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Fantasy RPG #1 - Volle Fahrt ins Abenteuer!

  1. #1 Reply With Quote
    Ehrengarde Bastercall's Avatar
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    Mar 2011
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    Dort wo die Hoffnung der Allianz zerbricht
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    RPG
    Hier wollen wir in Zukunft spannendes, abwechslungsreiches RP betreiben, gerne kannst du bei intresse fast ganz ohne vorherige Rückmeldung mit einsteigen. Natürlich sind die allgemeinen Regeln bezüglich Powerplay, etc. zu beachten. Unsere Welt ist völlig frei erdacht und ist bis auf wenige Ausnahmen noch völlig unentfalltet, gerne kann man auch Anregungen und Idee einfach posten. Jedoch sind uns neue Mitspieler auch ziemlich wichtig.


    Nützliche Links:
    RPG-Absprache

    Kreaturen, Figuren und Gegner:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    Diener des Kaiserreiches:

    Orakel
    Sie werden schon früh als Kleinkind im Alter von etwa 4 Jahren von Hohepriestern von ihren Familien getrennt, um fortan ein Leben in den Tempeln zu beginnen. Dort werden sie neben dem Ungang mit der Blindheit auch einiges an Alltagswissen gelehrt. Vorallem liegt aber der Schwerpunkt auf dem Unterrichten der Götterlehren und ihren besonderen Fähigkeiten, welche beständig durch Anwendung ausgebaut werden. Nur selten ist es den Familien gestattet, ihre Kinder zu besuchen, da diese unter strenger Obhut durch die Priester aufwachsen. Nach dem Weiheritual im Alter von etwa 10-12 Jahren verlagert sich der Unterrichtsschwerpunkt auf Rituale, welche den Geist reinigen. Die Jungen und Mädchen verbleiben dann fortan in den Tempeln und üben sich meist in diesen Dingen, bis ihre Zeit gekommen ist. Ihnen ist nicht gestattet, für einfache Zwecke (Freunde besuchen etc) den Tempel zu verlassen, um ihren Geist rein zu halten.

    Das Berühren eines Orakels wird mit Todesstrafe geahndet.

    Es gibt diverse Verbote, an welche sie sich halten müssen: Eheverbot, Verbot des Geschlechtsverkehrs, Schweigegelübte (in gewissen Räumem des Tempels), Armheitsgelübte

    Besondere Merkmale: Glänzend silberne Haare, von Geburt an blind, zumeist in einfachen weissen Roben gekleidet.



    Hohepriester
    Man beginnt als einfacher Akolyth seine Ausbildung, ist aber dennoch frei diese zu wählen. Neben dem kirchlich relevanten Wissen, wie z.b. Lehren der Götter oder auch diverse Rituale werden die Hohepriester auch in der Kunst des Heilens unterrichtet. Zwar können sie nicht mit Medicusen konkurrieren, aber dennoch reichen diese Künste normalerweiße aus, um größere einfache Verwundungen zu heilen. Natürlich müssen auch sie sich diversen Prüfungen und dem Weiheritual durch die Götter unterziehen. Ihnen ist es allerdings gestattet auch die Tempel zu verlassen und unter einer gewissen Schutz durch zwei Paladine sich durch die Stadt zu bewegen.

    Verbote: Schweigegelübte, Armmutsgelübte



    Paladine
    Oft werden sie von einfachen Leuten als heilige Krieger angesehen, was in der Hinsicht stimmt, da sie ebenfalls den Göttern geweiht sind. Ihre Ausbildung umfasst neben den einfachen Lehren auch das Wissen der Nettiquette und den Umgang mit Hohepriestern/Orakeln. Paladine werden für den Kampf trainiert, nicht selten in der Kooperation mit den Kasernen/Kampfschulen der jeweiligen Stadt. Auch werden sie gelehrt, möglichst wenig zu töten und ihren Kampfesrausch im Zaum zu halten. Paladine sind in der Regel von großer Selbst- und Körperbeherrschung geprägt, was sie umso gefährlicher im Kampf macht. Bevor man eine Ausbildung zum Paladin beginnt, muss man in der Regel einige Aufnahmeprüfungen durchlaufen, welche den Bewerber auf harte körperliche und auch geistige Proben stellen. Nach der auch hier nötigen Weihe führen sie in der Regel Aufträge im Namen der Hohepriester und ganz selten auch der Orakel aus und bewachen die Tempel. Desweiteren begleiten sie die Hohepriester oder auch das Orakel, wenn diese den Tempel verlassen.

    Verbote: Keine


    Magier werde ich mir bis heut abend überlegen. Hätte da schon eins, zwei Ideen. Soll ich da noch was zum Weiheritual oder Kriegerausbildung schreiben? Letztere findet halt in Kasernen/Kampfschulen statt.



    Charaktere:


    Karte der Welt und des Kaiserreiches:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Bastercall is offline

  2. #2 Reply With Quote
    Auserwählter Rasha's Avatar
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    Wer vermochte es schon, den Willen der Götter zu deuten? Jahrzehnte voller Leid, Nöten und Qualen waren vergangen, gefolgt von Hungerjahren. Doch dazwischen, wie konnte man es anders vermuten, hat es immer wieder Friedensphasen gegeben. Und doch nahmen die Götter am Kreislauf der Geschichte teil - weniger durch Wunder, sondern mehr durch die indirekte Beeinflussung. Alle 100 Jahre erwählten sie die 8 Orakel, und erfüllten diese mit Prophezeiungen. Natürlich wuchs ihr Einfluss nach und nach und selbst in den schwierigsten Zeiten fragten die Obersten der Länder um Rat. Und wie so oft wurden die Orakelsprüche in den Tempeln aufgezeichnet, in den alten Lagerräumen liegen sie in Pergamentpapier fein eingehüllt bis heute. Doch immer hatten sich die Prophezeiungen bewahrheitet und selbst die größten Kriege hatten sie überdauert. Helden kamen und gingen, Blut trocknete auf der heißen, kargen Erde zu großen braunen Flecken. Frieden wurde durch die Klingen hart erkauft und dennoch erstrahlten die scheinbar unüberwindbaren Mauern weiterhin, ständig dem Zenit der Zeiten trotzend. Doch es war nie nur der blanke, graue Stein, welcher die Stadt schützte - unsichtbare, machtvolle Runenmagie lag ebenfalls auf den Mauern. Die ersten der traditionell 5 Erzmagier hatten sie einst gewirkt und immer wieder waren in der Vergangenheit die Runen erneuert worden. Prachtvolle Zinnen aus Gold wurden durch mächtige Wachtürme immer wieder unterbrochen, welche - so sagte man zumindest immer - den größten Belagerungswaffen standhalten konnten. Und auch eines der prächtigen Doppelhaupttore der Stadt war durch die Mauern eingerahmt, stets durch Schussscharten und Wehrtürme bewacht.


    Die Kaiserstadt war voll von Menschen aller Herkunft, Reichen, Armen und Adligen. Ein bunter Knotenpunkt mit blühendem Handel, berauschenden Festen und geschickt angelegten Gärten. Natürlich gab es Viertel, manche waren nach den Ansässigen benannt, manche nach ihrer Ausrichtung und ihrem Zweck. Viel auffallender war jedoch deren Anordnung, denn während die Wohnviertel mehr zur gewaltigen Stadtmauer hin lagen, so schlossen diese dennoch einen Kreis um die Handels- und Handwerksviertel. Lediglich das Kaiserliche Viertel, in welchem neben dem Palast des Kaisers auch die Paladinen-Kaserne und der Tempel lagen, war noch einmal zusätzlich von einem Schutzwall umgeben.
    Erneut erfüllte das Licht der Morgendämmerung die ruhigen Straßen der Kaiserstadt. Die Dunkelheit der Nacht wich erneut zurück und das frühe Gackern der Hühner kündigte einen neuen Tag an. Eine leichte Brise warmen Sommerwinds wehte durch die noch verlassen wirkenden Straßen, spielte mit den grünen Blättern in Baumkronen und streichelte das Gras der fruchtbaren Gärten.




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    Dumpfer, tiefer Klang hallte durch den Raum, als ein Sendbote das Orakel und einige Hohepriester verließ, gefolgt von einem leisen Gemurmel. Merian hatte über seiner weiß gefärbten Binde die Stirn in leichte Falten gerunzelt, und irgendwo in seinem Hinterkopf war ihm klar, dass diese Nachricht nichts Gutes bedeuten konnte. Zumindest wenn er den politischen Hintergrund bedachte. Dieselbe Ansicht hatten wohl auch die Hohepriester im Raum, welche sich dann möglichst leise darum bemühten, zwei Paladine her zu beordern. Etwas besorgt seufzend streckte Merian nun seine Hand aus, um den Boden abzutasten, auf welcher er immer noch saß. Natürlich war seine Meditation durch dieses Ereignis unterbrochen worden und er würde wohl einige Sekunden brauchen, um wieder voll zur Besinnung zu kommen.

    Seine Fingerkuppen fuhren ganz langsam über etwas Hartes und Robustes, von Menschenhand in Form gegebenes. Trotz der runden und gleichmäßigen Form des Gegenstandes wußte Merian, dass dieser bearbeitet worden war, denn für gewöhnlich existierte solch eine Präzision weniger in der Natur. Mit einem leichten Ruck, welcher durch die Muskelstränge des Orakels fuhren, umschloss Merians Hand den hölzernen Gegenstand. Er würde seinen Taststab wohl auf dem Weg zum Kaiserpalast benötigen, wie sonst auch. Mit einer gewissen Leichtigkeit erhob sich Merian und die weiße Kapuzenrobe, sowie der weiße Umhang fielen dabei gen Boden. Eine leise Stimme drang an sein Ohr und der junge Mann drehte seinen Kopf nur ein wenig nach rechts, er spürte die Wärme auf seiner Haut und seine Haare glänzten silber in dem Sonnenlicht, welches von oben den Raum durchflutete. Nach und nach drangen schwere, dumpfe Klänge und leises, helles Klimpern an sein Ohr und Merian ahnte schon, was dies zu bedeuten hatte. Mit einem erneuten leisen Seufzer bewegte er sich mit langsamen Schritten und paralell dazu tastete er mit dem einfachen Holzstab auch den Boden vor sich ab. Das er auch gebeten wurde, den Paladinen zu folgen, tat Merian schweigend mit einem Kopfnicken ab. Überhaupt war er nicht gerade eine Person, aus welcher die Worte nahezu sprudelten, im Gegenteil, der junge Mann war sehr zurückgezogen und still.

    Eine sanfte Brise warmen Sommerwinds wehte Merian entgegen, als er mit seiner Eskorte aus dem Tempel und hinaus auf die etwas staubige Straße trat. Leise atmete er tief durch und genoss dabei in vollen Zügen diese wohlige Wärme auf seiner Haut. Der Geruch des Sommers lag in der Luft, vermischte sich mit dem Geruch nach Gewürzen und Essen, Vögel zwitscherten nicht weit über den Köpfen der kleinen Gruppe und das leise Durcheinanderrufen von Menschenstimmen war sogar im Kaiserviertel noch zu hören. Es war Wochenmarkt und Merian graute es davor, auch nur in die Nähe der Menschenmasse zu kommen. Aber soweit würde es zumindest erst einmal nicht kommen, denn zum Glück fand der Wochenmarkt im Handwerksviertel statt. Wieder einmal war der Junge Mann sogar etwas erfreut darüber, lediglich der Adel und die Reichsten der Stadt in der Regel einen Abstecher über das Kaiserviertel machten, um den Weg zu verkürzen. Die kleine Gruppe setzte sich in Bewegung, die zwei Paladine, welche als Begleitung fungierten, folgten Merian sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite. Es gab jedoch keine speziellen Riten, wo sie ihre Positionen beibehalten mussten und dem jungen Mann war dies doch ganz recht. Natürlich kamen sie etwas langsamer vorran, als sehende Menschen, aber die Paladine liesen Merian den Platz welchen er brauchte.

    Doch wie immer sorgte das Auftreten eines Orakels für Aufruhe unter der Bevölkerung und mittlerweile hatte sich sogar Merian an diese Situationen gewöhnt, auch wenn ihm immer noch etwas mulmig dabei im Magen war. Zum Einen wußte er zu gut um das Wirken seiner eigenen Position auf Umstehende, zum Anderen konnte man neben fragendem Gemurmel immer wieder den neuesten Klatsch und Tratsch vernehmen. Besonders die adeligen Herrschaften der Kaiserstadt schienen an dieser Beschäftigung große Freude zu hegen, denn auch dieses Mal hörte Merian unfreiwillig die neusten Gerüchte über Fremdgehen, neuste Kleidung und natürlich die am imposant aussehensten anstehenden Feierlichkeiten. Kaum merklich schüttelte der Blinde den Kopf, welchen er ganz sanft in die Richtung der Personen gedreht hatte und folgte weiter schweigend seinen Begleitern. Man konnte durchaus von Glück reden, wenn er von dem Klatsch und Tratsch verschont blieb.

    So langsam bemerkte Merian wie der Weg etwas anstieg und dennoch vermochte er es, ruhig weiter atmen zu können. Schritt für Schritt tastete er den vor sich liegenden Weg ab und nach einer Weile drang erneut eine Stimme an sein Ohr. Sie begrüßte ihn und seine Begleiter und dem leise Bitten, der Person zu folgen, leistete Merian Gehör. Auf einen Schlag wich die Sommerluft und das warme Gefühl auf seiner Haut einer weitaus kühleren, aber durchaus angenehmen Temperatur. Etwas zögernd stellte das Orakel fest, dass sich die Umgebung, in welcher sie sich befanden, offenbar verändert hatten. Der Duft von frisch blühenden Rosen, so schien es Merian zumindest vergleichen zu können, erfrischte seine Nase. Der staubige, aber doch etwas sanfter nachgebende Boden wurde durch etwas hartes, kaltklingendes - möglicherweiße Gestein - verdrängt. Auch das ansonsten unhörbare Aufklopfen seines Stabes war für Merian zu vernehmen und dies nicht nur für seine Hand. Doch nicht nur die eigenen Geräusche drangen an die empfindlichen Ohren des Blinden, sondern auch die seiner Begleiter. Das leise, etwas hallende Rascheln der Metalharnische war unüberhörbar und gab Merian zumindest eine vage Vorstellung davon, wie groß der Raum wohl sein mochte. Zumindest Hall zeugte oft von einer gewissen Weitläufigkeit der jeweiligen Umgebung. Aber eben genau diese Eigenschaft brachte ihm selbst immer wieder Schwierigkeiten ein.

    Merian hörte ein leises Quietschen und spürte einen größeren Windzug nicht weit vor sich und anschließend kündete die vor kurzem getroffene Person offenbar sein Kommen vor einer größeren Menge an - zumindest konnte das Orakel dies aus den Worten seines neuen Begleiters entnehmen. Ihm selbst strömte der Geruch von Früchten entgegen, vermischt mit Schweiß und körperlichen Gestank. Auch war die Luft bei weiten nicht mehr so frisch, wie in dem Raum davor - im Gegenteil, es war sogar sehr stickig. Das aufgeregte Gemurmel, in welchem sich Merian wieder fand, schien kein Ende zu nehmen und etwas verwirrt legte der Blinde die Stirn in Falten. Immer und immer wieder bewegte er den Kopf leicht in die Richtung der verschiedensten Gesprächsfetzen und auch seine Schritte wurden etwas unsicherer. Merian klammerte sich ein wenig an seinen Stab und war zumindest etwas beruhigter, als die Paladine ihm etwas Freiraum verschafften. Nicht weit vor sich vernahm er dann die Stimme des Sendboten, welchen er vor wenigen Minuten noch im Tempel begrüßt hatte. Er bat ihn, lediglich die Hand etwas auszustrecken und Merian tat wie geheißen. Langsam betastete er den Gegenstand in seiner Hand. Leicht war er und doch spürte er starke Unebenheiten, sogar Risse. Ein nasses, feuchtes Gefühl legte sich auf seine Finger und der Geruch von vermoderten Holz stieg in seine Nase.

    Doch da war noch etwas anderes, und es kam nicht von außerhalb. Eine wohlige Wärme stieg in dem Orakel auf und schien ihn einhüllen zu wollen. Ruhe breitete sich in ihm aus und Merian spürte, wie sich sein Herzschlag verlangsamte und seine Muskeln sich entspannten. Er wußte, was dies bedeutete und bat die Paladine etwas zur Seite zu treten. Er spürte, wie ihn etwas aus seinem Bewußtsein herausziehen wollte und doch war da diese Ruhe. Diese Gelassenheit. Merian spürte, wie ihn die Müdigkeit überkam und einhüllte. Alles begann sich von ihm zu entfernen, selbst das störende Gemurmel hörte er nur noch gedämpft.

    Er nahm nicht einmal mehr wahr, dass er wie von Geisterhand wenige Zentimeter über dem Boden zu schweben begann. Ein helles Glimmern ging von ihm aus, und selbst dies überstrahlte die vielen Kerzen und das einfallende Tageslicht mit Leichtigkeit. Merians Arme waren in einer in einer ausladenden, beschwörenden Geste etwas nach hinten geneigt und sein Kopf etwas nach oben gerichtet. Sein silbernes Haar schimmerte wie das hellste Mondlicht in der dunkelsten Stunde der Nacht.



    "Von Osten zieht ein Unheil auf. Sie zürnen und wappnen sich. Bereitet euch vor. Seid wachsam. Schlagt das Unheil, wo es hergekommen. Seid wachsam!"




    Die tiefe, etwas eintönige und doch verhauchte Stimme des Orakels durchschnitt die plötzliche Stille wie ein Schwert, welches in nackter Haut tiefe Wunden schlug. Es vergingen nur Sekunden, doch sie wirkten wie Stunden auf die Anwesenden, denn selbst als Merian wieder auf dem Boden ankam und etwas mitgenommen auf die Knie fiel, vernahm er nichts außer den rasselnden Atemgeräuschen der Anwesenden. Der blinde Mann atmete mehrmals tief durch, bevor er sich nach und nach wieder aufrappelte.

    Dann brach der Tumult los.....
    Rasha is offline

  3. #3 Reply With Quote
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    Tage zuvor....


    Das plätschern des Wassers war ein grausames Schlachtlied in seinen Ohren, eines jener Lieder die den besungenen für sein gnadenloses und unnachgiebiges Vorgehen gegen die Feinde lobte. Solche Lieder pflegten zumeist nicht die Qualen des Helden, seine Zweifel und sein Scheitern zu schildern. Es wäre ansonsten auch nicht allzu inspirierende Lieder gewesen. Jedoch gab es genug Volkserzählung über die Großen der Alten Zeit, erzählt in der Hoffnung das die Jugend nicht nach mehr strebte als gut für sie war und ebenfalls durch Schmerzen lernen mussten was die Alten schon wussten: Alles hatte seinen Preis. Und es gab immer jemanden der ihn zahlen würde oder ihn zahlen musste. Meistens waren es die, die sich nicht wehren konnten, welche unter die erbarmungslosen Räder der Karren und Kriegsmaschinen gerieten, die schon immer Macht besessen hatten. Viele sagten nur das Wasser sagte manche, wusste wie viel Tränen vergossen, wie viel Menschen geboren und gestorben waren. Es war immer dabei gewesen: Bei den Schlachten auf stürmischer See oder bei sengender Hitze in den Wüsten. Nicht oft hatten sich die Menschen um seinetwillen bekriegt und nichts kostbareres gab es für sie. Wasser machte den Menschen grausam, denn es sorgte dafür das er existierte und so klang in den Ohren des jungen Mannes der auf der Reling hockte das Wasser wie das Schlaflied eines Mörders. Nur beabsichtigte er nicht Schlafen zu gehen, auch wenn diese mondlose Nacht ansonsten verlockenden ruhig war.

    Knarrend stemmte sich der viel zu kleine Steg gegen das Gewicht des großen Kriegsschiffes das versuchte dort anzulegen. Hektisch liefen einige Männer hin und her und vertäuten das Schiff und holten die Segel ein. Der junge Mörder wartete geduldig. Dies war nicht seine Aufgabe. Die Seesoldaten waren hierfür zuständig, er für das kommende. Der Kapitän, ein ebenso junger Mann rief ihm zu das sie nun so weit wären, woraufhin der junge Mörder eilig das Schiff über den ausgelegten Steg verließ. Es dauerte einige Zeit bis er trotz seines zügigen Tempos das Dorf erreichte welches auf diesem kleinen Eiland lag. Auf dem Weg dorthin sah er nur zwei kleinere erbärmliche Hütten, vermutlich von den Fischern erbaut. Zielstrebig ging der junge Mörder auf das Gasthaus zu, das einzige noch erleuchtete Gebäude in dem kleinem Kaff, doch bevor er in den herausgetretenen Schein der Kerzen trat zog er sich seine Kapuze, die zur Ausrüstung eines jeden Assassinen gehörte tief ins Gesicht. Der Maske, die er trug würde zwar eine Identifikation unmöglich machen, aber die Sicherheit der Mission ging vor. Geistesabweisen überprüfte er nochmal den Sitz seiner zahlreichen Waffen und betrat dann das Wirtshaus, aus dem zu solch später Stunde nur noch angeregtes Gemurmel zu hören war.

    Als er die Tür lautstark hinter sich ins Schloss fallen ließ um sich der Aufmerksamkeit jedes Dorftrottels sicher zu sein wartete er einen Moment um den Leuten die ihn nun unverhohlen und zum größten Teil ängstlich anstarrten Zeit zu geben um Nachzudenken was er war und warum er da war. „Also“, erhob er seine Stimme, er schrie nicht sondern sprach mit einem insektenfressenden Ton, dem kaum einer zu widersprechen wagte. „Ich suche drei Männer. Sie sind ehemalige Seesoldaten und haben sich unerlaubt von der Truppe entfernt. Wir wissen das sie auf dieser Insel sind. Wer etwas gesehen hat kann es jetzt sagen und seine Strafe wird glimpflich sein. Wenn ich allerdings die Insel auf den Kopf stellen muss und dann erfahre das mir hier jemand etwas verschwiegen hat, demjenigen droht je nach schwere das Sklaven Mal oder ich exekutiere ihn auf der Stelle.“ Er wartete. Eine ganze Weile doch niemand meldete sich. Langsam wanderte sein Blick zu den einzelnen Gesichtern auf der Suche nach den verräterischen Zeichen von Verrat und Lügen. Nach einer kurzen Musterung aller beteiligten fasste er einen Entschluss: „Alle gehen jetzt nach Hause – Sofort.“ Niemand widersprach und nur das knarren der Stühle und das aufgehen der Tür verriet das der Raum blitzartig leer war. Nun waren noch zwei Personen Übrig. Der Wirt und soweit der junge Mörder es erkennen konnte seine Tochter zu mindestens würde das Alter passen wobei das bei diesen Insel Barbaren auch seine Frau sein könnte oder aber es wäre eine Sklavin, wofür diese Barbaren hier kein Geld haben würden. „Nun Wirt“, eröffnete er jetzt mit schneidender Stimme, „eine letzte Chance will ich dir geben: Sag mir wo sie sich verstecken und ich will dein Leben schonen und dir nur deine Zunge raus schneiden lassen.“ Auf der Stirn des angesprochenen bildeten sich Schweißperlen er sagte jedoch nichts, was den jungen Mörder verwirrte. Er überlegte Blitzschnell und fügte triumphierend zu seiner ersten Drohung hinzu:“ ich werde zudem deine Tochter in Sînails einem Herren zuführen lassen, ich denke sie wird mir ihren 16(?), Jahren einen guten Preis bringen und das Sklaven Mal würde sich gut auf ihrer Schulter machen.“ Das Gesicht des Wirtes erbleichte, seine Tochter brach in Tränen aus. Unter der Maske lächelte der junge Mörder. „Nun?“, hackte er nach. „Das letzte Haus in Richtung des Waldes dort haben sie sich versteckt. Bitte, bitte verschont meine Tochter.“, der Wirt sah jetzt aus als müsse er ebenfalls gleich weinen. Doch ohne sich noch einmal umzudrehen verließ der junge Mörder das Wirtshaus und machte sich auf seine Beute zu eliminieren. Um den Wirt würde er sich später noch kümmern.

    Bevor der das Haus betrat lockerte der junge Mörder seine Waffen in ihren Halterungen. Er wählte für die Arbeit hier vor Ort einen Dolch mit langer Schmaler klinge. Wie alle seine klingen war auch die des Dolches mit einer schwarzen Legierung gefertigt um bei Nacht nicht aufzufallen. Der junge Mörder tat einen tiefen Atemzug ehe er die Tür aufstieß und den völlig dunkeln Raum trat. Er schloss die Augen und lenkte seine Sinne auf das Gehör, welches ihm hier weitaus dienlicher war. Er lauschte für einige Sekunden in den Raum, kam zu dem Schluss das das Haus leer war, drehte sich zur Tür und sah noch wie diese wie von Geisterhand zufiel und dabei einen Runnenkreis schloss, den der junge Mörder als Sprengfalle identifizieren konnte. Ohne selbst richtig zu wissen was er tat, sprang er nach hinten, wobei er nicht weit kam, da ihn die Explosion heftig gegen die gegenüberliegende Wand schleuderte. Für ein kurzen Moment war ein freundliches Schwarz davor sein Sichtfeld und ihn zu verschlingen doch noch bevor das geschehen konnte schwang er sich schwankend und keuchend auf die Beinen, mit den Augen die sich neugeformten Schatten absuchend die aufgrund des Loches in der Hauswand entstanden waren. Seine Ohren klingelten immer noch vom Knall und waren daher erst einmal unbrauchbar sodass der junge Mörder sich ziemlich orientierungslos vorkam. Er verwarf grade den Gedanken daran das er Verstärkung rufen konnte schnell.Dies würde den Respekt den er sich gegenüber den Ihm unterstellten Seesoldaten gar nicht gut tun, eher noch seine Autorität unterwandern. Stattdessen bewegte er sich immer noch ein wenig ziellos aus dem Haus auf der Suche nach den Angreifern. Sie mussten sich hier ganz in der Nähe befinden, den die Runenbomben an der Tür mussten irgendwie gezündet worden sein. Sein Blick viel über die Häuser an der Straße. Ein kleiner Schuppen stach ihm dabei ins Augen. Er lag etwas abseits und man konnte nur seine düsteren Umrisse erkennen, die sich aus dem Schatten der Nach hoben. Den Ruf seines Instinktes folgend schlich er darauf zu, griff dabei in die Tasche und zog zwei kleine Runensteine hervor. Als er den Schuppen erreicht hatte trat er die Tür auf und warf die Runensteine in innere., Gleichzeitig ließ er sich auf den Boden fallen und keinen Moment später zischte Armbrustbolzen über ihn hinweg. Geschwind rappelte er sich auf und rannte hinter den Schuppen, keinen Moment später sah er ein grelles Licht und hörte schreie aus dem inneren des Schuppens. Ohne zu zögern sprang er an einen Dachbalken zog sich geschwind daran hoch und stand auf dem Dach nur um von dort aus in die Hütte hinein zu springen. Mit der Rechten zog er seine Waffe über die Kehle des ersten Mannes mit der Linken wehrte er einen unbeholfenen Schlag des zweiten ab. Die Blendgranaten hatten gute Arbeit geleistet. Der zweite Mann schrie auf als das Messer ihm die Kehle durchtrennte. Hastig sah sich der junge Mörder nach dem dritten Gegner um. Dieser hatte sich mit einer geladenen Armbrust bewaffnet und stand ihm jetzt gegenüber. Wohl platziert außerhalb der Reichweite des Mörders. Er lächelte. „Weißt du“, sagte er, „ich wollte schon immer einen von euch Bastarden töten.“ Der junge Mörder antwortete nicht. Er dachte fieberhaft nach was er tun könnte um die Situation zu meistern. Er verkrampfte die Zehen in seinem Stiefel, dann war plötzlich alles im Nebel verschwunden.
    Bastercall is offline

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