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View Full Version : Hätte ich das gewusst, hätte ich dich Missgeburt abgetrieben!



Ancaron
28.01.2007, 21:26
Guten Tag allerseits,

kommen wir gleich zum Thema ohne viele Worte zu verlieren. Ich hoffe mal der Threadtitel sagt schon alles und die Moderation soll diesen doch bitte so lassen ist von mir beabsichtigt.
Also in der heutigen zeit kann man ja alles mögliche als schwangere machen sich zu allem untersuchen lassen, was das zukünftige kind theoretisch haben könnte, wenn es denn auf die welt kommt über die nötigkeit dieser sachen können wir auch reden, abe das ist eigentlich nicht das hauptthema dieses threads, obwohl ich nichts dagegen hätte, na nehmen wir es auf schadet ja nicht. also weiter im text. versucht euch mal in die lage zu versetzen ihr seid schwanger bzw euer partner und ihr verzichtet bewusst auf diese untersuchungen, weil ihr nicht wissen wollt was das kind wird und was ggf. haben könnte und jetzt passiert das "unglück", das kind wird geboren alle sind happy - hurra unser kind ist da - spitze, aber dann kommt die nachricht, das kind is ne missgeburt - irgendwie behindert egal ob körperlich oder geistig.
zurückstecken kann man es nicht, also was jetzt nun? hätte man nicht lieber eine untersuchung machen sollen, dann hätte man das ding abtreiben können, oder akzeptieren wir es so wie es ist und lieben es, weil es schließlich unser kind ist.
also hättet ihr abgetrieben oder ist es trotzdem noch euer kind und würdet ihr es lieben egal was es hat und würdet ihr solche untersuchungen machen?
lasst hören!

Aurelion
28.01.2007, 21:33
Wenn ich ne Frau wäre, würde ich nicht abtreiben, da es 1. in Deutschland verboten ist und 2. man damit ein neues Leben einfach so bewusst "auslöscht"! Mir wäre es egal, ob mein Kind körperlich oder geistig behindert wäre, aber natürlich ist es immer schön wenn man ein kerngesundes Kind auf die Welt bringt (was ja meist der Fall ist)

Doch vor der Geburt würde ich das Kind untersuchen lassen, wer weiß, vielleicht kann man eine solche Missgeburt (falls es eine werden sollte) noch verhindern, hab zwar keine Ahnung ob sowas heutzutage möglich ist, aber we weiß...

Dick Justice
28.01.2007, 21:34
Ich höre öfters Eltern sagen, dass sie ihre behinderten Kinder trotzdem lieben.
Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich das nicht nachvollziehen.
Es mag hart / verletzend klingen, aber ich könnte einen Behinderten nicht lieben - ich weiß nicht warum, evtl. weil es mich anwidert / ich es abstoßend finde.

[QUOTE=Synthrax;3022317]Wenn ich ne Frau wäre, würde ich nicht abtreiben, da es 1. in Deutschland verboten ist...[QUOTE]

Abtreiben ist in Deutschland nicht verboten...

Gibson Les Paul
28.01.2007, 21:34
Ich hab gerade in einem anderen Thread geschrieben "lange nicht mehr so gelacht."
Jetzt finde ich diesen hier. Oh my freakin' God! §hehe

Okay, ich würde auf jeden Fall eine solche Untersuchung machen und ggf. abtreiben.

fuzzi
28.01.2007, 21:36
Ich höre öfters Eltern sagen, dass sie ihre behinderten Kinder trotzdem lieben.
Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich das nicht nachvollziehen.
Es mag hart / verletzend klingen, aber ich könnte einen Behinderten nicht lieben - ich weiß nicht warum, evtl. weil es mich anwidert / ich es abstoßend finde.

ich finde das auch so...ich könnte auch kein behindertes kind so lieben wie ein gusundes..bzw überhaupst lieben...also ich würde das aptreiben wenn ich eine frau wäre...

Ancaron
28.01.2007, 21:38
Ich höre öfters Eltern sagen, dass sie ihre behinderten Kinder trotzdem lieben.
Aber wenn ich ehrlich bin, kann ich das nicht nachvollziehen.
Es mag hart / verletzend klingen, aber ich könnte einen Behinderten nicht lieben - ich weiß nicht warum, evtl. weil es mich anwidert / ich es abstoßend finde.

Find ich gut, dass du ehrlich bist. Aber nicht jeder Behinderte ist gleich n Mongo (Trisomie 21 für die political correcten) oder irgendwie übelst verkrüppelt, dass musst du mal bedenken, es gibt behinderungen, die einwandfrei wieder hergestellt werden können, jedenfalls körperlich und n seltsames aussehen macht noch lange keinen geistig kaputten bsp dafür wäre turnersyndrom.
wie wäre es gewesen, wenn deine eltern dich abgetrieben hätten, wenn du irgendwas gehabt hättest, auch wenn's nur was nichtiges gewesen wäre?


Du weißt schon das ABtreibung in Deutschland erlaubt ist.


Naja ich bin aber eigentlich dagegen, ich meine wenn man Kinder nicht will gibt es immernoch soetwas wie Kondome:rolleyes: .

jeder Mensch trägt Verantwortung und ich denke niemand hat das recht über Leben und Tod zu entscheiden.

Wiki-Artikel lesen du hast schon recht, aber er hat auch recht :) http://de.wikipedia.org/wiki/Abtreibung#Rechtliche_Regelungen_und_Statistik_f.C3.BCr_Deutschland
wenn man kinder nicht will kann man sich auch sterilisieren lassen, aber wenn das ding mal unterwegs ist und es gewollt ist natürlich auch ungewollt, was man dann macht.
wieso eigentlich?
und denkst du, dass eltern bzw frauen, die ein behindertes kind gebähren verantwortungslos sind. dem deutschen volke gegenüber oder wem?

Draecus
28.01.2007, 21:38
Wenn ich ne Frau wäre, würde ich nicht abtreiben, da es 1. in Deutschland verboten ist und 2. man damit ein neues Leben einfach so bewusst "auslöscht"! Mir wäre es egal, ob mein Kind körperlich oder geistig behindert wäre, aber natürlich ist es immer schön wenn man ein kerngesundes Kind auf die Welt bringt (was ja meist der Fall ist)

Doch vor der Geburt würde ich das Kind untersuchen lassen, wer weiß, vielleicht kann man eine solche Missgeburt (falls es eine werden sollte) noch verhindern, hab zwar keine Ahnung ob sowas heutzutage möglich ist, aber we weiß...



Du weißt schon das ABtreibung in Deutschland erlaubt ist.


Naja ich bin aber eigentlich dagegen, ich meine wenn man Kinder nicht will gibt es immernoch soetwas wie Kondome:rolleyes: .

jeder Mensch trägt Verantwortung und ich denke niemand hat das recht über Leben und Tod zu entscheiden.

Neomadra
28.01.2007, 21:39
Das ist eine sehr schwierige Entscheidung.
Wenn du so ein Kind hast sag ich mal ist das halbe Leben im Eimer. Du musst doppelt dich um das Kind kümmern, du hast doppelte Sorgen usw.
Ich sag mal das ist alles doppelt so schwer wie bei einem normalen Kind.
Wenn ich es abtreiben würde, dann nur weil ich vor Sorgen es geistlich nicht aushalten würde

-Tristan-
28.01.2007, 21:43
Ich möchte zwar niemals Kinder haben, aber ich finde es schon erschreckend wie kalt hier doch einige User sind. Ich denke man kann einen behinderten Menschen genauso gern haben wie einen gesunden und vorallem, wenn es sich dabei um das eigene Kind handelt. Und solche Aussagen wie "Wenn das bei einer Untersuchung festgestellt wird, dann lass ich abtreiben" sind meiner Meinung nach schlichtweg pervers. Es gibt nicht nur perfekte Menschen (gibt es überhaupt eine Definition für perfekt?) und Menschen sollten nicht nach Vorstellungen anderer Menschen geformt werden, sondern jederzeit ein Recht auf Leben haben (genauso im Tierreich, aber das ist ein anderes Thema).

Leonard_DeVir
28.01.2007, 21:45
Gibt fakto mehr Trisomien als sonst was - google mal nach Triploidie. Und wenn du das Foto gesehen hast, ja, das ist ein Baby. Und ja, es stirbt nach der Geburt qualvoll. Da nenne ich es mehr Liebe, es abzutreiben, damit das kurze Leben nicht noch leiden muss!

Anders bei Fällen von "harmlosen" Fällen, dazu gehört die Trisomie 21, weil grad diese "Behinderten" noch die intelligentesten (von allen genetischen Krankheiten) sind. Es gibt auch leichte Formen!

Solange ich mir sicher bin, es ist nur eine leichte, verkraftbare Behinderung - mehr vom Kind selber verkraftbar, vor allem im späteren Leben - würde ich es nicht abtreiben.
Wenn ich aber draufkomme, das arme Ding wäre sein lebtag am Rollstuhl gefesselt, Taub, Blind, atemgelähmt oder etwas in die Richtung, kann ich das nicht mehr "erfülltes Leben" nennen, weil es eben dieses nicht hat!

Draecus
28.01.2007, 21:45
Ich möchte zwar niemals Kinder haben, aber ich finde es schon erschreckend wie kalt hier doch einige User sind. Ich denke man kann einen behinderten Menschen genauso gern haben wie einen gesunden und vorallem, wenn es sich dabei um das eigene Kind handelt. Und solche Aussagen wie "Wenn das bei einer Untersuchung festgestellt wird, dann lass ich abtreiben" sind meiner Meinung nach schlichtweg pervers. Es gibt nicht nur perfekte Menschen (gibt es überhaupt eine Definition für perfekt?) und Menschen sollten nicht nach Vorstellungen anderer Menschen geformt werden, sondern jederzeit ein Recht auf Leben haben (genauso im Tierreich, aber das ist ein anderes Thema).

Wenn man es so sagt sind wir alle "missgeburten" da jeder Mensch von Geburt an mit mindestens 2 Mutationen im Genom auf die Welt kommt. Nur sind diese Mutationen bei einigen Menschen stärker ausgeprägt als bei anderen.

Herzbluts Träne
28.01.2007, 21:46
Ich hoffe du hast die Bezeichung "Ding" für ein Kind aus irgendwelchen unlustigen Gründen gewählt, meinst das aber nicht wirklich...

Wenn ich schwanger wäre wüsste ich noch nicht, ob ich die Technik nutzen würde um vorab Informationen über mein Kind zu erfahren. Aber egal, ob ich es täte, oder ich es lassen würde, ob mein Kind nun irgendwelche Schäden hätte oder nicht (zumal man dies nie 100 % vorher sagen kann): Ich würde mein Kind nicht abtreiben.

Ich kann und will keinen Menschen töten. Und dass ein Embrio aus biologischer Sicht bereits Leben ist, das ist erwiesen. Und ich sehe den Embrio als Beginn des menschlichen Lebens. Wenn ich diesen Embrio töten würde, dann gäbe ich einem Menschen nicht zumindest die Chance auf sein Leben. Es gibt viele schwer Behinderte, die mit ihrem Leben klarkommen, und denen es verhältnismäßig gut geht. Es gibt sogar Fälle, die eigentlich für nicht lebensfähig gehalten wurden und heute trotzdem leben. Und Fortschritte machen.

Edit: an alle, die hier großspurig daherreden: Ich behaupte, ihr könnt nicht nachvollziehen, was während der Schwangerschaft in einer Frau vor sich geht. Ihr hattet euren Spaß im Bett (sie wahrscheinlich auch), aber alle Sorgen danach sind erstmal die Sorgen der Frau. Und es ist ihre harte Entscheidung einer Abtreibung, die sie evtl. trifft. Leichtfertig daherreden ist bei diesem Thema mehr als unangebracht. Es sei denn man hat vielleicht schon Übung im morden oder dreht sich die Geschichte so zurecht, dass man sein Gewissen nicht belasten muss.



Wenn ich aber draufkomme, das arme Ding wäre sein lebtag am Rollstuhl gefesselt, Taub, Blind, atemgelähmt oder etwas in die Richtung, kann ich das nicht mehr "erfülltes Leben" nennen, weil es eben dieses nicht hat!

Sehr lustig, ich hab erst neulich in der Schule einen Film über eine neulich im Fernsehen stattgefundene Disskusion auf N24 gesehen, bei der es genau um dieses Thema ging. Dort saß unter anderem eine Mutter, die ein behindertes Kind adoptiert hatte (zu ihren bereits 2 eigenen gesunden Kindern). Dieses Kind war, nachdem es auf die Welt gekommen war auf Wunsch der leiblichen Mutter einfach in ein Handtuch eingewickelt auf einer Ablage im Krankenhaus liegenlassen worden, damit es sterben sollte...
Die Ärzte haben 18 Stunden gewartet, und das Kind lebte weiter. Natürlich hatte es jetzt zu seiner angeborenen Behinderung noch zahlreiche weitere Schäden davongetrage, insbesondee die Lungenflügel waren stark beschädigt.

Dieses Kind lebt heute zwar im Rollstuhl, aber es lebt!!!. Und es hat Spaß am Leben, es lacht, es kann sogar ein bisschen laufen und sprechen kann es sehr gut.

Und du erdreistest dir diesem Kind, dass zwar immer noch Medikamente nehmen muss, aber trotz allem ein sehr glückliches Leben führt, das Recht auf Leben zu nehmen? Denk mal darüber nach, dieses Kind ist in abgewandelter Prozessverlaufsform sicher kein Einzelfall...


Niemand hier auf dieser Welt gibt Jemandem das Recht, über ein anderes Leben zu urteilen, denn dabei entstehen solche tragischen Dinge, wie sie der kleine Junge im Krankenhaus erleben musste...

Waya Yoshitaka
28.01.2007, 21:53
Wenn ich ne Frau wäre, würde ich nicht abtreiben, da es 1. in Deutschland verboten ist und 2. man damit ein neues Leben einfach so bewusst "auslöscht"! Man kann ein Kind bis zum 3. Monat abtreiben lassen, muss sich jedoch genau beraten lassen etc. Wenn das Kind entsprechende Behinderungen hat, kann man es auch nach den ersten 3 Monate abtreiben lassen.

Missgeburt
Ähm... wir sprechen hier von Lebewesen und nicht von irgendeiner Schleimpampe... :rolleyes:


Wenn man weiß, dass in der Familie bestimmte Krankheiten aufgetreten sind, sollte es normal sein, das man da eine entsprechende Untersuchung machen lässt.
Eltern, wo die Wahrscheinlichkeit vielleicht zu 25% steht, ein gesundes Kind zu bekommen, nehmen das Risiko und die Folgen in kauf. Vielleicht kann man es sich nicht vorstellen, wenn man noch kein Kind hat, aber gerade als Frau hat man eine gewisse Bindung zu seinem Kind. Es ist das eigene Kind, ein Teil von einem selbst, wie könnte man es nicht lieben? Klar wünscht man sich ein gesundes Kind, vor allem für das Kind selbst. Es liegt am Ende an den Eltern.


Wäre ich in so einer Lage... sehr beklemmendes Gefühl. §gnah Zum einen weiß man, das da etwas in einen heran wächst, ein kleines Wesen, was für nichts kann, auf der anderen Seite will man, das es dem Kind gut geht, auch mit einer Behinderung. Es hängt dann wohl auch von der Schwere der Behinderung ab. Wenn es das Leben so beeinträchtigt, das mein Kind nach meinem Tod kein selbstständiges Leben führen könnte, wäre es imo auch nicht unbedingt ein Lebenswertes Leben bzw. hätte ich da Angst, das mein Kind sich dann einfach nicht zurecht kommt. ._.
Ich wüsste da jetzt keine genaue Antwort. Es ist ein Kleiner Mensch und dann noch ein Teil von einem selbst... ._.

.Nienna
28.01.2007, 21:53
Man darf nichtnur an sich denken...
Was würde denn das kind sagen, wäre es dazu in der lage (bei geistig starker behinderung) man muss bedenken, ob das leben lebenswert wäre oder nicht. Mann muss aber natürlich auch überlegen, wie das Kind später damit zurechtkommt. Ob das Kind dann nicht doch lieber sterben wollte....

redsector
28.01.2007, 21:54
Meiner Meinung nach einer der größten Gewissenskonflikte, in die man als Mensch hineingeraten kann... lieber das eigene Leben quasi zerstören (hoher Pflegeaufwand, Stress usw.), oder das des ungeborenen Kindes?

ich wüßte ehrlich gesagt nicht was ich tun würde, darum ist das auch einer der Gründe, warum ich definitiv nie Kinder haben will.

Aurelion
28.01.2007, 21:57
Ich habe eigentlich gedacht, Abtreibung ist hier in Deutschland verboten!

Hää seit wann?

fuzzi
28.01.2007, 21:58
Ich habe eigentlich gedacht, Abtreibung ist hier in Deutschland verboten!

Hää seit wann?


seit sieh eingesehen haben das das verbot der abtreibung nicht in ordnung ist..

Dick Justice
28.01.2007, 21:58
Find ich gut, dass du ehrlich bist. Aber nicht jeder Behinderte ist gleich n Mongo (Trisomie 21 für die political correcten) oder irgendwie übelst verkrüppelt, dass musst du mal bedenken, es gibt behinderungen, die einwandfrei wieder hergestellt werden können, jedenfalls körperlich und n seltsames aussehen macht noch lange keinen geistig kaputten bsp dafür wäre turnersyndrom.
wie wäre es gewesen, wenn deine eltern dich abgetrieben hätten, wenn du irgendwas gehabt hättest, auch wenn's nur was nichtiges gewesen wäre.


Ja, das stimmt, es gibt auch Trisomie 21 "Patienten", die annähernd normal intelligent sind.
Solche Personen seh ich dann aber auch nicht als behindert an.
Ich spreche erst von Behinderung, wenn sie wirklich durch ihr Aussehen / Verhalten ernsthafte Nachteile im Leben haben.

Leonard_DeVir
28.01.2007, 21:59
Ich nenn meine Freundin süßes Ding, denke das erklärt es dann ;)

Nö, Missgeburten sind wir keine, aber wir sind alle Mutanten ^^

@Herzblut: es sterben viele Kinder gerade deswegen, auch gesunde, weil sich die Mama denkt, ich liebe mein Kind, brauch ich keine Vorsorgeuntersuchungen. Dann hat man bei der Geburt bei nem gesunden Kind ne Nabelschnurumwicklung, es bekommt erst zu spät Luft und ein Teil des Hirns stirbt ab -> geistig gestört. Was sich mit einem Kaiserschnitt beim Wissen der Umschlingung locker beheben hätten lassen.

Was ich damit sagen will: es ist immer tragisch, vor allem wenn man es nicht weiß! Und ich meine tatsächlich, dass ich hier einen Mord aus Liebe eher verzeihen kann als ein Leben mit Qual.

Sytrex
28.01.2007, 22:00
Ich find den Thread hier einfach nur..ich weiß nicht wie ichs sagen soll...Menschenverachtend triffts denke ich gut. Ein behindertes Kind zurück schieben, oder gar abtreiben lassen nur weil es behindert ist? So ein Käse. Behinderte Menschen sind die liebevollsten Menschen der Welt. Menschen die sich keine Sorgen machen und mit denen man viel Spaß haben kann. Und vorallem: Menschen wie du und ich. Nur eben mit einer Behinderung. Aber haben sie deswegen kein Recht auf Leben? Tzzz... Natürlich haben sie das! Mir würd nie im Leben einfallen mein Kind abzutreiben, nur weil es behindert ist oder sonst irgendwas nicht "passt". Das ist wirklich das Letzte..ich hoffe wirklich, dass das nicht deine ernste Meinung ist...

Obstverkäufer
28.01.2007, 22:00
Ich könnte ein behindertes Kind genauso lieben wie ein "normales". Allein weil es mir schon so hilflos vorkommen würde :(

Außerdem würde ich (wenn ich eine Frau wäre) allerhöchstens abtreiben lassen, damit das Kind die Welt dann nicht ertragen muss.

Ancaron
28.01.2007, 22:01
Anders bei Fällen von "harmlosen" Fällen, dazu gehört die Trisomie 21, weil grad diese "Behinderten" noch die intelligentesten (von allen genetischen Krankheiten) sind. Es gibt auch leichte Formen!

Bitte nochmal nachlesen! Z.B das von mir erwähnte Turnersyndrom ist auch nen chromosal-vererbte Sache und die Kinder/Erwachsenen haben keine retardierung! Topp wa? :)
Missgeburt ist von mir bewusst gewählt und ich werde es weiterbenutzen, wenn ich über behinderte spreche, egal welcher art! :o
wie redsector gesagt hat ist es "einer der größten Gewissenskonflikte, in die man als Mensch hineingeraten kann" und ist jetzt schwer hier zu entscheiden, aber wenn man mal in die situation kommt, weiss ich nicht, ob mancheiner noch immer die gleiche meinung vertritt.

Leonard_DeVir
28.01.2007, 22:02
Und du erdreistest dir diesem Kind, dass zwar immer noch Medikamente nehmen muss, aber trotz allem ein sehr glückliches Leben führt, das Recht auf Leben zu nehmen? Denk mal darüber nach, dieses Kind ist in abgewandelter Prozessverlaufsform sicher kein Einzelfall...

Nein, das wäre für mich absolut kein Problem. Ich meine genau die Fälle: Lungenmaschine, Taub, Blind, eventuell wg. nem Neuralleistenbruch auch Querschnittsgelähmt, ... Ich denke ich weiß, worauf ich da hinaus will.

Wie gesagt, Triploidie googlen, dass wäre ein Extremfall.

Damager
28.01.2007, 22:03
Ich würde glaube ich auch Abtreiben lassen, da ich es mir auch schlecht vorstellen kann mit meinem behinderten Kind was zu unternehmen oder ihn einfach gern zu haben. Die Untersuchung ist also von daher auf jedenfall für mich ein Muss. Auch glaube ich nicht das behinderte Menscgen Spaß am Leben haben, da sie nicht die Freiheiten und Möglichkeiten haben die gesunde Menschen besitzen.

.Nienna
28.01.2007, 22:06
Ich find den Thread hier einfach nur..ich weiß nicht wie ichs sagen soll...Menschenverachtend triffts denke ich gut. Ein behindertes Kind zurück schieben, oder gar abtreiben lassen nur weil es behindert ist? So ein Käse. Behinderte Menschen sind die liebevollsten Menschen der Welt. Menschen die sich keine Sorgen machen und mit denen man viel Spaß haben kann. Und vorallem: Menschen wie du und ich. Nur eben mit einer Behinderung. Aber haben sie deswegen kein Recht auf Leben? Tzzz... Natürlich haben sie das! Mir würd nie im Leben einfallen mein Kind abzutreiben, nur weil es behindert ist oder sonst irgendwas nicht "passt". Das ist wirklich das Letzte..ich hoffe wirklich, dass das nicht deine ernste Meinung ist...

Mag sein aber weist du, wie das Kind darunter leidet? Weist du, was in solch einem Kind vorgeht? Vllt wünscht es sich ja nie geboren zu sein. Hätte es solch ein leben gewollt oder gar verdient? Auch wenn es ein recht auf ein Leben hat... ist es auch recht so ein leben zu führen? (ich spreche natürlich von schwereren behinderungen)

Leonard_DeVir
28.01.2007, 22:06
Ja, Turner is ja auch "nur" eine Monosomie X, die kann man homonell so gut behandeln, dass das Mädchen sich völlig normal entwickelt.

Verwechselt da bitte nicht Symptome mit platten Namen, Schlaganfall ist im Prinzip auch "nur" eine Thrombose.

Edit:@Nienna: meine Meinung^^

Obstverkäufer
28.01.2007, 22:06
Ich würde glaube ich auch Abtreiben lassen, da ich es mir auch schlecht vorstellen kann mit meinem behinderten Kind was zu unternehmen oder ihn einfach gern zu haben. Die Untersuchung ist also von daher auf jedenfall für mich ein Muss. Auch glaube ich nicht das behinderte Menscgen Spaß am Leben haben, da sie nicht die Freiheiten und Möglichkeiten haben die gesunde Menschen besitzen.


Hm nein eher nicht, meist sind es gerade behinderte Menschen die sehr lebensfreudig sind, natürlich nicht immer, aber ich denke mal öfters als "Normalos"

Ancaron
28.01.2007, 22:09
Ich find den Thread hier einfach nur..ich weiß nicht wie ichs sagen soll...Menschenverachtend triffts denke ich gut. Ein behindertes Kind zurück schieben, oder gar abtreiben lassen nur weil es behindert ist? So ein Käse. Behinderte Menschen sind die liebevollsten Menschen der Welt. Menschen die sich keine Sorgen machen und mit denen man viel Spaß haben kann. Und vorallem: Menschen wie du und ich. Nur eben mit einer Behinderung. Aber haben sie deswegen kein Recht auf Leben? Tzzz... Natürlich haben sie das! Mir würd nie im Leben einfallen mein Kind abzutreiben, nur weil es behindert ist oder sonst irgendwas nicht "passt". Das ist wirklich das Letzte..ich hoffe wirklich, dass das nicht deine ernste Meinung ist...

Der Threadbeginn ist mit voller absicht von mir so gewählt worden. das hat schon alles so seinen grund - glaub mir. und menschenverachtend, naja können so viele menschen irren, wenn sie abtreiben? :D ist eben die meinung einiger vielen user, das kind abzutreiben und deine ist es es zu lieben, find ich gut! :topp:


Ja, das stimmt, es gibt auch Trisomie 21 "Patienten", die annähernd normal intelligent sind.
Solche Personen seh ich dann aber auch nicht als behindert an.
Ich spreche erst von Behinderung, wenn sie wirklich durch ihr Aussehen / Verhalten ernsthafte Nachteile im Leben haben.

Trisomie 21 sind nicht annährend normal intelligent, nein sind sie nicht, und Trisomie 21 kranke haben doch n nachteil in ihrem verhalten, irgendwie bist du dir deiner meinung nicht ganz klar odeR?
ich hab turnersyndrom gemeint bei dem zwar die kinder ne körperliche besonderheit haben, aber NICHT retadiert sind sind ganz normal wie du, ich und alle anderen "gesunden".

Sytrex
28.01.2007, 22:10
Mag sein aber weist du, wie das Kind darunter leidet? Weist du, was in solch einem Kind vorgeht? Vllt wünscht es sich ja nie geboren zu sein. Hätte es solch ein leben gewollt oder gar verdient? Auch wenn es ein recht auf ein Leben hat... ist es auch recht so ein leben zu führen? (ich spreche natürlich von schwereren behinderungen)

Ich hab beim schreiben meines Post, eher an vergleichsweise "leichte" Behinderungen wie Trisomie 21 gedacht. Aber so schwere Behinderungen wie du nennst, sind natürlich was anderes. Da ist die Entscheidung verdammt schwer. Meiner Meinung nach, sollte da die eigene Vorliebe bei der Entscheidung absolut KEINE Rolle spielen. Man sollte das tun, was für das Kind am besten wär. Denn aus dem Einleitungspost geht hervor, dass dieser eher nach eigenen Vorlieben handeln würde. Das wollte ich mit meinem ersten Post ansprechen.

Herzbluts Träne
28.01.2007, 22:10
Nein, das wäre für mich absolut kein Problem. Ich meine genau die Fälle: Lungenmaschine, Taub, Blind, eventuell wg. nem Neuralleistenbruch auch Querschnittsgelähmt, ... Ich denke ich weiß, worauf ich da hinaus will.

Wie gesagt, Triploidie googlen, dass wäre ein Extremfall.

Wie gesagt, es ist nie eine 100%ige Wahrscheinlichkeit, dass das Kind nach einer Diagnose im Mutterleib wirklich so extrem behindert sein wird.
Wo wir wieder beim Thema wären...

@Sytrex: Ich liebe ich :)


Mag sein aber weist du, wie das Kind darunter leidet? Weist du, was in solch einem Kind vorgeht? Vllt wünscht es sich ja nie geboren zu sein. Hätte es solch ein leben gewollt oder gar verdient? Auch wenn es ein recht auf ein Leben hat... ist es auch recht so ein leben zu führen? (ich spreche natürlich von schwereren behinderungen)

Wenn du als kranker Mensch mit einer Krankheit aufwächst und dein Leben nicht anders kennst wirst du mit großer Wahrscheinlichkeit auch weniger vermissen. Und vor der Geburt kannst du nie wissen, ob das Kind keinen Spaß am Leben hätte...

Ancaron
28.01.2007, 22:14
Ich hab beim schreiben meines Post, eher an vergleichsweise "leichte" Behinderungen wie Trisomie 21 gedacht. Aber so schwere Behinderungen wie du nennst, sind natürlich was anderes. Da ist die Entscheidung verdammt schwer. Meiner Meinung nach, sollte da die eigene Vorliebe bei der Entscheidung absolut KEINE Rolle spielen. Man sollte das tun, was für das Kind am besten wär. Denn aus dem Einleitungspost geht hervor, dass dieser eher nach eigenen Vorlieben handeln würde. Das wollte ich mit meinem ersten Post ansprechen.
So, so aus dem Einleitungspost geht also hervor, dass ich nach welchen Vorlieben handeln würde? Missgebildete Krüppel abzutreiben, weil ich sie als unwertes Leben ansehe oder was? Les ihn nochmal genau durch Kamerad und schreib das dann nochmal. Ich habe den Einführungspost nicht aus meiner Sicht geschrieben!!!!

Herzbluts Träne
28.01.2007, 22:16
So, so aus dem Einleitungspost geht also hervor, dass ich nach welchen Vorlieben handeln würde? Missgebildete Krüppel abzutreiben, weil ich sie als unwertes Leben ansehe oder was? Les ihn nochmal genau durch Kamerad und schreib das dann nochmal. Ich habe den Einführungspost nicht aus meiner Sicht geschrieben!!!!

Wenn dein Einleitungspost nicht deiner Meinung entspricht, dann wundert es mich sehr, dass du behinderte Menschen als "Missgebildete Krüppel" bezeichnest. Das ist total menschenverachtend, und da stimme ich Sytrex voll und ganz zu.

Waya Yoshitaka
28.01.2007, 22:18
So, so aus dem Einleitungspost geht also hervor, dass ich nach welchen Vorlieben handeln würde? Missgebildete Krüppel abzutreiben, weil ich sie als unwertes Leben ansehe oder was? Les ihn nochmal genau durch Kamerad und schreib das dann nochmal. Ich habe den Einführungspost nicht aus meiner Sicht geschrieben!!!!Durch deine netten Worte ala "Ding", "Missgeburt", "Krüppel" erscheint es in der Tat so, als würdest du behinderte Menschen als Menschen 2. Klasse ansehen, oder nicht mal als Mensch. :rolleyes:

Es klingt einfach Menschenverachtend. Ich würd dir nicht mal ein gesundes Baby geben, da ich Angst um es hätte.

Ancaron
28.01.2007, 22:24
Durch deine netten Worte ala "Ding", "Missgeburt", "Krüppel" erscheint es in der Tat so, als würdest du behinderte Menschen als Menschen 2. Klasse ansehen, oder nicht mal als Mensch. :rolleyes:

Es klingt einfach Menschenverachtend. Ich würd dir nicht mal ein gesundes Baby geben, da ich Angst um es hätte.
Meine Wortwahl ist vielleicht etwas krass, aber so drücke ich es am besten aus und wie ich mich jetzt letztendlich äußere ist doch meine Sache? Die passt meine Wortwahl nicht, aber wieviele Menschen benutzen den Wörter, die anderen sauer aufstoßen - einige!

@sytrex aha, so so :) vielleicht ist das ja sogar so beabsichtigt um eine diskusion zu entflammen und nicht nur eine träge vor sich hinvegetierende unterhaltung?

außerdem scheiße ich auf political correctness, weil es die sowieso nicht mehr gibt!

Sytrex
28.01.2007, 22:24
So, so aus dem Einleitungspost geht also hervor, dass ich nach welchen Vorlieben handeln würde? Missgebildete Krüppel abzutreiben, weil ich sie als unwertes Leben ansehe oder was? Les ihn nochmal genau durch Kamerad und schreib das dann nochmal. Ich habe den Einführungspost nicht aus meiner Sicht geschrieben!!!!

Ach? Nicht aus deiner Sicht? Dann würd ich aber die Wortwahl wechseln..denn bisher klingt das alles so, als ob'es dein Gedankengut wär. Und wenn es das ist, dann klingt es sehr wohl so, als ob du nach deinen Vorlieben entscheiden würdest und das Kind umbringen lassen würdest. Allein der Threadtitel...da stellen sich bei mir die Haare auf dem Rücken hoch...

@über_mir: Und das soll man einfach so hinnehmen? Ich mein, wenn wir deine Wortwahl anstößig finden dürfen wir das wohl sagen? Und ich versteh nicht, warum du immer meinst du benutzt absichtlich so krasse Wörter. Kriegst dus anders nicht hin, über das Thema zu diskutieren?

Leonard_DeVir
28.01.2007, 22:26
Es is leider anders rum, die schweren Fälle sind es leider immer, das meinte ich mit tragisch...

@ Herzblut (kann ich dich so abkürzen?): Im Prinzip teilen wir uns beinahe dieselbe Meinung ^^. Ein leicht behindertes Kind wäre nir ein Problem für mich. Ich wiederhole mich, Kinder, die früh sterben, leiden müssten UND kein Leben in unseren Sinn hätten würde ich..
Diejenigen mit einem längeren Leben sind auch soweit aufnahmefähig, dass sie genau merken, was sie haben, -können- und was nicht. Entweder sie finden sich damit ab und leben akzeptiert (so wie es imho selbstverständlich ist!!) oder sie bauen wenig Selbstwert auf und gehen zugrunde (hasse diese 2 Wörter).

@Ancaron: würd echt aufpassen, solche Benennungen sind im Klinikjargon sogar auf Strafe verboten ;)

Falls es dich weiter interessiert, es gibt Trisomie 21 Kranke, die studiert haben, sind also derzeit "intelligenter" als du und ich. Und es gibt eine leichte Form, nennt sich 47, XY + 21/14 <--ist am häufigsten. Siehs als Fakt an, das erklären würde lang dauern ^^.

Ancaron
28.01.2007, 22:33
Was mich interessieren würde ist ne Quelle in der steht, was und wo die Person studiert hat. Meinst du etwa die translokations Trisomie 21?
Und, wenn schon ich bin hier in keiner Klinik, noch nicht, da kann ich die worte guten gewissens benutzen :)
@ sytrex ich könnte schon andere wörter benutzen, aber ich hab keine lust, geht doch die ganze kraft des wortes verloren :)

Waya Yoshitaka
28.01.2007, 22:36
Meine Wortwahl ist vielleicht etwas krass, aber so drücke ich es am besten aus und wie ich mich jetzt letztendlich äußere ist doch meine Sache?
Ausdruck hat nichts mit Beleidigungen und Herabstufungen zu tun.

Entweder hast du wirklich ein Hang zur Menschenverachtung, oder aber du willst schlicht Provozieren und nimmst als Grundlage ein ernstes Thema. Dann auch noch zu Kindern, die nun überhaupt nichts dafür können, das sie so sind wie sie sind. Seine Wortwahl sollte man an das Thema anpassen und nicht um sich schlagen. :B


Falls es dich weiter interessiert, es gibt Trisomie 21 Kranke, die studiert haben, sind also derzeit "intelligenter" als du und ich. Und es gibt eine leichte Form, nennt sich 47, XY + 21/14 <--ist am häufigsten. Siehs als Fakt an, das erklären würde lang dauern ^^.
Einige Krankheiten beeinträchtigen zwar das Leben, jedoch finde ich es dann immer wieder erstaunlich, welche Ergeiz solche Menschen entwickeln können. Oder auch Frauen, die ohne Beine zur Welt kommen meistern dann noch ein Leben mit Kind etc. :) Die Behinderten kennen ja kein anderes Leben und machen am Ende das gleiche wie jeder: versuchen das beste aus dem Gegebenen zu machen. :)

Leonard_DeVir
28.01.2007, 22:41
So isses, moment, such mal ob was in meinen Unterlagen steht Oo

Der Spanier Pablo Pineda und die Japanerin Aya Iwamoto: Pablo Pineda besuchte eine Regelschule (unterstützt durch einen Tutor), studierte in Málaga Psychopädagogik (Abschluss 2004) und zuvor hatte er ein Diplom als Grundschullehrer gemacht. Derzeit (2006) arbeitet er für Málagas Sozialdienst als Berater für Familien, in denen ein Kind mit Behinderung lebt. Iwamoto (*1973) schloss 1998 an der Kagoshima Women`s University das Studium der englischen Literatur ab.

Aus Wikipedia, hab ich teilweise als Lernstoff benutzt^^

Ist selten, Trisomie 21 - Fälle machen auch eher selten Schulabschluss, aber es kommt eben vor. Und mit dem Handicao ist es gleich dopplet bewundernswert!

Edit: ZOMG, Premiere, von Mod zitiert :D

Herzbluts Träne
28.01.2007, 22:41
@ Herzblut (kann ich dich so abkürzen?): Im Prinzip teilen wir uns beinahe dieselbe Meinung ^^. Ein leicht behindertes Kind wäre nir ein Problem für mich. Ich wiederhole mich, Kinder, die früh sterben, leiden müssten UND kein Leben in unseren Sinn hätten würde ich..
Diejenigen mit einem längeren Leben sind auch soweit aufnahmefähig, dass sie genau merken, was sie haben, -können- und was nicht. Entweder sie finden sich damit ab und leben akzeptiert (so wie es imho selbstverständlich ist!!) oder sie bauen wenig Selbstwert auf und gehen zugrunde (hasse diese 2 Wörter).


Ja, du kannst mich so nennen, bist sogar der Erste, der fragt...

Ich finde deine Meinung ist immer noch eine der wenigen hier, die ich am ehesten verstehen und vielleicht auch irgendwo akzetieren kann, obwohl mir das sehr schwer fällt. Ich sehe täglich soviele Behinderte Menschen und habe auch schon Kontakt zu sehr schwer behinderten und sehr stark pflegebedürftigen Menschen gehabt. Und ich hab früher genauso gedacht wie du, dass man eben diesen Menschen ihr Leid ersparen sollte. Aber das ist der Grund, warum es hier in Deutschland keine aktive Sterbehilfe gibt:
So sehr du einem Menschen auch sein Leiden ersparen willst - es wäre anmaßend, ihn ohne seine Erlaubnis zu töten, also abzutreiben. Und da man ein ungeborenes Kind schlecht um Erlaubnis fragen kann, käme diese Möglichkeit für mich nicht in Frage...bitte denk nochmal darüber nach, das Thema ist mir sehr, sehr wichtig und ich denke, dass du einer der Wenigen bist, mit denen es sich lohnt ernsthaft über dieses Thema zu diskutieren. Ernsthaft in dem Sinne, dass ich nicht vor lauter Wut mit Beleidungen um mich werfen muss, weil mich die Aussagen des Gegenübers derartig ankotzen...das ist so ein Punkt, wo ich sage: Toleranzgrenze überschritten!

Leonard_DeVir
28.01.2007, 22:50
Studier den ganzen Mist ja genau deshalb, weil ich aktiv helfen will ;)

Muss mich dazu noch outen, ich bin "erst" 20, und hab von dem Teil der Welt sicher noch wenig erlebt, es ist durchaus möglich dass ich meine Meinung noch änder ^^

Ja, das war auch das Schwerste für mich, wie geht das mit dem Recht auf Leben konform? Muss hier gestehen, eigentlich weiß ich es nicht...

Ums mal so auszudrücken, beides is irgendwo Scheiße, wenn man es mit schweren Fällen zu tun hat...

Schwer definier ich für mich echt nur: lebensfähig bis ~3 Jahren, dann qualvolles aus...Tut leid, auch wenns grausam klingt, dem armen Geschöpf helf ich lieber beim Sterben als beim Dahinsiechen.

Herzbluts Träne
28.01.2007, 22:54
naja, hab nicht ins Profil geguckt und wusste nicht, dass du "schon" 20 bist, da bist mir immerhin um 5 Jahre vorraus. Allerdings muss ich sagen, dass ich zu den "wirklich wichtigen" Entscheidungsfragen im Leben bis jetzt meistens an meinen Grundsätzen festgehalten habe...
Und wie gesagt, töten könnte ich einen Menschen nie, töten sollte man ihn auch nur, wenn er seine Erlaubnis gegeben hat. Und wenn dir ein 3-jähriges Kind sagt, dass es mit seiner Behinderung leben will, dann sollte man es meiner Meinung nach leben lassen (das "sagen" kann sich hierbei auch auf Körpersprache bezieehn, ein Kind, dass vor Freude lacht, wird dich damit wahrscheinlich nicht um Sterbehilfe bitten wollen...)

froggy
28.01.2007, 22:56
Junge junge, was manche hier so schreiben, da denkt man nicht , man wohnt ic einem zivilisierten, aufgeklärten und hochentwickelten Land.

Man muss bei der ganzen Sache bedenken, dass es um das eigene Kind geht.
Alle Eltern lieben ihre Kinder , egal ob behindert oder nicht. Klar, wenn man einen Menschen sieht der behindert ist, findet man im ersten Moment das der abstoßend und komisch ist. Aber lernt man Behinderte näher kennen, merkt man dass die auch lustig, intelligent sein können.... auf ihre weise eben.

Übrigens lieben auch Eltern ihre Kinder wenn sie schwer erziehbar, hyperaktiv opder unintelligent sind. Man liebt sie imo mit ihren " fehlern" (dummes Wort ich weis)

ALso ich würde nicht abtreiben, wenn ich eine Frau wäre.

Waya Yoshitaka
28.01.2007, 23:00
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es auch noch eine Krankheit, bei der die Kinder normal aussehen und soweit auch normal Leben können, aber meist mit 20-25 schon sterben. Das stell ich mir auch recht hart vor. Du bekommst ein scheinbar gesundes Kind und zack, wird dir gesagt, dass du dein Kind überleben wirst... Wie man sich da als Kind fühlt will ich gar nicht wissen. :(

Stimmt schon, dass jeder Mensch ein Recht auf Leben hat, aber ein Leben wo man weiß, dass die Lebenspanne recht gering ist?

Ich hoffe, dass ich solche Entscheidungen nicht treffen muss. Am Ende ist es wohl teilweise Egal, für was man sich in so einer Situation entscheidet: Dem Kind alles ersparen und damit leben, das man es nie kennen gelernt hat, oder es wagen und damit zu Leben, das man nur einpaar Jahre zusammen hat.

Leonard_DeVir
28.01.2007, 23:10
Kann ein Herzfehler sein, da reicht ein körperlicher Blödsinn und man ist fällig. Verlass dich aber bitte nit drauf^^

@Herzblut: Gut dass du mit 15 so weit denken kannst. Aber ich meinte auch eben diejenigen, deren Leben mit ~3 zu Ende ist, bei denen es kein weiter gibt - heutzutage!

@froggy: Klar lieben, nur hatte ich mal die Begebenheit, dass Eltern ihrem Kind beim Sterben zusehen mussten, weil es eine Behinderung hatte. Die Ärmste ist in ihrem Leben aus dem Krankenhaus nicht raus - zu gefährlich, kein Immunsystem, war immer in so einem Sauerstoffzelt eingesperrt. Gestorben ist es dann an Erstickung. Lungenmaschine wäre eine Lösung gewesen, aber ist dass dann die Lösung? Leben um jeden Preis?

Die Eltern haben ausgesehen, als ob sie den Tag verfluchen, dan dem sie ihr Kind leben ließen...

Ancaron
28.01.2007, 23:47
Kann ein Herzfehler sein, da reicht ein körperlicher Blödsinn und man ist fällig. Verlass dich aber bitte nit drauf^^

@Herzblut: Gut dass du mit 15 so weit denken kannst. Aber ich meinte auch eben diejenigen, deren Leben mit ~3 zu Ende ist, bei denen es kein weiter gibt - heutzutage!

@froggy: Klar lieben, nur hatte ich mal die Begebenheit, dass Eltern ihrem Kind beim Sterben zusehen mussten, weil es eine Behinderung hatte. Die Ärmste ist in ihrem Leben aus dem Krankenhaus nicht raus - zu gefährlich, kein Immunsystem, war immer in so einem Sauerstoffzelt eingesperrt. Gestorben ist es dann an Erstickung. Lungenmaschine wäre eine Lösung gewesen, aber ist dass dann die Lösung? Leben um jeden Preis?

Die Eltern haben ausgesehen, als ob sie den Tag verfluchen, dan dem sie ihr Kind leben ließen...

Das ist reine interpretationssache, wie die eltern sich gefühlt haben, wissen nur sie und du lässt dich wahrscheinlich von deiner meinung beeinflussen, aber ich sage dir sie waren einfach nur zu tiefst traurig, voller innerlicher schmerzen und haben sich vorwürfe gemacht, weil sie ihrem kind nicht helfen konnten!
So und jetzt wird hier mal tacheles geredet!
Mir ist es sowas von scheißegal, was ihr über mich denkt und was ihr davon haltet, wenn ich wörter wie krüpple, ding, missgeburt oder unwertes leben benutze, machen viele andere auch und viele irren? :D
natürlich können viele irren und dass ihr den derbsten sarkasmus, den ich auf lager habe nicht aus dem einführungspost herausgelesen habt ist nicht meine schuld, ist ein reines codierungsproblem, empfänger<-> sender. :)
ich bin ja ein erzguter mensch, das lässt sich nicht bestreiten, kann man machen was man will geht einfach nicht und deshalb will ich euch, die die ihr den titel so beleidigend und menschenverachtend fandet, erklären warum ich das gemacht habe.
erstens ich hab den advocatus diaboli gespielt, was mir wirklich gut gelungen ist, das muss ich sagen zweitens sowas fällt auf und je mehr leute in einen thread schauen, desto höher ist die wahrscheinlichkeit, dass jemand da bleibt und seine meinung schreibt und ggf. etwas mitdiskutiert, das ist mir schonmal gelungen, wobei mir mehr lieber gewesen wären, aber kann ja noch wer den wa? :D
sicherlich war meine wortwahl nicht "political correct", aber die political correctness gibt es in meinen augen sowieso nicht mehr, wieso doch nur noch gespielt, weil keiner sich traut ehrlich und offen seine meinung zu sagen, aber das ist nicht das thema.
meine meinung zu missgeburten, krüppel, dingen, abtreibungswürdigen "kinder", unwertem leben ist folgende: (seid gespannt kameraden) :)

Ich habe _absolut_ nichts gegen Behinderte im Gegenteil ich finde sie klasse, spitze, einwandfrei, mit einem Anspruch auf Leben und das nicht zu kurz auch, wenn es vielleicht kürzer ist, als die liebenden Eltern sich das Wünschen.
Es ist wohl eine der schwierigsten Entscheidungen über Leben und Tod eines anderen Menschen, ab wann kann man überhaupt von einem Menschen sprechen? Eine Frage, die man bei Gelegenheit in einem anderen Thread klären könnte, kümmer ich mich schon drum :D. Egal ob das Kind noch nicht geboren ist oder schon 30 Jahre ist oder nicht es ist schwer unglaublich schwer und ich will niemals in diese Situation kommen, aber wenn, dann muss ich nen Entscheidung treffen und werden den Willen meines Kindes akzeptieren, wenn es denn altgenug ist.
Aber kann ein Ungeborenes überhaput schon eine Meinung äußern? Also bleibt die Entscheidung wieder bei den Eltern und jetzt kommt es eben auf deren Sicht an. Leben oder Tod. Wert zu Leben und die vielleicht kurze Zeit die man hat GENIEßEN oder wegdamit.
In der jetzigen Situation würde ich das Kind vermutlich nicht abtreiben, wobei der Tod des eigenen Kindes furchtbar ist, was Eltern wiederfahren kann. Aber stirbt mein Kind nicht auch dann, wenn ich es abtreibe? Egal was ich mache ich verliere mein Kind - Zwickmühle und zwar ne richtig üble!!!
Jeder hat für mich das Recht zu leben und wieso sollte ich das meinem Kind nicht gönnen, das Leben zu leben, auch wenn es kurz ist.
Ob ich ne Fruchtwasser-untersuchung machen lassen würde, gut Frage, müsste meine Partnerin mitentscheiden bzw sie alleine, denn es ist ne Entscheidung von Zweien in ner Partnerschaft. Meine Mutter beispielsweise hat es nicht gemacht, denn sie meinte, dass auch ein behindertes Kind lieben würde und was kam dabei raus ich und mein Bruder. :)
Mein Bruder ist ordentlich in Ordnung, aber aus mir wurde eben ne Missgeburt :), n Krüppel vom Feinsten, UNWERTES LEBEN. Man hätte mich im Dritten Reich in den T4-Aktionen "ausgesondert" :D, bzw schnipp-schnapp Zwangssterilisiert, wogegen ich was gehabt hätte - veständlich hoffe ich, aber ich schweife schon wieder ab. :D
Naja, was wäre, wenn sie eine Untersuchung gemacht hätte und entschieden hätte: "Behindert, find ich scheiße, sowas will ich nicht haben, das Ding kommt weg." Aber sie hat es nicht, wofür ich dankbar bin, denn dann wäre ich nicht hier. Und man kann ein Behindertes Kind lieben, das habe ich Jahre lang und auch noch heute gespürt.
Wie will ich, dem das Leben geschenkt wurde, jemand abtreiben lassen, weil er anders ist, weil er nicht den Normen von einem gesunden Menschen entspricht? NIemals sage ich, dann würde ich mich selbst verrraten, das wäre als würde ich mich selbstabtreiben und das geht absolut gar nicht.
Also an die Wichser, die hier meine, weg mit den Missgeburten überlegt lieber mal, wie es wäre, wenn ihr behindert werd und euch eure Mutter abgetrieben hätte, scheiße wär's was?
Und ich rede über andere Behinderte sowie ich will, ob ich jetzt Mongo, Krüppel, Missgeburt oder sonstwas sagen, das erlaube ich mir einfach, wer will es mir verbieten, wenn ich von solchen "Menschen" rede wie es ist, wie die Realität ist.

Denke eher, dass es Mukoviszidose ist, da deren Sterblichkeitsalter so etwa in dem Bereich liegt, wobei Wiki was anderes sagt, aber vor ein paar Jahren war es noch etwa in dieser Alterspanne.

Jetzt bin ich gar nicht richtig zum Notfallmedizin-lernen gekommen. :D Naja ich kann's sowieso!

karhu
28.01.2007, 23:49
Hier sind ja ein paar strikte Abtreibungsgegner. Kann ich persönlich nicht so verstehen bzw. doch sicher. Aber ich sehe das so, dass Abtreibung durchaus okay ist. Wenn die Eltern sehen, dass das Kind behindert ist und sich entscheiden es abzutreiben, dann ist das durchaus ihr Recht. Sie müssen ja auch ein Gespräch führen und ihre Gründe nennen, etc. Ich kann es verstehen, wenn sie sich das Kind z.B. nicht leisten können, ihm nicht das geben können, was sie gerne wollen, etc. ein Kind wird nunmal nicht nur von Liebe am Leben erhalten! Und wenn sie meinen, dass das Kind zu überfordert, z.B. eine 15-Jährige die ein Kind bekommt, sollte die eurer Meinung nach das Kind behalten, auch wenn es gesund ist? Ich würde diese Mädchen nicht dazu zwingen ihr Kind zu behalten! Niemals! Es ist ihre Entscheidung! Bevor das Kind dann irgendwo zur Welt gebracht wird und dann in irgendwie Mülltonne geschmissen wird oder andere schlimme Sachen gemacht werden, dann doch lieber abtreiben!
Ich sehe Abtreibung auch nicht als Mord. Es ist ein medizinischer Eingriff und ja, ich weiß durchaus was bei einer Abtreibung passiert, wie die von Statten geht.
Noch eine Frage an die Abtreibungsgegner: Wenn eine Frau vergewaltigt wird, dann soll sie etwa auch das Kind austragen, wenn sie schwanger ist, oder was? Oder sagt ihr dann hier auf einmal, dass das ja eine ganze andere Sache ist. Ich finde nicht, Kind ist Kind, Geburt ist Geburt. Die Umstände sind eben etwas anderes. Es wäre laut eueren Standpunkten ja auch "Mord".
Ich finde, dass eine Frau das Recht hat das Kind mit gutem Gewissen abzutreiben, weil es mehr eine Qual als eine Freude ist. Oder wollt ihr dem Kind dann irgendwann klarmachen, wenn es fragt wer sein Vater ist, dass es ein "Vergewaltigungskind" ist? Also ich würde das als Frau nicht wollen. Und das Kind würde sein Leben nicht mehr froh werden, da könnt ihr euch sicher sein!

Xelar
28.01.2007, 23:52
Ich könnte mit so einer Situation nicht leben. Ich würde das Kind weggeben, einfach weil ich mit wirklich starken Behinderung total unwissend bin. Mir wäre es ziemlich egal, wenn das Kind ne Hand weniger hat, aber mit geistigen Behinderungen kann ich einfach nicht umgehen.

Ancaron
28.01.2007, 23:57
Ich könnte mit so einer Situation leben. Ich würde das Kind weggeben, einfach weil ich mit wirklich starken Behinderung total unwissend bin. Mir wäre es ziemlich egal, wenn das Kind ne Hand weniger hat, aber mit geistigen Behinderungen kann ich einfach nicht umgehen.
So ist es bei mir auch ein bisschen, ich stehe da in ner Art innerlichen Konflikt, obwohl ich selbst ne Krüppel bin mag ich Behinderte nicht sonderlich, aber andererseits würde ich niemals das Kind nur wegen ner Behinderung abtreiben. Übelster Widerspruch ansich!
Eine Körperliche Behinderung fürchte ich nicht, aber eine geistige, das macht mir wirklich Angst.

Leonard_DeVir
29.01.2007, 00:56
Das würde mir wiederum garnichts machen, wenn ich wüsste ich könnte dem Kind ein erfülltes Leben spenden.

Btw, nur so aus Interesse, was willst du mit Notfallmedizin? oO

Tempelkrieger
29.01.2007, 05:57
Herzbluts Träne;


Und es ist ihre harte Entscheidung einer Abtreibung, die sie evtl. trifft.

Öhm...Also da bin ich nicht deiner Meinung. Beide Elternteile haben das Recht zu entscheiden, ob abgetrieben wird oder nicht. Das nur die Frau entscheiden darf, würde ich als Vater des Kindes nicht einsehen...nein absolut nicht. Ich würde doch nicht still zusehen wie meine Freundin/Frau einfach mein Kind töten lässt. Das ist meine Meinung!

Thema:

Ich finde...jeder hat ein Recht auf ein menschenwürdiges Leben...egal welches Handicap derjenige auch hat. Ich stelle mir aber wirklich die Frage, ob es bei einem Behinderten wirklich liebe ist, was man ihm entgegenbringt, oder ob da nicht auch eine gehörige Portion Mitleid dabei ist.

Herzbluts Träne
29.01.2007, 07:23
Hier sind ja ein paar strikte Abtreibungsgegner. Kann ich persönlich nicht so verstehen bzw. doch sicher. Aber ich sehe das so, dass Abtreibung durchaus okay ist. Wenn die Eltern sehen, dass das Kind behindert ist und sich entscheiden es abzutreiben, dann ist das durchaus ihr Recht. Sie müssen ja auch ein Gespräch führen und ihre Gründe nennen, etc. Ich kann es verstehen, wenn sie sich das Kind z.B. nicht leisten können, ihm nicht das geben können, was sie gerne wollen, etc. ein Kind wird nunmal nicht nur von Liebe am Leben erhalten! Und wenn sie meinen, dass das Kind zu überfordert, z.B. eine 15-Jährige die ein Kind bekommt, sollte die eurer Meinung nach das Kind behalten, auch wenn es gesund ist? Ich würde diese Mädchen nicht dazu zwingen ihr Kind zu behalten! Niemals! Es ist ihre Entscheidung! Bevor das Kind dann irgendwo zur Welt gebracht wird und dann in irgendwie Mülltonne geschmissen wird oder andere schlimme Sachen gemacht werden, dann doch lieber abtreiben!
Ich sehe Abtreibung auch nicht als Mord. Es ist ein medizinischer Eingriff und ja, ich weiß durchaus was bei einer Abtreibung passiert, wie die von Statten geht.
Noch eine Frage an die Abtreibungsgegner: Wenn eine Frau vergewaltigt wird, dann soll sie etwa auch das Kind austragen, wenn sie schwanger ist, oder was? Oder sagt ihr dann hier auf einmal, dass das ja eine ganze andere Sache ist. Ich finde nicht, Kind ist Kind, Geburt ist Geburt. Die Umstände sind eben etwas anderes. Es wäre laut eueren Standpunkten ja auch "Mord".
Ich finde, dass eine Frau das Recht hat das Kind mit gutem Gewissen abzutreiben, weil es mehr eine Qual als eine Freude ist. Oder wollt ihr dem Kind dann irgendwann klarmachen, wenn es fragt wer sein Vater ist, dass es ein "Vergewaltigungskind" ist? Also ich würde das als Frau nicht wollen. Und das Kind würde sein Leben nicht mehr froh werden, da könnt ihr euch sicher sein!

Wir reden aber hier um die mögliche Abtreibung von behinderten Kindern, die Enscheidungsfrage bei gesunden Kindern ist nochmal ein ganz anderer Schuh.
Ich kann gut verstehen, wenn vergewaltigte Frauen ihr Kind abtreiben lassen. Und ich könnte nicht verstehen, warum eine 15-jährige ihr Kind abtreiben sollte.

Nehmen wir mal Fall 2, also die 15-jährige als Beispiel:
Was hindert dieses Mädchen daran, ihr Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben? Und sie müsste es wahrscheinlich nichtmal abgeben, wenn sie es gerne behalten würde. Es gibt unzählige Hifestellen für junge Mütter mit Kind und es gibt in unserer heutigen Zeit sehr viel Unterstützung vom Staat. Ich empfinde die Sätze ala "Ich musste mein Kind abtreiben, weil ich damit überfordert gewesen wäre" nur als billige Ausrede.
1. Gibt es die oben aufgezählten Möglichkeiten zu Hauf und
2. Hätte man sich der Möglichkeit eines Kindes bewusst werden sollen, bevor man mit seinem Freund in die Kiste gehüpft ist.
Natürlich ist ein Leben mit einem Baby gerade mit 15 Jahren sicher kein Traum, aber das hätte man sich wie gesagt früher bewusst machen sollen und nun finde ich es verantwortungslos, wenn man seinem ungeborenen Kind die Schuld dafür in die Schuhe schiebt, dass man selbst entweder zu doof war überhaupt zu verhüten oder eben nur mit Kondom oder nur mit Pille wasweißich verhütet zu haben.

S04 Fan
29.01.2007, 07:52
Ich würde nicht abtreiben, da es meiner Meinung nach nicht in Ordnung ist, jemanden nur wegen irgendeinem Fehler zu töten.

Zarefkoeb
29.01.2007, 10:06
Schwer zu sagen, denn ich denke es kommt schon auf die Behinderung an.
Also wenn dieses Lebewesen irgendwann mal selbstständig überleben kann sollte es geboren werden.
Einerseits sage ich auch, dass alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben sollten, andererseits haben wir schon jetzt zu viele Menschen auf unseren Planeten.

old Turrican
29.01.2007, 10:36
Oh , zu so einem ähnlichen thma hatte ich mal ne (Kriegs-)disskusion mit dem guten alten Pollux einst...^^

Ich würde sagen ihr solltet nicht nur über das Kind selbst reden sondern auch über die Eltern. Es gibt Menschen die einfach nicht stark genug für sowas wären, nicht die Kraftn haben ihr gesamtes Leben komplett umzustellen, und sich aufzuopfern. Gerade junge Eltern. Es kommt immer darauf an "wie" stark man ist. Man kann einer jungen Mutter (sagen wir mal 20 Jahre) keien Vorwurf machen wenn sie ein schwer behindertes Kind abtreibt. Ich zumindest könnte Sie verstehen.

Und an alle die wieder sagen "Ja ich würde es lieben, ich würde nie abtreiben" oder auch die andere Partei die sagt "Ich würds wegmachen, ich kann so einen Menschen nicht lieben"....ihr alle scheint ziemlich schlau zu sein. Scheinbar habt ihr Alle sowas schon erlebt ? :rolleyes:

Ich kann von mir aus nur sagen "Ich persönlich weiss es nicht"......ich habe keine Ahnung was ich tun würde.....es wäre ei riesiger Konflikt mit sich selbst und mit dem Partner (Ja der gehört da schliesslich auch noch zu)..
Ich weiss es einfach nicht, die Frage ist zu umfassend als das ich sie auf Verdacht was ich evtl vielleicht tun "würde" beantworten könnte....

Flav
29.01.2007, 11:00
Wenn ich mich recht erinnere, gibt es auch noch eine Krankheit, bei der die Kinder normal aussehen und soweit auch normal Leben können, aber meist mit 20-25 schon sterben. Das stell ich mir auch recht hart vor. Du bekommst ein scheinbar gesundes Kind und zack, wird dir gesagt, dass du dein Kind überleben wirst... Wie man sich da als Kind fühlt will ich gar nicht wissen. :(


Solch eine Geschichte kenne ich leider, mein Vater hatte einen Arbeitskollegen, der damit zu kämpfen hatte. Er hatte äusserlich ZWEI gesunde Töchter, wie ich sie kannte auch hübsche Töchter, Anna und Sophie. Anna war ein Jahr älter Sophie, jetzt kommt das tragische, der Arzt gab eine Prognose aus, dass beide im Alter von 19 Jahren sterben würden. Ich wüsste selbst nicht, wie ich da als Vater reagieren sollte, vorallem in anbetracht dessen das Anna tatsächlich mit 19 starb und du weißt als vater genau, du wirst deine andere Tochter auch verlieren. Letztes Jahr starb dann auch leider Sophie...

Selbst mit diesem Wissen, könnte ich nicht den Arzt veranlassen abzutreiben, nicht nur wegen der obigen Geschichte, auch weil mein Cousin eine 3jährige Tochter hat, der man einen Herzklappenfehler feststellte, sie muss Medikamente nehmen, diese haben ihr Immunsystem auf ein Minimum gefahren. Wir alle kümmern uns um die Kleine, aber leider ist auch ihre Lebenserwartung nicht sehr groß, dennoch kämpft mein Cousin und seine Frau, nicht immer muss die Wissenschaft siegen. Man möchte meinen, es wäre besser, man hätte die kleine abgetrieben, denn Voruntersuchungen zeigten schon im Mutterbauch diesen Herzfehler, einfach um die emotionale Ebene so gering wie möglich zu halten, aber erstens ist uns allen die kleine ans Herz gewachsen, sie hat eine gesunde Schwester, wie sollte man es ihr erklären? und drittens wir, MENSCHEN, sind nicht Gott.

meditate
29.01.2007, 12:20
Ich würde nicht abtreiben, da es meiner Meinung nach nicht in Ordnung ist, jemanden nur wegen irgendeinem Fehler zu töten.

sehr einfache und sehr logische antwort, die keine frage offen läßt.

aber mal der reihe nach:

die fragestellung des threaderstellers ist schon in ordnung, denn so wird nun mal geredet. aus seinem post kann ich auch nicht herauslesen, dass das seine meinung ist. es ist eindeutig eine fragestellung.

meine meinung: sehr zu recht hat der gesetzgeber dazu alle möglichkeiten offen gelassen, auch sogar noch einen späteren abbruch der schwangerschaft. es ist eben nicht unbedingt eine frage von gutem oder schlechtem leben des kindes, es ist auch eine frage der lebensauffassung und des lebensanspruchs der eltern, meist der mutter.

das leben mit einem hilflosen behinderten menschen ist schwerer als ein leben mit gesunden menschen. ob es lebenswerter, fröhlicher oder so ist, steht erst mal nicht zur debatte.

wenn sich ein mensch für ein kind entscheidet, trifft er die entscheidung in erwartung eines gesunden kindes. er wird abwägen, welche lasten und verpflichtungen er auf sich nimmt. kommt dann die gewissheit, dass das kind nicht so sein wird, wie alle anderen, dann ist es ausschließlich eine entscheidung, die die kleine familie für sich selbt treffen muss.

man kann da weder mit der moralischen keule noch mit anderen argumenten aufwarten. die entscheidung müssen die betroffenen selbst finden.

von daher ist eine diskussion darüber auch ganz und gar fruchtlos, zumal die meisten unter euch sicher noch nicht mal annähernd im entsprechenden alter sind.

ich freu mich aber, dass über die frage überhaupt nachgedacht wird. vielleicht noch ein paar ansätze:

ab wann ist der mensch eigentlich behindert?
wer entscheidet, was eine behinderung ist?
ist nicht schreib- und leseschwäche auch schon eine?
rechtfertigt eine zuckerkrankheit eine abtreibung?
eine sehschwäche ist doch auch eine behinderung. also abtreiben?

Der Blutvogt
29.01.2007, 12:23
Dieses Thema gab es vor nicht alzulanger Zeit schonmal hier in der PE.

Hier im WoP sind wahrscheinlich die Kerle in der überzahl, deshalb finde ich nicht gerechtfertigt, das ein Kerl sowas zu entscheiden hat. Für uns ist es mit sicherheit leichter, einer Abtrteibung zuzustimmen, aber sowas würde ich nie den Mann entscheiden lassen. Die Frau hat mit dieser doch wahrscheinlich schweren Entscheidung sehr zu kämpfen.
Außerdem kann man ein Behindertes Kind genauso lieben wie Gesundes, was eher zum Problem wird, man muss einem Behinderten Kind mehr Zeit zukommen lassen, was das belastenste dabei ist.

Pontifex Maximus
29.01.2007, 13:10
Also ich hab das ganze nebenbei bei meiner Mutter mitbekommen, die ja kürzlich ein Kind bekommen hat. Es scheint auch eine recht hohe Gefahr zu geben, das ein baby nichtmal bis zur Geburt lebt und sogar noch im Mutterleib stirbt, was dann anscheinend auch für die Mutter tödlich ist, also eine Solche Vorsorgeuntersuchung ist auf jedenfall angebracht, allein um die Mutter zu schützen. Genauere Untersuchungen halte ich(und auch meine Mutter damals) nicht für unbedingt Sinnvoll/nötig. Wir haben zumindest die Finanziellen Möglichkeiten auch einem schwerer Behinderten Kind ein gutes Leben garantieren zu können und auch Menschen ohne Beine oder mit Down Syndrom(wo es ja auch verschiedene Stärken gibt) können sehr gut Leben. Ich kenne eine Person mit Down Syndrom, der ist zwar in bestimmten Dingen absolut hilflos, dafür bei anderen ein Genie bzw sehr begabt. Beispielsweise schwimmt der Schneller als jeder andere Mensch und ist auch in Mathe ein Ass... ich glaube nicht das er mit seinem Leben unglücklich ist, daher denke ich man sollte jedem Menschen zumindest die möglichkeit geben zu Leben.


Hab kürzlich nen anderen Standpunkt gehört(ist jetzt nicht meine Meinung), der meinte, man solle statt Kinder zu bekommen, lieber "schon exisiterende" Kinder in Afrika/Äthiopien etc adoptieren bzw eine Kinderpatenschaft annehmen(also quasi auf Entfernung das Leben des Kindes und Studium finanzieren etc).... mir fallt aber auf das das nicht wirklich zum Thema passt oO bleibt aber drin^^

Jubej Thos
29.01.2007, 13:13
Lieben...

Abtreiben kommt für mich schon dem Mord nahe. Zwar ist es noch nicht geboren aber es lebt doch trozdem schon.
Abtreiben würde ich niemals.
Den Mensch der dann anschliessend entsteht den sollte man Lieben so wie er ist, nicht wie er hätte sein können.
Das ist ja kein Ding, was du einfach wegschmeißt wenn es kaputt ist oder?

Mehr hab ich eigentlich nicht zusagen...

.Nienna
29.01.2007, 13:21
Ich kenne eine Person mit Down Syndrom, der ist zwar in bestimmten Dingen absolut hilflos, dafür bei anderen ein Genie bzw sehr begabt. Beispielsweise schwimmt der Schneller als jeder andere Mensch und ist auch in Mathe ein Ass...

Moment mal... Downsyndrom und in Mathe ein Ass? und ich dachte bei dieser behinderung wäre es für die Betroffenen schwer etwas abstraktes wie Mathe zu verstehen dafür aber sehr emotional sind...

old Turrican
29.01.2007, 13:44
Moment mal... Downsyndrom und in Mathe ein Ass? und ich dachte bei dieser behinderung wäre es für die Betroffenen schwer etwas abstraktes wie Mathe zu verstehen dafür aber sehr emotional sind...

So ist es auch, vlt meint er/es Authismus ;)
Kann das sein Ponti?!

XRay
29.01.2007, 13:49
Schwierige Entscheidung. Prinzipiell gehört mal gesagt, daß sowas mal nur gemeinsam mit dem Partner entschieden werden kann. Weiters wäre es für mich wichtig, welche Art von Behinderung uns dann erwarten würde, dementsprechend würde meine Entscheidung ausfallen.
Bei schweren Behinderungen wäre ich für eine Abtreibung. Aus purem Egoismus, ehrlich gesagt. Ist zwar ethisch vielleicht verwerflich, aber die Ethik lindert nicht das Leid des späteren Kindes bzw. der Familie.

karhu
29.01.2007, 13:55
Wir reden aber hier um die mögliche Abtreibung von behinderten Kindern, die Enscheidungsfrage bei gesunden Kindern ist nochmal ein ganz anderer Schuh.
Ich kann gut verstehen, wenn vergewaltigte Frauen ihr Kind abtreiben lassen. Und ich könnte nicht verstehen, warum eine 15-jährige ihr Kind abtreiben sollte.

Nehmen wir mal Fall 2, also die 15-jährige als Beispiel:
Was hindert dieses Mädchen daran, ihr Kind nach der Geburt zur Adoption freizugeben? Und sie müsste es wahrscheinlich nichtmal abgeben, wenn sie es gerne behalten würde. Es gibt unzählige Hifestellen für junge Mütter mit Kind und es gibt in unserer heutigen Zeit sehr viel Unterstützung vom Staat. Ich empfinde die Sätze ala "Ich musste mein Kind abtreiben, weil ich damit überfordert gewesen wäre" nur als billige Ausrede.
1. Gibt es die oben aufgezählten Möglichkeiten zu Hauf und
2. Hätte man sich der Möglichkeit eines Kindes bewusst werden sollen, bevor man mit seinem Freund in die Kiste gehüpft ist.
Natürlich ist ein Leben mit einem Baby gerade mit 15 Jahren sicher kein Traum, aber das hätte man sich wie gesagt früher bewusst machen sollen und nun finde ich es verantwortungslos, wenn man seinem ungeborenen Kind die Schuld dafür in die Schuhe schiebt, dass man selbst entweder zu doof war überhaupt zu verhüten oder eben nur mit Kondom oder nur mit Pille wasweißich verhütet zu haben.
Ich finde nicht, dass Abtreibung von gesunden und behinderten Kindern soweit auseinander liegen. Außerdem läuft es zwangsläufig darauf hinaus, dass man sich auch Gedanken darüber macht, was bei einem gesunden Kind der Fall wäre. Vor allem, wenn das Kind unerwünscht ist bzw. die Mutter zu jung, etc. ist. Sollte man meiner Meinung nicht außer Acht lassen.
Bist ja meiner Meinung, dass Vergewaltigungsopfer abtreiben dürfen. Finde ich gut, aber ich würde gern Jubej Thos' Meinung dazu hören, weil in seinem Post steht ja, dass er ganz klar gegen Abtreibung ist und es dem Mord gleichsetzt.
Und warum 15-Jährige ihr Kind abtreiben lassen hat Turrican gut gesagt.

Es gibt Menschen die einfach nicht stark genug für sowas wären, nicht die Kraftn haben ihr gesamtes Leben komplett umzustellen, und sich aufzuopfern. Gerade junge Eltern. Es kommt immer darauf an "wie" stark man ist.
Sicher gibt es Möglichkeiten, dass jungen Müttern da geholfen wird, aber es gibt doch auch genügend Schwangerschaften, wo die Mädchen niemandem bescheid sagen und das Kind dann einfach zur Welt kommt, weil es einfach schambesetzt oder was weiß ich, ist. Sicher hätten sie aufpassen können, aber gut, es ist nunmal passiert. Man kann sicher sagen, dass man das jetzt nicht am Kind ablassen sollte, aber ich könnte auch verstehen, wenn sie sagen, dass sie es lieber abtreiben, weil sie erst ga r nicht eine emotionale Verbindung zum Kind aufbauen wollen. Und ist es wirklich so gut, dass man das Kind, dann weg gibt? Was ist, wenn es niemanden findet, ohne Eltern aufwächst, nie eine Familie hat. Ist das dann einfach nur "Pech" oder nimmt man das eben in Kauf. "Besser als wenn das Kind tot ist", hat es lieber keine Familie, aber es lebt. Ich weiß nicht, ist das wirklich besser? Sag du es mir. Aber kannt du mir nicht sagen, weil du das nicht beantworten kannst. Also eine offene Frage.
Und zu deinem Verhütungs-Kondom-Argument.

dass man selbst entweder zu doof war (...) nur mit Kondom oder (...) verhütet zu haben.
Gehen wir davon aus, dass sie 15 Jahre ist. Hat bis dato noch nie Sex gehabt, etc. und nimmt nicht die Pille. Wieso auch? Braucht sie ja nicht, weil sie noch keinen Sex hat. Gut. Es ergibt sich etwas mit einem Typen, den sie süß findet. Beide haben Sex. Er hat ein Kondom dabei. Alles gut. Kondom platzt, weil er und sie sich noch nicht so auskennen, für ihn auch das erste Mal. Kann man das wirklich jemandem Vorwerfen? Ich finde nicht.
Hat manchmal nichts mit Dummheit zu tun, sondern einfach mit dummen Zufällen. ;)
*edit: Geht immer davon aus, dass auch bei den "Vergewaltigungskindern" eins mit Behinderung rauskommen würde. :rolleyes: §ugly

Pontifex Maximus
29.01.2007, 14:06
So ist es auch, vlt meint er/es Authismus
Kann das sein Ponti?!

äähhh... ich war mir eigentlich recht sicher das es Down Syndrom war oO... kann aber sein das ich da was verwechsle, hatte jetzt schon einige Zeit keinen Kontakt mehr, is der beste Freund von meinem Cousin, der wohnt aber recht weit weg... Ich frag mal wenn ich ihn das nächste mal seh/telefonier

Aber ich glaub schon das es Down Syndrom war oO
ich schau mal wiki^^

meditate
29.01.2007, 14:08
lasst uns doch bitte beim thema bleiben. es geht hier nicht um abtreibung ja oder nein, es geht um das spezielle problem "behindertes kind".

eine diskussion "ob überhaupt oder nicht" ist einfach ein anderes thema.

Herzbluts Träne
29.01.2007, 14:21
Ich finde nicht, dass Abtreibung von gesunden und behinderten Kindern soweit auseinander liegen. Außerdem läuft es zwangsläufig darauf hinaus, dass man sich auch Gedanken darüber macht, was bei einem gesunden Kind der Fall wäre. Vor allem, wenn das Kind unerwünscht ist bzw. die Mutter zu jung, etc. ist. Sollte man meiner Meinung nicht außer Acht lassen.
Bist ja meiner Meinung, dass Vergewaltigungsopfer abtreiben dürfen. Finde ich gut, aber ich würde gern Jubej Thos' Meinung dazu hören, weil in seinem Post steht ja, dass er ganz klar gegen Abtreibung ist und es dem Mord gleichsetzt.
Und warum 15-Jährige ihr Kind abtreiben lassen hat Turrican gut gesagt.

Sicher gibt es Möglichkeiten, dass jungen Müttern da geholfen wird, aber es gibt doch auch genügend Schwangerschaften, wo die Mädchen niemandem bescheid sagen und das Kind dann einfach zur Welt kommt, weil es einfach schambesetzt oder was weiß ich, ist. Sicher hätten sie aufpassen können, aber gut, es ist nunmal passiert. Man kann sicher sagen, dass man das jetzt nicht am Kind ablassen sollte, aber ich könnte auch verstehen, wenn sie sagen, dass sie es lieber abtreiben, weil sie erst ga r nicht eine emotionale Verbindung zum Kind aufbauen wollen. Und ist es wirklich so gut, dass man das Kind, dann weg gibt? Was ist, wenn es niemanden findet, ohne Eltern aufwächst, nie eine Familie hat. Ist das dann einfach nur "Pech" oder nimmt man das eben in Kauf. "Besser als wenn das Kind tot ist", hat es lieber keine Familie, aber es lebt. Ich weiß nicht, ist das wirklich besser? Sag du es mir. Aber kannt du mir nicht sagen, weil du das nicht beantworten kannst. Also eine offene Frage.
Und zu deinem Verhütungs-Kondom-Argument.

Gehen wir davon aus, dass sie 15 Jahre ist. Hat bis dato noch nie Sex gehabt, etc. und nimmt nicht die Pille. Wieso auch? Braucht sie ja nicht, weil sie noch keinen Sex hat. Gut. Es ergibt sich etwas mit einem Typen, den sie süß findet. Beide haben Sex. Er hat ein Kondom dabei. Alles gut. Kondom platzt, weil er und sie sich noch nicht so auskennen, für ihn auch das erste Mal. Kann man das wirklich jemandem Vorwerfen? Ich finde nicht.
Hat manchmal nichts mit Dummheit zu tun, sondern einfach mit dummen Zufällen. ;)

Ich sehe Abtreibung als falsch an. Das heißt nicht, dass ich es nicht immer allen anderen Menschen übel nehmen kann. Ich könnte kein Kind töten, egal, was mit mir passieren würde.
Ich denke, dass die Hemmschwelle, ob man nun ein behindertes oder ein "normales" Kind abtreibt, höher ist, was ja auch irgendwo normal ist. So gesehen ist es auch nicht richtig, einen Verlgeich zwischen Abtreibung wegen Behinderung und Abtreibung wegen anderen Dingen zu ziehen.
Was die 15-jährigen Mädchen angeht: Mit 15 kann man eigentlich schon eine entsprechende Reife erwarten, nämlich die, dass das Mädchen zum Wohle des Kindes sich wenigstens informiert, und vor allem Bescheid sagt. Natürlich gibt es Familien, die sowas nicht akzeptieren könnten und das Mädchen vielleicht sogar verstoßen, aber mit anvertrauen kann auch einfach gemeint sein, dass man einem Arzt Bescheid sagt und dass die Schwangerschaft überwacht wird, eben weil dabei auch Schäden für die Mutter entstehen können.
Was dein Fallbeispiel angeht: Heuzutage wird schon sehr viel aufgeklärt über Sex und auch Geschlechtskrankheiten, dass eigentlich schon reine "Unfälle" (also Kondom überhaupt nicht benutzt) garnicht erst passieren dürften. Ansonsten kann ich nur sagen: Man muss sich immer genau darüber im klaren sein, was passieren kann, wenn man mit Jemandem schläft und sollte auch die Möglichkeit mit einkalkulieren, dass das Kondom reißen könnte.
So hart es sich auch anhört, aber den perfekten Schutz gibt es nie, und wenn man dann schwanger wird, dann darf man sich auch nicht beschweren. Das Risiko war man ja bereit aufzunehmen, wenn man mit seinem Freund ins Bett wollte.

juke*
29.01.2007, 14:30
ich bin der meinung, dass man die abtreibung behinderter kinder nicht verurteilen sollte.
bei offensichtlichen genommutationen, die anhand eines karyogramms erkennbar sind, vor allem bei trisomie 13/18 würde ich meiner partnerin zur abtreibung raten. bei aller liebe, aber einen gefallen tut man dem kind sicher nicht, wenn man es in einem absolut desolaten und nicht lebensfähigen zustand zumutet aller höchstens 2 jahre vor sich hinzuvegetieren.
ander sieht das ganze bei trisomie 21 aus. hier finde ich eine abtreibung nicht angebracht. dank der vielfältigen therapiemethoden, die es heutzutage gibt sind solche leute, sowohl körperlich als auch geistig, in der lage genau das wie ein gesunder mensch zu leisten.

Ancaron
29.01.2007, 14:46
sehr einfache und sehr logische antwort, die keine frage offen läßt.

aber mal der reihe nach:

die fragestellung des threaderstellers ist schon in ordnung, denn so wird nun mal geredet. aus seinem post kann ich auch nicht herauslesen, dass das seine meinung ist. es ist eindeutig eine fragestellung.

meine meinung: sehr zu recht hat der gesetzgeber dazu alle möglichkeiten offen gelassen, auch sogar noch einen späteren abbruch der schwangerschaft. es ist eben nicht unbedingt eine frage von gutem oder schlechtem leben des kindes, es ist auch eine frage der lebensauffassung und des lebensanspruchs der eltern, meist der mutter.

das leben mit einem hilflosen behinderten menschen ist schwerer als ein leben mit gesunden menschen. ob es lebenswerter, fröhlicher oder so ist, steht erst mal nicht zur debatte.

wenn sich ein mensch für ein kind entscheidet, trifft er die entscheidung in erwartung eines gesunden kindes. er wird abwägen, welche lasten und verpflichtungen er auf sich nimmt. kommt dann die gewissheit, dass das kind nicht so sein wird, wie alle anderen, dann ist es ausschließlich eine entscheidung, die die kleine familie für sich selbt treffen muss.

man kann da weder mit der moralischen keule noch mit anderen argumenten aufwarten. die entscheidung müssen die betroffenen selbst finden.

von daher ist eine diskussion darüber auch ganz und gar fruchtlos, zumal die meisten unter euch sicher noch nicht mal annähernd im entsprechenden alter sind.

ich freu mich aber, dass über die frage überhaupt nachgedacht wird. vielleicht noch ein paar ansätze:

ab wann ist der mensch eigentlich behindert?
wer entscheidet, was eine behinderung ist?
ist nicht schreib- und leseschwäche auch schon eine?
rechtfertigt eine zuckerkrankheit eine abtreibung?
eine sehschwäche ist doch auch eine behinderung. also abtreiben?

Sehr guter Post :top:, und das sag ich nicht nur so, steht viel gutes drinnen und danke, dass du sagst, wie ich den Einführungspost gemeint habe. :)
So jetzt aber zu den Fragen:



ab wann ist der mensch eigentlich behindert?
"Von einer Behinderung spricht man bei individuellen Beeinträchtigungen eines Menschen, die umfänglich, vergleichsweise schwer und langfristig sind." (Wikipedia)


wer entscheidet, was eine behinderung ist?
Einmal die Gesellschaft und dann würde ich sage, dass bei der Geburt gesagt wird, dass das Kind behindert ist. Außerdem noch diverse Ämter, wenn um Nachteilsausgleich geht, da spielt es dann eine wichtige Rolle.


ist nicht schreib- und leseschwäche auch schon eine?
Im weiteren Sinne ja, aber die Menschen können gut gefördet werden, hab das an nem Freund von mir gesehen, der ist ebenfalls Legastheniker, aber durch Übung ist das gut geworden.


rechtfertigt eine zuckerkrankheit eine abtreibung?
Nein, denn Diabetes mellitus Typ 1-Patienten können gut eingestellt werden und können ein normales Leben führen, müssen eben ein paar Dinge zur Ernährung beachten.


eine sehschwäche ist doch auch eine behinderung. also abtreiben?
Provokante Frage - mag ich. :) Nein natürlich nicht, denn wieviel Menschen gibt es die mit Sehschwäche zur Welt kommen, viele, da würden sich die Reihen ganz schön lichten, wenn man schon bei der Veranlagung auf eine Sehschwäche den Embryo abtreiben würde.


....sind solche leute, sowohl körperlich als auch geistig, in der lage genau das wie ein gesunder mensch zu leisten.

Nein sind sie nicht.

@ Leonard_DeVir lernen was sonst. Wieso lernst du das Zeug übers Gehirn, weil du es fürs Studium brauchst, also warum lerne ich Notfallmedizin? Richtig, weil ich es für die Arbeit brauche und für ne Prüfung.

juke*
29.01.2007, 14:54
Nein sind sie nicht.


du scheinst ein freund ausführlicher argumentation zu sein. über meine biolehrerin kenne ich 3 down syndrom patienten, einer von denen ist durch seine therapien in der lage eine ganz gewöhnliche grundschule zu besuchen. er hatte ein kompliziertes eingewöhnungsjahr, ist aber mittlerweile in der 3. klasse und einer der besten in der schule. auch sonst ist er geistig und körperlich fit.
down syndrom kinder werden hoffnungslos unterschätzt, sie bedürfen viel aufmerksamkeit und müssen stets in bewegung gehalten werden, dann unterscheidet sie bis auf ihr aussehen fast nichts mehr von einem gesunden menschen

Pontifex Maximus
29.01.2007, 15:03
Es gibt auch Leute mit Down Syndrom die Universitätsabschluss haben

meditate
29.01.2007, 15:14
@ ancaron, ich wollte beileibe nicht, dass du die fragen beantwortest. sie sollen denkanstöße sein :rolleyes: . es ist noch nicht lange her, da waren zuckerkranke zu frühem tod verurteilt. sie wurden auch schnell schwer krank und viele irrsinnig.

das gleiche gilt für kinder, die mit aids oder syphilis geboren werden. auch autisten sind behindert und wie gesagt, auch trisomie-kranke. ich kenne da aber welche und fröhlichere menschen kann man sich nicht vorstellen!

klar sagt wickipedia, die behinderung muss schwer und anhaltend sein, aber wer definiert schwer und anhaltend? ein aidskranker säugling ist schwer und anhaltend krank und es gibt derzeit keine chance auf heilung.

genauso ist es mit menschen, die einen offenen rücken haben und wasseransammlungen im hirn. alles sehr schwere krankheiten, die man früher nicht heilen konnte - heut aber schon.

die vielen kinder, die nach dem contergan-skandal geboren wurden. schwerst körperlich behindert, nicht heilbar - aber wirlich missgeburten? im sinne einer alten definition von missgeburt ganz sicher.

wer hier in berlin in die pathologie geht, findet die präparate. viele von den föten wären heute lebensfähig.

wer also sollte sich anmaßen, da zu entscheiden...

es gibt nur eine instanz, der ich das recht zubillige und das wären die eltern, in erster linie die mütter. ansonsten würde ich jede entscheidung der betroffenen respektieren. allerdings gehört für mich dazu - und das ist nun wieder politisch völlig inkorrekt - das der mensch später entscheiden darf, ob er weiterleben will oder nicht

Tempelkrieger
29.01.2007, 15:24
es gibt nur eine instanz, der ich das recht zubillige und das wären die eltern, in erster linie die mütter.

*Gerade von Arbeit zu Hause und gleich mal einbastel*

Ich muss der nächsten Dame hier auch leicht wiedersprechen. Beide Elternteile haben das gleiche Recht über das Kind zu enstcheiden. Warum werden hier nur immerwieder die Männer in dieser Entscheidung diskriminiert? Ich verstehe ja das die Frau das Kind im Bauch hat und nicht der Mann, aber ohne den gäbe es nunmal kein Kind...also nochmal...gleiches Recht für beide.

Ancaron
29.01.2007, 15:37
du scheinst ein freund ausführlicher argumentation zu sein. über meine biolehrerin kenne ich 3 down syndrom patienten, einer von denen ist durch seine therapien in der lage eine ganz gewöhnliche grundschule zu besuchen. er hatte ein kompliziertes eingewöhnungsjahr, ist aber mittlerweile in der 3. klasse und einer der besten in der schule. auch sonst ist er geistig und körperlich fit.
down syndrom kinder werden hoffnungslos unterschätzt, sie bedürfen viel aufmerksamkeit und müssen stets in bewegung gehalten werden, dann unterscheidet sie bis auf ihr aussehen fast nichts mehr von einem gesunden menschen

Sehr low der "flame", wirklich sehr low - low.^^
Das Zitat bedurfte keinen weiteren Worte, weil es vollkommen gereicht habt, aber ich erkläre dir das gerne nochmal bei ner Tasse Tee oder einfach gleich, will ja, dass du es verstehst, was ich meine. :)
Also Kumpel pass gut auf, dann muss ich es nur einmal erklären! :)



....sind solche leute, sowohl körperlich als auch geistig, in der lage genau das wie ein gesunder mensch zu leisten
Du behauptest, dass Trisomie 21-Kranke genauso fähig sind das GLEICHE, verstehst du das GLEICHE, zu leisten, wie ein kerngesunder Mensch und das ist schlichtweg falsch. Vielleicht schaffen sie es irgendwann mal, aber nicht in der gleichen wie ein gesunder Mensch und sie sind dabei auf Hilfe angewiesen, mag sein, dass sie durch Therapien etc. in der Lage sind relativ Selbstständig zu sein, das mag nicht nur so sein, das ist auch so, aber sie werden niemals, das gleiche leisten können, wie ein Gesunder. Therapie hin oder her, einfach nein.
Alles verstanden Kumpel? Oder noch irgendwelche Unklarheiten, dann sag es, ich erkläre es dir so oft du willst, bis du es versteht. Wort!

Waya Yoshitaka
29.01.2007, 16:20
Zum Begriff "Behinderung".
Ich denke die meisten nehmen Behinderung nur war, wenn sie sie sehen. Eben durch Äußerlichkeiten, die sich von einem gesunden Menschen unterschieden, oder andere Verhaltensweisen.

Es gibt z.B. auch eine Krankheit, bei der die Menschen nicht in der Lage sind Gefühle zu empfinden. Jetzt nicht so etwas wie Schmerz durch eine Wunde, sondern sie sehen alles nüchtern und Verbinden weder Personen noch Gegenstände mit Gefühlen. Solche Menschen sehen normal aus und wenn man eine solche Person nicht näher kennt, würde man sie nicht als Behindert bezeichnen, so vielleicht auch nur als "Gefühlskalt" betrachten.

Behinderungen können so vielseitig sein und doch nehmen wir den Großteil nicht mal war,, sondern nur das, was einen ins Auge springt.
Diese Menschen haben es dann aber auch doppelt schwer: zum einen die Blicke und durchaus auch eine Ausgrenzung Gleichaltriger sind die Folge und auch… Mitleid. Mich würde es auf Dauer nerven, wenn ständig jemand kommen würde und mich voller Mitleid ansehen würde. Wenn man behindert auf die Welt kommt, kenn man es nicht anders und hat dann doch einen Weg gefunden sein Leben zu leben, wenn auch etwas anders.

Xerxes
29.01.2007, 16:36
Wenn ich ein Elternteil des Kindes wäre, würde ich es aufziehen. Das klingt jetzt zwar vielleicht frech, gegenüber denen die ein behindertes Kind erziehen und die wissen wie schwer so was ist, aber ich glaube, ich würde es auch versuchen aufzuziehen.

Dafür gibt es für mich folgende Gründe:
1. Hat dieser Mensch auch ein Recht auf Leben, wenn man kein behindertes Kind haben möchte, oder das Risiko nicht eingehen möchte, soll doch bitte verhüten, und da ich gehe gegen Abtreibung bin, erübrigt sich das.

2. Ist es dann ja mein Kind, und mir wäre es egal, wie es ist, es ist trotzdem mein Kind. Wäre ja schlimm wenn ich mein Kind dann nach dem geistigen/körperlichen Zustand bewerten würde, und ob ich ihn dann behalte oder nicht. Das würde mir auch nicht gefallen, so behandelt zu werden.

3. Kann das Kind überhaupt nichts dafür und sollte so mit, mit einer Einlieferung in ein Heim o.ä. nicht noch mehr bestraft werden, wenn man es so sehen kann.

meditate
29.01.2007, 16:45
@ ancaron

jetzt enttäuschst du mich aber. seit wann reduzieren wir den menschen auf das, was er leisten kann. ein mensch ist doch viel, viel mehr. sind alte menschen deshalb nichts mehr wert, weil sie nichts mehr leisten können? ich find das reichlich menschenverachtend.

die leute, die in den flüchtlingslagern afrikas leben können auch nichts leisten, sind sie deshalb weniger wert?

jeder mensch, der freude schenken und freude empfangen kann ist ein wunderbares wesen, dem alle zuwendung zusteht, die wir haben.

@ tempelkrieger

meine betonung auf die mutter deshalb, weil meine erfahrungen besagen, dass die männer sich einfach aus dem staub machen, wenn sie mit dem kind und der ganzen arbeit bei behinderten überfordert sind. das ist leider tatsache. die mütter bleiben und das ist die regel.

in einer guten partnerschaft bereden beide ohnehin alles gemeinsam und entscheiden auch so

Gunslinger
29.01.2007, 16:51
@ ancaron, ich wollte beileibe nicht, dass du die fragen beantwortest. sie sollen denkanstöße sein :rolleyes:
lol :D

@topic: Ja, Frauen soll es freigestellt sein, ihre Kinder abzutreiben, wenn sie sich mit der Behinderung des Kindes überfordert fühlen. Wäre klar, dass mein Kind eine schwere Erbkrankheit hat, würde ich meiner Frau raten, abzutreiben, auch wenn es ein Wunschkind war. Ich könnte die Bürde, ein behindertes Kind aufzuziehen, nicht ertragen. Auch dem Kind wäre kein Gefallen getan. Darüber hinaus sehe ich einen Embryo noch nicht als Mensch an, denn Gefühle, Gedanken und Bewusstsein sind in diesem Stadium noch nicht vorhanden.
Klar, das kommt mit zunehmendem Alter im Mutterleib immer mehr hinzu, aber das wird auch von den aktuellen Gesetzen zum Thema Abtreibung berücksichtigt.


Es gibt z.B. auch eine Krankheit, bei der die Menschen nicht in der Lage sind Gefühle zu empfinden. Jetzt nicht so etwas wie Schmerz durch eine Wunde, sondern sie sehen alles nüchtern und Verbinden weder Personen noch Gegenstände mit Gefühlen. Solche Menschen sehen normal aus und wenn man eine solche Person nicht näher kennt, würde man sie nicht als Behindert bezeichnen, so vielleicht auch nur als "Gefühlskalt" betrachten.
Das wage ich zu bezweifeln. Woher hast du denn das bitte?
Es ist mir bekannt, dass eine fehlende Mutter-Kind Beziehung in den ersten 2 Lebensjahren zu solcher Gefühlsarmut führen kann, aber von einer Erbkrankheit, die das verursacht, habe ich noch nichts gehört.


Und einmal mehr wird ein Sachthema emotionalisiert...

Tempelkrieger
29.01.2007, 17:07
Medi;


meine betonung auf die mutter deshalb, weil meine erfahrungen besagen, dass die männer sich einfach aus dem staub machen, wenn sie mit dem kind und der ganzen arbeit bei behinderten überfordert sind. das ist leider tatsache. die mütter bleiben und das ist die regel.

Sag das doch gleich.;) Ich habe mich eben angegriffen gefühlt.

Was die Abtreibung von behinderten Kindern angeht muss ich mich den bis dato abgegebenen Meinungen(...wenn die Frau verlassen wurde...)natürlich anschliessen. Ein fader Beigeschmack bleibt trotzdem, schliesslich ist es ein Leben.

Pontifex Maximus
29.01.2007, 17:16
Das wage ich zu bezweifeln. Woher hast du denn das bitte?
Es ist mir bekannt, dass eine fehlende Mutter-Kind Beziehung in den ersten 2 Lebensjahren zu solcher Gefühlsarmut führen kann, aber von einer Erbkrankheit, die das verursacht, habe ich noch nichts gehört.

dieser Erbkrankheit existiert tatsächlich, wüsste atm auch nicht die richtige Bezeichnung, werd mal schnell googeln

Ancaron
29.01.2007, 17:23
@ ancaron

jetzt enttäuschst du mich aber. seit wann reduzieren wir den menschen auf das, was er leisten kann. ein mensch ist doch viel, viel mehr. sind alte menschen deshalb nichts mehr wert, weil sie nichts mehr leisten können? ich find das reichlich menschenverachtend.

die leute, die in den flüchtlingslagern afrikas leben können auch nichts leisten, sind sie deshalb weniger wert?

jeder mensch, der freude schenken und freude empfangen kann ist ein wunderbares wesen, dem alle zuwendung zusteht, die wir haben.

edit: Wieso enttäusche ich dich jetzt bitte?

Selbstverständlich errechtnet sich der Wert eines Menschen nicht nach seiner Arbeitskraft, so wollte ich das absolut nicht sagen, was ich wohl habe. §gnah ALLE Menschen sind gleich viel wert, also sie sind unbezahlbar -wenn man von wert spricht hört sich das an als wenn man von ner Ware spricht. :o
Oh man ich fühle mich sowas von schlecht jetzt. §gnah
Das war nicht so gemeint, ich hab lediglich erklärt wie ich das gemeint habe, aber ich bin der Letzte, der Menschen nach ihrer Arbeitskraft für die Gemeinschaft und ihrem "Nutzwert" bewertet.
So jetzt mal zum Mutter-Kind-Thema :) :
Sicherlicht sollten beide Partner Mitspracherecht haben, wenn es um die Entscheidung geht: Abtreibung - ja oder nein? Schließlich habe beide, bzw meistens, ihren Teil dazubeigetragen und sind emotional mit ihrem Kind verbunden - hoffe ich doch mal. Aber es ist die Mutter, die ~9 Monate die Leibesfrucht in sich trägt und es immer bei sich hat, da ist die Bindung natürlich viel viel höher, will ich mal so behaupten und wird es auch normalerweise bleiben, als dies dem Vater je möglich sein wird, zudem kommt noch dazu, dass es _ihr_ Körper ist und sie entscheiden muss, was damit passiert, ist ja glaube ich keine einfache bzw schmerzelose Angelegenheit.

Zusammenfassend: Beides sollten in die Entscheidung mit einbezogen werde und auch gleiches Mitbestimmungsrecht haben, aber letztendlich bleibt die Entscheidung bei der Mutter, denn ist ihr Körper. Da hat der Vater eher beratende Funktion und seine Meinung kann von der Mutter angehört werden oder vollkommen vernachlässigt werden.

edit:


Behinderungen können so vielseitig sein und doch nehmen wir den Großteil nicht mal war,, sondern nur das, was einen ins Auge springt.
Diese Menschen haben es dann aber auch doppelt schwer: zum einen die Blicke und durchaus auch eine Ausgrenzung Gleichaltriger sind die Folge und auch… Mitleid. Mich würde es auf Dauer nerven, wenn ständig jemand kommen würde und mich voller Mitleid ansehen würde. Wenn man behindert auf die Welt kommt, kenn man es nicht anders und hat dann doch einen Weg gefunden sein Leben zu leben, wenn auch etwas anders.
Den Teil finde ich ausgezeichnet, besonders das unterstrichene
Wobei es nicht nur Mitleid ist, sondern auch Ekel oder einfach Angst vor dem Fremden oder wie man sich gegenüber verhalten soll. Direkt Fragen oder was soll man machen.
Und wieso glaubst du, dass Behinderte permanent bemitleided werden, sind sie denn bemitleidenswert, vielleicht ist es ja ganz cool behindert zu sein?

Nilsotto
29.01.2007, 17:36
Letztendlich kann das Kind nichts dafür und wenn man genug Arsch in der Hose hat und sich für alt genug hält rum zu vögeln sollte man die Konsequenzen tragen und nicht selektiv aussortieren nach den eigenen Wünschen und mpfindungen. Den wenn man die Verantwortung für ein leben übernimmt stellt sich die Frage nicht mehr.

Zu Abtreibenden Frauen. Bei Vergewaltigungen kann ich es verstehen aber sonst verurteile ich es. Wenn Feministinen ankommen und meinen nein unser Körper gehört alleine uns dann sage ich NEIN nicht mehr.
Wer abtreibt aus moralisch verwerflichen Gründen und das beinhaltet für mich alles ausser Krankheit der Mutter oder eine Gewaltat im Vorhinein die zur Schwangerschaft führte ist für mich keinen Blick mehr würdig.
Wenn man zu doof zum Verhüten ist oder sich zu unreif fühlt sollte man halt seine Triebe zügeln und nicht unschuldige Lebewesen für seine Blödheit büssen lassen.

Sorry das klinckt vielleicht ein wenig hart aber so empfinde ich das.

Gunslinger
29.01.2007, 17:38
Und wieso glaubst du, dass Behinderte permanent bemitleided werden, sind sie denn bemitleidenswert, vielleicht ist es ja ganz cool behindert zu sein?
Auf den ersten Blick eine hahnebüchende und ungeheuerliche Aussage. Auf den zweiten Blick ist wohl was wahres dran, kommt aber auf die Art der Behinderung an. So sollen Kinder, die am Down Syndrom leiden, ja sehr offen und fröhlich sein.
Für körperliche Behinderungen trifft das aber nicht zu, bei diesem Leuten ist ein leistungsfähiger Geist in einem schwachen Körper gefangen, was schrecklich ist.

Aber ein bißchen seltsam formuliert hast dus schon. ;)


btw du brauchst dich nicht für Sachen zu rechtfertigen, die du nicht behauptet hast. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er deinen Post genau liest, oder ihn so interpretiert, wie er möchte...

kleine kraehe
29.01.2007, 17:42
Hm. Über ziemlich genau das Thema (Also Pränataldiagnostik) haben wir grade eine Ethikarbeit geschrieben...

Die größte Frage/das größte ethische Problem ist wohl ersteinmal, auf was in diesen Untersuchungen überhaupt getestet werden soll.

Ich sehe nämlich beispielsweise kein moralisches Dilemma darin, ein Kind abzutreiben, dass mit einer so schweren Erbkrankheit auf die Welt gekommen wäre, dass es ohnehin lediglich ein paar Monate oder Wochen überlebt hätte, ganz im Gegenteil sogar, ich sähe es als Pflicht der Mutter gegenüber ihrem Ungeborenen an, ihm diese Qualen zu ersparen.

Etwas ganz anderes ist nun beispielsweise die allseits bekannte Trisomie 21, auch Down-Syndrom genannt. Denn auch wenn die Lebenserwartung dieser Kinder meist ebenfalls nicht bei der eines gesunden Menschen liegt und sie geistige Behinderungen aufweisen, so haben sie dennoch Freude am Leben, können lernen etc, etc. Dennoch würde wohl so manche Frau (Ich zugegebenermaßen auch) davor zurückschrecken, ein solches Kind zur Welt zu bringen, da dies ja auch enorme Probleme für die Familie mit sich brächte...also besser gar nicht erst darauf testen?

Und was ist mit "geringeren" Erbkrankheiten? Wo ist die Grenze? Könnte das nicht irgendwann dazu führen, dass nur noch "Wunschkinder" zur Welt kommen? Ich hab keine Ahnung und ich maße mir auch nicht an, das jetzt pauschal beurteilen zu können.

Was Abtreibung allgemein betrifft - das kommt imo immer auf den Einzelfall an. Ich würde sie jedoch nicht als Mord bezeichnen, da dann auch die Pille danach, sowie die Kupferspirale Mord wären. Denn immerhin verhindern diese beiden Verhütungsmittel die Schwangerschaft ebenfalls erst nach der Befruchtung...womit man wohl wieder beim Problem Nr. 1 bei fast allen ethischen Fragen wäre: Wo ist die Grenze?

Ancaron
29.01.2007, 17:49
Auf den ersten Blick eine hahnebüchende und ungeheuerliche Aussage. Auf den zweiten Blick ist wohl was wahres dran, kommt aber auf die Art der Behinderung an. So sollen Kinder, die am Down Syndrom leiden, ja sehr offen und fröhlich sein.
Für körperliche Behinderungen trifft das aber nicht zu, bei diesem Leuten ist ein leistungsfähiger Geist in einem schwachen Körper gefangen, was schrecklich ist.

Aber ein bißchen seltsam formuliert hast dus schon. ;)


btw du brauchst dich nicht für Sachen zu rechtfertigen, die du nicht behauptet hast. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er deinen Post genau liest, oder ihn so interpretiert, wie er möchte...

Mit Absicht so formuliert, mag ich einfach, aber jetzt zur Sache. Ich bin körperlicher Krüppel und machmal verteufel ich es zutiefst, aber meistens bin ich froh, dass es so ist. Das hört sich jetzt übelst paradox an, wie kann der froh, sein, dass er, wie du schon so schön sagtest, "ein leistungsfähiger Geist in einem schwachen Körper gefangen" ist.
Aber ich sag dir, es schafft einen eisernen Willen und Willenskraft, mit der man alles und ich meine wirklich alles schaffen kann, das habe ich mir schon oft bewiesen und werde es auch in Zukunft tun.

Herzbluts Träne
29.01.2007, 20:44
*Gerade von Arbeit zu Hause und gleich mal einbastel*

Ich muss der nächsten Dame hier auch leicht wiedersprechen. Beide Elternteile haben das gleiche Recht über das Kind zu enstcheiden. Warum werden hier nur immerwieder die Männer in dieser Entscheidung diskriminiert? Ich verstehe ja das die Frau das Kind im Bauch hat und nicht der Mann, aber ohne den gäbe es nunmal kein Kind...also nochmal...gleiches Recht für beide.

Es ist nunmal so, dass eine Frau während der Schwangerschaft nicht nur mehr Probleme hat, sondern auch das Heranwachsen ihres Kindes um einiges mehr mitkriegt als der Mann. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sie hier auch am Anfang recht viele sehr schnell für eine Abtreibung ausgesprochen haben. Viele Männer können das nicht in der Art nachvollziehen, deswegen ist es schon richtig, wenn den Frauen der Großteil der Entscheidung überlassen bleibt.

Hardstyle
29.01.2007, 22:05
Abtreiben!

Warum?
Solange das Kind noch nicht geboren ist und nichts checkt, bin ich für abtreiben. Es ist für die Eltern schlimm, sich jeden Tag um das Kind ein Leben lang zu kümmern und noch schlimmer ist es für das Kind, wenn es normal denken kann, aber schwere Behinderungen hat! Das Kind wird mehr leiden, als die Eltern die sich um es kümmern müssen.
Ich will keinem Menschen ein Leben voller Qualen, Leid, Schmerzen und Unglück geben. Mein Kind soll entweder gesund sein oder vor der Geburt von abgetrieben werden, solange es noch nicht richtig denken kann!

Bei sowas denke ich an ersten Stelle an das Kind, es ist wie schon geschrieben für das Kind ein schlimmereres Leben, als für die Eltern, die sich ein Leben lang darum kümmern müssen.

Über sowas sollte man mit seiner Frau sehr gut bereden. Wenn dann meine Frau das Kind sogesagt trotzdem zur Welt bringt, dann ist mein Leben auch im Arsch! Somit würde die Frau mindestens zwei Leben zerstören, meines und vor allem das des Kindes! Lebenslanges Leiden ist schlimmer als der Tod!

VForce
29.01.2007, 22:21
hab den nicht alles durchgelesen kann sein das ich jetzt nen quatsch rede aber (xD) ich würde wenn ich schwanger wäre das kind abtreiben lassen, weil ich es nicht ertragen würde wenn alle mein kind mobben würde..

Tempelkrieger
30.01.2007, 05:45
Herzbluts Träne;


Es ist nunmal so, dass eine Frau während der Schwangerschaft nicht nur mehr Probleme hat, sondern auch das Heranwachsen ihres Kindes um einiges mehr mitkriegt als der Mann. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass sie hier auch am Anfang recht viele sehr schnell für eine Abtreibung ausgesprochen haben. Viele Männer können das nicht in der Art nachvollziehen, deswegen ist es schon richtig, wenn den Frauen der Großteil der Entscheidung überlassen bleibt.

Ich sehe unser beider Meinungen gehen auseinander und ich akzeptiere das. Es wäre auch kontraproduktiv darüber jetzt weiter zu diskutieren, wenn eh jeder auf seiner Meinung behaart. Also ich finde beide haben das Recht zu entscheiden...in dieser Hinsicht bin ich unerschütterlich ;) .

PS: Im übrigen habe ich gerne das letzte Wort.:D

Screemon;


Solange das Kind noch nicht geboren ist und nichts checkt, bin ich für abtreiben.

Ich gehe mal davon aus das deine Wortwahl etwas unglücklich gewählt wurde, denn das hört sich sehr geschmacklos an.


VForce;


weil ich es nicht ertragen würde wenn alle mein kind mobben würde.

Aus diesen egoistischen Grund würdest du es lieber töten, anstatt den sogenannten Mobbern offensiv entgegen zutreten? Sorry...das kann ich nicht nachvollziehen.

Waya Yoshitaka
30.01.2007, 13:05
Und wieso glaubst du, dass Behinderte permanent bemitleided werden, sind sie denn bemitleidenswert, vielleicht ist es ja ganz cool behindert zu sein?Wenn man Menschen, die im Umgang mit Behinderten ungeübt sind, auf einen Behinderten treffen, unterschätzen sie ihn (je nachdem, wie sich die äußeren Merkmale der Behinderung zeigen, siehe mein Versuch zu beschreiben, ab wann jemand einen als behindert ansieht). Sie bekommen dann irgendwelche komischen leichten aufgaben, werden nicht richtig gefordert. Mich nervt es schon, wenn mir das passiert, da will ich nicht wissen, wie sich dann behinderte Menschen fühlen, die zudem noch bemitleidet werden.
Cool ist es bestimmt nicht. Nicht jeder mit einer Behinderung ist in der Lage damit um zu gehen. Es hängt dann auch von den Eltern ab. Die einen sind meist mental stärker als gesunde Menschen, andere zerbrechen innerlich an ihrer Behinderung.


hab den nicht alles durchgelesen kann sein das ich jetzt nen quatsch rede aber (xD) ich würde wenn ich schwanger wäre das kind abtreiben lassen, weil ich es nicht ertragen würde wenn alle mein kind mobben würde..Nur weil ein Kind behindert ist, muss es nicht gleich Zeit seines Lebens gemobbt werden. Da spielt das Verhalten und die Erziehung der Eltern eine Rolle. Wenn das Kind sich nicht für seine Behinderung schämt und damit offen anderen entgegen tritt, gibt es da imo einfach keinen Grund für Mobbing. Nach dem Motto: "ja, ich bin etwas anders, na und?". Ein gesundes Kind ist kein Garant dafür, das es nicht gemobbt wird. Man kann Mobbing nur mit einem gesunden Selbstbewusstsein und einen gewissen Rückhalt der Familie soweit entgehen.

VForce
30.01.2007, 19:08
Nur weil ein Kind behindert ist, muss es nicht gleich Zeit seines Lebens gemobbt werden. Da spielt das Verhalten und die Erziehung der Eltern eine Rolle. Wenn das Kind sich nicht für seine Behinderung schämt und damit offen anderen entgegen tritt, gibt es da imo einfach keinen Grund für Mobbing. Nach dem Motto: "ja, ich bin etwas anders, na und?". Ein gesundes Kind ist kein Garant dafür, das es nicht gemobbt wird. Man kann Mobbing nur mit einem gesunden Selbstbewusstsein und einen gewissen Rückhalt der Familie soweit entgehen.

Ja, aber es wird nie die gleichen chancen haben wie ein "normales" kind..

Waya Yoshitaka
30.01.2007, 19:53
Ja, aber es wird nie die gleichen chancen haben wie ein "normales" kind..
Zum einen solltest du nicht alle Behinderten über einen Kamm scheren, denn Behinderungen sind vielfältig, genauso wie die entsprechenden Möglichkeiten. Klar spielt die schwere der Behinderung eien Rolle, jedoch ist nicht gleich gesagt, das das Kind nicht auch glücklich werden kann.


Wenn es so ernst wäre, da sdas Kind ohne einen nicht überleben kann und quasi nach dem eigenen Tod allein da steht, ja ok. Aber ansonsten hat dann jedes Kind Chancen wahr zu nehmen und gerade solche Menschen nehmen Chancen war und lassen sie nicht wie Gesunde Menschen verstreichen, wo einige noch denken, Chancen fliegen einen zu. ;)

Man muss bei jedem Fall neu entscheiden. ;)

nEo
30.01.2007, 19:59
Wenn ich ne Frau wäre, würde ich nicht abtreiben, da es 1. in Deutschland verboten ist und 2. man damit ein neues Leben einfach so bewusst "auslöscht"! Mir wäre es egal, ob mein Kind körperlich oder geistig behindert wäre, aber natürlich ist es immer schön wenn man ein kerngesundes Kind auf die Welt bringt (was ja meist der Fall ist)

Doch vor der Geburt würde ich das Kind untersuchen lassen, wer weiß, vielleicht kann man eine solche Missgeburt (falls es eine werden sollte) noch verhindern, hab zwar keine Ahnung ob sowas heutzutage möglich ist, aber we weiß...

hä wie? seit wann ist abtreiben verboten?? das kapier ich jetzt net?! sieht man doch sogar andauernt im fernsehen wie die abtreiben und so..? :confused: aber ja ich finds auch absolut scheiße.. und zum threadersteller.. find ich net so toll wie du hier lebewesen als "dinge" bezeichnest..

AZAD
30.01.2007, 20:04
also erstma zum vernot das is relativ quatsch denn wenn die frau nöte hat zum beispiel finazielle oder wenn die frau vergewaltigt wurde usw. darf sie abtreiben aber zu erst muss sie ne beratung machen und sie darf denn selber entscheiden ob sie das kind will oder nich achso wer es genau lesen möchte holet das gesetzbiuhc raus und guclt nach §218 :D

nEo
30.01.2007, 20:05
@ ancaron

jetzt enttäuschst du mich aber. seit wann reduzieren wir den menschen auf das, was er leisten kann. ein mensch ist doch viel, viel mehr. sind alte menschen deshalb nichts mehr wert, weil sie nichts mehr leisten können? ich find das reichlich menschenverachtend.

die leute, die in den flüchtlingslagern afrikas leben können auch nichts leisten, sind sie deshalb weniger wert?

jeder mensch, der freude schenken und freude empfangen kann ist ein wunderbares wesen, dem alle zuwendung zusteht, die wir haben.

@ tempelkrieger

meine betonung auf die mutter deshalb, weil meine erfahrungen besagen, dass die männer sich einfach aus dem staub machen, wenn sie mit dem kind und der ganzen arbeit bei behinderten überfordert sind. das ist leider tatsache. die mütter bleiben und das ist die regel.

in einer guten partnerschaft bereden beide ohnehin alles gemeinsam und entscheiden auch so

das mit dem aus dem staub machen.... liegt auch ein wenig AN DEN FRAUEN! ich liebe meine freundin über alles.. und sie könnte von mir aus ka.. wenn sie zb. einen autounfall hätte.. würde immer im rollstuhl sitzen.. ich würde sie niemals verlassen egal was passiert.. weil ich sie liebe.. JETZT aber zu dem eigentlichen sinn meines posts UND zwar sags du das es oft so ist das die typen sich aus dem staub machen, das ist meiner mienung deswegen auch die schuld der frauen, weil die heutigen frauen von heute einfach irgendwie zu doof sind einen charmanten freundlichen zukunftssicheren mann von einem hurenbock unterscheiden zu können!!! das ist wirklich so.. sry wegen der ausdrucksweise aber man sollte so etwas wirklich einem menschen ansehen können.. und wenn das schon nicht dann wenigstens nach ner kurzen zeit so rauskriegen.. also das regt mich echt auf.. genau das würde diese idioten nämlich auch belehren wenn sie auf einmal gar keine frau mehr abkriegen außer irgendwelche schlampen^^ vllt. würde die männerwelt sich verbessern.. aber nein! die frauen schieben die schuld auf die ganz schlimmen typen die sie am anfang verehren und ihnen die füße küssen.. und sich dann bei ihrem besten freund ausheulen weil er sie betrogen hat.. und heult und heult und merkt netmals das genau der freund der sie grade tröstet ein perfekter mann sein könnte der sie vllt. sogar liebt.. wie oft ist das so?! blind vor geilheit sag ich da zu den frauen :( jetzt aber wirklich sorry wegen der ausdrucksweise!!

Hardstyle
30.01.2007, 20:09
Screemon;



Ich gehe mal davon aus das deine Wortwahl etwas unglücklich gewählt wurde, denn das hört sich sehr geschmacklos an.


Ne warum? Ich meine es so wie ich es geschrieben habe... solange das Kind nichts versteht, was tot und leben ist und was es heißt, leiden zu müssen, bin ich dafür, das das kind abgetrieben wird und seine leiden erst garnicht anfangen...
Die heutige Welt wird immer schlimmer... was bekommt ein Arbeitsloser oder ein Pflegefall an Geld im Monat? Das wird immer weniger, also heißt das, das noch mehr Probleme auftreten...
Ich will nicht mein Leben damit verbringen mich um ein Behinderten zu kümmern und ich will vor allem nicht, das der Behinderte sein Leben lang leiden muss. Wenn ich mich in die Situation eines Behinderten hineinversetze, finde ich es schrecklich, wie die Menschheit mit Behinderten umgeht/nicht umgeht. Ich persönlich will nicht behindert sein, da wäre ich lieber tot. Wenn ich durch einen Unfall blind sein sollte, hätte ich keine Lust mehr zu leben! Was kann ich da machen? Reden, Musik hören, essen.... fertig :eek:
Nene... lieber gesund und am Leben, statt behindert und am Leiden.

Ich hoffe jetzt verstehst du besser, wie ich es meinte.

Herzbluts Träne
30.01.2007, 20:33
Ne warum? Ich meine es so wie ich es geschrieben habe... solange das Kind nichts versteht, was tot und leben ist und was es heißt, leiden zu müssen, bin ich dafür, das das kind abgetrieben wird und seine leiden erst garnicht anfangen...
Die heutige Welt wird immer schlimmer... was bekommt ein Arbeitsloser oder ein Pflegefall an Geld im Monat? Das wird immer weniger, also heißt das, das noch mehr Probleme auftreten...
Ich will nicht mein Leben damit verbringen mich um ein Behinderten zu kümmern und ich will vor allem nicht, das der Behinderte sein Leben lang leiden muss. Wenn ich mich in die Situation eines Behinderten hineinversetze, finde ich es schrecklich, wie die Menschheit mit Behinderten umgeht/nicht umgeht. Ich persönlich will nicht behindert sein, da wäre ich lieber tot. Wenn ich durch einen Unfall blind sein sollte, hätte ich keine Lust mehr zu leben! Was kann ich da machen? Reden, Musik hören, essen.... fertig :eek:
Nene... lieber gesund und am Leben, statt behindert und am Leiden.

Ich hoffe jetzt verstehst du besser, wie ich es meinte.

Und du denkst nicht, dass wohl immer noch der Behinderte selbst die alleinige Entscheidung hat, ob er leben will oder nicht?
Es gibt so viele Behinderte, die wirklich gut mit ihrem Leben klarkommen und ganz sicher nicht hätten abgetrieben werden wollen.
Behindert sein will Niemand, aber es existiert sehr wohl ein Unterschied ob man behindert zur Welt kommt oder durch einen Unfall behindert wird.
Was die "schlimme" Lage in Deutschland angeht: Das ist völliger Blödsinn, hier in Deutschland geht es den Menschen noch richtig gut, schon allein im Vergleich zu anderen Ländern, ganz zu schweigen von unserem Sozialsystem, das wirklich für alle aufkommt. Find das ganz schön undankbar, wie du darüber redest, denn irgendwann wirst du sicher auch froh sein, wenn der Staat dich teilweise mitfinanziert. Wie ich schon sagte, es gibt unzählige Hilfen und finanzielle Unterstützungen für schwangere Mütter oder auch für Mutter mit Kindern und behinderten Kindern. Von finanzieller Not kann also eigentlih keine Rede sein, wenn man mal gelernt hat, seine Ansprüche mal "etwas" runterzuschrauben. Die Verantwortung ist sowieso Bestandteil des Kinder-Habens.

nEo
30.01.2007, 20:52
Und du denkst nicht, dass wohl immer noch der Behinderte selbst die alleinige Entscheidung hat, ob er leben will oder nicht?
Es gibt so viele Behinderte, die wirklich gut mit ihrem Leben klarkommen und ganz sicher nicht hätten abgetrieben werden wollen.
Behindert sein will Niemand, aber es existiert sehr wohl ein Unterschied ob man behindert zur Welt kommt oder durch einen Unfall behindert wird.
Was die "schlimme" Lage in Deutschland angeht: Das ist völliger Blödsinn, hier in Deutschland geht es den Menschen noch richtig gut, schon allein im Vergleich zu anderen Ländern, ganz zu schweigen von unserem Sozialsystem, das wirklich für alle aufkommt. Find das ganz schön undankbar, wie du darüber redest, denn irgendwann wirst du sicher auch froh sein, wenn der Staat dich teilweise mitfinanziert. Wie ich schon sagte, es gibt unzählige Hilfen und finanzielle Unterstützungen für schwangere Mütter oder auch für Mutter mit Kindern und behinderten Kindern. Von finanzieller Not kann also eigentlih keine Rede sein, wenn man mal gelernt hat, seine Ansprüche mal "etwas" runterzuschrauben. Die Verantwortung ist sowieso Bestandteil des Kinder-Habens.

naja.. da hast du schon wirklich vollkommen recht und eigentlich ist es gegenüber dem menschen absolut unfair und menschen verachtend.. aber überleg doch mal so.. Wenn er denn dann auf der welt ist.. und anhand seinem leid oder sonstwas NICHT mehr leben will.. was dann? dann kann man ihn ja nicht mehr abtreiben! und so umgebracht kann er ja auch nicht werden oder? das heißt das er selbstmord begehen müsste.. was aber dann dazu führt das er damit seine mutter/vater usw. damit verletzt was anders gar nicht erst passieren würde.. aber ja ich weis nicht wie ich wirklich dazu stehen soll..

Herzbluts Träne
30.01.2007, 21:30
naja.. da hast du schon wirklich vollkommen recht und eigentlich ist es gegenüber dem menschen absolut unfair und menschen verachtend.. aber überleg doch mal so.. Wenn er denn dann auf der welt ist.. und anhand seinem leid oder sonstwas NICHT mehr leben will.. was dann? dann kann man ihn ja nicht mehr abtreiben! und so umgebracht kann er ja auch nicht werden oder? das heißt das er selbstmord begehen müsste.. was aber dann dazu führt das er damit seine mutter/vater usw. damit verletzt was anders gar nicht erst passieren würde.. aber ja ich weis nicht wie ich wirklich dazu stehen soll..

Es gibt immer die Chance, dass das behinderte Kind sehr glücklich mit seinem Leben werden kann. Wenn du ihm noch nichtmal diese Chance gibst zu versuchen, was aus seinem Leben zu machen, dann ist das einfach nicht fair. Deine Argumentation kann ich schon nachvollziehen, und eine leichte Entscheidung ist es nicht, das ist wohl war. Und wie ich bereits sagte, es kommt auch auf die Art der Behinderung an und ich bin mir sicher, dass ein Kind, dass mit Behinderungen geboren wurde sich verhältnismäßig gut an sein Leben gewöhnt, da es ja nichts Anderes kennt.

nEo
30.01.2007, 21:39
ja aber falls es dann in einer umgebung aufwächst in der es nur runtergemacht wird das ist einfach schrecklich.. es könnte passieren das dein eigenes kind dir vorwirft WARUM du es nur nicht abgetrieben hast.. das wäre doch schrecklich für die dich.. also die eltern.. :( naja ich denke heir kommen wir auf keine richtige lösung.. hoffen wir das keins unserer kinder behindert wird falls jemand von uns hier vorhat mal mutter bzw. vater zu werden^^ ;)

Hardstyle
30.01.2007, 22:18
Und du denkst nicht, dass wohl immer noch der Behinderte selbst die alleinige Entscheidung hat, ob er leben will oder nicht?
Es gibt so viele Behinderte, die wirklich gut mit ihrem Leben klarkommen und ganz sicher nicht hätten abgetrieben werden wollen.
Behindert sein will Niemand, aber es existiert sehr wohl ein Unterschied ob man behindert zur Welt kommt oder durch einen Unfall behindert wird.
Was die "schlimme" Lage in Deutschland angeht: Das ist völliger Blödsinn, hier in Deutschland geht es den Menschen noch richtig gut, schon allein im Vergleich zu anderen Ländern, ganz zu schweigen von unserem Sozialsystem, das wirklich für alle aufkommt. Find das ganz schön undankbar, wie du darüber redest, denn irgendwann wirst du sicher auch froh sein, wenn der Staat dich teilweise mitfinanziert. Wie ich schon sagte, es gibt unzählige Hilfen und finanzielle Unterstützungen für schwangere Mütter oder auch für Mutter mit Kindern und behinderten Kindern. Von finanzieller Not kann also eigentlih keine Rede sein, wenn man mal gelernt hat, seine Ansprüche mal "etwas" runterzuschrauben. Die Verantwortung ist sowieso Bestandteil des Kinder-Habens.

Klar sollten die selber entscheiden können, ob sie leben wollen, aber wenn sie erstmal das Alter erreicht haben und aufeinmal in ihrem Leben leiden, dann wäre es für das Kind und für mich nurnoch scheiße...
Aber wie? Wenn es schon entscheiden kann, kann es möglicherweise zu spät sein.
Wenn es "nur" eine "kleine Behinderung" ist, wie nur ein Bein, finde ich es nicht "so schlimm", wie Blindheit und ein teilweise gelähmter Körper. Geistig Behindert sein ist meiner Meinung nach das Schlimmste...

In Deutschland leben wir noch gut ja... im Verlgeich zu anderen Ländern leben wir hier im Luxus.
Doch wie es jetzt aussieht... ich lese jeden Tag die Zeitung und nein keine Bild-Zeitung mit nackten Frauen, ich lese die TZ und die Süddeutsche Zeitung in der Arbeit.
Da wurde auch mal ausgerechnet, das wenn es mit der Rentenversicherung so weiter geht, werden wir in ca 40 Jahren doppelt so viele Renter zahlen dürfen. Wer kann sich das leisten? Nur die, die jetzt schon "viel" Geld verdienen. Jemand der "nur" 1000 Euro Netto nachhause bringt wird es in Zukunft und der dauernden Preiserhöhungen nicht so gut haben, wie jetzt. Dann muss es auf Auto verzichten, teure Geschenke (z.B. Führerschein für das Kind, Schulreisen). Wünsche können nicht erfüllt werden, man lebt mit dem was man hat, was auf dauer sehr langweilig ist.
Wieviel Geld bekommt ein Schwerbehinderter im Pflegefall? 1000 Netto? Bezweifle ich sehr sehr stark... wobei ich es garnicht weiß.

Und ob der Staat mich finanziert? Ich glaube bis in Rente bin, gibt es keine Rentengelder mehr... dann habe ich umsonst rumgezahlt.
Der Staat hat mich bisher immer versucht abzuzocken! Schon 3x innerhalb von 2 Jahren wollte der Staat ca 30.000 Euro von mir kassieren, die ich glücklicherweise noch verhindern konnte... aber nicht jeder hat so viel "Glück". Die Polizei wird immer korrupter, da Bußgeld, da Strafe, da Kontrollen mit abschießendem abschleppen, weil mein Motorrad ja "frisiert" ist, was es offensichtlich nicht ist. In dieser Zeit durfte ich aber 2 Monate ohne Motorrad mit der S-Bahn durch die Gegend gammeln, 3 Stunden jeden Tag gingen nur fürs Warten drauf, statt den 15 Minuten mit dem Motorrad... :mad:

Wieviel Geld wird ein Behinderter haben?
Welche Sozialen Leistungen für Behinderte können noch finanziert werden?
Welche Folgen wird dies für die körperlich belastbaren Menschen haben? Jemand auf dem Rohbau soll noch mehr für weniger Geld arbeiten?
Oder wird wieder Krieg ausbrechen, sodass wie Bevölkerung wieder minimiert wird... (ich persönlich glaube stark an einen möglichen Krieg in meinem Leben noch)

Tempelkrieger
31.01.2007, 07:12
Screemon;

Ich verstehe dich jetzt besser. Nichts desto trotz bin ich der Meinung das auch ein behindertes Kind eine Chance im Leben bekommen soll. Es gibt genügend gesunde Menschen die dem Staat auf der Tasche liegen und nichts leisten. Dagegen kenne ich(nicht persönlich) aber viele Behinderte die strebsam und Leistungsbereit sind...Die wollen Arbeiten und produktiv sein. und es gibt, wie bereits erwähnt...Himmwelweite unterscheide von Behinderungen.

zB dieser hier, jeder kennt ihn http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking

Ein genialer Wissenschaftler...stell dir vor er wäre nie geboren worden. Wäre meines erachtens ein ziemlicher Verlust für die Gesellschaft gewesen.

Sojemand verdient dann auch gewaltig Kohle und liegt niemanden auf der Tasche, ganz im Gegenteil.;)

Leonard_DeVir
01.02.2007, 03:06
Ein Vormirposter hat es auf den Punkt gebracht: Wozu ein Kind mit Gendefekt zur Welt bringen, wenn es die 2-3 Wochen, in dem es lebt, nur leidet? In so einem Fall bin ich pro, ansonsten sowieso strikt contra.
Sie sollen keine Chance bekommen, sondern gefälligst eine Chance HABEN ;).

Um das ganze wirklich fair zu halten, müsste man ein paar Aspekte klären:

1) Lebewesen entscheiden alleinig über ihr Leben, das ist ein Grundsatz den jeder versteht. Wer entscheidet dann über Leben, dass sich nicht mitteilen kann? Angehörige? Darf man sich überhaupt so eine Freiheit nehmen? Und wie trifft sich das mit meiner Aussage oben, soll man das Kind aus einer Moralfloskel heraus leiden lassen...umsonst, wage ich hier mal zu sagen?

2)Was ist in unserem Fall Leben? Ein Haufen Zellen, der im Uterus heranwächst? Ein beschneutztes Taschentuch hat mehr Zellen, aber keinen stört es, wenn mans wegwirft...Oder gehen wir davon aus, was potentiell mal sein könnte? Das aus dem Häuflein mal Abbild der Eltern entsteht und sich irgendwann mal löst und dann ein eigenes Leben führt?

Führt zu 3): Wenn man den Zellhaufen schon als ein Leben sieht (der ja definitiv noch nochts im Sinne von eigenes Leben besitzt), müsste man streng genommen nicht jede Verhütung als Präabtreibung ansehen? Da hätte ja auch "was" draus werden können.

4) Liebe hat wohl viele Aspekte, aber im Pflegefall kommt doch eher das Mitleid und die Nächstenliebe zum Vorschein?...

Wir müssen davon ausgehen, dass alles Spekulation ist, denn (es hat schon wer gesagt): Solange man die Situation nicht hatte, tun wir nichts anderes als Fachidiotrie betreiben. Aus Eigenerfahrung weiß es wohl keiner.

Edit: Sry, seh grad ich bin ein wenig abgeschweift :/