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Schreibfeder
17.07.2005, 19:35
Der Orkkrieg

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Kapitel 1

König Robar der Zweite saß auf seinen Trohn im Beratungszimmer.
Zusammen mit Rador, den Berater des Königs, starrte der König die Karte seines Reiches an. Er hatte keine Ahnung, wie viele Truppen die Orks hatten. Sie kamen vom Norden. Am Anfang waren die Orks keine Bedrohung. Doch nun hatten sie die nördlichen Städte eingenommen. Man sagt, das diese Orks Kreaturen Belias seien. Plötzlich platzte ein Bote in den Beratungsraum.
„Mein König!“ der Bote verbeugte sich. „Es ist etwas furchtbares geschehen!
Die Orks haben Helera eingenommen!“
Der König sagte nichts. Er gab den Boten ein Zeichen. Er sollte sich zurückziehen. Der Bote verließ den Raum.
„Ich habe es gewusst“ murmelte Robar.
Der Berater nickte. „Was werdet ihr tun? Was ist, wenn diese Orks wirklich Gesandte Belias sind?“
„Daran, mein Freund, besteht kein Zweifel mehr“ lachte der König.
„Siehe, sie haben den gesamten Norden eingenommen! Das ist für mich ein Beweis; sie sind Belias Untergeordnete.
„Doch was wollt ihr gegen diese Bedrohung unternehmen? Sie haben Helera eingenommen. Die Hauptstadt des Nordens.“
„Ja, das ist richtig“ der König schien tief in Gedanken gesunken zu sein. Der Krieg mit den anderen Menschenvölkern war zu Ende. Nun galt es die Orks zu vernichten.
Da öffnete sich die Tür erneut.
„Lee“ der König blickte auf. „Ich bin froh euch zu sehen!“
„Ich fühle mich geehrt“ Lee verbeugte sich.
„Lee, ich habe einen Auftrag für euch“ sagte der König. Er klang sehr ernst.
„Ihr müsst die Bedrohung der Orks beenden.“ Der König stand auf und schritt zu Lee. Er legte die Hand auf seine Schulter.
„Ihr habt euer Können schon bei der schlacht um Varant unter beweiß gestellt.
Nun müsst ihr die Gesandten Belias aufhalten!“
„Ich werde mein bestes geben, mein König“ Lee verbeugte sich erneut und verließ den Raum. Der König schritt zu seinem Trohn und ließ sich darauf fallen.
„Rador, lasst mich allein!“
Der Berater verließ nun auch den Raum. Der König lehnte sich zurück.
„Orks“ murmelte er. „Die Gesandten Belias.“
Der König wusste, das diese Orks mehr als nur eine kleine Bedrohung waren.
Sie waren eine richtige Gefahr.
Der König wusste nicht, wie recht er damit hatte.

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18.07.2005, 17:26
„Kommandant Lee?“ ein Paladin fragte nach dem Führer.
„Ja, Harad. Ich bin Lee. Und ihr musst der zweite Befehlshaber sein?“ antwortete Lee,
„Das ist richtig, mein Herr. Unter mir stehen 200 Mann“ antwortete der Paladin und wies mit einer Handbewegung zu einigen Zelten. Diese standen auf einem Hügel vor der Hauptstadt.
„Gut. Unter meinen Befehl kämpfen 500 Mann. 700 wären genug die Bedrohung der Orks zu beenden“ entgegnete Lee.
Beide schritten durch die Reihen der Zelte. Sie beratschlagten, wie sie die Orks aufhalten sollten. Sie wussten nicht, wie stark die Orks waren. Deswegen mussten sie vorsichtig vorgehen. Doch Harad war sicher, dass Lee die Bedrohung beenden könnte. Schließlich war Lee der Sieger von Varant, wo er die dreifache Übermacht bezwang.
„Euer Ruhm, mein Herr, ist bis zu uns gedrungen. Euer Sieg bei Varant hat mich zutiefst beeindruckt“ sagte Harad.
„Nun“ antwortete Lee. „Damals war mir die stärke des Gegners bekann. Heute weiß ich bei Beliar nicht, wie stark diese Orks sind. Und gegen etwas Unbekanntes anzutreten ist äußerst schwierig.“
„Aber ihr werdet es doch meistern, oder?“ Harad schien besorgt.
„Schließlich ist der Menschenkrieg keine 5 Monate alt. Ein neuer Krieg würde dem Land nichts gutes einbringen. Die Bürger sind in Aufruhe. Sie wollen nicht noch einen Krieg erleben.“
Lee nickte nur. Harad hatte recht. Einen Krieg konnte sich Robar nicht leisten.
Deswegen musste er diese Orks so schnell wie möglich beseitigen.
„Mein Herr, glaubt ihr an die Gerüchte? Glaubt ihr, dass die Orks Gesandte Belias sind?“ fragte Hard.
„Der König zweifelt daran nicht“ antwortete Lee.
„Und ihr?“
„Nun, wir werden sehen, Harad. Morgen werden wir aufbrechen. Dann werden wir sehen“ entschied Lee. Harad nickte und ging in sein Zelt. Lee schritt wieder zurück zur Stadt. Er wusste nicht, ob an diesen Gerüchten etwas Wahres dran war. Doch er war besorgt. „Nicht noch ein Krieg“ murmelte er.
„Nicht noch einer!“

„Lauf nicht zu weit!“
„Ja Mama!“ ein kleiner Junge lief immer weiter vom Dorf weg. Er spielte gerne mit seinen Freunden an der großen Weide. Fröhlich über das Treffen tollte das Kind über eine Blumenwiese. Seine Ältern waren über die Gerüchte der Orks besorgt, doch den Jungen kümmerte es nicht.
„Sollen sie doch kommen!“ brüllte der Junge und schlug mit einem Ast um sich.
„Ich werde alle Orks töten!“
Dann hörte das Kind Schreie. Entsetzt ließ er den Stock fallen.
„W...w...was war d...das?“ stammelte es.
Vorsichtig schlich das Kind weiter. Die Schreie waren Verstummt.
Doch dann schrie das Kind selber. Es schrie voller Angst. Was er da sah, war abscheulich. An der Weiden waren seine Freunde. Aufgespießt auf großen Lanzen. Von fernen sah man noch den Orktrupp, der sich schnell entfernte.
Doch ein Ork ging nicht mit den Anderen weg. Er stand noch immer unter der Weide. Als das Kind schrie, zog der Orks seine Waffe und rannte auf den Menschen los.
„Ge weg!“ schrie das Kind. Doch der Ork brüllte nur und schwang seine Axt.
Plötzlich hörte der Junge ein zischen. Der Ork blieb plötzlich stehen und lies die Axt fallen. Ein Pfeil ragte aus seiner Kehle. Dann viel der Ork rücklings um.
„Komm, Farad! Schnell weg hier!“ Es war der Jäger aus dem Dorf. Noch immer schluchzend rannte Farad zusammen mit den Jäger zurück zum Dorf.
Doch nach einigen hundert Metern blieb der Jäger entsetzt stehen. Hinter einen Hügel stieg Rauch auf. Das Dorf stand im Brand.

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18.07.2005, 21:33
Kapitel 2

„Die Hauptarmee befindet sich auf den Weg, mein König. In drei Tagen haben sie das Gebiet der Orks erreicht“
„Danke, ihr dürft euch entfernen“ sagte der König.
Robar lehnte sich in seinen Trohn zurück und dachte nach.
Er hoffte, dass Lee es schaffen würde. Ein weiterer Krieg wäre fatal.
Doch mit Hilfe des Erzes aus Korinis würde er es schon schaffen, einen Krieg zu vermeiden. Im nördlichen Teil des Landes tobte zwar schon der Krieg, doch musste er wenigstens den Krieg hier im Süden verhindern.

Es war Nacht. Auf einem Hügel standen Zelte. Es war das Lager der Hauptarme des Königs. Lee und Harad standen in einem Zelt und berieten die nächsten Schritte.
„Am besten ist es, wenn wir......“ Harad wurde unterbrochen. Ein Bote kam keuchend in das Zelt gerannt.
„Mein Kommandant! Späher haben ein paar hundert Meter ein verbranntes Dorf gefunden.“
„Weiter“ sagte Lee.
„Wir“ sprach der Mann weiter „haben einen Mann mit einen Kind gefunden. Sie berichteten, dass Orks das Dorf überfallen haben“
„Die Orks sind also schon weit vorgedrungen. Zu weit. Gebe den beiden ein Zelt. Versuche mehr herauszufinden“ sagte Lee.
„Was haltet ihr davon?“ fragte Harad Lee nachdem der Bote weg war.
„Diesmal sind sie zu weit gegangen“ sagte Lee zornig.
„Morgen werden wir einige Truppen entsenden. Wir werden die Orks überfallen. Aber keinen direkten Angriff!“ sagte Lee.
„Was habt ihr vor?“ fragte Harad.
„Wir werden Orks gefangen nehmen. Schließlich sollen unsere Truppen erfahren, mit was sie kämpfen!“ antwortete Lee.
Harad´s Augen weiteten sich.

„Dieser Lee ist uns ein Dorn im Auge!“ sagte Hartor, ein Baron de Königreichs
Myrtana.
„Das ist richtig. Wir müssen den Bastard loswerden“ sagte ein Anderer.
„Wie, bei Beliar, sollen wir das anstellen! Dieser Kommandant Lee hat mehr Einfluss auf den König, als wir!“
„Wir müssen diesen Kerl beseitigen, oder wir sind nur noch Spielpuppen, die hier nicht zu melden haben.“ Die Barone sprachen noch eine Weile, dann fassten sie einen Entschluss.

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18.07.2005, 22:06
Staunend standen die Paladine um den Käfig herum. Immer wieder deuteten sie auf den gefangenen Ork. Harad hatte, mit fünf anderen Paladinen, einen Orktrupp überfallen. Dabei ist es ihm gelungen einen Ork lebend zu erwischen.
Nun stand der Ork im Käfig und wurde weiterhin von den Paladinen beäugt.
Den Ork gefiel das ganz und gar nicht. Er brüllte immer wieder und versuchte verzweifelt aus dem Käfig zu entkommen. Einige Paladine stupsten den Orkkrieger mit den Knauf ihres Schwertes. Immer wieder lachten sie auf, wenn der Ork versuchte, nach den Schwert zu schlagen.
„Na du widerliches Vieh!“ lachte ein Paladin.
Wehrendessen saßen Lee und Harad im Beratungszelt und untersuchten die Orkischen Waffen.
„Wollen wir mal schauen, was so eine Orkwaffe aushält!“
Mit diesen Worten holte Lee mit seinem Schwert aus und schlug mit ganzer Kraft gegen die Orkwaffe, die sofort zerbrach.
„Anscheinend nicht sehr viel“ sagte Harad.
„Vermutlich gießen sie die Waffen nur“
„Ich glaube nicht, das die Waffe bei einem Ork gut geschmiedet sein muss. So ein Ork hat einen starken Hieb. Da ist die Waffe nicht entscheidend“ sagte Lee.
„Große Fechter sind sie jedenfalls nicht“ lachte Harad.
„Nein!“ lachte auch Lee. „Nein, das sind sie nicht.
Beide mussten gegen einen Ork kämpfen. Und erfuhren, dass nur der erste Schlag gefährlich war. Im einen richtigen Kampf hatte ein Ork keine Chance.

„Kruscha! Duschkata, meho daka tu!”
“Balara morhara duda. Garascha duda!”
Im Dunkeln unterhielten sich einige Orks heftig.
Immer wieder wedelten sie mit ihren dicken Tatzen. Gaben Laute von sich; brüllten zustimmen oder jaulten. Obwohl man es nicht erkannte. Die Orks planten etwas. Irgendwann schienen alle Orks zufrieden und brummten zufrieden. Sie waren zornig über die Gefangennahme von einem Bruder. Thokasata war von den Menschen gefangen genommen worden. Jetzt planten sie das gleiche.

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19.07.2005, 17:06
Kapitel 3

„Sch! Leise. Sie dürfen uns nicht hören“ flüsterte Harad zehn Paladinen zu.
Er wollte die Orks beobachten und herausfinden, was sie planten. Er beobachtete die Orks aus dem Dickicht.
20 Orks saßen in einem Kreis und unterhielten sich.
Harad beobachtete sie fasziniert. Diese Orks waren primitiv. Dennoch hatten sie irgendetwas, was Harad interessant fand. Er wusste nicht was.
Hard kratzte sich am Kopf. Er war Paladinmagier. Er konnte solche Sachen spüren. Plötzlich hörte er ein Brüllen. Harad drehte sich um und sah 10 Orks auf ich zurasen. Die Orks, die er beobachtet hatte, kamen ebenfalls angerannt.
„Wehrt euch!“ schrie Harad. Doch die Paladine waren bereits alle tot.
Sie waren in einen Hinterhalt geraten. Harad zog sein Schwert.
Jetzt wusste er, was diese Orks so besonderes an sich hatten.
Es war.....
Harad spürte einen Schlag auf seinen Hinterkopf. Er fiel zu Boden, dann wurde ihm Schwarz vor Augen.
„Kruschta! Murataschka. Tutu, hahahahaha. Die Orks deuteten grunzend auf den Menschen.

Lee stand beunruhigt in seinem Zelt.
„Heda!“ rief er einen Paladin.
„Gibt es noch keine Nachricht von Harad?“
„Nein, mein Herr“ antwortete der Paladin.
Lee schüttelte den Kopf. „Harad müsste schon längst zurück sein“ sagte er zu sich selbst. „Ist da etwas passiert?“
Lee rief zehn Paladine zu sich.
„Hört zu. Harad sollte schon längst zurück sein. Versucht ihn zu finden“ befahl Lee den Soldaten.
„Jawohl!“ der Truppführer salutierte und entfernte sich.

Die Barone trafen sich bei Mitternacht vor dem Stadttor.
„Wann sollen wir unseren Plan durchführen?“ fragte einer.
„Noch nicht. Wir warten, bis er die Orks vertrieben hat. Dan machen wir es“
Die Barone wussten, wenn dieser Plan fehlschlagen würde, müssten sie in den Mienen von Korinis arbeiteten. Und das wollte keiner. Dennoch wollten sie versuchen, Lee zu vertreiben.

„Was siehst du?“ fragte der König Farmontor. Farmontor war der mächtigste Magier des Königreiches. Er hatte die Fähigkeit, seine Augen an jedem Beliebigen Ort verweilen zu lassen ohne selber dort zu sein.
„Ich sehe Lee“ sagte der Magier.
„Und? Weiter!“ sagte der König unkgeduldig.
„Er ist besorgt. Es ist etwas passiert. Etwas schlimmes“ sagte der Magier.
„Und was bringt uns die Zukunft!?“ schrie der König fast.
Der Magier schloss die Augen. Doch dann schrie er plötzlich: „NEIN!! VERSCHWINDE. NEIN!
Der Magier litt Todesqualen. Er fiel zu Boden, schrie wie von Sinnen.
Dann war alles vorbei. Er war tot. Der König starrte mit entsetzen auf die Stirn des Magiers. Ein schwarzes Pentagramm leuchtete darauf.
„Belias Zeichen!“ stammelte der König.

„Macht Platz für Lee!“ schrie ein Paladin.
Lee schritt durch die Reihen der Paladine auf die Leiche zu.
“Was ist geschehen?“ fragte er und untersuchte den toten Paladin.
„Ich weiß es nicht. Ich entdeckte die Leiche als erster. Ich kam aus meinen Zelt und dann lag dieser Paladin schon tot auf den Boden.
Lee betrachtete die Leiche weiter. Dann sah er auf die Stirn des Toden.
„Innos steh uns bei“ sagte er.
Auf der Stirn des Paladins war ein Pentagramm auf.
„Beliar Zeichen!“ sagte ein Paladin.

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21.07.2005, 16:17
Harad kam langsam zu sich. Er öffnete die Augen. Es lag in einem Käfig.
Seine Hände waren gefesselt. Der Käfig wurde von zwei Orks getragen.
Fünf weitere Orks begleiteten den Zug.
„Kruschak, gogata tutakatakoramototo!“ ein Ork bemerkte, das Harad wach war.
„Gutaka!“ brüllte ein anderer Ork.
Harad drehte seinen Kopf nach vorne. Dort lag ein Lager. Als sie es erreichten öffneten die Orks den Käfig. Harad hatte keine Chance zu fliehen. Im Lager selber waren noch drei weitere Orks.
Harad wurde an einem Seil gepackt und ins Lager gezerrt.
„Mukata tu“ sagte einer der Orks und flößte Harad einen Trank ein.
Dieser fiel in einen langen Schlaf.

Als er erwachte, war er an eine Bank gefesselt. Er konnte den Kopf etwas drehen. So sah er auch, dass er in einen kleinen Raum war. An einer Wand hing eine Fackel.
„Hallo?“ keuchte Harad.
Keine Antwort. Harad seufzte und ließ den Kopf zurück auf die Bank fallen.
Er konnte die Decke nicht mal sehen. Der schein der Fackel reichte nicht hoch genug. So blieb Harad liegen und fragte sich, ob die Orks ihn nicht einfach verhungern lassen wollten.

Das neue Geräusch drang nicht sofort an Harads Ohr und er brauchte auch Zeit, um es zu orten. Entsetzt blieb Harads Blick an der Decke haften. Eine, mit Stacheln besetzte Wand sank langsam hinunter.
Er suchte verzweifelt nach einer Möglichkeit zu entkommen. Doch er fand keine. Und die Wand sank immer weiter. Immer tiefer.
„Das war’s!“ dachte Harad. „Innos wollte es so“

Die Tür öffnete sich und ein Baron trat ein.
„Meine Königin“ der Baron verbeugte sich. „Lee bittet euch, das ihr euch zum Lager begebt. Er will euch persönlich über die Lage informieren.“
„So?“ antwortete die Königin. „Dann bereitet ein Pferd für mich vor.“
„Wie ihr wünscht“ sagte der Baron und verließ den Raum.
„Ha!“ der Baron stieß die Faust triumphierend in die Luft.
Der Plan ging auf. Sie würden sowohl Lee, als auch die Königin loswerden.

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30.07.2005, 13:59
Harad hatte die Hoffnung auf Rettung schon aufgegeben. Die Wand war nur noch einige Zentimeter vom seinem Körper entfernt. Ergeben ließ der Paladin seinen Kopf auf die Bank fallen. Doch dann hörte er Geräusche.
„Hallo!?“ schrie Harad.
Die Geräusche kamen näher. Es waren Kampfgeräusche.
Harad hoffte, dass Lee ihn befreite. Und tatsächlich.
Eine Tür öffnete sich und einige Paladine betraten den Raum.
„Kommandant Harad!“ sagte einer der Paladine.
Die Soldaten schnitten die Fesseln durch.
„Endlich haben wir euch gefunden“

Lee stand in seinem Zelt. Späher hatten berichtet, dass eine gigantische Orkarmee auf sie zumarschierte. Lee war besorgt. Die Orks waren stärker als er dachte. Es waren 1000 orkische Truppen. Zwar war der Kampf nicht aussichtslos, jedoch wäre eine Niederlage fatal. Lees Armee war die einzige die den König noch übrig blieb. Wenn die Orks die Schlacht gewinnen würden, wäre das Königreich in großer Gefahr. Das Königreich war noch von dem krieg mit Varant geschwächt.
„Mein Herr?“
Lee schaute auf. Ein Paladin stand in der Zeltöffnung.
„Was!“ brummte Lee genervt.
Plötzlich trat eine schöne Frau in das Zelt.
„Meine Königin?“ sagte Lee überrascht. „Womit kann ich ihnen dienen?“
„Lee, ihr wisst genau das ihr es wart, die mich rief!“ sagte die Königin in einem drohenden Ton.
„Aber nein. Ich rief euch nicht“ erwiderte Lee.
Die Königin wirkte wütend.
„ich reite von der Hauptstadt hierher. Ein Baron sagte, dass ihr sagtet, dass ich mich selber von der Lage überzeugen sollte!“
„Ich“ sagte Lee kalt, „war es nicht der euch rief! Wenn ihr auf einen dummen Streich reinfällt, kann ich euch nicht helfen.
Die Königin wollte etwas sagen, doch dann sagte der Paladin, der interessiert den Wortwechsel zwischen Lee und der Königin beobachtet hatte: „Ähmm.... Kommandant? Die Orkarmee rückt immer näher. Wie lauten eure befehle?“
Lee nickte und schritt aus dem Zelt ohne der Königin einen Blick zu würdigen.

„200 Mann werden die Flanke der Arme angreifen. Jeweils 100 Soldaten werden sich im Wald rechts und links verstecken“ sagte Lee.
Harad nickte.
„Gut. Ich werde die Befehle erteilen!“ antwortete Harad und wollte gerade gehen, als Lee ihn aufhielt.
„Mein Freund. Ich möchte dass ihr nach Korinis segelt! Ihr müsst dort nach den rechten sehen. Aus irgendeinem Grund fiel die letzte Erzlieferung aus“
„Aber Lee! Ich werde mitkämpfen!“ entgegnete Harad verwirrt.
„Nein. Nein das werdet ihr nicht“ sagte Lee.
„Aber....“ fing Harad an.
„Ich habe gesprochen, Harad. Ihr werdet noch heute aufbrechen. Vergisst nicht das der König eine Barriere erschaffen will. Es dürfen auf keinen Fall Orks mit eingesperrt werden“ sagte Lee und gab Harad ein Zeichen.
„Geh jetzt“ sagte Lee noch.
Harad wollte etwas sagen, lies es dann aber. Der Paladin drehte sich um und ging. Doch dann sagte er doch etwas: „Lee. Was ich euch jetzt sage tue ich nicht aus Loyalität zu euch, die habt ihr mit eurem letzten Befehl verloren, sondern aus Liebe zu meinem Land. Ihr haltet die Orks für Tiere. Für dumme Kreaturen.
Doch spürte ich etwas. Diese Orks sind intiligent. Sie werden auf eure Falle nicht hereinfallen!“ mit diesen Worten ging Harad.
Lee schaute ihm lange nach. Dann fasste er einen Entschluss.

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07.08.2005, 19:53
Kapitel 4

„Mein Herr! Die Orks nähern sich“
Lee nickte.
„Alles bereit?“
„Ja natürlich mein Herr. Die Barone des Reiches sind übrigens angekommen.
Sie wollen die Königin begleiten und die Schlacht überwachen“ sagte der Paladin.
„Diese Bastarde? Barone, das ich nicht lache. Sie nennen sich Barone ohne etwas dafür zu tun. Nur weil sie vom adligen Geschlecht abstammen tragen sie diesen Titel“
„Aber Lee...“ wiedersprach der Paladin.
„Ich musste mir meinen Ruhm erkämpfen! Und nun geh und vergewissere dich das alles bereitsteht!“
„Dies tat ich bereits!“ erklärte der junge Man stolz.
„Die Schwertkämpfer sind auf dem Hügel platziert. Die Bogenschützen stehen dahinter. Die Reiter im Wald warten auf euer Zeichen“
Lee nickte erneut. Er drehte sich um und schaute aufs Land.
Fern am Horizont, kaum zu erkennen, konnte man eine schwarze Wolke erkennen. Nur das diese am Boden schwebte, und nicht aus Wasserdampf, sondern aus Orks bestand. Die Orkarmee marschierte schnell.
Bis zum Abend waren sie da.
„Das ist sie also“ sagte Lee. „Die große Schlacht unserer Zeit“
„Lee?“
Lee drehte sich um. Die Königin stand hinter ihm.
„Ich hoffe, dass sie alles unter Kontrolle haben?“ sagte die Königin und sah sich spöttisch um.
Lee hielt seinen Zorn im Zaum.
„Ja, meine Königin. Alles bereit auch wenn es eure geschulten Augen nicht sehen können hat sich meine Armee auf den Berg zurückgezogen um den Höhenvorteil auszunutzen!“ sagte Lee.
Er konnte in den Augen der Königin ein Funkeln erkennen.
„Ich hoffe es“ sagte sie schließlich. Dann stolzierte sie davon.
Lee schüttelte den Kopf.

„Wollten wir nicht warten, bis der Krieg gewonnen ist?“ sagte ein Baron.
„Du Idiot! Sobald diese Schlacht vorbei ist, ist auch der Krieg vorbei. Die Orks haben ihre ganze Macht versammelt“ sagte ein anderer.
„Und wenn die Schlacht geschlagen ist, werden wir Lee aus dem Wege schaffen, zusammen mit der Königin.
Der Baron nickte zuversichtlich.
„Und wenn wir den Krieg verlieren?“
Der Baron hatte auf diese Frage keine Antwort. Er drehte sich um und starrte den Berg hinunter. Die Sonne ging unter und beleuchtete das Schauspiel was sich da bot im einem roten Licht. Das Land im Tal war komplett schwarz.
Schwarz von den Orks. Soweit das Auge reicht Schwarz. Und die Schwärze kam immer näher. Langsam, aber unaufhaltsam. Diese Schlacht würde selbst der Kampf um Varant in den Schatten stellen.
Noch nie war die Bedrohung so groß, der Feind so zahlreich.

Der König kniete nieder und betete. Langsam erhob er sich und schaute auf die Innos Statue vor sich.
„Innos, schütze mein Land. Ich habe hart gearbeitet und habe so alle Menschen vereint. Ich möchte nicht das dies umsonst war“
Die Statue antwortete nicht.
„Bitte...“ fügte der König noch hinzu. Dann verließ er die Kappelle.
„Lee darf nicht verlieren, darf nicht!“

Hard stand auf dem Schiff und starrte ins Meer. Er beobachtete die Wellen.
„Ich werde den Orden der Paladine verlassen“ sagte er.
„Vielleicht werde ich Schmied....“
Voller Abscheu dachte Harad an Lee.
Obwohl er ihn für seinen letzten Befehl hasste, hoffte er, das Lee es schaffte.
Er schloss die Augen und versuchte einen Blick auf das Schlachtfeld zu werfen.
Er hoffte das seine Magie dazu reichte.
Plötzlich spürte er einen brennenden Schmerz auf seiner Hand.
Der Schmerz war unerträglich. Doch dann war er verschwunden. Harad wusste nicht was passiert war. Er öffnete die Hand die er zu einer Faust geballt hatte und erstarrte.
Entsetzt blickte er auf seine Handfläche.
Ein Pentagramm war auf seine Hand gebrannt.
Harad versuchte es abzureiben, vergeblich.
„Stimmt etwas nicht, mein Freund?“
Hard wirbelte herum und versteckte seine Hand hinter dem Rücken.
„N....n....nein! Ich...ähhmmm...............genieße nur die Aussicht!“
Saturas hob die Augenbraun.
„Wirklich, alles in Ordnung?“ hackte Saturas nach.
„Alles bestens“ erwiderte Harad nervös.
Saturas wusste, das Hard etwas verbarg. Er wollte es allerdings dabei belassen.
Der Magier schritt zu seiner Kabine und öffnete die Tür.
Saturas blieb die Luft weg. Er konnte es nicht glauben.
Auf dem Boden seiner Kabine leuchtete ein schwarzes Pentagramm.
Saturas betrat das Siegel. Nichts geschah. Der Magier setzte sich auf seinen Stuhl und dachte nach.
Er kam zu keinem Ergebnis. Selbst Xardas hatte keine Antwort parat.

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08.08.2005, 20:04
„Sagten Sie nicht, es wären nur tausend Orks?“
Lee lachte auf. Er deutete auf das Tal vor ihnen.
Es war Nacht. Die Orks hatten ihr Lager aufgeschlagen und warteten. Auf was wusste niemand.
Ein Meer von Fackeln schmückte das Tal. Es sah fast faszinierend aus.
Nur das diese Schönheit eine große Gefahr barg.
Die Zahl der Orks hatte sich verdreichfacht. Dreitausend!
„Wenigstens ist es dem König gelungen eine weitere Armee aufzubauen“
sagte der Paladin.
„Fünfhundert Mann, nicht schlecht“ sagte Lee.
„Doch 1300 Soldaten reichen nicht!“
„Aber wo sollen wir weitere Männer auftreiben?“ fragte der Paladin.
„Ich weiß es nicht. Bei Innos, ich habe keine Idee!“ Lee stampfte auf den Boden.
„So können wir nicht gewinnen!“ sagte der Paladin zustimmen.
Lee sah auf. Er hatte eine Idee. Sie kam ganz plötzlich.
„Es gäbe eine Möglichkeit.......“ sagte Lee.
„Wir könnten die Normannen um Hilfe bitten“
„WAS! Die Normannen! Mein Herr, sie sind Feinde des Königreiches!“
„Nicht ganz, Lagar“ antwortete Lee. „Sie sind uns nur nicht bedingungslos ergeben! Wenn wir sie dazu bewegen, dass sie für uns kämpfen, hätten wir eine Chance“
Lagar sah ihn zweifelnd an.
„Wie ihr mein. Ich werde Boten schicken“

„He, Garas! Lauf nicht alleine! Du weist das Orks in der Nähe sein können!“
„Was ist schlimmer, Harsad! Orks oder Normannen?“ antwortete Garas, blieb dann aber doch stehen.
„Orks, was denkst du denn!“ sagte Iga gereizt. „Wir haben einen Auftrag, einen wichtigen Auftrag! Wir dürfen nicht versagen“
„Schon gut!“ sagte Garas. „He was ist das? Eine Fackel“
Die drei Paladine liefen auf das Licht zu. Sie konnten Männer im Schein der Fackel sehen.
„He ihr!“ rief Garas.
Die Männer wirbelten herum und zogen ihre Armbrüste.
„Nicht schießen!“ sagte Harsad. „Wir wollen euch nichts tun!“
Die Männer zögerten. Sie hatten die Armbrust noch immer im Anschlag.

„Haben sie es nicht geschafft?“ fragte Lagar Lee.
„Ich hoffe nicht! Wenn sie es nicht schaffen sind wir verloren!“ antwortete Lee.
Lagar war überrascht. Zum ersten mal hörte er Angst in der Stimme Lees.
Es war eigentlich kaum verwunderlich. Die schwarze Wolke im Tal bewegte sich auf den Berg zu. Die Orks griffen an. Es war spät am Tag und die Sonne ging schon unter. Lee blickte nach oben. Es donnerte. Er sah einen Blitz.
Dann fing es an zu regnen. Der Regen durchnässte den Boden.
Die herannahende Orkarmee hielt der starke Regen nicht auf. Dass Wetter war ein Nachteil für die Orks. Die Erstürmung des Berges wurde dadurch schwieriger. Doch eine Armee von dreitausend Orks konnte nichts aufhalten.
„Ist der Regen eine Hilfe Adanos?“ fragte Lagar und blickte Lee an.
„Vielleicht. Doch wir brauchen mehr als nur Regen um diesen Krieg zu gewinnen“ sagte Lee kalt.
Lagar nickte zustimmend.

Es wurde langsam dunkel. Der Regen hatte aufgehört.
Die Paladine blickten entsetzt hinunter zur Orkarmee.
“Was hat das zu bedeuten?“ fragte Lagar ängstlich.
„Das ist der Beweis“ antwortete Lee.
„Wie meint Ihr das?“ fragte Lagar verwirrt.
„Der Beweis dass die Orks die Gesandten Belias sind“ antwortete Lee.
„Das ist Belias Zeichen“
Die Orks hatten Ihre Fackeln entzündet. Sie leuchteten in einem dunklen Rot.
Wenn man die Armee von oben betrachtete, konnte man sehen, das die erleuchteten Fackeln ein Pentagramm bildeten. Es leuchtete gespenstisch in der Nacht.

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09.08.2005, 16:30
Kapitel 5

Die Orks marschierten den Berg herauf. Sie näherten sich der Armee des Königs. Lee stand vor seinen Männern und sah hinunter auf die Orkarmee.
Er war bereit. Jeder Muskel seines Körpers war angespannt.
Die Orks waren nun fast in Reichweite der Bogenschützen.
„Haben sie es nicht geschafft?“ fragte Lagar.
„Nein, anscheinend nicht“ antwortete Lee.
Er zog sein Schwert. Die Sonne ging auf und beleuchtete das Spektakel.
„Einhänder, bereit!“ schrie Lee und hob sein Schwert in die Luft.
Hunderte Männer zogen ihre Schwerter.
„Bögen spannen!“
Die Bogenschützen nahmen einen Pfeil aus ihrem Köcher und legten ihn auf.
Die Kriegstrommeln der Orks dröhnten in den Ohren jedes Kriegers.
Der Rhythmus wurde immer schneller; immer schneller marschierten die Orks.
Die Orks brüllten wild. Sie waren schon in den Kriegsrausch verfallen.
Sie schwangen ihre Äxte und Schwerter.
„Katapulte bereit!“ schrie Lee. „FEUER!“
Dreißig Steine flogen durch die Luft und schlugen auf die Orks.
Die Steine rollten den Berg hinunter und erschlugen hinderte von ihnen.
Die Orks jedoch rannten immer schneller, kaum beeindruckt von dem Tod so vieler Brüder. Sie rutschten auf dem Boden aus; doch auch das hielt sie nicht auf.
„Bogenschützen, spannen!“
Der Kriegsrausch der Orks hatte Vor- und Nachteile, dies wusste Lee.
Im Kriegsrausch konnten die Orks nicht gelenkt werden, sie konnten keine Befehle entgegennehmen. Doch wurden sie gefährlicher im Kriegsrausch.
„Armbrustschützen, bereit!“ Eine Reihe von Paladinen traten vor und nahmen die Armbrust in Anschlag.
„Bogenschützen, Feuer!“ schrie Lagar.

Unweit vom Schlachtfeld rüstete eine weitere Armee auf.
Auch sie wollten gegen die Orks kämpfen, die Normannen.
Garas, Harsad und Iga hatten die Normannen von der Zusammenarbeit überzeugt. Auch die Normannen hatten mit den Orks zu kämpfen gehabt. Ihre Dörfer wurden überrannt.
Fünfhundert Männer bestiegen ihre Rösser. Die Armee bildete eine spitze Schlange an deren Spitze die drei Paladine und Attila, der Anführer der Normannen, ritten.
Dann setzte sich der Zug in Bewegung.

Schreibfeder
11.08.2005, 18:18
Kapitel 6

Ein Pfeilhagel fiel auf die Orks nieder.
Mehrere Orks fielen tot nieder. Ihre Schreie dröhnten über das Schlachtfeld.
„Armbrustschützen, feuert!“
Die Bolzen flogen auf die Orkreihen zu.
Nun waren sie nur noch wenige Meter von den Paladinen entfernt.
„Schwerter ziehen!“ schrie Lee.
Die Bogenschützen und Armbrustschützen ließen ihre Waffen fallen und zogen ihre Kurzschwerter.
„Attacke!“ schrie Lee.
Die Paladine stürmten mit wildem Geschrei auf die Orks zu.
Dann trafen die Armeen zusammen.
Lee und Lagar standen auf einer Anhöhe und beobachteten die Schlacht.
Lee musste zugeben dass es gar nicht so schlecht lief.
Die Paladine leisteten erbitterten wiederstand, die Orks konnten ihre Reihen nicht durchbrechen.
„Sollen wir das Zeichen geben? Die Reiter sind bereit!“ sagte Lagar.
Lee dachte an Harads Warnung. Dass die Orks auf einen Hinterhalt nicht herein fallen würden. Lee hatte beschlossen seinen Rat teilweise zu erfüllen.
Er hatte 200Reiter in einem Wald versteckt. Sie sollten die rechte Flanke der Orks angreifen.
„Nein, Lagar. Noch nicht!“ sagte Lee.
„Ja, mein Herr“ sagte Lagar. „Aber was ist mit den Normannen? Werden wir es ohne ihrer Hilfe schaffen?“
„Ich weis es nicht!“ sagte Lee.
Plötzlich fuhren die beiden Paladine zusammen. Einige Orks hatten es irgendwie
Zu Lee und Lagar geschafft. Die beiden zogen ihre Schwerter.
Lee schlug einen heranstürmenden Ork den Kopf ab. Lager rammte sein Schwert in die Brust seines Gegners. Lee drehte sich um seine Asche und erschlug einen weiteren Ork.
Lagar kämpfte unterdessen mit drei Orks gleichzeitig. Er parierte geschickt jeden einzigen Schlag und erschlug zwei Orks mit einem Streich. Der Dritte fiel Lees Wurfaxt zum Opfer.
Lee besah sich die Schlacht. Die Paladine schlugen sich tapfer. Doch immer mehr fielen den Klingen der Orks zum Opfer.
„Mein Herr, noch läuft die Schlacht gut. Doch auf Dauer werden wir verlieren.
Lee nickte und zog sein Kurzschwert. „Gebt das Zeichen!“
Ein heller Ton ertönte. Ein Kriegshorn. Dann stürmten die Reiter aus dem Wald.
Mit wildem Kriegsgeschrei ritten sie auf die Orks zu.
Lee sah Lagar an. Lagar war bereit.
„Es war eine Freude für euch kämpfen zu dürfen“ sagte Lagar.
Dann stürzten sich die beiden Führer selbst in den Kampf. Ihre Schwerter erschlugen zahlreiche Orks. Der Mut der Paladine stieg, da sie sahen, dass selbst der General sich nicht zu schade war zu kämpfen.
Die Reiter hatten die Orks ebenfalls erreicht und kämpften tapfer.
Plötzlich ertönte ein weiteres Horn.
Lee hob den Kopf; das war kein Paladinhorn! Das war ein Orkhorn!
Lee stieg wieder auf die Anhöhe und erstarrte.
Aus einem Wald, ganz in der Nähe wo sich die Reiter versteckten, stürmten Orks hervor. Es waren Hunderte. Dann hatten sie die Schlacht erreicht und griffen die Reiter an, die nun auf zwei Seiten kämpfen mussten. Immer mehr Reiter fielen. Lee sah auch, das die Reihen der Paladine immer lockerer wurden.
„Karaschaduda!“
Lee wirbelte herum. Orks rannten auf ihn zu.
Einer fiel einer Wurfaxt zum Opfer. Ein Anderer wurde von Lees Zweihänder getötet. Plötzlich spürte Lee einen Schmerz in seinen rechten Arm.
Er musste sein Schwert fallen lassen. Eine Orkaxt hatte ihn erwisch.
Lee fiel zu Boden. Er wartete auf den Gnadenstoß, doch es kam keiner.
Dann tauchte ein verschweißtes Gesicht über Lee auf, Lagar.
Er half Lee hoch.
„Geht es euch gut?“ fragte der Paladin und besah sich die Wunde an Lees Oberarm.
„Jaja, mir geht es gut. Aber was ist mit der Schlacht?“
Lagar sah seinen Kommandanten traurig an: „Die Reiter wurden komplett vernichtet. Wir haben immer mehr Schwierigkeiten die Reihen zu halten. Mein Herr, sie sind einfach zu zahlreich!“
Lee dachte an die Worte Harads. Wie konnte er nur so selbstsicher gewesen sein!
Der verletzte Paladin sah auf die Schlacht. Immer mehr Männer fielen.
Das Schlachtfeld war übersäht von Leichen, die unachtsam von den Orks zertrampelt wurden.
„Oh, Innos, hilf uns doch!

Nicht weit von der Schlacht standen einige Zelte versteckt in einem Wald.
Die Königin stand in der Öffnung eines Zeltes. Sie schien zu warten.
Die Barone waren in ihren Zelten.
Dann hörte man das Wichern eines Pferdes. Die Barone gingen auf ihren Zelten. Ein Paladin ritt auf sie zu.
„Na endlich!“ sagte die Königin empört.
Das Pferd hielt kurz vor dem Zelt.
„Und? Wie läuft die Schlacht sagte die Königin genervt. „Nun rede schon!“
Der Paladin stöhnte und fiel vom Pferd. Dort, wo normalerweise der Arm ist, war nur noch ein blutiger Stumpf. Der Paladin war tot.

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11.08.2005, 19:35
Alle Normannen waren tot.
Die Orks hatten eine Falle vorbereitet und die Normannen wir Tiere abgeschlachtet. Das Schlachtfeld war übersäht mit blutverschmierten Leichen. Unter den toten Körpern der Normannen und der Orks lagen drei tote Paladine.

Die Reihen der Paladine wurden durchbrochen. Die Krieger wichen immer weiter zurück. Sie hatten keine Chance.
„Mein Herr! Wir müssen fliehen!“ keuchte Lagar.
„Nein, das können wir nicht“ sagte Lee. „Wenn wir jetzt fliehen, fällt das Königreich“
Lee hörte ein Brüllen. Orks stürmten auf die beiden zu.
Er sah schon wie einige Paladine ihre Rösser bestiegen und flohen.
Unter Schmerzen rappelte er sich auf.
„Nicht fliehen! Feiglinge! Verräter! Zurück mit euch!“
„Mein Herr, es hat keinen Sinn“ sagte Lagar und erschlug einen Ork.
Lee taumelte. Der Schmerz in seinem Arm wurde immer stärker.
Er hörte nur noch die Hörner, die zum Rückzug riefen.
Er konnte sehen, wie Lagar mit drei Orks kämpfte. Ein weiterer stürmte auf ihn selbst zu, dann verlor er sein Bewusstsein.

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12.08.2005, 16:23
Kapitel 7

Langsam schlug Lee die Augen auf. Über ihn ragten Bäume in die Luft.
Was war geschehen? War er tot? Doch dann spürte er einen feinen Schmerz auf seinem rechten Arm. Lee drehte den Kopf und besah sich die Wunde.
„Geht es besser?“
Lee drehte den Kopf erneut und sah Lagar.
„Was ist geschehen?“ fragte Lee.
„Nun“ antwortete Lagar. „Wir haben verloren. Unsere Armee wurde geschlagen und verstreut. Wir befinden uns hier im einem Wald nahe dem Talkessel.
Die Königen und die Barone sind auch hier“
Lee hob den Kopf und sah sich um. Lagar hatte ein Lager aufgeschlagen.
Mehrere Betten lagen auf den Boden.
„Wir sind 125 Männer. Davon sind 50 verletzt.“ Sagte Lagar.
„Wir haben verloren?“ fragte Lee.
Lagar sagte nichts. ER nahm einige Heilkräuter und drückte sie auf Lees Wunde. Als Lagar fertig war richtete sich Lee auf.
„Mir geht es gut!“ sagte er als er Lagars Blick sah.
Lee stand auf. Wie sollte er denn jetzt das Königreich retten? War er an der Niederlage schuld? Warum hatte er nicht auf Harad gehört!
„Anscheinend habt ihr versagt!“ es war die Königin.
„Ihr habt verloren, wist ihr, was das für Folgen haben kann?!“ raunzte die Königin.
„Vielleicht habe ich versagt“ sagte Lee.
„Vielleicht!?“ Das steht außer Frage!“ sagte die Königin und stampfte mit dem Fuß auf den Boden. „Ich verlange das sie sofort die Niederlage Rückgängig machen und die Orks sofort angreifen!“
Lee lachte auf. „Ein Angriff!“
„Ja, ich befehle es!“ entgegnete die Königin.
„Jetzt hören sie mal zu: Ich habe hier das Kommando! Und solange ich lebe werde ich diese Armee führen. Und Sie haben hier nichts zu melden, ob Königin oder nicht!“ mit diesen Worten ging Lee zum Beratungszelt. „Kommt, Lagar“
„Eine Frechheit!“ schimpfte die Königin.

„Also, wir sind hier am Talkessel?“ fragte Lee und zeigte auf eine Stelle auf der Karte, die auf den Tisch lag.
„Ja, mein Herr. Wie ihr wisst ist das Tal wo wir jetzt sind von einem Plateau umring. Es gibt nur eine Stelle wo man das Tal betreten kann und das liegt hier“
„Und was machen die Orks?“ fragte Lee.
„Tapfere Späher berichten, dass sie ihre Armee sammeln“
Lee nickte.
"Mein Herr, was machen wir jetzt? Soll das Königreich untergehen?" fragte Lagar.
Lee wusste es nicht. "Schicke Späher aus, sie sollen die Orks im Auge behalten. Wenn sie uns entdecken, müssen wir bereit sein! Vergesst nicht, wir können nicht unbemerkt hier heraus!" sagte Lee.
"Was mein Ihr mit "bereit sein"?" fragte Lagar verwirrt.
"Ganz einfach. Wir müssen einen Weg finden die Übermacht der Orks zu bezwingen"

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12.08.2005, 22:28
Goran beobachtete die Orks genau. Keine Bewegung entging ihn.
Anscheinend sammelten sich die Orks. Immer mehr betraten die Lichtung.
„Vermutlich gehen die auch zur Orkarmee, die sich in der Nähe sammeln“ sagte Goran zu sich selbst. Dann stutzte er. Die Orks marschierten davon.
Er folgte ihnen.
„Tatsächlich, sie gingen zur Orkarmee. Dass muss ich Lagar berichten!“
Er wollte gerade gehen, als er vor Entsetzen erstarrte.
Er hörte das Brüllen Hunderter Orks. Goran rannte lautlos zum Rand des Waldes. Die Orkarmee marschierte auf den Talkessel zu.
Es waren mindestens 700 Orks.
„Verdammt! Das muss ich sofort melden!“
Goran rannte zu seinem Pferd.

„Mein Herr, was sollen wir jetzt machen! Sie werden uns töten!“ sagte Lagar nervös.
„Wir können nicht aus den Talkessel heraus, sie werden uns allerdings auch hier finden! Der Talkessel ist nicht sonderlich breit“ sagte Lee.
„Und was machen wir jetzt?“ fragte Lagar.
Lee lies sich auf den Stuhl fallen.
„Also, die Orks greifen uns an, richtig?“
„Richtig“ antwortete Lagar.
„Wenn sie uns angreifen wollen, müssen sie ins Tal hinein. Und das Tal kann man nur durch diesen Eingang betreten, richtig“
Lagar wirkte verwirrt, antwortete aber trotzdem mit „richtig“.
Lee sprang auf. Der Stuhl fiel klappernd zu Boden.
„Ich weiß wie wir die Orks besiegen, ohne auch nur ein Schwert zu ziehen!“
Lagar sah ihn mit großen Augen an. „Ist er jetzt verrückt geworden?“ dachte er.
„Aber mein Herr“ sagte Lagar dann. „Ihr wisst doch das sie in der Übermacht sind. Außerdem fallen sie nicht auf Trick herein. Auf jede Falle die wir ihnen stellen, geben sie eine Antwort“
„Ich stelle ihnen eine Falle, aus der sie nicht entkommen können!“ sagte Lee triumphierend. Dann rannte er aus dem Zelt.
Lagar lief ihn hinterher.
„Alle man aufgepasst! Wir ziehen zum Eingang des Talkessels!“ sagte Lee zu seinen Männern.
„Was habt ihr vor?“ fragte Lagar.
„Abwarten!“ Lee klatschte in die Hände.
„Aber so laufen wir den Orks direkt in die Arme“ entgegnete Lagar.
„Oh, nein. Sie werden in unsere Arme laufen.....“

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13.08.2005, 14:02
Lee stand zusammen mit Lagar auf dem Plateau und beobachtete die arbeiten.
Die Paladine waren eifrig damit bemüht, schwere Steine an den Rand des Plateau zu schleppen.
„So, diesmal werden wir triumphieren!“ sagte Lee zuversichtlich.
Lagar stimmte zu.
„Alles bereit, Mylord!“ schrie ein Paladine von der anderen Seite herüber.
„Gut, jetzt müssen wir nur noch warten....“

Die Orkarmee hatte sich geteilt. Es kamen nur 500 Orks anmarschiert.
Lee vermutete, das sich die anderen 200 wie zuvor, im Wald versteckten.
„Das wird euch nicht retten!“ sagte Lee. „Alle Mann bereit?“
50 berittene Männer schwangen ihre Äxte und Schwerter.
Die Orks kamen nun immer näher.
Es war Mittag und die Sonne schien heiß vom Himmel.
Lee sah zum Plateau herauf. Lagar war bereit.
Ein Raunen ging durch die Reihen der Orks. Es war ein Lachen.
Was sollten schon 50 Reiter gegen 500 Orks ausrichten können!?
Dann ertönte ein Horn; die Orks griffen an. Wie wild rannten sie auf die kleine Paladinkruppe zu.
Lee wusste nun, das die Orks in ihren Kriegesrausch verfallen waren.
„Ihre größte Stärke wird ihr Untergang sein!“ sagte Lee zu seinen Männer.
Die Orks kamen immer näher. Die orkischen Kriegsherren standen auf einen Hügel und überblickten die Schlacht. Sie wussten nicht, wieso die Menschen so was taten. Sie kratzten sich am Kopf.
Lee hob sein Schwert: „Rückzug!“ schrie er.
Die Paladine rissen an den Zügeln ihrer Pferde und ritten zurück in das Tal.
Die Orks folgten.
Jetzt verstanden die orkischen Kriegsführer warum die Menschen das taten.
Die Kriegsherren brüllten, versuchten die Orks zum Rückzug zu bewegen. Doch es ging nicht. Der Kriegesrausch hatte die Orks vollkommen eingenommen.
Die Armee folgte den Reitern bis zum Eingang des Talkessels. Dann stürmten sie hinein. Lee war mit seinen Reitern im Tal angekommen und wartete dort auf die Orks. Diese strömten wie ein Fluss, in das Tal hinein. Sie mussten c.a. 1Km zurücklegen, bis sie Lee erreichten.
Als die Letzten Orks den Eingang passiert hatten gab Lee ein Zeichen.
„Steine los!“ schrie Lagar auf dem Plateau. Auf dieses Kommando warteten die Paladine, die nun schwere Felsbrocken auf den Eingang hinabstürzen ließen.
Innerhalb von Sekunden war der ganze Eingang zugeschüttet. Die Orks bemerkten dies. Doch erst als auch das Ende des Tunnels zugeschüttet war, bemerkten sie, dass sie in einer Falle saßen. Sie konnten weder nach vorne noch zurück. Langsam erwachten die Orks aus ihre Trance und blickten sich um. Wild brüllend versuchten sie zu entkommen. Versuchten die steile Felswand herauf zu klettern; vergeblich. Lagar ließ Steinbrocken auf die Orks herabregnen. Immer mehr wurden von Felsblöcken erschlagen.
Es war nur noch eine Frage von Minuten, da waren die Orks von Steinen begraben. Die einst so mächtige Orkarmee wurde besiegt von nicht mal 100 Paladine.
Lee stieg auf das Plateau und lobte die Männer.
„Sehr gut, Jungs! Gute Arbeit!“
Die orkischen Kriegsherren standen auf den Hügel und starrten noch immer auf die Stelle, wo gerade eben 500 Orks innerhalb von Minuten vernichtet wurden.
Die restlichen Orks in den Wäldern ergriff die Panik. Sollte das gleiche auch ihnen drohen!? Immer mehr Orks ergriffen die Flucht vor einer nichtvorhandenen Gefahr. Schließlich zogen sich auch die Kriegsherren mit den Anderen zurück.

„UND ALS DER KRIEG IM VIERTEN LENS KEINE AUSSICHT AUF FREIDEN BOT, DA ZOG DER PALADIN DIE KONSEQUENZ UND STARB DEN HELDENTOD“

Laut hallte die alte Ballade über dem Talkessel wieder.
Becher, voll mit gutem Wein, wurden zusammen gestoßen.
Die Orks waren besiegt. Späher berichteten das die Orks, zwei Tage nach der Niederlage, sich aus Myrtana zurückgezogen haben.
Die Freude war groß. Jeder feierte ausgiebig, trank Wein oder Snaps.
Nur die Barone feierten nicht. Sie saßen in der Nähe der Königin, die in ihrem Zelt schlief.
„Jetzt, ich sage jetzt machen wir es!“
„Jaja, beruhig dich“
„wer soll es machen?“
„ich. Mir wird es ein Vergnügen sein, sie zu töten!“ mit diesen Worten nahm Kassara den Dolch entgegen und schlich in das Zelt der Königin.

„Das war ein großer Sieg!“ sagte Lagar zu Lee.
„Eine raffinierte Idee den Kriegesrausch auszunutzen! Wirklich genial! Außerdem.....“
Lee hörte gar nicht zu. Er war todmüde. „Entschuldigt mich, ich glaube ich gehe zu Bett“ sagte er schließlich.
Lagar sah in empört an: „Komm, drink noch einen! Wird dir sicher nicht schlecht tun!“
Lee hob abwehrend die Hand und ging zu seinem Zelt.
„Lee?“
Lee drehte sich um. Hinter ihm stand ein Baron.
„Nehmt dies!“ sagte er und überreichte Lee einen Dolch. Die Waffe war in einer Ledertasche eingepackt.
„Für euren Sieg!“ sagte der Baron feierlich zu Lee.
Dieser nickte und wollte gerade gehen.
„Ach ja, die Königin will euch sprechen!“ sagte der Baron und ging.
Lee schüttelte den Kopf. Ging dann aber trotzdem zum Zelt der Königin.
Das Trinklid hallte in der ferne wieder. Lee war einige Hundert Meter von der Feier entfernt. Dennoch tönte das Lied laut an sein Ohr. Er betrat das Zelt ohne aufzuschauen. Lee betrachtete den Dolch interessiert. Sicher, eine schöne Waffe. Dennoch hasste er die Barone. Sie waren neidisch auf seinen Ruhm. Dabei hatte er sich alles erkämpft. Er zog die Waffe aus dem Leder heraus und erstarrte.
Entsetzt blickte er die Waffe an. Sie war voller Blut. Ein Blutstropfen floss die Klinge hinunter bis zu Spitze und tropfte auf den Boden.
Lee wollte zum Baron, ihn um Rede und Antwort stehen. Doch dann sah er etwas, was ihn das Blut in den Adern gefror. Die Königin lag auf dem blutdurchtränkten Bett. Ihre Kehle war aufgeschnitten.
Ihre Augen starrten Lee an.
„Was zum.....“ fing Lee an.
Doch dann wirbelte er herum. Im Eingang des Zeltes standen die Barone, flankiert von mehreren Wachen die ihre Armbrüste im Anschlag hatten.
Sie zielten auf Lee.
„Ihr habt die Königin ermordet!“ schrie ein Baron fassungslos.
„Dafür werdet ihr büßen!“ sagte ein andere.
„Ihr!“ schrie Lee. „Ihr Schweine!“ Lee stürzte sich auf die Barone.
Doch die Wachen hielten ihn zurück. Sie hielten beide Arme fest.
„Dafür werdet ihr hängen!“ sagte einer der Barone gehässig.
„Hinfort mit ihm!“

Lagar konnte es nicht fassen. Lee, ein Mörder? Wie konnte dies sein?
Jeder wusste, das Lee die Königin nicht mochte, doch die wenigsten trauten ihn einen Mord zu. Doch die Beweise waren eindeutig: Lee war der Mörder.
Und Lagar wusste, was auf Mord drohte, erst recht an der Königin: Der Tod.
Lagar wollte etwas unternehmen, doch er wusste, er konnte nichts tun.
Lee war verloren!

Lee fand sich in einem Käfig wieder, der von 2 Pferden gezogen wurden.
Die Barone ritten links und rechts von ihm.
Sie lächelten Lee hämisch an.
Der Gefangene wusste, wohin sie gingen: Zur Hauptstadt, der Sitz des Königs!

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30.08.2005, 20:55
Während der gesamten Verhandlung, hatte der König nichts gesagt. Er hatte nur traurig aufgeschaut, als der Baron erzählte, was er gesehen hatte. Auch Lee blieb stumm. Er wusste, das er an einem Urteil nichts ändern konnte.
„Mein König, ihr Urteil?“ fragte der Richter.
Robar erhob sich schwerfällig. Lee konnte sehen, wie Tränen seine Wange hinabliefen.
„Der Angeklackte ist schuldig“ sagte er mit schwacher Stimme.
Lee hatte es gewusst. Der König hatte keine Wahl gehabt.
„Lee wird allerdings nicht getötet! Aufgrund seiner Verdienste um das Land wird er nicht gehängt, sonder in die Kolonie gesperrt“
Der König ließ sich auf seinen Trohn fallen und keuchte. Schweiß stand ihm auf der Stirn. Als ob es fiel Kraft gekostet hatte, das Urteil zu sprechen. Der König blickte zu Lee: „Es tut mir Leid, mein Freund“ sagte er.
Die Barone blickten finster drein. Lee wurde nicht umgebracht!
„Wollt ihr noch etwas sagen, Lee?“ fragte der Richter.
„Ich werde zurückkommen, und mich rächen!“ schrie Lee plötzlich. So laut, das der Richter vom Stuhl fiel.
„Ich komme zurück! Und ich werde des Königs Frau und mich rächen! Und wenn ich sterbe, ich tue es!“
Die Barone lächelten.
„Du wirst die Barriere nie durchbrechen! Hinfort mit ihm!“

Doch die Barriere fiel Jahre später. Die Gefangenen entkamen und bedrohten Korinis. Zur Furcht der Barone fiel immer wieder das Wort Lee.
Ohne das Erz konnten die Paladine, deren Zahl auf 30.000 stieg, die Orks nicht abhalten. Lagar wurde getötet. Zuvor wurde seine Magische Erzrüstung und sein Schwert Uriziel von den Orks gestohlen.
Die Orks schmetterten die Menschen nieder, mit einer Übermacht von 500.000.

Der König stand auf seinem Balkon und blickte hinunter. Die Stadt war in heller Aufruhe. Kinder schrien weinten, Männer bereiteten sich vor. Vor den Toren der Stadt stürmte die Orkarmee vor. Der König wusste, das dies das Ende war. Das Königreich war verloren. Man würde in Liedern und Balladen darüber erzählen, wie das Königreich Myrtana unterging.
„Herr, Innos! Wie konnte es so weit kommen?“ seufzte der König.

ENDE