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  1. View Forum Posts #81 Reply With Quote
    Neuling Die Bruderschaft's Avatar
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    Die Bruderschaft is offline

    Irgendwo auf dem Myrtanischen Meer...

    Die Überfahrt der Anhänger unter Baal Yjordes verlief nicht ganz so wie von ihm und seinem Bruder Cor Kosh geplant.
    Nicht genug das die Ströhung gegen sie zu arbeiten schien. Auch das Wetter schlug während der Reise mehrmals teils drastisch um und brachte die schmalen Bootte in ernsthafte Gefahr. Dichte Nebelbänke und Starkregen waren noch auszuhalten gewessen und hatte auch ihre bedrohlich schwindenden Süßwasservorräte wieder aufgefrischt, doch die zunehmenden Gegenwinde und die Hitze zehrten an den Kräften jedes Einzelnen. Der Sommer meinte es nicht gut mit ihnen. Er lies das Wasser in den Fässern verdunsten und die drückende Schwüle lies den Kreislauf Müde werden. Dazu kam ,dass das Wetter vorallem in den Abendstunden stürmischen Charakter anzunehmen pflegte. Gemessen an der andauernden Hitze und Schwüle fielen die Unwetter noch vergleichsweise schwach aus, doch die beiden leichtgebauten Schiffe hatten ihre Schwierigkeiten, mit dem Wellengang und den kräftigen Winden zu trotzen. Nur die wenigsten an Bord der Schiffe kannten sich gut mit der Seefahrt aus, und es war Glück im Unglück, dass einer der Novizen als ehemaliger Novize wusste, dass man ein Schiff während eines Unwetters in die Wellen drehen musste. Ohne ihn wäre wohlmöglich noch eines der Schiffe bei der Überfahrt gesunken. So aber hatten sie dem Flüchen des Gottes Adanos Trotzen können.

    Da die Überfahrt jedoch länger dauerte als eingeplant -die Winde hatten sie nach der anfänglich so guten Fahrt immer wieder Richtung Khorinis und gen Osten getrieben- waren die Vorräte an frischer Nahrung rasch aufgebraucht. Leider hatte man in Jharkendar nur wenig Nahrung finden können, die sich auch länger hielt, weshalb einige Brüder nun zugunsten der schwächeren Fasteten oder zumindest ihre Rationen teilten.

    Cor Kosh bedachte das Geschehen mit zunehmender Sorge. Neben den Navigationsschwierigkeiten nahm auch die Zahl der Seekranken stetig zu. Die meiste Brüder waren keine langen Schiffsreisen gewöhnt und auch so mancher Templer verlor beizeiten seine Würde und musste sich über die Rehling erbrechen. Unter normalen Umständen hätte er diese Unternehmung niemals gebilligt. Doch es war nicht anders gegangen. Der Verräter Kagan hatte ihnen im Nacken gelegen und der Seeweg war die einzige denkbare Alternative gewessen. So hatten sie zumindest noch eine reele Chance.

  2. View Forum Posts #82 Reply With Quote
    Lehrling Frandt's Avatar
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    Frandt is offline
    Wort für Wort drangen sie in sein Wort und er vernahm sie alle, um seine Gedanken zu formen und sich ein Urteil zu bilden. Er ließ den Novizen aussprechen und verstand, dass er nicht auf ewig in den unteren Rängen der Bruderschaft bleiben wollte. Als Gor Na Frandt noch ein Novize war und sich nach den höheren Positionen sehnte, war er selbst jemand, der das Kraut verarbeitete. Tag für Tag stampfte er es und suchte Erleuchtung in dieser kräftezehrender Tätigkeit. Die Sammler mochten zwar in Gefahr sein, weil allerlei Gefahren in den Sümpfen lauerten, aber dafür war die Arbeit der Krautstampfer um ein vielfaches anstrengender. Verwunderlich war es nicht, dass sie irgendwann eintönig wurde und man sich zu Größerem berufen fühlte.
    „Als ich als Novize in die Gemeinschaft aufgenommen wurde, war ich ebenso ein Krautstampfer und ich kenne das Gefühl, dass die Arbeit irgendwann nicht mehr zufriedenstellend ist, weil man vom Tatendrang gepackt wird und man in die höheren Ränge aufsteigen will. Ihr seid mit euren Gedanken nicht alleine. Es ergeht vielen so und diejenigen, die weiter an sich arbeiten, werden es auch schaffen. Nur jene, die an sich glauben, können den weiteren Weg beschreiten.“
    Gor Na Frandt pausierte und ließ den jungen Novizen in Ruhe über die Worte denken.
    „Durch diese harte Arbeit werdet ihr schon längst auf die Probe gestellt. Ihr müsst wissen, dass der Tatendrang aller Anhänger nicht unbemerkt bleibt. Vorallem beobachtet man die Novizen, um zu sehen, wer als möglicher Anwärter in Frage kommt. Ich habe euch auch beobachtet und mir ist aufgefallen, dass ihr sehr hart arbeitet und es euch ernst ist.“
    Eine weitere Pause folgte, um dem Novizen Zeit zu geben, über alles nachzudenken. Der Templer sprach weiter.
    „Es freut mich besonders, dass ihr den noblen Zielen der Templer folgen wollt. Es ist schön zu sehen, dass ein junger Mann mit viel Tatendrang der Bruderschaft mit einer Waffe und Mut, statt mit Magie und Wissen dienen will. Wir Templer sind jene, die die Waffen und Schilde der Bruderschaft sind. Wenn es die Situation, Y'Kagan und der Schläfer verlangt, werden wir ausgesendet, um den Willen zu vollstrecken. Im Lager sind wir die Schutzschilde und damit die Verteidiger des Lagers, damit keine Ungläubigen, Ketzer der falschen Götter und Biester diesen heiligen Ort entweihen können. Wir setzen unser Leben aufs Spiel und sollten wir sterben, ist es der Wille des Schläfers und wir sind stolz, in seinem Namen und der Bruderschaft gekämpft zu haben. Wir sind erfüllt vom Stolz und wissen, dass wir der gerechten Sache dienen. Wir mögen nicht so viel Macht wie die Baals besitzen, aber wir verzichten freiwillig darauf, um das Lager dafür zu verstärken, damit es sicher bleibt. Als Templer weiß man, dass man jederzeit sterben könnte und man muss sich mit diesen Gedanken abfinden. Man darf den Tod nicht fürchten. Es wäre sonst ein Zeichen, dass der Glaube brechen könnte und man nicht würdig ist, die Rüstung eines Templers zu tragen. Die Angst gilt es zu besiegen, um als Templer dienen zu dürfen. Der Glaube ist uns heilig. Er ist unser eigener Schild und schenkt uns Kraft, um in zahlreichen Kämpfen den Sieg zu erbringen. Auch, wenn es euch schwerfallen könnte, weiterhin Kraut zu stampfen, müsst ihr diese Tätigkeit ausführen, um zu beweisen, dass ihr würdig seid. Selbst, wenn der Zustand noch lange andauern könnte, dürft ihr nicht nachgeben und keineswegs eure Tätigkeit vernachlässigen. Seht es als eine Prüfung an, damit bewiesen werden kann, dass ihr ein gläubiger und damit würdiger Anhänger der Bruderschaft seid, der sich das Recht verdient hat, die Rüstung eines heiligen Kriegers der Bruderschaft zu tragen: Die eines Gor Na.“

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    Lehrling Kordin's Avatar
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    Kordin is offline
    Aus dem Munde Gor Na Frandts kam weit mehr als nur einfache Worte.
    Nein aus dem Krieger sprachen die Weisheit und Erfahrung eines langen, entbehrungsreichen Lebens, eines Lebens des inneren Kampfes und der Überzeugung. Der Gor Na war einmal genau in der selben Position gewessen wie er jetzt. Ein einfacher Novize, der aber immer ein Ziel vor Augen hatte. Der Wunsch, Templer zu werden, war stark in ihm gewessen, so stark das er immer auf dieses Ziel hin arbeitete. Aber eines hatte dieses Lebensziel in den Schatten gestellt, und das war sein Glaube. Trotz allem Verlangen hatte Frandt die Ungeduld besiegt und die Interessen des Schläfers und der Gemeinschaft vor seine eigenen Gestellt. Ohne zu Zögern war er seiner Aufgabe nachgekommen, hatte weiterhin das Kraut gestampft, bis die Führung des Lagers entschied, dass es an der Zeit für ihn war, einen neuen Weg einzuschlagen. Einen Weg, der noch größere Entbehrungen von ihm verlangt hatte, doch auf das er sich schon als Novize Stück für Stück durch unermüdlichen Dienst vorbereitet hatte.
    An Kordin war es also nun, dass gleiche zu tun. Ganz gleich wie sehr dieses Gefühl in seinem Inneren auch danach schrie, den Stampfstab gegen eine Hüterklinge einzutauschen, er musste sich auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren und immer das Wohl der Gemeinschaft im Blick haben. Auch das war also seine Prüfung, auch wenn er sich dessen die ganze Zeit über nie wirklich bewusst gewessen war.
    "ich danke euch für eure Worte, Gor Na Frandt." Verkündete der Novize schließlich erfreut. "Ich werde sie beherzigen und darüber nachdenken. So der Schläfer will werde ich weiterhin als Krautstampfer arbeiten und dafür sorgen, dass das Lager mit dem Kraut versorgt wird."

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    Lehrling Frandt's Avatar
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    Frandt is offline
    „Und damit seid ihr auch schon auf dem richtigen Weg, junger Novize. Es würde mich freuen, wenn ihr irgendwann die Ehre erhalten solltet, in den Orden der Templer aufgenommen zu werden. Arbeitet an euch mit aller Kraft und ihr werdet dieses Ziel erreichen.“
    Der Templer hatte sich schon umgedreht, als ihm noch etwas einfiel. Er machte kehrt und sprach den Novizen noch einmal an.
    „Bevor ich euch verlasse: Wie lautet euer Name, junger Novize?“

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    Lehrling Kordin's Avatar
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    Kordin is offline
    Der Novize war erneut leicht überrascht. Gor Na Frandt wollte also seinen Namen wissen.
    Es war verständlich, dass der Templer fragte. Sicher merkten sich die Hüter des Glaubens nur selten die Namen der Novizen, wozu auch, wenn sie nicht öfter mit ihnen zu tun hatten? Kordin sah es als weiteres gutes Zeichen, dass der Urteilsbringer jetzt danach fragte. Wohlmöglich war er durch seine Frage dem Ziel, Templer zu werden, doch näher gekommen als gedacht, obwohl er natürlich weiterhin Geduld beweisen würde. Jeder kleine Schritt in die richtige Richtung zählte.
    "Kordin ist mein Name, Urteilsbringer. Kordin, Sohn des Bhaagor, um ganz genau zu sein. Noch habe ich diese Verbindung zu meiner Vergangenheit nicht aufgeben wollen. Ihr habt es getan, oder? Einige Novizen berichteten, früher seid ihr ein Ritter des Königs gewessen und habt unter dem Titel von Lone gekämpft. Stimmt das?"

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    Der Schläfer erwache  Sternchenfarbe's Avatar
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    Sternchenfarbe is offline
    Sich in Vengard zurecht zu finden war vermutlich unmöglich, an jeder Ecke Stände, Handwerker, Bordelle oder Kneipen, wenn man nicht genau hinsah, konnte man sich sogar im Stadtviertel irren, doch die fünf Bruderschaftler waren im Tempelviertel was unschwer an dem riesigen Innostempel zu erkennen war.
    Doch auch hier standen mindestens ein Bordell, was an den anzüglich gekleideten Frauen auf der Straße deutlich zu sehen war, doch noch auffälliger waren die Feuermagier und deren Novizen, die in leuchtend roten Roben verteilt auf dem Tempelvorplatz standen.
    Irgendwo hier musste sich auch eine Bibliothek befinden, was die Gelehrten verrieten, die sich mit Büchern unter den Armen, oder sogar in kleinen Wägen einen Weg durch die Menge bahnten.
    Geschäftiges Treiben, dachte sich Kumar und war froh, dass sie nicht so in Eile waren und auch wenn sie ein Vorhaben hatten, so hatte es sie nicht davon abgehalten, einen kleinen Stadtrundgang zu machen.
    Der war zwar nicht gewollt, doch es schien auch niemanden zu stören, zumindest wussten sie dadurch, wo sie hin mussten, nämlich zu einem gewissen Thomas, der für die Ländereienverwaltung zuständig war und im Tempelviertel sein Haus hatte, wo er auch seiner Arbeit nachging.

    Hier würden sie endlich einen geeigneten Ort für ihre kleine Gemeinschaft finden, genug Geld hatten sie ja dank Gor Na Thorvid und Gor Na Fred mittlerweile, vielleicht hatten sie ja Glück und würden sich sogar etwas aussuchen dürfen.
    Das Haus selber konnte man sofort zu seinem Besitzer zuordnen, das Schild über der Tür beschrieb genau, wer dort wohnte und womit er sein Geld verdiente.
    "Wir sind wohl da," meinte der alte Gor Na und blieb stehen.

  7. View Forum Posts #87 Reply With Quote
    Lehrling Frandt's Avatar
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    Frandt is offline
    Irgendwann musste es kommen, dass er wieder auf seine Vergangenheit angesprochen wurde. Doch anders, als damals, war es nicht mehr schwer, sie auch als Vergangenheit zu akzeptieren. Es war ein Kapitel in seinem Leben, dass keinerlei Bedeutung mehr fand. Was nur noch zählte, war die Gegenwart und die Zukunft. Sein Leben als Paladin des Königs, war schon längst abgelaufen.
    „Daran gibt es nichts zu leugnen. Es ist wahr, dass ich vor meiner Zeit als Templer ein Paladin des Königs war, bis das Schicksal entschied, mich auf einem anderen Pfad wandeln zu lassen: Dem richtigen Pfad der Erleuchtung. Weit weg von den falschen Göttern, die diese Welt mit ihren Lügen strafen und Menschen auf ihre Seite ziehen, die sich von den falschen Hoffnungen ködern lassen. Ich habe wie jeder Templer die Vergangenheit hinter mir gelassen und konzentriere mich nur noch auf das Hier und Jetzt. Als Templer zählt die Vergangenheit nicht, da man ein neues Leben begonnen hat. Als Novize wird man das nicht so schnell schaffen, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, aber sobald man sich entscheidet, in die höheren Ränge aufzusteigen, verliert die Vergangenheit an Bedeutung. Es zählt nur noch, was man heute ist und was die Zukunft mit sich bringt.“
    Er verstand es, dass der Novize Kordin noch an seiner Vergangenheit festhielt. Das verhielt sich bei Gor Na Frandt nicht anders. Je länger er aber in der Bruderschaft lebte, desto leichter wurde es, die Vergangenheit vollkommen ruhen zu lassen.
    „Als ich in die Bruderschaft eintrat, legte ich den Titel ab, der mir als Adliger bestimmt war. Doch es brauchte länger, ehe ich die Vergangenheit ruhen lassen konnte. Es mag schwer erscheinen, aber irgendwann legt es sich und ihr werdet bemerken, dass es besser ist, wenn man es hinter sich lässt, was man einmal war und was man in seinem Leben getan hat. In der Bruderschaft hat es keine Bedeutung mehr. Es ist viel mehr eine Last, die es zu überwinden gilt. Ein Hindernis, das ihr zerschlagen müsst, wenn ihr weiter vorankommen wollt.“

  8. View Forum Posts #88 Reply With Quote
    Provinzheld Truppen des Königs's Avatar
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    Truppen des Königs is offline

    Myrtanische Landesverwaltung

    Zu sagen das er seine Arbeit liebte, wäre wohl zu viel gewessen.
    Doch Thomas, der königliche Verwalter des Reiches, wurde sowohl vom König als auch allen anderen mächtigen Instanzen für seine Ordentlichkeit und seinen akribischen Hand zur Börokratie sehr geschätzt. Einem einfachen Verwalter mochte ab und zu ein Fehler passieren, vielleicht gab er einen Meter zu wenig an und sorge somit ungewollt für einen Streit zwischen zwei Bauern und Landesgrafen, doch Thomas hatte sich nie auch nur um einen Handbreite verrechnet. Auch kamen ihm niemals Dokumente davon, was, gemessen an der Scheinbaren Unordnung in seinem Büro, an ein Wunder zu Grenzen schien. Doch was für den Einen wie Unordnung aussah, war für Thomas ein ausgeklügeltes System. Er errinerte sich ohnehin so gut, dass er genau wusste, wo sich jede einzelne Akte oder Unterlage befand, so das er meist nicht lange suchen musste. Sein Büro war sein eigenes kleines Reich mit seinen eigenen Regeln. Und obwohl er selbst immer viel Lieber etwas praktisches gemacht hätte, etwas in der Natur, wo es auch jede Menge zu Berechnen und zu Vermessen galt wenn mal wieder eine Mauer ausgebessert oder neu errichtet werden sollte, lebte es sich auch zwischen Papierbergen und Staubwiesen ausgesprochen interessant. Was gab es da alles zu entdecken! Verträge und Grundrisszeichnungen vergangener Tage, verbissen bewacht von Bücherskorpionen und Silberfischen und vielles mehr.

    Was Thomas jedoch sicherlich nicht mochte, war, in seiner Arbeit unterbrochen zu werden. Doch leider musste an diesem Tag genau das passieren, als er sich um die Neuvermessung eines Gehöfts kümmerte. Zwei der Pächter hatten vor kurzem Aufgekündigt, und nun wollte der König das Land entweder an einen einzigen oder drei Großbauern verpachten. Es ging um eine ganze Menge Morgen Land und eine ebenso große Menge Geld, weshalb er sich um so mehr darum bemühte, keine Fehler zu machen, selbst, wenn das sowieso nie vorkam. Er war grade dabei, eine Karte des angrenzenden Waldes zu vergleichen, um vom König zugesicherte Flächen zu den bereits angeboteen Flächen hinzuzufügen, als es an der Tür klopfe: Ziemlich grob und unhöflich, wie er fand, aber in der Stille seines Büros war jedes Geräusch einem Hammerschlag gleich.

    Brummend erhob Thomas sich: Die Karte war so groß das er die Skizzierungen und Radierungen am Boden vornehmen musste- und schlurfte die lange Treppe hinunter, durch den schmalen Flur zur fest verrammelten Tür. Sie war mit mehreren Schlössern versehen und aus solider Eiche. Da war kein Durchkommen, es sei den, jemand schleppte einen Rammbock an. Thomas hatte in seiner Paranoia auch diese Möglichkeit in Betracht gezogen und an eine zweite Tür direkt hinter der ersten Gedacht, doch die Pläne dazu waren noch nicht verwirklich worden.

    Argwöhnisch warf der Verwalter einen Blick durch den Türspalt. Was er sah gefiel ihm nicht. Eine Gruppe Wanderbarden in komischen Klamotten stand da und verlangte offensichtlich Einlas. Na hoffentlich wollten die nicht nur nach dem Weg zum nächsten Markt fragen, dann würde es aber mächtig in der Kiste rütteln!
    Langsam zog Thomas die Tür auf und betrachtete die dort stehenden Menschen mit leicht vorgehaltenem Kinn.
    "Einen guten, von innos gesegneten Tag wünsche ich den Herren." Sprach er gedehnt. "Sie wünschen?"

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    Der Schläfer erwache  Sternchenfarbe's Avatar
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    Sternchenfarbe is offline
    Nachdem Thorvid an der Tür geklopft hatte, vergingen ein paar Augenblicke, in denen man schon das Gefühl bekam, hier falsch zu sein, doch als ein Mann die massive und von außen schön verzierte Tür öffnete, waren alle beruhigt.
    Man musste also doch nicht erneut durch die halbe Stadt laufen, nur um jemanden zu finden, der einem dann doch keine konkrete Antwort geben konnte.

    Eine gefühlte Ewigkeit verging, seit der schmächtige Mann in der Tür erschienen war und die fünf Brüder freundlich begrüßt hatte.
    Keiner ergriff das Wort, darum begann Kumar: Seid ihr Thomas, der Ländereienverwalter ?"
    Ein Kurzes Nicken des Gegenübers bestätigte den Templer, weshalb er gleich zur Sache kam: "Sehr gut," meinte er seufzend und sichtlich froh, "Wir sind hier, weil wir ein Stück Land pachten, oder kaufen wollen.
    Am Besten eines mit fruchtbarem Boden, damit wir auch, ähm Getreide anbauen können."
    Kumar hoffte, dass sie das Geschäft nicht unbedingt auf der Straße abwickeln würden, doch sah es nicht so aus, als wolle dieser Thomas jemanden hinein bitten.
    Dieser stand zwar vor offener Tür, doch hatte er seine Hand noch immer daran, vermutlich um sie im Notfall schnell zuschlagen zu können.

  10. View Forum Posts #90 Reply With Quote
    Lehrling Kordin's Avatar
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    Kordin is offline
    Beinahe hatte Kordin erwartet, genau diese Worte zu hören: Gor Na Frandt riet ihm dazu, mit seiner Vergangenheit abzuschließen, da er sein altes Leben faktisch mit dem Eintrieb in der Bruderschaft hinter sich gelassen hatte. Recht hatte er schon. Doch musste Kordin auch seinen Vater vergessen? Einen ehrenwerten, stolzen Mann, für den man sich als Sohn keineswegs schämen musste? Einem Mann, der viele Jahre für seine Freiheit und die seines Volkes eingetreten war?
    Kordin sah nicht, wo die Errinerung an einen solchen Menschen schändlich für ein Leben in der Bruderschaft sein konnte.
    Doch Frandt hatte mehr Erfahrung und wusste wovon er sprach. Wohlmöglich musste man auch die positiven Errinernungen der Vergangenheit hinter sich lassen, jene, die nicht zwingen gegen die Ideale der Bruderschaft verstießen. Als Templer gab man schließlich einen Teil von sich auf. Aber wie Gor Na Frandt schon sagte, einfach sein, dies zu akzeptieren, würde es nicht sein. Vielleicht war es auch noch nicht an der Zeit für ihn, sich mit dieser Sache auseinander zu setzten.
    "Auch wenn ihr eure Vergangenheit abgestreift habt, so ist sie doch ein Teil dessen, was euch auf jeden Fall zu einen Hoffnungsträger für diese Gemeinschaf macht, wenn ich so offen sprechen darf. Viele sagen, euer Beispiel zeigt deutlich, dass der rechte Glaube noch jeden erreichen kann. Von einem Streiter der falschen Gtter wurdet ihr zu einem Vertrauten des Erleuchteten. Andere Krieger, die ihr Leben für die falschen Ziele geben, kommen vielleicht ebenfalls zu dieser Einsicht, wenn sie von eurem Beispiel erfahren."
    Kordin wollte noch mehr sagen, doch verstummte er. Es fühlte sich für ihn an, als wagte er bereits zuviel. Zwar sprach er aus, was viele Novizen dachten, doch war es nicht an ihnen, diese Dinge zu bewerten.
    "Auf jeden Fall werde ich euren Ratschlag beherzigen. Mein Vater war ein guter Mann und sicherlich wäre auch er der Bruderschaft beigetreten, doch da er tot ist, ist seine Geschichte ohnehin abgeschlosen und ich muss nach vorne blicken. Die Bruderschaft ist jetzt meine Familie."

  11. View Forum Posts #91 Reply With Quote
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    Truppen des Königs is offline

    Myrtanische Landesverwaltung

    Der Verwalter hatte sich wohl doch verhört! Diese komischen Figuren standen doch tatsächlich vor seiner Tür und fragen, ob sie ein Stück Land pachten konnte, um es dann bewirtschaften zu können. Die Meldung, der könig häbe sich zurückgezogen um ein Leben als Fischer zu beginnen, hätte ihn nicht bezeichnender treffen können.
    Doch unabhängig vom Äußeren dieser Bauern(?) war es Thomas eigentlich recht, was für Menschen nun ein Stück Land pachteten. Ihm oblag es nicht daran, anhand von Äußerlichkeiten zu urteilen und auch Menschenkentniss war zweitranggig. Was zählte, waren Zahlen, die in baren Goldmünzen auszuzahlen waren. Wenn diese Goldmünzen in seine Tasche wanderten und er sie an den Königshof weiterleiten konnte, konnte seinetwegen auch eine Bande Goblins auf dem Gehöft residieren. Ob diese dann auch genug Ernte einfuhren, um die geforderten Abgaben zu leisten, war dan wiederrum Sache des Wirtschaftsministers, der Steuereintreiber oder der Miliz und ging ihm folglich nichts an. Er machte seinen Job und andere Ihren. so überarbeitete er sich nie und verlor auch nie den Überblick.
    ""Die Herren haben ausgesprochen großes Glück. Einen Tag früher, und ich hätte euch bedauernd abweisen müssen. Land ist en begehrtes Gut in diesen Zeiten. Doch wie es der Zufall so will haben zwei Großbauern ihr Land an mich zurücküberstellt und es steht somit frei für jeden, der die nötige Summe aufbringen kann. Aber das wären auch schon wieder Details, die ich ungerne mit Hausierern kläre. ich bestehe auf genaue und vertrauliche Absprache. Also wenn der Herren darf ich in meine vier Wände einladen? Einen wohl gemerkt. Zu viele Münder führen zu viel zu viel Geschwätz. Außerdem ist beim Büro sehr empfindlich. Es fehlt noch wenn einer von euch da Unordnung... egal, also wenn darf ich hereinbitten?"

  12. View Forum Posts #92 Reply With Quote
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    Frandt is offline
    „Haltet euren Vater in Ehren. Möge er in Frieden ruhen.“
    Gor Na Frandt blickte dabei Kordin direkt in die Augen. Er kannte den Verlust eines geliebten Menschen.
    Er selbst hatte seinen Vater in jungen Jahren verloren und er war froh, dass er die Trauer verarbeiten konnte.
    „Seid jedoch gewarnt, dass ihr euch nicht zu sehr von Gefühlen leiten lasst. Sie können euch blind machen und euch vom Wesentlichen ablenken. Gerade wir Templer dürfen uns nicht von Gefühlen beirren lassen. Sie sind hinderlich und stören die Konzentration. Ihr müsst eure Vergangenheit nicht vergessen, aber ihr müsst sie hinter euch lassen, damit diese Erinnerungen euren Geist nicht trüben.“

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    Kordin is offline
    Also musste er seinen Vater doch nicht vergessen oder die Errinernung. Kordin fiel ein großer stein vom Herzen, als Gor Na Frandt diese erlösenden Worte aussprach. Etwas an der Art, wie er es tat, erschien ihm jedoch merkwürdig vertrauensvoll. Es war denkbar das der schon ältere Frandt so manchen Menschen auf seinem Lebensweg verloren hatte. Doch Kordin wollte ihn nicht danach behelligen. Anders als er hatte der Templer mit der Vergangenheit abgeschlossen.
    "Eure Ratschläge sind sehr wertvoll, Meister. Ich werde sie gut im Gedächniss behalten. Ich bin mir nicht sicher, ob ich ihren Wert jetzt schon ganz verstehe, aber eines Tages werden sie mir ganz sicherlich nützlich sein. Dafür werde ich sogar und ich bin sicher, dass der Schläfer auf meiner Seite steht."
    Kordin reckte die Schultern. das Gespräch mit dem Templer hatte ihm viel Mut verliehen. Am liebsten wäre es sofort losgestürmt und hätte große Taten vollbracht, doch diese Euphorie wusste er zu unterdrücken. Es würde ihm nichts nützen, sinnlos herumzurennen. Er musste seine Kräfte für die kommende Zeit sparen.

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    Sternchenfarbe is offline
    Gleich zu Beginn bekamen die Brüder die erfreuliche Nachricht, dass genug Land zur Verfügung stand und dass es vorher zwei Großbauern gehörte, ließ darauf schließen, dass es Einiges war, woraus man sich möglicherweise auch etwas aussuchen konnte.
    Und tatsächlich, der Verwalter lud sogar wirklich jemanden in sein Haus ein, allerdings war er auch dabei vorsichtig, denn er beschränkte die Anzahl der Besucher auf einen.
    Kumar zögerte nicht lange, er war es schließlich der die ganzen Pläne, was alles benötigt wurde, im Kopf hatte.
    Er schnappte sich den Goldbeutel aus dem Karren und ging zur Tür, dann drehte er sich noch einmal kurz um und meinte: "Ich werde schon etwas Ordentliches aushandeln."
    Mit einem Grinsen schloss er die Tür und folgte dem schmächtigen Mann einen Gang entlang, auf beiden Seiten waren Papierstapel und Pergamentrollen, man konnte fast meinen, dass das hier die Bibliothek war, über die Kumar vorhin noch nachdachte.
    Einige Meter ging es so weiter, bis die Beiden schließlich in einem Raum ankamen und sich der Verwalter auf einem Stuhl nieder ließ.
    Dann machte er Platz auf seinem Tisch, auf dem schon eine Karte ausgebreitet lag, darauf war vieles zu sehen, aber mit einem Laienauge konnte man nicht erkennen, um was es sich genau handelte.

  15. View Forum Posts #95 Reply With Quote
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    Frandt is offline
    „Denkt über meine Worte genau nach. Es ist nicht wichtig, dass ihr sofort versteht. Es ist besser, zu wissen, wie viel man sich selbst zutraut, statt sich selbst zu überschätzen. Es ist weise, dass ihr zugebt, dass ihr euch nicht sicher seid. Jene, die sich überschätzen, werden schnell fallen, weil sie sich zu viel zugetraut und nicht an die Konsequenzen gedacht haben. Menschen, die sich unterschätzen, werden davon überrascht, zu was sie imstande sind.“
    Gor Na Frandt schätzte es, wenn sich Menschen unterschätzten, statt überschätzten. Sie waren nicht von Arroganz durchlöchert und machten weniger Fehler. Genau nach solchen Menschen musste man für den Orden der Templer Ausschau halten.
    „Ich werde euch nun verlassen. Denkt daran, was ich euch erzählt habe, dann werdet ihr eines Tages euer Ziel erreichen.“
    Der Templer blickte ihm zum Abschluss in die Augen.
    „Der Schläfer möge euch behüten, Kordin!“
    Er machte nach dem Abschied kehrt und verließ den Übungsplatz wieder, damit Kordin über all das nachdenken konnte, was er an diesem Tag gelernt hatte.

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    Truppen des Königs is offline

    Myrtanische Landesverwaltung

    Misstrauisch verfolgte Thomas jeden Schritt des Kunden in seinem Haus, immer darauf bedacht, dass dieser ja nicht an einen Stapel aus Pergamenten kam und vielleicht noch alles durcheinander brachte. Doch der schon ältere Mann mit dem ausgeprägten Bartwuchs bewegte sich fast schon geschmeidig, wie einer dieser Krieger wie man sie aus der Wüste kannte. Die Leute sagten auch oft das sich Menschen aus Varant wie Katzen bewegen konnten. Doch wenn dieser Mann wie ein Varanter und damit wie eine Katze war, dann war sie eindeutig schon sehr alt und hatte ein Problem mit der Hüfte. Oder schwankte er ab und zu wegen diesem gewaltigen Sack, in dem es so verlockend klimmperte? Auf den ersten Blick hatte er wohl die Menge des Goldes unterschützt.
    Jedenfalls manövrierte sich der Katzenmensch durch sein Büro, ohne etwas zu Schaden kommen zu lassen, so das sie gemeinsam einen Blick auf eine der Karten werden konnten. Thomas wählte eine kleinere, eine mit groben Andeutungen der Länderreien. Auf der Großen fand ohnehin nur er sich vor lauter Skizzen und Anmerkunden zurecht.
    "Hier hätten wir die Länderreien, die erst kürzlich an mich überschrieben wurden." Sagte er gönngerhaft und deutete auf zwei halbwegs geometrische Zeichnung, die die Form der bisherigen Länderreien darstellte.
    "Wie zu sehen ist, liegen sie weiter weg von den üblichen Straßen, aber nicht zu weit. das Handel und Abgaben ein Problem darstellen würden. Kap Dun und Adrea liegen ganz in der Nähe. Angrenzen tut kein weiteres Gehöft, wenngleich wir hier allerdings einen königlichen Forst hätten, der die Grenze schneidet. Dort ist jagen selbstverständlich untersagt, jedoch hat der König mich befugt, einen Teil der Forstes an Interessenten zu verkaufen. Seine Majestät ist der Jagt nicht sonderlich zugeneigt, ihr versteht?"
    Er schnappt sich einen Stift und umkreiste das Waldstück, dass zu dem Gebiet dazugerechnet wurde.
    "Neben dem Wald gibt es noch einen alten, aufgegebenen Minenschacht. Die Unterlagen sprechen von der alten Mine Reddock, aber sie warf offenbar nichts mehr ab." Er zog einen weiteren Kreis
    "Oberhalb des alten Schachtes steht ein alter Wehrturm, vormals Bergfried des Hauses Mittelmark, dem Herr über die Mine. Das Haus wurde von könig Rhobar dem Ersten offiziel zur Reichseinigung aufgelöst und folglich erhebt niemand mehr Ansprüche auf das Bauwerk. Damit gehört er ebenfalls zu den Länderreien. Ein Anschlag fällt sowohl für den Wehrturm als auch den Minenschacht selbstverständlich nicht an. Wohl dazuberechnet werden allerdings die Gehöfte. Wie erwähnt sind es zwei, bereits ältere aber benutztbare Gehöfte. Jedes besitzt jeweils zwei Scheunen, sowie mehrere Brunnen und das markierte Weideland. Letzteres ist variabel auswählbar. Der König besteht jedoch auf eine minimale Bestelltfäche von zwei Feldern."

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    Kumar inspizierte die Karte ganz genau, auch wenn man nicht all zu viel erkennen konnte.
    Die Lage war auf jeden Fall perfekt, um Sumpfkraut anzubauen und möglicherweise noch Weizen, damit man die benötigte Versorgung und die geforderten Abgaben erfüllen konnte.
    Allerdings war die Nähe zur Küste auch riskant, wenn Kagan wirklich irgendwann kommen würde, dann hatte er sie schnell gefunden, doch der Hof sollte ja sowieso nur eine Übergangslösung sein, also konnte man auch darüber hinweg sehen.
    Eine Mine, das konnte möglicherweise noch genug für eine kleine Schmiede abwerfen, die war zwar erstmal zweitrangig, aber dennoch ein Pluspunkt.
    Auch die Nähe zum Wald war ideal, so konnten sie im Falle eines Falles alles nach ihren Wünschen umgestalten.
    Der alte Mann war überglücklich und wollte schon fast mit der freudigen Nachricht zu seinen Brüdern gehen, doch er musste ernst bleiben, damit Thomas, der Verwalter nicht noch am Preis drehen konnte, wenn er die Begeisterung mitbekäme.
    Mit einem Ernsten Ausdruck blickte er über die Umgebung, ein Weg verlief relativ nahe am Hof vorbei und Kap Dun und Ardea lagen ungefähr gleich weit entfernt.
    Dort würden sie auf jeden Fall ihre Ruhe haben und das war auch sehr wichtig, doch das Wichtigste galt es nun auszumachen: "Was soll es denn kosten und vor Allem, wie hoch sind die Abgaben ?"

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    Provinzheld Truppen des Königs's Avatar
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    Der grauhaarige Kater gab sich wenig beeindruckt.
    Seltsam, fand Thomas. Aus unempfindlichen Gründen konnte sich kaum jemand wirklich für dieses Land begeistern. Die Lage war eigentlich sehr vorteilhaft, doch fast jeder Pächter bestellte das Land nur kurze Zeit und gab es dann schnell wieder auf. Ob es wohl an der Mine in der Nähe lag? Er wusste es nicht. Und länger datüber nachdenken wollte er auch nicht.
    "Die Abgaben belaufen sicjh in den üblichen Prozenten. Allerdings setzt seine Majestät eine Mindestanzahl von Güter aus, die Produziert werden."
    Er schob dem Kater eine Liste zu, wo genau stand, für welche Menge Land man welche Menge an Grundabgaben man zu leisten hatte.
    "Je mehr Land ihr kauft, desto mehr Abgaben sind es entsprechend. In Krisenzeiten kann die Miliz allerdings auch zuästzliche Prozente einfordern. Dem ist ohne Widerstand nachzukommen. Eine entsprechende Entschädigung erfolg nach Abwendung der Krise und in Höhe der von der Miliz ausgestellten Schuldscheine."
    Der Verwalter nutzte diesen Euphemismus ohne mit dem Wimpern zu zucken. Es war wohl jedem Klar das die "Krise" nicht all zu bald beendet sein würde. doch lag das Gehöt noch weit von der Front entfernt...
    "Der Preis beläuft sich ebenfalls auf übliche RIchtlinien. Hier nachzulesen."
    Ein weiterer Zettel wechselte den Besitzer.

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    Zwangsabgaben, das kannte Kumar schon von Khorinis, dort wurde es genauso gehandhabt und wenn ein paar korrupte Milizionäre nicht genug Sold für ihren Geschmack bekamen, dann holten sie sich immer von den Bauern den Rest.
    Aber das konnte man nicht ändern und egal welchen Standort er nun aussuchen würde, diese Probleme würde es immer geben.
    Schnell überflog der Alte die Liste, die er von Thomas bekommen hatte, dort standen alle Abgabemengen für die jeweilige Nutzfläche und dazu noch ein wichtiges Detail, nämlich dass im ersten Jahr die Abgaben noch sehr gering gehalten werden, das war auf jeden Fall von Vorteil für jeden, der sich einen Hof aufbauen wollte.
    Der Blick des Templers schweifte nun auf die Karte und er versuchte ungefähr zu schätzen, wieviel Nutzfläche sie dann zum Bewirtschaften haben würden, er kam auf 2 Hektar, das entsprach einer Abgabe von 200 Kilo Getreide, im ersten Jahr nur 100.
    Das war sicherlich zu schaffen und wenn sie nebenbei noch Sumpfkraut anbauen würden, wäre ihr Bedarf gedeckt und eine Einnahmequelle gesichert.
    Nun folgte der zweite Zettel auf dem waren einige Zahlen, man konnte schnell den Überblick verlieren, doch Kumar wusste ja, wonach er zu suchen hatte.
    2 Hektar, das sind fünftausend Goldstücke, dazu die Gebäude sind es schon zehn.
    Was der Beutel hergab, das wusste der Alte nicht genau, aber es würde reichen, hoffentlich würden seine Brüder ebenso froh darüber sein, dieses Land zu bekommen, denn im Nachhinein noch etwas zu ändern würde sicher nicht leicht werden.
    Kumar griff hinter sich und stemmte den schweren Goldsack, dann setzte er ihn langsam auf dem Tisch ab und meinte: "Hier müsste genug drinnen sein, wir nehmen es."

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    Der Verwalter machte keinen Hehl aus seiner Verwunderung, als der Kater den Goldsack plump auf den Tisch knallte.
    Dies geschah in einer solchen gossenhaften "Stimmt so" Manier, dass Thomas sich für den Moment nicht sicher war, ob dieser Mann Gold zu viel hatte, oder ob er es wohlmöglich irgendwo gestohlen hatte. Diese Möglichkeit musste in einer Zeit, in der Menschen sogar für Orks arbeiteten, immer in Betracht gezogen werden. Das diesen Sachverhalt sollten andere Prüfen. Er war für die Karten und das Land zuständig.
    Ohne weitere Worte zu verlieren zog Thomas daher ein leeres Vertragspapier hervor und begann, die Formalitäten zu klären. Die Details sowie die zweite Unterschrift waren dem Kunden überlassen.
    "Mit den Angaben un diesem Vertrag und der anschließenden Unterschrift fällt die Zustädigkeit von mir auf den königlichen Wirtschaftsminister sowie die näheren Berater seiner Majestät. Der Vertrag gilt gleichmaßen auch als Urkunde für den Besitz. Ihr müsst sie bei einer Kontrolle seitens der Miliz immer zur Hand haben, damit euer Anrecht auf das Land vertraulich bleibt. Es sollte daher in eurem Interesse liegen, dieses Pergament wohl zu behüten. Verliert ihr es, müsst ihr umgehend bei den königlichen Beratern eine Kopie anfordern, die euch nach einer Verhandlung, die euren Anspruch bestätigt, ausgestellt wird. Andernfalls aber verfällt das Anrecht auf das Land."

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