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Allgemeines Brettspielgeplauder

  1. #61 Reply With Quote
    Lehrling
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    Oct 2014
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    Kann jemand was zu "Die Zwerge" sagen? Ich mach mir ja gerne selber alles schön und irgendwie überlege ich noch, wie ich die lieblosen Holzblöcke mit Fantasyfiguren austausche und welche ich dafür nehme. Ich hab ja das Herr der Ringe Risiko hier rumfliegen, habe schon mal gedacht die Figuren dafür zu nutzen.
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  2. #62 Reply With Quote
    Lehrling Puris's Avatar
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    Dec 2014
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    Das letzte Brettspiel, welches ich mir als letztes gekauft habe ist "Kingdom Builder". Ich bin aber leider noch nicht dazu gekommen es auszuprobieren, obwohl mir aus meinem Bekanntenkreis gesagt wurde, dass es sehr spaßig sein soll. Gespielt habe ich als letztes "Space Hulk", welches sehr amüsant ist, aber noch interessanter für Leute ist, welche sich mit Warhammer 40k beschäftigen.
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  3. #63 Reply With Quote
    Drachentöter Vertaler's Avatar
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    Sep 2006
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    Ganz kurz: hab nun Terra Mystica. Bin nach bisher 4 Partien noch begeistert. Interessante Spielmechaniken, die gut zusammenpassen (nicht zu viel [vgl. Village], nicht zu wenig), okaye Spieldauer (ca. 1,5 bis 2,5 Stunden), sehr hoher Wiederspielwert.

    Ein wirklich schönes Eurogame mit Fantasyszenario. Kann die letzten zwei Wochen an wenig anderes denken. Mal sehen, wann es seinen Reiz verliert.
    Es entsteht immer wieder Anlass zu vorsichtiger Lebensfreude, wenn man sich vor Augen hält, was es alles nicht gibt und was es daher vielleicht auch niemals geben wird.

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  4. #64 Reply With Quote
    Forentroll  Harbinger's Avatar
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    Jul 2003
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    Ein wirklich schönes Eurogame mit Fantasyszenario. Kann die letzten zwei Wochen an wenig anderes denken. Mal sehen, wann es seinen Reiz verliert.
    Ist die Begeisterung immer noch so groß? Bzw. hast du's seit unserer Partie letztens nochmal gespielt?

    Kleines Roundup meinerseits... Vielleicht auch etwas größer. Ich versuch mal, mich alphabetisch durchzuschlagen aber ich vergesse wahrscheinlich eh die Hälfte.

    300: The Board Game

    Drei Spiele hab ich inzwischen unter dem Gürtel und alle drei habe ich mit Pauken und Trompeten verloren. Mal wieder so ein Spiel, in dem ich einfach sauschlecht bin. Aber es gefällt immer noch. Spielt sich locker in dreißig Minuten und die bloße Brutalität des Schlachtengetümmels (Leonidas überlebt die zweite Runde nur selten...) macht viel Laune. Ich bin doch eher angetan, auch wenn's natürlich ziemlich dumpf ist, die Perser sich eher auf Autopilot spielen und Glück quasi alles bestimmt.

    A Few Acres Of Snow

    Nach der Veröffentlichung die große neue Karten-Wargame-Hoffnung hat das Enttarnen des "Halifax Hammer"-Exploits (den ich so nach wie vor nicht ganz nachvollziehen kann) dem Image des Spiels einen ziemlichen Knick verpasst. Ich hab inzwischen zwei Runden hinter mir, einmal Briten, einmal Franzosen, beide Male gewonnen (als Brite nach Punkten, als Franzose durch Eroberung Bostons). Ich mag das Spiel, auch wenn ich das Gefühl habe, dass es nicht so besonders viel Freiheit bietet. Ich will nicht sagen, dass die Auswahl der Imperiumskarten zu gering ist, aber es ist doch immer relativ offensichtlich, was man als nächstes kaufen sollte. Bin mal gespannt, ob "Mythotopia" das etwas variabler angeht. Darf aber bleiben, ich hab ganz gut Lust, es demnächst wieder zu spielen, zumal es auch recht flott geht.

    Agent Hunter

    "Love Letter" für zwei? Nicht wirklich, aber doch ein ähnlich geartetes deduktives Minispiel. Glück spielt sicher eine große Rolle, wenn eines meiner Safehouses eine drei ist und der Gegner auf gut Glück mal eine drei drauf spielt, kann ich deduktiv noch so überlegen sein, das Ding fällt einfach. Trotzdem eine nette Mischung aus Bluffspiel und Deduktion, die auch noch schnell geht. Zwar glaube ich, dass man das Ding nur schwer noch drehen kann, wenn man direkt am Anfang ins Hintertreffen gerät, aber dieses Gefühl, wenn der Gegner bei einer 50/50-Chance, jetzt die richtige Karte zu spielen, falsch rät, ist nur schwer zu übertreffen

    Altaria: Clash Of Dimensions

    Relativ abstraktes Squad-Combat-Spiel für zwei, das zwar symmetrisch sein kann (jeder Spieler hat ein identisches Deck von zehn verschiedenen Charakteren), aber nicht sein muss (davon sind pro Spiel nur drei auf dem Brett). Nach dem Lesen der Regeln war ich total überfahren. Ich hab die Grundkonzepte zwar verstanden, aber mir war völlig schleierhaft, wie da ein Spiel draus werden soll. Während des ersten Spiels klickte es dann aber gewaltigt. Was nicht heißen soll, dass die Züge locker flockig von der Hand gingen. Ganz im Gegenteil. Wie bei allen Perfect-Information-Spielen bestand nach dem Verstehen des Spiels der Hauptteil jedes Zuges daraus, die nächsten drei bis vier Aktionen durchzurechnen, um ja keinen Fehler zu machen. "Altaria" ist ein extrem strategisches Spiel, das gute Züge belohnt, die zu finden kann aber lange dauern. Ist das gut? Ich weiß nicht. Ich will's definitiv noch mal ausprobieren.

    Babel

    Holy fuck... Uwe Rosenberg gilt ja doch eigentlich eher als Designer von wenig konfrontativen Spielen. Aber "Babel"... Wow. "Babel" ist anders. Es klingt so friedlich, eigentlich baut man nur antike Tempel um die Wette. Da man aber nicht nur Tempel des Gegners stehlen und/oder einreißen kann, sondern mehr oder weniger dazu angehalten wird, das auf jeden Fall zu tun, weil man ansonsten eh direkt einpacken kann, wird die Sache sehr schnell sehr... böse. Cooles Spiel, aber definitiv nichts für schwache Nerven oder Leute, die auf friedliches Miteinander stehen. Hier steckt Hass in der Box.

    Die Baumeister: Mittelalter

    Sieht hübsch aus, kommt in einer sehr portablen Metalldose und spielt sich schnell. Viel mehr fällt mir dazu echt nicht ein. Die eine Runde, die ich spielte, ging gut von der Hand aber ich kann mich quasi überhaupt nicht daran erinnern. War aber auch am Ende eines Spielabends und der Whisky hatte da schon seine Wirkung entfaltet, also entweder lag's daran, oder "Die Baumeister" ist alles andere als aufregend.

    City Of Remnants

    Die Mechanikenliste auf BGG liest sich äußerst beeindruckend. City building, area control, worker placement, deckbuilding, auctions, etc. pp. Interessanterweise fügt sich das alles sogar zu einem relativ kohärenten Ganzen zusammen. Ein paar eher clunkige Auswüchse gibt's da aber. Das ständige Kartenziehen der gelben Gang beispielsweise, oder die merkwürdige Auktionsregel... Noch dazu kann eine Runde sich ziemlich lange hin ziehen. Zu zweit brauchten wir etwa zweieinhalb Stunden, zu viert um die vier. Ist "City of Remnants" trotzdem gut? Möglicherweise. Die beiden Runden, die ich gespielt habe, haben jedenfalls Spaß gemacht und fühlten sich die ganze Zeit über tense und involvierend an. Trotzdem verspüre ich keine so wahnsinnig große Lust, es jetzt direkt wieder zu spielen. Wieso genau kann ich nicht sagen, vielleicht wegen der langen Spielzeit, vielleicht wegen den etwas sperrigeren Mechanikanwandlungen. Ein definitives Urteil wird noch auf sich warten lassen müssen.

    Colt Express

    Programmierungsspiele machen ja eh immer viel Laune. Dass so etwas auch in einem Westernsetting funktioniert, hätte ich vorher nicht unbedingt gedacht. Aber es klappt. "Colt Express" spielt sich schnell, brutal und vor allem extrem lustig, gerade dann, wenn man mal wieder falsch gedacht hat, oder ein unvorhergesehener Tunnel ALLES kaputt macht, was man sich mühsam zurechtgelegt hatte, weil man ja plötzlich doch ganz anders steht, als man dachte. Und warum zum Teufel klettere ich eigentlich vom Dach runter, wenn ich genau weiß, dass der Marshall unter mir ist? Fragen über Fragen. Es ist nicht ganz so wahnwitzig wie "RoboRally" in seinen besten Augenblicken, aber dafür kann man die Spieldauer besser abschätzen und ist nicht ganz so sehr dem Kartenglück unterworfen. Nicht übel.

    Cosmic Encounter

    Neben meiner gepimpten Avalon Hill-Version habe ich jetzt auch mal die neue von FFG/Heidelberger gespielt. Prinzipiell ändert sich nicht viel am Spiel, es gibt nur viel viel viel viel mehr Variabilität und keiner muss/darf mehr der Muschelmann sein. Was die Manöverkarten angeht bin ich nicht ganz sicher, durch die wurde unsere Runde von den normalen 45 Minuten auf beinahe zwei Stunden aufgeblasen, aber einige Mitspieler haben sich auch ordentlich Zeit gelassen. Ich mag "Cosmic Encounter" inzwischen echt gerne, vielleicht verticke ich das AH-Ding sogar bei Zeiten mal und lege mir die neue Version zu. Gute Sache.

    Coup: Guatemala 1954

    *seufz* Bislang leider nicht besser geworden. Die Probleme, die ich im Vorpost ansprach, bleiben bestehen...

    Die Säulen der Erde: Duell der Baumeister

    Merkwürdiges Spiel. Area control worker placement autkions Geschicklichkeitsspiel? Äh... vielleicht. Der Teil mit dem Flippen der Sigel ist ganz cool, wenn auch irgendwie fehl am Platz. Ansonsten thematisch nicht besonders tief und das coole System mit den ausgelegten Markern krankt etwas daran, dass die möglichen Aktionen nicht so besonders spannend sind. Ich würde mich als eher positiv dem Spiel gegenüber bezeichnen, aber um mich da definitiv festzulegen, müsste ich es noch öfter ausprobieren.

    Die Schlacht der fünf Heere

    Mini-"Der Ringkrieg" für zwei. Naja, so klein auch wieder nicht. Die 60 Minuten, die auf der Box stehen, schafft man nur schwer. Meine beiden bisherigen Runden haben jeweils eher so drei Stunden gedauert. Aber es waren drei interessante Stunden, angefüllt mit coolen Situationen, harten taktischen Entscheidungen und netten Überraschungen, die den Spielern viel Flexibilität abverlangen. Und verdammt, ist Beorn eine coole Miniatur und noch dazu ein cooler Charakter. Hallo? Der nimmt einfach alles auseinander. Schade, dass man ihn nur so spärlich einsetzen kann. Definitiv ein cooles Spiel. Besser als "Der Ringkrieg"? Vielleicht. Auf jeden Fall gestreamlineter und schneller. Dafür natürlich thematisch nicht so reich und einfach nicht so "grandios" wie der große Bruder. Aber ich mag es wirklich gerne.

    Die Schlösser des König Ludwig

    Alle waren traurig, als wir plötzlich merkten "Oh, die Karten sind fast alle, das heißt, das Spiel endet gleich". Endwertung? Fuck that, ich will mein Schloss bauen, wen interessieren die blöden Punkte? Gefällt mir besser als "Suburbia". Funktioniert ähnlich, hat aber einen interessanten anderen Interaktionslevel und sieht viel viel viel besser aus. Man sollte es nur nicht spielen um zu gewinnen. Einfach nur ein cooles Schloss bauen und Spaß dran haben, das sollte reichen.

    Doomtown: Reloaded

    Wow. WOW. WOW, WOW, WOW. Ich liebe dieses Spiel. Ich bin ja eigentlich überhaupt kein CCG/TCG/LCG-Fan, aber dem "Deadlands"-Universum bin ich doch relativ zugetan, also dachte ich mir, kann ich auch mal mein Glück versuchen. Fazit: Ich hab mir die Basisbox inzwischen zweimal gekauft und zusätzlich noch alle bislang verfügbaren Erweiterungen, habe das Spiel in den letzten ~zwei Monaten, die ich es inzwischen besitze, garantiert über zwanzig Mal gespielt. Mein erstes eigenes Deck ist auch schon länger gebaut und spielt sich sehr ordentlich und das, obwohl ich mit Deckbau und so nie besonders gut klar gekommen bin. "Doomtown: Reloaded" ist so ein wundervoll brutales, schnelles, taktisches Spiel, bei dem jeder Fehler eine vorzeitige Niederlage bedeuten könnte. Es ist nicht einfach zu lernen und/oder zu erklären (wobei das mitgelieferte Tutorial schon sehr hilft) und selbst wenn man schon einige Spiele hinter sich hat, durchschaut man neue Dinge, die einem so bislang noch nicht klar waren. Aber Hölle noch eins, macht das Laune. Der großartige Theme ist da nur noch das Sahnehäubchen. "Doomtown: Reloaded" ist das beste Spiel des Jahres 2014 und befindet sich auch in meiner persönlichen Topliste ganz, GANZ weit oben. Vielleicht muss die 9.5, die ich dem Spiel inzwischen auf BGG gegeben habe, doch noch nach oben korrigiert werden...

    Duel Of Ages II

    Hex-and-Counter-Wargame mit zweifelhaftem Artwork, einem wahnwitzigen Regelwust, viel Freiheit und vielen Gelegenheiten für coole Augenblicke... Wir haben bislang nur die ersten beiden "Trainingsmissionen" gespielt, die sehr limitierte Rulesets aufwiesen, aber die machten schon Laune. Mal schauen, wann wir uns an die "Abschlussprüfung" trauen, die Abenteuer, Labyrinthe, Basen und so weiter hinzufügen. Die Regeln dafür haben mich beim Vorablesen total überfordert, deswegen scheue ich da noch etwas vor zurück. Aber wird.

    Duell Im Felsental

    Sieht cool aus, ist asymmetrisch und geht schnell. Nicht übel. Dafür war die eine Runde, die ich bislang gespielt habe, leider deutlich statischer als zuvor erwartet. Letzten Endes lief es auf "Ich ziehe zwei Karten, ich spiele eine, greife dich an, blockst du?", rinse, repeat hinaus. Vielleicht übersehe ich irgendwas. Aber das war doch schon etwas ernüchternd...

    Dust

    Letztens mit fünf. Massives Runaway-Leader-Problem, gerade wenn Spieler sich nicht um ihre direkten Nachbarn kümmern. Und meine Fresse, bin ich scheiße in dem Spiel. Etwa halb so lange Spielzeit wäre schön (vielleicht mal nur bis 20 Siegpunkte spielen?), aber obwohl ich dem Spiel gegenüber eigentlich recht gewogen gestimmt bin, weiß ich nicht, ob's noch oft auf dem Tisch landen wird...

    Eldritch Horror

    Ich brauche die Erweiterung. Jetzt.

    Fantastiqa

    Mit einem besseren Verständnis für den Gameflow und die Mechaniken ging das doch schon deutlich besser. Die hinzugefügt "Treasure Hunt"-Erweiterung hat da auch geholfen. Damit ging das Spiel beinahe etwas zu schnell. Fast ein Rennen darum, wer zuerst die nötigen Punkte bekommt. Cool.

    Grimoria

    An sich ganz cool, aber ich hatte das ganze Spiel über überhaupt kein Gefühl dafür, was überhaupt gerade vor sich geht, bzw. wer sich wie gut schlägt. Was nicht gar so schlimm für ein Spiel ist, das sogar mit fünf Leuten nur etwa dreißig Minuten dauert. Schicke Komponente, die Zauberbücher sind cool. Eher ein Filler, aber nicht übel.

    Guildhall

    Macht einige Dinge recht ähnlich wie "Deus", dauerte dummerweise auch zu lange für das, was es ist. Lag vielleicht an den Spielern, keine Ahnung, aber es zog sich etwas. In der Theorie aber nicht schlecht, ich müsste es nochmal ausprobieren.

    Hyperborea

    Zivilisations-Aufbauspiel mit Bag-Building-Komponente, das ein wenig nach "Kemet" oder "Kyklades" aussieht, aber deutlich abstrakter daher kommt. Eigentlich cool, aber auch hierin bin ich fürchterlich. Keine Ahnung, ob die einzelnen Fraktionen gut ausbalanciert sind, ich tendiere eher zu nein. Sollte man vielleicht ohne die spielen? Hm, wäre ausprobierenswert. Geht mit drei Leuten auch recht schnell, bislang habe ich's mit keiner anderen Spielerzahl ausprobiert.

    K2

    Schon lustig, wie schnell unser Hochmut sich in blankes Entsetzen verwandelte. "Ha ha ha, wir kriegen ja die ganze Zeit Aklimatisierungsboni in den Allerwertesten geschoben, wie soll uns jemals was passieren?" wurde recht schnell zu "Oh shit, hoffentlich überlebt wenigstens einer von meinen beiden Bergsteigern den Abstieg, aber bislang sieht's nicht so aus". Ein wenig Hand-management, eine Prise Push-your-luck, hübsche Komponente, variable Schwierigkeit (selbst auf der einfachsten von vier Stufen hatten wir glück, dass nicht alle ins Gras, resp. in den Schnee gebissen haben), nicht verkehrt. Freu mich schon drauf, es demnächst noch mal zu spielen.

    Last Night On Earth: Blood In The Forest

    Zombie Behemoths sind verdammt cool und verdammt tödlich. Und Agent Dave Carter würde sich sicher über eine Tasse verdammt guten Kaffee freuen. Mir fällt gerade auf, dass ich einfach viel zu wenig "Last Night On Earth" spiele.

    Lords Of Waterdeep

    Ich glaube, das epische Spiel mit beiden Erweiterungsmodulen ist einfach zu lang. Dabei mag ich beide. Die Korruption aus dem Skullport-Modul ist eine verdammt coole Idee, aber auch das Undermountain-Modul mit der Möglichkeit, Felder durch das Platzieren von Ressourcen attraktiver zu machen, hat seinen Reiz. Ich bin noch unschlüssig, wie ich da in Zukunft verfahren soll. Aber beide Module destabilisieren schon ein wenig. Und wo ist eigentlich der 200+-Token, der für solche Partien dringend nötig ist?

    Lords Of Xidit

    Und nochmal Programmierung, diesmal aber mit einem Abenteuer-Theme und Pick-up-and-deliver-Mechaniken. Interessante Sache. Wir spielten nur die kurze Version, die neun Runden statt zwölf geht, aber ich glaube, das war auch gut so, weil doch etwas die Luft raus war am Ende. Es tut sich halt nicht gar so viel in dem Spiel. Das Scoring-System ist absolut genial, die Komponenten ebenso, ich hätte schon Bock, es demnächst wieder auszupacken. Aber wahrscheinlich bleibe ich bei der Kurzversion.

    Machi Koro

    Deutlich besser, wenn man einfach mal den Arsch zusammkneift und die zwei Würfel in die Hand nimmt, dann endet das Ding nämlich auch irgendwann mal. Und zwar wahrscheinlich schon schneller, als einem lieb ist. Bei allem Stadtaufbau nicht die vier Großprojekte vergessen, sonst steht man dumm da. Ich mag's. Ich bin nicht total begeistert, aber es sieht hübsch aus und spielt sich angenehm. Eine Erweiterung mit mehr Gebäuden wäre cool.

    Macht$piele

    Vor Jahren hab ich mal eine Runde gespielt und es jetzt letztens wieder rausgekramt. Irgendwie lief das diesmal alles deutlich runder und ging auch viel schneller. Trotzdem ein merkwürdiges Spiel. Sau schwer zu erklären und zu verstehen, vor allem wegen der merkwürdigen Terminologie und den relativ unintuitiven Strategien. Aber wenn man mal drin ist, macht das durchaus Spaß. Hätte Bock, es demnächst nochmal auszupacken.

    Mord im Arosa

    Gehörorientierte Deduktion... Merkwürdiges Konzept, interessantes Spiel, wenn man auch nicht zu ernsthaft dran gehen sollte. Wie man sich doch verhören kann...

    Mousquetaires du Roy

    Noch mal eine Runde zu zweit, diesmal so weit ich sehen konnte mit allen Regeln intakt. Die Musketiere haben diesmal gewonnen, wenn auch sehr knapp. Keine Ahnung, ob das daran lag, dass alle von einem Spieler kontrolliert wurden und es dementsprechend nur eine geteilte Kartenhand für alle gab. Nettes Spiel. Vor allem nicht so episch lang wie andere Spiele dieses Kalibers. Aber das Regelheft ist einfach nur fies.

    Mr. Jack Pocket

    Ich bin so dermaßen schlecht in diesem Spiel. Die einfachste KI der Android-Version zerlegt mich regelmäßig und auch meine Freundin hat mich problemlos lang gemacht. Egal wie lange ich über alle möglichen Züge brüte, ich übersehe immer den einen, der alles kaputt macht, was ich mir ausgedacht habe. Kurzum: I love it. Cooles Spiel. Ich bin halt einfach nur scheiße.

    Nexus Ops

    Das Ding wird einfach nicht schlechter. Jetzt letztens auch noch zwei Runden mit den alternativen Einheiten gespielt, die sind definitiv interessant. Mal schauen, ob es die Balance zu sehr durcheinanderbringen würde, wenn ich jedem Spieler erlauben würde, sich für eine von beiden Seiten zu entscheiden, um ein wenig mehr Asymmetrie rein zu bringen. Egal, "Nexus Ops" ist geil. Period.

    Nosferatu

    Ich suche noch die perfekte Spielerzahl. Acht sind zu viele, fünf zu wenige. Bei acht Spielern kann der Nosferatu-Spieler kaum seine Bisse unterbringen, bei fünf enttarnt er sich viel zu leicht durch Zufall. Vielleicht mal mit sieben probieren.

    Nostra City

    Ein merkwürdiger Mischmasch verschiedener Mechaniken und Spielstilen, der irgendwie funktioniert. Zufall spielt leider eine relativ große Rolle und durch den Blind-Bidding-Mechanismus kann man sehr ordentlich verkacken, wenn man sich zu viel zumutet. Und ja, irgendwo ist da noch Scarcity-management, weil man immer deutlich mehr machen will, als man kann. Aber... es gefällt mir irgendwie. Die Vendetta-Karten sind eine coole Idee und sorgen für viel Backstabbing, das Verräterelement funktioniert und die Spezialfähigkeiten der Gangster sorgen für Abwechslung. Etwas unkonventionell designt, aber für den Preis, den ich dafür gezahlt habe (irgend was um die sieben Euro) doch anständig.

    Pixel Tactics

    Ich möchte ja gerne viel Spaß mit "Pixel Tactics" haben, aber in der Realität habe ich es im letzten halben Jahr kaum gespielt. Zu viel Text auf den Karten, zu langwierig, es müsste irgendwie schneller gehen. So wie es ist kann jedes Duell schon mal eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Und wenn das Spiel dann über die volle Länge geht, dann werden's schon anderthalb Stunden. Was schade ist, "Pixel Tactics" fühlt sich so an, als sollte es ein schnelles, brutales Geplänkel sein, leider zieht es sich fast immer zu sehr.

    Ragami

    Für ein Spiel, in dem es um Schutzengel geht, die Konflikte lösen, erstaunlich konfrontativ, intensiv und bösartig. Unsere erste Runde war zur Hälfte relativ planlos, weil keiner genau verstanden hat, was wir da eigentlich tun. Gegen Ende besserte sich das etwas und die Irritation wich ein paar coolen, cleveren Combozügen, aber trotzdem war die Sache nicht ganz so erfolgreich. Ich würde es gerne noch mal ausprobieren, bin aber nicht ganz sicher, wann und mit wem.

    Rex: Die letzten Tage eines Imperiums

    Zu lang. Zu laaaaang. Knappe fünf Stunden saßen wir dran, aber okay, es ging auch über die volle Länge von acht Runden. Und ich weiß nicht genau, was genau ich von dem Spiel halten soll. Es hat teilweise wirklich merkwürdige Mechaniken, die auf seltsame Art und Weise ineinander greifen. Bieten auf Karten, die man sich nicht mal anschauen darf, basierend ausschließlich auf dem Geld, das der eine Spieler, der die Karten ansehen darf bereit ist dafür auszugeben? Häwas? Kämpfe bei denen man einstellt, wie viele eigene Einheiten man mindestens sterben lassen will? Äh... Es ist schon irgendwie cool und ich hätte gut Lust, es irgendwann noch mal auszuprobieren, vor allem, weil wir uns alle nicht besonders geschickt angestellt haben, jetzt aber doch ein wenig mehr davon verstanden haben dürften, aber wann? Keine Ahnung.

    Samurai Sword

    Nein. Nein nein nein. Kann ja ganz lustig sein, wenn man viel getrunken hat oder so. Aber den ewigen Kreislauf aus "Ich spiele eine Angriffskarte" - "Ich blocke" - "Schade" brauche ich dann wirklich nicht unbedingt. Wenn DAS das bessere "Bang!" ist, dann bin ich ganz froh, das "echte" "Bang!" niemals spielen zu müssen...

    Senji

    Meine Fresse, was für ein merkwürdiges Spiel. Und ein cooles noch dazu. Granted, man BRAUCHT fünf Spieler, besser sechs, aber dann rockt das Ding gewaltig. Hier werden die merkwürdigsten diplomatischen Deals geschlossen, man fällt sich dauernd gegenseitig in den Rücken und sicher ist hier überhaupt nichts. Die Kämpfe sind etwas sehr glückslastig, aber das trägt eigentlich nur zum Chaos bei. Ich mag "Senji" echt gerne, die beiden Runden, die ich bislang gespielt habe, sind wirklich glänzend über die Bühne gegangen und ich habe gut Lust darauf, es demnächst wieder hervorzukramen. Große Empfehlung!

    Tal der Könige

    Hm, ich weiß nicht, ob ich mir mehr davon versprochen hatte... Hauptsächlich eigentlich, weil ich keine Ahnung hatte, was ich mir davon versprechen sollte. Deckbuilding bei dem man Karten begraben muss, um sich die Punkte zu sichern? Klingt interessant. Ich hatte überall gelesen, wie schwierig diese Entscheidung letzten Endes ist, dass man die Balance finden muss zwischen "Ich will diese Karte für ihren Effekt" und "Wird Zeit, die Karte für ihre Punkte zu begraben". Und ja, das war auch interessant. Aber irgendwie hatte ich damit kein großes Problem. Ich hatte so viele Karten, die es mir erlaubt haben, die "Eine Karte pro Runde begraben"-Regel zu umgehen, so dass ich pro Runde drei, teilweise vier Karten ins Grab gesteckt habe und am Ende eine riesige Punktemenge angesammelt hatte. Okay, vielleicht lag es daran, dass wir nur zu zweit gespielt haben, aber angeblich ist "Tal der Könige" mit zwei Leuten am Besten. So wie es ist fand ich die Sache zwar definitiv interessant, andererseits aber nicht so großartig, wie mich einige Meinungen ("Bestes Deckbuilding Spiel 2014"... yeah, right, das ist immer noch definitiv "Star Realms") glauben lassen wollten. Ich bleibe mal noch vorsichtig optimistisch und teste es demnächst nochmal aus.

    Terra Mystica

    Letztens eine Runde mit Vertaler und beidseitigem weiblichen Anhang gespielt. Hm hm hm... Mir persönlich ist das Spiel zu thinky. Da es bestenfalls indirekte Interaktion gibt und alle Informationen offen sind, kann man prinzipiell schon in der ersten Runde seinen Gameplan fassen. Ja, okay, andere Spieler können einem in die Parade fahren, aber das passiert wahrscheinlich eher ungewollt und sorgt, wenn man sich nicht komplett verkalkuliert, höchstens für einen kurzen Augenblick des Umdenkens. Was ja an sich nicht schlimm ist. Ich habe "Altaria" da oben noch für ähnliche Meriten gelobt. Aber "Terra Mystica" ist mir dafür einfach zu lang. Ich bin kein Freund davon, über zweieinhalb Stunden hinweg einen vorgezeichneten Pfad zu verfolgen (selbst wenn ich ihn mir selbst vorgezeichnet habe). Vorausplanung schön und gut, aber "Terra Mystica" verlangt geradezu, die komplette Strategie von der ersten Runde an gefasst zu haben, denn jedes Abweichen davon resultiert in suboptimalen Zügen. Und wenn ein Spieler suboptimal spielt und ein anderer optimal, dann wird zweiterer gewinnen. Und in "Terra Mystica" optimal zu spielen ist keine so schwere Sache, es ist einfach nur ein zeitkonsumierender Mathetest, der mich dafür belohnt, die beste Route durchzurechnen. Das mag Leuten gefallen, tut es mir im kleinen Rahmen ja auch, aber wenn ein Spiel lang und involvierend ist, dann spiele ich lieber aus dem Bauch heraus. Und damit geht man in "Terra Mystica" unter. Der gleiche Grund, wieso ich "Tzol'kin" verkauft habe. Einfach nicht mein Stil.

    The Possession

    Oh Gott, diese Regeln... Als wären sie vom Hund des Google Translators übersetzt worden. Wir haben bei unserer einen Runde ein paar grundlegende Dinge versemmelt (was auch an der fürchterlichen Regelübersetzung gelegen hat), aber auch so empfand ich die Gamebalance als etwas... zweifelhaft. Die Unbesessenen kamen viel zu leicht an Waffen, so dass man als Besessener lieber nicht auf Konfrontationskurs gegangen ist, andererseits waren die einzelnen Räume nach ein paar Gefechten dermaßen mit abgetrennten besessenen Körperteilen vollgestopft, dass das reine Betreten schon Selbstmord gleich kam. Ersteres Problem könnte durch die Aunt Henrietta Karte, die der Designer mir komplett kostenlos aus Spanien zugeschickt hat, gefixt werden, zweiteres eher nicht. Da braucht's vielleicht eine Hausregel, die den Unbesessenen erlaubt, abgetrennte Körperteile permanent zu vernichten. Und das Spiel braucht dringend eine Art drei-Strike-Regel für das Spielende durch komplette Besessenheit. Ich muss da mal bei BGG ein paar Vorschläge machen, mal schauen, was der Designer und die anderen User darüber denken. Thematisch auf jeden Fall spaßig und ich habe noch große Hoffnungen dafür, dass man das Ding doch noch etwas verbessern kann. Und die Zerstückelungspuzzles der einzelnen Charaktere sind herzallerliebst.

    Time 'n' Space

    Echtzeit-Verhandlungs-Pick-up-&-Deliver-Spiel mit Weltraumthema, Sanduhren und einer exakten Spielzeit von 30 Minuten. Was relativ ruhig anfängt wird sehr schnell sehr chaotisch. Und die Punkteregeln machen die Sache eher... convoluted. Unsere erste Runde endete damit, dass niemand am Ende auch nur einen einzigen Punkt auf dem Konto hatte. Trotzdem sehe ich da Potential drin. Ich weiß nicht, ob wir einfach nur alle scheiße gespielt haben, oder ob eine Hausregel für das Scoring helfen könnte, ich tendiere zu beidem. Mal sehen.

    Twilight Imperium 3

    Okay, das war's. Die zweite Runde "TI3" war eine dermaßen nervige Geduldsprobe, dass ich ehrlich kein Bock mehr habe. Wozu dieses Monstrum von einem Spiel spielen, wenn ich mir all das, was es tut, in einem Zehntel der Zeit abholen kann? Mein relativ positiver Eindruck nach dem ersten Spiel hat sich inzwischen komplett in Luft aufgelöst. Vielleicht irgendwann noch einmal, wenn mir vorher zugesichert wird, dass die Sache in sechs Stunden, besser noch in vier vorbei ist. Aber ansonsten? Nie wieder.

    Winter der Toten

    Okay, eigentlich "Dead of Winter". Die deutsche Version ist immer noch nicht da. Cooles Spiel. Viel flavor, die Crossroads-Karten sind eine coole Idee und sorgen für viel Frohsinn, die semi-kooperative Natur kann das Ding zu einem interessanten sozialen Experiment machen. Ich persönlich fühle mich immer noch wie der moralische Sieger der ersten Runde, die ich gespielt habe, weil ich meinen eigenen Sieg in den Wind geschossen habe, um allen anderen Spielern den Sieg zu ermöglichen. Hoffentlich kommt meine Version demnächst (steckt noch mit der "Eldritch Horror"-Erweiterung irgendwo bei Fantasywelt herum), das Ding muss noch öfter gespielt werden.

    Wiraqocha

    Ich hatte große Hoffnung für dieses Spiel und hab mich in relative Unkosten gestürzt, um es zu bekommen. Wurde ich enttäuscht? Bin noch nicht sicher, ich habe es bislang erst einmal zu zweit gespielt und würde es gerne demnächst noch einmal mit drei Leuten ausprobieren. Es hat Dice-allocation à la "Alien Frontiers", sieht ein bisschen aus wie "Siedler von Catan" und hat sogar so etwas wie direkte Konfrontation und Kampf zu bieten. Relativ abstrahiert, aber who cares. Dazu drei verschiedene Möglichkeiten, das Spiel zu gewinnen... Macht bislang einen guten Eindruck. Wir werden sehen, wie es sich mausert.

    Witness

    Kooperatives "Stille Post"? Hab schon von bescheuerteren Ideen gehört...

    Ich hab garantiert wieder einiges vergessen. Morgen geht's jedenfalls zur Post und da werden "Cobwoys: The Way of the Gun" und "Cave Evil" ausgelöst. Vor allem auf zweiteres freue ich mich unwahrscheinlich. Das Ding muss geil werden. Steht auf meiner To-play-Liste ganz weit oben, die desweiteren noch "Psycho Raiders" (ist zur Zeit aus den USA unterwegs), "Nightfall", "City Tycoon", "Concordia", "Mythotopia", "Pantheon" und bestimmt noch ein paar andere Titel umfasst. Oh boy.

    Und ihr so?
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


    Harbinger is offline

  5. #65 Reply With Quote
    Forenkater Matteo's Avatar
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    Quote Originally Posted by Vertaler View Post
    Ganz kurz: hab nun Terra Mystica. Bin nach bisher 4 Partien noch begeistert. Interessante Spielmechaniken, die gut zusammenpassen (nicht zu viel [vgl. Village], nicht zu wenig), okaye Spieldauer (ca. 1,5 bis 2,5 Stunden), sehr hoher Wiederspielwert.

    Ein wirklich schönes Eurogame mit Fantasyszenario. Kann die letzten zwei Wochen an wenig anderes denken. Mal sehen, wann es seinen Reiz verliert.
    Ich habe Terra Mystica seit über einem Jahr und spiele es immer wieder gerne. (Bisher jedoch max. zu dritt)
    Ich führe sogar eine Excel-Tabelle mit den gespielten Paarungen, damit wir irgendwann mal alle möglichen Völkerkombinationen durch haben.
    Ich kann Harbingers Kritik verstehen, wenn man einen Spieler in de Runde hat, der zu ewigem Nachdenken neigt, dann bremst das ganz schön. Wenn aber alle Mitspieler ein gleichmäßig hohes Spieltempo haben, dann macht es sehr viel Spaß.

    Mein letzter Kauf waren die Legenden von Andor und ich finde es Klasse. Der große Plan ist sehr schön gestaltet und die Texte auf den Legendenkarten sind atmosphärisch geschrieben. (Auch wenn ich gestehe, dass wir nach mehreren Runden die Storytexte nicht mehr wirklich lesen.)
    Die Mischung aus Taktik und Würfelglück finde ich gelungen, auch wenn es manchmal ärgerlich ist, wenn man eine Legende nicht durch Fehlentscheidungen, sondern durch reines Würfelpech verliert.
    Den imo sehr hohen Schwierigkeitsgrad fand ich anfangs zwar sehr frustrierend, dennoch war immer Motivation da, eine Legende immer wieder zu versuchen, bis sie schließlich geknackt war. Es macht einfach Spaß unterschiedliche Kombinationen von Helden auszuprobieren, die jeweils eine andere Vorgehensweise erfordern.
    Auch wenn im Hauptspiel nur 5 Legenden vorhanden sind, lässt sich das Spiel durch Fan-Legenden praktisch beliebig erweitern. Und eine eigene Lende zu entwerfen macht auch Spaß.
    Matteo is offline Last edited by Matteo; 21.02.2015 at 21:17.

  6. #66 Reply With Quote
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    Das gehört jetzt zwar nicht unbedingt hier rein, aber gibt/gab es hier zufälligerweise auch einen Faden für Warhammer 40k ? Kann keinen finden
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  7. #67 Reply With Quote
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    Ich habe Terra Mystica seit über einem Jahr und spiele es immer wieder gerne. (Bisher jedoch max. zu dritt)
    Ich führe sogar eine Excel-Tabelle mit den gespielten Paarungen, damit wir irgendwann mal alle möglichen Völkerkombinationen durch haben.
    Ich kann Harbingers Kritik verstehen, wenn man einen Spieler in de Runde hat, der zu ewigem Nachdenken neigt, dann bremst das ganz schön. Wenn aber alle Mitspieler ein gleichmäßig hohes Spieltempo haben, dann macht es sehr viel Spaß.
    Wieviele Paarungen hast du denn schon durch? Und welche war denn die interessanteste bislang?
    Mein letzter Kauf waren die Legenden von Andor und ich finde es Klasse. Der große Plan ist sehr schön gestaltet und die Texte auf den Legendenkarten sind atmosphärisch geschrieben. (Auch wenn ich gestehe, dass wir nach mehreren Runden die Storytexte nicht mehr wirklich lesen.)
    Die Mischung aus Taktik und Würfelglück finde ich gelungen, auch wenn es manchmal ärgerlich ist, wenn man eine Legende nicht durch Fehlentscheidungen, sondern durch reines Würfelpech verliert.
    Den imo sehr hohen Schwierigkeitsgrad fand ich anfangs zwar sehr frustrierend, dennoch war immer Motivation da, eine Legende immer wieder zu versuchen, bis sie schließlich geknackt war. Es macht einfach Spaß unterschiedliche Kombinationen von Helden auszuprobieren, die jeweils eine andere Vorgehensweise erfordern.
    Auch wenn im Hauptspiel nur 5 Legenden vorhanden sind, lässt sich das Spiel durch Fan-Legenden praktisch beliebig erweitern. Und eine eigene Lende zu entwerfen macht auch Spaß.
    Das hab ich auch noch im Schrank, bin aber bei zwei Anläufen nicht über die erste Legende hinaus gekommen und werde es wahrscheinlich auch nie, weil meine weiter wachsende Abneigung gegen kooperative Spiele mich da wahrscheinlich dauerhaft dran hindert. Ich fand es nicht uncool, aber irgendwie kam ich mit der "Monster töten lässt euch das Spiel verlieren"-Mechanik nicht so klar. Es ist schade, weil die Box hübsch ist, das Brett eh, und so viele coole Komponente drin sind, aber irgendwie kann ich mich nicht überwinden, das Ding aus dem Schrank zu holen und vielleicht mal solo auszuprobieren...
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    Das gehört jetzt zwar nicht unbedingt hier rein, aber gibt/gab es hier zufälligerweise auch einen Faden für Warhammer 40k ? Kann keinen finden
    So weit ich weiß nicht. Mach doch einen auf, das Forum kann die Aktivität gut gebrauchen
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

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  8. #68 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Harbinger View Post
    So weit ich weiß nicht. Mach doch einen auf, das Forum kann die Aktivität gut gebrauchen
    Das würde ich ja im Prinzip gerne machen, aber als völliger Neuling habe ich da eher haufenweise Fragen als Themen für eine Diskussion
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  9. #69 Reply With Quote
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    Ist doch auch okay Aber ich kann da nicht viel helfen, hab' nie WH40K gespielt, mit Ausnahme des "Space Hulk - Todesengel"-Kartenspiels, das ich recht gerne mag. Obwohl es Koop ist. Oh Gott
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  10. #70 Reply With Quote
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    Tja ich bin halt komplett neu eingestiegen u.a. weil zwei Arbeitskollegen wieder damit anfangen und mich darauf neugierig gemacht haben. Ich bin wirklich komplett neu in der Welt der Tabletop- Spiele und im Speziellen völlig neu im Universum von Warhammer 40k. Es ist ein wirklich reizvolles Hobby obgleich es natürlich für mich als Newbie eine gewisse Einarbeitung erfordert. Zumindest beim Anfertigen der Miniaturen hilft mir meine Modellbau- Erfahrung sehr und ich muss mich nun erstmal vor allem in die spielmechanischen Grundlagen einlesen. Ich habe mir für den Anfang das Dark Vengeance Set zugelegt, was ja schon fast alles Essenzielle enthält. Mal sehen, wie das weitergeht. Und für meine tausend Fragen hatte ich eigentlich auf einen Warhammer 40k- Faden gehofft
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  11. #71 Reply With Quote
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    Wieviele Paarungen hast du denn schon durch? Und welche war denn die interessanteste bislang?
    Bislang sind es über 40 Zweispielerpartien. Welche die interessanteste Partie war, kann ich dir jetzt aus dem Kopf nicht sagen.

    Quote Originally Posted by Harbinger View Post
    Das hab ich auch noch im Schrank, bin aber bei zwei Anläufen nicht über die erste Legende hinaus gekommen und werde es wahrscheinlich auch nie, weil meine weiter wachsende Abneigung gegen kooperative Spiele mich da wahrscheinlich dauerhaft dran hindert. Ich fand es nicht uncool, aber irgendwie kam ich mit der "Monster töten lässt euch das Spiel verlieren"-Mechanik nicht so klar. Es ist schade, weil die Box hübsch ist, das Brett eh, und so viele coole Komponente drin sind, aber irgendwie kann ich mich nicht überwinden, das Ding aus dem Schrank zu holen und vielleicht mal solo auszuprobieren...
    Ich finde es eigentlich ganz gut, dass man sich sehr genau überlegen muss, welche Gegner man angreift und welche man ziehen lässt. Da ist mehr Taktik gefordert als "wir stellen uns vor die Burg und hauen alles um was kommt." Braucht halt ein paar Partien, bis man ein Gespür dafür bekommt, welche Gegner man sich vorknöpft bzw. mit welchen Werten man lieber alleine oder lieber in der Gruppe kämpft.
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  12. #72 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Matteo View Post
    Ich finde es eigentlich ganz gut, dass man sich sehr genau überlegen muss, welche Gegner man angreift und welche man ziehen lässt. Da ist mehr Taktik gefordert als "wir stellen uns vor die Burg und hauen alles um was kommt." Braucht halt ein paar Partien, bis man ein Gespür dafür bekommt, welche Gegner man sich vorknöpft bzw. mit welchen Werten man lieber alleine oder lieber in der Gruppe kämpft.
    Ich finde das System theoretisch auch interessant, aber... Ich hatte mir irgendwie was anderes davon versprochen. Ist mir doch wieder etwas zu viel Groupthink und zu wenig Freiheit. Der Grund, wieso ich die "Arkham Horror"-Spiele trotz großem Koop-Hass immer noch mag, ist der, dass mir niemand genau sagen kann, wie ich die Runde gewinnen werde. Ich weiß, irgendwo steht ein nebulöser Gegner am Horizont, den ich besiegen oder besser noch vermeiden muss und ich kann kurzfristige taktische Entscheidungen treffen, wenn ich merke, wo die Hütte gerade am meisten brennt, aber davon abgesehen, habe ich die Freiheit, mich nach eigenem Gutdünken auf die kommende Gefahr vorzubereiten. Das kann dafür sorgen, dass die gröbste Scheiße passiert und alles den Bach heruntergeht, aber Herrgott, dabei wird wenigstens eine Geschichte erzählt. Vielleicht war's nur die erste Legende, vielleicht sind die späteren "freier", aber dann hat die erste mir das Spiel eben nicht richtig verkauft. Ich hab mich von "Legenden von Andor" unangenehm gegängelt gefühlt. "So gewinnst du die Legende, bitte den markierten Pfad nicht verlassen". Kein coole Ausrüstung finden, kein irgendwie stärker werden (außer halt mal einen Schild oder ein paar... wie hießen die? Willenspunkte? Kraftpunkte? Punkte halt ). Mir fehlte der Arc, die Progression, die Tatsache, dass ich mit zwei Monstern, die direkt vor dem Burgtor standen, gewonnen hatte, aber andererseits verloren hätte, wenn dieselben Monster noch fünf Meter weiter gelatscht wären, war mir zu Gamey. Ich mag Koop-Spiele, die ich gewinne, weil ich mich stark fühle, nicht welche, die ich gewinne, weil ich am Ende nur am Rande des Abgrunds stand, statt schon einen Schritt weiter zu sein, wenn du verstehst, was ich meine
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  13. #73 Reply With Quote
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    Mir fehlte der Arc, die Progression, die Tatsache, dass ich mit zwei Monstern, die direkt vor dem Burgtor standen, gewonnen hatte, aber andererseits verloren hätte, wenn dieselben Monster noch fünf Meter weiter gelatscht wären, war mir zu Gamey. Ich mag Koop-Spiele, die ich gewinne, weil ich mich stark fühle, nicht welche, die ich gewinne, weil ich am Ende nur am Rande des Abgrunds stand, statt schon einen Schritt weiter zu sein, wenn du verstehst, was ich meine
    Ok, daran muss man sich bei Andor wirklich gewöhnen. Wir hatten öfter den Fall, dass wir eine Legende von der Stärke der Charaktere her noch locker gewonnen hätten, wenn wir nur noch einen Tag länger Zeit gehabt hätten.

    Die ersten beiden Legenden sind eher als Tutorial bzw. zur Einführung der Gegenstände (Runensteine, Heilkraut etc.) gedacht.
    In der dritten Legende wird durch die Kreaturenplättchen zufällig bestimmt, welche Monster wann ins Spiel kommen und auch welcher der 4 verschiedenen Endgegner auftaucht, erfährt man erst im Lauf der Legende.
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  14. #74 Reply With Quote
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    Dann sollte ich vielleicht einfach mal direkt bei der dritten einsteigen. Irgendwann mal

    Kleines Update:

    Psycho Raiders

    Hex-and-Counter-Wargame, das einen Slasherfilm simuliert. Die Hälfte der Spieler kontrolliert die hilflosen Camper, die um ihr Leben laufen müssen, die andere Hälfte die Gasmasken-tragenden und Flammenwerfer-schwingenden Psychokiller, die auf Camperjagd sind. Dazu extrem blutiges Artwork auf den "Kill"-Karten, die entscheiden, ob ein Charakter das zeitliche segnet... Wer mit dem Thema allein ein Problem hat (und das kann ich gut nachvollziehen, ich war auch erst zwiegespalten, ob ich so was wirklich spielen will, obwohl "Last Night on Earth" einer meiner absoluten Lieblinge ist und ich auch "Betrayal at House on the Hill" sehr gerne mag) wird mit "Psycho Raiders" nicht glücklich werden. Wer das Ganze aber mit der nötigen Portion Camp und Ironie betrachtet, der bekommt ein großartiges Spiel geliefert, das wundervoll freeformig ist und jedes einzelne Mal memorable Geschichten erzählt. So wie beim letzten Mal, als Psycho Raider Fluke dem Mechaniker die Karre geklaut hat, zweimal damit von der Straße abgekommen ist, ehe er das Ding dann unzeremoniell zerlegte und weiter laufen musste, während sein Kollege Beau Camperin Dawn und den Sheriff, die sich im Polizeiarsenal verschanzt hatten, mit Säbel und Schweißgerät belagerte. Beau würde übrigens kurz danach recht unzeremoniell mittels Polizeishotgun in mehreren Räumen verteilt. Sweet. Ist das Spiel gut gebalancet? Nein, natürlich nicht. Die Regeln sind auch etwas wonky, aber mit genug gesundem Menschenverstand kann man das einfach kurzerhand houserulen. Und ich meine, kann ein Spiel schlecht sein, das Sätze wie "Du bist vier Felder vom Totengräber entfernt, allerdings regnet es, also erregst du seine Aufmerksamkeit auf eine sechs, wenn du jetzt schreist, dann werden allerdings deine beiden anderen Versteckcounter entfernt" provoziert? Nein.

    Cave Evil

    Von den gleichen Designern wie "Psycho Raiders" aber ein deutlich größeres, komplexeres Spiel, das aber einige sehr ähnliche Mechaniken (Bewegung, Stacking, Flanking) besitzt. Jeder spielt einen Necromancer, der durch die Untergrundtunnel schlurcht, Minions anheuert, Tunnel graben lässt und versucht, alle anderen Necromancer auszuschalten. "Cave Evil" ist ein langes Spiel, die beiden bisherigen Runden dauerten jeweils etwa dreieinhalb Stunden, aber ich bin relativ sicher, dass sich diese Zeit noch drücken lässt, wenn alle Mitspieler bei der Sache sind und sich ein wenig mit den Grundmechaniken auskennen. Und wenn das mal der Fall ist, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass das Ding in der Riege meiner absoluten Lieblingsspiele ganz weit nach oben schießt. Obwohl auf dem Papier auch hier alles ein wenig merkwürdig klingt, spielt sich das Ding flüssig und erstaunlich elegant. So gut wie alles macht thematisch Sinn, es gibt massenweise wichtige Entscheidungen und sowohl das modulare Brett als auch allein die Masse an Karten (340 Karten sind dabei, pro Spiel werden vielleicht vierzig oder fünfzig benutzt) sorgt für viel, viel Wiederspielwert. Hat mich zwar 80€ gekostet, aber wenn ich da so viel Enjoyment raus kriege, wie das Ding bislang vermuten lässt, war es die locker wert.

    Ach ja, ich denke darüber nach, mich von einigen Sachen zu trennen. Verkaufen will ich nicht unbedingt, bin zur Zeit eher an Trades interessiert. Falls hier irgend jemand einen Blick drauf werfen möchte, hier ist meine "For Trade"-Liste und hier meine provisorische "Want In Trade"-Liste. Das heißt nicht, dass ich nicht auch an anderen Sachen interessiert bin, das sind nur die, die ich auf die Schnelle mal bei BGG hinzufügen konnte.
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  15. #75 Reply With Quote
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    Uuuuund Roundup:

    300: The Board Game

    Ich mag das Spiel. Ich bin scheiße drin, aber ich mag es.

    51st State

    Die verschiedenen Möglichkeiten, Karten einzusetzen, reißen es irgendwie raus. Es ist fiddelig, die Interaktion beschränkt sich auf ein Minimum (diesmal betrug sie null, weil keiner überhaupt beim anderen Spieler Worker einsetzen konnte) und Luck of the Draw kann eine große Rolle spielen, aber wenn sich die Puzzelteile mal zusammenfügen und man es schafft, eine gute Combo durchzuboxen, dann wird das Spiel ganz groß. Bin noch nicht sicher, ob ich mir "The New Era" und die Erweiterungen zulegen sollte (zumal da die Preise auch in die Höhe schießen) oder doch lieber mal einen genaueren Blick auf "Imperial Settlers" werfen sollte. Denn an sich finde ich das Spielprinzip schon cool. We'll see.

    7 Wonders

    Letztens einige Runden zu dritt gespielt. Inoffensiv genug, aber irgendwie... Weiß nicht, ob es daran lag, dass wir ohne Erweiterungen gespielt haben, aber prinzipiell finde ich die Karten einfach nur... langweilig. Kann man schon gut spielen, vor allem, weil es schnell vorbei ist, aber irgendwie wünsche ich mir, dass mehr drin wäre, als einfach nur Kartensets zu sammeln, um am Ende die meisten Punkte zu haben.

    Abyss

    Das selbe Problem, das "7 Wonders" hat, zeigt sich auch ein Stück weit in "Abyss". Extrem coole Mechaniken kolidieren mit Spielmaterial, das so besonders interessant nicht ist. Immerhin interessanter, als in "7 Wonders", aber trotzdem werde ich das Gefühl nicht los, dass da mehr drin gewesen wäre. Aber ich mag "Abyss". Es ist angenehm kurz, das Artwork ist fantastisch und die Mechaniken, die quasi jedes einzelne Element des Spiels mit Interaktion durchtränken, sind verdammt cool. Gerne öfter.

    Age Of Gods

    Was für ein völlig bananiges Spiel. Jeder Spieler verkörpert einen Gott und kontrolliert im Laufe des Spiels vier von 24 Rassen, die sich auf einem Fantasykontinent ausbreiten. Knackpunkt: Deine Gegner wissen nicht, welche Rassen du kontrollierst (zumindest anfänglich nicht) und du weißt zu Anfang noch nicht, welche drei anderen Rassen dir irgendwann mal zugeteilt werden, und ob du diese dann nicht aus Versehen schon selbst ausgerottet hast. Total chaotisch und zufällig und ein klein wenig zu lang, aber macht auf jeden Fall Laune. Sehr geile Anekdote aus der ersten Runde: Wir waren zu dritt, ein Mitspieler fing von anfang an an, die Orks aufzurüsten, woraufhin ich diese nach allen Regeln der Kunst ausgelöscht habe, weil ich wusste, dass ich sie nicht kontrolliere und mir deren Schicksal deswegen völlig wumpe war. Das Ende vom Lied: Der Spieler hatte geblufft, lustigerweise (für uns, nicht für ihn) hatte aber der dritte Mitspieler die Orks erhalten. So kann's gehen...

    The Ares Project

    Die letzte Runde war ein absoluter Erdrutschsieg für mich. Vielleicht sind die Xenos zu stark. Vielleicht hat mein Gegner auch nur Blödsinn gemacht. Wahrscheinlich zweiteres. Gutes Spiel.

    Auf nach Indien!

    Zählt das schon als Microgame? Immerhin gibt's schon einige Karten und Klötzchen. Aber ja, das Ressourcenmanagement ist äußerst interessant. Man besitzt nur so und so viele Klötzchen, die alles mögliche bedeuten können (Schiffe, Waren, Technologien, Geld, Siegpunkte und Gebäude) und wenn die alle sind, muss man sich überlegen, wo man welche wegnimmt, um sie anderweitig einzusetzen. Hab's erst einmal mit drei Spielern gespielt, sollte ich aber demnächst noch mal auf den Tisch prügeln.

    Caesar & Cleopatra

    Leichtes Area-Control-Bluff-Kartenspiel das ein wenig an "Blitz & Donner" erinnert (was wahrscheinlich hauptsächlich daran liegt, dass beide in der Kosmos 2-Spieler-Reihe erschienen sind). Viele Leute berichten, dass es sich recht schnell totspielt. Keine Ahnung, die erste Runde war auf jeden Fall interessant.

    Cave Evil

    Habe ich schon erwähnt, dass ich das Spiel liebe? Viermal ist es bislang auf den Tisch gekommen, mit allen möglichen Spielerzahlen. Drei gilt als Optimum, aber auch die Zweispielerrunde, die ich letzten Samstag mit einem Kumpel angezettelt habe, war extrem cool. Wahrscheinlich bestimmt in solchen Fällen der Zufall deutlich mehr, weil extremes Glück bei den Karten nicht dadurch kompensiert werden kann, dass zwei Leute auf die einprügeln, andererseits wirkt es sich schon angenehm auf die Spielzeit aus, weil da beim ersten eliminierten Gegner Feierabend ist und nicht unter Umständen noch ein paar Stunden weitergespielt wird. Ich bin auf jeden Fall extrem gespannt auf die Erweiterung, die im "Psycho Raiders"-Magazin geteased wurde. Ich glaube zwar nicht unbedingt, dass "Cave Evil" noch viel besser werden kann, aber vielleicht ja doch. Wenn's etwas kürzer wäre, würde ich ihm die 10/10 bei Boardgamegeek geben, so thront es mit einer stabilen 9.5/10 neben "Kyklades", "Doomtown Reloaded", "Last Night On Earth" und "Arkham Horror".

    City Of Horror

    Le fück ist denn hier los? Erste Runde mit vier Leuten entwickelte sich zu einem totalen Blutbad, bei dem am Ende überhaupt nur noch zwei Spieler involviert waren. Die zweite Runde mit einem Spieler mehr war total friedlich. Ich glaube, zwei Charaktere sind drauf gegangen. Ansonsten ganz cooles Spiel. Verhandlungen, Erpressungen und Bestechungen sind an der Tagesordnung. Keine Ahnung, ob die variablen Levels der ingame-violence ein Indikator für oder gegen das Spiel sind, hab's erst zweimal gespielt, da muss mehr getestet werden. Ich mag's jedenfalls. Braucht aber viele Leute.

    City Tycoon

    City building Spiel mit pseudo-"7 Wonders"-Mechaniken. Etwas zu lang und leider sind auch hier die Sachen, die man draftet, nicht unbedingt so interessant. Aber immerhin entsteht ein hübscher spatialer Effekt beim Stadtbau. Gefiel mir (und war recht günstig), allerdings ist die Motivation, es bald nochmal zu spielen, eher so mittelhoch.

    Concordia

    Mal wieder eine gute Mechanik, um die ein eher vernachlässigbares Spiel gestrickt wurde. Das limitierte Deckbuilding und die Art und Weise, wie man die Karten benutzt, sind extrem cool. Leider ist die Action auf dem Brett eher... Ich will nicht sagen langweilig, aber so besonders interessant letzten Endes auch wieder nicht. Noch dazu hat unsere letzte Runde etwa doppelt so lange gedauert, wie gut gewesen wäre (was komisch ist, weil wir nur drei Leute waren und keiner besonders langsam). Ich weiß nicht, das Spiel gefällt mir definitiv immer noch, aber... ich wünschte, das was die Karten tun, wäre genau so interessant, wie man sie einsetzt.

    Cthulhu Wars

    Das echte, das wahre, das große. Ich hab's inzwischen selbst geordert, nachdem ich zweimal die Kopie eines bekannten spielen konnte. 170€ kostet mich der Spaß, aber hey, dafür kriegt man einen 18cm großen Cthulhu. Das Spiel an sich wirkt wie eine gestreamlinete Version von "Chaos in der Alten Welt". Keine Ahnung, ob irgendwann die Wiederspielbarkeit darunter leiden wird, dass auf so Firlefanz wie Kartenstapel verzichtet wurde, auf jeden Fall erhöht es die taktischen Möglichkeiten und verringert die Spieldauer. 60 bis 90 Minuten sind realistisch für ein Vierspielerspiel. Die extrem krassen... "Miniaturen" sind da nur das Sahnehäubchen. Will öfter spielen. Jetzt.

    Eight Minute Empire: Legends

    Oder wenn man es mit Flo spielt vielleicht doch eher "45 Minute Empire". Boah. Davon abgesehen ein schönes, flottes Microgame mit viel Abwechslung. Gefällt mir definitiv besser, als die originale "Eight Minute Empire"-Version, die mir doch zu statisch und zu langweilig beim Scoring war. War etwas teuer da ran zu kommen, aber dürfte sich auf lange Sicht gelohnt haben.

    Euphoria: Build A Better Dystopia

    Zwei Stunden? Firlefanz, wir haben das Ding schon in 45 Minuten durchgekriegt. Recht cooles Worker-Placement-Spiel mit Würfeln als Arbeiter, allerdings nicht so wie man vermuten könnte. Reminiszenzen an "Alien Frontiers", "Kingsburg" oder "Wiraqocha" bleiben weitestgehend aus. Die Märkte mit ihren "Negativfähigkeiten" sind interessant und auch ansonsten bekommt das Spiel durch die zehn Sterne, die man loswerden muss, einen gewissen "Rennspielcharakter". Spezialfähigkeiten und Rekrutenkarten sind auch cool und es sind vor allem so viele vorhanden, dass man selten zweimal dasselbe Spiel spielt. Nicht unbedingt mein Workerplacement-Liebling, aber doch ein gutes Spiel.

    Fresko

    Und nomma Worker Placement. Diesmal mit Programmierung und Farben mischen und überhaupt und sowieso. Ist ganz cool, besonders die "Wenn du auf dem gleichen Siegpunktfeld landen würdest, wie ein anderer Spieler, musst du dich entscheiden, ob du einen mehr oder weniger willst"-Regel hat was. Ansonsten nicht weiter aufregend. Aber nett.

    Guillotine

    Lustiger Filler. Total random aber kurz genug, damit man sich nicht darüber aufregen braucht, wenn man mal wieder vom Zufall nassgemacht wurde. Morbider Theme hin oder her, kann man immer mal einschieben.

    Homeland: The Game

    Als hätte man ein eigenes Spiel aus der Krisenauswertung von "Battlestar Galactica" gemacht. Und gar kein schlechtes. Das (potentielle) Vorhandensein von drei Fraktionen mit unterschiedlichen Zielen sowie die Tatsache, dass man zwar kooperieren muss, um das Spiel nicht zu verlieren (bzw. den Terroristen gewinnen zu lassen, sofern er im Spiel ist), man andererseits aber wenig bis gar keine freundschaftlichen Gefühle den eigenen Teampartnern gegenüber hegt (rieche ich da ein wenig "A Study In Emerald"?) ist cool. Mein Problem ist hauptsächlich, dass gerade die loyalen Agenten sich ein wenig zu schnell selbst enttarnen, weil es für sie wenig Grund zur Sabotage gibt, bzw. sie keinen Grund haben, etwas anderes als ihre Agency-Tokens zu sammeln. Und bei sechs Spielern wird's recht schnell unübersichtlich und potentiell zu krass. Aber trotzdem, recht cooles Spiel.

    Hyperborea

    Die letzten Runden haben mich davon überzeugt, dass das nächste Mal definitiv ohne Rassenfähigkeiten gespielt wird. Die sind einfach zu unbalanced.

    Incan Gold

    Auch bekannt als "Diamant". Sehr cooles Push-Your-Luck-Spiel für große Spielergruppen. Keine Einwände.

    Jäger und Späher

    So wie ich das sehe der jüngste Spross der Kosmos 2-Spieler-Reihe. Irgendwo zwischen "Stone Age", "Targi" und "Asante". Viel interessante Aktion, viele Entscheidungen, etwas schade finde ich, dass die erfundenen Gegenstände keinen andauernden Effekt haben, weswegen die Bonusfelder, auf denen man für einen Siegpunkt zwei Gegenstände eintauschen kann/muss zum Automatismus werden. Aber davon abgesehen ein nettes, involvierendes kleines Spiel, das viele interessante Mechaniken intuitiv vereint.

    Kreml

    Was für ein wirklich, wirklich abgefahrenes Spiel. Gut? Vielleicht, keine Ahnung, für heutige, moderne Vorstellungen von einem guten Brettspiel jedenfalls sehr... ungewohnt. Ich meine, es stammt von 1986, da tickten die Uhren noch etwas anders. Diebischen Spaß macht es auf jeden Fall, einem anderen Spieler den KGB-Chef unter der Nase wegzuschnappen und dann den gerade im Sanatorium befindlichen Parteichef ins Arbeitslager nach Sibirien zu schicken, weil irgend jemand anders den gerne noch an der Spitze sehen würde. Sehr zufällig, gerade die Krankheitswürfe können das Ding echt swingy machen. Und ja, es ist gut möglich, dass man das Spiel gewinnt, ohne einen einzigen Handschlag zu tun. Und dafür ist es mit seiner Spielzeit von 30 Minuten bis drei Stunden definitiv potentiell zu lang. Aber wenn es brummt, dann richtig.

    Kyklades: Titans

    Ich mag das neue Brett nicht. Wirklich nicht. "Kyklades" sollte kein Wargame sein, dazu eignen sich die Mechaniken nicht. Und Cathala und Maublanc sind bei ihrem Versuch, ein bisschen Mehr Kampf in das Spiel einzufügen inzwischen ungefähr sechs bis acht Schritte zu weit gegangen. Vielleicht probiere ich demnächst mal ein paar der neuen Elemente auf der alten Karte aus, vielleicht bleibe ich auch einfach bei Grundspiel plus "Hades"-Erweiterung, davon konnte ich nämlich zeitweise nicht genug bekommen, während ich mich durch die zwei nicht besonders positiven "Titans"-Erfahrungen inzwischen dazu durchringen muss, das Ding überhaupt aus dem Schrank zu nehmen.

    Magestorm

    Beinhaltet einige coole Ideen, hoffentlich werden die späteren Szenarien noch interessanter. Das erste bestand nämlich hauptsächlich daraus, dass alle am Anfang aufgestellten Einheiten in die Mitte der Karte rennen und sich einen gewaltigen Punchup leisten, bis nur noch eine Seite steht. Was nicht so verkehrt ist, aber wozu dann überhaupt die Karte? Mal sehen.

    Merchant Of Venus

    Die FFG-Version von 2012, allerdings haben wir die klassischen Regeln gespielt. Cooles Spiel, wobei ich ein leichtes Runaway-Leader-Problem zu wittern glaube. Gerade bei zwei Spielern. Wer mehr hat, bekommt auch mehr. Rinse, repeat. Und für zwei Spieler ist die intergalaktische Ökonomie etwas zu stabil, so dass man relativ gut damit durchkommt, immer dieselben Traderoutes abzugrasen, sofern man mal eine praktische gefunden hat. Wobei ich komplett falsch liegen könnte. Wird sich zeigen, ich hab jedenfalls gut Lust, es nochmal zu spielen. Gerne dann auch mit drei Leuten.

    Metropolys

    Interessantes beinahe-Auktionsspiel. Beinahe? Naja, wirklich bieten tut man hier... kaum. Oder doch? Schwer zu sagen. Es wirkt jedenfalls nicht unbedingt so, als ob man eine Stadt aufbauen würde. Spaß macht's trotzdem, auch wenn das Brett etwas crowded ist. Aber schnell geht's.

    Mr. Jack Pocket

    Ich bin so schlecht. Ich bin so sackschlecht.

    Mythotopia

    Drei Viertel des Spiels sind verdammt cool. Dummerweise ist das letzte Viertel ziemlich mies. Auf dem Papier klingt es ziemlich interessant, das Spiel mit einer Aktion beenden zu können. In der Praxis entwickelt sich das Endgame aber zu einem ewigen Tauziehen zwischen den beteiligten Parteien (inklusive potentiellem Kingmaking). Wenn endlich mal eine wirklich brauchbare Endgame-Hausregel auftauchen würde, dann count me in. Bis dahin bleibe ich doch lieber bei "A Few Acres Of Snow".

    Nightfall

    Ich kämpfe noch damit, das Spiel cool zu finden. Das Ketten-System ist extrem cool, das Deckbuilding dementsprechend interessant. Das Card-Drafting am Anfang dauert mir allerdings zu lange und ist zu sehr ein Schuss ins Blaue, weil ich keine Ahnung habe, ob ich gute Combos zusammenkriege. Und noch dazu sind die Scoringregeln wie sie im Regelheft stehen ziemlich banane. Die vom Designer selbst vorgeschlagenen Hardcore-Regeln klingen besser. Trotzdem, ich bin nicht sicher, ob man "Nightfall" wirklich braucht, wenn man "Star Realms" hat.

    Pictomania

    Drei sind zu wenig. Muss ich demnächst mal mit einer größeren Gruppe ausprobieren. Lustig ist es definitiv, auch wenn es ein paar zu viele Scoring-Mechanismen gibt.

    Polis

    Extrem hartes und tiefes Strategiespiel für zwei. Schwer genug, überhaupt alle Regeln richtig hin zu bekommen. Aber definitiv interessant und zufriedenstellend. Muss ich demnächst mal wieder spielen, vielleicht mal schauen, ob die Online-Implementation bei BGA was taugt.

    R-Öko

    Nettes kleines Hand-Management-Kartenspiel. Portabel, simpel, tut nicht weh zu spielen. Geht auch recht gut mit zweien.

    Revolution!

    Viel Blind-Bidding mit unterschiedlichen Ressourcen. Könnte ein recht umfangreiches Runaway-Leader-Problem haben, keine Ahnung, bislang habe ich es nur einmal gespielt. Könnte etwas schneller gehen. Lag aber vielleicht auch an der Runde.

    Ristorante Italia

    Für den Theme erstaunlich ernsthaftes Ökonomie-Spiel. Glück ist durchaus vorhanden, allerdings überschaubar. Scoring ist etwas umfangreicher und inflationärer, als ich gedacht hätte, auch steigen die Geldbeträge, die den Spielern zur Verfügung stehen, exorbitant an. Die eine Runde, die ich gespielt habe, hat mir gefallen, allerdings habe ich das Gefühl, dass das Spiel eins von der Sorte ist, bei denen man keine Aktion verschenken darf. Da es Wagnisse unter Umständen aber belohnt, bin ich da nicht ganz so unzufrieden mit. Kann gerne noch mal auf den Tisch kommen.

    Road Kill Rally

    Was für ein schwachsinniges, schwachsinniges Spiel. Quasi "Death Race: The Boardgame" (der alte "Death Race", nicht der mit Statham). Gefällt mir gut, auch wenn wir in beiden bisherigen Runden einige Regeln stark verbockt haben. Keine Ahnung, was die optimale Spielerzahl ist. Drei sind zu wenige, sechs zu viel. Vielleicht mal vier ausprobieren.

    Saint Malo

    Nettes Würfelspiel, bei dem man seine Stadt mittels Filzstift auf einem abwischbaren Brett baut. Etwas gimmicky aber kurz und spaßig genug, dass man ihm das verzeihen kann. Bislang nur zu zweit gespielt, was angeblich die beste Spielerzahl ist, trotzdem interessieren mich mehr Spieler durchaus.

    Seasons

    Letztens nach langer Pause mal wieder ein paar Runden auf BGA gespielt. Entweder waren meine Gegner schlecht oder ich ziemlich gut. Hat mich jedenfalls wieder etwas angefixt, ich sollte mal die tatsächliche Brettspielversion wieder rausholen und demnächst auf den Tisch bringen.

    Sons Of Anarchy: Men Of Mayhem

    Interessantes Area-Control/Verhandlungsspiel. Coole Miniaturen (inklusive Drogentaschen und Pistolen), interessantes Gameplay, ich hab letztens die beiden ersten Cluberweiterungen gekauft und würde es jetzt gerne mit mehr als vier Leuten ausprobieren. Das treibt zwar wahrscheinlich die Dauer ziemlich in die Höhe, sorgt aber für viel (spielerinduziertes) Chaos. Man darf gespannt sein.

    Star Wars: Armada

    Ich bin kein großer Fan von Miniaturenspielen, aber das hat doch Laune gemacht. Auch wenn wir nur das Einführungsszenario zweimal gespielt haben, bei dem überschaubare Mengen von Raumschiffen beteiligt sind. Ich weiß nicht, ob größere Schlachten nicht etwas zu fiddelig werden, vor allem, wenn mehrere Sternenzerstörer beteiligt sind, könnte der Kram mit den Kommandorädern Überhand nehmen. Und so gut die Bewegungs- und Schussschablone sowie das Gelenkding gemeint sind, praktikabel sind sie nicht wirklich, weil man viel zu oft Wege durch Miniaturen hindurch ziehen muss. Aber macht auf jeden Fall Spaß. Nächste Woche wollte wir mal eine richtige Schlacht ausprobieren. Ich melde mich zurück.

    Star Wars: Das Kartenspiel

    War in der Spiele-Offensive-Geburtstagswundertüte. Hat ein paar nette Ideen, aber wieso sollte man das spielen, wenn man "Doomtown Reloaded" spielen könnte?

    Uncharted: The Board Game

    Der Theme ist ziemlich vernachlässigbar, aber rein mechanisch entpuppt "Uncharted" sich als äußerst spaßiges Tableau-Building-Game. Viele coole Combos sind möglich, auch wenn Luck-of-the-Draw hier wieder viel diktieren kann. Spielt sich aber flott genug, um nicht negativ aufzufallen.

    Welcome To The Dungeon

    Cooler Filler, bei dem man darum bietet, wer alle Monster im Dungeon mit weniger Equiment tot kriegt. Mit vier Spielern etwas zu lang, funktioniert auch zu zweit erstaunlich gut. Nicht weltbewegend, aber spaßig.

    Winter der Toten

    Die letzten paar Runden wurden vom Verräter ziemlich heftig getankt. Keine Ahnung, ob das teilweise unsere Schuld war, wahrscheinlich ja, aber andererseits tendiere ich inzwischen fast wieder dazu, die doppelte Menge an Nicht-Verräterkarten rein zu nehmen. Ich glaube, das Spiel kann auch ohne Verräter schon schwer genug sein.

    Fragt nicht, was sonst noch in meiner "Demnächst zu spielen"-Liste vertreten ist. Viel zu viel. Viel zu viel zu viel...
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  16. #76 Reply With Quote
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    Lange nichts mehr hier gepostet. Viel gespielt in der Zwischenzeit. Zu viel, um es aufzuzählen, also mal ein paar Worte zu den "wichtigeren" Spielen, die mir seitdem untergekommen sind.

    Der Herr des Eisgartens

    Die noch eurofiziertere Version von "Chaos in der alten Welt"? Keine versteckten Informationen, kein Zufall, kein Glück, alles, was hier über Sieg und Niederlage entscheidet, ist, wie gut du auf das reagieren kannst, was deine Gegner so tun. Hammerspiel. Ziemlich böse, da der beste course of action oft der ist, dem Gegner, der gerade schon am Boden liegt, noch mal ordentlich reinzugrätschen, weil der sich ja eh nicht wehren kann. Aber schön viel bluffing und double-guessing. Normalerweise würde es mir bei so einem tighten Spiel niemals einfallen, angesagte Aktionen verfallen zu lassen. Hier ist das besonders mit der "Erschaffen"-Aktion oft und gerne an der Tagesordnung, einfach nur, um den Gegner noch mehr in die Scheiße zu reiten. Wie ein Tritt ins Gesicht mit Ansage. Und das ist gut so.

    After Pablo

    Ungefähr so ähnlich, wie "Herr des Eisgartens". Ne, eigentlich nicht. Abgesehen davon, dass es Area Control ist, ein völlig anderes Spiel, aber ähnlich fies, wenn nicht sogar noch fieser. Glück (oder die Abwesenheit dessen) kann einen heir schon ziemlich beuteln, trotzdem ein sehr cooles Hand-Management-Spiel. Kein Wunder, ist ja auch von Nate Hayden. Ich hab viel zu viel dafür ausgegeben, jetzt muss das Ding auch öfter auf den Tisch kommen.

    Cthulhu Wars

    Auch hierfür hab ich viel zu viel ausgegeben, aber ich besitze es jetzt und wir spielen es normalerweise einmal die Woche, weswegen sich der Preis inzwischen bald amortisiert haben dürfte. Fazit: Das Ding wird besser und besser. Die Elder Signs gefallen mir nicht unbedingt, weil sie dafür sorgen können, dass das Ding relativ swingy wird. Davon abgesehen großartig. Ich freue mich sehr auf die zusätzlichen Fraktionen (Yog-Sothoth hab ich schonmal geproxyt und zweimal gespielt, absolut geil), aber auch ohne die ist der Wiederspielwert top.

    Doomtown: Reloaded

    Seitdem ich wieder einen regelmäßigen Gegner habe (und es mal meiner Freundin beigebracht habe) hat "Doomtown: Reloaded" sich zu meinem meistgespielten Spiel überhaupt entwickelt. Und vielleicht auch zu meinem liebsten. Die Struktur ist einfach so unendlich... offen. Man kann hier ganz verschiedene Taktiken verfolgen und einfach durch ein bisschen strategisches Geschick das ganze Ding, das schon längst verloren geglaubt war, noch drehen. Gestern erst zwei von drei Spielen gewonnen, in denen mein Gegner in den ersten paar Runden den Boden mit mir aufgewischt hat. Schade, dass der Fixer so früh ins Gras gebissen hat, cooler Typ. Entwirft auch immer großartige Geschichten. Mehr. MEHR!

    Wir sind das Volk!

    Das Pegida-Spiel für Rassisten. Nein, nicht wirklich. "Twilight Struggle"-ähnliches Spiel, in dem es um die Teilung Deutschlands zwischen 1945 und 1989 geht. Dreimal bislang gespielt (zweimal mit den 2.0-Regeln... und erst ab dem zweiten Mal überhaupt mit den "richtigen" Regeln). Ein interessantes Tauziehen, bei dem man (zumindest als Ostdeutschland) oft mehr damit beschäftigt ist, die eigenen Brände zu löschen, als dem Gegner eine reinzuwürgen. Ich bin schon ein bisschen Stolz darauf, dass ich es gestern geschafft habe, die Bundesrepublik unter Massenprotesten zusammenbrechen zu lassen. Ansonsten natürlich ein sehr tiefes Spiel, das man oft gespielt haben muss, um ein richtiges Gefühl dafür zu bekommen, was Sache ist. Ich enthalte mich mal noch eines Urteils.

    Spartacus: A Game Of Blood And Treachery

    Von den gleichen Designern wie "Homeland" und "Sons Of Anarchy". Mischung aus Take-That-Kartenspiel, Auktionsspiel und taktischem Miniaturenskirmish-Spiel. Und aus irgend einem mir nicht ganz verständlichen Grund funktioniert die Sache. Vielleicht ist es die tighte Struktur der Take-That-Runden, die Tatsache, dass nicht einfach jeder nach Gusto jede Karte reinwerfen kann. Vielleicht sind es die interessanten Möglichkeiten, die sich aus den Verhandlungen ergeben. Vielleicht sind es die wirklich schnellen, kurzen Kämpfe, bei denen an sich keine große Taktik gefragt ist, sondern einfach mehr oder weniger "ausgewürfelt wird", wer gewinnt. Das Spiel läuft einfach, obwohl es sicher nicht besonders kurz ist. Macht einfach Laune, darf gerne öfter. Ich hab übrigens, nachdem ich eine Weile die englische Version besessen habe, vor kurzem die deutsche inklusive der ersten Erweiterung ersteigert. Bin mal gespannt auf die 2vs2-Kämpfe.

    Sheriff Of Nottingham

    Bluffen, Verhandeln, ein bisschen Social-Deduction? An sich ein nettes, cooles Spiel, ich finde es immer recht schwer, selbst in der Rolle des Sheriffs zu sein, aber ansonsten ganz coole Sache, dem aktuellen Kontrolleur kackdreist ins Gesicht zu lügen. Die Beutelchen sind nicht ganz so geil, ich habe noch die alte Version "Hart an der Grenze", da sind coolere Metallkoffer drin.

    XCOM

    Ich bin kein großer Fan von kooperativen Spielen. Deswegen hatte "XCOM" es von Anfang an nicht besonders leicht bei mir. Es ist schon irgendwo ganz interessant, der Echtzeitaspekt kann wirklich für Stress sorgen und verhindert, dass einem ein Alphagamer reinquatscht. Schade, dass sich das Gameplay an sich dann in purem Push-your-Luck-Gewürfel erschöpft. Es ist ganz nett, die ganzen erforschbaren Technologien machen Laune, weil man wirklich merkt, wie man besser wird, aber der Zufall kann einem ziemlich viel kaputt machen. Nichts, was ich unbedingt spielen müsste, aber war mal ganz interessant.

    Blood Rage

    "Blood Rage" ist ja zur Zeit schlichtweg DER SHIT. Ich kann ehrlich gesagt nicht ganz verstehen wieso, bzw. sehe den universellen Appeal nicht so ganz. Es ist ganz nett, aber im Zweifelsfall würde ich jederzeit eher zu "Cthulhu Wars", "Chaos in der alten Welt" oder "Herr des Eisgartens" greifen. "Blood Rage" ist mir zu sehr tighte Punktehatz mit langweiligen "7 Wonders"-Karten, als dass ich wirklich begeistert davon sein könnte. Kann man mal spielen, vor allem, weil es auch recht flink von der Hand geht, aber ansonsten hat es nichts zu bieten, was nicht andere Spiele schon besser gemacht hätten.

    Castles Of Mad King Ludwig: Secrets

    Endlich Burggräben, yes! Ich liebe dieses Spiel.

    Isle Of Skye

    "Castles Of Mad King Ludwig" trifft auf "Carcassonne". Ich warte noch sehnsüchtig auf meine eigene Version, aber die eine Runde, die ich gespielt habe, war sehr, sehr cool.

    So, sollte erst mal reichen. Bald mehr! Dann vielleicht auch endlich auf Youtube mit Videos, falls ich mal meinen Arsch von der Couch bekomme.
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  17. #77 Reply With Quote
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    "Herr des Eisgartens" mein absoluter favorit!! ))
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  18. #78 Reply With Quote
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    "Herr des Eisgartens" mein absoluter favorit!! ))
    Ob es einer meiner absoluten Favoriten wird, wird sich im Laufe der Zeit zeigen müssen, aber neben "Cthulhu Wars" ist es im Augenblick so ungefähr das Spiel, um das sich meine Gedanken am Meisten drehen. Bin schon ziemlich heiß drauf, es nächsten Montag mal wieder zu spielen.
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  19. #79 Reply With Quote
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    Montag gespielt, war geil. Hab gemerkt, dass eine Siegpunktstrategie ziemlich gut funktioniert. Hatte am Ende ~73 Punkte und damit gewonnen.

    Davon abgesehen gestern:

    Siena

    Was für ein fürchterliches, fürchterliches Spiel.

    Heute:

    Clockwork Wars

    Was für ein großartiges, großartiges Spiel.
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  20. #80 Reply With Quote
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    So, was hatten wir letztlich? Ah ja.

    Mafia De Cuba

    Prinzipiell ein ganz interessanter Social-Deduction-Twist, aber ich bin immer noch nicht ganz sicher, ob das Ding wirklich funktioniert. Wahrscheinlich meistens schon, ja, aber... Letztesn hatten wir so eine Runde, die mit der ersten Frage durch war. Das war einfach eine zu souveräne Antwort, als dass es irgend was zu zweifeln gegeben hätte, und dann war der Käse auch schon gegessen. In der Runde danach lief es so ähnlich. Ungeschickte Verteilung der verschiedenen Rollen am Tisch kann das Ding komplett gegen die Wand fahren und man weiß vorher nicht, ob das schief gehen wird oder nicht. Dafür dauert's nur zehn Minuten pro Runde. Scheitert leider oft daran, dass es unter acht Leuten quasi unspielbar ist... Hm.

    One Night Revolution

    Mehr Kontrolle als beim Werwolf-Konterpart. Vielleicht etwas zu viel? Keine Ahnung. Was ich weiß ist, dass die Nachtphase immer das Schlimmste in den Menschen hervorbringt. Was fuckin' hilarious ist. Natürlich kann einen das Glück oder die Abwesenheit desselbigen mal wieder total beuteln, aber... An sich ganz nett. Schadet nicht zu haben und funktioniert interessanterweise schon ab recht geringen Spielerzahlen.

    10' To Kill

    Ein wenig zu thinky für die kurze Spielzeit, zumindest hatte ich in den zwei Runden etwas das Gefühl. Auch spielt Glück definitiv eine Rolle. In der ersten Runde habe ich in drei aufeinanderfolgenden Runden meine drei Ziele eliminiert und keiner konnte was dagegen tun. In der zweiten Runde ist jemand dumm rausgeflogen und hat es sich dann zur Aufgabe gemacht, alle anderen verhaften zu lassen, was dann in einem gewaltigen Massaker endete. An sich ganz cool, vor allem im Bezug auf die Spielzeit, vielleicht helfen die Erweiterungen etwas.

    Agent Hunter

    Geht immer mal wieder. Auch wenn es kein Feuerwerk der Balance oder der Innovation ist.

    Clockwork Wars

    Wow bin ich schlecht in dem Spiel. Inzwischen dreimal gespielt, zweimal zu dritt, einmal zu fünft. Ich habe jedes einzelne Mal erbärmlich abgeschnitten. Wahrscheinlich, weil ich einfach viel zu konfrontativ in die Sache rein gehe. Sau cooles Spiel, wirklich, muss öfter sPiele.

    Cucina Curiosa

    Ich mag das Spiel. Ich bin nur viel zu gut darin. Fünfmal gespielt, 100% Siegesquote. In der Hälfte der Spiele hab ich die absolut maximal mögliche Punktzahl eingefahren, da hätte höchstens jemand mit mir gleich ziehen können. Und ehrlich gesagt fiel mir das nicht besonders schwer, wahrscheinlich könnte ich das jederzeit wieder reproduzieren. Wenn ich scheinbar auch nur ein Talent habe, dann ist es ein räumliches Vorstellungsvermögen. Und daher hat eh quasi niemand eine Chance gegen mich.

    Oh My Goods!

    Beim ersten Mal mit der hälfte der Regeln falsch gespielt, eher so meh befunden. Beim zweiten Mal endlich mit den richtigen Regeln, beim dritten Mal mit den neuen Version 1.4 Regeln. Es ist... eigentlich ganz cool. Push your luck engine building ist nicht unbedingt etwas, was ich als eine wirklich gute Idee vermutet hätte, aber zumindest mit den neuen Regeln funktioniert das doch ganz manierlich. Ich bin relativ scheiße in dem Spiel, aber davon abgesehen gefällt es mir, obwohl ich wie bei so vielen anderen ähnlich gerichteten Spielen das Gefühl habe, dass es genau dann endet, wenn die Engine mal so richtig zu funktionieren beginnt. Sollte aber eh nicht länger sein. Ach ja, total bescheuerter Name.

    Jäger der Nacht

    Erste Runde war lustig, fünf von sieben Leuten haben gewonnen (alle Vampire sind rausgeflogen, die Werwölfe haben gewonnen und irgendwie hat gleichzeitig jeder Mensch sein Ziel erfüllt). In der zweiten haben wir die Agressivitäten dann ein wenig übertrieben und der Mensch, dessen Ziel es war, zu erst zu sterben, hat das Ding nach Hause gefahren. Immer wieder nett.

    Zug um Zug: Europa

    Noch so ein Spiel, in dem ich verdammt gut bin, wahrscheinlich, weil mir auch wieder Planung und so ganz gut liegt. Durch die Bahnhöfe wird die Sache sogar noch etwas einfacher, weil man gegnerische Routen mitbenutzen darf. Schönes, nettes Spiel, das man gut runterspielen kann und das für jede Spieleranzahl gut funktioniert. Die Leute sagen so oft, dass JEDER zumindest eine Version von "Zug um Zug" im Schrank haben sollte. Vielleicht stimmt das sogar.

    Boomtown

    Der Auktionsmechanismus ist interessant, das Spiel selbst aber leider völlig random. Was wahrscheinlich kein Problem ist, wenn man's in zwanzig, dreißig Minuten spielen kann. In unserer Runde dauerte es wegen langsamen Spielern leider etwas länger. Muss ich demnächst noch mal ausprobieren.

    Booty

    This or Shitenno? Shitenno or this? Die beiden Spiele sind sich so unglaublich ähnlich, dass ich wirklich nicht beide im Schrank brauche... Oder? Aber wenn ich eins abstoßen will, welches dann? Hm... Wahrscheinlich darf "Booty" bleiben. Einerseits, weil es bis sechs Personen spielbar ist, während "Shitenno" nur bis vier geht, andererseits hat es doch ein paar mehr Layer, was die Set-Collection angeht. Weniger direkte Konkurrenz vielleicht, aber an sich... Ja, doch, ganz cool.

    City of Iron (Second Edition)

    Eiiiiigentlich ein ganz nettes Spiel, mir prinzipiell aber etwas zu fiddelig und etwas zu thinky. Es gibt so viele Dinge, die man durchrechnen, abwägen, entscheiden muss. Und dann kommt so ein Arsch daher und macht alles zunichte, indem er genau das, was man selbst tun wollte, einen Augenblick früher tut. Prinzipiell würde ich das alles als Pluspunkte für das Design ansehen. Und tue ich irgendwie auch. Trotzdem bin ich nicht sicher, ob das Spiel so wirklich für mich ist. Es ist eins dieser Spiele, das mich zu sehr gängelt, ganz besonders produktiv und effizient zu sein, dass es mir nicht erlaubt, irgend welche Risiken einzugehen und einfach mal irgend etwas "auszuprobieren". Andererseits können die anderen Spieler mir zu leicht einen Strich durch die Rechnung machen. Ich weiß, das ist so ungefähr genau das Gegenteil von dem, was ich "Terra Mystica" angekreidet habe. Wahrscheinlich stoße ich mich bei beiden Spielen einfach an der Effizienz-Komponente.

    Don't Turn Your Back

    Noch mal Deckbuilding, vermischt mit Worker Placement und Area Control. Klingt komisch? Ist es auch. Mehr als die meisten anderen Deckbuilder fühle ich mich bei "Don't Turn Your Back" immer so, als ob ich mich mit Händen und Füßen durch die neun Runden stümpern würde. Ich baue keine Engine, ich habe kein Konzept, was meine übergreifende Strategie für das Spiel angeht, ich schaue mir einfach meine Handkarten an, überlege, was damit so alles geht, und dann Augen zu und durch. Bislang hat es beide Male geklappt, ich habe beide bisherige Spiele gewonnen. Wie? Keine Ahnung. Indem ich immer im richtigen Augenblick das richtige getan habe, schätze ich. Also total Random? Wahrscheinlich nicht, wenn man gegen erfahrene Spieler spielt. Die feinen Nuancen bilden sich wahrscheinlich erst raus, wenn man einen Überblick darüber hat, was das Spiel eigentlich so "kann". So wie es ist, finde ich es - obwohl das Gameplay an sich recht limitiert ist - ziemlich cool. Cooles Artwork, sehr überschaubare Spielzeit, einfach jemandem beizubringen und spielt sich angenehm flott und intuitiv. Keine Ahnung, ob es sich mit der Zeit abnutzt oder ich irgendwann feststellen muss, dass es doch einfach nur total Random ist, bislang habe ich viel Spaß damit.

    Eldritch Horror

    Immer noch gut. Entweder hat die zweite Erweiterung es viel viel schwerer gemacht, oder ich baue einfach ab.

    Angriff der Aliens aus dem All

    So wie "Scotland Yard", wenn alle Mister X wären. Und manche Mister X versuchen müssten, die anderen Mister X zu fressen. Es ist ein bisschen lang (oder vielleicht waren das nur wir) und die Player Elimination kann hart und fies zuschlagen (vielleicht mal mit der Infektionsvariante ausprobieren), aber es ist nicht halb so zufällig, wie ich zuvor gedacht hätte, und es sorgt oft und gerne für sau coole Augenblicke (ich werfe einen Scheinwerfer auf ein Feld, um festzustellen, ob da ein Alien in der Nähe ist, der Mensch zwei Plätze zu meiner Linken gibt ein frustriertes "Ach Scheiße" von sich und deckt auf, dass er da rumgammelt... Oder der großartige Augenblick, als der letzte Mensch vor zwei Aliens geflohen ist, das eine Alien auf ein Feld springt, da angreift und das zweite Alien daraufhin bekannt gibt: "Okay, ich bin tot"). Sicher nichts für jedermann oder für immer und alle Zeit, aber doch sehr interessant.

    Fortress America

    *seufz* Das war sicher mal ein gutes Spiel. Aber gealtert ist es nicht besonders gut. Zu lang, zu random, zu viel Downtime... Was extrem schade ist, weil man einfach viele Miniaturen aufeinander werfen kann, hier in gloreicher Magnitüde gestorben wird, etc. pp. Ich könnte mit der Länge leben. Ich könnte mit dem Zufall leben. Ich kann nicht mit der Kombination aus beidem leben. Zu lang für so ein zufälliges Spiel, zu zufällig für so ein langes Spiel. Interessant aus historischer Sicht. Ansonsten würde ich aber jederzeit "Nexus Ops", "Bioshock Infinite" oder von mir aus auch "Conquest of Nerrath" vorziehen.

    Fortuna

    Ich erinnere mich noch, wie ich die Regeln auf dem Klo gelesen habe (shut up!) und mir dachte "Hey, das klingt echt cool". Dann habe ich mir die Karten angeschaut, die den Hauptteil des Spiels steuern und ich dachte mir eher "Wow, die sehen ziemlich langweilig aus". Die Wahrheit liegt hier wie so oft irgendwo in der Mitte. Ja, das Gameplay an sich ist ziemlich cool. Ja, die Aktionen selbst sind recht pedestrian, wie der Engländer sagt. Alles in allem macht das aber trotzdem ein angenehm spielbares Ressource Management Spiel, das durch das Würfelelement nicht zu verkopft daher kommt. Es ist ein wenig schade um die cooleren Spielelemente ("Hey, ich kann heiraten, woooo! Was bringt das? Äh... Ich kann ein Feld benutzen, das unverheiratete Leute nicht benutzen können. Eh..."), aber alles in allem macht "Fortuna" definitiv Spaß.

    Hart an der Grenze

    Ein paar Sachen macht das Ding besser als "Sheriff of Nottingham", ein paar schlechter. Die Metallkoffer sind cool. Vielleicht sollte ich einfach demnächst "Hart an der Grenze" mit "Sheriff of Nottingham"-Regeln spielen.

    In Flanders Field

    Kam nicht bei allen super an und ich kann die Probleme durchaus sehen. Aber alleine aus Kuriositätsgründen kann ich mich nicht von dem Ding trennen. Eine "Can't Stop"-Variante von Martin Wallace? Deren Box-Blurb kackdreist behauptet, dass das Ding irgendwie die schröcklichen Entscheidungen simmuliert, die kommandierende Offiziere im ersten Weltkrieg treffen mussten? Whatzefuck, guys. Spielerisch ist "Can't Stop" natürlich weit überlegen, aber... Irgend was hat "In Flanders Field". Zumindest ist es kurz.

    Kemet

    Mit der "Ta-Seti"-Erweiterung. Die es irgendwie geschafft hat, alle Kritik, die ich an "Kemet" hatte, null und nichtig zu machen. Nicht, weil die Kritikpunkte verschwunden wären. Im Gegenteil, "Ta-Seti" tackert so viele merkwürdige Anhängsel an den eigentlich recht eleganten Rumpf des Grundspiels dran, dass daraus ein klobiger, chaotischer Haufen geworden ist. Ein gloreicher Haufen, der es endlich erlaubt, total wahnsinnige Spielzüge zu machen und damit durchzukommen. Indem dem Grundspiel die Eleganz genommen wird, ergeben sich ganz neue Möglichkeiten, das Spiel zu spielen und dabei auch noch konkurrenzfähig zu sein. Ich liebe es immer noch nicht, aber die Erweiterung hat mir dabei geholfen, meinen Frieden mit dem Spiel zu machen.

    King Me!

    Ich wüsste nicht mal, wie genau ich das Spiel kategorisieren sollte. Ein Hauch von Social Deduction? Eigentlich nicht. Also... nicht so wirklich. Normale Deduction? Eigentlich ziemlich egal. Voting? Ja, schon irgendwie, ein wenig. Was hat BGG noch anzubieten? Bluffing? Vielleicht. Ach, sei's drum, "King Me!" ist ein lustiges, verdammt schnelles Spiel, das völlig schwachsinnige Wendungen nehmen kann und immer für viel Gelächter sorgt. Nicht groß drüber nachdenken, einfach machen.

    Kobayakawa

    "Love Letter" trifft auf "Poker" oder so ähnlich. Spielt sich ganz gut mit vielen verschiedenen Spielerzahlen, get schnell, ist halt komplett themeless, aber für zehn Minuten ist das trotzdem nicht übel.

    Madame Ching

    Angeblich am Besten zu zweit. Ich persönlich fand die Zweispielerversion ein wenig anstrengend (jeder managed zwei Schiffe mit einer einzigen Kartenhand). Außerdem war das Spiel länger, als ich mir gewünscht hätte. Ganz cool an sich, vielleicht besser mit dreien, vielleicht schneller, wenn man mal drin ist. Nicht verkehrt, aber auch nicht weltbewegend.

    Port Royal

    In letzter Zeit wieder seltener gespielt. Ich selbst schlage das Spiel eigentlich eh nie vor, aber wenn irgend jemand anders es tut, bin ich normalerweise bereit, es zu spielen. Mit der Erweiterung ergeben sich interessante neue Möglichkeiten, meine total waghalsige Strategie geht oft genug auf, scheitert aber auch oft genug grandios. Kann bleiben.

    Der Widerstand

    Ich hab inzwischen beide Erweiterungen, letztens haben wir davon aber nur das aus "Avalon" bekannte Merlin-Modul benutzt. Weiß nicht, ob mir das gefällt. Es ist wirklich sau schwer für Merlin, irgend etwas zu tun, ohne sich komplett zu verraten. Das Spiel an sich? Ja, cool, das Metagame ist etwas zu hart, ich hoffe, dass da ein paar von den anderen Erweiterungsmodulen mit aushelfen. Ich komm in letzter Zeit irgendwie recht selten dazu, braucht halt auch viele Leute.

    Roads & Boats

    Hab mich mal solo reingefuchst, weil wenn man da sau viel Geld für liegen lässt, sollte man auch wissen, was Sache ist. Hartes Spiel. Cool, aber sau hart. Ich hab etwa die Hälfte der Regeln komplett versemmelt, aber ich fühle mich jetzt doch relativ sicher drin, so dass ich vielleicht mal einen Mitspieler in die Verantwortung nehmen könnte. Wenn man nur mal die exorbitanten Zeitanforderungen erfüllen könnte...

    Rokoko

    Und noch mal Deckbuilding. Irgendwie. Eher "Concordia" als "Dominion". Ja, ist ganz cool, wäre cooler, wenn es kürzer wäre, weil so besonders viel zu tun gibt es nicht. Das Thema ist Geschmackssache, aber doch, kann man mal gespielt haben. Weiß aber nicht, ob es bei mir zum Dauerbrenner wird.

    Spells Of Doom

    Genau DAS, was das "Magic"-Brettspiel hätte sein müssen. Würde ich sagen, wenn ich endlich verstanden hätte, wie dieses verdammte Spiel funktioniert. Die Regeln wirken gar nicht so kompliziert, aber dann setzt man sich hin und fängt an zu spielen und merkt, dass man keine Ahnung hat, was eigentlich los ist. Im Zweispielerspiel hat Agression sich deutlich gegen eine defensive Strategie durchgesetzt, ich bin gespannt, wie das zu viert werden könnte. Muss noch mal testen.

    Splendor

    Endlich auch bei mir im Haus verfügbar. Wobei ich glaube, dass meine Version noch gar nicht gespielt wurde. Egal, sehr gutes Spiel, nachdem ich anfänglich ziemlich gut drin war, muss ich langsam mal meine Strategie überdenken. Ich fahre immer ziemlich gut, komme aber einen Zug zu spät damit durch. Hilft nur mehr üben!

    A Study In Emerald

    Ach was war das mal wieder für eine gloreiche Runde. Ich als Vampirfürst lasse Sherlock Holmes von Vampirella Irene Addler durch Nordafrika und Südeuropa jagen, bevor irgend eine andere Agentin ihn schließlich in Den Haag assassinieren konnte. Leider hat mein Loyalisten-Kollege in der Zeit mächtig Punkte gemacht und das Spiel für sich entscheiden können. Ich liebe, liebe, liebe es. Müsste ich viel öfter spielen, vor allem, da man es - geübte Mitspieler vorausgesetzt - in etwa 60 bis 90 Minuten durchprügeln kann.

    Sun, Sea & Sand

    Nettes Worker Placement/Tile-Laying-Spiel mit coolem Urlaubsthema. Es gibt ein bisschen zu wenig zu tun (nur vier mögliche Aktionen) und der Rucksacktourist funktioniert nicht so gut, wie ich das erhofft hatte, aber es ist einfach ein hübsches, lauschiges Spiel, das inoffensiv Freude bereitet. Kein zweites "Schlösser des König Ludwig" oder "Isle of Skye", aber trotzdem gut.

    Tides of Time

    Drafting wie auch ich es akzeptieren kann. Zu zweit und kurz. Ich verstehe den Drafting-Hype eh nicht so ganz, aber das Ding hier läuft ganz gut. Bin recht gespannt auf die Cthulhu-Variante.

    Vegas Showdown

    Hatte ich mir auch zugelegt in der Hoffnung ein weiteres "Seht her, was ich gebaut habe!!!"-Spiel zu finden. Und das ist es auch. Kind of. Die Tiles, die man legt, sehen leider eher langweilig aus, ich bin nicht ganz sicher, ob die Auktionen in Verbindung mit den Eventkarten wirklich so gut funktionieren (keiner von uns konnte ein wirklich anständiges Einkommen aufbauen, deswegen waren die meisten Teile lange Zeit viel zu teuer), aber alles in allem abgesehen von den eher schäbigen Komponenten ein nettes kleines Aufbauspiel.

    Kuhhandel

    Mit der "Zwei Tiere aufdecken und beide versteigern"-Variante ziemlich cool. Meine Bluff-Fähigkeiten sind eher überschaubar, manchmal brummt's, manchmal nicht. Trotzdem mag ich das Spiel. Könnte vielleicht sogar noch etwas kürzer sein.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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