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#1 Dai Shi - Das Spiel beginnt!

  1. #21 Reply With Quote
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    Oct 2011
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    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari wunderte sich wo genau Yuudai sie einquartieren würde. Er führte sie in seine Privaträume. Im Esszimmer war schon ein Tisch für zwei gedeckt. „Wir werden erst einmal in Ruhe frühstücken, meine Schöne. Das müsste den Umzugshelfern genug Zeit geben deine Sachen in deine neuen Räume zu schaffen.“ Wie schon beim gestrigen Abendessen zog er einen Stuhl heraus und wartete bis sie sich setzte. Die junge Frau seufzte leise. Anscheinend konnte sie nie gegen ihn gewinnen. Schweigend aß sie und ignorierte den jungen Mann.

    Nachdem sie fertig waren bat Yuudai sie ihm zu folgen. Er führte Akari in ein großes und wunderschönes Zimmer. Die junge Frau bemerkte, dass sie die Privaträume nicht verlassen hatten. Wieso hatte er sie in seinen Privaträumen einquartiert? In dem Raum befand sich eine kleine gemütliche Sofaecke. An der Wand hing ein riesiges Kommunikationssystem. Mit diesem konnte man alles tun, was man mit der heutigen Technik tun konnte. Sei es Fernsehen, kommunizieren, im Internet surfen, Bestellungen tätigen und vieles mehr.

    Außerdem gab es einen riesigen Schreibtisch. Dieser würde mehr als genug Platz für ihren Rechner haben. „Ich hoffe dieser Raum ist zu deiner Zufriedenheit.“ Akari schwieg als sie sich umsah. Neben dem Schreibtisch sah sie ihre Kartons mit ihren technischen Geräten. Sie konnte jedoch nicht ihre Koffer mit ihren persönlichen Sachen sehen. Als ob er Gedanken lesen könnte führte Yuudai sie in einen Nebenraum. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass das große Zimmer noch zwei Türen hatte. Die Tür, durch die sie dem jungen Mann folgte, führte in Schlafgemach. Darin befanden sich ein riesiger Kleiderschrank, ein riesiges Bett und eine Kommode.

    Sie gingen zurück ins Wohnzimmer und durch die andere Tür. Akaris Herz machte einen kleinen Sprung. Es war ein riesiges Badezimmer, in dem sich neben einer Dusche sogar eine Badewanne befand. Sie hatte noch nie eine Wohnung mit einer Badewanne gehabt. Am liebsten würde sie Yuudai rausschmeißen und gleich ein schönes langes und warmes Bad nehmen. Yuudai schien ihre Freude zu bemerken. „Ich bin überglücklich, dass dir das Bad so gut gefällt, meine Schöne. Wenn du willst, dann kannst du gleich ein Bad nehmen.“

    Akari lächelte spitzbübisch als sie sich Yuudai langsam näherte. „Diese Wanne ist sehr groß, Fushida-sama. Wollen Sie mir Gesellschaft leisten?“ Zum ersten Mal, seit sie dem jungen Mann begegnet ist, schien er aus der Fassung gebracht worden zu sein. Bedauerlicherweise fing er sich schnell wieder. „So reizend dieses Angebot auch ist, meine Schöne, ich kann es leider nicht annehmen.“ Die junge Frau zuckte nur mit den Schultern. „Dann eben nicht.“ Dann drehte sie sich um und verließ das Bad. Yuudai sah ihr grinsend nach. Sie zu erobern würde wohl doch einfacher werden als er dachte. Er bedauerte es tatsächlich zutiefst, dass er keine Zeit hatte, ihr reizendes Angebot anzunehmen.

    Das er ihr Angebot abgelehnt hatte kam nicht unerwartet für Akari. Sie hatte es auch nicht ernst gemeint. Sie verschwendete keinen Gedanken daran was sie getan hätte, hätte er eingewilligt. Doch nun war sie mit dem Auspacken fertig und von ihrem netten Gastgeber war nichts zu sehen. Sie beschloss die Villa ein wenig zu erkunden. Er hatte ihr nicht gesagt, dass sie ihr Zimmer nicht verlassen darf. Ihr Weg führte sie in den wunderschönen Garten. Der Frühling war ihre liebste Jahreszeit. Sie schloss die Augen und atmete die aromatische Luft in dem Garten ein. Es roch nach frischem Gras und Blumen.

    „Miau“

    Akari öffnete die Augen und blinzelte. Hatte sie sich verhört?

    „Miau“

    Da war es wieder. Die junge Frau blickte sich um und suchte die Katze. Sie mochte Katzen, doch leider war es ihr nie möglich selbst eine zu besitzen. Dem Miauen folgend fand sie den Verursacher. Es war eine sehr dicke weiße Katze. Um den Hals trug sie ein schwarzes Band mit einem schwarz/grünen Glöckchen. Akari hockte sich vor die Katze hin, die sofort zu ihr kam. „Miau“ Sie streckte die Hand aus und die Katze schob ihren Kopf dagegen. Sie schnurrte laut als Akari sie streichelte. „Na mein Süßer. Was machst du denn hier?“ Diese Katze konnte unmöglich Yuudai gehören, oder? Sie aktivierte ihr MNE und scannte den kleinen Chip der Katze. Es war tatsächlich die Katze von Yuudai und sein Name war Rollo.

    Sie ging zurück in ihre Räume. Rollo folgte ihr und machte es sich auf ihrer Couch bequem. Da von ihrem Gastgeber noch immer nichts zu sehen war, beschloss Akari ein Bad zu nehmen.
    [Bild: rollo.png]
    Rollo - "Miau"

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari genoss ihr sehr langes Bad. Dank der beheizbaren Wanne wurde das Wasser auch nicht kalt. Sie war schon total verschrumpelt als sie sich, schweren Herzens, aus der Wanne begab. Nachdem sie sich abgetrocknet und eingecremt hatte, zog sie sich ein einfaches Shirt und Jeans an. Ihre Füße ließ sie bar, denn die Fußbodenheizung strahlte eine angenehme Wärme aus. Als sie ins Wohnzimmer kam lag Rollo immer noch in der gleichen Position wie er lag, als sie ins Badezimmer ging. Sie ging zu ihm und streichelte ihn. Er öffnete nicht einmal die Augen, aber bedankte sich mit lautem Schnurren.

    Mit neuer Energie baute sie ihren Rechner auf. Es dauerte nicht lange und sie konnte ihn einschalten. Da sie im Moment in einer wirklich ausweglosen Situation war, wollte sie erst einmal mehr Erkundigen zu Dai Shi einholen. Natürlich kannte sie einige der offiziellen Daten. Sie war alt genug, als das letzte Dai Shi lief. Auch wenn sie es überhaupt nicht verfolgt hatte, so hatte sie sich die einen oder anderen Daten und Nachrichten angeschaut. Sie selbst spielte ganz gern Belendiel. Doch sie würde nicht behaupten, dass sie sehr gut. Allerdings war sie auch nicht sehr schlecht. Warum wollte man ausgerechnet sie für Dai Shi? Sie war wirklich nichts Besonderes.

    Die offiziellen Daten waren ihr aber nicht genug. Sie wollte mehr wissen. Amüsiert legte sie ihr MNE an und aktivierte es. Mal sehen wie lange es dauerte, bis Yuudai auftauchte. Mit einem kleinen Lächeln hackte sie sich in die Server von Nonomoto Enterprises.


    Yuudai erledigte seine Arbeit meistens von zu Hause aus. Er ging nur selten in das Bürogebäude seiner Firma. Sein Arbeitszimmer in seiner Villa war natürlich mit der neusten Technik ausgestattet. Über die Sicherheits-Online-Leitungen war er aber ständig mit seiner Abteilung im Bürogebäude verbunden. Auf einem kleinen Monitor hatte er stets Akari im Live-Stream. Es war eine Marotte von ihm und viele würden es schon als Stalking bezeichnen. Yuudai sah das natürlich nicht so. Vor allem, da er ihr so auch schon helfen konnte.

    Er unterbrach seine Arbeit als Akari ein Bad nahm. Yuudai konnte seine Augen einfach nicht von ihr abwenden. Er hätte doch ihr Angebot annehmen sollen. Bei diesem Anblick konnte er sowieso nicht arbeiten. Etwas enttäuscht, als sie ihr Bad beendete, wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Etwas später kam ein Alarm, dass jemand sich in das System von seiner Firma hackt. Normalerweise würden sich seine Mitarbeiter um kleinere dieser Angriffe kümmern. Nur bei den Hackern, die als besonders talentiert eingestuft wurden, wurde der Alarm bei ihm ausgelöst. Er wunderte sich, wer es war. Nur ein paar Tastendrucke später hatte er den Hacker gefunden und aus dem System geworfen.

    Er verzichtete jedoch darauf dem Rechner des Hackers ein paar nette Viren zum Dank zu schenken. Yuudai erhob sich grinsend. Scheinbar war seinem Schwarzen Engel langweilig. Das muss er unbedingt ändern. Schnurstracks machte er sich auf den Weg in ihr Zimmer.


    Akari lächelte immer noch als sie aus dem Netzwerk von Nonomoto Enterprises rausflog. Ohne Frage war es Yuudai, der sich persönlich darum gekümmert hatte. Ohne angeben zu wollen, aber sie war sich sicher, dass nur jemand von Yuudais Kaliber sie erwischt hätte. Sie deaktivierte ihr MNE und begab sich zu ihrem Sofa. Rollo lag immer noch dort und dieses Mal hob er kurz den Kopf als sie näher kam. Sie setzte sich und der dicke Kater miaute kurz. Dann erhob er sich und legte sich neben sie. Seinen Kopf bettete er auf ihrem Oberschenkel und sah sie erwartungsvoll an. „Ich frage mich, was du willst?“ Ihre Hand legte sich auf ihn und sie fing an ihn zu streicheln. Sein Schnurren verriet ihr, dass es ihm gefiel.

    Als Yuudai das Zimmer betrat fand er Akari auf dem Sofa mit Rollo. Er seufzte leise. Überlasse es dem Kater seinen neuen Mitbewohner gleich zu finden. „Wie ich sehe, hast du meinen kleinen Dicken schon gefunden.“ Akari hob den Kopf. „Er war draußen im Garten und kam gleich mit rein.“ Der junge Mann schaute missmutig auf den Kater, der so nah bei Akari lag. Ihm blieb keine Wahl als sich neben Rollo zu setzen. „Warum sind Sie hier, Fushida-sama?“ Yuudai hob seine Hand um Rollo zu streicheln. Akari drehte den Kopf zu ihm als sie keine Antwort bekam. In diesem Moment berührten sich ihre Hände.

    Beide hielten ihre Hände für einen Moment still. Dann schob Yuudai seine Hand auf die von Akari und zeichnete mit seinem Daumen kleine Kreise auf ihren Handrücken. Akari atmete tief ein. Yuudais Augen glühten förmlich mit diesem Feuer, was sie schon eher gesehen hatte. Er war faszinierend und abstoßend zugleich. Auch wenn er es nicht zeigte, aber auch Yuudai war nicht immun zu Akaris Reizen. „Nimm deine Kontaktlinsen raus, meine Schöne.“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Warum sollte ich das tun, Fushida-sama?“ Er nahm seine freie Hand und strich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Ich möchte deine wunderschönen Augen sehen.“

    Akari beugte sich näher zu ihm. „Was würde ich dafür bekommen?“ Yuudai starrte auf ihre Lippen und lächelte. „Was immer du willst, meine Schöne.“ Rollo entschloss sich genau in diesem Moment seinem Unmut Luft zu machen. Er hasste es ignoriert zu werden. Der Moment zwischen Akari und Yuudai war gebrochen. Sie stand auf. „Ich denke, dass Ihr Kater Hunger hat, Fushida-sama.“ Yuudai funkelte seinen Kater wütend an. Er liebte ihn wirklich, aber er hatte wirklich ein sehr unpassendes Timing.

    „Miau!“


    Rollo – Bonus
    [Bild: rollo.png]
    Rollo streifte in seinem Reich umher. Er kontrollierte penibel ob jedes Mausloch noch an seinem Platz war. Das Loch im Zaun war auch noch in Ordnung und es gab keine neuen Maulwürfe. Langsam wurde er müde und er begab sich zurück zu seinem Haus. Da bemerkte er eine fremde Person im Garten. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam.

    Die Person fand ihn sehr schnell und das erntete ihr einen Pluspunkt. Er hasste dumme Diener, die nicht sofort wussten, was sie für ihn tun sollten. Sie hockte sich hin und streckte ihre Hand aus. Sofort ging er zu ihr um ihre Fähigkeiten zu testen. Sie war ein Weibchen und roch nach seinem Ersten Diener und das gefiel ihm. Vielleicht war sie als Zweite Dienerin nützlich. Ihre Streichelfähigkeiten waren zwar nicht sehr gut, aber er sah viel Potenzial in ihr. Sie würde es schon lernen ihn zu seiner Zufriedenheit zu streicheln.

    Zum Dank für ihre Mühe ließ er sich dazu herab für sie zu schnurren. Das würde ihr ein Ansporn sein besser zu werden. Neugierig, und um ihre Fähigkeiten als Zweite Dienerin zu analysieren, folgte er ihr in sein Haus. Als nächsten Test beschloss er sich auf das Sofa zu legen. Manche Diener mochten es nicht, wenn er es sich auf dem weichen Schlafplatz gemütlich machte. Diese unwürdigen Diener wurden, nach seinen Protesten bei seinem ersten Diener, aus seinem Haus entfernt. Seine mögliche Zweite Dienerin ließ ihn liegen und das erntete ihr einen erneuten Pluspunkt bei Rollo. Sie hatte wirklich gute Aussichten zur Zweiten Dienerin zu werden.

    Rollo musste wohl gedöst haben. Es war einige Zeit vergangen bis sie wiederkam. Das Erste, was sie tat, war ihm seine zustehende Streicheleinheit zu geben. Zufrieden mit ihr belohnte er sie mit einem weiteren Schnurren. Als weiteren Test ließ er seine Augen geschlossen, da er noch schlafen wollte. Sie ließ ihn schlafen und drängte ihn nicht aufzustehen. Ein weiterer Schritt um zu seiner Zweiten Dienerin zu werden war für sie getan.

    Rollo döste noch ein wenig als sich sein Schlafplatz plötzlich etwas bewegte. Er öffnete die Augen, hob seinen Kopf und sah, dass die Anwärterin für seine Zweite Dienerin sich hingesetzt hatte. Ein weiterer Test war fällig. Er miaute kurz und ging dann zu ihr. Er legte sich neben sie und seinen Kopf auf ihr Bein. Dann sah er sie an. Sie bestand seinen Test als sie anfing ihn zu streicheln. Als Belohnung schnurrte er wieder.

    Er hob nicht einmal den Kopf als plötzlich sein Erster Diener in seinem Zimmer erschien. Dieser setzte sich auf die andere Seite von ihm. Zufrieden schnurrte er lauter, als sein Erster Diener auch anfing ihn zu streicheln. Ja, das war ein Katzenleben. Verärgert öffnete er die Augen als beide Diener plötzlich aufhörten ihn zu streicheln. Was sollte das? So hatte er sie nicht erzogen. Rollo hörte auf zu schnurren, doch beide Diener bemerkten es nicht. Drastischere Maßnahmen mussten her. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam. Endlich bemerkten sie, dass sie ihn verärgert hatten. Seine Zweite Dienerin stand auf und sein Erster Diener sah ihn an.

    „Miau!“
    Annalena is offline

  2. #22 Reply With Quote
    Mahou Shoujo  Önee-sama's Avatar
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    Auf keinen Fall!

    [Bild: my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png]

    Nana Yamato war ein braves, gutes Mädchen. Behütet aufgewachsen und in einer Familie geboren, der es an nichts mangelte, wusste sie sich zu benehmen. Gleichzeitig war ihr der Reichtum und die Selbstverständlichkeit, Gehorsam zu fordern und immer Alles zu bekommen, nicht zu Kopf gestiegen - also gegenteilig zu ihrer älteren Schwester. Ruhig und freundlich vom Wesen her, war sie bei anderen Mädchen sehr beliebt. Jungs dagegen schienen sie eher zu meiden - aus unerfindlichen Gründen...
    Sie hatte auch das Talent, beruhigend auf Makoto einzuwirken. Zwar hatte sie keine Ahnung, wie sie das schaffte, dennoch gelang es ihr, wenn sie es versuchte. So auch heute...
    Es war eine Überraschung gewesen, als eine Limousine am Haus vorfuhr. Doch nach der Ankündigung, dass es sich um Vertreter von Nonomoto Enterprises handeln würde, hatte sie das Tor sich öffnen lassen und die Herren dann im Haus empfangen, wie es ihrer Erziehung entsprach. Ihr war natürlich eingeimpft worden, dass sie keine Fremden einlassen sollte und was sie in Notfällen zu tun hatte. Doch die anwesenden Herren hatten eine elektronische Versicherung ihrer Eltern dabei, weshalb Nana sie eingelassen hatte...
    Nur um dann ihre Welt fast einstürzen zu lassen!

    Ob ihres Geständnisses hin, dass sie an Dai shi teilnehmen sollte, um ihren Eltern zu helfen, wurde sie von Makoto nur ungläubig angestarrt. Nana war froh, dass sich ihre Schwester wieder beruhigt hatte, immerhin kannte sie ihre Laune nur zu gut. Doch es schien zu helfen, eine ihrer Hände in die eigenen genommen zu haben - zudem war ihr wohl bei ihrem Auftritt mit den Repräsentanten von Nonomoto Enterprises die Energie ausgegangen.
    "Ja, als Smith-kun und seine beiden Begleiter herein kamen, haben sie mir offenbart, was geschehen ist. Mutter und Vater scheinen sich bei Geschäften mit Nonomoto übernommen zu haben. Smith-kun hat dann erklärt, dass die Schulden unserer Eltern so hoch seien, sie übersteigen mittlerweile das Tausendfache unseres gesamten Besitzes! Worauf sich Nonomoto gezwungen sah, einzuschreiten, bevor es noch mehr aus dem Ruder laufe... Jetzt sind mutter und Vater bei Nonomoto, bis ein Weg gefunden wurde, dass wir die Schulden begleichen können! Und Nonomoto möchte, dass ich an Dai shi teilnehme! Wenn ich gewinne, sind alle Schulden erlassen und Mutter und Vater sind gerettet!"
    Sie sah Makoto an. Unsicher ob dieser Entwicklung, aber entschlossen ihren Eltern auf jede nur erdenkliche Weise zu helfen!
    "Das... das ist... ungeheuerlich!"
    "Natürlich! Auch ich fand die Eröffnung ob unserer Eltern in Gewahrsam schrecklich. Ich habe sogar geweint..."
    Nur der Händedruck von Nana und ihre großen, runden, unschuldigen Augen konnten wohl verhindern, dass Makoto wie ein Terrier aufsprang, um sich wieder mit Smith-kun anzulegen. Dennoch bemerkte Nana, wie ihre große Schwester unruhig auf dem Sofa hin und her rutschte. Alsi sprach sie rasch weiter, um Makoto zu beruhigen.
    "Aber Smith-kun war sehr nett zu mir. Immer wieder hat er bekundet, wie sehr Nonomoto diese Entwicklung bedauere und die Firma wirklich gewillt ist, wenn ich Dai Shi gewinne, unsere Eltern wieder frei zu lassen. Sogar tröstend in den Arm genommen hat er mi-"
    Weiter kam Nana nicht. Makoto sprang wie besessen auf und nur die Tatsache, dass sie wusste, zu was die beiden Gorillas neben dem schleimigen Kerl imstande waren, hielt sie wohl davon ab, auf den Sprecher der drei Kerle loszugehen. So bleckte sie nur ihre Zähne und sah den Mann im Sessel eiskalt an.
    "Sie haben WAS!? Sie haben Nana ANGEFASST!? Wenn ich sie dabei jemals erwischen sollte, sterben sie einen langsamen und grausamen Tod! DAS ist keine Drohung, das ist ein VERSPRECHEN!!!"
    "Nee-san! Bitte nicht..."
    Nana sah Makoto mit großen Augen an...

    Uhhh... nicht DIESEN Blick!
    "Haahhhh, na gut, ich setze mich wieder, okay, Nana?"


    Nana nahm Makoto bei der Hand und zusammen setzten sie sich wieder. Sie beschloss, es war im Moment genug über das Schicksal ihrer Eltern geredet, später konnten sie darüber noch in Ruhe diskutieren.
    Nicht, dass Makoto noch explodiert... Dabei ist Smith-kun doch freundlich zu uns.
    "Wie gesagt, wenn ich Dai Shi gewinne, kriegen wir Mutter und Vater wieder und alle Schulden gelten als beglichen. Wir können da Nonomoto vertrauen!"
    Ja, ich bin gut in Belendiel. Dai Shi ist zwar auf PvP ausgelegt, dennoch, ich habe schon Profiturniere gewonnen! Ich werde unsere Eltern da raus holen!
    "Du weist ja, wie gut ich bin. Du spielst ja mit mir Belendiel und hast mich schon auf Turnieren gesehen. Willst du mir vetrauen und mich unterstützen, damit ich Mutter und Vater helfen kann?"

    Wieder ihr Blick zu Makoto. Diese sah Nana eine Weile an, ohne etwas zu sagen. Doch schließlich brach sie ihr schweigen.
    "Ja... ja, ich weis, wie gut du bist. Und ja, ich unterstütze dich. Ich werde selbst bei Dai Shi mitmachen!"
    Gut, sie versteht es. Dann kann ich mich darauf konzen- WAS!? Nein, sie will auch mitmachen!? SO habe ich das doch nicht gemeint mit unterstützen!?
    "Äh, du willst auch mitmachen? Bei Dai Shi?"

    "Ja! Schließlich spiele ich oft genug mit dir! Wir sidn ein unschlagbares Team, das schon viel gewonnen hat! Zudem - irgendwer muss dich einfach vor den Jungs im Spiel beschützen!"
    Während Makoto grimmig dreinblickte und sich anschließend zu Smith-kun umwandte, war Nana einfach nur sprachlos...
    Oh nein! Ich... wie soll ich es ihr nur sagen... dass sie... einfach... schlecht ist in Belendiel! Oh... ich will doch Vater und Mutter helfen... Smith-kun hat gesagt, Nonomoto gibt uns unsere Eltern zurück! Aber... ich kann doch nebenbei nicht noch im Spiel auf meine Schwester aufpassen...
    Nana sah zutiefst hilflos aus, was sie mit der Entscheidung ihrer Schwester anfangen sollte...
    Önee-sama is offline Last edited by Önee-sama; 10.03.2015 at 20:50.

  3. #23 Reply With Quote
    Waldläufer Lionate's Avatar
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    Am Tag nach der Verkündung, des nächsten Dai Shi Events.
    Mit einem kraftvollen Schwung stieß sich der rothaarige Junge von einem Geländer und landete mit den Füßen knapp vor einer großen Pfütze, die noch als Überrest des Regens heut früh verweilte. Mit leerem Blick nach unten gerichtet, sein Gesicht in der Spiegelung der Pfütze betrachtend, schulterte der Junge lustlos seine Sporttasche über eine Schulter und machte sich auf den Weg, durch die grauen und tristen Gassen Liverpool's.

    Nach ungefähr fünfzehn Minuten Fußmarsch erreichte der Junge den Vorhof eines Sportvereins, der sich auf den Kampf spezialisiert hatte. Über dem Eingang prangte das große aber dennoch nicht protzig wirkende Schild mit der Aufschrift "Karma". An der Eingangstür lehnte ein junger Mann, anscheinend auf jemanden wartend, der immer wieder auf sein Kommunikationsarmand blickte.
    "Ah Mika, da bist du ja endlich, ich dachte schon, du kommst heut nicht. Der Trainier wird uns ein Ohr abkauen, wenn wir heut wieder zu spät kommen, trödel nicht so!"
    Mit einem leicht genervten Seufzen setzte der rothaarige Junge zum Spurt an, bis er bei seinem Freund am Eingangsbereich angekommen war.
    "Tut mir Leid Jack, ich war mal wieder in Gedanken versunken."
    Mit einem leicht verschmitzten Lächeln, oder wenigstens die Andeutungen eines jenen, lachte Mika seinen Freund an.

    In der Umkleide angekommen, bemerkten die beiden, dass die anderen Mitglieder ihrer Gruppe schon weg waren.
    "Na toll, der Alte wird uns wieder was erzählen." Mika beachtete Jack's Jammerei gar nicht. Viel mehr war er darauf bedacht, schnellstmöglich in seine Trainingsklamotten zu kommen.
    "Jetzt wo wir eh zu Spät sind und noch Zeit haben, kannst du's mir auch gleich erzählen."
    "Hm?"
    Einen Moment lang lag Ruhe in der Luft.
    "Was meinst du?"
    "Ach komm schon, du hast letztes Mal schon eine Einladung bekommen. Und da warst du gerade mal 13! Willst du mir etwa erzählen, du hättest dieses Mal keine erhalten? Und das, obwohl du dich doch noch weiter verbessert hast?"
    Wiedereinmal gedankenversunken sah Mika auf den Boden. Man hätte seine kühle Art in diesem Moment auch leicht mit Traurigkeit verwechseln können, wenn es denn überhaupt eine Verwechslung hätte sein müssen.
    "Also doch. Wirst du dieses mal teilnehmen?"
    "Du weißt doch, ich hätte schon letztes mal teilgenommen, hätte meine Mutter mich nicht davon abgehalten. Doch diesmal werde ich es durchziehen."
    Mit einer letzten Handbewegung schloss Mika die Doppelschleife an seinem linken Schuh und richtete sich von der Bank in der Umkleide auf. Mit einem Feuer in den Augen, was Jack zum letzten Mal vor 4 Jahren sah, marschierte Mika ohne auf seinen Freund zu warten, in Richtung Trainingshalle.

    Lionate is offline

  4. #24 Reply With Quote
    Provinzheld DragonGodSlayer's Avatar
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    Quote Originally Posted by DragonGodSlayer View Post


    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]

    Nach dem sich Pat wieder gefasst hatte ging er Chris hinterher. Chris ging in Gedanken versunken in den Vorlesungssaal und setzte sich hin, Pat welcher die selben Vorlesungen wie Chris belegte setzte sich neben ihn und fragt ihn: „Über was denkst gerade wieder nach?“
    Chris zuckte erschrocken etwas zusammen, als er von Pat angesprochen wurde. „Ach nichts wichtiges.“ Chris versankt wieder in Gedanken und Pat lies ihn in ruhe, da er wusste, wenn Chris so ist sollte man ihn am besten in ruhe lassen. Chris dachte darüber nach was er ab nächster Woche in seiner künftigen freien Zeit machen sollte. Belendiel spielen wäre langweilig, da eh alle wo nicht beim Dai Shi teilnehmen müssen das Dai Shi anschauen würden. Außerdem fand er nur eines schlimmer als bei ein Spiel nicht spielen zu dürfen und dies war bei einem Spiel nur zuschauen zu können. Aber sich freiwillig melden kam für ihn auch nicht in frage, da er keine Lust hatte zu sterben.


    Chris wurde in seinen Gedanken gestört, als der Professor den Saal beteten hatte und sagte: „Wie ich auf den Gängen mitbekam habt ihr alle schon von dem in einer Woche startenden Dai Shi erfahren. Wir Professoren haben auch über dieses Thema Diskutiert und wir haben uns darauf geeinigt, dass in jeder Gruppe der erste Professor Ihnen alle Fragen beantworten soll , sowie das weitere Verfahren Ihres Studiums erklären soll. Tja und diese ehrenvolle Aufgabe fällt leider mir zu. Die Frage welche euch wohl am meisten quält ist die, wie es mit eurem Studium weiter geht oder? Die Antwort auf diese Frage ist, dass das gesamt Studium während des gesamten Dai Shi pausiert, d.h. Sie alle haben während des gesamten Dai Shi frei, dafür werden Sie aber auch erst später mit Ihrem Studium fertig. Sehen Sie es also als eine Art zusätzliche Semesterferien auf unbestimmte Zeit. Sonst noch irgend welche Fragen?“


    Nachdem der Professor aufgehört hatte zu reden ging erst mal die Geräuschkulisse extrem nach oben, eigentlich freuten sich alle außer Chris über das, was der Professor gesagt hatte und Jubelten.Doch Chris schlug sich beide Hände vor sein Gesicht und fing an frustriert zu stöhnen. Da fragte Pat ihn: „Hey Chris, was ist los?“Auf diese Frage Antwortete Chris leicht wütend und so laut, dass ihn jeder im gesamten Hörsaal hört: „Was los ist willst du wissen?Das kann ich dir und allen anderen hier ganz genau sagen, Ihr seid doch alle bescheuert, wenn ihr euch darüber freut, dass wir ab nächster Woche keine Vorlesungen mehr haben werden. Denkt mal alle logisch darüber nach, dass heißt doch nur, dass unser Studium verlängert wird und das bedeutet wiederum, dass wir erst später unseren Abschluss machen werden und dadurch erst später anfangen können unser eigenes Geld zu verdienen. Und Ihr Vollidioten freut euch auch noch darüber.“


    Alle waren erstaunt über Chris Ausraster, vor allem da die meisten seiner mit Studenten ihn für einen ruhigen Typen gehalten haben, der unter keinen Umständen den Mund aufgemacht hätte. Der Professor fing an zuklatschen und entgegnete auf Chris seinen Ausraster: „Auch wenn mir Ihre Wort mal nicht gefallen hat muss ich Ihren Ausführungen zustimmen. Da keiner mehr ein Frage hat würde ich jetzt mit der Vorlesung beginnen.“ Chris beruhigte sich wieder und setzte sich hin. Die restliche Zeit verging ohne nennenswerte Ereignisse, bis zum Ende der Vorlesungen.


    Als die Vorlesungen vorbei waren verabschiedete er sich von Pat und stieg wieder auf sein Fahrrad, hörte Musik und fuhr zu seiner Wohnung.Während er auf seinem Heimweg Musik hörte, dachte er auch nochmals über das nach, was er ab nächster Woche machen solle. Da fiel ihm ein Gespräch ein, welches sein Vater mit einem seiner Vorstandkollegen beim letzten Dai Shi hatte und er zufällig mitbekommen hatte, worüber er aber bis heute mit niemandem gesprochen hatte. In dem Gespräch ging es darum, dass bei dem Dai Shi unter den Teilnehmern welche dabei waren, die für Nonomoto gearbeitet haben und bei einem Ingame Tod nicht wirklich gestorben wären. Als ihm dies wieder einfiel entschloss er sich seinen Vater darüber auszufragen und ihn zu fragen ob er einer dieser Personen werden könne.


    Als er daheim ankam begrüßte er zu aller erst Rex und sagte: „Na Rex wie geht es dir? Es tut mir leid, aber du musst leider später in die Reisebox, da du ja weist, dass meine Eltern es nicht mögen, wenn du frei rumläufst.“ Danach rief er seinen Vater über sein Holofestnetzttelefon an. Er hoffte nur, dass sein Vater zuhause war. Kurz nachdem er gesagt hatte mit wem er telefonieren wolle erschien auch schon das Hologramm von seinem Vater vor ihm. „Hallo Chris, ein Anruf von dir ist selten, was verschafft mir die Ehre?“ „Hallo Vater, könntest du mir jemanden schicken, der mich du dir bringt? Ich habe was wichtiges mit dir zu besprechen, aber unter vier Augen. Wäre das heute noch möglich?“ „Du hast Glück, um 18 Uhr hätte ich Zeit für dich, durch das Ankündigenden von Dai Shi ist mein Terminplan Heute leider sehr eng. Ich werde dir gleich einen Waagen schicken.“ „Ok danke, ich warte dann. Ach ja ich bringe Rex mit.“ Nach diesem Satz unterbrach Chris die Verbindung. Er schaute auf die Uhr, welche halb fünf anzeigte.



    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]

    Während Chris wartete, dass er abgeholt wird versuchte er Rex in seine Reisebox zu bekommen. Da er Rex immer frei in seiner Wohnung laufen lies war dies immer eine große Herausforderung, vor allem da Rex seine Reisebox überhaupt nicht aussehen konnte. Da dies für ihn nie etwas gutes bedeutete, er wurde danach nämlich immer zum Tierarzt oder zu Chris Eltern gebracht, bei Chris Eltern musste er nämlich die ganze Zeit in dieser Box bleiben. Chris brauchte eine geschlagene halbe Stunde, bis er Rex gefangen und in die Reisebox bekommen hatte. Chris war erleichtert, als er ihn endlich in der Box hatte, fragte sich aber auch, warum er immer noch nicht abgeholt wurde, der Weg von seinem Elternhaus bis zu seiner Wohnung dauert doch nur zwanzig Minuten.


    Weitere zehn Minuten später klingelte es an der Tür und Chris öffnete die Tür und ein Chauffeur stand vor der Tür und eine Limousine hinter ihm. „Hallo Mister Shihô, ihr Vater schickte mich um Sie abzuholen.“ „Ich muss nur noch kurz was holen und dann können wir losfahren.“ Chris ging wieder in seine Wohnung und holte Rex,schloss die Türen ab und stieg danach in die Limousine ein. „So, Sie können jetzt losfahren.“ Der Chauffeur fuhr los. „Warum hat das eigentlich so lange gedauert, bis Sie bei mir ankamen?“ „Es tut mir wirklich leid, aber wie Sie gleich sehen werden ist heute viel mehr Verkehr als sonst, das liegt vermutlich daran, dass das Dai Shi angekündigt wurde.“ Nach kurzer Zeit standen sie schon im Stau und er merkte, dass an diesem Tag wirklich viel mehr Verkehr ist als sonst.


    Vierzig Minuten später kamen sie außerhalb von Freiburg in der Villa von Masaru Shihô an, welche von einem ein Quadratkilometer großem Grundstück umgeben war, das Grundstück wurde von einer massiven Steinmauer eingeschlossen. Es führte nur eine Straße vom stählernen Eingangstor zur Villa, das Eisentor lässt sich nur von der Villa aus oder durch eine extra speziell angefertigte Fernbedienung, von denen es nur vier Stück gab öffnen. Jeweils eine hatten natürlich die drei Mitglieder der Familie Shihô und eine wurde als Ersatz in einem der Tresore in der Villa aufbewahrt. Die Villa wurde im neuesten Stiel erbaute und und besaß die neueste Technik die es bei Nonomoto gab, diese stand noch nicht mal zum verkauf, falls sie es jemals zum kaufen geben wird.


    Chris stieg aus der Limousine aus und bedankte sich bei dem Chauffeur, danach ging er mit Rex im Schlepptau durch die große Eingangstür und betrat eine große Halle. Er wurde gleich vom Dienstpersonal begrüßt. „Gute Tag Herr Shihô, Sie waren schon lange nicht mehr hier.“ „Guten Tag, ja ich hatte in letzter Zeit viel zu tun gehabt. Wo ist meiner Mutter? Und könntet Ihr Rex auf mein Zimmer bringen?“ „Ihre Mutter ist im Wohnzimmer und natürlich bringe ich Ihren Rex in Ihr Zimmer.“ Chris gab dem Dienstpersonal Rex, der sich in seiner Reisebox befand und ging danach in das Wohnzimmer, welches auch als für Veranstaltungen und Feste der Familie benutzt wurde. „Hallo Mutter, lange nicht mehr gesehen, wie geht es dir?“ Als Marion Chris sah stand sie von ihrem Sessel auf und stürmte auf ihn zu um ihn danach zu umarmen. „Hallo Chris, wieso kommst du nicht öfters zu Besuch? Dann würde es mir noch besser gehen, vor allem, da dein Vater durch das Dai Shi in letzter Zeit auch nicht mehr so viel Zeit hatte.“ Sie ließ in wieder los und setzte sich wieder. Chris setzte sich auf den Sessel gegenüber seiner Mutter und warf noch einen kurzen Blick auf die Uhr, welche fünf vor sechs anzeigte. „Ich würde ja auch gerne öfters mal vorbei kommen, aber dies geht leider nicht, da ich viel um die Ohren habe und ich Rex nicht hier ja nicht frei rumlaufen lassen darf und er seine Box nicht mag. Können wir später weiter reden? Ich habe nämlich etwas wichtiges mit Vater zu bereden, eigentlich bin ich auch nur aus diesem Grund hier, werde aber vermutlich über Nacht bleiben.“


    Nachdem seine Mutter ihm etwas enttäuscht sagte, dass es in Ordnung sei ging Chris zum Büro seines Vaters, die Bürotür war ausnahmsweise offen und er saß alleine darin, nicht mal ein Bildschirm war an und er hatte aus nicht seine MNE auf. Da er anscheinend schon auf ihn wartete trat Chris in das Büro ein. „Hallo Chris, setzt dich und sage mir worum es geht. Chris schloss erst die Bürotür und setzte sich danach auf einen Stuhl. „Hallo Vater, zu erst möchte ich dich bitten, nichts was wir hier bereden Mutter zu sagen ok?“ „Ok, worum geht es denn, dass du unbedingt so dringend unter vier Augen mit mir reden wolltest und jetzt auch noch diese bitte an mich richtest?“
    Ich bin mal gespannt ob er mich das fragt, was ich glaube, dass er mich fragen wird und ob er es weiß.

    "Aber bitte werde nicht sauer und lass. Also, es geht darum, dass ich am Dai Shi teilnehmen will.“ Wütend entgegnete Masaru: „Was soll das heißen du willst am Dai Shi teilnehmen? Du weist doch genau, dass du wirklich sterben wirst, wenn du im Spiel stirbst, das werde ich nie im leben zulassen, du bist immerhin mein Sohn und wirst eines Tages meinen Platz bei Nonomoto übernehmen müssen.“
    DragonGodSlayer is offline Last edited by DragonGodSlayer; 13.09.2014 at 12:06.

  5. #25 Reply With Quote
    Mahou Shoujo  Önee-sama's Avatar
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    [Bild: seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png]

    Makoto schaute Smith-kun direkt an.
    "So, da haben sie es! Die Yamato Schwestern gibt es nur im Doppelpack oder gar nicht!"
    Forsch stemmte sie ihre Hände in die Hüften, ihr gesamter Körper eine einzige Herausforderung aussendend, sollte es jemand wagen, ihren Entschluss anzufechten!
    "Äh... Nee-san... du..."
    Makoto vernahm die einzelnen Worte ihrer Schwester, wollte aber nichts von ihrem Erscheinungsbild einbüßen, weswegen sie sich nicht umdrehte.
    "Schon gut, Nana! Ich werde dich nicht die ganze Bürde alleine tragen lassen! Schließlich bin ich deine große Schwester und muss doch auf dich aufpassen!"
    Während sie zu Nana in einem weichen Tonfall gesprochen hatte, wurde ihre Stimme jetzt wieder schneidend und frostig.
    "Was ist jetzt, Smith-kun? Uns Beide oder gar Keine! Suchen sie es sich aus!"
    Du schleimiger Bastard bekommst Nana nicht ohne mich! Darauf kannst du Gift nehmen!

    Der Mann im Sessel verzog amüsiert die Mundwinkel, ehe er in seiner lässigen Art antwortete.
    "Nun, Miss Makoto Yamato, ich habe Respekt vor ihrer Entscheidung, ihre kleine Schwester schützen zu möchten. Doch, bei allem Respekt, Nonomoto Enterprises hat Regeln, die nicht einfach umgangen werden können! Wie ich ihrer kleinen Schwester schon versichert habe, wir bedauern es zu tiefst, wie wir mit ihren Eltern verfahren mussten... Dennoch hat Nonomoto Enterprises in seiner Güte einen Weg angeboten, um dieses Dilemma zu lösen... und bei dieser Lösung spielen sie keine Rolle!"
    Dir wische ich dein dämliches Grinsen noch irgendwann eigenhändig aus dem Gesicht!
    "Das können sie und ihre dämliche Firma in den Allerwertesten stecken!!! Als wenn ich Nana der Gefahr aussetzen würde, mit männlichen Mitspielern alleine online zu sein! Also, entweder ich spiele mit Nana oder wir müssen neu verhandeln! Und eine Ablehnung brauchen sie gar nicht erst zu versuchen - eher lege ich ihre beiden Gorillas eigenhändig um wenn sie mich versuchen abzulehnen!"

    "Na, Miss Makoto Yamato, sie wissen doch noch, wie die Meinungsverschiedenheiten vor nicht all zu vielen Momenten abgelaufen sind..."
    "Da war ich noch aus der Puste vom Stadtbummel! Außerdem weis ich jetzt, was sonst passiert: Nana muss ohne mich bei Dai Shi mitmachen! Was überhaupt nicht in Frage kommt!"
    Wieder bleckte sie ihre Zähne und drohte mit ihrer Faust! Zudem strahlte sie diesmal unbändige Entschlossenheit aus.
    "Nee-san... bitte, das ist... keine gute Idee."
    "Papperlapapp! Nonomoto kann es sich abschminken, dich alleine zu bekommen! Zur Not prügel ich das diesen Affen und ihrem Anführer eigenhändig ein!"
    Am besten jetzt gleich! Dann überrasche ich sie! Und ich kann Nana beeindrucken, wie ich sie heldenhaft gerettet habe!
    Entschlossen trat sie vom Sofa weg und um den Tisch herum, geradewegs auf Smith-kun zu. Dieser lächelte noch breiter, was Makoto natürlich noch zusätzlich anstachelte.
    "Bitte verzeihen sie mir, Miss Nana Yamato, aber ihre Schwester scheint nicht ganz hören zu wollen... Was jetzt geschieht, dient nur dem Wohl ihrer Schwester! Bitte verstehen sie das und machen sie sich keine Sorgen, sie haben mein Wort, das wir ihrer Schwester nicht weh tun!"
    Dann schnippte er mit seinen Fingern.
    "Ihr Zwei: Stellt die große Schwester doch bitte ruhig, ehe sie sich selbst verletzt!"
    Die beiden anderen Kerle traten daraufhin sofort auf Makoto zu! Sie blieb stehen, ihr Kampfgeist jedoch ungebrochen!
    "WAGT ES!!! Wenn ihr mich anfasst, trete ich euch persönlich aus dem Haus!"
    Doch die Beiden in den grauen Anzügen ließen sich nicht beirren. Sie holten jeder eine Rolle großen Panzertapes aus ihren Anzugtaschen, dann griffen sie sich die arme Makoto...
    Beim folgenden Handgemenge verfluchte Makoto so ziemlich alles und jeden, was igrendwie mit Nonomoto Enterprises zu tun hatte, dazu noch Personen, Einrichtungen und was ihr sonst noch einfiel und eigentlich gar nichts mit der jetzigen Situation zu tun hatte!
    "Nee-san! Bitte... du machst es nur noch schlimmer..."
    Als ihre Schwester in ihrem Wahn nicht hören wollte, wandte sich Nana an Smith-kun.
    "Bitte! Sie haben versprochen, meiner Schwester nicht weh zu tun!"
    "Aber natürlich, Miss Nana Yamato! Meine Mitarbeiter sorgen nur dafür, dass ihre Schwester sich nicht selbst verletzt! Bitte haben sie auch weiterhin Vertrauen zu mir, ja!?"
    "O-ok..."
    Nana blieb jetzt ruhig auf dem Sofa sitzen und wartete ab, bis die Begleiter von Smith-kun fertig waren.
    Das Endergebnis war eine Makoto, die auf einen der alten und gepolsterten Holzstühle festgebunden war: Arme an den Lehnen, Beine an die beiden vorderen Stuhlbeine gebunden! Dazu den Oberkörper an die Rückenlehne getapt. Und weil Makoto ununterbrochen die beiden Gorillas in ihre Arme gebissen hatte, hatte man ihr auch noch einen Streifen Tape auf den Mund geklebt!
    "Nee-san... es tut mir leid..."
    Nana sah jetzt sehr hilflos und überfordert mit der Situation aus.
    "Nicht doch, Miss Nana Makoto! Wie gesagt, es dient nur dem Schutz ihrer Schwester vor sich selbst!"
    Smith-kun erhob sich von dem Sessel und ging zu Nana herüber.
    Wenn du es wagst, sie anzufassen, bringe ich dich um! Ich mach dich fertig! Mit meinen bloßen Händen! Hast du mich verstanden!?
    Doch da Makoto an den Stuhl gefesselt und geknebelt war, brachte sie nur ein paar kleine Bewegungen ihres Körpers zu stande und außer einem lauten 'Hmm,hmmmhhh, hm, hm' war sie nicht zu verstehen. Smith-kun legte Nana dann seine Hände beruhigend auf die Schultern, was die Bewegungen und die hm-hm-Laute von Makoto noch intensivierte.
    "Wir bedauern dies zu tiefst. Aber Nonomoto Enterprises ist auch auf den Schutz seiner Kunden ausgerichtet. Soweit wir das wissen anhand der Spielzeiten, die sie Beide in Belendiel verbracht haben, ist Miss Makoto Yamato keine Kandidatin für Dai Shi! Deshalb wäre es ein törichtes Unterfangen, sollte sie darauf bestehen, bei Dai Shi mit zu machen! Und ich denke, Miss Nana Yamato kann dies bestätigen..."
    Du aufgeblasener Fatzke! Komm schon Nana, sag ihm, wie gut ich bin! Ich werde dich beschützen!
    Mit eindringlichem Blick sah sie ihre kleine Schwester an...
    "Ich... äh... ich kann sagen... Makoto ist... gar nicht so schlecht, wie sie vielleicht denken... sie ist mir eigentlich sogar eine... Hilfe... wirklich..."
    Nana sprach sehr verlegen und leise, schaute zudem dabei niemanden direkt an sondern auf ihre im Schoss gefalteten Hände. Doch ihre Aussage überraschte Smith-kun ein wenig.
    "Nun, wenn sie dies sagen, Miss Nana Yamato..."
    Ein wenig überlegte er, bevor er weiter sprach.
    "Nun gut, ich muss mich kurz mit der Zentrale besprechen. Es gibt da eine Möglichkeit... Nana 2! Bitte eine Verbindung mit der Zentrale in den Nebenraum legen! Ich muss ungestört mich mit der Führung unterhalten können."
    "Natürlich, ehrenwerter Smith-kun!"

    Wieder ein Fingerschnippen.
    "Ihr Zwei passt auf, dass die große Schwester sich nichts tut!"
    Dann ging Smith-kun mit einem Grinsen im Gesicht, welches er Makoto zeigte, in den Nebenraum, während sich seine beiden Begleiter neben die Gefesselte im Stuhl stellten.
    Was zum Teufel!? Warum hört meine Haus-VI auf diesen Arsch!? Dafür wird er sowas von sterben!!!
    Doch in ihrem Zustand konnte sie nichts tun. Derweil stand Nana langsam vom Sofa auf und trat schüchtern zu Makoto. Kurz vor ihr blieb sie stehen, schaute auf die beiden Gorillas und als diese nichts weiter zu erkennen gaben, ging sie ganz zu ihrer großen Schwester und hockte sich neben sie.
    "Es... tut mir leid, Nee-san! Wegen mir... musst du jetzt auch mitmachen..."
    Dabei tätschelte sie sanft die Wange von Makoto.
    Diese schüttelte nur mit dem Kopf und versuchte Nana mit ihren Augen zu signalisieren, dass das in Ordnung wäre.
    Nein, Nana! Ich wäre keine gute Schwester, wenn ich dich das alleine machen lassen würde! Immerhin sind es unser beider Eltern, um die es geht! Und ich muss doch meine Imouto vor den Männern da draußen beschützen!
    Nana zog weiterhin ein ziemlich hilfloses Gesicht und streichelte dabei die Wange ihrer Schwester.
    Hm... wenn die beiden Gorillas nicht wären... Gefesselt und alleine mit Nana! Fufufufu... DAS ist eigentlich geradezu himmlisch! Oh, diese Möglichkeiten! Wir könnten-
    WAHH! Konzentriere dich, Makoto! Die Situation ist viel zu ernst...
    Dennoch, vielleicht sollte ich mir in Gedanken eine Notiz für Tape machen... denn, uh! Nana, doch nicht da! Deine Schwester ist dir doch hilflos ausgeliefert...

    Makoto war wieder mal in ihre eigene Welt abgedriftet und dabei errötete ihr gesamtes Gesicht. Das machte Nana stutzig.
    "Nee-san? Bekommst du nicht genug Luft? Dein Kopf ist so rot!?"
    Sofort riss Makoto die Augen weit auf und schüttelte vehement ihren Kopf.
    Nein, nein, alles Bestens, Nana... DAS musst du nicht wissen...
    Eine kleine Weile ging das so weiter, dass Nana die Wange ihrer Schwester streichelte und sich hin und wieder entschuldigte. Makoto schüttelte daraufhin immer wieder ihren Kopf und kämpfte gleichzeitig gegen das Erröten an, da sie immer wieder von Nana aus ihren Fantasien gerissen wurde.
    Dann kam Smith-kun zurück ins Wohnzimmer. Nana erhob sich und sah ihn etwas verloren an, während Makoto ihn mit eiskaltem Blick strafte.
    "Nun, ich habe eine freudige Nachricht für die Geschwister Yamato: Die zuständige Stelle hat sich bereit erklärt, Miss Makoto Yamato bei dem anstehenden Dai Shi Event zu akzeptieren!"
    Nana schaute daraufhin etwas traurig zu Boden, wusste sie doch, was an Arbeit auf sie zu kommen würde. Makoto dagegen hatte einen triumphierenden Blick in ihren Augen.
    Natürlich haben sie mich akzeptiert! Ich bin schließlich genauso gut wie Nana! Und wenn sie mich abgelehnt hätten, wäre ich persönlich über sie hergefallen!!!
    "Zusätzlich habe ich weitere Informationen für sie Beide: Morgen Vormittag, um Punkt 10:00 Uhr werden meine Begleiter und ich zusammen mit einer Frau Kazue Sato vorbeikommen. Frau Sato ist für einen Teil der Einrichtung der notwendigen Vorrichtungen zum Spielen von Dai Shi verantwortlich! Da Frau Sato einen engen Terminkalender hat, bitte ich sie Beide morgen auf jeden Fall um 10:00 Uhr hier bereit zu sein!"
    Dann sah er Makoto direkt an.
    "Desweiteren möchte ich frau Makoto Yamato davon in Kenntnis setzen, dass Frau Sato über sie frei verfügen darf! Dies hängt damit zusammen, dass die zuständige Stelle sich nur so damit einverstanden zeigte, sie bei Dai Shi zuzulassen! Was das genau für sie bedeutet, wird ihnen Frau Sato morgen dann im Detail erklären... als kurzes Fazit brauchen sie nur zu wissen, dass Frau Sato sie wahrscheinlich hin und wieder zu sich ins Labor einladen wird!"
    Ein sadistisches Grinsen, bei dem Makoto sich fragte, was das zu bedeuten hatte, dann wandte sich Smith-kun an Nana.
    "Miss Nana Yamato. Wenn sie mich entschuldigen würden. Wir haben noch weitere Termine! Sie können ihre Schwester ja soweit aufklären, wie wir sie schon in Kenntnis gesetzt haben. Zudem haben ihre beiden Haus-VI's eine Liste mit für sie relevante Informationen bekommen, die sie zusammen durchgehen können."
    Dann verbeugte er sich leicht, schnippte mach seinen Begleitern und ging Richtung Ausgang.
    "Auf Wiedersehen bis morgen, meine Damen!"
    Dann waren die Drei weg.
    Nana machte sich sofort am Tape auf Makoto's Mund zu schaffen.
    "Moment, Nee-san... jetzt!"
    "AU!"
    "T-tschuldige, Nee-san!"
    Nana sah sie mit großen Augen an.
    "Nein, schon gut, Nana! Jetzt hol doch eine Schere und mach mich los. Danach sag mir bitte alles, was du weist von bevor ich nach Hause kam, ja!?"
    Während Nana los rannte, eine Schere zu holen, blickte Makoto nachdenklich zur Tür.
    Wofür diese Frau Sato wohl zuständig ist...
    Önee-sama is offline Last edited by Önee-sama; 10.03.2015 at 20:51.

  6. #26 Reply With Quote
    Schwertmeister Braoin's Avatar
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    [Bild: Yuuto_klein.jpg]

    Mit angebrachter Wachsamkeit ließ Yuuto Kishimoto den Blick durch sein Klassenzimmer schweifen. Die zwei Dutzend Schüler, welche dieses Jahr seinen Geschichtskurs besuchten, saßen mit konzentrierten Mienen über einem komplexen holographischen Bericht, den Generalfeldmarschall Stewart Borrington über den Feldzug der Briten, Deutschen und Franzosen gegen Russland im Jahre 2024, verfasst hatte. Es war seine letzte Amtshandlung gewesen, ehe er sich in den vorzeitigen Ruhestand hatte versetzen lassen und freiwillig psychiatrische Behandlungen in Anspruch genommen hatte. Sein Unterricht war gemeinhin als anspruchsvoll bekannt – Super schwer, wie die Schüler sich meist äußerten – und erreichte in seinen Spezialgebieten wohl Hochschulanforderungen, was ihn nur wenig beliebt bei den Lernenden machte. Lediglich seine sympathische Haltung gegenüber jüngeren Leuten milderte wohl die negative Grundeinstellung, die einige gegen ihn bezogen hatten.
    Wäre es doch nur mit Frauen meines Alters ähnlich!, dachte er wehmütig, ehe seine Augen den abwesenden Ausdruck in Tenshi Utakawas Gesicht bemerkte.

    Der eher durchschnittlich engagierte Sechszehnjährige folgte mit seinem Blick den Wolken, die sich in den polierten Fensterscheiben des zweiten Gebäudes der Schule spiegelte, während sein rechter Fuß wohl zum Takt eines Liedes wippte, das nur er hören konnte. Skeptisch hob Yuuto die rechte Augenbraue, verließ seinen Stammplatz hinter dem Pult und schlenderte in die Richtung des Desinteressierten. Dieser schien ihn aus dem Augenwinkel zu bemerken, denn er wandte sich ruckartig seinem historischen Text zu, wollte den Anschein eines aufmerksamen Schülers vermitteln.
    Nicht mit mir, junger Mann, ging es dem Lehrer durch den Kopf, ehe er vor Tenshis Tisch stehen blieb.

    Er schob seine Brille hoch, ohne, dass sie hinunter gerutscht wäre. Seine Stirn lag in Falten, während er darauf wartete, dass der Jugendliche reagierte. Gespielt überrascht blickte der Junge auf, als er es nicht mehr vermeiden konnte.
    „Utakawa-kun“, sprach Kishimoto den miserablen Schauspieler an, „ist dir die Schulordnung bekannt?“
    „Sensei?“, gab der Schüler vor, nicht zu verstehen, worauf dieses Gespräch hinauslief.
    „Paragraph 4 – Die Nutzung von Technik. Während des Unterrichts ist das Nutzen technologischer Geräte auf lernunterstützende Anwendungsverfahren, die durch den Lehrer ausgegeben und initiiert werden, gestattet. Zuhilfenahme eigener Gadgets, die Zugriff auf webbasierte Datenbanken, externe Personen und anderweitigen Quellen, die die Erarbeitung zum Verständnis der vom Lehrer gestellten Aufgabe negativ beeinflusst, ist untersagt. Gleiches gilt für die Nutzung von Technologie, die der Unterhaltung dient, wie beispielsweise Instantmassenging Software, Wiedergabefunktionen für Musik und Filme, sowie portable Spiele. Zuwiderhandlung wird mit dem Entzug der dem Schüler eigenen technischen Ausstattung bis zum Ende des Unterrichts bestraft.“, rezitierte Yuuto diesen Abschnitt der Schulordnung wörtlich.

    Tenshi schaute zerknirscht und gleichwohl wütend drein, denn Kishimoto war nicht dafür bekannt, dass er in derartigen Fällen Nachsicht zeigte. Die Aufmerksamkeit der Klasse hatte sich unterdessen weg von General Borrington, hin zu ihnen verlagert, sodass eine peinliche Situation ohnehin unvermeidbar war.
    „Bitte händige mir deine Kommunikationsgeräte aus. Am Ende des Unterrichts bekommst du sie wieder, Utakawa-kun“, verdeutlichte der Lehrer noch einmal sein Vorhaben.
    „Aber Sensei!“, protestierte der Teenager impulsiv, „Ich habe lediglich aus dem Fenster geschaut!“
    „Während du Musik gehört hast. Versuch erst gar nicht, dich herauszureden!“
    „Aber, aber – Dai Shi beginnt in wenigen Tagen und wir müssen den Text danach ohnehin noch einmal durchkauen. Das kann sich sonst doch sowieso keiner merken!“
    Die Stimme des Schülers hatte einen aufmüpfigen Ton angenommen, was Verärgerung in Yuuto aufstiegen ließ. Er krempelte die Ärmel seines Sakkos hoch, nur um sie einen Augenblick später wieder glatt zu ziehen.

    „Gib mir dein Holoarmband, Utakawa-kun“, forderte er unbeirrt und streckte die Hand erwartungsvoll aus.
    Ein Laut der unterdrückten Wut ob seiner Wehrlosigkeit entrang sich Tenshis Kehle, ehe er mit wüsten Bewegungen sein Gadget löste. Gerade, als er es in die Hand seines Lehrers gleiten lassen wollte, erfüllte eine kindliche Stimme den mit Schweigen gefüllten Raum.

    „Sumimasen! Sumimasen! Sumimasen!“
    Es war Yuutos Holoarmband, welches den Erhalt einer Mitteilung der Schulleitung anzeigte. Ein verträumter Ausdruck trat in sein Gesicht, während er die anwesenden Schüler ausblendete und den Moment vorm Öffnen der Nachricht voll auskostete.
    Aoi-chan! Gleich werde ich dein umwerfendes Hologramm sehen!, sprudelten seine Gedanken vor Aufregung über.
    Er aktivierte sein Kommunikationsgerät und nach wenigen Momenten erschien eine recht junge Frau mit langem, glatten Haar und sich stark in den Vordergrund drängenden…Augen. Dann löste eine bestimmende Stimme die kindliche ab.
    „Verzeiht die Störung geschätztes Lehrpersonal. Bitte beenden sie ihre Unterrichtsstunde unverzüglich und kommen Sie zum Besprechungsraum im ersten Stock, Gebäude eins. Bezüglich des Dai Shis verlangen wichtige, organisatorische Angelegenheiten nach Ihrer Aufmerksamkeit, die sich nicht aufschieben lassen. Bitten Sie Ihre Klassen, den Ausfall des Unterrichts zu entschuldigen und schicken Sie sie nach Hause. Das war alles.“

    Mit einem Geräusch, das einem Gähnen ähnelte, verschwand das Holobild von Aoi Inugami und leises Gemurmel breitete sich zwischen den Schülern aus, welches schnell an Lautstärke zunahm.
    „Beruhigt euch bitte!“, erhob Yuuto die Stimme, um für Ordnung zu sorgen, doch im ersten Moment zeigte dies keine Wirkung.
    „Ruhe!“, rief er schneidend und unterband weiteren Ungehorsam, „Bitte verzeiht, aber jeglicher ausstehender Unterricht fällt für heute aus.“
    Verhaltener Jubel war hier und da im Klassenraum zu vernehmen, doch störte sich Kishimoto nicht daran. Er ging zurück zum Lehrerpult, hob seine Tasche auf und verstaute seine Unterlagen sorgfältig im Fach für die Klasse O2e.
    „Wir sehen uns morgen. Ich wünsche einen guten Heimweg“, verabschiedete sich der Lehrer und verließ den Klassenraum.
    Dai Shi bringt mir schon wieder meine ganze Unterrichtsplanung durcheinander, seufzte er innerlich und machte sich auf den Weg zum Gebäude eins.
    Es war ein langer Weg, der nach aktueller Technik normalerweise keine Rolle spielte, war Hologespräch doch beinahe das Gleiche, wie ein persönlicher Dialog. Glücklicherweise war der Personenbeförderungsschacht am Ende des Flures.
    Außerdem kann ich dann in der Nähe von Aoi-chan sein, wurde Kishimoto klar und ein scheeles Lächeln breitete sich in seinem Gesicht aus.

    Aus den anderen Klassenräumen traten seine Arbeitskollegen, wobei die Nachricht gemischte Emotionen bei ihnen ausgelöst zu haben schien. Einige plauderten munter miteinander, froh darüber, der alltäglichen Arbeit entkommen zu können, andere, so wie auch Yuuto, wirkten verstimmt, warf es sie doch in ihren Vorbereitungen für künftige Tests zurück. Zwar wurde die versäumte Zeit angehängt, doch vergaßen die meisten Schüler vieles während der unterrichtsfreien Phase. Doch eines war ihnen allen anzusehen: Die Neugier auf das Event und die Angelegenheiten, welche es zu besprechen galt.
    Braoin is offline Last edited by Braoin; 15.09.2014 at 20:37.

  7. #27 Reply With Quote
    Legende Annalena's Avatar
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    Quote Originally Posted by Annalena View Post
    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari genoss ihr sehr langes Bad. Dank der beheizbaren Wanne wurde das Wasser auch nicht kalt. Sie war schon total verschrumpelt als sie sich, schweren Herzens, aus der Wanne begab. Nachdem sie sich abgetrocknet und eingecremt hatte, zog sie sich ein einfaches Shirt und Jeans an. Ihre Füße ließ sie bar, denn die Fußbodenheizung strahlte eine angenehme Wärme aus. Als sie ins Wohnzimmer kam lag Rollo immer noch in der gleichen Position wie er lag, als sie ins Badezimmer ging. Sie ging zu ihm und streichelte ihn. Er öffnete nicht einmal die Augen, aber bedankte sich mit lautem Schnurren.

    Mit neuer Energie baute sie ihren Rechner auf. Es dauerte nicht lange und sie konnte ihn einschalten. Da sie im Moment in einer wirklich ausweglosen Situation war, wollte sie erst einmal mehr Erkundigen zu Dai Shi einholen. Natürlich kannte sie einige der offiziellen Daten. Sie war alt genug, als das letzte Dai Shi lief. Auch wenn sie es überhaupt nicht verfolgt hatte, so hatte sie sich die einen oder anderen Daten und Nachrichten angeschaut. Sie selbst spielte ganz gern Belendiel. Doch sie würde nicht behaupten, dass sie sehr gut. Allerdings war sie auch nicht sehr schlecht. Warum wollte man ausgerechnet sie für Dai Shi? Sie war wirklich nichts Besonderes.

    Die offiziellen Daten waren ihr aber nicht genug. Sie wollte mehr wissen. Amüsiert legte sie ihr MNE an und aktivierte es. Mal sehen wie lange es dauerte, bis Yuudai auftauchte. Mit einem kleinen Lächeln hackte sie sich in die Server von Nonomoto Enterprises.


    Yuudai erledigte seine Arbeit meistens von zu Hause aus. Er ging nur selten in das Bürogebäude seiner Firma. Sein Arbeitszimmer in seiner Villa war natürlich mit der neusten Technik ausgestattet. Über die Sicherheits-Online-Leitungen war er aber ständig mit seiner Abteilung im Bürogebäude verbunden. Auf einem kleinen Monitor hatte er stets Akari im Live-Stream. Es war eine Marotte von ihm und viele würden es schon als Stalking bezeichnen. Yuudai sah das natürlich nicht so. Vor allem, da er ihr so auch schon helfen konnte.

    Er unterbrach seine Arbeit als Akari ein Bad nahm. Yuudai konnte seine Augen einfach nicht von ihr abwenden. Er hätte doch ihr Angebot annehmen sollen. Bei diesem Anblick konnte er sowieso nicht arbeiten. Etwas enttäuscht, als sie ihr Bad beendete, wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Etwas später kam ein Alarm, dass jemand sich in das System von seiner Firma hackt. Normalerweise würden sich seine Mitarbeiter um kleinere dieser Angriffe kümmern. Nur bei den Hackern, die als besonders talentiert eingestuft wurden, wurde der Alarm bei ihm ausgelöst. Er wunderte sich, wer es war. Nur ein paar Tastendrucke später hatte er den Hacker gefunden und aus dem System geworfen.

    Er verzichtete jedoch darauf dem Rechner des Hackers ein paar nette Viren zum Dank zu schenken. Yuudai erhob sich grinsend. Scheinbar war seinem Schwarzen Engel langweilig. Das muss er unbedingt ändern. Schnurstracks machte er sich auf den Weg in ihr Zimmer.


    Akari lächelte immer noch als sie aus dem Netzwerk von Nonomoto Enterprises rausflog. Ohne Frage war es Yuudai, der sich persönlich darum gekümmert hatte. Ohne angeben zu wollen, aber sie war sich sicher, dass nur jemand von Yuudais Kaliber sie erwischt hätte. Sie deaktivierte ihr MNE und begab sich zu ihrem Sofa. Rollo lag immer noch dort und dieses Mal hob er kurz den Kopf als sie näher kam. Sie setzte sich und der dicke Kater miaute kurz. Dann erhob er sich und legte sich neben sie. Seinen Kopf bettete er auf ihrem Oberschenkel und sah sie erwartungsvoll an. „Ich frage mich, was du willst?“ Ihre Hand legte sich auf ihn und sie fing an ihn zu streicheln. Sein Schnurren verriet ihr, dass es ihm gefiel.

    Als Yuudai das Zimmer betrat fand er Akari auf dem Sofa mit Rollo. Er seufzte leise. Überlasse es dem Kater seinen neuen Mitbewohner gleich zu finden. „Wie ich sehe, hast du meinen kleinen Dicken schon gefunden.“ Akari hob den Kopf. „Er war draußen im Garten und kam gleich mit rein.“ Der junge Mann schaute missmutig auf den Kater, der so nah bei Akari lag. Ihm blieb keine Wahl als sich neben Rollo zu setzen. „Warum sind Sie hier, Fushida-sama?“ Yuudai hob seine Hand um Rollo zu streicheln. Akari drehte den Kopf zu ihm als sie keine Antwort bekam. In diesem Moment berührten sich ihre Hände.

    Beide hielten ihre Hände für einen Moment still. Dann schob Yuudai seine Hand auf die von Akari und zeichnete mit seinem Daumen kleine Kreise auf ihren Handrücken. Akari atmete tief ein. Yuudais Augen glühten förmlich mit diesem Feuer, was sie schon eher gesehen hatte. Er war faszinierend und abstoßend zugleich. Auch wenn er es nicht zeigte, aber auch Yuudai war nicht immun zu Akaris Reizen. „Nimm deine Kontaktlinsen raus, meine Schöne.“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Warum sollte ich das tun, Fushida-sama?“ Er nahm seine freie Hand und strich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Ich möchte deine wunderschönen Augen sehen.“

    Akari beugte sich näher zu ihm. „Was würde ich dafür bekommen?“ Yuudai starrte auf ihre Lippen und lächelte. „Was immer du willst, meine Schöne.“ Rollo entschloss sich genau in diesem Moment seinem Unmut Luft zu machen. Er hasste es ignoriert zu werden. Der Moment zwischen Akari und Yuudai war gebrochen. Sie stand auf. „Ich denke, dass Ihr Kater Hunger hat, Fushida-sama.“ Yuudai funkelte seinen Kater wütend an. Er liebte ihn wirklich, aber er hatte wirklich ein sehr unpassendes Timing.

    „Miau!“


    Rollo – Bonus
    [Bild: rollo.png]
    Rollo streifte in seinem Reich umher. Er kontrollierte penibel ob jedes Mausloch noch an seinem Platz war. Das Loch im Zaun war auch noch in Ordnung und es gab keine neuen Maulwürfe. Langsam wurde er müde und er begab sich zurück zu seinem Haus. Da bemerkte er eine fremde Person im Garten. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam.

    Die Person fand ihn sehr schnell und das erntete ihr einen Pluspunkt. Er hasste dumme Diener, die nicht sofort wussten, was sie für ihn tun sollten. Sie hockte sich hin und streckte ihre Hand aus. Sofort ging er zu ihr um ihre Fähigkeiten zu testen. Sie war ein Weibchen und roch nach seinem Ersten Diener und das gefiel ihm. Vielleicht war sie als Zweite Dienerin nützlich. Ihre Streichelfähigkeiten waren zwar nicht sehr gut, aber er sah viel Potenzial in ihr. Sie würde es schon lernen ihn zu seiner Zufriedenheit zu streicheln.

    Zum Dank für ihre Mühe ließ er sich dazu herab für sie zu schnurren. Das würde ihr ein Ansporn sein besser zu werden. Neugierig, und um ihre Fähigkeiten als Zweite Dienerin zu analysieren, folgte er ihr in sein Haus. Als nächsten Test beschloss er sich auf das Sofa zu legen. Manche Diener mochten es nicht, wenn er es sich auf dem weichen Schlafplatz gemütlich machte. Diese unwürdigen Diener wurden, nach seinen Protesten bei seinem ersten Diener, aus seinem Haus entfernt. Seine mögliche Zweite Dienerin ließ ihn liegen und das erntete ihr einen erneuten Pluspunkt bei Rollo. Sie hatte wirklich gute Aussichten zur Zweiten Dienerin zu werden.

    Rollo musste wohl gedöst haben. Es war einige Zeit vergangen bis sie wiederkam. Das Erste, was sie tat, war ihm seine zustehende Streicheleinheit zu geben. Zufrieden mit ihr belohnte er sie mit einem weiteren Schnurren. Als weiteren Test ließ er seine Augen geschlossen, da er noch schlafen wollte. Sie ließ ihn schlafen und drängte ihn nicht aufzustehen. Ein weiterer Schritt um zu seiner Zweiten Dienerin zu werden war für sie getan.

    Rollo döste noch ein wenig als sich sein Schlafplatz plötzlich etwas bewegte. Er öffnete die Augen, hob seinen Kopf und sah, dass die Anwärterin für seine Zweite Dienerin sich hingesetzt hatte. Ein weiterer Test war fällig. Er miaute kurz und ging dann zu ihr. Er legte sich neben sie und seinen Kopf auf ihr Bein. Dann sah er sie an. Sie bestand seinen Test als sie anfing ihn zu streicheln. Als Belohnung schnurrte er wieder.

    Er hob nicht einmal den Kopf als plötzlich sein Erster Diener in seinem Zimmer erschien. Dieser setzte sich auf die andere Seite von ihm. Zufrieden schnurrte er lauter, als sein Erster Diener auch anfing ihn zu streicheln. Ja, das war ein Katzenleben. Verärgert öffnete er die Augen als beide Diener plötzlich aufhörten ihn zu streicheln. Was sollte das? So hatte er sie nicht erzogen. Rollo hörte auf zu schnurren, doch beide Diener bemerkten es nicht. Drastischere Maßnahmen mussten her. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam. Endlich bemerkten sie, dass sie ihn verärgert hatten. Seine Zweite Dienerin stand auf und sein Erster Diener sah ihn an.

    „Miau!“

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Nachdem er sein Dickerchen gefüttert hatte begab sich Yuudai wieder ins Zimmer von Akari. Sie stand am Fenster und schaute hinaus. Es gab keine Reaktion von ihr, dass sie ihn gehört hatte. Er trat hinter sie und legte seine Arme um sie. Dann zog er sie an seine Brust. Die junge Frau widerstand nicht und er wunderte sich darüber.

    Akari starrte aus dem Fenster. Sie spürte wie Yuudai sie an sich zog. Normalerweise sollte sie verärgert darüber sein, doch als er weg war, wurde ihr einiges klar. Sie würde sterben. Egal was sie tun würde, Nonomoto Enterprises hatte die Oberhand und sie würde sterben. Sollte sie die Zeit, die ihr noch bleibt, zur Genüge auskosten? Was möchte sie noch tun bevor sie stirbt?

    „Was beschäftigt dich so, meine Schöne?“ Akari schwieg einen Moment bevor sie antwortete. „Ich werde sterben.“ Yuudai zog sie noch näher an sich. „Nicht wenn ich es verhindern kann.“ Akari drehte sich bei seinen Worten um. Der junge Mann hielt sie immer noch in seinen Armen. „Ich bin nicht sehr gut in Belendiel, Fushida-sama. Es ist ausgeschlossen, dass ich gewinne.“ Yuudai musterte sie. „Man muss nicht gewinnen um nicht zu sterben.“ Verwirrt blickte Akari ihn an. „Was?“

    „Etliche Spieler des Dai Shi sind Angestellte von Nonomoto Enterprises. Im Gegensatz zu den normalen Spielern werden sie jedoch nicht mit der tödlichen Neuralverbindung verbunden. Sie werden im echten Leben nicht sterben.“ Die junge Frau dachte über seine Worte nach. Es klang unglaublich, aber, nein es klang nicht unglaublich. Dieser Firma würde sie alles zutrauen, selbst das Manipulieren von Dai Shi. „Warum sagen Sie mir das, Fushida-sama? Ich könnte das der Öffentlichkeit erzählen und Nonomoto Enterprises schaden.“

    Yuudai lächelte nur. „Wer würde einer Verbrecherin glauben? Falls diese so lange lebt um zu reden natürlich.“ Akari holte geschockt tief Luft. „Mistkerl.“ Der junge Mann küsste ihre Stirn. „Nonomoto Enterprises weiß ALLES und herrscht über ALLES. Das oberste Ziel von Nonomoto Enterprises ist alle Ressourcen bestmöglich zu nutzen um einen höchstmöglichen Gewinn zu machen und die höchstmögliche Macht zu erreichen.“ Akari spürte noch immer seine Lippen auf ihrer Stirn. Verdammt, was tat dieser Mistkerl nur mit ihr. „Was wollen Sie von mir, Fushida-sama?“

    „Oh, ich möchte viele Dinge von dir, meine Schöne. Doch eins nach dem anderen. Wie ich sagte, nutzt Nonomoto Enterprises alle Ressourcen äußerst effektiv. Eine dieser Ressourcen bis du, meine Schöne.“ Akaris Augen wurden weit. „Was bedeutet das?“ „Deine Fähigkeiten sind für meine Firma viel zu wertvoll um sie zu verschwenden. Ich freue mich dir zu sagen, dass Nonomoto Enterprises dir einen Job anbieten. Arbeite für meine Firma und nutze deine Fähigkeiten zum Wohl von Nonomoto Enterprises.“

    Akari war geschockt. Damit hatte sie nicht gerechnet. „Was genau soll ich tun, falls ich annehme natürlich?“ „Du wirst in meiner Abteilung arbeiten. Das heißt, ich bin dein Chef und du arbeitest unter mir.“ Seine Anspielung war nicht zu überhören und jagte Akari einen wohligen Schauer über den Rücken. „Vielleicht werde ich eines Tages über Ihnen arbeiten“, sagte sie verschmitzt. Yuudai neigte seinen Kopf nach vorn. Das würde ich sehr genießen, meine Schöne,“ sagte er leise gegen ihre Lippen. Bevor er jedoch seinen Preis einholen konnte ertönte ein lautes Miauen.

    Akari wandte sich Rollo zu. „Was ist los? Möchtest du nach draußen?“ Sie löste sich aus Yuudais Umarmung und ging mit dem Kater nach draußen in den Garten. „Ich werde über Ihr Angebot nachdenken, Fushida-sama.“ Der frustrierte junge Mann konnte deutlich das Lachen in ihrer Stimme hören.
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    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]

    Während Chris wartete, dass er abgeholt wird versuchte er Rex in seine Reisebox zu bekommen. Da er Rex immer frei in seiner Wohnung laufen lies war dies immer eine große Herausforderung, vor allem da Rex seine Reisebox überhaupt nicht aussehen konnte. Da dies für ihn nie etwas gutes bedeutete, er wurde danach nämlich immer zum Tierarzt oder zu Chris Eltern gebracht, bei Chris Eltern musste er nämlich die ganze Zeit in dieser Box bleiben. Chris brauchte eine geschlagene halbe Stunde, bis er Rex gefangen und in die Reisebox bekommen hatte. Chris war erleichtert, als er ihn endlich in der Box hatte, fragte sich aber auch, warum er immer noch nicht abgeholt wurde, der Weg von seinem Elternhaus bis zu seiner Wohnung dauert doch nur zwanzig Minuten.


    Weitere zehn Minuten später klingelte es an der Tür und Chris öffnete die Tür und ein Chauffeur stand vor der Tür und eine Limousine hinter ihm. „Hallo Mister Shihô, ihr Vater schickte mich um Sie abzuholen.“ „Ich muss nur noch kurz was holen und dann können wir losfahren.“ Chris ging wieder in seine Wohnung und holte Rex,schloss die Türen ab und stieg danach in die Limousine ein. „So, Sie können jetzt losfahren.“ Der Chauffeur fuhr los. „Warum hat das eigentlich so lange gedauert, bis Sie bei mir ankamen?“ „Es tut mir wirklich leid, aber wie Sie gleich sehen werden ist heute viel mehr Verkehr als sonst, das liegt vermutlich daran, dass das Dai Shi angekündigt wurde.“ Nach kurzer Zeit standen sie schon im Stau und er merkte, dass an diesem Tag wirklich viel mehr Verkehr ist als sonst.


    Vierzig Minuten später kamen sie außerhalb von Freiburg in der Villa von Masaru Shihô an, welche von einem ein Quadratkilometer großem Grundstück umgeben war, das Grundstück wurde von einer massiven Steinmauer eingeschlossen. Es führte nur eine Straße vom stählernen Eingangstor zur Villa, das Eisentor lässt sich nur von der Villa aus oder durch eine extra speziell angefertigte Fernbedienung, von denen es nur vier Stück gab öffnen. Jeweils eine hatten natürlich die drei Mitglieder der Familie Shihô und eine wurde als Ersatz in einem der Tresore in der Villa aufbewahrt. Die Villa wurde im neuesten Stiel erbaute und und besaß die neueste Technik die es bei Nonomoto gab, diese stand noch nicht mal zum verkauf, falls sie es jemals zum kaufen geben wird.


    Chris stieg aus der Limousine aus und bedankte sich bei dem Chauffeur, danach ging er mit Rex im Schlepptau durch die große Eingangstür und betrat eine große Halle. Er wurde gleich vom Dienstpersonal begrüßt. „Gute Tag Herr Shihô, Sie waren schon lange nicht mehr hier.“ „Guten Tag, ja ich hatte in letzter Zeit viel zu tun gehabt. Wo ist meiner Mutter? Und könntet Ihr Rex auf mein Zimmer bringen?“ „Ihre Mutter ist im Wohnzimmer und natürlich bringe ich Ihren Rex in Ihr Zimmer.“ Chris gab dem Dienstpersonal Rex, der sich in seiner Reisebox befand und ging danach in das Wohnzimmer, welches auch als für Veranstaltungen und Feste der Familie benutzt wurde. „Hallo Mutter, lange nicht mehr gesehen, wie geht es dir?“ Als Marion Chris sah stand sie von ihrem Sessel auf und stürmte auf ihn zu um ihn danach zu umarmen. „Hallo Chris, wieso kommst du nicht öfters zu Besuch? Dann würde es mir noch besser gehen, vor allem, da dein Vater durch das Dai Shi in letzter Zeit auch nicht mehr so viel Zeit hatte.“ Sie ließ in wieder los und setzte sich wieder. Chris setzte sich auf den Sessel gegenüber seiner Mutter und warf noch einen kurzen Blick auf die Uhr, welche fünf vor sechs anzeigte. „Ich würde ja auch gerne öfters mal vorbei kommen, aber dies geht leider nicht, da ich viel um die Ohren habe und ich Rex nicht hier ja nicht frei rumlaufen lassen darf und er seine Box nicht mag. Können wir später weiter reden? Ich habe nämlich etwas wichtiges mit Vater zu bereden, eigentlich bin ich auch nur aus diesem Grund hier, werde aber vermutlich über Nacht bleiben.“


    Nachdem seine Mutter ihm etwas enttäuscht sagte, dass es in Ordnung sei ging Chris zum Büro seines Vaters, die Bürotür war ausnahmsweise offen und er saß alleine darin, nicht mal ein Bildschirm war an und er hatte aus nicht seine MNE auf. Da er anscheinend schon auf ihn wartete trat Chris in das Büro ein. „Hallo Chris, setzt dich und sage mir worum es geht. Chris schloss erst die Bürotür und setzte sich danach auf einen Stuhl. „Hallo Vater, zu erst möchte ich dich bitten, nichts was wir hier bereden Mutter zu sagen ok?“ „Ok, worum geht es denn, dass du unbedingt so dringend unter vier Augen mit mir reden wolltest und jetzt auch noch diese bitte an mich richtest?“
    Ich bin mal gespannt ob er mich das fragt, was ich glaube, dass er mich fragen wird und ob er es weiß.

    "Aber bitte werde nicht sauer und lass. Also, es geht darum, dass ich am Dai Shi teilnehmen will.“ Wütend entgegnete Masaru: „Was soll das heißen du willst am Dai Shi teilnehmen? Du weist doch genau, dass du wirklich sterben wirst, wenn du im Spiel stirbst, das werde ich nie im leben zulassen, du bist immerhin mein Sohn und wirst eines Tages meinen Platz bei Nonomoto übernehmen müssen.“



    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]
    Masaru stand energisch auf und ging zu seinem Computer und setzte seine MNE auf, als Chris etwas sagen wollte, deutete er ihm nichts zu sagen. Herr Shihô rief seine Sekretärin an und teilte ihr mit, sie solle all seine Termine für heute streichen, da er etwas wichtiges zu besprächen hätte. Danach setzte er seine MNE wieder ab und saß sich wieder gegenüber seines Sohnes auf den Sessel. „So, jetzt haben wir genug Zeit, dass ich es dir ausreden kann.“ Entgegnete er mit einer wieder etwas ruhigeren Stimme auf Chris fragenden Gesichtsausdruck. Ich frage mich, was er für Grunde nennt, warum er bei Dai Shi unbedingt mitmachen will.

    Chris fing an zu sprechen und wurde dieses mal nicht daran gehindert. „Du weist, dass ich ein sehr guter Belendiel Spieler bin, außerdem wüsste ich sonst nicht, was ich mit meiner freien Zeit anstellen sollte.“ Auf diese Aussage hin antwortete Chris Vater mit lauter und leicht wütender Stimme, „ja, in Belendiel magst du vielleicht ein guter Spieler sein, aber Dai Shi ist ein anderes Kaliber. Du scheinst zu vergessen, das wir also Nonomoto Enterprises nur DIE besten Spieler für Dai Shi aussuchen und du beim Dai Shi nicht einfach nur den Kampf verlieren kannst, sondern auch gleich noch dein Leben dazu. Und dies werde ich als dein Vater nicht zulassen. Punkt!“ Daraufhin wurde auch Chris ausnahmsweise mal etwas lauter. „Ich habe auch nicht vor mein Leben einfach so weg zu werfen, dafür ist es mir viel zu wichtig, du fragst dich bestimmt, warum ich dennoch bei Dai Shi mitmachen will oder? Ich sage es dir, aber zu erst mal möchte ich mich entschuldigen. Ich habe dich vor knapp vier Jahren während des letzten Dai Shi kurz belauscht, während du mit einem deiner Arbeitskollegen telefoniert hast. In dem Gespräch ging es darum, dass einige Angestellte von Nonomote beim Dai Shi mitmachen würden, aber ohne die Schmerzen durch die Neuralverbindung. Also ohne bei einem ingame Tod wirklich zu sterben. Und genau einer von diesen Leuten möchte ich sein, mir auch egal, was ihr mir für Aufgaben im Dai Shi geben mögt.“

    Mit gespielter Überraschung fragte Masaru Chris, ob er jemand anderem schon davon erzählt habe, welches er verneinte. „Gut, das muss auch so bleiben, da selbst ich sonst nicht mehr für deine Sicherheit garantieren kann. Da du dies weist, werde ich schauen, was ich machen kann, damit du einer dieser Personen wird, aber dazu musst du jetzt mein Büro verlassen.“ Nachdem sein Vater ausgesprochen hatte, verneigte und bedankte sich Chris und verließ das Büro und ging in sein Zimmer zu Rex, mit dem er sich unterhielt.

    Nachdem Chris das Zimmer verlassen hatte setzte sich Herr Shihô erneut an seinen Schreibtisch, seinen Computer und setzte seine MNE auf. Danach rief er den Chef der Rekrutierungsabteilung an. „Hey, hier ist Masaru, es geht um das Versprechen, dieses Dai Shi ist es soweit, also treffe die letzten Vorbereitungen.“ „Hallo Masaru, dann hat er dich also endlich gefragt. Wird zwar etwas knapp mit der Zeit, aber es ist ja schon seit seiner Geburt eigentlich alles vorbereitet gewesen. Dann werde ich nur noch schnell die letzten Vorbereitungen treffen und alles wird so laufen wie du es wolltest.“ „Ich danke und überlasse alles weitere dann dir.“ Nach diesem Satz legte Masaru auf und lehnte sich ohne seine MNE im Schreibtischstuhl zurück. Ich habe ja eigentlich schon vor vier Jahren damit gerechnet, aber es ist wohl besser so, denn damals wäre er bestimmt noch zu jung gewesen.

    Eine halbe Stunde später rief Herr Shihô seinen Sohn Chris wieder zu sich, welcher auch danach sofort kam. „Hallo Vater und hast du es hinbekommen?“ Mit ruhiger Stimme entgegnete er Chris. „Setzt dich erst mal, ich möchte dir etwas erzählen.“ „Warum willst du mir jetzt etwas erzählen? Ich will einfach nur wissen ob es klappt.“ Masaru beugte sich auf dem Sessel, gegenüber von dem wo sich Chris hin gesessen hatte nach vorne, mit den Ellenbogen auf den Oberschenkel und den Kopf auf den Armen abgestützt. „Immer mit der ruhe, lass mich erst mal erklären. Ich habe auch schon beim Dai Shi als Arbeiter für Nonomote mitgespielt. Es war beim zweiten Dai Shi, also vor 24 Jahren. Genau wie du habe ich meinen Vater bei einem Gespräch mit einem seiner Kollegen belauscht und beim nächsten Dai Shi darauf bestanden teilnehmen zu dürfen. Wie auch ich heute war er damals nicht erfreut, als ich sagte ich wolle mitmachen, da er ja nicht wusste, dass ich ihn belauscht hatte.“ Chris unter brach seinen Vater. „Und was hat dies mit mir und der jetzigen Situation zu tun?“ Weiterhin ruhig sprach er weiter. „Dazu komme ich noch, also immer mit der Ruhe. Wo war ich nochmal? Ach ja, nachdem ich ihm davon erzählt hatte sagte er mir, er würde schauen was er machen könne und dein Großvater schaffte es mich beim Dai Shi unter zu kriegen. So nun kommen wir zu der heutigen Situation. Zu aller erst, ich habe meine Wut vorhin nur vorgetäuscht, da ich erst mal wissen wollte, ob du alles weist. In Wirklichkeit, habe ich deine Teilnahme beim Dai Shi schon vor deiner Geburt arrangiert. Ich habe es auch beabsichtigt, dass du mich bei diesem Gespräch belauscht, aus diesem Grund habe ich seit deiner Geburt bei jedem Dai Shi mit jemandem darüber geredet und die Tür einen Spalt offen gelassen. Denn ich wollte, sehen ob du von dir aus am Dai Shi teilnehmen willst und auch ob du einfach nur lebensmüde bist oder die Wahrheit kennst. In diesem Moment werden die letzten Vorbereitungen für deine Teilnahme geregelt.“

    Ich frage mich, ob er jetzt genauso reagieren wird wie ich damals.
    „Ich werde dir in den nächsten Tagen noch jemanden von Nonomoto vorbei schicken, der dir alles erklärt und einstellt.“
    Chris erwiderte darauf, „Nein. Das will ich nicht, es liegt nicht daran, dass ich dir nicht vertraue, sondern ich vertraue deinen Vorstandskollegen und deinen Mitarbeitern nicht. Die Erklärungen will ich via Telefonat erhalten und einstellen muss man ja nichts, da es das selbe wie Belendiel ist, brauche ich ja keine besondere Neuraleinheit und kann meine jetzige benutzen.“
    Masaru fing an laut stark zu lachen. „Hahaha, genau so habe ich damals auch reagiert.“
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  9. #29 Reply With Quote
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    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Nachdem er sein Dickerchen gefüttert hatte begab sich Yuudai wieder ins Zimmer von Akari. Sie stand am Fenster und schaute hinaus. Es gab keine Reaktion von ihr, dass sie ihn gehört hatte. Er trat hinter sie und legte seine Arme um sie. Dann zog er sie an seine Brust. Die junge Frau widerstand nicht und er wunderte sich darüber.

    Akari starrte aus dem Fenster. Sie spürte wie Yuudai sie an sich zog. Normalerweise sollte sie verärgert darüber sein, doch als er weg war, wurde ihr einiges klar. Sie würde sterben. Egal was sie tun würde, Nonomoto Enterprises hatte die Oberhand und sie würde sterben. Sollte sie die Zeit, die ihr noch bleibt, zur Genüge auskosten? Was möchte sie noch tun bevor sie stirbt?

    „Was beschäftigt dich so, meine Schöne?“ Akari schwieg einen Moment bevor sie antwortete. „Ich werde sterben.“ Yuudai zog sie noch näher an sich. „Nicht wenn ich es verhindern kann.“ Akari drehte sich bei seinen Worten um. Der junge Mann hielt sie immer noch in seinen Armen. „Ich bin nicht sehr gut in Belendiel, Fushida-sama. Es ist ausgeschlossen, dass ich gewinne.“ Yuudai musterte sie. „Man muss nicht gewinnen um nicht zu sterben.“ Verwirrt blickte Akari ihn an. „Was?“

    „Etliche Spieler des Dai Shi sind Angestellte von Nonomoto Enterprises. Im Gegensatz zu den normalen Spielern werden sie jedoch nicht mit der tödlichen Neuralverbindung verbunden. Sie werden im echten Leben nicht sterben.“ Die junge Frau dachte über seine Worte nach. Es klang unglaublich, aber, nein es klang nicht unglaublich. Dieser Firma würde sie alles zutrauen, selbst das Manipulieren von Dai Shi. „Warum sagen Sie mir das, Fushida-sama? Ich könnte das der Öffentlichkeit erzählen und Nonomoto Enterprises schaden.“

    Yuudai lächelte nur. „Wer würde einer Verbrecherin glauben? Falls diese so lange lebt um zu reden natürlich.“ Akari holte geschockt tief Luft. „Mistkerl.“ Der junge Mann küsste ihre Stirn. „Nonomoto Enterprises weiß ALLES und herrscht über ALLES. Das oberste Ziel von Nonomoto Enterprises ist alle Ressourcen bestmöglich zu nutzen um einen höchstmöglichen Gewinn zu machen und die höchstmögliche Macht zu erreichen.“ Akari spürte noch immer seine Lippen auf ihrer Stirn. Verdammt, was tat dieser Mistkerl nur mit ihr. „Was wollen Sie von mir, Fushida-sama?“

    „Oh, ich möchte viele Dinge von dir, meine Schöne. Doch eins nach dem anderen. Wie ich sagte, nutzt Nonomoto Enterprises alle Ressourcen äußerst effektiv. Eine dieser Ressourcen bis du, meine Schöne.“ Akaris Augen wurden weit. „Was bedeutet das?“ „Deine Fähigkeiten sind für meine Firma viel zu wertvoll um sie zu verschwenden. Ich freue mich dir zu sagen, dass Nonomoto Enterprises dir einen Job anbieten. Arbeite für meine Firma und nutze deine Fähigkeiten zum Wohl von Nonomoto Enterprises.“

    Akari war geschockt. Damit hatte sie nicht gerechnet. „Was genau soll ich tun, falls ich annehme natürlich?“ „Du wirst in meiner Abteilung arbeiten. Das heißt, ich bin dein Chef und du arbeitest unter mir.“ Seine Anspielung war nicht zu überhören und jagte Akari einen wohligen Schauer über den Rücken. „Vielleicht werde ich eines Tages über Ihnen arbeiten“, sagte sie verschmitzt. Yuudai neigte seinen Kopf nach vorn. Das würde ich sehr genießen, meine Schöne,“ sagte er leise gegen ihre Lippen. Bevor er jedoch seinen Preis einholen konnte ertönte ein lautes Miauen.

    Akari wandte sich Rollo zu. „Was ist los? Möchtest du nach draußen?“ Sie löste sich aus Yuudais Umarmung und ging mit dem Kater nach draußen in den Garten. „Ich werde über Ihr Angebot nachdenken, Fushida-sama.“ Der frustrierte junge Mann konnte deutlich das Lachen in ihrer Stimme hören.

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari war schon eine Weile im Garten und dachte über Yuudais Angebot nach. Es war kein schlechtes Angebot. Sie konnte ihre Fähigkeiten nutzen und dafür würde sie auch noch bezahlt werden. Außerdem müsste sie keine Angst mehr vor der Polizei haben. Ein sehr großer Pluspunkt war die Zusammenarbeit mit Yuudai. Von ihm, oder besser gesagt dem weißen Wolf, könnte sie eine Menge lernen. Falls er gewillt war sie zu lehren. Hm, vielleicht sollte sie das als Bedingung für ihr Mitarbeit nennen.

    Je länger sie darüber nachdachte umso besser gefiel ihr das Angebot. Da war nur eine Sache über die sie grübelte. Wer in Dai Shi starb, starb auch im echten Leben. Würde das nicht so etwas wie Mord sein? Man tötete den Avatar eines Spielers und somit auch den Spieler selbst. Waren sich die anderen Dai Shi Spieler darüber bewusst? Was war mit ihr? Hätte sie ein Problem damit quasi zur Mörderin zu werden? Nachdem sie kurz darüber nachdachte zuckte sie mit den Schultern. Warum sollte das ein Problem werden? Andere Menschen waren ihr doch sowieso egal.

    Sie blickte auf und stellte fest, dass schon einige Zeit vergangen ist. Akari blickte sich um doch sie konnte Rollo nicht sehen. Es war Zeit zurück in die Villa zu gehen. Das tat sie dann auch. Sie verließ ihr Zimmer um sich auf die Suche nach Yuudai zu machen. Akari aktivierte ihr MNE und sah sich den Grundriss der Villa an. Wo könnte er sein? Nachdem sie in ein paar leeren Zimmern war, kam sie in sein Arbeitszimmer. Yuudai selbst war nicht da, doch seine Rechner liefen. Wahrscheinlich schaltete er sie nie aus. Die Neugierde überkam sie und sie sah nach, was auf den Rechnern war.

    Ein Bildschirm fiel ihr sofort auf, denn darauf war sie zu sehen. Geschockt blinzelte Akari. Was sollte das? Beobachtete er sie? Es war ein leichtes für sie den Zeitverlauf dieses Rechners abzurufen ohne den Alarm auszulösen. Tatsächlich gab der Zeitverlauf an, dass Yuudai sie fast rund um die Uhr beobachtete. Egal ob sie duschte oder sich auszog oder schlief. Er hatte sie sogar beim Bad beobachtet, dass sie vor kurzem genommen hatte. Akari grinste. Sie war nicht verärgert darüber. Ganz im Gegenteil, es törnte sie an zu wissen, dass er sie beobachtete. Nun, da sie es wusste, würde sie das ausnutzen. Sie brachte den Rechner wieder in seinen ursprünglichen Zustand und verließ Yuudais Arbeitszimmer.

    Kurz nachdem sie das Zimmer verlassen hatte betrat Yuudai es. Er war durch das Dai Shi zurzeit sehr im Stress und hatte nicht mitbekommen, dass Akari in seinem Zimmer war. Normalerweise würde er sie über seine MNE im Auge behalten, aber das letzte Gespräch hatte ihn dafür zu sehr abgelenkt. Nachdem er sich setzte galt sein erster Blick dem Bildschirm, auf dem Akari zu sehen war. Sie lief durch die Gänge seiner Villa. Suchte sie etwas? Ein weiteres Gespräch lenkte ihn von seinem Schwarzen Engel ab.

    Akari betrat ihr Zimmer. Ihre Gedanken kreisten immer noch um die Möglichkeiten, die sich ihr durch ihre Entdeckung auftaten. Sie betrat ihr Schlafzimmer und begann damit ihre wenigen Sachen in den Schrank zu räumen. Als sie ihn öffnete war sie überrascht, denn darin waren schon einige Sachen. Hauptsächlich befanden sich darin Kleider. Wem gehörten diese? Sie blickte sich um und sah einen Zettel auf ihrem Nachttisch. Diese altmodische Kommunikation Methode konnte nur von Yuudai kommen. Die junge Frau las die Nachricht.


    Meine Schöne,

    ich habe mir erlaubt dir einige Kleinigkeiten zu besorgen. Ich kann es kaum erwarten, dich in diesen Kleidern zu sehen.

    Yuudai


    Akari lachte. Nun, dann wollte sie ihm mal den Gefallen tun. Sie sah sich die Auswahl der Kleider an und ihr Blick fiel sofort auf ein kurzes schwarzes Kleid. Es war trägerlos und endete knapp über ihren Po. Perfekt. Sie würde ihm eine gute Show liefern. Die junge Frau knöpfte ihre Jeans auf und zog sie langsam über ihren Po. Sie ließ sich auch Zeit ihr Shirt auszuziehen. Vorsichtig hielt sie das Kleid an und bemerkte, dass sie keinen BH hatte, den sie darunterziehen konnte. Also zog sie auch diesen langsam aus. Sie machte sich lang als sie sich in das enge Kleid schlängelte. Dann ging sie zu den Stiefeln, die Yuudai ihr am Tag vorher geschenkt hatte, und bückte sich um diese aufzuheben. Da sie wusste wo die Kamera sein musste, arrangierte sie es so, dass ihr Po in diese Richtung zeigte. Durch das Bücken rutschte das Kleid ein wenig nach oben. Dann setzte sie sich auf das Bett und hob ihr Bein an um einen Stiefel anzuziehen. Das Gleiche machte sie auch mit dem anderen Bein. Akari hoffte, dass Yuudai die Show gefallen hatte.

    Yuudai hatte gerade das Gespräch beendet und schaute nach, was Akari machte. Er hatte gerade etwas Ruhe und schenkte sich einen Whisky ein. Der junge Mann lächelte als sie seine Geschenke gefunden hatte. Er konnte es kaum erwarten sie darin zu sehen. Sie nahm das kleine Schwarze aus dem Schrank und Yuudai erhob sein Glas um zu trinken. Er verschluckte sich als Akari plötzlich anfing sich aus ihrer Kleidung zu schälen. Das war nicht so wie sie üblich vorging. Es war erotisch und es törnte ihn an. Als ihr Kleid hochrutschte, als sie sich nach ihren Stiefeln bückte, war es um ihn geschehen. Er wollte sie. Sofort. Hastig sprang er auf und ging mit langen Schritten in die Richtung ihres Zimmers.

    „Miau!“
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    [Bild: AvatarHazel1.png]Der Wahnsinn, einfach nur der Wahnsinn …
    Kaum das der kleine Otter eine Bestätigung gesendet hatte, erklang seine helle, quietschende Stimme auch schon wieder und teilte ihr mit, dass eine Rückmeldung reingekommen war. Zum Teufel, wurden die Mitarbeiter bei Nonomoto Enterprises etwa an den Rechner gefesselt, oder hatte man bereits mit einer Zusage gerechnet und den angekündigten Besuch im Terminkalender vermerkt?
    Apropos angekündigter Besuch. Angekündigt, aber ganz gewiss nicht gern gesehen.
    Verdammt, wenn Hazel gewusst hätte, dass sich die Firma daraufhin zu ihr einlädt, hätte sie ganz sicher nicht zugestimmt. Immerhin ist ihre Abneigung diesen Leuten gegenüber schon Grund genug, ein solches Angebot abzulehnen. War ja immerhin nicht so, dass ihre Chancen besonders groß waren gegen sabbernde Internetzombies zu gewinnen, die den ganzen Tag über nichts anderes taten als Belendiel zu spielen.
    Den Versuch war es wert, so dachte sie, würde es sie ja auch nicht umbringen …
    Aber dass ihre Zusage einher ging mit dem plötzlichen Auftauchen von Nonomoto’s Mitarbeitern in ihrer Wohnung, wär ihr niemals in den Sinn gekommen. Was wollten die? Nachsehen, ob sie wirklich bedürftig war? Ob ein solches Preisgeld an dieser Stelle gut investiert war? Oder ob sie … oh Gott … eine akzeptable Person war, die man den Leuten präsentieren konnte?
    Bei allem was ihr lieb und wichtig war: Nein!
    Sie war es ganz sicher nicht. Sie wollte sowas auch gar nicht sein!
    Aber höchstwahrscheinlich dachte die Oberschülerin auch einfach schon viel zu weit, immerhin konnte sie sich nicht daran erinnern, dass man die ausgewählten Spieler jemals präsentiert hätte. Aber was wusste sie schon? Immerhin bestand ihr Alltag alle vier Jahre daraus, sich gänzlich von der Außenweld abzukapseln …
    Ach verflucht, sie hatte keine Lust mehr sich über solch banale Dinge den Kopf zu zerbrechen! Sollten diese Leute doch kommen, sie würde entscheiden ob es nötig war diese reinzulassen, wenn es so weit war. Bis dahin konnte sie immerhin die Ruhe genießen, die ihr zustand.
    Dachte sie zumindest …
    Genau in dem Moment, als die Fahlbraunhaarige mit dem Gesäß hin und her rutschte, um auf der Couch ein Stück tiefer zu sinken, die Beine übereinanderschlug und die Arme hinter dem Kopf verschränkte, klingelte es an der Tür. Natürlich, immerhin schienen alle Menschen das Gefühl dafür zu haben, wann sie wohl am effektivsten stören konnten.
    In einer fließenden Bewegung gingen die Arme wieder auseinander, fast so als hätte es geahnt, dass sie wieder aufstehen musste. Das letzte Stück bewegten sie sich fast schon ruckartig nach oben, über ihren Kopf und zeigten eine Geste der Fassungslosigkeit, die mit einem lauten Murren untermalt wurde.
    „Was? Wer? Wieso?!“
    Eigentlich vollkommen untypisch – in ihrer momentanen Verfassung aber durchaus nachvollziehbar – sprach Hazel diese Worte deutlich und nicht gerade leise aus, während sie sich trampelnd zur Tür bewegte. Sie hätte diese verfluchte Klingel einfach abstellen sollen, verdammt nochmal!
    „Möchtest du eine Antwort auf alles, oder reicht auch ein einfaches Hallo?“
    Sie hätte sich gar nicht die Mühe machen brauchen das Bild auf dem kleinen Monitor neben der Tür einzuschalten, erkannte die Oberschülerin doch bereits an der durch den Lautsprecher kommenden Stimme, wer vor ihrer Tür stand. Hm, so zu tun als ob sie nicht da wär, konnte sie wohl nicht mehr? Nein?
    Statt auf die Frage zu antworten, oder sich gar wirklich wieder umzudrehen, öffnete Hazel murrend ihre Haustür und verschränkte protestierend die Arme vor der Brust.
    „Oh … Begrüßt du alle Gäste so, oder nur die Unliebsamen?“
    Da war es, das süffisante Lächeln auf den mit Lipgloss bedeckten Lippen, gegen die sanft der schmale Zeigerfinger gepresst wurde, dessen Nagel in einem schreienden Pink glänzte.
    Nur für einen Moment machte sich die Einzelgängerin die Mühe an sich herunter zu schauen, wusste aber durchaus was sie trug ... oder eben nicht.
    „Je nach Laune, scheint aber nicht abschreckend genug zu sein ...“
    „Ich habe schon Schlimmeres gesehen.“
    Mit einem vielversprechenden Zwinkern machte die schwarzhaarige Störenfriedin einen Schritt nach vorn, deutete an, dass sie die Wohnung betreten wollte, doch Hazel rührte sich keinen Millimeter. Stattdessen zog sie eine Augenbraue hoch und nickte sachte mit leicht geöffnetem Mund.
    „Oh, dass glaub ich dir aufs Wort. Wieso bist du hier?“
    Ohne Umschweife, ohne es auch nur schön zu reden, kam die Fahlbraunhaarige zum Punkt. Sie hatte ohnehin schon viel zu viele Worte gesprochen.
    „Nun, du sagtest ich soll mich bei dir melden, wenn ich was will?
    Was stimmte mit dieser Person eigentlich nicht? ...
    Hatte sie sich hinter irgendeiner Tür versteckt, als sie das dem Knilch erzählt hatte, an dessen Namen sie sich noch immer nicht erinnern konnte? Oder waren in dem Gebäude Wanzen versteckt? Sie würde ja kaum mit ihrem Nachbar in engem Kontakt stehen ... oh, hoffentlich nicht ...
    „Und was willst du?“
    „Fragen wie es dir so geht natürlich! Du warst heute nicht im Unterricht, ist etwas Schönes passiert?“
    Dieses Mal schüttelte Hazel den Kopf, hatte dabei aber noch immer den Mund offen, so als wüsste sie nicht, was sie darauf hätte erwidern sollen. Dennoch entging ihr nicht, wie sich das Haupt des ungebetenen Besuches hin und her bewegte, so dass ihr Haar bei jeder Bewegung dankt des seichten Lichtes glänzte.
    „Wenn jedes Mal etwas 'Schönes' passieren würde, wenn ich nicht zur Schule komme, wär ich wohl schon vor Freude geplatzt ...“
    Was wollte sie wirklich? Einfach so war sie bisher noch nie vorbei gekommen und versuchte dabei neugierig an ihr vorbei in die Wohnung zu schauen. Vielleicht war ... Nein, nein ... unmöglich.
    „Herrje ... soziale Inkompetenz hin oder her, du kannst aber ruhig versuchen etwas freundlicher zu mir zu sein.“
    Die Worte noch nicht einmal zu Ende gesprochen, wanderten die Finger der Besucherin auch schon zu dem gelbgrünen Shirt der Oberschülerin, die daraufhin zusammenzuckte.
    „Woah, lass das! Wenn du wissen willst was in der Welt passiert, schau Nachrichten. Ich kann dir da keine Auskunft geben.“
    Fast schon zitternd machte Hazel einen Schritt zurück, blockierte dabei aber noch immer vorsorglich den Eingang zu ihrer Wohnung. Sie konnte es immerhin so deutlich wie nur irgend möglich machen, es gab Menschen, die einfach nicht verstehen wollten. Nicht verstehen und gleichzeitig auch noch alles anfassen, was ihnen über den Weg lief. Furchtbare Angewohnheit ...
    „Ich will nicht wissen was in der Welt passiert, sondern bei dir.“
    Da war es wieder, dieses fürchterliche Lächeln, bei dem man nie wusste was dieses Weib eigentlich dachte. Nun war es Hazel, die den Drang nach Berührung verspürte. Jedoch gänzlich anders, als es bei ihrer Klassenkameradin der Fall war. Am liebsten hätte sie nach diesem rosafarbenen Schal gegriffen - der sich sicher anfühlte wie ein haariger, weicher Marshmallow - und an beiden Enden fest gezogen, bis endlich Ruhe einkehrte.
    Aber ... als hätte sie sowas jemals tun können ...
    „Gnargh ... Nein.“
    Fast schon mit den Nerven am Ende wand sich die Einzelgängerin, verdrehte die Augen und verlagerte immer wieder das Gewicht von einem Bein auf das andere.
    „Willst du mich nicht endlich hereinbitten?“
    „Nein. Weder bitten noch freiwillig zulassen.“
    Herausfordernd spitzte die Schwarzhaarige ihre schimmernden Lippen und ... was tat sie da eigentlich? Einen Fisch nachmachen?
    „Wer hat eigentlich deine reizende Laune heute zu verantworten?“
    Pah! Als ob sie einen Grund gebraucht hätte, um so zu reagieren.
    Wieder bewegten sich die schmalen Finger der nervigen Person auf Hazel zu, die jedoch dieses Mal schnell genug reagieren konnte und jegliche überflüssige Berührung mit einer Handbewegung unterband. Fast schon angewidert zog sie ihre Hand wieder zurück, kaum dass sie die der Schwarzhaarigen zur Seite geschlagen hatte.
    „Jetzt nimm endlich deine Griffel von mir, verflucht … und falls es dir nicht aufgefallen ist: Ich bin immer so. Aber um das zu bemerken, müsstest du dich ja mit wem anders beschäftigen als nur mit dir selbst …“
    Die gelbgrünen Augen der Oberschülerin wurden zu Schlitzen. Nicht einmal ansatzweiseversuchte sie ihre Abneigung zu verbergen.
    „Oh? Vielleicht könntest du es mich ja lehren, du beeindruckende Menschenkennerin.“
    Grnargh …
    Abermals erschien dieses leichte Grinsen auf dem – zumindest für ein primitives, männliches Individuum – schön anzusehenden Gesicht, dass sie nicht zu deuten vermochte.
    „Warum bist du wirklich hier?“
    Hazel hatte dieses Spiel satt, auf das sie sich schon wieder ungewollt eingelassen hatte. Es war einfach jedes verfluchte Mal so, doch irgendwann lernte auch sie dazu. Irgendwann …
    „Um dich zu sehen.“
    Ihre Mitschülerin verzog keine Miene, behielt aber das undurchschaubare Lächeln auf den vollen Lippen. Fast so, als hätte sie es perfekt einstudiert und wollte ihr Gegenüber damit absichtlich verunsichern. Oder es lag tatsächlich nur an der Einzelgängerin, die mit keinem Menschen hatte umgehen können.
    „Warum bist du wirklich hier?“
    „Du kannst so oft fragen wie du willst, die Antwort bleibt die gleiche.“
    Sie glaube ihr kein Wort.
    Es gab sicher unzählige Gründe für dieses heuchlerische Weib ihr auf den Keks zu gehen. Sehnsucht nach ihrer überfreundlichen Art war es aber gewiss nicht.
    „Mach’s gut.“
    Nein, sie hatte einfach keinen Nerv mehr dafür. Drauf und dran die Tür vor der Nase dieses aufgetakelten Plagegeistes zuzuschlagen, bemerkte sie nur flüchtig den Blick der Schwarzhaarigen, konnte aber auch diesen nirgendwo wirklich einordnen. Leise klangen die letzten Worte ihrer ungebetenen Besucherin in ihren Ohren, auf die Hazel jedoch nicht mehr reagierte.
    „Ist es wirklich so schwer zu glauben, dass sich jemand tatsächlich für dich interessiert?“
    Ja, das war es. Gerade wenn es sich bei diesem Jemanden um eine Person handelte, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht war. Hazel dagegen hatte wenigstens so viel Anstand, kein Interesse zu heucheln, wenn es eh nicht existierte.
    „Fein! Wenn du damit leben kannst mich zum Weinen gebracht zu haben, nur zu!“
    Sollte sie doch heulen bis ihr der dürre Körper austrocknete, waren doch eh keine echten Tränen.

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
    BlackShial is offline Last edited by BlackShial; 16.09.2014 at 21:32.

  11. #31 Reply With Quote
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    Genausogut!

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    Der Name Kazue Sato sagt mir gar nix! Aber, dass können die sich direkt sonst wo hinstecken, dass diese Schnulle einfach so über mich verfügen darf! Ich weis mich schon zu wehren!
    Das ihre heutigen Versuche 'sich zu wehren' allesamt kläglich gescheitert waren, kam Makoto dabei nicht einmal in ihren Sinn!
    Schließlich habe ich mich durchgesetzt und mache mit Nana zusammen bei Dai Shi mit! Und das- WOHA!?
    Makoto blickte entsetzt auf, als Nana zurück ins Wohnzimmer kam...
    Anstelle einer Schere hatte Nana ein großes Messer in der Hand, mit dem man normalerweise Fleisch zubereitete!
    "Nana!? Was... Wie... Warum..."
    Makoto klang ziemlich fassungslos ob der Erscheinung ihrer kleinen Schwester mit dem großen Fleischermesser in ihrer Hand. Nana sah sehr verlegen aus und hob entschuldigend ihre freie Hand, während sie etwas hilflos ihre große Schwester mit ihren Augen ansah.
    "Entschuldige, Nee-san! Aber ich finde im Moment nur die stumpfen Bastelscheren... und dann hab ich... das Schärfste gesucht, das wir zum Schneiden im Haus haben..."
    "Äh, ja... nur sah das gerade so aus, wie in einem Splatter-Anime! Du hast mich..."
    Makoto stockte, als Nana entsetzt auf das Messer schaute. Nana sah jetzt so aus, als würde sie jeden Moment anfangen zu heulen, darum beeilte sich Makoto ihre Schwester zu beruhigen.
    "Aber ich vertraue dir! Denn ich weis, du tust deiner großen Schwester ja nichts! Und du bist ja auch... sehr vorsichtig... stimmts!?"
    "Ja, natürlich. Nee-san! Ich... mache dich dann mal los... und bin auch ganz vorsichtig."
    Nana kam dann ganz langsamen Schrittes näher, was bei Makoto unwillkürlich wieder die Assoziation mit einem Splatter-Anime auslöste! Dennoch schaffte es Makoto, ein freundliches Lächeln aufrecht zu erhalten und Nana bückte sich dann, um eins der Beine von Makoto los zu schneiden.
    Puh! Wenn ich Nana jetzt erschrecke, ist sie so nervös, dass sie sich nicht traut mich zu befreien! Hmmm... So verlockend das auch klingt... Ich hätte nichts davon... Wobei, wenn sich Nana dann auf mich setzt, um sich an mir auszuheulen und sich zu beruhigen... Oh, ich muss mir auch unbedingt Tape kaufen! Fufufufu...
    Während Makoto wieder mal in ihre Fantasiewelt abdriftete, schnitt Nana vorsichtig das Tape an einem der Stuhlbeine durch.
    "Nee-san? Was... hast du eigentlich damit gemeint... mich nicht alleine mit... Männern spielen lassen zu wollen?"
    Makoto erschrak und lief rot an. Zum einen, weil sie im Geiste schon viel weiter ihrer Fantasie gefrönt hatte und zum anderen, weil es eine Frage war, die sie vor Probleme stellte.
    "Äh, was genau willst du damit wissen, Nana..."
    Oh mein Gott! Schnell, erkaufe dir Zeit, Makoto und rede dich irgendwie raus! Nana darf es unmöglich erfahren, dass du die Jungs von ihr fern hältst!

    "Na ja, ich bin doch nicht gerade... beliebt bei den Jungs an unserer Schule, Nee-san. Deshalb hat mich dein Argument mit den männlichen Mitspielern etwas... verwirrt..."
    "Ich weis wirklich nicht, was mit den Jungs an unserer Schule nicht stimmt! Wahrscheinlich sind das alle einfach nur Waschlappen!!! Aber, was die männlichen Mitspieler betrifft... nun..."
    Schnell, denk dir was aus... Ja, das ist die Idee!
    "Wir wurden doch schon häufig davor gewarnt, im Netz nicht Alles zu glauben und niemandem leichtfertig zu vertrauen! Und im Netz sind Männer allesamt Schweine!!! Sie wollen nur eins: Deine Unschuld! Und die bekommen sie nur über meine Leiche!!! Deswegen mache ich mit - um dich zu beschützen! Verstehst du das!?"

    "Wenn du das so sagst, Nee-san... ja, dann verstehe ich dich natürlich... nur... du hättest das nicht wirklich machen brauchen... weist du..."
    Nana klang ein wenig gequält.
    Schneidet sie absichtlich zu erst meine Beine los, um mich zu verhören!? Nein, Nana ist so nicht...
    "Nicht doch, Nana! Als deine große Schwester ist es meine Pflicht, dich zu beschützen! Schließlich sind wir eine Familie! Außerdem bin ich eine genauso gute Spielerin wie du! Zusammen sind wir unschlagbar!"

    "N-natürlich, Nee-san... d-du spielst genauso gut... wie ich..."
    Jetzt klang Nana noch gequälter und Makoto fragte sich ein wenig, woher das kam.
    Hm... wahrscheinlich ist es nur schwierig für sie, das Tape zu zerschneiden...
    Das erste Bein war losgeschnitten und Nana machte sich langsam und ruhig daran, das zweite Bein vom Stuhl zu lösen. Da Nana Zeit für das Ganze brauchte, und Makoto nicht gerade für ihre Geduld bekannt war, fragte sie ihre Schwester direkt.
    "Nana... erzähl mir doch schon mal genau, was passiert war, bevor ich nach Hause kam, ja, mein Liebes?"
    Nana, stockte in ihren Bemühungen und blickte ihre Schwester dann tieftraurig an.
    "Nee-san. Es war, wie ich schon meinte... Smith-kun und seine Begleiter kamen zu unserem Haus und eröffneten mir dann... dass... unsere Eltern... ich... ich... MAKOTO!"
    Nana ließ plötzlich das Messer fallen und warf sich auf den Schoss von Makoto. Dabei umarmte sie ihre große Schwester, so gut das auf dem Stuhl ging und vergrub ihr Gesicht auf der Schulter. Dann fing sie an zu weinen...
    "Ssssscccchhhhhhhhh... Alles ist gut! Deine Nee-san ist für dich da und hört dir zu, ja!?"
    Mit Armen und Oberkörper noch immer festgebunden, konnte Makoto die arme Nana nur mit Worten trösten. Dabei hielt sie sich in Gedanken auch mal zurück mit ihren Fantasien, alleine dem Umstand geschuldet.
    So verführerisch die ganze Situation auch gerade ist... Nana braucht dich jetzt mehr denn je!
    Nach einer Weile hörte Nana auf zu weinen und sah dann Makoto an.
    "Nee-san. Es ist, wie ich schon vorhin erzählt habe. Mutter und Vater haben sich wohl bei Geschäften mit Nonomoto Enterprises... übernommen... ich weis nicht, was damit gemeint ist... Smith-kun sprach von einem riesigen Berg an Schulden... der über Jahre angewachsen ist... und dass Nonomoto Enterprises jetzt handeln musste..."
    "Aber, wie kann das sein!? Wir haben doch all die Jahre so viel Geld ausgeben können!? Und unsere Eltern haben nie etwas gesagt! Selbst heute konnte ich auf dem Heimweg problemlos einkaufen! Da war dieser Fatzke ja schon bei dir gewesen... hätten die Konten nicht gesperrt sein müssen!?"
    "Smith-kun erwähnte nichts von einer Kontosperre... Nur, dass die von Nonomoto jetzt unsere Eltern haben... und wir sie wiedersehen, wenn ich Dai Shi gewinne..."
    "Sonst hat er nichts gesagt? Nix weiter..."
    "Na ja, er begann das Gespräch sehr höflich und versicherte mir mehrmals, wie Leid es Nonomoto täte... Smith-kun scheint da wirklich Mitleid mit uns zu haben..."
    Ohhh, Nana... wenn ich nur dagewesen wäre! Siehst du, DAS meine ich mit Männern!!!
    "Er erklärte mir die Situation. Das Mutter und Vater Geschäfte mit Nonomoto machen... Diese sich aber in den letzten Jahren immer mehr zum Schlechten gewandelt hätten und so immense Schulden zustande kamen... Smith-kun hat auch ausführlich erklärt, um was für Geschäfte es ging, nur war ich zu erschüttert, ihm zu folgen... und als von Dai Shi und einer Lösung die Rede war, habe ich sofort zugesagt!"
    "Natürlich! Ich hätte auch sofort Mutter und Vater helfen wollen! Wahrscheinlich hätte ich Smith-kun mit eigenen Händen den Hals umgedreht!"
    Makoto schaute grimmig drein, dann blickte sie wieder sanft ins Gesicht ihrer Imouto.
    "Erinnerst du dich an gar nichts mehr richtig, Nana Liebes?"
    "Doch... so weit ich das noch weis, ging es bei den Geschäften um Aktien, glaube ich..."
    Hm... das hilft mir nicht auf die Sprünge... Unsere Eltern haben nie viel über ihre Arbeit geredet... und über Aktien schon gar nicht!
    Da Nana noch immer am Zittern war und Makoto es irgendwie genoss, dass Nana auf ihr saß, während sie noch an den Stuhl gefesselt war, sparte sie sich die Frage, ob Nana sie fertig losschneiden könne.
    Dazu ist sie im Moment viel zu nervös!
    "Schon gut, Nana. Wie dieser Affe meinte, haben unsere Haus-VI's ja Informationen bekommen. Ruf doch mal deine Rainbow auf und wir lassen uns in Ruhe alles erzählen, was an Informationen vorhanden ist, ja?"

    "Ok, Nee-san..."
    Nana sah sie einen kurzen Moment an, dann schien sie sich überwunden zu haben.
    "Sag mal, Nee-san... warum sieht deine Haus-VI eigentlich aus wie... ich? Und was hatte es mit der Aussage auf sich, deiner Haus-VI eine... angemessene Garderobe zukommen zu lassen?"
    Makoto hätte sich vor Schreck fast auf die Zunge gebissen! Sie lief so rot wie eine Tomate an und hatte Mühe noch genug Luft zum Atmen zu bekommen!
    "D-das ist... weist du... m-meine Haus-VI... ich... habe eine Erklärung für das Alles! aber später, ok!?"
    DAS wird mir Nonomoto büßen! Mich so vor Nana bloß zu stellen...
    Nana sah sie noch einen kurzen Moment fragend an, ehe sie ihren Kopf in Richtung Mitte des Raumes drehte.
    "Rainbow. Würdest du uns bitte die Informationen, von denen Smith-kun sprach, zeigen?"
    Sofort materialisierte ein süßes Mädchen holographisch in der Mitte des Wohnzimmers. Makoto war dankbar, dass Nana jetzt nicht noch fragte, warum sie die Haus-VI ihrer kleinen Schwester eigentlich vor einiger Zeit in ein Maid Kostüm gesteckt hatte!
    "Natürlich, Nana!"
    Während Nana sich an ihre Schwester drängte, die ja mit Armen und Oberkörper immer noch an den Stuhl gebunden war, fing Rainbow an zu erklären, was sie an Informationen für die Zwei hatte...
    Önee-sama is offline Last edited by Önee-sama; 10.03.2015 at 20:52.

  12. #32 Reply With Quote
    Legende Annalena's Avatar
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    Quote Originally Posted by Annalena View Post
    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari war schon eine Weile im Garten und dachte über Yuudais Angebot nach. Es war kein schlechtes Angebot. Sie konnte ihre Fähigkeiten nutzen und dafür würde sie auch noch bezahlt werden. Außerdem müsste sie keine Angst mehr vor der Polizei haben. Ein sehr großer Pluspunkt war die Zusammenarbeit mit Yuudai. Von ihm, oder besser gesagt dem weißen Wolf, könnte sie eine Menge lernen. Falls er gewillt war sie zu lehren. Hm, vielleicht sollte sie das als Bedingung für ihr Mitarbeit nennen.

    Je länger sie darüber nachdachte umso besser gefiel ihr das Angebot. Da war nur eine Sache über die sie grübelte. Wer in Dai Shi starb, starb auch im echten Leben. Würde das nicht so etwas wie Mord sein? Man tötete den Avatar eines Spielers und somit auch den Spieler selbst. Waren sich die anderen Dai Shi Spieler darüber bewusst? Was war mit ihr? Hätte sie ein Problem damit quasi zur Mörderin zu werden? Nachdem sie kurz darüber nachdachte zuckte sie mit den Schultern. Warum sollte das ein Problem werden? Andere Menschen waren ihr doch sowieso egal.

    Sie blickte auf und stellte fest, dass schon einige Zeit vergangen ist. Akari blickte sich um doch sie konnte Rollo nicht sehen. Es war Zeit zurück in die Villa zu gehen. Das tat sie dann auch. Sie verließ ihr Zimmer um sich auf die Suche nach Yuudai zu machen. Akari aktivierte ihr MNE und sah sich den Grundriss der Villa an. Wo könnte er sein? Nachdem sie in ein paar leeren Zimmern war, kam sie in sein Arbeitszimmer. Yuudai selbst war nicht da, doch seine Rechner liefen. Wahrscheinlich schaltete er sie nie aus. Die Neugierde überkam sie und sie sah nach, was auf den Rechnern war.

    Ein Bildschirm fiel ihr sofort auf, denn darauf war sie zu sehen. Geschockt blinzelte Akari. Was sollte das? Beobachtete er sie? Es war ein leichtes für sie den Zeitverlauf dieses Rechners abzurufen ohne den Alarm auszulösen. Tatsächlich gab der Zeitverlauf an, dass Yuudai sie fast rund um die Uhr beobachtete. Egal ob sie duschte oder sich auszog oder schlief. Er hatte sie sogar beim Bad beobachtet, dass sie vor kurzem genommen hatte. Akari grinste. Sie war nicht verärgert darüber. Ganz im Gegenteil, es törnte sie an zu wissen, dass er sie beobachtete. Nun, da sie es wusste, würde sie das ausnutzen. Sie brachte den Rechner wieder in seinen ursprünglichen Zustand und verließ Yuudais Arbeitszimmer.

    Kurz nachdem sie das Zimmer verlassen hatte betrat Yuudai es. Er war durch das Dai Shi zurzeit sehr im Stress und hatte nicht mitbekommen, dass Akari in seinem Zimmer war. Normalerweise würde er sie über seine MNE im Auge behalten, aber das letzte Gespräch hatte ihn dafür zu sehr abgelenkt. Nachdem er sich setzte galt sein erster Blick dem Bildschirm, auf dem Akari zu sehen war. Sie lief durch die Gänge seiner Villa. Suchte sie etwas? Ein weiteres Gespräch lenkte ihn von seinem Schwarzen Engel ab.

    Akari betrat ihr Zimmer. Ihre Gedanken kreisten immer noch um die Möglichkeiten, die sich ihr durch ihre Entdeckung auftaten. Sie betrat ihr Schlafzimmer und begann damit ihre wenigen Sachen in den Schrank zu räumen. Als sie ihn öffnete war sie überrascht, denn darin waren schon einige Sachen. Hauptsächlich befanden sich darin Kleider. Wem gehörten diese? Sie blickte sich um und sah einen Zettel auf ihrem Nachttisch. Diese altmodische Kommunikation Methode konnte nur von Yuudai kommen. Die junge Frau las die Nachricht.


    Meine Schöne,

    ich habe mir erlaubt dir einige Kleinigkeiten zu besorgen. Ich kann es kaum erwarten, dich in diesen Kleidern zu sehen.

    Yuudai


    Akari lachte. Nun, dann wollte sie ihm mal den Gefallen tun. Sie sah sich die Auswahl der Kleider an und ihr Blick fiel sofort auf ein kurzes schwarzes Kleid. Es war trägerlos und endete knapp über ihren Po. Perfekt. Sie würde ihm eine gute Show liefern. Die junge Frau knöpfte ihre Jeans auf und zog sie langsam über ihren Po. Sie ließ sich auch Zeit ihr Shirt auszuziehen. Vorsichtig hielt sie das Kleid an und bemerkte, dass sie keinen BH hatte, den sie darunterziehen konnte. Also zog sie auch diesen langsam aus. Sie machte sich lang als sie sich in das enge Kleid schlängelte. Dann ging sie zu den Stiefeln, die Yuudai ihr am Tag vorher geschenkt hatte, und bückte sich um diese aufzuheben. Da sie wusste wo die Kamera sein musste, arrangierte sie es so, dass ihr Po in diese Richtung zeigte. Durch das Bücken rutschte das Kleid ein wenig nach oben. Dann setzte sie sich auf das Bett und hob ihr Bein an um einen Stiefel anzuziehen. Das Gleiche machte sie auch mit dem anderen Bein. Akari hoffte, dass Yuudai die Show gefallen hatte.

    Yuudai hatte gerade das Gespräch beendet und schaute nach, was Akari machte. Er hatte gerade etwas Ruhe und schenkte sich einen Whisky ein. Der junge Mann lächelte als sie seine Geschenke gefunden hatte. Er konnte es kaum erwarten sie darin zu sehen. Sie nahm das kleine Schwarze aus dem Schrank und Yuudai erhob sein Glas um zu trinken. Er verschluckte sich als Akari plötzlich anfing sich aus ihrer Kleidung zu schälen. Das war nicht so wie sie üblich vorging. Es war erotisch und es törnte ihn an. Als ihr Kleid hochrutschte, als sie sich nach ihren Stiefeln bückte, war es um ihn geschehen. Er wollte sie. Sofort. Hastig sprang er auf und ging mit langen Schritten in die Richtung ihres Zimmers.

    „Miau!“

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Yuudai stoppte. „Nicht jetzt Rollo.“ Er ging am Kater vorbei, doch der folgte ihm. Dabei miaute er ununterbrochen. Die Stimmung des jungen Mannes sank. Er drehte sich zu Rollo um. „Was willst du mein Dickerchen?“ Natürlich verstand eine Katze nicht, was er sagte, doch das hielt ihn nicht davon ab sich mit ihm zu unterhalten. Rollo warf sich auf den Boden und fing an zu schnurren. Seufzend, sein Verlangen komplett verflogen, hockte Yuudai sich hin und streichelte Rollo. Dieser bedankte sich indem sein Schnurren noch lauter wurde.

    Schwarze Stiefel kamen in sein Blickfeld und er folgte den langen Beinen bis er den Rocksaum erreichte. Yuudai schluckte und sein Verlangen war sofort wieder da. „Akari“, sagte er mit tiefer Stimme. Er schaffte es seinen Blick so weit zu heben um in die amüsierten Augen seiner Schönen zu schauen. „Fushida-sama“, grüßte sie ihn. „Ich möchte über Ihr Angebot sprechen.“ Mit einem Ruck stand er auf und nahm sie, von einem überraschten Aufschrei ihrerseits begleitet, in seine Arme. „Gut. Gehen wir in mein Schlafzimmer.“

    Akari blickte ihn verwirrt an. „Schlafzimmer? Ich wollte mit Ihnen über das Stellenangebot reden.“ Yuudai seufzte enttäuscht. „Oh, das…“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Was dachten Sie von was ich rede? Sie haben mir nichts angeboten, was man in Ihrem Schlafzimmer tun kann, Fushida-sama.“ Hatte er nicht? Verdammt, war er so undeutlich. „Ich will dich, meine Schöne, in meinem Haus, in meinem Leben, in meinem Bett und nichts wird sich mir in den Weg stellen.“ Akari blickte ihn geschockt an und erwiderte kalt. „Lassen Sie mich herunter, Fushida-sama.“ Yuudai tat wie ihm geheißen, doch seine Hände ruhten auf ihren Hüften. „Sie wollen eine Beziehung? Das können sie vergessen. Ich will nur Sex, keinen Mann ein zweites Mal in meinem Bett und keine Verpflichtungen.“ „Akari…“, begann er doch mit einer Handbewegung brachte sie ihn zum Schweigen.

    „Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag, Fushida-sama.“ Dann drehte sie sich um und stapfte zu ihrem Zimmer. Was bildete sich dieser Typ ein? Das sie all ihre Prinzipien sausen lassen würde für eine, urgh, Beziehung? Beziehungen waren Mist. Sie hatte es versucht und es… nein, darüber würde sie nicht nachdenken. Alles ist wunderbar wie es jetzt ist. Nur Sex und keine Fragen. Sie wollte nicht einmal die Namen von ihren Partnern wissen. Jetzt kam dieser Bastard, obwohl er ein sehr sexy Bastard war, an und wollte eine, urgh, Beziehung. Warum dachte sie er war sexy? Sie stoppte. Das war es. Es ist zu lange her, dass sie Sex hatte.

    Sie kramte ihre kurze schwarze Lederjacke hervor und zog sie an. Dann nahm sie ihr Tuch und band es um. Sie überlegte ihr Messer und ihre Pistole mitzunehmen. Doch ihr Kleid war zu kurz um diese zu verstecken. Akari improvisierte und befestigte die Waffen im Inneren ihrer Lederjacke. Dann verließ sie die Villa. Überraschenderweise hielt sie niemand auf. Naja, da Yuudai sie beobachtete musste er sie wohl nicht in der Villa einsperren. Es war später Nachmittag und sie ging in ihre Lieblingskneipe. Dort fand sie immer einen willigen Partner. Die Kneipe war rund um die Uhr geöffnet und hatte immer Kundschaft.

    Sie trat ein und blickte sich um. Es gab ein paar Männer, die ihr Interesse weckten. Akari ging zum Tresen. „Heh Hiro, das Übliche bitte.“ Der Barmann blickte auf. „Heh Akari, brauchst du wieder ein neues Opfer?“ Dabei lachte er und fing an ihren Cocktail zu mixen. „Urgh, frage nicht, ich hatte ein paar total beschissene Tage.“ Hiro stellte den Cocktail vor sie hin. „Klingt ernst. Ich habe dich noch nie so gesehen.“ Akari trank etwas durch den Strohhalm bevor sie antwortete. „Ich brauche Sex. Ich möchte vergessen.“ Hiro sah sie bedauernd an. Er kannte die junge Frau schon lange und er war wohl das Nächste, was sie einen Freund nennen konnte.

    Viele würden sie als Nutte oder schlimmeres bezeichnen, wenn sie von ihren Männergeschichten hören würden. Einige haben es auch schon getan. Ihr macht das nichts aus. So sagt sie zumindest. Hiro war sich da nicht sicher. Er selbst hatte kein Problem damit, dass sie viele Männer hatte. Sie waren zwar technisch sehr fortschrittlich, doch menschlich mangelte es immer noch sehr. Für Männer, die viele Frauen hatten, war es in Ordnung und es wurde ihnen auf die Schulter geklopft. Wenn eine Frau viele Männer hatte, dann war sie plötzlich eine Nutte und man rümpfte die Nase über sie.

    Akari aktivierte ihr MNE um den Drink zu bezahlen. Doch es funktioniert nicht. „Mist. Das habe ich glatt vergessen. Dieser Mistkerl.“ Sie blickte Hiro an. „Kannst du den Drink anschreiben? Meine verfluchten Konten gehen im Moment nicht.“ Hiro sah sie besorgt an. „Was ist passiert?“ Akari winkte ab. „Besser du weißt das nicht.“ Er legte seine Hand auf die ihre. „Bist du in Schwierigkeiten? Kann ich dir helfen?“ Akari lächelte unter ihrer Maske. Er war zu nett. Sie hatte ihn nicht als ihren Freund verdient. Sie öffnete ihren Mund doch schloss ihn gleich wieder. „Besser du weißt das nicht“, wiederholte sie. Hiro aktivierte sein MNE und bezahlte ihre Rechnung. „Der Drink geht auf mich.“ Die junge Frau wollte gerade protestieren als er eine Hand hob. „Danke, Hiro.“

    Sie begab sich mit ihrem Drink in der Hand in eine etwas dunklere Ecke und setzte sich. Nachdem sie er Glas abgestellt hatte informierte sie sich mit ihrem MNE über die Hintergründe der Männer, die ihr gefielen. Sie wollte ja nicht mit einer zwielichtigen Gestalt mitgehen. Mit ihren Fähigkeiten war es ein leichtes die gewünschten Infos zu bekommen. Sobald sie den geeigneten Partner gefunden hatte leerte sie ihren Cocktail. Nachdem sie ihr MNE deaktiviert hatte ging sie zu seinem Tisch.

    Der junge Mann blickte auf als er sie erblickte. „Kann ich etwas für dich tun?“ Akari musterte ihn. Ja, er würde es tun. „Ich möchte Sex mit dir.“ Der Mann starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. „Was?“ Sie seufzte. Warum waren die Männer immer so erstaunt? Sie redete halt nicht um den heißen Brei herum. „Willst du Sex mit mir oder nicht?“ Nun musterte der Mann sie. „Klar, warum nicht. Ich bin…“ Akari hob ihre Hand um ihn zu stoppen. „Namen sind unwichtig. Ich will nur Sex.“ Der Mann starrte sie wieder an und zuckte dann mit den Schultern. „Warum nicht. Ich bin mit dem Motorrad hier. Wollen wir zu dir oder zu mir?“ Akari wollte ihn schon mit in die Villa nehmen. Wie würde Yuudai reagieren? Nur um das zu sehen würde sie das Risiko eingehen. Doch sie entschied sich dagegen. „Zu dir.“

    Der Mann bezahlt gemeinsam verließen sie die Kneipe. „Ich hole nur mein Motorrad. Ich bin gleich wieder da.“ Akari nickte nur und blickte ihm nach. Es dauerte auch nicht lange und er fuhr mit seinem Motorrad vor. Bevor er jedoch anhalten konnte geschah etwas Unerwartetes. Die Maschine beschleunigte plötzlich und der junge Mann schien die Kontrolle über sein Gefährt verloren zu haben. Entsetzte Fußgänger sprangen zur Seite und Autos hupten. Mit ungeheurer Wucht knallte das Motorrad in eine Hauswand. Der Fahrer knallte gegen die Wand und wurde durch den Aufprall auf die Straße geschleudert. Ein Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr ihn. Akari war sich sicher, dass er tot war.

    So viel also zum Sex. Frustriert wandte Akari sich ab und machte sich auf den Weg in die Villa von Yuudai. Sie hatte keine Lust mehr noch einen Mann anzusprechen. Die junge Frau ignorierte die geschockten Menschen, die den Unfall gesehen hatten.


    Yuudai beseitigte die Spuren, die ihn mit dem Motorradunfall in Verbindung bringen könnten. Als ob er zulassen würde, dass seine Schöne mit einem anderen Mann als ihn ins Bett geht. Er wusste von ihren Eskapaden, doch er hatte es bisher, wenn auch schweren Herzens, ignoriert. Doch jetzt gehörte sie ihm und ihm allein und er würde nicht teilen.
    Annalena is offline

  13. #33 Reply With Quote
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    Makoto gab sich echt Mühe: Der Vortrag von Nana's Haus-VI Rainbow dauerte geschlagene 30 Minuten! Makoto war nicht gerade das, was man einen geduldigen Menschen nannte... vielmehr hätte man ein Foto von ihr bei dem Wort 'ungeduldig' in den Duden drucken können und hätte damit treffender nicht sein können! Doch mit ihrer immer noch leicht ängstlichen kleinen Schwester auf ihrem Schoss, dazu Arme und Oberkörper imemr noch an den Stuhl gebunden, blieben nicht viele Möglichkeiten, ihrer Ungeduld Ausdruck zu verleihen: Die gesamte Vortragsdauer über schaukelte sie ihre Beine vor und zurück, zudem zischte sie kontinuierlich irgendwelche Flüche vor sich hin. Lau poltern wollte sie aus Rücksicht auf Nana dann doch nicht... auch wenn ihr das immens schwer fiel im Moment. Teilweise hätte man vermuten können, dass sie jeder Zeit explodiert und dabei den Stuhl einfach mit ihrem Körper einreißt! Leider war der Stuhl aus massiven Holz gefertigt und schien Makoto in ihren Bemühungen, ihre Arme von den Lehnen zu reißen, eher noch zu verspotten.
    Als Rainbow geendet war es Makoto schon seit einiger Zeit zu bunt und sie polterte geradezu los.
    "Was zum... !? Das ist doch verrückt!? Nana, DEM hast du zugestimmt!?"
    Sie drehte ihren Kopf zu ihrer kleinen Schwester und sah...
    Das diese eingeschlafen war! Friedlich lag der Kopf von Nana auf Makoto's Schulter, ihren Körper hatte sie an den ihrer großen Schwester gepresst und ihre Arme hielten diese immer noch umschlungen. Die Beine hatte Nana dabei mit angewinkelten Knien komplett auf den Schoss von Makoto gezogen.
    "Nana... du schläfst... ausgerechnet jetzt!?"
    Ungläubig starrte Makoto ihre Imouto an. Doch der sanfte Gesichtsausdruck von Nana blies jedwegen Ärger ihrerseits hinfort.
    Uh... sie sieht so friedlich aus... es war ein harter Tag für sie...
    Sie gab Nana einen kleinen Kuss auf die Stirn, was diese sich noch enger an Makoto schmiegen ließ und ein Lächeln auf die Lippen der Schlafenden zauberte. So sehr sie auch über das Verhalten ihrer schlafenden Schwester entzückt war, gleichzeitig war es die reinste Folter für Makoto! Schließlich war sie festgebunden quasi zu einer reinen Zuschauerin verdammt...
    Oh, ich verfluche dich, Smith-kun! Und Nonomoto! Und alle Mitarbeiter dort! Das ist hier eine Situation, von der ich immer geträumt habe... und ich kann nichts damit anfangen!!! Wenn ich doch nur...
    Einpaar Mal versuchte sie angestrengt sich von den Armlehnen zu lösen. Jedoch führten ihre Bewegungen nur dazu, dass Nana unruhig zuckte und leise stöhnte, was Makoto ihre Bemühungen wieder einstellen ließ.
    Oh, ich bringe es einfach nicht über mein Herz sie zu wecken... Dafür werdet ihr mir büßen! Ich verfluche euch!!!
    Dazu verdammt, als Beschäftigung gerademal mit ihren Beinen hin und her wippen zu können, brauchte Makoto geschlagene 15 Minuten, um sich wieder einzukriegen. In dieser Zeit verfluchte sie in Gedanken so ziemlich jeden, der ihr in den Sinn kam: Angefangen bei Smith-kun, weiter zu sonstigen Mitarbeitern von Nonomoto Enterprises als auch die Firma selbst, dazu alle Lehrer die sie kannte und nicht mochte, weiter mit anderen Töchtern von reichen Eltern, mit denen sie (ihrer Meinung nach) in einer Fehde stand, bis hin zu Ladenmitarbeitern, die nicht sofort spurten, wenn sie mal wieder ausgefallene Wünsche hatte...
    Als sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, setzte auch wieder langsam ein rationaleres Denken ein. Vorsichtig gab sie Nana nochmals einen Kuss auf die Stirn, was diese sich zufrieden ein wenig räkeln ließ, dann wandte sie ihren Kopf ein wenig Richtung Mitte des Raumes.
    Nach all diesen Informationen... im Endeffekt sind es zwei Dinge, die wichtig sind: Was haben unsere Eltern bloß ausgefressen, dass Nonomoto sie in Gewahrsam genommen hat? Und auf müssen wir uns bei Dai Shi einstellen?
    Also ging sie der ersten Frage nach.
    "Nana 2, hast du zusätzliche Informationen, die Rainbow nicht hat?"
    Neben Rainbow materialisierte wieder ihre Haus-VI in Form ihrer kleinen Schwester, gehüllt in Bandagen und an eine Kette gelegt.
    "Bezüglich zusätzlicher Informationen, Onee-sama, habe ich den Auftrag erhalten, sie dringend darauf hinzuweisen, dass sie sich zu Herzen nehmen sollen, auf Alles zu hören, was ihnen Frau Kazue Sato in Zukunft befehlen wird! Die restlichen Informationen decken sich zu 100% mit denen, die Rainbow dir schon genannt hat."
    "Das ist... Diese Sato kann sich das mal direkt wieder abschminken! MIR erteilt NIEMAND Befehle!!! Ist das klar!?"
    "Natürlich, Onee-sama. Dennoch wurde mir diese Information mit einer Dringlichkeitsstufe übermittelt."
    "Das ist mir völlig egal! Aber.. genug davon... du hast also sonst nur dieselben Informationen, die Rainbow hat? Hm... kannst du mir sonst noch etwas über die Arbeit von Mutter und Vater sagen!?"
    "Es tut mir leid, Onee-sama, aber ich fürchte, ihre ehrenwerten Eltern haben mir niemals Informationen bezüglich ihrer Arbeit gegeben."
    Das hatte sich Makoto schon fast gedacht. Kurz überlegte sie, dann wandte sie sich an Nana 2 erneut.
    "Du sagtest, zur Zeit bist auf das Haus beschränkt? Aber innerhalb des Hauses hast du vollen Zugriff auf Alles weiterhin?"
    "Das ist richtig, Onee-sama."
    "Dann durchforste die Datenbanken des Hauses nach Hinweisen über die Arbeit von Mutter und Vater!"
    "Ich möchte sie darauf hinweisen, Onee-sama, dass ihre Eltern viele Datenbanken gegen meinen Zugriff gesichert haben. Ich bin also auch in dieser Hinsicht eingeschränkt."
    "Ja ja, egal, ich möchte dass du trotzdem alles durchsuchst, an das du kommst, verstanden!?"
    "Natürlich, Onee-sama, das wird nur einige Zeit dauern, um Alles zu überprüfen."
    "Schon gut, mach es trotzdem! Ich muss in der Zwischenzeit ein wenig Nachdenken..."
    "Verstanden, Onee-sama, führe meinen Suchbefehl aus."
    Dann dematerialisierte Nana 2 und Makoto war wieder in Gedanken versunken.
    Mutter... Vater... WAS habt ihr getan... Eure Arbeit erschien nie wichtig für uns Kinder zu sein... ohh, wenn ich doch nur einen einzigen Hinweis hätte...
    Hahh... ich muss einfach warten, ob Nana 2 etwas herausfindet...

    Makoto ließ ihre Gedanken zu der anderen Frage wandern... Der Frage, die schwer auf ihr Gemüt drückte!
    Oh, Nana... auf was hast du dich dabei eingelassen!?
    Makoto machte jetzt ein sorgenvolles Gesicht.
    Ein PvP Event... mit realen Schmerzen! Das ist doch zu viel für Nana! Ich muss mir eine Strategie überlegen, wie ich sie beschützen kann!!!
    Dann schluckte sie schwer.
    Und dann... stirbt man wirklich!?
    Die Sorgen um ihre Schwester stiegen jetzt ins Unermessliche.
    Ich meine, klar, es wird ja immer wieder über Dai Shi geredet! Aber so richtig habe ich da nicht drauf geachtet... immerhin hatte es für mein Spielen mit Nana in Belendiel keinen Bezug!? Und beim letzten Dai Shi war Nana 10 und ich 12!? Als wenn wir die Berichte noch kennen würden...
    Mehrmals schüttelte sie ihren Kopf, dann schaute sie grimmig drein.
    Genug davon! Nana und unsere Eltern brauchen dich, Makoto! Du bist die Ältere, also trägst du die Verantwortung! Jetzt konzentriere dich und bereite dich so gut es geht vor, damit du Nana helfen kannst!!!
    Mit entschlossenem Gesichtsausdruck drehte sie sich zu Rainbow um, der Haus-VI ihrer Schwester.
    "Rainbow. Rufe alles auf, was es an Daten im Hause gibt, die den Kampf bei Belendiel und speziell bei Dai Shi betreffen! Dazu halte eine Liste, falls möglich, mit nutzbaren Avataren bereit!"
    "Natürlich, Makoto. Darf ich sie darauf hinweisen, dass ohne bestimmte Suchparameter die Anfrage zu Avataren schier endlos erscheinen wird?"
    Makoto überlegte kurz.
    "Ja, das stimmt... dann suche Avatare, die schnelle Kämpfer sind! Nimm Daten, die von dem Spielen mit Nana in Belendiel vorliegen zu Hilfe und schau, das du eine Auswahl an wendigen Avataren zu Grunde legst, mit denen ich Nana online im Notfall ohne viel Zeitverlust zu Hilfe kommen kann!"
    "Sofort, Makoto."
    Dann fing Rainbow an, mehrere Statistiken zu Nana's und Makoto's Kämpfen in Belendiel aufzuzählen und Listen mit Avataren aufzuführen...
    Makoto verneinte zwar vehement die Statistiken zu ihren höchstens durchwachsen zu nennenden Erfolgen in Belendiel, ging aber trotzdem alles sorgfültig durch. Immerhin ging es hier um ihre Eltern und um ihre kleine Schwester!
    Dabei übersah sie die kleine, aber immens wichtige Information, dass Dai Shi eigentlich nur einen Gewinner hatte...
    Önee-sama is offline Last edited by Önee-sama; 10.03.2015 at 20:53.

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    Ihre Absätze klicken laut in die Stille der Nacht als Valerya auf dem Heimweg war. Ihre Schicht im Club „Erotica“ war endlich vorbei und sie konnte es kaum erwarten nach Hause zu ihrer Tochter zu kommen. Einige der Mädchen trafen sich privat mit Kunden um mit Sex noch etwas mehr Geld zu verdienen. Doch so etwas machte Valerya nicht obwohl es sicherlich einige Männer gab, die sie gut dafür bezahlen würden. Es war schon genug, dass sie sich vor diesen fremden Leuten auszog. Sie hatte ja am eigenen Leib erfahren wie es ist, den eigenen Körper zu verkaufen. Diese Erfahrung würde sie auf keinen Fall wiederholen wollen.

    Abgesehen davon war Boris, der Betreiber des Clubs, absolut dagegen das seine Mädchen ihre Körper für Sex verkaufen. Er war der Betreiber eines erotischen Clubs und keines Puffs, sagte er immer. Sollte er ein Mädchen bei so etwas erwischen, dann warf er sie raus. Das war schon vorgekommen und diese Mädchen landeten auf dem Strich. Da verdiente sie doch lieber etwas weniger Geld und hatte dafür einen sicheren Job. Nun ja, sicher solange ihr Körper noch so in Form war wie er jetzt ist natürlich.

    Valerya schloss die Haustür auf und betrat ihre kleine Wohnung. Sie legte ihre Handtasche ab und zog ihre Schuhe aus. Barfuß begab sie sich als erstes ins Zimmer ihrer Tochter. Die kleine Nachtlampe in Form einer Schneeflocke brannte, denn ohne sie konnte Katya nicht schlafen. Vorsichtig beugte sich die junge Frau über das Kinderbett und legte die Hand auf die Stirn ihrer Tochter. Sie war nicht mehr so heiß und Valerya atmete erleichtert auf. Das Fieber war etwas zurückgegangen. Sie hasste es ihre Tochter allein zu lassen, wenn sie wieder einen ihrer schweren Krankheitsschübe hatte. Doch sie musste Geld verdienen und Boris gab ihr nicht frei nur weil ihre Tochter krank war. Valerya deckte ihre Tochter noch einmal richtig zu und küsste sie auf die Stirn. „Schlaf schön mein Schatz.“

    Leise verließ sie den Raum und ging ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa saß Aljona und las. Sie blickte auf als Valerya das Zimmer betrat. Wortlos ging sie in die kleine Küchennische, die sich mit im Wohnzimmer befand. Dort wärmte sie etwas Pizzareste auf und goss ein Glas Cola ein. Beides brachte sie der erschöpften jungen Frau, die sich inzwischen auf das Sofa gesetzt hatte. Dankbar schlang sie förmlich das karge Essen hinunter und trank etwas. „Danke, Aljona, ich weiß nicht was ich ohne dich tun würde. Dass du mir so hilfst und immer auf Katya aufpasst…“ Ihre Stimme brach als ihr die Tränen kamen.

    Aljona war eine Frau in den mittleren Jahren. Sie hatte Valerya und Katya betreut, als diese auf der Straße standen. Valerya war ihr für ihre Hilfe unendlich dankbar. Sie wusste nicht wie Aljona es gemacht hatte, aber sie hatte ihr Kind nicht verloren. Dabei hatte sie fest geglaubt, dass man ihr ihre Tochter wegnehmen würde. Über die Jahre wurde Aljona eine gute Freundin für Valerya. Sie war die einzige Person, der die junge Frau traute. Ohne ihre Hilfe hätte sie nicht gewusst wie sie hätte überleben sollen. Die ältere Frau schaute Valerya besorgt an. „Katya geht es wieder etwas besser. Wie lange wird diese Medizin noch helfen?“

    Valerya brach in Tränen aus und Aljona schalt sich, dass sie so unsensibel gefragt hatte. „Es tut mir leid. Ich weiß du machst alles was du kannst.“ Die junge Frau schluchzte. „Ich tue was ich kann, aber die Behandlung ist zu teuer. Ich glaube nicht, dass ich das Geld zusammen bekomme bevor… bevor…“ Sie schluchzte lauter als plötzlich eine leise Stimme sie aus der Trauer riss. „Mama?“ Valerya schreckte auf und wischte sich hastig die Tränen weg. Dann drehte sie sich um. „Katlya. Warum bist du wach?“ Das Mädchen stand im Eingang zum Wohnzimmer. Sie trug ihren Lieblingsschlafanzug, der mit kleinen rosa Häschen und Blümchen bedruckt war. In ihren Händen hielt sie ihren Lieblingsteddy, den sie fest an ihre Körper gedrückt hatte.

    Sofort ging die junge Frau zu ihr und hockte sich vor ihrer Tochter hin. Die Kleine streckte ihre Arme aus. Valerya umarmte sie und drückte sie fest an sich. Dann stand sie mit ihrer Tochter im Arm auf. „Du solltest schlafen, Katya. Morgen geht es dir bestimmt besser.“ Katya schmiegte sich an ihre Mutter. „Es tut nicht mehr so doll weh, Mama.“ Valerya küsste sie auf ihre Wange. „Du bist mein tapferes Mädchen. Soll ich dir eine Gutenachtgeschichte vorlesen?“ Das Mädchen küsste nun ihre Mutter auf die Wange. „Oh ja.“ Die junge Frau drehte sich entschuldigend zu Aljona um. Doch diese lächelte nur traurig. „Geh schon. Ich räume ein bisschen auf und dann reden wir weiter.“

    Valerya brachte ihre Tochter ins Bett. Sie deckte sie sorgfältig zu und setzte sich dann auf einen Stuhl, der neben dem Bett stand. Katya lauschte aufmerksam ihrer Mutter, die ihr ihre Lieblingsgeschichte über das Häschen und den Kohl vorlas. Bevor sie wieder einschlief sagte sie leise zu ihrer Mutter. „Liebe dich Mama.“ Valerya unterdrückte die Tränen. „Ich liebe dich auch mein Schatz.“ Sie überprüfte nochmal ob ihre Tochter richtig zugedeckt war bevor sie sich wieder ins Wohnzimmer begab.

    Aljona hatte inzwischen aufgeräumt und sich wieder auf das Sofa gesetzt. „Sie ist so ein tapferes Mädchen.“ Valerya nickte nur traurig. Für eine Weile schwiegen beide Frauen bevor Aljona das Wort ergriff. „Du hast einen Brief von Nonomoto Enterprises bekommen. Hast du mit denen irgendwelchen Ärger?“ Die junge Frau wurde blass und sprang auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass auf dem Wohnzimmertisch ein Brief lag. Hastig riss sie ihn auf und las ihn. „Ich wurde angenommen. Es ist kaum zu glauben. Ich wurde angenommen.“ Fassungslos setzte sie sich auf die Couch. Aljona sah sie verwirrt an. „Für was wurdest du angenommen?“ Valerya lächelte. „Ich werde bei Dai Shi mitmachen.“
    Annalena is offline Last edited by Annalena; 05.10.2014 at 16:44.

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    Schwertmeister Braoin's Avatar
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    „Seien wir doch ehrlich zueinander, Foster“, füllten Dimas Worte den beengten Raum, in dem er sich mit seinem vermeintlichen Rechtsvertreter beraten durfte.
    Die Besuchszeit neigte sich ihrem unausweichlichen Ende zu und auch der Geduldsfaden des Langzeitinhaftierten hatte sich gefährlich aufgerieben, sodass jeder Augenblick der verstrich zum endgültigen Reißen führen konnte. Seit knapp einer Stunde saßen sie sich nun schon gegenüber, wie die unscheinbare Uhr an der farblosen Betonwand hinter Steve verriet. Fünf Minuten noch, dann würden die Wärter hereinkommen und ihn wieder in seine Zelle eskortieren, wie einen König, der sich dem Schutz seiner Leibwächter nicht entziehen konnte.
    Dima beugte sich weit nach vorn, hatte die blanken Arme auf der kalten, metallenen Blechplatte des Tisches abgelegt und schaute dem Anwalt tief in die dunklen Augen. Seine Handschellen klimperten, als Metall über Metall gezogen wurde und das Geräusch des sich verrückenden Stuhls betonte die angespannte Atmosphäre, welche den ohnehin knappen Sauerstoffgehalt noch zu senken schien.
    „Dass, was ich habe, ist zu wertvoll, als dass sie das Risiko eingehen könnten, meine Forderungen abzuweisen.“

    Nicht das erste Mal handelte ihre Unterredung von diesem Thema. Es war der Dreh- und Angelpunkt ihrer Besprechungen und entschied für Zverikow über den Verlauf seines weiteren Lebens. Der Knast hing ihm zum Hals raus und wenn er nicht bald unbehelligt auf freiem Fuß sein konnte, würde er nach vier Jahren womöglich doch einknicken. Sollte dies jedoch eintreten, würde er den Weltkonzern Nonomoto Enterprises mit sich in die Tiefe reißen, das war eine Gewissheit, die er versuchte seinem Verhandlungspartner Steve Foster beizubringen.
    Dieser seufzte just in diesem Moment und beugte sich der Intensität, die aus Dimas Augen sprach. Nicht jedoch rückte er von seinem Standpunkt ab, den er seit ihrer ersten Begegnung bezogen hatte.
    „Hören Sie Zverikow“, begann er wie üblich, wenn er mit den immer gleichen Argumenten die unbezwingbare Mauer aus Überzeugung zu überwinden suchte, die zwischen ihm und dem zum Tode verurteilten stand, „Nonomoto Enterprises wird sich nicht auf ein derartiges Tauschgeschäft einlassen. Sie mögen es geschafft haben, an wichtige Daten heranzukommen und sie auf“, er machte eine kurze Pause, als suchte er nach dem passenden Wort, „unorthodoxe Weise zu sichern. Bravo!“, honorierte er ironisch Dimas Taten, die ihn schlussendlich in diese Lage gebracht hatten, „Doch seien Sie versichert, dass die Publizierung solcher Informationen durch einen zum Tode verurteilen Gefangenen nicht im geringsten Auswirkungen auf die Monopolstellung des Konzerns haben wird."
    “Ich würde Ihnen zustimmen, Foster, wären da nicht die Beweise“, konterte der Exsoldat selbstsicher.

    Er lehnte sich zurück und schaute auf den deutlich kleineren Mann herab, der sich nicht von der bedrohlichen Präsenz von Mace, wie man Zverikow auch nannte, einschüchtern ließ.
    „Die Daten, die ich mithilfe der Ihnen zur Genüge bekannten Nanotechnologie an die Hämoglobinplättchen in meinen Adern gekoppelt habe, verbreiten sich ohne Verzögerung über jeden bekannten und unbekannten Kanal und jede Frequenz, sollten sie aufhören, sich zu bewegen, sodass binnen Sekunden die gesamte Welt erfahren würde, wie Nonomoto Enterprises an die Macht kam. Wenn ich sterbe, wird das Videomaterial der ersten Experimente an Menschen mit den mobilen Nanoeinheiten publik gemacht und die Auswirkungen auf den geistigen und physischen Zustand der Versuchsobjekte würde die Fassaden der eindrucksvollsten Bauten der Geschichte zieren. Stellen Sie sich nur vor, wie es wäre, wenn am Empire State Building das Bild eines Wahnsinnigen prangte, der versucht, sich selbst das Gehirn zu entfernen um den nicht enden wollenden Schmerzen zu entgehen, Wäre das nicht herrlich?“
    Ein sadistisches Grinsen huschte über Dimas Gesicht, als er die Farbe aus Fosters Gesicht weichen sah. Bewusst hatte er bis zu diesem Augenblick gewartet die Wahrheit über seine Sicherheitsvorkehrungen preiszugeben, denn wenige Tage zuvor hatte die Presse den Termin für das Event Dai Shi ausgegeben, das Startsignal für Zverikows fein säuberlich ausgearbeiteten Plan.

    Noch während der Mitarbeiter des Konzerns und vermeintlicher Rechtsvertreter seine Fassung wiederfinden konnte, wurde die Tür des kleinen Raumes geöffnet und zwei mit Schlagstöcken bewaffnete Wärter traten ein. Grimmig fixierten sie den Inhaftierten, der sich jedoch gelassen gab und aufstand, als ihre kleine Unterredung am offiziellen Ende angelangt war. Die heruntergekommene Uhr zeigte Punkt sechs an und wieder einmal wunderte sich Mace über die penible Pünktlichkeit mit der hier gearbeitet wurde.
    „Wir sehen uns Morgen, Foster. Dann erwarte ich ein wenig mehr Kooperation von Ihnen“, rief der Verurteilte über die Schulter nach hinten und erhaschte dabei einen Blick auf den bestürzten Steve, der das Gesicht in seine Hände gelegt hatte.
    Dima hätte sich vor Lachen geschüttelt, wäre nicht schon nach seinem Ausruf einer der Schlagstöcke zwischen seine Rippen gerammt worden, sodass ihm die Luft wegblieb. In seiner Zelle würde ihn ein kaltes Abendessen und Langeweile erwarten, der er sich bald entziehen zu können hoffte.
    Braoin is offline Last edited by Braoin; 23.09.2014 at 22:15.

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    [Bild: AvatarHazel1.png]Endlich war wieder Ruhe eingekehrt. Ruhe, die sich die Oberschülerin in der Tat verdiente, nach all Unterhaltungen die sie an diesem Tag führen musste. Ein Tag, an dem sie mehr Worte verloren hatte, als sonst in einer ganzen Woche.
    Für all das soziale Engagement hätte sich Hazel eigentlich einen Orden verdient …
    Doch irgendetwas war da. Irgendetwas hinderte sie daran endlich zu entspannen. Irgendetwas raubte ihr jegliche Ruhe, der sie sich gewissermaßen doch eigentlich schon sicher war.
    Aber egal wie unwohl ihr war. Egal wie sehr es sie störte, sie wollte auf keinen Fall nachgeben. Das kam gar nicht erst in Frage!
    Also … warf sich die Einzelgängerin schwungvoll auf ihre Couch, steckte alle Vier von sich und schloss die Augen. Man konnte die Dinge auch einfach wegignorieren … Ja, das konnte man. Immerhin hatte Hazel dies schon oft getan. Wäre da nicht die eigentlich angenehme Stille gewesen, die ihr ermöglichte jedes noch so leise Geräusch so deutlich wahrzunehmen, als würde man vor ihrem Fenster mit einem Presslufthammer arbeiten.
    Wie zum Beispiel das Schwimmgeräusch des Otters, der über dem Holophone seine Runden zog und dabei immer wieder einen Blick zu ihr warf, darauf wartend das sie etwas sagte.
    Seufzend wanderte die Rechte der Fahlbraunhaarigen ihren Körper herauf und kam auf ihrer Stirn zum Liegen. Es wäre fast schon zu einfach gewesen, irgendwelche Musik einzuschalten, die sie abgelenkt hätte. Doch klar war: Das Gefühl würde nicht verschwinden.
    „Ruhemodus.“
    Während sich Hazel langsam aufrichtete, sprach sie zu der VI, die sich daraufhin wie befohlen zurückzog. Verflucht … Verdammt … Sie wollte nicht nachgeben! Aber … Jede noch so nervige Person war offenkundig leichter zu ignorieren, wenn man ihr gegenüber deutlich machte wie egal sie einem war. Diese Nötigung jedoch, konnte niemand aushalten.
    Oder versuchte sie sich das nur einzureden, um nicht zugeben zu müssen, dass sie durchaus die Gegenwart von anderen Menschen genoss? Pffffahahaha! Ja … sicher …
    Abermals in einem tiefen Ton murrend stampfte sie zurück zur Tür, die sie wenige Minuten zuvor noch zugeschlagen hatte, um das Eindringen von ungewolltem Besuch zu verhindern. Irgendwie traurig, wie wenig Beharrlichkeit sie dieses Mal zeigte.
    „Der Vermieter duldet hier keine Penner …“
    Noch während Hazel die Tür öffnete und ihr Blick nach unten wanderte, sprach sie diese Worte, ohne auch nur eine Sekunde daran zu zweifeln, dass da noch eine Person war, die diese auch hören konnte. Ihre gelbgrünen Augen trafen auf ein Paar magentafarbene und alles in ihr sträubte sich.
    „Oh?“
    Das süffisante Lächeln noch immer im Gesicht hob die Schwarzhaarige den Finger und presste ihn gegen ihre vollen Lippen. Hazel hatte sie gar nicht erst fragen brauchen, wieso sie nicht verschwunden war, würde sie doch ohnehin keine ernste Antwort darauf bekommen.
    „Und was ist mit jungen, hübschen Mädchen, die kurz davor sind ihre rosaroten Wangen mit Tränen zu benetzen? Was würde er wohl sagen, wenn ich ihm erzähle, dass Yasui-kun mich einfach so aus ihrer Wohnung geworfen hat? Ohne mir meine Sachen zu geben!“
    In melodramatischster Manier warf sie ihren Kopf zurück, woraufhin ihr schwarzes Haar schwundvoll den Halt auf ihren Schultern verlor und den rosafarbenen Modeschal offenbarte.
    „Ich wette, er würde sich darum reißen mir den Ersatzschlüssel zu leihen, ohne dass ich überhaupt fragen muss.“
    Das nichts davon der Wahrheit entsprach, war natürlich vollkommen irrelevant. Für Hazel aber nichts Neues.
    „Du überschätzt deine Wirkung auf die Menschen um dich herum …“
    „Auf die meisten Menschen? Vielleicht … auch wenn ich das nicht denke. Auf einen alleinstehenden Mann mittleren Alters? Wohl eher nicht.“
    Ekelhaft … Es grenzte an ein Wunder, dass diese Person mit ihrem Ego überhaupt noch gerade laufen konnte, geschweige denn atmen – immerhin müsste es sie erdrücken, so gigantisch wie es war. Und wenn es nicht ihr Ego war, wieso dann eigentlich nicht die Leute, die sich eigentlich hätten davon gestört fühlen müssen? Was stimmte nur nicht mit dieser Welt – sie damit wohl eingeschlossen?!
    „Wo sind die versprochenen Tränen? Nur deshalb hab ich mir überhaupt die Mühe gemacht, nochmal die Tür zu öffnen.“
    Die Oberschülerin ließ sich nichts anmerken, blockierte aber wie schon zuvor den Eingang, auch wenn der weibliche Störenfried noch immer hockte und damit eigentlich keine Gefahr für die wohlige Einsamkeit in ihrer Wohnung darstellte.
    „Hm … eine Sekunde. Dafür muss ich erst an etwas Trauriges denken.“
    Sie gab sich noch nicht einmal die Mühe es auf irgendeine Art und Weise echt aussehen zu lassen. Nicht, dass Hazel überhaupt erwartet hätte, dass irgendetwas an dieser Person echt war. Nicht einmal Traurigkeit.
    „Wie wär’s mit deinem Spiegelbild?“
    Mager, blass und unecht. Was konnte trauriger sein als das?
    „Huh? Ich hatte eigentlich dein Leben im Sinn.“
    Traurig?! Pah! Dass sie nicht lachte – was sie natürlich wirklich nicht tat. War es doch erst in dem Moment traurig geworden, als dieses aufgetakelte Klappergestell ein Teil davon wurde. Ein ungewollter Teil.
    Doch statt darauf noch etwas zu erwidern, blieb die Einzelgängerin stumm. Denn ehrlichgesagt, wusste sie gar nicht was sie darauf hätte sagen sollen. Verdammt …
    Stattdessen machte sie kehrt, ließ einen langen, gequälten Seufzer ihrer Kehle entweichen und ging wieder zurück in die Wohnung. Dieses Mal jedoch ohne die Tür hinter sich zu schließen. Es gab ohnehin kein Entkommen vor dieser Qual, war es für dieses schwarzhaarige Biest – welches sich jedoch ungerechtfertigt für die Schöne hielt – sicher wirklich keine Herausforderung an den Ersatzschlüssel zu kommen.
    Ruckartig wurde Hazel in ihrem Schritt gestoppt, festgehalten von diesen garstigen, kleinen Fingern, die sich abermals im Stoff ihres Shirts vergruben. Keine Worte wurden gesprochen, das einzige Geräusch was man vernehmen konnte war das Klacken der Tür, als diese hinter den Beiden wieder ins Schloss fiel.
    Sie hasste diese Person … sie hasste sie so abgrundtief …

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
    BlackShial is offline Last edited by BlackShial; 23.09.2014 at 23:09.

  17. #37 Reply With Quote
    Provinzheld DragonGodSlayer's Avatar
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    [Bild: pal110x110jz4uqgn9fk.jpg]

    Als sich Pal von Christoph verabschiedet hatte ging er ebenfalls in seine Studentenwohnung uns zwar so wie es in Freiburg üblich ist mit dem Fahrrad. Er hörte sich über seinen MP3 Player welchen er von seinem Vater bekommen hatte Lieder auf dem Heimweg an.

    Als er an seiner Wohnung an kam, stand dort eine für ihn fremde Person, die direkt auf ihn zuging. „Wenn ich richtig in der Annahme gehe, sind sie Pal Müller oder?“ Pal antwortete knapp, „Ja das bin ich, was wollen sie von mir.“ Die andere Person blieb total ruhig und sagte: „Wir sollten dies wohl besser in Ihrer Wohnung bereden.“ Pal wunderte sich, was eine wild fremde Person nur von ihm wollen würde und woher er wusste, wo er wohnte. Doch ohne nach zu fragen ging Pal ihn seine Wohnung und lies den Fremden auch hinein, er führte ihn in sein Wohnzimmer und deutete an, dass der fremde auf der Couch platz nehmen könne.

    Als beide im Wohnzimmer saßen, sagte der Fremde, „Ich arbeite für Nonomoto Enterprise und möchte Ihnen ein Geschäft vorschlagen. Wir, also Nonomoto haben vor, das Unternehmen ihres Vaters auf zu kaufen, da das Unternehmen für uns sehr hilfreich wäre und Ihr Vater ohnehin bei uns sehr hoch verschuldet ist. Jedoch können Sie die Schulden tilgen und den Aufkauf des Unternehmens Ihres Vaters verhindern, in dem sie an dem in diesem Jahr stattfindendem Dai Shi teilnehmen und Gewinnen. Sofern sie absagen werden wir sofort das Unternehmen ihres Vaters aufkaufen und uns an eigenen, nehmen Sie jedoch am Dai Shi teil, werden wir warten, bis Sie ausscheiden oder gewinnen, bis wir es aufkaufen. Die Entscheidung liegt ganz alleine bei ihnen.“

    Pal schaute während des ganzen Gespräches blöd aus der Wäsche, denn er wunderte sich, dass sein Vater ihm nicht von seinen Schulden bei Nonomoto erzählt hatte. Wo er doch als Erbe des Unternehmens und als Familienmitglied über solche Situationen stets aufgeklärt wurde. Weil er an der Glaubwürdigkeit der Geschichte des Fremden zweifelte bat er ihn um ein Annahmefrist von 24 Stunden. Der Vertreter von Nonomote stimmte dieser zu und verabschiedete sich höflich von Pal, aber nicht ohne Ihm seine Visitenkarte da zu lassen.

    Nach dem der Arbeiter von Nonomoto Pat die Karte gegeben hatte ging er aus dem Haus und verabschiedete sich von Pal, aber bevor dieser die Haustür geschlossen hatte sagte der Mitarbeite noch folgendes. „Ich rate Ihnen mit niemandem über unser Gespräch zu reden, dies könnte schwäre Folgen mit sich ziehen.“ Er sagte es in so einem Ton, dass Pal sich vor Angst beinahe in die Hosen gemacht hätte.
    DragonGodSlayer is offline Last edited by DragonGodSlayer; 14.10.2014 at 19:10.

  18. #38 Reply With Quote
    Legende Annalena's Avatar
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    Quote Originally Posted by Annalena View Post
    [Bild: Valerya.jpg]
    Ihre Absätze klicken laut in die Stille der Nacht als Valerya auf dem Heimweg war. Ihre Schicht im Club „Erotica“ war endlich vorbei und sie konnte es kaum erwarten nach Hause zu ihrer Tochter zu kommen. Einige der Mädchen trafen sich privat mit Kunden um mit Sex noch etwas mehr Geld zu verdienen. Doch so etwas machte Valerya nicht obwohl es sicherlich einige Männer gab, die sie gut dafür bezahlen würden. Es war schon genug, dass sie sich vor diesen fremden Leuten auszog. Sie hatte ja am eigenen Leib erfahren wie es ist, den eigenen Körper zu verkaufen. Diese Erfahrung würde sie auf keinen Fall wiederholen wollen.

    Abgesehen davon war Boris, der Betreiber des Clubs, absolut dagegen das seine Mädchen ihre Körper für Sex verkaufen. Er war der Betreiber eines erotischen Clubs und keines Puffs, sagte er immer. Sollte er ein Mädchen bei so etwas erwischen, dann warf er sie raus. Das war schon vorgekommen und diese Mädchen landeten auf dem Strich. Da verdiente sie doch lieber etwas weniger Geld und hatte dafür einen sicheren Job. Nun ja, sicher solange ihr Körper noch so in Form war wie er jetzt ist natürlich.

    Valerya schloss die Haustür auf und betrat ihre kleine Wohnung. Sie legte ihre Handtasche ab und zog ihre Schuhe aus. Barfuß begab sie sich als erstes ins Zimmer ihrer Tochter. Die kleine Nachtlampe in Form einer Schneeflocke brannte, denn ohne sie konnte Katya nicht schlafen. Vorsichtig beugte sich die junge Frau über das Kinderbett und legte die Hand auf die Stirn ihrer Tochter. Sie war nicht mehr so heiß und Valerya atmete erleichtert auf. Das Fieber war etwas zurückgegangen. Sie hasste es ihre Tochter allein zu lassen, wenn sie wieder einen ihrer schweren Krankheitsschübe hatte. Doch sie musste Geld verdienen und Boris gab ihr nicht frei nur weil ihre Tochter krank war. Valerya deckte ihre Tochter noch einmal richtig zu und küsste sie auf die Stirn. „Schlaf schön mein Schatz.“

    Leise verließ sie den Raum und ging ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa saß Aljona und las. Sie blickte auf als Valerya das Zimmer betrat. Wortlos ging sie in die kleine Küchennische, die sich mit im Wohnzimmer befand. Dort wärmte sie etwas Pizzareste auf und goss ein Glas Cola ein. Beides brachte sie der erschöpften jungen Frau, die sich inzwischen auf das Sofa gesetzt hatte. Dankbar schlang sie förmlich das karge Essen hinunter und trank etwas. „Danke, Aljona, ich weiß nicht was ich ohne dich tun würde. Dass du mir so hilfst und immer auf Katya aufpasst…“ Ihre Stimme brach als ihr die Tränen kamen.

    Aljona war eine Frau in den mittleren Jahren. Sie hatte Valerya und Katya betreut, als diese auf der Straße standen. Valerya war ihr für ihre Hilfe unendlich dankbar. Sie wusste nicht wie Aljona es gemacht hatte, aber sie hatte ihr Kind nicht verloren. Dabei hatte sie fest geglaubt, dass man ihr ihre Tochter wegnehmen würde. Über die Jahre wurde Aljona eine gute Freundin für Valerya. Sie war die einzige Person, der die junge Frau traute. Ohne ihre Hilfe hätte sie nicht gewusst wie sie hätte überleben sollen. Die ältere Frau schaute Valerya besorgt an. „Katya geht es wieder etwas besser. Wie lange wird diese Medizin noch helfen?“

    Valerya brach in Tränen aus und Aljona schalt sich, dass sie so unsensibel gefragt hatte. „Es tut mir leid. Ich weiß du machst alles was du kannst.“ Die junge Frau schluchzte. „Ich tue was ich kann, aber die Behandlung ist zu teuer. Ich glaube nicht, dass ich das Geld zusammen bekomme bevor… bevor…“ Sie schluchzte lauter als plötzlich eine leise Stimme sie aus der Trauer riss. „Mama?“ Valerya schreckte auf und wischte sich hastig die Tränen weg. Dann drehte sie sich um. „Katya. Warum bist du wach?“ Das Mädchen stand im Eingang zum Wohnzimmer. Sie trug ihren Lieblingsschlafanzug, der mit kleinen rosa Häschen und Blümchen bedruckt war. In ihren Händen hielt sie ihren Lieblingsteddy, den sie fest an ihre Körper gedrückt hatte.

    Sofort ging die junge Frau zu ihr und hockte sich vor ihrer Tochter hin. Die Kleine streckte ihre Arme aus. Valerya umarmte sie und drückte sie fest an sich. Dann stand sie mit ihrer Tochter im Arm auf. „Du solltest schlafen, Katlya. Morgen geht es dir bestimmt besser.“ Katya schmiegte sich an ihre Mutter. „Es tut nicht mehr so doll weh, Mama.“ Valerya küsste sie auf ihre Wange. „Du bist mein tapferes Mädchen. Soll ich dir eine Gutenachtgeschichte vorlesen?“ Das Mädchen küsste nun ihre Mutter auf die Wange. „Oh ja.“ Die junge Frau drehte sich entschuldigend zu Aljona um. Doch diese lächelte nur traurig. „Geh schon. Ich räume ein bisschen auf und dann reden wir weiter.“

    Valerya brachte ihre Tochter ins Bett. Sie deckte sie sorgfältig zu und setzte sich dann auf einen Stuhl, der neben dem Bett stand. Katya lauschte aufmerksam ihrer Mutter, die ihr ihre Lieblingsgeschichte über das Häschen und den Kohl vorlas. Bevor sie wieder einschlief sagte sie leise zu ihrer Mutter. „Liebe dich Mama.“ Valerya unterdrückte die Tränen. „Ich liebe dich auch mein Schatz.“ Sie überprüfte nochmal ob ihre Tochter richtig zugedeckt war bevor sie sich wieder ins Wohnzimmer begab.

    Aljona hatte inzwischen aufgeräumt und sich wieder auf das Sofa gesetzt. „Sie ist so ein tapferes Mädchen.“ Valerya nickte nur traurig. Für eine Weile schwiegen beide Frauen bevor Aljona das Wort ergriff. „Du hast einen Brief von Nonomoto Enterprises bekommen. Hast du mit denen irgendwelchen Ärger?“ Die junge Frau wurde blass und sprang auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass auf dem Wohnzimmertisch ein Brief lag. Hastig riss sie ihn auf und las ihn. „Ich wurde angenommen. Es ist kaum zu glauben. Ich wurde angenommen.“ Fassungslos setzte sie sich auf die Couch. Aljona sah sie verwirrt an. „Für was wurdest du angenommen?“ Valerya lächelte. „Ich werde bei Dai Shi mitmachen.“

    [Bild: Valerya.jpg]
    Fassungslos sprang Aljona auf. „Bist du verrückt geworden? Weißt du nicht, dass Dai Shi tödlich ist? Was wird aus Katya, wenn du stirbst?“ Valeryas Augen füllten sich mit Tränen. „Glaubst du ich weiß das nicht? Ich weiß es… Doch was wird aus Katya, wenn ich nichts tue? Sie wird… sie wird…“ Aljona setzte sich wieder und nahm die junge Frau in ihre Arme. „Aber Dai Shi, Valerya, verdammt…“ Die junge Frau löste sich aus der Umarmung, stand auf und lief im Wohnzimmer auf und ab. „Wie oft war ich auf der Bank und habe um einen Kredit gebeten um die Heilung meiner Tochter zu bezahlen. Wie oft habe ich gefleht und gebettelt, doch sie haben mich jedes Mal abgewiesen. Wie oft haben mich die Banken ihre Arroganz und Überlegenheit spüren lassen.“

    Aljona sah die junge Frau mitfühlend an. Sie war bei diesen Gesprächen dabei und nicht selten wollte sie diesen feinen Pinkeln eigenhändig deren Hals umdrehen. Es war nicht deswegen, weil sie die Kredite ablehnten. Sie konnte verstehen, dass ihnen mit Valeryas Lebenslauf die Hände gebunden waren. Doch sie verstand nicht, mit welcher Selbstgefälligkeit die Bankmitarbeiter das Leben eines Kindes einfach so abwerteten. Als wäre es weniger als der Dreck unter ihren Schuhen wert. „Wenn du verlierst, dann verlierst du nicht nur dein Leben sondern Katya verliert auch ihre Mutter. Wenn du nicht mehr für sie sorgst, dann stirbt sie auf jeden Fall. Kein Waisenhaus wird die Behandlungskosten übernehmen und ich bezweifle sehr stark, dass ein Ehepaar ein schwer krankes Kind adoptiert.“

    Valerya presste ihre Lippen zusammen. „Bis zu meiner Schwangerschaft habe ich regelmäßig Belendiel gespielt. Ich war sehr gut darin. Ich kann es immer noch, auch wenn ich etwas aus der Übung bin. Ich bin sicher, ich kann es schaffen.“ Nervös wickelte sie eine Haarsträhne um ihren Finger. „Sollte ich es nicht schaffen… nach dem Tod eines Spielers wird der Name veröffentlicht. Wenn sie meine Geschichte hören… die Menschen werden sicherlich spenden. Und mit dem Geld kann die Behandlung bezahlt werden. Ich werde auch mit Nonomoto Enterprises reden. So eine traurige Geschichte lässt sich sicherlich gut vermarkten. Wenn sie die Behandlungskosten übernehmen, dann wäre das sicherlich sehr gut für ihren Ruf.“

    Aljona stand auf und fasste mit beiden Händen die Oberarme der jungen Frau. Sie blickte ihr in die Augen. „Du bist dann aber tot, Valerya.“ Valerya schluckte. „Katya wird auf jeden Fall gesund, egal wie Dai Shi ausgeht. Das ist das Wichtigste.“ Die ältere Frau gab nicht auf. „Wie soll Katya weiterleben, wenn du nicht mehr lebst?“ Valerya kämpfte stur mit den Tränen. „Wie soll ich weiterleben, wenn sie tot ist? Katya ist jung. Sie wird meinen Tod überwinden. Und hey, vielleicht gewinne ich ja auch. Dann leben wir Beide.“ Doch tief im Inneren war Valerya nicht so überzeugt Dai Shi zu überleben. Doch das war ihr egal. Ihre Tochter war das Wichtigste für sie in ihrem Leben. Wenn sie ihr Leben geben muss um das von Katya zu retten, dann soll es so sein.
    Annalena is offline Last edited by Annalena; 05.10.2014 at 16:46.

  19. #39 Reply With Quote
    Provinzheld DragonGodSlayer's Avatar
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    [Bild: pal110x110jz4uqgn9fk.jpg]

    Als sich Pal von Christoph verabschiedet hatte ging er ebenfalls in seine Studentenwohnung uns zwar so wie es in Freiburg üblich ist mit dem Fahrrad. Er hörte sich über seinen MP3 Player welchen er von seinem Vater bekommen hatte Lieder auf dem Heimweg an.

    Als er an seiner Wohnung an kam, stand dort eine für ihn fremde Person, die direkt auf ihn zuging. „Wenn ich richtig in der Annahme gehe, sind sie Pal Müller oder?“ Pal antwortete knapp, „Ja das bin ich, was wollen sie von mir.“ Die andere Person blieb total ruhig und sagte: „Wir sollten dies wohl besser in Ihrer Wohnung bereden.“ Pal wunderte sich, was eine wild fremde Person nur von ihm wollen würde und woher er wusste, wo er wohnte. Doch ohne nach zu fragen ging Pal ihn seine Wohnung und lies den Fremden auch hinein, er führte ihn in sein Wohnzimmer und deutete an, dass der fremde auf der Couch platz nehmen könne.

    Als beide im Wohnzimmer saßen, sagte der Fremde, „Ich arbeite für Nonomoto Enterprise und möchte Ihnen ein Geschäft vorschlagen. Wir, also Nonomoto haben vor, das Unternehmen ihres Vaters auf zu kaufen, da das Unternehmen für uns sehr hilfreich wäre und Ihr Vater ohnehin bei uns sehr hoch verschuldet ist. Jedoch können Sie die Schulden tilgen und den Aufkauf des Unternehmens Ihres Vaters verhindern, in dem sie an dem in diesem Jahr stattfindendem Dai Shi teilnehmen und Gewinnen. Sofern sie absagen werden wir sofort das Unternehmen ihres Vaters aufkaufen und uns an eigenen, nehmen Sie jedoch am Dai Shi teil, werden wir warten, bis Sie ausscheiden oder gewinnen, bis wir es aufkaufen. Die Entscheidung liegt ganz alleine bei ihnen.“

    Pal schaute während des ganzen Gespräches blöd aus der Wäsche, denn er wunderte sich, dass sein Vater ihm nicht von seinen Schulden bei Nonomoto erzählt hatte. Wo er doch als Erbe des Unternehmens und als Familienmitglied über solche Situationen stets aufgeklärt wurde. Weil er an der Glaubwürdigkeit der Geschichte des Fremden zweifelte bat er ihn um ein Annahmefrist von 24 Stunden. Der Vertreter von Nonomote stimmte dieser zu und verabschiedete sich höflich von Pal, aber nicht ohne Ihm seine Visitenkarte da zu lassen.

    Nach dem der Arbeiter von Nonomoto Pat die Karte gegeben hatte ging er aus dem Haus und verabschiedete sich von Pal, aber bevor dieser die Haustür geschlossen hatte sagte der Mitarbeite noch folgendes. „Ich rate Ihnen mit niemandem über unser Gespräch zu reden, dies könnte schwäre Folgen mit sich ziehen.“ Er sagte es in so einem Ton, dass Pat sich vor Angst beinahe in die Hosen gemacht hätte.


    [Bild: pal110x110jz4uqgn9fk.jpg]

    Nach dem der Arbeiter von Nonomoto gegangen war saß sich Pat besorgt auf seine Couch. Was soll ich nur machen? Ich will doch nicht mein Leben in einem Spiel riskieren, aber ich kann doch nicht zulasse, das sie das Unternehmen, welches mein Vater so mühsam aufgebaut hat aufkaufen. „Verdammt, verdammt, verdammt was soll ich nur machen?" Schrie er laut stark hinaus.

    Als er sich wieder etwas gefasst hatte bemerkte er die Visitenkarte auf dem Tisch lag, er schaute sie sich an, während er weiterhin überlegte, was er machen solle. Nachdem er sich die Karte eine Weile angeschaut hatte bemerkte er, dass auf der Rückseite etwas stand. „Wenn Sie uns nicht glauben können Sie ruhig Nachforschungen anstellen, sofern sie unser Gespräch nicht erwähnen.“ „Verdammt, als ob sie meine Gedanken und Handlungen vorhergesehen hätten, na dann werde ich mal machen was sie wollen.“

    Pal setzte sich an seinen Computer und setzte sein MNE auf, danach rief er seinen Vater an, um sich über die Finanzielle Situation seiner Eltern und des Unternehmens zu informieren. Nachdem er seinem Vater einige Halbwahrheiten erzählt hatte, konnte er seinen Vater überreden ihm einige Unterlagen zu schicken, unter anderem die Bilanzen der letzten drei Jahren, sowohl in elektronischer Form als auch in Papierform, welche sein Vater noch aus Gewohnheit anfertigte. Die Papierform wurde natürlich eingescannt. Als Pal die Dokumente erhalten hatte bedankte er sich, druckte sie aus und überprüfte sie dahingehend, ob die Aussagen des Nonomoto Mitarbeiters stimmten. Nach dem er sich drei Stunden lang durch die Bilanzen und den anderen Dokumenten gelesen hatte erkannte er, dass das Unternehmen seines Vaters in keinster Weise überschuldet war.

    „Pah solche Lügner, aber sie hätten locker die Mittel um sein Unternehmen entweder in den Ruin zu treiben oder aufzukaufen. Somit ist mein Problem also immer noch nicht gelöst, auch wenn ich jetzt weiß, dass mein Vater nicht überschuldet ist.“ Sagte er sowohl wütend als auch besorgt. Da es schon spät war beschloss er sich hinzulegen und erst am nächsten Tag sich weitere Gedanken darüber zu machen. Es verging jedoch eine weitere Stunde, bis er endlich ruhig war und eingeschlafen war.
    DragonGodSlayer is offline Last edited by DragonGodSlayer; 14.10.2014 at 19:12.

  20. #40 Reply With Quote
    Schwertmeister Braoin's Avatar
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    [Bild: Dima.jpg]

    „Seien wir doch ehrlich zueinander, Foster“, füllten Dimas Worte den beengten Raum, in dem er sich mit seinem vermeintlichen Rechtsvertreter beraten durfte.
    Die Besuchszeit neigte sich ihrem unausweichlichen Ende zu und auch der Geduldsfaden des Langzeitinhaftierten hatte sich gefährlich aufgerieben, sodass jeder Augenblick der verstrich zum endgültigen Reißen führen konnte. Seit knapp einer Stunde saßen sie sich nun schon gegenüber, wie die unscheinbare Uhr an der farblosen Betonwand hinter Steve verriet. Fünf Minuten noch, dann würden die Wärter hereinkommen und ihn wieder in seine Zelle eskortieren, wie einen König, der sich dem Schutz seiner Leibwächter nicht entziehen konnte.
    Dima beugte sich weit nach vorn, hatte die blanken Arme auf der kalten, metallenen Blechplatte des Tisches abgelegt und schaute dem Anwalt tief in die dunklen Augen. Seine Handschellen klimperten, als Metall über Metall gezogen wurde und das Geräusch des sich verrückenden Stuhls betonte die angespannte Atmosphäre, welche den ohnehin knappen Sauerstoffgehalt noch zu senken schien.
    „Dass, was ich habe, ist zu wertvoll, als dass sie das Risiko eingehen könnten, meine Forderungen abzuweisen.“

    Nicht das erste Mal handelte ihre Unterredung von diesem Thema. Es war der Dreh- und Angelpunkt ihrer Besprechungen und entschied für Zverikow über den Verlauf seines weiteren Lebens. Der Knast hing ihm zum Hals raus und wenn er nicht bald unbehelligt auf freiem Fuß sein konnte, würde er nach vier Jahren womöglich doch einknicken. Sollte dies jedoch eintreten, würde er den Weltkonzern Nonomoto Enterprises mit sich in die Tiefe reißen, das war eine Gewissheit, die er versuchte seinem Verhandlungspartner Steve Foster beizubringen.
    Dieser seufzte just in diesem Moment und beugte sich der Intensität, die aus Dimas Augen sprach. Nicht jedoch rückte er von seinem Standpunkt ab, den er seit ihrer ersten Begegnung bezogen hatte.
    „Hören Sie Zverikow“, begann er wie üblich, wenn er mit den immer gleichen Argumenten die unbezwingbare Mauer aus Überzeugung zu überwinden suchte, die zwischen ihm und dem zum Tode verurteilten stand, „Nonomoto Enterprises wird sich nicht auf ein derartiges Tauschgeschäft einlassen. Sie mögen es geschafft haben, an wichtige Daten heranzukommen und sie auf“, er machte eine kurze Pause, als suchte er nach dem passenden Wort, „unorthodoxe Weise zu sichern. Bravo!“, honorierte er ironisch Dimas Taten, die ihn schlussendlich in diese Lage gebracht hatten, „Doch seien Sie versichert, dass die Publizierung solcher Informationen durch einen zum Tode verurteilen Gefangenen nicht im geringsten Auswirkungen auf die Monopolstellung des Konzerns haben wird."
    “Ich würde Ihnen zustimmen, Foster, wären da nicht die Beweise“, konterte der Exsoldat selbstsicher.

    Er lehnte sich zurück und schaute auf den deutlich kleineren Mann herab, der sich nicht von der bedrohlichen Präsenz von Mace, wie man Zverikow auch nannte, einschüchtern ließ.
    „Die Daten, die ich mithilfe der Ihnen zur Genüge bekannten Nanotechnologie an die Hämoglobinplättchen in meinen Adern gekoppelt habe, verbreiten sich ohne Verzögerung über jeden bekannten und unbekannten Kanal und jede Frequenz, sollten sie aufhören, sich zu bewegen, sodass binnen Sekunden die gesamte Welt erfahren würde, wie Nonomoto Enterprises an die Macht kam. Wenn ich sterbe, wird das Videomaterial der ersten Experimente an Menschen mit den mobilen Nanoeinheiten publik gemacht und die Auswirkungen auf den geistigen und physischen Zustand der Versuchsobjekte würde die Fassaden der eindrucksvollsten Bauten der Geschichte zieren. Stellen Sie sich nur vor, wie es wäre, wenn am Empire State Building das Bild eines Wahnsinnigen prangte, der versucht, sich selbst das Gehirn zu entfernen um den nicht enden wollenden Schmerzen zu entgehen, Wäre das nicht herrlich?“
    Ein sadistisches Grinsen huschte über Dimas Gesicht, als er die Farbe aus Fosters Gesicht weichen sah. Bewusst hatte er bis zu diesem Augenblick gewartet die Wahrheit über seine Sicherheitsvorkehrungen preiszugeben, denn wenige Tage zuvor hatte die Presse den Termin für das Event Dai Shi ausgegeben, das Startsignal für Zverikows fein säuberlich ausgearbeiteten Plan.

    Noch während der Mitarbeiter des Konzerns und vermeintlicher Rechtsvertreter seine Fassung wiederfinden konnte, wurde die Tür des kleinen Raumes geöffnet und zwei mit Schlagstöcken bewaffnete Wärter traten ein. Grimmig fixierten sie den Inhaftierten, der sich jedoch gelassen gab und aufstand, als ihre kleine Unterredung am offiziellen Ende angelangt war. Die heruntergekommene Uhr zeigte Punkt sechs an und wieder einmal wunderte sich Mace über die penible Pünktlichkeit mit der hier gearbeitet wurde.
    „Wir sehen uns Morgen, Foster. Dann erwarte ich ein wenig mehr Kooperation von Ihnen“, rief der Verurteilte über die Schulter nach hinten und erhaschte dabei einen Blick auf den bestürzten Steve, der das Gesicht in seine Hände gelegt hatte.
    Dima hätte sich vor Lachen geschüttelt, wäre nicht schon nach seinem Ausruf einer der Schlagstöcke zwischen seine Rippen gerammt worden, sodass ihm die Luft wegblieb. In seiner Zelle würde ihn ein kaltes Abendessen und Langeweile erwarten, der er sich bald entziehen zu können hoffte.

    [Bild: Dima.jpg]

    Mit leerem Blick starrte Dima aus dem Fenster, welches tief in die dicke Außenmauer des Gefängnisses eingelassen worden war. Innen und außen sicherten Metallstangen, die so dick wie sein Unterarm waren, den Blick ins Freie. Seine Zelle befand sich an der Seite, die zum Meer hingewandt war und so bestand der Großteil seiner Zeit, die er hinter Gittern verbrachte, daraus, dass er den Wellen dabei zusah, wie sie gegen die Bucht brandeten. Für Zverikow war dies das Sinnbild seiner Gefangenschaft, gab der Ozean seinen Kampf gegen den Fels doch niemals auf, waren seine Bemühungen doch noch so fruchtlos. Ebenso blieb der Inhaftierte standhaft, jedoch gab es einen kleinen Unterschied; sein Kampf würde die Küste zur Aufgabe zwingen und das Land in Kürze fluten.
    Heute war der Tag, an dem Foster sich seine Forderungen würde anhören müssen und wenn er ihnen nicht zustimmte, wäre das scheinbare Weiße-Westen-Image die längste Zeit über das Aushängeschild von Nonomoto Enterprises gewesen.

    Am Himmel stapelten sich unterdessen dunkle Wolken, schufen eine undurchdringliche Decke, die selbst das Sonnenlicht im sonst so freundlichen Kalifornien verschluckte. Das Wetter spiegelte Dimas Stimmung wieder und doch passte ihm nicht, was er sah.
    Hinter sich hörte er mit einem Mal das Klopfen der Schlagstöcke gegen die Gitterstäbe der Zellen und erneut wurde ihm bewusst, dass dieses Gefängnis wohl eines der wenigen war, die tatsächlich noch altmodische Gittertüren verwendete. Die Geräusche waren ein Zeichen dafür, dass die Aufmerksamkeit der Sträflinge gefordert wurde, ein sinnloser Umstand, da sie ohnehin jeder Abwechslung, die sich ihnen bot, entgegengierten. So war es kaum verwunderlich, dass Mace andere Inhaftierte auf der gegenüberliegenden Seite, bereits an den Gitterstäben stehen sah, ehe er sich überhaupt die Mühe machte, zur Tür zu gehen. Seine Zelle befand sich im höchstgelegenen Trakt von San Quentin, ein Umstand, der jedoch weniger interessant für ihn war.
    Der Wärter erreichte schließlich auch seine Zelle und schaute ihn grimmig an.
    „Neuigkeiten“, brummte er und setzte seine Runde fort, als er sah, dass Zverikow längst aufmerksam war.

    Wenige Momente später ertönte ein Quäken, als die völlig veralteten Lautsprecher eingeschaltet wurden. Sie entsprachen der Technik des frühen zwanzigsten Jahrhundert, doch fehlte dem Staat das nötige Geld für eine Modernisierung des Gefängnisses. Ohnehin schien es kaum nötig zu sein, erfüllte die Kommunikationsanlage doch ihren Zweck.
    „Guten Tag Insassen“, ertönte die verzerrte Stimme des Direktors der Anstalt, „Durch eine Wetterwarnung mit der Einstufung eines Hurricanes wurden alle heutigen Besuchstermine gestrichen.“
    Ein Aufschrei der Empörung brandete auf und mehrere Gefangene schlugen wüst auf die massiven Gitter ein, was lautes Scheppern zur Folge hatte. Über all den plötzlichen Lärm erhoben sich erneut die metallischen Worte des Direktors.
    „Das Abendessen wird wie gewohnt um Punkt 6 Uhr abends in Ihre Zellen gebracht. Das war alles.“
    Neuerliches Quäken kündete das Ende der Durchsage an, was die Entrüstung der hier versammelten Straftäter nur steigerte.
    „Heute war der einzige freie Tag meiner Frau!“, beschwerte sich einer, der seine Zelle ganz in der Nähe von Dima haben musste.
    Der Russe selbst war ebenfalls unzufrieden mit dem Ereignis, doch was brachte es, sich darüber aufzuregen? Lediglich Ärger, den er nicht gebrauchen konnte.
    „Hey!“, sprach er den Wärter an, der möglichst unbeteiligt seine Runde auf dem gleichen Weg beendete, den er gekommen war.
    Dem Staatsdiener war bewusst, dass es keinen Sinn hatte, den Sträflingen zu drohen oder sie zur Ordnung zu rufen, würden sie ohnehin nicht nachgeben. Desinteresse war in diesem Fall wohl das Beste, was er vortäuschen konnte. Ein fragender Blick verriet Zverikow, dass er die Aufmerksamkeit des Aufsehers hatte.
    „Den wievielten haben wir heute?“, wollte er wissen, was mit einem Stirnrunzeln kommentiert wurde.
    „Den Zehnten“, gab er die Antwort.
    „Mai?“, vergewisserte sich Mace und wurde durch ein Nicken bestätigt.

    Er wandte sich von dem Aufseher ab und trat zurück ans Fenster, wo er sich das aufbäumende Wetterschauspiel ansehen konnte. Der Abend würde stürmisch werden, wie seine Gedanken, die sich überschlugen.
    Drei Tage noch, dachte Dima, In drei Tagen beginnt Dai Shi und noch immer habe ich keine zufriedenstellende Reaktion auf meine Forderungen erhalten. Ihnen kann der Untergang ihres Konzerns nicht so egal sein. Warum muss dieser verfluchte Hurricane auch meine ganze Planung verzögern?
    Aus Wut schlug der Verurteilte gegen die massive Betonwand seiner Gefängniszelle, ignorierte den Schmerz, der seinen Arm hinaufschoss. Würde das Wetter morgen nicht besser sein, konnte sein ganzer Plan scheitern.
    Braoin is offline

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