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Chip
12.11.2005, 16:36
Beliars General

Prolog:

Raven kniete am Altar im Inneren des Adanos Tempels in Jharkendar. Es war kein Normales Gebet, sondern eines zum Gott der Finsternis Beliar!
Als er noch ein Erzbaron in der Minenkolonie war, wäre es ihm sicher nie in den Sinn gekommen zu Beliar zu beten. Doch sein Leben hatte sich in den letzten Wochen ganz schön verändert. Kurz bevor die Barriere verschwunden ist wurde sein Chef und Freund Gomez von diesem komischen Namenlosen Kerl mit einem Magischen Schwert getötet. So ein ähnliches Schwert lag jetzt vor ihm auf dem Altar: Die Klaue Beliars!
Er selbst konnte den Kampf gegen den Namenlosen Kerl überleben, wenn auch nur sehr knapp. Für jeden anderen Menschen würde sich das sicher verrückt anhören, doch sein Leben wurde von Beliar gerettet! Allerdings musste er dem dunklen Gott dafür seine Seele überlassen. Doch Beliar hatte ihm nicht einfach nur das Leben gerettet, er hatte ihm einen Heiligen Auftrag übertragen! Beliars Armeen sollten sich unter seiner Führung vereinigen und das gesamte Königreich erobern. Zuvor sollte er allerdings noch ein mächtiges Artefakt bergen, welches in eben diesem Adanostempel verborgen war. Der Tempel selbst befand sich in einem alten Tal im Norden von Khorinis und vermutlich wussten außer ihm und seinen Männern nur noch die Piraten davon mit denen sie hier her gekommen waren.
Ravens Männer waren allesamt überlebende aus dem Alten Lager die sich ihm auf der Flucht angeschlossen hatten. Und sie würden außer ihm wohl die einzigen Menschen bleiben, welche Beliar verschonen würde!
Ravens Gebet war vorbei und er erhob sich. Mit seinem Gebet hatte er „die Klaue Beliars“ für ihn nutzbar gemacht. Jeder andere der versuchen würde die Klaue einzusetzen würde von Beliar persönlich getötet werden!
Raven legte die Klaue an, sie lag gut in der Hand. Er hatte aus ihr ein Mächtiges Zweihandschwert gemacht.
Plötzlich hörte er Schritte und drehte sich um, er konnte nicht glauben was er da sah. Er war der Namenlose Kerl der Gomez getötet hatte und er trug die Rüstung seiner Garde!
„Du hast es also geschafft hier hinein zu kommen!“ sagte Raven. „Mein Meister hatte mich davor gewarnt das Innos seine Schergen schicken würde.“
„Du hast deine Seele an Beliar verkauft!“ sagte der Namenlose.
„Zu einem guten Preis!“ antwortete Raven. „Als General werde ich seine Armeen befehligen! Und was ist mit dir? Weißt du wie viel deine Seele wert ist?“
„Ich mache nur das was getan werden muss!“ sagte der Namenlose.
„In diesem Fall wirst du nicht mal ein würdiger Gegner für mich sein!“
„Mir reicht es jetzt!“ sagte der Namenlose. „Lass uns Anfangen!“
„Wie du willst!“ antwortete Raven. „Ich werde dir einen schnellen Tod schenken!“
Der Namenlose zog sein Schwert und rannte auf Raven zu, doch dieser konnte seinen Angriffen mühelos ausweichen. Die Klaue erwies sich beim Kampf als seht effektiv! Sie war nämlich mehr als ein Schwert. In ihr befand sich die Macht Beliars!
Der Namenlose hatte keine Chance und kurze Zeit später lag er tot zu Ravens Füssen!
„Einen erbärmlich Diner schickst du mir Innos!“ sagte Raven noch bevor er den Tempel verlies. Er würde sich bald mit seinen Männern ins Minental begeben um die Burg von den Paladinen zu säubern und danach wäre Khorinis an der Reihe!

Chip
14.11.2005, 17:12
Kapitel 1: Die Torheit der Gardisten

Als Raven den Vorplatz des Tempels im Banditenlager betrat sprach er gleich die Torwache des Tempels an.
„Da war so ein Kerl der mich töten wollte!“ sagte Raven. „Wieso hast du ihn in den Tempel gelassen?“
„Was hätte ich denn tun sollen Boss, der Kerl hat Franco, Esteban und Bloodwyn umgebracht!“ sagte die Wache mit einer Tiefen Angst in den Augen.
„Du kanntest den Befehl, niemand außer mir und Bloodwyn darf in den Tempel!“ Man konnte Ravens Wut deutlich spüren.
„Aber Boss …“ Weiter kam die Wache nicht. Raven enthauptete sie mit der Klaue und ging weiter.
„Der Kerl hat Bloodwyn getötet!“ dachte Raven. „So eine Scheiße!“

Thorus stand bei Snaf in der Kneipe als plötzlich Logan hereinkam. Dieser wirkte sehr aufgeregt.
„Was ist los Logan?“ fragte Snaf.
„Raven! Der dreht durch!“ sagte Logen Außeratem. „Hat die Wache seines Tempels enthauptet, weil sie diesen Typ Reingelassen hat wo Esteban umgelegt hat! Und als einer der anderen Gardisten ihn beruhigen wollte hat er diesen auch umgelegt!“
„Verdammt!“ sagte Snaf. „Raven war ja schon immer gefährlich aber das er so weit geht.“
„Jetzt wo Bloodwyn tot ist bin ich der zweitwichtigste Mann hier!“ dachte Thorus. „Das könnte von Vorteil für mich sein!“
„Leute ich geh dann mal wir sehn uns.“ sagte Thorus und verlies die Kneipe.
„Machs gut.“ rief ihn noch Snaf hinterher.

„Was denkt sich dieser Gardist dabei mich beruhigen zu wollen!“ dachte Raven. Zu seinen Füssen lag ein zweiter toter Gardist, nur hatte er diesen nicht enthauptet. „Das hat er nun davon!“
Er wollte gerade zurück in den Tempel gehen, als er plötzlich Thorus Stimme vernahm.
„Boss ich muss mit dir Sprechen!“ sagte Thorus.
„Was willst du?“ fragte Raven leicht gereizt.
„Wie geht es jetzt weiter wo Bloodwyn tot ist? Wer übernimmt seinen Job?“ fragte Thorus mit einer leichten Gier in der Stimmen.
„Hast wohl Interesse an seinem Job!“ antwortete Raven mit einem leichten Grinsen. Er hatte Thorus Stimme richtig gedeutet. „Aber wieso eigentlich nicht, du bist immerhin noch der fähigste hier! Komm um Mitternacht in den Tempel, dann werde ich dich in meine Pläne einweihen!“
„Jawohl Boss!“ sagte Thorus und drehte sich um. Auch wenn er Bloodwyn nie gemocht hatte, sein Tot war wenigstens nützlich für ihn gewesen.
„Du wirst mir noch nützlich sein!“ dachte Raven, während er zusah wie Thorus wieder verschwand. „Aber was noch wichtiger ist, du wirst bald ebenfalls Beliar dienen!“
Raven betrat wieder und Tempel und machte sich auf den Weg in den Altarraum. Er musste noch einiges für die "Zeremonie" vorbereiten!

Chip
15.11.2005, 21:36
Kapitel 2: Hochmut kommt vor dem Fall

Raven betrat den Altarraum des Adanostempels aber eigentlich war es inzwischen ein Tempel Beliars geworden. Mit ihm im Raum waren sechs seiner Gardisten, allerdings waren diese alle Untot! Die Zombiegardisten beobachtete Raven, taten ihm aber nichts. Sie spürten die Energie Beliars die von ihm ausging.
Er ging auf eine Ecke zu in der eine Truhen stand. Raven öffnete sie und holte verschiedene "Gegenstände" daraus hervor, die er auf dem Altar verteilte. Eigentlich hatte er dies für Bloodwyn vorbereiten wollen aber jetzt wo dieser Tot war musste er sich eben mit Thorus begnügen. Nachdem er alle "Gegenstände" verteilt hatte kniete er sich hin.
Raven fing an zu beten oder besser gesagt fing er an etwas zu beschwören. Als er fertig war erhellten sechs Blaue Lichtkreise den Raum und verloschen auch gleich wieder. Im Raum waren sechs dunkle Gestalten aufgetaucht. Sie trugen alle einen Dunklen Umhang mit einer Kapuze. Die Bürger von Khorinis würden diese Magier "Suchende" nennen aber für Raven waren es nur weitere Diener, allerdings Magie begabte!
„Du hast uns gerufen Meister!“ sagte einer der Suchenden mit einer Stimme, wie sie jeder Innos gläubiger Mensch fürchtete. Offenbar war er der Anführer der sechs.
„So ist es Diener!“ erwiderte Raven. „Ich brauche euch für eine "Zeremonie" die um Mitternacht stattfinden soll.“
„Ganz wie ihr wünscht Meister!“ antwortete der Suchende. „Wir werden euch zur Verfügung stehen!“

Thorus war inzwischen wieder bei Sanf in der Kneipe, Logan war auch noch da.
„Und was war so dringend, dass du so schnell wegmusstest?“ fragte Snaf neugierig.
„Ich bin Befördert worden!“ sagte Thorus stolz. „Ich hab jetzt Bloodwyns Job!“
„Du warst bei Raven?“ fragte Logan mit leicht ängstlicher Stimme. „Obwohl er zwei seiner Gardisten ungebracht hat!“
„Ja!“ antwortete Thorus. „Und er hat sich gelohnt, zweitmächtigster Mann des Lagers nicht schlecht oder? Ich darf jetzt sogar in den Tempel!“
Snaf und Logan starten sich gegenseitig an. Sie beide waren der Meinung das Thorus wohl etwas zu viel getrunken hatte, wenn er sich darüber freute in den Tempel zu dürfen. Unter den Banditen im Lager gab es viele Gerüchte über Ravens Tempel, einige behaupteten sogar nachts von dort Schreie gehört zu haben. Und Thorus war das alle egal!
„Du kennst die Gerüchte über den Tempel oder?“ fragte Snaf.
„Natürlich kenne ich sie!“ antwortete Thorus. „Aber in meinen Augen sind das auch nichts weiter als Gerüchte. Der Einzige der im Tempel Schreien könnte ist Raven aber warum sollte der schon so etwas tun. Also lasst uns mit dem Thema aufhören und lieber etwas trinken, ich zahle!“
„Wie du meinst!“ sagte Snaf. Er holte drei Bier hervor und reichte jeweils eins an Thorus und Logan.
„Auf den zweitmächtigsten Mann im Lager!“ sagte Logan. „Auf Thorus!“ erwiderte Snaf. „Auf mich!“ fügte Thorus grinsend hinzu.

Chip
18.11.2005, 15:03
Kapitel 3: Die Bekehrung des Thorus

Es war kurz vor Mitternacht als Thorus die Kneipe von Snaf verlies und leicht schwankend machte er sich auf den weg zu Raven. Er betrat den Tempelvorplatz und ging die Stufen zum Eingang hinauf. Vor dem Tempeleingang stand keine Wache, offensichtlich hatte Raven wohl noch keine Neue bestimmt und um den Posten würde sich bestimmt keiner der Gardisten reißen. Thorus betrat den Tempel und sah einen Lichtschein, welcher aus einem weiter entfernten Raum kam. Noch immer spürte Thorus den Alkohol und seine Folgen, doch dass hinderte ihn nicht daran weiter auf den Raum zuzugehen. Vorsichtig betrat er ihn konnte jedoch niemanden sehen.
„Raven?“ war das letzte was Thorus noch sagen konnte, dann umfing ihn Dunkelheit.

Als Thorus wieder erwachte war ihm eiskalt. Er hatte keine Rüstung mehr an und lag gefesselt auf nacktem Stein. Vorsichtig sah er sich ihm Raum um und konnte zwölf Gestalten erkennen. Sechs davon trugen lange Schwarze Umhänge mit einer Kapuze und die anderen sechs sahen aus wie Gardisten, allerdings nur auf den ersten Blick. Dies waren keine normalen Gardisten, ihre Haltung war ungewöhnlich und doch schien es Thorus als würde er sie kennen. Dann viel ihm wieder ein woher er diese Haltung kannte: Zombies! Dies waren Untote Gardisten. Thorus bekam immer mehr Angst aber keine der Gestalten sagte etwas, sie starten ihn alle nur an und aus irgendeinem Grund machten ihm die die Kapuzenmänner mehr Angst als die Zombies.
„Wie ich sehe ist er aufgewacht!“ sagte auf einmal eine Stimme die Thorus nur zu gut kannte. Raven hatte den Raum betreten.
„Was soll das?“ sagte Thorus Angst erfüllt. „Was hast du mit mir vor?“
„Falls du denkst ich will dir etwas antun irrst du dich.“ antwortete Raven. „Ich möchte dir nämlich ein Geschenk machen! Ein Geschenk von dem du nicht mal zu träumen wagen würdest!“
„Du bist wahnsinnig!“ sagte Thorus. Die Angst in seinen Augen war nun nicht mehr zu übersehen.
„Diese Meinung wirst du nicht mehr lange besitzen!“ antwortete Raven. Er wirkte nun etwas Angespannter. „Bald wirst auch du zu Beliar beten!“
„Beliar?“ Thorus wurde bei diesem Namen von einer Angst ergriffen wie er sie noch nie erlebt hatte. „Ich bin vielleicht ein Bandit aber ich werde niemals zu Beliar beten!“
„Es ist nicht so als ob du eine Wahl hättest.“ antwortete Raven. „Du wirst heute einer Zeremonie beiwohnen, wie sie seit Hunderten von Jahren nicht mehr stattgefunden hat. Dem Ritual Beliars! Nur wenige Menschen haben je dieser Zeremonie beigewohnt und noch weniger haben überlebt um davon zu berichten. Du solltest dich geehrt fühlen Thorus!“

Bevor dieser etwas erwidern konnte hatte Raven einem der Suchenden ein Zeichen gegeben und sie versammelten sich um den Altar auf dem Thorus lag. Jeder der Suchenden nahm sich einen der Dolche die auf dem Altar verteil lagen. Dann drehten sie sich um und gaben den Untoten Gardisten ein Zeichen zu ihnen zu kommen. Die Zombies begaben sich zu den Suchenden und knieten vor ihnen nieder, woraufhin die Suchenden den Zombies die Hälse aufschnitten. Blut lief über die Rüstungen der Untoten Gardisten während sich diese wieder erhoben und auf Thorus zugingen. Sie fingen an das Blut aus ihrem Hals über Thorus Körper zu verteilen. Als sie damit fertig waren, gaben sie alle einen Schrei von sich und fielen tot um. Die Suchenden verteilten derweil verschiedene Pflanzen auf Thorus Körper, welche das Blut aufsaugten. Einer der Suchenden nahm die Pflanzen und ging mit ihnen zu einem Alchemistisch, wo er aus den Pflanzen einen Trank braute. Als er fertig war reichte er den Trank Raven, welcher sich mit einem Messer in die Hand schnitt und sein Blut in den Trank tröpfelte. Danach setzte er das Messer an Thorus Hand an und lies auch etwas von seinem blut in den Trank tröpfeln. Raven gab zwei Suchenden ein Zeichen und diese hielten Thorus Mund auf. Thorus selbst versuchte gar nicht erst sich zu wehren, däfür war seine Angst viel zu groß. Raven setzte den Trank an Thorus Mund.
„Das Blut der Kreaturen, des Dieners und des baldigen Dieners hat sich mit den Heiligen Pflanzen vermischt! Der Heilige Trank wird diesem Mann die Zweifel an dir nehmen oh Beliar!“ sagte Raven ehrfürchtig.
Mit diesen Worten flösste er Thorus den Trank ein den diesen Schlucken musste um nicht daran zu ersticken.
Anfangs passierte gar nichts und Thorus dachte der Trank hätte seine Wirkung verfehlt, doch auf einmal wurde alles Nebelig und Düster. Er war noch immer im Altarraum doch außer ihm schien nur noch eine einzige Person hier zu sein. Doch diese Person war nicht Raven, es war auch keiner der Suchenden. Es war Beliar!
Der dunkle Gott näherte sich Thorus, sprach aber kein Wort. Allerdings konnte Thorus auch keinen Mund erkennen, überhaupt hatte Beliar nichts von einem Menschen! Als er Thorus gegenüberstand sank dieser vor Ehrfurcht auf die Knie. Beliar legte seine Hand oder was immer es auch war auf Thorus Stirn, woraufhin tausende von Bildern durch dessen Kopf schossen. Er sah Beliar gegen ein anderes Wesen kämpfen, vermutlich Innos. Es sah sich in der Burg im Minental, in Khorinis und in der Hauptstadt des Reiches. Und überall lagen tote Diener Innos zu seinen Füssen. Doch da waren noch ein paar Bilder die sehr undeutlich waren und die er nicht erkennen konnte.
Als Beliar ihn wieder los lies war Thorus vollkommen verändert. Seine Augen waren Kalt und er spürte in sich einen Hass auf alles von Innos geschaffene, doch Beliars Botschaft hatte er verstanden. Er sollte zusammen mit Raven einen Heiligen Kreuzzug gegen Innos führen!

Kurze Zeit später war Beliar weg aber Raven und die Suchenden waren wieder da.
„Hast du den Meister gesehen?“ fragte Raven voller Respekt.
„Das habe ich!“ antwortete Thorus mindestens genauso respektvoll. „Tot den Dienern Innos!“

Chip
22.11.2005, 15:32
Kapital 4: Die Kreatur Beliars

„Wie sieht dein Plan aus Raven?“ fragte Thorus. „Was werden wir jetzt genau tun?“
„Wir werden ins Minental gehen.“ antwortete Raven. „Die Paladine in der Burg müssen sterben!“
„Und was ist mit den Orks?“ fragte Thorus.
„Auch sie dienen dem Meister.“ erwiderte Raven. „Sie werden uns bei unserer Heiligen Mission helfen, gemeinsam werden wir alles Innosgläubige vernichten!“
„Was ist mit den anderen Banditen?“ fragte Thorus. „Sie werden uns bestimmt nicht einfach so folgen, wenn sie erfahren was wir vorhaben.“
„Sie werden keine Wahl haben!“ sagte Raven. „Für ein Heiliges Ritual wie du es erlebt hast sind sie nicht würdig genug aber sie werden uns auch so folgen, ansonsten töte ich sie alle eigenhändig! In das Minental werden uns sowieso nur einige der Gardisten und fünf dieser sechs Suchenden begleiten, die anderen Banditen bleiben unter der Aufsicht des sechsten Suchenden hier.“
„In Ordnung.“ sagte Thorus. „Wann brechen wir auf und vor allem wie kommen wir über die Berge, willst du etwa die Piraten angreifen?“
„Wir werden uns noch heute auf den Weg ins Minental machen.“ antwortete Raven. „Was die Piraten angeht, können diese uns ziemlich egal sein. Ich habe in der Tasche des Namelosen Kerls der mich angegriffen hat einen Brief der Wassermagier gefunden indem steht, dass sie mit Hilfe eines Magischen Portals hierher gekommen sind, welches auch nach Khorinis führt. Und genau mit Hilfe dieses Portals werden wir nach Khorinis kommen und uns von dort auf den Weg ins Minental begeben.“
„Aber Wassermagier sind sehr gefährlich.“ erwiderte Thorus. „Wir sind zwar mächtige Diener Beliars aber die Wassermagier sind die Priester Adanos. Wie willst du sie besiegen?“
„Nicht ich werde gegen sie kämpfen, sondern eine Kreatur Beliars!“ sagte Raven. „Und selbst die Priester des Adanos werden diese Kreatur nicht besiegen können!“
„Wo ist diese Kreatur?“ fragte Thorus.
„Komm mit ich werde sie dir zeigen.“ antwortete Raven.

Die beiden gingen gefolgt von den Suchenden in die Kammern Adanos, zu dem Raum wo Raven die Klaue erhalten hatte. Thorus musste sich erst etwas umsehen, doch schließlich sah er die Kreatur von der Raven erzählt hatte. Bei diesem Anblick verschlug er sogar ihm die Sprache.
„Dein Ritual war nicht das einzige was heute in diesem Tempel vollzogen wurde mein lieber Thorus.“ sagte Raven. „Die Suchenden und ich haben auch diesen Seelenlosen Diener erschaffen, welcher über unglaubliche Kräfte verfügt. Für diese Kräfte mussten allerdings alle Spuren einer Seele entfernt werden, was nicht gerade leicht war. Dieser Diener gehorcht nur Beliar selbst und eben dieser hat ihn unter mein Kommando gestellt!“
Thorus betrachtete die Kreatur jetzt etwas genauer. Sie hatte Pechschwarze Augen, langes Weises Haar, Krallen wie ein Wolf, Flügel wie ein Adler, Zähne wie ein Schattenläufer und eine von Kopf bis Fuß schwarze Haut. Und doch irgendetwas in Thorus gab ihm das Gefühl, dass er dieses Geschöpf schon irgendwo einmal gesehen hatte und plötzlich viel es ihm ein.
„Ist das Er?“ fragte Thorus.
„Ja Er ist es!“ antwortete Raven. „Dieses Geschöpf war einst ein Avatar Innos. Er war einst ein Mensch und Er hatte keinen Namen. Aber nun ist Er ein Diener, eine Kreatur Beliars!“
Die Kreatur, die einst der Namenlose gewesen war erhob sich vor Raven und Thorus und begann zu sprechen.
„Beliar hat mich geschickt um euch zu dienen! Wie lautet meine Order?“

Chip
28.11.2005, 21:11
Kapitel 5: Die Wassermagier

Es war früher Abend und die sechs Wassermagier Saturas, Cronos, Merdarion, Nefarius, Riordian und Myxir die sich in Jharkendar aufhielten, versammelten sich um ein Lagerfeuer.
„Wir haben schon lange nichts mehr von ihm gehört.“ sagte Saturas. „Ich hoffe nur, dass ihm nichts zugestoßen ist.“
„Er hat bis jetzt noch jede Herausforderung gemeistert.“ sagte Cronos. „Wenn ich alleine daran denke, dass er den Schläfer besiegt hat bin ich mir sicher, dass es ihm gut geht.“
„Er hat den Schläfer besiegt, dass ist wahr.“ sagte Nefarius. „Aber irgendwie spüre ich das Raven sogar noch gefährlicher als der Schläfer ist.“
„Da muss ich dir zustimmen, Nefarius.“ sagte Riordian. „Dieser Ort hat eine komische Anziehung auf mich, obwohl hier einst Adanos Gläubige gelebt haben.“
„In jedem Fall müssen wir etwas unternehmen, diese Ungewissheit macht mir Angst. Was schlägst du vor Saturas?“ fragte Merdarion.
„Wir müssen jemanden in das Banditenlager einschleusen der sich dort für uns umsieht.“ antwortete Saturas. „Am bestem wäre sicher Cavalorn, immerhin kennt er viele der Banditen aus der Kolonie. Myxir ich möchte das du sofort nach Khorinis aufbrichst und Cavalorn hier her bringst.“
„Ganz wie ihr wünscht Meister.“ antwortete Myxir. Er stand auf und machte sich auf den Weg zum Portal.
„Ich schlage vor das wir anderen Schlafen gehen, es war für uns alle ein anstrengender Tag.“ sagte Saturas.

Es war tiefe Nacht als sich ein Schatten den Tempelplatz näherte. Die Wassermagier merkten davon nichts, nur Nefarius hörte ein Geräusch. Er trat vor seine Hütte und sah sich vorsichtig um. Plötzlich erspähte Nefarius die Umrisse einer Gestalt die auf ihn zukam aber bevor er etwas unternehmen konnte packte ihn die Gestalt und verschwand mit dem Magier in der Dunkelheit. Diese Geräusche weckten jetzt auch die anderen vier Magier, welche jetzt ebenfalls ihre Hütten verließen. Sie hörten Nefarius schreien, allerdings kamen die Schreie vom Himmel. Die Schreie schienen immer näher zu kommen und auf einmal schlug Nefarius auf dem Boden auf, an verschiedenen Stellen des Bodens.
„Was bei Beliar…“ sagte Saturas noch, dann hatte sich die Gestalt schon Merdarion geschnappt. Saturas fing an mit einem Blitz nach der Kreatur zu werfen aber zu seinem Leidwesen musste er feststellen, dass er Merdarion getroffen hatte. Merdarion selbst konnte sich nicht verteidigen und wurde von Saturas Zauber zerrissen. Die Gestalt fing jetzt an Magie zu wirken und im nächsten Moment wurden die Köpfe von Riordian und Cronos zerrissen. Saturas war nun voll von dem Blut der zwei Magier die kurz zuvor noch lebten aber für ihn war die Tatsache am unverständlichsten, dass er noch lebte.
„Was bist du?“ fragte Saturas voller Wut.
Die Kreatur landete jetzt vor dem Oberstem Wassermagier und Saturas konnte ihr Gesicht sehen.
„Nein, dass kann nicht sein!“ sagte Saturas. „Du kannst es nicht sein!“
„Oh doch!“ antwortete die Kreatur.
Im nächsten Moment umfing Saturas Dunkelheit. Der Magier wurde von der Kreatur zweigeteilt und der Boden von seinem Blut getränkt.
„Das waren wirklich Schwache Diener Adanos!“ sagte der Namenlose.

Chip
01.12.2005, 16:48
Kapitel 6: Aufbruch

Die letzten Stunden im Banditenlager waren alles andere als Normal gewesen. Thorus hatte sich verändert, dass konnte selbst Lennar erkennen und Raven wurde die ganze Zeit von sechs Typen in schwarzen Roben mit Kapuzen begleitet. Gegen Morgen wurden die gesamten Banditen auf den Tempelvorplatz gerufen, wo Raven ihnen allen etwas mitteilen wollte.
„Meine Freunde.“ sagte Raven. „Seid wir das Minental verlassen haben ist viel Zeit vergangen aber nun habe ich beschlossen dorthin zurückzukehren!“
Die Banditen fingen jetzt an zu flüstern. War Raven jetzt etwa schon so wahnsinnig, dass er die ganzen Orks vergessen hatte?
„Allerdings werden wir nicht alle gehen.“ sagte Raven. „Der Grossteil von euch bleibt hier, nur Thorus und meine Garde werden mich begleiten und natürlich fünf meiner Freunde mit den Roben. Der sechste von ihnen wird hier bleiben und hat in meiner Abwesenheit das Kommando über das Lager. Das Kommando über die Mine bekommt Scatty, dass über das untere Lager Fisk und dass über den Sumpf Carlos.“
Das Geflüster wurde immer lauten, jetzt sollten sie sogar schon den Befehlen von einem der Kapuzen Typen folgen. Trotzdem wagte niemand Raven zu widersprechen.
„Das wäre alles.“ sagte Raven. „Die Versammlung ist beendet!“
Raven, Thorus und fünf der Suchenden verschwanden wieder im Tempel aber der sechste stand immer noch da und wurde von den Banditen angestarrt.
„Zurück an die Arbeit!“ sagte der Suchende in einem Ton den man nicht missverstehen konnte. Die Banditen verschwanden auch wieder aber der Suchende blieb noch immer stehen. Niemand konnte sein Gesicht sehen, dafür sorgte die Kapuze.

Der Tag neigte sich dem Ende und ein kleiner Konvoi verlies das Lager. Es waren Raven, Thorus, die fünf Suchenden und Ravens Garde. Sie durchquerten den Sumpf und erreichte wenig später die Tempelruinen, wo am Abend zuvor fünf Wassermagier sterben mussten. Ihre Überreste lagen immer noch auf dem Boden verteilt.
„Was bei Beliar ist hier passiert?“ fragte einer der Gardisten.
„Beliars Zorn hat diese Magier getroffen!“ antwortete Raven. Genau vor ihm war die Kreatur aufgetaucht, die er entsandt hatte.
„Ich habe diese Magier vernichtet, genau wie ihr es wolltet Meister.“ sagte der Namenlose. „Der Weg nach Khorinis ist frei.“
„Sehr gut!“ sagte Raven. „Schon bald sind wir im Minental und dann kann nicht einmal mehr Innos selbst die Paladine retten!“
Raven betrat jetzt den Tempel, dicht gefolgt von der Kreatur und den anderen. Niemanden schien es zu kümmern, dass sie von so einer Kreatur begleitet wurden nur die Gardisten tauschten hin und wieder ängstliche Blicke aus. Als sie das Portal erreichten schritt Raven gleich als erster hindurch und die anderen folgten. Sie ließen Jharkendar hinter sich und erreichten Khorinis.

Chip
05.12.2005, 20:31
Kapitel 7: Auf dem Weg ins Minental

Im Tempel auf Khorinis war es Dunkel und Still als Raven und die anderen durch das Portal traten. Die Fackeln die hier mal gebrannt hatten waren schon lange erloschen. Raven gab einem der Suchenden ein Zeichen und diese zauberte Licht herbei, welches den ganzen Raum erhellte. Der Raum war mit einigen Möbeln eingerichtet worden, anscheinend hatten hier einmal die Wassermagier gelebt, welche schon längst in Beliars Reich waren. Die Dunklen Gestalten durchquerten den Tempel und fanden schließlich einen Ausgang. Das Licht blendete Raven kurz und so bemerkte er nicht den Snapper, welcher auf ihn zu rannte. Doch der Snapper hielt auf einmal inne und schaute Raven verwundert an. „Dieser Mensch dient Beliar! Gegen so jemanden bin ich hoffnungslos unterlegen, besser ich verschwinde!" merkte der Snapper und zog sich mit einer leicht ängstlich zurück. Der Konvoi zog weiter und kam an einer Brücke vorbei, an der ein Wegelagerer stand. Beim Anblick der Gestalten und der geflügelten Kreatur rannte dieser sofort weg aber die Kreatur holte ihn Blitzschnell ein und spaltete ihm den Schädel. Der restliche Weg verlief ohne Schwierigkeiten und schon bald passierten sie eine Taverne wo sich allerdings niemand aufhielt und so mussten sie auch niemanden töten. Sie gingen weiter und sahen auch schon die Berge, welche den Pass umschlossen und zwei Paladine, welche das Tor zum Pass bewachten. Raven zog die Klaue und lies einen Blitz auf einen der Paladine einschlagen, welcher tot zu Boden fiel. Der andere zog eine seiner Runen und schleuderte einen Pfeil auf Raven, doch das Geschoss prallte an der Klaue ab und wurde ins nichts geschleudert. Raven lief auf den Paladin zu und spaltete dessen Schädel, woraufhin auch dieser zusammenbrach und tot liegen blieb. Raven öffnete das Tor und schritt hindurch, gefolgt von den anderen. Kurze Zeit später trafen sie auf einen Ork Schamanen, welcher sich ehrfürchtig vor ihnen verbeugte.
„Ich seien Ur-Shak.“ sagte der Ork. „Meister Hosh-Pak hat geschickt mich, weil ich Sprache von Menschen spreche.“
„Bring mich zu deinem Meister!“ erwiderte Raven fordernd.

Zur gleichen Zeit Teleportierten sich zwei Personen in den Beckenraum im Tempel. Dabei handelte es sich um Myxir und Cavalorn. Die beiden durchquerten den Beckenraum und durchschritten das Portal in Richtung Jharkendar. Mit den Teleporter im Tempel in Jharkendar Teleportierten sie sich auch sogleich auf den Vorplatz des Tempels. Die beiden schauten sich in die Augen und mussten sich übergeben. Überall lagen die Körperteile der einzelnen Wassermagier verteilt und alles war mit ihrem Blut getränkt.
"Das kann nicht sein!" sagte Myxir. "Warum sind sie tot, warum nur!"
„Wie bei Beliar konnte so etwas geschehen?“ fragte Cavalorn.
„Ich weiß es nicht.“ sagte Myxir. „Als ich ging war noch alles in bester Ordnung.“
„Was sollen wir jetzt tun?“ fragte Cavalorn. "Wir können nicht hier bleiben und darauf warten, dass etwas geschieht!"
„Wir müssen herausfinden was hier vor sich geht!“ antwortete Myxir. „Ich werde die Piraten aufsuchen, vielleicht wissen die etwas und du solltest dich im Banditenlager umhören. Hier hast du eine Banditenrüstung, damit solltest du ins Lager kommen und halte auch die Augen nach unserem Namenlosen Freund auf.“
„Das werde ich.“ sagte Cavalorn. Er zog sich die Rüstung an und machte sich auf den Weg in den Sumpf. Myxir selbst machte sich auf den Weg nach Westen, zu den Piraten.

Chip
09.12.2005, 23:10
Kapitel 8: Ankunft im Sumpf

Verkleidet als Bandit, betrat Cavalorn den Sumpf und wurde auch gleich von einem der Banditen angequatscht.
„Ach du Scheiße noch ein Neuer.“ sagte der Bandit. „Ich bin Sancho und wenn du vor hast ins Lager zu kommen, solltest du dich gut mit Carlos stellen, er befiehlt hier draußen die Jäger und nur er bestimmt wer ins Lager darf und wer nicht.“
„Ich bin Cavalorn.“ sagte Cavalorn. „Wo finde ich diesen Carlos?“
„Geh einfach geradeaus weiter, dann kannst du ihn gar nicht verfehlen.“ antwortete Sancho. „Du heißt Cavalorn? Irgendwoher kenne ich deinen Namen. Warst du vielleicht mal einer der Schatten im Alten Lager?“
„Ja das war ich, woher kennst du mich?“ fragte Cavalorn.
„Fletscher hat mir von dir erzählt, als er noch gelebt hat.“ antwortete Sancho. „Naja wie auch immer du solltest dich an Carlos halten, wenn du ins Lager kommen möchtest.“

Cavalorn ging weiter und kurze Zeit später sah er den Eingang des Lagers, vor dem ein Gardist stand, vermutlich war es dieser Carlos.
„Bist du Carlos?“ fragte Cavalorn. „Sancho hat gesagt ich soll mich bei dir melden.“
„Ja der bin ich.“ antwortete Carlos. „Und wenn du ins Lager willst wist du tun was ich dir sage, ansonsten kannst du hier draußen versauern!“
„Und was soll ich für dich tun, damit du mich ins Lager lässt?“ fragte Cavalorn.
„Gar nichts!“ antwortete Carlos. „Momentan brauchen sie niemanden im Lager und ich habe auch nichts zu tun für dich, also wirst du erstmal eine Weile hier draußen bleiben müssen. Vielleicht hast du Glück und sie brauchen in ein paar Wochen jemand Neues.“
„Ein paar Wochen!“ dachte Cavalorn. „So lange kann ich unmöglich warten, es muss noch einen andere Möglichkeit geben!“
Während er nachdachte wurden seinen Gedanken von zwei Banditen unterbrochen, die sich im Hintergrund unterhielten.
„Wieso ist eigentlich Carlos der Anführer der Jäger?“ fragte der eine. „Ich dachte das wäre Franco.“
„Franco war es auch.“ sagte der andere. „Aber irgend so ein Typ hat ihn Umgelegt um ins Lager zu kommen. Und jetzt ist es halt Carlos.“
„Wenn ich ins Lager will muss ich diesen Carlos aus dem Weg räumen.“ dachte Cavalorn. „Danach lassen sie mich sicher hinein!“
Unauffällig entfernte sich Cavalorn ein Stückchen, zog seinen Bogen, legte auf Carlos an und schoss diesem einen Pfeil zwischen die Augen. Carlos flog sofort tot um und die anderen Banditen starten Cavalorn nur an. Dieser ging zuversichtlich auf den Eingang des Lagers zu, wo ein anderer Gardist stand.
„Du hast also Carlos umgelegt!“ sagte der Gardist. „Wenn du willst kannst du ins Lager, ich werde dich nicht aufhalten.“
„In Ordnung.“ antwortete Cavalorn und betrat das untere Lager. Hier wimmelte es nur von Banditen und er würde sicherlich alle Informationen bekommen, wegen denen er gekommen war.

Chip
13.12.2005, 12:56
Kapitel 9: Die Piraten

Myxir war ein ganzes Stück gelaufen, doch endlich konnte er den Strand und das Piratenlager sehen. Beflügelt von diesem Anblick lief er noch schneller und kam schon kurze Zeit später an der Palisade an, wo er von Henry aufgehalten wurde.
„Halt Magier!“ sagte Henry. „Was willst du hier?“
„Ich muss mit deinem Kapitän sprechen, es ist wichtig!“ antwortete Myxir.
„Der Kapitän ist im Moment mit wichtigen Dingen beschäftigt, du musst mir schon einen guten Grund nennen, damit ich ihn störe.“ erwiderte Henry.
„Irgendwas auf dieser Insel hat die anderen fünf Adanos Priester ermordet und euch könnte ein ähnliches Schicksal ereilen!“ sagte Myxir.
„Die Wassermagier sind tot?“ fragte Henry mit einem entsetzen in den Augen. „Wie bei Beliar konnte so etwas geschehen?“
„Ich weiß es nicht.“ antwortete Myxir. „Aber es ist umso wichtiger, dass wir es herausfinden. Du siehst also, es ist wirklich wichtig, dass ich mit dem Kapitän spreche.“
„Ja natürlich.“ erwiderte Henry. „Ich werde ihn holen gehen, warte du hier bitte.“
„In Ordnung.“ antwortete Myxir.
Henry machte sich auf den Weg zu Gregs Hütte und lies Myxir an der Palisade zurück.

„Gut, dann ist das geklärt.“ sagte Greg zu einer Person, als es an seiner Tür klopfte.
„Wer ist da?“ fragte Greg.
„Ich bin es, Henry.“ antwortete Henry.
„Was willst du hier?“ fragte Greg.
„Am Tor des Palisadenzauns steht ein Wassermagier der mit euch sprechen möchte.“ antwortete Henry.
„Ein Wassermagier?“ erwiderte Greg erstaunt. „Ich komme sofort!“

Zusammen mir Henry begab sich Greg zum Palisadenzaun, wo Myxir noch immer wartete.
„Sei mir gegrüßt Wassermagier.“ sagte Greg. „Warum wolltet ihr mich sprechen?“
„Wie ihr sicherlich wisst Kapitän, haben ich und die anderen Adanos Priester am alten Tempel Quartier bezogen, doch letzte Nacht hat irgendjemand oder irgendwas sie ermordet!“
„Die anderen Wassermagier sind tot!“ erwiderte Greg entsetzt. „Wie konnte das geschehen?“
„Ich weiß es nicht.“ antwortete Myxir. „Ich hatte gehofft es mit eurer Hilfe herauszufinden. Ich vermute, dass die Banditen irgendwas damit zu tun haben.“
„Wir werden euch helfen Magier.“ sagte Greg. „Als Piraten haben wir eine enge Bindung mit Adanos und mit den Banditen könntet ihr Recht haben, die waren mir noch nie geheuer. Aber wie wollt ihr herausfinden, ob sie etwas mit dem Mord an den anderen Magiern zu tun haben?“
„Dafür ist längst gesorgt.“ antwortete Myxir. „Ich habe bereits jemanden im Banditenlager eingeschleust, der sich dort umhört.“
„Ausgezeichnet!“ erwiderte Greg. „So dumm wie die Banditen sind, werden sie sich bestimmt verplappern, wenn sie etwas wissen.
Falls wir etwas erfahren sollten, werden wir es euch mitteilen, ich nehme an ihr seid an der alten Tempelruine anzutreffen oder?“
„Das bin ich.“ antwortete Myxir. „Auf Wiedersehen.“
„Auf Wiedersehen.“ erwiderte Greg. „Vermutlich eher als dir lieb ist!“ fügte er in Gedanken hinzu.

Myxir verließ das Lager wieder in Richtung Tempelruine und Greg begab sich wieder in seine Hütte. Sofort nachdem er die Tür geschlossen hatte sprach ihn eine dunkle Stimme an.
„Ein Wassermagier lebt also noch!“ sagte die Stimme. „Ich weiß nicht wie das passieren konnte aber vielleicht könnte er noch nützlich für uns sein. Was hat er dir erzählt?“
„Er hat einen Spion ins Banditenlager eingeschleust.“ antwortete Greg. „Wir müssen diesen Spion unbedingt enttarnen oder es könnte schlimme Folgen für uns haben.“
„Überlass das mir!“ sagte die Stimme. „Ich werde diesen Spion schon finden!“ Die Gestalt trat aus dem dunklen und man konnte sie erkennen. Es war der sechste Suchende aus dem Banditenlager, dem Raven das Kommando übertragen hatte.

Chip
15.12.2005, 17:40
Kapitel 10: Hosh-Pak

Ur-Shak führte Raven und dessen Männer durch das Orklager am Pass. Überall standen oder saßen Orks herum und gingen ihren Aufgaben nach. Einige schmiedeten Waffen und Rüstungen, während andere die Ein- und Ausgänge bewachten. Die Orks, die nichts taten unterhielten sich oder tranken Wachholder.
„Meister Hosh-Pak werden sein sehr froh, dass ihr seid endlich gekommen Raven.“ sagte Ur-Shak. „Er warten schon lange Zeit auf euch und können kaum erwarten endlich angreifen Paladine in Burg!“
„Dein Meister sollte seine Euphorie zügeln Ur-Shak.“ sagte Raven. „Es sei den er möchte, dass ich schnellstmöglich in Beliars Reich befördere! Und genau dort wird er auch landen, wenn etwas schief gehen sollte! Ich kann es mir nicht leisten, dass auch nur ein Paladin oder Waffenknecht entkommt und die Bürger von Khorinis warnt, welches Schicksal ihnen bevorsteht!“
Raven hatte sich unmissverständlich ausgedrückt und Ur-Shak sagte kein Wort mehr. Dieser Mensch machte sogar einem mächtigem Ork Schamanen wie ihm Angst.
Der Konvoi aus dem Ork und den Menschen zog weiter und schon bald konnten sie die Burg sehen, welche von den Orks stark belagert wurde. Raven konnte sich noch gut an seine Zeit als Erzbaron hier im Minental erinnern und das die Burg damals der sicherste Ort überhaupt war. Jetzt war sie nur noch ein Schatten ihrer selbst und schien langsam zu verfallen. Sie gingen einen Weg hinab, überquerten eine Brücke und standen kurz darauf in den Reihen der Orks. Diese schauten Raven interessiert an und fragten sich, warum dieser Mensch wohl so wichtig war, dass der große Hosh-Pak ihn persönlich sprechen wollte. Als sie die Kreatur erblickten, welche zwischen den Menschen stand bekamen es die einfachen Krieger mit der Angst zu tun und zogen sich vorsichtig zurück. Nur die Schamanen und Elite Krieger blieben furchtlos stehen. Die Gruppe ging weiter und erreichte die große Palisade der Orks im Osten.
„Öffnet das Tor!“ rief Ur-Shak in der Orkischen Sprache und seinem Befehl wurde sofort folge geleistet. Ein kleines Tor inmitten der riesigen Palisade öffnete sich und sie traten ein. Überall standen Zelte und Hütten der Orks und ganz hinten am Meer konnte man sogar die Kriegsgaleeren erkennen. Ur-Shak führte die Gruppe auf ein riesiges Zelt zu, nämlich das von Hosh-Pak. Der Schamane trat ein, gefolgt von Raven und der Kreatur. Thorus, die Suchenden und die Gardisten mussten draußen warten.

Hosh-Pak selbst saß auf einem großen Thron, welcher hinter einem Tisch stand auf dem eine Karte des Minentals lag. Die Karte selbst war leicht verändert worden und zeigte die Unterschiedlichen Standorte der Orkischen Truppen.
„Willkommen Raven.“ sagte Hosh-Pak in Orkischer Sprache. „Es freut mich, dass ihr endlich hier seid.“
Ur-Shak wollte den Satz gerade für Raven übersetzen, als dieser Antwortete.
„Ich verstehe eure Sprache sehr gut und finde es fast schon eine Kritik an meiner Person, dass ihr mir einen Dolmetscher geschickt habt!“ sagte Raven wütend.
„Vergebt mir Raven, woher hätte ich den Wissen sollen das ihr unsere Sprache sprecht?“ fragte Hosh-Pak.
„Ich diene wie ihr dem einzig wahren Gott!“ antwortete Raven. „Ich beziehe mein Wissen von ihm aber ihr scheint das nicht zu begreifen Ork! Ich hoffe nur ihr seid was die Kriegführung angeht nicht genauso Inkompetent oder ich werde euch ersetzen müssen!“
Man konnte die Angst in Hosh-Paks Augen deutlich erkennen und jetzt fing auch noch diese komische Kreatur an ihn seltsam anzustarren.
„Mein Plan war die Burg mit unseren Truppen zu überrennen, lange würden die Paladine unseren Angriffen nicht standhalten können.“ sagte Hosh-Pak mit einem leichten Zittern in der Stimme.
„Ihr wolltet sie also überrennen.“ antwortete Raven mit einer unangenehm freundlichen Stimme. „Wie konnte es ein dummer Ork wie sie nur zum Schamanen und Anführer der Orkischen Streitkräfte in Khorinis schaffen?“
Noch bevor Hosh-Pak antworten konnte gab Raven der Kreatur ein Zeichen, woraufhin diese ihre Krallen tief in Hosh-Paks Schädeln rammte und dessen Blut sich über der Karte verteilte. Raven setzte sich auf den soeben freigewordenen Thron und wischte das Blut von der Karte.
„Wie sehen euer Plan aus wegen Paladine in Burg?“ fragte Ur-Shak mutig.
„Wie ich sehe sind nicht alle Orks so verweichlicht und dumm wie dieser Schamane Hosh-Pak.“ antwortete Raven. „Ich werde einen der Suchenden in die Burg einschleusen und dieser wird uns zur richtigen Zeit das Tor öffnen. Ich muss mir nur noch überlegen wen von ihnen ich schicke, immerhin soll es eine Überraschung für die Paladine werden!“

Chip
20.12.2005, 17:20
Kapitel 11: Der sechste Suchende

Cavalorn bewegte sich unauffällig durch das Banditenlager. Überall tratschten die verschiedenen Banditen, Buddler und Gardisten miteinander aber Cavalorn konnte nichts hören, was für ihn in irgendeiner Art und Weise interessant gewesen wäre. Doch plötzlich sah er jemanden, mit dem er hier am allerwenigsten gerechnet hätte. Nämlich einen der Sektenspinner und Cavalorn meinte sich zu erinnern, dass dieser Fortuno hieß als ihn plötzlich jemand von hinten ansprach.
„Cavalorn, bist du es?“ fragte eine Stimme.
Cavalorn drehte sich um und blickte dem Schatten Fisk direkt in die Augen.
„Du bist es!“ sagte Fisk grinsend ohne eine Antwort abzuwarten. „Was treibt denn dich alten Haudegen hier her, ich dachte du wärst tot?“
„Wie du siehst lebe ich noch.“ erwiderte Cavalorn. „Ich war zuerst in Khorinis aber dann habe ich von eurem Lager hier erfahren und wollte schauen wer noch alles überlebt hat.“
„Nicht viele, leider.“ antwortete Fisk. „Die meisten aus dem Alten Lager sind tot, der Rest ist wie ich mit Raven geflohen.“
„Raven ist euer Anführer?“ fragte Cavalorn. „Hat es Gomez nicht geschafft?“
„Nein, Gomez wurde noch vor dem Fall der Barriere von diesem komischen Typ ohne Namen getötet.“ antwortete Fisk.
„Wer hat denn außer dir und Raven noch überlebt?“ fragte Cavalorn.
„Nun ein paar der Buddler aber ich glaube nicht, dass du welche davon kennst.“ antwortete Fisk. „Ansonsten wären da noch Huno, Snaf, Scatty, Thorus, Bloodwyn, Fletscher und Dexter, ach ja einer von der Bruderschaft ist auch hier im Lager sein Name ist Fortuno. Bloodwyn und Fletscher sind aber in zwischen auch tot und Gerüchten zufolge soll es auch Dexter drüben in Khorinis erwischt haben. Außerdem sind Raven und Thorus im Moment nicht im Lager, soweit ich weiß wollten sie ins Minental, völliger Blödsinn wenn du mich fragst.“
„Ins Minental!“ sagte Cavalorn voller entsetzen. „Wollen sie Selbstmord begehen?“
„Frag mich was leichteres.“ antwortete Fisk. „Jedenfalls hat Raven in seiner Abwesenheit das Kommando einem Typen in komischer Schwarzer Robe mir Kapuze übertragen.“
Cavalorn war nun noch mehr erstaun als vorhin. Ein Typ in Schwarzer Robe konnte nichts Gutes bedeuten, immerhin war Schwarz das Zeichen Beliars! Hatte sich Raven etwa mit dem dunklen Gott verbündet?
„Wo kann ich denn diesen Typen finden?“ fragte Cavalorn.
„Oben im Tempel.“ antwortete Fisk während er in Richtung Tempel zeigte. „Da dort momentan eh keine Wachen sind wird dich niemand aufhalten aber ich würde an deiner Stelle trotzdem nicht dort hingehen, dieser Typ hat eine dunkle Ausstrahlung.“
„Danke für den Tipp.“ erwiderte Cavalorn. „Aber ich werde ihn mir trotzdem mal ansehen.“
„Wie du meinst, viel Glück.“ sagte Fisk und ging wieder. Cavalorn selbst begab sich in Richtung des Tempels.

Im Tempel selbst war es äußerst dunkel, nur ein paar Fackeln erleuchteten die Gänge. Aus einem der Räume kam jedoch ein starkes Licht und so ging Cavalorn auf diesen zu. Im Raum selbst standen einige Möbel und ein Kamin, offenbar war dies eine Art Wohnung. Kaum hatte Cavalorn den Raum betreten Schloss sich die Tür hinter ihm und er war gefangen.
„Ich habe dich bereist erwarten Cavalorn.“ sagte eine finstere Stimme. „Man hat mir berichtet, dass du kommen würdest!“
„Wer sind sie und woher kennen sie mich?“ erwiderte Cavalorn.
Der Suchende erhob sich aus seinem Sessel und Cavalorn bekam es nun allmählich mit der Angst zu tun.
„Wir kennen uns noch aus der Kolonie.“ antwortete der Suchende. „Genauer gesagt aus dem Alten Lager, dem wir beide einst angehörten.“
„Waren sie ein Schatten oder Buddler?“ fragte Cavalorn. „Oder gar ein Gardist oder Erzbaron?“
„Weder noch.“ antwortete der Suchende. „Ich habe mir damals schon eine starke Bindung zu Beliar erarbeitet und mit seiner Hilfe alle Innosgläubige unterwandert. Und genau das tue ich auch heute noch!“
„Wer sind sie?“ fragte Cavalorn energisch.
„Du bist aber hartnäckig.“ antwortet der Suchende. „Dann will ich mal nicht so sein.“
Der Suchende trat noch einen Schritt vor, so dass er Cavalorn direkt in die Augen schauen konnte und zog seine Kapuze herunter. Cavalorn fiel vor Schreck nach hinten als er das Gesicht sah. Von allen Mitgliedern des Alten Lagers hätte er dieses am allerwenigsten erwartet. Vor ihm stand der freundliche Feuermagier Milten!
„Überrascht?“ fragte Milten mit einem breiten Grinsen.

Chip
22.12.2005, 13:00
Kapitel 12: Die Wahrheit über Milten

„Aber ihr seid ein Feuermagier, ein Diener Innos!“ sagte Cavalorn voller entsetzen. „Wie könnt ihr nur Beliar dienen?“
„Ja ich bin ein Feuermagier.“ erwiderte Milten. „Aber ich bin kein Diener Innos! Für mich gibt es nur einen Gott, Beliar!“
„Aber wieso seid ihr dann ein Feuermagier geworden?“ fragte Cavalorn.
„Weil mein Gott es so wollte!“ erwiderte Milten. „Ich werde euch die ganze Geschichte erzählen aber wenn ihr versuchen solltet zu fliehen werde ich euch töten, verstanden?“
„Ja!“ antwortete Cavalorn angsterfüllt.
„Nun gut.“ begann Milten zu erzählen. „Ich weiß nicht wie lange ich schon meinem Gott diene aber bestimmt schon seid einer Ewigkeit. Auf seinen befehl hin sollte ich die Schergen Innos unterwandern, allerdings hätte ich es in einem Kloster bestimmt nie weiter als zu einem Novizen gebracht. Deshalb bin ich in die Königliche Armee eingetreten, weil ich dort bessere Chancen hatte. Aber als mein Meiser davon erfuhr, dass einige Feuer- und Wassermagier bei dem Versuch eine Magische Barriere um das Minental von Khorinis zu errichten selbst eingeschlossen wurden sah er meine Zeit gekommen. Auf seinen Befehl hin beging ich Fahnenflucht und lies mich erwischen. Als Deserteur wurde ich zur lebenslangen Haft in der Barriere verurteilt, genau wie mein Meister es wollte. Nachdem ich in die Barriere geworfen wurde fand ich heraus, dass sich die Feuermagier in dem so genannten „Alten Lager“ aufhielten und versuchte sofort Kontakt zu ihnen herzustellen. Dies erwies sich jedoch schwieriger als ich gedacht hatte und so musste ich erst Schatten werden um überhaupt in die Burg zu kommen. Nachdem ich das geschafft hatte suchte ich die Feuermagier auf und fragte sie was ich tun musste um einer von ihnen zu werden. Sie sagten mir, dass sie niemanden aufnehmen würden, weil jeder Diener Innos zuerst einmal ein Novize werden müsste aber sie niemanden zum Novizen machen würden. Danach bin ich fast verzweifelt aber mein Meister hat mir einen Weg gezeigt sie doch noch zu überzeugen. Den Feuermagiern war wichtig, dass der König sein Erz bekam aber die Abbauarbeiten wurden durch die Minecrawler gestört. Also begab ich mich in die „Alte Mine“ und vernichtete mit der Hilfe meines Meisters sämtliche Crawler die zu dieser Zeit lebten. Die Feuermagier hielten dies für ein Zeichen Innos und baten mir an einer von ihnen zu werden. Ich nahm ihr Angebot an und studierte von da an die Lehren der Götter, ohne jemals meinen glauben an Beliar zu verlieren. Von diesem Tag an musste ich nur noch auf den Zerstörer der Barriere warten, den mir Beliar prophezeit hatte. Er sagte, dass ein „Erwählter Innos“ kommen würde, unser Namenloser Freund und die Barriere zerstören würde. Ich half ihm so gut ich konnte damit er die Barriere zerstören konnte aber dieser miese Magier Xardas hat verhindert, dass er im Tempel des Schläfers starb, wie wir es eigentlich wollten. Na ja nun dient er uns wenigstens. Nachdem die Barriere weg war begab ich mich ins Kloster der Feuermagier und fing an diese dort zu unterwandern. Später nahm ich Kontakt zu Raven auf um diesen zu unterstützen. Ich war auch derjenige, der Raven Beliar als möglichen Diener empfohlen hat.“
„Aber wie hast du das Massaker an den Feuermagiern im Alten Lager überlebt?“ fragte Cavalorn.
„Ich habe sie getötet!“ antwortete Milten. „Sie wurden lästig und so habe ich Gomez gegenüber erwähnt, sie wären gegen den Überfall auf die freie Mine. Daraufhin hat er mir aufgetragen sie zu ermorden, was ich auch tat.“
Cavalorn wurde immer bleicher im Gesicht. Wie konnte er sich nur so in Milten getäuscht haben.
„Und jetzt dienst du Raven?“ fragte Cavalorn. „Bist du deinem Meister wirklich so wenig wert?“
„Du hast ja keine Ahnung.“ antwortete Milten. „Raven ist nur eine Marionette, welche nach Beliars willen tanzt! Ohne eine Seele hat niemand einen feiern Willen und gerade deshalb ist Raven so wichtig für uns. Seine Seele gehört nämlich Beliar und dieser wird ihm dabei helfen die Welt der Innos gläubigen zu vernichten! Aber du wist niemandem hiervon erzählen, du wist für immer in diesem Tempel gefangen sein!“
„Und warum tötet ihr mich nicht gleich?“ fragte Cavalorn.
„Dann hätten wir ja keinen Köder mehr für deinen Freund, den Wassermagier Myxir!“
Cavalorn bekam immer mehr Angst, woher wusste dieser Schwarzmagier von Myxir? Bevor er noch irgendetwas sagen konnte war Milten verschwunden und er war alleine in diesem Raum. Was sollte er nur tun?

Chip
25.12.2005, 14:07
Kapitel 13: Der falsche Feuermagier

Milten, welcher inzwischen wieder seine Kapuze angezogen hatte, Teleportierte sich mitten vor Ravens Zelt hinter dem Orkwall. Die Orks verwunderte der Anblick zwar aber aufhalten wollten sie den Diener Beliars auch nicht. Milten betrat das Zelt, wo Raven noch immer auf dem Thron des Toten Hosh-Paks saß. Rechts von ihm stand Thorus und links von ihm die Kreatur. Milten zog den Eingansvorhang zu damit die Gardisten, welche vor dem Zelt standen nichts sehen konnten. Schließlich nahm er seine Kapuze ab.
„Was tust du hier?“ fragte Raven. „Du solltest doch im Lager bleiben.“
„Ich weiß aber ich muss dir etwas wichtiges mitteilen.“ antwortete Milten. „Einer der Wassermagier hat das Massaker überlebt, sein Name ist Myxir!“
„Was aber ich dachte alle sind tot!“ sagte Raven und warf der Kreatur dabei einen verachtenden Blick zu.
„Ich habe alle Wassermagier getötet, die sich am Tempel befanden!“ erwiderte die Kreatur.
„Der Wassermagier muss sich in Khorinis befunden haben als das Massaker stattfand.“ sagte Milten.
„Sein Fehler was nur, unsere Freunde die Piraten aufzusuchen und um ihre Hilfe zu bitten, Greg hat mir alles erzählt. Außerdem hat der Wassermagier einen Spion in unser Lager eingeschleust, welchen ich aber schon gefangen habe.“
„Warum hast du ihn nicht getötet?“ fragte Raven.
„Er wird mir als Köder für den Wassermagier dienen.“ antwortete Milten.
„Nun wo du schon einmal hier bist, kannst du uns bei den Paladinen helfen.“ sagte Raven.
„Inwiefern soll ich euch bei ihnen helfen?“ fragte Milten.
„Ich möchte, dass du dich in deiner Feuermagierrobe in die Burg begibst und sobald ich dir ein Zeichen gebe das Burgtor öffnest.“ antwortete Raven.
„Und was für ein Zeichen wird das sein?“ fragte Milten.
„Ich werde ein Orkhorn ertönen lassen.“ antwortete Raven. „Am besten begibst du dich sofort in die Burg. Ich nehme an du hast noch deine Teleportrune für die Burg?“
„Natürlich habe ich sie noch.“ erwiderte Milten. „Dann mache ich mich mal auf den Weg.“
Milten zog seine Robe der Suchenden aus und die Robe der Feuermagier an. Danach aktivierte Milten die Teleportrune und ein paar Sekunden später war er verschwunden.

Milten stand nun im ehemaligen Tempel der Feuermagier in der Burg. Er betrat den Burghof und wurde sogleich von Tandor begrüßt.
„Meister Milten, ihr seid wieder da.“ sagte Tandor voller Freude. „Wir dachten schon ihr wärt für immer verschwunden, am besten geht ihr sofort zu Kommandant Garond.
„Das werde ich.“ sagte Milten und begab sich in Richtung Haupthaus. Überall im Burghof standen die Ritter und Waffenknechte des Königs herum und Milten musste voller Vorfreude daran denken, wie diese schon bald tot auf dem Boden liegen würde, allen voran Kommandant Garond.
Milten betrat das Haupthaus und begab sich sofort in den Thronsaal. Kommandant Garond selbst saß auf dem Thron und unterhielt sich mit den beiden Paladinen Parcival und Oric. Als er Milten sah kam sofort ein Lächeln über sein Gesicht.
„Milten ihr seid wieder da, oh wie mich das freut.“ sagte Garond. „Unsere Lage hier wird immer Schlimmer und wir können eure Hilfe im Kampf gegen das Böse wirklich gebrauchen.“
„Das freut mich zu hören.“ antwortete Milten, doch in Wirklichkeit erfreute ihn etwas ganz anderes. „Was könnt ihr mir über die aktuelle Situation sagen?“
„Die Orks werden immer Zahlreicher und einer unserer Späher meinte sogar, er habe gesehen wie einige Menschen die Reihen der Orks passiert haben ohne angegriffen zu werden. Sie sollen sich sogar hinter dem Orkwall befinden! Es handelt sich entweder um Gefangene oder verbündete der Orks, wobei ich ersteres eher ausschließen würde da die Orks so gut wie nie Gefangene machen.“
„Das hört sich wirklich nicht gut an.“ sagte Milten, wobei sein innerliches Grinsen immer größer wurde. „Wenn ihr nichts dagegen habt würde ich mich gerne etwas auf den Mauern der Burg umsehen. Vielleicht kann ich von dort aus erkennen was die Orks vorhaben.“
„Natürlich dürft ihr euch umsehen.“ antwortete Garond. „Ihr hättet es mich nicht einmal fragen müssen, ich meine wenn ich einem Feuermagier nicht mehr trauen kann, wem dann?“
„Da habt ihr natürlich Recht.“ erwiderte Milten. Die Leichtgläubigkeit dieses Paladins gefiel ihm immer mehr.
Milten verlies den Thronsaal und betrat wieder den Burghof. Kurze Zeit später stand er schon auf der Mauer, genau neben der Burgtorwache.

Chip
29.12.2005, 15:28
Kapitel 14: Die Schlacht um das Minental

Die Sonne ging bereits unter und noch immer wartete Milten auf der Burgmauer. Es verging Stunde um Stunde bis sich auf einmal das Haupttor der Orkpalisade öffnete und sich die Hauptstreitmacht der Orks, angeführt von Raven der Burg näherte. Auf halber Strecke gab Ur-Shak einem der Orks ein Zeichen, woraufhin dieser in sein Orkhorn blies. Sekunden später hatte Milten auch schon die Burgtorwache mit einem Dolch erledigt und nahm ihr den Schlüssel für den Raum mit der Torwinde ab. Milten betrat den Raum und betätigte die Winde, woraufhin das Tor geöffnet wurde. Dutzende Orks stürmten herein und fielen über die überraschten Ritter und Waffenknechte her. Die Königstruppen kämpften tapfer, doch die Orks waren zu zahlreich. Ein Soldat nach dem anderen fiel in der Schlacht, bis nur noch die Ritter und Paladine übrig waren. Währenddessen begab sich Milten wieder in das Hauptgebäude ohne gesehen zu werden. Er stürmte in den Thronsaal wo nur noch Garond, Oric und Parcival waren. Der Rest kämpfte entweder gegen die Orks oder war schon gefallen.
„Milten die Orks, wie konnte so etwas geschehen?“ fragte Garond.
„Das weiß nur Innos.“ antwortete Milten. „Wir könnten unsere Chancen vielleicht etwas erhöhen, wenn ihr Oric und Parcival auch in die Schlacht schickt, ich werde stattdessen auf euch aufpassen.“
„Gute Idee.“ erwiderte Garond. „Oric, Parcival in die Schlacht!“
Ohne zu zögern taten die beiden Paladine wie Garond ihnen befohlen hatte und stürzten sich in die Schlacht. Die beiden waren gerade weg, als Garonds Kopf schon abgetrennt auf dem Fußboden lag. Milten selbst saß nun auf dem Thron des toten Kommandanten.
Draußen im Burghof fegte derweil die Kreatur durch die Reihen der noch Lebenden. Auch die Gardisten und Suchenden kämpften voller Tatendrang. Raven selbst schaute sich die Schlacht größtenteils nur an. Aber als er sah wie zwei Paladine aus dem Haupthaus in die Schlacht gestürmt kamen, konnte er sich den Spaß nicht nehmen, diese selbst zu erledigen. Er näherte sich Oric mit gezogener Klaue. Der Paladin wehrte sich tapfer, doch Raven war ihm Haushoch überlegen. Nach und nach trennte Raven dem Paladin die Gliedmaßen ab, bevor dieser schließlich zusammenbrach. Parcival war da schon ein anspruchsvollerer Gegner. Man merkte deutlich, dass dieser Paladin ein Meister des Zweihandschwertes war. Sie kämpften lange und es sah schon fast danach aus, dass der Paladin gewinnen würde, als er auf einem mal von einem Blitz getroffen wurde. Raven hatte die Macht der Klaue auf Parcival losgelassen und enthauptete den gelähmten Paladin. Kurze Zeit später waren bis auf Tandor alle Paladine und Ritter tot. Die Kreatur flog auf den Ritter zu und biss ihm den Kopf ab. Raven selbst begab sich, gefolgt von Thorus, der Kreatur, seiner Garde und des Suchenden ins Haupthaus, wo Milten noch immer auf dem Thron saß.
„Du konntest es wohl nicht erwarten Garond zu Beliar zu schicken.“ sagte Raven, während er den Kopf des toten Kommandanten aufhob.
„Ihr habt da draußen aber auch ein schönes Massaker veranstalten.“ erwiderte Milten und stand vom Thron auf, so das Raven sich setzen konnte.
„Du hast wirklich ganze Arbeit geleistet Milten.“ sagte Raven, welcher inzwischen auf dem Thron saß. „In Anbetracht deiner Leistungen befördere ich dich hiermit zu einem Schwarzmagier. Trage diese Robe mit Stolz.“
Raven reichte Milten die neue Robe, welche dieser auch sofort anzog.
„Ich danke dir und verspreche, dass ich Beliar nicht enttäuschen werde!“ sagte Milten. „Wann werden wir nach Khorinis aufbrechen?“
„Schon sehr bald.“ antwortete Raven. „Die Menschen dort werden schon bald untergehen!“

Chip
05.01.2006, 13:32
Kapitel 15: Der Retter in der Not

Verzweifelt saß Myxir in einer Höhle irgendwo im Süden Jharkendars, während er schwer am Bauch blutete. Die letzten Stunden waren wirklich schrecklich gewesen. Während er am Tempel gewartet hatte kam einer der Piraten vorbei und sagte ihm, dass Kapitän Greg ihn dringend sprechen wollte. Anscheinend hatte der Kapitän wichtige Informationen für ihn. Nichts ahnend folgte Myxir dem Piraten in den Talkessel, wo Greg in einer versteckten Höhle wartete. Kurz nachdem Myxir ihn gefragt hatte, warum sie sich hier und nicht im Piratenlager trafen hatte ihm einer der Piraten schon einen Dolch in den Bauch gerammt. Greg fing an zu lachen und erzählte Myxir, was mit Cavalorn passiert war und das die Piraten für Raven arbeiteten. Man nahm ihm alle seine Tränke und Runen ab und ließ ihn liegen, damit er dort verbluten konnte. Die Wunde war zwar tödlich aber es würde Stunden, wenn nicht sogar Tage dauern, bis man daran starb. Myxir nahm alle seine Kraft zusammen und machte sich auf den Weg zum Tempel. Als er dort ankam sah er wie die Anlage von einem ganzen Haufen Banditen bewacht wurde. Er ging wieder weg und suchte sich eine sichere Höhle die er auch fand. Genau in dieser Höhle befand er sich im Moment. Die Schmerzen wurden immer schlimmer und Myxir schläfriger. Er kämpfte mit aller Kraft die er noch hatte dagegen an einzuschlafen, doch schließlich besiegte ihn die Müdigkeit und es wurde dunkel. „Jetzt werde ich in Beliars Reich eingehen.“ dachte Myxir noch, bevor er das Bewusstsein verlor.

Myxir kam in einem warmen Bett zu sich und sah wie auf einem Tisch Essen für zwei Personen stand. Ein Mann in Lederrüstung betrat die Hütte und setzte sich an Myxirs Bett.
„Geht es euch wieder besser?“ fragte der Mann.
„Ja, danke.“ antwortete Myxir. „Wer seid ihr und wie komme ich hier her, eigentlich müsste ich Tot sein.“
„Ihr seid nicht Tot.“ antwortete der Mann. „Ich fand euch Bewusstlos in einer Höhle liegen, als ich Jagen war. Ich erkannte eure Robe und habe euch hierher in mein Haus gebracht und eure Wunden behandelt.“
„Das war zu gütig von euch.“ sagte Myxir. „Darf ich fragen wie euer Name lautet?“
„Meinen Namen habe ich schon vor langer Zeit vergessen, ich bezeichne mich selbst nur als den Eremiten.“ sagte der Eremit. „Wie kommt es das ein Diener des Adanos blutend in einer Höhle liegt?“
„Ich wurde von den Piraten am westlichen Strand verraten.“ antwortete Myxir. „Sie hatten behauptet mir bei der Suche nach einem Freund zu helfen aber inzwischen ist sogar noch ein zweiter Freund von mir verschwunden allerdings weiß ich, dass dieser im Banditenlager im Sumpf gefangen gehalten wird.“
„Das sieht nicht gut aus.“ sagte der Eremit. „Der Sumpf und die Banditen sind gefährlich und neuerdings bewachen sie auch diese Alte Tempelanlage im Zentrum von Jharkendar. Der einzige halbwegs sichere Weg zu den Banditen führt über ein geheimes Höhlensystem zwischen dem Canyon und dem Sumpf. Allerdings besteht dabei immer noch die Gefahr von den Banditen oder den Piraten erwischt zu werden.“
„Das ist egal.“ sagte Myxir. „Ich muss jede Möglichkeit in Betracht ziehen die es gibt.“
„Da sie ein Diener des Adanos sind und es ihnen wirklich wichtig zu sein scheint werde ich ihnen helfen so gut ich kann.“ sagte der Eremit. „Im Moment sollten sie sich aber noch ein paar Tage ausruhen, bis ihre Wunden verheilt sind. Haben sie Hunger?“
„Ja und zwar sehr.“ antwortete Myxir.
„Dann lassen sie uns was essen.“ sagte der Eremit. „Es gibt frischen Graslandscavenger mit feinen Kräutern und dazu eine gute Milch.“

Chip
19.02.2006, 12:15
Kapitel 16: Traum oder Wirklichkeit?

Khorinis stand in Flammen! Überall in der Straßen lagen die Körper toter Menschen und diejenigen, wo noch lebten wurden von den Ork, welche die Stadt angriffen erbarmungslos gejagt. Inmitten der Orks stand ein Mann in schwarzer Rüstung mit einem Schwert, welches eine dunkle Aura ausstrahlte, wie man sie noch nicht erlebt hatte. Neben dem Mann stand eine Kreatur die aus Beliars Reich stammen musste, so grausam wirkte sie auf die Bürger von Khorinis. Als die Schlacht vorbei war lebten nur noch zwei Menschen, Lord Hagen und Lord Andre. Der Mann in der schwarzen Rüstung näherte sich ihnen und enthauptete Lord Hagen mit seinem Schwert. In Andre stieg die Angst immer mehr und gerade als auch er enthauptet werden sollte, verschwand alles um ihn herum und ihm wurde bewusst, dass er das alles nur geträumt haben musste. Um sicher zu gehen, verlies Andre sein Bett und betrat den Vorhof der Kaserne. Die Stadt wirkte so ruhig wie immer und es schien als wäre alles in Ordnung. Die Miliz bewachte die Stadttore und als Andre sie fragte, ob ihnen irgendetwas Seltsames aufgefallen sein, antworteten sie mit einem Nein. Beruhig zog sich Andre in die Kaserne zurück und setzte seinen Schlaf fort. Der Traum kehrte nicht wieder aber während Andre schlief betrat eine zweite Person sein Quartier.
„Lord Andre, ihr müsst aufwachen.“ sagte diese.
Andre der von diesen Worten geweckt wurde, rieb sich erst einmal die Augen. Er konnte die Umrisse einer männlichen Person erkennen welche auf ihn zuschritt. Der Mann setzte sich auf den Rand von Andres Bett und fing an zu sprechen.
„Wenn ich mich nicht täusche hattet ihr heute Nacht einen merkwürdigen Traum, nicht wahr?“ fragte die Person.
„Woher wisst ihr das?“ erwiderte Andre erstaunt.
„Ich weiß vieles, was auf diesen Inseln vor sich geht und muss euch leider mitteilen, dass euer Traum bald Wirklichkeit werden wird Andre! Die Orks haben die Burg im Minental längst erobert und Garond mitsamt seinen Männern erschlagen.“
Der Schock dieser Nachricht stand Andre ins Gesicht geschrieben. Nachdem er sich wieder gefasst hatte ergriff er das Wort.
„Aber was hat das alles mit mir zu tun?“ fragte Andre.
„Es mag euch vielleicht nicht bewusst sein aber ihr spielt eine wichtige Rolle in diesem Spiel, wenn nicht sogar eine der wichtigsten. Ihr habt euch den Paladinen wegen eures Glaubens angeschlossen und nicht weil ihr die Macht über das Volk haben wolltet, wie viele eurer Ordensbrüder. Ihr müsst Khorinis um jeden Preis verteidigen, Beliars Schergen dürfen die Stadt nicht bekommen! Sorgt dafür, dass die Bürger in Sicherheit gebracht werden und die Verteidigung steht, wenn der Feind kommt. Doch passt auf wem ihr traut, der Feind hat überall seine Spione, ja sogar unter den Feuermagiern!“
Mit diesen Worten stand der Fremde auf und machte sich bereit zu gehen.
„Aber wer seid ihr und warum helft ihr mir?“ fragte Andre.
„Ich helfe euch, weil ich nicht zulassen kann, dass Beliar die Macht über dieser Welt bekommt. Falls dies nämlich geschehen sollte, ist die Menschheit für immer verloren!“
„Und wie lautet euer Name?“ frage Andre ein zweites Mal.
„Man nennt mich Angar. Einst diente ich Beliar ohne es zu wissen und viele meiner damaligen Brüder tun es auch heute noch. Aber einige haben es wie ich geschafft seinem Bann zu entfliehen und wir haben uns das Ziel gesetzt unsere ehemaligen Brüder aufzuhalten. Wie haben uns auf der gesamten Insel verteilt und sehen so gut wie alles was vor sich geht. Wenn die Orks kommen werden wir euch und euren Männern im Kampf zur Seite stehen!“

Chip
13.08.2006, 13:29
Kapitel 17: Zukunftsaussichten

Ur-Shak ging durch den Burghof und betrachtete seine Brüder dabei, wie sie den toten Menschen die Köpfe abtrennten und an ihre Gürtel hängten. Dies war ein altes Ritual bei den Orks, je höher der Rang des Menschen war, dessen Kopf an seinem Gürtel hing, desto mehr wurde der einzelne Ork von seinen Stammesbrüdern respektiert und gefürchtet zugleich. Für die schwächeren Ork blieben daher nur die einfachen Milizen übrig. Ur-Shak selbst hatte dieses Ritual nie gutgeheißen. Als Schamane musste er zwar keine Köpfe sammeln, seine Position war auch so schon hoch genug, aber dennoch war er der Meinung, dass jedes Intelligente Lebewesen, egal ob Mensch oder Ork ein Begräbnis verdient hatte. Seine Gedanken brachte er jedoch nie zur Aussprachen, es würde ihn seine Position als Anführern, seine Ehre und seinen Kopf kosten, würde er dieses alte Ritual öffentlich in Frage stellen.
Während Ur-Shak immer noch in Gedanken versunken war, betrat Thorus den Hof.
„Ur-Shak, Raven will dich sprechen.“ sagte Thorus in einem Ton, den man nicht missverstehen konnte und begab sich wieder ins Haus. Ur-Shak folgte ihm.

Angar verließ die Kaserne und die Stadt Khorinis. Etwas außerhalb des Stadttores stand ein Mann, welcher dieselbe Rüstung trug wie Angar.
„Habt ihr mit Lord Andre gesprochen, alter Freund?“ fragte der Mann.
„Ja das habe ich mein lieber Lester,“ antwortete Angar. „Er ist noch sehr verwirrt wegen dem, was ich ihm erzählt habe aber ich glaube, dass wir auf ihn zählen können.“
„Sehr gut, wir können jede Unterstützung im Kampf gegen Beliar und seine Schergen gebrauchen, doch nun lasst uns in unser Lager zurückkehren.“ sagte Lester, woraufhin sich die beiden auf den Weg machten.

Ur-Shak betrat Ravens „Thronsaal“ wo Raven sich mit Milten unterhielt. Thorus machte seinen Meister darauf aufmerksam, dass Ur-Shak eingetroffen war, woraufhin dieser anfing mit dem Orkanführer zu sprechen.
„Da seid ihr ja endlich Ur-Shak, ich habe wichtige Dinge mit euch und den anderen zu besprechen.“ sagte Raven.
„Ich hören euch zu mein Gebieter.“ antwortete Ur-Shak in einem sehr unterwürfigen Ton.
„Wir werden Khorinis innerhalb der nächsten Tage angreifen.“ sagte Raven. „Und ich habe auch schon einen Plan ausgearbeitet, wie wir die Stadt erobern werden. Ich werde mich mit meinen Banditen den Stadttoren nähern und Lord Hagen zum Schein in Verhandlungen verwickeln, schließlich weiß er ja nicht, dass ich mehr bin als der Anführer der Banditen.“ Raven grinste und nahm sich einen großen Schluck Wein. Als Becher diente ihm nichts Geringeres als der ausgehöhlte Kopf von Garond. „Während ich mit Hagen verhandle werden sich die Orktruppen unter Kommando von Ur-Shak der Stadt von See nähern aber nur so weit, dass man sie vom Hafen aus nicht sehen kann. Die Bote selbst befinden sich in Jharkendar bei meinen Verbündeten den Piraten. Während die Orks warten und ich verhandle nähern sich Milten und seine Suchenden als Feuermagier und Novizen verkleidet der Stadt. Nachdem die Verhandlungen „gescheitert“ sind, warten wir bis es dunkel wird. Dann werden Milten und seine Männer die Torwachen für uns erledigen, die Tore öffnen und schließlich Ur-Shak und seinen Männern ein Zeichen geben, dass der Angriff beginnt.“
Raven fing nun an Lauthals zu lachen und zwar auf eine grausame und blutrünstige Art, während er von seinen Männern bejubelt wurde.

Chip
15.08.2006, 13:43
Kapitel 18: Die Festung der Überlebenden

Nach einem langen und gesprächsreichen Fußmarsch kamen Angar und Lester endlich an ihrem Ziel an, der Festung des „Orden der Sumpfbrüder.“ Es war allerdings keine echte Festung aus Stein, sondern eine Palisadenfestung aus Holz. Gut genug zum Schutz vor wilden Tieren aber nicht besonders zur Verteidigung geeignet. Die Festung befand auf einem kleinen Berg, welcher sich zwischen dem Sonnenkreis der Feuermagier und der Höhle eines Schwarzen Trolls befand. Auf den Berg selbst konnte man nur mit Hilfe eines kleinen gut versteckten Trampelpfades gelangen, klettern würde sehr viel länger dauern. Ab und an fand auch mal ein wildes Tier über den Trampelpfad auf den Berg, doch die Jäger des Lagers hatten dieses schnell mit ihren Bogen erledigt. In der Festung selbst lebten alle Mitglieder des ehemaligen Sumpflagers, die nicht Tot waren oder unter der Kontrolle Beliars standen. Aber es lebten nicht nur ehemalige Sumpfler hier, sogar einige Mitglieder des ehemaligen Neuen und Alten Lagers, welche zusammen mit den Sumpfler aus der Barriere geflohen waren gehörten mittlerweile zum „Orden“. Angar selbst war der Anführer dieser Gemeinschaft, Lester sein Stellvertreter. Nach der Flucht aus der Barriere hatte er seine Gruppe hierher geführt, nachdem ihm dieser Ort in einer Vision gezeigt worden war. Angar wusste das es Innos gewesen war, der ihm diese Vision geschenkt hatte. Als sie den Berg erreicht hatten, ließ sich die Gemeinschaft hier nieder und Angar lehrte sie von diesem Tag an den festen Glauben an Innos. Sogar eine kleine Kapelle wurde Innos zu ehren errichtet, in der die Gemeinschaft zu ihm Beten konnte. Die Kapelle war außer dem Haupthaus in dem Angar und die anderen Führer des Lagers lebten das einzige Gebäude aus Stein innerhalb der Festung, alle anderen Gebäude bestanden aus Holz. Die Gemeinschaft lebte hier glücklich und zufrieden zusammen und jeder trug seinen Teil dazu bei, damit es so bleiben konnte. Doch eines Nachts schenkte Innos Angar eine weitere Vision. Die Stadt Khorinis lag in Trümmern, Orks töteten alle Bürger und inmitten des Chaos stand ein Mann, den Angar noch aus der Barriere kannte. Raven! Doch diese Vision war nicht alles, Angar hörte in dieser Nacht Innos Göttliche Stimme und diese erteilte ihm den Auftrag Beliars Diener um jeden Preis aufzuhalten, doch das währe nur möglich, wenn sich die Menschen von Khorinis zu einer Streitmacht vereinigen würden. Aber vor allem musste Angar vier Männern, vier Streiter des Guten von Beliars Plan Khorinis zu vernichten berichten. Er sah diese Männer in jener Nacht als ob sie vor ihm gestanden währen und hörte Innos ihre Namen rufen. Myxir, Cavalorn, Andre, Lee. Andre hatte Angar schon auf seiner Seite und Morgen wollte er Lee aufsuchen aber wo er die letzten beiden Männer finden sollte, wusste er selbst nicht. Innos hatte seit dieser Nacht nicht mehr zu ihm gesprochen und Angars Späher konnten keinen der beiden Männer in Khorinis ausfindig machen. Momentan war es aber sowieso wichtiger Lee und seine Söldener aufzusuchen. Angar verabschiedete sich von Lester, wünschte ihm eine gute Nacht und begab sich ins Haupthaus, wo er sich kurze Zeit später Müde und erschöpft in sein Bett fallen ließ. Kurz darauf war Angar auch schon eingeschlafen und schnarchte vor sich hin. Er hatte nicht die geringste Ahnung, was in dieser Nacht noch alles passieren sollte.