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    Neuling Die Bruderschaft's Avatar
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    Die Bruderschaft is offline

    Irgendwo auf dem Myrtanischen Meer...

    Langsam und anmutig glitt die die "Erlösung" durch die seichten Wellen des weiten Ozeans.
    Schäumende Gicht schwappte am geteerten Bug des flachen Langbootes, am Rump entlang, um sich am nur leicht berbreiternden Heck in den weiten des Meeres zu verlieren. Das Langboot war nur eines von zwei in äußerster Eile aber dennoch mit ungewohnter Akribik erbauten Schiffen unter der Flagge der einzig wahren Bruderschaft, gegründet vom ehrwürdigen Baal Fishor. Ihr Schwesterschiff, die "Freiheit", glitt Backbord von ihr durch das schäumende Wasser. Die beiden Schiffe machten aufgrund des kühlen Windes gute Fahrt. Fast schon zu schnell kamen sie vorran, doch der Besatzung war sehr daran gelegen, diese Gewässer so schnell wie möglich hinter sich zu lassen. Das stille Meer waren den meisten Anhängern der Bruderschaft nicht geheur und so manche schaurige Geschichte wusste von sagenhaften Kreaturen zu erzählen, die halb Fisch und halb Drache waren, und die ein Schiff mit leichtigkeit zum sinken bringen konnten. Grade ihre leichten, nur groblässig ausbalancerten Langboote waren leichte Ziele und schwankten schon bei stärkeren Wellengang bedrohlich hin und her. Doch die Besatzungen waren größtenteils zuversichtlich, dass der Schläfer sie während ihrer Reise behütete und sie sicher an Land bringen würde. An Land, weit weg vom selbsternannten, falschen Propheten YKagan.

    Mit grimmiger Miene lehnte sich Cor Kosh, der von Baal Yjordes ernannte Nachfolger des jungen und nunmehr toten Cor Ringir, über die Rehling der "Erlösung". Ihm Unterstand das geringfügig leichter beladene Schiff der kleinen Flotte. Seine wachen, harten Augen suchten den immerzu weit entfernten Horiztont nach dem geringsten Anzeichen auf eine Insel oder das erhoffte Festland ab, doch seitdem sie Khorinis und ihre verblendeten Brüder hinter sich gelassen hatten, hatten sie kaum mehr Land zu gesicht bekommt. Tatsächlich waren sie nur an einer einzigen größeren Insel vorbei gekommen, einem ins Meer geworfenen Felsen ohne Vegetation, der von scharfkantigen Klippen und aus dem Wasser ragenden Felsnadeln umgeben war. Anlanden war nicht möglich und auch nicht erstrebenswert gewessen, so das sie diese Insel hinter sich gelassen hatten. Erst als der düstere Fels weit hitner ihnen verschwunden war, war die Anspannung von Cor Kosh abgefallen. Er konnte es sich nicht erklären, aber aus unempfindlichen Gründen hatte diese Insel weit mehr an sich gehabt als lediglich eine abstoßende, karte Oberfläche. Es war wie ein bedrohlicher Schatten, der über ihr gelegen hatte und jeden Seefahrer davon abhalten sollte, sich ihr zu nähern. Nun, den Gefallen hatten sie ihr ja getan.

    Mürrich stieß er sich von der Reling des Bootes ab und warf einen Blick über das weitgehenst freiliegende Deck. Einige Novizen hatten vor der Abfahr Planen und Zelte so aufgespannt, dass sie die Fracht schützen, doch ansonsten gab es keinen Unterschlupf anbord des Schiffes. Die Zeit hatte nicht mehr gereicht, einen solchen zu errichten. Die Ansätze waren vorhanden gewessen, doch Kagan, dieser Hund, hatte sie all zu schnell aufgespürt als das sie ihre Abreise noch länger hätten verzögern können. Entschlossen trat Cor Kosh auf einige seiner Brüder zu. Es waren Templer, die trotz des leichten Schwankens des Bootes mit ihren Waffen trainierten. Viele waren ihm nicht geblieben. Von den wenigen Überlebenden des alten Ordens waren viele bei Kagan geblieben. Um so mehr freute er sich über jedes einzelen Gesicht, dass er auf seinem Schiff ausmachen konnte. Und noch mehr würde er sich erfreuen, wenn sie endlich anlanden konnten und er sehen durfte, dass es Baal Yjordes und der Besatzung der "Freiheit" noch gut ging. Kommunikation war zwischen den Schiffen nur schwer umzusetzten und beschränkte sich meist auf Kurs und Richtungsangaben. Das war es allerdings auch schon.

    "Cor Kosh." Einer der Templer, ein drahtiger, aber kräftiger Mann mit dichtem Schnäuzer und der dunklen Haut eines Südländers unterbrach sein Trainig und kam auf ihn zu. "Ja, Gor Na Shagal, was gibt es?" Kosh mussterte den Templer. Shagal war ein Templer mittleren Ranges, und das schon lange Zeit. Er war loyal, aber wenig aufstrebend. Er war mit seiner Aufgabe lange Zeit zufrieden gewessen und daher nur wenig im Orden aufgefallen. Vielleicht war er deshalb noch am Leben?
    "ich frage mich die ganze Zeit, Meister... ich weis, gewissheit kann es nicht geben, aber... wäre es möglich, dass noch andere unserer Brüder überlebt haben könnten?"
    Cor Kosh schürzfte die Lippen. Ein Thema, über das er nicht gerne Sprach. Die Ungewissheit gefiel ihm nicht.
    "Es ist schwer zu sagen. Wenn der Schläfer einige unserer Bruder zum Festland geführt hat, wird er sie aber wohl behüten und uns mit ihnen zusammenführen. Da bin ich sicher."

    Der Großmeister hatte sich diesen Satz immer wieder und wieder eingeredet, so oft, dass er es selbst schon glaubte als er ihn selbst laut aussprach. Doch er hatte berechtigten Zweifel. Nur wenige waren vor ihnen gegangen. Gor Na Luman war der erste, nachdem er nur kurze Zeit zurückgekehrt war. Das er es ihm einmal nicht übel nehmen würde, dass er die Gemeinschaft zum zweiten Mal verlies, verwunderte Kosh beinahe selbst.

    Gor Na Luman auf den Fuß gefolgt waren Gor Na Kumar, der alte und treue Torwächter, den er persönlich allerdings nicht besonders leiden konnte, weil er die Symbole des Glaubens leugnete, und vielleicht auch Elvardo, was allerdings nicht ganz klar war. In seiner verbrannten Hütte hatte man keine menschlichen Überreste gefunden, weshalb manche davon ausgingen, dass er noch lebte. Kosh gehörte nicht dazu. Er wusste, dass Feuer alles auf einen Haufen Asche reduzieren konnte. Aber wenn jemand die Hoffnung auf das Überleben des Einhändigen schürrte, unterbrach er ihn nicht. Hoffnung war rar dieser Tage und sie brauchten jedes bisschen davon, was sie kriegen konnte. Nur die Hoffnung hielt sie noch zusammen. Die Hoffnung und ihr Glaube. Alles andere hatten sie verloren...

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    Provinzheld Slicer's Avatar
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    Der Orden Innos' im Forenrollenspiel
    Slicer is offline

    Das Kloster der Feuermagier - Nordmar

    Schweren Schrittes stapfte Galbuon durch den kargen Innenhof des Klosters der Feuermagier.
    kalter Wind wehte durch das Gemäuer und lies den Fremden trotz seiner Rüstung und der warmen Winterkleidung erschaudern.

    Seit langer Zeit mühte sich der Fremde nun schon, in der großen Bibliothek der Feuermagier eine Lösung zu finden, wie er und Grush Gar die magischen
    Schwierigkeiten der geheimnissvollen Kristallhöhle zu lösen hatten. Er hatte sich schon denken können das es alles andere als einfach werden würde, eine Lösung über dieses eigenwillige Phänomen zu finden, doch weniger erwartet hatte er, dass er überhaupt keine Informationen darüber finden würde. Nicht einmal über die magischen Kristalle gab es etwas in den dicken, staubigen Wälzern zu erfahren. Egal wie viele er Bücher er über das Thema der grundlegenden Magie auch durchblätterte, das Phänomen wurde nicht auch nur mit einem Wort erwähnt. Zwar hatte die Bibliothek noch eine Menge Bücher zu bieten, doch die meisten beschäftigten sich mit gänzlich anderen Themen als der elementaren Magie. Daher war es naheliegend, die Suche in diesem Hort des Wissens zu beenden und eine andere Quelle aufzutun.

    Dieser Misserfolg nagte an Galbuons Kräften. Doch in all den Jahren hatte er gelernt, die demütigenden Gefühle zu unterdrücken, damit sie sein Handeln nicht beeinflussen konnten. Wie viele große Entdeckungen wären ihm niemals gelungen, wenn er immer sofort aufgegeben hätte, sobald das Schicksal ihm Steine, so groß wie Berge, in den Weg warf? Nein, hier galt es, einen neuen Weg aufzutun.

    Leider hatte der Fremde keinerlei Anhaltspunkt für eine weitere Suche. Bevor er eine neue Wissensquelle beziehen konnte, musste er zuerst eine finden, die ihm die gewünschten Informationen auch bieten können musste. Nur eines war klar, hier im hohen Norden würde er eine Solche niemals finden. Es galt, die kleineren Bibliotheken des Mittellandes zu durchstöbern und vielleicht sogar im warmen Süden die Suche fort zu setzten.

    Nachdenklich wickelte Galbuon den erstandenen Wintermantel um sich der in diesen Breiten unabdingbar war. Wie es wohl seinem Freund Grush Gar ergangen war? Im Gegensatz zu ihm hatte Grush Gar schon eine Menge Wissen über diese Kristalle parat gehabt. Wusste er wohlmöglich auch,. wo er zu suchen hatte, um noch mehr WIssen über die Kristalle, und die Wesen, die sie beschwören konnten, zu erfahren. Naheliegend war Geldern, die Stadt der Alchemisten und Gelehrten. Wohlmöglich war er dort auf der Suche. Doch aufgrund der orkischen Besatzung war ihm, Galbuon, die Suche dort leider verwehrt. Also musste er darauf hoffen, dass er dann auf Grush Gar treffen würde, wenn es an der Zeit dafür war...

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    Waldläufer Abunjan's Avatar
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    Abunjan is offline
    Abunjan war während der Rede Y´Kagans nicht wie sonst üblich an dessen Seite gestanden, dennoch hatte er alles mitbekommen und während die Meisten noch auf dem Tempelplatz jubelten, oder beteten, verschwand der Templergroßmeister.
    Er musste nun Vorbereitungen treffen, damit eine Eroberung der Stadt auch möglich war, denn auch wenn die Bruderschaft zahlenmäßig überlegen war, so waren die Verteidiger dank ihrer Mauer im Vorteil und was würde passieren, wenn die Feuermagier einschreiten würden ?
    Vieles konnte über Sieg oder Niederlage entscheiden und es war an Cor Abunjan, diese zu erkennen und nötige Schritte dagegen einzuleiten.
    Die Magier würden auf jeden Fall nicht so einfach das Kloster verlassen können, denn schon seit einigen Wochen waren 12 starke Templer an der Brücke stationiert, von denen täglich Bericht erstattet wurde.
    Abunjan war sehr vorsichtig gewesen, da von dort die größte Gefahr ausging, die Paladine hingegen waren schon größtenteils abgezogen, wie die Späher aus dem Leuchtturm berichteten, ebenso die meisten Bürger.
    Lediglich zwei Schiffe lagen noch im Hafen vor Anker und wenn mal ein Neues dazu kam, dann legte auch wieder eines ab.
    Die Königstreuen hatten also ebenfalls einen Plan, nur konnte der Cor ihn noch nicht durchschauen.

    Doch bald würde es so weit sein, denn nun gab Abunjan den Befehl, dass alle Templer sich kampfbereit vor dem Lager versammeln sollen, auch ein paar fleißige Novizen würden benötigt werden.
    Schnell machte sich Gor Na Agmar auf den Weg, er war nämlich die rechte Hand von Abunjan geworden, dieser hingegen machte sich auf zu seiner Hütte, er würde einiges benötigen, bei der bevorstehenden Belagerung.

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    Der Schläfer erwache  Sternchenfarbe's Avatar
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    Sternchenfarbe is online now
    Elvardo nahm die Dokumente von der Wache entgegen und inspizierte sie.
    Seiner Aussage nach waren sie in Ordnung, das bedeutete, dass die Bruderschaftler endlich die Stadt Faring verlassen und sich endlich an den Aufbau ihres neuen Lagers machen konnten.
    Dank Gor Na Fred und Thorvid hatten sie nun auch die finanziellen Mittel dafür, Kumar sah schon vor sich wie sie alle in einer Woche zusammen an einem Lagerfeuer vor ihren neuen Hütten saßen und ihr eigenes Sumpfkraut rauchten.
    Nur wo das am Ende sein würde war noch nicht klar, keiner war auf seinen Reisen durch Myrtana auf einen solchen Ort gestoßen, wobei die Wälder von Geldern und Trelis genug Platz boten, um ganze Armeelager unterzubringen.
    Bestimmt würden die Brüder schnell fündig werden, wenn sie erst einmal zusammen loszogen.
    Kumar hörte augenblicklich auf, sich den Kopf zu zerbrechen, statt dessen verteilte er die Waffen, welche sie gerade eben bekommen hatten.
    Die junge Wache nickte nur noch kurz und ging dann mit seinem Kameraden wieder durch die Menschenmenge zurück und auch diese löste sich allmählich auf.
    "Wir sollten zum Gladiatorenzelt gehen," meinte der alte Templer und blickte erst zu Elvardo und anschließend zum Novizen Tanglet.

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    Legende Elvardo's Avatar
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Elvardo is offline
    Fast zögerlich griff Elvard nach dem groben Langschwert das Gor Na Kumar ihm darbot.
    Der kalte, scharfe Stahl beider Klingen fühlte sich nach all der Zeit noch immer eigenartig in seiner linken Hand an, doch verspürte er sogleich ein Gefühl der inneren Sicherheit, als er nicht mehr gänzlich ohne Bewaffnung durch die Gegend ziehen musste. Mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck mussterte er die Waffe mehrmals von oben bis unten, hielt sie umständlich von seinem Oberkörper weg und drehte sie um die Achse, bevor er das Langwert in seinen Gürtel steckte und nach dem dolchartigen Überrest der Klinge Blutdurst griff. Da es der Griff eines Zweihänders war, fühlte sich Blutdurst noch seltsamer an als der EInhänder. Nachdem er auch Blutdurst zurück in den Gürtel gesteckt hatte, sandte er ein Stoßgebet zum Schläfer, dass er das Andeten seines Bruders zurück in seinen Besitz gebracht hatte. Selbstverstädlich war das nicht. Die Paladine hätten es ebenso gut für Schrot halten können, was es eigentlich auch war. Niemand außer ihm kannte den symbolischen Wert des abgebrochenen Schwertes, wobi vielleicht Gor Na Kumar den markanten Griff wiedererkannte. Wenn es so war, zeigte er es jedenfalls nicht.
    Gemeinsam machten sie sich nun auf den weg durch die sich langsam lichtende Menschenmenge zum Gladiatorenzelt.
    Elvado war durch das Ende der Kämpfe leicht überrascht, hatte er doch erwartet, dass nach den Piraten noch wesentlich stärkere Gegner auf den Plan treten würden. Doch es gab keine mehr. So misserable Kämpfer die Piraten auch gewessen waren, offenbar hatten sie sich durch ihre schmutzigen Tricks und ihr furcheinflößendes Auftreten bis ins Finale durchgeschlagen. Zumindest dafür musste man den beiden Respekt zollen, auch wenn sie ihm direkten Kampf gegen die beiden Templer natürlich keine Chance hatten.
    Der Einhändige kam nicht umhin, darüber zu schmunzeln.
    Obwohl er weder Gor Na Fred noch Gor Na Thorvid in der weiterführenden Technik des zweihändigen Kampfes ausgebildet hatte, waren sie doch zu wahren Meistern ders Kampfstils geworden. Er war sich, jetzt wo er darüber nachdachte, garnicht mehr sicher, ob er sie in einem Kampf hätte schlagen können wenn er noch beide Hände besessen hätte. Sicher, er war lange Zeit der Großmeister des Ordens gewessen und in all den Jahren fast jeden Kampf für sich gewinnen können.
    Doch er war auch alt geworden. Selbst ohne die Niederlage auf der Brücke zum neuen Lager und dem tragischen Verlust seiner Hand wäre wohl bald der Zeitpunkt gekommen, da ihn jemand als den Lehrmeister des Kampfes abgelöst hätte. Die Zeichen hatten sich schon vorher zu mehren begonnen. es war der unvermeidliche Tribut, denn man dem Alter zahlen musste, und denn man grade als Krieger deutlicher spürte als so manch anderer. Auch Gor Na Kumar und Gor Na Luman waren längst von dieser Last betroffen und hatten noch zur Zeit der Barriere damit zu kämpfeb gehabt. Wie lange es wohl dauern würde, bis sie zu alt waren? Zu gebrechlich, aufgebracht und langsam, als das sie noch einen Kampf gewinnen konnten? Elvardo mochte nicht daran denken. Er selbst hatte erleben müsen, wie es war, wenn man sein Handwerk als Krieger niederlegen musste. Das Leben wurde leer, machte keinen Sinn mehr. Er hatte sich noch nie so nutzlos gefühlt in seinem Leben wie in den Wochen nach dem Verlust seiner Hand. Er hoffte daher, dass Kumar als Meister des einhändigen Kampfes noch viele Jahre blieben. Und auch Gor Na Luman im Exil wünschte er noch lange Jahre einen rüstigen Körper.
    Gerührt legte Elvardo die Hand an den Grif von Blutdurst während er neben Gor Na Kumar auf das Zelt zuschritt. Er umklammerte den Griff, als musste er sich daran festhalten. Der Schläfer hat uns wieder zusammen geführt. Mich, Kumar, Fred, Thorvid und den jungen Tanglet. Doch was ist mit all den anderen, die ihm treu blieben? Was mit Gor Na Luman geschehen, der mich bat, die Gemeinschaft zu verlassen? Was Mit Cor Dark und Baal Vasili, die bis zu letzt gegen Kagan standen? Was mit Cor Ringir, der seine Macht vor uns allen durchschaut hatte? Wann werden wir sie wieder sehen?
    Ein bitterer Geschmack legte sich Elvardo auf die Zunge. Von Cor Dark, Derim und Ignius hatten Gor Na Kumar und Tanglet berichtet. Angeblich waren auch sie geflohen und längst auf dem Festland . Doch sie hätten sie schon lange aufsuchen müssen. Sie waren schon zu lange weg. Und was war mit Ringir und Vasili? Gor Na Kuamr hatte sie nicht einmal erwähnt, und das war alles andere als ein gutes Zeichen. Die Finger des Templers krallten sich mit solcher Kraft um den Stahl, dass die Knöchel sich weis färbten und sein Unterarm zu zittern begann. Ihn beschlich eine grauenvolle Ahnung.
    "Kumar..." Raunte er mit seltsam heiserer Stimme und ohne den ergrauenden Krieger anzusehen. "Mein Bruder. Ich weis, wir haben bereits über vergangenes gesprochen. Über das, was Baal Kagan aus der Bruderschaft gemacht hat, bevor ihr ihr den Rücken gekehrt habt. Dartüber, dass er die Gemeinschaft fest im Griff hat. Doch..." Er senkte die Stimme, so das Kumar und Tanglet ihn kaum verstehen konnten. "Was wurde aus jenen, die ihm Widerstand leisteten. Ihr sagtet, einige sind geflohen, so wie ihr. Doch was wurde aus den anderen, die sich gegen ihn stellen? Was wurde aus Cor Ringir, Baal Vasili, Gor Na Korrmak und all unsere Brüdern, die entschlossen waren sich gegen ihn zu stellen? Wisst ihr es? Waren sie noch im Lager, als ihr gingt?"
    Der Tepelr wusste durchaus, das er diese Fragen zu einem nicht besonders taktvollen Moment stellte. Doch er msuste sie einfach los werden, und wenn Gor Na Kuamr sie erst später beantworten würde, sollte ihm das recht sein. Er ar sich sehr sicher, dass auch Fred und Thorvid diese Sache interessieren würde.

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    Der Schläfer erwache  Sternchenfarbe's Avatar
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    Sternchenfarbe is online now
    Elvardos Frage war wie ein Pfeil, der den alten Templer traf, doch es war kaum verwunderlich, war doch Elvardo nach Gor Na Luman der Erste, der gegangen war.
    Oder besser, der vertrieben wurde.
    Kumar sah deutlich vor sich die brennende Hütte, in der der ehemalige Templergroßmeister über die Jahre gewohnt hatte, dann trat Cor Ringir, der Nachfolger auf den Plan und stellte Abunjan zur Rede, doch statt wie Brüder miteinander zu reden, kam es zum Kampf.
    Kumar wollte nicht daran denken, doch es zu verdrängen funktionierte nicht, die Bilder waren schon vor seinem geistigen Auge zu sehen.
    Er sah, wie Ringir über dem besiegten Abunjan stand, diesen aber verschonte und statt dessen eine Standpauke hielt, waren sie doch früher gute Freunde gewesen.
    Keiner der Anwesenden bemerkte, dass Kagan auf den Plan trat und als man es bemerkte, war es schon zu spät.
    Mit Hilfe seiner Magie griff er in den Kampf ein und lenkte so die Aufmerksamkeit von Ringir auf sich, genug Zeit für Abunjan.
    Dieser sprang auf, griff sein Schwert und stieß es kaltherzig durch Ringirs Rücken, in diesem Moment achteten viele noch auf Kagan, so auch Kumar.
    Als er erkannte, was passiert war, wollte er schon eingreifen, doch war er scheinbar der Einzige.
    Er wäre ebenfalls einen sinnlosen Tod gestorben, wenn er nun eingreifen würde, deshalb drehte er sich um und verließ diesen Ort des Umbruchs, ob Andere genauso gehandelt hatten, wusste er nicht, doch eines war klar, keiner erhob das Wort gegen ihn, nicht zu diesem Zeitpunkt.
    Diese Nacht war der alte Templer zu besorgt, um im Lager zu schlafen, auch seine Festung kannte jeder, deshalb nächtigte er außerhalb im Wald.

    Schon am nächsten Morgen war das Lager in zwei Teile zerbrochen, Gor Na Kosh und Baal Yjordes, die nahe der Schmiede den anderen erklärten, dass Kagans Weg der falsche war.
    Kagan musste davon erfahren haben, doch waren es so viele gewesen, einen solchen Kampf konnte er sich wohl nicht leisten, wenn doch, hätte er wohl alle kurzerhand abschlachten lassen.
    Einige waren in den paar Tagen der Spaltung von alleine gegangen, was aus ihnen wurde war Kumar nicht bekannt und auch Kosh, der mit seiner Gruppe eines Morgens aufbrach, war bis heute nicht mehr gesehen worden, jedenfalls von den fünf Bruderschaftlern hier.
    Kumar wäre ja mit ihnen gegangen, doch waren sie schon fort, als der alte Templer bereit war.
    Mit ziemlicher Sicherheit hatte Kagan sie mittlerweile erwischt, denn auf dem Festland konnte eine solche Gruppe nicht ohne bemerkt zu werden auftauchen und da Kagan als Einziger in der Nachricht aus Gotha erwähnt wurde, hatte er wohl gewonnen.
    Die Gedanken waren Gift für den Alten, er wollte dieses Thema lieber ausblenden, wie die ganzen letzten Tage, doch das würde die Probleme nicht aus der Welt schaffen
    Schnell antwortete Kumar seinem alten Freund: "Viele sind gegangen, manche vereinzelt, andere in der Gruppe, die meisten allerdings blieben im Lager jedenfalls soweit ich das weiß.
    Derim muss kurz nach mir das Lager verlassen haben, ihn traf ich in Khorinis, ein paar Tage später."
    Einen Moment dachte der Alte nach, dann fuhr er fort: "Cor Dark war auf jeden Fall noch im Lager, als ich ging, es schien als hätte er sich damit abgefunden, aber ein Wort mit ihm gewechselt habe ich nicht, also ist das nur eine Vermutung.
    Dass Tanglet ihn bei der Überfahrt getroffen hat, beweist, dass auch er das Lager verlassen hat, doch wo er derzeit ist, weiß niemand."
    Kurz ging der Blick Kumars zu Tanglet, dann wieder zu Elvardo und er sprach weiter: "Baal Vasili ist ebenfalls noch geblieben, ich habe ihn weder in Khorinis, noch auf dem Festland gesehen, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass er lange bei Kagan bleibt, das Selbe gilt für Gor Na Korrmak, bei ihm könnte ich mir sogar vorstellen, dass er bei Koshs Gruppe war."

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    Ritter Tanglet's Avatar
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    Der Novize steckte seine kleine Handaxt an den Gürtel, es war keine besonders großartige Waffe aber für den Notfall würde sie reichen und vielleicht könnte er sich bald eine bessere kaufen, aber jetzt mussten sie erstmal aus der Stadt raus.
    Der Novize war sich sicher das der Anführer der Feuermagier sie nicht besonderst mochte und deshalb war es wichtig schnell genug hier raus zu kommen.
    Auf dem Weg zum Gladiatorenzelt fragte Elvardo ob sie was von den anderen Brüdern wussten doch der Novize zuckte nur mit den Schultern, als die Barriere fiel dachte er nur ans rennen...

    Kumar erzählte nun einiges und der Novize hörte stumm zu, von den genannten kannte er fast keinen doch er ahnte das es wichtige, starke Schläferanhänger waren.

  8. View Forum Posts #48 Reply With Quote
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    "Es war keine gute Idee, die beiden Piraten am Leben zu lassen, wir hatten bereits in den letzten Monaten genug zutun mit diesem Abschaum, sie haben uns um den großteil unseres Vermögens erleichtert und dennoch lassen wir sie am Leben" langsam schüttelt Fred enttäuscht seinen Kopf, als er bemerkte, dass ihn Thorvid ernst musterte, den ganzen Körper, der nach wie vor von einem Gewand aus Leinen bedeckt ist, die sie trugen um ihre modifizierten Rüstungen zu tarnen:"Es sind zuviele Menschen durch unsere Klinge gestorben, findest du nicht?".
    Es vergingen einige Minuten im Zelt der Gladiatoren befanden sich nur noch die in Faring bekannten Nordmarbrüder, Fred wusste nicht wie er auf Thorvids Frage Antworten sollte weshalb er ihm den Rücken zudrehte und langsam den riesigen Beutel öffnet der sich auf dem Tisch befand:"Das ist genug Gold um uns einen Teil von Vengard zu kaufen, natürlich bewacht von etwa zweidutzend Soldaten, die uns Rhobar für dieses Gold mit einer Parade übergeben würde" leicht verzog sich ein grinsen im sonst sehr kalten Gesicht des Riesen:"Wir haben aber andere Absichten".
    Fred griff mit seiner Hand in den Beutel und dachte darüber nach, wie es der König sich leisten kann, in so einer Krise solch ein teures Spektakel zu Organisieren, langsam drehte er sich zu Thorvid, doch bevor dieser zu Sprechen begann, kam Thorvid ihm zuvor:"Garnicht, ich habe beobachtet, dass keiner der Adligen, aus Vengard oder aus diesem Kontinent als Zuschauer anwesend war, hauptsächlich sah ich Schwarzmagier und dicke Händler aus dem Süden, die sich in einer speziellen Loge weit ab von den normalen Zuschauern gesichert zugesehen hatten, anscheinend sind diese auch die Geldgeber gewesen" Thorvid machte einige Schritte zu Fred, schaute an ihm vorbei in den Beutel und zuckte mit den Schultern:"Ich hoffe es wird ausreichen, um zumindest ein Stück Land für uns und unsere Brüder zu sichern".
    Fred nickte ernst und nahm den Beutel, den er beim ersten versuch nicht heben konnte:"Puh, wie sollen wir diesen riesen Beutel bitteschön transportieren?" langsam machte Thorvid wieder einige Schritte zum Beutel, begutachtete diesen, nahm sein beutel zur Seite und hob den riesen Beutel hinter seinem Rücken:"Wir sollten uns möglicherweise eine Karre oder ähnliches Suchen".

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    Legende Elvardo's Avatar
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Elvardo is offline
    Aufmerksam lauschte Elvardo den Worten seines Bruders und versuchte jedes wichtige Detail herauszufiltern das ernannte.
    Leider stand nur wenig gewissheit in seinen Worten. Gor Na Kumar wusste auch nicht zu sagen, was aus den meisten ihrer Brüder geworden war und konnte lediglich Vermutungen über deren Verbleib anstellen. Es schmerzte Elvardo, nicht zu wissen, ob ein guter Freund und Bruder überhaupt noch am Leben oder bereits tod war. Doch vermutlich musste er sich mit diesem Gefühl abfinden. Auch wenn ihm aufgefallen war, dass Gor Na Kumar es störrisch vermieden hatte, den Namen Ringir zu erwähnen. Er hatte ihn überhaupt nicht erwähnt, seitdem sie sich das erste Mal getroffen hatten. Diese Feststellung verstärkte das unwohle Gefühl Elvardos nur noch. Wenn Kumar nicht über ihn reden wollte, konnte das nichts gutes Bedeuten...
    Doch er wollte seinen Bruder nicht noch weiter belasten. Es war ihm anzusehen gewessen, wie sehr es ihn schmerzte, an diese Zeit errinert zu werden. Das ging ihnen vermutlich allen so. So wie so oft würde die Zeit zum Trauer allerdings später kommen.
    Schweigend absolvierten sie die letzten Meter zum Zelteingang. Ohne zu zögern schob Elvardo die Plane zurseite und hielt sie seinen Brüdern auf. Erst als Gor Na Kumar und Tanglet hindurchgegangen waren, trat er selbst ein und lies das feste Ledertuch hinter sich fallen.
    Als er seinen Blick auf die beiden "Nordmarbrüder" richtete, stockte ihm der Atem. So wie seinen Brüdern galt sein Blick dem gewaltigen Geldsack, denn die beiden im Zelt stehen hatten. Es war ein kleines Vermögen.
    "Beim Schläfer." Entfuhr es ihm. "Wie sollen wir diese gewaltige Menge Gold bloss aus der Stadt schaffen?"

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    Fred is offline
    Gerade als die beiden Templer die bereits bekannt sind als "Nordmarbrüder" das Zelt zusammen mit dem riesen Sack Gold verlassen wollten, sprangen ihnen auch schon ihre drei Brüder entgegen angeführt von ihrem ehemaligen Großmeister Elvardo, der seinen Atem einige Sekunden einhalten musste, als er den riesen Geldsack erblickte, den Thorvid gerade widerwillig hinter seinem Rücken trug:"Wir hatten uns überlegt, möglicherweise für einige Goldstücke eine Karre zu kaufen, wir sind genug kämpfer, um es sicher mit den Sack aus der Stadt zu schaffen und uns irgendwo bei irgendeinem Stadthalter ein stück Land zu kaufen" langsam legte der Riese den Beutel wieder auf den Boden und schnaufte genervt:"Solange sollten wir uns vielleicht nicht in der Öffentlichkeit aufhalten" plötzlich sprach auch Fred der sich sonst aus allen Gesprächen raushält, direkt zu seinen Brüdern:"Meister, wie ich sehe, habt ihr bereits alles eure Waffen zurück, dass heißt, dass ihr bereits die Angelegenheit mit den Königstreuen geklärt habt" langsam geht sein Blick zum jungen Tanglet, der sich gekonnt im schutze der beiden Gründer der Bruderschaft hält:"Tanglet, schaffst du es, uns schnell einen Karren zu besorgen, während wir einzelne Planung machen?" der Templer schaut fast schon ernst zum sehr jungen Mitglied der Bruderschaft.

    Bevor Tanglet antworten konnte, stellt Fred eine weitere Frage und wendet sich wieder allen Brüdern zu:" Oder hat jemand eine bessere Idee als einen Karren? Mein Vorschlag wäre es, sowieso die Stadt erst bei Nacht zu verlassen, um im Schutze der Dunkelheit dieses doch sehr kriegerische Burg zu verlassen, dennoch kennen THorvid und ich mich nicht sehr gut in dieser Gegend aus, dass heißt wir brauchen einen, der uns navigieren kann".

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    Ritter Tanglet's Avatar
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    Tanglet is offline
    Der Novize überlegte kurz und nickte dann "Hier gibt es genug alte Karren und die Leute vor der Burg scheinen nicht besonders reich zu sein, ich denke 30-40 Goldstücke sind mehr als genug" als der Kämpfer ihm das Geld gab ging er los, er rannte nicht um kein Aufsehen zu erregen aber mit schnellen Schritten erreichte er das Tor der Burg und folgte dem Pfad runter, es gab nicht wirklich viele Karren und die meisten gehörten irgendwelchen Händlern also ging der Novize weiter bis er einen Eingang im Berg sah, neugierig ging er rein es schien eine alte Mine zu sein. An ein paar zertretenen Pilzen sah er das sich hier noch irgendwer herumtrieb, vorsichtig sah er um die Ecken und sah dann am Ende eines Ganges zwischen kaputten Kisten einen alten Karren, die Räder schienen noch in Ordnung zu sein und die paar Platten die fehlten konnte man leicht ersetzten.
    "Ist hier wer?" rief er und legte die Hand an die kleine Axt, langsam verklang der Ruf und eine unangenehme Stille breitete sich aus, gerade als der Novize noch mal rufen wollten legte jemand eine Hand hinter seinem Mund und ein Messer pickste ihn am Rücken "Du kannst deinem Chef sagen das ich mit seinen schmutzigen Geschäften nichts zu tun haben will" flüsterte ihm der unbekannte ins Ohr, dann nahm er die Hand vom Mund des Novizens und stieß ihn zurück "Ich bin nicht wegen irgendwelchen Geschäften hier" sagte der Novize und musterte seinen gegenüber, vor ihm stand ein Mann Mitte Fünfzig seine Haaren waren größtenteils schon grau und das Gesicht voller Falten doch er hielt in der einen Hand einen Dolch und an seinem Gürtel hing an Langschwert, eine feste Lederrüstung schütze ihn und der Glatzkopf glaubte nicht das er ihn im Kampf besiegen konnte.
    "Wobei eigentlich schon aber es geht nur um diesen alten Karren, ich möchte ihn gerne kaufen" misstrauisch musterte der Alte ihn und setzte dann ein empörtes Gesicht auf "Diesen Karren hab ich letzten Monat erst gekauft, die fehlenden Holzplatten könnte ich dir für 5b Goldstücke wieder einsetzten ansonsten kostet er dich 30 Goldstücke"
    "Der Karren fällt bald aus einander und ist nichts mehr wert, aber weil du mir sympathisch bist gebe ich dir 10 Goldstücke dafür"
    "Du bist noch jung und verstehst nichts davon, der beste Tischler des Landes hat ihn angefertigt, aber ich bin bereit dir diesen Schatz für 20 Goldstücke zu verkaufen"
    "Ich geb dir höchstens 15, du kannst froh sein wenn jemand diesen Haufen aus Holzwürmern kauft"
    "Vergiss es, 20 ist mein letztes Angebot"
    "Woher soll ich denn soviel Geld haben? In dieser Drecksstadt findet man ja kaum Arbeit und ich will nur mit meinem kranken Bruder in die Küstenregion damit er bald gesund wird" bittend sah er den Alten an, er wusste das diese Lüge nichts neues war aber der Alte nickte langsam
    "Die Luft dort ist wirklich sehr gut, ich geb dir den karren für 17 Goldstücke"
    Der Novize nickte und gab dem Alten das Geld "Ich hol ihn heute Nacht ab, stell ihn einfach zum Höhleneingang"
    Der Novize drehte sich um und ging los "Ich wünsche deinem Bruder nur das beste" hörte er den Alten sagen, der Glatzkopf drehte sich um und sah das sein Gegenüber ihm zuzwinkerte "Danke" sagte er knapp und ging weiter.
    Als er draußen war fing er an zu rennen, der Alte war ihm irgendwie suspekt und er wollte soviel Abstand wie möglich zwischen sich und der Höhle bringen...solange er noch alleine war.
    Er rannte den Hang hoch, an den ersten Häusern vorbei und um die Ecke, zu spät sah er den Mann und rannte in ihn rein.
    Kurz lagen beide auf dem Boden dann stand der Novize auf und reichte seinem gegenüber die Hand "Tut mir leid" sagte er und ging dann langsamer weiter, nach ein paar Minuten holte er einen Lederbeutel aus seinem Umhang und roch dran, es war eindeutig Tabak drin. Er wollte eigentlich nichts stehlen aber als sie beide am Boden lagen wanderte seine Hand automatisch in die Taschen des anderen. Der Novize steckte den Beutel wieder ein und rannte dann wieder los, kurz darauf erreichte er das Zelt der Gladiatoren.

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    Damals hätte mich das Ende fast eingeholt. Ich dachte, dass ich sterben würde, als ich im eisigen Nordmar durch grundsätzlich negative Gedanken fast meine ganze Hoffnung verloren hatte. Die Trauer saß tief und meine Gedanken hatten mich von innen heraus zerfressen. Der Schläfer hatte mich aber nicht im Stich gelassen. Mir wurde neue Hoffnung geschenkt und von den schweren Schicksalsschlägen konnte ich mich erholen. Neue Kraft konnte ich aus dem Brunnen der Hoffnung schöpfen. Ich wurde wieder stärker und lernte, wieder an mich selbst zu glauben.
    Es hatte seine Zeit gedauert, sich von den psychischen Wunden zu erholen, die schon so lange bestanden. Diese ehemaligen Wunden sollten Narben sein, die mich an eine alte Zeit erinnern. Ich würde sie nicht mehr vergessen können. Doch das ist auch gut so. Die Vergangenheit war ein Teil von mir und ich würde niemals wollen, sie komplett zu vergessen. Dunkle Ereignisse, die sich aufgetan hatten. Man erlebt Gutes, wie auch Schlechtes.
    Beides gehörte dazu. Das Schlechte hätte aber fast dafür gesorgt, mich komplett zu verschlingen. Ich lernte, damit umzugehen und mich auch an gute Zeiten zu erinnern. Ich erinnere mich an das Gute und dann automatisch an das Schlechte. Umgekehrt genauso. Das Gute reichte aus, um mir einen Grund zu liefern, wieso ich die Vergangenheit niemals vergessen sollte. Das Schlechte würde mich immer wieder daran erinnern, wieso ich niemals aufgeben sollte.
    Ich danke dem Schläfer dafür, dass er mir das gezeigt hatte und mich nicht im Stich ließ. Selbst in den harten Zeiten blieb er bei mir und schenkte mir neue Hoffnung. Selbst hier spüre ich seine Präsenz. Mein Gott beschützt mich. Nicht nur damals auf der Insel Khorinis, sondern auch hier auf dem Festland. Ich hoffe aber, dass der Schläfer auch meine Brüder beschützt, wie er mich beschützt.
    Vor langer Zeit bin ich aus dem Lager geflüchtet, als ich merkte, was sich für eine Bedrohung anbahnte. Ich bin nicht ohne Worte verschwunden. Ich wollte es nicht wie das erste Mal machen, als ich wortlos verschwand. Ich schrieb einen langen Brief, in dem ich genau beschrieb, wieso es keinen anderen Ausweg gab. Es gab nur diese einzige Möglichkeit. Ich musste aus dem Lager fliehen, da ich wusste, was geschehen würde. Gor Na Elvardo war derjenige, der den Brief bekam. Ich bin mir sicher, dass er ihn gelesen hat, doch es wurmt mich immer noch, ob er meine Entscheidung auch nachvollziehen konnte. Es ist die Ungewissheit, ob ein Mensch solch eine Entscheidung auch ein zweites Mal akzeptiert. Wie es mit meinen anderen Brüdern aussieht, weiß ich nicht. So einige sahen mich wohl als Verräter an, als ich der Bruderschaft den Rücken kehrte. Ihre verächtlichen Blicke kann ich noch heute sehen. Ich kann es ihnen nicht im Geringsten übelnehmen. Ich war schwach und musste mich selbst finden, als mich der Schicksalsschlag zu stark traf.
    Jetzt tat ich es ein zweites Mal und ich bin mir sicher, dass selbst ihre Zweifel dabei, mich einen Verräter zu nennen, vollkommen fortgespült sind. Nun haben sie allen Grund dazu, mich, Gor Na Luman, als einen Verräter der Bruderschaft zu bezeichnen. Ich werde nur sehr schwer ihr Vertrauen wiedererlangen können.
    Ich sagte damals mir selbst, als ich das Lager verließ, dass es für die Ewigkeit war. Ich habe aber manchmal das Gefühl, dass es nicht das letzte Mal war, dass ich das Lager der Bruderschaft gesehen hatte. Irgendetwas in mir sagt, dass ich eines Tages zurückkehren werde. Wenn Brüder gegen Brüder kämpfen sollten, so, wie ich es vermute und ahne, würde man unmöglich die Neutralität vertreten können.

    Der alte Templer kniete sich hin, um zu seiner Gottheit, dem Schläfer, zu beten. Er murmelte dabei die Worte, die der Schläfer hoffentlich erhören würde.
    Wenn es sein muss, werde ich kämpfen. Wenn ich dabei sterben sollte, wäre das der Wille des Schläfers. Ich werde meinem Schicksal nicht entfliehen. Ich werde bis zum Ende kämpfen! Meine Brüder ... dürfen nicht vergessen werden!

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    Innerhalb kürzester Zeit hatte der eifrige Novize Tanglet es geschafft, einen Karren zu organisieren, wenn Elvardo seine schnelle Rückkehr und seine zuversichtliche Miene richtig deutete. Nun jedoch, wo sie im Prinzip alle Bedinungen erfüllten, um diese grässliche Feste zu verlassen und endlich einen eigenen Lagerplatz im Midland zu errichten, gab es nach wie vor eine Sache zu klären. Obwohl sie schon ausgibig darüber diskutiert hatten, war bei ihrem letzten Treffen keine Lösung gefallen. Wohin sollten sie überhaupt gehen? Die letzte Entscheidung legte nahe, vorerst einen Bauerhof oder ein Gehöft zu erwerben und dieses dann zu verwalten, doch wo dies liegen sollte stand in den Sternen.
    Elvardo hatte als einziger den wirklichen Ortsvorteil, an fast jedem wichtigen Ort schon einmal mit seinem Regiment gewessen zu sein, damals in der Armee. Doch das war eben schon unzählige Jahre her und seitdem hatte sich einiges verändert, nicht zuletzt durch den Krieg mit den Orks. Dennoch, sie mussten einen Ort finden der sich als Lagerplatz eignete. Es musste ja nicht für immer sein. Ein Bauernhof erfüllte ohnehin nicht die langfristigen Anforderungen einer Bruderschaft wie der ihren.
    "ich bezweifle, dass wir mit dem Goldsack des Nachts auf den Wegen zwischen den Städten sicherer sind als am Tage."
    Tat er schließlich seine Meinung zu Freds Äußerung kund, wobei er sich in gewohnter Manier den Bart kraulte.
    "In den Wäldern lauern viele wilde Tiere die Nachts besonders gerne unterwegs sind. Noch dazu die Banditen. Die werden die Wanderwege Nachts sicherlich ausspähen und uns für eine leichte Beute halten, weil sie uns einfacher überrumpeln könnten."

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    Der Schläfer erwache  Sternchenfarbe's Avatar
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    "Banditen," fragte Kumar etwas verwirrt, "Ich habe bisher noch keine gesehen und ich bin schon eine Weile unterwegs.
    In der näheren Umgebung von Faring und Vengard wird wohl auch kaum ein Banitentrupp lauern, hier kommen viel zu viele Soldaten vorbei, die eine Gefahr für sie darstellen.
    Allerdings würde ich versuchen, so schnell wie möglich das Gold loszuwerden, dann kann man es uns nicht mehr abnehmen, also wenn wir uns ein Stück Land kaufen wollen, dann jetzt."
    Der Blick des Alten ging von Tanglet, der gerade zurück gekommen war über Elvardo zu Fred und dann zu dem Riesen Thorvid, dann fuhr er fort: "Vielleicht kann Lord Hagen uns dabei sogar weiterhelfen, dann müssten wir nicht einmal die Stadt verlassen und wenn wir dann losziehen, haben wir kaum noch Dinge von Wert dabei, falls wir doch überfallen werden sollten.
    Außerdem haben wir doch die Nordmarbrüder an unserer Seite," mit einem Grinsen blickte Kumar zu den Beiden, die diesen Titel trugen, "Wir haben mehrere Male gegen die Orks und andere starke Krieger gekämpft, da werden wir mit ein paar Banditen schon fertig."

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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
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    Erinnerungen an alte Zeiten, die wieder durch den Kopf flogen. Erinnerungen an eine unvergessliche Zeit, die ihn erst zu dem machte, was er heute war: Ein Templer des Schläfers. Stolz, der ihn erfüllte. Aufgaben, die er bekommen hatte. Den Namen des Schläfers verteidigen und seine Brüder schützen. Doch damals, als Gor Na Luman noch der Leibwächter höchstpersönlich des Erleuchteten war und die Aufgabe aufgetragen bekam, ihn mit seinem Leben zu schützen, konnte er nicht das Unausweichliche verhindern: Den Tod des Erleuchteten. Den Tod von Baal Fishor.
    Der Tod hatte den alten Templer an den Rand des Wahnsinns gebracht. Fast schon soweit, dass er mitten in das Auge der Verzweiflung geflogen wäre, um daran vollkommen zugrunde zu gehen. In Nordmar hatte er schon dem Ende entgegengesehen. Der Tod hatte sich schon durch sein Gesicht offenbart und Gor Na Luman mit offenen Armen empfangen, um ihn in das Reich des Schläfers zu bringen, wo er seine Brüder treffen würde.
    Der Schläfer jedoch hatte andere Pläne für Gor Na Luman gehabt. Das Ende blieb aus und somit auch der Tod für den alten Templer. Wenn es der Wille des Schläfers war, wollte der Templer seinen Gott nicht enttäuschen.
    »Hoffnung ist es, was in mir aufkeimt. Ich werde meinen Gott nicht enttäuschen. Der Schläfer erwache!«

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    »Hoffnung ist der erste Schritt auf der Straße der Enttäuschung«, erhob sich eine tiefe Stimme aus der Dunkelheit.
    Der dort sitzende Krieger hatte keine Anstalten gemacht, trotz dieser überraschenden Begegnung. Weiterhin saß er friedlich dort, statt sofort aufzustehen, sich sein dunkles Schwert zu schnappen, das an der steinernen Wand lehnte, um damit den Orak anzugreifen.
    Die kleine hölzerne Statuette, die in einem Loch in der Wand thronte, war mit unglaublicher Präzision geschnitzt worden. Es war unvergleichlich, dass es sich hierbei um eine Statuette handelte, die den Schläfer darstellen sollte. Eine Gottheit, die die Oraks auf Khorinis anbeteten. Sie waren nicht die Einzigen. Nicht nur Oraks waren dem Schläfer wohlgesonnen und beteten ihn als einen Gott an. Eine gewisse Bruderschaft bestehend aus Morras waren ebenso an seiner Gunst interessiert und verehrten ihn, statt sich einer anderen Gottheit zuzuwenden.
    Dieser Krieger, den der Orak vor sich hatte, war ausgeglichen und strahlte Ruhe aus, wie Grush Gar es nur selten miterlebte.

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    Die Ruhe erfasste immer noch den Körper des Alten, der vor der kleinen Schläferstatuette seine Haltung eingenommen hatte, um dem Schläfer seine Gebete zu entsenden und zu beweisen, dass er seinen Gott niemals vergessen würde. Die tiefe Stimme, wie die eines Orks, hatte sich in sein Unterbewusstsein positiv eingebrannt und er wusste, dass er von diesem Wesen nichts zu befürchten hatte.
    Seine Haltung änderte sich nicht, da er wusste, dass man ihm nicht nach seinem Leben trachten würde. Dieser Ork, der hinter ihm stand, würde ihm kein einziges Haar krümmen, wenn der alte Krieger denn noch überhaupt welche gehabt hätte. In den Erinnerungen sitzend, fischte Gor Na Luman einen Namen hervor, der mit der Gestalt aus der Vergangenheit verbunden werden konnte.
    »Mich verwundert eure pessimistische Denkweise. Mit der Zeit müsst ihr euch sehr verändert haben.«

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    »Doch es ist nicht die Zeit, die mich verändert hat ... Es sind die Erlebnisse, die zur Veränderung geführt haben.«
    Immer noch war der Morra mit einer unglaublichen Ruhe ausgestattet.
    Es war bemerkenswert, dass er sich ebenfalls sehr verändert hat und endlich zur Ruhe gekommen war.
    Hier musste er seiner Gottheit näher sein, als damals in Nordmar, als sie sich zum ersten Mal trafen.
    Er hatte auch sofort erkannt, um welchen Orak es sich handeln musste, als jener seine Stimme erhob.

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    Der Templer hatte sich aufgerichtet und drehte sich langsam zu dem Ork um, der in seiner Erinnerung verblieben war. Als jener Ork seine Stimme offenbarte und damit auch seine Präsenz, wusste Gor Na Luman sofort, um wen es sich handelte.
    Ein friedlicher orkischer Schamane, der immer auf der Suche nach Wissen war und deswegen kein Weg zu weit war, um sich neues Wissen anzueignen. Gor Na Luman blickte dem Schamanen direkt in die Augen und sprach dann seinen Namen laut aus.
    »Grush Gar ... Ich hätte nicht gedacht, dass wir uns einmal wiedersehen würden.«
    Ein Lächeln war auf dem Gesicht des Templers zu sehen. Er streckte seine rechte Hand aus, um den orkischen Schamanen angemessen zu begrüßen.

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    »Wie ein weiser Orak damals schon sagte: Man sieht sich immer zweimal im Leben.«
    Grush Gar ergriff die Hand des Morras und drückte sie fest. Eine Begrüßung, die ihn erfreute.
    Lange war es her, als sie sich trafen und der Zeitpunkt war gekommen, dass sie sich wieder gegenüberstanden. Sie hatten wohl beide viel zu erzählen. Viel darüber zu sagen, was sie alles in der letzten Zeit erlebt und welche Erfahrungen sie gemacht hatten.
    »Es freut mich, dass sich unsere Wege wieder einmal kreuzen, Gor Na Luman!«

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