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Der "Mein zuletzt gelesenes Buch" -Thread #5 [Sig aus]

  1. #201 Zitieren
    General Avatar von HerrFenrisWolf
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    Zitat Zitat von HerrFenrisWolf Beitrag anzeigen
    Die Frühe Foundaition-Trilogie
    Sandkorn am Himmel
    [Bild: 9783453196575-de.jpg]

    Ich wollte schon seit einer Weile Asimovs berühmte Foundation Trilogie lesen. Eher nebenbei habe ich mir dieses Buch aus dem Buchladen mitgenommen. Hätte ich mal näher hingesehen, wäre mir das Wort "frühe" vielleicht eher aufgefallen. Nach dem ersten Aufschlagen, war ich etwas angefressen. Es wirkte mir wie ein Marketingtrick, diese drei, alleinstehenden Stories, als "frühe Foundation-Trilogie" zu bezeichnen. Zumal sich wohl Asimovs Gesamtwerk ohnehin irgendwie in den Rahmen der Foundation ordnen lässt. Inzwischen habe ich die erste Geschichte gelesen.

    Sandkorn am Himmel

    Ein Schneider aus dem Chicago der 50er Jahre wird in die ferne Zukunft katapultiert. Dort ist die verstrahlte Erde ein Teil des galaktischen Imperiums. Allerdings gibt niemand im Imperium einen feuchten Dreck auf die Erde. Für die restlichen Bürger des Imperiums, ist die Erde eine x-beliebige Provinz, voller zurückgebliebener Hinterwäldler - mit grausamer archaischer Gesetzgebung.

    Der Schneider gerät schon bald in den Konflikt zwischen der selbstständigen Regierung der Erde und den Imperialen. Erst hatte ich wenig Lust auf die Geschichte, weil sie sich am Anfang etwas zäh las. Das Szenario mag interessant sein, aber ich hatte irgendwie auf Raumschiffe usw. gehofft. Beim zweiten Versuch es zu lesen, fand ich dann Zugang. Was die Handlung angeht, kann man sie schnell erzählen - im Grunde ist sie sogar etwas roh und am Ende bin ich über einen Twist gestolpert, der mir angreifbar erschien.

    Was man der Geschichte aber zu Gute halten muss, ist wie Asimov die Beziehung zwischen Erdenmenschen und Imperialen herausarbeitet. Selbst die Protagonisten, die tolerant auftreten, sind doch maßgeblich von ihren Vorurteilen geprägt. Dementsprechend ist diese Geschichte durchaus ein Augenöffner in Bezug darauf, was für ein Hindernis & menschenverachtender Konfliktgrund diese Art zu denken darstellt. Die Geschichte stammt aus dem Jahr 1949, erstmals gedruckt 1950. Asimov entschuldigt sich im Nachwort sogar, wie maßgeblich er die Folgen von schwacher Kernkraftstrahlung unterschätzt hat. Ihm waren damals die Spätfoigen der Bomben auf Hiroshima und Nagasaki noch unbekannt. Für mich kennzeichnet das Asimov als großen Autor, dem es wichtig war seine Geschichten plausibel recherchiert zu erzählen.
    Habe das Buch inzwischen ausgelesen.

    2. Sterne wie Staub

    Diese Geschichte spielt zeitlich vor der ersten Storie. Auf einen Studenten wird ein Attentat verübt, welchem dieser knapp entkommt. Von einem ehemaligen Vetrauten seines Vaters erfährt er, dass die Feudalherrscher seines Planetens den Vater wegen Hochverrat hingerichtet haben. So gerät der junge Mann in die Intrigen um einen potentiellen Umsturz.

    In dieser Storie geht es weniger um Rassismus, sondern mehr um Machtverhältnisse, die Chance auf Veränderung und ganz allgemein politische Intrigen. Ich habe die Storie als weniger "tiefsinnig" empfunden, dafür hatte sie mehr von einer Space Opera. Gerade beim Verhältnis zwischen dem Helden und einer weibl. Figur, schreit alles Klischee und dessen schien sich Asimov bewusst gewesen zu sein. Dieser Absatz wird mi rnoch lange im Gedächtnis hängen:

    Zitat Zitat von Isaac Asimov
    "Ich liebe dich sehr.", sagte sie, und er antwortete:" Ich liebe dich mehr als ich sagen kann. Das nun folgende Gespräch war ebenso wenig orginell, aber deshalb nicht weniger befriedigend.

    3. Ströme im All

    Obwohl ich am Anfang skeptisch war, bildet diese Geschichte das Highlight des Buches für mich. Sie ist zugänglicher als "Sterne wie Staub" und hat einen noch scharferen Blick auf Rassismus, Macht und Mindgames als "Sandkorn am Himmel".

    Ein namenloser Mann prophezeit seinem ebenso namenlosen Gesprächspartner die Zerstörung eines Planeten. Er fleht ihn an, die Bevölkerung zu retten, doch sein Gesprächspartner löscht stattdessen seinen Verstand aus. Was daraufhin folgt, ist eine Geschichte über Sklaverei, Wirtschaftsmonopole, eine "Gated Community" und Expansionsstreben. Die Hauptprotagonisten sind recht interessant, nur die Frauen sind wieder auffällig naiv geraten. Um die große Wendung zu erahnen, muss man kein Genie sein (nur aufmerksam gelesen haben), sie ist dennoch gut geschrieben.
    HerrFenrisWolf ist offline

  2. #202 Zitieren
    Savior Avatar von Geißel Europas
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    Das Lied von Eis und Feuer 07: Zeit der Krähen

    [Bild: 754_08375_123829_xxl.jpg]

    Tja ich muss immer wieder entsetzt feststellen, ich hab ewig viel bereits vergessen. Daher fühlt es sich manchmal an als würde ich das Buch zum ersten Mal lesen.
    Geißel Europas ist offline

  3. #203 Zitieren
    General Avatar von HerrFenrisWolf
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    Damit habe ich die gesamte Transmetropolitan-Reie abgeschlossen. Es war ein toller Trip. Wenn jemand von euch mal Lust auf einen außergewöhnlichen Cyberpunk Comic hat, dann sollte er Transmetropolitan mal antesten.
    HerrFenrisWolf ist offline

  4. #204 Zitieren
    Ritter Avatar von Racel
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    Zitat Zitat von ShadowRaven Beitrag anzeigen
    Ich habe "Todesmarsch" gelesen und einige Jahre späer "Es", mehr bisher nicht von Stephen King. An ersteres konnte ich mich kaum noch erinnern, als ich "Es" angefangen habe - wenn ich mich recht entsinne, hatte es aber auch kaum Inhalt.

    Für Es habe ich auch eine Weile benötigt, es gab zwischendurch Passagen, die sich sehr gezogen haben. Insgesamt - in Anbetracht der Dicke des Buches - ging es jedoch recht gut.
    Hab mir das Hörbuch besorgt , und ja es zieht sich .Jetzt das ganz dicke aber , wenn man drin ist packt es einen.
    Racel ist offline

  5. #205 Zitieren
    General Avatar von HerrFenrisWolf
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    Schon als Babylon Berlin noch gedreht wurde, war ich daran interessiert mal die Buchvorlage von Volker Kutscher zu lesen. Nach dem Vergnügen die Serie zu sehen, hab ich den ersten Roman der Reihe zu Weihnachten bekommen. Im Wesentlichen erzählt "Der nasse Fisch" die gleiche Geschichte wie Babylon Berlin. Dennoch sind die Unterschiede gravierend. Der wohl größte Unterschied liegt bei den Charakteren. Gereon Rath hat im Buch völlig andere Gründe zur Sitte nach Berlin zu wechseln, es gibt keinen Auftrag - keine Intrige im Pornomilieu.

    Auch hat Gereon nicht einen einzigen Tag im 1.WK. im Feld gestanden und deswegen kein Trauma. Das macht ihn zwar nahbarer, als die Serienfigur, doch irgendwie auch etwas langweiliger. Charlie Ritter lebt in sehr geordneten Verhältnissen, sie geht zwar mit Männern aus, ist aber keine Femme fatale. Stefan Jänicke ist nicht der Sohn taubstummer Eltern, sondern ein wortkarger Ostpreuße. Aus der großen grauen Eminenz der Bücher, Dr. Marlow, auch scherzhaft Doktor Mabuse genannt, hat man für die Serie zwei Figuren gemacht - den Armenier und Dr. Schmidt.

    Der Plot entwickelt sich ähnlich, aber die Serie spielt die Karten, mit Facetten wie dem Industriellen Nyssen, Querelen für die Politische und einer viel greifbareren Schwarzen Reichswehr besser aus. Dafür ist das Finale im Gegensatz zum Buch ein ganzes Stück weit übertriebener.

    Ich für meinen Teil war erst etwas enttäuscht von der Buchvorlage, die ich insgesamt für schwächer halte als die Serie, bin aber trotzdem neugierig, welche Fälle Rath noch vor sich hat.
    HerrFenrisWolf ist offline Geändert von HerrFenrisWolf (23.02.2018 um 16:26 Uhr)

  6. #206 Zitieren
    General Avatar von HerrFenrisWolf
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    Diese Buch hab ich in nur wenigen Tagen durchgesuchtet, obwohl ich den Plot bereits kannte. Das Urteil der Sieben ist eine Sammlung dreier "Kurzgeschichten", die ca. 100 (wohl eher 90) Jahre vor den Ereignissen aus Game of Thrones spielen (oder eben dem Lied von Eis und Feuer). In den drei Geschichten,folgt man Dunk & Egg bzw. Ser Duncan dem Großen und seinem Knappen "Ei" (grässlich übersetzt, aber eben leider Teil vieler Wortspiele).

    Die beiden Figuren bieten einen wunderbaren Blickwinkel auf Westeros, in einer Zeit vor dem Untergang des Hauses Targaryens, die schon fast etwas nostalgisches hat. Ser Duncan zieht als Heckenritter durch die Lande und sucht Möglichkeiten sein Schwert in gute Dienste stellen oder seine Ehre beweisen zu können.

    Die drei Geschichten: Der Heckenritter; Das verschworene Schwert, Der geheimnisvolle Ritter; steigern sich was den politischen Sprengstoff angeht, den sie behandeln. Während es im Heckenritter noch um ein großes Turnier geht, an dem Dunk teilnehmen möchte, erlebt der Leser im verschworenen Schwert" eine Auseinandersetzung geringer Adliger. Mit dem "geheimnisvollen Ritter" ist man dann bereits auf dem Zenit westerosischer Ränkespieler dieser Zeit, während einer Hochzeit, angelangt.

    Ich liebe die Figuren und die Epoche in der die Geschichten stattfinden, umso trauriger war ich, als ich das Buch ausgelesen hatte. Denn Herr Martin ist ja leider dafür bekannt sehr lang an seinen Büchern zu schreiben und auch wenn er weitere Kurzgeschichten über Dunk & Egg bereits angekündigt hat, weiß man nicht, wann man damit rechnen kann oder ob überhaupt.
    HerrFenrisWolf ist offline Geändert von HerrFenrisWolf (23.02.2018 um 16:58 Uhr)

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