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Der "Mein zuletzt gelesenes Buch" -Thread #5 [Sig aus]

  1. #241 Zitieren
    Maximale Realität! Avatar von Sturmsense
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    Ich bin jetzt mit dem letzten Band der Zwerge und somit auch mit der ganzen Reihe durch. Was soll ich sagen? Ich kann jedem Fantasy- und Zwergen-Fan diese Buchreihe (sowie die dazugehöringen Legenden der Albae) nur wärmstens empfehlen. Ich persönlich fand die Bücher richtig super und hatte den Eindruck, dass die Reihe nach einem richtig guten Stat mit jedem Buch immer besser wurde.
    So gehen die Meinungen auseinander. Ich fand ja, dass es mit der Reihe ab Band 3 steil bergab ging. Den letzte Band empfand ich geradezu erschreckend schlecht. Unter anderem wegen den blassen Charakteren und der seltsamen Streckung der vergangenen Zeit im Buch.
    Sturmsense ist offline

  2. #242 Zitieren
    Drachentöter Avatar von HerrFenrisWolf
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    Hermann Hesse - Der Steppenwolf

    Vor Jahren hatte ich schon einmal damit begonnen Hermann Hesses Steppenwolf zu lesen, kam damals allerdings nicht über das "Vorwort" hinaus. In letzter Zeit habe ich dann das Verlangen entwickelt das Buch durchzulesen. Bei einem kurzen Besuch in einem Antiquariat erwarb ich eine handliche, gebundene Jubiläumsausgabe vom Suhrkampverlag für kleines Geld.

    Die Handlung des Buchs ist schnell erzählt: Der Denker (Philosoph, Musik- und Literaturkenner, Autor) Harry Haller mietet sich in einer namentlich nicht weiter genannten Stadt bei einer älteren Dame und ihrem Neffen ein. Haller geht auf die 50 zu und hat schwere Depressionen. Er fühlt eine tiefe innere Zerrissenheit, von der er glaubt sie leite sich aus zwei Gegensätzen seines eigenen Seins her ab, dem bürgerlichen Menschen Harry Haller und dem einzelgängerischen Steppenwolf. Selbstmordgedanken beschäftigen ihn auf seinem Weg durch die Stadt, beim Lesen in seiner Kammer oder beim Trinken in einer Wirtschaft. Eines Tages lernt er Hermine kennen, die verspricht ihn zu verführen und darüber hinaus mit den "kleinen Freuden" des einfachen Lebens bekannt macht.

    Hesse schafft mit seinem Steppenwolf nicht nur ein autobiografisches Alter Ego, sondern bietet mit der Figur auch enormes Identifikationspotential. Da viele Gedanken Hallers dem ein oder anderen von uns, sicher so oder so ähnlich auch schon durch den Kopf geschossen sind. Im Buch stecken Anleihen der Theorien Freuds und Carl Gustav Jungs, genauso wie etwas fernöstliche Weisheit.

    Ich fand das Buch gut, aber nicht umwerfend. Was ich auf den einfachen Umstand zurückführe, dass mir Hesses Schreibstil nicht besonders zusagte. Speziell im "Tractat vom Steppenwolf", einem Buch im Buch, hatte ich das Gefühl Hesse wiederhole sich unnötig häufig und strapaziert dadurch meine Geduld. Auch der, heutzutage, veraltete Sprachgebrauch führte dazu, dass mir zwischendurch die Konzentration abhanden kam. Dann las ich Absätze, ohne wirklich auf sie zu achten und musste mich zwingen sie mit voller Aufmerksamkeit nochmal zu lesen. In diesen Passagen ging es viel um Harrys Gemütszustand bzw. Selbstschau, ohne dass die Handlung sich weiterbewegt. Mit der Einführung von Hermine lockerte sich das Buch auf. Da Harry von ihr nicht nur das Tanzen lernt, sondern ab hier auch sexuelle Ausschweifungen und Drogenkonsum eine Rolle spielen, was schließlich in die fantastischen Elemente des Anarchistischen Theaters führt.
    HerrFenrisWolf ist offline

  3. #243 Zitieren
    Drachentöter Avatar von HerrFenrisWolf
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    Joseph Conrad - Herz der Finsternis
    Eine befreundete Gruppe Seemänner schippern in der Abenddämmerung die Themse entlang und sinnieren über ihre Abenteuer. Da gibt der weltgewandte Käptn Marlow jene Geschichte zum Besten, die ihn über die Jahre am meisten geprägt hat. Marlow fand einst bei einer europäischen Handelsgesellschaft eine Anstellung als Kapitän für einen Flussdampfer in Afrika. Als Teil seiner Aufgabe sollte er den Fluss entlangfahren und an den verschiedenen Faktoreien halt machen, Waren austauschen und in die Hauptniederlassung bringen. Doch dazu sollte es nie kommen.

    Das Buch schildert seine Reise, verpackt in die Rahmenhandlung einer stattfinenen Erzählung, in welcher Marlow nach seiner Ankunft in Afrika sich auf den Weg zu seiner Anstellung macht. Wie Perlen an einer Schnur reihen sich die Handelsposten seiner Gesellschaft am Fluss entlang und die Wildnis übt einen bedrückenden Zauber auf den Kapitän aus. Schon früh erfährt er von einem Handelsagenten namens Kurtz, dessen geradezu übermenschlicher Ruf sich wie ein Schatten über Marlows Reise wirf, nur um schließlich selbst zum eigentlichen Ziel dieser zu werden. Auf dem Weg erlebt der Ich-Erzähler die Grausamkeiten weißer Kolonialherren, gegenüber den schwarzen Eingeborenen, die er selbst mehr als Tier denn Mensch betrachtet und schafft damit nur ein Vorspiel für den Exzess, der ihn bei Kurtz erwartet.

    Herz der Finsternis gilt als einer dieser Literaturklassiker, die man heute für kleines Geld erwerben kann. Ich war überrascht wie kurz das Buch selbst ist, gerade einmal etwas mehr als 120 Seiten umfasst die Erzählung. Der veraltete Sprachgebrauch machte mir etwas Mühe mich zu konzentrieren und zwang mich einzelne Sätze zu wiederholen. Joseph Conrad springt teilweise von einem Handlungsgegenstand zum nächsten, ohne Überleitung und dann wieder zurück. Da gibt es einen "er" in einem Nebensatz, der 20 Zeilen Beschreibung keine Rolle mehr spielt, dann aber wieder als "er" angesprochen wird, was einen dazu zwingt, nochmal zu lesen.

    Dieser Stil führt dazu, dass die Geschichte ein wenig verschwommen wirkt. Doch es passt, denn dadurch entsteht das Gefühl einen Fiebertraum zu verfolgen und zu genau einem solchen Fiebertraum verkommt auch Marlows Reise. Das Ende ließ mich ein wenig ratlos zurück, vielleicht lag es an meiner eigenen Erschöpfung, oder es ist wirklich so unklar geschrieben, worin Marlows eigentliche Faszination Kurtz gegenüber schließlich wurzelte. Mit den bisher gehörten Interpretationen gehe ich nicht konform, das Ende ist also eine dieser Passagen, die ich nochmal wiederholen werde.
    HerrFenrisWolf ist offline

  4. #244 Zitieren
    Dea Avatar von Solitaire
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    Zitat Zitat von Sturmsense Beitrag anzeigen
    So gehen die Meinungen auseinander. Ich fand ja, dass es mit der Reihe ab Band 3 steil bergab ging. Den letzte Band empfand ich geradezu erschreckend schlecht. Unter anderem wegen den blassen Charakteren und der seltsamen Streckung der vergangenen Zeit im Buch.
    Hattest du denn auch die Albae dazu gelesen? Ich hatte ja zu Beginn die Reihenfolge gar nicht eingehalten und saß irgendwann wie ein lebendes Fragezeichen da, weil ich überhaupt nicht mehr durchgeblickt habe. Gegen Ende habe ich dann die Bücher so gelesen, wie sie von der Handlung her gedacht waren und alles ging super.
    http://upload.worldofplayers.de/files8/dLNmALVv7Ybsig_solitaire2.jpg
    Solitaire ist offline

  5. #245 Zitieren
    Maximale Realität! Avatar von Sturmsense
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    Jap, die Reihe habe ich auch gelesen. Und diese fand ich auch durchgängig gut.
    Aber beim letzten Band der Zwerge merkt man deutlich, dass Heintz eigentlich keine echten Ideen mehr hatte und Tungdil einfach nur wegen den Fans zurückbringen wollte.
    Sturmsense ist offline

  6. #246 Zitieren
    Drachentöter Avatar von HerrFenrisWolf
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    Hier mal wieder ein Comic, Sammelbände sind ja auch irgendwie Bücher. Habe mir den ersten Band Preacher geleistet und am Stück durchgelesen. Das hatte ich mit Comics zuletzt bei Transmetropolitan. Na toll, jetzt brauch ich die ganzen anderen Bände.

    Der Band hat eines der witzigsten Vorworte die ich je gelesen habe, hier kann man als Schreiber mal ein Prachtstück von "Erwartungen umkehren" lesen, am Beispiel einer niedlichen kleinen Maus, aus der durch einen Nebensatz etwas ganz schlimmes wird. Preacher scheint ein sehr persönliches Projekt des Autoren und der Zeichner gewesen zu sein, eines der Vorworte ist schlicht eine Anekdote über einen Abend im Pub und dessen abgefahrene Konsequenzen. Jedes Kapitel beginnt mit einem Originalcover und das wird vom Künstler selbst kommentiert ("So gut hab ich Cassidy nie wieder hinbekommen."*).

    Interessanterweise startet der Comic gewissermaßen mit dem was man als Staffelfinale von Season 1 und Premiere von Season 2 gesehen hat. Tunip trifft Cassidy, Jesse erhält seine Kräfte alles eskaliert megaschnell, die drei treffen sich, beginnen ihre Reise und der Saint of Killers ist ihnen auf den Fersen. Nach den ersten Konfrontationen wird enthüllt was Genesis ist und was im Himmel abgeht. Danach gibt es einen Trip nach New York, bei dem die Figuren in die Geschichte eines Serienkillers verwickelt werden.

    Der Comic ist sehr viel schneller als die Serie, Jesse wirkt wie ein großes Arschloch. Cassidy ist einfach nur irre und Tunip war wohl mal ein unschuldiges Mädchen. Alles in allem ist die Comicvorlage auf ihre Weise düsterer als die Serie.

    *Das Cover des Sammelbandes ist eigentlich ein Cover, dass der Künstler heute gar nicht mehr mag. Er findet, Tunip sei ihm nicht gelungen, wirkt irgendwie dämlich und magersüchtig.
    HerrFenrisWolf ist offline

  7. #247 Zitieren
    Dea Avatar von Solitaire
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    Aileen P. Roberts - Der Feenturm

    [Bild: der-feenturm-159616996.jpg]

    Ich hab die Bücher von ihr schon eine Weile auf dem Schirm (hatte schon mal den ersten Band einer Reihe gelesen, ist aber schon einige Jahre her) und jetzt endlich mal angefangen einen Einzelband zu lesen. Hab schon knapp die Hälfte geschafft und gefällt mir bis jetzt wirklich gut. Es ist def. keine High-Fantasy, aber so für Zwischendurch ist es wirklich nett. Es lässt sich gut lesen und die Story gefällt mir auch und ist nicht gerade uninteressant.
    Solitaire ist offline

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