diese kleine Zielgruppe zufrieden stellt. Das ist natürlich sehr frustrierend wenn man wie ich zu dieser keinen Gruppe gehört, aber es bleibt immer noch die Option sich reinzuwurschteln und selbst Hand anzulegen.

    Und ja, ich stimme Dir absolut, dass sich das Anbiedern an die PC Kultur immer mehr zum Problem entwickelt und Franchsies reihenweise zerstört. Aber das würde hier zu weit führen

    Quote Originally Posted by maekk03 View Post
    Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Railroad eine typische Wiederstandgruppe im Untergrund (wortwörtliche) während des zweiten Weltkrieges wiedergeben soll. Dementsprechend ist ihr Hauptquartier durchaus stimmig.

    Problematischer sehe ich es hier eher, dass die Railroad nicht zum endzeitlichen Boston passt. Eine Organisation, welche sich um die Ethik im Umgang mit künstlichen Lebensformen sorgt, würde in einen futuristischen, sicheren und sauberen Umgebung, wie besagter Vault City in FO 2, einer noch immer versiegelten Vault selber, oder eben auch innerhalb des Komplex des Institutes selber, passen. Aber NICHT in den von Supermutanten, wilden Ghulen, mutierten F.E.V. Kreaturen, und Raider bzw. Gunner-Banden überflutenden Trümmerhaufen von Boston, wo die Handvoll zivilisierten Gemeinden in improvisierten Schrottbehausungen dahin vegetieren.

    Diesbezüglich ist FO 4 eben sehr problematisch.
    Genau das bringt es auf den Punkt. Die Railroad als Geheimgesellschaft innerhalb des Instituts wäre perfekt und würde auch deren Wehrhaftigkeit erklären. So passt sie einfach nicht in die Welt, zumindest so wie so nach Fallout-Lore sein sollte. Für mich ist die Railroad ein extremer Fremdkörper und deswegen mag ich sie überhaupt nicht.


    Quote Originally Posted by Dawnbreaker View Post
    Das ist auch mein Problem: Dieses "entweder oder...".
    Wobei ich sagen muss, dass Fallout 76 da wesentlich abwechslungsreicher ist. Ich wünschte mir solch unterschiedliche Gegenden auch für FO4. Klar, FO76 übertreibt es, aber es spielt sich für mich in Hinsicht auf das Landschaftsdesign deutlich angenehmer und die Rückkehr zu FO4 drückt mir oft regelrecht aufs Gemüt.
    Fallout 76 ist auch natürlich auch wesentlich größer wie Fallout 4. Und man muss auch dazu sagen, dass dort das Umland eine viel größere Rolle spielt und dementsprechend mehr Mühe reingeflossen ist. Das gedrückte Gemüt bei Fallout 4 ist übrigens ein gutes Zeichen für das Spiel, denn Postapokalypse soll das ja erzeugen.


    Und um zu den Mods zurückzukehren. Für Diamond City gibt es eine Mod, die das Stadtgebiet um einige Bereiche erweitert und genau das typische Fallout-Feeling rüberbringt. Wenn Thuggysmurf auch ansatzweise diesen Stil gewählt hätte, dann wären seine Mods bei weitem lorefreundlicher.

    Leider bringt das maekk03 nicht weiter, denn er sucht ja was fürs Umland. Aber falls er die Mod noch nicht kennt, ist definitiv eine tolle Erweiterung fürs Spiel.
    Fed is offline

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