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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ultrabook für Studium gesucht



Saruman
13.02.2016, 13:41
Hallo zusammen,

ich suche für mein Studium ein Ultrabook (hoffe es ist auch wirklich das, was ich suche), welches folgende Punkte aufweißt:

1. lange Akkulaufzeit (min. 6 Stunden bei Schreib/Lesetätigkeiten)
2. Gerade der Display sollte auch zum Lesen sehr geeignet sein und
3. es sollte auch einen Touchfunktion haben und
4. mit diesen Tablet-Schreibern zu bekritzeln sein :).
5. Im Grunde soll es hauptsächlich für Office-Anwendungen zu nutzen sein.
6. Das Gewicht sollte auch ziemlich gering sein.

Was könnt ihr mir da empfehlen?

Finde jetzt das Lenovo Yoga ganz gut und Microsoft Surface.

Bin mir jetzt halt nicht sicher ob die Bildschirmgröße für optimales Arbeiten ausreicht, finde aber gerade die 2in1-Lösung sehr nice.

Jetzt schon vielen Dank für eure Antworten :)

foobar
13.02.2016, 14:14
1. lange Akkulaufzeit (min. 6 Stunden bei Schreib/Lesetätigkeiten)
2. Gerade der Display sollte auch zum Lesen sehr geeignet sein und
3. es sollte auch einen Touchfunktion haben und
4. mit diesen Tablet-Schreibern zu bekritzeln sein :).
5. Im Grunde soll es hauptsächlich für Office-Anwendungen zu nutzen sein.
6. Das Gewicht sollte auch ziemlich gering sein.

Wie priorisierst du unterschiedliche Punkte, die sich gegenseitig widersprechen? Ein lesefreundliches Display beispielsweise sollte u.a. matt sein, damit man keine störenden Reflexionen hat. Touch-Displays sind aber so gut wie immer Schminkspiegel aka "glare" (die einzige Ausnahme, die ich finden konnte, war ein über 3000 Euro teures Gaming-Notebook). Was ist dir da wichtiger?

Wofür brauchst du die Stift-Funktion? Willst du während der Vorlesung handschriftliche Notizen machen? Zeichnungen anfertigen? Oder nur mal zwischendurch etwas krakeln?

Saruman
13.02.2016, 15:59
Hallo footbar,

vielen Dank für deine schnelle Antwort.

Sehr gut, dass du diese Punkte ansprichst, weil genau auf solche Logikfehler muss ich hingewiesen werden... nur dann kann ich das für meinen Fall perfekte Notebook kaufen :).

Also grundsätzlich ist es so, dass ich das Notebook/Tablet etc. hauptsächlich als Lesehilfe und als "Notizbuch" - also ja, handschriftliche Notizen - für die Literatur brauche.
Da ich aber oft unterwegs bin - sei es in der Bahn oder Bus - will ich auch die Möglichkeit haben an meiner Arbeit Ergänzungen vorzunehmen.
Es sollte so auch Office komfortabel über Tastatur zu bedienen sein.

foobar
13.02.2016, 17:59
Hallo footbar,

Eine Rechtschreibprüfung könnte wohl auch nicht schaden. :p


Also grundsätzlich ist es so, dass ich das Notebook/Tablet etc. hauptsächlich als Lesehilfe und als "Notizbuch" - also ja, handschriftliche Notizen - für die Literatur brauche.
Da ich aber oft unterwegs bin - sei es in der Bahn oder Bus - will ich auch die Möglichkeit haben an meiner Arbeit Ergänzungen vorzunehmen.
Es sollte so auch Office komfortabel über Tastatur zu bedienen sein.

In dem Fall würde ich zum Surface Pro 4 tendieren. Grund: Es erlaubt Stifteingabe per Digitizer.

Technobabbel: Es gibt im Wesentlichen zwei Methoden, wie Stifteingabe auf einem Display umgesetzt werden kann. Ein normales Touchdisplay, wie du es vom Smartphone, Tablet oder manchen Windows-Laptops kennst, arbeitet i.d.R. kapazitiv. Das bedeutet, dass über dem Display ein elektrostatisches Feld anliegt und wenn der dicke Wurstfinger kommt, stört der dieses Feld. Daraus errechnet ein Chip dann, wo wieviele Finger wie dicht an der Scheibe sind. Das Problem ist, dass es nicht funktioniert, wenn man mit nicht leitenden Materialien ankommt. Deshalb kann man z.B. sein Smartphone schlecht mit Handschuhen bedienen. Da die meisten normalen Stifte (a) aus nicht-leitenden Materialien bestehen und (b) selbst bei Metallkugelschreibern (bei denen dann auch die Gefahr von Kratzern besteht) die Spitze einen so kleinen Querschnitt hat, dass sie im Verhältnis zum menschlichen Finger das elektrostatische Feld viel zu wenig stört, reagieren kapazitive Displays nicht bzw. nicht zuverlässig auf Stifte.

Nun gibt es Stifte für iPad & Co. (die solche kapazitiven Displays haben), die trotzdem funktionieren. Im Wesentlichen arbeiten die so, dass sie einen menschlichen Finger emulieren. Sie haben also eine leitfähige "Spitze" (Metall oder ein spezielles Gummi) und sind entsprechend dick (deswegen die Anführungszeichen um das Wort Spitze). Das Malen und Schreiben damit kannst du dir in etwa so vorstellen wie wenn du mit einem Textmarker oder einem Edding 850 (http://www.edding.com/de/organisieren-und-beschriften-zu-hause/produkte/edding-850-permanentmarker/) schreiben wolltest: Es geht zwar, ist durch die dicken Striche aber weder schnell noch präzise und nimmt auch deutlich mehr Platz in Anspruch.

Kurzum: Solche Stifte kann man vielleicht für grobe Skizzen und Malerei im Stil von Fingerfarben verwenden, aber für Notizen während einer Vorlesung (wo alles schnell gehen muss, hinterher aber trotzdem lesbar sein soll), stelle ich es mir schwierig vor.

Es gibt aber auch Alternativen. Und zwar Geräte, die zusätzlich zum Touch-Display noch eine separate Stifterkennung haben. So ähnlich wie diese Wacom-Zeichentablets. Diese sogenannten Digitizer reagieren auf dafür ausgelegte Spezialstifte und sind deutlich präziser. Damit kann man dann wirklich mal schreiben oder zeichnen, ohne dass es nach Kindergarten aussieht.

Allerdings gibt es davon nicht viele Geräte. Sind alles Tablets, also keine ausgemachten Notebook. Höchtens gibt es optionale Tastaturen dazu. Samsung hat da z.B. die Galaxy Note Serie, aber das sind Android-Geräte, die deinen sonstigen Anforderungen vermutlich nicht genügen werden. Von Apple gibt es das iPad Pro. Hat eine größere Fläche als das Surface und der Digitizer arbeitet genauer (sprich: das Gemalte erscheint dichter an dem Punkt, an dem du den Stift wirklich aufgesetzt hast). Aber es ist halt ein iOS-Gerät. Da wird's mit Office schwierig und insgesamt ist die Stift-Funktion eher auf Zeichnen als auf Schreiben ausgelegt.

Und dann haben wir halt das Surface Pro 4. Während das iPad Pro mehr Tablet mit optionalem Notebook-Modus sein will, versucht das Surface eher, Notebook mit optionalem Tablet-Modus zu sein. Der Digitizer arbeitet nicht ganz so genau und muss angeblich öfter mal kalibiert werden. Dafür ist die mitgelieferte Tastatur besser und auf dem Ding läuft Windows 10, man kriegt also eine systemweite Handschrifterkennung (das Ding erkennt dein Gekrakel und wandelt es in gedruckten Text um, den du später dann formatieren, anpassen und korrigieren kannst, als hättest du ihn getippt). iOS hat Schrifterkennung AFAIK nicht systemweit, sondern nur in bestimmten Apps. Bei Android bin ich mir gerade nicht sicher, aber ich glaube, das geht auch nur mit Apps. Und natürlich steht einem der gesamte Fundus an Windows-Software zur Verfügung. Man braucht keine speziellen Apps für Mobil-CPUs und -Betriebssysteme, sondern kann genau die gleichen Programme verwenden, wie man sie vom Windows-PC kennt.

Allerdings empfehle ich auf jeden Fall mal, vorher in ein Ladengeschäft zu gehen und die Sache auszuprobieren. Wenn du nämlich erst in der Praxis merkst, dass es doch alles nicht einfach und schnell genug geht und du mit Tippen schneller zurande kommst, hast du viel Geld für ein Gimmick in den Sand gesetzt, das dir keinen echten Mehrwert bringt.


Eine denkbare Alternative wäre halt noch, ein einfaches, normales Laptop zu holen und dann halt ggf. ein Zeichentablet (wie eben die o.g. Wacom-Modelle) anzuschließen. Da schleppt man zwar zwei Teile mit sich rum und muss sich ggf. erstmal damit vertraut machen, dass man auf einem Teil schreibt und der Text woanders erscheint. Dafür aber kann man das Tablet auch mal an den heimischen PC anschließen, bei Defekten beide Geräte unabhängig voneinander auswechseln, ist flexibler bei der Auswahl und spart eventuell auch noch Geld. Außerdem kriegt man den Widerspruch aus meinem erstem Post aufgelöst: Da das Laptop keinen Touchscreen hätte, kann es ein mattes, lesefreundliches Display haben. Die handschriftliche Texteingabe läuft ja über ein Peripheriegerät.

Lookbehind
13.02.2016, 18:32
Großartige Ausführung foobar :A
Ergänzend möchte ich nur noch hinzufügen: Papier ist noch nicht gänzlich ausgestorben. Wenn es nicht wirklich ein absolutes muss ist, auf dem PC direkt mit dem Stift schreiben zu können, ist man manchmal mit einem normalen Laptop, einem Block Karopapier und einem Kugelschreiber immernoch besser bewaffnet ;)