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Allgemeines Brettspielgeplauder

  1. #21 Reply With Quote
    Forentroll  Harbinger's Avatar
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    Ja, hast recht, ich hab mich missverständlich ausgedrückt Ich meinte Rundenanzahl, nicht Dauer "Lords of Waterdeep" geht sieben Runden. Immer. Keine Ausnahme. Aber meine Toleranz in der Hinsicht rührt wohl daher, dass man sich bei dem Spiel so schön fies gegenseitig in die Parade fahren kann, dass eh keiner das Optimum aus seinen Zügen rausholen kann, sondern quasi permanent nur mit Schadensbegrenzung beschäftigt ist Herrlich

    Naja gut, "RoboRally" hat ja auch die gute alte Begrenzung der Rundendauer, ohne die wäre das Spiel bestimmt nur halb so lustig Wir haben auch vor kurzem mal versucht, dieses System auf Garfields "King of Tokyo" zu übertragen und auch da war's irgendwie urig, wenn man sich nicht überlegen konnte "Welche Würfel würfel ich jetzt noch mal neu? Hmmmm..." sondern ständig nur ein "Scheiße Scheiße, die Uhr läuft ab, AAAAAH!" von sich gab.

    "Puerto Rico" habe ich, das muss ich zu meiner Schande gestehen, erst ein einziges Mal gespielt und ich kann mich kaum dran erinnern. Ich weiß nur noch, dass ich doch etwas enttäuscht von der damaligen Nr. 1 der Boardgamegeek-Rangliste war. Ich hab' allerdings gestern abend mal eine Runde "Condado" gespielt, was die inoffizielle App-Umsetzung des "Puerto Rico"-Kartenspiels "San Juan" ist. Und das gefiel mir doch eigentlich schon. War zwar noch etwas chaotisch, aber hat Spaß gemacht, wenn's halt auch nur gegen KI war.

    Jap, "Elder Sign" ist "Arkham Horror" als reines Würfelspiel. Ich weiß jetzt ehrlich gesagt gar nicht genau, wie sich das zwischen der App und dem richtigen Spiel verhält, soweit ich weiß, haben die bei der App ein paar Dinge weggelassen, ansonsten aber deutlich mehr Content inzwischen, der quasi an den Tablet-Benutzern für zukünftige Erweiterungen ausprobiert wird. Lohnt sich mmn., vielleicht kauf ich sogar irgendwann mal das richtige Spiel. Echte Würfel in der Hand zu haben ist doch schon cooler
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

    Steckt nicht ein klein wenig John Bartlett in jedem von uns?


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  2. #22 Reply With Quote
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    Naja, bei Robo Rally geht die Uhr ja erst los, wenn alle bis auf einen fertig sind. Das finde ich dann schon wieder sinnvoll.
    Und es hilft auf jeden Fall dabei, mehr Fehler zu machen.

    Arkham Horror hab ich auch noch nicht gespielt. Da traue ich mich nicht ran, weil es so viel Regalplatz im Spieleladen belegt. Und wenn es mir gefallen würde, würd ich mir da wahrscheinlich viel von kaufen wollen.
    (Im Gegensatz zu Dominon, mit dem das gleiche Problem hab, hat das aber auch sonst niemand aus meinem Bekanntenkreis.)
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  3. #23 Reply With Quote
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    Urgs, das ist mir aber peinlich, wir haben die Regel bei "RoboRally" all die Jahre falsch gespielt Bei uns durfte immer umdrehen, wer zuerst mit seiner Programmierung fertig war Kann ich aber nur empfehlen, die Variante, sorgt für viel Frohsinn
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  4. #24 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Count View Post
    Urgs, das ist mir aber peinlich, wir haben die Regel bei "RoboRally" all die Jahre falsch gespielt Bei uns durfte immer umdrehen, wer zuerst mit seiner Programmierung fertig war Kann ich aber nur empfehlen, die Variante, sorgt für viel Frohsinn
    Fies!
    Da lohnts sich ja fast schon, seinen Roboter zu Schrott schießen zu lassen, so dass man sich nur noch drei oder vier aus drei oder vier Karten aussuchen muss.
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  5. #25 Reply With Quote
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    Urgs, hier komme ich wieder, ich war die letzten Tage RL-mäßig etwas ausgelastet und hatte wenn ich in der Nähe war immer nur ein Tablet zur Hand und konnte deswegen nicht ordentlich länger tippen. Jetzt aber...

    Ich kann diese "Variante" für "RoboRally" wie gesagt nur empfehlen, es trägt extrem zum Chaos des Spiels bei, wenn alle Leute ihre Karten möglichst schnell auf den Tisch werfen und dann quer durch den Raum grabschen, um ja als erstes die Sanduhr umdrehen zu dürfen, da sie keinem auch nur den Bruchteil einer weiteren Sekunde gönnen Probier's unbedingt mit chaoserprobten Leuten mal aus, das potenziert den Spaß, den man damit hat, auf jeden Fall noch Ich erwähnte auch einem Kumpel gegenüber mit schamesrotem Gesicht, dass wir all die Jahre falsch gespielt haben, er meinte aber, unsere Regelung würde ihm besser gefallen

    Ansonsten habe ich in den letzten paar Tagen noch einmal bei "Kingdom Builder" abgeloost. Nicht so krass wie beim ersten Versuch, aber trotzdem... Für ein umfassendes Bild muss ich es sicher noch ein paar Mal spielen. Und vor allem auch mit mehr Leuten. Aber es gibt definitiv, so viel kann ich schon sagen, Siegpunkt-Karten, mit denen das Spiel DEUTLICH interessanter ist, und welche, mit denen es doch eher lau daher kommt. Gerade so etwas wie den Bauern, der einem 3 Siegpunkte für jede Siedlung in dem Quadranten, in dem man die wenigsten Siedlungen hat, einbringt, ist durchaus eine coole Idee, wenn es beim letzten Spiel auch so endete, dass wir jeder 10 Siedlungen in jedem Quadranten hatten und so jeweils gleichsam 30 Siegpunkte abgriffen. Aber ich schätze mal, das lag auch daran, dass wir nur zu zweit waren. Mit vier Spielern dürfte das doch schwerer sein.

    Und dann kam in den letzten Tagen noch ein bischen was auf den Tisch. "Eine Frage der Ähre" grub ich mal wieder aus. Das hatte ich bislang nur einmal zuvor gespielt. Und ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht genau wieso. Das Spiel sieht hübsch aus, spielt sich schnell und intuitiv und hat genug Platz für Strategie und Taktik. Sollte ich in Zukunft öfter mal auf den Tisch bringen. Wobei ich etwas unsicher bin, was die optimale Spieleranzahl angeht. Bei zwei Spielern kam es mir ein wenig einförmig und vorhersehbar vor, bei zu vielen Spielern kann ich mir vorstellen, dass sich zu viel auf dem Brett tut ehe man wieder dran ist, und man so etwas hilflos herum steht. Wird sich zeigen müssen.
    Dann probierte ich nun endlich "Die Legenden von Andor" aus. Das wird auch noch mal näher unter die Lupe genommen, es war ein etwas anstrengendes Spiel, da mein Partner dazu neigte, vor, nach und während jedem Zug einzuschlafen. War etwas frustrierend, als er zum vierten Mal aufwachte, ich ihm zum vierten Mal sagte "Du bist dran, würfel!" und er zum vierten Mal mit den Worten "Augenblick..." sofort wieder einschlief. Naja, das Spiel selbst ist recht interessant. Ich bin mir nicht sicher, was den Wiederspielwert angeht, da vieles in den einzelnen Szenarien festgelegt ist, aber es macht auf jeden Fall einen äußerst soliden Eindruck, auch wenn das Einführungsszenario nicht so wirklich spannend war.
    Und ansonsten spielten meine Freundin, ihr Vater und ich heute noch eine Runde "Cthulhu Gloom", ein weiteres dieser Spiele, die nach einem Testen irgendwo in den Tiefen meiner Regale verschwinden. Ich spüre immer noch ziemliches Potential in diesem Spiel, wobei es selbiges wohl auch etwas verschenkt... Die durchsichtigen Karten sind extrem cool, die typischen Take-that-Mechaniken funktionieren, das Problem ist wohl, dass man wirklich Leute braucht, die die abstrusen Situationen, die das Spiel entwirft, ausspielen. Wenn's auf bloßes "Ich leg' 'ne Karte, dann noch eine, fertig, du bist" hinaus läuft, dann... naja, kann man sich wohl schon denken. Aber die Karten sind halt etwas... crowded, so dass es immer schwer fällt, jetzt alles im Blick zu behalten. Und die Transparenz hilft auch nicht gerade beim Lesen... Argh, es ist so schade, ich will dieses Spiel lieben, da die Mechaniken funktionieren und das Prinzip einfach cool ist (When Cthulhu awakens, we're all doomed, but whose downfall will be the most entertaining? Hehe...), aber... ich muss das richtige Umfeld dafür noch finden.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  6. #26 Reply With Quote
    Ritter Paknoda's Avatar
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    So, dann will ich mal.

    Was mir persönlich an "Der Eiserne Thron" gefiel, war, dass relativ wenig durch Zufall entschieden wird. Eine Sache, wegen der ich "Die Siedler" nicht leiden kann, da ich persönlich immer der Meinung war, dass das zentrale Element eines Strategiespiels nicht das Glück und damit der Zufall sein kann.
    So weit ich weiß waren es genau 3 Elemente, von denen zwei (die Ereignisse vor jeder Runde und der Wildlingangriff) für alle Spieler gleichermaßen galten. Das dritte Element des Schlachtenglücks empfand ich als realistisch und einschätzbar (-3 bis +3 Bouns).
    Hinzukommt, dass ich die Startaufstellung des Spiels spannend fand. Jedes der sechs Häuser startete dadurch mit einem anderen Ziel für die ersten Spielrunden, aber keines war dadurch eindeutig im Nach- oder Vorteil. Insgesamt ein für mich gelungenes Spiel, aber ähnlich wie bei "War on Terror" braucht man eine gelassene Spielerschaft, die es nicht gleich persönlich nimmt, wenn man ein Bündnis schließt und ihr daraufhin gleich fünfmal in den Rücken fällt. Somit fällt das Spiel im Kreis meiner lieben Verwandten aus...

    Ein Spiel, was mich in letzter Zeit, aber auch schon vorher, begeistert hat ist "Bang", das Kartenspiel im Wildwestmilieu. Die Kombination aus Pokern und wildem durch die Gegend Schießen hat einfach was. Das einzige Problem ist, dass viele Elemente (wie die verschiedenen Waffen) erst bei einer ausgereizten Spielerschaft ihren Sinn zeigen. Die sehr einfachen Regeln machen das aber wieder wett, da man so auch Spielregelmuffel zum mitmachen animieren kann. In einer großen Runde (7) also sehr zu empfehlen.

    Mit Tabletop auf dem Tablet hatte ich leider noch nicht das Vergnügen.

    Was macht man denn bei "Arkham Horror", sind die Regeln sehr komplex (also komplexer als "Der eiserne Thron") und warum sind dabei sieben Spieler doof?
    "Puh... Horus... Was hälst du von diesem Barbaren?" "Ich glaube, er ist eine Ente, Wärter." "Mmm... Das habe ich befürchtet."
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  7. #27 Reply With Quote
    Flugscheibenkonstrukteur Saturn's Avatar
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    So, ich bin über die Feiertage auch etwas dazu gekommen ein paar Spiele zu probieren, und muss sagen, dass es durchaus ambivalente Erfahrungen gab.

    Ein Freund hatte sich ja von der Spielemesse in Essen "Robinso Cruso" mitgebracht und wir konnten es das erste mal gemeinsam spielen. Ist eben ein typisches Coop Spiel. Es gibt verschiedene Szenarien, aber immer ist man auf einer Insel und muss selbige entdecken, sein Lager aufbauen, sich verteidigen, Essen und Ressoucen sammeln, grundlegende Dinge erforschen u.s.w. Dabei spielt eben jeder einen typischen Charakter a la Koch, Kundschafter,... die sich geringfügig unterscheiden. Dazu kommen zufallsereignisse und Missionsziele. Ist für ein solches Spiel wirklich schön, und wer es mag (und sich nicht von der grauenhaften Anleitung abschrecken lässt), sollte selbiges im Auge behalten (ich müsste es aber mehrmals spielen, um wirklich beurteilen zu können, ob das Balancing hin haut, es könnte sein, dass die ersten drei Runden praktisch entscheiden, ob man siegt, oder nicht). Ich bin aber absolut nicht dieser Coop Spieler, zumindest nicht diese Art, wo wirklich alle über dem Spiel sitzen und dann gemeinsam entscheiden, was zu tun ist,... ich finde daran wirklich nicht viel, was Spaß macht,...

    Da habe ich mir Funkenschlag gewünscht und geschenkt bekommen. Habe ich vor langer Zeit mal irgendwie durch Vertaler im Forenwettstreit kennen gelernt, mich aber nie wirklich mit beschäftigt, und obwohl erst wenige Runden gespielt wurden, kann ich sagen, die Spielmechanik ist absolut perfekt, ich kenne kein Spiel, wo soetwas auch nur annähernd erreicht wird. Irgendwie hat auch der schlechteste Spieler lange Zeit noch den Glaube gut dabei zu sein und die Unterschiede zwischen einzelnen Kraftwerksbetreibern bleiben das ganze Spiel über moderat, aber, um wirklich zu gewinnen bedarf es viel Können und Planungsgeschick. Das abschätzen der Ressourcenpreise, der eigene Netzausbau, das (schein)bieten auf Kraftwerke, u.s.w. Es passt einfach alles hier,... Ob die Karten ganz fair sind, wird sich zeigen, aber da gibt es wohl endlos Erweiterungen, und auch das Szenario an sich ist nun nicht wahnsinnig kreativ, trotzdem wundervolles Spiel.

    Und dann habe ich überraschender Weise Agricola geschenkt bekommen - es begeistert mich nicht wirklich. Ich verstehe, weshalb es so gute Rezensionen bekommen hat, aber dieses Worker Placement ist auch nicht 100% meins. Wie bei so vielen anderen dieser Art ist die Spielmechanik ausgeklügelt und man braucht immer mehr Arbeiter, als man hat, und die anderen nehmen immer das weg, was man braucht, aber eigentlich spielt jeder für sich. Es geht halt darum einen Bauernhof zu errichten und zu unterhalten. Äcker pflügen, Schafe einzäunen, Wohnraum bauen und irgendwie für Nahrung sorgen. Die Handkarten machen es in jedem Spiel doch etwas anders, doch mir fehlt einfach nahezu vollkommen die Interaktion. Außerdem ist die Siegpunktberechnung auch ärgerlich, wenngleich wohl nicht anders zu realisieren. Es geht faktisch darum, von allem etwas zu haben (wirklich viel bringt aber nichts), vollkommen egal, ob auf den Äckern etwas angepflanzt ist, ob man genügend Nahrung für den nächsten Winter hat,... deswegen wird in der letzten Runde immer noch etwas gemacht, was vollkommen sinnlos ist, aber punkte bringt (und wenn man noch vier winzige Weiden ohne Tiere baut, ist dies enorm viele Punkte wert).

    Ach ja, dann gab es noch mein erstes Descent als Spielleiter. Wir haben noch die alte Version gespielt. Es war wahrscheinlich die schnellste Descentrunde aller Zeiten - und dies, obwohl alle noch vollkommene Neulinge waren. Jedoch entwickelte es sich so, dass die Heldengruppe nicht mal bis zur ersten Glyphe kam, bis sie schon besiegt war. Ich hatte als Spielleiter Glück mit meinen Karten und die anderen waren wohl etwas voreilig und sind dem Pech auch nicht vollkommen entronnen - und so gingen sie ein in Beliars Reich. Hat aber Spaß gemacht.


    Was ich jetzt auf jeden Fall noch angehen will, ist Eclipse (dieses epochale Weltraumspiel), Alcatraz: The Scapegoat (hab ich schon in Essen gespielt, und es spielt sich super, dieses Semi-Coop ist wirklich klasse - jeder will raus, aber einer muss zurückbleiben, und so will jeder unverzichtbar für den Ausbruch werden, aber wenn alle zu egoistisch sind, dann scheitert der Ausbruch,... genial) und Clash of Cultures (habe ich nicht selber, aber schon mal angespielt, könnte vielleicht das Spiel sein, welchem es gelingt Komplexität irgendwie noch verständlich rüberzubringen,...).



    @ Robo Rally: Ich habe es glaube ich auch nie anders gespielt, als, dass der erste die Uhr umdreht - und ich finde es gut so. Hat in diesem Modus auch etwas von Space Trucker, dass ich auch sehr nett finde.


    @Paknoda:
    Ich finde "Die Siedler" hat nicht als zentrales Element Glück. Natürlich kann man nicht bestreiten, dass die Würfel und Karten einen gewissen Einfluss haben, doch dieser ist deutlich geringer, als von all den Nicht-Siegern nach einer Partie immer reklamiert wird. Grundsätzlich bieten "Die Siedler" etliche andere Komponenten, welche weitaus relevanter sind, wie Wahrscheinlichkeit (welche man auf gar keinen Fall mit Glück gleichsetzen darf!), strategische Planung, Verhandlungsgeschick, etc. die das Spiel zu einem überragenden machen. Es ist zu recht so unglaublich oft verkauft, auch wenn ich persönlich es nicht mehr sehen kann.
    Bang habe ich auch im Schrank stehen, hat mich aber noch nicht so wirklich überzeugt, vielleicht habe ich es zu selten, oder mit den falschen Leuten gespielt, aber faktisch war immer recht schnell klar, wer wer ist und auch, wie man selber vorgehen muss. Außerdem gibt es einige Komponenten, wie das Dynamit, die mir eben bei Bang deutlich zu viel Glück reinbringen. Es ist schon irgendwie schön, das Szenario, die einzelnen fähigkeiten der Charaktere und die Unsicherheit der ersten Runden, aber irgendwie finde ich dann soetwas wie "Sculls & Roses", "Werwölfe" oder einfach "Pokern" doch noch einen Tick besser bei der Umsetzung von Unsicherheit.
    Zu Arkham. So unglaublich komplex sind die Regeln nicht, es gibt durchaus schlimmeres. Sobald man begriffen hat, wie Proben ablaufen, kann man eigentlich alles, was man können muss. Dies dauert jedoch seine lange (!) Zeit und gerade Neueinsteiger sind anfangs oft gnadenlos genervt. Hinzu kommt, dass es ein Coop Spiel ist, sprich, man macht normalerweise, was die Gruppe für gut befindet, und das mag ich, wie geschrieben, nicht. Und bei sieben Spieler zieht sich das ganze Spiel auch enorm, man sitzt sehr lange daran. Positiv ist auf jeden Fall hervorzuheben die Atmosphäre und der Schwierigkeitsgrad - gehört auf jeden Fall zu den besten Coop-Spielen, die ich kenne (und das sind schon mehr, als mir lieb sind). Ach ja, was man macht. Man befindet sich in Arkham und wartet auf den Weltuntergang. Jeder ist ein Charakter und fangt recht unbescholten an, dummer Weise tauchen in der Stadt immer mehr Monster auf und Dimensionstore öffen sich. Da das nicht gut ist, tötet man sie, und schließt sie, bis man scheitert - dann kommt der Endgegner und man scheitert schneller (). Oder, um es technisch zu beschreiben, mehrere Spielfiguren bewegen sich über den Spielplan, ziehen Zufallsereignisse und würfeln proben aus. Im Laufe der Zeit individualisieren, trainieren und spezialisieren sich die einzelnen Figuren und versuchen gleichzeitig das Böse aufzuhalten. Dazu ist es nötig, dass man sowohl die Monster in der Stadt dezimiert, als auch Portale betritt, durchschreitet und versiegelt. Es gibt diverse Möglichkeiten zu gewinnen, welche jedoch alle einen gewissen Anspruch haben.
    Sol, RPG, TuS & AAR.
    If I say fuck two more times, thats 46 fucks in this fucked up rhyme. (Limp Bizkit - Hot Dog)
    [Bild: Prydi4.jpg]

    Saturn is offline

  8. #28 Reply With Quote
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    Meine Abneigung gegenüber Siedler ist sicherlich nicht von der einen oder anderen verlorenen Partie verschont geblieben. Zum anderen geht es aber nicht ohne die Rohstoffe. Sie sind also zentral gewinnentscheidend.
    Sicherlich kann man mit der Wahrscheinlichkeit rechnen, aber bei einer so kleinen Anzahl von Versuchen und im einzelnem Spiel bleibt es eben Glück, ob die Acht und Sechs tatsächlich so oft kommen oder nicht.

    Edit: "Alcatraz -The Scapegoat" wirkt auf mich aufgrund des Zwists zwischen Kooperation und Konkurrenz sehr ansprechend. Ich werde es definitiv meiner Spielerunde mal vorschlagen, obwohl wir erst einmal die Kooperationsspiele Beiseite legen wollten.
    "Puh... Horus... Was hälst du von diesem Barbaren?" "Ich glaube, er ist eine Ente, Wärter." "Mmm... Das habe ich befürchtet."
    Paknoda is offline Last edited by Paknoda; 10.01.2013 at 19:22.

  9. #29 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by Saturn View Post
    … mal irgendwie durch Vertaler im Forenwettstreit kennen gelernt, mich aber nie wirklich mit beschäftigt, und obwohl erst wenige Runden gespielt wurden, kann ich sagen, die Spielmechanik ist absolut perfekt, ich kenne kein Spiel, wo soetwas auch nur annähernd erreicht wird …
    Das klingt doch sehr erfreulich. Funkenschlag ist auch einfach ein tolles Spiel, einzig störend finde ich nur teils die Spieldauer, die durch das Auffüllen der Rohstoffe, Verteilen von Geld usw. etwas in die Länge gezogen wird. Insofern ist Brettspielwelt eigentlich ziemlich gut für Funkenschlag geeignet – da dauert eine Partie dann gerne auch mal nur 45 Minuten und nicht 90 bis 120.

    Eventuell könnte man sich ja mal wieder bei der BSW treffen und ’ne Runde irgendwas spielen.
    Es entsteht immer wieder Anlass zu vorsichtiger Lebensfreude, wenn man sich vor Augen hält, was es alles nicht gibt und was es daher vielleicht auch niemals geben wird.

    [Bild: rand.php?p=xkcd&n=3] [Bild: rand.php?p=numminen&n=3] [Bild: rand.php?p=co&n=4] [Bild: rand.php?p=snark&n=3] [Bild: rand.php?p=musik&n=5]
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  10. #30 Reply With Quote
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    Ich finde demnächst mal wieder Zeit, um ausführlich zu antworten (Vertaler, antworte mal wieder auf deine SMS, es wird Zeit ), bis dahin lasse ich einfach mal folgendes hier:

    [Bild: 2013_01_15_23.28.20.jpg]
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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    Harbinger is offline

  11. #31 Reply With Quote
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    Heh, is’n bißchen zu spät dafür, oder? Aber hab hier ja gelesen, daß ihr eh zu siebt (!?) wart, insofern wurde ich wohl nicht zu sehr vermißt

    Ansonsten … hab ich zu Weihnachten auch ein Arkham Horror geschenkt bekommen. Nur das Grundspiel, dafür auf Englisch. D.h. Linda und ich werden künftig etwas üben können (bestimmt) und sind dann später auch für etwas schnellere Runden offen. Hoffentlich.
    Es entsteht immer wieder Anlass zu vorsichtiger Lebensfreude, wenn man sich vor Augen hält, was es alles nicht gibt und was es daher vielleicht auch niemals geben wird.

    [Bild: rand.php?p=xkcd&n=3] [Bild: rand.php?p=numminen&n=3] [Bild: rand.php?p=co&n=4] [Bild: rand.php?p=snark&n=3] [Bild: rand.php?p=musik&n=5]
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  12. #32 Reply With Quote
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    Ja, nein, stimmt War eher so eine allgemeine Anmerkung

    "Bang" habe ich ehrlich gesagt noch nie gespielt. Es hat mich schon immer irgendwie gereizt, aber ich hab' schon "Jäger der Nacht" im Schrank stehen und da liest man ja allerorts, dass das das bessere "Bang" ist. Die Spielzeit ist mit 20 bis 30 Minuten äußerst knackig, die verschiedenen Charaktere und deren Fähigkeiten bringen viel Abwechslung rein (vor allem der Vampircharakter, der andere Spieler anlügen kann sorgt oft für Frohsinn) und gerade wenn man mehrere Runden hintereinander spielt, ist das Chaos absolut perfekt. Wir haben's am Wochenende ein paar Mal gespielt und nachdem ich mich in einer Runde (mal wieder... passiert mir öfter) wie die Axt im Walde aufgeführt habe und dabei relativ grundlegend daran beteiligt war, dass meine Freundin - die auch noch mit mir in einem Team spielte, ahem... - das Zeitliche segnete, war's in der zweiten Runde recht schnell klar, dass ich nicht alt werden würde, EGAL zu wessen Team ich gehöre. In der Hinsicht ist natürlich auch der Charakter interessant, der gewinnt, wenn er als erstes stirbt, höhö
    Was "Agricola" angeht kann ich dir ein Stück weit zustimmen, Saturn, aber ich muss gestehen, dass ich's bislang nur einmal gespielt habe und deswegen meine Meinung nicht so besonders fundiert daher kommt. Es ist Worker Placement in seiner reinsten Form, was mir persönlich auch nicht so recht schmecken will. Da bevorzuge ich eher "Stone Age", wo man ja mit seinen Arbeitern irgendwie die Risiken kalkulieren muss und einem das Glück dann doch noch ein Schnippchen schlagen kann, "Lords of Waterdeep", das durch gerade für ein Worker Placement Spiel wirklich exzessive Interaktion glänzen kann, oder eben so was wie "Deadwood" oder "Carson City", wo man fremde Worker einfach unbürokratisch abknallen kann, wenn sie einem auf die Nerven gehen. Das prinzipielle System von Worker Placement finde ich grandios. Du setzt eine Figur und machst eine Aktion. Fertig. Simpel, bietet aber genug Platz für Variationen und coole Ideen. Aber irgendwie weiß das Genre meiner Meinung nach noch nicht so recht, wo es hin will, bzw. was es alles anfangen könnte. Ich spiele seit kurzer Zeit mit dem Gedanken, Worker Placement mit einer Art Wargame zu kombinieren, ich denke, da könnte Potential drin stecken, aber ich bin mir noch nicht ganz sicher...

    Ansonsten war ich Freitag mal wieder auf einem Brettspielabend, Samstag zockten wir ein paar Runden bei meinen Eltern daheim und heute spielte ich erst eine Runde "Stone Age" mit Freundin und Muttern und vorhin fiel unsere Pen & Paper-Runde in's Wasser und wurde durch eine Runde "Eclipse" ersetzt. Ein paar Gedanken in die Richtung:
    "Eclipse" wirkt immer noch wie ein Spiel, das extrem cool werden könnte, wenn man die richtigen Mitspieler hat. Wir brauchten immer noch länger, als mir lieb gewesen wäre, aber es war erneut spannend, relativ knapp und hatte viele coole Augenblicke. "Stone Age" spielte ich zum ersten Mal mit drei Leuten (zuvor immer nur zu zweit, bzw. einmal eine Solo-Variante ausprobiert) und ich war erstaunt, wie knapp die Sache ausging. Wir waren am Schluss gerade mal ein paar Pünktchen auseinander, was beachtlich ist, wenn ich daran denke, wie ich den Kollegen Re'on im letzten Sommer nach Strich und Faden auseinander nahm Ich bin noch nicht sicher, wann es sich totgespielt haben wird bzw. wann die Erweiterung nötig ist, aber bislang bin ich doch recht zufrieden. Gestern Abend kam "Schlag den Raab" auf den Tisch... Was will man dazu schon sagen? Ist halt quasi 'ne Sammlung von Partyspielen, aber die Kreativität der Sendung schwappt schon rüber, da ist von allem was dabei. Ansonsten spielten wir auf dem Spieleabend am Freitag eine relativ große Runde "Saboteur". Ich bin nicht sicher, wie sich das bei anderen Spielerzahlen ausnimmt (wir waren zehn), aber mir war die Sache doch irgendwie zu... planlos. Ja, okay, man kann recht schnell absehen, wer die Saboteure sind, aber was will man denn gegen die tun, wenn fünf davon vorhanden sind und die Hälfte der Zwergenspieler keine anständigen Karten hat? Und wenn man im Verlauf des Spiels eh nur fünf oder sechsmal dran kommt? Und was will man als Saboteur tun, wenn die Zwerge durch pures Glück direkt mal den Schatz erwischen? Hmja... Bin nicht ganz sicher, was ich davon halten soll. Und "Vampire: Prince of the City" packte ich mal wieder aus. Auch das Spiel sorgt bislang noch für ein wenig Ratlosigkeit bei mir. Das Design ist eher mittelprächtig, die Möglichkeiten sind eher beschränkt und Glück bzw. Pech kann einem eine Menge durcheinander bringen. Aber... Es ist halt verflixt spannend, bzw. hitzig, wenn drei Leute gleichzeitig auf eine vierte Person einreden und sie davon zu überzeugen versuchen, dass sie doch jetzt bitte da versuchen sollte, ein Gebiet zu übernehmen, bzw. da zu helfen oder da die Finger rauszulassen... Ich muss es dringend noch ein paar Mal spielen, auch um festzustellen, wie gut die einzelnen Clans ausbalanciert sind (ich habe keine Ahnung, was ich mit der "Nightmare"-Fähigkeit der Nosferatu anfangen sollte), aber das könnte doch irgendwie was werden. Mal sehen.
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

    Du bist ja nur neidisch, weil dein Pferd tot ist.

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    Harbinger is offline

  13. #33 Reply With Quote
    Chosen One haddock's Avatar
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    Kurze Meinung zu den Spielen:
    Roborally: Sehr gut, wenn mit Erster kann Umdrehen und auf einer einzigen Map (mit Hin- und Herfahren) gespielt wird. Sonst langatmig.
    Eclipse: Langweilig und atmig, nichts neues. Sowas wenn überhaupt am PC.
    Siedler: Durchaus Glück, aber man kann meistens von der Startposition her sagen, wer gewinnen wird (wenn die Spieler ernsthaft spielen). Gegen Würfelglück gibt es auch ein offizielles Zahlendeck, dass in irgendeiner Box war.
    Eiserne Thron: Zu groß, die Spieler oben haben nichts mit denen unten zu tun. Wäre eventuell als 2er bis 4er besser.

    Etwas positiver:
    Habe wiederholt gerne Race for the Galaxy gespielt (das "größere" San Juan mit mehr Strategien).
    3 Krimidinner veranstaltet, war immer ganz lustig, Storys leider durchwachsen. Hätte Lust mal selber ein konsequenteres und spannenderes zu entwickeln.

    Meine Apps im AppStore:
    [Bild: frantic.png]

    haddock is offline

  14. #34 Reply With Quote
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    Quote Originally Posted by haddock View Post
    Eclipse: Langweilig und atmig, nichts neues. Sowas wenn überhaupt am PC.
    Es muss ja nicht immer neu sein Ich kann deinen Gedankengang durchaus nachvollziehen. Wirklich viel neues hat das Spiel nicht zu bieten, aber es bringt das Bekannte in eine gefällige Form. Das Bookkeeping ist schon eine etwas hakelige Sache, da bietet sich der PC schon etwas besser an und ich bin sehr gespannt auf die Iphone-Version, bzw. ob diese auch auf Android umgesetzt wird. Aber manchmal will man halt schon irgendwie Plastikschiffe in die Hand nehmen und diese coolen Papplättchen auf die Spielertafeln legen Aber ein Stück weit gebe ich dir schon recht, ein paar der "handwerklichen" Elemente nerven. Aber definitiv nicht so sehr, wie bei "Im Wandel der Zeiten", das wohl durchaus Pate stand und dann noch nicht mal 'ne Karte hat

    Davon abgesehen gerade mal wieder mit ein paar Freunden "Blood Bowl: Team Manager" gespielt. Nachdem ich das Spiel direkt nach Erscheinen gefeiert hatte wie nichts Gutes hat es sich doch irgendwie recht schnell totgelaufen. Die Ankündigung der ersten Erweiterung hatte mich wieder ein Wenig aus dem Torpor geholt, aber wenn man mal ehrlich ist, dann braucht das Spiel das eigentlich noch gar nicht so dringend. Ich hatte mich wohl anfänglich doch ein wenig überspielt. Was mir irgendwie Sorgen macht... und andererseits auch wieder nicht ist die "Augenblicklichkeit" des Spiels. Es war von Anfang an relativ offensichtlich, dass ich mächtig abstinken würde (tat ich dann letzten Endes auch, ich kam mit sagenhaften 25 Fans auf den letzten Platz, der Spitzenreiter konnte 53 für sich verbuchen) war es immer eine diebische Freude, irgend jemandem seinen Starspieler umzutackeln. "Blood Bowl: Team Manager" ist ein komisches Spiel, kein besonders elegantes Design, hat definitive Balancingschwierigkeiten und einen viel zu großen Glücksanteil... Aber Hölle noch eins, jeder Augenblick davon macht einfach für sich genommen so viel Spaß...
    Vielleicht muss es ja ganz einfach so sein.

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  15. #35 Reply With Quote
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    Einige Spielsessions sind vergangen und ich kann berichten.

    "Vegas" ist ein nettes Würfelspiel, bei dem man mit acht Würfeln auf sechs Casinos setzt und versucht mit einer Mehrheit das jeweilige Geld dahinter zu ergattern. Die Würfel stehen nur nicht immer hinter einem und so bleibt genug Zeit um sich zu ärgern oder ungeniert zu triumphieren. Mehr als das Würfeln und Setzen gibt es aber nicht und daher dauer das Spiel auch nur maximal 20 Minuten und ist daher auch eher was für zwischendurch und kein Kandidat für einen Spieleabend. Mit vier Spielern hat uns das Spiel besser gefallen, als mit fünf, da so jeder Spieler noch zwei Würfel einer unabhängigen Farbe bekommen kann, die dann wie ein Spieler gezählt werden und noch so manche Situation verbauen können (da jeder eben nur zwei davon setzen kann und muss).
    "Survive" hatte eine nette Spielidee: Atlantis geht unter und die Bewohner müssen sich auf die benachbarten Inseln flüchten, mit dem Boot oder schwimmend, doch im Wasser lauern Haie, Wale, Riesenoktopusse und Seeschlangen und machen das Übersetzen schwer. Leider gefiel mir persönlich die Darstellung nicht so sehr (es sah eben mehr nach Beachparty, als nach Vulkanausbruch aus) und ich konnte mir kaum die Punkte unter den Figuren merken. Allgemein war das ganze Spiel nicht so dynamisch, wie ich es mir für so ein Thema gewünscht hätte.

    Von "Frag" waren wir da schon mehr begeistert. Ein Spiel an das man nur herangehen sollte, wenn allgemein mit dem Thema konform ist. "Frag" stellt eine Shooterdeathmatch auf einem Spielbrett nach. Da heisst es nur noch, größtmögliche Waffe aufnehmen und das Magazin durchheizen bevor man selber gefraggt wird und respawnen muss.
    Die individuelle Charaktererstellung bringt in jeder neuen Partie etwas Abwechslung herein und mit ein wenig Würfelglück hüpft man tötend über das Spielfeld.
    Die Würfel sind aber auch die Achillesferse des ganzen, da es so viele Dinge mit so vielen Würfeln (bis zu zwanzig ) auszuwerfen, zusammenzuzählen und verrechnen gibt. Mit zunehmender Erfahrung verringert sich zwar die Zeit dafür, aber es wird trotzdem noch sehr viel verbraucht und es zieht das ganze einfach nur in die Länge. Trotzdem machen mehr Spieler das Spiel wechselhafter und interessanter. Ähnlich wie bei "Munchkin" muss man hier jedoch viel eigene Phantasie mitbringen um das Ganze letztendlich genießen zu können. Die hatten wir aber, ansonsten wäre das Spiel langweilig geworden.

    Aufgrund der Werbung hier haben wir dann auch noch "Alcatraz: The Scapegoat" ausprobiert. Das Spiel ist genial! Das System ist simpel, es geht aber voll auf. Jeder versucht alles, um am Ende nicht der Sündenbock zu sein, trotzdem muss man zusammenarbeiten um das Spiel überhaupt gewinnen zu können. Erst Recht bei vier Spielern, da man dort weniger Aktionen pro Runde zur Verfügung hat.
    Das gute daran ist, dass derjenige, der den Schwarzen Peter ziehen wird, am Anfang nicht feststeht. Denn lässt man einen Spieler zu lange Sündenbock sein, wird er immer mächtiger und kann den ganzen Sieg kaputt machen. Hinterhältige Aktionen, scheinheiliger Handel, Absprachen und das Auswägen des Sündenbocks. Wer hilft einem mehr und wer weniger? Wir haben es genossen. Formal fliegt zwar der Sündenbock, aber es ist nie ganz klar, wer jetzt gegen wen spielt und wann sich drei gegen einen wenden. Ich kann dieses Speil nur empfehlen.
    Dazu ist es, was für mich wichtig ist, sehr ansprechend gestaltet.
    "Puh... Horus... Was hälst du von diesem Barbaren?" "Ich glaube, er ist eine Ente, Wärter." "Mmm... Das habe ich befürchtet."
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  16. #36 Reply With Quote
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    Wir haben jetzt zweimal in ner neuen Runde mit zwei Tabletop-Spielern, mir und nem Freund aus der alten Runde gespielt. Ein bißchen Dominion, ein bißchen Kingdom Builder und ziemlich viel Robo Rally.
    Das ist jetzt tatsächlich mal ne Runde, mit der man auch komplizierte Spiele schnell lernen kann und der es hauptsächlich um Spaß geht und weniger ums Gewinnen.

    Neu ausprobiert haben wir ein paar Varianten von Robo Rally: Zum ersten Mal eine Map, die hinten im Regelbuch als schwer gekennzeichnet ist, dann die Capture the Flag Variante und die Warzone (also Team-Deathmatch).
    Die schwere Map, war dieser Förderband-Strudel mit dem Loch in der Mitte. Mit Checkpoints auf dem Förderband, die auch bewegt wurden. War lustig, auch wenn ich leider manchmal ins Loch gefallen bin (bzw weil ich Selbstmord begangen hab, obwohl die Situation eigentlich noch gar nicht aussichtslos war).
    Die Capture the Flag Variante war auch ganz lustig: Zwei Boards, zwei Teams, zwei Flaggen. Jedes Team startet an beliebiger Position in den hinteren sechs Reihen seines Bretts und muss die gegnerische Fagge aufs eigene Brett schleppen. Wird man auf dem feindlichen Brett gerammt und überlebt die Phase kommt man zurück in die Startzone, berührt man die eigene Flagge wird sie resetted.
    Dabei haben wir das erste Mal ausgiebig Gebrauch von den Option Cards gemacht. Leider hat mein Team verloren, nachdem mein Robo heldenhaft bei der Verteidigung unserer Flagge gestorben ist. (Merke: Zwischen zwei Gegnern, die auf dich schießen, stirbst du auch mit Rear Firing Laser. Aber du machst auch gut Schaden.)
    Die Warzone war dann auch lustig. Mein Team brachte sich recht schnell in eine nachteilige Position, indem wir beide zielstrebig in ein Loch sprangen. Das gegnerische Team rüstete währenddessen auf, sodass ich bald nur noch ein Leben hatte, mein Teamkollege keins mehr. Das gegnerische Team war immerhin auf jeweils zwei Leben runter und hatte dadurch auch ein bißchen Ausrüstung eingebüßt (unter anderem die völlig unbalancierte Fire Control). Einer der beiden respawnte ungefähr gleichzeitig mit mir direkt am Rand des Spielfelds und ging direkt in den Power Down Modus. Ich schaffte es leider nicht sofort ihn runterzuschubsen, aber nach zwei Runden, in denen wir uns hin und her schoben, fiel er dann doch runter, nur um am Ende der Runde wieder direkt vor mir zu stehen. Schlecht für ihn, gut für mich. Als ich es dann schaffte, mir eine Radio Control zu holen und damit den verbliebenen Gegner in ein Loch zu dirigieren (sodass wir beide nur noch ein Leben hatten), einigten wir uns auf unentschieden, weil es inzswischen schon ziemlich spät war.

    Beide Varianten fördern auf jeden Fall einen aggressiveren Spielstil, als wir ihn gewöhnt sind. Macht Spaß. Ich hoffe der Spielstil überträgt sich auch in den Standard-Spielmodus, denn die beiden Varianten sind schon etwas glücksabhängig.
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  17. #37 Reply With Quote
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    Die Karte mit den Fahnen auf dem Förderband habe ich auch schonmal gespielt, allerdings nur gegen meine Mutter 1:1. Da blieb das ganz große Chaos aus, aber ich denke, dass sie für viel Frohsinn sorgen kann. Die Option Cards konnten sich bei uns nie wirklich durchsetzen, da quasi von vorneherein überhaupt nicht ausbalanciert und dadurch immer eher frustig.
    "Alcatraz" hatte ich mal eher unfreiwillig auf dem Schirm, weil der Designer mich auf Boardgamegeek anschrieb und mir das Spiel anpries, da ich sein voriges Spiel "Kingpin" in meiner Sammlung habe. Müsste ich mal einen genaueren Blick darauf werfen, mal sehen.

    So, was lief sonst in letzter Zeit bei uns? Letztens wurde ich von einer Freundin erst in "Kyklades", dann in "Conquest Of Nerrath" nach Strich und Faden zerfetzt. Bei "Kyklades" wehrte ich mich noch nach Leibeskräften, aber die meiste Zeit dümpelte ich mit einer einsamen Insel herum und konnte kaum noch was ausrichten. Ich bin nicht ganz sicher, wie gut das Zweispielerspiel ausbalanciert ist. Ich habe sicher ein paar Fehler gemacht, aber es schien mir so, dass derjenige, der früh Zeus und damit Priester bekommt, dem anderen Spieler DEUTLICH überlegen ist und auch keine so großen Probleme damit haben dürfte, jedes Gebot doppelt und dreifach zunichte zu machen. Vielleicht hätte ich früher öfter auf Apollo gehen sollen, um Geld zu sparen, aber so etwas liegt mir einfach nicht Ich muss es dringend noch mal probieren und schauen, ob sich da was machen lässt, weil ich in der Mehrspieler-Variante mehr oder weniger unschlagbar bin. Behauptet ein Kumpel zumindest. Naja, "Conquest of Nerrath" lief ähnlich, aber da hab ich einfach einige Fehlentscheidungen getroffen und war etwas zu großzügig mit Tipps à la "Warum greifst du mich nicht da an?". Ich war Elfen und Menschen. Die Elfen besaßen am Ende gerade noch ihre Hauptstadt und vor der saßen auch schon sechs untote Drachen rum, die Menschen haben es immerhin bis in's Herz der untoten Lande geschafft und die untote Hauptstadt eingenommen, aber daheim sah's auch nicht besser aus, da standen auch schon vier Orkdrachen vor den Toren. Naja, war nicht mein Spiel Was sonst noch so? In "Lords of Waterdeep" regierte ich wieder über alle Maßen, eine Runde "Bohnanza" oder allgemein auch nur IRGEND EIN SPIEL, bei dem man irgendwie verhandeln kann, sollte man NIE NIE NIE NIE NIE NIE NIE mit meinem Kumpel Leon spielen, der macht dich arm ey (ich denke nur an einige "Die Händler"-Runden zurück...). "King Of Tokyo" war mal wieder kontrollierte Selbstzerstörung, "Dice Town" mussten wir leider mittendrin abbrechen, weil der Zug kam. Dann in den letzten Tagen stand noch die "Goldland"-Revanche gegen meine Freundin und ihren Vater aus. Diesmal zog ich doch den kürzeren. "Goldland" ist ein interessantes, sehr puzzelartiges Spiel und ich bin ein paar Risiken eingegangen, die mich zwar schnell zum Tempel und damit zum Amulett gebracht haben, das einige Punkte bei der Endwertung brachte, aber dann saß ich ohne Aussicht auf Besserung neben dem Tempel fest und kam von da nicht mehr weg. Muss mal schauen, wie sich das bei weiteren Spielen ausnimmt, bislang gefällt mir das Spiel recht gut, auch wenn es doch irgendwie zu... Ich weiß nicht, zu determiniert vielleicht daher kommt. "Take it Easy" spielten wir dann noch einige Male zu zweit, aber da isses ja relativ egal, wieviele Leute dabei sind. Ich bin ziemlich gut in dem Spiel, habe ich gemerkt. Wir spielten die Ipad-Version, ich überlege zur Zeit, ob ich mir mal das richtige Spiel zulegen sollte, aber ich bin mir nicht sicher, wie cool das in der "Hardware"-Version daher kommt. Mal sehen. Oh, und dann noch einige Runden "Stone Age". Langsam aber sicher wird's Zeit für die Erweiterung, ich las heute die Regeln, das klingt alles recht manierlich.
    Mal so 'ne Frage an die Leute, die auch schon einige "Stone Age"-Runden hinter sich haben... Sind Werkzeuge overpowered? Ich meine, die Dinger sind im Spielverlauf sau nützlich und ich gehe - im Gegensatz zu den meisten anderen Spielern - immer massiv darauf, mir so viele davon wie möglich unter den Nagel zu reißen. Und am Ende des Spiels karre ich da auch noch immer die meisten Punkte von ran. Man könnte natürlich darauf achten und dafür sorgen, dass derjenige, der sich alle Werkzeuge krallt, nicht an die Werkzeug-Wertungskarten ran kommt. Aber... bislang habe ich das Gefühl, dass Werkzeuge doch eine etwas unbalancierte Investition sind.

    So, was mich sonst in nächster Zeit noch so reizt... Die neue Erweiterung zu "Mansions of Madness" sicherlich, vielleicht endlich mal die neue für "Last Night on Earth", die Erweiterungen zu "Dice Town", "Stone Age" und "Village". Und dann noch das merkwürdige Coop-Kartenspiel "Hanabi". Hat damit schon jemand Erfahrung?
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  18. #38 Reply With Quote
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    Beteiligt ihr euch biete?

    So, bei mir hat sich einiges getan. Ich hab unter anderem ein paar Bestellungen rausgeschickt und dementsprechend *gasp* ein paar neue Spiele im Regal. Namentlich trudelten bei mir ein die Erweiterung zu "Stone Age", die Erweiterung zu "Dungeon Lords", "Dungeon Fighter", "Tinners' Trail" (nur gekauft weil günstig), "Hanabi", "Feudalherren", "Last Night On Earth: Timber Peak", "Helvetia" und "Tzolk'in". Gespielt habe ich davon lustigerweise bislang nicht so besonders viel.
    Die "Stone Age"-Erweiterung kam ein paar Mal auf den Tisch. Sie sorgt auf jeden Fall für ein wenig Abwechslung und das Tauschsystem macht das Spiel auf jeden Fall flexibler, ohne zu viel von den Grundmechanismen über den Haufen zu werfen. Die Regeln sind ein wenig schwammig, aber man kann sich arrangieren. Wer "Stone Age" mag, der sollte sich die auf jeden Fall besorgen, gerade die neuen Hütten sorgen dafür, dass Gebäudebau VIEL interessanter geworden ist.
    "Hanabi" spielten wir auch einige Male, leider immer nur mit zwei Leuten, ich bin sehr gespannt, wie das mit mehren wird. Mit zweien ist es recht gut, wobei das ständige "Ich werf eine Karte weg um einen Hinweis wieder aufzudecken und du benutzt den dann direkt ARGH!!!" etwas nervte, aber das kann man wohl eher als Spielmechanik denn als Problem bezeichnen. Davon abgesehen ist das ein extrem cooles Spiel, das mit wirklich wenig auskommt, sowohl was Mechaniken als auch Material betrifft. Da fragt man sich echt, wieso da noch keiner drauf gekommen ist. Kaufen. Alle. Kriegt man im Augenblick um die 5€ hinterher geschmissen.
    Sehr überrascht... oder eigentlich auch nicht, war ich von "Tzolk'in". Ich meine, ein Spiel, das so viel vorab-Hype bekommt und so weit oben in der BGG-Topliste einsteigt, da muss ja schon irgendwie was dran sein. Es ist halt Worker Placement, wer damit ein Problem hat, der wird wahrscheinlich nicht so viel dran finden, aber das Spiel ist nicht nur sehr clever, sondern auch überraschend kurz und unkompliziert. Auf der Packung stand 90 Minuten, wir haben für das erste Spiel inklusive Erklären gerade mal etwas mehr als eine Stunde gebraucht. Okay, waren auch nur zwei Spieler, wahrscheinlich dauert das mit mehr Leuten auf jeden Fall länger. Aber durch die mehr oder weniger festgelegte Rundendauer (nach einer kompletten Umdrehung des mittleren Zahnrads ist das Spiel fertig) kann da nicht viel Luft nach oben bleiben. Die erste Runde war etwas planlos, ich wittere großes Potential für verschiedene Taktiken in dem Spiel und durch die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten an Siegpunkte zu kommen auch die Möglichkeit, midgame die Taktik zu ändern und auf was anderes umzusteigen. Aber ich muss gestehen, dass ich bislang noch keinen gesteigerten Plan habe. Dadurch, dass man immer entweder neue Worker setzt oder welche zurücknimmt und Aktionen quasi immer wertvoller werden, je länger die Arbeiter draußen sind, bieten sich viele Combos an, die wir einfach überhaupt nicht geblickt haben. Das war weniger ein "Okay, wenn ich diese Runde das mache und nächste das, dann kann ich in vier Runden das machen" und mehr ein "Hm, ich hab keine Ahnung, aber das wäre jetzt mal cool". Bestimmt auch ein Spiel, in dem der erfahrenere Spieler eher gewinnt, aber trotzdem, ich will's unbedingt noch mal ausprobieren. Noch viele male
    Und ansonsten stand gestern Abend eine Runde "Dominant Species" an, weil ulix es ausgeliehen hatte und auf den Tisch bringen wollte, ehe er es zurückgeben muss. Ich bin etwas zwiegespalten, was das Spiel angeht. Das exzessive Bookkeeping schreckt irgendwo ein wenig ab, auch wenn das durch die Regel "Dinge ändern sich in dem Augenblick, in dem jemand merkt, dass sie sich ändern" relativiert wird und dieses ganze Dominanzzeug eigentlich gar nicht SO wichtig ist (sage ich und ich habe das Spiel HAUSHOCH verloren, also gebt nicht so viel auf meine Worte), außer in dem Augenblick, in dem eh jeder genau hinschaut, wer wo dominiert. Aber es ist teilweise doch zu abstrakt und die ganze Worker Placement Mechanik wirkt auf mich irgendwie... hanebüchen. Die möglichen Aktionen variieren sehr stark in ihrer Nützlichkeit und es gibt einfach viel zu viele, um da einen wirklichen Überblick zu behalten. Da ist selbst "Eclipse" eleganter designt, das all seine Möglichkeiten auf sechs Aktionen herunterbricht. Aber trotz all seiner Unbeholfenheit ist "Dominant Species" auf jeden Fall nicht schlecht. Es bietet viel Raum für Taktiken und manchmal macht's halt einfach Spaß, dem Gegner eine Spezies auszurotten. Trotzdem, ziemlich hässlich und die exorbitanten Preise, die dafür verlangt werden, ist es meiner Meinung nach nicht wert. Und auch die Spieldauer ist mir irgendwie zu lang dafür, was es ist. Den "Fix", den das Spiel bietet, kann ich mir schneller abholen.
    So, das müsste alles der letzten Zeit gewesen sein. In naher Zukunft bin ich auf jeden Fall sehr gespannt auf "Helvetia". Die Regeln waren auch hier etwas schwammig, aber ich glaube, das könnte was werden. Muss ich unbedingt demnächst ausprobieren. Und auch auf "Dungeon Lords" habe ich wieder viel Lust, damals hat das Spiel mich etwas ratlos zurück gelassen, aber ich glaube, ich war einfach nur noch zu unerfahren, für so ein heftiges Spiel. Ich denke, inzwischen werde ich das auf jeden Fall besser finden. Ich hoffe es zumindest.

    Und bei euch so?
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    Harbinger is offline

  19. #39 Reply With Quote
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    ALTER!

    Vorgestern Abend bei ulix gewesen und mal wieder ein paar Sachen ausprobiert. Erst eine Runde "Die Sterne stehen richtig", das immer noch krass auf die Synapsen geht, aber ich mag es trotzdem sehr gerne. Vielleicht kommt da demnächst ein Review zu.
    Anschließend "Luna: Im Tempel der Mondpriesterin", das ich damals für reeeelativ kleines Geld (35€... im Internet wird das Ding teilweise für das fünffache gehandelt, von daher nicht übel) gemeinsam mit "Eclipse" kaufte. Stefan Feld ist ja doch eher bekannt dafür, dass ich nach einem Spiel von ihm das Gefühl hatte, gerade eine Mathearbeit oder so geschrieben zu haben, so raucht mir der Kopf in regelmäßigen Abständen nach den "Burgen von Burgund". "Luna" jetzt also. Diesmal ganz ohne Würfel! Und mehr Worker Placement. Aber wie Worker Placement im Hause Stefan Feld aussieht... GNFARZ!
    Das soll jetzt nicht heißen, dass das Spiel schlecht ist. Es ist nur sehr, sehr, sehr, sehr merkwürdig und in den ersten Augenblicken extrem unintuitiv. Die zentrale Spielmechanik besagt nämlich, dass Aktionen nicht ausgeführt werden, wenn man ein Männchen AUF ein Aktionsfeld setzt, sondern wenn man sie wieder davon runter nimmt. Das Problem an der Sache ist aber, sie wieder drauf zu kriegen, wenn sie erst mal runter sind. Das passiert nämlich automatisch nur zwischen Runden, von denen es nur sechs gibt, oder mit einer ganz anderen Aktion. Und auf die nächste Runde will man eigentlich nicht warten, weil man immer fünftausend Dinge zu tun hat. Erschwerend kommt hinzu, dass der Gegenspieler, falls er Bock drauf hat oder nichts mehr zu tun hat, das Rundenende forcieren kann. Das sorgt für jede Menge Panik auf allen Seiten, ständigem Gefluche darüber, dass man nur viel weniger tun kann, als man möchte, und einem oder fünf Knoten in den Hirnwindungen, weil man das ganze Spiel über RÜCKWÄRTS denken muss. That said: Irgendwie geil. Originelles Konzept, cooles Artwork, spielt sich recht schnell wenn mal alle wissen, was sie tun, und entwickelt nach den ersten planlosen Runden eine ganz eigene Dynamik. Immer möchte man mehr tun, als man kann, ständig spuckt einem ein Gegner irgendwo in die Suppe (coole indirekte Interaktion in der Brettmitte, wo man sich durch gewisse Aktionen gut gegenseitig platt machen kann). Und ständig braucht man drei bis fünf Aktionen, damit mal irgend was sinnvolles passiert. Auch wenn ich mich hinterher durchaus schädelpenetriert fühlte, das wird definitiv noch ein paar Mal auf den Tisch kommen, höhö
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  20. #40 Reply With Quote
    Neuling
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    Die Guten alten Brettspiele!!!
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