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    The Fallen  Emerahl's Avatar
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    Der Geist der jungen Frau erhebt sich von der Fensterbank und schwebt ein wenig auf die Magierin zu, hält jedoch außer Reichweite inne, die Hände in friedlicher Absicht erhoben.

    Die Magierin hört eine Stimme, sieht jedoch, dass der Geist die Lippen nicht bewegt. Es muss also nur in ihrem Kopf zu hören sein.

    "Habt keine Angst vor mir! Ich tue Euch nichts!" Die Stimme hält inne, vielleicht um zu warten, ob die Magierin sich beruhigt.

    "Euren Gefährten ist nichts geschehen, sie sind nur in einen tiefen Schlaf gefallen. Ich möchte Euch eine Geschichte erzählen, danach werde ich sie wieder aufwecken und es wird so sein, als wäre nichts geschehen."

    Erneut hält der Geist inne. Intensiv blickt er die junge Magierin an. Ein friedliches Gefühl ergreift die Magierin und so läßt sie es zu, dass der Geist spricht.

    Die Geschichte, die der Geist nun erzählt, deckte sich fast komplett mit der Geschichte des Alten Freddy, die Ashia schon in dem Gasthaus gehört hatte.

    Doch, was dann folgt, lässt Ashia ein Gefühl des Grauens verspüren:

    "Der Magister ist nicht wirklich tot. Er ist damals einen Pakt mit einem Dämon eingegangen, nur so konnte er uns besiegen. Sein Körper verging, doch sein Geist war mit seinem Haus in Entwick verbunden und so konnte er all die Jahre überleben. Seit dieser Zeit forscht er auch an einem Zauber, der es ihm erlaubt, wieder in unsere Welt zurück zu kehren. Und dieser Zeitpunkt ist nun nahe. Er ist auf der Suche nach dem Einen, der mächtig genug ist, seinen Geist in sich aufzunehmen. Doch gibt es eine Möglichkeit, ihn endgültig zu besiegen. Dafür brauche ich aber Euch. Eher gesagt Euren Körper. Lasst mich von Euch Besitz ergreifen und gemeinsam haben wir die Chance, den Magister endgültig zu besiegen. Denn in Euch schlummert große Macht. Fürchtet Euch nicht, Ihr seid dadurch keine Abscheulichkeit und sobald der Magister besiegt ist, werde ich Euren Körper wieder frei geben!"

    Der Geist verstummt und wartet nun Ashias Entscheidung ab.
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  2. #62 Reply With Quote
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    Der Dämon flüsterte seine süßen Worte und sie konnte nur zuhören. Ashia wehrte sich… wollte sich wehren, doch sie war machtlos und das machte sie wütend. Die Geschichte des Dämons stimmte mit der des alten Mannes überein und doch ließ ihre Aufmerksamkeit nicht nach, zumindest glaubte sie das. Mit jedem Wort wurde sie stärker in Sicherheit gewiegt und ihre Wachsamkeit nahm ab. Was konnte es schaden dem Dämon… nein dem Geist zuzuhören? Warum sollte sie nicht helfen? Helfen? Helfen!? Helfen!

    Ashia wurde plötzlich aus ihrer Trance gerissen und ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Was hätte sie beinah getan? Er wollte sie benutzen, von ihr Besitz ergreifen, sie zu einer Abscheulichkeit werden lassen… das würde sie nicht zulassen. Niemals! „Weicht von mir Dämon. Ich werde Euch nicht mehr zuhören.“ Glaubt niemals den Versprechungen eines Dämons. Lasst euch niemals auf einen Handel mit Dämonen ein. „Ihr seid kein Geist. Ein Geist würde niemals von einem anderen Wesen Besitz ergreifen wollen, egal aus welchem Grund. Ihr seid ein Dämon.“ Die Lehren des Zirkels und der Kirche waren eindeutig und die Elfe murmelte leise ein Gebet zum Erbauer vor sich hin. Ashia hatte natürlich mit Geistern zu, schließlich war sie eine Geistheilerin, doch Geister außerhalb des Nichts gab es nicht und wenn doch, dann wurden sie zu Dämonen. So hat es der Zirkel gelehrt und der Zirkel hatte immer Recht genauso wie die Kirche.

    Die Elfe erhob ihren Stab, auch wenn sie allein war und keine Magie wirken konnte, sie würde sich niemals kampflos einem Dämon ergeben.

    „Der Erbauer möge über uns wachen.“
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  3. #63 Reply With Quote
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    Der Geist schaut Ashia betroffen an.

    "Es tut mir leid, wenn ich Euch damit erschreckt habe, das wollte ich nicht." Der Geist weicht zurück an das Fenster.

    "Geht zur Alten Emmy und redet mit ihr! Und falls Ihr es Euch anders überlegt und doch meine Hilfe braucht, zerbrecht diesen Anhänger."

    Damit verschwindet der Geist, zurück bleibt nur eine silberne Kette mit einer Glasphiole, in ihrem Inneren eine Art grüner Rauch.

    Im selben Augenblick erwachen auch wieder Elsa, Lynara und Ser Griffin. Verwirrt blicken sie sich im Raum um.
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  4. #64 Reply With Quote
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    Elsas Kopf pochte schmerzend. Urplötzlich aus der Dunkelheit gerissen schlug sie die Augen mit einem Gefühl hundert Jahre geschlafen zu haben auf. Die Späherin setzte sich auf und rieb sich stöhnend den Kopf. „Was beim Erbauer war das?“ Die Müdigkeit fortblinzelnd schaute sie sich um. Alle anderen lagen am Boden. Alle bis auf Ashia. Diese stand mit einem kleinen Gegenstand in der Faust in der Mitte des Raumes, schaute entgeistert drein. Elsa erhob sich. Ihr Körper kribbelte wie nach einem langen, langen Schlaf. „Herrje, was ist passiert? Hab ich mich etwa an einer Spindel gestochen?“
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  5. #65 Reply With Quote
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    Mal aus Val Royeaux rauszukommen war ja ganz schön, dennoch war sich Ser Edward nicht ganz sicher ob er Kirkwall als eine willkommene Abwechslung sehen sollte. Sicher die Stadt hatte vermutlich ihre schönen Ecken, aber größtenteils schimmerte überall diese Tevinter "Sklavenumschlagsplatz"-Architektur durch. Bauten und Formen die einst dazu da gewesen waren Sklaven einzuschüchtern, jetzt aber da die Stadt mit dem Licht des Erbauers erfüllt waren seltsam deplatziert wirkten Auch die Galgenburg wo der Zirkel untergebracht war, war kein Vergleich zum Weißen Turm. Dieser strahlte Imposanz und Herrlichkeit aus, während die Galgenburg nur ein umfunktioniertes Gefängnis war. Das machte vermutlich die Kontrolle einfacher, aber Ser Edward hatte gemerkt das sich Magier eher mit dem Verlust der Bewegungsfreiheit abfanden wenn ihre Umgebung nicht den Eindruck eines Käfigs machte. Wie auch immer er hatte seinen Auftrag erfüllt und die Order vom Großmeister an die hiesige Kommandantin überbracht. Kommandantin Meredith hatte bei dem Templer auch gemischte Gefühle hinterlassen, über alle Maßen pflichtbewusst und wachsam, aber vom menschlichen Standpunkt aus nicht sehr angenehm. Unter ihr zu dienen war vermutlich auch kein Zuckerschlecken. Allerdings hatte sie in Kirkwall auch alle Hände voll zu tun, wie ihm ein paar Ordensbrüder erzählt hatten waren sie ständig damit beschäftigt, sich um entflohene Magier zu kümmern, nach Blutmagie Ausschau zu halten oder die Unterstadt zu durchkämmen. Um das Umland von Kirkwall konnten sie sich fast nur sporadisch kümmern. Einer seiner Brüder hatte ihm von Gerüchten erzählt die immer wieder aus dem Umland eintrafen, allerdings hatten sie keine Zeit solchen Geschichten nachzugehen, während wirkliche Bedrohungen sie in Beschlag nahmen.

    Ser Edward hatte beschlossen der Quelle dieser Gerüchte auf den Grund zu gehen, immerhin war dies seine Pflicht als Templer, außerdem würde es noch zwei Wochen dauern bis ihn ein Schiff nach Val Royeaux zurück brachte. Noch etwas was nicht für Kirkwall sprach, aber wenn er schon so lange festsaß konnte er die Zeit auch im Dienst des Erbauers verbringen. Nach einem längeren Ritt war er in einem Gasthaus eingekehrt, wo er sich ein wenig umgehört hatte. Neben dem üblichen Interiereur aus Betrunkenen, Zechern und Gesindel war er auf einen alten Mann gestoßen. Der Alte Freddy schien allerdings über achtzig, halbblind und war vermutlich nicht mehr ganz frisch im Kopf. Auf jedenfall legte dies seine Geschichte nahe. Das hier einst Tevinter geherrscht hatte regte oft die Fantasie an, aber zwei Frauen die einen Dämon riefen um einen Magister zu bekämpfen. Das klang wirklich weit hergeholt. Wenn der Orden wegen so etwas benachrichtigt worden war konnte er verstehen das niemand den nachgegangen war. Zwar gab es oft konkrete Hinweise in den Erzählungen der Menschen, aber zum Größtenteil war es nur heiße Luft. So wie damals als er die wiederkehrenden nächtlichen Geräusche in einem Restaurant in Val Royeaux nachgehen musste. Die geisterhaften Geräusche hatten sich in Wirklichkeit als ein Haufen Frösche herausgestellt die aus der Speisekammer entwischt worden waren und den Dachboden bevölkert hatten. Und lebende Zutaten einzufangen war nicht Aufgabe des Ordens.
    "Nun eure Geschichte ist wirklich..vollkommener Unsinn.. interessant. Ich werde der Sache nachgehen und Nachforschungen anstellen.", sagte er mit sachlichem Tonfall nachdem der alte geendet hatte. Dann erhob er sich um etwas zu trinken zu holen. In Wirklichkeit war es Zeitverschwendung so einem Ammenmärchen nachzugehen, aber wenn der Mann glaubte das sich die Templer darum kümmerten würde der Alte sich zumindestens besser fühlen.
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  6. #66 Reply With Quote
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    Alles war schneller vorbei als sie dachte. Der Dämon verschwand genauso so schnell wie er erschienen war und es kam nicht einmal zum Kampf. Ashia war erleichtert, denn sie zweifelte, dass sie es allein gegen dieses Wesen hätte aufnehmen können. Jedoch war sie verwundert, dass der Dämon so einfach aufgab. War es doch ein Geist? Nein, kein Geist würde von einer sterblichen Person Besitz ergreifen wollen. Sie musste es wissen, denn sie hatte als Geistheilerin schon genug mit den Geistern des Nichts zu tun gehabt.

    Sie entspannte sich als ihre Begleiter langsam aufwachten und sich erhoben. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie etwas in ihren Händen hielt. Es war eine kleine Glasphiole, die sich an einer silbernen Kette befand, und in der grüner Rauch zu sehen war. Ashia schauderte und drückte die Phiole Ser Griffin in die Hand. „Bewahrt das bitte auf. Ich habe das gefunden nachdem ihr das Bewusstsein verloren habt. Ich kann allerdings nicht sagen, was es ist… zumindest nicht ohne genaue Untersuchung.“ Die Magierin hatte keine Ahnung wie es in ihren Händen landen konnte, doch sie war sich sicher, dass es von diesem Dämon kam und damit wollte sie nichts zu tun haben. Hoffentlich verlangte Ser Griffin von ihr nicht es näher zu untersuchen. Während sie fast alles tun würde um ihren Wissensdurst zu stillen, so würde sie sich niemals freiwillig einer Gefahr aussetzen und diese Phiole machte sie unbehaglich.

    Die Elfe hörte die Frage der Menschenfrau. „Es sieht so aus, dass die Geschichte des alten Mannes stimmte, zumindest teilweise. Irgendwas ist hier…“, sie pausierte kurz, „… oder war hier… Etwas aus dem Nichts und dieses etwas hat Euch und die anderen überwältigt. Ich wurde von dieser Magie nur verschont weil ich selbst eine Magierin bin. Magier reagieren anders auf solche Dinge als Nicht-Magier.“ Ashia hielt es für besser ihre Begegnung mit dem Dämon für sich zu behalten. Zumindest vorerst. Sobald man Dämonen nur erwähnte verloren viele jeglichen Verstand und sie hatte kein Interesse daran mit einem Schwert im Rücken zu enden.

    Erst jetzt bemerkte sie, dass die Zwergin sich nicht erhoben hatte und sie runzelte die Stirn. „Merkwürdig“, murmelte sie als sie Lynara studierte. Wieso war sie nicht wie die Anderen erwacht? Lag es daran, dass sie eine Zwergin war? Nein, Ser Griffin war auch ein Zwerg und er stand neben ihr. Das leichte senken des Brustkorbes zeigte, dass sie noch am Leben war.

    Hatte der Dämon von Lynara Besitz ergriffen? Nein, das war unmöglich. Zwerge hatten keinerlei Verbindung zum Nichts und deswegen gab es keine Magier unter ihnen. Jedoch… Ashia erinnerte sich, dass es durchaus möglich war, dass Dämonen auch von Nicht-Magiern Besitz ergreifen konnten. Natürlich war es nicht so einfach wie man vielleicht denkt. Die Kirche hielt dieses Wissen unter strengen Verschluss und nur auserwählte Magier und Templer hatten Zugang zu diesem Wissen. Doch Ashia hatte ihre Wege an Informationen zu gelangen, die sie normalerweise nie bekommen würde. Der zuständige Magier in ihrem Zirkel hatte keine Chance ihrem Charme zu wiederstehen.

    Es wäre natürlich auch möglich, dass die Seele von Lynara noch im Nichts gefangen war. Aber auch hier wäre es fast unmöglich, da Zwerge nicht träumen und somit keine Verbindung zum Nichts haben. Doch bei Dämonen konnte man nie wissen und sie hatte keine Ahnung welche Magie hier verwendet wurde. Zwerge sind nicht immun gegen Magie, wie viele glauben, sie haben nur eine sehr hohe Resistenz.

    Egal was es war, ihr Forschungsdrang war geweckt. Ihre Augen glitzerten als sie an die Möglichkeiten dachte, die vor ihr lagen. Würde sie die Erlaubnis erhalten Lynara zu untersuchen? Wie könnte sie Ser Griffin davon überzeugen? Diese Gelegenheit konnte sie sich nicht entgehen lassen. Doch sie musste vorsichtig vorgehen um keinen Verdacht zu erregen. Zum Glück hatte sie ihre Begegnung mit dem Dämon nicht erwähnt. „Ser Griffin“, schnurrte sie leise, „Lynara ist nicht erwacht und ich befürchte das Schlimmste. Vielleicht sollte ich“, sie neigte den Kopf respektvoll, „die arme Frau untersuchen um zu sehen was ihr fehlt. Im Moment kann ich leider nichts Genaues sagen. Das Einzige, was ich sagen kann ist, dass dieser Schlaf unnatürlich ist.“ Ashia blickte sich um und unterdrückte ein Schaudern. „Mein Vorschlag wäre, und es ist nur ein Vorschlag da Ihr unser Befehlshaber seid und ich folge Euren Befehl gehorsam, Lynara zurück ins Gasthaus zu bringen. Der Schleier hier ist viel zu dünn und es wäre nicht ratsam länger zu verweilen.“

    Ashia hoffte, dass Ser Griffin ihr zustimmte und es kostete sie viel Mühe ihre Vorfreude auf die mögliche Untersuchung zu unterdrücken. Sie schickte ein stilles Gebet zum Erbauer, dass Ser Griffin ihr es erlaubte. Zum Glück war kein Templer anwesend, denn das würde die Sache nur verkomplizieren.
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  7. #67 Reply With Quote
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    Ser Griffin hört sich Ashias Äußerungen an, dabei betrachtet er sie. Der Blick ist so intensiv, dass Ashia ein Kribbeln verspürt. Es ist, als könne er bis in ihr Innerstes sehen, als hätte er ihre Gedanken gelesen und wüsste jetzt das, was sie verschweigt. Dann bricht die Verbindung ab.

    Ser Griffin beugt sich über Lynara und runzelt die Stirn. „Ser Griffin, Lynara ist nicht erwacht und ich befürchte das Schlimmste. Vielleicht sollte ich die arme Frau untersuchen um zu sehen was ihr fehlt. Im Moment kann ich leider nichts Genaues sagen. Das Einzige, was ich sagen kann ist, dass dieser Schlaf unnatürlich ist.“ Mit samtiger Stimme bat Ashia um die Erlaubnis. "Vor etlichen hundert Jahren gab es einen Fall, als ein Zwerg bei einer Begegnung mit einem Dämon ebenfalls in einen tiefen Schlafzustand gefallen war und nicht mehr daraus erwachte." Er sprach wie zu sich selbst. „Mein Vorschlag wäre, und es ist nur ein Vorschlag da Ihr unser Befehlshaber seid und ich folge Euren Befehl gehorsam, Lynara zurück ins Gasthaus zu bringen. Der Schleier hier ist viel zu dünn und es wäre nicht ratsam länger zu verweilen.“ Die Magierin klingt unterwürfig in Ser Griffins Ohren. Er nickt kurz und bittet die beiden Frauen um Hilfe.

    Nachdem sie Lynara in die Kutsche geschafft haben, fahren sie zum Gasthaus, als wäre der Erzdämon persönlich hinter ihnen her. So ist die Truppe auch schneller zurück im Gasthaus, wie sie zum Haus benötigt haben. Ser Griffin eilt zur Tür, um den Wirt zur Unterstützung zu holen, als sein Blick auf den Templer sitzt, der dort am Tisch sitzt, an dem vor Kurzem noch die Vierergruppe gesessen hat.

    "Templer! Kommt und helft mir!" Der Ton Ser Griffins lässt keine Widerrede zu.

    Als der Templer aufblickt, fällt sein Blick auf das Symbol, das Ser Griffins Kleidung prangt.

    [Bild: Chantry_symbol_eye.png]
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  8. #68 Reply With Quote
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    Es war aber auch allzu typisch. Gerade hatte man sich hingesetzt um sich von der bisherigen Reise ein wenig auszuruhen, schon begann der Ärger durch die Tür zu treten. Auf jedenfall vermutete Ser Edward Ärger, denn allein die Tatsache das ihn jemand mit "Templer" im Befehlston ansprach war kein gutes Zeichen. Die Quelle des Befehls war ein Zwerg der zugegebenermaßen einen ordentlichen Befehlston besaß und gerade durch die Tür trat. Was den Templer aber mehr überraschte als ein Zwerg mit harschem Tonfall war das Symbol welches auf dessen Kleidung prangte. Es war ein Auge umgeben von der andrastischen Sonne, das Symbol des Ordens der Sucher. Er hatte schon von den Suchern gehört, immerhin hatten diese ihr Hauptquartier in Val Royeaux, aber gesehen hatte er noch keinen, worüber er froh war. Normalerweise tauchte diese nur auf wenn es irgendwo zu Misständen gekommen waren oder sich Templer etwas zu Schulden zu kommen lassen hatten. Sie waren eine Art Dienstaufsicht des Templerordens und bedeuteten normalerweise Ärger. Dementsprechend waren sie beim Templerorden nur ungern gesehene Gäste. Ser Edward sah ein das auch jemand die Templer kontrollieren musste, macht brachte immer Missbrauch mit sich, aber wer kontrollierte eigentlich die Sucher ?

    Neben der Tatsache einen Sucher in den Marschen zu sehen, überraschte ihn die Tatsache das ein Zwerg scheinbar in diesem Orden war. Sowohl in den Rängen der Templer, als auch in der Kirche selbst fand man keine Zwerge vor, um so mehr überraschte ihn die Anwesenheit in einem der wichtigsten Kirchenorden. Andererseits wusste er nur sehr wenig über die Sucher, wer wusste schon nach welchen Kriterien sie jemanden aussuchten. Die Grauen Wächter nahmen ja auch jeden auf. er bezweifelte das ihm Ärger blühte, immerhin war er kein Angehöriger des örtlichen Templerordens, dennoch betrachtete er die Ankunft des Suchers mit einem gewissen Argwohn. Das würde vermutlich Ärger geben. Dennoch war ihm dieser Zwerg dort im Türrahmen vorgesetzt und da für Edward die pflicht an erster Stelle stand, überwand er seinen leichten Widerwillen und ging zu dem Zwerg. Kurz vor ihm blieb er stehen.
    "Ihr habt nach mir herufen Hoher Sucher ? Ich bin Ser Edward, wobei soll ich euch helfen ?", fragte er höflich aber distanziert.
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  9. #69 Reply With Quote
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    Mit der betäubten Zwergin im Schlepptau und noch immer etwas groggy erreichte Elsa die Taverne. Was dort in der Hütte passiert war hatte sie sowohl beunruhigt als auch von Grund auf verwirrt. Ihre Abneigung gegen alles Magische war soeben gestiegen und mittlerweile fragte sich die Bogenschützin, warum sie den Suchern überhaupt noch beitreten sollte. Doch sie war ein Soldat! Und Soldaten befolgten Befehle! Ihr derzeitiger Befehl trieb sie dem Erbauer sei Dank zurück zur Taverne und als sie sie erreicht hatten, saß sie erleichtert ab. Sie wollte dieses Erlebnis nur noch hinter sich lassen. Zusammen mit ihrer Gruppe aus wachen und schlafenden Zwergen und einer Elfe betrat sie den Schankraum der sich seit ihrem letzten Besuch kaum verändert hatte. Zu dem Klientel war lediglich ein Templer gestoßen, ein Anblick der Elsa angesichts der schicksalsverändernden Begegnungen der letzten Tage nicht geheuer und doch irgendwie beruhigend war. Was gab es Besseres gegen Magie als einen Templer? Also verdrängte die Freude eines Kirchenkriegers die Sorge vor den Fängen des Schicksals als der Templer, gerufen von Ser Griffin, zu ihnen trat und sich vorstellte. Man musste kein Diplomat sein um die Feindseligkeit zu spüren, die in den Worten und Gesten des Templers mitschwangen. Aber wie Elsa war er ein Soldat. Und Soldaten befolgten Befehle…
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  10. #70 Reply With Quote
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    Ashia hatte das Gefühl, dass Ser Griffin in ihre Seele blickte als sie seinen durchdringenden Blick auf sich sah, nein sie spürte ihn. Was war dieses Gefühl, dass sie umgab, ihr die Luft nahm? Wusste er, dass sie etwas verschwiegen hatte? Waren das die Fähigkeiten der Sucher? Die Elfe schluckte und hoffte, dass ihr Schweigen keine unangenehmen Folgen nach sich zog.

    "Vor etlichen hundert Jahren gab es einen Fall, als ein Zwerg bei einer Begegnung mit einem Dämon ebenfalls in einen tiefen Schlafzustand gefallen war und nicht mehr daraus erwachte."

    Ser Griffin murmelte dies vor sich hin und ihre Augen weiteten sich als ihr Gehirn das Gesagte registrierte. Sie wusste nicht, ob sie es hören sollte oder nicht, doch sie hatte es gehört und schluckte in schlimmer Vorahnung, dass er doch wusste, dass sie etwas verschwiegen hatte. Die junge Frau öffnete den Mund um ihn nach Einzelheiten zu befragen, doch schloss ihn gleich wieder als ihr bewusst wurde, dass dies nicht der richtige Zeitpunkt war und sie ihre Neugierde zügeln sollte.

    Gehorsam half sie Lynara in die Kutsche zu bringen und fluchte innerlich wie anstrengend es war. Dass die Zwergin ihre Rüstung trug, machte es nicht leichter und Ashia wurde wieder bewusst, wie schwach Magier waren. Während der Fahrt zurück zum Gasthaus sprach niemand ein Wort und die Elfe war froh darüber. Es gab ihr Zeit die Zwergin eingehend zu studieren und zu planen, wie sie weiter vorgehen soll.

    Endlich kamen sie an und Ashia folgte ihrem Anführer schweigend ins Gasthaus. Ein kurzer Blick genügte um ihr zu zeigen, dass die Gaststube noch gut gefüllt war. Erleichtert atmete sie auf als Ser Griffin Hilfe suchte. Sie war froh Lynara nicht mehr tragen zu müssen. Doch ihre Freude stoppte sofort als sie sah wen Ser Griffin um Hilfe gebeten hatte.

    Ein Templer!

    Langsam und vorsichtig trat sie zurück und hoffte, dass der Templer sie nicht bemerkt hatte. Ashia hatte nicht so viele Vorbehalte gegenüber Templern wie andere Magier, doch sie war nicht dumm und wusste, wie schnell und erbarmungslos Templer einen Magier niederstrecken konnten. Templer waren Menschen und hatten ihre Schwächen und Stärken wie jeder andere Mensch oder Zwerg oder Elf auch. Ashia hatte mehr oder weniger intime Beziehungen zu Templern, doch diese bauten nie auf Gefühlen auf sondern dienten ihr nur dazu ihren Traum zu verwirklichen. Sie wollte frei sein, wie jeder andere auch, doch sie hatte kein Interesse daran als Abtrünnige zu leben. Und um als Magier frei zu sein benötigte man Wissen darüber was man kann und was man lieber bleiben lassen sollte. Nicht zu vergessen, dass sie viele Dinge erfuhr, die anderen Magiern vorenthalten wurden. Ihr Wissensdrang war ihre Stärke, aber auch ihre Schwäche.

    Neugierig musterte sie den Templer. Es war viel zu früh einschätzen zu können, zu welcher Sorte Mensch er gehörte. Wusste sie erst einmal was für ein Mensch er war, dann wusste sie auch was für ein Templer er war und, was besonders wichtig war, was er für sie tun kann und was nicht. Ashia schüttelte über ihre Gedanken innerlich den Kopf. Er war nur ein Templer, der Ser Griffin kurz aushalf, und es gab nichts worüber sie sich Gedanken machen sollte. Mit etwas Glück bemerkte er sie nicht und zog wieder seines Weges ohne dass es zu einer Begegnung zwischen ihr und ihm kam.
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  11. #71 Reply With Quote
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    Kurz nach dem Ser Edward den Zwerg nach seinen Befehlen gefragt hatte, traten zwei weitere Personen, beziehungsweise drei, wobei die eine Person eine schwarzhaarige Zwergin in voller Rüstung getragen wurde. Die Trägerinnen waren eine blonde Menschenfrau in Lederrüstung mit Dolch und Bogen ausgerüstet, die andere eine zierliche blonde Elfe die eindeutig nicht zum Tragen einer Zwergin gebaut war. Viel mehr viel dem Templer allerdings die Robe des Zirkels auf in die sich die Elfe gewandet hatte. Als sie ihn erblickte trat sie einen Schritt zurück wohl hoffend das er sie nicht erblickt hatte. Manche Magier benahmen sich so als ob die Templer Maferath höchstpersönlich wären und ihnen bei nächster Gelegenheit den Kopf von den Schultern schlagen würde. Tatsächlich fragte sich Ser Edward was eine Zirkelmagierin soweit außerhalb des Zirkels machte, vor allem bei Kirkwall, welches nicht umbedingt für seine große Freizügigkeit gegenüber Magiern bekannt war. Zunächst musste er diese Frage jedoch unausgesprochen im Raum stehen lassen, denn wie zu erwarten forderte der zwergische Sucher das er den beiden Damen unter die Arme griff. Zusammen brachten sie die bewusstlose Zwergin in eines von dem Wirt bereitgestelltes Zimmer, welches leider im ersten Stock lag. Eine Zwergin in voller Rüstung wog leider genauso viel wie man dachte. Nachdem sie die regungslose Zwergin in das Bett gelegt hatten begaben sie sich wieder zurück in den Schankraum. Während er die Treppen hinunterging, dachte Ser Edward nach der Schlaf der Zwergin war ihm unnatürlich vorgekommen, sofern es überhaupt ein Schlaf war. Sucher, eine Zirkelmagierin die ganze Sache kam ihm ziemlich antivanisch vor.

    Unten angekommen wandte er sich an die beiden Frauen, wobei er zunächst die blonde Frau ansprach, während die Elfe noch zu überlegen schien ob er sie jetzt gleich an den Haaren in den Zirkel zerren würde oder ähnliches.
    "Entschuldigt die Dame, Ser Edward Plantagenet ist mein Name. Hättet ihr vielleicht die Güte mich aufzuklären was hier passiert ist und was eurer Begleiterin widerfahren ist ?, erkundigte er sich höflich. "Oder ist das so eine Geschichte wo ich besser direkt die Magierin befragen sollte ?", fügte er mit einem kurzen skeptischen Seitenblick auf die Elfe hinzu, bevor er sich wieder der Frau mit den Bogen zuwandte.
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  12. #72 Reply With Quote
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    Elsa lehnte sich auf den Tresen, rückte die Dolche an ihrem Gürtel zurecht und befreite ihren kleinen Goldbeutel aus der Tasche, fummelte zwei Bronzemünzen hervor und legte sie auf die Oberfläche. Sie nahm eine der Münzen zwischen Zeige- und Mittelfinger und klopfte damit auf das Holz. Der Klang von Edelmetall brachte sofort den Wirt auf den Plan. „Ale bitte!“ Der Wirt wackelte davon und brachte das gewünschte Getränk. Ihr unfreiwilliger Schlaf hatte die Bogenschützin mit Durst erfüllt sodass sie den Literbecher zur Hälfte leerte ohne abzusetzen. Gerade als sie sich mit dem Handrücken den Schaumbart von der Oberlippe wischte trat der Templer an sie heran, den sie schon bei dem Zwerg bemerkt hatte. Er stellte sich vor und fragte neugierig nach dem Zustand Lynaras. Elsa hielt es für angebracht sich ebenfalls vorzustellen ehe sie antwortete: „Elsa!“, sagte sie knapp und hielt dem Gottesstreiter die behandschuhte Hand hin. Dieser schaute einen Moment verwundert drein, drückte sie dann jedoch. „Was jedoch das andere angeht, das übersteigt sowohl meinen Rang als auch mein Verständnis. Und selbst wenn ich Euch etwas sagen könnte weiß ich nicht, ob ich es würde, Ser. Immerhin scheint ja sogar unser Kommandant Euch im Unklaren zu lassen.“ Sie zuckte desinteressiert die Achseln. „Ich bin nur eine normale Soldatin.“
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  13. #73 Reply With Quote
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    Trotz Hilfe von dem Templer war es immer noch anstrengend genug die Zwergin die Treppe hochzutragen. Nachdem sie Lynara vorsichtig aufs Bett gelegt hatten, begaben sich alle zurück in den Schankraum. Die Elfe blicke ein wenig wehmütig zurück, denn sie würde lieber die Zwergin untersuchen als Gespräche zu führen. Vor allem da sie sich jetzt sicher war, dass der Templer wusste, was sie war und seine Blicke, die er auf sie richtete, gefielen ihr ganz und gar nicht.

    Sicherheitshalber trat sie näher zu Ser Griffin. Wenn jemand den Templer unter Kontrolle halten konnte, dann war er es. Immerhin haben die Sucher eine höhere Stellung in der Kirche als Templer. Nur nebenbei verfolgte sie das Gespräch zwischen Elsa und dem Templer. Sie stellte sich aufrecht hin als der Templer, Ser Edward, seine Frage stellte. „Das ist eine Frage, die ich nicht ohne Erlaubnis unseres Anführers, dem Sucher Ser Griffin, beantworten kann.“ Sie betonte ihren Satz gekonnt in der Hoffnung, dass der Templer sofort begriff, dass er hier keine Macht über sie hatte.
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  14. #74 Reply With Quote
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    Ser Griffin mischt sich in das Gespräch ein und berichtet dem Templer von dem merkwürdigen Geschehen in dem Haus. Darüber hinaus informiert er den Templer, dass die drei Damen Sucheranwärter wären und er somit keinerlei Ansprüche an die Magierin stellen könne.

    "Nun wisst Ihr, was mit der Zwergin Belquas geschehen ist. Dies darf uns aber nicht von unserer eigentlichen Aufgabe abhalten." Damit blickt er seine übrig gebliebenen Begleiterinnen an.

    "Wir können uns jetzt nicht darum kümmern, die Zwergin aus dem Nichts zu befreien. Dafür fehlt uns die Zeit und die notwendige Ausrüstung. Unser eigentliches Ziel war das Dorf Entwick. Dorthin müssen wir schleunigst reisen. Denn je länger wir warten, desto geringer wird die Hoffnung, die verschwundenen Personen zu finden."

    Er wendet sich an den Templer: "Ihr seid nicht aus Kirkwall, sonst würde ich Euch kennen. Sagt, habt Ihr von den Geschehnissen in Entwick gehört? Nein? Nun, dann will ich Euch erzählen, was in Entwick geschehen ist.

    In den letzten Nächten 10 Personen aus dem verschlafenen Dörfchen Entwick verschwunden. Es gibt bis dato keine Hinweise auf die Entführer, und die Templer aus Kirkwall tappen völlig im Dunkeln. Bisher haben sie nichts heraus gefunden. Wir haben Zeichnungen, die aus den Häusern der Entführungsopfer stammen." Ser Griffin zieht eines der Bilder heraus, dass auch schon die anderen kennen.

    "Wir wissen, dass die Symbole mit Blut an die Wand gemalt wurden. Soldatin Alighieri hat einige als Wappen identifiziert, allerdings keines von uns bekannten Häuser. Wahrscheinlich ist auch Blutmagie im Spiel, weswegen wir eine Magierin an unserer Seite haben. Ihr erhaltet jetzt die einmalige Chance, gemeinsam mit den Suchern zu ermittlen. Solltet Ihr Euch für uns entscheiden und Euch gut schlagen, werde ich der Obersten Sucherin von Euch berichten und ein gutes Wort einlegen, damit Ihr ebenfalls die Chance erhaltet, uns beizutreten so Ihr es wünscht."
    Emerahl is offline
  15. #75 Reply With Quote
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    Die junge Frau beantwortete Ser Edwards Frage mit einer Mischung aus Unwissenheit und Unwillen, während die Magierin sich gänzlich unkooperativ verhielt und auf den Zwerg verwies. Der Templer hob auf die Entgegnung der Elfe nur kurz abschätzig eine Braue und wandte sich dann wieder dem Sucher-Zwerg zu. Dieser begann nun dem Ritter von den bisherigen Ereignissen und Erlebnissen hier zu erzählen. Äußerst sonderbar, eine Zwergin die trotz der hohen Magieresistenz ihrer Rasse scheinbar mit irgendeinem Bann belegt worden war. Das stank geradezu nach Dämonen und anderen Teufeleien. Was ihn jedoch verwunderte, oder viel mehr beschäftigte war das der Orden hier in Kirkwall scheinbar nicht sehr gründlich untersucht hatte. Scheinbar nahm die Kontrolle von Kirkwall doch mehr Männer in Beschlag als gut war. Die Ereignisse hier in Entwick von denen der Sucher erzählte klangen eindeutig nach einer Sache um die sich der Orden kümmern sollte. Nun jetzt kümmerte sich ein Orden darum, auch wenn außer dem Zwerg sicher keiner der Anwesenden hier ein Sucher war.

    Ser Edward besah sich die Zeichen die in den Häusern der Entführten an. Alle waren mit Blut an die Wand gemalt worden. Entweder eine Warnung oder teil eines obskuren Ritus. Da eine Warnung jedoch auch an jemanden gerichtet sein musste, war letzteres wahrscheinlicher. Nachdenklich betrachtete er die Wappen und dann den Zwerg. Er hatte noch nie mit den Suchern zusammengearbeitet und die Option einer von ihnen zu werden hatte er bisher nie in Erwägung gezogen. Die Sucher rekrutierten sich für gewöhnlich aus den obersten Rängen des Templerordens und seinen verdienstvollsten Rittern. Er sah kurz zu den beiden Frauen, die ebenfalls am Tisch standen. "Nun vielleicht haben sie ja Personalmangel.", dachte er beim Anblick der Anwärterinnen und wandte sich wieder den Wappen zu. Oder das Rekrutierungsfeld der Sucher war größer als man allgemein dachte. Er hatte Geschichten von der Ausbildung gehört und fragte sich ob die beiden eine Ahnung hatte was sie erwartete, vor allem die Magierin. Andererseits hatte er vermutlich auch kaum fundiertes Wissen über die tatsächliche Ausbildung. Wie der Beitritt der Grauen Wächter war dies eines der Geheimnisse von Thedas. Sucher hin oder her, hier war eindeutig Böses am Werk und als Templer hatte er geschworen die Menschen zu verteidigen. Er würde den Suchern helfen und falls ihm das tatsächlich neue Möglichkeiten eröffnete konnte er sich immer noch entscheiden wenn es so weit war. Eines dieser Wappen kam ihm sogar bekannt vor. Er hatte es schon einmal gesehen auch wenn er sich nicht sicher was es genau bedeutete.
    "Nun ich werde mein Möglichstes tun euch zu helfen diesem Treiben ein Ende zu setzen.", antwortete er Ser Griffin und betrachtete dabei dieses verdammte Wappen. Wo hatte er das nochmal gesehen, in irgendeinem Buch über.. welches Land nochmal ?
    "Dieses Wappen dort stammt aus Tevinter.", sagte er mit Nachdruck und verwies auf das entsprechende Symbol. "Ich weiß allerdings nicht mehr von welchem Haus, es stammt aber definitiv aus dem Imperium.", bekräftigte er seine Aussage. Es ärgerte ihn ein wenig das er nicht mehr wusste woher genau, aber als Templer beschäftigte man sich nicht sehr mit der Gesellschaft von Tevinter. Sowas war eher Sache der Magier, wobei Bücher aus Tevinter oft nur unter Vorbehalt für diese zugänglich waren. Dennoch der Weiße Turm war das Hauptquartier des Templerordens und barg eine der größten Bibliotheken von Südthedas.
    "Falls wir es tatsächlich mit Blutmagie zu tun haben, ist dies nicht verwunderlich. Abtrünnige Magier die diese Praktizieren hegen oft eine Bewunderung für alles was aus dem Norden kommt."
    numberten is offline
  16. #76 Reply With Quote
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    Elsa schreckte kurz auf ihrem Gedankenschweifen als sie ihren Nachnamen aus Ser Griffins Mund hörte. Was war los? Der Zwerg erklärte, dass sie die Zeichen als Wappen zuordnen konnte, daher beruhigte sich Elsa schnell wieder. Der Templer selbst - wie war gleich sein Name? - schien selbst Interesse an dem Wappen zu zeigen und wies eines sogar als Wappen aus Tevinter aus. Interessant, denn Tevinter war bekannt für Blutmagie. Der Templer stellte sich als belesener Kirchendiener heraus und vor allem als rechtschaffen, denn er sagte schnell zu die dezimierte Gruppe bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Elsa spürte einen Schwall der Erleichterung, angenehm wie ein kühler Luftzug auf der Stirn im Hochsommer. Magier, Zwerge, Blutmagie… etwas Besseres als der Beistand eines gerechten Templers hätte der skeptischen Bogenschützin nicht passieren können. Vor allem ihrer intrinsische Abneigung gegenüber Ashia kam der Templer gelegen. „Willkommen in der Gemeinschaft“, begrüßte Elsa ihn also sobald er sich einverstanden erklärte zu helfen und prostete ihm zu. „Ein Templer ist stets eine große Bereicherung, vor allem bei unserer jetzigen Aufgabe.“ Sie beugte sich vor und betrachtet eingehend die Wappen. „Also, wenn die Zeichen Tevinters an den Häusern sind, gemalt mit Blut, handelt es sich sicherlich um Blutmagie, oder? Ich meine, Tevinters Häscher greifen sich häufig Dorfbewohner um sie als Sklaven zu verschachern, doch wären selbst tevinteranische Sklavenjäger nicht so dreist ihre Siegel an die Türen jener zu malen, die sie raubten.“ Besorgt schaute sie zu Ser Edward, dem Templer. „Was ich dann allerdings denke ist, wie können einfache Schwerter und Bögen gegen Blutmagie und Dämonen wirken? Ich habe noch nie gegen einen Dämon gekämpft und hoffe daher auf Eure Expertise.“
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  17. #77 Reply With Quote
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    Ashia zog eine Grimasse als Ser Griffin wie selbstverständlich dem Templer über die Ereignisse berichtete. Zumindest machte er ihm klar, dass er keine Gewalt über sie hatte, was die Elfe ein wenig versöhnte. Sie kam nicht umhin zu schmollen, als Ser Griffin beschloss, dass man keine Zeit hatte sich um Lynara zu kümmern. Leise grummelte sie vor sich hin. Hatte sich alles gegen sie verschworen? Anscheinend ja, denn nun erklärte Ser Griffin dem Templer auch noch über den eigentlichen Grund ihrer Reise auf und zu ihrem Entsetzen lud er den Templer auch noch ein sie zu begleiten.

    Nichtsdestotrotz hörte sie zu als der Templer, Ser Edward, wenn sie sich richtig erinnerte, seine Gedanken zu den Symbolen gab. „Tevinter“, zischte Ashia mit Abscheu. Natürlich, warum sollte es auch anders sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Magiern bewunderte Ashia das Reich nicht. Ganz im Gegenteil, in ihren Augen hatten die Magier von Tevinter mit dem Missbrauch ihrer Macht eine Mitschuld an der Situation von den Magiern im Süden. Warum wurden die Magier mit so viel Misstrauen behandelt? Es war nicht nur die Kirche, die dieses Misstrauen in der Bevölkerung schürte, sondern auch die Geschichten über Tevinter. Ashia selbst hatte einige Texte über Tevinter gelesen und auch wenn einiges über Tevinter vielleicht übertrieben war, so war es für sie immer noch genug um das Reich nicht zu mögen.

    Es kostete ihr einiges an Mühe nicht die Augen zu rollen als sie Elsa zuhörte wie sie Ser Edward in ihren Reihen begrüßte. Man merkte ihr an, dass sie seine Gesellschaft tatsächlich schätzte. Wahrscheinlich war sie erleichtert, dass eine Magierin nicht mehr ohne einen Templer reiste. Obwohl es eine normale Reaktion war, so verletzte es Ashia doch ein wenig. Warum wurden Magier mit so viel Misstrauen und Furcht behandelt? Sie sparte sich einen Kommentar darüber, dass sie selbst auch sehr gut über Dämonen Bescheid wusste und man für dieses Wissen nicht unbedingt einen Templer benötigte. Ashia wollte nicht noch mehr Öl ins Feuer gießen und das Misstrauen von Elsa ihr gegenüber steigern. Sobald Magier Dämonen erwähnten wurden die Leute, auch oder vielleicht besonders Templer, besonders unruhig. „Willkommen in unserer Gruppe, Ser Edward“, begrüßte sie Ser Edward höflich mit einer, wie sie hoffte, ruhigen und neutralen Stimme.
    Annalena is offline
  18. #78 Reply With Quote
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    "Aus Tevinter sagt Ihr? Nun, dass sind keine guten Nachrichten." Ser Griffin blickt die drei Gefährten der Reihe nach an, dann blieb sein Blick am Templer hängen.

    "Da Ihr Euch bereit erklärt habt, uns zu begleiten, möchte ich Euch noch die Möglichkeit geben, beim Wirt Eure Ausrüstung aufzufrischen. Anschließend werden wir umgehend aufbrechen."

    Ser Griffin winkt den Wirt zu sich und informiert ihn darüber, dass der Templer eventuell einiges kaufen möchte. Er verlangt außerdem eine Pergamentrolle und Schreibzeug. Er wendet sich zu Ashia mit folgenden Worten: "Ich werde eine Botschaft an unsere Brüder schicken, damit sie Zwergin Belquas abholen und in unsere Festung bringen. Sobald unsere Aufgabe hier abgeschlossen ist, erhaltet Ihr die Möglichkeit, sie zu untersuchen und eine Lösung des Problems zu finden. Dort haben wir auch jegliche Bücher, die Euch bei Eurer Studie hilfreich sein könnten. Sollte etwas fehlen, werden wir es natürlich umgehend besorgen."

    Der Wirt öffnet sein Lager für den Templer:

    Anschließend bittet Ser Griffin alle in die Kutsche und die Reise geht weiter. Ohne einen weiteren längeren Halt fahren sie nach Entwick. Nur kurze Stopps zum kurz die Beine zu vertreten. Schlafen kann man schließlich auch in der Kutsche.

    Nach 2 Tagen und 2 Nächten erreichen sie endlich am späten Nachmittag ihr Ziel.

    Die Gruppe wird vom Kommandant des Dörfchens persönlich empfangen.

    [Bild: NPC_Captain.jpg]

    "Willkommen in Entwick. Dem Erbauer sei Dank sind Sie endlich hier! Es ist erneut eine Person verschwunden! Ich bringe Euch sofort zum Haus!"
    Emerahl is offline
  19. #79 Reply With Quote
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    Ser Edward sah nichts im Inventar des Wirtes was er dringend benötigen würde, er war für seine Reise ins Umland entsprechend ausgerüstet aufgebrochen. Tatsächlich hoffte er das er die Wundumschläge die er mitgenommen hatte nicht brauchen würde. Höflich verabschiedete er den Wirt und begab sich dann anschließend zu den anderen in die Kutsche.

    Nach einer gefühlt endlosen Fahrt, erreichte die Gruppe schließlich den Ort des Verbrechens, ein Umstand den er sehr begrüßte, das ewige Kutsche fahren schlug ihm nach einer Weile auf das Gemüt. Aus der Kutsche ausgestiegen, lockerte er deswegen erstmal seine steif gewordenen Arme und Beine um die von der Sitzerei entstandenen Verspannungen zu lösen. Schließlich wurden sie vom örtlichen Kommandanten empfangen, einem Mann mittleren Alters, der scheinbar sehr froh war das jemand kam um sich darum zu kümmern. Zusammen mit den Anderen folgte er dem Mann und ein paar zusätzlichen Wachen zu dem mysteriösen Haus, bzw. den Häusern in denen die Entführungspfern gelebt hatten. Es sah genauso aus wie auf den Zeichnungen, im Großen und Ganzen ganz normale Gebäude wie man sie in jeder größeren Ansiedlung finden konnte. Ser Edward ließ seinen Blick schweifen und sah sich nach Auffälligkeiten um.
    "Das ist es also.", murmelte er leise vor sich hin während er nachdenklich das Haus vor sich betrachtete, in dem eines der Zeichen entdeckt worden war. Anstatt jedoch etwas zu sehen, spürte er etwas. Magie, eine Art Zauber lag in der Luft, die Quelle war unklar, jedoch waren eindeutig magische Strömungen vorhanden. "Ungewöhnlich. Ich spüre eindeutig Magie die von diesem Haus ausgeht, aber es ist keine Quelle zu erkennen. Und es sind keine simplen Rückstände, sondern sie fühlt sich sehr frisch und lebendig an.", teilte er den anderen seine Erkenntnisse mit.
    numberten is offline
  20. #80 Reply With Quote
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    Die Kutsche ratterte leicht als sie nach Entwick fuhren, doch die Elfe nahm es kaum war. Ashia konnte vor Aufregung kaum still sitzen. Ser Griffin versprach ihr, dass sie sich um Lynara kümmern konnte, sobald der Auftrag erledigt war. Nicht nur das, er würde es ihr auch ermöglichen Bücher zu diesem oder ähnlichen Fällen zu lesen. Sie konnte ihr Glück kaum fassen, denn wer weiß, was für Wissen sie in diesen Büchern erfahren würde. Hatten die Sucher Bücher, die sonst niemand zu sehen bekam? Sie hoffte, dass sie ihre Aufgabe schnell erledigen würden und sie sich endlich dem Erwerb neuen Wissens widmen konnte.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit kamen sie endlich in Entwick an, wo sie auch schon vom Kommandanten empfangen wurden. Leider hatte er keine guten Nachrichten, denn schon wieder war eine Person spurlos verschwunden. Wortlos wurden sie zu einem Haus geführt und Ashia stoppte abrupt. Sie kannte das Gefühl sehr gut und Unbehagen machte sich in ihr breit. Sie musste sehr vorsichtig sein und war nun doch etwas froh, dass ein Templer mit ihnen reiste. Er würde die Anzeichen einer Besessenheit erkennen und ihr Leben beenden bevor sie jemanden Schaden konnte. Nicht das sie willentlich einen Handel mit einem Dämonen eingehen würde. Wer das tat war in ihren Augen nur dumm und schwach. Das Flüstern der Dämonen, dass sie immer begleitete, war nun lauter, doch Ashia war willensstark genug um dem Flüstern nicht nachzugeben.

    "Ungewöhnlich. Ich spüre eindeutig Magie die von diesem Haus ausgeht, aber es ist keine Quelle zu erkennen. Und es sind keine simplen Rückstände, sondern sie fühlt sich sehr frisch und lebendig an."

    Die junge Elfe nickte zustimmend, denn auch sie konnte es spüren. Doch da war mehr und sie sollte sicherlich darauf hinweisen. „Der Schleier hier ist dünner als normal… er ist jedoch nicht gerissen, dem Erbauer sei Dank.“ Ein dünner Schleier war schon schlimm genug und sie mochte sich nicht einmal vorstellen, was passieren würde, wäre der Schleier gerissen.
    Annalena is offline
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