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  1. View Forum Posts #41
    Schwertmeisterin Keala's Avatar
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    Man sieht sich immer zweimal.
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    Keala is offline
    »Die Werkstatt ist zum Nutzen des Waldvolkes, und unter den Wächtern werde ich sicher genug helfer finden. Bud und Terrence helfen bestimmt, wenn ich sie frage, und vielleicht noch ein paar andere. Aber mutig, Gorims Fusel zu bestellen«, merkte Kea an.
    Mit Feierabend wurde die Laune in der Lilie ausgelassener. Gath bestellte sich den Fusel, und Kea behielt ihn im Auge, doch großes Mienenspiel bekam sie nicht mit. Schade eigentlich. Sie selbst begnügte sich mit Sumpfkrautbier, einer würzigen Mischung. Allzu bald schien Gorims Fusel jedoch bei Gath die erste Wirkung zu zeigen: Gath lallte, begann, beim Reden wild zu gestikulieren, dass er mehr als einmal fast nach Kea schlug, welche es jedoch meist rechtzeitig kommen sah und sich ducken konnte.
    Dann allerdings kam Gath auf den Trichter, unbedingt etwas essen zu wollen. Da wurde Kea doch eher mulmig zumute, wie er einen Apfel und ein Messer herausholte, irgendwas von Booten daherlallte und die Ausmaße des Rumpfes mit dem Messer in der Hand zeigte, sodass er ihr fast das Auge ausstach (und Kea hing an ihren Augen!). Mit ausholenden Gesten versuchte er mehrmals, den Apfel zu schneiden, glitt jedoch an der glatten, runden Oberfläche ab und stach in den Tisch, knapp an seiner eigenen Hand vorbei. Währenddessen fluchte er munter vor sich hin.
    Der sollte echt keinen Fusel wie den von Gorim anrühren, wenn er besoffen immer so ist!
    Als er wieder einmal mit dem Messer ausholte, flatterte schließlich der Vogel auf Keas Schulter zu ihm, setzte sich auf den Unterarm und pickte nach der Hand, die das Messer hielt. Gath ließ das Messer fallen und versuchte, mit seiner nicht mehr ganz intakten Hand-Auge-Koordination nach dem Kea zu schlagen, verfehlte ihn aber. Keala indes war aufgesprungen, hatte ihren Stuhl dabei umgerissen und versuchte, den wild flatternden und pickenden Papageien einzufangen. Schließlich lag Gath auf dem Boden und begann, zu schnarchen, während Kea den aufgeregten Papagei in den Händen hielt. Ruhe kehrte ein, die Hektik hatte nur kurz angedauert, sich aber wie eine Ewigkeit angefühlt. Man konnte schon behaupten, dieser papagei war kein gewöhnliches Haustier, eher ein tierischer Gefährte. Immerhin hatte er versucht, Kea zu verteidigen, selbst wenn diese nicht unbedingt in Gefahr gewesen war. Zumindest glaubte sie das, denn als sie sich umdrehte, stand sie vor der wütenden Hooqua.
    »Oh-oh ...«

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    Schwertmeister Das Waldvolk's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Das Waldvolk is offline
    Osmo jauchzte und frohlockte. Endlich zeigten sie ihr wahres Gesicht und unterhielten den Wirren angemessen, wie es sich für Agenten der Kräutermafia gehörte.
    Und er glaubte nun erst recht nicht, dass diese gespielte Täuschung des Wirren da, doch stimmte. Osmo durchschaute eben die Menschen wie der Blick einer Schlange bei Sonnenuntergang. Ja so in etwa.

    Applaudierend trat er dann vor jene. "Ja. Ja oh ja. So habt ihr gezeigt, dass ihr die seid, die ihr seid ohne zu sein was ihr seid. Und falls doch, habt ihr selbst mich hinters Licht geführt. Oder doch? Hmm... - ihr wollt also den Sand? Ganz sicher sicher? Ja, nein oder vielleicht?", fragte Osmo und suchte schon mal den Beutel mit Sand.

    ornlu

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    homo  Thorwyn's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Thorwyn is offline
    Thorwyn kam sich ziemlich albern vor, wie er da vor Osmo herumhopste und versuchte, irgendetwas zustande zu bringen, das nach einem Tanz aussah. Dabei hatte er absolut keine Ahnung vom Tanzen, woher denn auch … Nichtsdestotrotz schien der Verrückte aber vollauf zufrieden zu sein und klatschte begeistert in die Hände, nachdem der Jäger Leyla mit rotem Gesicht wieder abgesetzt hatte. Ihr Sprung in seine Arme hatte ihn ziemlich überrascht, so dass er sie nur mit Mühe hatte halten können, aber irgendwie war das noch gut gegangen. Mehr oder weniger.
    „Ähm“, erwiderte er dann erst einmal und schaute kurz zwischen Osmo und Leyla hin und her. „Vielleicht … mal sehen. Wie viel Sand ist das denn? Muss sich ja lohnen und so, sonst wäre es ja besser, Gold zu nehmen und sich davon ganz viel Sand zu kaufen … das müsste also schon viel Sand sein. Ja.“
    War Verrücktheit ansteckend? Es schien fast so, immerhin fragten sie hier gerade nach Sand als Belohnung für die Suche nach irgendwelchen seltsamen Sachen, für die sie etliche Tage gebraucht hatten. Aber wenn sie das schon taten, dann sollte sich das auch lohnen. Wie schön es wäre, mitten im feuchten Sumpf einen Strand zu haben, auf dem man sich nicht ständig nasse Füße holte … aber dazu brauchte man mehr als ein paar Säcke voll.

  4. View Forum Posts #44
    Ehrengarde Suzuran's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Suzuran is offline
    Sie nickte. Und begann dann selbst Magie zu wirken, die sich in reiner Form um ihre Hände schwang wie blauer Nebel am frühen Morgen. "Gut, was auch immer du dachtest, nach deinem Gesichtsausdruck zu urteilen, war es nicht gerade positiv. Gerade deshalb hat sich auch die Farbe ein wenig verändert, vielleicht unmerklich, aber für das aufmerksame Auge sichtbar. Das soll fürs erste reichen. Du musst lernen sie zu lenken.", meinte sie dann, ehe sie sich erhob und jene blauen Stränge sich hervordrängten, wie Wassermassen, die sich um Wertans Körper drängten, als sie den Arm hervorschnellen ließ. Einen Moment leuchtete er vollem blau, ehe sich der Schein legte. "Es ist reine Magie, die die wahren Zauber hervorbringt, aber du musst sie lenken lernen, wenn du sie anwenden willst. Später wirst du durch sie Pflanzen zum wachsen bringen, mit ihr wirst du den Geist eines Tieres durchdringen und mit der richtigen Art und Weise Dinge bewirken können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du den Umgang mit ihr beherrschst. Du musst weiter üben, wenn wir uns erneut sehen, kannst du aus ihr alles Formen, was ich mir so vorstelle...außerdem wirst du üben sie zu lenken, so wie ich gerade. Keine magische Verbindung, einzig den Fluss aufrecht erhalten und von dir weglenken. Lerne sie zu beherrschen, bevor sie dich beherrscht."

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    Schwertmeister Das Waldvolk's Avatar
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    In den Wäldern
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Das Waldvolk is offline
    Eigentlich wollte er den beiden nicht den Sand geben. Eigentlich war er viel zu wertvoll und zu lange hatte er unter Zillionen-Millionen-Trillionen und nochmal so viel Sandkörnern eben genau diesen gesucht und gefunden. Aber Deal war Deal und Osmo hielt sein Wort. Den Beutel mit dem Sand fand er dann auch bei seiner Kuriositätensammlung zwischen einen Draht den ein trauriges Mädchen im Mund trug, damit dessen Zähne nicht mehr einem Pferd gleichen und altmodischen Schuhen die der besoffene Händler dem er sie abkaufte Buffalos nannte, mit Schuhsohlen so dick wie Vorschlaghammerköpfe. Die konnte man an Frauen und Jungs die sich dafür hielten verkaufen und dann sogleich die Heilkosten einheimsen, wenn sie damit umknickten und sich die Knochen brachen. Jaja Osmos Geschäftssinn.

    Als er dann mit dem leer wirkenden Lederbeutel antanzte, guckten die zwei Agenten skeptisch. Die von der Kräutermafia waren eben seltsame Leute. Was dachten sie denn?

    "Ein Golem hat mir mal erzählt, dass man an Sandstränden auch Sandkörner findet, die aus Zillionen Sandkörnern bestehen oder sogar Skillionen? Ich weiß es nicht und auch nicht mehr ob man sie da nur findet oder ob sie das wirklich sind. Als ich dann den Feuerfuchs bat mir zu sagen wo ich so einen finde, deutete er mir nur den Weg. Mein Vater ist grausam, aber gerecht! - Nachdem ich mit bloßen Händen grub und grub und grub und grub und grub und grub und grub und grub - und dann wieder grub und und grub und grub und grub und grub und grub und grub und dann Pause machte! Bis ich weiter grub und grub und dann auf Minecrawler traf, war ich nah dran. Wir spielten dann verstecken und als ich drei Mal hintereinander gewann, waren sie weg und ich fand das Sandkorn, dass aus Zillionen Sandkörnern besteht!", erzählte Osmo stolz und holte dann den Sand hervor.

    Groß wie ein Augapfel und noch ungeschliffen war er da, der dicke Klunker durch den das Licht schien und an manchen Ecken bunt schimmerte.

    "Der Golem sagte mir, damit waschen sie sich, wenn sie voller Erde sind und manche tragen das Zeug bei illegalen Golemkämpfen auch in den Fäusten. Der Klunker ist Härter als alles andere und sorgt für Narben bei Golems. - Ich trenne mich nur ungern davon, aber mit der Kräutermafia lege ich mich nicht mehr an und damit wärt ihr, ich und die Kräutermafia quit! Also nehmt ihr?", fragte Osmo und leckte am Klunker in der Hoffnung sie wollen ihn dann doch nicht.

    ornlu

  6. View Forum Posts #46
    Burgherrin Leyla's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Leyla is offline
    Leyla musste den Kopf über diese wirre Geschichte schütteln und begutachtete dann das Stück in Osmos Fingern eine Weile wortlos aus der Distanz im eher fahlen Licht dieser Hütte. Nun, eigentlich war sie sogar sprachlos, denn dieser Stein war ihrer Vermutung nach deutlich mehr wert, als die Goldstücke, die er ihnen erst geboten hatte. Und das wollte sie natürlich nicht äußern, solange Osmo das Angebot aufrecht hielt. Wenngleich ihr echter Sand in genau der angegeben Menge für genau den Zweck, den die beiden Jäger sich bereits eines Abends an der strandlosen Küste des Sumpfes überlegt hatten, deutlich lieber gewesen wäre. Sand würde nämlich niemand klauen. Sand konnte niemand klauen, weil ihn kaum jemand brauchte. Vor allem nicht in diesen Mengen, dass sie sich daraus ihren eigenen kleinen Strand hätten erschaffen können. Doch nun war da eben dieser Stein. Er ähnelte in der Art und Weise, wie er das Licht brach und reflektierte ein wenig dem Stein, den sie mit aus Khorinis gebracht hatte. Nur war ihr Stein, ihr Kristall, deutlich kleiner und kantiger.
    "Ich denke schon", erwiderte die Blonde schließlich, streckte zögerlich die Hand aus und warf zugleich einen unsicheren Blick zu Thorwyn, der aber ebenso unschlüssig zurückschaute. Es wird schon die richtige Entscheidung sein, teilte ihr ihr Gewissen mit, das sich aus irgendeinem Grund ausgerechnet jetzt meldete. Sonst war es doch nicht so zuverlässig. "Ja, wir nehmen ihn. Er gefällt mir. Sehr gut sogar." Das war mehr dahin gesagt, als die Wahrheit, aber das würde Osmo schon nicht bemerken. Sie wollte die Sache im Moment lieber schnell beenden, bevor er es sich noch anders überlegte, neue Forderungen stellte oder das Angebot gar zurückzog. Auf so einen einzelnen Stein konnten sie letztlich weit besser aufpassen, als auf einen Beutel voller Münzen. Außerdem lockte ein Stein keine Diebe an, ein praller Beutel, am besten noch gut sichtbar getragen, dafür umso schneller. Der Stein war also in aller Hinsicht die bessere Wahl. Wenn nicht die Beste.

  7. View Forum Posts #47
    General Ryu Hayabusa's Avatar
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    inmitten der Pfälzer Highlands :o
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline
    Ryu verzog keine Mine. Vielmehr lauerte er darauf, dass das Männlein vor ihm sich noch weiter in die Scheiße hineinritt. Der Kerl kam hier rein und begann etwas von Schutz des Dorfes und dass er ein Schwert wollte. Wieso beim Willen aller Geister wollte jeder dahergelaufene Idiot eigentlich ein Schwert haben? Verstand denn keiner, was es hieß eine derart ritterliche Waffe zu führen!? Nicht einmal richtig in die Augen blicken konnte der Hänfling ihm! Wo war da die Ehre? Wo die Wahrheit und die guten Absichten? Und dann auch noch dieser befehlsartige Ton in seiner Stimme. Ehrlichkeit war etwas anderes. Schutz? Pah! Der namenlose Fremde wollte wohl nur ein Schwert, um irgend eine private Rechnung zu begleichen! So waren sie doch, diese Fremden, die nach Geschäftsschluss in den Laden kamen, zwielichtig aussahen und mit oberflächlichen Argumenten um sich warfen, damit sie die "Langläufige" bekamen! Der Templer schloss für eine Sekunde lang die Augen und atmete, begleitet von einem durchaus vernehmbaren Knurren tief durch.

    "Du hast genau zehn Sekunden, dich aus dieser Schmiede herauszukuschen." die Wyvernaugen öffneten sich wieder und fixierten den Fremden nun noch schärfer. "Für die Dreistigkeit von euch Fremdlingen heutzutage sollte man jeden einzelnen von euch erschlagen! Komm wieder, wenn die Schmiede geöffnet ist und an dir nicht mehr der Gestank eines elenden Heuchlers haftet!" er stieß sich vom Türrahmen ab und machte einen bedrohlichen Schritt auf den Fremden zu. "Zehn..."

  8. View Forum Posts #48
    Veteran Onyx's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Onyx is offline

    Sumpfkrautplantage, Schießstand der Jäger

    "Onyx Bester!"
    "Auf zehn Meter Entfernung vielleicht. Aber ein Baum kann dir ja auch nicht ausweichen, Großer. Wenn du auf 100 Meter triffst und das bei einem Orkan und eine Maus die zick-zack läuft, dann mache ich dich zum König von Argaan.", meinte der Jäger er sein Päuschen beim Schießstand machte. Onyx überlegte.
    "König? König Onyx nicht schlecht und doch schlecht. Nur Leute kommen und nerven. Du besser Onyx geben Gold. Viel Gold, sonst dich für Worte verprügeln!", drohte er und meinte es ernst. Der Jäger indes lachte und rauchte sein Sumpfkraut weiter.
    "Geht klar, Großer.", meinte er nur, während Onyx sich wieder auf seinen Bogen konzentrierte. Anders oder einfach richtig schießen hatte was. Es war kontrollierter und effektiver. Doch traf Onyx noch nicht auf Entfernungen die Vareesa als gut befand. Er selbst fand es schon gut den Pfeil tief in der Zielscheibe aus zehn Metern zu versenken. Würde er damit einen Menschen treffen, würde er nach Onyx Spinnereien auch den Menschen dahinter noch treffen. Das war doch gut? Verstand aber dieses Weib nicht.

    Mit geübter Langsamkeit eines Onyx holte der Hüne den Pfeil aus den Beinköcher haltenden Hand ab, bevor drei Finger der anderen Hand den Pfeil an die Sehen führten und in beide vereinten. Der Bogen wurde dann gerader gehalten, der Körper richtete sich auf. Der hintere Arm zog den Pfeil an, während der Vordere den Bogen und gegen die Zugkraft hielt. Die Sehne knarschte leicht, als sie sich Onyx Gesicht näherte, bevor der schwarze Hüne schon irgendwie instinktiv den Pfeil losließ.
    Das hatte er sich bei den guten Schützen abgeschaut. Die warteten keine Ewigkeit um zu schießen. Die zielten beim spannen und ließen dann los, als sie vom Gefühl her genug gespannt hatten. So auch Onyx und Onyx' Pfeil flog gut, kurz und traf. Zwar wie der Rest nicht punktgenau in der Mitte, aber Onyx verwirrten die Farben eh schon genug. Eher konnte er sich aber damit rühmen bisher einen Großteil der Pfeile im innersten Bereich zu versenken. Im mittleren Bereich der Scheibe ragten gerade mal zwei Pfeile hervor und im Äußeren nur einer, aber daran hatte Onyx ja keine Schuld. Die Libelle die ihn ins Auge flog hatte das Extra gemacht.

    "Hmm...", brummte Onyx und machte weiter.

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    Kämpferin Vareesa's Avatar
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    Vareesa is offline
    Ein weiterer Tag und nichts hatte sich verändert! Wunderbar! Fast schon tänzelnd bewegte sich Vareesa über die hölzernen Stege Schwarzwassers. Nachdem sie heute jagen war und einen guten Fang gemacht hatte, war ihre Laune sichtlich gut. Holz war genug geschlagen zum Bogenschnitzen und nur fürs Ausnehmen brauchte sie noch einen Freiwilligen. Und wer käme da besser dran, als Onyx? Auf dem Weg wurde sie immer wieder von der Seite angeschaut. Manche tuschelten, andere beschleunigten ein wenig die Schritte. Seit bekannt war, dass sie den Druiden angehörte und dazu noch die Gerüchte kamen, sie wäre eine Hexe und würde mit Suzuran in der Bognerei böse Hexerei betreiben, hatten sich die Gerüchte ein wenig hochgeschaukelt. Aber auch an der ein oder anderen Ecke wurde man freundlich begrüßt. Zum Beispiel auf der Krautfarm, wo man den Jägern ab und an half, die Blutfliegen und anderes Gezücht fernzuhalten. Dort stand auch schon Onyx, welcher sehr gemächlich seine Übungen vollführte und der aus näherer Entfernung schon recht fortgeschritten war in seiner Präzision. Schnellen Schrittes lief sie auf ihn zu.

    "Bewahre, großer Schützenmeister! Ich sehe, du übst fleißig. Wie gehts dir denn heute? Zeig doch mal, wie weit du mittlerweile bist. Die Jäger erzählen ja, du schaust ihnen viel zu und versuchst umzusetzen, was sie so treiben."

  10. View Forum Posts #50
    Provinzheldin Namora's Avatar
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    Jul 2011
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Früh war die junge Jägerin am gestrigen Tag auf ihrem Strohsack im großen Gebäude neben der Sumpflilie schlafen gegangen und dementsprechend früh war sie auch wieder aufgestanden. Seit mehreren Stunden schon versuchte Namora immer wieder ihre Magie zu wacken und schlafen zu legen, wärend sie nebenher andere Dinge erledigte. Doch diese Übung war nur von zweifelhaftem Erfolg gekrönt bis jetzt, was die Laune der Jägerin nicht wirklich steigerte. Wärend sie die Stege entlang spazierte und die anderen Menschen beobachtete, die auf den Stegen ihren Geschäften nachgingen konzentrierte sie sich ohne die Augen zu schließen auf ihre inneren Magiereserven. Vor wenigen Stunden war es ihr gelungen dies ohne die Augen zu schließen hinzubekommen, doch war es eine zeitaufwendige Prozedur gewesen und genau dieses Makel musste Namora noch ausmerzen, bevor sie sich wieder bei Cécilia melden konnte. Sie würde sich erst wieder bei ihr blicken lassen können, wenn sie es ohne Probleme hinbekommen würde ihre Magie zu erwecken und wieder schlafen zu legen oder in einen Ruhezustand zu bewegen, ohne dafür viel Zeit aufwenden zu müssen. Eine kleine Verbesserung gelang ihr mit jedem Mal, doch war es der jungen Frau noch lange nicht genug, was sie immer wieder dazu anspornte weiter zu machen.
    Seit sie wusste, dass es ein Geschenk der Natur war, was sie erhalten hatte begab sie sich gerne in die umliegenden Gebiete um ausgedehnte Spaziergänge zu machen. Hin und wieder ertappte sie sich auch dabei den Platz wiederzufinden an dem dies alles passiert war, doch schien er wie vom Erdboden verschluckt, was ihr Gänsehaut über den Rücken jagte. War die junge Jägerin also an einen ort geführt worden, der so garnicht existierte? Gedankenverloren strich sie mit ihrem Handrücken über das weiche Moos an einem der älteren Baumstämme, als sie wieder das leise Flüstern hörte, dass undeutlich, wie in einer fremden Sprache verfasst an ihr Ohr drang. Es schien von dem Baum zu kommen, den sie berührte und es weckte ihr Interesse. Bis jetzt hatte sie nur an dem großen, runenbeschriebenen Stein auf der unauffindbaren Lichtung und in der Nähe von Cécilia das Flüstern vernommen. Vor ein paar Tagen hätte es sie noch verschreckt, doch inzwischen wusste Namora, dass es nichts böses war, auf das sie hier aufmerksam gemacht wurde. Langsam umwanderte sie den großen Baumstamm und besah sich der alten, vom Moos überwucherten Rinde bis sie auf Vertiefungen in ihr stieß, die nicht von der Natur geformt worden waren sondern durch Menschenhand. Es war eine einzige Rune, die sie auch auf dem Stein ausgemacht hatte. Dieser Baum schien irgendetwas mit der Magie zu tun zu haben, was Namora an einem leichten Prickeln und dem Flüstern spürte, wenn sie sich auf ihn konzentrierte.
    Mit einer Hand berührte sie den Baum und mit der anderen versuchte sie ihre eigenen Magie zu konzentrieren, was zuerst an ihrer Hand am Baum sichtbar wurde, da sich ihre kleinen Äderchen grün färbten und leicht zu glühen begannen. Auch die größeren Adern veränderten ihre Farbe und es schien bis zu ihrem anderen Arm zu wandern. Ihr ganzer Körper begann zu prickeln und fühlte sich warm an. Das Rufen der Magie hatte um einiges schneller funktioniert, als bei ihren vorherigen Versuchen und sie schöpfte wieder etwas Hoffnung, dass sie es bald auch ohne Hilfe einer fremden Magiequelle schaffen würde sie in Sekundenbruchteilen zu rufen. Langsam ließ sie den großen Baumstamm los und konzentrierte sich weiter auf ihre eignen Kräfte, die sie versuchte in einen Ruhezustand zu legen, damit sie schneller darauf zugreifen konnte.
    Doch nachdem Namora es meinte geschafft zu haben, verschwand ihre Verbindung zur Magie wieder ganz und ihr Äußeres normalisierte sich wieder. Nur durch stärkeres Konzentrieren konnte sie wieder Kontakt zu ihr herstellen und sie verstand, dass die Magie in diesem altem Baum ihr eben geholfen hatte schneller auf die Reserven zugreifen zu können. Lächelnd strich sie erneut über die rauhe Fläche, in die die Rune geritzt war und begab sich zurück auf die Stege in Schwarzwasser, wo sie erneut auf ihrem kleinen Rundgang das Rufen und Schlafenlegen der Magie übte.

  11. View Forum Posts #51
    Veteran Onyx's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Onyx is offline

    Sumpfkrautplantage, Schießstand der Jäger

    Wieso lächelte sie so? Onyx irritierte das irgendwie. Sie lächelte ihn an wie so eine Hafenfrau in Vengard. Die lächelten auch und wollten dann Gold für Spaß. Aber Onyx war da nicht so dran interessiert. Er sah ja in den Tavernen wie spaßig diese Weiber waren und er konnte eben manch Humor der Weißen nicht nachvollziehen.
    Aber dann wollte sie doch kein Spaß - Glück für sie.

    "Onyx gut. Onyx freier Tag nutzen bei Jäger. Dann er bald erschießen Banditen und Held von Dorf! - Jäger gut, aber wenn Onyx gut wie Jäger, er besser. Onyx viel Ruhe und nicht denken und reden viel, wie Jäger. Onyx sehen was machen und besser machen. So einfach. Was mittlere Distanz?", fragte Onyx, bevor Vareesa auf eine markierte Fläche in etwas Entfernung zeigte. Dort schossen sie auch, doch Onyx hatte bis dato es noch nie dort versucht.
    Es waren gut 30 Meter, wenn dann eher 40. Eine Distanz die die Jäger insbesondere gut beherrschten, denn im Sumpf und in den Wäldern war dies durchaus eher die maximale Distanz. Onyx hatte sie da belauscht und sie schienen sich über die Fremdlinge lustig zu machen die mit Geschichten daher kamen, die von einer Jagd im Wald erzählten und wie sie flüchtende Wildschweine erschossen oder dergleichen. Onyx wars gleich. Er hatte noch nicht solch Erfahrungen gemacht.

    So wie auch auf so weite Distanz. Er hatte zwar schon aus gut 20 Metern es versucht, aber doppelt so viel? Nein. Die erste Feststellung war natürlich dass das Ziel doch kleiner geworden war und eigentlich doch nicht. Die Zielscheibe blieb gleich groß, doch sie wirkte kleiner. Onyx fand das manchmal verwirrend, aber machte sich dann auch keinen kopf darum. Was der Onyx nicht verstand, musste er nicht verstehen und verkrampft nach Antworten suchen. Er akzeptierte es eher so wie es war und machte das Beste daraus. Eine Lehre die andere ruhig mal befolgen sollten.

    Da stand er nun, holte einen Pfeil hervor und legte diesen geübt auf. Onyx Augen fixierten das Ziel, wie ein Raubvogel, nahmen Maß und dann hebte sich der Körper und ebenso der Bogen. Nicht schnell, aber auch nicht langsam zog Onyx fließend den Pfeil mit der Sehen zu sich, wollte gerade loslassen, als er dann korrigierte. Leicht nach oben ging der Bogen noch, bevor Onyx die Luft anhielt. Dies hatte er sich auch abgeguckt und den Pfeil losließ.

    Der Pfeil jagte durch die Luft, kurz sah man wie der Pfeil in der Luft hin und her schwang, bevor er sein Ziel fand. Kein meisterlicher Schuss. Viel eher ein Treffer knapp am Rand, aber eben ein Treffer irgendwie.

    "Onyx nicht gut gezielt. Wie gut zielen, Vareesa? Sagen wie mach? Und was in Beutel da hat für Tier?", fragte der Dunkelhäutige und versuhcte sich zu merken wie er den Bogen auf die Distanz halten musste. Dabei zog er die Sehen ohne Pfeil an und hielt den Bogen prüfend.

  12. View Forum Posts #52
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    Vareesa is offline
    Sie hatte den Schuss beobachtet und scheinbar hatte er Problem, die Reichweite nicht richtig einschätzen zu können. Zumindest sagte das sein etwas verwirrter Blick aus. Glaubte sie. Der schwarze Riese war eben doch sehr einfach gestrickt, wie sie die letzten Tage immer wieder feststellen durfte. Aber andererseits war er auch ganz nett, wenn man sich an ihn gewöhnt hatte. Eben wie ein großer, brummiger Hund, der nur schlafen, essen und seine Ruhe haben wollte. Naja, und der eben ab und zu Leute würgte. Aber das waren nur unwichtige Details. Er war nett, das war die Hauptsache!

    "Du musst höher zielen. Also sagen wir, du willst den roten Punkt erschießen. Dann zielst du aber ein Stück obendran. Siehs dir am besten an."
    sie zückte ihren Bogen und legte einen Pfeil an. Danach zielte sie erst auf den roten Punkt und als Onyx ihr gebückt über die Schulter schaute, verlagerte sie alles etwas nach oben. Noch ein wenig Nachzug, bei dem sie ihren Schüler leicht an der Nase stupste... Tief durchatmen... Schuss! Peitschend schleuderte die Sehne den Pfeil heulend nach vorne, nur damit dieser wenige Sekunden später seinen Weg ins rot bemalte Holz fraß. Zwar nicht punktgenau, aber der mittlere Punkt war erwischt. Vareesa nahm den Bogen runter und schaute ihren Schüler an, der ein großes Auge machte.

    "Das ist ganz einfach. Wenn du etwas durch die Luft wirfst, fällt das ja auch irgendwann runter. Und je weiter du es wirfst, desto höher musst du es werfen. Sonst fällt es ja auf halbem Weg herunter. Das heißt, wenn du höher zielst, fällt der Pfeil auch nicht vorher runter. Und du musst dir Zeit beim Zielen nehmen. Nicht zuviel, aber nicht zu wenig. So, wie es dir genau passt, damit du dir sicher bist."
    sie hing sich den Bogen um die Schulter und griff den Beutel an ihrem Gürtel. "Sind nur ein paar Sumpfratten und ein größtenteils zerlegter Jung-Scavanger der sich verirrte. Du darfst mir nachher helfen, die Viecher auszunehmen. Kannst dir dann auch eine Keule mitnehmen."

  13. View Forum Posts #53
    Waldläufer Wolvn's Avatar
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    Wolvn is offline
    Wie Feroy gesagt hatte wateten sie durch den matschigen Boden. Der Langhaarige vorraus, dann Leo und Wolvn zum Schluss. Erst gegen Mittag waren sie in diese sumpfigen Gefilde gekommen. Davor hatte sich das Unterholz verdichtet. Die Zwei Folgenden vertrauten im Prinzip blind dem Vorrausgehenden.
    Feroy hatte eine Melodie angestimmt. Seine schon kratzige Stimme ertönte durch den Sumpf.

    "Dort in dem dunk'len Stollen,
    Das Licht vorm Orte flieht,
    Keiner möcht es wollen,
    Wenn jemand das dort sieht."

    Ein recht merkwürdiger Text und anscheinend selbst gedichtet. Aber als die Strophe gesungen wurde, kam nur noch Melodie. Lala lala lalala Lala lala lala Irgendwie drang es in Wolvns Koopf ein und beanspruchte einen Platz.
    Leo bohrte mit dem Finger in seinem Ohr. Ihm schien das nicht Recht zu gefallen. Oder ihm war einfach nur langweilig.

    "Weiße dünne Beine
    Dort unten an dem Ort
    Ich zieh jetzt schnellstens Leine
    Mach mich von drunten fort."

    Es schien wie eine Ewigkeit. Das Lied trug nicht gerade zu ihrer Motivation bei und es war schief gesungen. Nach weiteren Momenten des Singens rief Leo:"Hör doch mal auf und sag uns wo wir sind."
    Die schmerzlich eingängliche Melodie stoppte und Feroy drehte sich um.
    "Banause. Aber nun gut. Da vorn in etwa. Da ist unser Ziel."
    "DORT VORN?!?!?" Leo schnauzte ihn an. Unter den Wipfeln der Bäume wurde es dunkler. Anscheinend brach die Dämmerung herrin. Aber es konnte auch ein Gewitter sein. Von hier unten sah man das schlecht.
    "Ja da mein lieber Leo. Siehst du den Wipfel nicht?" Er deutete nach oben.
    Wolvn reckte seinen Hals und sah durch ein Loch in die angegebene Richtung. Zuerts nahm er nur Grün war, zusammen mit dem Grau des Himmels. Doch dann bemerkte er einen Unterschied zwischen den nahen Wipfeln und einem Gebilde weiter weg. Es sah aus wie eine Baumkrone, doch nur viel weiter entfernt. Doch bei der Größe, die es auch auf die Distanz aufweiste ...
    "Das ist Tooshoo, der große Baum. Darum liegt Schwarzwasser. Nur noch ein paar hundert Fuß und wir können uns gemütlich niederlassen."
    "Wenn du eine Taverne kennst.", meinte Leo missmutig.
    "Aber natürlich Kater. Die Sumpflilie. Eine Schenke feinster Art ... nunja - für deine Verhältnisse."
    "Hey ..." "Ruhe ihr Beiden.", Wolvn fing an zu lachen. Die Auseinandersetzungen zwischen den Beiden prägte den Tag immer wieder. "Lasst uns einfach dort hingehen, Leo kriegt was zu Essen und Feroy was zu sehen."
    "Und Wolvn ...?", fragte der Langhaarige blinzelnd.
    "Ein Bier, ein Mahl und Sumpfkraut.", Der Bergmann grinste schief und schritt vorran.

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    Waldläufer Wolvn's Avatar
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    Wolvn is offline
    Da waren sie nun: Schwarzwasser. Die Stege hatten sie irgendwo im Sumpf erreicht. Diese führten sie direkt in den Ort. Dieser passte perfekt in diese Umgebung. Überall war die Natur gegenwärtig. Unter ihnen lag der matschige Boden und über ihnen das Blattwerk.
    Als Feroy sie recht zielstrebig zu einem Gebäude führte, kamen sie zu einem Blick auf diesen gewaltigen Baum, der seine Äste weit in den dämmrigen Himmel reckte. Er sah merkwürdig aus, musste Wolvn feststellen. Mit kritischem Blick fuhr er an der Rinde entlang. Diese schiere Größe der Rindenfläche war schon unglaublich. Von irgendwo kamen ein Schwarm Vögel und ließen sich oben hinab. Nun thronten sie über jedem hier im Wald. Ob der Baum auch auf der Höhe des Schlundes lag? Stimmen rissen ihn aus den Gedanken.
    "Ich präsentiere: Die Sumpflilie!"
    "Ah ... endlich. Maus - du hast uns gut geführt."
    Leo stieß die Tür auf und trat in die Taverne. Wolvn holte auf und bekam mit wie Feroy eintrat und zu einer rief: "Mama Hooqua. Immer noch so schön wie immer."
    Wolvn schaute überrascht, lokalisierte Leo und folgte ihm, während der Langhaarige zu einer Frau ging und dabei gestikulierte. Die beiden Bergmänner setzten sich an einen Vierertisch. Leo rekelte sich auf seinen stuhl und ließ sein Gepäck fallen. "Haaaach ... endlich wieder Luf."
    Wolvn sah sich um als er sich hinsetzte. Der Raum war gut gefüllt und der Geruch von Bier und Sumpfkraut herrschte vor. Kein übles Aroma, was die Stängel hier absonderten. Dann kam auch Feroy mit drei Humpen in der Hand und gesellte sich hinzu.
    "Mit besten Empfehlungen von Mama Hooqua."
    "Die Schachtel da drüben?" Leo schnappte sein Gefäß.
    "Ja, diese Dame dort. Die Inhaberin und eine wahrlich gastfreundliche. Ich habe letztes Jahr eine gute Zeit hier verbracht."
    "Na dann ... auf unsere Ankunft. Lasst es uns genießen Jungs.", Wolvn hob sein Bier und seine Kumpel riefen nur:"Zum Wohl."
    Das Bier rann genüßlich seine Kehle hinunter. Etwas anderes als in Setarrif, doch nicht unbedingt schlechter. Nun schaute sich jeder seine Umgebung an. Leo kramte in seiner Tasche, Feroy hatte seinen braunen Stängel in der Hand und Wolvn seinen Krug.

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    Ritter Idun's Avatar
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    Idun is offline

    In der Nähe des Orkwaldes

    Nach Schwarzwasser zurückzukehren war ausgeschlossen. Zum Einen wäre es eine Schande gewesen die Reise abzubrechen, bevor sie richtig begonnen hatte und zum Anderen würden die Druiden Idun vielleicht helfen können, jedoch konnte das auch nicht des Rätsels Lösung sein. Stattdessen führte ihn sein Weg nach Norden, genauer gesagt nach Nordosten, denn er hatte nicht unbedingt das Bedürfnis auf Orks zu stoßen, in Richtung der Silberseeburg, der einzigen größeren Siedlung, dessen ungefähre Lage er genauer kannte.
    Selbstredend hatte er auch schon von Thorniara und Setarrif und anderen großen Städten gehört, aber wie genau man dahingelangte, das vermochte er nicht zu sagen. So blieb er zumindest auf der sicheren Seite und irgendein Anhaltspunkt würde sich auch dort finden. Inständig hoffte er, dass sich seit seinem letzten Besuch nicht viel verändert hatte, jedenfalls hatte er nichts davon gehört, doch sicher sein, konnte er sich trotzdem nicht.
    Während er seinen Weg fortsetzte, wacker der kälter werdenden Witterung trotzend, veränderte sich die Landschaft um ihn herum. Allmählich wurde aus dem Sumpf ein Wald, die Vegetation dichter und belaubter, der Boden trockener und auch die nervtötenden Insekten belästigten den Wanderer immer weniger. Iduns bohrendes Gefühl im Magen konnte das dennoch nicht lösen.
    Zwar war er von früh morgens unterwegs auf ausgedehnten Jagden und stellte an aussichtsreichen Orten Fallen auf, doch blieb sein Erfolg übersichtlich, vielleicht gab es in dieser Region auch einfach nicht genügend Wildtiere. Es war, als ob ihm irgendjemand das Glück einer erfolgreichen Jagd und einen damit verbundenen vollen Magen missgönnte.
    Wie lange er diesen Zustand noch so aushielt, konnte er nicht mit Bestimmtheit sagen, aber er hoffte, dass ihn bis zum Silbersee irgendetwas Nahrhaftes in die Falle lief und wenn er dort anfangen musste zu fischen.

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    Provinzheldin Namora's Avatar
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Langsam legte sich Dunkelheit über Schwarzwasser und die junge Jägerin hatte ihre erste Runde beendet, in der sie die Fackeln an den Stegen entzündet oder ausgewechselt hatte. Mit der herantretenden Nacht kam auch ein recht frischer Wind auf, mit dem vertrauten, leicht modrigen Geruch des Sumpfes, den Namora allerdings schon seit längerem nichtmehr wirklich warnahm. Sie hatte sich an den etwas strengeren Geruch gewöhnt und für sie war es eine frische, doch etwas kühle Briese, die sie des öfteren dazu brauchte, sich an der Fackel die Hände zu wärmen. Es freute die Jägerin, dass nun etwas Zeit war einen wärmenden Tee oder heißen Met zu sich zu nehmen, was ihre Schritte schließlich in Richtung der Sumpflilie lenkte, in der sie sich sicherlich ein paar Minuten der Ruhe gönnen konnte, bis ihre nächste Runde über die Stege anstand. Des öfteren war es schon vorgekommen, dass Fremde oder auch Bewohner des Sumpfes sich eine Fackel aus den Halterungen nahmen, da sie eine Wanderung in den Wald vorhatten oder einfach nur, weil sie aus für Namora unerfindlichen Gründen grade eine brauchten, die dann meistens unterhalb der Stege im Sumpf landete und damit erlosch.
    Recht zielsicher steuerte sie nun das große, zu fast jeder Uhrzeit belebte Gebäude an, vor dessen Tür ein paar müde Arbeiter standen und sich unterhielten.
    Unbeachtet der nach Sumpfkraut riechenden Männer, deren Hosen mit Matsch bedeckt waren, was ein deutliches Anzeichen ihrer Tätigkeit auf den Sumpfkrautplantagen war, trag Namora durch die große, schwere Holztür ein und suchte sich einen ruhigen Platz, da ihr Stammplatz von drei recht wild aussehenden Männern besetzt war, die sich unterhielten.
    Die Bedienung brachte Namora einen heißen Met, der mit ein paar Kräutern gewürzt worden war und einen angenehmen Duft verbreitete. Mit beiden Händen nahm sie den tonfarbenen Humpen auf und rieb ihn zwischen den sich langsam aufwärmenden Händen bevor ein erster, wohltuender Schluck ihre Kehle hinabglitt und den süßlichen Geschmack nach Honig hinterließ, den sie seit ihrem Treffen mit Cécilia zu schätzen gelernt hatte. Auch kam es ihr sehr zu Gute, dass sie keine Kopfschmerzen von dem köstlichen Getränk bekam und er gerade zu diesen kühlen Abendstunden auch eine Erwärmung ihres Gemüts bedeutete, dass durch die vielen Übungen mit der Magie stark gelitten hatte. Den ganzen Tag über hatte sie weiterhin versucht ihre Magie ohne große Anstrengung hervorzurufen, was ihr zwar gelang, jedoch nicht schnell genug. Immernoch war ein großes Stück Konzentration nötig um diese kontrolliert wecken zu können. Als sie sich gerade wieder auf ihre Übungen konzentrieren wollte, würde sie jedoch abgelenkt durch eine tiefe, rauhe Stimme hinter ihr die nicht gerade einfühlsam versuchte Namoras Aufmerksamkeit zu gewinnen.
    Etwas genervt, jedoch neugierig blickte die junge Jägerin über die Schulter und erblickte die drei Männer, die ihren Stammplatz besetzt hielten und nun zu ihr sahen. Der Besitzer, der Stimme, ein recht breit gebauter Mann mit kurzen Haaren, der aussah, als wäre seine Lieblingsbeschäftigung Tieren mit der bloßen Hand das Fell über die Ohren zu ziehen, bat die Jägerin sich doch zu ihnen zu setzen. Bei ihm saßen noch ein Mann mit langen, bräunlichen Haaren und einem Sumpfkrautstengel in der Hand, der die anderen Beiden von der Größe her überragte und ein junger Mann, der nicht viel älter war als Namora, mit rötlich braunen Haaren und einem ebenso farbenfrohen Bart, der schwarz wie auch rötliche Stränen aufwieß.
    Die Männer schienen nicht aus Schwarzwasser zu kommen und kurze Zeit zögerte Namora, bis sie sich ihren eigenen Vorsatz wieder ins Gedächnis rief, nichtmehr so scheu zu sein. Langsam erhob sie sich von ihrem Stuhl und ging mit dem halbleeren Met-Krug in der Hand zu den Fremden, wo sie sich nahe ihres kleinen Fensters niederließ. Die Männer sahen verwegen aus und schienen harte Arbeit gewöhnt zu sein, doch wie Bandieten kamen sie der Jägerin nicht vor.
    Ihr seid nicht von hier. stellte sie trocken fest und betrachtete die Männer einen nach dem anderen. Was führt euch an diesen abgelegenen Ort? fragte sie und nippte an ihrem Met, der neben dem guten geschmack auch einwenig die Scheu nahm und die Zunge etwas lockerte.

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    Veteran Onyx's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Onyx is offline

    Sumpfkrautplantage

    Die Sonne ging unter und das Essen wurde verteilt. Onyx aß hier eigentlich lieber. Hier kochte die Edda und die war dunkelhäutig wie er. Sie mochte zwar wie die Weißen reden, aber mit Onyx verstand sie sich auch, aufgrund gemeinsamer Zeit von einst. Und sie verstand es auch zu kochen. Meist gab es ja Fisch, aber manches wurde hier dann auch direkt durch Erjagtes spontan erkocht. Onyx hatte eine Scavengerkeule für den großen, fleischigen Eintopf beigesteuert und bekäme genauso was wie die Jäger und die Sumpfkrautdreher und -ernter.
    Ein fairer Deal und hier war es auch mal anders. Noch ruhiger mochte man meinen. Onyx selbst wartete nicht nur auf die Mahlzeit, nein, er musste auch was gegen die verhärteten Muskeln an seinem Körper tun.
    Er hatte Vareesa nicht nur geholfen ihre Beute auseinander zu nehmen. Nein, er hatte noch einige Stunden damit verbracht Pfeile zu schießen. So wie Vareesa verlangt hatte. Der Erfolg war in Ordnung und morgen schon könnte er vielversprechend werden. Onyx lernte dazu und sah sich nun einmal sehr viel von anderen ab. Als ruhiger, gar stoischer Mensch war man mehr Beobachter.
    Nach einer Weile wurde dann der fleischige Eintopf verteilt. Da war viel drin. Ob Scavenger, ob Blutfliege, ob Waran, Snapper oder sonst was - Hauptsache schön fleischig, deftig gewürzt, etwas Gemüse hier und da und schön warm.
    Als Onyx gegessen hatte, bemerkte er Edda die auch wie er etwas am Rand saß. Sie war keine Schönheit mehr. Leichte graue Strähnen hatte sie im Haar und die Armut im khornischen Hafenviertel hatte sie gezeichnet.

    "Edda gut gekocht.", lobte Onyx und nickte ihr zu. Sie nickte dankend zurück.
    "Du schon gekocht in Khorinis gut. Du gute Seele. Wieso weg von Khorinis?", fragte er dann.
    "Weil es immer schlimmer wurde. Die Menschen wurden hässlicher zueinander. Selbst im Hafenviertel. Früher hielten wir dort zusammen, aber nach den Orks wurde es immer schlimmer. Ich folgte Carl, bevor es zu spät wurde. Aber Setarrif war nicht so meins. - Und du? Ich sah dich nach eurer Ankunft nicht mehr so oft und hörte nur wie sie dich einkerkerten und in die Barriere warfen. Wo steckt dein Bruder Anjun? Und sein weißer Freund im Lendenschurz?", fragte sie. Onyx überlegte.
    "Du meinen Onkel Conan? Hmm..." - Onyx schüttelte den Kopf - "...Onyx sie nicht gesehen, seit Gefängnis zweites Mal in Khorinis. Boss Nas damals gesagt er aufgebrochen mit irren Conan, weil suchen Geheimnis von Stahl. Als Onyx raus aus Kerker suchen in Myrtana Anjun, aber Anjun Spur verlieren in Silden. Du je gesehen Anjun wieder?", fragte Onyx. Edda überlegte und nickte leicht.

    "Nur als er mit diesem Barbaren aufbrach. Aber dieses Stahlzeugs wollte der Halbnackte nur. Anjun wollte seinen Bruder suchen. So recht habe ich Anjun dann aber nicht verstanden. Du warst doch im Kerker zu der Zeit?", fragte die Köchin.
    "Du mich verwirren. Nein, Anjun mich verwirren. Wenn Onyx in Kerker, Anjun suchen Bruder? Anjun wohl balabala wie Onkel Conan geworden. - Aber Onyx gerne sehen Anjun wieder. Immer gut zu Onyx als klein und beschützen.", meinte der Riese und versank in Erinnerungen, die nichts mehr als undeutliche Bilder waren. Onyx hatte schon damals durch die Folter vor der Barriere viel einstecken müssen. Er hatte einfach vergessen, weil anderes so war wie es war.

    "Man sieht sich im Leben immer zwei Mal, Onyx. Du wirst deinen Bruder schon sehen. So wie wir uns. Ich weiß noch als ich euch zwei durchfütterte, als ihr als blinde Passagiere vom Schiff geprügelt wurdet. Undankbar wart ihr, als ihr meine Innosstatuette dann geklaut habt. Aber ich hab euch verziehen, als ihr diesem Milizsoldaten der meinen Mann verprügelte den Schädel eingeschlagen habt. Wie die Zeit vergeht. Wär ich doch nochmal jung.", klagte die Edda. Onyx nickte einfach.
    "Wo dein Mann, Edda?", fragte Onyx nach.
    "Lang nicht mehr am Leben. Innos beschütze seine Seele. Wurde von Canthar diesem Schwein verraten und dann sagten mir die Milizsoldaten, er hätte sich zu Tode gehungert. Aber das glaube ich nicht...", meinte sie verbittert.
    "Wir nie leicht haben, aber deswegen auch zusammen halten. Wenn du jünger, Onyx dich heiraten. Aber du jetzt zu alt. Aber dich kann beschützen, wenn Ärger.", meinte Onyx auf seine direkte Art.
    "Ich zu alt? Ohhh, Onyx. Du bist mir einer. Aber ja, pass ruhig auf die alte Edda auf.", sprach sie und lauschte nun wie Onyx der Laute eines Sumpfkrautdrehers zu. Er konnte gut spielen und singen.
    Last edited by Onyx; 22.09.2011 at 20:39.

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    Waldläufer Wolvn's Avatar
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    Wolvn is offline
    Leo hatte nach einer Frau gerufen. Was er sich dabei nun dachte war ihm überlassen. Wolvn schaut nur über den Krugrand erst zu seinem Kumpel und dann zu der Angesprochenen. Sie sah nicht schlecht aus. Ihre dünne Figur wollte nicht so recht in die Taverne passen. Ihre langen dunkelbraunen Haare betonten das Gesicht. Dem ehemaligen Thorianer kam es komisch vor, das sie fast bereitwillig dem Ruf gefolgt war.
    "Hallo Süße." sagte Leo lesie, als sie sich setzte. Auch Feroy schien sie zu mustern. Der Krautstängel im Mundwinkel wippte auf und ab. Leise erklang dieses Lied: "Dort in dem dunk'len Stollen ... Das Licht vorm Orte flieht ..."
    "Halts Maul.", schnauzte der Bullige, nachdem die Frau sie etwas gefragt hatte. Eine Pranke langte quer über den Tisch und verfehlte die Haare nur knapp. Ein Kichern ertönte, was in einem Gelächter vom Nachbartisch unterging.
    Wolvn verdrehte die Augen und stellte sein Bier ab. Er wandte sich an die erschocken blickende Frau an ihrem Tisch und antworetete:"Wir sind eben angekommen. Kommen aus einer Mine im Gebirge. Würde mich zwar wundern, wenn man sie hier kennt, aber ich weiß nicht wirklich WIe bekannt sie ist.", ein Blick zu den Kameraden - der eine blickte argwöhnisch, der andere schippisch "Wir wollen hier nur eine Taverne besuchen, uns ein bischen umsehen und vielleicht auch was abstauben. Aber nun die namen: Heyho ich bin Wolvn ... der Kräftige dort ist Leo und der attraktive hier ist Feroy."
    Beim letzten schlug Wolvn dem Langen auf den Rücken und Leo lachte dreckig.. Dann sagte er selbst: "Und dein Name ist?"
    "Edle Dame.", setzte Feroy nach, dabei hatte er wieder einen übertrieben hochnäsigen Geischtausdruck aufgelegt. Dieser Kerl war immer gleich: Schräg, unkonventionell und manchmal irre. Trotzdem arbeitet er in einer Mine. Wolvn hatte schon lange aufgehört sich zu fragen wieso.

  19. View Forum Posts #59
    Provinzheldin Namora's Avatar
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    In der Dunkelheit der Wildnis
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    Namora is offline
    Na dies war ja eine lustige Gruppe. Männer wie sie unterschiedlicher im Gemüt nicht sein konnten, doch scheinbar der gleichen Tätigkeit nachgingen und nun weitab der Berge in eienr Taverne mitten im Sumpf etwas Abwechslung zu suchen schienen. Mit ausdruckslosen gesichtszügen musterte die junge Frau nochmal jeden, der soeben vorgestellten Männer. Leo, wie er vorgestellt wurde und dem die Stimme gehörte, die Namora an den Tisch gebeten hatte lächelte verschmitzt und schien ein äußerst zweideutiger Mensch zu sein, bei alles was er sagte. Feroy, der mit wohlgewählten Worten um sich warf wie ein Wildschwein, dass Dreck aufwirbelte schien ein Schönling zu sein, der einem Beruf nachging, den Namora nach seinem äußeren zu schließen nicht von ihm erwartet hatte. Die einzige Person, die die junge Jägerin nicht wirklich einschätzen konnte war der Mann in der Mitte der Gruppe, der sich als Wolvn vorgestellt hatte. Er legte eine ruhige Art an den Tag, was man von seinen Kollegen nicht erwarten konnte, auch wenn er bis jetzt am meisten gesagt hatte, waren es doch die wohlgewältesten.
    Mein Name ist Namora. Ich bin einfache Jägerin und ganz sicher keine edle Dame. sagte die junge Frau schließlich und ein amüsiertes Lächeln huschte über ihr Gesicht.
    Ich bin in der Wildnis um das Gebirge herum aufgewachsen, aber in der Nähe der Minen war ich nie. fuhr sie fort und bei dem Gedanken an ihre Vergangenheit blitze kurz eine gewisse Wildheit über ihr Anglitz. Lange hatte sie nichtmehr unter freiem Himmel übernachtet und eine gewisse Wehmut ergriff sie. Namora nahm sich fest vor in naher Zukunft wieder etwas Zeit in der Wildnis zu verbringen, damit ihre Reflexe nicht nachließen und ihre Fähigkeiten als Jäger nicht vergingen. Ein weiterer Schluck aus ihrem Met-Humpen leerte ihn und sie bestellte sich bei der auftauchenden Bedienung einen weiteren Krug. Ihr fiel erstaunlicherweise auf, dass sie trotz der Anwesenheit der Fremden keineswegs Nervös zu sein schien. Vielleicht war es der Met, der seine Wirkung tat, oder vielleicht auch die einfache Tatsache, dass sie sich langsam an die Anwesenheit von anderen Menschen gewöhnte. Allerdings ist es mir ein Rätsel, was Männer des Berges in einem Sumpf "abstauben" möchten? neugierig sah sie diesmal Wolven an, da dieser der einzige in der Gruppe zu sein schien, der einen vernünftigen Satz zustande bringen konnte ohne ihn mit aufwändigen Wörtern oder mit Beleidigungen zu spicken.

  20. View Forum Posts #60
    Waldläufer Wolvn's Avatar
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    Wolvn is offline
    Wolvn stupste Leo an und zeigte auf die Krüge. Der nickte und schnappte sich die drei Gefäße, woraufhin er dann gen Tresen verschwand. Wolvn schnallte seinen Quergurt ab und stellte das Schwert an einem Tischbein ab. Dann kreiste er die Schultern und wollte gerade zur Antwort ansetzten, als Feroy dazwischen kam.
    "Abstauben wäre das falsche Wort ... Pflücken schon eher. Oder ernten. Sammeln. Kräuter. Das ist unser Ziel."
    Wolvns Augenbraue huschte nach oben, als er entgegnete:"DEIN Ziel. Ich will mich nicht mit deinem Zeug zudröhnen. Ich weiß noch von letztem Jahr. Das mach ich nicht nochmal mit."
    "Aber das war doch eine Mischung aus dem wildenNorden des Sumpfes. Außerdem war es nicht so schlecht."
    "Wo du keine Miene verzogen hast ... ähm." Der Bergmann schaute wieder zu Namora. Das Thema rutschte gerade in Sachen, die vielleicht mit mehr Vorsicht zu bereden war, auch wenn weder der Chef noch andere Wächter hier waren. An Namora gerichtet sagte er: "Man weiß nie was man auf seinen Reisen findet. Aber das bringt mich auf eine Frage. Kennst du dich hier aus? Gibt es interessante Orte für uns? Kennst du dich gut aus mit der heimischen Tierwelt?"
    Ihm war es spontan eingefallen. Er brauchte noch eine Scheide für seine Klinge. Es war aus Meteoritenstahl. Es war etwas Besonderes, fand er. Wieso also nicht weitermachen und auch weitere Teile aus exotischen Materialien fertigen lassen. Eine nette Idee, wie er fand.
    Feroy schaute erst zu Wolvn und dann zu Namora, grinste und sagte leise:"Schon wieder einen Plan Wolfie ... den musst du mir mitteilen."
    Dabei reichte er Wolvn einen in braune Blätter gehüllten Krautstängel, was er annahm. Als er ihn ansteckte sah er sich um und dachte sich: Wo bleibt denn Leo?

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