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Miras
09.04.2007, 22:41
Ich hatte gestern mal wieder ein lustiges Gespräch mit einem Spieler aus der D&D Runde die ich leite. Ich versuche es mal sinngemäß wiederzugeben:

Spieler: "Hey, ich hab mir jetzt einen neuen Charakter erstellt. Für den Fall das mein jetziger stirbt, ich mag ihn ja eh nicht so".
Ich: "Ja dann zeig mal her"
S: "Hier, ein Drow-Waldläufer, zieh dir mal die Werte rein".
I:" Du bist dir schon darüber im klaren das Drow eine sehr verhasste Spezies sind und du einige Probleme kriegen wirst, auch innerhalb der Gruppe. Außerdem verhält sich die Waldläuferklasse zu Drow eigentlich wie Feuer und Wasser, wenn du nicht eine verdammt gute Hintergrundgeschichte hast".
S: Hintergrundgeschichte? Hab ich nicht, aber die Werte ey, guck sie dir an. Und die Boni die ich wegen der Rasse bekomme.. Na, dann mach ich halt nen Kleriker".
I: "Drow leben in einem Matriarchat. Nur weiblichen Drow ist es ermöglicht, Priesterin zu werden".
S: "Das ist ja doof... Na, dann muss ich mir eine andere Rasse suchen".
I: "Und vielleicht mal einen Hintergrund entwerfen?!"
S: "Ach, das hab ich sonst auch nie gebraucht.."

Bei dem Spieler handelt es sich im Übrigen nicht um einen Anfänger. Er zockt bereits ein paar Jahre und ist jetzt neu hinzugekommen.

Bei sowas sträuben sich mir die Haare. Es ist kein Problem das man mal nicht alle Hintergrundinfos hat. Wenn man nicht gerade ein langjähriger Rollenspielcrack ist, wird man sich nicht mit jedem Detail auskennen. Aber bei solchen essentiellen Sachen wie der Charaktererschaffung SOLLTE man sich die dazugehörigen Infos besorgen. Man sollte die Eigenarten seiner Rasse und Klasse kennen und sie dementsprechend ausspielen oder überzeugende Argumente finden, warum es sich gerade bei dem Charakter anders verhält. Aber dieses stumpfe "So, ich suche mir jetzt eine Rasse raus, dadurch krieg ich hier und da Boni, mit den den Megawerten die ich gewürfelt habe werde ich damit unbesiegbar" macht mich wahnsinnig. Ich meine, in einem Charakter sollte doch auch irgendwie Herzblut stecken. Man muss es mit der Ausarbeitung ja nicht übertreiben.
und dann dieses "mein alter Charakter wird mir langweilig". Mein Gott, der Spieler arbeitet sie doch aus? Wie soll denn ein Charakter jemals lebendig wirken und facettenreich sein, wenn er nur aus Werten und Multiplikatoren besteht?! Aber da scheint es einigen Leuten in meiner Gruppe eindeutig an Kreativität zu mangeln. Der betreffende Spieler z.B. benutzt auch bei jedem Charakter den gleichen Wortschatz und Satzkonstruktionen, auf gut Deutsch: Sein Rollenspiel ändert sich nur auf dem Papier. Hab ich irgendwie was verpasst?! DAS macht für mich kein richtiges Rollenspiel aus.

Wie weit arbeitet ihr eure Charaktere aus? Schreibt ihr lieber ersteinmal einen Roman über die Persönlichkeit oder bestehen sie auch nur aus Zahlen? Und woher holt ihr euch die Ideen für einen neuen Charakter? Haltet ihr einen ordentlichen Hintergrund für sehr Wichtig im Rollenspiel?

Ich habe jetzt jedenfalls erstmal einen ordentlichen Hintergrund zur Vorrausetzung gemacht. Meine Leute murren zwar teilweise, aber werden sich fügen, denn auf den Spielleiterposten hat von denen auch keiner Bock :p

Troan
11.04.2007, 23:05
Ich mache mir da schon ziemlich viele Gedanken. Die Werte sind bei mir eher nebensächlich. Wenn ich nur einen "Werte"-Charakter haben will, dann kann ich genauso ein Computerspiel spielen.

Jedoch habe ich eine komplette Hintergrundgeschichte nicht gleich beim ersten Abenteuer meines Chars. Zuerst muss ich einige Abenteuer spielen und meinen Charakter formen und festigen. Erst danach bin ich mir überhaupt im Klaren, was ich genau spielen möchte und welche Rolle ich den nun annehme. Am Ende kann das bei mir aber schon ausarten. Mehrere Seiten Hintergrundgeschichte, das kann schnell mal übertrieben wirken...aber ich verlange ja nicht, dass es jemand liest, hauptsache mir mach es Spass ;)

Gruss
Troan

Likimeya
12.04.2007, 13:02
Mein Gott, der Spieler arbeitet sie doch aus? Wie soll denn ein Charakter jemals lebendig wirken und facettenreich sein, wenn er nur aus Werten und Multiplikatoren besteht?! Aber da scheint es einigen Leuten in meiner Gruppe eindeutig an Kreativität zu mangeln.

*kiss*

Auch auf die Gefahr hin hier jetzt fies geflamed zu werden, aber Dein post bestätigt mir irgendwie meine Vorurteile gegenüber D&D-Spielern :D Ich kann mich da an eine Runde erinnern in der ich mal gebeten wurde mitzuspielen. Wo beginnt ein "gutes" Abenteuer? RICHTIG! In einer Taverne wo sich alle "ganz zufällig" treffen. Dann kam der Auftrag: "Rettet das Einhorn". Nach unfassbar vorhersehbaren Dingen fanden wir das Einhorn, der Magier unserer "Rollenspiel"runde fand es lustig das Einhorn lila anzumalen. Nachdem wir es befreit hatten sagte das Einhorn: "Naja, ich find es nicht gut das ihr mich lila angemalt habt, aber ihr habt mich befreit, deswegen gebe ich Euch einen Sack mit Gold." Ende.

Aber das gehört ansich gar nicht zum Thema. :rolleyes:

Du hast richtig erkannt das zum ordentlichen Rollenspiel mehr gehört als ein Zettel mit Zahlen. Hey, da könnt ihr Euch auch gegenseitig das Telefonbuch vorlesen, da gibts ganz viel davon. Wichtig ist meiner Meinung nach vor allem sich zu überlegen: "Wie ist mein Charakter so drauf?" Welche Wesenzüge, also Tugenden, Schwächen und Eigenarten hat er? und vor allem auch: wie spricht er? Nichts ist langweiliger als sich immer gleich anhörende Charaktere. Mein Graumagier spricht sehr elaboriert und pathetisch, mein Streuner sehr räudig und mit spanischem Akzent (ohja, ich habe extra für meinen Streuner zwei Semester Spanisch an der Uni gemacht) und mein Zwerg seeeeehr laaaangsaaam und seeeehr traaaagend, so das man meint Steine wachsen zu hören.

Was die Hintergrundgeschichte angeht bin ich voll und ganz Troans Meinung. Ein paar Eckdaten sind sicherlich von Vorteil, damit man sich den Mitspielern auch ordentlich vorstellen kann, aber beim ersten Zusammentreffen wird man sich kaum die Lebensgeschichten erzählen. Umso reizvoller, wenn von Abenteuer zu Abenteuer das Bild des eigenen Charakters immer klarer wird und man plötzlich Ideen für eine ausgefeilte Hindergrundgeschichte bekommt, die man dann am Lagerfeuer, nach zahlreichen durchlebten Gefahren seinen Mitspielern erzählt um die Freundschaft zu besiegeln.

Es tut mir fast ein bischen Leid das Du da in einer Runde versauerst die offensichtlich Deinen Ansprüchen ans Rollenspiel nicht genügt.Vielleicht hilft es wenn Du mit Deinen Leuten offen darüber redest was Du erwartest, dann können sie Dir sagen ob sie das überhaupt interessiert und ob sie das wollen. Wenn nicht, nunja... such Dir vielleicht ne andere Runde. §gnah

Iron Mouse
12.04.2007, 17:24
Auch auf die Gefahr hin hier jetzt fies geflamed zu werden, aber Dein post bestätigt mir irgendwie meine Vorurteile gegenüber D&D-Spielern
*flame flame flame*
;)

D&D ist in seiner Grundform sehr rudimentär, da es universell sein muß, es ist ja nicht an eine Welt oder einen Spielstil gebunden. Es kann dann auch dementsprechen gespielt werden. Billigster Dungeon Crawl mit Türen eintreten, Monster plätten und Schätze einsacken? Kein Problem.
Heißt aber nicht daß das jeder so macht, oder auch nur die Mehrzahl. Auf den Grundlagen aufbauend ist sehr sehr sehr viel mehr möglich. Klassisches High Fantasy Abenteuer? Intrigenspiele am Königshof? Zombieinvasion? Kriegskampagne? Gute oder böse Gruppe? Alles und noch viel mehr machbar und man braucht noch nicht mal inoffizielles oder selbsterstelltes Material.
Man muß nichts, kann aber alles. Genau diese Flexibilität ist es, die ich so schätze.

Zum Spieler: Lustigerweise kann man sagen, daß jemand, der mit einem "Drow Waldläufer" ankommt sich schon aufgrund dieser Tatsache bei geschätzt 95% aller ernsthaften D&D Gruppen sofort unbeliebt machen wird. Vielleicht ist ja jemandem die Bezeichnung "Drizzt Klon" bekannt. Gibt unzählige Witze und Gemeinheiten über Leute die sowas spielen wollen.

Und wenn sich der Typ wirklich für so einen guten Powergamer hält sollte ihm vielleicht mal jemand sagen, daß Drow wegen ihrer vergleichsweise ungünstigen Stufenanpassung als ziemlich suboptimal gelten. :rolleyes:

Aber das jetzt mal beiseite. Natürlich ist es lächerlich was der Typ da macht. GERADE wenn jemand mit einem ungewöhnlichen Char ankommt erwarte ich eine entsprechende, hochwertige und glaubhafte Geschichte, da gibts überhaupt keine Diskussion.
Bei jemandem der keine Erfahrung mit sowas hat sieht das natürlich anders aus, aber so jemand wird auch kaum gleich mit abgedrehten Konzepten ankommen.

Ich habe jetzt jedenfalls erstmal einen ordentlichen Hintergrund zur Vorrausetzung gemacht.
Dito. Man kann auch basierend auf der Ausführlichkeit und Qualität der Geschichte bei Spielstart ein paar Bonus XP vergeben. Das klingt zwar irgendwie billig, ist aber eine Motivation sich dann auch etwas anzustrengen.

Miras
12.04.2007, 23:11
Auch auf die Gefahr hin hier jetzt fies geflamed zu werden, aber Dein post bestätigt mir irgendwie meine Vorurteile gegenüber D&D-Spielern

MAHA, sorry, aber das Gerücht (für das ich mich fast tagtäglich rechtfertigen muss §gnah ) stimmt nicht. Schnarchnasen gibt es in jedem System. Ich zocke auch als Spieler in einer anderen Runde, teilweise mit Leuten die ihre Charaktere schon Jahrelang spielen. Die sind fast schon übertrieben ausgearbeitet, man kommt sich vor wie in einem extrem guten Roman den man selber beeinflusst. Und das macht für mich das Rollenspiel auch so reizvoll. Wenn ich diese Gruppe nicht hätte, wär ich wohl schon wahnsinnig geworden.
Fakt ist natürlich, und das streite ich auch gar nicht ab, dass D&D als Einsteigersystem gilt. Das mag daran liegen, dass es sich im Gegensatz zu anderen Systemen eher mit Zahlenfummelei zurück hält (Jaa, ich weiss, dass es auch mal ausarten kann ^^). Ich finde es jedenfalls wesentlich entspannter, eine D&D Runde zu spielen als mich in irgendwelchen DSA Werteorgien zu verlieren. Und für Tiefgang ist mit vielem zusätzlichen Material auch gesorgt.. aber ich weiche ab, um Systeme geht es ja nicht.


Was die Hintergrundgeschichte angeht bin ich voll und ganz Troans Meinung. Ein paar Eckdaten sind sicherlich von Vorteil, damit man sich den Mitspielern auch ordentlich vorstellen kann, aber beim ersten Zusammentreffen wird man sich kaum die Lebensgeschichten erzählen.

Darum geht es ja gar nicht. Ich meinte halt auch die von dir angesprochenen Tugenden, Abneigungen, Verhaltensmuster usw. halt eine Art Konzept. Du solltest wissen, wie sich dein Charakter in einer bestimmten Situation verhält, denn das macht einen großen Teil des Tiefgangs aus. Versucht er sich vor der Verantwortung zu drücken? Fällt er seinen Freunden in den Rücken? Hat er eine Abneigung gegen bestimmte Rassen? Erst diese Dinge machen einen Charakter erst glaubwürdig und plastisch, denke ich. Und nicht, dass er noch nen dollen Fertigkeitsbonus auf Suchen bekommt. :rolleyes: Und wenn man sich da vorab ein paar Gedanken macht, kann man das Rollenspiel sehr viel plastischer gestalten, denke ich.


Es tut mir fast ein bischen Leid das Du da in einer Runde versauerst die offensichtlich Deinen Ansprüchen ans Rollenspiel nicht genügt.Vielleicht hilft es wenn Du mit Deinen Leuten offen darüber redest was Du erwartest, dann können sie Dir sagen ob sie das überhaupt interessiert und ob sie das wollen. Wenn nicht, nunja... such Dir vielleicht ne andere Runde.

Ach was. Wie gesagt, ich hab ja noch meine eigene Runde. Und fehlerfrei meistere ich sicherlich auch nicht. Da ist sowohl bei mir als auch bei der Gruppe noch Luft nach oben. Ich krieg halt nur immer nen Schock wenn ich sehe, wie Rollenspiel teilweise verfremdet wird :( Ich komm halt nicht wirklich drauf klar, da ich lange AD&D in den vergessenen Reichen gezockt habe. Und da die Reiche teilweise extrem ausgearbeitet sind/waren, haben wir uns auch entsprechend Mühe bei den Charakteren gegeben...

Lustigerweise kann man sagen, daß jemand, der mit einem "Drow Waldläufer" ankommt sich schon aufgrund dieser Tatsache bei geschätzt 95% aller ernsthaften D&D Gruppen sofort unbeliebt machen wird. Vielleicht ist ja jemandem die Bezeichnung "Drizzt Klon" bekannt. Gibt unzählige Witze und Gemeinheiten über Leute die sowas spielen wollen.

Hehe, ich hab ihm auch gesagt das mich das an Drizzt erinnert. Nun ja. Er kannte ihn nicht. Wenigstens wars dann ne originelle Idee :p


GERADE wenn jemand mit einem ungewöhnlichen Char ankommt erwarte ich eine entsprechende, hochwertige und glaubhafte Geschichte, da gibts überhaupt keine Diskussion.
Bei jemandem der keine Erfahrung mit sowas hat sieht das natürlich anders aus, aber so jemand wird auch kaum gleich mit abgedrehten Konzepten ankommen.
Tja, dass Problem liegt ja auch mehr darin, dass er noch nichtmal wusste das es sich um einen abgedrehten Charakter handelt, weil er keine Ahnung von Sitten, Gebräuchen und Verhaltensweisen der Drow hat. Trotzdem hat er sich noch nichtmal die Mühe gemacht, nachzusehen (Und wir haben mittlerweile nen großen Fundus an D&D Material, daran liegts wirklich nicht).


Wenn ich nur einen "Werte"-Charakter haben will, dann kann ich genauso ein Computerspiel spielen.

DANKE, Herr im Himmel, dass gleiche predige ich seit Äonen :)

Aber ich weiss auch nicht, wie ich die Charakterentwicklung schmackhafter machen soll. Bonus xp.. hmpf.. Es ist doch irgendwie essentieller Bestandteil des Spiels. Das wäre ja so, als wenn dir dein Chef einen Obolus gibt, weil du pünktlich zur Arbeit erschienen bist. Und ne Frage der Kreativität und Inspiration ist es auch noch.

Rasha
13.04.2007, 11:55
Nunja, ich arbeite mir erst eine Art Konzept für einen ganz neuen Char aus und ev. für ne neue Rasse, Prof usw, da ich halt ein kreativerer Mensch bin. Dann überleg ich, wie so ein Char am besten kämpfen könnte, was zu ihm passt und was nicht und dementsprechend lege ich dann natürlich auch die Werte aus. HG schreibe ich eigentlich nicht....:D

Tawarien
14.04.2007, 15:53
Nunja, ich arbeite mir erst eine Art Konzept für einen ganz neuen Char aus und ev. für ne neue Rasse, Prof usw, da ich halt ein kreativerer Mensch bin. Dann überleg ich, wie so ein Char am besten kämpfen könnte, was zu ihm passt und was nicht und dementsprechend lege ich dann natürlich auch die Werte aus. HG schreibe ich eigentlich nicht....:D

So sollts ja auch eigentlich sein ^^
So mach ichs jedenfalls auch. Bis auf das mit der HG, für`n Meister isses sehr interessant und außerdem können so einzelne Charaktere geschickt in Storys eingebunden werden. Immer ist sowas auch net so toll, aber warum net mal nen kleinen Plot über nen Nachteil von nem Char machen? Sowas find ich richtig toll und bringt Atmosphäre ins Spiel. Und vor allem kommt dann net der Gedanke auf: Joh, des Abenteuer hät ich mit jedem anderen Helden spielen können ;)

Ach ja, den kann ich mir jetzt net verkneifen:


Spieler: "Hey, ich hab mir jetzt einen neuen Charakter erstellt. Für den Fall das mein jetziger stirbt, ich mag ihn ja eh nicht so".
Ich: "Ja dann zeig mal her"
S: "Hier, ein Drow-Waldläufer, zieh dir mal die Werte rein".
I:" Du bist dir schon darüber im klaren das Drow eine sehr verhasste Spezies sind und du einige Probleme kriegen wirst, auch innerhalb der Gruppe. Außerdem verhält sich die Waldläuferklasse zu Drow eigentlich wie Feuer und Wasser, wenn du nicht eine verdammt gute Hintergrundgeschichte hast".
S: Hintergrundgeschichte? Hab ich nicht, aber die Werte ey, guck sie dir an. Und die Boni die ich wegen der Rasse bekomme.. Na, dann mach ich halt nen Kleriker".
I: "Drow leben in einem Matriarchat. Nur weiblichen Drow ist es ermöglicht, Priesterin zu werden".
S: "Das ist ja doof... Na, dann muss ich mir eine andere Rasse suchen".
I: "Und vielleicht mal einen Hintergrund entwerfen?!"
S: "Ach, das hab ich sonst auch nie gebraucht.."

Tja, D&D halt, powergaming bis zum Abwinken ^^
*michvorsteinenduckdiejetztvonallenD&Dspielerngeworfenwerdenweilsgraddiejanetmachen*
löl ;)

Rasha
14.04.2007, 19:34
So sollts ja auch eigentlich sein ^^
So mach ichs jedenfalls auch. Bis auf das mit der HG, für`n Meister isses sehr interessant und außerdem können so einzelne Charaktere geschickt in Storys eingebunden werden. Immer ist sowas auch net so toll, aber warum net mal nen kleinen Plot über nen Nachteil von nem Char machen? Sowas find ich richtig toll und bringt Atmosphäre ins Spiel. Und vor allem kommt dann net der Gedanke auf: Joh, des Abenteuer hät ich mit jedem anderen Helden spielen können ;)

Naja, wenn der Held halt außergewöhnlich ist, wie zum Beispiel mein Blutmagier :D , dann entwerfe ich schon eine HG, aber für gewöhnliche Charaktere eher nicht.

Tawarien
15.04.2007, 21:53
Naja, wenn der Held halt außergewöhnlich ist, wie zum Beispiel mein Blutmagier :D , dann entwerfe ich schon eine HG, aber für gewöhnliche Charaktere eher nicht.

Ich finde jeder Held sollte was ausergewöhnliches sein. Und unter HG muss man ja nicht immer nen lückelosen Lebenslauf in Storyform verstehen, aber was meiner Meinung nach wichtig für jeden Char is, ist vor allem ein Grund, warum er herumreist, der über das übliche "Er/Sie will Abenteuer erleben" hinausgeht. Und immer gut ist es auch, wenn dabei noch steht, warum er den einen oder andern Vorteil/Nachteil hat. Eine Angst z.B. kann ja sehr gut vorn einem früheren Erlebnis herrühren und nicht immer Naturgegeben. Sowas bringt viel mehr Tiefe ins Spiel und hilft auch beim richtigen ausspielen. ;)

Miras
17.04.2007, 19:52
Ich finde jeder Held sollte was ausergewöhnliches sein. Und unter HG muss man ja nicht immer nen lückelosen Lebenslauf in Storyform verstehen, aber was meiner Meinung nach wichtig für jeden Char is, ist vor allem ein Grund, warum er herumreist, der über das übliche "Er/Sie will Abenteuer erleben" hinausgeht. Und immer gut ist es auch, wenn dabei noch steht, warum er den einen oder andern Vorteil/Nachteil hat. Eine Angst z.B. kann ja sehr gut vorn einem früheren Erlebnis herrühren und nicht immer Naturgegeben. Sowas bringt viel mehr Tiefe ins Spiel und hilft auch beim richtigen ausspielen. ;)

Naja, ich denke er meint einfach Dungeoncrawls. Also stumpfes durch-die-Gegend-gehacke. Ich kann zwar nicht nachvollziehen was Leute daran toll finden (Wie gesagt, wenn ich sowas haben will, schmeiß ich nen PC-Spiel rein) aber dafür würde ich mir auch keinen weltbewegenden Charakter erschaffen. Ansonsten stößt mir der Begriff "gewöhnliche Charaktere" auch übel auf... Das hat sowas von Fließband-Produktion. Brrrrrrr... Pfui :p

Tawarien
22.04.2007, 13:38
Naja, ich denke er meint einfach Dungeoncrawls. Also stumpfes durch-die-Gegend-gehacke. Ich kann zwar nicht nachvollziehen was Leute daran toll finden (Wie gesagt, wenn ich sowas haben will, schmeiß ich nen PC-Spiel rein) aber dafür würde ich mir auch keinen weltbewegenden Charakter erschaffen. Ansonsten stößt mir der Begriff "gewöhnliche Charaktere" auch übel auf... Das hat sowas von Fließband-Produktion. Brrrrrrr... Pfui :p

Meine Rede, aber jedem das seine, wer anders als ich Spaß an RPG`s hat, dem will ichs auch nicht nehmen, sondern nur Tipps zum eventuellen Verbessern dieses Spielspaßes geben. Was derjenige damit anfängt ist ihm überlassen ;)

Shamo
25.04.2007, 18:57
Hab auch jahrelang AD&D gezockt (zur Zeit leider inaktiv) und da wars teils genauso.
Da gings dann schon beim Attribut-Würfeln los. Wenn nicht mindestens mal 2 18er Werte dabei waren, wurde schon gemeckert. "Kack Werte, kann ich nochmal würfeln?" "Was soll ich den mit so blöden Werten fürn Char machen, nen blöden Priester oder was?"..usw. Da geht ja echt schon die Motivation bzw. der Spass verloren noch bevor man überhaupt angefangen hat.
Ich persönlich finds auch richitg cool, wenn die Spieler sich ne gute Geschichte überlegen und noch besser ist dann, wenns der SL drauf hat die Geschichte entsprechend zu erzählen, sodass auch jeder mal sein Char ausspielen kann. Nachteile fand ich auch immer klasse. Sich sowas zu überlegen, bringt nochmal richitg Schwung rein.
Im Grossen und Ganzen schliesse ich mich den Vorrednern an. Es heisst ja nicht umsonst ROLLENspiel,was ja bedeutet in eine Rolle zu schlüpfen!!! Da waren dann auch teils Leute dabei, die mit den tollsten Designerwürfeln ankamen, einem extra Säckchen, alles farblich abgestimmt usw. Ist ja alles schön und gut, wenns einem so viel Spass macht, aber die Rolle anzunehmen und sich hineinversetzen macht das Spiel aus.

Muss aber sagen ich hab auch immer gern nen Krieger oder zumindest ein Nahkämpfer gespielt. Trotzdem kann man da schöne Eigenheiten drumbasteln und den auch lustig spielen. Zum Beispiel nen richitg mürrischen, cholerischen Zwerg, der abba wahnsinnig Angst vor SPinnen hat oder was weiss ich und ständig besoffen ist oder so.
Hab auch mal nen Hobbit gespielt der kämpferisch wirklich gar nix konnte, nur fressen, verstecken und so in die Richtung. Blöd ist dann halt, wenns der SL nicht draufhaut den einzubauen und trotzdem ständig Monstermassen in den Weg stellt.Zum Glück hatten wir nen richitg guten SL :D Thx

Die bescheurteste Runde die ich je gespielt hab, bestand aus 2 Elfen, nem Zwerg und nem Ork und dazu alle mit unterschiedlicher Gesinnung von rechtsch. gut bis rechtsch. böse :confused: :eek: naja..muss man auch mal erlebt haben, ging net lang...:D

CU

Smarian
26.04.2007, 21:18
Bei mir und meiner Midgardgruppe nehmen wir das ganz locker. Ehrlich gesagt sind die Figuren meiner Spieler (Bin der Spielleiter) am anfang echt überpowert. Warum? Macht die Figuren am Anfang stärker keiner mossert rum. Und Spielspass geht auch keiner verloren, die Gegner werden eben ein bisschen aufgemotzt und fertig. Regeln sind nur Richtlinien und mehr sollten sie meiner Meinung nach auch wirklich nicht sein.

Miras
26.04.2007, 22:22
Bei mir und meiner Midgardgruppe nehmen wir das ganz locker. Ehrlich gesagt sind die Figuren meiner Spieler (Bin der Spielleiter) am anfang echt überpowert. Warum? Macht die Figuren am Anfang stärker keiner mossert rum. Und Spielspass geht auch keiner verloren, die Gegner werden eben ein bisschen aufgemotzt und fertig. Regeln sind nur Richtlinien und mehr sollten sie meiner Meinung nach auch wirklich nicht sein.

Darum gehts aber leider nicht ;)
Ich hab ganz bestimmt nichts gegen starke Charaktere. Hey, was gibt es schöneres, als nen derben Magier zu spielen oder als rechtschaffend-posender Paladin durch die gegnerischen Reihen zu schnetzeln :D
Nein, aber bei all dem Zahlengehopse sollte das Rollenspiel nicht zu kurz kommen. Man kann beides sehr gut kombinieren, wenn man denn für beides etwas übrig hat. Aber ich verstehe nicht, warum deine Leute mosern wenn ihr mit niedrigen Leveln beginnt. Es kann sowohl im normalen Leben als auch im Rollenspiel sehr wichtig sein, seine Grenzen zu kennen. Und als niedriger Char lernt man sie halt schneller kennen, wenn man es denn drauf anlegt ;) Aber ich denke, auch in den unteren Stufen kann man spannende Geschichten erleben, auch wenn es vielleicht nicht gerade heißt, dass ganze Reich vor dem bösen Drachen zu retten ;) Alle Entwicklungsstufen haben ihre Vor- und Nachteile

Smarian
26.04.2007, 22:34
Natürlich haben alle Stufen ihre Vorteile und meiner Meinung nach sollte man jede Gruppe egal ob alte Hasen oder Neulinge hin und wieder mal austricksen. Lieber Vampir, ängstlicher Troll etc. aber darum geht es ja nicht.

Wie weit arbeite ich meine Abenteurer oder die meiner Spieler aus?
Meistens ist das bei mir nicht sehr weit. Ich mache mir so eine grobe Skizze wie es sein sollte. Genau Details kommen dann immer erst später. Ich bin zwar der Meinung eine gut Vogefertigte Figur ist zwar gut für die Atmo aber hat auch den Nachteil das die ganze Sache ein bisschen fest und zu ernst wird. Ich bin der Meinung das sie die meisten Figuren sowieso erst in den Szenarien entwickeln und somit ist das Vorfertigen für mich Sinnlos. Wer das gerne haben will bitte, aber mir ist es gleich. Ich hätte jetzt auch kein Problem wenn das einer machen würde, aber selber müsste schon ein guter Grund vorliegen warum ich das machen sollte.

Was den Spielleiterposten angeht, auf den bin ich auch verbannt worden. Es will irgendwie kein anderer machen. Dann kommt immer nur "So gut wie du kann ich das eh nicht.","Wie geht das den genau?","Ich weis nicht vielleicht später mal." Naja ich leb damit und gut ist.:p