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  1. #41 Reply With Quote
    Eala Frya Fresena  Jhonson's Avatar
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    Immerhin hatte die Ansprache gewirkt und ihre Leute kamen endlich in Bewegung. Kaya mochte sich gar nicht vorstellen wie lange das einkaufen in einem richtigen Laden gedauert hätte.

    "… bevor sie ihre Kraft verliert. Und Ihr wisst sicherlich nicht, wie man sie wieder lädt."

    Ihr hatte er natürlich keinen unnützen Tand mitgebracht. Immerhin wurde ihre Intelligenz nicht in Frage gestellt wie bei der Zwergin oder er wusste einfach nicht wie man mit Frauen umgeht.

    „Folgt mir. Ich bringe euch persönlich zu den Ruinen.“

    Persönlich bedeutete das Lordchen sich von vier Wachen und einer Frau mit Korb begleiten ließ. Über Geschmack lässt sich ja streiten, aber nach seiner Bettgefährtin sah sie nicht unbedingt aus. Ihr was es aber eigentlich auch egal. Wichtig war nur das es endlich weiter ging. Sie hasste es Stillzustehen, endlich wieder in Bewegung zu sein hob ihre Laune doch um einiges. Nach ungefähr einer Stunde kamen sie bei ein paar großen Steinen an und der Lord zeigte ihnen eine Treppe die in die Tiefe führte.

    „Viel Glück“

    Kaya sah zu ihren Begleitern die auf dem Weg angenehm schweigsam gewesen waren. Der Elf schien nach ihrer kleinen Ansprache bei dem Händler beleidigt zu sein und zeigte ein hochmütiges „ich bin Dalish und besser als ihr alle Gesicht“. Die Zwergin immerhin schien sich auf den Abstieg zu freuen, jetzt war es Zeit anderen den Vortritt zu lassen.

    „Templer, du bist dran!“
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  2. #42 Reply With Quote
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    [Bild: R_ion_avatar.png]Abschätzend musterte der Elf ein letztes Mal die Wachen des Lords. Tand, Zierde um nicht schwach zu wirken, vielleicht gut genug für knurrende Wachhunde, doch anscheinend nicht einmal ansatzweise fähig um solch eine Aufgabe selbst zu bewältigen.
    Rûion hasste es beobachtet zu werden, als könnte man ihm nicht trauen. Er hasste es so angesehen zu werden. Angesehen zu werden wie ein Dalish ...
    Den Blick nicht ändern, doch von den Wachen abwendend sah er zu seinen ungewollten Gefährten, noch immer unsicher ob es klug war diesem Haufen sein Leben anzuvertrauen.
    Mit gekräuselter Lippe hob er seinen Blick, schüttelte dann jedoch den Kopf und entschied das es unklug wäre ihre Fähigkeiten zu diesem Zeitpunkt noch in Frage zu stellen. Der Lord hatte sich in seiner Gier - eher der eines Zwerges ähnelnd - gewiss nichts dabei gedacht, wem er diesem Auftrag anvertraute. Vielleicht hatte er schon unzählige Abenteuer in den Tod geschickt? Wer wusste das schon ...
    Doch dieses Mal - das wievielte es auch sein mochte - war die Garantie, dass er seine Statue bekommen würde, hoch genug um tatsächlich daran zu glauben. Aus einem einzigen Grund: Dem Dalish.
    Doch so sehr der Krieger auch auf seine Kraft vertraute, seine Erfahrung und vor allem seinem treuen Begleiter Revas, dessen Griff er mit fester Hand umschloss, er konnte nicht einschätzen wer von den Dreien eine Hilfe und wer eine Last war.
    Zwar konnte er sich auf dem Weg zu den Ruinen durchaus über die wohlgeformten Vorzüge der beiden Frauen vergewissern - immerhin hatte er genug Zeit hatte um diese mit musternden Blicken zu beobachten - doch was nutze dies schon im Kampf?
    Gleichzeitig stellte sich dem spitzohrigen Krieger ebenso die Frage, weshalb der Lord eigentlich dieses Weib mitschleppt hatte, schien sie doch weder als Abschreckung für irgendwelche Diebe zu dienen - so wie seine Wachhunde - noch irgend einen anderen Zweck zu erfüllen. Was sie wohl in dem Korb bei sich trug? Die typische Dalishneugierde machte sich in ihm breit, doch wollte er lieber vermeiden diese offen zu zeigen.
    Was es auch war, nützlich für die Suche nach der Statue würde es kaum sein.
    Also entschied er, dass es ihn nicht weiter zu interessieren hatte und blickte erneut auf die Gruppe.
    In dem Augenblick, als sich die Zauberweberin erneut herausnahm ihren Templerhund zu befehligen, wand sich der Elf abfällig lächelnd ab. Er tastete über die Oberfläche des großen Steines, hinter dem sich der Eingang befand und zog dann etwas unter seiner Rüstung hervor. Sorgfältig, wenn auch nicht langsam wickelte er das Hallahorn aus dem Leder und begann mit der stumpfen Seite etwas in den morschen Stein zu ritzen. Er wusste nicht ob dies die Zeit überdauern konnte, doch war es für diesen Moment das einzige was er hatte. Es würde genügen.
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  3. #43 Reply With Quote
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    Der Templer hatte wohl nicht mehr alle Platten an der Rüstung. Dafny war kurz davor ihm ein Mal an der Nase zu ziehen ... wäre er nicht so groß. Nicht nur, dass er sie wie ein kleines Kind behandelte, jetzt hatte er ihr auch noch diesen unnützen Tand in die Hand gegeben. Sie würde Fallen und ähnliches im Schlaf finden! Sie wollte ihm gerade ein paar bissigen Worte in die Fresse knallen, denn sie war richtig wütend, als die Gruppe schon aufbrach. Und bei den Paragons ... wäre ihr Auftraggeber nicht mit dabei gewesen, hätte es einen Wutausbruch gegeben. Aber so entschied sie sich, nicht nur die Linse einzustecken, sondern sich auch alle weitere Kommentare zu verkneifen.

    Gut, dass der Fußmarsch dazu diente, dass ihr Ärger verflogen war, als sie an den Ruinen ankamen. So ein Spaziergang an der Oberfläche erfüllte Dafny immer wieder mit Staunen, entdeckte sie doch jedes Mal etwas Neues. Schmetterling, Vögel und Blumen ... alles das sah man in Orzammar nicht so häufig. Sie hatte schon fast wieder vergessen, warum sie auf dem Wege waren, als sie schon angekommen waren. Die Augen des komischen Lords glänzten vielsagend, als er auf den Eingang der Ruine deutete. Und was Dafny als erstes auffiel, war das Kribbeln in ihren Fingern und Beinen. Sie fühlte sich wie ein Fisch, der gelernt hatte, an Land zu überleben, aber nun wieder ins Wasser durfte. Sie wollte gerade "Auf geht's!" brüllen, als ihr mal wieder ein Strich durch die Rechnung gemacht wurde.

    „Templer, du bist dran!“ Bei aller Vorfreude auf die Tonne Stein über ihrem Kopf hatte sie ganz vergessen, mit wem sie unterwegs war. Das konnte ja lustig werden ...
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  4. #44 Reply With Quote
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    Noch immer war Grayson sich unschlüssig darüber, ob seine Entscheidung, diese merkwürdige Statue zu suchen, die richtige war. Schließlich war er ein Templer und kein Abenteurer! Und die Gruppe mit der er reiste, war so stur. Auch hatte er schon früh festgestellt, dass jeder stark von sich selbst eingenommen war. Er hasste solch ein Verhalten, war er sich doch sicher, dass ihnen schon aufgrund dieser Tatsache einige Probleme bevorstanden. In Gedanken sich selbst überzeugend, dass er mit ging, um auf die Gruppe aufzupassen, folgte er dem Lord, der sie schon zu diesen Ruinen führte. Nichts desto trotz entgingen ihm nicht die weiteren Begleiter des Lords, ebenso diese unscheinbare Magd, die einen Korb trug, welcher mit einem Tuch abgedeckt war.

    Ihm entging allerdings, wie wütend ihn die Zwergin angefunkelt hatte und wie kurz davor sie gewesen war, ihn anzumaulen. Solche Gefühlsschwankungen und eventuelle Ausbrüche widerten ihn an, wusste er doch nicht, damit umzugehen. Sowas oder auch Tränenausbrüche von Frauen waren ihm ein Gräuel, wovor er in solchen Momenten am liebsten Reiß aus nahm. Das waren solche Momente, in denen er sich hilflos fühlte. Zugeben würde er das jedoch niemals.

    „Da wären wir. Hier hinab müsst ihr gehen um in die Ruinen zu gelangen. Dort in den Tiefen ist die Goldene Statue einer Katze. Ich muss sie haben.“ Grayson selbst hatte schon festgestellt, dass sie angehalten hatten und als er den Eingang im Boden entdeckt hatte, hätte es die Worte des Lords schon nicht mehr bedurft. Noch bevor Grayson etwas äußern konnte, hörte er schon die nervige Stimme der Magierin: „Templer, du bist dran!“

    Die Aufregung der Zwergin konnte er allerdings nicht übersehen, hüpfte sie doch ungeduldig von einem Fuß auf den Anderen. So wandte sich Grayson noch kurz an den Lord: "Habt Ihr noch etwas Wichtiges zu sagen, bevor uns die liebenswerte Zwergendame den Weg durch die Ruine weist?"
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    Legende Annalena's Avatar
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    [Bild: Lord_Leopold_von_Barrac.png] "Habt Ihr noch etwas Wichtiges zu sagen, bevor uns die liebenswerte Zwergendame den Weg durch die Ruine weist?"

    Lord Leopold bedachte die Frage des Templers nur mit einem bedauernden Lächeln. „Es tut mir aufrichtig leid, Ser Templer. Aber ich kann euch allen wirklich nicht mehr sagen.“ Die vier Gefährten begaben sich daraufhin in die Tiefe.

    Der Lord wartete noch ein wenig nachdem die Vier unter der Erde verschwunden waren. Als er sich sicher war, dass sie weit genug entfernt waren, begab er sich in die Mitte zwischen den Felsen. Er hockte sich hin und entfernte sorgsam die Erde und das Gras vom Boden. Seine Mühen legten Runen frei, die auf dem Boden ein merkwürdiges Muster bildeten. Magier und Gelehrte würden ewig brauchen sie zu entziffern, falls es ihnen überhaupt gelingen würde. Doch Leopold wusste ganz genau was die Runen bedeuten.

    Es dauerte eine Weile bis er alle Runen freigelegt hatte. Als er seine Arbeit beendete richtete er sich auf und bedachte die Runen mit einem zufriedenen Nicken. Ohne den Blick abzuwenden befahl er seine Dienerin zu ihm. Schweigend stellte sie sich zu ihm. Das Tuch hatte sie von dem Bastkorb entfernt und der Lord griff beherzt hinein um einen kleinen Beutel heraus zu holen. Der Beutel war mit einem feinen Staub gefüllt. Wie er zusammengesetzt war wusste nur der Lord selbst. Er öffnete den Beutel und zeichnete mit dem Staub sorgfältig die Runen nach. Sobald der Beutel leer war nahm er einen neuen und so hatte er bald alle Runen mit dem feinen Staub nachgezeichnet. Sorgsam überprüfte Leopold ob er auch nichts übersehen hatte. Nachdem er sich überzeugt hatte, dass alles in Ordnung war, lächelte er zufrieden.

    „Geht zurück“, befahl er seinen Leuten. Die Wachen und die Dienerin traten weit hinter die Steine. Doch die Wachen behielten ihren Lord, mit einer Hand auf der Waffe, genau im Auge. Leopold schloss die Augen und holte etwas aus seiner Tasche. Es war ein kleines Fläschchen mit einer durchsichtigen Flüssigkeit. Er trank den Trank und schüttelte sich angewidert. Er hasste das Zeug, doch es war notwendig um sich vor den Augen der Templer zu verbergen. Mit diesem Trank konnte keiner der Kirchenhunde herausfinden, dass er ein Magier war. Er musste nur einen dieser Tränke trinken um seine Magie zu verbergen und noch einen um sie wieder herzustellen. Leider hatte er noch keine Möglichkeit gefunden dieses Gebräu schmackhafter zu machen.

    Er öffnete und schloss seine Hände mit schnellen Bewegungen. Bald spürte er das Mana durch seine Adern fließen. Seine Hände wurden von einem Feuer umschlossen und der Lord genoss es endlich wieder Magie wirken zu können. Vorsichtig entzündete er mit seinem Feuer den Staub auf den Runen. Die Flammen knisterten und fraßen sich genüsslich durch den Staub. Schon bald brannten die kompletten Runen und die Luft vibrierte von alter, vergessener, Magie. Runen, die vorher nicht zu sehen waren, leuchteten auf den großen Steinen auf. Sie blitzten auf und verschwanden bald wieder. Immer schneller blitzten die Runen auf und schon bald konnte niemand mehr ihren Tanz mit bloßem Auge verfolgen.

    Nach einer gefühlten Ewigkeit war die Magie auf dem Höhepunkt. Der riesige Stein, vor dem die Treppe lag, bewegte sich langsam und leise. Leopold lächelte als sich der riesige Fels auf die Treppe schob und dort stehen blieb. Der Staub war komplett dem Feuer zum Opfer gefallen und ohne Nahrung erlosch es. Auch auf den Felsen waren keine Runen mehr zu sehen. Leopold bedeckte die gezeichneten Runen wieder geschickt mit Erde und Gras. Alles sah so aus als ob hier nichts geschehen war. Für jeden Wanderer, den es zufällig in diese Gegend verschlug, standen da nur drei riesige Steine inmitten eines Waldes.

    Die Runen haben nicht nur den Felsen bewegt. Ihre Magie ist tief in die Erde geströmt und hat die Ruinen unter der Erde zum Leben erweckt. Lord Leopold lächelte zufrieden. „Möge das Spiel beginnen“, flüsterte er leise.


    Keiner der vier Abenteurer ahnte, dass sie in den Ruinen eingeschlossen waren. Weder die Magierin noch der Templer spürten die Magie, welche die Ruinen erweckte.

    [Bild: Ebene_1.png]
    Als die vier im ersten Raum ankamen suchte die Schurkin den Boden sofort nach Fallen ab. Sie entdeckte jedoch keine.


    Der Raum hatte drei Türen, die geschlossen waren.

    Links neben der nördlichen Tür stand eine Truhe.

    Links und rechts neben dem Eingang im Süden hing je eine brennende Fackel.

    In der Mitte des Raumes stand ein Tisch auf dem etwas lag.

    Jeweils rechts neben den drei Türen im Norden, Westen und Osten stand eine Art Podest.

    Mehr gab es im ersten Raum nicht zu sehen.
    Annalena is offline Last edited by Annalena; 03.05.2014 at 16:01.
  6. #46 Reply With Quote
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    Dafny spürte einen leichten Luftzug am Nacken. Es fühlte sich ein wenig so an wie in Orzammar, wenn sich die großen Tore schlossen. Aber sie dachte sich nicht viel dabei. Zu sehr war sie nun ganz in den Bann der Erforschung gefallen. Sie wollte Tüfteln, Dinge entdecken, den Stein erkunden. Und schlagartig nahm die Zwergin eine andere Körperhaltung an. Wirkten ihre Bewegungen ansonsten relativ fahrig und unkonzentriert, so war nun jeder Muskel in ihrem Körper angespannt. Ihr Blick war wach und sie bewegte sich fast grazil, als wollte sie keinen nötigen Staub aufwirbeln. Vorsichtig und auch geschickt.

    Sie nahm einen kleinen Stein und schnipste ihn über den Boden. Solider Stein, guter Stein. Man müsste schon mit einer Menge explodierendem Kram kommen, wollte man hier ein Loch erzeugen. Alles in allem, war das eine grundsolide Handwerksleistung, wenn auch nicht so kunstfertig wie der Arbeiten in Orzammar.
    Zielstrebig steuerte Dafny auf die Truhe zu. Der Boden war zumindest sicher. Die Steine waren viel gleichmäßig staubig und eben. Viele Fallen konnte man gut verstecken, aber eine Spur hinterließen sie immer. Leichte Verwirbelungen und so. Schwer zu beschreiben, es war so ein Gefühl. Auf dem Weg zur Truhe schaute sie sich noch etwas genauer den Tisch an, nicht, um ihn wirklich zu untersuchen. Sie war nur neugierig, was da so rumflog. Ihr wahres Interesse galt jedoch der Truhe, aber mit denen musste man vorsichtig sein. Also beäugte sie sie zunächst kritisch. Und vorsichtig.
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  7. #47 Reply With Quote
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    [Bild: R_ion_avatar.png]Der Elf zog scharf die Luft ein, als seine Augen durch den Raum wanderten und er sich nur eine Frage stellte: Was stimmte dort nicht?
    Er fand keine Antwort, wusste noch nicht einmal in welche Richtung diese hätte gesehen sollen, doch die Frage ließ ihn nicht locker.
    Davon abgesehen das dieser Tisch auf ihn wirkte als hätte dieser jegliche Aufmerksamkeit auf sich ziehen sollen, beobachtete er jeden Schritt der Zwergin. Sie schien eine Expertin in ihrem Fach zu sein, oder zumindest kompetent genug um ihn vor einigen Verletzungen zu bewahren. Abgetrennte Körperteile waren nichts, das er einfach hätte tolerieren können.
    Doch die Tatsache, dass sich keine verstümmelten Leichen in dem Raum finden ließen zeigte ihm, dass der Lord mit den Fallen wohl eindeutig übertrieben hatte.
    Was hätte er aber auch anderes von einem reichen Schnösel erwarten sollen?
    Der Mensch war sicher schon auf dem Weg zurück zum Gasthaus, wo er sich ein warmes Mahl gönnen würde, während die von ihm angeheuerten Abenteuer vor Langeweile in den Ruinen zugrunde gingen.
    Der Dalish hätte nie erahnen können wie sehr er sich doch irrte.
    „Lass es uns einfach hinter uns bringen.“
    Kopfschüttelnd griff der Krieger nach einer der Fackeln, welche er zuvor gekauft hatte, zündete diese mit Hilfe jener an, die direkt neben dem Eingang zu finden waren und folgte der Zwergin auf Schritt und Tritt.
    Er nahm es zwar nicht wirklich ernst, doch war er vorsichtig genug um nicht wie ein unwissentlicher Esel direkt in eine Falle zu laufen. Wenn aber die kleine Frau es unverletzt bis zu der Truhe geschafft hatte, war zumindest dieser Weg sicher.
    Rûions Neugierde lag zwar von Beginn an eindeutig auf dem Tisch, doch kämpfte er mit sich und seiner elfischen Natur dem Drang des Anfassens zu unterbinden. Vorerst.
    „Spart eure Energie Durgen’len, ihr werdet sie brauchen. Ich helfe euch bei dieser Truhe.“
    Auch wenn er nicht glaubte daran etwas nützliches zu finden, schien der Lord doch schon unzählige andere Abenteuer in dieses Grab aus Stein geschickt zu haben. Deren Grab, nicht aber das seine. So viel war sicher.
    Selbstsicher grinsend packte der Elf seinen Hammer mit der noch freien Hand und nickte gen Truhe. Es gab nichts was Gewalt nicht öffnen konnte.
    Er drehte sich zu Dafny um ihr die Fackel in die Hand zu drücken, ließ sich dabei jedoch redlich Zeit.
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  8. #48 Reply With Quote
    Eala Frya Fresena  Jhonson's Avatar
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    „Lass es uns einfach hinter uns bringen“

    Was sollte es sein, der Tod?

    Gelegenheiten zum Sterben gab es sicherlich noch genug und Kaya hatte es damit wirkich nicht eilig.

    Was sollte auch groß in der Truhe sein, Lordchens Spielzeug ja wohl kaum. Die Truhe konnte ja nur Ablenkung sein und nur dazu dienen, dass sie ihre Kräfte schwächten und später Probleme bekamen. Und da sie nicht die ersten in dieser Ruine waren stellte sich die spannende Frage wer hier überhaupt Skelette wegräumt, Truhen schließt? Lord Geldsack hatte ihnen wohl nur einen kleinen Teil der Geschichte erzählt.

    „…helfe euch bei dieser Truhe“

    Kaya ließ ihn machen, sie hatte nicht das Gefühl das ihnen in diesem Raum eine tödliche Gefahr drohte und der Elf schien von der Sorte zu sein die nur durch Erfahrung überhaupt etwas lernen würden.

    Sie machte einen Schritt nach hinten, zwinkerte dem Templer zu, aktivierte ihre anhaltende Kraft Zauber-Irrlicht und wartete ab.
    Jhonson is offline Last edited by Jhonson; 09.05.2014 at 17:41.
  9. #49 Reply With Quote
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    Natürlich. Warum hatte er erneut gefragt? Aus dem Lord Händler war nichts weiter Nützliches heraus zu bekommen. Auch wenn Grayson das Gefühl hatte, dieser würde etwas verheimlichen. Aus diesem Grund vertraute er ihm auch nicht. Auf dem Weg hinab in die Tiefen spürte Grayson Magie, die gewirkt wurde. Ein rascher Blick zu Kaya zeigte, dass diese nicht die Verursacherin war. Als er seine Sinne ausstreckte, spürte er tief unter sich Magie pulsieren. Gut, das war natürlich klar. Nicht umsonst hatte
    der Lord diese Truppe so zusammen gestellt. Wer weiß, welche Gefahren hier auf sie lauern würde?

    Der Gang vor ihnen ging plötzlich in eine Halle über. Grayson sah, mit welcher akribischen Umsicht die Zwergin den Boden absuchte. Vermutlich nach verborgenen Fallen. Da sie bald darauf den Raum betrat, schien es keine zu geben. Sie machte sich, gefolgt von dem Elf auf dem Weg zu einer Truhe an der Wand. Ein Blick zur Magierin werfend, bemerkte er ihr Zwinkern, dass sie ihm zuwarf und sie einen Schritt zurück ging. Kurz darauf spürte er auch wieder das bekannte Gefühl von Magie, welches ihn streifte. Da diese keine Anstalten machte, den Raum zu betreten, tat Grayson den ersten Schritt und begab sich zu dem Tisch.

    Er begutachtete die Dinge, die darauf lagen, achtete aber streng darauf, nichts davon anzufassen. Man brauchte keine Hände dazu, die Augen alleine reichten aus. Würde er an einem der Gegenstände Magie entdecken?
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  10. #50 Reply With Quote
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    Dafny entdeckte eine Falle an der Truhe und das sie verschlossen war. Bevor sie die Falle jedoch entschärfen und das Schloss öffnen konnte, drückte Rûion der verdutzten Zwergin die Fackel in die Hand.

    Da keiner ihn aufhielt ließ der Elf den schweren Hammer auf die Truhe niedersausen. Mit lautem Krachen zerbrach die Truhe. Leider löste sich auch die Falle aus. Die Zwergin, die noch vor der Truhe hockte, wurde am rechten Arm verletzt. Der Elf wurde am rechten Bein verletzt. Beide Wunden bluten, aber es war nichts gebrochen.

    Die Fackel wurde von der Zwergin fallen gelassen und erlosch.

    Auf dem Tisch lag ein Blatt Papier. Daneben stand ein Tintenfass in dem sich eine Feder befand. Auf dem Papier stand folgendes: „Die Sonne trifft auf die Erde um Platz für den silbernen Mond zu machen.“
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  11. #51 Reply With Quote
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    Es ging so schnell, dass Dafny gar keine Zeit hatte, irgendwie zu reagieren. Sie war ganz darin vertieft, zu ergründen, wie sie diese Falle umgehen konnte. Sie hatte sogar schon eine sehr gute Idee und war zufrieden mit ihrem Genie. Und dann sah sie aus dem Augenwinkel nur, wie ein Hammer auf die Truhe zuraste. Bevor sie zur Seite springen konnte, spürte sie einen stechenden Schmerz an ihren Arm. Sie schrie laut auf und hielt sich die blutende Stelle. Mit Tränen in den Augen fiel sie auf ihren Pöter und brauchte nun erst mal einen kurzen Augenblick, um die Ursache von all dem Chaos zu ergründen.

    Es dauerte nicht lange, da wurde der Elf ein zweites Mal durchbohrt. Dieses Mal waren es die Blicke der Zwergin, die ihn wie zwei frisch gewetzte Dolche trafen. Sie atmete tief ein und aus, während die Tränen des Schmerzes aus ihren Augen verschwanden und blankem Zorn Platz machten. Langsam stand sie auf und ging auf den Zwerg zu, der mit einem blutenden Bein noch halb auf dem Boden lag. Sie ragte sich über ihn, während ihr Blick sogar noch finsterer wurde.

    Kurz entschlossen Griff sie an die Spitze seines elfischen rechten Ohrs und begann dran zu ziehen. "Hast du sie noch alle, du dämlicher, spitzohriger Elfen...arsch?! Willst du uns alle umbringen?!" Sie zog noch ein wenig fester. "Dass du einen Groll gegen Menschen hast, kann ich ja verstehen. Sie haben das so an sich. Aber ich bin eine Zwergin!!!" Sie sprach nun recht laut direkt in sein Ohr. "ZWER-GIN! Hörst du?! Klein, etwas rundlich, unter der Erde lebend. Ich hab mit der ganzen Geschichte nichts zu tun! Wenn du wen umbringen willst, such dir wen anders!" Sie ließ ihn los, während sie nun zum wichtigen Teil ihrer Rede ansetzte.
    "Truhen enthalten erstens zum Teil wertvolle ZER-BRECH-LICHE Gegenstände. Wenn man da mit 'nem Hammer drauf haut, dann sind sie kaputt! Nix wertvoll! Zweitens wollen die meisten nicht, dass man an ihre wertvollen Gegestände ran kommt. Sie schließen ihre Truhen nicht nur ab, sondern versehen sei auch mit Fallen. Die können auch explodieren, wenn man unvorsichtig sind und dann sind alle tot. Auch nix wertvoll." Sie schnaufte. "Und drittens ... ist es einfach plump und blöd, da so mit 'nem Hammer draufzuhauen."

    Sie stapfte vor Wut auf. "Schleichen und tüfteln. ... Das ist der Weg. So kommt man an die zerbrechlichen Teile, die einen reich machen. Nicht wie ein ... wie ein ... wie ein betrunkener Bronto den dicken Hintern auf die Truhe fallen lassen!" Erst jetzt spürte sie wieder den Schmerz in ihrem Arm. "Und verdammte scheiße, und das schwöre ich bei den Paragons ... wenn du noch ein Mal mich in deine ... verdammte Scheiße ... mit rein ziehts, dann Gnade dir dein elfischer Klimbim, oder was ihr auch immer habt, dann werde ich dir ... dann werde ich dir deine spitzen Ohren so verlängern, dass du sie dir ein Mal um den Kopf wickeln kannst!"

    Sie hielt sich den Arm und beschloss, sich zum weiteren Wundenlecken wieder bequemer hinzusetzen.
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  12. #52 Reply With Quote
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    [Bild: R_ion_avatar.png]Irgendwie hatte sich das Rûion ganz anders vorgestellt.
    Er, der entgegenkommende Elf, mit dem Hammer in der Hand und neben der geöffneten Truhe stehend. Was hätte auch schon passieren sollen? Es war eine einfache Truhe, nichts Besonderes. Fallen, im ersten Raum der Ruine, die noch niemand vor ihnen ausgelöst hatte? Unwahrscheinlich.
    Doch er hatte sich geirrt, gänzlich und ausnahmslos geirrt.
    „Dur-“
    Nicht einmal mehr im Stande ein Wort von sich zu geben, kaum dass er seine Stimme wiedergefunden hatte, wurde er grob am Ohr gepackt.
    Damit hatte er ebenso wenig gerechnet, musste er sich mit verzogenem Gesicht eingestehen.
    Es war schwer den aufgebrachten Worten der kleinen Frau zu folgen, erinnerte ihn ihre Stimmlage doch eher an die Krähen, welche Nachts im Lager der Dalish ihr Unwesen trieben. Verstanden hatte er sie aber ohnehin kaum, konnte er sich doch nicht einmal erklären was all das mit irgendeinem Groll auf Menschen zu tun haben sollte. Den er nicht einmal hegte.
    Das die kleine Dolchschwingerin eine Zwergin war, war ihm dagegen bereits von Beginn an aufgefallen.

    Doch die Erlösung folgte sogleich, was dem Elfen erlaubte sich seinem dröhnenden Schädel zu widmen. Die Hand hebend und damit sein schmerzendes Ohr reibend, presste er den Handballen gegen die Schläfe, um das Pochen irgendwie zu reduzieren, welches in seinem Schädel widerhallte. Innerlich kämpfend, wanderten die Augen des Kriegers zu seinem Bein herunter, welches mindestens ebenso schmerzte wie sein Kopf. Irgendetwas hatte ihn erwischt, genau an der Stelle wo die schützenden Platten seiner Stiefel endeten, nicht weit über dem Knie. Doch so sehr er sich auch auf die Wunde konzentrieren wollte, um zu untersuchen wie schlimm es wohl sein mochte, so wenig gelang es ihm. Das Krächzen der Krähen aus seiner Erinnerung wollte nicht verklingen, die Schmerzen, welche von diesem ausgelöst wurden nicht verschwinden.

    Dann wurde es still. Mit einem Mal kehrte sie wieder, die beruhigende Stille.
    Rûion hob leicht den Kopf, änderte seine Sitzposition dabei jedoch nur gering und stellte fest, dass sich die Zwergin ebenfalls wieder auf dem Boden befand. Fragend blickte er sie an, doch dauerte es nicht einmal einen Moment bis er bemerkte, dass auch sie verletzt war. Verletzt durch sein unüberlegtes Handeln. Vielleicht auch gar nicht so unüberlegt wie gedacht, doch eindeutig leichtfertig.

    Die Stille vermochte er nicht zu deuten, welche in diesem Augenblick herrschte, nachdem sie ihm zuvor so grob an dem Ohr gezerrt hatte. Hatte sie etwa noch etwas gesagt? Er überlegte, kam jedoch zu dem Entschluss das dies wohl nicht der Fall gewesen war und entschied seine Stimme zu erheben, die Schuld in ihr mitklingend.
    „Verzeiht ... Ich wollte nicht, dass ihr verletzt werdet, Durgen’len.“
    Er hatte es zu verantworten. Es mochte nicht besonders schlimm gewesen sein, ebenso wenig wie er noch etwas daran hätte ändern können. Doch eines war sicher: Er würde dafür Sorge tragen, dass der kleinen Frau nicht noch einmal etwas wegen ihm zustieß.

    Seufzend schüttelte der Dalish den Kopf, tastete nach der Wunde an seinem Bein und überlegte, ob es ihn auf den weiteren Weg behindern würde.
    BlackShial is offline Last edited by BlackShial; 16.05.2014 at 18:06.
  13. #53 Reply With Quote
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    Kaya war überrascht das Templerlein nicht versuchte das Chaos zu verhindern. Das konnte für Verstand, Führungsstärke, Dummheit, Unsicherheit oder Unaufmerksamkeit stehen. Es dürfte interessant sein herauszufinden was davon zutraf.

    Wahrscheinlich hatte er aber einfach nicht so weit gedacht, das gehört schließlich nicht zu den Eigenschaften die für einen Wachhunden nützlich sind.

    So kam es wie es kommen musste und der Elf löste die Falle aus. Die Standpauke der Zwergin war dagegen unerwartet und köstlich. Kaya amüsierte sich prächtig, so viel Spaß hatte sie schon seit ein paar Wochen nicht mehr gehabt.

    Die Wunden waren auch nur kleine Fleischwunden, kein Grund sich Sorgen zu machen. Sie war zwar keine ausgebildete Heilerin, aber mit Schmerzen und Verletzungen kannte sie sich aus, schließlich war sie bei der Roten Hand für die Befragungen zuständig gewesen.

    „Verzeiht ... Ich wollte nicht, dass ihr verletzt werdet, Durgen’len.“

    Am jämmerlich weinerlichen Tonfall wurde klar, dass er tatsächlich was gelernt hatte. Ob der Kirchenbruder wohl genug Verstand hatte den Elf jetzt nicht weiter zu demütigen?

    Sie stellte sich zu dem Templer und betrachtete interessiert die Dinge auf dem Tisch. Die Notiz war ganz klar ein Hinweis.

    „Die Sonne trifft auf die Erde um Platz für den silbernen Mond zu machen“ las sie laut vor und fuhr fort „wir haben hier drei Türen und eine ist im Westen. Jemand möchte wohl das wir diese Richtung einschlagen!“
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    The Fallen  Emerahl's Avatar
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    „Die Sonne trifft auf die Erde um Platz für den silbernen Mond zu machen.“ Grayson gelang es gerade noch, diesen einen Satz zu lesen, als auch schon ein ohrenbetäubender Knall zu hören war. Sein Kopf flog zu der Ursache herum. Dort sah er die Zwergin und den Dalish. Beiden stand der Schock ins Gesicht geschrieben und sie schienen verletzt zu sein. Im ersten Moment dachte Grayson, dass die Zwergin im Fallen entschärfen doch nicht so gut sei, wie sie behauptete, doch ließ er den Gedanken nicht zu. Als jedoch die Zwergin ausflippte und anfing den Dalish zu beschimpfen, fiel es ihm wie Schuppen vor die Augen: Der Dalish hatte versucht, die Truhe mit roher Gewalt zu öffnen. Was vollkommen daneben ging.

    Und er, Grayson, hatte versagt, da er ihn nicht daran gehindert hatte. Er hatte schlicht nicht daran gedacht, dass der Elf vielleicht gar nicht wusste, was einen erwartete mit Fallen versehenen Truhen und nun musste er es am eigenen Leib erfahren. Schlimmer noch, sie hätten beide drauf gehen können. Graysons Zweifel erwachten langsam erneut. Vielleicht war es doch keine gute Idee gewesen, an dieser Exkursion teil zu nehmen. Schließlich war es noch nicht lange her, als er einen ganzen Trupp fähiger Templer verloren hatte. Und sein aktueller Trupp war einfach nur ein zusammengewürfelter Haufen von mehr oder weniger fähigen Gestalten. Das ein oder andere Scharmützel hatten sie mit Sicherheit schon überstanden. Jedoch war keiner von ihnen disziplinarisch wie ein Templer ausgebildet. Konnte Grayson dies ausgleichen?

    Zumindest schien der Dalish aus seinem Fehler gelernt zu haben, denn er entschuldigte sich reumütig bei der Zwergendame. „Verzeiht ... Ich wollte nicht, dass ihr verletzt werdet, Durgen’len.“

    Inzwischen war die Magierin an seine Seite getreten. „Die Sonne trifft auf die Erde um Platz für den silbernen Mond zu machen“ las nun auch sie laut vor und fuhr fort „wir haben hier drei Türen und eine ist im Westen. Jemand möchte wohl das wir diese Richtung einschlagen!“

    Nun blickte Grayson doch zu ihr und sprach: "Bevor wir dies tun, Magierin, werde ich mich um die Wunden unserer Gefährten kümmern. Auch wenn sie nicht so schlimm aussehen, kann es sich dennoch böse entzünden, wenn wir nicht rechtzeitig darauf reagieren." So ging er rasch zu den beiden Verletzten, ließ seinen Rucksack neben ihnen auf den Boden gleiten und sich selbst dazu. Er öffnete diesen und kramte die Wundumschläge heraus. Geschickt reinigte er die Wunden und verband sie anschließend. "Verzeiht, dass ich versagt habe und euch nicht vor dem Schaden bewahrt habe. Meine Pflicht als euer Führer wäre gewesen, vorausschauend zu planen und nochmals auf die Gefahren hier unten einzugehen. Dies habe ich versäumt und durch meine Schuld seid ihr Beide nun verletzt." Grayson wartete keine Antwort ab, sondern erhob sich, ging ein paar Schritte und ließ sich auf seine Knie sinken.


    Mein Erschaffer, richte mich ganz:
    Finde Gefallen an mir in deiner Anmut
    Berühre mich mit Feuer, sodass ich gereinigt werde
    Sage mir, ich habe zu Deinem Gefallen gesungen


    -- excerpt aus dem Gesang des Lichts, Transfigurationen 12:1-6
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    "Bevor wir dies tun, Magierin, werde ich mich um die Wunden unserer Gefährten kümmern …“

    Sah er sie bei den Worten etwa strafend an? Und ihr Erstaunen ging noch weiter, als er sich vor die beiden gleiten ließ. Was sollte das denn jetzt werden und er bat auch noch um Verzeihung. Also hatte er die Katastrophe doch nicht vorausgesehen der Herr Anführer und nutzte auch nicht die gute Gelegenheit sich als starker Anführer zu präsentieren, klar zu machen das man in Zukunft auf seine Anweisungen warten solle. Mit der Geste der Unterwerfung machte er doch nur deutlich das er schwach war! Vielleicht hätte sie sich auch von der ungefährlichen Falle verletzen lassen sollen, dann würde er bestimmt ihren Rucksack tragen.

    Schon als Kind hatte sie es geliebt die eingesperrten Tiere in der Menagerie des Waisenhauses und später die Menschen in den Straßen von Antivia zu beobachten. Sie konnte Stunden damit verbringen und die Situation erinnerte sie an die glücklichen Momente ihrer Vergangenheit. Sie entfernte sich ein paar Meter von dem Tisch und ließ sich auch auf den Boden nieder.

    Kaya begann mit einem Fadenspiel um sich die Zeit zu vertreiben und beobachte ohne äußere Regung das Geschehen, aber als er anfing aus dem Gesang des Lichts zu zitieren warf sie der Zwergin doch einen verzweifelten Blick zu. Dafny wäre eigentlich die idiale Anführerin für eine Expedition in ein Verließ mit lauter Fallen. Leider gehörten die beiden Männer wohl nicht zu einer logisch denkenden Spezies!

    Ein Wort von ihr und Grayson würde ausrasten, das spürte sie sehr deutlich, von daher konnte sie wohl nur abwarten. Sie wollte ihn ja eigentlich nicht töten, wenigstens nicht jetzt, und als Templer sollte er eigentlich mit der Waffe umgehen können und würde somit noch nützlich sein.
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    Dafnys Wut verrauchte so schnell, wie sie im wahrsten Sinne des Wortes eingeschlagen war. Als der Templer sich um ihre Wunde kümmerte und der Schmerz langsam nachließ, war sie dazu in der Lage, die Entschuldigung des Elfen zu hören und auch anzunehmen. Zunächst aber wunderte sie sich über die Worte, die über die Lippen des Templers kamen. Das exzessive Gebete verwunderte sie sehr, war die Situation ja eigentlich nicht so schlimm, wie sie zerknirscht feststellte. Sie war den Elfen ganz schön angegangen. Und es war auch dumm, was er getan hatte. Sie hatte sich so erschrocken und wurde so aus ihrer Welt rausgerissen, dass sie einfach wütend gewesen war.

    Sie ließ den Templer ausbeten. Wenn es ihm half. Sie blieb aber still und murmelte nur am Ende seines Gebets "vielen Dank". Dann ging sie zum Elfen, der immer noch auf dem Boden saß. Sie streckte die Hand aus, weil sie ihm auf helfen wollte - mit dem gesunden Arm. "Schon gut, aber bitte, bitte, bitte ... tu so etwas nie wieder. Und wenn doch, dann achte darauf, ob ne Zwergin in der Nähe ist." Sie versuchte sich an einem schiefen Lächeln. Und dann sprach sie noch etwas lauter in den Raum hinein: "Richtung Westen klingt gut."
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  17. #57 Reply With Quote
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    [Bild: R_ion_avatar.png]Dem Krieger wäre die Kinnlade heruntergeklappt, wenn sie denn nicht angewachsen gewesen wäre. Einzig und allein durch seinen ungläubigen Blick konnte er seine Verwunderung - ja sogar Entsetzen - deutlich machen, wenn auch nicht beabsichtigt. Vielleicht hatte die Zwergin sein Ohr gänzlich verletzt, als sie daran herumgezerrt hatte wie ein wilder Wolf, denn es schien ihm das er sich verhört haben musste. Das Krächzen war es nicht mehr, auf das er es hätte schieben können, denn immerhin hatte er die Worte des Templers doch deutlich vernommen. Zumindest dachte er es, zweifelte aber in einem gewissen Maße noch daran.

    Sonderbarer Shem, dieser Kerl in Rüstung. Noch bevor es Rûion möglich war zu erfragen, was dieser mit seinen Worten gemeint hatte, wand sich der Schildträger ab und hockte sich hin, um dann irgendwas zu erzählen, von dem der Dalish nicht einmal die Hälfte verstand.
    Waren diese Worte noch immer an die beiden Verletzen gerichtet oder redete der Shem nur mit sich selbst?
    Eine weitere Frage, die Rûion nicht hatte stellen können, da seine Aufmerksamkeit bereits auf etwas Anderes gezogen wurde. Auf die Zwerg, um genau zu sein, die sich erhoben hatte und ihm die Hand hinhielt.

    Er zögerte einen Moment, griff dann jedoch nach der Hand der kleinen Dame und lies sich aufhelfen, mit prüfenden Blick auf sein verletztes Bein und den Verband darum. Der Shem schien Erfahrung damit zu haben, behinderte die Verletzung den Elfen so gut wie kaum in seinen Bewegungen.
    „Ma serannas ...“
    Zögerlich sprach er, drehte sich bei dieser Aussage jedoch teilweise zu dem selbsternannten Führer herum, um anzudeuten dass er diesen, ebenso wie die Zwergin damit ansprach.
    Mit verzogener Mine beugte sich der spitzohrige Krieger herab, um seinen Hammer und die Fackel aufzugehen, beide durch die Überraschung der ausgelösten Falle wegen aus den Händen verloren.
    Die Fackel, ob sie sich noch einmal anzünden ließe?

    Doch weit kam er mit seinen Gedanken nicht, fuhr er der Worte der Anderen wegen herum und blickte wild zwischen ihnen hin und her.
    „Einen Moment! ... Ich löse Probleme zwar lieber mit Kraft als mit Köpfchen, aber nicht einmal ich würde gedankenlos irgendeiner Nachricht folgen, die so offensichtlich platziert wurde, dass wir sie auch ja nicht übersehen.“
    Zweifel, wie es eben bei Dalish so üblich war. Zweifel daran, ob es wirklich klug war so etwas zu tun. Es hätte eine Falle sein können. Etwas, von dem der Elf eigentlich genug für einen Tag hatte.
    Kopfschüttelnd drehte er sich zu der Shemfrau herum und gestikulierte wirr mit er freien Hand, dass er es nicht gut fand wie alle so bereitwillig nach Westen gehen wollten.
    „Vor allem nicht, wenn es hier tatsächlich einen ‚Jemand‘ gibt.“
    Aber was hätte er schon tun sollen? Die Drei gehen lassen und allein zurückbleiben? Oder gar noch schlimmer, sich allein in eine andere Richtung bewegen? Die Wahl hatte der Dalish am Ende ohnehin nicht, wollte er sich für seinen Fehler doch bei der Zwergin revanchieren und musste deshalb auch in ihrer Nähe bleiben.

    Sie waren verloren ...

    Es lag also an ihm und seiner unermesslichen Kampfkraft - wie er sie selbst einschätzte - sich durch all die Fallen zu schlagen, in die die Gruppe mit ihrer Naivität laufen würde.
    Da sollte noch einmal jemand behaupten Dalisch wären diejenigen, die naiv waren ...
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  18. #58 Reply With Quote
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    Grayson spürte, wie ihn die Macht des Glaubens durchfloss. Seine Anspannung ließ nach und er konnte sich wieder auf seine Umgebung konzentrieren. Das Danke der Zwergendame konnte er kaum hören, doch an ihrem Blick erkannte er es. Auch der Elf dankte ihm. "Das ist das Mindeste, was ich tun konnte", sagte Grayson zu Beiden.

    "Richtung Westen klingt gut." sprach die Zwergin. „Einen Moment! ... Ich löse Probleme zwar lieber mit Kraft als mit Köpfchen, aber nicht einmal ich würde gedankenlos irgendeiner Nachricht folgen, die so offensichtlich platziert wurde, dass wir sie auch ja nicht übersehen" widersprach der Elf und fügte hinzu: „Vor allem nicht, wenn es hier tatsächlich einen ‚Jemand‘ gibt.“

    "Ich stimme Rûion zu, er hat nicht unrecht. Auch ich habe meine Zweifel, dass das eine kluge Idee wäre, diesen Weg zu wählen. Beim Erbauer, ich frage mich, ob nicht alles eine Farce war, was uns der Händler erzählt hat? Gibt es diesen Schatz wirklich oder steckt gar er hinter diesem ganzen Spiel?" An die Zwergendame gewandt: Dafny, sagt an, Ihr kennt Euch doch gut mit Fallen aus. Ist es möglich, dass eine Falle, sollte sie einmal entschärft worden sein, sich wieder selbst aktiviert?" Zur
    Magierin sagte er: "Kaya, spürt Ihr hier eine andere Magie außer Eurer eigenen? Denn ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich nur Eure spüre oder ob da noch etwas Anderes ist."

    Nein, Grayson würde nicht wieder den Fehler begehen und seine Gruppe unachtsam in den Tod führen. Er musste seine Gefährten dazu bringen, ihre Sinne und Verstand zu nutzen, dann konnten sie auch die Muskelkraft des Elfs sinnvoll einsetzen.
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  19. #59 Reply With Quote
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    Dafny war erstaunt über so viel Misstrauen einem klassischen Rätsel gegenüber. Langsam fragte sie sich, ob es nicht ein Fehler gewesen war, mit dieser Gruppe in die Höhle zu gehen. Einmal grundsätzlich, weil sie diesem Lord nicht vertraute. Und dann prinzipiell, weil sie nicht mit so viel ... naiver Unschuld innerhalb der Gruppe gerechnet hatte. Der Eine ließ lieber seinen Hammer sprechen. Der Andere hatte scheinbar keine Ahnung, wie so ein klassisches Suchspiel funktionierte.

    Sie seufzte. "Nein, Fallen aktivieren sich nicht von alleine einfach wieder. Und sollte ich jemals eine entwickeln, werde ich damit stinkend reich werden." Sie geriet innerlich ins Träumen und ins Tüfteln. Das verlieh ihr für einen kurzen Zeitpunkt einen recht abwesenden Blick, sie fing sich aber schnell wieder. "Mal ehrlich ... ich denke Ihr denkt zu kompliziert ... was komisch ist." Nun sprach sie zum Elfen gewandt. "Wieso habt ihr bei einem einfachen Zettel mit Rätseln Bedenken, aber keine Probleme damit, einfach so auf ne Truhe zu hauen, was sonstwas auslösen kann?" Es war kein Vorwurf in ihrer Stimme. Einfach nur ... Neugier? Vielleicht ein wenig Verwunderung. Sie konnte zwar die Magierin noch nicht wirklich einschätzen. Aber ihr Instinkt sagt ihr, dass der Erfolg dieser Aufgabe von den beiden abhängen würde.
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  20. #60 Reply With Quote
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    "Kaya, spürt Ihr hier eine andere Magie außer Eurer eigenen? Denn ich bin mir nicht sicher, ob ich tatsächlich nur Eure spüre oder ob da noch etwas Anderes ist."

    Kaya beschäftigte sich weiterhin mit ihrem Fadenspiel und sah nur kurz zu Grayson hin. Das sie für Magie viel empfänglicher war als er war selbstverständlich klar, aber sie konnte es nicht wirklich in Worte fassen um was für eine Art Magie es sich handelte. So etwas war Kaya noch nie untergekommen, aber natürlich würde sie das nie zugeben.

    „Ja an diesem Ort ist tatsächlich Magie am Werk. Alte Magie, sehr alt“ bei einem Ort wie diesem war das eine sinnvolle Annahme und das Gegenteil konnte sowieso niemand beweisen „es ist keine Magie die in den Zirkeln gelehrt wird“ sollte er doch ruhig denken das es sich um verbotene Magie handelt, dass konnte seiner Aufmerksamkeit nur gut tun.

    Sie setzte ihr Spiel gelangweilt fort „als Kinder haben wir in Antivia etwas Ähnliches gespielt wie mit diesem Zettel, kleine Rätsel die einem zu bestimmten Orten schickten. Wenn man den Anweisungen nicht folgt hat man keine Chance den Gewinn einzustreichen“ das war tatsächlich wahr, nur halt nicht so harmlos wie es jetzt klang. Wenn man damals einen Fehler machte konnte man im Bordellviertel, Abwasserkanälen oder als Leiche im Fluss landen.

    Auch ohne die Bestätigung von der Zwergin sollte doch jedem klar gewesen sein das sich Fallen nicht von alleine aktivieren können. Ob nun Magie oder ein Lebewesen dafür verantwortlich war irgendjemand oder etwas hatte die Falle, seit die letzte Abenteurergruppe ihr Glück versucht hatte, aktiviert und hier aufgeräumt.

    Kaya beendete ihr Spiel und sah ihre Begleiter an "habt ihr euch schon mal die Fackeln am Eingang angesehen? Die Flammen flackern nicht obwohl der Eingang in der Nähe ist!"
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