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Allgemeines Brettspielgeplauder

  1. #41 Reply With Quote
    Drachentöter Vertaler's Avatar
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    Och, es gibt auch gute neue. Derzeit läuft z. B. ein Kickstarter für 18OE, das sicher interessant wird. Auch sehr teuer, aber ich finde es trotzdem (obwohl ich es nicht kaufen werde) faszinierend, daß es entwickelt wird und dann später auch von Leuten gekauft und gespielt. Dieses 18XX wird ein Monster.
    Es entsteht immer wieder Anlass zu vorsichtiger Lebensfreude, wenn man sich vor Augen hält, was es alles nicht gibt und was es daher vielleicht auch niemals geben wird.

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  2. #42 Reply With Quote
    Forentroll  Harbinger's Avatar
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    Ach, da ja genug Leute gerne "Diplomacy" oder "Europa Universalis" spielen wundert mich eh nicht mehr viel

    Ich hab viel zu lange nix mehr hier geschrieben Also jetzt mal ein relativ rasches Roundup von Dingen, die mir in letzter Zeit vor die Flinte gekommen sind. Vorsicht, hier wird scharf geschossen:

    Libertalia
    Ziemlich cool eigentlich, geht recht schnell, bietet eine simple Mechanik, ist aber trotzdem einerseits zufällig, andererseits fair genug, um auf Dauer Laune zu machen. Ich hab's bislang nur auf Boardgame Arena gespielt, vielleicht kaufe ich es mal irgendwann.

    Seasons
    "Seasons" ist sau cool. Ne, echt jetzt. Würfeln, Mana sammeln, Karten ausspielen, den Leuten immer genau das wegschnappen, was sie jetzt gebraucht hätten, total krasse Kombos rausballern, etc. pp. Was mich allerdings immer mehr stört ist die mangelhafte Spielerinteraktion. Man sollte sich schon den einen oder anderen Stock mehr in die Beine werfen können, so sitzt man oft nur ungeduldig da, während irgend jemand den krassesten Kram abzieht. Vielleicht bessert sich das ja mit kommenden Erweiterungen. Ich hoffe es sehr. Aber das Grundgerüst für ein sehr cooles Spiel steht schon mal.

    Jaipur
    Extrem simples aber sehr gutes Spiel für zwei Spieler. Geht schnell, lässt viel Platz für Taktik, macht einfach Spaß. Viele Daumen hoch.

    Würfel Bohnanza
    Nicht übel, wenn auch quasi komplett glücksabhängig. Kann man mal spielen, wenn man keine Lust auf irgend was zum Nachdenken hat. Hab's bislang noch nicht mit mehr als 2 Leuten ausprobiert, ich hörte aber, dass es sich da nicht so gut machen soll.

    Gold Nuggets
    Extrem schnelle Take-that/Farkle-Mischung, die sich für nebenher sicher gut macht. Keine Einwände.

    Zombie Fluxx
    Ich glaube, über die Scheiße brauch ich nicht groß Worte verlieren. Finger weg. Dringend.

    Deukalion
    Ich bin nach wie vor erstaunlich begeistert von dem Spiel, vor allem dafür, dass ich es für knapp 4€ bekommen habe. Es ist sicherlich kein taktisches Meisterwerk oder so, aber es spielt sich flüssig, hat wenig Downtime und die eigenen Soldaten zu "würfeln" macht wirklich Spaß. Sicher könnte man ein paar Dinge dran drehen, aber für was es ist - und vor allem für den Preis - ist es nicht verkehrt.

    Smash Up
    Seufz... Ich will das Spiel wirklich gerne mögen. Und es machte bislang auch jedes Mal viel Spaß. Noch dazu ist es quasi unendlich erweiterbar und die bisherigen Fraktionen spielen sich wirklich alle sehr unterschiedlich. Aber... Es dauert einfach (bislang) immer länger, als es sollte. Keine Ahnung, ob ich es einfach öfter mit derselben Gruppe spielen sollte, die weiß, was sie tut, oder ob das Ding ein paar Hausregeln braucht, die die Spielzeit kürzen... Hm.

    Blue Moon
    Erstaunlich unelegantes Design für Knizia, irgendwie nicht besonders involvierend. Mehr ein Spiel, das sich selbst spielt, als sonst irgend etwas. Vielleicht interessanter, wenn man eigene Decks baut, aber da bin ich nicht so der Typ für.

    Feudalherren
    Simples Aufbauspiel mit Würfeln. Hat einige interessante Ideen und spielt sich recht flott, aber Strategie sollte niemand erwarten.

    Kemet
    FUCKING A! Fühlt sich sehr ähnlich wie "Kyklades" an, auch wenn es sich doch recht stark davon unterscheidet. Muss ich dringend bald wieder spielen.

    Space Alert
    Einerseits macht's doch jede Menge Spaß und ist durch krasse Hektik und Panik äußerst amüsant, andererseits bin ich nicht ganz sicher, wie es sich auf lange Sicht machen wird. Naja, wir werden sehen.

    Fremde Federn
    Die eine Runde, die wir bei Vertaler spielten, fand ich ziemlich interessant, aber auch hier bin ich nicht ganz sicher, wie sich das auf lange Sicht machen würde. Die Mischung aus Deckbuilding und sehr "beschränktem" Einfluss darauf, wie man sich denn sein Deck jetzt baut, ist interessant, das Worker Placement recht spartanisch, aber hey. Kann man auf jeden Fall noch einige Male spielen, vielleicht fällt mir dann mehr dazu ein.

    Außerdem noch hier und recht heiß ersehnt: "Isla Dorada". Irgendwie konnte ich in letzter Zeit niemanden dazu bewegen, das mit mir anzutesten, obwohl ich da mittelschwer viel Potential für eine gut aufgelegte Runde vermute. Beim CT dann auf jeden Fall!
    Und jetzt kommt ihr.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


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  3. #43 Reply With Quote
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    Alter Falter. Gerade eben hab' ich den Kolegen ulix zerkeyflowert. Krasse Scheiße kann ich da nur sagen, ein geruhsamer Abend mit "Luna", "Keyflower", "Tzolk'in" und "Dungeon Lords" würde mich sicher mal interessieren. Ich glaube, mehr worker-placement-technische Stirnlappenpenetration ist schwer möglich.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  4. #44 Reply With Quote
    Drachentöter Vertaler's Avatar
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    Hab mir vor kurzem Fürstenfeld gekauft und bin nach bisher 4 Spielen positiv überrascht: bei BGG hat das Spiel eher schlechte Bewertungen enthalten, aber eben auch ein paar sehr gute, und bisher würde ich mich auch eher der kleineren Gruppe der „Fans“ zuordnen. Das Spielprinzip ist quasi Deck Building, aber andersherum als man es normalerweise kennt: alle Spieler haben von Anfang an alle Karten und es ist das Ziel, diese möglichst geschickt abzuwerfen / in eine gute Reihenfolge zu bringen, um am Ende zu gewinnen. Ungewöhnliches Vorgehen, aber es klappt. Wobei die Gesamtzahl an möglichen Strategien bei gerade mal 28 Karten (10 unterschiedlichen „Aktionen“) nicht gerade groß ist. Es scheint mir, ich hätte nun schon fast die „optimale“ Strategie gefunden – zumindest gegen meine bisher einzige Spielpartnerin
    Es entsteht immer wieder Anlass zu vorsichtiger Lebensfreude, wenn man sich vor Augen hält, was es alles nicht gibt und was es daher vielleicht auch niemals geben wird.

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  5. #45 Reply With Quote
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    Alter FF-Fanboy Hab mir gerade mal Tom Vasels Review dazu angeschaut. Sein Fazit war zwar eher mittelprächtig, aber ausprobieren würde ich's mal. Wann hasten mal wieder Zeit?
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  6. #46 Reply With Quote
    Burgherrin Kelpie's Avatar
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    Quote Originally Posted by Count View Post
    Smash Up
    Seufz... Ich will das Spiel wirklich gerne mögen. Und es machte bislang auch jedes Mal viel Spaß. Noch dazu ist es quasi unendlich erweiterbar und die bisherigen Fraktionen spielen sich wirklich alle sehr unterschiedlich. Aber... Es dauert einfach (bislang) immer länger, als es sollte. Keine Ahnung, ob ich es einfach öfter mit derselben Gruppe spielen sollte, die weiß, was sie tut, oder ob das Ding ein paar Hausregeln braucht, die die Spielzeit kürzen... Hm.

    Blue Moon
    Erstaunlich unelegantes Design für Knizia, irgendwie nicht besonders involvierend. Mehr ein Spiel, das sich selbst spielt, als sonst irgend etwas. Vielleicht interessanter, wenn man eigene Decks baut, aber da bin ich nicht so der Typ für.
    Wo ich das grade lese...
    Smash Up habe ich Anfang des Jahres mal gespielt und die Runden waren (auch mit mehreren Leuten) immer recht fix zu Ende. Leider. Mir würde es eher länger Spaß machen. Es ist auf jeden Fall ein sehr interessantes Spiel.

    Und Blue Moon... ich glaube vor Ewigkeiten...ist bestimmt schon einige Jahre her...habe ich mir das Spiel mal gekauft (wenn man hier von dem selben Blue Moon redet). Habs aber damals nicht verstanden und weggeräumt. Ist es so komplex, wie es mir damals vorkam?
    "Kelpie, du bist echt NSFL!"
    Tawarien
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  7. #47 Reply With Quote
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    Kommt drauf an, wie komplex es dir vorkam Eigentlich fand ich es sogar ultrasimpel. Ich spiel 'ne Karte, mein Gegner spielt 'ne Karte. Rinse, Repeat. Große Auswahl hat man eh nicht, da eh viel zu wenige Karten auf der Hand und wenn man überhaupt eine hat, die passt, dann nimmt man die, ansonsten gibt man auf. Ich hab's nur einmal gespielt, aber beeindruckt war ich nicht.

    Und der Trend, dass "Smash Up" irgendwie zu lang ist für das, was es ist, bekräftigt sich bei mir leider mehr und mehr. Trotzdem habe ich gerade kürzlich die zweite Erweiterung gekauft Vielleicht klappt's ja doch irgendwann noch mal mit der Zeit.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

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  8. #48 Reply With Quote
    Burgherrin Kelpie's Avatar
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    Ich hab mir grad nochmal die Beschreibung durchgelesen. Hab das Spiel vor 10 Jahren gekauft da war ich zarte 14 Jahre da wars mir noch zu kompliziert. Aber jetzt erschließt sich mir das ganze System irgendwie besser. Scheint eine Mischung aus Magic und (*würg*) Yu Gi Oh zu sein mit einigem an Bonusvölkern. Sollte also jetzt nicht mehr so komplex sein

    Hmmm ich fand die Kombination der Ninjazombies sehr amüsant zu spielen
    "Kelpie, du bist echt NSFL!"
    Tawarien
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  9. #49 Reply With Quote
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    Hab letzte Woche zum ersten mal "Phase 10" gespielt. Das macht süchtig, kann ich nur empfehlen!
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  10. #50 Reply With Quote
    Burgherrin Kelpie's Avatar
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    Oh ja, Phase 10 macht schon richtig Spaß, das stimmt. Hatte das glaube ich mal an einem Silvester gespielt irgendwann sehr amüsant.
    "Kelpie, du bist echt NSFL!"
    Tawarien
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  11. #51 Reply With Quote
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    Zu "Phase 10" kann ich nicht viel sagen, "klassische" Kartenspiele sind nicht so mein Metier, ich brauch da doch etwas... sagen wir mal "mehr". Aber mal schauen, was mir so in letzter Zeit unter kam...

    Tribun

    Zuletzt vor JAAAAHREN gespielt, aber irgendwie befiel mich die Lust und dann schlug ich ulix letztens vor, es mal wieder rauszuholen. Zwei Runden vergingen seitdem. Ich mag "Tribun" irgendwie. Es macht genug Sachen, die ich so noch in keinem Worker Placement Spiel gesehen habe, um sich "frisch" anzufühlen, aber es ist doch geradlinig genug, um sich nicht zu sehr zu verzetteln. Spielerinteraktion ist nicht viel, aber pro Runde wird garantiert etwa zwei Dutzend mal der Satz "Argh, du Arsch, das wollte ich gerade machen!" fallen. Was mich etwas nervt ist die Tatsache, dass man sich viel coolen Kram besorgen kann (Gunstplättchen, Legionen, Lorbeer, Gunst der Götter, etc. pp.) aber all dieses Zeug keinen Nutzen hat, außer, dass man damit gewinnt. Klar, das ist irgendwo Nutzen genug, trotzdem wünsche ich mir jedes Mal, ich könnte doch wenigstens irgend etwas mit meinen Legionen anfangen. Trotzdem ein sehr nettes Spiel.

    A La Carte

    Kochen spielen rockt immer noch. Fertig.

    Keyflower

    Mal wieder ein Spiel von der Sorte, bei der man sich kaputt denken kann. Wir spielten es nur zu zweit, ich glaube, mit mehr Leuten wird die Sache schon extrem hardcore. Aber prinzipiell geil. Es leidet ein wenig darunter, dass all die interessanten Entscheidungen der ersten drei Viertel am Ende doch nur zu einem "Und jetzt zählen wir Punkte" führen, aber trotzdem, das Spiel vereint einige coole Elemente wie Worker Placement, Auktionen, Network Building und Pick-up-&-Deliver-Kram zu einem erstaunlich kompetent funktionierenden ganzen. Werde ich hoffentlich demnächst mal wieder spielen.

    Quarriors!

    Die Standardregeln haben definitiv ihre Schwächen, aber glücklicherweise lässt sich "Quarriors!" so gut selbst modifizieren, dass man quasi jedes Problem ausmerzen kann. Übrig bleibt ein extrem spaßiges kleines Spiel, das alleine durch die Tatsache, dass man so viele Würfel werfen kann, viel gewinnt.

    The Ares Project

    Eigentlich würde ich das Spiel gerne viel öfter spielen, aber wieso genau kann ich gar nicht richtig erklären. Es ist irgendwie klobig, teilweise richtiggehend konterintuitiv und schlechte Karten bzw. Würfelergebnisse können einen etwas härter Beuteln, als ich mir wünschen würde, aber trotzdem ist "The Ares Project" ein so interessanter Mischmasch aus verschiedenen Mechaniken, die man so auch nicht so oft zu sehen bekommt, dass ich nicht die Finger von lassen kann. Ich bin noch nicht ganz sicher, wie ausbalanciert das Spiel ist, ich würde es definitiv nicht mit mehr als zwei Leuten spielen (dazu dauern die Kämpfe viel zu lang) und meistens bestehen die Unterhaltungen am Spieltisch nur aus den Worten "Du bist", aber hey, man kann einen riesigen Kampfroboter spielen. Ist das geil?

    51st State

    Manche Leute bezeichnen es als "Race for the Galaxy" mit mehr Interaktion und Worker Placement, manche bezeichnen es als ein Konglomerat von merkwürdigen Symbolen, die kein Mensch durchschauen kann. Mir ging die Symbolik relativ leicht runter, trotzdem hat das Spiel was ziemlich behäbiges. Anfänglich geht gar nichts, später versucht man so viele Aktionen wie möglich aus seinen Ressourcen zu pressen und bloß nichts zu verschenken. Irgendwie cool aber auch sehr hardcore, die Interaktion ist eher Beiwerk als wirklicher Bestandteil, ich weiß nicht, inwiefern sich das mit dem Standalone-Addon "The New Era" ändert, aber das soll ja eigentlich alles besser machen. Ich bin noch nicht ganz sicher, was ich von "51st State" halte, aber ich werd's definitiv nochmal testen, um mir ein genaueres Bild zu machen. Wahrscheinlich sogar noch mehrfach.

    Maus & Mystik

    Coop halt. Spielt sich flott (auch wenn es etwas länger dauerte, als gedacht), zumindest anfänglich etwas eintönig, aber doch nicht uncool. Bin gespannt, in was für Richtungen der Kampagnenmodus sich noch öffnet, angeblich soll die Story der ersten Erweiterung ja mächtig krachen. Hoffentlich krieg ich bald mal eine Gruppe zusammen, um weiter zu spielen.

    Invasion From Outer Space

    Zirkusvolk gegen außerirdische Invasoren. Und einen Tanzbären kann man auch spielen. Das ganze noch basierend auf der "Last Night On Earth"-Game-Engine (und kompatibel mit diesem Spiel)... Muss ich mehr sagen?

    Robinson Crusoe

    Nochmal Coop. Gut durchdacht, fordernd, krass aber irgendwie fair... Aber ich bin ein wenig "On the fence". Da ist viel gutes drin, aber ich bin kein so großer Fan von Coop-Spielen, die einem permanent den Schwengel über die Backe ziehen. Bei "Crusoe" gibt es keine Verschnaufpause, keine Zeit um irgendwie rumzudödeln, keinen coolen Kram, über den man sich freuen kann, eigentlich versucht man nur, mit Ach und Krach lange genug durchzuhalten, um irgendwie die Aufgaben zu erfüllen. Das passt zwar thematisch, aber ich bin irgendwo größerer Fan von Spielen, bei denen man sich freier entfalten kann, und bei denen auch mal was nettes passiert. Trotzdem ist das Ding definitiv nicht schlecht.

    Das ältere Zeichen

    Ich weiß gar nicht, wie viele Runden ich schon auf meinem Tablet rumgebracht habe. Es waren jedenfalls viele. Das Brettspiel selbst hat mich bislang nicht so mitgerissen, da es einfach viel zu leicht ist. Die Erweiterung relativiert das angeblich, ich bin sehr gespannt, ich hab sie gestern mit der Post bekommen. Sieht auf jeden Fall schon fordernder aus.

    Isla Dorada

    Irgendwie mag ich das Spiel. Die semikooperative Bewegungsweise sorgt für viel Frohsinn und es gibt kaum was cooleres, als einem Mitspieler so richtig in die Suppe zu spucken. Klar, vieles ist glücksabhängig, aber für eine launige, bierseelige Runde ist das Ding allemal geeignet. Man sollte es halt nicht zu ernst nehmen.

    Small World

    Zu allererst spielte ich das Spiel mal als Zweispielervariante und war alles andere als beeindruckt. Inzwischen habe ich ein paar weitere Spiele mit drei Spielern hinter mich gebracht und mir die App für Android besorgt. Da lässt das Ding schon viel eher seine Muskeln spielen. Es wird weniger geradlinig, weniger Berechenbar und macht dadurch deutlich mehr Spaß. Immer noch nicht in der Riege meiner Favoriten, aber ein Spiel, das man durchaus mal spielen kann. Auch wenn mir Kriegsspiele mit größerem Würfeleinsatz meist lieber sind. Da geht dann auch mehr kaputt.

    Van Helsing

    Light-Version von "Fury Of Dracula" oder so ähnlich. Ein komisches Spiel, mittelprächtige Komponente, recht unklare Regeln, extrem glücksabhängig... Aber die Runde, die wir spielten, war trotz komplettem Versagen von meiner Seite (ich stand als Van Helsing einer von Draculas Bräuten gegenüber und hab in direkter Folge NEUN MAL AN IHR VORBEI GESCHOSSEN...), irgendwie erheiterd. War halt ein kurzes, lightes Spiel, das mechanisch gesehen nicht so prall war, aber doch viel Anlass für Blödeleien bot. Und das ist ja auch ganz cool.

    Der Widerstand

    Oh man, hab ich die alle zerblufft. Als Spion von welt quasi im Alleingang das erste Spiel gerissen. Prinzipiell cool, kann aber auch recht stark umschwingen. In der zweiten Runde gewannen die Widerstandskämpfer nach drei Missionen, weil bei keiner von denen ein Spion in die Teams gewählt wurde. Ist sicher nicht die Regel und wenn man's öfter spielt, dann weiß man so was sicher zu verhindern, aber trotzdem... Naja, demnächst kommt's sicher nochmal auf den Tisch, dann schauen wir mal.

    Bang! The Dice Game

    Hm hm hm... Auch wieder so 'ne Glückskiste. Theoretisch kann man aus dem Spiel eliminiert werden, bevor man auch nur einen Würfel in der Hand hatte. Und das durch puren Zufall. Und manchmal MUSS man halt dem ins Gesicht schießen, von dem man denkt, dass er der eigene Kumpel ist. Aber was soll man machen, die Würfel diktieren? Glücklicherweise geht eine Runde nur etwa zehn bis fünfzehn Minuten, da ist das zu verschmerzen. Trotzdem, irgendwie treten erste Ermüdungserscheinungen schneller auf, als gedacht.

    Villen des Wahnsinns: Ruf der Wildnis

    Alles größer, besser, weiter soll diese zweite vollwertige Erweiterung für "Villen des Wahnsinns" machen. Guess what, das könnte sogar stimmen. Zugegeben, wir haben bislang erst ein Szenario ausprobiert, aber es fühlte sich doch deutlich weniger eng, deutlich freier an, als die Szenarien des Grundspiels. Und trotzdem büßte es gar nicht so viel Narrative ein. Selbstverständlich wird sich das Ding auf lange Sicht beweisen müssen, aber bislang bin ich doch zufrieden. Auch wenn es eine Höllenarbeit war, das Grauen von Dunwich auf seiner Basis zu befestigen. Darf bleiben.

    Euphrat & Tigris

    Hab mir mal die App gegönnt, weil der Vater meiner Freundin mir einen Google Play Gutschein zu Weihnachten schenkte. Ich hab's vor Jahren mal mit ulix gespielt und war damals nicht so begeistert, die App rockt mich jetzt aber schon ein wenig. Es ist natürlich absoluter Hardcore-Shit, den ich auch noch nicht so wirklich ganz durchschaut habe (die Regeln begreife ich und ich gewinn auch gar nicht so selten, aber manchmal macht der Computer mich einfach nur noch lang und mir fällt gar nicht viel ein, wie ich das kontern könnte), aber... sagen wir mal so, ich hab ein Stück weit meinen Frieden damit gemacht.

    Der Hobbit

    Das neue kooperative Würfelspiel von Knizia. Nicht besonders viel Theme, auch wieder recht mathig, hat aber Würfel und ist deswegen gar nicht so verkehrt. Kann man mal spielen, muss ich aber sicher nicht öfter als einmal im Monat haben.

    Ansonsten wird morgen Abend wohl mal eine Runde "Twilight Imperium: Rex" angetestet, in der Post steckt noch "Rampage", "Blitz & Donner" würde ich auch gerne mal spielen... genau wie viele andere Dinge. Ach, hätte ich doch mehr Zeit und öfter größere Gruppen von Mitspielern zur Verfügung. Es gibt so viel zu spielen!
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  12. #52 Reply With Quote
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    Wow, vielen dank, das ist ja eine Menge Input!
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  13. #53 Reply With Quote
    Forentroll  Harbinger's Avatar
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    So, letztens jetzt...

    Twilight Imperium: Rex

    Wir waren nur zu fünft, deswegen fiel die komische Schildkrötenrasse raus. Ich kann nicht behaupten, dass ich das Spiel schon besonders gut einschätzen kann, die Rassen kamen mir okay gebalancet vor, trotzdem endete das Spiel in Runde 2 mit dem Sieg einer Allianz bestehend aus drei Fraktionen (ich las im Internet, dass man bei 5-Spieler-Spielen besser nur Allianzen aus zwei Fraktionen zulassen sollte...), was aber auch daran lag, dass einer der Gegner übersehen hatte, dass die Festungen mit Schutzschilden ausgestattet waren. Anyway, ich fand's interessant und würde es gerne noch ein paar Mal öfter ausprobieren (zumal ich etwa 30€ dafür ausgegeben habe...), aber ich bin nicht sicher, wie oft ich es überhaupt auf den Tisch kriegen werde.

    Die Kutschfahrt zur Teufelsburg

    Uuuuuund noch 'ne "Werwolf"-Variante. Anfänglich ganz interessant mit dem "Ich greife den da an, wer macht mit?" (man muss sich mal vorstellen, wie - in unserem Fall - sechs Leute in einer Kutsche aufeinander einprügeln, -stechen, sich vergiften, peitschen, etc. pp.), spätestens zu dem Zeitpunkt, an dem klar ist, wer zu welchem Team gehört, wird's aber doch etwas... anstrengend. Wobei es ziemlich lustig war, dass bei uns nach der dritten Runde allen bis auf einem Spieler klar war, wie der Hase läuft, besagter Spieler daran aber beinahe verzweifelte Angeblich merzt die Erweiterung die Probleme des Spiels aus, aber ehrlich gesagt, würde ich "Jäger der Nacht" oder "Der Widerstand" jederzeit vorziehen.

    Das ältere Zeichen: Verborgene Mächte

    Jetzt also mal mit Erweiterung angetestet. Und ja, das Spiel wird deutlich besser, weil eindeutig fordernder. Wir spielten gegen Shude M'ell, der nach Versagen bei einem Abenteuer besagten Ort per Erdbeben zerstört und - hauptsächlich durch versagen meinerseits - hatten wir irgendwann nur noch ein Abenteuer ausliegen. Glücklicherweise waren wir nur noch ein älteres Zeichen vom Sieg entfernt, aber das Abenteuer war mit diversen Monstern absolut hardcore hochgepimpt. Naja, eine Mythoskarte, die alle Abenteuer ablegte und neue ziehen ließ, half uns dann aus und wir fuhren das Ding recht sicher nach Hause. Aber war schon knapp. Kurzum, dringend die Erweiterung kaufen, die wertet "Das ältere Zeichen" DEUTLICH auf.

    Im Augenblick versuche ich bei eBay die zweite Auflage von "Der Ringkrieg" zu schießen. Mal schauen, ob das zu einem bezahlbaren Preis klappt...
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  14. #54 Reply With Quote
    Forentroll  Harbinger's Avatar
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    Ach schon wieder so viel, so viel Ich vergess jetzt garantiert etwa die Hälfte von allem, was in letzter Zeit so auf dem Tisch landete, da ich jetzt wie im anderen Thread schon gesagt hatte eine allwöchentliche Runde am Laufen habe und auch noch einen Haufen verschiedener Gruppen in der Nähe entdeckt habe, die mich relativ auslasten. Dementsprechend habe ich zuletzt relativ viel Kram ausprobiert. Mal schauen, was davon erwähnenswert war...

    Spyrium

    Ein erstaunlich fieses Worker-Placement-Spiel von "Caylus"-Erfinder William Attia. Ich hab's jetzt erst einmal gespielt, aber ich habe das Gefühl, dass es viel Raum für Strategien bieten könnte. Unsere Runde wurde ein wenig durch AP in die Länge gezogen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das angesichts der Möglichkeiten bei dem Spiel in den ersten Runden normal sein kann. War jedenfalls recht taktisch und ziemlich interessant, wobei es mir schwer fiel, die aktuelle Spielsituation einzuschätzen. Manche preschten am Anfang schon mit Siegpunkten vor, ich hab in den ersten drei Runden keinen einzigen gemacht, aber die Endwertung war trotzdem knapp. Wird garantiert noch mal auf den Tisch kommen. Und schicke Spyrium-Kristalle liegen bei, wobei das Ding ansonsten relativ themelos ist.

    Galaxy Trucker

    Chaotisch, abgefahren, irgendwie cool. Ich hab vor allem eine krasse Aufholjagd gestartet. Nach dem ersten Durchgang bin ich quasi in einer Nussschale ins Ziel gepaddelt und hab vier Punkte abgeräumt. Im zweiten Durchgang dann ein mächtiges Schlachtschiff durch alle Probleme geflogen, 46 Punkte angesammelt und gewonnen. Oh yeah. Interessantes Spiel auf jeden Fall, hat etwas länger gedauert, als ich mir gewünscht hätte, ging aber. Darf gerne noch mal.

    Steam Park

    Recht lightes Würfel-Aufbauspiel, das angenehm schnell von der Hand geht und sich sicher gut als Filler eignet. Wir haben's mit dreien gespielt und ein paar Sachen falsch gemacht, aber kann gerne bleiben. Hübsche Komponente und coole Würfel. Wobei es sicher für Leute mit AP wegen dem simultanen Schnellwürfeln anstrengend sein kann. Aber deutlich besser auf jeden Fall als "Escape".

    Spectral Rails

    Geisterzüge versuchen im amerikanischen Westen verlorene Seelen nach Hause zu bringen. Sieht aus wie "Ticket to Ride", spielt sich wie... Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau. Mit seinen anderen Railroad-Cousins hat das Ding jedenfalls nichts gemein, man baut keine Routen oder Netzwerke, man bewegt sich einfach nur über die Karte und versucht eher puzzelartig den besten Weg zu finden. Relativ cool, hat auch nicht wenig Interaktion, geht schnell, ist schon ein wenig thinky, aber würde ich gerne noch mal probieren, diesmal auch gern auf der Vierspielerkarte.

    A Study in Emerald

    Gottverdammt, what the fuck. Ehrlich, selten war ich so ratlos, was ein Spiel angeht, wie hier. Sagen wir so: Ich LIEBE LIEBE LIEBE "A Study in Emerald", aber ob es spielerisch gut ist... Martin Wallace selbst sagte, dass er denkt, dass das Spiel schlecht ausbalanciert ist, aber selbst nicht sicher ist, zugunsten welcher Seite. Und natürlich hängt das immer davon ab, wie gut Leute bluffen, wie dämlich sie sich anstellen, wie heftig Spieler gegeneinander vorgehen und sich damit vielleicht ins eigene Fleisch schneiden. "A Study in Emerald" ist das sandboxigste Brettspiel, das mir bislang untergekommen ist, und wer damit klar kommt, der sollte es dringlichst antesten. Nichts für Freunde von organisiertem Chaos.

    Android

    Offiziell ja nur von drei bis fünf Spielern unterstützt haben wir's zu zweit gespielt, was laut BGG ganz gut funktionieren soll. Tat es auch irgendwie, aber der Anfang des Spiels war definitiv zäh. Gegen Ende hat es ziemlich an Fahrt aufgenommen, war extrem thematisch und hat auch für viele coole Augenblicke gesorgt, aber ich bin nicht ganz sicher, ob es tatsächlich die Zeit wert ist, die man rein investieren muss. Zu zweit haben wir schon drei Stunden gebraucht, angeblich trifft's bei geübten Spielern die Faustformel "Eine Stunde pro Spieler" ganz gut. Naja, mal sehen, ich bin jedenfalls immer noch mildly intrigued.

    Der Ringkrieg

    Noch so ein epischer Klops. Aber diesmal nur für zwei. Ich hab dummerweise die Phalanx-Version geschossen, die im Gegensatz zu der vom Heidelberger unter teilweise problematischen Komponenten leidet (die Ringgeister fallen immer um und die Karten sind viel viel VIEL zu klein gedruckt), davon abgesehen macht das Ding aber einen mehr als ordentlichen Eindruck. Klar, man braucht ewig, um's aufzubauen, die Regeln sind eigentlich recht intuitiv, aber man muss halt erst mal alles erfassen, die Spieldauer ist episch (ich glaube, ulix und ich brauchten für die erste Runde von Anfang bis Ende, also mit Aufbauen und Erklären, irgend was zwischen vier und sechs Stunden...), der Platz, der auf dem Tisch benötigt wird, ebenso... Aber es ist cool. Wenn es mal läuft, dann läuft's, es ergibt viel Sinn und es bietet viel Platz für Taktiken. Und nebenbei darf man große Anzahlen von coolen Miniaturen aufeinander hetzen. Ist natürlich immer so die Frage, ob's den Aufwand wert ist. Aber da ich's jetzt schon mal im Haus habe, darf es ruhig hin und wieder mal gespielt werden. Wahrscheinlich aber auch nicht öfter, als "Horus Heresy" zum Beispiel (das wahrscheinlich trotz deutlich größerer Box kürzer ist).

    Quantum

    Hat mich von Anfang an ziemlich angemacht und letztens hatte es zufällig jemand auf einem Spieleabend dabei. Weltraumkolonisierung in 45 Minuten mit Würfeln als Raumschiffen... Klingt gut, ist gut. Es ist natürlich ziemlich light und greift ziemlich indiskriminent Ideen von anderen Spielen auf, aber es flowt einfach. Zumindest flowte die erste Runde. Ob und wenn ja wann sich Ermüdungserscheinungen einstellen kann ich natürlich nicht unbedingt voraussagen, aber auf jeden Fall ein Spiel, das mich nicht enttäuscht hat, und das ich wahrscheinlich irgendwann auch meiner Sammlung hinzufügen werde.

    The Awful Green Things From Outer Space

    Ein wenig zu fiddelig für das, was es ist, außerdem sehr stark glücksabhängig, aber ich kann nicht behaupten, dass die erste Runde nicht sau lustig gewesen wäre. Darf auch bleiben.

    Blitz & Donner

    Theoretisch kann das Spiel nach der ersten Aktion entschieden sein. Selbst wenn das nicht passiert, wird's wohl selten länger als zwanzig Minuten dauern. Diese Zeit ist aber auf jeden Fall äußerst kitzelig. Viel Gelegenheit zum Bluffen, macht Spaß und ist gut als Filler geeignet.

    The Thing

    Interessant, cool, viele Möglichkeiten, um anderen Leuten hinterrücks einen reinzuwürgen und gute Gelegenheit, um ein wenig Brainfuck zu leisten, allerdings nicht gerade intuitiv designt, mittelschwer glücksabhängig und (bislang) länger als ich mir gewünscht hätte. Es gefällt mir zwar, aber ich bin auch großer Fan des Films. Aber ja, schon recht spannend, auch wenn 4+ Spieler ein Muss sind.

    Mehr vielleicht bald, es kamen sicherlich noch einige andere Sachen auf den Tisch, die ich jetzt vergessen habe. Bin jedenfalls sehr heiß darauf, noch ein paar Runden "A Study in Emerald" zu spielen, dann hab ich gerade heute noch ein interessantes Zweispielerspiel von "The Thing"-Autor Mark Chaplin namens "Invaders" bekommen, das muss auch mal. Vielleicht besorg ich mir demnächst noch die "Lords of Waterdeep"-Erweiterung (ein paar Freunde haben da extra zu diesem Zweck an meinem Geburtstag für einen Gutschein zusammengelegt). Aber "Eldritch Horror" wäre natürlich auch so langsam mal interessant. Ach ja, so viele Möglichkeiten.

    Und bei euch so?
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

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    Harbinger is offline

  15. #55 Reply With Quote
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    ...und weiter:

    A Study In Emerald

    Schon totgespielt? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Ich finde es immer noch cool, aber im Augenblick kämpfe ich mit der richtigen Situation, um es auf den Tisch zu bekommen. Die letzten paar Runden lassen mich in dem Glauben, dass das Spiel doch gar nicht so chaotisch ist, wie man denken könnte, es gibt auf jeden Fall viele taktische Möglichkeiten, und wenn man die Sache richtig anpackt, dann hat man viel Raum dafür, coole Züge zu machen und Taktiken sich wirklich entfalten zu lassen. Ich hab auf jeden Fall immer noch viel Bock drauf, vor allem weil ich sicher noch nicht alles gesehen habe, was das Spiel zu bieten hat (letztes Mal überflutete ich Europa mit Zombies, das Mal davor verwandelte ich mich - trotz Loyalität zu den Restorationisten - in einen Vampir...).

    The Thing

    Jetzt noch mal mit fünf. War auch recht interessant, gerade die Tatsache, dass ich diesmal auch andere Spieler auf meine Seite ziehen konnte, verlieh dem ganzen eine interessante Dynamik und viel mehr Unsicherheit. Aber es ist doch irgendwie schon recht lang. Dürfte kürzer sein. Vielleicht bessert sich das mit mehr Runden.

    Chaos in der alten Welt

    In den letzten paar Wochen zwei Runden gespielt, einmal war ich Khorne, einmal Tzeentch. Manche Leute schreckt ja schon der Theme ab, ich bin da nicht ganz so zimperlich. Klar, auf einer Karte, die auf aufgespannter Menschenhaut gedruckt ist, durch die Gegend zu ziehen, Bauern zu meucheln und sowieso alles zu verderben ist nicht gerade die feine englische. Aber fuck that, ich will zerstören! Cooles Spiel, so wie ich das sehe sind die einzelnen Fraktionen schon sehr unterschiedlich (mit Khorne spielte ich GANZ anders als mit Tzeentch) und trotzdem ordentlich ausbalanciert (mit Khorne rockte ich die Sache locker, als dann im zweiten Spiel ein anderer Spieler meine Khorne-Taktik ausprobierte, konterte ich die recht effektiv). Ein wenig stößt sauer auf, dass man doch ein wenig dem Zufall unterworfen ist (ich brauchte Chaoskarten mit Magiesymbolen und hab einfach um's Verrecken nicht genug gezogen...), aber trotzdem finde ich das Spiel bislang relativ geil.

    Lords of Waterdeep: Scoundrels of Skullport

    Die Erweiterung, yey. Ich bin nicht sicher, ob mir die epische Variante mit beiden Modulen so gut gefällt. Sie zog sich schon sehr (wobei das möglicherweise daran lag, dass wir zwei Spieler hatten, deren Züge doch etwas exorbitante Ausmaße annahmen...) und das typische LoW-Gefühl, das da so ungefähr nach "AAAAH, SCHEISSE SCHEISSE SCHEISSE, WARUM MUSSTEST DU DA HIN GEHEN? JETZT FUNKTIONIERT GAR NICHTS MEHR!!!" klingt war nicht ganz so durchdringend. Aber die neuen Mechaniken gefallen sehr gut. Corruption bietet viele coole Vorteile, bumst einen aber später hart, das Platzieren von Ressourcen auf Aktionsfeldern ist 'ne schöne Sache um Gegner anzulocken, abzuschrecken oder sonstwie zu manipulieren. Ich weiß noch nicht genau, wie ich's das nächste Mal spielen werde, hängt wahrscheinlich von der Spielerzahl ab. Ich denke, mit vieren werde ich die epische Variante sicher präferieren, wenn's aber fünf sind, dann vielleicht lieber nur ein Modul.

    Fairy Tale

    Hier und da als das Vorbild von "7 Wonders" postuliert kann ich dazu nicht viel sagen, weil ich "7 Wonders" noch nicht gespielt habe. "Fairy Tale" ist clever, geht schnell und macht Laune. Viel mehr kann man dazu wohl nicht sagen. Den Sweet Spot habe ich noch nicht wirklich ausmachen können, ich hab's bislang zu zweit, zu dritt und zu viert gespielt und alle liefen ganz gut, aber ich hab' den Dreh noch nicht ganz raus, was das Beobachten der Gegenspieler und das Merken potentieller Kartenkombinationen angeht. Aber wird sicher als Filler noch des öfteren auf den Tisch kommen.

    Coup

    Anderen Leuten in's Gesicht lügen rockt. Die Wahrheit zu sagen oft noch mehr. Und irgendwie sitzen immer viel zu viele Großherzoge am Tisch. Komisch.

    Palastgeflüster

    Madame findet's cool, ich protestiere auch nicht, finde aber, dass es etwas mehr Zeit in Anspruch nimmt, als gut wäre. Es kann ziemlich gemein sein, hat einen coolen Mechanismus was die Spielerreihenfolge angeht und spielt sich auch ansonsten recht locker, flockig und flott. Dauert aber ein wenig zu lange. Trotzdem, für die 5€, die das Ding gekostet hat, nicht verkehrt.

    Helvetia

    Wer möchte meinen Backstein heiraten? Und wo wir gerade dabei sind, ist die Frau aus dem Brotbackautomaten noch frei? Warum werden aus einer Ziege Pfannkuchen? Und sind das wirklich Pfannkuchen? Fragen über Fragen...

    Malefiz

    Hat das damals, in Kindertagen, auch so lange gedauert. Wir saßen zweieinhalb Stunden an einer Viererrunde, weil keiner dem anderen auch nur das schwarze unter den Fingernägeln gegönnt hat...

    Invaders

    Cool thematisiertes Zweispielerding von Mark Chaplin, der sich einerseits für oben genanntes "The Thing" verantwortlich zeigt und andererseits ziemliche Erfolge mit "Revolver" einfahren konnte (das ich nicht spielte, aber Aussagen zufolge eigentlich nur eine schlechtere Version von "Konvoi" ist... wobei "Konvoi" stark von "Revolver" inspiriert wurde, also ist "Kovoi" wohl das bessere "Revolver" oder so). "Invaders" ist cool. Klassisches one on one gameplay bei dem man Karten gegeneinander aufreiht, um möglichst nichts zu verlieren. Das coole an der Sache ist die Tatsache, dass wirklich JEDE Karte in diesem Spiel einfach nur fucken overpowered ist. Dadurch, dass die Atomsprengköpfe links und rechts einschlagen fühlt sich das wirklich halbwegs nach einer Alieninvasion an. Und durch die absolute Macht einiger Karten sind wild swings in Sachen Kräfteverhältnis quasi in jeder Runde vorprogrammiert. "Invaders" ist extrem intensiv und spielt sich bislang (vier Runden bisher) auch noch sehr frisch, da durch die aus "Race for the Galaxy", "San Juan" und "The Ares Project" bekannte "Karten sind Ressourcen"-Mechanik quasi drei Viertel des 70 Karten starken Decks mehr oder weniger unbeachtet auf dem Ablagestapel landen. Deswegen entdeckt man jede Runde neue coole Karten. Schade, dass White Goblin den Launch relativ verkackt zu haben scheint, so dass es mit den schon im Regelheft angekündigten Erweiterungen eher duster aussieht. Aber ich gebe die Hoffnung mal nicht auf.

    Pixel Tactics

    Ähnliche Kragenweite wie "Invaders". One on one direkte Konfrontation mit Karten, die sich vielfältig einsetzen lassen. Dementsprechend extrem abwechslungsreiche Gefechte und viele Situationen, in denen man haarige Entscheidungen treffen kann, ob man eine Karte jetzt für ihren Order-Effect wegballert, oder doch lieber in der nächsten Runde in die eigene Vanguard rekrutiert, um dem Gegner mächtig den Schniepel lang zu ziehen. Yes! Abzüge in der B-Note dadurch, dass so extrem viel Text auf den Karten steht und dementsprechend gerade die ersten Züge lange dauern, weil man sich erst mal einen Überblick über all die Möglichkeiten verschaffen muss. Aber ich hoffe, dass sich das mit zunehmenden Spielzahlen geben wird.

    UND IHR SO
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    Harbinger is offline

  16. #56 Reply With Quote
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    Wow. Beinahe vier Monate ohne neues Roundup. Da ist bei mir einiges zusammen gekommen. Ich kann mich sicherlich nicht an alles erinnern. Dann einfach nur das, was mir so on top of my head einfällt...

    51st State

    Inzwischen noch mal beinahe zwei Runden hinter mich gebracht. Die erste scheiterte daran, dass mein Gegner während der ersten Runde eingeschlafen ist. Aber das war Basti. Da ist das schon okay. Die zweite... Es ist irgendwie fiddelig. Sehr fiddelig sogar. Da stecken viele coole Ideen drin, aber einerseits bräuchte es bessere Komponente (was die standalone-Erweiterung "The New Era" wohl gut ausmerzt), andererseits doch etwas mehr Interaktion (dito) und zum dritten eine übersichtlichere Art und Weise den eigenen Kram im Auge zu behalten. Ich mag es irgendwie. Es ist teilweise entsetzlich clever, aber... weiß nicht. Braucht wohl noch mehr Spiele.

    Abenteuer in Mittelerde

    Wie jedes semikooperative Spiel steht und fällt das Ding mit den Mitspielern. Deswegen verkneife ich mir einmal mehr einmal mehr ein definitives Urteil und merke einfach nur an, dass ich nicht amused war, als ich irgendwo in den Südländern meinen Arsch riskiert habe und mein Partner im hohen Norden eifrig trainiert und Gunst gesammelt hat. Hrpftz.

    Alien Frontiers (inklusive Factions)

    Nach wie vor ein Spiel, das man dringend, DRINGEND nur mit Leuten spielen sollte, die nicht zu AP neigen. Sonst kann sich das schon ziehen. Die "Factions"-Erweiterung macht aber viele Dinge richtig. Verdeckte Siegbedingungen, einzigartige Fähigkeiten, etc. pp. Nach wie vor ein cooles Spiel, das ich leider doch irgendwie zu selten spiele. Muss demnächst mal wieder auf den Tisch. Apropos, wo steht das eigentlich? Ah, ach da.

    Ants!

    Zwei Runden hintereinander. Weil die erste im zweiten Turn entschieden wurde. "Ants!" ist sehr fiddelig und ziemlich glücksabhängig, aber sehr light und spaßig. Nix für große Strategen, eher Beer & Pretzels-Taktik. Macht aber Spaß. Und definitiv eins der Spiele, die für alle beteiligten "gewinnbar" bleiben, bis es tatsächlich vorbei ist.

    Arcana

    Ganz interessantes Bluff/Deckbuilding-Kartenspiel, das ich gerne noch mal ausprobieren würde, zumal wir eine Regel falsch gespielt haben. Sollte etwas schneller gehen, als es tatsächlich ging. Aber sonst okay.

    Arkham Horror

    Irgendwie hat das Spiel mich ein wenig... "verloren". Coops allgemein, wenn man mal drüber nachdenkt. Aber letztens haben wir mal wieder eine Runde zu viert gespielt und es war doch ganz cool. Problematisch nach wie vor, dass man relativ schnell ordentlich verkacken kann und dann um ein "Okay, scheiß drauf, wir gehen jetzt in den nächsten Laden und kaufen uns einfach noch große Waffen" nicht mehr drum herum kommt. Aber es macht doch nach wie vor Spaß, auch wenn die ganzen Erweiterungen es doch etwas sehr aufgebläht haben. Könnte sich langsam ausgespielt haben, aber dazu weiter unten mehr...

    Battlestar Galactica

    Argh. Das Spiel macht mich fertig. Wir haben gerade heute wieder eine Runde gespielt. Und die war echt cool. Ich war Zylon und habe ziemlich krass den ansonsten dominantesten Spieler zerblufft, aber mein Zylonenkolege hat halt totale scheiße gebaut und uns damit quasi das Spiel gekostet. Aber es war trotzdem eine gute Runde. Großes Problem für mich ist nach wie vor, dass das Spiel als enttarnter Zylon ziemlich bla ist. Dann macht man da halt seinen Schtick, so what. Und als unenttarnter Zylon fährt man oft am Besten damit, einfach gar nichts zu tun, dann hat man eine gute Chance, dass das Ding sich schon von selbst gewinnt. Problematisch. Denn auch wenn sicherlich 75 bis 80% der Spiele voll cool sind, ist mir die Drohung von einem der anderen 20 bis 25% bei einer Spieldauer von etwa vier Stunden doch etwas zu einschüchternd. Ich mag das Spiel sogar halbwegs. Es kann viel Spannung bieten. Aber es muss eben nicht, und dann ernüchtert es eher. Und die Dramatik, die es bietet, kann ich mir von so was wie "Der Wiederstand" schneller und sicherer abholen... Ich weiß einfach nicht, was ich davon denken soll...

    Belfort

    Da wir eine sehr wichtige Regel falsch gespielt haben, kann ich da allgemein wenig zu sagen. Aber es kommt mir sehr sehr thinky vor. Muss ich dringend noch mal ausprobieren.

    Blood Bowl: Team Manager

    Die Erweiterung muss dringend mal her. Aber die Runde letztens erinnerte mich schon relativ stark daran, wieso ich das Ding anfänglich so sehr geliebt habe. Gutes, gutes, gutes Spiel.

    Die Burgen von Burgund

    Alle feiern sie das Ding so sehr... Die Dreierrunde, die wir spielten, war auch definitiv spaßig. Aber es ist halt doch ein sehr themeloses Denk- und Rechenspiel. Mit cleverer Würfelmanipulation und so. Aber trotzdem, kaum direkte Interaktion, relativ starkes Railroading, ich liebe die Mechaniken und das Ding macht mir auch Spaß, aber es ist mir doch etwas zu lang und zu trocken.

    Conan: Zeitalter der Kriege

    Die erste Runde, die ich das Ding jemals spielte, war ein Zweispielerspiel, das ganz okay über die Bühne ging, aber so interessant eigentlich nicht war. Tatsächlich entfaltet das Teil mit mehr Spielern doch seine Stärken. Und eigentlich sollte man es eh immer nur mit vier Leuten spielen. Denn mal ehrlich, kürzer wird das Teil mit zwei Leuten nicht. Es ist etwas zu lang, man kämpft etwas zu lange einfach nur mit den NPC-Völkern und auch wenn man vor den Toren des Gegner steht, überlegt man sich zweimal, ob man nicht was sinnvolleres machen kann, aber es ist einfach ein recht interessantes Spiel mit vielen Entscheidungen, das vielleicht etwas multiplayer-solitairiger ist, als man angesichts des Plastiks in der Box erwarten würde. Aber doch okay.

    Conquest of Planet Earth

    Blöde, imbalanced, glücksabhängig und irgendwie sau lustig. Und mit sehr variabler Länge. Wir haben letztens zwei Runden am selben Abend gespielt und die erste dauerte etwa 25 Minuten, während die zweite sich dann den anderthalb Stunden näherte. Ähnliches Problem wie bei "Conan": Man kämpft viel öfter gegen die NPCs, als gegen echte andere Spieler, aber durch die Karten wird das ganze dann doch etwas interaktiver gestaltet. Macht schon Laune. Den Coop-Modus finde ich allerdings nicht so prickelnd, weil ebenfalls sehr zufallsabhängig.

    Cosmic Encounter

    Ich habe meine Avalon Hill Version insofern gepimpt, dass sie jetzt auch fünf Spieler zulässt. Cool. Und interessantes Spiel. Viele Möglichkeiten, den Mitspielern in den Rücken zu fallen. Aber trotzdem kurz und simpel. Die Spezialfähigkeiten sind... interessant, klingen erstmal nicht weiter weltbewegend aber aufgrund der Simplizität des Spiels sind alle irgendwie Gamechanger, egal ob ich das Amöbenvolk bin, das nach Ausspielen der Karte sagt "Ich bin dann mal weg, Jungs", oder die Pazifisten, die gewinnen, wenn sie eigentlich komplett ausgelöscht werden. Im Herzen ist es natürlich ein Verhandlungsspiel und wer sich mit so was schwer tut, der wird auch hier nicht viel Spaß haben. Aber theoretisch eine coole Sache. Ich hab definitiv mehr oder weniger Blut geleckt.

    Coup

    Und wieder. Und immer wieder. Ich werde der Sache zwar inzwischen ein wenig müde, aber trotzdem kann man mich damit immer noch halbwegs hinter dem Ofen hervor holen. Aber kein Wunder, dass man nicht mehr ganz so begeistert davon ist, wenn man das Ding schon mehrere Abende Stunden um Stunden gespielt hat. Zur Zeit denke ich eingehend über eine "Ich bin der Groß-Großherzog"-Variante nach. Aber auch die "Reformation"-Erweiterung, die man sich ganz gut selbst zusammenstümpern kann, verändert das Spielgefühl schon etwas. Ich würde nicht sagen "Nie mehr ohne", aber kann schon was.

    Deadlands: Battle for Slaughter Gulch

    Was für ein dummes, dummes, dummes Spiel. Aber ich kann ihm einfach nicht böse sein. "Deadlands" ist einfach eine große Sandbox. Eine fürchterlich ausbalancierte, total zufällig Sandbox. Aber hey, man kann gleichzeitig in der Mine Ghost Rock ausbuddeln, im Saloon Pokern, die Bank überfallen und auf offener Straße irgend einen Typen niederballern. Und ALLES hilft einem beim Gewinnen. Das Spiel ist eine hanebüchen zusammengestümperte Sammlung von Mechaniken, die kaum miteinander interagieren, aber es sorgt definitiv für chaotischen Spaß. Nichts, was ich öfter als einmal pro Quartal spielen müsste. Aber doch irgendwie charmant.

    Dice Town

    Bei fünf Spielern immer wieder amüsant. Ich bräuchte mal die Erweiterung.

    Don Pepe

    Kingmaker oder nicht Kingmaker... Sicherlich schlägt das Platzieren der eigenen Gangster ein Stück weit zu Buche, aber spätestens wenn die Reihen sich ein wenig gelichtet haben, hast du einen schweren Stand, wenn der Rest am Tisch dich tot sehen will. Schnelles, spaßiges Spiel, das sich leider gegen Ende etwas ziehen kann, was besonders ärgerlich ist, wenn man schon früh ausscheidet. Aber kann man definitiv öfter mal hervorkramen.

    Doppelagent

    Ich weiß nicht genau. "Doppelagent" machte meistens viel Spaß, aber luck of the Draw macht schon oft einiges aus. Wenn mein Gegner einfach nur Crap auf der Hand hat und ich genau das, was ich brauche, dann werde ich das Ding wohl nach Hause fahren. Klar muss man auch gut bluffen können und die Karten möglichst sinnvoll einsetzen, aber wenn ich einfach falsch ziehe, dann hilft mir das auch nicht. Glücklicherweise ist das Spiel kurz genug, damit einem diese Tatsache nicht zu sehr den Schritt schamponiert. Geht schon.

    Dungeons & Dragons: Conquest of Nerrath

    Ich mag das Spiel einfach, auch wenn es seine Schwierigkeiten hat. Viel Plastik in den einzelnen Königreichen aufzustellen und das dann vom ersten bis zum letzten Augenblick aufeinander zu werfen macht einfach Laune. Lange Downtime hin, relativ großer Glücksaspekt bei den Kämpfen her. "Conquest of Nerrath" macht Laune. Könnte etwas kürzer sein, aber das ist wohl eine Frage der Mitspieler. Wenn da alle recht flinke Denker sind, dann geht das schon.

    Eclipse

    Mit fünfen gespielt und extra einen Nachmittag dafür reserviert. "Eclipse" ist irgendwie erstaunlich elegant und gleichzeitig entsetzlich fiddelig. Und entsetzlich kopflastig. Tom Vasel hatte schon Recht, das Ding hier ist kein großes Weltraumepos, sondern ein relativ komplexes Ressourcenverwaltungsspiel. Wie viele Eroberungen, wie viele Aktionen kann ich mir pro Runde leisten? Da stecken viele interessante Entscheidungen drin. Und wenn einem die Alienrasse von Nebenan irgendwie auf den Sack geht, dann tritt man ihr halt in selbigen. Keine Kopromisse! Trotzdem, exzessives Bookkeeping sorgt schon ein wenig für Frust. Ich glaube, ich behalte meine Kopie bis auf weiteres, aber ich glaube nicht, dass das Ding so oft auf den Tisch kommt. Wird wahrscheinlich eher so ein "Heute kommen alle, um 'Eclipse' zu spielen"-Ding bleiben. Ähnlich wie... Ach, dazu später mehr.

    El Grande

    Spiel des Jahres 1996. Und woah, war ich schlecht darin. Definitiv ein sehr gemeines, sehr cleveres Spiel. Ich habe das Gefühl, dass es sehr schwer ist, einen gewissen Rückstand wieder aufzuholen. Von daher einmal mehr recht thinky. Ich sollte aufhören, das als Negativaspekt anzuführen. Aber "El Grande" vermittelt mir zu einem gewissen Grad mal wieder das Gefühl, dass derjenige, der am längsten da sitzt und seinen Zug durchrechnet, gewinnen könnte. Naja, nicht so ganz. Es gibt eigentlich genug Möglichkeiten, den anderen in die Suppe zu spucken. Schwer zu sagen, ich fühlte mich einfach ein wenig... gegängelt. Hatte einfach das Gefühl, dass ich jetzt dringend den optimalen Zug machen muss, sonst bin ich mittelschwer penetriert. Aber vielleicht geht's nur mir so. Anyway, ich kann nicht behaupten, dass ich keinen Spaß hatte. Muss es mal nochmal ausprobieren. Interessant definitiv, clever, elegant... Mal sehen, wie sich das entwickelt.

    Eldritch Horror

    Ich hab's gekauft! Für nur 37€! Ja. "NUR". Bislang nur eine Solo-Runde gespielt. Und... Ich mag Coops nach wie vor nicht besonders. Aber wenn das ganze in ein weltumspannendes Cthulhu-Thema eingebettet ist, dann kann man das doch schon mal spielen. Ist es das bessere "Arkham Horror"? Ich weiß es nicht, dazu muss ich es öfter spielen. Es wirkt fokussierter. Nicht unbedingt fairer, aber vielleicht noch etwas thematischer. Mir gefiel die Freiheit an "Arkham Horror", die Tatsache, dass niemand am Tisch mir sagen konnte "Es ist eine ganzschön blöde Idee, jetzt dies und das zu tun", weil sie einfach keine Ahnung hatten, was in zwölf Sekunden passiert. "Eldritch Horror" ist da geordneter. Weniger chaotisch. Weniger frei. Aber irgendwie eleganter. Es fehlt noch ein wenig die Abwechslung, die Kartenstapel sind zu klein und zu schnell durchgegangen, hoffentlich entscheidet FFG sich diesmal für engere Erweiterungen, die das Ding nicht zu sehr aufblähen. Aber ich bin guter Dinge, "Eldritch Horror" demnächst mal wieder auf den Tisch zu bringen. Es geht definitiv schneller als "Arkham Horror", wenn auch nicht viel, und es hat viel flair. Interessante Wahl bezüglich der Ermittler übrigens...

    Evo

    Gott, bin ich scheiße in diesem Spiel. Aber ich mag es irgendwie. Die Bietmechanik von "Kyklades" (wobei "Kyklades" wohl hier geklaut hat) gefällt mir eh, die Customisierung der eigenen Dinosaurier ist interessant, auch wenn man mal wieder viel mehr machen will, als man machen kann. Zee Garcia meinte letztens, das Spiel ist bei ihm stark in der Gunst gesunken, weil sich zu wenig verändert, weil man in der letzten Runde prinzipiell immer noch dasselbe macht, wie in der ersten. Und ich kann verstehen, was er meint. Man ist meistens eher damit beschäftigt, die eigenen Dinos in die vorteilhafteste Position zu manövrieren, statt den Gegnern auf den Sack zu hauen. Aber bislang (nach zugegebenermaßen nur zwei Spielen) akzeptiere ich das so weit noch. Mal schauen, was die Zukunft bringt. Lief übrigens sowohl mit vier als auch mit fünf Spielern sehr manierlich ab.

    Giants

    Hübsches, interessantes, cleveres Spiel. Ein wenig zu lang für das, was es ist. Aber definitiv grundsolide. Braucht hier noch wer 'ne Kopie? Ich hab noch eine original eingeschweißte da. Just sayin'...

    Hellas

    Mini-"Kyklades" für zwei. Modulares Brett, Miniaturen, keine Würfel... Die Karten sind vielleicht etwas zu stark für meinen Geschmack, aber wenn man weiß, was man tut, dann kann's auch recht schnell gehen, und Strategie und Taktik sind definitiv vorhanden. Darf bleiben.

    Horus Heresy

    Ich tu mich mit Kartenkampf immer noch ein wenig schwer. Aber hier geht's. Als Verräter habe ich auch ordentlich für Stunk gesorgt. Rumgeturtle hilft hier scheinbar nicht viel, das Spiel ist auf Offensive ausgelegt. Ein wenig lang, aber definitiv spaßig und dank dem vielen Plastik ziemlich hübsch. Ich bin nach wie vor nicht ganz überzeugt, aber da ich die Riesenbox halt im Haus hab, kann man's hin und wieder schon spielen. Geht halt immer noch schneller, als "Der Ringkrieg"...

    Insula

    Es wird kaum psychedelischer als bei "Insula". Die semikooperative Struktur ist definitiv interessant, man muss halt ein Händchen dafür haben, die Mitstreiter im richtigen Augenblick zu betrügen. Aber sackschwer ist das Ding trotzdem. Immerhin, diesmal standen wir zu viert vor der Tür des Kingosch, als alles zur Hölle gefahren ist. Dauerte aber länger als erwartet. Aber irgendwie gefällt mir "Insula". Das Artwork ist behämmert aber individuell, das Spielprinzip so ähnlich (wo sonst kämpft man mit Blumen gegen Dreiecke oder den Affenmann?) und Nervenkitzel ist auch mehr oder weniger garantiert, wenn man gemeinsam mit einem Verbündeten/Nebenbuhler einem starken Monster gegenüber steht und sich überlegt, wieviel Stärke man denn jetzt ausgeben will... "Insula" ist sicherlich nicht das am besten designte Spiel des Universums. Aber es ist individuell, charmant und hat Charakter. Und das ist doch schon mal was.

    Invaders

    Immer noch cool. Erweiterungen wären nett.

    Isla Dorada

    Einige meiner Mitspieler beschwerten sich über eine sehr starke Glückskomponente, was Zielorte mit Schätzen und/oder Flüchen angeht, bzw. dass viel davon abhängig ist, was man zieht. Ich stimme ein Stück weit zu. Aber das Spiel beinhaltet halt auch ein gutes Stück Ressourcenmanagement. Man kann es schwerlich dem Spiel anlasten, wenn man mehr für einen Weg bezahlt hat, als man gemusst hätte. Klar, manchmal ist das auch 'ne Glückssache, ob man gerade die richtigen Karten da hat. Aber das ist doch immer so. Ich jedenfalls mag das Spiel recht gerne. Und das sage ich, obwohl ich immer recht krass abgekackt habe.

    Jäger der Nacht

    Gefällt nach wie vor, auch wenn ich nach wie vor echt schlecht darin bin. Ich sollte wohl aufhören, vom ersten Zug an Stress vom Zaun zu brechen. Das Endgame erlebe ich selten...

    Last Night On Earth

    Nach mittellanger Pause letztens mal wieder ein paar Runden gespielt, mitunter das Three-Way-Crossover "Earth Overrun" zwischen Zombies, Aliens und Menschen. Es ist fürchterlich ausbalanciert, sehr glücksabhängig und in manchen bereichen wirklich charmant stümperhaft designt. Aber meine Güte, ich liebe dieses Spiel. Kaum ein anderes erzählt so gute Geschichten.

    Level 7 [Omega Protocol]

    Aus versehen für recht großes Geld gekauft. Bislang haben wir nur das erste Szenario gespielt und die Commandos waren mehr oder weniger unaufhaltsam. Besonders ich als messerschwingender Reconaissance Specialist habe ordentlich unter den Klonen aufgeräumt. Muss es dringend noch mal spielen, zumal wir es halt zum ersten Mal gespielt haben und gerade das erste Szenario nicht besonders einfach für den Overseer war, aber bislang gefällt das recht gut. Könnte etwas kürzer laufen, aber das liegt wohl auch an den Spielern. Auf jeden fall deutlich intensiver und actiongeladener als die direkte Konkurenz à la "Doom" oder "Descent".

    Love Letter

    Wurde zwar von "Coup" mehr oder weniger komplett abgelöst, aber man kann's ja doch hin und wieder noch spielen. Das Blufflevel ist deutlich niedriger und wenn irgend jemand gut rät, dann kann die Sache recht schnell vorbei sein. Aber es ist doch ziemlich nett. Im Zweifel würde ich aber doch in neun von zehn Fällen "Coup" vorziehen, da deutlich intensiver.

    Magnifico

    Das Spiel hat mich schon länger interessiert. Jetzt habe ich letztens mal die Android-Version ausprobiert. War zwar nur eine auf vier Runden begrenzte Demo, aber irgendwie... Irgendwie ist mein Interesse doch etwas geschwunden. Vielleicht muss man da erst herein finden, aber irgendwie war mir das typische Herumgewürfel dann doch zu sehr in Kontrast zu den Auktionen und ökonomischen Entscheidungen, die von Runde zu Runde getroffen werden mussten. Zu viel Buildup, zu wenig Payoff vielleicht? Keine Ahnung, schwer zu sagen, da ich wie gesagt gerade mal vier Runden einer Partie gespielt habe. Aber... Irgendwie bin ich inzwischen relativ desinteressiert.

    Mamma Mia!

    Ich bin sicher nicht der größte Memory-Spieler der Gegend. Aber geht doch. Bei "Mamma Mia!" hat man definitiv bessere Chancen, wenn man sich Dinge merken kann. Ab er auch der größte Memory-Crack wird schwer zu knabbern haben, wenn einer seiner Gegner aus purem Spaß anfängt, Bestellungen in den gemeinsamen Ofen zu werfen. Könnte ja klappen. Und was wenn ja? Oder nein? Argh. Lustiger Filler, definitiv.

    Meuterer

    Bislang nur eine halbwegs planlose Runde gespielt. Interessantes Spiel, ja, doch, aber die verdeckte Charakterauswahl ist irgendwie doch etwas... witzlos? Ich weiß nicht, ich hatte in der einen Runde nie wirklich das Gefühl, dass ich irgendwie groß bluffen oder backstabben könnte. Zudem ist das Festhalten der Punkte eher unelegant und fügt sich nicht besonders gut ins laufende Spiel ein, so dass man schwer überblicken kann, wer denn jetzt gerade ganz gut dabei ist und wer nicht. Interessante Spielmechaniken aber auf jeden Fall. Naja, für den Preis okay.

    Midgard

    "7 Wonders" mit Brett oder so. Mir gefiel es irgendwie. Das Spiel ist nicht hübsch, aber die Mischung aus Card-Drafting und indirekt-direkter Konfrontation macht Laune. Wir waren leider beim Austesten nur zu dritt. Dürfte mit mehr Spielern definitiv abgefahrener sein. Ich bin jedenfalls definitiv interessiert, es noch mal auszuprobieren.

    Mundus Novus

    Viele coole Ideen und Mechaniken verpackt in ein etwas lahmes Thema und in eine doch eher lange Spieldauer, zumindest angesichts dessen, was die Box versprochen hat. Aber ganz cool, viel Interaktion, viele Entscheidungen, gerne demnächst nochmal.

    Mystery Rummy: Al Capone

    Es ist quasi "Rommé". Nur mit Ereigniskarten und so. Ganz lustig und Madame gefällt's. Also keine Einwände. Gerade letztens hab ich noch die Ausgaben "Jeckyll & Hyde" und "Jack the Ripper" gekauft, die werden demnächst auch mal ausprobiert. Und "Al Capone" vielleicht mal zu dritt oder viert. Bin gespannt, wie es sich da spielt. Obwohl mir der Anstieg der Spieldauer etwas Sorgen bereitet. Selbst zu zweit kommt man nur schwerlich auf die angepeilten 40 Minuten...

    NichtLustig: Fäkalini

    Trotz des Titels ganz lustig. Und während die erste Runde beinahe 20 Minuten gedauert hat, haben wir die zweite in vier Minuten runtergerissen. Zu zweit, wohlgemerkt. Bin gespannt, wie sich das mit vier Spielern ändert. Auf jeden Fall nicht übel. Hübsche Würfel, simples aber interessantes Prinzip. Aber nicht sicher, ob man das Häufchen mit rein nehmen sollte.

    NichtLustig: Lemming Mafia

    Immer noch verdammt gutes Spiel, das man rauskramen kann, wenn alle in etwa einer halben Stunde gehen wollen. Macht Spaß.

    OddVille

    Recht interessante Ideen, die ganz gut ins Städtebau/Workerplacement-Genre passen. Vielleicht etwas chaotisch. Aber nett. Mit zwei und drei zumindest. Zu viert stelle ich mir das doch etwas... krass vor.

    Pocket Battles

    Ganz interessante Tabletop-Variation. Relativ glücksabhängig, aber doch spaßig. Das Aufstellen der Armee ist allerdings schon das halbe Spiel. Zumindest bei uns dauerte selbiges etwa eine Viertelstunde, das tatsächliche Spiel war dann in ähnlicher Zeit abgehandelt. Trotzdem ganz interessant und auch die anderen Auflagen ("Orks gegen Elfen" und so weiter) machen mich halbwegs an. Zu kleinem Preis, versteht sich. So toll ist es dann auch wieder nicht.

    Port Royal

    Bislang nur eine Runde zu zweit gespielt, die aber sehr interessant war. Ein wenig Push your Luck, ein wenig Ressourcenmanagement, alles recht schnell und involvierend. Mit mehr spielern ist die zentrale Mechanik des Aufdeckens und Abgreifens sicher interessanter, aber dafür hat man wohl auch mehr Downtime. Trotzdem, ich bin gespannt, wie sich das entwickelt.

    Room 25

    Mal wieder verdeckte Verräter und so... Aber diesmal mit Miniaturen und einem Spielplan und Fallen und so. Quasi "Cube" als Brettspiel. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie gut das Ding ausbalanciert ist. Aber Spaß macht es definitiv. Auch wenn man mit ein wenig Pech direkt mit der ersten Aktion ausscheiden kann.

    Shadows over Camelot: Das Kartenspiel

    Kooperatives "Mamma Mia!" mit Verräter? Könnte man meinen. Sicherlich erreicht "Shadows over Camelot: Das Kartenspiel" nicht die thematische Tiefe von "Battlestar Galactica" oder so. Aber es macht durchaus Laune. Zumal nicht alles ein Verräter ist, was so riecht. Vielleicht hat einfach mal jemand vergessen, dass da schon zwei Fragezeichen-Drachen im Stapel liegen. Und da gerade eine Morgana-Karte gezogen wurde, kann ich diesen Trottel auch nicht auf seinen Fehler hinweisen. Zu siebt erstaunlich kurzweilig und spaßig. Und sorgt für viel Hass. Darf bleiben.

    Star Realms

    Spiele ich in letzter Zeit öfter auf Android. Cooles, sehr konfrontatives Deckbuilding-Spiel. Ich bin nicht ganz sicher, ob es nicht etwas zu sehr unter luck of the draw leidet. Manchmal versage ich einfach kläglich, manchmal ziehe ich problemlos eine total krasse Kombo ab, die dem Gegner ungefähr 46 Authority auf einen Schlag abzieht. Habe ich einfach nur Glück? Keine Ahnung, bislang hält das Ding mich jedenfalls bei der Stange. Auch wenn ich glaube, dass die tatsächliche Kartenspielversion mir ein wenig zu fiddelig wäre. Aber in digitaler Form ziemlich cool.

    String Railways

    Interessantes Prinzip, ganz überzeugt bin ich aber noch nicht. Vielleicht waren fünf Spieler einfach zu viel. Aber auf jeden Fall eine Menge Potential. Darf noch mal auf den Tisch.

    Sylla

    Für ein auktionslastiges Eurogame erstaunlich thematisch. Nicht besonders elegant durchdesignt mit fünf Runden, die aus sieben komplett unterschiedlichen Phasen bestehen. Aber viele interessante Entscheidungen und intelligente Mechaniken, die ineinander greifen. Nach bislang zwei Spielen habe ich das Gefühl, dass die Res Publica Marker extrem overpowered sind, bislang wurde jedes Spiel mit deren Hilfe gewonnen. Vielleicht ist das bei vier Spieler was anderes. Wer weiß. Mir gefällt's jedenfalls und ich hätte auch nichts dagegen, mir die Mini-Erweiterung zu besorgen. War definitiv nicht zum letzten Mal auf dem Tisch.

    The Thing

    Ich weiß nciht, ob mir die letzte Entscheidung des Spiels gefällt. Scheint mir doch etwas zu zufallsabhängig, sofern nicht irgend jemand hammerschlecht blufft. Oder den Eindruck erweckt. Und ja, immer noch recht unintuitiv und zu lang. Aber spaßig.

    Twilight Imperium (Third Edition)

    Cool, thematisch, gut designt, spannend, interessant, aber acht Stunden sind mir dann doch zu viel, um es regelmäßig zu spielen. Ich hab's definitiv nicht zum letzten Mal gezockt, aber trotzdem wird da wahrscheinlich nicht mehr als eine Runde alle paar Monate oder Quartale drin sein. Trotzdem kein schlechtes Spiel. "Eclipse" ist dagegen wirklich ein Leichtgewicht.

    Tzolk'in

    Die letzten zwei Runden haben mir irgendwie überhaupt keinen Spaß mehr gemacht. Zu wenig direkte Interaktion, zu viel Nachdenken... Mir scheint, dass das Spiel wirklich von demjenigen gewonnen wird, der am längsten über dem Brett hockt und seine folgenden Züge durchrechnet. Klar, da kann ihm jemand reinpfuschen. Aber das wird in den wenigsten Fällen absichtlich passieren, sondern einfach eher, weil irgend jemand aus Versehen eine Aktion macht, die den Gegner zurück wirft. Und Pustekuchen mit der anfänglich erahnten Freiheit. Wer sich hier nicht am Anfang eine Strategie zurecht legt und eisern darauf hin spielt, der wird verlieren. Mark my Words. Ich mag "Tzolk'in" irgendwie nicht mehr, die erspürte Freiheit hat sich einfach in Luft aufgelöst. Das Spiel zwingt einen in seine eigenen Bahnen. Bah.

    Village

    Die Erweiterung ist echt cool. Erlaubt es, das solide Grundgerüst der Mechaniken auf ähnliche Art und Weise zu durchbrechen, wie die mythologischen Kreaturen in "Kyklades" beispielsweise. Aber bitte, bitte, BITTE niemals mit fünf Leuten spielen. Wir saßen vier Stunden dran und das ist definitiv zu viel, für ein Spiel wie "Village"...

    Ansonsten in nächster Zeit definitiv noch auf meiner Liste zu spielender Spiele:

    Tempus
    Myrmes
    Das Ende des Triumvirats
    Desperados

    Und noch ein paar der Spiele, die ich gerade erst kürzlich erworben habe, wie "Evo", "Eldritch Horror", "Level 7 [Omega Protocol]" etc. pp. Das wird gut.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


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  17. #57 Reply With Quote
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    Noch ein paar:

    7 Wonders

    In letzter Zeit ~drei oder viermal gespielt und ich bin SACKSCHLECHT in diesem Spiel. Bin halt eher der "Das wäre doch jetzt mal cool"-Spieler, als jemand, der sich eisern an eine Strateie klammert. Aber so gewinnt man bei "7 Wonders" nicht. Aber irgendwie gefällt es mir. Es ist definitiv nicht das Hammerspiel, als das es hier und da kolportiert wurde, aber es ist doch ein nettes kleines Kartenspiel, das sich schnell von der Leber weg spielen lässt, egal wieviele Leute um den Tisch sitzen.

    Desperados

    Am Montag eine 5 gegen 1 Runde gespielt und wir fünf sind kläglich gescheitert. Interessantes, spaßiges Versteckspiel, so weit ich das sehen kann, kommt der Nervenkitzel im Gegensatz zu "Fury of Dracula" auf beiden Seiten durch. Lief diesmal vielleicht etwas lang (wir saßen ziemlich genau zwei Stunden dran) und die Regeln sind ein wenig konterintuitiv, aber macht schon Spaß.

    Das Ende des Triumvirats

    Schnell, taktisch, interessant aber ich habe das Gefühl, dass es sich ein wenig ZU gut selbst ausbalanciert. Das militärische Hin und Her war ziemlich stark vorprogrammiert, ich stelle es mir auch ziemlich schwer vor, einen militärischen Sieg einzufahren. Aber machte doch Spaß, ging flott und darf gerne mal wieder auf den Tisch kommen.

    Targi

    Cooles Worker-Placement-Spiel für zwei. Dadurch, dass es zwar viele Felder gibt, die Möglichkeiten, auf diese zu setzen, aber noch viel stärker eingeengt werden, als normal schon bei Spielen solchen Kalibers, sorgt für konstant hohe Interaktion. Gefällt sehr. Die nächsten Tage sollte wohl auch meine eigene Kopie ankommen.

    Außerdem kürzlich noch bestellt, aber noch nicht bekommen:

    Die Säulen der Erde
    Raumstation Theseus
    Machi Koro
    Kingsport Festival
    Nosferatu

    Man darf gespannt sein.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  18. #58 Reply With Quote
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    Ich hab letztens mal Pandemie ausprobiert. Man versucht mit maximal vier Spielern kooperativ Heilmittel für vier Seuchen zu finden. Dazu muss man je 5 Stadtkarten einer Farbe (=Seuche) auf der Hand eines Spielers sammeln. Leider braucht man diese Karten auch, um schnell über das Spielbrett zu reisen, man kann sie nur tauschen, wenn sich beide Tauschpartner in der zugehörigen Stadt befinden und es gibt insgesamt nur 12 Karten pro Farbe. Außerdem werden nach jedem Spielerzug neue Städte infiziert, indem Karten vom Infektionskartenstapel gezogen werden und je ein Krankheitsmarker auf die entsprechenden Städte platziert wird. Jede Stadt kann maximal 3 Krankheitsmarker (pro Farbe) enthalten, sobald ein vierter Marker platziert werden müsste, gibt es einen Ausbruch und es wird stattdessen ein Marker in jeder angrenzenden Stadt platziert. Dann gibts im Handkartennachziehstapel noch die Epidemie: Eine bisher nicht infizierte Stadt (die unterste des Infektionsstapels) erhält 3 Marker, der Infektionskartenablagestapel wird gemischt und oben auf den Infektionsstapel gelegt (bereits betroffene Städte werden also erneut betroffen, insbesondere könnte die Stadt die gerade 3 Marker bekommen hat, noch in der direkt folgenden Infektionsphase ausbrechen) und die Anzahl der zu ziehenden Infektionskarten könnte steigen.
    Jeder Spieler hat eine Rolle, die ihm bestimmte Sonderaktionen gewährt oder eine der Standardaktionen für ihn verbessert. Das Spiel ist verloren, wenn der Handkartenstapel leer ist, einer Farbe die benötigten Marker fehlen oder 8 Ausbrüche passiert sind. Die Schwierigkeit lässt sich durch die Anzahl der Epidemiekarten regulieren. (Diese werden im Nachziehstapel verteilt, indem man diesen in entsprechend viele gleichgroße Haufen teilt, jeweils eine Epidemie einmischt und die Haufen wieder stapelt, es folgen also maximal zwei Epidemien direkt aufeinander.) Auch die Spieldauer ist mit unter einer Stunde angenehm kurz.

    Wir haben zwei Runden zu viert auf normaler Schwierigkeit gespielt (5 Epidemien) und beide gewonnen. Allerdings hatten wir Glück mit den Karten und knapp war es trotzdem. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, aber da sich die gesamte Interaktion auf gemeinsames Nachdenken beschränkt, ist das Spiel wahrscheinlich nichts für total routinierte Gruppen (bei denen es nichts zu diskutieren gibt, weil jeder den optimalen Zug erkennt) oder für Gruppen, in denen ein Einzelner die Diskussionen dominiert und den anderen ihre Züge diktiert.
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  19. #59 Reply With Quote
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    Hach, "Pandemie"... Irgendwie lässt mich das Spiel so richtig kalt. Klar, das Alphagamer-Syndrom ist da schon recht heftig, aber auch ansonsten... Ich hab da immer irgendwie das Gefühl, dass ich versuche, ein Puzzel zu lösen, für das es möglicherweise gar keine Lösung gibt. Es fehlt mir einfach die Möglichkeit, mich zu entfalten, einfach was auszuprobieren, was zu riskieren... Geht mir aber in letzter Zeit viel zu oft bei Coop-Spielen so. Die zwängen dich oft in ein so enges Korsett, dass dir gar nichts anderes übrig bleibt, als dem Gameflow hinterherzuhecheln, damit du wenigstens die Chance hast zu gewinnen. Klar, besser als wie wenn man den gröbsten Scheiß abziehen und trotzdem locker gewinnen kann. Aber ich hab bei kooperativen Spielen viel zu oft das Gefühl, dass nicht ich das Spiel spiele, sondern das Spiel mich...
    Ich hab übrigens letztens mal das neue Würfelspiel "Pandemic: The Cure" gespielt, nachdem der Vater meiner besseren Hälfte es in Essen mitgenommen hat. Fazit: Auch nicht viel mitreißender als das Originalspiel und die Würfel senken das Alphagamer-Problem auch nur minimal. Ganz okay, zumal es deutlich schneller geht als "Pandemie", aber trotzdem nichts, was ich spielen würde, wenn es Alternativen gibt.

    Was landete sonst bei mir so zuletzt? Mal wieder ein Roundup, also festhalten...

    300: The Board Game

    Gar nicht so leicht, hierzulande da ran zu kommen... Und dann soll es noch nicht mal besonders gut sein. Egal, ich war schon länger auf der Suche nach einem simplen, schnellen, brutalen Wargame für zwei und das ist "300" definitiv. Zwar sehr stark glücksabhängig, aber dafür spielt es sich auch in etwa einer halben Stunde und wenn Spartaner und Perser links und rechts das Zeitliche segnen, geht jedem Freund von Massenzerstörung das Herz über. Nix für Feingeister oder Frauen oder so. Gnöff.

    Bioshock Infinite: The Siege Of Columbia

    Und nochmal. Zwei Spieler, viel Plastik, Würfel, Karten, hübsches Brett, ansprechender Theme... Im Gegensatz zu so großen Sachen wie "Der Ringkrieg" oder "Horus Heresy" sicherlich ein Leichtgewicht, aber trotzdem tief genug für Strategie und Taktik. Und trotzdem light genug, um sich flott zu spielen und auch mal den Zufall die Zügel übernehmen zu lassen. Die Kartenupgrades sind eine coole Idee, stören aber leider den Spielfluss ein wenig. Nach jedem Kampf muss erstmal geschaut werden, wer jetzt welches Upgrade kriegt, etc. Keine Ahnung, ob man das streamlinen kann, wenn dem so wäre, dann würde mir das Ding noch besser gefallen, aber auch so macht es einfach nur Laune.

    Blood Bowl: Team Manager

    Jetzt auch mit der "Sudden Death"-Erweiterung, die Vampire, Dunkelelfen und Untote ins Spiel bringt. Ich habe gerade vorhin die erste Runde auf diese Weise gespielt und auch die Neuzugänge ändern nichts daran, dass ich in dem Spiel wirklich sackschlecht bin (wobei ich dank der total bananigen Tiebreakerregel beinahe gewonnen hätte, da es bei diesem Spiel so ist, dass im Falle eines doppelten Unentschiedens der Erstplatzierten - zuerst Fans, dann Teamerweiterungen - alle davon disqualifiziert werden und der nächste in der Rangliste gewinnt... das wäre mal ein Hammersieg gewesen). Trotzdem, ich mag das Spiel immer noch sehr gerne und die neuen Teams bringen frischen Wind. Problematisch finde ich nur immer noch die Tatsache, dass man viel mehr Spaß daran hat, Starspieler und Teamverbesserungen zu sammelt, allerdings über Fans gewinnt... Mal schauen, wie das mit der nächsten Erweiterung wird, die auf Englisch bereits erschienen ist.

    Ca$h 'n Guns (Second Edition)

    Multiplayer-Stein-Schere-Papier mit Schaumstoffpistolen, what's not to like? Immer wieder ein Genuss.

    Castle Crush!

    Schloss bauen, Punkte kassieren, Schlösser der Gegner umwerfen, cool. Wer hier große Strategie oder gewieftes Gameplay sucht, ist an der falschen Adresse. Aber Laune macht's definitiv. Genau das Richtige für alle Zerstörungswütigen da draußen.

    Coup: Guatemala 1954

    Die neue Version bietet zwar massenweise Varianten, aber die bisherigen Runden waren irgendwie eher zäh. Nicht alle Kartenkombinationen scheinen gut zu funktionieren und die simple Eleganz und Geschwindigkeit des originalen "Coup" geht ein Stück weit flöten. Vielleicht wird das noch besser, ich habe große Hoffnung, aber wird sich bewähren müssen...

    Cyclades: Titans

    In Essen mitgenommen und einmal bislang ausgetestet... Die Titanen und das neue Brett sind ein massiver Eingriff in das "Kyklades"-System und beugt sich einem Haufen Kritik, die ich nie so recht verstehen konnte. Ja, "Kyklades" war ursprünglich kein Kriegsspiel, Angriffe wollten wohlüberlegt und gut vorbereitet werden, das war aber meiner Meinung nach kein Makel, sondern ein elementarer Teil des Spiels. Mit den Titanen ist das Spiel viel schneller und brutaler geworden, aber es fühlt sich einfach anders an. Nicht schlecht. Aber eben... anders. Muss ich noch mehr spielen. Definitiv sieht eine Partie mit dieser Erweiterung aber NOCH geiler aus, als das Spiel es eh schon tat.

    Deus

    Der "7 Wonders"-Killer? Ich weiß nicht... Das Tableau-Building macht schon Spaß, die Interaktion auf der Karte auch, aber... Es war dann doch etwas lang für das, was es war. Wenn man das Ding in etwa eine Stunde quetschen könnte, cool, darüber aber dann doch ein wenig zäh. Vielleicht mit mehr Spielen.

    Die letzten Tage von Atlantis

    Auktionen, Auktionen und noch mal Auktionen. Und kein Ende in Sicht. Ein paar wirklich clevere Ideen, aber alles in allem ein recht zähes und viel zu ausgelatschtes Spiel für das, was man darin tut. Zumindest mit fünf Leuten. Muss nicht sein.

    Eminent Domain

    Weltraum-Deckbuilding-Role-Selection-Kram? Nicht verkehrt. Hab zwar bislang nur eine Runde zu zweit gespielt, aber gefiel definitiv. Bin gespannt, wie es sich zu dritt spielt. Da gehen einem wohl deutlich öfter die Karten aus, dafür fallen wahrscheinlich einige der Runden weg, in denen man gar nichts tun kann, weil der Gegner eine Rolle wählt, die man gerade nicht auf der Hand hat. Mir gefällt's, auch wenn ich nicht super geflasht bin. Nicht verkehrt.

    Fantastiqa

    Die erste Runde war etwas zäh, weil meine Freundin und ich das System komplett missverstanden haben. Wir sind einfach ewig lang durch die Gegend gelaufen und haben Monster verprügelt, ob uns das jetzt half oder nicht. Muss ich dringend noch mal mit ein wenig mehr Verständnis für den Gameflow spielen, bis dahin enthalte ich mich eines Urteils...

    High Noon Saloon

    In der letzten Runde bin ich ausgeschieden, bevor ich überhaupt einen Zug machen konnte. Ich saß friedlich im Hinterzimmer rum, da fordert mich jemand eiskalt heraus, zieht mich in die Mitte des Saloons, haut mir einen Stuhl auf den Schädel und ehe ich mich erholen kann, kommt noch ein zweiter Stuhl von links und fertig war das Moped. Wir haben alle herzlich gelacht, als der Mann ohne Namen nach doppeltem Stuhlzugriff das Zeitliche gesegnet hatte. Total zufälliges Spiel, aber ziemlich lustig. Dürfte etwas schneller gehen.

    Invaders

    Immer noch cool. Ähnlich wie "300" einfach nur ein Spiel, das epische Brutalität ausstrahlt. Hier fliegen die Nukes links und rechts. So muss sich eine Alieninvasion anfühlen. Dass das Spiel dahinter relativ basic ist, lässt sich angesichts des Themes und des grandiosen Artworks verschmerzen.

    Junta

    OH! GOTT! Was für ein fürchterliches Spiel. Zugegeben, die erste halbe Stunde mag ganz witzig sein. Dass man dann aber im besten Fall erst etwa ein Achtel des Spiels hinter sich hat, hilft nicht gerade. Total willkürlich, mieserabel designt, keinerlei Progression im Spiel, kurzum, ziemlich übel. Vielleicht würde ich es noch mal spielen, wenn man den Geldstapel (der die Spiellänge bestimmt) auf etwa ein Zehntel seiner aktuellen Größe reduzieren würde. Aber selbst dann eher nicht.

    Kahuna

    Sehr abstraktes Zweispielerspiel. Recht taktisch, recht interaktiv, recht fies, aber alles in allem doch eher... ich weiß nicht. Sagen wir einfach mal "Uninvolvierend". Man spielt halt einfach seine Karten aus. Das mag manchmal für ganz coole Combos reichen, aber die Themelosigkeit saugt irgendwie den meisten Spaß raus. Trotzdem nicht verkehrt. Könnte auch etwas kürzer sein.

    Kingsport Festival

    Quasi eine "Kingsburg"-Neuauflage mit Cthulhu-Theme. Nicht übel. "Kingsburg" gefiel mir theoretisch ganz gut, aber der lahme Theme und die irgendwie sehr separiert wirkenden Spielertableaus haben mich immer ziemlich kalt gelassen. Der Theme von "Kingsport Festival" ist da deutlich eher meine Kragenweite. Auch was den Aufbau der Spieler angeht, rückt man - zumindest optisch - deutlich näher zusammen. Trotzdem spielt man meistens doch recht solitär vor sich hin. Nicht verkehrt, wenn auch kein so großes Spaßfeuerwerk. "Alien Frontiers" ist nach wie vor besser, aber wer sich einen ganz coolen Cthulhu-Fix abholen will, liegt hier ganz richtig, vor allem dank des sehr genialen Artworks.

    Legenden von Camelot

    Argh. Wer hat denn die deutsche Übersetzung verbockt. Seriously, wenn man 21 Karten hat, auf sieben davon Camelot, auf sieben Cornwall und auf sieben Forest steht... Warum schreibt man dann sowohl auf die Camelot- als auch auf die Cornwallkarten in der deutschen Version "Camelot"? Dementsprechend war unsere erste Runde relativ... festgefahren. Ist aber nicht die Schuld des Spiels, deswegen lässt sich das eher schwerlich bewerten. Die Mechaniken gefielen mir recht gut, auch wenn das Ding recht schnell recht unübersichtlich wird. Muss nochmal getestet werden.

    Machi Koro

    Irgendwas will an dem Spiel nicht so recht ziehen... Der Grundaufbau, bei dem alle Kartentypen offen liegen, ist ja mal total lahm. Aber auch die empfohlene Variante, bei der immer zehn Kartentypen verfügbar sind, bietet einfach viel zu... viel zu viel. Muss mal testen, die Anzahl der verfügbaren Gebäudetypen zu reduzieren. Dann stellt sich vielleicht auch das Problem nicht so ein, dass viele Leute zu viel Angst davor haben, zwei Würfel zu würfeln, weil sie bei einer 9 jedem am Tisch unglaublich viel Geld zustecken müssen. So entwickelte sich unsere eine Runde zu einer totalen Pattsituation, die sich länger gezogen hat, als gut war. Hm hm hm... Muss nochmal probiert werden, aber so scharf bin ich nicht drauf.

    Madeira

    Würfel? Piraten? Stadtwache? Klingt doch ganz cool. Trotzdem ist "Madeira" Hardcore-Eurogaming, wie es im Buche steht. Farmer einsetzen, Städte bauen, ernten, Leute füttern und ständig den Ertrag maximieren... Was mir gut gefiel war die Tatsache, dass die Züge im Laufe des Spiels relativ gleichlang geblieben sind (bzw. mit der Zeit sogar kürzer wurden, weil die Mitspieler "reingewachsen" sind), aber ansonsten... Ich weiß nicht. Es mag clever und gut ausbalanciert und gut designt sein, aber... Irgendwie ist das nicht unbedingt meine Art Spiel. Es war jetzt nicht unerträglich oder so. Aber ich reiße mich nicht unbedingt darum, es schnell nochmal zu spielen.

    Melee

    Riki Tahtas nächster Streich... Definitiv nicht so cool wie "Coup", aber auf andere Art und Weise interessant. Das Kampfsystem ist definitiv mal was anderes (der Angreifer nimmt beliebig viel Geld in die Hand und wenn der Verteidiger richtig rät, wieviel der Angreifer genommen hat, dann schlägt der Angriff fehl...), die Spezialfähigkeiten sorgen für Wiederspielwert, aber... klar, es liegt im Wesen eines Minispiels, dass da nicht so viel hinter steckt, aber die fünf Aktionen, die man im ganzen Spiel hat, sind doch etwas... wenig. Nicht schlecht, aber eben nicht so der krasse Geniestreich wie "Coup".

    Mousquetaires du Roy

    Da wir ein paar essentielle Dinge falsch gespielt haben, hat der Mylady-Spieler mit uns Musketieren den Boden aufgewischt. Aber auch ansonsten ist das Ding wahrscheinlich nicht einfach für die Guten. Plus für die coolen Miniaturen und das hübsche Artwork, minus für das hundsmieserable Regelheft. Wirklich, bah. Trotzdem, ich habe die Hoffnung nicht aufgegeben, da ein gutes Spiel drin zu finden.

    Nexus Ops

    Cool cool cool! Viele Miniaturen prügeln sich die Scheiße aus dem Leib. Macht immer Spaß. Das Kampfsystem ist cool, das Spiel an sich läuft flott, alles prima. Gerne öfter.

    Nosferatu

    Mal wieder eine "Werwolf"-Variante, diesmal wieder mit Moderator, der aber auch so halb involviert ist (zwar nicht so viel machen kann, aber mit dem Vampir zusammen gewinnt...). Nicht schlecht. Nicht so tief und verstrickt wie "Der Widerstand", aber durch die "Ziehe zwei Karten, spiele eine verdeckt und leg eine offen ab" PASSIERT wenigstens relativ schnell was.

    P.I.

    Ganz cooles Deduktionsspiel. Der Theme ist zwar relativ angetackert, aber wen das nicht stört, der kriegt eine ganz coole Denkaufgabe, die durchaus Laune macht. Nur zu dritt spielen. Bei mehr Leuten zieht sich das zu sehr.

    Raumstation Theseus

    Nicht ganz so schnell und elegant wie "Neuroshima Hex", dafür um so taktischer. Erlaubt viel Vorausplanen, kann dabei aber auch stark in Analysis Paralysis ausarten. Trotzdem cooles Spiel, aber definitiv nur was für zwei Leute. Vielleicht drei. Aber nur ganz, ganz vielleicht. Und dann nur mit drei Leuten, die das Spiel beherrschen.

    Santiago De Cuba

    Hübsch, schnell, spaßig, aber dürfte auch ein oder zwei Runden schneller gehen. Der variable Brettaufbau ist zwar cool, aber nach sieben Schiffen hat sich doch etwas zu viel Routine eingestellt. Vielleicht müsste man etwas kürzer spielen oder das Brett nach jedem Schiff ein wenig verändern... Ich weiß nicht genau. Es gefällt mir definitiv, auch wenn ich mich nicht drum reißen würde, es jeden Tag zu spielen.

    Säulen der Erde

    Ein erstaunlich langes, involviertes Worker Placement Spiel. Und das Sammelsurium an Mechaniken passt überraschend gut zusammen. Ziemlich interaktiv durch den stark begrenzten Platz auf dem Brett und das Ziehen der Worker aus dem Beutel. Muss noch öfter spielen, um mir da ein definitives Urteil zu erlauben, aber die erste Runde machte doch Laune.

    Shogun

    Interessante Mechaniken, vor allem das Platzieren der Provinzkarten auf den Auktionen, sowie das Abwickeln der Kämpfe mittels Cubetower. Für meinen Geschmack vielleicht ein bisschen statisch und gängelnd, aber nicht verkehrt.

    Space Station

    Zwei sind zu wenige, fünf zu viel. Vielleicht liegt der Sweetspot des Spiels bei drei oder vier Spielern? Keine Ahnung. Was ich weiß ist, dass die Mechaniken nichts weltbewegendes, aber zweckmäßig und halbwegs elegant sind, und das Aufbauen der eigenen Raumstation ganz einfach Laune macht, zumal der optische Effekt ganz gut rüberkommt. Kein besonders poliertes Spiel, aber einfach ein nettes, entspannt spielbares, hübsches Ding.

    Sushi Go

    "7 Wonders" in light? Total simples Card Drafting Spiel, das man in etwa zehn Minuten rumkriegen kann. Und ich bin total scheiße darin. Macht aber schon Spaß, auch wenn man immer das Gefühl hat, dass die anderen die deutlich besseren Karten kriegen, als man selbst. Sogar dann, wenn man ihnen die gerade gegeben hat. Cool für zwischendurch.

    Tempus

    Recht abstraktes Zivilisationsspiel. Mit dreien etwas lasch, zumal derjenige, der sich nicht an den allgemeinen Quärrelen beteiligt, definitiv Nutznießer der Situation ist. Muss ich nochmal mit mehr Spielern testen, da recht interessant. Aber der mangelnde Theme schlägt doch zu Buche.

    The Testimony Of Jacob Hollow

    Take That Kartenspiel mit coolem Theme. Recht zufällig und starker Kingmaker-Effekt. Könnte etwas schneller gehen und ist nur halb so cool, wenn man den Theme nicht durchkommen lässt (wir haben eine Runde bei einem Spielabend gespielt, bei dem es so laut war, dass wir uns beinahe anbrüllen mussten, damit wir überhaupt verstanden haben, was gerade vor sich geht... sorgte nicht gerade für Gruselatmosphäre). Eher was für zwischendurch, aber immerhin dem Theme verpflichtet, was schon mal eine gute Sache ist. Fürchterliche Box.

    Tikal

    Wer bitte kam auf die Idee zu sagen "Ein Spieler hat in seinem Zug zehn Aktionen"? Total belämmert. Das Spiel ist allerdings recht gut. Hübsches Artwork, recht durchdachtes Gameplay. Nicht spektakulär, aber eben... nett.

    Tod dem Tyrannen!

    Interessantes Bluffspiel für zwei. Schnell, brutal, cool. Bin nicht sicher, ob die Assassinen im Vorteil sind. Vielleicht muss der König einfach nur ein wenig besser aufpassen, als ich das normalerweise tue. Gerne mehr davon.

    Tragedy Looper

    Semi-kooperatives Zeitreise-Deduktionsspiel? Check. Zwei Runden "Tragedy Looper" (einmal als Mastermind, einmal als einer der Protagonisten) und ich bin ziemlich begeistert. Als Mastermind macht es ziemlich viel Spaß, "mit" den Protagonisten zu spielen, sie an der Nase herumzuführen und zu versuchen, möglichst viele Informationen vor ihnen geheim zu halten. Als Protagonist hingegen versucht man, möglichst geschickte Züge zu machen, um den Mastermind in die Enge zu treiben. Sehr cool bei unserer heutigen Runde: Der erste Zug hat durch Zufall den Mastermind ziemlich in die Ecke gedrängt und den Spieß umgedreht. Auf einmal waren wir diejenigen, die versucht haben, seinen Serienkiller-Charakter zu unserem Vorteil einzusetzen. Wiederspielbarkeit ist sicher ein Problem und ich weiß auch nicht, wieviel man wirklich aus dem Spiel herausholen kann. Klar, neue Skripts zu entwerfen ist keine so große Sache, aber ich frage mich halt, wann der Punkt einsetzt, an dem man das Gefühl bekommt, dass alle neuen Skripts doch nur bekanntes wiederholen. We'll see. Für den Augenblick bin ich jedenfalls recht zufrieden.

    Walhalla

    Als ich mich vorher über das Spiel informierte, klangen einige Mechaniken extrem interessant (vor allem die Sache mit "In Kämpfen entscheidet der Verteidiger, ob er gewinnt oder verliert"). In der Praxis war die Sache nicht gar so interessant. Auch nicht uninteressant, versteht mich nicht falsch, aber letzten Endes kommt doch ein recht gewöhnliches Tile-Laying-Spiel bei herum. Kein schlechtes. Aber eben auch kein so gutes, wie die Mechaniken mich vermuten ließen.

    Winzige Weltreiche

    Ein Zivilisationsaufbauspiel, das man in etwa einer halben Stunde spielen kann? Cool. Die Komponenten sind erstklassig, durch die vielen verschiedenen Völker (16 an der Zahl inklusive der drei Zusatzvölker, die ich in Essen gerade noch mitgenommen habe) kommt keine Langeweile auf... Nur irgendwie hab ich die Sache mit dem Krieg noch nicht so ganz durchschaut. Eigentlich schadet man sich mit einem Angriff in den meisten Fällen am ehesten selbst. Muss mal mehr mit der Minierweiterung experimentieren, die Angriffe lukrativer macht. Trotz allem, cooles Spiel.

    So, und was steckt noch in der Post? Mal sehen, da hätten wir...

    Colt Express
    Last Night On Earth: Blood In The Forest
    Dead Of Winter
    Shadows Of Brimstone
    Doomtown: Reloaded
    Eketorp
    Caylus: Magna Carta
    Mord Im Arosa

    Und noch ein paar andere. Und dann sind da noch ein paar Spiele, die schon hier liegen, aber dringend gespielt werden wollen. "Yspahan" zum Beispiel. Oder "Nostra City". Oder, oder, oder...
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


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  20. #60 Reply With Quote
    Neuling
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    Nov 2014
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    Wow, so viele Spiele die ich noch nicht kenne.
    Werde mich wohl mal wieder den Brettspielen zuwenden.
    Hier haben wie zur Zeit wieder das Quizspiele "Spiel des Wissens" ausgegraben. Das hatte ich damals zu Weihnachten bekommen und jetzt ist hier das Alter erreicht es wieder zu spielen.
    Die Klassiker "Monopoli", "Mister X" und "Cluedo" sind immer wieder beliebt.
    Vor allem im Herbst und Winter wird viel gespielt.
    Big79 is offline

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