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  1. #41
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    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png]

    Larissa lächelte verlegen. „Euer Angebot ehrt mich…“ „Dann nehmt es an!“, strahlte der Krieger. „… aber ich bin schon mit den Leuten, mit denen ich hereinkam in einer Söldnertruppe, also zumindest mit zwei von Ihnen.
    „Lasst mich raten: der schwarze Ritter und der blonde Schönling!“
    Larissa lachte. „Fast! Der schwarze Ritter, Ser Artur, schon. Er ist quasi mein Boss, wenn man so will. Aber die zweite Person ist…
    Die zweite Person tippte Larissa gerade auf die Schulter. Die Elfe wandte sich um und lauschte Morgana, wobei sie kaum merklich errötete als die Hexe vom „Üben“ sprach. Eigentlich hätte ihre Freundin auch Elfisch sprechen können, beherrschte sie die Sprache doch. Vielleicht, dachte Larissa in ihrem metverhangenen Hirn, wollte die Hexe so ihr Missfallen kundtun, dass sie an diesem Abend scheinbar kein Interesse an ihr gehabt hatte. Allerdings machte sich Larissa nur kurz Gedanken zu der Äußerung ihrer Freundin, denn die Aschekrieger konnten ja alles Mögliche in das Angebot interpretieren. Morgana verwies darauf, dass Larissa leise sein solle, wenn sie sich schließlich von der Bande lossagte, dann warf sie einen Gruß in die Runde der männlichen Krieger. Die beiden Frauen sparte sie dabei vermutlich absichtlich aus, was die Elfe fast schmunzeln ließ. Morgana fühlte sich ja zu Frauen hingezogen, insbesondere zu naiven hübschen Elfinnen und dass Larissa nun mit zwei anderen Weibern an einem Tisch residierte gefiel der Hexe vielleicht nicht. So ein bisschen Eifersucht wärmte Larissa die Eingeweide… vielleicht war es aber auch der Met.

    Mordred tippte sich nachdenklich an die Nase. Zu der Knappenvergangenheit seines Tischgesellen wollte er nichts sagen, immerhin war ihm diese Ehre ein Leben lang verwehrt geblieben, ebenso wie der ersehnte Ritterschlag. Stattdessen überdachte er seine Antwort im Bezug auf Nimue.
    Sie wird“, begann er sehr langsam sprechend während er die Worte bedacht wählte: „… ein wertvolles Mitglied der Gruppe abgeben.“ Damit bestätigte er Arturs Hauptintension und seine eigene Hoffnung. Magier und Hexen bedeuteten in bei sieben von zehn Malen Ärger. Magier UND Hexen zusammen, das konnte nur schief gehen. Dennoch versuchte Mordred die Moral des Ritters nicht niederschlagen zu wollen, zumal er selbst ebenfalls die Vorteile erkannte. Nimue und Morgana alleine könnten zweifellos eine große Gruppe Feinde vernichten ehe diese einen Pfeil abschießen oder eine Axt nach ihnen schwingen konnten. Allerdings waren sie recht hilflos wenn sie in den Nahkampf gerieten und genau darum brauchten sie Männer und Frauen wie Artur, Mordred und Larissa.

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie uns sehr nützlich sein wird“, unterstrich der Antivaner nochmals eine vorformulierte Hypothese. „Vielleicht macht ihre Anwesenheit eines Tages den Unterschied ob jemand aus der Gruppe noch lebt oder stirbt. Immerhin könnt selbst Ihr eine Verwundung davontragen, die mit gewöhnlicher Arznei wie Morgana oder ich sie Euch bieten können nur unzulänglich heilen würde. Und selbst wenn Ihr, oder angenommen Larissa, die Wunde dann überlebt würdet Ihr oder sie vermutlich für den Rest des Lebens mit Nachwirkungen zu kämpfen haben. Aber Geistheiler…
    Er schaute in einen der Feuerkörbe. „Ich habe gehört die Geistheiler der Zirkel seien in der Lage Menschen genesen zu lassen, die dem Tod schon näher waren als dem Leben. Und nicht nur deren Überleben sicherten sie, sondern heilten sie zur Gänze! Zur Gänze, Artur! Ein rostiger Speer in die Eingeweide ist ein Todesurteil und wenn nicht, dann zumindest ein Garant dafür, dass man sein Leben lang kein Schwert mehr heben wird. Aber mit einer Heilerin wie Nimue… ein, zwei Tage magische Heilung und ihr fühlt euch wie neu geboren!
    Mordred wandte den Blick von den leckenden Flammen hin zu Artur. „Andererseits hoffe ich natürlich, dass Morgana und sie gut auskommen werden. Bisher läuft es erstaunlich gut, aber… ich habe geschworen Morgana zu beschützen und dennoch hoffe ich, dass ich mich weder mit dem Zirkel noch mit den Templern anlegen muss. Ich habe in Antiva noch…
    Unvermittelt unterbrach Mordred seinen Redefluss und schaute fast erschrocken drein. Seine Gedanken waren zu seiner Hübschen geflüchtet, über die Berge weit und hinaus auf das schimmernde Meer bis zu den goldgelben Stränden an denen sie noch immer mit der Gischt der Wellen tanzte. „Verzeiht.

    „Diese Frau also?“
    Der Anführer der Aschekrieger klang überrascht. „Die hat doch nicht einmal Waffen?!“
    Nun ja!“, sagte Larissa stolz. „Sie ist ja auch…
    Irgendetwas regte sich in ihren schummrigen Gedanken. Die Aschekrieger schauten sie erwartungsvoll an. „Sie ist was?“ „Sie ist… eine von diesen… diesen…
    „Diesen was?“ Larissa schnippte mit den Fingern um sich Zeit zu verschaffen, was allerdings die Aufmerksamkeit des Wirtes auf sie lenkte. „Diesen…. Gelehrten!“, erinnerte sich Larissa plötzlich an Mordreds Lügerei. „Sie ist eine von diesen Gelehrten die mit allen möglichen Kräutern und so Fallen und Gifte und sogar explodierende… Äpfel herstellen?“ Sie wusste, dass es falsch war und unterstrich ihre Dummheit mit einem Kopfschütteln und der langsamen Aussprache des Schlusses. Die Krieger lachten laut. „Ihr meint Bomben!“ „Ja! Genau! Das ist es! Bomben!“ Larissa zeigte bestätigend auf denjenigen, der die Lüge ausgesprochen und somit komplettiert hatte. Die Söldner nickten sich gegenseitig wissentlich zu. „Wir Aschekrieger benutzen keine Bomben“, erklärte ihr Anführer wichtigtuerisch. „Wir sind angst- und schmerzfrei und lieben den Kampf und den Blutrausch!“ Larissa konnte zu so viel Dummheit keine geeignete Äußerung treffen und nickte daher nur stumm. Natürlich kannte sie die Legende der Aschekrieger und diese waren auch nicht die Ersten die sie gesehen hatte, nur die Ersten mit denen sie sprach. Auch Artur stand immer Vorne, aber der trug ja auch geschätzte sieben Zentimeter schwarzen Stahl zwischen seinem Herzen und einer feindlichen Lanze. Diese Krieger hier hingegen… leichte Panzerung, Leder so wie Larissas Harnisch. Nicht einmal einen Pfeil würde das abhalten, geschweige denn einen Axthieb. Und sich dann damit brüsten immer im Getümmel zu sein? Immerhin war dies der ausschlaggebende und hektisch umherspringende Punkt, wieso die Elfe keinesfalls mit diesen Wahnsinnigen kämpfen wollen würde. Die Aschekrieger schienen ihre Zurückhaltung bemerkt zu haben und wechselten das Thema auf die Reiseroute. Larissa erzählte von Orzammar, was den Anführer unter begeistertem Nicken seiner Gefolgsleute von den Zwergen schwärmen ließ. Schließlich, sogar Artur und Mordred waren schon verschwunden, beschloss Larissa schlafen zu gehen und verabschiedete sich. Man wünschte sich viel Glück, eine sichere Reise und ein „Wir sehen uns im nächsten Leben!“ des Anführers. Auf ihrem Weg nach Oben griff Larissa sich das letzte halbe Schinkenbrot und vertilgte es auf dem Weg ins Zimmer.

    Vorsichtig öffnete sie die Tür. Es war recht dunkel und unter Umständen erschien Larissa ihr Betreten weitaus leiser, als es tatsächlich war, denn als sie die Tür nach zweiminütiger, vorsichtiger Aktion endlich geschlossen hatte, fielen ihr ihre Waffen und Gegenstände dafür umso lauter vom Leib. Aus Morganas Bett kam ein Rascheln, doch keine weitere Reaktion. Auch wenn Larissa ein klein wenig zu viel Met gekostet hatte, so funktionierte ihr überragendes Gehör noch immer und sagte ihr, dass die Hexe weiterhin gleichmäßig atmete. Vorsichtig zog die Elfe ihre Klamotten aus, kämpfte eine Weile mit der plötzlich ungewöhnlich widerspenstigen Gürtelschnalle und den noch widerspenstigeren Haaren, bis sie sich schließlich weit genug entkleidet hatte und sich ins Bett legte.
    Sie fror. Ein kalter Wind blies durch die ein wenig undichte Scheibe und verwandelte die dünne Decke in ein nur unzureichenden Schutz. Larissa drehte sich mehrfach. Das Bett knatschte unangenehm und laut und die Elfe ärgerte sich über die geringe Qualität des Schlafplatzes. Hinsichtlich früherer Erfahrungen war diese Taverne irgendwie nicht so ihr Fall.
    Ob Morganas Bett auch so ist?“, fragte sie sich. „Oder bekommen wieder einmal die Elfen die geringeren Lager?“ Angesichts der bösen und dunklen Welt wäre dies kaum verwunderlich.
    Larissa stand auf. Als sie ihre Beine aus dem Bett huschte die Kälte fast stofflich um ihre Beine und schicken einen Schauer über ihren Nacken. Vorsichtig tapste Larissa auf die gegenüberliegende Seite des Zimmers und suchte in der Dunkelheit die Oberfläche Morganas. Als sie diese fand, hob sie vorsichtig die Decke an und schlüpfte mit darunter. In einem Zustand des leichten Rausches war dies eine durchaus vertretbare Idee und Morganas Körper war warm und anschmiegsam. Larissa legte den Arm um die Hüfte der Hexe und zog sich langsam und vorsichtig näher heran, bemüht die Schwarzhaarige nicht aufzuwecken. Und dann… schlief sie ein.


    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Morgana betrat ihr Zimmer und sah sich um. Einen besonders gemütlichen Eindruck machte es nicht, es war recht spartanisch eingerichtet und durch das dünne und leicht undichte Fenster zog es wie Hechtsuppe. Nicht unbedingt die angenehmsten Schlafbedingungen, aber sie hatte ja schon oft genug in der Wildnis geschlafen und wenn sie erstmal im Bett lag würde es schon gehen. Solange sie wach war fror sie sowieso selten und zudem hatte sie in den Jahren der Wanderschaft ihre Methoden entwickelt um nicht frieren zu müssen solange sie wach war. Vermutlich würde sie diese brauchen wenn sie erstmal ins Gebirge kamen, aber jetzt war es ja nur ein kühler Windhauch. Morgana zog ihren warmen Mantel an und schlug ihn fest um sich. Dann zündete sie die kleine Kerze an die auf dem Tisch stand und holte ihre Unterlagen hervor. Im schwachen Licht der Kerze studierte sie den Inhalt der niedergeschriebenen Aufzeichnungen. Allerdings war das lesen bei der schlechten Beleuchtung keine besonders angenehme Beschäftigung und Morgana verzichtete darauf ein magisches Licht zu kreieren. Das wäre wohl ein wenig auffällig gewesen und Morgana hatte nicht die Absicht unter der Bettdecke zu lesen. Sie konnte zwar gut im dunkeln sehen, aber lesen war dann doch eine andere Sache und tat dann doch nach einiger Zeit den Augen weh. Schließlich packte sie das Pergament weg.
    "Was solls, lasse ich es für heute.", dachte sie resigniert während sie den Kram in der Tasche verstaute. In Amaranthine hatte sie noch genügend Zeit zum lesen. Da Larissa wohl nicht so bald auftauchen würde und dann wahrscheinlich nicht mehr unterrichtsfähig sein würde beschloss die Hexe sich bettfertig zu machen. Nachdem sie sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen hatte und ihre Sachen über einen Stuhl gelegt hatte tappte sie leichtfüßig und flink zu ihrem Bett. Der Boden war nämlich recht kühl und der hereinkommende Wind tat sein übriges. Als sie in ihr Bett schlüpfte gab dieses ein unangenehmes Geräusch von sich welches allerdings erstarb als sie komplett drinnenlag. Ansonsten knarzte es nur ein bisschen, auch wenn die Matratze nicht besonders bequem war. Allerdings war dies nicht verwunderlich immerhin war das nur eine Wegtaverne in der die Reisenden höchstens eine Nacht verbrachten, bevor sie sich nach Amaranthine aufmachten oder in die andere Richtung weiterzogen. Jeder Mensch bei Verstand würde für einen längeren Aufenthalt eine Herberge in der nahen Stadt aufsuchen. Morgana freute sich schon auf die Stadt und wenn die Zimmer dort so gut waren wie die in Denerim würde sie eine Nacht in diesem Bett schon überstehen. Morgana muckelte sich fest in die dünne Decke ein und schloss die Augen.

    Mordreds Antwort auf Arturs Frage war recht diplomatisch formuliert. So wie der Ritter auch, sah der Antivaner die enorme Nützlichkeit der Magierin. Auch er sah die vielen Vorteile einer Geistheilerin vor allem in einem Gewerbe wie dem seinen. An Mordreds langer Pause spürte er jedoch auch das der Dichter wohl auch die Risiken darin sah Nimue mitzunehmen, was wohl vor allem an der Kombination einer Abtrünnigen und einer Zirkelmagierin lag. Eine Sorge die Artur durchaus nachvollziehen konnte, auch wenn es bisher zu keinem hörbaren Streit zwischen den beiden Damen gekommen war. Auch Mordred merkte diese Tatsache positiv an, gepaart mit der Aussage das er sich ungern mit dem Templerorden anlegen würde. Seinen Grund dafür verschwieg er jedoch plötzlich, so als hätte er bemerkt das er auf einmal zuviel über sich preisgab. Artur hakte nicht nach, wenn der Antivaner bestimmte Dinge für sich behalten wollte konnte er das durchaus nachvollziehen. Jeder hatte so seine kleinen Geheimnisse die man nicht jedem gerne erzählte. Und auch wenn Artur dazu bereit war Morgana beizustehen, so war ebenfalls nicht scharf darauf sich wegen ihr mir Templern zu prügeln. Zum Glück war die Magierin immer sehr vorsichtig und bemüht keinen Verdacht zu erregen. Und sofern die Zirkelmagierin es sich nicht auf einmal doch überlegte Morgana an die Templer auszuliefern würden sie wohl auch erstmal unbehelligt bleiben.
    "Kein Problem, jeder schweift mal ab. Und ich denke auch das solange sich die beiden Grazien vertragen, wir von ihrer Anwesenheit profitieren.", sagte Artur mit einem zustimmenden Nicken.
    Da es schon spät war und bis auf ein paar Gäste und die Aschekrieger bei denen Larissa saß nicht mehr allzu viele Leute im Schankraum
    waren beschloßen die beiden Männer sich auch auf ihr Zimmer zurückzuziehen. Larisssa war noch immer im Gespräch mit der Gruppe und beide beschlossen das sie wohl auch auf sich selbst aufzupassen konnte. Im Zimmer angekommen legte Artur seine Rüstung ab, die er in Amaranthine wohl nochmal ordentlich polieren würde, und platzierte sie auf einem Stuhl bei seinem Bett. Nachdem er auch den Gambeson ausgezogen hatte, legte er sich in sein Bett, welches durch das Gewicht des Ritters anfing zu ächzen und knarzen. Es war nicht die stabilste Konstruktion, aber für eine einzelne Nacht würde es reichen. In Amaranthine würde es garantiert bessere Betten geben. Die beiden Männer murmelten sich noch gegenseitig gute Nacht dann schlief der Ritter auch schon bald ein.

    Sonnenstrahlen fielen durch das undichte Zimmer und beleuchteten die Mitte des Zimmers in welchem Larissa und Morgana schliefen. Die Hexe wurde von dem einfallenden Licht als erstes geweckt und wachte leicht blinzelnd auf. Die Nacht war trotz des miserablen Betts angenehmer gewesen als gedacht und ihr war auch wärmer gewesen als es die Decke anfangs vermuten ließ. Während sich ihre Augen öffneten und ihr Körper langsam erwachte bemerkte sie auch den Grund dafür. Morgana war aber während des Schlafs so gewesen, als ob sie jemand berührt sanft hätte. Die zierliche Hand die sich um ihre Hüfte geschlungen hatte, zeigte ihr das sie nicht geträumt hatte. Und was sie gewärmt hatte war Larissa elfischer Körper welcher sich von hinten an sie schmiegte. Morgana war sich nicht sicher ob die Elfe so betrunken gewesen war, dass sie in das falsche Bett gestiegen war oder ob es einen anderen Grund dafür gab. Auf jedenfall war sie leise und vorsichtig gewesen was wohl auf eine gewisse Geistesgegenwart hinwies. Möglicherweise war ihr auch einfach kalt gewesen, Morgana könnte es ihr bei dem Zimmer noch nicht mal verdenken. Eigentlich war der Grund auch egal, Morgana genoß die Anwesenheit der Elfe und die Berührung ihrer weichen und warmen Haut. Der warme Atem kitzelte ihren Nacken und blies durch ihre schwarzen Haare. Die Elfe hatte zwar damals Morganas Angebot ausgeschlagen, aber gegen das Kuscheln mit der Hexe hatte sie nichts dagegen gehabt, einen Umstand den Morgana in diesem Moment sehr befürwortete. Sanft legte sie ihre eigene Hand auf die Hand der Elfe und verschränkte ihre eigenen Finger mit denen der Dalish. Geschickt und ohne viel Bewegung hob sie dann die Hand kurz an und drehte sich zu der Elfe um und legte sie dann wieder auf ihrer Hüfte ab. Zum Glück hatte Larissa nicht auf ihren Haaren gelegen ansonsten wäre sie wohl bei dieser Bewegung wach geworden. So schien die Elfe allerdings noch leicht zu schlummern, was wohl auch auf den gestrigen Met zurückzuführen war. Morgana legte jetzt ihre Hand auf die Hüfte der Elfe und schmiegte sich vorsichtig an die noch immer vor sich hin dösendende Elfe. Die Hexe lag mit ihrem Gesicht dem sanft atmenden Antlitz der Elfe gegenüber während der Stoff ihres BHs sanft deren Haut kitzelte. Larissa sah friedlich aus wie sie so schlummernd vor ihr lag und Morgana hatte so nur wenig Ambitionen aufzustehen. Sie mochte den Moment der stillen Zweisamkeit und war gerade auch dabei wieder einzudösen, als ein Klopfen an der Tür gepaart mit Arturs Stimme, ihr zeigte das ihre Gefährten schon auf den Beinen und wach waren. Natürlich immer wenn man es gerade bequem hatte. Larissa wachte nun auch blinzelnd und verschlafen auf.
    "Guten Morgen Larissa. Ich hoffe du hast gut geschlafen. Hattest du gestern Abend noch ein angenehmes Gespräch ?", begrüßte Morgana die aufgewachte Elfe mit einem fröhlichen Lächeln, wobei sie allerdings wenig Anstalten machte sich zu erheben.
    numberten is offline Last edited by numberten; 26.10.2015 at 21:45.
  2. #42
    Held Shepard Commander's Avatar
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    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Morgana betrat ihr Zimmer und sah sich um. Einen besonders gemütlichen Eindruck machte es nicht, es war recht spartanisch eingerichtet und durch das dünne und leicht undichte Fenster zog es wie Hechtsuppe. Nicht unbedingt die angenehmsten Schlafbedingungen, aber sie hatte ja schon oft genug in der Wildnis geschlafen und wenn sie erstmal im Bett lag würde es schon gehen. Solange sie wach war fror sie sowieso selten und zudem hatte sie in den Jahren der Wanderschaft ihre Methoden entwickelt um nicht frieren zu müssen solange sie wach war. Vermutlich würde sie diese brauchen wenn sie erstmal ins Gebirge kamen, aber jetzt war es ja nur ein kühler Windhauch. Morgana zog ihren warmen Mantel an und schlug ihn fest um sich. Dann zündete sie die kleine Kerze an die auf dem Tisch stand und holte ihre Unterlagen hervor. Im schwachen Licht der Kerze studierte sie den Inhalt der niedergeschriebenen Aufzeichnungen. Allerdings war das lesen bei der schlechten Beleuchtung keine besonders angenehme Beschäftigung und Morgana verzichtete darauf ein magisches Licht zu kreieren. Das wäre wohl ein wenig auffällig gewesen und Morgana hatte nicht die Absicht unter der Bettdecke zu lesen. Sie konnte zwar gut im dunkeln sehen, aber lesen war dann doch eine andere Sache und tat dann doch nach einiger Zeit den Augen weh. Schließlich packte sie das Pergament weg.
    "Was solls, lasse ich es für heute.", dachte sie resigniert während sie den Kram in der Tasche verstaute. In Amaranthine hatte sie noch genügend Zeit zum lesen. Da Larissa wohl nicht so bald auftauchen würde und dann wahrscheinlich nicht mehr unterrichtsfähig sein würde beschloss die Hexe sich bettfertig zu machen. Nachdem sie sich bis auf die Unterwäsche ausgezogen hatte und ihre Sachen über einen Stuhl gelegt hatte tappte sie leichtfüßig und flink zu ihrem Bett. Der Boden war nämlich recht kühl und der hereinkommende Wind tat sein übriges. Als sie in ihr Bett schlüpfte gab dieses ein unangenehmes Geräusch von sich welches allerdings erstarb als sie komplett drinnenlag. Ansonsten knarzte es nur ein bisschen, auch wenn die Matratze nicht besonders bequem war. Allerdings war dies nicht verwunderlich immerhin war das nur eine Wegtaverne in der die Reisenden höchstens eine Nacht verbrachten, bevor sie sich nach Amaranthine aufmachten oder in die andere Richtung weiterzogen. Jeder Mensch bei Verstand würde für einen längeren Aufenthalt eine Herberge in der nahen Stadt aufsuchen. Morgana freute sich schon auf die Stadt und wenn die Zimmer dort so gut waren wie die in Denerim würde sie eine Nacht in diesem Bett schon überstehen. Morgana muckelte sich fest in die dünne Decke ein und schloss die Augen.

    Mordreds Antwort auf Arturs Frage war recht diplomatisch formuliert. So wie der Ritter auch, sah der Antivaner die enorme Nützlichkeit der Magierin. Auch er sah die vielen Vorteile einer Geistheilerin vor allem in einem Gewerbe wie dem seinen. An Mordreds langer Pause spürte er jedoch auch das der Dichter wohl auch die Risiken darin sah Nimue mitzunehmen, was wohl vor allem an der Kombination einer Abtrünnigen und einer Zirkelmagierin lag. Eine Sorge die Artur durchaus nachvollziehen konnte, auch wenn es bisher zu keinem hörbaren Streit zwischen den beiden Damen gekommen war. Auch Mordred merkte diese Tatsache positiv an, gepaart mit der Aussage das er sich ungern mit dem Templerorden anlegen würde. Seinen Grund dafür verschwieg er jedoch plötzlich, so als hätte er bemerkt das er auf einmal zuviel über sich preisgab. Artur hakte nicht nach, wenn der Antivaner bestimmte Dinge für sich behalten wollte konnte er das durchaus nachvollziehen. Jeder hatte so seine kleinen Geheimnisse die man nicht jedem gerne erzählte. Und auch wenn Artur dazu bereit war Morgana beizustehen, so war ebenfalls nicht scharf darauf sich wegen ihr mir Templern zu prügeln. Zum Glück war die Magierin immer sehr vorsichtig und bemüht keinen Verdacht zu erregen. Und sofern die Zirkelmagierin es sich nicht auf einmal doch überlegte Morgana an die Templer auszuliefern würden sie wohl auch erstmal unbehelligt bleiben.
    "Kein Problem, jeder schweift mal ab. Und ich denke auch das solange sich die beiden Grazien vertragen, wir von ihrer Anwesenheit profitieren.", sagte Artur mit einem zustimmenden Nicken.
    Da es schon spät war und bis auf ein paar Gäste und die Aschekrieger bei denen Larissa saß nicht mehr allzu viele Leute im Schankraum
    waren beschloßen die beiden Männer sich auch auf ihr Zimmer zurückzuziehen. Larisssa war noch immer im Gespräch mit der Gruppe und beide beschlossen das sie wohl auch auf sich selbst aufzupassen konnte. Im Zimmer angekommen legte Artur seine Rüstung ab, die er in Amaranthine wohl nochmal ordentlich polieren würde, und platzierte sie auf einem Stuhl bei seinem Bett. Nachdem er auch den Gambeson ausgezogen hatte, legte er sich in sein Bett, welches durch das Gewicht des Ritters anfing zu ächzen und knarzen. Es war nicht die stabilste Konstruktion, aber für eine einzelne Nacht würde es reichen. In Amaranthine würde es garantiert bessere Betten geben. Die beiden Männer murmelten sich noch gegenseitig gute Nacht dann schlief der Ritter auch schon bald ein.

    Sonnenstrahlen fielen durch das undichte Zimmer und beleuchteten die Mitte des Zimmers in welchem Larissa und Morgana schliefen. Die Hexe wurde von dem einfallenden Licht als erstes geweckt und wachte leicht blinzelnd auf. Die Nacht war trotz des miserablen Betts angenehmer gewesen als gedacht und ihr war auch wärmer gewesen als es die Decke anfangs vermuten ließ. Während sich ihre Augen öffneten und ihr Körper langsam erwachte bemerkte sie auch den Grund dafür. Morgana war aber während des Schlafs so gewesen, als ob sie jemand berührt sanft hätte. Die zierliche Hand die sich um ihre Hüfte geschlungen hatte, zeigte ihr das sie nicht geträumt hatte. Und was sie gewärmt hatte war Larissa elfischer Körper welcher sich von hinten an sie schmiegte. Morgana war sich nicht sicher ob die Elfe so betrunken gewesen war, dass sie in das falsche Bett gestiegen war oder ob es einen anderen Grund dafür gab. Auf jedenfall war sie leise und vorsichtig gewesen was wohl auf eine gewisse Geistesgegenwart hinwies. Möglicherweise war ihr auch einfach kalt gewesen, Morgana könnte es ihr bei dem Zimmer noch nicht mal verdenken. Eigentlich war der Grund auch egal, Morgana genoß die Anwesenheit der Elfe und die Berührung ihrer weichen und warmen Haut. Der warme Atem kitzelte ihren Nacken und blies durch ihre schwarzen Haare. Die Elfe hatte zwar damals Morganas Angebot ausgeschlagen, aber gegen das Kuscheln mit der Hexe hatte sie nichts dagegen gehabt, einen Umstand den Morgana in diesem Moment sehr befürwortete. Sanft legte sie ihre eigene Hand auf die Hand der Elfe und verschränkte ihre eigenen Finger mit denen der Dalish. Geschickt und ohne viel Bewegung hob sie dann die Hand kurz an und drehte sich zu der Elfe um und legte sie dann wieder auf ihrer Hüfte ab. Zum Glück hatte Larissa nicht auf ihren Haaren gelegen ansonsten wäre sie wohl bei dieser Bewegung wach geworden. So schien die Elfe allerdings noch leicht zu schlummern, was wohl auch auf den gestrigen Met zurückzuführen war. Morgana legte jetzt ihre Hand auf die Hüfte der Elfe und schmiegte sich vorsichtig an die noch immer vor sich hin dösendende Elfe. Die Hexe lag mit ihrem Gesicht dem sanft atmenden Antlitz der Elfe gegenüber während der Stoff ihres BHs sanft deren Haut kitzelte. Larissa sah friedlich aus wie sie so schlummernd vor ihr lag und Morgana hatte so nur wenig Ambitionen aufzustehen. Sie mochte den Moment der stillen Zweisamkeit und war gerade auch dabei wieder einzudösen, als ein Klopfen an der Tür gepaart mit Arturs Stimme, ihr zeigte das ihre Gefährten schon auf den Beinen und wach waren. Natürlich immer wenn man es gerade bequem hatte. Larissa wachte nun auch blinzelnd und verschlafen auf.
    "Guten Morgen Larissa. Ich hoffe du hast gut geschlafen. Hattest du gestern Abend noch ein angenehmes Gespräch ?", begrüßte Morgana die aufgewachte Elfe mit einem fröhlichen Lächeln, wobei sie allerdings wenig Anstalten machte sich zu erheben.


    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png]

    Mordred fühlte sich wie gerädert als er am Morgen des nächsten Tages aus dem Bett stieg. Konnte es sein, dass er langsam alt wurde? Kein Spiegel in der ganzen Taverne um seine Haare nach grauen Strähnen zu untersuchen, auch wenn er das bezweifelte. Allerdings spürte er bei einem prüfenden Griff an das Kinn die schon erheblich gesprossenen Stoppeln. Das brachte das Leben auf der Straße wohl mit sich. „Ich bin ehrlich zu Euch, Artur“, sagte er während er sich streckte und nach seinem Leinenhemd griff. „Ich werde froh sein, wenn wir uns wieder in der Zivilisation befinden, mit heißen Bädern, gutem Essen, gepflasterten Straßen und mit Glück einem ordentlichen Antiquariat." Er konnte es zudem gar nicht mehr abwarten endlich wieder ordentlich Gold in seinen Taschen klimpern zu hören und dieses auch leidenschaftlich auszugeben. Dieses pingelige sich überlegen, was man bestellen will weil man auf den Preis achten muss gefiel ihm gar nicht!

    Arturs Stimme klang tief und frisch wie der junge Morgen durch die Holztür des Zimmers und weckte Larissa auf. Irgendwo in ihrem Schädel meinte sie eine Halla wie zur Brunftzeit röhren zu wissen. Und der Ruf der Halla dröhnte schmerzend durch ihren Schädel, stach ihr in die Schläfen und verlangsamte die Aufnahme der Situation in der sie sich befand. Erst Morganas liebevolle Stimme brachte sie zurück in das knarrende Holzbett in das sie sich letzte Nacht gestohlen hatte und unter die dünne Decke. Sie blinzelte mehrfach während sie sich der Frage gewahr wurde und auch dem warmen Atem und dem Duft der Hexe. Und auch der fremden Hand auf ihrer Hüfte und den punktierenden Berührungen menschlichen Fleisches an elfischem. Wo hatte sie sich da bloß wieder hineingeritten? „Mir war kalt!“, schoss es ihr als Entschuldigung durch ihre die gestrige Trinkfreude missbilligenden Kopf. Das war zwar eine Wahrheit, allerdings nur eine halbe. Wie die Hexe sich von ihr verabschiedet hatte, hatte in Larissa den Wunsch geweckt ihr zu zeigen, dass sie die Schwarzhaarige trotz allem noch immer mochte und Alkohol wirkte auf Elfen letztlich auch nicht anders als auf Menschen. Vielleicht dauerte es lediglich länger oder mehr davon war vonnöten. Wieder blinzelte Larissa. Zuweilen verschwammen die Konturen der Schönheit vor ihr durch die müden Augen hindurch, dann war es nötig stark zu blinzeln um sich danach erneut auf die nur wenige Zentimeter entfernten rauchgrünen Augen zu fokussieren, oder auf die hübsche Nasenspitze der Hexe, oder ihre Lippen die sanfte Stöße heißen Atems zu Larissa schickten. Ein seltsam unbeständiges und zugleich angenehmes Kribbeln schoss durch den Elfenleib und ihre eigene Hand, die Morgana vermutlich willkürlich auf der Hexenhüfte drapiert hatte, zog sich leicht zusammen. Die Bewegung war ungewollt, artete dann jedoch zu einem Spreizen der Finger aus was wiederum zu einem sanften, rhythmischen Streicheln der Haut wurde.

    Mein Gespräch war… gut“, antwortete die Elfe schließlich viel zu spät. Sie wollte eigentlich gar nicht mit Morgana reden. Keine Handbreit voneinander entfernt, an einigen Stellen sogar einander berührend und zwischen sich kaum mehr als pulsierende Wärme verharrte die Elfe eine Sekunde. Ihre langen Haare flossen über das Kissen, als sie den Kopf leicht hob und dann ihren ganzen Leib gen Morgana drehte. Die Hand, die gerade noch auf der Hüfte ruhte huschte bis zur Schulter während Larissa ihr Gesicht dem Morganas näherte. Die Hexe wirkte leicht irritiert und zugleich ruhig wie ein schweigender Fels. Larissas spitze Nase berührte die von Morgana, zwei, drei Sekunden vergingen.
    Du bist eine Sölnderin, du bist eine Elfe. Du bist keine Dalish-Jägerin mehr!
    Gedanken bar jeden Zusammenhangs schwappten gegen Larissas leiser rufende und schmerzen verkündende Halla an. „Du bist nicht mehr das Mädchen das du warst als du weggingst!
    War es ihre eigene Stimme? Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass sie dort in einem Bett mit einer Shem lag. Mit ihrer Shem! Und sie griff Morgana in den Nacken und zog sie sanft aber bestimmt zu sich, drückte ihre eigenen Lippen auf die der Hexe und küsste sie innig. Warm und weich und genau so wie sie den Kuss in dem Geschäft in Denerim in Erinnerung behalten hatte. Euphorie durchflutete sie. Kurz zog sie die Beiden auseinander, sie wartete auf Protest oder irgendwelche weisen Worte, die ihr erklärten wie falsch es sei. Doch Morgana sagte nichts und so drückte Larissa sich erneut auf die Hexe, zog die Hand aus dem Nacken und drückte so sanft den Körper der Schwarzhaarigen in die Federn. Flink war sie und leicht und so stieg sie rasch über Morganas Leib hinweg und küsste sie noch immer. Nur einmal kurz, nachdem sich die Lippen der zwei Frauen mit einem leise saugenden Schmatzer getrennt hatten, leckte Larissas Zunge zärtlich über Morganas Lippen. Es wäre vielleicht etwas aufdringlich gewesen der Hexe gleich die Zunge in den Rachen zu schieben und so beließ es Larissa bei diesem zarten Beweis ihrer Zuneigung während ihr zierlichter Körper die Hexe beschwerte und in den Laken hielt. Larissas Hände glitten von Morganas Hüften an ihren Flanken hinauf bis kurz unterhalb des Brustkorbs. Die blonde Mähne fiel schwer neben der Hexe auf das Kissen und verdeckte ihr jede Sicht zur Seite bis auf das schelmisch grinsende Elfengesicht vor ihr. Larissa legte sich ein wenig tiefer, sodass ihr Oberkörper den von Morgana bedeckte und hauchte: „Ich glaube wir sollten aufstehen!“ Dann grinste sie frech, schloss aber kurz die Augen und drückte Morgana einen weiteren Kuss auf die Lippen, ehe sie behände aufsprang und zu ihrem eigenen Bett hinüber huschte. Wieder griff die Kälte ihre Beine an, dich diesmal ging es ja um das Anziehen und so zog sich Larissa flugs die Hose und dicke, brauen Socken an, schlüpfte in ihr selbstgenähtes Hemd und sammelte ihre Sachen vom Boden auf. Morgana erschien der Elfe zugegebenermaßen ein wenig überrumpelt aber Larissa wusste selbst, dass sie zuweilen etwas sprunghaft handelte und ihre Aktionen hin und wieder unvorhersehbar erschienen… oder waren. Nun jedoch, den Dolch und Schwert schon umgegürtet, blickte Larissa fast etwas besorgt zu der Hexe hinüber. „Morgana! Komm! Aufstehen! Die anderen warten schon!“ Langsam regte sich Morgana während Larissa sich ihren Mantel anzog und ein paar gestern Nacht ausversehen auf dem Boden verstreute Pfeile einsammelte.
    Los jetzt!“, drängte die Elfe, nachdem die Pfeile eingesammelt und Bogen, Köcher und Rucksack geschultert waren. „Soll ich auf dich warten, oder schon zum Essen gehen? Herrje, mir scheint es als sei es ewig her, dass ich diese zwölfeinhalb Schinkenbrote gegessen habe...
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  3. #43
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    Yonice

    [Bild: 4Y5QOYlhUwAKV9h1RsE2GZMHnqPDarion_portrait.png]

    "Te...Templer?!" Arwans Stimme klang fast schon piepsig. Da waren irgendwo Templer? Die würden ihn doch sofort töten. Ohne zu zögern. Der nächste Schock traf ihn sofort, so dass er kaum noch einen klaren Gedanken fassen konnte. Lothering... von Dunkler Brut überrannt.

    Arwan wägte die Vor- und Nachteile ab. Wenn er mit Yonice ginge, würden sie unweigerlich auf Templer stoßen. Aber hier bleiben bei der Leiche kam nicht infrage. Nachher würden noch wilde Tiere kommen - oder Schlimmeres.

    Da kam auch schon Yonices Frage, ob die Magier eine Heilung der Verderbtheit kennen würden.

    "Nein... Nicht bei Verderbtheit... Es ist aber noch nicht lange her, da war ein Grauer Wächter im Zirkel, auf der Suche nach Rekruten. Da habe ich ein Gespräch belauscht. Die Grauen Wächter haben wohl ein Heilmittel. Doch wo sollen wir die jetzt finden? Mitten im Krieg? Doch zurück zu den Templer. Ihr wisst schon, dass ich ein Magier bin? Ich gelte jetzt als Abtrünniger, weil ich geflohen bin. Das heißt, die Templer werden Fragen stellen und dann töten. Oder erst töten. Wie auch immer."

    Nein, Arwan wollte nicht sterben! Inzwischen waren sie der Höhle auch schon näher gekommen.
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    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png]

    Mordred fühlte sich wie gerädert als er am Morgen des nächsten Tages aus dem Bett stieg. Konnte es sein, dass er langsam alt wurde? Kein Spiegel in der ganzen Taverne um seine Haare nach grauen Strähnen zu untersuchen, auch wenn er das bezweifelte. Allerdings spürte er bei einem prüfenden Griff an das Kinn die schon erheblich gesprossenen Stoppeln. Das brachte das Leben auf der Straße wohl mit sich. „Ich bin ehrlich zu Euch, Artur“, sagte er während er sich streckte und nach seinem Leinenhemd griff. „Ich werde froh sein, wenn wir uns wieder in der Zivilisation befinden, mit heißen Bädern, gutem Essen, gepflasterten Straßen und mit Glück einem ordentlichen Antiquariat." Er konnte es zudem gar nicht mehr abwarten endlich wieder ordentlich Gold in seinen Taschen klimpern zu hören und dieses auch leidenschaftlich auszugeben. Dieses pingelige sich überlegen, was man bestellen will weil man auf den Preis achten muss gefiel ihm gar nicht!

    Arturs Stimme klang tief und frisch wie der junge Morgen durch die Holztür des Zimmers und weckte Larissa auf. Irgendwo in ihrem Schädel meinte sie eine Halla wie zur Brunftzeit röhren zu wissen. Und der Ruf der Halla dröhnte schmerzend durch ihren Schädel, stach ihr in die Schläfen und verlangsamte die Aufnahme der Situation in der sie sich befand. Erst Morganas liebevolle Stimme brachte sie zurück in das knarrende Holzbett in das sie sich letzte Nacht gestohlen hatte und unter die dünne Decke. Sie blinzelte mehrfach während sie sich der Frage gewahr wurde und auch dem warmen Atem und dem Duft der Hexe. Und auch der fremden Hand auf ihrer Hüfte und den punktierenden Berührungen menschlichen Fleisches an elfischem. Wo hatte sie sich da bloß wieder hineingeritten? „Mir war kalt!“, schoss es ihr als Entschuldigung durch ihre die gestrige Trinkfreude missbilligenden Kopf. Das war zwar eine Wahrheit, allerdings nur eine halbe. Wie die Hexe sich von ihr verabschiedet hatte, hatte in Larissa den Wunsch geweckt ihr zu zeigen, dass sie die Schwarzhaarige trotz allem noch immer mochte und Alkohol wirkte auf Elfen letztlich auch nicht anders als auf Menschen. Vielleicht dauerte es lediglich länger oder mehr davon war vonnöten. Wieder blinzelte Larissa. Zuweilen verschwammen die Konturen der Schönheit vor ihr durch die müden Augen hindurch, dann war es nötig stark zu blinzeln um sich danach erneut auf die nur wenige Zentimeter entfernten rauchgrünen Augen zu fokussieren, oder auf die hübsche Nasenspitze der Hexe, oder ihre Lippen die sanfte Stöße heißen Atems zu Larissa schickten. Ein seltsam unbeständiges und zugleich angenehmes Kribbeln schoss durch den Elfenleib und ihre eigene Hand, die Morgana vermutlich willkürlich auf der Hexenhüfte drapiert hatte, zog sich leicht zusammen. Die Bewegung war ungewollt, artete dann jedoch zu einem Spreizen der Finger aus was wiederum zu einem sanften, rhythmischen Streicheln der Haut wurde.

    Mein Gespräch war… gut“, antwortete die Elfe schließlich viel zu spät. Sie wollte eigentlich gar nicht mit Morgana reden. Keine Handbreit voneinander entfernt, an einigen Stellen sogar einander berührend und zwischen sich kaum mehr als pulsierende Wärme verharrte die Elfe eine Sekunde. Ihre langen Haare flossen über das Kissen, als sie den Kopf leicht hob und dann ihren ganzen Leib gen Morgana drehte. Die Hand, die gerade noch auf der Hüfte ruhte huschte bis zur Schulter während Larissa ihr Gesicht dem Morganas näherte. Die Hexe wirkte leicht irritiert und zugleich ruhig wie ein schweigender Fels. Larissas spitze Nase berührte die von Morgana, zwei, drei Sekunden vergingen.
    Du bist eine Sölnderin, du bist eine Elfe. Du bist keine Dalish-Jägerin mehr!
    Gedanken bar jeden Zusammenhangs schwappten gegen Larissas leiser rufende und schmerzen verkündende Halla an. „Du bist nicht mehr das Mädchen das du warst als du weggingst!
    War es ihre eigene Stimme? Sie wusste es nicht. Sie wusste nur, dass sie dort in einem Bett mit einer Shem lag. Mit ihrer Shem! Und sie griff Morgana in den Nacken und zog sie sanft aber bestimmt zu sich, drückte ihre eigenen Lippen auf die der Hexe und küsste sie innig. Warm und weich und genau so wie sie den Kuss in dem Geschäft in Denerim in Erinnerung behalten hatte. Euphorie durchflutete sie. Kurz zog sie die Beiden auseinander, sie wartete auf Protest oder irgendwelche weisen Worte, die ihr erklärten wie falsch es sei. Doch Morgana sagte nichts und so drückte Larissa sich erneut auf die Hexe, zog die Hand aus dem Nacken und drückte so sanft den Körper der Schwarzhaarigen in die Federn. Flink war sie und leicht und so stieg sie rasch über Morganas Leib hinweg und küsste sie noch immer. Nur einmal kurz, nachdem sich die Lippen der zwei Frauen mit einem leise saugenden Schmatzer getrennt hatten, leckte Larissas Zunge zärtlich über Morganas Lippen. Es wäre vielleicht etwas aufdringlich gewesen der Hexe gleich die Zunge in den Rachen zu schieben und so beließ es Larissa bei diesem zarten Beweis ihrer Zuneigung während ihr zierlichter Körper die Hexe beschwerte und in den Laken hielt. Larissas Hände glitten von Morganas Hüften an ihren Flanken hinauf bis kurz unterhalb des Brustkorbs. Die blonde Mähne fiel schwer neben der Hexe auf das Kissen und verdeckte ihr jede Sicht zur Seite bis auf das schelmisch grinsende Elfengesicht vor ihr. Larissa legte sich ein wenig tiefer, sodass ihr Oberkörper den von Morgana bedeckte und hauchte: „Ich glaube wir sollten aufstehen!“ Dann grinste sie frech, schloss aber kurz die Augen und drückte Morgana einen weiteren Kuss auf die Lippen, ehe sie behände aufsprang und zu ihrem eigenen Bett hinüber huschte. Wieder griff die Kälte ihre Beine an, dich diesmal ging es ja um das Anziehen und so zog sich Larissa flugs die Hose und dicke, brauen Socken an, schlüpfte in ihr selbstgenähtes Hemd und sammelte ihre Sachen vom Boden auf. Morgana erschien der Elfe zugegebenermaßen ein wenig überrumpelt aber Larissa wusste selbst, dass sie zuweilen etwas sprunghaft handelte und ihre Aktionen hin und wieder unvorhersehbar erschienen… oder waren. Nun jedoch, den Dolch und Schwert schon umgegürtet, blickte Larissa fast etwas besorgt zu der Hexe hinüber. „Morgana! Komm! Aufstehen! Die anderen warten schon!“ Langsam regte sich Morgana während Larissa sich ihren Mantel anzog und ein paar gestern Nacht ausversehen auf dem Boden verstreute Pfeile einsammelte.
    Los jetzt!“, drängte die Elfe, nachdem die Pfeile eingesammelt und Bogen, Köcher und Rucksack geschultert waren. „Soll ich auf dich warten, oder schon zum Essen gehen? Herrje, mir scheint es als sei es ewig her, dass ich diese zwölfeinhalb Schinkenbrote gegessen habe...


    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Artur konnte Mordreds Bemerkung hinsichlich den Vorzügen der Zivilisation durchaus nachvollziehen. Auch wenn er es gewöhnt war wochenlang fernab von Städten lagern zu müssen so war es doch jedesmal angenehm sich bei einem heissen Bad mit einer hübschen Frau zu entspannen. Zudem verdiente man das Geld ja auch um es ausgeben zu können und wo konnte man das besser als in einer Stadt. Auch wenn die Städte hier in Ferelden natürlich nicht die zahlreichen Möglichkeiten des Nordens boten. Aber ein wenig war ja schon bekanntlich mehr als gar nichts. Aufgrund mangelnder Waschgelegenheiten und Spiegeln verzichtete er auf die morgendliche Rasur und begann sich stattdessen anzuziehen. Nach dem Frühstück würden sie aufbrechen und dann wohl gegen Mittag Amaranthine erreichen. Die beiden Herren begaben sich zum Schankraum, nachdem sie vorher noch bei den Zimmern der Damen geklopft hatten. Dort angekommen erwartete sie schon der Knappe welcher sie standesgemäß begrüsste und sich schon um ein Frühstück für die Gruppe bemüht hatte. Aus dem Jungen konnte noch was werden, sofern seine Kampffähigkeiten genauso gut wie sein vorauseilender Gehorsam waren. Und natürlich musste er lange genug überleben, eine Eigenschaft die sehr wichtig war um den Ritterstand zu erreichen. Andererseits gab es außerhalb von Ferelden nur wenig größere Konflikte in denen man sich beweisen konnte und der Junge musste sich sowieso einen neuen Herren suchen. Der Wirt trug ein ordentliches Frühstück auf, nicht so üppig wie man es in den größeren Städten bekam aber genug um den morgendlichen Hunger angemessen zu stillen. Die zweieinhalb Männer setzten sich schonmal an den Tisch und warteten auf die Ankunft der Damen. Als erstes erschien Nimue und setzte sich nach einem höflichen Gruß zu den beiden Herren.
    "Einen guten Morgen wünsche ich euch. Ich hoffe ihr habt trotz des bescheidenen Quartiers gut geschlafen ?", begrüßte sie Artur höflich. Immerhin waren die Betten nicht gerade besonders bequem gewesesen und die Zimmer als bescheiden zu bezeichnen.

    Die Elfe brauchte einen kurzen Moment um sich zurechtzufinden und sich genau zu orientieren. Wahrscheinlich trug der Alkohol seinen Teil dazu bei. Langsam wurde jedoch ihr Blick klarer, während ihre Finger angenehm über die Haut der Hexe strichen. Ihre Antwort war knapp und nichtssagend, anders als das was anschließend folgte. Plötzlich fuhr Larissas Hand zu ihrer Schulter, während sich die Elfe der Hexe mit dem Kopf näherte. Morgana war leicht überrascht, hatte aber auch keine Ambitionen etwas zu unternehmen. So leistete sie keinen Widerstand als die Elfe sie am Nacken zu ihr zog und sie sanft auf ihre Lippen küsste. Der hübsche Mund der Elfe berührte die weichen Lippen der jungen Frau, welche die Berührung genoß und erwiderte. Ein warmes Gefühl fuhr durch den Körper der Hexe und entfachte die Lust nach mehr. Nach einer kurzen Trennnng, indem die Elfe wohl eventuellen Widerspruch erwartete, küsste die Elfe sie erneut, wobei sich ihr zierlicher Körper auf sie legte und Morgana sanft in ihr Kissen drückte. Morgana zwischen Lust und Überraschung am pendeln, ließ die Elfe einfach handeln. Diese stieg über die Hexe während sie den Kuss nicht unterbrach und Morgana dadurch weiter zärtlich in das Bett drückte. Die Hexe ließ ihre weichen Hände zärtlich über die Hüfte der Elfe wandern, während sie die Liebkosungen durch den Mund und die Zunge empfing. Bevor Morgana jedoch diese Geste erwidern konnte, löste sich erneut der Mund der Elfe welche sich ganz nah die Hexe schmiegte und so mit ihrem Oberkörper Morganas Vorbau leicht touchierte. Wie ein goldener Vorhang verdeckte Larissas Haar dabei Morganas Sicht und lenkte dadurch ihren Blick auf das hübsche Gesicht der Elfe welche sie schon fast schelmisch angrinste. Wo hätte sie auch sonst hinsehen wollen, das einzig wichtige in disem Moment war schließlich über ihr und schenkte ihr ein bezauberndes Lächeln. Ein erneuter Kuss beendete diesen herrlichen Morgengruß und bevor Morgana auf irgendwelche weitergehenden Gedanken kommen konnte, war die Elfe auch schon aus dem Bett geschlüpft, die Hexe immer noch leicht überrumpelt aber zufrieden zurücklassend. Während die Elfe sich flink anzuziehen begann, war Morgana noch eine kurze Weile in Gedanken versunken. Was sollte sie nur davon halten. Vor mehr als einer Woche war die Elfe noch peinlich berührt nach einem Kuss aus einer Umkleidekabine gestürmt und hatte ihr Angebot auf ein wenig Vergnügen zu zweit abgelehnt und jetzt stieg die gleiche Elfe über sie und drückte sie mit Küssen in ihr Kopfkissen. Keine Anzeichen von Scham waren diesesmal zu sehen gewesen, stattdessen ein freches Grinsen und eine junge Frau die wusste was sie wollte. Morgana konnte nicht sagen das ihr dieser Wesenszug an Larissa nicht gefallen würde. Ganz im Gegenteil das war mehr als sie gestern Abend zu hoffen gewagt hätte. Es kam zwar überraschend und sprunghaft wie sovieles bei der Dalish, aber in diesem Fall störte es die Hexe nicht.
    Die Elfe hatte sich inzwischen schon fast angezogen und schien jetzt zu bemerken das Morgana immer noch im Bett lag, weswegen sie die Hexe verbal antrieb.
    "Erst ins Kissen drücken und dann auf Eile drängen, so habe ich es gerne.", dachte Morgana mit einem leichten Schmunzeln und erhob sich auf der Matratze. Die Elfe war gerade dabei ihre Pfeile aufzusammeln die sie wahrscheinlich im Suff verstreut hatte.
    "Warte ich komm ja schon du kleiner Vielfraß.", neckte Morgana die Elfe gutgelaunt und stieg aus dem Bett. Sie sollten wohl wirklich keine Zeit verschwenden. Bald würden sie in Amaranthine sein und falls dieser Moment gerade nicht nur eine kurze Phase der Elfe gewesen sein sollte, würde Morgana sicher Gelegenheit finden sich für diesen hinreißenden Morgengruß entsprechend zu bedanken. Und noch mehr, falls die Elfe tatsächlich ihre alte Scheu überwunden hatte.
    "Kaltkaltkalt.", fuhr es Morgana bei jedem Schritt mit den nackten Füßen auf dem kalten Fußboden durch ihren Körper. Schließlich erreichte sie den Stuhl wo ihre Sachen lagen und begann sich zügig anzuziehen, was nicht viel Zeit in Anspruch nahm.
    "Bin gleich soweit halte noch solange durch.", sprach sie mit einem schelmischen Grinsen während sie ihre Sachen packte und mit der Bürste durch ihr Haar fuhr. Ohne Spiegel war das soweiso mehr Gewohnheit als von praktischen Nutzen.
    "Wenn ich dich so ansehe, frage ich mich manchmal wo du das alles unterbringst.",scherzte sie mit Hinblick auf den dünnen Körper der Elfe und lächelte diese an. Natürlich liefen beide Frauen immer zu Fuß, aber bei der Menge die Larissa essen konnte musste ihr halber Körper aus Magen bestehen. Schließlich war Morgana fertig, packte die Bürste weg und hob ihre Tasche und den Stab auf.
    "Gut gehen wir zu den Anderen. Nicht das sie uns alles wegessen."

    Nach einer Weile tauchten dann auch Morgana und Larissa auf, welche beide recht gut gelaunt aussahen und den frühmorgendlichen Gruß der Tischgesellschaft freundlich erwiderten, bevor sie sich nebeneinander an die gedeckte Tafel setzten. Offenbar waren beide mit den eher schäbigen Zimmern gut klargekommen und Larissa sah dafür das sie gestern als letztes im Bett war auch recht frisch aus.
    Morgana holte suchte sich erfahrungsgemäß schnell das aus was sie umbedingt essen wollte, bevor Larissa ihre altbekannte Version des Stücks "Sturm auf den Frühstückstisch" begann. Morgana hatte wirlich gute Laune die ihr noch nichtmal der Anblick von Nimues arroganten Gesicht vermiesen konnte, weswegen sie diese auch genauso freundlich wie die beiden Herren begrüßt hatte. Neben den morgendlichen Ereignissen freute sie sich auch ziemlich erneut eine Stadt zu besuchen, denn Denerim hatte ihr recht gut gefallen. von den Schauplätzen dieser Entführungsgeschichte mal abgesehen. Und was Nimue anging,sofern diese nicht direkt wieder mit irgendwelcher Zirkelpropaganda anfing war Morgana auch bereit sich mit ihr wieder zu unterhalten. Motiviert strich sie sich Honig auf ihr Graubrot während sie sich Artur zuwandte.
    "Wie lange werden wir heute wohl noch bis Amaranthine brauchen Ser Artur ?", fragte sie erwartungsvoll, bevor sie in das Brot biss.
    "Nun wenn nicht irgendwelche Zwischenfälle auftreten sollten wir es gegen Mittag erreichen. Die Straße bis dorthin ist ziemlich gut ausgebaut und breit.",antwortete der Ritter während er in einen Apfel biss. Morgana nicht zufrieden. Es war schön wenn sie in Amaranthine noch etwas machen konnten bevor es dunkel wurde. Vielleicht dieses Bad besuchen, ein wenig Entspannung täte nach der Strecke von Denerim bis hierhin wohl auch mal wieder gut. Außerdem war sie noch nie einem größeren Badehaus.
    "Nun Nimue was werdet ihr während unserem Aufenthalt in Amaranthine dort machen ? Wart ihr im Auftrag des Zirkels schonmal dort ?", erkundigte sich der Ritter höflich bei der anderen Magierin. Diese war gestern recht schnell verschwunden, sodass er sie nicht mehr hatte fragen können.
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  5. #45
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    Quote Originally Posted by Shepard Commander View Post
    [Bild: aGJXRNlZ0LYa3soe9Kiliansmall.jpg]

    Kilian hatte keine Lust sich über das Für und Wider magischer Rituale belehren zu lassen und stellte sich kurzentschlossen taub. Rafaels Belehrungen über einen arkanen Taschenspielertrick mit dem er vermutlich zu leuchten beginnen oder akustische Signale von sich geben würde, sobald sie sich dem verlorenen Phylakterion näherten nahm der Hauptmann nur als störendes Nebengeräusch zwischen dem alternierenden Klappern der Hufe und dem sanften Klopfen seiner Schwertscheide gegen seine Wade wahr. Irgendwelcher ihm vermutlich von Irving beigebrachter und streng geheimer Hokuspokus, eine Art der Magie von der selbst er als Hauptmann nicht gehört hatte. „Obwohl so ganz stimmte das nun auch nicht!“, drängte sich dem stoischen Templer der Gedanke auf. Wenn er sich recht erinnerte, so hatte er in einer Zeit da sein Bartwuchs sich noch bemühen musste überhaupt eine Form zu ergeben, einmal von einer derartigen Magie gehört. Sie war kompliziert und erforderte tatsächlich den Magier, dem das Phylakterion zugewiesen worden war. Und auch ein Templer war dazu notwendig. Wieso, das hatte er allerdings vergessen.

    Selbst das Wetter kündigte nahendes Unheil an, denn am Nachmittag fing es zu regnen an und je näher sie Highever kamen, desto mehr Regen brach aus den tiefhängenden, grauen Wolken hervor. Und so gestaltete sich dann auch der Rest der Reise. Strömender Regen und ein kalter, unbarmherziger Wind. Alles war nass. Kilians Haare waren nass, über die er in der Hoffnung des Schutzes seinen Kapuze gezogen hatte, doch auch sie war nass. Kilians Pferd war nass, sein Sattel war nass, sein Schwert war nass und der Templer fürchtete, dass es schon bald in seiner Scheide Rost ansetzten würde. Rafael nieste laut und vernehmlich, worauf Kilian der seltsame und unerklärliche Drang überkam dem Magier eins auf die Fresse zu geben. Heute ging wirklich alles schief und so drückte Kilian seinen Fuchs zähneknirschend die nassen Reitstiefel in die Seite und beschleunigte die Reisegeschwindigkeit. Dem Magier hingegen schien dies noch immer nicht genug zu sein. Auch er fror zweifellos, doch trieb er nun sein missmutiges Pferd dazu an noch schneller zu reiten und verwies nebensächlich auf seinen Plan Highever bald zu erreichen.
    Wer hat dich denn zum Reiseführer ernannt“, knurrte Kilian, dessen Laune so tief und grau blieb wie die unablässig pissenden Wolken. Trotzdem folgte er dem Marschenmagier, der wie sich wie ein dümmlicher Junge im Sattel hielt und bei Grunts Trab auf und ab hüpfte. Sein langes schwarzes Haar hing ihm triefend über den Rücken.

    Ein einsamer Wachposten war stets eine schlechte Nachricht. Gepaart mit dem gestrigen Attentat, dem Dauerregen, der Kälte und dem Magier der ihn begleitetet vermutete Kilian mittlerweile, dass der Erbauer einen persönlichen Groll gegen seinen Diener hegte. Rafael fragte nach Kilians Meinung… also ob diese ihm überhaupt irgendetwas bedeuten würde.
    Hmm, seltsam“, knurrte Kilian, was Rafael wohl nicht ganz verstanden hatte, denn er drehte sich in seinem nassen Sattel um und schaute zu dem Templer herüber. „Ich sagte: seltsam!“, brüllte Kilian gegen Regen und anbrechende Dunkelheit an. „Bleibt hier!
    Der Hauptmann schwang sich aus dem Sattel und warf Rafael die regenschwere Trense zu. Knirschend zog er das Schwert, packte es fest und näherte sich dem Wachhäuschen. Es war klein, aber immer noch groß genug für vier Mann und gebaut aus soliden Steinen. Das Dach wirkte jedoch schäbig, bestand aus gebündeltem Reisig und wurde vermutlich mehr durch den Moos zusammengehalten als durch den Lehm mit dem es beschmissen worden war. Kilian klopfte dumpf gegen die Tür. „Hallo?!“ Keine Antwort. Mit dem Schwert in der Faust drückte er die Tür auf und fand das Gebäude verlassen vor. Tatsächlich befanden sich außer zwei kurzen, verlassenen Betten und einem kleinen runden Holztisch mit zwei Hockern keinerlei Dinge in dem Häuschen. Keine Truhen, keine Schränke, ja nicht einmal ein Becher oder Besteck. Nur ein abgebrochenes Stück Messing lag auf dem Boden herum, dass wohl einmal zu einem Wappen gehört hatte wie man es manchmal an Türen nagelte. Kilian ignorierte das Stück und winkte Rafael heran.
    Kein Mensch hier. Wir sollten heute Nacht hier bleiben.
    Er schob das Schwert zurück in die Scheide und trat vor die Tür. Die Aussicht eine vollkommen Leere Hütte die keinerlei Abwechslung versprach mit Rafael zu teilen verleitete ihn nicht gerade zu einem Freudentanz, doch was musste das musste. Also trugen die beiden ihre Wasserspuren auf dem Boden hinterlassenden Sättel ins Trockene ehe sie sich ihrer durchnässten Umhänge entledigten. Es gab einen kleinen Kamin im Inneren der Hütte, doch war weder Holz noch ein Anzünder vorhanden und Rafael hatte Kilians Bitte nach ein wenig Feuer ja schon bei Gwens geplanter Feuerbestattung abgeschlagen.

    Nachdem die Zwei einige Zeit in schweigsamer Betrachtung ihres Nachtlagers verbracht hatten, stellte Kilian eine Mutmaßung an. „Vielleicht sind die Soldaten ja nach Ostagar gereist. Soweit ich gehört habe sind alle königstreuen Banns dorthin gezogen um mit Cailan zusammen gegen die Dunkle Brut zu kämpfen.“ Ihn schüttelte der Gedanke an irgendwelche Monstren, die das Land von Süden her überfielen. Es gab schon genug Probleme und die Templer konnten sich nicht jedem Bösen annehmen, Eid oder nicht! Kilian war sich allerdings ziemlich sicher, dass auch die Dunkle Brut in den Zuständigkeitsbereich der Templer fiel, obwohl es natürlich noch die Grauen Wächter gab. Diese altertümlichen Helden waren allerdings zu einem kümmerlichen Haufen zusammengeschrumpft und mehr Legende als Armee. Zwar hatten Zwei von ihnen den Turm des Zirkels besucht und um die Unterstützung der Magier und Templer gebeten, und tatsächlich waren sie in den Berichten als überaus heroisch beschrieben worden, doch untermauerte dies nur Kilians These. Warum sollten die Wächter die Templer und den Zirkel ansonsten um Hilfe bitten? Weil es in der Verantwortung der Templer lag, die Welt vor dem Bösen zu beschützen. Und Feinde der Templer waren in der Regel auch Feinde der Magier. Die Welt war angenehm einfach, wenn man sie in diese Schemata untergliederte.
    „Wenn der Bann mit seinen Männern nach Ostagar abgerückt ist und dieser Posten jetzt leer steht…“ Kilian beendete den Gedanken nicht, glaubte aber auch nicht, dass dem nötig sei. Es war offensichtlich, dass Arl Couslands Truppen ebenso wie Cailan selbst nun tot im Staub lagen und Missmut breitete sich in Kilians Herzen aus. „Allerdings wird der Arl wohl kaum seine Frau, oder alle seine Kinder mitgenommen haben. Benehmen wir uns einfach der Situation angemessen.


    [Bild: Rafael_2.jpg]Grübelnd setzte sich Rafael auf der Kante des schmalen Bettes während Kilian laut überlegte wohin die Soldaten verschwunden sein mochten. So gespenstisch ihre Abwesenheit auch wirken mochte, immerhin hatten sie dadurch eine kostenlose Bleibe für die Nacht, wenn auch eine bescheidene. Wenn Couslands Truppen tatsächlich im Krieg und die Grenzen ungeschützt waren sollten sie am kommenden Tag möglichst schnell nach Highever reiten. Wer wusste schon, ob die Straßen noch sicher waren?
    Der Magier ließ sich nach hinten auf das Bett fallen und schaute zur Decke, die dem immer stärker werdenden Regen nur mit Mühe standzuhalten schien. Hoffentlich gab das Dach über Nacht nicht nach. Wenn sie ihre Reise schon unterbechen mussten, so wollte er wenigtens im Trockenen schlafen können.

    Während sich Kilian und Rafael für eine hoffentlich ereignislose Nacht fertig machten schien draußen die Welt unter zu gehen: Der Wind pfiff kalt durch die hölzernen Fensterläden und das Geräusch des gnadenlos prasselnden Regens übertönte bald jedes andere Geräusch. Es hätte eine ganze Armee an der Hütte vorbeiziehen können ohne das die beiden es gehört hätten. Der Magier legte sich hin, war aber nicht wirklich müde. Die Nähe zu Highever und die Aussicht auf echte Hinweise für ihre Suche hielten ihn wach und machten ihn rastlos. Mit der Linken kramte er in seiner Tasche, die er unter das Bett geschoben hatte und holte das Kartenspiel hervor, das im Laufe der letzten Reise irgendwann mehr oder weniger ehrlich in seinen Besitz übergegangen war. Er deckte eine Karte auf und versuchte in der Dunkelheit Zahl und Farbe zu erkennen. Vielleicht eine 8? Genervt nahm er die Karte zwischen Zeige- und Mittelfinger und schleuderte sie mit einer schnellen Bewegung seiner Hand zur Decke, von wo sie postwendend herabfiel und auf seinem Gesicht landete. Eine zweite Karte wurde empor geschossen und kam ebenso wie ihre Vorgängerin wieder zurück. Ob er eine Karte so schnell schleudern konnte, dass sie in der Decke stecken blieb?
    ,,Habt Ihr eigentlich Familie, Hauptmann?", fragte er in die Dunkelheit hinein, während er eine Karte nach der anderen warf. Wenn er nur lange genug übte würde er eines Tages mit Spielkarten Rüstungen durchschlagen können.

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    Venere
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    Quote Originally Posted by Deeman View Post
    [Bild: Qunari_Kopf_2.JPG]

    Es fühlte sich wie eine halbe Ewigkeit für Haarun an als er den Erdboden dabei beobachtete wie jener immer mehr Risse bildete, langsam aber stetig bis schliesslich alles in sich zusammenbrach. Krachend und ohne Möglichkeit sich dem irgendwie zu entziehen, löste sich der steinige Unterboden auf was wiederum in Sekundenschnelle geschah.
    Dann folgte der Fall, auch hier konnte man glauben dass die Jahre ins Land ziehen, es wurde dunkel, immer dunkler bis da nur noch die Finsternis war, begleitet von einem Schmerz der den gesamten Körper des Kossith durchdrang. Seine Augen schlossen sich, es war zuviel, sein Körper sagte dass es genug sei und so fiel der gehörnte Krieger in Ohnmacht...
    ...doch einige Minuten später schoss wieder dieser drückende Schmerz durch den wuchtigen Körper, jener hatte seinen Ursprung im Rippenbereich. Doch war da noch etwas, etwas drückte ihm im Lendenbereich, es fühlte sich an wie ein Fels. Als Haarun sich langsam aufrichtete und versuchte einen Blick auf das erhaschen was seine Bewegung einschränkt, dabei verzog er schmerzerfüllt sein Gesicht. Was um ihn herum war, interessiert ihm in den Moment nicht...

    [Bild: Viktor_avatar.PNG]Sirrend zischte die Machete durch die Luft und trennte einen Arm von einem Rumpf, aus dem eine Fontaine schwarzen Blutes hervorbrach und einer weiteren Kreatur ins Gesicht spritzte, die grade zum Schlag gegen Bosko ausholte. Der Söldner wich dem dadurch ungezielten Hieb mit einem Schritt aus und ließ seine Klinge als Antwort im Hals des nur entfernt menschenähnlichen Wesens niedergehen. Während er zunächst noch gehofft hatte sich in dem Chaos schnell absetzen und seine Verfolger abschütteln zu können steckte er nun mitten in einem hektischen Hauen und Stechen, dem die meisten der Soldaten schon zum Opfer gefallen waren. Die drei Überlebenden standen nicht weit von ihm zu seiner Linken Rücken an Rücken und gaben ein jämmerliches Bild ab wie sie verängstigt mit ihren Schwertern nach den grauhäutigen Bestien schlugen und wahrscheinlich bereuten Bosko je verfolgt zu haben. Geschah den Idioten recht.
    Der Söldner tauchte blitzschnell unter dem brutalen Schwinger einer Axt hindurch, wirbelte herum und entleibte einen weiteren Gegner als er durch einen heftigen Ruck das Gleichgewicht verlor und zur Seite taumelte. Plötzlich erklang überall Geschrei und Gekeife und mit einem Mal gab die Erde unter seinen Füßen nach und er rutschte in den sich auftuenden Abgrund. Vergeblich suchte Bosko nach Halt, wurde dann aber mit den anderen zusammen in die Tiefe gerissen. Staub und Erde wirbelten umher und als er nach einem kurzen Fall hart inmitten von Trümmern und Geröll landete, raubte ihm eine Wolke aus aufgeworfenem Erdreich die Sicht. Er hatte es sich während des Sturzes den Kopf angeschlagen und brauchte einen Moment um wieder auf die Beine zu kommen, einen Moment den eine dieser elenden Kreaturen für einen Überraschungangriff nutzte und von hinten auf seinen Rücken sprang. Bosko stolperte nach vorne, versuchte den Angreifer zu packen und brüllte vor Wut. Als er das Vieh, ein kleineres Exemplar mit einem platten Gesicht und spitzen Zähnen endlich zu fassen bekam schleuderte er es zu Boden, rammte ihm sein Knie in die Eingeweide und griff nach dem erstbesten Stein, mit dem er unaufhörlich auf den Schädel der Kreatur einschlug, bis dieser schließlich mit einem lauten Knacken splitterte. Der Söldner ließ von seinem Opfer ab, spuckte auf dessen Kadaver und sah sich um.

    Offenbar war er in einem Tunnel gelandet, der unter der Lichtung verlief. Das herabgestürzte Geröll verlegte den Gang fast vollständig, doch konnte er in beiden Richtungen sehen, wie der Tunnel in der Entfernung im Dunkeln verschwand. Inmitten der Trümmel konnte er den Kossith und die Elfe liegen sehen, die sich grade aus dem Erdrutsch hervorzukämpfen versuchten. Er beschloss nicht so lange zu warten, bis die beiden frei waren und ihm Scherereien machen konnten und suchte nach einem Weg, um über die herabgestürzten Erdmassen wieder nach oben zu klettern. Zeit zu verschwinden.
    Er hatte grade die ersten Schritte in Richtung Oberfläche getan, als hinter ihm ein unirdischer Schrei erklang. Rucktartig schaute Bosko über die Schulter und sah zum ersten Mal den Riss in der Tunnelwand, aus dem der Schrei gekommen sein musste. Er konnte in der Tiefe des Spaltes Feuerschein erkennen und als sich der Schrei wiederholte war klar, dass da Ärger im Anmarsch war. Der Söldner beschleunigte sein Vorhaben und zog sich schnell an einer Felskante hoch. Wenn er Glück hatte würde die Kreaturen sich zuerst auf die Elfe stürzen und ihm so genug Zeit geben, um die Kurve zu kratzen.
    Schwer atmend griff er nach oben und spürte Gras zwischen seinen Fingern. Geschafft! Mit der zweiten Hand griff er ebenfalls aus dem Riss im Boden heraus und zog sich hoch. Als sein Kopf über die Kante schaute sah er für den Bruchteil einer Sekunde einen gigantischen Fuß auf sich zurasen, bevor ihn den Tritt der riesigen Kreatur im Gesicht traf und zurück in die Grube schleuderte. Bosko prallte zunächt gegen die Tunnelwand bevor er erneut auf dessen Boden aufschlug. Der Söldner ächzte und schaute nach oben wo die hässliche Fratze des gehörnten Bastards über den Rand schaute. Die Kreatur brüllte triumphierend und sprang mit einem gewaltigen Satz herab in den Tunnel. Bosko rappelte sich auf und hechtete zur Seite, um nicht zermalmt zu werden. Fast zeitgleich brachen aus dem Spalt in der Tunnelwand auf einmal zahllose weitere Kreaturen hervor, die fast wie Wasser in den Gang fluteten und beinahe übereinander fielen, als sie sich durch den schmalen Riss quetschten. Infernalisches Geschrei erfüllte den Tunnel und irgendwo in den Eingeweiden der Erde erklangen Trommeln, deren dumpfer Klang bis zu ihm heraufdrang.

    Der gehörnte Riese blockierte mit seiner massiven Gestalt den Tunnel in eine Richtung und zu seiner rechten quollen immer weitere Gegner aus der Wand hervor, die sich sofort auf ihn und die anderen beiden Überlebenden stürzten. Die Elfe und der Kossith steckten zwar ebenso in Schwierigkeiten wie er, doch würde er sich deswegen gewiss nicht auf ihre Hilfe im Kampf verlassen. Ihm blieb nur die Flucht in die andere Richtung des Tunnels, denn an einen erneuten Aufstieg über das Geröll war nicht zu denken. Er machte sich mit ausladenden Hieben von den ersten Kreaturen frei, die ihn angegriffen hatten und rannte los. Er hatte jedoch noch keine zwei Schritte getan, als er plötzlich am Bein gepackt wurde. ,,Hilf mir!", rief es zu ihm empor. Unter einem gewaltigen Felsblock begraben lag da einer der Soldaten und hielt ihn fest. Blut lief aus seinem Mund und sein Körper war fast vollständig zermalmt, doch mit der Kraft der Verzweiflung klammerte er sich an Boskos Bein und hielt ihn auf. ,,Hilf mir, ich will nicht sterben!", jammerte er und krallte seine rechte Hand förmlich in die Hose des Söldners. Die andere lag zerschmettert neben seinem Körper und rührte sich nicht. Bosko holte aus und trennte den Arm des Soldaten mit einem Hieb ab. ,,Aaaaaarrrrgh....!", brüllte er und krümmte sich vor Schmerz, doch das hörte der Söldner schon gar nicht mehr. Als der Schmerzensschrei des Soldaten langsam in Wimmern überging war Bosko schon auf der Flucht in die Tiefen der Erde. Den abgetrennten Arm hatte er sich in den Gürtel gesteckt, wer wusste schon, wann er das nächste Mal etwas Essbares finden würde? Hinter ihm nahmen die finsteren Kreaturen die Verfolgung auf. Was aus den anderen beiden geworden war wusste er nicht und es war ihm egal, er würde gewiss nicht zurückschauen.
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  6. #46
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    [Bild: f_infean_Ava.png]

    Es dauerte nicht mehr lange und der Gegner war besiegt. Áinfean wandte sich dem nächsten zu, der auf sie zuzulaufen schien. Sie hob das Schwert, bereit zum Schlag. Doch was machte ihr Gegner da? Er lief - an ihr vorbei? Verdutzt blickte sie ihm hinterher. Er griff seine eigenen Gefährten an. Wie war sowas möglich? Ein kurzer Seitenblick zeigte ihr, dass der schmächtige Mann unversehrt war. So schüttelte Áinfean alle Zweifel ab und stürzte sich ebenfalls in den Kampf. Gemeinsam mit dieser Brut waren die zwei Gegner schnell besiegt. Plötzlich griff ihr vorübergehender Kampfpartner sie an. Zeit zum Nachdenken, was da vor sich ging, blieb ihr nicht. Mit beiden Händen fest den Griff umschlungen, hob sie das Schwert und schlug der Brut mit einem Hieb den Kopf ab. Der Kopf flog in Richtung des Waldrandes, rollte noch ein Stück und blieb direkt zu Füßen des Fremden liegen. Der Körper der Brut blieb noch ein paar Sekunden stehen, das warme Blut spritzte auf Áinfean, dann sank er zu Boden.

    Nachdem Áinfean mit einem kurzen Blick feststellte, dass nun alle Gegner besiegt waren, schenkte sie dem Fremden erneut ihre Aufmerksamkeit. Er schien den Kopf noch gar nicht gesehen zu haben, waren seine Augen auf die Baumwipfel gerichtet. Gerade als sie zu ihm treten wollte, hörte sie ein Stöhnen. Suchend blickte sie umher. Da! Nicht weit von ihr lag ihr Freund.

    "Finley!" Sie stürzte zu ihm und ließ sich neben ihm auf die Knie fallen. Er lebte! Er schien auch nicht schwer verletzt zu sein. Zumindest nicht auf den ersten Blick.

    Fast hätte sie den Fremden vergessen. Sie wandte sich um und sah, dass er immer noch dort am Waldesrand stand. "Heh! Ihr da! Seid Ihr in verletzt? Könnt Ihr mir helfen?"

    Wie viele waren noch gerettet?
    Emerahl is online now Last edited by Emerahl; 04.12.2015 at 08:19.
  7. #47
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    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Artur konnte Mordreds Bemerkung hinsichlich den Vorzügen der Zivilisation durchaus nachvollziehen. Auch wenn er es gewöhnt war wochenlang fernab von Städten lagern zu müssen so war es doch jedesmal angenehm sich bei einem heissen Bad mit einer hübschen Frau zu entspannen. Zudem verdiente man das Geld ja auch um es ausgeben zu können und wo konnte man das besser als in einer Stadt. Auch wenn die Städte hier in Ferelden natürlich nicht die zahlreichen Möglichkeiten des Nordens boten. Aber ein wenig war ja schon bekanntlich mehr als gar nichts. Aufgrund mangelnder Waschgelegenheiten und Spiegeln verzichtete er auf die morgendliche Rasur und begann sich stattdessen anzuziehen. Nach dem Frühstück würden sie aufbrechen und dann wohl gegen Mittag Amaranthine erreichen. Die beiden Herren begaben sich zum Schankraum, nachdem sie vorher noch bei den Zimmern der Damen geklopft hatten. Dort angekommen erwartete sie schon der Knappe welcher sie standesgemäß begrüsste und sich schon um ein Frühstück für die Gruppe bemüht hatte. Aus dem Jungen konnte noch was werden, sofern seine Kampffähigkeiten genauso gut wie sein vorauseilender Gehorsam waren. Und natürlich musste er lange genug überleben, eine Eigenschaft die sehr wichtig war um den Ritterstand zu erreichen. Andererseits gab es außerhalb von Ferelden nur wenig größere Konflikte in denen man sich beweisen konnte und der Junge musste sich sowieso einen neuen Herren suchen. Der Wirt trug ein ordentliches Frühstück auf, nicht so üppig wie man es in den größeren Städten bekam aber genug um den morgendlichen Hunger angemessen zu stillen. Die zweieinhalb Männer setzten sich schonmal an den Tisch und warteten auf die Ankunft der Damen. Als erstes erschien Nimue und setzte sich nach einem höflichen Gruß zu den beiden Herren.
    "Einen guten Morgen wünsche ich euch. Ich hoffe ihr habt trotz des bescheidenen Quartiers gut geschlafen ?", begrüßte sie Artur höflich. Immerhin waren die Betten nicht gerade besonders bequem gewesesen und die Zimmer als bescheiden zu bezeichnen.

    Die Elfe brauchte einen kurzen Moment um sich zurechtzufinden und sich genau zu orientieren. Wahrscheinlich trug der Alkohol seinen Teil dazu bei. Langsam wurde jedoch ihr Blick klarer, während ihre Finger angenehm über die Haut der Hexe strichen. Ihre Antwort war knapp und nichtssagend, anders als das was anschließend folgte. Plötzlich fuhr Larissas Hand zu ihrer Schulter, während sich die Elfe der Hexe mit dem Kopf näherte. Morgana war leicht überrascht, hatte aber auch keine Ambitionen etwas zu unternehmen. So leistete sie keinen Widerstand als die Elfe sie am Nacken zu ihr zog und sie sanft auf ihre Lippen küsste. Der hübsche Mund der Elfe berührte die weichen Lippen der jungen Frau, welche die Berührung genoß und erwiderte. Ein warmes Gefühl fuhr durch den Körper der Hexe und entfachte die Lust nach mehr. Nach einer kurzen Trennnng, indem die Elfe wohl eventuellen Widerspruch erwartete, küsste die Elfe sie erneut, wobei sich ihr zierlicher Körper auf sie legte und Morgana sanft in ihr Kissen drückte. Morgana zwischen Lust und Überraschung am pendeln, ließ die Elfe einfach handeln. Diese stieg über die Hexe während sie den Kuss nicht unterbrach und Morgana dadurch weiter zärtlich in das Bett drückte. Die Hexe ließ ihre weichen Hände zärtlich über die Hüfte der Elfe wandern, während sie die Liebkosungen durch den Mund und die Zunge empfing. Bevor Morgana jedoch diese Geste erwidern konnte, löste sich erneut der Mund der Elfe welche sich ganz nah die Hexe schmiegte und so mit ihrem Oberkörper Morganas Vorbau leicht touchierte. Wie ein goldener Vorhang verdeckte Larissas Haar dabei Morganas Sicht und lenkte dadurch ihren Blick auf das hübsche Gesicht der Elfe welche sie schon fast schelmisch angrinste. Wo hätte sie auch sonst hinsehen wollen, das einzig wichtige in disem Moment war schließlich über ihr und schenkte ihr ein bezauberndes Lächeln. Ein erneuter Kuss beendete diesen herrlichen Morgengruß und bevor Morgana auf irgendwelche weitergehenden Gedanken kommen konnte, war die Elfe auch schon aus dem Bett geschlüpft, die Hexe immer noch leicht überrumpelt aber zufrieden zurücklassend. Während die Elfe sich flink anzuziehen begann, war Morgana noch eine kurze Weile in Gedanken versunken. Was sollte sie nur davon halten. Vor mehr als einer Woche war die Elfe noch peinlich berührt nach einem Kuss aus einer Umkleidekabine gestürmt und hatte ihr Angebot auf ein wenig Vergnügen zu zweit abgelehnt und jetzt stieg die gleiche Elfe über sie und drückte sie mit Küssen in ihr Kopfkissen. Keine Anzeichen von Scham waren diesesmal zu sehen gewesen, stattdessen ein freches Grinsen und eine junge Frau die wusste was sie wollte. Morgana konnte nicht sagen das ihr dieser Wesenszug an Larissa nicht gefallen würde. Ganz im Gegenteil das war mehr als sie gestern Abend zu hoffen gewagt hätte. Es kam zwar überraschend und sprunghaft wie sovieles bei der Dalish, aber in diesem Fall störte es die Hexe nicht.
    Die Elfe hatte sich inzwischen schon fast angezogen und schien jetzt zu bemerken das Morgana immer noch im Bett lag, weswegen sie die Hexe verbal antrieb.
    "Erst ins Kissen drücken und dann auf Eile drängen, so habe ich es gerne.", dachte Morgana mit einem leichten Schmunzeln und erhob sich auf der Matratze. Die Elfe war gerade dabei ihre Pfeile aufzusammeln die sie wahrscheinlich im Suff verstreut hatte.
    "Warte ich komm ja schon du kleiner Vielfraß.", neckte Morgana die Elfe gutgelaunt und stieg aus dem Bett. Sie sollten wohl wirklich keine Zeit verschwenden. Bald würden sie in Amaranthine sein und falls dieser Moment gerade nicht nur eine kurze Phase der Elfe gewesen sein sollte, würde Morgana sicher Gelegenheit finden sich für diesen hinreißenden Morgengruß entsprechend zu bedanken. Und noch mehr, falls die Elfe tatsächlich ihre alte Scheu überwunden hatte.
    "Kaltkaltkalt.", fuhr es Morgana bei jedem Schritt mit den nackten Füßen auf dem kalten Fußboden durch ihren Körper. Schließlich erreichte sie den Stuhl wo ihre Sachen lagen und begann sich zügig anzuziehen, was nicht viel Zeit in Anspruch nahm.
    "Bin gleich soweit halte noch solange durch.", sprach sie mit einem schelmischen Grinsen während sie ihre Sachen packte und mit der Bürste durch ihr Haar fuhr. Ohne Spiegel war das soweiso mehr Gewohnheit als von praktischen Nutzen.
    "Wenn ich dich so ansehe, frage ich mich manchmal wo du das alles unterbringst.",scherzte sie mit Hinblick auf den dünnen Körper der Elfe und lächelte diese an. Natürlich liefen beide Frauen immer zu Fuß, aber bei der Menge die Larissa essen konnte musste ihr halber Körper aus Magen bestehen. Schließlich war Morgana fertig, packte die Bürste weg und hob ihre Tasche und den Stab auf.
    "Gut gehen wir zu den Anderen. Nicht das sie uns alles wegessen."

    Nach einer Weile tauchten dann auch Morgana und Larissa auf, welche beide recht gut gelaunt aussahen und den frühmorgendlichen Gruß der Tischgesellschaft freundlich erwiderten, bevor sie sich nebeneinander an die gedeckte Tafel setzten. Offenbar waren beide mit den eher schäbigen Zimmern gut klargekommen und Larissa sah dafür das sie gestern als letztes im Bett war auch recht frisch aus.
    Morgana holte suchte sich erfahrungsgemäß schnell das aus was sie umbedingt essen wollte, bevor Larissa ihre altbekannte Version des Stücks "Sturm auf den Frühstückstisch" begann. Morgana hatte wirlich gute Laune die ihr noch nichtmal der Anblick von Nimues arroganten Gesicht vermiesen konnte, weswegen sie diese auch genauso freundlich wie die beiden Herren begrüßt hatte. Neben den morgendlichen Ereignissen freute sie sich auch ziemlich erneut eine Stadt zu besuchen, denn Denerim hatte ihr recht gut gefallen. von den Schauplätzen dieser Entführungsgeschichte mal abgesehen. Und was Nimue anging,sofern diese nicht direkt wieder mit irgendwelcher Zirkelpropaganda anfing war Morgana auch bereit sich mit ihr wieder zu unterhalten. Motiviert strich sie sich Honig auf ihr Graubrot während sie sich Artur zuwandte.
    "Wie lange werden wir heute wohl noch bis Amaranthine brauchen Ser Artur ?", fragte sie erwartungsvoll, bevor sie in das Brot biss.
    "Nun wenn nicht irgendwelche Zwischenfälle auftreten sollten wir es gegen Mittag erreichen. Die Straße bis dorthin ist ziemlich gut ausgebaut und breit.",antwortete der Ritter während er in einen Apfel biss. Morgana nicht zufrieden. Es war schön wenn sie in Amaranthine noch etwas machen konnten bevor es dunkel wurde. Vielleicht dieses Bad besuchen, ein wenig Entspannung täte nach der Strecke von Denerim bis hierhin wohl auch mal wieder gut. Außerdem war sie noch nie einem größeren Badehaus.
    "Nun Nimue was werdet ihr während unserem Aufenthalt in Amaranthine dort machen ? Wart ihr im Auftrag des Zirkels schonmal dort ?", erkundigte sich der Ritter höflich bei der anderen Magierin. Diese war gestern recht schnell verschwunden, sodass er sie nicht mehr hatte fragen können.


    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: nimue_klein.jpg]

    Mordred aß sparsam, Nimue fast nichts. Die Magierin wirkte ausgeschlafen aber nicht frisch. Sogar die Nacht schien für sie lediglich ein Zweck zu sein, ein Zweck ihren Körper zur Rast zu schicken während ihr Geist weiterhin wach und geschärft blieb. Sie nickte den Männern höflich zu und gab ein kaltes Guten Morgen von sich. Leere Worte aus ihrem Mund. Mit ausgesuchter Spitzfingrigkeit sammelte sie sich ein paar Früchte zusammen und goss sich etwas von der frischen Milch ein. Dazu ein kleines Stück Weißbrot und der fromme Wunsch heute keine Magie wirken zu müssen. Im Gegensatz zum Volksglauben war Magie nämlich nicht nur geistig sondern auch körperlich durchaus entkräftend und bei einem so kargen Frühstück wie Nimue es nun zu sich nahm bestand bei dem Einsatz schwerer Magie wie zum Beispiel Defensivzaubern die Gefahr dabei oder danach entkräftet zusammenzuklappen. Die Gefahr bestand eigentlich immer, doch bei erfahrenen Magiern wie Nimue eine war, war dies dann doch eher die Ausnahme. Solange man hinreichend gefrühstückt hatte natürlich!

    Schließlich kamen auch Larissa und Morgana hinunter, die eine besser gelaunt als die andere. Larissa grinste von einem Ohr zum anderen und fasste ihre dicken Haare zu einem noch dickeren Zopf zusammen, den die mit einem langen Lederband umschlang und so zurückhielt. Morgana, nicht weniger fröhlich dreinblickend, setzte sich rasch und griff beherzt zu. Auch Larissa setzte sich schaute fröhlich in die Runde und grüßte sie drei Anderen fröhlich. Sie war so schön, wenn sie lächelte und ihre gute Laune wahrlich ansteckend. Sogar Nimue, die Larissa munter anstrahlte ließ sich zu einem leichten Lächeln und einem etwas wärmeren: „Guten Morgen, Jägerin!“ hinreißen. Larissas grüne Augen huschten zielsuchend über die doch ziemlich üppig bestellte Tafel und erkoren zwei hartgekochte Eier auf dunklem, körnigem Brot, einen Apfel, ein gebuttertes und gesalzenes Stück Graubrot, etwas von dem Kochschinken und eine Handvoll Wildbeeren als geeigneten Beginn des ersten Mahles aus. Rasch sammelte sie die erspähten Nahrungsmittel auf ihren flachen Holzteller, dann griff sie zur Kanne und goss sich ihren Becher bis zum Rand mit Milch auf. Larissa liebte Milch, wie eigentlich alle Elfen. Während Menschen von Zucker gar nicht genug bekamen, verhielten sich Elfen beinahe darauf versessen gegenüber Milch, weshalb die Dalish den ersten Becher voll auch ohne abzusetzen hinunterstürzte und ein erleichterndes: „Haaach!“ von sich gab, ehe sie rasch nachgoss. Nimue hob tadelnd eine Augenbraue.

    Es war auch die Magierin die als nächstes zum Gesprächsthema- oder Partner von Artur auserkoren wurde. Der Ritter fragte sie, vielleicht aus ehrlicher Neugierde, vielleicht aber auch nur aus Höflichkeit nach dem, was sie in Amaranthine zu tun gedacht.
    Ich hoffe, ich werde dort nicht zu viel Zeit vertrödeln“, gab die Magierin kalt zurück und ließ damit keinen Zweifel offen, dass sie Amaranthine nur als eine ebenso kurze und geringe Rast wertete wie die Taverne in der sie sich gerade befanden, obgleich ihr klar war, dass die vier Gefährten dort sicherlich gnadenlos etwas Zeit totschlagen würden.
    Aber meine Antwort ist zweiteilig. Ja ich war schon mehrfach in Amaranthine, im Auftrag des Zirkels versteht sich. Aber bittet mich nun nicht den Reiseführer zu spielen. Was meine Zeit dort angeht; ich werde wohl meine Pflicht erfüllen und mindestens einmal die Kirche dort besuchen müssen.
    Darüber war sie selbst nicht gerade begeistert und ließ dies auch durchblicken. „Dann schaue ich mal, ob ich die Leerzeit nützlich auffüllen kann. Amaranthine hat einen sehr umfangreiches Marktviertel. Ein Besuch dort lohnt fast immer. Und das Badehaus dort empfiehlt sich auch“, sagte sie und blickte prüfend auf ihre gepflegten Fingernägel. Ein weiterer Nachteil an dem Leben auf der Straße war nun einmal all dieser Dreck der nur darauf wartete die Nägel als feines Dach zu missbrauchen!

    Die Magierin schaute zu Larissa und wunderte sich mit welch Tollwut die Elfe über das Essen herfiel. Man mochte fast glauben es handle sich dabei um ihre Henkersmahlzeit. Irgendwie war das Küken der Gruppe ja auch ganz süß. Allerdings verspielte sich Larissa diesen Bonus, als sie, Brotkrümel verschießend, an Artur gerichtet fragte: „Mein Ihr, wir finden dort Arbeit? Ich glaube ich habe noch nicht genug Gold für mein Schwert…

    Nimue warf ihr einen finsteren Blick zu. Hübsches, dummes Mädchen! Hatte sie denn nicht mitbekommen, dass Nimue am liebsten nur zum Schlafen dort einkehren und dann den Weg nach Orzammar fortsetzen würde? Die Magierin seufzte innerlich… „Elfen“…
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  8. #48
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    "Einverstanden." stimmte der Jäger Darius' Vorschlag knapp zu. Auch wenn es keine allzu lange Reise mehr war, sie sollten sich besser jetzt ausrüsten, wo sie noch in einer Gegend waren wo dies möglich war. Nur der Erbauer wusste was für Überraschungen sie noch durchleben mussten. Er hoffte auf gar keine. Als kurz daraufhin eine Wertschätzung aus dem Munde des Älteren kam traute er zunächst seinen Ohren nicht. Eine Weile schwieg er. "Danke." erwiderte er dann. "Aber ihr habt auch euren Beitrag geleistet. Ansonsten hätten sie uns wohl wieder eingefangen. Verdammte Elfen-Psychopathen....." Er lehnte sich zurück. "Gut. Eine möglichst ereignislose erste Wache wünsche ich euch." Dann vergewisserte er sich noch einmal ob mit Slim alles in Ordnung war und schloss anschließend die Augen. Am Ende würden sie sich noch mit Komplimenten erschlagen....
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  9. #49
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    [Bild: Rafael_2.jpg]Grübelnd setzte sich Rafael auf der Kante des schmalen Bettes während Kilian laut überlegte wohin die Soldaten verschwunden sein mochten. So gespenstisch ihre Abwesenheit auch wirken mochte, immerhin hatten sie dadurch eine kostenlose Bleibe für die Nacht, wenn auch eine bescheidene. Wenn Couslands Truppen tatsächlich im Krieg und die Grenzen ungeschützt waren sollten sie am kommenden Tag möglichst schnell nach Highever reiten. Wer wusste schon, ob die Straßen noch sicher waren?
    Der Magier ließ sich nach hinten auf das Bett fallen und schaute zur Decke, die dem immer stärker werdenden Regen nur mit Mühe standzuhalten schien. Hoffentlich gab das Dach über Nacht nicht nach. Wenn sie ihre Reise schon unterbechen mussten, so wollte er wenigtens im Trockenen schlafen können.

    Während sich Kilian und Rafael für eine hoffentlich ereignislose Nacht fertig machten schien draußen die Welt unter zu gehen: Der Wind pfiff kalt durch die hölzernen Fensterläden und das Geräusch des gnadenlos prasselnden Regens übertönte bald jedes andere Geräusch. Es hätte eine ganze Armee an der Hütte vorbeiziehen können ohne das die beiden es gehört hätten. Der Magier legte sich hin, war aber nicht wirklich müde. Die Nähe zu Highever und die Aussicht auf echte Hinweise für ihre Suche hielten ihn wach und machten ihn rastlos. Mit der Linken kramte er in seiner Tasche, die er unter das Bett geschoben hatte und holte das Kartenspiel hervor, das im Laufe der letzten Reise irgendwann mehr oder weniger ehrlich in seinen Besitz übergegangen war. Er deckte eine Karte auf und versuchte in der Dunkelheit Zahl und Farbe zu erkennen. Vielleicht eine 8? Genervt nahm er die Karte zwischen Zeige- und Mittelfinger und schleuderte sie mit einer schnellen Bewegung seiner Hand zur Decke, von wo sie postwendend herabfiel und auf seinem Gesicht landete. Eine zweite Karte wurde empor geschossen und kam ebenso wie ihre Vorgängerin wieder zurück. Ob er eine Karte so schnell schleudern konnte, dass sie in der Decke stecken blieb?
    ,,Habt Ihr eigentlich Familie, Hauptmann?", fragte er in die Dunkelheit hinein, während er eine Karte nach der anderen warf. Wenn er nur lange genug übte würde er eines Tages mit Spielkarten Rüstungen durchschlagen können.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------
    Venere

    [Bild: Viktor_avatar.PNG]Sirrend zischte die Machete durch die Luft und trennte einen Arm von einem Rumpf, aus dem eine Fontaine schwarzen Blutes hervorbrach und einer weiteren Kreatur ins Gesicht spritzte, die grade zum Schlag gegen Bosko ausholte. Der Söldner wich dem dadurch ungezielten Hieb mit einem Schritt aus und ließ seine Klinge als Antwort im Hals des nur entfernt menschenähnlichen Wesens niedergehen. Während er zunächst noch gehofft hatte sich in dem Chaos schnell absetzen und seine Verfolger abschütteln zu können steckte er nun mitten in einem hektischen Hauen und Stechen, dem die meisten der Soldaten schon zum Opfer gefallen waren. Die drei Überlebenden standen nicht weit von ihm zu seiner Linken Rücken an Rücken und gaben ein jämmerliches Bild ab wie sie verängstigt mit ihren Schwertern nach den grauhäutigen Bestien schlugen und wahrscheinlich bereuten Bosko je verfolgt zu haben. Geschah den Idioten recht.
    Der Söldner tauchte blitzschnell unter dem brutalen Schwinger einer Axt hindurch, wirbelte herum und entleibte einen weiteren Gegner als er durch einen heftigen Ruck das Gleichgewicht verlor und zur Seite taumelte. Plötzlich erklang überall Geschrei und Gekeife und mit einem Mal gab die Erde unter seinen Füßen nach und er rutschte in den sich auftuenden Abgrund. Vergeblich suchte Bosko nach Halt, wurde dann aber mit den anderen zusammen in die Tiefe gerissen. Staub und Erde wirbelten umher und als er nach einem kurzen Fall hart inmitten von Trümmern und Geröll landete, raubte ihm eine Wolke aus aufgeworfenem Erdreich die Sicht. Er hatte es sich während des Sturzes den Kopf angeschlagen und brauchte einen Moment um wieder auf die Beine zu kommen, einen Moment den eine dieser elenden Kreaturen für einen Überraschungangriff nutzte und von hinten auf seinen Rücken sprang. Bosko stolperte nach vorne, versuchte den Angreifer zu packen und brüllte vor Wut. Als er das Vieh, ein kleineres Exemplar mit einem platten Gesicht und spitzen Zähnen endlich zu fassen bekam schleuderte er es zu Boden, rammte ihm sein Knie in die Eingeweide und griff nach dem erstbesten Stein, mit dem er unaufhörlich auf den Schädel der Kreatur einschlug, bis dieser schließlich mit einem lauten Knacken splitterte. Der Söldner ließ von seinem Opfer ab, spuckte auf dessen Kadaver und sah sich um.

    Offenbar war er in einem Tunnel gelandet, der unter der Lichtung verlief. Das herabgestürzte Geröll verlegte den Gang fast vollständig, doch konnte er in beiden Richtungen sehen, wie der Tunnel in der Entfernung im Dunkeln verschwand. Inmitten der Trümmel konnte er den Kossith und die Elfe liegen sehen, die sich grade aus dem Erdrutsch hervorzukämpfen versuchten. Er beschloss nicht so lange zu warten, bis die beiden frei waren und ihm Scherereien machen konnten und suchte nach einem Weg, um über die herabgestürzten Erdmassen wieder nach oben zu klettern. Zeit zu verschwinden.
    Er hatte grade die ersten Schritte in Richtung Oberfläche getan, als hinter ihm ein unirdischer Schrei erklang. Rucktartig schaute Bosko über die Schulter und sah zum ersten Mal den Riss in der Tunnelwand, aus dem der Schrei gekommen sein musste. Er konnte in der Tiefe des Spaltes Feuerschein erkennen und als sich der Schrei wiederholte war klar, dass da Ärger im Anmarsch war. Der Söldner beschleunigte sein Vorhaben und zog sich schnell an einer Felskante hoch. Wenn er Glück hatte würde die Kreaturen sich zuerst auf die Elfe stürzen und ihm so genug Zeit geben, um die Kurve zu kratzen.
    Schwer atmend griff er nach oben und spürte Gras zwischen seinen Fingern. Geschafft! Mit der zweiten Hand griff er ebenfalls aus dem Riss im Boden heraus und zog sich hoch. Als sein Kopf über die Kante schaute sah er für den Bruchteil einer Sekunde einen gigantischen Fuß auf sich zurasen, bevor ihn den Tritt der riesigen Kreatur im Gesicht traf und zurück in die Grube schleuderte. Bosko prallte zunächt gegen die Tunnelwand bevor er erneut auf dessen Boden aufschlug. Der Söldner ächzte und schaute nach oben wo die hässliche Fratze des gehörnten Bastards über den Rand schaute. Die Kreatur brüllte triumphierend und sprang mit einem gewaltigen Satz herab in den Tunnel. Bosko rappelte sich auf und hechtete zur Seite, um nicht zermalmt zu werden. Fast zeitgleich brachen aus dem Spalt in der Tunnelwand auf einmal zahllose weitere Kreaturen hervor, die fast wie Wasser in den Gang fluteten und beinahe übereinander fielen, als sie sich durch den schmalen Riss quetschten. Infernalisches Geschrei erfüllte den Tunnel und irgendwo in den Eingeweiden der Erde erklangen Trommeln, deren dumpfer Klang bis zu ihm heraufdrang.

    Der gehörnte Riese blockierte mit seiner massiven Gestalt den Tunnel in eine Richtung und zu seiner rechten quollen immer weitere Gegner aus der Wand hervor, die sich sofort auf ihn und die anderen beiden Überlebenden stürzten. Die Elfe und der Kossith steckten zwar ebenso in Schwierigkeiten wie er, doch würde er sich deswegen gewiss nicht auf ihre Hilfe im Kampf verlassen. Ihm blieb nur die Flucht in die andere Richtung des Tunnels, denn an einen erneuten Aufstieg über das Geröll war nicht zu denken. Er machte sich mit ausladenden Hieben von den ersten Kreaturen frei, die ihn angegriffen hatten und rannte los. Er hatte jedoch noch keine zwei Schritte getan, als er plötzlich am Bein gepackt wurde. ,,Hilf mir!", rief es zu ihm empor. Unter einem gewaltigen Felsblock begraben lag da einer der Soldaten und hielt ihn fest. Blut lief aus seinem Mund und sein Körper war fast vollständig zermalmt, doch mit der Kraft der Verzweiflung klammerte er sich an Boskos Bein und hielt ihn auf. ,,Hilf mir, ich will nicht sterben!", jammerte er und krallte seine rechte Hand förmlich in die Hose des Söldners. Die andere lag zerschmettert neben seinem Körper und rührte sich nicht. Bosko holte aus und trennte den Arm des Soldaten mit einem Hieb ab. ,,Aaaaaarrrrgh....!", brüllte er und krümmte sich vor Schmerz, doch das hörte der Söldner schon gar nicht mehr. Als der Schmerzensschrei des Soldaten langsam in Wimmern überging war Bosko schon auf der Flucht in die Tiefen der Erde. Den abgetrennten Arm hatte er sich in den Gürtel gesteckt, wer wusste schon, wann er das nächste Mal etwas Essbares finden würde? Hinter ihm nahmen die finsteren Kreaturen die Verfolgung auf. Was aus den anderen beiden geworden war wusste er nicht und es war ihm egal, er würde gewiss nicht zurückschauen.


    [Bild: aGJXRNlZ0LYa3soe9Kiliansmall.jpg]

    Kilian schätze sich glücklich die Hütte gefunden zu haben. Ein anderer Unterschlupf war ihm auf der ganzen Straße zwischen den beiden Arltümern nicht begegnet und er vermutete, dass dieser Umstand auch noch bis zur Stadt Highever anhalten würde. Angesichts des Regens der, entgegen Kilians Erwartungen, sogar noch zugenommen hatte war jeder überdachte Unterstand diesen Tages so wertvoll wie ein Schloss und so störte es den Templer auch kaum, dass die Betten klein, der Kamin kalt und Rafael mit im Raum war von dessen Seite Kilian schon bald wieder irgendein inhaltsloses Geplauder erwartete. Doch bevor er damit begann, beschloss der Magier scheinbar den Templer auf subtilere Weise reizen zu wollen. Er zweckentfremdete einen Kartenstapel, den er natürlich zu seinen notwendigen Reisutensilien zählen musste, um eben jene Spielkarten gen Himmel zu feuern. Scheinbar versuchte er die nicht gerade vertrauenserweckende Decke zum Einsturz zu bringen. Kilian ertappte sich dabei, wie er kurz schaurig lächelte bei dem Gedanken Gebälk und Verputz würden urplötzlich gemeinsam mit einer der segelnden Karten den Sinkflug antreten und den ungläubig dreinblickenden Magier unter sich begraben. Das wären zumindest das Problem mit dem Phylakterion und Kilians täglichen Ringen um Fassung gelöst. Nur beim Turm wäre dieser Umstand vermutlich schwer zu erklären also beschloss Kilian sich lieber der Frage zuzuwenden, die Rafael wie erwartet in den Raum geworfen hatte, und so zu verhindern dass der Magier noch auf andere Gedanken kam. Wie dem Flug der Karte durch arkaner Kraft nachzuhelfen und somit doch das Ende der Decke sowie sein Eigenes einzuläuten.
    Ja, ich habe Familie!“, sagte Kilian, der Lügen schon immer für sowohl anstrengend als auch unnötig hielt und Lügner bei ihm allgemein ein sogar noch schlechteres Ansehen genossen als Feiglinge. „Es ist allerdings nicht gerade einfach. Meine Frau…“, er zögerte einen Moment. Saskia und er waren nicht verheiratet aber was machte diese kleine Unkorrektheit schon für einen Unterschied in dieser Geschichte. Zudem würde Rafael dem doch Templer ein „meine Geliebt“ vermutlich ohnehin nicht abkaufen. „… sie war schwanger als mich der Orden nach Ferelden befahl“, fuhr er fort und tat so, als hätte es die kurze Pause nicht gegeben. „Ich weiß nicht einmal, ob unser Kind ein Junge oder ein Mädchen geworden ist… oder ob es überhaupt lebt.“ Kilian erschauerte bei dem Gedanken, dass das Kind oder Saskia, oder schlimmer noch Beide, bei der Geburt umgekommen waren. Jede vierte Schwangerschaft war verbunden mit dem Tod und da er bei dem Erbauer ohnehin in Ungnade gefallen war. Kilian ließ den Gedanken unbeendet und schüttelte vehement den Kopf.
    Es gibt zu dem Thema nicht mehr viel zu sagen, fürchte ich.
    Die Beziehung zwischen Templer und Magier war schon ohne Liebschaft eine schwierige und zu viele Ranghöhere beider Seiten argwöhnten sogar mit dem Verbot von Freundschaften. Ein falscher Weg, wie Kilian fand, doch war seine Meinung hierbei vollkommen unbedeutend.
    Der Tempel stand ruckartig auf, was Rafael, der zwar mit dem Kartenschmeißen aufgehört hatte, nun aber nur auf dem Bett lag und unentwegt an die Decke starrte, zusammenzucken ließ.
    Ganz ruhig!“, beschwichtigte Kilian und ging in eine Ecke, wo er einen alten Kessel gesehen hatte. Er war auf grauem Eisen, verkrustet von tausenden und abertausenden Suppen und mit sehr dünnem Rand. Jeder noch so schäbige Landstreicher wäre beleidigt, sollte man ihm diesen Kessel als Geschenk darbieten. Hier taugte er nur noch zu einem Zweck, weshalb Kilian ihn in die hinterste Ecke hievte und dann seine Hose öffnete. Mit lautem Widerhall schoss ein Strahl in den Bauch des Gefäßes und plätscherte dort zu einer dampfenden Pfütze zusammen.

    Und Ihr?“, fragte Kilian während er sich erleichterte. „Ich nehme an nicht. Als Ihr dem Feldwebel von der Frau berichtet habt, die Euch nach Ferelden trieb da meintet Ihr zweifelsohne Kommandantin Meredith Stannard. Sie war wohl kaum Eure Auserwählte… obwohl das ihre weitbekannte schlechte Laune durchaus erklären würde“, beendete er den Satz in Gedanken. „Ihr scheint mir ohnehin nicht der Typ Mann zu sein, der sich nur an eine Frau bindet, wenn ich mich an die Geschichten erinnere die Ihr dem jungen Cedric erzähltet. Obwohl ich diesen nur nebenbei lauschte“, sagte Kilian abschlagend und tat so sein Missfallen an der Verführung des jungen Templers zu allerlei Sünden kund. Kilian schloss die Hose und kehrte zu seinem Bett zurück. Schon fühlte er sich leichter, obwohl die Erinnerungen an die Realität in der die junge Magierin in Starkhaven noch immer Meilen und Zeiten von ihm entfernt blieb, schwer auf seinen Schultern lasteten. Langsam und bedächtig schnallte er seinen Waffengurt ab während er auf die vermutlich von Prahlereien gespickten Ausführungen des Magiers wartete.
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    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: nimue_klein.jpg]

    Mordred aß sparsam, Nimue fast nichts. Die Magierin wirkte ausgeschlafen aber nicht frisch. Sogar die Nacht schien für sie lediglich ein Zweck zu sein, ein Zweck ihren Körper zur Rast zu schicken während ihr Geist weiterhin wach und geschärft blieb. Sie nickte den Männern höflich zu und gab ein kaltes Guten Morgen von sich. Leere Worte aus ihrem Mund. Mit ausgesuchter Spitzfingrigkeit sammelte sie sich ein paar Früchte zusammen und goss sich etwas von der frischen Milch ein. Dazu ein kleines Stück Weißbrot und der fromme Wunsch heute keine Magie wirken zu müssen. Im Gegensatz zum Volksglauben war Magie nämlich nicht nur geistig sondern auch körperlich durchaus entkräftend und bei einem so kargen Frühstück wie Nimue es nun zu sich nahm bestand bei dem Einsatz schwerer Magie wie zum Beispiel Defensivzaubern die Gefahr dabei oder danach entkräftet zusammenzuklappen. Die Gefahr bestand eigentlich immer, doch bei erfahrenen Magiern wie Nimue eine war, war dies dann doch eher die Ausnahme. Solange man hinreichend gefrühstückt hatte natürlich!

    Schließlich kamen auch Larissa und Morgana hinunter, die eine besser gelaunt als die andere. Larissa grinste von einem Ohr zum anderen und fasste ihre dicken Haare zu einem noch dickeren Zopf zusammen, den die mit einem langen Lederband umschlang und so zurückhielt. Morgana, nicht weniger fröhlich dreinblickend, setzte sich rasch und griff beherzt zu. Auch Larissa setzte sich schaute fröhlich in die Runde und grüßte sie drei Anderen fröhlich. Sie war so schön, wenn sie lächelte und ihre gute Laune wahrlich ansteckend. Sogar Nimue, die Larissa munter anstrahlte ließ sich zu einem leichten Lächeln und einem etwas wärmeren: „Guten Morgen, Jägerin!“ hinreißen. Larissas grüne Augen huschten zielsuchend über die doch ziemlich üppig bestellte Tafel und erkoren zwei hartgekochte Eier auf dunklem, körnigem Brot, einen Apfel, ein gebuttertes und gesalzenes Stück Graubrot, etwas von dem Kochschinken und eine Handvoll Wildbeeren als geeigneten Beginn des ersten Mahles aus. Rasch sammelte sie die erspähten Nahrungsmittel auf ihren flachen Holzteller, dann griff sie zur Kanne und goss sich ihren Becher bis zum Rand mit Milch auf. Larissa liebte Milch, wie eigentlich alle Elfen. Während Menschen von Zucker gar nicht genug bekamen, verhielten sich Elfen beinahe darauf versessen gegenüber Milch, weshalb die Dalish den ersten Becher voll auch ohne abzusetzen hinunterstürzte und ein erleichterndes: „Haaach!“ von sich gab, ehe sie rasch nachgoss. Nimue hob tadelnd eine Augenbraue.

    Es war auch die Magierin die als nächstes zum Gesprächsthema- oder Partner von Artur auserkoren wurde. Der Ritter fragte sie, vielleicht aus ehrlicher Neugierde, vielleicht aber auch nur aus Höflichkeit nach dem, was sie in Amaranthine zu tun gedacht.
    Ich hoffe, ich werde dort nicht zu viel Zeit vertrödeln“, gab die Magierin kalt zurück und ließ damit keinen Zweifel offen, dass sie Amaranthine nur als eine ebenso kurze und geringe Rast wertete wie die Taverne in der sie sich gerade befanden, obgleich ihr klar war, dass die vier Gefährten dort sicherlich gnadenlos etwas Zeit totschlagen würden.
    Aber meine Antwort ist zweiteilig. Ja ich war schon mehrfach in Amaranthine, im Auftrag des Zirkels versteht sich. Aber bittet mich nun nicht den Reiseführer zu spielen. Was meine Zeit dort angeht; ich werde wohl meine Pflicht erfüllen und mindestens einmal die Kirche dort besuchen müssen.
    Darüber war sie selbst nicht gerade begeistert und ließ dies auch durchblicken. „Dann schaue ich mal, ob ich die Leerzeit nützlich auffüllen kann. Amaranthine hat einen sehr umfangreiches Marktviertel. Ein Besuch dort lohnt fast immer. Und das Badehaus dort empfiehlt sich auch“, sagte sie und blickte prüfend auf ihre gepflegten Fingernägel. Ein weiterer Nachteil an dem Leben auf der Straße war nun einmal all dieser Dreck der nur darauf wartete die Nägel als feines Dach zu missbrauchen!

    Die Magierin schaute zu Larissa und wunderte sich mit welch Tollwut die Elfe über das Essen herfiel. Man mochte fast glauben es handle sich dabei um ihre Henkersmahlzeit. Irgendwie war das Küken der Gruppe ja auch ganz süß. Allerdings verspielte sich Larissa diesen Bonus, als sie, Brotkrümel verschießend, an Artur gerichtet fragte: „Mein Ihr, wir finden dort Arbeit? Ich glaube ich habe noch nicht genug Gold für mein Schwert…

    Nimue warf ihr einen finsteren Blick zu. Hübsches, dummes Mädchen! Hatte sie denn nicht mitbekommen, dass Nimue am liebsten nur zum Schlafen dort einkehren und dann den Weg nach Orzammar fortsetzen würde? Die Magierin seufzte innerlich… „Elfen“…


    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Die Antwort der Magierin war äußerst kühl und wohl vor allem darauf ausgelegt Artur deutlich zu machen das sie nicht mehr Zeit als nötig in Amaranthine verbringen wollte. Vermutlich hatte sie Sorge auf einmal in den Zirkel zurück gerufen zu werden, wenn die Gruppe zuviel Zeit auf dem Weg nach Orzammar vertrödelte. Artur nahm das stillschweigend zur Kenntnis. Mehr allerdings nicht, denn er würde sich sicherlich nicht von irgendeiner Frau die er erst seit ein paar Tagen kannte vorschreiben lassen wie schnell er zu reisen hatte. Zumal die Zauberin schließlich freiwillig die Gruppe begleitete und jederzeit wieder gehen konnte wenn es ihr nicht passte. Er hatte auch nicht vor ewig in Amaranthine zu bleiben, aber ganz sicher würde er sich nicht hetzen lassen. Immerhin war es eine der größeren Siedlungen in Ferelden und ohne Arbeit Richtung Westen zu reisen wäre eine idiotische Idee. Artur würde seine Geschäfte abwickeln, nach neuer Arbeit Ausschau halten und dann würde es weitergehen.
    Da Nimue ja auch schon in Amaranthine gewesen war würde sie sicherlich die Zeit solange vertreiben können, als Fremdenführerin hatte er sie sowieso nicht mitgenommen.
    Er nickte höflich nachdem die Magierin seine Frage beantwortet hatte und wandte sich dann wieder dem Frühstück zu. Scheinbar hatte die neueste Begleiterin der Gruppe diesen Morgen nicht besonders gute Laune. Ganz im Gegensatz zu Larissa welche gerade wieder dabei war die Speisenvielfalt exzessiv auszureizen. Ihre Tischmanieren waren wie gewohnt nicht erwähnenswert und so war es nicht verwunderlich das sie Artur mit vollem Mund ansprach, was dazu führte das beschleunigte Brotkrumen dabei in seine Richtung flogen.
    "Ich denke was das angeht bestehen gute Chancen das wir in Amaranthine Arbeit finden. Auch wenn es nicht umbedingt eine schöne Tatsache ist, so hat doch die Niederlage bei Ostagar zahlreiche Lücken gerissen. Viele Soldaten sind gefallen, andere kämpfen im Bürgerkrieg, dass alles führt dazu das Banditen, Marodeure und Plünderer durch das Land ziehen. Und da nicht mehr genügend Männer da sind um die Sicherheit zu gewähren, bestehen gute Chancen das man Leute dafür bezahlt sich um solche Probleme zu kümmern.
    Wenn ich meine Geschäfte erledigt habe werde ich mich zum Stadkommandanten begeben, aber es wird wohl nicht schaden wenn ihr euch bei eurem Aufenthalt auch aufmerksam umhört. Arbeit findet sich auf vielen Wegen."
    , antwortete Artur freundlich, was die Frage der Elfe scheinbar ausreichend beantwortete und sie sich wieder ausgiebig dem Frühstück widmete. Den Ritter beschlich den Verdacht das die Dalish mehr aß als ihr pferdische Namensvetterin. Auf jedenfall legte sie ein ähnliches Essverhalten wie das Pferd zu Tage. Der Knappe aß auch recht ordentlich, wenn auch gesitteter wobei er die Elfe leicht verwundert anschaute. Vermutlich wurden gerade seine Lehren der Tischmanieren, die ihm vermutlich eingeprügelt worden waren auf die Probe gestellt oder er fragte sich ob das diese Eleganz der Elfen war von denen man bisweilen hörte.

    Schließlich endete das Frühstück und während der Knappe die Pferde sattelte und das Gepäck verstaute, wurden die kargen Überreste des einst opulenten Mahls vom Tisch geräumt. Ein stummes Zeugnis der Vergänglichkeit allen Seins wenn man poetisch werden wollte, aber nüchtern betrachtet vor allem ein Zeugnis von dem Fassungsvermögen eines elfischen Magens.
    Nachdem die Gruppe ihre Rechnung bezahlt hatte und vom Wirt höflich verabschiedet worden war, eine Tatsache die wohl auch der Tatsache geschuldet war das seine Befürchtungen hinsichtlich Larisssa nicht erfüllt worden war, setzte die Gruppe ihren Marsch auf der Straße fort. Die Straße war weiterhin gut ausgebaut, was wohl auch daran lag das sie das Ziel ihrer Reise am Horizont erkennen konnten und diesesmal war es viel größer als vor ein paar Tagen als sie die Stadt zum ersten Mal aus der Ferne gesehen hatten. Gesättigt und größtenteils guter Laune, näherte sich die Gruppe beständig, das Ziel direkt vor Auge, der befestigten und sich über die Felder erhebenden Hafenstadt. Je näher sie kamen desto mehr Einzelheiten konnten sie erkennen, westlich und östlich der Stadt konnte man die Küste Fereldens sehen, an welche die Wellen des Wache Meeres brandeten. Dazwischen vor dem Panorama der blauen See lag Amaranthine, von hohen Mauern umgeben zwischen denen noch höhere Türme sich erhoben. Über ihnen flatterten Fahnen und Wimpel im Wind. Diese Stadt strahlte schon von weitem Macht und Wohlstand aus, einen Umstand den sie ironischerweise den Orlaisianern zu verdanken hatte welche sie von einem Fischerdorf zur zeitweiligen Hauptstadt von Ferelden ausgebaut hatten. Seitdem war Amaranthine und das anliegende Arltum immer eine der reichsten Provinzen des Landes gewesen. Und sein Besitzer einer der reichsten Lords des Landes. Wobei die Howes, welche das Artlum nach dem Bürgerkrieg bekamen nicht in der Statd sondern in einer Festung namens Vigils Wacht residierten. Seit ihrem Einsatz im Bürgerkrieg galt diese Familie als Helden und war neben den Couslands und den Mac Tirs einer der wichtigsten Familien des Landes.
    Ein großer Strom von Menschen ging durch die Tore ein und aus wie Artur schon aus der Ferne beobachten konnte. Als wichtigster Umschlagsplatz für Waren in Ferelden war wohl immer ein geschäftiges Treiben an der Tagesordnung, denn auch während Bürgerkriegen oder Verderbnissen wurde gehandelt.
    Nach einiger Zeit stand auch die Gruppe in dem Strom der Menschen welche Einlass in der Stadt suchten. Das Statdttor war massiv und hielt wahrscheinlich einer Belagerung stand. An den Türmen hing neben dem Mabari, dem fereldischen Banner auch der Bär der Howes und des Arltum Amaranthine. Etwas abseitsvor der Stadt erhoben sich auch einige Galgenhügel, welche jedem Reisenden klarmachen sollten das Diebstahl und Verbrechen in dieser reichen Stadt rigoros bestraft wurde. Immerhin kam die Gruppe in der Schlange recht zügig voran, was wohl vor allem daran lag das man einen Ritter nicht ohne Grund im Wege rumstehen sollte. Die Stadtwache musterte die große und buntgemischte Gruppe zwar skeptisch, ließ sie jedoch anders als in Denerim ohne irgendwelche Umstände passieren. Larissa betrachteten sie wohl als eine Art Dienerin und der Rest der Gruppe machte keinen besonders verdächtigen Eindruck. In einer großen Hafestadt die vom Handel lebte war man vermutlich an sonderbare Gruppen aus aller Welt gewöhnt. Zudem warteten hinter der Gruppe noch zahlreiche Händler mit ihren Ochsenkarren, sich gegenseitig beschimpfend und fluchend auf Einlass wartend. Diese wurden ausgiebig kontrolliert, denn immerhin konnte man Zoll für ihre Waren erheben oder ein paar nette Bestechungsgelder abgreifen. Artur führt jedoch nur eine zweite Rüstung mit sich und niemand fragte einen Ritter warum er eine Rüstung mit sich führte. Auf jedenfall niemand der noch alle sieben Sinne beisammenhatte.

    Nachdem die Gruppe geschlossen das Tor passiert hatte, wurde ihnen nahegelegt ihre Pferde in den Stallungen bei der Stadtmauer unterzubringen. Dies war ein zentraler Ort um zu verhindern das zu viel Verkehr innerhalb der Stadt herrschte. Artur und Mordred fügten sich und übergaben die Tiere einem der zahlreichen Burschen die für die Stallungen zuständig waren. Der Knappe würde später mit einem der Burschen das Gepäck nachführen, sobald die Gruppe wo sie die Nacht verbringen würden. Zum Glück hatte sich der Knappe hier auch als nützlich erwiesen, denn er nannte eine Gaststätte in der damals sein Herr bei seiner Ankunft eingekehrt war. Aufgrund seiner kurzen aber einprägsamen Bekanntschaft mit Ser Galahad lag nahe das er sich nicht in einer miesen Unterkunft einquartiert hatte, also machten sich die verbliebenen fünf auf zu der erwähnten Herberge. Diese hatte den Namen " Zur Goldenen Gans" welcher auf die Legende einer angeblich goldfarbenen Gans beruhte die ihrem Besitzer Glück und Wohlstand brachte. Artur war das herzlich egal solange sie ihm ein bequemes Bett und eine gute Küche bot. Von außen machte das gelbe Fachwerkhaus dessen Schild in Form einer Gans geformt war auf jedenfall einen guten Eindruck und so betrat die Gruppe zuversichtlich das Gebäude.

    Auch im inneren war die Gans keine Enttäuschung und war mit hübschen Tischen und Stühlen aus Edelhölzern und sogar einigen roten Sofas an der Seite geschmackvoll eingerichtet. An der Wand hingen Schlachtengemälde welche verschiedene Episoden aus dem Befreiungskrieg zeigten und sonderbarerweise auch ein paar alte Teller welche zwergisch aussahen. Der Grund dafür stand hinter der Theke undputzte gerade einen Krug. Der Wirt war nämlich kein Mensch sondern ein Zwerg mit braunem Bart und gepflegten Haaren der recht edle und bunte Klamotten trug. Artur trat an die Theke heran, wobei er feststellte das hinter der Theke eine hölzerne Zwischenstufe war durch welche der Zwerg seine Gäst angemessen bedienen konnte. Freundlich begrüßte ihn der Wirt.
    "Seid gegrüßt Ser willkommen in der Goldenen Gans der besten Herberge der Stadt. Hier gibt es weiche Betten und hervorragendes Essen. Außerdem führe ich ein paar der edelsten Tropfen aus aller Welt. Wollt ihr hier übernachten Herr ?",fragte er dienbar.
    "Das klingt äußerst verlockend mein Herr. Ich würde tatsächlich fünf eurer guten Zimmer belegen wollen.", antwortete Artur freundlich, welcher beim Betreten des Schankraums den Helm abgenommen hatte. Der Zwerg strahlte über beide Ohren.
    "Ihr werdet es nicht bereuen Ser, beim guten Thogrin schlaft ihr wie auf Federn. Weil ihr nämlich genau das tut.", antwortete und lachte über seine Bemerkung. Dann wies er in Richtung Larissa hin welche mit den anderen in einiger Entfernung zur Theke stand.
    "Wollt ihr für die Elfe auch das gleiche Zimmer wie für eure anderen Begleiter. Ich habe auch Zimmer für Bedienstete die billiger sind."
    "Sie ist keine Bedienstete also gebt ihr ein Zimmer in meiner Preisklasse.", antwortete Artur direkt und bestimmend.
    "Freut mich zu hören, ich habe nur gefragt weil viele Adlige die mit Elfen reisen diese oft billig unterbringen wollen. Mir gefällt eure Sichtweise, Ser.", antwortete der Zwerg mit einem symphatischen Lächeln, wobei sich Artur fragte ob das an der erhöhten Gewinnspanne lag oder an Arturs Umgang mit nichtmenschlichen Rassen.
    "Seid ihr aus Orzammar oder an der Oberfläche geboren ?", fragte Artur interessiert. Der Zwerg gefiel ihm recht gut.
    "Geboren in Orzammar, Händlergilde aber politische Gründe brachten mich an die Oberfläche. Macht nichts hier kann ichmeine Erfahrung einsetzen und die Getränke sind besser. Wart ihr schonmal in Orzammar Ser ?", antwortete der Zwerg leicht verbittert.
    "Nein aber ich bin mit meinen Begleitern auf den Weg dorthin. Wieso fragt ihr ?", antwortete Artur neugierig.
    "Dann gebe ich euch einen kostenlosen Rat. Nehmt euch Getränke mit denn in Orzammar brennt man sie aus Dreck und Pilzen. Was man halt unter der Oberfläche findet. Schauderhaft.", sagte der Zwerg und schüttelte sich effektvoll.
    "Ich werde es mir merken.", antwortete Artur mit einem Grinsen und nahm die Schlüssel entgegen.

    Während Artur sich mit dem Wirt unterhielt, sah sich Morgana in dem Schankraum um. Diese Gaststätte würde wohl wieder besser werden, auf jedenfall deuteten die Möbel daraufhin. Und dann dieser große Teppich der auf dem Boden lag. Ein oder zwei Tage Luxus bevor es wieder auf die Straße ging würden eine nette Abwechslung sein. Sogar ein Spiegel hing an der Wand und Morgana nutzte die Zeit um sich darin zu betrachten. Sie sah gut aus wie gewöhnlich, allerdings fand sie das ein ordentliches Bad ihr nicht schaden würde. Sie beschloß als erstes dieses Badehaus aufzusuchen. Dort konnte sie sich den Staub der Straßen abwaschen bevor sie sich die Stadt anschaute. Sie drehte sich zu Larissa die neben ihr stand und sich ebenfalls interessiert umsah.
    "Wenn wir unsere Sache auf die Zimmer gebracht haben können wir ja dieses Badehaus besuchen von dem geredet worden ist. Es wäre schön sich den Dreck vom Körper zu waschen bevor wir uns die Stadt ansehen. Außerdem war ich noch nie in so einer Einrichtung.", sprach sie gut gelaunt an die Elfe gewandt. Diese zeigte sich interessiert, wahrscheinlich weil sie auch noch nie eines gesehen hatte.

    Schließlich kam Artur zu ihnen zurück und händigte jedem einen Schlüssel aus. Auch der Knappe kam durch die Tür und brachte das Gepäck der Gruppe von den Stallungen. Artur wandte sich zunächst an die Anderen.
    "Gut ich werde gleich zusammen mit dem Knappen das Händler und Bankenviertel aufsuchen um einen Käufer für die Rüstung zu suchen. Ich würde sagen jeder richtet sich erstmal ein und verbringt den Tag so wie er will, wir treffen uns dann gegen Abend wieder hier.", verkündete er seinen Entschluss der vom Rest der Gruppe freudig begrüßt wurde.
    Morgana beschloß ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen wandte sich zuerst aber an Nimue und sprach diese an:
    "Verzeiht Nimue, Larissa und ich wollten wenn wir unsere Sachen weggebracht haben das Badehaus besuchen um uns den Schmutz der Reise vom Körper zu waschen. Wollt ihr uns vielleicht begleiten ?", fragte die Hexe recht gutgelaunt. Auch wenn es ihr vor allem höflich erschien, so war sie auch noch immer gut gelaunt und bereit der Magierin eine entgegenkommende Geste zu zeigen. Immerhin würde diese sie noch eine Weile begleiten und Morgana wollte die Zauberin nicht von vorneherein abschreiben. Unter Umständen konnte ja doch noch etwas nützliches aus dieser Bekanntschaft entstehen. Natürlich nur wenn sich diese Nimue nicht weiter wie eine arrogante Kuh benehmen würde.
    numberten is offline
  11. #51
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    Glandis | Am Flussbaum • Viele W‘s

    [Bild: VR_Gladis_1.png] „Allerdings hilft es uns hier draußen wahrscheinlich nicht weiter. Ich frage mich also, wo der Ring herkommt. Vor ein paar Tagen waren ja einige Leute da, ob einer von denen diesen Ring verloren hat? Oder ob es noch mehr von der Sorte gibt? Oder war es ganz anders und die Schlacht hier war nur so ein Zufall wie der Ring hier im Wasser?“ »Hmmm …«, dachte Glandis. »Die alte Laier. Woher, Warum, Wieso, Weswegen …« zu Ihren Gedanken, dass man noch fünf Fragezeichen dahinter setzen könnte, folgte von Aril:

    „Und die wichtigste Frage von allen: Ist es überhaupt relevant, was ich hier wieder vor mich hinplappere?“ Glandis drehte sich demonstrativ um. So als wenn sie jemanden suchen würde. Es war ihr schon bewusst, dass sie die beiden einzigen menschlichen Lebewesen weit und breit waren. Doch sie hatte keine Lust erneut ihre Lebensauffassung des »Jetzt« zu erklären. Es war ihr egal, woher der Ring kam und was dazu geführt hatte und im Besonderen und so weiter.

    Sie nahm Aril einfach bei der Hand und sagte zu ihr: »Komm, wir gehen uns was trockenes Anziehen, sonst holen wir uns noch was.« Das tat sie dann auch und nahm die sich nicht wehrende Aril einfach mit. Auf dem Weg zu ihrem Lager plapperte sie absichtlich, als wenn es die normalsten Dinge der Welt wären, vor sich hin. Tatsächlich war es blanke Logik einer Waldbewohnerin. Sie war es so gewohnt zu denken und lies ihre Begleiterin einfach daran teilhaben.

    »Ich bin auf etwas Hartes getreten …«, »… es war ein lehmiger, schlammiger Klumpen, den man abreiben musste …«, »… das spricht gegen ein ins Wasserkommen vor wenigen Tagen …«, »… die Form war stabil genug, dass ein starkes Wasser, wie nach einer Schneeschmelze oder einem Gewitterguss im Bach forttreiben könnte …«, »… es war zufällig, dass mein Fuß auf diesen Gegenstand trat …«, »… aufgrund des Zustandes ist von einem langen Gebrauch und hohem Alter auszugehen …«, »vom Zustand her wird ihn niemand vermissen …«, »… es wird niemanden in der Stadt stören, dass einen Dalish so einen einfachen Ring am Finger hat …«

    Wie sie das sagte, waren die beiden in der Mitte ihrer Raststelle angekommen. Glandis streckte nochmals den Ring in Richtung der Sonne. Es konnte als Geste zur Untermalung des letzten Satzes verstanden werden, es konnte aber auch mehr sein.

    Impulsiv drehte sie sich zu Aril und fragte: »Aril, machst du dir zu dem Stilett, welches wir vorhin gefunden haben …«. Sie schob noch ein »… es ist ja eine gut gearbeitete, wertvolle Waffe, sicher aus gutem Hause oder dafür geschaffen …«, »… ja Aril, machst du dir bei dem Stilett auch solche Gedanken nach dem Wozu? Dem Warum? Dem Wieso? Warum ein Geschenk? Oder nimmst du es, weil es einfach gut ist und zu dir passt?«

    VRanger is offline Last edited by VRanger; 06.11.2015 at 17:25. Reason: verlinkt
  12. #52
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    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Die Antwort der Magierin war äußerst kühl und wohl vor allem darauf ausgelegt Artur deutlich zu machen das sie nicht mehr Zeit als nötig in Amaranthine verbringen wollte. Vermutlich hatte sie Sorge auf einmal in den Zirkel zurück gerufen zu werden, wenn die Gruppe zuviel Zeit auf dem Weg nach Orzammar vertrödelte. Artur nahm das stillschweigend zur Kenntnis. Mehr allerdings nicht, denn er würde sich sicherlich nicht von irgendeiner Frau die er erst seit ein paar Tagen kannte vorschreiben lassen wie schnell er zu reisen hatte. Zumal die Zauberin schließlich freiwillig die Gruppe begleitete und jederzeit wieder gehen konnte wenn es ihr nicht passte. Er hatte auch nicht vor ewig in Amaranthine zu bleiben, aber ganz sicher würde er sich nicht hetzen lassen. Immerhin war es eine der größeren Siedlungen in Ferelden und ohne Arbeit Richtung Westen zu reisen wäre eine idiotische Idee. Artur würde seine Geschäfte abwickeln, nach neuer Arbeit Ausschau halten und dann würde es weitergehen.
    Da Nimue ja auch schon in Amaranthine gewesen war würde sie sicherlich die Zeit solange vertreiben können, als Fremdenführerin hatte er sie sowieso nicht mitgenommen.
    Er nickte höflich nachdem die Magierin seine Frage beantwortet hatte und wandte sich dann wieder dem Frühstück zu. Scheinbar hatte die neueste Begleiterin der Gruppe diesen Morgen nicht besonders gute Laune. Ganz im Gegensatz zu Larissa welche gerade wieder dabei war die Speisenvielfalt exzessiv auszureizen. Ihre Tischmanieren waren wie gewohnt nicht erwähnenswert und so war es nicht verwunderlich das sie Artur mit vollem Mund ansprach, was dazu führte das beschleunigte Brotkrumen dabei in seine Richtung flogen.
    "Ich denke was das angeht bestehen gute Chancen das wir in Amaranthine Arbeit finden. Auch wenn es nicht umbedingt eine schöne Tatsache ist, so hat doch die Niederlage bei Ostagar zahlreiche Lücken gerissen. Viele Soldaten sind gefallen, andere kämpfen im Bürgerkrieg, dass alles führt dazu das Banditen, Marodeure und Plünderer durch das Land ziehen. Und da nicht mehr genügend Männer da sind um die Sicherheit zu gewähren, bestehen gute Chancen das man Leute dafür bezahlt sich um solche Probleme zu kümmern.
    Wenn ich meine Geschäfte erledigt habe werde ich mich zum Stadkommandanten begeben, aber es wird wohl nicht schaden wenn ihr euch bei eurem Aufenthalt auch aufmerksam umhört. Arbeit findet sich auf vielen Wegen."
    , antwortete Artur freundlich, was die Frage der Elfe scheinbar ausreichend beantwortete und sie sich wieder ausgiebig dem Frühstück widmete. Den Ritter beschlich den Verdacht das die Dalish mehr aß als ihr pferdische Namensvetterin. Auf jedenfall legte sie ein ähnliches Essverhalten wie das Pferd zu Tage. Der Knappe aß auch recht ordentlich, wenn auch gesitteter wobei er die Elfe leicht verwundert anschaute. Vermutlich wurden gerade seine Lehren der Tischmanieren, die ihm vermutlich eingeprügelt worden waren auf die Probe gestellt oder er fragte sich ob das diese Eleganz der Elfen war von denen man bisweilen hörte.

    Schließlich endete das Frühstück und während der Knappe die Pferde sattelte und das Gepäck verstaute, wurden die kargen Überreste des einst opulenten Mahls vom Tisch geräumt. Ein stummes Zeugnis der Vergänglichkeit allen Seins wenn man poetisch werden wollte, aber nüchtern betrachtet vor allem ein Zeugnis von dem Fassungsvermögen eines elfischen Magens.
    Nachdem die Gruppe ihre Rechnung bezahlt hatte und vom Wirt höflich verabschiedet worden war, eine Tatsache die wohl auch der Tatsache geschuldet war das seine Befürchtungen hinsichtlich Larisssa nicht erfüllt worden war, setzte die Gruppe ihren Marsch auf der Straße fort. Die Straße war weiterhin gut ausgebaut, was wohl auch daran lag das sie das Ziel ihrer Reise am Horizont erkennen konnten und diesesmal war es viel größer als vor ein paar Tagen als sie die Stadt zum ersten Mal aus der Ferne gesehen hatten. Gesättigt und größtenteils guter Laune, näherte sich die Gruppe beständig, das Ziel direkt vor Auge, der befestigten und sich über die Felder erhebenden Hafenstadt. Je näher sie kamen desto mehr Einzelheiten konnten sie erkennen, westlich und östlich der Stadt konnte man die Küste Fereldens sehen, an welche die Wellen des Wache Meeres brandeten. Dazwischen vor dem Panorama der blauen See lag Amaranthine, von hohen Mauern umgeben zwischen denen noch höhere Türme sich erhoben. Über ihnen flatterten Fahnen und Wimpel im Wind. Diese Stadt strahlte schon von weitem Macht und Wohlstand aus, einen Umstand den sie ironischerweise den Orlaisianern zu verdanken hatte welche sie von einem Fischerdorf zur zeitweiligen Hauptstadt von Ferelden ausgebaut hatten. Seitdem war Amaranthine und das anliegende Arltum immer eine der reichsten Provinzen des Landes gewesen. Und sein Besitzer einer der reichsten Lords des Landes. Wobei die Howes, welche das Artlum nach dem Bürgerkrieg bekamen nicht in der Statd sondern in einer Festung namens Vigils Wacht residierten. Seit ihrem Einsatz im Bürgerkrieg galt diese Familie als Helden und war neben den Couslands und den Mac Tirs einer der wichtigsten Familien des Landes.
    Ein großer Strom von Menschen ging durch die Tore ein und aus wie Artur schon aus der Ferne beobachten konnte. Als wichtigster Umschlagsplatz für Waren in Ferelden war wohl immer ein geschäftiges Treiben an der Tagesordnung, denn auch während Bürgerkriegen oder Verderbnissen wurde gehandelt.
    Nach einiger Zeit stand auch die Gruppe in dem Strom der Menschen welche Einlass in der Stadt suchten. Das Statdttor war massiv und hielt wahrscheinlich einer Belagerung stand. An den Türmen hing neben dem Mabari, dem fereldischen Banner auch der Bär der Howes und des Arltum Amaranthine. Etwas abseitsvor der Stadt erhoben sich auch einige Galgenhügel, welche jedem Reisenden klarmachen sollten das Diebstahl und Verbrechen in dieser reichen Stadt rigoros bestraft wurde. Immerhin kam die Gruppe in der Schlange recht zügig voran, was wohl vor allem daran lag das man einen Ritter nicht ohne Grund im Wege rumstehen sollte. Die Stadtwache musterte die große und buntgemischte Gruppe zwar skeptisch, ließ sie jedoch anders als in Denerim ohne irgendwelche Umstände passieren. Larissa betrachteten sie wohl als eine Art Dienerin und der Rest der Gruppe machte keinen besonders verdächtigen Eindruck. In einer großen Hafestadt die vom Handel lebte war man vermutlich an sonderbare Gruppen aus aller Welt gewöhnt. Zudem warteten hinter der Gruppe noch zahlreiche Händler mit ihren Ochsenkarren, sich gegenseitig beschimpfend und fluchend auf Einlass wartend. Diese wurden ausgiebig kontrolliert, denn immerhin konnte man Zoll für ihre Waren erheben oder ein paar nette Bestechungsgelder abgreifen. Artur führt jedoch nur eine zweite Rüstung mit sich und niemand fragte einen Ritter warum er eine Rüstung mit sich führte. Auf jedenfall niemand der noch alle sieben Sinne beisammenhatte.

    Nachdem die Gruppe geschlossen das Tor passiert hatte, wurde ihnen nahegelegt ihre Pferde in den Stallungen bei der Stadtmauer unterzubringen. Dies war ein zentraler Ort um zu verhindern das zu viel Verkehr innerhalb der Stadt herrschte. Artur und Mordred fügten sich und übergaben die Tiere einem der zahlreichen Burschen die für die Stallungen zuständig waren. Der Knappe würde später mit einem der Burschen das Gepäck nachführen, sobald die Gruppe wo sie die Nacht verbringen würden. Zum Glück hatte sich der Knappe hier auch als nützlich erwiesen, denn er nannte eine Gaststätte in der damals sein Herr bei seiner Ankunft eingekehrt war. Aufgrund seiner kurzen aber einprägsamen Bekanntschaft mit Ser Galahad lag nahe das er sich nicht in einer miesen Unterkunft einquartiert hatte, also machten sich die verbliebenen fünf auf zu der erwähnten Herberge. Diese hatte den Namen " Zur Goldenen Gans" welcher auf die Legende einer angeblich goldfarbenen Gans beruhte die ihrem Besitzer Glück und Wohlstand brachte. Artur war das herzlich egal solange sie ihm ein bequemes Bett und eine gute Küche bot. Von außen machte das gelbe Fachwerkhaus dessen Schild in Form einer Gans geformt war auf jedenfall einen guten Eindruck und so betrat die Gruppe zuversichtlich das Gebäude.

    Auch im inneren war die Gans keine Enttäuschung und war mit hübschen Tischen und Stühlen aus Edelhölzern und sogar einigen roten Sofas an der Seite geschmackvoll eingerichtet. An der Wand hingen Schlachtengemälde welche verschiedene Episoden aus dem Befreiungskrieg zeigten und sonderbarerweise auch ein paar alte Teller welche zwergisch aussahen. Der Grund dafür stand hinter der Theke undputzte gerade einen Krug. Der Wirt war nämlich kein Mensch sondern ein Zwerg mit braunem Bart und gepflegten Haaren der recht edle und bunte Klamotten trug. Artur trat an die Theke heran, wobei er feststellte das hinter der Theke eine hölzerne Zwischenstufe war durch welche der Zwerg seine Gäst angemessen bedienen konnte. Freundlich begrüßte ihn der Wirt.
    "Seid gegrüßt Ser willkommen in der Goldenen Gans der besten Herberge der Stadt. Hier gibt es weiche Betten und hervorragendes Essen. Außerdem führe ich ein paar der edelsten Tropfen aus aller Welt. Wollt ihr hier übernachten Herr ?",fragte er dienbar.
    "Das klingt äußerst verlockend mein Herr. Ich würde tatsächlich fünf eurer guten Zimmer belegen wollen.", antwortete Artur freundlich, welcher beim Betreten des Schankraums den Helm abgenommen hatte. Der Zwerg strahlte über beide Ohren.
    "Ihr werdet es nicht bereuen Ser, beim guten Thogrin schlaft ihr wie auf Federn. Weil ihr nämlich genau das tut.", antwortete und lachte über seine Bemerkung. Dann wies er in Richtung Larissa hin welche mit den anderen in einiger Entfernung zur Theke stand.
    "Wollt ihr für die Elfe auch das gleiche Zimmer wie für eure anderen Begleiter. Ich habe auch Zimmer für Bedienstete die billiger sind."
    "Sie ist keine Bedienstete also gebt ihr ein Zimmer in meiner Preisklasse.", antwortete Artur direkt und bestimmend.
    "Freut mich zu hören, ich habe nur gefragt weil viele Adlige die mit Elfen reisen diese oft billig unterbringen wollen. Mir gefällt eure Sichtweise, Ser.", antwortete der Zwerg mit einem symphatischen Lächeln, wobei sich Artur fragte ob das an der erhöhten Gewinnspanne lag oder an Arturs Umgang mit nichtmenschlichen Rassen.
    "Seid ihr aus Orzammar oder an der Oberfläche geboren ?", fragte Artur interessiert. Der Zwerg gefiel ihm recht gut.
    "Geboren in Orzammar, Händlergilde aber politische Gründe brachten mich an die Oberfläche. Macht nichts hier kann ichmeine Erfahrung einsetzen und die Getränke sind besser. Wart ihr schonmal in Orzammar Ser ?", antwortete der Zwerg leicht verbittert.
    "Nein aber ich bin mit meinen Begleitern auf den Weg dorthin. Wieso fragt ihr ?", antwortete Artur neugierig.
    "Dann gebe ich euch einen kostenlosen Rat. Nehmt euch Getränke mit denn in Orzammar brennt man sie aus Dreck und Pilzen. Was man halt unter der Oberfläche findet. Schauderhaft.", sagte der Zwerg und schüttelte sich effektvoll.
    "Ich werde es mir merken.", antwortete Artur mit einem Grinsen und nahm die Schlüssel entgegen.

    Während Artur sich mit dem Wirt unterhielt, sah sich Morgana in dem Schankraum um. Diese Gaststätte würde wohl wieder besser werden, auf jedenfall deuteten die Möbel daraufhin. Und dann dieser große Teppich der auf dem Boden lag. Ein oder zwei Tage Luxus bevor es wieder auf die Straße ging würden eine nette Abwechslung sein. Sogar ein Spiegel hing an der Wand und Morgana nutzte die Zeit um sich darin zu betrachten. Sie sah gut aus wie gewöhnlich, allerdings fand sie das ein ordentliches Bad ihr nicht schaden würde. Sie beschloß als erstes dieses Badehaus aufzusuchen. Dort konnte sie sich den Staub der Straßen abwaschen bevor sie sich die Stadt anschaute. Sie drehte sich zu Larissa die neben ihr stand und sich ebenfalls interessiert umsah.
    "Wenn wir unsere Sache auf die Zimmer gebracht haben können wir ja dieses Badehaus besuchen von dem geredet worden ist. Es wäre schön sich den Dreck vom Körper zu waschen bevor wir uns die Stadt ansehen. Außerdem war ich noch nie in so einer Einrichtung.", sprach sie gut gelaunt an die Elfe gewandt. Diese zeigte sich interessiert, wahrscheinlich weil sie auch noch nie eines gesehen hatte.

    Schließlich kam Artur zu ihnen zurück und händigte jedem einen Schlüssel aus. Auch der Knappe kam durch die Tür und brachte das Gepäck der Gruppe von den Stallungen. Artur wandte sich zunächst an die Anderen.
    "Gut ich werde gleich zusammen mit dem Knappen das Händler und Bankenviertel aufsuchen um einen Käufer für die Rüstung zu suchen. Ich würde sagen jeder richtet sich erstmal ein und verbringt den Tag so wie er will, wir treffen uns dann gegen Abend wieder hier.", verkündete er seinen Entschluss der vom Rest der Gruppe freudig begrüßt wurde.
    Morgana beschloß ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen wandte sich zuerst aber an Nimue und sprach diese an:
    "Verzeiht Nimue, Larissa und ich wollten wenn wir unsere Sachen weggebracht haben das Badehaus besuchen um uns den Schmutz der Reise vom Körper zu waschen. Wollt ihr uns vielleicht begleiten ?", fragte die Hexe recht gutgelaunt. Auch wenn es ihr vor allem höflich erschien, so war sie auch noch immer gut gelaunt und bereit der Magierin eine entgegenkommende Geste zu zeigen. Immerhin würde diese sie noch eine Weile begleiten und Morgana wollte die Zauberin nicht von vorneherein abschreiben. Unter Umständen konnte ja doch noch etwas nützliches aus dieser Bekanntschaft entstehen. Natürlich nur wenn sich diese Nimue nicht weiter wie eine arrogante Kuh benehmen würde.


    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png] & [Bild: nimue_klein.jpg]

    Gut gelaunt pfeifend schritt Mordred durch die Straßen Amaranthines. Wieder ehrlichen Pflasterstein unter den gut besohlten Schuhen zu spüren und dabei gegen die hohen Wände gemauerter Herrenunterkünfte mit bunten Scheiben zu schauen versetzte den hedonistischen Antivaner in ein wahres Hochgefühl. Bei einem der vielen Obststände hatte er einen Apfel gekauft, etwas was Larissa strikt ablehnen würde. Er hatte sie einmal „Ich bezahle nicht für Obst!“ sekundieren hören, als einer der fahrenden Händler sie mit einem Apfel zu locken versucht hatte. „Obst wächst an den Bäumen und die nehmen dafür auch kein Geld!“ Alles in allem war Larissa also eine schlechte Zielgruppe für Händler es sei denn sie führen wertlosen und glitzernden Tand. Nun aber war Larissa mit Morgana und Nimue Richtung Badehaus aufgebrochen und obwohl sich Mordred selbst in dem Badehaus sah, zusammen mit den dreien in einem der heißen Bäder, gab es vorher Dringlicheres zu erledigen. Der Apfel sauste hoch über seinen Kopf, rotierte mehrfach um die eigene Achse und gab sich dann der Schwerkraft hin. Er landete in Mordreds Faust, der das kleine Stück erneut wiederholte während er jedem x-beliebigen Bürger der ihm entgegenkam zulächelte. Zwei Straßenecken weiter erblickte er das verheißungsvolle Schild. In großen, geschnitzten und goldgestrichenen Lettern stand da: „Handelsbank von Amaranthine“. Das schwere schwarze Schild knarrte an dicken Ketten und reckte sich weit hinaus auf die Straße in der Menschen um Menschen wuselten. „Na endlich!“, sagte Mordred gut gelaunt und biss in den Apfel.

    Nimue hätte es zwar vorgezogen allein in das Badehaus zu streifen und sie hätte es auch vorgezogen, wenn die Hexe sie mit „Lady Seren“ und nicht mit ihrem Vornamen angesprochen hätte, doch konnte man ja bekanntlich nicht alles im Leben haben. Also begnügte sie sich damit der Hexe zu folgen, die erpicht darauf schien die Wunder der Architektur zu besichtigen. Das Badehaus hier hatte Nimue noch nie besucht, Badehäuser generell jedoch schon oftmals. Jeder größere Lord der etwas auf sich hielt besaß mindestens eins. Manchmal waren sie in den Keller des Anwesens verbaut, manchmal auch außerhalb. Und da Adlige durchaus freundliche Geschöpfe waren, wenn man ihnen mit einem Fluch oder einem magischen Gegenstand half, kamen ihr derlei Privilegien häufig zu. Jetzt aber waren sie in dieses Badehaus am Rande Fereldens gekommen und es war, zugebenermaßen, nicht das Schlechteste! Weißer Stein, überall Bänke und um die Damen vor den gierigen Blicken der Männer zu schützen und zuweilen auch andersherum, waren die Abteile für Männer und Frauen getrennt. Nach einer kurzen Einweisung hatten die drei Frauen sich jeweils in eine der schlichten Kabinen verzogen vor denen ein dicker Vorhang aus schwerem, feuchtem Tuch hing. Umgezogen und mit einem Handtuch bekleidet schritt Nimue heraus, die langen braunen Haare zu einem lockeren Dutt hochgesteckt. Sie wartete nicht auf die anderen beiden Frauen sondern begab sich gleich Richtung Therme. Ihre Kleidung hatte sie gefaltet in einem der hölzernen Fächer verstaut, dessen rostiges Schloss nicht einmal einen kräftigen Windstoß aufgehalten hätte. Nimues Versiegelungszauber hingegen würde vermutlich sogar einem Rammbock standhalten. Die Magierin betrachtete die Löwenstatuen, dazu die glatten Platten denen allerdings die Wärme einer Fußbodenheizung fehlte und der Dampf der aus den Körben stammte, in denen heiße Steine regelmäßig mit Wasser und duftenden Flüssigkeiten übergossen wurden. Sie hatte die Howes nie gemocht, doch diesmal musste Nimue zugeben, dass der Arl von Amaranthine gute Arbeit geleistet hatte. Die Magierin legte ihr Handtuch ab. Darunter trug sie BH und Höschen aus feinster Seide, knapp aber hinreichend zum Schwimmen. Sie ließ sich in das Becken gleiten und schwamm rasch ein paar Bahnen auf und ab. Die anderen Frauen im Bereich saßen einfach nur herum und das Becken war auch zugegeben kaum geeignet zum wirklichen Schwimmen. Dennoch musste ein wenig umher paddeln einfach sein, wenn man schon die Gelegenheit bekam.

    Larissa wartete noch auf Morgana, ehe sie gemeinsam die Halle betraten. Die Elfe staunte nicht schlecht über die Deko, die Aufmachung des Bades und die Leute staunten nicht schlecht über die Elfe. „Noch eine“, murmelten zwei korpulente Frauen, denen der Schweiß wie dickperliger Regen über die Haut floss. Das lange blonde Haar hatte sie gelöst und nun strömte es einem Wasserfall gleich über ihren Rücken bis zu ihrem Steiß hinab, wenn sie den Kopf in den Nacken legte.
    Wohin zuerst?“, fragte sie Morgana, die wie sie mit einem Handtuch bekleidet war. Das Weiß passte wunderbar zu Morganas schwarzer Haarpracht, ebenso wie es die scheinbar unendlichen Tätowierungen der Elfe akzentuierte, die Arme, Beine, Füße, Hände, Gesicht und Nacken der Elfe bedeckte, von dem verdeckten Rücken und ihrer Vorderseite ganz zu schweigen auf denen sie ebenfalls herrliche Muster und Wirbel bildeten.

    Was soll das heißen, ich bin tot?“, donnerte Mordred. Der hagere Mann mit dem eingefallenen Gesicht, der in eine fallende Robe aus dunkelblauem Stoff gekleidet war und vor dessen Brust ein silbernes Schild baumelte schaute ihn pikiert an. „Lord Mordred Aromaki aus Bastien, Antiva?“, wiederholte er fragend. Mordred bejahte. „Dann seid Ihr offiziell für tot erklärt!“ Mordred schüttelte verständnislos den Kopf. „Aber ich lebe doch!“, sagte er und klopfte beweisend auf seinen wirklich lebendigen Oberkörper. „Aber nicht laut des Dokumentes das uns aus Antiva erreicht hat, Mylord. Mag ja sein, dass Ihr hier steht aber hier…“ er wandte sich ab und kramte in einem Regal an dessen Kopf ein Schild „Antiva“ verkündete. Schließlich zückte er ein jüngst geöffnetes Dokument. „… hier steht Ihr seid in der Schlacht bei Ostagar gefallen. Unterschrieben von Lord Dean Tankred aus Antiva.“
    Mieser Bastard!“, brüllte Mordred so laut, dass die halbe Bank zusammenzuckte. Der Bankier vor ihm warf dem aufgebrachten Antivaner einen maßregelnden Blick über seine lange Nase hinweg zu. Mordred verstand nun, was passiert war. Die Krähen von Antiva sollten damals auch sichergehen, dass Mordred nicht doch noch nach Antiva zurückkehren wurde, damit…
    An wen ist mein Vermögen übergegangen?“, fragte Mordred mit belegter Stimme, obwohl er die Antwort schon zu wissen glaubte. Der Hagere kramte in an den Brief gebundene Unterlagen. „Ähm, Lady Olwen Tankred“, sagte er schließlich. Mordred stöhnte bestätigend auf und erklärte dann voller Abgeschlagenheit: „Meine Verlobte… gartiges Biest. Und ihr Vater, Dean, hat mich also für Tod erklären lassen. Und er hat auch… nicht so wichtig!“ Mordred, plötzlich voller rachsüchtigem Tatendrang wandte sich nun voll an den Bankier. „Nun, ich lebe noch. Gebt mir mein Geld.
    „Ich weiß gar nicht, ob Ihr wirklich Mordred Aromaki seid“, sagte der Lord. Mordred nickte und kramte einen Ring mit dem Siegel seines Vaters hervor. „Kommt Euch dieses Zeichen bekannt vor?“ Der Bankier nahm den Ring in seine spinnenartigen Hände und wandte ihn im Licht einer Kerze. „Natürlich, Mylord. Aber ich kann Euch trotzdem kein Geld geben, auch wenn ich Euch glaube. Ihr müsst einen Brief schreiben, einen offiziellen Brief mit der Unterschrift eines hiesigen Zeugen wie dem Bankdirektor oder einem fereldrischen Arl oder einem Repräsentanten der Krone und einem Zeugen aus Antiva, dass Ihr der echte Mordred Aromaki seid. Auch, wenn ich Euch glaube. Und erst dann kann man dieses Dokument“, er wedelte mit der Erklärung über Mordreds Tod herum: „… für ungültig erklären!“ "Gibt es keine andere Bank, wo ich Geld leihen könnte?" Der Hagere schüttelte den Kopf. "Es gibt nur drei Banken hier in Ferelden, die an Nicht-Bürger Geld leihen. Die Handelsbanken von Amaranthine und Denerim und die Zwergenbank von Gwaren." Mordred knurrte missmutig.
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  13. #53
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    Erwartungsgemäß war Elisa bereits kurz nachdem sie die ersten Sonnenstrahlen an der Nase gekitzelt hatten wach. Eine Weile noch lag sie bewegungslos auf ihrer Ruhestätte und starrte die Decke an, gedankenversunken und neugierig auf das was die gemeinsame Unternehmung wohl so bringen würde. Irgendwann hielt sie es jedoch nicht mehr aus. Sehr bedächtig, um den dunkelhaarigen Morgenmuffel nicht zu wecken, erhob sie sich und schlich auf leisen Sohlen zum Balkon. Nur - da saß schon jemand.
    "Huh!"
    Sie hoffte sehr dass sie ihren Erstaunungslaut noch möglichst leise hatte halten können. Die hellhaarige Elf, völlig versunken in irgendeine Literatur, war ihr zuvor gekommen. Und das augenscheinlich schon seit einer guten Weile. "Da hab ich gestern Abend wohl den Mund zu voll genommen Mae....Maeja.......oh, je suis une ventouse."
    Verlegen musste sie lachen aufgrund ihrer Unfähigkeit ihren Namen richtig auszusprechen. Wobei dieser ja fairerweise auch ein echter Zungenbrecher war. "Seid ihr vielleicht aufgeregt?"
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  14. #54
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    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png] & [Bild: nimue_klein.jpg]

    Gut gelaunt pfeifend schritt Mordred durch die Straßen Amaranthines. Wieder ehrlichen Pflasterstein unter den gut besohlten Schuhen zu spüren und dabei gegen die hohen Wände gemauerter Herrenunterkünfte mit bunten Scheiben zu schauen versetzte den hedonistischen Antivaner in ein wahres Hochgefühl. Bei einem der vielen Obststände hatte er einen Apfel gekauft, etwas was Larissa strikt ablehnen würde. Er hatte sie einmal „Ich bezahle nicht für Obst!“ sekundieren hören, als einer der fahrenden Händler sie mit einem Apfel zu locken versucht hatte. „Obst wächst an den Bäumen und die nehmen dafür auch kein Geld!“ Alles in allem war Larissa also eine schlechte Zielgruppe für Händler es sei denn sie führen wertlosen und glitzernden Tand. Nun aber war Larissa mit Morgana und Nimue Richtung Badehaus aufgebrochen und obwohl sich Mordred selbst in dem Badehaus sah, zusammen mit den dreien in einem der heißen Bäder, gab es vorher Dringlicheres zu erledigen. Der Apfel sauste hoch über seinen Kopf, rotierte mehrfach um die eigene Achse und gab sich dann der Schwerkraft hin. Er landete in Mordreds Faust, der das kleine Stück erneut wiederholte während er jedem x-beliebigen Bürger der ihm entgegenkam zulächelte. Zwei Straßenecken weiter erblickte er das verheißungsvolle Schild. In großen, geschnitzten und goldgestrichenen Lettern stand da: „Handelsbank von Amaranthine“. Das schwere schwarze Schild knarrte an dicken Ketten und reckte sich weit hinaus auf die Straße in der Menschen um Menschen wuselten. „Na endlich!“, sagte Mordred gut gelaunt und biss in den Apfel.

    Nimue hätte es zwar vorgezogen allein in das Badehaus zu streifen und sie hätte es auch vorgezogen, wenn die Hexe sie mit „Lady Seren“ und nicht mit ihrem Vornamen angesprochen hätte, doch konnte man ja bekanntlich nicht alles im Leben haben. Also begnügte sie sich damit der Hexe zu folgen, die erpicht darauf schien die Wunder der Architektur zu besichtigen. Das Badehaus hier hatte Nimue noch nie besucht, Badehäuser generell jedoch schon oftmals. Jeder größere Lord der etwas auf sich hielt besaß mindestens eins. Manchmal waren sie in den Keller des Anwesens verbaut, manchmal auch außerhalb. Und da Adlige durchaus freundliche Geschöpfe waren, wenn man ihnen mit einem Fluch oder einem magischen Gegenstand half, kamen ihr derlei Privilegien häufig zu. Jetzt aber waren sie in dieses Badehaus am Rande Fereldens gekommen und es war, zugebenermaßen, nicht das Schlechteste! Weißer Stein, überall Bänke und um die Damen vor den gierigen Blicken der Männer zu schützen und zuweilen auch andersherum, waren die Abteile für Männer und Frauen getrennt. Nach einer kurzen Einweisung hatten die drei Frauen sich jeweils in eine der schlichten Kabinen verzogen vor denen ein dicker Vorhang aus schwerem, feuchtem Tuch hing. Umgezogen und mit einem Handtuch bekleidet schritt Nimue heraus, die langen braunen Haare zu einem lockeren Dutt hochgesteckt. Sie wartete nicht auf die anderen beiden Frauen sondern begab sich gleich Richtung Therme. Ihre Kleidung hatte sie gefaltet in einem der hölzernen Fächer verstaut, dessen rostiges Schloss nicht einmal einen kräftigen Windstoß aufgehalten hätte. Nimues Versiegelungszauber hingegen würde vermutlich sogar einem Rammbock standhalten. Die Magierin betrachtete die Löwenstatuen, dazu die glatten Platten denen allerdings die Wärme einer Fußbodenheizung fehlte und der Dampf der aus den Körben stammte, in denen heiße Steine regelmäßig mit Wasser und duftenden Flüssigkeiten übergossen wurden. Sie hatte die Howes nie gemocht, doch diesmal musste Nimue zugeben, dass der Arl von Amaranthine gute Arbeit geleistet hatte. Die Magierin legte ihr Handtuch ab. Darunter trug sie BH und Höschen aus feinster Seide, knapp aber hinreichend zum Schwimmen. Sie ließ sich in das Becken gleiten und schwamm rasch ein paar Bahnen auf und ab. Die anderen Frauen im Bereich saßen einfach nur herum und das Becken war auch zugegeben kaum geeignet zum wirklichen Schwimmen. Dennoch musste ein wenig umher paddeln einfach sein, wenn man schon die Gelegenheit bekam.

    Larissa wartete noch auf Morgana, ehe sie gemeinsam die Halle betraten. Die Elfe staunte nicht schlecht über die Deko, die Aufmachung des Bades und die Leute staunten nicht schlecht über die Elfe. „Noch eine“, murmelten zwei korpulente Frauen, denen der Schweiß wie dickperliger Regen über die Haut floss. Das lange blonde Haar hatte sie gelöst und nun strömte es einem Wasserfall gleich über ihren Rücken bis zu ihrem Steiß hinab, wenn sie den Kopf in den Nacken legte.
    Wohin zuerst?“, fragte sie Morgana, die wie sie mit einem Handtuch bekleidet war. Das Weiß passte wunderbar zu Morganas schwarzer Haarpracht, ebenso wie es die scheinbar unendlichen Tätowierungen der Elfe akzentuierte, die Arme, Beine, Füße, Hände, Gesicht und Nacken der Elfe bedeckte, von dem verdeckten Rücken und ihrer Vorderseite ganz zu schweigen auf denen sie ebenfalls herrliche Muster und Wirbel bildeten.

    Was soll das heißen, ich bin tot?“, donnerte Mordred. Der hagere Mann mit dem eingefallenen Gesicht, der in eine fallende Robe aus dunkelblauem Stoff gekleidet war und vor dessen Brust ein silbernes Schild baumelte schaute ihn pikiert an. „Lord Mordred Aromaki aus Bastien, Antiva?“, wiederholte er fragend. Mordred bejahte. „Dann seid Ihr offiziell für tot erklärt!“ Mordred schüttelte verständnislos den Kopf. „Aber ich lebe doch!“, sagte er und klopfte beweisend auf seinen wirklich lebendigen Oberkörper. „Aber nicht laut des Dokumentes das uns aus Antiva erreicht hat, Mylord. Mag ja sein, dass Ihr hier steht aber hier…“ er wandte sich ab und kramte in einem Regal an dessen Kopf ein Schild „Antiva“ verkündete. Schließlich zückte er ein jüngst geöffnetes Dokument. „… hier steht Ihr seid in der Schlacht bei Ostagar gefallen. Unterschrieben von Lord Dean Tankred aus Antiva.“
    Mieser Bastard!“, brüllte Mordred so laut, dass die halbe Bank zusammenzuckte. Der Bankier vor ihm warf dem aufgebrachten Antivaner einen maßregelnden Blick über seine lange Nase hinweg zu. Mordred verstand nun, was passiert war. Die Krähen von Antiva sollten damals auch sichergehen, dass Mordred nicht doch noch nach Antiva zurückkehren wurde, damit…
    An wen ist mein Vermögen übergegangen?“, fragte Mordred mit belegter Stimme, obwohl er die Antwort schon zu wissen glaubte. Der Hagere kramte in an den Brief gebundene Unterlagen. „Ähm, Lady Olwen Tankred“, sagte er schließlich. Mordred stöhnte bestätigend auf und erklärte dann voller Abgeschlagenheit: „Meine Verlobte… gartiges Biest. Und ihr Vater, Dean, hat mich also für Tod erklären lassen. Und er hat auch… nicht so wichtig!“ Mordred, plötzlich voller rachsüchtigem Tatendrang wandte sich nun voll an den Bankier. „Nun, ich lebe noch. Gebt mir mein Geld.
    „Ich weiß gar nicht, ob Ihr wirklich Mordred Aromaki seid“, sagte der Lord. Mordred nickte und kramte einen Ring mit dem Siegel seines Vaters hervor. „Kommt Euch dieses Zeichen bekannt vor?“ Der Bankier nahm den Ring in seine spinnenartigen Hände und wandte ihn im Licht einer Kerze. „Natürlich, Mylord. Aber ich kann Euch trotzdem kein Geld geben, auch wenn ich Euch glaube. Ihr müsst einen Brief schreiben, einen offiziellen Brief mit der Unterschrift eines hiesigen Zeugen wie dem Bankdirektor oder einem fereldrischen Arl oder einem Repräsentanten der Krone und einem Zeugen aus Antiva, dass Ihr der echte Mordred Aromaki seid. Auch, wenn ich Euch glaube. Und erst dann kann man dieses Dokument“, er wedelte mit der Erklärung über Mordreds Tod herum: „… für ungültig erklären!“ "Gibt es keine andere Bank, wo ich Geld leihen könnte?" Der Hagere schüttelte den Kopf. "Es gibt nur drei Banken hier in Ferelden, die an Nicht-Bürger Geld leihen. Die Handelsbanken von Amaranthine und Denerim und die Zwergenbank von Gwaren." Mordred knurrte missmutig.
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    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Das Badehaus war recht eindrucksvoll und seine weißen Steinbauten strahlten Würde aus und vor allem Reinheit. Vor allem letzteres erschien ihr bei einer sanitären Einrichtung nicht verkehrt. Auch innen war es aus weißem Stein, sehr schlicht gehalten nur mit ein paar weißen Löwenstatuen geschmückt. Morgana hatte sich um ihren nackten Körper ein Handtuch gewickelt und dann mit Larissa das Herzstück der Anlage betreten. Nimue war schon ohne sie losgegangen, vermutlich um nicht durch die Anwesenheit der beiden gestört zu werden. Neben den drei Damen waren noch andere Frauen anwesend, vermutlich Bürgerinnen der Stadt die den Luxus eines stadteigenen Badehauses nutzten. Sich den Gestank des Tages abwaschen und sich entspannen, das war vermutlich eine willkommene Abwechslung zu der lauten Stadt, wo der Unrat des Tages immer noch aus dem Fenster gekippt wurde. Da das Bad Geschlechter getrennt war konnten sich die Damen ungestört entspannen, auch wenn sich Morgana nicht sicher war ob sie diesen Umstand gut oder schlecht fand. Andererseits hatte sie auch nich soviel Lust von einem verwachsenen Einwohner der Stadt begafft zu werden, also war es vermutlich ganz gut so wie es war. Larissa hatte ihren Zopf gelöst und jetzt fiel ihr langes dichtes Haar wie ein goldener Strom die Schultern hinab und bedeckte ihren Rücken. Morgana gefiel der Anblick und auch den anderen Badegästen schien die Elfe aufzufallen. Wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Elfen waren hier vermutlich nicht häufig zu sehen. Larissa fragte die Hexe wohin sie zuerst gehen sollten. Morgana war sich nicht sicher, einerseits hatte sie große Lust zuerst ins Dampfbad zu gehen, aber andererseits wollte sie sich auch erstmal erfrischen und den Dreck loswerden.
    "Ich denke wir springen kurz ins Wasser und danach probieren wir dieses Dampfbad aus.", antwortete sie und ging mit der Elfe zu dem Becken. Dieses war leer außer der Zauberin welche ihre Bahnen zog. Sie sah hübsch aus wie Morgana zu gestehen musste und ihr Schwimmstil war hervorragend. Vermutlich kam sie aus einer Gegend wo man früh lernte zu schwimmen, denn Morgana vermutete das dies nicht das Hauptaugenmerk der Ausbildung für Zirkelmagier war. Bis auf ein wenig Seidenunterwäsche war sie nackt. Morgana wusste nicht ob sie Probleme damit hatte sich vor anderen Frauen nackt zu zeigen, oder einfach nur mit ihrer für normale Verhältnisse hochwertigeren Unterwäsche protzen wollte. Vom Charakter her würde beides zu ihr passen. Morgana war das ziemlich egal, sie löste ihr Handtuch und ließ es von ihrem Körper gleiten. Vorsichtig ließ sie ihren nackten Körper ins Wasser gleiten und tauchte erstmal unter. Das Becken war nicht besonders tief, allerdings tief genug das eine Nichtschwimmerin darin ertrinken konnte. Vemutlich saßen deswegen die meisten Stadtbewohnerinnen lieber am Rand des Beckens. Besonders groß war es sowieso nicht und da schon Nimue darin schwamm nutzte Morgana das Becken auch nur um sich zu erfrischen und den Staub der Straße von ihrem Körper zu waschen. Auch Larissa gesellte sich kurz darauf zu ihr und schien die Berührung des kalten Wassers zu genießen. Nimue schien fürs erste damit beschäftigt zu sei ihre Bahnen abzuarbeiten und schwamm weiter durch das Becken. Nachdem sich die beiden ausreichend gewaschen hatten kletterten sie wieder aus dem Becken. Es war schließlich eh nicht groß genug dafür das drei Frauen darin schwimmen konnten. Beide trockneten sich ab und wickelten sich wieder in ihre Handtücher und begaben sich dann in das Dampfbad.

    Dort wurden sie von heißem Dampf willkommen geheißen, der sich sofort um ihre Körper legte. Der Dampf kitzelte angenehm in Morganas Nase und war scheinbar mit Minze versetzt was ihm einen angenehmen Duft gab. Außerdem prickelten die Wassertropfen wenn der Dampf an der Oberfläche ihrer Haut kondensierte. Die Hitze empfand sie als angenehm und sie atmete tief ein und wieder aus um ihre Atemwege frei zu bekommen. Zusammen mit Larissa leiß sie sich auf eine der Steinbänke nieder und lehnte sich an den heißen weißen Stein. Sie spürte ein leichtes Kitzeln immer wenn einer der Tropfen langsam an den Rundungen ihres Körpers hinablief und auf dem Boden tropfte. Morgana breitete ihre Arme auf der steinernen Lehne aus und legte ihren Kopf in den Nacken. Der Dampf entspannte ihre durch die tagelangen Wanderungen beanspruchten Muskeln und reinigte ihre Poren.
    "Aah das ist eine nette Abwechslung zu unserer täglichen Rennerei. Einfach sitzen und den Geist frei schweben lassen, während der Körper entspannt. Wie gefällt dir das Badehaus Larissa ?", fragte sie an ihre elfische Freundin gewandt die dicht neben ihr saß und deren Körper ebenfalls sanft vom Dampf umschmeichelt wurde.

    *
    Artur begab sich mit dem Knappen auf den Marktplatz von Amaranthine wo ein reges Treiben herrschte. Allerdings war keiner dieser Stände sein Ziel, denn um diese Rüstung zu verkaufen brauchte er einen der größeren Händler vor Ort und diese hatten einen festen Sitz und keinen einfachen Stand. Der Knappe führte die Ausrüstung seines toten Herren auf einem Maultier mit sich, welches sie nach Absprache mit der Stadtwache mit zum Markt nehmen durften. Schließlich fand Artur etwas was vielversprechend aussah. In einem großen Fachwerkhaus stand auf einem Schild "Handelshaus Leopold- Händler des Wachen Meeres". Das innere des Hauses war äußerst luxuriös eingerichtet und zeigte deutlich das der Handel auf dem Wache Meer anscheinend äußerst lukrativ war. Alte Statuen, Möbel aus Teakholz und Mahagoni und im Hintergund eine detaillierte Karte die das Wache Meer und seine Anrainerstaaten zeigte. Hinter einer Theke stand ein hochgewachsener aber spindeldürrer Mann, welcher eine Halbglatze hatte und Artur neugierig musterte. Auf seiner Adlernase trug er einen gläsernen Zwicker, während seine Kotletten ebenso wie sein verbliebenes Haupthaar im ehrwürdigen Weiß erstrahlten. Er trug ein feines Wams aus rotem Stoff und dazu eine Kette aus massivem Gold.
    "Willkommen werter Ser in meinem bescheidenen Geschäft. Was kann Meister Leopold für so einen hochwohlgeborenen Kunden tun ?", begrüßt er den Ritter in einem anbiedernden Tonfall. Artur hatte nicht viel übrig für solch hohles Geschwafel.
    "Geschäfte. Ich möchte etwas verkaufen und euer Geschäft sah vielversprechend aus. Albrecht, die Rüstung.", antwortete er nüchtern und ließ den Knappen nach und nach die Rüstung auf die Theke legen. Der Händler sah sich das edle Stück mit leuchenden Augen an.
    "Was ist das eine Rüstung aus Silberit-Weißstahl im tadellosen Zustand. Und wie das Siegel zeigt noch von dem berühmten Meister Korlack aus Starkhaven. Diese Dinger sind sehr viel Wert, Ser. Allerdings kenne ich diese Rüstung. Ich nehme an das Ser Galahad nicht mehr unter den Lebenden weilt ?", fragte er neugierig. Dabei musterte er den Ritter skeptisch.
    "Ihr habt Recht. Er forderte mich zum Duell und unterlag. Nach dem gültigen recht geht sie damit in meinen Besitz über. Aber ich brauche sie nicht, wie ich vielleicht feststellt. Deswegen will ich sie verkaufen.", sagte Artur sachlich.
    "Ja ja der goldene Souvereign ist auch viel leichter zu transportieren. Allerdings ist das bei so Maßarbeiten schwer. Ich könnte sie euch abkaufen ,aber dann könnte ich euch nur einen Bruchteil ihres Wertes zahlen. Ohne Gewissheit eines Käufers ist das Risiko zu groß. Oder ihr gebt mir den Auftrag einen Käufer dafür zu suchen und ich verdiene durch eine Provision vom Verkaufspreis."
    "Wie viel verlangt ihr als Provision ?", fragte Artur misstrauisch. Er wusste das ihm die Antwort nicht gefallen würde.
    "Ich verlange 10 Prozent, dafür garantiere ich euch das ich den besten Käufer finde. Eigennutz ist ein starker Antrieb."
    "10 Prozent dafür das ihr das Ding nur in euere Auslage legt und abwartet ? Das erscheint mir äußerst abgeschmackt."
    "Unter 10 Prozent gehe ich nicht Ser. Und ich lege das Ding nicht in meine Auslage sondern erstelle Anzeigen die in ganz Thedas verbreitet werden. Ich bin sehr gut vernetzt Ser und habe viele Schiffe die für mich fahren.", antworte der Händler selbstbewusst.
    "In Ordnung, ich nehme an. Dafür müsst ihr mir aber den Gefallen tun und eine Überfahrt nach Starkhaven für den Knappen des Ritters organisieren. Albrecht von Steinfurt. Er muss der Familie von dem Tod seines Herren berichten.", schacherte Artur geschickt.
    "Na gut Ser. Ich kümmere mich darum das der Junge eine Überfahrt bekommt. Lasst ihn hier dann werde ich tun was ich machen kann. Als erstes stelle ich euch jedoch noch einen Wechsel aus. Wie ist euer Name Ser ?", sagte der Händler geschäftstüchtig.
    "Ser Artur van Markham.", antwortete Artur selbstbewusst und nickte dem Jungen zu. Dieser schien noch nachzudenken ob es ihm gefiel bei dem Händler bleiben zu sollen und alleine nach Starkhaven zu fahren. Aber wer ein Ritter werden wollte musste das ertragen.
    "In Ordnung Ser, unterschreibt hier und hier und dann noch hier. Und das ist eure Version bewahrt ihn gut auf und das nächste Mal wenn ihr nach Amaranthine kommt schaut bei mir vorbei, dann habe ich vielleicht schon euer Geld. Benötigt ihr sonst noch was ?"
    "Nun ja ich hätte noch seine restliche Ausrüstung und sein Pferd.", merkte Artur an. Wenn er schon mal dabei war.
    "Dann lasst mal sehen Ser. Dann lasst mal sehen.", antwortete der Händler und rieb sich erwartungsvoll die Hände.


    [Bild: Mealla_portrait.jpg]

    Mealla hatte beschloßen den Tag für allerlei Kurzweil zu nutzen. Das Bad gestern war entspannend gewesen und sie würde es vielleicht heute Abend noch einmal besuchen, aber jetzt stand ihr der Sinn nach anderem. Den ganzen Vormittag hatte sie damit verbracht sich die angeblichen Orte anzusehen wo Andraste gepredigt haben sollte und den Aufmarschplatz von Maferaths Truppen. In Anbetracht der Tatsache das dies zu der Zeit nur ein gammeliges Fischerdorf gewesen war und die Armee stark genug gewesen war Tevinter in die Knie zu zwingen war vermutlich das ganze Stadtgebiet der Aufmarschplatz gewesen. Auch die Kirche hatte sie besucht, war aber wenig beeindruckt gewesen. Im Vergleich zu der Kathedrale in Val Royeaux war jede Kirche des Südens armseelig und die Gebäude der imperialen Kirche war sowieso schwer zu vergleichen. Teilweise waren das umfunktionierte Tempel der alten Götter. Außerdem wurden in den Predigten und während den Messen Magie gewirkt, frei nach der Aussage das Magie dem Menschen dienen sollte. Eine wirksame Methode die tevinteranische Auslegung des Gesangs zu untermauern und zugleich der Bewohner die Macht des Magisteriums zu beweisen. Hier im Süden stand nur irgendeine Frau vorne und predigte was vom Unterhaltungswert doch geringer war. Andererseits war diese Schlichtheit hier unten doch eine nette Abwechslung.

    Nach dem Gebet in der Kirche hatte sich Mealla dann zu einem Haus etwas außerhalb aufgemacht,dort wo die Innehöfe etwas größer und die Häuser weniger schick waren. Hier trafen sich die einfachen Leute zur Zerstreuung vom tristen Alltag. Ein schöner Ort um sich abzulenken und auch recht gut um Informationen zu sammeln. Im Hinterhof einer kleinen Eckkneipe fanden regelmäßig Hahnenkämpfe statt. Keine besonders große Überraschung fanden doch in jedem Land in dem sie gewesen war Hahnenkämpfe statt. In Tevinter fanden sogar in Arenen Kämpfe zwischen Menschen statt auch wenn das immer wieder von der Kirche angeprangert wurde. Manche Hähne wurden speziell für solche Kämpfe gezüchtet und vor allem in Antiva und Rivain war man bekannt dafür hervorragende Exemplare zu züchten. In Orlais gab es in einigen Ortschaften sogar richtige Hahnenkampfarenen. Die meisten Leute kamen natürlich neben dem Vergnügen dem Federvieh beim Kämpfen zuzuschauen hauptsächlich um Wetten zu platzieren. Mealla tat das eigentlich auch immer wenn sie mal dort war. Sie hatte ein gutes Gespür für agressives Geflügel.
    "Auf der linken Seite haben wir Gundak den den gerissenen Gockel. Und auf der rechten Seite Heribert den Halsabschneider. Platzieren sie ihre Wetten meine Damen und Herren.", preiste der Veranstalter ein Mann mittlerer Statur mit einem eindrucksvollen Schnurrbart. Mealla musterte beide Hähne und entschied sich für Heribert einen Vogel mit schwarzem Gefieder und einem kämpferischen Ausdruck in seinen Augen. Sie wettete einen ganzen Souvereign auf den Vogel was von dem Veranstalter und gleichzeitig Buchmacher mit einem fetten Grinsen quittiert wurde. Nachdem alle Wetten platziert wurden, ließ man beide Vögel los. Diese taten das was alle Hähne naturgemäß taten wenn sie auf engen Raum aufeinandertrafen und griffen sich gegenseitig an. Beide hatten Sporen aus Metall an ihren Füßen, welche dafür sorgen würden das der Verlierer später im Kochtopf landete. Beide belauerten sich gegenseitig dann flatterte Heribert nach oben und traf seinen Gegner mit einem Angriff von oben. Lautes Gegacker schoß durch den Raum und Federn flogen. Schließlich traf der schwarze Hahn seinen Gegner tödlich und beendete so den Kampf. Mealla war zufrieden.
    "Ich wette der schmeckt sogar nach Verlierer.", rief sie höhnisch dem enttäuschten Besitzer des unterlegenen Hahns zu. Dann machte sie sich daran ihren Einsatz zu kassieren. Die Quote war nicht berauschend gewesen, aber Kleinvieh machte ja auch Mist.
    Nach dem Kampf begann das Gerede über den Kampf gespickt mit lokalen gerüchten und Ereignissen. Mealla sperrte die spitzen Ohren auf, denn vielleicht gab es etwas über ihren aktuellen Auftrag zu hören. Bisher hatte sich noch niemand gemeldet der auch Interesse an dem Auftrag hatte, aber leider wusste sie auch noch immer nicht mit wie vielen Banditen sie es zu tun bekommen würde.
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    [Bild: Maeyaalinh_avatar.jpg]Ihre beiden Gefährtinnen schliefen schon lange als die Elfe immer noch auf der Brüstung des kleinen Balkons saß und den Nachthimmel beobachtete. Strahlend hell und unerreichbar prangten die Sterne am Firmament, die gleichen Sterne die schon seit Jahrtausenden auf die Welt herabschienen und es noch bis ans Ende der Zeit tun würden. Maeya'alinh seufzte leise. Die Sterne zu denen sie aufsah hatten schon den Fall Arlathans gesehen und sie würden Zeuge werden, wenn es sich eines fernen Tages wieder erhob. Eines fernen Tages.
    Unhörbar wie eine Katze stieg sie vom Geländer herab und huschte ins Zimmer. Ihre beiden hochgewachsenen Begleiterinnen schlummerten friedlich in dem großen Bett und während sich die Elfe auf ihr eigenes Nachtlager setzte und ihre Stiefel auszog lauschte sie dem leisen Atmen der jungen Frauen. Sie war gespannt was die drei im Schlickmoorwald vorfinden würden und welchen Eindruck der Forst auf die beiden Menschen machen würde. Maeya'alinh hatte dessen Alter und Seele schon aus der Entfernug spüren können und es war nicht immer einfach vorherzusagen, wie die Bäume auf Eindringlinge reagieren würden.
    Als die Elfe sich hinlegte schob sie alle Überlegungen aus ihrem Geist. Für dererlei Fragen war morgen noch genug Zeit. Das Vergangene war vergangen, das Künftige würde kommen. Nichts störte sie in ihrem Schlaf.

    Der erste Sonnenstrahl, der über den Horizont hinwegsprang und in das Zimmer der drei Gefährtinnen schien öffnete Maeya'alinhs Augen, die erfrischt ein paar Mal blinzelten bevor sich die Elfe erhob. Sie streckte sich und fühlte ein wundervolles Gefühl in sich langsam abebben, so als würde sie Vollkommenheit ausatmen und nur langsam zurück in die marterielle Welt kommen. Sie hatte einen smaragdgrünen Traum geträumt und war durch Gefilde des Nichts gestreift, die so reich und wundervoll waren, dass sie den Namen der jenseitigen Welt Lügen straften. Wie so oft hatte sie gesehen was war, was ist und was vielleicht sein wird, doch gab sie schon lange nichts mehr auf die Traumbilder ihrer nächtlichen Reisen. Was zählte waren die Geschnisse und Taten dieser, der stofflichen Welt, ob ihr das nun gefiel oder nicht.
    Leise zog sie sich an und packte ihre wenigen Sachen für das bevorstehende Abenteuer. Auf Samtpfoten schlich sie dann an dem Bett vorbei, in dem Gisele und Elisa nach wie vor selig schliefen. Die Elfe grinste. So viel zur echten Frühaufsteherin.
    Sie ging wieder raus auf den Balkon und setzte sich auf die Brüstung, wo sie anfing in ihrem Buch zu blättern. Die Linien waren nach wie vor stabil und was für den unwissenden Beobachter wie ein sinnloses Gewirr von dünnen Strichen aussah, bestärkte die Elfe in ihrem Entschluss, zum Zirkel zu reisen und Almoris Frau aufzusuchen. Sie hatte noch alle Zeit der Welt und vielleicht sogar die der nächsten.
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    Quote Originally Posted by Sonmoon View Post
    [Bild: onearmedava.jpg]
    Erwartungsgemäß war Elisa bereits kurz nachdem sie die ersten Sonnenstrahlen an der Nase gekitzelt hatten wach. Eine Weile noch lag sie bewegungslos auf ihrer Ruhestätte und starrte die Decke an, gedankenversunken und neugierig auf das was die gemeinsame Unternehmung wohl so bringen würde. Irgendwann hielt sie es jedoch nicht mehr aus. Sehr bedächtig, um den dunkelhaarigen Morgenmuffel nicht zu wecken, erhob sie sich und schlich auf leisen Sohlen zum Balkon. Nur - da saß schon jemand.
    "Huh!"
    Sie hoffte sehr dass sie ihren Erstaunungslaut noch möglichst leise hatte halten können. Die hellhaarige Elf, völlig versunken in irgendeine Literatur, war ihr zuvor gekommen. Und das augenscheinlich schon seit einer guten Weile. "Da hab ich gestern Abend wohl den Mund zu voll genommen Mae....Maeja.......oh, je suis une ventouse."
    Verlegen musste sie lachen aufgrund ihrer Unfähigkeit ihren Namen richtig auszusprechen. Wobei dieser ja fairerweise auch ein echter Zungenbrecher war. "Seid ihr vielleicht aufgeregt?"


    [Bild: Mini3.jpg]

    Als Gisele am nächsten Morgen aufwachte stellte sie zufrieden fest, dass sie die Letzte war und die anderen beiden Damen sich auf dem Balkon aufhielten. Ihre Rücksichtnahme war vorbildlich gewesen und hatte der Schwertkämpferin ihren Schlaf gelassen. Langsam erhob sie sich, steckte die Brust raus und ließ so kaum vernehmlich den Rücken knacken als sie die Wirbelsäule spannte. Sie richtete sich auf und schlich mit einem kleinen Beutel in der Hand ins Bad, welches außerhalb ihres Zimmers links im Flur lag. Es war ein geräumiges Zimmer mit vielen Eimern voller Wasser, Tüchern und Seifen. Gisele putze sich die Zähne mit reinigenden Salzen und einer weichen Bürste, wie man sie in Antiva verwendete. Dann zog sie ein Rasiermesser und begann damit über ihre eingeweichten Beine zu schaben und auch anderswo, wo sie Haare einfach nicht leiden mochte. Die ganze Prozession dauerte eine Weile und als sie schließlich wieder in das Zimmer zurückhuschte fand sie ihre Gefährtinnen dort stehend vor.
    Uh, Versei´ung!“, sagte sie und huschte, nur mit einem Hemd bekleidet an den Frauen vorbei. „Isch zie´e misch nur kurz an, dann könnén wir frü´stückén.“
    Gisele schlüpfte in ihre Hose, schlang den Gürtel um die Taille und wechselte ihr Hemd gegen ein Neues das jedoch nicht minder geknittert war. Sie würde später ohnehin ihre Rüstung tragen, daher war es vorerst egal. Dann warf sie sich ihre Schwerter über den Rücken und sagte an die Damen gewandt: „Wollén wir?

    Das Frühstück war von borinscher Qualität, der anscheinend noch besserer Laune war als schon gestern Abend. Gisele wollte sich den Grund dafür lieber nicht vorstellen. Stattdessen tat sie sich lieber an der Ziegenmilch gütig, ebenso an dem Stockfisch, den vielen kleinen süßen Äpfeln und den mit Honig bestrichenen Weißbrotfladen.
    Seid i´r sischer, dass I´r mir folgen wollt?“, fragte sie nachdem sie ein Stück Brot heruntergeschluckt hatte. Der Honig auf dem Rest des sich noch in ihrer Hand befindlichen Stückes zog lange Fäden und kleckste sorglos auf die hölzerne Tischoberfläche.
    Pardon!“, gab Gisele von sich und leckte den Brotrand ab, um nicht noch mehr des Bienenerzeugnisses zu verlieren. „Zuerst müss isch aber etwas me´r wissen, von die Bürger ´ier. Es wäré unklug sofort loszuzie´en.
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    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Das Badehaus war recht eindrucksvoll und seine weißen Steinbauten strahlten Würde aus und vor allem Reinheit. Vor allem letzteres erschien ihr bei einer sanitären Einrichtung nicht verkehrt. Auch innen war es aus weißem Stein, sehr schlicht gehalten nur mit ein paar weißen Löwenstatuen geschmückt. Morgana hatte sich um ihren nackten Körper ein Handtuch gewickelt und dann mit Larissa das Herzstück der Anlage betreten. Nimue war schon ohne sie losgegangen, vermutlich um nicht durch die Anwesenheit der beiden gestört zu werden. Neben den drei Damen waren noch andere Frauen anwesend, vermutlich Bürgerinnen der Stadt die den Luxus eines stadteigenen Badehauses nutzten. Sich den Gestank des Tages abwaschen und sich entspannen, das war vermutlich eine willkommene Abwechslung zu der lauten Stadt, wo der Unrat des Tages immer noch aus dem Fenster gekippt wurde. Da das Bad Geschlechter getrennt war konnten sich die Damen ungestört entspannen, auch wenn sich Morgana nicht sicher war ob sie diesen Umstand gut oder schlecht fand. Andererseits hatte sie auch nich soviel Lust von einem verwachsenen Einwohner der Stadt begafft zu werden, also war es vermutlich ganz gut so wie es war. Larissa hatte ihren Zopf gelöst und jetzt fiel ihr langes dichtes Haar wie ein goldener Strom die Schultern hinab und bedeckte ihren Rücken. Morgana gefiel der Anblick und auch den anderen Badegästen schien die Elfe aufzufallen. Wenn auch vermutlich aus anderen Gründen. Elfen waren hier vermutlich nicht häufig zu sehen. Larissa fragte die Hexe wohin sie zuerst gehen sollten. Morgana war sich nicht sicher, einerseits hatte sie große Lust zuerst ins Dampfbad zu gehen, aber andererseits wollte sie sich auch erstmal erfrischen und den Dreck loswerden.
    "Ich denke wir springen kurz ins Wasser und danach probieren wir dieses Dampfbad aus.", antwortete sie und ging mit der Elfe zu dem Becken. Dieses war leer außer der Zauberin welche ihre Bahnen zog. Sie sah hübsch aus wie Morgana zu gestehen musste und ihr Schwimmstil war hervorragend. Vermutlich kam sie aus einer Gegend wo man früh lernte zu schwimmen, denn Morgana vermutete das dies nicht das Hauptaugenmerk der Ausbildung für Zirkelmagier war. Bis auf ein wenig Seidenunterwäsche war sie nackt. Morgana wusste nicht ob sie Probleme damit hatte sich vor anderen Frauen nackt zu zeigen, oder einfach nur mit ihrer für normale Verhältnisse hochwertigeren Unterwäsche protzen wollte. Vom Charakter her würde beides zu ihr passen. Morgana war das ziemlich egal, sie löste ihr Handtuch und ließ es von ihrem Körper gleiten. Vorsichtig ließ sie ihren nackten Körper ins Wasser gleiten und tauchte erstmal unter. Das Becken war nicht besonders tief, allerdings tief genug das eine Nichtschwimmerin darin ertrinken konnte. Vemutlich saßen deswegen die meisten Stadtbewohnerinnen lieber am Rand des Beckens. Besonders groß war es sowieso nicht und da schon Nimue darin schwamm nutzte Morgana das Becken auch nur um sich zu erfrischen und den Staub der Straße von ihrem Körper zu waschen. Auch Larissa gesellte sich kurz darauf zu ihr und schien die Berührung des kalten Wassers zu genießen. Nimue schien fürs erste damit beschäftigt zu sei ihre Bahnen abzuarbeiten und schwamm weiter durch das Becken. Nachdem sich die beiden ausreichend gewaschen hatten kletterten sie wieder aus dem Becken. Es war schließlich eh nicht groß genug dafür das drei Frauen darin schwimmen konnten. Beide trockneten sich ab und wickelten sich wieder in ihre Handtücher und begaben sich dann in das Dampfbad.

    Dort wurden sie von heißem Dampf willkommen geheißen, der sich sofort um ihre Körper legte. Der Dampf kitzelte angenehm in Morganas Nase und war scheinbar mit Minze versetzt was ihm einen angenehmen Duft gab. Außerdem prickelten die Wassertropfen wenn der Dampf an der Oberfläche ihrer Haut kondensierte. Die Hitze empfand sie als angenehm und sie atmete tief ein und wieder aus um ihre Atemwege frei zu bekommen. Zusammen mit Larissa leiß sie sich auf eine der Steinbänke nieder und lehnte sich an den heißen weißen Stein. Sie spürte ein leichtes Kitzeln immer wenn einer der Tropfen langsam an den Rundungen ihres Körpers hinablief und auf dem Boden tropfte. Morgana breitete ihre Arme auf der steinernen Lehne aus und legte ihren Kopf in den Nacken. Der Dampf entspannte ihre durch die tagelangen Wanderungen beanspruchten Muskeln und reinigte ihre Poren.
    "Aah das ist eine nette Abwechslung zu unserer täglichen Rennerei. Einfach sitzen und den Geist frei schweben lassen, während der Körper entspannt. Wie gefällt dir das Badehaus Larissa ?", fragte sie an ihre elfische Freundin gewandt die dicht neben ihr saß und deren Körper ebenfalls sanft vom Dampf umschmeichelt wurde.

    *
    Artur begab sich mit dem Knappen auf den Marktplatz von Amaranthine wo ein reges Treiben herrschte. Allerdings war keiner dieser Stände sein Ziel, denn um diese Rüstung zu verkaufen brauchte er einen der größeren Händler vor Ort und diese hatten einen festen Sitz und keinen einfachen Stand. Der Knappe führte die Ausrüstung seines toten Herren auf einem Maultier mit sich, welches sie nach Absprache mit der Stadtwache mit zum Markt nehmen durften. Schließlich fand Artur etwas was vielversprechend aussah. In einem großen Fachwerkhaus stand auf einem Schild "Handelshaus Leopold- Händler des Wachen Meeres". Das innere des Hauses war äußerst luxuriös eingerichtet und zeigte deutlich das der Handel auf dem Wache Meer anscheinend äußerst lukrativ war. Alte Statuen, Möbel aus Teakholz und Mahagoni und im Hintergund eine detaillierte Karte die das Wache Meer und seine Anrainerstaaten zeigte. Hinter einer Theke stand ein hochgewachsener aber spindeldürrer Mann, welcher eine Halbglatze hatte und Artur neugierig musterte. Auf seiner Adlernase trug er einen gläsernen Zwicker, während seine Kotletten ebenso wie sein verbliebenes Haupthaar im ehrwürdigen Weiß erstrahlten. Er trug ein feines Wams aus rotem Stoff und dazu eine Kette aus massivem Gold.
    "Willkommen werter Ser in meinem bescheidenen Geschäft. Was kann Meister Leopold für so einen hochwohlgeborenen Kunden tun ?", begrüßt er den Ritter in einem anbiedernden Tonfall. Artur hatte nicht viel übrig für solch hohles Geschwafel.
    "Geschäfte. Ich möchte etwas verkaufen und euer Geschäft sah vielversprechend aus. Albrecht, die Rüstung.", antwortete er nüchtern und ließ den Knappen nach und nach die Rüstung auf die Theke legen. Der Händler sah sich das edle Stück mit leuchenden Augen an.
    "Was ist das eine Rüstung aus Silberit-Weißstahl im tadellosen Zustand. Und wie das Siegel zeigt noch von dem berühmten Meister Korlack aus Starkhaven. Diese Dinger sind sehr viel Wert, Ser. Allerdings kenne ich diese Rüstung. Ich nehme an das Ser Galahad nicht mehr unter den Lebenden weilt ?", fragte er neugierig. Dabei musterte er den Ritter skeptisch.
    "Ihr habt Recht. Er forderte mich zum Duell und unterlag. Nach dem gültigen recht geht sie damit in meinen Besitz über. Aber ich brauche sie nicht, wie ich vielleicht feststellt. Deswegen will ich sie verkaufen.", sagte Artur sachlich.
    "Ja ja der goldene Souvereign ist auch viel leichter zu transportieren. Allerdings ist das bei so Maßarbeiten schwer. Ich könnte sie euch abkaufen ,aber dann könnte ich euch nur einen Bruchteil ihres Wertes zahlen. Ohne Gewissheit eines Käufers ist das Risiko zu groß. Oder ihr gebt mir den Auftrag einen Käufer dafür zu suchen und ich verdiene durch eine Provision vom Verkaufspreis."
    "Wie viel verlangt ihr als Provision ?", fragte Artur misstrauisch. Er wusste das ihm die Antwort nicht gefallen würde.
    "Ich verlange 10 Prozent, dafür garantiere ich euch das ich den besten Käufer finde. Eigennutz ist ein starker Antrieb."
    "10 Prozent dafür das ihr das Ding nur in euere Auslage legt und abwartet ? Das erscheint mir äußerst abgeschmackt."
    "Unter 10 Prozent gehe ich nicht Ser. Und ich lege das Ding nicht in meine Auslage sondern erstelle Anzeigen die in ganz Thedas verbreitet werden. Ich bin sehr gut vernetzt Ser und habe viele Schiffe die für mich fahren.", antworte der Händler selbstbewusst.
    "In Ordnung, ich nehme an. Dafür müsst ihr mir aber den Gefallen tun und eine Überfahrt nach Starkhaven für den Knappen des Ritters organisieren. Albrecht von Steinfurt. Er muss der Familie von dem Tod seines Herren berichten.", schacherte Artur geschickt.
    "Na gut Ser. Ich kümmere mich darum das der Junge eine Überfahrt bekommt. Lasst ihn hier dann werde ich tun was ich machen kann. Als erstes stelle ich euch jedoch noch einen Wechsel aus. Wie ist euer Name Ser ?", sagte der Händler geschäftstüchtig.
    "Ser Artur van Markham.", antwortete Artur selbstbewusst und nickte dem Jungen zu. Dieser schien noch nachzudenken ob es ihm gefiel bei dem Händler bleiben zu sollen und alleine nach Starkhaven zu fahren. Aber wer ein Ritter werden wollte musste das ertragen.
    "In Ordnung Ser, unterschreibt hier und hier und dann noch hier. Und das ist eure Version bewahrt ihn gut auf und das nächste Mal wenn ihr nach Amaranthine kommt schaut bei mir vorbei, dann habe ich vielleicht schon euer Geld. Benötigt ihr sonst noch was ?"
    "Nun ja ich hätte noch seine restliche Ausrüstung und sein Pferd.", merkte Artur an. Wenn er schon mal dabei war.
    "Dann lasst mal sehen Ser. Dann lasst mal sehen.", antwortete der Händler und rieb sich erwartungsvoll die Hände.


    [Bild: Mealla_portrait.jpg]

    Mealla hatte beschloßen den Tag für allerlei Kurzweil zu nutzen. Das Bad gestern war entspannend gewesen und sie würde es vielleicht heute Abend noch einmal besuchen, aber jetzt stand ihr der Sinn nach anderem. Den ganzen Vormittag hatte sie damit verbracht sich die angeblichen Orte anzusehen wo Andraste gepredigt haben sollte und den Aufmarschplatz von Maferaths Truppen. In Anbetracht der Tatsache das dies zu der Zeit nur ein gammeliges Fischerdorf gewesen war und die Armee stark genug gewesen war Tevinter in die Knie zu zwingen war vermutlich das ganze Stadtgebiet der Aufmarschplatz gewesen. Auch die Kirche hatte sie besucht, war aber wenig beeindruckt gewesen. Im Vergleich zu der Kathedrale in Val Royeaux war jede Kirche des Südens armseelig und die Gebäude der imperialen Kirche war sowieso schwer zu vergleichen. Teilweise waren das umfunktionierte Tempel der alten Götter. Außerdem wurden in den Predigten und während den Messen Magie gewirkt, frei nach der Aussage das Magie dem Menschen dienen sollte. Eine wirksame Methode die tevinteranische Auslegung des Gesangs zu untermauern und zugleich der Bewohner die Macht des Magisteriums zu beweisen. Hier im Süden stand nur irgendeine Frau vorne und predigte was vom Unterhaltungswert doch geringer war. Andererseits war diese Schlichtheit hier unten doch eine nette Abwechslung.

    Nach dem Gebet in der Kirche hatte sich Mealla dann zu einem Haus etwas außerhalb aufgemacht,dort wo die Innehöfe etwas größer und die Häuser weniger schick waren. Hier trafen sich die einfachen Leute zur Zerstreuung vom tristen Alltag. Ein schöner Ort um sich abzulenken und auch recht gut um Informationen zu sammeln. Im Hinterhof einer kleinen Eckkneipe fanden regelmäßig Hahnenkämpfe statt. Keine besonders große Überraschung fanden doch in jedem Land in dem sie gewesen war Hahnenkämpfe statt. In Tevinter fanden sogar in Arenen Kämpfe zwischen Menschen statt auch wenn das immer wieder von der Kirche angeprangert wurde. Manche Hähne wurden speziell für solche Kämpfe gezüchtet und vor allem in Antiva und Rivain war man bekannt dafür hervorragende Exemplare zu züchten. In Orlais gab es in einigen Ortschaften sogar richtige Hahnenkampfarenen. Die meisten Leute kamen natürlich neben dem Vergnügen dem Federvieh beim Kämpfen zuzuschauen hauptsächlich um Wetten zu platzieren. Mealla tat das eigentlich auch immer wenn sie mal dort war. Sie hatte ein gutes Gespür für agressives Geflügel.
    "Auf der linken Seite haben wir Gundak den den gerissenen Gockel. Und auf der rechten Seite Heribert den Halsabschneider. Platzieren sie ihre Wetten meine Damen und Herren.", preiste der Veranstalter ein Mann mittlerer Statur mit einem eindrucksvollen Schnurrbart. Mealla musterte beide Hähne und entschied sich für Heribert einen Vogel mit schwarzem Gefieder und einem kämpferischen Ausdruck in seinen Augen. Sie wettete einen ganzen Souvereign auf den Vogel was von dem Veranstalter und gleichzeitig Buchmacher mit einem fetten Grinsen quittiert wurde. Nachdem alle Wetten platziert wurden, ließ man beide Vögel los. Diese taten das was alle Hähne naturgemäß taten wenn sie auf engen Raum aufeinandertrafen und griffen sich gegenseitig an. Beide hatten Sporen aus Metall an ihren Füßen, welche dafür sorgen würden das der Verlierer später im Kochtopf landete. Beide belauerten sich gegenseitig dann flatterte Heribert nach oben und traf seinen Gegner mit einem Angriff von oben. Lautes Gegacker schoß durch den Raum und Federn flogen. Schließlich traf der schwarze Hahn seinen Gegner tödlich und beendete so den Kampf. Mealla war zufrieden.
    "Ich wette der schmeckt sogar nach Verlierer.", rief sie höhnisch dem enttäuschten Besitzer des unterlegenen Hahns zu. Dann machte sie sich daran ihren Einsatz zu kassieren. Die Quote war nicht berauschend gewesen, aber Kleinvieh machte ja auch Mist.
    Nach dem Kampf begann das Gerede über den Kampf gespickt mit lokalen gerüchten und Ereignissen. Mealla sperrte die spitzen Ohren auf, denn vielleicht gab es etwas über ihren aktuellen Auftrag zu hören. Bisher hatte sich noch niemand gemeldet der auch Interesse an dem Auftrag hatte, aber leider wusste sie auch noch immer nicht mit wie vielen Banditen sie es zu tun bekommen würde.


    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png]

    Morgana ging nackt schwimmen. Larissa hingegen zierte sich einen Moment. Auch Nimue war schwimmen, allerdings wiederum mit BH und Slip. Und sie sah wirklich… fantastisch aus! Der stramme Leib der elegant durch das Wasser glitt, die schönen braunen Haare die im fahlen Licht der Grotte fast rötlich schimmerten, diese Präzision bei ihren Zügen. Larissa mochte Morgana, fand sie sehr attraktiv aber im Gegensatz der der ihre Bahnen ziehenden und sie alle eiskalt ignorierenden Nimue wirkten die beiden Frauen doch eher wie spielende Kinder während Nimue ein leuchtendes Beispiel auf dem Pfad der Weiblichkeit zu sein schien. Stark, schön und in Allem perfekt. Sogar im Schwimmen. Nachdem auch ihre schwarzhaarige Freundin das Becken betreten hatte, legte schließlich auch die Elfe ihr Handtuch ab. Im Gegensatz zu Morgana war sie nicht komplett nackt. Zwar war sie ebenfalls obenrum frei, doch hatte sie sich ähnlich wie Nimue ein knappes Höschen beibehalten. Irgendwie wäre ihr eine komplette Blöße doch unangenehm, im Angesicht so vieler Fremden! Vorsichtig ließ sich die Elfe ins Wasser gleiten. Es war kalt, klar und irgendwie unangenehm. Allerdings gewöhnte man sich sehr schnell daran. Die Elfe bemaß Morganas nackte Oberweite mit der eigenen. Morgana war wirklich prächtig ausgestattet und auch Nimue war nicht zu kurz gekommen, wenn auch weit weniger als Morgana. Larissas Vorbau hingegen glich sich ihrem Körper an und verlieh ihr eine gewisse Unschuld und Zartheit. Männer, das wusste sie, bevorzugten eher Solche wie Morganas oder die strammen Wölbungen der anderen Magierin, die ungeachtet der neuen Badegäste eisern ihre Bahnen zog. Allerdings schämte Larissa sich nicht für ihr Aussehen, nein sie fand sie zugegeben recht hübsch. Aber das taten wohl alle Frauen der kleinen Gruppe und die Männer sowieso. Im Prinzip bestand ihre Ansammlung aus attraktiven Wanderern. Kein Wunder, dass sie andauernd Aufsehen erregten.

    Kurze Zeit später betraten die beiden Frauen das Dampfbad. Larissa hatte so etwas noch nie zuvor gesehen, sogar noch nie davon gehört und ihr gefiel der Gedanke nicht, in einen heißen Raum gesperrt zu werden. Andererseits musste es ja angenehm sein, andernfalls würden die Shems ja nicht andauernd davon schwärmen. Auf ihrem Weg zu dem Bad hatten Morgana und sie ein gutes Dutzend Leute gehört, die sich lautstark über die baldige Entspannung im Dampfbad ausließen. Fette Händler vornehmlich. Die Elfe war angenehm überrascht, als ihr der Duft von Kräutern entgegenschlug und das Kalt des perlenden Wasser in das Warm des dünnen Dampfes eingetauscht wurde. Allerdings fing Larissa schon bald an zu schwitzen und begann daher eher stoßweise zu atmen, was von einigen der anwesenden Frauen mit abwertenden Blicken belohnt wurde. Morgana führte die beiden Frauen zu einer Bank, wo sie gemeinsam saßen und, wie die Hexe es nannte, den Geist frei schweben ließen.

    Es geht so“, antwortete Larissa auf die Frage der Schwarzhaarigen. „Die Wärme gefällt mir. Aber das Wasser war nicht schön. Nicht wegen der Kälte, sondern weil sie viele darin rumgebadet haben. Ich meine nicht Nimue… Nimue“, sie ertappte sich dabei wie sie den Namen fast sehnsüchtig aussprach und besann sich dann des Gespräches. „Ich meine die anderen Frauen. Ich fühle mich zwar irgendwie sauberer aber die anderen haben auch ihren Dreck da gelassen und... uuuh!
    Die Elfe schüttelte ihren schlanken Körper wie ein Hund der sich von Wasser befreite. Dann lächelte sie. „Aber hier ist es schön. Und es riecht gut!“

    *

    Das Schreiben war schnell aufgesetzt, adressiert und bezahlt. Der Bankier versprach Mordred alles weitere so schnell wie möglich in die Wege zu leiten und hatte dem Antivaner sogar zum Zeichen des guten Willens und um sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen einen kleinen Kredit über fünfzehn Souvereign gewährt. Dafür musste Mordred allerdings ein Dokument unterschreiben, dass er den Fehler der Bank weder bei der Krone Fereldens noch der Händlergilde von Antiva vortragen würde. Mordred hatte zähneknirschend eingewilligt und die kleine Bronzerolle an sich genommen in der sich die Münzen befanden. Jetzt saß er in einer Spelunke und trank antivanischen Wein um zumindest auf diesem Wege ein wenig Heimat zu finden. Durch ein kleines gerahmtes Fenster zum Hinterhof drangen Schreie und das Geräusch von Hähnen an Mordreds Ohr, der missmutig in das Rot in seinem Glas starrte. Ferelden hatte ihm bisher nur Pech gebracht! Verfluchtes Land! Der Antivaner machte ein langes Gesicht und rang im Fassung.
    Wirt!“, rief Mordred, als das Stimmengewirr überhandnahm. „“Ja, Herr?“, buckelte dieser, da Mordred einen ganzen Souvereign für den Tag an Wein aufzugeben verlangt war. Und es war erst kur nach Mittag. „Könnt Ihr das Fenster schließen?
    „Sofort Herr! Tu, was er verlangt!“, herrschte der Kerl ein junges, hässliches Mädchen mit fliehendem Kinn und mausgrauem Haar an. Sie war wirklich kein Anblick, den man einem trinkenden Mann aussetzten sollte. Betrunkene Männer wollen hübsche Frauen mit nackten Schenkeln sehen, dann sind sie auch gerne bereit zu zahlen. Diese lumpige Gör würde nicht einmal einen dümmlichen Stallburschen hinter dem Kamin hervorlocken. Immerhin schaffte sie es, das Fenster zu schließen.
    Was ist das überhaupt los?“, fragte Mordred derart aggressiv, dass Wirt und Magd zusammenzuckten. „Nichts, Herr! Nur ein paar Hahnenkämpfe. Wenn Ihr wetten möchtet…“
    Ich wette mit Euch, dass der Nächste der dort draußen herum lärmt meine Klinge frisst!“, giftete Mordred zurück. „Jawohl Herr! So ist es Recht, Herr!“

    Blöder Arschkriecher“, murmelte der angetrunkene Antivaner leise. Seine Niedergeschlagenheit hatte ihn wie eine dunkle Wolke von der Bank bis zur Taverne begleitet, obwohl der Bankier versichert hatte es würde alles seinen gerechten Gang gehen. Und nun verhagelte sie ihm jegliche Laune. Es war nicht so, dass er mit dem neuen Geld eine Passage gen Heimat gebucht hätte aber alleine die Möglichkeit dieses zu tun hätte den Literaten beruhigt. Schwur und Eid hin oder her, irgendwann wollte er schließlich zurückkehren. Es schauderte ihn, wenn er daran dachte, was vermutlich gerade mit seinem Anwesen, seinem Schiff, seinen Waffen und seiner Rüstung und vor allem dem Stall voller Pferde geschah. Alles versilbert und verschachert für diese dumme Kuh Olwen und ihren rachsüchtigen Bastard von Vater! Mordred knurrte laut, als draußen Stimmen aufbrandeten. Er war kein gewalttätiger Mensch, doch an diesem Tag wünschte er sich einfach zwei, drei dumme Halsabschneider die Ärger anfangen wollten und denen er zeigen konnte, wie man im Norden kämpfte!
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    [Bild: Aril_Ava.png]
    Glandis gab nicht sofort darauf Antwort, stattdessen ließ sie Aril ausreden, schnappte dann ihre Hand und ging mit ihr zum Lager um etwas Trockenes anzuziehen.
    Währenddessen teilte sie tatsächlich mit Aril ihre Gedanken:»Ich bin auf etwas Hartes getreten …«, »… es war ein lehmiger, schlammiger Klumpen, den man abreiben musste …«, »… das spricht gegen ein ins Wasserkommen vor wenigen Tagen …«, »… die Form war stabil genug, dass ein starkes Wasser, wie nach einer Schneeschmelze oder einem Gewitterguss im Bach forttreiben könnte …«, »… es war zufällig, dass mein Fuß auf diesen Gegenstand trat …«, »… aufgrund des Zustandes ist von einem langen Gebrauch und hohem Alter auszugehen …«, »vom Zustand her wird ihn niemand vermissen …«, »… es wird niemanden in der Stadt stören, dass einen Dalish so einen einfachen Ring am Finger hat …«
    Aril bemerkte, wie Glandis den Ring wieder in Richtung Sonne streckte. Nachdenklich blickte sie auf den Ring am Finger der Elfin. Doch bevor Aril dazu irgendetwas sagen konnte, hatte Glandis sich zu ihr gedreht und beschoss ausnahmsweise einmal sie mit Fragen:
    »Aril, machst du dir zu dem Stilett, welches wir vorhin gefunden haben …es ist ja eine gut gearbeitete, wertvolle Waffe, sicher aus gutem Hause oder dafür geschaffen …ja Aril, machst du dir bei dem Stilett auch solche Gedanken nach dem Wozu? Dem Warum? Dem Wieso? Warum ein Geschenk? Oder nimmst du es, weil es einfach gut ist und zu dir passt?«

    Aril nahm das zum Anlass, das Stilett aus dem Rüstungsgürtel zu fischen und betrachtete es. "Nun - nein," gab sie leise zu. "Beim Stilett erschien es mir offensichtlicher, wie und warum es dort hinkam, wo es war. Wegen des Kommandanten. Der Ring ist fernab von Menschen aufgetaucht."
    Sie wog das Stilett in der Hand und balancierte es auf dem Schwerpunkt.
    Wahrscheinlich hatte Glandis mit ihrer unterschwelligen Kritik nicht Unrecht. Als sie zuletzt etwas gefunden hatte, hatte sie es Aril geschenkt, ohne sich darüber zu fragen woher es gekommen war. Sie hatte nur festgestellt, dass es gute Arbeit war.
    Aril schämte sich etwas. Sie wollte Glandis kein schlechtes Gefühl machen. Sie hob die mit ihrer verflochtenen Hand vor ihre Augen um den Ring genau zu sehen, dann legte sie die Handfläche der Dalish auf ihre eigene Wange und schloss entspannt die Augen für einen kurzen Moment.
    "Entschuldige. Ich war wieder voreilig." Sie ließ die Hand der Elfe von ihrer Wange gleiten und gab sie frei. "Aber du musst mir versprechen, dass wenn das ein Zauberring ist, ich mir ein Häschen herzaubern darf!"
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    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png]

    Morgana ging nackt schwimmen. Larissa hingegen zierte sich einen Moment. Auch Nimue war schwimmen, allerdings wiederum mit BH und Slip. Und sie sah wirklich… fantastisch aus! Der stramme Leib der elegant durch das Wasser glitt, die schönen braunen Haare die im fahlen Licht der Grotte fast rötlich schimmerten, diese Präzision bei ihren Zügen. Larissa mochte Morgana, fand sie sehr attraktiv aber im Gegensatz der der ihre Bahnen ziehenden und sie alle eiskalt ignorierenden Nimue wirkten die beiden Frauen doch eher wie spielende Kinder während Nimue ein leuchtendes Beispiel auf dem Pfad der Weiblichkeit zu sein schien. Stark, schön und in Allem perfekt. Sogar im Schwimmen. Nachdem auch ihre schwarzhaarige Freundin das Becken betreten hatte, legte schließlich auch die Elfe ihr Handtuch ab. Im Gegensatz zu Morgana war sie nicht komplett nackt. Zwar war sie ebenfalls obenrum frei, doch hatte sie sich ähnlich wie Nimue ein knappes Höschen beibehalten. Irgendwie wäre ihr eine komplette Blöße doch unangenehm, im Angesicht so vieler Fremden! Vorsichtig ließ sich die Elfe ins Wasser gleiten. Es war kalt, klar und irgendwie unangenehm. Allerdings gewöhnte man sich sehr schnell daran. Die Elfe bemaß Morganas nackte Oberweite mit der eigenen. Morgana war wirklich prächtig ausgestattet und auch Nimue war nicht zu kurz gekommen, wenn auch weit weniger als Morgana. Larissas Vorbau hingegen glich sich ihrem Körper an und verlieh ihr eine gewisse Unschuld und Zartheit. Männer, das wusste sie, bevorzugten eher Solche wie Morganas oder die strammen Wölbungen der anderen Magierin, die ungeachtet der neuen Badegäste eisern ihre Bahnen zog. Allerdings schämte Larissa sich nicht für ihr Aussehen, nein sie fand sie zugegeben recht hübsch. Aber das taten wohl alle Frauen der kleinen Gruppe und die Männer sowieso. Im Prinzip bestand ihre Ansammlung aus attraktiven Wanderern. Kein Wunder, dass sie andauernd Aufsehen erregten.

    Kurze Zeit später betraten die beiden Frauen das Dampfbad. Larissa hatte so etwas noch nie zuvor gesehen, sogar noch nie davon gehört und ihr gefiel der Gedanke nicht, in einen heißen Raum gesperrt zu werden. Andererseits musste es ja angenehm sein, andernfalls würden die Shems ja nicht andauernd davon schwärmen. Auf ihrem Weg zu dem Bad hatten Morgana und sie ein gutes Dutzend Leute gehört, die sich lautstark über die baldige Entspannung im Dampfbad ausließen. Fette Händler vornehmlich. Die Elfe war angenehm überrascht, als ihr der Duft von Kräutern entgegenschlug und das Kalt des perlenden Wasser in das Warm des dünnen Dampfes eingetauscht wurde. Allerdings fing Larissa schon bald an zu schwitzen und begann daher eher stoßweise zu atmen, was von einigen der anwesenden Frauen mit abwertenden Blicken belohnt wurde. Morgana führte die beiden Frauen zu einer Bank, wo sie gemeinsam saßen und, wie die Hexe es nannte, den Geist frei schweben ließen.

    Es geht so“, antwortete Larissa auf die Frage der Schwarzhaarigen. „Die Wärme gefällt mir. Aber das Wasser war nicht schön. Nicht wegen der Kälte, sondern weil sie viele darin rumgebadet haben. Ich meine nicht Nimue… Nimue“, sie ertappte sich dabei wie sie den Namen fast sehnsüchtig aussprach und besann sich dann des Gespräches. „Ich meine die anderen Frauen. Ich fühle mich zwar irgendwie sauberer aber die anderen haben auch ihren Dreck da gelassen und... uuuh!
    Die Elfe schüttelte ihren schlanken Körper wie ein Hund der sich von Wasser befreite. Dann lächelte sie. „Aber hier ist es schön. Und es riecht gut!“

    *

    Das Schreiben war schnell aufgesetzt, adressiert und bezahlt. Der Bankier versprach Mordred alles weitere so schnell wie möglich in die Wege zu leiten und hatte dem Antivaner sogar zum Zeichen des guten Willens und um sich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen einen kleinen Kredit über fünfzehn Souvereign gewährt. Dafür musste Mordred allerdings ein Dokument unterschreiben, dass er den Fehler der Bank weder bei der Krone Fereldens noch der Händlergilde von Antiva vortragen würde. Mordred hatte zähneknirschend eingewilligt und die kleine Bronzerolle an sich genommen in der sich die Münzen befanden. Jetzt saß er in einer Spelunke und trank antivanischen Wein um zumindest auf diesem Wege ein wenig Heimat zu finden. Durch ein kleines gerahmtes Fenster zum Hinterhof drangen Schreie und das Geräusch von Hähnen an Mordreds Ohr, der missmutig in das Rot in seinem Glas starrte. Ferelden hatte ihm bisher nur Pech gebracht! Verfluchtes Land! Der Antivaner machte ein langes Gesicht und rang im Fassung.
    Wirt!“, rief Mordred, als das Stimmengewirr überhandnahm. „“Ja, Herr?“, buckelte dieser, da Mordred einen ganzen Souvereign für den Tag an Wein aufzugeben verlangt war. Und es war erst kur nach Mittag. „Könnt Ihr das Fenster schließen?
    „Sofort Herr! Tu, was er verlangt!“, herrschte der Kerl ein junges, hässliches Mädchen mit fliehendem Kinn und mausgrauem Haar an. Sie war wirklich kein Anblick, den man einem trinkenden Mann aussetzten sollte. Betrunkene Männer wollen hübsche Frauen mit nackten Schenkeln sehen, dann sind sie auch gerne bereit zu zahlen. Diese lumpige Gör würde nicht einmal einen dümmlichen Stallburschen hinter dem Kamin hervorlocken. Immerhin schaffte sie es, das Fenster zu schließen.
    Was ist das überhaupt los?“, fragte Mordred derart aggressiv, dass Wirt und Magd zusammenzuckten. „Nichts, Herr! Nur ein paar Hahnenkämpfe. Wenn Ihr wetten möchtet…“
    Ich wette mit Euch, dass der Nächste der dort draußen herum lärmt meine Klinge frisst!“, giftete Mordred zurück. „Jawohl Herr! So ist es Recht, Herr!“

    Blöder Arschkriecher“, murmelte der angetrunkene Antivaner leise. Seine Niedergeschlagenheit hatte ihn wie eine dunkle Wolke von der Bank bis zur Taverne begleitet, obwohl der Bankier versichert hatte es würde alles seinen gerechten Gang gehen. Und nun verhagelte sie ihm jegliche Laune. Es war nicht so, dass er mit dem neuen Geld eine Passage gen Heimat gebucht hätte aber alleine die Möglichkeit dieses zu tun hätte den Literaten beruhigt. Schwur und Eid hin oder her, irgendwann wollte er schließlich zurückkehren. Es schauderte ihn, wenn er daran dachte, was vermutlich gerade mit seinem Anwesen, seinem Schiff, seinen Waffen und seiner Rüstung und vor allem dem Stall voller Pferde geschah. Alles versilbert und verschachert für diese dumme Kuh Olwen und ihren rachsüchtigen Bastard von Vater! Mordred knurrte laut, als draußen Stimmen aufbrandeten. Er war kein gewalttätiger Mensch, doch an diesem Tag wünschte er sich einfach zwei, drei dumme Halsabschneider die Ärger anfangen wollten und denen er zeigen konnte, wie man im Norden kämpfte!


    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg][Bild: Mealla_portrait.jpg]

    Auch der Elfe schien das Dampfbad zu gefallen, im Gegensatz zu dem Becken wo ihr offensichtlich der Gedanke nicht behagte das all die anderen schon dort drinnen gebadet hatten. Auf jedenfall alle anderen bis auf Nimue, deren Name sie schon fast sehnsüchtig aussprach. Eine Tatsache die Morgana nicht besonders gefiel, auch wenn sie es sich nicht anmerken ließ. Natürlich sie sah gut aus, aber so wie Larissa ihren Namen akzentuierte könnte man meinen das sie ein Inbegriff der Weiblichkeit war. Nun es lag wohl auch daran das sie die andere Magierin nicht mit unterschwelligen Anomisitäten betrachtete. Trotzdem wenn man bedachte wie schüchtern sie sich ihr gegenüber verhalten hatte, aber wie hieß es doch so schön wenn das Faß einmal geöffnet war..
    Morgana beendete diesen Gedankengang, immerhin war sie die letzte die einen schönen Körper nicht zu würdigen wusste und warum sollte Larissa sich nicht an anderen Frauen ergötzen. Das Leben war zu kurz um sich in Eifersüchteleien zu ergehen und so lächelte die Hexe schnell wieder gut gelaunt und ließ sich vom Dampf umwabern. Es war ein angenehmes Gefühl wie die Minze auf ihrer Haut prickelte und ihre Nase schmeichelte. Sie nahm ihr langes Haar in die Hände und presste ein wenig spielerisch die Feuchtigkeit aus den nassen Strähnen. Sie fühlte sich im Moment so locker wie schon lange nicht mehr und die teilweise neidischen Blicke der anderen Stadtfrauen waren irgendwie auchrecht angenehm. Wobei irgendwie dann doch die skeptischen Blicke in Larissas Richtung überwogen. Ignorantes Pack, anstatt sich wie Morgana an der Schönheit der Elfe zu erfreuen musterten sie diese lieber wie einen streunenden Hund.
    "Ja, nicht wahr ? Ich mochte schon immer den Geruch von frischer Minze und hier in diesem Dampf kommt er noch besser zur Geltung.",sagte sie in Richtung Larissas. Plötzlich kam ihr ein Gedanke der sie zum kichern brachte. Die Elfe schaute leicht neugierig in ihre Richtung, wohl sich fragend was ihre Freundin plötzlich zum Lachen brachte. Morgana wandte sich ihr zu.
    "Entschuldige. Mir kam nur gerade ein alberner Gedanke. Du hast doch sicherlich schonmal gesehen wie Katzen auf Nepeta cataria reagieren, auch Katzenminze genannt. Ich habe mich nur gerade gefragt ob unsere Begleiterin in ihrer Katzenform ähnlich reagiert. Die Vorstellung finde ich auf jedenfall lustig.", erklärte Morgana mit einem schmunzeln den Grund ihrer spontanen Heiterkeit.
    "Man merkt das mein Geist allzu frei schwebt, ich bekomme schon recht alberne Gedanken.", sagte sie gutgelaunt und legte wieder ihren Kopf in den Nacken.

    Nachdem die beiden Frauen noch einige Zeit im Dampfbad verbracht hatten begaben sie sich wieder in den Raum mit dem Becken um sich langsam abzukühlen. Eine einzelne Steinbank war noch frei auf die sich beide in ihre Handtücher gewickelt setzten. Es war immer noch einiges los innerhalb des Bades was für die enorme Belietheit des Badehauses sprach. Die Haut der beiden Damen war noch ein wenig durch das Dampfbad gerötet und beide strahlten eine angenehme Wärme aus. Morgana bemerkte das sich in ihren Haaren ganz offensichtlich der Minzgeruch festgesetzt hatte, was aber in ihren Augen nicht schlimm war.
    "Also Larissa, möchtest du nach dem Bad noch irgendwo hingehen oder sollen wir uns dann zurück zur Taverne begeben ?", fragte die Hexe ihre Freundin und musste zugeben das sie nicht genau wusste wie spät es eigentlich war. Im Dampfbad verlor man schnell das Zeitgefühl.

    Geschacher war nicht unbedingt Arturs liebster Zeitvertreib aber nur reiche Leute konnten es sich leisten darauf zu verzichten. Und diese waren ironischerweise oft besonders gut darin, vielleicht waren sie deshalb so reich ? Nun das war wohl eher ein philosophisches Problem und solche Probleme überließ er dann doch lieber für gewöhlich anderen Leuten. Für das Pferd, den Schild und den Bihänder des Ritters hatte er 40 Souvereigs bekommen. Kein schlechtes Geschäft auch wenn das alles wohl mehr Wert gewesen war. Er war jedoch kein Händler und immerhin kam diese Summe recht nah an den tatsächlichen Wert heran. Dreißig von diesen Souvereigns würde er wohl erstmal zurücklegen, zu der Summe die er schon für Orzammar gesammelt hatte. Den Rest konnte er ja für Kurzweil ausgeben. Wenn er und Mordred ein Bordell finden würden, gab es garantiert zahlreiche Gelegenheiten Geld auszugeben. Immerhin war es ja dafür gemacht worden. Das Geld welches er für das Muli und die Ausrüstung bekam, hatte er dafür benutzt dem Knappen die Überfahrt zu bezahlen. Irgendwie erschien ihm das richtig und außerdem war es nicht allzu viel gewesen. Wenn Artur unverhofft zu Geld kam war er soweiso manchmal großzügiger als gut für ihn war. Der Knappe hatte sich dafür bei ihm bedankt und ihm versprochen die Nachricht des Todes seines Herren zu überbringen und dabei Arturs kämpferischen Leistungen entsprechend zu würdigen. Artur war sich nicht sicher ob das wirklich gut war, aber sollte der Junge doch. Nachdem er seinen Wechsel eingesteckt hatte und dem Jungen zum Abschied noch ein paar warme Worte auf den weiteren Weg gegeben hatte, verließ er den Laden. Es war ein recht angenehmes Gefühl mal wieder mit einer etwas größeren Summe durch die Straßen zu laufen. Es war wohl noch ein wenig Zeit sich den Markt anzuschauen und sich dort umzuhören. Vielleicht fand er ja auch etwas was ihm gefiel. Vermutlich hatte der Antivaner inzwischen auch seine Taschen wieder befüllt und war wieder dabei sein Vermögen unter das Volk zu werfen.

    Mealla redete mit den anderen Besuchern dieses illustren Schaukampfs. Vor allem die welche ebenfalls auf Heribert gewettet hatten waren guter Dinge und Recht gesprächig gegenüber der Elfe. Das gute Aussehen der Kopfgeldjägerin tat wohl ihr übriges denn immerhin sah sie aufgrund ihres elfischen Blutes immer noch so aus als wäre sie erst achtzehn. Ihre Narbe am Auge konnte man eh nicht sehen wenn man nicht ganz genau hinsah, war sie doch ehr schmal und kurz und zeichnete nur dadurch aus das sie etwas blasser war als der Rest ihrer Haut. Zudem waren die meisten Leute eigentlich eh immer erst an ihrer ungewöhnlichen Augenfarbe interessiert. Während sie um die Iris herum stahlblau waren, wurden sie nach außen hin malachitgrün. Der eine oder andere Spieler wollte sie sogar auf ein Getränk einladen, aber Mealla lehnte dankend ab. Sie wollte in dieser Kaschemme lieber keinen Wein trinken, das hob sie sich lieber für den Abend auf wenn sie wieder in ihrer Taverne war. Von dort war auch der Weg zu ihrem Bett nicht so weit, falls sie es mal wieder übertrieb. Momentan war ihr Durst nach Informationen größer. Dummerweise hatten die meisten der Stadtbewohner natürlich keine Ahnung wo sich die Bande aufhielt oder wo sie häufiger zuschlug. Nur allerlei Gerüchte das sie Köpfe sammelten, ihre Opfer gerne quälten und sonstiges Gewäsch. Nichts was Mealla weiterhelfen würde sie aufzuspüren. Immerhin war einer der Männer etwas hilfreicher, ein alter Imker der in die Stadt herkommen war um seine Produkt zu verkaufen. Er bestätigte das sich die Bande häufiger auf der Strecke zwischen Amaranthine und Sedos aufhielt einenm Ort westlich von hier, auf der Straße nach Highever. Zusammen mit dem Ort des letzten Überfalls war das eine nützliche Information und Mealla bedankte sich freundlich und gab ihm dafür etwas Silber, das er aber ablehnte. Auch er hatte beim Kampf Geld gewonnen und meinte das er schon mit ihrem Anblick genügend bezahlt wurde. Mealla fand solche biligen Komplimente zwar recht albern lächelte aber nett.
    "Zeit zu gehen.", befand sie, denn hier würde sie keine Informationen mehr finden. Zeit sich zurück in die Taverne zu begeben sich aus ihrer Rüstung zu schälen und den Rest des Tages gemütlich ausklingen zu lassen. Dann könnte sie auch den Zopf lösen und ihre Haare befreien. Sie mochte ihre Haare und auch wenn der Zopf tagsüber sehr zweckmäßig war, genoß sie es die Haare abend offen zu tragen.
    Gutgelaunt öffnete sie die Tür zum Schankraum über den man zurück auf die Straße kam. Bevor sie sich wieder auf den Rückweg machte konnte sie ja einen Saft trinken, denn durstig war sie schon geworden. Im Schankraum war auch nicht besonders viel los nur der Wirt und seine Hilfskraft eine unansehliche graue Maus. Und ein einzelner Gast der an der Theke der scheinbar schlecht gelaunt war und irgendwas in seinen nicht vorhandenen Bart murmelte. Er war wohl recht hübsch auch wenn sein schlechtgelauntes Gesicht dabei nicht besonders förderlich war. Blondes Haar, wohl etwas größer als Mealla. Von seiner Kleidung passte er aber irgendwie nicht so richtig in diesen Schuppen, denn sie war von sehr guter Qualität und auch wenn sein Wehrgehänge nicht prunkvoll war, so schien es auch nicht besonders billig gewesen zu sein. Jetzt schien der Mann allerdings mit sich selbst beschäftigt und mies gelaunt, was die Elfe jedoch nicht besonders juckte. Solange der Mann eine schlechte Laune nicht an ihr auslassen wollte konnte er ja vor sich hin grummeln.
    Ihr Bogen war ihr im Ernstfall wohl nicht so hilfreich, aber den Pugio oder das Messer zog man flinker als ein Schwert.
    Sie stellte sich an die Theke und bestellte einen Apfelsaft, den ihr der Wirt sofort brachte. Sie bezahlte ihn und nahm einen Schluck.
    Er war überraschenderweise gar nicht übel und so trank sie ihn mit dem zweiten Schluck aus und stellte den leeren Krug geräuschvoll ab. Ein Geräusch das wohl auch den anderen Gast aus seinem Hader riss, denn jetzt drehte er sich zu ihr um, immer noch nicht sehr gut gelaunt, wohl nachschauend wer seine Aura störte. Mealla die gerade gehen wollte drehte sich kurz zu ihm um.
    "Harter Tag ? Kenne ich, wird wieder besser wenn man sich Mühe gibt. Ihr solltet euch vielleicht einen angenehmeren Ort als diesen suchen. Arrivederci Fremder.", sagte sie fröhlich mit einem aufmunternden Lächeln, wobei sie einen antivanischen Akzent bei der Aussprache hatte. Das kam häufiger vor, allerdings in der Art das sie den einen Satz mit einem antivanischen und den nächsten mit einem tevinteranischen Akzent aussprach. Vermutlich spukten zuviele Sprachen in ihrem Schädel herum. Während der Fremde wohl noch perplex die Aufmunterung einer wildfremden verarbeitete, verließ Mealla die Schenke und verschwand in der Menge. Sie hatte wohl wirklich gute Laune, wenn sie schon irgendwelchen Leuten freundliche Ratschläge gab.
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    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg][Bild: Mealla_portrait.jpg]

    Auch der Elfe schien das Dampfbad zu gefallen, im Gegensatz zu dem Becken wo ihr offensichtlich der Gedanke nicht behagte das all die anderen schon dort drinnen gebadet hatten. Auf jedenfall alle anderen bis auf Nimue, deren Name sie schon fast sehnsüchtig aussprach. Eine Tatsache die Morgana nicht besonders gefiel, auch wenn sie es sich nicht anmerken ließ. Natürlich sie sah gut aus, aber so wie Larissa ihren Namen akzentuierte könnte man meinen das sie ein Inbegriff der Weiblichkeit war. Nun es lag wohl auch daran das sie die andere Magierin nicht mit unterschwelligen Anomisitäten betrachtete. Trotzdem wenn man bedachte wie schüchtern sie sich ihr gegenüber verhalten hatte, aber wie hieß es doch so schön wenn das Faß einmal geöffnet war..
    Morgana beendete diesen Gedankengang, immerhin war sie die letzte die einen schönen Körper nicht zu würdigen wusste und warum sollte Larissa sich nicht an anderen Frauen ergötzen. Das Leben war zu kurz um sich in Eifersüchteleien zu ergehen und so lächelte die Hexe schnell wieder gut gelaunt und ließ sich vom Dampf umwabern. Es war ein angenehmes Gefühl wie die Minze auf ihrer Haut prickelte und ihre Nase schmeichelte. Sie nahm ihr langes Haar in die Hände und presste ein wenig spielerisch die Feuchtigkeit aus den nassen Strähnen. Sie fühlte sich im Moment so locker wie schon lange nicht mehr und die teilweise neidischen Blicke der anderen Stadtfrauen waren irgendwie auchrecht angenehm. Wobei irgendwie dann doch die skeptischen Blicke in Larissas Richtung überwogen. Ignorantes Pack, anstatt sich wie Morgana an der Schönheit der Elfe zu erfreuen musterten sie diese lieber wie einen streunenden Hund.
    "Ja, nicht wahr ? Ich mochte schon immer den Geruch von frischer Minze und hier in diesem Dampf kommt er noch besser zur Geltung.",sagte sie in Richtung Larissas. Plötzlich kam ihr ein Gedanke der sie zum kichern brachte. Die Elfe schaute leicht neugierig in ihre Richtung, wohl sich fragend was ihre Freundin plötzlich zum Lachen brachte. Morgana wandte sich ihr zu.
    "Entschuldige. Mir kam nur gerade ein alberner Gedanke. Du hast doch sicherlich schonmal gesehen wie Katzen auf Nepeta cataria reagieren, auch Katzenminze genannt. Ich habe mich nur gerade gefragt ob unsere Begleiterin in ihrer Katzenform ähnlich reagiert. Die Vorstellung finde ich auf jedenfall lustig.", erklärte Morgana mit einem schmunzeln den Grund ihrer spontanen Heiterkeit.
    "Man merkt das mein Geist allzu frei schwebt, ich bekomme schon recht alberne Gedanken.", sagte sie gutgelaunt und legte wieder ihren Kopf in den Nacken.

    Nachdem die beiden Frauen noch einige Zeit im Dampfbad verbracht hatten begaben sie sich wieder in den Raum mit dem Becken um sich langsam abzukühlen. Eine einzelne Steinbank war noch frei auf die sich beide in ihre Handtücher gewickelt setzten. Es war immer noch einiges los innerhalb des Bades was für die enorme Belietheit des Badehauses sprach. Die Haut der beiden Damen war noch ein wenig durch das Dampfbad gerötet und beide strahlten eine angenehme Wärme aus. Morgana bemerkte das sich in ihren Haaren ganz offensichtlich der Minzgeruch festgesetzt hatte, was aber in ihren Augen nicht schlimm war.
    "Also Larissa, möchtest du nach dem Bad noch irgendwo hingehen oder sollen wir uns dann zurück zur Taverne begeben ?", fragte die Hexe ihre Freundin und musste zugeben das sie nicht genau wusste wie spät es eigentlich war. Im Dampfbad verlor man schnell das Zeitgefühl.

    Geschacher war nicht unbedingt Arturs liebster Zeitvertreib aber nur reiche Leute konnten es sich leisten darauf zu verzichten. Und diese waren ironischerweise oft besonders gut darin, vielleicht waren sie deshalb so reich ? Nun das war wohl eher ein philosophisches Problem und solche Probleme überließ er dann doch lieber für gewöhlich anderen Leuten. Für das Pferd, den Schild und den Bihänder des Ritters hatte er 40 Souvereigs bekommen. Kein schlechtes Geschäft auch wenn das alles wohl mehr Wert gewesen war. Er war jedoch kein Händler und immerhin kam diese Summe recht nah an den tatsächlichen Wert heran. Dreißig von diesen Souvereigns würde er wohl erstmal zurücklegen, zu der Summe die er schon für Orzammar gesammelt hatte. Den Rest konnte er ja für Kurzweil ausgeben. Wenn er und Mordred ein Bordell finden würden, gab es garantiert zahlreiche Gelegenheiten Geld auszugeben. Immerhin war es ja dafür gemacht worden. Das Geld welches er für das Muli und die Ausrüstung bekam, hatte er dafür benutzt dem Knappen die Überfahrt zu bezahlen. Irgendwie erschien ihm das richtig und außerdem war es nicht allzu viel gewesen. Wenn Artur unverhofft zu Geld kam war er soweiso manchmal großzügiger als gut für ihn war. Der Knappe hatte sich dafür bei ihm bedankt und ihm versprochen die Nachricht des Todes seines Herren zu überbringen und dabei Arturs kämpferischen Leistungen entsprechend zu würdigen. Artur war sich nicht sicher ob das wirklich gut war, aber sollte der Junge doch. Nachdem er seinen Wechsel eingesteckt hatte und dem Jungen zum Abschied noch ein paar warme Worte auf den weiteren Weg gegeben hatte, verließ er den Laden. Es war ein recht angenehmes Gefühl mal wieder mit einer etwas größeren Summe durch die Straßen zu laufen. Es war wohl noch ein wenig Zeit sich den Markt anzuschauen und sich dort umzuhören. Vielleicht fand er ja auch etwas was ihm gefiel. Vermutlich hatte der Antivaner inzwischen auch seine Taschen wieder befüllt und war wieder dabei sein Vermögen unter das Volk zu werfen.

    Mealla redete mit den anderen Besuchern dieses illustren Schaukampfs. Vor allem die welche ebenfalls auf Heribert gewettet hatten waren guter Dinge und Recht gesprächig gegenüber der Elfe. Das gute Aussehen der Kopfgeldjägerin tat wohl ihr übriges denn immerhin sah sie aufgrund ihres elfischen Blutes immer noch so aus als wäre sie erst achtzehn. Ihre Narbe am Auge konnte man eh nicht sehen wenn man nicht ganz genau hinsah, war sie doch ehr schmal und kurz und zeichnete nur dadurch aus das sie etwas blasser war als der Rest ihrer Haut. Zudem waren die meisten Leute eigentlich eh immer erst an ihrer ungewöhnlichen Augenfarbe interessiert. Während sie um die Iris herum stahlblau waren, wurden sie nach außen hin malachitgrün. Der eine oder andere Spieler wollte sie sogar auf ein Getränk einladen, aber Mealla lehnte dankend ab. Sie wollte in dieser Kaschemme lieber keinen Wein trinken, das hob sie sich lieber für den Abend auf wenn sie wieder in ihrer Taverne war. Von dort war auch der Weg zu ihrem Bett nicht so weit, falls sie es mal wieder übertrieb. Momentan war ihr Durst nach Informationen größer. Dummerweise hatten die meisten der Stadtbewohner natürlich keine Ahnung wo sich die Bande aufhielt oder wo sie häufiger zuschlug. Nur allerlei Gerüchte das sie Köpfe sammelten, ihre Opfer gerne quälten und sonstiges Gewäsch. Nichts was Mealla weiterhelfen würde sie aufzuspüren. Immerhin war einer der Männer etwas hilfreicher, ein alter Imker der in die Stadt herkommen war um seine Produkt zu verkaufen. Er bestätigte das sich die Bande häufiger auf der Strecke zwischen Amaranthine und Sedos aufhielt einenm Ort westlich von hier, auf der Straße nach Highever. Zusammen mit dem Ort des letzten Überfalls war das eine nützliche Information und Mealla bedankte sich freundlich und gab ihm dafür etwas Silber, das er aber ablehnte. Auch er hatte beim Kampf Geld gewonnen und meinte das er schon mit ihrem Anblick genügend bezahlt wurde. Mealla fand solche biligen Komplimente zwar recht albern lächelte aber nett.
    "Zeit zu gehen.", befand sie, denn hier würde sie keine Informationen mehr finden. Zeit sich zurück in die Taverne zu begeben sich aus ihrer Rüstung zu schälen und den Rest des Tages gemütlich ausklingen zu lassen. Dann könnte sie auch den Zopf lösen und ihre Haare befreien. Sie mochte ihre Haare und auch wenn der Zopf tagsüber sehr zweckmäßig war, genoß sie es die Haare abend offen zu tragen.
    Gutgelaunt öffnete sie die Tür zum Schankraum über den man zurück auf die Straße kam. Bevor sie sich wieder auf den Rückweg machte konnte sie ja einen Saft trinken, denn durstig war sie schon geworden. Im Schankraum war auch nicht besonders viel los nur der Wirt und seine Hilfskraft eine unansehliche graue Maus. Und ein einzelner Gast der an der Theke der scheinbar schlecht gelaunt war und irgendwas in seinen nicht vorhandenen Bart murmelte. Er war wohl recht hübsch auch wenn sein schlechtgelauntes Gesicht dabei nicht besonders förderlich war. Blondes Haar, wohl etwas größer als Mealla. Von seiner Kleidung passte er aber irgendwie nicht so richtig in diesen Schuppen, denn sie war von sehr guter Qualität und auch wenn sein Wehrgehänge nicht prunkvoll war, so schien es auch nicht besonders billig gewesen zu sein. Jetzt schien der Mann allerdings mit sich selbst beschäftigt und mies gelaunt, was die Elfe jedoch nicht besonders juckte. Solange der Mann eine schlechte Laune nicht an ihr auslassen wollte konnte er ja vor sich hin grummeln.
    Ihr Bogen war ihr im Ernstfall wohl nicht so hilfreich, aber den Pugio oder das Messer zog man flinker als ein Schwert.
    Sie stellte sich an die Theke und bestellte einen Apfelsaft, den ihr der Wirt sofort brachte. Sie bezahlte ihn und nahm einen Schluck.
    Er war überraschenderweise gar nicht übel und so trank sie ihn mit dem zweiten Schluck aus und stellte den leeren Krug geräuschvoll ab. Ein Geräusch das wohl auch den anderen Gast aus seinem Hader riss, denn jetzt drehte er sich zu ihr um, immer noch nicht sehr gut gelaunt, wohl nachschauend wer seine Aura störte. Mealla die gerade gehen wollte drehte sich kurz zu ihm um.
    "Harter Tag ? Kenne ich, wird wieder besser wenn man sich Mühe gibt. Ihr solltet euch vielleicht einen angenehmeren Ort als diesen suchen. Arrivederci Fremder.", sagte sie fröhlich mit einem aufmunternden Lächeln, wobei sie einen antivanischen Akzent bei der Aussprache hatte. Das kam häufiger vor, allerdings in der Art das sie den einen Satz mit einem antivanischen und den nächsten mit einem tevinteranischen Akzent aussprach. Vermutlich spukten zuviele Sprachen in ihrem Schädel herum. Während der Fremde wohl noch perplex die Aufmunterung einer wildfremden verarbeitete verließ Mealla die Schenke und verschwand in der Menge. Sie hatte wohl wirklich gute Laune, wenn sie schon irgendwelchen Leuten freundliche Ratschläge gab.


    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png] & [Bild: nimue_klein.jpg]

    Mordred nahm die komische kleine Frau nur nebensächlich wahr. Der Wein entfaltete seine wohlige Wirkung und stimmte ihn milder und die fröhlichen, der Situation unangemessenen Worte perlten an ihm ab wie das Wasser zur selben Zeit an Morganas und Larissas Körper während sich die Zwei wieder frisch machten und das Badehaus verließen. Der Antivaner grummelte, sagte jedoch nichts und schon war die kleine Figur verschwunden. War es eine Elfe gewesen? Oder ein Kind? Zierlich war die Gestalt gewesen und nun war sie weg und kaum hatte sie die Tür zufallen lassen, wanderten Mordreds Gedanken wieder in die Ferne. Harte Tage besserten sich nicht, wenn man es sich nur laut genug wünschte! Und dann diese Anspielung auf Antiva! Wollte sie ihn etwa beleidigen???
    Vielleicht war er ihr mit den Gedanken doch noch etwas länger nachgehangen, als er es beabsichtigt hatte…

    *

    Das Schwimmen hatte Nimue gut getan, ebenso wie die gesuchte Einsamkeit. Die ganze Zeit umgeben von diesen Söldnern und dann auch noch der Knappe, der sie unverhohlen angeglotzt hatte. Man musste keine Oberverzauberin sein um zu wissen, was er dachte. Perverser kleiner Möchtegern-Ritter, genau wie die Jungen im Zirkel. Dabei sollten sich sowohl Jungmagier wie auch Knappen gefälligst auf ihre Ausbildung konzentrieren! Die Magierin schritt nun wieder bekleidet und mit dem Gefühl der Reinheit durch die Straßen der Stadt. Der Arl hatte diese gut gepflastert und scheinbar wurden sie sogar alle paar Tage geputzt und von dem Schmutz unzähliger Stiefel befreit. In der Stadt herrschte eine gewissen Ordnung, die durch die zahlreichen Wachen gewahrt wurde und so war es für Nimue nur ein kurzer und unbehelligter Spaziergang über das Marktviertel hinweg, vorbei an verschiedenen großen und kleinen Lagern, das majestätische Stadttor rechts von sich liegen lassend und der Mauer bis zu einer Treppe folgend, die sich in vielen Stufen in die Erhebung gegraben hatte und auf der ohne Probleme zwanzig Mann in Linie schreiten konnten. Oberhalb, noch eine Windung und viele Stufen höher, ragte die Kirche von Amaranthine in all ihrer Pracht in den Himmel empor. Riesig, gefertigt aus Quadern die so mächtig waren, dass Riesen sie hatten transportieren müssen ragte das Bollwerk des Glaubens in den Himmel auf und versprühte diesen unumgänglichen Druck der Spiritualität und einer umfassenden Religion. Früher, so wusste Nimue, hatte es viele Götter und Göttinnen gegeben. Die Dalish zum Beispiel verehrten sie noch immer und auch die Avaar beteten anders als die Jünger der Andraste. Diese predigte eine andere Art der Religion.

    Ihr Gott ist eifersüchtig auf die Anderen“, dachte Nimue während sie bedächtig die Schritten zur Kirche empor trat. „Ein eifersüchtiger und dreister Kerl, der seine Schöpfungen die Geister und die Menschen im Dunkeln und in der Einsamkeit lässt. Führungslos und sich an die Hoffnung klammernd, dass er eines Tages zurückkehren vermag. Und doch verlangst du, ja wohl du da, wenn es dich überhaupt gibt! Du verlangst meine Liebe? Meine Hingabe? Meine Anbetung? Komm und verdiene sie dir!“
    Sie übertrat die Schwelle und stand nun vor der riesigen Kirchentür. Sie war so weit aufgeschoben, als dass ein einzelner Mensch hindurchgehen konnte und vor ihr standen zwei Templer, daneben eine Kirchenschwester. Nimue nickte dieser freundlich, aber mit kaltem Blick zu. Die Templer ignorierte sie wie die Waffen, die sie waren und betrat das Gotteshaus.

    Nimues Schritte hallten weit durch das weiträumige Gebäude. Es war so riesig, so umfassend und erhaben, dass ein kleines Anwesen hineingepasst hätte. Reihe an Reihe standen die Sitzbänke gedrängt, ausgerichtet auf den kleinen Punkt am Ende, dem Altar wo die Messe vorgetragen und der Gesang des Lichts intoniert wurde. Die nackten, kalten Wände waren von überquellenden Regalen voller bunter Bücher, Folianten und Schriftrollen bedeckt während jeweils drei mächtige Säulen die sich wie ein Bogen spannende Decke stützten, so dick, dass vier erwachsene Männer eine der Säulen umstellen und sich an den Händen fassen mussten um sie zu umspannen. Am Ende der Halle brannte das „Ewige Feuer“. Unweit davon saß ein gestrafter Kirchenbruder, der die langweilige Aufgabe hatte das Feuer am Ausgehen zu hindern. Dieser Ort war so mächtig und von unbeschreiblicher, gottesfürchtiger Ruhe erfüllt. Und Nimue hasste ihn jedes Mal, wenn sie hier war aufs Neue.

    Notgedrungen und unter den Blicken einiger unbehelmter Templer beugte sie das Knie vor dem Altar und senkte den Kopf.
    „Wollt Ihr den Segen des Erbauers empfangen?“, fragte eine alternde, ihrer Kraft beraubte Stimme. Nime schaute zur Seite wo eine Frau Anfang Achtzig auf sie zu watschelte. „Seid Ihr die Ehrwürdige Mutter?“, fragte Nimue trocken. „Nein, nein, nein. Die Ehrwürdige Mutter ist gerade einmal halb so alt wie ich. Aber ich wäre es fast einmal geworden.“
    Oh Erbauer! Strafe mich jetzt nicht mit einer unendlichen, nervenaufreibenden Lebensgeschichte und ich werfe einen ganzen Souvereign in die Kollekte!“, flehte Nimue stumm empör.
    „Aber ich bin sicher, ihr wollt Euch nicht von einer alten Priesterin ihre Lebensgeschichte erzählen lassen, oder Kindchen?“, fragte die Großmutter wenig hoffnungsvoll. Nimue schüttelte den Kopf. „Will ich nicht.“ Diese Strenge stand ihr gut zu Gesicht, erschütterte die Alte aber merklich. Verwirrt schüttelte sie den Kopf und die alten Hände gleich mit. „Und… und den Segen?“
    Nimue seufzte innerlich, dann nickte sie und senkte bedächtig das hübsche Haupt. Die alte, von braunen Flecken übersäte Hand der Priesterin zitterte schwächlich über dem brauen Haar, dann sprach die gebrechliche Stimme einen kurzen Segen. Zahnlos aber zufrieden einen Sieg für den Erbauer errungen zu haben, lächelte die Alte. Nimue lächelte nicht.

    Es war ihre Pflicht mindestens eine Strophe des Gesanges in der Kirche auszuhalten, doch als der Priester schließlich seinen Psalm beendet hatte, erhob sich Nimue rasch und schritt wie mit dem Anmut einer Kriegerfürstin zwischen den Bänken gen Ausgang. Es waren nur wenige Menschen und noch weniger Elfen in der Kirche. Frommes Volk die sich vielleicht vor der Dunklen Brut zu schützen suchten, indem sie fleißig Silber spendeten. Oder einfache Narren, die dachten ihre jämmerliche Existenz würde tatsächlich Beachtung bei einer Macht finden, die sich über alles und jeden, sogar anderer Götter und der Magie, erhob. Verächtlich warf Nimue den Kopf zurück und eilte gen Ausgang. Da blitze der Kollektenkorb auf, der dort nahe der Tür um Zuwendung bettelte. Ein Goldstück fand sich in Nimues Hand wieder. Die Magierin ließ die Münze zwischen die Finger gleiten. Sie schimmerte matt im Licht der zahllosen Kerzen und die abgegriffene Oberfläche die sicherlich schon viele Besitzer gehabt hatte, fühlte sich anschmiegsam und fast warm an. Nimue schaute an die Decke, die den Himmel des Erbauers symbolisieren sollte. Dort war nichts Herrschaftliches. Nur menschliche Baukunst, Stützpfeiler, Vergatterungen, architektonische Überlegenheit. Kein Gott, kein übersinnliches Wesen. Nimue schnaubte verächtlich, dann steckte sie die Münze wieder in ihre Tasche und verließ die Kirche.

    *

    Larissa und Morgana schlenderten frisch gewaschen durch die Straßen Denerims. Die Elfe hatte auf Morganas Nachfrage geantwortet, dass sie sicherlich bald zur Taverne zurückkehren und den Geschichten der Anderen lauschen sollten, vorher wollte sie aber über den Markt flanieren. Vielleich würde sie ja etwas Günstiges finden. Schmuck zum Beispiel. Die Wachen beobachteten die bewaffnete und ganz offensichtlich aus der Wildnis stammende Elfe voller Argwohn, sagten jedoch nichts, da Larissa nichts Unrechtes tat. Nein, stattdessen hielt sie an fast jedem Stand an und fragte die dort stehenden Händler über Trivialitäten zu ihren Waren aus. Antwortete ein Händler nicht voller Inbrunst oder nur unzureichend winkte Larissa ab und nahm sich den nächsten Stand vor. Eine kleine Brosche fiel ihr ins Auge. Sie zeigte eine Sonne, doch war ihr Kern weder goldbemalt noch versilbert sondern ein dunkelgrüner Saphir. Die Spange war recht primitiv, doch gefiel sie der Elfe sehr gut und während Morgana nicht hinsah reichte sie dem Händler ein paar Silbermünzen. Dann wandte sie sich um, fasste die Hexe bei der Hüfte und zog sie zu sich. Während für Larissa die Außenwelt entschwand, klappte dem eben noch belustigt dreinblickenden Händler das bartverzierte Kinn hinüber, als die Elfe bewusst dominant ihren Anspruch geltend machte und den Hexenleib dich genug zu ihrem beförderte, als dass sie dann mit zärtlichen Fingern die Brosche an Morganas Kleid befestigte. „Das Grün der Brosche steht dem deiner Augen zwar nach, doch passt es auch so wunderbar zu ihnen.“ Tatsächlich hatte die Brosche, beziehungsweise der Stein in ihrer Mitte, eine gewisse farbliche Ähnlichkeit mit Morganas Augen. Larissa pinnte das Schmuckstück etwas oberhalb der Brust an, dann lächelte sie und schob die Hexe wieder ein Stück zurück.
    „Mehr, Mylady?“, stotterte der Händler noch und wies tollpatschig auf seine Auslage, doch Larissa lächelte ihm zuckersüß zu und schritt dann weiter.

    Der nächste Stand gehörte einem Zwerg und er verkaufte Waffen. Mit Waffen war es so eine Sache, eigentlich brauchte Larissa sie nicht mehr, sie hatte ja genug, andererseits wusste man ja nie. Zuerst kaufte sie ohne Umschweife einen Schleifstein. Ihren hatte die verloren, oder er war ihr während ihrer Gefangenschaft geraubt worden. „Diebe!“ Dann betrachtete sie die restlichen Waren und stockte. Sie griff nach einer filigranen und schön gearbeiteten Klinge, zweifellos elfischer Machart. „Ah, ein schönes Stück Eures Volkes, meine Liebe“, schnarrte der Zwerg. Er sprach etwas durch die Nase und zupfte sich dabei an seinem brauen Bart, den er sich zur Hälfte in den Gürtel gesteckt hatte. Das Schwert war leicht und feine Linien, die an Geäst erinnerten verliefen auf ihrer Oberfläche. Eine schöne Waffe. Dann aber besann sie sich eines Besseren und legte das Schwert zurück. „Ich hab ja leider schon eins“, sagte sie etwas angeberisch und tätschelte die Schwertscheide, die an ihrer Hüfte hing. „Aha. Hmm. Darf ich mal sehen?“ Larissa schüttelte entgeistert den Kopf. „Nein, wieso?
    „Ich dachte vielleicht wollen die Dame eine neue Scheide kaufen für diese Klinge?!“ Larissa sah sich hektisch um. „Nein danke, es geht schon“, sagte sie. Dann wandte sie sich ab und verließ den Stand. Irgendwie war ihr unheimlich dabei, wenn jemand ihre Waffen haben wollte, vor allem dieses Schwert. Es war ihr Schwert! Niemand anderer sollte es bekommen! Es war ihres!
    Wollen wir jetzt zurück zur Taverne?“, fragte Larissa und steckte ihre Hand nach Morgana aus.
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    [Bild: Larissa_klein.jpg] & [Bild: W4DL88qY39Eg1V9mordred_klein.png] & [Bild: nimue_klein.jpg]

    Mordred nahm die komische kleine Frau nur nebensächlich wahr. Der Wein entfaltete seine wohlige Wirkung und stimmte ihn milder und die fröhlichen, der Situation unangemessenen Worte perlten an ihm ab wie das Wasser zur selben Zeit an Morganas und Larissas Körper während sich die Zwei wieder frisch machten und das Badehaus verließen. Der Antivaner grummelte, sagte jedoch nichts und schon war die kleine Figur verschwunden. War es eine Elfe gewesen? Oder ein Kind? Zierlich war die Gestalt gewesen und nun war sie weg und kaum hatte sie die Tür zufallen lassen, wanderten Mordreds Gedanken wieder in die Ferne. Harte Tage besserten sich nicht, wenn man es sich nur laut genug wünschte! Und dann diese Anspielung auf Antiva! Wollte sie ihn etwa beleidigen???
    Vielleicht war er ihr mit den Gedanken doch noch etwas länger nachgehangen, als er es beabsichtigt hatte…

    *

    Das Schwimmen hatte Nimue gut getan, ebenso wie die gesuchte Einsamkeit. Die ganze Zeit umgeben von diesen Söldnern und dann auch noch der Knappe, der sie unverhohlen angeglotzt hatte. Man musste keine Oberverzauberin sein um zu wissen, was er dachte. Perverser kleiner Möchtegern-Ritter, genau wie die Jungen im Zirkel. Dabei sollten sich sowohl Jungmagier wie auch Knappen gefälligst auf ihre Ausbildung konzentrieren! Die Magierin schritt nun wieder bekleidet und mit dem Gefühl der Reinheit durch die Straßen der Stadt. Der Arl hatte diese gut gepflastert und scheinbar wurden sie sogar alle paar Tage geputzt und von dem Schmutz unzähliger Stiefel befreit. In der Stadt herrschte eine gewissen Ordnung, die durch die zahlreichen Wachen gewahrt wurde und so war es für Nimue nur ein kurzer und unbehelligter Spaziergang über das Marktviertel hinweg, vorbei an verschiedenen großen und kleinen Lagern, das majestätische Stadttor rechts von sich liegen lassend und der Mauer bis zu einer Treppe folgend, die sich in vielen Stufen in die Erhebung gegraben hatte und auf der ohne Probleme zwanzig Mann in Linie schreiten konnten. Oberhalb, noch eine Windung und viele Stufen höher, ragte die Kirche von Amaranthine in all ihrer Pracht in den Himmel empor. Riesig, gefertigt aus Quadern die so mächtig waren, dass Riesen sie hatten transportieren müssen ragte das Bollwerk des Glaubens in den Himmel auf und versprühte diesen unumgänglichen Druck der Spiritualität und einer umfassenden Religion. Früher, so wusste Nimue, hatte es viele Götter und Göttinnen gegeben. Die Dalish zum Beispiel verehrten sie noch immer und auch die Avaar beteten anders als die Jünger der Andraste. Diese predigte eine andere Art der Religion.

    Ihr Gott ist eifersüchtig auf die Anderen“, dachte Nimue während sie bedächtig die Schritten zur Kirche empor trat. „Ein eifersüchtiger und dreister Kerl, der seine Schöpfungen die Geister und die Menschen im Dunkeln und in der Einsamkeit lässt. Führungslos und sich an die Hoffnung klammernd, dass er eines Tages zurückkehren vermag. Und doch verlangst du, ja wohl du da, wenn es dich überhaupt gibt! Du verlangst meine Liebe? Meine Hingabe? Meine Anbetung? Komm und verdiene sie dir!“
    Sie übertrat die Schwelle und stand nun vor der riesigen Kirchentür. Sie war so weit aufgeschoben, als dass ein einzelner Mensch hindurchgehen konnte und vor ihr standen zwei Templer, daneben eine Kirchenschwester. Nimue nickte dieser freundlich, aber mit kaltem Blick zu. Die Templer ignorierte sie wie die Waffen, die sie waren und betrat das Gotteshaus.

    Nimues Schritte hallten weit durch das weiträumige Gebäude. Es war so riesig, so umfassend und erhaben, dass ein kleines Anwesen hineingepasst hätte. Reihe an Reihe standen die Sitzbänke gedrängt, ausgerichtet auf den kleinen Punkt am Ende, dem Altar wo die Messe vorgetragen und der Gesang des Lichts intoniert wurde. Die nackten, kalten Wände waren von überquellenden Regalen voller bunter Bücher, Folianten und Schriftrollen bedeckt während jeweils drei mächtige Säulen die sich wie ein Bogen spannende Decke stützten, so dick, dass vier erwachsene Männer eine der Säulen umstellen und sich an den Händen fassen mussten um sie zu umspannen. Am Ende der Halle brannte das „Ewige Feuer“. Unweit davon saß ein gestrafter Kirchenbruder, der die langweilige Aufgabe hatte das Feuer am Ausgehen zu hindern. Dieser Ort war so mächtig und von unbeschreiblicher, gottesfürchtiger Ruhe erfüllt. Und Nimue hasste ihn jedes Mal, wenn sie hier war aufs Neue.

    Notgedrungen und unter den Blicken einiger unbehelmter Templer beugte sie das Knie vor dem Altar und senkte den Kopf.
    „Wollt Ihr den Segen des Erbauers empfangen?“, fragte eine alternde, ihrer Kraft beraubte Stimme. Nime schaute zur Seite wo eine Frau Anfang Achtzig auf sie zu watschelte. „Seid Ihr die Ehrwürdige Mutter?“, fragte Nimue trocken. „Nein, nein, nein. Die Ehrwürdige Mutter ist gerade einmal halb so alt wie ich. Aber ich wäre es fast einmal geworden.“
    Oh Erbauer! Strafe mich jetzt nicht mit einer unendlichen, nervenaufreibenden Lebensgeschichte und ich werfe einen ganzen Souvereign in die Kollekte!“, flehte Nimue stumm empör.
    „Aber ich bin sicher, ihr wollt Euch nicht von einer alten Priesterin ihre Lebensgeschichte erzählen lassen, oder Kindchen?“, fragte die Großmutter wenig hoffnungsvoll. Nimue schüttelte den Kopf. „Will ich nicht.“ Diese Strenge stand ihr gut zu Gesicht, erschütterte die Alte aber merklich. Verwirrt schüttelte sie den Kopf und die alten Hände gleich mit. „Und… und den Segen?“
    Nimue seufzte innerlich, dann nickte sie und senkte bedächtig das hübsche Haupt. Die alte, von braunen Flecken übersäte Hand der Priesterin zitterte schwächlich über dem brauen Haar, dann sprach die gebrechliche Stimme einen kurzen Segen. Zahnlos aber zufrieden einen Sieg für den Erbauer errungen zu haben, lächelte die Alte. Nimue lächelte nicht.

    Es war ihre Pflicht mindestens eine Strophe des Gesanges in der Kirche auszuhalten, doch als der Priester schließlich seinen Psalm beendet hatte, erhob sich Nimue rasch und schritt wie mit dem Anmut einer Kriegerfürstin zwischen den Bänken gen Ausgang. Es waren nur wenige Menschen und noch weniger Elfen in der Kirche. Frommes Volk die sich vielleicht vor der Dunklen Brut zu schützen suchten, indem sie fleißig Silber spendeten. Oder einfache Narren, die dachten ihre jämmerliche Existenz würde tatsächlich Beachtung bei einer Macht finden, die sich über alles und jeden, sogar anderer Götter und der Magie, erhob. Verächtlich warf Nimue den Kopf zurück und eilte gen Ausgang. Da blitze der Kollektenkorb auf, der dort nahe der Tür um Zuwendung bettelte. Ein Goldstück fand sich in Nimues Hand wieder. Die Magierin ließ die Münze zwischen die Finger gleiten. Sie schimmerte matt im Licht der zahllosen Kerzen und die abgegriffene Oberfläche die sicherlich schon viele Besitzer gehabt hatte, fühlte sich anschmiegsam und fast warm an. Nimue schaute an die Decke, die den Himmel des Erbauers symbolisieren sollte. Dort war nichts Herrschaftliches. Nur menschliche Baukunst, Stützpfeiler, Vergatterungen, architektonische Überlegenheit. Kein Gott, kein übersinnliches Wesen. Nimue schnaubte verächtlich, dann steckte sie die Münze wieder in ihre Tasche und verließ die Kirche.

    *

    Larissa und Morgana schlenderten frisch gewaschen durch die Straßen Denerims. Die Elfe hatte auf Morganas Nachfrage geantwortet, dass sie sicherlich bald zur Taverne zurückkehren und den Geschichten der Anderen lauschen sollten, vorher wollte sie aber über den Markt flanieren. Vielleich würde sie ja etwas Günstiges finden. Schmuck zum Beispiel. Die Wachen beobachteten die bewaffnete und ganz offensichtlich aus der Wildnis stammende Elfe voller Argwohn, sagten jedoch nichts, da Larissa nichts Unrechtes tat. Nein, stattdessen hielt sie an fast jedem Stand an und fragte die dort stehenden Händler über Trivialitäten zu ihren Waren aus. Antwortete ein Händler nicht voller Inbrunst oder nur unzureichend winkte Larissa ab und nahm sich den nächsten Stand vor. Eine kleine Brosche fiel ihr ins Auge. Sie zeigte eine Sonne, doch war ihr Kern weder goldbemalt noch versilbert sondern ein dunkelgrüner Saphir. Die Spange war recht primitiv, doch gefiel sie der Elfe sehr gut und während Morgana nicht hinsah reichte sie dem Händler ein paar Silbermünzen. Dann wandte sie sich um, fasste die Hexe bei der Hüfte und zog sie zu sich. Während für Larissa die Außenwelt entschwand, klappte dem eben noch belustigt dreinblickenden Händler das bartverzierte Kinn hinüber, als die Elfe bewusst dominant ihren Anspruch geltend machte und den Hexenleib dich genug zu ihrem beförderte, als dass sie dann mit zärtlichen Fingern die Brosche an Morganas Kleid befestigte. „Das Grün der Brosche steht dem deiner Augen zwar nach, doch passt es auch so wunderbar zu ihnen.“ Tatsächlich hatte die Brosche, beziehungsweise der Stein in ihrer Mitte, eine gewisse farbliche Ähnlichkeit mit Morganas Augen. Larissa pinnte das Schmuckstück etwas oberhalb der Brust an, dann lächelte sie und schob die Hexe wieder ein Stück zurück.
    „Mehr, Mylady?“, stotterte der Händler noch und wies tollpatschig auf seine Auslage, doch Larissa lächelte ihm zuckersüß zu und schritt dann weiter.

    Der nächste Stand gehörte einem Zwerg und er verkaufte Waffen. Mit Waffen war es so eine Sache, eigentlich brauchte Larissa sie nicht mehr, sie hatte ja genug, andererseits wusste man ja nie. Zuerst kaufte sie ohne Umschweife einen Schleifstein. Ihren hatte die verloren, oder er war ihr während ihrer Gefangenschaft geraubt worden. „Diebe!“ Dann betrachtete sie die restlichen Waren und stockte. Sie griff nach einer filigranen und schön gearbeiteten Klinge, zweifellos elfischer Machart. „Ah, ein schönes Stück Eures Volkes, meine Liebe“, schnarrte der Zwerg. Er sprach etwas durch die Nase und zupfte sich dabei an seinem brauen Bart, den er sich zur Hälfte in den Gürtel gesteckt hatte. Das Schwert war leicht und feine Linien, die an Geäst erinnerten verliefen auf ihrer Oberfläche. Eine schöne Waffe. Dann aber besann sie sich eines Besseren und legte das Schwert zurück. „Ich hab ja leider schon eins“, sagte sie etwas angeberisch und tätschelte die Schwertscheide, die an ihrer Hüfte hing. „Aha. Hmm. Darf ich mal sehen?“ Larissa schüttelte entgeistert den Kopf. „Nein, wieso?
    „Ich dachte vielleicht wollen die Dame eine neue Scheide kaufen für diese Klinge?!“ Larissa sah sich hektisch um. „Nein danke, es geht schon“, sagte sie. Dann wandte sie sich ab und verließ den Stand. Irgendwie war ihr unheimlich dabei, wenn jemand ihre Waffen haben wollte, vor allem dieses Schwert. Es war ihr Schwert! Niemand anderer sollte es bekommen! Es war ihres!
    Wollen wir jetzt zurück zur Taverne?“, fragte Larissa und steckte ihre Hand nach Morgana aus.


    [Bild: nBNIRitter_940_mini.jpg][Bild: 14jlgz1i9WTcPy6veMorgana_mini.jpg]

    Nachdem Artur den Markt einen kurzen Besuch abgestattet hatte, war er noch bei einem Bankhaus gewesen. Immerhin musste er noch die Münzen und Schmuckstücke die er bei dem Auftrag in Blumenbach erhalten hatte gegen Gold eintauschen. Bei seinem Besuch bei diesem Händler hatte er das ganz vergessen, aber jetzt erinnerte er sich an den Beutel voller Kupfer und Silbermünzen. Es war auch eine richtige Entscheidung gewesen die Bank zu besuchen denn die erfahrenen Angestellten hatten sofort geschickt die Münzen gestapelt gezählt und auch den Rest der Belohnung im Wert geschätzt. Letztendlich kam sogar eine Summe von 15 Souvereigns und ein paar zerquetschte heraus. Allen in allem eine gute Belohnung, auch wenn der Werwolf jeden Kupferling wert gewesen war und leicht eines der Gruppenmitglieder hätte töten können. So war er aber tot und Artur so wie seine beiden Mitsöldnerinnen um einiges an Gold reicher. Da er keinen Grund sah noch lange auf dem Markt zu stöbern, denn eigentlich brauchte er nichts, begab sich Artur wieder auf den Rückweg zur Goldenen Gans. Er kaufte nur selten etwas spontan ein und war anders als die beiden Damen nicht versessen darauf sich mit irgendwelchen Duftstoffen, Kleidern oder Schmuckstücken einzudecken. Stattdessen begann er zu überlegen ob die Gruppe noch weitererer Ausrüstung bedurfte wenn sie weiter nach Westen reiste. Spätestens bevor sie das Frostgipfelgebirge begann würde sich die Gruppe wohl zusätzliche Ausrüstung besorgen müssen, denn dort würden sie wohl nur im Freien übernachten können. Er beschloß sich dahingehend ein paar Gedanken zu machen. Von der Ausrüstung des toten Ritters war leider nicht allzuviel zu brauchen gewesen, alles viel zu protzig und umständlich und leider nicht für Nächte in der Wildnis ausgelegt.
    Nachdenklich aber immer noch gut gelaunt betrat er die Taverne, wo er sich direkt in seinen Raum aufmachte. Dieser war ähnlich geschmackvoll und edel eingerichtet wie die Zimmer in Denerim, mit einem großen Bett dessen Laken blütenweiß und einladend weich leuchtetete. Lackierter Tisch aus Edelhölzern, Waschtisch mit Spiegel, eine große Truhe und sogar ein roter Paravent hinter dem ein mannsgroßer Spiegel stand. Der Paravent war aus einem weißen Stoff gemacht auf dem einige Tiere mit schwarzem Faden eingestickt waren. Sogar ein gepolstertes weinrotes Sofa stand da und eine gußeiserne Badewanne die in der Ecke des Raumes auf ihre Benutzung wartete. Artur sah das seine Satteltaschen ordentlich in die Truhe gelegt worden waren. Der Knappe war wirklich sehr zuverlässig gewesen. In einem anderen Leben hätte Artur ihn vielleicht übernommen, aber was sollte er als Söldner mit einem Knappen und vor allem wer wollte schon von einem Söldner zum Ritter geschlagen werden ?
    Vorsichtig legte er seine Rüstung ab und begann nachdem er seine Utensilien dafür herausgesucht hatte diese zu putzen und polieren. Immerhin hatte er jetzt die Zeit dazu. Nachdem das ordentlich erledigt worden war, was ohne Qunarihirn in den Ritzen bedeutend schneller ging, legte er sie beiseite und begann sich selbst zu reinigen und rasieren. Wieder vorzeigbar schnallte er sich sein Wehrgehänge um den Gambesson und betrat den Schankraum. Bisher war noch keiner der Anderen wieder da und so trat er an die Theke wo der alte Thogrin immer gutgelaunt die Krüge putzte. Freundlich begrüßte er den ankommenden Ritter.
    "Ah ihr seid es Ser, was kann der alte Thogrin für euch tun. Ein kühles Helles aus Nevarra vielleicht ?"
    "Nun da sage ich nicht nein zu, wenn ihr so etwas habt. Ich habe schon länger keines mehr getrunken.", antwortete er gutgelaunt.
    "Natürlich habe ich das, dies hier ist Amaranthine und aus den Marschen und Nevarra kommt schließlich das beste Bier.", meinte er mit einem fröhlichen Grinsen und füllte den Zinnkrug mit dem schäumenden goldenen Getränk, gesäumt mit einer weißen Schaumkrone.
    Er reichte es dem Ritter welcher einen großen Schluck nahm. Prickelnd lief es ihm die Kehle herunter und weckte alte Erinnerungen.
    "Das ist Heimat.", sagte er mit einem zufriedenen Grinsen als er den Krug absetzte und sich den Schaum abwischte.
    "Ihr seid also aus Nevarra ? Ich hatte schon einen kleinen Akzent herausgehört war mir aber nicht sicher ob er aus den Marschen oder Nevarra kam.", warf der Zwerg mit dem Wissen eines Tavernenwirts ein in dessen Kneipe häufiger Ausländer kamen.
    "Ihr habt Recht. Ich kann euch auch keinen Vorwurf machen ist die Sprache doch recht ähnlich. Immerhin war Nevarra früher ja auch nur eine Stadt der Freien Marschen wie Starkhaven oder Kirkwall. Außerdem habe ich lange Zeit dort gelebt.", erklärte Artur.
    "Nun dann lasst es euch schmecken Ser. Falls ihr heute Abend hier essen wollt kann ich euch die goldene Gans empfehlen, ein Gänsebraten nach einem Spezialrezept. Bei eurer großen Gruppe lohnt sich das auch, außerdem kredenzen wir dazu verschiedenes Gemüse und ofenfrische Backkartoffeln, bei denen läuft euch das Wasser im Mund zusammen.", offerierte er geschäftstüchtig.
    "Klingt gut. Ich werde darauf zurückkommen. Falls ihr Zeit habt würde ich die Gelegenheit nutzen mich mit euch über Orzammar zu reden. Es schadet wohl nicht mit jemanden von dort zu reden bevor man dorthin reist.", bat Artur den Wirt höflich.
    "Na gut Ser, ich habe Zeit. Aber erschreckt nicht wenn mir dabei das eine oder andere Fluchwort über die Lippen springt."
    "Keine Angst, ich bin fluchende Zwerge gewohnt.", erwiderte Artur mit einem Grinsen. Zwergensöldner waren Meister im Fluchen.

    *
    Morgana folgte Larissa gut gelaunt während diese jeden Händler heimsuchte und mit mal mehr und mal weniger Enthusiasmus deren Waren durchstöberte. Morgana sah nichts besonderes was ihr direkt ins Auge fiel, aber sie hatte sich ja in Denerim schon neue Kleidung gekauft und in der Wildnis verschwendete sie auch nicht ihre Duftöle. Und Schmuck trug sie anders als ihre elfische Begleiterin auch eher weniger, von einigen Acessoires aus schlichtem Silber mal abgesehen. An einem Stand mit verschiedenen Pflegeprodukten blieb sie jedoch stehen und kaufte dort neben etwas Talg und Fetten zur Herstellung einiger Salben auch ein paar schon fertige wohlduftende Cremes. Außerdem kaufte sie eine neue Nagelschere die besser aussah als ihre alte und einen Kamm aus Schildpatt. Dieser sah ganz gut aus und würde eine gute Ergänzung zu ihrer Bürste werden. Während Larissa mal wieder bei irgendeinem Händler die Auslagen untersuchte ließ Morgana den Blick über die geschäftige Menge schweifen. Spielende Kinder, schreiende Händler und gehetzte Menschen. Diesen ganzen Trubel konnte Morgana nie viel abgewinnen auch wenn sie einsah das sowas nun einmal dazu gehörte.
    Plötzlich drehte sich die Dalish zu ihr und zog die Hexe an ihrer Hüfte zu sich, etwas was Morgana ohne Widerstand zuließ. Dann heftete sie der jungen Frau eine hübsche Brosche mit einem eingefassten Saphir an das Kleid. Morgana erwiderte das darauffolgende Lächeln der Elfe mit einem ebenfalls fröhlichen Lächeln. Während Larissa vorausging den verdutzten Händler hinter sich lassend, folgte ihr Morgana bedächtig sich die Brosche genauer ansehend. In eine schlicht aussehnde silberne Sonne war der Saphir eingefasst, der im Licht der Sonne dunkelgrün schimmerte. Er war nicht zu groß und einigermaßen schlicht und er passte tatsächlich gut zu ihren Augen. Und zum Glück sah die Sonne nicht aus wie die Sonne der andrastischen Kirche.
    Ein schönes Geschenk, wobei bei Morgana sich zu fragen begann ob es dafür einen besonderen Grund gab. Sie hatte damals gesagt das sie nicht bereit für eine Beziehung war und jetzt fragte sie sich ob sie nicht auf einmal in einer steckte. Und falls es so wäre ob das so eine schlechte Sache wäre. Dann verwarf sie diesen Gedanken wieder. Die Elfe war einfach ein wenig entspannter in dem Austausch von Zärtlichkeiten gewesen und die beiden Frauen hatten sich schon vorher gegenseitig was geschenkt. Das tat man schließlich wenn man jemanden gern hatte. Morgana beschloss sich bei nächster Gelegenheit dafür zu revanchieren, sofern ihr etwas ins Auge sprang was der Elfe gefallen konnte. Für den freundlichen Morgengruß vorm Frühstück würde sie sich vielleicht heute Abend noch bedanken können, sofern die Elfe interessiert war den Abend mit ihr zu verbringen. Auf jedenfall würde sie Larissa vorschlagen den Unterricht fortzuführen, denn abseits von persönlichen Interessen, fand es die Lehrerin in Morgana nicht klug den Untericht weiter schliefen zu lassen. Und hier hatten sie schließlich auch die Möglichkeiten dazu. Nachdem die Elfe sich mit einem zwergischen Waffenhändler unterhalten hatte und diesen dann hektisch wieder verließ, fragte sie die Hexe ob sie zurück zu der Taverne gehen sollten.
    Morgana ergriff die gereichte Hand und zog die Elfe sanft aber bestimmt zu sich und umamrmte sie wobei ihre rechte Hand auf deren Hüfte lag, während die linke auf Höhe des Rückens durch die Haare der Elfe strich. Verführerisch sah sie der Elfe in die Augen.
    "Ich denke schon. Aber vorher wollte ich mich für die hübsche Brosche bei dir bedanken.",sagte sie und zog den Kopf der Elfe zu sich heran und gab ihr einen langen Kuss. Dann trennten sich die Münder der beiden wieder und Morgana spielte lächelnd an der Brosche.
    "Wirklich sehr hübsch, ich danke dir Larissa. Und jetzt sollten wir zurück gehen, ich bekomme langsam Hunger.", sagte sie gutgelaunt und verschränkte die Finger ihren linken Hand in denen von Larissas rechten.
    "Nach dem Essen werden wir uns allerdings nochmal ans Schreiben und Lesen machen. Immerhin haben wir hier endlich mal wieder ideale Unterrichtsbedingungen.", warf sie noch auf elfisch ein, wobei eine leicht Strenge in ihrer Stimme mitschwang. Diese wurde aber kurz darauf wieder von einem Lächeln entschärft und Morgana zog die Elfe leicht an der Hand in Richtung Heimweg. So begaben sich die beiden Freundinnen händchenhaltend zurück zur Taverne, wobei sie die irriterten und verdutzten Blicke von einigen Passanten gekonnt ignorierten.

    *
    Schließlich kamen beide in der Taverne an, wo sie feststellten das zumindestens schon Artur wieder zurück war und sich mit dem Zwerg hinter der Theke unterhielt. Beide Damen gingen zu ihm hin, woraufhin er sich zu ihnen umdrehte und sie freundlich begrüßte:
    "Zurück aus den Bädern wie ich sehe. Sehr schön. Ich hoffe es hat war den Besuch wert. Wie ich sehe seid ihr auch auf dem Markt gewesen, es sei denn diese Brosche da hattet ihr schon vorher."
    "Nein, ihr seid ein scharfsinniger Beobachter Ser Artur. Diese Brosche ist in der Tat neu, ein hübsches Geschenk von Larissa. Und die Bäder lohnen tatsächlich einen Besuch. Hattet ihr auch Erfolg ?", fragte sie gutgelaunt. Artur nickte zufrieden.
    "Ja ich habe ein wenig Geld bekommen und dem Knappen eine Überfahrt nach Hause arrangiert. Und die Belohnung von der Werwolfsjagd eingetauscht. Hier das ist für euch meine Damen.", sagte er freundlich und gab jeder der Frauen vier goldene Souvereigns. Das war mehr als ihnen anteilmäßig zustand, aber er war zufrieden durch den Verkauf der Rüstung, da konnte er es sich sogar leisten einen Bonus zu zahlen. Auch wenn sich Larissa mehr über den Erhalt der Bezahlung freute als Morgana welche fast nur nebensächlich nickte.
    "Da es heute ein guter Tag für mich war habe ich mich entschlossen heute Abend das Essen zu bezahlen. Ich habe die Spezialität des Hauses einen Gänsebraten bestellt. Jetzt wo ihr zumindestens da seid kann ich dem Koch sagen das er anfangen kann. Bis das Essen fertig ist werden die Anderen wohl auch auftauchen und wenn nicht haben sie halt Pech gehabt.",sagte er gutgelaunt und lächelte.
    "Nun das ist äußerst großzügig von euch. Dann können ich und Larissa die Zeit ja noch nutzen um uns zum Essen zurecht zu machen und unsere Sachen im Zimmer unterzubringen. Bis gleich.", antwortete Morgana zufrieden. Irgendwie war es ein schönes Gefühl das jeder von den dreien recht gutgelaunt war, immerhin war das in Denerim nicht immer der Gefall gewesen. Zusammen mit Larissa ging Morgana zu ihrem Zimmer, das links neben dem von Larissa lag. Während die Elfe verschwand um ihren Bogen und andere überflüssigen Utensilien abzulegen, betrat Morgana ihr Zimmer. Dieses war so hübsch eingerichtet wie sie es erhofft hatte und so legte sie erstmal ihren Krempel ab und ließ sich entspannt auf das weiche Bett fallen. Dann besann sie sich jedoch eines besseren und stand wieder auf. Immerhin trug sie ja noch die schmutzige Reisekleidung auch wenn sie selbst sauber war.

    Für so eine Situation hatte sie jedoch vorgesorgt und so verschwand sie hinter dem Paravent und zog dort ihr schmutziges Reisekleid und ihre Reiseunterwäsche aus. Aus der Truhe kramte sie das verpackte Ersatzkleid heraus und auch ihre Seidenunterwäsche. Bevor sie sich jedoch beides anzog untersuchte sie ihren Körper auf eventuelle unerwünschte Härchen und cremte anschließend ihre glatte und weiche Haut ein und trug noch etwas von ihrem Jasminduft auf. Anschließend zog sie die Reizunterwäsche an und ihr bisher nur in der Umkleidekabine getragenes Kleid, welches ebenfalls Schwarz war, jedoch ein wenig mehr von ihrem hübschen Rücken zeigte. Zum Anschluß zog sie noch frische Socken an und putze ihre Stiefel sauber. Eigentlich müsst sie sich noch Schuhe für abseits der Straßen holen, aber war es das wert. Jetzt schlüpfte sie erstmal in die alten welche schließlich auch nicht schlecht aussahen. Ihre schmutzigen Klamotten gab sie einer Dienstmagd zum waschen, dann kümmerte sie um ihre Haare. Zuletzt platzierte sie noch die neue Brosche mit dem grünen Saphir an der rechten Seite ihres Dekoltees. Zufrieden betrachtete sie sich im Spiegel. Nachdem sie noch ein wenig Kajal und schwach Lidschatten aufgetragen hatte, befand sie das sie gut genug aussah um das ganze gleich mit Gänsefett zu bespritzen. Oder bespritzen lassen, je nachdem welche Art von Manieren Larissa heute wieder an den Tag legen würde. Ein Risiko das sie bereitwillig eingehen würde, denn so viele Gelegenheiten hatte sie nicht in denen sie sich mal ordentlich zurecht machen konnte.
    Gutgelaunt verließ sie ihr Zimmer und ging Richtung Schankraum.
    numberten is offline Last edited by numberten; 02.11.2015 at 18:41. Reason: Plural ist nicht Singular
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