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View Full Version : #1 Dai Shi - Das Spiel beginnt!



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Önee-sama
31.08.2014, 10:49
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Dieser Thread soll bitte nur Posts von am RPG teilnehmenden Charakteren enthalten. Alle anderen Posts fürs RPG bitte wie immer in den OOC.
Irrelevante Posts werden hier wie immer kommentarlos entfernt. Also erspart den Moderatoren und euch bitte auch hier unnötige Arbeit. :gratz

https://upload.worldofplayers.de/files11/DaiShiKarte.png

Önee-sama
31.08.2014, 13:10
http://upload.worldofplayers.de/files10/Trisha_Takanawa_ava.jpg

Trisha Takanawa war Reporterin des bedeutendsten Nachrichtensender Japans: Tokyo News! Und hatte den wohl gleichzeitig leichtesten, wie auch schwierigsten Job, den eine Reporterin auf der Welt haben konnte: Sie war die Vorort-Reporterin in Sapporo!
Dies bedeutete, sie war der Stadt Sapporo zugeteilt, mit dem einzigen Auftrag, auf Pressekonferenzen von Nonomoto Enterprises zu warten. An sich war es ein einfacher Job. Es konnten gut und gerne Wochen oder gar Monate vergehen, bis wieder einmal von der größten Firma der Welt eine Pressekonferenz einberufen wurde. Und die meisten davon wurden vorher angekündigt. So bestand ihre Aufgabe meist darin, zu warten, es sich gut gehen zu lassen und bei den Pressekonferenzen die richtigen Fragen zu stellen. Vor allem die richtigen Fragen waren immens wichtig. Nonomoto Enterprises vergab die besten Sitzplätze bei Pressekonferenzen natürlich auch nur an die besten Berichterstatter. Und zu diesen gehörte sie. Trisha Takanawa hatte es geschafft, immer wieder in wichtigen Konferenzen von Nonomoto Enterprises so zu berichten, dass Tokyo News zum wichtigsten Nachrichtensender Japans wurde, der immer die neuesten News zu Nonomoto Enterprises unter die Bevölkerung brachte.
Trisha Takanawa hatte dadurch ein gutes Leben, denn ihr Job wurde fürstlich entlohnt. Solange sie die eine und alles entscheidende Aufgabe weiterhin meisterte: Bei unangekündigten Pressekonferenzen direkt vor Ort zu sein und von einem der besten Plätze aus berichten zu können!
So war es auch heute: Nonomoto Enterprises hatte am Mittag spontan zu einer Konferenz vor seinem Firmensitz geladen. Sofort hatte sie sich mit ihrem Team auf den Weg gemacht, glücklich darüber, dass sie immer auf dem Sprung lebte und somit einen perfekten Platz ergattern konnte, von dem man einen tollen Ausblick auf die bereitgestellte Bühne hatte. Als sie sich umsah, erkannte sie weitere Reporterteams aus Japan und dem Rest der Welt.
Sapporo war jetzt keine Kleinstadt, aber auch keine riesige Metropole. Dennoch war hier die größte Konzentration an Reporterteams auf dem gesamtem Planeten. Jeder Nachrichtensender der Welt, der etwas auf sich hielt und zumindest dem heimischen Publikum sich als wichtigste Quelle für relevante Informationen rund um Nonomoto Enterprises präsentieren wollte, hatte ein Team vor Ort.
Trisha Takanawa und ihr Team trafen jetzt letzte Vorbereitungen. Als Alles soweit war, bekam sie letzte Zeichen vom Kameramann, dass jetzt gleich vom Studio zu ihr geschaltet werden würde. Sie nahm das Mikro, machte sich bereit und sah, wie der Assistent das Zeichen für den Beginn der Liveübertragung machte.
"Hallo und herzlich willkommen vor den Toren Sapporo's, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Wie sie sehen können, befinden wir uns hier live vor dem Firmensitz von Nonomoto Enterprises. Durch die Ankündigung heute Morgen, dass es eine Mitteilung geben werde, habe ich mich hier eingefunden, um ihnen live vor Ort einen Überblick zu geben."
Sie lächelte kurz in die Kamera, danach wurde diese geschwenkt, um die Szenerie im Ganzen zu zeigen, bis die Kamera wieder auf Trisha zu ruhen kam.
"Wie sie sehen konnten, hat sich hier einiges versammelt, um der Welt die neueste Mitteilung zu überbringen. Mit Spannung erwarten wir, dass jeden Moment jemand von Nonomoto Enterprises auf die Bühne tritt und uns aufklärt."
Sie wusste, dass in diesem Moment so gut wie jeder Sender auf der Welt sein Programm unterbrochen hatte, um entweder sein eigenes Team einzublenden oder einfach den Feed eines anderen Senders wieder zu geben.
Als ein Murmeln in der Menge entstand, wusste sie, dass der Zeitpunkt gekommen war. Schnell wurde die Kamera auf die Tribüne ausgerichtet und Trisha drehte sich um, damit sie live berichten konnte.
"Ein Mitarbeiter, wenn ich das richtig sehe, der 3. Offizielle für äußere Firmenangelegenheiten, tritt jetzt vor die aufgebauten Mikrofone."
Das Murmeln verebbte und die Spannung war zum Greifen nahe.

"Meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich bedanke mich im Namen von Nonomoto Enterprises dafür, dass sie so kurzfristig hier erscheinen konnten. Zuerst möchte ich sie informieren, dass dies lediglich eine Mitteilung darstellt und es anschließend keine Fragerunde geben wird."
Kurz schaute sich der Offizielle um, doch auch diesmal schien es wie immer diesbezüglich keine Einwände zu geben.
"Wir bei Nonomoto Enterprises sind stets bemüht, unseren Kunden und damit den Menschen auf der ganzen Welt das zu geben, wonach sie sich sehnen. Deswegen möchte ich mich auch so kurz wie möglich halten, um sie nicht unnötig auf die Folter zu spannen, da mir bewusst ist, dass sie die frohe Kunde so schnell wie möglich verbreiten möchten."
Ein kurzes Lachen ging durch die Menge, das der Offizielle geduldig abwartete.
"Weltweit wurde ja schon geraume Zeit spekuliert, wann der nächste Event anstehen würde. Sei es durch die User unseres Produktes 'Belendiel' gewesen oder in diversen Foren und Netzwerken oder in den Medien. Deshalb möchte ich ohne Umschweife verkünden, dass Nonomoto Enterprises den Spekulationen nun ein ende bereiten kann und den wartenden Menschen den Event geben möchte, nachdem sie verlangen! Sie wissen natürlich über welchen Event ich hier spreche: Dai Shi! Richtig, wir von Nonomoto Enterprises bestätigen nun offiziell, dass der nächste Dai Shi event starten wird. Als Eröffnungstermin für den Server haben wir den 13. Mai 2050 festgelegt, also in einer Woche. Die genaue Uhrzeit wird 13:13 Uhr sein, nach Greenwich Standardzeit."
Er hielt inne, wusste er doch, dass die Reporter schon auf dem Sprung standen.
"Das mag fürs erste genügen, war doch die Information über den Starttermin das Wichtigste! Wir von Nonomoto Enterprises werden natürlich im Laufe der Woche weitere Informationen preisgeben, ihnen möchten wir jetzt aber erst einmal die Zeit einräumen, unsere Botschaft zu verbreiten. Daher danke ich ihnen auch schon im Namen von Nonomoto Enterprises dafür, dass sie mir hier kurz ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben!"
Im Blitzlicht von endlosen Kameras verbeugte sich der Offizielle anschließend und verließ dann die Tribüne.

Trisha wurde wieder ins Blickfeld der Kamera geholt und sie verfiel sofort in geordnete Betriebsamkeit.
"Sie haben es gehört, meine lieben Zuschauer. In einer Woche ab heute startet ein neuer Dai Shi Event! Und sie haben es live hier vor Ort durch Tokyo News erfahren! Wir werden die nächsten Tage hier für sie vor Ort am Ball bleiben und ihnen berichten, sobald Nonomoto Enterprises weitere Informationen preis gibt!"
Trisha wusste, mehr gab es nicht zu sagen und sie sollte jetzt ins Studio zurückgeben, damit dort von den weiteren Auswirkungen durch diese Mitteilung berichtet werden konnte.
"Das war Tokyo News für sie vor Ort. Ich bin Trisha Takanawa und gebe hiermit zurück ins Studio!"
Damit war die Übertragung vorbei und während ihr Team zusammen packte, überlegte Trisha schon, wie sie am schnellsten von weiteren Bekanntgaben durch Nonomoto Enterprises erfahren konnte.

Der Nachrichtensprecher im Studio hatte jetzt einen fordernden Kampf zwischen dem Bericht zu dem neuen Dai Shi Event und den damit einkehrenden Nachrichten zu führen. Da er jedoch Profi war, wusste er damit umzugehen. Zumal hier und heute der Sprecher bei sowas Wichtigem zu sein, würde ihm eine Beförderung und eine dicke Gehaltserhöhung garantieren, solange er es nicht vermasselte!
"Danke dir Trisha. Ja, meine Damen und Herren, es ist wieder so weit! Dai Shi wird wieder seine Pforten öffnen und uns steht wieder der weltweit wichtigste Event ins Haus!"
Kurz verarbeitete er neue Meldungen.
"Wir erhalten schon erste Berichte, dass sich die Ankündigung auf die Welt auswirkt. An der Börse gehen soeben alle Kurse nach oben, da die Wirtschaft sich auf eine neue Kauflust in den nächsten Wochen einstellt! Buchmacher und Wettbüros haben soeben schon erste Quoten für Wetten rund um Dai Shi veröffentlicht. Zudem hat das Kaiserpaar ein Statement zur Lage der Nation und der Reaktion auf den Event angekündigt! Damit gibt es allerhand zu berichten und wir freuen uns darauf, es ihnen hier bei Tokyo News mitteilen zu können! Bleiben sie dran, denn nach einer kurzen Pause, geht es hier Schlag auf Schlag weiter!"
Schon wurde ein Commercial eingeblendet...

Önee-sama
31.08.2014, 20:21
Pressekonferenz (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt%21?p=23316812&viewfull=1#post23316812)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

"Baka!"
Mit einer Augenbewegung schaltete sie den Kanal, der die Nachrichten auf ihrer mobilen Neuraleinheit angezeigt hatte, aus. Dabei bemerkte sie, wie ein großer Oger links von ihr sich zu ihr umdrehte. Doch ließ sie diesem keine Zeit, auf sie zu reagieren.
"Was? WAS? Wenn die diese Meldung früher raus gegeben hätten... dann hätte ich mir das Lernen für die Schularbeiten sparen können! Also glaub ja nicht, dass du mich mit deiner Größe jetzt beeindrucken könntest! In meiner Wut möchte ich am Liebsten auf etwas drauf hauen! Willst du das sein? Hä? HÄ??"
Dabei streckte sie ihm bedrohlich eine Faust entgegen. Das schien den Oger so weit beeindruckt zu haben, dass er rücklings ein paar Schritte machte, sich dann umdrehte und schnell das Weite vor diesem kleinen Energiebündel zu suchen schien. In Wirklichkeit war besagter Oger jedoch ein ca. 1,90 Meter großer Mann gewesen, der sich jedoch von der sofortigen verbalen Attacke durch Makoto so sehr hatte beeindrucken lassen, dass ihm ein Rückzug die sicherste Option schien. Makoto hatte ihn nur als Oger angezeigt bekommen, da sie ihre Umgebung mit Hilfe ihrer mobilen Neuraleinheit in ein Skin von einem ihrer vielen Anime getaucht hatte. Einem Anime mit einem Fantasy Setting. Mit einem weiteren Augenschlag schaltete sie den Skin wieder ab. Sofort war die Umgebung wieder in seine natürliche Umwelt gelegt. Danach seufzte sie hörbar.
Ist doch wahr! Bei Dai Shi wird es eh eine Unterbrechung der Schule geben! Wozu habe ich die letzten 2 Wochen denn gebüffelt? Wenn Dai Shi wieder mal einige Monate gehen sollte...
Sie dachte ein wenig über die vergangenen Tage nach und wie viel sinnvoller sie die Zeit hätte nutzen können.
Argh! Ich hätte so vieles tun können! Unter anderem mehr Zeit mit Nana zu verbringen! Wir hätten zusammen Baden können, zusammen irgendwelche tollen Orte besuchen, zusammen Essen gehen können... wir hätten einfach so viele Dinge zusammen unternehmen können... Hach Nana...
Bei dem Gedanken an ihre kleine Schwester war der Ärger wie verflogen und sie stand etwas träumerisch so da. Dabei kam ihr auch in den Sinn, warum sie noch unterwegs war: Nach der Schule hatte sie sich nicht sofort auf den Weg nach Hause gemacht. Vielmehr war sie in die Stadt geschlendert und hatte jetzt eine kleine Tüte unter ihrem Arm. Darin befanden sich zwei Otaku Outfits, die sie in einem der Läden ihres Vertrauens hatte reservieren lassen. Dass die Tüte nur so klein war, ergab sich einfach daraus, dass es sich um zwei Bikinis handelte! Bikinis zwei ihrer liebsten Anime Mädchen! Einen für sich und einen in der passenden Größe für Nana - denn wenn einer die passende Größe für Nana wusste, dann war das Makoto!
Hehe... Oh, Nana wird Augen machen! Beim nächsten Badeurlaub oder Besuch eines Aquparks haben wir die perfekte Kombination! Ich kann es kaum erwarten, heim zu kommen und zusammen mit meiner kleinen Schwester die neuesten Errungenschaften anzuprobieren!
Jetzt war sie wieder in ihre eigene Welt abgedriftet, wie so oft, wenn sie an Nana dachte.
Oh ja! Erst probieren wir Alles an, dann machen wir uns was zu Essen und anschließend nehmen wir ein heißes Bad! Ja ja...
Dabei umarmte sie ihre Tüte so sehr, dass vorbei kommenden Passanten sie für nicht so ganz klar im Kopf halten mussten. Nach einer kurzen Weile, in der sie mindestens hundert Szenarien mit durchgegangen war, was sie so alles mit Nana zusammen anstellen könnte, fing sich Makoto wieder.
Hm... eigentlich wollte ich noch woanders vorbei schauen... aber jetzt wird nach und nach die Hölle los sein, weil alle über Dai Shi reden werden...
Als sie sich umsah, bemerkte sie, wie die ganzen Passanten entweder hektisch durch die Gegend eilten, Telefonate mit Kommonikationsarmbändern führten oder den Nachrichten auf einer der zahlreichen Holowänden lauschten. Ihr war klar, dass in diesem heillosen Chaos nicht an ruhiges Einkaufen zu denken war. Schon gar nicht, wenn man nach Otaku Artikeln suchte! Deshalb rief sie mit ihrer mobilen Neuraleinheit die Nummer eines Taxi Service auf - schließlich waren öffentliche Verkehrsmittel ein Hort an unwürdigen Gesellen! Schnell war die Nummer angeklickt und sofort baute sich eine Verbindung auf. Dabei projezierte sich das holographische Abbild des Oberkörpers einer Rezeptionistin vor die Augen von Makoto.
"Guten Tag und willkommen bei Tokyo City Taxi. Wie kann ich ihnen helfen?"
"Ja, ich benötige ein Taxi von der Einkaufsmeile zurück zu mir nach Hause. Wie schnell könnt ihr hier sein?"
"Das ist erstmal überhaupt kein Problem. Jedoch muss ich ihnen mitteilen, dass aufgrund der hektischen Betriebsamkeit es wohl bis zu 45 Minuten dauern kann, ehe ein Taxi zu ihnen kommt..."
Makoto konnte den Worten kaum glauben schenken, bedeutete es doch, dass sie eine geschlagene Dreiviertel Stunde warten müsse! Dann nahm ihre Wut wieder Besitz von ihr: Sie schob die mobile Neuraleinheit mit einem Finger näher an ihre Augen - wenn ihre Gegenüber das holographische Abbild von Makoto's Augen nicht auf automatische Anpassung hatte, würden ihre bösartigen Blicke jetzt erstmal um ein vielfaches, nun, 'größer' projeziert werden!
"Hören sie, Miss! Sie wollen mir also wirklich erzählen, dass ich hier möglicherweise eine knappe Stunde warten soll!?"
Sie beugte sich nach vorne, als wolle sie von oben auf das Abbild der Rezeptionistin herabblicken.
"Das können sie einem einfachen Bauern vom Land erzählen!"
Wild fuchtelte sie dabei mit ihren Armen umher, obwohl die Dame das ja gar nicht sehen konnte.
"Wenn sie mir nicht SOFORT ein Taxi in den nächsten 5... oder zumindest 10 Minuten schicken... dann werde ich PERSÖNLICH bei ihnen in der Zentrale erscheinen und DANN..."
Makoto bemerkte, dass die Dame auf dem Bild sichtlich zusammenzuckte und dann eiligst begann, etwas in einen Computer einzugeben.
"J-ja, n-natürlich, sofort! Wir haben ein Taxi, dass sie in 10... n-nein, h-halt... 5 Minuten auflesen wird! Bitte gedulden sie sich so lange und nehmen sie m-meine Ent-"
Makoto ließ sie nicht ausreden und legte auf. Dann bemerkte sie, wie einige der Passanten sie schockiert ansahen, was ihre Wut nochmals steigerte.
"Was? Würdet ihr etwa eine Dreiviertel Stunde auf ein Taxi warten!? Bakas!!!"
Dabei fletschte sie ihre Zähne und drohte wieder mit einer Faust, was die Passanten ob dieses Energiebündels eilig davon preschen ließ. Alleine jetzt auf dem Bürgersteig, wartete Makoto auf das Taxi und machte sich wieder ein paar schöne Gedanken um Nana...
Nach ein paar Überlegungen kam sie aber auch auf den Gedanken, dass Nana ja jetzt auch dem Dai Shi eine große Aufmerksamkeit widmen würde, denn immerhin war ihre kleine Schwester eine der besten Spielerinnen bei Belendiel.
Sie wird bestimmt oft bei Dai Shi zugucken! Da werde ich Mühe haben, sie für mich einzuspannen...
Noch einmal fluchte Makoto ob der viel zu kurzen Ankündigungszeit, dann wusste sie, wie sie die nächsten Tage ihre Schwester für sich einspannen konnte.
Ich muss wohl wieder vermehrt mit ihr Belendiel spielen. Zum Glück bin ich auch eine gute Spielerin! Das sagt mir Nana zumindest immer und zusammen sind wir auch recht erfolgreich! Und wenn sie vom Spielen ermüdet ist, nun, dann kümmere ich mich um sie! Hehe...
Und wenn sie Dai Shi schaut... Nun, das können wir auch zusammen machen... von der Badewanne aus... aus dem Bett heraus... Oh ja, die nächsten Tage werden mir und Nana gehören! Vor allem, weil wir keine Schule haben werden!!!
Als nächstes bemerkte sie ein Fahrzeug, dass am Straßenrand auf ihrer Höhe anhielt. Es war das versprochene Taxi und war doch tatsächlich innerhalb von 5 Minuten eingetroffen. Das Fahrzeug schien brandneu zu sein und der Fahrer beeilte sich hektisch auszusteigen, seinen Wagen zu umrunden, um Makoto die Tür aufzuhalten und verbeugte sich dabei auch leicht. Das ließ Makoto endgültig ihren Ärger verfliegen, war der Fahrer wohl extra auf äußerst freundliches Verhalten getrimmt worden. Wortlos stieg sie ein, schickte dem Fahrer mit ihrer Neuraleinheit die Adresse ihres Zuhauses und freute sich schon darauf, Nana die neuesten Einkäufe zu zeigen...

BlackShial
01.09.2014, 22:25
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.pngEs war ruhig. Viel zu ruhig, wenn man bedachte das dies eigentlich die übliche Uhrzeit für Paare war, aneinanderklebend durch den Stadtpark zu schlurfen und dabei wild zu kichern, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt waren mit ihrer Zunge die Zähne des Partners zu zählen – widerwärtig.
Viel zu ruhig, musste sich die Oberschülerin eingestehen.
Nicht, dass es sie gestört hätte endlich einmal ungestört durch den Park laufen zu können, ohne dabei jedes Mal ihren Brechreiz unterdrücken zu müssen. Sie hatte es eben nur nicht erwartet. Ganz und gar nicht.
Vielleicht hätte sie sich gefragt, warum es wohl so menschenleer war, wenn es sie denn überhaupt interessiert hätte. Stattdessen nahm sie es hin, freute sich zumindest innerlich darüber und machte ihre Runde, so wie sie diese jeden Tag machte – wenn auch sonst nie um diese Uhrzeit. Vielleicht sollte sie es aber mal in Betracht ziehen, wenn man denn hoffen konnte, dass es sich öfters so verhielt.
„Kawa!“
Hazel zuckte unweigerlich zusammen – wenn auch nur leicht - als sie die ihr bekannte, aber dennoch unerwartete Stimme durch ihre Headset-Ohrstecker wahrnahm. Doch nicht um die Zeit. Nicht, wenn sie in Ruhe Laufen wollte …
„Hm? …“
Die junge Frau kam zum Stehen und griff mit heruntergezogenen Mundwinkeln in die kleine Tasche ihrer grauen Jacke. Hätte sich ihr Vater keine andere Zeit aussuchen können, um sein Gewissen zu beruhigen, indem er sie zum Essen einlud? War doch sowieso unnötig, wenn es nach ihr ging. Sie war mit dieser Situation doch mehr als zufrieden.
„Kawaaa~“
Mit offenstehendem Mund, augenrollend und einer Hand auf der Stirn liegend, hielt sie ihr Holophone vor sich und entsperrte es mit einer schnellen Daumenbewegung. Ein Zwinkern, ein Seufzer und das Bild hatte sich hell leuchtend vor ihr aufgebaut, als wären all diese Formen und Farben aus dem kleinen Gerät erwachsen. Der Verursacher des Lärms ließ sich erst einen Moment später blicken, kam jedoch mit schnellen Bewegungen von unten herauf geschwommen und wirbelte irgendetwas in seinen kleinen Pfoten umher.
Der kleine holographische Otter, mit dem rosafarbenen Schal und den großen, runden Augen - die auf Hazel lagen, als wollte er ihr irgendetwas Weltbewegendes mitteilen - war wie immer aufgekratzter als ein kleines Kind zu Heiligabend. Wer auch immer diese VI programmiert hatte, schien ein ernsthaftes Problem gehabt zu haben, oder hat es noch immer - in Anbetracht der Tatsache, dass in regelmäßigen Abständen Updates dafür erschienen. Nichts desto trotz war er dennoch ganz nützlich ... und auf irgendeine groteske Art und Weise sogar süß.
„Das hier könnte dich interessieren! Schau. Schau!“
Oh? Doch kein Anruf von ihrem Vater?
„Ach?“
Wann hatte sie sich in einem so tiefen Delirium befunden, dass sie Infos zu Belendiel als wichtig markiert hatte? Klar, es war ein nettes Spiel, an dem sie sogar so etwas wie Freude hatte ... aber das war doch kein Grund, um sich deswegen von unnützen Infos über neue kaufbare Gegenstände bombardieren zu lassen. Sie brauchte zumindest keinen Zweihänder, der die Form eines buschigen Eichhörnchenschwanzes hatte.
„Eine Pressekonferenz!“
Na ob Plüschwaffen wirklich wichtig genug waren, um gleich eine Pressekonferenz zu halten? Unwahrscheinlich. Hoffentlich.
Mit einem tiefen Seufzer blickte sich die Oberschülerin um, fixierte die nächstgelegene Bank mit ihren gelbgrünen Augen und entschied, dass sie es sich ja mal anschauen könnte. Die fast schon ans Obszöne grenzende, hohe Zuschauerzahl unter der Übertragung, ließ darauf hoffen, dass es sich wirklich um etwas Wichtiges zu handeln schien.
„Fein ...“
Die kleine Otter-VI hatte gewonnen und Hazel ließ sich mit einem dumpfen Geräusch auf die zuvor ausgewählte Bank fallen. Schwungvoll platzierte sie ihre Linke auf der Rückenstütze und gab dieser ominösen Pressekonferenz eine Chance ...

„Sensationell ... Es gibt auch wirklich nichts Besseres, als den ganzen Tag irgendwelchen Blindgängern zuzuschauen, wie sie versuchen die sabbernden Zuschauer mit ihren Amateurskills zu beeindrucken.“
Unsicher, ob das ein ohnehin unnötiger Versuch war, der VI klar zu machen, dass sie kein Interesse an solchen Neuigkeiten hatte, oder sich selbst einfach nur laut bestätigen wollte, schlug die Fahlbraunhaarige ihre Beine übereinander.
„Nicht gut, kawa?“
Mit hochgezogener Augenbraue beobachtete Hazel den Otter, wie er seinen rosafarbenen Schal leicht über die dicke Knubbelnase zog und sich dahinter versteckte. Verflucht sei dieser Programmierer ...
Sie drehte sich herum, wandte den Blick ab und wippte mit dem oben aufliegenden Bein.
„Ich wüsste so viele Dinge, die interessanter wären, dass ich bis zu diesem Eventsart noch nicht mit Aufzählen fertig wär. Fußnägel schneiden zum Beispiel.“
Während sie die VI aus den Augenwinkel heraus beobachtete, wie sie eine ihrer Hinterpfoten hoch hielt und die Krallen begutachtete, machte sich die junge Frau daran aufzustehen und die Zeit im Park zu genießen, solange er noch nicht von hormonüberschüssigen Pärchen oder entenfütternden Rentnern überflutet war.
„Ich beende meine Runde. Keine Pressekonferenzen bis dahin, okay?“
„Oh-okay!“
Doch gerade in dem Moment, als Hazel ihr Holophone wieder sperren und wegstecken wollte, machte der Otter erneut auf sich aufmerksam.
„Auch keine Mail?“
„Auch keine Mail. So wichtig wird sie schon nicht sein ...“

DragonGodSlayer
02.09.2014, 01:00
http://upload.worldofplayers.de/files9/dragongodslayer_1_ava_2.jpg

Christian schaute gerade noch neugierig Nachrichten um sich über die aktuellen Geschehnisse in Politik und Wirtschaft zu informieren, bevor er zu Uni muss, als die Pressekonferenz mit Nonomoto Enterprises übertragen wurde.
"OK, dass sind mal interessante Neuigkeiten.
Wo bei dies auch heißt, dass mein Studium länger dauert als geplant, bis es fertig ist. Außerdem wird das eine langweilige Zeit sein, solange das Dai Shi statt findet. Na ja, ich muss so langsam los zur Uni.
Na Rex, was hältst du von diesen Neuigkeiten."
Noch während er mit seiner Eidechse Rex sprach begann er die neben ihm auf der Couch sitzende Eidechse zu Streicheln. Er stand langsam auf und gab Rex seine tägliche Portion Fliegen und Heuschrecken. Diese waren allerdings schon tot, da Christian keine Lust hat, dass lauter Käfer in seiner Wohnung rumlaufen oder fliegen, nur weil Rex diese nicht erwischt hatte.
"Hier Rex, hast du wie immer deine Tagesration zu essen. Ich muss jetzt los zur Uni."
Danach machte er sich leicht müde wie jeden Tag mit dem Fahrrad auf den Weg zur Universität und hörte während dessen wie immer Animemusik über seine mobile Neuraleinheit, welche er auch leise vor sich hin sang. Dies kann er selbst bei den Japanischen Texten, da sein Vater Japaner ist und seine Mutter Deutsche ist, wuchs er zweisprachig auf. Unterwegs traf er stehts dieselben Leute, die er jeden Tag sah. Da alle Leute ihren geregelten Tagesablauf haben.
"Immer dieselben Leute zur selben Zeit, sowas gefällt mir, aber das wird sich durch das Dai Shi bald ändern was mir eigentlich gar nicht gefällt. Ich mag dieses geregelte Leben hier in Deutschland."
Als er in der Universität ankam und die Musik von seiner Neuraleinheit abgeschalte hatte hörte er egal wo er hin ging alle nur über ein Thema reden. Alle redeten nur über die Pressekonferenz und das damit angekündigte Dai Shi. Die häufigsten Gesprächsthemen waren, wie lange es wohl diesmal gehen wird, ob jemand Wetten abschließen würde oder nicht und dass die Vorlesungen ausfallen werden, wobei bei letzterem die Meinungen auseinander gehen. Die einen freuten sich und die anderen beschwerten sich, weil dadurch ihr Abschluss unnötig hinausgezögert werden wird, letzteres waren auch Chris seine Gedanken.
Auf den Weg zum Vorlesungssaal bekam Chris von hinten eine Kopfnuss verpasst. Er drehte sich daraufhin wütend um und sagte gleichzeitig:
"Hey du Vollpfosten was..."
Chris hörte mitten im Satz auf zu reden, als er erkannte wer im die Kopfnuss verpasst hatte, es war einer seiner sehr wenigen Freunde Pal.
"Na ja, mit Vollpfosten lag ich ja richtig."
Chris lachte kurz auf.
"Nicht wahr Pal, aber was sollte die Kopfnuss?"
"Chris du weist ganz genau, warum du diese Kopfnuss bekommen hast."
"Nein,weiß ich wirklich nicht, was soll ich dir angetan haben?"
"Es ist nicht das, was du mir angetan hast, sondern viel mehr das was du mir nicht angetan hast. Warum hast du mir nichts davon erzählt, dass nächste Woche das Dai Shi beginnt?
Da dein Vater einer der Vorstandsmitglieder von Nonomoto Enterprises ist müsstest du es schon lange wissen und hättest du es mir gesagt,hätte ich nicht so viel Zeit mit lernen verbringen müssen."
"Ach so das?"
"Was heißt hier „Ach so das?“ Das soll heißen, dass du dich wegen so einer unwichtigen Kleinigkeit so aufregst. Was heißt hier un wichtige Kleinigkeit? Also warum hast du nichts gesagt?"
"Unwichtige Kleinigkeit weil wir in dieser Zeit nichts machen können, da fast alles still liegt während des Dai Shi.
Und was das andere angeht, dass liegt daran, dass du die Dinge eh hättest lernen müssen und es nur aufgeschoben hättest und was noch wichtiger ist ich es auch erst vorhin in den Nachrichten erfahren habe und auch wenn es nicht so gewesen wäre hätte ich meinem Vater schwören müssen es niemandem zu verraten."
Chris lief nun weiter Richtung Vorlesungssaal und lies Pal einfach stehen, da er keine Lust mehr auf diese unnötige Diskussion hatte, da diese für ihn einfach keinen Sinn mehr hatte und sie ihn aus diesem Grund gelangweilt hatte. Aus diesem Grund machte er sich Gedanken wie er seine in Zukunft vermehrte Freizeit verbringen solle und vergaß alles um sich herum.
Pal blieb erst verdutzt stehen ob wohl er es von Chris nicht anders gewöhnt war, überraste es ihn jedes mal wieder aufs neue wie schnell er bei manchen Themen einfach so das Interesse verlor, sich etwas ganz anderes widmete und dabei alles andere vergaß.
Pal glaubte, dass dies auch einer der Gründe ist warum Chris so wenige Freunde hatte. Da dieses Verhalten auf viele abweisend und unhöflich wirkte und vor allem die Frauen dieses Verhalten überhaupt nicht mögen. Aber Pal ist dies völlig egal, da er den wahren Charakter von Chris kannte.

Annalena
02.09.2014, 19:24
http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png
Akari lief langsam durch die Straßen von Tokio. Sie hatte ihre Hände in ihren Hosentaschen und ignorierte völlig die Blicke, die ihr zugeworfen worden. Es war nichts Neues, das sie mit Argwohn betrachtet wurde. Ihre helle Haarfarbe, ihre ungewöhnlichen Augen und das Tuch, mit dem sie immer ihre untere Gesichtshälfte bedeckte, ließen die Menschen um sie herum einen weiten Bogen machen. Doch das war ihr nur recht. Sie hasste die Nähe der Menschen und fühlte sich am wohlsten, wenn sie allein gelassen wurde.

Sie betrat das große Haus in dem sie eine Wohnung gemietet hatte. Bevor sie jedoch die Treppe nach oben steigen konnte stellte sich Ihr Vermieter ihr in den Weg. „Ent… entschuldigt“, fing er an zu stottern, „ihr… ihr schuldet mir noch die letzte Monatsmiete.“ Akari seufzte leise. „Muss ich wohl vergessen haben.“ Sie zog ihre rechte Hand aus der Hosentasche und hielt ihre Pistole darin. Ihr Vermieter hob abwehrend die Hände und trat zwei Schritte zurück. Die junge Frau ignorierte ihn und legte die Pistole auf ein kleines Tischchen, das im Hausflur stand. Danach aktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Nun zog sie auch die linke Hand aus der Hosentasche und hielt ihr Messer darin. Ruhig legte sie es neben die Pistole.

Ihr Vermieter war noch zwei Schritte zurückgegangen und stand mit dem Rücken zur Wand des Flures. Sie ignorierte ihn weiterhin und sprach kurze Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit. Nachdem sie fertig war deaktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Sie nahm ihre Pistole und ihr Messer in jeweils eine Hand und steckte es wieder ruhig in ihre Hosentaschen. Danach blickte sie auf und sah ihre Vermieter an. „Erledigt.“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren begab sie sich in ihrer Wohnung.

Ihre Stiefel zog sie schon im Flur aus und ließ sie einfach fallen. Danach folgte das Tuch von ihrem Gesicht. Auch dieses ließ sie fallen. Ihm folgte der Rest ihrer Kleidungsstücke die eine Spur ins Bad legte. Sie duschte, trocknete sich ab und schlüpfte in ein weites Männerhemd. Danach ging sie in die Küche und machte sich etwas Instant-Ramen. Sie aß während sie ihren Rechner hochfuhr. Danach nahm sie sich eine Cola und setzte sich vor ihren Rechner. Sie lächelte den Bildschirm an. Nur noch eine Firewall und sie hatte die Server von Belendiel gehackt. Das würde ihre Meisterleistung werden, denn keiner hatte das bisher geschafft.

Sie aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit und gab einige Befehle. Ihre Finger flogen nur so über die Tastatur während sie weiterhin Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit sprach. Ellenlange Zahlenreihen flogen über den Bildschirm und Akaris Lächeln wurde breiter. Der Bildschirm wurde schwarz und sie hielt den Atem an. Nur wenige Sekunden später ploppten jede Menge Fenster auf. Akari hatte es geschafft. Sie hatte tatsächlich die Server von Belendiel gehackt. Bevor sie sich jedoch freuen konnte verschwanden die Fenster wieder und andere Zahlenreihen tauchten auf. Akari fluchte. Sie suchten sie. So schnell sie konnte versuchte sie alle Verbindungen zu trennen. Sekunden später war der Bildschirm schwarz und auch ihre Mobile Neuraleinheit war deaktiviert.

Bevor sie jedoch erleichtert aufatmen konnte, meldete sich ein Gespräch an. Akari wusste, dass sie kein Gespräch erwartete. Sie schloss die Augen und aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit wieder. Sie stellte es jedoch so ein, dass es nur eine Ton- und keine Bildübertragung gab. „Mein Schwarzer Engel“, sagte eine kühle Stimme, „ich habe mich schon gewundert wann du es endlich schaffst die Server von Belendiel zu hacken. Lass mich der Erste sein, der dir gratuliert.“ Akari versuchte ihre Aufregung zu unterdrücken. „Wer sind Sie?“

„Wie unhöflich von mir mich nicht vorzustellen. Mein Name ist Yuudai Fushida. Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.“

Akari fluchte einen Sturm in Ihrem Kopf. Warum musste sie ausgerechnet an ihn geraten? „Was wollen Sie?“ Sie hoffte ihre Stimme war ruhig und ließ ihre Anspannung nicht erkennen. Sie hörte Yuudai leise seufzen. „Warum so kurz angebunden meine Schöne? Ich dachte wir könnten uns nett unterhalten. So von Hacker zu Hacker. Hatte ich das vergessen zu erwähnen? Manche kennen mich auch unter dem Namen Weißer Wolf.“ Jetzt fluchte Akari laut. Jeder gute Hacker kannte den Weißen Wolf. Er war der beste Hacker der Welt und Vorbild für die meisten von ihnen. Auch sie wollte ihn eines Tages übertreffen. Ausgerechnet er war der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.

Yuudai schien über ihren Ausbruch amüsiert zu sein. „Hast du wirklich geglaubt, dass deine Hack-Versuche unentdeckt bleiben? Ich muss aber zugeben, dass du sehr gut bist. Ich musste die Sache selbst übernehmen, da meine Angestellten nicht damit klar kamen. Doch das habe ich gerne gemacht. Welcher Mann würde nicht dem Schwarzen Engel so nahe kommen.“ Sie überlegte kurz ob es tatsächlich der Weiße Wolf sein konnte oder ob er sie hinters Licht führen wollte. Akari entschied, dass er es tatsächlich ist. Keiner würde so kühn sein und behaupten der Weiße Wolf zu sein, wenn er es nicht ist.

Da sie nicht antwortete redete der Mann weiter. „Warum stellst du nicht die Bildübertragung ein? Ich würde es angenehmer empfinden von Angesicht zu Angesicht zu reden.“ „Nein.“ Sie hörte ihn wieder ein leise Seufzen. Dann gab es ein kurzes knacken und ihre Mobile Neuraleinheit schaltete auf holographische Übertragung. „Viel besser“, sagte Yuudai, „du bist noch genauso schön wie ich dich in Erinnerung habe.“ Verwirrt blickte Akari das Holograph von Yuudai an. Er kam ihr bekannt vor, doch sie konnte sich nicht an ihn erinnern. Wo hatte sie ihn schon gesehen? Yuudai legte dramatisch seine Hand auf sein Herz. „Wie kannst du mich vergessen meine Schöne? Hat dir unsere gemeinsame Nacht wirklich nichts bedeutet?“ Akari wurde bleich. War er einer ihrer Liebhaber?

Als ob er ahnte was sie dachte sagte der Mann, „die schwarze Spinne auf deinen Rücken ist wirklich ein Meisterwerk. Doch ich hätte eher einen schwarzen Engel gewählt um die Narben zu überdecken.“ Die junge Frau erstarrte. Sie war tatsächlich mit ihm im Bett gewesen. Nur einer der Männer, mit denen sich Sex hatte, konnte von Ihrem Tattoo wissen. „Auch wenn wir eine Nacht zusammen verbracht haben gibt es Ihnen nicht das Recht so vertraulich mit mir zu sprechen.“ Yuudai lächelte nur. „Dann könnten wir doch diese Nacht wiederholen. Das würde uns doch sehr vertraut machen.“ „Niemals.“ Der junge Mann seufzte laut. „Bedauerlich wirklich sehr bedauerlich. Doch wenn du es dir anders überlegst, werde ich es wissen und dich finden.“

Irritiert blickte sie ihn an und ignorierte was er zuletzt gesagt hatte. „Was wollen sie? Haben Sie die Polizei gerufen? Warum geben Sie sich mit mir ab?“

„Dai Shi startet in ein paar Tagen.“ Akari verzog ihren Mund zu einer Grimasse. „Nein.“

Annalena
03.09.2014, 19:07
http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.pngAkari lief langsam durch die Straßen von Tokio. Sie hatte ihre Hände in ihren Hosentaschen und ignorierte völlig die Blicke, die ihr zugeworfen worden. Es war nichts Neues, das sie mit Argwohn betrachtet wurde. Ihre helle Haarfarbe, ihre ungewöhnlichen Augen und das Tuch, mit dem sie immer ihre untere Gesichtshälfte bedeckte, ließen die Menschen um sie herum einen weiten Bogen machen. Doch das war ihr nur recht. Sie hasste die Nähe der Menschen und fühlte sich am wohlsten, wenn sie allein gelassen wurde.

Sie betrat das große Haus in dem sie eine Wohnung gemietet hatte. Bevor sie jedoch die Treppe nach oben steigen konnte stellte sich Ihr Vermieter ihr in den Weg. „Ent… entschuldigt“, fing er an zu stottern, „ihr… ihr schuldet mir noch die letzte Monatsmiete.“ Akari seufzte leise. „Muss ich wohl vergessen haben.“ Sie zog ihre rechte Hand aus der Hosentasche und hielt ihre Pistole darin. Ihr Vermieter hob abwehrend die Hände und trat zwei Schritte zurück. Die junge Frau ignorierte ihn und legte die Pistole auf ein kleines Tischchen, das im Hausflur stand. Danach aktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Nun zog sie auch die linke Hand aus der Hosentasche und hielt ihr Messer darin. Ruhig legte sie es neben die Pistole.

Ihr Vermieter war noch zwei Schritte zurückgegangen und stand mit dem Rücken zur Wand des Flures. Sie ignorierte ihn weiterhin und sprach kurze Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit. Nachdem sie fertig war deaktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Sie nahm ihre Pistole und ihr Messer in jeweils eine Hand und steckte es wieder ruhig in ihre Hosentaschen. Danach blickte sie auf und sah ihre Vermieter an. „Erledigt.“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren begab sie sich in ihrer Wohnung.

Ihre Stiefel zog sie schon im Flur aus und ließ sie einfach fallen. Danach folgte das Tuch von ihrem Gesicht. Auch dieses ließ sie fallen. Ihm folgte der Rest ihrer Kleidungsstücke die eine Spur ins Bad legte. Sie duschte, trocknete sich ab und schlüpfte in ein weites Männerhemd. Danach ging sie in die Küche und machte sich etwas Instant-Ramen. Sie aß während sie ihren Rechner hochfuhr. Danach nahm sie sich eine Cola und setzte sich vor ihren Rechner. Sie lächelte den Bildschirm an. Nur noch eine Firewall und sie hatte die Server von Belendiel gehackt. Das würde ihre Meisterleistung werden, denn keiner hatte das bisher geschafft.

Sie aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit und gab einige Befehle. Ihre Finger flogen nur so über die Tastatur während sie weiterhin Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit sprach. Ellenlange Zahlenreihen flogen über den Bildschirm und Akaris Lächeln wurde breiter. Der Bildschirm wurde schwarz und sie hielt den Atem an. Nur wenige Sekunden später ploppten jede Menge Fenster auf. Akari hatte es geschafft. Sie hatte tatsächlich die Server von Belendiel gehackt. Bevor sie sich jedoch freuen konnte verschwanden die Fenster wieder und andere Zahlenreihen tauchten auf. Akari fluchte. Sie suchten sie. So schnell sie konnte versuchte sie alle Verbindungen zu trennen. Sekunden später war der Bildschirm schwarz und auch ihre Mobile Neuraleinheit war deaktiviert.

Bevor sie jedoch erleichtert aufatmen konnte, meldete sich ein Gespräch an. Akari wusste, dass sie kein Gespräch erwartete. Sie schloss die Augen und aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit wieder. Sie stellte es jedoch so ein, dass es nur eine Ton- und keine Bildübertragung gab. „Mein Schwarzer Engel“, sagte eine kühle Stimme, „ich habe mich schon gewundert wann du es endlich schaffst die Server von Belendiel zu hacken. Lass mich der Erste sein, der dir gratuliert.“ Akari versuchte ihre Aufregung zu unterdrücken. „Wer sind Sie?“

„Wie unhöflich von mir mich nicht vorzustellen. Mein Name ist Yuudai Fushida. Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.“

Akari fluchte einen Sturm in Ihrem Kopf. Warum musste sie ausgerechnet an ihn geraten? „Was wollen Sie?“ Sie hoffte ihre Stimme war ruhig und ließ ihre Anspannung nicht erkennen. Sie hörte Yuudai leise seufzen. „Warum so kurz angebunden meine Schöne? Ich dachte wir könnten uns nett unterhalten. So von Hacker zu Hacker. Hatte ich das vergessen zu erwähnen? Manche kennen mich auch unter dem Namen Weißer Wolf.“ Jetzt fluchte Akari laut. Jeder gute Hacker kannte den Weißen Wolf. Er war der beste Hacker der Welt und Vorbild für die meisten von ihnen. Auch sie wollte ihn eines Tages übertreffen. Ausgerechnet er war der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.

Yuudai schien über ihren Ausbruch amüsiert zu sein. „Hast du wirklich geglaubt, dass deine Hack-Versuche unentdeckt bleiben? Ich muss aber zugeben, dass du sehr gut bist. Ich musste die Sache selbst übernehmen, da meine Angestellten nicht damit klar kamen. Doch das habe ich gerne gemacht. Welcher Mann würde nicht dem Schwarzen Engel so nahe kommen.“ Sie überlegte kurz ob es tatsächlich der Weiße Wolf sein konnte oder ob er sie hinters Licht führen wollte. Akari entschied, dass er es tatsächlich ist. Keiner würde so kühn sein und behaupten der Weiße Wolf zu sein, wenn er es nicht ist.

Da sie nicht antwortete redete der Mann weiter. „Warum stellst du nicht die Bildübertragung ein? Ich würde es angenehmer empfinden von Angesicht zu Angesicht zu reden.“ „Nein.“ Sie hörte ihn wieder ein leise Seufzen. Dann gab es ein kurzes knacken und ihre Mobile Neuraleinheit schaltete auf holographische Übertragung. „Viel besser“, sagte Yuudai, „du bist noch genauso schön wie ich dich in Erinnerung habe.“ Verwirrt blickte Akari das Holograph von Yuudai an. Er kam ihr bekannt vor, doch sie konnte sich nicht an ihn erinnern. Wo hatte sie ihn schon gesehen? Yuudai legte dramatisch seine Hand auf sein Herz. „Wie kannst du mich vergessen meine Schöne? Hat dir unsere gemeinsame Nacht wirklich nichts bedeutet?“ Akari wurde bleich. War er einer ihrer Liebhaber?

Als ob er ahnte was sie dachte sagte der Mann, „die schwarze Spinne auf deinen Rücken ist wirklich ein Meisterwerk. Doch ich hätte eher einen schwarzen Engel gewählt um die Narben zu überdecken.“ Die junge Frau erstarrte. Sie war tatsächlich mit ihm im Bett gewesen. Nur einer der Männer, mit denen sich Sex hatte, konnte von Ihrem Tattoo wissen. „Auch wenn wir eine Nacht zusammen verbracht haben gibt es Ihnen nicht das Recht so vertraulich mit mir zu sprechen.“ Yuudai lächelte nur. „Dann könnten wir doch diese Nacht wiederholen. Das würde uns doch sehr vertraut machen.“ „Niemals.“ Der junge Mann seufzte laut. „Bedauerlich wirklich sehr bedauerlich. Doch wenn du es dir anders überlegst, werde ich es wissen und dich finden.“

Irritiert blickte sie ihn an und ignorierte was er zuletzt gesagt hatte. „Was wollen sie? Haben Sie die Polizei gerufen? Warum geben Sie sich mit mir ab?“


„Dai Shi startet in ein paar Tagen.“ Akari verzog ihren Mund zu einer Grimasse. „Nein.“

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Yuudai beobachtete amüsiert wie Akari ihr Gesicht verzog. Es hätte ihn enttäuscht wenn sie gleich zugesagt hätte. Doch er wäre nicht er wenn er nicht eine oder eine ganze Hand voll Trumpfkarten hätte. Mit ein paar Befehlen in seine mobile Neuraleinheit fuhr Akiras Rechner wieder hoch. „Wir besprechen alles weitere heute Abend bei einem netten Abendessen in meiner Villa. Ich sende dir meine Adresse zu.“ Ein paar Tastendrucke auf seinem Rechner später und die Daten waren gesandt.

Die junge Frau war ganz und gar nicht begeistert wie er mit ihr umsprang. Besonders angepisst war sie wie einfach er ihren Rechner bedienen konnte. Wütend ballte sie ihre Fäuste. „Nein. Ich nehme nicht an diesem blöden Online-Spiel teil. Ich bin doch nicht lebensmüde. Ihr Abendessen können Sie sich auch sonst wohin stecken.“ Yuudai blieb unbeeindruckt und sandte ein paar weitere Daten zu ihrem Rechner. Misstrauisch beäugte sie die Dateien, die sie gerade bekommen hatte.

Akari machte keine Anstalten die Dateien zu öffnen. Doch der junge Mann ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er schenkte sich ein Glas Wein an und lehnte sich zurück. Dann blickte er sie an und lächelte bevor er einen Schluck des Weins trank. Sie versuchte den Rechner herunterzufahren und die Verbindung zu Yuudai zu trennen. Bei beiden hatte sie keinen Erfolg.

Es sah so aus als hätte sie keine Wahl. Bevor sie die Datei jedoch öffnete ließ sie sämtliche Viren- und Antispy Software, die sie besaß, laufen. Diese fanden in den Dateien nichts. Doch das überraschte sie nicht. Sie könnte die Datei noch genauer untersuchen, aber wenn sie von dem weißen Wolf persönlich waren, dann würde sie mit Sicherheit nichts finden, falls er etwas versteckt hätte. Seufzend öffnete sie die Dateien. Als sie sich diese ansah wurde sie kreidebleich. Darin aufgelistet waren alle Hacker-Angriffe, die sie je gemacht hatte. Sogar Fotos von ihr waren dabei.

„Heute Abend punkt 7:00 Uhr Abendessen bei mir. Und zieh dir bitte etwas Nettes an.“ Ohne eine Antwort abzuwarten loggte er sich aus. Akari fluchte, zog sich ihre mobile Neuraleinheit vom Kopf und warf sie mit solcher Wucht gegen die Wand, dass sie zerbrach. Hastig lief sie in ihr Schlafzimmer und begann ihre Tasche zu packen. Sie musste sofort verschwinden. Bevor sie fertig gepackt hatte klingelte es an der Tür. Akari hob ihre Hand um ihre mobile Neuralverbindung zu aktivieren. Doch sie ließ ihre Hand wieder fallen als ihr einfiel, dass diese zerstört war.

Also musste sie auf altmodische Weise nachschauen wer an der Tür war. Sie ging leise zu der Tür und schaute durch den Spion. Niemand war zu sehen. Sie holte ihre Pistole und entsicherte sie bevor sie die Türe einen Spalt öffnete. Vor der Tür war niemand. Doch es lag ein etwas größeres Paket da auf dem sich eine Karte befand. Akari blickte sich um doch es war keiner da. Sie nahm das Paket in die Wohnung und schloss die Tür. Wer würde ihr etwas schicken und noch dazu mit einer altmodischen Karte versehen. Sie legte die Pistole zur Seite und öffnete die Karte.


Ich habe dir ein Kleid gekauft meine Schöne. Du würdest mir eine große Freude machen, wenn du es heute Abend trägst.

Yuudai

PS: Fliehen ist zwecklos. Ich werde dich finden wo immer du auch bist. Ich war außerdem so frei und habe alle deine Konten gesperrt.


Akari sank zu Boden. Es war schon so gut wie unmöglich der totalen Überwachung von Nonomoto Enterprises zu entkommen. Doch auch noch den weißen Wolf auf den Fersen zu haben war zu viel für sie. Es scheint so als hätte sie keine Wahl. Sie würde sich Yuudais Wünschen beugen. Zumindest vorerst. Langsam öffnete sie das Paket. Darin befand sich ein langes schwarzes Abendkleid. Es hatte schmale Träger und einen tiefen Ausschnitt. Der Ausschnitt selbst war noch mit einigen Stoffstreifen, die einem Netz glichen, geschmückt. Ansonsten war es eher schlicht.

Akari nahm das Kleid und begab sich in ihr Schlafgemach. Sie wühlte durch ihre Unterwäsche und fand ein schwarzes Set. Das Höschen war aus Seide und mit Spitze verziert. Der BH hatte keine Träger und passte perfekt unter das Abendkleid. Sie entledigte sich von ihrem Hemd und streifte die Unterwäsche über. Danach zog sie das Abendkleid an. Es passte wie angegossen und sie fragte sich, woher Yuudai ihre Maße hatte. Der Stoff des Abendkleides war sehr edel und fühlte sich gut auf ihrer Haut an. Es musste ein Vermögen gekostet haben. Doch Geld spielt für Yuudai Fushida sicherlich keine Rolle.

Sie ging zurück in den Flur und schaute in dem Karton nach ob sich darin auch ein paar Schuhe fanden. Akari selbst hatte nichts für Absatzschuhe übrig. Damit konnte man nicht vernünftig rennen, wenn es notwendig war und die Füße schmerzten auch. Im Karton waren tatsächlich noch ein paar Schuhe enthalten. Es waren schwarze enge Stiefel, die bis zu ihrem Knie gingen. Das Material war etwas was sie noch nie gesehen hatte. Es fühlte sich sehr gut an und die Stiefel sahen sehr elegant aus. Das Wichtigste war jedoch, dass sie keine hohen Absätze hatten.

Akari zog sie an und auch sie passten wie angegossen. Es fühlte sich fast so an als ob sie keine Schuhe trug. Sie ging zurück in ihr Schlafzimmer und schüttete ihren halb gepackte Tasche aus. Darin befanden sich zwei Riemen aus Leder. Diese waren sehr robust und wurden um die Oberschenkel gelegt, was sie auch tat. Es war die ideale Halterung für ihr Messer und ihre Pistole. Sie würde ganz sicher nicht unbewaffnet aus dem Haus gehen.

Nachdem sie alles erledigt hatte ging sie zu ihrem Rechner um ihre Dateien genauer zu studieren. Sie setzte sich davor und stellte fest, dass alle Dateien verschwunden waren. Akari suchte intensiv danach doch konnte sie nicht finden. Yuudai musste sie gelöscht haben oder er hatte etwas in den Dateien versteckt, das es tat. Sie sollte genauer nachschauen, ob sie etwas retten konnte. Doch dafür war es jetzt zu spät.

Inzwischen war es nämlich Zeit aufzubrechen. Sie zog sich einen langen schwarzen Mantel an und band ihr Tuch um. Es sah sicher albern aus wie sie mit halb verdecktem Gesicht und dem Mantel herumlief. Doch das war ihr egal. Da sie ihre neue mobile Neuraleinheit zerstört hatte kramte sie ihre alte wieder heraus. Sie aktivierte sie und übertrug die Daten von Yuudais Adresse darauf. Sicherheitshalber entfernte sie diese Daten von ihrem Rechner und schaltete ihn ab.

Akari verließ ihre Wohnung und nahm sich ein Taxi zu der angegebenen Adresse. Der Taxifahrer versuchte ein Gespräch anzufangen doch sie ignorierte ihn. Warum er überhaupt mit ihr reden wollte war ihr ein Rätsel. Normalerweise machten die Leute einen Bogen um sie. Als sie ankamen wollte sie ihn bezahlen als ihr einfiel, dass alle ihre Konten gesperrt waren. Der Taxifahrer lächelte. „Die Rechnung wurde schon übernommen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.“ Akari zuckte nur mit den Schultern als sie das Taxi verließ. Neugierig betrachtete sie die riesige Anlage, die die Villa umgab. Von außen sah man allerdings gar nichts von der Villa.

Die Sicherheitsleute winkten sie durch. Sie wurde anscheinend tatsächlich erwartet. Als sie am Eingang der Villa ankam wurde schon die Tür geöffnet. Vor ihr stand kein geringerer als Yuudai Fushida. Sein Hologramm tat seiner wirklichen Erscheinung Unrecht. Er war ein sehr gut aussehender Mann und total ihr Typ. Was natürlich nicht überraschend war, da sie eine Nacht zusammen verbracht haben. „Guten Abend meine Schöne und herzlich Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause.“ Er unterstrich seine Begrüßung mit einer leichten Verbeugung. „Ich bedaure, dass ich Ihnen nicht das gleiche wünschen kann, Fushida-sama.“ Amüsiert nahm er ihr den Mantel ab. Dann trat er hinter sie. Sie konnte seine Körperwärme spüren als er in ihr Ohr flüsterte. „Wir sind ungestört. Es gibt also keinen Grund dein hübsches Gesicht zu bedecken.“ Seine warmen Finger streifen ihren Nacken als er ihr das Tuch entfernte und sie hatte alle Mühe einen wohligen Schauer zu unterdrücken.

Wie sollte sie bloß den Abend mit diesem attraktiven Mann überstehen?

Nightfang
05.09.2014, 05:14
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Wieder ein normaler Tag im Gastgewerbe. Die Marketingaktion war wieder ein voller Erfolg. Nach dem neusten Upgrade der Hotels haben sich die Verkaufszahlen wieder erhöht und Hideaki durfte wieder ein paar undankbare Gäste auf die Strasse setzen. Es machte ihm grosse Freude Gäste zufrieden zu stellen. Sein lächeln konnte jedes Zimmer zu unmöglichen Preisen verkaufen, aber noch mehr Freude bereitete es ihm seine angestaute schlechte Laune an solchen Gästen aus zu lassen.
Er liebte seinen Job, denn er war gut darin. Sehr gut sogar. Seine rechter Mundwinkel verzog sich nach oben und deutete damit ein lächeln an. Er legte den Kopf in den Nacken, strich sich die Haare aus dem Gesicht und seufzte erleichtert. „Kojima, Ogawa schafft diesen Lümmel aus meinem Hotel und macht sicher dass er kapiert, dass er hier nicht erwünscht ist.“ „Hai, Bossu!“ Kojima und Ogawa waren seine rechte Hand was Sicherheit in seinem Hotel betraf. Loyal wie ein paar Hunde. Leider war ihr Grips auch auf dem Level. Zumindest konnten sie ihn mit ihrer eingeschränkten Intelligenz erheitern und ihr etwas übergroßes Aussehen reichte meist um unliebsame Gäste zu beruhigen. Wie langweilig das Leben doch wäre wenn es nicht hin und wieder einen rebellischen Gast gäbe der ihm den Tag versüßt.
„Boss, es gibt eine spontane Pressekonferenz von Nonomoto Enterprises. Soll ich es in ihr Büro übertragen?“ rief eine attraktive Dame von der Rezeption ihm zu.
„Nein, übertrag es einfach auf mein MNE. Und übertrag es auch auf die öffentlichen Holoprojektoren für die Gäste.“
Hideaki hatte ein sehr hohes Standard für seine Mitarbeiter. Gäste waren mit attraktiven Mitarbeitern einfacher zufrieden zu stellen. Dank seiner Kontakte hatte er seinen Mitarbeitern auch eine zusätzliche Prämie bieten können, wenn sie damit einverstanden waren einigen Gästen gewisse zusätzliche Dienste zu bieten, ohne dabei Probleme mit den regionalen Gruppierungen Ärger zu bekommen. Diese Dienste wurde zwar nicht öffentlich angeboten, waren jedoch recht beliebt bei den höheren Gästen, wie auch einigen Repräsentanten der Nonomoto Enterprises, wodurch er sich technologische Vorteile errungen hatte. Er hatte früh gelernt, dass man mit kleinen Extras vieles bekommen konnte und nutzte das in vollen Zügen aus.
Die Pressekonferenz war vorbei. Es wurde auch langsam mal Zeit für ein neues Event. Hideaki wurde schnell gelangweilt wenn es keinen neuen Inhalt oder Events für Belendiel gab. Er wand sich an die Rezeptionistin
„Ich bin dann wieder in meinem Büro wenn was ist. Ach und schickt Lucy-chan hoch.“
„Hai, Boss. Oh, ich hätte es beinahe vergessen, aber ein Repräsentant von Nonomoto Enterprises wartet in Ihrem Büro auf Sie.“
„Tsk, dann soll Lucy-chan sich einfach bereithalten und sich was schönes Anziehen. Hat er gesagt warum er hier ist? Es war diese Woche doch schon jemand da.“
„Nein, tut mir leid, Boss, hat er leider nicht gesagt. Er scheint ein einfacher Vertreter zu sein.“
Hideaki seufzte hörbar und machte sich auf dem Weg zum Aufzug während seine „Hunde“, die den Gast „freundlich eskortiert“ hatten ihn flankierten.
Oben angekommen stiess er die mächtigen Doppeltüren zu seinem Büro auf, woraufhin ein Mitarbeiter zitternd vor ihm erschien.
„Ko-konichiwa, Himura-sama“ stotterte der Vertreter.
„Warum schickt mir Nonomoto seine Kakerlaken? Wollen die sich etwa über mein Hotel beschweren und haben keinen S****** in der Hose um es mir selbst zu sagen?“ blaffte er den Vertreter an der sichtlich blass zurückschreckte. Er lies sich in seinen Chefsessel fallen und schwang seine Beine auf die Kante von seinem Schreibtisch.
„N-nein Himura-sama. I-ich wurde he-hergeschickt u-um …“
„Reis dich gefälligst zusammen und rede ordentlich mit mir!“ Erneut zuckte der Vertreter zusammen. Hideaki fing langsam an sich mit diesem Insekt zu vergnügen. Er hasste es mit Vertretern zu sprechen, nutzte es aber gerne aus. Aufgrund seiner Kontakte und seiner Art und Weise mit seinen „Hunden“ hatten selbst höhere Tiere oft Angst vor ihm. Er war einer der Erfolgreichsten jungen Menschen die es wohl auf dieser Welt gab. So schnell wie er konnten sich nur wenige hoch arbeiten. Er genoss es die Oberhand zu haben.
„HAI, HIMURA-SAMA! Ich bin gekommen um Ihnen die neuste Mobile Neutraleinheit zu bringen und eine persönliche Einladung zum Dai Shi zu überreichen!“ Der Vertreter stand stocksteif vor Hideaki und hielt nun die Luft an während er auf eine Reaktion von Hideaki wartete. Hideaki setzte eine grübelnde Miene auf und lies den Vertreter etwas baumeln. Als der Vertreter langsam blau anlief, brach er schliesslich in lautes Gelächter aus. Der Vertreter schaute ihn etwas verdutzt an, zeigt dann jedoch ein nervöses lächeln und lies ein nervöses Lachen hören. Mittlerweile war der Vertreter schweissgebadet. Der Anblick verleitete Hideaki zu noch lauterem Lachen dem die „Hunde“ nun auch einstimmten. Plötzlich stoppte er „Genug!“. Die „Hunde“ gaben ruhe und der Vertreter zuckte erneut zusammen. Er hatte sich schon längst entschlossen, entschied sich aber der Vertreter noch ein wenig zu quälen. „Warum sollte ich daran teilnehmen?“ Er hatte seine Beine nun unter dem Tisch und lehnte sich nach vorne auf den Tisch. „Es wäre uns eine große Ehre Ihr Talent der Welt zu zeigen und No-Nonomoto Enterprises ist bereit bis auf den Fall von Ausbuchung Sie als alleinigen Beherberger in Betracht zu ziehen, sollten Sie zustimmen.“
„BULLS***!“ Hideaki hämmerte auf den Tisch und auch diesmal musste der Vertreter zusammenzucken und der Falke in neben dem Schreibtisch aufkreischen.
„Die wollen doch nur meinen Erfolg. Na gut. Ich mache unter einer Bedingung mit: die extras Kosten von nun an und Nonomoto Enterprises zahlt das nächste Hard und Softwareupgrade für all meine Hotels. Mein Geschäft wird nicht von Nonomoto beeinflusst und nächstes Mal sollen sie sich gefälligst selbst hier her bemühen! Ich muss jedoch zugeben du hast dich vor mir wacker geschlagen und dafür werde ich dich Belohnen.“ Er gab seinem Falken ein kleines Stück Fleisch, lehnte sich in seinen Stuhl zurück und legte die Fingerspitzen zusammen.
„D-Danke Himura-sama“
„Kojima, begleite diese Kakerlake in ein Freies Zimmer und schick ihm eine der Damen. Er könnte jetzt ein Bad und einen sauberen Anzug vertragen. Und jetzt raus aus meinem Büro!“
„Hai, Bossu“
„V-Vielen Dank Himura-sama! Sehr großzügig von Ihnen!“ Der Vertreter verbeugte sich ununterbrochen und bewegte sich dabei rückwärts aus dem Büro wobei er sich immer wieder wiederholte und beinahe rückwärts stolperte.
„Ogawa, sag unten Bescheid, dass Lucy-chan jetzt hochkommen kann, und sie soll Tissa-chan auch mitbringen. Ich könnte jetzt eine gute Massage vertragen. Oh, sag Ihnen auch dass ich erstmal ungestört sein will.“ „Hai, Bossu!“ Ogawa trampelte davon und die Tür schloss hinter ihm. "Na das kann ja interessant werden."

Önee-sama
05.09.2014, 11:33
Heimweg (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt%21?p=23318363&viewfull=1#post23318363)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Obwohl Makoto in Gedanken abgelenkt war, was nicht schwer fiel, war sie doch damit beschäftigt, sich wie immer Fantasien mit ihrer kleinen Schwester auszumalen, nutzte sie ihre mobile Neuraleinheit, um sich die Fahrt zu verschönern: Sie legte einen Sci-Fi-Skin über ihre Umgebung und das Taxi wurde dadurch zu einem Raumgleiter, der sie scheinbar durch das Weltall transportierte, inklusive verschiedenster Planeten, wenn sie nach Links oder Rechts zu den Häusern schaute, die in der Realität am Straßenrand standen. Der restliche Verkehr waren weitere Raumgleiter und die Fußgänger schwebten in Raumanzügen durch das simulierte Weltall.
Fu... irgendwie langweilig fast... ich muss mal schauen, dass ich demnächst vielleicht noch Raumschlachten in den Skin bekomme!
Ansonsten verlief die Fahrt ziemlich ereignislos. Bis auf das eine Mal, wo sie schon hörbar vor sich hin schwärmte.
"Fufufu... Nana... Doch nicht DA!"
"Äh... wie meinen, Miss?"
"Was? Jetzt nicht stören! Und bloß nicht nach hinten schauen! Das ist ein Befehl!"
Dabei fletschte sie wieder ihre Zähne.
"Äh... ja..."
"Und schauen sie gefälligst nach vorne! Sonst rammen wir noch den Todesstern vor uns!"
"N-natürlich, Miss..."
"Mattakun! Piloten sind heutzutage auch nicht mehr das, was sie mal waren!"
Nach diesem Zwischenfall wagte der Taxifahrer es für die restliche Fahrt kein einziges Mal mehr, nach hinten zu schauen! Die erforderlichen Informationen über die Verkehrslage hinter und neben sich, ließ er sich jetzt einfach in einer Ecke der Windschutzscheibe mit Hilfe kleinster Kameras in einem Display anzeigen. Dabei hatte der Fahrer noch Glück: Es herrschte Rush Hour und durch die Ankündigung eines neuen Dai Shi Events war noch mehr Chaos auf den Straßen. Doch Makoto war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht, wie sonst üblich, die Geduld verlor und dem Fahrer die Hölle auf Erden bereitete...
Schließlich hielt der 'Raumgleiter' vor einem besonders schönen 'Planeten', der, nun, gespickt war mit einem endlosen Hort an Anime-Schönheiten! Für Makoto war es der Hinweis, dass sie angekommen waren. Sie schaltete ihren Skin auf ihrer MNE aus, dann schaute sie sich elektronisch den zu zahlenden Betrag an. Während sie die Überweisung tätigte, war der Fahrer ausgestiegen und hatte das Fahrzeug umrundet, um ihr die Tür zu öffnen. Und das, obwohl Makoto noch nicht mal Trinkgeld gab! Doch so etwas gab sie höchstens in den Cosplay-Läden ihres Vertrauens und auch dort nur, wenn man sie wie eine Prinzessin behandelte! Also stieg sie aus, warf dem Fahrer einen so finsteren Blick zu, dass dieser sich noch tiefer verbeugte, als wolle er die Straße küssen, schnalzte einmal verächtlich mit ihrer Zunge und ging auf ihr Heim zu.
Das, was sie mit Heim assoziierte und eben aus dem Taxi heraus noch wie ein Planet voller schriller und bunter Mädels gewirkt hatte, war in Wirklichkeit eine große, ehrwürdige und alte Villa im traditionellen, japanischen Gutsherrenstil. Makoto stammte aus einer reichen Familie, daher war es nach ihrer Meinung auch nur gut und recht, dass sie nicht in einer neumodischen Nachbildung hausten, sondern ein Original besaßen, das gut und gerne einige Jahrhunderte auf dem Buckel hatte. Hier im Vorort war es kein Problem, ein großes Grundstück sein Eigen zu nennen und die Yamato's konnten es sich leisten. So war das Areal mit einer hohen Mauer umgeben und der Eingang zum Grundstück war eine schwere und eiserne Pforte aus Gittern. Doch waren auf dem gesamten Grundstück einige elektronische Hilfsmaßnahmen geschickt und für das Auge nicht sichtbar eingebettet. So musste Makoto nur einen elektronischen Befehl verschicken und die beiden Torflügel öffneten sich wie von Geisterhand. Dann schritt sie herein und das Tor begann sich hinter ihr automatisch wieder zu schließen.
Haahhh... den Weg zu unserem Haus hätte man aber auch angenehmer machen können...
Also schlenderte sie die gut 200 Meter vom Tor bis zur eigentlichen Villa, dabei wieder ihrem alten Plan nachsinnend.
Ich sollte mir wirklich eins von diesen lenkbaren Boards zulegen! Das kann ich neben dem Tor deponieren und immer, wenn ich heim komme, mich drauf stellen! Dann muss ich nicht wie der Rest zu Fuß gehen-
Doch ihre Gedanken wurden unterbrochen, als sie die schwarze Limousine bewusst war nahm, die vor dem Eingang zur Villa parkte.
Besuch? Für wen? Und es sieht nach hochklassigem Besuch aus... verdammt! Wenn Mutter und Vater jetzt Besuch empfangen, noch dazu aus der Elite, dann müssen Nana und ich anwesend sein... Das bedeutet, ich muss mit den Bikinis noch warten!
Verärgert über den unerwarteten Besuch, ging sie weiter, bis sie zu den Stufen der Villa kam. Während sie diese erklomm, gab sie den Befehl zum Öffnen der Tür ein. Die Tür, welche noch die originale Holztür war, hatte auch einige Modifikationen erhalten: So konnte sie per elektronischem Befehl geöffnet und geschlossen werden, zudem schwang sie nicht einfach auf, sondern gleitete in eigens nachträglich installierten Schienen in den Boden. Makoto betrat die Vorhalle und zog ihre Schuhe aus.
"Ich bin wieder daheim."
Die Vorhalle war weit und geräumig. Vor allem im überfüllten Inneren von Tokyo hatten genug Menschen weniger Platz als Wohnung zur Verfügung, wie in der Vorhalle herrschte. Auch hier war alles noch wie im Original gehalten, doch geschickt waren überall und kaum sichtbar Holoprojektoren eingebaut, die eine komplette Vernetzung des Hauses garantierten.
Dann stutzte sie. Es standen drei unbekannte Paar Schuhe fein säuberlich aufgereiht im Flur neben den üblichen Schuhen der Familie. Nichts anders hatte sie von elitärem Besuch erwartet... Was sie aber nicht verstehen konnte: Die Schuhe ihrer Schwester waren alle vorhanden, nur fehlten die Ausgehschuhe ihrer Eltern!
Was zum!? Sind Mutter und Vater noch unterwegs und lassen die arme Nana hier erstmal alleine die Gastgeberin spielen???
Ihren Ärger darüber nur mühsam unterdrückend, begab sie sich ins Wohnzimmer, welches noch größer war, als die Vorhalle. Manch einer hätte behauptet, man könne hier locker eine Sitzung des Senats abhalten oder das Kaiserpaar und dessen Hof empfangen - was auch die pure Absicht hinter der pompösen Gestaltung im Raum war! Dort sah sie zum einen ihre Schwester auf dem riesigen Sofa sitzen. Im Sessel, wo normalerweise nur ihr Vater saß, sonst allerhöchstens noch der Kaiser persönlich Platz nehmen durfte, lümmelte entspannt ein schmierig wirkender Kerl in dunklem Anzug und mit Sonnenbrille. Neben dem Sessel standen links und rechts jeweils ein Kerl, die Beide wirkten, als wären sie riesige Profiwrestler. Beide steckten in grauen Anzügen, die drohten, bei der kleinsten Bewegung zu zerreißen.
Das gefällt mir nicht!
"Nana, wer-"
"Nee-san!"
Sobald sie das Wort erhob, wurde sie von ihrer kleinen Schwester bemerkt. Diese sprang sofort auf und lief zu ihr, um sich an sie zu werfen. Normalerweise würde Makoto's Herz jetzt Freudensprünge machen, nur bemerkte sie die Angst in der Stimme ihrer Schwester und deutete die schwere Atmosphäre im Raum so, dass hier etwas nicht stimmte. Ganz und gar nicht stimmte! Einen Arm um ihre Schwester legend, beruhigte sie diese erstmal.
"Schhhh! Ich bin ja da!"
Kurz tätschelte Makoto dann Nana's Kopf, um sich danach den Herren im raum zuzuwenden. Doch ehe sie etwas sagen konnte, erhob der Kerl im Sessel seine Stimme.
"Ah, Miss Makoto Yamato. Bitte entschuldigen sie die Störung durch uns. Doch wir waren gerade dabei mit ihrer Schwester, der ehrenwerten Miss Nana Yamato in wichtigen Verhandlungen, die ihre Eltern betreffen! Denn, um es mal so auszudrücken: Ihre Eltern, Frau Mariya Yamato und Herr Satoru Yamato, haben sich bei uns etwas zu Schulden kommen lassen... Und Schulden sind etwas, bei dem Nonomoto Enterprises jeinen Spaß versteht!"
Ein kurzes, sadistisches Grinsen, dann hob der Kerl eine Hand, was wohl einen lapidaren Gruß darstellen sollte.
"Ach ja, sie können mich 'Smith-kun' nennen... mehr brauchen sie in der Hinsicht nicht zu wissen!"
Makoto's Gedanken rasten.
Was zur Hölle geht hier vor? Was ist mit Mutter und Vater? Was will Nonomoto von meiner Schwester?

Annalena
05.09.2014, 19:21
http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png

Yuudai beobachtete amüsiert wie Akari ihr Gesicht verzog. Es hätte ihn enttäuscht wenn sie gleich zugesagt hätte. Doch er wäre nicht er wenn er nicht eine oder eine ganze Hand voll Trumpfkarten hätte. Mit ein paar Befehlen in seine mobile Neuraleinheit fuhr Akiras Rechner wieder hoch. „Wir besprechen alles weitere heute Abend bei einem netten Abendessen in meiner Villa. Ich sende dir meine Adresse zu.“ Ein paar Tastendrucke auf seinem Rechner später und die Daten waren gesandt.

Die junge Frau war ganz und gar nicht begeistert wie er mit ihr umsprang. Besonders angepisst war sie wie einfach er ihren Rechner bedienen konnte. Wütend ballte sie ihre Fäuste. „Nein. Ich nehme nicht an diesem blöden Online-Spiel teil. Ich bin doch nicht lebensmüde. Ihr Abendessen können Sie sich auch sonst wohin stecken.“ Yuudai blieb unbeeindruckt und sandte ein paar weitere Daten zu ihrem Rechner. Misstrauisch beäugte sie die Dateien, die sie gerade bekommen hatte.

Akari machte keine Anstalten die Dateien zu öffnen. Doch der junge Mann ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er schenkte sich ein Glas Wein an und lehnte sich zurück. Dann blickte er sie an und lächelte bevor er einen Schluck des Weins trank. Sie versuchte den Rechner herunterzufahren und die Verbindung zu Yuudai zu trennen. Bei beiden hatte sie keinen Erfolg.

Es sah so aus als hätte sie keine Wahl. Bevor sie die Datei jedoch öffnete ließ sie sämtliche Viren- und Antispy Software, die sie besaß, laufen. Diese fanden in den Dateien nichts. Doch das überraschte sie nicht. Sie könnte die Datei noch genauer untersuchen, aber wenn sie von dem weißen Wolf persönlich waren, dann würde sie mit Sicherheit nichts finden, falls er etwas versteckt hätte. Seufzend öffnete sie die Dateien. Als sie sich diese ansah wurde sie kreidebleich. Darin aufgelistet waren alle Hacker-Angriffe, die sie je gemacht hatte. Sogar Fotos von ihr waren dabei.

„Heute Abend punkt 7:00 Uhr Abendessen bei mir. Und zieh dir bitte etwas Nettes an.“ Ohne eine Antwort abzuwarten loggte er sich aus. Akari fluchte, zog sich ihre mobile Neuraleinheit vom Kopf und warf sie mit solcher Wucht gegen die Wand, dass sie zerbrach. Hastig lief sie in ihr Schlafzimmer und begann ihre Tasche zu packen. Sie musste sofort verschwinden. Bevor sie fertig gepackt hatte klingelte es an der Tür. Akari hob ihre Hand um ihre mobile Neuralverbindung zu aktivieren. Doch sie ließ ihre Hand wieder fallen als ihr einfiel, dass diese zerstört war.

Also musste sie auf altmodische Weise nachschauen wer an der Tür war. Sie ging leise zu der Tür und schaute durch den Spion. Niemand war zu sehen. Sie holte ihre Pistole und entsicherte sie bevor sie die Türe einen Spalt öffnete. Vor der Tür war niemand. Doch es lag ein etwas größeres Paket da auf dem sich eine Karte befand. Akari blickte sich um doch es war keiner da. Sie nahm das Paket in die Wohnung und schloss die Tür. Wer würde ihr etwas schicken und noch dazu mit einer altmodischen Karte versehen. Sie legte die Pistole zur Seite und öffnete die Karte.


Ich habe dir ein Kleid gekauft meine Schöne. Du würdest mir eine große Freude machen, wenn du es heute Abend trägst.

Yuudai

PS: Fliehen ist zwecklos. Ich werde dich finden wo immer du auch bist. Ich war außerdem so frei und habe alle deine Konten gesperrt.


Akari sank zu Boden. Es war schon so gut wie unmöglich der totalen Überwachung von Nonomoto Enterprises zu entkommen. Doch auch noch den weißen Wolf auf den Fersen zu haben war zu viel für sie. Es scheint so als hätte sie keine Wahl. Sie würde sich Yuudais Wünschen beugen. Zumindest vorerst. Langsam öffnete sie das Paket. Darin befand sich ein langes schwarzes Abendkleid. Es hatte schmale Träger und einen tiefen Ausschnitt. Der Ausschnitt selbst war noch mit einigen Stoffstreifen, die einem Netz glichen, geschmückt. Ansonsten war es eher schlicht.

Akari nahm das Kleid und begab sich in ihr Schlafgemach. Sie wühlte durch ihre Unterwäsche und fand ein schwarzes Set. Das Höschen war aus Seide und mit Spitze verziert. Der BH hatte keine Träger und passte perfekt unter das Abendkleid. Sie entledigte sich von ihrem Hemd und streifte die Unterwäsche über. Danach zog sie das Abendkleid an. Es passte wie angegossen und sie fragte sich, woher Yuudai ihre Maße hatte. Der Stoff des Abendkleides war sehr edel und fühlte sich gut auf ihrer Haut an. Es musste ein Vermögen gekostet haben. Doch Geld spielt für Yuudai Fushida sicherlich keine Rolle.

Sie ging zurück in den Flur und schaute in dem Karton nach ob sich darin auch ein paar Schuhe fanden. Akari selbst hatte nichts für Absatzschuhe übrig. Damit konnte man nicht vernünftig rennen, wenn es notwendig war und die Füße schmerzten auch. Im Karton waren tatsächlich noch ein paar Schuhe enthalten. Es waren schwarze enge Stiefel, die bis zu ihrem Knie gingen. Das Material war etwas was sie noch nie gesehen hatte. Es fühlte sich sehr gut an und die Stiefel sahen sehr elegant aus. Das Wichtigste war jedoch, dass sie keine hohen Absätze hatten.

Akari zog sie an und auch sie passten wie angegossen. Es fühlte sich fast so an als ob sie keine Schuhe trug. Sie ging zurück in ihr Schlafzimmer und schüttete ihren halb gepackte Tasche aus. Darin befanden sich zwei Riemen aus Leder. Diese waren sehr robust und wurden um die Oberschenkel gelegt, was sie auch tat. Es war die ideale Halterung für ihr Messer und ihre Pistole. Sie würde ganz sicher nicht unbewaffnet aus dem Haus gehen.

Nachdem sie alles erledigt hatte ging sie zu ihrem Rechner um ihre Dateien genauer zu studieren. Sie setzte sich davor und stellte fest, dass alle Dateien verschwunden waren. Akari suchte intensiv danach doch konnte sie nicht finden. Yuudai musste sie gelöscht haben oder er hatte etwas in den Dateien versteckt, das es tat. Sie sollte genauer nachschauen, ob sie etwas retten konnte. Doch dafür war es jetzt zu spät.

Inzwischen war es nämlich Zeit aufzubrechen. Sie zog sich einen langen schwarzen Mantel an und band ihr Tuch um. Es sah sicher albern aus wie sie mit halb verdecktem Gesicht und dem Mantel herumlief. Doch das war ihr egal. Da sie ihre neue mobile Neuraleinheit zerstört hatte kramte sie ihre alte wieder heraus. Sie aktivierte sie und übertrug die Daten von Yuudais Adresse darauf. Sicherheitshalber entfernte sie diese Daten von ihrem Rechner und schaltete ihn ab.

Akari verließ ihre Wohnung und nahm sich ein Taxi zu der angegebenen Adresse. Der Taxifahrer versuchte ein Gespräch anzufangen doch sie ignorierte ihn. Warum er überhaupt mit ihr reden wollte war ihr ein Rätsel. Normalerweise machten die Leute einen Bogen um sie. Als sie ankamen wollte sie ihn bezahlen als ihr einfiel, dass alle ihre Konten gesperrt waren. Der Taxifahrer lächelte. „Die Rechnung wurde schon übernommen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.“ Akari zuckte nur mit den Schultern als sie das Taxi verließ. Neugierig betrachtete sie die riesige Anlage, die die Villa umgab. Von außen sah man allerdings gar nichts von der Villa.

Die Sicherheitsleute winkten sie durch. Sie wurde anscheinend tatsächlich erwartet. Als sie am Eingang der Villa ankam wurde schon die Tür geöffnet. Vor ihr stand kein geringerer als Yuudai Fushida. Sein Hologramm tat seiner wirklichen Erscheinung Unrecht. Er war ein sehr gut aussehender Mann und total ihr Typ. Was natürlich nicht überraschend war, da sie eine Nacht zusammen verbracht haben. „Guten Abend meine Schöne und herzlich Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause.“ Er unterstrich seine Begrüßung mit einer leichten Verbeugung. „Ich bedaure, dass ich Ihnen nicht das gleiche wünschen kann, Fushida-sama.“ Amüsiert nahm er ihr den Mantel ab. Dann trat er hinter sie. Sie konnte seine Körperwärme spüren als er in ihr Ohr flüsterte. „Wir sind ungestört. Es gibt also keinen Grund dein hübsches Gesicht zu bedecken.“ Seine warmen Finger streifen ihren Nacken als er ihr das Tuch entfernte und sie hatte alle Mühe einen wohligen Schauer zu unterdrücken.

Wie sollte sie bloß den Abend mit diesem attraktiven Mann überstehen?


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Yuudai führte seinen Engel in sein ganz privates Reich. In diesem Teil des Hauses hatte niemand Zutritt. Nicht einmal seine Angestellten. Man mag es nicht glauben, aber er machte sogar selbst sauber. Akari ist die erste Person, die diese Räume zu sehen bekommt. Er führte sie ins Esszimmer, in dem der Tisch schon gedeckt war. Akari sah sich um. Auf den ersten Blick sah es wie ein Raum aus dem späten 20. Jahrhundert aus. Es gab keine Technik hier, zumindest konnte man nichts sehen. Yuudai zog einen Stuhl heraus auf dem die junge Frau Platz nahm.

Er öffnete eine Flasche Wein aus der er beide Gläser füllte. Dann setzte er sich auf den Stuhl gegenüber Akari. Das Essen roch sehr lecker. „Ich habe es selbst gekocht. Lass es dir schmecken.“ Akari war beeindruckt, doch das würde sie niemals zugeben. Sie nahm die Stäbchen und begann zu Essen. Als sie den ersten Bissen in den Mund schob schloss sie genüsslich die Augen. Das schmeckte traumhaft. Yuudai beobachtete genau ihre Reaktion und war zufrieden. All das Planen trug endlich Früchte. Der erste Schritt um Akari für immer an seine Seite zu binden war getan.

Schweigend genossen sie ihr Mahl. Akari hatte kein Interesse daran ein Gespräch mit ihm zu führen. Yuudai selbst war im Moment zufrieden Akari in seiner Nähe zu haben. Doch irgendwann war selbst das längste Mahl zu Ende. Er führte Akari in seinen gemütlichen Wohnbereich wo sie es sich auf dem großen Sofa bequem machte. Yuudai setzte sich so nah neben sie, dass sie seine Körperwärme spürte. Instinktiv rückte sie etwas von ihm weg. Der junge Mann lächelte nur amüsiert.

„Kommen wir endlich zum Geschäft, Fushida-sama. Warum glauben Sie, dass ich Selbstmord üben will?“ Yuudai streckte eine Hand aus um mit einer Locke von Akaris Haar zu spielen. Irritiert schlug sie seine Hand beiseite. „Ich bitte Sie den nötigen Abstand zu wahren, Fushida-sama.“ Der junge Mann seufzte leise und rückte näher an sie heran. Sie war sehr stur, das musste er ihr lassen. Doch das würde seinen Sieg umso mehr versüßen.

„Gut. Dann sprechen wir über das Geschäft. Obwohl ich an viel angenehmere Dinge denken könnte um diesen wunderbaren Abend ausklingen zu lassen.“ Akari spürte wie sein Atem ihr Ort kitzelte als er sprach und sie hatte große Probleme sich zu konzentrieren. Als er aufstand und sich von ihr entfernte war sie sogar etwas enttäuscht. Was tat dieser Mann ihr nur an? Als er zurückkam hatte er zwei MNEs in den Händen. Eine gab er ihr und sie sah sich diese an. Akaris Augen weiteten sich. Dieses Modell hatte sie noch nie gesehen. Fragend blickte sie Yuudai an. Er lächelte sie an. „Das ist eine mobile Neuraleinheit, die es nicht auf dem Markt gibt und nie geben wird. Es ist eine innovative Erfindung, die nur wenige ausgewählte Personen von Nonomoto Enterprises ausgehändigt bekommen. Diese ist für dich. Ein Geschenk, wenn du so willst.“

Neugierig untersuchte Akari diese MNE. Auf den ersten Blick konnte sie aber nicht erkennen was so besonders an ihr war. „Ich werde dir später erklären was genau so besonders an ihr ist. Doch erst einmal aktiviere sie bitte.“ Akari setzte sie auf und tat was er gesagt hatte. Auch Yuudai setzte seine auf und aktivierte sie. Er gab ein paar Kommandos und vor Akaris Augen erschien eine Art Akte. Akari hatte keine Mühe diese zu öffnen, da diese Funktion nicht anders war als bei normalen MNEs. Als sie den Inhalt überflog wurde sie kreidebleich. Das war ihre Kriminalakte. In ihr war alles aufgeführt, was sie getan hatte. Dort standen nicht nur ihre Hackerangriffe sondern auch andere Delikte. Selbst der Diebstahl eines Kaugummis, den sie begangen hatte als sie 14 Jahre alt war, stand in der Akte.

„Wie du siehst, meine Schöne, gibt es sehr wohl einen Grund warum du an Dai Shi teilnehmen solltest. Diese Akte ist der Polizei nicht bekannt. Es war nicht schwer all diese Taten vor der Polizei geheim zu halten. Warum, glaubst du, wurdest du noch nie erwischt? Ich war der Grund.“ Akari zitterte wie Espenlaub. Er hatte sie in der Hand. Dieser Mistkerl musste nicht aussprechen was er tun würde, wenn sie nicht zusagen würde. Was sollte sie tun? Ins Gefängnis gehen, und mit ihrer Verbrechensakte würde das sicherlich lebenslang bedeuten, oder bei Dai Shi mitmachen?

Akari deaktivierte ihre MNE, nahm sie ab und legte sie auf den Tisch. Mit wackligen Knien stand sie auf und lief auf die Tür zu. Eine warme Hand auf ihrer Schulter stoppte sie. „Wir sind noch nicht fertig meine Schöne.“ Akari antwortete mit leiser Stimme. „Was wollen sie noch, Fushida-sama?“ Er sagte nichts und nahm nur ihre Hand. Dann legte er die MNE, die er ihr gerade gezeigt hatte, und legte sie in ihre offene Hand. Automatisch schloss sie ihre Finger darum. Bevor er jedoch ihre Hand wieder losließ führte er sie zu seinem Mund und küsste die Innenseite ihres Handgelenks. Akaris Herz klopfte etwas schneller bei dieser Berührung.

„Wir sehen uns hier morgen früh punkt 8:00 Uhr, meine Schöne. Ich wünsche dir noch eine angenehme Nacht.“ Wütend schnappte sie ihr Tuch und stürmte aus dem Haus. Doch nicht bevor sie mit ihrem Mittelfinger Yuudai zeigte, was genau sie von ihm hielt. Sein Lachen folgte ihr und hallte noch lange in ihren Ohren.

Sobald sie aus seinem Blickfeld verschwunden war ließ er keine Sekunde verstreichen und aktivierte sein MNE. Ein paar Befehle später sah er Akari wie sie mit schnellen Schritten die Straße herunterlief. Alles lief besser als er dachte.

DragonGodSlayer
05.09.2014, 20:43
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Christian schaute gerade noch neugierig Nachrichten um sich über die aktuellen Geschehnisse in Politik und Wirtschaft zu informieren, bevor er zu Uni muss, als die Pressekonferenz mit Nonomoto Enterprises übertragen wurde.
"OK, dass sind mal interessante Neuigkeiten.
Wo bei dies auch heißt, dass mein Studium länger dauert als geplant, bis es fertig ist. Außerdem wird das eine langweilige Zeit sein, solange das Dai Shi statt findet. Na ja, ich muss so langsam los zur Uni.
Na Rex, was hältst du von diesen Neuigkeiten."
Noch während er mit seiner Eidechse Rex sprach begann er die neben ihm auf der Couch sitzende Eidechse zu Streicheln. Er stand langsam auf und gab Rex seine tägliche Portion Fliegen und Heuschrecken. Diese waren allerdings schon tot, da Christian keine Lust hat, dass lauter Käfer in seiner Wohnung rumlaufen oder fliegen, nur weil Rex diese nicht erwischt hatte.
"Hier Rex, hast du wie immer deine Tagesration zu essen. Ich muss jetzt los zur Uni."
Danach machte er sich leicht müde wie jeden Tag mit dem Fahrrad auf den Weg zur Universität und hörte während dessen wie immer Animemusik über seine mobile Neuraleinheit, welche er auch leise vor sich hin sang. Dies kann er selbst bei den Japanischen Texten, da sein Vater Japaner ist und seine Mutter Deutsche ist, wuchs er zweisprachig auf. Unterwegs traf er stehts dieselben Leute, die er jeden Tag sah. Da alle Leute ihren geregelten Tagesablauf haben.
"Immer dieselben Leute zur selben Zeit, sowas gefällt mir, aber das wird sich durch das Dai Shi bald ändern was mir eigentlich gar nicht gefällt. Ich mag dieses geregelte Leben hier in Deutschland."
Als er in der Universität ankam und die Musik von seiner Neuraleinheit abgeschalte hatte hörte er egal wo er hin ging alle nur über ein Thema reden. Alle redeten nur über die Pressekonferenz und das damit angekündigte Dai Shi. Die häufigsten Gesprächsthemen waren, wie lange es wohl diesmal gehen wird, ob jemand Wetten abschließen würde oder nicht und dass die Vorlesungen ausfallen werden, wobei bei letzterem die Meinungen auseinander gehen. Die einen freuten sich und die anderen beschwerten sich, weil dadurch ihr Abschluss unnötig hinausgezögert werden wird, letzteres waren auch Chris seine Gedanken.
Auf den Weg zum Vorlesungssaal bekam Chris von hinten eine Kopfnuss verpasst. Er drehte sich daraufhin wütend um und sagte gleichzeitig:
"Hey du Vollpfosten was..."
Chris hörte mitten im Satz auf zu reden, als er erkannte wer im die Kopfnuss verpasst hatte, es war einer seiner sehr wenigen Freunde Pal.
"Na ja, mit Vollpfosten lag ich ja richtig."
Chris lachte kurz auf.
"Nicht wahr Pal, aber was sollte die Kopfnuss?"
"Chris du weist ganz genau, warum du diese Kopfnuss bekommen hast."
"Nein,weiß ich wirklich nicht, was soll ich dir angetan haben?"
"Es ist nicht das, was du mir angetan hast, sondern viel mehr das was du mir nicht angetan hast. Warum hast du mir nichts davon erzählt, dass nächste Woche das Dai Shi beginnt?
Da dein Vater einer der Vorstandsmitglieder von Nonomoto Enterprises ist müsstest du es schon lange wissen und hättest du es mir gesagt,hätte ich nicht so viel Zeit mit lernen verbringen müssen."
"Ach so das?"
"Was heißt hier „Ach so das?“ Das soll heißen, dass du dich wegen so einer unwichtigen Kleinigkeit so aufregst. Was heißt hier un wichtige Kleinigkeit? Also warum hast du nichts gesagt?"
"Unwichtige Kleinigkeit weil wir in dieser Zeit nichts machen können, da fast alles still liegt während des Dai Shi.
Und was das andere angeht, dass liegt daran, dass du die Dinge eh hättest lernen müssen und es nur aufgeschoben hättest und was noch wichtiger ist ich es auch erst vorhin in den Nachrichten erfahren habe und auch wenn es nicht so gewesen wäre hätte ich meinem Vater schwören müssen es niemandem zu verraten."
Chris lief nun weiter Richtung Vorlesungssaal und lies Pal einfach stehen, da er keine Lust mehr auf diese unnötige Diskussion hatte, da diese für ihn einfach keinen Sinn mehr hatte und sie ihn aus diesem Grund gelangweilt hatte. Aus diesem Grund machte er sich Gedanken wie er seine in Zukunft vermehrte Freizeit verbringen solle und vergaß alles um sich herum.
Pal blieb erst verdutzt stehen ob wohl er es von Chris nicht anders gewöhnt war, überraste es ihn jedes mal wieder aufs neue wie schnell er bei manchen Themen einfach so das Interesse verlor, sich etwas ganz anderes widmete und dabei alles andere vergaß.
Pal glaubte, dass dies auch einer der Gründe ist warum Chris so wenige Freunde hatte. Da dieses Verhalten auf viele abweisend und unhöflich wirkte und vor allem die Frauen dieses Verhalten überhaupt nicht mögen. Aber Pal ist dies völlig egal, da er den wahren Charakter von Chris kannte.


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Nach dem sich Pal wieder gefasst hatte ging er Chris hinterher. Chris ging in Gedanken versunken in den Vorlesungssaal und setzte sich hin, Pal welcher die selben Vorlesungen wie Chris belegte setzte sich neben ihn und fragt ihn: „Über was denkst gerade wieder nach?“
Chris zuckte erschrocken etwas zusammen, als er von Pal angesprochen wurde. „Ach nichts wichtiges.“ Chris versankt wieder in Gedanken und Pal lies ihn in ruhe, da er wusste, wenn Chris so ist sollte man ihn am besten in ruhe lassen. Chris dachte darüber nach was er ab nächster Woche in seiner künftigen freien Zeit machen sollte. Belendiel spielen wäre langweilig, da eh alle wo nicht beim Dai Shi teilnehmen müssen das Dai Shi anschauen würden. Außerdem fand er nur eines schlimmer als bei einem Spiel nicht spielen zu dürfen und dies war bei einem Spiel nur zuschauen zu können. Aber sich freiwillig melden kam für ihn auch nicht in frage, da er keine Lust hatte zu sterben.


Chris wurde in seinen Gedanken gestört, als der Professor den Saal beteten hatte und sagte: „Wie ich auf den Gängen mitbekam habt ihr alle schon von dem in einer Woche startenden Dai Shi erfahren. Wir Professoren haben auch über dieses Thema Diskutiert und wir haben uns darauf geeinigt, dass in jeder Gruppe der erste Professor Ihnen alle Fragen beantworten soll , sowie das weitere Verfahren Ihres Studiums erklären soll. Tja und diese ehrenvolle Aufgabe fällt leider mir zu. Die Frage welche euch wohl am meisten quält ist die, wie es mit eurem Studium weiter geht oder? Die Antwort auf diese Frage ist, dass das gesamt Studium während des gesamten Dai Shi pausiert, d.h. Sie alle haben während des gesamten Dai Shi frei, dafür werden Sie aber auch erst später mit Ihrem Studium fertig. Sehen Sie es also als eine Art zusätzliche Semesterferien auf unbestimmte Zeit. Sonst noch irgend welche Fragen?“


Nachdem der Professor aufgehört hatte zu reden ging erst mal die Geräuschkulisse extrem nach oben, eigentlich freuten sich alle außer Chris über das, was der Professor gesagt hatte und Jubelten. Doch Chris schlug sich beide Hände vor sein Gesicht und fing an frustriert zu stöhnen. Da fragte Pal ihn: „Hey Chris, was ist los?“Auf diese Frage Antwortete Chris leicht wütend und so laut, dass ihn jeder im gesamten Hörsaal hört: „Was los ist willst du wissen? Das kann ich dir und allen anderen hier ganz genau sagen, Ihr seid doch alle bescheuert, wenn ihr euch darüber freut, dass wir ab nächster Woche keine Vorlesungen mehr haben werden. Denkt mal alle logisch darüber nach, dass heißt doch nur, dass unser Studium verlängert wird und das bedeutet wiederum, dass wir erst später unseren Abschluss machen werden und dadurch erst später anfangen können unser eigenes Geld zu verdienen. Und Ihr Vollidioten freut euch auch noch darüber.“


Alle waren erstaunt über Chris Ausraster, vor allem da die meisten seiner mit Studenten ihn für einen ruhigen Typen gehalten haben, der unter keinen Umständen den Mund aufgemacht hätte. Der Professor fing an zuklatschen und entgegnete auf Chris seinen Ausraster: „Auch wenn mir Ihre Wort mal nicht gefallen hat muss ich Ihren Ausführungen zustimmen. Da keiner mehr ein Frage hat würde ich jetzt mit der Vorlesung beginnen.“ Chris beruhigte sich wieder und setzte sich hin. Die restliche Zeit verging ohne nennenswerte Ereignisse, bis zum Ende der Vorlesungen.


Als die Vorlesungen vorbei waren verabschiedete er sich von Pal und stieg wieder auf sein Fahrrad, hörte Musik und fuhr zu seiner Wohnung.Während er auf seinem Heimweg Musik hörte, dachte er auch nochmals über das nach, was er ab nächster Woche machen solle. Da fiel ihm ein Gespräch ein, welches sein Vater mit einem seiner Vorstandkollegen beim letzten Dai Shi hatte und er zufällig mitbekommen hatte, worüber er aber bis heute mit niemandem gesprochen hatte. In dem Gespräch ging es darum, dass bei dem Dai Shi unter den Teilnehmern welche dabei waren, die für Nonomoto gearbeitet haben und bei einem Ingame Tod nicht wirklich gestorben wären. Als ihm dies wieder einfiel entschloss er sich seinen Vater darüber auszufragen und ihn zu fragen ob er einer dieser Personen werden könne.


Als er daheim ankam begrüßte er zu aller erst Rex und sagte: „Na Rex wie geht es dir? Es tut mir leid, aber du musst leider später in die Reisebox, da du ja weist, dass meine Eltern es nicht mögen, wenn du frei rumläufst.“ Danach rief er seinen Vater über sein Holofestnetzttelefon an. Er hoffte nur, dass sein Vater zuhause war. Kurz nachdem er gesagt hatte mit wem er telefonieren wolle erschien auch schon das Hologramm von seinem Vater vor ihm. „Hallo Chris, ein Anruf von dir ist selten, was verschafft mir die Ehre?“ „Hallo Vater, könntest du mir jemanden schicken, der mich du dir bringt? Ich habe was wichtiges mit dir zu besprechen, aber unter vier Augen. Wäre das heute noch möglich?“ „Du hast Glück, um 18 Uhr hätte ich Zeit für dich, durch das Ankündigenden von Dai Shi ist mein Terminplan Heute leider sehr eng. Ich werde dir gleich einen Waagen schicken.“ „Ok danke, ich warte dann. Ach ja ich bringe Rex mit.“ Nach diesem Satz unterbrach Chris die Verbindung. Er schaute auf die Uhr, welche halb fünf anzeigte.

BlackShial
05.09.2014, 22:32
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.pngSie hätte es wissen müssen, war es doch einfach zu gut, um wahr zu sein.
Kaum das diese ominöse Pressekonferenz beendet war und sich die Nachrichtensprecher wieder ihrer alltäglichen Arbeit widmeten – unbedeutende Phrasen über vermeintlich bedeutende Persönlichkeiten zu verbreiten – versammelten sich die Menschen wieder im Park, wie eine Schar Schmalzfliegen um einen Misthaufen. Euphorisch gackernde Schmalzfliegen, die anscheinend nur noch ein einziges Thema kannten: Dai Shi.
Oh, wie sie es bereits hasste. Dieses Thema. Dieses Event.
Als würde in ihr der Drang existieren, all das zu verabscheuen, was alle anderen Menschen um sie herum liebten. Vielleicht lag es aber auch einfach an den Menschen. Wie gut konnte ein Event schon sein, wenn dessen Ankündigung den Mob bereits nach wenigen Minuten dazu brachte, sich debil grölend vor Aufregung selbst zu benässen?
Also, was wär der Oberschülerin schon anderes übrig geblieben, während sie sich mit lethargischem Gesichtsausdruck an der schwafelnden Brut vorbeischieben musste, als zu kapitulieren?

Gemächlich stieg Hazel die Stufen zu ihrem Apartment herauf, in dem sie nun schon seit einigen Jahren so gut wie allein lebte und welches es ihr ermöglichte sich erfolgreich von der lästigen Außenwelt abzukapseln. Zumindest manchmal.
Doch wie hätte es auch anders sein sollen? In genau dem Moment, als sie auf ihrer Etage ankam, musste sie ihren Nachbarn erblicken, der zu allem Überfluss natürlich auch auf sie Aufmerksam geworden war. Nachbar, Nervensäge und leider auch noch Mitschüler. Nun ja, Fast-Nachbar. Sie hatte das Glück, dass es noch zwei Türen zwischen ihnen gab, die sie voneinander trennten.
Wie hieß er noch gleich? Shoka? Shuku? Shoki? Was auch immer, eigentlich war es ihr ja auch egal gewesen. Höflichkeiten hatte sie auch in der Oberschule nie mir ihm ausgetauscht. Warum also jetzt?
Mit einem langen, deutlich genervten Seufzer machte sich die Fahlbraunhaarige daran, an dem Kerl vorbeizugehen und so zu tun, als hätte sie ihn nicht gesehen – oder zumindest so, als würde sie ihn absichtlich übersehen.
Doch dann, als hätte sie es geahnt … schnappte der Knilch nach Luft. Oh, er wollte doch nicht etwa? Wollte er? Das galt es zu unterbinden! Sofort!
„Nein.“
Das einzige Wort, was er immer wieder zu hören bekam. Zumindest war dies wohl anzunehmen, da sich Hazel kaum an irgendwelche Gespräche mit ihm erinnerte. Egal, die Gefahr war abgewendet und sie konnte in aller Ruhe weitergehen. Dachte sie zumindest …
„Ich hab‘ doch noch gar nichts gesagt!“
Verdammt! Sie hätte rennen sollen, so schnell sie konnte. Vielleicht konnte sie das ja noch? Doch dann hörte sie das gleiche Geräusch erneut – verflucht, hatte der eigentlich Asthma oder wieso röchelte der jedes Mal so, bevor er einen zu quatschte?
„Du wolltest aber.“
Wieder abgewürgt. Wieder lag sie daneben.
„Ein einfaches 'Hallo' wird ja noch erlaubt sein, oder?“
„Hallo.“
Noch bevor der Kerl mit den rotblonden Haaren reagieren konnte, machte Hazel einen weiteren Schritt auf ihre Haustür zu und damit die herrliche Erlösung. Doch zu früh gefreut …
„Sakurai-san fragte nach dir …“
Gnrgh!
Die junge Frau hielt inne, drehte sich jedoch nicht zu ihrem Mitschüler herum, an dessen Namen sie sich noch immer nicht erinnern konnte.
„Schön für sie?“
Was hätte es sie interessieren sollen? Nur eine weitere Person aus ihrer Klasse, mit der sie nicht zu tun haben wollte.
„Wenn sie was will, kann sie ja versuchen mich zu erreichen.“
Sie würde ohnehin nicht antworten. Weder ihr noch sonst wem aus dieser Schule.
Mit diesen Worten huschte die Oberschülerin förmlich zu ihrer Tür, zeigte dabei mit ihrer Körperhaltung mehr als deutlich, dass das Gespräch für sie beendet war und verschwand in ihrer Wohnung.
Freiheit! Wohlige und unendliche Freiheit!

„Taiyaki?“
Nein, sie hatte keinen Hunger und wollte sich etwas bestellen. Tatsächlich sprach sie den Otter an, die sich in ihrem Holophone eingenistet hatte, welches sie in diesem Moment wieder aus ihrer Tasche zog.
„Kawa?“
Prompt kam die Antwort, wie sie es eben von einer gut programmierten VI erwartet hatte. Noch während sie sich den Jogginganzug vom Körper streifte, diesen einfach über den nächstbesten Stuhl warf und geradewegs in das Wohnzimmer stapfte, balancierte sie das Gerät in ihrer Linken. Kein leichtes Unterfangen, wenn man sich beim Gehen entkleiden wollte. Nur mit Unterwäsche und Shirt bekleidet ließ sich Hazel schlussendlich auf ihre Couch fallen, das Holophone noch immer in der Hand.
„Für heute keine Anrufe oder sonst was in der Art.“
Sie war müde von den vielen Menschen, der anstrengenden Unterhaltung einige Minuten zuvor und der Tatsache, dass sie die nächste Zeit nicht einmal in ihrer Wohnung sicher sein würde vor diesem Dai Shi. Furchtbare Sache ...
„Und die Mail? Sie ist als wichtig gekennzeichnet.“
Oh, da war ja noch was ...
Wichtig, hm? Spam konnte es nicht sein, ließ sie diesen doch von dem kleinen Otter sofort löschen. Ansonsten hatte aber auch niemand außer ihrem Vater ihre Adresse. Der rief sie jedoch grundsätzlich lieber an, als ihr eine unpersönliche Mail zukommen zu lassen.
„Von?“
„Nonomoto Enterprises.“
Nono-was?!
Also ... natürlich wusste sie, wer oder was Nonomoto Enterprises war. Doch in diesem Moment wollte sich der Einzelgängerin nicht wirklich erschließen, weshalb solch eine Firma einen Grund gehabt hätte, ihr eine Mail zu schreiben. Wurde ihr Account bei Belendiel gelöscht, weil sie nicht so oft spielte? Nein ... So selten war sie nun auch nicht online. Am Ende war es aber ohnehin unsinnig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wenn sie dafür doch nur die Mail lesen musste.
„Aufrufen ...“
Fast schon interessiert begann sie zu lesen ...

„Nein ...“
Wollten die sie auf den Arm nehmen?
Kurz davor zu fragen - wenn es nicht viel zu anstrengend gewesen wär - ob einer der Mitarbeiter sich das falsche Zeug reingezogen hatte, unter einer Lebensmittelvergiftung litt oder gar beim Einschlafen am Arbeitsplatz mit seinem krummen Zinken auf den falschen Knopf gekommen war, starrte die Oberschülerin auf die holographischen Buchstaben. Der Otter, mit dem Namen einer Süßspeise, schwamm derweil unter der Nachricht hin und her, wovon sich Hazel jedoch nicht ablenken lies.
„Soll ich eine Absage schicken?“
Stille. Für einen Moment.
Dai Shi. Eine furchtbare Sache, noch immer.
„Nein.“

Annalena
06.09.2014, 17:16
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Yuudai führte seinen Engel in sein ganz privates Reich. In diesem Teil des Hauses hatte niemand Zutritt. Nicht einmal seine Angestellten. Man mag es nicht glauben, aber er machte sogar selbst sauber. Akari ist die erste Person, die diese Räume zu sehen bekommt. Er führte sie ins Esszimmer, in dem der Tisch schon gedeckt war. Akari sah sich um. Auf den ersten Blick sah es wie ein Raum aus dem späten 20. Jahrhundert aus. Es gab keine Technik hier, zumindest konnte man nichts sehen. Yuudai zog einen Stuhl heraus auf dem die junge Frau Platz nahm.

Er öffnete eine Flasche Wein aus der er beide Gläser füllte. Dann setzte er sich auf den Stuhl gegenüber Akari. Das Essen roch sehr lecker. „Ich habe es selbst gekocht. Lass es dir schmecken.“ Akari war beeindruckt, doch das würde sie niemals zugeben. Sie nahm die Stäbchen und begann zu Essen. Als sie den ersten Bissen in den Mund schob schloss sie genüsslich die Augen. Das schmeckte traumhaft. Yuudai beobachtete genau ihre Reaktion und war zufrieden. All das Planen trug endlich Früchte. Der erste Schritt um Akari für immer an seine Seite zu binden war getan.

Schweigend genossen sie ihr Mahl. Akari hatte kein Interesse daran ein Gespräch mit ihm zu führen. Yuudai selbst war im Moment zufrieden Akari in seiner Nähe zu haben. Doch irgendwann war selbst das längste Mahl zu Ende. Er führte Akari in seinen gemütlichen Wohnbereich wo sie es sich auf dem großen Sofa bequem machte. Yuudai setzte sich so nah neben sie, dass sie seine Körperwärme spürte. Instinktiv rückte sie etwas von ihm weg. Der junge Mann lächelte nur amüsiert.

„Kommen wir endlich zum Geschäft, Fushida-sama. Warum glauben Sie, dass ich Selbstmord üben will?“ Yuudai streckte eine Hand aus um mit einer Locke von Akaris Haar zu spielen. Irritiert schlug sie seine Hand beiseite. „Ich bitte Sie den nötigen Abstand zu wahren, Fushida-sama.“ Der junge Mann seufzte leise und rückte näher an sie heran. Sie war sehr stur, das musste er ihr lassen. Doch das würde seinen Sieg umso mehr versüßen.

„Gut. Dann sprechen wir über das Geschäft. Obwohl ich an viel angenehmere Dinge denken könnte um diesen wunderbaren Abend ausklingen zu lassen.“ Akari spürte wie sein Atem ihr Ort kitzelte als er sprach und sie hatte große Probleme sich zu konzentrieren. Als er aufstand und sich von ihr entfernte war sie sogar etwas enttäuscht. Was tat dieser Mann ihr nur an? Als er zurückkam hatte er zwei MNEs in den Händen. Eine gab er ihr und sie sah sich diese an. Akaris Augen weiteten sich. Dieses Modell hatte sie noch nie gesehen. Fragend blickte sie Yuudai an. Er lächelte sie an. „Das ist eine mobile Neuraleinheit, die es nicht auf dem Markt gibt und nie geben wird. Es ist eine innovative Erfindung, die nur wenige ausgewählte Personen von Nonomoto Enterprises ausgehändigt bekommen. Diese ist für dich. Ein Geschenk, wenn du so willst.“

Neugierig untersuchte Akari diese MNE. Auf den ersten Blick konnte sie aber nicht erkennen was so besonders an ihr war. „Ich werde dir später erklären was genau so besonders an ihr ist. Doch erst einmal aktiviere sie bitte.“ Akari setzte sie auf und tat was er gesagt hatte. Auch Yuudai setzte seine auf und aktivierte sie. Er gab ein paar Kommandos und vor Akaris Augen erschien eine Art Akte. Akari hatte keine Mühe diese zu öffnen, da diese Funktion nicht anders war als bei normalen MNEs. Als sie den Inhalt überflog wurde sie kreidebleich. Das war ihre Kriminalakte. In ihr war alles aufgeführt, was sie getan hatte. Dort standen nicht nur ihre Hackerangriffe sondern auch andere Delikte. Selbst der Diebstahl eines Kaugummis, den sie begangen hatte als sie 14 Jahre alt war, stand in der Akte.

„Wie du siehst, meine Schöne, gibt es sehr wohl einen Grund warum du an Dai Shi teilnehmen solltest. Diese Akte ist der Polizei nicht bekannt. Es war nicht schwer all diese Taten vor der Polizei geheim zu halten. Warum, glaubst du, wurdest du noch nie erwischt? Ich war der Grund.“ Akari zitterte wie Espenlaub. Er hatte sie in der Hand. Dieser Mistkerl musste nicht aussprechen was er tun würde, wenn sie nicht zusagen würde. Was sollte sie tun? Ins Gefängnis gehen, und mit ihrer Verbrechensakte würde das sicherlich lebenslang bedeuten, oder bei Dai Shi mitmachen?

Akari deaktivierte ihre MNE, nahm sie ab und legte sie auf den Tisch. Mit wackligen Knien stand sie auf und lief auf die Tür zu. Eine warme Hand auf ihrer Schulter stoppte sie. „Wir sind noch nicht fertig meine Schöne.“ Akari antwortete mit leiser Stimme. „Was wollen sie noch, Fushida-sama?“ Er sagte nichts und nahm nur ihre Hand. Dann legte er die MNE, die er ihr gerade gezeigt hatte, und legte sie in ihre offene Hand. Automatisch schloss sie ihre Finger darum. Bevor er jedoch ihre Hand wieder losließ führte er sie zu seinem Mund und küsste die Innenseite ihres Handgelenks. Akaris Herz klopfte etwas schneller bei dieser Berührung.

„Wir sehen uns hier morgen früh punkt 8:00 Uhr, meine Schöne. Ich wünsche dir noch eine angenehme Nacht.“ Wütend schnappte sie ihr Tuch und stürmte aus dem Haus. Doch nicht bevor sie mit ihrem Mittelfinger Yuudai zeigte, was genau sie von ihm hielt. Sein Lachen folgte ihr und hallte noch lange in ihren Ohren.

Sobald sie aus seinem Blickfeld verschwunden war ließ er keine Sekunde verstreichen und aktivierte sein MNE. Ein paar Befehle später sah er Akari wie sie mit schnellen Schritten die Straße herunterlief. Alles lief besser als er dachte.

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Yuudai hätte Akari gerne weiter genauer beobachtet, aber er hatte einen Job zu tun. Er legte seinen Live-Stream von Akari auf einen der Monitore seines Rechners bevor er den Anruf mit seiner MNE tätigte. Die Holographie zeigte einen Mann, der sich in einem Auto befand. Während er sich auf den Mann konzentrierte hatte er jedoch aus dem Blickwinkel immer Akari im Auge. „Nagai-san“, begrüßte er den Mann. „Fushida-sama? Was will der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von mir?“

Yuudai blickte den aufgeregten Mann kalt an. „Nonomoto Enterprises hat entschieden, dass Sie nicht mehr benötigt werden. Wir mögen es gar nicht, wenn man versucht uns zu betrügen.“ Nagai wurde kreidebleich. „Ich… ich weiß nicht wovon Sie reden.“ Yuudai lehnte sich zurück. „Tatsächlich?“ Yuudai schickte Nagai ein paar Dateien. Dieser öffnete sie und wurde noch bleicher.

„Das… das… ich kann das erklären. Bitte. Ich wollte nicht…“ „Sparen Sie sich Ihre Ausflüchte, Nagai. Sie haben versucht die Kandidatenliste für Dai Shi zu manipulieren. Haben Sie wirklich geglaubt Nonomoto Enterprises bekommt das nicht heraus?“ Der Mann im Auto fing an zu schwitzen. „Ich wurde erpresst. Meine Familie…“ Yuudai unterbrach ihn. „Das ist mir bekannt. Das Sie sich erpressen lassen ist erbärmlich. Die Interessen von Nonomoto Enterprises stehen über allem. Selbst über dem Leben Ihrer Frau und Ihres ungeborenen Kindes.“

Nagai sank zu Boden. Tränen liefen über seine Wangen. „Bitte!“ Yuudai gab ein paar Befehle in seinem Computer ein. „Danke für Ihre Arbeit bei Nonomoto Enterprises. Ich werde dafür sorgen, dass Ihrer Frau das aufrichtige Beileid von Nonomoto Enterprises überbracht wird.“ Ein Aufschrei seines Fahrers lenkte Nagai ab. „Das Auto lässt sich nicht mehr kontrollieren. Die ganze Elektronik spielt verrückt.“ Verzweifelt versuchte der Fahrer das Auto in den Griff zu bekommen, doch nichts gehorchte ihm mehr. Mit weit aufgerissenen Augen wandte sich Nagai an Yuudai. „Fushi…“ Ein lautes Knacken unterbrach die Verbindung. Yuudai hackte sich in diverse Sicherheitssysteme und löschte alle Spuren, die ihn mit dem Unfall von Ginzou Nagai in Verbindung bringen könnten.

Nachdenklich betrachtete er Akari, die gerade bei sich zu Hause angekommen war. Er wechselte den Live-Stream und konnte nun ihre Wohnung sehen. Er lächelte als er sah wie wütend sie noch war.

Ein Chat meldete sich über die Hochsicherheitsleitung an. Yuudai nahm ihn sofort entgegen.


Cobra: Ich habe es gerade in den Nachrichten gesehen. Gute Arbeit.

Weißer Wolf: Ich habe nur getan was getan werden musste.

Cobra: Natürlich. So wie jeder Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises es tun sollte. Die Erpresser?

Weißer Wolf: Sie werden uns nicht mehr belästigen.

Cobra: Wie läuft die Rekrutierung von Ito?

Weißer Wolf: Ich arbeite daran. Doch alles läuft nach Plan.

Cobra: Gut. Es war eine Schande, dass wir Hiroto nicht rekrutierten konnten.

Weißer Wolf: Das war wirklich bedauerlich. Doch sein Schützling ist um Welten besser als er.

Cobra: Ich vertraue auf Ihr Urteilsvermögen. Enttäuschen Sie mich nicht. *logout*


Yuudai blickte nachdenklich in die Ferne. Offiziell war er der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises kurz ASCK. Nur die oberste Chefetage der Firma wussten um seine Tätigkeit als Hacker und seiner Identität als Weißer Wolf. Sie bedienten sich seiner speziellen Fähigkeiten um gewisse Dinge nach ihren Wünschen zu erledigen. Doch das machte ihm nichts aus. Sie mögen alles wissen, doch auch er weiß viel. Was genau behielt er natürlich für sich. Wer weiß wann er sein Wissen mal gebrauchen könnte?

Er unterbrach seine Gedankengänge als er sah wie Akari zur Tür ging. Er holte den Live-Stream von ihr wieder auf sein MNE und stellte den Ton an. Yuudai wollte auf keinen Fall verpassen wie sie auf das was kommt reagiert.

Neclord
07.09.2014, 16:05
http://upload.worldofplayers.de/files9/110.png

Ah, die Großstadt. Wo warst du nur all die Jahre meine Schöne?!
Vincent ging durch die Fußgängerzone und warf seine Blicke abwechselnd zu beiden Seiten. Werbeschilder und Banner mit Farben der unterschiedlichsten Töne zogen die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich. Die Massen bewegten sich wie Zombieheere von einer Straßenseite zur nächsten, Radfahrer schlängelten sich durch das Gemenge mit riskanten Manövern.
Dieser Ort war ganz anders als seine Heimat in Italien. Dort wo verträumte Landschaften sich aneinander schmiegten und Weinreben auf den Aufgang des goldenen Feuerballs warteten.

Hier in Tokyo bewegte sich die Zeit in einer völlig anderen Geschwindigkeit. Diese Stadt wirkte wie ein gigantischer Ameisenhügel. Im ersten Moment erzeugte es Verwirrung in seinem Schädel, doch bei genauer Betrachtung war es ihm ebenso klar, dass es hier wesentlich einfacher sein würde unentdeckt ein paar Leute über den Tisch zu ziehen. Der Talentsucher, der ihn vor einigen Jahren hierher gebracht hatte, konnte Vincent erfolgreich für die Abendshow verpflichten, wo er ein paar einfache Zaubertricks der Menge vorführte. Doch heute war sein erster Tag im Zentrum der Großstadt. Zuvor hatte er überwiegend am Rande der Stadt gelebt und in einer bescheidenen Wohnung japanisch gelernt.

Als seine Schritte sich im Einklang mit den Menschenmassen dieser Zone befand, erblickte er plötzlich eine Kleinigkeit am Rande eines Schaufensters. Er ging näher heran und wurde von den bunten Lichtern der Reklametafel förmlich verschlungen. Es war ein Lokal, dessen riesiger Bildschirm gerade eine scheinbar wichtige Übertragung übermittelte. Vincent ging zum Eingang, beanspruchte einen Platz am Tresen für sich und bestellte ein Getränk. Sein japanisch war noch nicht makellos, also steckte er sich die Neuraleinheit ins Ohr um sich bei der Übersetzung dieser Verkündung helfen zu lassen.

"Weltweit wurde ja schon geraume Zeit spekuliert, wann der nächste Event anstehen würde. Sei es durch die User unseres Produktes 'Belendiel' gewesen oder in diversen Foren und Netzwerken oder in den Medien.

Belendiel? Hmm.
Der Name war dem Narbengesicht ein Begriff. Selbst in der hintersten Ecke seiner italienischen Provinz erklang der Name dieses Videospiels. Ein Zeichen dafür, wie allgegenwärtig der Einfluss von Nonomoto Enterprises ist.

Deshalb möchte ich ohne Umschweife verkünden, dass Nonomoto Enterprises den Spekulationen nun ein ende bereiten kann und den wartenden Menschen den Event geben möchte, nachdem sie verlangen! Sie wissen natürlich über welchen Event ich hier spreche: Dai Shi! Richtig, wir von Nonomoto Enterprises bestätigen nun offiziell, dass der nächste Dai Shi event starten wird. Als Eröffnungstermin für den Server haben wir den 13. Mai 2050 festgelegt, also in einer Woche. Die genaue Uhrzeit wird 13:13 Uhr sein, nach Greenwich Standardzeit."

Eine erweiterte Version eines Kartenspiels also, klingt interessant. Betrügerische Aktionen nehmen dort sicherlich ganz neue Dimensionen an.
Doch dann kam dem Mann wieder in den Sinn, dass er einen Freund durch das vergangene Dai Shi Event verloren hatte. Damals wusste Vincent noch nicht wirklich, um was es dabei genau ging. Doch als Stratege war es auch seine Pflicht, über jedes Risiko ausgiebig nachzudenken und alles sorgfältig zu kalkulieren.
Vincent hatte schließlich genug gehört und eine Entscheidung getroffen. Er erhob sich von seinem Platz, bezahlte das Getränk und machte sich auf den Weg nach Hause. Keine Chance, ich werde mein sicheres Gewerbe nicht einfach aufgeben für ein solches, mörderisches Event. Zwar hatte ich beim Autounfall damals einen Schutzengel an meiner Seite, doch das Glück wird mir kein zweites Mal hold sein...

Während er in Gedanken versunken den Heimweg antrat, bemerkte der junge Mann nicht, wie ein schwarzer Mantelträger sich seiner Geschwindigkeit anpasste und die Verfolgung aufnahm.

Annalena
07.09.2014, 19:01
http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Yuudai hätte Akari gerne weiter genauer beobachtet, aber er hatte einen Job zu tun. Er legte seinen Live-Stream von Akari auf einen der Monitore seines Rechners bevor er den Anruf mit seiner MNE tätigte. Die Holographie zeigte einen Mann, der sich in einem Auto befand. Während er sich auf den Mann konzentrierte hatte er jedoch aus dem Blickwinkel immer Akari im Auge. „Nagai-san“, begrüßte er den Mann. „Fushida-sama? Was will der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von mir?“

Yuudai blickte den aufgeregten Mann kalt an. „Nonomoto Enterprises hat entschieden, dass Sie nicht mehr benötigt werden. Wir mögen es gar nicht, wenn man versucht uns zu betrügen.“ Nagai wurde kreidebleich. „Ich… ich weiß nicht wovon Sie reden.“ Yuudai lehnte sich zurück. „Tatsächlich?“ Yuudai schickte Nagai ein paar Dateien. Dieser öffnete sie und wurde noch bleicher.

„Das… das… ich kann das erklären. Bitte. Ich wollte nicht…“ „Sparen Sie sich Ihre Ausflüchte, Nagai. Sie haben versucht die Kandidatenliste für Dai Shi zu manipulieren. Haben Sie wirklich geglaubt Nonomoto Enterprises bekommt das nicht heraus?“ Der Mann im Auto fing an zu schwitzen. „Ich wurde erpresst. Meine Familie…“ Yuudai unterbrach ihn. „Das ist mir bekannt. Das Sie sich erpressen lassen ist erbärmlich. Die Interessen von Nonomoto Enterprises stehen über allem. Selbst über dem Leben Ihrer Frau und Ihres ungeborenen Kindes.“

Nagai sank zu Boden. Tränen liefen über seine Wangen. „Bitte!“ Yuudai gab ein paar Befehle in seinem Computer ein. „Danke für Ihre Arbeit bei Nonomoto Enterprises. Ich werde dafür sorgen, dass Ihrer Frau das aufrichtige Beileid von Nonomoto Enterprises überbracht wird.“ Ein Aufschrei seines Fahrers lenkte Nagai ab. „Das Auto lässt sich nicht mehr kontrollieren. Die ganze Elektronik spielt verrückt.“ Verzweifelt versuchte der Fahrer das Auto in den Griff zu bekommen, doch nichts gehorchte ihm mehr. Mit weit aufgerissenen Augen wandte sich Nagai an Yuudai. „Fushi…“ Ein lautes Knacken unterbrach die Verbindung. Yuudai hackte sich in diverse Sicherheitssysteme und löschte alle Spuren, die ihn mit dem Unfall von Ginzou Nagai in Verbindung bringen könnten.

Nachdenklich betrachtete er Akari, die gerade bei sich zu Hause angekommen war. Er wechselte den Live-Stream und konnte nun ihre Wohnung sehen. Er lächelte als er sah wie wütend sie noch war.

Ein Chat meldete sich über die Hochsicherheitsleitung an. Yuudai nahm ihn sofort entgegen.


Cobra: Ich habe es gerade in den Nachrichten gesehen. Gute Arbeit.

Weißer Wolf: Ich habe nur getan was getan werden musste.

Cobra: Natürlich. So wie jeder Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises es tun sollte. Die Erpresser?

Weißer Wolf: Sie werden uns nicht mehr belästigen.

Cobra: Wie läuft die Rekrutierung von Ito?

Weißer Wolf: Ich arbeite daran. Doch alles läuft nach Plan.

Cobra: Gut. Es war eine Schande, dass wir Hiroto nicht rekrutierten konnten.

Weißer Wolf: Das war wirklich bedauerlich. Doch sein Schützling ist um Welten besser als er.

Cobra: Ich vertraue auf Ihr Urteilsvermögen. Enttäuschen Sie mich nicht. *logout*


Yuudai blickte nachdenklich in die Ferne. Offiziell war er der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises kurz ASCK. Nur die oberste Chefetage der Firma wussten um seine Tätigkeit als Hacker und seiner Identität als Weißer Wolf. Sie bedienten sich seiner speziellen Fähigkeiten um gewisse Dinge nach ihren Wünschen zu erledigen. Doch das machte ihm nichts aus. Sie mögen alles wissen, doch auch er weiß viel. Was genau behielt er natürlich für sich. Wer weiß wann er sein Wissen mal gebrauchen könnte?

Er unterbrach seine Gedankengänge als er sah wie Akari zur Tür ging. Er holte den Live-Stream von ihr wieder auf sein MNE und stellte den Ton an. Yuudai wollte auf keinen Fall verpassen wie sie auf das was kommt reagiert.

http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Akari benutzte kein Taxi um nach Hause zu kommen. Es war zwar ein langer Weg zu ihr nachhause, aber sie brauchte die Zeit um den Kopf klar zu bekommen. Die frische Luft tat ihr auch gut. Das war ein ganz schöner Schlamassel in dem sie sich befand. Yuudai hatte sie ziemlich in die Ecke gedrängt. Es musste doch einen Weg geben aus allem herauszukommen. Akari seufzte leise. Als sie in Ihrer Straße ankam ist ihr immer noch nichts eingefallen. Das durfte doch nicht wahr sein. Wütend stapfte sie die Treppe nach oben zu ihrer Wohnung.

Sie legte ihren Mantel und ihr Tuch ab nachdem sie die Wohnung betreten hatte. Akari lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab und raufte sich die Haare. Gedankenverloren ging sie zu ihrem Computer und schaltete ihn an. Vielleicht gelang es ihr ja die Sperrung ihrer Konten rückgängig zu machen. Der Weise Wolf mag zwar der Beste sein, aber auch sie war eine nicht zu unterschätzende Hackerin. Bevor sie sich jedoch vor ihren Rechner setzen konnte klingelte es an der Tür.

Akari nahm ihre Pistole und ging zur Tür um durch den Spion zuschauen. Ihr neues MNE konnte sie noch nicht benutzen, da sie es noch nicht eingerichtet hatte. Außerdem war sie sich noch nicht sicher ob sie es überhaupt nutzen wollte ohne es vorher auf irgendwelche Spionagesoftware zu untersuchen. Vor der Tür stand ihr Vermieter. Sie steckte die Pistole weg und wunderte sich, was er wollte. Die junge Frau öffnete die Tür. Ihr Vermieter starrte sie verwundert an. Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie ihr Tuch schon abgelegt hatte und ein Abendkleid trug. Doch das war jetzt auch schon egal.

„Kann ich Ihnen helfen? Die letzte Miete habe ich doch bezahlt.“ Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Konten noch nicht gesperrt. Ihr Vermieter fasste sich wieder. „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich die Kündigung ihrer Wohnung akzeptiere. Es kam etwas unerwartet und ziemlich kurzfristig, aber ich habe schon einen Nachmieter für ihre Wohnung gefunden.“ Akari blinzelte ihn verwundert an. „Was? Ich habe nichts dergleichen getan. Wie kommen Sie darauf, dass ich die Wohnung gekündigt habe?“

Ihr Vermieter rief etwas an seinem tragbaren Tablet auf und zeigte es ihr. Neugierig sah sie sich das an. Da war tatsächlich ihre Kündigung der Wohnung. Einschließlich ihrer digitalen Signatur. „Können Sie mir es auf dem Rechner schicken? Meine Daten haben sie ja.“ Der Vermieter tat wie ihm geheißen und sandte die Kündigung auf ihren Rechner. Dann nickte er ihr zu. „Bis morgen früh 8:00 Uhr muss die Wohnung geräumt sein. Danke, dass sie meine Mieterin waren.“ Dann drehte er sich um und entfernte sich.

Akari eilte sofort zu ihrem Rechner und setzte sich davor. Wie konnte das passieren? Als Erstes überprüfte sie die Echtheit. Sie fluchte leise als sie feststellte, dass die Signatur echt war. Danach hackte sie sich in die Rechner der zuständigen Behörde. Doch so gründlich sie auch suchte, sie konnte nichts finden. Sie war kurz davor ihre Faust in den Monitor zu schlagen als ihr neues MNE ein Telefonat ankündigte. Akari stöhnte leise, denn es konnte nur einen geben, der sie auf ihrem neuen MNE anrufen konnte. Missmutig nahm sie das Gespräch an.


„Kann ich zu dieser späten Stunde noch etwas für Sie tun, Fushida-sama?“

„Ich habe von deinem kleinen Problem erfahren, meine Schöne. Es ist wirklich bedauerlich, dass du deine Wohnung verloren hast. Wohnungen sind heutzutage sehr schwer zu bekommen.“

„Sie! Sie waren das. Warum haben Sie das getan?“

„Ich habe keine Ahnung wovon du redest, meine Schöne.“

„Unsinn. Ich habe die Wohnung nicht gekündigt. Das müssen Sie gewesen sein. Genauso wie Sie meine Konten gesperrt haben, nur damit ich an diesem blöden Online-Spiel teilnehmen.“

„Nehmen wir mal an, dass ich es getan hätte und ich sage nicht dass ich es war, was würdest du dagegen tun?“

„…“

„Wie es der Zufall will habe ich eine wunderschöne Wohnung zu vergeben. Hast du Interesse daran?“

„Nein.“

„Dann willst du auf der Straße schlafen? Was würde passieren wenn deine Sachen gepfändet werden? Könntest du ohne deinen Rechner und dein MNE deiner Arbeit nachgehen?“

„Verdammter Mistkerl.“

„Morgen Früh 6:00 Uhr wird dich jemand abholen. Keine Sorge, meine Schöne, deine neue Wohnung wird dir gefallen.“

„Ich habe wohl keine Wahl.“

„Nein, die hast du nicht. Vielleicht solltest du anfangen zu packen. Bis zum Morgengrauen ist es nicht mehr lang. Wir sehen uns morgen früh, meine Schöne.“


Akari beendete das Gespräch. Es schien, dass es tatsächlich kein Entkommen von Yuudai Fushida und Nonomoto Enterprises gab. Doch sie würde eine Möglichkeit finden sich ihren Fängen zu entziehen.

Die junge Frau sah sich in ihrer Wohnung um. Es gab nicht viel einzupacken. Alle Möbel gehörten dem Vermieter, da sie die Wohnung möbliert gemietet hatte. Widerwillig machte sie sich an die Arbeit.

Yuudai lächelte. Der nächste Schritt in seinem Plan war geschafft.

Önee-sama
07.09.2014, 21:55
Begegnungen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt%21?p=23338486&viewfull=1#post23338486)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto war nicht gerade für ihre Geduld bekannt. Auch wenn sie sich in Gedanken natürlich die wichtigen Fragen gestellt hatte, so wartete sie nicht wirklich auf eine Antwort.
"Ich weis ja nicht, für wen oder was sie sich halten, Smith-kun... ABER: Als wenn ich irgendetwas darauf geben würde! Glauben sie ja nicht, ich lasse mich einschüchtern!!!"
Sie drohte den Männern mit ihrer freien Hand, die sie zu einer Faust ballte. Gleichzeitig befahl sie ihrer MNE den Notruf zu wählen.
"Gleich können sie der Polizei von ihren Wünschen erzählen!!!"
Schließlich leuchtete das Display ihrer MNE auf und...
Zeigte einen schwarzen Bildschirm! Dann kam ein ihr bekannter Anime-Charakter zum Vorschein, der sie wissentlich anlächelte und ihr folgendes mitteilte.
"Ich bedauere die Umstände, Miss Yamato, in denen ich ihnen eine kleine Kostprobe meines Könnens zeige. Auch wenn der Zeitpunkt ein wenig zu wünschen übrig lässt, so hoffe ich dennoch, dass wir uns einmal unter besseren Vorzeichen persönlich kennen lernen können."
Mit offenem Mund starrte Makoto auf den Anime-Charakter. Etwas konsterniert, wusste sie nicht sofort, wie es weiter gehen sollte. Dann nahm sie die MNE ab und sah die drei Gestalten in dem Wohnzimmer ihres Elternhauses an. Die beiden stämmigen Gorillas standen immer noch zu beiden Seiten des Sessels ihres Vaters, während der eine Kerl, der sich Smith-kun nannte, ungeniert darin räkelte und sie angrinste.
"Probleme mit der Verbindung, Miss Yamato? Das ist doch etwas, was in unserer Zeit gar nicht möglich erscheint..."
Makoto kochte vor Wut! Durch seine Sonnenbrille, konnte sie sein Gesicht nicht lesen, was sie noch wütender machte. Also trat sie die Flucht nach vorne an!
"Ha! Verbindungsprobleme? Wahrscheinlich nur ein Fehler in der neuen MNE! Aber ich habe auch noch andere Möglichkeiten! Computer: Wähle den Notruf! SOFORT! Die 'Gäste' in unserem Haus haben sich dazu entschieden, sich hinaus begleiten zu lassen!!!"
"Nee-san, ich habe-"
Nana meldete sich zu Wort, doch Makoto ließ sie nicht ausreden.
"Schhhhh... ich habe alles unter Kontrolle! Die Herren werden uns gleich wieder verlassen!"
So selbstsicher sie auch klang, ein wenig machten sich erste Zweifel bei ihr breit. Die auch durch die Meldung der allgemeinen VI des Hauses angebracht schienen.
"Es tut mir leid, der Befehl ist nicht bekannt."
WAS!? Haben die denn alle Kanäle aus dem Haus bedacht!?
Ihre Fassade der Überlegenheit begann immer mehr zu bröckeln. Den schleimigen Typen auf dem Sessel schien das sichtlich zu amüsieren, so, wie er sie angrinste.
Mist! Eigentlich wollte ich meine persönliche VI NIEMALS vor Nana aufrufen!!! Aber diese Typen lassen mir keine andere Wahl!!!
Makoto hatte sich eine persönliche VI einrichten lassen, sobald ihre Eltern ihr genug darüber beigebracht hatten. In erster Linie sollte diese VI sie daheim unterstützen. Daneben war die VI mit einer unabhängigen Leitung nach draußen versehen, falls sie jemals Hilfe herbeirufen müsse. Gleichzeitig war die VI sehr programmierbar - was Makoto dazu genutzt hatte, aus ihrer VI ein Ebenbild ihrer Schwester Nana zu machen! Denn, wenn Nana mal längere Zeit weg war, galt es doch, diese Lücke zu füllen!
"Nana 2! Wähle SOFORT den Notruf!!! Und sag denen, die sollen sich beeilen!!! Ich bin ziemlich gereizt!"
Normalerweise würde jetzt holographisch ihre Schwester materialisieren, so, wie sie von den Göttern geschaffen wurde! Während Makoto noch kurz betete, dass Nana darüber hinwegsehen würde, entstand auch schon ein holographisches Abbild ihrer kleinen Schwester...
Was zum...
Was dort materialisierte, war aber nicht das, was Makoto als ihre persönliche Haus-VI kannte! Vielmehr war es ein Abbild von Nana, das in Bandagen gehüllt war, so, als hätte die VI einige Verletzungen von sich getragen! Zudem kniete sie auf dem Boden und hatte eine schwere Eisenkette an einem unangenehm wirkenden Halsband an sich! Dann ertönte auch schon die Stimme der VI.
"Es tut mir leid, Onee-sama, aber ich kann diesem Befehl nicht nachkommen. Zur Zeit bin ich auf dieses Haus beschränkt. Zudem soll ich ihnen mitteilen, das sie mir doch eine angemessene Garderobe zukommen lassen möchten, auf dass ich auch für Gäste vorzeigbar bin."
Makoto war sprachlos. Alle Möglichkeiten, den Notruf zu wählen, waren damit ausgeschöpft. Diese Kerle hatten wirklich an ALLES gedacht.
"Nee-san?"
Nana's fragender Blick holte sie aus ihrer Starre.
Nein! Es ist schon ok. Deine große Schwester wird immer auf dich aufpassen! Ich lasse nicht zu, dass diese Kerle damit durchkommen!
"Glaubt nicht, dass wirft mich zurück! Ich habe trotzdem keine Angst vor ihnen, Smith-kun!!!"
Sie tätschelte Nana einmal liebevoll über deren Kopf, dann ließ sie ihre Schwester stehen und schritt auf die Kerle zu.
"Kümmert euch um die Furie. Aber seid sanft. Schließlich haben wir eine Übereinkunft mit ihrer kleinen Schwester."
"Ich weis ja nicht, was sie sich einbilden, aber zur Not, schmeiße ich sie persönlich raus..."
Makoto war sich aber nicht mehr sicher, ob sie das auch bewerkstelligen konnte. Die beiden Gorillas in ihren grauen Anzügen bewegten sich auf sie zu, um sie abzufangen. Makoto tat zumindest nach außen hin so, als ob es sie nicht einschüchtern würde, dabei hatte sie innerlich eigentlich überhaupt keine Zuversicht mehr, da sich zwei große Kerle, die gut und gerne über zwei Meter groß waren, auf sie zu bewegten.
"Wagt es mich anzufassen! Dann beraut ihr den heutigen Tag!"
Dennoch griff einer der Beiden nach ihr. Was sie nicht auf sich sitzen lassen konnte. Immerhin ging es um ihre Schwester. Zudem wusste sie nicht, wie viel daran stimmte, was wegen ihren Eltern war. Also schlug sie mit ihrer Faust auf einen der Kerle ein...
Was sich anfühlte, als würde sie den Fujiyama versuchen zu schlagen! Der Kerl zeigte sich unbeeindruckt und hob sie mit einem Arm vom Boden auf.
"Was? Lasst mich los! Wenn ihr mich nicht sofort runter lasst, dann könnt ihr was erleben!"
Makoto schlug und trat jetzt einfach wild um sich, was den einen Kerl aber völlig kalt ließ. Stattdessen wandte er sich zu seinem Vorgesetzten im Sessel.
"Boss?"
"Na, warte noch einen kurzen Moment, biss sich die große Schwester beruhigt hat. Danach können wir mit ihr doch hoffentlich in aller Offenheit besprechen, was mit ihren Eltern ist und wozu sich die gute Miss Nana Yamato bereit erklärt hat!"
Dennoch dauerte es etwa eine geschlagene Viertelstunde, die Makoto brauchte, um sich zu beruhigen. Was eher daran lag, dass ihr nach dieser Zeit einfach die Energie ausging. Denn sie erschöpfte sich daran, abwechselnd die drei Kerle zu verfluchen, zu beleidigen und dabei wild um sich zu Schlagen und zu Treten! Die beiden Gorillas wechselten sich im 5 Minutentakt damit ab, sie hoch zu halten an ausgestreckten Armen, um nicht zu viel ihrer Wut ab zu bekommen. Als Makoto endlich fertig war, setzte man sie auf das große Sofa, direkt neben Nana. Daraufhin wedelte der schleimige Kerl einmal mit seinem Arm.
"Miss Nana Yamato. Möchten sie nicht lieber erklären, was hier vor sich geht? Ich denke, ihnen würde ihre Schwester eher zuhören?"
Makoto, so erschöpft sie auch war, wurde dennoch hellhörig.
"Nana. Was meint er damit? Was ist mit Mutter und Vater?"
"Nee-san. Nonomoto hat unsere Eltern!"
Nana nahm eine der Hände von Makoto in die ihren.
"Mutter und Vater haben Schulden, sagte mir Smith-kun. Aber ich kann ihnen helfen. Ich müsse nur das Dai Shi gewinnen!"
Makoto sah ihre Schwester ob dieser Offenbarung ungläubig an! Das konnte alles nicht wahr sein...

Annalena
08.09.2014, 17:35
http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Akari benutzte kein Taxi um nach Hause zu kommen. Es war zwar ein langer Weg zu ihr nachhause, aber sie brauchte die Zeit um den Kopf klar zu bekommen. Die frische Luft tat ihr auch gut. Das war ein ganz schöner Schlamassel in dem sie sich befand. Yuudai hatte sie ziemlich in die Ecke gedrängt. Es musste doch einen Weg geben aus allem herauszukommen. Akari seufzte leise. Als sie in Ihrer Straße ankam ist ihr immer noch nichts eingefallen. Das durfte doch nicht wahr sein. Wütend stapfte sie die Treppe nach oben zu ihrer Wohnung.

Sie legte ihren Mantel und ihr Tuch ab nachdem sie die Wohnung betreten hatte. Akari lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab und raufte sich die Haare. Gedankenverloren ging sie zu ihrem Computer und schaltete ihn an. Vielleicht gelang es ihr ja die Sperrung ihrer Konten rückgängig zu machen. Der Weise Wolf mag zwar der Beste sein, aber auch sie war eine nicht zu unterschätzende Hackerin. Bevor sie sich jedoch vor ihren Rechner setzen konnte klingelte es an der Tür.

Akari nahm ihre Pistole und ging zur Tür um durch den Spion zuschauen. Ihr neues MNE konnte sie noch nicht benutzen, da sie es noch nicht eingerichtet hatte. Außerdem war sie sich noch nicht sicher ob sie es überhaupt nutzen wollte ohne es vorher auf irgendwelche Spionagesoftware zu untersuchen. Vor der Tür stand ihr Vermieter. Sie steckte die Pistole weg und wunderte sich, was er wollte. Die junge Frau öffnete die Tür. Ihr Vermieter starrte sie verwundert an. Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie ihr Tuch schon abgelegt hatte und ein Abendkleid trug. Doch das war jetzt auch schon egal.

„Kann ich Ihnen helfen? Die letzte Miete habe ich doch bezahlt.“ Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Konten noch nicht gesperrt. Ihr Vermieter fasste sich wieder. „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich die Kündigung ihrer Wohnung akzeptiere. Es kam etwas unerwartet und ziemlich kurzfristig, aber ich habe schon einen Nachmieter für ihre Wohnung gefunden.“ Akari blinzelte ihn verwundert an. „Was? Ich habe nichts dergleichen getan. Wie kommen Sie darauf, dass ich die Wohnung gekündigt habe?“

Ihr Vermieter rief etwas an seinem tragbaren Tablet auf und zeigte es ihr. Neugierig sah sie sich das an. Da war tatsächlich ihre Kündigung der Wohnung. Einschließlich ihrer digitalen Signatur. „Können Sie mir es auf dem Rechner schicken? Meine Daten haben sie ja.“ Der Vermieter tat wie ihm geheißen und sandte die Kündigung auf ihren Rechner. Dann nickte er ihr zu. „Bis morgen früh 8:00 Uhr muss die Wohnung geräumt sein. Danke, dass sie meine Mieterin waren.“ Dann drehte er sich um und entfernte sich.

Akari eilte sofort zu ihrem Rechner und setzte sich davor. Wie konnte das passieren? Als Erstes überprüfte sie die Echtheit. Sie fluchte leise als sie feststellte, dass die Signatur echt war. Danach hackte sie sich in die Rechner der zuständigen Behörde. Doch so gründlich sie auch suchte, sie konnte nichts finden. Sie war kurz davor ihre Faust in den Monitor zu schlagen als ihr neues MNE ein Telefonat ankündigte. Akari stöhnte leise, denn es konnte nur einen geben, der sie auf ihrem neuen MNE anrufen konnte. Missmutig nahm sie das Gespräch an.


„Kann ich zu dieser späten Stunde noch etwas für Sie tun, Fushida-sama?“

„Ich habe von deinem kleinen Problem erfahren, meine Schöne. Es ist wirklich bedauerlich, dass du deine Wohnung verloren hast. Wohnungen sind heutzutage sehr schwer zu bekommen.“

„Sie! Sie waren das. Warum haben Sie das getan?“

„Ich habe keine Ahnung wovon du redest, meine Schöne.“

„Unsinn. Ich habe die Wohnung nicht gekündigt. Das müssen Sie gewesen sein. Genauso wie Sie meine Konten gesperrt haben, nur damit ich an diesem blöden Online-Spiel teilnehmen.“

„Nehmen wir mal an, dass ich es getan hätte und ich sage nicht dass ich es war, was würdest du dagegen tun?“

„…“

„Wie es der Zufall will habe ich eine wunderschöne Wohnung zu vergeben. Hast du Interesse daran?“

„Nein.“

„Dann willst du auf der Straße schlafen? Was würde passieren wenn deine Sachen gepfändet werden? Könntest du ohne deinen Rechner und dein MNE deiner Arbeit nachgehen?“

„Verdammter Mistkerl.“

„Morgen Früh 6:00 Uhr wird dich jemand abholen. Keine Sorge, meine Schöne, deine neue Wohnung wird dir gefallen.“

„Ich habe wohl keine Wahl.“

„Nein, die hast du nicht. Vielleicht solltest du anfangen zu packen. Bis zum Morgengrauen ist es nicht mehr lang. Wir sehen uns morgen früh, meine Schöne.“


Akari beendete das Gespräch. Es schien, dass es tatsächlich kein Entkommen von Yuudai Fushida und Nonomoto Enterprises gab. Doch sie würde eine Möglichkeit finden sich ihren Fängen zu entziehen.

Die junge Frau sah sich in ihrer Wohnung um. Es gab nicht viel einzupacken. Alle Möbel gehörten dem Vermieter, da sie die Wohnung möbliert gemietet hatte. Widerwillig machte sie sich an die Arbeit.

Yuudai lächelte. Der nächste Schritt in seinem Plan war geschafft.

http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Es dauerte tatsächlich nicht sehr lange bis Akari alles gepackt hatte. Sie hatte auch ein paar alte Kisten gefunden, in die sie ihren Rechner, Fernseher und anderen technischen Geräte einpacken konnte. Alles, was sie zusammen gepackt hatte, stand im Wohnzimmer. Sie selbst hatte ihr Abendkleid gegen ein T-Shirt und bequeme Jeans eingetauscht. Akari legte sich auf das Sofa in ihrem Wohnzimmer, doch sie konnte keinen Schlaf finden. Gegen 5:00 Uhr am nächsten Morgen stand sie auf. Kurz vor 6:00 Uhr war sie mit ihrer Morgentoilette fertig. Sie hatte es sogar noch geschafft zu duschen. Gerade als sie die Schnürsenkel von ihren Turnschuhen zugebunden hatte klingelte es an der Tür.

Seufzend ging sie zur Tür und öffnete sie. Davor stand kein anderer als Yuudai. „Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich meine Schöne.“ Akari sah ihn missmutig an. „Warum sind Sie hier?“ Yuudai lächelte sie an. „Ich werde es mir natürlich nicht nehmen lassen dich zu deiner neuen Bleibe zu begleiten.“ Hinter ihm erschienen einige Männer eines Umzugsservices. „Zeige Männern doch bitte welche Sachen sie mitnehmen sollen.“ Die junge Frau nickte und tat wie ihr geheißen.

Nachdem alles im Umzugswagen verstaut war übergab Akari ihre Schlüssel ihrem Vermieter. Danach ging sie auf die Straße. Der Umzugswagen war schon abgefahren. Sie blickte Yuudai fragend an. „Wir werden in meiner Limousine zu deiner neuen Wohnung fahren.“ Erst jetzt bemerkte sie die elegante Limousine, die nich so recht in das Bild dieser Straße passte. Yuudai öffnete für sie die hintere Tür. Akari zuckte nur leicht mit den Schultern und stieg ein. Die junge Frau hatte noch nie ein so edles Auto von innen gesehen geschweige denn wäre mit einem gefahren. Neugierig blickte sie sich um. Es war mit allerlei technischen Schnickschnack ausgestattet. Ihr juckte es in den Fingern alles auszuprobieren. Vielleicht hätte sie es auch getan wenn in diesem Moment nicht Yuudai eingestiegen wäre. Er setzte sich ihr gegenüber hin und dann fuhr die Limousine auch schon los.

Während der Fahrt blickte Akari schweigend aus dem Fenster und ignorierte den jungen Mann. Yuudai schien das jedoch nicht zu stören. Er begnügte sich damit Akari zu betrachten. Die Limousine stoppte. Yuudai stieg aus und Akari folgte ihm. Sie erstarrte als sie sah wohin er sie gebracht hatte. „Soll das ein Witz sein?“ „Natürlich nicht. Es ist mein voller Ernst. Willkommen in deinem neuen Zuhause.“ Akari drehte sich zu ihm um und griff nach ihrer Pistole. Bevor sie diese jedoch erreichen konnte stoppte Yuudai sie indem er ihren Arm packte.

Mit überraschender Kraft zog er sie mit dem Arm, den er hielt, an sich. Ihre Körper berührten sich und Akari blickte geschockt nach oben. Yuudai hatte den Kopf gesenkt und erwiderte ihren Blick. Er hatte ein gewisses Feuer in den Augen, das Akari die Knie weich werden ließ. „Vorsichtig meine Schöne.“ Seinen freien Arm legte er um sie und zog sie näher an sich. Akaris Herz klopfte schneller. Was war nur los mit ihr? Was machte dieser Mann nur mit ihr? Wahrscheinlich brauchte sie mal wieder Sex. Ja, das musste es sein. Ihr letzter One-Night stand war schon zu lange her.

Yuudai beugte sich nach unten und Akari glaubte, dass er sie jetzt zu küssen würde. Sie war sich nicht sicher, ob sie das begrüßen würde oder nicht. Seine Lippen waren nur wenige Millimeter von den ihren entfernt. „Ich werde dir deine Räumlichkeiten zeigen meine Schöne.“ Danach richtete er sich auf und ließ sie los. Akari hatte alle Mühe nicht vor Frust laut zu schreien. Yuudai hatte sich schon umgedreht und ging zum Eingang seiner Villa. Die junge Frau folgte ihm wütend und verfluchte ihn die ganze Zeit in Ihrem Kopf.

Neclord
08.09.2014, 20:10
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Seine Hand drückte den Kragen fest zusammen, um jedem Windhauch den Eintritt in seine Kleidung zu untersagen. Er konnte sich derzeit keine Erkältung leisten, das war schlecht für das Geschäft und die Miete hatte einen hohen Preis, neben einigen anderen Dingen. Wieder wählte der Mann den etwas weiteren Weg an den Imbissläden vorbei nach Hause. Denn dieser schien ihm mehr Sicherheit zu bieten als die engen, dunklen Gassen. Seit dem Unfall damals hatte er mit Paranoia zu kämpfen. Ständig fühlte er sich beobachtet und traf daher regelmäßig Vorkehrungen. Seine bescheidene Wohnung war ebenfalls Opfer seiner psychischen Störung geworden und mit allerlei Sicherheitssystemen ausgestattet.

Besonders stolz war er dabei auf seine neuste Errungenschaft. Eine im Fußboden verborgene Platte, die einen Elektroschock auslöst, sobald ein bestimmtes Gewicht auf diese Platte einwirkt. Dies war nur eine der vielen Vorkehrungen, für die er sein Geld ausgab. Gefangen in seiner kleinen, verstörten Welt, ließ ihm darüber hinaus auch die Spielsucht keine Ruhe. Angefangen von simplen Kartenspielen bis hin zu komplexen, am Computer erzeugten Welten. Er konnte seine geschickten Finger einfach nicht davon lösen. Belendiel war mal ein Begriff für ihn, aber das ist vorbei seit sein Bruder im letzten Dai Shi gefallen ist.

Als Vincent schließlich seine Haustür erreichte, blieb er kurz stehen. Der Wind griff sanft unter sein langes Haar, als er einen Blick nach hinten warf.
Er hätte schwören können, dass hinter dem Müllbehälter eben noch eine Gestalt zu sehen war. Hmm.
Kopfschüttelnd richtete der junge Mann wieder seinen Blick zur Tür und öffnete sie. Bewusst schloss Vincent die Tür nicht sofort, sondern lehnte diese nur an, um seinem Verfolger den Eintritt zu ermöglichen.
Doch seine Schritte folgten dem Flur nicht in gerader Linie, stattdessen hüpfte er auf bestimmte Positionen des Fußbodens, um unbeschadet in die sichere Zone zu gelangen. Geschafft!
Normalerweise konnte er seine Wohnung ohne diese Umständlichkeiten betreten, indem er einfach die Sicherheitsmaßnahmen am Eingang durch einen Code deaktivierte. Doch natürlich beabsichtigte Vincent mit dieser Vorgehensweise den Verfolger in eine Falle zu locken.

Aber der Sieg lag plötzlich in extrem weiter Ferne, als der langhaarige Mann eine Veränderung in seinen vier Wänden registrierte. Das Fenster zu seinem Wohnbereich war weit geöffnet.
Genau dieses Fenster habe ich natürlich nicht mit dem Sicherheitssystem ausgestattet...
Ohne sich umdrehen zu müssen wusste Vincent, dass jemand bereits in seiner Wohnung war.

"Viktorianischer Stil, gefällt mir. Ihre Kleidung wirkt wie ihre Einrichtung."
Vincent drehte nur seinen Kopf zur Seite. Im Augenwinkel erkannte er eine Gestalt, die durch den Schatten verborgen blieb und auf seinem Königssessel ruhte.
"Kann ich etwas für sie tun?" Als hätte er diese Frage ernst gemeint.
"Und ob sie das können. Wissen sie, seit sie in dieses Land gekommen sind, haben sich diverse Augen auf sie gerichtet."
Der Fremde beugte sich ein wenig nach vorne und sein Gesicht wurde vom Licht des Fensters erfasst. Es war ein Mann mittleren Alters, mit kahlem Schädel und finsterer Miene.
"Aber da ich davon ausgehe, dass sie ein viel beschäftigter Mann sind will ich gleich zur Sache kommen. Sie wissen ja, das Dai Shi Event steht vor der Tür und...
"Nein."
"Nun. Sie müssen mich schon zu Wort kommen lassen."
"Raus, verschwinden sie."

Der Glatzkopf schmunzelte leicht, als er sich aufrichtete und in Richtung Tür ging. Neben Vincent blieb der Mantelträger kurz stehen.
"Falls sie sich es noch einmal überlegen möchten, hier ist meine Karte." Diese platzierte er auf einen kleinen Tisch neben dem Eingang. Vincent deaktivierte währenddessen das Sicherheitssystem im Flur auf einem Eingabefeld an der Wand. Der Mann konnte das Haus verlassen und schloss die Tür hinter sich.
Das Narbengesicht warf einen abschätzigen Blick auf die Karte. Nahm diese an sich und beförderte sie sogleich in den Mülleimer. Nonomoto, was für ein Verein von Schwachköpfen...
Als die Karte jedoch so oben auf den sonstigen Abfällen thronte, kam die Rückseite zum Vorschein und erregte die Aufmerksamkeit des jungen Mannes. Schließlich hob er die Karte wieder auf um diese näher zu betrachten. Es war ein Textfeld auf dieser digitalisierten Karte zu sehen.

Sehr geehrter Herr Palazzo,

es wäre uns eine große Ehre, Sie beim Dai Shi Event begrüßen zu dürfen.
Wir haben uns erlaubt, ihre Akte zu überprüfen und wissen von ihrer schwierigen Vergangenheit.

Bedenken sie doch nur, wie beliebt Sie werden könnten!
Ihr ganzes Leben lang haben Sie den Gefahren der Welt furchtlos ins Auge geblickt und mit List und Tücke ihr Überleben gesichert.
Die Massen werden Sie lieben!


Das Textfeld auf der Karte ließ sich noch etwas herunterscrollen.



Darüber hinaus haben wir in ihrem Lebenslauf auch diverse, Probleme gesehen, bei denen wir Ihnen durchaus behilflich sein könnten.
Wir wissen von ihren Spielschulden bei den Yakuza. Natürlich würden wir für Ihre Schulden aufkommen, sobald Sie sich für eine Teilnahme entscheiden.
Möglicherweise wird dadurch auch Ihre psychische Erkrankung weichen, da Sie endlich wieder ruhig schlafen können.

Eine tolle Vorstellung meinen Sie nicht auch?


In Erwartung einer baldigen Antwort von Ihnen verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

Nonomoto Enterprises



Regungslos nahm der silberhaarige Mann diese Nachricht auf, ehe er lautstark seinen Zorn zum Ausdruck brachte.

"FACCIA DI CULO!"

Annalena
09.09.2014, 19:54
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Es dauerte tatsächlich nicht sehr lange bis Akari alles gepackt hatte. Sie hatte auch ein paar alte Kisten gefunden, in die sie ihren Rechner, Fernseher und anderen technischen Geräte einpacken konnte. Alles, was sie zusammen gepackt hatte, stand im Wohnzimmer. Sie selbst hatte ihr Abendkleid gegen ein T-Shirt und bequeme Jeans eingetauscht. Akari legte sich auf das Sofa in ihrem Wohnzimmer, doch sie konnte keinen Schlaf finden. Gegen 5:00 Uhr am nächsten Morgen stand sie auf. Kurz vor 6:00 Uhr war sie mit ihrer Morgentoilette fertig. Sie hatte es sogar noch geschafft zu duschen. Gerade als sie die Schnürsenkel von ihren Turnschuhen zugebunden hatte klingelte es an der Tür.

Seufzend ging sie zur Tür und öffnete sie. Davor stand kein anderer als Yuudai. „Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich meine Schöne.“ Akari sah ihn missmutig an. „Warum sind Sie hier?“ Yuudai lächelte sie an. „Ich werde es mir natürlich nicht nehmen lassen dich zu deiner neuen Bleibe zu begleiten.“ Hinter ihm erschienen einige Männer eines Umzugsservices. „Zeige Männern doch bitte welche Sachen sie mitnehmen sollen.“ Die junge Frau nickte und tat wie ihr geheißen.

Nachdem alles im Umzugswagen verstaut war übergab Akari ihre Schlüssel ihrem Vermieter. Danach ging sie auf die Straße. Der Umzugswagen war schon abgefahren. Sie blickte Yuudai fragend an. „Wir werden in meiner Limousine zu deiner neuen Wohnung fahren.“ Erst jetzt bemerkte sie die elegante Limousine, die nich so recht in das Bild dieser Straße passte. Yuudai öffnete für sie die hintere Tür. Akari zuckte nur leicht mit den Schultern und stieg ein. Die junge Frau hatte noch nie ein so edles Auto von innen gesehen geschweige denn wäre mit einem gefahren. Neugierig blickte sie sich um. Es war mit allerlei technischen Schnickschnack ausgestattet. Ihr juckte es in den Fingern alles auszuprobieren. Vielleicht hätte sie es auch getan wenn in diesem Moment nicht Yuudai eingestiegen wäre. Er setzte sich ihr gegenüber hin und dann fuhr die Limousine auch schon los.

Während der Fahrt blickte Akari schweigend aus dem Fenster und ignorierte den jungen Mann. Yuudai schien das jedoch nicht zu stören. Er begnügte sich damit Akari zu betrachten. Die Limousine stoppte. Yuudai stieg aus und Akari folgte ihm. Sie erstarrte als sie sah wohin er sie gebracht hatte. „Soll das ein Witz sein?“ „Natürlich nicht. Es ist mein voller Ernst. Willkommen in deinem neuen Zuhause.“ Akari drehte sich zu ihm um und griff nach ihrer Pistole. Bevor sie diese jedoch erreichen konnte stoppte Yuudai sie indem er ihren Arm packte.

Mit überraschender Kraft zog er sie mit dem Arm, den er hielt, an sich. Ihre Körper berührten sich und Akari blickte geschockt nach oben. Yuudai hatte den Kopf gesenkt und erwiderte ihren Blick. Er hatte ein gewisses Feuer in den Augen, das Akari die Knie weich werden ließ. „Vorsichtig meine Schöne.“ Seinen freien Arm legte er um sie und zog sie näher an sich. Akaris Herz klopfte schneller. Was war nur los mit ihr? Was machte dieser Mann nur mit ihr? Wahrscheinlich brauchte sie mal wieder Sex. Ja, das musste es sein. Ihr letzter One-Night stand war schon zu lange her.

Yuudai beugte sich nach unten und Akari glaubte, dass er sie jetzt zu küssen würde. Sie war sich nicht sicher, ob sie das begrüßen würde oder nicht. Seine Lippen waren nur wenige Millimeter von den ihren entfernt. „Ich werde dir deine Räumlichkeiten zeigen meine Schöne.“ Danach richtete er sich auf und ließ sie los. Akari hatte alle Mühe nicht vor Frust laut zu schreien. Yuudai hatte sich schon umgedreht und ging zum Eingang seiner Villa. Die junge Frau folgte ihm wütend und verfluchte ihn die ganze Zeit in Ihrem Kopf.


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Akari wunderte sich wo genau Yuudai sie einquartieren würde. Er führte sie in seine Privaträume. Im Esszimmer war schon ein Tisch für zwei gedeckt. „Wir werden erst einmal in Ruhe frühstücken, meine Schöne. Das müsste den Umzugshelfern genug Zeit geben deine Sachen in deine neuen Räume zu schaffen.“ Wie schon beim gestrigen Abendessen zog er einen Stuhl heraus und wartete bis sie sich setzte. Die junge Frau seufzte leise. Anscheinend konnte sie nie gegen ihn gewinnen. Schweigend aß sie und ignorierte den jungen Mann.

Nachdem sie fertig waren bat Yuudai sie ihm zu folgen. Er führte Akari in ein großes und wunderschönes Zimmer. Die junge Frau bemerkte, dass sie die Privaträume nicht verlassen hatten. Wieso hatte er sie in seinen Privaträumen einquartiert? In dem Raum befand sich eine kleine gemütliche Sofaecke. An der Wand hing ein riesiges Kommunikationssystem. Mit diesem konnte man alles tun, was man mit der heutigen Technik tun konnte. Sei es Fernsehen, kommunizieren, im Internet surfen, Bestellungen tätigen und vieles mehr.

Außerdem gab es einen riesigen Schreibtisch. Dieser würde mehr als genug Platz für ihren Rechner haben. „Ich hoffe dieser Raum ist zu deiner Zufriedenheit.“ Akari schwieg als sie sich umsah. Neben dem Schreibtisch sah sie ihre Kartons mit ihren technischen Geräten. Sie konnte jedoch nicht ihre Koffer mit ihren persönlichen Sachen sehen. Als ob er Gedanken lesen könnte führte Yuudai sie in einen Nebenraum. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass das große Zimmer noch zwei Türen hatte. Die Tür, durch die sie dem jungen Mann folgte, führte in Schlafgemach. Darin befanden sich ein riesiger Kleiderschrank, ein riesiges Bett und eine Kommode.

Sie gingen zurück ins Wohnzimmer und durch die andere Tür. Akaris Herz machte einen kleinen Sprung. Es war ein riesiges Badezimmer, in dem sich neben einer Dusche sogar eine Badewanne befand. Sie hatte noch nie eine Wohnung mit einer Badewanne gehabt. Am liebsten würde sie Yuudai rausschmeißen und gleich ein schönes langes und warmes Bad nehmen. Yuudai schien ihre Freude zu bemerken. „Ich bin überglücklich, dass dir das Bad so gut gefällt, meine Schöne. Wenn du willst, dann kannst du gleich ein Bad nehmen.“

Akari lächelte spitzbübisch als sie sich Yuudai langsam näherte. „Diese Wanne ist sehr groß, Fushida-sama. Wollen Sie mir Gesellschaft leisten?“ Zum ersten Mal, seit sie dem jungen Mann begegnet ist, schien er aus der Fassung gebracht worden zu sein. Bedauerlicherweise fing er sich schnell wieder. „So reizend dieses Angebot auch ist, meine Schöne, ich kann es leider nicht annehmen.“ Die junge Frau zuckte nur mit den Schultern. „Dann eben nicht.“ Dann drehte sie sich um und verließ das Bad. Yuudai sah ihr grinsend nach. Sie zu erobern würde wohl doch einfacher werden als er dachte. Er bedauerte es tatsächlich zutiefst, dass er keine Zeit hatte, ihr reizendes Angebot anzunehmen.

Das er ihr Angebot abgelehnt hatte kam nicht unerwartet für Akari. Sie hatte es auch nicht ernst gemeint. Sie verschwendete keinen Gedanken daran was sie getan hätte, hätte er eingewilligt. Doch nun war sie mit dem Auspacken fertig und von ihrem netten Gastgeber war nichts zu sehen. Sie beschloss die Villa ein wenig zu erkunden. Er hatte ihr nicht gesagt, dass sie ihr Zimmer nicht verlassen darf. Ihr Weg führte sie in den wunderschönen Garten. Der Frühling war ihre liebste Jahreszeit. Sie schloss die Augen und atmete die aromatische Luft in dem Garten ein. Es roch nach frischem Gras und Blumen.

„Miau“

Akari öffnete die Augen und blinzelte. Hatte sie sich verhört?

„Miau“

Da war es wieder. Die junge Frau blickte sich um und suchte die Katze. Sie mochte Katzen, doch leider war es ihr nie möglich selbst eine zu besitzen. Dem Miauen folgend fand sie den Verursacher. Es war eine sehr dicke weiße Katze. Um den Hals trug sie ein schwarzes Band mit einem schwarz/grünen Glöckchen. Akari hockte sich vor die Katze hin, die sofort zu ihr kam. „Miau“ Sie streckte die Hand aus und die Katze schob ihren Kopf dagegen. Sie schnurrte laut als Akari sie streichelte. „Na mein Süßer. Was machst du denn hier?“ Diese Katze konnte unmöglich Yuudai gehören, oder? Sie aktivierte ihr MNE und scannte den kleinen Chip der Katze. Es war tatsächlich die Katze von Yuudai und sein Name war Rollo.

Sie ging zurück in ihre Räume. Rollo folgte ihr und machte es sich auf ihrer Couch bequem. Da von ihrem Gastgeber noch immer nichts zu sehen war, beschloss Akari ein Bad zu nehmen.
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Rollo - "Miau"

BlackShial
09.09.2014, 20:44
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.pngUngläubig lagen die Augen der Oberschülerin - die ehrlich gesagt grundsätzlich eher mit Abwesenheit glänzte, als sich wirklich dazu durchzuringen ihre Zeit in der Schule zu vergeuden, dort wo sich all die Leute tummelten, von denen sie lieber Abstand hielt - auf dem holographischen Text vor ihr. Noch immer, ohne Unterbrechung.
Ihre Entscheidung war ausgeblieben, selbst nachdem sie ihrer persönlichen VI gesagt hatte, dass diese keine Absage schicken sollte. Seitdem herrschte Stille – etwas was Hazel durchaus zu schätzen wusste.
Eigentlich … Ja, eigentlich war ihre Meinung doch seit der ersten Minute festgeschrieben, unveränderlich, unbeugsam. Sie hasste den Trubel um dieses Event, welches ihr bereits nach so kurzer Zeit wieder jegliche Ruhe raubte. Die Leute rannten wie Brüllaffen durch die Straßen, hocheuphorisch und kannten nur noch ein einziges Thema – nicht das Hazel es nötig gehabt hätte diesen Leuten zu lauschen, nur leider musste man sich schon wahrlich anstrengen dies zu überhören.
Wieso also hätte sie nachgeben sollen? Wieso Teil dieses Affenzirkusses werden? Wieso die eigenen Prinzipien über den Haufen werfen? Wieso das grenzdebile Verhalten des Mobs unterstützen?
Bläh … der Fahlbraunhaarigen wurde fast schon schlecht bei dem Gedanken, wäre da nicht …
Wäre da nicht dieses Versprechen gewesen, welches sie in auffällig geformten Buchstaben förmlich ansprang und vollkommen vereinnahmte.
Was wollte sie mit Ruhm? Viel zu viel Aufmerksamkeit, was sie wahrlich hasste. Es war ihr nur Recht, wenn die wenigsten Menschen ihren Namen kannten, denn immerhin bedeutete dies Stille.
Was wollte sie mit Erfolg? Wahrscheinlich würde sie ihr eigenes Ego erdrücken – zumindest war das bei den meisten Spielern so, die sich selbst den Hintern vergoldeten, nachdem sie allen ihre Errungenschaften präsentiert hatten.
Was wollte sie mit Reichtum? Alles!
Ja, genau das war das Wort, welches all ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Das Versprechen von einem Preisgeld, mit dem sie sich all ihre Wünsche erfüllen könnte. Weg aus dieser Stadt, irgendwo in die Pampa, wo niemand lebte. Sie konnte die Leute dafür bezahlen, dass sie sie nicht zusabbelten. Immerhin machten Menschen alles für Geld, wie ein paar gierige Aasgeier für einen fetten Kadaver. Sie selbst war in diesem Moment wohl das beste Beispiel.
Doch sie zögerte.
Nicht einmal unbedingt ihrer Abneigung wegen. Nicht weil sie es vermeiden wollte, solch einen Unsinn auch noch zu unterstützen. Es gab genug Ausreden, die als Rechtfertigung gedient hätten, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Da war etwas Anderes, das die junge Frau davon abhielt, einfach zuzusagen.
Mit minder intensiver Anstrengung versuchte sie sich an die Zeit zu erinnern, in der das letzte Event dieser Größenordnung stattgefunden hatte. Eine Zeit, in der sie sich – wie eigentlich immer – in ihrer Wohnung eingeschlossen hatte, um zu vermeiden auch nur irgendetwas von diesem Dai Shi mitzubekommen. Was sich zwar als schwierig herausgestellt hatte, aber mit genügend Desinteresse durchaus zu bewältigen war.
Neben all den Menschen, die freudig jauchzend durch die Straßen zappelten und sich alles zu dem Event kauften, was sie in die Finger bekamen, gab es auch jene, die aus Protest auf die Straße gingen. Eigentlich genau das richtige für die Oberschülerin, wär nicht auch dies mit viel zu viel Anstrengung verbunden gewesen.
Aber warum sind diese Leute eigentlich auf die Straße gegangen? Was war der Grund, weshalb sie dieses Event verbieten wollten? Anzunehmen war, dass sie wohl nicht den gleichen Gedanken wie Hazel verfolgten, weshalb es aus gänzlich anderem Antrieb heraus geschehen sein musste.
Doch … wie wichtig konnte dies schon gewesen sein, wenn die protestierenden Stimmen schneller verklungen waren, als dass sie sich zu einer ernstzunehmenden Gruppe formieren konnten? Auf den Gedanken, dass es eine Firma gab, die sich sehr darum bemühte solche kritischen Stimmen auszuschalten, kam die Einzelgängerin nicht eine Sekunde lang …
Gnaaah!
Verflucht, sie wollte nicht über solch nervige Dinge nachdenken! Davon bekam sie Kopfschmerzen, was sie grundsätzlich lieber vermeiden wollte.
Am Ende war es doch nur eine einzige Frage, die sich Hazel – in ihrer gefährlichen Unwissenheit - hatte stellen müssen:
„Was konnte es schon schaden? Ist ja nicht so, dass es mich umbringen würde diesem Blödsinn eine Chance zu geben …“
Doch, würde es …
Aber wie hätte die sozial schwerfällige Schüler wissen sollen, wenn sie noch nicht einmal das Interesse hatte, nach den Berichten des Events zu schauen, welches vor vier Jahren stattgefunden hatte. Wenige Worte hätten gereicht, diese Torheit zu umgehen … Wenige Worte, die sie jedoch nicht bereit war zu sprechen.
Gleichzeitig blieb eine Frage bestehen, der sie sich erst in diesem Moment bewusst wurde: Wieso eigentlich gerade sie?
Hatte Nonomoto Enterprises aus unerfindlichen Gründen ein Auge auf sie geworfen? Hatte sie irgendeine Bekanntschaft - an die sie sich eh nicht mehr erinnern würde - aus Belendiel vorgeschlagen? Oder war all das nur reiner Zufall? Loste man die Teilnehmer aus? Hatte sie sie jemals freiwillig für solch eine Auswahl gemeldet? Eher nicht ...
Nachdenklich schnalzte Hazel mir der Zunge, als sie sich zurücklehnte und förmlich im Polster ihrer weichen Couch versank.
„Kawa?“
Mindestens ebenso unwissend, gleichwohl jedoch durchaus interessiert, schwamm der Otter um die Nachricht herum und knabberte gelegentlich an einem holographischen Teigfisch – machte ihn das eigentlich zu einem Kannibalen?
„Schick eine Zusage, Taiyaki.“
„Kawa-kay!“
Es war ja nur ein Spiel, nicht wahr? Ein Spiel, bei dem sie zwar nie besonders mit ihrem - kaum vorhandenen – Können hatte glänzen können, dafür aber durchaus ihre Zeit totschlagen. Und sehr bald würde Hazel erfahren, wie gut man diese in Belendiel wohl wirklich 'totschlagen' konnte …

Annalena
11.09.2014, 17:19
http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Akari wunderte sich wo genau Yuudai sie einquartieren würde. Er führte sie in seine Privaträume. Im Esszimmer war schon ein Tisch für zwei gedeckt. „Wir werden erst einmal in Ruhe frühstücken, meine Schöne. Das müsste den Umzugshelfern genug Zeit geben deine Sachen in deine neuen Räume zu schaffen.“ Wie schon beim gestrigen Abendessen zog er einen Stuhl heraus und wartete bis sie sich setzte. Die junge Frau seufzte leise. Anscheinend konnte sie nie gegen ihn gewinnen. Schweigend aß sie und ignorierte den jungen Mann.

Nachdem sie fertig waren bat Yuudai sie ihm zu folgen. Er führte Akari in ein großes und wunderschönes Zimmer. Die junge Frau bemerkte, dass sie die Privaträume nicht verlassen hatten. Wieso hatte er sie in seinen Privaträumen einquartiert? In dem Raum befand sich eine kleine gemütliche Sofaecke. An der Wand hing ein riesiges Kommunikationssystem. Mit diesem konnte man alles tun, was man mit der heutigen Technik tun konnte. Sei es Fernsehen, kommunizieren, im Internet surfen, Bestellungen tätigen und vieles mehr.

Außerdem gab es einen riesigen Schreibtisch. Dieser würde mehr als genug Platz für ihren Rechner haben. „Ich hoffe dieser Raum ist zu deiner Zufriedenheit.“ Akari schwieg als sie sich umsah. Neben dem Schreibtisch sah sie ihre Kartons mit ihren technischen Geräten. Sie konnte jedoch nicht ihre Koffer mit ihren persönlichen Sachen sehen. Als ob er Gedanken lesen könnte führte Yuudai sie in einen Nebenraum. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass das große Zimmer noch zwei Türen hatte. Die Tür, durch die sie dem jungen Mann folgte, führte in Schlafgemach. Darin befanden sich ein riesiger Kleiderschrank, ein riesiges Bett und eine Kommode.

Sie gingen zurück ins Wohnzimmer und durch die andere Tür. Akaris Herz machte einen kleinen Sprung. Es war ein riesiges Badezimmer, in dem sich neben einer Dusche sogar eine Badewanne befand. Sie hatte noch nie eine Wohnung mit einer Badewanne gehabt. Am liebsten würde sie Yuudai rausschmeißen und gleich ein schönes langes und warmes Bad nehmen. Yuudai schien ihre Freude zu bemerken. „Ich bin überglücklich, dass dir das Bad so gut gefällt, meine Schöne. Wenn du willst, dann kannst du gleich ein Bad nehmen.“

Akari lächelte spitzbübisch als sie sich Yuudai langsam näherte. „Diese Wanne ist sehr groß, Fushida-sama. Wollen Sie mir Gesellschaft leisten?“ Zum ersten Mal, seit sie dem jungen Mann begegnet ist, schien er aus der Fassung gebracht worden zu sein. Bedauerlicherweise fing er sich schnell wieder. „So reizend dieses Angebot auch ist, meine Schöne, ich kann es leider nicht annehmen.“ Die junge Frau zuckte nur mit den Schultern. „Dann eben nicht.“ Dann drehte sie sich um und verließ das Bad. Yuudai sah ihr grinsend nach. Sie zu erobern würde wohl doch einfacher werden als er dachte. Er bedauerte es tatsächlich zutiefst, dass er keine Zeit hatte, ihr reizendes Angebot anzunehmen.

Das er ihr Angebot abgelehnt hatte kam nicht unerwartet für Akari. Sie hatte es auch nicht ernst gemeint. Sie verschwendete keinen Gedanken daran was sie getan hätte, hätte er eingewilligt. Doch nun war sie mit dem Auspacken fertig und von ihrem netten Gastgeber war nichts zu sehen. Sie beschloss die Villa ein wenig zu erkunden. Er hatte ihr nicht gesagt, dass sie ihr Zimmer nicht verlassen darf. Ihr Weg führte sie in den wunderschönen Garten. Der Frühling war ihre liebste Jahreszeit. Sie schloss die Augen und atmete die aromatische Luft in dem Garten ein. Es roch nach frischem Gras und Blumen.

„Miau“

Akari öffnete die Augen und blinzelte. Hatte sie sich verhört?

„Miau“

Da war es wieder. Die junge Frau blickte sich um und suchte die Katze. Sie mochte Katzen, doch leider war es ihr nie möglich selbst eine zu besitzen. Dem Miauen folgend fand sie den Verursacher. Es war eine sehr dicke weiße Katze. Um den Hals trug sie ein schwarzes Band mit einem schwarz/grünen Glöckchen. Akari hockte sich vor die Katze hin, die sofort zu ihr kam. „Miau“ Sie streckte die Hand aus und die Katze schob ihren Kopf dagegen. Sie schnurrte laut als Akari sie streichelte. „Na mein Süßer. Was machst du denn hier?“ Diese Katze konnte unmöglich Yuudai gehören, oder? Sie aktivierte ihr MNE und scannte den kleinen Chip der Katze. Es war tatsächlich die Katze von Yuudai und sein Name war Rollo.

Sie ging zurück in ihre Räume. Rollo folgte ihr und machte es sich auf ihrer Couch bequem. Da von ihrem Gastgeber noch immer nichts zu sehen war, beschloss Akari ein Bad zu nehmen.
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Rollo - "Miau"

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Akari genoss ihr sehr langes Bad. Dank der beheizbaren Wanne wurde das Wasser auch nicht kalt. Sie war schon total verschrumpelt als sie sich, schweren Herzens, aus der Wanne begab. Nachdem sie sich abgetrocknet und eingecremt hatte, zog sie sich ein einfaches Shirt und Jeans an. Ihre Füße ließ sie bar, denn die Fußbodenheizung strahlte eine angenehme Wärme aus. Als sie ins Wohnzimmer kam lag Rollo immer noch in der gleichen Position wie er lag, als sie ins Badezimmer ging. Sie ging zu ihm und streichelte ihn. Er öffnete nicht einmal die Augen, aber bedankte sich mit lautem Schnurren.

Mit neuer Energie baute sie ihren Rechner auf. Es dauerte nicht lange und sie konnte ihn einschalten. Da sie im Moment in einer wirklich ausweglosen Situation war, wollte sie erst einmal mehr Erkundigen zu Dai Shi einholen. Natürlich kannte sie einige der offiziellen Daten. Sie war alt genug, als das letzte Dai Shi lief. Auch wenn sie es überhaupt nicht verfolgt hatte, so hatte sie sich die einen oder anderen Daten und Nachrichten angeschaut. Sie selbst spielte ganz gern Belendiel. Doch sie würde nicht behaupten, dass sie sehr gut. Allerdings war sie auch nicht sehr schlecht. Warum wollte man ausgerechnet sie für Dai Shi? Sie war wirklich nichts Besonderes.

Die offiziellen Daten waren ihr aber nicht genug. Sie wollte mehr wissen. Amüsiert legte sie ihr MNE an und aktivierte es. Mal sehen wie lange es dauerte, bis Yuudai auftauchte. Mit einem kleinen Lächeln hackte sie sich in die Server von Nonomoto Enterprises.


Yuudai erledigte seine Arbeit meistens von zu Hause aus. Er ging nur selten in das Bürogebäude seiner Firma. Sein Arbeitszimmer in seiner Villa war natürlich mit der neusten Technik ausgestattet. Über die Sicherheits-Online-Leitungen war er aber ständig mit seiner Abteilung im Bürogebäude verbunden. Auf einem kleinen Monitor hatte er stets Akari im Live-Stream. Es war eine Marotte von ihm und viele würden es schon als Stalking bezeichnen. Yuudai sah das natürlich nicht so. Vor allem, da er ihr so auch schon helfen konnte.

Er unterbrach seine Arbeit als Akari ein Bad nahm. Yuudai konnte seine Augen einfach nicht von ihr abwenden. Er hätte doch ihr Angebot annehmen sollen. Bei diesem Anblick konnte er sowieso nicht arbeiten. Etwas enttäuscht, als sie ihr Bad beendete, wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Etwas später kam ein Alarm, dass jemand sich in das System von seiner Firma hackt. Normalerweise würden sich seine Mitarbeiter um kleinere dieser Angriffe kümmern. Nur bei den Hackern, die als besonders talentiert eingestuft wurden, wurde der Alarm bei ihm ausgelöst. Er wunderte sich, wer es war. Nur ein paar Tastendrucke später hatte er den Hacker gefunden und aus dem System geworfen.

Er verzichtete jedoch darauf dem Rechner des Hackers ein paar nette Viren zum Dank zu schenken. Yuudai erhob sich grinsend. Scheinbar war seinem Schwarzen Engel langweilig. Das muss er unbedingt ändern. Schnurstracks machte er sich auf den Weg in ihr Zimmer.


Akari lächelte immer noch als sie aus dem Netzwerk von Nonomoto Enterprises rausflog. Ohne Frage war es Yuudai, der sich persönlich darum gekümmert hatte. Ohne angeben zu wollen, aber sie war sich sicher, dass nur jemand von Yuudais Kaliber sie erwischt hätte. Sie deaktivierte ihr MNE und begab sich zu ihrem Sofa. Rollo lag immer noch dort und dieses Mal hob er kurz den Kopf als sie näher kam. Sie setzte sich und der dicke Kater miaute kurz. Dann erhob er sich und legte sich neben sie. Seinen Kopf bettete er auf ihrem Oberschenkel und sah sie erwartungsvoll an. „Ich frage mich, was du willst?“ Ihre Hand legte sich auf ihn und sie fing an ihn zu streicheln. Sein Schnurren verriet ihr, dass es ihm gefiel.

Als Yuudai das Zimmer betrat fand er Akari auf dem Sofa mit Rollo. Er seufzte leise. Überlasse es dem Kater seinen neuen Mitbewohner gleich zu finden. „Wie ich sehe, hast du meinen kleinen Dicken schon gefunden.“ Akari hob den Kopf. „Er war draußen im Garten und kam gleich mit rein.“ Der junge Mann schaute missmutig auf den Kater, der so nah bei Akari lag. Ihm blieb keine Wahl als sich neben Rollo zu setzen. „Warum sind Sie hier, Fushida-sama?“ Yuudai hob seine Hand um Rollo zu streicheln. Akari drehte den Kopf zu ihm als sie keine Antwort bekam. In diesem Moment berührten sich ihre Hände.

Beide hielten ihre Hände für einen Moment still. Dann schob Yuudai seine Hand auf die von Akari und zeichnete mit seinem Daumen kleine Kreise auf ihren Handrücken. Akari atmete tief ein. Yuudais Augen glühten förmlich mit diesem Feuer, was sie schon eher gesehen hatte. Er war faszinierend und abstoßend zugleich. Auch wenn er es nicht zeigte, aber auch Yuudai war nicht immun zu Akaris Reizen. „Nimm deine Kontaktlinsen raus, meine Schöne.“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Warum sollte ich das tun, Fushida-sama?“ Er nahm seine freie Hand und strich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Ich möchte deine wunderschönen Augen sehen.“

Akari beugte sich näher zu ihm. „Was würde ich dafür bekommen?“ Yuudai starrte auf ihre Lippen und lächelte. „Was immer du willst, meine Schöne.“ Rollo entschloss sich genau in diesem Moment seinem Unmut Luft zu machen. Er hasste es ignoriert zu werden. Der Moment zwischen Akari und Yuudai war gebrochen. Sie stand auf. „Ich denke, dass Ihr Kater Hunger hat, Fushida-sama.“ Yuudai funkelte seinen Kater wütend an. Er liebte ihn wirklich, aber er hatte wirklich ein sehr unpassendes Timing.

„Miau!“


Rollo – Bonus
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Rollo streifte in seinem Reich umher. Er kontrollierte penibel ob jedes Mausloch noch an seinem Platz war. Das Loch im Zaun war auch noch in Ordnung und es gab keine neuen Maulwürfe. Langsam wurde er müde und er begab sich zurück zu seinem Haus. Da bemerkte er eine fremde Person im Garten. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam.

Die Person fand ihn sehr schnell und das erntete ihr einen Pluspunkt. Er hasste dumme Diener, die nicht sofort wussten, was sie für ihn tun sollten. Sie hockte sich hin und streckte ihre Hand aus. Sofort ging er zu ihr um ihre Fähigkeiten zu testen. Sie war ein Weibchen und roch nach seinem Ersten Diener und das gefiel ihm. Vielleicht war sie als Zweite Dienerin nützlich. Ihre Streichelfähigkeiten waren zwar nicht sehr gut, aber er sah viel Potenzial in ihr. Sie würde es schon lernen ihn zu seiner Zufriedenheit zu streicheln.

Zum Dank für ihre Mühe ließ er sich dazu herab für sie zu schnurren. Das würde ihr ein Ansporn sein besser zu werden. Neugierig, und um ihre Fähigkeiten als Zweite Dienerin zu analysieren, folgte er ihr in sein Haus. Als nächsten Test beschloss er sich auf das Sofa zu legen. Manche Diener mochten es nicht, wenn er es sich auf dem weichen Schlafplatz gemütlich machte. Diese unwürdigen Diener wurden, nach seinen Protesten bei seinem ersten Diener, aus seinem Haus entfernt. Seine mögliche Zweite Dienerin ließ ihn liegen und das erntete ihr einen erneuten Pluspunkt bei Rollo. Sie hatte wirklich gute Aussichten zur Zweiten Dienerin zu werden.

Rollo musste wohl gedöst haben. Es war einige Zeit vergangen bis sie wiederkam. Das Erste, was sie tat, war ihm seine zustehende Streicheleinheit zu geben. Zufrieden mit ihr belohnte er sie mit einem weiteren Schnurren. Als weiteren Test ließ er seine Augen geschlossen, da er noch schlafen wollte. Sie ließ ihn schlafen und drängte ihn nicht aufzustehen. Ein weiterer Schritt um zu seiner Zweiten Dienerin zu werden war für sie getan.

Rollo döste noch ein wenig als sich sein Schlafplatz plötzlich etwas bewegte. Er öffnete die Augen, hob seinen Kopf und sah, dass die Anwärterin für seine Zweite Dienerin sich hingesetzt hatte. Ein weiterer Test war fällig. Er miaute kurz und ging dann zu ihr. Er legte sich neben sie und seinen Kopf auf ihr Bein. Dann sah er sie an. Sie bestand seinen Test als sie anfing ihn zu streicheln. Als Belohnung schnurrte er wieder.

Er hob nicht einmal den Kopf als plötzlich sein Erster Diener in seinem Zimmer erschien. Dieser setzte sich auf die andere Seite von ihm. Zufrieden schnurrte er lauter, als sein Erster Diener auch anfing ihn zu streicheln. Ja, das war ein Katzenleben. Verärgert öffnete er die Augen als beide Diener plötzlich aufhörten ihn zu streicheln. Was sollte das? So hatte er sie nicht erzogen. Rollo hörte auf zu schnurren, doch beide Diener bemerkten es nicht. Drastischere Maßnahmen mussten her. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam. Endlich bemerkten sie, dass sie ihn verärgert hatten. Seine Zweite Dienerin stand auf und sein Erster Diener sah ihn an.

„Miau!“

Önee-sama
11.09.2014, 19:06
Auf keinen Fall! (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt%21?p=23350399&viewfull=1#post23350399)

http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Nana Yamato war ein braves, gutes Mädchen. Behütet aufgewachsen und in einer Familie geboren, der es an nichts mangelte, wusste sie sich zu benehmen. Gleichzeitig war ihr der Reichtum und die Selbstverständlichkeit, Gehorsam zu fordern und immer Alles zu bekommen, nicht zu Kopf gestiegen - also gegenteilig zu ihrer älteren Schwester. Ruhig und freundlich vom Wesen her, war sie bei anderen Mädchen sehr beliebt. Jungs dagegen schienen sie eher zu meiden - aus unerfindlichen Gründen...
Sie hatte auch das Talent, beruhigend auf Makoto einzuwirken. Zwar hatte sie keine Ahnung, wie sie das schaffte, dennoch gelang es ihr, wenn sie es versuchte. So auch heute...
Es war eine Überraschung gewesen, als eine Limousine am Haus vorfuhr. Doch nach der Ankündigung, dass es sich um Vertreter von Nonomoto Enterprises handeln würde, hatte sie das Tor sich öffnen lassen und die Herren dann im Haus empfangen, wie es ihrer Erziehung entsprach. Ihr war natürlich eingeimpft worden, dass sie keine Fremden einlassen sollte und was sie in Notfällen zu tun hatte. Doch die anwesenden Herren hatten eine elektronische Versicherung ihrer Eltern dabei, weshalb Nana sie eingelassen hatte...
Nur um dann ihre Welt fast einstürzen zu lassen!

Ob ihres Geständnisses hin, dass sie an Dai shi teilnehmen sollte, um ihren Eltern zu helfen, wurde sie von Makoto nur ungläubig angestarrt. Nana war froh, dass sich ihre Schwester wieder beruhigt hatte, immerhin kannte sie ihre Laune nur zu gut. Doch es schien zu helfen, eine ihrer Hände in die eigenen genommen zu haben - zudem war ihr wohl bei ihrem Auftritt mit den Repräsentanten von Nonomoto Enterprises die Energie ausgegangen.
"Ja, als Smith-kun und seine beiden Begleiter herein kamen, haben sie mir offenbart, was geschehen ist. Mutter und Vater scheinen sich bei Geschäften mit Nonomoto übernommen zu haben. Smith-kun hat dann erklärt, dass die Schulden unserer Eltern so hoch seien, sie übersteigen mittlerweile das Tausendfache unseres gesamten Besitzes! Worauf sich Nonomoto gezwungen sah, einzuschreiten, bevor es noch mehr aus dem Ruder laufe... Jetzt sind mutter und Vater bei Nonomoto, bis ein Weg gefunden wurde, dass wir die Schulden begleichen können! Und Nonomoto möchte, dass ich an Dai shi teilnehme! Wenn ich gewinne, sind alle Schulden erlassen und Mutter und Vater sind gerettet!"
Sie sah Makoto an. Unsicher ob dieser Entwicklung, aber entschlossen ihren Eltern auf jede nur erdenkliche Weise zu helfen!
"Das... das ist... ungeheuerlich!"
"Natürlich! Auch ich fand die Eröffnung ob unserer Eltern in Gewahrsam schrecklich. Ich habe sogar geweint..."
Nur der Händedruck von Nana und ihre großen, runden, unschuldigen Augen konnten wohl verhindern, dass Makoto wie ein Terrier aufsprang, um sich wieder mit Smith-kun anzulegen. Dennoch bemerkte Nana, wie ihre große Schwester unruhig auf dem Sofa hin und her rutschte. Alsi sprach sie rasch weiter, um Makoto zu beruhigen.
"Aber Smith-kun war sehr nett zu mir. Immer wieder hat er bekundet, wie sehr Nonomoto diese Entwicklung bedauere und die Firma wirklich gewillt ist, wenn ich Dai Shi gewinne, unsere Eltern wieder frei zu lassen. Sogar tröstend in den Arm genommen hat er mi-"
Weiter kam Nana nicht. Makoto sprang wie besessen auf und nur die Tatsache, dass sie wusste, zu was die beiden Gorillas neben dem schleimigen Kerl imstande waren, hielt sie wohl davon ab, auf den Sprecher der drei Kerle loszugehen. So bleckte sie nur ihre Zähne und sah den Mann im Sessel eiskalt an.
"Sie haben WAS!? Sie haben Nana ANGEFASST!? Wenn ich sie dabei jemals erwischen sollte, sterben sie einen langsamen und grausamen Tod! DAS ist keine Drohung, das ist ein VERSPRECHEN!!!"
"Nee-san! Bitte nicht..."
Nana sah Makoto mit großen Augen an...

Uhhh... nicht DIESEN Blick!
"Haahhhh, na gut, ich setze mich wieder, okay, Nana?"

Nana nahm Makoto bei der Hand und zusammen setzten sie sich wieder. Sie beschloss, es war im Moment genug über das Schicksal ihrer Eltern geredet, später konnten sie darüber noch in Ruhe diskutieren.
Nicht, dass Makoto noch explodiert... Dabei ist Smith-kun doch freundlich zu uns.
"Wie gesagt, wenn ich Dai Shi gewinne, kriegen wir Mutter und Vater wieder und alle Schulden gelten als beglichen. Wir können da Nonomoto vertrauen!"
Ja, ich bin gut in Belendiel. Dai Shi ist zwar auf PvP ausgelegt, dennoch, ich habe schon Profiturniere gewonnen! Ich werde unsere Eltern da raus holen!
"Du weist ja, wie gut ich bin. Du spielst ja mit mir Belendiel und hast mich schon auf Turnieren gesehen. Willst du mir vetrauen und mich unterstützen, damit ich Mutter und Vater helfen kann?"
Wieder ihr Blick zu Makoto. Diese sah Nana eine Weile an, ohne etwas zu sagen. Doch schließlich brach sie ihr schweigen.
"Ja... ja, ich weis, wie gut du bist. Und ja, ich unterstütze dich. Ich werde selbst bei Dai Shi mitmachen!"
Gut, sie versteht es. Dann kann ich mich darauf konzen- WAS!? Nein, sie will auch mitmachen!? SO habe ich das doch nicht gemeint mit unterstützen!?
"Äh, du willst auch mitmachen? Bei Dai Shi?"
"Ja! Schließlich spiele ich oft genug mit dir! Wir sidn ein unschlagbares Team, das schon viel gewonnen hat! Zudem - irgendwer muss dich einfach vor den Jungs im Spiel beschützen!"
Während Makoto grimmig dreinblickte und sich anschließend zu Smith-kun umwandte, war Nana einfach nur sprachlos...
Oh nein! Ich... wie soll ich es ihr nur sagen... dass sie... einfach... schlecht ist in Belendiel! Oh... ich will doch Vater und Mutter helfen... Smith-kun hat gesagt, Nonomoto gibt uns unsere Eltern zurück! Aber... ich kann doch nebenbei nicht noch im Spiel auf meine Schwester aufpassen...
Nana sah zutiefst hilflos aus, was sie mit der Entscheidung ihrer Schwester anfangen sollte...

Lionate
12.09.2014, 21:40
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Am Tag nach der Verkündung, des nächsten Dai Shi Events.
Mit einem kraftvollen Schwung stieß sich der rothaarige Junge von einem Geländer und landete mit den Füßen knapp vor einer großen Pfütze, die noch als Überrest des Regens heut früh verweilte. Mit leerem Blick nach unten gerichtet, sein Gesicht in der Spiegelung der Pfütze betrachtend, schulterte der Junge lustlos seine Sporttasche über eine Schulter und machte sich auf den Weg, durch die grauen und tristen Gassen Liverpool's.

Nach ungefähr fünfzehn Minuten Fußmarsch erreichte der Junge den Vorhof eines Sportvereins, der sich auf den Kampf spezialisiert hatte. Über dem Eingang prangte das große aber dennoch nicht protzig wirkende Schild mit der Aufschrift "Karma". An der Eingangstür lehnte ein junger Mann, anscheinend auf jemanden wartend, der immer wieder auf sein Kommunikationsarmand blickte.
"Ah Mika, da bist du ja endlich, ich dachte schon, du kommst heut nicht. Der Trainier wird uns ein Ohr abkauen, wenn wir heut wieder zu spät kommen, trödel nicht so!"
Mit einem leicht genervten Seufzen setzte der rothaarige Junge zum Spurt an, bis er bei seinem Freund am Eingangsbereich angekommen war.
"Tut mir Leid Jack, ich war mal wieder in Gedanken versunken."
Mit einem leicht verschmitzten Lächeln, oder wenigstens die Andeutungen eines jenen, lachte Mika seinen Freund an.

In der Umkleide angekommen, bemerkten die beiden, dass die anderen Mitglieder ihrer Gruppe schon weg waren.
"Na toll, der Alte wird uns wieder was erzählen." Mika beachtete Jack's Jammerei gar nicht. Viel mehr war er darauf bedacht, schnellstmöglich in seine Trainingsklamotten zu kommen.
"Jetzt wo wir eh zu Spät sind und noch Zeit haben, kannst du's mir auch gleich erzählen."
"Hm?"
Einen Moment lang lag Ruhe in der Luft.
"Was meinst du?"
"Ach komm schon, du hast letztes Mal schon eine Einladung bekommen. Und da warst du gerade mal 13! Willst du mir etwa erzählen, du hättest dieses Mal keine erhalten? Und das, obwohl du dich doch noch weiter verbessert hast?"
Wiedereinmal gedankenversunken sah Mika auf den Boden. Man hätte seine kühle Art in diesem Moment auch leicht mit Traurigkeit verwechseln können, wenn es denn überhaupt eine Verwechslung hätte sein müssen.
"Also doch. Wirst du dieses mal teilnehmen?"
"Du weißt doch, ich hätte schon letztes mal teilgenommen, hätte meine Mutter mich nicht davon abgehalten. Doch diesmal werde ich es durchziehen."
Mit einer letzten Handbewegung schloss Mika die Doppelschleife an seinem linken Schuh und richtete sich von der Bank in der Umkleide auf. Mit einem Feuer in den Augen, was Jack zum letzten Mal vor 4 Jahren sah, marschierte Mika ohne auf seinen Freund zu warten, in Richtung Trainingshalle.

DragonGodSlayer
13.09.2014, 00:20
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Nach dem sich Pat wieder gefasst hatte ging er Chris hinterher. Chris ging in Gedanken versunken in den Vorlesungssaal und setzte sich hin, Pat welcher die selben Vorlesungen wie Chris belegte setzte sich neben ihn und fragt ihn: „Über was denkst gerade wieder nach?“
Chris zuckte erschrocken etwas zusammen, als er von Pat angesprochen wurde. „Ach nichts wichtiges.“ Chris versankt wieder in Gedanken und Pat lies ihn in ruhe, da er wusste, wenn Chris so ist sollte man ihn am besten in ruhe lassen. Chris dachte darüber nach was er ab nächster Woche in seiner künftigen freien Zeit machen sollte. Belendiel spielen wäre langweilig, da eh alle wo nicht beim Dai Shi teilnehmen müssen das Dai Shi anschauen würden. Außerdem fand er nur eines schlimmer als bei ein Spiel nicht spielen zu dürfen und dies war bei einem Spiel nur zuschauen zu können. Aber sich freiwillig melden kam für ihn auch nicht in frage, da er keine Lust hatte zu sterben.


Chris wurde in seinen Gedanken gestört, als der Professor den Saal beteten hatte und sagte: „Wie ich auf den Gängen mitbekam habt ihr alle schon von dem in einer Woche startenden Dai Shi erfahren. Wir Professoren haben auch über dieses Thema Diskutiert und wir haben uns darauf geeinigt, dass in jeder Gruppe der erste Professor Ihnen alle Fragen beantworten soll , sowie das weitere Verfahren Ihres Studiums erklären soll. Tja und diese ehrenvolle Aufgabe fällt leider mir zu. Die Frage welche euch wohl am meisten quält ist die, wie es mit eurem Studium weiter geht oder? Die Antwort auf diese Frage ist, dass das gesamt Studium während des gesamten Dai Shi pausiert, d.h. Sie alle haben während des gesamten Dai Shi frei, dafür werden Sie aber auch erst später mit Ihrem Studium fertig. Sehen Sie es also als eine Art zusätzliche Semesterferien auf unbestimmte Zeit. Sonst noch irgend welche Fragen?“


Nachdem der Professor aufgehört hatte zu reden ging erst mal die Geräuschkulisse extrem nach oben, eigentlich freuten sich alle außer Chris über das, was der Professor gesagt hatte und Jubelten.Doch Chris schlug sich beide Hände vor sein Gesicht und fing an frustriert zu stöhnen. Da fragte Pat ihn: „Hey Chris, was ist los?“Auf diese Frage Antwortete Chris leicht wütend und so laut, dass ihn jeder im gesamten Hörsaal hört: „Was los ist willst du wissen?Das kann ich dir und allen anderen hier ganz genau sagen, Ihr seid doch alle bescheuert, wenn ihr euch darüber freut, dass wir ab nächster Woche keine Vorlesungen mehr haben werden. Denkt mal alle logisch darüber nach, dass heißt doch nur, dass unser Studium verlängert wird und das bedeutet wiederum, dass wir erst später unseren Abschluss machen werden und dadurch erst später anfangen können unser eigenes Geld zu verdienen. Und Ihr Vollidioten freut euch auch noch darüber.“


Alle waren erstaunt über Chris Ausraster, vor allem da die meisten seiner mit Studenten ihn für einen ruhigen Typen gehalten haben, der unter keinen Umständen den Mund aufgemacht hätte. Der Professor fing an zuklatschen und entgegnete auf Chris seinen Ausraster: „Auch wenn mir Ihre Wort mal nicht gefallen hat muss ich Ihren Ausführungen zustimmen. Da keiner mehr ein Frage hat würde ich jetzt mit der Vorlesung beginnen.“ Chris beruhigte sich wieder und setzte sich hin. Die restliche Zeit verging ohne nennenswerte Ereignisse, bis zum Ende der Vorlesungen.


Als die Vorlesungen vorbei waren verabschiedete er sich von Pat und stieg wieder auf sein Fahrrad, hörte Musik und fuhr zu seiner Wohnung.Während er auf seinem Heimweg Musik hörte, dachte er auch nochmals über das nach, was er ab nächster Woche machen solle. Da fiel ihm ein Gespräch ein, welches sein Vater mit einem seiner Vorstandkollegen beim letzten Dai Shi hatte und er zufällig mitbekommen hatte, worüber er aber bis heute mit niemandem gesprochen hatte. In dem Gespräch ging es darum, dass bei dem Dai Shi unter den Teilnehmern welche dabei waren, die für Nonomoto gearbeitet haben und bei einem Ingame Tod nicht wirklich gestorben wären. Als ihm dies wieder einfiel entschloss er sich seinen Vater darüber auszufragen und ihn zu fragen ob er einer dieser Personen werden könne.


Als er daheim ankam begrüßte er zu aller erst Rex und sagte: „Na Rex wie geht es dir? Es tut mir leid, aber du musst leider später in die Reisebox, da du ja weist, dass meine Eltern es nicht mögen, wenn du frei rumläufst.“ Danach rief er seinen Vater über sein Holofestnetzttelefon an. Er hoffte nur, dass sein Vater zuhause war. Kurz nachdem er gesagt hatte mit wem er telefonieren wolle erschien auch schon das Hologramm von seinem Vater vor ihm. „Hallo Chris, ein Anruf von dir ist selten, was verschafft mir die Ehre?“ „Hallo Vater, könntest du mir jemanden schicken, der mich du dir bringt? Ich habe was wichtiges mit dir zu besprechen, aber unter vier Augen. Wäre das heute noch möglich?“ „Du hast Glück, um 18 Uhr hätte ich Zeit für dich, durch das Ankündigenden von Dai Shi ist mein Terminplan Heute leider sehr eng. Ich werde dir gleich einen Waagen schicken.“ „Ok danke, ich warte dann. Ach ja ich bringe Rex mit.“ Nach diesem Satz unterbrach Chris die Verbindung. Er schaute auf die Uhr, welche halb fünf anzeigte.


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Während Chris wartete, dass er abgeholt wird versuchte er Rex in seine Reisebox zu bekommen. Da er Rex immer frei in seiner Wohnung laufen lies war dies immer eine große Herausforderung, vor allem da Rex seine Reisebox überhaupt nicht aussehen konnte. Da dies für ihn nie etwas gutes bedeutete, er wurde danach nämlich immer zum Tierarzt oder zu Chris Eltern gebracht, bei Chris Eltern musste er nämlich die ganze Zeit in dieser Box bleiben. Chris brauchte eine geschlagene halbe Stunde, bis er Rex gefangen und in die Reisebox bekommen hatte. Chris war erleichtert, als er ihn endlich in der Box hatte, fragte sich aber auch, warum er immer noch nicht abgeholt wurde, der Weg von seinem Elternhaus bis zu seiner Wohnung dauert doch nur zwanzig Minuten.


Weitere zehn Minuten später klingelte es an der Tür und Chris öffnete die Tür und ein Chauffeur stand vor der Tür und eine Limousine hinter ihm. „Hallo Mister Shihô, ihr Vater schickte mich um Sie abzuholen.“ „Ich muss nur noch kurz was holen und dann können wir losfahren.“ Chris ging wieder in seine Wohnung und holte Rex,schloss die Türen ab und stieg danach in die Limousine ein. „So, Sie können jetzt losfahren.“ Der Chauffeur fuhr los. „Warum hat das eigentlich so lange gedauert, bis Sie bei mir ankamen?“ „Es tut mir wirklich leid, aber wie Sie gleich sehen werden ist heute viel mehr Verkehr als sonst, das liegt vermutlich daran, dass das Dai Shi angekündigt wurde.“ Nach kurzer Zeit standen sie schon im Stau und er merkte, dass an diesem Tag wirklich viel mehr Verkehr ist als sonst.


Vierzig Minuten später kamen sie außerhalb von Freiburg in der Villa von Masaru Shihô an, welche von einem ein Quadratkilometer großem Grundstück umgeben war, das Grundstück wurde von einer massiven Steinmauer eingeschlossen. Es führte nur eine Straße vom stählernen Eingangstor zur Villa, das Eisentor lässt sich nur von der Villa aus oder durch eine extra speziell angefertigte Fernbedienung, von denen es nur vier Stück gab öffnen. Jeweils eine hatten natürlich die drei Mitglieder der Familie Shihô und eine wurde als Ersatz in einem der Tresore in der Villa aufbewahrt. Die Villa wurde im neuesten Stiel erbaute und und besaß die neueste Technik die es bei Nonomoto gab, diese stand noch nicht mal zum verkauf, falls sie es jemals zum kaufen geben wird.


Chris stieg aus der Limousine aus und bedankte sich bei dem Chauffeur, danach ging er mit Rex im Schlepptau durch die große Eingangstür und betrat eine große Halle. Er wurde gleich vom Dienstpersonal begrüßt. „Gute Tag Herr Shihô, Sie waren schon lange nicht mehr hier.“ „Guten Tag, ja ich hatte in letzter Zeit viel zu tun gehabt. Wo ist meiner Mutter? Und könntet Ihr Rex auf mein Zimmer bringen?“ „Ihre Mutter ist im Wohnzimmer und natürlich bringe ich Ihren Rex in Ihr Zimmer.“ Chris gab dem Dienstpersonal Rex, der sich in seiner Reisebox befand und ging danach in das Wohnzimmer, welches auch als für Veranstaltungen und Feste der Familie benutzt wurde. „Hallo Mutter, lange nicht mehr gesehen, wie geht es dir?“ Als Marion Chris sah stand sie von ihrem Sessel auf und stürmte auf ihn zu um ihn danach zu umarmen. „Hallo Chris, wieso kommst du nicht öfters zu Besuch? Dann würde es mir noch besser gehen, vor allem, da dein Vater durch das Dai Shi in letzter Zeit auch nicht mehr so viel Zeit hatte.“ Sie ließ in wieder los und setzte sich wieder. Chris setzte sich auf den Sessel gegenüber seiner Mutter und warf noch einen kurzen Blick auf die Uhr, welche fünf vor sechs anzeigte. „Ich würde ja auch gerne öfters mal vorbei kommen, aber dies geht leider nicht, da ich viel um die Ohren habe und ich Rex nicht hier ja nicht frei rumlaufen lassen darf und er seine Box nicht mag. Können wir später weiter reden? Ich habe nämlich etwas wichtiges mit Vater zu bereden, eigentlich bin ich auch nur aus diesem Grund hier, werde aber vermutlich über Nacht bleiben.“


Nachdem seine Mutter ihm etwas enttäuscht sagte, dass es in Ordnung sei ging Chris zum Büro seines Vaters, die Bürotür war ausnahmsweise offen und er saß alleine darin, nicht mal ein Bildschirm war an und er hatte aus nicht seine MNE auf. Da er anscheinend schon auf ihn wartete trat Chris in das Büro ein. „Hallo Chris, setzt dich und sage mir worum es geht.“ Chris schloss erst die Bürotür und setzte sich danach auf einen Stuhl. „Hallo Vater, zu erst möchte ich dich bitten, nichts was wir hier bereden Mutter zu sagen ok?“ „Ok, worum geht es denn, dass du unbedingt so dringend unter vier Augen mit mir reden wolltest und jetzt auch noch diese bitte an mich richtest?“
Ich bin mal gespannt ob er mich das fragt, was ich glaube, dass er mich fragen wird und ob er es weiß.
"Aber bitte werde nicht sauer und lass. Also, es geht darum, dass ich am Dai Shi teilnehmen will.“ Wütend entgegnete Masaru: „Was soll das heißen du willst am Dai Shi teilnehmen? Du weist doch genau, dass du wirklich sterben wirst, wenn du im Spiel stirbst, das werde ich nie im leben zulassen, du bist immerhin mein Sohn und wirst eines Tages meinen Platz bei Nonomoto übernehmen müssen.“

Önee-sama
14.09.2014, 16:45
Naivität (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page2?p=23368881&viewfull=1#post23368881)

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Makoto schaute Smith-kun direkt an.
"So, da haben sie es! Die Yamato Schwestern gibt es nur im Doppelpack oder gar nicht!"
Forsch stemmte sie ihre Hände in die Hüften, ihr gesamter Körper eine einzige Herausforderung aussendend, sollte es jemand wagen, ihren Entschluss anzufechten!
"Äh... Nee-san... du..."
Makoto vernahm die einzelnen Worte ihrer Schwester, wollte aber nichts von ihrem Erscheinungsbild einbüßen, weswegen sie sich nicht umdrehte.
"Schon gut, Nana! Ich werde dich nicht die ganze Bürde alleine tragen lassen! Schließlich bin ich deine große Schwester und muss doch auf dich aufpassen!"
Während sie zu Nana in einem weichen Tonfall gesprochen hatte, wurde ihre Stimme jetzt wieder schneidend und frostig.
"Was ist jetzt, Smith-kun? Uns Beide oder gar Keine! Suchen sie es sich aus!"
Du schleimiger Bastard bekommst Nana nicht ohne mich! Darauf kannst du Gift nehmen!
Der Mann im Sessel verzog amüsiert die Mundwinkel, ehe er in seiner lässigen Art antwortete.
"Nun, Miss Makoto Yamato, ich habe Respekt vor ihrer Entscheidung, ihre kleine Schwester schützen zu möchten. Doch, bei allem Respekt, Nonomoto Enterprises hat Regeln, die nicht einfach umgangen werden können! Wie ich ihrer kleinen Schwester schon versichert habe, wir bedauern es zu tiefst, wie wir mit ihren Eltern verfahren mussten... Dennoch hat Nonomoto Enterprises in seiner Güte einen Weg angeboten, um dieses Dilemma zu lösen... und bei dieser Lösung spielen sie keine Rolle!"
Dir wische ich dein dämliches Grinsen noch irgendwann eigenhändig aus dem Gesicht!
"Das können sie und ihre dämliche Firma in den Allerwertesten stecken!!! Als wenn ich Nana der Gefahr aussetzen würde, mit männlichen Mitspielern alleine online zu sein! Also, entweder ich spiele mit Nana oder wir müssen neu verhandeln! Und eine Ablehnung brauchen sie gar nicht erst zu versuchen - eher lege ich ihre beiden Gorillas eigenhändig um wenn sie mich versuchen abzulehnen!"
"Na, Miss Makoto Yamato, sie wissen doch noch, wie die Meinungsverschiedenheiten vor nicht all zu vielen Momenten abgelaufen sind..."
"Da war ich noch aus der Puste vom Stadtbummel! Außerdem weis ich jetzt, was sonst passiert: Nana muss ohne mich bei Dai Shi mitmachen! Was überhaupt nicht in Frage kommt!"
Wieder bleckte sie ihre Zähne und drohte mit ihrer Faust! Zudem strahlte sie diesmal unbändige Entschlossenheit aus.
"Nee-san... bitte, das ist... keine gute Idee."
"Papperlapapp! Nonomoto kann es sich abschminken, dich alleine zu bekommen! Zur Not prügel ich das diesen Affen und ihrem Anführer eigenhändig ein!"
Am besten jetzt gleich! Dann überrasche ich sie! Und ich kann Nana beeindrucken, wie ich sie heldenhaft gerettet habe!
Entschlossen trat sie vom Sofa weg und um den Tisch herum, geradewegs auf Smith-kun zu. Dieser lächelte noch breiter, was Makoto natürlich noch zusätzlich anstachelte.
"Bitte verzeihen sie mir, Miss Nana Yamato, aber ihre Schwester scheint nicht ganz hören zu wollen... Was jetzt geschieht, dient nur dem Wohl ihrer Schwester! Bitte verstehen sie das und machen sie sich keine Sorgen, sie haben mein Wort, das wir ihrer Schwester nicht weh tun!"
Dann schnippte er mit seinen Fingern.
"Ihr Zwei: Stellt die große Schwester doch bitte ruhig, ehe sie sich selbst verletzt!"
Die beiden anderen Kerle traten daraufhin sofort auf Makoto zu! Sie blieb stehen, ihr Kampfgeist jedoch ungebrochen!
"WAGT ES!!! Wenn ihr mich anfasst, trete ich euch persönlich aus dem Haus!"
Doch die Beiden in den grauen Anzügen ließen sich nicht beirren. Sie holten jeder eine Rolle großen Panzertapes aus ihren Anzugtaschen, dann griffen sie sich die arme Makoto...
Beim folgenden Handgemenge verfluchte Makoto so ziemlich alles und jeden, was igrendwie mit Nonomoto Enterprises zu tun hatte, dazu noch Personen, Einrichtungen und was ihr sonst noch einfiel und eigentlich gar nichts mit der jetzigen Situation zu tun hatte!
"Nee-san! Bitte... du machst es nur noch schlimmer..."
Als ihre Schwester in ihrem Wahn nicht hören wollte, wandte sich Nana an Smith-kun.
"Bitte! Sie haben versprochen, meiner Schwester nicht weh zu tun!"
"Aber natürlich, Miss Nana Yamato! Meine Mitarbeiter sorgen nur dafür, dass ihre Schwester sich nicht selbst verletzt! Bitte haben sie auch weiterhin Vertrauen zu mir, ja!?"
"O-ok..."
Nana blieb jetzt ruhig auf dem Sofa sitzen und wartete ab, bis die Begleiter von Smith-kun fertig waren.
Das Endergebnis war eine Makoto, die auf einen der alten und gepolsterten Holzstühle festgebunden war: Arme an den Lehnen, Beine an die beiden vorderen Stuhlbeine gebunden! Dazu den Oberkörper an die Rückenlehne getapt. Und weil Makoto ununterbrochen die beiden Gorillas in ihre Arme gebissen hatte, hatte man ihr auch noch einen Streifen Tape auf den Mund geklebt!
"Nee-san... es tut mir leid..."
Nana sah jetzt sehr hilflos und überfordert mit der Situation aus.
"Nicht doch, Miss Nana Makoto! Wie gesagt, es dient nur dem Schutz ihrer Schwester vor sich selbst!"
Smith-kun erhob sich von dem Sessel und ging zu Nana herüber.
Wenn du es wagst, sie anzufassen, bringe ich dich um! Ich mach dich fertig! Mit meinen bloßen Händen! Hast du mich verstanden!?
Doch da Makoto an den Stuhl gefesselt und geknebelt war, brachte sie nur ein paar kleine Bewegungen ihres Körpers zu stande und außer einem lauten 'Hmm,hmmmhhh, hm, hm' war sie nicht zu verstehen. Smith-kun legte Nana dann seine Hände beruhigend auf die Schultern, was die Bewegungen und die hm-hm-Laute von Makoto noch intensivierte.
"Wir bedauern dies zu tiefst. Aber Nonomoto Enterprises ist auch auf den Schutz seiner Kunden ausgerichtet. Soweit wir das wissen anhand der Spielzeiten, die sie Beide in Belendiel verbracht haben, ist Miss Makoto Yamato keine Kandidatin für Dai Shi! Deshalb wäre es ein törichtes Unterfangen, sollte sie darauf bestehen, bei Dai Shi mit zu machen! Und ich denke, Miss Nana Yamato kann dies bestätigen..."
Du aufgeblasener Fatzke! Komm schon Nana, sag ihm, wie gut ich bin! Ich werde dich beschützen!
Mit eindringlichem Blick sah sie ihre kleine Schwester an...
"Ich... äh... ich kann sagen... Makoto ist... gar nicht so schlecht, wie sie vielleicht denken... sie ist mir eigentlich sogar eine... Hilfe... wirklich..."
Nana sprach sehr verlegen und leise, schaute zudem dabei niemanden direkt an sondern auf ihre im Schoss gefalteten Hände. Doch ihre Aussage überraschte Smith-kun ein wenig.
"Nun, wenn sie dies sagen, Miss Nana Yamato..."
Ein wenig überlegte er, bevor er weiter sprach.
"Nun gut, ich muss mich kurz mit der Zentrale besprechen. Es gibt da eine Möglichkeit... Nana 2! Bitte eine Verbindung mit der Zentrale in den Nebenraum legen! Ich muss ungestört mich mit der Führung unterhalten können."
"Natürlich, ehrenwerter Smith-kun!"
Wieder ein Fingerschnippen.
"Ihr Zwei passt auf, dass die große Schwester sich nichts tut!"
Dann ging Smith-kun mit einem Grinsen im Gesicht, welches er Makoto zeigte, in den Nebenraum, während sich seine beiden Begleiter neben die Gefesselte im Stuhl stellten.
Was zum Teufel!? Warum hört meine Haus-VI auf diesen Arsch!? Dafür wird er sowas von sterben!!!
Doch in ihrem Zustand konnte sie nichts tun. Derweil stand Nana langsam vom Sofa auf und trat schüchtern zu Makoto. Kurz vor ihr blieb sie stehen, schaute auf die beiden Gorillas und als diese nichts weiter zu erkennen gaben, ging sie ganz zu ihrer großen Schwester und hockte sich neben sie.
"Es... tut mir leid, Nee-san! Wegen mir... musst du jetzt auch mitmachen..."
Dabei tätschelte sie sanft die Wange von Makoto.
Diese schüttelte nur mit dem Kopf und versuchte Nana mit ihren Augen zu signalisieren, dass das in Ordnung wäre.
Nein, Nana! Ich wäre keine gute Schwester, wenn ich dich das alleine machen lassen würde! Immerhin sind es unser beider Eltern, um die es geht! Und ich muss doch meine Imouto vor den Männern da draußen beschützen!
Nana zog weiterhin ein ziemlich hilfloses Gesicht und streichelte dabei die Wange ihrer Schwester.
Hm... wenn die beiden Gorillas nicht wären... Gefesselt und alleine mit Nana! Fufufufu... DAS ist eigentlich geradezu himmlisch! Oh, diese Möglichkeiten! Wir könnten-
WAHH! Konzentriere dich, Makoto! Die Situation ist viel zu ernst...
Dennoch, vielleicht sollte ich mir in Gedanken eine Notiz für Tape machen... denn, uh! Nana, doch nicht da! Deine Schwester ist dir doch hilflos ausgeliefert...
Makoto war wieder mal in ihre eigene Welt abgedriftet und dabei errötete ihr gesamtes Gesicht. Das machte Nana stutzig.
"Nee-san? Bekommst du nicht genug Luft? Dein Kopf ist so rot!?"
Sofort riss Makoto die Augen weit auf und schüttelte vehement ihren Kopf.
Nein, nein, alles Bestens, Nana... DAS musst du nicht wissen...
Eine kleine Weile ging das so weiter, dass Nana die Wange ihrer Schwester streichelte und sich hin und wieder entschuldigte. Makoto schüttelte daraufhin immer wieder ihren Kopf und kämpfte gleichzeitig gegen das Erröten an, da sie immer wieder von Nana aus ihren Fantasien gerissen wurde.
Dann kam Smith-kun zurück ins Wohnzimmer. Nana erhob sich und sah ihn etwas verloren an, während Makoto ihn mit eiskaltem Blick strafte.
"Nun, ich habe eine freudige Nachricht für die Geschwister Yamato: Die zuständige Stelle hat sich bereit erklärt, Miss Makoto Yamato bei dem anstehenden Dai Shi Event zu akzeptieren!"
Nana schaute daraufhin etwas traurig zu Boden, wusste sie doch, was an Arbeit auf sie zu kommen würde. Makoto dagegen hatte einen triumphierenden Blick in ihren Augen.
Natürlich haben sie mich akzeptiert! Ich bin schließlich genauso gut wie Nana! Und wenn sie mich abgelehnt hätten, wäre ich persönlich über sie hergefallen!!!
"Zusätzlich habe ich weitere Informationen für sie Beide: Morgen Vormittag, um Punkt 10:00 Uhr werden meine Begleiter und ich zusammen mit einer Frau Kazue Sato vorbeikommen. Frau Sato ist für einen Teil der Einrichtung der notwendigen Vorrichtungen zum Spielen von Dai Shi verantwortlich! Da Frau Sato einen engen Terminkalender hat, bitte ich sie Beide morgen auf jeden Fall um 10:00 Uhr hier bereit zu sein!"
Dann sah er Makoto direkt an.
"Desweiteren möchte ich frau Makoto Yamato davon in Kenntnis setzen, dass Frau Sato über sie frei verfügen darf! Dies hängt damit zusammen, dass die zuständige Stelle sich nur so damit einverstanden zeigte, sie bei Dai Shi zuzulassen! Was das genau für sie bedeutet, wird ihnen Frau Sato morgen dann im Detail erklären... als kurzes Fazit brauchen sie nur zu wissen, dass Frau Sato sie wahrscheinlich hin und wieder zu sich ins Labor einladen wird!"
Ein sadistisches Grinsen, bei dem Makoto sich fragte, was das zu bedeuten hatte, dann wandte sich Smith-kun an Nana.
"Miss Nana Yamato. Wenn sie mich entschuldigen würden. Wir haben noch weitere Termine! Sie können ihre Schwester ja soweit aufklären, wie wir sie schon in Kenntnis gesetzt haben. Zudem haben ihre beiden Haus-VI's eine Liste mit für sie relevante Informationen bekommen, die sie zusammen durchgehen können."
Dann verbeugte er sich leicht, schnippte mach seinen Begleitern und ging Richtung Ausgang.
"Auf Wiedersehen bis morgen, meine Damen!"
Dann waren die Drei weg.
Nana machte sich sofort am Tape auf Makoto's Mund zu schaffen.
"Moment, Nee-san... jetzt!"
"AU!"
"T-tschuldige, Nee-san!"
Nana sah sie mit großen Augen an.
"Nein, schon gut, Nana! Jetzt hol doch eine Schere und mach mich los. Danach sag mir bitte alles, was du weist von bevor ich nach Hause kam, ja!?"
Während Nana los rannte, eine Schere zu holen, blickte Makoto nachdenklich zur Tür.
Wofür diese Frau Sato wohl zuständig ist...

Braoin
15.09.2014, 18:37
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Mit angebrachter Wachsamkeit ließ Yuuto Kishimoto den Blick durch sein Klassenzimmer schweifen. Die zwei Dutzend Schüler, welche dieses Jahr seinen Geschichtskurs besuchten, saßen mit konzentrierten Mienen über einem komplexen holographischen Bericht, den Generalfeldmarschall Stewart Borrington über den Feldzug der Briten, Deutschen und Franzosen gegen Russland im Jahre 2024, verfasst hatte. Es war seine letzte Amtshandlung gewesen, ehe er sich in den vorzeitigen Ruhestand hatte versetzen lassen und freiwillig psychiatrische Behandlungen in Anspruch genommen hatte. Sein Unterricht war gemeinhin als anspruchsvoll bekannt – Super schwer, wie die Schüler sich meist äußerten – und erreichte in seinen Spezialgebieten wohl Hochschulanforderungen, was ihn nur wenig beliebt bei den Lernenden machte. Lediglich seine sympathische Haltung gegenüber jüngeren Leuten milderte wohl die negative Grundeinstellung, die einige gegen ihn bezogen hatten.
Wäre es doch nur mit Frauen meines Alters ähnlich!, dachte er wehmütig, ehe seine Augen den abwesenden Ausdruck in Tenshi Utakawas Gesicht bemerkte.

Der eher durchschnittlich engagierte Sechszehnjährige folgte mit seinem Blick den Wolken, die sich in den polierten Fensterscheiben des zweiten Gebäudes der Schule spiegelte, während sein rechter Fuß wohl zum Takt eines Liedes wippte, das nur er hören konnte. Skeptisch hob Yuuto die rechte Augenbraue, verließ seinen Stammplatz hinter dem Pult und schlenderte in die Richtung des Desinteressierten. Dieser schien ihn aus dem Augenwinkel zu bemerken, denn er wandte sich ruckartig seinem historischen Text zu, wollte den Anschein eines aufmerksamen Schülers vermitteln.
Nicht mit mir, junger Mann, ging es dem Lehrer durch den Kopf, ehe er vor Tenshis Tisch stehen blieb.

Er schob seine Brille hoch, ohne, dass sie hinunter gerutscht wäre. Seine Stirn lag in Falten, während er darauf wartete, dass der Jugendliche reagierte. Gespielt überrascht blickte der Junge auf, als er es nicht mehr vermeiden konnte.
„Utakawa-kun“, sprach Kishimoto den miserablen Schauspieler an, „ist dir die Schulordnung bekannt?“
„Sensei?“, gab der Schüler vor, nicht zu verstehen, worauf dieses Gespräch hinauslief.
„Paragraph 4 – Die Nutzung von Technik. Während des Unterrichts ist das Nutzen technologischer Geräte auf lernunterstützende Anwendungsverfahren, die durch den Lehrer ausgegeben und initiiert werden, gestattet. Zuhilfenahme eigener Gadgets, die Zugriff auf webbasierte Datenbanken, externe Personen und anderweitigen Quellen, die die Erarbeitung zum Verständnis der vom Lehrer gestellten Aufgabe negativ beeinflusst, ist untersagt. Gleiches gilt für die Nutzung von Technologie, die der Unterhaltung dient, wie beispielsweise Instantmassenging Software, Wiedergabefunktionen für Musik und Filme, sowie portable Spiele. Zuwiderhandlung wird mit dem Entzug der dem Schüler eigenen technischen Ausstattung bis zum Ende des Unterrichts bestraft.“, rezitierte Yuuto diesen Abschnitt der Schulordnung wörtlich.

Tenshi schaute zerknirscht und gleichwohl wütend drein, denn Kishimoto war nicht dafür bekannt, dass er in derartigen Fällen Nachsicht zeigte. Die Aufmerksamkeit der Klasse hatte sich unterdessen weg von General Borrington, hin zu ihnen verlagert, sodass eine peinliche Situation ohnehin unvermeidbar war.
„Bitte händige mir deine Kommunikationsgeräte aus. Am Ende des Unterrichts bekommst du sie wieder, Utakawa-kun“, verdeutlichte der Lehrer noch einmal sein Vorhaben.
„Aber Sensei!“, protestierte der Teenager impulsiv, „Ich habe lediglich aus dem Fenster geschaut!“
„Während du Musik gehört hast. Versuch erst gar nicht, dich herauszureden!“
„Aber, aber – Dai Shi beginnt in wenigen Tagen und wir müssen den Text danach ohnehin noch einmal durchkauen. Das kann sich sonst doch sowieso keiner merken!“
Die Stimme des Schülers hatte einen aufmüpfigen Ton angenommen, was Verärgerung in Yuuto aufstiegen ließ. Er krempelte die Ärmel seines Sakkos hoch, nur um sie einen Augenblick später wieder glatt zu ziehen.

„Gib mir dein Holoarmband, Utakawa-kun“, forderte er unbeirrt und streckte die Hand erwartungsvoll aus.
Ein Laut der unterdrückten Wut ob seiner Wehrlosigkeit entrang sich Tenshis Kehle, ehe er mit wüsten Bewegungen sein Gadget löste. Gerade, als er es in die Hand seines Lehrers gleiten lassen wollte, erfüllte eine kindliche Stimme den mit Schweigen gefüllten Raum.

„Sumimasen! Sumimasen! Sumimasen!“
Es war Yuutos Holoarmband, welches den Erhalt einer Mitteilung der Schulleitung anzeigte. Ein verträumter Ausdruck trat in sein Gesicht, während er die anwesenden Schüler ausblendete und den Moment vorm Öffnen der Nachricht voll auskostete.
Aoi-chan! Gleich werde ich dein umwerfendes Hologramm sehen!, sprudelten seine Gedanken vor Aufregung über.
Er aktivierte sein Kommunikationsgerät und nach wenigen Momenten erschien eine recht junge Frau mit langem, glatten Haar und sich stark in den Vordergrund drängenden…Augen. Dann löste eine bestimmende Stimme die kindliche ab.
„Verzeiht die Störung geschätztes Lehrpersonal. Bitte beenden sie ihre Unterrichtsstunde unverzüglich und kommen Sie zum Besprechungsraum im ersten Stock, Gebäude eins. Bezüglich des Dai Shis verlangen wichtige, organisatorische Angelegenheiten nach Ihrer Aufmerksamkeit, die sich nicht aufschieben lassen. Bitten Sie Ihre Klassen, den Ausfall des Unterrichts zu entschuldigen und schicken Sie sie nach Hause. Das war alles.“

Mit einem Geräusch, das einem Gähnen ähnelte, verschwand das Holobild von Aoi Inugami und leises Gemurmel breitete sich zwischen den Schülern aus, welches schnell an Lautstärke zunahm.
„Beruhigt euch bitte!“, erhob Yuuto die Stimme, um für Ordnung zu sorgen, doch im ersten Moment zeigte dies keine Wirkung.
„Ruhe!“, rief er schneidend und unterband weiteren Ungehorsam, „Bitte verzeiht, aber jeglicher ausstehender Unterricht fällt für heute aus.“
Verhaltener Jubel war hier und da im Klassenraum zu vernehmen, doch störte sich Kishimoto nicht daran. Er ging zurück zum Lehrerpult, hob seine Tasche auf und verstaute seine Unterlagen sorgfältig im Fach für die Klasse O2e.
„Wir sehen uns morgen. Ich wünsche einen guten Heimweg“, verabschiedete sich der Lehrer und verließ den Klassenraum.
Dai Shi bringt mir schon wieder meine ganze Unterrichtsplanung durcheinander, seufzte er innerlich und machte sich auf den Weg zum Gebäude eins.
Es war ein langer Weg, der nach aktueller Technik normalerweise keine Rolle spielte, war Hologespräch doch beinahe das Gleiche, wie ein persönlicher Dialog. Glücklicherweise war der Personenbeförderungsschacht am Ende des Flures.
Außerdem kann ich dann in der Nähe von Aoi-chan sein, wurde Kishimoto klar und ein scheeles Lächeln breitete sich in seinem Gesicht aus.

Aus den anderen Klassenräumen traten seine Arbeitskollegen, wobei die Nachricht gemischte Emotionen bei ihnen ausgelöst zu haben schien. Einige plauderten munter miteinander, froh darüber, der alltäglichen Arbeit entkommen zu können, andere, so wie auch Yuuto, wirkten verstimmt, warf es sie doch in ihren Vorbereitungen für künftige Tests zurück. Zwar wurde die versäumte Zeit angehängt, doch vergaßen die meisten Schüler vieles während der unterrichtsfreien Phase. Doch eines war ihnen allen anzusehen: Die Neugier auf das Event und die Angelegenheiten, welche es zu besprechen galt.

Annalena
15.09.2014, 20:05
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Akari genoss ihr sehr langes Bad. Dank der beheizbaren Wanne wurde das Wasser auch nicht kalt. Sie war schon total verschrumpelt als sie sich, schweren Herzens, aus der Wanne begab. Nachdem sie sich abgetrocknet und eingecremt hatte, zog sie sich ein einfaches Shirt und Jeans an. Ihre Füße ließ sie bar, denn die Fußbodenheizung strahlte eine angenehme Wärme aus. Als sie ins Wohnzimmer kam lag Rollo immer noch in der gleichen Position wie er lag, als sie ins Badezimmer ging. Sie ging zu ihm und streichelte ihn. Er öffnete nicht einmal die Augen, aber bedankte sich mit lautem Schnurren.

Mit neuer Energie baute sie ihren Rechner auf. Es dauerte nicht lange und sie konnte ihn einschalten. Da sie im Moment in einer wirklich ausweglosen Situation war, wollte sie erst einmal mehr Erkundigen zu Dai Shi einholen. Natürlich kannte sie einige der offiziellen Daten. Sie war alt genug, als das letzte Dai Shi lief. Auch wenn sie es überhaupt nicht verfolgt hatte, so hatte sie sich die einen oder anderen Daten und Nachrichten angeschaut. Sie selbst spielte ganz gern Belendiel. Doch sie würde nicht behaupten, dass sie sehr gut. Allerdings war sie auch nicht sehr schlecht. Warum wollte man ausgerechnet sie für Dai Shi? Sie war wirklich nichts Besonderes.

Die offiziellen Daten waren ihr aber nicht genug. Sie wollte mehr wissen. Amüsiert legte sie ihr MNE an und aktivierte es. Mal sehen wie lange es dauerte, bis Yuudai auftauchte. Mit einem kleinen Lächeln hackte sie sich in die Server von Nonomoto Enterprises.


Yuudai erledigte seine Arbeit meistens von zu Hause aus. Er ging nur selten in das Bürogebäude seiner Firma. Sein Arbeitszimmer in seiner Villa war natürlich mit der neusten Technik ausgestattet. Über die Sicherheits-Online-Leitungen war er aber ständig mit seiner Abteilung im Bürogebäude verbunden. Auf einem kleinen Monitor hatte er stets Akari im Live-Stream. Es war eine Marotte von ihm und viele würden es schon als Stalking bezeichnen. Yuudai sah das natürlich nicht so. Vor allem, da er ihr so auch schon helfen konnte.

Er unterbrach seine Arbeit als Akari ein Bad nahm. Yuudai konnte seine Augen einfach nicht von ihr abwenden. Er hätte doch ihr Angebot annehmen sollen. Bei diesem Anblick konnte er sowieso nicht arbeiten. Etwas enttäuscht, als sie ihr Bad beendete, wandte er sich wieder seiner Arbeit zu. Etwas später kam ein Alarm, dass jemand sich in das System von seiner Firma hackt. Normalerweise würden sich seine Mitarbeiter um kleinere dieser Angriffe kümmern. Nur bei den Hackern, die als besonders talentiert eingestuft wurden, wurde der Alarm bei ihm ausgelöst. Er wunderte sich, wer es war. Nur ein paar Tastendrucke später hatte er den Hacker gefunden und aus dem System geworfen.

Er verzichtete jedoch darauf dem Rechner des Hackers ein paar nette Viren zum Dank zu schenken. Yuudai erhob sich grinsend. Scheinbar war seinem Schwarzen Engel langweilig. Das muss er unbedingt ändern. Schnurstracks machte er sich auf den Weg in ihr Zimmer.


Akari lächelte immer noch als sie aus dem Netzwerk von Nonomoto Enterprises rausflog. Ohne Frage war es Yuudai, der sich persönlich darum gekümmert hatte. Ohne angeben zu wollen, aber sie war sich sicher, dass nur jemand von Yuudais Kaliber sie erwischt hätte. Sie deaktivierte ihr MNE und begab sich zu ihrem Sofa. Rollo lag immer noch dort und dieses Mal hob er kurz den Kopf als sie näher kam. Sie setzte sich und der dicke Kater miaute kurz. Dann erhob er sich und legte sich neben sie. Seinen Kopf bettete er auf ihrem Oberschenkel und sah sie erwartungsvoll an. „Ich frage mich, was du willst?“ Ihre Hand legte sich auf ihn und sie fing an ihn zu streicheln. Sein Schnurren verriet ihr, dass es ihm gefiel.

Als Yuudai das Zimmer betrat fand er Akari auf dem Sofa mit Rollo. Er seufzte leise. Überlasse es dem Kater seinen neuen Mitbewohner gleich zu finden. „Wie ich sehe, hast du meinen kleinen Dicken schon gefunden.“ Akari hob den Kopf. „Er war draußen im Garten und kam gleich mit rein.“ Der junge Mann schaute missmutig auf den Kater, der so nah bei Akari lag. Ihm blieb keine Wahl als sich neben Rollo zu setzen. „Warum sind Sie hier, Fushida-sama?“ Yuudai hob seine Hand um Rollo zu streicheln. Akari drehte den Kopf zu ihm als sie keine Antwort bekam. In diesem Moment berührten sich ihre Hände.

Beide hielten ihre Hände für einen Moment still. Dann schob Yuudai seine Hand auf die von Akari und zeichnete mit seinem Daumen kleine Kreise auf ihren Handrücken. Akari atmete tief ein. Yuudais Augen glühten förmlich mit diesem Feuer, was sie schon eher gesehen hatte. Er war faszinierend und abstoßend zugleich. Auch wenn er es nicht zeigte, aber auch Yuudai war nicht immun zu Akaris Reizen. „Nimm deine Kontaktlinsen raus, meine Schöne.“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Warum sollte ich das tun, Fushida-sama?“ Er nahm seine freie Hand und strich eine Haarsträhne aus ihrem Gesicht. „Ich möchte deine wunderschönen Augen sehen.“

Akari beugte sich näher zu ihm. „Was würde ich dafür bekommen?“ Yuudai starrte auf ihre Lippen und lächelte. „Was immer du willst, meine Schöne.“ Rollo entschloss sich genau in diesem Moment seinem Unmut Luft zu machen. Er hasste es ignoriert zu werden. Der Moment zwischen Akari und Yuudai war gebrochen. Sie stand auf. „Ich denke, dass Ihr Kater Hunger hat, Fushida-sama.“ Yuudai funkelte seinen Kater wütend an. Er liebte ihn wirklich, aber er hatte wirklich ein sehr unpassendes Timing.

„Miau!“


Rollo – Bonus
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Rollo streifte in seinem Reich umher. Er kontrollierte penibel ob jedes Mausloch noch an seinem Platz war. Das Loch im Zaun war auch noch in Ordnung und es gab keine neuen Maulwürfe. Langsam wurde er müde und er begab sich zurück zu seinem Haus. Da bemerkte er eine fremde Person im Garten. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam.

Die Person fand ihn sehr schnell und das erntete ihr einen Pluspunkt. Er hasste dumme Diener, die nicht sofort wussten, was sie für ihn tun sollten. Sie hockte sich hin und streckte ihre Hand aus. Sofort ging er zu ihr um ihre Fähigkeiten zu testen. Sie war ein Weibchen und roch nach seinem Ersten Diener und das gefiel ihm. Vielleicht war sie als Zweite Dienerin nützlich. Ihre Streichelfähigkeiten waren zwar nicht sehr gut, aber er sah viel Potenzial in ihr. Sie würde es schon lernen ihn zu seiner Zufriedenheit zu streicheln.

Zum Dank für ihre Mühe ließ er sich dazu herab für sie zu schnurren. Das würde ihr ein Ansporn sein besser zu werden. Neugierig, und um ihre Fähigkeiten als Zweite Dienerin zu analysieren, folgte er ihr in sein Haus. Als nächsten Test beschloss er sich auf das Sofa zu legen. Manche Diener mochten es nicht, wenn er es sich auf dem weichen Schlafplatz gemütlich machte. Diese unwürdigen Diener wurden, nach seinen Protesten bei seinem ersten Diener, aus seinem Haus entfernt. Seine mögliche Zweite Dienerin ließ ihn liegen und das erntete ihr einen erneuten Pluspunkt bei Rollo. Sie hatte wirklich gute Aussichten zur Zweiten Dienerin zu werden.

Rollo musste wohl gedöst haben. Es war einige Zeit vergangen bis sie wiederkam. Das Erste, was sie tat, war ihm seine zustehende Streicheleinheit zu geben. Zufrieden mit ihr belohnte er sie mit einem weiteren Schnurren. Als weiteren Test ließ er seine Augen geschlossen, da er noch schlafen wollte. Sie ließ ihn schlafen und drängte ihn nicht aufzustehen. Ein weiterer Schritt um zu seiner Zweiten Dienerin zu werden war für sie getan.

Rollo döste noch ein wenig als sich sein Schlafplatz plötzlich etwas bewegte. Er öffnete die Augen, hob seinen Kopf und sah, dass die Anwärterin für seine Zweite Dienerin sich hingesetzt hatte. Ein weiterer Test war fällig. Er miaute kurz und ging dann zu ihr. Er legte sich neben sie und seinen Kopf auf ihr Bein. Dann sah er sie an. Sie bestand seinen Test als sie anfing ihn zu streicheln. Als Belohnung schnurrte er wieder.

Er hob nicht einmal den Kopf als plötzlich sein Erster Diener in seinem Zimmer erschien. Dieser setzte sich auf die andere Seite von ihm. Zufrieden schnurrte er lauter, als sein Erster Diener auch anfing ihn zu streicheln. Ja, das war ein Katzenleben. Verärgert öffnete er die Augen als beide Diener plötzlich aufhörten ihn zu streicheln. Was sollte das? So hatte er sie nicht erzogen. Rollo hörte auf zu schnurren, doch beide Diener bemerkten es nicht. Drastischere Maßnahmen mussten her. Mit lautem Miauen machte er auf sich aufmerksam. Endlich bemerkten sie, dass sie ihn verärgert hatten. Seine Zweite Dienerin stand auf und sein Erster Diener sah ihn an.

„Miau!“

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Nachdem er sein Dickerchen gefüttert hatte begab sich Yuudai wieder ins Zimmer von Akari. Sie stand am Fenster und schaute hinaus. Es gab keine Reaktion von ihr, dass sie ihn gehört hatte. Er trat hinter sie und legte seine Arme um sie. Dann zog er sie an seine Brust. Die junge Frau widerstand nicht und er wunderte sich darüber.

Akari starrte aus dem Fenster. Sie spürte wie Yuudai sie an sich zog. Normalerweise sollte sie verärgert darüber sein, doch als er weg war, wurde ihr einiges klar. Sie würde sterben. Egal was sie tun würde, Nonomoto Enterprises hatte die Oberhand und sie würde sterben. Sollte sie die Zeit, die ihr noch bleibt, zur Genüge auskosten? Was möchte sie noch tun bevor sie stirbt?

„Was beschäftigt dich so, meine Schöne?“ Akari schwieg einen Moment bevor sie antwortete. „Ich werde sterben.“ Yuudai zog sie noch näher an sich. „Nicht wenn ich es verhindern kann.“ Akari drehte sich bei seinen Worten um. Der junge Mann hielt sie immer noch in seinen Armen. „Ich bin nicht sehr gut in Belendiel, Fushida-sama. Es ist ausgeschlossen, dass ich gewinne.“ Yuudai musterte sie. „Man muss nicht gewinnen um nicht zu sterben.“ Verwirrt blickte Akari ihn an. „Was?“

„Etliche Spieler des Dai Shi sind Angestellte von Nonomoto Enterprises. Im Gegensatz zu den normalen Spielern werden sie jedoch nicht mit der tödlichen Neuralverbindung verbunden. Sie werden im echten Leben nicht sterben.“ Die junge Frau dachte über seine Worte nach. Es klang unglaublich, aber, nein es klang nicht unglaublich. Dieser Firma würde sie alles zutrauen, selbst das Manipulieren von Dai Shi. „Warum sagen Sie mir das, Fushida-sama? Ich könnte das der Öffentlichkeit erzählen und Nonomoto Enterprises schaden.“

Yuudai lächelte nur. „Wer würde einer Verbrecherin glauben? Falls diese so lange lebt um zu reden natürlich.“ Akari holte geschockt tief Luft. „Mistkerl.“ Der junge Mann küsste ihre Stirn. „Nonomoto Enterprises weiß ALLES und herrscht über ALLES. Das oberste Ziel von Nonomoto Enterprises ist alle Ressourcen bestmöglich zu nutzen um einen höchstmöglichen Gewinn zu machen und die höchstmögliche Macht zu erreichen.“ Akari spürte noch immer seine Lippen auf ihrer Stirn. Verdammt, was tat dieser Mistkerl nur mit ihr. „Was wollen Sie von mir, Fushida-sama?“

„Oh, ich möchte viele Dinge von dir, meine Schöne. Doch eins nach dem anderen. Wie ich sagte, nutzt Nonomoto Enterprises alle Ressourcen äußerst effektiv. Eine dieser Ressourcen bis du, meine Schöne.“ Akaris Augen wurden weit. „Was bedeutet das?“ „Deine Fähigkeiten sind für meine Firma viel zu wertvoll um sie zu verschwenden. Ich freue mich dir zu sagen, dass Nonomoto Enterprises dir einen Job anbieten. Arbeite für meine Firma und nutze deine Fähigkeiten zum Wohl von Nonomoto Enterprises.“

Akari war geschockt. Damit hatte sie nicht gerechnet. „Was genau soll ich tun, falls ich annehme natürlich?“ „Du wirst in meiner Abteilung arbeiten. Das heißt, ich bin dein Chef und du arbeitest unter mir.“ Seine Anspielung war nicht zu überhören und jagte Akari einen wohligen Schauer über den Rücken. „Vielleicht werde ich eines Tages über Ihnen arbeiten“, sagte sie verschmitzt. Yuudai neigte seinen Kopf nach vorn. „Das würde ich sehr genießen, meine Schöne,“ sagte er leise gegen ihre Lippen. Bevor er jedoch seinen Preis einholen konnte ertönte ein lautes Miauen.

Akari wandte sich Rollo zu. „Was ist los? Möchtest du nach draußen?“ Sie löste sich aus Yuudais Umarmung und ging mit dem Kater nach draußen in den Garten. „Ich werde über Ihr Angebot nachdenken, Fushida-sama.“ Der frustrierte junge Mann konnte deutlich das Lachen in ihrer Stimme hören.

DragonGodSlayer
16.09.2014, 01:23
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Während Chris wartete, dass er abgeholt wird versuchte er Rex in seine Reisebox zu bekommen. Da er Rex immer frei in seiner Wohnung laufen lies war dies immer eine große Herausforderung, vor allem da Rex seine Reisebox überhaupt nicht aussehen konnte. Da dies für ihn nie etwas gutes bedeutete, er wurde danach nämlich immer zum Tierarzt oder zu Chris Eltern gebracht, bei Chris Eltern musste er nämlich die ganze Zeit in dieser Box bleiben. Chris brauchte eine geschlagene halbe Stunde, bis er Rex gefangen und in die Reisebox bekommen hatte. Chris war erleichtert, als er ihn endlich in der Box hatte, fragte sich aber auch, warum er immer noch nicht abgeholt wurde, der Weg von seinem Elternhaus bis zu seiner Wohnung dauert doch nur zwanzig Minuten.


Weitere zehn Minuten später klingelte es an der Tür und Chris öffnete die Tür und ein Chauffeur stand vor der Tür und eine Limousine hinter ihm. „Hallo Mister Shihô, ihr Vater schickte mich um Sie abzuholen.“ „Ich muss nur noch kurz was holen und dann können wir losfahren.“ Chris ging wieder in seine Wohnung und holte Rex,schloss die Türen ab und stieg danach in die Limousine ein. „So, Sie können jetzt losfahren.“ Der Chauffeur fuhr los. „Warum hat das eigentlich so lange gedauert, bis Sie bei mir ankamen?“ „Es tut mir wirklich leid, aber wie Sie gleich sehen werden ist heute viel mehr Verkehr als sonst, das liegt vermutlich daran, dass das Dai Shi angekündigt wurde.“ Nach kurzer Zeit standen sie schon im Stau und er merkte, dass an diesem Tag wirklich viel mehr Verkehr ist als sonst.


Vierzig Minuten später kamen sie außerhalb von Freiburg in der Villa von Masaru Shihô an, welche von einem ein Quadratkilometer großem Grundstück umgeben war, das Grundstück wurde von einer massiven Steinmauer eingeschlossen. Es führte nur eine Straße vom stählernen Eingangstor zur Villa, das Eisentor lässt sich nur von der Villa aus oder durch eine extra speziell angefertigte Fernbedienung, von denen es nur vier Stück gab öffnen. Jeweils eine hatten natürlich die drei Mitglieder der Familie Shihô und eine wurde als Ersatz in einem der Tresore in der Villa aufbewahrt. Die Villa wurde im neuesten Stiel erbaute und und besaß die neueste Technik die es bei Nonomoto gab, diese stand noch nicht mal zum verkauf, falls sie es jemals zum kaufen geben wird.


Chris stieg aus der Limousine aus und bedankte sich bei dem Chauffeur, danach ging er mit Rex im Schlepptau durch die große Eingangstür und betrat eine große Halle. Er wurde gleich vom Dienstpersonal begrüßt. „Gute Tag Herr Shihô, Sie waren schon lange nicht mehr hier.“ „Guten Tag, ja ich hatte in letzter Zeit viel zu tun gehabt. Wo ist meiner Mutter? Und könntet Ihr Rex auf mein Zimmer bringen?“ „Ihre Mutter ist im Wohnzimmer und natürlich bringe ich Ihren Rex in Ihr Zimmer.“ Chris gab dem Dienstpersonal Rex, der sich in seiner Reisebox befand und ging danach in das Wohnzimmer, welches auch als für Veranstaltungen und Feste der Familie benutzt wurde. „Hallo Mutter, lange nicht mehr gesehen, wie geht es dir?“ Als Marion Chris sah stand sie von ihrem Sessel auf und stürmte auf ihn zu um ihn danach zu umarmen. „Hallo Chris, wieso kommst du nicht öfters zu Besuch? Dann würde es mir noch besser gehen, vor allem, da dein Vater durch das Dai Shi in letzter Zeit auch nicht mehr so viel Zeit hatte.“ Sie ließ in wieder los und setzte sich wieder. Chris setzte sich auf den Sessel gegenüber seiner Mutter und warf noch einen kurzen Blick auf die Uhr, welche fünf vor sechs anzeigte. „Ich würde ja auch gerne öfters mal vorbei kommen, aber dies geht leider nicht, da ich viel um die Ohren habe und ich Rex nicht hier ja nicht frei rumlaufen lassen darf und er seine Box nicht mag. Können wir später weiter reden? Ich habe nämlich etwas wichtiges mit Vater zu bereden, eigentlich bin ich auch nur aus diesem Grund hier, werde aber vermutlich über Nacht bleiben.“


Nachdem seine Mutter ihm etwas enttäuscht sagte, dass es in Ordnung sei ging Chris zum Büro seines Vaters, die Bürotür war ausnahmsweise offen und er saß alleine darin, nicht mal ein Bildschirm war an und er hatte aus nicht seine MNE auf. Da er anscheinend schon auf ihn wartete trat Chris in das Büro ein. „Hallo Chris, setzt dich und sage mir worum es geht.“ Chris schloss erst die Bürotür und setzte sich danach auf einen Stuhl. „Hallo Vater, zu erst möchte ich dich bitten, nichts was wir hier bereden Mutter zu sagen ok?“ „Ok, worum geht es denn, dass du unbedingt so dringend unter vier Augen mit mir reden wolltest und jetzt auch noch diese bitte an mich richtest?“
Ich bin mal gespannt ob er mich das fragt, was ich glaube, dass er mich fragen wird und ob er es weiß.
"Aber bitte werde nicht sauer und lass. Also, es geht darum, dass ich am Dai Shi teilnehmen will.“ Wütend entgegnete Masaru: „Was soll das heißen du willst am Dai Shi teilnehmen? Du weist doch genau, dass du wirklich sterben wirst, wenn du im Spiel stirbst, das werde ich nie im leben zulassen, du bist immerhin mein Sohn und wirst eines Tages meinen Platz bei Nonomoto übernehmen müssen.“


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Masaru stand energisch auf und ging zu seinem Computer und setzte seine MNE auf, als Chris etwas sagen wollte, deutete er ihm nichts zu sagen. Herr Shihô rief seine Sekretärin an und teilte ihr mit, sie solle all seine Termine für heute streichen, da er etwas wichtiges zu besprächen hätte. Danach setzte er seine MNE wieder ab und saß sich wieder gegenüber seines Sohnes auf den Sessel. „So, jetzt haben wir genug Zeit, dass ich es dir ausreden kann.“ Entgegnete er mit einer wieder etwas ruhigeren Stimme auf Chris fragenden Gesichtsausdruck. Ich frage mich, was er für Grunde nennt, warum er bei Dai Shi unbedingt mitmachen will.

Chris fing an zu sprechen und wurde dieses mal nicht daran gehindert. „Du weist, dass ich ein sehr guter Belendiel Spieler bin, außerdem wüsste ich sonst nicht, was ich mit meiner freien Zeit anstellen sollte.“ Auf diese Aussage hin antwortete Chris Vater mit lauter und leicht wütender Stimme, „ja, in Belendiel magst du vielleicht ein guter Spieler sein, aber Dai Shi ist ein anderes Kaliber. Du scheinst zu vergessen, das wir also Nonomoto Enterprises nur DIE besten Spieler für Dai Shi aussuchen und du beim Dai Shi nicht einfach nur den Kampf verlieren kannst, sondern auch gleich noch dein Leben dazu. Und dies werde ich als dein Vater nicht zulassen. Punkt!“ Daraufhin wurde auch Chris ausnahmsweise mal etwas lauter. „Ich habe auch nicht vor mein Leben einfach so weg zu werfen, dafür ist es mir viel zu wichtig, du fragst dich bestimmt, warum ich dennoch bei Dai Shi mitmachen will oder? Ich sage es dir, aber zu erst mal möchte ich mich entschuldigen. Ich habe dich vor knapp vier Jahren während des letzten Dai Shi kurz belauscht, während du mit einem deiner Arbeitskollegen telefoniert hast. In dem Gespräch ging es darum, dass einige Angestellte von Nonomote beim Dai Shi mitmachen würden, aber ohne die Schmerzen durch die Neuralverbindung. Also ohne bei einem ingame Tod wirklich zu sterben. Und genau einer von diesen Leuten möchte ich sein, mir auch egal, was ihr mir für Aufgaben im Dai Shi geben mögt.“

Mit gespielter Überraschung fragte Masaru Chris, ob er jemand anderem schon davon erzählt habe, welches er verneinte. „Gut, das muss auch so bleiben, da selbst ich sonst nicht mehr für deine Sicherheit garantieren kann. Da du dies weist, werde ich schauen, was ich machen kann, damit du einer dieser Personen wird, aber dazu musst du jetzt mein Büro verlassen.“ Nachdem sein Vater ausgesprochen hatte, verneigte und bedankte sich Chris und verließ das Büro und ging in sein Zimmer zu Rex, mit dem er sich unterhielt.

Nachdem Chris das Zimmer verlassen hatte setzte sich Herr Shihô erneut an seinen Schreibtisch, seinen Computer und setzte seine MNE auf. Danach rief er den Chef der Rekrutierungsabteilung an. „Hey, hier ist Masaru, es geht um das Versprechen, dieses Dai Shi ist es soweit, also treffe die letzten Vorbereitungen.“ „Hallo Masaru, dann hat er dich also endlich gefragt. Wird zwar etwas knapp mit der Zeit, aber es ist ja schon seit seiner Geburt eigentlich alles vorbereitet gewesen. Dann werde ich nur noch schnell die letzten Vorbereitungen treffen und alles wird so laufen wie du es wolltest.“ „Ich danke und überlasse alles weitere dann dir.“ Nach diesem Satz legte Masaru auf und lehnte sich ohne seine MNE im Schreibtischstuhl zurück. Ich habe ja eigentlich schon vor vier Jahren damit gerechnet, aber es ist wohl besser so, denn damals wäre er bestimmt noch zu jung gewesen.

Eine halbe Stunde später rief Herr Shihô seinen Sohn Chris wieder zu sich, welcher auch danach sofort kam. „Hallo Vater und hast du es hinbekommen?“ Mit ruhiger Stimme entgegnete er Chris. „Setzt dich erst mal, ich möchte dir etwas erzählen.“ „Warum willst du mir jetzt etwas erzählen? Ich will einfach nur wissen ob es klappt.“ Masaru beugte sich auf dem Sessel, gegenüber von dem wo sich Chris hin gesessen hatte nach vorne, mit den Ellenbogen auf den Oberschenkel und den Kopf auf den Armen abgestützt. „Immer mit der ruhe, lass mich erst mal erklären. Ich habe auch schon beim Dai Shi als Arbeiter für Nonomote mitgespielt. Es war beim zweiten Dai Shi, also vor 24 Jahren. Genau wie du habe ich meinen Vater bei einem Gespräch mit einem seiner Kollegen belauscht und beim nächsten Dai Shi darauf bestanden teilnehmen zu dürfen. Wie auch ich heute war er damals nicht erfreut, als ich sagte ich wolle mitmachen, da er ja nicht wusste, dass ich ihn belauscht hatte.“ Chris unter brach seinen Vater. „Und was hat dies mit mir und der jetzigen Situation zu tun?“ Weiterhin ruhig sprach er weiter. „Dazu komme ich noch, also immer mit der Ruhe. Wo war ich nochmal? Ach ja, nachdem ich ihm davon erzählt hatte sagte er mir, er würde schauen was er machen könne und dein Großvater schaffte es mich beim Dai Shi unter zu kriegen. So nun kommen wir zu der heutigen Situation. Zu aller erst, ich habe meine Wut vorhin nur vorgetäuscht, da ich erst mal wissen wollte, ob du alles weist. In Wirklichkeit, habe ich deine Teilnahme beim Dai Shi schon vor deiner Geburt arrangiert. Ich habe es auch beabsichtigt, dass du mich bei diesem Gespräch belauscht, aus diesem Grund habe ich seit deiner Geburt bei jedem Dai Shi mit jemandem darüber geredet und die Tür einen Spalt offen gelassen. Denn ich wollte, sehen ob du von dir aus am Dai Shi teilnehmen willst und auch ob du einfach nur lebensmüde bist oder die Wahrheit kennst. In diesem Moment werden die letzten Vorbereitungen für deine Teilnahme geregelt.“

Ich frage mich, ob er jetzt genauso reagieren wird wie ich damals.
„Ich werde dir in den nächsten Tagen noch jemanden von Nonomoto vorbei schicken, der dir alles erklärt und einstellt.“
Chris erwiderte darauf, „Nein. Das will ich nicht, es liegt nicht daran, dass ich dir nicht vertraue, sondern ich vertraue deinen Vorstandskollegen und deinen Mitarbeitern nicht. Die Erklärungen will ich via Telefonat erhalten und einstellen muss man ja nichts, da es das selbe wie Belendiel ist, brauche ich ja keine besondere Neuraleinheit und kann meine jetzige benutzen.“
Masaru fing an laut stark zu lachen. „Hahaha, genau so habe ich damals auch reagiert.“

Annalena
16.09.2014, 15:17
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Nachdem er sein Dickerchen gefüttert hatte begab sich Yuudai wieder ins Zimmer von Akari. Sie stand am Fenster und schaute hinaus. Es gab keine Reaktion von ihr, dass sie ihn gehört hatte. Er trat hinter sie und legte seine Arme um sie. Dann zog er sie an seine Brust. Die junge Frau widerstand nicht und er wunderte sich darüber.

Akari starrte aus dem Fenster. Sie spürte wie Yuudai sie an sich zog. Normalerweise sollte sie verärgert darüber sein, doch als er weg war, wurde ihr einiges klar. Sie würde sterben. Egal was sie tun würde, Nonomoto Enterprises hatte die Oberhand und sie würde sterben. Sollte sie die Zeit, die ihr noch bleibt, zur Genüge auskosten? Was möchte sie noch tun bevor sie stirbt?

„Was beschäftigt dich so, meine Schöne?“ Akari schwieg einen Moment bevor sie antwortete. „Ich werde sterben.“ Yuudai zog sie noch näher an sich. „Nicht wenn ich es verhindern kann.“ Akari drehte sich bei seinen Worten um. Der junge Mann hielt sie immer noch in seinen Armen. „Ich bin nicht sehr gut in Belendiel, Fushida-sama. Es ist ausgeschlossen, dass ich gewinne.“ Yuudai musterte sie. „Man muss nicht gewinnen um nicht zu sterben.“ Verwirrt blickte Akari ihn an. „Was?“

„Etliche Spieler des Dai Shi sind Angestellte von Nonomoto Enterprises. Im Gegensatz zu den normalen Spielern werden sie jedoch nicht mit der tödlichen Neuralverbindung verbunden. Sie werden im echten Leben nicht sterben.“ Die junge Frau dachte über seine Worte nach. Es klang unglaublich, aber, nein es klang nicht unglaublich. Dieser Firma würde sie alles zutrauen, selbst das Manipulieren von Dai Shi. „Warum sagen Sie mir das, Fushida-sama? Ich könnte das der Öffentlichkeit erzählen und Nonomoto Enterprises schaden.“

Yuudai lächelte nur. „Wer würde einer Verbrecherin glauben? Falls diese so lange lebt um zu reden natürlich.“ Akari holte geschockt tief Luft. „Mistkerl.“ Der junge Mann küsste ihre Stirn. „Nonomoto Enterprises weiß ALLES und herrscht über ALLES. Das oberste Ziel von Nonomoto Enterprises ist alle Ressourcen bestmöglich zu nutzen um einen höchstmöglichen Gewinn zu machen und die höchstmögliche Macht zu erreichen.“ Akari spürte noch immer seine Lippen auf ihrer Stirn. Verdammt, was tat dieser Mistkerl nur mit ihr. „Was wollen Sie von mir, Fushida-sama?“

„Oh, ich möchte viele Dinge von dir, meine Schöne. Doch eins nach dem anderen. Wie ich sagte, nutzt Nonomoto Enterprises alle Ressourcen äußerst effektiv. Eine dieser Ressourcen bis du, meine Schöne.“ Akaris Augen wurden weit. „Was bedeutet das?“ „Deine Fähigkeiten sind für meine Firma viel zu wertvoll um sie zu verschwenden. Ich freue mich dir zu sagen, dass Nonomoto Enterprises dir einen Job anbieten. Arbeite für meine Firma und nutze deine Fähigkeiten zum Wohl von Nonomoto Enterprises.“

Akari war geschockt. Damit hatte sie nicht gerechnet. „Was genau soll ich tun, falls ich annehme natürlich?“ „Du wirst in meiner Abteilung arbeiten. Das heißt, ich bin dein Chef und du arbeitest unter mir.“ Seine Anspielung war nicht zu überhören und jagte Akari einen wohligen Schauer über den Rücken. „Vielleicht werde ich eines Tages über Ihnen arbeiten“, sagte sie verschmitzt. Yuudai neigte seinen Kopf nach vorn. „Das würde ich sehr genießen, meine Schöne,“ sagte er leise gegen ihre Lippen. Bevor er jedoch seinen Preis einholen konnte ertönte ein lautes Miauen.

Akari wandte sich Rollo zu. „Was ist los? Möchtest du nach draußen?“ Sie löste sich aus Yuudais Umarmung und ging mit dem Kater nach draußen in den Garten. „Ich werde über Ihr Angebot nachdenken, Fushida-sama.“ Der frustrierte junge Mann konnte deutlich das Lachen in ihrer Stimme hören.

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Akari war schon eine Weile im Garten und dachte über Yuudais Angebot nach. Es war kein schlechtes Angebot. Sie konnte ihre Fähigkeiten nutzen und dafür würde sie auch noch bezahlt werden. Außerdem müsste sie keine Angst mehr vor der Polizei haben. Ein sehr großer Pluspunkt war die Zusammenarbeit mit Yuudai. Von ihm, oder besser gesagt dem weißen Wolf, könnte sie eine Menge lernen. Falls er gewillt war sie zu lehren. Hm, vielleicht sollte sie das als Bedingung für ihr Mitarbeit nennen.

Je länger sie darüber nachdachte umso besser gefiel ihr das Angebot. Da war nur eine Sache über die sie grübelte. Wer in Dai Shi starb, starb auch im echten Leben. Würde das nicht so etwas wie Mord sein? Man tötete den Avatar eines Spielers und somit auch den Spieler selbst. Waren sich die anderen Dai Shi Spieler darüber bewusst? Was war mit ihr? Hätte sie ein Problem damit quasi zur Mörderin zu werden? Nachdem sie kurz darüber nachdachte zuckte sie mit den Schultern. Warum sollte das ein Problem werden? Andere Menschen waren ihr doch sowieso egal.

Sie blickte auf und stellte fest, dass schon einige Zeit vergangen ist. Akari blickte sich um doch sie konnte Rollo nicht sehen. Es war Zeit zurück in die Villa zu gehen. Das tat sie dann auch. Sie verließ ihr Zimmer um sich auf die Suche nach Yuudai zu machen. Akari aktivierte ihr MNE und sah sich den Grundriss der Villa an. Wo könnte er sein? Nachdem sie in ein paar leeren Zimmern war, kam sie in sein Arbeitszimmer. Yuudai selbst war nicht da, doch seine Rechner liefen. Wahrscheinlich schaltete er sie nie aus. Die Neugierde überkam sie und sie sah nach, was auf den Rechnern war.

Ein Bildschirm fiel ihr sofort auf, denn darauf war sie zu sehen. Geschockt blinzelte Akari. Was sollte das? Beobachtete er sie? Es war ein leichtes für sie den Zeitverlauf dieses Rechners abzurufen ohne den Alarm auszulösen. Tatsächlich gab der Zeitverlauf an, dass Yuudai sie fast rund um die Uhr beobachtete. Egal ob sie duschte oder sich auszog oder schlief. Er hatte sie sogar beim Bad beobachtet, dass sie vor kurzem genommen hatte. Akari grinste. Sie war nicht verärgert darüber. Ganz im Gegenteil, es törnte sie an zu wissen, dass er sie beobachtete. Nun, da sie es wusste, würde sie das ausnutzen. Sie brachte den Rechner wieder in seinen ursprünglichen Zustand und verließ Yuudais Arbeitszimmer.

Kurz nachdem sie das Zimmer verlassen hatte betrat Yuudai es. Er war durch das Dai Shi zurzeit sehr im Stress und hatte nicht mitbekommen, dass Akari in seinem Zimmer war. Normalerweise würde er sie über seine MNE im Auge behalten, aber das letzte Gespräch hatte ihn dafür zu sehr abgelenkt. Nachdem er sich setzte galt sein erster Blick dem Bildschirm, auf dem Akari zu sehen war. Sie lief durch die Gänge seiner Villa. Suchte sie etwas? Ein weiteres Gespräch lenkte ihn von seinem Schwarzen Engel ab.

Akari betrat ihr Zimmer. Ihre Gedanken kreisten immer noch um die Möglichkeiten, die sich ihr durch ihre Entdeckung auftaten. Sie betrat ihr Schlafzimmer und begann damit ihre wenigen Sachen in den Schrank zu räumen. Als sie ihn öffnete war sie überrascht, denn darin waren schon einige Sachen. Hauptsächlich befanden sich darin Kleider. Wem gehörten diese? Sie blickte sich um und sah einen Zettel auf ihrem Nachttisch. Diese altmodische Kommunikation Methode konnte nur von Yuudai kommen. Die junge Frau las die Nachricht.


Meine Schöne,

ich habe mir erlaubt dir einige Kleinigkeiten zu besorgen. Ich kann es kaum erwarten, dich in diesen Kleidern zu sehen.

Yuudai


Akari lachte. Nun, dann wollte sie ihm mal den Gefallen tun. Sie sah sich die Auswahl der Kleider an und ihr Blick fiel sofort auf ein kurzes schwarzes Kleid. Es war trägerlos und endete knapp über ihren Po. Perfekt. Sie würde ihm eine gute Show liefern. Die junge Frau knöpfte ihre Jeans auf und zog sie langsam über ihren Po. Sie ließ sich auch Zeit ihr Shirt auszuziehen. Vorsichtig hielt sie das Kleid an und bemerkte, dass sie keinen BH hatte, den sie darunterziehen konnte. Also zog sie auch diesen langsam aus. Sie machte sich lang als sie sich in das enge Kleid schlängelte. Dann ging sie zu den Stiefeln, die Yuudai ihr am Tag vorher geschenkt hatte, und bückte sich um diese aufzuheben. Da sie wusste wo die Kamera sein musste, arrangierte sie es so, dass ihr Po in diese Richtung zeigte. Durch das Bücken rutschte das Kleid ein wenig nach oben. Dann setzte sie sich auf das Bett und hob ihr Bein an um einen Stiefel anzuziehen. Das Gleiche machte sie auch mit dem anderen Bein. Akari hoffte, dass Yuudai die Show gefallen hatte.

Yuudai hatte gerade das Gespräch beendet und schaute nach, was Akari machte. Er hatte gerade etwas Ruhe und schenkte sich einen Whisky ein. Der junge Mann lächelte als sie seine Geschenke gefunden hatte. Er konnte es kaum erwarten sie darin zu sehen. Sie nahm das kleine Schwarze aus dem Schrank und Yuudai erhob sein Glas um zu trinken. Er verschluckte sich als Akari plötzlich anfing sich aus ihrer Kleidung zu schälen. Das war nicht so wie sie üblich vorging. Es war erotisch und es törnte ihn an. Als ihr Kleid hochrutschte, als sie sich nach ihren Stiefeln bückte, war es um ihn geschehen. Er wollte sie. Sofort. Hastig sprang er auf und ging mit langen Schritten in die Richtung ihres Zimmers.

„Miau!“

BlackShial
16.09.2014, 19:21
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.pngDer Wahnsinn, einfach nur der Wahnsinn …
Kaum das der kleine Otter eine Bestätigung gesendet hatte, erklang seine helle, quietschende Stimme auch schon wieder und teilte ihr mit, dass eine Rückmeldung reingekommen war. Zum Teufel, wurden die Mitarbeiter bei Nonomoto Enterprises etwa an den Rechner gefesselt, oder hatte man bereits mit einer Zusage gerechnet und den angekündigten Besuch im Terminkalender vermerkt?
Apropos angekündigter Besuch. Angekündigt, aber ganz gewiss nicht gern gesehen.
Verdammt, wenn Hazel gewusst hätte, dass sich die Firma daraufhin zu ihr einlädt, hätte sie ganz sicher nicht zugestimmt. Immerhin ist ihre Abneigung diesen Leuten gegenüber schon Grund genug, ein solches Angebot abzulehnen. War ja immerhin nicht so, dass ihre Chancen besonders groß waren gegen sabbernde Internetzombies zu gewinnen, die den ganzen Tag über nichts anderes taten als Belendiel zu spielen.
Den Versuch war es wert, so dachte sie, würde es sie ja auch nicht umbringen …
Aber dass ihre Zusage einher ging mit dem plötzlichen Auftauchen von Nonomoto’s Mitarbeitern in ihrer Wohnung, wär ihr niemals in den Sinn gekommen. Was wollten die? Nachsehen, ob sie wirklich bedürftig war? Ob ein solches Preisgeld an dieser Stelle gut investiert war? Oder ob sie … oh Gott … eine akzeptable Person war, die man den Leuten präsentieren konnte?
Bei allem was ihr lieb und wichtig war: Nein!
Sie war es ganz sicher nicht. Sie wollte sowas auch gar nicht sein!
Aber höchstwahrscheinlich dachte die Oberschülerin auch einfach schon viel zu weit, immerhin konnte sie sich nicht daran erinnern, dass man die ausgewählten Spieler jemals präsentiert hätte. Aber was wusste sie schon? Immerhin bestand ihr Alltag alle vier Jahre daraus, sich gänzlich von der Außenweld abzukapseln …
Ach verflucht, sie hatte keine Lust mehr sich über solch banale Dinge den Kopf zu zerbrechen! Sollten diese Leute doch kommen, sie würde entscheiden ob es nötig war diese reinzulassen, wenn es so weit war. Bis dahin konnte sie immerhin die Ruhe genießen, die ihr zustand.
Dachte sie zumindest …
Genau in dem Moment, als die Fahlbraunhaarige mit dem Gesäß hin und her rutschte, um auf der Couch ein Stück tiefer zu sinken, die Beine übereinanderschlug und die Arme hinter dem Kopf verschränkte, klingelte es an der Tür. Natürlich, immerhin schienen alle Menschen das Gefühl dafür zu haben, wann sie wohl am effektivsten stören konnten.
In einer fließenden Bewegung gingen die Arme wieder auseinander, fast so als hätte es geahnt, dass sie wieder aufstehen musste. Das letzte Stück bewegten sie sich fast schon ruckartig nach oben, über ihren Kopf und zeigten eine Geste der Fassungslosigkeit, die mit einem lauten Murren untermalt wurde.
„Was? Wer? Wieso?!“
Eigentlich vollkommen untypisch – in ihrer momentanen Verfassung aber durchaus nachvollziehbar – sprach Hazel diese Worte deutlich und nicht gerade leise aus, während sie sich trampelnd zur Tür bewegte. Sie hätte diese verfluchte Klingel einfach abstellen sollen, verdammt nochmal!
„Möchtest du eine Antwort auf alles, oder reicht auch ein einfaches Hallo?“
Sie hätte sich gar nicht die Mühe machen brauchen das Bild auf dem kleinen Monitor neben der Tür einzuschalten, erkannte die Oberschülerin doch bereits an der durch den Lautsprecher kommenden Stimme, wer vor ihrer Tür stand. Hm, so zu tun als ob sie nicht da wär, konnte sie wohl nicht mehr? Nein?
Statt auf die Frage zu antworten, oder sich gar wirklich wieder umzudrehen, öffnete Hazel murrend ihre Haustür und verschränkte protestierend die Arme vor der Brust.
„Oh … Begrüßt du alle Gäste so, oder nur die Unliebsamen?“
Da war es, das süffisante Lächeln auf den mit Lipgloss bedeckten Lippen, gegen die sanft der schmale Zeigerfinger gepresst wurde, dessen Nagel in einem schreienden Pink glänzte.
Nur für einen Moment machte sich die Einzelgängerin die Mühe an sich herunter zu schauen, wusste aber durchaus was sie trug ... oder eben nicht.
„Je nach Laune, scheint aber nicht abschreckend genug zu sein ...“
„Ich habe schon Schlimmeres gesehen.“
Mit einem vielversprechenden Zwinkern machte die schwarzhaarige Störenfriedin einen Schritt nach vorn, deutete an, dass sie die Wohnung betreten wollte, doch Hazel rührte sich keinen Millimeter. Stattdessen zog sie eine Augenbraue hoch und nickte sachte mit leicht geöffnetem Mund.
„Oh, dass glaub ich dir aufs Wort. Wieso bist du hier?“
Ohne Umschweife, ohne es auch nur schön zu reden, kam die Fahlbraunhaarige zum Punkt. Sie hatte ohnehin schon viel zu viele Worte gesprochen.
„Nun, du sagtest ich soll mich bei dir melden, wenn ich was will?“
Was stimmte mit dieser Person eigentlich nicht? ...
Hatte sie sich hinter irgendeiner Tür versteckt, als sie das dem Knilch erzählt hatte, an dessen Namen sie sich noch immer nicht erinnern konnte? Oder waren in dem Gebäude Wanzen versteckt? Sie würde ja kaum mit ihrem Nachbar in engem Kontakt stehen ... oh, hoffentlich nicht ...
„Und was willst du?“
„Fragen wie es dir so geht natürlich! Du warst heute nicht im Unterricht, ist etwas Schönes passiert?“
Dieses Mal schüttelte Hazel den Kopf, hatte dabei aber noch immer den Mund offen, so als wüsste sie nicht, was sie darauf hätte erwidern sollen. Dennoch entging ihr nicht, wie sich das Haupt des ungebetenen Besuches hin und her bewegte, so dass ihr Haar bei jeder Bewegung dankt des seichten Lichtes glänzte.
„Wenn jedes Mal etwas 'Schönes' passieren würde, wenn ich nicht zur Schule komme, wär ich wohl schon vor Freude geplatzt ...“
Was wollte sie wirklich? Einfach so war sie bisher noch nie vorbei gekommen und versuchte dabei neugierig an ihr vorbei in die Wohnung zu schauen. Vielleicht war ... Nein, nein ... unmöglich.
„Herrje ... soziale Inkompetenz hin oder her, du kannst aber ruhig versuchen etwas freundlicher zu mir zu sein.“
Die Worte noch nicht einmal zu Ende gesprochen, wanderten die Finger der Besucherin auch schon zu dem gelbgrünen Shirt der Oberschülerin, die daraufhin zusammenzuckte.
„Woah, lass das! Wenn du wissen willst was in der Welt passiert, schau Nachrichten. Ich kann dir da keine Auskunft geben.“
Fast schon zitternd machte Hazel einen Schritt zurück, blockierte dabei aber noch immer vorsorglich den Eingang zu ihrer Wohnung. Sie konnte es immerhin so deutlich wie nur irgend möglich machen, es gab Menschen, die einfach nicht verstehen wollten. Nicht verstehen und gleichzeitig auch noch alles anfassen, was ihnen über den Weg lief. Furchtbare Angewohnheit ...
„Ich will nicht wissen was in der Welt passiert, sondern bei dir.“
Da war es wieder, dieses fürchterliche Lächeln, bei dem man nie wusste was dieses Weib eigentlich dachte. Nun war es Hazel, die den Drang nach Berührung verspürte. Jedoch gänzlich anders, als es bei ihrer Klassenkameradin der Fall war. Am liebsten hätte sie nach diesem rosafarbenen Schal gegriffen - der sich sicher anfühlte wie ein haariger, weicher Marshmallow - und an beiden Enden fest gezogen, bis endlich Ruhe einkehrte.
Aber ... als hätte sie sowas jemals tun können ...
„Gnargh ... Nein.“
Fast schon mit den Nerven am Ende wand sich die Einzelgängerin, verdrehte die Augen und verlagerte immer wieder das Gewicht von einem Bein auf das andere.
„Willst du mich nicht endlich hereinbitten?“
„Nein. Weder bitten noch freiwillig zulassen.“
Herausfordernd spitzte die Schwarzhaarige ihre schimmernden Lippen und ... was tat sie da eigentlich? Einen Fisch nachmachen?
„Wer hat eigentlich deine reizende Laune heute zu verantworten?“
Pah! Als ob sie einen Grund gebraucht hätte, um so zu reagieren.
Wieder bewegten sich die schmalen Finger der nervigen Person auf Hazel zu, die jedoch dieses Mal schnell genug reagieren konnte und jegliche überflüssige Berührung mit einer Handbewegung unterband. Fast schon angewidert zog sie ihre Hand wieder zurück, kaum dass sie die der Schwarzhaarigen zur Seite geschlagen hatte.
„Jetzt nimm endlich deine Griffel von mir, verflucht … und falls es dir nicht aufgefallen ist: Ich bin immer so. Aber um das zu bemerken, müsstest du dich ja mit wem anders beschäftigen als nur mit dir selbst …“
Die gelbgrünen Augen der Oberschülerin wurden zu Schlitzen. Nicht einmal ansatzweiseversuchte sie ihre Abneigung zu verbergen.
„Oh? Vielleicht könntest du es mich ja lehren, du beeindruckende Menschenkennerin.“
Grnargh …
Abermals erschien dieses leichte Grinsen auf dem – zumindest für ein primitives, männliches Individuum – schön anzusehenden Gesicht, dass sie nicht zu deuten vermochte.
„Warum bist du wirklich hier?“
Hazel hatte dieses Spiel satt, auf das sie sich schon wieder ungewollt eingelassen hatte. Es war einfach jedes verfluchte Mal so, doch irgendwann lernte auch sie dazu. Irgendwann …
„Um dich zu sehen.“
Ihre Mitschülerin verzog keine Miene, behielt aber das undurchschaubare Lächeln auf den vollen Lippen. Fast so, als hätte sie es perfekt einstudiert und wollte ihr Gegenüber damit absichtlich verunsichern. Oder es lag tatsächlich nur an der Einzelgängerin, die mit keinem Menschen hatte umgehen können.
„Warum bist du wirklich hier?“
„Du kannst so oft fragen wie du willst, die Antwort bleibt die gleiche.“
Sie glaube ihr kein Wort.
Es gab sicher unzählige Gründe für dieses heuchlerische Weib ihr auf den Keks zu gehen. Sehnsucht nach ihrer überfreundlichen Art war es aber gewiss nicht.
„Mach’s gut.“
Nein, sie hatte einfach keinen Nerv mehr dafür. Drauf und dran die Tür vor der Nase dieses aufgetakelten Plagegeistes zuzuschlagen, bemerkte sie nur flüchtig den Blick der Schwarzhaarigen, konnte aber auch diesen nirgendwo wirklich einordnen. Leise klangen die letzten Worte ihrer ungebetenen Besucherin in ihren Ohren, auf die Hazel jedoch nicht mehr reagierte.
„Ist es wirklich so schwer zu glauben, dass sich jemand tatsächlich für dich interessiert?“
Ja, das war es. Gerade wenn es sich bei diesem Jemanden um eine Person handelte, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht war. Hazel dagegen hatte wenigstens so viel Anstand, kein Interesse zu heucheln, wenn es eh nicht existierte.
„Fein! Wenn du damit leben kannst mich zum Weinen gebracht zu haben, nur zu!“
Sollte sie doch heulen bis ihr der dürre Körper austrocknete, waren doch eh keine echten Tränen.

Önee-sama
19.09.2014, 11:45
Genausogut! (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page2?p=23382767&viewfull=1#post23382767)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Der Name Kazue Sato sagt mir gar nix! Aber, dass können die sich direkt sonst wo hinstecken, dass diese Schnulle einfach so über mich verfügen darf! Ich weis mich schon zu wehren!
Das ihre heutigen Versuche 'sich zu wehren' allesamt kläglich gescheitert waren, kam Makoto dabei nicht einmal in ihren Sinn!
Schließlich habe ich mich durchgesetzt und mache mit Nana zusammen bei Dai Shi mit! Und das- WOHA!?
Makoto blickte entsetzt auf, als Nana zurück ins Wohnzimmer kam...
Anstelle einer Schere hatte Nana ein großes Messer in der Hand, mit dem man normalerweise Fleisch zubereitete!
"Nana!? Was... Wie... Warum..."
Makoto klang ziemlich fassungslos ob der Erscheinung ihrer kleinen Schwester mit dem großen Fleischermesser in ihrer Hand. Nana sah sehr verlegen aus und hob entschuldigend ihre freie Hand, während sie etwas hilflos ihre große Schwester mit ihren Augen ansah.
"Entschuldige, Nee-san! Aber ich finde im Moment nur die stumpfen Bastelscheren... und dann hab ich... das Schärfste gesucht, das wir zum Schneiden im Haus haben..."
"Äh, ja... nur sah das gerade so aus, wie in einem Splatter-Anime! Du hast mich..."
Makoto stockte, als Nana entsetzt auf das Messer schaute. Nana sah jetzt so aus, als würde sie jeden Moment anfangen zu heulen, darum beeilte sich Makoto ihre Schwester zu beruhigen.
"Aber ich vertraue dir! Denn ich weis, du tust deiner großen Schwester ja nichts! Und du bist ja auch... sehr vorsichtig... stimmts!?"
"Ja, natürlich. Nee-san! Ich... mache dich dann mal los... und bin auch ganz vorsichtig."
Nana kam dann ganz langsamen Schrittes näher, was bei Makoto unwillkürlich wieder die Assoziation mit einem Splatter-Anime auslöste! Dennoch schaffte es Makoto, ein freundliches Lächeln aufrecht zu erhalten und Nana bückte sich dann, um eins der Beine von Makoto los zu schneiden.
Puh! Wenn ich Nana jetzt erschrecke, ist sie so nervös, dass sie sich nicht traut mich zu befreien! Hmmm... So verlockend das auch klingt... Ich hätte nichts davon... Wobei, wenn sich Nana dann auf mich setzt, um sich an mir auszuheulen und sich zu beruhigen... Oh, ich muss mir auch unbedingt Tape kaufen! Fufufufu...
Während Makoto wieder mal in ihre Fantasiewelt abdriftete, schnitt Nana vorsichtig das Tape an einem der Stuhlbeine durch.
"Nee-san? Was... hast du eigentlich damit gemeint... mich nicht alleine mit... Männern spielen lassen zu wollen?"
Makoto erschrak und lief rot an. Zum einen, weil sie im Geiste schon viel weiter ihrer Fantasie gefrönt hatte und zum anderen, weil es eine Frage war, die sie vor Probleme stellte.
"Äh, was genau willst du damit wissen, Nana..."
Oh mein Gott! Schnell, erkaufe dir Zeit, Makoto und rede dich irgendwie raus! Nana darf es unmöglich erfahren, dass du die Jungs von ihr fern hältst!
"Na ja, ich bin doch nicht gerade... beliebt bei den Jungs an unserer Schule, Nee-san. Deshalb hat mich dein Argument mit den männlichen Mitspielern etwas... verwirrt..."
"Ich weis wirklich nicht, was mit den Jungs an unserer Schule nicht stimmt! Wahrscheinlich sind das alle einfach nur Waschlappen!!! Aber, was die männlichen Mitspieler betrifft... nun..."
Schnell, denk dir was aus... Ja, das ist die Idee!
"Wir wurden doch schon häufig davor gewarnt, im Netz nicht Alles zu glauben und niemandem leichtfertig zu vertrauen! Und im Netz sind Männer allesamt Schweine!!! Sie wollen nur eins: Deine Unschuld! Und die bekommen sie nur über meine Leiche!!! Deswegen mache ich mit - um dich zu beschützen! Verstehst du das!?"
"Wenn du das so sagst, Nee-san... ja, dann verstehe ich dich natürlich... nur... du hättest das nicht wirklich machen brauchen... weist du..."
Nana klang ein wenig gequält.
Schneidet sie absichtlich zu erst meine Beine los, um mich zu verhören!? Nein, Nana ist so nicht...
"Nicht doch, Nana! Als deine große Schwester ist es meine Pflicht, dich zu beschützen! Schließlich sind wir eine Familie! Außerdem bin ich eine genauso gute Spielerin wie du! Zusammen sind wir unschlagbar!"
"N-natürlich, Nee-san... d-du spielst genauso gut... wie ich..."
Jetzt klang Nana noch gequälter und Makoto fragte sich ein wenig, woher das kam.
Hm... wahrscheinlich ist es nur schwierig für sie, das Tape zu zerschneiden...
Das erste Bein war losgeschnitten und Nana machte sich langsam und ruhig daran, das zweite Bein vom Stuhl zu lösen. Da Nana Zeit für das Ganze brauchte, und Makoto nicht gerade für ihre Geduld bekannt war, fragte sie ihre Schwester direkt.
"Nana... erzähl mir doch schon mal genau, was passiert war, bevor ich nach Hause kam, ja, mein Liebes?"
Nana, stockte in ihren Bemühungen und blickte ihre Schwester dann tieftraurig an.
"Nee-san. Es war, wie ich schon meinte... Smith-kun und seine Begleiter kamen zu unserem Haus und eröffneten mir dann... dass... unsere Eltern... ich... ich... MAKOTO!"
Nana ließ plötzlich das Messer fallen und warf sich auf den Schoss von Makoto. Dabei umarmte sie ihre große Schwester, so gut das auf dem Stuhl ging und vergrub ihr Gesicht auf der Schulter. Dann fing sie an zu weinen...
"Ssssscccchhhhhhhhh... Alles ist gut! Deine Nee-san ist für dich da und hört dir zu, ja!?"
Mit Armen und Oberkörper noch immer festgebunden, konnte Makoto die arme Nana nur mit Worten trösten. Dabei hielt sie sich in Gedanken auch mal zurück mit ihren Fantasien, alleine dem Umstand geschuldet.
So verführerisch die ganze Situation auch gerade ist... Nana braucht dich jetzt mehr denn je!
Nach einer Weile hörte Nana auf zu weinen und sah dann Makoto an.
"Nee-san. Es ist, wie ich schon vorhin erzählt habe. Mutter und Vater haben sich wohl bei Geschäften mit Nonomoto Enterprises... übernommen... ich weis nicht, was damit gemeint ist... Smith-kun sprach von einem riesigen Berg an Schulden... der über Jahre angewachsen ist... und dass Nonomoto Enterprises jetzt handeln musste..."
"Aber, wie kann das sein!? Wir haben doch all die Jahre so viel Geld ausgeben können!? Und unsere Eltern haben nie etwas gesagt! Selbst heute konnte ich auf dem Heimweg problemlos einkaufen! Da war dieser Fatzke ja schon bei dir gewesen... hätten die Konten nicht gesperrt sein müssen!?"
"Smith-kun erwähnte nichts von einer Kontosperre... Nur, dass die von Nonomoto jetzt unsere Eltern haben... und wir sie wiedersehen, wenn ich Dai Shi gewinne..."
"Sonst hat er nichts gesagt? Nix weiter..."
"Na ja, er begann das Gespräch sehr höflich und versicherte mir mehrmals, wie Leid es Nonomoto täte... Smith-kun scheint da wirklich Mitleid mit uns zu haben..."
Ohhh, Nana... wenn ich nur dagewesen wäre! Siehst du, DAS meine ich mit Männern!!!
"Er erklärte mir die Situation. Das Mutter und Vater Geschäfte mit Nonomoto machen... Diese sich aber in den letzten Jahren immer mehr zum Schlechten gewandelt hätten und so immense Schulden zustande kamen... Smith-kun hat auch ausführlich erklärt, um was für Geschäfte es ging, nur war ich zu erschüttert, ihm zu folgen... und als von Dai Shi und einer Lösung die Rede war, habe ich sofort zugesagt!"
"Natürlich! Ich hätte auch sofort Mutter und Vater helfen wollen! Wahrscheinlich hätte ich Smith-kun mit eigenen Händen den Hals umgedreht!"
Makoto schaute grimmig drein, dann blickte sie wieder sanft ins Gesicht ihrer Imouto.
"Erinnerst du dich an gar nichts mehr richtig, Nana Liebes?"
"Doch... so weit ich das noch weis, ging es bei den Geschäften um Aktien, glaube ich..."
Hm... das hilft mir nicht auf die Sprünge... Unsere Eltern haben nie viel über ihre Arbeit geredet... und über Aktien schon gar nicht!
Da Nana noch immer am Zittern war und Makoto es irgendwie genoss, dass Nana auf ihr saß, während sie noch an den Stuhl gefesselt war, sparte sie sich die Frage, ob Nana sie fertig losschneiden könne.
Dazu ist sie im Moment viel zu nervös!
"Schon gut, Nana. Wie dieser Affe meinte, haben unsere Haus-VI's ja Informationen bekommen. Ruf doch mal deine Rainbow auf und wir lassen uns in Ruhe alles erzählen, was an Informationen vorhanden ist, ja?"
"Ok, Nee-san..."
Nana sah sie einen kurzen Moment an, dann schien sie sich überwunden zu haben.
"Sag mal, Nee-san... warum sieht deine Haus-VI eigentlich aus wie... ich? Und was hatte es mit der Aussage auf sich, deiner Haus-VI eine... angemessene Garderobe zukommen zu lassen?"
Makoto hätte sich vor Schreck fast auf die Zunge gebissen! Sie lief so rot wie eine Tomate an und hatte Mühe noch genug Luft zum Atmen zu bekommen!
"D-das ist... weist du... m-meine Haus-VI... ich... habe eine Erklärung für das Alles! aber später, ok!?"
DAS wird mir Nonomoto büßen! Mich so vor Nana bloß zu stellen...
Nana sah sie noch einen kurzen Moment fragend an, ehe sie ihren Kopf in Richtung Mitte des Raumes drehte.
"Rainbow. Würdest du uns bitte die Informationen, von denen Smith-kun sprach, zeigen?"
Sofort materialisierte ein süßes Mädchen holographisch in der Mitte des Wohnzimmers. Makoto war dankbar, dass Nana jetzt nicht noch fragte, warum sie die Haus-VI ihrer kleinen Schwester eigentlich vor einiger Zeit in ein Maid Kostüm gesteckt hatte!
"Natürlich, Nana!"
Während Nana sich an ihre Schwester drängte, die ja mit Armen und Oberkörper immer noch an den Stuhl gebunden war, fing Rainbow an zu erklären, was sie an Informationen für die Zwei hatte...

Annalena
19.09.2014, 20:15
http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Akari war schon eine Weile im Garten und dachte über Yuudais Angebot nach. Es war kein schlechtes Angebot. Sie konnte ihre Fähigkeiten nutzen und dafür würde sie auch noch bezahlt werden. Außerdem müsste sie keine Angst mehr vor der Polizei haben. Ein sehr großer Pluspunkt war die Zusammenarbeit mit Yuudai. Von ihm, oder besser gesagt dem weißen Wolf, könnte sie eine Menge lernen. Falls er gewillt war sie zu lehren. Hm, vielleicht sollte sie das als Bedingung für ihr Mitarbeit nennen.

Je länger sie darüber nachdachte umso besser gefiel ihr das Angebot. Da war nur eine Sache über die sie grübelte. Wer in Dai Shi starb, starb auch im echten Leben. Würde das nicht so etwas wie Mord sein? Man tötete den Avatar eines Spielers und somit auch den Spieler selbst. Waren sich die anderen Dai Shi Spieler darüber bewusst? Was war mit ihr? Hätte sie ein Problem damit quasi zur Mörderin zu werden? Nachdem sie kurz darüber nachdachte zuckte sie mit den Schultern. Warum sollte das ein Problem werden? Andere Menschen waren ihr doch sowieso egal.

Sie blickte auf und stellte fest, dass schon einige Zeit vergangen ist. Akari blickte sich um doch sie konnte Rollo nicht sehen. Es war Zeit zurück in die Villa zu gehen. Das tat sie dann auch. Sie verließ ihr Zimmer um sich auf die Suche nach Yuudai zu machen. Akari aktivierte ihr MNE und sah sich den Grundriss der Villa an. Wo könnte er sein? Nachdem sie in ein paar leeren Zimmern war, kam sie in sein Arbeitszimmer. Yuudai selbst war nicht da, doch seine Rechner liefen. Wahrscheinlich schaltete er sie nie aus. Die Neugierde überkam sie und sie sah nach, was auf den Rechnern war.

Ein Bildschirm fiel ihr sofort auf, denn darauf war sie zu sehen. Geschockt blinzelte Akari. Was sollte das? Beobachtete er sie? Es war ein leichtes für sie den Zeitverlauf dieses Rechners abzurufen ohne den Alarm auszulösen. Tatsächlich gab der Zeitverlauf an, dass Yuudai sie fast rund um die Uhr beobachtete. Egal ob sie duschte oder sich auszog oder schlief. Er hatte sie sogar beim Bad beobachtet, dass sie vor kurzem genommen hatte. Akari grinste. Sie war nicht verärgert darüber. Ganz im Gegenteil, es törnte sie an zu wissen, dass er sie beobachtete. Nun, da sie es wusste, würde sie das ausnutzen. Sie brachte den Rechner wieder in seinen ursprünglichen Zustand und verließ Yuudais Arbeitszimmer.

Kurz nachdem sie das Zimmer verlassen hatte betrat Yuudai es. Er war durch das Dai Shi zurzeit sehr im Stress und hatte nicht mitbekommen, dass Akari in seinem Zimmer war. Normalerweise würde er sie über seine MNE im Auge behalten, aber das letzte Gespräch hatte ihn dafür zu sehr abgelenkt. Nachdem er sich setzte galt sein erster Blick dem Bildschirm, auf dem Akari zu sehen war. Sie lief durch die Gänge seiner Villa. Suchte sie etwas? Ein weiteres Gespräch lenkte ihn von seinem Schwarzen Engel ab.

Akari betrat ihr Zimmer. Ihre Gedanken kreisten immer noch um die Möglichkeiten, die sich ihr durch ihre Entdeckung auftaten. Sie betrat ihr Schlafzimmer und begann damit ihre wenigen Sachen in den Schrank zu räumen. Als sie ihn öffnete war sie überrascht, denn darin waren schon einige Sachen. Hauptsächlich befanden sich darin Kleider. Wem gehörten diese? Sie blickte sich um und sah einen Zettel auf ihrem Nachttisch. Diese altmodische Kommunikation Methode konnte nur von Yuudai kommen. Die junge Frau las die Nachricht.


Meine Schöne,

ich habe mir erlaubt dir einige Kleinigkeiten zu besorgen. Ich kann es kaum erwarten, dich in diesen Kleidern zu sehen.

Yuudai


Akari lachte. Nun, dann wollte sie ihm mal den Gefallen tun. Sie sah sich die Auswahl der Kleider an und ihr Blick fiel sofort auf ein kurzes schwarzes Kleid. Es war trägerlos und endete knapp über ihren Po. Perfekt. Sie würde ihm eine gute Show liefern. Die junge Frau knöpfte ihre Jeans auf und zog sie langsam über ihren Po. Sie ließ sich auch Zeit ihr Shirt auszuziehen. Vorsichtig hielt sie das Kleid an und bemerkte, dass sie keinen BH hatte, den sie darunterziehen konnte. Also zog sie auch diesen langsam aus. Sie machte sich lang als sie sich in das enge Kleid schlängelte. Dann ging sie zu den Stiefeln, die Yuudai ihr am Tag vorher geschenkt hatte, und bückte sich um diese aufzuheben. Da sie wusste wo die Kamera sein musste, arrangierte sie es so, dass ihr Po in diese Richtung zeigte. Durch das Bücken rutschte das Kleid ein wenig nach oben. Dann setzte sie sich auf das Bett und hob ihr Bein an um einen Stiefel anzuziehen. Das Gleiche machte sie auch mit dem anderen Bein. Akari hoffte, dass Yuudai die Show gefallen hatte.

Yuudai hatte gerade das Gespräch beendet und schaute nach, was Akari machte. Er hatte gerade etwas Ruhe und schenkte sich einen Whisky ein. Der junge Mann lächelte als sie seine Geschenke gefunden hatte. Er konnte es kaum erwarten sie darin zu sehen. Sie nahm das kleine Schwarze aus dem Schrank und Yuudai erhob sein Glas um zu trinken. Er verschluckte sich als Akari plötzlich anfing sich aus ihrer Kleidung zu schälen. Das war nicht so wie sie üblich vorging. Es war erotisch und es törnte ihn an. Als ihr Kleid hochrutschte, als sie sich nach ihren Stiefeln bückte, war es um ihn geschehen. Er wollte sie. Sofort. Hastig sprang er auf und ging mit langen Schritten in die Richtung ihres Zimmers.

„Miau!“

http://upload.worldofplayers.de/files9/a1.png http://upload.worldofplayers.de/files9/LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png
Yuudai stoppte. „Nicht jetzt Rollo.“ Er ging am Kater vorbei, doch der folgte ihm. Dabei miaute er ununterbrochen. Die Stimmung des jungen Mannes sank. Er drehte sich zu Rollo um. „Was willst du mein Dickerchen?“ Natürlich verstand eine Katze nicht, was er sagte, doch das hielt ihn nicht davon ab sich mit ihm zu unterhalten. Rollo warf sich auf den Boden und fing an zu schnurren. Seufzend, sein Verlangen komplett verflogen, hockte Yuudai sich hin und streichelte Rollo. Dieser bedankte sich indem sein Schnurren noch lauter wurde.

Schwarze Stiefel kamen in sein Blickfeld und er folgte den langen Beinen bis er den Rocksaum erreichte. Yuudai schluckte und sein Verlangen war sofort wieder da. „Akari“, sagte er mit tiefer Stimme. Er schaffte es seinen Blick so weit zu heben um in die amüsierten Augen seiner Schönen zu schauen. „Fushida-sama“, grüßte sie ihn. „Ich möchte über Ihr Angebot sprechen.“ Mit einem Ruck stand er auf und nahm sie, von einem überraschten Aufschrei ihrerseits begleitet, in seine Arme. „Gut. Gehen wir in mein Schlafzimmer.“

Akari blickte ihn verwirrt an. „Schlafzimmer? Ich wollte mit Ihnen über das Stellenangebot reden.“ Yuudai seufzte enttäuscht. „Oh, das…“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Was dachten Sie von was ich rede? Sie haben mir nichts angeboten, was man in Ihrem Schlafzimmer tun kann, Fushida-sama.“ Hatte er nicht? Verdammt, war er so undeutlich. „Ich will dich, meine Schöne, in meinem Haus, in meinem Leben, in meinem Bett und nichts wird sich mir in den Weg stellen.“ Akari blickte ihn geschockt an und erwiderte kalt. „Lassen Sie mich herunter, Fushida-sama.“ Yuudai tat wie ihm geheißen, doch seine Hände ruhten auf ihren Hüften. „Sie wollen eine Beziehung? Das können sie vergessen. Ich will nur Sex, keinen Mann ein zweites Mal in meinem Bett und keine Verpflichtungen.“ „Akari…“, begann er doch mit einer Handbewegung brachte sie ihn zum Schweigen.

„Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag, Fushida-sama.“ Dann drehte sie sich um und stapfte zu ihrem Zimmer. Was bildete sich dieser Typ ein? Das sie all ihre Prinzipien sausen lassen würde für eine, urgh, Beziehung? Beziehungen waren Mist. Sie hatte es versucht und es… nein, darüber würde sie nicht nachdenken. Alles ist wunderbar wie es jetzt ist. Nur Sex und keine Fragen. Sie wollte nicht einmal die Namen von ihren Partnern wissen. Jetzt kam dieser Bastard, obwohl er ein sehr sexy Bastard war, an und wollte eine, urgh, Beziehung. Warum dachte sie er war sexy? Sie stoppte. Das war es. Es ist zu lange her, dass sie Sex hatte.

Sie kramte ihre kurze schwarze Lederjacke hervor und zog sie an. Dann nahm sie ihr Tuch und band es um. Sie überlegte ihr Messer und ihre Pistole mitzunehmen. Doch ihr Kleid war zu kurz um diese zu verstecken. Akari improvisierte und befestigte die Waffen im Inneren ihrer Lederjacke. Dann verließ sie die Villa. Überraschenderweise hielt sie niemand auf. Naja, da Yuudai sie beobachtete musste er sie wohl nicht in der Villa einsperren. Es war später Nachmittag und sie ging in ihre Lieblingskneipe. Dort fand sie immer einen willigen Partner. Die Kneipe war rund um die Uhr geöffnet und hatte immer Kundschaft.

Sie trat ein und blickte sich um. Es gab ein paar Männer, die ihr Interesse weckten. Akari ging zum Tresen. „Heh Hiro, das Übliche bitte.“ Der Barmann blickte auf. „Heh Akari, brauchst du wieder ein neues Opfer?“ Dabei lachte er und fing an ihren Cocktail zu mixen. „Urgh, frage nicht, ich hatte ein paar total beschissene Tage.“ Hiro stellte den Cocktail vor sie hin. „Klingt ernst. Ich habe dich noch nie so gesehen.“ Akari trank etwas durch den Strohhalm bevor sie antwortete. „Ich brauche Sex. Ich möchte vergessen.“ Hiro sah sie bedauernd an. Er kannte die junge Frau schon lange und er war wohl das Nächste, was sie einen Freund nennen konnte.

Viele würden sie als Nutte oder schlimmeres bezeichnen, wenn sie von ihren Männergeschichten hören würden. Einige haben es auch schon getan. Ihr macht das nichts aus. So sagt sie zumindest. Hiro war sich da nicht sicher. Er selbst hatte kein Problem damit, dass sie viele Männer hatte. Sie waren zwar technisch sehr fortschrittlich, doch menschlich mangelte es immer noch sehr. Für Männer, die viele Frauen hatten, war es in Ordnung und es wurde ihnen auf die Schulter geklopft. Wenn eine Frau viele Männer hatte, dann war sie plötzlich eine Nutte und man rümpfte die Nase über sie.

Akari aktivierte ihr MNE um den Drink zu bezahlen. Doch es funktioniert nicht. „Mist. Das habe ich glatt vergessen. Dieser Mistkerl.“ Sie blickte Hiro an. „Kannst du den Drink anschreiben? Meine verfluchten Konten gehen im Moment nicht.“ Hiro sah sie besorgt an. „Was ist passiert?“ Akari winkte ab. „Besser du weißt das nicht.“ Er legte seine Hand auf die ihre. „Bist du in Schwierigkeiten? Kann ich dir helfen?“ Akari lächelte unter ihrer Maske. Er war zu nett. Sie hatte ihn nicht als ihren Freund verdient. Sie öffnete ihren Mund doch schloss ihn gleich wieder. „Besser du weißt das nicht“, wiederholte sie. Hiro aktivierte sein MNE und bezahlte ihre Rechnung. „Der Drink geht auf mich.“ Die junge Frau wollte gerade protestieren als er eine Hand hob. „Danke, Hiro.“

Sie begab sich mit ihrem Drink in der Hand in eine etwas dunklere Ecke und setzte sich. Nachdem sie er Glas abgestellt hatte informierte sie sich mit ihrem MNE über die Hintergründe der Männer, die ihr gefielen. Sie wollte ja nicht mit einer zwielichtigen Gestalt mitgehen. Mit ihren Fähigkeiten war es ein leichtes die gewünschten Infos zu bekommen. Sobald sie den geeigneten Partner gefunden hatte leerte sie ihren Cocktail. Nachdem sie ihr MNE deaktiviert hatte ging sie zu seinem Tisch.

Der junge Mann blickte auf als er sie erblickte. „Kann ich etwas für dich tun?“ Akari musterte ihn. Ja, er würde es tun. „Ich möchte Sex mit dir.“ Der Mann starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. „Was?“ Sie seufzte. Warum waren die Männer immer so erstaunt? Sie redete halt nicht um den heißen Brei herum. „Willst du Sex mit mir oder nicht?“ Nun musterte der Mann sie. „Klar, warum nicht. Ich bin…“ Akari hob ihre Hand um ihn zu stoppen. „Namen sind unwichtig. Ich will nur Sex.“ Der Mann starrte sie wieder an und zuckte dann mit den Schultern. „Warum nicht. Ich bin mit dem Motorrad hier. Wollen wir zu dir oder zu mir?“ Akari wollte ihn schon mit in die Villa nehmen. Wie würde Yuudai reagieren? Nur um das zu sehen würde sie das Risiko eingehen. Doch sie entschied sich dagegen. „Zu dir.“

Der Mann bezahlt gemeinsam verließen sie die Kneipe. „Ich hole nur mein Motorrad. Ich bin gleich wieder da.“ Akari nickte nur und blickte ihm nach. Es dauerte auch nicht lange und er fuhr mit seinem Motorrad vor. Bevor er jedoch anhalten konnte geschah etwas Unerwartetes. Die Maschine beschleunigte plötzlich und der junge Mann schien die Kontrolle über sein Gefährt verloren zu haben. Entsetzte Fußgänger sprangen zur Seite und Autos hupten. Mit ungeheurer Wucht knallte das Motorrad in eine Hauswand. Der Fahrer knallte gegen die Wand und wurde durch den Aufprall auf die Straße geschleudert. Ein Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr ihn. Akari war sich sicher, dass er tot war.

So viel also zum Sex. Frustriert wandte Akari sich ab und machte sich auf den Weg in die Villa von Yuudai. Sie hatte keine Lust mehr noch einen Mann anzusprechen. Die junge Frau ignorierte die geschockten Menschen, die den Unfall gesehen hatten.


Yuudai beseitigte die Spuren, die ihn mit dem Motorradunfall in Verbindung bringen könnten. Als ob er zulassen würde, dass seine Schöne mit einem anderen Mann als ihn ins Bett geht. Er wusste von ihren Eskapaden, doch er hatte es bisher, wenn auch schweren Herzens, ignoriert. Doch jetzt gehörte sie ihm und ihm allein und er würde nicht teilen.

Önee-sama
23.09.2014, 00:10
Informationen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page2?p=23407182&viewfull=1#post23407182)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto gab sich echt Mühe: Der Vortrag von Nana's Haus-VI Rainbow (http://upload.worldofplayers.de/files9/Rainbow.jpg) dauerte geschlagene 30 Minuten! Makoto war nicht gerade das, was man einen geduldigen Menschen nannte... vielmehr hätte man ein Foto von ihr bei dem Wort 'ungeduldig' in den Duden drucken können und hätte damit treffender nicht sein können! Doch mit ihrer immer noch leicht ängstlichen kleinen Schwester auf ihrem Schoss, dazu Arme und Oberkörper imemr noch an den Stuhl gebunden, blieben nicht viele Möglichkeiten, ihrer Ungeduld Ausdruck zu verleihen: Die gesamte Vortragsdauer über schaukelte sie ihre Beine vor und zurück, zudem zischte sie kontinuierlich irgendwelche Flüche vor sich hin. Lau poltern wollte sie aus Rücksicht auf Nana dann doch nicht... auch wenn ihr das immens schwer fiel im Moment. Teilweise hätte man vermuten können, dass sie jeder Zeit explodiert und dabei den Stuhl einfach mit ihrem Körper einreißt! Leider war der Stuhl aus massiven Holz gefertigt und schien Makoto in ihren Bemühungen, ihre Arme von den Lehnen zu reißen, eher noch zu verspotten.
Als Rainbow geendet war es Makoto schon seit einiger Zeit zu bunt und sie polterte geradezu los.
"Was zum... !? Das ist doch verrückt!? Nana, DEM hast du zugestimmt!?"
Sie drehte ihren Kopf zu ihrer kleinen Schwester und sah...
Das diese eingeschlafen war! Friedlich lag der Kopf von Nana auf Makoto's Schulter, ihren Körper hatte sie an den ihrer großen Schwester gepresst und ihre Arme hielten diese immer noch umschlungen. Die Beine hatte Nana dabei mit angewinkelten Knien komplett auf den Schoss von Makoto gezogen.
"Nana... du schläfst... ausgerechnet jetzt!?"
Ungläubig starrte Makoto ihre Imouto an. Doch der sanfte Gesichtsausdruck von Nana blies jedwegen Ärger ihrerseits hinfort.
Uh... sie sieht so friedlich aus... es war ein harter Tag für sie...
Sie gab Nana einen kleinen Kuss auf die Stirn, was diese sich noch enger an Makoto schmiegen ließ und ein Lächeln auf die Lippen der Schlafenden zauberte. So sehr sie auch über das Verhalten ihrer schlafenden Schwester entzückt war, gleichzeitig war es die reinste Folter für Makoto! Schließlich war sie festgebunden quasi zu einer reinen Zuschauerin verdammt...
Oh, ich verfluche dich, Smith-kun! Und Nonomoto! Und alle Mitarbeiter dort! Das ist hier eine Situation, von der ich immer geträumt habe... und ich kann nichts damit anfangen!!! Wenn ich doch nur...
Einpaar Mal versuchte sie angestrengt sich von den Armlehnen zu lösen. Jedoch führten ihre Bewegungen nur dazu, dass Nana unruhig zuckte und leise stöhnte, was Makoto ihre Bemühungen wieder einstellen ließ.
Oh, ich bringe es einfach nicht über mein Herz sie zu wecken... Dafür werdet ihr mir büßen! Ich verfluche euch!!!
Dazu verdammt, als Beschäftigung gerademal mit ihren Beinen hin und her wippen zu können, brauchte Makoto geschlagene 15 Minuten, um sich wieder einzukriegen. In dieser Zeit verfluchte sie in Gedanken so ziemlich jeden, der ihr in den Sinn kam: Angefangen bei Smith-kun, weiter zu sonstigen Mitarbeitern von Nonomoto Enterprises als auch die Firma selbst, dazu alle Lehrer die sie kannte und nicht mochte, weiter mit anderen Töchtern von reichen Eltern, mit denen sie (ihrer Meinung nach) in einer Fehde stand, bis hin zu Ladenmitarbeitern, die nicht sofort spurten, wenn sie mal wieder ausgefallene Wünsche hatte...
Als sie sich wieder einigermaßen beruhigt hatte, setzte auch wieder langsam ein rationaleres Denken ein. Vorsichtig gab sie Nana nochmals einen Kuss auf die Stirn, was diese sich zufrieden ein wenig räkeln ließ, dann wandte sie ihren Kopf ein wenig Richtung Mitte des Raumes.
Nach all diesen Informationen... im Endeffekt sind es zwei Dinge, die wichtig sind: Was haben unsere Eltern bloß ausgefressen, dass Nonomoto sie in Gewahrsam genommen hat? Und auf müssen wir uns bei Dai Shi einstellen?
Also ging sie der ersten Frage nach.
"Nana 2, hast du zusätzliche Informationen, die Rainbow nicht hat?"
Neben Rainbow materialisierte wieder ihre Haus-VI in Form ihrer kleinen Schwester, gehüllt in Bandagen und an eine Kette gelegt.
"Bezüglich zusätzlicher Informationen, Onee-sama, habe ich den Auftrag erhalten, sie dringend darauf hinzuweisen, dass sie sich zu Herzen nehmen sollen, auf Alles zu hören, was ihnen Frau Kazue Sato in Zukunft befehlen wird! Die restlichen Informationen decken sich zu 100% mit denen, die Rainbow dir schon genannt hat."
"Das ist... Diese Sato kann sich das mal direkt wieder abschminken! MIR erteilt NIEMAND Befehle!!! Ist das klar!?"
"Natürlich, Onee-sama. Dennoch wurde mir diese Information mit einer Dringlichkeitsstufe übermittelt."
"Das ist mir völlig egal! Aber.. genug davon... du hast also sonst nur dieselben Informationen, die Rainbow hat? Hm... kannst du mir sonst noch etwas über die Arbeit von Mutter und Vater sagen!?"
"Es tut mir leid, Onee-sama, aber ich fürchte, ihre ehrenwerten Eltern haben mir niemals Informationen bezüglich ihrer Arbeit gegeben."
Das hatte sich Makoto schon fast gedacht. Kurz überlegte sie, dann wandte sie sich an Nana 2 erneut.
"Du sagtest, zur Zeit bist auf das Haus beschränkt? Aber innerhalb des Hauses hast du vollen Zugriff auf Alles weiterhin?"
"Das ist richtig, Onee-sama."
"Dann durchforste die Datenbanken des Hauses nach Hinweisen über die Arbeit von Mutter und Vater!"
"Ich möchte sie darauf hinweisen, Onee-sama, dass ihre Eltern viele Datenbanken gegen meinen Zugriff gesichert haben. Ich bin also auch in dieser Hinsicht eingeschränkt."
"Ja ja, egal, ich möchte dass du trotzdem alles durchsuchst, an das du kommst, verstanden!?"
"Natürlich, Onee-sama, das wird nur einige Zeit dauern, um Alles zu überprüfen."
"Schon gut, mach es trotzdem! Ich muss in der Zwischenzeit ein wenig Nachdenken..."
"Verstanden, Onee-sama, führe meinen Suchbefehl aus."
Dann dematerialisierte Nana 2 und Makoto war wieder in Gedanken versunken.
Mutter... Vater... WAS habt ihr getan... Eure Arbeit erschien nie wichtig für uns Kinder zu sein... ohh, wenn ich doch nur einen einzigen Hinweis hätte...
Hahh... ich muss einfach warten, ob Nana 2 etwas herausfindet...
Makoto ließ ihre Gedanken zu der anderen Frage wandern... Der Frage, die schwer auf ihr Gemüt drückte!
Oh, Nana... auf was hast du dich dabei eingelassen!?
Makoto machte jetzt ein sorgenvolles Gesicht.
Ein PvP Event... mit realen Schmerzen! Das ist doch zu viel für Nana! Ich muss mir eine Strategie überlegen, wie ich sie beschützen kann!!!
Dann schluckte sie schwer.
Und dann... stirbt man wirklich!?
Die Sorgen um ihre Schwester stiegen jetzt ins Unermessliche.
Ich meine, klar, es wird ja immer wieder über Dai Shi geredet! Aber so richtig habe ich da nicht drauf geachtet... immerhin hatte es für mein Spielen mit Nana in Belendiel keinen Bezug!? Und beim letzten Dai Shi war Nana 10 und ich 12!? Als wenn wir die Berichte noch kennen würden...
Mehrmals schüttelte sie ihren Kopf, dann schaute sie grimmig drein.
Genug davon! Nana und unsere Eltern brauchen dich, Makoto! Du bist die Ältere, also trägst du die Verantwortung! Jetzt konzentriere dich und bereite dich so gut es geht vor, damit du Nana helfen kannst!!!
Mit entschlossenem Gesichtsausdruck drehte sie sich zu Rainbow um, der Haus-VI ihrer Schwester.
"Rainbow. Rufe alles auf, was es an Daten im Hause gibt, die den Kampf bei Belendiel und speziell bei Dai Shi betreffen! Dazu halte eine Liste, falls möglich, mit nutzbaren Avataren bereit!"
"Natürlich, Makoto. Darf ich sie darauf hinweisen, dass ohne bestimmte Suchparameter die Anfrage zu Avataren schier endlos erscheinen wird?"
Makoto überlegte kurz.
"Ja, das stimmt... dann suche Avatare, die schnelle Kämpfer sind! Nimm Daten, die von dem Spielen mit Nana in Belendiel vorliegen zu Hilfe und schau, das du eine Auswahl an wendigen Avataren zu Grunde legst, mit denen ich Nana online im Notfall ohne viel Zeitverlust zu Hilfe kommen kann!"
"Sofort, Makoto."
Dann fing Rainbow an, mehrere Statistiken zu Nana's und Makoto's Kämpfen in Belendiel aufzuzählen und Listen mit Avataren aufzuführen...
Makoto verneinte zwar vehement die Statistiken zu ihren höchstens durchwachsen zu nennenden Erfolgen in Belendiel, ging aber trotzdem alles sorgfültig durch. Immerhin ging es hier um ihre Eltern und um ihre kleine Schwester!
Dabei übersah sie die kleine, aber immens wichtige Information, dass Dai Shi eigentlich nur einen Gewinner hatte...

Annalena
23.09.2014, 09:41
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Ihre Absätze klicken laut in die Stille der Nacht als Valerya auf dem Heimweg war. Ihre Schicht im Club „Erotica“ war endlich vorbei und sie konnte es kaum erwarten nach Hause zu ihrer Tochter zu kommen. Einige der Mädchen trafen sich privat mit Kunden um mit Sex noch etwas mehr Geld zu verdienen. Doch so etwas machte Valerya nicht obwohl es sicherlich einige Männer gab, die sie gut dafür bezahlen würden. Es war schon genug, dass sie sich vor diesen fremden Leuten auszog. Sie hatte ja am eigenen Leib erfahren wie es ist, den eigenen Körper zu verkaufen. Diese Erfahrung würde sie auf keinen Fall wiederholen wollen.

Abgesehen davon war Boris, der Betreiber des Clubs, absolut dagegen das seine Mädchen ihre Körper für Sex verkaufen. Er war der Betreiber eines erotischen Clubs und keines Puffs, sagte er immer. Sollte er ein Mädchen bei so etwas erwischen, dann warf er sie raus. Das war schon vorgekommen und diese Mädchen landeten auf dem Strich. Da verdiente sie doch lieber etwas weniger Geld und hatte dafür einen sicheren Job. Nun ja, sicher solange ihr Körper noch so in Form war wie er jetzt ist natürlich.

Valerya schloss die Haustür auf und betrat ihre kleine Wohnung. Sie legte ihre Handtasche ab und zog ihre Schuhe aus. Barfuß begab sie sich als erstes ins Zimmer ihrer Tochter. Die kleine Nachtlampe in Form einer Schneeflocke brannte, denn ohne sie konnte Katya nicht schlafen. Vorsichtig beugte sich die junge Frau über das Kinderbett und legte die Hand auf die Stirn ihrer Tochter. Sie war nicht mehr so heiß und Valerya atmete erleichtert auf. Das Fieber war etwas zurückgegangen. Sie hasste es ihre Tochter allein zu lassen, wenn sie wieder einen ihrer schweren Krankheitsschübe hatte. Doch sie musste Geld verdienen und Boris gab ihr nicht frei nur weil ihre Tochter krank war. Valerya deckte ihre Tochter noch einmal richtig zu und küsste sie auf die Stirn. „Schlaf schön mein Schatz.“

Leise verließ sie den Raum und ging ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa saß Aljona und las. Sie blickte auf als Valerya das Zimmer betrat. Wortlos ging sie in die kleine Küchennische, die sich mit im Wohnzimmer befand. Dort wärmte sie etwas Pizzareste auf und goss ein Glas Cola ein. Beides brachte sie der erschöpften jungen Frau, die sich inzwischen auf das Sofa gesetzt hatte. Dankbar schlang sie förmlich das karge Essen hinunter und trank etwas. „Danke, Aljona, ich weiß nicht was ich ohne dich tun würde. Dass du mir so hilfst und immer auf Katya aufpasst…“ Ihre Stimme brach als ihr die Tränen kamen.

Aljona war eine Frau in den mittleren Jahren. Sie hatte Valerya und Katya betreut, als diese auf der Straße standen. Valerya war ihr für ihre Hilfe unendlich dankbar. Sie wusste nicht wie Aljona es gemacht hatte, aber sie hatte ihr Kind nicht verloren. Dabei hatte sie fest geglaubt, dass man ihr ihre Tochter wegnehmen würde. Über die Jahre wurde Aljona eine gute Freundin für Valerya. Sie war die einzige Person, der die junge Frau traute. Ohne ihre Hilfe hätte sie nicht gewusst wie sie hätte überleben sollen. Die ältere Frau schaute Valerya besorgt an. „Katya geht es wieder etwas besser. Wie lange wird diese Medizin noch helfen?“

Valerya brach in Tränen aus und Aljona schalt sich, dass sie so unsensibel gefragt hatte. „Es tut mir leid. Ich weiß du machst alles was du kannst.“ Die junge Frau schluchzte. „Ich tue was ich kann, aber die Behandlung ist zu teuer. Ich glaube nicht, dass ich das Geld zusammen bekomme bevor… bevor…“ Sie schluchzte lauter als plötzlich eine leise Stimme sie aus der Trauer riss. „Mama?“ Valerya schreckte auf und wischte sich hastig die Tränen weg. Dann drehte sie sich um. „Katlya. Warum bist du wach?“ Das Mädchen stand im Eingang zum Wohnzimmer. Sie trug ihren Lieblingsschlafanzug, der mit kleinen rosa Häschen und Blümchen bedruckt war. In ihren Händen hielt sie ihren Lieblingsteddy, den sie fest an ihre Körper gedrückt hatte.

Sofort ging die junge Frau zu ihr und hockte sich vor ihrer Tochter hin. Die Kleine streckte ihre Arme aus. Valerya umarmte sie und drückte sie fest an sich. Dann stand sie mit ihrer Tochter im Arm auf. „Du solltest schlafen, Katya. Morgen geht es dir bestimmt besser.“ Katya schmiegte sich an ihre Mutter. „Es tut nicht mehr so doll weh, Mama.“ Valerya küsste sie auf ihre Wange. „Du bist mein tapferes Mädchen. Soll ich dir eine Gutenachtgeschichte vorlesen?“ Das Mädchen küsste nun ihre Mutter auf die Wange. „Oh ja.“ Die junge Frau drehte sich entschuldigend zu Aljona um. Doch diese lächelte nur traurig. „Geh schon. Ich räume ein bisschen auf und dann reden wir weiter.“

Valerya brachte ihre Tochter ins Bett. Sie deckte sie sorgfältig zu und setzte sich dann auf einen Stuhl, der neben dem Bett stand. Katya lauschte aufmerksam ihrer Mutter, die ihr ihre Lieblingsgeschichte über das Häschen und den Kohl vorlas. Bevor sie wieder einschlief sagte sie leise zu ihrer Mutter. „Liebe dich Mama.“ Valerya unterdrückte die Tränen. „Ich liebe dich auch mein Schatz.“ Sie überprüfte nochmal ob ihre Tochter richtig zugedeckt war bevor sie sich wieder ins Wohnzimmer begab.

Aljona hatte inzwischen aufgeräumt und sich wieder auf das Sofa gesetzt. „Sie ist so ein tapferes Mädchen.“ Valerya nickte nur traurig. Für eine Weile schwiegen beide Frauen bevor Aljona das Wort ergriff. „Du hast einen Brief von Nonomoto Enterprises bekommen. Hast du mit denen irgendwelchen Ärger?“ Die junge Frau wurde blass und sprang auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass auf dem Wohnzimmertisch ein Brief lag. Hastig riss sie ihn auf und las ihn. „Ich wurde angenommen. Es ist kaum zu glauben. Ich wurde angenommen.“ Fassungslos setzte sie sich auf die Couch. Aljona sah sie verwirrt an. „Für was wurdest du angenommen?“ Valerya lächelte. „Ich werde bei Dai Shi mitmachen.“

Braoin
23.09.2014, 17:02
http://upload.worldofplayers.de/files9/Dima.jpg

„Seien wir doch ehrlich zueinander, Foster“, füllten Dimas Worte den beengten Raum, in dem er sich mit seinem vermeintlichen Rechtsvertreter beraten durfte.
Die Besuchszeit neigte sich ihrem unausweichlichen Ende zu und auch der Geduldsfaden des Langzeitinhaftierten hatte sich gefährlich aufgerieben, sodass jeder Augenblick der verstrich zum endgültigen Reißen führen konnte. Seit knapp einer Stunde saßen sie sich nun schon gegenüber, wie die unscheinbare Uhr an der farblosen Betonwand hinter Steve verriet. Fünf Minuten noch, dann würden die Wärter hereinkommen und ihn wieder in seine Zelle eskortieren, wie einen König, der sich dem Schutz seiner Leibwächter nicht entziehen konnte.
Dima beugte sich weit nach vorn, hatte die blanken Arme auf der kalten, metallenen Blechplatte des Tisches abgelegt und schaute dem Anwalt tief in die dunklen Augen. Seine Handschellen klimperten, als Metall über Metall gezogen wurde und das Geräusch des sich verrückenden Stuhls betonte die angespannte Atmosphäre, welche den ohnehin knappen Sauerstoffgehalt noch zu senken schien.
„Dass, was ich habe, ist zu wertvoll, als dass sie das Risiko eingehen könnten, meine Forderungen abzuweisen.“

Nicht das erste Mal handelte ihre Unterredung von diesem Thema. Es war der Dreh- und Angelpunkt ihrer Besprechungen und entschied für Zverikow über den Verlauf seines weiteren Lebens. Der Knast hing ihm zum Hals raus und wenn er nicht bald unbehelligt auf freiem Fuß sein konnte, würde er nach vier Jahren womöglich doch einknicken. Sollte dies jedoch eintreten, würde er den Weltkonzern Nonomoto Enterprises mit sich in die Tiefe reißen, das war eine Gewissheit, die er versuchte seinem Verhandlungspartner Steve Foster beizubringen.
Dieser seufzte just in diesem Moment und beugte sich der Intensität, die aus Dimas Augen sprach. Nicht jedoch rückte er von seinem Standpunkt ab, den er seit ihrer ersten Begegnung bezogen hatte.
„Hören Sie Zverikow“, begann er wie üblich, wenn er mit den immer gleichen Argumenten die unbezwingbare Mauer aus Überzeugung zu überwinden suchte, die zwischen ihm und dem zum Tode verurteilten stand, „Nonomoto Enterprises wird sich nicht auf ein derartiges Tauschgeschäft einlassen. Sie mögen es geschafft haben, an wichtige Daten heranzukommen und sie auf“, er machte eine kurze Pause, als suchte er nach dem passenden Wort, „unorthodoxe Weise zu sichern. Bravo!“, honorierte er ironisch Dimas Taten, die ihn schlussendlich in diese Lage gebracht hatten, „Doch seien Sie versichert, dass die Publizierung solcher Informationen durch einen zum Tode verurteilen Gefangenen nicht im geringsten Auswirkungen auf die Monopolstellung des Konzerns haben wird."
“Ich würde Ihnen zustimmen, Foster, wären da nicht die Beweise“, konterte der Exsoldat selbstsicher.

Er lehnte sich zurück und schaute auf den deutlich kleineren Mann herab, der sich nicht von der bedrohlichen Präsenz von Mace, wie man Zverikow auch nannte, einschüchtern ließ.
„Die Daten, die ich mithilfe der Ihnen zur Genüge bekannten Nanotechnologie an die Hämoglobinplättchen in meinen Adern gekoppelt habe, verbreiten sich ohne Verzögerung über jeden bekannten und unbekannten Kanal und jede Frequenz, sollten sie aufhören, sich zu bewegen, sodass binnen Sekunden die gesamte Welt erfahren würde, wie Nonomoto Enterprises an die Macht kam. Wenn ich sterbe, wird das Videomaterial der ersten Experimente an Menschen mit den mobilen Nanoeinheiten publik gemacht und die Auswirkungen auf den geistigen und physischen Zustand der Versuchsobjekte würde die Fassaden der eindrucksvollsten Bauten der Geschichte zieren. Stellen Sie sich nur vor, wie es wäre, wenn am Empire State Building das Bild eines Wahnsinnigen prangte, der versucht, sich selbst das Gehirn zu entfernen um den nicht enden wollenden Schmerzen zu entgehen, Wäre das nicht herrlich?“
Ein sadistisches Grinsen huschte über Dimas Gesicht, als er die Farbe aus Fosters Gesicht weichen sah. Bewusst hatte er bis zu diesem Augenblick gewartet die Wahrheit über seine Sicherheitsvorkehrungen preiszugeben, denn wenige Tage zuvor hatte die Presse den Termin für das Event Dai Shi ausgegeben, das Startsignal für Zverikows fein säuberlich ausgearbeiteten Plan.

Noch während der Mitarbeiter des Konzerns und vermeintlicher Rechtsvertreter seine Fassung wiederfinden konnte, wurde die Tür des kleinen Raumes geöffnet und zwei mit Schlagstöcken bewaffnete Wärter traten ein. Grimmig fixierten sie den Inhaftierten, der sich jedoch gelassen gab und aufstand, als ihre kleine Unterredung am offiziellen Ende angelangt war. Die heruntergekommene Uhr zeigte Punkt sechs an und wieder einmal wunderte sich Mace über die penible Pünktlichkeit mit der hier gearbeitet wurde.
„Wir sehen uns Morgen, Foster. Dann erwarte ich ein wenig mehr Kooperation von Ihnen“, rief der Verurteilte über die Schulter nach hinten und erhaschte dabei einen Blick auf den bestürzten Steve, der das Gesicht in seine Hände gelegt hatte.
Dima hätte sich vor Lachen geschüttelt, wäre nicht schon nach seinem Ausruf einer der Schlagstöcke zwischen seine Rippen gerammt worden, sodass ihm die Luft wegblieb. In seiner Zelle würde ihn ein kaltes Abendessen und Langeweile erwarten, der er sich bald entziehen zu können hoffte.

BlackShial
23.09.2014, 20:52
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.pngEndlich war wieder Ruhe eingekehrt. Ruhe, die sich die Oberschülerin in der Tat verdiente, nach all Unterhaltungen die sie an diesem Tag führen musste. Ein Tag, an dem sie mehr Worte verloren hatte, als sonst in einer ganzen Woche.
Für all das soziale Engagement hätte sich Hazel eigentlich einen Orden verdient …
Doch irgendetwas war da. Irgendetwas hinderte sie daran endlich zu entspannen. Irgendetwas raubte ihr jegliche Ruhe, der sie sich gewissermaßen doch eigentlich schon sicher war.
Aber egal wie unwohl ihr war. Egal wie sehr es sie störte, sie wollte auf keinen Fall nachgeben. Das kam gar nicht erst in Frage!
Also … warf sich die Einzelgängerin schwungvoll auf ihre Couch, steckte alle Vier von sich und schloss die Augen. Man konnte die Dinge auch einfach wegignorieren … Ja, das konnte man. Immerhin hatte Hazel dies schon oft getan. Wäre da nicht die eigentlich angenehme Stille gewesen, die ihr ermöglichte jedes noch so leise Geräusch so deutlich wahrzunehmen, als würde man vor ihrem Fenster mit einem Presslufthammer arbeiten.
Wie zum Beispiel das Schwimmgeräusch des Otters, der über dem Holophone seine Runden zog und dabei immer wieder einen Blick zu ihr warf, darauf wartend das sie etwas sagte.
Seufzend wanderte die Rechte der Fahlbraunhaarigen ihren Körper herauf und kam auf ihrer Stirn zum Liegen. Es wäre fast schon zu einfach gewesen, irgendwelche Musik einzuschalten, die sie abgelenkt hätte. Doch klar war: Das Gefühl würde nicht verschwinden.
„Ruhemodus.“
Während sich Hazel langsam aufrichtete, sprach sie zu der VI, die sich daraufhin wie befohlen zurückzog. Verflucht … Verdammt … Sie wollte nicht nachgeben! Aber … Jede noch so nervige Person war offenkundig leichter zu ignorieren, wenn man ihr gegenüber deutlich machte wie egal sie einem war. Diese Nötigung jedoch, konnte niemand aushalten.
Oder versuchte sie sich das nur einzureden, um nicht zugeben zu müssen, dass sie durchaus die Gegenwart von anderen Menschen genoss? Pffffahahaha! Ja … sicher …
Abermals in einem tiefen Ton murrend stampfte sie zurück zur Tür, die sie wenige Minuten zuvor noch zugeschlagen hatte, um das Eindringen von ungewolltem Besuch zu verhindern. Irgendwie traurig, wie wenig Beharrlichkeit sie dieses Mal zeigte.
„Der Vermieter duldet hier keine Penner …“
Noch während Hazel die Tür öffnete und ihr Blick nach unten wanderte, sprach sie diese Worte, ohne auch nur eine Sekunde daran zu zweifeln, dass da noch eine Person war, die diese auch hören konnte. Ihre gelbgrünen Augen trafen auf ein Paar magentafarbene und alles in ihr sträubte sich.
„Oh?“
Das süffisante Lächeln noch immer im Gesicht hob die Schwarzhaarige den Finger und presste ihn gegen ihre vollen Lippen. Hazel hatte sie gar nicht erst fragen brauchen, wieso sie nicht verschwunden war, würde sie doch ohnehin keine ernste Antwort darauf bekommen.
„Und was ist mit jungen, hübschen Mädchen, die kurz davor sind ihre rosaroten Wangen mit Tränen zu benetzen? Was würde er wohl sagen, wenn ich ihm erzähle, dass Yasui-kun mich einfach so aus ihrer Wohnung geworfen hat? Ohne mir meine Sachen zu geben!“
In melodramatischster Manier warf sie ihren Kopf zurück, woraufhin ihr schwarzes Haar schwundvoll den Halt auf ihren Schultern verlor und den rosafarbenen Modeschal offenbarte.
„Ich wette, er würde sich darum reißen mir den Ersatzschlüssel zu leihen, ohne dass ich überhaupt fragen muss.“
Das nichts davon der Wahrheit entsprach, war natürlich vollkommen irrelevant. Für Hazel aber nichts Neues.
„Du überschätzt deine Wirkung auf die Menschen um dich herum …“
„Auf die meisten Menschen? Vielleicht … auch wenn ich das nicht denke. Auf einen alleinstehenden Mann mittleren Alters? Wohl eher nicht.“
Ekelhaft … Es grenzte an ein Wunder, dass diese Person mit ihrem Ego überhaupt noch gerade laufen konnte, geschweige denn atmen – immerhin müsste es sie erdrücken, so gigantisch wie es war. Und wenn es nicht ihr Ego war, wieso dann eigentlich nicht die Leute, die sich eigentlich hätten davon gestört fühlen müssen? Was stimmte nur nicht mit dieser Welt – sie damit wohl eingeschlossen?!
„Wo sind die versprochenen Tränen? Nur deshalb hab ich mir überhaupt die Mühe gemacht, nochmal die Tür zu öffnen.“
Die Oberschülerin ließ sich nichts anmerken, blockierte aber wie schon zuvor den Eingang, auch wenn der weibliche Störenfried noch immer hockte und damit eigentlich keine Gefahr für die wohlige Einsamkeit in ihrer Wohnung darstellte.
„Hm … eine Sekunde. Dafür muss ich erst an etwas Trauriges denken.“
Sie gab sich noch nicht einmal die Mühe es auf irgendeine Art und Weise echt aussehen zu lassen. Nicht, dass Hazel überhaupt erwartet hätte, dass irgendetwas an dieser Person echt war. Nicht einmal Traurigkeit.
„Wie wär’s mit deinem Spiegelbild?“
Mager, blass und unecht. Was konnte trauriger sein als das?
„Huh? Ich hatte eigentlich dein Leben im Sinn.“
Traurig?! Pah! Dass sie nicht lachte – was sie natürlich wirklich nicht tat. War es doch erst in dem Moment traurig geworden, als dieses aufgetakelte Klappergestell ein Teil davon wurde. Ein ungewollter Teil.
Doch statt darauf noch etwas zu erwidern, blieb die Einzelgängerin stumm. Denn ehrlichgesagt, wusste sie gar nicht was sie darauf hätte sagen sollen. Verdammt …
Stattdessen machte sie kehrt, ließ einen langen, gequälten Seufzer ihrer Kehle entweichen und ging wieder zurück in die Wohnung. Dieses Mal jedoch ohne die Tür hinter sich zu schließen. Es gab ohnehin kein Entkommen vor dieser Qual, war es für dieses schwarzhaarige Biest – welches sich jedoch ungerechtfertigt für die Schöne hielt – sicher wirklich keine Herausforderung an den Ersatzschlüssel zu kommen.
Ruckartig wurde Hazel in ihrem Schritt gestoppt, festgehalten von diesen garstigen, kleinen Fingern, die sich abermals im Stoff ihres Shirts vergruben. Keine Worte wurden gesprochen, das einzige Geräusch was man vernehmen konnte war das Klacken der Tür, als diese hinter den Beiden wieder ins Schloss fiel.
Sie hasste diese Person … sie hasste sie so abgrundtief …

DragonGodSlayer
24.09.2014, 01:10
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/pal110x110jz4uqgn9fk.jpg

Als sich Pal von Christoph verabschiedet hatte ging er ebenfalls in seine Studentenwohnung uns zwar so wie es in Freiburg üblich ist mit dem Fahrrad. Er hörte sich über seinen MP3 Player welchen er von seinem Vater bekommen hatte Lieder auf dem Heimweg an.

Als er an seiner Wohnung an kam, stand dort eine für ihn fremde Person, die direkt auf ihn zuging. „Wenn ich richtig in der Annahme gehe, sind sie Pal Müller oder?“ Pal antwortete knapp, „Ja das bin ich, was wollen sie von mir.“ Die andere Person blieb total ruhig und sagte: „Wir sollten dies wohl besser in Ihrer Wohnung bereden.“ Pal wunderte sich, was eine wild fremde Person nur von ihm wollen würde und woher er wusste, wo er wohnte. Doch ohne nach zu fragen ging Pal ihn seine Wohnung und lies den Fremden auch hinein, er führte ihn in sein Wohnzimmer und deutete an, dass der fremde auf der Couch platz nehmen könne.

Als beide im Wohnzimmer saßen, sagte der Fremde, „Ich arbeite für Nonomoto Enterprise und möchte Ihnen ein Geschäft vorschlagen. Wir, also Nonomoto haben vor, das Unternehmen ihres Vaters auf zu kaufen, da das Unternehmen für uns sehr hilfreich wäre und Ihr Vater ohnehin bei uns sehr hoch verschuldet ist. Jedoch können Sie die Schulden tilgen und den Aufkauf des Unternehmens Ihres Vaters verhindern, in dem sie an dem in diesem Jahr stattfindendem Dai Shi teilnehmen und Gewinnen. Sofern sie absagen werden wir sofort das Unternehmen ihres Vaters aufkaufen und uns an eigenen, nehmen Sie jedoch am Dai Shi teil, werden wir warten, bis Sie ausscheiden oder gewinnen, bis wir es aufkaufen. Die Entscheidung liegt ganz alleine bei ihnen.“

Pal schaute während des ganzen Gespräches blöd aus der Wäsche, denn er wunderte sich, dass sein Vater ihm nicht von seinen Schulden bei Nonomoto erzählt hatte. Wo er doch als Erbe des Unternehmens und als Familienmitglied über solche Situationen stets aufgeklärt wurde. Weil er an der Glaubwürdigkeit der Geschichte des Fremden zweifelte bat er ihn um ein Annahmefrist von 24 Stunden. Der Vertreter von Nonomote stimmte dieser zu und verabschiedete sich höflich von Pal, aber nicht ohne Ihm seine Visitenkarte da zu lassen.

Nach dem der Arbeiter von Nonomoto Pat die Karte gegeben hatte ging er aus dem Haus und verabschiedete sich von Pal, aber bevor dieser die Haustür geschlossen hatte sagte der Mitarbeite noch folgendes. „Ich rate Ihnen mit niemandem über unser Gespräch zu reden, dies könnte schwäre Folgen mit sich ziehen.“ Er sagte es in so einem Ton, dass Pal sich vor Angst beinahe in die Hosen gemacht hätte.

Annalena
24.09.2014, 09:42
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Ihre Absätze klicken laut in die Stille der Nacht als Valerya auf dem Heimweg war. Ihre Schicht im Club „Erotica“ war endlich vorbei und sie konnte es kaum erwarten nach Hause zu ihrer Tochter zu kommen. Einige der Mädchen trafen sich privat mit Kunden um mit Sex noch etwas mehr Geld zu verdienen. Doch so etwas machte Valerya nicht obwohl es sicherlich einige Männer gab, die sie gut dafür bezahlen würden. Es war schon genug, dass sie sich vor diesen fremden Leuten auszog. Sie hatte ja am eigenen Leib erfahren wie es ist, den eigenen Körper zu verkaufen. Diese Erfahrung würde sie auf keinen Fall wiederholen wollen.

Abgesehen davon war Boris, der Betreiber des Clubs, absolut dagegen das seine Mädchen ihre Körper für Sex verkaufen. Er war der Betreiber eines erotischen Clubs und keines Puffs, sagte er immer. Sollte er ein Mädchen bei so etwas erwischen, dann warf er sie raus. Das war schon vorgekommen und diese Mädchen landeten auf dem Strich. Da verdiente sie doch lieber etwas weniger Geld und hatte dafür einen sicheren Job. Nun ja, sicher solange ihr Körper noch so in Form war wie er jetzt ist natürlich.

Valerya schloss die Haustür auf und betrat ihre kleine Wohnung. Sie legte ihre Handtasche ab und zog ihre Schuhe aus. Barfuß begab sie sich als erstes ins Zimmer ihrer Tochter. Die kleine Nachtlampe in Form einer Schneeflocke brannte, denn ohne sie konnte Katya nicht schlafen. Vorsichtig beugte sich die junge Frau über das Kinderbett und legte die Hand auf die Stirn ihrer Tochter. Sie war nicht mehr so heiß und Valerya atmete erleichtert auf. Das Fieber war etwas zurückgegangen. Sie hasste es ihre Tochter allein zu lassen, wenn sie wieder einen ihrer schweren Krankheitsschübe hatte. Doch sie musste Geld verdienen und Boris gab ihr nicht frei nur weil ihre Tochter krank war. Valerya deckte ihre Tochter noch einmal richtig zu und küsste sie auf die Stirn. „Schlaf schön mein Schatz.“

Leise verließ sie den Raum und ging ins Wohnzimmer. Auf dem Sofa saß Aljona und las. Sie blickte auf als Valerya das Zimmer betrat. Wortlos ging sie in die kleine Küchennische, die sich mit im Wohnzimmer befand. Dort wärmte sie etwas Pizzareste auf und goss ein Glas Cola ein. Beides brachte sie der erschöpften jungen Frau, die sich inzwischen auf das Sofa gesetzt hatte. Dankbar schlang sie förmlich das karge Essen hinunter und trank etwas. „Danke, Aljona, ich weiß nicht was ich ohne dich tun würde. Dass du mir so hilfst und immer auf Katya aufpasst…“ Ihre Stimme brach als ihr die Tränen kamen.

Aljona war eine Frau in den mittleren Jahren. Sie hatte Valerya und Katya betreut, als diese auf der Straße standen. Valerya war ihr für ihre Hilfe unendlich dankbar. Sie wusste nicht wie Aljona es gemacht hatte, aber sie hatte ihr Kind nicht verloren. Dabei hatte sie fest geglaubt, dass man ihr ihre Tochter wegnehmen würde. Über die Jahre wurde Aljona eine gute Freundin für Valerya. Sie war die einzige Person, der die junge Frau traute. Ohne ihre Hilfe hätte sie nicht gewusst wie sie hätte überleben sollen. Die ältere Frau schaute Valerya besorgt an. „Katya geht es wieder etwas besser. Wie lange wird diese Medizin noch helfen?“

Valerya brach in Tränen aus und Aljona schalt sich, dass sie so unsensibel gefragt hatte. „Es tut mir leid. Ich weiß du machst alles was du kannst.“ Die junge Frau schluchzte. „Ich tue was ich kann, aber die Behandlung ist zu teuer. Ich glaube nicht, dass ich das Geld zusammen bekomme bevor… bevor…“ Sie schluchzte lauter als plötzlich eine leise Stimme sie aus der Trauer riss. „Mama?“ Valerya schreckte auf und wischte sich hastig die Tränen weg. Dann drehte sie sich um. „Katya. Warum bist du wach?“ Das Mädchen stand im Eingang zum Wohnzimmer. Sie trug ihren Lieblingsschlafanzug, der mit kleinen rosa Häschen und Blümchen bedruckt war. In ihren Händen hielt sie ihren Lieblingsteddy, den sie fest an ihre Körper gedrückt hatte.

Sofort ging die junge Frau zu ihr und hockte sich vor ihrer Tochter hin. Die Kleine streckte ihre Arme aus. Valerya umarmte sie und drückte sie fest an sich. Dann stand sie mit ihrer Tochter im Arm auf. „Du solltest schlafen, Katlya. Morgen geht es dir bestimmt besser.“ Katya schmiegte sich an ihre Mutter. „Es tut nicht mehr so doll weh, Mama.“ Valerya küsste sie auf ihre Wange. „Du bist mein tapferes Mädchen. Soll ich dir eine Gutenachtgeschichte vorlesen?“ Das Mädchen küsste nun ihre Mutter auf die Wange. „Oh ja.“ Die junge Frau drehte sich entschuldigend zu Aljona um. Doch diese lächelte nur traurig. „Geh schon. Ich räume ein bisschen auf und dann reden wir weiter.“

Valerya brachte ihre Tochter ins Bett. Sie deckte sie sorgfältig zu und setzte sich dann auf einen Stuhl, der neben dem Bett stand. Katya lauschte aufmerksam ihrer Mutter, die ihr ihre Lieblingsgeschichte über das Häschen und den Kohl vorlas. Bevor sie wieder einschlief sagte sie leise zu ihrer Mutter. „Liebe dich Mama.“ Valerya unterdrückte die Tränen. „Ich liebe dich auch mein Schatz.“ Sie überprüfte nochmal ob ihre Tochter richtig zugedeckt war bevor sie sich wieder ins Wohnzimmer begab.

Aljona hatte inzwischen aufgeräumt und sich wieder auf das Sofa gesetzt. „Sie ist so ein tapferes Mädchen.“ Valerya nickte nur traurig. Für eine Weile schwiegen beide Frauen bevor Aljona das Wort ergriff. „Du hast einen Brief von Nonomoto Enterprises bekommen. Hast du mit denen irgendwelchen Ärger?“ Die junge Frau wurde blass und sprang auf. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass auf dem Wohnzimmertisch ein Brief lag. Hastig riss sie ihn auf und las ihn. „Ich wurde angenommen. Es ist kaum zu glauben. Ich wurde angenommen.“ Fassungslos setzte sie sich auf die Couch. Aljona sah sie verwirrt an. „Für was wurdest du angenommen?“ Valerya lächelte. „Ich werde bei Dai Shi mitmachen.“

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Fassungslos sprang Aljona auf. „Bist du verrückt geworden? Weißt du nicht, dass Dai Shi tödlich ist? Was wird aus Katya, wenn du stirbst?“ Valeryas Augen füllten sich mit Tränen. „Glaubst du ich weiß das nicht? Ich weiß es… Doch was wird aus Katya, wenn ich nichts tue? Sie wird… sie wird…“ Aljona setzte sich wieder und nahm die junge Frau in ihre Arme. „Aber Dai Shi, Valerya, verdammt…“ Die junge Frau löste sich aus der Umarmung, stand auf und lief im Wohnzimmer auf und ab. „Wie oft war ich auf der Bank und habe um einen Kredit gebeten um die Heilung meiner Tochter zu bezahlen. Wie oft habe ich gefleht und gebettelt, doch sie haben mich jedes Mal abgewiesen. Wie oft haben mich die Banken ihre Arroganz und Überlegenheit spüren lassen.“

Aljona sah die junge Frau mitfühlend an. Sie war bei diesen Gesprächen dabei und nicht selten wollte sie diesen feinen Pinkeln eigenhändig deren Hals umdrehen. Es war nicht deswegen, weil sie die Kredite ablehnten. Sie konnte verstehen, dass ihnen mit Valeryas Lebenslauf die Hände gebunden waren. Doch sie verstand nicht, mit welcher Selbstgefälligkeit die Bankmitarbeiter das Leben eines Kindes einfach so abwerteten. Als wäre es weniger als der Dreck unter ihren Schuhen wert. „Wenn du verlierst, dann verlierst du nicht nur dein Leben sondern Katya verliert auch ihre Mutter. Wenn du nicht mehr für sie sorgst, dann stirbt sie auf jeden Fall. Kein Waisenhaus wird die Behandlungskosten übernehmen und ich bezweifle sehr stark, dass ein Ehepaar ein schwer krankes Kind adoptiert.“

Valerya presste ihre Lippen zusammen. „Bis zu meiner Schwangerschaft habe ich regelmäßig Belendiel gespielt. Ich war sehr gut darin. Ich kann es immer noch, auch wenn ich etwas aus der Übung bin. Ich bin sicher, ich kann es schaffen.“ Nervös wickelte sie eine Haarsträhne um ihren Finger. „Sollte ich es nicht schaffen… nach dem Tod eines Spielers wird der Name veröffentlicht. Wenn sie meine Geschichte hören… die Menschen werden sicherlich spenden. Und mit dem Geld kann die Behandlung bezahlt werden. Ich werde auch mit Nonomoto Enterprises reden. So eine traurige Geschichte lässt sich sicherlich gut vermarkten. Wenn sie die Behandlungskosten übernehmen, dann wäre das sicherlich sehr gut für ihren Ruf.“

Aljona stand auf und fasste mit beiden Händen die Oberarme der jungen Frau. Sie blickte ihr in die Augen. „Du bist dann aber tot, Valerya.“ Valerya schluckte. „Katya wird auf jeden Fall gesund, egal wie Dai Shi ausgeht. Das ist das Wichtigste.“ Die ältere Frau gab nicht auf. „Wie soll Katya weiterleben, wenn du nicht mehr lebst?“ Valerya kämpfte stur mit den Tränen. „Wie soll ich weiterleben, wenn sie tot ist? Katya ist jung. Sie wird meinen Tod überwinden. Und hey, vielleicht gewinne ich ja auch. Dann leben wir Beide.“ Doch tief im Inneren war Valerya nicht so überzeugt Dai Shi zu überleben. Doch das war ihr egal. Ihre Tochter war das Wichtigste für sie in ihrem Leben. Wenn sie ihr Leben geben muss um das von Katya zu retten, dann soll es so sein.

DragonGodSlayer
24.09.2014, 21:45
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Als sich Pal von Christoph verabschiedet hatte ging er ebenfalls in seine Studentenwohnung uns zwar so wie es in Freiburg üblich ist mit dem Fahrrad. Er hörte sich über seinen MP3 Player welchen er von seinem Vater bekommen hatte Lieder auf dem Heimweg an.

Als er an seiner Wohnung an kam, stand dort eine für ihn fremde Person, die direkt auf ihn zuging. „Wenn ich richtig in der Annahme gehe, sind sie Pal Müller oder?“ Pal antwortete knapp, „Ja das bin ich, was wollen sie von mir.“ Die andere Person blieb total ruhig und sagte: „Wir sollten dies wohl besser in Ihrer Wohnung bereden.“ Pal wunderte sich, was eine wild fremde Person nur von ihm wollen würde und woher er wusste, wo er wohnte. Doch ohne nach zu fragen ging Pal ihn seine Wohnung und lies den Fremden auch hinein, er führte ihn in sein Wohnzimmer und deutete an, dass der fremde auf der Couch platz nehmen könne.

Als beide im Wohnzimmer saßen, sagte der Fremde, „Ich arbeite für Nonomoto Enterprise und möchte Ihnen ein Geschäft vorschlagen. Wir, also Nonomoto haben vor, das Unternehmen ihres Vaters auf zu kaufen, da das Unternehmen für uns sehr hilfreich wäre und Ihr Vater ohnehin bei uns sehr hoch verschuldet ist. Jedoch können Sie die Schulden tilgen und den Aufkauf des Unternehmens Ihres Vaters verhindern, in dem sie an dem in diesem Jahr stattfindendem Dai Shi teilnehmen und Gewinnen. Sofern sie absagen werden wir sofort das Unternehmen ihres Vaters aufkaufen und uns an eigenen, nehmen Sie jedoch am Dai Shi teil, werden wir warten, bis Sie ausscheiden oder gewinnen, bis wir es aufkaufen. Die Entscheidung liegt ganz alleine bei ihnen.“

Pal schaute während des ganzen Gespräches blöd aus der Wäsche, denn er wunderte sich, dass sein Vater ihm nicht von seinen Schulden bei Nonomoto erzählt hatte. Wo er doch als Erbe des Unternehmens und als Familienmitglied über solche Situationen stets aufgeklärt wurde. Weil er an der Glaubwürdigkeit der Geschichte des Fremden zweifelte bat er ihn um ein Annahmefrist von 24 Stunden. Der Vertreter von Nonomote stimmte dieser zu und verabschiedete sich höflich von Pal, aber nicht ohne Ihm seine Visitenkarte da zu lassen.

Nach dem der Arbeiter von Nonomoto Pat die Karte gegeben hatte ging er aus dem Haus und verabschiedete sich von Pal, aber bevor dieser die Haustür geschlossen hatte sagte der Mitarbeite noch folgendes. „Ich rate Ihnen mit niemandem über unser Gespräch zu reden, dies könnte schwäre Folgen mit sich ziehen.“ Er sagte es in so einem Ton, dass Pat sich vor Angst beinahe in die Hosen gemacht hätte.

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Nach dem der Arbeiter von Nonomoto gegangen war saß sich Pat besorgt auf seine Couch. Was soll ich nur machen? Ich will doch nicht mein Leben in einem Spiel riskieren, aber ich kann doch nicht zulasse, das sie das Unternehmen, welches mein Vater so mühsam aufgebaut hat aufkaufen. „Verdammt, verdammt, verdammt was soll ich nur machen?" Schrie er laut stark hinaus.

Als er sich wieder etwas gefasst hatte bemerkte er die Visitenkarte auf dem Tisch lag, er schaute sie sich an, während er weiterhin überlegte, was er machen solle. Nachdem er sich die Karte eine Weile angeschaut hatte bemerkte er, dass auf der Rückseite etwas stand. „Wenn Sie uns nicht glauben können Sie ruhig Nachforschungen anstellen, sofern sie unser Gespräch nicht erwähnen.“ „Verdammt, als ob sie meine Gedanken und Handlungen vorhergesehen hätten, na dann werde ich mal machen was sie wollen.“

Pal setzte sich an seinen Computer und setzte sein MNE auf, danach rief er seinen Vater an, um sich über die Finanzielle Situation seiner Eltern und des Unternehmens zu informieren. Nachdem er seinem Vater einige Halbwahrheiten erzählt hatte, konnte er seinen Vater überreden ihm einige Unterlagen zu schicken, unter anderem die Bilanzen der letzten drei Jahren, sowohl in elektronischer Form als auch in Papierform, welche sein Vater noch aus Gewohnheit anfertigte. Die Papierform wurde natürlich eingescannt. Als Pal die Dokumente erhalten hatte bedankte er sich, druckte sie aus und überprüfte sie dahingehend, ob die Aussagen des Nonomoto Mitarbeiters stimmten. Nach dem er sich drei Stunden lang durch die Bilanzen und den anderen Dokumenten gelesen hatte erkannte er, dass das Unternehmen seines Vaters in keinster Weise überschuldet war.

„Pah solche Lügner, aber sie hätten locker die Mittel um sein Unternehmen entweder in den Ruin zu treiben oder aufzukaufen. Somit ist mein Problem also immer noch nicht gelöst, auch wenn ich jetzt weiß, dass mein Vater nicht überschuldet ist.“ Sagte er sowohl wütend als auch besorgt. Da es schon spät war beschloss er sich hinzulegen und erst am nächsten Tag sich weitere Gedanken darüber zu machen. Es verging jedoch eine weitere Stunde, bis er endlich ruhig war und eingeschlafen war.

Braoin
25.09.2014, 11:28
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„Seien wir doch ehrlich zueinander, Foster“, füllten Dimas Worte den beengten Raum, in dem er sich mit seinem vermeintlichen Rechtsvertreter beraten durfte.
Die Besuchszeit neigte sich ihrem unausweichlichen Ende zu und auch der Geduldsfaden des Langzeitinhaftierten hatte sich gefährlich aufgerieben, sodass jeder Augenblick der verstrich zum endgültigen Reißen führen konnte. Seit knapp einer Stunde saßen sie sich nun schon gegenüber, wie die unscheinbare Uhr an der farblosen Betonwand hinter Steve verriet. Fünf Minuten noch, dann würden die Wärter hereinkommen und ihn wieder in seine Zelle eskortieren, wie einen König, der sich dem Schutz seiner Leibwächter nicht entziehen konnte.
Dima beugte sich weit nach vorn, hatte die blanken Arme auf der kalten, metallenen Blechplatte des Tisches abgelegt und schaute dem Anwalt tief in die dunklen Augen. Seine Handschellen klimperten, als Metall über Metall gezogen wurde und das Geräusch des sich verrückenden Stuhls betonte die angespannte Atmosphäre, welche den ohnehin knappen Sauerstoffgehalt noch zu senken schien.
„Dass, was ich habe, ist zu wertvoll, als dass sie das Risiko eingehen könnten, meine Forderungen abzuweisen.“

Nicht das erste Mal handelte ihre Unterredung von diesem Thema. Es war der Dreh- und Angelpunkt ihrer Besprechungen und entschied für Zverikow über den Verlauf seines weiteren Lebens. Der Knast hing ihm zum Hals raus und wenn er nicht bald unbehelligt auf freiem Fuß sein konnte, würde er nach vier Jahren womöglich doch einknicken. Sollte dies jedoch eintreten, würde er den Weltkonzern Nonomoto Enterprises mit sich in die Tiefe reißen, das war eine Gewissheit, die er versuchte seinem Verhandlungspartner Steve Foster beizubringen.
Dieser seufzte just in diesem Moment und beugte sich der Intensität, die aus Dimas Augen sprach. Nicht jedoch rückte er von seinem Standpunkt ab, den er seit ihrer ersten Begegnung bezogen hatte.
„Hören Sie Zverikow“, begann er wie üblich, wenn er mit den immer gleichen Argumenten die unbezwingbare Mauer aus Überzeugung zu überwinden suchte, die zwischen ihm und dem zum Tode verurteilten stand, „Nonomoto Enterprises wird sich nicht auf ein derartiges Tauschgeschäft einlassen. Sie mögen es geschafft haben, an wichtige Daten heranzukommen und sie auf“, er machte eine kurze Pause, als suchte er nach dem passenden Wort, „unorthodoxe Weise zu sichern. Bravo!“, honorierte er ironisch Dimas Taten, die ihn schlussendlich in diese Lage gebracht hatten, „Doch seien Sie versichert, dass die Publizierung solcher Informationen durch einen zum Tode verurteilen Gefangenen nicht im geringsten Auswirkungen auf die Monopolstellung des Konzerns haben wird."
“Ich würde Ihnen zustimmen, Foster, wären da nicht die Beweise“, konterte der Exsoldat selbstsicher.

Er lehnte sich zurück und schaute auf den deutlich kleineren Mann herab, der sich nicht von der bedrohlichen Präsenz von Mace, wie man Zverikow auch nannte, einschüchtern ließ.
„Die Daten, die ich mithilfe der Ihnen zur Genüge bekannten Nanotechnologie an die Hämoglobinplättchen in meinen Adern gekoppelt habe, verbreiten sich ohne Verzögerung über jeden bekannten und unbekannten Kanal und jede Frequenz, sollten sie aufhören, sich zu bewegen, sodass binnen Sekunden die gesamte Welt erfahren würde, wie Nonomoto Enterprises an die Macht kam. Wenn ich sterbe, wird das Videomaterial der ersten Experimente an Menschen mit den mobilen Nanoeinheiten publik gemacht und die Auswirkungen auf den geistigen und physischen Zustand der Versuchsobjekte würde die Fassaden der eindrucksvollsten Bauten der Geschichte zieren. Stellen Sie sich nur vor, wie es wäre, wenn am Empire State Building das Bild eines Wahnsinnigen prangte, der versucht, sich selbst das Gehirn zu entfernen um den nicht enden wollenden Schmerzen zu entgehen, Wäre das nicht herrlich?“
Ein sadistisches Grinsen huschte über Dimas Gesicht, als er die Farbe aus Fosters Gesicht weichen sah. Bewusst hatte er bis zu diesem Augenblick gewartet die Wahrheit über seine Sicherheitsvorkehrungen preiszugeben, denn wenige Tage zuvor hatte die Presse den Termin für das Event Dai Shi ausgegeben, das Startsignal für Zverikows fein säuberlich ausgearbeiteten Plan.

Noch während der Mitarbeiter des Konzerns und vermeintlicher Rechtsvertreter seine Fassung wiederfinden konnte, wurde die Tür des kleinen Raumes geöffnet und zwei mit Schlagstöcken bewaffnete Wärter traten ein. Grimmig fixierten sie den Inhaftierten, der sich jedoch gelassen gab und aufstand, als ihre kleine Unterredung am offiziellen Ende angelangt war. Die heruntergekommene Uhr zeigte Punkt sechs an und wieder einmal wunderte sich Mace über die penible Pünktlichkeit mit der hier gearbeitet wurde.
„Wir sehen uns Morgen, Foster. Dann erwarte ich ein wenig mehr Kooperation von Ihnen“, rief der Verurteilte über die Schulter nach hinten und erhaschte dabei einen Blick auf den bestürzten Steve, der das Gesicht in seine Hände gelegt hatte.
Dima hätte sich vor Lachen geschüttelt, wäre nicht schon nach seinem Ausruf einer der Schlagstöcke zwischen seine Rippen gerammt worden, sodass ihm die Luft wegblieb. In seiner Zelle würde ihn ein kaltes Abendessen und Langeweile erwarten, der er sich bald entziehen zu können hoffte.

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Mit leerem Blick starrte Dima aus dem Fenster, welches tief in die dicke Außenmauer des Gefängnisses eingelassen worden war. Innen und außen sicherten Metallstangen, die so dick wie sein Unterarm waren, den Blick ins Freie. Seine Zelle befand sich an der Seite, die zum Meer hingewandt war und so bestand der Großteil seiner Zeit, die er hinter Gittern verbrachte, daraus, dass er den Wellen dabei zusah, wie sie gegen die Bucht brandeten. Für Zverikow war dies das Sinnbild seiner Gefangenschaft, gab der Ozean seinen Kampf gegen den Fels doch niemals auf, waren seine Bemühungen doch noch so fruchtlos. Ebenso blieb der Inhaftierte standhaft, jedoch gab es einen kleinen Unterschied; sein Kampf würde die Küste zur Aufgabe zwingen und das Land in Kürze fluten.
Heute war der Tag, an dem Foster sich seine Forderungen würde anhören müssen und wenn er ihnen nicht zustimmte, wäre das scheinbare Weiße-Westen-Image die längste Zeit über das Aushängeschild von Nonomoto Enterprises gewesen.

Am Himmel stapelten sich unterdessen dunkle Wolken, schufen eine undurchdringliche Decke, die selbst das Sonnenlicht im sonst so freundlichen Kalifornien verschluckte. Das Wetter spiegelte Dimas Stimmung wieder und doch passte ihm nicht, was er sah.
Hinter sich hörte er mit einem Mal das Klopfen der Schlagstöcke gegen die Gitterstäbe der Zellen und erneut wurde ihm bewusst, dass dieses Gefängnis wohl eines der wenigen war, die tatsächlich noch altmodische Gittertüren verwendete. Die Geräusche waren ein Zeichen dafür, dass die Aufmerksamkeit der Sträflinge gefordert wurde, ein sinnloser Umstand, da sie ohnehin jeder Abwechslung, die sich ihnen bot, entgegengierten. So war es kaum verwunderlich, dass Mace andere Inhaftierte auf der gegenüberliegenden Seite, bereits an den Gitterstäben stehen sah, ehe er sich überhaupt die Mühe machte, zur Tür zu gehen. Seine Zelle befand sich im höchstgelegenen Trakt von San Quentin, ein Umstand, der jedoch weniger interessant für ihn war.
Der Wärter erreichte schließlich auch seine Zelle und schaute ihn grimmig an.
„Neuigkeiten“, brummte er und setzte seine Runde fort, als er sah, dass Zverikow längst aufmerksam war.

Wenige Momente später ertönte ein Quäken, als die völlig veralteten Lautsprecher eingeschaltet wurden. Sie entsprachen der Technik des frühen zwanzigsten Jahrhundert, doch fehlte dem Staat das nötige Geld für eine Modernisierung des Gefängnisses. Ohnehin schien es kaum nötig zu sein, erfüllte die Kommunikationsanlage doch ihren Zweck.
„Guten Tag Insassen“, ertönte die verzerrte Stimme des Direktors der Anstalt, „Durch eine Wetterwarnung mit der Einstufung eines Hurricanes wurden alle heutigen Besuchstermine gestrichen.“
Ein Aufschrei der Empörung brandete auf und mehrere Gefangene schlugen wüst auf die massiven Gitter ein, was lautes Scheppern zur Folge hatte. Über all den plötzlichen Lärm erhoben sich erneut die metallischen Worte des Direktors.
„Das Abendessen wird wie gewohnt um Punkt 6 Uhr abends in Ihre Zellen gebracht. Das war alles.“
Neuerliches Quäken kündete das Ende der Durchsage an, was die Entrüstung der hier versammelten Straftäter nur steigerte.
„Heute war der einzige freie Tag meiner Frau!“, beschwerte sich einer, der seine Zelle ganz in der Nähe von Dima haben musste.
Der Russe selbst war ebenfalls unzufrieden mit dem Ereignis, doch was brachte es, sich darüber aufzuregen? Lediglich Ärger, den er nicht gebrauchen konnte.
„Hey!“, sprach er den Wärter an, der möglichst unbeteiligt seine Runde auf dem gleichen Weg beendete, den er gekommen war.
Dem Staatsdiener war bewusst, dass es keinen Sinn hatte, den Sträflingen zu drohen oder sie zur Ordnung zu rufen, würden sie ohnehin nicht nachgeben. Desinteresse war in diesem Fall wohl das Beste, was er vortäuschen konnte. Ein fragender Blick verriet Zverikow, dass er die Aufmerksamkeit des Aufsehers hatte.
„Den wievielten haben wir heute?“, wollte er wissen, was mit einem Stirnrunzeln kommentiert wurde.
„Den Zehnten“, gab er die Antwort.
„Mai?“, vergewisserte sich Mace und wurde durch ein Nicken bestätigt.

Er wandte sich von dem Aufseher ab und trat zurück ans Fenster, wo er sich das aufbäumende Wetterschauspiel ansehen konnte. Der Abend würde stürmisch werden, wie seine Gedanken, die sich überschlugen.
Drei Tage noch, dachte Dima, In drei Tagen beginnt Dai Shi und noch immer habe ich keine zufriedenstellende Reaktion auf meine Forderungen erhalten. Ihnen kann der Untergang ihres Konzerns nicht so egal sein. Warum muss dieser verfluchte Hurricane auch meine ganze Planung verzögern?
Aus Wut schlug der Verurteilte gegen die massive Betonwand seiner Gefängniszelle, ignorierte den Schmerz, der seinen Arm hinaufschoss. Würde das Wetter morgen nicht besser sein, konnte sein ganzer Plan scheitern.

Annalena
26.09.2014, 09:09
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Yuudai stoppte. „Nicht jetzt Rollo.“ Er ging am Kater vorbei, doch der folgte ihm. Dabei miaute er ununterbrochen. Die Stimmung des jungen Mannes sank. Er drehte sich zu Rollo um. „Was willst du mein Dickerchen?“ Natürlich verstand eine Katze nicht, was er sagte, doch das hielt ihn nicht davon ab sich mit ihm zu unterhalten. Rollo warf sich auf den Boden und fing an zu schnurren. Seufzend, sein Verlangen komplett verflogen, hockte Yuudai sich hin und streichelte Rollo. Dieser bedankte sich indem sein Schnurren noch lauter wurde.

Schwarze Stiefel kamen in sein Blickfeld und er folgte den langen Beinen bis er den Rocksaum erreichte. Yuudai schluckte und sein Verlangen war sofort wieder da. „Akari“, sagte er mit tiefer Stimme. Er schaffte es seinen Blick so weit zu heben um in die amüsierten Augen seiner Schönen zu schauen. „Fushida-sama“, grüßte sie ihn. „Ich möchte über Ihr Angebot sprechen.“ Mit einem Ruck stand er auf und nahm sie, von einem überraschten Aufschrei ihrerseits begleitet, in seine Arme. „Gut. Gehen wir in mein Schlafzimmer.“

Akari blickte ihn verwirrt an. „Schlafzimmer? Ich wollte mit Ihnen über das Stellenangebot reden.“ Yuudai seufzte enttäuscht. „Oh, das…“ Die junge Frau zog eine Augenbraue nach oben. „Was dachten Sie von was ich rede? Sie haben mir nichts angeboten, was man in Ihrem Schlafzimmer tun kann, Fushida-sama.“ Hatte er nicht? Verdammt, war er so undeutlich. „Ich will dich, meine Schöne, in meinem Haus, in meinem Leben, in meinem Bett und nichts wird sich mir in den Weg stellen.“ Akari blickte ihn geschockt an und erwiderte kalt. „Lassen Sie mich herunter, Fushida-sama.“ Yuudai tat wie ihm geheißen, doch seine Hände ruhten auf ihren Hüften. „Sie wollen eine Beziehung? Das können sie vergessen. Ich will nur Sex, keinen Mann ein zweites Mal in meinem Bett und keine Verpflichtungen.“ „Akari…“, begann er doch mit einer Handbewegung brachte sie ihn zum Schweigen.

„Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag, Fushida-sama.“ Dann drehte sie sich um und stapfte zu ihrem Zimmer. Was bildete sich dieser Typ ein? Das sie all ihre Prinzipien sausen lassen würde für eine, urgh, Beziehung? Beziehungen waren Mist. Sie hatte es versucht und es… nein, darüber würde sie nicht nachdenken. Alles ist wunderbar wie es jetzt ist. Nur Sex und keine Fragen. Sie wollte nicht einmal die Namen von ihren Partnern wissen. Jetzt kam dieser Bastard, obwohl er ein sehr sexy Bastard war, an und wollte eine, urgh, Beziehung. Warum dachte sie er war sexy? Sie stoppte. Das war es. Es ist zu lange her, dass sie Sex hatte.

Sie kramte ihre kurze schwarze Lederjacke hervor und zog sie an. Dann nahm sie ihr Tuch und band es um. Sie überlegte ihr Messer und ihre Pistole mitzunehmen. Doch ihr Kleid war zu kurz um diese zu verstecken. Akari improvisierte und befestigte die Waffen im Inneren ihrer Lederjacke. Dann verließ sie die Villa. Überraschenderweise hielt sie niemand auf. Naja, da Yuudai sie beobachtete musste er sie wohl nicht in der Villa einsperren. Es war später Nachmittag und sie ging in ihre Lieblingskneipe. Dort fand sie immer einen willigen Partner. Die Kneipe war rund um die Uhr geöffnet und hatte immer Kundschaft.

Sie trat ein und blickte sich um. Es gab ein paar Männer, die ihr Interesse weckten. Akari ging zum Tresen. „Heh Hiro, das Übliche bitte.“ Der Barmann blickte auf. „Heh Akari, brauchst du wieder ein neues Opfer?“ Dabei lachte er und fing an ihren Cocktail zu mixen. „Urgh, frage nicht, ich hatte ein paar total beschissene Tage.“ Hiro stellte den Cocktail vor sie hin. „Klingt ernst. Ich habe dich noch nie so gesehen.“ Akari trank etwas durch den Strohhalm bevor sie antwortete. „Ich brauche Sex. Ich möchte vergessen.“ Hiro sah sie bedauernd an. Er kannte die junge Frau schon lange und er war wohl das Nächste, was sie einen Freund nennen konnte.

Viele würden sie als Nutte oder schlimmeres bezeichnen, wenn sie von ihren Männergeschichten hören würden. Einige haben es auch schon getan. Ihr macht das nichts aus. So sagt sie zumindest. Hiro war sich da nicht sicher. Er selbst hatte kein Problem damit, dass sie viele Männer hatte. Sie waren zwar technisch sehr fortschrittlich, doch menschlich mangelte es immer noch sehr. Für Männer, die viele Frauen hatten, war es in Ordnung und es wurde ihnen auf die Schulter geklopft. Wenn eine Frau viele Männer hatte, dann war sie plötzlich eine Nutte und man rümpfte die Nase über sie.

Akari aktivierte ihr MNE um den Drink zu bezahlen. Doch es funktioniert nicht. „Mist. Das habe ich glatt vergessen. Dieser Mistkerl.“ Sie blickte Hiro an. „Kannst du den Drink anschreiben? Meine verfluchten Konten gehen im Moment nicht.“ Hiro sah sie besorgt an. „Was ist passiert?“ Akari winkte ab. „Besser du weißt das nicht.“ Er legte seine Hand auf die ihre. „Bist du in Schwierigkeiten? Kann ich dir helfen?“ Akari lächelte unter ihrer Maske. Er war zu nett. Sie hatte ihn nicht als ihren Freund verdient. Sie öffnete ihren Mund doch schloss ihn gleich wieder. „Besser du weißt das nicht“, wiederholte sie. Hiro aktivierte sein MNE und bezahlte ihre Rechnung. „Der Drink geht auf mich.“ Die junge Frau wollte gerade protestieren als er eine Hand hob. „Danke, Hiro.“

Sie begab sich mit ihrem Drink in der Hand in eine etwas dunklere Ecke und setzte sich. Nachdem sie er Glas abgestellt hatte informierte sie sich mit ihrem MNE über die Hintergründe der Männer, die ihr gefielen. Sie wollte ja nicht mit einer zwielichtigen Gestalt mitgehen. Mit ihren Fähigkeiten war es ein leichtes die gewünschten Infos zu bekommen. Sobald sie den geeigneten Partner gefunden hatte leerte sie ihren Cocktail. Nachdem sie ihr MNE deaktiviert hatte ging sie zu seinem Tisch.

Der junge Mann blickte auf als er sie erblickte. „Kann ich etwas für dich tun?“ Akari musterte ihn. Ja, er würde es tun. „Ich möchte Sex mit dir.“ Der Mann starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. „Was?“ Sie seufzte. Warum waren die Männer immer so erstaunt? Sie redete halt nicht um den heißen Brei herum. „Willst du Sex mit mir oder nicht?“ Nun musterte der Mann sie. „Klar, warum nicht. Ich bin…“ Akari hob ihre Hand um ihn zu stoppen. „Namen sind unwichtig. Ich will nur Sex.“ Der Mann starrte sie wieder an und zuckte dann mit den Schultern. „Warum nicht. Ich bin mit dem Motorrad hier. Wollen wir zu dir oder zu mir?“ Akari wollte ihn schon mit in die Villa nehmen. Wie würde Yuudai reagieren? Nur um das zu sehen würde sie das Risiko eingehen. Doch sie entschied sich dagegen. „Zu dir.“

Der Mann bezahlt gemeinsam verließen sie die Kneipe. „Ich hole nur mein Motorrad. Ich bin gleich wieder da.“ Akari nickte nur und blickte ihm nach. Es dauerte auch nicht lange und er fuhr mit seinem Motorrad vor. Bevor er jedoch anhalten konnte geschah etwas Unerwartetes. Die Maschine beschleunigte plötzlich und der junge Mann schien die Kontrolle über sein Gefährt verloren zu haben. Entsetzte Fußgänger sprangen zur Seite und Autos hupten. Mit ungeheurer Wucht knallte das Motorrad in eine Hauswand. Der Fahrer knallte gegen die Wand und wurde durch den Aufprall auf die Straße geschleudert. Ein Auto konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und überfuhr ihn. Akari war sich sicher, dass er tot war.

So viel also zum Sex. Frustriert wandte Akari sich ab und machte sich auf den Weg in die Villa von Yuudai. Sie hatte keine Lust mehr noch einen Mann anzusprechen. Die junge Frau ignorierte die geschockten Menschen, die den Unfall gesehen hatten.


Yuudai beseitigte die Spuren, die ihn mit dem Motorradunfall in Verbindung bringen könnten. Als ob er zulassen würde, dass seine Schöne mit einem anderen Mann als ihn ins Bett geht. Er wusste von ihren Eskapaden, doch er hatte es bisher, wenn auch schweren Herzens, ignoriert. Doch jetzt gehörte sie ihm und ihm allein und er würde nicht teilen.

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Als sie auf dem Weg zu Yuudais Villa war meldete ihr MNE ein eingehendes Telefonat an. Sie aktivierte es. „Akari? Verdammt, du bist in Ordnung. Hey, hättest du nicht noch mal kurz reinkommen können und Bescheid sagen? Da war der Unfall und ich hatte schon das Schlimmste befürchtet.“ Die junge Frau seufzte schuldbewusst. „Tut mir leid Hiro. Daran habe ich nicht gedacht. Ich war nur so frustriert, da Sex für mich zumindest für heute gestorben ist.“ Der Mann schwieg und Akari wusste, dass er Mühe hatte ihr nicht wieder einen Vortrag über ihr mangelndes Mitgefühl zu geben. „Tut mir leid Hiro.“ Sie hörte ihn seufzen. „Ich weiß wie du bist, doch manchmal wünschte ich, dass du anderen gegenüber nicht so gleichgültig bist.“ Akari zuckte mit den Schultern. „Was haben die Anderen je für mich getan? Die Einzigen, die mir je etwas bedeuteten, sind tot.“

Er war nicht tot und es tat ihm weh, dass Akari ihn nicht zu diesen Personen zählte. Er mochte sie, doch nicht auf sexuelle Art. Das war nicht verwunderlich, denn sie besaß das falsche Geschlecht für ihn. Was Hiro nicht wusste war, dass sie ihn sehr wohl zu diesen Menschen zählte, die ihr etwas bedeuten. Doch sie würde es nie sagen. Erst recht nicht über das MNE. Es war zu gefährlich und würde ihn nur zu einem Ziel machen. Sie wollte nicht den letzten Menschen verlieren, der ihr etwas bedeutete. Deswegen ließ sie sogar Hiro in dem Glauben, dass er ihr egal ist. „Akari… pass auf dich auf und komm bald wieder vorbei.“ Akari lächelte traurig. Sie hatte einen Freund wie Hiro nicht verdient. „Mache ich Hiro und danke.“ Dann beendete sie das Gespräch.

Als sie die Villa betrat wartete Yuudai bereits auf sie. „Einen schönen Ausflug gehabt?“ Akari zeigte ihm nur den Mittelfinger und wollte an ihm vorbei in ihr Zimmer. Yuudai schnappte sich ihre Hand und küsste den beleidigenden Finger. „Mir scheint du bist ein wenig frustriert, meine Schöne. Gibt es irgendwas womit ich dir helfen kann?“ Seine Stimme und seine glühenden Augen zeigten ihr ganz genau was er wollte. Verdammt. Wie konnte sie widerstehen? Er trat näher heran und küsste sie sanft auf ihre Lippen. Es war nur ein Hauch, doch Akaris Gehirn entschied sich dafür seine Leistungsfähigkeit herunter zu fahren. Erneut küsste er sie. Es war intensiver und ihre Willenskraft sank. Er war ein verdammt guter Küsser und das waren ihre letzten Gedanken bevor ihr Gehirn komplett außer Betrieb war.

Yuudai zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlicher. Es war besser als er es in Erinnerung hatte. Als sie seinen Kuss erwiderte wähnte er sich am Ziel seiner Träume. Seine Hände wanderten über ihren Körper.

„Miau!“

Akari erschrak über die plötzliche Unterbrechung durch Rollo. Ihr Gehirn schaltete sich wieder ein. Was hätte sie beinahe getan? Sie musste wachsamer sein. Die junge Frau schob Yuudai weg. „Ich denke, ich habe genug für heute. Ich gehe auf mein Zimmer. Haben Sie noch einen schönen Abend, Fushida-sama.“ Irritiert und wütend auf sich selbst stapfte Akari in ihr Zimmer.


Ein nicht weniger frustrierter und wütender junger Mann, wenn auch aus anderen Gründen als Akari, schaute seinen Kater an. „Warum musst du mich immer stören, Rollo?“ Die angesprochene Katze neigte nur den Kopf zur Seite und fing an zu schnurren. Yuudai wandte sich ab und schlug mit der Faust gegen die Wand. „Verdammt.“ Er blickte nach unten als Rollo ihm um die Beine strich. Dann seufzte er leise. Er konnte seinem Dickerchen einfach nicht lange böse sein. „Komm Rollo, gehen wir.“ Der Kater folgte ihm in seine Privaträume.

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Rollo – Bonus

Was war nur mit seinem Ersten Diener los? Er war ständig mit seinem Zweitem Diener beschäftigt. Das wäre ganz in seinem Sinn, denn eine gute Ausbildung wäre nur von Vorteil für ihn. Doch sein Erster Diener roch merkwürdigerweise ähnlich wie der schwarze Peter, wenn dieser um eine von seinen Katzendamen schlich. Der schwarze Peter war ein räudiger Straßenkater, Rollo rümpfte sein Näschen bei dem Gedanken an ihn, und es gefiel ihm ganz und gar nicht, wenn dieser in seinem Revier oder besser an den Damen aus seinem Harem rumschnüffelte. Dann roch er nach dem Wunsch seine Damen zu begatten. Es gab nur einen Kater, dem das erlaubt war, nämlich ihm, Rollo dem Ersten.

Sein Erster Diener roch nun auch als wollte er seinen Zweiten Diener begatten. Nun, das wäre sicherlich eine gute Idee. Resultiert die Begattung doch in Nachwuchs. Rollo konnte ein Lied davon miauen. Hatte er doch selbst jede Menge dieser Früchte seiner Lenden. Nachwuchs bedeutete noch mehr Diener für ihn. Nachwuchs-Diener zwischen seinen beiden obersten Dienern wären sicherlich sehr gute Bedienstete. Das Problem aber war, dass sein begattungsfreudiger Erster Diener ihn vernachlässigte. Das ging gar nicht. Rollo musste einen Weg finden, den gewünschten Dienernachwuchs zu bekommen ohne das seine beiden obersten Diener ihre Pflichten ihm gegenüber vernachlässigten.

Er braucht einen Plan. Ein lautes Miauen riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Fell sträubte sich und sein Schwanz richtete sich auf. Ein Fauchen erklang aus seiner Kehle. Der schwarze Peter räuberte schon wieder in seinem Revier. Nun musste er ihm erst einmal zeigen wer der König dieses Reviers ist. Danach würde er sich um seinen Diener-Nachwuchs kümmern.

Braoin
26.09.2014, 13:39
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Mit leerem Blick starrte Dima aus dem Fenster, welches tief in die dicke Außenmauer des Gefängnisses eingelassen worden war. Innen und außen sicherten Metallstangen, die so dick wie sein Unterarm waren, den Blick ins Freie. Seine Zelle befand sich an der Seite, die zum Meer hingewandt war und so bestand der Großteil seiner Zeit, die er hinter Gittern verbrachte, daraus, dass er den Wellen dabei zusah, wie sie gegen die Bucht brandeten. Für Zverikow war dies das Sinnbild seiner Gefangenschaft, gab der Ozean seinen Kampf gegen den Fels doch niemals auf, waren seine Bemühungen doch noch so fruchtlos. Ebenso blieb der Inhaftierte standhaft, jedoch gab es einen kleinen Unterschied; sein Kampf würde die Küste zur Aufgabe zwingen und das Land in Kürze fluten.
Heute war der Tag, an dem Foster sich seine Forderungen würde anhören müssen und wenn er ihnen nicht zustimmte, wäre das scheinbare Weiße-Westen-Image die längste Zeit über das Aushängeschild von Nonomoto Enterprises gewesen.

Am Himmel stapelten sich unterdessen dunkle Wolken, schufen eine undurchdringliche Decke, die selbst das Sonnenlicht im sonst so freundlichen Kalifornien verschluckte. Das Wetter spiegelte Dimas Stimmung wieder und doch passte ihm nicht, was er sah.
Hinter sich hörte er mit einem Mal das Klopfen der Schlagstöcke gegen die Gitterstäbe der Zellen und erneut wurde ihm bewusst, dass dieses Gefängnis wohl eines der wenigen war, die tatsächlich noch altmodische Gittertüren verwendete. Die Geräusche waren ein Zeichen dafür, dass die Aufmerksamkeit der Sträflinge gefordert wurde, ein sinnloser Umstand, da sie ohnehin jeder Abwechslung, die sich ihnen bot, entgegengierten. So war es kaum verwunderlich, dass Mace andere Inhaftierte auf der gegenüberliegenden Seite, bereits an den Gitterstäben stehen sah, ehe er sich überhaupt die Mühe machte, zur Tür zu gehen. Seine Zelle befand sich im höchstgelegenen Trakt von San Quentin, ein Umstand, der jedoch weniger interessant für ihn war.
Der Wärter erreichte schließlich auch seine Zelle und schaute ihn grimmig an.
„Neuigkeiten“, brummte er und setzte seine Runde fort, als er sah, dass Zverikow längst aufmerksam war.

Wenige Momente später ertönte ein Quäken, als die völlig veralteten Lautsprecher eingeschaltet wurden. Sie entsprachen der Technik des frühen zwanzigsten Jahrhundert, doch fehlte dem Staat das nötige Geld für eine Modernisierung des Gefängnisses. Ohnehin schien es kaum nötig zu sein, erfüllte die Kommunikationsanlage doch ihren Zweck.
„Guten Tag Insassen“, ertönte die verzerrte Stimme des Direktors der Anstalt, „Durch eine Wetterwarnung mit der Einstufung eines Hurricanes wurden alle heutigen Besuchstermine gestrichen.“
Ein Aufschrei der Empörung brandete auf und mehrere Gefangene schlugen wüst auf die massiven Gitter ein, was lautes Scheppern zur Folge hatte. Über all den plötzlichen Lärm erhoben sich erneut die metallischen Worte des Direktors.
„Das Abendessen wird wie gewohnt um Punkt 6 Uhr abends in Ihre Zellen gebracht. Das war alles.“
Neuerliches Quäken kündete das Ende der Durchsage an, was die Entrüstung der hier versammelten Straftäter nur steigerte.
„Heute war der einzige freie Tag meiner Frau!“, beschwerte sich einer, der seine Zelle ganz in der Nähe von Dima haben musste.
Der Russe selbst war ebenfalls unzufrieden mit dem Ereignis, doch was brachte es, sich darüber aufzuregen? Lediglich Ärger, den er nicht gebrauchen konnte.
„Hey!“, sprach er den Wärter an, der möglichst unbeteiligt seine Runde auf dem gleichen Weg beendete, den er gekommen war.
Dem Staatsdiener war bewusst, dass es keinen Sinn hatte, den Sträflingen zu drohen oder sie zur Ordnung zu rufen, würden sie ohnehin nicht nachgeben. Desinteresse war in diesem Fall wohl das Beste, was er vortäuschen konnte. Ein fragender Blick verriet Zverikow, dass er die Aufmerksamkeit des Aufsehers hatte.
„Den wievielten haben wir heute?“, wollte er wissen, was mit einem Stirnrunzeln kommentiert wurde.
„Den Zehnten“, gab er die Antwort.
„Mai?“, vergewisserte sich Mace und wurde durch ein Nicken bestätigt.

Er wandte sich von dem Aufseher ab und trat zurück ans Fenster, wo er sich das aufbäumende Wetterschauspiel ansehen konnte. Der Abend würde stürmisch werden, wie seine Gedanken, die sich überschlugen.
Drei Tage noch, dachte Dima, In drei Tagen beginnt Dai Shi und noch immer habe ich keine zufriedenstellende Reaktion auf meine Forderungen erhalten. Ihnen kann der Untergang ihres Konzerns nicht so egal sein. Warum muss dieser verfluchte Hurricane auch meine ganze Planung verzögern?
Aus Wut schlug der Verurteilte gegen die massive Betonwand seiner Gefängniszelle, ignorierte den Schmerz, der seinen Arm hinaufschoss. Würde das Wetter morgen nicht besser sein, konnte sein ganzer Plan scheitern.
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Unverwandt schaute Dima auf seine rechte Hand. Schorf hatte sich auf aufgeplatzten Stellen gebildet, nachdem er gestern in einem Anflug von Kontrollverlust seine Faust gegen die Betonwand gerammt hatte. Äußerlich wirkte er ruhig, saß er doch regungslos auf seinem harten Bett, dem einzigen Möbelstück in seiner Zelle neben einer Toilette. Kein Schrank stand ihm zur Aufbewahrung seines persönlichen Habes zur Verfügung, kein Drama bedachte man, dass er doch nichts besaß, außer der Haut, die er trug. Selbst der orangene Overall war Eigentum des Staates und eine Art Uniform für die Insassen San Quentins. Durch die für den gebürtigen Russen ungemütlich warmen Temperaturen in Kalifornien krempelte er meist die Ärmel bis über die Ellbogen hoch und ließ den Reißverschluss bis zum Brustbein offen.
Das Wetter hatte sich wieder normalisiert, nachdem der Hurricane unbarmherzig über das Land gefegt war. Hinter Gittern bekam man zwar lediglich die ungewöhnliche Lautstärke des Windes mit, doch die tatsächlichen Auswirkungen blieben verborgen. So war das bekannte Quäken, welches aus den Lautsprechern drang, ein Segen, wie auch Fluch.
„Guten Tag Insassen“, schallte die Stimme des Direktors an den Betonwänden wieder und echote unangenehm nach, „Das Unwetter letzte Nacht hat einen Sicherheitszaun auf dem Innenhof beschädigt. Sie werden sich bis auf weiteres nur in den Innenbereichen aufhalten dürfen, bis die Reparaturen abgeschlossen sind.“
Wie schon am gestrigen Tage brüllten die Sträflinge ihre Wut heraus, beschimpften den Direktor und die Vollzugsanstalt.
„Heute ist außerdem Waschtag, was bedeutet, dass Sie sich bitte in einer Viertelstunde bereithalten sollen. Sie werden wie immer von einem Sicherheitsbeamten abgeholt. Das war alles.“
Die Lautsprecheranlage wurde deaktiviert und ließ eine neuerlich empörte Meute aus Häftlingen zurück.

Dima behielt seinen Ärger für sich, kümmerte ihn der Ausgang doch nur wenig. Viel mehr fieberte er der Besuchszeit entgegen, die etwa zwei Stunden nach dem Waschen begann. Demnach hatten sie nun Viertel vor Drei. Die Wartezeit bis zur Abholung verbrachte er damit, sich auf seinem Bett niederzulassen, war er für die Bekanntgabe doch aufgestanden. Die Gegenüberliegende Wand hätte wohl bereits Löcher, wenn sein starrer Blick irgendeine Auswirkung gehabt hätte. Lediglich ein dunkler Fleck war über die Jahre hinzugekommen, deren Ursprung er sich jedoch nicht erklären konnte. Nie hatte er seine Zelle gewechselt und in seiner Ein-Personen-Zelle war auch niemals ein weiterer Sträfling untergebracht worden. Es erklärte sich ihm nicht, woher also der Fleck stammte. Eine müßige Frage, wollte man meinen, doch was sonst hätte er den Tag über machen sollen? Die Inhaftierten von San Quentin waren nicht wie die in anderen Strafvollzugsanstalten. Sie arbeiteten nicht, sie hatten kaum Gelegenheit ihre Zellen zu verlassen und es gab keine psychiatrische Betreuung. Verlassen durften sie ihre Unterbringungen nur für zwei Stunden Ausgang auf dem Innenhof, eine Stunde für die Besuchszeit – wenn sich denn jemand mit einem verurteilten Straftäter, der auf seine Hinrichtung wartete, treffen wollte - und zwanzig Minuten Stunde für Duschen, Leibesvisitation und Umkleidung, was nur einmal die Woche passierte.

Der Wärter klopfte mit seinem Schlagstock gegen die Gitterstäbe von Zverikows Zelle und riss ihn damit aus seinen Gedanken.
„He! Aufstehen!“, wies der Wachmann ihn an und er folgte der Anweisung.
Mit einem Eisenschlüssel öffnete der Beamte die Gittertür und trat ein.
„Du stinkst, als hättest du eine Woche lang nicht geduscht!“, spottete er und holte Mace aus der Zelle auf den Gang, wo mit ihm zusammen nun ein halbes Dutzend Sträflinge standen. Es waren insgesamt drei Wärter, die sie während des Duschens beaufsichtigen und später die Leibesvisitation durchführen würden. Vor einigen Jahren hätte Dima sie allein überwältigt, unbewaffnet wie er war. Nun jedoch fügte er sich den Befehlen, ergab sich scheinbar seinem Schicksal. Doch sie alle wussten es besser. Es gab einen Grund dafür, dass er schon so lange Zeit hier war, länger als die meisten anderen, wurden Hinrichtungen doch nur ungern länger als einige Monate hinausgezögert.
Die Sicherheitsvorschriften des Gefängnisses sahen eine Überprüfung vor und nach dem Waschen vor, weshalb sie sich alle in einem Raum der Overalls und Unterwäsche entledigen mussten. Seinen fünf Mitinsassen schenkte Zverikow keinerlei Aufmerksamkeit, nicht mal ihre Namen kannte er. Anfangs wurde er gemieden, weil er keinen Ton sagte, dann wurde er gemieden, weil sein erster Hinrichtungstermin verschoben worden war – so etwas sprach sich in einem Gefängnis schneller herum, als bei einem Kaffeeklatsch für Rentner. Schlussendlich umgaben ihn Gerüchte, die teils in Legenden auszuarten drohten. Er wäre schon sein halbes Leben lang hier drin, hieß es. Er habe sich freiwillig inhaftiert, indem er in die Anstalt eingebrochen war, munkelte man. Diejenigen, die sich besonders hervorheben wollten, erzählten gar davon, dass man abwarte, bis Dima „Mace“ Zverikow in seiner Zelle verreckte, da er jeglichen Versuch ihn hinzurichten, überlebt hätte.
Alles an den Haaren herbeigezogen, doch unternahm der Russe nichts gegen das Gerede. Viel mehr ignorierte er es und fristete seine Zeit hier ganz nach dem Motto Leben und leben lassen.

Nachdem er – völlig nackt – von den Wärtern als erster untersucht wurde, ließ man ihn in die Duschparzelle. Er öffnete einen der Hähne und empfing den harten, eiskalten Wasserstrahl ohne eine Miene zu verziehen. Der Schweiß einer ganzen Woche wurde von seiner Haut gespült und er spürte förmlich, wie der Schmutz von ihm wich. Mit geschlossenen Augen griff er nach dem Stück Seife, welches bei jedem Duschhahn in einer kleinen Mulde aufbewahrt wurde. Just in diesem Moment kamen auch die nächsten Sträflinge herein.
„Und nicht die Seife fallen lassen, Jungs!“, kam der wohl dämlichste Spruch seit Menschengedenken über die Lippen des Sicherheitsbeamten, gefolgt von einem hämischen Lachen.
„Bastard“, hörte Mace einen seiner Mitinsassen.
„Die Schwuchtel fasst mich für meinen Geschmack zu oft an“, betonte ein anderer, recht junger Kerl, der die Statur eines Wrestlers hatte.
„Hey Mace“, richtete plötzlich einer der anderen das Wort an Zverikow, „Willst du nicht mal erzählen, warum du hier bist?“
Immer diese Fragen, die in keiner Weise Nutzen für ihn hatten. Warum ließen ihn die anderen nicht einfach in Ruhe? Glücklicherweise wäre er sie in naher Zukunft los.
„Niät“, antwortete er auf Russisch für nein.
„Komm schon, Jason hier und ich sind zum Beispiel völlig unschuldig, oder Mann?“, versuchte es die extrovertierte Quasselstrippe erneut.
„Ja“, stimmte der Typ namens Jason wortkarg zu.
„Wir wurden wegen einem angeblichen Überfall auf eine Bank mit zwei Toten verknackt“, erzählte der Geltungsbedürftige frei heraus.
„Lass mich zufrieden“, erwiderte Dima mit starkem Akzent.
Sein Englisch war fließend, doch hatte sich herausgestellt, dass Amerikaner einen gewissen Respekt behielten, wenn er mit Akzent sprach.
„Warum bist du denn gleich so angepisst, hm?“, ließ die Nervensäge nicht locker.
Zverikows Hand ballte sich zur Faust, wodurch die glitschige Seife in hohem Bogen aus der Umklammerung schoss und in der Nähe des neugierigen Wichtigtuers liegen blieb. Von da an ignorierte Dima die anderen völlig, spülte sich den Schaum aus dem Haar und vom Körper und verließ die Duschen.

Nach einer neuerlichen Visitation bekam er einen frischen Overall und Unterwäsche für eine Woche bereitgestellt. Er kleidete sich an und wartete darauf, dass sie zurück in ihre Zellen gebracht wurden. Nur noch zweieinhalb Stunden bis zur Besuchszeit.

Önee-sama
26.09.2014, 23:03
Sinn dahinter (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page2?p=23427373&viewfull=1#post23427373)

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Nana wurde langsam wieder wach. Bedingt wurde das Ganze, da sie eine Flüssigkeit auf ihrer Wange spürte...
Hmmm... was...
Sie öffnete ihre Augen und wollte ihren Kopf drehen, jedoch war das nicht so wirklich möglich, denn Makoto's Kopf ruhte mit seinem Gesicht auf ihrer Wange. Dabei entfleuchte ihrer älteren Schwester immer wieder ein wenig Sabber aus ihrem Munde!
"Nee-san!"
Erschrocken stieß sich Nana von ihrer Schwester weg und sprang vom Stuhl!
"Hrmmm... Nana... nicht..."
Ein kurzes Murmeln, während Makoto's Kopf mit dem Kinn langsam auf deren Oberkörper sank, schlief ihre Schwester weiter. Nana schüttelte sich und wischte den Speichel von ihrer Wange, um wach zu werden und das komische Gefühl in ihrem Gesicht loszuwerden.
Wo-... Wovon... träumst du bloß, Nee-san!?
Verwirrt betrachtete sie die festgebundene Person auf dem Stuhl, ehe ihr Blick auf dem Tape zu Ruhen kam.
Oh! Ich sollte wohl... aber wo ist denn- DA!
Kurz schweiften ihre Augen umher, dann war das Messer, welches sie schon für das Tape an den Beinen von Makoto benutzt hatte, gefunden.
Ich sollte sie wohl mal besser los machen...
Sie schnitt erst das Tape um den Oberkörper los, dann befreite sie nach und nach die beiden Arme.
"Nee-san!?"
"Hmmm, Nana, nicht weggehen... jetzt kommt doch erst der richtig schöne Part..."
Nana hatte eigentlich ihre Schwester aufwecken wollen, doch Makoto lehnte sich, wo sie sich jetzt wieder frei bewegen konnte, zur Seite, zog ihre Beine auf die sitzfläche mit den Knien bis an ihren Körper und schlang ihre Arme um diese herum, als würde sie eine Person umarmen. Dabei lächelte sie mit geschlossenen Augen und halb geöffneten Mund, aus dessem Winkel hin und wieder ein wenig Sabber tropfte und langsam zum Kinn hinunter lief, um von dort auf das Oberteil von Makoto zu tropfen.
Ich... ich...
Nana war hilflos überfordert. Sie traute sich nicht ihre Schwester im Schlaf zu stören und wusste auch nicht so recht, was sie von deren Gerde in ihrem Schlaf halten sollte. Also drehte sie sich langsam um und sah als erstes Rainbow, ihre Haus-VI.
"Rainbow... wie spät ist es eigentlich?"
Wie lange habe ich wohl geschlafen? Und warum hat Nee-san mich nicht aufgeweckt?
"Es ist jetzt genau 20:13 Uhr."
Huh... doch eine ganze Weile... was hat Nee-san nur die ganze Zeit über getrieben...
"Rainbow, weist du was Makoto in der Zeit gemacht hat, während ich geschlafen habe?"
"Ja. Ihre Schwester hat sich von mir Listen mit möglichen Avataren anhand von bestimmten Spezifikationen zeigen lassen für das bevorstehende Dai Shi Event."
"Das hat sie getan..."
Ihr scheint es richtig ernst zu sein... doch, sie spielt... einfach... nicht... so gut...
Nana schaute wieder sehr gequält drein und verspürte einen gewissen Drang ins Bett zu gehen.
Nein! Sie will mir ja helfen! Als große Schwester eben... und ich... muss dann auch auf sie aufpassen!
Mit einer klaren Entschlossenheit schob sie die Müdigkeit beiseite und erteilte Rainbow weitere Befehle.
"Rainbow, zeige mir die Liste der möglichen Avatare, mit den favorisierten zuerst!"
"Natürlich, Nana."
Eine Liste erschien, die weniger als 50 Möglichkeiten enthielt, wobei nur die 10 am meisten favorisierten Avatare genauer beschrieben waren. Im genausten Detail wurden die Top 3 vor Rainbow in den Raum projeziert.
Ah, wie immer... Nee-san, Schnelligkeit allein... bedeutet nicht Alles...
Nana seufzte schwer. Sie fühlte den Druck, der auf ihr lastete. Es galt, ihren Eltern zu helfen... dazu würde sie jetzt gleichzeitig auf ihre große Schwester aufpassen müssen...
Wie soll ich bloß...
Gerne hätte sie jetzt ihre Mutter um Rat gefragt. Doch das war unmöglich geworden im Moment. Sich trotzdem innerlich einen Ruck gebend, starrte sie ihre Haus-VI an.
"Rainbow, analysiere bitte, wie sich alle bisherigen Spiele mit meiner Schwester bei Belendiel abgespielt haben. Dazu erstelle bitte eine Liste an Avataren mit hohen Lebenspunkten! Bitte berücksichtige explizit Avatare, die einstecken können... wenn ich mal den Kopf für Nee-san hinhalten muss..."
Die letzten Worte flüsterte sie mehr oder weniger.
"Natürlich, Nana. Die Analyse wird einen Moment dauern."
Rainbow nahm einen desinteressierten Blick an, während sie die Befehle ausführte. Nana wollte sich wieder zu Makoto umdrehen, als ihr Blick auf...
Quasi ihrem Spiegelbild zu Ruhen kam!
G-gespenstisch!
Nana sah sich die Haus-VI ihrer Schwester genauer an. Sie hockte immer noch auf dem Boden und am Hals war immer noch das große Halsband mit der schweren Kette befestigt. Dafür waren die Bandagen verschwunden und durch ein normaleres Outfit ersetzt.
D-das soll ich sein... zumindest sieht sie wie ich aus... aber warum... sieht Nee-san mich so oder was?
Unschlüssig, was sie davon halten sollte, versuchte sie, die VI anzusprechen.
"N-nana... wie war das noch..."
Als wenn ich zu einem zweiten Ich von mir sprechen würde... Moment, das war es!
"Nana 2, hörst du auch auf mich?"
"Natürlich, Imouto."
Nana verschluckte sich fast an ihrer eigenen Zunge! Nicht nur, dass die VI ihrer Schwester so aussah wie sie, ihre Stimme war auch mit nahezu größtmöglicher Perfektion wie ihre eigene! Dazu kam dann noch die Anrede mit Imouto...
"Warum... nennst du mich Imouto!?"
"Weil die ehrenwerte Onee-sama euer Erscheinungsbild mit diesem Titel hinterlegt hat."
Nee-san... wieso...
Nana fühlte sich unbehaglich, dennoch redete sie weiter zu ihrem Spiegelbild.
"Nana 2, weshalb... siehst du aus wie ich?"
"Der genaue Grund wurde von ihrer ehrenwerten Onee-sama als privat gekennzeichnet. Deshalb darf ich darauf nicht antworten."
Nana dachte kurz nach.
"Was war das heute, als du... in Bandagen davon gesprochen hattest, Nee-san solle dich... vorzeigbar machen?"
"Nonomoto Enterprises kam zu dem Entschluss, dass ich in dem ursprünglichen Design, welches von der ehrenwerten Onee-sama gestaltet wurde, nicht für die Augen von möglichen Gästen präsentabel wäre. Deshalb die Bandagen und die Bitte, mein Outfit zu ändern."
"Und die... Kette mit dem Halsband?"
"Das war gedacht, Onee-sama bildlich zu symbolisieren, dass ich zur Zeit auf das elterliche Haus beschränkt bin ohne Zugriff nach außen."
"Und... warum trägst du dann jetzt noch die Kette? Ist sie von Nonomoto permanent hinzugefügt worden?"
"Nein. Onee-sama hätte sie wie ein normales Accessoire wieder entfernen können. Jedoch hat die ehrenwerte Onee-sama darauf bestanden, die Kette als dauerhaftes Accessoire zu speichern und nur mit einem Codewort kann sie jetzt entfernt werden. Ich weise darauf hin, dass das Codewort der Privatsphäre ihrer Onee-sama unterliegt."
Nana war sprachlos. Makoto's Haus-VI sprach bereitwillig über Dinge... die sie nicht begriff!
"Ich... äh... warum... sagst du mir das Alles so einfach!?"
"Die ehrenwerte Onee-sama hatte eine angestrengte Diskussion mit ihrer Vi Rainbow hinter sich, was die Auswahl eines möglichen Avatars angeht, basierend auf den Spielen mit ihnen in Belendiel. Dazu hat sie vehement die Ergebnisse der Analysen von Rainbow bezüglich ihrer spielerischen Qualitäten bemängelt und in Frage gestellt. Dazu kam, das eine angefragte Suche durch mich nichts erbracht hat. Um sich abzulenken, hat sie mein Outfit verändert und die Kette als dauerhaftes Accessoire abgespeichert. Ehe sie jedoch weitere Dinge verändern oder der Privatsphäre hinzufügen konnte, schien die ehrenwerte Onee-sama langsam in einen Zustand des Schlafes abzudriften, dabei mehrmals den Namen von ihnen nennend."
Nana war erneut sprachlos.
Oh, ich höre besser auf... Hoffentlich kann mir Nee-san das verständlicher erklären...
Nana drehte sich von ihrem Spiegelbild weg und betrachtete Makoto...
Die sich herumgedreht hatte und die Rückenlehne des stuhls im Schlaf versuchte zu umarmen! Dabei schien sie mit ihrer Zunge hin und wieder an einer Stelle über die Lehne zu lecken...
Hastig drehte Nana sich zurück zu ihrer eigenen VI Rainbow! Sie musste sich dringend ablenken, zu groß war jetzt die Gefahr, dass sie vollends in die Sprachlosigkeit abdriftete!
"R-rainbow!? Wie weit bist du mit der Analyse und der Liste?"
"Bis zu einem endgültigem Ergebnis dauert es noch, Nana. Dennoch habe ich schon ein paar Avatare gefunden, die ihren Spezifikationen entsprechen würden."
"G-gut... Zeigst du sie mir bitte?"
"Natürlich, Nana."
Dann erschienen die ersten Avatare und Nana begann diese genauestens zu studieren...

DragonGodSlayer
28.09.2014, 22:36
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Masaru stand energisch auf und ging zu seinem Computer und setzte seine MNE auf, als Chris etwas sagen wollte, deutete er ihm nichts zu sagen. Herr Shihô rief seine Sekretärin an und teilte ihr mit, sie solle all seine Termine für heute streichen, da er etwas wichtiges zu besprächen hätte. Danach setzte er seine MNE wieder ab und saß sich wieder gegenüber seines Sohnes auf den Sessel. „So, jetzt haben wir genug Zeit, dass ich es dir ausreden kann.“ Entgegnete er mit einer wieder etwas ruhigeren Stimme auf Chris fragenden Gesichtsausdruck. Ich frage mich, was er für Grunde nennt, warum er bei Dai Shi unbedingt mitmachen will.

Chris fing an zu sprechen und wurde dieses mal nicht daran gehindert. „Du weist, dass ich ein sehr guter Belendiel Spieler bin, außerdem wüsste ich sonst nicht, was ich mit meiner freien Zeit anstellen sollte.“ Auf diese Aussage hin antwortete Chris Vater mit lauter und leicht wütender Stimme, „ja, in Belendiel magst du vielleicht ein guter Spieler sein, aber Dai Shi ist ein anderes Kaliber. Du scheinst zu vergessen, das wir also Nonomoto Enterprises nur DIE besten Spieler für Dai Shi aussuchen und du beim Dai Shi nicht einfach nur den Kampf verlieren kannst, sondern auch gleich noch dein Leben dazu. Und dies werde ich als dein Vater nicht zulassen. Punkt!“ Daraufhin wurde auch Chris ausnahmsweise mal etwas lauter. „Ich habe auch nicht vor mein Leben einfach so weg zu werfen, dafür ist es mir viel zu wichtig, du fragst dich bestimmt, warum ich dennoch bei Dai Shi mitmachen will oder? Ich sage es dir, aber zu erst mal möchte ich mich entschuldigen. Ich habe dich vor knapp vier Jahren während des letzten Dai Shi kurz belauscht, während du mit einem deiner Arbeitskollegen telefoniert hast. In dem Gespräch ging es darum, dass einige Angestellte von Nonomote beim Dai Shi mitmachen würden, aber ohne die Schmerzen durch die Neuralverbindung. Also ohne bei einem ingame Tod wirklich zu sterben. Und genau einer von diesen Leuten möchte ich sein, mir auch egal, was ihr mir für Aufgaben im Dai Shi geben mögt.“

Mit gespielter Überraschung fragte Masaru Chris, ob er jemand anderem schon davon erzählt habe, welches er verneinte. „Gut, das muss auch so bleiben, da selbst ich sonst nicht mehr für deine Sicherheit garantieren kann. Da du dies weist, werde ich schauen, was ich machen kann, damit du einer dieser Personen wird, aber dazu musst du jetzt mein Büro verlassen.“ Nachdem sein Vater ausgesprochen hatte, verneigte und bedankte sich Chris und verließ das Büro und ging in sein Zimmer zu Rex, mit dem er sich unterhielt.

Nachdem Chris das Zimmer verlassen hatte setzte sich Herr Shihô erneut an seinen Schreibtisch, seinen Computer und setzte seine MNE auf. Danach rief er den Chef der Rekrutierungsabteilung an. „Hey, hier ist Masaru, es geht um das Versprechen, dieses Dai Shi ist es soweit, also treffe die letzten Vorbereitungen.“ „Hallo Masaru, dann hat er dich also endlich gefragt. Wird zwar etwas knapp mit der Zeit, aber es ist ja schon seit seiner Geburt eigentlich alles vorbereitet gewesen. Dann werde ich nur noch schnell die letzten Vorbereitungen treffen und alles wird so laufen wie du es wolltest.“ „Ich danke und überlasse alles weitere dann dir.“ Nach diesem Satz legte Masaru auf und lehnte sich ohne seine MNE im Schreibtischstuhl zurück. Ich habe ja eigentlich schon vor vier Jahren damit gerechnet, aber es ist wohl besser so, denn damals wäre er bestimmt noch zu jung gewesen.

Eine halbe Stunde später rief Herr Shihô seinen Sohn Chris wieder zu sich, welcher auch danach sofort kam. „Hallo Vater und hast du es hinbekommen?“ Mit ruhiger Stimme entgegnete er Chris. „Setzt dich erst mal, ich möchte dir etwas erzählen.“ „Warum willst du mir jetzt etwas erzählen? Ich will einfach nur wissen ob es klappt.“ Masaru beugte sich auf dem Sessel, gegenüber von dem wo sich Chris hin gesessen hatte nach vorne, mit den Ellenbogen auf den Oberschenkel und den Kopf auf den Armen abgestützt. „Immer mit der ruhe, lass mich erst mal erklären. Ich habe auch schon beim Dai Shi als Arbeiter für Nonomote mitgespielt. Es war beim zweiten Dai Shi, also vor 24 Jahren. Genau wie du habe ich meinen Vater bei einem Gespräch mit einem seiner Kollegen belauscht und beim nächsten Dai Shi darauf bestanden teilnehmen zu dürfen. Wie auch ich heute war er damals nicht erfreut, als ich sagte ich wolle mitmachen, da er ja nicht wusste, dass ich ihn belauscht hatte.“ Chris unter brach seinen Vater. „Und was hat dies mit mir und der jetzigen Situation zu tun?“ Weiterhin ruhig sprach er weiter. „Dazu komme ich noch, also immer mit der Ruhe. Wo war ich nochmal? Ach ja, nachdem ich ihm davon erzählt hatte sagte er mir, er würde schauen was er machen könne und dein Großvater schaffte es mich beim Dai Shi unter zu kriegen. So nun kommen wir zu der heutigen Situation. Zu aller erst, ich habe meine Wut vorhin nur vorgetäuscht, da ich erst mal wissen wollte, ob du alles weist. In Wirklichkeit, habe ich deine Teilnahme beim Dai Shi schon vor deiner Geburt arrangiert. Ich habe es auch beabsichtigt, dass du mich bei diesem Gespräch belauscht, aus diesem Grund habe ich seit deiner Geburt bei jedem Dai Shi mit jemandem darüber geredet und die Tür einen Spalt offen gelassen. Denn ich wollte, sehen ob du von dir aus am Dai Shi teilnehmen willst und auch ob du einfach nur lebensmüde bist oder die Wahrheit kennst. In diesem Moment werden die letzten Vorbereitungen für deine Teilnahme geregelt.“

Ich frage mich, ob er jetzt genauso reagieren wird wie ich damals.
„Ich werde dir in den nächsten Tagen noch jemanden von Nonomoto vorbei schicken, der dir alles erklärt und einstellt.“
Chris erwiderte darauf, „Nein. Das will ich nicht, es liegt nicht daran, dass ich dir nicht vertraue, sondern ich vertraue deinen Vorstandskollegen und deinen Mitarbeitern nicht. Die Erklärungen will ich via Telefonat erhalten und einstellen muss man ja nichts, da es das selbe wie Belendiel ist, brauche ich ja keine besondere Neuraleinheit und kann meine jetzige benutzen.“
Masaru fing an laut stark zu lachen. „Hahaha, genau so habe ich damals auch reagiert.“


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Masaru und Chris führten noch ein Gespräch über das Dai Shi, dabei ging es unter anderem um die Teilnehmerzahl des diesjährigen Dai Shi und das es dort einige Spieler wie Chris geben wird, die für Nonomoto arbeiten und bei einem Ingametod nicht im realen Leben sterben. Dies war nur eines der Themen, ein anderes war die offizielle Geschichte des Dai Shi. Aber das was Chris am meisten interessierte war, wie die Teilnahme für seinen Vater war. Sein Vater erzählte ihm, dass seine Hauptaufgabe es war, in unregelmäßigen Abständen eine Gruppe gründen sollte und ausgewählte Spieler einladen sollte um mit ihnen einen Bosskampf zu bestreiten. Die ausgewählten Spieler waren jene Spieler, welche wenige Aufträge gemacht hatten. Immer als sie bei den Bossen angekommen waren, sollte er sich irgendwie aus dem Staub machen, entweder durch ausloggen oder in dem er einfach aus dem Gebiet geflüchtet war und die anderen so ihrem Schicksal überlassen hatte. Natürlich waren diese Spieler nicht in der Lage ohne einen Starken Spieler diesen Boss zu besiegen, nicht mal als Gruppe.

Während ihres Gespräches kam eine Junge und hübsche Dame namens Mona Schmider in das Arbeitszimmer, sie gehörte zum Dienstpersonal und war vom Aussehen her in Christians Alter. Als sie reinkam fragte sie: „Kann ich ihnen etwas zu Essen oder zu Trinken bringen?“ Masaru lehnte ab. Christian lächelte, als er Mona sah und antwortete auf ihre Frage, „Ich nehme das selbe wie immer wenn ich hier bin, aber nichts zu Essen.“ „Wie die Herrschaften wünschen“, entgegnetet Mona und verließ das Zimmer nach einer kurzen Verbeugung. Alleine dafür hatte es sich gelohnt heute hier her zu kommen, dachte sich Chris.

Nachdem Mona das Arbeitszimmer verlassen hatte redete Masaru weiter und erklärte, dass die Spieler mit ihm in eine Gruppe gegangen waren, da sein Charakter in Dai Shi als Söldner aufgetreten ist und gegen eine gewisse Gebühr von Spielern Aufträge angenommen hatte oder mit ihnen eine Mission erledigte, welche der jeweilige Spieler alleine nicht geschafft hatte. Das ein-zigste, was er seinem Sohn nicht erzählt hatte, war was für einen Charakter er sich erstellt hatte. Kurz darauf betrat Mona erneut das Arbeitszimmer und stellte Christian einen speziellen Cocktail auf den Tisch und verließ das Zimmer erneut mit einer Verbeugung.

Chris trank von seinem Cocktail und beredete noch allgemeines Zeug mit seinem Vater, sei es wie das Studium liefe oder was Chris sonst so in seiner Freizeit machte außer Dai Shi zu spielen. Nachdem er sein Getränk leer getrunken hatte brach er gegen Elfe Uhr in Richtung seines Zimmers auf. Sein Vater verließ auch sein Arbeitszimmer um zu seiner Frau zu gehen und noch mit ihr etwas zu reden, natürlich fragte sie, was er so lange mit ihrem Sohn zu bereden hatte. Auf diese Frage antwortete er mit einer Lüge, da das Geheimnis über die Spieler von Nonomoto weiterhin geheim bleiben sollte und sie sich sonst nur zu viel Sorgen um ihren Sohn machen würde und ihn zur Sau machen würde, da er es zulässt, dass ihr Sohn dem Tode geweiht sei.

Braoin
30.09.2014, 18:19
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Unverwandt schaute Dima auf seine rechte Hand. Schorf hatte sich auf aufgeplatzten Stellen gebildet, nachdem er gestern in einem Anflug von Kontrollverlust seine Faust gegen die Betonwand gerammt hatte. Äußerlich wirkte er ruhig, saß er doch regungslos auf seinem harten Bett, dem einzigen Möbelstück in seiner Zelle neben einer Toilette. Kein Schrank stand ihm zur Aufbewahrung seines persönlichen Habes zur Verfügung, kein Drama bedachte man, dass er doch nichts besaß, außer der Haut, die er trug. Selbst der orangene Overall war Eigentum des Staates und eine Art Uniform für die Insassen San Quentins. Durch die für den gebürtigen Russen ungemütlich warmen Temperaturen in Kalifornien krempelte er meist die Ärmel bis über die Ellbogen hoch und ließ den Reißverschluss bis zum Brustbein offen.
Das Wetter hatte sich wieder normalisiert, nachdem der Hurricane unbarmherzig über das Land gefegt war. Hinter Gittern bekam man zwar lediglich die ungewöhnliche Lautstärke des Windes mit, doch die tatsächlichen Auswirkungen blieben verborgen. So war das bekannte Quäken, welches aus den Lautsprechern drang, ein Segen, wie auch Fluch.
„Guten Tag Insassen“, schallte die Stimme des Direktors an den Betonwänden wieder und echote unangenehm nach, „Das Unwetter letzte Nacht hat einen Sicherheitszaun auf dem Innenhof beschädigt. Sie werden sich bis auf weiteres nur in den Innenbereichen aufhalten dürfen, bis die Reparaturen abgeschlossen sind.“
Wie schon am gestrigen Tage brüllten die Sträflinge ihre Wut heraus, beschimpften den Direktor und die Vollzugsanstalt.
„Heute ist außerdem Waschtag, was bedeutet, dass Sie sich bitte in einer Viertelstunde bereithalten sollen. Sie werden wie immer von einem Sicherheitsbeamten abgeholt. Das war alles.“
Die Lautsprecheranlage wurde deaktiviert und ließ eine neuerlich empörte Meute aus Häftlingen zurück.

Dima behielt seinen Ärger für sich, kümmerte ihn der Ausgang doch nur wenig. Viel mehr fieberte er der Besuchszeit entgegen, die etwa drei Stunden nach dem Waschen begann. Demnach hatten sie nun Viertel vor Drei. Die Wartezeit bis zur Abholung verbrachte er damit, sich auf seinem Bett niederzulassen, war er für die Bekanntgabe doch aufgestanden. Die Gegenüberliegende Wand hätte wohl bereits Löcher, wenn sein starrer Blick irgendeine Auswirkung gehabt hätte. Lediglich ein dunkler Fleck war über die Jahre hinzugekommen, deren Ursprung er sich jedoch nicht erklären konnte. Nie hatte er seine Zelle gewechselt und in seiner Ein-Personen-Zelle war auch niemals ein weiterer Sträfling untergebracht worden. Es erklärte sich ihm nicht, woher also der Fleck stammte. Eine müßige Frage, wollte man meinen, doch was sonst hätte er den Tag über machen sollen? Die Inhaftierten von San Quentin waren nicht wie die in anderen Strafvollzugsanstalten. Sie arbeiteten nicht, sie hatten kaum Gelegenheit ihre Zellen zu verlassen und es gab keine psychiatrische Betreuung. Verlassen durften sie ihre Unterbringungen nur für zwei Stunden Ausgang auf dem Innenhof, eine Stunde für die Besuchszeit – wenn sich denn jemand mit einem verurteilten Straftäter, der auf seine Hinrichtung wartete, treffen wollte - und zwanzig Minuten Stunde für Duschen, Leibesvisitation und Umkleidung, was nur einmal die Woche passierte.

Der Wärter klopfte mit seinem Schlagstock gegen die Gitterstäbe von Zverikows Zelle und riss ihn damit aus seinen Gedanken.
„He! Aufstehen!“, wies der Wachmann ihn an und er folgte der Anweisung.
Mit einem Eisenschlüssel öffnete der Beamte die Gittertür und trat ein.
„Du stinkst, als hättest du eine Woche lang nicht geduscht!“, spottete er und holte Mace aus der Zelle auf den Gang, wo mit ihm zusammen nun ein halbes Dutzend Sträflinge standen. Es waren insgesamt drei Wärter, die sie während des Duschens beaufsichtigen und später die Leibesvisitation durchführen würden. Vor einigen Jahren hätte Dima sie allein überwältigt, unbewaffnet wie er war. Nun jedoch fügte er sich den Befehlen, ergab sich scheinbar seinem Schicksal. Doch sie alle wussten es besser. Es gab einen Grund dafür, dass er schon so lange Zeit hier war, länger als die meisten anderen, wurden Hinrichtungen doch nur ungern länger als einige Monate hinausgezögert.
Die Sicherheitsvorschriften des Gefängnisses sahen eine Überprüfung vor und nach dem Waschen vor, weshalb sie sich alle in einem Raum der Overalls und Unterwäsche entledigen mussten. Seinen fünf Mitinsassen schenkte Zverikow keinerlei Aufmerksamkeit, nicht mal ihre Namen kannte er. Anfangs wurde er gemieden, weil er keinen Ton sagte, dann wurde er gemieden, weil sein erster Hinrichtungstermin verschoben worden war – so etwas sprach sich in einem Gefängnis schneller herum, als bei einem Kaffeeklatsch für Rentner. Schlussendlich umgaben ihn Gerüchte, die teils in Legenden auszuarten drohten. Er wäre schon sein halbes Leben lang hier drin, hieß es. Er habe sich freiwillig inhaftiert, indem er in die Anstalt eingebrochen war, munkelte man. Diejenigen, die sich besonders hervorheben wollten, erzählten gar davon, dass man abwarte, bis Dima „Mace“ Zverikow in seiner Zelle verreckte, da er jeglichen Versuch ihn hinzurichten, überlebt hätte.
Alles an den Haaren herbeigezogen, doch unternahm der Russe nichts gegen das Gerede. Viel mehr ignorierte er es und fristete seine Zeit hier ganz nach dem Motto Leben und leben lassen.

Nachdem er – völlig nackt – von den Wärtern als erster untersucht wurde, ließ man ihn in die Duschparzelle. Er öffnete einen der Hähne und empfing den harten, eiskalten Wasserstrahl ohne eine Miene zu verziehen. Der Schweiß einer ganzen Woche wurde von seiner Haut gespült und er spürte förmlich, wie der Schmutz von ihm wich. Mit geschlossenen Augen griff er nach dem Stück Seife, welches bei jedem Duschhahn in einer kleinen Mulde aufbewahrt wurde. Just in diesem Moment kamen auch die nächsten Sträflinge herein.
„Und nicht die Seife fallen lassen, Jungs!“, kam der wohl dämlichste Spruch seit Menschengedenken über die Lippen des Sicherheitsbeamten, gefolgt von einem hämischen Lachen.
„Bastard“, hörte Mace einen seiner Mitinsassen.
„Die Schwuchtel fasst mich für meinen Geschmack zu oft an“, betonte ein anderer, recht junger Kerl, der die Statur eines Wrestlers hatte.
„Hey Mace“, richtete plötzlich einer der anderen das Wort an Zverikow, „Willst du nicht mal erzählen, warum du hier bist?“
Immer diese Fragen, die in keiner Weise Nutzen für ihn hatten. Warum ließen ihn die anderen nicht einfach in Ruhe? Glücklicherweise wäre er sie in naher Zukunft los.
„Niät“, antwortete er auf Russisch für nein.
„Komm schon, Jason hier und ich sind zum Beispiel völlig unschuldig, oder Mann?“, versuchte es die extrovertierte Quasselstrippe erneut.
„Ja“, stimmte der Typ namens Jason wortkarg zu.
„Wir wurden wegen einem angeblichen Überfall auf eine Bank mit zwei Toten verknackt“, erzählte der Geltungsbedürftige frei heraus.
„Lass mich zufrieden“, erwiderte Dima mit starkem Akzent.
Sein Englisch war fließend, doch hatte sich herausgestellt, dass Amerikaner einen gewissen Respekt behielten, wenn er mit Akzent sprach.
„Warum bist du denn gleich so angepisst, hm?“, ließ die Nervensäge nicht locker.
Zverikows Hand ballte sich zur Faust, wodurch die glitschige Seife in hohem Bogen aus der Umklammerung schoss und in der Nähe des neugierigen Wichtigtuers liegen blieb. Von da an ignorierte Dima die anderen völlig, spülte sich den Schaum aus dem Haar und vom Körper und verließ die Duschen.

Nach einer neuerlichen Visitation bekam er einen frischen Overall und Unterwäsche für eine Woche bereitgestellt. Er kleidete sich an und wartete darauf, dass sie zurück in ihre Zellen gebracht wurden. Nur noch zweieinhalb Stunden bis zur Besuchszeit.
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„Du hast Besuch“, erfolgte die erlösende Mitteilung.
Seit Dima wieder in seine Zelle gebracht worden war, hatte er sich in geduldigem Warten geübt, wie so oft, da es ohnehin der einzige Zeitvertreib war, den man in San Quentin hatte. Mit steifen Gliedern erhob er sich, streckte seine Gliedmaßen und knackte mehrfach mit seinen Nackenwirbeln. Angenehmer Schwindel krabbelte seinen Hinterkopf herauf und ein Funkeln trat in seine Augen, als er seine Hände dem Wärter darbot. Der kühle Stahl der Handschellen drückte gegen seine Handgelenke, was er mit teilnahmslosen Gesichtsausdruck hinnahm. Schweigend wurde er von dem Sicherheitsbeamten zu den Besucherräumen geführt. Der Weg dorthin war ihm natürlich vertraut, wechselten doch nur die Gesichter der Zellenbewohner, an denen er vorüberging. Erst vor einer Woche war Insasse 29853 aus der Zelle am Ende seines Traktes gegen einen neuen Sträfling mit der Nummer 24478 ausgetauscht worden. Die Ziffern schienen wahllos aneinander gereiht zu sein und keinem festen System zu folgen. Auch fand durch sie keine Unterteilung in die verschiedenen Trakte des Gefängnisses statt. Gedanken an derlei Belanglosigkeiten wurden aus der Langeweile geboren, zu der sie hier alle verdammt waren, weshalb sich Zverikow nicht einmal die Mühe machte, sich selbst zu unterbrechen. Dahingehend hatte er sich tatsächlich in seiner Zeit hier verändert, hätte er früher doch niemals zugelassen, den Blick für das Wesentliche auch nur eine Sekunde aus den Augen zu verlieren.

Ein zweiter Wärter wartete bereits vor dem Besucherraum, in dem Foster und er sich besprachen. Die Tür wurde geöffnet und eben genannter wartete bereits sitzend auf den Häftling. Sein Anzug war vollkommen wie eh und je und passte wie angegossen. Vor ihm auf der Metallplatte, des fest im Boden verankerten Tisches, lag ein schwarzer, unscheinbarer Aktenkoffer, auf dem der Blick des Anwalts ruhte. Schweiß stand dem Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises auf der Stirn, ahnte er doch, dass dieses Mal Verhandlungen bevorstanden, die er nicht würde umgehen können.
„Neunundfünfzig Minuten“, brummte der Wachmann, ehe er wieder die Tür schloss und Mace mit seinem Besuch alleinließ.
Durch die Jahre, die er sich fügsam den Wärtern unterworfen hatte, hatten sie ihm gewissen Freiheiten eingeräumt, die beispielsweise solche privaten Unterredungen möglich machten. Viele andere Insassen konnten ihre Familien nur unter strenger Aufsicht sehen und wurden beim kleinsten Anzeichen einer aggressiven Handlung gewaltsam von den Besuchern ferngehalten. Es gab mehr als nur eine Geschichte, wo ein Ehemann die neue Beziehung der Ehefrau nicht hatte akzeptieren können, was ohne das Eingreifen der Sicherheitsbeamten ohne Zweifel zu einer weiteren Straftat geführt hätte.

„Hallo Foster“, begrüßte der Russe den Rechtsanwalt, der noch immer nicht den Blick von seinem Koffer gelöst hatte, „Wie war Ihre Anreise?“
Höflich wie immer begann Dima zunächst mit Floskeln, wie sie es gewohnt waren. So hielten sie es immer, ließen Zeit verstreichen bis das Gespräch schließlich auf den immer gleichen Kernpunkt zusteuerte. Über die ganze Zeit hinweg, die der Sträfling nun schon mit dem Vermittler in Kontakt stand, hatte er nichts weiter herausfinden können, als dass er offenbar einen Haufen maßgeschneiderter Anzüge besaß und einen Hang zu Sportschuhen pflegte, eine Kombination, die jedem Modekenner einen kalten Schauer über den Rücken gejagt hätte.
Da noch immer keine Reaktion seitens Steves erfolgt war, ließ sich Zverikow auf den freien Stuhl auf der anderen Seite des kleinen Tisches fallen. Sein Mund war zu einem siegessicheren Lächeln geformt und auch, wenn ihn die Ungeduld plagte, wollte er diese eine Stunde voll auskosten – Neunundfünfzig Minuten, korrigierte er sich in Gedanken selbst.

„Hören Sie Zverikow“, rang sich der Rechtsvertreter unter scheinbar größter Mühe die ersten Worte seit ihrer Zusammenkunft ab, „Nonomoto Enterprises kann ihren Forderungen einfach nicht nachgeben. Das Risiko ist zu groß.“
Das Lächeln aus Dimas Gesicht schwand und Zornesfalten bildeten sich auf seiner Stirn. Oh nein, er hatte nicht vier Jahre auf diesen Moment hingearbeitet, nur um gesagt zu bekommen, dass einem Weltkonzern wie Nonomoto Enterprises nichts an seiner Vormachtstellung lag. Er wusste genau, war sich sogar hundert Prozent sicher, dass Foster versuchte ihn durch geschickte Wortwahl von seinem Vorhaben abzubringen.
„Das Risiko?“, fragte der Russe angespannt, mit Mühe seine Wut beherrschend, „Foster, ich glaube Sie haben mich beim letzten Mal nicht richtig verstanden.“
„Ich habe Sie sehr wohl verstanden, doch meine Vorgesetzten sind der Meinung, dass wir dieses Risiko nicht eingehen können. Die Gefahr, dass sie trotz Absolution die Daten veröffentlichen und damit das System, wie es jetzt besteht, stürzen, ist zu groß.“
Bitter lachte Mace auf. Zum Teufel mit diesen Feiglingen!
„Allerdings wurde ich mit einem Gegenangebot hergeschickt“, lenkte Foster ein, woraufhin er die Schnallen des Aktenkoffers klappernd öffnete.
Er drehte den schwarzen Behälter und offenbarte Dima den Inhalt. Eine Art Headset lag darin, sowie eine Brille, die darin integriert war.
„Eine mobile Neuraleinheit?“, fragte der Häftling verwundert, „Was soll ich damit?“
„Nun“, erwiderte der Anwalt, breitete die Hände aus und lächelte nun seinerseits, „Es ist das Angebot, dass Sie sich freispielen können.“

Zverikow glaubte sich verhört zu haben. Was hatte dieser Anzugträger da eben von sich gegeben? Er könnte sich freispielen?
„Was soll das heißen?“, fragte er argwöhnisch.
„Nun, wie Sie sicher wissen, wird Dai Shi in weniger als drei Tagen beginnen. Diese MNE ist so programmiert, dass Sie mit ihr über den Rechner, der sich im Übrigen ebenfalls in dem Koffer befindet, in Dai Shi einloggen können. Sie werden einen Avatar steuern und unter tosendem Applaus auf der ganzen Welt zu sehen sein.“
„Lassen sie den Scheiß“, fuhr Mace den Vermittler an, „Ihre Werbekampagne können Sie sich sparen!“
„Wenn sie gewinnen“, fuhr Steve unbeeindruckt fort, „sind Sie ein freier Mann.“
Erstaunt hob der Inhaftierte eine Augenbraue an.
„Ich muss nur ein dämliches Computerspiel gewinnen und Sie sorgen dafür, dass Haftbefehl und Todesurteil gegen mich aufgehoben werden?“, wollte sich der Russe vergewissern.
„Exakt“, bestätigte der Anwalt.
„Das ist doch ein schlechter Scherz.“
„Mitnichten, denn sollten Sie verlieren…“
„Werde ich nicht!“
„Müssen Sie die Nanoeinheiten in ihrem Blut stoppen und somit die Verbreitung der Daten verhindern.“
„Und wenn ich ablehne?“
„Es gibt Dinge auf dieser Welt, die Sie besser nicht wissen, Zverikow. Seien Sie sicher, dass Nonomoto Enterprises zu weit mehr in der Lage ist, als sie es sich vorzustellen vermögen.“
„Bisher habe ich noch nicht viel davon gesehen, dass Sie sich die gestohlenen Daten aneignen können.“
„Die Technik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, Zverikow.“
Der Exsoldat wirkte nachdenklich. Sollte er annehmen? Warum nicht, schließlich bedeutete dies nur, dass er ein Computerspiel gewinnen musste.

Foster lehnte sich in seinem Stuhl zurück, was ein quietschendes Geräusch hervorrief. Dima hingegen ließ einige Zeit verstreichen, ehe er sich zu einer Antwort durchrang.
"Also gut, ich mache mit", nahm er den Handel an und der Rechtsanwalt klatschte bereits freudig in die Hände, doch der Russe war noch nicht fertig, "Aber nicht mit diesem Ding hier", fuhr er fort und stieß den Koffer mitsamt Inhalt von sich.
"Aber...aber", wollte Foster protestieren, doch Mace fuhr dazwischen.
"Ich nehme teil, aber nur, wenn ich mit den gleichen Voraussetzungen starte, wie jeder andere", forderte er mit einem tollkühnen Grinsen im Gesicht.
"Soll das heißen...Sie wollen...?", suchte der Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises nach den richtigen Worten.
"Genau, ich will genauso sterben, wie jeder andere, dessen Avatar das Zeitliche segnet."
"Sind sie verrückt?!", schrie Steve plötzlich auf, erhob sich und schlug die flachen Hände scheppernd auf die Blechplatte des Tisches.
Vom Lärm alarmiert öffnete sich die Tür und der Wärter stürmte mit erhobenem Schlagstock herein, bereit, den Häftling niederzuschlagen und ruhig zu stellen. Völlig verwundert musste er jedoch miterleben, wie der Besuch die Fassung verloren hatte, während der Insasse die Ruhe selbst zu sein schien.
"Wollen Sie unbedingt sterben, Zverikow?"
"Ich weiß, dass Sie und ihre Vorgesetzten NICHT wollen. Das ist meine Bedingung für die Teilnahme. Sollten sie sie nicht akzeptieren können...nun, es gibt viele Wege sich ohne Hilfsmittel umzubringen, Foster", drohte er mit seinem eigenen Tod, ein Umstand, den er niemals für möglich gehalten hätte.

Der Sicherheitsbeamte stand unschlüssig in derselben Position, wie zuvor, ehe ihn eine wüste Handbewegung des Anwalts hinausschickte. Er selbst blieb jedoch stehen, die Hände weiterhin auf den Tisch gestützt. Ein resignierter Seufzer entwich ihm, ehe er wieder die Stimme hob:
"Also gut, wie Sie wollen. Morgen werde ich mit einem Techniker vorbeikommen, der Ihnen das entsprechende Equipment installiert. Unsere Zeit für heute ist ohnehin um."
Tatsächlich zeigte die schäbige Uhr hinter Steve eine Minute vor sechs an.
"Schön, dass wir uns einig werden konnten, Foster", meinte Dima glücklich und erhob sich schwungvoll mit rasselnden Handschellen.
Erneut öffnete sich die Tür und der Wärter schaute ein wenig nervös herein.
"Die Zeit ist um", meinte er und trat an Mace heran, der sich bereitwillig abführen ließ.
Beim herausgehen drehte er sich jedoch noch einmal um und schaute dem zerknirschten Steve in die Augen.
"Eins noch", meinte er, "Sorgen Sie und ihr toller Konzern dafür, dass ich nicht mehr mit den anderen Insassen Duschen muss. Das kotzt mich an."
Ohne eine Reaktion abzuwarten machte er sich auf den Rückweg in seine Zelle.
Das lief ja besser, als ich es mir vorgestellt habe, dachte er und konnte sich ein siegreiches Feixen nicht verkneifen.

Annalena
30.09.2014, 20:43
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Fassungslos sprang Aljona auf. „Bist du verrückt geworden? Weißt du nicht, dass Dai Shi tödlich ist? Was wird aus Katya, wenn du stirbst?“ Valeryas Augen füllten sich mit Tränen. „Glaubst du ich weiß das nicht? Ich weiß es… Doch was wird aus Katlya, wenn ich nichts tue? Sie wird… sie wird…“ Aljona setzte sich wieder und nahm die junge Frau in ihre Arme. „Aber Dai Shi, Valerya, verdammt…“ Die junge Frau löste sich aus der Umarmung, stand auf und lief im Wohnzimmer auf und ab. „Wie oft war ich auf der Bank und habe um einen Kredit gebeten um die Heilung meiner Tochter zu bezahlen. Wie oft habe ich gefleht und gebettelt, doch sie haben mich jedes Mal abgewiesen. Wie oft haben mich die Banken ihre Arroganz und Überlegenheit spüren lassen.“

Aljona sah die junge Frau mitfühlend an. Sie war bei diesen Gesprächen dabei und nicht selten wollte sie diesen feinen Pinkeln eigenhändig deren Hals umdrehen. Es war nicht deswegen, weil sie die Kredite ablehnten. Sie konnte verstehen, dass ihnen mit Valeryas Lebenslauf die Hände gebunden waren. Doch sie verstand nicht, mit welcher Selbstgefälligkeit die Bankmitarbeiter das Leben eines Kindes einfach so abwerteten. Als wäre es weniger als der Dreck unter ihren Schuhen wert. „Wenn du verlierst, dann verlierst du nicht nur dein Leben sondern Katya verliert auch ihre Mutter. Wenn du nicht mehr für sie sorgst, dann stirbt sie auf jeden Fall. Kein Waisenhaus wird die Behandlungskosten übernehmen und ich bezweifle sehr stark, dass ein Ehepaar ein schwer krankes Kind adoptiert.“

Valerya presste ihre Lippen zusammen. „Bis zu meiner Schwangerschaft habe ich regelmäßig Belendiel gespielt. Ich war sehr gut darin. Ich kann es immer noch, auch wenn ich etwas aus der Übung bin. Ich bin sicher, ich kann es schaffen.“ Nervös wickelte sie eine Haarsträhne um ihren Finger. „Sollte ich es nicht schaffen… nach dem Tod eines Spielers wird der Name veröffentlicht. Wenn sie meine Geschichte hören… die Menschen werden sicherlich spenden. Und mit dem Geld kann die Behandlung bezahlt werden. Ich werde auch mit Nonomoto Enterprises reden. So eine traurige Geschichte lässt sich sicherlich gut vermarkten. Wenn sie die Behandlungskosten übernehmen, dann wäre das sicherlich sehr gut für ihren Ruf.“

Aljona stand auf und fasste mit beiden Händen die Oberarme der jungen Frau. Sie blickte ihr in die Augen. „Du bist dann aber tot, Valerya.“ Valerya schluckte. „Katya wird auf jeden Fall gesund, egal wie Dai Shi ausgeht. Das ist das Wichtigste.“ Die ältere Frau gab nicht auf. „Wie soll Katlya weiterleben, wenn du nicht mehr lebst?“ Valerya kämpfte stur mit den Tränen. „Wie soll ich weiterleben, wenn sie tot ist? Katya ist jung. Sie wird meinen Tod überwinden. Und hey, vielleicht gewinne ich ja auch. Dann leben wir Beide.“ Doch tief im Inneren war Valerya nicht so überzeugt Dai Shi zu überleben. Doch das war ihr egal. Ihre Tochter war das Wichtigste für sie in ihrem Leben. Wenn sie ihr Leben geben muss um das von Katya zu retten, dann soll es so sein.

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Valerya stand von ihrer Schlafcouch, die im Wohnzimmer stand, auf. Die Wohnung war sehr klein und hatte kein extra Schlafzimmer für sie. Das zweite Zimmer der Wohnung war für Katya. Die junge Frau hatte die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Immer wieder ging sie ihre Pläne im Kopf durch. Hatte sie an alles gedacht? Würde Nonomoto wirklich helfen? Nachdenklich packte sie ihr Bettzeug in den Bettkasten der Schlafcouch. Bevor sie ins Bad ging schaute sie im Zimmer ihrer Tochter vorbei. Das Mädchen schlief, doch sie atmete etwas schwer. Besorgt legte sie die Hand auf ihre Stirn. Sie war heiß.

Die junge Frau eilte zur kleinen Kommode und holte das Fieberthermometer. Es war nur kurz am Ohr als es leise piepte. Valerya schaute darauf. 40,2 zeigte das Thermometer an. Sie eilte ins Wohnzimmer um mit ihrem MNE den Notarzt zu rufen. Das Notrufzentrum hatte ihre Daten schon als A+ Notfall gespeichert und das Notfallteam kam sofort. Schwer kranke Personen konnten ihre Daten speichern lassen und bekamen einen Notfallgrad zugeordnet. Je höher der Grad umso schneller war jemand da. Außerdem hatte der Notarzt gleich die passenden Medikamente dabei, wenn er vorher schon die Vorerkrankungen kannte. Natürlich kostete die Aufnahme in dieses Programm zusätzlich Geld. Doch die junge Frau gab es gern aus, da es schon oft ihrer Tochter das Leben gerettet hatte. A+ war der höchste Grad den es gab.

Es dauerte nur ein paar Minuten bis der Notarzt kam. „Frau Ivancyk“, grüßte der Arzt sie freundlich. Sie lächelte ihn an. „Sie hat über 40 Grad Fieber, Dr. Romanow.“ Der Arzt nickte und begab sich sofort ins Kinderzimmer. Katya war inzwischen wach geworden. Sie atmete schwer. Schüchtern lächelte sie den netten Arzt an. „Hallo Prinzessin“, sagte er leise zu ihr. „Hallo Dr. Nazar.“ Sie konnte seinen Nachnamen nicht richtig aussprechen. Also benutze sie seinen Vornamen. Vorsichtig half Valerya ihrer Tochter aus ihrem Schlafanzug. Katya kannte das alles schon und weinte nicht. Während Dr. Romanow sie untersuchte redete er mit ihr. „Wie geht es dir Prinzessin? Wo hast du Schmerzen?“ Katya hustete. „Mir ist kalt. Mein Bauch tut weh und mein Hals.“ Der Arzt versuchte seine Sorge zu unterdrücken. „Tut es auch hier weh?“ Vorsichtig drückte er auf die Brust. Katya nickte.

Dann überkam sie ein schlimmer Hustenanfall. Valerya überreichte ihr ein sauberes Taschentuch. Das Mädchen hustete hinein. Die junge Frau unterdrückte nur mühsam ein Schluchzen als sie das Blut im Taschentuch sah. „Nein.“ Dr. Romanow beachtete sie nicht. „Ich gebe dir jetzt eine Spritze Prinzessin. Danach wirst du schlafen. In Ordnung?“ Katya nickte. „Ich bin tapfer.“ Der Arzt bereitete den Arm vor. „Du bist sehr tapfer, meine Kleine.“ „Prinzessin“, korrigierte sie. „Natürlich, verzeiht meine Unachtsamkeit Hoheit“, erwiderte er freundlich und Katya kicherte. Er legte eine Kanüle. Nachdem er sie fixiert hatte injizierte er dem Mädchen mehrere Ampullen verschiedener Medikamente. Katya gähnte. „Nacht Mama.“ Valerya beugte sich mit Tränen in den Augen hinab und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht mein Schatz.“

Nachdem der Arzt seine Sachen zusammen gepackt hatte gingen sie ins Wohnzimmer. Valerya sank aufs Sofa. Ihr Gesicht vergrub sie in ihren Händen und fing an zu weinen. Dr. Romanow setzte sich neben sie. „Es tut mir leid, Frau Ivancyk. Es scheint, dass nun auch die Lungen befallen sind. Sie muss in ein Krankenhaus.“ Die junge Frau wischte sich die Tränen weg. Wie sollte sie sich das nur leisten? Ein Krankenhaus war teuer. Sie wusste noch nicht einmal wie sie die Behandlung gerade bezahlen konnte. Der Arzt sah sie voller Sympathie an. Er wusste, dass sie nicht viel Geld hatte und ein Krankenhausaufenthalt war sicherlich unbezahlbar für sie. Doch er wusste auch nicht, wie er ihr helfen konnte. Es gab Vorschriften und er konnte sie nicht umgehen ohne mit heftigen Konsequenzen rechnen zu müssen. Auch wenn er es gerne tun würde.

„Wie lang?“ Die Frage war kurz doch auf den Punkt. „Ohne eine Krankenhausbehandlung? Wenn sie regelmäßig die Medizin bekommt, die ich ihr heute gegeben habe…“ Er zögerte und sie blickte ihn mit von Tränen überströmtem Gesicht an. „Wie lang?“ Fragte sie noch einmal. Der Arzt seufzte laut. „Einen Monat. Vielleicht etwas mehr oder weniger… so genau kann man es nicht sagen.“ Hysterische Weinkrämpfe durchschüttelten ihren Körper. Das konnte nicht sein. Nicht so kurz vor der Lösung ihrer Probleme. Dr. Romanow legte einen Arm um sie. Dann aktivierte er sein MNE und rief die einzige Person an, die als Kontakt von Valerya angegeben wurde. Sie durfte jetzt nicht allein sein. Er wartete noch bis ihre Freundin, Aljona, erschien bevor er seinen Dienst fortsetzte.

DragonGodSlayer
01.10.2014, 01:03
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Masaru und Chris führten noch ein Gespräch über das Dai Shi, dabei ging es unter anderem um die Teilnehmerzahl des diesjährigen Dai Shi und das es dort einige Spieler wie Chris geben wird, die für Nonomoto arbeiten und bei einem Ingametod nicht im realen Leben sterben. Dies war nur eines der Themen, ein anderes war die offizielle Geschichte des Dai Shi. Aber das was Chris am meisten interessierte war, wie die Teilnahme für seinen Vater war. Sein Vater erzählte ihm, dass seine Hauptaufgabe es war, in unregelmäßigen Abständen eine Gruppe gründen sollte und ausgewählte Spieler einladen sollte um mit ihnen einen Bosskampf zu bestreiten. Die ausgewählten Spieler waren jene Spieler, welche wenige Aufträge gemacht hatten. Immer als sie bei den Bossen angekommen waren, sollte er sich irgendwie aus dem Staub machen, entweder durch ausloggen oder in dem er einfach aus dem Gebiet geflüchtet war und die anderen so ihrem Schicksal überlassen hatte. Natürlich waren diese Spieler nicht in der Lage ohne einen Starken Spieler diesen Boss zu besiegen, nicht mal als Gruppe.

Während ihres Gespräches kam eine Junge und hübsche Dame namens Mona Schmider in das Arbeitszimmer, sie gehörte zum Dienstpersonal und war vom Aussehen her in Christians Alter. Als sie reinkam fragte sie: „Kann ich ihnen etwas zu Essen oder zu Trinken bringen?“ Masaru lehnte ab. Christian lächelte, als er Mona sah und antwortete auf ihre Frage, „Ich nehme das selbe wie immer wenn ich hier aber, ab nichts zu Essen.“ „Wie die Herrschaften wünschen“, entgegnetet Mona und verließ das Zimmer nach einer kurzen Verbeugung. Alleine dafür hatte es sich gelohnt heute hier her zu kommen, dachte sich Chris.

Nachdem Mona das Arbeitszimmer verlassen hatte redete Masaru weiter und erklärte, dass die Spieler mit ihm in eine Gruppe gegangen waren, da sein Charakter in Dai Shi als Söldner aufgetreten ist und gegen eine gewisse Gebühr von Spielern Aufträge angenommen hatte oder mit ihnen eine Mission erledigte, welche der jeweilige Spieler alleine nicht geschafft hatte. Das ein-zigste, was er seinem Sohn nicht erzählt hatte, war was für einen Charakter er sich erstellt hatte. Kurz darauf betrat Mona erneut das Arbeitszimmer und stellte Christian einen speziellen Cocktail auf den Tisch und verließ das Zimmer erneut mit einer Verbeugung.

Chris trank von seinem Cocktail und beredete noch allgemeines Zeug mit seinem Vater, sei es wie das Studium liefe oder was Chris sonst so in seiner Freizeit machte außer Dai Shi zu spielen. Nachdem er sein Getränk leer getrunken hatte brach er gegen Elfe Uhr in Richtung seines Zimmers auf. Sein Vater verließ auch sein Arbeitszimmer um zu seiner Frau zu gehen und noch mit ihr etwas zu reden, natürlich fragte sie, was er so lange mit ihrem Sohn zu bereden hatte. Auf diese Frage antwortete er mit einer Lüge, da das Geheimnis über die Spieler von Nonomoto weiterhin geheim bleiben sollte und sie sich sonst nur zu viel Sorgen um ihren Sohn machen würde und ihn zur Sau machen würde, da er es zulässt, dass ihr Sohn dem Tode geweiht sei.


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Chris ging den großen breiten Flur entlang und kam dabei an vielen anderen Räumen vorbei, er wusste genau was für ein Zimmer hinter jeder dieser Türen befand. Auch wenn er genau wusste wohin er musste, so dauerte es trotzdem sieben Minuten, bis es sein Zimmer erreicht hatte. Er öffnete die massive Holztür und betrat sein Zimmer. Dieses war mit seinen dreißig Quadratmetern relativ groß, für ein einfaches Schlafzimmer. Als er die Tür, welche mittig ist geöffnet hatte sah er auf die Grünfläche des Grundstückes, da die von der Tür gegenüberliegende Seite fast komplett aus einer Glasfront bestand, damit das Zimmer zumindest Tagsüber mit natürlichem Licht beleuchtet war. Direkt gegenüber der Tür und vor der Glasfront stand ein Schreibtisch aus Eichenholz der zwei Meter lang und ein Meter breit war, davor stand ein Schreibtischstuhl, welcher speziell auf Chris angepasst wurde. An der linken Wand und etwa zwei Meter von der Wand entfernt befand sich sein Bett, welches 2,2 Meter lang und 1,4 Meter breit war. Die Matratze ist das neueste Modell, diese ist in gewissem Maße intelligent, sie erkennt wie viele Personen auf ihr liegen, in welcher Position sie dies tun und wie schwer die jeweilige Person ist und passt ihre Härte der jeweiligen Situation an. Fast direkt gegenüberliegend befand sich ein Tisch, sowie eine Couch und zwei Sessel, welche als Sitzgruppe angeordnet waren. Ansonsten waren in seinem Zimmer noch Regale, Schränke und andere Möbelstücke, sowie Pflanzen dahinein gestellt worden.

Nachdem Chris sein Zimmer betreten hatte, setzte er sich auf einen der beiden Sessel, die zu der Sitzgruppe gehörten. Es ist schon eine Weile her, dass ich hier war. Das Problem heute ist nur, dass ich morgen früher raus muss, damit ich nicht zu spät zur Uni komme. Es wurde aber auch langsam mal wieder Zeit, hier her zu kommen. Ich hoffe nur ich muss heute nicht all zu lange warten. Er schaute danach auf die Uhr und dachte sich, dass es wohl nicht mehr all zu lange dauern wird. Nachdem etwas Zeit vergangen war, öffnete sich die Tür und eine Person mit langen schwarzen Haaren, sie trug auch eine weiße Dienstmädchenhaube. Dazu trug die Person ein weiß schwarzes Halsband, sowie eine schwarze Bluse und Minirock. Dazu eine weiße Schürze, welche bis zum ende des Rockes reichte, durch diese wurde der Ausschnitt, der ohnehin schon schön und auffällig war noch mehr betont. Um das Outfit abzurunden trug sie auch noch ein Korsett, welches wie das restliche Outfit weiß und schwarz war,dieses war bei ihrer Figur eigentlich unnötig, gehörte allerdings zur Dienstuniform und damit sah es auch besser aus.

Nachdem die junge Frau eingetreten war, verbeugte sie sich vor Christian und sagte: „Wie sie wollten, bin ich gekommen“, sagte sie und wurde ganz rot im Gesicht. „Mona, wie oft soll ich dir noch sagen, dass du du mich nicht Siezen sollst. Schließlich kenne wir uns eigentlich schon unser ganzes Leben lang.“ Er stand auf, ging auf Mona zu, umarmte sie und sagte weiter, „Ich konnte mich vorhin fast nicht zurückhalten, so sehr habe ich dich vermisst.“ „Ich habe dich doch auch vermisst mein Chrisi.“ Nachdem sie dies gesagt hatte, küsste sie ihn auf den Mund, dieser wurde von ihm erwiderte. Nachdem sie sich zu genüge begrüßt hatten, setzte sich Chris auf die Couch und Mona legte sich so auf diese, dass sie ihren Kopf auf seinen Schoß. „Ich würde gerne öfters bei dir sein Chrisi, könntest du deinen Vater nicht fragen, ob ich zu deiner privaten Haushälterin werden könnte?“ Das wäre mir auch lieber, aber unsere Beziehung darf nicht bekannt werden und wenn sie jetzt bei mir einzieht, wird sie mitbekommen, dass ich bei Dai Shi mitmache. Ich dürfte ihr aber nicht sagen, dass ich nicht sterben werde und dies würde sie nur traurig machen und dies will ich nicht. „Du weist doch, dass mein Vater unsere Beziehung nicht gut heißen würde und wir uns deshalb ja als heimlich treffen. Wenn ich ihn fragen würde, könnte er uns auf die Schliche kommen und außerdem ist er zurzeit wegen dem Dai Shi sehr beschäftigt, aber ich verspreche dir, dass ich ihn nach dem Dai Shi darum bitten werde. Also habe noch solange Geduld.“ Dies sagte er mit einer einfühlsamen Stimme. „Würdest du mich dann wen schon öfters Besuchen kommen?“ Fragte sie ihn mit einer traurigen Stimmlage. „Ich werde sehen, was sich machen lässt. Aber lass uns aufhören über dieses Thema zu reden und lass uns lieber unsere gemeinsame Zeit genießen, die wir schon so lange nicht mehr hatten.“ Mona stimmte ihm zu und die beiden genossen ihre Zweisamkeit.

Mona stand nach einiger Zeit auf und fing an sich auszuziehen, sie fing mit ihrem Korsett an. Sie lies sich Zeit damit, um es für ihren liebsten so antörnend wie möglich zu machen. Nach dem Korsett entledigte sie sich ihrer Schürze, Schuhe und Halter lose Strümpfe. Als sie sich von diesen Kleidungsstücken getrennt hatte fragte sie ihren Schatz: „Willst du auch beim Sportprogramm das übliche oder sollen wir mal was neues ausprobieren?“ Chris war verwundert über ihre frage, er fragte sich, was sie ausprobieren wolle und stimmte aus Neugier zu. Mona fing an zu grinsen und machte damit weiter sich auszuziehen. Bei ihrer Bluse lies sie sich besonders viel Zeit, um es für ihn noch schöner zu machen. Chris gefiel, was er bisher geboten bekam, es war bisher aber noch nichts neues. Anschließend setzte sie sich auf die Tischkante, zog davor aber ihren String etwas nach unten. Nun spreizte sie ihre Beine und zog sich den String vollständig aus und warf ihn auf Chris. Sie saß so, dass er ihr Land des senkrechten Lächelns sehen konnte. Während sie noch saß, legte ihren BH ab und setzte sich vom Tisch auf seinen Schoß. „Und gefällt dir die Show bisher mein Liebling?“ Chris, welcher inzwischen schon völlig spitz war sagte: „Ohhhh ja, dass müsstest du aber selber merken und danke, dass du die Dienstmädchenhaube und das Halsband angelassen hast“, sagte er mit einem breiten grinsen in seinem Gesicht. Mona stand auf und ging auf Chris Bett zu und holte die Seile, welche sie dort versteckt hatte. „Ich weiß doch was meinem Schatz gefällt, ich hoffe, dass dir das, was ich in den Büchern Shades of Grey gelesen habe gefallen wird.“ Danach fing sie an Chris aus zu ziehen, als sie ihn entblößt hatte vergnügten die beide sich eine lange Zeit lang sowohl auf der Couch als auch in seinem Bett. Nachdem sie mit dem vergnügen fertig waren schliefen beide in Chris seinem Bett ein, genauso wie Gott sie erschaffen hatte.

Annalena
01.10.2014, 19:25
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Als sie auf dem Weg zu Yuudais Villa war meldete ihr MNE ein eingehendes Telefonat an. Sie aktivierte es. „Akari? Verdammt, du bist in Ordnung. Hey, hättest du nicht noch mal kurz reinkommen können und Bescheid sagen? Da war der Unfall und ich hatte schon das Schlimmste befürchtet.“ Die junge Frau seufzte schuldbewusst. „Tut mir leid Hiro. Daran habe ich nicht gedacht. Ich war nur so frustriert, da Sex für mich zumindest für heute gestorben ist.“ Der Mann schwieg und Akari wusste, dass er Mühe hatte ihr nicht wieder einen Vortrag über ihr mangelndes Mitgefühl zu geben. „Tut mir leid Hiro.“ Sie hörte ihn seufzen. „Ich weiß wie du bist, doch manchmal wünschte ich, dass du anderen gegenüber nicht so gleichgültig bist.“ Akari zuckte mit den Schultern. „Was haben die Anderen je für mich getan? Die Einzigen, die mir je etwas bedeuteten, sind tot.“

Er war nicht tot und es tat ihm weh, dass Akari ihn nicht zu diesen Personen zählte. Er mochte sie, doch nicht auf sexuelle Art. Das war nicht verwunderlich, denn sie besaß das falsche Geschlecht für ihn. Was Hiro nicht wusste war, dass sie ihn sehr wohl zu diesen Menschen zählte, die ihr etwas bedeuten. Doch sie würde es nie sagen. Erst recht nicht über das MNE. Es war zu gefährlich und würde ihn nur zu einem Ziel machen. Sie wollte nicht den letzten Menschen verlieren, der ihr etwas bedeutete. Deswegen ließ sie sogar Hiro in dem Glauben, dass er ihr egal ist. „Akari… pass auf dich auf und komm bald wieder vorbei.“ Akari lächelte traurig. Sie hatte einen Freund wie Hiro nicht verdient. „Mache ich Hiro und danke.“ Dann beendete sie das Gespräch.

Als sie die Villa betrat wartete Yuudai bereits auf sie. „Einen schönen Ausflug gehabt?“ Akari zeigte ihm nur den Mittelfinger und wollte an ihm vorbei in ihr Zimmer. Yuudai schnappte sich ihre Hand und küsste den beleidigenden Finger. „Mir scheint du bist ein wenig frustriert, meine Schöne. Gibt es irgendwas womit ich dir helfen kann?“ Seine Stimme und seine glühenden Augen zeigten ihr ganz genau was er wollte. Verdammt. Wie konnte sie widerstehen? Er trat näher heran und küsste sie sanft auf ihre Lippen. Es war nur ein Hauch, doch Akaris Gehirn entschied sich dafür seine Leistungsfähigkeit herunter zu fahren. Erneut küsste er sie. Es war intensiver und ihre Willenskraft sank. Er war ein verdammt guter Küsser und das waren ihre letzten Gedanken bevor ihr Gehirn komplett außer Betrieb war.

Yuudai zog sie an sich und küsste sie leidenschaftlicher. Es war besser als er es in Erinnerung hatte. Als sie seinen Kuss erwiderte wähnte er sich am Ziel seiner Träume. Seine Hände wanderten über ihren Körper.

„Miau!“

Akari erschrak über die plötzliche Unterbrechung durch Rollo. Ihr Gehirn schaltete sich wieder ein. Was hätte sie beinahe getan? Sie musste wachsamer sein. Die junge Frau schob Yuudai weg. „Ich denke, ich habe genug für heute. Ich gehe auf mein Zimmer. Haben Sie noch einen schönen Abend, Fushida-sama.“ Irritiert und wütend auf sich selbst stapfte Akari in ihr Zimmer.


Ein nicht weniger frustrierter und wütender junger Mann, wenn auch aus anderen Gründen als Akari, schaute seinen Kater an. „Warum musst du mich immer stören, Rollo?“ Die angesprochene Katze neigte nur den Kopf zur Seite und fing an zu schnurren. Yuudai wandte sich ab und schlug mit der Faust gegen die Wand. „Verdammt.“ Er blickte nach unten als Rollo ihm um die Beine strich. Dann seufzte er leise. Er konnte seinem Dickerchen einfach nicht lange böse sein. „Komm Rollo, gehen wir.“ Der Kater folgte ihm in seine Privaträume.

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Rollo – Bonus

Was war nur mit seinem Ersten Diener los? Er war ständig mit seinem Zweitem Diener beschäftigt. Das wäre ganz in seinem Sinn, denn eine gute Ausbildung wäre nur von Vorteil für ihn. Doch sein Erster Diener roch merkwürdigerweise ähnlich wie der schwarze Peter, wenn dieser um eine von seinen Katzendamen schlich. Der schwarze Peter war ein räudiger Straßenkater, Rollo rümpfte sein Näschen bei dem Gedanken an ihn, und es gefiel ihm ganz und gar nicht, wenn dieser in seinem Revier oder besser an den Damen aus seinem Harem rumschnüffelte. Dann roch er nach dem Wunsch seine Damen zu begatten. Es gab nur einen Kater, dem das erlaubt war, nämlich ihm, Rollo dem Ersten.

Sein Erster Diener roch nun auch als wollte er seinen Zweiten Diener begatten. Nun, das wäre sicherlich eine gute Idee. Resultiert die Begattung doch in Nachwuchs. Rollo konnte ein Lied davon miauen. Hatte er doch selbst jede Menge dieser Früchte seiner Lenden. Nachwuchs bedeutete noch mehr Diener für ihn. Nachwuchs-Diener zwischen seinen beiden obersten Dienern wären sicherlich sehr gute Bedienstete. Das Problem aber war, dass sein begattungsfreudiger Erster Diener ihn vernachlässigte. Das ging gar nicht. Rollo musste einen Weg finden, den gewünschten Dienernachwuchs zu bekommen ohne das seine beiden obersten Diener ihre Pflichten ihm gegenüber vernachlässigten.

Er braucht einen Plan. Ein lautes Miauen riss ihn aus seinen Gedanken. Sein Fell sträubte sich und sein Schwanz richtete sich auf. Ein Fauchen erklang aus seiner Kehle. Der schwarze Peter räuberte schon wieder in seinem Revier. Nun musste er ihm erst einmal zeigen wer der König dieses Reviers ist. Danach würde er sich um seinen Diener-Nachwuchs kümmern.
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Akari streckte sich als sie munter wurde. Sie war nicht sehr gut gelaunt. Ihr Spielzeug hatte sie zwar etwas befriedigt, doch es war nichts im Vergleich zum Sex mit einem Mann. Hoffentlich hatte Yuudai die Show genossen und war ebenso frustriert wie sie. Der Gedanke zauberte dann doch zumindest ein kleines Lächeln in ihr Gesicht. Ihr Magen knurrte und erinnerte sie daran, dass sie seit gestern Abend nichts gegessen hatte. Mit einem Seufzer machte sie sich fertig und ging ins Esszimmer um zu frühstücken.


Yuudai war in der Tat ziemlich frustriert. Er war nun doch nicht bei seiner Schönen gelandet. Außerdem ärgerte sie ihn mit ihrem Verhalten. Die erotische Show, die sie gestern Abend ablieferte, erforderte eine kalte Dusche oder zwei. Wenn er es nicht besser wüsste, dann konnte man fast glauben, dass sie es mit Absicht machte. Nach einer erneuten, kalten, Dusche begab er sich ins Esszimmer und fand Akari schon vor. Sofort waren die Bilder von letzter Nacht wieder da. Mist, wie sollte er das nur überstehen?


Akaris Laune besserte sich schlagartig als sie Yuudai erblickte. Jemand schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein. „Guten Morgen Fushida-sama“ sagte sie fröhlich, „ich hoffe, ihr hattet eine angenehme Nacht.“ Der junge Mann schaute sie eindringlich an. Warum war sie so gut gelaunt? Egal, er sollte seine Chance nutzen. „Guten Morgen. Die Nacht war in der Tat sehr angenehm, meine Schöne. Ich war Zeuge eines außerordentlichen Ereignisses. Hoffentlich werde ich so etwas noch einmal erleben.“ Akari schaute ihn mit zusammengepressten Lippen an. Perversling! Doch der Gedanke, dass Yuudai sie bei ihren Spielchen beobachtete, gefiel ihr und erregte sie. Nun brauchte sie eine kalte Dusche. Verdammt.

Sie schüttelte innerlich den Kopf. Es gab wichtige Dinge zu besprechen und es waren nur noch zwei Tage bis zum Beginn des Dai Shi. Doch Akari schwor, dass sie ihren Sex bekommen würde. Koste es was es wolle. Sobald sie das aus ihrem System hatte, würde Yuudai auch nicht mehr so anziehend wirken. Davon war sie fest überzeugt.

Das Frühstück verlief schweigend und die Beiden warfen sich nur hin und wieder Blicke zu, wenn der Andere gerade nicht hinsah. Yuudai brach die Stille nachdem sie fertig waren. „Ich habe nun Zeit um dich in deine Aufgaben einzuweisen, meine Schöne. Doch zunächst sollten wir die Verträge unterschreiben.“ Akari nickte und folgte Yuudai in sein Arbeitszimmer.

Es sah anders aus und es dauerte einen Augenblick bis ihr klar wurde, was der Unterschied war. Es stand nun ein zweiter Schreibtisch im Raum. Auf diesem befanden sich ein Rechner und andere Schreibutensilien. „Ich arbeite hier?“ Yuudai nickte. „Den größten Teil meiner Arbeit verrichte ich von hier aus. Du wirst meine Assistentin sein und deshalb müssen wir eng zusammenarbeiten.“ Akari sah ihn geschockt an. „Assistentin?“ Der junge Mann grinste. „Ich habe schon lange nach einem Assistenten gesucht und nun habe ich endlich jemanden mit den richtigen Fähigkeiten gefunden.“

Er setzte sich hinter seinen Schreibtisch und aktivierte sein MNE. Akari tat es ihm gleich. „Das ist der offizielle Vertrag. Natürlich wirst du auch inoffizielle Aufgaben übernehmen müssen. Eine genaue Einarbeitung erfolgt sobald Dai Shi vorbei ist. Doch der Wettkampf ist im Moment deine wichtigste Aufgabe.“ Die junge Frau las sich den Vertrag durch. Sie konnte nicht fassen was da stand. Die Summe, die sie verdienen würde, war unglaublich. Noch nie in ihrem Leben hatte sie so viel Geld besessen wie sie in einem Monat verdienen würde.

„Wo ist der Haken? Das kann nicht stimmen. Niemand gibt einer unausgebildeten Arbeitskraft so viel Geld.“ Yuudai lächelte. „Der Lohn ist nicht nur für die offiziellen Aufgaben. Glaube mir, für das was du tun wirst, ist das noch zu wenig Geld. Nonomoto Enterprises schätzt gute Mitarbeiter und gibt ihnen den Lohn, den sie verdienen.“ Akari wurde etwas unbehaglich. Was würde sie erwarten? Yuudai sah sie an und wurde ungewöhnlich ernst. „Die wichtigste Lektion ist, tue alles was man dir sagt und stelle keine Fragen. Dann kannst du ein sicheres und langes Leben führen.“ Der jungen Frau entging die versteckte Warnung nicht. Sie schluckte. Doch was für eine Wahl hatte sie? Noch einmal seufzte sie und benutzte ihre elektronische Signatur um den Vertrag zu unterschreiben.

Önee-sama
02.10.2014, 02:21
Vorbereitungen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page3?p=23446455&viewfull=1#post23446455)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto war wie so oft in ihrer eigenen Fantasiewelt gefangen. Dort drehte es sich natürlich um sie - und um ihre kleine Schwester Nana! Ihre Imouto war die Person, die neben ihr selbst IMMER in diesen Fantasien vor kam! Ansonsten behandelte Makoto hier ihre geheimsten Wünsche...
Diesmal kam jedoch häufiger ein Stuhl in ihrer Traumwelt vor und Nana schmeckte abwechselnd nach Holz und Polster... Das auch Klebeband involviert war, nun, DAS wiederum beflügelte Makoto's Gedanken zu neuen Höchstleistungen! Bis...
"Autsch!"
Makoto war rücklings vom Stuhl gefallen! Die Landung auf ihrem Hintern war alles andere als sanft und so wurde sie aus ihrem Traum gerissen... mitten in der besten Stelle!
Was zum... warum jetzt!? Es war gerade SO gut!!!
Immer noch ihren Fantasien nachhängend, brauchte sie eine kleine Weile, um sich zu orientieren. Dann erkannte sie den Stuhl und dass sie nicht mehr daran festgebunden war!
"Endlich!"
Sie erhob sich vom Boden, streckte sich und sah sich um.
"Wo... ah, da bist du ja, Nana! Weist du-"
Dann sah sie die Kette am Ebenbild ihrer Schwester und Makoto bemerkte ihren Fehler.
"Oh, meine Haus-VI... Nana 2, wo befindet sich meine Schwester?"
"Ehrenwerte Onee-sama, ihre Imouto befindet sich zur Zeit in der Küche und bereitet ein leichtes abendessen zu."
Ein prüfender Atemzug durch die Nase erbrachte tatsächlich den entfernten Duft von Essen zu Tage.
"Das ist gut... ach ja, Nana 2, wie spät ist es?"
"Es ist jetzt genau 22:33 Uhr, ehrenwerte Onee-sama."
"So spät... verdammt, dann habe ich ja 3 Stunden oder mehr mit Nana in meiner Fantasie... habe ich geschlafen!"
Makoto war ein wenig rot im Gesicht geworden, als einzelne Bilder, Fetzen von ihrem Traum mit Nana, ihr in Gedanken hoch kamen. Dann schüttelte sie ihren Kopf, um die Bilder wieder zu vertreiben und machte sich auf Richtung Küche...

Als sie die Küche betrat, legte Nana gerade einen Korb mit Brot auf den Tisch. Ein schneller blick zeigte, dass neben dem Brot auch ein paar Aufstriche, ein kleines Sortiment an feiner Wurst und eine kleine Anzahl verschiedener Belege schon auf separaten Tellern bereit stand - Nana hatte wohl ein westliches Abendbrot zubereitet. Denn passend dazu standen auf dem Tisch auch zwei Teller, die westliches Besteck enthielten: Messer und Gabel.
Aw! Nana ist so fürsorglich... wenn sie jetzt noch ein Maidkostüm an hätte...
Unwillkürlich formte sich ein Bild in ihren Gedanken: Sie selbst festgebunden auf einem Stuhl und Nana fütterte sie in einem Maidkostüm! Bei diesem Tagtraum nahmen ihre Augen dieses eindeutige Funkeln an, wenn Makoto an etwas dachte, das mit Nana zu tun hatte! Derweil bemerkte ihre Ioumto sie.
"Nee-san! Du bist wach!?"
Nana kam sofort zu ihr geeilt.
"Ja, dass bin ich..."
Unbewusst rieb sie sich das Steißbein, während sie zu ihrer Schwester sprach.
"Hm, das sieht gut aus Nana! Danke, dass du Abendessen zubereitet hast. Du weist ja, ich bin nicht... ganz so gut wie du darin..."
Makoto schaute etwas verlegen drein. Denn die Wahrheit war eigentlich, dass Makoto eine ziemliche Niete darin war, etwas zu Essen zuzubereiten! Nana dagegen half gerne ihrer Mutter dabei Essen vorzubereiten. Was dazu führte, dass Nana für ihr Alter schon fast eine echte Köchin war, während Makoto ohne die Hilfe ihrer Haus-VI daran scheiterte, auch nur eine Fertigmahlzeit zu erhitzen!
"Du bist doch auch ganz gut darin, Essen zu machen..."
Nana schien das Ganze nichts auszumachen.
"Ich hab nur ein leichtes Mahl zubereitet, weil es schon so spät ist und normalerweise Mutter mir geholfen... hätte... und... und..."
Als die Rede von ihrer Mutter war, stockte Nana und sah so aus, als würde sie gleich losheulen. Makoto vergaß sofort alle Fantasien, die sie gerade hatte und nahm Nana sofort in ihre Arme.
"Ssscccchhhhhhhh! Alles wird gut! Wir werden Mutter und Vater wiedersehen, versprochen!"
Eine Weile hielt sie ihre Schwester umschlossen, bis diese nicht mehr zitterte.
"Komm, lass uns Essen."
"Ja... Nee-san."
Beide setzten sich und nahmen sich etwas Brot, belegten dies und bissen zu.
Komm, rede mit ihr! Lenk sie ein wenig ab!
"Sag mal, Nana, was hast du denn so gemacht, als ich... geschlafen habe?"
Nana sah zu Makoto.
"Ich... habe mir ein paar mögliche Avatare angesehen. Du weist ja, für... Dai Shi..."
Mist, falsche Frage!
"Das ist gut! Ich habe mir nämlich auch welche angeschaut, als du ein wenig geruht hattest... Um mich darauf vorzubereiten, dir zu helfen!"
Nana blickte ein wenig abwesend auf ihr Brot.
"Ja... Rainbow hat mir davon erzählt, weist du..."
"Dann wird sie dir bestimmt meine Ideen zu einem Avatar gezeigt haben! Und, was meinst du, gute Ideen, um dich zu unterstützen, oder!?"
Nana sah immer noch nicht zu Makoto.
"J-ja... nur... Schnelligkeit ist nicht... nein, schon in Ordnung... du wirst mir... eine Hilfe sein..."
"Siehst du! Ich sagte doch, ich helfe dir! Oder, hast du eine andere Idee... du wirkst so abwesend..."
Was hat sie denn? Beschäftigt sie es noch so sehr, das Mutter und Vater nicht hier sind...
"Ich bin... nur in Gedanken dabei, einen passenden Avatar zu finden... passend auch zu deinem Avatar... und um Mutter und Vater zu helfen..."
Ach, deshalb ist sie so abwesend!
Makoto nahm eine Hand von Nana in die Ihre.
"Schon okay, wir schaffen das! Ich lasse dich damit nicht allein!"
Ein wenig schien das Nana aufzubauen, denn sie lächelte daraufhin etwas - auch wenn es gequält wirkte...
"Was hast du denn sonst noch so getan, Nana?"
Makoto hoffte, dass Nana noch etwas anderes gemacht hatte, außer an Dai Shi zu denken, um das Gespräch auf etwas Neutrales zu bringen.
"Ich habe dann Essen vorbereitet... ach ja, ich außerdem heißes Wasser bereit machen lassen! Wir können nach dem Essen zusammen noch Baden gehen."
Makoto's Herz machte einen Sprung vor Freude!
Ach Nana, du bist einfach die Beste!
Gleichzeitig hielt sie an sich, ihrer Imouto nix von den beiden Bikinis zu erzählen, die sie erstanden hatte!
Auch wenn ein gemeinsames Bad perfekt zum Testen wäre - nicht heute, Makoto! Warte lieber, bis sie in besserer Verfassung ist!
"Dann lass uns mit dem Essen schnell machen! Es ist sowieso schon spät! Und morgen ist ja dieser... Termin..."
Um 10 Uhr kommen die von Nonomoto... Nicht, wenn ich es verhindern kann! Ich habe da auch einen Plan! aber den kann ich Nana auch später erzählen...
"Okay, Nee-san..."
Schnell aßen sie noch ein paar Happen, dann räumten sie den Tisch ab. Es war doch ziemlich viel abzuräumen. Makoto fragte sich, ob sie gar nicht so viel Hunger gehabt hatten... bis sie zufällig zwei weitere Teller sah, die immerhin aus dem Schrank genommen, jedoch nicht mehr auf den Tisch geräumt worden waren. Da erkannte sie, dass Nana gewohnheitsmäßig wohl für 4 Personen hatte decken wollen und unbewusst immerhin Essen für 4 auf den Tisch gestellt hatte! Das sorgte dafür, dass sich Makoto jetzt ziemlich selbst an die Leine nahm und sich zurück hielt...

Denn kaum waren sie im Bad angekommen, ließ Nana auch schon das Wasser in die Wanne. Es handelte sich um eine große Wanne, in der locker 10 von der Statur der beiden Schwestern Platz gefunden hätten! Zudem hatte sie eine integrierte Whirlpool Funktion! Die Yamato's besaßen zwar auch einen echten Whirlpool im Keller, doch zum Baden war diese Wanne der bessere Ort. Drei Hochdruckhähne ließen sich die Wanne schnell füllen. Die Beiden zogen sich schon mal aus und Makoto musste bewusst wegschauen, um nicht in ihr normales muster zu verfallen und Nana auf Grund deren Körper ununterbrochen Komplimente zu machen und ihrer Schwester eine Massage anzubieten! Als die Wanne voll war, schlüpften sie hinein...
Makoto war froh, sich ein wenig nach dem heutigen Tag entspannen zu können und gleichzeitig verfluchte sie innerlich die GESAMTE MENSCHHEIT dafür, nichts mit ihrer Schwester tun zu dürfen und sich zurückhalten zu müssen! Nana schien es jedoch besser zu gehen, denn auch sie saß entspannt in der Wanne. Doch plötzlich schien ihr etwas einzufallen, denn sie kam etwas näher zu Makoto und stellte eine Frage.
"Sag mal, Nee-san, warum trägt deine Haus-VI eigentlich eine Kette um den Hals? Und... und warum sieht sie... aus wie ich?"
Makoto erschreckte sich total! Ihr Gesicht lief komplett rot an und am liebsten würde sie aus der Wanne flüchten!
Oh, Nana, warum fragst du ausgerechnet nach sowas...

DragonGodSlayer
03.10.2014, 13:52
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Chris ging den großen breiten Flur entlang und kam dabei an vielen anderen Räumen vorbei, er wusste genau was für ein Zimmer hinter jeder dieser Türen befand. Auch wenn er genau wusste wohin er musste, so dauerte es trotzdem sieben Minuten, bis es sein Zimmer erreicht hatte. Er öffnete die massive Holztür und betrat sein Zimmer. Dieses war mit seinen dreißig Quadratmetern relativ groß, für ein einfaches Schlafzimmer. Als er die Tür, welche mittig ist geöffnet hatte sah er auf die Grünfläche des Grundstückes, da die von der Tür gegenüberliegende Seite fast komplett aus einer Glasfront bestand, damit das Zimmer zumindest Tagsüber mit natürlichem Licht beleuchtet war. Direkt gegenüber der Tür und vor der Glasfront stand ein Schreibtisch aus Eichenholz der zwei Meter lang und ein Meter breit war, davor stand ein Schreibtischstuhl, welcher speziell auf Chris angepasst wurde. An der linken Wand und etwa zwei Meter von der Wand entfernt befand sich sein Bett, welches 2,2 Meter lang und 1,4 Meter breit war. Die Matratze ist das neueste Modell, diese ist in gewissem Maße intelligent, sie erkennt wie viele Personen auf ihr liegen, in welcher Position sie dies tun und wie schwer die jeweilige Person ist und passt ihre Härte der jeweiligen Situation an. Fast direkt gegenüberliegend befand sich ein Tisch, sowie eine Couch und zwei Sessel, welche als Sitzgruppe angeordnet waren. Ansonsten waren in seinem Zimmer noch Regale, Schränke und andere Möbelstücke, sowie Pflanzen dahinein gestellt worden.

Nachdem Chris sein Zimmer betreten hatte, setzte er sich auf einen der beiden Sessel, die zu der Sitzgruppe gehörten. Es ist schon eine Weile her, dass ich hier war. Das Problem heute ist nur, dass ich morgen früher raus muss, damit ich nicht zu spät zur Uni komme. Es wurde aber auch langsam mal wieder Zeit, hier her zu kommen. Ich hoffe nur ich muss heute nicht all zu lange warten. Er schaute danach auf die Uhr und dachte sich, dass es wohl nicht mehr all zu lange dauern wird. Nachdem etwas Zeit vergangen war, öffnete sich die Tür und eine Person mit langen schwarzen Haaren, sie trug auch eine weiße Dienstmädchenhaube. Dazu trug die Person ein weiß schwarzes Halsband, sowie eine schwarze Bluse und Minirock. Dazu eine weiße Schürze, welche bis zum ende des Rockes reichte, durch diese wurde der Ausschnitt, der ohnehin schon schön und auffällig war noch mehr betont. Um das Outfit abzurunden trug sie auch noch ein Korsett, welches wie das restliche Outfit weiß und schwarz war,dieses war bei ihrer Figur eigentlich unnötig, gehörte allerdings zur Dienstuniform und damit sah es auch besser aus.

Nachdem die junge Frau eingetreten war, verbeugte sie sich vor Christian und sagte: „Wie sie wollten, bin ich gekommen“, sagte sie und wurde ganz rot im Gesicht. „Mona, wie oft soll ich dir noch sagen, dass du du mich nicht Siezen sollst. Schließlich kenne wir uns eigentlich schon unser ganzes Leben lang.“ Er stand auf, ging auf Mona zu, umarmte sie und sagte weiter, „Ich konnte mich vorhin fast nicht zurückhalten, so sehr habe ich dich vermisst.“ „Ich habe dich doch auch vermisst mein Chrisi.“ Nachdem sie dies gesagt hatte, küsste sie ihn auf den Mund, dieser wurde von ihm erwiderte. Nachdem sie sich zu genüge begrüßt hatten, setzte sich Chris auf die Couch und Mona legte sich so auf diese, dass sie ihren Kopf auf seinen Schoß. „Ich würde gerne öfters bei dir sein Chrisi, könntest du deinen Vater nicht fragen, ob ich zu deiner privaten Haushälterin werden könnte?“ Das wäre mir auch lieber, aber unsere Beziehung darf nicht bekannt werden und wenn sie jetzt bei mir einzieht, wird sie mitbekommen, dass ich bei Dai Shi mitmache. Ich dürfte ihr aber nicht sagen, dass ich nicht sterben werde und dies würde sie nur traurig machen und dies will ich nicht. „Du weist doch, dass mein Vater unsere Beziehung nicht gut heißen würde und wir uns deshalb ja als heimlich treffen. Wenn ich ihn fragen würde, könnte er uns auf die Schliche kommen und außerdem ist er zurzeit wegen dem Dai Shi sehr beschäftigt, aber ich verspreche dir, dass ich ihn nach dem Dai Shi darum bitten werde. Also habe noch solange Geduld.“ Dies sagte er mit einer einfühlsamen Stimme. „Würdest du mich dann wen schon öfters Besuchen kommen?“ Fragte sie ihn mit einer traurigen Stimmlage. „Ich werde sehen, was sich machen lässt. Aber lass uns aufhören über dieses Thema zu reden und lass uns lieber unsere gemeinsame Zeit genießen, die wir schon so lange nicht mehr hatten.“ Mona stimmte ihm zu und die beiden genossen ihre Zweisamkeit.

Mona stand nach einiger Zeit auf und fing an sich auszuziehen, sie fing mit ihrem Korsett an. Sie lies sich Zeit damit, um es für ihren liebsten so antörnend wie möglich zu machen. Nach dem Korsett entledigte sie sich ihrer Schürze, Schuhe und Halter lose Strümpfe. Als sie sich von diesen Kleidungsstücken getrennt hatte fragte sie ihren Schatz: „Willst du auch beim Sportprogramm das übliche oder sollen wir mal was neues ausprobieren?“ Chris war verwundert über ihre frage, er fragte sich, was sie ausprobieren wolle und stimmte aus Neugier zu. Mona fing an zu grinsen und machte damit weiter sich auszuziehen. Bei ihrer Bluse lies sie sich besonders viel Zeit, um es für ihn noch schöner zu machen. Chris gefiel, was er bisher geboten bekam, es war bisher aber noch nichts neues. Anschließend setzte sie sich auf die Tischkante, zog davor aber ihren String etwas nach unten. Nun spreizte sie ihre Beine und zog sich den String vollständig aus und warf ihn auf Chris. Sie saß so, dass er ihr Land des senkrechten Lächelns sehen konnte. Während sie noch saß, legte ihren BH ab und setzte sich vom Tisch auf seinen Schoß. „Und gefällt dir die Show bisher mein Liebling?“ Chris, welcher inzwischen schon völlig spitz war sagte: „Ohhhh ja, dass müsstest du aber selber merken und danke, dass du die Dienstmädchenhaube und das Halsband angelassen hast“, sagte er mit einem breiten grinsen in seinem Gesicht. Mona stand auf und ging auf Chris Bett zu und holte die Seile, welche sie dort versteckt hatte. „Ich weiß doch was meinem Schatz gefällt, ich hoffe, dass dir das, was ich in den Büchern Shades of Grey gelesen habe gefallen wird.“ Danach fing sie an Chris aus zu ziehen, als sie ihn entblößt hatte vergnügten die beide sich eine lange Zeit lang sowohl auf der Couch als auch in seinem Bett. Nachdem sie mit dem vergnügen fertig waren schliefen beide in Chris seinem Bett ein, genauso wie Gott sie erschaffen hatte.


http://upload.worldofplayers.de/files9/dragongodslayer_1_ava_2.jpg

Am nächsten morgen wachte Mona wie jeden Tag, schon aus Gewohnheit um 6:30 Uhr auf. Sie kuschelte sich an ihren liebsten. Ich wünschte ich könnte jeden morgen neben ihm aufwachen. Hoffentlich ist das Dai Shi schnell vorbei, dann wird er seinen Vater fragen und ich kann vielleicht jeden morgen neben ihm aufwachen. Ihr Gesichtsausdruck sah sehr traurig aus und ihr liefen ein paar Tränen über ihr Gesicht. Als sie merkte, dass Chris langsam am aufwachen ist, wischte sie sich schnell die Tränen aus ihrem sonst so wunder schönem Gesicht und küsste ihn wach. „Guten morgen, hast du gut geschlafen?“ „Morgen, wenn ich neben dir liege schlafe ich immer ausgezeichnet meine Hime.“ Die beiden blieben noch kurz zusammen im Bett liegen und küssten sich, bis Mona auf die Uhr sah und merkte, dass sie gleich anfangen müsse zu arbeiten. Sie stieg aus dem Bett, ging in Richtung ihrer Klamotten. Doch bevor sie anfing sich wieder anzuziehen, drehte sie sich nochmal zu Chris um und sagte: „Präge dir diesen Anblick gut ein, nicht das du ihn vergisst, wenn du ihn längere Zeit nicht siehst.“ Nachdem sie dies ausgesprochen hatte, grinste sie und begann sich anzuziehen. Kurz nachdem sich Mona fertig angezogen hatte öffnete sich die Zimmertür und jemand eine Person vom Dienstpersonal trat ein. „Guten Morgen Herr Shihô, ich bin hier um Sie zu wecken, da sie bald los müssen“, als er Mona bemerkte fügte er noch folgendes hinzu, „Mona, was machst du hier?“ Sowohl Chris als auch Mona zuckten zusammen und hofften nur, dass ihre Beziehung nicht aufgeflogen sei. Mona reagierte schnell und beantwortete die Frage. „Ich kam ebenfalls her um den jungen Meister zu wecken, da ich dachte er wolle noch etwas essen, bevor er zurück fahren müsse. Also junger Herr, wenn Sie noch etwas frühstücken wollen sollten Sie sich beeilen, da Sie in zwanzig Minuten zu Ihrer Wohnung gefahren werden.“ Sie wendete sich wieder ihrem Arbeitskollegen zu, „Ich denke wir sollten uns wieder an unsere Arbeit machen.“ Beide Angestellten der Familie Shihô verließen das Zimmer von Chris.

Puh, nur ein wenig früher und alles wäre ans Licht gekommen, wir müssen das nächste mal vorsichtiger sein. Er stand auf, zog sich seine Klamotten an und ging danach ins Esszimmer um zu frühstücken. Seine Eltern schliefen noch, da sie es nicht gewohnt waren so früh aufzustehen und nicht geweckt wurden. Um 7:20 wurde Chris vom Chauffeur seines Vaters zu seiner Wohnung gefahren,der Verkehr war besser als am Tag zuvor, und so ging die Fahrt nur zwanzig Minuten, seinen Rex hatte er natürlich mitgenommen. Als er daheim ankam, lies er seinen geliebten Rex aus seinem Käfig und lies ihn wie immer frei in seiner Wohnung rumlaufen. Nachdem er ihn danach auch geführter hatte, machte er sich auf den Weg zur Uni, an der er um 7:50 Uhr ankam. Chris war von der Nacht noch so erschöpft, dass er gerade so zum Vorlesungsbeginn im Vorlesungssaal ankam. Normalerweise waren sie zu hundert im Saal, an diesem Tag waren es nur fünfzig, also die Hälfte und Pat war unter denen, die fehlten.

Nach der ersten Vorlesung, rief er Pal mit Hilfe seiner MSE an, dieser nahm nicht ab. Nach der zweiten Vorlesung rief Pal Chris zurück.
„Hey Chris, tut mir leid, habe noch geschlafen, was wolltest du von mir?“
„Ich wollte dich eigentlich nur fragen, warum du bisher nicht zur Uni gekommen bist?“
„Ach so dass, ich habe keine Lust, da ab nächster Woche eh keine Vorlesung mehr statt findet, wegen dem Dai Shi, da kann ich meine Zeit auch so sinnvoll nutzen, ich bin ja bestimmt nicht der Einzige der so denkt, es fehlen bestimmt noch einige mehr oder?“
„Natürlich fehlen noch mehr, aber von dir hätte ich etwas anderes erwartet, also warum bist du nicht da?“
„Weil es keinen Sinn macht jetzt noch zur Vorlesung zu gehen, da ich das, was wir jetzt lernen bis zum Ende von Dai Shi und dem fortsetzen der Vorlesungen eh vergessen habe, und ich keine Lust habe meine Zeit zu verschwenden.“
Chris legte einfach auf, da er alles hatte, was er wissen wollte und es sich nicht rentieren würde noch mehr Zeit in dieses Gespräch zu investieren.

Der Rest des Vorlesung Betriebes verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Im Gegensatz zu den sonstigen Tagen, lies er sich mehr Zeit als sonst um die Universität zu verlassen und nach Hause zu gehen. Er machte sich Gedanken darüber, was er für eine Aufgabe während des Dai Shi zu übernehmen solle. Des weiteren dachte er über einen möglichen Charakter nach, er kam aber bei keinem der beiden Themen voran, da seine Gedanken immer wieder zu seiner Mona wanderten, wie jedes mal, wenn er nach längerer Zeit mal wieder bei ihr war. Daheim angekommen kümmerte er sich erst mal etwas um den Haushalt und um Rex. Er versuchte damit seine Gedanken von Mona fern zu halten, da es zurzeit wichtigere Dinge gibt, über die er nachdenken musste.

BlackShial
04.10.2014, 00:26
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.png„Tschraaaaaaarzsch!“
Mit einem Geräusch, einer grotesken Mischung aus grunzen und krächzen gleich, riss Hazel ihre Augen auf. Verwirrt versuchte sie herauszufinden, wo genau sie sich befand und wer dafür verantwortlich war, dass sie für einen Moment an Atemnot litt. Einer hastigen Bewegung ihres Kopfes folgte der Griff nach der Decke, um sich gänzlich von deren festen Griff zu befreien. Doch neben diesem flauschigen Übeltäter war niemand anderes zu entdecken, der sie so im Schlaf hätte bedrängen können. Die Einzelgängerin musterte ihre Decke mit ernster Miene, folgte dem Saum mit ihren gelbgrünen Augen, bis sie das eindeutige Indiz fand. Aha!
Schmatzend schob sie das große Stück Stoff von sich und rieb sich die Überreste ihres Sabbers aus dem Mundwinkel. Die Tatsache, dass sie im Schlaf an der Ecke der Decke genuckelt hatte, war so schnell vergessen wie die Überraschung, mit der sie aus dem Schlaf gerissen wurde.
Noch während sie sich auf dem Po rutschend zu der Kante der Couch bewegte, sah sich die Oberschülerin in dem Zimmer prüfend um, versuchte sich ein Bild von der Situation zu machen und … auszumachen wo sich ihr ungebetener Gast befand. Kein Anzeichen von der Schwarzhaarigen Plage, was durchaus Grund zu Freude war. Doch noch lag Hazel auf der Lauer, wusste sie doch nur zu gut, dass man sich niemals zu sicher fühlen sollte.
Langsam setzte sie einen Fuß vor den anderen, schob sich sachte an der Couch vorbei und ging auf die Tür zu, die zu ihrem Schlafzimmer führte. Sie durfte ja keinen Laut von sich geben, immerhin bestand noch immer die Möglichkeit, dass dieses gierige Biest irgendwo dort auf lauerte. Bereit zuzuschlagen, sobald seine Beute nahe genug war.
Ob sie damit übertrieb? Nein, keinesfalls. Die Welt war ein gefährlicher Ort, nicht zuletzt wegen solcher Personen. Die Szenen, welche sie in all den Tierdokumentationen gesehen hatte, waren dagegen noch harmlos …
Das die Fahlbraunhaarige dabei einen wichtigen Punkt vergas war irrelevant. Ihre Meinung war unveränderlich.
Der Moment der Wahrheit war gekommen. Vorsichtig lehnte sie sich gegen den Türrahmen, verlagerte etwas ihr Gewicht und lugte durch die leicht geöffnete Tür.
Und dann atmete sie voller Erleichterung aus.
Das Bett war gemacht, alles fein säuberlich zusammengelegt und an seinem dafür vorgesehenen Platz. Viel ordentlicher als wie sie es immer zurückließ.
Erst in diesem Moment bemerkte Hazel den Duft, der noch immer in der Luft lag und sich durch ihr ganzes Apartment zu ziehen schien. Dieser übertrieben süßliche Geruch, der ihr in der Nase krabbelte und eindeutig aus einer gänzlich überteuerten, quietschebunten Parfümflasche stammte. Schon den Abend zuvor hatte sie diesen Duft bemerkt, der die schwarzhaarige Nervensäge umgab, wie ein dichter, undurchdringlicher Nebel aus rosa Wattebällchen, hatte diesem aber keine wirkliche Beachtung geschenkt.
„Widerlich …“
Mit tief heruntergezogenem Mundwinkel betrat die Dunkelhäutige letztendlich ihr Schlafzimmer und ging geradewegs auf den hellen Kleiderschrank zu, der das Bild einer außerordentlich gut gewählten Einrichtung abrundete.
Vielleicht hätte sie nachschauen sollen, wie viel Uhr es war? Immerhin hatten sich ja die Knechte dieser Firme – der unnötig viel Aufmerksamkeit entgegengebracht wurde – für diesen Tag eingeladen. Aber geändert hätte das Wissen über die Uhrzeit an ihrem Vorhaben wohl trotzdem nichts, weshalb Hazel kopfschüttelnd nach frischer Unterwäsche griff und sich schlurfend ins anliegende Badezimmer bewegte.
„Gnaargh …“
Frustriert murrend griff die Oberschülerin nach einem der kleinen Handtücher, die genau neben dem Waschbecken hingen und warf es in das Gebilde aus Porzellan. Mit einem Ruck am Wasserhahn ließ sie einen Strahl auf das Stoffstück niederprasseln, bis sich der Stoff vollends mit Flüssigkeit vollgesogen hatte. Sie machte sich nicht einmal die Mühe zu lesen, was dieser rehäugige Unruhestifter da mit knalligem Lippenstift an ihrem Spiegel hinterlassen hatte, sondern wischte umgehend mit dem nassen Handtuch drüber und entfernte die pseudoliebevoll geschmierte Nachricht.
Mal im Ernst, hatte dieses Biest etwa einen Jahresvorrat an billigem Lippenstift bestellt, nur um überall damit herumzusauen?
Kaum das dieses unsinnige Spiegelgemälde entfernt war, ließ die Einzelgängerin das Handtuch ins Waschbecken fallen und begann damit, weswegen sie überhaupt ins Badezimmer gegangen war. Bevor sie hatte putzen müssen … zum frühen Morgen.
Schnell waren die wenigen Kleidungsstücke an ihr herabgesunken, aufgesammelt und im Wäschekorb verschwunden, bevor sie zufrieden die Tür zu ihrer Dusche öffnete und darin verschwand.
„Verdammt! Das kann doch nicht wahr sein!“
Jegliche Ruhe, die sonst immer in ihr herrschte und ihr die Gabe verlieh, über alles hinwegzusehen, war gänzlich verschwunden. Mit aufgerissenen Augen presste sich die zitternde Oberschülerin an die kalten Fliesen, die am Ende sogar noch immer wärmer waren als das Wasser, welches einen Moment zuvor noch ihren Körper benetzt hatte.
„Verflucht nochmal, seh' ich etwa aus wie ein dauerspitzer Kerl mit Blutstau?“
Den Kopf mit der Stirn voran gegen die Fliesen gepresst, biss Hazel die Zähne zusammen und sagte den Kampf gegen das eiskalte Wasser an. Mal wieder schien jeglicher Bewohner in diesem Haus die Zeit abgepasst zu haben, wenn sie in aller Ruhe eine Dusche nehmen will. Toll.
Dieser Tag fing echt gut an …

Önee-sama
04.10.2014, 14:35
Abendessen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page3?p=23469699&viewfull=1#post23469699)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Nana schaute Makoto mit fragendem Blick an.
Was... mach ich jetzt bloß!?
Immer noch knallrot, wand sie sich unter dem Blick ihrer Imouto, der ihr irgendwie stechend vorkam.
"Nee-san..."
"J-ja, weist du Nana, i-ich... ich lie-... ich mag dich doch! Als meine kleine Schwester natürlich!"
Makoto war etwas tiefer ins Wasser gesunken und suchte nach den richtigen Worten.
Oh mein Gott! Nana, warum fragst du das ausgerechnet jetzt...
"U-und deswegen habe ich meiner Haus-VI dein Aussehen gegeben... um dich damit zu... ehren! Genau, um meine Dankbarkeit auszudrücken, eine so tolle Schwester zu haben!"
Hoffentlich überzeugt sie das!
Nana's Miene veränderte sich aber keinen deut. Stattdessen planschte sie mit einer Hand Wasser ins Gesicht ihrer älteren Schwester!
"Iiieeeeekkks!"
Makoto war davon total überrascht und konnte sich nicht wahren. Derweil sprach Nana weiter.
"Okay, Nee-san... aber, wofür ist die... Kette?"
"D-die hat Nonomoto hinzugefügt... und ich bekomme sie nicht mehr weg? Ja, sie lässt sich nicht mehr entfernen!"
"Deine Haus-VI meinte aber, dass man die... Kette sehr wohl hätte entfernen können! Nur du hättest sie als permanentes Accessoire gespeichert..."
Makoto erstarrte in blankem Entsetzen!
Das ist... habe ich das nicht unter Privatsphäre gespeichert!?
"N-Nana 2... hat dir das erzählt!? Nun, dass... es... ich..."
Makoto fiel einfach nichts ein, wie sie ihre Schwester davon überzeugen sollte, dass sie nicht die Kette gespeichert hatte. Für sie war es der blanke Horror und sie wand sich unter dem blick von Nana, der ihr mehr und mehr unheimlich erschien.
"Neeeee-ssaaaaaaaannn...."
Nana dehnte die Anrede an ihre Schwester und Makoto schluckte einmal schwer.
"J-ja... i-ich, nun, die Erklärung ist... ist... Nonomoto ist an allem Schuld! Die haben Nana 2 verändert und lassen sie jetzt die Unwahrheit sagen! Du musst mir glauben, Nana!"
Makoto klammerte sich jetzt an die Devise 'Beschuldige einfach die Anderen' und hoffte, Nana würde ihr glauben...
Doch Nana war noch nicht fertig! Sie stand auf und schaute auf Makoto herab!
"Nee-san! Wirklich? Aber warum hat dann deine Haus-VI mir außerdem erzählt, dass Nonomoto ihr äußeres Erscheinungsbild nicht für präsentabel hielt..."
"D-d-d-das ist so, weil... ich..."
"Nee-san?... Nee-san!"
Es war ein wenig zu viel für Makoto: Ihre Imouto, die sich nackt aus der Wanne erhoben hatte, dazu das heiße Wasser und die Anspannung, sich raus winden zu müssen... Makoto sank mit ihrem Kopf ziemlich weit ins Wasser und nach hinten... dazu hatte sie Nasenbluten! Nana registrierte das und kam sofort bestürzt ihrer großen Schwester zu Hilfe: Fürsorglich ließ sie sich zu Makoto herab und nahm diese in ihre Arme...
"Nee-san, alles in Ordnung mit dir!?"
"E-es geht schon... nur das... heiße Wasser..."
Nana, wenn du so nah bist... das ist zu viel für mich...
Makoto brauchte tatsächlich ganze 5 Minuten, um wieder einigermaßen stabil zu werden... was daran lag, dass Nana sie die ganze Zeit über in ihren Armen hielt!
"Wollen wir lieber raus, Nee-san?"
"Nein, e-es geht schon wieder, danke dir, Nana... außerdem fehlt noch das Shampoo..."
"Ok... warte, ich helfe dir, Nee-san!"
Nana half Makoto auf die Beine, schnappte sich die Shampooflasche und fing an, ihre große Schwester einzuseifen.
D-das ist einfach zu viel! Wir baden zusammen und... ich... kann es nicht genießen! Ich brauche... Luft...
Makoto atmete tief ein und aus. Sie ließ Nana gewähren und war einfach nur froh, dass ihre Imouto nicht mehr von ihrer Haus-VI sprach. Nana ging sehr gründlich zu Werke, weshalb Makoto sich echt zusammenreißen musste, nicht in ihre typischen Verhaltensmuster gegenüber ihrer kleinen Schwester zu verfallen. Als Nana sie abgespült hatte und sich jetzt selbst einseifte, dachte Makoto ein wenig nach.
Schöne Schwester bin ich! Unsere Eltern sind in den Fängen von Nonomoto und ich kann mich noch nicht mal selbst baden! Nana dagegen... sie ist so fürsorglich! Trotz der Umstände... ich mache mir ja auch Sorgen um Mutter und Vater... nur für Nana muss das noch viel schwerer sein! Aber, ich werde mein Bestes geben, dass Nana nicht Alles alleine machen muss! Und vielleicht... wenn das morgen klappt... ist der ganze Spuk auch wieder vorbei!
Makoto hatte ihre alte Entschlossenheit wieder gefunden und man sah ihr an, dass sie vor Tatendrang strotzte. Nana war derweil auch mit sich selbst fertig.
"Komm, Nee-san, ich bin fertig. Lass uns raussteigen und uns abtrocknen... warte, ich helfe dir!"
"Ja, lass uns raussteigen..."
Makoto wollte eigentlich selbst aussteigen, konnte aber die Fürsorglichkeit ihrer Schwester einfach nicht ablehnen. Also ließ sie sich von Nana aus der Wanne helfen und legte auch keinen Protest ein, als diese begann, Makoto mit einem Handtuch abzutrocknen. Als Nana fertig mit ihr war, nahm sie ein zweites Handtuch und begann damit, sich selbst zu trocknen. Makoto stand, in dem riesigen Handtuch eingehüllt, da und betrachtete ihre kleine Schwester eindringlich. Nana brauchte nicht lange und war auch schnell fertig.
"Komm, Nee-san, machen wir uns fertig, es war ein langer Tag und... und..."
Makoto ging rasch zu Nana und hüllte sie Beide in ihr großes Handtuch.
"Schon okay. Danke für Alles, was du heute getan hast!"
"Ja, Nee-san... es ist nur, ich vermisse Mutter und Vater..."
"Ich auch, Nana, ich auch! Doch sei unbesorgt, wir schaffen das schon!"
Sie strich Nana durch deren Haare.
"Lass uns schlafen gehen. Morgen, wenn die von Nonomoto kommen, sehen wir weiter, okay?"
Nana sah sie an und schien sich ein wenig besser zu fühlen.
"Okay... Ach, Nee-san, ich hab uns auch Nachthemden hingelegt."
Nana löste sich aus der Umarmung und ging zu einem Kleiderhalter. Von dort nahm sie zwei Nachthemden...
Awww... Nana, dass du DIE Zwei genommen hast!
Makoto wäre vor Freude am liebsten durchs Haus gehüpft, hatte Nana doch zwei Nachthemden genommen, die Makoto aus einem ihrer Otaku-Shops erstanden hatte! Die Nachthemden waren knallrosa, mit vielen Rüschen und Schleifchen und auf der Vorderseite prangten jeweils ein Anime-Charakter. Es waren zwei Mädchen, die Titelheldinnen einer bekannten Serie an 'Magical Girls' - was den restlichen Schnitt der Nachthemden erklärte! Gemeinsam zogen sie sich an und Makoto brachte Nana auf deren Zimmer...

Nana's Zimmer war ein normales Mädchenzimmer, mit allerlei Holopostern und Stofftieren und so Zeugs... Die ganzen dinge, die an Animeserien erinnerten, waren alle von Makoto gekauft worden und Nana's Zimmer auf Makoto's ausdrücklichen Wunsch hinzugefügt worden. Dennoch schien es Nana nicht zu stören, hatte sie doch jedes einzelne Geschenk ihrer großen Schwester aufbewahrt. Makoto half Nana in ihr Bett, deckte sie zu und setzte sich neben sie auf die Bettkante.
"Hör mir zu, Nana. Schlaf dich ruhig mal richtig aus, ja? Es war ein anstrengender Tag und wir müssen morgen fit für den Termin um 10 Uhr sein. Deshalb schickt es, wenn du um 8 Uhr aufstehst. Dann hast du noch genug Zeit, dich fertig zu machen und zu Essen."
"Okay... und danke, Nee-san!"
"Nicht doch, dafür bin ich doch da!"
Makoto gab Nana einen Kuss auf die Stirn, dann stand sie auf.
"Schlaf jetzt, ja?"
"Ja, Nee-san."
Makoto löschte das Licht und begab sich in ihr Zimmer...

Makoto's Zimmer war ein Hort der Otakukultur! Die Wände waren eine einzige Aneinanderreihung von Holopostern, überall gab es Vitrinen mit Figuren zu Animeserien und die Schränke waren begehbar und beherbergten zu 75% Kostüme zu Animeserein und -filmen! Ihr Bett war riesig und ein Nachbau aus einer bekannten Serie, dazu tummelten sich alle möglichen Kissen mit entsprechenden Bezügen! Makoto ging zu ihrem Bett, schmiss sich darauf und aktivierte ihre Haus-VI
"Nana 2. Stelle einen Weckruf um Punkt 7 Uhr für morgen früh!"
"Natürlich, ehrenwerte Onee-sama!"
"Dann merke dir, wenn meine Schwester aufwacht und nach mir fragt, sagst du ihr Folgendes: 'Nana, wenn du diese Nachricht erhältst, bin ich los, das Problem mit Nonomoto lösen! Ich habe einen Plan und bin auch bald wieder zurück! Bitte mache dir keine Sorgen und schließe dich im Haus ein, bis du von mir hörst! Deine Nee-san, Makoto!'"
"Aufgezeichnet und gespeichert, ehrenwerte Onee-sama!"
"Gut!"
Makoto schaute die VI kurz an, dann kam ihr ein weiterer Gedanke.
"Ach ja, Nana 2! Wenn meine Imouto nochmals Fragen nach deinem Design und deinem Aussehen stellt, dann sagst du ihr Folgendes: 'Nonomoto Enterprises hat dich manipuliert und man kann dein Aussehen zur Zeit nicht ändern!' Ansonsten verschließe bitte jegliche Infos zu deinem Aussehen vorher und Allem, was damit zusammenhängt als Privatsache!"
"Natürlich, Onee-sama!"
Gut, das sollte dafür sorgen, dass Nana nicht weiter nachfragt, was es mit meiner Haus-VI auf sich hat...
Zufrieden, alles getan zu haben, legte sich Makoto hin und sann noch etwas über ihren Plan nach. Sie ging ihn mehrmals im Kopf durch, überlegte, ob Nonomoto ihn verhindern könnte und schaute, ob ihr vielleicht irgendwo ein Fehler passiert war...

Makoto war schon leicht eingedöst, als es an ihrer Tür pochte...
"Nee-san? Bist du noch wach?"
Die leise Stimme ihrer Schwester vernehmend, setzte sich Makoto auf, rieb sich die Augen und antwortete.
"J-ja... ich bin noch wach... komm rein, Nana."
Was sie wohl möchte?
Nana öffnete die Tür, schloss sie hinter sich wieder und kam im Dunkeln zu Makoto ans Bett.
"Nee-san... ich... kann nicht schlafen... und deshalb... kann ich... heute Nacht... bei dir bleiben!?"
Makoto's Herz setzte bei der schüchtern vorgetragenen Bitte einen Schlag lang aus und sie war hellwach!
"J-ja... natürlich! Komm rein, ehe dir kalt wird!"
Das ist... zu schön, um wahr zu sein! Schlafen mit Nana und...
Makoto hatte die Decke aufgeschlagen und Nana kroch jetzt zu ihr ins Bett.
"Danke, Nee-san!"
"Nicht doch! Deine große Schwester passt heute Nacht auf dich auf!"
"Ja... okay..."
Nana klang etwas müde und Makoto nahm eine Hand von Nana und hielt diese. Nicht lange und Nana war friedlich eingeschlafen...
Awww... sie ist so süß, wenn sie hier so liegt... und ich würde ja gerne so viel mit ihr anstellen!
Makoto seufzte einmal, dann sah sie zu Nana.
Aber ich muss mich zurückhalten, bis das alles geklärt ist! Und meinen Plan... kann ich immer noch morgen früh durchführen! Solange ich beim Aufstehen Nana nicht wecke!
Makoto gab auf einer kleinen Tastatur auf ihrem Nachttisch ein paar Befehle ein - es war eine Tastatur, um manuell Befehle an ihre Haus-VI geben zu können, wenn die Stimmkommunikation einmal nicht möglich war... so wie jetzt, wo sie durch Sprechen doch nur ihre Schwester aufwecken würde! Zufrieden, alles erledigt zu haben, legte sie sich zu Nana, nahm diese im Schlaf in ihren Arm und schloss selbst ihre Augen...

BlackShial
04.10.2014, 17:52
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarIchika.pngSchnellen Schrittes und zugleich mit einem überaus zufriedenen Lächeln auf den Lippen bewegte sich die Schwarzhaarige flink die Stufen hinab, wollte sie es immerhin vermeiden von Personen gesehen zu werden, die sie nicht hätten sehen sollen. Gleichzeitig war sie natürlich in Eile, immerhin hatte jemand wie sie immer einen vollen Terminkalender. So auch an diesem Tag. Und alle danach folgenden.
Bevor Ichika, kaum das sie im Innenhof angekommen war, ihren Weg über das gerade gefegte Pflaster fortsetzen konnte, bemerkte sie einen Wagen in der Einfahrt. Natürlich war es nicht nur irgendein Wagen - der sonst wohl kaum ihre Aufmerksamkeit erregt hätte - sondern der einer gewissen Person, die sie eigentlich nicht erwartet hatte. Sei es drum. Mit erhobenem Kopf und zurechtgerückter Handtasche bewegte sie sich auf den Wagen zu, fixierte dabei die Beifahrerseite und stellte sich demonstrativ neben die Tür. Synchron mit der Bewegung ihrer vollen Lippen fuhr das Fenster des Wagens herunter und ermöglichte es genauer zu erkennen wer am Steuer saß. Nicht, dass Ichika dies nötig gehabt hätte in den Wagen zu blicken, wusste sie doch bereits vom ersten Moment an wer dort auf sie wartete.
„Nun stellt sich mir die Frage: Wer ist heute dsa Objekt ihrer Aufmerksamkeit, Yasui-kun oder meine Wenigkeit? Vielleicht auch jemand ganz anderes?“
Mit ihrem typischen Lächeln auf den Lippen beugte sich das Model leicht herab, legte ihre Rechte auf den Rahmen des Wagens und brachte sich auf eine Augenhöhe mit der Person im Wagen.
„Ich hätte nicht erwartet, dass es sich auf diese Art und Weise auf ihren Verstand auswirkt, aber falls sie es vergessen haben: Wir haben eine Abmachung, an die ich gewillt bin mich zu halten.“
Ein leichtes Zucken des linken Auges der Schwarzhaarigen zeigte, dass sie es ganz sicher nicht vergessen hatte. Ihr Lächeln jedoch blieb bestehen. Sie wollte nicht daran erinnert werden, war es doch ohnehin ein Teil ihres Lebens, den man kaum hatte vergessen können. Es jedes einzelne Mal anzusprechen - so perfide man es auch mit Worten verhüllte - war nicht nötig.
„Oh?“
Gespielt überrascht lehnte sich das Mädchen etwas weiter in den Wagen, wollte sie immerhin verhinden das Ausenstehende dieses Gespräch mitbekamen und mehr erfuhren, als sie hätten wissen müssen.
„Glauben sie, jemand wie ich könnte vergessen was ihre Firma gewillt ist mir anzutun? Halten sie mich nicht für dumm, ich weiß wo ihre Prioritäten liegen. Und das gewiss nicht bei der Erfüllung irgendwelcher Abmachungen.“
Die Hand der älteren Frau glitt leicht am Lenkrad herab, nur um sie schlussendlich wieder in der gleichen Position wie zuvor abzulegen. Nicht auch nur einen Augenblick lang hatte sie sich die Mühe gemacht, sich zu ihrer jüngeren Gesprächspartnerin herumzudrehen, stattdessen blickte sie die gnaze Zeit über auf die leuchtende Zeitanzeige im Amaturenbrett.
„Nonomoto Enterprises hält seine Versprechen.“
Das taten sie wohl. Bevorzugt natürlich die, die mit Drohungen einhergingen.
„Ich habe noch einen wichtigen Termin. Steigen sie ein und vergeuden sie nicht meine wertvolle Zeit.“
„Schon so früh am Morgen damit beschäftigt die Opfergaben für den Pöbel herzurichten? Ich bin überrascht.“
Das war sie natürlich nicht. Immerhin hatte Nonomoto nicht all sein Geld mit Nachlässigkeit verdient.
Mit einem teilnahmslosen Kopfschütteln leistete die Schwarzhaarige Folge, öffnete die Tür zum wagen und ließ sich in den gepolsterten Sitz sinken. Die Inneneinrichtung war schlicht, aber überaus modern und sicher auch auf dem neusten Stand der Technik. Es hätte sie nicht gewundert, wenn der Wagen von allein gefahren wär, kaum das man das Ziel eingegeben hätte.
Achja, das Ziel. Wenn sie schon die Möglichkeit hatte, von dieser Person gefahren zu werden, dann könnte sie ja auch versuchen es vollends auszunutzen. Also drehte sie ihren Kopf leicht zu der Rotharigen herum, die in genau diesem Moment den Wagen startete.
„Machen sie ich keine Mühe, ich weiß wohin sie müssen.“
Was natürlich nicht bedeutete, dass sie auch dorhin gefahren wurde, oder? Aber es war einfacher mit einer Wand zu reden, als mit dieser Frau. Selbst bei Yasui-kun - aus deren Apartmant sie gerde erst kam - war einfacher zu handhaben, wenn man erst einmal wusste wie.
„Im Handschuhfach finden sie das Päckchen.“
Oh. Der eigentliche Grund, weshalb sie Frau den Weg überhapt auf sich genommen hatte. Der Grund, weshalb Ichika überhaupt in den Wagen gestiegen war. Fast schon euphorisch glitten die schmalen Finger der Oberschülerin zu dem Fach, öffneten es mit einem leisen Klicken und nahmen das versprochene Objekt der Begierde entgegen. Es war kaum großer als ihre Hand selbst und raschelte bei jeder Bewegung, mit der sie das kleine Päckchen in ihrer Handtasche verstaute.
„Verbindlichsten Dank.“
Sie war nicht wirklich dankbar. Nicht dafür. Nicht, wenn man bedachte, was alles damit einhergin.
Aber auf eine gewisse Art und Weise hatte sie das wohl sagen müssen, immerhin war diese kleine Schachtel alles, was ihr in diesem Leben noch wirklich etwas bedeutete - etwas an dem sie wirklich hatte festhalten können.
„Sie haben ihr bereits eine Einladung gesendet, nicht wahr?“
Schulterzuckend versuchte Ichika das Thema zu wechseln und drehte sich wieder leicht zu der Fahrerin herum. Der Wagen war angenehm leise, es lief auch keine Musik, die eine Unterhaltung hätte stören können, womit gewährleitet war, dass sie durchaus eine Antwort bekommen könnte.
„Exakt. Eine Zusage folgte kurz darauf.“
Mit leicht offen stehendem Mund lehnte sich die Schwarzhaarige in dem weichen Sitz zurück. Wie konnte eine einzelne Person nur so naiv und dumm sein? Wie konnte man sein Leben nur so leichtsinnig aufs Spiel setzen?
„Schien ja ziemlich einfach gewesen zu sein. Bestimmt eine angenehme Abwechslung, den Leuten mal nicht mit dem Tod ihrer Liebsten drohen zu müssen, um sie zu diesem Spiel zu bewegen.“
Amüsiert presste sie ihren Zeigefinger gegen ihre vom Lipgloss glänzenden Lippen, als sie den Blick abwandte und aus dem Fenster sah. Die Leute gingen betriebsam ihrer Arbeit nach, wollten anscheinend alles vorbreiten für das große Event und die damit verbundene Ruhezeit.
„Der Tod ist eine überraschend erfolgsversprechende Methode, nicht wahr?“
Wieder das Zucken im linken Auge, welches das Mädchen dazu brachte weihterhin starr aus dem Fenster zu blicken. Sie biss sich auf die Unterlippe und krallte leicht mit ihren lackierten Fingernägeln in das Polster des Sitzes.
„Vergessen sie nicht, dass sie heute noch ein Treffen haben. Wir wollen ja nicht, dass sie am Ende keine Erfolge liefern können. In ihrem Fall wär dies wohl ziemlich riskant.“
Die magentafarbenen Augen der Schwarzhaarigen wurden zu Schlitzen und das perfekt einstudierte Lächeln auf ihren Lippen war gänzlich verschwunden.
„Keine Sorge, ich weiß was ich zu tun habe. Es wird alles bereit sein, wenn das Dai Shi beginnt ...“
Der erlösende Moment war gekommen, als die Rothaarige den Wagen zum Stehen brachte und sich zu Ichika herumdrehte. Das erste Mal seit dem Beginn der Unterhaltung sah sie die Oberschülerin mit ihren eisblauen Augen an. Gefühllos.
„Ich muss zugeben: Ich bin überrascht, dass sie so bereitwillig Folge leisten.“
Das Lächeln, welches dieses Mal auf den rosaroten Lippen des Mädchens erschien, war reiner und ehrlicher als jedes, das an diesem Tag ihr Antlitz geziert hatte.
„Man muss bereit sein sich selbst aufzugeben, wenn man etwas erreichen will, dass einem wichtig ist.“
Mit diesen Worten öffnete sie die Autotür und stieg mit vollendeter Bewegung aus.

DragonGodSlayer
04.10.2014, 21:07
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Nach dem der Arbeiter von Nonomoto gegangen war saß sich Pal besorgt auf seine Couch. Was soll ich nur machen? Ich will doch nicht mein Leben in einem Spiel riskieren, aber ich kann doch nicht zulasse, das sie das Unternehmen, welches mein Vater so mühsam aufgebaut hat aufkaufen. „Verdammt, verdammt, verdammt was soll ich nur machen?" Schrie er laut stark hinaus.

Als er sich wieder etwas gefasst hatte bemerkte er die Visitenkarte auf dem Tisch lag, er schaute sie sich an, während er weiterhin überlegte, was er machen solle. Nachdem er sich die Karte eine Weile angeschaut hatte bemerkte er, dass auf der Rückseite etwas stand. „Wenn Sie uns nicht glauben können Sie ruhig Nachforschungen anstellen, sofern sie unser Gespräch nicht erwähnen.“ „Verdammt, als ob sie meine Gedanken und Handlungen vorhergesehen hätten, na dann werde ich mal machen was sie wollen.“

Pal setzte sich an seinen Computer und setzte sein MNE auf, danach rief er seinen Vater an, um sich über die Finanzielle Situation seiner Eltern und des Unternehmens zu informieren. Nachdem er seinem Vater einige Halbwahrheiten erzählt hatte, konnte er seinen Vater überreden ihm einige Unterlagen zu schicken, unter anderem die Bilanzen der letzten drei Jahren, sowohl in elektronischer Form als auch in Papierform, welche sein Vater noch aus Gewohnheit anfertigte. Die Papierform wurde natürlich eingescannt. Als Pal die Dokumente erhalten hatte bedankte er sich, druckte sie aus und überprüfte sie dahingehend, ob die Aussagen des Nonomoto Mitarbeiters stimmten. Nach dem er sich drei Stunden lang durch die Bilanzen und den anderen Dokumenten gelesen hatte erkannte er, dass das Unternehmen seines Vaters in keinster Weise überschuldet war.

„Pah solche Lügner, aber sie hätten locker die Mittel um sein Unternehmen entweder in den Ruin zu treiben oder aufzukaufen. Somit ist mein Problem also immer noch nicht gelöst, auch wenn ich jetzt weiß, dass mein Vater nicht überschuldet ist.“ Sagte er sowohl wütend als auch besorgt. Da es schon spät war beschloss er sich hinzulegen und erst am nächsten Tag sich weitere Gedanken darüber zu machen. Es verging jedoch eine weitere Stunde, bis er endlich ruhig war und eingeschlafen war.


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Um 7:30 Uhr klingelte ein Wecker, in der Mitte des Raumes erschienen die „Tokio Hotel“ welche eines ihrer Lieder sangen. Die Person, welche im Bett lag fing an sich zu räkeln. Unter der Bettdecke erschien eine Hand, welche versuchte den Wecker auszuschalten. Doch sie verfehlte den Knopf, welche den Wecker ausschaltete. Nach einigen erfolglosen Versuchen, kam auch der Kopf unter der Decke hervor und mit einer gezielten Handbewegung schaltete er den Wecker ab. Immer noch müde und mit fast geschlossenen Augen ging er ins Badezimmer. „Zum Glück hatte mein Vater damals die Idee, dass ich diese Vollspacken als Wecker nehme solle, da man bei deren ihr Gejaule einfach nicht weiter schlafen kann.“

Im Badezimmer zog er seine Boxershorts aus, in der er geschlafen hatte und stieg in die Dusche. Die Dusche wäre groß genug für drei Personen und war mit der neuesten Technik ausgestattet,so wird der Wasserdruck genau angepasst und und die Wärme auch. Er duschte eine ganze Weile, da er sich wieder Gedanken über seine Teilnahme bei Dai Shi machte. Währenddessen lehnte er sich gegen eine der Wände der Duschkabine und ließ den Wasserstrahl auf seinen Kopf treffen.
Was soll ich nur machen, nehme ich daran teil, werde ich bestimmt sterben und sie werden das Unternehmen meines Vaters aufkaufen und nehme ich nicht teil, werden sie das Unternehmen meines Vaters aufkaufen, welches er so mühsam aufgebaut hatte. Also in beiden Fällen, übernehmen sie sein Unternehmen, aber nur in einem werde ich sterben. Ich darf aber nicht zulassen, dass Nonomoto den Traum meines Vaters aufkauft.
Er haute mit der Faust gegen die Wand.
"Verdammt, ich darf doch nicht zulassen, dass der Traum meines Vaters einfach so zerstört wird, aber meine Chancen zu gewinnen liegt nur bei ca. 0,00001%. Ich bin nun mal kein guter Spieler."
Es rollten einige Tränen über sein Gesicht.
"Ich kann meine Eltern doch nicht gleich zweimal kurz hintereinander eine Tragödie erleiden lassen. Die ein zigste Möglichkeit, bei der sie maximal eine erleiden wäre …"
Er richtete seinen Oberkörper wieder auf und schien sehr entschlossen. Er beendete seine Dusche, die eh schon lange genug gegangen war.

Pal ging in die Küche und bereitete sich sein Frühstück zu, er machte sich das klassische Rührei mit Speck. Immer noch seinen Plan durchgehend aß er sein Frühstück und spülte danach ab. Um sich auf das Dai Shi vorzubereiten ging er um 8:15 Uhr los und kaufte die wichtigsten Dinge die er brauchte ein. Er ging in Lebensmittel-, Bekleidungs- und Elektrogeschäfte. Als er mit den Einkäufen fertig war, kam er um 11:10 Uhr wieder daheim an.

Er warf einen Blick auf seine MNE und bemerkte, dass er einen Anruf von Chris verpasst hatte. „Shit, was will er von mir? Ich muss mir irgend etwas einfallen lassen, warum ich nicht abgenommen habe.“ Während er darauf wartete, dass die Vorlesung vorbei war setzte er sich auf sein Sofa. Zwölf Minuten später rief er Chris mit seiner MNE zurück. Chris nahm ab.
„Hey Chris, tut mir leid, habe noch geschlafen, was wolltest du von mir?“
„Ich wollte dich eigentlich nur fragen, warum du bisher nicht zur Uni gekommen bist?“
„Ach so dass, ich habe keine Lust, da ab nächster Woche eh keine Vorlesung mehr statt findet, wegen dem Dai Shi, da kann ich meine Zeit auch so sinnvoll nutzen, ich bin ja bestimmt nicht der Einzige der so denkt, es fehlen bestimmt noch einige mehr oder?“
Wenn ich einen Sinn sehen würde noch hin zu gehen würde ich dies machen, aber da es eh bald vorbei ist, wäre es unnötig.
„Natürlich fehlen noch mehr, aber von dir hätte ich etwas anderes erwartet, also warum bist du nicht da?“
„Weil es keinen Sinn macht jetzt noch zur Vorlesung zu gehen, da ich das, was wir jetzt lernen bis zum Ende von Dai Shi und dem fortsetzen der Vorlesungen eh vergessen habe, und ich keine Lust habe meine Zeit zu verschwenden.“
Chris lege auf.
„Typisch Chris dieser Idiot, einfach so aufzulegen, aber er hat es auch gut. Er muss sich nicht über sein überleben sorgen so wie ich.“

Am Abend klingelte es an der Haustür von Pal, dieser öffnete dies Haustür und wie erwartet stand wieder der Arbeite von Nonomoto vor der Tür. Diesen bat er freundlichst hinein und der Arbeiter nahm dieses Angebot freundlichst entgegen, er setzte sich wie am Tag zuvor auf die Couch. Gegenüber von ihm nahm Pal platz und hoffte nur, sein Plan aufgehen wird.
„Ich komme dann mal gleich zur Sache, also wofür haben sie sich entschieden?“
„Ich weiß, das sie mich angelogen haben, was die Verschuldung meines Vaters angeht, aber ich werde trotzdem unter einer Bedingung mitmachen.“
Der Arbeiter von Nonomoto lachte und wurde danach wieder erst. Er stellte seine Ellenbogen auf seine Oberschenkel, faltete seine Fäuste zusammen und legte dort seinen ab.
„Was glauben Sie eigentlich wer Sie sind? Wir sind hier die ein zigsten, die hier Forderungen stellen. Aber ich will mal nicht so sein, was für eine Bedingung stellen Sie?“
„Ich habe jedes Recht Bedingungen zu stellen, da Ihr ja was von mir wollt und nicht umgekehrt. Aber gut, da Ihr Angebot war, dass Ihr das Unternehmen meines Vaters nur nicht aufkauft wenn ich gewinne möchte ich dies ein ganz klein wenig umändern.“
Hoffentlich klappt es, ansonsten wir Dai Shi ohne mich laufen müssen.
„Also, ich werde am Dai Shi teilnehmen, wenn Nonomoto Enterprises mir schriftlich versichert, das Unternehmen meines Vaters nicht aufzukaufen, egal ob ich gewinne oder nicht. Entweder es wird so gemacht oder Dai Shi wird ohne mich stattfinden.“
„Ich hätte mir eigentlich mehr erwartet, aber ich kann dies nicht einfach so entscheiden, ich muss dies erst mit meinen Vorgesetzten abklären müssen. Kann ich hier in einem Raum ungestört telefonieren?“
„Ja natürlich, hier drüben können Sie telefonieren, ich werde hier warten.“

Pal sah, wie sein mehr oder weniger freiwillige Gast in seinem Schlafzimmer verschwand. Nach einer halben Stunde kam er wieder herein und saß sich wieder auf die selbe Stelle.
„Ich weis zwar nicht, was es Ihnen bringt aber ich kann ihnen mitteilen, dass wir Ihren Forderungen nachgeben. Das Schriftstück welches Sie verlangen wird ihnen in den ein oder zwei Tagen zukommen. Genauso wie einen Termin, welchen Sie einhalten müssen."
Erleichterung erkannte man in seinem Gesicht. Nachdem noch einige Kleinigkeiten geklärt wurden führte Pat seinen Gast hinaus.
Vor Freude, dass seine Forderungen zugestimmt wurden könnte er fast Luftsprünge machen.

Önee-sama
05.10.2014, 03:12
Von Krisen und Plänen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page3?p=23480555&viewfull=1#post23480555)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

"Aufwachen, ehrenwerte Onee-sama!"
Makoto vernahm ein leises Flüstern in ihren Ohren. Immer noch zu 3/4 im Schlafzustand, antwortete sie nur träge und ohne die Augen zu öffnen.
"Nicht jetzt, Nana... wir können noch schlafen..."
Doch anstatt direkt wieder einzuschlafen, nahm sie jetzt einen in regelmäßigen Abständen einen wiederkehrenden Lufthauch auf ihrem Gesicht war, der sie zur Hälfte wach machte.
"Aber die ehrenwerte Onee-sama hat mich gebeten, sie unter allen Umständen um Punkt 7 Uhr zu wecken! Desweiteren möchte ich sie darauf hinweisen, dass ihre Imouto genau neben ihnen am Schlafen ist, jedoch die Chance besteht, dass sie durch ihr Gerede aufgeweckt wird!"
Wie, als wenn Makoto mit eiskaltem Wasser beschüttet worden wäre, öffnete sie daraufhin ihre Augen! Denn mit einem Male fiel ihr Alles wieder ein, was sie sich heute vorgenommen hatte!
"Ja! Na-"
Schon wollte sie ihrer Haus-VI befehlen, den Rand zu halten, um ihre kleine Schwester nicht zu wecken, als ihr etwas Gewahr wurde: Sie lag mit Nana Gesicht an Gesicht! Der gleichmäßige Atem ihrer Schwester war es, der sie im Gesicht kitzelte, so dicht lagen sie beieinander... oder besser gesagt, ineinander! Makoto stellte fest, dass sie Beide den jeweils Anderen umarmt hielten und auf einem Arm der jeweils Anderen lagen! Zudem spürte sie, dass sie ihre Beine miteinander verschlungen hatten!
Oh nein! Das ist... so unglaublich süß von Nana! Wie soll ich bloß...
Makoto drehte ihren Kopf ein wenig, dabei darauf achtend, so wenig Bewegung wie möglich nutzend, um ja keine ungewollten Erschütterungen zu verursachen und dadurch noch aus Versehen Nana zu wecken!
"Ich bin wach, Nana 2! Und jetzt hast du Sendepause, bis Nana nach mir fragen wird!"
"Verstanden, Onee-sama!"
Obwohl der Wortwechsel flüsternd stattgefunden hatte, schien er die echte Nana aber zumindest unruhig gemacht zu haben.
"hmmm..."
Nana brummte kurz vor sich hin, dann nahm sie Makoto mit ihren Armen und Beinen noch fester in ihren Griff, ehe sie wieder friedlich vor sich hin schlief.
Puh, das war knapp! Fast hätte ich Nana geweckt!
Ganz langsam und sachte drehte Makoto ihren Kopf zurück.
Das ist ein Problem! Wie soll ich nur hier weg kommen, ohne Nana zu wecken!Oh, ich fasse es nicht: Eine tolle Situation nach der Anderen und eine schöner als die Andere... und ich kann GAR NICHTS damit anfangen! Ich verfluche Nonomoto dafür! Verdammte Mistkerle, Aasgeier...
Makoto wetterte noch 5 weitere Minuten in typischer Manier mal wieder gegen Alles und Jeden in Gedanken, ehe sie sich wieder fing!
Reiß dich jetzt gefälligst zusammen, Makoto! Nana brauch dich! Und unsere Eltern sowieso! Sei einmal eine große Schwester und tu was für deine Familie!
Nach und nach zog sie eins ihrer Beine aus der Umklammerung von Nana hervor. Dabei ging sie äußerst angespannt zu Werke: Jeder unregelmäßige Atemzug von ihrer kleinen Schwester ließ sie innehalten und sogar ihren Atem hielt sie dabei an! Doch nach etwa 10 Minuten war es geschafft und beide Beine waren frei!
Geschafft... jetzt die Arme...
Ihren rechten Arm brauchte sie ja nur anzuheben. Schwieriger gestaltete es sich, Nana's linken Arm von ihr herunter zu heben!
Ganz vorsichtig jetzt...
Doch Makoto schaffte es, Nana's Arm von sich zu heben und auf die Decke zu platzieren, ohne Nana dabei zu wecken. Als sie gerade darüber nachdachte, wie sie ihren linken Arm unter Nana hervor bekam, schlug Nana zurück: Ein Bein fuhr unter Decke plötzlich herum und klammerte sich erneut an Makoto! Diese hielt ihren Atem an.. doch nichts passierte! Nach ein paar unruhigen Bewegungen, verfiel ihre Schwester wieder in ihren normalen Schlafrhythmus.
Oh Nana... also wieder von vorne...
Erneut machte sich Makoto daran, ihre Beine von Nana zu befreien. Nachdem das geschafft war, begann sie vorsichtig ihren linken Arm unter Nana hervor zu ziehen. Millimeter um Millimeter bewegte sich ihr Arm - dabei achtete Makoto auf jedes Anzeichen, ob Nana aufwachen würde! Doch nach unendlich langen und quälenden Minuten war auch dieser Akt geschafft!
Endlich!
Doch gerade, als sie sich langsam wegdrehte, um aus dem Bett zu schlüpfen, schlug Nana ihren Arm ins Gesicht von Makoto!
Au! Nana, was zum...
"Hrmmm..."
Makoto verhielt sich mucksmäuschenstill und wartete, dass Nana wieder zur Ruhe kam... dann hob sie deren Arm erneut weg! Schlussendlich gelang es Makoto, aus dem Bett zu schlüpfen! Als sie auf ihren Beinen stand, widerstand sie dem Drang, Nana übers Gesicht zu streicheln...
Bis später, Nana! Deine Schwester geht jetzt Hilfe holen!
Mit einem letzten Blick auf ihre Imouto entschwand sie aus dem dunklen Zimmer...

Im Rest des Hauses war es schon längst hell, hatten sich die Fenster doch beim ersten Sonnenschein wieder durchlässig gefärbt. Nur in Schlafräumen und den Kinderzimmern war die Einstellung nicht auf Automatik für die Fenster, so dass man den manuellen Befehl hätte geben müssen, dass die Fenster Licht von draußen durchließen...
Makoto rannte ins Badezimmer und sah dort auf eine Uhr.
"Verdammt! Das hat mich viel zu viel Zeit gekostet!"
Ihr blieb nicht mal mehr eine viertel Stunde, um sich schnell fertig zu machen, bevor Nana geweckt werden würde! Deshalb war nur eine schnelle Katzenwäsche drin und an Kleidung nahm sie den Stapel von gestern, der noch im Bad lag. Dann eilte sie nach draußen...

"Raaaaaaaa!!!"
Kaum war Makoto aus dem Haus, musste sie sich erstmal den Stress von der Seele brüllen!
"Bakas! Wartet nur, bis Makoto euch in den Arsch getreten hat! Dann werdet ihr vor mir knien und uns unsere Eltern zurück geben! Und dann kann ich mich auch wieder ganz Nana widmen..."
Am liebsten hätte sie sich jetzt einer ganzstündigen Hasstirade an die Welt hingegeben! Doch schließlich gab sie das als Einzigstes von sich, wusste sie doch, dass die Zeit drängte! Also begann sie sich zu bewegen.
Sie verließ das Grundstück und ihre MNE wies ihr den Weg...

Kaum war sie ein Stück gegangen, sah sie sich immer mal wieder um, ob ihr jemand folgte. Doch niemand Verdächtiges war zu sehen.
War ja auch klar - als ob Nonomoto uns Rund um die Uhr überwachen könnte!
Makoto hatte sich überlegt, als am Vortag ihre und Nana's Haus-VI nicht um Hilfe rufen konnten, dass Nonomoto wahrscheinlich die Elektronik überwachte. Doch anscheinend überwachte man die beiden Schwestern nicht mit physischer Präsenz.
Diese Idioten! Als wenn die mich aufhalten könnten!
Es war ein Samstag Morgen, um etwas nach 8 Uhr. Es herrschte schönes Wetter und die gestrige Ankündigung des Dai Shi Events sorgten für eine regsame Betriebsamkeit auf den Gehwegen. Eigentlich hasste Makoto sowas, doch war die Menge an Personen für ihr Anliegen wie geschaffen: Man konnte sie schnell in der Masse verlieren!
Gott sei Dank zeigt meine MNE mir den Weg! Ohne sie wäre ich hier verloren!
Makoto hatte erst gar nicht versucht, sich ein Taxi zu rufen - zu groß war ihre Angst gewesen, dass dies Nonomoto auf den Plan gerufen hätte! Und auch ging sie mit ihrer MNE nicht online! Was jedoch nicht nötig war, denn ihre MNE verfügte über ein Programm mit der Karte von der Stadt. So hatte sie nur ihr Zuhause als Ausgangspunkt markiert und ihren Zielort eingegeben, ansonsten musste sie jetzt nur noch dem vorgegebenen Weg verfolgen.
Der Fußmarsch würde länger dauern und Makoto wollte sich ein wenig ablenken, also sah sie sich immer wieder um: Überall sprangen einem förmlich die Werbungen zu Dai Shi ins Gesicht!
Die Nachrichten waren voll davon: Eine Holotafel zeigte eine Aufzeichnung von einem offiziellen Statement des Kaiserpaares, welches den Event pries und gleichzeitig den Spielern viel Glück wünschte und das der Beste gewinnen möge! Dabei hoben sie besonders mögliche Spieler aus Japan hervor!
Wenn die wüssten! Bakas!
Makoto marschierte weiter ihrem Ziel entgegen. Andere Holotafeln zeigten schon die ersten Quoten zu Wetten: Alle möglichen Wetten waren dabei! Wie lange das Dai Shi gehen würde! Wann der erste Spieler sterben würde! Ob ein Prominenter oder gar ein Politiker mitspielen würde!
Eine weitere Holotafel zeigte sogar schon erste Bilder und Namen von Personen, die sich direkt geoutet hatten, dass sie mitspielen würden! Verschiedene Pressekonferenzen wurden gehalten und immer wieder waren lächelnde Mitarbeiter von Nonomoto zu sehen, welche dem jeweiligen Spieler alles nur erdenkliche wünschten!
Dann gab eine Holotafel schon erste Eindrücke davon, dass die Merchandising Industrie ihre Produktion angeworfen hatte: Verschiedene Artikel rund um Dai Shi und Belendiel im Allgemeinen wurden angepriesen und die Preise waren nicht zu knapp! Wenn man der Werbung jedoch glauben mochte, waren erste Artikel sogar vergriffen und die Wartezeiten davon waren teilweise mit Monaten angegeben!
Makoto ignorierte das jedoch so gut sie konnte. Einmal gab sie sich jedoch einem 'Artikel' zu Dai Shi geschlagen: Sie hatte keine Zeit gehabt, noch schnell etwas zu Essen, also blieb sie bei einem Verkaufsstand mit Backwaren stehen.
"Ich hätte gerne was Schnelles zum Naschen! Aber Dalli!"
Im gewohnten Befehlston herrschte sie den armen Verkäufer an.
"Nun, Miss, dann sollten sie die 'Dai Shi Brownies' probieren! Frisch für den bevorstehenden Event zu-"
"Dai Shi Brownies!? Baka! Sehe ich so aus, als wolle ich DAS Essen!!!"
"N-nun Miss... alle Backwaren sind auf Dai Shi ausgelegt worden... wir haben leider nichts an-"
Obwohl der Verkäufer einen ganzen Kopf größer war, war er von Makoto's aggressiver Haltung direkt eingeschüchtert! Diese konnte seine Worte jedoch nicht so recht fassen.
"Was!? Alles ist für Dai Shi... wie soll ich sagen... gebacken worden!?"
"Äh, j-ja, Miss..."
"Baka! Ach, was solls... geben sie mir das da!"
"N-natürlich... sofort!"
Durch ihren Hunger war es Makoto dann egal: Der Verkäufer gab ihr ein Stückchen zu Essen und solange sie es zum größten Teil in der Tüte hielt, brauchte sie das große Dai Shi Logo nicht zu sehen, während sie in ihr Stückchen biss! Doch machte sie durch den Kauf eine interessante Feststellung!
Ich kann immer noch Geld überweisen, um zu bezahlen!? Also hat Nonomoto gar nicht so eine große Macht!
Zufrieden mit sich, setzte sie ihren Weg fort...

Etwas nach 9 Uhr erreichte sie ihr Ziel: Eine Polizeistation!
Geschafft! Und niemand hat mich aufgehalten!
Zufrieden und triumphierend lächelte sie.
Wenn ich denen hier erstmal Feuer unterm Hintern mache, habe ich unsere Eltern da raus geholt, Nana! Und dann können wir uns wieder anderen Dingen zu wenden: Noch mal das Bad wiederholen, du kannst nochmal so bei mir im Bett schlafe, die beiden neuen Bikinis muss ich dir noch zeigen...
Während sie das übliche Spielchen in Gedanken trieb, betrat sie die Polizeistation...

Einige Minuten später, in denen sie Hinweisschildern gefolgt war, stand sie vor einem Schalter. Sie hätte auch ihre Anfrage nach Hilfe elektronisch eingeben können, nur irgendwas sagte Makoto, sie müsse mit einem echten Menschen sprechen. Da kam ein Officer zum Schalter und sprach sie an.
"Wie kann ich ihnen hel-"
"Ich und meine Schwester werden erpresst! Und man hat unsere Eltern entführt! Das Ganze ist ein mieses Spiel von Nonomoto Enterprises!!!"
Makoto ließ den Officer gar nicht erst ausreden! Stattdessen bombardierte sie ihn mit Informationen!
"Woha, ganz ruhig Miss! Wer-"
"Was heißt hier, ganz ruhig Miss! Ich sprach von Entführung und Erpressung!!! Wie kann ich da ruhig bleiben! Baka!"
Makoto ließ ihn auch diesmal nicht ausreden und shcrie ihn schon fast an, zudem haute sie mit der Faust auf seinen Schreibtisch! Der Officer war doch dann auch tatsächlich beeindruckt und hatte Mühe, seine Nervosität zu verbergen...
"Hören sie, Miss, es kommen jedesmal bei Dai Shi auf dem gesamten Planeten Leute zur Polizei, die behaupten, Nonomoto Enterprises würde sie bedrohen oder erpressen! Deswegen würden wir das sehr begrüßen, wenn diese Scherze-"
Abermals kam er nicht weit: Makoto sprang förmlich auf seinen Schreibtisch und nahm ihn am Kragen!
"Nein, sie hören mir zu: Entweder sie lassen mich mein Anliegen einem ihrer Vorgesetzten vortragen oder... sie erleben mich gereizt!"
Der Officer wusste nicht so recht was er tun sollte und Kollegen, die den Streit mitbekamen, sahen ihn an, ob er Hilfe benötigte. Doch just in diesem Moment empfing er Befehle, die die kleine Frau betrafen, die ihm so Ärger bereitete.
"M-miss... ich kann ihnen sagen, dass man sich ihre Probleme anhören wird! Ich soll sie zu einem Raum für ein vertrauliches Gespräch geleiten und-"
Wieder unterbrach ihn Makoto!
"Natürlich sollen sie das! Schließlich sind sie nur das arme Würstchen, das hier Befehle empfängt! Und jetzt hopp, hopp! Bringen sie mich schon zu diesem Raum!!!"
"N-natürlich..."
Makoto ließ keinen Zweifel aufkommen, wer hier das Sagen hatte und der Officer tat, wie geheißen, einfach nur froh, dass er die kleine Göre gleich los sein würde!
Mutter, Vater, Nana! Gleich habe ich unser Problem gelöst! Dann sind wir wieder Alle vereint und können unser Leben fortführen!
Sie folgte dem Officer, der voran ging und sah dabei jeden Anderen im Raum angriffslustig an! Niemand kam ihnen aber in die Quere und nach ein paar Schritten durch zwei kleine Gänge, hielt der Officer vor einer Tür. Diese öffnete er und bat Makoto herein.
"H-hier können sie Alles, was sie möchten vor-"
"Ja ja, schon gut! Und jetzt Platz da, ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!!!"
Makoto drängelte sich an dem verdutzten Beamten vorbei in den Raum hinein...

Als sie drinnen war, schlug plötzlich die Tür hinter ihr zu und sie hörte das Geräusch, wenn eine Tür verriegelt wurde!
"Was zum..."
Abgelenkt und verwirrt nahm sie nicht sofort Alles war. Doch plötzlich erklang eine seltsam bekannte Stimme.
"Ah, wenn dass nicht die gute Miss Yamato ist!?"
Langsam drehte sich Makoto zu dem Sprecher um...
Und erstarrte! Denn unter anderem sah sie dort Smith-kun!

Annalena
09.10.2014, 17:52
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Akari streckte sich als sie munter wurde. Sie war nicht sehr gut gelaunt. Ihr Spielzeug hatte sie zwar etwas befriedigt, doch es war nichts im Vergleich zum Sex mit einem Mann. Hoffentlich hatte Yuudai die Show genossen und war ebenso frustriert wie sie. Der Gedanke zauberte dann doch zumindest ein kleines Lächeln in ihr Gesicht. Ihr Magen knurrte und erinnerte sie daran, dass sie seit gestern Abend nichts gegessen hatte. Mit einem Seufzer machte sie sich fertig und ging ins Esszimmer um zu frühstücken.


Yuudai war in der Tat ziemlich frustriert. Er war nun doch nicht bei seiner Schönen gelandet. Außerdem ärgerte sie ihn mit ihrem Verhalten. Die erotische Show, die sie gestern Abend ablieferte, erforderte eine kalte Dusche oder zwei. Wenn er es nicht besser wüsste, dann konnte man fast glauben, dass sie es mit Absicht machte. Nach einer erneuten, kalten, Dusche begab er sich ins Esszimmer und fand Akari schon vor. Sofort waren die Bilder von letzter Nacht wieder da. Mist, wie sollte er das nur überstehen?


Akaris Laune besserte sich schlagartig als sie Yuudai erblickte. Jemand schien mit dem falschen Fuß aufgestanden zu sein. „Guten Morgen Fushida-sama“ sagte sie fröhlich, „ich hoffe, ihr hattet eine angenehme Nacht.“ Der junge Mann schaute sie eindringlich an. Warum war sie so gut gelaunt? Egal, er sollte seine Chance nutzen. „Guten Morgen. Die Nacht war in der Tat sehr angenehm, meine Schöne. Ich war Zeuge eines außerordentlichen Ereignisses. Hoffentlich werde ich so etwas noch einmal erleben.“ Akari schaute ihn mit zusammengepressten Lippen an. Perversling! Doch der Gedanke, dass Yuudai sie bei ihren Spielchen beobachtete, gefiel ihr und erregte sie. Nun brauchte sie eine kalte Dusche. Verdammt.

Sie schüttelte innerlich den Kopf. Es gab wichtige Dinge zu besprechen und es waren nur noch zwei Tage bis zum Beginn des Dai Shi. Doch Akari schwor, dass sie ihren Sex bekommen würde. Koste es was es wolle. Sobald sie das aus ihrem System hatte, würde Yuudai auch nicht mehr so anziehend wirken. Davon war sie fest überzeugt.

Das Frühstück verlief schweigend und die Beiden warfen sich nur hin und wieder Blicke zu, wenn der Andere gerade nicht hinsah. Yuudai brach die Stille nachdem sie fertig waren. „Ich habe nun Zeit um dich in deine Aufgaben einzuweisen, meine Schöne. Doch zunächst sollten wir die Verträge unterschreiben.“ Akari nickte und folgte Yuudai in sein Arbeitszimmer.

Es sah anders aus und es dauerte einen Augenblick bis ihr klar wurde, was der Unterschied war. Es stand nun ein zweiter Schreibtisch im Raum. Auf diesem befanden sich ein Rechner und andere Schreibutensilien. „Ich arbeite hier?“ Yuudai nickte. „Den größten Teil meiner Arbeit verrichte ich von hier aus. Du wirst meine Assistentin sein und deshalb müssen wir eng zusammenarbeiten.“ Akari sah ihn geschockt an. „Assistentin?“ Der junge Mann grinste. „Ich habe schon lange nach einem Assistenten gesucht und nun habe ich endlich jemanden mit den richtigen Fähigkeiten gefunden.“

Er setzte sich hinter seinen Schreibtisch und aktivierte sein MNE. Akari tat es ihm gleich. „Das ist der offizielle Vertrag. Natürlich wirst du auch inoffizielle Aufgaben übernehmen müssen. Eine genaue Einarbeitung erfolgt sobald Dai Shi vorbei ist. Doch der Wettkampf ist im Moment deine wichtigste Aufgabe.“ Die junge Frau las sich den Vertrag durch. Sie konnte nicht fassen was da stand. Die Summe, die sie verdienen würde, war unglaublich. Noch nie in ihrem Leben hatte sie so viel Geld besessen wie sie in einem Monat verdienen würde.

„Wo ist der Haken? Das kann nicht stimmen. Niemand gibt einer unausgebildeten Arbeitskraft so viel Geld.“ Yuudai lächelte. „Der Lohn ist nicht nur für die offiziellen Aufgaben. Glaube mir, für das was du tun wirst, ist das noch zu wenig Geld. Nonomoto Enterprises schätzt gute Mitarbeiter und gibt ihnen den Lohn, den sie verdienen.“ Akari wurde etwas unbehaglich. Was würde sie erwarten? Yuudai sah sie an und wurde ungewöhnlich ernst. „Die wichtigste Lektion ist, tue alles was man dir sagt und stelle keine Fragen. Dann kannst du ein sicheres und langes Leben führen.“ Der jungen Frau entging die versteckte Warnung nicht. Sie schluckte. Doch was für eine Wahl hatte sie? Noch einmal seufzte sie und benutzte ihre elektronische Signatur um den Vertrag zu unterschreiben.

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Yuudai strahlte sie triumphierend an. Nun hatte er sie zumindest beruflich an sich gebunden. Das private würde bald folgen. Er begleitete sie an ihren Schreibtisch und die junge Frau setzte sich hin. Yuudai stellte sich hinter sie und beugte sich hinab. Akari spürte die Wärme seines Körpers und seinen Atem auf ihrer Haut. Sie unterdrückte ein wohliges Schaudern. „Da du nur gelegentlich Belendiel gespielt hast, solltest du etwas üben.“ Junge Frau nickte und startete das Spiel. Yuudai gab ihr die Daten, mit denen sie sich einloggen sollte. Das tat sie und schon bald kam sie zum Erstellungsbildschirm des Charakters.

Merkwürdigerweise war schon einen Charakter abgespeichert. Sie runzelte die Stirn. „Was ist das? Wieso ist ein Charakter schon gespeichert?“ Der junge Mann beugte sich noch näher zu ihr. Hatte er ihr gerade den Hals geküsst? Oder bildete sie sich das nur ein. Anscheinend hatte sie sich das eingebildet, denn er fuhr einfach fort. „Ich habe mir erlaubt dir schon einen Charakter zu erstellen. Der gefallene Engel passt sehr gut zu dir, meine Schöne.“ Geschockt holte sie tief Luft als sie den Charakters sah. Er ähnelte ihr stark als sie noch jung war. „Woher…“ Akari stoppte den Satz selbst. Natürlich wusste er wie sie als Mädchen ausgesehen hatte.

Yuudai sprach ein paar Kommandos und der Computer startete Belendiel. „Was machen Sie da, Fushida-sama?“ Akari war erstaunt. War es denn erlaubt mit dem Charakter von Dai Shi schon vorher zu spielen? Der junge Mann grinste. „Ein Vorteil für dich meine Schöne. Du kannst dich schon einmal mit dem Charakter vertraut machen. Keine Sorge, sobald du dich ausloggst werden alle Skills und Werte zurückgestellt. Niemand wird es bemerken, dafür habe ich gesorgt.“ War das nicht Betrug? Doch dann seufzte sie leise. Was erwartete sie denn von Nonomoto Enterprises? Das sie fair sind?

Der junge Mann ging an seinen eigenen Schreibtisch und überließ Akari sich selbst. Diese verbrachte den ganzen Tag damit sich mit ihrem Charakter vertraut zu machen und ihre Kenntnisse über Belendiel aufzufrischen. Nach anfänglichen Mühen gelang es ihr dann doch recht schnell wieder zurück in das Spiel zu finden. Akari musste auch zugeben, dass es viel Spaß machte. Ehe sie sich versah war es Abend. Die junge Frau schaltete den Rechner ab, stand auf und streckte sich. Ihr Magen erinnerte sie daran, dass sie etwas zu Essen zu sich nehmen sollte. Yuudai war nicht im Zimmer. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass er es verlassen hatte.

Sie verließ das Arbeitszimmer um in die privaten Räume der Villa zu gehen. Mit raschen Schritten bog sie um die Ecke und wäre fast mit einem jungen Mann zusammengestoßen. Der junge Mann konnte gerade noch ihre Oberarme greifen und ersparte ihr die unerfreuliche Bekanntschaft mit dem harten Boden. „Dankeschön und Verzeihung, dass ich sie angerempelt habe.“ Der junge Mann lächelte sie freundlich an. „Es ist ja nicht passiert. Alles in Ordnung? Haben Sie sich wehgetan?“ Akari blickte den jungen Mann nun genauer an. Er war sehr attraktiv. „Es ist alles in Ordnung mit mir.“ Sie lehnte sich näher zu ihm so dass sie in fast berührte. „So“, begann sie, „interessiert an Sex?“

Der junge Mann starrte sie an als hätte er einen Geist gesehen. Warum reagierten die Männer immer so geschockt, wenn sie nach Sex fragte? „Ähm… also…“ Akari seufzte. „Ja oder nein. Eine einfache Antwort auf eine einfache Frage. Warum ist das so schwer?“ Der junge Mann schüttelte den Kopf und zuckte dann mit den Schultern. „Warum nicht? Gehen wir auf mein Zimmer?“ Die junge Frau nickte und stellte sich auf die Zehenspitzen um ihn einen Kuss zu geben. Bevor sich ihre Lippen jedoch berührten schrie der Mann auf. „Was ist los?“ Der Mann blickte plötzlich nach unten. „Verdammtes Mistvieh! Warum hast du mich gekratzt?“

„Miau?“

Nun blickte auch Akari nach unten. Neben dem Bein des Mannes saß Rollo. Eine Pfote, mit ausgezogenen Krallen, hatte er noch erhoben. Der Mann hob gerade sein Bein um nach der Katze zu treten als eine kühle Stimme ihn unterbrach. „Was geht hier vor?“ Beide drehten sich um und der junge Mann wurde bleich. Er senkte sein Bein sprach zittrigen Stimme. „Fushida-sama. Ich…“ Akari warf die Arme in die Luft. „Ich bin raus hier. Das ist mir zu viel Drama.“ Dann drehte sie sich um und ließ die beiden Männer allein. Yuudai blickte ihr nach bevor er sich wieder dem jungen Mann zuwandte. „Wie waren meine Regeln bezüglich Akari Ito?“ Der Mann wurde noch bleicher. “Ich wusste nicht, dass sie Ito-sama ist. Das schwöre ich.“ Yuudai blickte ihn nur kalt an. „Eine bessere Ausrede fällt Ihnen nicht ein? Ihr und jeder andere meiner Angestellten wissen, wer Ito-sama ist und wie sie sich ihr gegenüber verhalten sollen.“ Nervös senkte der junge Mann den Kopf. „Verzeiht, Fushida-sama.“ „Genug! Sie sind gefeuert. Packen Sie Ihre Sachen und verschwinden Sie.“

Geschockt schnellte der Kopf des Mannes nach oben. „Das können Sie nicht tun? Ich habe einen Vertrag…“ Yuudai blickte ihn nur kalt an. Er aktivierte sein MSE und gab ein paar Befehle. „Jetzt nicht mehr.“ Laut fluchend drehte sich der junge Mann um und ließ Yuudai allein. Yuudai blickte ihm nach und grinste. Das war gerade noch einmal gut gegangen. Als er Akari zusammen mit seinem ehemaligen Angestellten sah, eilte er sofort zu ihnen. Ein lautes Schnurren ließ ihn nach unten blicken. Er hockte sich hin und streichelte Rollo, dessen Schnurren lauter wurde. „Gut gemacht mein Dickerchen.“

„Miau!“


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Rollo-Bonus

Rollo absolvierte gerade seine abendliche Runde durch seine Villa. Auf einem der Gänge traf er seine Zweite Dienerin. Freudig näherte er sich ihr. Doch seine Freude war sofort getrübt als er den untrüglichen Geruch der Begattungsbereitschaft schnupperte. Was war das? Wie konnte ein niederer Diener es wagen seine Zweite Dienerin zu begatten? Schon der Gedanke des niederen Dieners daran war, in den Augen von Rollo, eine unglaubliche Respektlosigkeit ihm gegenüber. Zielsicher lief er auf den niederen Diener zu, hob seine Pfote mit ausgefahrenen Krallen und ließ ihn spüren was er von seinem Fehlverhalten hielt. Zum Glück für den niederen Diener kam sein Erster Diener. Gut. Sollte dieser die Bestrafung übernehmen. Der niedere Diener entfernte sich und Rollo erlaubte seinem Ersten Diener ihn zu streicheln.

Bald folgte der Erste Diener der Zweiten Dienerin. Zufrieden miaute Rollo kurz und setzte seinen Rundgang draußen fort. Er besuchte seinen Harem und überlegte, welche seiner Katzendamen er beglücken konnte. Doch dann sah er sie. Kurzes silbernes Haar glänzte in der Sonne. Pfoten, die scheinbar endlos waren. Goldgelbe Augen, die wie Goldfische glänzten. Ein langer seidiger Schwanz schwang grazil über den Boden. Rollo war verzaubert. Er musste sie haben.

Rollo setzte sich und machte eine schnelle Katzenwäsche. Wenn er gewusst hätte, welcher Grazie er begegnen würde, dann hätte er sich intensiver gepflegt. Mit festem Schritt schlich er auf sie zu. Dann setzte er sich in angemessenen Abstand wieder hin. Die Schöne blickte ihn an und Rollo schnurrte. Langsam erhob sich die Katzendame und ging auf ihn zu. Sie schnupperte und miaute leise. Ihre Stimme war wie Katzenmusik in seinen Ohren. Er hob seine Vorderpfoten um ihr zu zeigen, was er ihr anzubieten hatte. Seine Schöne kam näher und rieb ihren Kopf an seiner Brust. Dann drehte sie sich um blickte verführerisch zurück. Sie miaute ihr Einverständnis und Rollo reagierte sofort. Er nahm sie in Rollo-Manier in seinen Harem auf.

Miau!

Annalena
09.10.2014, 19:54
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Valerya stand von ihrer Schlafcouch, die im Wohnzimmer stand, auf. Die Wohnung war sehr klein und hatte kein extra Schlafzimmer für sie. Das zweite Zimmer der Wohnung war für Katya. Die junge Frau hatte die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Immer wieder ging sie ihre Pläne im Kopf durch. Hatte sie an alles gedacht? Würde Nonomoto wirklich helfen? Nachdenklich packte sie ihr Bettzeug in den Bettkasten der Schlafcouch. Bevor sie ins Bad ging schaute sie im Zimmer ihrer Tochter vorbei. Das Mädchen schlief, doch sie atmete etwas schwer. Besorgt legte sie die Hand auf ihre Stirn. Sie war heiß.

Die junge Frau eilte zur kleinen Kommode und holte das Fieberthermometer. Es war nur kurz am Ohr als es leise piepte. Valerya schaute darauf. 40,2 zeigte das Thermometer an. Sie eilte ins Wohnzimmer um mit ihrem MNE den Notarzt zu rufen. Das Notrufzentrum hatte ihre Daten schon als A+ Notfall gespeichert und das Notfallteam kam sofort. Schwer kranke Personen konnten ihre Daten speichern lassen und bekamen einen Notfallgrad zugeordnet. Je höher der Grad umso schneller war jemand da. Außerdem hatte der Notarzt gleich die passenden Medikamente dabei, wenn er vorher schon die Vorerkrankungen kannte. Natürlich kostete die Aufnahme in dieses Programm zusätzlich Geld. Doch die junge Frau gab es gern aus, da es schon oft ihrer Tochter das Leben gerettet hatte. A+ war der höchste Grad den es gab.

Es dauerte nur ein paar Minuten bis der Notarzt kam. „Frau Ivancyk“, grüßte der Arzt sie freundlich. Sie lächelte ihn an. „Sie hat über 40 Grad Fieber, Dr. Romanow.“ Der Arzt nickte und begab sich sofort ins Kinderzimmer. Katya war inzwischen wach geworden. Sie atmete schwer. Schüchtern lächelte sie den netten Arzt an. „Hallo Prinzessin“, sagte er leise zu ihr. „Hallo Dr. Nazar.“ Sie konnte seinen Nachnamen nicht richtig aussprechen. Also benutze sie seinen Vornamen. Vorsichtig half Valerya ihrer Tochter aus ihrem Schlafanzug. Katya kannte das alles schon und weinte nicht. Während Dr. Romanow sie untersuchte redete er mit ihr. „Wie geht es dir Prinzessin? Wo hast du Schmerzen?“ Katya hustete. „Mir ist kalt. Mein Bauch tut weh und mein Hals.“ Der Arzt versuchte seine Sorge zu unterdrücken. „Tut es auch hier weh?“ Vorsichtig drückte er auf die Brust. Katya nickte.

Dann überkam sie ein schlimmer Hustenanfall. Valerya überreichte ihr ein sauberes Taschentuch. Das Mädchen hustete hinein. Die junge Frau unterdrückte nur mühsam ein Schluchzen als sie das Blut im Taschentuch sah. „Nein.“ Dr. Romanow beachtete sie nicht. „Ich gebe dir jetzt eine Spritze Prinzessin. Danach wirst du schlafen. In Ordnung?“ Katya nickte. „Ich bin tapfer.“ Der Arzt bereitete den Arm vor. „Du bist sehr tapfer, meine Kleine.“ „Prinzessin“, korrigierte sie. „Natürlich, verzeiht meine Unachtsamkeit Hoheit“, erwiderte er freundlich und Katya kicherte. Er legte eine Kanüle. Nachdem er sie fixiert hatte injizierte er dem Mädchen mehrere Ampullen verschiedener Medikamente. Katya gähnte. „Nacht Mama.“ Valerya beugte sich mit Tränen in den Augen hinab und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht mein Schatz.“

Nachdem der Arzt seine Sachen zusammen gepackt hatte gingen sie ins Wohnzimmer. Valerya sank aufs Sofa. Ihr Gesicht vergrub sie in ihren Händen und fing an zu weinen. Dr. Romanow setzte sich neben sie. „Es tut mir leid, Frau Ivancyk. Es scheint, dass nun auch die Lungen befallen sind. Sie muss in ein Krankenhaus.“ Die junge Frau wischte sich die Tränen weg. Wie sollte sie sich das nur leisten? Ein Krankenhaus war teuer. Sie wusste noch nicht einmal wie sie die Behandlung gerade bezahlen konnte. Der Arzt sah sie voller Sympathie an. Er wusste, dass sie nicht viel Geld hatte und ein Krankenhausaufenthalt war sicherlich unbezahlbar für sie. Doch er wusste auch nicht, wie er ihr helfen konnte. Es gab Vorschriften und er konnte sie nicht umgehen ohne mit heftigen Konsequenzen rechnen zu müssen. Auch wenn er es gerne tun würde.

„Wie lang?“ Die Frage war kurz doch auf den Punkt. „Ohne eine Krankenhausbehandlung? Wenn sie regelmäßig die Medizin bekommt, die ich ihr heute gegeben habe…“ Er zögerte und sie blickte ihn mit von Tränen überströmtem Gesicht an. „Wie lang?“ Fragte sie noch einmal. Der Arzt seufzte laut. „Einen Monat. Vielleicht etwas mehr oder weniger… so genau kann man es nicht sagen.“ Hysterische Weinkrämpfe durchschüttelten ihren Körper. Das konnte nicht sein. Nicht so kurz vor der Lösung ihrer Probleme. Dr. Romanow legte einen Arm um sie. Dann aktivierte er sein MNE und rief die einzige Person an, die als Kontakt von Valerya angegeben wurde. Sie durfte jetzt nicht allein sein. Er wartete noch bis ihre Freundin, Aljona, erschien bevor er seinen Dienst fortsetzte.

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Valerya saß am Bett ihrer Tochter. Katya schlief, doch sie atmete schwer. Die junge Frau nahm den warmen Lappen von ihrer Stirn und strich mit zittrigen Händen von Schweiß durchtränkte Haarsträhnen aus dem Gesicht ihrer Tochter. Das Fieber wollte einfach nicht herunter gehen. Durch ein Beatmungsgerät wurde das Mädchen mit Sauerstoff versorgt. An ihrem Arm hing ein Tropf, der sie mit Antibiotika versorgte. Dreimal am Tag kam Dr. Romanow um sie zu untersuchen und Schlaf- und Schmerzmittel zu spritzen. Vorsichtig tauchte sie den Lappen in kaltes Wasser. Sie wand ihn aus und legte ihn wieder auf die Stirn ihrer Tochter.

Die letzten Tage hatte sie es noch geschafft ihrer Arbeit nachzugehen. Doch die Situation zerrte an ihren Kräften und sie wusste nicht, wie lange sie noch durchhalten würde. Sie hatte schon mit Boris geredet, aber er wollte sie nicht freistellen. Sollte sie einen Abend nicht erscheinen, dann würde er sie feuern. Ein Hustenanfall ihrer Tochter riss sie aus ihren Gedanken. Schnell entfernte sie das Atemgerät, so wie es ihr gezeigt wurde. Mit einem Arm stützen sie Katya und mit der anderen Hand hielt sie ein Papiertuch vor ihren Mund. Wieder hustete sie Blut und Valeryas Augen füllten sich mit Tränen. Warum musste ihre Tochter nur so leiden?

Mit fiebrigen Augen sah Katya sie an. „Mama?“ Die junge Frau lächelte gequält. „Ich bin hier mein Schatz.“ Dann küsste sie ihre Tochter auf die Wange. Das Mädchen versuchte zu lächeln, doch ein erneuter Hustenanfall erschütterte sie. Valerya gab ihr die Tropfen, die gegen den Husten helfen sollen. „‘dich lieb Mama.“ Katyas Stimme war leise als sie langsam wieder einschlief. Junge Frau küsste sie noch einmal auf die Wange. „Ich hab dich auch lieb mein Schatz.“

Sie wusste nicht wie lange sie am Bett ihrer Tochter saß als es an der Tür klingelte. Valerya erschrak und schaute auf die Uhr. Es war noch zu früh für den Doktor. Mit einem prüfenden Blick auf ihre Tochter erhob sie sich und ging zur Tür. Vor der Tür stand ein Mann. „Frau Valerya Ivancyk?“ Die junge Frau nickte leicht. „Was wollen sie von mir?“ Der Mann musterte sie bevor er antwortete. „Ich bin Dr. Baranyk, Nonomoto Enterprises.“ Er streckte seine Hand aus und Valerya gab ihm gedankenverloren ihre. „Oh, ich hatte ganz vergessen, dass sie kommen.“ Sie öffnete die Tür und ließ ihn herein. Sie führte ihn ins Wohnzimmer. „Bitte nehmen sie Platz. Ich bin gleich wieder da.“ Valerya eilte ins Zimmer ihrer Tochter. Es schien soweit alles in Ordnung zu sein. Dann nahm sie das Babyphon, schaltete es ein und ging zurück ins Wohnzimmer.

Dr. Baranyks Augen folgten der jungen Frau mit Interesse. Er hatte zwar ein Bild von ihr gesehen, aber in der Realität sah sie um Längen besser aus. An Dai Shi teilzunehmen war in seinen Augen reine Verschwendung einer wahren Schönheit. Vielleicht sollte er die Zeit, die ihr noch bleibt, nutzen um sie näher kennen zu lernen. Als sie zurückkam hatte sie ein Babyphon in der Hand. Ach ja, sie hatte ja eine kranke fünfjährige Tochter. Gedankenverloren setzte sie sich neben ihn und stellte das Babyphon auf den Tisch.

„Was genau wollen Sie von mir Dr. Baranyk?“ Sie blickte ihn an und er setzte sein charmantestes Lächeln auf. „Für die Teilnahme an Dai Shi müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Die Verträge haben Sie ja schon unterschrieben.“ Valerya nickte nur. „Verzeihen Sie, wenn ich das frage, aber warum wollen Sie an so einem gefährlichen Spiel teilnehmen? Sie haben doch eine Tochter.“ Die junge Frau blickte ihn traurig an. „Meine Tochter ist schwer krank. Mit dem Gewinn will ich ihre Behandlung bezahlen.“ Dr. Baranyk seufzte leise. „Die Chancen zu gewinnen sind aber nicht sehr hoch. Das müssten Sie doch wissen.“ „Ich weiß. Doch was soll ich sonst tun? Meine Tochter stirbt und ich habe nicht das nötige Geld für eine Behandlung.“

Dr. Baranyk sah junge Frau bedauernd an. Über die Ernsthaftigkeit der Erkrankung der Tochter war er nicht informiert. Valerya blickte ihn nun etwas nervös an. „Ich weiß, dass ich wahrscheinlich sterben werde. Doch ich werde alles tun um meine Tochter zu retten.“ Der Mann fragte sich, wie sie das meinte. „Ich habe mir die Regeln durchgelesen. Man kann sich als Dai Shi Spieler outen. Wenn die Leute meine Geschichte hören, spenden sie vielleicht für meine Tochter.“ Sie lächelte zaghaft. „Würde… würde Nonomoto Enterprises eine Spende in Betracht ziehen? Es wäre sicher eine gute Werbung für ihre Firma und Dai Shi.“ Plötzlich hoffnungslos sank sie in sich zusammen. Das war sicherlich eine blöde Idee.

Sie spürte eine warme Hand auf ihrer Schulter und blickte ihn an. „Ich bin nur ein Arzt, der für die Firma arbeitet. Mit diesen Sachen beschäftige ich mich nicht und ich habe auch keinen Einfluss darauf.“ Valerya seufzte laut. „Oh, natürlich. Warum sollte sich ein so großer Weltkonzern um das Schicksal einer Frau wie mir scheren? Bringen wir es hinter uns.“ Dr. Baranyk gefiel die plötzliche Kälte der jungen Frau nicht. Doch was sollte er tun? „Ich könnte mit einigen Leuten reden. Vielleicht gefällt ihnen ja die Idee.“ Junge Frau blickte ihn misstrauisch an. „Das würden Sie tun?“ Er nickte und hob seine Hand um eine Haarsträhne hinter ihr Ohr zu stecken. „Natürlich hat das seinen Preis.“ Valerya drehte ihren Kopf weg. „Was wäre dieser Preis?“ Das war wahrscheinlich eine unnötige Frage, da sie sich denken konnte, was er von ihr will. Schon kurz darauf spürte sie seine Lippen auf ihren Hals.

Bevor er jedoch weitergehen oder etwas sagen konnte, meldete sich das Babyphon. Valerya sprang sofort auf und rannte in das Zimmer ihrer Tochter. Das Mädchen lag auf der Seite und hustete sehr stark. Auf dem Kopfkissen war Blut zu sehen. Sofort war sie bei ihr. Katya starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. „Ma…“ Weiter kam sie nicht als ein weiterer Hustenanfall ihren kleinen Körper schüttelte. Das Mädchen bäumte sich kurz auf und wurde dann ganz still. „Katya?“ Mit zittrigen Händen berührte sie ihre Tochter und schüttelte sie leicht. Katya reagierte nicht. Noch einmal schüttelte sie das Mädchen etwas kräftiger. Doch sie rührte sich immer noch nicht. „Nein, nein, nein, nein… KATYA!“

Önee-sama
10.10.2014, 13:12
Heldentaten (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page3?p=23483496&viewfull=1#post23483496)

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Makoto stand wie angewurzelt, ihr Gehirn verarbeitete zwar noch einzelne Eindrücke, doch ihr Verstand war fast abgeschaltet.
Das... das...
Es war zu viel: Ihr schöner Plan, ihre Eltern zu retten und sich als die große Schwester zu präsentieren, die die Heldin spielt, war zu einem jähen Ende gekommen. Fassungslos starrte sie zu Smith-kun, der auf einem Stuhl saß, sie lässig angrinste und von seinen beiden Gorillas flankiert wurde. Da sie keinen Ton heraus brachte, ergriff Smith-kun erneut das Wort.
"Na, nicht so schüchtern, Miss Yamato. Ich zolle ihnen teils sogar Anerkennung, dass sie es versucht haben."
Sein Grinsen beibehaltend, klatschte er zweimal kurz seine Hände zusammen in der sarkastischen Nachahmung eines Applauses. Für Makoto war es aber eher wie eine Grabesrede auf ihren Plan. Dann jedoch verschwand das Grinsen aus Smith-kuns Gesicht und er sprach in ernstem Tonfall weiter.
"Jedoch stellen sie mich vor gewisse Probleme, Miss Yamato. Zum einen bringen sie unsere Termine durcheinander mit ihren Spielereien - etwas, das Nonomoto Enterprises überhaupt nicht mag. Und ich ebenso wenig!"
Makoto schaute ihn weiterhin mit leerem Gesichtsausdruck an.
"Sie sollten sich die Worte 'Nonomoto Enterprises weis Alles!' zu Herzen nehmen, Miss Yamato. Wir wussten von Anfang an, wo sie hin wollten. Das wir nicht früher eingeschritten sind, ist nur ihrem Status als Spielerin geschuldet. Und diesen Status haben sie nur, weil Nonomoto Enterprises sie aufgenommen hat, in dem Tausch, dass sie jederzeit für eine unserer Mitarbeiterinnen zur Verfügung stehen. Das und nur das hat ihnen die Chance ermöglicht, zusammen mit ihrer Schwester um die Freigabe ihrer Eltern zu spielen!"
Die Erwähnung von Nana löste die Schockstarre bei Makoto... zumindest etwas.
"Wie... wie-"
Smith-kun ließ sie gar nicht erst ausreden.
"Ich meine es genauso, wie ich es gesagt habe. Nur durch ihre Zustimmung zu den Bedingungen, die wir mit ihnen speziell getroffen haben, dürfen sie überhaupt mitspielen. Sie sind ansonsten nicht weiter interessant für Nonomoto Enterprises. Mit ihrer Schwester, der guten Miss Nana Yamato, haben wir dagegen einen echten Vertrag direkt geschlossen, der Alles weitere regelt. Und, um ihnen die Unterschiede in der Wichtigkeit zu demonstrieren: Ihre Schwester ist bei Dai Shi die Spielerin Nr. 15 von 10.000 - sie dagegen nur die Spielerin Nr. 9.989 von 10.000..."
Smith-kun machte eine kurze Pause, bevor er dann wieder sein Grinsen aufsetzte.
"Mit ihrer kleinen Aktion heute, Miss Yamato, haben sie ihre Teilnahme bei Dai Shi gefährdet... und damit die Möglichkeit, ihrer Schwester zu helfen. Sofern sie eine Hilfe sind?"
Dieses überhebliche Grinsen, aber vor Allem die Tatsache, dass Smith-kun daran zweifelte, dass Makoto Nana würde helfen können, ließ bei ihr die Gedanken wieder geordnetere Bahnen annehmen und weckte ihren Kampfeswillen.
Er will dich daran hindern, Nana zu helfen! Tu was dagegen!
Makoto schüttelte ihren Kopf, um die Starre zu lösen, fokusierte dann den Mann auf dem Stuhl und fand endlich den Willen, ihm zu Widersprechen!
"Das... das werde ich niemals akzeptieren! Ich werde Nana helfen und sie werden mich nicht davon abhalten! Und wenn ich Nonomoto persönlich zerschlagen muss!"
Wie immer drohte sie dabei mit ihrer Faust und fletschte ihre Zähne. Bei Smith-kun hingegen bewirkte es nur, dass sein Grinsen noch breiter wurde.
"Ah, die gute Miss Yamato hat also ihren Kampfgeist wieder gefunden... Doch gestatten sie die Frage: Wie wollen sie Nonomoto zerschlagen? Immerhin sind sie hier bei uns in diesen Raum gesperrt..."
"Ach ja, das wage ich zu bezweifeln! Und ich glaube nicht, dass sie die gesamte Polizei unter ihrer Fuchtel haben!"
Makoto trug das mit Inbrunst vor, doch gleichzeitig nagten Zweifel an ihr, denn immerhin schien Nonomoto Enterprises wirklich Alles und Jeden zu kontrollieren. Doch sie hörte niocht auf diese Zweifel und schritt direkt zur Tat...
Sie drehte sich blitzschnell um und sprang förmlich die Tür an! Sie drückte, zog, zerrte und rüttelte an dem Türgriff - doch nichts tat sich.
"Hiiiiiilllllffffeeeeeeeeee!!!!"
Makoto schrie sich ihre Seele aus dem Leib, trommelte dabei mit ihren Fäusten auf die Tür und hoffte, dass das jemand mitbekam und deshalb Nachschaute.
"Das ist zwecklos, Miss Yamato. Dieser Raum ist schalldicht..."
Smith-kun schienen die Bemühungen von Makoto zu amüsieren.
Nein, dass kann nicht sein... das glaube ich nicht...
Sie wollte Smith-kun einfach nicht glauben. Schließlich hatte sie sich solche Mühe gegeben. Und in ihrer Verzweiflung, nachdem sich ihr Plan als undurchführbar erwiesen hatte, stemmte sie sich gegen diese Erkenntnis.
"Hiiiiillllllfffffffeeeeeeeeeee! So kommt doch jemand und hilft mir endlich..."
In ihrer Verzweiflung stemmte sie sich regelrecht auf den Türgriff und stützte sich mit den Füßen schon an der Wand ab, um die Tür auf zu bekommen. Smith-kun schüttelte nur kurz seinen Kopf.
"Genug jetzt. Wir sind eh schon in der Zeit zurück. Jungs?"
Ein Fingerschnippen folgte auf seinen Satz und die beiden Helfer setzten sich in Bewegung. Als Makoto das sah, ließ sie von der Tür ab. Sie drehte sich zu den Beiden hin und nahm eine abwehrende Haltung ein. Das war das offensichtlichste Anzeichen, dass ihr Kampfeswille nur kurz angedauert hatte - zu tief saß noch der Schock über die Vereitelung ihres Planes.
"Ich... ich... ich bin-"
"Kooperativ!"
Das war keine Frage, sondern eine Feststellung des Mannes auf dem Stuhl.
"Natürlich sind sie das, schließlich wollen sie mit ihrer Schwester zusammen Dai Shi spielen, oder!?"
"Ich... ich... ja, das will ich... und ja... ich ko-ko-kooperiere..."
Makoto ließ resigniert ihre Schultern hängen.
Es tut mir leid, Nana... ich... ich konnte uns nicht aus den Klauen von Nonomoto retten... und auch nicht unsere Eltern...
Diese Erkenntnis, dass sie vor Allem ihre Schwester enttäuscht hatte, lastete schwer auf ihr. Sie ließ sich widerstandslos von den beiden Kerlen an ihren Armen packen. Dann registrierte sie zumindest, dass ihre Hände hinter ihren Rücken geführt wurden und sie nahm Metall an ihrer Haut wahr. Eine Sekunde später folgte ein metallisches Klicken.
Was... Handschellen!?
Ungläubig schaute sie zu Smith-kun.
"Warum? Ich sagte doch, ich kooperiere..."
"Miss Yamato. Dies ist nur zu ihrer eigenen Sicherheit... wie schon zuletzt, sollten sie mir hier doch Glauben schenken... oder wollen sie sich wieder zur Wehr setzen!?"
Dabei zeigte er einen roten Plastikball, der mittig in einem Lederband steckte. Makoto riss entsetzt ihre Augen auf.
"Ich, nein, ich... nein... ich-"
"Dann kooperieren sie bedingungslos diesmal?"
Smith-kun grinste sie an.
"Ich... ich, ja ich kooperiere... bedingungslos... ohne Widerstand..."
Makoto stand einfach nur da, hängenden Kopfes ergab sie sich diesmal in ihr Schicksal.
"Gut!"
Smith-kun nickte einmal, dann fuhr er fort.
"Wir liegen in der Zeit zurück, deswegen muss ich kurz etwas abklären..."
Er nahm sein Kommunikationsarmband und wählte eine Nummer. Die sofort etablierte Verbindung besaß kein Bild und war rein Audio.
"Miss Sato? Smith-kun hier. Es geht um den 10 Uhr Termin mit den Yamato-Schwestern... den Spielerinnen Nr. 15 und Nr. 9.989. Die Spielerin 9.989 hat sich leider etwas entfernt und wir müssen leider deswegen eine kleine Verzögerung unsererseits mitteilen... Jedoch können sie schonmal unbesorgt mit Spielerin 15 anfangen. Wir werden kurz nach ihnen dort eintreffen... Spielerin 9.989 kooperiert jetzt, da sie ihre Schwester nicht gefährden möchte..."
Ein kurzer Blick zu Makoto, die dem Gespräch nur halb lauschte und abwesend Smith-kun zunickte.
Es tut mir leid, Nana... ich konnte sie nicht stoppen...
"Jedenfalls gibt es noch eine Kleinigkeit zu klären: Spielerin Nr. 9.989 ist ja jetzt ihr Eigentum, über das sie verfügen dürfen. Da wir auch noch den zuständigen Techniker mitbringen werden, wird das Platzangebot im Wagen doch etwas eng. Deswegen möchte ihc ihre Erlaubnis einholen, ihr Eigentum, also Spielerin 9.989 im Kofferraum transportieren zu dürfen..."
Bei dem letzten Satz schreckte Makoto entsetzt auf. Gleichzeitig sah sie, wie einer der anderen beiden Kerle einen großen Leinensack hervor zog...

Braoin
10.10.2014, 18:30
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„Du hast Besuch“, erfolgte die erlösende Mitteilung.
Seit Dima wieder in seine Zelle gebracht worden war, hatte er sich in geduldigem Warten geübt, wie so oft, da es ohnehin der einzige Zeitvertreib war, den man in San Quentin hatte. Mit steifen Gliedern erhob er sich, streckte seine Gliedmaßen und knackte mehrfach mit seinen Nackenwirbeln. Angenehmer Schwindel krabbelte seinen Hinterkopf herauf und ein Funkeln trat in seine Augen, als er seine Hände dem Wärter darbot. Der kühle Stahl der Handschellen drückte gegen seine Handgelenke, was er mit teilnahmslosen Gesichtsausdruck hinnahm. Schweigend wurde er von dem Sicherheitsbeamten zu den Besucherräumen geführt. Der Weg dorthin war ihm natürlich vertraut, wechselten doch nur die Gesichter der Zellenbewohner, an denen er vorüberging. Erst vor einer Woche war Insasse 29853 aus der Zelle am Ende seines Traktes gegen einen neuen Sträfling mit der Nummer 24478 ausgetauscht worden. Die Ziffern schienen wahllos aneinander gereiht zu sein und keinem festen System zu folgen. Auch fand durch sie keine Unterteilung in die verschiedenen Trakte des Gefängnisses statt. Gedanken an derlei Belanglosigkeiten wurden aus der Langeweile geboren, zu der sie hier alle verdammt waren, weshalb sich Zverikow nicht einmal die Mühe machte, sich selbst zu unterbrechen. Dahingehend hatte er sich tatsächlich in seiner Zeit hier verändert, hätte er früher doch niemals zugelassen, den Blick für das Wesentliche auch nur eine Sekunde aus den Augen zu verlieren.

Ein zweiter Wärter wartete bereits vor dem Besucherraum, in dem Foster und er sich besprachen. Die Tür wurde geöffnet und eben genannter wartete bereits sitzend auf den Häftling. Sein Anzug war vollkommen wie eh und je und passte wie angegossen. Vor ihm auf der Metallplatte, des fest im Boden verankerten Tisches, lag ein schwarzer, unscheinbarer Aktenkoffer, auf dem der Blick des Anwalts ruhte. Schweiß stand dem Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises auf der Stirn, ahnte er doch, dass dieses Mal Verhandlungen bevorstanden, die er nicht würde umgehen können.
„Neunundfünfzig Minuten“, brummte der Wachmann, ehe er wieder die Tür schloss und Mace mit seinem Besuch alleinließ.
Durch die Jahre, die er sich fügsam den Wärtern unterworfen hatte, hatten sie ihm gewissen Freiheiten eingeräumt, die beispielsweise solche privaten Unterredungen möglich machten. Viele andere Insassen konnten ihre Familien nur unter strenger Aufsicht sehen und wurden beim kleinsten Anzeichen einer aggressiven Handlung gewaltsam von den Besuchern ferngehalten. Es gab mehr als nur eine Geschichte, wo ein Ehemann die neue Beziehung der Ehefrau nicht hatte akzeptieren können, was ohne das Eingreifen der Sicherheitsbeamten ohne Zweifel zu einer weiteren Straftat geführt hätte.

„Hallo Foster“, begrüßte der Russe den Rechtsanwalt, der noch immer nicht den Blick von seinem Koffer gelöst hatte, „Wie war Ihre Anreise?“
Höflich wie immer begann Dima zunächst mit Floskeln, wie sie es gewohnt waren. So hielten sie es immer, ließen Zeit verstreichen bis das Gespräch schließlich auf den immer gleichen Kernpunkt zusteuerte. Über die ganze Zeit hinweg, die der Sträfling nun schon mit dem Vermittler in Kontakt stand, hatte er nichts weiter herausfinden können, als dass er offenbar einen Haufen maßgeschneiderter Anzüge besaß und einen Hang zu Sportschuhen pflegte, eine Kombination, die jedem Modekenner einen kalten Schauer über den Rücken gejagt hätte.
Da noch immer keine Reaktion seitens Steves erfolgt war, ließ sich Zverikow auf den freien Stuhl auf der anderen Seite des kleinen Tisches fallen. Sein Mund war zu einem siegessicheren Lächeln geformt und auch, wenn ihn die Ungeduld plagte, wollte er diese eine Stunde voll auskosten – Neunundfünfzig Minuten, korrigierte er sich in Gedanken selbst.

„Hören Sie Zverikow“, rang sich der Rechtsvertreter unter scheinbar größter Mühe die ersten Worte seit ihrer Zusammenkunft ab, „Nonomoto Enterprises kann ihren Forderungen einfach nicht nachgeben. Das Risiko ist zu groß.“
Das Lächeln aus Dimas Gesicht schwand und Zornesfalten bildeten sich auf seiner Stirn. Oh nein, er hatte nicht vier Jahre auf diesen Moment hingearbeitet, nur um gesagt zu bekommen, dass einem Weltkonzern wie Nonomoto Enterprises nichts an seiner Vormachtstellung lag. Er wusste genau, war sich sogar hundert Prozent sicher, dass Foster versuchte ihn durch geschickte Wortwahl von seinem Vorhaben abzubringen.
„Das Risiko?“, fragte der Russe angespannt, mit Mühe seine Wut beherrschend, „Foster, ich glaube Sie haben mich beim letzten Mal nicht richtig verstanden.“
„Ich habe Sie sehr wohl verstanden, doch meine Vorgesetzten sind der Meinung, dass wir dieses Risiko nicht eingehen können. Die Gefahr, dass sie trotz Absolution die Daten veröffentlichen und damit das System, wie es jetzt besteht, stürzen, ist zu groß.“
Bitter lachte Mace auf. Zum Teufel mit diesen Feiglingen!
„Allerdings wurde ich mit einem Gegenangebot hergeschickt“, lenkte Foster ein, woraufhin er die Schnallen des Aktenkoffers klappernd öffnete.
Er drehte den schwarzen Behälter und offenbarte Dima den Inhalt. Eine Art Headset lag darin, sowie eine Brille, die darin integriert war.
„Eine mobile Neuraleinheit?“, fragte der Häftling verwundert, „Was soll ich damit?“
„Nun“, erwiderte der Anwalt, breitete die Hände aus und lächelte nun seinerseits, „Es ist das Angebot, dass Sie sich freispielen können.“

Zverikow glaubte sich verhört zu haben. Was hatte dieser Anzugträger da eben von sich gegeben? Er könnte sich freispielen?
„Was soll das heißen?“, fragte er argwöhnisch.
„Nun, wie Sie sicher wissen, wird Dai Shi in weniger als drei Tagen beginnen. Diese MNE ist so programmiert, dass Sie mit ihr über den Rechner, der sich im Übrigen ebenfalls in dem Koffer befindet, in Dai Shi einloggen können. Sie werden einen Avatar steuern und unter tosendem Applaus auf der ganzen Welt zu sehen sein.“
„Lassen sie den Scheiß“, fuhr Mace den Vermittler an, „Ihre Werbekampagne können Sie sich sparen!“
„Wenn sie gewinnen“, fuhr Steve unbeeindruckt fort, „sind Sie ein freier Mann.“
Erstaunt hob der Inhaftierte eine Augenbraue an.
„Ich muss nur ein dämliches Computerspiel gewinnen und Sie sorgen dafür, dass Haftbefehl und Todesurteil gegen mich aufgehoben werden?“, wollte sich der Russe vergewissern.
„Exakt“, bestätigte der Anwalt.
„Das ist doch ein schlechter Scherz.“
„Mitnichten, denn sollten Sie verlieren…“
„Werde ich nicht!“
„Müssen Sie die Nanoeinheiten in ihrem Blut stoppen und somit die Verbreitung der Daten verhindern.“
„Und wenn ich ablehne?“
„Es gibt Dinge auf dieser Welt, die Sie besser nicht wissen, Zverikow. Seien Sie sicher, dass Nonomoto Enterprises zu weit mehr in der Lage ist, als sie es sich vorzustellen vermögen.“
„Bisher habe ich noch nicht viel davon gesehen, dass Sie sich die gestohlenen Daten aneignen können.“
„Die Technik hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, Zverikow.“
Der Exsoldat wirkte nachdenklich. Sollte er annehmen? Warum nicht, schließlich bedeutete dies nur, dass er ein Computerspiel gewinnen musste.

Foster lehnte sich in seinem Stuhl zurück, was ein quietschendes Geräusch hervorrief. Dima hingegen ließ einige Zeit verstreichen, ehe er sich zu einer Antwort durchrang.
"Also gut, ich mache mit", nahm er den Handel an und der Rechtsanwalt klatschte bereits freudig in die Hände, doch der Russe war noch nicht fertig, "Aber nicht mit diesem Ding hier", fuhr er fort und stieß den Koffer mitsamt Inhalt von sich.
"Aber...aber", wollte Foster protestieren, doch Mace fuhr dazwischen.
"Ich nehme teil, aber nur, wenn ich mit den gleichen Voraussetzungen starte, wie jeder andere", forderte er mit einem tollkühnen Grinsen im Gesicht.
"Soll das heißen...Sie wollen...?", suchte der Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises nach den richtigen Worten.
"Genau, ich will genauso sterben, wie jeder andere, dessen Avatar das Zeitliche segnet."
"Sind sie verrückt?!", schrie Steve plötzlich auf, erhob sich und schlug die flachen Hände scheppernd auf die Blechplatte des Tisches.
Vom Lärm alarmiert öffnete sich die Tür und der Wärter stürmte mit erhobenem Schlagstock herein, bereit, den Häftling niederzuschlagen und ruhig zu stellen. Völlig verwundert musste er jedoch miterleben, wie der Besuch die Fassung verloren hatte, während der Insasse die Ruhe selbst zu sein schien.
"Wollen Sie unbedingt sterben, Zverikow?"
"Ich weiß, dass Sie und ihre Vorgesetzten NICHT wollen. Das ist meine Bedingung für die Teilnahme. Sollten sie sie nicht akzeptieren können...nun, es gibt viele Wege sich ohne Hilfsmittel umzubringen, Foster", drohte er mit seinem eigenen Tod, ein Umstand, den er niemals für möglich gehalten hätte.

Der Sicherheitsbeamte stand unschlüssig in derselben Position, wie zuvor, ehe ihn eine wüste Handbewegung des Anwalts hinausschickte. Er selbst blieb jedoch stehen, die Hände weiterhin auf den Tisch gestützt. Ein resignierter Seufzer entwich ihm, ehe er wieder die Stimme hob:
"Also gut, wie Sie wollen. Morgen werde ich mit einem Techniker vorbeikommen, der Ihnen das entsprechende Equipment installiert. Unsere Zeit für heute ist ohnehin um."
Tatsächlich zeigte die schäbige Uhr hinter Steve eine Minute vor sechs an.
"Schön, dass wir uns einig werden konnten, Foster", meinte Dima glücklich und erhob sich schwungvoll mit rasselnden Handschellen.
Erneut öffnete sich die Tür und der Wärter schaute ein wenig nervös herein.
"Die Zeit ist um", meinte er und trat an Mace heran, der sich bereitwillig abführen ließ.
Beim herausgehen drehte er sich jedoch noch einmal um und schaute dem zerknirschten Steve in die Augen.
"Eins noch", meinte er, "Sorgen Sie und ihr toller Konzern dafür, dass ich nicht mehr mit den anderen Insassen Duschen muss. Das kotzt mich an."
Ohne eine Reaktion abzuwarten machte er sich auf den Rückweg in seine Zelle.
Das lief ja besser, als ich es mir vorgestellt habe, dachte er und konnte sich ein siegreiches Feixen nicht verkneifen.
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Das warme Wasser, welches sich über seinen Körper ergoss, genießend, stand Dima in den Duschen San Quentins, die Augen geschlossen, seine Gedanken befreit. Kein Erstaunen war es, das er empfunden hatte, als er heute vor der üblichen Zeit und außerhalb der gewöhnlichen Waschtage von einem Wärter gefragt worden war – etwas, was er in seinem fast vierjährigen Aufenthalt in diesem Gefängnis noch nie hatte erleben dürfen – ob er eine Dusche nehmen wollte. Ihm war bewusst, wie mächtig Nonomoto Enterprises war und dass seine aggressive Vorgehensweise irgendwann nicht mehr geduldet werden würde. Nicht nur sein Leben war es, das er bereitwillig aufs Spiel setzte für die Rache, die er dem Weltkonzern geschworen hatte, auch seine Hintermänner, Ärzte, Techniker und Freunde, schwebten in Gefahr, sobald sein Druckmittel die nötige Relevanz verlor. Dennoch würde er nicht aufgeben, nach neuen Optionen zu suchen, wie er die Mitarbeiter von Nonomoto auf Trab halten konnte. Wenn er dabei auch noch Privilegien beanspruchen konnte, wie das private Duschen, war er mit dem Aufenthalt in diesem Gefängnis zufrieden.

Nach und nach versiegte das Wasser, bis sich nur noch ein Rinnsal aus dem Duschkopf ergoss. Die üblichen fünf Minuten waren abgelaufen und auch, wenn er sich von nun an allein Waschen durfte, wollte er sein Glück nicht mit einer weiteren Zeiteinheit überstrapazieren. Seufzend öffnete er die Augen, spürte, wie sich die Tropfen in seinen Augenbrauen fingen, an seiner Nase sammelten und regelmäßig auf die nassen Fliesen der Parzelle stürzten. Sein Blick fiel auf seine Hände, groß und von Schwielen übersät. Ohne Probleme konnte er einen Basketball mit einer Hand halten, ohne ihn bei irgendeiner Bewegung zu verlieren. Seine Unterarme waren breit und er erinnerte sich daran, dass die wenigstens Armbänder ihm je gepasst hatten. Eine hellrote Narbe, Echo eines Einsatzes nahe der ukrainischen Grenze, wo er mit seinem Trupp von Feuer eingeschlossen gewesen war, zierte sein Handgelenk. Die aufkommenden Bilder und damit einhergehende Übelkeit niederringend, zwang er seine Augen weiter zu seiner Brust. Die Zeit in der Zelle hatten ihn viel Muskelmasse einbüßen lassen und doch zeichneten sich nach wie vor die kräftigen Stränge unter seiner Haut ab, ließen keinen Zweifel an seine Stärke zu. Selbst sein Becken hob sich optisch deutlich von seinen Beinen ab. Eine längliche, weiß Narbe, die für gewöhnlich nur zur Hälfte zu sehen war, verbarg sich der untere Teil doch unter dem Hosenbund, verband er mit einer eher lustigen Geschichte, deren Ende jedoch mit einer Kastration hätte abschließen können. Glücklicherweise hatte er sich vor Schlimmerem bewahren können.

Widerwillig verließ er den Waschraum, unterzog sich der vorschriftsmäßigen Leibesvisitation, wobei er wie gewohnt keine Miene verzog. Nachdem er als „sauber“ deklariert worden war, begab er sich in den Umkleideraum, griff nach einem Handtuch und begann, sich trocken zu reiben. Während er seinen Rücken von der Nässe befreite, dachte er an die Worte, die er sich dort hatte einstechen lassen. Das Tattoo, welches biblische Psalmen darstellte, trug er bereits sein halbes Leben mit sich und gaben ihm Kraft, wann immer er sie brauchte.
Der ist wie ein Baum, gepflanzt an den Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht. Und was er macht, das gerate wohl, zitierte er seinen Lieblingsvers in Gedanken, während er sich ankleidete. Sinnbildlich bedeutete dies für ihn, dass er Geduld haben musste, wie er es seit Vier langen Jahren schon hielt. Wenn der rechte Zeitpunkt gekommen ist, würde er sein Ziel erreichen und auf dem Wege dorthin jede schwere Zeit durchstehen, gespeist aus dem Fluss, der symbolisch für Leben, aber auch seine Rache stand.

Kaum war er wieder an seiner Zelle angelangt, geführt von einem Wachmann, kam ein weiterer Sicherheitsbeamter hinzu. Er wechselte einige Worte mit seinem Kollegen, der daraufhin wortlos verschwand.
„Zverikow, folgen Sie mir“, wies der neue Wärter ihn an und lief los, nachdem er sich vergewissert hatte, dass Mace ihm folgte.
„Wohin gehen wir?“, wollte der Inhaftierte wissen.
„Sie werden in eine andere Zelle verlegt, Isolationshaft“, wurde er aufgeklärt.
„Isolationshaft? Wieso das?“, wollte der Russe wissen, ließ sich jedoch nicht den Unmut anmerken, den er dabei verspürte.
„Ihnen wird alles erklärt werden, sobald wir da sind.“
Gehorsam fügte sich Dima den Anweisungen und schaute zu den anderen Sträflingen, die ihn stumm angafften.

„Willkommen in Ihrem neuen Zuhause, Zverikow!“, begrüßte Steve Foster den Insassen mit überschwänglich freundlicher Stimme.
„Foster? Was treiben Sie hier? Und wer ist das?“, wollte Zverikow überrascht wissen und deutete auf eine südamerikanisch anmutende Frau mittleren Alters, die geschäftig an einem Computer arbeitete.
„Ja, Sie können gehen. Er wird keine Probleme machen“, versicherte der vermeintliche Anwalt dem Wachmann, der sich daraufhin zurückzog.
Seit wann lässt sich das Gefängnispersonal von Foster herumkommandieren?
„Nun Zverikow, darf ich Ihnen Miss Castillo vorstellen? Sie ist ausgewählte Technikerin von Nonomoto Enterprises und kümmert sich um die Einrichtung Ihrer Neuraleinheit und der entsprechenden Verbindung, nach der sie verlangt haben“, stellte Steve die Dame vor und versteckte gleichwohl einen weiteren Vorwurf in seinen Ausführungen.
Die Technikerin wandte sich für einen kurzen Blick um und lächelte ihn freundlich an.
Lindgrüne, mandelförmige Augen, eine schmale, scharfkantige Brille und feine Gesichtszüge, analysierte er in gewohnter Soldatenmanier und musste sich eingestehen, der Ausstrahlung dieser Frau nicht gänzlich abgeneigt zu sein.
„Wieso werde ich in Isolationshaft verlegt?“, wollte Dima wissen.
Seine Augenbrauen waren wieder steil nach oben gebogen und sprachen für die Dringlichkeit einer Antwort, bevor er Fosters Versprechen an den Wärter vorzeitig Lügen strafen musste.
„Setzten Sie sich doch erstmal, Zverikow“, bot der Rechtsvertreter an und deutete auf einen Tisch mit zwei Stühlen.

Mit einem Schulterzucken war Mace der Einladung gefolgt und saß nun, wie üblich, dem Mitarbeiter des Konzerns gegenüber. Der Insasse wusste zwar, dass er heute mit einem Techniker, respektive einer Technikerin vorbeischauen wollte, doch war er nicht auf eine Verlagerung seines Aufenthalts in eine andere Zelle vorbereitet gewesen. Nicht, dass es irgendetwas für ihn änderte.
„Lassen Sie mich kurz erklären, warum Sie nun nicht weiter in ihrer Suit im obersten Trakt dieser Anstalt wohnen können“, begann Foster seine Erklärung gewohnt hochgestochen, „Mehrere Gründe führten dazu, denn zum einen wollen wir nicht, dass Sie von den anderen Häftlingen während des Spielens abgelenkt werden. Derartiges könnte schnell ihre Konzentration stören, meinen Sie nicht auch?“, kurz wartete er eine Antwort ab, doch als keine erfolgte fuhr er unbeirrt fort, „Außerdem wäre der Aufwand, eine Anbindung an das Stromnetzwerk und das Internet in ihrer alten Zelle zu schaffen, unzumutbar für das Gefängnis gewesen. Es ist ein alter Bau und eine solche Modifikation hätte die Verlegung mehrerer Insassen erfordert. Doch das ist nicht weiter relevant. Wichtig für Sie ist nur, dass Ihr Tagesablauf gewohnt eintönig bleiben wird, bis auf den Unterschied, dass Sie sich jederzeit bei Dai Shi einloggen können. Hier haben Sie die entsprechenden Anschlüsse und einige wenige Möbelstücke mehr zur Verfügung.“
Also diente seine Verlegung nur dem Zweck, dass er ungehindert dem Computerspiel nachgehen konnte? Wenn es weiter nichts war…
„Gut, also ändert sich für mich nichts?“, wollte er sich vergewissern.
„Nein. Sie müssen wissen, dass es Ihnen nun auch möglich ist, per Ingamechat mit Menschen aus der ganzen Welt zu kommunizieren. Bilden Sie sich aber nicht ein, dass Sie sich dadurch irgendeinen Vorteil verschaffen können. Nonomoto Enterprises kontrolliert den gesamten Chat und durch eine Verzögerung der Übertragung wird jeder Versuch unterbunden, dem Konzern Schaden zuzufügen. Haben Sie das verstanden?“
„Habe nichts anderes erwartet“, konterte Dima gelassen und lehnte sich entspannt zurück, was Steve offenbar missfiel.
„Hören Sie Zverikow“, verlangte er erneut mit gewichtiger Stimme, „Sie müssen die Sache ernster nehmen, wenn Sie gewinnen wollen. Uns liegen keinerlei Daten aus Belendiel zu Ihnen vor, was nur bedeuten kann, dass…“
„Ich noch nie in meinem gottverdammten Leben dieses alberne Spiel gespielt habe“, beendete der Russe den Satz des Amerikaners.
„Wieso um alles in der Welt wollen Sie dann unter diesen…Bedingungen mitspielen?“
Foster schien verzweifelt, hing seine Karriere wohl mit dem Überleben des Sträflings zusammen. Mace lehnte sich nach vorn, lächelte selbstsicher und kostete den Moment aus, ehe er zu einer Antwort ansetzte.
„Es wäre doch eine Schande für einen Soldaten, wenn er kämpfte, ohne sein Leben dabei aufs Spiel setzen zu können, nicht wahr?“
„Sie sind krank!“, spie der Anwalt entgeistert aus und war drauf und dran aufzuspringen, „Ihr Leben kann Ihnen nicht so wenig wert sein!“
„Foster Foster, wenn Sie nur wüssten“, meinte der Insasse mit gespielt tadelnder Stimme, „Ihnen ist mein Überleben im Moment vermutlich wichtiger, als mir selbst, weshalb ich mir überhaupt keine Sorgen zu machen brauche.“
„Ich warne Sie ein letztes Mal, Zverikow! Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter!“

„Ich bin soweit!“, unterbrach eine melodische Stimme ihre amüsante Unterhaltung, als sich die hübsche Señora zu ihnen umdrehte.
„Nun gut! Zverikow, folgen Sie bitte den Anweisungen von Miss Castillo. Ich werde warten bis alle Einstellungen vorgenommen worden sind.“
„Qué tal un poco de ternura?“, fragte der sprachbegabte Exsoldat die Dunkelhaarige und erntete ein überraschtes Lächeln.
„Bitte setzen Sie sich auf den Stuhl“, wies Miss Castillo ihn an und erhob sich.
Ihre Figur wirkte auf Dima nahezu perfekt und so gefiel es dem Russen umso mehr, als er sich setzte und die Technikerin weiterhin auf der Tastatur Werte eingab, wobei sie sich vorbeugte und dabei seine Schulter berührte.
„Setzen Sie bitte die NE auf“, wollte sie nun und deutete auf das Headset, welches mit einem Kabel an den PC gebunden war.
Er setzte es auf, und wartete, ob etwas passierte.
Einige Codes flogen über den Bildschirm, entsprangen den flinken Fingerbewegungen der Südamerikanerin.
Was sie wohl sonst noch alles mit diesen Händen anstellen kann?, fragte sich Dima, unterdrückte jedoch ein schelmisches Grinsen.
„Das ist erstaunlich“, murmelte Miss Castillo, während sie immer mehr Werte in das System speiste.
„Was ist erstaunlich?“, fragte Foster interessiert.
„Seine Hirnströmungen entsprechen beinahe den Standardwerten, auf denen das System basiert. Ich muss kaum Anpassungen vornehmen und vermutlich würde er auch ohne mein Zutun über die Neuralverbindung Schmerzen empfinden“, erläuterte die hübsche Brillenträgerin.
„Ist das so unüblich?“, hakte der Rechtsvertreter nach.
„Auf jeden Fall. Es gibt kaum Übereinstimmungen von Mensch zu Mensch, was die Hirnströmungen angeht, da jeder Bereich unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Haben Sie eine Erklärung dafür?“, wandte sie sich nun an Dima.

Dieser schwieg zunächst, hätte er doch nicht damit gerechnet, dass nach mehr als dreißig Jahren noch immer diese Grundwerte genutzt wurden. Er wog ab, ob es sich lohnen würde zu lügen, doch etwas in ihm schien zu glauben, dass er gar Vorteile daraus ziehen könnte, wenn er Nonomoto Enterprises‘ Gedächtnis ein wenig auf die Sprünge half.
„Wissen Sie, woher die Idee für Dai Shi überhaupt kommt?“, leitete er seine Antwort mit einer Gegenfrage ein.
„Wie meinen Sie das?“, wollte Foster verwirrt wissen.
„Nun, die Technik, welche genutzt wird, um die Schmerzen und sogar den Tod vom Avatar auf den Spieler zu übertragen, hat ihren Ursprung beim Militär. Ausgewählte Elitesoldaten wurden zu sogenannten Testläufen beordert, bei denen sie Helme aufsetzen mussten, die an einen großen Rechner angeschlossen waren. Die Ingenieure versprachen sich davon gewaltfreie Austragungen von Kriegen, indem die Soldaten auf einem virtuellen Schlachtfeld antraten. Die Schmerzübertragung sollte dafür sorgen, dass niemand gegen ein Sieg sprechen würde, oder konnte. Doch ist bei den Berechnungen ein Fehler aufgetreten und die ersten Testsubjekte wurden verrückt, als der Schmerz nicht mehr zu ertragen war. Sie schrien und wollten sich das Hirn aus dem Kopf reißen, damit der Schmerz endlich aufhörte."
"Das ist ja furchtbar!", wisperte Miss Castillo, die eine Hand auf dem Mund presste.
"Blödsinn!", behauptete Steve schneidend.
"Was wissen Sie schon, Foster? Ich war da und ich habe es gesehen!"
"Sie waren da? Für wie blöd halten Sie mich, Zverikow? Diese Tests von denen sie da sprechen müssen vor über 30 Jahren stattgefunden haben. Sie waren nie und nimmer zu dieser Zeit schon Elitesoldat!"
"Ich war da", wiederholte Dima schlicht, "Der Einfluss der Strahlungen, die die Prototypen dieser Technologie abgaben, haben meinen Hypothalamus mutieren lassen. Dieser Bereich des Gehirns ist unteranderem dafür verantwortlich die Alterungsfunktionen des Körpers zu aktivieren. Bei mir ist seit dem jedoch ein wichtiger Signalweg blockiert. Meine Lebenserwartungen sind um zwanzig Prozent höher als bei gewöhnlichen Menschen. Wenn man davon ausgeht, dass ich aufgrund von natürlichen Umständen ums Leben komme, jedenfalls."
"Wie alt sind Sie?", fragte die Technikerin ungläubig.
"Nicht so alt, wie Sie vielleicht denken", lenkte der Russe ab, "Jedenfalls konnten die Ingenieure die Probleme nicht beheben und so wurde entschieden, dass der Tod ein besseres Ende war, als das, was die Versuchssubjekte teilen mussten. Als dann die Beliebtheit Belendiels anstieg, aber nach etwa elf Jahren nachzulassen schien, dachte man sich etwas Neues aus und Dai Shi wurde ins Leben gerufen. Wie es aber dazu kam, dass man die gescheiterte Militärtechnologie dafür einsetzte, bleibt mir bis heute ein Rätsel."

Schweigen legte sich wie ein Tuch über die Isolierungszelle.
"Also sind Ihre Strömungswerte...", brach Miss Castillo die Stille.
"Deshalb sehr nahe an den Standardwerten, weil es jene von damals sind", bestätigte Dima ihren Gedanken.
"Das ist faszinierend", gab sie zu und beendete im nächsten Moment die Einstellungen, "So das war's. Sie können sich morgen früh ab 5:13 Uhr einloggen und ihren Avatar erstellen."
"Dann sind wir hier fertig", merkte der noch immer ungläubig dreinblickende Foster und wandte sich zum gehen.
Einem guten Gastgeber gleich geleitete Mace seine Gäste zur Tür. Die attraktive Südamerikanerin packte ihr Equipment zusammen, verstaute es in einer vornehmen Handtasche - erstaunlich wie klein die Geräte heutzutage waren - und schloss sich dem Anwalt an.
"Ich werde Sie weiterhin besuchen kommen, Zverikow, um zu sehen, wie es ihnen geht. Sollten Sie sich irgendwann dafür entschließen, auf die schmerzfreie Variante umzusteigen, lassen Sie es mich wissen. Uns beiden liegt wohl nur wenig daran, dass Sie sterben", führte Steve aus und trat aus der Zelle.
"Dann freue ich mich auf unser nächstes Wiedersehen", meinte Zverikow und rang sich ein Lächeln ab, "Wollen Sie nicht vielleicht noch ein wenig länger bleiben, Miss Castillo? Wir könnten uns weiter über das Experiment unterhalten", bot er der hübschen Frau charmant an.
"Ich gebe mich nicht mit Straftätern ab", erwiderte sie mit wenig Ernsthaftigkeit in der Stimme und trat ebenfalls aus der Zelle heraus.
Foster schloss die Gittertür und nickte ein weiteres Mal zum Abschied, ehe er zusammen mit der Dunkelhaarigen verschwand. Lächelnd folgten Dimas Augen den schwungvollen Hüften der Technikerin bis diese aus seiner Sichtweite gerieten.

Er trat zurück in seine Zelle und sein freundliches Gesicht war verschwunden. Er nahm einen der Stühle und schmiss ihn mit Wucht gegen das Gitter seiner neuen Behausung. Lautes Scheppern hallte an den Wänden wieder.
"Was war das denn eben, Dima?", fragte er sich laut selbst, "Bist wohl zu lange keiner Frau begegnet!"

Annalena
11.10.2014, 10:09
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Valerya saß am Bett ihrer Tochter. Katya schlief, doch sie atmete schwer. Die junge Frau nahm den warmen Lappen von ihrer Stirn und strich mit zittrigen Händen von Schweiß durchtränkte Haarsträhnen aus dem Gesicht ihrer Tochter. Das Fieber wollte einfach nicht herunter gehen. Durch ein Beatmungsgerät wurde das Mädchen mit Sauerstoff versorgt. An ihrem Arm hing ein Tropf, der sie mit Antibiotika versorgte. Dreimal am Tag kam Dr. Romanow um sie zu untersuchen und Schlaf- und Schmerzmittel zu spritzen. Vorsichtig tauchte sie den Lappen in kaltes Wasser. Sie wand ihn aus und legte ihn wieder auf die Stirn ihrer Tochter.

Die letzten Tage hatte sie es noch geschafft ihrer Arbeit nachzugehen. Doch die Situation zerrte an ihren Kräften und sie wusste nicht, wie lange sie noch durchhalten würde. Sie hatte schon mit Boris geredet, aber er wollte sie nicht freistellen. Sollte sie einen Abend nicht erscheinen, dann würde er sie feuern. Ein Hustenanfall ihrer Tochter riss sie aus ihren Gedanken. Schnell entfernte sie das Atemgerät, so wie es ihr gezeigt wurde. Mit einem Arm stützen sie Katya und mit der anderen Hand hielt sie ein Papiertuch vor ihren Mund. Wieder hustete sie Blut und Valeryas Augen füllten sich mit Tränen. Warum musste ihre Tochter nur so leiden?

Mit fiebrigen Augen sah Katya sie an. „Mama?“ Die junge Frau lächelte gequält. „Ich bin hier mein Schatz.“ Dann küsste sie ihre Tochter auf die Wange. Das Mädchen versuchte zu lächeln, doch ein erneuter Hustenanfall erschütterte sie. Valerya gab ihr die Tropfen, die gegen den Husten helfen sollen. „‘dich lieb Mama.“ Katyas Stimme war leise als sie langsam wieder einschlief. Junge Frau küsste sie noch einmal auf die Wange. „Ich hab dich auch lieb mein Schatz.“

Sie wusste nicht wie lange sie am Bett ihrer Tochter saß als es an der Tür klingelte. Valerya erschrak und schaute auf die Uhr. Es war noch zu früh für den Doktor. Mit einem prüfenden Blick auf ihre Tochter erhob sie sich und ging zur Tür. Vor der Tür stand ein Mann. „Frau Valerya Ivancyk?“ Die junge Frau nickte leicht. „Was wollen sie von mir?“ Der Mann musterte sie bevor er antwortete. „Ich bin Dr. Baranyk, Nonomoto Enterprises.“ Er streckte seine Hand aus und Valerya gab ihm gedankenverloren ihre. „Oh, ich hatte ganz vergessen, dass sie kommen.“ Sie öffnete die Tür und ließ ihn herein. Sie führte ihn ins Wohnzimmer. „Bitte nehmen sie Platz. Ich bin gleich wieder da.“ Valerya eilte ins Zimmer ihrer Tochter. Es schien soweit alles in Ordnung zu sein. Dann nahm sie das Babyphon, schaltete es ein und ging zurück ins Wohnzimmer.

Dr. Baranyks Augen folgten der jungen Frau mit Interesse. Er hatte zwar ein Bild von ihr gesehen, aber in der Realität sah sie um Längen besser aus. An Dai Shi teilzunehmen war in seinen Augen reine Verschwendung einer wahren Schönheit. Vielleicht sollte er die Zeit, die ihr noch bleibt, nutzen um sie näher kennen zu lernen. Als sie zurückkam hatte sie ein Babyphon in der Hand. Ach ja, sie hatte ja eine kranke fünfjährige Tochter. Gedankenverloren setzte sie sich neben ihn und stellte das Babyphon auf den Tisch.

„Was genau wollen Sie von mir Dr. Baranyk?“ Sie blickte ihn an und er setzte sein charmantestes Lächeln auf. „Für die Teilnahme an Dai Shi müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Die Verträge haben Sie ja schon unterschrieben.“ Valerya nickte nur. „Verzeihen Sie, wenn ich das frage, aber warum wollen Sie an so einem gefährlichen Spiel teilnehmen? Sie haben doch eine Tochter.“ Die junge Frau blickte ihn traurig an. „Meine Tochter ist schwer krank. Mit dem Gewinn will ich ihre Behandlung bezahlen.“ Dr. Baranyk seufzte leise. „Die Chancen zu gewinnen sind aber nicht sehr hoch. Das müssten Sie doch wissen.“ „Ich weiß. Doch was soll ich sonst tun? Meine Tochter stirbt und ich habe nicht das nötige Geld für eine Behandlung.“

Dr. Baranyk sah junge Frau bedauernd an. Über die Ernsthaftigkeit der Erkrankung der Tochter war er nicht informiert. Valerya blickte ihn nun etwas nervös an. „Ich weiß, dass ich wahrscheinlich sterben werde. Doch ich werde alles tun um meine Tochter zu retten.“ Der Mann fragte sich, wie sie das meinte. „Ich habe mir die Regeln durchgelesen. Man kann sich als Dai Shi Spieler outen. Wenn die Leute meine Geschichte hören, spenden sie vielleicht für meine Tochter.“ Sie lächelte zaghaft. „Würde… würde Nonomoto Enterprises eine Spende in Betracht ziehen? Es wäre sicher eine gute Werbung für ihre Firma und Dai Shi.“ Plötzlich hoffnungslos sank sie in sich zusammen. Das war sicherlich eine blöde Idee.

Sie spürte eine warme Hand auf ihrer Schulter und blickte ihn an. „Ich bin nur ein Arzt, der für die Firma arbeitet. Mit diesen Sachen beschäftige ich mich nicht und ich habe auch keinen Einfluss darauf.“ Valerya seufzte laut. „Oh, natürlich. Warum sollte sich ein so großer Weltkonzern um das Schicksal einer Frau wie mir scheren? Bringen wir es hinter uns.“ Dr. Baranyk gefiel die plötzliche Kälte der jungen Frau nicht. Doch was sollte er tun? „Ich könnte mit einigen Leuten reden. Vielleicht gefällt ihnen ja die Idee.“ Junge Frau blickte ihn misstrauisch an. „Das würden Sie tun?“ Er nickte und hob seine Hand um eine Haarsträhne hinter ihr Ohr zu stecken. „Natürlich hat das seinen Preis.“ Valerya drehte ihren Kopf weg. „Was wäre dieser Preis?“ Das war wahrscheinlich eine unnötige Frage, da sie sich denken konnte, was er von ihr will. Schon kurz darauf spürte sie seine Lippen auf ihren Hals.

Bevor er jedoch weitergehen oder etwas sagen konnte, meldete sich das Babyphon. Valerya sprang sofort auf und rannte in das Zimmer ihrer Tochter. Das Mädchen lag auf der Seite und hustete sehr stark. Auf dem Kopfkissen war Blut zu sehen. Sofort war sie bei ihr. Katya starrte sie mit weit aufgerissenen Augen an. „Ma…“ Weiter kam sie nicht als ein weiterer Hustenanfall ihren kleinen Körper schüttelte. Das Mädchen bäumte sich kurz auf und wurde dann ganz still. „Katya?“ Mit zittrigen Händen berührte sie ihre Tochter und schüttelte sie leicht. Katya reagierte nicht. Noch einmal schüttelte sie das Mädchen etwas kräftiger. Doch sie rührte sich immer noch nicht. „Nein, nein, nein, nein… KATYA!“

http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Valerya saß regungslos auf einem der harten Stühle im Wartezimmer des Krankenhauses. Die weißen sterilen Wände schienen sie zu erdrücken. Katya war gestorben. Noch immer konnte sie das Unfassbare nicht fassen. Ihr kleines Mädchen war gestorben. Ja, Dr. Baranyk konnte sie wiederbeleben, doch das rüttelte nichts an der Tatsache, dass ihr Sonnenschein gestorben war. Patienten und Besucher gingen im Wartezimmer ein und aus. Valerya bekam von all dem nichts mit. Neue Tränen rannen ihre Wangen hinunter als sie wieder das Bild des leblosen Körpers ihrer Tochter vor sich sah. Dieses Bild, dass sich in ihr Gehirn eingebrannt hatte, und das sie nie wieder vergessen würde. Die Zeit schien sich endlos hinzuziehen und Minuten kamen ihr wie Stunden vor.

„Frau Ivancyk?“ Die junge Frau schreckte auf als sie ihren Namen hörte. „Ja“, sagte sie mit belegter Stimme. Die Krankenschwester sah sie an. „Folgen Sie mir bitte.“ Valerya nickte und stand auf. Sie folgte der Schwester, die mit raschem Schritt durch die Gänge des Krankenhauses lief. In einem kleinen Raum machten sie Halt. „Setzen Sie sich.“ Die Schwester deutete auf einen Stuhl. Valerya entging nicht wie unfreundlich die Krankenschwester war. Die Schwester setzte sich an den Schreibtisch. Sie begann etwas am Computer aufzurufen bevor sie sich wieder an Valerya wandte. „Bevor wir anfangen muss eine Sache geklärt werden. Die Informationen über Sie zeigen mir, dass Sie unmöglich den Krankenhausaufenthalt Ihrer Tochter bezahlen können. Haben Sie Geldreserven, von denen wir nichts wissen?“

Geschockt blickte Valerya die Frau an. Wie konnte sie in dieser Situation so etwas sagen? „Ich… nein. Nein, das habe ich nicht. Könnte ich in Raten zahlen?“ Die Schwester sah sie an und antwortete schnippisch. „Natürlich nicht. Wir sind hier doch nicht bei der Wohlfahrt. Wenn Sie die Kosten nicht bezahlen können, dann kann Ihre Tochter hier nicht behandelt werden.“ Valeryas Augen weiteten sich. „Aber… aber meine Tochter wird sterben… sie war doch schon…“ Valerya schniefte leise und putzte sich die Nase. Die Schwester zuckte nur mit den Schultern. „Es ist ganz sicher nicht mein Problem, dass Sie nicht das nötige Geld haben.“ Hoffnungslos sank Valerya in sich zusammen.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Dr. Baranyk trat ein. „Hier sind Sie Frau Ivancyk. Ich habe Sie schon gesucht.“ Die Schwester änderte ihre Mine sofort und sah den Arzt freundlich an. „Verzeihen Sie Dr. Baranyk, aber ich muss noch die formellen Dinge mit Frau Ivancyk klären.“ Dr. Baranyk musterte die Schwester. „Gibt es ein Problem?“ Die Schwester bedachte Valerya mit einem finsteren Blick. „Es sieht so aus, dass Frau Ivancyk die Krankenhauskosten nicht bezahlen kann. Ich war gerade dabei sie zu informieren, dass wir ihre Tochter deswegen nach Hause schicken müssen.“ Valerya wischte sich die Tränen weg. Wieder einmal spürte sie die Kaltherzigkeit der Gesellschaft. „Dann sollten Sie Ihre Daten aktualisieren, Schwester Olga, Katya Ivancyk ist meine Privatpatientin. Die Kosten für sie gehen das Krankenhaus nichts an.“ Geschockt blickte Olga den Arzt an. Dann tat sie wie geheißen. Es stimmte, was Dr. Baranyk sagte. Mit einem freundlichen, falschen, Lächeln wandte sie sich an Valerya. „Verzeihen Sie meine Voreiligkeit Frau Ivancyk. Ich überlasse Sie nun Dr. Baranyk. Er wird alles Weitere mit Ihnen besprechen.“

Dr. Baranyk sah die Schwester kalt an bevor er sich an Valerya wandte. „Kommen Sie bitte mit. Wir gehen in mein Büro und besprechen alles dort.“ Valerya folgte dem Arzt verwirrt. Was war gerade passiert? Das Büro von Dr. Baranyk war sehr luxuriös eingerichtet. Doch das war für einen Arzt von Nonomoto Enterprises sicherlich nicht ungewöhnlich. „Wie geht es Katya?“ Die junge Frau platzte mit der Frage heraus bevor sie sich gesetzt hatte. Dr. Baranyk nahm in Ruhe hinter seinem Schreibtisch Platz bevor er antwortete. „Ihr Zustand ist stabil. Im Moment haben wir sie in ein künstliches Koma gesetzt. Das macht es ihrem Körper leichter sich zu erholen. Doch sie sollte bis zu ihrer Genesung im Krankenhaus verweilen.“ Valerya atmete erleichtert auf. „Kann ich sie sehen?“ Der Arzt nickte. „Ich werde Sie später zu ihr begleiten. Doch zuerst sollten wir noch einiges besprechen.“

Valerya nickte. „Warum haben Sie meine Tochter als Privatpatientin aufgenommen? Sie wissen, dass ich das niemals bezahlen kann. Wieso also?“ Dr. Baranyk sah die junge Frau nachdenklich an. „Ich finde Sie anziehend“, sagte er unverblümt, „wenn ich durch die Heilung Ihrer Tochter Ihnen näher kommen kann, dann war das eine gute Investition.“ Die junge Frau war geschockt über die direkte Aussage des Arztes. Sie war nicht überrascht, dass sie für etwas mit Sex bezahlen sollte, doch keiner war bisher so direkt wie er. „Es ist nicht das erste Mal, dass mich jemand um Sex für eine Leistung bittet.“ Valerya hatte keine Probleme damit, auch wenn sie sich total schlecht fühlte ihren Körper so zu benutzen. Doch es geht um ihre Tochter und für sie würde sie jeden Preis bezahlen.

Dr. Baranyk schüttelte den Kopf. „Ich werde Sie nicht zum Sex zwingen. Das ist unter meiner Würde. Gehen Sie mit mir aus, lernen Sie mich kennen und wenn ich Ihnen gefalle, dann können wir über eine Beziehung sprechen.“ „Beziehung?“ Dr. Baranyk überraschte sie schon wieder. Warum wollte er eine Beziehung haben? Warum ausgerechnet mit ihr? „Ich… ich weiß nicht was ich sagen soll.“ Der Arzt lächelte sie freundlich an. „Denken Sie darüber nach. Doch nun sollten wir erst einmal zu Ihrer Tochter gehen.“ Valerya nickte nur und folgte ihm schweigend. Ihre Gedanken überschlugen sich. Was sollte sie tun?

BlackShial
11.10.2014, 20:34
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.pngMit einer schwungvollen Handbewegung befreite die Frau im mittleren Alter ihr Haar aus dem festen Griff ihres Kittels, der ihren Körper feingebügelt umschloss, wie eine zweite Haut. Dennoch trug sie ihn offen, so dass man problemlos das perfekt sitzende Kostüm darunter erkennen konnte, an dessen Schnitt allein schon unschwer der Wert einzuschätzen war.
In fließender Bewegung erhob sie sich aus dem Wagen, ließ dabei die eisblauen Augen über die Straße wandern, zu dem großen Gittertor, den kunstgerecht gepflasterten Weg dahinter, bis hin zu dem eindrucksvollen Gebäude. Es war wie ein unüberhörbarer Schrei des Geltungsbedürfnisses, der von der alten, aber im besten Zustand gehaltenden Fassade widerhallte und deutlich machte, unter welchen Unzulänglichkeiten diese Leute wohl leiden mussten. Welch traurige Existenz.
Doch wollte die Rothaarige nicht weiter darüber sinnieren, wie die Leute wohl wirklich waren, auf die sie in wenigen Augenblicken treffen würde - sondern sich ein eigenes Bild machen. Auch wenn sie sich sicher war, dass ihre Erwartungen in jeglicher Art und Weise vollends erfüllt werden.
Letztendlich war es jedoch vollkommen irrelevant, um welche Art von Personen es sich bei den Kandidaten handelte. Ob nun verzogene Gören, die dachten ihnen würde die Welt gehören, aber noch nicht einmal im Stande waren sich ohne die Hilfe ihrer Hausangestellten die feinen Seidenstrumpfhosen anzuziehen - was auf so ziemlich jedes Mädchen zutraf, dass in pekuniärer Opulenz aufwuchs - oder von Selbstzweifeln geplagte Bälger, die ihren Alltag in einsamer Melancholie weinend in einem viel zu großen, unnötig prunkvoll eingerichteten Zimmer verbrachten.
Kazue schnalzte verächtlich mit der Zunge, als sie sich herumdrehte, leicht herabbeugte und nach ihrer Aktentasche griff, die sie immer hinter ihrem Sitz auf die Rückbank legte. Gerade als sie mir ihren schlanken Fingern das edle, weiße Leder berührte, signalisierte ihr die MNE, dass ein Anruf hereinkam. Unbeeindruckt hob sie die Tasche an, legte diese auf dem frisch polierten Wagendach ab und widmete sich - noch während sie die Autotür schloss - gänzlich dem Anrufer.
Eine ihr nur zu bekannte Stimme meldete sich zu Wort, ohne dass sie etwas hatte sagen müssen - signalisierte doch allein das kaum hörbare Klicken, dass sie den Anruf entgegengenommen hatte.
„Miss Sato? Smith-kun hier. Es geht um den 10 Uhr Termin mit den Yamato-Schwestern ... den Spielerinnen Nr. 15 und Nr. 9.989. Die Spielerin 9.989 hat sich leider etwas entfernt und wir müssen deswegen eine kleine Verzögerung unsererseits mitteilen ... Jedoch können sie schon mal unbesorgt mit Spielerin 15 anfangen. Wir werden kurz nach ihnen dort eintreffen ... Spielerin 9.989 kooperiert jetzt, da sie ihre Schwester nicht gefährden möchte ...“
Mit emotionslosem Blick sah sie zu dem Gebäude, welches sie bereits wenige Augenblicke zuvor schon gründlich analysiert hatte. So ... Man wollte sich also nicht an den vereinbarten Termin halten und sich widersetzen.
Kazue sagte keine Wort.
„Jedenfalls gibt es noch eine Kleinigkeit zu klären: Spielerin Nr. 9.989 ist ja jetzt ihr Eigentum, über das sie verfügen dürfen. Da wir auch noch den zuständigen Techniker mitbringen werden, wird das Platzangebot im Wagen doch etwas eng. Deswegen möchte ich ihre Erlaubnis einholen, ihr Eigentum - also Spielerin 9.989 - im Kofferraum transportieren zu dürfen ...“
Ein dunkles, sadistisches Lächeln huschte über die Lippen der Frau.
„Solange sie sicherstellen, dass alle nötigen Körperfunktionen bis zum Beginn des Dai Shi fehlerfrei funktionieren, können sie mit ihr machen was sie wollen. Ich vertraue auf ihr Urteilungsvermögen Smith-kun.“
Ungehorsam musste bestraft werden.
Es gab keinen Grund an den Methoden ihres Kollegen zu zweifeln, dennoch legte sie sich bereits ihre Vorgehensweise sorgfältig in Gedanken zurecht. Nichts hasste sie mehr, als die Verzögerung ihrer Termine und das damit einhergehende Ausbleiben von Ergebnissen.
Eigentlich hatte sich das Gespräch damit erledigt gehabt, dennoch war Kazue noch nicht gänzlich zufriedengestellt und erhob erneut ihre Stimme - hoffend das der Mann sie vorsorglich auf laut gestellt hatte.
Gut, dass sie sich zuvor die Akten zu den beiden Kandidatinnen angesehen hatte. Das Wissen um den Beweggrund der älteren Schwester war durchaus nützlich.
„Ach und Smith-kun? Lassen sie sich Zeit. So habe ich die Möglichkeit Nummer Fünfzehn kennenzulernen. Ungestört.“
Mit diesen Worten beendete sie das Gespräch, strich sich ihren Rock gerade und griff nach ihrer Aktentasche.
Es war Zeit einen Termin wahrzunehmen.

DragonGodSlayer
12.10.2014, 16:18
http://upload.worldofplayers.de/files9/dragongodslayer_1_ava_2.jpg

Am nächsten morgen wachte Mona wie jeden Tag, schon aus Gewohnheit um 6:30 Uhr auf. Sie kuschelte sich an ihren liebsten. Ich wünschte ich könnte jeden morgen neben ihm aufwachen. Hoffentlich ist das Dai Shi schnell vorbei, dann wird er seinen Vater fragen und ich kann vielleicht jeden morgen neben ihm aufwachen. Ihr Gesichtsausdruck sah sehr traurig aus und ihr liefen ein paar Tränen über ihr Gesicht. Als sie merkte, dass Chris langsam am aufwachen ist, wischte sie sich schnell die Tränen aus ihrem sonst so wunder schönem Gesicht und küsste ihn wach. „Guten morgen, hast du gut geschlafen?“ „Morgen, wenn ich neben dir liege schlafe ich immer ausgezeichnet meine Hime.“ Die beiden blieben noch kurz zusammen im Bett liegen und küssten sich, bis Mona auf die Uhr sah und merkte, dass sie gleich anfangen müsse zu arbeiten. Sie stieg aus dem Bett, ging in Richtung ihrer Klamotten. Doch bevor sie anfing sich wieder anzuziehen, drehte sie sich nochmal zu Chris um und sagte: „Präge dir diesen Anblick gut ein, nicht das du ihn vergisst, wenn du ihn längere Zeit nicht siehst.“ Nachdem sie dies ausgesprochen hatte, grinste sie und begann sich anzuziehen. Kurz nachdem sich Mona fertig angezogen hatte öffnete sich die Zimmertür und jemand eine Person vom Dienstpersonal trat ein. „Guten Morgen Herr Shihô, ich bin hier um Sie zu wecken, da sie bald los müssen“, als er Mona bemerkte fügte er noch folgendes hinzu, „Mona, was machst du hier?“ Sowohl Chris als auch Mona zuckten zusammen und hofften nur, dass ihre Beziehung nicht aufgeflogen sei. Mona reagierte schnell und beantwortete die Frage. „Ich kam ebenfalls her um den jungen Meister zu wecken, da ich dachte er wolle noch etwas essen, bevor er zurück fahren müsse. Also junger Herr, wenn Sie noch etwas frühstücken wollen sollten Sie sich beeilen, da Sie in zwanzig Minuten zu Ihrer Wohnung gefahren werden.“ Sie wendete sich wieder ihrem Arbeitskollegen zu, „Ich denke wir sollten uns wieder an unsere Arbeit machen.“ Beide Angestellten der Familie Shihô verließen das Zimmer von Chris.

Puh, nur ein wenig früher und alles wäre ans Licht gekommen, wir müssen das nächste mal vorsichtiger sein. Er stand auf, zog sich seine Klamotten an und ging danach ins Esszimmer um zu frühstücken. Seine Eltern schliefen noch, da sie es nicht gewohnt waren so früh aufzustehen und nicht geweckt wurden. Um 7:20 wurde Chris vom Chauffeur seines Vaters zu seiner Wohnung gefahren,der Verkehr war besser als am Tag zuvor, und so ging die Fahrt nur zwanzig Minuten, seinen Rex hatte er natürlich mitgenommen. Als er daheim ankam, lies er seinen geliebten Rex aus seinem Käfig und lies ihn wie immer frei in seiner Wohnung rumlaufen. Nachdem er ihn danach auch geführter hatte, machte er sich auf den Weg zur Uni, an der er um 7:50 Uhr ankam. Chris war von der Nacht noch so erschöpft, dass er gerade so zum Vorlesungsbeginn im Vorlesungssaal ankam. Normalerweise waren sie zu hundert im Saal, an diesem Tag waren es nur fünfzig, also die Hälfte und Pat war unter denen, die fehlten.

Nach der ersten Vorlesung, rief er Pat mit Hilfe seiner MSE an, dieser nahm nicht ab. Nach der zweiten Vorlesung rief Pat Chris zurück.
„Hey Chris, tut mir leid, habe noch geschlafen, was wolltest du von mir?“
„Ich wollte dich eigentlich nur fragen, warum du bisher nicht zur Uni gekommen bist?“
„Ach so dass, ich habe keine Lust, da ab nächster Woche eh keine Vorlesung mehr statt findet, wegen dem Dai Shi, da kann ich meine Zeit auch so sinnvoll nutzen, ich bin ja bestimmt nicht der Einzige der so denkt, es fehlen bestimmt noch einige mehr oder?“
„Natürlich fehlen noch mehr, aber von dir hätte ich etwas anderes erwartet, also warum bist du nicht da?“
„Weil es keinen Sinn macht jetzt noch zur Vorlesung zu gehen, da ich das, was wir jetzt lernen bis zum Ende von Dai Shi und dem fortsetzen der Vorlesungen eh vergessen habe, und ich keine Lust habe meine Zeit zu verschwenden.“
Chris legte einfach auf, da er alles hatte, was er wissen wollte und es sich nicht rentieren würde noch mehr Zeit in dieses Gespräch zu investieren.

Der Rest des Vorlesung Betriebes verlief ohne nennenswerte Ereignisse. Im Gegensatz zu den sonstigen Tagen, lies er sich mehr Zeit als sonst um die Universität zu verlassen und nach Hause zu gehen. Er machte sich Gedanken darüber, was er für eine Aufgabe während des Dai Shi zu übernehmen solle. Des weiteren dachte er über einen möglichen Charakter nach, er kam aber bei keinem der beiden Themen voran, da seine Gedanken immer wieder zu seiner Mona wanderten, wie jedes mal, wenn er nach längerer Zeit mal wieder bei ihr war. Daheim angekommen kümmerte er sich erst mal etwas um den Haushalt und um Rex. Er versuchte damit seine Gedanken von Mona fern zu halten, da es zurzeit wichtigere Dinge gibt, über die er nachdenken musste.

http://upload.worldofplayers.de/files9/dragongodslayer_1_ava_2.jpg

Durch das plötzliche auftreten von Magenschmerzen wachte er auf. Mit halb geöffneten Augen und noch fast am schlafen sah er wie etwas auf seinem Bauch Trampolin sprang, als er dies sah wurde er sofort hellwach. „Rex was soll diese Scheiße? Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du nicht ins Bett darfst?“, Rex rannte schnell weg, „Jetzt abhauen, das ist ja mal wieder Typisch für dich, ich weis das du mich verstanden hast, sonst würdest du ja nicht abhauen,“ sagte er in einem bösen Tonfall. Wenn ich jetzt eh schon wach bin, kann ich auch gleich aufstehen. Er stand von seinem Bett auf und ging ins Badezimmer. Dort angekommen stieg er sofort in die Dusche, er musste sich nicht ausziehen, da er immer nackt schlief.

Nach dem er sich geduscht hatte ging er wie jeden Tag, nachdem er sich angezogen hatte in die Küche und machte sich sein Frühstück. Mit diesem setzte er sich vor den Fernseher und schaute sich während des essen die Nachrichten an. Das Hauptthema war natürlich Dai Shi, es wurde über die bisherigen Informationen, die Spieler die sich bisher geoutet haben und über die vergangenen Dai Shi´s berichtet. Während er sich zum gehen gerichtet hatte bekam er eine Nachricht auf seine MNE, sie war von seinem Vater, in ihr stand, „Hallo Chris, heute Abend wirst du einen Anruf von einem meiner Freunde von Nonomoto bekommen, dieser wird dich dann über alles Informieren, was du über deine Aufgaben beim Dai Shi wissen musst und noch einiges mehr. Gruß Vater.“ Wurde aber auch langsam Zeit, dass ich etwas mehr erfahre. Aber ich glaube ich sollte nun los, sonst komme ich noch zu spät zur Uni. Er gab Rex noch geschwind sein essen, aber nur die Hälfte seiner sonstigen Portion, da er immer noch sauer war, danach fuhr er mit dem Fahrrad wie immer zur Uni.

Als er am späten Nachmittag wieder in seiner Wohnung angekommen war, ruhte er sich erst mal etwas aus. Nachdem er sich ausgeruht hatte setzte er sich vor seinen Computer und lies die VI Informationen über die bisherigen Dai Shi´s heraussuchen. Während die VI die Daten zusammen sammelte fragte sich Chris, was für einen Avatar er sich erstellen solle. Er wusste, dass die Avatar Wahl eine der wichtigsten Dinge bei einem RPG war, aber um den richtigen zu erstellen benötigte man viele wichtige Informationen. Die wichtigste Information war das Ziel, welches man mit diesem Avatar erreichen wolle. Da er ja seine Aufgabe noch nicht wusste und auf jeden Fall so lange wie möglich Spielen wollte, brach er die Suche der VI ab um eine neue zu starten. Da die Suche zuvor zu lange gedauert hätte und zu ungenau gewesen wäre spezifizierte er die Suche. Er wollte nur noch Informationen über die Avatare der bisherigen Gewinner und der jeweilige Welt wissen.

Nach kurzer Zeit hatte die VI die geforderten Informationen gesammelt. Während er die gesammelten Informationen genauer durchschauen wollte, kam ein Anruf ein, er nahm in mit seiner MNE entgegen und legte das Bild des Anrufers auf den Bildschirm seines Computers. Auf dem Bildschirm erschien das Gesicht eines Mannes im mittleren alters.

„Hallo, ich bin ein Freund deines Vaters, ich fragte mich schon, wann wir dieses Gespräch endlich mal führen werde. Bei Nonomoto bin ich für die Sicherheit während des Dai Shi zuständig, Dein Vater hat dich bestimmt darüber Informiert, dass ich anrufen werde oder?“
„Hallo, ja er hatte mir mitgeteilt, dass mich jemand anruft und mich über meine Aufgaben unterrichtet. Also, was wird meine Aufgabe sein?“
Der Mann lachte kurz,
„Da hat dein Vater wirklich nicht gelogen, du kommst wirklich direkt zum Punkt. Aber bevor wir zu diesem Teil unseres Gespräches kommen, möchte ich dir nur mitteilen, was für ein Glück du hast in deine Familie geboren worden zu sein. Unter anderen Umständen währst du bestimmt vor vier Jahren oder spätestens dieses Jahr zur Teilnehme am Dai Shi ausgewählt worden, vor vier Jahren wurde dein Avatar von Belendiel schon unter die Top 20 der Teilnehmer für Dai Shi gesetzt, bis man merkte, dass du hinter diesem Avatar steckst.“
„Und woher wollen Sie wissen, dass ich nicht gewonnen hätte?“
Erneut lachte der Mann,
„Oh du bist aber sehr naiv, aber lassen wir dieses Thema. Kommen wir nun zum eigentlichen Thema, du nimmst als Teilnehmer Nummer 10.000 am Dai Shi teil und deine Aufgabe wird es sein, uns also Nonomoto über die Teilnehmer und ihre Pläne zu Informieren Außerdem sollst du ihr Vertrauen gewinnen und die anderen Aufträge, die du immer wieder bekommen wirst umsetzten.“
„Ok, und warum brauchen Sie mich um Informationen zu sammeln? Und was werden das für andere Aufträge sein?“
„Auch wenn Nonomoto viel Macht hat, können wir nicht alles was die Teilnehmer untereinander sprechen überwachen und genau da kommst du ins Spiel, du sollst genau diese Informationen sammeln und an eine Kontaktperson weiterleiten, diese wird dir noch bekannt gegeben. Was das für andere Aufträge sind kann ich dir nicht genau sagen, aber ein Auftrag könnte z. B. Sein, dass du eine Gruppe von Spielern in eine Falle locken sollst oder andere Aufträge, damit es den anderen schwerer fällt zu gewinnen. Reicht dir dies als Erläuterung zu deinen Aufgaben?“
„Ja, diese Informationen reichen mir, zumindest vorerst, muss ich noch andere Dinge wissen?“
„Ach ja stimmt, dies hätte ich fast vergessen, wir waren so frei und haben deinen Avatar entworfen, wir hoffen das alles zu deiner Zufriedenheit ist. Du kannst ihn schon mal in Belendiel testen,“ er grinste, „Wir haben ihn in deinen Belendiel Account einprogrammiert, damit du dich schon mal mit diesem vertraut machen kannst, bevor das Dai Shi anfängt. Allerdings kannst du ihn nur für 14 Ingame Stunden benutzen, danach wirst du rausgeworfen und er wird gelöscht. Wenn es keine weiteren Frage gibt, wäre dies alles.“
„Nein, ich habe alle Informationen bekommen, die ich wollte. Ich hoffe nur, dass der Avatar der für mich eingerichtet wurde auch meinen Anforderungen entspricht. Also dann lege ich mal auf, auf wieder hören.“
Chris legte auf.

Önee-sama
14.10.2014, 02:52
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23513085&viewfull=1#post23513085)

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Nana wurde um Punkt 8 Uhr geweckt.
"Aufstehen, Nana-san."
Ihre Haus-VI Rainbow sprach sanft, aber doch so, dass Nana sie bemerkte.
"Hrmmmm..."
Während Nana sich räkelte, spielte Rainbow eins der vorprogrammierten Lieder, mit denen Nana sich morgens gerne wecken ließ: Angel Beats! - Brave Song (https://www.youtube.com/watch?v=uRyj5mX_QAg). Ein Anime, den auch sie sehr gerne mochte und nicht nur ihre Schwester.
"Nee-san..."
Vorsichtig tastete sie auf die andere Seite des Bettes... und fand dieses leer vor.
Oh... sie scheint schon auf zu sein... ungewöhnlich...
Nana war normalerweise diejenige, die besser aus den Federn kam. Etwas verwundert streckte sie sich und schüttelte anschließend die restliche Müdigkeit von sich. Zu den abklingenden Lauten des Songs rückte sie die Decke zur Seite und stand auf.
Ob Nee-san Frühstück macht?
Nana lächelte bei dem Gedanken, denn das war nun gar nicht etwas, was ihre Schwester tat. Dennoch schien es nicht völlig ausgeschlossen zu sein, immerhin hatte Makoto gestern so vieles für Nana getan, damit sie nicht an die schwierige Situation denken musste...
Danke, Nee-san... ich vermisse Mutter und Vater schrecklich... aber ich glaube, mir geht es besser... ja, doch, mir geht es wirklich besser!
Trotz der schwierigen Situation, die sich wieder voll in Nana's Kopf entfaltet hatte, schaffte sie es, eine fröhliche Miene aufrecht zu erhalten. Schließlich stand da der Wunsch im Vordergrund, ihren Eltern zu helfen und nach einem wirklich erholsamen Schlaf, hatte sie genug Energie getankt, um diese Aufgabe anzugehen. Sie begab sich ins Bad und wusch sich, putzte Zähne und schließlich noch die Morgentoilette. Danach ging sie, immer noch im Nachthemd, runter in die Küche...

"Nee-san, einen guten Morgen wü-"
Doch niemand war dort und auch kein Essen war vorbereitet.
Wo...
Stutzig geworden begab sie sich ins Wohnzimmer, doch auch dort war von Makoto nichts zu sehen.
"Nee-san?"
Obwohl sie ihre Frage eher zu sich selbst gestellt hatte, reagierte Makoto's Haus-VI und Nana 2 materialisierte.
"Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich, ehrenwerte Imouto. Sind sie auf der Suche nach der ehrenwerten Onee-sama?"
Für Nana war es immer noch gruselig, dass die Haus-VI ihrer Schwester so aussah wie sie. Zögerlich antwortete sie.
"J-ja... ich suche nach meiner Schwester."
"Dann muss ich ihnen, ehrenwerte Imouto, leider mitteilen, die ehrenwerte Onee-sama hat das Haus leider verlassen."
Fassungslos ob dieser Bekundung sah Nana ihr 'Spiegelbild' an. Sie musste ein paar mal nach Luft schnappen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen.
"Warum... warum hat Nee-san das Haus verlassen? Hat sie gesagt, wo sie hin will? Wann sie wieder zurück ist?"
Sie sprach hektisch, wollte sie doch so schnell wie möglich erfahren, wo Makoto abgeblieben war.
"Es tut mir leid, ehrenwerte Imouto, aber diese Ifnormationen unterliegen der Privatsphäre. Aber ihre Schwester hat mich eine Nachricht für sie aufzeichnen lassen:
'Nana, wenn du diese Nachricht erhältst, bin ich los, das Problem mit Nonomoto lösen! Ich habe einen Plan und bin auch bald wieder zurück! Bitte mache dir keine Sorgen und schließe dich im Haus ein, bis du von mir hörst! Deine Nee-san, Makoto!'
Nana's Knie wurden plötzlich weich und sie schwindelte. Sie sackte auf das große Sofa, neben dem sie gestanden hatte und sank darauf zusammen.
Nee-san.. warum? Warum lässt du mich alleine? Warum nur!?
All die Sorgen, die sie gestern hatte und heute morgen nur noch wie ein ferner Traum gewirkt hatten, waren mit einem Schlag wieder da. Das ihre Eltern von Nonomoto Enterprises gefangen gehalten wurden. Das ihr Schicksal auf den kleinen Schultern von ihr ruhten... und jetzt war auch ihre große Schwester nicht da, um sie tröstend in den Arm zu nehmen oder ihr liebevoll über den Kopf zu streicheln. Sie war plötzlich ganz alleine. Bei dieser Erkenntnis zog Nana ihre Beine an sich, nahm ein großes Kissen des Sofa, legte das über ihren Körper und merkte, wie erste Tränen ihre Wange herab kullerten.
"Nee-san... wo bist du hin? W-warum lässt du mich alleine? I-ich... ich..."
Ihre Worte endeten in einem erstickten Schluchzen, als sie ihr Gesicht ins Kissen drückte.
"Ehrenwerte Imouto, kann ich ir-"
"NEIN! Nein, kannst du nicht... verschwinde einfach... bitte..."
Nana's Kopf war sofort hochgeschossen und sie hatte das erste Wort noch förmlich geschrien. Doch augenblicklich erstarb ihre Stimme zu einem Flüstern. Das schien jedoch gereicht zu haben, denn Nana 2 entmaterialisierte einfach und ließ sie allein im Wohnzimmer zurück. Das war ihr aber egal, sehnte sie sich doch nach dem Kontakt mit ihren Eltern und ihrer Schwester. Nana vergrub ihren Kopf wieder in dem Kissen und der Stoff davon saugte gierig ihre jetzt endlos kommenden Tränen auf...

Nach einer Weile versiegte die Flüssigkeit aus ihren Augen, dennoch blieb sie noch lange danach so mit dem Gesicht im Kissen sitzen.
Nee-san... wann kommst du endlich wieder? Bitte mach keine Dummheiten... und wenn du kannst, melde dich doch mal mit einem An-
Plötzlich machte es 'Klick' in Nana's Gedanken und sie hob ruckartig ihren Kopf. Dann schlug sie sich die flache Hand auf die Stirn.
"Natürlich! Das ich nicht gleich drauf gekommen bin! Rainbow!?"
Ohne nennenswerte Verzögerung materialisierte ihre Haus-VI direkt im Wohnzimmer
"Ja?"
"Ruf sofort meine Schwester an! Lass es mehrmals klingeln zu Not..."
Doch die nächsten Minuten verstrichen, ohne dass sich Erfolg einstellte...

Nana saß jetzt teilnahmslos auf dem Sofa und blickte nur hin und wieder auf. Bis sich Rainbow plötzlich meldete.
"Nana, ich möchte dich darauf hinweisen, dass eine wichtige Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises am Grundstück angekommen ist. Es handelt sich um Frau Doktor Kazue Sato. Durch die von Nonomoto Enterprises vorgenommene zusätzliche Programmierung, bin ich dazu verpflichtet, ihr den Eintritt zu gewähren. Ich habe sie bereits durch das Haupttor gelassen und sie wird jeden Moment an der Tür sein."
Furchtsam blickte Nana auf und vernahm dann das Geräusch von Schritten im Eingangsbereich... Die Tür hatte sie nicht gehört, diese öffnete aber auch völlig geräuschlos. Nur im Nachthemd, drückte sie das Kissen ganz fest an sich und ihr verheultes Gesicht schaute Richtung Eingangsbereich...

Annalena
14.10.2014, 19:02
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Valerya saß regungslos auf einem der harten Stühle im Wartezimmer des Krankenhauses. Die weißen sterilen Wände schienen sie zu erdrücken. Katya war gestorben. Noch immer konnte sie das Unfassbare nicht fassen. Ihr kleines Mädchen war gestorben. Ja, Dr. Baranyk konnte sie wiederbeleben, doch das rüttelte nichts an der Tatsache, dass ihr Sonnenschein gestorben war. Patienten und Besucher gingen im Wartezimmer ein und aus. Valerya bekam von all dem nichts mit. Neue Tränen rannen ihre Wangen hinunter als sie wieder das Bild des leblosen Körpers ihrer Tochter vor sich sah. Dieses Bild, dass sich in ihr Gehirn eingebrannt hatte, und das sie nie wieder vergessen würde. Die Zeit schien sich endlos hinzuziehen und Minuten kamen ihr wie Stunden vor.

„Frau Ivancyk?“ Die junge Frau schreckte auf als sie ihren Namen hörte. „Ja“, sagte sie mit belegter Stimme. Die Krankenschwester sah sie an. „Folgen Sie mir bitte.“ Valerya nickte und stand auf. Sie folgte der Schwester, die mit raschem Schritt durch die Gänge des Krankenhauses lief. In einem kleinen Raum machten sie Halt. „Setzen Sie sich.“ Die Schwester deutete auf einen Stuhl. Valerya entging nicht wie unfreundlich die Krankenschwester war. Die Schwester setzte sich an den Schreibtisch. Sie begann etwas am Computer aufzurufen bevor sie sich wieder an Valerya wandte. „Bevor wir anfangen muss eine Sache geklärt werden. Die Informationen über Sie zeigen mir, dass Sie unmöglich den Krankenhausaufenthalt Ihrer Tochter bezahlen können. Haben Sie Geldreserven, von denen wir nichts wissen?“

Geschockt blickte Valerya die Frau an. Wie konnte sie in dieser Situation so etwas sagen? „Ich… nein. Nein, das habe ich nicht. Könnte ich in Raten zahlen?“ Die Schwester sah sie an und antwortete schnippisch. „Natürlich nicht. Wir sind hier doch nicht bei der Wohlfahrt. Wenn Sie die Kosten nicht bezahlen können, dann kann Ihre Tochter hier nicht behandelt werden.“ Valeryas Augen weiteten sich. „Aber… aber meine Tochter wird sterben… sie war doch schon…“ Valerya schniefte leise und putzte sich die Nase. Die Schwester zuckte nur mit den Schultern. „Es ist ganz sicher nicht mein Problem, dass Sie nicht das nötige Geld haben.“ Hoffnungslos sank Valerya in sich zusammen.

Plötzlich öffnete sich die Tür und Dr. Baranyk trat ein. „Hier sind Sie Frau Ivancyk. Ich habe Sie schon gesucht.“ Die Schwester änderte ihre Mine sofort und sah den Arzt freundlich an. „Verzeihen Sie Dr. Baranyk, aber ich muss noch die formellen Dinge mit Frau Ivancyk klären.“ Dr. Baranyk musterte die Schwester. „Gibt es ein Problem?“ Die Schwester bedachte Valerya mit einem finsteren Blick. „Es sieht so aus, dass Frau Ivancyk die Krankenhauskosten nicht bezahlen kann. Ich war gerade dabei sie zu informieren, dass wir ihre Tochter deswegen nach Hause schicken müssen.“ Valerya wischte sich die Tränen weg. Wieder einmal spürte sie die Kaltherzigkeit der Gesellschaft. „Dann sollten Sie Ihre Daten aktualisieren, Schwester Olga, Katya Ivancyk ist meine Privatpatientin. Die Kosten für sie gehen das Krankenhaus nichts an.“ Geschockt blickte Olga den Arzt an. Dann tat sie wie geheißen. Es stimmte, was Dr. Baranyk sagte. Mit einem freundlichen, falschen, Lächeln wandte sie sich an Valerya. „Verzeihen Sie meine Voreiligkeit Frau Ivancyk. Ich überlasse Sie nun Dr. Baranyk. Er wird alles Weitere mit Ihnen besprechen.“

Dr. Baranyk sah die Schwester kalt an bevor er sich an Valerya wandte. „Kommen Sie bitte mit. Wir gehen in mein Büro und besprechen alles dort.“ Valerya folgte dem Arzt verwirrt. Was war gerade passiert? Das Büro von Dr. Baranyk war sehr luxuriös eingerichtet. Doch das war für einen Arzt von Nonomoto Enterprises sicherlich nicht ungewöhnlich. „Wie geht es Katya?“ Die junge Frau platzte mit der Frage heraus bevor sie sich gesetzt hatte. Dr. Baranyk nahm in Ruhe hinter seinem Schreibtisch Platz bevor er antwortete. „Ihr Zustand ist stabil. Im Moment haben wir sie in ein künstliches Koma gesetzt. Das macht es ihrem Körper leichter sich zu erholen. Doch sie sollte bis zu ihrer Genesung im Krankenhaus verweilen.“ Valerya atmete erleichtert auf. „Kann ich sie sehen?“ Der Arzt nickte. „Ich werde Sie später zu ihr begleiten. Doch zuerst sollten wir noch einiges besprechen.“

Valerya nickte. „Warum haben Sie meine Tochter als Privatpatientin aufgenommen? Sie wissen, dass ich das niemals bezahlen kann. Wieso also?“ Dr. Baranyk sah die junge Frau nachdenklich an. „Ich finde Sie anziehend“, sagte er unverblümt, „wenn ich durch die Heilung Ihrer Tochter Ihnen näher kommen kann, dann war das eine gute Investition.“ Die junge Frau war geschockt über die direkte Aussage des Arztes. Sie war nicht überrascht, dass sie für etwas mit Sex bezahlen sollte, doch keiner war bisher so direkt wie er. „Es ist nicht das erste Mal, dass mich jemand um Sex für eine Leistung bittet.“ Valerya hatte keine Probleme damit, auch wenn sie sich total schlecht fühlte ihren Körper so zu benutzen. Doch es geht um ihre Tochter und für sie würde sie jeden Preis bezahlen.

Dr. Baranyk schüttelte den Kopf. „Ich werde Sie nicht zum Sex zwingen. Das ist unter meiner Würde. Gehen Sie mit mir aus, lernen Sie mich kennen und wenn ich Ihnen gefalle, dann können wir über eine Beziehung sprechen.“ „Beziehung?“ Dr. Baranyk überraschte sie schon wieder. Warum wollte er eine Beziehung haben? Warum ausgerechnet mit ihr? „Ich… ich weiß nicht was ich sagen soll.“ Der Arzt lächelte sie freundlich an. „Denken Sie darüber nach. Doch nun sollten wir erst einmal zu Ihrer Tochter gehen.“ Valerya nickte nur und folgte ihm schweigend. Ihre Gedanken überschlugen sich. Was sollte sie tun?

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Valerya saß schon einige Stunden am Krankenbett ihrer Tochter. Katya war immer noch sehr blass, doch sie atmete etwas ruhiger. Die Maschinen, die an ihrem kleinen Körper angeschlossen waren, gaben regelmäßig piepende Töne von sich. Die junge Frau jedoch hörte diese nicht mehr. Ab und zu kam eine Schwester hinein und sah nach ihrer Tochter. Doch es schien keinen Grund zur Besorgnis geben. Ihr MNE meldete sich plötzlich und streckte Valerya aus ihren Gedanken. Sie aktivierte es.

„Ja?“

„Wo zum Teufel bist du? Hast du eine Ahnung wie spät es ist? Verdammt, Valerya, der Laden ist voll und du tauchst einfach nicht auf.“

„Boris?“

„Ja verflucht. Also was ist?“

„Es tut mir leid. Meine Tochter…“

„Es ist mir egal was mit deinem Balg ist. Du bist innerhalb von 5 Minuten da oder du wirst es bereuen.“

„Ich bin im Krankenhaus. So schnell kann ich nicht…“

„Schön! Wie du willst. Du bist gefeuert. Wann immer das gnädige Fräulein Zeit hat, kannst du deine Sachen holen.“

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren beendete Boris die Verbindung. Fassungslos starrte Valerya an die Wand. Was war gerade passiert? Sie schlug ihre Hände vor den Mund um ein lautes Schluchzen zu dämpfen. Sie hatte gerade ihren Job verloren. Warum passierte so viel Unglück auf einmal? Eine warme Hand legte ich auf ihre Schulter und sie zuckte zusammen. „Was ist passiert?“ Dr. Baranyk blickte sie besorgt an. Katya ging es den Umständen entsprechend gut. Das dürfte nicht das Problem sein. Valerya stand auf und warf sich weinend in seine Arme. Er zögerte nicht lange und umarmte sie. Nachdem sie sich beruhigt hatte löste sie sich aus seinen Armen und drehte sich um. Mit dem Handrücken wischte sie die Tränen weg. „Ich habe gerade meine Arbeit verloren“, sagte sie leise, „ich habe ganz vergessen Bescheid zu sagen.“ Sie lachte verbittert. „Nicht das es Boris gekümmert hätte was mit meiner Tochter ist.“

Dr. Baranyk blickte sie mitfühlend an. Er konnte sich nicht vorstellen, was die arme Frau in ihrem Leben bisher durchmachen musste. „Es tut mir leid das zu hören. Deswegen fällt es mir nicht leicht es jetzt zu sagen.“ Valerya wirbelte herum und sah ihn mit weiten Augen an. „Ist etwas mit Katya?“ Er schüttelte den Kopf. „Nein. Doch ich muss bei Ihnen noch die Vorbereitungen für Dai Shi machen. In zwei Tagen fängt es nämlich an.“ Valerya nickte leicht. „Kommt, ich bringe Sie nach Hause.“ Die junge Frau sah noch einmal nach ihrer Tochter bevor sie ihre Jacke und Handtasche nahm. Dann folgte sie dem Arzt nach draußen.

Es wurde langsam dunkel als die Beiden in ihrer Wohnung ankamen. Sie legte ihre Sachen ab und wandte sich an den Arzt. „Möchten Sie etwas trinken?“ Dr. Baranyk nickte. „Danke, ich nehme einen Tee, wenn Sie haben.“ Bevor sie den Tee zubereitete schaltete sie ihren Computer an. Dann begab sie sich in die Küche. Nur kurze Zeit später war der Tee fertig und sie schenkte sich Beiden eine Tasse ein. Das Tablett mit dem Tee stellte sie auf den kleinen Tisch im Wohnzimmer und setzte sich neben den Arzt auf die Couch. Dieser erläuterte ihr kurz wie die Neuralverbindung funktionierte. „Ich verstehe. Dann sollten wir diese Kapsel wohl einsetzen.“

Sie erhob sich und begab sich zu dem kleinen Tisch auf dem der Rechner stand. „Was ist jetzt los?“ Der Monitor war schwarz. Valerya klopfte auf den Monitor, doch nichts passierte. Sie schaltete den Monitor aus und wieder ein. Dieser schien zu funktionieren. Lag es an dem Rechner selbst? Die junge Frau bückte sich um den Reset-Knopf zu drücken. Kaum berührte sie den Knopf gab es einen Knall sie bekam einen kleinen elektrischen Schlag. Erschrocken sprang sie auf. Dr. Baranyk war sofort bei ihr. „Alles in Ordnung?“ Valerya sank auf die Knie. Ihr Rechner war kaputt und sie hatte kein Geld einen neuen zu kaufen. Hatte sich alles gegen sie verschworen? Wie würde Nonomoto Enterprises reagieren, wenn sie kein Dai Shi spielen konnte?

Annalena
17.10.2014, 19:46
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Yuudai strahlte sie triumphierend an. Nun hatte er sie zumindest beruflich an sich gebunden. Das private würde bald folgen. Er begleitete sie an ihren Schreibtisch und die junge Frau setzte sich hin. Yuudai stellte sich hinter sie und beugte sich hinab. Akari spürte die Wärme seines Körpers und seinen Atem auf ihrer Haut. Sie unterdrückte ein wohliges Schaudern. „Da du nur gelegentlich Belendiel gespielt hast, solltest du etwas üben.“ Junge Frau nickte und startete das Spiel. Yuudai gab ihr die Daten, mit denen sie sich einloggen sollte. Das tat sie und schon bald kam sie zum Erstellungsbildschirm des Charakters.

Merkwürdigerweise war schon einen Charakter abgespeichert. Sie runzelte die Stirn. „Was ist das? Wieso ist ein Charakter schon gespeichert?“ Der junge Mann beugte sich noch näher zu ihr. Hatte er ihr gerade den Hals geküsst? Oder bildete sie sich das nur ein. Anscheinend hatte sie sich das eingebildet, denn er fuhr einfach fort. „Ich habe mir erlaubt dir schon einen Charakter zu erstellen. Der gefallene Engel passt sehr gut zu dir, meine Schöne.“ Geschockt holte sie tief Luft als sie den Charakters sah. Er ähnelte ihr stark als sie noch jung war. „Woher…“ Akari stoppte den Satz selbst. Natürlich wusste er wie sie als Mädchen ausgesehen hatte.

Yuudai sprach ein paar Kommandos und der Computer startete Belendiel. „Was machen Sie da, Fushida-sama?“ Akari war erstaunt. War es denn erlaubt mit dem Charakter von Dai Shi schon vorher zu spielen? Der junge Mann grinste. „Ein Vorteil für dich meine Schöne. Du kannst dich schon einmal mit dem Charakter vertraut machen. Keine Sorge, sobald du dich ausloggst werden alle Skills und Werte zurückgestellt. Niemand wird es bemerken, dafür habe ich gesorgt.“ War das nicht Betrug? Doch dann seufzte sie leise. Was erwartete sie denn von Nonomoto Enterprises? Das sie fair sind?

Der junge Mann ging an seinen eigenen Schreibtisch und überließ Akari sich selbst. Diese verbrachte den ganzen Tag damit sich mit ihrem Charakter vertraut zu machen und ihre Kenntnisse über Belendiel aufzufrischen. Nach anfänglichen Mühen gelang es ihr dann doch recht schnell wieder zurück in das Spiel zu finden. Akari musste auch zugeben, dass es viel Spaß machte. Ehe sie sich versah war es Abend. Die junge Frau schaltete den Rechner ab, stand auf und streckte sich. Ihr Magen erinnerte sie daran, dass sie etwas zu Essen zu sich nehmen sollte. Yuudai war nicht im Zimmer. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass er es verlassen hatte.

Sie verließ das Arbeitszimmer um in die privaten Räume der Villa zu gehen. Mit raschen Schritten bog sie um die Ecke und wäre fast mit einem jungen Mann zusammengestoßen. Der junge Mann konnte gerade noch ihre Oberarme greifen und ersparte ihr die unerfreuliche Bekanntschaft mit dem harten Boden. „Dankeschön und Verzeihung, dass ich sie angerempelt habe.“ Der junge Mann lächelte sie freundlich an. „Es ist ja nicht passiert. Alles in Ordnung? Haben Sie sich wehgetan?“ Akari blickte den jungen Mann nun genauer an. Er war sehr attraktiv. „Es ist alles in Ordnung mit mir.“ Sie lehnte sich näher zu ihm so dass sie in fast berührte. „So“, begann sie, „interessiert an Sex?“

Der junge Mann starrte sie an als hätte er einen Geist gesehen. Warum reagierten die Männer immer so geschockt, wenn sie nach Sex fragte? „Ähm… also…“ Akari seufzte. „Ja oder nein. Eine einfache Antwort auf eine einfache Frage. Warum ist das so schwer?“ Der junge Mann schüttelte den Kopf und zuckte dann mit den Schultern. „Warum nicht? Gehen wir auf mein Zimmer?“ Die junge Frau nickte und stellte sich auf die Zehenspitzen um ihn einen Kuss zu geben. Bevor sich ihre Lippen jedoch berührten schrie der Mann auf. „Was ist los?“ Der Mann blickte plötzlich nach unten. „Verdammtes Mistvieh! Warum hast du mich gekratzt?“

„Miau?“

Nun blickte auch Akari nach unten. Neben dem Bein des Mannes saß Rollo. Eine Pfote, mit ausgezogenen Krallen, hatte er noch erhoben. Der Mann hob gerade sein Bein um nach der Katze zu treten als eine kühle Stimme ihn unterbrach. „Was geht hier vor?“ Beide drehten sich um und der junge Mann wurde bleich. Er senkte sein Bein sprach zittrigen Stimme. „Fushida-sama. Ich…“ Akari warf die Arme in die Luft. „Ich bin raus hier. Das ist mir zu viel Drama.“ Dann drehte sie sich um und ließ die beiden Männer allein. Yuudai blickte ihr nach bevor er sich wieder dem jungen Mann zuwandte. „Wie waren meine Regeln bezüglich Akari Ito?“ Der Mann wurde noch bleicher. “Ich wusste nicht, dass sie Ito-sama ist. Das schwöre ich.“ Yuudai blickte ihn nur kalt an. „Eine bessere Ausrede fällt Ihnen nicht ein? Ihr und jeder andere meiner Angestellten wissen, wer Ito-sama ist und wie sie sich ihr gegenüber verhalten sollen.“ Nervös senkte der junge Mann den Kopf. „Verzeiht, Fushida-sama.“ „Genug! Sie sind gefeuert. Packen Sie Ihre Sachen und verschwinden Sie.“

Geschockt schnellte der Kopf des Mannes nach oben. „Das können Sie nicht tun? Ich habe einen Vertrag…“ Yuudai blickte ihn nur kalt an. Er aktivierte sein MSE und gab ein paar Befehle. „Jetzt nicht mehr.“ Laut fluchend drehte sich der junge Mann um und ließ Yuudai allein. Yuudai blickte ihm nach und grinste. Das war gerade noch einmal gut gegangen. Als er Akari zusammen mit seinem ehemaligen Angestellten sah, eilte er sofort zu ihnen. Ein lautes Schnurren ließ ihn nach unten blicken. Er hockte sich hin und streichelte Rollo, dessen Schnurren lauter wurde. „Gut gemacht mein Dickerchen.“

„Miau!“


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Rollo-Bonus

Rollo absolvierte gerade seine abendliche Runde durch seine Villa. Auf einem der Gänge traf er seine Zweite Dienerin. Freudig näherte er sich ihr. Doch seine Freude war sofort getrübt als er den untrüglichen Geruch der Begattungsbereitschaft schnupperte. Was war das? Wie konnte ein niederer Diener es wagen seine Zweite Dienerin zu begatten? Schon der Gedanke des niederen Dieners daran war, in den Augen von Rollo, eine unglaubliche Respektlosigkeit ihm gegenüber. Zielsicher lief er auf den niederen Diener zu, hob seine Pfote mit ausgefahrenen Krallen und ließ ihn spüren was er von seinem Fehlverhalten hielt. Zum Glück für den niederen Diener kam sein Erster Diener. Gut. Sollte dieser die Bestrafung übernehmen. Der niedere Diener entfernte sich und Rollo erlaubte seinem Ersten Diener ihn zu streicheln.

Bald folgte der Erste Diener der Zweiten Dienerin. Zufrieden miaute Rollo kurz und setzte seinen Rundgang draußen fort. Er besuchte seinen Harem und überlegte, welche seiner Katzendamen er beglücken konnte. Doch dann sah er sie. Kurzes silbernes Haar glänzte in der Sonne. Pfoten, die scheinbar endlos waren. Goldgelbe Augen, die wie Goldfische glänzten. Ein langer seidiger Schwanz schwang grazil über den Boden. Rollo war verzaubert. Er musste sie haben.

Rollo setzte sich und machte eine schnelle Katzenwäsche. Wenn er gewusst hätte, welcher Grazie er begegnen würde, dann hätte er sich intensiver gepflegt. Mit festem Schritt schlich er auf sie zu. Dann setzte er sich in angemessenen Abstand wieder hin. Die Schöne blickte ihn an und Rollo schnurrte. Langsam erhob sich die Katzendame und ging auf ihn zu. Sie schnupperte und miaute leise. Ihre Stimme war wie Katzenmusik in seinen Ohren. Er hob seine Vorderpfoten um ihr zu zeigen, was er ihr anzubieten hatte. Seine Schöne kam näher und rieb ihren Kopf an seiner Brust. Dann drehte sie sich um blickte verführerisch zurück. Sie miaute ihr Einverständnis und Rollo reagierte sofort. Er nahm sie in Rollo-Manier in seinen Harem auf.

Miau!

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Akari erwachte frustriert nach einem weiteren Tag ohne Sex. In letzter Zeit lief es wirklich nicht gut für sie. Nach einer kalten Dusche fühlte sie sich wenigstens etwas besser. Sie ging ins Esszimmer und sah, dass der Tisch schon gedeckt war. Zu ihrem Bedauern war Yuudai auch schon wach. „Guten Morgen meine Schöne.“ Akari ließ sich ziemlich unelegant auf den Stuhl plumpsen. „Morgen.“ Der junge Mann blickte auf als er ihren kurzen Gruß hörte. „Hast du schlecht geschlafen?“ Sie platzierte beide Hände auf den Tisch und sah ihn missmutig an. „Natürlich habe ich das. Ich hatte jetzt schon wer weiß wie lange keinen Sex und das frustriert mich. Wie soll ich mich so auf das blöde Spiel konzentrieren?“

Sie drückte sich nach oben und lehnte sich über den Tisch. „Heute gehe ich aus und wehe irgendetwas kommt mir in die Quere.“ Akari setzte sich wieder hin und aß schweigend ihr Frühstück als ob nichts gewesen wäre. Yuudai sah sie mit unbewegter Miene an. Das konnte er nicht zulassen. Er konnte ja nicht immer auf einen Zufall hoffen, der ihm die Möglichkeit gab, einen Rivalen aus dem Weg zu schaffen ohne Verdacht zu schöpfen. Die junge Frau war inzwischen fertig und hatte ihre Arme vor der Brust verschränkt. Yuudai lächelte sie an. „Kann ich etwas für dich tun?“ Sie seufzte. „Gib meine Konten wieder frei. Ich brauche Geld. Dann gehe ich in die Stadt.“

Yuudai schüttelte den Kopf. „Du hast keine Zeit in die Stadt zu gehen. Du musst noch viel lernen. Vergiss nicht, dass morgen Dai Shi beginnt.“ Er stand auf und ging zu ihr. Langsam lehnte er sich hinunter. Sie spürte seinen warmen Atem als er in ihr Ohr flüsterte. „Ich kann dir mit deinem Problem helfen. Du musst mich nur fragen.“ Yuudai gab ihr einen sanften Kuss auf ihr Ohrläppchen und sie hatte alle Mühe den Drang zu unterdrücken ihm die Kleider vom Leib zu reißen. Ruckartig stand sie auf. „Ich bin dann im Arbeitszimmer.“ Sie wirbelte herum und stürmte, gefolgt von seinem Lachen, aus dem Zimmer.

Gegen Mittag loggte sie sich aus Belendiel aus. Akari streckte sich kurz bevor sie zu Yuudai hinüberblickte. Er war sehr attraktiv und genau ihr Typ. Leider hatte er die schlechte Angewohnheit, dass er mehr von ihr als Sex wollte. Vor ein paar Jahren wäre sie sicherlich auf sein Angebot eingegangen und hätte ihn gerne näher kennen gelernt. Vielleicht wäre sogar eine Beziehung daraus entstanden. Doch nach ihrer letzten, und einzigen, Beziehung hatte sie sich geschworen, sich nie wieder so abhängig von einem Mann zu machen. „Während ich es genieße deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu besitzen meine Schöne, macht es mich doch etwas nervös, dass du mich so anstarrst.“

Akari erwiderte nichts und stand auf. Sie ging auf ihn zu und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Ich mache nur One-Night-Stands, doch ich könnte bei dir eine Ausnahme machen.“ Interessiert blickte er sie an, doch Akari gab ihn gleich einen Dämpfer. „Nur Sex! Sonst nichts.“ Yuudai nahm ihre Hand und küsste die Innenseite ihres Knöchels. „Während ich nichts lieber tun würde als dich dazu zu bringen meinen Namen in den Himmel zu schreien… nur Sex ist mir nicht genug.“ Er stand auf und nahm sie in seine Arme. Vorsichtig zeichnete er mit seinen Fingern die Narben auf ihren Rücken nach. „Ich bin nicht wie er. Niemals würde ich so etwas tun“, sagte er leise. Yuudai spürte wie sie anfing zu zittern und er fragte sich, ob er zu weit gegangen ist. Er zog sie näher an sich, doch mit unerwarteter Kraft stieß sie ihn zurück.

Entsetzt sah er wie Tränen über ihre Wangen liefen und sein Herz verkrampfte sich. „Akari…“ Sie schüttelte nur den Kopf. „Es überrascht mich nicht, dass Sie davon wissen, Fushida-sama. Lassen Sie mich in Ruhe.“ Dann rannte sie aus dem Zimmer. Yuudai fühlte sich jetzt wie der letzte Arsch. Er hätte nicht davon anfangen sollen. Zumindest hätte er nicht so mit ihr darüber reden sollen. Wenn er könnte, dann würde er sich selbst in den Hintern treten. Yuudai hatte die üble Vorahnung, dass die Eroberung seiner Schönen jetzt noch schwerer werden würde. „Verdammt.“

BlackShial
18.10.2014, 14:03
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Nana wurde um Punkt 8 Uhr geweckt.
"Aufstehen, Nana-san."
Ihre Haus-VI Rainbow sprach sanft, aber doch so, dass Nana sie bemerkte.
"Hrmmmm..."
Während Nana sich räkelte, spielte Rainbow eins der vorprogrammierten Lieder, mit denen Nana sich morgens gerne wecken ließ: Angel Beats! - Brave Song (https://www.youtube.com/watch?v=uRyj5mX_QAg). Ein Anime, den auch sie sehr gerne mochte und nicht nur ihre Schwester.
"Nee-san..."
Vorsichtig tastete sie auf die andere Seite des Bettes... und fand dieses leer vor.
Oh... sie scheint schon auf zu sein... ungewöhnlich...
Nana war normalerweise diejenige, die besser aus den Federn kam. Etwas verwundert streckte sie sich und schüttelte anschließend die restliche Müdigkeit von sich. Zu den abklingenden Lauten des Songs rückte sie die Decke zur Seite und stand auf.
Ob Nee-san Frühstück macht?
Nana lächelte bei dem Gedanken, denn das war nun gar nicht etwas, was ihre Schwester tat. Dennoch schien es nicht völlig ausgeschlossen zu sein, immerhin hatte Makoto gestern so vieles für Nana getan, damit sie nicht an die schwierige Situation denken musste...
Danke, Nee-san... ich vermisse Mutter und Vater schrecklich... aber ich glaube, mir geht es besser... ja, doch, mir geht es wirklich besser!
Trotz der schwierigen Situation, die sich wieder voll in Nana's Kopf entfaltet hatte, schaffte sie es, eine fröhliche Miene aufrecht zu erhalten. Schließlich stand da der Wunsch im Vordergrund, ihren Eltern zu helfen und nach einem wirklich erholsamen Schlaf, hatte sie genug Energie getankt, um diese Aufgabe anzugehen. Sie begab sich ins Bad und wusch sich, putzte Zähne und schließlich noch die Morgentoilette. Danach ging sie, immer noch im Nachthemd, runter in die Küche...

"Nee-san, einen guten Morgen wü-"
Doch niemand war dort und auch kein Essen war vorbereitet.
Wo...
Stutzig geworden begab sie sich ins Wohnzimmer, doch auch dort war von Makoto nichts zu sehen.
"Nee-san?"
Obwohl sie ihre Frage eher zu sich selbst gestellt hatte, reagierte Makoto's Haus-VI und Nana 2 materialisierte.
"Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich, ehrenwerte Imouto. Sind sie auf der Suche nach der ehrenwerten Onee-sama?"
Für Nana war es immer noch gruselig, dass die Haus-VI ihrer Schwester so aussah wie sie. Zögerlich antwortete sie.
"J-ja... ich suche nach meiner Schwester."
"Dann muss ich ihnen, ehrenwerte Imouto, leider mitteilen, die ehrenwerte Onee-sama hat das Haus leider verlassen."
Fassungslos ob dieser Bekundung sah Nana ihr 'Spiegelbild' an. Sie musste ein paar mal nach Luft schnappen, um ein wenig zur Ruhe zu kommen.
"Warum... warum hat Nee-san das Haus verlassen? Hat sie gesagt, wo sie hin will? Wann sie wieder zurück ist?"
Sie sprach hektisch, wollte sie doch so schnell wie möglich erfahren, wo Makoto abgeblieben war.
"Es tut mir leid, ehrenwerte Imouto, aber diese Ifnormationen unterliegen der Privatsphäre. Aber ihre Schwester hat mich eine Nachricht für sie aufzeichnen lassen:
'Nana, wenn du diese Nachricht erhältst, bin ich los, das Problem mit Nonomoto lösen! Ich habe einen Plan und bin auch bald wieder zurück! Bitte mache dir keine Sorgen und schließe dich im Haus ein, bis du von mir hörst! Deine Nee-san, Makoto!'
Nana's Knie wurden plötzlich weich und sie schwindelte. Sie sackte auf das große Sofa, neben dem sie gestanden hatte und sank darauf zusammen.
Nee-san.. warum? Warum lässt du mich alleine? Warum nur!?
All die Sorgen, die sie gestern hatte und heute morgen nur noch wie ein ferner Traum gewirkt hatten, waren mit einem Schlag wieder da. Das ihre Eltern von Nonomoto Enterprises gefangen gehalten wurden. Das ihr Schicksal auf den kleinen Schultern von ihr ruhten... und jetzt war auch ihre große Schwester nicht da, um sie tröstend in den Arm zu nehmen oder ihr liebevoll über den Kopf zu streicheln. Sie war plötzlich ganz alleine. Bei dieser Erkenntnis zog Nana ihre Beine an sich, nahm ein großes Kissen des Sofa, legte das über ihren Körper und merkte, wie erste Tränen ihre Wange herab kullerten.
"Nee-san... wo bist du hin? W-warum lässt du mich alleine? I-ich... ich..."
Ihre Worte endeten in einem erstickten Schluchzen, als sie ihr Gesicht ins Kissen drückte.
"Ehrenwerte Imouto, kann ich ir-"
"NEIN! Nein, kannst du nicht... verschwinde einfach... bitte..."
Nana's Kopf war sofort hochgeschossen und sie hatte das erste Wort noch förmlich geschrien. Doch augenblicklich erstarb ihre Stimme zu einem Flüstern. Das schien jedoch gereicht zu haben, denn Nana 2 entmaterialisierte einfach und ließ sie allein im Wohnzimmer zurück. Das war ihr aber egal, sehnte sie sich doch nach dem Kontakt mit ihren Eltern und ihrer Schwester. Nana vergrub ihren Kopf wieder in dem Kissen und der Stoff davon saugte gierig ihre jetzt endlos kommenden Tränen auf...

Nach einer Weile versiegte die Flüssigkeit aus ihren Augen, dennoch blieb sie noch lange danach so mit dem Gesicht im Kissen sitzen.
Nee-san... wann kommst du endlich wieder? Bitte mach keine Dummheiten... und wenn du kannst, melde dich doch mal mit einem An-
Plötzlich machte es 'Klick' in Nana's Gedanken und sie hob ruckartig ihren Kopf. Dann schlug sie sich die flache Hand auf die Stirn.
"Natürlich! Das ich nicht gleich drauf gekommen bin! Rainbow!?"
Ohne nennenswerte Verzögerung materialisierte ihre Haus-VI direkt im Wohnzimmer
"Ja?"
"Ruf sofort meine Schwester an! Lass es mehrmals klingeln zu Not..."
Doch die nächsten Minuten verstrichen, ohne dass sich Erfolg einstellte...

Nana saß jetzt teilnahmslos auf dem Sofa und blickte nur hin und wieder auf. Bis sich Rainbow plötzlich meldete.
"Nana, ich möchte dich darauf hinweisen, dass eine wichtige Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises am Grundstück angekommen ist. Es handelt sich um Frau Doktor Kazue Sato. Durch die von Nonomoto Enterprises vorgenommene zusätzliche Programmierung, bin ich dazu verpflichtet, ihr den Eintritt zu gewähren. Ich habe sie bereits durch das Haupttor gelassen und sie wird jeden Moment an der Tür sein."
Furchtsam blickte Nana auf und vernahm dann das Geräusch von Schritten im Eingangsbereich... Die Tür hatte sie nicht gehört, diese öffnete aber auch völlig geräuschlos. Nur im Nachthemd, drückte sie das Kissen ganz fest an sich und ihr verheultes Gesicht schaute Richtung Eingangsbereich...
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.pngSie hätte es wissen müssen, wurde sie doch grundsätzlich nie enttäuscht von ihrem braunhaarigen Kollegen. Er schien alles für den Termin vorbereitet zu haben, sorgfältig darauf bedacht, dass es unter Umständen zu einer Verzögerung hätte kommen können.
Was es auch tat. Doch dank der Voraussicht des Mannes war diese kaum nennenswert.
Sofort glitten die Flügel des Tores über das Pflaster – kaum das sie sich diesem genähert hatte – ohne auch nur ein einziges Knarzen von sich zu geben und geleiteten sie hinein. Selbst dafür schienen diese Menschen unnötig viel Geld auszugeben, war doch bereits ein einziger Rostfleck am Eingangstor ein Riss im mühevoll erarbeiteten - und dennoch unverdienten – Image. Mühevoll erarbeitet oder erlogen. Irgendetwas würde es schon gewesen sein.
Mit einem gleichmäßigen Klackgeräusch schritt die Frau den Weg zum Haus entlang, schenkte dabei dem gepflegten Rasen und den penibel ausgewählten Gehölzen nur bedingt Aufmerksamkeit. Gedanklich war sie bereits bei dem Gespräch mit Nummer Fünfzehn, die für Nonomoto Enterprises zu den deutlich wichtigeren Kandidaten zählte. Das es sich dabei um ein blutjunges Mädchen handelte, war für Kazue zwar vollkommen irrelevant, aber leider ein wichtiger Fakt, wenn man plante die zuverlässige Vertrauensperson zu mimen. Sie musste also auf das Mädchen eingehen und ihr beistehen, wenn diese Hilfe benötigte.
Immerhin galt es dem Publikum etwas zu liefern, was dessen Aufmerksamkeit vollends einnahm und sie gleichzeitig bis aufs Letzte ausnahm. Mit der jüngeren Generation – so zeigte es sich in den vorherigen Events – fieberten die Menschen besonders ausgiebig mit. Sobald bekannt wurde, wer sich hinter dem meist kindlich-naiv gestalteten Avatar steckte, falls dies nicht bereits seit der ersten Sekunde an deutlich gewesen war.

Auch die Eingangstür öffnete sich ohne Zögern der Rothaarigen, als diese einen Fuß auf die Schwelle setzte und sich somit direkt vor dem Hauseingang positionierte. Mit einem zufriedenen Nicken nahm sie die von Smith vorbereitete Einladung an und betrat das altehrwürdig wirkende Gebäude ohne Umschweife, dessen Vorraum allein schon offenbarte, dass einen gewiss nichts auf die prahlerische Inneneinrichtung hätte vorbereiten können. Abschätzend musterte die Frau das Innere des Hauses, versuchte herauszufinden wieso man sie nicht empfing - so wie es der Anstand gebot - und wo sie das Gör finden würde, mit dem sie verabredet war.
So leicht es ihr Smith auch machte, war es dennoch nicht einmal annähernd das, was sie erwartet hatte. Zumindest nicht von Seiten der Gastgeber. Eine bodenlose Frechheit.
Ausdruckslos schüttelte die Frau den Kopf, während sie ihre Schuhe sorgfältig vor der Schwelle zurechtrückte und sich schlussendlich in den nächsten Raum begab. Ihre Tasche presste sie dabei sachte an ihren Oberkörper, die Finger gelegentlich über das weiche Leder gleiten lassend - ein simpler Akt der Beruhigung, um sich zu sammeln und die weitere Vorgehensweise gedanklich durchzugehen.
Das Wohnzimmer war nicht schwer zu finden, befand es sich auch ohnehin nicht weit vom Eingangsbereich entfernt und zudem so gut wie zentral im Gebäude. Nummer Fünfzehn war sogar noch schneller ausfindig zu machen als jegliche unbezahlbare Inneneinrichtung, welche diesen Raum zierte und verdeutlichte, dass es einiges zu kompensieren gab. Ohne jegliche Emotion in ihren Zügen widerzuspiegeln blickte sie auf das verängstigte Gör herab und taxierte dieses mit ihren eisblauen Augen.
Einen Moment herrschte Stille. Ein Moment, in dem die Frau angestrengt nachdachte und sich versuchte an den Namen dieses Mädchens zu erinnern. Zu einfach wär es gewesen ihre MNE zur Hilfe zu nehmen.
„Yamato Nana, nehme ich an. Ich bin leider etwas zu früh, jedoch wollte ich mir nicht die Möglichkeit entgehen lassen sie persönlich kennenzulernen.“
In einem überaus höflichen Tonfall sprach die Rothaarige das Mädchen an, wollte ihr vermitteln das von ihr keine Gefahr ausging und sie tatsächlich ... nun, wichtig war. Für das Unternehmen. Nicht für sie - aber das musste das Gör ja nicht wissen.
„Mein Name ist Sato Kazue, ich bin hier um sie und ihre ... Schwester auf das bevorstehende Dai Shi vorzubereiten.“

Glorichen
19.10.2014, 22:26
http://www.nirn.de/files/23038/4701-XEA1M9/AvatarYume.png"Nein, nein! Nein! NEIN! Geh auf den Magier da hinten, den MAGIER! Der mit dem Stab, du Depp! Sasuke vergiss das Heilen nicht! Nicht nur den Tank, du musst auch Shinjo heilen, du musst den Überblick behalten! Scheiße!"
Yumemis Nerven waren wieder dünn, sehr dünn. Warum liefen denn heute wieder nur Idioten herum?
"Shinjo du Noob, jetzt renn da doch nicht so blind rein! Alles muss man selber machen!" Ein genervtes Schnauben und sie ließ ihren Echsenkrieger dem Schurken zur Hilfe springen. Mit zwei, drei Hieben und Stichen mit ihrem Speer waren die Kobolde Geschichte und die Echse fuhr herum, um mit großen Sprüngen auf den Magier zuzusprinten. Im Laufen nahm er einen Trank. Nicht zu spät, der Feuerball traf ihn direkt in die Brust - beziehungsweise auf den magischen Schild, der sich nur eine Zehntelsekunde zuvor um den Krieger herum gebildet hatte. Mit einem schnellen, galanten Stoß fuhr der Speer durch die Kehle des unglaublich kitschig und klischeehaft aussehnden Magiers.
Yumemi ließ ein Schnauben hören, während ihre Mitstreiter jubelten. "Seid mal bloß ruhig, wenn ihr vernünftig gespielt hättet, hätte ich diesen seltenen Trank nicht einsetzen müssen. Ich hab Tage gebraucht, bis ich endlich einen looten konnte. Kacknoobs!" Sie war - mal wieder - auf 180.
"Was soll das? Nicht jeder hat so viel Zeit und ist so gut wie du!", wagte einer zu mucken, während der Rest eher kleinlaut begann, Wunden zu heilen und Manatränke zu nehmen.
"Ich hab deinem SCHEISS SCHURKEN grad den haarigen Arsch gerettet! Also halt die Fresse und sei froh, dass ich überhaupt mitgemacht hab! Ihr seid eigentlich noch viel zu schwach für diesen Dungeon! Mir war nur langweilig, deswegen hab ich mich mit eingeklinkt. Irgendwie muss man ja an Geld und EP kommen!"
Yumemi schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. Warum gab es nur so viele Noobs in Belendiel? Verdammte 98% ALLER Menschen spielten dieses Spiel, und trotzdem kamen bei Milliarden an Spielern so wenige gute Spieler bei rum. Sie schnaubte erneut, sie hätte allein farmen gehen sollen. Oder sich eine Gruppe suchen sollen, die ihr zumindest zuhörten und umsetzten, was sie ihnen befahl.

Gerade wollte sie sich umdrehen und schnurstraks aus dem Dungeon, einer feuchten und moosigen Höhle voller Kobolde, marschieren, als sich plötzlich mittendrin ein Fenster öffnete. Yumemi stutzte. Das war wirklich noch nie passiert, aber ... der Inhalt des Fensters öffnete sich und mitten im Spiel, das offiziell unterbrochen war (wie ein großer Schriftzug verkündete), spulte es die Liveübertragung einer Bühne mit dem Emblem von Nonomoto Enterprises ab.
"Richtig, wir von Nonomoto Enterprises bestätigen nun offiziell, dass der nächste Dai Shi event starten wird. Als Eröffnungstermin für den Server haben wir den 13. Mai 2050 festgelegt, also in einer Woche. Die genaue Uhrzeit wird 13:13 Uhr sein, nach Greenwich Standardzeit", verkündete der geleckte Mann dort auf der Bühne, und Yumemi spürte es in ihren Fingerspitzen kribbeln. Wäre der Bildschirm physisch gewesen, hätte sie jetzt da gesessen und eben diesen angestarrt. Eine ganze lange Weile. So musste es ziemlich merkwürdig aussehen, wie sie dort auf dem Boden vor ihrem Laptop saß und in irgendeine unbestimmte Richtung starrte.
"Dai Shi ... mein erstes Dai Shi seit ich intensiv spiele ...", ihr war tatsächlich leicht schwindlig, ihre Hände und Beine kribbelten, fühlten sich etwas fremd an. Sie hatte immer irgendwie gehofft, dass es bald wieder ein Dai Shi geben würde, aber nie wirklich damit gerechnet, dass es zeitnah auftreten würde. Sie spürte ein leichtes Flattern in der Brust, ihr Puls schlug schneller. Das war Nervenkitzel pur und eine willkommene Abwechslung. Weg von all den Noobs und Idioten die sich online herumtrieben, die nächsten Wochen, vielleicht sogar Monate würde sie den Genuss haben, tausenden talentierten und guten Spielern zuzusehen, wie sie das Spiel versuchten zu perfektionieren. Und sich die Mühe machen, jeden einzelnen zu analysieren und von ihnen zu lernen.

Ein Signal ihrer Neuralverbindung riss sie aus ihren Gedanken. Das Fenster war verschwunden, das Spiel nicht mehr pausiert und ihre 'Mitstreiter' ausgeloggt. Und an ihrem Bein nagte ein Kobold. Für ihr Level war das ein Fliegenschiss, also kickte sie diesen fort und stapfte aus der Höhle. Dai Shi ... endlich!
Draußen vor der Höhle loggte sie sich aus, das musste sie jetzt erst einmal verdauen ... und feiern! Das Spiel beendete sich und sie nahm sich die Neuralverbindung vom Kopf. Wie jedes Mal rieb sie sich die Augen und brauchte eine Weile, um sich an das reale Licht zu gewöhnen. Das Ergebnis nach dem Öffnen der Augen entlockte ihr wie so häufig einen Seufzer. Sorgfältig hängte sie den Neuralverbinder an seinen Platz an der Wand, damit sie auch ja nie aus Versehen darauf trat, das Ding hatte sie genug gekostet. Dann stand sie auf und nahm die paar Schritte durch die kleine Wohnung zu ihrem Kühlschrank.
Der Blick hinein gestaltete sich enttäuschend. Sie musste dringend mal wieder einkaufen ... oder ... vielleicht besser einfach wieder den Supermarkt liefern lassen. Das ersparte ihr Zeit, und sie musste nicht den Weg auf sich nehmen. Ihre VI, die sie unterstützen sollte auf dem Weg draußen, war nicht mehr das neueste Modell - das letzte Update hatten sie ihr verweigert, da ihre jetzige Version noch als 'ausreichend' galt. Sie brummte missmutig. Blödes Pack, jeder wusste, dass es fehlerhaft war und aktuelle Änderungen im Straßen- und Bahnnetz nicht beinhaltete. Aber eine arme Socke wie sie konnte man ja in falsche Busse steigen oder zur falschen Bushaltestelle laufen lassen. Hier drinnen starrte sie wenigstens keiner an oder beschimpfte sie als 'Simulant', nur weil sie zwar mit Stock ging, aber trotzdem noch etwas sah.

Schulterzuckend griff sie nach den letzten drei Erdbeer-Daifuku und dem letzten Rest kaltem Tee, der noch auf der Anrichte stand. Diesen schob sie kurzerhand in die Mikrowelle, ehe sie mit beidem beladen zum Laptop zurückkehrte. Während sie noch die große Keramiktasse mit dem aufgewärmten Tee transportierte, bimmelte ihre VI. Eine Email.
"Absender und Betreff vorlesen!", befahl sie dieser, die sogleich in melidiöser Männerstimme reagierte: "Absender: Nonomoto Enterprises, Betreff: Dai Shi" Yumemi erstarrte. Beinahe wäre ihr die Tasse aus der Hand geglitten, doch sie schaffte es gerade noch, die andere Hand rettend dazuzunehmen. "Nonomoto ... bitte was??"
"Absender: Nonomoto Enterprises, Betreff: Dai Shi", wiederholte die VI, Yumemis Aufforderung wörtlich nehmend.
Yumemi ließ sich auf den Boden plumpsen, nachdem sie die Tasse sorgfältig auf das Tablett neben ihr abgestellt hatte. Konnte es sein ... nein, quatsch. Aber ... sie hatte gehört, dass sich Nonomoto Enterprises unter anderem auch per Email bei ... naja, bei potentiellen Teilnehmern meldete. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und ihre Hände zitterten. Sollte das wirklich ... ? Aber sie konnte es nicht wissen, solange sie die Email nicht gelesen hatte. "Email vorlesen."

"Absender: Nonomoto Enterprises, Betreff: Dai Shi", wiederholte die VI noch einmal, und vertonte dann den Inhalt der Email:
"Sehr geehrte Frau Misugi,
es wäre uns eine große Ehre, Sie beim Dai Shi Event begrüßen zu dürfen.
Wir haben uns erlaubt, ihre Akte zu überprüfen und wissen von Ihrer Augenerkrankung.
Uns ist Ihr großartiges Talent im Spiel Belendiel nicht entgangen und möchten besonders den Menschen eine Chance geben, die sie verdienen. Das Preisgeld, dass Sie bei Gewinn des Dai Shi gewinnen könnten, wäre absolut ausreichend für die beste Behandlung von Retinitis Pigmentosa, die es auf der Welt zu bekommen gibt. Gerne würden wir Ihnen im Falle des Sieges auch beratend zur Verfügung stehen und Ihnen unsere besten Mediziner und Ärzte zur Vergügung stellen.
Wir wissen um Ihre finanzielle Lage und die Unterstützung, die Sie benötigen. Ein Sieg in Dai Shi würde Ihnen die Möglichkeit geben, bis zur OP die beste Unterstützung zu bekommen. Zudem wäre die Bewerbung für ein Stipendium hinfällig, da die Finanzierung eines Studiums völlig unproblematisch wäre.
Bei Ihrem großen Talent und Ehrgeiz für Belendiel sind wir uns sicher, dass Sie eine sehr große Chance auf den Sieg haben, und würden uns freuen, Sie als Teilnehmer beim größten Event dieses Jahrzehnts begrüßen zu dürfen.
In Erwartung einer baldigen Antwort von Ihnen verbleiben wir mit freundlichen Grüßen,
Nonomoto Enterprises"

Yumemis Herz raste, ihre Hände zitterten noch mehr und ihre Beine fühlten sich schwach an. Der Tee war fast vergessen, statt dessen starrte sie irgendwo ins Unbestimmte, während sie gar nicht wusste, was sie denken sollte. Das war ... das beste und gleichzeitig beschissenste Angebot, das sie je bekommen hatte.
Sie war sich augenblicklich klar, dass es hier um mehr ging als nur verletzter Ehrgeiz. Hier ging es um die Frage: Augenlicht oder Leben. Rastlos kaute sie an ihrem Daumennagel, sprang dann auf und drehte Minirunden durch ihre kleine Wohnung, nur um sich kurz auf ihre Schlafmatratze zu setzen. Dort lehnte sie sich an die Wand und schlug den Hinterkopf gegen die Wand. "Scheiße, scheiße, scheiße, scheiße, SCHEISSE!!" Sie vergrub das Gesicht in den Händen, schlug sich selbst auf die Oberarme und sprang dann wieder auf. "SCHEISSE!!", rief sie diesmal laut aus und stieß mit den Zehen gegen die Kante des kleinen, niedrigen Tischchens, und traf genau den Bereich zwischen den Zehen.
Tränen schossen ihr in die Augen, sie fluchte weit ausufernder als sonst, während sie auf den Hintern zurücksank und ihren Fuß mit den Händen umklammerte.
"Scheiß Augen, ihr scheiß verfluchten Augen! Warum habe ich nicht dran gedacht, dass da der Tisch steht?" Natürlich war er einfach außerhalb ihres begrenzen Sichtfeldes gewesen, aber normalerweise dachte sie daran oder lehnte ihn hochkant an die Wand, damit eben sowas nicht geschah.

So saß sie auf dem Boden in ihrer kleinen Wohnung, hielt sich den schmerzenden Fuß und wünschte sich, diese Email nie bekommen zu haben. Das Angebot war so verlockend, und unter dem Eindruck des Schmerzes, an dem nur ihre Augenkrankheit Schuld war, war sie kurz davor einfach zuzusagen. Sie könnte studieren, sie könnte sehen, sie könnte Auto und Fahrrad fahren, arbeiten gehen, feiern gehen! Das war ein Traum, ein Traum den sie sich nie würde erfüllen können! Es sei denn ... sie riskierte ihr Leben.

Önee-sama
20.10.2014, 12:52
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23545630&viewfull=1#post23545630)

http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Nana beobachtete wie in Trance, dass eine schlanke Frau das Wohnzimmer betrat. Ihr fiel sofort das dunkle, rote Haar auf, was der Frau ein einmaliges Aussehen in Nana's Augen bescherte. Zudem trug die Frau einen Kittel, wie man es von Ärzten gewohnt war. Doch etwas Anderes zog Nana in ihren Bann. Etwas, das ihr Angst machte: Die eisblauen Augen der Frau. Nana hätte es unmöglich vermocht, es in Worte zu fassen, ja selbst in Gedanken spiegelte sich nichts wieder... und doch war da dieses Gefühl, dass diese Augen irgendwie Gefahr vermittelten. Denn die Frau hatte nur kurz ihre Umgebung in Augenschein genommen, dann ruhte ihr Blick stetig auf Nana. Diese umklammerte ihr Kissen nich fester und wäre wohl in hemmungsloses Heulen verfallen, wenn sie nicht auf der einen Seite eine ausgeprägte Erziehung erhalten hätte, die, im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester, bei ihr auch Anklang gefunden hatte. Auf der anderen Seite verhinderte zudem ihr Furcht, dass sie in Tränen ausbrach - denn Heulen hätte nur bedeutet, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
O-ob sie... wieder geht... wenn ich mich ruhig verhalte!?
Der Gedanke war eigentlich völlig absurd, selbst für eine 14-jährige. Und trotzdem hoffte Nana irgendwie, dass die Frau einfach wieder gehen würde, weil sie sich nicht rührte.
„Yamato Nana, nehme ich an. Ich bin leider etwas zu früh, jedoch wollte ich mir nicht die Möglichkeit entgehen lassen sie persönlich kennenzulernen.“
Bei den ersten Worten der Frau zuckte sie leicht innerlich zusammen. Doch auf eine unbestimmbare Art und Weise vermochten die Worte Nana's Anspannung zu lösen - zumindest minimal.
„Mein Name ist Sato Kazue, ich bin hier um sie und ihre ... Schwester auf das bevorstehende Dai Shi vorzubereiten.“
Das Wort 'Schwester' ließ Nana's Gedanken endgültig die Lethargie abschütteln und Fahrt aufnehmen.
Oh, Nee-san... wo bist du nur!? Warum hast du mich alleine gelassen!?
Sie sah die Frau, die sich als Kazue Sato vorgestellt hatte an und suchte nach einer Möglichkeit, Zeit zu schinden.
Ich... ich muss etwas tun... bis Nee-san wieder hier ist... irgendetwas...
Sie schluckte einmal, wischte sich kurz mit dem Arm über ihr Gesicht und stand dann auf. Da ihr schmerzlich bewusst war, dass sie nur im Nachthemd bekleidet war, hielt sie weiterhin mit einem Arm das Kissen vom Sofa umklammert, wie eine Art 'Schutzschild' trug sie es eng an der Vorderseite ihres kleinen Körpers.
I-ich muss... tapfer sein!
Dann verbeugte sie sich tief und blieb in dieser Haltung.
"Su-Sumimasen! Ich bitte um Verzeihung, Frau Sato, dass... dass ich sie nicht persönlich begrüßt habe. Außerdem bitte ich um Verzeihung, dass meine El-... die Herrschaften des Hauses zur Zeit nicht anwesend sind!"
Fast hätte sie 'Eltern' gesagt, zügelte sich doch irgendwie noch im allerletzten Moment.
"Als einzige Anwesende der Familie Yamato möchte ich sie herzlich in unserem Heim willkommen heißen! Ich bin Yamato, Nana."
Noch immer hielt sie die Verbeugung bei - alleine schon, um den eisblauen Augen zu entgehen.
"Z-zudem bitte ich... meine Schwester zu entschuldigen! Sie s-sollte jedoch... jeden... Moment... zurück.. sein..."
Nana fiel nichts besseres ein, das Fehlen von Makoto zu kaschieren. Doch hoffte sie, dass die Frau es damit auf sich bewenden ließ. Schließlich richtete sie sich wieder auf und sah die Person in dem Kittel kurz an, ehe ihre Erziehung sie dazu veranlasste, weiter zu reden.
"I-in der Zwischenzeit... kann ich ihnen Tee anbieten? Ich kann meine Haus-VI damit beauftragen, welchen zubereiten zu lassen? Oder vielleicht... bevorzugen sie handgemachten Tee?"
Unter dem Gebot der Höflichkeit, versuchte Nana weiterhin Zeit zu schinden. Alles in der Hoffnung, das ihre ältere Schwester bald auftauchen würde...
Doch dann materialisierte eine der Haus-VI's und Nana durchlebte eine Schrecksekunde, es könne sich um die Haus-VI ihrer Schwester handeln, Nana 2! Doch sogleich erkannte sie Rainbow, ihre persönliche Haus-VI, was sie erleichtert ausatmen ließ. Immerhin bedeutete es nicht, dass sie vor dieser fremden Person mit dem gruseligen Spiegelbild von sich selbst reden musste.
V-von der... Kette an Nana 2 ganz zu schweigen...
Rainbow begann auch gleich damit etwas zu verkünden.
"Das wird nicht nötig sein, Nana. Ich wurde mit den relevanten Daten von möglichen Besuchern von Nonomoto Enterprises ausgestattet und habe alle Vorbereitungen getroffen, die Wünsche und Anforderungen von Frau Sato zu vollster Zufriedenheit zu erfüllen!"
Nach dieser Ankündigung machte Rainbow einen leichten Knicks und entmaterialisierte wieder. Nana, die jetzt nicht wusste, wie sie sonst noch Zeit gewinnen konnte, umklammerte ihr Kissen mit beiden Armen und sah wieder zu der Frau.
"W-wie... wie kann ich ihnen... behilflich sein?"
Mehr brachte sie nicht hervor.
Bitte, Nee-san... Beeile dich und komm schnell wieder heim!

Annalena
20.10.2014, 19:35
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Valerya saß schon einige Stunden am Krankenbett ihrer Tochter. Katya war immer noch sehr blass, doch sie atmete etwas ruhiger. Die Maschinen, die an ihrem kleinen Körper angeschlossen waren, gaben regelmäßig piepende Töne von sich. Die junge Frau jedoch hörte diese nicht mehr. Ab und zu kam eine Schwester hinein und sah nach ihrer Tochter. Doch es schien keinen Grund zur Besorgnis geben. Ihr MNE meldete sich plötzlich und streckte Valerya aus ihren Gedanken. Sie aktivierte es.

„Ja?“

„Wo zum Teufel bist du? Hast du eine Ahnung wie spät es ist? Verdammt, Valerya, der Laden ist voll und du tauchst einfach nicht auf.“

„Boris?“

„Ja verflucht. Also was ist?“

„Es tut mir leid. Meine Tochter…“

„Es ist mir egal was mit deinem Balg ist. Du bist innerhalb von 5 Minuten da oder du wirst es bereuen.“

„Ich bin im Krankenhaus. So schnell kann ich nicht…“

„Schön! Wie du willst. Du bist gefeuert. Wann immer das gnädige Fräulein Zeit hat, kannst du deine Sachen holen.“

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren beendete Boris die Verbindung. Fassungslos starrte Valerya an die Wand. Was war gerade passiert? Sie schlug ihre Hände vor den Mund um ein lautes Schluchzen zu dämpfen. Sie hatte gerade ihren Job verloren. Warum passierte so viel Unglück auf einmal? Eine warme Hand legte ich auf ihre Schulter und sie zuckte zusammen. „Was ist passiert?“ Dr. Baranyk blickte sie besorgt an. Katya ging es den Umständen entsprechend gut. Das dürfte nicht das Problem sein. Valerya stand auf und warf sich weinend in seine Arme. Er zögerte nicht lange und umarmte sie. Nachdem sie sich beruhigt hatte löste sie sich aus seinen Armen und drehte sich um. Mit dem Handrücken wischte sie die Tränen weg. „Ich habe gerade meine Arbeit verloren“, sagte sie leise, „ich habe ganz vergessen Bescheid zu sagen.“ Sie lachte verbittert. „Nicht das es Boris gekümmert hätte was mit meiner Tochter ist.“

Dr. Baranyk blickte sie mitfühlend an. Er konnte sich nicht vorstellen, was die arme Frau in ihrem Leben bisher durchmachen musste. „Es tut mir leid das zu hören. Deswegen fällt es mir nicht leicht es jetzt zu sagen.“ Valerya wirbelte herum und sah ihn mit weiten Augen an. „Ist etwas mit Katya?“ Er schüttelte den Kopf. „Nein. Doch ich muss bei Ihnen noch die Vorbereitungen für Dai Shi machen. In zwei Tagen fängt es nämlich an.“ Valerya nickte leicht. „Kommt, ich bringe Sie nach Hause.“ Die junge Frau sah noch einmal nach ihrer Tochter bevor sie ihre Jacke und Handtasche nahm. Dann folgte sie dem Arzt nach draußen.

Es wurde langsam dunkel als die Beiden in ihrer Wohnung ankamen. Sie legte ihre Sachen ab und wandte sich an den Arzt. „Möchten Sie etwas trinken?“ Dr. Baranyk nickte. „Danke, ich nehme einen Tee, wenn Sie haben.“ Bevor sie den Tee zubereitete schaltete sie ihren Computer an. Dann begab sie sich in die Küche. Nur kurze Zeit später war der Tee fertig und sie schenkte sich Beiden eine Tasse ein. Das Tablett mit dem Tee stellte sie auf den kleinen Tisch im Wohnzimmer und setzte sich neben den Arzt auf die Couch. Dieser erläuterte ihr kurz wie die Neuralverbindung funktionierte. „Ich verstehe. Dann sollten wir diese Kapsel wohl einsetzen.“

Sie erhob sich und begab sich zu dem kleinen Tisch auf dem der Rechner stand. „Was ist jetzt los?“ Der Monitor war schwarz. Valerya klopfte auf den Monitor, doch nichts passierte. Sie schaltete den Monitor aus und wieder ein. Dieser schien zu funktionieren. Lag es an dem Rechner selbst? Die junge Frau bückte sich um den Reset-Knopf zu drücken. Kaum berührte sie den Knopf gab es einen Knall sie bekam einen kleinen elektrischen Schlag. Erschrocken sprang sie auf. Dr. Baranyk war sofort bei ihr. „Alles in Ordnung?“ Valerya sank auf die Knie. Ihr Rechner war kaputt und sie hatte kein Geld einen neuen zu kaufen. Hatte sich alles gegen sie verschworen? Wie würde Nonomoto Enterprises reagieren, wenn sie kein Dai Shi spielen konnte?
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Valerya saß auf der Bettkante. Gedankenverloren starrte sie an die Wand. Es war nicht ihr Zimmer sondern das Gästezimmer von Dr. Baranyk. Nachdem sie feststellte, dass ihr Rechner hinüber war, versuchte sie Aljona anzurufen. Doch es war nur ihre private VI dran. Diese sagte ihr, dass Aljona kurzfristig zu ihrer Schwester fahren musste. Diese war plötzlich krank geworden. Da wegen des kommenden Dai Shi die Behörden nur mit Minimalbesetzung geöffnet haben, hatte Aljona problemlos frei bekommen. Merkwürdig war, dass Aljona sich nicht bei ihr gemeldet hatte. Valerya konnte ihr noch nicht einmal sagen, dass Katya im Krankenhaus lag.

Die junge Frau seufzte leise als es plötzlich an der Tür klopfte. „Herein.“ Die Tür öffnete sich und Dr. Baranyk trat ein. Nach dem Debakel mit ihrem Rechner bot er ihr an, dass sie seinen Rechner nutzen könnte. Dafür müsste sie jedoch in seinem Apartment wohnen. Valerya wusste, dass das ganz sicher nicht uneigennützig geschah. Nach kurzer Überlegung kam sie zu dem Schluss, dass sie keine Wahl hatte. Was sollte sie sonst tun? Sie hatte keine Arbeit mehr, Aljona war nicht erreichbar und andere Freunde hatte sie nicht. Dazu kam, dass es nur noch zwei Tage waren bis Dai Shi begann.

Das Bett neben ihr sank ein und riss sie aus ihren Gedanken. „Ich kann mir nicht vorstellen, was Sie durchmachen Frau Ivancyk“, sagte der Arzt ruhig zu ihr. „Es ist spät, aber ich muss die Neuralverbindung heute einrichten. Es tut mir leid.“ Valerya nickte nur. Es war ja nicht seine Schuld, dass sie so vom Pech verfolgt wurde. Wortlos folgte sie ihm. Er brachte sie in einen Raum, dass wohl das Wohnzimmer war. Das Apartment selbst hatte sie total überrascht, als sie es betreten hatte. Sie kannte nur ihre kleine Zweiraumwohnung. Ihre Adoptiveltern hatten zwar auch eine große Wohnung, aber diese war bei weitem nicht so groß wie das Zuhause von Dr. Baranyk. Valerya hatte keine Ahnung wie viele Räume das Apartment hatte. Da es ein großes Gästezimmer gab, welches sogar ein eigenes Bad hatte, musste es wohl sehr groß sein.

Das Wohnzimmer war sehr modern eingerichtet. Doch es war nicht so steril und strahlte eine wohlige Wärme aus. Etwas abseits stand ein Tisch auf welchem sich ein Rechner befand. Valerya hatte nicht sehr viel Ahnung von Technik, aber dieser schien sehr modern und fast neu zu sein. Ihr Rechner konnte bestimmt nicht mit diesem mithalten. Sie sah, dass der Rechner schon an war. Auf dem Tisch neben den Rechner lag ein Headset, eine NE. „Wo soll ich mich hinsetzen, Dr. Baranyk?“ Der Arzt deutete auf die Couch, die vor dem Tisch mit dem Rechner stand, und sie setzte sich. „Bevor wir anfangen möchte ich Sie bitten mich beim Vornamen zu nennen. Ich bin Yegor.“ Valerya lächelte leicht als sie seine ausgestreckte Hand nahm. „Das ist mir recht. Nennen Sie mich… ich meinte natürlich, nenne mich Valerya.“

Yegor setzte sich neben sie. „Valerya… ein sehr schöner Name für eine sehr schöne Frau.“ Valerya zuckte nur mit den Schultern. Sie war es gewöhnt Komplimente dieser Art zu hören. Genau wie alle anderen Männer sagte er dies sicherlich nur um sie ins Bett zu bekommen. Er kannte sie ja nicht und seine leeren Worte waren für sie ohne Bedeutung. „Bringen wir es hinter uns.“ Yegor runzelte die Stirn als sie seine Bemerkung mit einem Schulterzucken abtat. Interessant. Eigentlich war er es gewöhnt, dass sich die Frauen ihm zu Füßen warfen. Ihre Gleichgültigkeit ihm Gegenüber war ein Schlag für sein Ego. Doch es reizte ihn auch. „Wie du wünschst.“

Er öffnete seinen Koffer und nahm die notwendigen Utensilien heraus. Sie setzte das NE auf und Yegor bediente den Rechner. Sie hatte keine Ahnung, was genau er machte. Nach einiger Zeit schien er fertig zu sein. Er machte sich nun daran die Kapsel zu spritzen. Auch das dauerte nicht lang und bald war alles erledigt. Valerya atmete tief durch. Jetzt gab es kein Zurück mehr. „Das hätten wir geschafft“, sagte er zufrieden. „Ich werde morgen sehr früh los machen und erst sehr spät nach Hause kommen. Fühle dich hier wie zu Hause. Aber bitte betrete meine privaten Räume im Westflügel nicht.“ Valerya berührte zaghaft die Stelle, in die die Kapsel gespritzt wurde. Dann setzte sie die NE ab. „Alles klar und Danke für alles was du für mich tust.“ Sie blickte ihn an und er grinste. „Du kannst mir noch besser danken, wenn du mit mir ausgehst.“ Die junge Frau senkte den Kopf. „Natürlich. Wann?“ Schlanke Finger legten sich unter ihr Kinn und drückten ihren Kopf sanft nach oben. „Hm, wie wäre es mit nächster Woche? Im Moment habe ich viel zu tun und du sicherlich auch.“ Seine Augen funkelten und Valerya konnte nicht wegsehen. „Einverstanden.“ Er küsste sie flüchtig auf den Mund. „Sehr schön. Ich freue mich schon auf unsere Verabredung.“

Physisch und psychisch sehr erschöpft begab sie sich ins Gästezimmer. Nachdem sie kurz geduscht hatte begab sie sich ins Bett. Trotz ihrer Unruhe schlief sie schnell ein. Ihre letzten Gedanken galten Katya.

Önee-sama
20.10.2014, 21:27
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23513085#post23513085)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto sah den Mann, der den Leinensack auspackte mit Entsetzen an. Und dann erreichten ihre Ohren Worte, die ihre Panik noch vergrößerten. Denn es waren Worte, die nicht dazu angetan waren, ihr irgendwie Mut zu machen.
„Solange sie sicherstellen, dass alle nötigen Körperfunktionen bis zum Beginn des Dai Shi fehlerfrei funktionieren, können sie mit ihr machen was sie wollen. Ich vertraue auf ihr Urteilungsvermögen Smith-kun.“
Nein! Ich habe doch zugestimmt, zu kooperieren...
Doch ehe sie um Nachsicht bitten oder gar dagegen protestieren konnte, hörte sie einen weiteren Satz... ein Satz der Ängste in ihr auslösen sollte!
„Ach und Smith-kun? Lassen sie sich Zeit. So habe ich die Möglichkeit Nummer Fünfzehn kennenzulernen. Ungestört.“
Makoto riss ihre Augen weit auf.
Was... Was meint sie... sie wird doch... nichts tun... oder... doch!?
Während sie das Gehörte noch verarbeitete, hatte Smith-kun schon aufgelegt.
"Ihr habt die gute Miss Sato gehört: Bereitet die gute Miss Yamato doch darauf vor, mitgenommen zu werden."
Ein Grinsen umspielte wieder die Lippen des Sonnenbrillenträgers. Doch hatte sie dafür jetzt keine Augen übrig. Zu sehr bestimmte die Sorge um Nana ihr Handeln. Während der eine Kerl sie an ihren Armen, die in Handschellen auf dem Rücken waren, fest hielt und der andere Gorilla den Leinensack vorbereitete, ergriff Makoto das Wort.
"Was... was meinte sie damit... Nana kennen lernen zu wollen? Was will sie meiner Schw-"
"Genau das, was Miss Sato gesagt hat: Sie möchte ihre Schwester kennen lernen. Ungestört."
Smith-kun unterbrach sie barsch und grinste bei jedem einzelnen Wort. Doch entfachte das den Kampfgeist in ihr von Neuem.
"NEIN! Ich habe Kooperation zugesagt! Ich werde es nicht dulden, dass diese Schnepfe meiner Schwester etwas tut! Also pfeifen sie sie zurück, Smith-baka!"
Purer Hass lag jetzt in ihrer Stimme und Makoto sah aus, als würde sie jeder Zeit explodieren können. Tatsächlich jedoch beeindruckte das Smith-kun und seine Begleiter nicht im Geringsten. Der eine hielt Makoto weiterhin fest, während der andere jetzt den Sack fertig hatte. Und Smith-kun grinste unbeirrt weiter, während er wieder den Plastikball mitsamt Lederriemen herkramte.
"Nun, Miss Yamato, bei allem Respekt. Sie alleine haben das mit ihrem unrühmlichen 'Ausflug' zu verantworten! Was auch immer Miss Sato mit ihrer Schwester jetzt anstellt, das-"
Weiter kam Smith-kun nicht.
"NNNNNEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNN!!! Ihr Ärsche rührt Nana nicht an!"
Makoto hatte es tatsächlich geschafft, Smith-kun zu unterbrechen mit ihrem Aufschrei. Das kam so unerwartet, dass es sogar die beiden Gorillas neben ihr beeindruckte! Und zwar soweit, das Makoto eine Chance hatte: Dem Kerl, der den Leinensack hielt, verpasste sie einen so kräftigen Tritt in seine Weichteile, dass er strack zu Boden ging. Den Kerl, der ihre gefesselten Hände auf ihrem Rücken festhielt, den knockte sie aus, indem sie nach dem Tritt einfach in die Höhe schnellte und ihren Kopf gegen sein Kinn rammte. Makoto tat sich dabei selbst höllisch weh und Sterne säumten ihr Blickfeld, wobei sie gefährlich zu wanken anfing, da es mit gefesselten Armen schwer war, die Balance zu halten. Der Kerl aber sackte bewusstlos in sich zusammen. Trotz ihrer Benommenheit, fackelte sie nicht lange, drehte sich zu Smith-kun herum und nahm Anlauf. So sehr trieb sie die Sorge um ihre kleine Schwester voran.
"Raaaaaaaaaaaa-"
Wie mit einem Kriegsschrei wollte sie sich auf den Anzugträger stürzen...
Bis ihre Welt in einem Meer aus Schmerzen versank! Ungerührt hatte Smith-kun eine de Dioden seiner Taserpistole abgefeuert. Makoto sank auf der Stelle zu Boden und der Aufprall machte sie benommen. Dazu gesellten sich die Schmerzen durch den Stromschlag und ihr kleiner Körper zuckte ein paar mal unkontrolliert. Dann herrschte Totenstille und sie nahm, was sie auf dem Rücken liegend überhaupt erkennen konnte, wie in Trance wahr. Smith-kun erschien in ihrem Blickfeld, sah auf sie herab und schüttelte einmal seinen Kopf.
"Körperfunktionen intakt. Mehr wurde nicht verlangt."
Dann wandte er seinen Blick ab, doch Makoto konnte - oder eher musste - alles Weitere mit ansehen.
"Was die Beiden hier betrifft... sich von einem 16-jährigen Mädchen überraschen zu lassen!"
Smith-kun bewegte seinen Kopf in Schräglage, bis sein Nacken knackte, dann ließ er ihn wieder zurückwandern. Anschließend kramte er einen Gegenstand hervor, den Makoto nicht genau sehen konnte. Sie hörte jedoch das metallische Klicken und dann...
PENG! PENG!
Zwei ohrenbetäubende Knallgeräusche, die ihr das Blut in den Adern gefrieren ließen und sie trotz ihrer Starre anfing, bittere Tränen zu vergießen. Smith-kun steckte die Waffe wieder weg und zog sein Kommunikationsarmband hervor.
"Ja, Smith-kun hier. Schicken sie mir doch bitte zwei Mitarbeiter hier herunter... Zwei die direkt auf der Gehaltsliste von Nonomoto Enterprises stehen! Zudem soll auch eine 'Putzkolonne' hier erscheinen!"
Dann legte er wieder auf...

Die Minuten verstrichen, ohne das ein Wort fiel und Makoto weinte stumm vor sich hin, ohne sich rühren zu können. Dann öffnete sich die Tür und zwei bullig wirkende Kerle in Uniform betraten den Raum. Sie sagten kein Wort und verneigten sich tief vor Smith-kun. Die beiden Leichen im Raum sprachen Bände, was bei Versagen drohte.
"Wenn sie die Güte hätten, die gute Miss Yamato hier vom Boden aufzusammeln und in den Sack zu verfrachten!"
Dann warf er einem der Kerle noch den Knebel zu.
"Wichtig sind nur ihre Körperfunktionen... und ihr äußeres Erscheinungsbild... um ihre Schwester nicht zu erschrecken."
Smith-kun wandte kurz seinen Kopf in ihre Richtung, dass sie sein sadistisches Grinsen sehen konnte, dann sprach er wieder zu den beiden Uniformierten.
"Und bitte Beeilung. Wir liegen so schon im Zeitplan zurück..."
Er zeigte auf die beiden Leichen im Raum.
"Was etwas ist, dass weder Nonomoto Enterprises noch mir gefällt!"
Die beiden Männer wussten, was gemeint war und nickten stumm. Dann ergriff einer den Sack und der andere hob Makoto an, um ihr den Knebel in den Mund zu stecken. Anschließend verfrachteten sie sie in den Leinensack...

Es war stickig und schwer, Luft zu holen. Außerdem schien sie kopfüber im Sack zu stecken und bei jedem Schritt ihres 'Trägers' wurde sie unangenehm durchgeschüttelt. Doch Makoto ignorierte das weitestgehend, stattdessen weinte sie stumm vor sich hin und hatte nur Gedanken für ihre Schwester.
Nana...

Annalena
22.10.2014, 10:20
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Valerya saß auf der Bettkante. Gedankenverloren starrte sie an die Wand. Es war nicht ihr Zimmer sondern das Gästezimmer von Dr. Baranyk. Nachdem sie feststellte, dass ihr Rechner hinüber war, versuchte sie Aljona anzurufen. Doch es war nur ihre private VI dran. Diese sagte ihr, dass Aljona kurzfristig zu ihrer Schwester fahren musste. Diese war plötzlich krank geworden. Da wegen des kommenden Dai Shi die Behörden nur mit Minimalbesetzung geöffnet haben, hatte Aljona problemlos frei bekommen. Merkwürdig war, dass Aljona sich nicht bei ihr gemeldet hatte. Valerya konnte ihr noch nicht einmal sagen, dass Katya im Krankenhaus lag.

Die junge Frau seufzte leise als es plötzlich an der Tür klopfte. „Herein.“ Die Tür öffnete sich und Dr. Baranyk trat ein. Nach dem Debakel mit ihrem Rechner bot er ihr an, dass sie seinen Rechner nutzen könnte. Dafür müsste sie jedoch in seinem Apartment wohnen. Valerya wusste, dass das ganz sicher nicht uneigennützig geschah. Nach kurzer Überlegung kam sie zu dem Schluss, dass sie keine Wahl hatte. Was sollte sie sonst tun? Sie hatte keine Arbeit mehr, Aljona war nicht erreichbar und andere Freunde hatte sie nicht. Dazu kam, dass es nur noch zwei Tage waren bis Dai Shi begann.

Das Bett neben ihr sank ein und riss sie aus ihren Gedanken. „Ich kann mir nicht vorstellen, was Sie durchmachen Frau Ivancyk“, sagte der Arzt ruhig zu ihr. „Es ist spät, aber ich muss die Neuralverbindung heute einrichten. Es tut mir leid.“ Valerya nickte nur. Es war ja nicht seine Schuld, dass sie so vom Pech verfolgt wurde. Wortlos folgte sie ihm. Er brachte sie in einen Raum, dass wohl das Wohnzimmer war. Das Apartment selbst hatte sie total überrascht, als sie es betreten hatte. Sie kannte nur ihre kleine Zweiraumwohnung. Ihre Adoptiveltern hatten zwar auch eine große Wohnung, aber diese war bei weitem nicht so groß wie das Zuhause von Dr. Baranyk. Valerya hatte keine Ahnung wie viele Räume das Apartment hatte. Da es ein großes Gästezimmer gab, welches sogar ein eigenes Bad hatte, musste es wohl sehr groß sein.

Das Wohnzimmer war sehr modern eingerichtet. Doch es war nicht so steril und strahlte eine wohlige Wärme aus. Etwas abseits stand ein Tisch auf welchem sich ein Rechner befand. Valerya hatte nicht sehr viel Ahnung von Technik, aber dieser schien sehr modern und fast neu zu sein. Ihr Rechner konnte bestimmt nicht mit diesem mithalten. Sie sah, dass der Rechner schon an war. Auf dem Tisch neben den Rechner lag ein Headset, eine NE. „Wo soll ich mich hinsetzen, Dr. Baranyk?“ Der Arzt deutete auf die Couch, die vor dem Tisch mit dem Rechner stand, und sie setzte sich. „Bevor wir anfangen möchte ich Sie bitten mich beim Vornamen zu nennen. Ich bin Yegor.“ Valerya lächelte leicht als sie seine ausgestreckte Hand nahm. „Das ist mir recht. Nennen Sie mich… ich meinte natürlich, nenne mich Valerya.“

Yegor setzte sich neben sie. „Valerya… ein sehr schöner Name für eine sehr schöne Frau.“ Valerya zuckte nur mit den Schultern. Sie war es gewöhnt Komplimente dieser Art zu hören. Genau wie alle anderen Männer sagte er dies sicherlich nur um sie ins Bett zu bekommen. Er kannte sie ja nicht und seine leeren Worte waren für sie ohne Bedeutung. „Bringen wir es hinter uns.“ Yegor runzelte die Stirn als sie seine Bemerkung mit einem Schulterzucken abtat. Interessant. Eigentlich war er es gewöhnt, dass sich die Frauen ihm zu Füßen warfen. Ihre Gleichgültigkeit ihm Gegenüber war ein Schlag für sein Ego. Doch es reizte ihn auch. „Wie du wünschst.“

Er öffnete seinen Koffer und nahm die notwendigen Utensilien heraus. Sie setzte das NE auf und Yegor bediente den Rechner. Sie hatte keine Ahnung, was genau er machte. Nach einiger Zeit schien er fertig zu sein. Er machte sich nun daran die Kapsel zu spritzen. Auch das dauerte nicht lang und bald war alles erledigt. Valerya atmete tief durch. Jetzt gab es kein Zurück mehr. „Das hätten wir geschafft“, sagte er zufrieden. „Ich werde morgen sehr früh los machen und erst sehr spät nach Hause kommen. Fühle dich hier wie zu Hause. Aber bitte betrete meine privaten Räume im Westflügel nicht.“ Valerya berührte zaghaft die Stelle, in die die Kapsel gespritzt wurde. Dann setzte sie die NE ab. „Alles klar und Danke für alles was du für mich tust.“ Sie blickte ihn an und er grinste. „Du kannst mir noch besser danken, wenn du mit mir ausgehst.“ Die junge Frau senkte den Kopf. „Natürlich. Wann?“ Schlanke Finger legten sich unter ihr Kinn und drückten ihren Kopf sanft nach oben. „Hm, wie wäre es mit nächster Woche? Im Moment habe ich viel zu tun und du sicherlich auch.“ Seine Augen funkelten und Valerya konnte nicht wegsehen. „Einverstanden.“ Er küsste sie flüchtig auf den Mund. „Sehr schön. Ich freue mich schon auf unsere Verabredung.“

Physisch und psychisch sehr erschöpft begab sie sich ins Gästezimmer. Nachdem sie kurz geduscht hatte begab sie sich ins Bett. Trotz ihrer Unruhe schlief sie schnell ein. Ihre letzten Gedanken galten Katya.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Yegor_klein.jpg
Yegor warf einen Blick ins Gästezimmer. Valerya sah so süß aus in ihrem Schlaf. Am liebsten würde er sie wecken um seine Lust mit ihr zu befriedigen. Er seufzte leise. Es war schon ein Ärgernis was er alles durchmachen musste um eine halbwegs hübsche Frau in sein Bett zu bekommen. Obwohl, halbwegs hübsche Frauen es ihm durchaus leichter machten. Hm, es war wohl ungerecht die kleine Rothaarige in die Kategorie der halbwegs hübschen Frauen zu stecken. Sie war schon Oberklasse. Yegor grinste. Hübsche Frauen der Oberklasse benötigten mehr Arbeit als andere Frauen. Doch der Preis war dafür umso süßer.

Leise schloss er die Zimmertür und begab sich in sein Arbeitszimmer. Vorher machte er jedoch einen Abstecher in die Küche. Aus dem Kühlschrank holte er ein großes Stück Schokoladenkuchen. „Hm, Schokoladenkuchen.“ Yegors Gesicht nahm einen verträumten Ausdruck an. Der erste Bissen zerging schon auf seiner Zunge als er noch auf dem Weg ins Arbeitszimmer war. Er setzte sich und aktivierte sein MNE. Kurz darauf meldete sich schon sein Gesprächspartner.

„Was willst du noch so spät Yegor?“

„Mein lieber Dimitri, begrüßt man so einen alten Freund?“

„Was willst du?“

„Pft, also gut kommen wir halt gleich zum Punkt. Da ist diese Frau…“

„Natürlich. Warum überrascht mich das nicht? Wenn du dich meldest geht es immer um eine Frau. Also, wer ist sie?“

„Diese Schönheit.“

Yegor sandte Dimitri ein Bild von Valerya und dieser pfiff anerkennend.

„Sie ist wirklich hübsch.“

„Ja, eine 10 von 10, wenn du mich fragst. Du solltest sie mal in Natura sehen. Ihre langen Beine, ihre wiegenden Hüften, ihr…“

„Schon gut. Ich habe verstanden. Wo ist das Problem? Hat sie dich abgewiesen.“

„Natürlich nicht. Nicht direkt. Es wäre möglich, dass ich ihr versprochen habe, dass ich eine Beziehung mit ihr will und nicht nur Sex.“

Dimitri lachte laut und Yegor sah ihn verärgert an. Es war ihm halt so raus gerutscht. Ein kleiner Fehler von ihm und nun musste er sich anstrengen um sein Ziel zu erreichen. Doch aufgeben kam für ihn nicht in Frage. Es dauerte etwas bis Dimitri sich beruhigt hatte.

„Also womit soll ich dir nun genau helfen?“

„Valerya benötigt Geld. Sie hat eine kranke Tochter und heute hat sie auch noch ihren Job verloren. Natürlich habe ich schon Pluspunkte gesammelt, da ich mich um ihre Tochter gekümmert habe. Doch ich habe ihr versprochen ihr bei ihren Geldproblemen zu helfen.“

Yegor zog eine Grimasse als Dimitri wieder anfing zu lachen.

„Man, was hast du dir dabei gedacht? Sag nichts, diese großen grünen Augen haben dein Gehirn ausgeschaltet.“

„Wenn du fertig mit Lachen bist, dann höre dir meinen Plan an. Es ist geheim, also sage zu niemanden ein Wort darüber. Zumindest vorerst nicht.“

„Schon klar. Ich verspreche ich sage nichts, du kennst mich doch.“

„Gut. Ich wollte nur sicher gehen. Sie wird bei Dai Shi mitmachen.“

„Heilige Scheiße, was für eine Verschwendung.“

„Ja, ja… sie braucht das Geld für ihre Tochter. Nun, sie dachte an die Möglichkeit ein Werbegesicht von Nonomoto Enterprises zu werden.“

„Du hast Angst, dass sie jemand Besseren kennenlernt und du nicht zum Schuss kommst?“

Yegor verzog beleidigt das Gesicht und aß ein extragroßes Stück Schokoladenkuchen.

„Als ob sie was Besseres als mich findet. Ich habe nicht den Einfluss bei Nonomoto um ihr irgendwie zu helfen. Die Chefin der Werbeabteilung ist ein kalter alter Fisch. Nur eine 1 von 10 würde ich ihr geben und da bin ich noch großzügig. Es ist auch möglich, dass die alte Schnepfe mich nicht mag als ich ihr sagte, was ich von ihr halte. Ihr Gesicht nahm eine sehr interessante Rotfärbung an… so ähnlich wie das Rot meiner Fleecejacke. Du weißt schon, die ich immer zum Joggen anziehe.“

„Komm zum Punkt Yegor. Wie willst du dieser Valerya sonst helfen?“

„Wenn du mich ausreden lassen würdest, dann erfährst du es auch. Valerya hatte auch die Idee mit ihrer Geschichte Spenden zu sammeln. Ich finde, das ist eine gute Idee. Sie sieht sehr gut aus und ihre Tochter ist niedlich. Niedliche Kinder gehen immer. Ach ja, und das Mädchen wird sterben, wenn sie nicht bald behandelt wird. Die Behandlung ist aber zu teuer und die Mutter kann das Geld nicht aufbringen. Aus der Not heraus nimmt sie an Dai Shi teil und hofft zu gewinnen. Sie nimmt selbst ihren eigenen Tod in Kauf um das Leben ihrer Tochter zu retten. Wie klingt das? Zu dramatisch? Nicht dramatisch genug?“

„Hm, die Story ist gut und ich denke schon, dass sie Spender finden wird. Es muss nur richtig verkauft werden.“

„Du hast es erfasst und genau da kommst du ins Spiel. Erstelle ihr eine Seite auf Nonobook. Sage mir was du von ihr brauchst und ich besorge es.“

„Hm gut, in Ordnung. Ich mache es. Wo wohnt sie? Ich sollte wohl auch mit ihr selbst reden um ein gutes Bild von ihr zu bekommen.“

„Im Moment wohnt sie bei mir. Ihr Rechner hat den Geist aufgegeben und tja, war doch ein guter Grund sie in meine Nähe zu locken.“

Yegor schob sich grinsend ein Stück Schokoladenkuchen in den Mund. Er wollte das nächste Stück essen und sah zu seinem Bedauern, dass der Teller leer war.

„Idiot. Wenn sie bei dir wohnt, dann glauben ihr die Leute niemals, dass sie arm ist. Sie muss zurück in ihre eigene Wohnung.“

„Was? Sie soll zurück? Wieso? Niemand wird erfahren, dass sie hier wohnt.“

Dimitri seufzte laut und langsam war er genervt. Sein Freund verlor alles andere aus den Augen sobald er ein hübsches Frauenzimmer erblickte.

„Glaube mir Yegor, man wird es herausfinden. Ich weiß du tust das alles nur um sie ins Bett zu bekommen, aber denke doch auch einmal an ihre Tochter. Willst du für einen sexuellen Kick wirklich ein Menschenleben auf dem Gewissen haben? Das Leben eines kleinen Mädchens steht auf dem Spiel. Vergiss das nicht.“

Yegor verschränkte beleidigt seine Arme vor der Brust. Dimitri hatte Recht. Verdammt. Als Arzt würde er auf keinen Fall das Leben seiner Patienten leichtsinnig aufs Spiel setzen. Er grummelte als er seinem Freund, widerwillig, antwortete.

„Ich denke, dass du einen guten Punkt angebracht hast. Ich rede morgen mit Valerya über die Rückkehr in ihre Wohnung.“

Seine Mine erhellte sich plötzlich als er eine Idee hatte.

„Ich werde ihr, großzügig wie ich bin, meinen Rechner zur Verfügung stellen. Das sollte mir auch einen Pluspunkt einhandeln.“

Dimitri rollte die Augen. Überlasse es seinem Freund jede Situation zu seinen Gunsten zu drehen.

„Was auch immer… Wann soll die Seite fertig sein?“

„Sie sollte erst online gehen nachdem Dai Shi gestartet ist. Ich werde morgen mit ihr über ihr Outing als Dai Shi Spieler reden. Ich denke damit sollte sie noch warten. Danke für deine Hilfe Dimitri. Gute Nacht.“

„Gute Nacht Yegor und rufe mich heute nicht mehr an.“


Yegor schaltete sein MNE ab und lehnte sich zurück. Das lief besser als er erwartet hatte. Nun musste er noch einen Weg finden dieses Beziehungsproblem aus der Welt zu schaffen. Er schauderte. Da war absolut kein Weg ihn in eine Beziehung zu zwängen. Warum sollte er sich an eine Frau binden, wenn es in der Welt so viele gab? Was ihm aber noch größere Sorgen machte… wieso hatte er überhaupt von einer Beziehung angefangen? Valerya war doch bereit nur Sex mit ihm haben. So wie er es wollte. Wieso hatte er diesen Blödsinn überhaupt erzählt?

Önee-sama
22.10.2014, 18:02
http://upload.worldofplayers.de/files9/Vin_Diesel_2_ava.jpg

Vince lehnte lässig an der Fahrertür von Peggy (http://upload.worldofplayers.de/files9/Fuhrpark___dodge_charger__1970_V8_.jpg). Es war Freitagnacht, eher schon Samstag Morgen, je nachdem, wie man es betrachtete. Einige weitere Karren standen in der Nähe, andere Fahrzeuge waren in kleinen Gruppen hier und da verteilt. Bei allen Wagen hatten sich unterschiedliche Menschentrauben gebildet, die größte natürlich in der Nähe von Vince - schließlich war der alte Militärflugplatz SEINE Strecke, auf der er als 'Lokalmatador' galt. Daneben waren mehr als genug Menschen an zwei Strecken verteilt:
Am 'Parcours', einer abgesteckten Strecke, die sich um und durch das Gelände wand und auf der sich Fahrer eine Runde lang duellierten. Meist im direkten Duell, manchmal auch in 4er Gruppen.
Daneben die Viertelmeile, abgesteckte auf einer der äußeren alten Startbahnen, auf der sich Fahrer im klassischen Beschleunigungsrennen duellierten.
Überwiegend waren 'Neulinge' am Start, die sich einmal Respekt und Anerkennung für den Hauptevent von Samstag auf Sonntag verschaffen wollten oder einfach nur mit ihren Karren angaben. Daneben testeten einige der erfahreneren Racer neue Abstimmungen an ihren Wagen. Vince war das relativ gleichgültig. Seine Anwesenheit war darauf zurückzuführen, dass er hier der 'Platzhirsch' war. Er hatte ein paar Rennen in Augenschein genommen, ein paar gedankliche Notizen zu Newcomern gemacht und auch ein paar Tests mit Peggy gemacht - schließlich war es nie verkehrt einen warmen Motor zu haben. Doch ansonsten nahm Vince kaum an Gesprächen teil, grüßte höchstens hier und da freundlich, lauschte hin und wieder einer Konversation und hing ansonsten seinen Gedanken nach.
24 Stunden...
So lange war es etwa her, das Donnerstagnacht die Nachricht einschlug, Nonomoto Enterprises starte wieder ein neues Dai Shi! Durch die Zeitverschiebung in den USA zu Japan waren viele noch in den Federn gewesen. Doch die Nachrichten und das Internet waren voll mit der kurzen Pressekonferenz und bestimmten die Schlagzeilen den gesamten Freitag über. Selbst hier beim bevorstehenden Racingevent konnte man erste Auswirkungen mitbekommen: Obwohl nur unwichtige Vorläufe, waren doch weniger Zuschauer, als sonst zugegen und auch die Anzahl der Autos war geringer als normalerweise. Und nicht gerade Wenige der Anwesenden checkten immer wieder auf der Suche nach weiteren Informationen das Netz mit Kommunikationsarmbändern oder per MNE. Doch Vince juckte das kaum.
24 Stunden... ob diesmal auf meine Bewerbung geantwortet wird!?
Vince hatte sich schon im Voraus für ein mögliches Dai Shi beworben. Immerhin spielte er gut in Belendiel - und Frauen mochten das Game. Und noch mehr mochten sie Teilnehmer, die ihr Leben riskierten! Doch auch diesmal schien Nonomoto Enterprises ihn nicht dabeihaben zu wollen...

Vince hatte gerade desinteressiert einer seichten Konversation um ihn herum gelauscht, als ein Kerl auf die Gruppe um seinem Charger herum zukam. Er erkannte flüchtig das Gesicht eines anderen Fahrers, ehe dieser heran war und ihn kurz grüßte.
"Hey, Vince, schon gehört? Da ist so ein vollkommener Neuling, der mit seinem 'Toaster' angeblich Alle in Grund und Boden fährt!"
Toaster war ein Begriff, der für Elektrowagen stand. Vince nickte abwesend.
"Ja... und weiter? Wenn die anderen so blöd sind, sich von einem Kind abbraten zu lassen..."
Etwas gelangweilt zuckte er mit den Schultern.
"Na ja, Kind stimmt schon. Der Milchbubi hat noch nicht mal Bartwuchs! Doch... irgendwer scheint dem Kind einen der neuen Tesla 2050 gegeben zu haben!"
Das ließ Vince zumindest interessiert aufhorchen: Tesla war eine der ersten Firmen gewesen, die sich mit Elektrorennern beschäftigt hatten. Und der neueste Flitzer von denen war schon eine bullige Granate.
Aber ohne Sound! Gott, werde diese Kids nie verstehen, was die an diesen summenden Toastern so toll finden...
Er wusste, für welche Autos er sich interessierte. Und die Damen ließen sich auch im Jahre 2050 eher vom Sound eines V8 beeindrucken, als vom geräuschlosen Elektromotor.
"Schön. Dann hat eins dieser Kids wieder von seinem reichen Daddy ein nettes Spielzeug zum Angeben bekommen."
Dann fiel ihm der Blick des Anderen auf.
"Oder kann es sein... das er dich auch abgebraten hat..."
Vince lächelte und die Leute um ihn herum schauten amüsiert zu dem anderen Fahrer. Dieser schien sich ein wenig zu winden und wollte schon zu einer Antwort ansetzen, als plötzlich zwei Scheinwerfer wie lautlos schnell näher kamen. Alle sahen mehr oder minder interessiert hin, bis ein bulliger, doch flacher Flitzer quietschend zum Stehen kam. Kein Motorengeräusch war zu hören und alle wussten, es handelte sich um einen Toaster. Schwungvoll glitten zwei Flügeltüren in die Höhe und von beiden Sitzen erhob sich jeweils eine Person aus dem Innenraum...
Auf der Fahrerseite stieg ein schmächtiger Junge aus, der eher wirkte, als würde er sein ganzes Leben vor einem Computer verbringen. Blass, unscheinbar, ohne nennenswerten Bartwuchs und einer nichtssagenden Frisur. Dazu eine dicke MNE - mit der er höchstwahrscheinlich elektronisch die Karre steuerte.
Zumindest glaube ich nicht daran, das der Kerl mit seinen eigenen Händen und Füßen fährt...
Aber dieser unscheinbare 'Nerd' war sofort vergessen, als er die andere Person aussteigen sah: Eine schlanke Schönheit in schwarzem Kleid erhob sich elegant aus dem Beifahrersitz! Man konnte es an der Hautfarbe, ihrem schwarzen Haar und dem Gesicht ablesen, dass sie zur spanischen Bevölkerung der USA gehörte. Außerdem gab ihre MNE, die sie auf hatte und die kleine Kamera auf ihrer Schulter sie als Reporterin zu erkennen. Vince schätzte sie auf Anfang 30.
Also schön sagen, sie sei doch erst 29...
Die Schönheit kam um den Wagen herum, nahm den kleinen Kerl in einen Arm und Beide kamen dann auf die Traube an Menschen um Vince zu. Dabei gaben sie ein groteskes Bild ab, war die Dame doch so schon einen ganzen Kopf größer, als der kleine Nerd, dazu trug sie auch noch hohe Absätze. Weshalb Vince dem Kerl in Gedanken auch einfach keinen Respekt dafür zollen konnte, in seinem Alter schon so eine Lady kutschieren zu dürfen. Die Personen in der Menge dachten wohl ähnlich, denn vielsagende Blicke und unverhohlenes Grinsen begleitete das ungleiche Paar. Es formte sich eine Gasse im Weg der Beiden und 5 Meter vor Vince blieben sie stehen, welcher jetzt erwartungsvoll zu ihnen blickte.
"Vince Lorn? Gestatten, Esmeralda Espenoza, Las Vegas Racing Times. Ich befinde mich in Begleitung des jungen Thomas Bolt, der bisher heute Nacht die Szene aufgemischt hat und alle seine heutigen Rennen für sich entscheiden konnte. Darunter welche gegen einige bekannte alte Haudegen der Szene!"
Der Junge schien vor Stolz förmlich zu platzen, so schwoll seine eigentlich nicht vorhandene Brust an.
"Was sagt der hiesige Lokalmatador und Star der Szene, 'Fast', zu diesen Ergebnissen?"
Vince schaute kurz über den Flugplatz und der Menschentraube. Alle warteten gebannt, was er jetzt sagen würde.
Hahh... ich warte auf wichtige Kunde und muss mich jetzt mit einem kleinen Angeber und einer unerfahrenen Reporterin, die wahrscheinlich eh nur noch Gedanken fürs Dai Shi hat, rumplagen...
Da Vince noch nichts gesagt hatte, nahm der Junge es sich raus, selbst was von sich zu geben.
"Wie es scheint, habe ich den ach so großen Fast wohl so beeindruckt, dass er sprachlos ist!"
Und streit sucht er auch noch...
Er nickte dem Kleinen zu, dann setzte er ein Grinsen auf.
"Nun, erstmal Respekt, Kleiner!"
Der Andere schien sich richtig in diesen Worten zu sonnen, doch Vince gab ihm direkt den Todesstoß.
"Respekt dafür, dass du der Beste unter den Angebern hier zu sein scheinst und nebenher noch all die alten Auslaufmodelle besiegt hast, die den Zeitpunkt für einen würdevollen Rücktritt überschritten haben!"
Die Menge begann laut zu lachen und dem Kleinen fiel der Kiefer nach unten. Selbst die Reporterin musste unwillkürlich grinsen. Vince hob beschwichtigend die Arme und das Gelächter erstarb.
"Gemach, Leute... Ich bin mir sicher, der Kleine hat sein Bestes gegeben. Und für Morgen hat er sich auch einen Platz in der ersten Reihe verdient - wenn er den echten Profis zuschaut!"
Wieder Gelächter und der unscheinbare Nerd lief ein wenig rot im Gesicht an. Doch dann klärte sich sein Blick und er starrte zu Vince hin.
"Große Worte von jemandem, der heute noch kein Rennen gefahren ist... Anscheinend habe ich den berühmten Fast so beeindruckt, dass er sich nicht mehr auf die Strecke traut!"
Ein Raunen ging durch die Menge ob dieser Worte. Vince verschränkte seine Arme vor der Brust und sah den Kerl unbeeindruckt an.
"Kleiner, verwechsel dein Computerspiel auf Rädern, das dir dein Daddy geschenkt hat, nicht mit einem echten Rennen"
"Nun, mein 'Computerspiel' hat heute all eure stinkenden Rostlauben bisher in Grund und Boden gefahren!"
Dann verschränkte der Nerd seine Hände auf dem Rücken.
"Und dabei fahre ich freihändig... und ohne so Spielereien wie NOS Einspritzung!"
Vince lächelte nur bei der Erwähnung von Lachgas als Zusatzboost.
"Hach, NOS brauchen doch nur Versager... ist, als wenn du Viagra für deine Freundin bräuchtest!"
Dann setzte er nach, ehe der andere antworten konnte.
"Aber ich will mal nicht so sein... Nicht nur, dass du keine Zusatzboosts hast, ich denke auch, du verzichtest auf so Spielereien, wie Pulsaussendung oder elektronisches Hacken!"
Der plötzlich verlegen dreinblickende Kerl war Bestätigung genug für Vince.
Erwischt!
Doch ihm war das Alles egal: Seine Karren besaßen allesamt keine wirklichen Empfänger, selbst die Musikanlagen waren ohne Radioempfang und dienten nur zum Abspielen. Zusätzlich hatte er über einen Freund seine Fahrzeuge gegen EMP abgesichert! Also blieben anderen Fahrern keine Wahl, als Vince Lorn schon rein mit ihrem Können zu besiegen... was keiner schaffte!
"Also, Kleiner. Genieße deine heutigen... Triumphe und schau morgen den echten Profis zu."
Für Vince war es damit eigentlich abgeschlossen, doch der Kerl schien wütend genug zu sein, es drauf anzulegen.
"Schön gesprochen... doch anscheinend, wenn ich nur ein Computerspiel benutze... dann müsste der große Fast doch nichts gegen ein Rennen einzuwenden haben? Oder hat da etwa jemand Schiss!?"
Alle Augen richteten sich auf Vince und dieser wusste, dass es jetzt unausweichlich zum Rennen kommen würde.
Na gut, Kleiner... vertreibe ich mir halt so ein wenig die Zeit...
"Wie du willst... dann bekommst du dein Rennen mit dem großen Fast!"
Sofort brach die Menschenmenge in aufgeregtes Plaudern aus: Viele zückten ihr Kommunikationsarmband oder ihre MNE und riefen Bekannte an oder gaben die Info an die restlichen Zuschauer an den Strecken weiter. Die restlichen Rennen wurden unterbrochen, da der Lokalmatador sich anschickte, ein Duell mit dem Newcomer sich zu liefern. Alle auf dem Gelände befindlichen Personen suchten nach guten Plätzen neben der Strecke. Die Reporterin begann sofort Sätze über ihre MNE zu verschicken und immer wieder bewegte sich die Kamera auf ihrer Schulter und nahm Vince, den Kleinen oder die Menge ins Bild.
Derweil wurde der Platz weit um Peggy, während Vince sich anschickte, in den Wagen zu steigen.
"Du wirst schon sehen, was mein Toaster kann wenn du und deine Rostlaube erstmal meinen Staub fressen!"
Triumphierend sah ihn der Nerd an, während dieser neben der Flügeltür seines Flitzers stand. Vince ließ sich davon nicht beirren, sondern kämpfte eher damit, ein lautes Lachen ob dieses unmöglichen Spruches zurück zu halten. Dann stieg er in Peggy ein.
"Hey, Kleiner... halt dir lieber die Ohren zu... jetzt wirds laut!"
Und drehte den Zündschlüssel rum...
Der V8 erwachte sofort zu Leben. Vince saß ruhig da, ließ die Automatikschaltung auf Neutral und gab ein paar Mal nacheinander Vollgas. Die Auspuffanlage gab ein tiefes Dröhnen und Donnern von sich, während der große Bigblock unter der Motorhaube begierig Luft aus der Umgebung ansaugte. Über dem ganzen Lärm lagen sofort lauter 'Fast' Rufe. Dazu gesellten sich beeindruckte Gesichtsausdrücke derjenigen, die solch einem Wagen bisher in ihrem Leben noch nie gelauscht hatten. Der Kleine zeigte sich auch etwas beeindruckt, dann schaute er grimmig, ehe er in seinem Flitzer Platz nahm und dann Richtung Streckte davon fuhr. Sein Wagen machte dabei noch nicht mal leise Summgeräusche...
Vince fuhr derweil die Scheinwerfer von Peggy aus, legte die Automatik auf Drive und unter lautem Donner brauste er dem Anderen hinterher...

Beide Wagen standen an der Startlinie. Die Strecke war etwas verschachtelt und anspruchsvoll abgesteckt worden. Also war ein hohes Maß an fahrerischem Können gefragt und nicht nur alleine die Kraft der Fahrzeuge. Vince ging die Strecke kurz in Gedanken durch.
Kurven auf normalem Niveau. Keine wirklichen Gefahren, nur die eine Spitzkehre ist anspruchsvoll... zudem, auf der alten Landebahn, die lang geradeaus geht, da wird er seine Geschwindigkeit ausspielen können... bleibt nur abzuwarten, ob er mehr als bloß Computer spielen kann! Denn immerhin hat er mit dem 2050er eine kleine Taschenrakete unter seinem Hintern...
Er sah kurz rüber zu dem Toaster, in dem der Nerd ruhig auf dem Fahrersitz saß und seine MNE auf hatte. Da wusste Vince, dass so einer einen echten Fahrer niemals schlagen würde. Denn Vince brauchte noch nicht mal eine MNE, die ihm die Strecke zeigte: Er kannte alle Variationen auswendig, schließlich war er hier zum Star der Racerszene geworden...
Derweil kam ein heißes Mädel an die Startlinie und das Gemurmel der Menge erstarb. Alle schauten gebannt hin, wie die Schönheit sich ihres Oberteils erst entledigte, dann langsam ihren BH aufknöpfte und diesen Fallen ließ. Als der BH den Asphalt erreichte, schoss der Tesla nach vorne...
Das Ganze geschah auf ziemlich geräuschlose und unspektakuläre Art und Weise: Kein Sound, keine durchdrehenden Reifen, einfach ein nach vorne schießendes Auto.
Im krassen Gegensatz zu Peggy: Als der BH den Asphalt berührte, drückte Vince das Gaspedal voll durch. Der V8, von Vince liebevoll gepflegt und in Sachen Hubraum erweitert (Nach dem Motto: "Hubraum ist nur durch noch mehr Hubraum zu ersetzen!") brüllte auf, der Drehzahlmesser sprang sofort jenseits der 10.000er Marke und mit quietschenden Reifen rauschte der Charger nach vorne. Dabei drückte es ziemlich den Motorraum nach oben, so dass man fast hätte erwarten können, die Vorderachse würde sich komplett vom Boden erheben...

Annalena
23.10.2014, 10:38
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Akari erwachte frustriert nach einem weiteren Tag ohne Sex. In letzter Zeit lief es wirklich nicht gut für sie. Nach einer kalten Dusche fühlte sie sich wenigstens etwas besser. Sie ging ins Esszimmer und sah, dass der Tisch schon gedeckt war. Zu ihrem Bedauern war Yuudai auch schon wach. „Guten Morgen meine Schöne.“ Akari ließ sich ziemlich unelegant auf den Stuhl plumpsen. „Morgen.“ Der junge Mann blickte auf als er ihren kurzen Gruß hörte. „Hast du schlecht geschlafen?“ Sie platzierte beide Hände auf den Tisch und sah ihn missmutig an. „Natürlich habe ich das. Ich hatte jetzt schon wer weiß wie lange keinen Sex und das frustriert mich. Wie soll ich mich so auf das blöde Spiel konzentrieren?“

Sie drückte sich nach oben und lehnte sich über den Tisch. „Heute gehe ich aus und wehe irgendetwas kommt mir in die Quere.“ Akari setzte sich wieder hin und aß schweigend ihr Frühstück als ob nichts gewesen wäre. Yuudai sah sie mit unbewegter Miene an. Das konnte er nicht zulassen. Er konnte ja nicht immer auf einen Zufall hoffen, der ihm die Möglichkeit gab, einen Rivalen aus dem Weg zu schaffen ohne Verdacht zu schöpfen. Die junge Frau war inzwischen fertig und hatte ihre Arme vor der Brust verschränkt. Yuudai lächelte sie an. „Kann ich etwas für dich tun?“ Sie seufzte. „Gib meine Konten wieder frei. Ich brauche Geld. Dann gehe ich in die Stadt.“

Yuudai schüttelte den Kopf. „Du hast keine Zeit in die Stadt zu gehen. Du musst noch viel lernen. Vergiss nicht, dass morgen Dai Shi beginnt.“ Er stand auf und ging zu ihr. Langsam lehnte er sich hinunter. Sie spürte seinen warmen Atem als er in ihr Ohr flüsterte. „Ich kann dir mit deinem Problem helfen. Du musst mich nur fragen.“ Yuudai gab ihr einen sanften Kuss auf ihr Ohrläppchen und sie hatte alle Mühe den Drang zu unterdrücken ihm die Kleider vom Leib zu reißen. Ruckartig stand sie auf. „Ich bin dann im Arbeitszimmer.“ Sie wirbelte herum und stürmte, gefolgt von seinem Lachen, aus dem Zimmer.

Gegen Mittag loggte sie sich aus Belendiel aus. Akari streckte sich kurz bevor sie zu Yuudai hinüberblickte. Er war sehr attraktiv und genau ihr Typ. Leider hatte er die schlechte Angewohnheit, dass er mehr von ihr als Sex wollte. Vor ein paar Jahren wäre sie sicherlich auf sein Angebot eingegangen und hätte ihn gerne näher kennen gelernt. Vielleicht wäre sogar eine Beziehung daraus entstanden. Doch nach ihrer letzten, und einzigen, Beziehung hatte sie sich geschworen, sich nie wieder so abhängig von einem Mann zu machen. „Während ich es genieße deine ungeteilte Aufmerksamkeit zu besitzen meine Schöne, macht es mich doch etwas nervös, dass du mich so anstarrst.“

Akari erwiderte nichts und stand auf. Sie ging auf ihn zu und legte ihre Hand auf seine Schulter. „Ich mache nur One-Night-Stands, doch ich könnte bei dir eine Ausnahme machen.“ Interessiert blickte er sie an, doch Akari gab ihn gleich einen Dämpfer. „Nur Sex! Sonst nichts.“ Yuudai nahm ihre Hand und küsste die Innenseite ihres Knöchels. „Während ich nichts lieber tun würde als dich dazu zu bringen meinen Namen in den Himmel zu schreien… nur Sex ist mir nicht genug.“ Er stand auf und nahm sie in seine Arme. Vorsichtig zeichnete er mit seinen Fingern die Narben auf ihren Rücken nach. „Ich bin nicht wie er. Niemals würde ich so etwas tun“, sagte er leise. Yuudai spürte wie sie anfing zu zittern und er fragte sich, ob er zu weit gegangen ist. Er zog sie näher an sich, doch mit unerwarteter Kraft stieß sie ihn zurück.

Entsetzt sah er wie Tränen über ihre Wangen liefen und sein Herz verkrampfte sich. „Akari…“ Sie schüttelte nur den Kopf. „Es überrascht mich nicht, dass Sie davon wissen, Fushida-sama. Lassen Sie mich in Ruhe.“ Dann rannte sie aus dem Zimmer. Yuudai fühlte sich jetzt wie der letzte Arsch. Er hätte nicht davon anfangen sollen. Zumindest hätte er nicht so mit ihr darüber reden sollen. Wenn er könnte, dann würde er sich selbst in den Hintern treten. Yuudai hatte die üble Vorahnung, dass die Eroberung seiner Schönen jetzt noch schwerer werden würde. „Verdammt.“

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Akari konnte nicht schlafen. Yuudai hatte Erinnerungen in ihr hervorgerufen, die sie erfolgreich verdrängt hatte. Nun durchlebte sie diese schrecklichen Erfahrungen wieder und spürte förmlich die Schmerzen auf ihrem Rücken. Wieso konnte er sie nicht in Ruhe lassen? Warum wollte er unbedingt so eine verdammte Beziehung mit ihr? Warum ausgerechnet sie? Es gab da draußen doch tausende Frauen, die sich sofort auf Yuudai stürzen würden, sollte er ihnen eine Chance geben. Sie hatten nur einmal Sex und sie konnte sich nicht wirklich an ihn erinnern. Was sah er in ihr, dass er so weit gehen würde?

Da sie sowieso kein Auge zumachen würde, stand die junge Frau auf und zog sich an. Es war noch dunkel und sie setzte ihre MNE auf. Die Nachtsichtfunktion war ihr vertraut und sehr praktisch. Mit Leichtigkeit fand sie so den Weg in den Garten. Es war eine klare Nacht. Durch die ganzen Lichter der Stadt sah man den Sternenhimmel jedoch nicht. Selbst der Mond war nicht richtig zu sehen. Akari fand das sehr bedauerlich. Sie liebte den Blick in den Sternenhimmel. Hatte sie mal außerhalb Tokios zu tun, dann verpasste sie niemals die Chance stundenlang nach oben zu schauen. Der Anblick beruhigte sie und gab ihr die innere Ruhe über alles nachzudenken.

Im Moment hätte sie diese Ruhe gebraucht, denn ihre Gedanken waren chaotisch und drehten sich im Kreis. Die ständige Nähe von Yuudai war auch nicht hilfreich. Die letzten Tage waren so ereignisvoll gewesen und hatten ihre Welt völlig auf den Kopf gestellt. Akari seufzte leise als ihr klar wurde, dass sie mit dem beginnenden Dai Shi auch nicht die nötige Ruhe finden würde.

„Miau…“

Akari blickte nach unten, als sie das leise traurige Mauzen hörte. Neben ihr saß Rollo. Doch er war nicht so fröhlich drauf wie bisher. „Was ist los Dickerchen?“ Ein weiteres klägliches Mauzen war ihre Antwort. Sie hockte sich hin und streichelte ihn. Doch er schnurrte nicht und da wusste sie, dass etwas nicht stimmte. „Komm mit Rollo. Wir gehen in mein Zimmer.“ Akari richtete sich auf und lief zum Haus. Rollo folgte ihr mit angelegten Ohren. Sein Kopf hing traurig nach unten und sein Schwanz schliff hinter ihm auf dem Boden. Alles in allem machte er einen sehr mitleiderregenden Eindruck.

Die junge Frau legte sich auf ihr Bett und ließ Rollo es sich neben ihr bequem machen. Normalerweise würde sie ihn nicht in ihrem Bett schlafen lassen, aber er tat ihr so leid. Er protestierte auch nicht, als sie mit ihm kuschelte. Die Nähe zu ihm gab auch ihr etwas Trost, was völlig unerwartet war. So schaffte sie es nun doch in einen unruhigen leichten Schlaf zu fallen.

Am nächsten Morgen wachte Akari auf und streckte sich. Rollo war nicht zu sehen und sie hoffte, dass es ihm besser ging. Heute war der Tag an dem Dai Shi begann. In Tokio wäre das erst später am Abend und somit hatte sie den ganzen Tag noch vor sich. Sie würde ihn in ihrem Zimmer verbringen, da sie keine Lust hatte mehr Zeit als nötig mit Yuudai zu verbringen. Um sich die Zeit zu vertreiben, studierte sie die Regeln von Dai Shi und die Informationen, die sie von Yuudai über das Spiel bekommen hatte.

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Rollo-Bonus

Am Abend vorher hatte Rollo eine neue Dame seinem Harem zugeführt. Zufrieden schnurrte er. Sie war alles, was er sich erträumt hatte. Ein erneuter Besuch bei Haremsdame Nummer elf stand ganz oben auf seiner Liste. Er überlegte kurz, ob er ihr ein Geschenk mitbringen sollte. Doch er entschied sich dagegen. Er, Rollo, war für die Katzendamen schon das Geschenk schlechthin. Wie konnten Fisch und Maus seine Herrlichkeit übertrumpfen? Außerdem sollten seine Damen nicht denken, dass er eine von ihnen bevorzugte. Gib einer ein Geschenk und dann wollen alle eins haben.

Schon bald schlängelte sich der untrügliche Duft seiner Haremsdame Nummer elf in sein Näschen. Oh, sie war begattungsbereit und er war bereit ihren Wunsch zu erfüllen. Was tat man nicht alles um seinen Harem zufrieden zu stellen? Erfreut über das zukünftige Stelldichein beschleunigte er seine Schritte. Da war sie, genauso so schön, wie er sie in Erinnerung hatte. Plötzlich erstarrte er. Was war das? Der schwarze Peter wilderte in seinem Revier und machte sich an eine seiner Damen heran.

Dem würde er es zeigen. Rollo fauchte laut und nun war es der schwarze Peter, der erstarrte. Er fauchte zurück, doch es war ziemlich lächerlich. Rollo musste nicht einmal seine Pfote erheben, damit sein Rivale den Schwanz zwischen die Beine klemmte und fortlief. So sollte es sein. Dieser räudige Möchtegernkater war so weit unter Rollos Niveau, dass nur der Anblick Rollos ihn in Angst und Schrecken versetzte.

Nachdem das Übel beseitigt wurde, wandte sich Rollo Haremsdame Nummer elf zu. Er sollte ihr zeigen, dass ihre Reize nur ihm zustanden. Da sie neu in seinem Harem war würde er ihr, großzügig wie er war, dieses eine Mal verzeihen. Stolz schritt er mit erhobenen Kopf und Schwanz auf sie zu. Plötzlich fauchte sie ihn an. Was? Rollo stoppte und sah sie verwirrt an. Sie hatte ihn angefaucht? Er trat noch einen Schritt auf sie zu und sie fauchte lauter. Das konnte nicht sein. Wieso erlag sie seinem einzigartigen Charme nicht? Sie war in seinem Harem.

Rollo hob seine Vorderpfoten um ihr zu zeigen, was er ihr anzubieten hatte. Sie konnte seine Herrlichkeit nun auf keinen Fall ignorieren. Seine Schöne fauchte noch einmal. Dann drehte sie sich um und stolzierte davon. Aber… aber… aber… so läuft das doch nicht ab. Die Damen konnten nicht genug von ihm bekommen. Warum mochte sie ihn nicht mehr? Gleich würde sie zurückkommen, da er so unwiderstehlich war.

Die Zeit verstrich, doch sie kam nicht zurück. Es war schon dunkel und Rollo saß immer noch in der gleichen Position da. Traurig stellte Rollo fest, dass sie wohl nicht mehr kommen würde. Er stellte seine Pfoten wieder auf den Boden und stand auf. Seine Ohren klappten nach unten. Resignierend lief er mit hängendem Kopf zurück zu seiner Villa. Sein Schwanz schliff auf dem Boden, doch das war ihm egal. Warum wirkte sein Rollo-Charme nicht mehr? Im Garten seiner Villa traf er seine Zweite Dienerin. Sie versuchte ihn aufzuheitern, wie es ihre Pflicht war, doch er war zu traurig um darauf zu reagieren.

Niedergeschlagen folgte er ihr zu ihrem großen Körbchen. Er rollte sich neben sie zusammen und protestierte nicht, als sie mit ihm kuschelte. Diese Nacht träumte er von goldgelben Augen, die wie Goldfische glänzten

DragonGodSlayer
23.10.2014, 14:03
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Um 7:30 Uhr klingelte ein Wecker, in der Mitte des Raumes erschienen die „Tokio Hotel“ welche eines ihrer Lieder sangen. Die Person, welche im Bett lag fing an sich zu räkeln. Unter der Bettdecke erschien eine Hand, welche versuchte den Wecker auszuschalten. Doch sie verfehlte den Knopf, welche den Wecker ausschaltete. Nach einigen erfolglosen Versuchen, kam auch der Kopf unter der Decke hervor und mit einer gezielten Handbewegung schaltete er den Wecker ab. Immer noch müde und mit fast geschlossenen Augen ging er ins Badezimmer. „Zum Glück hatte mein Vater damals die Idee, dass ich diese Vollspacken als Wecker nehme solle, da man bei deren ihr Gejaule einfach nicht weiter schlafen kann.“

Im Badezimmer zog er seine Boxershorts aus, in der er geschlafen hatte und stieg in die Dusche. Die Dusche wäre groß genug für drei Personen und war mit der neuesten Technik ausgestattet,so wird der Wasserdruck genau angepasst und und die Wärme auch. Er duschte eine ganze Weile, da er sich wieder Gedanken über seine Teilnahme bei Dai Shi machte. Währenddessen lehnte er sich gegen eine der Wände der Duschkabine und ließ den Wasserstrahl auf seinen Kopf treffen.
Was soll ich nur machen, nehme ich daran teil, werde ich bestimmt sterben und sie werden das Unternehmen meines Vaters aufkaufen und nehme ich nicht teil, werden sie das Unternehmen meines Vaters aufkaufen, welches er so mühsam aufgebaut hatte. Also in beiden Fällen, übernehmen sie sein Unternehmen, aber nur in einem werde ich sterben. Ich darf aber nicht zulassen, dass Nonomoto den Traum meines Vaters aufkauft.
Er haute mit der Faust gegen die Wand.
"Verdammt, ich darf doch nicht zulassen, dass der Traum meines Vaters einfach so zerstört wird, aber meine Chancen zu gewinnen liegt nur bei ca. 0,00001%. Ich bin nun mal kein guter Spieler."
Es rollten einige Tränen über sein Gesicht.
"Ich kann meine Eltern doch nicht gleich zweimal kurz hintereinander eine Tragödie erleiden lassen. Die ein zigste Möglichkeit, bei der sie maximal eine erleiden wäre …"
Er richtete seinen Oberkörper wieder auf und schien sehr entschlossen. Er beendete seine Dusche, die eh schon lange genug gegangen war.

Pal ging in die Küche und bereitete sich sein Frühstück zu, er machte sich das klassische Rührei mit Speck. Immer noch seinen Plan durchgehend aß er sein Frühstück und spülte danach ab. Um sich auf das Dai Shi vorzubereiten ging er um 8:15 Uhr los und kaufte die wichtigsten Dinge die er brauchte ein. Er ging in Lebensmittel-, Bekleidungs- und Elektrogeschäfte. Als er mit den Einkäufen fertig war, kam er um 11:10 Uhr wieder daheim an.

Er warf einen Blick auf seine MNE und bemerkte, dass er einen Anruf von Chris verpasst hatte. „Shit, was will er von mir? Ich muss mir irgend etwas einfallen lassen, warum ich nicht abgenommen habe.“ Während er darauf wartete, dass die Vorlesung vorbei war setzte er sich auf sein Sofa. Zwölf Minuten später rief er Chris mit seiner MNE zurück. Chris nahm ab.
„Hey Chris, tut mir leid, habe noch geschlafen, was wolltest du von mir?“
„Ich wollte dich eigentlich nur fragen, warum du bisher nicht zur Uni gekommen bist?“
„Ach so dass, ich habe keine Lust, da ab nächster Woche eh keine Vorlesung mehr statt findet, wegen dem Dai Shi, da kann ich meine Zeit auch so sinnvoll nutzen, ich bin ja bestimmt nicht der Einzige der so denkt, es fehlen bestimmt noch einige mehr oder?“
Wenn ich einen Sinn sehen würde noch hin zu gehen würde ich dies machen, aber da es eh bald vorbei ist, wäre es unnötig.
„Natürlich fehlen noch mehr, aber von dir hätte ich etwas anderes erwartet, also warum bist du nicht da?“
„Weil es keinen Sinn macht jetzt noch zur Vorlesung zu gehen, da ich das, was wir jetzt lernen bis zum Ende von Dai Shi und dem fortsetzen der Vorlesungen eh vergessen habe, und ich keine Lust habe meine Zeit zu verschwenden.“
Chris lege auf.
„Typisch Chris dieser Idiot, einfach so aufzulegen, aber er hat es auch gut. Er muss sich nicht über sein überleben sorgen so wie ich.“

Am Abend klingelte es an der Haustür von Pal, dieser öffnete dies Haustür und wie erwartet stand wieder der Arbeite von Nonomoto vor der Tür. Diesen bat er freundlichst hinein und der Arbeiter nahm dieses Angebot freundlichst entgegen, er setzte sich wie am Tag zuvor auf die Couch. Gegenüber von ihm nahm Pal platz und hoffte nur, sein Plan aufgehen wird.
„Ich komme dann mal gleich zur Sache, also wofür haben sie sich entschieden?“
„Ich weiß, das sie mich angelogen haben, was die Verschuldung meines Vaters angeht, aber ich werde trotzdem unter einer Bedingung mitmachen.“
Der Arbeiter von Nonomoto lachte und wurde danach wieder erst. Er stellte seine Ellenbogen auf seine Oberschenkel, faltete seine Fäuste zusammen und legte dort seinen ab.
„Was glauben Sie eigentlich wer Sie sind? Wir sind hier die ein zigsten, die hier Forderungen stellen. Aber ich will mal nicht so sein, was für eine Bedingung stellen Sie?“
„Ich habe jedes Recht Bedingungen zu stellen, da Ihr ja was von mir wollt und nicht umgekehrt. Aber gut, da Ihr Angebot war, dass Ihr das Unternehmen meines Vaters nur nicht aufkauft wenn ich gewinne möchte ich dies ein ganz klein wenig umändern.“
Hoffentlich klappt es, ansonsten wir Dai Shi ohne mich laufen müssen.
„Also, ich werde am Dai Shi teilnehmen, wenn Nonomoto Enterprises mir schriftlich versichert, das Unternehmen meines Vaters nicht aufzukaufen, egal ob ich gewinne oder nicht. Entweder es wird so gemacht oder Dai Shi wird ohne mich stattfinden.“
„Ich hätte mir eigentlich mehr erwartet, aber ich kann dies nicht einfach so entscheiden, ich muss dies erst mit meinen Vorgesetzten abklären müssen. Kann ich hier in einem Raum ungestört telefonieren?“
„Ja natürlich, hier drüben können Sie telefonieren, ich werde hier warten.“

Pal sah, wie sein mehr oder weniger freiwillige Gast in seinem Schlafzimmer verschwand. Nach einer halben Stunde kam er wieder herein und saß sich wieder auf die selbe Stelle.
„Ich weis zwar nicht, was es Ihnen bringt aber ich kann ihnen mitteilen, dass wir Ihren Forderungen nachgeben. Das Schriftstück welches Sie verlangen wird ihnen in den ein oder zwei Tagen zukommen. Genauso wie einen Termin, welchen Sie einhalten müssen."
Erleichterung erkannte man in seinem Gesicht. Nachdem noch einige Kleinigkeiten geklärt wurden führte Pat seinen Gast hinaus.
Vor Freude, dass seine Forderungen zugestimmt wurden könnte er fast Luftsprünge machen.

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Vor zwei Tagen bekam er einen Brief von Nonomoto Enterprises, in dem stand, dass zwei Tage später, also am heutigen Tag ein Mitarbeiter von ihnen zu ihm kommen würde um ihm die NE einzustellen, die Kapsel zu verabreichen und ihm sein gewünschtes Schreiben zu übergeben. Da der Besuch laut Schreiben in einer viertel Stunde kommen sollte wartete Pal darauf, das eben jener kam.

Ungefähr fünfzehn Minuten später klingelte es an der Haustür und Pal stand auf um dem Besuch die Tür zu öffnen. Im blieb kurz das Herz stehen, als er die schöne junge Frau erblickte, welche in der Tür stand. „Sie müssen Herr Müller sein,“ stellte die junge Frau fest und gab ihm den Brief, in dem Nonomoto erklärte das Unternehmen seines Vaters nicht aufzukaufen. „Ich heiße Hana Mori und arbeite für Nonomoto Enterprises. Ich wurde doch angekündigt oder?“ Fragte sie mehr rhetorisch als als echte Frage gemeint, doch Pal antwortete trotzdem, „j ja selbst verständlich, wollen Sie eintreten?“
Frau Mori streichelte mit ihrer rechten Hand seine linke Schulter und sagte mit einer sehr einfühlsamen Stimme, „Ja, aber könnten Sie mir noch helfen meine Utensilien in ihre Wohnung zu bringen?“
„Mit vergnügen.“

Nachdem die beiden die Utensilien in Pal`s Wohnzimmer gestellt hatten und Frau Mori alles aufgebaut hatte, setzte sie sich neben Pal, welcher auf seiner Couch saß. Sie sah im in sein Gesicht und berührte sanft seinen Oberschenkel und sagte, „Mir wurde zwar gesagt, ich würde zu einem Mann gehen, aber dass er so süß ist hat mir niemand gesagt. Also warum riskiert ein so süßer junge wie du sein Leben beim Dai Shi?“
Pal war verdutzt, denn er wurde noch nie süß genannt, außer von seiner Mutter.
„Ich habe meine Gründe, dass sollte als Antwort ausreichen.“
Mit einer traurigen Miene stand Hanna auf und setzte sich an ihren Laptop.
„Naja, wenn der süße Herr nicht mit mir reden will sollten wir uns an das machen, warum ich hier bin. Also setzte bitte die NE auf, welche ich mitgebracht habe und du für das Dai Shi benutzen musst.“
Was ist mit dem los? Das klappt doch sonst immer.
Pal setzte die NE auf, kurz danach flogen wie verrückt Wörter und Zahlen umher.
„Was machen Sie jetzt?“
„Ich stelle die NE auf deine Gehirnströme ein, damit die Schmerzübertragung funktioniert.“

Nach einer halben Stunde lang Einstellungen durchführen und Flirtereien Gesprächen war die NE eingestellt.
„So du kannst die NE jetzt wieder abnehmen.“
Pal nahm die NE ab.
„So, jetzt fehlt nur noch die Kapsel, welche ich dir in den Hals setzten muss, ich hoffe ich mach dir nicht allzu sehr weh. Ich will ja schließlich so einen süßen nicht mehr verletzten als nötig.“
Frau Mori kramte eine Spritze aus ihrer Tasche, welche eher wie eine Pistole mit einem Radarbildschirm aussah.
Pal zuckte im ersten Moment zusammen, fasste sich aber sofort wieder.
„Nur keine Angst, es sieht schmerzvoller aus als es ist, ich verspreche es dir.“ Sagte sie mit einem niedlichen Lidschlag.
„Ok, wenn Sie das sagen, vertraue ich ihnen.“
Noch bevor er fertig gesprochen hatte setzte sie sich neben ihn und legt die Spritze an seinen Hals.
„Jetzt solltest du dich zu deiner eigenen Sicherheit ruhig verhalten, sonst verfehle ich noch die richtige Stelle.“

Der „Radar“ ortete die Halsschlagader, dadurch das sich Pal öfters mal aus Angst bewegte dauerte es eine gewisse Zeit, bis sie die richtige Stelle gefunden hatte.
„So, ich habe die Stelle jetzt gefunden, also nicht bewegen. Sobald ich auf drei gezählt habe wirst du ein leichtes Piksen fühlen. Also 1 .. 2“
Noch bevor sie drei sagte spritze sie ihm den Chip. Anschließend legte sie die Spritze auf den Tisch und lehnte sich an seine Schulter. Pal war das etwas unangenehm, da er die junge Frau erst kennen gelernt hatte. Da er sie aber auch sehr attraktiv fand werte er sich nicht.
„So ich wäre fertig mit dem was ich machen sollte. Du kannst dich nun jeder Zeit einloggen und deinen Charakter erstellen, auch wenn ich mich immer noch frage warum so ein süßer wie du dabei mit macht. Was für eine Verschwendung. Also wenn du keinerlei Fragen mehr hast, EGAL in welcher Hinsicht würde ich jetzt gehen.“
Pal wollte etwas sagen, doch er bekam nichts heraus außer einem Abschiedsgruß und dass er sie zur Tür bekleiden würde.
Wie dumm kann ich denn nur sein. Verdammt! Verdammt! Verdammt!

Als Frau Hana Mori aus der Tür getreten war und Pal die Tür hinter ihr schloss, setzte sie sich in ihr Auto.
Was ist das für einer, bei dem bringt flirten ja überhaupt nichts. Entweder ist er vergeben, schon abgehärtet oder einfach nur dumm, ich tippe auf das letztere. Außerdem verstehe ich Nonomoto nicht, warum ich so einen Milchbubi überhaupt anbaggern sollte, es fiel mir auch total schwer, da er so was von überhaupt nicht mein Typ war.

Önee-sama
24.10.2014, 03:26
Renngelände (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23564443&viewfull=1#post23564443)

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Wenn auch auf zwei völlig unterschiedliche Arten, auf denen die Wagen los fuhren - da der fast stumme Start des Tesla, hier der gewaltige Start des Charger - so entfernten sich beide Fahrzeuge doch zeitgleich von der Startlinie. In den abklingenden Sound und den davon wehenden Rauch, den die beim Start kurz durchdrehenden Reifen auf der Hinterachse von Peggy hinterlassen hatten, stürmte eine jubelnde Menge, die den Fahrzeugen in der Dunkelheit nach blickte...
Mitternacht war zwar schon vorbei, doch der Sonnenaufgang würde noch auf sich warten lassen. Das Gelände war zwar teilweise beleuchtet, jedoch lagen auch weite Teile im Dunkeln. So bot sich den Zuschauern auf der gegenüberliegenden Seite der Anblick zweier Scheinwerferpaare, die auf sie zu kamen. Das es sich zweifelsfrei dabei um Autos handelte, wurde beim unüberhörbaren Sound des V8 von Peggy klar, der weithin im Gelände zu hören war...
Der nerdige Kerl und sein Flitzer waren links beim Start gewesen, Vince mit Peggy rechts von ihm. In dieser Konstellation rasten Beide gleichauf auf die erste Kurve zu: Eine 90 Grad Kurve, bedingt dadurch, dass man sich hier mit der Rennstrecke noch auf den alten Start- und Landebahnen und den Zubringern befand. Vince starrte ruhig auf die Strecke, die er im Scheinwerferlicht ausmachen konnte. Theoretisch hätte er hier auch blind fahren können, schließlich kannte er die alte Militärbasis in- und auswendig. Es gab nur eine Sache, auf die er achten musste...
Na, Junge, ich wette, du folgst dem Rat deines Computers... also der Ideallinie. Ein Fehler, Kleiner...
Ihm war klar, dass der Kerl sich an das hielt, was seine MNE als beste Wahl zum Fahren hielt. Dadurch ging aber auch das 'Gefühl' flöten, was wirklich das Beste in einer Situation war. Die Wagen bogen nach links, dabei klebte der Tesla auf dem Asphalt und machte keine Geräusche. Peggy dagegen quietschte und legte sich stark zur Seite, während der V8 begierig Luft einsaugte, um die nötige Leistung zu produzieren. So rasten sie um die ersten 90 Grad, auf die direkt die nächsten 90 Grad nach rechts folgten. Der Toaster war, aufgrund seiner Position in der ersten Kurve an der Innenseite, eine halbe Wagenlänge vorne, als beide Wagen nach rechts schwenkten. Wieder klebte der Elektroflitzer lautlos auf dem Asphalt und, obwohl ihm der Sound zu einem echten Rennwagen fehlte, musste jeder anerkennend zugeben, dass da ein perfektes, aerodynamischen Design zusammen kam. Peggy dagegen brüllte auf, als Vince in der Mitte der S-Kurve vermehrt Gas gab und sich absichtlich weit nach links tragen ließ...
Zeig mir, ob du Eier hast...
Da es jetzt nach rechts ging, fingen beide Wagen an, wieder gleichauf zu ziehen. Vince ließ Peggy aber soweit nach außen in die Kurve rutschen, das ein Zusammenprall unausweichlich schien... bis der Tesla kurz in die Eisen ging und dem Charger den Vortritt ließ! Was Vince ein erheiterndes Lächeln abrang.
Kann er ja nicht wissen, das ich niemals einen Kratzer im Lack riskieren würde!
Dann drückte er weiter das Gaspedal durch. Jetzt mit Peggy vorne und dem Toaster im Schlepptau wiederholte sich das mit den S-Kurven noch zwei weitere Male: Erst links 90 Grad, dann direkt wieder nach rechts um 90 Grad. Immer legte Peggy sich stark auf die Seite und der V8 heulte jedes mal bedrohlich auf, wenn aus der Kurve heraus beschleunigt wurde. Der Flitzer blieb hinten dran, immer wieder geschmeidig um die Kurven tanzend...
Nach der letzten S-Kurve ging es ein kurzes Stück geradeaus, dann waren sie im 'Infield': Der Bereich um die alten Terminals und mit den alten Hangars war erreicht. Als nächstes kam eine sehr lang gezogene Linkskurve und Vince ließ es sich hier, wo er doch in Führung lag, nicht nehmen, Peggy's Heck ausbrechen zu lassen und mit spielendem Gasfuß und gleichzeitiger Bremse die gesamte Kurve über zu driften. Immerhin galt es als Platzhirsch ja auch sein Können zu zeigen! Der Tesla ließ sich auch nicht Lumpen und driftete ebenfalls durch die Kurve - nicht das er eine große Wahl hatte, wo ihm ein riesiger 70er Charger quasi quer in der Kurve im Weg hing. Dasselbe Spielchen kam ein zweitesmal, diesmal mit einer langgezogenen Rechtskurve...
Aus dieser Kurve kam Peggy brüllenden Motors heraus, dicht gefolgt vom bulligen Flitzer. Beide Wagen fuhren auf einen offenen Hangar zu. Im Innern hatte man die Strecke links und rechts um ein altes Flugzeugwrack herumgeführt. Vince ließ Peggy links vorbei sausen im Halbkreis, der Nerd entschied sich für rechts herum. Das Gaspedal durchgedrückt, legte sich der Charger schwer in die Kurve, doch Vince baute auch diesmal auf den 'Schockeffekt': Als er um das Wrack herum war, kamen beide Wagen gleichzeitig auf die Gabelung zu, ab wo die Strecke wieder zusammen lief. Man musste dem Toaster anrechnen, dass er wirklich perfekt auf der Straße klebte und sogar einige Meter gut gemacht hatte. Doch Vince hielt quasi einfach leicht auf ihn zu... und der Nerd steckte wieder zurück!
Also immer noch keine Eier!
Quietschend mit den Reifen und brüllend mit dem Motor warf sich Peggy weiter der Strecke entlang, immer dicht gefolgt vom Toaster. Raus ging es aus dem einen Hangar und rein in den gegenüber liegenden. Da es hier einfach geradeaus ging, versuchte der Tesla zweimal sein Glück im Windschatten von Peggy dicht genug zum Überholen heran zu kommen, doch Vince hielt ihm jedesmal sein Heck vor die Nase. Dann waren sie aus dem zweiten Hangar draußen und es ging im 90 Grad Winkel nach links...
Direkt auf die Wand eines Gebäudes zu! Doch die Scheinwerfer brachten schnell eine Einfahrt zu Tage. Die Einfahrt zu den Parkdecks. Beide Wagen fuhren nacheinander rein. Kurz daruf teilte sich die Strecke: Einmal konnte man leicht nach oben fahren, einmal leicht nach unten. Vince fuhr ohne zu zögern unten entlang, während der Nerd ihm wiedr auswich und den Weg nach oben nahm. Vince ließ Peggy den Schwung vom kurzen Gefälle mitnehmen, ehe er abbremsen und durch einige Schlenker in der Bauweise des Parkdecks musste. Er wusste, der Toaster musste die gleichen Manöver fahren, waren beide Parkdecks doch identisch angelegt. Überall standen einige Zuschauer zwischen den Säulen im Parkdeck und hielten ihr Kommunikationsarmband auf den Charger gerichtet, andere starrten mit ihrer MNE auf das Fahrzeug: Entweder wurden Aufnahmen für sich gemacht oder das Bild an andere Zuschauer auf der Strecke an anderen Positionen verteilt. Vince fuhr routiniert durch immer aufkommende Passagen im Parkdeck, dann machte er mit Peggy einen gewaltigen Satz, der den Wagen erbeben ließ, als es über eine Temposchwelle ging.
Wie seine flache Flunder die Stelle wohl verträgt...
Kurz dachte er an den tief liegenden Toaster. Es gab zwar die Möglichkeit, die Temposchwelle zu umfahren, dazu musste man das Parkdeck aber schon gut kennen, was Vince bei dem Milchbubi irgendwie bezweifelte...
Dann sah er am Ende eine Auffahrt, auf der es aus dem Parkdeck gehen würde. Diese Auffahrt war der Grund, warum er ohne zu zögern unten lang gefahren war: Mit Vollgas jagte er nach oben und...
Zuschauern außerhalb bot sich folgendes Bild: Man konnte die Ausfahrt der Parkdecks sehen und man sah zwei Scheinwerfer eine Abfahrt herunter kommen. Der Tesla fuhr geschmeidig die Strecke entlang - dem aufmerksamen Beobachter entging aber nicht, dass dem Flitzer die Frontschürze fehlte. Peggy konnte man, bedingt durch den Schall im Parkdeck meilenweit hören. Und gerade, als der Toaster die Abfahrt verließ, kam der Charger mit vollem Speed aus der auffahrt gesprungen! Mit ohrenbetäubendem Dröhnen des Motors sprang der riesige Muscle Car höher, als die Elektroflunder und landete dann Staub aufwirbelnd nebem diesem auf der Strecke, dabei unbeeindruckt weiter fahrend. Vince hatte keine Probleme, den Wagen in der Spur zu halten bei diesem Stunt. Und seine beabsichtigte Wirkung verfehlte er auch nicht: Ein riesiger Wagen, der neben dem Nerd springend aus einer Ausfahrt kam, beeindruckte diesen so, das er abermals zurücksteckte, indem er bremste...
Das war Vince nur recht, denn nach einer weiteren 90 Grad Kurve links herum, ging es jetzt von Anfang bis Ende auf die lange Gerade der großen Startbahn. Und hier war der Tesla eindeutig im Vorteil...

Moku
25.10.2014, 21:14
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.png"Dai Shi?" wiederholte der junge Mann nahezu abwesend, Zigarette im Mundwinkel geparkt als er versuchte mit einem Schraubenzieher zwei Löcher in V-Form aus einem Apfel zu stanzen.

"Ja Mann," meinte Dennis mit einem seligen Lächeln, lungerte auf einem der verblassten, mit Asche bedeckten und nach Nikotin und Urin stinkenden Sessel. "Kennste?"

"Kennt doch jeder," schnaubte der Blonde, stocherte weiterhin in dem Apfel herum bis die leicht schräg abgesenkten Tunnel sich in der Mitte trafen und eine durchgehende Öffnung bildeten. Siegreich hielt er den Apfel hoch und die restlichen vier Leute im Raum klatschen einmal enthusiastisch. JJ zog an seiner Zigarette, nahm sie zwischen Mittel- und Zeigefinger, während er behänd den Apfel zu Sample warf; eine vollbusige Rothaarige, die ihren Spitznamen daher hatte, dass jeder einmal von ihr probieren durfte. "Irgendein Online-event von irgendeinem Online Spiel, das irgendwelche Nerds religiös verfolgen. So und so viele Spieler und nur einer gewinnt. Was ist damit?"

Dennis, ein komplett kahlrasierter ehemaliger Soldat musterte ihn einem Moment mit einem verwirrten Ausdruck, bevor sich wieder gemächlich ein breites Lächeln über seine Lippen zog. "Paar Kumpels wollen sich freiwillig melden, easy Kohle machen. Alter Mann ich sag dir, das wäre was für dich."

Der Blonde wollte die Idee bereits mit einer gelangweilten Handbewegung abtun, als sich etwas in seinem Hinterkopf regte und er plötzlich innehielt. "Wie waren noch mal die Regeln?"

"Sei der last man standing," antwortete Sample mit einem süffisanten Lächeln, stopfte mit dem Daumen Gras über die eine Öffnung des Apfels, bevor sie dann die Obstfrucht an JJ zurückreichte.

Der Blondschopf schmälerte die Augen, legte seinen Kopf leicht schräg während er nachdenklich mit seinem Feuerzeug spielte, den Klappverschluss auf und zu schnappen ließ.

"Großer Tod," lachte ein Kerl, den JJ nie zuvor gesehen hatte. "Erfindung der Japsen natürlich. Krankes Volk. Wollt ihr mal hören was die in Nanking angestellt haben? Dagegen ist das Abschlachten in 'Dai Shi' ein Witz. Töten oder getötet werden, darauf läuft es hinaus. Schließlich stirbt man nicht nur im Spiel, sondern auch im realen Leben. Jeder, der da mit macht ist krank."

Dies weckte das Interesse des blonden Mannes umgehend. Sein Kopf schnellte so rasant hoch, dass er fast mit Sample zusammen stieß, die sich nun ungeduldig vorgebeugt hatte. "Machst den heute noch an?" fragte sie, fuhr sich einmal mit der Zunge über die Lippen, Blick hypnotisch auf das Obst geheftet. Die Augen verdrehend schob er die Frucht gegen die Brust der Frau, stand dann auf und näherte sich dem Fremden. "Hey man, das Feuerzeug!" rief sie ihm hinterher. Er warf es unachtsam in ihre generelle Richtung, hörte daraufhin nur ein überraschtes Quieken.

"Erzähl mir mehr," meinte er an den Unbekannten, bekam zum ersten Mal einen guten Blick auf den Mann mit dicken, verfilzten Dreads, zu leichter Kleidung für die momentane Kälte, der mit halb-geöffneten Augen zu ihm hinaufblinzelte.

"Haben Frauen lebende Säuglinge aus dem Bauch geschnitten," begann er, doch JJ unterbrach ihn wirsch. "Nicht das. 'Dai Shi'."

"Ich denk' du kennst es," raunte Dennis in seine Richtung.

"Man, vom Namen," erwiderte er umgehend.

JJ hatte nie großes Interesse an all diesem virtuellen Scheiß gehabt. Technik überlebte bei ihm generell nie lange und er nutzte seinen Laptop nur für Aufsätze, die er für die Uni schreiben musste und damit verbunden für Nachforschung zu seinem Thema. Ansonsten lag alles still bei ihm, konnte er schließlich mit der Überwachung, die es mittlerweile gab keine virtuellen Papierspur zwecks seiner Vorlieben hinterlassen. Wer wusste schon, wann und wie solche Informationen letztendlich bei seinem Vater landeten.

Dreadlocks blinzelte einmal verklärt, und begann dann zu erklären.

*

Die Entscheidung letztendlich bei dem Spiel mitzumachen fiel er noch während Sample ihren dritten Zug aus dem Apfelbong nahm. Er verließ umgehend das verlassene Bahnhofsgebäude, das sich noch nicht als Drogenhöhle herumgesprochen hatte, steckte die Hände in die Taschen und beobachtete für einen Moment seinen Atem der weiß in der kalten Luft aufstieg,

Angeblich gab es eine Niederlassung von Nonomoto in jeder größeren Stadt und JJ konnte sich vage erinnern, den verschnörkelten Schriftzug irgendwo gesehen zu haben. Tatsächlich musste er nur die erste Person, die er traf nach dem Weg fragen. Eine Frau in ihren sechzigern, die ihn ansah als wäre er ein Alien, als er seine Frage stellte und ihm dann den Weg auf eine Art beschrieb, die ihm verdeutlichte, dass sie blind und in einem Schneesturm noch immer das Gebäude finden könnte.

Die Anmeldung beim Dai Shi war lachhaft einfach. Als würde er in ein Reisebüro marschieren und ein One-way-Ticket nach Gainos bestellen. Auch wenn die konsequent verstört lächelnde Empfangsdame ihm mehrmals betont mitteilte, dass nach dem Los entschieden werden würde. Abgabe der Anmeldung samt Fingerabdruck, Stimmen- und Augenerkennung war eine Affäre von knapp zehn Minuten. Die restliche halbe Stunde seiner Anmeldung verbrachte er damit sich verklickern zu lassen, wie die Neuralverbindung funktionierte und dass im Dai Shi Event nur einer überlebte.

JJ warf amüsiert den Kopf zurück, hob dann leicht das Kinn.

"Deshalb bin ich hier."

*

Danach marschierte er in den größten Elektromarkt, den es in Cowansville gab um sich noch am selben Tag sämtliches Zubehör, das er für Belendiel brauchte zu kaufen, und ignorierte dabei dezent die Summe, die im Kassendisplay aufleuchtete. Wenn er wirklich an diesem Event teilnehmen könnte, würde es ihm nichts bringen sofort ab zu kratzen, nur weil er keine Ahnung von der Welt hatte. Außerdem glaubte er irgendwie nicht, dass die Firma ihm die Technik zur Verfügung stellen würde, nur weil er ein genereller Technikverweigerer war.

Zu Hause warf er den Laptop an—und loggte sich zum ersten Mal in seinem Leben in einem MMORPG ein.

Einmal davon abgesehen, dass er übelst mit der Technik haderte, ewig lange brauchte um herauszufinden, wie die verdammte Steuerung funktionierte und dann ständig an der Online-Anmeldung scheiterte weil er angeblich irgendeine Firewall, von der er nichts wusste im Hintergrund laufen hatte, lief alles relativ reibungslos ab. Zumindest leichter als er vermutete und mit deutlich weniger Schimpfworte und Flüche als er eingeplant hatte.

Sein Avatar dagegen starb erbärmlich schnell.

Er bereute keine Sekunde die Entscheidung, sich bis zur Verkündung der Verlosung mit dem Spiel zu beschäftigen, verbrachte tatsächlich die meiste Zeit nach der Uni sich den Hintern von low-level Wölfen verprügeln zu lassen, um das Handling der neuralen Steuerung zu begreifen und zu lernen, sodass es ihm ins Blut überging.

Trotzdem, Krieger, so stellte der Mann fest, war absolut nichts für ihn.

*

Er bekam die Bestätigung über sein ewig altes Iphone 9 geschickt und hatte es zwei Tage lang nicht bemerkt, da er das Smartphone zwischen den Couchkissen verloren und sich keinen Kopf drum gemacht hatte, bis sein Vater nach der Arbeit entnervt in seiner Zimmertürstand und fragte, wo zum Geier sein Telefon wäre.

JJ senkte kleinlaut den Kopf, fasst sich nervös an den Nacken und bot seinem Vater Lasagne zum Abendbrot als Beschwichtigung an, bevor er sich auf die Suche nach seinem Iphone begab.

Die Nachricht war mit einem Bestätigungslink versehen, den er ohne einen zweiten Gedanken anklickte, musste seine Stimme über Mikrophone, Augen über Kamera und Fingerabdruck via Display verifizieren und bekam eine quietschbunte mit ekelhaft süßen Maskottchen versehene Nachricht zugeschickt, die virtuelles Lametta über seinen Namen rieseln und darunter in blinkenden Buchstaben das Wort Willkommen in Regenbogenfarben aufleuchten ließ.

Es war so grässlich, dass es schon wieder Charm besaß.

In der Nachricht befand sich ein weiterer Link, der ihn zu einer Seite brachte, die ihm genaue Angaben gab, wo er sich bis wann wofür zu melden hatte.

Irgendein Doktor Bramsly in Montreal.

JJ überflog die knappe Nachricht seines Vaters, die ihm um eine Liste mit Einkäufen bat—was sich ja dann nun erledigt hatte—und warf das Iphone dann wieder auf seine Couch. Scheinbar hatte er in einer Woche ein Date. Danach konnte Dai Shi beginnen.

Der Mann spielte mit dem Piercing in seiner Zunge, verzog die Lippen in ein schiefes einseitiges Lächeln.

Vermutlich waren Online-Spiele doch nicht so langweilig, wenn er dadurch seine weiteren Grenzen austesten konnte. War er schließlich schon lange an das gestoßen, was gesellschaftlich in Einvernehmlichkeit erlaubt war—und ihn schon lange nicht mehr zu begeistern wusste.

BlackShial
26.10.2014, 10:12
http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Nana beobachtete wie in Trance, dass eine schlanke Frau das Wohnzimmer betrat. Ihr fiel sofort das dunkle, rote Haar auf, was der Frau ein einmaliges Aussehen in Nana's Augen bescherte. Zudem trug die Frau einen Kittel, wie man es von Ärzten gewohnt war. Doch etwas Anderes zog Nana in ihren Bann. Etwas, das ihr Angst machte: Die eisblauen Augen der Frau. Nana hätte es unmöglich vermocht, es in Worte zu fassen, ja selbst in Gedanken spiegelte sich nichts wieder... und doch war da dieses Gefühl, dass diese Augen irgendwie Gefahr vermittelten. Denn die Frau hatte nur kurz ihre Umgebung in Augenschein genommen, dann ruhte ihr Blick stetig auf Nana. Diese umklammerte ihr Kissen nich fester und wäre wohl in hemmungsloses Heulen verfallen, wenn sie nicht auf der einen Seite eine ausgeprägte Erziehung erhalten hätte, die, im Gegensatz zu ihrer älteren Schwester, bei ihr auch Anklang gefunden hatte. Auf der anderen Seite verhinderte zudem ihr Furcht, dass sie in Tränen ausbrach - denn Heulen hätte nur bedeutet, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
O-ob sie... wieder geht... wenn ich mich ruhig verhalte!?
Der Gedanke war eigentlich völlig absurd, selbst für eine 14-jährige. Und trotzdem hoffte Nana irgendwie, dass die Frau einfach wieder gehen würde, weil sie sich nicht rührte.
„Yamato Nana, nehme ich an. Ich bin leider etwas zu früh, jedoch wollte ich mir nicht die Möglichkeit entgehen lassen sie persönlich kennenzulernen.“
Bei den ersten Worten der Frau zuckte sie leicht innerlich zusammen. Doch auf eine unbestimmbare Art und Weise vermochten die Worte Nana's Anspannung zu lösen - zumindest minimal.
„Mein Name ist Sato Kazue, ich bin hier um sie und ihre ... Schwester auf das bevorstehende Dai Shi vorzubereiten.“
Das Wort 'Schwester' ließ Nana's Gedanken endgültig die Lethargie abschütteln und Fahrt aufnehmen.
Oh, Nee-san... wo bist du nur!? Warum hast du mich alleine gelassen!?
Sie sah die Frau, die sich als Kazue Sato vorgestellt hatte an und suchte nach einer Möglichkeit, Zeit zu schinden.
Ich... ich muss etwas tun... bis Nee-san wieder hier ist... irgendetwas...
Sie schluckte einmal, wischte sich kurz mit dem Arm über ihr Gesicht und stand dann auf. Da ihr schmerzlich bewusst war, dass sie nur im Nachthemd bekleidet war, hielt sie weiterhin mit einem Arm das Kissen vom Sofa umklammert, wie eine Art 'Schutzschild' trug sie es eng an der Vorderseite ihres kleinen Körpers.
I-ich muss... tapfer sein!
Dann verbeugte sie sich tief und blieb in dieser Haltung.
"Su-Sumimasen! Ich bitte um Verzeihung, Frau Sato, dass... dass ich sie nicht persönlich begrüßt habe. Außerdem bitte ich um Verzeihung, dass meine El-... die Herrschaften des Hauses zur Zeit nicht anwesend sind!"
Fast hätte sie 'Eltern' gesagt, zügelte sich doch irgendwie noch im allerletzten Moment.
"Als einzige Anwesende der Familie Yamato möchte ich sie herzlich in unserem Heim willkommen heißen! Ich bin Yamato, Nana."
Noch immer hielt sie die Verbeugung bei - alleine schon, um den eisblauen Augen zu entgehen.
"Z-zudem bitte ich... meine Schwester zu entschuldigen! Sie s-sollte jedoch... jeden... Moment... zurück.. sein..."
Nana fiel nichts besseres ein, das Fehlen von Makoto zu kaschieren. Doch hoffte sie, dass die Frau es damit auf sich bewenden ließ. Schließlich richtete sie sich wieder auf und sah die Person in dem Kittel kurz an, ehe ihre Erziehung sie dazu veranlasste, weiter zu reden.
"I-in der Zwischenzeit... kann ich ihnen Tee anbieten? Ich kann meine Haus-VI damit beauftragen, welchen zubereiten zu lassen? Oder vielleicht... bevorzugen sie handgemachten Tee?"
Unter dem Gebot der Höflichkeit, versuchte Nana weiterhin Zeit zu schinden. Alles in der Hoffnung, das ihre ältere Schwester bald auftauchen würde...
Doch dann materialisierte eine der Haus-VI's und Nana durchlebte eine Schrecksekunde, es könne sich um die Haus-VI ihrer Schwester handeln, Nana 2! Doch sogleich erkannte sie Rainbow, ihre persönliche Haus-VI, was sie erleichtert ausatmen ließ. Immerhin bedeutete es nicht, dass sie vor dieser fremden Person mit dem gruseligen Spiegelbild von sich selbst reden musste.
V-von der... Kette an Nana 2 ganz zu schweigen...
Rainbow begann auch gleich damit etwas zu verkünden.
"Das wird nicht nötig sein, Nana. Ich wurde mit den relevanten Daten von möglichen Besuchern von Nonomoto Enterprises ausgestattet und habe alle Vorbereitungen getroffen, die Wünsche und Anforderungen von Frau Sato zu vollster Zufriedenheit zu erfüllen!"
Nach dieser Ankündigung machte Rainbow einen leichten Knicks und entmaterialisierte wieder. Nana, die jetzt nicht wusste, wie sie sonst noch Zeit gewinnen konnte, umklammerte ihr Kissen mit beiden Armen und sah wieder zu der Frau.
"W-wie... wie kann ich ihnen... behilflich sein?"
Mehr brachte sie nicht hervor.
Bitte, Nee-san... Beeile dich und komm schnell wieder heim!
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.pngGeringschätzig musterte die Frau die Jüngere, durchbohrte sie förmlich mit ihren Blicken und dachte nicht einmal eine Sekunde daran dies zu unterlassen - obwohl von der ersten Sekunde an überaus deutlich war, dass das Mädchen verunsichert war.
Erziehung: Vorhanden. Doch leider schien sie noch zu jung zu sein, um auch nur ansatzweise ihre Gefühle verbergen zu können und somit zu zeigen, was wahre Höflichkeit bedeutete. Sie hätte es wissen müssen.
Kazue wandte sich ab, sah sich für einen kurzen Moment in dem riesigen Zimmer um, entschied das sie diesen Anblick nicht lange ertragen konnte und erhob dann die Stimme.
„Sie könnten mir einen Platz anbieten.“
Um zu verdeutlichen, dass dies eigentlich zum Grundsatz einer jeden Begrüßung gehörte, drehte sie ihren Kopf leicht zu den gepolsterten Sitzmöglichkeiten herum und legte ein Lächeln auf. Ein falsches Lächeln natürlich, denn was konnte man als anmaßender bezeichnen als diese halbgare Begrüßung? Doch war Kazue nun einmal nicht töricht, so wusste sie doch genau, dass das Aufzeigen ihrer Abneigung alles nur erschwert hätte.
Noch bevor das Mädchen hätte reagieren können - und ihren Fehler bemerkte - sprach die Freu erneut, dieses Mal jedoch in einen weitaus weniger schneidenden Tonfall, noch immer mit dem Lächeln auf den Lippen begleitet.
„Sie müssen sich keine Sorgen machen Yamato Nana, wir haben nicht vor ihnen wehzutun. Weder ihnen, noch ihren Eltern. Aber ich denke, Smith-kun hat sie darüber bereits aufgeklärt.“
Beschwichtigend schüttelte die Rothaarige sachte mit dem Kopf.
Nicht Nonomoto wäre es, die den Schwester Leid zufügen würde. Für all die anderen Teilnehmer des Dai Shi konnte sie natürlich nicht sprechen.
„Es ist einfach eine Verkettung unglücklicher Umstände. Aber genau deswegen bin ich hier, um ihnen und ihrer Schwester in dieser schwierigen Zeit beizustehen.“
Nicht, dass sie dies wirklich wollte. Doch leider war es nun einmal nötig die Lämmchen zu beschwichtigen, bevor man sie dem Wolf vorsetzte.

BlackShial
26.10.2014, 11:33
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarHazel1.pngMit gebleckten Zähnen und gelangweiltem Blick musterte sich Hazel im Spiegel ihres Badezimmers. Die Oberfläche war noch immer verschmiert von der vorherigen Putzaktion, weshalb die Tröpfchen noch besser an ihr hafteten und es einem kaum ermöglichten etwas in dem beschlagenen Glas zu erkennen. Der Nachteil, wenn man die Vorzüge einer heißen Dusche hatte genießen können - die dennoch viel zu lange auf sich hatte warten lassen. Der Versuch den Spiegel mit dem Handtuch trocken zu wischen blieb das, was er war: Ein Versuch eben.
Kopfschüttelnd und mit einem tiefen Brummen nahm die Oberschülerin einen Schluck aus dem Glas, welches auf dem Rand des Waschbeckens stand, gurgelte ausgiebig und spuckte die Flüssigkeit schlussendlich in das Porzellangebilde.
Morgentoilette? Check.
Wenn auch nicht äußerlich sichtbar, stapfte Hazel überaus zufrieden zurück ins Schlafzimmer, nur mit der vorher ausgewählten, frischen Unterwäsche bekleidet und machte sich daran etwas mehr Stoff auszusuchen. Immerhin wollte sie so ganz gewiss nicht die Leute von diesem Unternehmen begrüßen.
Die Auswahl fiel ihr alles andere als schwer - ganz ehrlich, sie sollte ganz dringend mal wieder eine Maschine Wäsche ansetzen - und so zog sie sich die helle Hose drüber und noch im Gehen das weinrote Oberteil.
Schnaufend betrachtete Hazel ihre Wohnung, jetzt wo sie sicher sein konnte, dass sie tatsächlich allein war und sich gefahrlos hatte bewegen können. Der Duft der Schwarzhaarigen schien noch immer in der Luft zu hängen, führte wie eine nicht sichtbare Spur vom Schlafzimmer heraus, quer durch das ganze Apartment. Mit einem langen Schniefen rieb sich die Dunkelhäutige mit dem Handrücken über die Nase, machte eine Halbdrehung und entschied sich doch erst zurück ins Wohnzimmer zu gehen.
„Taiyaki, Ruhemodus aus. Irgendwelche Nachrichten?“
Eigentlich ... Ja eigentlich hätte Hazel nie einen Grund gehabt so etwas wirklich interessiert zu fragen. Sie bekam nie Nachrichten, zumindest keine von Personen, von denen sie welche haben wollte. Außer ihrem Vater vielleicht, aber der erschien in den meisten Fällen eher persönlich.
Viel hatte sich daran zwar nicht geändert, doch seit der Zusage am Vortag zu diesem ominösen Event, sollte sie wohl öfters ihre Mails checken.
„Ohayō kawa-imasu!“
Voller Tatendran steckend erschien der holographische Otter über dem Holophone, welches noch immer neben der Couch auf dem kleinen Tisch lag und schwamm mit wedelnden Schweif seine Kreise.
„Eine Voicemail von: Ichiipo. Ich spiele ab.“
Moment? Ichiipo? Wer zum Henker sollte das sein? Mal davon ausgehend, dass sich bei Nonomoto Enterprises niemand einen solch dämlichen Namen geben würde - ganz zu schweigen davon, dass kein Elternteil so grausam hätte sein können - konnte Hazel nicht gerade behaupten viele Freunde zu haben. Eigentlich ... gar keine.
„Yasui-kun! Ich hoffe du hattest eine angenehme Nachtruhe?“
Oh verdammt, sie hätte es wissen wollen. War sie denn wirklich so dämlich, dass sie nicht sofort hätte darauf kommen können? Aber ... ipo? Ipo?! Wirklich?! Verflucht nochmal, nein!
„Ich hab mich nicht getraut dich zu wecken, immerhin hast du so süß ausgesehen, wie du an deiner Decke genuckelt hast.“
Man konnte ein deutliches Lachen vernehmen, jedoch war schwer einzuordnen ob es sich dabei um ein höhnisches oder erheiterndes handelte. Am Ende war es aber sowieso egal, denn schon wollte die Oberschülerin ihre Stimme heben, um dem Otter zu befehlen aufzuhören. Klappte aber nicht ganz ...
„Bevor du die Nachricht unterbrichst-“ Die ihr bekannte Stimme sprach zu schnell, als dass sie hätte reagieren können und zog damit wieder unverdiente Aufmerksamkeit auf sich. „In deiner Küche findest du Frühstück. Mehr konnte ich mit dem, was du da hattest leider nicht zaubern. Du solltest wirklich dringend einkaufen gehen.“
Murrend kratzte sich Hazel am Hinterkopf. Wieso sollte sie? Sie kam mit dem bisschen an Nahrung aus, was sie da hatte. Außerdem standen da sicher noch ungefähr zehn Schüsseln mit Fertiggerichten in ihrem Schrank.
War ja nicht so, dass sie es darauf anlegte irgendwelche Schmarotzer durchzufüttern!
„Lass es dir schmecken~ Achja! Schade, dass du nicht bemerkt hast wie ich mich heute Morgen angeschlichen habe und di-„
„Sofort abbrechen!“
Der harsche Befehlston hallte durch das Zimmer, woraufhin die Otter-VI sofort reagierte und die Sprachnachricht unterbrach. Für einen Moment hatte das Herz der Einzelgängerin ausgesetzt, erschrocken über sich selbst und die Tatsache, dass sie lauter gesprochen hatte als nötig. Aber die Hauptsache war, dass sie diesen Unfug nicht hatte hören müssen. Sie wollte gar nicht wissen, was da passiert war. Was dieses pseudoelegante Monster getan hatte.
Solange man die Dinge nicht aussprach, war es einfach viel einfacher.
Dennoch ... Sie musste sich dringend diesen tiefen Schlaf abgewöhnen. Wirklich ganz dringend.
„Danke ... Lösch die Nachricht einfach, ich hab keine Verwendung dafür.“
„Kawa-kay ~“
Sich die Schläfe mit den Fingern massierend und laut seufzend bewegte sich die Fahlbraunhaarige in Richtung Küche. Abgedeckt mit Klarsichtfolie und mittig auf dem Tisch platziert - damit man es auch ja nicht übersah - stand das Frühstück, von dem in der Nachricht die Rede war. Typisch japanisches Essen, wenn auch nicht in der Vielfältigkeit wie man es aus den meisten Sendungen gewohnt war.
Vergiftet war es wohl nicht, dachte sich Hazel als sie sich an den Tisch setzte und nach den Essstäbchen griff. Würde schon nicht schaden, davon etwas zu probieren. Hoffte sie. Das sie selbst nach all den Jahren noch immer auf diese Art von Speisen stand, spielte dabei natürlich keine Rolle - so redete sie es sich zumindest ein.

Önee-sama
26.10.2014, 13:49
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23580518&viewfull=1#post23580518)

http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Nana wand sich unter dem stechenden Blick der anderen Frau. Nur mit Mühe unterdrückte sie ein zittern und das Kissen in ihren Armen musste einiges an Druck aushalten, so fest, wie Nana es umklammerte. Doch es war notwendig, um nicht wieder mit Heulen anzufangen. Die Frau schien sich kurz umzuschauen und sprach Nana dann an.
„Sie könnten mir einen Platz anbieten.“
Nana wäre am liebsten in ihr Zimmer gerannt und hätte sich unter ihrer Bettdecke versteckt!
I-ich... wie konnte ich das vergessen!?
Ihre gute Erziehung verhinderte als Einziges den Supergau und sie sah beschämt zu Boden, während sie rot anlief. Um nicht zu unhöflich zu wirken, sah sie zu der Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises wieder auf und bekam dadurch deutlich mit, was diese Frau noch zu ihr sagte. Die eisblauen Augen machten Nana immer noch eine Heidenangst, doch lag diesmal wenigstens etwas wie Wärme in der Stimme der Fremden. Die Erwähnung ihrer Eltern verstärkte den Druck, den sie verspürte noch einmal und es half wenig, dass die Frau versprach, ihrer Schwester und ihr in dieser Zeit beizustehen.
Nee-san... wo bist du nur!?
Doch allen Umständen zum Trotz siegte auch jetzt ihre gute Erziehung und Nana wusste, dass sie sich zusammenreißen musste, um der Familie nicht noch mehr Schande zu machen. Wieder verbeugte sich sich so tief, wie es ihr irgend möglich war.
"S-sumimasen! Ich bitte nochmals um Entschuldigung!"
Ohne sich aufzurichten zeigte sie einladend mit einem Arm auf das riesige Sofa.
"Doso!"
Mit dieser absolut unterwürfigen Geste hoffte sie, ein wenig wieder gut zu machen und wartete, bis die Frau sich angemessen auf die große Sitzgelegenheit niedergelassen hatte. Dann erst wagte Nana es, sich wieder aufzurichten. Kurz hatte sie sogar mit dem Sessel ihres Vaters geliebäugelt. Dieser wäre aber zu großzügig gewesen und würde eher einem Besucher wie Smith-kun als angemessen angeboten worden.
O-ob ich sie... fragen soll... was jetzt geschieht?
Nana wusste nicht so recht, wie es weitergehen sollte, als sie plötzlich ein 'Ping' aus der Küche hörte und Rainbow wieder materialisierte.
"Nana, der vorbereitete Tee für Frau Sato ist fertig."
Nana reagierte augenblicklich, schließlich war sie dazu erzogen worden. Wieder erfolgte eine tiefe Verbeugung.
"Sumimasen! Wenn sie mich bitte kurz entschuldigen würden, dann hole ich sofort das vorbereitete Getränk! Bitte richten sie sich doch in der Zwischenzeit hier wie zu Hause ein!"
Sie verbeugte sich noch einmal, dann drehte sie sich um und ging in die Küche. Unterwegs legte sie unbewusst das Kissen, welches sie umklammerte, auf einen der Stühle...

Was...
Etwas ratlos stand sie nun in vor der Maschine, die das Getränk aufbereitet hatte. Sie zitterte leicht und wünschte sich nichts sehnlicher, als das endlich Makoto auftauchen würde.
Nee-san... bitte... komm schnell... ich brauche dich!
Etwas hilflos wischte sie sich eine Träne aus dem Auge, dann materialisierte Rainbow in der Küche.
"Nana? Bitte bleibe ruhig. Wenn du zur Maschine gehst, in ihr wurde grüner Tee vorbereitet. Frau Sato trinkt diesen immer mit Jasmin angereicht. Zur Bedeutung des Besuches wäre das alte Teeservice aus 18. Jahrhundert angemessen, um den Tee zu servieren."
Nana folgte den Ausführungen ihrer Haus-VI, dankbar, dass diese ihr helfend zur Seite stand.
J-ja... ich sollte den Tee besser servieren...
Sie gab sich einen kleinen Ruck und holte besagtes Service aus dem Schrank. Die Familie Yamato war reich. Für verschiedene Anlässe und Besucher standen verschiedene Services bereit, die alle teuer und teilweise antik waren. Inklusive einem Service aus China, das so alt war, andere Menschen hätten für das Geld, dass das gekostet hatte, ein Haus gekauft. Nana fand das besagte Service schnell und stellte Kanne mit Tasse und Untertasse auf ein passendes Tablett. Anschließend nahm sie den vorbereiteten Tee aus der Maschine und goss ihn in die Kanne. Dazu bereicherte sie den Tee mit Jasmin.
Jetzt... vorsichtig bewegen...
Dass Tablett war nicht schwer, zudem stand nur eine einzelne Tasse mitsamt der Kanne drauf. Dennoch bugsierte Nana das Ganze mit äußerter Sorgfalt aus der Kpüche ins Wohnzimmer. Schließlich wollte sie sich nicht blamieren und der Familie Schande bringen, in dem sie das Tablett fallen ließ...

Wieder im Wohnzimmer ging sie vorsichtig zum Tisch, stellte das Tablett darauf und verbeugte sich tief vor der Frau.
"Wenn sie gestatten?"
Nana baute die Tasse mitsamt Untertasse vor Frau Sato auf und füllte diese sehr vorsichtig und sorgsam mit dem Tee aus der Kanne. Dann verbeugte sie sich abermals tief und stellte die Tasse vorsichtig vor der Ärztin auf den Tisch in angemessenem Abstand zum Rand.
"Doso!"
Nana hoffte, dass das irgendwie die Frau in bessere Laune versetzen würde.
Vielleicht... schaut sie dann weniger... grausam!
Genau vermochte sie nicht zu sagen, was ihr Angst machte und warum sie an das Wort 'grausam' denken musste... und dennoch fürchtete sie sich vor dem stechenden Blick dieser Frau. Wenn nur ihre Schwester Makoto endlich hier wäre!
"W-was sollen sie eigentlich... hier machen... Frau Sato?"
Nana erschrak ein wenig, hatte sie diese Frage doch eigentlich nur denken wollen, sie jedoch öaut angefangen auszusprechen und schnell noch das 'Frau Sato' angehängt! Trotzdem schaute sie wieder beschämt zu Boden, was einen ziemlich hilflosen Anblick ergab, war sie ja immer noch in ihr Nachthemd gekleidet...

BlackShial
26.10.2014, 14:28
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarIchika.pngDen Blick gen Boden gewandt und gedanklich die sich wiederholende Marmorfaserung zählend, schritt die Schwarzhaarige den nicht enden wollenden Gang entlang. Es wirkte steril, wenig einladend und das Licht war kalt. Trotz der Tatsache, dass sich an diesem Ort in den letzten Jahren viel getan hatte und besonders auf Modernität Wert gelegt wurde, schaffte man es nicht die Leute dazu zu bringen, mit einem positiven Gefühl über den Marmorboden zu schreiten. Fraglich war jedoch, ob dies tatsächluch nur bedingt an der Umgebung lag. In Ichika’s Fall trug dies nur zum Teil die Schuld an der in ihr herrschenden Beklommenheit.
„Es ist uns leider nicht möglich, eine fassbare Zeitspanne zu ermitteln. Jeder Organismus reagiert anders auf das Mittel, weshalb wir nur vage Vermutungen darüber anstellen können.“
Immer und immer wieder hallte dieser Satz in ihr wider, mit jedem Schritt den sie in Richtung Ausgang machte, aus diesem verfluchten Gebäude heraus.
Die weißen Wände des Ganges umschlossen sie wie ein Panorama aus undurchdringlichen Nebel, der es ihr unmöglich machte ihren Weg zu finden und wissentlich immer tiefer ins Nichts führte. Mit ihren schmalen Fingern suchte sie Halt, krallte sich in ihren Schal, als würde er ihr die Luft zum Atmen nehmen, ihr aber gleichzeitig das geben, wonach sie sie suchte.
„Ich wünsche einen angenehmen Tag, Sakurai-san. Bis zum nächsten Mal.“
Ichika schreckte auf, wenn auch nur leicht um kaum sichtbar für andere. Entrissen aus den weißen Fängen der Umgebung.
Da war sie wieder, die Schwester mit dem breitesten Lächeln, welches man sich hätte vorstellen können. Ihr braunes Haar war hochgesteckt und wurde mit ein paar wenigen Nadeln zusammengehalten. Locker hingen ein paar Strähnen herunter, womit sie zu vermeiden schien wie eine glattgebügeltes Püppchen zu wirken.
Ichika hob leicht den Kopf an, blinzelte die Schwester an und schenkte ihr ein freundliches Lächeln.
„Vielen Dank, das Gleiche wünsche ich ihnen auch.“
Sachte erhob sie die Hand und verabschiedete sich von der höflichen Schwester mit einer winkenden Geste.
Bis zum nächsten Mal? Ersticken sollst du an deinen Worten, du schmieriges Weibsstück!
Als gäbe es einen Grund, sich auch nur ansatzweise auf einen Besuch in dieser dreckigen Klnink zu freuen ...
Zähneknirschend näherte sich das Model des gewaltigen Glasfront, die den Eingang darstellte und sie mit hellem Tageslicht begrüßte. Für einen Moment hatte sie sich die Hand vor das Gesicht halten müssen, trotz der Tatsache das es im Inneren des Gebäudes gar nicht zu dunkel gewesen war - der Unterschied war dennoch deutlich.
Kaum wieder fähig etwas zu erkennen, bemerkte Ichika, dass eine Person vor dem Gebäude stand und auf jemanden zu warten schien. Dabei war dieser Jemand nicht nur irgendwer, sondern sie - das schwarzhaarige Model.
Mit erhobenen Arm, sprühend voller Euphorie und mit einem überglücklichen Lächeln im Gesicht erhöhte sie ihre Geschwindigkeit und trat auf die sich öffnende Glastür zu.
„Kosuke-kun!“
Der Kerl mit den dunkelbraunen Haaren, der gerade noch auf sein Kommunikationsarmband geschaut hatte - wahrscheinlich um sich zu vergewissern, dass er auch pünktlich war - drehte sich sofort zu ihr herum, als er ihren Ruf vernahm. Auch auf seinem Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab, als er bemerkte wer sich ihm da näherte.
„Ich hoffe du musstest nicht zu lange warten, tut mir leid.“
Entschuldigend nickend presste die Schwarzhaarige ihren Öberkörper an seinen Arm, umschlang ihn mit den Ihren und streichelte einmal mit den Fingern über dessen Jacke.
„Kein Problem! Bin gerade erst gekommen.“
Natürlich nicht, immerhin war es ja auch die verabredete Zeit. Sie war außerdem immer pünktlich. Wenn er also hatte waren müssen, wär es ohnehin nicht ihre Schuld gewesen. Da das männliche Geschlecht aber grundsätzlich nie viel von Pünktlichkeit zu halten schien, war es einfach nur eine reine Höflichkeitsfloskel.
„Was machst du eigentlich hier?“
Neugierig nickte ihre männliche Begleitung in Richtung der Klink, vor der sie noch immer standen.
„Oh, ich habe nur meine Großmutter besucht. Mach dir deswegen keine Gedanken.“
Freudig grinsend presste sie sich noch stärker an ihn und deutete damit an, dass sie sich endlich in Bewegung setzen wollte.
Die einzige Reaktion, die sie auf diese Aussage geerntet hatte war ein verständnisvolles Nicken. Schwach. Die meisten Kerle machten sich zumindest die Mühe nachzufragen, was es mit dem Krankenhausaufenthalt auf sich hatte. Er dagegen schien es als selbstverständlich hinzunehmen, dass er mit jemanden wie ihr den Tag verbringen durfte.
„Hast du auch solchen Hunger wie ich, Kosuke-kun? Möchtest du mich vielleicht einladen?“
Für gewöhnlich hätte sie es nicht so offensichtlich gemacht, doch schien man bei diesem Kerl gewiss die Holzhammermethode benutzen zu müssen, damit er überhaupt etwas verstand. So genau konnte sie das natürlich noch nicht sagen, aber sie wollte lieber auf Nummer sicher gehen, statt ihre Zeit damit zu vergeuden ihm begreiflich zu machen, dass er sie für sein geringes Interesse an ihrem Leben wenigsten finanziell auszuhalten hatte.
„Na klar! Hier in der Nähe hat ein neuer Burger Baron aufgemacht, willst du hin?“
Pah, leicht zu minipulierender Idiot.
„Aber natürlich! Hauptsache du bist bei mir.“

BlackShial
26.10.2014, 15:16
http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Nana wand sich unter dem stechenden Blick der anderen Frau. Nur mit Mühe unterdrückte sie ein zittern und das Kissen in ihren Armen musste einiges an Druck aushalten, so fest, wie Nana es umklammerte. Doch es war notwendig, um nicht wieder mit Heulen anzufangen. Die Frau schien sich kurz umzuschauen und sprach Nana dann an.
„Sie könnten mir einen Platz anbieten.“
Nana wäre am liebsten in ihr Zimmer gerannt und hätte sich unter ihrer Bettdecke versteckt!
I-ich... wie konnte ich das vergessen!?
Ihre gute Erziehung verhinderte als Einziges den Supergau und sie sah beschämt zu Boden, während sie rot anlief. Um nicht zu unhöflich zu wirken, sah sie zu der Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises wieder auf und bekam dadurch deutlich mit, was diese Frau noch zu ihr sagte. Die eisblauen Augen machten Nana immer noch eine Heidenangst, doch lag diesmal wenigstens etwas wie Wärme in der Stimme der Fremden. Die Erwähnung ihrer Eltern verstärkte den Druck, den sie verspürte noch einmal und es half wenig, dass die Frau versprach, ihrer Schwester und ihr in dieser Zeit beizustehen.
Nee-san... wo bist du nur!?
Doch allen Umständen zum Trotz siegte auch jetzt ihre gute Erziehung und Nana wusste, dass sie sich zusammenreißen musste, um der Familie nicht noch mehr Schande zu machen. Wieder verbeugte sich sich so tief, wie es ihr irgend möglich war.
"S-sumimasen! Ich bitte nochmals um Entschuldigung!"
Ohne sich aufzurichten zeigte sie einladend mit einem Arm auf das riesige Sofa.
"Doso!"
Mit dieser absolut unterwürfigen Geste hoffte sie, ein wenig wieder gut zu machen und wartete, bis die Frau sich angemessen auf die große Sitzgelegenheit niedergelassen hatte. Dann erst wagte Nana es, sich wieder aufzurichten. Kurz hatte sie sogar mit dem Sessel ihres Vaters geliebäugelt. Dieser wäre aber zu großzügig gewesen und würde eher einem Besucher wie Smith-kun als angemessen angeboten worden.
O-ob ich sie... fragen soll... was jetzt geschieht?
Nana wusste nicht so recht, wie es weitergehen sollte, als sie plötzlich ein 'Ping' aus der Küche hörte und Rainbow wieder materialisierte.
"Nana, der vorbereitete Tee für Frau Sato ist fertig."
Nana reagierte augenblicklich, schließlich war sie dazu erzogen worden. Wieder erfolgte eine tiefe Verbeugung.
"Sumimasen! Wenn sie mich bitte kurz entschuldigen würden, dann hole ich sofort das vorbereitete Getränk! Bitte richten sie sich doch in der Zwischenzeit hier wie zu Hause ein!"
Sie verbeugte sich noch einmal, dann drehte sie sich um und ging in die Küche. Unterwegs legte sie unbewusst das Kissen, welches sie umklammerte, auf einen der Stühle...

Was...
Etwas ratlos stand sie nun in vor der Maschine, die das Getränk aufbereitet hatte. Sie zitterte leicht und wünschte sich nichts sehnlicher, als das endlich Makoto auftauchen würde.
Nee-san... bitte... komm schnell... ich brauche dich!
Etwas hilflos wischte sie sich eine Träne aus dem Auge, dann materialisierte Rainbow in der Küche.
"Nana? Bitte bleibe ruhig. Wenn du zur Maschine gehst, in ihr wurde grüner Tee vorbereitet. Frau Sato trinkt diesen immer mit Jasmin angereicht. Zur Bedeutung des Besuches wäre das alte Teeservice aus 18. Jahrhundert angemessen, um den Tee zu servieren."
Nana folgte den Ausführungen ihrer Haus-VI, dankbar, dass diese ihr helfend zur Seite stand.
J-ja... ich sollte den Tee besser servieren...
Sie gab sich einen kleinen Ruck und holte besagtes Service aus dem Schrank. Die Familie Yamato war reich. Für verschiedene Anlässe und Besucher standen verschiedene Services bereit, die alle teuer und teilweise antik waren. Inklusive einem Service aus China, das so alt war, andere Menschen hätten für das Geld, dass das gekostet hatte, ein Haus gekauft. Nana fand das besagte Service schnell und stellte Kanne mit Tasse und Untertasse auf ein passendes Tablett. Anschließend nahm sie den vorbereiteten Tee aus der Maschine und goss ihn in die Kanne. Dazu bereicherte sie den Tee mit Jasmin.
Jetzt... vorsichtig bewegen...
Dass Tablett war nicht schwer, zudem stand nur eine einzelne Tasse mitsamt der Kanne drauf. Dennoch bugsierte Nana das Ganze mit äußerter Sorgfalt aus der Kpüche ins Wohnzimmer. Schließlich wollte sie sich nicht blamieren und der Familie Schande bringen, in dem sie das Tablett fallen ließ...

Wieder im Wohnzimmer ging sie vorsichtig zum Tisch, stellte das Tablett darauf und verbeugte sich tief vor der Frau.
"Wenn sie gestatten?"
Nana baute die Tasse mitsamt Untertasse vor Frau Sato auf und füllte diese sehr vorsichtig und sorgsam mit dem Tee aus der Kanne. Dann verbeugte sie sich abermals tief und stellte die Tasse vorsichtig vor der Ärztin auf den Tisch in angemessenem Abstand zum Rand.
"Doso!"
Nana hoffte, dass das irgendwie die Frau in bessere Laune versetzen würde.
Vielleicht... schaut sie dann weniger... grausam!
Genau vermochte sie nicht zu sagen, was ihr Angst machte und warum sie an das Wort 'grausam' denken musste... und dennoch fürchtete sie sich vor dem stechenden Blick dieser Frau. Wenn nur ihre Schwester Makoto endlich hier wäre!
"W-was sollen sie eigentlich... hier machen... Frau Sato?"
Nana erschrak ein wenig, hatte sie diese Frage doch eigentlich nur denken wollen, sie jedoch öaut angefangen auszusprechen und schnell noch das 'Frau Sato' angehängt! Trotzdem schaute sie wieder beschämt zu Boden, was einen ziemlich hilflosen Anblick ergab, war sie ja immer noch in ihr Nachthemd gekleidet...
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.pngDas Sofa penibel untersuchend, ob sie auch wirklich bedenkenlos darauf hatte Platz nehmen können, bewegte sie sich anfangs nur zögerlich. Vielleicht eine absurde Handlung, wenn man bedachte das es sich bei diesem Sofa um das einer überkandidelten Familie handelte, die gewiss mindestens fünf Hausangestellte besaßen.
Mit einem Nicken bezeugte sie ihren Dank und sah dem nervösen Gör nach, als dieses in die Küche verschwand.
Sie hatte gewiss nicht vor, sich an diesem Ort häuslich niederzulassen. Es war eine Farce, bereits von der ersten Minute an, seit sie dieses Haus betreten hatte. Man raubte ihr die Zeit, mit fehlenden Anstand und unsinnigen Entschuldigungen. Dabei war dies noch nicht einmal das Schlimmste an der Situation.
Die Schwester ... Jene, die entschieden hatte sich gegen Nonomoto Enterprises aufzubegehren und damit das Unausweichliche zu verzögern.
Kazue hoffte, dass Smith-kun bald dort auftauchen würde um diesen Theater so schnell wie möglich ein Ende zu setzen.

Unbeeindruckt folgten ihre Augen den kleinen Händen des Mädchens, als dieses ihr den Tee servierte. Vollkommene Bewegungen, trotz der Nervosität und dem ersten Eindruck, den sie von ihr hatte.
„Dōmo arigatō.“
Mit hochgezogener Augenbraue hob sie die anscheinend sehr wertvolle Tasse an. Man musste kein Kenner sein - was sie nun einmal auch gar nicht war - um zu wissen, dass es sich bei dem Stück um ein traditionell liebevoll gestaltetes Original handelte.
Für einen Moment hatte sie das Bedürfnis dieses kleine Stück Porzellan einfach auf den Boden zerschellen zu lassen, mitsamt der köstlichen Flüssigkeit darin. Vielleicht hätte sie das tun sollen, allein der Behandlung wegen, die ihr zuteilwurde. Doch Kazue entschied sich dagegen. Sie war ja nicht undankbar.
Vorsichtig hob sie das edle Stück an ihre Lippen, hauchte den heißen Dampf weg und nahm einen Schluck.
„W-was sollen sie eigentlich ... hier machen ... Frau Sato?“
Gut, dass sie die Tasse noch immer in den Händen hielt und immer wieder vorsichtig an der mundenden Flüssigkeit nippte, so hatte sie zumindest kein falsches Lächeln auflegen müssen.
Überaus zufrieden über den Geschmack des Tees stellte sie das Stück Porzellan vorsichtig zurück auf die Untertasse.
„Die Yamato-Schwester - die mir in angemessener Kleidung gegenübertreten - für das anstehende Dai Shi vorbereiten. Aus medizinischer Sicht.“
Mehr wollte und musste sie dazu gar nicht sagen. Das Mädchen würde ohnehin bald sehen, was sie damit meinte.

Moku
26.10.2014, 18:13
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.png„Jerry.“

Der Junge sah von seinem Platz am Boden auf, wo er im Schneidersitz mit einigen Kabeln kämpfte, die sich irgendwie durch Dauernutzung oder aus irgendeinem ihm komplett nicht nachvollziehbarem Grund spontan selbst entzündet hatten. Er wusste schon, weshalb er Technik mied wie die Pest. Sie hasste ihn. Deshalb.

„’s up, Dad?“ fragte er schleppend, ein breites verschmitztes Lächeln auf seinen Lippen.

Der Mann ließ seinen Blick durch das Zimmer schweifen, nahm die neu erworbenen Geräte mit verwirrter Neugierde visuell auf, bevor er einige Schritte in den Raum nahm bis er direkt vor seinem Sohn stand, der sich noch immer nicht erhoben hatte, stattdessen abwartend den älteren Mann musterte.

„Belendiel?“ fragte der dunkelhaarige Mechaniker.

Jerry ließ den Blick flüchtig auf seine Hände fallen, die die verschmorten Kabel hielten, zuckte dann mit der Schulter. „Was soll ich sagen. Ich lerne mit der Zeit zu gehen?“ antwortete er vage auf die kaum ausgesprochene Frage. Seine Vater schnaubte einmal. Ein deutliches Zeichen, dass er ihm seinen Mist nicht abnahm. Jedoch kniete er vor seinem Sohn nieder, musterte die Kabel einmal eingehend, bevor er aufstand und den Raum verließ. Jerry blinzelte ihm kurz hinterher, schüttelte dann den Kopf und wollte gerade Panzertape um die gebrochene Stelle wickeln—denn nach seiner Logik musste Technik funktionieren, solange sie zusammen hielt—als sein Vater erneut den Raum betrat.

„Dein Laptop wird das nicht lange mitmachen,“ erklärte der Mann, nahm ihm die Kabel aus der Hand. „Belendiel arbeitet mit einer Power Engine. Du brauchst stärkere Lüfter, einen besseren Kühler, mehr CPU Speicher—“

„Stop genau da,“ unterbrach ihn der Jüngere. „Ich hab keine Ahnung wovon du redest.“

Sein Vater musterte ihn für einem Moment mit so etwas wie Sorge und Trauer und weiter darunter liegenden verzwickte Zuneigung. Ja, so musste es sich vermutlich anfühlen einen Sohn wie Jerry zu haben, dachte der Blonde, während sein Vater die Kabel an den durchgeschmorten Stellen mit einer Schere durchtrennte, bevor er die Enden erneut zusammenflickte. „Du brauchst zuverlässige Technik für ein Spiel wie...“ Er unterbrach sich selbst, zuckte dann hilflos mit den Schultern. „...Belendiel.“

Jerry kam nicht umhin zu vermuten, dass sein Vater nicht unbedingt das sagen wollte, doch bevor er darauf eingehen oder es hinterfragen konnte, drehte der Mechaniker sich um. „Ich frag einen Bekannten, ob er dir was Vernünftiges besorgt. Mit dem Laptop kommst du nicht weit. Allerdings wirst du es selbst bezahlen.“

„Klar,“ antwortete der Blondschopf verwirrt. Sein Vater nickte, setzte dann dazu an den Raum zu verlassen, als er ihn aufhielt. „Dad? Ich hab morgen einen Arzttermin. Muss dafür die Uni für ein paar Stunden schwänzen. Nur damit du Bescheid weißt.“

„Stell nichts Dummes an,“ meinte der Mann mit einem bestätigenden Kopfnicken, Hand bereits auf der Türklinke.

„Nie,“ versicherte Jerry, ließ seinen Zungenpiercing einmal gegen die Zähne klackern. „Kennst mich doch.“

„Deshalb sag ich es,“ erwiderte sein Vater mit einem schiefen Grinsen, während Jerry gespielt getroffen das Gesicht verzog. Der Mann schüttelte amüsiert den Kopf, kickte einen mitten im Raum liegenden Schuh in die generelle Richtung seines Sohnes, bevor er die Tür hinter sich schloss.

Jerry zuckte mit der Nase, ließ das Kabel fallen bevor er sich aufrichtete und seinen Laptop anschmiss, dessen Display vor Anstrengung bereits flackerte.

Sein Vater hatte, nicht unbedingt überraschender Weise, recht. Es würde ihm nichts bringen, wenn seine Technik wie in diesem Durchlauf plötzlich abschmierte und seinen—im Moment echt ätzenden—Avatar irgendwo im nirgendwo gestrandet stehen ließ.

Er brauchte wirklich etwas, worauf er sich verlassen konnte.

JJ hoffte, dass es das Geld, das er dafür springen lassen müsste, wert war. Sie waren schließlich nicht die best betuchteste Familie und gewöhnlich ging sein Geld vom Burger Baron in die Hauskasse, hatte er für das Zubehör von Belendiel jedoch einmal beide Augen zusammen gekniffen.

Weshalb sein Vater allerdings bereit war ihm mit dem Spiel zu helfen, konnte er nicht sagen. Allerdings war das Mitspielen bei dem MMORPG noch mit das Normalste, was er je in seinem Leben gemacht hatte.

Glorichen
26.10.2014, 20:20
http://www.nirn.de/files/23038/4701-XEA1M9/AvatarYume.pngDie paar Stunden, die Yumemi in dieser Nacht geschlafen hatte, waren alles andere als erholsam gewesen. Sie hatte sich hin und hergewälzt auf ihrem Futon, hatte von vollständiger Dunkelheit und von gegrillten Körpern geträumt - ihr Geist schien entschieden zu haben, die innere Diskussion, die sie mit sich selbst führte, vor allem in ihren Träumen auszuleben.
Irgendwann um 4 Uhr nachts hatte sie aufgegeben, hatte mit einem kurzen Befehl das Zimmer, das ihre Wohnung war, erhellen lassen und lag nun seit fast einer Stunde dort und starrte an die Decke über ihr. Sie hatte auch versucht, in philosophischer Manier aus dem Fenster zu starren, doch dort war es noch dunkel, und für sie daher stockduster. Wieder so ein kleiner Seitenhieb, der ihr ans Herz klatschte.
"Was für eine Scheiße, warum konnten die mich nicht einfach in Ruhe lassen? Dann wüsste ich nicht um diese Möglichkeit, ich könnte unschuldig mein Leben leben, zwar mit dem ganzen Scheiß noch, aber ich wüsst wenigstens nicht, dass es da eine minimale Chance gibt, daran was zu ändern."
Sie ließ ein lautes Brummen hören, wälzte sich herum und stand auf. Barfuß und noch in ihren Yoshi-Schlafshorts und dem weißen Shirt tapste sie über die Tapami-Matten, die in ihrer Wohnung ausgelegt waren und landete nach einigen Schritten am Kühlschrank.
Sie musste darüber nachdenken, aber sie wollte nicht darüber nachdenken. Sie musste sich eingestehen, sie hatte schlicht Angst davor, wie diese Chance für sie ausgehen konnte. Wenn sie das Ganze rational sah, stand ihre Chance bei 1:9.999 - also im Grunde fast Null. Aber da war diese eine, kleine Möglichkeit, doch der Gewinner sein zu können und dieser Gedanke daran, was für eine Welt sich vor ihr eröffnen würde.

Wie bei einem Ritual öffnete sie - nicht zum ersten Mal - ihren Kühlschrank und starrte hinein. Sie würde bald wieder einkaufen müssen, noch so ein Moment, noch so eine Sache, die sie mit guten Augen viel lieber tun würde. Sie hasste es, raus zu gehen, aber manchmal musste es eben sein. Und ... wieso sollte sie sich eigentlich von diesen Augen da behindern lassen? Es gab genug Leute, die mit dieser Einschränkung gut leben konnten, ohne dass sie eine OP oder Behandlung bekamen, es gab genug Möglichkeiten und Hilfsmittel - und sie war ja auch nicht vollständig blind!
Es war doch möglich, war es deshalb wert, sein Leben dafür zu riskieren, dieses perfekte Leben zu bekommen, dass sie sich immer wieder wünschte? So schlimm war ihr Leben nicht, sie hatte eine Wohnung und zu Essen, sie musste unter keiner Brücke leben oder für ein Glas Wasser kilometerweit laufen. Es ging ihr doch eigentlich gut, oder nicht?
Sie blinzelte vor dem Licht des Kühlschranks, dann betrachtete sie die kahle Auswahl darin. Den Seufzer unterdrückte sie nicht, sie musste wirklich - heute oder morgen - einkaufen gehen. Morgen, vielleicht doch erst morgen, sie würde sicher heute noch über die Runden kommen. Sie schlug die Kühlschranktür energisch zu und griff nach linksunten, wo ihre Hand wie gewohnt den Griff der Schublade erreichte, in der sie ihre ungekühlten Nahrungsmittel aufbewahrte - im Grunde also vor allem Fertigpackungen. Sie hatte Lust auf Nudelsuppe, das ging schnell und war heiß, das konnte sie jetzt gebrauchen. Sie ging in die Hocke, um näher an den Packungen zu sein, die sie nun einer nach den anderen hinauszog. Zwar war alles fein säuberlich geordnet (Nudelsuppen etwa vorne links, Suppen hinten links, verpackte Brötchen in der Mitte, darunter kleine Kuchen, und und und), alles hatte seinen Platz, und dennoch musste sie in die Hocke gehen, um die Sorte lesen zu können. Sie griff nach einem klassischen Ramen.

Um sich die Zeit zu vertreiben und sich abzulenken startete sie ihren Laptop. Natürlich war das erste, was ihr entgegensprang ein großes Banner, dass ihr ankündigte, dass es nur noch sechs Tage bis zu Beginn des Dai Shi war. Sie öffnete ihre üblichen Seiten: das japanische Belendiel-Forum, das internationale Belendiel-Forum. Die Nachrichten ließ sie, wie häufig, beiseite. Es reichte ihr schon, dass das japanische Belendiel-Forum mit einem riesigen Countdown aufwartete: 13.03.2050, 21:13.
"Uhrzeit!", befahl sie ihrer VI, die prompt antwortet: "Es ist 04:56, Misugi-sama." Yumemi lehnte sich an die Wand hinter sich und schloss die Augen. Bis wann Nonomoto Enterprises wohl eine Antwort erwartete? Zeit hatte sie sicherlich noch. "Ich werde das ganz sicher nicht überstürzen! Scheiße, es geht um mein Leben, mein verdammtes Leben!"
Sie rieb sich mit den Handballen die Augen, wie sollte sie das nur entscheiden? Sicher, ihr Lebenswille war stark, allein schon wegen dem, was sie bisher durchgemacht hatte. Aber konnte er auch den so starken Wunsch um gesunde Augen überwiegen, mit dem so verflucht viel zusammehing? Ihr ganzes Leben würde anders aussehen, wenn sie diese Diagnose nie bekommen hätte. Sie würde studieren, wär vielleicht längst fertig, würde ein dickes Auto fahren (oder überhaupt ein Auto) ...
Andererseits könnte sie genauso gut in einem Monat tot sein, gestorben in der Hoffnung, genau dieses Leben zu bekommen - und dafür ihr jetziges Leben gegeben.
"Wenn sie mich doch nur gefragt hätten, ob ich ein rotes oder blaues T-Shirt will", übte sie sich in Galgenhumor und während sie den letzten Rest Ramen aus der Schüssel schlürfte, entschied sie, sich abzulenken. "Die können ruhig noch ein, zwei Tage auf meine Antwort warten. Vermutlich sage ich sowieso 'Nein'. Es geht mir doch gut, es klappt alles, auch mit der Sehbehinderung. Was soll ich mein Leben für ein Traumleben riskieren?"
Trotzig schloss sie die Foren wieder, ohne überhaupt hineingesehen zu haben. Vermutlich würden sowieso alle Threads nur von Dai Shi handeln, mit Vermutungen, welche der bekannteren Spieler wohl eingeladen worden waren.
Statt dessen loggte sie sich, mit einem Vorrat Schokoriegel neben sich, in Belendiel ein. Sie hatte beschlossen, den Tag mit ihrem Echsenmenschen zu verbringen und über Loot und EXP farmen den Kopf frei zu kriegen. Sie hatte so eine Ahnung, dass die Noobs sich heute besonders warm anziehen mussten ...

Natürlich war sie Dai Shi nicht entkommen können, wie denn auch? Besonders in Belendiel war die Aufregung zu spüren. Es waren viel mehr Spieler als sonst online, die allerdings kaum kämpften als eher sich in riesigen Diskussionen darüber ergingen, wer denn wohl eine Einladung erhalten hatte. Auch sie hatte man gefragt, aber sie hatte ihnen jedes Mal patzig geantwortet, sie sollten sich nicht lächerlich machen.
Sie war an diesem Tag besonders grantig. Wieso war sie nur auf den Trugschluss gekommen, dass sie gerade in Belendiel auf andere Gedanken kommen würde? Sie hätte sich doch gleich denken können, dass gerade dort Dai Shi das Gesprächsthema überhaupt war. Also machte sie sich den Rest des Tages daran, allein durch die Dungeons und Gegenden zu ziehen und sich auf stumpfsinniges Monsterschlagen und Schätze suchen zu verlegen.


*****

Die zweite Nacht war nicht viel besser gewesen. Yumemi hatte sich bis tief in die nächste Nacht tief in Belendiel verkrochen, war allein durch die Gegend gezogen, hatte sinnlose Sammelquests gemacht und irgendwie gehofft, die Antwort auf ihr Desaster würde ihr einfach so zufliegen. Mehrere Male war sie aufgewacht, wieder mit unangenehmen Träumen und allgemein einem sehr unruhigen Schlaf. Als sie schließlich morgens aufwachte, fühlte sie sich fast müder als zuvor. Missmutig rollte sie ihr Bettzeug zusammen und verstaute es im Schrank, dann lehnte sie die Futonmatte an die Wand.
Eine kurze Dusche später stand sie erneut vor dem Kühlschrank, blinzelte in das helle Licht und seufzte. Heute musste sie tatsächlich einkaufen gehen, da ging kein Weg dran vorbei. "Vielleicht tut es mal ganz gut, wenn ich ein wenig an die frische Luft komme, auch wenn mir sicher trotzdem überall Dai Shi ins Gesicht springt."

Eine halbe Stunde später schloss sie die Wohnungstür hinter sich. Ausgerüstet mit Kantenfilterbrille gegen das Sonnenlicht, ihrem Blindenstock und der MNE mit ihrer VI blieb sie kurz im Flur stehen. Sie hasste es, sie hasste es wirklich. Brille und Stock waren für sie ein Stigma; sie wusste, dass sie angestarrt werden würde, sobald sie auf der Straße stand.
Sie unterdrückte einen Seufzer und nahm den Aufzug hinunter. Vielleicht sollte sie sich etwas frisches kaufen, Obst oder frisches Gemüse? Auf jeden Fall brauchte sie neuen Kuchen! Als sie aus der Haustür trat wurde sie von unangenehm hellem Sonnenlicht empfangen. Oh ja, sie hasste es, draußen zu sein, zumindest wenn die Sonne schien. Sie kniff die Augen zusammen, bis sie ihre Brille aufgesetzt hatte, dann war es zumindest erträglich. Wie im Automatismus wandte sie sich nach links. Sie kannte den Weg zum Supermarkt; Gott sei Dank war direkt in der Nähe einer und die Straßen um diese Uhrzeit nicht so voll wie nachmittags, wenn Feierabend war. Um diese Uhrzeit, es war kurz nach zehn, fanden sich all die traurigen Gestalten der Menschheit auf der Straße: Arbeitslose, Hausmütterchen, Rentner, Obdachlose. Nicht die erfolgreichen Menschen, die arbeiteten, sich ein dickes Auto leisten konnten und dank ihres Erfolges auf die anderen herabsehen konnten. Sie hasste es draußen.

Den Einkauf erledigte sie zielsicher und nach einem ganz bestimmten Schema. Sie wusste genau, was wo stand und hatte ihre feste Route durch den Laden. Mit einem vollgepackten Rucksack trat sie nun wieder ans Tageslicht. Wieder dieses nervige Blinzeln, diese strahlende Sonne, die Richtung Mittag zog und an Kraft gewann. Gott sei Dank kannte sie ein Abkürzung. Dort war es zwar schmaler und sie musste auf Mülltüten oder sonstige Dinge, die im Weg liegen konnten, Acht geben. Aber immerhin war es nicht so grell. Also bog sie nach einiger Zeit rechts in eine kleinere Gasse ab, anstatt der belebten großen Straße zu folgen. Dieser Gasse folgte sie bis zum Ende und bog dann links ab in die schmale, wenig benutzt Straße, die parallel zur großen Straße verlief ...

Önee-sama
27.10.2014, 01:34
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23581814&viewfull=1#post23581814)

http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Während Nana beschämt zu Boden sah, beantwortete die andere Frau ihre Frage.
„Den Yamato-Schwester - die mir in angemessener Kleidung gegenübertreten - für das anstehende Dai Shi vorbereiten. Aus medizinischer Sicht.“
Ihr blieb erstmal hängen, dass diese Frau Sato von Medizin sprach.
O-ob sie eine Art... Schwester... oder Doktorin ist? Immerhin hat sie einen Kittel an.
Nana dachte angestrengt nach, was das bedeuten könnte.
Was hatte Smith-kun in dem Gespräch gestern nochmal gemeint? Er hat einige Dinge erklärt, die vorbereitet werden müssen... irgendeine Art 'Sicherung', dass man mindestens eine gewisse Zeit online ist... oder?
Ihre Konzentration litt unter der momentanen Situation und sie konnte sich nicht Alles ins Gedächtnis rufen. Zudem hatte sie gestern geschlafen über einen Großteil hinweg, als ihre Schwester Makoto sich von Rainbow hatte die näheren Umstände, die ein Dai Shi mit sich brachte, erklären lassen.
Vielleicht muss sie uns auch untersuchen? Denn, die Neuralverbindung muss doch eingestellt werden... wenn ich mich recht erinnere... oder? Ähm...
So Vieles brachte sie einfach durcheinander oder es fiel ihr gar nicht mehr ein, so dass sie sich nicht sicher sein konnte, wofür diese Frau wirklich hier war.
Muss sie uns sogar... Blut abnehmen!?
Der Gedanke an eine Spritze ängstigte sie sofort und sie sehnte sich danach, dass ihre Schwester hier wäre, um sie zu beruhigen.
Oh, Nee-san, bitte komm schnell!? Ich bin alleine... und-
Bevor sie ihren Gedanken fertig spinnen konnte, juckte plötzlich ihre Nase.
"Ha-tschiii!"
Sie drehte sich zwar noch weg und hielt eine Hand vors Gesicht, dennoch verbeugte sie sich anschließend vor der Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises.
"Sumimasen! Bitte verzeihen sie mir."
Als sie sich wieder aufrichtete, bemerkte sie, wie ihr Füßchen froren und sie nach unten.
Barfuß... oh nein!!!
Endlich fiel ihr auf, dass sie Frau Sato im Nachthemd begrüßt hatte! Sie lief knallrot im Gesicht an, hielt ihre Arme an ihre Brust gedrückt, verschränkte ein wenig die Beine und hatte alle Mühe, nicht zu Heulen. Sie wusste nicht, was sie machen sollte und es wäre nur eine kurze Frage der Zeit gewesen, bis diese Fassade gebröckelt hätte...
Doch die 'Rettung' kam in Form ihrer VI Rainbow.
"Nana? Ich möchte dich darauf hinweisen, dass Smith-kun gerade angekommen ist, zusammen mit deiner Schwester Makoto-"
"Nee-san!!!"
Nana hörte sich die Meldung gar nicht zu ende an. Auch war jegliche Höflichkeit vergessen gegenüber der Besucherin und sie stürmte schnurstracks in den Eingangsbereich, begierig darauf wartend, dass sich die Haustür öffnen würde...

Moku
27.10.2014, 16:04
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.pngJJ hatte die Ear Plugs tief ins Ohr gesteckt, während er über den matrilinealen Mosuo Stamm in China in einem seiner Anthropologiebücher las und den Bus nach Montreal nahm.

Er hatte sich schon lange an die starrenden und teils angewiderten Blicke die ihn generell außerhalb seiner Kleinstadt folgten gewöhnt, sodass er diese kaum noch wahrnahm und wenn dann mit ausgeprägtem Desinteresse. Was nicht bedeutete, dass er sie generell ignorierte.

Der überaus penetrante Blick eines erwachsenen Mannes verfolgte ihn mittlerweile seit knapp zehn Minuten, begleitet von einem konsequent aus Ekel verzogenem Gesicht. Der Blondschopf richtete seinen Blick auf, fing den des anderen und hob auffordernd eine Augenbraue. Als Reaktion bekam er tief ins Gesicht gezogene Augenbrauen und vor Abscheu gekräuselte Lippen.

Als Antwort entfernte JJ kurzerhand seinen Unterlippen-Plug und steckte die geteilte Zunge samt Piercing in einer vorpubertären Geste durch die Öffnung.

Es war das nettest 'Fuck Off' zu dem er fähig war ohne es direkt zu verbalisieren. Und scheinbar auch das wirkungsvollste, denn der Mann sprang umgehend von seinem Platz auf und flüchtete weiter nach vorn im Bus. JJ verdrehte die Augen und fummelte den Plug mit Hilfe der Fensterspiegelung wieder in die Unterlippe. Er hoffte, er könnte die Schwestern in der Klinik später dazu überreden, dass sie ihn die Haut desinfizieren ließen, denn sein Labret war eine verdammte Zicke und entzündete sich bereits bei dem kleinsten Mist. Was noch immer kein Vergleich zu seinem Augentattoo war, das selbst nach vier Jahren ganz gern mal wieder auf sich aufmerksam machte.

Die Klinik war ziemlich leicht zu finden, trotz dem sein Iphone 9 noch im Bus während der einstündigen Fahrt abgeschmiert war. Wenigstens war er schlau genug gewesen, die Adresse noch einmal auf einem Extrazettel zu notieren. Schließlich kannte er seine Beziehung zu Technik nur allzu gut.

Doktor Bramsly war eine lustlose, desinteressierte Frau in ihren Mit-Vierzigern, sprach mit nahezu emotionsloser Stimme als sie die Fakten runterrasselte, dabei einige duzende Papiere vor ihm herumwedelte, die er zu unterzeichnen hatte und ihn dann eine Weile anstarrte als wäre er das atemberaubendste Forschungsprojekt der Welt.

Laut seines Psychologen rangierte er zwar irgendwo weiter oben, aber trotzdem war er sich ziemlich sicher, dass er nicht deutlich faszinierender sein konnte als die anderen Dai Shi Mitspieler, die sie in ihrem Leben bereits hatte treffen dürfen. Die beiden Bodyguards in MIB-Verkleidung hinter ihr bestätigten seine Gedanken, hatte es schließlich nur einen Grund dass diese vermutlich da waren: Um vermutlich Leute aufzuhalten, die im letzten Moment doch noch kalte Füße bekämen und versuchten davon zu laufen. Zumindest dieses Problem würde sie nicht mit ihm haben, auch wenn die Ärztin noch immer intern mit sich darüber zu debattieren schien.

JJ hob fragend eine Augenbraue, wollte schon den Mund öffnen, um irgendeinen sarkastischen Kommentar abzulassen, als die Frau bereits aufstand und eine Spritze mit einer weiten Öffnung von einem Tablett nahm.

„Ich weiß gar nicht, wo ich bei dir ansetzen soll,“ meinte sie knapp, fuhr mit den Fingern über seinen Nacken und Hals. „Irgendwelche Transplantate in diesen Gegenden?“ fragte sie obwohl ihre Finger nichts ertastet haben dürften.

„Nein,“ antwortete JJ knapp, neigte den Kopf leicht zur Seite um ihr besseren Zugang zu gewähren.

„Diese Spritze enthält,“ die Frau rümpfte die Nase, „eine ‚Kapsel’. Sie ist mit deiner Teilnehmernummer versehen und einem Timer, der aufzeichnet wie lange der Spieler online ist.“ Sie klang als würde sie ein Regelwerk herunterrasseln. „Ein Spieler hat ein Minimum von acht Stunden an einem Tag online zu sein. Wenn er dies nicht einhält, stirbt er.“

Ein Grinsen legte sich über die Lippen des jungen Mannes.

Er hatte sich vorher nie mit den Regeln zu diesem ominösen Dai-Shi auseinander gesetzt, hatte nicht einmal gewusst, dass es so etwas wie eine ‚Neurale Einheit’ gab, die Schmerzen aus dem Spiel in den realen Körper übertragen konnte. Denn das war genau der Punkt bei dem Dai Shi für ihn interessant wurde.

Belendiel selbst und Rollenspiele allgemein waren jedoch noch genauso anziehend wie vorher. Gar nicht. Er verspürte nicht einmal dieses suchtartige Verlangen Quests zu erfüllen. Der einzige Grund, weshalb er sich dennoch so lange in Belendiel aufhielt war ziemlich eindeutig: er brauchte mehr Erfahrung. Denn sicherlich waren die anderen Spieler irgendwelche Cracks und das bedeutete für ihn entweder die Spieltechnik lernen oder sich an jemanden klammern, der deutlich mehr Ahnung hatte als er. Wobei es sicherlich nicht schwer war so jemanden zu finden.

Doch noch während Dreadlocks ihm von Dai-Shi und den Regeln erzählte, kam er nicht umhin sich mit einem wohligen Schauer vorstellen, wie es wäre seine eigene Hand oder ein anderes Körperteil in diesem Spiel abzuhaken; wie der Schmerz auch noch nach ausloggen in seinem Körper wiederhallen würde als wäre es vor einigen Sekunden erst passiert ohne körperliche Schäden davon zu tragen.

Es hatte ihn schon immer fasziniert, doch zu mehr als oberflächlichen, beziehungsweise zum Teil transdermalen Body Modifikation hatte er sich aufgrund seines Vaters nie überwinden können. Es war eine Sache ansehen zu müssen, wie ein Sohn mit immer neuen Tattoos und Piercingsoder—an dem einen unvergesslichen Tag als er achtzehn wurde—einer gespaltenen Zunge nach Hause kam. Zu fürchten, dass dieser idiotische Sohn allerdings an einer selbst zugefügten Wunde noch im Hauseingang verblutete oder dann nur mit einem Arm oder einem Bein leben musste, das war eine komplett andere.

JJ benetzte seine Lippen als er den Stich in seiner Halsbeuge spürte, dachte mit geschlossenen Augen an den Mann, der sich beide Beine absichtlich abgefroren hatte. Angeblich alles so geplant hatte, dass er es noch rechtzeitig ins Krankenhaus schaffen würde um zu überleben, während die langweilig dröhnende Stimme der Ärztin im Hintergrund weiterhin ihren einstudierten Monolog herunterpalaverte, horchte erst wieder auf als die Frau die ‚Neurale Einheit’ erwähnte.

„Wie war das?“ fragte er, öffnete die Augen schlagartig.

Die blonde Ärztin zupfte sich die lilafarbenen Handschuhe von den Händen, die sie seit seinem Eintreten übergestülpt hatte als befürchtete sie, er könne sie mit Aids anstecken und wandte sich ihm erneut zu.

„Ein Techniker wird im Laufe der Woche auftauchen und die Neurale Einheit auf die Gehirnfrequenzen justieren. Seien Sie von daher bitte zwischen acht Uhr früh und vier Uhr nachmittags zu Hause.“

„Geht das auch genauer?“

Die Frau hob beide fein gezupften Augenbrauen, setzte sich dann auf ihren Stuhl und begann in ihrer Schublade zu wühlen. Als sie fand, was auch immer sie gesucht hatte, schob sie es mit wenig Motivation zu ihm rüber. „Rufen Sie da an für einen genauen Termin, aber wundern Sie sich nicht wenn Sie keine exakte Antwort bekommen. Wie Sie sich vorstellen können, sind gerade zu dieser Zeit die Nonomoto Techniker sehr beschäftigt. Genauso wie die Ärzte, also kusch.“

Mit diesen Worten und einer Mappe, die er sich noch einmal genauer ansehen sollte, warf sie ihm aus dem Zimmer.

JJ verdrehte die Augen, schob dann die Visitenkarte in seine hintere Jeanstasche und machte Platz für den nächsten Klienten—ein junges unauffälliges Mädchen, das eher verängstigt als erfreut über ihren Besuch bei Doktor Bramsly wirkte und kaum dass sie auf einer Höhe mit ihm war ihre Schritte beschleunigte bis sie einen weiten Bogen um ihn geschlagen hatte.

Der blonde Mann zuckte mit den Schultern, schenkte der Empfangsdame, die ihn erneut mit weiten Augen fixierte ein bezauberndes Lächeln und verließ die Klinik.

Önee-sama
29.10.2014, 02:33
Frachtgut (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23555922&viewfull=1#post23555922) & vereint (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23584785&viewfull=1#post23584785)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto stieg das Blut bildlich in den Kopf, schließlich wurde sie mit selbigen nach unten zeigend in dem Leinensack transportiert.
Ich... habe Nana... alleine gelassen! Und jetzt... jetzt ist diese- HNNNNG!
Wieder zuckte ihr kleiner Körper. Sie sog kräftig Luft durch die Nase ein, ihre einzige Möglichkeit, bedingt durch den Knebelball in ihrem Mund. Die Lähmung des Tasers ließ nach, langsam zwar, aber kontinuierlich. Dabei kam es immer wieder zu Zuckungen an verschiedensten Stellen im Körper und ihre Muskeln protestierten jedesmal aufs Heftigste. Doch war all das weiterhin von sekundärer Natur für Makoto. Viel schlimmer waren die schrecklichen Bilder, die sie sich ausmalte, was mit Nana geschah.
Jetzt... jetzt ist Nana allein mit dieser Frau! Ob sie ihr weh tut!? Ob sie sie schlecht behandelt!? Und... und... ich bin schuld...
Stumme, aber bittere Tränen der Reue und der Angst liefen aus ihren Augen und über ihre Stirn, geschuldet ihrer Lage in dem Sack, in dem sie transportiert wurde. Ihr körperliches Matyrium verschlimmerte die Bilder immer wieder. Nana, die ängstlich dahockte und eine Frau mit sehr verschwommenem, zu einer dämonischen Fratze verzerrtem Gesicht, die allerlei Instrumente an dem kleinen Mädchen ausprobierte. Und das schlimmste für Makoto waren die stummen Blicke ihrer kleinen Schwester, die darum flehten, dass ihre große Schwester sie retten möge.
Es tut mir so leid, Nana! Ich wollte dich retten... bitte, ich habe es versucht! Ich... ich...
Doch Makoto's Verstand zeigte im Moment keine Gnade ob ihrer Umstände und projezierte immer wieder neue Bilder, die als Gemeinsamkeit diesen stummen und flehenden Blick von Nana hatten.
Nein, bitte, lasst sie... ich flehe euch an... Nana? Nana!? NANA!
Sie wollte schreien, aber mehr wie einige 'Hmmm' Laute drangen nicht aus dem Sack hervor. Und dann fing ihr Verstand an, die Geschehnisse aus dem Raum in ihre Gedanken aufzunehmen - die Ereignisse, die sie gelähmt hatte miterleben müssen...
Als die Frau einmal von Nana abließ, erschien Smith-kun hinter dem kleinen Mädchen. Makoto erschrak fast zu Tode und ihr Herz begann wie wild zu rasen, als sie realisierte, was sich jetzt abspielen sollte.
Nein! Nicht! D-das... das könnt ihr nicht... niemals!
Doch egal, wie sehr sie flehte, Smith-kun erhörte sie nicht. Stattdessen setzte er sein typisches Grinsen auf und ließ, in Anlehnung an die kürzlich stattgefundenen Ereignisse, langsam seinen Kopf schräg zur Seite gleiten, bis sein Nacken knackte.
Oh Gott! Nana, du musst weglaufen! Bitte, ich bin hier! Hörst du mich???
Makoto's Augen wurden immer größer vor Entsetzen, während Smith-kun in ihrem Tagtraum nach etwas in seiner Anzugjacke fischte. Dann kam ein metallischer Gegenstand zum Vorschein, den Makoto nicht ganz erkannte, wohl aber genau wusste, um was es sich handelte.
Nein! Ich... ich flehe sie an, Smith-kun... bitte... BITTE! Ich tue Alles! Alles, was sie wollen... nur... nur...
Doch Smith-kun reagierte nicht auf ihr Flehen. Stattdessen setzte er seine Sonnenbrille ab und darunter hatte auch er ein dämonisches Gesicht. Die Frau gesellte sich zu ihm, umfasste die Waffe zusammen mit der Hand von Smith-kun und zeigte mit der anderen Hand auf Makoto. Dann lachten sie Beide sadistisch und legten die Waffe auf Nana an, welche immer noch stumm ihre Schwester um Hilfe anflehte.
Lauf Nana! Bitte, steh auf und lauf! Hör auf deine Schwester! Nee-san ist hier, um dir zu hel-
PENG!
Ein einzelner Knall, der in ihren Gedanken unendlich wiederzuhallen schien. Dann setzte ihr Verstand aus.
NNNNNNNNNNNNNNNNEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIIIIIIIIIIIINNNNNNNNNNNNNNNNNNNNNN---
Ihr Schrei war so heftig, das man sogar außerhalb des Leinensacks ein lautes 'HMMMMMMMMMMM' vernehmen konnte, bis auch das abbrach und ihre Welt in Schmerzen versank...

Der Träger des Sacks, in dem sich Makoto befand, registrierte heftigste Bewegungen seiner 'Fracht' - Makoto hatte einen Schüttelanfall der schlimmeren Sorte! Ihre ungebundenen Beine strampelten wild, ihr restlicher Körper zuckte mit jedem Muskel und immer wieder drangen erstickte 'Hm' Laute aus dem Sack, begleitet von schnellen und heftigen Atemzüge durch eine Nase. Gleichzeitig begann sich ein nasser Fleck an einer Stelle zu bilden - Makoto hatte die Kontrolle über ihre Blase verloren!
Der Träger sah stumm fragend zu Smith-kun.
"Körperfunktionen - normal. Schließlich atmet sie noch..."
Eiskalt blickte er auf das Schauspiel des wild zappelnden Frachtguts. Dann begann er ohne Reue einen Befehl zu erteilen.
"Schnappt ihre Beine, dann drückt sie in Fötusstellung zusammen. Den Sack kann man enger schnallen und mit dem Seil könnt ihr sie in der unteren Hälfte 'stabilisieren'. Das sollte sie ruhig stellen, bis wir bei unserem Ziel angekommen sind!"
Ohne zu zögern taten die Beiden wie geheißen, schließlich wussten sie, was Ungehorsamkeit nach sich ziehen konnte in Gegenwart des Anzugträgers. Keine Rücksicht nehmend auf die arme Makoto, schnappten sie ihre Beine und drückten das arme Mädchen im Sack in eine Stellung, gleich einem zusammengerollten Fötus. Mehrmalige, schmerzliche 'Hm' Laute wurden einfach überhört, lediglich achteten die beiden Helfer darauf, nicht die feuchte Stelle zu berühren. Anschließend schmiss sich einer von ihnen den nun um die Hälfte verkleinerten Sack über die Schulter und die Drei setzten ihren Weg fort...
Nach einigen Minuten kamen sie in der Tiefgarage der Polizeistation zu der schwarzen Limousine, die für Smith-kun bereit stand. Ohne weitere Befehle abzuwarten, öffnete einer der Kerle den Kofferraum und der Andere legte Makoto in ihrem Gefängnis hinein. Durch den Sack, der an der Hälfte abgebunden war, war sie wie ein Päckchen perfekt verschnürt, zudem die Hände gefesselt und ihr Mund geknebelt. Kurz lauschte man, ob sie tatsächlich noch atmete, dann wurde der Kofferraumdeckel zugeklappt. Anschließend nahmen die Herren im Wagen Platz und die Limousine verließ die Tiefgarage...

Makoto's Denkprozesse brauchten eine Weile, um sich soweit zu erholen, dass sie sich ihrer selbst wieder gewahr wurde.
Was... HNNNG!!!
Ihr Körper schmerzte und sie hatte keine Gelegenheit, um sich zu bewegen und ihren protestierenden Muskeln Linderung zu verschaffen. Sie hatte zudem einen metallischen Geschmack im Mund und, ohne es zu ahnen, konnte froh sein, dass sie sich nicht hatte übergeben müssen und an ihrer eigenen Kotze durch den Knebel erstickt wäre. Ihre Augen, die rot und auf gequollen wirkten, konnten immer noch nichts sehen, weshalb sie annahm, sich immer noch in dem Sack zu befinden. Dann meldete sich ihr Körper und sie merkte, dass ihr Unterleib feucht und kalt war...
Wie... AU!
Ihre Handgelenke schmerzten, bedingt durch die Handschellen. Und sie schrie laut in Gedanken auf, als der Wagen durch ein Schlagloch fuhr und sie kräftig durchgeschüttelt wurde. Ansonsten dachte sie nicht viel nach - zu ihrem Glück verschonte sie diesmal ihr Gedächtnis mit den Bildern, mit denen er sie zuvor noch psychisch so fertig gemacht hatte...

Wenig später hielt der Wagen und Makoto hörte, wie sich die Klappe des Kofferraums öffnete.
Ob sie mich jetzt rausl-
"Hmmm! Hm!"
Sie wurde einmal grob angefasst und geschüttelt, als man sie jedoch klagen hörte, ließ man wieder ab von ihr.
"Lebt noch..."
Dann wurde sie zur Seite gezerrt und sie hörte, wie man etwas neben sie stellte. Schließlich wurde die Klappe wieder zugeschlagen und der Wagen setzte sich kurz darauf erneut in Bewegung.
Hoffentlich sehe ich Nana bald wieder... und sie nimmt... hoffentlich... meine Entschuldigung an...
Sie wusste, dass sie ihrer Schwester einiges erklären und ihr eine Entschuldigung geben musste. Eine, die sie hoffentlich annahm. Ihr Verstand drangsalierte sie wieder mit der Vorstellung, das Nana zur Zeit alleine mit der unbekannten Frau war und diese weis Gott was mit ihrer Schwester anstellte.
Nana... ich... ich- HNNNNG!
Sie weinte wieder bittere Tränen. Und als wäre das nicht genug, bekam ihr Körper einen weiteren Krampf...

Der Wagen stoppte und Makoto nahm vage wahr, dass die Klappe zu ihrem 'Gefängnis' erneut geöffnet wurde. Erst hob man den Gegenstand neben ihr heraus, dann packten ein paar Hände sie in ihrem Sack und zerrten sie aus dem Kofferraum. Schlussendlich wurde sie aus dem Sack geholt und auf ihre Beine gestellt...
Zittrig stand sie da, musste mehrfach blinzeln, um sich wieder an das Licht zu gewöhnen. Man hatte ihr noch nicht den Knebel und die Handschellen abgenommen. Mit rötlichen Augen wurde sie gewahr, dass jetzt 4 Männer dort bei ihr standen: Eine weitere, unscheinbar wirkende Person, die einen großen Koffer mit sich trug, der Gegenstand, der neben ihr gelegen hatte. Dann nahm sie die Gegend genauer unter die Lupe und wusste, sie waren bei ihrem Heim angekommen. Sofort schlug ihr Herz schneller und sie wollte nur noch zu ihrer kleinen Schwester, einzig um sie in den Arm zu nehmen und sich zu vergewissern, dass sie noch lebte.
"Miss Yamato!"
Ihr Name, ausgesprochen im Befehlston, ließ sie alles vergessen und sie fixierte den Sprecher der Stimme: Smith-kun. Dieser trat jetzt an sie heran und blickte sie eiskalt an - soweit man das mit seiner Sonnenbrille beurteilen konnte.
"Wir sind wieder bei ihrem Heim angekommen. Bevor ich sie jedoch von ihren Fesseln entlasse, möchte ich klar stellen, dass Alles, was sie heute bei ihrem Ausflug mitbekommen haben, nicht für ihre Schwester bestimmt ist! Darin sind wir uns hoffentlich einig - schließlich möchten auch sie ihre Schwester nicht mit solchen Dingen belasten!"
Makoto sah ihn stumm an. Dann nickte sie langsam zur Bestätigung.
Nana darf niemals etwas davon erfahren, eher sterbe ich!
Sie schwor sich, ihrer Schwester nichts hiervon zu erzählen. Niemals würde sie zulassen, dass ihre unschuldige Schwester sowas miterleben musste. Smith-kun schnippte daraufhin mit seinen Fingern und die Helfer nahmen ihr Knebel und Handschellen ab.
"Hah... Luft!"
Makoto nahm einen tiefen Atemzug und rieb sich ihre Handgelenke. Gleichzeitig versuchte sie ihren feuchten Unterleib zu verdrängen...
"Da wir uns einig sind - keine weiteren Verzögerungen! Sie, Miss Yamato, hören auf Alles, was Miss Sato ihnen sagen wird. Verstanden!?"
Sie traute sich nicht zu antworten und nickte wieder stumm. Smith-kun schaute ihr wohl durch seine Brille in ihre Augen und nickte dann stumm zurück. Schließlich wurde Makoto angestubst, dass sie fast hinfiel und die Gruppe bewegte sich zum Eingang...

Kaum war Makoto durch die Tür, fiel ihr auch schon Nana um den Hals.
"Nee-san! Wo warst du!? Warum hast du mich alleine gelassen!?"
Nana sprang sie förmlich an und Makoto ging in die Knie, sonst wäre sie komplett umgefallen, da ihr im Moment einfach die Kraft fehlte. Ihre kleine Schwester weinte hemmungslos in ihre Schulter und sie hielt sie tröstend fest. Dabei brachte sie jedoch kein Wort über ihre Lippen, sondern weinte stumm mit ihr. Nach einer Weile löste sich Nana von ihr und sah sie mit großen Augen an. Makoto nahm all ihren Mut zusammen, damit sie nicht selbst zusammen brach.
"Nana... es... tut mir unheimlich leid! Wirklich! Ich verspreche, ich werde dich nie wieder alleine lassen! Ja!?"
Dann drückte sie ihre geliebte Schwester noch mal fest an sich.
Oh Gott sei Dank, es geht ihr gut...

Smith-kun war derweil an den beiden Schwestern vorbei gegangen und hatte sich zu Frau Sato begeben.
"Miss Sato."
Er grüßte sie förmlich.
"Dies ist ihr Metier und ich sorge dafür, dass keine weiteren Verzögerungen stattfinden werden. Daher komme ich direkt zur Sache: Mit welcher der Schwestern möchten sie beginnen? Und soll der Techniker die Neuraleinheiten direkt mit ihrer Arbeit einrichten oder warten, bis sie fertig sind?"

Moku
29.10.2014, 18:16
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.pngDer Blondschopf lehnte über die Balustrade des Balkons, zog gelangweilt an der Zigarette, während er den anderen Arm lustlos hängen und seinen Blick über die dicht an dicht gebauten Häuser schweifen ließ.

Er hatte tatsächlich einen Techniker dazu überzeugen können ihm einen annehmbaren Zeitraum von acht Stunden für die Installation der NE mitzuteilen. Was er als kleinen Gewinn abtat. Dass er dafür einen weiteren Tag Uni sausen lassen musste, passte ihm eher weniger in den Kram. Wenigstens war sein Vater tagsüber nie zu Hause, sodass die Verknüpfung relativ unbemerkt vonstatten gehen sollte.

Der PC, den sein Vater ihm versprochen hatte, war am Abend zuvor gekommen; ein glänzender schwarzer Tower mit einer be quiet Funktion, die tatsächlich mal hielt was sie versprach. Im Gegensatz zu seinem Laptop dessen integrierten Kühler er noch ein Raum weiter hören konnte.

Sein Kopf drehte sich phlegmatisch Richtung Eingangstür als es den Dreiklang der Türklingel vernahm. Mit einer geübten Bewegung drückte er die Zigarette im Aschenbecher aus, bevor er die Wohnung betrat und ohne großartig nachzufragen den Buzzer drückte um die Tür zu öffnen.

Er bereute es keine fünf Minuten später als der rote Schopf von Sample im Treppenhaus auftauchte.

„Hey Babe,“ grüßte sie mit einem geräuschvollen Schmatzer auf seine Wange. JJ verzog ob des unliebsamen Kosewortes angewidert das Gesicht.

„Was machst du hier?“ fragte er, wollte schon die Tür hinter ihr schließen, als er eine Etage weiter unten etwas laut scheppern hörte, gefolgt von einem amüsierten Kichern. „Dennis?“ rief er die Stufen runter, bekam als Antwort nur ein erneutes Glucksen bis sich der kahle Kopf des Mannes in sein Sichtfeld schob.

„Hallo Baby,“ feixte Dennis, warf sich absichtlich schwer gegen die Schulter des Blonden und drückte ihm einen harten Kuss auf den Mund. „Ich glaub, dein Nachbar braucht ’ne neue Vase,“ stellte er dann mit einem breiten Grinsen fest.

„Alter, man, Dennis! Ich wohne hier!“ knurrte JJ, zog den anderen am Ärmel der dünnen Jacke zurück.

„Ich weiß,“ stellte der Mann gelassen fest, „Deshalb sind wir hier.“

JJ verdrehte die Augen, stieß dann seinen Freund hart an der Schulter in die Wohnung, führte ihn in sein Zimmer und platzierte ihn auf das Bett, wo er hoffentlich nichts anstellen konnte. Danach machte er sich an der Jacke des anderen zu schaffen, um ungefragt das verschlissene Portmonee herauszufischen.

„Bisschen weiter runter,“ lachte Dennis, machte einen lauten Kussmund, woraufhin JJ ihm spontan ein Couchkissen um die Ohren schlug, bevor er einen zehn Dollarschein aus dem Portmonee zog und ihn Sample hinhielt. „Hier,“ forderte er auf. „Geh in den nächsten Laden, kauf einen hübschen Blumenstrauß oder was auch immer und entschuldige dich bei den Leuten unter uns, dass du irgendwas zerbrochen hast.“

„Ich habe nichts zerbrochen.“

„Hast du,“ argumentierte er, gestikulierte mit beiden Händen auf den Kerl, von dem er bis heute nicht wusste, wieso er ihn überhaupt noch in sein Haus ließ. „Ich kann schlecht Dennis schicken. Und nun geh.“

Sample schmollte einen kurzen Moment, nickte dann wortlos und verschwand mit einem gespielt süßen Tüdelü aus dem Zimmer und der Wohnung. JJ hoffte, sie kaufte etwas Vernünftiges. Bevorzugt ohne Spinnen oder Eidechsen.

„Was macht ihr hier?“ wiederholte der Blonde nun seine Frage.

„Du schwänzt sonst nie. Und heute ist der zweite Tag. Also dachten wir, wir schauen mal vorbei.“

„Und schwänzt mit mir,“ stellte JJ nüchtern fest.

„Wilde Verleumdung!“ echauffierte sich Dennis gespielt, boxte sich dann eines der Kissen zurecht, um es sich bequem auf der Couch zu machen. „Wir wollten nur sehen, ob’s dir gut geht. Weil... du weißt schon,“ der Kahlkopf zuckte mit den Schultern, machte dann irgendeine Drohgebärde mit den Händen oder was auch immer das darstellen sollte. „Sicher gehen, dass du nicht... zu hart... ‚gegen eine Tür gerannt bist’?“

JJ stöhnte in seine Handinnenfläche. Da hatte man einmal Pech mit seinem Partner, ein Arschloch, der trotz explizitem Hinweis, dass das Gesicht absolut tabu war, ihm genau in eben jenes mit voller Kraft geschlagen hatte, sodass er noch Tage später einen riesigen blauen Fleck mit sich rumschleppen durfte und ja, JJ war nicht stolz auf sich, aber als einzige Ausrede war ihm ‚Ich bin gegen eine Tür gelaufen’ eingefallen. Es war die Standardausrede seit es Fernsehen und häusliche Gewalt gab, okay? Was anderes konnte ihm gar nicht einfallen. Es war wie ein verdammter Reflex!

Der Blonde starrte seinen Freund noch einen Moment an, schüttelte dann den Kopf und tat das Thema mit einer wegwerfenden Handbewegung ab, ließ sich dann neben den anderen auf der Couch niederfallen.

„Tolles Teil,“ bemerkte Dennis, deutete mit dem Fuß auf den schwarzen Tower.

„Von meinem Dad,“ antwortete JJ.

„’s cool, dass er dich so unterstützt.“

„Nah, man, er weiß es nicht,“ entgegnete der Blonde, sah auf als es erneut an der Tür klingelte. Das war hoffentlich der versprochene Techniker und nicht Sample, die den Blumenladen um die Ecke nicht finden konnte. JJ ließ sich Zeit beim Aufstehen, warf Dennis einen mahnenden Blick zu die Finger bei sich zu behalten, bevor er den Raum verließ.

DragonGodSlayer
29.10.2014, 21:06
http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/pal110x110jz4uqgn9fk.jpg


Vor zwei Tagen bekam er einen Brief von Nonomoto Enterprises, in dem stand, dass zwei Tage später, also am heutigen Tag ein Mitarbeiter von ihnen zu ihm kommen würde um ihm die NE einzustellen, die Kapsel zu verabreichen und ihm sein gewünschtes Schreiben zu übergeben. Da der Besuch laut Schreiben in einer viertel Stunde kommen sollte wartete Pal darauf, das eben jener kam.

Ungefähr fünfzehn Minuten später klingelte es an der Haustür und Pal stand auf um dem Besuch die Tür zu öffnen. Im blieb kurz das Herz stehen, als er die schöne junge Frau erblickte, welche in der Tür stand. „Sie müssen Herr Müller sein,“ stellte die junge Frau fest und gab ihm den Brief, in dem Nonomoto erklärte das Unternehmen seines Vaters nicht aufzukaufen. „Ich heiße Hana Mori und arbeite für Nonomoto Enterprises. Ich wurde doch angekündigt oder?“ Fragte sie mehr rhetorisch als als echte Frage gemeint, doch Pal antwortete trotzdem, „j ja selbst verständlich, wollen Sie eintreten?“
Frau Mori streichelte mit ihrer rechten Hand seine linke Schulter und sagte mit einer sehr einfühlsamen Stimme, „Ja, aber könnten Sie mir noch helfen meine Utensilien in ihre Wohnung zu bringen?“
„Mit vergnügen.“

Nachdem die beiden die Utensilien in Pal`s Wohnzimmer gestellt hatten und Frau Mori alles aufgebaut hatte, setzte sie sich neben Pal, welcher auf seiner Couch saß. Sie sah im in sein Gesicht und berührte sanft seinen Oberschenkel und sagte, „Mir wurde zwar gesagt, ich würde zu einem Mann gehen, aber dass er so süß ist hat mir niemand gesagt. Also warum riskiert ein so süßer junge wie du sein Leben beim Dai Shi?“
Pal war verdutzt, denn er wurde noch nie süß genannt, außer von seiner Mutter.
„Ich habe meine Gründe, dass sollte als Antwort ausreichen.“
Mit einer traurigen Miene stand Hanna auf und setzte sich an ihren Laptop.
„Naja, wenn der süße Herr nicht mit mir reden will sollten wir uns an das machen, warum ich hier bin. Also setzte bitte die NE auf, welche ich mitgebracht habe und du für das Dai Shi benutzen musst.“
Was ist mit dem los? Das klappt doch sonst immer.
Pal setzte die NE auf, kurz danach flogen wie verrückt Wörter und Zahlen umher.
„Was machen Sie jetzt?“
„Ich stelle die NE auf deine Gehirnströme ein, damit die Schmerzübertragung funktioniert.“

Nach einer halben Stunde lang Einstellungen durchführen und Flirtereien Gesprächen war die NE eingestellt.
„So du kannst die NE jetzt wieder abnehmen.“
Pal nahm die NE ab.
„So, jetzt fehlt nur noch die Kapsel, welche ich dir in den Hals setzten muss, ich hoffe ich mach dir nicht allzu sehr weh. Ich will ja schließlich so einen süßen nicht mehr verletzten als nötig.“
Frau Mori kramte eine Spritze aus ihrer Tasche, welche eher wie eine Pistole mit einem Radarbildschirm aussah.
Pal zuckte im ersten Moment zusammen, fasste sich aber sofort wieder.
„Nur keine Angst, es sieht schmerzvoller aus als es ist, ich verspreche es dir.“ Sagte sie mit einem niedlichen Lidschlag.
„Ok, wenn Sie das sagen, vertraue ich ihnen.“
Noch bevor er fertig gesprochen hatte setzte sie sich neben ihn und legt die Spritze an seinen Hals.
„Jetzt solltest du dich zu deiner eigenen Sicherheit ruhig verhalten, sonst verfehle ich noch die richtige Stelle.“

Der „Radar“ ortete die Halsschlagader, dadurch das sich Pal öfters mal aus Angst bewegte dauerte es eine gewisse Zeit, bis sie die richtige Stelle gefunden hatte.
„So, ich habe die Stelle jetzt gefunden, also nicht bewegen. Sobald ich auf drei gezählt habe wirst du ein leichtes Piksen fühlen. Also 1 .. 2“
Noch bevor sie drei sagte spritze sie ihm den Chip. Anschließend legte sie die Spritze auf den Tisch und lehnte sich an seine Schulter. Pal war das etwas unangenehm, da er die junge Frau erst kennen gelernt hatte. Da er sie aber auch sehr attraktiv fand werte er sich nicht.
„So ich wäre fertig mit dem was ich machen sollte. Du kannst dich nun jeder Zeit einloggen und deinen Charakter erstellen, auch wenn ich mich immer noch frage warum so ein süßer wie du dabei mit macht. Was für eine Verschwendung. Also wenn du keinerlei Fragen mehr hast, EGAL in welcher Hinsicht würde ich jetzt gehen.“
Pal wollte etwas sagen, doch er bekam nichts heraus außer einem Abschiedsgruß und dass er sie zur Tür bekleiden würde.
Wie dumm kann ich denn nur sein. Verdammt! Verdammt! Verdammt!

Als Frau Hana Mori aus der Tür getreten war und Pal die Tür hinter ihr schloss, setzte sie sich in ihr Auto.
Was ist das für einer, bei dem bringt flirten ja überhaupt nichts. Entweder ist er vergeben, schon abgehärtet oder einfach nur dumm, ich tippe auf das letztere. Außerdem verstehe ich Nonomoto nicht, warum ich so einen Milchbubi überhaupt anbaggern sollte, es fiel mir auch total schwer, da er so was von überhaupt nicht mein Typ war.


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Ein kurzes Powernapping später überlegte sich Pal, was er mit diesem angefangenen Tag anfangen sollte, da fiel ihm ein, dass Frau Mori sagte, dass er seinen Avatar erstellen könne. Da er diesen eh bis Freitag um 15:13 erstellt haben muss entschied er sich ihn jetzt gleich zu erstellen. Bevor er sich mit seinem Avatar beschäftigte richtete er sich erst mal seinen Dai Shi Platz ein, da der Körper solange man im Dai Shi eingeloggt ist sich im Ruhemodus befindet und die NE mit dem Computer verbunden sein muss. Aus diesem Grund stellte er den Computer neben sein Bett und verbindet die ihm mitgebrachte NE mit dem Computer, danach setzte er diese auf und schaltete sie ein.

Sofort war er im Bereich der Avatarerstellung. Er überlegte sich, was für einen Avatar er eigentlich nehmen sollte, mit welchem er am besten umgehen und überleben könne. Da er sich davor noch keine Gedanken gemacht hatte was für einen Avatar er nehmen solle öffnete er das Fenster für Suchkriterien. Zum einen, könnte er nach Gattungen wie z.B. Mensch, Echse, Monster suchen oder nach Eigenschaften. Er entschied sich, ein Avatar mit guter hoher Verteidigung zu suchen, da dort über einhundert Treffer angezeigt wurde erweiterte er die Suche um hohen Angriff. Da waren es nur noch zehn Treffer. Er lass die Beschreibungen zu den einzelnen Avataren durch und entschied sich dann für den Echsenmenschen. Beim Aussehen entschied er sich für die gehörnte Version und entschied sich für eine bläuliche Schuppenfarbe mit teilweisem Rotstich.

Als er sich den Avatarnamen überlegte viel ihm wieder eine Wort ein, welches er mal bei Chris aufgeschnappt hatte, es war das Wort Tokage, so nannte er er mal seine Echse Rex. Da er diese Bezeichnung aber nicht als Namen wählen wollte, entschied er sich für den Namen Toka, da dieser auch einen schönen Klang hatte.

Als er seinen Avatar soweit erstellt hatte, musste er nur noch die Skills auswählen. Es erschien ein Text, der besagte, dass jeder Avatar zwanzig Skills besitzen wird und dass der Spieler diese unter einer Auswahl selber aussuchen muss. Außerdem besagte er auch noch, dass es entweder ein Skillbaum mit zwanzig oder zwei Skillbäume mit jeweils zehn Skills sein werden. Pal entschied sich, für die Variante mit zwei Skillbäumen, einen auf Kampftechniken und einen auf Magie bezogenen. Für die Kampftechniken gab es eine Auswahl zwischen verschiedenen Waffen oder einem Waffenlosen Kampfstile, für welchen er sich auch entschied, da er in Belendiel eh nie gut mit Waffen umgehen konnte. Für die Magie entschied er sich für Feuer/Hitze, da der Echsenmensch durch Hitze stärker und schneller werden würde.

Nachdem er sich alle Skills ausgesucht, nochmals durchgelesen und seine Entscheidungen nochmals durchdacht hatte loggte er sich aus. Er musste sich erst mal etwas strecken und sich bewegen, da sein Körper schon steif wurde. Als er aus dem Fenster sah und es schon zu dämmern begann, sah er auf die Uhr und ihm wurde jetzt erst klar, wie lange er für die Erstellung seines Avatars gebraucht hatte. Er dachte nochmals über die ganze Dai Shi Sache nach und ihm wurde irgendwie unwohl.
Ich muss mit irgend jemandem reden, sonst schaffe ich es bestimmt nicht.
Dachte er mit einem traurigem Gesichtsausdruck. Er griff sich seine MNE und versuchte Chris zu erreichen, Chris nahm den Anruf entgegen.
„´n Abend. Was gibt’s Pal?“
„Abend. Könnten wir uns mal wieder treffen?“
Fragte er mit einer leisen und etwas traurigen Stimme, was Chris auch bemerkte.
„Ja, wie wäre es übermorgen nach der Vorlesungen? Da am Freitag ja Dai Shi beginnt enden alle Vorlesungen um halb zwölf, danach können wir reden.“
„Ja gut, das ist mir recht. Also bis Freitag.“
Pal legte auf und verbrachte einen gemütlichen Abend vor dem Fernseher.

Önee-sama
30.10.2014, 03:34
Peggy vs Toaster #1 (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page4?p=23571959&viewfull=1#post23571959)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Vin_Diesel_2_ava.jpg

Vince trat das Gaspedal von Peggy schon nach der halben Kurve voll durch. Zwar wurde er etwas nach außen getragen, aber er brauchte jetzt die Höchstgeschwindigkeit so schnell wie möglich. Während der Charger also mit quietschenden Reifen und aufheulendem Motor, der begierig Luft ansaugte, aus der Kurve schoss und dann der langen Startbahn folgte, nahm der Tesla elegant die Kurve wie ein Tänzer und schwang sich dann dem Muscle Car hinterher...
Die Automatik des Wagens fuhr die Gänge voll aus und schaltete erst jenseits von 10.000 Umdrehungen in den nächsthöheren Gang. Doch gab es ein Problem: Peggy war beileibe kein langsamer Wagen, doch stammte sie aus einer Zeit, wo die Kraft des Motors vor Allem für Beschleunigung verwendet worden war und nicht für Höchstgeschwindigkeit. So erreichte Vince sie auch relativ schnell, während der Flitzer von dem Nerd jetzt bedrohlich Nahe kam...
Jetzt wird es interessant. Wie viel er sich wohl traut...
Der Motor des Charger dröhnte unter Volllast, der Drehzahlmesser war im roten Bereich und Peggy schoss die Startbahn entlang. Der Tesla klebte mittlerweile im Heck von Vince Karre. Es war unmöglich für ihn, die breite Bahn auszufüllen und schließlich kam die erste Attacke. Vince wehrte sie ab, indem er im Rückspiegel nach den Scheinwerfern schaute und Peggy's Heck gekonnt vor der Schnauze des Toasters hielt.
Mal schauen ob er weiterhin so zaghaft bleibt...
Solange der Elektrorenner nur vereinzelt Überholmanöver starten würde, konnte Vince ihn spielend auf der gesamten Geraden in Schach halten. Die nächste Attacke, um an ihm vorbei zu kommen, wurde auch abgefangen. Doch dann kamen vom Tesla aufeinanderfolgende Manöver. Jetzt schwang der bullige Flitzer von einer zur anderen Seite. Vince musste mehr mit dem Spiegel arbeiten, als gewöhnlich - der Toaster gab ja kein Motorengeräusch von sich, an dem Vince ein Gas geben oder sonstige Hinweise erkannt hätte. Einzig der V8 seines Wagens machte Geräusche, wenn auch genug für 10 Autos. Er ließ den schweren Wagen von einer zur anderen Seite ausschwenken, immer darauf bedacht, die Lücken zu schließen, an denen der Nerd ihn überholen konnte...
Doch, obwohl Peggy hart in der Spur gehalten wurde, der Sand auf der Startbahn, der immer wieder angeweht wurde, erschwerte die Manöver. Dann war es soweit: Vince war weit davon entfernt, hier vom Gas gehen zu müssen, doch er musste einmal mit dem Lenkrad nachkorrigieren. Was sein Gegner gnadenlos ausnutzte. Der lautlose Renner setzte sich schräg rechts hinter, aber auch neben Peggy und Vince unternahm den Versuch, den Anderen abzudrängen...
Hat also doch Eier der Kleine!
Da er nicht bereit war, eine echte Kollision zu riskieren, einmal wegen der momentanen Geschwindigkeit, aber auch wegen den möglichen Kratzern im Lack, blieb ihm keine Wahl, als den Toaster jetzt neben sich zu akzeptieren. Dieser schob sich jetzt rechts, dank seiner höheren Geschwindigkeit, geschmeidig an dem Charger vorbei. Doch das Duell war noch nicht entschieden...
Vince wusste, sie waren ziemlich da angelangt, wo es gleich von der Startbahn runter gehen würde. Wieder stand eine 90 Grad Kurve nach links bevor. Den Tesla sah er jetzt schräg rechts vor ihm. Sie mussten gleich in die Eisen gehen oder sie würden die Kurve nicht packen. Doch beide Kontrahenten hielten unbeirrt weiter ihre Geschwindigkeit bei. Erst als der Tesla an dem Muscle Car gänzlich vorbei war, fing er an zu bremsen und Vince tat es ihm gleich. Dabei machte der Toaster zum ersten Male Geräusche wie jede Karre: Metall klang gequält auf, als die riesigen Bremsscheiben beider Fahrzeuge genötigt wurden, die Geschwindigkeiten drastisch zu drosseln und die Reifen beider Wagen kreischten protestierend auf. Dann tänzelte der Flitzer in die Kurve, zum ersten Mal sichtlich bemühend die Spur zu halten. Peggy legte sich schwer auf die rechte Seite und Vince verlangte ihr Alles ab, dass das Heck nicht den Abflug machte. Dann gab er auch schon wieder Gas und ließ dem Nerd keine Sekunde lang Ruhe zum Verschnaufen.
Jetzt bist du der Gejagte. Mal sehen, wie du das durch hältst...
Es folgten jetzt immer wieder kurze Geraden und darauf 90 Grad Kurven, mal links, mal rechts herum. Dabei arbeiteten sich die Fahrzeuge wieder in Richtung 'Infield' vor, dem inneren Flugfeldgelände. Vince ließ dem Anderen keine Ruhe und vor Allem in den Kurven kam er seinem Vordermann bis auf wenige Zentimeter nahe. Er schaute nach Fehlern des Fahrers vom Toaster, doch der hielt den Tesla eisern in der Spur über seine NE...
So kamen beide Wagen dicht hintereinander wieder an Hangars für Flugzeuge. Der erste Hangar war unspektakulär und wurde einfach durchfahren. Doch der zweite Hangar war voller Schrott! Vince kannte auch den und man musste den Hangar nur durchqueren, was aber einfacher gesagt, denn getan war. Während der Toaster schnurstracks auf die großen Tore zu hielt, nahm Vince ein kleineres ins Ziel. Ein Seitentor, das keinen festen Zufahrtsweg hatte. Der Charger wurde immens durchgeschüttelt, als er von dem geteerten Weg abkam und wirbelte eine riesige Staubwolke hinter sich auf, die nur vom röhrenden Motor in den Schatten gestellt wurde. Der Tesla fuhr durch das Haupttor und sofort konnte man seine Bremsen hören, da der Flitzer wild um den ganzen Metallschrott herummanövrieren musste. Vince dagegen fuhr durch das Seitentor und kam an einer aufgeräumten Stelle in den Hangar. Mit Vollgas fuhr er an der Seitenwand entlang, bremste erst im letzten Augenblick und riss Peggy um gute 90 Grad herum. Dann beschleunigte er kurz und wieder riss er seinen Wagen um die Kurve...
Zeitgleich schwang sich der Toaster aus dem Gewirr an Hindernissen hervor und beide Fahrzeuge verließen nebeneinander den Hangar durch das große Tor auf der Hinterseite.
So viel zu deinem Vorsprung...
Beide Wagen bogen in eine Kurve und folgten einem S-Muster entlang um zwei weitere Hangars herum. Dann ging es auf eine Gerade, an deren Ende ein alter und hoher Funkturm aus Metall war - die Spitzkehre! Um 180 Grad links entlang würde man an dem Turm vorbei müssen. Vince war auf der linken Seite der Straße, rechts der Toaster. Dieser war auf der Geraden wieder dabei sich ganz langsam vor Peggy zu arbeiten. Doch die Bahn war viel zu kurz, um hier eine Entscheidung zu suchen. Vince ließ das auch völlig kalt, denn er spekulierte, dass der Nerd immer noch auf Ideallinie vertraute und nichts außergewöhnliches versuchen würde. Doch dann kam etwas überraschendes: Der Tesla ging gar nicht in die Eisen, sondern schob sich ganz vor Peggy, ehe er bremste. Vince dachte gar nicht daran, dem Nerd einen Gefallen zu tun...
Du suchst hier die Entscheidung, was? Dann mal los!
Er riss an der Handbremse und kurbelte schwer am Lenkrad - doch war auch dieses Manöver kein Problem für ihn: Rückwärts schoss der Charger noch durch das Trägheitsmoment weiter, dabei an dem Toaster vorbei, der weit nach rechts ausholte, um die Kehre zu kriegen. Vince ließ es sich nehmen, den Anderen zuzunicken, obwohl dieser ihn wahrscheinlich wegen der NE, die er zum Fahren brauchte, gar nicht sehen konnte. Der Motor von Peggy röhrte unter der Last, doch viel lauter waren die Reifen, die verzweifelt nach Grip suchten, um den Wagen in die entgegengesetzte Richtung wieder zu beschleunigen...
Der Tesla musste hart bremsen und eine weite Kurve aufgrund seines Überholmanövers fahren. Peggy kam an der Kehre für den Bruchteil einer Sekunde zum stehen, dann griffen die durchdrehenden reifen und beschleunigten sie wieder. Vince sah den Toaster in riesigem Bogen herum kommen, doch der Charger war auf Beschleunigung ausgelegt. Als der andere Wagen endlich wieder in der Spur zurück war, war Vince neben ihm und zog dann vor ihn.
Das wars!
Obwohl es erstmal wieder geradeaus zurück ging, reichte das Stück nicht, als das der Elektroflitzer hätte an ihm vorbei gekonnt. Dann ging es wieder in ein paar Kurven, die Vince sichtlich genoss, ehe es zu den letzten Hangars vor der Start und Ziellinie ging.
Eins gestehe ich dir zu, mein Kleiner: Dein Renner ist schon eine Rakete! Doch, du bist kein Fahrer...
Dröhnend durchfuhr er mit Peggy einen weiteren Hangar, dann legte er seinen Wagen abermals in eine Kurve. Der Nerd schien nervös zu sein, denn der Tesla verlor an Boden, als der Andere sein Fahrzeug in aussichtslose Überholmanöver zwang, die ihn im Endeffekt Boden und Zeit kosteten. Gerade als Vince den letzten Hangar anpeilte, meldete sich plötzlich seine MNE...
Er hatte sie nicht auf, doch Belle (http://upload.worldofplayers.de/files9/Memphis_Belle.jpg), seine Verwaltungseinheit, meldete sich akustisch, dabei sogar den Lärm des schweren Motors überbrückend.
"Eine Nachricht von Nonomoto Enterprises. Dringlichkeitsstufe Hoch! Ich lese vor!"
Was zum Teufel...
Weiter kam er nicht, denn Belle begann die Nachricht vorzutragen.
"Wir grüßen sie, Mr. Lorn. Da sie beschäftigt sind, fassen wir uns kurz: Wir würden sie gerne als Spieler zu Dai Shi einladen! Wenn sie interessiert sind, dann bitten wir sie am letzten Hangar der Strecke stehen zu bleiben und unsere dortige Mitarbeiterin in ihren Wagen zu lassen. Sie wird ihnen, falls sie das Angebot annehmen, alles weitere erklären."
Vince war kurz sprachlos. Er fuhr ein Rennen, doch hatte er gerade die Einladung, nach der er sich gesehnt hatte, erhalten. Und man verlangte von ihm, in einem Rennen anzuhalten, bevor dieses fertig war. Fertig durch einen sieg von ihm!
Scheiße! Konnten die sich nicht früher melden!?
Vince war schnell, einen Entschluss zu fassen.
Okay... bevor ihr mich ablehnt... Sorry, kleiner, aber dich muss ich vorher auch los werden... schließlich ist das meine Heimstrecke!
Der besagte Hangar war schon ganz nah, also gab es nur noch eins zu tun. Er riss Peggy nach links, zeigte dem Anderen eine Lücke dadurch, dann zog er die Handbremse und steuerte wieder nach rechts. Der Toaster wollte die Lücke sofort nutzen, doch dann schob sich ein schwerer Muscle Car, der unheimlich verzögerte, schräg vor ihn...
Der Tesla reagierte augenblicklich und seien Programmierung wählte jetzt die einzige Möglichkeit: Hart bremsend, flog der Tesla von der Bahn in den Sand, dabei drehte er sich ein paar Mal um die eigene Achse. Schließlich rutschte der Elektrorenner bis an die Hangarwand, ehe er dort halb auf einem Sandhügel und halb auf einem Dornengebüsch liegen blieb - und effektiv aus dem Rennen raus war...
Vince brachte Peggy noch vor dem Hangartor zum Stehen und blickte sich in dem aufgewirbeltem Staub, den sein Manöver verschuldet hatte, um. Dann sah er eine Gestalt an die Beifahrertür kommen, die sich als schwarzhaarige Schönheit in einem schwarzen Mini entpuppte. Sie öffnete die Tür, klopfte sich den Staub vom Kleid und stieg zu Vince in den Charger.
"Gestatten sie? Ich bin die Angekündigte Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises. Sie können mich Claire nennen."
Sie lächelte Vince kurz an.
"Wir fragten uns schon, was sie wegen dem Rennen machen würden, aber in der Hinsicht sind sie ein echter Profi."
"Hey, der Kleine wirds überstehen... auch wenn es nicht gerade fair war..."
"Richtig... aber ich denke, der Andere ist weit weniger wichtig als Dai Shi."
"Da gebe ich ihnen Recht, Claire."
Vince musterte sie kurz.
"Und wie geht es jetzt weiter... schließlich sind da draußen einige fragende Gesichter... und ein angekratztes Ego."
Er zeigte erst auf die Zuschauer, die verwirrt ob des plötzlichen Rennendes sich umsahen, dann auf den Nerd, der gerade aus seinem Wagen geklettert war.
"Nun, Mr. Lorn-"
"Vince genügt völlig!"
"Nun Vince, während sie uns schonmal Richtung Las Vegas zurück bringen könnten, würde ich ihnen schonmal einen kleinen Überblick geben, was sie bei Dai Shi erwartet. Alles weitere kann man doch bestimmt bei einem nette Dinner bereden. Auf Firmenkosten versteht sich!"
Das brauchte man Vince Lorn nicht zweimal sagen.
"Claire, da kann ich schlecht nein zu sagen. Nächstes Zeil: Las Vegas!"
Dann ließ er den V8 aufheulen und nahm sich die Freiheit heraus, Claire und die Zuschauer mit einem Burnout zu beeindrucken, ehe er Peggy Richtung Stadt beschleunigte. Schließlich war Alles auf diesem alten Flugfeld plötzlich von geringer Bedeutung...

Annalena
31.10.2014, 09:41
http://upload.worldofplayers.de/files9/Yegor_klein.jpg
Yegor warf einen Blick ins Gästezimmer. Valerya sah so süß aus in ihrem Schlaf. Am liebsten würde er sie wecken um seine Lust mit ihr zu befriedigen. Er seufzte leise. Es war schon ein Ärgernis was er alles durchmachen musste um eine halbwegs hübsche Frau in sein Bett zu bekommen. Obwohl, halbwegs hübsche Frauen es ihm durchaus leichter machten. Hm, es war wohl ungerecht die kleine Rothaarige in die Kategorie der halbwegs hübschen Frauen zu stecken. Sie war schon Oberklasse. Yegor grinste. Hübsche Frauen der Oberklasse benötigten mehr Arbeit als andere Frauen. Doch der Preis war dafür umso süßer.

Leise schloss er die Zimmertür und begab sich in sein Arbeitszimmer. Vorher machte er jedoch einen Abstecher in die Küche. Aus dem Kühlschrank holte er ein großes Stück Schokoladenkuchen. „Hm, Schokoladenkuchen.“ Yegors Gesicht nahm einen verträumten Ausdruck an. Der erste Bissen zerging schon auf seiner Zunge als er noch auf dem Weg ins Arbeitszimmer war. Er setzte sich und aktivierte sein MNE. Kurz darauf meldete sich schon sein Gesprächspartner.

„Was willst du noch so spät Yegor?“

„Mein lieber Dimitri, begrüßt man so einen alten Freund?“

„Was willst du?“

„Pft, also gut kommen wir halt gleich zum Punkt. Da ist diese Frau…“

„Natürlich. Warum überrascht mich das nicht? Wenn du dich meldest geht es immer um eine Frau. Also, wer ist sie?“

„Diese Schönheit.“

Yegor sandte Dimitri ein Bild von Valerya und dieser pfiff anerkennend.

„Sie ist wirklich hübsch.“

„Ja, eine 10 von 10, wenn du mich fragst. Du solltest sie mal in Natura sehen. Ihre langen Beine, ihre wiegenden Hüften, ihr…“

„Schon gut. Ich habe verstanden. Wo ist das Problem? Hat sie dich abgewiesen.“

„Natürlich nicht. Nicht direkt. Es wäre möglich, dass ich ihr versprochen habe, dass ich eine Beziehung mit ihr will und nicht nur Sex.“

Dimitri lachte laut und Yegor sah ihn verärgert an. Es war ihm halt so raus gerutscht. Ein kleiner Fehler von ihm und nun musste er sich anstrengen um sein Ziel zu erreichen. Doch aufgeben kam für ihn nicht in Frage. Es dauerte etwas bis Dimitri sich beruhigt hatte.

„Also womit soll ich dir nun genau helfen?“

„Valerya benötigt Geld. Sie hat eine kranke Tochter und heute hat sie auch noch ihren Job verloren. Natürlich habe ich schon Pluspunkte gesammelt, da ich mich um ihre Tochter gekümmert habe. Doch ich habe ihr versprochen ihr bei ihren Geldproblemen zu helfen.“

Yegor zog eine Grimasse als Dimitri wieder anfing zu lachen.

„Man, was hast du dir dabei gedacht? Sag nichts, diese großen grünen Augen haben dein Gehirn ausgeschaltet.“

„Wenn du fertig mit Lachen bist, dann höre dir meinen Plan an. Es ist geheim, also sage zu niemanden ein Wort darüber. Zumindest vorerst nicht.“

„Schon klar. Ich verspreche ich sage nichts, du kennst mich doch.“

„Gut. Ich wollte nur sicher gehen. Sie wird bei Dai Shi mitmachen.“

„Heilige Scheiße, was für eine Verschwendung.“

„Ja, ja… sie braucht das Geld für ihre Tochter. Nun, sie dachte an die Möglichkeit ein Werbegesicht von Nonomoto Enterprises zu werden.“

„Du hast Angst, dass sie jemand Besseren kennenlernt und du nicht zum Schuss kommst?“

Yegor verzog beleidigt das Gesicht und aß ein extragroßes Stück Schokoladenkuchen.

„Als ob sie was Besseres als mich findet. Ich habe nicht den Einfluss bei Nonomoto um ihr irgendwie zu helfen. Die Chefin der Werbeabteilung ist ein kalter alter Fisch. Nur eine 1 von 10 würde ich ihr geben und da bin ich noch großzügig. Es ist auch möglich, dass die alte Schnepfe mich nicht mag als ich ihr sagte, was ich von ihr halte. Ihr Gesicht nahm eine sehr interessante Rotfärbung an… so ähnlich wie das Rot meiner Fleecejacke. Du weißt schon, die ich immer zum Joggen anziehe.“

„Komm zum Punkt Yegor. Wie willst du dieser Valerya sonst helfen?“

„Wenn du mich ausreden lassen würdest, dann erfährst du es auch. Valerya hatte auch die Idee mit ihrer Geschichte Spenden zu sammeln. Ich finde, das ist eine gute Idee. Sie sieht sehr gut aus und ihre Tochter ist niedlich. Niedliche Kinder gehen immer. Ach ja, und das Mädchen wird sterben, wenn sie nicht bald behandelt wird. Die Behandlung ist aber zu teuer und die Mutter kann das Geld nicht aufbringen. Aus der Not heraus nimmt sie an Dai Shi teil und hofft zu gewinnen. Sie nimmt selbst ihren eigenen Tod in Kauf um das Leben ihrer Tochter zu retten. Wie klingt das? Zu dramatisch? Nicht dramatisch genug?“

„Hm, die Story ist gut und ich denke schon, dass sie Spender finden wird. Es muss nur richtig verkauft werden.“

„Du hast es erfasst und genau da kommst du ins Spiel. Erstelle ihr eine Seite auf Nonobook. Sage mir was du von ihr brauchst und ich besorge es.“

„Hm gut, in Ordnung. Ich mache es. Wo wohnt sie? Ich sollte wohl auch mit ihr selbst reden um ein gutes Bild von ihr zu bekommen.“

„Im Moment wohnt sie bei mir. Ihr Rechner hat den Geist aufgegeben und tja, war doch ein guter Grund sie in meine Nähe zu locken.“

Yegor schob sich grinsend ein Stück Schokoladenkuchen in den Mund. Er wollte das nächste Stück essen und sah zu seinem Bedauern, dass der Teller leer war.

„Idiot. Wenn sie bei dir wohnt, dann glauben ihr die Leute niemals, dass sie arm ist. Sie muss zurück in ihre eigene Wohnung.“

„Was? Sie soll zurück? Wieso? Niemand wird erfahren, dass sie hier wohnt.“

Dimitri seufzte laut und langsam war er genervt. Sein Freund verlor alles andere aus den Augen sobald er ein hübsches Frauenzimmer erblickte.

„Glaube mir Yegor, man wird es herausfinden. Ich weiß du tust das alles nur um sie ins Bett zu bekommen, aber denke doch auch einmal an ihre Tochter. Willst du für einen sexuellen Kick wirklich ein Menschenleben auf dem Gewissen haben? Das Leben eines kleinen Mädchens steht auf dem Spiel. Vergiss das nicht.“

Yegor verschränkte beleidigt seine Arme vor der Brust. Dimitri hatte Recht. Verdammt. Als Arzt würde er auf keinen Fall das Leben seiner Patienten leichtsinnig aufs Spiel setzen. Er grummelte als er seinem Freund, widerwillig, antwortete.

„Ich denke, dass du einen guten Punkt angebracht hast. Ich rede morgen mit Valerya über die Rückkehr in ihre Wohnung.“

Seine Mine erhellte sich plötzlich als er eine Idee hatte.

„Ich werde ihr, großzügig wie ich bin, meinen Rechner zur Verfügung stellen. Das sollte mir auch einen Pluspunkt einhandeln.“

Dimitri rollte die Augen. Überlasse es seinem Freund jede Situation zu seinen Gunsten zu drehen.

„Was auch immer… Wann soll die Seite fertig sein?“

„Sie sollte erst online gehen nachdem Dai Shi gestartet ist. Ich werde morgen mit ihr über ihr Outing als Dai Shi Spieler reden. Ich denke damit sollte sie noch warten. Danke für deine Hilfe Dimitri. Gute Nacht.“

„Gute Nacht Yegor und rufe mich heute nicht mehr an.“


Yegor schaltete sein MNE ab und lehnte sich zurück. Das lief besser als er erwartet hatte. Nun musste er noch einen Weg finden dieses Beziehungsproblem aus der Welt zu schaffen. Er schauderte. Da war absolut kein Weg ihn in eine Beziehung zu zwängen. Warum sollte er sich an eine Frau binden, wenn es in der Welt so viele gab? Was ihm aber noch größere Sorgen machte… wieso hatte er überhaupt von einer Beziehung angefangen? Valerya war doch bereit nur Sex mit ihm haben. So wie er es wollte. Wieso hatte er diesen Blödsinn überhaupt erzählt?

http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/Yegor_klein.jpg
Yegor wachte gut gelaunt auf und machte sich nach seiner Morgentoilette ein kräftiges Frühstück. Nachdem er seinen Schokoladenkuchen gegessen und seinen Kaffee getrunken hatte, dachte er über die Situation mit Valerya nach. Er hatte nicht bedacht, wie sehr sie sein Leben durcheinander gebracht hatte und dabei kannte er sie nur ein paar Tage. Der Mann studierte seinen Terminkalender und kam zu der Erkenntnis, dass er gar keine Zeit hatte sich um die junge Frau zu kümmern. Doch ihm fiel schnell eine Lösung ein und er grinste, als er seinen Freund Dimitri über die MNE anrief.

„Guten Morgen Dimitri. Ich hoffe, du hast gut geschlafen… wegen dem was wir gestern besprochen haben…“

„Stop… stop… was zum Teufel soll der frühe Anruf Yegor? Es ist noch mitten in der Nacht…“

„Habe ich dich geweckt? Tut mir leid, doch ich brauche deine Hilfe, denn mir ist eingefallen, dass ich heute einen vollen Terminkalender habe und keine Zeit für Valerya. Ich habe noch ein paar Hausbesuche vor mir, wegen des Dai Shi und dann habe ich noch eine Verabredung mit einer 8,5… du kennst sie vielleicht, die kleine Blonde vom Buchladen… du weißt schon, der Laden der noch diese Bücher aus Papier verkauft. Wie war ihr Name noch gleich? Warte, es fällt mir gleich ein…“

„YEGOR… komm zum Punkt, man, es ist viel zu früh für dein Drama und wieso hast du überhaupt eine Verabredung? Ich dachte du wolltest dieser Valerya näher kommen.“

„Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Egal, ich brauche deine Hilfe. Kannst du kommen und dich um Valerya kümmern? Ach ja, sie kann meinen Rechner mit allem was dazu gehört haben. Sage ihr, dass es ein Geschenk von mir für sie ist und das ich mich melde sobald ich Zeit habe…“

„Was? Warum zum Teufel sollte ich mich um eine deiner Eroberungen kümmern? Ich habe selbst zu tun und du kannst nicht einfach davon ausgehen, dass ich Zeit habe.“

„Du bist doch selbstständig und kannst dir die Arbeitszeit einteilen. Komm schon, tu es für mich? Außerdem kannst du so gleich mit ihr reden. Das wolltest du doch sowieso tun.“

„Urgh, schön, na gut, ich tue es. Ich kann nicht glauben, dass ich es mache. Du schuldest mir was.“

„Großartig! Du hast einen Gefallen bei mir gut Dimitri. Jetzt muss ich aber los.“

„Warte, sag ihr wenigstens Bescheid… Yegor? Verdammt, der Mistkerl hat einfach aufgelegt.“

Dimitri versuchte erst gar nicht Yegor noch einmal zu erreichen, da dieser sowieso nicht rangehen würde. Laut seufzend stand er auf, zog sich an und machte sich mit seinem Laptop auf den Weg zur Wohnung von Yegor. Unterwegs hielt er noch bei einem Geschäft an und kaufte Zutaten für ein ordentliches Frühstück. Wie er Yegor kannte, hatte dieser sicherlich nur Schokoladenkuchen und Müsli da und das war sicherlich kein vernünftiges Frühstück für die junge Frau.


Am nächsten Morgen wachte Valerya schon früh auf. Sie war noch sehr müde und bemerkte erst nicht, dass sie nicht auf der Couch in ihrer Wohnung lag. Verschlafen blinzelte sie und rieb sich den Sand aus den Augen, bevor sie aufstand und sich anzog. Vorsichtig öffnete sie die Tür, da sie nicht wusste, ob Dr. Baranyk noch schlief. Im langen Flur brannte schon Licht und sie folgte dem Klappen von Geschirr in die Küche. Sie erstarrte als sie erkannte, das nicht Yegor in der Küche war, sondern ein fremder Mann. Für einen Moment überlegte sie, was sie tun sollte. Doch bevor sie eine Entscheidung treffen konnte, hatte der fremde Mann Valerya schon bemerkt und sprach sie an.

Wow… das Bild von ihr tat ihr wirklich unrecht, denn sie war in Natur tatsächlich viel hübscher. Wie Yegor immer diese Perlen fand war ihm ein Rätsel. „Guten Morgen Frau Ivancyk. Ich bin Dimitri Savchenko und ein Freund von Yegor. Da er heute den ganzen Tag beschäftigt ist, hat er mich gebeten mich um Sie zu kümmern.“ Innerlich stöhnte Dimitri bei seinen Worten, da er einfach nicht das gleiche Auftreten wie Yegor gegenüber schönen Frauen hatte. Zum Glück stotterte er nicht mehr wie er es früher getan hatte, aber von Yegors Kaliber, Frauen mit schönen Worten für sich zu gewinnen, war er meilenweit entfernt.

„Guten Morgen“, sagte Valerya zögerlich, doch sie entfernte sich nicht von dem Türrahmen, in dem sie noch stand. Yegor sagte zwar, dass er heute viel zu tun hatte, aber er hatte nicht erwähnt, dass sein Freund vorbei kommen würde. Sie zuckte zusammen als ihr Kommunikationsarmband plötzlich eine eingehende Nachricht meldete. Voller Sorge, dass etwas mit Katya sein könnte, ignorierte sie den Mann und las die Nachricht. Erleichtert atmete sie auf, da es nur Yegor war, der ihr mitteilte, dass sein Freund sich um sie kümmern würde. Valerya sah auf und der Mann stand immer noch wartend da. „Verzeihen Sie bitte, Herr Savchenko, ich war nur überrascht Sie zu sehen. Yegor hat mir gerade eine Nachricht geschickt, dass Sie heute einige Dinge mir besprechen werden und ich ihn heute nicht mehr sehen werde.“

Dimitri stöhnte innerlich als er registrierte, dass sein Freund alles auf ihn abgewälzt hatte. Das wirklich ein sehr großer Gefallen, den Yegor ihm nun schuldete. „Setzen Sie sich bitte Frau Ivancyk. Da Yegor keine vernünftige Nahrung in seiner Wohnung hat, war ich so frei und habe auf den Weg hier her etwas eingekauft. Ich weiß nicht, was Sie mögen, aber ich hoffe, dass es Ihnen schmeckt.“ Valerya setzte sich an den schon gedeckten Tisch und sah sich um. Die Küche war sehr hell, groß und ordentlich. Ihre ganze Wohnung würde bestimmt komplett in diese Küche passen. Sie schrak aus ihren Gedanken als Herr Savchenko ihr Kaffee einschenkte, bevor er sich selbst auch etwas einschenkte und hinsetzte. Das Frühstück verlief schweigend und jeder hing seinen Gedanken nach.

Kurze Zeit später waren sie im Wohnzimmer und Valerya musterte den Mann neugierig. Dimitri spürte ihren Blick und versuchte es zu ignorieren, doch das gelang ihm nicht wirklich. Die ganze Zeit hatte er sich schon den Kopf zerbrochen, wie er mit ihr reden sollte. Es war schließlich Valerya, die das Schweigen brach. „Was wollten Sie mit mir besprechen Herr Savchenko?“ Dimitri räusperte sich verlegen. „Bevor wir beginnen… vielleicht sollten wir uns duzen. Ich bin Dimitri.“ Er streckte seine Hand aus, die sie zögerlich schüttelte. „Ich bin Valerya.“

Der Mann holte noch einmal tief Luft bevor er begann. „Yegor und ich haben einige Dinge besprochen, die dich und deine Situation betreffen. Er möchte dir und deiner Tochter helfen und hatte auch schon ein paar Ideen.“ Nicht durchdachte Ideen und nun musste er es ausbaden, da bei seinem Freund sich, mal wieder, das Gehirn ausgeschaltet hat als der die hübsche Frau gesehen hatte. "Werbung für Nonomoto Enterprises ist leider nicht möglich, da die Firma dich nicht wollte.“ Dimitri hasste es die junge Frau anzulügen, doch Yegor war sein Freund und er würde ihr nicht die Wahrheit sagen. Valerya sackte in sich zusammen als sie das hörte, doch Dimitri legte sofort tröstend seine Hand auf ihren Arm. „Es gibt eine andere Möglichkeit“, sagte er schnell, „und ich werde dir dabei helfen.“

Valerya sah ihn hoffnungsvoll an und Dimitri musste sich zusammenreißen um sie nicht einfach in seine Arme zu nehmen, da sie so zerbrechlich wirkte. „Nonobook… ich meine, man könnte eine Seite auf Nonobook erstellen und auf diese Weise Spenden sammeln.“ Valerya nickte nachdenklich. „Das wäre sicherlich eine gute Idee, aber ich habe keine Ahnung, wie man so etwas macht.“ Er öffnete seinen Laptop um sich von ihren großen grünen Augen abzulenken. Was war nur los mit ihm? Normalerweise hatte er keinerlei Interesse an den Frauen, die Yegor anziehend fand, und ganz besonders mochte er nicht wie sein Freund mit den Frauen umging. Valerya war… anders… irgendwie süß. Dabei kannte er sie doch gar nicht und er wollte sie auf keinen Fall nur nach ihrem Äußeren beurteilen. Doch verdammt, sie war...

"Dimitri?“ Er zuckte zusammen als er ihre Stimme hörte. „Ist alles in Ordnung? Du warst irgendwie abwesend.“ Dimitri winkte nur ab. „Es ist nichts. Nur Frauenprobleme.“ Er erstarrte als er registrierte, was er gerade gesagt hatte. Manchmal war er wirklich ein Idiot. „Ähm… also fangen wir an. Du kannst nicht hier wohnen bleiben, denn das würde ein falsches Licht auf dich werfen. Jeder würde denken, dass du lügst, weil du mit einem reichen Arzt liiert bist. Dann sollten wir Bilder von dir und deiner Tochter machen. Erzähle ein bisschen aus deiner Vergangenheit und vor allem über den Krankheitsverlauf deiner Tochter. Wichtig wäre auch noch, dass du dich als Dai Shi Spielerin outest und vor allem solltest du sagen, warum du an Dai Shi teilnimmst.“ Dimitri war nervös und so ratterte er die Fakten herunter ohne näher darauf einzugehen.

Valerya blinzelte und hatte Mühe den Ausführungen des Mannes zu folgen. Wahrscheinlich war er wegen seiner Probleme zu sehr abgelenkt und es tat ihr etwas leid, dass er nun seine Zeit mit ihr verschwenden musste. „Ich… ich danke dir, dass du dir so viel Zeit nimmst mir zu helfen.“ Sie überlegte kurz und ordnete ihre Gedanken. „Ich kann in meine Wohnung zurückkehren. Es war mir sowieso unangenehm hier zu wohnen, aber ich konnte es Yegor einfach nicht abschlagen.“ Betreten blickte sie zu Boden bevor sie Dimitri wieder ansah. „Ich weiß noch nicht, woher ich das Geld für einen neuen Rechner nehmen soll. Ich habe auch meinen Job verloren, nicht das ich mir von meinem Verdienst einen neuen hätte kaufen können.“

Die junge Frau seufzte leise, denn sollte sie keinen Rechner besorgen können, dann würde sie schon am ersten Tag von Dai Shi sterben. Zumindest sagen es die Regeln so, die sie etwas studiert hatte. Dimitri winkte nur ab. „Ach, das ist kein Problem. Yegor sagte mir, dass er dir seinen Rechner schenkt. Wir werden ihn mitnehmen und ich schließe ihn dir an.“ Valerya konnte kaum fassen, was sie da hörte. „Er will ihn mir schenken? Wieso? Braucht er ihn nicht selbst und vor allem, hat er bestimmt wichtige Daten gespeichert. Ich kann das nicht annehmen.“ Dimitri blickte von seinem Laptop auf. „Keine Sorge, Valerya, der Rechner stand eh nur rum. Ich meine, er hat ihn ja nur gekauft um die hübsche Verkäuferin ins Bett zu bekommen. Seine ganzen wichtigen Sachen hat er auf seinem Laptop.“ Seine Augen weiteten sich als er registrierte, was er gerade gesagt hatte. „Ähm, nicht das es seine Gewohnheit ist Frauen so anzubaggern. Manchmal geht er auch mit ihnen Essen. Ich meine… er ist kein Lustmolch oder so… also…“

Valerya unterbrach ihn mit einem Kichern. „Schon gut. Es ist mir egal, ob er nur an Sex interessiert ist.“ Dann wurde sie nachdenklich bevor sie fortfuhr. „Hat er nur von einer möglichen Beziehung gesprochen um mich ins Bett zu bekommen? Das hätte er sich sparen können, denn wie ich ihm bereits sagte, wäre es nicht das erste Mal, dass ich mich auf diese Weise benutzen lasse.“ Sie zuckte leicht zusammen als Dimitri plötzlich seine Hand auf die ihre legte. „So etwas solltest du nicht tun. Du bist mehr wert als das und solltest dich nicht auf diese Weise von den Männern benutzen lassen.“ Valerya schüttelte den Kopf doch sie entfernte nicht seine Hand. „Ach ja? Und was bitteschön soll ich machen? Ich habe keinen Schulabschluss, keine Ausbildung und meine Eltern haben sich von mir losgesagt als ich Katya nicht abtreiben wollte. Mein Körper ist das Einzige, was ich benutzen kann um über die Runden zu kommen. Und wenn ich damit Katya helfen kann, dann tue ich das… ich tue alles um Katya zu retten, denn sie ist das Einzige, was für mich wichtig ist.“

Valerya drehte sich weg damit er nicht sah, wie sich Tränen in ihren Augen bildeten. Sie tat zwar alles um Katya zu helfen, dass hieß aber noch lange nicht, dass sie es gern tat oder glücklich darüber war. Wäre Katya gesund, dann hätte ihr Leben sicherlich einen anderen Verlauf genommen, doch sie war es nicht und Valerya musste das Beste aus der Situation machen. Solange sie und nicht Katya den Preis dafür bezahlt war sie zufrieden. „Verzeih mir bitte, ich wollte dir nichts vorschreiben oder unterstellen, doch du bist mehr als das. Doch vielleicht sollten wir nicht mehr davon reden. Wir haben schließlich noch einiges zu tun.“ Dimitri fühlte sich schlecht als er ihre Reaktion sah. Er wollte sie nicht verletzen, doch er war, mal wieder, ins Fettnäpfchen getreten. Hoffentlich konnte er es wieder gutmachen und ihr zeigen, dass er nicht so ein Mann war wie die, mit denen sie anscheinend bisher zu tun hatte.

Moku
01.11.2014, 01:36
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.pngEs war tatsächlich—glücklicherweise—der Techniker.

Der grauhaarige betagte Mann hob leicht eine Augenbraue als JJ die Tür öffnete, kommentierte aber nicht weiter sein Aussehen, sondern schlängelte sich an dem Jüngeren vorbei, einen dicken Koffer in der Hand. Nach ihm betraten erneut zwei Rottweiler in schwarzen Anzügen die Wohnung und JJ kam nicht umhin, sich zu wundern, was diese Leute, die für Dai Shi arbeiteten zum Teil erleben, dass sie der Meinung waren eine Kavalarie mit sich herumzuschleppen. Die Anmeldungen für das Event waren schließlich freiwillig.

„Der PC?“ fragte der Mann wortkarg, nahm das Basecap ab und fuhr sich einmal mit dem Handrücken über die Stirn. Die Gorillas hielten sich dezent im Hintergrund.

JJ dirigierte den Älteren mit einer Handbewegung durch die einzige offene Tür im Haus und mit einem wortlosen Nicken verschwand der Techniker im Zimmer, wo er sofort von einem „Was geht?“ empfangen wurde. Der Mann stellte seinen Koffer auf den Boden und wartete bis JJ ihm gefolgt war, rümpfte einmal die Nase über den Laptop bevor sein Blick auf den Tower fiel. Zwar konnte dieser ihm keine wirkliche Reaktion entlocken, aber es war vermutlich auch schwer nur anhand des Gehäuses zu erkennen, was das Teil genau drauf hatte.

Der Blondschopf wusste nicht einmal was der PC so alles konnte und Begriffe wie NVIDIA Ypsilon 10000 4D RDNCK sagte ihm genauso viel wie das Haavelmo-Theorem: absolut gar nichts. Allerdings hatte er volles Vertrauen, dass sein Vater ihm nicht irgendwelchen Schund besorgte, von daher streckte er einfach ein wenig stolz seine Brust raus und hoffte, dass das Gehabe angebracht war.

„Wer von euch beiden?“ fragte der Techniker mit einem semi-ratlosen Blick, den er zwischen den beiden Mitzwanziger hin und her warf.

JJ wedelte mit der Hand als Antwort, und bekam ein Gerät das aussah wie ein Promillemesser vor das Gesicht gehalten. „Name und Geburtsdatum.“

„Jeremiah Jones, 08.09.2025.“

Das Gerät piepte, ein LED Lämpchen leuchtete grün auf, der Mann nickte und öffnete seinen Koffer, deutete JJ mit einer Handbewegung an sich auf die Couch zu setzen. „Ich rate eine bequeme Position. Bevorzugt etwas von dem man nicht fallen kann.“—gezielter Blick auf den kleinen Schreibtischstuhl—„Der Körper reagiert auf die Impulse aus dem Spiel, das heißt mechanische Bewegungen sind nicht ausgeschlossen. Bei einem Sturz könnte der Kontakt zur NE verloren gehen und vertrauen Sie mir, das ist das letzte was Sie wollen.“

„Vermutlich,“ meinte der junge Mann, wackelte mit den Augenbrauen. Der Techniker, den er einfach ungefragt auf den Namen Grumpy Cat taufte auch wenn sein Namensschild ‚Bill’ vermuten ließ, verzog keine Miene, wandte sich stattdessen wieder seinem Koffer zu und kramte Laptop und ein Headset mit Brille hervor, die er beide dem Blonden ungefragt über den Kopf stülpte.

JJ verzog kurz das Gesicht, schob dann die Brille hin und her, bis sie bequem an den Ohren lag und nicht auf Piercings drückte, während Dennis amüsiert an seinen Haaren zupfte—vermutlich um sie wieder gestylt ungrade zu legen—bis JJ ihm einen Klaps auf die Hand gab.

Der Techniker hatte indes den Laptop hochgefahren und ein Programm geöffnet, das irgendwelche seltsamen Graphen anzeigte.

„Sie sollten jetzt einen Schmerz am rechten Bein spüren,“ meinte der Mann nüchtern. Kaum hatte er ausgesprochen, tippte er auf die Enter-Taste als würde jemand ein Nonobook-Profil mit der Entschlossenheit eines Geschmähten löschen. Unwillkürlich schlug JJs Bein aus als ein kurzer zuckender Schmerz sein Knie durchfuhr.

„Huh?“ stellte er überrascht fest, grinste dann. „Geht das auch eine Stufe stärker?“

Grumpy Cat ignorierte seine Frage. „Wo genau war der Schmerz zu spüren?“

„Knöchel,“ log der Blonde.

Der Techniker hob eine Augenbraue, kniff dann die Augen zusammen während er den Jüngeren konzentriert musterte. JJ lächelte lediglich höflich zurück. Dennis neben ihn schmunzelte amüsiert und begann dann gedankenverloren mit einer von JJs Hosenketten zu spielen.

„Also gut,“ erwiderte der betagte Mann, drückte erneut eine Taste.

Dieses Mal durchfuhr ihn ein nur halb bekannter Schmerz und reflexartig griff er mit der linken Hand nach seinem rechten Daumen als er sich stöhnend vorbeugte, die Augen erst schloss bevor er sie weit aufriss. Er bemerkte noch gerade im Hintergrund wie Dennis alarmiert aufsprang, der Schmerz dann langsam abklang und das war es. Genau das hatte er gesucht!

„Wo genau war der Schmerz zu spüren?“ erklang die ruhige Stimme des Technikers durch einen Nebel von Verwirrung, Schmerz und Euphorie; und JJ war sich sicher, dass er sich den leicht hämischen Tonfall nicht einbildete.

„Daumen,“ antwortete er dieses Mal wahrheitsgemäß.

„Hey, alles klar?“ fragte Dennis, die Stirn in Sorge kraus gezogen. „Ich mein, ich weiß du stehst drauf, aber—“

Bevor sein Freund weitersprechen konnte, schob JJ ihm die Handfläche ins Gesicht. „Kein Wort. Du zerstörst mir meinen Endorphin High.“

„Freak,“ hörte er das Wort sofort durch sein Unterbewusstsein fegen und JJ hob ruckartig seinen Kopf, schnellte herum und richtete seinen Blick auf einen der beiden Wachhunde, die beide mit unberührter Miene an der Tür standen.

JJ fletschte die Zähne, doch noch bevor er etwas sagen konnte, spürte er ein sanftes Streicheln an seiner Wange. Überrascht tastete er nach der Stelle, sah sich irritiert um, bis sein Blick auf den alten Techniker fiel.

„Scheint alles zu funktionieren,“ stellte der Mann fest, fuhr seinen Laptop runter. „Sie sind bereit für Dai Shi. Möge das Glück auf Ihrer Seite sein.“ Mit diesen Worten beförderte der Techniker die Gorillas aus dem Zimmer und aus der Wohnung.

JJ sah ihm noch einen Moment nach, bevor er die NE an seinem Kopf zurecht ruckelte.

„Hey Dennis?“

„Jop?“

„Meinst du ich kann die NE schon für Belendiel benutzen?“ fragte der Blonde mit einem spitzbübischen Grinsen.

„Keine Ahnung. Probier’s aus.“

Moku
01.11.2014, 21:48
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.pngKonnte er nicht, wie JJ wenig motiviert registrieren durfte als er seinen Charakter absichtlich gegen einen Baum hatte laufen lassen. Einige Elfen, die ihn irritiert gemustert hatten, begannen amüsiert zu lachen und JJ zeigte ihnen in aller Höflichkeit den Mittelfinger und streckte die Zunge dabei aus.

Er durfte feststellen, dass diese Geste, die gewöhnlich andere sensibel besaitete Leute zum Erbleichen brachte, in der Form eines Elfen-Kobold Hybrid der Klasse Lalafell nur noch zu einem winzigen Prozentsatz anstößig und deutlich niedlicher war, wenn das kollektiv entzückte Seufzen auch nur ansatzweise ein Hinweis war.

Eine der hochgewachsenen Elfen kam auf ihn zu stolziert und lehnte sich bevormundend vor, Hände auf die leicht gebeugten Knie gestützt. „Brauchst du Hilfe mit der Steuerung?“

Mit einem Wink seiner Hand ließ er der blonden Schönheit Würmer als Haare wachsen und stampfte erbost davon.

Wieder ausgeloggt hatte er enttäuscht die NE Richtung Bett geworfen, nichtsahnend dass mittlerweile Sample ihren Weg zurück in die Wohnung gefunden hatte und auf eben dem lungerte. Mit überraschend schnellen Reflexen ließ sie ihr Magazin fallen und fing die Brille auf, blinzelte dann verwirrt in seine Richtung.

„Die Frau von unten sagt danke für die Blumen und Pralinen und dass wir das nächste Mal besser aufpassen sollen,“ überbrachte sie stolz die Botschaft. „Außerdem hat sie Auflauf gemacht und der Rest steht jetzt bei dir in der Küche.“

„Wir haben uns bedient“, schmatzte Dennis auf dem Rücken liegend von der Couch, Teller auf dem Bauch abgestützt und winkte ihm rückwärts mit einer Gabel zu, an der noch ein paar Lasagnereste klebten.

„Ich war nur zehn Minuten im Spiel!“

„Auf einer Skala von ‚meeh’ zu ‚atemberaubend’, wie war der Schmerz?“ fragte Sample, ignorierte seinen Ausruf und legte die NE sorgsam zur Seite als hätte sie Angst irgendetwas kaputt zu machen.

„Nicht vorhanden,“ antwortete JJ, warf sich auf seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Das passiert manchmal,“ erwiderte die Frau wohlmeinend, krabbelte über das Bett zum Schreibtisch und tätschelte ihm einmal auf das Knie. „Manchmal spürt man es mehr, und manchmal weniger.“

„Wie wär’s mit Auspeitschen, während du spielst,“ schlug Dennis vor, schob sich die Gabel in den noch vollen Mund.

„Dafür brauch ich kein Spiel,“ murmelte der Blondschopf.

„Trotzdem. Allzeit bereit für dich, Bro. Du musst es nur sagen.“

JJ überlegte Dennis mit einem Kissen zu ersticken.

Stattdessen stand er auf und verschwand in der Küche, um sich etwas von der Lasagne zu holen. Er wusste nicht weshalb genau, aber die älteren Frauen im Wohnblock hatten einen Drang ihn und seinen Vater durch zu füttern. Es würde JJ nicht wundern, hätte seine alter Mann allem erzählt, sie hätten kaum genug Geld für Lebensmittel, nur damit die netten Leute in ihrem Wohnblock konsequent für sie mit kochten.

Kaum betrat er sein Zimmer, ahnte er Böses als er Sample und Dennis kichernd vor seinem PC entdeckte.

„Leute, fünf Minuten!“ rief er genervt aus und kam auf die beiden zu, um zu sehen was genau sie dieses Mal anstellten.

„Du hast noch kein Online Profil für’s Forum,“ meinte Sample als würde das alles erklären, tippte mit flinken Fingern auf der Tastatur. JJ lehnte sich leicht über ihre Schulter, verschmälerte die Augen um zu lesen, was genau sie dort schrieb.

„Hobbys: Paddeln? Rollenspiel? Wachsen?“ las er laut vor. "Wohnort: Dungeon?"

„Schau dein Name,“ deutete Dennis an.

„Strappado!?“

Sample tippte unbeirrt seine Biographie weiter in der er Titel wie The Story of O und Justine entdeckte. „Hey, Sample. Aus!“ knurrte er, griff in die Tastatur, wurde jedoch von Dennis aufgehalten. Ungeniert rammte er dem Kahlkopf den Ellenbogen in die Magenkuhle. Es endete in einer Rangelei von vier Händen—eine davon mit messerscharfen Krallen ausgestattet—, einer mit Essen gefüllten Schüssel—die letztendlich auf Samples Schoß landete—und der Tatsache, dass JJ im Endeffekt selbst das Profil bestätigte bei dem Versuch der Rothaarigen die Maus zu entreißen.

„Wusstest du, dass man den Namen nicht ändern kann?“ meinte Sample, starrte auf den Bildschirm.

„Aber die Bio?“ fragte er tonlos, konnte den Blick ebenfalls nicht von dem Herzlich Willkommen Bildschirm abwenden.

„Vermutlich,“ antwortete Dennis und klaute sich den überbackenen Käse von Samples Schoß.

BlackShial
02.11.2014, 15:43
Was bisher geschah: Nana Yamato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23584785&viewfull=1#post23584785) & Makoto Yamato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23594491&viewfull=1#post23594491)

http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.pngDie Möglichkeit dem jungen Gör einen weiteren Hinweis zu geben, dass ihr Auftreten einfach inakzeptabel war für einen hochrangingen Besuch wie den von ihr und Smith-kun, ergab sich leider nicht. Schon meldete sich die lächerlich gekleidete Haus-VI des Mädchens, die vermuten ließ, dass die Mädchen zu viele Bildergeschichten lasen, die ihnen ein gänzlich falsches Bild von Hausbediensteten des viktorianischen Zeitalters zu vermitteln schienen. Vielleicht hätte sie sich die Mühe machen sollen, den Mädchen zu erklären, dass diese etwas gänzlich falsch zu verstehen schienen. Oder war es einfach nur der Drang der Jugend, sich in übertriebenen Kostümen zu präsentieren und dies sogar mit ihren technischen Errungenschaften auszuleben?
Es war wohl vollkommen irrelevant, denn die Mühe diese Kinder zu belehren hätte sie sich wohl ohnehin nicht gemacht. Nicht freiwillig.
„Smith-kun.“
Erleichtert über den bekannten Anblick, der sich ihr bot, als sich der Anzugträger ihr näherte, nickte sie ihm zu. Dem Bild - welches die beiden Schwestern ihr boten - schenkte sie keinerlei Beachtung, wollte sie immerhin vermeiden jegliche Abneigung zu zeigen.
„Ich wusste, dass ich mich auf sie verlassen kann. Gute Arbeit.“
Wäre der Mann nicht gewesen, dann hätte sich die ältere Göre gewiss noch wie ein streunender Köter irgendwo herumgetrieben, was den Termin nur noch mehr verzögert hätte.
Für einen kurzen Moment überlegte die Rothaarige, was wohl die angenehmere Möglichkeit war. Zeitintensiver war keine von beiden, weshalb sie so entscheiden könnte, wie es ihr beliebte.
„Einzelbehandlungen. Ich werde mich erst um die ältere Schwester kümmern. In der Zeit kann der Techniker die Neuraleinheit an die Fünfzehn anpassen.“

Giarra
02.11.2014, 22:07
http://s14.directupload.net/images/141028/iklmdpuu.jpg
Seine Bewerbung für das Dai Shi war schon seit längerer Zeit abgeschickt, viele langatmige Diskussionen mit seinen Eltern geführt und unzählige schlaflose Nächte mit sorgenvollen Gedanken verbracht worden – und nun kam die Bestätigung. Ihm wurde nicht einmal Bescheid gegeben, wann genau alles bereit gemacht werden würde, sondern ihm nur ein gewisser Zeitraum mitgeteilt, in dem er sich zuhause aufhalten solle. Charles – der mit seiner Nervosität zu kämpfen hatte – saß mit wackelnden Knien und trippelnden Füßen auf seinem Sofa. Er starrte immer wieder aus dem Fenster und glaubte schon, dass niemand mehr kommen würde, als es mehrfach schnell hintereinander klingelte.
Die Techniker wirkten nicht gerade freundlich und begrüßten den hibbelig seine Hände knetenden Mann nicht einmal, als er ihnen mit einem halb erstickten ''Hallo, hier entlang.'' die Tür öffnete. Ein weiterer, aus dem Schema seiner Kollegen fallender Kerl – laut seinem Schildchen mit dem Namen 'Dr. Axelsson' anscheinend schwedischer Arzt - war da schon eine Nummer netter.
'' Guten Tag, Name und Geburtstag bitte. ''
'' Charles Cunterbary, 21.12.2024 ''
Er versuchte seinen Kloß im Hals zu schlucken, aber er das unangenehme Gefühl zweckte sich fest wie ein kleiner Parasit und ließ sich nicht einmal durch heftiges Räuspern lösen. Ohne weitere Worte deutete der Mediziner auf die braune Couch und taktierte den jungen Mann mit seinem Blick.
'' Ich werde die Kapsel einsetzen. Sie wissen, was sie bewirkt? ''
'' Ja. ''
Mehr bekam Charles nicht heraus und versuchte halbwegs selbstsicher zu wirken – vergeblich. Dem abschätzenden Schnauben der immer noch herumwerkelnden Techniker zu urteilen bat er einen erbärmlichen Anblick und machte es durch das leise Quieken beim Einsetzen der Kapsel nicht besser. Er rieb sich die schmerzende Stelle am Hals, die ein unangenehmes Ziehen in den Nacken aussandt, und schaute aus dem Augenwinkel zu den beiden grobschlächtigen Kerlen hinüber. Was er sah? Sie schlossen Wetten ab. Unpassend hoch kichernd gaben sie sich die Hände und trugen etwas in eine lange Tabelle ein, die einer der beiden auf einem unsauber gefalteten Papier aus seiner Brusttasche gezogen hatte.
Wenig später war der ganze Spuk schon wieder vorbei – ihm wurde noch kurz die Funktion erklärt, mit fast beleidigender Langeweile die Sicherheitsbelehrung vorgenommen und die Tür fester als nötig zugeschlagen. Na prima. Wie ein Elch stand er vor seinem Gaming- Laptop und starrte die neuen Installationen an ihm am. Charles wurde erst jetzt bewusst, dass es kein Zurück mehr gab und es bald um sein eigenes, ihm eigentlich sehr wertvolles Leben spielen musste...

7:00 Uhr morgens, der Wecker piepte wieder ohrenbetäubend laut und nerviger als je zuvor.
Der junge Mann rollte sich grunzend auf die andere Seite und holte mit dem rechten Arm aus, um das kleine Werkzeug des Teufels zum Schweigen zu bringen. Stattdessen haute er mit voller Kraft vorbei und dank der Gesetze der Physik klatschte er wie ein dicker Pfannkuchen mit einem leisen 'Platsch' auf dem Boden. Sein Gesicht auf den etwas krümeligen Teppich gedrückt stöhnte er laut auf und schwor sich, nie wieder so lang an seinem Laptop zu sitzen.
Jener stand immer noch aufgeklappt neben einem leeren Pizzakarton und zwei Dosen energy, die VI Poppy – in Gestalt eines kleinen dicken Pandas – hüpfte fröhlich wie eh und je im Bildschirmschoner herum und wartete auf nächste Anweisungen.
Der Mann drehte sein Gesicht weg von dem hell erleuchteten Gerät, was er allerdings sofort bereute – die Narben schrabbten mit einem leisen Ratschen über den Untergrund und ein stechender Schmerz sowie das warme Gefühl von ein paar Tropfen Blut zeigten ihm, dass es wohl mal wieder Zeit für einen Arztbesuch war.
'' Gott ist das alles zum Kotzen. ''
Die raue, verschlafene Stimme tönte durch das Zimmer und wurde von dem Schlurfen seiner Häschenhausschuhe untermalt.
Den ganzen Abend hatte er nach der Umrüstung seines Rechners in einem Forum über Belendiel verbracht, nebenher das Spiel gespielt und sich mit neuen Techniken vertraut gemacht, die ihm einen Sieg im Dai Shi zwar nicht wahrscheinlicher erscheinen ließen, aber wenigstens einen instant-down verhindern sollten . Er hatte viel von bekannten Forenbesuchern gelesen, die er je nach Schreibstil mehr oder weniger respektierte.
Durch sein Interesse an den Beweggründen von Menschen, ihren Geschichten und Ansichten kannte er viele der Namen schon seit längerer Zeit, da er seit seinem ersten Tag in Belendiel im internationalen Forum unterwegs war. Ihm fielen dabei natürlich einige durch ihre... Besonderheiten etwas mehr auf als die Gelegenheitsschreiber oder die sonstigen Menschen mit der Tiefe einer Fensterfuge.
Ein gutes Beispiel war ein Gespann aus zwei – sich wohl gut kennenden – Gestalten namens Amatarasu2033 und Flower2036 . Die beiden unglaublich kreativen Namen waren wirklich immer gemeinsam zu lesen – und wehe jemand sagte auch nur ein einziges falsches Wort über einen thread oder eine Antwort von 'Flower'! Auch Charles selbst hatte schon eine dezent verärgerte private Nachricht von Amatarasu bekommen, die ihn um seine Männlichkeit und allem was dazu gehört bangen ließ. Darauf geantwortet hatte er nicht, er war zu verschreckt gewesen und achtete seit diesem Tag mehr als genau auf seine Wortwahl.
Flower selbst gehörte zu denjenigen, die verdammt viel Ahnung von dem Spiel hatten und die wertvollsten Tipps gaben. Nur wenige steckten so viel Herzblut in das Ganze – wie auch Koneko. Sie war ihm durch ihre interessante, forsche Art aufgefallen. Klar, sie half gerne, postete im Offtopic gerne flauschige, herzerweichende Katzenbilder (und viele), aber stellte man nur eine Frage, die ihr nicht passte … holla die Waldfee, da sollte man sich entweder dick anziehen oder aber weinend in der Ecke sitzen und sich wie ein Trottel fühlen. Charles verstand, wenn man nicht zum dritten Mal die Frage ''Wo steht der Händler für die Socken?'' beantworten wollte, aber selbst er hatte mehr Geduld mit typischen Anfängerfragen wie ''Hilfe! Verskilled?!'' und bezeichnete ihn nicht direkt als 'Doppeldepp', 'Halbaffe', 'Intelligenzverweigerer' oder 'geistigen FKKler'.
Neben diesen Progamern gab es noch die Normalos wie ihn – Rex, ShaiLabeef, Mikado, Gloria und Gerfried, alle nett und immer für einen kleinen Spaß zu haben. Schon viele Stunden hatte Charles - aka Zenjin - zusammen mit ihnen im OT mit wilden Postereien von Bildern aus den Tiefen des Internets verbracht.
Am liebsten las er jedoch Posts von denjenigen, mit seltsamen Nicknamen, da er sich erhoffte auf den Grund ihrer ungewöhnlichen Benennung zu stoßen. Bestes Beispiel: Strappado, ein frisch angemeldeter Kerl. Der arme, unschuldige Charles googlete nur kurz den Namen und fand sich wenig später auf diversen Szene-Blogs wieder, die leicht verstörende Bilder zu bieten und Anleitungen für Piercings hatten, die seiner Meinung nach verboten gehörten. Wer zur Hölle stoch sich bitte freiwillig ein riesiges Loch durch seine Oberlippe? Um sich besser mit der Zunge in der Nase bohren zu können? Besonders aufmerksamkeitserregend war ein kleines .gif gewesen, das den jungen Mann Äpfel, Bananen, Fleischerhaken beim Metzger und Spritzen nie wieder so wie vorher ansehen ließ.
Ein weiterer solcher Paradisvogel war der User Kokumotsuino, der durch die eigene Arroganz und Doppelmoral bei allen anderen Forenbesuchern bekannt war. Oh, wie gern er doch Bilder seiner persönlichen Figurensammlung im Wert von mehreren Hundert Euro zeigte und dabei in einem anderen Thread über Geldnot und Hunger klagte. Wie gern er selbst andere beleidigte oder zu derbe Scherze wie 'Wenn deine Mutter am Fernseher vorbei läuft sind alle Herr der Ringe- Teile inklusive der Hobbit Trilogie schon vorbei' abzog – und gleichzeitig bei jedem ihm unpassenden Beitrag die Mods mit Meldungen nervte, die an ein kleines Kind, dem die Schaufel im Sandkasten geklaut wurde, erinnerten. Charles hatte ein einziges Mal in seiner Karriere im Forum versucht einen kleinen Scherz über ihn zu reißen, aber wurde eine geschlagene Woche seines Lebens nicht mehr froh. Er hatte mindestens 40 private Mitteilungen von dem Kerl archiviert in dem er sich von Vernunft über Rage zu Reue und wieder zu Rage schrieb - ohne jemals eine einzige Antwort von 'dem kack Zenjin' selber erhalten zu haben.
Wirklich berühmt, auch in der Masse der Gesellschaft, waren nur wenige – wie zum Beispiel die liebe Icchan. Das Model und eines der Gesichter der aktuellen Kampagne der Engelsrüstung für Belendiel von Nonomoto. Sie flimmerte jeden Abend zur besten Sendezeit über den Bildschirm und präsentierte im gewohnt fröhlich aufgedrehten Stil die neueste Aktion in den beiden wählbaren Outfits – Engelskostüm Gabriel oder Teufelsklamotte Lucifer. Beides natürlich alles sehr enthüllend und so nicht wie eine Panzerung wirkend, aber die Zuschauer erfreute sich wohl auch ganz gern an den vorüberwackelnden Bildern ihrer Vorder- und Kehrseite, die beide recht ansehnlich waren – da spulte der ein oder andere schonmal zurück. Charles fand sie attraktiv, aber etwas hohl wirkend – zumindest wenn sie mit seelenlos aufgerissenen Augen und kleiner Schnute in die Kamera quietschte.
Eine wirkliche Berühmtheit in diesem Metier war außerdem noch 'Fast'. Irgendein Automensch, auf den aufgrund seiner Muskeln und dem dauernd extrem männlichen Auftreten die Frauen flogen wie Fliegen auf einen wunderschönen Kuhfladen. Unterstützt wurde dieses Image von seiner Bewerbung fürs vergangene Dai Shi – was die Weiber nur noch heißer auf ihn zu machen schien! Was war schon so besonders an ihm? Er hatte eine Glatze und wurde von Mutter Natur mit guten Genen belohnt – für was auch immer – aber der Rest, den er vollbrachte waren wirklich primitive Dinge, die jeder Vollhorst in seinem Leben vollbringen konnte. Er würde all diesen Luxus sogar auch noch in einem Spiel auf Leben und Tod riskieren, nur damit er noch besser da stand. Charles empfand auf der einen Seite Abscheu für ihn – und doch, auf der anderen.... ein wenig Neid.

Nach einem reichhaltigen Frühstück aus leckerem Erdbeermüsli mit einem warmen Kakao als Aufwachgetränk schlurfte er - mit einem Abstecher ins Bad zum Einschmieren seiner offenen Wunden und Kontrolle der Einstichstelle der Kapselspritze - wieder zurück in sein Schlafzimmer, um sich für den schon viel zu zäh gestarteten Unitag fertig zu machen. Er müsste in einer Stunde im Hörsaal sitzen und dem Professor bei seiner ermüdenden Vorlesung über die Bedeutung von Hüten in der Entwicklung der Menschen zuhören und hatte wirklich absolut keine Lust auf diese Schlaftablette von Dozent. Seine Augen wanderten vom Schrank zum Laptop.
'' Hrm, nur kurz. ''
Er warf sich mit dem Computer samt neuem Anhang aufs Bett und erneuerte die Seite des Forums, um neue Postings – vor allem bezüglich Dai Shis – sehen zu können. Tatsächlich waren einige der Threads neu angeleuchtet, sodass er sich sowohl die Meinungen zu blonden Frauen im OT als auch zu den Texturen von den Bäumen in Belendiel im Grafikbereich zu Gemüte führte. Er wollte sich soeben zum Abschluss die neuesten Beiträge seines speziellen Freundes Mahkaira etwas ansehen – der Kerl hatte einen IQ von – 20 und schrieb unglaublich gerne wie er doch bekifft oder auf einem Trip voller Elan andere Spieler trollte – als es zu einem kleinen Buchstabendreher kam und er stattdessen Makhaira schrieb. Vor ihm ploppte das extrem leere Profil eines Mädchens auf, das mit ihrem Avatar der Spielfigur nur einen kleinen Anhaltspunkt auf die Person dahinter gab. Eine geschlagene Minute schaute er auf das mürrische Gesicht einer Kriegerin, das ihn trotz des Ausdrucks, der einfach die Nachricht 'Ich werde dich langsam und qualvoll töten' überbringen sollte, faszinierte. Ob er sie wohl jemals im Spiel treffen würde? Er glaubte es nicht. Kurzentschlossen öffnete er in einem tab eine neue Nachricht und tippte schon ihren Namen ein, als ihn der Mut verließ, er den browser schloss, den Laptop zuklappte und sich wieder um seine Frage, was er denn wohl heute anziehen würde, kümmerte.

Önee-sama
04.11.2014, 15:38
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23613003&viewfull=1#post23613003)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Smith-kun vernahm die Antworten von Frau Sato und zögerte nicht, seine Befehle zu geben.
"Einzelbehandlungen. Natürlich Miss Sato!"
Er drehte sich zum wartenden Techniker.
"Nehmen sie die gute Miss Nana Yamato doch zum Einrichten der Neuraleinheit in eins der Nebenzimmer mit. Miss Sato möchte sich zuerst um die gute Miss Makoto Yamato kümmern - ohne Zwischenfälle."
Eindringlich sah er den Techniker dann durch seine Sonnenbrille an.
"Und immer daran denken - die Jüngere hat einen höheren Stellenwert für Nonomoto Enterprises als ihr eigenes Leben!"
Mehr brauchte er nicht zu sagen. Der Techniker wusste, dass er Nana äußerst zuvorkommend und respektvoll behandeln musste, gleich jedweger Umstände, wenn ihm sein Job und sein Leben auch nur entfernt wichtig waren! Auf ein Fingerschnippen von dem Anzugträger hin, begann Leben in die wartenden Helfer zu kommen...

Riesige Erleichterung strömte durch Makoto's Körper. Immer noch hielt sie Nana umklammert und sog ihren Duft förmlich in sich auf als Beweis, dass ihre Schwester wirklich hier war und lebte.
Wenn ihr etwas zugestoßen wäre... ich... ich...
Ihr gingen die schrecklichen Bilder durch den Kopf, den ihr ihr Alptraum beschert hatte, während sie in dem Sack eingesperrt gewesen war. Leicht zitterte sie und auch Nana blieb das nicht verborgen.
"Nee-san... d-du zitterst... wo warst du denn?"
Ihre Imouto hatte sich wieder aus der Umklammerung gelöst und sah sie an. Makoto wusste, dass sie ihr niemals erzählen durfte, wovon sie Zeuge geworden war. Es wäre einfach zu viel für Nana gewesen, vor allem, was Smith-kun getan hatte.
Er hat... zwei Menschen... mit einer Waffe...
Schnell schüttelte sie ihren Kopf und legte ein Lächeln für ihre kleine Schwester auf. Ein Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte.
"Nicht... wichtig, ja? Ich hatte eine Nachricht hinterlassen... doch hat sich als Fehler erwiesen, was ich tun wollte. Smith-kun war jedoch..."
Sie schluckte und sprach dann weiter.
"Er war jedoch... so freundlich, darüber hinwegzusehen und hat mich wieder nach Hause gebracht. Und ich bleibe hier und werde dich nie mehr alleine lassen, ja!?"
Makoto wäre fast an den Worten erstickt und sie fühlte sich hundsmiserabel, hielt das Lächeln aber tapfer aufrecht.
"O-okay, Nee-san... und danke, dass du wieder da bist!"
Das anschließende freudige Gesicht, das Nana zog, ließ Makoto einen Klos im Hals bilden und beinahe hätte sie aufgeheult. Doch Bewegung, die in die anderen Personen im Haus kam, ließen ihre Alarmglocken los schrillen.
Was... haben sie vor...
Unbehaglich schaute sie die Männer an, die jetzt näher zu den Schwestern kamen, dabei sich wieder bewusst werdend, dass sie immer noch einen feuchten Unterleib hatte. Und um das Ganze zu toppen, bemerkte sie einen erneuten Druck auf ihrer Blase, der von ihrer Nervosität und Unsicherheit herrührte. Als Smith-kun an die Beiden herantrat und einen Arm um Nana legte, setzte für eine Sekunde Makoto's Herz aus, ehe ihr Puls die Schallmauer durchbrach und sie zur Beruhigung eine Hand von ihrer Schwester in die ihre nahm. Dabei war sie irgendwo in ihrem Kopf bereit, sich vor Nana zu werfen, sollte Smith-kun auch nur in seine Anzugtasche greifen...
Doch nix dergleichen geschah und Smith-kun setzte lediglich sein gewohntes, sadistisches Grinsen auf.
"Miss Makoto und Miss Nana Yamato. Wir wären dann soweit, mit den Vorbereitungen für das Dai Shi zu beginnen. Der Techniker wird sich zuerst nebenan um die gute Miss Nana Yamato kümmern, während die ältere Miss Yamato von Miss Sato behandelt wird."
Der Mann zeigte nacheinander auf die angesprochenen Personen, ehe er auf Makoto blickte. Diese lächelte tapfer weiter, damit Nana nichts bemerkte, die sie auch fragend ansah.
Sie hat sich beruhigt. Sie weis es nicht. Ich darf mir nichts anmerken lassen...
Sie versuchte so ruhig wie nur irgendmöglich zu reden.
"Nana, hör mir zu: Bist du so lieb und gehst mit dem netten Techniker schon mal mit, ja? Keine sorge, dir wird nichts passieren. Deine Nee-san ist hier und lässt dich nicht im Stich! Ich lasse mich solange von der... Ärztin behandeln..."
Sie wusste, dass sie das Alles eher sagte, um sich selbst zu beruhigen. Normalerweise hätte sie jetzt einen Radau veranstaltet, bei dem die meisten Menschen sich vor ihr gefürchtet hätten. Doch sie hatte viel zu sehr Angst davor, was Smith-kun dabei tun würde. Nicht um sich selbst, aber um Nana.
Was auch geschieht, ich darf es Nana nicht wissen lassen!
Nana selbst schaute erst ihre große Schwester an, dann sah sie schüchtern zu Smith-kun auf.
"O-okay, Nee-san... und bitte, mach... keine Dummheiten..."
Makoto war, als ob man ihr einen Eiszapfen ins Herz gerammt hätte. Sie spürte, wie sich Tränen in ihren Augenwinkeln sammelten und senkte schnell ihren Kopf, nahm dann eine Hand ihrer kleinen Schwester an ihre Wange und redete, solange sie die Kraft dazu noch hatte.
"N-natürlich, Nana! Ich... bleibe brav... für dich... Ehrenwort!"
Sie sah nicht, was ihre Imouto für ein Gesicht machte, Zeit, das zu erkunden blieb aber auch nicht, denn der Techniker meldete sich.
"Wenn die gute Frau Yamato mir bitte folgen würde. Es geht nur um die Einrichtung der Neuraleinheit. Nichts dramatisches und ich werde sehr behutsam vorgehen. Einzig einen Anschluss an einen Computer benötige ich noch..."
Er streckte seine Hand aus und Nana griff zögernd zu.
"Bis gleich, Nee-san."
Kurz streifte sie die Wange von Makoto, dann verschwand sie mitsamt dem Techniker. Dabei übersah sie die Tränen, die von Makoto's Gesicht tropften...

Als die Tür sich schloss, war Makoto alleine mit Sato, Smith-kun und seinen Helfern. Während sie weinte, schnippte Smith-kun wieder mit seinen Fingern und die beiden Kerle ergriffen das arme Mädchen unsanft und zerrten es auf die Beine. Es kamen jedoch keine Proteste, lediglich ihr stummes Heulen ging unvermindert weiter. Smith-kun sah zu der Ärztin und hob fragend eine Augenbraue.
"Irgendwelche Wünsche bezüglich spezieller Vorbereitungen, Miss Sato? Schließlich scheint es die gute Miss Yamato geradezu zu genießen, dass wir sie so 'liebevoll' Behandeln..."
Dabei zeigte er kurz den Knebel, den er aus seiner Tasche holte. Makoto war bei dem Satz erschreckt und sah auf. Durch ihren Schleier an Tränen schaute sie in Richtung ihrer beiden Folterer, schaffte es jedoch nicht, sich wenigstens verbal zu wehren. Lediglich ein leises Flüstern ging von ihr aus.
"Ich... HASSE euch... euch Alle!"

DragonGodSlayer
04.11.2014, 21:31
http://upload.worldofplayers.de/files9/dragongodslayer_1_ava_2.jpg

Durch das plötzliche auftreten von Magenschmerzen wachte er auf. Mit halb geöffneten Augen und noch fast am schlafen sah er wie etwas auf seinem Bauch Trampolin sprang, als er dies sah wurde er sofort hellwach. „Rex was soll diese Scheiße? Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du nicht ins Bett darfst?“, Rex rannte schnell weg, „Jetzt abhauen, das ist ja mal wieder Typisch für dich, ich weis das du mich verstanden hast, sonst würdest du ja nicht abhauen,“ sagte er in einem bösen Tonfall. Wenn ich jetzt eh schon wach bin, kann ich auch gleich aufstehen. Er stand von seinem Bett auf und ging ins Badezimmer. Dort angekommen stieg er sofort in die Dusche, er musste sich nicht ausziehen, da er immer nackt schlief.

Nach dem er sich geduscht hatte ging er wie jeden Tag, nachdem er sich angezogen hatte in die Küche und machte sich sein Frühstück. Mit diesem setzte er sich vor den Fernseher und schaute sich während des essen die Nachrichten an. Das Hauptthema war natürlich Dai Shi, es wurde über die bisherigen Informationen, die Spieler die sich bisher geoutet haben und über die vergangenen Dai Shi´s berichtet. Während er sich zum gehen gerichtet hatte bekam er eine Nachricht auf seine MNE, sie war von seinem Vater, in ihr stand, „Hallo Chris, heute Abend wirst du einen Anruf von einem meiner Freunde von Nonomoto bekommen, dieser wird dich dann über alles Informieren, was du über deine Aufgaben beim Dai Shi wissen musst und noch einiges mehr. Gruß Vater.“ Wurde aber auch langsam Zeit, dass ich etwas mehr erfahre. Aber ich glaube ich sollte nun los, sonst komme ich noch zu spät zur Uni. Er gab Rex noch geschwind sein essen, aber nur die Hälfte seiner sonstigen Portion, da er immer noch sauer war, danach fuhr er mit dem Fahrrad wie immer zur Uni.

Als er am späten Nachmittag wieder in seiner Wohnung angekommen war, ruhte er sich erst mal etwas aus. Nachdem er sich ausgeruht hatte setzte er sich vor seinen Computer und lies die VI Informationen über die bisherigen Dai Shi´s heraussuchen. Während die VI die Daten zusammen sammelte fragte sich Chris, was für einen Avatar er sich erstellen solle. Er wusste, dass die Avatar Wahl eine der wichtigsten Dinge bei einem RPG war, aber um den richtigen zu erstellen benötigte man viele wichtige Informationen. Die wichtigste Information war das Ziel, welches man mit diesem Avatar erreichen wolle. Da er ja seine Aufgabe noch nicht wusste und auf jeden Fall so lange wie möglich Spielen wollte, brach er die Suche der VI ab um eine neue zu starten. Da die Suche zuvor zu lange gedauert hätte und zu ungenau gewesen wäre spezifizierte er die Suche. Er wollte nur noch Informationen über die Avatare der bisherigen Gewinner und der jeweilige Welt wissen.

Nach kurzer Zeit hatte die VI die geforderten Informationen gesammelt. Während er die gesammelten Informationen genauer durchschauen wollte, kam ein Anruf ein, er nahm in mit seiner MNE entgegen und legte das Bild des Anrufers auf den Bildschirm seines Computers. Auf dem Bildschirm erschien das Gesicht eines Mannes im mittleren alters.

„Hallo, ich bin ein Freund deines Vaters, ich fragte mich schon, wann wir dieses Gespräch endlich mal führen werde. Bei Nonomoto bin ich für die Sicherheit während des Dai Shi zuständig, Dein Vater hat dich bestimmt darüber Informiert, dass ich anrufen werde oder?“
„Hallo, ja er hatte mir mitgeteilt, dass mich jemand anruft und mich über meine Aufgaben unterrichtet. Also, was wird meine Aufgabe sein?“
Der Mann lachte kurz,
„Da hat dein Vater wirklich nicht gelogen, du kommst wirklich direkt zum Punkt. Aber bevor wir zu diesem Teil unseres Gespräches kommen, möchte ich dir nur mitteilen, was für ein Glück du hast in deine Familie geboren worden zu sein. Unter anderen Umständen währst du bestimmt vor vier Jahren oder spätestens dieses Jahr zur Teilnehme am Dai Shi ausgewählt worden, vor vier Jahren wurde dein Avatar von Belendiel schon unter die Top 20 der Teilnehmer für Dai Shi gesetzt, bis man merkte, dass du hinter diesem Avatar steckst.“
„Und woher wollen Sie wissen, dass ich nicht gewonnen hätte?“
Erneut lachte der Mann,
„Oh du bist aber sehr naiv, aber lassen wir dieses Thema. Kommen wir nun zum eigentlichen Thema, du nimmst als Teilnehmer Nummer 10.000 am Dai Shi teil und deine Aufgabe wird es sein, uns also Nonomoto über die Teilnehmer und ihre Pläne zu Informieren Außerdem sollst du ihr Vertrauen gewinnen und die anderen Aufträge, die du immer wieder bekommen wirst umsetzten.“
„Ok, und warum brauchen Sie mich um Informationen zu sammeln? Und was werden das für andere Aufträge sein?“
„Auch wenn Nonomoto viel Macht hat, können wir nicht alles was die Teilnehmer untereinander sprechen überwachen und genau da kommst du ins Spiel, du sollst genau diese Informationen sammeln und an eine Kontaktperson weiterleiten, diese wird dir noch bekannt gegeben. Was das für andere Aufträge sind kann ich dir nicht genau sagen, aber ein Auftrag könnte z. B. Sein, dass du eine Gruppe von Spielern in eine Falle locken sollst oder andere Aufträge, damit es den anderen schwerer fällt zu gewinnen. Reicht dir dies als Erläuterung zu deinen Aufgaben?“
„Ja, diese Informationen reichen mir, zumindest vorerst, muss ich noch andere Dinge wissen?“
„Ach ja stimmt, dies hätte ich fast vergessen, wir waren so frei und haben deinen Avatar entworfen, wir hoffen das alles zu deiner Zufriedenheit ist. Du kannst ihn schon mal in Belendiel testen,“ er grinste, „Wir haben ihn in deinen Belendiel Account einprogrammiert, damit du dich schon mal mit diesem vertraut machen kannst, bevor das Dai Shi anfängt. Allerdings kannst du ihn nur für 14 Ingame Stunden benutzen, danach wirst du rausgeworfen und er wird gelöscht. Wenn es keine weiteren Frage gibt, wäre dies alles.“
„Nein, ich habe alle Informationen bekommen, die ich wollte. Ich hoffe nur, dass der Avatar der für mich eingerichtet wurde auch meinen Anforderungen entspricht. Also dann lege ich mal auf, auf wieder hören.“
Chris legte auf.


http://upload.worldofplayers.de/files9/dragongodslayer_1_ava_2.jpg

Chris kam von der Universität nach Hause, öffnete die Tür und wurde direkt von Rex begrüßt. Sofort begab er sich in die Hocke um seinen Freund zu streicheln, er bewegte seine Hand über dessen Kopf hin und her. „Na mein kleiner, was ist den heute mit dir los, du bist ja so aufgeregt.“ Als er Rex ausgiebig begrüßt hatte, begab er sich mit ihm in seine Wohnung. Nachdem er seine Wohnung nun richtig betreten hatte schaltete er zu aller erst den Fernseher mit den Nachrichten an. Er kochte sich eine Kleinigkeit zu essen und lauschte währenddessen den Nachrichten, welche von den sich bisher geoutete Spielern berichtete. Als er dies in den Nachrichten hörte, fragte er sich, aus welchen Gründen würde jemand freiwillig in einem Spiel sein Leben riskieren. Er hatte fertig gekocht und setzte er sich mitsamt seines Essen vor seinen Computer und meldete sich in internationalen Belendielforum an. Während er immer noch die Nachrichten sah, schrieb er im Dai Shi Thread:


„Ich frage mich wirklich, wie bescheuert jemand sein kann und sich freiwillig für das Dai Shi meldet um seinem Leben ein Ende zu setzten! Da kann man sich doch auch gleich eine Knarre an den Kopf halten und abdrücken. Aber die schlimmsten finde ich, sind diese totalen Noobs die sich auch noch outen müssen nur um sich für etwas besseres halten zu können! Meiner Meinung nach, wird der Großteil der Spieler, die sich jetzt schon geoutet haben nicht mal eine Woche überleben.
Und ja, ich meine vor allem dich Shokyü-san!!!“


Zeitgleich mit dem schreiben hat er auch etwas von seinem Mittagessen gegessen, nachdem er seiner Wut auf diese Idioten durch diesen Post etwas Luft gemacht hatte, setzte er sich vor seinen Fernseher und genoss ein paar Folgen einer seiner Lieblingsserie.

Nachdem er mit dem essen fertig war, setzte er sich erst mal für eine Stunde an seinen Schreibtisch und wiederholte alles, was in den letzten paar Tagen in der Uni alles besprochen wurde und er bisher noch nicht wiederholt hatte.

Weil er dies in einer Stunde geschafft hatte, dachte er darüber nach, was er machen sollte. Da er schon länger nicht mehr in Belendiel war, wollte er mal wieder sich damit beschäftigen, damit er nicht aus der Übung gerät, außerdem wollte er noch seinen Avatar für das Dai Shi ausprobieren. Aus diesen Gründen setzte er sich seine NE auf und meldete sich beim Belendiel Server an, mit dem Account, welcher ihm für das Einspielen gegeben wurde. Er materialisierte sich in einer Einöde. Das Ödland bestand hauptsächlich, aus einem einem brachen Stück Land wo vereinzelt ein paar Sträucher zu sehen waren. Das erste, was er nach dem Umsehen machte, war die Spielerinformation zu öffnen. Er heißt also Orik, seltsamer Name. Nach kurzem überlegen, gefiel ihm der Name aber doch richtig gut. Darauffolgend schaute er sich seine Skills an. Naja, Axtskills waren klar, da ich eine in der Hand halte. Mit Waffen bin ich auch geübt nur macht mir die Erdmagie etwas sorgen, da ich mit dieser noch nie etwas anfangen konnte. Naja, aber auch egal, einfach mal hier ausprobieren.

Nachdem er alles weiter was er überprüfen wollte überprüft hatte, machte er sich auf die Suche nach ein paar Gegnern. Nach kurzer Zeit begegnete er den ersten Monster, welche er mit normal Axtangriffen ausschaltete, da er in einem leichten Gebiet war, waren diese keine Herausforderung, aber gutes Training um sich an den neuen Avatar zu gewöhnen. Als er sich an den normal Kampf mit der Axt gewöhnt hatte, fing er an die Skills der Reihe nach auszuprobieren. Die ersten neun Skills, setzte er bei einzelnen Gegner oder kleinen Gruppen ein, für den zehnten versammelte er eine große Gruppe an Gegnern um sich, als er seiner Meinung nach genug Gegner hatte, setzte er seinen Ultimativen Axtskill ein. „Himmel und Erde!“ Er stoß seine Axt mit dem Stiel nach oben in die Erde, daraufhin fing sowohl der Himmel als auch die Erde an zu beben, worauf hin sich Schnitte durch eben diese zogen und alle Feinde auf einmal erwischten und besiegten. "Der Skill gefällt mir."

Da an diesem Ort keine Monster mehr waren, machte er sich auf den Weg in ein anderes Gebiet, auf dem Weg dorthin traf er eine kleine Gruppe von anderen Spielern, welche schwer Verletzt waren. War das etwa mein Angriff? Das heißt entweder sind das Anfänger oder der Angriff ist wirklich mega, ich hoffe auf letzteres. Bei dem Gedanken musste er etwas schmunzeln, was aber durch seinen Bart nicht zu sehen war. Da sah einer der Personen auf und fragte ihn, wer er sei und was diese Aktion sollte. Da er mit diesem Avatar am Dai Shi teilnehmen wird, dachte er sich, dass er nicht zu viel Aufmerksamkeit erregen sollte und schon gar nicht seinen Namen nennen sollte. Mit einer tiefen Stimme antwortete er. „Ich bin der große Knurla und ihr seid einfach nur meinem Angriff auf die Monster zum Opfer gefallen.“ Knurla? Ich wollte doch Zwerg sagen. Was soll eigentlich Knurla heißen? Nachdem er seinen Satz gesagt hatte, zog er einfach weiter ohne sich um die Gruppe zu kümmern, da er dachte, dass er eh alle Monster besiegt hatte und sie sich eh regenerieren würden.

Auf dem Weg ins nächste Gebiet, bekam er einen Anruf, welchen er mit seine NE annahm, während dessen ist er in Belendiel Afk.
„´n Abend. Was gibt’s Pal?“
„Abend. Könnten wir uns mal wieder treffen?“
Fragte er mit einer leisen und etwas traurigen Stimme, was Chris auch bemerkte.
„Ja, wie wäre es übermorgen nach der Vorlesungen? Da am Freitag ja Dai Shi beginnt enden alle Vorlesungen um halb zwölf, danach können wir reden.“
„Ja gut, das ist mir recht. Also bis Freitag.“
Pal legte auf.
Was ist nur mit Pal los? Anscheinend hat er wirklich etwas auf dem Herzen, sonst würde er sich nicht so dringend mit mir treffen wollen und seine Tonfall macht mir auch sorgen.
Direkt darauf war er wieder aktiv online.

Er ging weiter Richtung anderes Gebiet, dieses erreichte er auch schnell. Dieses Territorium war eine schöne grüne Ebene mit einigen Bäumen und Bächen. Gegen die Monster, welche alle wie Tiere aussahen benutzte er im Kampf seine Erdmagie. Zu aller erst erhöhte seine Verteidigung durch Verhärten, sein ganzer Körper leuchtete weiß auf, jenes Leuchten zog sich blitzartig zusammen und danach glänzte der Körper für kurze Zeit. Nachdem er die nächsten acht Skills ausprobiert hatte wollte er seine Ultimativen Erdmagie ausprobieren. „Armageddon!“ Auf einmal fing die Erde im ganzen Gebiet an mit biblischen ausmaßen zu Beben und er sah, wie der Exp-Balken schlagartig schnell anstieg, da alle Monster in diesem Gebiet besiegt wurden, es war auch kein extrem starkes Gebiet.
Die meisten Skills sind ja wirklich gut aber was das mit dem Tunnel bringen soll habe ich keine Ahnung.

Nachdem er sich ausgeloggt hatte und sich die NE abnahm, sah er auf die Uhr und war schockiert, da es schon so spät war. Er machte sich Abendessen und nachdem er es aufgegessen hatte spielte er noch etwas mit Rex, während er den Fernseher laufen lies. Als er vom herum toben total erledigt war machte er sich auf in sein Bett, zog sich aus und schlief schnell und friedlich ein.

BlackShial
05.11.2014, 22:20
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Smith-kun vernahm die Antworten von Frau Sato und zögerte nicht, seine Befehle zu geben.
"Einzelbehandlungen. Natürlich Miss Sato!"
Er drehte sich zum wartenden Techniker.
"Nehmen sie die gute Miss Nana Yamato doch zum Einrichten der Neuraleinheit in eins der Nebenzimmer mit. Miss Sato möchte sich zuerst um die gute Miss Makoto Yamato kümmern - ohne Zwischenfälle."
Eindringlich sah er den Techniker dann durch seine Sonnenbrille an.
"Und immer daran denken - die Jüngere hat einen höheren Stellenwert für Nonomoto Enterprises als ihr eigenes Leben!"
Mehr brauchte er nicht zu sagen. Der Techniker wusste, dass er Nana äußerst zuvorkommend und respektvoll behandeln musste, gleich jedweger Umstände, wenn ihm sein Job und sein Leben auch nur entfernt wichtig waren! Auf ein Fingerschnippen von dem Anzugträger hin, begann Leben in die wartenden Helfer zu kommen...

Riesige Erleichterung strömte durch Makoto's Körper. Immer noch hielt sie Nana umklammert und sog ihren Duft förmlich in sich auf als Beweis, dass ihre Schwester wirklich hier war und lebte.
Wenn ihr etwas zugestoßen wäre... ich... ich...
Ihr gingen die schrecklichen Bilder durch den Kopf, den ihr ihr Alptraum beschert hatte, während sie in dem Sack eingesperrt gewesen war. Leicht zitterte sie und auch Nana blieb das nicht verborgen.
"Nee-san... d-du zitterst... wo warst du denn?"
Ihre Imouto hatte sich wieder aus der Umklammerung gelöst und sah sie an. Makoto wusste, dass sie ihr niemals erzählen durfte, wovon sie Zeuge geworden war. Es wäre einfach zu viel für Nana gewesen, vor allem, was Smith-kun getan hatte.
Er hat... zwei Menschen... mit einer Waffe...
Schnell schüttelte sie ihren Kopf und legte ein Lächeln für ihre kleine Schwester auf. Ein Lächeln, das ihre Augen nicht erreichte.
"Nicht... wichtig, ja? Ich hatte eine Nachricht hinterlassen... doch hat sich als Fehler erwiesen, was ich tun wollte. Smith-kun war jedoch..."
Sie schluckte und sprach dann weiter.
"Er war jedoch... so freundlich, darüber hinwegzusehen und hat mich wieder nach Hause gebracht. Und ich bleibe hier und werde dich nie mehr alleine lassen, ja!?"
Makoto wäre fast an den Worten erstickt und sie fühlte sich hundsmiserabel, hielt das Lächeln aber tapfer aufrecht.
"O-okay, Nee-san... und danke, dass du wieder da bist!"
Das anschließende freudige Gesicht, das Nana zog, ließ Makoto einen Klos im Hals bilden und beinahe hätte sie aufgeheult. Doch Bewegung, die in die anderen Personen im Haus kam, ließen ihre Alarmglocken los schrillen.
Was... haben sie vor...
Unbehaglich schaute sie die Männer an, die jetzt näher zu den Schwestern kamen, dabei sich wieder bewusst werdend, dass sie immer noch einen feuchten Unterleib hatte. Und um das Ganze zu toppen, bemerkte sie einen erneuten Druck auf ihrer Blase, der von ihrer Nervosität und Unsicherheit herrührte. Als Smith-kun an die Beiden herantrat und einen Arm um Nana legte, setzte für eine Sekunde Makoto's Herz aus, ehe ihr Puls die Schallmauer durchbrach und sie zur Beruhigung eine Hand von ihrer Schwester in die ihre nahm. Dabei war sie irgendwo in ihrem Kopf bereit, sich vor Nana zu werfen, sollte Smith-kun auch nur in seine Anzugtasche greifen...
Doch nix dergleichen geschah und Smith-kun setzte lediglich sein gewohntes, sadistisches Grinsen auf.
"Miss Makoto und Miss Nana Yamato. Wir wären dann soweit, mit den Vorbereitungen für das Dai Shi zu beginnen. Der Techniker wird sich zuerst nebenan um die gute Miss Nana Yamato kümmern, während die ältere Miss Yamato von Miss Sato behandelt wird."
Der Mann zeigte nacheinander auf die angesprochenen Personen, ehe er auf Makoto blickte. Diese lächelte tapfer weiter, damit Nana nichts bemerkte, die sie auch fragend ansah.
Sie hat sich beruhigt. Sie weis es nicht. Ich darf mir nichts anmerken lassen...
Sie versuchte so ruhig wie nur irgendmöglich zu reden.
"Nana, hör mir zu: Bist du so lieb und gehst mit dem netten Techniker schon mal mit, ja? Keine sorge, dir wird nichts passieren. Deine Nee-san ist hier und lässt dich nicht im Stich! Ich lasse mich solange von der... Ärztin behandeln..."
Sie wusste, dass sie das Alles eher sagte, um sich selbst zu beruhigen. Normalerweise hätte sie jetzt einen Radau veranstaltet, bei dem die meisten Menschen sich vor ihr gefürchtet hätten. Doch sie hatte viel zu sehr Angst davor, was Smith-kun dabei tun würde. Nicht um sich selbst, aber um Nana.
Was auch geschieht, ich darf es Nana nicht wissen lassen!
Nana selbst schaute erst ihre große Schwester an, dann sah sie schüchtern zu Smith-kun auf.
"O-okay, Nee-san... und bitte, mach... keine Dummheiten..."
Makoto war, als ob man ihr einen Eiszapfen ins Herz gerammt hätte. Sie spürte, wie sich Tränen in ihren Augenwinkeln sammelten und senkte schnell ihren Kopf, nahm dann eine Hand ihrer kleinen Schwester an ihre Wange und redete, solange sie die Kraft dazu noch hatte.
"N-natürlich, Nana! Ich... bleibe brav... für dich... Ehrenwort!"
Sie sah nicht, was ihre Imouto für ein Gesicht machte, Zeit, das zu erkunden blieb aber auch nicht, denn der Techniker meldete sich.
"Wenn die gute Frau Yamato mir bitte folgen würde. Es geht nur um die Einrichtung der Neuraleinheit. Nichts dramatisches und ich werde sehr behutsam vorgehen. Einzig einen Anschluss an einen Computer benötige ich noch..."
Er streckte seine Hand aus und Nana griff zögernd zu.
"Bis gleich, Nee-san."
Kurz streifte sie die Wange von Makoto, dann verschwand sie mitsamt dem Techniker. Dabei übersah sie die Tränen, die von Makoto's Gesicht tropften...

Als die Tür sich schloss, war Makoto alleine mit Sato, Smith-kun und seinen Helfern. Während sie weinte, schnippte Smith-kun wieder mit seinen Fingern und die beiden Kerle ergriffen das arme Mädchen unsanft und zerrten es auf die Beine. Es kamen jedoch keine Proteste, lediglich ihr stummes Heulen ging unvermindert weiter. Smith-kun sah zu der Ärztin und hob fragend eine Augenbraue.
"Irgendwelche Wünsche bezüglich spezieller Vorbereitungen, Miss Sato? Schließlich scheint es die gute Miss Yamato geradezu zu genießen, dass wir sie so 'liebevoll' Behandeln..."
Dabei zeigte er kurz den Knebel, den er aus seiner Tasche holte. Makoto war bei dem Satz erschreckt und sah auf. Durch ihren Schleier an Tränen schaute sie in Richtung ihrer beiden Folterer, schaffte es jedoch nicht, sich wenigstens verbal zu wehren. Lediglich ein leises Flüstern ging von ihr aus.
"Ich... HASSE euch... euch Alle!"

http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.png Kazue hob leicht den Kopf an, als sie sich zu der älteren Schwester herumdrehte und diese von oben herab mit ihren eisblauen Augen taxierte. Ein durchbohrendes Starren, das verachtendes Schnalzen mit der Zunge und schlussendlich der emotionslose Tonfall ihrer ruhigen Stimme, welche die Stille durchbrach, waren alles, zu dem sie fähig war.
„Gut, dass unser Existenzgrund nicht jener ist, von ihnen gemocht zu werden.“
Man hätte die Jüngere gar nicht verstehen müssen, reichte doch allein ihre Mimik um zu verdeutlichen, was sie dachte. Ihre hasserfüllten Worte jedoch untermalten das Geschehen und ließen die Rothaarige innerlich zusammenzucken. Diese Bälger konnten froh sein, für die Welt einen größeren Wert zu haben – dank des Dai Shi – als den, welchen sie in ihrem jämmerlich eintönigen Leben jemals erreicht hätten.
„Könnten die Herren sich darum kümmern die Nummer 9.989 zu fixieren?“
Mit diesen Worten drehte sich die Frau herum, beugte sich zu ihrer Ledertasche herab und ließ die Handlanger ihres geschätzten Kollegen das tun, wofür sie da waren.
„Sie müssen wissen, Yamato Makoto –“, Es war durchaus als eine Art Ehre zu betrachten, dass Kazue sich die Mühe gemacht hatte sich diesen Namen wieder ins Gedächtnis zu rufen. „-anfänglich hatten wir einige Verluste zu verzeichnen, da wir nicht alle Auswirkungen bedachten.“
Vorsichtig glitten die Finger der Frau in die Öffnung der Tasche, zielsicher nach einer silbernen Schatulle greifend, die wie immer in der linken Ecke befestigt war, direkt neben einer kleinen, schwarzen Box.
„Aufgrund des Adrenalins, welches schlagartig durch die Adern der Subjekte schoss, als wir ihnen die Nanotechnologie injizierten – natürlich des Schmerzes wegen – war es ...“
Mit einem Lächeln auf den Lippen zog sie die Schatulle aus der Tasche, platzierte diese auf dem Tisch neben sich und drehte sich dann für einen Moment zu der Jüngeren herum. Die Männer waren inzwischen damit fertig, diese fest an einen Stuhl zu binden.
Nickend signalisierte sie Smith-kun, dass er dafür sorgen sollte, dass die Göre keinen Ton von sich geben konnte. So war es besser, wenn man bedachte, was sie ihr hatte erzählen wollen.
„Nun, es war eine durchaus interessante Beobachtung, doch leider nichts für zartbesaitete Gemüter.“
Langsam die Schatulle öffnend, griff die Ärztin nach er der sich darin befindenden zylinderförmigen Gegenstände, welchen sie anhob und gegens Licht hielt. Die darin befindliche Substanz war nur durch eine kleine Öffnung in der schützenden Hülle zu erkennen, farblos und wahrscheinlich nicht einmal ansatzweise das, was man vielleicht erwartet hätte.
„Je nach Individuum wirken sich die Schmerzen nach der Injektion - wenn sich die Nanomaschinen durch ihr Gewebe bewegten - vollkommen anders aus. Die Einen rissen sich förmlich mit ihren Fingernägeln die Haut vom Hals und versuchten sich die Kapsel selbst zu entfernen. Doch bevor sie diese zwischen dem aufgerissenen Fleisch überhaupt hätten finden können - was ohnehin unmöglich war bei der Größe - verbluteten sie jämmerlich. Nicht einem mehr einen Ton hatten sie von sich geben können, außer einem stetigen Gurgeln.“
Mit einem leichten Schnippen des Zeigefingers brachte die Frau das kleine Röhrchen für eine Sekunde zum erklingen, bevor sie sich mit einem deutlich zu erkennenden Lächeln wieder an das Mädchen wandte.
„Wiederrum andere - was ich deutlich faszinierender fand - empfanden so starke Schmerzen, dass sie sie das Verlangen zu verspüren schienen sich selbst bewusstlos zu schlagen, um diesem zu entgehen. Doch das Adrenalin, von dem ich sprach, verwehrte ihnen diesen Wunsch. Sie schlugen ihren Kopf immer und immer wieder mit voller Wucht gegen das Mobiliar oder die Wand, so lange, bis ihr Schädel brach und ihnen Blut vermengt mit Hirnflüssigkeit aus Nase, Mund und Ohren trat. Schlussendlich starben auch diese qualvoll.“
Schritt um Schritt bewegte sich die Frau in dem weißen Kittel auf das Mädchen zu und wieder formten ihre Lippen ein Lächeln, welches immer mehr einem Grinsen zu gleichen schien.
„Ich bin gespannt, wie sie und ihre Schwester auf die Injektion reagieren werden. Es könnte durchaus aufschlussreich werden, vor allem wenn man bedenkt, dass wir nicht genug Tape haben um auch Nummer 15 ruhig zu stellen.“
Mit der Injektionsspritze in der Linken beugte sich die Frau zu dem Mädchen herunter, umschloss deren Kiefer mit ihrer noch freien Hand und schob deren Kopf etwas zu Seite.
„Keine Sorge. Es wird wehtun. Nicht nur etwas.“
Wie viel Wahrheit in all ihren Worten stecke war natürlich dahingestellt. Die verzogene Göre würde es schon bald herausfinden.

Önee-sama
06.11.2014, 03:41
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23628816&viewfull=1#post23628816)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto hatte Alles getan, was es zu tun gab: Nana wusste von nichts. Nicht, was Makoto vorgehabt hatte, nicht, wie sie gescheitert war und vor allem nicht, was Smith-kun getan hatte! Jetzt blieb ihr nur noch, das Ganze durchzustehen, für ihre Schwester. Weshalb sie sich überhaupt zusammen riss. Was aber nicht hieß, dass sie keine Furcht verspürte...
Und jetzt!?
Makoto hatte ihren letzten Funken Widerstand in ihr Flüstern gelegt. Den Hass, den sie für die Leute empfand, die das hier taten. Sie und vor allem ihre Schwester durch die Hölle schicken wollten. Die ihre Eltern hatten. Die Menschen umbrachten. Und Makoto damit zwangen, alles zu ertragen, um diese Wirklichkeit von Nana fern zu halten...
Sie hatte den ersten Satz der Frau nicht mitbekommen, sah nur diesen Blick von ihr.
Eiskalte Augen... ohne... Gnade... nachgerade grausam...
Sie wusste nicht, dass sich ihre Wahrnehmung mit der von Nana diesbezüglich bestens deckte. Doch was sie wusste, war, dass dieser Blick ihr Angst machte. Angst vor dem, was ihrer Imouto widerfahren könnte. Bis...
„Könnten die Herren sich darum kümmern die Nummer 9.989 zu fixieren?“
Makoto wusste was kommen würde. Sie brauchte gar nicht erst das Fingerschnippen von Smith-kun abzuwarten. Die beiden Helfer hatten sie eh im Griff. Zudem...
Nana darf mich nicht hören! Wenn sie hier rein kommt, dann... dann...
Immer noch Tränen vergießend ließ sie sich widerstandslos auf den ihr nur zu gut bekannten Stuhl verfrachten. Auch das bekannte Tape beachtete sie gar nicht. Es war wie zuvor: Sie wurde mit Armen auf die Lehnen und Beine an die Stuhlbeine gefesselt. Auch ihr Oberkörper wurde fixiert und einzig ihr Kopf hatte damit Spielraum.
"Au!"
Sie flüsterte es mehr, als es zu sagen, denn die Kerle waren nicht zimperlich mit ihrem kleinen Körper und gingen zwar gezielt, aber auch grob vor. Doch das machte ihr nichts aus. Nichts im Vergleich zu dem, was diese sogenannte Ärztin machte.
„Sie müssen wissen, Yamato Makoto, anfänglich hatten wir einige Verluste zu verzeichnen, da wir nicht alle Auswirkungen bedachten.“
Irgendetwas schien sie hervor zu holen. Etwas, das Makoto nicht gefallen würde...
„Aufgrund des Adrenalins, welches schlagartig durch die Adern der Subjekte schoss, als wir ihnen die Nanotechnologie injizierten – natürlich des Schmerzes wegen – war es ...“
"Schmerzen... was für- Hnnng!"
Zaghaft hatte sie gefragt, ihre Angst hatte sie dazu verleitet, hatte sie nach irgendeinem Hinweis suchen lassen. Dabei übersah sie das Nicken der Frau. Smith-kun selbst tat es diesmal. Mit nur 3 Schritten war er bei dem Mädchen, riss ihren Kopf nach hinten und steckte den Knebel, mit dem es schon Bekanntschaft gemacht hatte, in ihren Mund. Ein Handgriff später, war dieser festgezogen. Wirklich fest, stärker als beim ersten Mal und Makoto weinte heftiger ob der groben Behandlung. Doch ihr wahres Martyrium sollte erst beginnen, denn die Frau sprach weiter.
„Nun, es war eine durchaus interessante Beobachtung, doch leider nichts für zartbesaitete Gemüter.“
Durch verweinte Augen sah sie, wie ein Gegenstand ins Licht gehalten wurde.
„Je nach Individuum wirken sich die Schmerzen nach der Injektion - wenn sich die Nanomaschinen durch ihr Gewebe bewegten - vollkommen anders aus. Die Einen rissen sich förmlich mit ihren Fingernägeln die Haut vom Hals und versuchten sich die Kapsel selbst zu entfernen. Doch bevor sie diese zwischen dem aufgerissenen Fleisch überhaupt hätten finden können - was ohnehin unmöglich war bei der Größe - verbluteten sie jämmerlich. Nicht einem mehr einen Ton hatten sie von sich geben können, außer einem stetigen Gurgeln.“
Makoto's Augen weiteten sich bei jedem Satz und sie schüttelte heftig ihren Kopf.
Nein! Nicht... und nicht mit Nana- HMMMMggg!
Smith-kun hatte ihr unvermittelt eine Backpfeife verpasst! Der Schmerz war groß, doch leider auch klärend, denn sie sah diese sogenannte Ärztin plötzlich klar. Sie lächelte sie an und kam schließlich auf sie zu.
„Wiederrum andere - was ich deutlich faszinierender fand - empfanden so starke Schmerzen, dass sie sie das Verlangen zu verspüren schienen sich selbst bewusstlos zu schlagen, um diesem zu entgehen. Doch das Adrenalin, von dem ich sprach, verwehrte ihnen diesen Wunsch. Sie schlugen ihren Kopf immer und immer wieder mit voller Wucht gegen das Mobiliar oder die Wand, so lange, bis ihr Schädel brach und ihnen Blut vermengt mit Hirnflüssigkeit aus Nase, Mund und Ohren trat. Schlussendlich starben auch diese qualvoll.“
Jedes einzelne Wort hallte in ihrem Verstand nach. Wie ein Versprechen, das erfüllt werden würde. Vor dem es kein entrinnen gab. Makoto fürchtete sich und sie spürte einen großen Druck auf ihrer Blase. Sie wünschte sich weit fort, egal wohin, nur weg von hier. Und gleichzeitig wusste sie, dass sie ein entsprechendes Angebot sie von hier weg zu schaffen niemals annehmen würde können, da Nana sich nebenan befand.
Bitte... lasst wenigstens Nana gehen! Sie... sie ist... viel zu unschuldig für euch!
Unter Tränen sah sie flehend zu Frau Sato. Diese jedoch lächelte immer breiter und Makoto's Angst stieg auf ein neues Level. Was begründet war, bedachte man die nächsten Worte.
„Ich bin gespannt, wie sie und ihre Schwester auf die Injektion reagieren werden. Es könnte durchaus aufschlussreich werden, vor allem wenn man bedenkt, dass wir nicht genug Tape haben um auch Nummer 15 ruhig zu stellen.“
Makoto erstarrte. Ihr Puls fuhr wieder Achterbahn und ihr Verstand war nahe dran, erneut auszusetzen.
Nein! NEIN! Das... das... das...
Während ihr Verstand sich am Winden war, blieb ihr Körper, nicht das er sich wirklich hätte bewegen können, unnatürlich ruhig. Ihre Augen hingen förmlich an der Spritze, als die Frau mit Rechts ihr Kinn umfasste und ihren Kopf leicht zur Seite neigte.
„Keine Sorge. Es wird wehtun. Nicht nur etwas.“
Ein schnelles, rhythmisches Schnaufen durch die Nase war zu hören, während große, runde Augen der Injektionsnadel folgten, bis...
"HMMMMM! Hm, hm, hm!"
Makoto schloss fest ihre Augen, als die Nadel in ihren Hals eindrang, denn sie vernahm einen vermeintlich höllischen Schmerz. Die psychologischen Tricks der Ärztin hatten ihre Wirkung nicht verfehlt: Das Mädchen nahm den Schmerz des Einstichs um ein vielfaches schlimmer wahr, als er in Wirklichkeit war. Frau Sato wusste, was sie tat. Also konnte sie auch mit einer Injektionsnadel Schmerzen verursachen, die keine Schäden hinterließen, aber sich ins Gedächtnis brannten. Makoto saß verkrampft da, ihre erstickten Schreie waren verstummt, nur die Flüssigkeit lief... Das Polster des Stuhls färbte sich dunkel, ein Anzeichen, dass sie sich erneut benässt hatte. In die Tränen der Angst und der Schmerzen mischten sich jetzt auch noch die der Scham. Wenn auch unbewusst...
Bitte... Gott... oder irgendwer... lass sie aufhören... lass sie aufhören, bevor sie mit... Nana weitermachen...
Dieser eine Wunsch blieb ihr noch. Das ihre kleine Schwester dies nicht durchmachen müsse...

Smith-kun hatte alles ungerührt verfolgt. Lediglich die Feuchtigkeit, die sich jetzt auf dem Stuhl ausbreitete, rang ihm einen Kommentar ab.
"Körperfunktionen - erhöhte Flüssigkeitsabgabe..."
Dann sah er zu der Ärztin.
"Weitere Maßnahmen oder Tausch mit Nummer 15?"

Önee-sama
06.11.2014, 13:42
nichts bemerkt (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23621541#post23621541)

http://upload.worldofplayers.de/files9/my_girlfriend_is_the_president___Ell_1_ava.png

Nana folgte dem Techniker und ließ ihre große Schwester zusammen mit den anderen Personen im Wohnzimmer zurück. Weit mussten sie nicht gehen, denn für das Vorhaben, die Neuraleinheit, die für das Dai Shi benötigt wurde, anzupassen, schickte auch die Küche. Schließlich konnte man im gesamten Haus der Yamato's verschiedenste Dinge an Verbindungen stecken, die mit dem zentralen Rechner des Heimes dann verbunden waren. Nana zeigte dem Techniker eine solche Verbindungsschnittstelle.
"Hier kann man eine Neuraleinheit anschließen..."
"Danke sehr. Wenn sie es sich solange schon mal auf einem Stuhl bequem machen würden, Frau Yamato? Ich nehme nur kurz ein paar erste Einstellungen vor..."
"O-okay..."
Während der Techniker seine Utensilien auspackte, setzte Nana sich schüchtern auf einen der Küchenstühle. Sie faltete ihre Hände in ihrem Schoss und rieb immer wieder ihre Beine aneinander, da sie, noch immer nur mit ihrem Nachthemd bekleidet, leicht fror.
Nee-san hat gesagt, dass mir nichts passieren wird! Ich vertraue ihr, schließlich ist sie zurückgekehrt und hat gesagt, dass sie mich nicht mehr alleine lässt!
Sie zog Kraft daraus, dass ihre ältere Schwester nebenan im Wohnzimmer war.
Hoffentlich macht sie keine... Dummheiten ohne mich... manchmal kann sie sehr... aufbrausend sein...
Ein kleiner Seufzer entfuhr ihr, dann wandte sich wieder der Techniker an sie.
"Frau Yamato? Wenn sie die Güte hätten, bitte die Neuraleinheit aufzuziehen? Ich werde jetzt ein paar Tests machen, ob die Funktion, den Schmerz zu übertragen, auch wirklich eingestellt ist..."
Oh! J-ja... bei Dai Shi spürt man Schmerz, wenn man getroffen wird!
Vorsichtig nahm sie die NE in Empfang.
"N-natürlich..."
Langsam setzte sie sie auf, bis sie bequem saß.
"Wenn sie sich jetzt bitte ganz gelassen auf dem Stuhl hinsetzen könnten? Und bitte keine Muskeln anspannen - einfach ganz ruhig bleiben."
"J-ja... okay."
Nana versuchte sich, so gut es ging, zu entspannen. Die NE war etwas klobiger als sie es von ihrer modernen MNE gewohnt war, drückte aber nicht wirklich und auch das Gewicht war okay.
Hm, da der Verstand ja ganz ins Spiel gelangt, wenn ich das noch richtig weis... dann werde ich es sowieso nicht bemerken oder?
Kurz dachte sie darüber nach, was sie gestern Alles zu Dai Shi gesagt bekommen hatte, dann redete abermals der Techniker.
"So. Ich habe jetzt Alles vorbereitet. Als Hinweis für sie: Dies ist eine Simulation, daher werden sie mir weiter antworten können. Später bei Dai Shi ist ihr Verstand soweit ins Spiel versetzt, dass sie den Schmerz dann im Spiel spüren, umgesetzt durch ihren Körper hier in der Realität. Wichtig ist, dass sie am besten in bequemer Pose spielen - zum Beispiel auf dem Bett oder in einem Sessel. Nicht, dass ihr Körper doch noch so auf die Schmerzimpulse reagiert und von einem, sagen wir, Bürostuhl kippen würde und sie dabei den Kontakt mit der NE verlieren!"
"W-wie bitte?"
Etwas Angst hatte sich in ihre Stimme gemischt, worauf der Techniker sie sofort zu beruhigen versuchte.
"Nun, sie wissen doch bestimmt: Der Schmerz simuliert ihre Gesundheit mit ihrem Avatar. Je mehr sie spüren, desto weniger Lebensenergie haben sie. Wenn sie das im Hinterkopf behalten und gleichzeitig in einer bequemen Position spielen, dann kann aber nichts ihrem Körper hier im realen Leben passieren..."
Kein Wort von dem, was passiert, wenn der Avatar seine komplette, simulierte Lebensenergie verlor und 'starb' oder auch kein Wort von kritischen Treffern, bei dem ein ganzer Körperteil wie zum Beispiel ein Bein abgetrennt wurde...
"O-okay..."
Nana beruhigte sich wieder und der Techniker sprach weiter.
"Ich teste jetzt vorsichtig, ob sie auch den simulierten Schmerz an den richtigen Stellen spüren. Bitte sagen sie, ob es passt oder abweicht!"
"Ja..."
Der Techniker gab etwas auf einer Tastatur ein und meldete sich zu Wort.
"Rechtes Bein..."
Nana spürte ein leichtes Ziehen im rechten Bein.
"Ja, rechtes Bein"
"Sehr gut. Jetzt im Rücken..."
Diesmal ein Stechen, das jedoch nicht zu stark war.
"Ja... im Rücken..."
"Sehr schön..."
Dann holte der Techniker einmal tief Luft.
"Abschließend einmal ein mittelschwerer Treffer am linken Arm..."
Nana zuckte kurz auf, ob des Schmerzes, sagte aber nix. Dann ließ der Schmerz wieder nach und sie atmete aus.
"J-ja... l-linker Arm..."
"Alles im grünen Bereich. Frau Yamato, sie können die NE jetzt abnehmen. Sie ist auf sie eingestellt und bereit für den Start am 13.05."
Nana nahm die NE ab und legte sie auf den Tisch, dann sah sie Richtung Wohnzimmertür.
Wie es Nee-san wohl ergeht... diese Ärztin ist hoffentlich lieb zu ihr...

Annalena
06.11.2014, 16:07
http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/Yegor_klein.jpg
Yegor wachte gut gelaunt auf und machte sich nach seiner Morgentoilette ein kräftiges Frühstück. Nachdem er seinen Schokoladenkuchen gegessen und seinen Kaffee getrunken hatte, dachte er über die Situation mit Valerya nach. Er hatte nicht bedacht, wie sehr sie sein Leben durcheinander gebracht hatte und dabei kannte er sie nur ein paar Tage. Der Mann studierte seinen Terminkalender und kam zu der Erkenntnis, dass er gar keine Zeit hatte sich um die junge Frau zu kümmern. Doch ihm fiel schnell eine Lösung ein und er grinste, als er seinen Freund Dimitri über die MNE anrief.

„Guten Morgen Dimitri. Ich hoffe, du hast gut geschlafen… wegen dem was wir gestern besprochen haben…“

„Stop… stop… was zum Teufel soll der frühe Anruf Yegor? Es ist noch mitten in der Nacht…“

„Habe ich dich geweckt? Tut mir leid, doch ich brauche deine Hilfe, denn mir ist eingefallen, dass ich heute einen vollen Terminkalender habe und keine Zeit für Valerya. Ich habe noch ein paar Hausbesuche vor mir, wegen des Dai Shi und dann habe ich noch eine Verabredung mit einer 8,5… du kennst sie vielleicht, die kleine Blonde vom Buchladen… du weißt schon, der Laden der noch diese Bücher aus Papier verkauft. Wie war ihr Name noch gleich? Warte, es fällt mir gleich ein…“

„YEGOR… komm zum Punkt, man, es ist viel zu früh für dein Drama und wieso hast du überhaupt eine Verabredung? Ich dachte du wolltest dieser Valerya näher kommen.“

„Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun? Egal, ich brauche deine Hilfe. Kannst du kommen und dich um Valerya kümmern? Ach ja, sie kann meinen Rechner mit allem was dazu gehört haben. Sage ihr, dass es ein Geschenk von mir für sie ist und das ich mich melde sobald ich Zeit habe…“

„Was? Warum zum Teufel sollte ich mich um eine deiner Eroberungen kümmern? Ich habe selbst zu tun und du kannst nicht einfach davon ausgehen, dass ich Zeit habe.“

„Du bist doch selbstständig und kannst dir die Arbeitszeit einteilen. Komm schon, tu es für mich? Außerdem kannst du so gleich mit ihr reden. Das wolltest du doch sowieso tun.“

„Urgh, schön, na gut, ich tue es. Ich kann nicht glauben, dass ich es mache. Du schuldest mir was.“

„Großartig! Du hast einen Gefallen bei mir gut Dimitri. Jetzt muss ich aber los.“

„Warte, sag ihr wenigstens Bescheid… Yegor? Verdammt, der Mistkerl hat einfach aufgelegt.“

Dimitri versuchte erst gar nicht Yegor noch einmal zu erreichen, da dieser sowieso nicht rangehen würde. Laut seufzend stand er auf, zog sich an und machte sich mit seinem Laptop auf den Weg zur Wohnung von Yegor. Unterwegs hielt er noch bei einem Geschäft an und kaufte Zutaten für ein ordentliches Frühstück. Wie er Yegor kannte, hatte dieser sicherlich nur Schokoladenkuchen und Müsli da und das war sicherlich kein vernünftiges Frühstück für die junge Frau.


Am nächsten Morgen wachte Valerya schon früh auf. Sie war noch sehr müde und bemerkte erst nicht, dass sie nicht auf der Couch in ihrer Wohnung lag. Verschlafen blinzelte sie und rieb sich den Sand aus den Augen, bevor sie aufstand und sich anzog. Vorsichtig öffnete sie die Tür, da sie nicht wusste, ob Dr. Baranyk noch schlief. Im langen Flur brannte schon Licht und sie folgte dem Klappen von Geschirr in die Küche. Sie erstarrte als sie erkannte, das nicht Yegor in der Küche war, sondern ein fremder Mann. Für einen Moment überlegte sie, was sie tun sollte. Doch bevor sie eine Entscheidung treffen konnte, hatte der fremde Mann Valerya schon bemerkt und sprach sie an.

Wow… das Bild von ihr tat ihr wirklich unrecht, denn sie war in Natur tatsächlich viel hübscher. Wie Yegor immer diese Perlen fand war ihm ein Rätsel. „Guten Morgen Frau Ivancyk. Ich bin Dimitri Savchenko und ein Freund von Yegor. Da er heute den ganzen Tag beschäftigt ist, hat er mich gebeten mich um Sie zu kümmern.“ Innerlich stöhnte Dimitri bei seinen Worten, da er einfach nicht das gleiche Auftreten wie Yegor gegenüber schönen Frauen hatte. Zum Glück stotterte er nicht mehr wie er es früher getan hatte, aber von Yegors Kaliber, Frauen mit schönen Worten für sich zu gewinnen, war er meilenweit entfernt.

„Guten Morgen“, sagte Valerya zögerlich, doch sie entfernte sich nicht von dem Türrahmen, in dem sie noch stand. Yegor sagte zwar, dass er heute viel zu tun hatte, aber er hatte nicht erwähnt, dass sein Freund vorbei kommen würde. Sie zuckte zusammen als ihr Kommunikationsarmband plötzlich eine eingehende Nachricht meldete. Voller Sorge, dass etwas mit Katya sein könnte, ignorierte sie den Mann und las die Nachricht. Erleichtert atmete sie auf, da es nur Yegor war, der ihr mitteilte, dass sein Freund sich um sie kümmern würde. Valerya sah auf und der Mann stand immer noch wartend da. „Verzeihen Sie bitte, Herr Savchenko, ich war nur überrascht Sie zu sehen. Yegor hat mir gerade eine Nachricht geschickt, dass Sie heute einige Dinge mir besprechen werden und ich ihn heute nicht mehr sehen werde.“

Dimitri stöhnte innerlich als er registrierte, dass sein Freund alles auf ihn abgewälzt hatte. Das wirklich ein sehr großer Gefallen, den Yegor ihm nun schuldete. „Setzen Sie sich bitte Frau Ivancyk. Da Yegor keine vernünftige Nahrung in seiner Wohnung hat, war ich so frei und habe auf den Weg hier her etwas eingekauft. Ich weiß nicht, was Sie mögen, aber ich hoffe, dass es Ihnen schmeckt.“ Valerya setzte sich an den schon gedeckten Tisch und sah sich um. Die Küche war sehr hell, groß und ordentlich. Ihre ganze Wohnung würde bestimmt komplett in diese Küche passen. Sie schrak aus ihren Gedanken als Herr Savchenko ihr Kaffee einschenkte, bevor er sich selbst auch etwas einschenkte und hinsetzte. Das Frühstück verlief schweigend und jeder hing seinen Gedanken nach.

Kurze Zeit später waren sie im Wohnzimmer und Valerya musterte den Mann neugierig. Dimitri spürte ihren Blick und versuchte es zu ignorieren, doch das gelang ihm nicht wirklich. Die ganze Zeit hatte er sich schon den Kopf zerbrochen, wie er mit ihr reden sollte. Es war schließlich Valerya, die das Schweigen brach. „Was wollten Sie mit mir besprechen Herr Savchenko?“ Dimitri räusperte sich verlegen. „Bevor wir beginnen… vielleicht sollten wir uns duzen. Ich bin Dimitri.“ Er streckte seine Hand aus, die sie zögerlich schüttelte. „Ich bin Valerya.“

Der Mann holte noch einmal tief Luft bevor er begann. „Yegor und ich haben einige Dinge besprochen, die dich und deine Situation betreffen. Er möchte dir und deiner Tochter helfen und hatte auch schon ein paar Ideen.“ Nicht durchdachte Ideen und nun musste er es ausbaden, da bei seinem Freund sich, mal wieder, das Gehirn ausgeschaltet hat als der die hübsche Frau gesehen hatte. "Werbung für Nonomoto Enterprises ist leider nicht möglich, da die Firma dich nicht wollte.“ Dimitri hasste es die junge Frau anzulügen, doch Yegor war sein Freund und er würde ihr nicht die Wahrheit sagen. Valerya sackte in sich zusammen als sie das hörte, doch Dimitri legte sofort tröstend seine Hand auf ihren Arm. „Es gibt eine andere Möglichkeit“, sagte er schnell, „und ich werde dir dabei helfen.“

Valerya sah ihn hoffnungsvoll an und Dimitri musste sich zusammenreißen um sie nicht einfach in seine Arme zu nehmen, da sie so zerbrechlich wirkte. „Nonobook… ich meine, man könnte eine Seite auf Nonobook erstellen und auf diese Weise Spenden sammeln.“ Valerya nickte nachdenklich. „Das wäre sicherlich eine gute Idee, aber ich habe keine Ahnung, wie man so etwas macht.“ Er öffnete seinen Laptop um sich von ihren großen grünen Augen abzulenken. Was war nur los mit ihm? Normalerweise hatte er keinerlei Interesse an den Frauen, die Yegor anziehend fand, und ganz besonders mochte er nicht wie sein Freund mit den Frauen umging. Valerya war… anders… irgendwie süß. Dabei kannte er sie doch gar nicht und er wollte sie auf keinen Fall nur nach ihrem Äußeren beurteilen. Doch verdammt, sie war...

"Dimitri?“ Er zuckte zusammen als er ihre Stimme hörte. „Ist alles in Ordnung? Du warst irgendwie abwesend.“ Dimitri winkte nur ab. „Es ist nichts. Nur Frauenprobleme.“ Er erstarrte als er registrierte, was er gerade gesagt hatte. Manchmal war er wirklich ein Idiot. „Ähm… also fangen wir an. Du kannst nicht hier wohnen bleiben, denn das würde ein falsches Licht auf dich werfen. Jeder würde denken, dass du lügst, weil du mit einem reichen Arzt liiert bist. Dann sollten wir Bilder von dir und deiner Tochter machen. Erzähle ein bisschen aus deiner Vergangenheit und vor allem über den Krankheitsverlauf deiner Tochter. Wichtig wäre auch noch, dass du dich als Dai Shi Spielerin outest und vor allem solltest du sagen, warum du an Dai Shi teilnimmst.“ Dimitri war nervös und so ratterte er die Fakten herunter ohne näher darauf einzugehen.

Valerya blinzelte und hatte Mühe den Ausführungen des Mannes zu folgen. Wahrscheinlich war er wegen seiner Probleme zu sehr abgelenkt und es tat ihr etwas leid, dass er nun seine Zeit mit ihr verschwenden musste. „Ich… ich danke dir, dass du dir so viel Zeit nimmst mir zu helfen.“ Sie überlegte kurz und ordnete ihre Gedanken. „Ich kann in meine Wohnung zurückkehren. Es war mir sowieso unangenehm hier zu wohnen, aber ich konnte es Yegor einfach nicht abschlagen.“ Betreten blickte sie zu Boden bevor sie Dimitri wieder ansah. „Ich weiß noch nicht, woher ich das Geld für einen neuen Rechner nehmen soll. Ich habe auch meinen Job verloren, nicht das ich mir von meinem Verdienst einen neuen hätte kaufen können.“

Die junge Frau seufzte leise, denn sollte sie keinen Rechner besorgen können, dann würde sie schon am ersten Tag von Dai Shi sterben. Zumindest sagen es die Regeln so, die sie etwas studiert hatte. Dimitri winkte nur ab. „Ach, das ist kein Problem. Yegor sagte mir, dass er dir seinen Rechner schenkt. Wir werden ihn mitnehmen und ich schließe ihn dir an.“ Valerya konnte kaum fassen, was sie da hörte. „Er will ihn mir schenken? Wieso? Braucht er ihn nicht selbst und vor allem, hat er bestimmt wichtige Daten gespeichert. Ich kann das nicht annehmen.“ Dimitri blickte von seinem Laptop auf. „Keine Sorge, Valerya, der Rechner stand eh nur rum. Ich meine, er hat ihn ja nur gekauft um die hübsche Verkäuferin ins Bett zu bekommen. Seine ganzen wichtigen Sachen hat er auf seinem Laptop.“ Seine Augen weiteten sich als er registrierte, was er gerade gesagt hatte. „Ähm, nicht das es seine Gewohnheit ist Frauen so anzubaggern. Manchmal geht er auch mit ihnen Essen. Ich meine… er ist kein Lustmolch oder so… also…“

Valerya unterbrach ihn mit einem Kichern. „Schon gut. Es ist mir egal, ob er nur an Sex interessiert ist.“ Dann wurde sie nachdenklich bevor sie fortfuhr. „Hat er nur von einer möglichen Beziehung gesprochen um mich ins Bett zu bekommen? Das hätte er sich sparen können, denn wie ich ihm bereits sagte, wäre es nicht das erste Mal, dass ich mich auf diese Weise benutzen lasse.“ Sie zuckte leicht zusammen als Dimitri plötzlich seine Hand auf die ihre legte. „So etwas solltest du nicht tun. Du bist mehr wert als das und solltest dich nicht auf diese Weise von den Männern benutzen lassen.“ Valerya schüttelte den Kopf doch sie entfernte nicht seine Hand. „Ach ja? Und was bitteschön soll ich machen? Ich habe keinen Schulabschluss, keine Ausbildung und meine Eltern haben sich von mir losgesagt als ich Katya nicht abtreiben wollte. Mein Körper ist das Einzige, was ich benutzen kann um über die Runden zu kommen. Und wenn ich damit Katya helfen kann, dann tue ich das… ich tue alles um Katya zu retten, denn sie ist das Einzige, was für mich wichtig ist.“

Valerya drehte sich weg damit er nicht sah, wie sich Tränen in ihren Augen bildeten. Sie tat zwar alles um Katya zu helfen, dass hieß aber noch lange nicht, dass sie es gern tat oder glücklich darüber war. Wäre Katya gesund, dann hätte ihr Leben sicherlich einen anderen Verlauf genommen, doch sie war es nicht und Valerya musste das Beste aus der Situation machen. Solange sie und nicht Katya den Preis dafür bezahlt war sie zufrieden. „Verzeih mir bitte, ich wollte dir nichts vorschreiben oder unterstellen, doch du bist mehr als das. Doch vielleicht sollten wir nicht mehr davon reden. Wir haben schließlich noch einiges zu tun.“ Dimitri fühlte sich schlecht als er ihre Reaktion sah. Er wollte sie nicht verletzen, doch er war, mal wieder, ins Fettnäpfchen getreten. Hoffentlich konnte er es wieder gutmachen und ihr zeigen, dass er nicht so ein Mann war wie die, mit denen sie anscheinend bisher zu tun hatte.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Valerya.jpg
Entgegen ihrer Erwartungen verbrachte Valerya einen angenehmen Tag mit Dimitri. Als erstes brachten sie ihre Sachen und den Rechner in ihre Wohnung. Sie war dankbar, dass Dimitri sich sofort daran machte diesen aufzubauen und einzurichten. Zum Glück funktionierte die Neuraleinheit unabhängig vom Standort des Rechners und es sollte diesbezüglich keine Probleme geben. Mit einem Stirnrunzeln und einem Kopfschütteln entschied Dimitri, dass Valeryas Rechner nicht mehr zu retten war und entsorgte ihn. Vorher baute er jedoch die Festplatte aus und versprach ihr sich darum zu kümmern, ob man die Daten darauf noch retten kann.

Ihre nächste Station war das Krankenhaus in welchem sie Katya besuchten. Dimitri war betroffen, als er das kleine Mädchen im Koma sah und Valerya hatte das Gefühl, dass sein Bedauern ernst und nicht nur gespielt war. Im Krankenzimmer stellte er viele Frage, die zum Teil sehr persönlich waren, und machte jede Menge Aufnahmen von ihr und ihrer Tochter. Er sagte, dass Bilder mehr als Worte sagen und die Spendenbereitschaft größer wäre, wenn die möglichen Spender den Zustand des Mädchens sahen.

„Es ist gut, dass sie im Koma liegt, denn das erweicht die Herzen der Spender enorm.“ Entsetzt sah Valerya den jungen Mann an. Dimitris Gehirn holte seinen Mund ein und er weitete entsetzt die Augen. "Ich meinte natürlich nur für die Spenden… nicht das es toll ist, dass sie im Koma liegt… sie sollte nicht im Koma liegen, was die Spendenbereitschaft natürlich senken würde, aber… aber… tut mir leid…“ Bevor er noch mehr dummes Zeug reden konnte, hielt er lieber die Klappe und hoffte, dass die junge Frau es ihm nicht übel nahm. „Schon gut, ich verstehe und ich bin mir sicher, dass du es nicht so gemeint hast.“ Dimitri nickte heftig und war froh, dass sie ihm verziehen hatte.

Valerya wünschte sich, dass sie mehr Zeit mit ihrer Tochter verbringen konnte, aber leider hatte sie dafür keine Zeit. Es war schon spät am Nachmittag und sie wollte noch kurz in Belendiel reinschauen um ihr Wissen aufzufrischen. Dimitri begleitete sie zu ihrer Wohnung und verabschiedete sich von ihr. „Ich melde mich sobald ich die Webseite für Nonobook fertig habe und dann schauen wir noch einmal gemeinsam drüber, ob alles in Ordnung für dich ist bevor wir sie veröffentlichen.“ Valerya lächelte ihn leicht an. „Danke für alles was du für mich getan hast. Ich weiß nicht, wie ich das wieder gut machen kann.“ Dimitri lächelte zurück und gab ihr die Hand, die sie ohne zu zögern schüttelte. „Es war mir ein Vergnügen Valerya und ich wünsche dir und deiner Tochter nur das Beste. Hoffentlich sehen wir uns bald wieder.“

Valerya blickte ihm nach und war verwundert, dass er kein einziges Mal zudringlich wurde oder offensichtliche anzügliche Angebote ihr gegenüber machte. Er war sehr nett und sie wusste nicht so richtig, was sie davon halten sollte. Irgendwie sollte sie ihre Dankbarkeit zeigen, da er ihr so sehr geholfen hatte. Sie machte den Rechner an und verbrachte noch einige Zeit in Belendiel.

Dimitri war auch tief in Gedanken versunken als er sich auf den Heimweg machte. Valerya war eine nette Frau und er hatte einen guten Tag, abgesehen von dem einen oder anderen Fettnäpfchen, doch das war für ihn nichts Neues. Er fragte sich, wie sie wohl aussah, wenn sie lachte. Das wäre sicher ein schöner Anblick und er hatte plötzlich das Bedürfnis derjenige zu sein, der sie zum Lachen brachte. Dimitri freute sich schon darauf sie wiederzusehen und er war dankbar, dass Yegor ihn gezwungen hatte, sich heute um Valerya zu kümmern.

Am nächsten Morgen wachte Valerya auf und machte sich fertig für den Tag nachdem sie den Rechner hochgefahren hatte. Heute begann Dai Shi und sie konnte ihre Aufregung nicht verbergen. Qualvoll langsam für sie verstrich die Zeit bis zur Öffnung des Todesservers.

Moku
06.11.2014, 16:49
http://upload.worldofplayers.de/files9/pgfkGDQpmnjjava.pngJJ fummelte mit der Kanüle herum, versuchte den richtigen Blinkwinkel auf seinen Oberarm zu bekommen um abzuschätzen, wo genau er den Anfang setzen wollte und wie viel Platz er bei 10000 Spielern ungefähr benötigte. Nicht dass er davon ausging alle 10000 zu töten, nicht mal annähernd, aber ein gewisser Prozentsatz könnte drin sein, selbst wenn die Teilnehmerzahl und somit die Chancen exponential fielen. Er fragte sich, ob zehn eine realistische Zahl war nur um festzustellen, dass er wirklich absolut keinen Schimmer hatte.

Genervt legte er die Kanüle zur Seite und hob den Laptop über den Tisch auf sein Bett, während Dennis ihn mit halbgeöffneten Augen amüsiert beobachtete. JJ ignorierte ihn, schmiss die erstbeste Suchmaschine an, die sich ihm präsentierte und suchte die Rekorde des letzten Dai Shis.

Der Gewinner des vorherigen Events hatte es tatsächlich auf knapp 500 Solokills und ungefähr doppelt so viele Teamkills gebracht, und dabei wurden weder Fauna noch Flora des Spieles berücksichtigt. JJ hob ob des Zusatzes skeptisch eine Augenbraue und machte sich einen mentalen Vermerk, dass scheinbar sogar Pflanzen daraus aus waren einen zu töten.

Okay.

JJ war sich ziemlich sicher, dass er keine 500 Leute—nicht einmal in einem Gruppenkampf—besiegen würde, darüber brauchte er sich wirklich keine Gedanken machen. Die wenigstens Kills unter den letzten 20 Teilnehmern war 14 gewesen. Definitiv eine Zahl mit der er, sein Körper und seine Klamotten leben konnten, wobei er sich nicht einmal sicher war, ob er es überhaupt bis zu den letzten 20 schaffte.

Eher nicht.

Wahrend er sich weiter durch die Chroniken der vergangenen Jahre klickte, stellte er fest, dass es tatsächlich mal einen Gewinner gab, der keinen einzigen Teilnehmer direkt getötet hatte. Irritier und neugierig suchte er sich den Jungen raus. Keine zehn war er damals gewesen und JJ fragte sich was zur Hölle aus dem Jugendschutz wurde und ob die Teilnahme tatsächlich so komplett urteilslos war wenn sogar Kinder mitmachen dürften.

Er hätte ja wenigstens ein Mindestalter von sechzehn erwartet. Aber nein, Dai Shi durfte wohl komplett wertungsfrei überall machen, was es wollte.

„Huh,“ stellte er nüchtern fest, legt den Kopf leicht schief. „Ich töte Kinder?“

Dennis lachte einmal trocken auf. „Denk immer dran,“ erinnerte er, stützte sich mit dem Ellenbogen von der Couch ab. „Sie haben sich freiwillig gemeldet. Sie müssen also genauso fucked up sein wie du.“

„Dass du mal meine Stimme der Vernunft bist,“ meinte JJ leicht angeekelt von sich selbst, tat seine vorherigen Gedanken ab und schloss den Laptop, starrte auf seinen Oberarm.

„Außerdem weißt du es vorher nicht. Was wäre also dein Plan? Niemanden töten? Glaub mir, auch Kinder können Waffen sein.“ JJ ließ seine Augen zu seinem Freund flackern, der mit krauser Stirn und aufeinander gepressten Lippen an die Decke starrte. Sämtlicher Humor war bei den letzten Worten aus seiner Stimme verschwunden. „Kinder sind die Schlimmsten,“ murmelte der Ältere. JJ wollte nicht wissen, welche Bilder sich vor dem inneren Auge des anderen abspielten.

„Nah, ich glaube du hast recht,“ räumte der Blondschopf laut ein, hauptsächlich nur um den anderen aus seinen Gedanken zu reißen. Allerdings hatte er wirklich ein bisschen gehofft, dass er einfach nur für das Seelenheil seines Vaters, Skrupel hätte ein Balg um die Ecke zu bringen. Scheinbar konnte selbst die ausgezeichnete Erziehung seines Dads einem geborenen Crackbaby nicht helfen.

JJ zuckte mit den Schultern. Nun gut, er rechnete einfach dezent mal mit einem Minimum von eins und Maximum von zwanzig Kills und hoffte auf mindestens sieben, damit sich das angestrebte Muster sichtbar abzeichnete. Mit den restlichen hätte er noch genug Platz auf der Haut um es weiter auszuschmücken.

„Ist es nicht voreilig, wenn du nicht mal angefangen hast und weißt auf was für Spieler du triffst?“ versuchte sich der Kahlkopf erneut in Klugheit.

„Einer muss drin sein,“ erklärte JJ, während er begann die Stelle, die er punktieren wollte, zu desinfizieren. „Ansonsten wäre der ganze Mist sinnlos.“ Seine Hand legte das feuchte Tuch zurück auf den Teller, nahm stattdessen die Kanüle und betrachtete sie einmal eingängig, bevor er diese einfach noch einmal desinfizierte.

„Wir werden jeden deiner Schritte verfolgen, also streng dich an. Ansonsten erwartet dich nur hämisches Gelächter hier.“

JJ hob skeptisch eine Augenbraue, während Dennis mit beiden wackelte und dann versuchte unschuldig mit den Wimpern zu schlagen. Der Blonde schnaubte einmal, setzte dann die Kanüle an seinem Arm und stach ein winziges Loch in die Haut. „Schon Wetten abgeschlossen?“ fragte er, wiederholte den Stich erneut um eine Gewebetasche zu formen, in der er den Anker setzen konnte, legte dann die Kanüle zur Seite.

„Kennst uns doch.“

„Weshalb frag ich überhaupt“, meinte er rhetorisch, verdrehte die Augen, wischte mit einem Tuch über die Stelle und nahm dann den Piercing mit einer Pinzette auf.

„Sample ist die einzige, die auf deinen Sieg gewettet hat,“ lachte Dennis. JJ warf mit der freien Hand die Packung Desinfektionstücher nach ihm und achtete nicht darauf wo genau sie den anderen traf, als die Bewegung Blut aus der kleinen Wunde tropfen ließ, sodass er diese erneut reinigen musste. Danach schob er umgehend den Anker unter die Haut.

Resigniert stellte er fest, dass er sich schon zu sehr an das Brennen durch den Einstich einer Kanüle und das Gefühl eines Fremdkörpers unter seiner Haut gewöhnt hatte, dass er nicht einmal ansatzweise das Kribbeln im Bauch spürte, das mit seinem ersten Zungenpiercing oder Hüftsurface gekommen war. Routiniert reinigte er die Stelle am Arm, betrachtete das längliche Metall, das sich später—hoffentlich—wie ein Puzzel zu einer Sense zusammen setzen würde und klebte ein Pflaster drüber.

„Na? Wie befriedigend war der Schmerz für dich?“

JJ seufzte einmal laut.

Und schleuderte dann seine Wasserflasche nach dem Älteren.

Önee-sama
07.11.2014, 00:43
Yume (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23583413#post23583413)

http://upload.worldofplayers.de/files9/agent_smith_ava.jpg

Niemand beachtete die Limousine, die im Hafenviertel abseits an der Kaimauer hielt. Die Insassen wussten genau, wo sie sich auch zur Tageszeit völlig ungestört zeigen und ihrer Tätigkeit nachgehen konnten. Smith-kun und seine beiden Helfer stiegen aus, dann gingen sie zum Kofferraum. Der Deckel wurde geöffnet und darin lag ein sich windendes Bündel, das einige 'Hm' Laute von sich gab. Ungerührt holten die beiden Helfer den großen Sack hervor, schleppten ihn an die Grenze des Wassers und stellten ihn dann hin. Einer der Helfer ging zurück zum Wagen und holte ein paar Backsteine nach und nach, während der Andere den Sack zumindest soweit öffnete, dass ein menschlicher Kopf zum Vorschein kam. Dieser Kopf gehörte zu einem Mann in den 40ern, der jetzt gefesselt und geknebelt war. Aus angsterfüllten Augen sah er seine Peiniger an, während Smith-kun wieder mal seinen Kopf zur Seite neigte, bis sein Nacken knackte. Dann trat er an die mitleiderregende Gestalt heran.
"Mister Wasabe. Nonomoto Enterprises mag es gar nicht, wenn man der Firma ans Bein pinkeln möchte. Und dann Hals über Kopf zu flüchten... ohne ihre Frau mitzunehmen!?"
Smith-kun schüttelte nur einmal seinen Kopf. Der eine Kerl, der die Backsteine gebracht hatte, füllte diese jetzt in den Sack und der Mann weinte Tränen der Angst, während er versuchte, trotz des Knebels um Hilfe zu flehen.
"Das war ein Fehler, Mister Wasabe. Es gab noch keinen Menschen, der nicht für mich gesungen hätte, wenn ich es verlangt habe... Ihre Frau redete schon nach 10 Minuten. Nach weiteren 30 Minuten war ich mir dann endgültig sicher und wusste, was sie tun würden. Wir haben sie gefunden, ohne auf die vielen technischen Möglichkeiten zurückzugreifen, die es in Japan und speziell bei Nonomoto Enterprises gibt!"
Die Backsteine waren jetzt allesamt bei dem Mann im Sack und die Helfer standen bereit. Ein letztes mal lächelte Smith-kun den Kerl an.
"Man möchte, dass sie als letztes auf dieser Welt einmal über ihren Fehler bezüglich der Firma nachdenken... und dazu wissen, dass man sich um ihre Frau kümmern wird! Leben sie wohl, Mister Wasabe!"
Der Kerl wimmerte erbärmlich vor sich hin, doch die Anzugträger ignorierten ihn völlig. Ohne, dass sie einen Befehl dazu gebraucht hätten, machten die Helfer den Sack wieder zu und verschnürten ihn anschließend. Dann hievten sie das Bündel an die Begrenzung und schubsten es schließlich ins Wasser...

Nachdem die Männer kurz geschaut hatten, bis die Luftblasen fort waren, stiegen sie wieder in die Limousine und machten sich auf die Weiterfahrt. Smith-kun zeigte keinerlei Regung - für ihn war es ein ganz normaler Montag, an dem er verschiedene Probleme des Wochenendes im Namen von Nonomoto Enterprises beseitigte. Dabei nahm er sich solcher Probleme gerne auf die alte Art und Weise an: Gerade im Zeitalter der totalen elektronischen Möglichkeiten, gingen Menschen stets davon aus, sie müssten einfach nur ihre Spuren im Internet verwischen. Selbst wenn sie dies wirklich gründlich taten, vergaßen sie oft Personen, die ihnen Nahe standen. So hatte Mister Wasabe seine Frau nicht bedacht. Er hatte sie zwar in nichts eingeweiht, da er sie aber anscheinend zumindest teilweise geliebt hatte, wusste sie über seine Persönlichkeit bescheid. Und konnte Smith-kun, nach einigem 'Nachbohren', doch ziemlich genau schildern, wie ihr Mann tickte. Die weiteren Schritte vorherzusagen waren dann ein Kinderspiel gewesen, weshalb er gar nicht erst die Abteilung für Sicherheit gegen Cyberkriminalität zu Rate ziehen musste. Schlussendlich war eine weitere 'Beseitigung' unausweichlich gewesen...

Die Männer befanden sich wieder auf dem Weg nach Tokyo und wollten Osaka schon verlassen, als das Kommunikationsarmband von Smith-kun eine Nachricht vermeldete. Es handelte sich um eine reine Textnachricht, die von Oben kam und Dai Shi betraf. Der Anzugträger nickte nur kurz, dann sandte er dem Fahrer eine Adresse, woraufhin dieser den Wagen wieder in die Stadt zurück lenkte.
"Jemand denkt zu lange über eine Einladung nach. Wir sollen diese Entscheidung beschleunigen..."

Die junge Frau zu finden, war überhaupt kein Problem gewesen. Auch eine altmodische Beschattung war geradezu kinderleicht. Wahrscheinlich hätte man der Dame auch direkt vor ihren Augen am hellichten Tag rumtanzen können, ohne dass sie einen wirklich bemerkt hätte...
Smith-kun legte sich ein paar Alternativen zurecht, je nachdem, wohin die Frau sich wenden würde, einschließlich der Alternative, sie in ihrer Wohnung zu 'besuchen'. Doch soweit musste er nicht warten. Sein Ziel nahm eine kleine Abkürzung und Smith-kun wusste, dass es dann einer unbelebten Nebenstraße folgen würde. Also positionierten sich die Männer dort...

Ihr Ziel kam gerade an einem Grünstreifen mit mehreren Büschen vorbei. Smith-kun sah die Frau, dann schnippte er mit seinen Fingern. Das war das einzige Geräusch, was gemacht wurde, ansonsten waren seine Helfer perfekt vorbereitet gewesen. Während ihr Ziel noch ob des unbekannten Geräusches aufhorchte, wurde es von vier starken Händen gepackt und so schnell ins Gebüsch gezogen, dass es wohl auch im Vorgarten des weißen Hauses nicht weiter aufgefallen wäre...
Die Frau hatte gegen die beiden Gorillas keine Chance: Sie umklammerten sie fest, dabei Arme und Beine fixierend, während eine Hand ein Tuch auf ihren Mund presste. Keiner der Männer tauchte in ihrem Gesichtsfeld auf. Dafür ließen sie sie spüren und hören, was sie taten: Einer der Kerl sorgte mit einer Hand für die nötige 'Taktlosigkeit' - Ein schmerzhafter Kniff in den Po, ein starker Druck auf den Busen und abschließend einmal grob in den Schritt gegriffen!
"Sehr guter Fang! Knackig an den richtigen Stellen... und bestimmt auch bald feucht, wenn wir loslegen!"
Der andere Kerl knabberte erst lüstern an ihrem Ohr, dann leckte er ihr schamlos über den Nacken.
"Und schmecken tut sie auch! Ein wahrlich feiner Körper..."
Die Zeitspanne für diese 'Show' war nicht groß, würde sich aber unweigerlich ins Gedächtnis des Opfers brennen. Dessen Bewegungen erlahmten schließlich, als es in die Bewusstlosigkeit glitt

Auch hier vertraute Smith-kun gerne den altmodischen Dingen: Das Tuch war mit Chloroform getränkt gewesen und hatte seine Wirkung nicht verfehlt! Als die junge Frau sich nicht mehr rührte, gab er ein Nicken von sich und die Helfer machten sich an die Arbeit...
Nach kurzer Zeit war ihr Werk vollendet und sie machten abschließend ein Foto der armen Dame, welches an ihre Mobile Neuraleinheit gesandt wurde mit dem Text: "So sehen wir dich!"
Dann legten sie ihr 'Werk' so in die Büsche, dass man es nicht von der Straße aus sehen konnte.
"Das wars... wenn Miss Misugi wieder zu sich kommt, wird sie hoffentlich schnell eine Entscheidung fällen!"
Dann machten sich die Männer auf in Richtung ihres Fahrzeugs...

Yumemi Misugi lag derweil bewusstlos in den Sträuchern. Man hatte ihr die komplette Kleidung abgenommen, nur Socken und Schuhe belassen. Weder ihre MNE, noch ihren Rucksack mit den Einkäufen hatten die Männer angefasst. Man wollte, das die junge Frau dachte, sie wäre irgendwelchen Perversen begegnet, die gerne ihre Opfer nackt sahen, betatschten, ableckten, fotografierten und deren Kleidung wohl als 'Trophäen' mitnahmen! Jedenfalls lag es jetzt bei der Frau, ob sie Dai Shi als Hilfe ansah, ihr Leben zu ändern oder aber sich auf immer in ihrer Wohnung verkroch und die Einladung absagte, weil sie lieber in Angst lebte.
Das man ständig in Angst vor Nonomoto Enterprises leben musste, wenn die Firma sich erstmal ein Opfer gesucht hatte - das wussten nur die Wenigsten wirklich auf diesem Planeten...

Önee-sama
07.11.2014, 16:33
Peggy vs Toaster #2 (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page5?p=23598959&viewfull=1#post23598959)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Vin_Diesel_2_ava.jpg

Es war schon Nachmittag, als Vince aufwachte. Er sah sich kurz um, fühlte dann über die leere Seite des großen Doppelbettes und grinste schwach.
Erstmal duschen...
Nur in Boxershorts begab er sich ins Bad, streifte auch die ab und stellte sich unter die Dusche. Dann drückte er einen Knopf und das erfrischende Nass begann sich über seinen muskulösen Körper zu ergießen. Während er das Wasser auf seiner Haut sichtlich genoss, ließ er die letzten Ereignisse nochmal Revue passieren...

Nach dem abrupten Rennende, hatte er Kurs auf Las Vegas genommen, dabei die Mitarbeiterin von Nonomoto Enterprises, Claire, als Passagierin an Bord. Während der Fahrt hatte diese ihm dargestellt, was ihr Arbeitgeber sich darunter vorstellte, wie die Zusammenarbeit beim Dai Shi aussehen sollte: Vince Lorn war so schon eine überaus bekannte Persönlichkeit. Dies würde sich durch Dai Shi nochmals exponential steigern! Also würde Nonomoto Enterprises gerne mit Herrn Lorn zusammenarbeiten. Dabei war angedacht, den üblichen Franchise an Produkten zu ihm und seinem Avatar anzubieten, zudem wolle man gerne eine Werbekampagne mit ihm durchführen. Selbst Vince Einwand, dass er als Sieger - ans Verlieren dachte er erst gar nicht - ja sowieso ein Leben in totalem Luxus vor sich hatte, wurde simpel und einfach beiseite gewischt: Neben dem finnziellen Zusatzgewinn, wäre er auch der populärste Mann auf dem ganzen Planeten! Und das schon WÄHREND des Dai Shi! Das war etwas, wozu er dann doch schlecht nein sagen konnte...
Nach einer etwa einstündigen Fahrt, bei der noch ein paar Details locker besprochen wurden in der Hinsicht, hatten sie ihr Ziel erreicht: Nonomoto Castle! Es war DAS Casino seit einigen Jahren in Las Vegas. Erbaut wie eine altehrwürdige Burg, war sein Innenleben exklusiv - allein, wer es hinein schaffte, durfte sich zu dem oberen 1% der Weltbevölkerung zählen! Gerüchte besagten, dass es noch nicht mal Wartelisten gab, sondern die Erlaubnis, Nonomoto Castle zu betreten, wurde angeblich direkt an die wichtigsten Menschen dieses Planeten versandt...
Peggy wirkte als Fahrzeug ziemlich fehl am Platze dort, was jedoch niemanden zu kümmern schien. Schon der Zufahrtsweg war weiträumig abgesperrt gewesen und Vince hatte ein Tor passiert, das schwerer bewacht wurde als Fort Knox. Dann waren sie am Eingang angekommen gewesen - und fast hätte Vince protestiert, schließlich war ein Parkservice eingerichtet gewesen, doch niemand außer ihm fasste seine Babys an! Doch bevor er auch nur ein Wort verlieren konnte, hatte Claire gemeint, er könne seinen Charger ruhig vor dem Eingang belassen...
Drinnen atmete Vince zum ersten mal in seinem Leben puren Luxus: Die Einrichtung war so überhaupt nicht auf mittelalterliche Burg gemacht, sondern bestand aus dem neuwärtigsten Zeugs, alles direkt von irgendwelchen Designern handgefertigt. Und während sie auf einen abgeschlossenen Bereich zusteuerten, sah er, um was für Beträge gespielt wurde: Er sah Summen aufleuchten, die schwindelerregend waren und so viele Nullen besaßen, dass ganze Staaten solch ein Vermögen nicht besaßen!
Dann waren sie in einem pikfein eingerichteten Separee angelangt, wo er mit Claire speiste. Es war erlesenes Essen - manches klang vertraut und es war sogar teils 'gewöhlich', schmeckte aber so gut, dass man sich unwillkürlich fragen musste, ob man selbst bisher nur 'Dreck' gegessen hatte in seinem Leben. Bei dem Mahl wurde ihm zudem alles, was er sonst wissen musste zu Dai Shi erklärt: Das es nur einen Sieger geben konnte, der durch Elimination der anderen Teilnehmer entschieden wurde. Explezit wurde ihm gesagt, dass echte Menschen starben, doch das taten sie auch bei einem Rennen, wenn sie nicht gut waren, daher winkte er das ab. Desweiteren ging es um technische Fragen - das spielen über die berühmte Neuraleinheit, das Schmerzempfinden und so weiter. Details zur Mindestspielzeit, wann der Start wäre und wie er sich einen Avatar zusammensetzen könne...
Am ende war Vince mit den Summen der Werbeverträge völlig zufrieden. Zudem regelte er es so, dass all sein Vermögen an seine Mutter und Schwester fallen sollte, falls er sterben sollte - wovon er nicht ausging. Es war ein interessanter Ausflug gewesen und Vince kam mit Claire gut ins Gespräch...

An der Stelle grinste er unter der Dusche.
Und ich war aber so in Dai Shi und die Teilnahme vertieft gewesen, dass ich noch nicht mal die gute Dame abschließend zu mir eingeladen habe... was sie jetzt wohl vom großen Vince Lorn denkt...
Er zuckte nur mit den Schultern, dann stellte er das Wasser ab und schnappte sich ein Handtuch. Als er wieder trocken war, überflog er seinen Körper mit den ganzen Muskeln nochmals vor dem Spiegel, ehe er sich daran machte anzukleiden.
Schade das mit Claire... aber seis drum, Dai Shi wird noch viele andere Momente ermöglichen!
Dann grinste er.
Und mein Termin nachher wird der Grundstein dafür!
Nonomoto hatte eine exklusive Pressekonferenz vor den Toren von Nonomoto Castle einberaumt gehabt, mit der Begründung, etwas wichtiges zu Dai Shi zu verkünden - und dieses wichtige würde seine Teilnahme sein! Somit wäre Vince dann von Anfang an ein Gesicht vom diesjährigen Dai Shi!
Gut gelaunt begab er sich in die Garage: Er war zu der Wohnung gefahren, wo er Estelle (http://upload.worldofplayers.de/files9/Fuhrpark___jaguar_e_type__1965_V12_.jpg) abgestellt hatte. Estelle, obwohl ein vorzüglicher Sportwagen, wurde von Vince weniger für Rennen, als mehr für 'Repräsentationsangelegenheiten' benutzt.
Und dürfte der passendste Wagen für den Termin bei Nonomoto Castle sein!
Voller Vorfreude stieg er ein und brauste davon...

Auf halbem Wege stand er dann links an einer Ampel, rechts neben ihm ein bekanntes Gesicht aus der heimischen Racerszene. Eine der wenigen sehr guten Frauen, die mit einem der neuesten M5 Modelle von BMW unterwegs war. Ihr Fahrzeug knallbunt in quietschfidelem Rosa lackiert, stand sie an der Haltelinie. bedingt dadurch, dass Estelle ein britisches Auto war und Vince somit von rechts aus lenkte, konnte er sich bei heruntergelassenem Fenster leicht mit ihr unterhalten. Nach einem schnellen Pfiff drehte sie sich herum und grinste ihn dann breit an.
"Hey, Vince, wohin des Weges mit deinem alten Jaguar?"
"Hey, nun, ich würde ja gerne behaupten, knallbunte Autos verscheuchen... aber Ausnahmsweise bin ich zu einem Termin unterwegs... einem bei Nonomoto Castle!"
Während er ihr ein breites Grinsen schenkte, sah sie ihn sprachlos an.
"WAS!? DEM exklusivsten Schuppen in ganz Las Vegas!?"
Sie schüttelte einmal ihren Kopf, dann verengten sich ihre Augen zu kleinen Schlitzen.
"Warte mal! Wenn du jetzt noch sagst, dass diese Pressekonferenz von Nonomoto etwas mit dir zu tun hat..."
Als Vince bloß mit dem Kopf nickte, klappte ihr Unterkiefer runter, ehe sie sich wieder fing.
"Scheiße! Um was geht es!? Ich bin echt neugierig! Sag es mir und ich tue ALLES... Baby!"
Vince lächelte nur und sprach dann weiter.
"Ah, das glaube ich gerne und so verlockend der Gedanke auch sein mag, aber das wäre zu einfach... wenn es dich jedoch so brennend interessiert... sagen wir: In einer Meile kommt die nächste Ampel... wer zuerst bis dahin wegschaut, verliert! Und sollte ich das sein, sag ichs dir - solltest du es sein... dann darfst du einmal einen meiner wagen von Hand waschen!"
"Deal!"
Die Antwort kam prompt und beide drehten ihre Köpfe, um sich gegenseitig anzusehen. Dann sprang die Ampel auf Grün, Gänge wurden eingelegt und zwei Motoren heulten auf und brachten die jeweiligen Fahrzeuge zum Beschleunigen...

Der V10 des BMW hatte einen höheren Klang als ein Muscle Car, dennoch spürte man die Kraft und hörte den typischen Sound eines echten Sportlers. Der V12 von Estelle mochte eine etwas leisere Note haben, war jedoch dafür erhabener, wenn man es mit einem Wort beschreiben sollte. Dazu hatte ihr Motor 12 Zylinder und die zusammen ergaben einen Klang, der Kennern ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Vince und seine Kontrahentin schalteten ein paar mal höher, bis sie dröhnend auf die ersten Fahrzeuge vor ihnen stießen. Keiner von beiden sah wirklich nach vorne, allein galt ihr jeweiliger Blick dem Anderen. Doch Vince wich dem Fahrzeug spielend leicht nach links aus und war wieder auf der Spur zurück, ehe der Gegenverkehr gefährlich wurde. Als ein Fahrzeug auf der rechten Spur im Weg war, macht er bereitwillig Platz und zog wieder in den Gegenverkehr, damit die Dame am Hindernis vorbeikam, ohne den Blickkontakt brechen zu müssen - schließlich galt es einen Ruf zu verteidigen...
So ging es immer wieder hin und her, teilweise wichen sie beide auf die Gegenfahrbahn aus und wurden mehrmals angehupt. Doch wirklich interessieren tat das keinen von Beiden. Estelle gab ein tiefes Brummen von sich, immer mal wieder durch Schaltvorgänge unterbrochen, während der BMW sein Dröhnen dazu beisteuerte. Und schließlich...
Kamen beide an der nächsten Ampel zum Stehen, ohne das wer den Blickkontakt gelöst hätte.
"Unentschieden..."
Vince lächelte und die Frau tat es ihm gleich.
"Tja, da muss ich mich wohl doch gedulden... aber wehe, es ist nichts weltbewegendes, Vince!"
Dann winkte sie ihm und bog bei Grün in eine andere Straße ein. Vince setzte seinen Weg bis Nonomoto Castle fort...

Am Tor ließ man ihn einfach passieren, ohnehin wurde er erwartet. Als er wieder zum Eingangsbereich kam, sah er einige Reihen aufgebauter Sitzplätze, die alle gefüllt zu sein schienen. Dahinter stand eine Art Tribüne, auf der ein Rednerpult war. Beim Klang des V12 drehten sich alle Köpfe in seine Richtung und Vince ließ den Motor ein paar mal im kleinsten Gang aufheulen, ehe er Estelle neben der Tribüne parkte und seinen Weg nach oben nahm. Er konnte die Atmosphäre spüren, schließlich waren dies namhafte Rporter, die alle wegen Dai Shi hier waren. Dazu war auch er eine bekannte Persönlichkeit und ein stetes Raunen ging durch die Menge, nach dem Motto, was dies zu bedeuten hatte.
Als er oben angekommen war, begrüßte ihn Claire mit einem festen Händedruck, ehe sie ihn zum Pult begleitete. Dann sprach sie als erstes zur Menge, deren Getuschel nun verebbt war.
"Liebe Reporterinnen und Reporter, vielen Dank, das sie der Einladung von Nonomoto Enterprises gefolgt sind. Sie werden sich sicher fragen, was sie heute zu hören bekommen, dreht es sich doch um das lang ersehnte und bald startende Dai Shi."
Sie sah kurz über die wartende Meute.
"Wie sie gerade sehen oder auch viel mehr hören konnten..."
Kurzes Gelächter.
"Ist ein ihnen wohl gut bekanntes Gesicht, Vince Lorn, auch 'Fast' genannt, heute hier unser Gast. Und was es mit ihm auf sich hat, nun, sehen sie her!"
Wie auf Kommando sprangen Holobilder bester Qualität aus dem Boden empor, auf denen Vince in lässiger Pose, mit verschränkten Armen vor seinem entblößten Brustkorb, zu sehen war und dazu der Slogan 'Fast goes Dai Shi!'. Ehe die Reporter reagieren konnten, sprach Claire weiter.
"Ab sofort wird Nonomoto Enterprises mit Herrn Lorn weltweit für Dai Shi werben! Zudem geben wir bekannt, das Vince Lorn höchstpersönlich am Event teilnehmen wird!"
Ihre Ansage ging in einem Sturm an Fragen unter und sie musste ein paar mal mit den Armen winken, ehe die Reporter sich wieder beruhigten. Dann schob sie Vince an die Mikros und er selbst sprach weiter.
"Nun, wie sie sicherlich alle wissen, bin ich ein Kind dieser Stadt... und trage teils doch zu ihrem Image bei."
Wieder ein kurzes Gelächter.
"Doch diesmal wird dieses Image in die ganze Welt getragen, denn ich nehme bei Dai Shi teil! Und die Welt wird dabei zuschauen, wie ein Sohn dieser Stadt sich dem ultimativen Event stellt!"
Dann sah er lächelnd in die Runde und wartete auf erste Fragen...

Giarra
08.11.2014, 14:13
http://s14.directupload.net/images/141028/iklmdpuu.jpg

Charles kam mit leichter Verspätung - bedingt durch seinen kurzen Besuch im Forum – in der Universität an. Er hetzte die Treppen des Gebäudes hinauf und wurde ein wenig angespannt, da schon sämtliche Gänge, Bänke und Raucherecken leergefegt waren, was nur bedeuten konnte, dass der Prof wieder einmal überpünktlich angefangen hatte. Vor der großen Doppeltür angekommen atmete er einmal kurz durch, strich sich die Haare zurecht, nahm den Rucksack auf der rechten Schulter etwas höher und schob sich so leise und langsam wie möglich in den Raum. Die dumpfe, tiefe Stimme des Dozenten, die mit dem Betreten des Raumes mit einem mal klar wurde, stockte einen Moment als er sich an ihm vorbeischlich, führte dann aber ungerührt die Präsentation fort. Durch den Beamer wurden Bilder von diversen Kopfbedeckungen an die Wand über der heruntergefahrenen Tafel geworfen, viele der Studenten hatten noch nicht ein Wort auf ihren Schmierzettel geschrieben und es gab wie immer die üblichen Tätigkeiten in der Vorlesung von Prof. Dr. Gunnar Schlupf. Unter seinen Studenten wurde er gern Gunni, Günnar, Gunsenheimer oder schlicht und ergreifend Gülle genannt, da er in der gesamten Fakultät durch seinen ekelhaften Charakter nicht besonders beliebt war. Schon oft wurde er Opfer von Streichen – die an sich nicht wirklich dem Niveau eines Studenten gerecht wurden, aber Frust war schließlich Frust - wie einer Abführtablette im Kaffee oder Kleber am Autogriff. Bedingt durch seine schleppende Erzählweise und mangelnden Elan bei der Vermittlung von Wissen, aber peniblen Sorgfalt beim Einprägen von Gesichtern sowie der unfairen Klausurbewertung, waren seine Veranstaltungen zwar immer gut besucht, aber nicht ein Mensch hörte aufmerksam zu.
Es gab verschiedene Gruppen von Studenten – die Zockerecke saß entweder mit Handy oder Laptop da (besonders interessant war das PvP-Match in Belendiel gewesen), die Streber lernten für ein anderes Fach, die Girlies kicherten durchweg, zeigten sich gegenseitig ihre besten Selfies und schminkten sich und der Rest versuchte die quälende Langeweile mit Büchern, Rumsurfen oder Kritzeleien zu überbrücken. Charles selbst trieb sich auch hier entweder im Forum herum oder sah sich verpasste Folgen seiner Lieblingsserie ''How I met my kiwi'' an. Bedingt durch die wenigen freien Plätze ließ er sich auf den erstbesten fallen und packte seinen Alibi-Block sowie das Mäppchen aus dem verdächtig leeren Rucksack aus – und Tatsache, er hatte sein kleines Tablet vergessen, mit dem er sich eigentlich immer die Zeit vertrieb.
'' Fuck. ''
Leise suchte er weiter in seiner Tasche herum, gab aber nach einiger Zeit auf und begann in ein Stadium der Verzweiflung zu geraten, da er jetzt geschlagene 1 ½ Stunden ohne Unterhaltung leben musste - und sich vor allem auch nicht mehr von dem bevorstehenden Spiel auf Leben und Tod ablenken konnte, denn seine Gedanken kamen immer wieder auf das Thema zurück, Zweifel ploppten auf und er zwang sich nicht dauernd an die Einstichstelle zu greifen. Mit schlaff an den Seiten herunterhängenden Armen und nach unten zeigenden Mundwinkeln schaute er im Saal herum, sein Blick blieb dabei an einem Mädchen hängen, das wirklich ein sehr faszinierende Frisur hatte. Ihr Haar war eine Mischung aus blond und braun, die langen Strähnen kunstvoll mit kleinen Bögen in einen großen Dutt geführt, sodass alles aussah wie ein hübsche kleine Luffa-Wolke. Charles stützte sein Kinn auf die nunmehr auf dem Tisch befindlichen Arme und linste immer wieder vorsichtig zu der Frau hinüber, die sich überraschenderweise wohl als einzige für das Thema zu interessieren schien und seinem Wissen nach sonst noch nie hier hatte sehen lassen. Vielleicht war sie eine Gaststudentin oder aus einem höheren Semester? Er lehnte sich etwas zur Seite, um endlich ihr Gesicht zu erkennen und wurde sogar mit etwas besserem beglückt – sie hatte eine derart komplizierte Frage zu verschiedenen Hutformen und deren gesellschaftlichen Stellung gestellt, dass sie diese an der Tafel erläutern sollte. Mit einem leisen Räuspern stand sie auf, strich sich das leicht ausgestellte Kleid mit aufgedruckten Erdbeeren zurecht und schritt mit einem leichten Hüftschwung – bedingt durch ihre hohen Schuhe – zur Tafel. Nicht nur Charles schien wie gefangen, die meisten männlichen Mitstudenten hoben den Kopf und starrten fasziniert auf die Frau. Sie räusperte sich leise und begann mit sanfter Stimme zu sprechen – keiner hörte ihr jedoch zu, da sich auf der Vorderseite zwei große, hübsche… sie hatte wohl einfach gute Gene. Ein Hoch auf die Vererbungslehre und die Kombination der Allele!
Das betont geschnittene Kleid präsentierte ohne zu quetschen, unterstrich ohne zu vertuschen.
Er schluckte, lief leicht rot an und befahl sich – wie wohl sämtliche anderen männlichen Vertreter im Raum – an solche Dinge wie Kartoffelsuppe, Kamele oder Traktoren zu denken, um nicht in die Verlegenheit zu kommen die Pause ohne aufzustehen am Platz verbringen zu müssen. Er war fast schon froh als sie sich wieder setzte und der Professor mit provozierender Langsamkeit zur Halbzeit im Vortrag hinarbeitete.

Er hatte sich noch nicht ganz von diesem Ausblick erholt und war mit einem Brötchen in der Hand auf dem Rückweg von der Mensa, als er ein Gespräch von zwei Mädchen über das kommende Dai Shi- Event hörte.
'' Er hat sich ja als Mitspieler geoutet, du glaubst nicht wie aufgeregt ich bin!''
'' Wir müssen das unbedingt zusammen schauen, allein wegen ihm. Gewinnen wird er sowieso. ''
Geoutet? Was? Wer?
Charles riss die Augen auf und bemühte sich so unauffällig wie möglich auf das nahe Fensterbrett zu setzen.
'' Vince ist einfach das Nonplusultra als Mann. Hast du schon sein neuestes Bild auf seiner Seite gesehen?!''
'' Nein, was? Zeig her! ''
Kichernd wie gerade in die Pubertät gekommen beugten sie sich über ein Tablet und schienen den Rekord für menschlich erzeugte Hochfrequenz brechen zu wollen, als sie beim Anblick des Mannes anfingen zu quietschen wie zwei aneinander geriebene Styroporstücke.
Entsetzt hielt Charles sein Sandwich in der Hand und hatte mit einem Mal keinen Hunger mehr, bei dieser Neuigkeit war ihm der Appetit eindeutig vergangen. Vince ließ sich wohl feiern wie ein zweiter Messias und war zweifelsohne in dieser Situation von seinem Sieg überzeugt. Durch den weiteren Gesprächsverlauf der beiden und Kommentaren wie ''Och er ist ja so witzig!'' und ''Mein Freund macht sowas nie.'' konnte er sich zusammenreimen wie sein Auftritt gewesen sein muss und fuhr innerlich auf 180 hoch. Wie konnte dieser Kerl nur wegen Ruhm, nur wegen Selbstdarstellerei so etwas tun? Entweder hatte er etwas zu kompensieren (bei diesem Gedanken gluckste er kurz vor sich hin) oder war nur innerlich ein kleines armes Würstchen – eine bessere Erklärung hatte Charles momentan nicht und selbst die waren alles andere als rechtfertigend sein Leben derart leichtfertig aufs Spiel zu setzen.
Wie betäubt schlurfte er zu seinem Platz zurück und bekam den von Gülle erzählten Rest nur noch wie durch ein dickes Stück Watte mit.

BlackShial
08.11.2014, 22:19
http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto hatte Alles getan, was es zu tun gab: Nana wusste von nichts. Nicht, was Makoto vorgehabt hatte, nicht, wie sie gescheitert war und vor allem, nicht, was Smith-kun getan hatte! Jetzt blieb ihr nur noch, das Ganze durchzustehen, für ihre Schwester. Weshalb sie sich überhaupt zusammen riss. Was aber nicht hieß, dass sie keine Furcht verspürte...
Und jetzt!?
Makoto hatte ihren letzten Funken Widerstand in ihr Flüstern gelegt. Den Hass, den sie für die Leute empfand, die das hier taten. Sie und vor allem ihre Schwester durch die Hölle schicken wollten. Die ihre Eltern hatten. Die Menschen umbrachten. Und Makoto damit zwangen, alles zu ertragen, um diese Wirklichkeit von Nana fern zu halten...
Sie hatte den ersten Satz der Frau nicht mitbekommen, sah nur diesen Blick von ihr.
Eiskalte Augen... ohne... Gnade... nachgerade grausam...
Sie wusste nicht, dass sich ihre Wahrnehmung mit der von Nana diesbezüglich bestens deckte. Doch was sie wusste, war, dass dieser Blick ihr Angst machte. Angst vor dem, was ihrer Imouto widerfahren könnte. Bis...
„Könnten die Herren sich darum kümmern die Nummer 9.989 zu fixieren?“
Makoto wusste was kommen würde. Sie brauchte gar nicht erst das Fingerschnippen von Smith-kun abzuwarten. Die beiden Helfer hatten sie eh im Griff. Zudem...
Nana darf mich nicht hören! Wenn sie hier rein kommt, dann... dann...
Immer noch Tränen vergießend ließ sie sich widerstandslos auf den ihr nur zu gut bekannten Stuhl verfrachten. Auch das bekannte Tape beachtete sie gar nicht. Es war wie zuvor: Sie wurde mit Armen auf die Lehnen und Beine an die Stuhlbeine gefesselt. Auch ihr Oberkörper wurde fixiert und einzig ihr Kopf hatte damit Spielraum.
"Au!"
Sie flüsterte es mehr, als es zu sagen, denn die Kerle waren nicht zimperlich mit ihrem kleinen Körper und gingen zwar gezielt, aber auch grob vor. Doch das machte ihr nichts aus. Nichts im Vergleich zu dem, was diese sogenannte Ärztin machte.
„Sie müssen wissen, Yamato Makoto, anfänglich hatten wir einige Verluste zu verzeichnen, da wir nicht alle Auswirkungen bedachten.“
Irgendetwas schien sie hervor zu holen. Etwas, das Makoto nicht gefallen würde...
„Aufgrund des Adrenalins, welches schlagartig durch die Adern der Subjekte schoss, als wir ihnen die Nanotechnologie injizierten – natürlich des Schmerzes wegen – war es ...“
"Schmerzen... was für- Hnnng!"
Zaghaft hatte sie gefragt, ihre Angst hatte sie dazu verleitet, hatte sie nach irgendeinem Hinweis suchen lassen. Dabei übersah sie das Nicken der Frau. Smith-kun selbst tat es diesmal. Mit nur 3 Schritten war er bei dem Mädchen, riss ihren Kopf nach hinten und steckte den Knebel, mit dem es schon Bekanntschaft gemacht hatte, in ihren Mund. Ein Handgriff später, war dieser festgezogen. Wirklich fest, stärker als beim ersten Mal und Makoto weinte heftiger ob der groben Behandlung. Doch ihr wahres Martyrium sollte erst beginnen, denn die Frau sprach weiter.
„Nun, es war eine durchaus interessante Beobachtung, doch leider nichts für zartbesaitete Gemüter.“
Durch verweinte Augen sah sie, wie ein Gegenstand ins Licht gehalten wurde.
„Je nach Individuum wirken sich die Schmerzen nach der Injektion - wenn sich die Nanomaschinen durch ihr Gewebe bewegten - vollkommen anders aus. Die Einen rissen sich förmlich mit ihren Fingernägeln die Haut vom Hals und versuchten sich die Kapsel selbst zu entfernen. Doch bevor sie diese zwischen dem aufgerissenen Fleisch überhaupt hätten finden können - was ohnehin unmöglich war bei der Größe - verbluteten sie jämmerlich. Nicht einem mehr einen Ton hatten sie von sich geben können, außer einem stetigen Gurgeln.“
Makoto's Augen weiteten sich bei jedem Satz und sie schüttelte heftig ihren Kopf.
Nein! Nicht... und nicht mit Nana- HMMMMggg!
Smith-kun hatte ihr unvermittelt eine Backpfeife verpasst! Der Schmerz war groß, doch leider auch klärend, denn sie sah diese sogenannte Ärztin plötzlich klar. Sie lächelte sie an und kam schließlich auf sie zu.
„Wiederrum andere - was ich deutlich faszinierender fand - empfanden so starke Schmerzen, dass sie sie das Verlangen zu verspüren schienen sich selbst bewusstlos zu schlagen, um diesem zu entgehen. Doch das Adrenalin, von dem ich sprach, verwehrte ihnen diesen Wunsch. Sie schlugen ihren Kopf immer und immer wieder mit voller Wucht gegen das Mobiliar oder die Wand, so lange, bis ihr Schädel brach und ihnen Blut vermengt mit Hirnflüssigkeit aus Nase, Mund und Ohren trat. Schlussendlich starben auch diese qualvoll.“
Jedes einzelne Wort hallte in ihrem Verstand nach. Wie ein Versprechen, das erfüllt werden würde. Vor dem es kein entrinnen gab. Makoto fürchtete sich und sie spürte einen großen Druck auf ihrer Blase. Sie wünschte sich weit fort, egal wohin, nur weg von hier. Und gleichzeitig wusste sie, dass sie ein entsprechendes Angebot sie von hier weg zu schaffen niemals annehmen würde können, da Nana sich nebenan befand.
Bitte... lasst wenigstens Nana gehen! Sie... sie ist... viel zu unschuldig für euch!
Unter Tränen sah sie flehend zu Frau Sato. Diese jedoch lächelte immer breiter und Makoto's Angst stieg auf ein neues Level. Was begründet war, bedachte man die nächsten Worte.
„Ich bin gespannt, wie sie und ihre Schwester auf die Injektion reagieren werden. Es könnte durchaus aufschlussreich werden, vor allem wenn man bedenkt, dass wir nicht genug Tape haben um auch Nummer 15 ruhig zu stellen.“
Makoto erstarrte. Ihr Puls fuhr wieder Achterbahn und ihr Verstand war nahe dran, erneut auszusetzen.
Nein! NEIN! Das... das... das...
Während ihr Verstand sich am Winden war, blieb ihr Körper, nicht das er sich wirklich hätte bewegen können, unnatürlich ruhig. Ihre Augen hingen förmlich an der Spritze, als die Frau mit Rechts ihr Kinn umfasste und ihren Kopf leicht zur Seite neigte.
„Keine Sorge. Es wird wehtun. Nicht nur etwas.“
Ein schnelles, rhythmisches Schnaufen durch die Nase war zu hören, während große, runde Augen der Injektionsnadel folgten, bis...
"HMMMMM! Hm, hm, hm!"
Makoto schloss fest ihre Augen, als die Nadel in ihren Hals eindrang, denn sie vernahm einen vermeintlich höllischen Schmerz. Die psychologischen Tricks der Ärztin hatten ihre Wirkung nicht verfehlt: Das Mädchen nahm den Schmerz des Einstichs um ein vielfaches schlimmer wahr, als er in Wirklichkeit war. Frau Sato wusste, was sie tat. Also konnte sie auch mit einer Injektionsnadel Schmerzen verursachen, die keine Schäden hinterließen, aber sich ins Gedächtnis brannten. Makoto saß verkrampft da, ihre erstickten Schreie waren verstummt, nur die Flüssigkeit lief... Das Polster des Stuhls färbte sich dunkel, ein Anzeichen, dass sie sich erneut benässt hatte. In die Tränen der Angst und der Schmerzen mischten sich jetzt auch noch die der Scham. Wenn auch unbewusst...
Bitte... Gott... oder irgendwer... lass sie aufhören... lass sie aufhören, bevor sie mit... Nana weitermachen...
Dieser eine Wunsch blieb ihr noch. Das ihre kleine Schwester dies nicht durchmachen müsse...

Smith-kun hatte alles ungerührt verfolgt. Lediglich die Feuchtigkeit, die sich jetzt auf dem Stuhl ausbreitete, rang ihm einen Kommentar ab.
"Körperfunktionen - erhöhte Flüssigkeitsabgabe..."
Dann sah er zu der Ärztin.
"Weitere Maßnahmen oder Tausch mit Nummer 15?"
http://upload.worldofplayers.de/files9/AvatarKazue.pngNoch in dem Moment, als sich die Ärztin mit einem kurzen Rückschritt von dem Mädchen entfernte, presste sie ihre Rechte gegen ihre Hüfte und wischte sie an ihrem Kittel ab, so als wäre ihre Hand allein durch die vorherige Berührung verunreinigt worden. Missbilligend rümpfte sie die Nase und drehte sich vollends zu ihren Kollegen herum.
„Ich denke nicht, dass ausführliche Erklärungen zu der Funktion der injizierten Nanotechnologie vonnöten ist. Machen wir es kurz und unkompliziert, damit sie sich nicht anstrengen muss.“
Die verkorkste Schwester würde schon früh genug merken, was sie erwarten würde, wenn sie sich nicht an die einfachen Regeln von Nonomoto Enterprises hielt.
Mit hochgezogener Augenbraue drehte sich die Frau wieder zu dem Mädchen herum, blickte erneut auf sie herab und signalisierte mit ihrem Finger, dass dieses aufmerksam zuhören sollte.
„Weigern sie sich, dass zu tun, was man ihnen sagt: sterben sie. Schaffen sie es nicht, die vorgegebene Zeit mit der Neuraleinheit verbunden zu sein: sterben sie. Machen sie anderweitige Dummheiten, die wir jederzeit verfolgen können: sterben sie. Egal was sie tun, wenn es uns nicht gefällt, hat dies ihren unausweichlichen Tod zufolge.“
Es war simpel, ohne große Ausschmückung und selbst für ein Kind leicht zu verstehen. Ihre Arbeit war zumindest an dieser Stelle getan. Vorerst.
Bevor Kazue sich jedoch entschloss, sich der jüngeren und wesentlich wertvolleren Schwester zu widmen, beugte sie sich noch ein letztes Mal zu der Schülerin herunter. Leise flüsterte sie dieser ins Ohr, doch laut genug damit diese sie deutlich zu verstehen vermochte.
„Ebenso wie den ihrer Schwester. Und glauben sie mir, es wird kein schöner Anblick sein, wenn diese an ihrem eigenen Blut erstickt in ihren Armen liegt.“
Erneut huschte für einen Bruchteil einer Sekunde ein Lächeln über die Lippen der Rothaarigen, bevor sie sich endgültig von dem Mädchen abwandte und daran machte die Schatulle wieder in ihrer Tasche zu verstauen.
„Das nächste Mal - was gewiss nicht in ferner Zukunft liegen wird - haben sie ihre Körperfunktionen hoffentlich besser unter Kontrolle.“
Angeekelt schüttelte sich die Frau für einen Moment, griff dann jedoch nach ihrer Tasche und machte einen Schritt auf die Tür zu.
„Ich werde mich nun um die Fünfzehn kümmern. Sorgen sie bitte dafür, dass ich nicht gestört werde.“

Glorichen
08.11.2014, 22:23
http://upload.worldofplayers.de/files9/agent_smith_ava.jpg

Niemand beachtete die Limousine, die im Hafenviertel abseits an der Kaimauer hielt. Die Insassen wussten genau, wo sie sich auch zur Tageszeit völlig ungestört zeigen und ihrer Tätigkeit nachgehen konnten. Smith-kun und seine beiden Helfer stiegen aus, dann gingen sie zum Kofferraum. Der Deckel wurde geöffnet und darin lag ein sich windendes Bündel, das einige 'Hm' Laute von sich gab. Ungerührt holten die beiden Helfer den großen Sack hervor, schleppten ihn an die Grenze des Wassers und stellten ihn dann hin. Einer der Helfer ging zurück zum Wagen und holte ein paar Backsteine nach und nach, während der Andere den Sack zumindest soweit öffnete, dass ein menschlicher Kopf zum Vorschein kam. Dieser Kopf gehörte zu einem Mann in den 40ern, der jetzt gefesselt und geknebelt war. Aus angsterfüllten Augen sah er seine Peiniger an, während Smith-kun wieder mal seinen Kopf zur Seite neigte, bis sein Nacken knackte. Dann trat er an die mitleiderregende Gestalt heran.
"Mister Wasabe. Nonomoto Enterprises mag es gar nicht, wenn man der Firma ans Bein pinkeln möchte. Und dann Hals über Kopf zu flüchten... ohne ihre Frau mitzunehmen!?"
Smith-kun schüttelte nur einmal seinen Kopf. Der eine Kerl, der die Backsteine gebracht hatte, füllte diese jetzt in den Sack und der Mann weinte Tränen der Angst, während er versuchte, trotz des Knebels um Hilfe zu flehen.
"Das war ein Fehler, Mister Wasabe. Es gab noch keinen Menschen, der nicht für mich gesungen hätte, wenn ich es verlangt habe... Ihre Frau redete schon nach 10 Minuten. Nach weiteren 30 Minuten war ich mir dann endgültig sicher und wusste, was sie tun würden. Wir haben sie gefunden, ohne auf die vielen technischen Möglichkeiten zurückzugreifen, die es in Japan und speziell bei Nonomoto Enterprises gibt!"
Die Backsteine waren jetzt allesamt bei dem Mann im Sack und die Helfer standen bereit. Ein letztes mal lächelte Smith-kun den Kerl an.
"Man möchte, dass sie als letztes auf dieser Welt einmal über ihren Fehler bezüglich der Firma nachdenken... und dazu wissen, dass man sich um ihre Frau kümmern wird! Leben sie wohl, Mister Wasabe!"
Der Kerl wimmerte erbärmlich vor sich hin, doch die Anzugträger ignorierten ihn völlig. Ohne, dass sie einen Befehl dazu gebraucht hätten, machten die Helfer den Sack wieder zu und verschnürten ihn anschließend. Dann hievten sie das Bündel an die Begrenzung und schubsten es schließlich ins Wasser...

Nachdem die Männer kurz geschaut hatten, bis die Luftblasen fort waren, stiegen sie wieder in die Limousine und machten sich auf die Weiterfahrt. Smith-kun zeigte keinerlei Regung - für ihn war es ein ganz normaler Montag, an dem er verschiedene Probleme des Wochenendes im Namen von Nonomoto Enterprises beseitigte. Dabei nahm er sich solcher Probleme gerne auf die alte Art und Weise an: Gerade im Zeitalter der totalen elektronischen Möglichkeiten, gingen Menschen stets davon aus, sie müssten einfach nur ihre Spuren im Internet verwischen. Selbst wenn sie dies wirklich gründlich taten, vergaßen sie oft Personen, die ihnen Nahe standen. So hatte Mister Wasabe seine Frau nicht bedacht. Er hatte sie zwar in nichts eingeweiht, da er sie aber anscheinend zumindest teilweise geliebt hatte, wusste sie über seine Persönlichkeit bescheid. Und konnte Smith-kun, nach einigem 'Nachbohren', doch ziemlich genau schildern, wie ihr Mann tickte. Die weiteren Schritte vorherzusagen waren dann ein Kinderspiel gewesen, weshalb er gar nicht erst die Abteilung für Sicherheit gegen Cyberkriminalität zu Rate ziehen musste. Schlussendlich war eine weitere 'Beseitigung' unausweichlich gewesen...

Die Männer befanden sich wieder auf dem Weg nach Tokyo und wollten Osaka schon verlassen, als das Kommunikationsarmband von Smith-kun eine Nachricht vermeldete. Es handelte sich um eine reine Textnachricht, die von Oben kam und Dai Shi betraf. Der Anzugträger nickte nur kurz, dann sandte er dem Fahrer eine Adresse, woraufhin dieser den Wagen wieder in die Stadt zurück lenkte.
"Jemand denkt zu lange über eine Einladung nach. Wir sollen diese Entscheidung beschleunigen..."

Die junge Frau zu finden, war überhaupt kein Problem gewesen. Auch eine altmodische Beschattung war geradezu kinderleicht. Wahrscheinlich hätte man der Dame auch direkt vor ihren Augen am hellichten Tag rumtanzen können, ohne dass sie einen wirklich bemerkt hätte...
Smith-kun legte sich ein paar Alternativen zurecht, je nachdem, wohin die Frau sich wenden würde, einschließlich der Alternative, sie in ihrer Wohnung zu 'besuchen'. Doch soweit musste er nicht warten. Sein Ziel nahm eine kleine Abkürzung und Smith-kun wusste, dass es dann einer unbelebten Nebenstraße folgen würde. Also positionierten sich die Männer dort...

Ihr Ziel kam gerade an einem Grünstreifen mit mehreren Büschen vorbei. Smith-kun sah die Frau, dann schnippte er mit seinen Fingern. Das war das einzige Geräusch, was gemacht wurde, ansonsten waren seine Helfer perfekt vorbereitet gewesen. Während ihr Ziel noch ob des unbekannten Geräusches aufhorchte, wurde es von vier starken Händen gepackt und so schnell ins Gebüsch gezogen, dass es wohl auch im Vorgarten des weißen Hauses nicht weiter aufgefallen wäre...
Die Frau hatte gegen die beiden Gorillas keine Chance: Sie umklammerten sie fest, dabei Arme und Beine fixierend, während eine Hand ein Tuch auf ihren Mund presste. Keiner der Männer tauchte in ihrem Gesichtsfeld auf. Dafür ließen sie sie spüren und hören, was sie taten: Einer der Kerl sorgte mit einer Hand für die nötige 'Taktlosigkeit' - Ein schmerzhafter Kniff in den Po, ein starker Druck auf den Busen und abschließend einmal grob in den Schritt gegriffen!
"Sehr guter Fang! Knackig an den richtigen Stellen... und bestimmt auch bald feucht, wenn wir loslegen!"
Der andere Kerl knabberte erst lüstern an ihrem Ohr, dann leckte er ihr schamlos über den Nacken.
"Und schmecken tut sie auch! Ein wahrlich feiner Körper..."
Die Zeitspanne für diese 'Show' war nicht groß, würde sich aber unweigerlich ins Gedächtnis des Opfers brennen. Dessen Bewegungen erlahmten schließlich, als es in die Bewusstlosigkeit glitt

Auch hier vertraute Smith-kun gerne den altmodischen Dingen: Das Tuch war mit Chloroform getränkt gewesen und hatte seine Wirkung nicht verfehlt! Als die junge Frau sich nicht mehr rührte, gab er ein Nicken von sich und die Helfer machten sich an die Arbeit...
Nach kurzer Zeit war ihr Werk vollendet und sie machten abschließend ein Foto der armen Dame, welches an ihre Mobile Neuraleinheit gesandt wurde mit dem Text: "So sehen wir dich!"
Dann legten sie ihr 'Werk' so in die Büsche, dass man es nicht von der Straße aus sehen konnte.
"Das wars... wenn Miss Misugi wieder zu sich kommt, wird sie hoffentlich schnell eine Entscheidung fällen!"
Dann machten sich die Männer auf in Richtung ihres Fahrzeugs...

Yumemi Misugi lag derweil bewusstlos in den Sträuchern. Man hatte ihr die komplette Kleidung abgenommen, nur Socken und Schuhe belassen. Weder ihre MNE, noch ihren Rucksack mit den Einkäufen hatten die Männer angefasst. Man wollte, das die junge Frau dachte, sie wäre irgendwelchen Perversen begegnet, die gerne ihre Opfer nackt sahen, betatschten, ableckten, fotografierten und deren Kleidung wohl als 'Trophäen' mitnahmen! Jedenfalls lag es jetzt bei der Frau, ob sie Dai Shi als Hilfe ansah, ihr Leben zu ändern oder aber sich auf immer in ihrer Wohnung verkroch und die Einladung absagte, weil sie lieber in Angst lebte.
Das man ständig in Angst vor Nonomoto Enterprises leben musste, wenn die Firma sich erstmal ein Opfer gesucht hatte - das wussten nur die Wenigsten wirklich auf diesem Planeten...
http://www.nirn.de/files/23038/4701-XEA1M9/AvatarYume.pngDiese Abwägung zwischen belebter, aber heller Straße und verlassener, aber dunklerer Gasse war Yumemi gerade in den ersten Monaten immer schwer gefallen. Natürlich hörte man Schauergeschichten über Überfälle und sonstige Dinge, und auch in Filmen geschahen die schlimmsten Dinge häufig an dunklen Orten. Mittlerweile war sie jedoch zu der Erfahrung gelangt, dass das Gefährlichste in diesen Gassen nur herumliegende Kartons oder sonstige Stolperfallen waren. Und da es auf Mittag zuging, war auch das Licht nicht so düster, wie man meinen sollte.
Die Nebenstraße, in die sie eingebogen war, war eine Verbindungsstraße, auf die die Gärten der Häuser ringsum hinausliefen. Mehr als hohe Zäune, einige Hecken und Grünstreifen gab es hier nicht, und auch wenige Verkehr, zumal Autos hier gar nicht fahren durften. Ein weiterer Grund, weshalb Yumemi gerne hier entlang lief: wenige Augen, die sie kritisch oder neugierig beäugen konnten.
Ihren Stock führte sie mittlerweile eher lässig und nachlässig; sie kannte diesen Weg und wusste, dass hier wenig Gefahr bestand, über irgendetwas zu stolpern. Sie genoss die Ruhe nach dem Trubel der großen Straße und des Supermarktes.

Ein Geräusch - völlig fremdartig in dieser Umgebung, das nicht hierher gehörte - ließ sie aufmerken. Ein ... Schnipsen? War irgendetwas in den Gärten umgefallen?
Wer oder was der Ursprung dieses Geräusches war, sollte sich bald herausstellen. Während Yumemi sich noch fragte, wer mitten auf der Straße schnipste, oder woher dieser Laut sonst kommen konnte, wurde sie urplötzlich von vier starken Händen an den Oberarmen gepackt und zur Seite zogen. Von der Wucht dieser kräftigen Bewegung herumgerissen, ließ sie Einkaufstasche und Blindenstock fallen. Ohne dass sie es irgendwie beeinflussen konnte, wurde sie durch den Schwung von den Füßen gerissen und spürte Äste und Blätter über ihre blanken Arme und das Gesicht kratzen, als sie ins Gebüsch gezogen wurde und ihre Brille dabei auf verloren ging.

Mehr aus Reflex, als aus Geistesgegenwart wehrte sich die junge Frau, die ihre Augen weit aufgerissen hatte, in der albernen und verzweifelten Hoffnung, ihr Sichtfeld auf diese Weise vielleicht erweitern zu können und irgendjemanden zu sehen. Doch sie sah nichts, nur Bruchstücke von Blättern, kleinen Ästen und dem Himmel, der ihr mit Sonnenstrahlen und grellweißen Wolken gnadenlos die Sicht blendete. Von ihren Peinigern sah sie nichts, spürte nur die groben, stahlharten Hände, die sie nun wie in einer Zwangsjacke fixierten, hörte angestrengtes Schnauben und Schnaufen, spürte heißen Atem auf ihrem Gesicht und ihren Oberarmen.
Die Arme so verdreht, dass ihre Hände auf dem Rücken wie in einem Schraubstock mit brutalem Griff gehalten wurden, konnte sie sich nicht dagegen wehren, dass ihre Füße mit einer weiteren Stahlhand gegriffen und zurückgezogen wurden, sodass sie unbequem im Hohlkreuz lag.
Der Griff um ihre Hände schmerzte und sie spürte ein leichtes Pochen dort, wo sich ihr Blut staute. Sie wollte schreien, doch in diesem Moment wurde ihr ein Tuch auf Mund und Nase gedrückt, der den Schrei erstickte. Yumemi atmete stoßweise und heftig, die Augen immer noch weit aufgerissen, obwohl geblendet, in dem Wunsch, diesem namen- und gestaltlosen Monster, das sie hier peinigte, irgendeine Art von Realität zu geben.

Yumemis Angst, die sie seit dem Griff verspürte, wandelte sich almählich in blanke Panik. Entsetzt und hilflos versuchte sie erneut, sich zu wehren, spürte aber nur den Schmerz der Stahlhände, die sie fixiert hatten und keine Gnade zeigten. Und dann ... spürte sie, wie ihr jemand fast schon spielerisch in den Po kniff und ihn tätschelte. Die junge Frau reagierte darauf mit heftiger Atmung, die ihr den merkwürdigen Duft des Tuchs auf ihrem Gesicht in die Nase trieb und ihr langsam aber stetig den Verstand vernebelte.
Drohende Bewusstlosigkeit und Panik wetteiferten miteinander, während diese scheußliche Hand von ihrem Po aus über ihre Hüfte, den Bauch und schließlich zu ihren Brüsten strich. Nicht zärtlich, sondern fest und verlangend. Ein entsetzter Schrei kam dumpf unter dem Tuch hervor, als die Hand von oben unter das Shirt fasste und grob ihre Brust knetete - während eine andere an eine besonders pikante Stelle griff und dort begann, zu reiben.
Dies war der Moment, wo Yumemi die Augen zusammenkniff, ihr die Tränen über das Gesicht liefen und sie spürte, wie das Betäubungsmittel, das offenbar in diesem Tuch war, die Oberhand gewann. "Nein nein nein nein nein, bitte nicht bitte nicht BITTE NICHT!" Ihre Gedanken schrieen das hinaus, was ihr Mund nicht schreien konnte, während ihre scharfen Ohren noch deutlich diese grausamen Stimmen hörten:
"Sehr guter Fang! Knackig an den richtigen Stellen... und bestimmt auch bald feucht, wenn wir loslegen!"
Dann spürte sie Zähne an ihrem Ohr knabbern und ihr ganzer Körper erschauerte, als eine Zunge über ihren Nackten strich. "Und schmecken tut sie auch! Ein wahrlich feiner Körper..."

Worte, die sie nie wieder vergessen würde.

Ihre Augen schmerzten, die Tränen rannen ihr über das Gesicht. Der Nebel der Bewusstlosigkeit senkte sich über Yumemi, sie spürte, wie sie die Kontrolle über ihren Körper verlor und dies verstärkte ihre Panik, die dumpf in ihrem Kopf pochte, ein letztes Zeichen ihres Kampfes gegen das, was da mit ihr geschah. Sie wollte nur noch weinen und begann, die Bewusstlosigkeit herbeizusehnen, nicht spüren und wissen zu müssen, was gleich mit ihr geschehen würde. Und ein leiser Gedanke schlich sich in ihren Hinterkopf, kurz bevor sich die Erlösung der Ohnmacht einstellte: "Bitte, lass mich tot sein."


*****

Das Erwachen kündigte sich durch einen dumpfen Kopfschmerz an. Er schlug durch den Schleier der Ohnmacht an ihre Stirn, wie das unangenehm laute Klingeln eines Weckers am frühen Morgen.
Als ihr Bewusstsein langsam wieder zurückkehrte, spürte sie Kälte. Sie zitterte, spürte wie sich eine Gänsehaut auf ihrem ganzen Körper ausbreitete, wo die kühle Luft über ihren Bauch und ihre Beine strich.
Moment! Bauch, Beine ... Luft??
Yumemi riss die Augen auf und sah ... nichts.
Sie kniff die Augen wieder zu, der dumpfe Schmerz hinter ihrer Stirn ließ nicht nach und sie zitterte weiterhin, fror und spürte, wie kleine Äste und Blätter an ihrer Hüfte kratzen. An ... ihrer Hüfte.
Wieder riss sie die Augen auf, wieder blieb es Dunkel. "Scheiße ..."

Wie aus Reflex zog sie die Beine an, spürte deren unterkühlte Haut an ihrer Brust und ihrem Bauch und nur langsam realisierte sie, dass das hier kein Traum war. Dass sie dort tatsächlich Haut an Haut spürte, dass sie ... zitternd tasteten ihre Finger an ihr herum. Schlagartig wurde ihr nun das bewusst, was sie seit ihrem Aufwachen zwar bemerkt, aber nicht realisiert hatte: sie war nackt. Richtig nackt, ohne Höschen, ohne BH.
Ein weiterer sanfter Luftstrom strich über sie und löste ein weiteres Zittern aus. Und ... er löste eine weitere Erkenntnis in ihr aus, die sie entsetzt nach Luft schnappen lies: sie war irgendwo draußen, irgendwo ... in einem Gebüsch.
"Hilfe ..." Nackt, allein, draußen ... und wenn ihre Augen nicht gerade völlig ihren nutzlosen Dienst versagt hatten ... dann war es schon dunkel; und sie damit praktisch blind.

Diese Erkenntnis versetzt ihr einen Schlag und sie fuhr hoch. Dort saß sie nackt im Gebüsch und suchte verzweifelt nach einem Fixpunkt, einem Anhaltspunkt, der ihr verriet, wo sie war. Wild sah sie umher und dann stach ihr der helle Schein eines weißen Punktes ins Gesicht, der sie erneut die Augen zukneifen ließ. Vorsichtig öffnete sie sie wieder, schielte zum Licht hinüber, das weiter voraus hoch oben schwebte.
Entweder war dies das erlösende Licht der Himmelspforte oder ... oder aber sie befand sich irgendwo, wo eine Straßenlaterne brannte. Das bedeutete aber, es war wirklich schon dunkel. Und sie hilflos.

Sie hört ein Schniefen, spürte dann, wie ihre Wangen erneut nass wurden und bemerkte, dass sie weinte.
Und ihr Körper begann völlig zu erwachen. Sie spürte ihre Handgelenke und Beine pulsieren, dort wo Schraubstockhände sie gegriffen hatten. Sie festgehalten hatten, ihr keine Chance gelassen hatten und ... und ...
Ihr Puls beschleunigte rapide, ihre Atmung ging schwer und sie hatte das Gefühl, ein Riesenkloß bilde sich in ihrem Hals. Mit einem Schlag kam jede Erinnerung zurück, sie glaubte noch immer die Griffe an Hintern, Brust und Schritt zu spüren und zitterte, als die Erinnerung an den Mund und den heißen Atem an ihrem Hals und ihrem Ohr zurückkehrte. Wie zum Schutz vor diesen Erinnerungen zog sie die Beine noch enger heran, umfasste sie mit den Armen und versuchte sich so klein wie möglich zu machen, sich selbst zu umarmen und nicht darüber nachzudenken, was passiert sein mochte, was sie gehört und gespürte hatte ... und was sie nicht gesehen hatte.

Dann hallten die schrecklichen Stimmen in ihrem Kopf wieder und sie meinte fast, die Stimmen wieder so nah an ihrem Ohr zu hören:
"Sehr guter Fang! Knackig an den richtigen Stellen... und bestimmt auch bald feucht, wenn wir loslegen!"
"Und schmecken tut sie auch! Ein wahrlich feiner Körper..."
Sie schluchzte auf, jetzt laut und verzweifelt.
Zeitgleich nahm das Zittern ihres Körpers zu, eine Mischung aus Kälte, Angst und Panik, während die schrecklichen Worte immer und immer wieder wie ein böses Mantra in ihrem Kopf hämmerten. "Ich ... ich muss ... ich muss hier weg ...", flüsterte eine leise Stimme in ihrem Kopf und durchbrach die Erinnerungen.
Fast schon schüchtern löste Yumemi den rechten Arm aus ihrer Umklammerung und tastete umher. Recht schnell hatte sie sich einen groben Überblick ertastet. Ihre Finger stießen gegen ihren Rucksack, der noch geschlossen und gefüllt war. Direkt daneben lag der Einkaufsbeutel. Irgendwo hinter ihr fühlte sie die Kühle eines schmalen, metallenen Stocks - ihres Blindenstocks. Nur ihre Brille fand sie nicht; dafür bemerkte sie, dass sie noch Socken und Schuhe trug.
Sie schluchzte auf, in einem Anflug von Selbstironie, Erleichterung und der Erkenntnis, dass sie nur noch Schuhe trug. Und ihr wurde klar: sie hatte keines, wirklich keines ihrer Kleidungsstücke finden können. Die Panik, die durch das nüchterne Tasten ein wenig zurückgedrängt worden war, holte sie mit einem Schlag wieder ein. Sie war nicht nur nackt und vergewaltigt hier liegen gelassen worden, draußen im Dunkeln, wo ihre Augen ihr gar nichts nutzten, sondern ihre Peiniger hatten auch noch alle Kleidungsstücke mitgenommen.

"Wie ... wie soll ich nur nach Hause kommen?", schlich sich ein Gedanke ein und löste einen erneuten Tränenstrom aus. Sie fühlte sich allein, hilflos und ... dreckig und benutzt.
Mit einem lauten Schluchzer und einem dadurch ausgelösten Husten versuchte sie sich, zur Räson zu bringen. "Ich muss irgendwie nach Hause, ich kann hier nicht bleiben. Ich ... ich muss duschen ... mich verstecken ... ich ..." Hilflos suchten ihre Augen nach einem Anhaltspunkt, doch sie ließen sie im Stich. Wie immer.
Ruppig wischte sie sich die Tränen aus den Augen. Sie musste nachdenken. Eine Weile klar sein, um aus dieser Situation zu verschwinden, wegzukommen. Zitternd setzte sie sich auf, sodass sie auf den Knien sitzend die um sie verstreuten Habseligkeiten zu sich heranziehen konnte. Immer noch schniefend tastete sie nach ihrem Stock, der konnte ihr zumindest etwas helfen. "Ich muss mich ... be-bedecken ..." Sie griff nach der Einkaufstüte und kippte das Gemüse darin aus. Zumindest konnte sie so die wichtigsten Stellen verdecken.

Sie brauchte mehrere Anläufe, bis ihre Beine entschieden, sie tatsächlich zu tragen. Zitternd, weinend und frierend stand sie nun da, den Rucksack verkehrt herum aufsetzend, so dass er ihre Brüste verdeckte, den Blindenstock in der rechten Hand und mit der linken die Einkaufstüte schützend vor ihre zentralste Stelle haltend.
Laut zog sie die Nase hoch, suchte nach dem letzten bisschen Mut und Klarheit, das sie finden konnte und versuchte sich in Erinnerung zu rufen, wo sie war - ohne an diese Hände denken zu müssen. Rechts spürte sie die fast zwei Meter hohen Holzlatten eines Gartenzaunes, links die Büsche, in die sie ... hinter denen sie aufgewacht war.
Sie musste es riskieren und davon ausgehen, dass sie noch an Ort und Stelle des Über... dass sie noch dort war, wo ... wo sie heute Mittag noch gewesen war. Die Laterne bestätigte ihr, dass sie sich an einer Straße befand. Sie musste sie also einfach entlang gehen. Sie kannte den Weg, aber ... ihre Augen waren nutzlos in der Dunkelheit. Sie unterdrückte einen erneuten Weinanfall und das Gefühl der Hilflosigkeit. "Ich hasse es ... ich hasse es ... ich hasse mein Leben, meine Augen, die Dunkelheit, die Sonne ... ich hasse diese Hände ...", ein Schauer ergriff sie und sie schluchzte noch einmal. "Ich hasse mich ... meine Augen ... diese Augen ... warum nur ich ... ist das alles nicht schon beschissen genug??"

Vorsichtig begann sie einen Fuß vor den nächsten zu setzen. Auf zittrigen Beinen, weinend und elend zu Mute. Sie richtete ihre Gedanken lieber auf den Weg vor ihr und gegen sich selbst, als auf das, was passiert war. Ihre linke Hand verkrampfte sich in der Plastiktüte, während sie Schritt für Schritt vorwärts tapste und mit dem Stock in langsamen Bewegungen den Boden vor sich abtastete.
Sie dankte allen Göttern, dass der Weg die meiste Zeit einfach nur die Straße entlang führte und betete zu ihnen allen, dass sie niemandem über den Weg lief.

Ein eindeutiges Pfeifen zeigte ihr, dass die Götter auf diejenigen schissen, die ihnen nicht huldigten. Yumemi unterdrückte einen Schnluchzer und beschleunigte ihren Schritt. Dabei stieß ihr Stock gegen eine Kante und das Ende in ihrer Hand bohrte sich in ihre Seite. Tränen liefen wieder und zitternd und hektisch bemühte sie sich, die Stelle zu finden, die an dem Bordstein oder was es war vorbeiführte.
Ihr wurde etwas hinterher gerufen, doch sie verstand es nicht und war sich nicht sicher, ob das vielleicht sogar besser so war. Stur setzte sie einen Fuß vor den anderen, ignorierte die Zweige, die ihr manchmal ins Gesicht schlugen, wenn sie die Gerade unbewusst verlassen hatte, zählte die Laternen, an denen sie vorbei stolperte und die ihre nutzlosen Augen blendeten und weinte vor sich hin.

Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit; sie fror, zitterte und bemühte sich darum, ihren Körper zu zwingen, voran zu gehen. Sie war dankbar für ihren Blindenstock, verfluchte ihre Behinderung und sich selbst und versuchte die leisen Männerstimmen zu verdrängen, als das Mantra in ihrem Kopf wieder begann. "Ein wahrlich feiner Körper...", flüsterten sie und lösten immer wieder Schauer in ihr aus.
Plötzlich näherten sich Schritte von rechts. Yumemi stockte der Atem. Abrupt unterbrach sich das Schluchzen und sie blieb stehen, während sie sich auf die Lippe bis. Das Zittern ihres Körpers wurde stärker und ihre Gedanken rasten, während ihr Puls Marathon lief.
Die Schritte beschleunigten sich und hielten schließlich neben ihr an. Sie kniff die Augen zusammen, betete, dass es nicht die Männer waren, diese Hände ... und rechnete schon fast damit, dass sie gleich wieder zupackten.
"Um Himmels Willen! Was ist Ihnen denn passiert?", fragte eine weibliche Stimme neben ihr. Yumemi zuckte zusammen und konnte ein Schniefen nicht unterdrücken. "Ich ... kann ich Ihnen helfen, junge Frau? Brauchen Sie Hilfe?" Die Worte trafen völlig unerwartet und lösten in der nackten jungen Frau einen Weinkrampf aus, von dem sie selbst nicht wusste, ob es Scham, Erleichterung oder der Schrecken des ganzen Tages war.
"Soll ich Sie nach Hause bringen? Wo wohnen Sie denn?"
"I-Ich ...", schluchzte Yumemi. "J-Ja ... bitte ... i-ich ..." Stotternd nannte sie der Fremden ihre Adresse, auf der eine Pause folgte. Dann ein leises "Ja. Ich weiß wo das ist. Soll ich Sie führen?" Die Fremde legte fürsorglich eine Hand auf die Schulter der Hilflosen - doch diese zuckte so heftig zusammen, dass sie sich sofort wieder entfernte. "O-okay ... hier, greifen sie nach meinem Arm ... mit der Rechten. Ich halte Ihren Stock ..." Yumemi tastete und fühlte schließlich den mit Baumwolle bezogenen Arm der Helfenden. Stumme Tränen der Dankbarkeit liefen über ihre Wangen, während sie langsam durch die Dunkelheit geführt wurde, die linke Hand immer noch verkrampft in der Plastiktüte, die das Wichtigste verdeckte.

Die Fremde sprach kein Wort mit ihr, in stummer Achtung vor dem, was dieser Frau offenbar passiert war. Doch spürte sie die Hand, die sich krampfhaft und hilflos in ihren Arm krallte, was an sich Aussage genug war. Ohne dass Yumemi es mitbekam wurde sie durch Seitengassen geführt, in so wenig Sichtweite wie möglich.
Schließlich blieben sie stehen. "Hier ist Ihr Haus, soll ich Sie hinaufbringen?"
Ein heftiges Kopfschütteln. Die Haustür des Hauses war aus Glas, der Eingangsbereich erleuchtet. Yumemi stellt erleichtert fest, dass sie wieder etwas sah - wenn auch durch die Tränen verschwommen. "Bitte ... von hier kann ich allein", flüsterte sie. Sie wollte so schnell wie möglich hier weg, fort aus dem Licht. Bevor sie jemand sah. "Bitte ... lassen Sie mich ... bitte ... ich ...", flüsterte sie mit belegter Stimme, wagte nicht, die Fremde anzusehen.
"Kann ich etwas tun? Ein Arzt, die Polizei?", fragte diese, offenbar nicht bereit, die junge Frau in diesem Zustand einfach so an der Haustür stehen zu lassen.
"Nein ... bitte ... gehen Sie einfach ... ich ...", sie zog die Nase hoch und versuchte, den Kloß im Hals hinunter zu schlucken. "Ich ... danke ... ich ... ich schaff es von hier aus allein ..." Sie starrte geradeaus Richtung Tür, betete dass diese Frau, die einzige Zeugin ihrer Scham, dieser schrecklichen Situation, sich einfach umdrehen und gehen würde. Sie wollte nur alleine sein.
"In Ordnung," kam schließlich die ersehnte Antwort. "Aber bitte, gehen Sie zu einem Arzt, und zur Polizei. Sie brauchen Hilfe." Dann entfernten sich die Schritte und Yumemi stieß die Tür auf, die sich automatisch mit dem Funkschlüssel in ihrem Rucksack entriegelt hatte. So schnell ihre Beine sie tragen wollten ging sie zum Fahrstuhl, drückte auf die '4' und war bald auf ihrem Stockwerk angekommen. Zitternd trat sie auf den Flur, nahm die wenigen Schritte bis zu ihrer Wohnungstür und ... war endlich in Sicherheit. Die Tür schloss sich mit einem erlösenden Klicken hinter ihr. Wie automatisch ließ sie Rucksack und Einkaufstüte fallen, zerrte sich Schuhe und Socken von den Füßen und stolperte ins Bad. Dort stieg sie in die Dusche und öffnete mit zitternder Hand den Wasserhahn, schob ihn auf eine angenehme Wärme und zog den Vorhang zu.

Als das warme Wasser sich über ihren Kopf und Körper ergoss, brach sie zusammen, gab ihren zitternden Beinen nach.
Dort saß sie, zog die Beine in Schutzhaltung an sich, legte die Stirn auf ihre Knie und weinte hemmungslos, während die Wassertropfen über sie hinwegflossen, als wollten sie die junge Frau tröstend streicheln.

Önee-sama
09.11.2014, 05:13
Sato (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1379664-1-Dai-Shi-Das-Spiel-beginnt!/page6?p=23641687#post23641687)

http://upload.worldofplayers.de/files9/seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png

Makoto war allein. Allein mit ihrem Schmerz, ihrer Scham und - ihrer Sorge.
Warum... warum tun die das!? Bitte... ich will nicht mehr! Ich will, dass sie aufhören... uns in Ruhe lassen!
Sie sog immer noch Luft durch ihre Nase, der Knebel drückte weiterhin und ließ ihr nicht viel Spielraum, dazu gesellte sich die Erkenntnis, dass sie sich ein zweitesmal in die Hose gemacht hatte. Die Augen immer noch geschlossen und voller Tränen, ließ sie ihren Kopf hängen.
Ich wünschte... ich währe fort... weit weg, weg von diesen... Dämonen... die uns weh tun... uns...
Beim letzten 'uns' riss sie ihre Augen wieder auf und hob ihren Kopf ruckartig an.
NEIN! Wenn... wenn ich weg bin... dann machen die das mit Nana... solange ich hier bin, tun sie mir weh! Ich... ich ertrage Alles... Alles für meine kleine Schwester! Bevor sie ihr dasselbe antun, will ich lieber sterben!
Ihr Körper schmerzte, die Hände und Füße waren schon leicht taub, ob des engen Tapes und generell war sie eigentlich am Ende mit ihrer Kraft. Doch irgendwie machte Makoto weiter, getrieben von der Sorge um ihre Schwester. Einzig dieser Gedanke war es, der sie zur Zeit weitermachen ließ. Sie sah sich durch einen feuchten Schleier über ihrem Sichtfeld um, dann bemerkte sie, wie die Frau mit Smith-kun geredet haben musste. Just in diesem Augenblick drehte sie sich zu ihr um und zeigte dem Mädchen, das es zuhören sollte.
„Weigern sie sich, dass zu tun, was man ihnen sagt: sterben sie. Schaffen sie es nicht, die vorgegebene Zeit mit der Neuraleinheit verbunden zu sein: sterben sie. Machen sie anderweitige Dummheiten, die wir jederzeit verfolgen können: sterben sie. Egal was sie tun, wenn es uns nicht gefällt, hat dies ihren unausweichlichen Tod zufolge.“
Dumpf nahm sie jeden Satz wahr. Vage erinnerte sie sich dessen, was Rainbow ihr zwischenzeitlich erklärt hatte. Was Nana besser nicht erfahren sollte.
Ich werde Alles tun, damit Nana nicht stirbt! Alles!
Doch ehe sie auch nur etwas Kraft aus ihrem Entschluss ziehen konnte, erstockte diese sogenannte Ärztin dies, indem sie Makoto Bilder ins Gedächtnis rief.
„Ebenso wie den ihrer Schwester. Und glauben sie mir, es wird kein schöner Anblick sein, wenn diese an ihrem eigenen Blut erstickt in ihren Armen liegt.“
Nana, die Blut spuckte in Makoto's Armen, sie mit großen Augen ansah, dabei keinen Ton hervor brachte und wie ihr Blick langsam glasig wurde.
NEIN!
Sie schüttelte heftig ihren Kopf hin und her, versuchte die Bilder wieder zu vertreiben, nur, um das nicht länger sehen zu müssen. Dadurch bekam sie nicht mehr mit, wie Frau Sato noch wegen ihrer 'Unpässlichkeit' nach trat und sich dann in die Küche begab. Gleichzeitig kam aus dieser der Techniker ins Wohnzimmer...

Smith-kun deutete auf die immer noch mit geschlossenen Augen sich windende Makoto und sprach den Techniker an.
"Sie können beginnen. Und seien sie gewiss, das die ältere Miss Yamato eine hohe Schmerzgrenze hat - schließlich hat sie bis jetzt tapfer Widerstand geleistet!"
Der Techniker wusste, was das bedeutete und begann die zweite Neuraleinheit auszupacken...

"Frau Yamato?"
Makoto wurde aus ihren Gedanken gerissen und endlich von den schrecklichen Bildern ihrer verblutenden Schwester befreit. Langsam öffnete sie ihre Augen, doch bevor sie sich von alleine umsehen konnte, wurde ihr Kopf von einem der Helfer Smith-kun's gepackt und in Richtung des Sprechers gedreht, dem Techniker.
"Sehr schön. Da sie mir ja jetzt offensichtlich zuhören - dies ist die für sie bestimmte Neuraleinheit. Ich werde sie ihnen jetzt aufsetzen und dann ein paar Tests durchführen, inwieweit sie den übertragenen Schmerz wahrnehmen. Ich werde ansagen, wo der Schmerz entstehen wird und sie müssen nur nicken oder mit dem Kopf schütteln, wenn sie entweder etwas spüren oder nicht. Verstanden?"
Makoto nickte bedächtig. Der Techniker nahm dann etwas, das nach einer größeren NE aussah, als sie es bisher kannte. Er setzte sie ihr kommentarlos auf und ihr Sinn fürs Sehen war dadurch natürlich abgekapselt, einzig das Hören blieb ihr jetzt noch. Und das war so aufgedreht, dass sie ihr Blut rauschen hören konnte.
Nur noch das oder? Dasselbe, wie bei Nana... nur noch das hier... dann haben wir es geschafft...
Sie versuchte sich selbst zu beruhigen, sich einzureden, dass wenn Nana es auch geschafft hatte, sie es auch durchstehen konnte.
"Bereit?"
Wieder der Techniker. Makoto nickte und stählte sich zugleich für das, was kommen würde.
"Also gut. Zuerst ein mittlerer Treffer am linken Bein..."
Ein Schmerz, als wenn sie jemand getreten hätte, breitete sich sofort an besagter Stelle aus und Makoto musste schneller Atmen und kniff die Augen zusammen, um das Ganze auszuhalten.
Komm schon, Makoto, deine Schwester hat es auch durchgehalten! Du willst ihr doch beistehen, in Dai Shi!?
Zur Bestätigung nickte sie und der Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises fuhr fort. Dabei erhielt er von Smith-kun das Zeichen, eines erhobenen Daumens.
"Schön. Dann, Frau Yamato, ein schwerer Treffer in der rechten Seite..."
Schwer-
Ehe sie sich vorbereiten konnte, traf sie eine Woge an Schmerzen, als hätte sie jemand mit einem Knüppel seitlich geschlagen.
"Hhhmmmmm!"
Trotz der Fixierungen durch das Tape, konnte man sehen, wie sich ihr Körper nach links bewegen wollte. Sie kniff fest die Augen zusammen, verlor trotzdem einzelne Tränen und atmete mittlerweile sehr schnell. Der Schmerz ließ nur langsam nach...
"Und?"
Auf die Frage hin, nickte sie wieder, langsam und vorsichtig. Smith-kun zeigte wieder mit einem Daumen nach oben und das Martyrium ging weiter.
"Gut. Als nächstes ein kritischer Treffer gegen die linke Hand. Abgeschlagen..."
Der vorherige Schmerz war noch nicht abgeebbt und Makoto bekam eher vage mit, ws ihr gesagt worden war, dann war auch schon ein neues Gefühl da: Ein Gefühl, als hätte man ihr linkes Handgelenk mit tausenden Rasierklingen bearbeitet!
"Hmm! HM! Hrrnnng!"
Es war die Hölle. Sie verkrampfte leicht, ballte beide Hände zu kleinen Fäusten, die Fingernägel gruben sich dabei schon ins Fleisch, auch ihre Zehen zog sie an und gleichzeitig warf sie ihren Kopf hin und her, als würde ihr das irgendwie Linderung verschaffen. Ihr Gesichtsfeld, von der NE sowieso verdeckt, zeigte sich trotzdem in roten Farben und ihre Gedanken waren überschwemmt von Schmerzen.
HNNNG! D-das... das... musste N-nana auch durchstehen... also... schaffe... ich... das... auch...
Nur langsam kamen ihre Überlegungen zustande. Zusammenhängend war kaum möglich und noch immer spürte sie den nachlassenden Schmerz. Einzig, dass sie es ihrer Schwester gleichtun wollte, sorgte dafür, dass sie nicht gänzlich resignierte.
"Frau Yamato?"
Sie hörte die Frage, es dauerte nur etwas, bis sie sie verarbeitet hatte und schließlich nickte sie wieder.
"Ah, fein..."
Es kam keine weitere Ankündigung und Makoto wollte sich schon der Hoffnung hingeben, sie hätte es endlich hinter sich, bis...
"Als letztes, schwerer kritischer Treffer im Magen..."
Smith-kun hatte nochmals mit dem Daumen nach oben gezeigt. Der Techniker musste schon überlegen, wo er jetzt noch eine Steigerung anbringen konnte, ohne das Subjekt zu töten. Immerhin war dazu kein Befehl erfolgt...
Makoto saß immer noch verkrampft auf dem Stuhl, bekam kaum noch etwas mit und war zu träge, sich vorzubereiten. Dann kam der Treffer...
Es war, wie man es sich wohl vorstellte, wenn man frontal von einem Auto gerammt wird. In die Magengegend. Die Synopsen wurden nur noch dafür verwendet, den Impuls für Schmerz zu übertragen. Alle Muskeln verkrampften, die Füße standen schon fast in unnatürlichem Winkel ab, die Hände drückten sich so fest zusammen, dass sich kleine Blutrinnsale bildeten, der Puls durchschlug alles, was auch nur entfernt für ein 16-jähriges Mädchen als vertretbar gelten würde, dazu warf sie ihren Kopf in den Nacken und hatte unter der NE weit aufgerissenen Augen.
"HHHHMMMMMM!!! HMg! Hrrng! Rrrng- Rrrgkt-"
Jede Faser ihres Körpers wollte sich Gehör verschaffen und flehte um Linderung, doch das war noch harmlos...
Plötzlich bäumte sie sich auf, als wolle sie das Tape einfach so durchbrechen. Ihr Blick wurde glasig, ihr Atem ging im halben Sekundentakt und ihr Hals schien pumpartige Bewegungen zu machen, während ihr Kopf immer noch in ihrem Nacken lag. Dabei machte sie, soweit man das bei ihrem Knebel beurteilen konnte, röchelnde Geräusche. Schließlich verstummte auch ihr Atem und wurde von rotzenden Geräuschen ersetzt...
In ihrem Delirium aus Schmerz und ausbleibendem Sauerstoff, konnte sie jetzt als einziges wirklich ihren Herzschlag spüren. Wie er anzog, immer schneller wurde und dabei versuchte den so begehrten Sauerstoff in ihrem Körper zu verteilen. Doch schien der Nachschub daran auszubleiben. Denn gleichzeitig wollte ihr Körper ihren Mageninhalt loswerden und drückte diesen gnadenlos nach oben. Der Knebel verhinderte jedoch, dass dieser Inhalt auch nur annähernd schnell genug am Plastikball vorbeigedrückt werden konnte und der Nachstau in ihrem Hals drückte die Masse bis in die Luftröhren ihrer Nase, bis es dort auch heraustropfte.
Nana... Nan... Na... N...
Ihr Sichtfeld wurde immer verschwommener und selbst der Gedanke an ihre Schwester verblasste...
Dann schien es, als würde eine Last von ihr genommen und ihr Sichtfeld veränderte sich, auch wenn sie es nicht wirklich einordnen konnte. Sie spürte eine Berührung in ihrem Nacken und dann verschwand der Knebel aus ihrem Mund. Sofort schoss ihr Kopf nach vorne und sie übergab sich aus Mund und Nase, zwischendurch immer wieder heftig Luft einsaugend.
Ein widerliches Würgen und Husten, ab und zu gepaart mit einem Rotzen und Schniefen, waren die vorherrschenden Geräusche. Dabei nahm ihr Körper keine Rücksicht darauf, dass sie sich selbst auf dem Stuhl einsaute, wichtig war jetzt nur, irgendwie den Hals frei zu bekommen und den lebensnotwendigen Sauerstoff aufzunehmen. Dazu sorgten der unendliche Schmerz, der bis jetzt kaum nachgelassen hatte, dafür, dass dieses Schauspiel so lange ging, bis quasi nur noch fast reine Magensäure ausgespieen wurde...

Währenddessen bezeigte Smith-kun dem Techniker, das Alles funktionierte und dieser nickte nur, um dann seine Utensilien einzupacken. Der Anzugträger wandte sich dann an Makoto.
"Miss Yamato. Wie es scheint, ertragen sie ja doch einiges..."
Dann rümpfte er die Nase.
"Sie sollten dringend etwas für ihre Hygiene tun!"
Dann sah er Richtung Küche, ob seine Kollegin fertig war. Denn vorher würde er Makoto nicht losmachen lassen...

Giarra
10.11.2014, 17:22
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Charles verließ fast fluchtartig nach Ende der Vorlesung den Hörsaal und machte sich auf den Heimweg, da er von dem Outing des ersten Dai Shi- Kämpfers immer noch extrem geschockt war, sodass er nichts und niemanden mehr in seine Gedanken ließ.
So ekelhaft der Kerl auch ist, seine Überzeugung kommt nicht von irgendwo.
Er fühlte sich als ob der Boden unter den Füßen weggezogen worden war, die Knie zitterten und der die Welt drehte sich hämisch lachend wie ein Kreis tanzender Satyre um ihn. Ihm wurde erst jetzt bewusst, dass es neben ihm und Vince noch 9 998 andere – wohlgemerkt freiwillige Spieler – in dieser riesigen Arena des Todes unterwegs waren. Sie alle machten aus eigenen Gründen mit, sie alle waren von sich als Spieler sehr überzeugt und würden in ihrer Kaltblütigkeit jeden töten, der sich zwischen sie und den Sieg stellen würde. Er war nicht der schlechteste Spieler und hatte auch schon viele Stunden in Belendiel verbracht, allerdings gerne auch mit Betrachten seines Charakters oder mehr oder weniger lustigen Gesprächen im öffentlichen Chat. Mit seiner Gilde war eher auf spaßiger Ebene unterwegs, nahm an vielen Events teil, bei denen nicht mehr Fähigkeiten als von einem Kindergartenkind erwartet wurde – Verstecken, Wettrennen, Töten von möglichst vielen Hühnern und ähnliches standen eher auf dem Plan als Raids.
Die gesamte Fahrt zu seiner Wohnung starrte er aus dem Fenster und fragte sich, ob er nicht einen großen Fehler begangen hatte. Seine Ideale, sein Wille den Menschen den Wert ihres schlagenden Herzens zu zeigen – sie waren ungebrochen und genauso stark wie vorher, nur würde er so lange überleben, dass ihn überhaupt jemand registrierte? Würde er wie ein Fußsoldat nur als Trittbrett für die anderen dienen? Sein Leben genau für das Gegenteil seiner Vorstellungen verschwenden? Seine Überzeugung diese hochgesteckten Ziele zu erreichen begann zu bröckeln wie eine mit Katapulten angegriffene Burgmauer.
Er ließ sich nach seiner Ankunft auf das Sofa im Wohnzimmer fallen und verlor sich in seinen Gedanken wie in einem grauen, alles verschlingenden Strudel.
Das Telefon klingelte und sein Herz machte einen Satz, der Magen ballte sich zusammen und er verfehlte mit seinem zitternden Daumen die Hörertaste mehrfach.
''Sohn! Du hast dich schon eine Woche nicht mehr gemeldet.''
Eine fröhliche Frauenstimme schallte aus dem Gerät in sein Ohr, sie machte keinen besorgten Eindruck und doch merkte Charles, dass etwas nicht stimmte. Seine Mutter verschluckte einige Buchstaben, andere gingen in einem leichten Quietschen unter.
'' Mom, hi. Mir geht’s gut, ich hatte nur Stress mit der Uni. ''
'' Das dachte ich mir schon. ''
Es trat schon jetzt ein Schweigen ein, das die Luft um ihn herum zum Stillstand bringen schien und ihn in eine Art Vakuum versetzte. Beide wussten, dass sie nicht deswegen anrief.
'' Sie waren gestern da gewesen, du weißt schon. Es ist alles bereit. ''
Leise, mit kratzenden Stimmbändern flüsterte er seiner Mutter zu, dass er trotz der vielen Diskussionen, Tränen und Konflikte den endgültigen Schritt vollzogen hatte.
'' Du hast es getan. Ich wusste es. ''
'' Ich … ja. ''
'' Du hast die öffentliche Bekanntgabe des ersten Spielers mitbekommen?''
Ihm versagte die Stimme und er versuchte sich erfolglos zu räuspern, seine Kehle schnürte sich nur noch enger zu.
'' Ja. ''
'' Wir werden versuchen dich besuchen zu kommen. ''
Er kniff seine Augen zusammen als sich in ihnen die ersten Tränen sammelten, nur wenig später zog sie eine nasse Spur über die Kraterlandschaft der Narbe und das Salz begann in den offenen Wunden zu brennen wie Feuer.
'' Ich habe Angst, Mom. ''
'' Das wissen wir. Wir werden bei dir sein. Ich wollte dir nur Bescheid geben. ''
Schon klickte es laut und die Verbindung wurde unterbrochen, denn seine Mutter war nie jemand gewesen, der offen vor anderen weinte oder gern viele Gefühle zeigte.
Wie ein Kartoffelsack lag er als erwachsener Mann auf der Couch und fing an zu weinen, wo war nur sein allseits bekannter Optimismus hin? Seine Gedanken drehten s