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    Arkaner Photograph  Avatar von Narzuhl
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Narzuhl ist offline
    Der steinig sandige Untergrund des Strandes ließ sie nicht unbedingt wirklich schneller vorankommen als der Sumpf, doch auf jeden Fall war die Sicht weniger von Wildwuchs versperrt, die Luft zwar warm aber frisch und die Geräuschkulisse lediglich durch das Rauschen der Wellen geprägt. Sie hatten das Schiffswrack an dem Narzuhl zuvor noch Lager bezogen hatte bereits passiert, sodass der letzte Rest an Zivilisation hinter ihnen lag und erst das Kastell würde sie wieder aus der Wildnis begrüßen. Der Hüter spürte derweil die Blicke seines Begleiters. Ob nun aus Furcht oder Neugier geboren, Salazar schien mehr über die Herkunft und Anwesenheit der Dämonen wissen zu wollen. Ein verständliches Interesse und doch würde der Magier nicht alles preisgeben was er wusste.


    Ich kann euch nicht genau sagen woher die Dämonen stammten, die Sphäre Beliars ist mindestens ebenso vielfältig wie unsere Welt. Was den Umstand ihrer Ankunft im Sumpf anbelangt, bin ich jedoch überzeugt davon, dass sie nicht grundlos in dieses Land gekommen sind. Die Echsenmenschen hätten nur eine weitere unterdrückende Ordnungsmacht dargestellt, ganz gleich den Schergen Innos' auch wenn sie sich vielleicht in ihren Methoden unterscheiden mögen. Doch wenn sich die Echsen auf Dauer festgesetzt hätten, wäre eine freies Leben, geprägt von Fortschritt und Veränderung nicht mehr möglich gewesen. Ein drastischer Eingriff, eine weitreichender Wandel war also nötig und der dunkle Gott hat ihn diesem Land gewährt. Noch ist hier alles in Aufruhr doch mit der Zeit werden die Bewohner des Sumpfes ob Pflanze, Tier oder Mensch lernen sich anzupassen und gestärkt aus der Situation hervorgehen, stärker als zuvor. Dass die dämonische Essenz selbst Jahre später noch präsent ist und weiterhin wirkt ist wie bereits erwähnt Grund meines Interesses und ich bin gespannt wie sehr sich die Kräfte der Natur und der der Diener Beliars gegenseitig beeinflussen und was daraus entsprungen ist und noch wird.


    Den Blick die ganze Zeit fest nach vorne gerichtet, glaubte Narzuhl in der Ferne bereits die Ausläufer des Weißaugengebirges zu erkennen. Sie hatten noch einiges an Weg zurückzulegen, doch immerhin konnten sie das Ende des Sumpflandes bereits sehen...

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    Adventurer Avatar von Salazar Kagan
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    Salazar Kagan ist offline
    Der knirschende Sand unter seinen Füßen erquickte Salazars Seele. Der Wind war kühler als er es von der Heimat gewöhnt war, doch nachdem er Tagelang in dem schwülen Brutofen des Supfe gehockt hatte, war ihm die erfrischende Brise sehr recht.
    Im großen Kontrast zur beruhigenden Landschaft stand Narzuhl, besser, seine Erklärung über die Dämonen und Echsenmenschen. Es klang wie eine Geschichte, die man sich gegenseitig am Lagerfeuer erzählte, um seinen Mitstreitern einen wohligen, eisigen Schauer über den Rücken zu jagen. Doch die Ernsthaftigkeit in Narzuhls stimme lies jeden unterhalterischen Wert gegenüber der wahren Botschaft verblassen. Hier auf Argaan hatten sich die Kräfte von Göttern gemessen, und die Insel in einen Zustand versetzt, der selbst die Bewohner vor ein Rätsel stellte. Die Zukunft war ungewiss. Eine Zeit der Risiken... aber auch der Möglichkeiten.
    "Euer Wissen über die Natur dieser Insel und der Wesenheiten Beliars ist beeindruckend. Ich würde Lügen, wenn ich behaupte, ich könnte all dies bereits nachvollziehen." Gestand Salazar mit einem schmunzeln. Er war sich durchaus nicht zu Schade, einzugestehen, dass dieser Mann in spirituellen Dingen weit über ihm stehen musste.
    Es folgte eine Weile, in der sie wieder schweigend nebeneinander herliefen. Salazar hatte seine Hand dabei locker am Knauf des Schwertes liegen, was ihn beinahe wie einen abgehangenen Söldner oder Krieger aussehen lies. Ärgerlich nur, das beides so weit von der Wahrheit entfernt war. Doch er fühlte sich in Anwesenheit dieses Priesters ausgesprochen sicher. Ähnlich wie Joe traute er diesem Mann zu, einer ernste Gefahr aufrecht begegnen zu können. Auch wenn die Stimmung ganz anders war. Joe war gesprächiger, offener, in allem was ihn ausmachte. Seine Präsenz strahlte bereits eine düstere Lebendigkeit aus. Dieser Narzuhl dagegen verkörperte für Salazar das Ideal eines selbstbewussten Gelehrten, kühl und distanziert, wenn auch nicht wortkarg.
    Vor ihnen zeigte sich das Gebirge dieser Insel. Salazar erinnerte sich, dass sich an einem Ausläufer dieser Berge ihr Weg von dem des seltsamen Orks getrennt hatte. Der Ork hätte sie vielleicht sogar noch begleitet, wenn sie ihm auf den Gebirgspfaden gefolgt wären, doch für die extreme Witterung dieser Berge waren sie erst recht nicht ausgerüstet gewesen. Mittlerweile verfluchte Salazar ihre Entscheidung. Dort wäre Joe gewiss nicht irgendeinem giftigen Insektenviech zum Opfer gefallen. Vielleicht hätten sie das Kastell längst erreicht.
    "Wir hatten einen Begleiter." Sprach Salazar unvermittelt, als sein Blick noch skeptisch auf den fernen Gipfeln des Gebirges ruhte.
    "Einen ortskundigen Führer, gewissermaßen. Er hat uns nur bis zu einer gewissen Grenze begleitet. Offenbar fürchtete er die Natur an diesem Ort. Was erwartet uns auf dem Weg zum Kastell? Noch mehr Sümpfe?"

  3. Beiträge anzeigen #323 Zitieren
    Arkaner Photograph  Avatar von Narzuhl
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Narzuhl ist offline
    Der Hüter warf einen kurzen wohlwollenden Blick auf seinen Begleiter. Seine Wortwahl ließ auf einen wachen und neugierigen Verstand schließen, gepaart mit dem Willen selbigen zu erweitern und der Gewissheit dies auch schaffen zu können. Das Kastell war sicherlich der richtige Ort für ihn. Die Sümpfe sollten uns so gut wie nicht mehr im Weg sein. Kurz vor den Ausläufern des Weißaugengebirges werden wir den Strand verlassen und landeinwärts auf den üblichen Pfad zurückkehren. Der Magier zeigte in der Ferne auf die sich auftürmenden Berge, die bis an die Küste heranreichten und steile Klippen formten. Dort werden wir den Rand des Sumpfwaldes für ein kurzes Stück noch einmal kreuzen, doch halte ich die Chance für Hindernisse aus dem Sumpf auf diesem Stück für sehr gering. Wir dürften das Ende des Strandes heute mit Einbruch der Dämmerung erreichen und wir werden die günstige Gelegenheit auch für unser Nachtlager nutzen. Narzuhl missfiel der Gedanke an eine Unterbrechung, doch gerade der verletzte Krieger machte ihm Sorgen. Joes Zustand war den bisherigen Marsch über relativ schwankend gewesen. Der Golem war zwar unermüdlich, aber bequem sicherlich nicht. Ein Pause schien daher angebracht.


    Morgen früh werden wir zeitig aufbrechen und den Aufstieg ins Gebirge hinter uns bringen. Narzuhl musste innerlich schmunzeln. Das Kastell lag zwar bei weitem nicht auf dem höchsten Punkt des Weißaugengebirges, allerdings hatte sich das Gemäuer im Laufe seiner Geschichte immer einen erhöhten Standpunkt ausgesucht, als ob es Reisende mit den Strapazen zunächst quälen wollte, nur um dann mit nahezu grenzenloser Gastfreundschaft zu glänzen. Der steinerne Pfad durch das Gebirge birgt so gut wie keine Gefahren. Es passiert nur selten, dass sich ein Feuerwaran oder ein Minecrawler aus dem Norden soweit in Richtung Küste verirrt. Gegen Mittag sollten wir dann schätzungsweise im Kastell eintreffen...

  4. Beiträge anzeigen #324 Zitieren
    Veteran Avatar von Onyx
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Das hatte er nun davon, dass er wusste was der Stein vom Wasserfall war. Er war mit Kjarl losgeschickt worden. Sie sollten von dort aus den Eingang finden und wenn möglich sichern. Sichern hieß womöglich zu kämpfen und Onyx fühlte sich so, als würde er mit einem morchen Stock in ei Gefecht geschickt werden. gut - so schlimm war der simple Jagdbogen nicht, aber durchweg einfach unterdimensioniert für einen Mann von Onyx Format. Hasen konnte man damit jagen.
    Kjal indes war mit seinem Kurzschwert und eigenen Waldläufer-Bogen durchaus besser vorbereitet.

    "Das eben war doch irre...", meinte Kjal und wirkte ein wenig durch den Wind.
    "Meinen was großer Wolf getan? Ja.", antwortete der Hüne.
    "Ich wusste was manche können, aber die Tiere durch sich sprechen lassen...verdammt. Ich will nicht wissen, was er noch kann...oder doch. Ich will alles wissen und dann doch nicht. Fragst du dich auch, ob es noch gerecht ist Tiere zu jagen. Sie...sind nicht anders wie wir.", überlegte Kjal.
    "Sie nicht anders. Sie aber nicht dumm wie Kjal. Denken das Snapper denken Kjarl wie ich, ich nicht fressen. Du dumm. Tiere von grüne Feuer ruhig. Tiere danach aber wieder Tiere und Menschen wie Menschen. Jeder wollen leben. Jeder wollen überleben. Jeder müssen fressen und laufen - wie Natur bestimmt. - Wir gleich da...", meinte Onyx und wurde wie Kjal nun wesentlich langsamer. Sie schlichen im Takt des rauschenden Wasserfalls. Nicht direkt zum Wasser, sondern drum herum. Wie ein Raubtier das sich zuerst ein Bild des Ganzen machte.

    "Du hast gespürt, dass sie sich anders durch das Feuer verhielten, nicht wahr?", flüsterte Kjal als sie hielten und eine ganze Weile lang die Umgebung beobachteten. Dort wo sie waren, war der beste Punkt um die Übersicht zu wahren.
    "Hmm...", nickte Onyx.
    "Du spürst das auch bei anderen Tieren..."
    "Nur wenn bemerken und konzentrieren. Sehen...", zeigte er dann und sah wie Kjal flatterhafte Wesen am dunklen Himmel.
    "Und?"
    "Sie hungrig. Nicht Angst. Sie wach sein, aber nicht schon lange.", sprach er und machte eine Geste in Richtung Wasserfall.
    Momente später waren sie am plätschernden Nass und wurden sich bewusst, dass sie nun am Boden kaum Spuren sehen würden. Gleichzeitig keine Fackel entzünden dürften.
    Machte aber nichts, denn es sollte hinter das Wasser gehen. Kjarl ging mit gezückter Klinge hinter Onyx, der schussbereit war. Kurz plätschere das Wasser auf Onyx Mantel, dann stand er vor der Felswand dahinter und machte wenige Schritte nach links, um den ihm bekannten Felsspalt wieder zu finden.
    So dunkel wie es da war, so tief ging es da wohl weiter.

    "Licht?", wisperte Kjarl. Onyx schüttelte den Kopf und brummte verneinend.
    "Wir sehen ihr Licht...", sagte er und duckte sich dann rasch. Kurz flatterte es über ihnen laut auf. Fledermäuse schreckten auf oder sie flatterten von weiter vorne in Richtung Nachthimmel.
    "Tiefer...am Boden ist keine Scheiße...", merkte Kjal an. Kjal ging nun vor, denn sie mussten sich vorsichtig voran tasten da sie an sich kaum was sahen. Onyx' Bogen machte jetzt kaum eine Bedeutung, dafür Kjals Kurzschwert. Besser gesagt war es mehr ein auf allen Vieren kriechen, war es doch die sicherste Methode sich nicht den Kopf zu stoßen oder unnötig mehr Geräusche zu machen.
    Meter für Meter ging es vor. Tropfende Geräusche deuteten auf eine breiter werdende Höhle oder gar einen Hohlraum. Sie wurden langsamer und langsamer. Gemächlich wie Schnecken bei Nieselregen auf einem Salatkopf. Das Ziel war anzukommen und nicht entdeckt zu werden.
    Von dem was sie so dank der Ratten am Druidenfeuer verraten bekamen, würden sie irgendwo dort rauskommen, wo abgemagerte Menschen gegen den Stein schlugen - oder dort wo ein paar besser genährten Menschen schliefen und Nahrung lagerten.

    Nach Plan sollten beide sich dann nur noch bereit halten. So einfach klang das, aber das Risiko war, dass wenn sie entdeckt werden würden, nur die Flucht übrige blieb. Hjarti hatte sich gedacht, das wenn das passiert sie dann am Eingang angreifen würden. Sollte dem nicht bis zum Morgengrauen passieren, dann würden sie angreifen und Onyx und Kjal würden schon merken dass es losgeht. Den dritten Part in der ganzen Sache machte scheinbar Jadewolf. Er würde auf seine Art in das Höhlensystem gelangen und dann inprovisieren...

    "Hmm...", schnaubte Onyx kurz auf. Lichtschein der durch einen Spalt schien. Augenblicke später sahen sie sich vor einem Bretterverschlag, der den Namen nicht verdiente - aber ausreichte, um den Weg zu versperren. Vorteil war - sie konnten schauen was vor ihnen lag. Der Nachteil - sie kamen ohne großen Lärm oder einen Dietrich nicht durch.

    "Pppppfff....", pfiff Kjal leise und Onyx erkannte, dass er wohl was hatte was helfen würde. Zumindest meinten das seine Augen zu sehen, als sie sich langsam an das schwache Licht gewöhnten.
    Zuerst blickte Onyx durch den kleineren Spalt am Boden, doch sah man ausser einer Holzkiste und einer Laterne oben drauf liegend - die das Licht machte - nichts. Etwas höher auf Höhe der Laterne war dann schon mehr. Man sah die Umrisse von Leinensäcken am Boden, man sah Stroh und Juttesäcke die mit etwas gefüllt waren. Onyx roch ganz dezent Äpfel und erkannte dann einen Korb am Rand, ansonsten roch es nach Höhle und Rauch.
    Es musste dieser Schlafbereich sein wo sie einige Vorräte auch horteten. Dafür sprach auch, dass der Bretterverschlag vor allem unten dreifach 'gesichert' schien. Damit die Ratten nicht durchkommen.
    Onyx versuchte dann durch den dritten und vierteln Spalt noch mehr zu erkennen, doch viel mehr war es auch nicht. Mehr war Säcke, mehr Kisten und die typische Ausrüstung von Waldläufern. Rucksäcke aus Leder. Sie waren hier eindeutig richtig. Kjal machte sich an das Schloss. An und für sich konnte es ja nichts Schweres sein. Es war nicht mal ein Schloss, sondern ein Riegel den man mit einem entsprechenden Draht schon in Position bringen würde. Onyx schaute und Kjal übte sich als Einbrecher.

    Plötzlich schnellte Onyx Hand an Kjals Schulter. Der Hüne hatte einen Schatten bemerkt. Beide hielten inne und die nächsten Sekunden vergingen wie eine Ewigkeit.
    Dann huschte wieder ein Schatten, man hörte kurz ein Trappeln auf einer Holzkiste und dann sah Onyx was es war.
    Eine Katze. Eine alte Katze die das Geräusch gehört hatte und sich wie eine wartende Empfangsdame auf die Kiste setzte und neugierig drein schaute. Eine Wächterin? Wahrscheinlich.
    Sie roch die beiden definitiv und sprang dann von der Kiste ab, um auf der Kiste nah an der Tür zu landen. Sie pirschte voran und roch dann am Holzverschlag.
    Onyx spürte ihre Neugier und ihre dezente Enttäuschung, dass da nur Menschen waren und keine Ratten.
    Dann fauchte sie kurz auf, ehe sowas wie Drohgebärden aus ihr hervor kamen. Konnte sie denn nicht einfach ruhig sein?

    Onyx musste handeln. Musste sich stark auf diese Katze konzentrieren. Als er diesen Fokus hatte, hörte die Katze auf und schien verwirrt. Der Mensch war anders.
    "Geh!", brummte Onyx und wollte sie vertreiben. Die Katze schien das aber nicht so ernst zu nehmen. Eher schlug sie mit der Tatze vorsichtig gegen das Holz. Zum Menschen hin, der so seltsam in ihrem Kopf war, zu spüren war und sein Argwohn überhand zu gewinnen schien, da er etwas Angst hatte.
    "Geh, Katze!", zischte er leise. Aber die Katze dachte nicht dran. Onyx Versuch der Katze weiß zu machen wo die Ratten waren ging ins Leere. Das war zu schwer. Nicht so schwer war aber dann das was er sich im Kopf dachte.
    Die Katze wurde ruhiger ging kurz auf und ab und setzte sich dann brav hin. Kjal verschob den Riegel, öffnete auf Onyx Geheiß hin die Tür und wurde sogleich von der Katze 'freudig' begrüßt. Sie schmiegte sich um seine Stiefel und legte sich dann auf den Rücken.
    "Ich hasse Katzen.", murmelte er, während Onyx ihn mit einer Geste anwies die Katze zu streicheln und zu kraulen. Onyx hatte ihr vermittelt, dass sie ganz viel Streicheleinheiten bekäme, wenn sie Ruhe gäbe. Ruhe die Onyx nutzte um sich umzusehen.

    Keine Waffen vor Ort. In den Kisten war Erz, ein paar Wachskerzen, Werkzeuge und Seile. In den Säcken waren vor allem Kartoffeln und ein paar Äpfel mehr. Die drei Schlafplätze hatten nichts Besonderes an sich.
    Sie beschlossen sich zurück zu ziehen. Die Tür mit offenen Riegel zu schließen und abzuwarten. Da würde schon jemand bald schlafen und dann hätten sie das Überaschungsmoment.
    Die Katze blieb in Kjals Arm, auch wenn es ihm nicht gefiel. Onyx schüttelte den kopf, als kjal fragte ob er ihr nicht dne Hals umd rehen kann oder Onyx die Streicheleinheiten vergeben kann.
    "Ich sie im Kopf ruhig machen. Kjal mit Hand. Katze noch nützlich...vielleicht."

  5. Beiträge anzeigen #325 Zitieren
    Waschweiber-Verführer Avatar von Ornlu
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Wer dachte, dass eine Verwandlung in ein großes oder gar riesiges Tier schwer wäre, wusste nicht wie schwer es war als kleines Tier sich zu behaupten. Fakt war der menschliche Körper war wesentlich schwerer als ein Körper der nicht mehr wie ein halber Apfel wog. Alles was man war in so etwas zu wandeln, war doch weit mehr eine Kunst. Ein Schwein, Hund oder Pferd waren einfach. Jedoch nicht zweckdienlich für die momentane Situation. Er durfte nicht entdeckt werden oder auffallen, musste ungehindert in die Höhle eindringen können und zugleich sich orientieren müssen. Da war die Auswahl gering und für wahr eine neue Erfahrung. Zunächst dachte Ornlu an etwas Vertrautes. Die Fleischwanze hatte er schon in frühen Druidenjahren gemeistert, doch was taten Menschen mit Fleischwanzen? Kein Kriechtier durfte es sein. Nur etwas, was nicht auffiel und vertraut für die Höhlenbewohner schien.
    So fiel die Wahl auf eine Fledermaus. Während also Onyx und Kjal sich zum Wasserfall aufgemacht hatten und Hjarti mit dem Rest in Richtung Versteck sich aufmachten, nachdem klar schien wo es sein musste, blieb Ornlu vor Ort und wartete auf die Dämmerung. Hatte Kontakt zu den flatternden Gesellen gesucht und sich mit ihnen vertraut gemacht.
    Stunden später wagte er die Wandlung und sie gelang auch - auch wenn sie länger dauerte wie die Wandlung in ein größerers Tier.
    Es war ein interessantes und gefährliches Unterfangen als Fledermaus. Was für den Menschen das Sehen war, war für Ornlu die Fledermaus nun das Hören - oder eine besondere Art damit umzugehen. Und das war die erste Zeit furchtbar schwer. Eine schiere Reizüberflutung, die die Wandlung fast wieder zerstörte. Es brauchte Zeit und Ornlu mühte sich den eigentlich fast unbekannten Sinn richtig anzuwenden. Er hätte noch so viele Fledermäuse beobachten und in ihren Geist eindringen können. Zwischen Tieren, Bäumen, kleinen Pflanzen, fließenden Wasser und kleinen Insekten unterschieden zu können brauchte es seine Zeit. Zeit die Ornlu nicht wirklich hatte und so erwog er loszufliegen, als er soweit war sich grob orientieren zu können.

    Sein Flug war anders wie der Flug als Rabe. Als Rabe sah man genug, aber als Fledermaus mit Einbruch der Nacht... - trist, für den der sich herrliche Landschaften erhoffte. Seine erste Orientierung war nicht in Richtung Meer, dann in Richtung Tooshoo und irgendwo auf dem Weg nahm er den Wasserfall wahr. Der Klang des Wassers und das Gefühl wie das besonders plätschernde Wasser auf seine Geräusche reagierte und das Geräusch zurück sandte, war nicht zu verwechseln.
    Er kreiste und kreiste, bis er entschieden hatte nicht durchs Wasser zu fliegen. Stattdessen orientierte er sich an 'Artgenossen'. Nahm wahr wo sie waren, wo sie herkamen und flog dorthin. Bald nahm er andere Lebewesen wahr und dann auch den Höhelneingang, worin sein nicht für Menschen hörbares Geräusch nicht so reflektiert wurde, wie an der Oberfläche.
    Gewagt flatterte er hinein und hatte Glück, dass direkt danach ein großer Hohlraum kam. Hier drin sich orientieren war wieder ganz anders, weil alles schneller ging. Oberflächen und Körper reflektierten und re-reflektierten, so dass man dasselbe doppelt oder dreifach wahrnahm. Zumindest kam es Ornlu so vor. Er hörte Menschen und landete irgendwo am Fels, um sich da fest zu krallen.
    Nun brauchte es wieder Zeit, um sich an die neue Lage zu gewöhnen. Nachdem er sich neu 'justiert' hatte orientierte er sich an Geräuschen, die nicht von denen gemacht wurden, die sein Feind waren. Spitzhacken schlugen irgendwo in einem weiteren Hohlraum gegen den Fels. Die Geräusch-Fährte wurde aufgenommen und nach einen kleinen Umweg war er in diesem Höhlenbereich. Da die Nacht einkehrte, wurde es auch da ruhiger und er lauschte nun in Ruhe den Menschen. Er roch das Essen, das verteilt wurde und vernahm immer wieder die am Boden schlurfenden Ketten. Einige Momente später kehrte noch mehr Ruhe ein. Bald schon schliefen wohl die meisten und die Fledermaus landete irgendwo zwischen Kisten.
    Fast schon ein Wunder war es wohl, dass niemand bemerkte wie da plötzlich ein schnaufender Ornlu zwischen den Kisten lag. Nackt und verschwitzt von der Verwandlung. Ja, recht müde sogar. Aber wer sagte sowas wäre auch einfach?

    "Wer bist du? Wo kommst du her?", flüsterte es dann im sehr verwunderten Ton.
    "Ein Freund. Bleib ruhig...ich befreie euch.", flüsterte Ornlu mit einem offenen Auge, das die Gestalt suchte.
    "Befreien? Wie...wie zur Hölle bist du rein gekommen."
    "Bleib ruhig!", knurrte Ornlu und ging auf die Knie. Nun sah er den jungen Kerl, der sich erschrocken umsah und dann zu Ornlu kroch.
    "Ich kenn dich nicht. Erklär dich. Ich bin Cery..."
    Furchtbar abgemagert wirkte der Bursche. Sicherlich war er auch jünger wie er aussah. Die Arbeit mit der Spitzhacke ohne Tageslicht hatte ihn gezeichnet.
    "Ich bin Ornlu vom Waldvolk. Valgus und Ricklens Kommandos werden bald angreifen. Wer kann hier noch kämpfen?"
    Der Bursche verstand, dass keine Zeit war um sich mehr bekannt zu machen. Starrte er da wirklich gerade auf Ornlus bestes Stück? Vielleicht bildete es sich der Druide nur ein. So wie er es sich überall einbilden würde, wenn er nackt vor jemanden stand.
    "Nicht mehr wie drei. Valgus' Söhne und der alte Jobst. Ich noch dazu. Hast du Waffen?"
    "Nein - oder soll ich was aus dem Arsch ziehen? Vier genügen aber. Ich habe eine andere Waffe für euch. Geh zu den anderen. Zu allen. Sag ihnen das Hilfe da ist. Sag ihnen sie sollen sich ruhig und normal verhalten. Hol die anderen Drei her. Besorg mir etwas von einem Tier..." war der Befehl des flüsternden Druiden.
    Ornlu hielt sich versteckt, während Cery - sicherlich mit unzähligen Fragen - den Befehl ausführte.

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    Schwertmeister Avatar von Das Waldvolk
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Etwas nervös war er schon. Diesmal sogar mehr als sonst. Er hatte das Kommando. Nicht dr blöde Ricklen oder sonst ein eingebildeter Pfau. Er der Nordmarer. Hjarti das Großmaul. Damals als er in Silden ankam und meinte er wolle hier neu beginnen, hatten sie ihn verspottet. Zuerst eine Ziege in die Grüne Krähe gebracht und gefragt wieso er nicht Angst hat und ihn dann Ziegenficker genannt. Dafür gab es aufs Maul! Er hatte zwei erwischt und vier hatten ihn dann zusammen geschlagen und aus der Schenke geworfen. Das war es wert und irgendwo hatte er sich respekt verdient. Die Zeit danach half er in der Wassermühle und erwies sich als tüchtig genug, obwohl er gut becherte und Sumpfkraut rauchte. Fast richtig dazu gehörte er dann, als er mit auf Jagd kam und da zeigte, dass er zu was mehr taugtr, als Prügeleien anzuzetteln und Mehlsäcke schleppen.
    Dergroße Wendepunkt war dann, als Nordmarer im Dorf auftauchten, ihn erkannten und zurück zum Wolfsclan schleppen wollten. Letztlich hatte er halt die Tochter vom Clanschef verführt und das nicht nur einmal, sowie ohne dass er mit einem romantisch abgeschlagenen Orkschädel und grimmigen Worten sie dazu drängen wollte, ihn zu heiraten. Nein, er hatte Humor und wusste seine Worte geschickt zu wählen. Mehr als nur Spaß wollte er und sie nicht. Blöd, dass sie dann mal erwischt wurden.
    Da er aber weder was mit den Ahnen oder den nordmarer Gehabe von Ehre was anfangen konnte, war klar was passieren würde wenn er da wieder auftaucht.
    Die Nordmarer wurden aus dem Dorf geprügelt und einer sogar umgebracht, als er eine Waffe zog. Hjarti gehörte zu ihnen und das war nun schon gut zehn Jahre her.
    Den Spott über seine Herkunft hatte er heute auch noch, aber es war der Spott über den man gemeinsam lachen konnte.
    Lachen wollte er jetzt aber nicht.
    Noch waren sie ein Stück von der vermuteten Höhel entfernt, aber so war der Plan. Sie durften entdeckt werden, gleichzeitig aber keine Gelegenheit bieten gut auf sie reagieren zu können. Gjar mochte zwar genug gute Leute haben und alle Taktiken kennen, die die Waldläufer so drauf haben. Aber ein Angriff war ein Angriff und in Nordmar jagte man einen Bären nicht an der Oberfläche. Man ging in seine Höhle und zögerte keinen Moment. Würden sie zögern, würden die anderen die hoffentlich schon lauerten, in noch größere Gefahr gelangen.

    "Jeder kennt seine Rolle. Wir müssen schnell sein. Schneller als sie. Dann erlegen wir den Bären.", war die knappe Ansprache von Hjarti, er hob seinen runenverzierten Speer und lief los. So wie alle und alle bildeten eine breite Linie. Stets ein Schütze und ein Nahkämpfer. Geschickt über Stock und Stein springend, zwischen Bäumen auftauchend und wieder verschwindend, stetig Blickkontakt haltend und für solch eine Gruppe Menschen verdammt ruhig in der Wildnis. Waldläufer und angehende Waldläufer.

    Dann ein lauter Pfiff. Valgus hatte jemanden gesichtet. Wachposten der Feinde. Zwei von ihnen die sich just in Bewegung gesetzt hatten. Jetzt kam es drauf an.
    Einer stürmte in Richtung Höhlen und der andere, wollte einen Signalpfeil abschießen.
    Wollte - denn es waren zwei Pfeile der doch gut ein Dutzend großen Gruppe die ihr Ziel fanden, während Zwei knapp verfehlten.
    Ein Pfeil ins Bein und einer sich böse bohrend in die Schulter. Der Aufschrei war zu hören. Der nächste Schrei war einer der den Tod begrüßte. Ricklen durchstieß den armen Kerl mit seinem kurzen Schwert durch den Brustkorb.
    Der andere Flüchtende war nicht einzuholen.
    Sie rückten enger zusammen und forcierten nochmal das Tempo. Man hörte ihn schon rufen, dass sie angegriffen werden, kurz darauf wurde Alarm geschrien.
    "Feuer!", rief Hjarti und eine Salve jagte prompt in Richtung Höhleneingang, wo das Feuer genug Licht für die Schützen preisgab.
    Das Gefecht begann, als dann die Nahkämpfer aus dem Unterholz sprangen und sich direkt duckten oder abrollten, weil sie auch mit Pfeilen empfangen wurden, aber auch ihre Leute direkt Pfeile wieder abschossen.
    "Schneller!", brüllte Hjarti und erreichte als Erster das freie Gelände vor der Höhle. Neben ihn schleuderte Valgus ein Wurfbeil in Richtung Schützen und hinderte zwei von ihnen zu feuern. Wer wollte schon eine Axt im Schädel haben?
    Ricklen und Hjarti, als auch zwei andere waren nah genug, um sie zur Flucht zu zwingen und prompt war der Höhleneingang eingenommen. Ab hier war Mut und Spontanität gefragt. Wie es da drin aussah, wuste man nicht und auch nicht was einen erwarten würde.
    "Ricklen! Ronja!", rief der Waldläufer und wurde dann von beiden und deren Schilden flankiert.
    Sie hörten Stimmen, Flüche und Schritte die näher kamen. Jetzt zählte es. Ein kurzer Blick zurück - die Schützen nahten. Der Blick nach vorne und Hjarti empfing mit den anderen die Nahkämpfer. Jetzt zählte es. Waffen klirrten. Ricklen hielt stand, Ronja wurde zurück gedrängt und Hjarti stieß wuchtiog mit dem Speer nach den Zurückdränger. Valgus kam hinzu und die beiden anderen jagten mit ihren Äxten hinterher.
    Ein Gemenge entstand im ersten Hohlraum dieses Höhlensystems, ohne dass irgendwer direkt starb. Hjarti stieß erneut wuchtig zu, drängte sich hindurch und schlug wuchtig von links nach rechts vor die Gegner die zurück wichen, dann griff er den Speer und stürmte wie eine Dampfwalze vor um sogleich so viele wie möglich zurück zu drängen. Die anderen stießen ebenso vor und noch wichtiger war, dass die Schützen an der Seite vorbei kamen und die Ersten von ihnen Pfeile direkt verschossen.
    Einer sackte zusammen und einer brüllte zum Rückzug, während er diesen gleichzeitig deckte, aber kurzerhand alleine gegen die sechs keine Chance hatte.
    "Schützen! Los!", befahl Hjarti und die Schützen platzierten sich vor ihnen und den sich zurück ziehenden Gegnern. Pfeile jagten ins schwach beleuchtete Dunkel des Höhelnganges. Ob was traf, war nicht klar. Kurz darauf aber flogen ihnen Pfeile entgegen und prompt fiel auch einer ihrer Schützen zu Boden.
    "Verteilen!", befahl der Nordmarer und ließ den Kameraden mit durchschossenem Hals liegen. Die Schützen platzierten sich wie die Nahkämpfer seitlich, damit kein Pfeil mehr traf.
    Während Hjarti gerade den Kopf in die Gänge bringen wollte, um eine Lösung zu finden, hatte Freyja schon eine parat.
    Selbstmörderisch stürmte sie einfach mit Ronja los und verschoss so schnell sie konnte Pfeile. Niemand musste Befehle brüllen, damit alle reagierten. Sie setzte einfach das um was Hjarti verlangte. Ohne Rücksicht auf Verluste. Ronjas Holzschild war nach zwei Pfeiltreffern unbrauchbar. Aber... Tempo zwang zur Flucht und nur eine massive Verteidigung vermochte Pfeile und Nahkämpfer auszubremsen. Die Schützen verzogen sich und die zweite Hohlraum war erreicht. Dort warteten sie schon und abermals kam es dazu, dass der Nahkampf ausbrach. Nun gegen mehr, so dass auch drei Schützen aushelfen mussten, während die verbliebenden Zwei nun die gegnerischen Schützen erwischen mussten...

    "Wo bleiben die anderen?", dachte sich Hjarti, als er einen Pfeil ins Bein bekam und sich diesen prompt raus zog, um weiter zu kämpfen. Schmerzen waren jetzt zu ignorieren. Zwei von denen, einer von ihnen weniger...

    ornlu

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    Veteran Avatar von Onyx
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Mit den aufkommenden Lärm wussten auch Kjal und Onyx was zu tun war. Jetzt galt es schnellstmöglich dazu zu stoßen und im besten Fall jeden Feind auf dem Weg in den Rücken zu fallen. Für Kjal eine Erlösung, denn nun entledigte er sich der Katze oder mehr der erzwungenen Liebe zu ihr. Gefiel der Katze natürlich gar nicht, aber es löste auch ein gewisses Problem. Die laut werdende Katze hatte den Einzigen der sich zum Schlafen gelegt hatte aufmerksam gemacht und der vermochte auch nur noch zu sehen, wie Onyx mit einem satten Tritt die provisorische Tür auftrat und Kjal dann ohne zu zögern den Mann zumindest von vorne umbrachte. Manchmal war es notwendig dem Feind nicht in die Augen zu blicken, aber wie ein alter Waldläufer mal sagte: Wer über Leben richtet, der soll dem Mann auch in die Augen schauen - oder so ähnlich.

    Doch weg von irgend einer Moral und hin zu Taten die zählten. Beide liefen durch die kleine Höhle und dann in den gang. Vorsichtig sahen sie sich um, orientierten sich am Fackelschein und wählten dann natürlich die Richtung von wo die Geräusche her kamen. Man hörte einen schmerzerfüllten Schrei, Peitschenhiebe und dann einen dumpfen Schlag, bevor ein Stimmenwirrwarr erklang.
    Kjal war der Erste, dann folgte Onyx. Mit gespannter Sehne visierte er alles was stand und sich bewegte an, doch statt irgend eines Feindes, sah er ausgemergelte Gestalten und unter ihnen den Wolf. Nackt und einen Schaufelstiel begutachtend der durchgebrochen war. Damit hatten sie die Wache wohl ausgeschaltet oder den der ein Auge auf sie haben sollte.

    "Wolf? Du bist hier?", fragte Kjal.
    "Keine Zeit für Erklärungen. Helft sie loszumachen. Ich bereite was vor. Und guck nicht so - es ist kalt hier drin und bisher hatte sich keine beschwert!", meinte der Druide zu dne beiden. Onyx fand den Kerl schon immer seltsam, aber auch mächtig.
    "Cery...du leben.", stellte Onyx fest, als der Schützling von Murielle an der Wache die Taschen ausleerte um nach etwas nützlichen zu suchen.
    "Murielle...", fragte Kjal.
    "Sie ist irgendwo noch gefangen. Wir sollten keine Zeit verlieren - sagte er doch.", meinte der junge Mann und hatte zumindest ein Messer finden können. Die Peitsche und den Knüppel hatten sich schon Valgus Söhne gnommen.

    "Habt ihr das Fell?", fragte dann der Wolf und ein älterer Mann kam dazu. Von den Schlafplätzen hatte er ein altes, abgenutztes Fell gebracht. Von einen Wildchwein, wenn Onyx das richtig sah.
    "Gut. Ihr beiden. Sichert den Eingang.", war die Anweisung bevor er auf den Boden mit einem Stück Kohle begann etwas aufzumalen, während Cery eine Fackel hielt. Die anderen halfen Kjal und Onyx Kisten umzustellen - und das schleunigste, denn Schritte waren zu hören. Onyx sah zwar nichts, aber schätze die Geräusche ab und feuerte sogleich los. Ein Warnschuss - der die Schritte deutlich verlangsamte. Der nächste Pfeil war schon angenockt.

    "Was auch immer du da vor hast. Beeil dich Jadewolf!", rief Kjal, denn da kamen doch mehr an als die Schritte einen denken ließen.

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    Adventurer Avatar von Salazar Kagan
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    Salazar Kagan ist offline
    Obwohl sie ihre Rast an einem kühlen, gut verborgenen Ort nahe dem Unterholz verbrachten, und obwohl der steinerne Wächter seine Aufmerksamkeit niemals auch nur für einen Augenblick sinken lassen würde, schlief Salazar während ihrer kleinen Pause sehr schlecht. Nun, wo die größten Strapazen scheinbar hinter ihm lagen, brachen sie im Traum auf ihn ein, zwangen ihn dazu, die Schmerzen und Anstrengungen wider und wider zu ertragen. In den schattigen Bildern seines Unterbewusstseins rief Joe um Hilfe, während er sich verzweifelt gegen eine Horde menschenartiger Sumpfmonster zur Wehr setzte. Salazar stand nur wenige Meter von ihm entfernt, doch als er zu seinem Freund eilen wollte um die lästigen Biester ebenfalls zu bekämpfen, kam er nicht von der Stelle. Der Sumpf hatte seine Füße mit schlammigen Tentakeln umgriffen und hinderte ihn daran, Joe zu retten. Je mehr Salazar sich loszureißen versuchte, desto stärker wurde der Griff des Sumpfes um seine Knöchel. Aufgeben war für ihn keine Option. Doch die Monster droschen auf Joe ein, der sich erst tapfer auf den Beinen, dann auf den Knien zu halten versuchte. Vergeblich. Die Monster überwältigten ihn, rissen und katzen an seinem Fleisch. Joe schrie. Er schrie und schrie... bis er von den Monstern unter Wasser gezogen wurde und nur noch eine blubbernde Stelle im Wasser von seinem Todeskampf zeugte...

    Als Salazar die Augen aufriss, lag er schwer atmend auf dem Rücken. Über ihm hingen einige seltsame Pflanzen, die er nicht einordnen konnte. Unter ihm knirschte der kieselige Boden als er sich zur Seite wand und einen Blick auf seine Begleiter warf. Narzuhl, das unbewegliche, ruhige Abbild eines Menschen, saß scheinbar ungerührt neben dem Koloss von Golem, der sich in steter Abwehrhaltung über Joe gebeugt hatte. Der Assassine lag völlig regungslos. Salazars Herz machte einen Aussetzer. Er robte zu Joe hinüber, legte unverzüglich eine Hand an dessen Kehle. Tief sog Salazar die Luft ein. Sein Ausatmen klang gequält und erleichtert zugleich. Langsam nahm er die Hand wieder vom Hals des Freundes und setzte sich auf, um Narzuhl anzusehen.
    "Ich träumte, dass Beliar ihn zu sich geholt hätte." Murmelte er, wie um sein Verhalten zu erklären. Seufzend erhob Salazar sich und streckte die Glieder durch. Er fühlte sich aufgrund des Albtraumes auch Körperlich miserabel. Aber länger warten konnten sie hier nun nicht mehr. Lieber schleppte der Varanter sich übermüdet und erschöpft die restliche Strecke zum Kastell, als Joes Zustand weiterhin dem Schicksal zu überlassen. Auch Narzuhl schien dieser Ansicht zu sein, so das sie ihre Reise ohne viel Federlesen antraten.
    "Ihr sehr ausgeruht genug aus, Narzuhl." Bemerkte Salalazar. "Wie schafft ihr es bloss, in dieser Gegend ruhigen Schlaf zu finden?"
    Die Frage war nur halb ernstgemeint. Jemand, der die Macht besaß, aus dem Boden einen steinernen Wächter emporsteigen zu lassen, musste vermutlich nicht viel fürchten. Doch Salazar hatte im Augenblick nicht mehr als seine körperliche Kraft und seinen unerschütterlichen Glauben.

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    Waschweiber-Verführer Avatar von Ornlu
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Das Fell des Wildschweins war alt und es fehlten an manchen Stellen schon Haare, aber es reichte für das was der Druide im Sinn hatte. Ornlu breitete es auf dem Symbol aus, was er davor auf den Boden mit einem Stück Kohle gezeichnet hatte. Er forderte die vier Gefangenen auf abzuknien und sich um das Fell zu verteilen, als auch mit den Händen zu berühren. Dann ließ er sich von Cery das vorhin erbeutete Messer geben und schnitt sich in den Finger.

    "Ihr auch!", forderte er auf und gestattete auch kein zögern. Entweder sie machten es oder sie ließen es. Es blieb keine Zeit. Ein paar Augenblicke später hatten sich alle geschnitten und legten ihre Hände wieder aufs Fell.

    "Der Geist des Keilers wird in euch erwachen. Fürchtet es nicht, sondern empfangt den Segen und nutzt die neue Kraft solange sie in euch weilt.", sagte er kurz und knapp, bevor seine Augen dieses magische Glühen bekamen.

    Auf ein >Echuio!< folgte Magie und durch die Magie glühte das aufgemalte Symbol unter dem Wildschweinfell auf. Dann - dank der GAbe von noch mehr Magie - ereilte dies auch das Fell und im nächsten Moment erstand daraus eine schemenhafte Gestalt die mehr und mehr Form gewann. Während Ornlu Kraft abgab, erlangte die Gestalt ihre Form und wuchs an. Ein geisterhafter Keiler war es der schnaubte und sich schüttelte.
    Der Druide wartete noch wenige Momente und sprach in der alten Druidensprache etwas, was niemand verstand und wohl ewig nicht mehr ausgesprochen wurde.
    Der Keiler schrie auf und gleichzeitig teilte er sich auf alle vier Empfänger auf. Die erschraken natürlich, aber es war schon vollbracht. Die Magie versiegte und Ornlu war in magischer Hinsicht ... leer.
    "Erhebt euch...und kämpft.", sagte der Druide und brauchte etwas Zeit.
    Cery, die beiden Valgus-Söhne und der alte Jobst erhoben sich stattdessen und mussten sich nichts erklären. Sie verstanden, gleichzeitig musste jeder mit den neuen Sinnen klar kommen. Cery und Jobst brauchten etwas, aber die beiden Brüder - womöglich dank ihrer alten Blutlinie? - ergriffen die Initiative. Allein ihre Schritte waren fast schon unnatürlich, jeder Muskel spannte extrem und sie kamen Kjal und Onyx schnell zu Hilfe. Die Kisten schoben sie nicht weg, sie griffen sie von unten und schleuderten sie in Richtung Feinde. Onyx verschoss seine Pfeile und Kjal führte schreiend und mit erhobenen Kurzschwert an. Jobst und Cery eilten hinterher und Ornlu konnte wie die anderen im Hintergrund sehen, dass der alte Ritus funktioniert hatte. Die Kraft mit der die Vier kämpften war Menschen überlegen und so waren Fausthiebe, Schläge mit dem Knüppel und Rammattacken mit ganzem Leib etwas, womit die Gegner so nicht rechnen konnten. Jobst riss einem der Mistkerle sein Schild einfach weg und prügelte damit auf diesen ein. Cery bewegte sich flink, die Valgus Söhne ließen all ihre Wut über ihre Gefangenschaft direkt aus. Onyx erwischte den Schützen und Kjal schaltete den Kopf ein und sorgte dazu, dass der Letzte davon lief.

    "Halt ihr Verrückten!", rief er dann den Vieren hinterher, doch die schienen nicht zu stoppen zu sein.
    "Los, Onyx!", war sein Kommando. Eine andere Wahl hatten sie nicht. Ornlu indes war bei den Verbliebenen.
    "Helft mir auf. Holt euch die Waffen und dann helft ihnen. Freiheit muss erkämpft werden. Sie wird nicht geschenkt! Los jetzt!", knurrte er die Leute an. Sie hatten natürlich Angst, aber Feigheit war das Schlimmste. Kaum stand der nackte Druide und blickte die Verbliebenen an, eilten sie und bewaffneten sich so gut oder angemessen es schien. Einer der Männer gab dann das Kommando.
    Ornlu hingegen griff sich den zerbrochenne Stiel der Schaufel hatte eine grobe Gehhilfe, die - wenn die menschliche Kraft wieder da wäre - als Waffe irgendwie brauchbar wäre. Er würde folgen...

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    Veteran Avatar von Onyx
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Onyx war im Moment gleich, was da Jadewolf mit den anderen gemacht hatte. Es hatte gewirkt und das allein zählte. Über das was geschah, würde er sich lange Zeit Gedanken machen, wenn sie alle hier heil heraus kämen. Wie wütende Wildschweine stürmten die anderen Vier durch die Höhlengänge und es schien, als würden sie genau wissen wohin.
    Als Kjal und Onyx um die Ecke dann kamen, waren die Vier schon da und waren den Feinden in den Rücken gefallen. Das war eigentlich die AUfgabe von Onyx und Kjal, aber sei es drum. Hjarti und die anderen brauchten sie mehr denn je.
    So eröffnete Onyx gleich das Feuer auf jene die zurück wichen, als sie sich begannen neu zu sortieren. Doch eines war klar - es war hier schon entschieden, denn es hieß nicht umsonst, dass man einen freien Rücken zum kämpfen brauchte. Das hatten diese Waldbanditen nicht und so fiel einer nach dem anderen, nachdem auch der Rest der Gefangenen dazu stieß und so gut es ging kämpfte. Zwei ergaben sich.

    Die Waldläufer waren gezeichnet vom Kampf und drei von ihnen hatten diesen Kampf nicht mehr überlebt. Auch war der alte Jobst schwer verletzt, aber hielt sich wacker - dank der Kraft die ihm Jadewolf gab.
    Valgus schloss seine Söhne in die Arme und Hjarti sammelte die Verbliebenen um sich. Einige Momente zum Verschnaufen brauchten sie alle.
    "Wir müssen noch Murielle und Jilvie retten.", sprach Kjal und Ricklen pflichtete dem deutlich bei. Auch wenn er nicht so aussah, als ob er noch einen großen Kampf kämpfen könnte. So wie der Rest auch.
    "Vergesst nicht Gjar...das Schwein wird uns erwarten.", meinte Valgus.
    "Ich weiß wo sie sind, Vater. Ich rieche ihn und die Frauen...", sagte der Jüngste von Valgus. Cery bestätigte, dass er Murielle auch roch.

    "Dann los! Fesselt die Gefangenen. Wir entscheiden später...", meinte Hjarti und stützte Jobst, der eine klaffende Wunde am Bein und Kopf hatte - trotzdem aber den Kampf wollte.
    Onyx ließ sich einen besseren Bogen von einen Gefallenen geben und ging mit Cery und den Jüngsten von Valgus vor...
    Geändert von Onyx (20.05.2018 um 22:35 Uhr)

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    Schwertmeister Avatar von Das Waldvolk
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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    "Schneller!", knurrte Gjar und blickte zurück in den Höhlengang. Die Kisten davor sollten reichen, um etwas mehr Zeit zu schaffen - wenn nicht sogar genug. Die Angreifer suchten nicht nach schmalen Höhlengängen, sondern nach ihnen.
    Sie waren dabei zu flüchten. Sollten die anderen verrecken - zu was besseren taugten sie offenbar eh nicht.
    Gjar wäre nicht Gjar gewesen, wenn er nicht auch einen Fluchtplan von Anfang an geplant hätte. Der offensichtlichste Weg durch den Gang bis zum Wasserfall, schien entdeckt worden zu sein, aber es gab noch andere Gänge in der Höhle. Gänge die tiefer hinab gingen und wieder im Sumpf endeten. Man musste laut Silva nur durch alte Tempelanlagen unter der Erde. Zwei größere Räume und dann ging es durch ein Loch in der Decke raus.

    Frok hielt die Fackel, Silva und Lund trieben die beiden Frauen an und der Rest um Iolas, Karst, Lonnie und Dobos folgten. Gjars Kommando war nicht dumm. Als der Angriff bekannt wurde und dass sie den Eingang schon hatten, sorgte Gjar dazu dass die Frauen hergebracht wurden. Als dann vom Zugang am Wasserfall scheinbar auch Feinde kamen, war klar, dass man sie verraten oder infiltriert hatte. Gjar hatte das schon immer bedacht. Er wusste, dass Waldläufer nicht nur mit Pfeilen schossen, sondern manche mehr konnten.

    Sie seilten sich ein kleines Stück ab und stiegen dann durch einen Spalt. Ob es Minecrawler waren, es schon immer so existierte oder ein Erdbeben dazu gesorgt hatte...sie waren in einem Raum der von Menschen einst geschaffen worden war. Was hier war interessierte sie nicht wirklich. Ob Tempel, Lagerhalle oder sonst was. Viel mehr interessierte sie wie es weiter ging. Irgendwie war durch die Vegetation nicht alles so, wie Silva es in Erinnerung hatten. Gjar drohte ihr natürlich und fuchtelte mit seinen Dolchen vor ihr her, bis sie sich erinnerte und auf die Stelle zeigte. Lund musste dann mit seiner Axt die Lianen erst einmal wegschlagen, bevor man sich durch den halb eingestürzten Torbogenm zwängte.

    "Hört ihr das?", sagte Iolas und lauschte. Lonnie und Karst stimmten zu, dass sie auch Schritte hörten.
    "Silva! Wo geht es hier raus?", fragte Gjar im harschen Ton. Doch Silva schien Probleme zu haben das Loch in der Decke genau zu sichten. Es war doch recht dunkel da draußen und sie hatte das Loch tagsüber gefunden.

    "Hier sind wir!", schrie Jilvie und bekam prompt von Lund so eine gescheuert, dass sie unsanft auf dem Boden landete.
    "Ich schwöre dir, finde den Ausgang oder du stirbst.", drohte Gjar und packte ihren Arm. Silva riss sich los und zeigte dann auf einen Punkt. Frok sollte seine Fackel dahin werfen damit man mehr sieht.
    Kurz warf er die Fackel in die Höhe, alle erblickten den offensichtlichen Spalt und auch die Liane an der es hochgehen konnte.
    "Silva zuerst. Sie soll hochklettern und dann die zwei Seile hier runter lassen. Und ihr macht euch bereit unsere Freunde zu empfangen.", befahl Gjar etwas entspannter und riss Jilvie hoch.
    "Du wirst nicht gerettet. Du wirst hier mit uns kommen und ich werde dich die ganze überfahrt bis Varant schänden und wieder schänden. Wir kriegen genug für dich, auch wenn du alles andere als eine Jungfrau sein wirst.", sagte der Anführer sehr charmant und sah wie Silva vorsichtig, aber geübt die Steinwand hinauf kletterte und ihre dünnen Finger in das Mauerwerk vergrub, wenn die Liane es nicht anders erlaubte.

    "Die Gefangenen? Und der schwarze Riese. Wie konnten sie uns so schnell finden?", fluchte Karst und blickte sie an. Der halb zerfallene Torbogen war die Grenze zwischen ihnen und da stand er mit seinem Schild. Direkt dahinter Lund mit der Axt und Lonnie mit seinem Speer. Sollten sie nur versuchen anzurennen.

    Valgus Söhne und dieser Cery tigerten hin und her, während der Schwarze irgendwas gebrochen sagte. Sie warnte, dass sie vom Schild aufgehalten werden und selbst sich Schussbereit hielt, falls einer zu ihnen kommen wollte. Die anderen würden wohl noch etwas brauchen...

    "Wagen wir es, Bruder. Ich spüre, dass wir es schaffen werden. Wagen wir es...ich rieche ihre Angst", sagte Vulp, der Jüngere der beiden Brüder.
    "Überschätzt euch nicht. Die Kraft ist endlich, euer Leben ist endlich...der Geist des Keilers...beherrscht euch zu sehr...", meinte Cery und schien gegen genau diese Macht etwas anzukämpfen. So sehr er die Vorteile auch spürte. Nachteile gab es auch.

    Doch Worte nützten nichts, wenn zwei wild gewordenen keiler angreifen wollten. So taten sie es auch und was folgte war zunächst ein Schuss von Onyx der sich tief in das Schild von karst bohrte. Dann hielt dieser gegen, als Vulp mit dem Knüppel auf das Schild so eindrosch, dass er berstete. Lund versuchte nach Vulx zu schlagen, der den Schild wegreißen wollte, ehe Vulp mit ganzen Körper dagegen lief und selbst Karst zurück taumeln musste. Da kam Lonnie ins Spiel und stach mit dem Speer nach einen der Brüder. Der bekam den Oberschenkel durchbohrt, riss aber zugleich am Speer und riss so auch den jungen Lonnie mit.
    Karst nahm den Torbogen wieder ein, während er und Lund zusehen mussten wie die beiden Söhne von Valgus mit bloßen Händen den jungen Burschen totprügelten, als wären sie wilde Tiere. Ihre Fäuste schlugen so fest zu, dass sie bluteten und man richtig hörte wie Lonnies Rippen und Schädel brach.
    "Bestien!", schrie Karst und wehrte einen weiteren pfeil von Onyx ab. Gjar kam hinzu, blickte verächtlich aif Lonnis toten Körper und schien die Situation am besten zu deuten.
    Er holte Murielle her und sagte nur eins: "Kommt durch den Raum und sie stirbt. Schießt nur einen Pfeil und sie und Jilvie sterben."

    Die Fuchs-Brüder schien das kaum zu kümmern, doch als sie den Angriff wagen wollten, war es Cery der sich einmischte und sie zurück hielt. "Kommt zu Sinnen!", zwischte er sie an und blicke zornig zum Torbogen, wo sich auch Karst nun zurück zog. Man sah regelrecht wie es in dem Burschen rumorte und wie er nach Lösungen suchte.

    "Wo bleibt das Seil?!", rief Gjar hoch, doch nichts war zu hören. Iolas meinte, dass sie schon vor wenigen Minuten oben angekommen war.
    "Silva! Beweg deinen knochigen Arsch!", rief er hoch, doch nichts regte sich.
    "Iolas! Hochklettern!", wies der Anführer des Kommandos an und blickte zum Torbogen. Sie hielten sich zurück.

    Iolas kletterte mühsam die Liane entlang, wie es auch Silva getan hatte. Doch nicht mal auf halbem Weg stockte ihm der Atem, als er hianuf blickte. Da waren Augen. Acht Augen und die blickten zurück. Iolas ließ einfach los und landete unsanft auf dem Boden. Gjar fluchte und fragte was für einen Scheiß er mache, doch Iolas zeigte nur hoch und alle sahen es. Im schwachen Fackelschein war zuerst ein haariges Bein zu sehen, dann noch eins und dann schimmerten acht Augen im schwachen Licht auf. Wenig später drückte sich ein fetter Spinnenleib aus dem Schatten und es war nicht der Einzige.
    "Riesenspinnen. Bei den Dreien!", fluchte Frok und spannte wie Dobos seinen Bogen um auf das größte Vieh zu schießen. Gjar rief alle beisamen und machte sie auf den Kampf bereit. Kleinere Spinnen wagten den Angriff und sprangen von der Decke hinab auf sie. Lund, Karst und Gjar vermochten sie abzuwehren, während Iolas sich gefangen hatte und die Verteidigung mit ihenn mit aufnahm.
    Doch als dann ein größerers Exemplar attackierte, wurde es brenzlig. Nur Gjars schneller Gedankengang sorgte daz, dass diese Spinen starb, als er sie mit einer Fackel erst abwehte und mit dem Longdolch dann gezielt in den Kopf erwischte.
    Das schaffte wohl Respekt fürs Erste, da keine Riesenspinne angriff, doch sie sammelten sich im ganzen Raum an der Decke.

    "Wir müssen zurück.", brachte Iolas an. Lund meinte, dass im anderen Raum Feinde wären.
    "Feinde die sich auch verpissen werden, wenn sie die Viecher sehen!", sagte Gjar und spinnte selbst in seinem Kopf einen Fluchtplan. Zur Not ohne die anderen. Silva war sicher tot und Lonnie auch. Der Rest würde die Spinnen lang genug aufhalten können.

    "Ich zähle bis Drei. Dann bewegen wir uns langsam zum Torbogen." - "Eins!....", zählte Gjar und flink wie er war stürmte er zum Torbogen. Blöd nur, dass die größte der Spinnen mitdenken konnte. Sie spie einen Spinnenfaden und bewegte sich dann auch in Richtung Torbogen. Die Frauen die sich irgendwie zwischen die vier Männer verkrochen hatten schrien vor Angst, als dann die gewaltige Spinne zum Angriff überging und Gjar zurück zu ihnen stolperte.
    Die Männer versuchten die Spinnebeine abzuwehren, während Iolas sie von hinten deckte, denn auch da kamen sie nun von überall und wurden mutiger. Iolas verwendete das Feuer, dass irgendwie zu wirken schien und seinen Speer, den er immer wieder im Halbkreis schwang um sie abzuwehren.

    Der Riesenspinne reichte es aber dann und sie drückte sich einfach vor, so dass alle Menschen sich trennen mussten, weil sie das Zentrum einnahm.
    Gjar wehrte eine andere Spinne ab, während Lund von der Riesenspinne erwischt wurde und sogleich gebissen. Es dauerte wenige Sekunden u nd er lief grün-blass an und starrte sie alle mit leeren Augen an.

    Iolas handelte dann. Nicht nur, weil er das Glück hatte nicht im Fokus der großen Spinnen zu sein, sondern weil der Torbogen von der anderen Seite frei gehauen wurde und ein Pfeil auch eine der Spinnen dort erwischte.
    Erschwnag nach den Spinnen und eilte dann zu Murielle die schon fast von zwei kleineren Spinnen weggezogen worden war. er vertrieb sie mit der Fackel und zerrte sie dann zum Torbogen. Cery packte Murielle dann und sah wie Iolas vor stürmte und auch Jilvie half, während eine größere Spinne sie schon halb eingesponnten hatte. Er stieß den Speer in ihren Leib und packte jilvie am Seil das sie fesselte. Unsanft zerrte er sie zum Torbogen, aber besser viele Kratzer, als ausgesaugt werden.

    "Geht!", sagte er und schnwag den Speer. Er sah wie viele der kleineren hühnergroßen Spinnen Karst regelrecht unter sich begruben und Gjar als Letzter sich flink und geschickt zu wehren wusste.

    "Ich hielt dich immer für ein Arschloch. Nur war ich zu feige es dir zu sagen. Du bist ein schlechter Mensch und verdienst das. Ich wurde es wegen dir auch! Wir verdienen den Tod. Genau so einen.", sagte Iolas und wehrte sich trotz seiner Worte.

    ornlu

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    Höhlen am Rande des Sumpfgebietes

    Von einen auf den anderen Moment änderte sich alles. Als die Riesenspinnen auftauchten, spürte Onyx es regelrecht. er spürte ihre Präsenz und vermochte sich nur für einen Moment in eine von ihnen hinein zu versetzen. Sie wollten fressen. Einfach nur fressen und die Beute hatte sich versammelt.
    Wären die beiden Frauen nicht gewesen, wären sie schon längst abgehauen. Doch mussten sie handeln. Egal wie.
    Als dann der Torbogen zugesponnen wurde, schien es fast zu spät und der ganze Lärm im ganzen Raum offenbarte nichts Gutes für die zwei Frauen.
    Es waren ihre Schreie die alle zum Handeln zwangen. Sie schlugen die SPinnenweben weg und Onyx feuerte einen Pfeil ab.
    Unverhofft tauchte dann einer von ihnen auf und brachte erst Murielle und dann Jilvie.
    Sie kümmerten sich sofort um beide, schnitten sie los und waren bereit zu flüchten.

    "Kommen mit! Du Gefangener!", sagte Onyx zu den blonden Mann, der die beiden Frauen gerettet hatte. Er packte diesen einfach von hinten an seinem Mantel und zog ihn weg. Er schrie irgendwas, aber das interessierte Onyx doch nicht. Im anderen Raum starb gerade Gjar und hätten sie einen genauen Blick darauf, dann hätten sie gesehen wie ihn die Riesenspinne gepackt hätte und dann ein Gift ins Gesicht gespien hätte, als er versuchte sie mit den Dolchen zu erwischen. Doch sie sahen es nicht und der blonde Mann schien sich zu besinnen, als sie ein paar Meter Abstand gewonnen hatten. Die anderen um Hjarti waren dazu gekommen.

    "Zurück gehen. Dort viele Riesenspinnen. Alle da tot. Wir besser wählen Leben.", erklärte er kurz und deutlich. Ricklen umarmte seine Jilvie und Murielle wurde von Cery gestützt. Onyx indes hielt den Mann der als Iolas erkannt wurde fest. Der versprach nichts Dummes zu tun und folgte einfach ohne gefesselt zu werden. Dieser Iolad hatte sich einen Funken Ehre bewahrt, als er die beiden Frauen rettete und vielleicht hatte er nun verstanden, dass er als Gefangener des Waldvolkes vielleicht nicht sterben musste.

    "Verschwinden wir von hier. Auf zum Haupteingang. Stellt den Zugang hier gleich so zu wie es nur geht. Nicht das uns hungrige Spinnen verfolgen.", befahl Hjarti und sie gingen schnellen Schrittes los.

    Am Haupteingang warteten die Befreiten, die Verletzten und Jadewolf der sich mal was angezogen hatte - auch wenn es nur eine Leinenhose war. Der alte Jobst litt so langsam immer mehr an seinen Verletzungen und es war nicht klar, ob er überleben würde. Man hatte die beiden Wunden eingebrannt. Anders ging es nicht und die nächsten TAge würden entscheiden ob er überlebt.
    Feierstimmung herrschte nicht. Sie hatten vier Leute verloren und mehr als die Hälfte derer die noch lebten, waren verletzt.

    "Wohin sollen wir?", fragte Ricklen in die Runde.
    "Tooshoo. Im Baum sind wir sicher und in der Heilkammer findet sich vielleicht noch was. Sumpfkraut und Alkohol sind dort sicher.", war die knappe Antwort von Jadewolf, der sonst Cery, Jobst und die Fuchs-Brüder beobachtete. Sie begannen sich langsam zu verändern. Im Feuer waren ihre AUgen zunächst tierisch und ihre Ausstrahlung nicht anders. Doch nun wurde es langsam weniger.

    Onyx war froh, dass Jilvie und Murielle wieder bei ihnen waren. Er war niemand der seine Gefühle offen zeigte, aber könnte er weinen, so hätte er geweint als er sah wie Ricklen und Jilvie wieder vereint waren und Murielle lächelte, als man ihr eine warme Decke und einen schnell gekochten Tee gab - obwohl sie wohl eine grausame Zeit hatte.
    Aber auch Hjarti wirkte besonders auf den beobachtenden Onyx. Er hatte gut angeführt und allen gezeigt, dass er einer von ihnen war. Valgus lobte ihn und bot ihm an seiner Sippe durch Heirat beizutreten. Eine Frau würden sie schon finden. Hjarti hätte wohl laut aufgelacht, doch dankte er nur und bat ihn um Zeit sich das zu überlegen.

    Als das Gefühl von Kampf und Gefahr langsam gewichen war, war es Onyx der mit Kjal, Freyja und Ronja einen großen Holzscheit vorbereiteten. Sie verbrannten ihre Toten und sie hatten vier Freunde zu verbrennen.

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