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  1. View Forum Posts #61
    Waldläufer Varesz's Avatar
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    Oct 2011
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Varesz is offline
    Es war eine weitgehend problemlose Reise gewesen. In den frühen Morgenstunden schien der Großteil der Insel noch zu schlafen und bei den immer frostigeren Temperaturen würde es wohl auch noch dauern ehe alle Kreaturen erwachten, wenn überhaupt. So hatte Varesz gegen Mittag den Sumpf erreicht und sich ohne Umwege nach Schwarzwasser begeben. Auf Begegnungen mit Sumpftieren im kalten Sumpfwasser konnte er gut und gerne verzichten. Die Frage war nur, wo würde er Raminus eigentlich finden? Die erste Anlaufstelle wäre für den Hünen wie gewohnt das örtliche Wirtshaus gewesen, wenn ihn seine Ohren nicht auf das Geräusch von Sägen und Äxten aufmerksam gemacht hätten. Die Chance seinen holzvernarrten kleinen Bruder dort zu finden war weitaus größer als passende Auskunft in irgendeiner Taverne zu erhalten.

    In der Tat war Varesz dort auch fündig geworden, es war ein leichtes den breit gebauten und hoch gewachsenen Raminus unter all den anderen ausfindig zu machen. Die Freude eines Wiedersehens war auf beiden Seiten groß, auch wenn der Schwertfeger schnell wieder in seine gewohnt grimmige Ausstrahlung verfiel. Wie ich sehe hast du dich hier bereits vortrefflich eingelebt, stimmt's? Wahrscheinlich habe ich einen ähnlichen Ort auch für mich gefunden. Nun wurde sein kleiner Bruder allerdings hellhörig, konnte er sich doch kaum ein Fleckchen Erde vorstellen an dem der gefühlskalte Hüne sich wohl fühlen könnte. Nicht weit von hier, wenn man sich beeilt höchstens eine Tagesreise, gibt es eine Art Festung, dich zugleich an ein Kloster erinnert. Die Bewohner nennen es das Kastell, dort werde ich wohl in der nächsten Zeit unterkommen...

  2. View Forum Posts #62
    Kämpfer Raminus's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Raminus is offline
    Natürlich freute sich Raminus für seinen großen Bruder einen Ort gefunden zu haben, an dem er sich niederlassen könnte. Dennoch war die Skepsis in seinem Blick für Varesz nicht zu übersehen, weshalb dieser noch ein wenig mehr von dem Ort erzählte. Das was der Sägewerker zu hören bekam, klang abenteuerlich und gefährlich zugleich. Ein magisches Gebäude, eine riesige Bibliothek, ein fantastischer Speisessaal und allerlei seltsame Bewohner. Kein Wunder, dass Varesz dort einziehen wollte, dort mussten unzählige Herausforderungen auf ihn warten, an denen er sich messen könnte. Das er seit neuem allerdings Interesse an magischen Dinge hegte war auch Raminus neu und ein wenig Zweifel blieben im Hinterkopf des Handwerkers, ob er auch die ganze Wahrheit zu hören bekam. Doch Varesz wusste schon was er tat. Er hatte bisher jede Situation gemeistert und der Jüngere macht sich deshalb schon mal keine Sorgen. Super, dann kann ich dich in Zukunft ja auch mal besuchen kommen. Allerdings muss ich hier vorerst noch einige Arbeiten fertig bekommen...

  3. View Forum Posts #63
    Waldläufer Varesz's Avatar
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    Oct 2011
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    Der Zirkel um Xardas im Forenrollenspiel
    Varesz is offline
    Schnell waren sie in ihrem Gespräch in belanglose Dinge abgedriftet und das war dem Schwertfeger auch ganz Recht so. Natürlich hatte er Raminus nicht die ganze Wahrheit erzählt, er musste nicht wissen, dass im Kastell Dämonen hausten und Magier, die Beliar zugetan waren, lebten. Wie er so seinem kleinen Bruder zuhörte wie er über Schwarzwasser erzählte, welche Probleme es bei der Arbeit momentan gab und welche Projekte noch alle anstanden, kam Varesz nicht umhin sich einzugestehen, dass er Raminus beneidete. Es viel ihm so leicht sein Glück zu finden, dabei war er keineswegs auf den Kopf gefallen. Er war kein einfälltiger Dummkopf, der sich genau wie ein Schwein mit wenig zufrieden gab, aber es schien ihm möglich selbst aus jeder kleinen Sache etwas positives ziehen zu können. Angesichts seiner Vergangenheit eine wahrhaft nützliche Fähigkeit. Varesz selbst hingegen würde wohl nie vollständig zufrieden sein, jetzt nachdem er das Kastell gesehen hatte, erst recht nicht. Er wusste nun, dass er erst einen Bruchteil der Welt kennen gelernt hatte und sie wahrscheinlich nie in ihrer Gänze verstehen würde. Dennoch hielt er es für erstrebenswert so weit wie möglich zu kommen. Für heute allerdings würde er nirgendwohin mehr wandern. Eine Übernachtung im Sumpf würde ihm schon nicht schaden und er wollte noch etwas Zeit mit seinem Bruder verbringen. Wer weiß wann sie sich das nächste Mal sehen würden...

  4. View Forum Posts #64
    General Ryu Hayabusa's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline
    Ryu warf Tom einen vernichtenden Blick zu. Er ließ sich zu leicht gehen. Verfiel die Kontrolle gegen seinen inneren Dämonen. Ihm fehlte die geistige Balance, ein zurechnungsfähiger Kämpfer zu werden. Es wäre das beste gewesen, wenn der Templer es sogleich beenden würde. Somit wären sein Schüler und das Waldvolk einer Gefahr weniger ausgesetzt gewesen... Andererseits... Griffin war auch noch am Leben... Doch was riet ihm seine Seele? Sarkany schwieg. Der Templer selbst war sich unsicher, doch ging er langsam auf Tom zu und nahm Andrahir auf dem Weg das Übungsschwert aus der Hand, welches er mit einem weiten Schlag von oben herab in die Richtung des Schalträgers, nur knapp an dessen Nase vorbei in den Boden trieb. Im selben Moment schien es, als flammten die Augen des Wyvernkriegers jeden Moment auf.

    "Ich sagte, du sollst dich verdammt nochmal unter Kontrolle halten, du Irrer! Weißt du eigentlich, was passiert wäre, wenn du ganz durchgedreht wärst!? Ich warne dich: Noch so 'ne Aktion und dann mach' ich mein Versprechen wahr... Es ist eine Sache, mit SICH SELBST einen Kampf auszufrechten! Aber niemand, hörst du? NIEMAND lässt seine Konflikte auf meine Schüler übergreifen! Schon gar nicht bei einer ÜBUNG!" schnaubend hatte er bereits die Faust erhoben, starrte Tom tief in die Augen und ließ diese dann wieder sinken. Stattdessen schaute er zu der Wunde am Bein des Weißhauptes hin und zuckte eher gleichgültig mit den Schultern. "Und wenn du so weiter machst, zerstörst du dich am Ende selbst... Vielleicht ist dir die Wunde dieses mal eine Lehre... Du blutest noch immer wie jeder normale Mensch auf dieser Insel..." dann wandte er sich zu Andrahir um, überlegend, ihm eine zu verpassen, oder ein Lob auszusprechen, dafür dass er die meißten Schläge notdürftig abgeblockt hatte. Mit einem Kopfschütteln wandte er sich dann ab und nahm wieder Abstand. "Hör auf zu hopsen! Wir sind hier nicht bei irgendeinem beschissenen Ausdruckstanz am Hofe Rhobars! Halte die Klinge in seine Schläge und dreh nicht soviel aus dem Handgelenk... Das verkürzt die Parierwege und du kannst der entstehenden Schlagwucht besser entgegen kommen... Und nun das ganze noch einmal..." sein Blick wanderte zwischen beiden, mehr als drohend hin und her. "Und dieses mal OHNE, dass irgendjemand irgendjemanden auch nur einen Kratzer zufügt! Und, nur, um es noch einmal zu betonen: Wenn ich einschreiten muss... Sorgt einfach dafür, dass es nicht soweit kommt..."

    Innerlich kochte Ryu bereits, während er beiden das Zeichen gab, dass sie weitermachen konnten...

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    King Kong Griffin's Avatar
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    Griffin is offline
    Etwas abseits der Moleratherde stand er auf allen Vieren und beobachtete seine Beute. Vergnügt quiekend rannten die hässlichen, kleinen Viehcher im Halbdunkel der Dämmerung umher und erfreuten sich, unter den wachsamen Blicken ihrer Bewacher, der letzten Augenblicke ihrer kläglichen Leben. Ein letztes Mal ließ er seinen Blick aufmerksam umherwandern, beobachtete kurz jede Wache und sah sich gleichzeitig nach bisher unentdeckten Wachposten um, die ihm eventuell gefährlich werden konnten. Erst jetzt, da das Licht der Sonne nicht mehr ganz so hell schien, wagte er es, sich seiner Beute zu nähern. Sicher, er hätte es vielleicht auch am Tage geschafft, aber von dem Erfolg der Jagd hing zu viel ab, als dass er es sich hätte leisten können, sie zu vermasseln.
    Den haarigen Körper tief in das halbhohe Gras gedrückt pirschte er lautlos immer näher. Einzig die aus dem Unterholz regelmäßig aufsteigenen Atemwölkchen vermochten den aufmerksamen Beobachter von seiner Anwesenheit zu unterrichten. Immer wieder kontrollierte er mit einem kurzen Blick die Position der Wachleute, immer mit der Angst, sie könnten ihn entdeckt haben. Wahrscheinlich eine eher unbegründete Angst, war er doch der geschickteste Jäger in der ganzen Umgebung. Und nicht nur das, nein, er war auch der schnellste Läufer. Selbst mit seinem Beutetier über den Schultern war er bisher oft genug den Wachen entkommen, die sich in den tiefen des Waldes schlecht bewegen konnten.
    Ein lauter Schrei riss ihn aus seinen Gedanken und ließ ihn kurz innehalten. Ein kurzer Blick zur Seite bestätigte seine Angst: Die Wachen hatten ihn entdeckt und schlugen Alarm. Ohne zu überlegen hechtete er aus dem Gras und raste auf die nun ängstlich umherrennende Moleratherde zu. Er konnte es ich nicht leisten mit leeren Händen zur Höhle zurückzukehren, dann wäre er morgen mit Sicherheit verhungert. Mit einem mächtigen Satz sprang riss er eines der Jungtiere zu Boden und brach ihm mit einer schnellen Bewegung das Genick, ehe er mit seiner Beute über der Schulter in den dunklen Wald raste. Links und rechts surrten die Pfeile durch die kalte Luft und mehr als einmal hätten sie ihn getroffen, hätte nicht der leblose Körper seines Beutetiers die Pfeile abgefangen.

  6. View Forum Posts #66
    Baumkuschler Andrahir's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Andrahir is offline
    Der Hauptmann war außer sich. Wer konnte es ihm verübeln? Er war ja nicht der einzige. Noch immer pumpte das Herz Andrahirs schwer und der gesenkte Blick wurde nur durch das starke ausatmen von Haaren freigehalten. Was immer diesen Tom ritt... es war nichts gutes. Offensichtlich war es nicht nur er, der diesen vollendeten Hass entwickelte. Aber das machte keinen Unterschied. Er war dennoch ein merkwürdiges Schabrack.
    Nun erhob er sich wieder vollends, band sich die Haare wieder notdürftig zusammen und riss das Schwert mit einem Ruck aus dem Boden.
    Die Muskeln schrien auf, doch was half das schon? Um die Hand nocheinmal zu entkrampfen, öffnete und schloss er sie ein paar mal, bevor er den Griff der Waffe wieder fest umschloss und den Arm hob.
    Nicht aus dem Handgelenk drehen... nungut. Ihm war nichtmal aufgefallen, dass er das tat, aber so war das ja meistens. Insofern konzentrierte er sich darauf, dieses möglichst starr zu halten und lies die Waffe ein paar mal kreisen, bevor er sich noch einmal sammelte, sein Temperament besänftigte und zur Bestätigung, dass er bereit war dem Gegner zunickte. Kein Wort entkam seiner Kehle - er wäre nur Gefahr gelaufen die Kontrolle über seine spitze Zunge zu verlieren.

  7. View Forum Posts #67
    In the mirror lies beauty  Char's Avatar
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    Char is offline
    Als ob Char sich nicht schon schlecht genug fuehlte. Ryu sagte ihm die Dinge laut die er sich im stillen selbst sagte. Sich und seinem dunklen Begleiter. Ploetzlich war er sehr ruhig. Noch immer unter Schock hatte er sich gut unter Kontrolle. Ihm war klar geworden dass Andrahir im egal war. Er hatte ihn nur als Manifestion dessen gesehen was er verloren hatte. Viel schlimmer: Er hatte ihn toeten wollen, nicht aus persoenlichen Gruenden. Sondern weil Char hatte toeten wollen.

    Der weisshaarige ging anders an den Kampf heran. Er gab sich wirklich Muehe Ryus Anweisungen zu folgen. Nicht einmal schaute er dem Jungen in die Augen. Immer nur auf die beiden Schwerter, Gelenke und Fussstellung. Aus vielen verschiedenen Richtungen schlug Char zu, varierte. Andrahir war defintiv besser geworden. Auch wenn er immer noch manchmal impulsiv wegsprang so liess er mindestens ebenso oft Chars Schwert ins Leere laufen. Federte seine Hiebe ab.

    Doch es war ein Kampf, und kein Kampf geht ewig. Einer macht immer einen Fehler. In einer Situation wo nur Andrahir Fehler begehen konnte war es unvermeidsam dass er sie begann. Char hielt sich zurueck. Er hatte Andrahirs Schwert runtergedrueckt und damit die Chance ihm einen Tritt seitlich in die Kniekehle zu verpassen. Der Huene trat zu, doch Andrahir ging nicht schmerzhaft zu Boden. Mit unendlicher Muehe hatte er sich gezwungen den Tritt nur anzudeuten. Ein anders mal war ihm dass nicht gelungen. Ein senkrechter Hieb von oben, Andrahirs Klinge quer dazu. Es war einfach zu verlockend, er liess seine Hand die Klinge des Gegners als Drehpunkt nutzend fallen. Er rammte den Schwertknauf in Andrahirs Brust - doch nicht zu fest.

    Der Kampf wurde nicht unterbrochen, die beiden sahen es wohl als nicht so schlimm an. Doch Char schon, er war der einzige der wusste dass er gerade innerlich verloren hatte. Doch er besserte sich, machte weiter. Gab sich Muehe seinem Stil und nichts Andrahirs Nase neue Konturen zu verpassen.

  8. View Forum Posts #68
    Curious Mind  Bartimäus's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Bartimäus is offline
    Barti war gerade wieder in den umliegenden Sümpfen unterwegs, nahe der Moleratfarm, als er plötzlich die Rufe vernahm. Da erschien es immer so, als wäre es in Schwarzwasser immer mehr oder weniger ruhig (abgesehen von der Taverne und dem einen oder anderen hitzigen Gemüt, das aber im Grunde kaum eine Rolle spielte) und dann entdeckte man doch bei jedem Rundgang irgendetwas. Diesmal war allerdings keine Zeit zu warten, nachzudenken oder unauffällig zu sein, die Wachen brauchten Hilfe und das jetzt!
    Dementsprechend schnell war der Waldläufer am Ort des Geschehens angekommen, doch zu spät kam er trotzdem.
    "Eine haarige Bestie..."
    "...größer als ein Schattenläufer..."
    "...und schneller!"
    "Sie hat ein Molerat gerissen..."
    "...die Pfeile durchdrangen nicht einmal ihre Haut..."
    Und noch viele weitere schrecklich und gar übernatürliche Fähigkeiten bekam die Kreatur und die Wachen schienen sich durch ihr Gerede gegenseitig aufzustacheln immer abstrusere Dinge erwähnen zu müssen, die sie angeblich gesehen hatten.
    Man könnte fast meinen sie hätten zu viel Sumpfkraut geraucht, doch wäre das während dem Dienst wohl nicht wirklich angebracht gewesen, aber wer wusste schon, was die hier trieben. Wie dem auch sei, es war höchste Zeit, dass der Waldläufer die drei Männer (ja, es waren wirklich nur drei Münder aus dem all das kam) zum Schweigen brachte.
    "Vielen Dank für diesen überaus ausführlichen Bericht!", unterbrach er sie forsch und fuhr fort ohne auf die Beschwerde des einen einzugehen, dass er ja noch lange nicht fertig gewesen wäre.
    "Ich habe aber trotzdem noch ein paar Fragen: Habt ihr... dieses Wesen schon öfter gesehen? In welche Richtung ist es geflohen? Und... nein, das war es eigentlich!"
    Alle weiteren Fragen hätten wieder nur zu Übertreibungen geführt, die niemanden weiter brachten und so höhrte er sich einfach nur die Antworten an. Offenbar war es das gleiche Wesen, dass vor einiger Zeit schon zwei der Tiere gerissen hatte und die Richtung war ohnehin offensichtlich, wenn man auch nur den Hauch einer Ahnung vom Spurenlesen hatte.
    "Ok, ihr drei haltet hier die Stellung! Passt auf, dass wir nicht noch mehr Molerats verlieren, auch wenn ich nicht glaube, das der Angreifer gleich wieder zurück kommt. Ich werde mich darum kümmern, das jemand dieses Vieh findet!", verkündete er befehlshaberisch.
    Eigentlich hatte er da ja gar nicht das Recht dazu, aber niemand beschwerten sich, alle gehorchten und so musste er nun wohl auch tun, was er versprochen hatte. Alleine wollte er dem Wesen aber nicht nach hetzen, denn auch wenn die Wächter übertrieben so durfte man es keinesfalls unterschätzen, immerhin hatte es es geschafft vor den Augen der Wächter an einen Molerat heranzukommen, ihn zu töten und mit ihm zu verschwinden, unverletzt wie es schien.
    Der Neugierige kehrte also nach Schwarzwasser zurück und überlegte noch am Weg, wen er kontaktieren könnte. Dem Haus der Wächter und in Tooshoo würde er Bescheid geben, doch auch an ein paar bestimmte Personen dachte er. Thorwyn und Andrahir! Von ersterem wusste er, dass er für die Aufgabe gut geeignet sein würde und letzterer hatte ja erst vor wenigen Tagen gesagt er wollte auf eine Jagd mitkommen, da hatte er sie jetzt also!
    Last edited by Bartimäus; 15.11.2011 at 19:09.

  9. View Forum Posts #69
    Baumkuschler Andrahir's Avatar
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    Sep 2011
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Andrahir is offline
    Ganz konnte sich der Kerl immernoch nicht an die Regeln halten auch wenn er sich offensichtlich viel Mühe gab. Doch inwieweit ging er davon aus, dass er einen Tritt oder Knaufschlang parierte, wenn er nicht wegspringen durfte, was darauf die beste Reaktion gewesen wäre? Nun denn... solange er aufpasste, was er tat sollte er doch machen.
    Andrahir konzentrierte sich auf die Kraftverteilung mit der er die Schläge blockte. Es wurde weniger Konditionsverbrauch, was natürlich auch daran lag, dass sein Gegner nicht so fest zuschlug, aber auch die Technik wurde langsam besser. Anstatt mit Kraft den Schlag zurückstoßen zu wollen und so durchs Schwung holen länger zu brauchen, hielt er sich an die Anweisungen lieber die schnelle Variante zu nutzen, was zur Folge hatte, dass die Wucht des Schlages gar nicht erst so groß wurde, da er früher gestoppt wurde. Mehr und mehr verfiel der gesamte Geist des geschickten Jägers dem typischen Trainingszustand. Das einzige was sein Gehirn beschäftigte war die Bewegungen war zu nehmen und gezielt zu steuern, bis sie sich von allein dem Rhythmus ergaben, den der Kampf erforderte. Die Bewegungen wurden runder, zuverlässiger.

    Nach Ryus Ansprache funktionierte es. Die beiden beobachteten einander. Tom ging auf die Bewegungen seines Gegners ein, versuchte nicht mit jedem Schlag diesen in Gefahr zu bringen und Andrahir respektierte, dass er sich nur zu verteidigen hatte.

    Nach einer Weile spürte er das Schmerzen seiner Muskeln nichtmehr und wärend er nach wie vor präzise, wenn auch zuweilen technisch nicht ganz korrekt reagierte wurden die Hiebe des anderen immer langsamer. Erst kaum merklich... doch dann konnte man es bald hören. Der Atem passte nichtmehr zu den Bewegungen, die Schläge wurden ungenau.
    Wieder parrierte Andrahir nicht korrekt und Char trat zu, doch diesmal war er darauf gefasst, riss sein Bein zur Seite nur um gleich wieder in die Richtung vorzutreten.
    Tom kämpfte um Gleichgewicht. Ein Moment in dem er viel Zeit gehabt hätte ihn zu stellen, doch der Waffenschüler wich nur ein paar Schritte zurück.
    Last edited by Andrahir; 15.11.2011 at 19:13.

  10. View Forum Posts #70
    Veteran Evander Sanatras's Avatar
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    Evander Sanatras is offline
    Die Drei hatten seit gestern den Wald hinter sich gelassen und strebten nun als Ziel ihr Kastell an. Sie waren gestern den ganzen Tag durch gelaufen und waren nun unter den südlichen Ausläufern des Weißaugengebirges angekommen.

    Evander hatte die letzten Tage nicht viel gesprochen, da er von Schuldgefühlen ergriffen worden war. Er selbst wäre fast getötet worden, wenn Marco ihm nicht dagewesen wäre. Das zeigte ihm erst, wie schlecht er sich verteidigen konnte. Ich muss unbedingt meine magischen Fähigkeiten ausweiten und verbessern, dachte sich Evander und blickte sich kurz um. Die Steinerne Brücke war schon aus der weite zu erkennen, doch es würde noch ein wenig dauern bis sie diese erreichen würden. ,,Machst du dir immer noch wegen dem Vorfall Gedanken?“, fragte Marco und ließ sich zu Evander zurückfallen. Der junge Schwarzmagier nickte und meinte:,, Ich habe das Leben von dir und Abaddon riskiert.“ ,,Hör zu, du konntest nicht ahnen, dass er hier in der Gegend war und außerdem war er ein ehemaliger Assassine. Ich wusste wie er kämpft, da ich mit ihm damals oft zusammenarbeiten musste.“ Evander blieb schockiert stehen. ,,Du hast mit ihm zusammengearbeitet?“, rief er entsetzt und Marco blickte betrübt zu Boden:,, Du weißt das ich mich geändert habe.“ ,,Ja aber, dass hättest du mir doch sagen können oder nicht?“, wandte der junge Schwarzmagier ein und sein Cousin verteidigte sich:,, Ich wusste nicht wie, weil du bei diesem Thema manchmal leicht empfindlich bist.“ Evander warf seinen Kopf in den Nacken und seufzte dann meinte er:,, Wir sollten weiter laufen, sonst verlieren wir noch Abaddon.“ Und so beschleunigten sie ihre Schritte um ihn noch einzuholen.

  11. View Forum Posts #71
    General Ryu Hayabusa's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline
    Ryu beobachtete die beiden nun noch genauer, auf dass auch ja keiner auch nur auf die Idee kam, sich nun quer zu stellen. Zwar schien es Tom wieder zusehens schwerer zu fallen, doch dieses mal zügelte er sich dann doch gerade noch so. Die Bewegungen beider wurden bald flüssiger und die Angriffsfolgen, sowie Andrahirs Paraden wurden langsam besser. Die flüssigen Bewegungen wurden jedoch von beiden zunehmens langsamer... Die Ausdauer ging flöten, aber das war normal. Der Templer war dabei überrascht, dass sich Andrahir dieses mal nicht von Toms Tritt hatte provozieren lassen. Hatte er sich nach der Standpauke wohl Disziplin angeeignet? Vielleicht. Aber die Hand dafür ins Feuer legen wollte der Templer nun auch nicht. Die beiden würden den Spieß nun auch umdrehen können, wenn es nach ihm ginge. Recht emotionslos und mit starrem Blick nickte er Andrahir zu und schaute dann zu Tom. Wenn er so gerne austeilte, durfte er jetzt auch einmal einstecken.

    "Für heute solls genug sein. Ihr ruht euch jetzt aus und morgen werdet ihr genau andersherum üben. Tom pariert, Andrahir greift an. Haltet euch genau an die Anweisung. Und keine Tritte mehr, Tom! Und nun macht euch weg..."
    Last edited by Ryu Hayabusa; 15.11.2011 at 19:55.

  12. View Forum Posts #72
    Schwertmeisterin Keala's Avatar
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    Keala is offline
    Es erstaunte sie häufiger, wie drahtig und fest sich das Gefieder des Keas anfühlte. Aber so ein Papagei war eben auch keine Katze oder ein Hund mit seidigem Fell, das Gefieder hatte seine Bestimmung, und der Kea schien ausgewachsen zu sein. Zumindest war er kein Küken in den Daunen mehr. Auch die Schärfe seines Schnabels sprach eindeutig dagegen, dachte sich die Wächterin, als sie am soeben verletzten Finger saugte. Ein guter Gefährte im Kampf konnte aus ihm werden, schnell zu Luft, mit scharfem, spitzem Schnabel. Noch allerdings kämpfte er nur zur Verteidigung, hatte allerdings zumindest gelernt, sich von Keas Klingen fernzuhalten, sowohl Säbel- als auch Dolchklingen. Und er war deutlich an anderen Dingen interessiert, als an Übungen. Viel lieber ließ er sich ablenken, und Kea dachte sich diverse Spielchen aus, da er andernfalls aus Neugier allerlei untersuchte. Kein neues Problem, aber mit der Zeit immer schwieriger zu lösen.
    Besonders die Wächterquartiere waren ein schwieriges Terrain, aber noch hatte ihre Hütte ja kein Dach. Kea saß auf dem Boden, sie hatte ein Stückchen Fleisch an einen Faden gebunden und spielte damit herum. Der Papagei saß auf dem Boden und pickte nach dem Futter, doch sie zog es immer wieder weg. Ob es dem Papageien gefiel, vermochte sie nicht zu sagen, so als Nichtpapagei, aber es hielt ihn beschäftigt.
    Die Tür ging auf, Kea war einen Moment abgelenkt und da hatte der Papagei sein Fressen und ließ sich auf ihrer Schulter nieder. Der Ankömmling war Bartimäus, der Waldläufer, in den Kea einmal versehentlich hineingelaufen war. Sie stand auf, kam auf ihn zu. Ryu hatte gesagt, sie sollte sich selbst trainieren, was er über Parierdolchkampf wusste, hatte er ihr beigebracht. Wäre nur zu gerecht dem Hauptmann gegenüber, wenn sie das, was er ihr beigebracht hatte, für das Waldvolk nutzte.
    »Bewahret, Bartimäus«, grüßte sie. »Gibt es etwas zu tun? Ich würde mich gern etwas nützlich machen, besonders nachdem der Hauptmann mir letzt erst einen Tag frei gab.«

  13. View Forum Posts #73
    Curious Mind  Bartimäus's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Bartimäus is offline
    Den beiden Personen an die er ursprünglich gedacht hatte waren ihm zwar nicht begegnet, aber auf Hilfe war trotzdem nicht lange zu warten und er bemerkte sie sogar noch bevor sie ihn überhaupt ansprach. So sehr hatte er sich mittlerweile an seine Fähigkeit gewöhnt, dass er den Kea nicht nur wahrnahm ohne ihn zu sehen, sondern ihn sogar erkannte. Und wo der Kea war, war Keala auch nicht weit und so drehte er sich um und blickte in das erwartete Gesicht.
    "Bewahret, Kea und Kea!", grüßte er sie beide, es war nur fair, schließlich hatte er auch einen gewissen Draht zu beiden, auch wenn es sich vielleicht etwas komisch anhören würde, aber im Moment war sowieso nicht die Zeit Merkwürdigkeiten zu analysieren.
    "Das gibt es tatsächlich! Um mich kurz zu fassen: Schon mehrere Molerats wurden von einem unbekannten Wesen auf der Farm getötet und verschleppt. Das letzte heute Abend und die Wächter dort sind ganz außer sich. Glaube nicht alles was sie erzählen und was sich deshalb herumspricht, aber wir müssen wissen, was es ist und das Problem in den Griff bekommen! Ich will damit nicht sagen, dass wir es unter allen Umständen töten müssen, aber zuerst müssen wir es finden, sonst wissen wir gar nichts und dafür ist jede Hilfe willkommen!
    Heute werden wir nicht mehr aufbrechen, das macht Mitten in der Nacht keinen Sinn, aber darum kümmern muss man sich auf jeden Fall!"

  14. View Forum Posts #74
    Schwertmeisterin Keala's Avatar
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    Keala is offline
    Bartimäus grüßte sie beide, Vogel und Wächterin. Kea war anfangs irritiert, versuchte allerdings, sich das nicht anzumerken. Bartimäus war der erste, der das tat. Faren hatte angekündigt, den Vogel essen zu wollen und Ryu hatte angemerkt, sie hätte "Etwas" auf der Schulter. Immerhin einer, der den Kea nicht als "Ding" oder "Essen" abtat. Zumal Kea meinte, an diesem Papagei sei nicht viel dran, was Faren nicht zu stören schien.
    »Ein unbekanntes Wesen, das seit einiger Zeit Molerats schlägt? Ich will tun, was ich kann, auch wenn ich alles andere als eine Vorzeigejägerin bin ... aber ich kenne den Unterschied zwischen fangen und töten, das sollte schon mal ein Anfang sein«, überlegte Kea laut.
    Der Papagei konnte zur Not warnen, und sie wusste, an welchen Stellen man einen Menschen verletzen konnte, ohne ihn zu töten, egal ob mit Dolchen oder Säbel. Und falls es ein Tier war, musste sie eben wie bei den Wölfen versuchen, gut mit den Wurfdolchen zu zielen. Da die Wölfe nicht gestorben waren, als Kea sie angegriffen hatte, ahnte sie, wohin sie nicht zielen durfte, wenn sie würfe. Aber dazu musste es ja erstmal kommen. Wobei ihr siedend heiß einfiel, dass sie immer noch nicht schleichen konnte. Möchtegerndiebin, Möchtegernjägerin ...
    »Mein Säbel ist dein für diese Aktion«, versicherte sie ihm schließlich, meinte das aber nicht wortwörtlich. Sie hatte nicht vor, ihm den Säbel zu geben, nur, sich unter sein Kommando zu begeben. »Vielleicht kann dieser durchgeknallte Vogel der Gemeinschaft hier ja auch mal etwas zurückgeben.«
    Sie griff in den Lederbeutel und fütterte dem Papagei ein weiteres Stückchen Fleisch, allerdings ein kleines, das sie in der Hand verbarg. Musste Bartimäus ja nicht sehen ... ihr persönlich war es ganz recht, wenn alle glaubten, der Kea fräße Nüsse.

  15. View Forum Posts #75
    Curious Mind  Bartimäus's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Bartimäus is offline
    Der Vogel freute sich auf das Fleisch, dass ihm angeboten wurde und Barti wunderte sich. Fleisch? Er hätte eher an andere Dinge gedacht, die so ein Tier fraß. Früchte, Samen, Nüsse, vielleicht noch Insekten, aber an richtiges Fleisch hätte er nicht gedacht.
    "Er frisst Fleisch?", drückte er seine Verwunderung auch sofort aus und führte vielleicht bei der Frau zu einem ähnlichen Gefühl, denn sie hatte ihre Hand wirklich so gehalten, dass er nichts hatte sehen können.
    "Und deinen Säbel behalte lieber, du fängst sicher mehr damit an als ich!", scherzte er dann auf die Redewendung die sie benützt hatte anspielend.
    "Und wenn ich nur perfekte Jäger suchen würde, könnte ich gleich aufgeben, außerdem sollst du auch die Chance bekommen dich zu verbessern und wir wissen nicht was uns erwartet, also können wir auch nicht wissen, was wir dafür brauchen. Vielleicht ist es ja genau eine Kämpferin mit Kriegserfahrung!
    Ach ja, und dein Vogel wird auch bestimmt nützlich sein", hängte er dann noch daran, ohne dass sie wissen konnte, was er damit meinte. Aber zusätzliche Eindrücke wahrzunehmen konnte nicht schaden, es sei den sie lenkten ihn zu sehr ab, aber dagegen würde er sich auch behaupten können.

  16. View Forum Posts #76
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    Keala is offline
    Dieser Mann wusste zu viel, was sie ihm nicht erzählt hatte. Sie hatte verborgen, was sie dem Vogel gegeben hatte, dennoch wusste er, dass es sich um Fleisch gehandelt hatte. Außerdem hatte sie seit dem Thing, bei dem sie aufgenommen war, niemandem mehr von der Schlacht erzählt, wegen der sie überhaupt zu kämpfen gelernt hatte. Als könnte Kriegserfahrung bei einem einzelnen Wesen helfen ... ein Krieg war etwas völlig anderes!
    »Woher auch immer du das alles weißt ...«, murmelte sie düster in sich hinein.
    Wenn er wusste, dass sie bereits in einer Schlacht gekämpft hatte, und sie es ihm nicht erzählt hatte, konnte es auch angehen, dass er irgendwie herausgefunden hatte, dass sie den Finger nicht in der Schlacht verloren hatte. Im schlimmsten Fall würde man sie eine Diebin nennen, immerhin war es mancherorts Gang und Gebe, Dieben einen Finger oder eine Hand abzuhacken. Es stimmte zwar, sie war eine Diebin ... aber wie sollte man denn so arbeiten?!
    »Wo du die Kriegserfahrungen schon ansprichst«, begann Kea schließlich missgestimmt. »Ich weiß, ich bin nicht in der Situation, Bedingungen zu stellen. Aber wenn es ein Ork ist, bin ich raus aus der Sache. Ich habe meinen Lebtag genug von den Biestern, bin einmal versklavt, einmal fast getötet und dreimal fast gekocht worden - ich garantiere für nichts, sobald ich wieder vor einem stehe.«
    Klar stellte sich dann die Frage, warum sie kämpfen gelernt hatte. Warum sie Ryu noch einmal extra nach Lektionen gefragt hatte. Damals hatte sie kämpfen gelernt, um zu überleben, als Sklave klammerte man sich an jeden Strohhalm. Während dieser Suche allerdings wollte sie mit ihrer Panik gegenüber Orks nicht die gesamte Gemeinschaft in Gefahr bringen.
    »Was den Papageien angeht ... er ist überraschenderweise ein Aasfresser. Seine Art ist im Gebirge berüchtigt dafür, Schafe zu schlagen, hin und wieder. Die meisten unterschätzen ihn, indem sie glauben, dass er Nüsse, Beeren und solcherlei frisst. Wer sich mit Vögeln auskennt, könnte es am ungewöhnlich scharfen, spitzen Schnabel erkennen, aber es gibt nicht viele Vogelkundige hier. Ist vielleicht auch besser so, in Anbetracht der Wolfswelpen, die wir geholt haben.«

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    Curious Mind  Bartimäus's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
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    Bartimäus hörte interessiert zu. Da hatte er ein kleines Detail vom Kea aufgeschnappt und ein anderes von irgendwem erzählt bekommen und schon schien sie zu denken, dass er früher oder später eh alles erfahren würde und ihm all das auch gleich selber sagen konnte. Kein schlechter Ruf wie der Neugierige fand!
    "Es ist besser wenn ich jetzt weiß, dass du nichts mit Orks zu tun haben willst, als wenn ich dann plötzlich feststellen muss, dass du abhaust! Aber ganz ehrlich, ich glaube kaum, dass wir es wirklich mit einem Ork zu tun bekommen."
    In Gedanken musste er feststellen, dass manche Fragmente der Beschreibung der Bestie doch ganz gut auf einen Ork zutrafen, aber diese Zweifel sprach er nicht aus.
    "So verwirrt die Wächter auch waren, einen Ork hätten sie wohl doch erkannt, außerdem -aber das weißt du wohl besser als ich- würde ein Ork sich herablassen einen Molerat mehr oder weniger heimlich von Menschen zu stehlen? Ich kenn mich mit Orks nicht aus, aber es klingt nicht nach den brutalen, herrischen Orks, die Menschen unterwerfen wollen, von denen man immer hört!"
    Nach einer kurzen Pause lenkte er das Thema dann aber um.
    "Das muss aber ein unangenehmes Thema für dich sein, tut mir Leid, dass ich jetzt so viel davon gesprochen habe. Ich hoffe du kannst trotzdem noch gut schlafen, denn das sollten wir jetzt tun, wenn du nicht noch etwas sagen willst", verabschiedete er sich schließlich, denn langsam wurde es spät und morgen sollten sie Energien für die Jagd auf das Unbekannte haben.

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    Baumkuschler Andrahir's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Andrahir is offline
    Er saß auf dem Trainingsplatz, das Übungsschwert im Schoß, annehmend, dass Ryu und Tom bald eintreffen würden. Die Nacht war furchtbar gewesen. Zum einen hatte er geschlafen wie ein Bär im Winter und zum anderen hatte er danach das Gefühl er könne sich gar nicht mehr regen. Schon das Anheben des Kopfes hatte größte Anstrengung verlangt.
    Doch das war nichts, was sich nicht innerhalb von ein paar Stunden zumindest besänftigen lies. Die Ausdauerübungen im Wald waren zunächst zwar schwer gefallen, hatten den drahtigen Körper aber wieder zu einer recht anständigen Verfassung geführt und nun saß er da, ganz in sich versunken.
    Mit geschlossenen Augen nahm er die Geräusche war, die ihn umgaben. Knisternde Fackeln, quakende Frösche, rauschende Bäume...
    Der Klang von Schritten riss ihn aus den Gedanken, als schon ein paar Schuhe im Blickfeld des Jägers auftauchte. Er reckte den Hals nach oben und sah in glühenden Augen Toms. In einiger Entfernung sah man Ryu bereits ankommen. Anscheinend wollte er die beiden nach dem ersten Kampf nicht mehr unbeobachtet lassen.
    Andrahir stand langsam auf und schüttelte nochmal Beine und Arme um sie zu lockern bis Ryu neben den beiden stand und mit einem Nicken Anweisung gab anzufangen.
    Rollentausch, in jeder Hinsicht. Schläge mochte man mit Büchern gut erlernen können, aber blocken... das konnte man wohl bezweiflen und die Beherrschung im Zuschlagen hatte der junge Jäger ja schon geübt. Gerade die Übung zum Abbremsen der Waffe VOR dem Ziel würde ihm nun sicher nützlich sein. Zum einen, wenn er eigentlich treffen würde und er so den Schlag abbrechen konnte und zum anderen um antäuschen zu können.
    Die Angriffsrichtungen hatte er an der Lanze üben können, nun war es vor allem sinnig die Waffe in Bewegung zu halten, sinnvolle Kombinationen zu finden und den Gegner herauszufordern bei seinen Paraden.
    Worauf Andrahir zu setzen hatte war klar - eben das was er am besten konnte: Geschwindigkeit. Sollte Tom ruhig merken, was es hieß nur blocken zu dürfen.
    Langsam wanderte das Übungsschwert in der Rechten des Jägers vom Boden aus aufwärts und der Körper nahm Spannung an. Der Gegner machte sich ebenfalls bereit. Geduldsspielchen waren etwas für Psychos mit Gewaltphantasien... darum vergingen nur Sekunden bruchteile bis der Bursche vorsprang und zuschlug. Tom blockte und der Schlag prallte ab. Das kostete eine Menge Zeit und in jedem Kampf wäre der Anfänger nun bereits ausgekontert und getötet worden.
    Also nicht gerade drauf... ich muss in Bewegung bleiben. Dachte er bei sich und setzte erneut zum Schlag an. Nun schlug er so zu, dass Tom die Klinge nur ablenken, nicht zurückschlagen konnte, weshalb Andrahir immer in Bewegung blieb und sofort den nächsten Schlag anschließen konnte. Nach einer ganzen Reihe schneller Schläge, die Tom noch recht unbeholfen abstreifen lies, schlug der junge Kämpfer wieder gerade auf das Schwert zu, wie am Anfang. Fast schien es ihm als könnte er das Lächeln des Vermummten durch den Schal scheinen sehen als dieser zum Block ansetzte.
    Doch... kurz bevor sich die Waffen trafen, lies der Waffenschüler das Schwert stoppen, sprang einen Schritt zur Seite und setzte die Klinge an den Hals des Gegners.
    Eine Sekunde verharrten sie so, dann trat er wieder zurück und das Spiel begann von neuem.

  19. View Forum Posts #79
    Ehrengarde Berash's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Berash is offline
    Berash war bereit. Er hatte sich das Schwert um die Hüfte gebunden, locker in der Scheide. So konnte er es bei Bedarf schnell ziehen. Er hoffte nicht, dass es dazu kommen würde, dennoch wollte er vorbereitet sein. Er würde Schwarzwasser verlassen. Mit oder ohne Erlaubnis. Wer ihn daran hindern wollte... nun, Berash war zu allem entschlossen.
    Diese Entscheidung hatte sich in den letzten Tagen immer mehr in seinem Kopf verfestigt. Es gab nichts hier, was ihn hielt. Kein Eid band ihn wirklich. Den einzigen, welchen er geleistet hatte, war unter zwang abgelegt worden. Denn sonst hätte es ihn das Leben gekostet. Und niemand würde ihn als Eidbrecher bezeichnen, wenn der Krieger das Waldvolk verließ, denn ein solcher Schwur war niemals bindend.
    Doch Berash war ein Mann mit Ehre. Auch wenn Beliar immer noch sein oberster Gott war, auch wenn er einst eine Gemeinschaft von Assassinen befehligt hatte, deren größte Stärke die Heimlichkeit gewesen war... Er war auch ein Krieger. Und ein Krieger hatte ein Ideal, etwas, für das es sich zu kämpfen lohnte. Und Verpflichtungen, wie sie auch entstanden waren, mussten auf eine Weise gelöst werden, die diese Ideale nicht in den Schmutz zogen...

  20. View Forum Posts #80
    Waschweiber-Verführer Ornlu's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
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    Schrein der Mutter

    Es war merkwürdig wie dieser Schrein einen immer wieder anzog. Wenn Ornlu durch die Stege von Schwarzwasser schritt, ohne was Bestimmtes aufzusuchen, führte ihn dann irgendwie unterbewusst dieser Schrein hierher.
    Und dann blickte er diese Statue an und behielt die Gedanken für sich. Mehr sah er sich dann um, beobachtete wie die kleinen Tiere hier ohne scheu am Boden und in den Baumkronen sich sammelten und lebten. Da bunte Vögel, hier Schlangen, dort ein paar Ratten und auf einen Baum eine seltsam anmutende Echse die ihre Haut zu wandeln wusste.
    Ob es den anderen Menschen hier auch so bewusst wurde? Sicherlich, doch schienen sie genauso wie Ornlu den Fokus auf diesen Schrein zu richten. Es waren um diese Zeit nicht viele, doch was sich bei allen rumsprach war, dass diese Gilana vor wenigen Tagen aus dem Eingangsbereich von Tooshoo nun hierher 'gezogen' war und ein kleines Zelt nahe dem Schrein als Schlafstatt nutzte.
    Sie davon abbringen tat keiner, zumal sie immer noch so wirr sprach.
    Ornlu selbst war eher gespannt was mit ihr geschehen würde, denn er sah schon einen Zusammenhang zu Gilana und diesen Schrein. Welchen? Das würde man sehen.

    Sehen tat Ornlu nun aber jemand anderen. Jemanden den er lange nicht mehr gesehen hatte. Nur gehört, dass er zurück gekommen war. Jener sah jedoch nicht so nach Sesshaftigkeit aus. Viel mehr näherte er sich mit solch einem Blick, der eine Rastlosigkeit in sich barg.

    "Bewahre. - Dein Weg scheint noch weit, Berash.", sprach der Jäger.

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