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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : [Story]Aufstieg und Fall der Drachenjäger



germax
04.05.2005, 21:14
Die drachenplage. (aufstieg der drachenjäger).
Es war zu der zeit, als könig xy in M regierte. Das land gedieh prächtig, die orks waren soweit unter kontrolle, dass sie keine gefahr darstellten. Hin und wieder überfielen die orks einen grenzposten, ein dorf oder eine zitadelle, aber die paladine warfen sie jedes Mal zurück und übten schreckliche vergeltung unter den orkhorden. Doch dann erhielten die orks unerwartet hilfe.
Nicht, dass die drachen den orks irgendwie wohlgesonnen waren, noch sich mit ihnen verbündeten, aber sie nutzten die gunst der stunde. Die drachen stiegen aus den wolken herab und begannen die ersten grenzdörfer zu verwüsten. Zunächts vermuteten die menschen jedoch den angreifer in den orkreihen-doch bald gab es keinen zweifel mehr. Zudem nutzten die orks geschickt die drachenangriffe und besetzten geschwind das verwüstete land. Dorf um dorf, stadt um stadt fiel den horden in die hände und die menschen flohen in die noch sicheren gebiete des reiches. Der könig befahl seinen treuesten dienern, den paladinen, alles zu tun um die drachen in die schranken zu verweisen, aber es stellte sich schnell heraus, dass die grosspurigen ankündigungen der paladine nichts weiter als grössenwahnsinnige versprechungen waren. Die paladine erwiesen sich als völlig unfähig, selbst lug und trug war ihnen nurmehr recht, um nicht alles ansehen bei könig und volk zu verlieren. Als eine paladinstreitmacht nämlich einen toten drachen entdeckte, zogen sie triumphal in die hasuptstadt ein und präsentierten allen die vermeintliche jagdtrophäe. Ganz uninteressant war dieser fund aber nicht, denn alle möglichen gelehrten untersuchten den toten drachen und dabei fanden sie heraus, dass die drachenschuppen einen hervorragenden schutz abgaben. Des weiteren entdeckten sie, dass die schlundhäute gerbbar waren und einen sehr guten schutz gegen feuer abgaben. Dann schlugen die gelehrten dem könig vor, mit diesen rüstungen spezielle drachenjägerabteilungen aufzustellen.
Da die bedrohung immer akuter wurde, hatten alchemisten, mechaniker und magiere schon lange versucht, etwas gegen die plage zu unternehmen. Nach langen forschungen konnten sie dem könig endlich brauchbare gegenmassnahmen vorlegen:
Brachte man einen bergkristall höchster güte mit magischem erz zusammen, lud sich der kristall auf und entlud sich in einem gleissenden strahl magischer energie. Diese energie war so gross, das man damit stein schmelzen konnte. Das magische erz hatte dabei natürlich seine energie verloren und war danach vollkommen wertlos, die kristalle ihrerseits hielten der belastung nicht lange stand und verloren ihre fähigkeit (durch subatomare umgruppierung-aber davon wussten die hohlköppe natürlich nix). Jetzt war es an den mechanikern eine brauchbare lösung zu finden-und die hiess „drachenabwehrturm“. Auf den höchsten punkten der städte, burgen usw wurden plattformen errichtet, die durch pressluft angetrieben, den drachenflug folgen konnten und die energie gegen sie schleudern konnten. Eine besatzung bestand aus 4 drachenjägern:
Geschützführer, richtschütze und 2 helfer, die für das herbeischaffen neuer kartuschen mit magischem erz, neuen pressluftbehältern und grundsätzlich für die wartung zuständig waren. Zudem wurde diese besatzung mit drachenjägerrüstungen ausgestattet.
Bald stellten sich erste erfolge ein. Den drachen ging es überhaupt nicht mehr gut und immer mehr fielen vom himmel-getroffen von der magischen energie. Bald waren die drachenjäger geachtete personen-wo immer man ihnen begegenete zollten die bewohner ihnen höchsten respekt.
Den paladinen gefiel diese entwicklung überhaupt nicht, denn diese hatten überhaupt nichts mehr zu melden und waren mehr oder weniger abgeschreiben. Im untergrund hofften sie jedoch auf ihre chance, diese sollte auch bald kommen, etwas nachhilfe und intrige und ränkespiel würde diesen vorgang zu ihren gunsten weiter beschleunigen.
Nachdem die drachenjäger so erfolgreich waren und die hauptstadt selbst durch eine magische barriere vor den drachen geschützt war, blieben die drachenangriffe bald aus und es kam, was kommen musste. Die drachenjäger verloren ihre disziplin und fingen zu raufen und zu saufen an (desweiteren wurden sie durch paladin-spione provoziert). Langsam gewannen die paladine ihren einfluss zurück. Als selbst mord und plünderung vorgeworfen wurde, blieb dem könig nichts anderes übrig, als die drachenjägerabteilungen aufzulösen-viele wanderten in die strafkolonie, über die nun die magische barriere stand, da man sie für die hauptstadt nicht mehr brauchte. Die paladine hatten ihr ziel erreicht-sie waren wieder des königs lieblingstruppe, die drachenjäger waren nur noch als lumpengesindel verschrien.

Was mit den drachenabwehrtürmen geschah.
Im laufe der zeit wurde die qualität der kristalle immer schlechter, findige mechaniker erfanden jedoch die ablenkspiegel-mit deren hilfe es möglich war, auch kristalle schlechterer qualität zu nutzen. Nachdem die drachen keine gefahr mehr darstellten, wurden die meisten geschütze für die piratenbekämpfung benutzt. Irgenwann war die qualität der kristalle dermassen schlecht, das man kaum noch ein geschütz damit bestücken konnte. Irgendwann wurden alle demontiert-die baupläne verschwanden auf ungeklärte weise (tatsächlich befinden sie sich bei den illuminanten in der feste djenne-p).

germax
05.05.2005, 20:42
Der Illuminant
Zu der Zeit, als das Reich von Drachen bedroht war (und in derem Gefolge sich die Orks immer mehr Teile des Reiches unter ihre langen Nägel rissen), lebte ein junger Magier in der Hauptstadt. Der war bei den hohen Magieren in der Stadt und im Umland nicht gut angesehen. Man munkelte von verbotener Magie, Menschenopfern und merkwürdigen Riten.

Die Magiere des Hohen Rates (der aus den Nordlanden stammende Thorvald, der aus dem heissen Sueden stammenden N’gar, und letztendlich dem in der Hauptstadt beheimateten
Chelstra, bemühten sich lange, aber zunächst vergeblich, das Reich und die Menschen darin zu beschützen. Viele Möglichkeiten wurden gefunden und erprobt-aber den gewaltigen Drachen war man wehrlos ausgeliefert. Schliesslich fanden die hohen Magiere doch noch eine Möglichkeit-nämlich die Barriere. Unglücklicherweise reichten die Fähigkeiten dieser 3 höchsten Magiere nicht aus um die Barriere zu formen-die Anforderungen waren einfach zu hoch. Sie suchten und fanden jedoch eine Person, der das anstrengende und gewaltige Ritual durchstehen und seine Magie mit denen der drei vereinen konnte: Der Illuminant.
Besonders wohl war ihnen der Gedanke nicht-aber es blieb ihnen nichts anderes übrig. So geschah es dann.
Als nach vielen Jahren die Bedrohung nachliess, beschloss der König, die Barriere über dem Minental errichten zu lassen, um das magische Erz zu beschützen. Die Paladine sollten den Abbau und den Seetransport zum Festland garantieren. Die 3 höchsten Magiere errichteten die Barriere und beschlossen den Illuminanten bei dieser Gelegenheit in Haft zu nehmen, genauso wie seine wenigen Schüler, und allen weltlichen Besitz zu beschlagnahmen.
Der Illuminant jedoch wurde rechtzeitig gewarnt, nahm seine wenigen Schüler mit sich und alle Artefakte und Schriften, denen er habhaft werden konnte. Dann Verschwand er von der Bildfläche.
Er wandte sich Richtung Sueden, in das heisse Land., jenseits des Festlandes, weit weg von den höchsten Magieren und ihrem König. Dort liess er sich nieder und baute die Feste Djenne-p. Nach der Fertigstellung widmeten sich die Illuminanten ihren Studien, versuchten Schriften und Artefakte zu erwerben, oder sonstwie in Besitz zu bringen. Ein weiteres Problem war der Erwerb magischen Erzes. Nachdem dieses nicht frei erhältlich war, beschlossen sie, sich mit dem jungen, völlig gewissenlosen und trinkfesten Piraten namens „LD“ einzulassen. Der überfiel mit schöner regelmässig die Erztransporte des Königs und lieferte diese bei den Illuminanten ab. Bald wurde er jedoch reichlich dreist, und so wurde beschlossen ihn und seine Piratenbrut auszulöschen. Mit viel Glück gelang es ihm jedoch, mit wenigen Getreuen zu fliehen und ward seitdem nicht mehr gesehen. Seine getöteten Gesellen zieren seitdem die Strasse hinauf zur Feste, aufgespiesst und als abschreckendes Beispiel für jedermann.

Die Studien waren für die Illuminanten alles andere als erfolgreich. Nachdem ihnen das Öffnen des Tores zu den Schatten gelungen war, stellten sie mit erschrecken fest, dass diese Wesen so vollkommen anders waren, sodass ihnen jegliche Kontrolle verlorenging. Es gelang ihnen gerade noch, das Tor zu schliessen und zu versiegeln. Dann erdachten sie sich einen anderen Plan.

Als der namenlose Held mit seinen Getreuen auf dem Schiff des Königs in Richtung Insel unterwegs war, ahnten diese nicht , dass sie von einem teilweise materielosen, teilweise magischen, unheimlichen Avatar verfolgt wurden. Als es den Helden gelang Beliar zu schlagen, griffen die Illuminanten im schwächsten Augenblick zu und brachten den Geist Beliar in das vorbereitete Gefängnis. Endlich hatten sie den Katalysator in ihrer Hand. Das Siegel zu den Schatten wurde zerbrochen und bald senkte sich unheimliche Stille über das Land-merkwürdige, unheimliche Geisterwesen durchstreiften das Land-immer weiter und weiter-im Dienste und vollkommener Loyalität zu den Illuminanten.

germax
08.05.2005, 20:27
Lucan D. , der Weinerliche

Schnaufend und stolpernd versuchte LD, genannt „der Weinerliche“, die BLOODY MARY II zu erreichen. Kurz hielt er an, um sich umzusehen - alles klar, niemand folgte ihm. Sein verlorenes Holzbein erschwerte das Fortkommen - noch über den nächsten Hügel und er war an der Küste, am Ankerplatz. Tränen der Wut liefen ihm über die Wangen - er weinte oft. Er war zu naiv gewesen, zu gierig, hatte den größten aller Fehler begangen - sein Gegenüber zu unterschätzen. Hätte er die Verfluchten nur nie kennen gelernt!
***
Schon in jungen Jahren trieb sich der kleine LD am Hafen herum. Beobachtete seinen Vater bei der „Arbeit“. Nicht oft legten fremde Schiffe in der kleinen, stinkenden Hafenstadt namens Solin an, an den östlichen Ufern des Reiches Myrthana gelegen. LD beschloss Pirat zu werden, um seiner - man ahnt es schon –fürchterlichen Kindheit zu entfliehen. Nun dafür hatte er schon einiges, es fehlten ihm nur noch –ein Schiff und eine Mannschaft. Eines Tages legte ein Schiff im Dunkel der Nacht an, geschäftig wurden Kisten und Fässer, Schatullen, Stoffe und sonstiges Gut vom Schiff an Land gebracht. Sein Vater sorgte dafür, Dass LD als Bootsjunge mit an Bord genommen wurde. Noch vor dem Morgengrauen stach das Schiff mit unbekanntem Ziel in See. Schnell erkannte LD, dass es sich um kein normales Handelsschiff handeln konnte. Bald wurde das zu Gewissheit – er hatte sich vorgenommen, bei erstbester Gelegenheit die Gunst der Stunde zu nutzen um auf sich aufmerksam zu machen, seinen elenden Status zu verbessern. Das war allerdings nicht so einfach, denn die Piraten brachten ihn zunächst zu ihrem Versteck auf eine unbekannte Insel und ließen ihn dort arbeiten. Als er älter wurde, durfte er an Kaperfahrten teilnehmen -und das Glück war mit ihm. Schon beim ersten Gefecht mit einem Handelsschiff, entfaltete er sein kämpferisches Geschick mit dem Säbel, tötete mehrere Matrosen, dass dem Kapitän vor Überraschung der Mund offen stehen blieb. Schnell kletterte er die Seeräuberleiter nach oben- als der alte Kapitän von Milizen in einem erbärmlichen Küstennest in den südlichen Regionen dahingemetzelt wurde, übernahm er wie selbstverständlich das Kommando über die BLOODY MARY.
Somit begann das goldene Zeitalter der Piraterie. LD trieb sich mit seinen Spießgesellen im östlichen Meer herum. Es gab dort eine besonders lukrative Schiffahrtsroute. Khorinis-Yawl.
Yawl war eine wichtige Hafenstadt am östlichen Rande des Festlandes. Alle wertvollen Güter wurden von dort aus östlich gen Khorinis verschifft. Khorinis war durch das Vorhandensein des magischen Erzes wohlhabend geworden, konnte sich deshalb alle nicht selbst vorhandenen Waren ohne Probleme per Seeweg bringen lassen. Für LD war das magische Erz zunächst vollkommen wertlos, er hatte es auf die Schiffe abgesehen, die aus Yawl kamen. Zusammen mit den Dieben in Khorinis versuchte er an Informationen zu kommen, wann das nächste Schiff mit einer wertvollen Ladung ankommen sollte. Die Bloody Mary mit ihrer Mannschaft wartete derweil in einer einsamen Bucht in der Nähe.
Eines Tages –er wollte gerade zu seinem lieben Kumpan in die Rote Laterne marschieren um ihn dort endlich rauszuholen, sprach ihn eine merkwürdige Gestalt am Kai an. Es war sehr dunkel und etwas neblig, er konnte sein Gegenüber kaum erkennen. Die Gestalt schlug ihm vor, einen mehr als guten Preis für magisches Erz zu zahlen. Die grauen Zellen arbeiteten fieberhaft, schnell überschlug er den Preis mit der Menge Erzes, die auf einem Paladinschiff im Schnitt transportiert wurde. Ein mehr als einträgliches Geschäft! Er wusste nicht warum -aus irgendeinem Grunde vertraute er den Worten des Fremden, schlug in das Geschäft ein und versprach, die erste erbeutete Ladung in die Südlichen Regionen zu bringen, in ein Land, wo er vorher noch nie gewesen war. Bald war es soweit - er hatte erfahren, dass sich ein Trupp Paladine mit mehreren schweren Wagen aus dem Minental Richtung Khorinis auf den Weg machte. Er beschloss den Treck nicht auf See anzugreifen, denn das Paladinschiff war viel zu stark bewaffnet und die BLOODY MARY in die Jahre gekommen, er wollte auf keinen Fall das Schiff riskieren. So legte er sich mit seinen Leuten in der Nähe des Minentaltores, welches von mehreren Paladinen bewacht wurde, auf die Lauer. Von dort aus konnte man die unheimliche Barriere erkennen - ein Ort in dem LD bestimmt nicht hineingeworfen werden wollte. Am Wasserfall war es soweit, die Seeräuber sprangen aus den Büschen und griffen die Wachen an. Zunächst schien alles zu klappen - doch dann wendete sich das Blatt. Die Paladine erhielten Verstärkung! Eine Gruppe Feuermagiere, die vom Kloster aus zu der Kolonne unterwegs waren um eine Kiste mit Erz in Empfang zu nehmen, griffen seitens der Paladine ins Geschehen ein, der Kampf war kurz und schmerzhaft. Ein Feuerball hatte LD’s Bein getroffen und in eine Masse verkohlten Fleisches verwandelt. Mit letzter Kraft kroch er im Schutz des Uferbewuchses zum Wasserfall und ließ sich hinunterfallen. Die Sinne verließen ihn, er erwachte erst, als er bemerkte, dass etwas an seinem verkohlten Bein herumnagte - Fleischwanzen! Da er sich auf einer kleinen Insel befand, schwamm er unter furchtbaren Schmerzen ans Ufer. Er brauchte dringend Hilfe. In der Nacht konnte er in einiger Entfernung Lichtschein sehen. Es war ein Bauernhof- die Leute brachten ihn zum großen Gehöft Onars, wo man ihm half, das Leben zu behalten. Nachdem er die Amputation überstanden hatte und er etwas zu Kräften kam, machte er sich auf den Weg nach Khorinis, um sich mit den Dieben in Verbindung zu setzen. Die Neuigkeiten, die erfuhr waren niederschmetternd. Nach dem Angriff hatten die Paladine mehrere überlebende Piraten gefangen und gefoltert, diese gaben unter furchtbaren Qualen einige Geheimnisse preis. So fanden die vereinigten Truppen der Stadtmilizen und Paladine die BLOODY MARY in ihrem Versteck und zerstörten diese, töteten alle dort befindlichen Seeräuber. Die Diebe versprachen ihm zu helfen. Es dauerte einige Tage, bis ein kleines Ruderboot draußen am Eingang anlegte, heraus sprangen 2 finstere Gesellen, die sich ins Versteck der Diebe begaben. Schnell war man sich einig, sie versprachen, ihn zu Swinehound Bob und dem rasenden Seefalken zu bringen. In der Dunkelheit ruderten sie immer weiter die Küste entlang, LD fragte sich immer wieder, wo diese Reise wohl enden würde. Schließlich waren sie oben am Kap der Zornigen, LD hätte nie gedacht, dass jemand die Passage zur Küste finden würde. Diese Stelle war unter Seefahrern mehr als berüchtigt - starke Strömungen, unberechenbare Winde und die Riffe hatten so manches Schiff auf den Meeresgrund geschickt. Nie hatte jemand diese Küste von See aus betreten - es war unbekanntes Land. Und dennoch – die Ruderer fanden mit unheimlicher Sicherheit den Weg durch die Strömungen und Riffe, er konnte schon den rasenden Seefalken erkennen, einige Hütten und Licht am Strand. Swinehound Bob wartete schon- er hatte schon viel von LD gehört. Da sich die Seeräuber keine Konkurrenz machten, war Unfreundlichkeit unangebracht – eher Neugierde und das Austauschen von Erfahrungen.
LD erzählte von seinen Abenteuern und auch Bob gab einiges zum Besten. Der „rasende Seefalke“ war nämlich gar nicht freiwillig hier, sondern wegen Reparaturarbeiten. Vor 2 Tagen wurde Bobs Schiff von einer noch intakten Batterie, genannt „Piratenschreck“, getroffen. Piratenschreck waren die zur Verteidigung umfunktionieren ehemaligen Drachenabwehrtürme. Die Schützen machten sich anscheinend einen Spaß daraus, auf das Schiff, das eigentlich viel zu weit entfernt war, zu feuern. Jedenfalls erzielten sie einen Zufallstreffer auf der Backbordseite – das Schiff fing daraufhin sofort Feuer, doch der Beatzung gelang ein schnelles Löschen. Das gezackte und geschwärzte Loch, das kaum über der Wasserlinie lag, machte das Schiff praktisch unbrauchbar. Swinehound Bob entschloss sich eines seiner Verstecke anzusteuern und den rasenden Seefalken einer gründlichen Überholung zuzuführen. Jetzt lag es jedenfalls in der Bucht, die Zimmerleute hatten schon die Planken herausgerissen und abgetakelt - alles sollte neu aufgebaut werden. LD hatte mehrere Probleme, zuerst brauchte er ein neues Schiff und die entsprechende Mannschaft. Er sprach mit Swinehound Bob darüber. Bob konnte ihm einige unerfahrene Seeräuber anbieten, dafür verlangte er eine angemessene Ablöse. Außerdem kannte er einen anderen Piratenkapitän, der ein gutes Schiff gekapert hatte und dieses bestimmt verhökern würde. Bevor das Schiff nicht fertig aufgebaut war, konnten sie in dieser Angelegenheit nichts unternehmen, so streiften sie im gefährlichen Umland umher. Swinehound Bob hatte es tunlichst vermieden, zu tief ins Landesinnere vorzudringen. Einige Patroullien waren nicht zurückgekehrt und er hatte keine Lust, noch mehr Leute zu verlieren. Der Piratenstützpunkt selbst war mit Palisaden und Wachen gut geschützt. Die kleine Passage durch die Riffe wurde durch am Strand aufgestellte Geschütze gesichert -niemand konnte dort ohne Einwilligung der Piraten hindurch. Ab und zu ruderten sie auch nach Khorinis, um das ein oder andere Geschäft abzuschließen und Neuigkeiten zu erfahren. Endlich war der rasende Seefalke zum Auslaufen bereit.
Mit guter Fahrt ging es die Anemonensee hinauf, Kurs NNO, nach Sinsey, mehrere Tagesreisen von Khorinis entfernt. Sinsey war nichts weiter als eine gewaltige Piratenfestung. Alle Piratenkapitäne kannten diesen Ort und kamen immer wieder gern hierher. Sie nahmen Kontakt mit dem berüchtigten Piratenkapitän „Eisenfaust“ auf, der war durchaus bereit das Schiff zu verkaufen. Nachdem LD eines seiner Verstecke aufgesucht hatte, um Gold zu holen, war der Handel perfekt und die BLOODY MARY II war sein. Da er noch einige weitere Leute anheuern konnte, war sein Schiff insoweit „kaperbereit“. LD war bewusst, dass er mit dem jetzigen Zustand seines Schiffes und der Besatzung ein gewaltiges Risiko einging, wollte er den Handel mit dem magischen Erz nochmals angehen. Die Leute waren zu unerfahren - er kannte das Schiff nicht und wusste nicht wie die Leute reagieren, wenn es zum Kampf käme. Abermals wandte er sich an Bob. Dabei kamen sie zu folgender Übereinkunft:
Zusammen wollten sie den erstbesten Erzfrachter angreifen, der von Khorinis aus in Richtung Yawl auslief. Beide zusammen waren einem solchen Schiff durchaus gewachsen. Natürlich verlangte Swinehound Bob dafür eine bestimmte Menge Goldes - kein Problem für LD, denn der wollte sich diese Gewinnschmälerung von seinem Kunden wiederholen.
Der erste Überfall gelang mit etwas Glück und einigen Verlusten. Schnell wurden die Kisten unter Deck gebracht. Dann trennten sich die Wege der beiden Schiffe und die Bloody Mary II setzte Kurs SW. Der Weg zur Insel der Illuminanten war ziemlich weit, da LD dort noch nie gewesen war, hatte er einige Schwierigkeiten diesen Ort zu finden. Doch nach einigen Irrfahrten war es soweit, eine Feste, hoch oben auf einem kahlen Berg- dass musste das Ziel sein! Das Schiff ankerte in einer stillen Bucht, man ließ 2 Dinghis zu Wasser und brachte die Kisten an den Strand. Währenddessen stellte LD einen Trupp zusammen und machte sich auf den Weg hinauf zur Festung, um sich anzumelden und für Transportmöglichkeiten zu sorgen.
Die Strasse der Gehenkten war steinig, ziemlich steil und teilweise mit ekelhaft spitzen Steinen übersät. Die am Straßenrand aufgehängten, vollkommen schwarzen und ausgedörrten, teilweise von Aasfressern entstellten Leiber machten auch keinen besonders positiven Eindruck. Einige zerstörte Schwerter und Rüstungsteile ließen wohl auf Milizen oder Paladine schließen. LD ließ sich jedoch nicht beirren und nach einem 1-stündigen, schweißtreibenden Fußmarsch war er endlich oben angelangt. Bevor er noch auf sich aufmerksam machen konnte, glitt das gewaltige Tor auseinander - niemand war zu sehen. Vorsichtig setzt er sich in Bewegung auf etwas zu, was vielleicht so etwas wie das Haupthaus war. Dort drinnen erwarteten sie ihn schon. Der Anführer zeigte sich ziemlich erfreut und schickte die Gladiatoren mit schweren Wagen hinunter, begleitet von einigen Piraten, um das Erz zu holen und den eigenen Lohn schließlich hinab zu transportieren. Die Miene des Illuminanten verfinsterte sich jedoch zusehends, als LD den Preis für die nächste Ladung spürbar anhob.
Letztendlich lief aber alles zu LD’s vollster Zufriedenheit. Sie luden ihren gerechten Lohn ein und machten sich wieder auf den Weg, um die nächste Ladung abzufangen. 3-mal ging alles gut. Dann lief alles schief. Die Illuminanten und ihre Leibwache, die Gladiatoren nahmen ihnen die Kisten ab und griffen sie ohne Warnung an. LD riss seinen Säbel heraus, mit dem er meisterhaft umgehen konnte, und verteidigte sich so gut es eben ging. Immer weiter wich er in Richtung des Tores zurück – ahh, es war noch offen! Geschwind nutzte er eine Gelegenheit und rannte so schnell er konnte auf das Tor zu, seine Mannen kämpften verzweifelt und hielten die Angreifer auf. Dann brach die Verteidigung zusammen und alle Seeräuber ergriffen die Flucht. Die Gladiatoren und einige Dunkle hinterher. LD war zwischenzeitlich auf der Strasse der Gehenkten angekommen, etwas zu nah am nicht sehr steilen Abgrund, - plötzlich zerbarst sein Holzbein, er verlor das Gleichgewicht und stürzte den Abhang hinunter. Dann lag er still, er versuchte etwas zu hören - tatsächlich immer noch Kampfgeräusche! Er lag so lange dort, bis er nichts mehr hörte, dann stand er auf und rannte so schnell es eben ging auf die Bucht zu.
***
Endlich! Seine BLOODY MARY II ! Nicht zu laut machte er die Wache auf sich aufmerksam, er war vorsichtig, rechnete bald mit einem Angriff auf das Schiff und seine kleine Besatzung. Schnell ließ er sich hinüberbringen, dann musste er einige schwerwiegende Entscheidungen treffen. Sie waren nur noch zu fünft, er selbst und 4 Kumpane, viel zu wenig um das große Schiff zu segeln. Schweren Herzens entschloss er sich, Proviant und die wertvollsten Schätze in ein Dinghi zu verladen, dieses mit einer langen Leine an ein weiteres zu befestigen, in das sie selbst einsteigen und rudern würden, das andere hinter sich herziehend. Bevor sie ins vordere Boot sprangen, lichteten sie den Anker der BLOODY MARY II, setzten ein großes Segel und banden das Ruder fest. Das Schiff setzt sich dabei langsam in Bewegung, etwa in nördliche Richtung, sie selbst ruderten nach Osten, in der Hoffnung das große Schiff würde etwaige Verfolger ablenken. Noch einmal sah sich LD um, er selbst hatte natürlich das Ruder übernommen, während die anderen mit grimmigen Gesichtern die Ruderblätter eintauchen ließen, sah die verfluchte Festung im fahlen Mondlicht, in ihm stieg die Wut hoch!
„Wollt ihr wohl pullen, ihr Halunken!“

germax
18.05.2005, 18:16
Günstige Gelegenheit
Seit Wochen saß Wotok mit seiner Orkhorde im tiefen Wald fest. Sie hatten es sich in einer großen Höhle gemütlich gemacht, den Eingang geschickt mit einem großen Stein und immer frischen Büschen getarnt. Kein Laut drang nach draußen, kein Lichtschein verriet das Versteck. Mit der Versorgung hatten sie keine großen Probleme - draußen gab es genügend Wasser, trockenes Holz, und ab und zu ein dickes Erdschwein. Ichtoloth hatte die Gruppe hierher geschickt. Ichtoloth, der große Häuptling aller vereinigten Orkstämme. Falls ihnen der Auftrag mittels der Schamanenbeschwörung gelingen sollte, erwartete sie eine gewaltige Siegesfeier. Alle Orks würden feiern und die riesigen Siegestrommeln würden die Berge tagelang erzittern lassen.

Den Abhang hinunter lag der Späher am Waldrand und beobachtete die Zitadelle. Nun, eigentlich beobachtete er mehr den Himmel über der Zitadelle. Die Zitadelle selbst war in der Hand der kleinen Zweibeiner, die sich selbst „Menschen“ nannten. Die waren gefährlich, hatten den Stammesbrüdern vor vielen Monden das Tal abgejagt, das durch die Burg geschützt war. Wer die Burg hielt, dem gehörte auch das riesige Tal dahinter, eigentlich war es mehr ein Talkessel. Früher wohnten dort die Orks, labten sich an den reichlichen Vorkommen an Fisch und Fleisch, bis die Hässlichen kamen und sie vertrieben. Die Hässlichen vertrieben noch viel mehr von ihnen, aber das war ja jetzt vorbei. Der Späher starrte angestrengt in den Himmel hinauf, glaubte in der Ferne etwas zu sehen. Dann war er sich sicher. Mit einem schnellen Hieb durchtrennte er das Seil, mit etwas Verzögerung fielen ein paar dicke Kupferkessel auf den Boden und machten in der Höhle einen Riesenlärm.
ALARM! Die Orks schraken auf und griffen zu den gewaltigen Äxten. Dann zwängten sie sich durch den engen Eingang und liefen den Abhang hinunter. Am Waldrand blieben sie unter dem schützenden Dach des dichten Waldes stehen und starrten zur Zitadelle hinüber.
Tatsächlich, sie hatten lange auf diesen Augenblick gewartet, nach 42 Monden war er endlich da! Mehrere Drachen umkreisten die Burg, versuchten diese anzugreifen, die menschlichen Verteidiger duckten sich hinter die Zinnen, nur der Feuerblitz oben vom Turm fuhr zwischen die Drachen, versuchte einen zu treffen.
Die Drachen versuchten, eine Lücke in der Verteidigung zu finden. Das war gar nicht so einfach. In früheren Tagen flogen sie einfach so tief als möglich und ließen sich mit ihren massigen Körpern knapp unterhalb des Geschützes an den Turm prallen. Den Drachen machte dass nichts aus, es genügte aber um den Turm zum Einsturz zu bringen und das Geschütz außer Gefecht zu setzen. Noch einfacher war es aber, bevor die Menschen überhaupt solche Geschütze besaßen, denn damals wüteten sie unter den Siedlungen und Befestigungen ohne einen einzigen Verlust in ihren Reihen. Nach diesen Erfahrungen hatten die Menschen an den Türmen oben und seitlich, riesige, eiserne Speere angebracht - seitdem funktionierte die Anpralltaktik nicht mehr. Zum Glück für die Angreifer hatten die Orks, ohne deren Wissen, Hilfe geleistet. Mehrfach hatten sie die Nachschubwege angegriffen und merkwürdige Behälter erbeutet. Behälter in denen nichts weiter als Luft war! Für die Menschen in der Zitadelle hatte dies leider negative Folgen, denn die Ersatzbehälter, die man mit Pressluft füllen konnte, waren nicht angekommen. So mussten sie mit den wenigen, undichten Behältern auskommen. Diese waren jedoch schnell verbraucht und so mussten die Drachenjäger auf Handbetrieb umstellen. Dann waren die Angreifer in der günstigen Position, zwar wurde dabei einer getroffen, der flatternd und zischend zu Boden stürzte, doch der gewaltigste und größte von ihnen kam genau von hinten auf den Turm zu. Die Mannschaft war vollends mit einem anderen Ziel beschäftigt, dann ein gewaltiger Feuerstrahl! Der Turm stand in Flammen! Das nutzten die übrigen Drachen und dann war nur noch Flammenhölle! Voller Panik rannten die Verteidiger von den Mauern hinunter in den Hof, stürzten aus den Gebäuden und versuchten schnell das Tor herunterzulassen. Krachend fiel es hinunter, die Paladine rannten so schnell sie konnten auf den Wald zu, um dort Schutz zu suchen. Viele wurden jedoch durch die rasende Drachenbrut geröstet. Diejenigen, die den Wald erreichten, wurden von den wartenden Orks in Empfang genommen. Sofort kam es zu erbitterten Nahkämpfen, letztendlich hatten die Paladine nicht die geringste Chance und wurden alle
dahingemetzelt. Doch auch die Orks mussten sich in Acht nehmen, spritzten auseinander, um den Drachen kein Ziel zu bieten, denn diese kreisten nun auch über dem Wald, ab und zu einen Feuerball in den Wald ausstoßend. Die daraufhin entfachten Brände verloschen jedoch rasch, denn es hatte viel geregnet in den letzten Tagen. Wotok ließ, nachdem er sich sicher war, dass kein Drache mehr am Himmel war, zum Sammeln trommeln. Nacheinader trafen alle Überlebenden in der Höhle ein. Er zählte seine Gefährten ab. 31. Sehr gut- nur 5 verloren! Jetzt mussten sie nur noch die Zitadelle so schnell wie möglich besetzen. Sie stärkten sich hastig, prüften die Ausrüstung um sich auf den Sturm auf die Burg vorzubereiten - es konnten immer noch überlebende Menschen in der Burg sitzen. Dann begann der Angriff.

Gerade noch konnte er die Erstürmung verhindern, denn aus den Augenwinkeln heraus hatte Wotok trotz des Qualmes, der von der Burg entströmte und sich schwer ins Tal legte, eine Bewegung gesehen. Angestrengt versuchte er etwas zu erkennen. Verflucht! Der verletzte Drache kroch auf der verbrannten. Ödnis zwischen der Zitadelle und dem Bergmassiv herum, schauerliche Geräusche ausstoßend. Was sollte er jetzt tun? Auch ein verletzter Drache war mehr als gefährlich und konnte es spielend mit Dutzenden Gegner aufnehmen. War die sicher geglaubte Beute etwa schon wieder verloren? Erwartungsvoll blickten ihn seine Kumpane an, auf eine schnelle Entscheidung wartend. Das nicht besonders große Gehirn ihres Anführers begann unter dem gewaltigen Schädel auf Hochtouren zu arbeiten. Bevor er eine falsche Entscheidung treffen konnte, kam ihm das Schicksal gnädig zu Hilfe. Der Drache stürzte nämlich die rutschige Uferböschung in den schäumenden Fluss hinunter und wurde dort von den reißenden Fluten mitgerissen. Schamanenbeschwörung sei Dank! Damit war dieses Problem gelöst und es konnte zum Angriff auf die Burg getrommelt werden. Die riesigen Äxte schwingend und unter ohrenbetäubendem Kriegsgeschrei, rannten sie auf das heruntergelassene Tor zu. Der Rauch brannte in den Lungen, als sie durch das Tor in den Innenhof traten – außer einigen dampfenden und völlig entstellten Körpern war niemand zu sehen. Das Haupthaus brannte lichterloh, genauso wie der südliche Turm. Soweit es überhaupt möglich war, durchsuchte die Horde alle Gebäude und Winkel nach Überlebenden ab. Sie fanden keinen. Jetzt mussten sie nur noch warten, bis die Brände erloschen. Die Burg selbst hatte nicht viel abbekommen und war anschließend mit wenig Aufwand voll einsatzfähig. Anschließend mussten die Hässlichen nur noch aus dem Talkessel vertrieben oder versklavt werden. Kein großes Problem, denn dort wohnten nur Bauern und einige Handwerker.
Die Horde jubelte und ließ ihren Anführer hochleben! Wotok befahl, die toten Orkkrieger aufzubahren, des Weiteren einen Melder und schickte diesen los, um dem großen Ichtoloth die frohe Botschaft zu überbringen - ja das Tal gehörte nun wieder ihnen und Wotok würde dafür mehr als ausreichend belohnt werden!