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  1. #1
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    "Dass Sie hoffentlich nicht zu voll sind um die Sache anzugehen.", kommentierte er trocken, waren ihm die spitzen Kommentare nicht entgangen. Doch solange Ward keinen Schuhfetisch hatte, wusste er ja nicht, dass die Stiefel an denen sie vor der Treppe vorbeigingen, Luceijas waren.
    Dabei fiel ihm ein Übel ein, welches er seit Tagen schon hinter sich bringen wollte, noch bevor er die Italienerin gestern auf Proteus begrüßt hatte. Jetzt wurde daraus eine beinahe interessante Angelegenheit, die ihn wie angewurzelt kurz vor der unteren Tür festhielt.
    "Ich hab was vergessen.", drehte er auf dem Absatz und wehrte Julians Blick ab "Gehen Sie schon mal vor, ich bin gleich da."
    Für diese Sache brauchte er nur etwas Ruhe, weiter nichts.


    Vigilio, unterdessen zur Zeit von Leifs Anruf

    Nach langer Zeit in London war es gut, dass Vigilio sich endlich wieder eine Auszeit von der britischen Hauptstadt nehmen konnte. Nachdem er lange genug mit der gesamten Familie in einem Haus gelebt und am laufenden Band Rache genommen und geplant hatte, war es Zeit Zora wieder etwas mehr Neutralität und Normalität bieten zu können, weshalb er sich vor einigen Tagen wieder mit seinen beiden Frauen nach Kalifornien verzogen hatte. Seine Arbeit wälzte er erstmal die letzten Tage auf Cypher ab um sich um seine Frau zu kümmern - wobei er ebenso regelmäßig vor dem Mikro stand und Interviews zu seiner grausam zerstörten Hochzeitsfeier geben musste. Immer auch schön die Medienwirksamkeit nutzend und mit Emma im Arm noch etwas mehr Mitleid erhaschend. Die kleine Maus war unterdessen zu einem regelrechten Kameramagneten geworden. Nicht zuletzt, weil die Hochzeit der erste Anlass für die Paparazzo gewesen war, einen Blick auf die jüngste Ascaiath zu erhaschen.

    Heute aber hatten sie davor Ruhe. Endlich auch vor Turianern, was es dem Ehemann ermöglichte, sich auf seine zwei wichtigsten Pläne zu konzentrieren, wobei er rauchend auf der Terrasse in einem gewohnt teuren Anzug stand und die Ray Ban Sonnenbrille seine grellgrünen Augen bedecken lies. In der Ferne zog mal wieder ein Unwetter auf, woran sich Gil aber nicht im geringsten störte, sondern eher den sachten Wind genoss, der ihm ins Gesicht blies. Und alles wäre so angenehm, wenn es nicht das Comm in seinem Ohr gewesen wäre, welches nervös blinkte und mit angenehmem Ton auf einen Anruf aufmerksam machte. Die Stimme in seinem Ohr meldete dabei die Quelle in monoton freundlicher Tonlage. "Eingehender Anruf - der Verbindung - 832-981, Alpha 8, Proteus. Anschluss circa 67 km von Ithaka entfernt."

    Proteus? Wohin der erste Gedanke ging war simpel - wusste er doch darum, dass Luceija im Augenblick auf Proteus sass und deshalb meldete er sich fast selbstverständlich mit den Worten: "Beh a vedere, signorina Ascaiath ancora sapere quale famiglia appartiene." Na sieh an, Miss Ascaiath weiss noch zu welcher Familie sie gehört. In einem deutlich brüderlichen, durchaus liebevollen Ton.
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    Luceija is offline Last edited by Luceija; 04.09.2014 at 22:59.

  2. #2
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    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    Vigilio, unterdessen zur Zeit von Leifs Anruf

    Nach langer Zeit in London war es gut, dass Vigilio sich endlich wieder eine Auszeit von der britischen Hauptstadt nehmen konnte. Nachdem er lange genug mit der gesamten Familie in einem Haus gelebt und am laufenden Band Rache genommen und geplant hatte, war es Zeit Zora wieder etwas mehr Neutralität und Normalität bieten zu können, weshalb er sich vor einigen Tagen wieder mit seinen beiden Frauen nach Kalifornien verzogen hatte. Seine Arbeit wälzte er erstmal die letzten Tage auf Cypher ab um sich um seine Frau zu kümmern - wobei er ebenso regelmäßig vor dem Mikro stand und Interviews zu seiner grausam zerstörten Hochzeitsfeier geben musste. Immer auch schön die Medienwirksamkeit nutzend und mit Emma im Arm noch etwas mehr Mitleid erhaschend. Die kleine Maus war unterdessen zu einem regelrechten Kameramagneten geworden. Nicht zuletzt, weil die Hochzeit der erste Anlass für die Paparazzo gewesen war, einen Blick auf die jüngste Ascaiath zu erhaschen.

    Heute aber hatten sie davor Ruhe. Endlich auch vor Turianern, was es dem Ehemann ermöglichte, sich auf seine zwei wichtigsten Pläne zu konzentrieren, wobei er rauchend auf der Terrasse in einem gewohnt teuren Anzug stand und die Ray Ban Sonnenbrille seine grellgrünen Augen bedecken lies. In der Ferne zog mal wieder ein Unwetter auf, woran sich Gil aber nicht im geringsten störte, sondern eher den sachten Wind genoss, der ihm ins Gesicht blies. Und alles wäre so angenehm, wenn es nicht das Comm in seinem Ohr gewesen wäre, welches nervös blinkte und mit angenehmem Ton auf einen Anruf aufmerksam machte. Die Stimme in seinem Ohr meldete dabei die Quelle in monoton freundlicher Tonlage. "Eingehender Anruf - der Verbindung - 832-981, Alpha 8, Proteus. Anschluss circa 67 km von Ithaka entfernt."

    Proteus? Wohin der erste Gedanke ging war simpel - wusste er doch darum, dass Luceija im Augenblick auf Proteus sass und deshalb meldete er sich fast selbstverständlich mit den Worten: "Beh a vedere, signorina Ascaiath ancora sapere quale famiglia appartiene." Na sieh an, Miss Ascaiath weiss noch zu welcher Familie sie gehört. In einem deutlich brüderlichen, durchaus liebevollen Ton.


    Er musste verschwörerisch schmunzeln, als sein Gesprächspartner abnahm. Leifs unterdrückte Privatnummer dürfte dafür sorgen, dass Vigilio höchstens eine grobe Lokalisierung des Anrufers bekam. Wie hätte er also den Arzt, der sich jetzt gemächlich auf einer der Treppenstufen niederließ, erwarten sollen?
    Ja.. Eigentlich hatte er aus einem viel nobleren Grund angerufen, aber DAS hier schrie einfach danach, zu sagen, was er eben sagte.
    "Oh-...Ich vergaß meine Manieren, Mister Ascaiath!", tönte er freundlich zwitschernd durch die Leitung und kümmerte sich nicht um eine förmliche Begrüßung "Hier ist Svensson, aber sie wollten sicher erst mit Luceija sprechen, nehme ich an?"
    Ach, was hatte er für einen irrsinnigen Spaß an dieser Sache! Auch wenn er einen prüfenden Blick hinter sich auf die Tür der Wohnung warf und dabei den Ellenbogen auf die nächsthöhere Stufe stützte.
    "Ich befürchte leider dass Ihre Schwester gerade indisponiert ist. Zuletzt habe ich sie noch schlafend gesehen. Deswegen, befürchte ich, müssen Sie erstmal mit mir vorlieb nehmen."
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  3. #3
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    Sayuri Henrietta Himemiya

    Was? Wie?
    Sayuri verstand die Welt nicht mehr. Es war fast so, als wären sämtliche Masseneffektfelder ausgefallen, welche sicherstellten dass man sich dank der künstlichen Schwerkraft auch problemlos bewegen konnte. Doch das war ausgeschlossen, befand sie sich doch auf der Erde, wo man keine künstliche Schwerkraft simulieren musste. Aber wieso drehte sich dann trotzdem alles und fühlte sich so an, als würde sie den Boden unter den Füßen verlieren?
    Es waren nicht viele Worte, die das Mädchen hastig sprach, doch die Tonlage und Körpersprache reichten aus, um zu verdeutlichen, dass irgendetwas nicht stimmte.
    Keine Zeit. So schnell wie möglich. Gefährlich.
    Doch noch immer waren es die gleichen Worte wie zuvor, welche ihr durch den Kopf schossen, ohne eine Erklärung zu liefern und ihr zu sagen, wie sie reagieren sollte. Was? Wie? ...
    „I-Immer mit der Ruhe!“
    Und damit meinte sie nicht nur Zoia, deren blutverschmierte Hand auf ihrer Schulter lag, wovon sie jedoch noch nicht viel Kenntnis nahm. Viel wichtiger war das Blut, welches an dem Mädchen klebte. Überall.
    Doch trotz ihrer Worte und der dem flehenden Blick, mit dem sie es Zoia fast schon gleicht tat, jedoch aus einem gänzlich anderen Grund, machte sie einen Schritt voran. Denn egal wie sehr sie wissen wollte, was das alles zu bedeuten hatte, so vertraute sie der Schwarzhaarigen bereits so weit, dass sie ihren Worten Folge leistete.
    Aber ... Aber sie wollte und musste einfach wissen, was geschehen war. Wieso sie fort mussten und bei Gott, wieso das Mädchen so furchtbar mitgenommen aussah. Eigentlich wollte sie ihre Hand fürsorglich auf die Stirn des Mädchens legen, um zu schauen wie schlimm die Wunde aussah, die sie offensichtlich hatte. Eigentlich, ja eigentlich ging ihr so viel durch den Kopf, was sie tun und fragen wollte, doch allem voran war es ihre Pflicht dem Flehen des Mädchens nachzugeben.
    „In Ordnung. Wir gehen ... okay?“
    Ja, die Halbjapanerin war gänzlich überfordert. Vor allem noch immer dank des Schwindelgefühls, welches sie an ständige Schwerelosigkeit erinnerte und Übelkeit in ihr hervorrief. Ängstlich war sie zudem auch, doch nicht wegen der verworrenen Worte des Mädchens wegen, die sie trotz der angesprochenen Gefahr noch immer nicht zu deuten vermochte. Nein, es war einfach nur Angst um das Mädchen. Angst davor, dass ihr noch mehr zustoßen könnte. Angst, dass die Person, die ihr dies angetan hatte, sie erneut finden würde.
    War das vielleicht die Gefahr? Denn wenn es sie war, dann mussten sie weg. Weg, so schnell und weit wie möglich. Also griff sie mit der Linken nach der Hand des Mädchens und setzte sich in Bewegung. Egal, wie zittrig ihre Knie waren. Wie groß der Schock, der ihr noch immer keine flüssigen Bewegungen erlaubte. Wie intensiv die Angst, dass Zoia schwerer verletzt war, als ihre Reaktion anzudeuten schien.
    Blut. Blut ... Da war einfach überall Blut. Und eine Waffe.
    Um Himmels Willen, was war nur geschehen? In was hatte sie da ihre Nase gesteckt?


    „I-Immer mit der Ruhe!“
    Wir haben keine Zeit für Ruhe! Wir müssen weg von hier!
    Alles in Zoia drängte danach, mit Sayuri sofort von hier zu verschwinden. Vorher würde sie sich keine Ruhepause gönnen. Doch bevor sie ihrer Bitte nochmalig Nachdruck verleihen musste, redete Sayuri weiter.
    „In Ordnung. Wir gehen ... okay?“
    Gott sei Dank!
    Obwohl sie bei Leibe nicht gläubig wahr, ja Kirche und Gott für sie nur ein besseres 'Märchen' aus einer anderen Welt war, so hatte sie diesen Spruch doch zu oft aufgeschnappt und er war ihr als Ausdruck der Erleichterung einfach viel zu geläufig. So gab er auch die innere 'Erlösung' wieder, mit der ein Teil ihrer Anspannung von Zoia zu fallen schien.
    Sie bemerkte, wie Sayuri ihre Hand nahm, wie sich die Halbjapanerin in Bewegung setzte. Diese kleine Szene vermochte bei Zoia für einen Moment die große Hoffnung aufkommen lassen, dass es vorbei war mit der Gefahr. Dass sie es hier unbeschadet heraus schaffen würden. Dass es ab hier nur noch 'Formsache' wäre.
    Wir schaffen das. Wir kommen hier raus. Wir...
    Doch der Moment währte nicht lange!
    Alles ging jetzt blitzschnell. Zum einen hatte Arko etwas bemerkt, das ihn sofort zu Bellen anfangen ließ. Gleichzeitig bemerkte Zoia eine Bewegung aus ihren Augenwinkeln. Beide Momentaufnahmen zusammen ließen ihre Instinkte anspringen, die von hier ihr Handeln übernahmen.
    Sayuri war vielleicht zwei Schritte weit gekommen und war dabei, diese an ihrer rechten Seite zu passieren. Dabei wurde die Sicht für Zoia hinter die Halbjapanerin besser. Die Bewegung im Augenwinkel, das, was Arko Bellen ließ, war besagte Frau, die Zoia hier unter anderen Personen in der Umgebung ausgemacht hatte. Die Frau war neben das Pärchen getreten und brachte eine Waffe in Anschlag. Ob sie jetzt schnell handelte, weil sie fürchtete, ihr Ziel, Sayuri, aus den augen zu verlieren oder, weil sie in Zoia eine Bedrohung sah, die ihren Auftrag verhindern wollte, würde wohl eine ungelöste Frage bleiben. Zoia's Verstand war war von einem gellen Kreischen all ihrer inneren Alarmglocken gefüllt und ließen ihren Körper reagieren - sie stieß sich mit aller Kraft ab und rempelte Sayuri dabei nach rechts hinten über den Haufen, so dass beide Frauen nach unten aus der Schusslinie fielen und gleichzeitig ein kleineres Ziel boten. Sayuri's Arme wurden dabei durch die Luft geschleudert und ein Schuss der Frau traf den Behälter mit den Kuchenresten, was diesen in tausende kleine Fetzen zerspringen ließ. Die beiden Frauen landeten unsanft auf dem Boden, mit Sayuri unter Zoia, die deren Sturz mit ihrem Körper teils auffing. Das bedeutete zusätzliche Belastung für Sayuri, jedoch war Zoia gerade nicht in der Lage darauf Rücksicht zu nehmen, geschweige denn es überhaupt richtig zu realisieren. So war sie kaum mit ihrem Oberkörper auf dem von Sayuri zum Liegen gekommen, als sie auch schon die Arme nach vorne streckte und ihren Revolver in Anschlag brachte, während ein zweiter Schuss von der Frau über die Beiden hinwegfegte.
    Jetzt könnte man meinen, ein antik anmutender 9 mm Revolver wäre auf eine Entfernung von etwas mehr wie 100 Meter keine ernst zu nehmende Gefahr für eventuelle Ziele. Weit gefehlt, befanden wir uns doch im 22. Jahrhundert: Hatten die Massenbeschleunigerwaffen nach ihrer Reife für Serienproduktion doch weitläufig viele der alten chemisch betriebenen Projektilwaffen verdrängt, so war dennoch eine gewisse Entwicklung auch bei Diesen vonstatten gegangen. Ein etwas längerer Lauf sorgte für zusätzliche Stabilität auf der Flugbahn des Projektils. Dazu kamen immer wieder Verbesserungen an der chemischen Zusammensetzung des Zündblättchens in der Patrone, das die Mündungsgeschwindigkeit steigerte. Somit war Zoia's Revolver auch auf diese Entfernung eine tödliche Waffe.
    Als der dritte Schuss der Frau über sie und Sayuri hinwegfegte, fing auch Zoia an zu Schießen. Im Unterschied zur Massenbeschleunigerwaffe war ihr Revolver jedoch laut. Sogar sehr laut. Jedem Schuss folgte gleichzeitig ein Fauchen, das mit all seiner Lautstärke in den Ohren der beiden kleinen Frauen dröhnte. Der Schusswechsel jedoch ging so schnell von statten, dass Zoia gar nichts von den Geräuschen bewusst wahr nahm. Da sie auch noch an die Lautstärke der Waffe gewöhnt war und in ihrer momentanen Lage es ihr sowieso Scheiß egal war, gelinde ausgedrückt, war die einzig große Unbekannte, wie Sayuri diesen Lärm aufnehmen würde.
    Zoia hatte sich den Bruchteil einer Sekunde zum Zielen genommen, dann drückte sie den Abzug des Revolver sechsmal schnell hintereinander durch. Ihre ersten beiden Schüsse gingen vorbei. Ein vierter Schuss der Frau war zu kurz gezielt und prallte als Querschläger vom Weg ab. Arko, der sich seinem Frauchen gleich auch auf den Boden geworfen hatte, war Ziel dieses Querschlägers: Das Geschoss prallte in einem solchen Winkel ab, dass seine neue Flugbahn es an sein rechtes Ohr brachte und dort einen Streifschuss von einem Millimeter immerhin verursachte. Das ließ ihn seine Schnauze unter seinen Vorderpfoten vergraben.
    Der dritte Schuss von Zoia fand ein Ziel - jedoch das Falsche! Die Kugel drang in den rechten Arm der Frau des Pärchens ein, hinter denen die Frau aus Zoia's Gang hervorgetreten war und fällte die Unbeteiligte zu Boden, ehe deren Freund auch nur reagieren konnte. Zoia's vierter Schuss fand dagegen wieder kein Ziel.
    Der fünfte Schuss aus dem Massenbeschleuniger prallte auch vom Boden ab, verschwand aber zum Glück harmlos in eine andere Richtung.
    Zoia's fünfter Schuss traf ihre Gang-Kameradin in die Brust und schickte diese nach hinten weg, sodass ihr sechster Schuss wieder ins leere ging. Dabei bewirkte, ohne dass sie es wusste, ihr Treffer auch, dass der sechste Schuss der Frau wiederum keinen kritischen Schaden anrichtete: Innerhalb von Sekundenbruchteilen traf die Kugel aus Zoia's Revolver die Frau, währenddessen diese selbst abdrückte und ihre Waffe doch leicht schon verrutschen ließ. Dadurch ging ihr Treffer 'nur' als Streifschuss an Zoia's linken Bein entlang und sorgte lediglich für neue Schmerzen und eine neue Blutspur, die sich an ihrem Körper bildete.
    Zoia's Verstand blendete den Schmerz jedoch sofort aus, ließ ihn erst gar nicht an sich heran, denn es gab jetzt viel zu viel zu tun. Sofort richtete sie sich in eine kniende Position auf, wo sie wie selbstständig die Trommel des Revolver öffnete und die leeren Hülsen ausstieß. Die Waffe wanderte in die linke Hand, mit der Rechten griff sie in den Mantel und holte so schnell es ging neue Patronen hervor, die prompt ihren Weg in die leeren Kammern der Waffe fanden. Dabei sah sich Zoia immer wieder zwischen der Frau und Sayuri um, während sie auf letztere einredete, ja schier schon am schreien war, was auch immer ihre Lungen noch hergaben.
    "Sayuri! Kannst du mich hören? Bist du in Ordnung? Sayuri! Sprich mit mir! Wir müssen hier weg! Sayuri!"
    Önee-sama is offline Last edited by Önee-sama; 20.07.2014 at 18:16.

  4. #4
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    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    Er musste verschwörerisch schmunzeln, als sein Gesprächspartner abnahm. Leifs unterdrückte Privatnummer dürfte dafür sorgen, dass Vigilio höchstens eine grobe Lokalisierung des Anrufers bekam. Wie hätte er also den Arzt, der sich jetzt gemächlich auf einer der Treppenstufen niederließ, erwarten sollen?
    Ja.. Eigentlich hatte er aus einem viel nobleren Grund angerufen, aber DAS hier schrie einfach danach, zu sagen, was er eben sagte.
    "Oh-...Ich vergaß meine Manieren, Mister Ascaiath!", tönte er freundlich zwitschernd durch die Leitung und kümmerte sich nicht um eine förmliche Begrüßung "Hier ist Svensson, aber sie wollten sicher erst mit Luceija sprechen, nehme ich an?"
    Ach, was hatte er für einen irrsinnigen Spaß an dieser Sache! Auch wenn er einen prüfenden Blick hinter sich auf die Tür der Wohnung warf und dabei den Ellenbogen auf die nächsthöhere Stufe stützte.
    "Ich befürchte leider dass Ihre Schwester gerade indisponiert ist. Zuletzt habe ich sie noch schlafend gesehen. Deswegen, befürchte ich, müssen Sie erstmal mit mir vorlieb nehmen."


    Irritiert von einer unbekannten und ganz und gar nicht sizilianischen Stimme begrüsst zu werden, klemmte Vigilio die bereits zu einem letzten Viertel heruntergerauchte Zigarette zwischen Zeigefinger und Daumen seiner linken Hand und entnahm sie seinem Mund, wobei er noch in der ersten Reaktion erstaunt die Brauen hob und den Rauch zwischen seinen Lippen hervorquellen lies. "Svensson? Wie komm ich zu der Ehre?"
    Hierbei gab er sich ein notwendiges Mental Note: Comm-Link Marke wechseln. "Und wie zu der, dass Sie mich um..9 Uhr morgens über den Schlafrhythmus meiner Schwester aufklären müssen?"
    Etwas amüsiert klang der Halbbrite dabei durchaus. War es doch deutlich ein sehr ungewöhnlicher Einstieg in seine sonstigen, allmorgendlichen Telefonate.
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    Quote Originally Posted by Luceija View Post

    Irritiert von einer unbekannten und ganz und gar nicht sizilianischen Stimme begrüsst zu werden, klemmte Vigilio die bereits zu einem letzten Viertel heruntergerauchte Zigarette zwischen Zeigefinger und Daumen seiner linken Hand und entnahm sie seinem Mund, wobei er noch in der ersten Reaktion erstaunt die Brauen hob und den Rauch zwischen seinen Lippen hervorquellen lies. "Svensson? Wie komm ich zu der Ehre?"
    Hierbei gab er sich ein notwendiges Mental Note: Comm-Link Marke wechseln. "Und wie zu der, dass Sie mich um..9 Uhr morgens über den Schlafrhythmus meiner Schwester aufklären müssen?"
    Etwas amüsiert klang der Halbbrite dabei durchaus. War es doch deutlich ein sehr ungewöhnlicher Einstieg in seine sonstigen, allmorgendlichen Telefonate.


    "Das alles zu erklären würde meinen Zeitrahmen jetzt wirklich sprengen.", gab er sich falsch betrübt über diesen Umstand und lehnte sich an der unbequemen Stufe zurück "Aber ich denke, sie wollte sich die Erfahrung, einmal jenseits des T-Shirts gewesen zu sein, genauso wenig nehmen lassen wie Sie. Wobei ich mir noch nicht absolut sicher bin wem es besser gefallen hat.", aber das war ja eigentlich alles gar nicht der Punkt.
    "Jedenfalls hat sie ihre erste Nacht danach selig im Kingsize Bett verbracht und bis eben auch noch geschlafen. Insofern hat sich die Sache also sowieso schon gelohnt."
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    "Das alles zu erklären würde meinen Zeitrahmen jetzt wirklich sprengen.", gab er sich falsch betrübt über diesen Umstand und lehnte sich an der unbequemen Stufe zurück "Aber ich denke, sie wollte sich die Erfahrung, einmal jenseits des T-Shirts gewesen zu sein, genauso wenig nehmen lassen wie Sie. Wobei ich mir noch nicht absolut sicher bin wem es besser gefallen hat.", aber das war ja eigentlich alles gar nicht der Punkt.
    "Jedenfalls hat sie ihre erste Nacht danach selig im Kingsize Bett verbracht und bis eben auch noch geschlafen. Insofern hat sich die Sache also sowieso schon gelohnt."


    Ein bisschen verarscht kam sich der Italo-Brite schon vor. Mal abgesehen davon, dass er die Zähne fest zusammen biss und Zora, als sie mit Emma auf dem Arm nach draußen kam und dem unsichtbaren Anrufer ihr gegenüber den Vogel zeigte, damit sie direkt begreifen würde, dass er mit einem Spinner zu sprechen hatte, seufzte er etwas zu laut in das Sprachmodul. "Jetzt hör mal zu...", seufzte er, schwankte zwischen Amüsement und Frustration über das Verhalten des Arztes, den er eigentlich für professioneller gehalten hatte. Deshalb versuchte er es nun, als würde er mit seinem nicht-vorhandenen Sohn sprechen und stellte erstmal etwas klar. Dabei war es besser, wenn er die wenigen Schritte nach innen in sein Haus zurück tat und außer Hörreichweite seiner beiden Mädels ging. Jedenfalls weitestgehend. "...es ist...nett, dass Sie hier anrufen um mich so ausgiebig über die Schlafpraktiken und Partnerwahl Luceijas zu informieren, aber ob Sies glauben oder nicht: meine Schwester ist mittlerweile erwachsen und wird wissen, was sie tut. Und auch, wann und wie sie Ihnen in den Arsch treten muss, wenn sie in anderen Kingsize Betten schlafen will."
    Gil schüttelte wirklich nicht minder amüsiert den Kopf. "Haben Sie getrunken oder rufen sie nur deshalb an? Denn wenn Sie erwartet haben, dass ich vorbei komme und Ihnen nochmal das Bäuchlein streichle, haben Sie sich getäuscht - die blonde Frau die sie auf der Hochzeit gesehen haben war tatsächlich meine Frau und nicht mein Dienstmädchen."
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  7. #7
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    Während in Sams Schädel, noch alles am Rattern war und er sich Mental kurz sammeln wollte das es jetzt gleich los ginge, da sprang der Salarianer tatsächlich einfach aus dem Taxi. Sam schaute völlig verwirrt Corvan hinterher, bis ihm klar wurde, ja junge jetzt musst du auch rennen. Da riss er sich am Riemen und rannte Corvan so schnell wie er nur konnte hinterher. In der Lobby des Wohnblocks befanden sich jede Menge Menschen, dass überflog Sam mit einem knappen Blick nachdem er durch die Eingangstür hastete. Ohne aber einen weiteren Blick zu verschwenden bewegte er sich in Richtung Fahrstuhl, als Sam endlich den Fahrstuhl vor seinen Augen sah bemerkte er das die Türen schon anfingen, sich zu schließen und Corvan sich darin befand.
    Sam schaffte es aber grade noch so mit einer Hand dazwischen zu kommen und die Schließung abzubrechen. Schnaufend stand er nun neben Corvan und blickte ihn etwas entsetzt an, dass der Salarianer so locker neben ihm stehen konnte. Dann Haute Sam, aber rasch mit der Unterseite der Faust auf die taste die den Fahrstuhl wieder zum Losfahren brachte. Corvan hatte natürlich das Stockwerk schon ausgewählt. Auf dem Weg nach oben sagte Sam diesmal gar nichts, er schwieg für sich und atmetet nochmal tief durch, bevor sie oben anlangten.

    Mit einem „Bing“ öffnete sich die Fahrstuhl Tür und eine elektronische Stimme sagte zu den beiden,, Sie haben Stockwerk 34 erfolgreich erreicht, guten Tag!'' Kurz nachdem die Stimme ertönt hielt Sam Corvan auf, der schon fast wieder losbrauste, und sagte zu ihm ,, Moment wie sieht es mit einem Thermomagazin aus?'', dabei schaute er, Corvan mit aufgerissenen Augen an.


    Während der Spectre bereits seine eigene Waffe zog und ein Thermomagazin für sich selbst darin einsetzte und durchlud, unterbrach ihn plötzlich im Ausfallschritt aus der Aufzugtür heraus sein Begleiter. Corvan stockte, schaute zunächst nocheinmal skeptisch an Sam hinunter und musterte seine Verfassung sowie seine Mimik genau. Dann nickte er schließlich, griff in seine Munitionstasche am Gürtel und drückte Sam zwei Magazine in die Hand.
    "Dafür müssen Sie sich allerdings auch nützlich machen, Sam", nuschelte er unter seinem Helmviser heraus, nickte Sam nocheinmal zu und machte sich mit der Waffe im Anschlag auf den Weg durch den langen Korridor.
    Hin und wieder kamen den beiden Bewohner des Häuserblocks entgegen - eine Asari wollte gerade ihre Wohnung verlassen, also sie die beiden Bewaffneten sah und sich direkt wieder in ihr Zimmer zurückzog. Eine andere Asari hingegen, die gerade auf dem Flur auf jemanden zu warten schien, beachtete die beiden Männer mit den Waffen im Anschlag hingegen kaum, sondern machte ihnen nur mit einem mürrischen Blick Platz und sah ihnen skeptisch hinterher.

    Kurz vor der Nummer C3486 verlangsamte Corvan schließlich seinen schnellen Schritt und trat langsamer an die Tür heran, winkte Sam dann wortlos zu sich, die Position auf der anderen Seite neben der elektrischen Schiebetür einzunehmen. Bereits nach einigen Sekunden das Lauschens drangen einige blecherne, dumpfe Stimmen durch die Tür hindurch und auch wenn ihr Inhalt zu undeutlich war, um von den Übersetzungsimplantaten interpretiert zu werden, so erkannte man doch an ihrem Tonfall, dass es kein freundlicher Umgang war. Dann setzte er sein Omnitool am Bedienungspandel der Tür an und begann mit der Entschlüsselung, scannte parallel dazu den Raum mit einigen Sensoren in seinem Helminneren ab, sodass ihm ein Hitzebild schnell offenbarte, dass drei Personen im Raum waren; eine davon sitzend.
    Wortlos hob Corvan seine drei Finger um Sam diese Anzahl anzudeuten, zog dann eine Betäubungsgranate von seinem Gürtel ab und stellte sie auf eine Sekunde ein. Mit einigen etwas verwirrenden Gesten machte er Sam dann wortlos klar, dass er im Begriff war, die Granate nach dem Öffnen der Tür hineinzuwerfen, dass Sam dann als erster hineinstürmen sollte und Corvan folgen würde. Kurz wartete der Spectre noch auf Einwände, dann öffnete sich die Tür, die Granate rollte fast lautlos in den Raum hinein und ein heller Blitz sowie ein hochfrequentes Pfeifen vermischt mit zwei batarianischen Schreien leitete den Zugriff ein.
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    Ein bisschen verarscht kam sich der Italo-Brite schon vor. Mal abgesehen davon, dass er die Zähne fest zusammen biss und Zora, als sie mit Emma auf dem Arm nach draußen kam und dem unsichtbaren Anrufer ihr gegenüber den Vogel zeigte, damit sie direkt begreifen würde, dass er mit einem Spinner zu sprechen hatte, seufzte er etwas zu laut in das Sprachmodul. "Jetzt hör mal zu...", seufzte er, schwankte zwischen Amüsement und Frustration über das Verhalten des Arztes, den er eigentlich für professioneller gehalten hatte. Deshalb versuchte er es nun, als würde er mit seinem nicht-vorhandenen Sohn sprechen und stellte erstmal etwas klar. Dabei war es besser, wenn er die wenigen Schritte nach innen in sein Haus zurück tat und außer Hörreichweite seiner beiden Mädels ging. Jedenfalls weitestgehend. "...es ist...nett, dass Sie hier anrufen um mich so ausgiebig über die Schlafpraktiken und Partnerwahl Luceijas zu informieren, aber ob Sies glauben oder nicht: meine Schwester ist mittlerweile erwachsen und wird wissen, was sie tut. Und auch, wann und wie sie Ihnen in den Arsch treten muss, wenn sie in anderen Kingsize Betten schlafen will."
    Gil schüttelte wirklich nicht minder amüsiert den Kopf. "Haben Sie getrunken oder rufen sie nur deshalb an? Denn wenn Sie erwartet haben, dass ich vorbei komme und Ihnen nochmal das Bäuchlein streichle, haben Sie sich getäuscht - die blonde Frau die sie auf der Hochzeit gesehen haben war tatsächlich meine Frau und nicht mein Dienstmädchen."


    "Oh, tatsächlich?", er war so in seine Schauspielerei vertieft, dass er todernst klang "Dann muss das ein Missverständnis gewesen sein. Miss Terre-... Misses Ascaiath trat mir gegenüber stets viel zu selbstbewusst auf, als dass ich sie ernsthaft in streng katholischer Ehe vermutet hätte, aber wie Sie schon sagten: Wir sind ja alle erwachsen."
    Stetig veränderte er seinen Sitz während er sprach, würde Leif sich sonst mit Sicherheit noch sämtliche Wirbel an der scharfen Stufe brechen.
    "Und ich bin weder besoffen noch interessiert an diesen Pseudo-Keilereien, wenn Sie es genau wissen wollen.", war er wenigstens ein einziges Mal ernst und steuerte langsam auf sein eigentliches Anliegen zu.
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    „I-Immer mit der Ruhe!“
    Wir haben keine Zeit für Ruhe! Wir müssen weg von hier!
    Alles in Zoia drängte danach, mit Sayuri sofort von hier zu verschwinden. Vorher würde sie sich keine Ruhepause gönnen. Doch bevor sie ihrer Bitte nochmalig Nachdruck verleihen musste, redete Sayuri weiter.
    „In Ordnung. Wir gehen ... okay?“
    Gott sei Dank!
    Obwohl sie bei Leibe nicht gläubig wahr, ja Kirche und Gott für sie nur ein besseres 'Märchen' aus einer anderen Welt war, so hatte sie diesen Spruch doch zu oft aufgeschnappt und er war ihr als Ausdruck der Erleichterung einfach viel zu geläufig. So gab er auch die innere 'Erlösung' wieder, mit der ein Teil ihrer Anspannung von Zoia zu fallen schien.
    Sie bemerkte, wie Sayuri ihre Hand nahm, wie sich die Halbjapanerin in Bewegung setzte. Diese kleine Szene vermochte bei Zoia für einen Moment die große Hoffnung aufkommen lassen, dass es vorbei war mit der Gefahr. Dass sie es hier unbeschadet heraus schaffen würden. Dass es ab hier nur noch 'Formsache' wäre.
    Wir schaffen das. Wir kommen hier raus. Wir...
    Doch der Moment währte nicht lange!
    Alles ging jetzt blitzschnell. Zum einen hatte Arko etwas bemerkt, das ihn sofort zu Bellen anfangen ließ. Gleichzeitig bemerkte Zoia eine Bewegung aus ihren Augenwinkeln. Beide Momentaufnahmen zusammen ließen ihre Instinkte anspringen, die von hier ihr Handeln übernahmen.
    Sayuri war vielleicht zwei Schritte weit gekommen und war dabei, diese an ihrer rechten Seite zu passieren. Dabei wurde die Sicht für Zoia hinter die Halbjapanerin besser. Die Bewegung im Augenwinkel, das, was Arko Bellen ließ, war besagte Frau, die Zoia hier unter anderen Personen in der Umgebung ausgemacht hatte. Die Frau war neben das Pärchen getreten und brachte eine Waffe in Anschlag. Ob sie jetzt schnell handelte, weil sie fürchtete, ihr Ziel, Sayuri, aus den augen zu verlieren oder, weil sie in Zoia eine Bedrohung sah, die ihren Auftrag verhindern wollte, würde wohl eine ungelöste Frage bleiben. Zoia's Verstand war war von einem gellen Kreischen all ihrer inneren Alarmglocken gefüllt und ließen ihren Körper reagieren - sie stieß sich mit aller Kraft ab und rempelte Sayuri dabei nach rechts hinten über den Haufen, so dass beide Frauen nach unten aus der Schusslinie fielen und gleichzeitig ein kleineres Ziel boten. Sayuri's Arme wurden dabei durch die Luft geschleudert und ein Schuss der Frau traf den Behälter mit den Kuchenresten, was diesen in tausende kleine Fetzen zerspringen ließ. Die beiden Frauen landeten unsanft auf dem Boden, mit Sayuri unter Zoia, die deren Sturz mit ihrem Körper teils auffing. Das bedeutete zusätzliche Belastung für Sayuri, jedoch war Zoia gerade nicht in der Lage darauf Rücksicht zu nehmen, geschweige denn es überhaupt richtig zu realisieren. So war sie kaum mit ihrem Oberkörper auf dem von Sayuri zum Liegen gekommen, als sie auch schon die Arme nach vorne streckte und ihren Revolver in Anschlag brachte, während ein zweiter Schuss von der Frau über die Beiden hinwegfegte.
    Jetzt könnte man meinen, ein antik anmutender 9 mm Revolver wäre auf eine Entfernung von etwas mehr wie 100 Meter keine ernst zu nehmende Gefahr für eventuelle Ziele. Weit gefehlt, befanden wir uns doch im 22. Jahrhundert: Hatten die Massenbeschleunigerwaffen nach ihrer Reife für Serienproduktion doch weitläufig viele der alten chemisch betriebenen Projektilwaffen verdrängt, so war dennoch eine gewisse Entwicklung auch bei Diesen vonstatten gegangen. Ein etwas längerer Lauf sorgte für zusätzliche Stabilität auf der Flugbahn des Projektils. Dazu kamen immer wieder Verbesserungen an der chemischen Zusammensetzung des Zündblättchens in der Patrone, das die Mündungsgeschwindigkeit steigerte. Somit war Zoia's Revolver auch auf diese Entfernung eine tödliche Waffe.
    Als der dritte Schuss der Frau über sie und Sayuri hinwegfegte, fing auch Zoia an zu Schießen. Im Unterschied zur Massenbeschleunigerwaffe war ihr Revolver jedoch laut. Sogar sehr laut. Jedem Schuss folgte gleichzeitig ein Fauchen, das mit all seiner Lautstärke in den Ohren der beiden kleinen Frauen dröhnte. Der Schusswechsel jedoch ging so schnell von statten, dass Zoia gar nichts von den Geräuschen bewusst wahr nahm. Da sie auch noch an die Lautstärke der Waffe gewöhnt war und in ihrer momentanen Lage es ihr sowieso Scheiß egal war, gelinde ausgedrückt, war die einzig große Unbekannte, wie Sayuri diesen Lärm aufnehmen würde.
    Zoia hatte sich den Bruchteil einer Sekunde zum Zielen genommen, dann drückte sie den Abzug des Revolver sechsmal schnell hintereinander durch. Ihre ersten beiden Schüsse gingen vorbei. Ein vierter Schuss der Frau war zu kurz gezielt und prallte als Querschläger vom Weg ab. Arko, der sich seinem Frauchen gleich auch auf den Boden geworfen hatte, war Ziel dieses Querschlägers: Das Geschoss prallte in einem solchen Winkel ab, dass seine neue Flugbahn es an sein rechtes Ohr brachte und dort einen Streifschuss von einem Millimeter immerhin verursachte. Das ließ ihn seine Schnauze unter seinen Vorderpfoten vergraben.
    Der dritte Schuss von Zoia fand ein Ziel - jedoch das Falsche! Die Kugel drang in den rechten Arm der Frau des Pärchens ein, hinter denen die Frau aus Zoia's Gang hervorgetreten war und fällte die Unbeteiligte zu Boden, ehe deren Freund auch nur reagieren konnte. Zoia's vierter Schuss fand dagegen wieder kein Ziel.
    Der fünfte Schuss aus dem Massenbeschleuniger prallte auch vom Boden ab, verschwand aber zum Glück harmlos in eine andere Richtung.
    Zoia's fünfter Schuss traf ihre Gang-Kameradin in die Brust und schickte diese nach hinten weg, sodass ihr sechster Schuss wieder ins leere ging. Dabei bewirkte, ohne dass sie es wusste, ihr Treffer auch, dass der sechste Schuss der Frau wiederum keinen kritischen Schaden anrichtete: Innerhalb von Sekundenbruchteilen traf die Kugel aus Zoia's Revolver die Frau, währenddessen diese selbst abdrückte und ihre Waffe doch leicht schon verrutschen ließ. Dadurch ging ihr Treffer 'nur' als Streifschuss an Zoia's linken Bein entlang und sorgte lediglich für neue Schmerzen und eine neue Blutspur, die sich an ihrem Körper bildete.
    Zoia's Verstand blendete den Schmerz jedoch sofort aus, ließ ihn erst gar nicht an sich heran, denn es gab jetzt viel zu viel zu tun. Sofort richtete sie sich in eine kniende Position auf, wo sie wie selbstständig die Trommel des Revolver öffnete und die leeren Hülsen ausstieß. Die Waffe wanderte in die linke Hand, mit der Rechten griff sie in den Mantel und holte so schnell es ging neue Patronen hervor, die prompt ihren Weg in die leeren Kammern der Waffe fanden. Dabei sah sich Zoia immer wieder zwischen der Frau und Sayuri um, während sie auf letztere einredete, ja schier schon am schreien war, was auch immer ihre Lungen noch hergaben.
    "Sayuri! Kannst du mich hören? Bist du in Ordnung? Sayuri! Sprich mit mir! Wir müssen hier weg! Sayuri!"

    Sayuri Henrietta Himemiya

    Alles veränderte sich, von einem Moment zum anderen. Jegliches Gefühl war in der Schwerelosigkeit verloren und nichts blieb zurück. Das Zusammenspiel von ihrer Unfähigkeit, jegliche Bewegungen korrekt zu koordinieren und dem wirklichen Verlust ihres Halts, der ihr die letzte, verbliebene Sicherheit versprochen hatte, war der perfekte Einklang für das folgende Wahrnehmungsspektakel.
    Erschütterung, die zur Haltlosigkeit führte, gefolgt von einer sofortigen Beförderung auf den Boden der Tatsachen, die ihr jedoch dank des Schmerzes jegliche Fähigkeit nahm, die folgenden Eindrücke noch wirklich irgendwo einzugliedern. Da war eine weitere Erschütterung, die das Gefühl hinterließ jegliche noch verbliebene Luft - die ohnehin nicht nennenswert viel war - aus ihren Lungen zu pressen, sie an den Boden zu fesseln und mit erneutem Schmerz komplett zu betäuben. Die Bilder rasten an ihr vorbei und veränderten sich in einer Geschwindigkeit, die einem dieser explosionsreichen Alienfilme im Holofilmtheater auf der Citadel glich, so dass man jegliches Gefühl für Zeit und Umgebung verlor. Es war so grell, doch dann wurde es dunkler, bis hin zur absoluten Finsternis, hervorgerufen durch die Anspannung der Halbjapanerin und dem damit verbundenen Schließen ihrer Augen.
    Erst in dem Moment, als Henrietta von der Finsternis umfangen wurde, die ihre eisigen Finger um sie schlang und mit kalten Tropfen ihre Haut benetzte, nahm sie die Vibration in der Luft wahr. Ein Knall, ein Schnitt in der Luft und das Gefühl der nahen Gefahr brachten sie dazu, ihre Augen immer weiter zusammenzupressen, im Takt mit den ihr doch so bekannten Geräuschen.
    Doch dann pulsierte ihr ganzer Körper, als würde er sich synchron mit dem erbebenden Boden bewegen - was dieser jedoch nur in ihrer Vorstellung tat. Ihr Herzschlag setzte aus, mit jedem betäubend lauten, abgegeben Schuss, ebenso wie immer und immer mehr die Tränen in ihren Augenwinkeln anschwellten, bis sie sich in einem heißen Streifen über ihre Wangen zogen.
    Was war das? Was waren das für Schüsse? Jeder einzelne von ihnen zog sich vibrierend durch ihr Mark, zwang Henrietta dazu sich ihre Ohren mit ihren zitternden Händen zuzuhalten und so stark zu pressen, dass sie Kopfschmerzen bekam. Zähneknirschend drückte sie immer stärker, in der Hoffnung die Explosionen in ihrem Trommelfell zu unterdrücken, welches ihr jegliche Fähigkeit nahm auch nur etwas Anderes zu akustisch aufzunehmen.
    Hör auf. Hör auf. Hör auf. Hot bitte auf!
    Doch es hörte nicht auf. Egal wie sehr sie es sich wünschte. Egal wie oft sie flehte. Die Schüsse hallten in ihrem Kopf wieder und wieder, ließen ihr Herz jedes Mal erneut aussetzen und verwehrten ihr jegliche Atmung.
    Es war egal gewesen. All die Jahre ihrer Ausbildung bei der Allianz, waren in diesem Augenblick vollkommen egal. Ebenso die letzten zwei Jahre, in denen sie sich erneut hat ausbilden lassen. Auch sie waren egal. Denn nichts, nichts in dieser Welt hätte der Halbjapanerin in solch einem Moment helfen können, wenn sie vor ihrem inneren Augen nur noch Eines sah. Elysium. Die leblosen Körper derer, mit denen sie aufgewachsen war. Der ihres eigenen Vaters ... und der ... von Zoia?
    All das Schwarz um sie herum färbte sich urplötzlich in ein tiefes Blutrot, pulsierte wie ein viel zu schneller Herzschlag und zugleich im Takt ihres Namens.
    Ihres Namens?
    Ja ... Die widerhallenden Schüsse verklangen zwar nur langsam, doch wischen sie ganz deutlich es Anderem. Dem Ruf ihres Namens, der ebenso schallte wie die Schüsse zuvor. Oft. Sehr oft.
    Wurde sie gerufen? Immer und immer wieder? Es war unwahrscheinlich. Spielte ihre Angst ihr einen Streich? Waren ihre Sinne so angespannt, dass sie alles plötzlich viel deutlicher wahrnahm?
    Sie wollte antworten, doch fehlte ihr jegliche Luft dazu, ebenso wie die Fähigkeit überhaupt erst einmal zu atmen. Alles was aus ihre zitternden Lippen ausstießen, war ein gräuliches Husten, mit dem unüberhörbaren Versuch die Flüssigkeiten bei sich zu behalten, die ihren Weg nach oben suchten. Es schmerzte, war doch keine Luft mehr vorhanden, die sie durch das Krächzend mit hätte ausstoßen können. Schlussendlich schaffte es die junge Frau jedoch endlich, röchelnd nach der so stark verlangten Luft zu schnappen und diese sofort für den Versuch zu Sprechen zu verwenden.
    Die Worte formten sich nur langsam, die Augen noch immer geschlossen.
    „..ia ... oia ... Zo ... ia ... Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia!“
    Immer lauter wurde ihre Stimme, flehend, bebend und vor allen Dingen ängstlich. Endlich schaffte sie es gegen die Machtlosigkeit anzukommen, die Hände von den Ohren zu nehmen und die Augen langsam zu öffnen. Doch erblicken konnte sie nichts, war es doch der feuchte Schleier aus Tränenflüssigkeit, der jeglichen Dingen seine natürliche Form nahm und nichts hinterließ als ein wirres Spiel aus Farben.
    Sie hatte Angst. Solch panische Angst, wie nur ein einziges Mal in ihrem Leben zuvor.
    Zoia! Wo war sie? Zoia! Was war geschehen? Zoia! Wurde sie verletzt? Zoia! War sie noch bei ihr?
    Sie wollte sie sehen. Nichts wollte sie mehr, als das Mädchen zu sehen. Doch ihre Augen versagten ihr den Dienst.

    An den qualvoll zugrunde gegangen Kuchen, der in seiner leidvollen Köstlichkeit leblos im Schnee lag und die letzten Momente seines kurzen Lebens in desolater Pein hatte verbringen müssen, hatte Sayuri nicht eine einzige Sekunde mehr denken können.

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
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  10. #10
    La fionda dei cereali  Luceija's Avatar
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    Kurz nachdem Leif schon aus dem Zimmer verschwunden war, hatte sich die Halbitalienerin zurück auf den Rücken gedreht und wandte den Kopf so, dass sie noch die Nachzügler des tobenden Gewitters beobachten konnte. Es war eine surreale Stimmung auf diesem höllisch schwülen Planeten, der nun ziemlich grau und nach wie vor nicht wirklich hell war. Die Sache mit den Tagesrhythmen hier auf Proteus würde sie aber sicherlich noch genau erklärt bekommen, sodass die Einteilung eines vernünftigen Tagesablaufes auch entsprechend sinnvoll voranschreiten konnte. Ein kurzer Blick auf die Holoanzeige versicherte ihr, dass sie noch gute 40 Minuten hatte, ehe sie unten sein musste - so sicher war sie sich da aber nicht. War hier die galaktische Standardzeit Mode oder doch eine ganz andere? So wirklich kompatibel war das alles mit ihrer inneren Uhr noch nicht und gerädert fühlte sie sich alleine durch die in vielerlei kräftezehrende Nacht. So war es dann auch kaum verwunderlich, dass sich Luci nur äusserst mühsam aus den weichen, warmen Laken quälte und nochmals prüfend und versichernd den Stoff gegen ihr Gesicht drückte um diese nahezu perfekte Duftnuance des Schweden einzuatmen, die ihr ein Lächeln auf die Lippen stahl. Auch das...würde sie nicht nochmal zugeben.

    Doch schon auf dem erdachten Weg ins Bad - wobei sie auf dem Weg dorthin die Kleidung des letzten Abends auflas wie Brotkrumen vom Waldboden - entdeckte sie mit großen Augen das bereitgestellte Frühstück. Für einen Moment musste sie sich fragen, ob er es einfach vergessen hatte - dessen total fremd, dass jemand auch nur einen Gedanken verschwenden würde ausgerechnet IHR das Zeug unter die Nase zu stellen. Schlussendlich aber begriff auch sie, nahm sich weniger aus Hunger sondern stiller Dankbarkeit ein Brötchen und ass es - in der anderen Hand das Orangensaftglas um den Kater von gestern mangels Pillchen und Gegenwhiskey zu bekämpfen und schritt, jetzt wieder in Leifs viel zu grossem Shirt, durch das Zimmer um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.
    Was ungewöhnlich war. Normalerweise war sie aus fremden Wohnungen am Morgen verschwunden, noch bevor der andere auch nur ans Aufwachen dachte - nur zu oft MIT diversen Credits. Jetzt aber lief sie hier herum als würde sie versuchen ein Puzzle zusammen zu setzen. Als würde sie einen Kriminalfall lösen wollen. Wie Sel'Don vor einer Leiche. Skeptischen, aber aufmerksamen Blickes und mit dem gewissen Restschmunzeln zwischen einzelnen Happen Essen.

    Neugierig fuhr sie mit blossen Blicken über die Buchrücken die ihr zugewandt waren. Neurochirurgie-Bücher in verschiedensten Ausführungen und in mindestens fünf Teile gespalten. Irgendein Buch zur Allgemeinmedizin, irgendwas Lateinisches wovon sie kein Wort verstand und nicht zuletzt ein paar Sachbücher und sogar Romane von überaus bekannten, aber grösstenteils schon verstorbenen Autoren. Alles in Allem erfuhr man durch die Nichtssagende Literatur nur heraus, was man wenn man hier war eh schon wusste: Er war Arzt. Der Papierstapel, der lose in den Regalen lag nahm sie sich heute nur grob vor, fand aber nicht viel mehr als unsortierte Patientenakten mit unwichtigen Namen, ein paar Diagnoseblätter mit fachlichem Blabla den sie eh nicht verstand und einige Einstellungspapiere, die sie sich zwar grob durchsah, aber keine nennenswerten Fakten erahnen lies. Abgesehen davon, dass sie nun wusste, dass er 34 war und nicht nur optisch ein Highlight sondern auch, was den groben Werdegang anging. Allerdings fand sie auf den ersten Blick keinen Eintrag was die Eltern anbelangte. Nichts, was sie nicht von sich selbst kennen würde..

    Erst, als die Schwarzhaarige gerade ein Stück Brötchen abgebissen hatte und dabei dessen Menge nichtmal halbieren konnte, fielen ihr ein paar Bilder auf dem Kaminsims auf. Beide in digitalen Rahmen erkannte man auf dem einen extrem kleinen, blonden Jungen in der Mitte zweier Erwachsener..ziemlich kitschig und klassisch, aber tatsächlich nicht gestellt. Man erkannte ehrliche Freude auf den Gesichtern der Erwachsenen - wobei die Frau in Richtung des Vaters sah. Die erste Vermutung war Eltern, denn sie erinnerte sich noch schwach an das Gespräch auf der Hochzeit und dass er erwähnt hatte, verheiratet gewesen zu sein. Innerlich hoffte Luci, dass diese Exfrau nicht mehr lebte. So oder so würde er aber wahrscheinlich kein Bild einer Frau aufstellen, mit der er nicht mehr zusammen war, weshalb sie so schlussfolgerte. Das andere Bild weckte dann eher ihre Aufmerksamkeit. Darauf war nichts anderes zu sehen, als ein kleiner, blonder Junge mit wild durchstrubeltem, kurzen Haar und deutlich dunkleren Augen. Vor einem Hintergrund, der von nichts anderem beeinflusst wurde als Natur und Sonne.
    Luci runzelte fragend die Stirn, als sie das Orangensaftglas - unterdessen gerade mal einen Schluck ärmer - auf jenem Sims abstellte und dafuer den Rahmen in die Hand zu ihr nach unten nahm und eindringlich begutachtete. Hm, so dachte sie sich, wenn er als Kind schon so niedlich aussah (sofern man Kinder als niedlich bezeichnen konnte), dann war es kein Wunder, warum er nun mit 34 so einen Reiz hatte..
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  11. #11
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    Quote Originally Posted by AeiaCarol View Post

    "Oh, tatsächlich?", er war so in seine Schauspielerei vertieft, dass er todernst klang "Dann muss das ein Missverständnis gewesen sein. Miss Terre-... Misses Ascaiath trat mir gegenüber stets viel zu selbstbewusst auf, als dass ich sie ernsthaft in streng katholischer Ehe vermutet hätte, aber wie Sie schon sagten: Wir sind ja alle erwachsen."
    Stetig veränderte er seinen Sitz während er sprach, würde Leif sich sonst mit Sicherheit noch sämtliche Wirbel an der scharfen Stufe brechen.
    "Und ich bin weder besoffen noch interessiert an diesen Pseudo-Keilereien, wenn Sie es genau wissen wollen.", war er wenigstens ein einziges Mal ernst und steuerte langsam auf sein eigentliches Anliegen zu.
    "Darum erlauben Sie mir die Frage danach, wie es Ihrer Familie geht?"


    Wieder atmete der Halbitaliener lange aus. Einerseits war er recht froh darum, dass er aufhörte mit den Sprüchen..die nächste Frage konnte er nur auch nicht besonders freudig beantworten. Es ging wirklich bergauf mit dem allgemeinen Zustand der Familie - sofern er das so ausdrücken konnte. Aber bevor die Verstorbenen nicht würdig im Familiengrab in Italien gebettet waren - zu denen nun auch ohne Zweifel Zoras Vater gehört hatte - würden die inneren Wunden nur sehr langsam heilen.
    "Naja...", antwortete er ehrlich. "So gut wie es jemandem gehen kann, der viel zu viele Verwandte oder einen Vater in einer Nacht verloren hat, die eigentlich..naja, Sie können es sich ja denken. Danke der Nachfrage."
    War das also der Grund? Mitleid angeben?
    "Und Sie haben ihre Rippenfrakturen überstanden?"
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  12. #12
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    Sayuri Henrietta Himemiya

    Alles veränderte sich, von einem Moment zum anderen. Jegliches Gefühl war in der Schwerelosigkeit verloren und nichts blieb zurück. Das Zusammenspiel von ihrer Unfähigkeit, jegliche Bewegungen korrekt zu koordinieren und dem wirklichen Verlust ihres Halts, der ihr die letzte, verbliebene Sicherheit versprochen hatte, war der perfekte Einklang für das folgende Wahrnehmungsspektakel.
    Erschütterung, die zur Haltlosigkeit führte, gefolgt von einer sofortigen Beförderung auf den Boden der Tatsachen, die ihr jedoch dank des Schmerzes jegliche Fähigkeit nahm, die folgenden Eindrücke noch wirklich irgendwo einzugliedern. Da war eine weitere Erschütterung, die das Gefühl hinterließ jegliche noch verbliebene Luft - die ohnehin nicht nennenswert viel war - aus ihren Lungen zu pressen, sie an den Boden zu fesseln und mit erneutem Schmerz komplett zu betäuben. Die Bilder rasten an ihr vorbei und veränderten sich in einer Geschwindigkeit, die einem dieser explosionsreichen Alienfilme im Holofilmtheater auf der Citadel glich, so dass man jegliches Gefühl für Zeit und Umgebung verlor. Es war so grell, doch dann wurde es dunkler, bis hin zur absoluten Finsternis, hervorgerufen durch die Anspannung der Halbjapanerin und dem damit verbundenen Schließen ihrer Augen.
    Erst in dem Moment, als Henrietta von der Finsternis umfangen wurde, die ihre eisigen Finger um sie schlang und mit kalten Tropfen ihre Haut benetzte, nahm sie die Vibration in der Luft wahr. Ein Knall, ein Schnitt in der Luft und das Gefühl der nahen Gefahr brachten sie dazu, ihre Augen immer weiter zusammenzupressen, im Takt mit den ihr doch so bekannten Geräuschen.
    Doch dann pulsierte ihr ganzer Körper, als würde er sich synchron mit dem erbebenden Boden bewegen - was dieser jedoch nur in ihrer Vorstellung tat. Ihr Herzschlag setzte aus, mit jedem betäubend lauten, abgegeben Schuss, ebenso wie immer und immer mehr die Tränen in ihren Augenwinkeln anschwellten, bis sie sich in einem heißen Streifen über ihre Wangen zogen.
    Was war das? Was waren das für Schüsse? Jeder einzelne von ihnen zog sich vibrierend durch ihr Mark, zwang Henrietta dazu sich ihre Ohren mit ihren zitternden Händen zuzuhalten und so stark zu pressen, dass sie Kopfschmerzen bekam. Zähneknirschend drückte sie immer stärker, in der Hoffnung die Explosionen in ihrem Trommelfell zu unterdrücken, welches ihr jegliche Fähigkeit nahm auch nur etwas Anderes zu akustisch aufzunehmen.
    Hör auf. Hör auf. Hör auf. Hot bitte auf!
    Doch es hörte nicht auf. Egal wie sehr sie es sich wünschte. Egal wie oft sie flehte. Die Schüsse hallten in ihrem Kopf wieder und wieder, ließen ihr Herz jedes Mal erneut aussetzen und verwehrten ihr jegliche Atmung.
    Es war egal gewesen. All die Jahre ihrer Ausbildung bei der Allianz, waren in diesem Augenblick vollkommen egal. Ebenso die letzten zwei Jahre, in denen sie sich erneut hat ausbilden lassen. Auch sie waren egal. Denn nichts, nichts in dieser Welt hätte der Halbjapanerin in solch einem Moment helfen können, wenn sie vor ihrem inneren Augen nur noch Eines sah. Elysium. Die leblosen Körper derer, mit denen sie aufgewachsen war. Der ihres eigenen Vaters ... und der ... von Zoia?
    All das Schwarz um sie herum färbte sich urplötzlich in ein tiefes Blutrot, pulsierte wie ein viel zu schneller Herzschlag und zugleich im Takt ihres Namens.
    Ihres Namens?
    Ja ... Die widerhallenden Schüsse verklangen zwar nur langsam, doch wischen sie ganz deutlich es Anderem. Dem Ruf ihres Namens, der ebenso schallte wie die Schüsse zuvor. Oft. Sehr oft.
    Wurde sie gerufen? Immer und immer wieder? Es war unwahrscheinlich. Spielte ihre Angst ihr einen Streich? Waren ihre Sinne so angespannt, dass sie alles plötzlich viel deutlicher wahrnahm?
    Sie wollte antworten, doch fehlte ihr jegliche Luft dazu, ebenso wie die Fähigkeit überhaupt erst einmal zu atmen. Alles was aus ihre zitternden Lippen ausstießen, war ein gräuliches Husten, mit dem unüberhörbaren Versuch die Flüssigkeiten bei sich zu behalten, die ihren Weg nach oben suchten. Es schmerzte, war doch keine Luft mehr vorhanden, die sie durch das Krächzend mit hätte ausstoßen können. Schlussendlich schaffte es die junge Frau jedoch endlich, röchelnd nach der so stark verlangten Luft zu schnappen und diese sofort für den Versuch zu Sprechen zu verwenden.
    Die Worte formten sich nur langsam, die Augen noch immer geschlossen.
    „..ia ... oia ... Zo ... ia ... Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia!“
    Immer lauter wurde ihre Stimme, flehend, bebend und vor allen Dingen ängstlich. Endlich schaffte sie es gegen die Machtlosigkeit anzukommen, die Hände von den Ohren zu nehmen und die Augen langsam zu öffnen. Doch erblicken konnte sie nichts, war es doch der feuchte Schleier aus Tränenflüssigkeit, der jeglichen Dingen seine natürliche Form nahm und nichts hinterließ als ein wirres Spiel aus Farben.
    Sie hatte Angst. Solch panische Angst, wie nur ein einziges Mal in ihrem Leben zuvor.
    Zoia! Wo war sie? Zoia! Was war geschehen? Zoia! Wurde sie verletzt? Zoia! War sie noch bei ihr?
    Sie wollte sie sehen. Nichts wollte sie mehr, als das Mädchen zu sehen. Doch ihre Augen versagten ihr den Dienst.

    An den qualvoll zugrunde gegangen Kuchen, der in seiner leidvollen Köstlichkeit leblos im Schnee lag und die letzten Momente seines kurzen Lebens in desolater Pein hatte verbringen müssen, hatte Sayuri nicht eine einzige Sekunde mehr denken können.


    Zoia lief auf Hochtouren: Eine nach der Anderen wanderten die Patronen in die Kammern des Revolvers. Gleichzeitig rief sie nach Sayuri. Und zu guter Letzt sah sie sich immer wieder um. Ihr Verstand war zu rationalem Denken nicht mehr fähig und allein ihre Instinkte bestimmten ihr Handeln. Dazu kam eine gehörige Paranoia, die ihr Bilder ins Gehirn zauberten, in denen ihre gesamte Gang jeden Moment hier auftauchen würde, dabei bis an die Zähne bewaffnet und gnadenlos auf Sayuri und sie Jagd machen würde.
    Die letzte Kammer war gefüllt und Zoia schloss sofort die Trommel des Revolvers, nahm diesen wieder in ihre rechte Hand und sah sich nochmals um:
    Die Frau aus ihrer Gang lag reglos am Boden. Daneben kauerte das Pärchen eng umschlungen am Boden und schien mit ihrem Leben abgeschlossen zu haben, da Beide hemmungslos weinten und ihre Augen wohl fest verschlossen hatten, soweit Zoia das auf die Entfernung beurteilen konnte. Sie nahm Blut am Arm der Freundin / Frau / Was-auch-immer bei dem Pärchen wahr, glaubte aber, es wäre von ihrer Gegenspielerin und nahm es als Zeichen, dass sie diese wirklich getroffen hatte.
    Ein Blick zu ihrem Hund ließ für einen kurzen Moment in ihren Gedanken neue Panik aufkommen, sah sie doch einen kleinen Spritzer Rot an eben Jenem.
    "Arko!"
    Auf ihren fast schon entsetzten Schrei hin, sprang dieser jedoch sofort auf und setzte sich neben sie. Eine kleine Welle der Erleichterung spülte durch ihren Geist, konnte aber keineswegs für eine irgendwie geartete Entspannung sorgen. Sie wandte sich wieder Sayuri zu.
    Bitte, lass ihr nichts passiert sein! Wir können es immer noch hier raus schaffen!
    Ehe sie Sayuri jedoch nochmals rufen konnte, vernahm sie die worte, welche von der Halbjapanerin ausgingen.
    „..ia ... oia ... Zo ... ia ... Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia. Zoia!“
    Immer lauter werdend vernahm sie ihren eigenen Namen, gesprochen, nach kurzer Zeit schon fast geschrien, von der Frau, die sie nur noch hier wegschaffen wollte.
    "Sayuri? Hörst du mich? Sayuri?"
    Doch ihre neu gewonnene Freundin, die sie erst seit einigen Stunden kannte, schien sie nicht zu erkennen. Stattdessen rief sie immer wieder Zoia's Namen, ohne auf eben jene zu reagieren.
    Verdammt! Nicht jetzt! Ich... Ich erreiche sie nicht...
    Neue Tränen quollen aus ihren Augen und mit einem Male musste sie heftig die Zähne zusammen beißen, als ihr Verstand für einen kurzen Augenblick nicht in der Lage war, die ganzen Schmerzsignale, die ihr Körper sendete, auszublenden.
    "Hngn!"
    Schnell stieß sie die Luft wieder aus und sog sofort neuen Sauerstoff in ihre Lungen. Das wirklich positive an dieser Jahreszeit war wohl, dass die kühle Luft mit half, die Schmerzen besser zu bekämpfen. Zwar bemerkte ihr Verstand es nicht, jedoch begriff ihr Körper instinktiv, dass sich ihre Kraftreserven rapide dem ende näherten und sie auf keinen Fall den Kampf gegen die Bewusstlosigkeit oder Schlimmeren hier und jetzt an diesem Ort verlieren durfte.
    Sayuri rief weiter ihren Namen und reagierte auch weiterhin nicht auf sie.
    Bitte... wir müssen... wirklich... Bit-
    "AAAHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!"
    Ein lang gezogener Schrei des Schreckens ließ sie sofort aufhorchen und wieder in die Richtung des Pärchens und der anderen Frau schauen. Die beiden am Boden kauernden hatten wohl einen Schrei zusammen ausgestoßen, als die andere Frau aus der Gang sich wieder aufgerichtet hatte. Augenscheinlich war sie noch nicht komplett außer Gefecht gesetzt und blieb somit weiterhin eine akute Bedrohung für Sayuri und Zoia. Ob sie sie nur leicht verwundet hatte? Ob sie wieder die Waffe auf die beiden Frauen richtete? Ob sie überhaupt noch eine Gefahr darstellte? All diese Fragen wurden erst gar nicht gestellt und nur ein Gedanke beherrschte momentan Zoia's Verstand.
    Schutzweste!
    Noch während in ihrem Kopf dieser Gedanke widerhallte, waren ihre Instinkte schon längst am Werke:
    Ihre Arme kamen wie selbstverständlich hoch, der frisch geladene Revolver wurde sofort ausgerichtet und Zoia zögerte nicht den Hauch eines Augenblicks damit, den Abzug erneut sechsmal durchzudrücken.
    Wieder fauchte die Waffe, wieder flogen Projektile durch die Luft. Und wieder wurde ein Ziel getroffen: Zoia's erster Schuss traf die Frau in deren linken Arm und wirbelte deren Oberkörper halb herum. Dadurch flog die zweit Kugel vorbei, während die nächsten drei Schuss auf der rechten Brustseite einschlugen, bevor es die Frau endgültig wieder nach hinten geworfen hatte, weshalb die sechste Kugel auch wieder vorbei flog.
    Wieder begann das Prozedere: Erneut öffnete Zoia die Trommel der Waffe, ein weiteres Mal stieß sie die leeren Patronen aus, nahm auch diesmal den Revolver in die linke Hand und fischte ein zweites Mal nach neuen Patronen, nur um diese wie zuvor fast automatisch in die Kammern zu stecken.
    Arko lag wieder am Boden, schaute aber so ein bisschen zu seinem Frauchen. Dieses war mit Nachladen beschäftigt, dabei die Umgebung absuchend und gleichzeitig auch noch versuchte, Sayuri in die Realität zu holen. Von den Problemen ihres eigenen Körpers ganz zu schweigen.
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  13. #13
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    Der fleischige Blutsack musste weg. Weit weg. Das wusste er und das wussten auch seine Kollegen. Dementsprechend schnell verlief der Transport, als sie den blutüberlaufenen, blau-roten Alien von seinen langen Ketten lösten und den ohnmächtigen in ein dickes, sehr dickes Stück Stoff packten, bis es tatsächlich an ein Paket oder zumindest einen Turianerwrap erinnerte. Nur, damit es das Blut weitestgehend auffing, dass in Strömen von ihm floss.
    Der Vater wollte ihn wieder haben? Gut. Aber nicht ohne Konsequenzen, so viel war sicher. Wichtig war nur, dass der Puls hoch genug war, damit er wenigstens nicht in deren Obhut starb. Sobald das Paket übergeben war, war alles in Ordnung.
    Und so wechselte rasch und unter vier oder fünf Paaren von Händen der Körper die Umgebung und fand Platz in einem Van, der ohne Umwege zum Londoner Hauptbahnhof fuhr und in aller Ruhe und ohne viel Erregung an Aufmerksamkeit fann neben ihnen auf einer Parkbank am Gleis 7 platz fand. In diesem Zustand und in dieser Lage nicht viel mehr als ein Penner, der sich dort den Rausch ausschlafen würde.

    Lange wäre er hier nicht. Aber lange genug, bis der Empfänger in Reichweite war, damit kein Cop fälschlicherweise auf sie Aufmerksam werden konnte.

    Und dann war es abgeschlossen. Sauber und für immer. Das Kapitel...Turianer.
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  14. #14
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    Der Wasserstrom versiegte. Sich die nassen Haare aus dem Gesicht wischend, tastete Delia nach ihrem Handtuch und begann sich abzutrocknen. Sie war mit dem heutigen Tag nicht unbedingt zufrieden. Dieser Zachary Milt nagte an ihren Nerven; wenn sie es nicht besser wüsste, hätte sie ihm ein Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom diagnostiziert. Zu seinem Pech war er jedoch einfach nur 14 Jahre alt und mitten in der schwierigsten Phase der Pubertät.
    Während sie ihre roten Haare trocken rubbelte seufzte sie. Immerhin hatte sie nun drei Tage Zeit, bis sie sich wieder mit dem Anfängerkurs der Jüngsten beschäftigen musste.
    „Und vermutlich war ich in dem Alter auch nicht viel besser …“
    Frisch aus der Dusche steuerte sie ihre Kaffeemaschine an, stellte ihre Tasse vom Morgen hinein und nach einem Druck auf den Knopf erklang das willkommene Brummen. Ihr erstes Highlight des Feierabends, an das sie sich in ihrer kurzen Zeit als Ausbilderin hier schnell gewöhnt hatte.

    Kurz darauf klopfte es zögernd, dann selbstbewusster. Delia schlurfte zu ihrer Zimmertür, wer störte sie beim Feierabendkaffee?
    Die Antwort hieß Andrew Biggs, Tech-Schüler, der sie direkt überfiel: „Dr. Sanders will Sie sprechen … Miss … Ma’am. Sie hat mir gesagt, ich soll Ihnen Bescheid geben, is’ wohl wichtig.“
    „Danke Biggs …“, nickte Delia ihm zu und der Junge verschwand eilig wieder, diese Aufgabe hatte er sicherlich nicht freiwillig angenommen. Delia vermutete eher, dass er zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen war.
    Ihr Kaffee musste jetzt aber wohl leider warten, die Leiterin der Grissom-Akademie ließ man nicht warten, und Delia am allerwenigsten. Nicht, dass Dr. Kahlee Sanders streng oder ungeduldig wäre, aber wenn sie schon einen Rekruten schickte, ging es sicherlich nicht um den Trainingsplan der nächsten Woche.

    Also wartete ihre Kaffeetasse auf dem Regal neben der Kaffeemaschine, während Delia sich Schuhe anzog und ihr kleines Apartment verließ. In den letzten neun Jahren war die Grissom-Akademie ihr zu Hause geworden und so steuerte sie zielsicher das Büro der Leiterin an.
    An ihrer Tür angelangt klopfte sie ohne zu zögern, und nach einem kurzen „Ja!“ trat sie ein, salutierte kurz und stand dann von sich aus bequem.
    „Delia …“, Sanders begrüßte sie mit einem Lächeln. „Es tut mir Leid, dass ich Sie aus Ihrem Feierabend habe rufen lassen. Sie sind jetzt ein dreiviertel Jahr nicht mehr Rekrutin, sondern Absolventin und Teil der Allianz. Die Allianz ist von Ihren Fähigkeiten mehr als beeindruckt …“
    „Oje …“ Delia war sich nicht sicher, ob ihr die Richtung, die dieses Gespräch nahm, gefiel.
    „… Sie leisten hier gute Arbeit, aber die Allianz hat neue Befehle für Sie. Sie sollen zu einem Projekt rekrutiert werden, das sich ‚Proteus’ nennt …“
    „Oh nein …“ Sie hatte es geahnt, und sie hatte gehofft, dass dieser Moment noch weit weit vor ihr läge, dass sie sich erstmal eingewöhnen dürfte, an ihre neue Rolle. „Wer weiß wo sie dich hinschicken … solange ich keine Geth jagen soll …“
    „… Im Großen und Ganzen sollte es dort eine ähnliche Arbeit sein wie hier, nur eben nicht mit Jugendlichen.“ Sanders schob Delia ein Datenpad zu. „Hier steht alles genauestens drin. Auch wann Sie sich wo zu melden haben.“
    Nach einer kurzen Pause griff Delia zögernd nach dem Datenpad.
    „Machen Sie sich keine Sorgen Delia, ich bin sicher, Sie werden das gut meistern. Die Allianz ist überzeugt von Ihren biotischen Kräften. Dies ist eine einmalige Chance, so früh nach Dienstantritt, wie sie sich nur wenig erhoffen können. Nutzen Sie sie!“
    Ihr Lächeln sollte Delia wohl ermuntern, oder beruhigen: „Sie haben ja noch ein paar Tage Zeit.“
    "Never be cruel, never be cowardly.
    And never ever eat pears!
    Remember, hate is always foolish,
    and love is always wise.
    Laugh hard. Run fast. Be kind."
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    Seltsam. Da war gar kein Licht. Es hieß doch immer man würde am Ende des Weges nach dem Schatten irgendwann ein Licht sehen. Und dass alle Schmerzen vergehen würden. Aber sie waren noch da. Oder wieder?
    Das war alles andere als ein Gefühl der Erlösung. Er hatte Schmerzen, es war eng und stickig. Aber ohne Zweifel musste er tot sein. Oder?
    In nächsten Momenten wurden seine Gedanken jäh von einem schrecklich quietschendem Geräusch und etwas schwerem, polternden unterbrochen. Nein, das konnte nicht sein. Er war schon oft genug dem Tod nahe gewesen um sich sicher zu sein dass er diesmal wieder nicht gestorben war.
    "Hallo?"
    Plötzlich panisch rief und zappelte er. Was immer um ihn herum war, es war fest und verhinderte jegliche Bewegung.
    "Hallo? Hört mich jemand? Hilfe!"
    Er wand sich, versuchte seine Arme zu bewegen, doch es ging nicht. Plötzlich spürte er wie er seitlich den Halt verlor und von etwas hinunter stürzte. Er stieß einen Schmerzensschrei aus als er auf dem harten Boden landete, sein Körper schien mehr als nur ein bisschen lädiert zu sein. "Hil -"
    Doch bevor er den nächsten Hilferuf ganz raus bekam spürte er Hände nahe an seinem Körper. Hände die das was so eng um ihn geschnürt war entknoteten. Und plötzlich wurde seine Sicht von gleißendem Licht geblendet.
    "Eeew......das stinkt ja bestialisch."
    "Und schau dir erstmal seinen Körper an......"
    Turianer? Träumte er das nur? Einige Sekunden dauerte es bis seine Augen sich an das Licht gewöhnt hatten......und dann nahmen sie etwas wahr was er am wenigsten erwartet hätte. Die Turianer (er hatte sich wirklich nicht verhört), gute 12 an der Zahl, traten mit einem Mal beiseite und ließen einen weiteren durch. Den den er sogar unter tausenden auf Anhieb wiedererkennen würde.
    "Beyo."
    "Vater!"
    Wie ein Ertrinkender robbte er einige Centimeter nach vorne, stemmte sich dann trotz der immensen Schmerzen vom Boden auf und setzte langsam die Füße voreinander um sich mit ausgestreckten Armen in Richtung seines Vaters zu bewegen.
    "Vater, ich....kanns nicht glauben. Du bist gekommen, du bist - "
    "Fass mich nicht an!"
    Mit einem verachtenden Blicke holte der alte Turianer aus und schmetterte seinen Sohn mit einem unsanften Schlag seiner Rückhand gegen seine Wange wieder zu Boden.
    "A-aber ich - "
    "Schweig!"
    Er kniete sich vor ihn und funkelte ihn aus zornigen, silbrigen Augen an.
    "Ist dies der Dank dafür? Habe ich dir dafür deine zweite Chance gegeben? Dich sogar bei mir arbeiten lassen? Für das?"
    Wütend richtete er sich wieder auf.
    "Was glaubst du eigentlich was du getan hast?"
    "Vater, ich weiß wie es aussieht, aber so war es nicht, ich schwörs! Ich habe daran nicht teilgenommen, ich bin zum Schein drauf eingegangen, ich wollte das verhindern."
    "Und dachtest du wirklich das wäre der beste Weg? Das? Bist du wirklich so dumm? Habe ich dir so wenig beigebracht? Wieso hast du mir nicht Bescheid gesagt?"
    "Ich wollte euch da nicht mit reinziehen...."
    Nicht mit reinziehen?
    Decius schrie jetzt.
    "Und wie nennst du es dann dass dieser Menschenabschaum aus Vergeltung für deine Dummheit einen Killer-Trupp losgeschickt? Auf die Citadel? Zu deiner Mutter?"
    Beyo wollte antworten, aber es ging nicht. Sein Hals war wie zugeschnürt.
    "Ich sollte dich einfach hier liegen lassen, aber das würde jetzt auch nichts mehr bringen. Nehmt ihn mit!"
    Mit einem Handzeichen signalisierte er den Aufbruch. Während 2 der Turianer begannen ihn notdürftig an den blutigen Stellen zu verbinden hievten ihn 4 weitere in sicherer Lage hoch und folgten ihrem Boss dann.
    "Wir fliegen jetzt nach Hause. Ich habe mit diesem Ascaiath einen Deal ausgehandelt dass zwischen unseren Familien ab jetzt nie mehr ein Konflikt bestehen wird. Ich hoffe du weißt dass dies die allerletzte Chance ist die ich dir jemals im Leben geben werde! Und lass dir ja nicht einfallen deiner Mutter davon zu erzählen. Sie ist so schon krank um Sorge für dich."
    Das war es also. Wieder einmal war er dem Tod von der Schippe gesprungen. Aber diesmal nicht durch schieres Glück, sondern durch ihn. Er hatte ihn gerettet, sein Vater, der ihm so oft eingetrichtert hatte dass er auf sich selbst aufpassen müsste. Das alles kam ihm vor wie ein Traum. Und abermals entschlief er dem Hier und Jetzt.

    Stunden später, auf der Krankenstation des Schiffes von Decius Vhan
    Als er aufwachte spürte er die Schmerzen in seinen Gliedern nochmal umso deutlicher. Er hatte kaum noch Erinnerungen an das was Gil mit ihm gemacht hatte, aber das war wahrscheinlich auch besser so. Selten hatte er sich so hundeelend gefühlt. Er hob die Decke an und sah an sich hinunter. Man hatte ihm die blutigen Klamotten ausgezogen und in eines der sterilen Krankenoutfits gesteckt. Jetzt erst fiel ihm auf dass sein Körper nicht mehr verdreckt war. Das hieß wohl auch man hatte ihn gewaschen. Bei dieser Vorstellung kribbelte es ihn ein wenig und er verdrängte sie wieder. Er sah zu seiner Linken. Auf dem Tisch lagen seine Rüstung und die Waffe die er während des Anschlags getragen hatte. Scheinbar hatte die Gil als Dreingabe mit in sein *Paket* gestopft.
    "Ah, sie sind wach!"
    Beyo fuhr zusammen und sah wie aus der sich öffnenden Tür eine weibliche Turianerin in den Raum geschritten kam. Sie trug eine sie einfach als Ärztin zu identifizierende Kleidung.
    "Wie geht es ihnen?"
    "D-den Umständen entsprechend......aber ich denke es ist gerade nichts außergewöhnlich schlimmes. Wo....ist mein Vater?"
    "Auf der Brücke. Ich würde ihnen allerdings raten sich bis zur Ankunft auf der Citadel so wenig wie möglich zu bewegen. Wenn sie noch etwas benötigen....."
    "Nein, nein. Vielen Dank. Ich bräuchte.....nur gerade etwas Zeit für mich."
    Die Ärztin kam seinem Wunsch nach und kurz darauf war er wieder alleine im Zimmer. Und mit einem Mal schoß alles Geschehene in jedem kleinsten Detail wieder auf ihn ein. Und er erkannte es. Sah zum ersten Mal die grausame Wahrheit, mit einem Schock wie ein bis dahin Blinder der zum ersten Mal sah was Farben waren.
    Wie konnte er nur? Wie konnte er nur so gehandelt haben? Was fiel ihm ein? Wer glaubte er wer er war? Dass er so dumm und unvorsichtig hätte handeln können, nicht bloß sich selbst sondern auch Unschuldige gefährden. Seine Familie gefährden. Und nicht nur damit. Mit all seinem selbstgerechten Handeln in der Vergangenheit. Was hatte er nur angerichtet? Wieso musste er so sein? Wieso musste er andere verletzen? Immer und immer wieder? Egal ob seine Familie, egal ob seine Freunde, ob Luceija, ob Unbeteiligte......wieso nur? Wieso hatte er getötet? So oft?
    "Aaaaaaaargh!"
    Mit einem lauten Schmerzensschrei fasste er sich an den Kopf und begrub sein Gesicht in den Handinnenflächen. Und er weinte. Weinte alles heraus an Schmerz den er in sich entdeckt und bei anderen verursacht hatte. Sicherlich eine halbe Stunde ging es so, bis er seine Hände schließlich langsam von seinem Gesicht nahm und seinen Kopf wieder aufrichtete. Dann sah er nach links, auf den Tisch. Sah die Waffe, und nahm sie in die Hand. Ließ sie eine ganze Weile von einer Hand in die andere wandern, drehte sie, befühlte sie. Und schließlich, mit grimmiger Entschlossenheit, brach er sie an der Stelle an der sie zwischen zwei Einzelteilen zusammengesetzt war auseinander.
    "Nie mehr!"
    Seine Hände nahmen die 2 Einzelteile nacheinander von der Bettdecke und fuhren damit fort sie noch weiter zu zerlegen.
    "Nie mehr, nie mehr, nie mehr!"
    Er wusste dass er seine Schuld niemals begleichen konnte. Und all die unzähligen Toten niemals wieder ins Leben zurückholen könnte. Doch bei allem was ihm noch blieb, allem woran er glaubte und allem was ihm heilig war schwor er ein für alle Male:
    Nie wieder würde jemand durch seine Hand sterben.

    EDIT: Hier gehts weiter
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  16. #16
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    Wieder atmete der Halbitaliener lange aus. Einerseits war er recht froh darum, dass er aufhörte mit den Sprüchen..die nächstDeswegekonnte er eigentlich t besonders freudig beantworten. Es ging wirklicgewechseltauf mit dem allgemeinen Zustand der Familie - sofern er das so ausdrücken konnte. Aber bevor die Verstorbenen nicht würdig im Familiengrab in Italien gebettet waren - zu denen nun auch ohne Zweifel Zoras Vater gehört hatte - würden die inneren Wunden nur sehr langsam heilen.
    "Naja...", antwortete er ehrlich. "So gut wie es jemandem gehen kann, der viel zu viele Verwandte oder einen Vater in einer Nacht verloren hat, die eigentlich..naja, Sie können es sich ja denken. Danke der Nachfrage."
    War das also der Grund? Mitleid angeben?
    "Und Sie haben ihre Rippenfrakturen überstanden?"


    "Ja, ja, das habe ich. Der Umstand ist nicht zuletzt auch Ihnen zu verdanken.", das war ja schwerer als gedacht, wie er, sich am Hinterkopf kratzend, feststellen musste "Deswegen rufe ich eigentlich an: Ich bin Ihnen den Dank dafür noch schuldig gewesen."
    Zweifelsfrei konnte sein Gegenüber sich hiervon nichts kaufen, doch kam es dem Blonden wie eine absolute Notwendigkeit vor, der er noch etwas hinzufügte.
    "Ich vermute stark dass Sie eigene Anlaufstellen haben, aber falls Ihnen der Kontakt zu entsprechenden Ärzten fehlt, lasse ich Ihnen gerne eine Adresse zukommen. Abgesehen davon müssen Sie sich zumindest um Luceija fürs erste keine Gedanken machen."
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  17. #17
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    Während der Spectre bereits seine eigene Waffe zog und ein Thermomagazin für sich selbst darin einsetzte und durchlud, unterbrach ihn plötzlich im Ausfallschritt aus der Aufzugtür heraus sein Begleiter. Corvan stockte, schaute zunächst nocheinmal skeptisch an SAM[Bild: arrow-10x10.png] hinunter und musterte seine Verfassung sowie seine Mimik genau. Dann nickte er schließlich, griff in seine Munitionstasche am Gürtel und drückte Sam zwei Magazine in die Hand.
    "Dafür müssen Sie sich allerdings auch nützlich machen, Sam", nuschelte er unter seinem Helmviser heraus, nickte Sam nocheinmal zu und machte sich mit der Waffe im Anschlag auf den Weg durch den langen Korridor.
    Hin und wieder kamen den beiden Bewohner des Häuserblocks entgegen - eine Asari wollte gerade ihre Wohnung verlassen, also sie die beiden Bewaffneten sah und SICH DIREKT[Bild: arrow-10x10.png] wieder in ihr Zimmer zurückzog. Eine andere Asari hingegen, die gerade auf dem Flur auf jemanden zu warten schien, beachtete die beiden Männer mit den Waffen im Anschlag hingegen kaum, sondern machte ihnen nur mit einem mürrischen Blick Platz und sah ihnen skeptisch hinterher.

    Kurz vor der Nummer C3486 verlangsamte Corvan schließlich seinen schnellen Schritt und trat langsamer an die Tür heran, winkte Sam dann wortlos zu sich, die Position auf der anderen Seite neben der elektrischen Schiebetür einzunehmen. Bereits nach einigen Sekunden das Lauschens drangen einige blecherne, dumpfe Stimmen durch die Tür hindurch und auch wenn ihr Inhalt zu undeutlich war, um von den Übersetzungsimplantaten interpretiert zu werden, so erkannte man doch an ihrem Tonfall, dass es kein freundlicher Umgang war. Dann setzte er sein Omnitool am Bedienungspandel der Tür an und begann mit der Entschlüsselung, scannte parallel dazu den Raum mit einigen Sensoren in seinem Helminneren ab, sodass ihm ein Hitzebild SCHNELL[Bild: arrow-10x10.png] offenbarte, dass drei Personen im Raum waren; eine davon sitzend.
    Wortlos hob Corvan seine drei Finger um Sam diese Anzahl anzudeuten, zog dann eine Betäubungsgranate von seinem Gürtel ab und stellte sie auf eine Sekunde ein. Mit einigen etwas verwirrenden Gesten machte er Sam dann wortlos klar, dass er im Begriff war, die Granate nach dem Öffnen der Tür hineinzuwerfen, dass Sam dann als erster hineinstürmen sollte und Corvan folgen würde. Kurz wartete der Spectre noch auf Einwände, dann öffnete sich die Tür, die Granate rollte fast lautlos in den Raum hinein und ein heller Blitz sowie ein hochfrequentes Pfeifen vermischt mit zwei batarianischen Schreien leitete den Zugriff ein.

    Sam kam Corvan mit einem leichten Nicken entgegen. Mit der Schulter fest, an die Wand neben der Tür gestützt und die Waffe nach unten gesenkt - fest in den Händen, und bereit zur Infiltration.
    Als der Salarianer die dreigliedrige Hand hob und dem Mensch die Anzahl der Leute in dem Raum signalisierte, musste Sam für einen Moment schmunzeln. Jedoch als Corvan eine Granate hervorbrachte wurde er wieder sehr ernst, es war keine normale Granate, sie sah eher flach aus und hatte eine silbrige Beschichtung. In der sich für eine Millisekunde, dass Licht von der decke spiegelte. Adrenalin machte sich in Sam breit. Mit einem Tiefen Atemzug öffnete sich die Tür, der Salarianer schmiss die Granate beinahe Lautlos, in den Raum. Woraufhin ein gleißendes Licht erschien und kurz darauf ein schrilles pfeifen. Sam kniff leicht die Augen zusammen, blieb aber konzentriert, holte dann erneut tief Luft und stürmte in den Raum. In Windeseile überblickte er den Raum, alles war völlig demoliert, der Raum war wie eine, ein - Zimmer Wohnung aufgebaut. Da wo sich die drei Personen befanden, war hinten dran eine riesige Glaswand durch die man hindurch sehen konnte. Davor Stand ein Batarianer links, ein Mensch saß auf dem Stuhl der sich in der Mitte befand und der andere Batarianer auf der Rechten Seite. Sam konnte noch direkt beim hereingehen auf der linken Seite eine gute Deckung entdecken, eine Art Seiten Wand die etwas herausragte. Doch bevor er sich zu dieser Deckung begab, visierte Sam den Linken Batarianer an, und feuerte zwei schnelle Schüsse hintereinander ab. Der erste Schuss durchschlug den Arm des Batarianers, worauf dieser einen entsetzlich schmerzhaften Schrei von sich lies. Doch erstickte dieser Schrei in weniger als zwei Sekunden, als der Zweite Schuss direkt in dessen Hals einschlug, und eine Kaskade von Blut her raus sprudeln lies. Dann ging alles sehr Schnell der Batarianer viel wie ein nasser Sack mit einem gurgeln zu Boden. Was Sam nicht wusste, war dass der Schuss der den Arm des Söldners durchschlug, den Mann auf dem Stuhl traf und sich in dessen Schulter brannte. Doch rasch nach den abgefeuerten Schüssen ging Sam in die Deckung und blickte, mit einer angeschwollenen Ader auf der Schläfe und völlig Adrenalin geladen zu Corvan...
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  18. #18
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    "Ja, ja, das habe ich. Der Umstand ist nicht zuletzt auch Ihnen zu verdanken.", das war ja schwerer als gedacht, wie er, sich am Hinterkopf kratzend, feststellen musste "Deswegen rufe ich eigentlich an: Ich bin Ihnen den Dank dafür noch schuldig gewesen."
    Zweifelsfrei konnte sein Gegenüber sich hiervon nichts kaufen, doch kam es dem Blonden wie eine absolute Notwendigkeit vor, der er noch etwas hinzufügte.
    "Ich vermute stark dass Sie eigene Anlaufstellen haben, aber falls Ihnen der Kontakt zu entsprechenden Ärzten fehlt, lasse ich Ihnen gerne eine Adresse zukommen. Abgesehen davon müssen Sie sich zumindest um Luceija fürs erste keine Gedanken machen."


    Erstmalig musste sich Vigilio überlegen, wie er diese Aussagen mit einer gemässen Reaktion quittieren konnte. Die Stimme des Arztes am anderen Ende des Comms war deutlich erweicht und hatte nichts mehr von dem gemein, was zuvor noch in Spöttischem Tonfall über seine Lippen gekommen war.
    Ja, die Hochzeit. Dass er den Schweden "gerettet" hatte ergab sich mehr aus dem Zufall. Schon kurz nachdem die Situation weit genug entschärft war, packten die Familienmitglieder und zahlreiche Gäste im Nu mit an und zogen alle so weit es möglich war aus der Gefahrenzone. Zora war schon lange unter die Fittiche seines Vaters genommen worden, weshalb er sich auf die ebenfalls zur Bühne geschleifte Luceija mit ihrem Begleiter konzentriert hatte. Zwar konnte er nicht im geringsten behaupten, dass er dem Arzt mit den medizinischen Kenntnissen nahe kam, aber zumindest half seine Ausbildungszeit bei der Allianz weit genug, dass er die Grundregeln einer ersten Hilfe im Gefecht erlernen konnte und Leif damit wenigstens in der Lage war schnell genug zu beurteilen um ihn ohne Umwege ins Krankenhaus zu bringen. Die anderen Gäste hatte er deutlich weniger schwer getroffen. Wahrscheinlich wäre es ihm ebenso nicht so ergangen, hätte Leif nicht mit Luceija versucht innerhalb der Kuppel zu fliehen um Hilfe zu holen, solange man ihre Identität noch nicht erkannt hatte.
    Das war allerdings etwas, was Vigilio ihm gleichermassen hoch anrechnete wie der Schwede Gil die Rettung: Er hatte den Ernst ihrer Situation schnell erfasst und hatte sie beschützt. Grund genug für ihn, auf die letzte Aussage des Doktors nicht schnippisch, sondern durchgehend dankbar zu reagieren. Wobei nicht zuletzt auch etwas Resignation in seiner Britalienischen Stimme lag.
    "Ja.. . Ich weiss das zu schätzen.", nicht nur die Sache mit den Nummern. Denn..
    "Auch wenn es auf Sie nicht den Eindruck gemacht haben sollte, aber...ich liebe meine Schwester und ich weiss, was Sie bisher für sie getan haben. Wenn Sie also weiterhin ein Auge auf Luci haben, während ich es nicht haben kann, bin ich Ihnen sehr dankbar."

    So konservativ er auch wirken mochte, so gut erinnerte er sich noch an die beispielhafte Darstellung der beiden auf der Tanzfläche. Und entgegen der Tatsache, dass es wohl nur schauspielerischem Zwecke diente war ihm nicht entgangen, wie sie auch noch jenseits seiner Blicke aneinander klebten.

    Doch so ganz unquittiert konnte er die Anspielungen nicht lassen, weshalb er nach einer bedächtigen Stille nachsetzte: "Aber übertreiben Sies nicht", scherzte er, "nach wie vor bin ich noch immer der große Bruder und sie wissen ja, wofür die nötigenfalls zuständig sind."
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    Erstmalig musste sich Vigilio überlegen, wie er diese Aussagen mit einer gemässen Reaktion quittieren konnte. Die Stimme des Arztes am anderen Ende des Comms war deutlich erweicht und hatte nichts mehr von dem gemein, was zuvor noch in Spöttischem Tonfall über seine Lippen gekommen war.
    Ja, die Hochzeit. Dass er den Schweden "gerettet" hatte ergab sich mehr aus dem Zufall. Schon kurz nachdem die Situation weit genug entschärft war, packten die Familienmitglieder und zahlreiche Gäste im Nu mit an und zogen alle so weit es möglich war aus der Gefahrenzone. Zora war schon lange unter die Fittiche seines Vaters genommen worden, weshalb er sich auf die ebenfalls zur Bühne geschleifte Luceija mit ihrem Begleiter konzentriert hatte. Zwar konnte er nicht im geringsten behaupten, dass er dem Arzt mit den medizinischen Kenntnissen nahe kam, aber zumindest half seine Ausbildungszeit bei der Allianz weit genug, dass er die Grundregeln einer ersten Hilfe im Gefecht erlernen konnte und Leif damit wenigstens in der Lage war schnell genug zu beurteilen um ihn ohne Umwege ins Krankenhaus zu bringen. Die anderen Gäste hatte er deutlich weniger schwer getroffen. Wahrscheinlich wäre es ihm ebenso nicht so ergangen, hätte Leif nicht mit Luceija versucht innerhalb der Kuppel zu fliehen um Hilfe zu holen, solange man ihre Identität noch nicht erkannt hatte.
    Das war allerdings etwas, was Vigilio ihm gleichermassen hoch anrechnete wie der Schwede Gil die Rettung: Er hatte den Ernst ihrer Situation schnell erfasst und hatte sie beschützt. Grund genug für ihn, auf die letzte Aussage des Doktors nicht schnippisch, sondern durchgehend dankbar zu reagieren. Wobei nicht zuletzt auch etwas Resignation in seiner Britalienischen Stimme lag.
    "Ja.. . Ich weiss das zu schätzen.", nicht nur die Sache mit den Nummern. Denn..
    "Auch wenn es auf Sie nicht den Eindruck gemacht haben sollte, aber...ich liebe meine Schwester und ich weiss, was Sie bisher für sie getan haben. Wenn Sie also weiterhin ein Auge auf Luci haben, während ich es nicht haben kann, bin ich Ihnen sehr dankbar."

    So konservativ er auch wirken mochte, so gut erinnerte er sich noch an die beispielhafte Darstellung der beiden auf der Tanzfläche. Und entgegen der Tatsache, dass es wohl nur schauspielerischem Zwecke diente war ihm nicht entgangen, wie sie auch noch jenseits seiner Blicke aneinander klebten.

    Doch so ganz unquittiert konnte er die Anspielungen nicht lassen, weshalb er nach einer bedächtigen Stille nachsetzte: "Aber übertreiben Sies nicht", scherzte er, "nach wie vor bin ich noch immer der große Bruder und sie wissen ja, wofür die nötigenfalls zuständig sind."


    "Ja, das weiß ich allerdings.", lachte er ziemlich ausgelassen in dieses Gespräch hinein. Dabei war er selbst erstaunt wie schnell sich diese anfänglichen Sticheleien in Luft aufgelöst hatten und er beinahe nachdenklich wurde.
    "Allerdings ist es für mich fraglich wie sie Übertreiben definieren. Ganz davon abgesehen dass ich überzeugt davon bin, dass Luceija mich höchstpersönlich die nächstbeste Klippe runterstößt, wenn ich's versaue."
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    "Ja, das weiß ich allerdings.", lachte er ziemlich ausgelassen in dieses Gespräch hinein. Dabei war er selbst erstaunt wie schnell sich diese anfänglichen Sticheleien in Luft aufgelöst hatten und er beinahe nachdenklich wurde.
    "Allerdings ist es für mich fraglich wie sie Übertreiben definieren. Ganz davon abgesehen dass ich überzeugt davon bin, dass Luceija mich höchstpersönlich die nächstbeste Klippe runterstößt, wenn ich's versaue."


    "Das Temperament liegt durchaus in der Familie..", retournierte er locker, legte das halbseitige, beinahe Ascaiath-typische Lächeln auf und lachte leis. Währenddessen hatte er seinen langsamen Schritt wieder durch das Wohnzimmer bewegt und blickte aus der Glasfassade. Auf der Terrasse fiel sein Blick wieder auf seine Schönheit. Auf eine wundervolle, zierliche Blonde, in deren zartgrünen Augen ein schwerer Schmerz steckte. Einen, den er versuchte mit aller Macht auf der Welt zu treiben. Doch nichtmal der Ansatz dieser innerlichen Zerrissenheit und Wut prallte davon auf Emma, die in ihren Armen getragen wurde und die Mutter aus ihren grellgrünen Knopfaugen heraus ansah. Bereits schon mit vielen, feinen, brandschwarzen Härchen auf ihrem noch immer so kleinen Kopf. Immer wieder, egal wie oft er sie ansah, musste er an seine Schwester denken. Wie ähnlich seine eigene Tochter ihr sah, als sie in diesem Alter war. Und instinktiv erreichte ihn dann den gebündelten Drang, sie zu schützen. Auf sie alle aufzupassen, solange er nur konnte. Was er schlussendlich dann auch seinem Anrufer antwortete. Ehrlich und unverblühmt.
    "Verarschen Sie sie nicht.
    Besonders nicht, wenn Sie das auch nur ansatzweise so ernst meinen, wie es auf der Feier den Anschein gemacht hat."

    Um ohne weitere Albereien auf den Kern der Sache zu treffen.
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