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Moku
22.08.2014, 21:31
Hier (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht) geht es zu Thread #2.


Wichtige Karten

Ferelden mit Flüchtlingslager

http://upload.worldofplayers.de/files9/DeK7CtblDZhLNBSbqstartpunkt.jpg

Thedas

http://upload.worldofplayers.de/files9/Thedas_Karte.jpg

Flüchtlingslager (gem. VRanger/Fawks)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Lager_RPG_k.png

Önee-sama
23.08.2014, 01:16
Post von Ivy (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page21#401)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Kurz nach Emanuelle setzte sich auch die exotische Schönheit an den Tisch. Im Gegensatz zu Emanuelle aber eher in 'männlicher' Manier, als ob sie es gewohnt wäre, sich so zu geben.
Hmm... soll ich das gut oder schlecht finden...
Kurz sinnierte er darüber, bis er zufrieden zu einer Antwort gekommen war.
Kurz darauf traf auch schon das Essen ein. Ein wundervoller duft ging diesem voraus, was Emanuelle schmerzlich daran erinnerte, dass er seit einem Tag nichts mehr gegessen hatte. Doch als der Teller in seinem Blickfeld landete, musste er sich doch stark beherrschen, seine schöne Fassade aufrecht zu erhalten.
Wie kann etwas, dass so gut duftet, nur so... so... so abstoßend und widerwärtig aussehen!?
Dennoch verzog er nicht ein einziges Mal seine Mine. Die Entscheidung, wie er fortfahren sollte, wurde ihm von der Frau am Tisch aber glücklicher Weise abgenommen. Diese schien dem Essen nicht gänzlich abgeneigt, traf aber noch keine Anstalten, zu beginnen. Stattdessen beförderte sie eine Münze zu Tage.
Was sie wohl vorhat...
Fasziniert beobachtete er die Braut im Piratenkostüm, wie diese eine Münze warf und dann zum Löffel griff.
Auch eine Methode, um eine Entscheidung zu treffen...
Als Nebeneffekt erfuhr Emanuelle so, dass die Suppe zumindest, trotz ihres Aussehens, nicht tödlich zu sein schien. So wollte er sich nicht lumpen lassen und auch schon einmal mit der Suppe beginnen. Vorher galt es aber noch Vorkehrungen zu treffen: Er zog seine seidenen Handschuhe aus, legte sie sorgfältig zusammen und verstaute sie auf dem Rucksack, auf dass sie nicht schmutzig wurden. Dann brachte er säuberlich eine Serviette an sich an und positionierte sich so, dass er 'damenhaft' speisen konnte und jedes Risiko vermied, Essensreste an eines seiner Kleidungsstücke zu bekommen.
Seide ist so schwer zu reinigen...
Den Gedanken schob er wieder beiseite, als er von der exotischen Schönheit so was wie 'guten Appetit' hörte und nahm selbst einen Löffel Suppe zu sich...
Die etwa eintausend mal besser schmeckte, als sie aussah!
"Hmm, mein Kompliment an die Küche!"
Sprach es mit einem reizenden Lächeln und fügte dann noch ein 'guten Appetit' hinzu. Gleichzeitig gönnte er sich auch einen kleinen Schluck Wein und stellte sich in Gedanken eine entscheidende Frage.
Was für Geschichten möchte ich mir eigentlich anhören, um die Nacht kostenlos zu verbringen: Wirtsgeschichten? Katzengeschichten? Oder Piratengeschichten?

Annalena
24.08.2014, 08:01
Ivy (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page21?p=23275191&viewfull=1#post23275191)


Post von Ivy (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page21#401)
Kurz nach Emanuelle setzte sich auch die exotische Schönheit an den Tisch. Im Gegensatz zu Emanuelle aber eher in 'männlicher' Manier, als ob sie es gewohnt wäre, sich so zu geben.
Hmm... soll ich das gut oder schlecht finden...
Kurz sinnierte er darüber, bis er zufrieden zu einer Antwort gekommen war.
Kurz darauf traf auch schon das Essen ein. Ein wundervoller duft ging diesem voraus, was Emanuelle schmerzlich daran erinnerte, dass er seit einem Tag nichts mehr gegessen hatte. Doch als der Teller in seinem Blickfeld landete, musste er sich doch stark beherrschen, seine schöne Fassade aufrecht zu erhalten.
Wie kann etwas, dass so gut duftet, nur so... so... so abstoßend und widerwärtig aussehen!?
Dennoch verzog er nicht ein einziges Mal seine Mine. Die Entscheidung, wie er fortfahren sollte, wurde ihm von der Frau am Tisch aber glücklicher Weise abgenommen. Diese schien dem Essen nicht gänzlich abgeneigt, traf aber noch keine Anstalten, zu beginnen. Stattdessen beförderte sie eine Münze zu Tage.
Was sie wohl vorhat...
Fasziniert beobachtete er die Braut im Piratenkostüm, wie diese eine Münze warf und dann zum Löffel griff.
Auch eine Methode, um eine Entscheidung zu treffen...
Als Nebeneffekt erfuhr Emanuelle so, dass die Suppe zumindest, trotz ihres Aussehens, nicht tödlich zu sein schien. So wollte er sich nicht lumpen lassen und auch schon einmal mit der Suppe beginnen. Vorher galt es aber noch Vorkehrungen zu treffen: Er zog seine seidenen Handschuhe aus, legte sie sorgfältig zusammen und verstaute sie auf dem Rucksack, auf dass sie nicht schmutzig wurden. Dann brachte er säuberlich eine Serviette an sich an und positionierte sich so, dass er 'damenhaft' speisen konnte und jedes Risiko vermied, Essensreste an eines seiner Kleidungsstücke zu bekommen.
Seide ist so schwer zu reinigen...
Den Gedanken schob er wieder beiseite, als er von der exotischen Schönheit so was wie 'guten Appetit' hörte und nahm selbst einen Löffel Suppe zu sich...
Die etwa eintausend mal besser schmeckte, als sie aussah!
"Hmm, mein Kompliment an die Küche!"
Sprach es mit einem reizenden Lächeln und fügte dann noch ein 'guten Appetit' hinzu. Gleichzeitig gönnte er sich auch einen kleinen Schluck Wein und stellte sich in Gedanken eine entscheidende Frage.
Was für Geschichten möchte ich mir eigentlich anhören, um die Nacht kostenlos zu verbringen: Wirtsgeschichten? Katzengeschichten? Oder Piratengeschichten?
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Bernhard unterdrückte nur mühsam einen kleinen Schauer. Mitfühlend blickte er auf die beiden Damen. Sie hatten keine Ahnung was sie erwartete. Angeline liebte es zu kochen. Leider waren ihre Kochkünste nicht konstant. Sie waren weder konstant gut noch konstant schlecht. Vielleicht hatte die beiden Damen Glück und sie erwischten ihre Guten. Er schickte ein kleines Gebet zum Erbauer.

Als die beiden Damen Platz genommen hatten ging er zum Tresen. Den gröbsten Dreck von Scherben und verschütteten Alkohol beseitigte er mit einen groben Tuch. Dann nahm er zwei von seinen besten Gläsern und füllte sie mit seinem besten Wein. Den Rest des Weines füllte er in eine große Glaskaraffe. Bernhard brachte alle Dinge zu dem Tisch, an dem die jungen Damen Patz genommen hatten. „Lasst es euch schmecken, meine Damen.“

Er wandte sich ab und begann die Gaststube aufzuräumen.


Angeline wirbelte durch die Küche. Ein großer Topf war auf dem Herd platziert. Butter darin löste sich schon auf als Angeline das Fleisch klein schnitt. Als sie fertig war gab sie es in den Topf. Dazu noch etwas Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln und Möhren. Während alles garte wühlte sich Angeline durch die Gewürze. Nachdenklich blickte sie die Gewürze an. Was sollte sie nehmen? Dann zuckte sie mit den Schultern und nahm von allen Gewürzen je eine Handvoll.

Sie gab die Gewürze in den Topf und goss alles mit Wasser auf. Dann rührte sie um. Irgendwie war die Farbe nicht richtig. Angeline blickte sich um ob sie etwas vergessen hatte. Ihr Blick fiel auf das Kabinett mit den Zutaten für ihre Gifte. Natürlich wollte sie ihre Gäste nicht vergiften. Sie hatten ihr ja nichts getan. Doch manche der Zutaten, in der richtigen Menge natürlich, waren in Speisen durchaus schmackhaft. Angeline öffnete die Kabinetttür und blickte sich die Zutaten an.

Sie pickte zwei Zutaten heraus und gab jeweils eine Prise in den Topf. Die Farbe des Topfinhaltes war nun ein unappetitliches dunkles Grau. Sie kostete den Eintopf. „Perfekt.“ Angeline nickte zufrieden. Da es fertig war machte sie zwei Teller zurecht und stellte sie auf ein Tablett. Dazu schnitt sie etwas weißes Brot auf, das sie in ein kleines Körbchen gab. Auch dieses stellte sie auf das Tablett bevor sie es an den Tisch brachte an dem die beiden Frauen saßen.

Sie gab jeden einen Teller und stellte den Korb mit dem Weißbrot dazu. „Guten Appetit.“ Zufrieden sah sie zu wie die beiden Frauen aßen. Es schien ihnen zu schmecken. Bernhard, der mit dem Aufräumen kurz pausierte, blickte auf. „Siehst du, Bernhard“ wandte sich Angeline freudig an ihren Freund „den Beiden schmeckt mein pikanter Rattenfleischeintopf.“

RainStorm
24.08.2014, 14:01
Searin kämpfte sich aus den Zweigen die sie umfangen hatten als sie in das Gebüsch gestürzt war. Ihr einfaches Kleid, welches schon stark gelitten hatte, zerriss noch weiter. Taumelnd kam sie wieder auf die Füsse. Ein Fieberschauer liess ihren schmalen Körper erzittern.

Plötzlich sah sie vor sich nebelhaft das Gesicht des Mannes der sie so grausam misshandelt hatte.

"Nein! Bitte! Nicht mehr! Ich will noch nicht sterben!" dachte sie noch als sie zu Boden sank. Entfernt hörte sie noch das grausame "Hehehe, ich freu mich schon auf heute Nacht mein Vögelchen". Dann wurde es Schwarz um sie.

Moku
24.08.2014, 17:42
Saoirse | Auf Jagd nach Unterschlup

Vorheriger Post (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page18?p=23119871&viewfull=1#post23119871)

http://upload.worldofplayers.de/files9/avasaoirse.png„Daz in bra goed ide“, begann Saoirse, nickte enthusiastisch mit dem Kopf, bevor sie ebenfalls ihren Blick gen dunkle Wolken richtete. „Vent hîr, i zeg dat Nonna an Nonno beslissing,“ meinte sie dann, entfernte sich von der Frau und näherte sich dem Karren. Die beiden alten Leutchen waren aneinander gekauert, als das Mädchen die Decke hob. Ihre fetzenhafte Kleidung feucht trotz des provisorischen Schutzes. Sie zitterten am gesamten Körper und als Saoirse ihre Hand auf Nonnas legte, war diese eiskalt.

Sie mussten sich beeilen, einen Schutz suchen, irgendwo, wo sie auch ein Lagerfeuer entfachen konnten auch wenn es schier unmöglich schien, war das einzige Holz, das sie sammeln konnten komplett schließlich ebenfalls durchnässt vom Regen.

„Laz we un leta nach un schuilplaats,“ meinte sie fest, nickte der furchtlosen Helferin zu.

Önee-sama
24.08.2014, 18:03
Ivy (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page21?p=23275191&viewfull=1#post23275191)


http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Bernhard unterdrückte nur mühsam einen kleinen Schauer. Mitfühlend blickte er auf die beiden Damen. Sie hatten keine Ahnung was sie erwartete. Angeline liebte es zu kochen. Leider waren ihre Kochkünste nicht konstant. Sie waren weder konstant gut noch konstant schlecht. Vielleicht hatte die beiden Damen Glück und sie erwischten ihre Guten. Er schickte ein kleines Gebet zum Erbauer.

Als die beiden Damen Platz genommen hatten ging er zum Tresen. Den gröbsten Dreck von Scherben und verschütteten Alkohol beseitigte er mit einen groben Tuch. Dann nahm er zwei von seinen besten Gläsern und füllte sie mit seinem besten Wein. Den Rest des Weines füllte er in eine große Glaskaraffe. Bernhard brachte alle Dinge zu dem Tisch, an dem die jungen Damen Patz genommen hatten. „Lasst es euch schmecken, meine Damen.“

Er wandte sich ab und begann die Gaststube aufzuräumen.


Angeline wirbelte durch die Küche. Ein großer Topf war auf dem Herd platziert. Butter darin löste sich schon auf als Angeline das Fleisch klein schnitt. Als sie fertig war gab sie es in den Topf. Dazu noch etwas Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln und Möhren. Während alles garte wühlte sich Angeline durch die Gewürze. Nachdenklich blickte sie die Gewürze an. Was sollte sie nehmen? Dann zuckte sie mit den Schultern und nahm von allen Gewürzen je eine Handvoll.

Sie gab die Gewürze in den Topf und goss alles mit Wasser auf. Dann rührte sie um. Irgendwie war die Farbe nicht richtig. Angeline blickte sich um ob sie etwas vergessen hatte. Ihr Blick fiel auf das Kabinett mit den Zutaten für ihre Gifte. Natürlich wollte sie ihre Gäste nicht vergiften. Sie hatten ihr ja nichts getan. Doch manche der Zutaten, in der richtigen Menge natürlich, waren in Speisen durchaus schmackhaft. Angeline öffnete die Kabinetttür und blickte sich die Zutaten an.

Sie pickte zwei Zutaten heraus und gab jeweils eine Prise in den Topf. Die Farbe des Topfinhaltes war nun ein unappetitliches dunkles Grau. Sie kostete den Eintopf. „Perfekt.“ Angeline nickte zufrieden. Da es fertig war machte sie zwei Teller zurecht und stellte sie auf ein Tablett. Dazu schnitt sie etwas weißes Brot auf, das sie in ein kleines Körbchen gab. Auch dieses stellte sie auf das Tablett bevor sie es an den Tisch brachte an dem die beiden Frauen saßen.

Sie gab jeden einen Teller und stellte den Korb mit dem Weißbrot dazu. „Guten Appetit.“ Zufrieden sah sie zu wie die beiden Frauen aßen. Es schien ihnen zu schmecken. Bernhard, der mit dem Aufräumen kurz pausierte, blickte auf. „Siehst du, Bernhard“ wandte sich Angeline freudig an ihren Freund „den Beiden schmeckt mein pikanter Rattenfleischeintopf.“

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Es schmeckte einfach köstlich! Da gab es, trotz des mehr als gewöhnungsbedürftigen Aussehens der 'Speise', keine Widerrede! Kurz genoss er noch die Suppe, bevor grazil zur Gabel wechselte, jede Bewegung darauf ausgelegt, einen schönen und schon fast 'erhabenen' Eindruck zu wecken, um auch vom Fleisch zu munden.
Mmmhhhh! Einfach phantastiqué!!!
Noch während er im Geschmack des Essens badete und gerade die letzten Reste des Fleisches in seinem Mund fein säuberlich zerkaute, um auch sie hinunter zu schlucken, gab Angeline unbeschwert preis, um welches Fleisch es sich handelte.
„Siehst du, Bernhard, den Beiden schmeckt mein pikanter Rattenfleischeintopf.“
Emanuelle verstand es nicht sofort und erwiderte noch etwas.
"Ja, das war ein unerwarteter Gaumenschmaus, der vorzüglich mundet! Ich hätte nicht erwartet, dass das Fleisch einer Rat-..."
Plötzlich hielt er inne!
Ratte... Ratte... da war doch was...
OH MEIN GOTT!!!
Emanuelle wurde ganz blass im Gesicht! Trotz all seiner Mühen, den Schock zu verbergen, konnte man genau sehen, was er jetzt vom Essen hielt.
Was.. was... der Wein!
Schnell ergriff er das Glas Wein, wollte nur einen Schluck gegen den Schick nehmen, doch im Endeffekt leerte er das Glas in einem Zuge! Danach goss er sich sofort nach und trank wieder in einem Zuge das Glas aus... Doch der Geschmack nach Ekel wollte nicht vergehen und es drückte ihm jetzt auch aus der Magengegend herum. Er erhob sich von seinem Stuhl, schon nicht mehr wirklich wie eine Dame wirkend, aber zumindest noch einen Rest an 'Weiblichkeit' wahrend und stellte eine sehr wichtige Frage.
"Wo... wo finde ich die 'stillen Begebenheiten'?"
Doch es war zu spät! Der Druck wurde immer größer und Emanuelle wusste, dass er sich würde übergeben müssen! Also lief er schnurstracks zur Vordertür, stieß diese auf, knoete sich an den Türrahmen, um sich festzuhalten und...
Übergab sich mal gar nicht damenhaft einfach nach vorne direkt auf die Eingangsstufen! Nur sein letzter Rest an Würde, der immer vorhanden schien, verhinderte, dass er sich selbst dabei einsaute...

Moku
24.08.2014, 18:06
Vitus | Und noch ein Lager

http://upload.worldofplayers.de/files9/8fpNsU0vitus.pngVitus sah sich den Schlagabtausch zwischen seinen beiden Begleitern augenrollend an, wandte sich dann an das Pferd, das einen deutlich besseren Gesellen abzugeben schien. Nützlich und dabei nicht allzu laut oder fordernd oder philosophisch.

Hätte Vitus Philosophie oder Religion in seinem Leben gebraucht, er wäre im Templerorden geblieben und nicht dissertiert. Weshalb er die erste Gelegenheit nutzte zwischen den beiden zu gehen. Noch bevor Sir Ritter auf die Entschuldigung des Jungspunds reagieren konnte, lenkte er das Thema auf eine etwas wichtigere Tatsache.

„Es dämmert,“ stellte er trocken fest. Seine beiden Begleiter wandten sich ihm zu und er nickte nur Richtung Himmel. „Wir sollten einen Lagerplatz suchen,“ erklärte er, als wüssten sie nicht, was er hätte sagen wollen.

Die anderen beiden Männer warfen sich kurze Blicke zu, bevor sie nickten.

Es dauerte nicht lange, bis sie eine geeignete Stelle etwas abseits von der Straße und nahe eines Sees fanden und dort ihr provisorisches Lager aufschlugen. Nahezu instinktiv wusste jeder, was er zu tun hatte und es benötigte nur wenig Augenkontakt um die Arbeiten aufzuteilen.

Das Lagerfeuer war fertig bevor er blinzeln konnte, der gefangene Hase bereits gehäutet, ausgenommen und am Braten bevor er mit erneut gefüllten Wasserbeutel vom See zurück kam.

In der dämmernden Ferne hatte er den Turm einer Kirche ausmachen können, ein deutliches Zeichen, dass nicht unweit eine größere Ortschaft lag. Allerdings wären es wohl noch ein langer Marsch geworden, den sie vor Abendanbruch nicht gemeistert bekommen hätten.

Er setzte sich ans Lager, überreichte seinen Gefährten die Beutel mit Wasser und genoss die vorrübergehende Ruhe.

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vorherige Posts Erik (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page18?p=23171242&viewfull=1#post23171242), Faren (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page19?p=23194434&viewfull=1#post23194434), Tiaden (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page20?p=23213298&viewfull=1#post23213298)

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/erikgroenar1fh5i7luegy.jpg (http://www.fotos-hochladen.net) Erik haderte mit sich. War es richtig gewesen, die beiden so schnell wieder zu verlassen? Vielleicht hatte er die Situation völlig falsch eingeschätzt und sie hätten ihm einen wertvollen Hinweis geben können. Dass keiner von ihnen Suri gesehen hatte, wollte er nicht akzeptieren. Sie musste einfach hier gewesen sein, in diesem verwüsteten Lager, vor ganz kurzer Zeit. Er hatte es doch so deutlich gespürt.
Immer wieder schielte er zu dem merkwürdigen Pärchen hinüber. Sie hatten sich getrennt, suchten jeder für sich das Feld ab, stocherten zwischen den Leichen herum und hielten manchmal prüfend Dinge gegen das Licht. Um was genau es sich dabei handelte, konnte er selten erkennen. Nur einmal war er sich sicher, dass die Elfe einen Bogen gefunden, aber wieder weggeworfen hatte.
Erik erhob sich.
Das Fundstück hatte ihn auf die Idee gebracht, selbst ein wenig nach Wertsachen zu suchen, statt nur untätig im Schatten der Palisade zu kauern und auf die Dunkelheit zu warten. Er ging los, bleib aber dabei immer in der Nähe seines selbstgewählten Lagerplatzes, weit genug von Zwerg und Elfe entfernt. Wo er suchte war schließlich egal, es gab überall genug zu finden.
Nicht ganz eine Stunde war verstrichen, da hatte Erik Erfolg. Genau wie die Elfe vorher zog er einen Bogen aus einer eingetrockneten Schlammpfütze. Etwas sehr großes musste darüber hinweggetrampelt sein, wie der annähernd menschliche Fußabdruck in Kuchenblechgröße bewies, doch die Waffe hatte es überstanden, was wohl auch daran lag, dass der ehemalige Besitzer nicht mehr dazu gekommen war, die Sehne zu spannen. Erik holte das schnell nach.
Bewaffnet mit einem Jagdbogen und zwei Köchern unterschiedlichster Pfeile, die er unterwegs ebenfalls aufgelesen hatte, schlich er ein gutes Stück den Weg zurück, welchen er am Morgen gekommen war. Hinter einer sanften Hügelkuppe kam ein Wäldchen in Sicht, dessen Randstreifen gewaltig unter dem nahen Lagerplatz gelitten hatte. Überall ragten die Stümpfe gefällter Bäume aus dem Boden, abgeschlagene, zu unordentlichen Haufen aufgeworfene Äste bildeten zusammen mit Brombeerranken dichte Hindernisse, die es schwer machten, in den eigentlichen Wald zu gelangen. Doch so weit wollte Erik gar nicht. Er hatte am Morgen etliche frische Fährten gesehen, Hufspuren, die von Schweinen stammten.
Sorgfältig prüfte er den Wind. Er blies recht kräftig von der Seite, wobei Erik vermutlich nicht einmal Rückenwind verraten hätte, so stark war der Gestank des Schlachtfeldes selbst hier noch zu spüren.
Erik wartete.
Eine weitere Stunde verging. Die Sonne neigte sich bereits langsam dem Horizont zu, als es in den Büschen raschelte. Kurz darauf brach eine Rotte von fünf kräftigen Wildschweinen aus dem Unterholz, zwei Alttiere und drei fast ausgewachsene Jungtiere betraten das Grasland und begannen sofort, ihre Schnauzen ins weiche Erdreich zu graben. Eines der Jungtiere steuerte dabei auf die nächstgelegene Leiche zu. Es grunzte interessiert, schnupperte daran und begann, sich eine günstige Stelle zu suchen. Heute stand wohl Aas auf dem Speiseplan.
Zwar wusste Erik, dass Schweine auch solche Nahrung nicht verschmähten, er fand es aber immer wieder ekelhaft. Dieses Tier würde er nicht zu seiner Mahlzeit kommen lassen. Langsam spannte er den Bogen, da geschah etwas Seltsames: Der große Keiler, welcher eben noch friedlich nach Würmern gegraben hatte, kam wie wild angerannt, rammte das jüngere Familienmitglied in die Seite und warf es um. Quiekend und grunzend stellte er sich zwischen Jungtier und Kadaver, drängte den anderen ab und trieb ihn zum Waldrand zurück. Die anderen drei waren ebenfalls aufgeschreckt. Sie machten sich bereit, im schützenden Unterholz zu verschwinden, und für Erik wurde die Zeit knapp. Sein Arm schwenkte herum. Sein erstes „Opfer“ stand jetzt zu ungünstig, um es sicher treffen zu können, doch bei einem anderen hatte er mehr Glück. Ein sauberer Schuss und das Wildschwein brach nach nur zwei Schritten tot zusammen. Die anderen vier flohen in den Wald.
Erik ging zu seiner Beute. “Möge deine Seele Frieden finden“, sprach er leise zu dem Tier, als der den Pfeil aus der Wunde zog.
Aus dem abgezogenen Fell und zwei kräftigen Ästen fertigte er eine Schleife, auf die er das Schwein legte, um es zu seinem Lager zu ziehen. Zum Tragen wäre es viel zu schwer gewesen und einen Großteil der Beute zurücklassen wollte er auch nicht. Es widerstrebte ihm immer, ein Tier zu töten, und wenn es schon sein musste, dann wollte er wenigstens nichts verschwenden.

Kurz nachdem er sein Lager erreicht und alles abgeladen hatte sah er zufällig den Zwerg wieder. Diesmal lugte er aus dem Eingang eines noch halbwegs intakten großen Zeltes heraus, verschwand jedoch sofort wieder als ihre Blicke sich trafen. Die Elfe war verschwunden, vermutlich ebenfalls in diesem Zelt.
Erik stieß die Luft aus.
Sollte er es noch einmal versuchen? Einfach hinübergehen und den beiden etwas von seiner Beute anbieten? Und dann? Er kam sich irgendwie blöd vor bei dem Gedanken. Seine gelegentlich auftretende Menschenscheu machte ihm gerade wieder zu schaffen. Nun gut, er hatte ja selbst gesagt, dass er es morgen versuchen wollte. Grund zur Eile gab es nicht, lieber würde er gut nachdenken, in welche Richtung sich Suri gewandt haben könnte.
Lange saß er allein am Feuer, drehte den Spieß (eine zweckentfremdete abgebrochene Lanze) und starrte in die Flammen. Nicht nur das Fleisch erwärmte sich, auch sein Amulett.

’Ich mache dir keinen Vorwurf, Liebster. Dein Weg war so weit und die anderen so nah. Sie haben mich überrascht, weißt du.’
“Suri? Bist du es?“
’Wer sollte es sonst sein, du großer dummer Junge?’ Die Stimme kicherte.
“Beim Erbauer, du lebst! Bin ich froh … aber wo …?“
’Nicht hier. Nicht mehr … Ich konnte nicht bleiben. Die Anderen dürfen mich nicht sehen.’
“Die Anderen? Welche Anderen? Von wem sprichst du?“
’Rede morgen mit dem Zwerg. Schließe dich ihm an. Folge ihm. Er wird dich zu mir führen.’
“Aber er hat gesagt, er kennt dich nicht! Was ist, wenn er ablehnt? Was wenn … ? Suri? SURI???“
Erik war aufgesprungen, sah sich gehetzt um, doch vor ihm lag nur die Leere des nächtlichen Lagers.
Die Stimme war verstummt.

Faren | Erwacht aus einem Traum

http://upload.worldofplayers.de/files9/kOhI9ET9IVJdhEfaren.pngFaren wälzte sich auf dem Lager hin und her. In seinem Traum fand er sich mit einer hübschen, kurvigen, vollbusigen Zwergin wieder, die auf seinem Schoß saß, feuchte Küsse auf seine Wangen drückte und lachte als wäre er witzig.

Was er natürlich auch war, keine Frage.

Lustig, charmant, gutaussehend—ein Gentleman, der genoss und zumindest so tat als würde er schweigen, sehr wohl!

Allerdings nahm sein Traum eine unerwartete Wendung als die reizende Zwergin ihm ins Gesicht rülpse, womit er hätte leben können, wenn da nicht der Gestank nach verfaulten Eiern und Nugeingeweiden gewesen wäre, der ihn einnahm wie eine...eine...eine stinkende Wolke eben.

Angewidert stieß er die Frau von seinem Schoß, doch innerhalb von Sekunden hatte sie sich wieder an seine Brust geheftet und—huh? Wann hatte er sich hingelegt? Es dauerte einen Moment bis er realisierte, dass er nicht mehr in seinem Traum war, sondern in dem dunklen Zelt. Und das Finger an seiner Kleidung zerrten.

Angewidert trat er das Fliegengewicht auf seinem Körper weg, rümpfte die Nase an dem Gestank. „Elfe, wenn du Blähungen hast, lass sie draußen. Und kein anfassen!“ knurrte er entrüstet. Bis er dann das trotz der Dunkelheit leuchte Haar neben sich bemerkte. Und nein, die Elfe hatten ihn nicht mitten in der Nacht bestiegen, um etwas von seiner Zwergigkeit zu kosten. Just in diesem Moment hörte er ein krächzen von dem, den er getreten hatte, der gammlige Gestank noch immer das Zelt ein nahm.

„Hey, Elfe, aufwachen,“ meinte er, schüttelte die Elfin bevor er sich umdrehte, eine der Kerzen schnappte und diese in die fade glimmernde Kohlen ihres Lagers hielt bis diese erleuchtete.

Und dann sah er es: halb verfault, abgetrennter Arm und ein Loch im Bauch dort, wo Faren es vermutlich getreten hatte.

„Nicht mal Tote können ihre Finger von mir lassen,“ stellte er selbstgefällig fest, gab der Elfin neben sich ein blasiertes Grinsen als diese sich endlich verschlafen aufgerichtet hatte.

Und dann holte er die von ihm zusammengebastelten Bomben unter seinem Kissen hervor.

Das Feuerwerk konnte beginnen.

Annalena
25.08.2014, 17:22
Valgarius (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page20?p=23275047&viewfull=1#post23275047)
http://upload.worldofplayers.de/files9/5Py1YpLlAnyla.png
Anlya wusste nicht was sie machen sollte. Der Magier hatte sie in den benachbarten Raum geführt. Die Männer dachten immer noch, dass er eine Frau und sie ein Mann sei. Und nun sollten sie baden. Mit einem tollen, gleichzeitig auch verstörenden Auftritt, schaffte es der Magier die Männer zu überzeugen, dass Anlya nicht bei ihnen blieb.

Doch das bedeutete sie musste sich ausziehen. Vor einem Mann ausziehen. Zugegeben, dieser Mann war Valgarius, aber er war immer noch ein Mann. Anlyas Wangen röteten sich. Sie fing an zu stottern. „Ich… ich oh…“ Sie drehte sich um und stand mit dem Rücken zu Valgarius. Sie konnte nicht verhindern, dass ihre Ohrenspitzen glühten.

„Ihr solltet anfangen, Valgarius. Ich warte dann bis Ihr fertig seid.“ Die Elfe war darauf bedacht leise zu reden so dass die Männer im benachbarten Zimmer sie nicht hörten. Sie trat näher an die Wand heran so dass ihr Gesicht fast an das Holz gepresst wurde. Mit hochrotem Kopf wartete sie nun darauf, dass der Magier sein Bad nahm.

Fawks
25.08.2014, 20:21
Vorheriger Post: Die Geschichte von Opa (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page19?p=23205081&viewfull=1#post23205081)
http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png

»Ich glaube ja!« antwortete Glandis nachdem Aril sie gefragt hatte, ob die Geschichte nach Leiden klang.»Aril, ich wusste nicht, dass es beim Adel so zugeht. Sonst hätte ich es nicht gefragt. Tut mir leid.«
Aril lachte leise.
"Mach dir keine Gedanken!"

»Wollen wir absprechen, was zu heute zu tun ist? Oder worauf du Lust hast? Denn uns treibt ja keiner.«

"Ja, Zeit haben wir, das stimmt. Wir sollten uns um Essen kümmern. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei können wir ja noch den Teil des Lagers absuchen, den wir bisher ausgespart haben. Was würdest du denn gerne tun?"

An sich gab es einiges zu tun: Gwess musste beruhigt und verpflegt werden. Sie würden sich früher oder später neu orientieren müssen, wenn sie Nien finden wollten. Aber so ganz ohne Richtung würde das nicht gehen. Also wäre vielleicht das Lager ein Ort, wo sie noch etwas finden könnte? Das Schlachtfeld widerte sie immer mehr an. Jedesmal fragte sie sich, ob sie nicht etwas übersehen hatte, jedesmal verfluchte sie den Krieg, Niens Weggehen und ihr eigenes überstürztes Handeln. Würde sie je wieder nach Hause zurückkehren können? Nicht wegen der drohenden Strafe, sondern wegen der Bekanntschaft mit Glandis. Die Elfe lehrte sie völlig andere Blickwinkel. Aril war sich sicher, dass sie schon jetzt nicht mehr die war, die Glandis verletzt gefunden hatte.

Die Adlige dachte kurz nach über das, was Glandis gesagt hatte und fügte noch an: "Das mit meinem Opa ist Teil einer jeden Familiengeschichte, zumindest bei den Menschen. In jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf. Es hängt nur von der Perspektive ab, wer es ist. Weißt du, ich glaube, dass das einer der großen Unterschiede zwischen Elfen und Menschen ist. In einer Menschenfamilie werden so oft Leute zusammengebracht, die gar nichts miteinander anfangen können, die nicht zueinander passen. Bei den Elfen ist es doch eher so, dass man das lernt, was man kann und wenn man sich bemüht, wird man doch akzeptiert, oder nicht? Ich meine, ist ein Elfenclan nicht ein wenig wie eine große, gute Familie?"

VRanger
26.08.2014, 09:58
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Glandis | Am Flussbaum • Pläne

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png»Wollen wir absprechen, was zu heute zu tun ist? Oder worauf du Lust hast? Denn uns treibt ja keiner.« Das hatte die Dalish eher aus Verlegenheit gefragt und war doch über die Antwort von Aril überrascht. Glandis hatte mit mehr Beharrlichkeit zu dem Thema gerechnet, aber dann folgte eben eine ganz normale Antwort der Adligen: „Ja, Zeit haben wir, das stimmt. Wir sollten uns um Essen kümmern. Das kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Dabei können wir ja noch den Teil des Lagers absuchen, den wir bisher ausgespart haben. Was würdest du denn gerne tun?“

So entschloss sich Glandis auf die Wendung einzugehen. Bevor sie jedoch antworten konnte, fügte Aril doch noch etwas zu dem bisherigen Gespräch an, von dem sie sich vornahm dazu zu sprechen: „In jeder Familie gibt es ein schwarzes Schaf. Es hängt nur von der Perspektive ab, wer es ist. Weißt du, ich glaube, dass das einer der großen Unterschiede zwischen Elfen und Menschen ist. In einer Menschenfamilie werden so oft Leute zusammengebracht, die gar nichts miteinander anfangen können, die nicht zueinanderpassen. Bei den Elfen ist es doch eher so, dass man das lernt, was man kann und wenn man sich bemüht, wird man doch akzeptiert, oder nicht? Ich meine, ist ein Elfenclan nicht ein wenig wie eine große, gute Familie?“

Glandis dachte kurz nach und wippte dabei mit ihrem Kopf für sie unmerklich leicht nach links und nach rechts. Ihre rosenblonden Haare wippten dabei mit. Das bemerkte sie schließlich, denn eine der Strähnen war ihr ins Gesicht gerutscht. Mit einer typischen Handbewegung strich sie das an sich kurze Haar nach hinten. Es war so eine Geste, die man dauerhaft wiederholt ohne sie eigentlich wahrzunehmen. Doch Glandis wusste beim Anfassen der Haare, was sie zuerst sagen sollte: »Schau,« sagte sie eher mehr zu sich, als zu Aril, »meine Haare sind trocken. Da könnten wir ja wirklich etwas unternehmen.« Jetzt schaute sie bewusst zu Aril und erklärte: »Du hattest gefragt, was ich gern machen würde? Das kann ich nicht mal sagen, denn die Dinge, die ich gern machen würde, sind so unendlich weit entfernt von mir. Doch Du könntest mir helfen Ordnung in den Wust von Dingen zu bringen.« Wie sie das sagte, hielt sie ihre Hände in die Höhe und begann bei jedem Punkt, den sie aufführte, einen Finger der Hand auszustrecken.

»Die Hurlocks sind zu begraben und deren Lager ist zu prüfen, dann war da noch der Rest von dem Reh. Ich würde mich gern um Gwess kümmern mit Deiner Hilfe natürlich, es ist an das Essen zu denken, was machen wir, wenn es regnet in der Nacht?, im Flüchtlingslager sollten wir gründlich vorgehen und es durchsuchen, unserer Standort sollte nach Spuren abgesucht und unsere verwischt werden …« Dann schwieg sie und sah auf die ausgestreckten Finger, musste lachen dabei und sagte noch: »Ach, meinen Bogen suche ich ja auch noch. Doch ganz schön viel für den Moment.« Sie lächelte dabei Aril an und vermied die Frage, mit was man denn beginnen sollte.

Doch sie wollte noch nicht in das Tagesgeschäft übertreten. Und so sagte sie zu Aril, auch in der Hoffnung, mehr über die Adlige zu erfahren: »Du sagtest schwarzes Schaf. Was meinst Du damit? Was geschieht, wenn der oder diejenige gerade durch ihr Ausbrechen aus den Traditionen einen neuen, freien Weg eröffnet, den alle anderen vor ihr nicht gesehen haben? Und glaube mir, in meinem Clan stehen die Alten und die Traditionen weit über allen anderen Dingen.« Dabei betonte sie das Wort Traditionen derart, dass Aril klar sein musste, wie sehr Glandis dieses Wort widerstrebte.


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Neclord
26.08.2014, 17:43
Ivy (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page21?p=23275191&viewfull=1#post23275191)
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Bernhard unterdrückte nur mühsam einen kleinen Schauer. Mitfühlend blickte er auf die beiden Damen. Sie hatten keine Ahnung was sie erwartete. Angeline liebte es zu kochen. Leider waren ihre Kochkünste nicht konstant. Sie waren weder konstant gut noch konstant schlecht. Vielleicht hatte die beiden Damen Glück und sie erwischten ihre Guten. Er schickte ein kleines Gebet zum Erbauer.

Als die beiden Damen Platz genommen hatten ging er zum Tresen. Den gröbsten Dreck von Scherben und verschütteten Alkohol beseitigte er mit einen groben Tuch. Dann nahm er zwei von seinen besten Gläsern und füllte sie mit seinem besten Wein. Den Rest des Weines füllte er in eine große Glaskaraffe. Bernhard brachte alle Dinge zu dem Tisch, an dem die jungen Damen Patz genommen hatten. „Lasst es euch schmecken, meine Damen.“

Er wandte sich ab und begann die Gaststube aufzuräumen.


Angeline wirbelte durch die Küche. Ein großer Topf war auf dem Herd platziert. Butter darin löste sich schon auf als Angeline das Fleisch klein schnitt. Als sie fertig war gab sie es in den Topf. Dazu noch etwas Knoblauch, Zwiebeln, Kartoffeln und Möhren. Während alles garte wühlte sich Angeline durch die Gewürze. Nachdenklich blickte sie die Gewürze an. Was sollte sie nehmen? Dann zuckte sie mit den Schultern und nahm von allen Gewürzen je eine Handvoll.

Sie gab die Gewürze in den Topf und goss alles mit Wasser auf. Dann rührte sie um. Irgendwie war die Farbe nicht richtig. Angeline blickte sich um ob sie etwas vergessen hatte. Ihr Blick fiel auf das Kabinett mit den Zutaten für ihre Gifte. Natürlich wollte sie ihre Gäste nicht vergiften. Sie hatten ihr ja nichts getan. Doch manche der Zutaten, in der richtigen Menge natürlich, waren in Speisen durchaus schmackhaft. Angeline öffnete die Kabinetttür und blickte sich die Zutaten an.

Sie pickte zwei Zutaten heraus und gab jeweils eine Prise in den Topf. Die Farbe des Topfinhaltes war nun ein unappetitliches dunkles Grau. Sie kostete den Eintopf. „Perfekt.“ Angeline nickte zufrieden. Da es fertig war machte sie zwei Teller zurecht und stellte sie auf ein Tablett. Dazu schnitt sie etwas weißes Brot auf, das sie in ein kleines Körbchen gab. Auch dieses stellte sie auf das Tablett bevor sie es an den Tisch brachte an dem die beiden Frauen saßen.

Sie gab jeden einen Teller und stellte den Korb mit dem Weißbrot dazu. „Guten Appetit.“ Zufrieden sah sie zu wie die beiden Frauen aßen. Es schien ihnen zu schmecken. Bernhard, der mit dem Aufräumen kurz pausierte, blickte auf. „Siehst du, Bernhard“ wandte sich Angeline freudig an ihren Freund „den Beiden schmeckt mein pikanter Rattenfleischeintopf.“



http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Es schmeckte einfach köstlich! Da gab es, trotz des mehr als gewöhnungsbedürftigen Aussehens der 'Speise', keine Widerrede! Kurz genoss er noch die Suppe, bevor grazil zur Gabel wechselte, jede Bewegung darauf ausgelegt, einen schönen und schon fast 'erhabenen' Eindruck zu wecken, um auch vom Fleisch zu munden.
Mmmhhhh! Einfach phantastiqué!!!
Noch während er im Geschmack des Essens badete und gerade die letzten Reste des Fleisches in seinem Mund fein säuberlich zerkaute, um auch sie hinunter zu schlucken, gab Angeline unbeschwert preis, um welches Fleisch es sich handelte.
„Siehst du, Bernhard, den Beiden schmeckt mein pikanter Rattenfleischeintopf.“
Emanuelle verstand es nicht sofort und erwiderte noch etwas.
"Ja, das war ein unerwarteter Gaumenschmaus, der vorzüglich mundet! Ich hätte nicht erwartet, dass das Fleisch einer Rat-..."
Plötzlich hielt er inne!
Ratte... Ratte... da war doch was...
OH MEIN GOTT!!!
Emanuelle wurde ganz blass im Gesicht! Trotz all seiner Mühen, den Schock zu verbergen, konnte man genau sehen, was er jetzt vom Essen hielt.
Was.. was... der Wein!
Schnell ergriff er das Glas Wein, wollte nur einen Schluck gegen den Schick nehmen, doch im Endeffekt leerte er das Glas in einem Zuge! Danach goss er sich sofort nach und trank wieder in einem Zuge das Glas aus... Doch der Geschmack nach Ekel wollte nicht vergehen und es drückte ihm jetzt auch aus der Magengegend herum. Er erhob sich von seinem Stuhl, schon nicht mehr wirklich wie eine Dame wirkend, aber zumindest noch einen Rest an 'Weiblichkeit' wahrend und stellte eine sehr wichtige Frage.
"Wo... wo finde ich die 'stillen Begebenheiten'?"
Doch es war zu spät! Der Druck wurde immer größer und Emanuelle wusste, dass er sich würde übergeben müssen! Also lief er schnurstracks zur Vordertür, stieß diese auf, knoete sich an den Türrahmen, um sich festzuhalten und...
Übergab sich mal gar nicht damenhaft einfach nach vorne direkt auf die Eingangsstufen! Nur sein letzter Rest an Würde, der immer vorhanden schien, verhinderte, dass er sich selbst dabei einsaute...

http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Magierin erwischte sich dabei, wie sie genussvoll jedes noch so kleine Stück Fleisch in ihrem Mundwinkel langsam zerkaute. Dazu nahm sie stets einen kräftigen Schluck vom Wein hinterher. Es hat sich gelohnt das Angebot der beiden Gastgeber anzunehmen. Auch Angeline schien sehr erfreut darüber zu sein, dass das Rattenfleisch den beiden Damen mundet. Für Ivy war es zwar nicht die erste Wahl bei den Fleischsorten, aber mit der entsprechenden Zubereitung, ein Gaumenschmaus. Auf See hat sie öfter diese Art von Fleisch zu sich genommen.

Doch einer Person schien diese neue Erkenntnis einiges auszumachen. Emanuelle erhob sich plötzlich und fragte nach den stillen Begebenheiten. Aber anscheinend genügte die Zeit dafür nicht mehr. Sie hastete zum Eingang und ihr Körper brachte das zuvor so hoch gelobte Essen auf brachiale Art und Weise zum Vorschein. "Ach herrje, die arme Kleine." Die Magierin stellte sich innerlich bereits auf ein donnerndes Gewitter ein. Emanuelle war nicht in diesem Hinterzimmer, sie hatte nicht gesehen wie verdammt zornig Angeline werden konnte, wenn man sie verärgert.

Ivy wischte sich mit einem Tuch den Mund ab, dann steckte sie sicherheitshalber ein weiteres ein, bevor sie zu der blondhaarigen Schönheit herüberging. Hinter Emanuelle stehend, erblickte sie das ganze Desaster. Der Mageninhalt war sogar auf den Eingangsstufen verteilt. Mit einem beschwichtigenden Lächeln drehte sich Ivy kurz zu Angeline um, "ach, das ist nichts. Sie hat nur husten müssen! Wahrscheinlich kann ihr zierlicher Körper keine Gewürze vertragen!"

Die selbsternannte Seeräuberin kniete sich nun ebenfalls hin und stützte Emanuelle mit ihrem Arm. Dann zog sie im Verborgenen mit ihrer freien Hand das Tuch hervor und wischte es über die Lippen der Kleinen, wie eine liebevolle Mutter. Doch das größte Problem lag dort noch immer direkt vor der Eingangstür. Ivy nutzte ihren Fuß und hakte ihren Stiefel hinter die hölzerne Tür um diese wieder zu schließen. Hoffentlich hat Angeline das nicht bemerkt.

Ihr Blick traf nun direkt die Augen der blondhaarigen Maid, während sie aber weiterhin mit ihrem Arm ihre Haltung zu stützen versuchte.
"Alles in Ordnung?"

Annalena
26.08.2014, 19:22
Es schmeckte einfach köstlich! Da gab es, trotz des mehr als gewöhnungsbedürftigen Aussehens der 'Speise', keine Widerrede! Kurz genoss er noch die Suppe, bevor grazil zur Gabel wechselte, jede Bewegung darauf ausgelegt, einen schönen und schon fast 'erhabenen' Eindruck zu wecken, um auch vom Fleisch zu munden.
Mmmhhhh! Einfach phantastiqué!!!
Noch während er im Geschmack des Essens badete und gerade die letzten Reste des Fleisches in seinem Mund fein säuberlich zerkaute, um auch sie hinunter zu schlucken, gab Angeline unbeschwert preis, um welches Fleisch es sich handelte.
„Siehst du, Bernhard, den Beiden schmeckt mein pikanter Rattenfleischeintopf.“
Emanuelle verstand es nicht sofort und erwiderte noch etwas.
"Ja, das war ein unerwarteter Gaumenschmaus, der vorzüglich mundet! Ich hätte nicht erwartet, dass das Fleisch einer Rat-..."
Plötzlich hielt er inne!
Ratte... Ratte... da war doch was...
OH MEIN GOTT!!!
Emanuelle wurde ganz blass im Gesicht! Trotz all seiner Mühen, den Schock zu verbergen, konnte man genau sehen, was er jetzt vom Essen hielt.
Was.. was... der Wein!
Schnell ergriff er das Glas Wein, wollte nur einen Schluck gegen den Schick nehmen, doch im Endeffekt leerte er das Glas in einem Zuge! Danach goss er sich sofort nach und trank wieder in einem Zuge das Glas aus... Doch der Geschmack nach Ekel wollte nicht vergehen und es drückte ihm jetzt auch aus der Magengegend herum. Er erhob sich von seinem Stuhl, schon nicht mehr wirklich wie eine Dame wirkend, aber zumindest noch einen Rest an 'Weiblichkeit' wahrend und stellte eine sehr wichtige Frage.
"Wo... wo finde ich die 'stillen Begebenheiten'?"
Doch es war zu spät! Der Druck wurde immer größer und Emanuelle wusste, dass er sich würde übergeben müssen! Also lief er schnurstracks zur Vordertür, stieß diese auf, knoete sich an den Türrahmen, um sich festzuhalten und...
Übergab sich mal gar nicht damenhaft einfach nach vorne direkt auf die Eingangsstufen! Nur sein letzter Rest an Würde, der immer vorhanden schien, verhinderte, dass er sich selbst dabei einsaute...





Die Magierin erwischte sich dabei, wie sie genussvoll jedes noch so kleine Stück Fleisch in ihrem Mundwinkel langsam zerkaute. Dazu nahm sie stets einen kräftigen Schluck vom Wein hinterher. Es hat sich gelohnt das Angebot der beiden Gastgeber anzunehmen. Auch Angeline schien sehr erfreut darüber zu sein, dass das Rattenfleisch den beiden Damen mundet. Für Ivy war es zwar nicht die erste Wahl bei den Fleischsorten, aber mit der entsprechenden Zubereitung, ein Gaumenschmaus. Auf See hat sie öfter diese Art von Fleisch zu sich genommen.

Doch einer Person schien diese neue Erkenntnis einiges auszumachen. Emanuelle erhob sich plötzlich und fragte nach den stillen Begebenheiten. Aber anscheinend genügte die Zeit dafür nicht mehr. Sie hastete zum Eingang und ihr Körper brachte das zuvor so hoch gelobte Essen auf brachiale Art und Weise zum Vorschein. "Ach herrje, die arme Kleine." Die Magierin stellte sich innerlich bereits auf ein donnerndes Gewitter ein. Emanuelle war nicht in diesem Hinterzimmer, sie hatte nicht gesehen wie verdammt zornig Angeline werden konnte, wenn man sie verärgert.

Ivy wischte sich mit einem Tuch den Mund ab, dann steckte sie sicherheitshalber ein weiteres ein, bevor sie zu der blondhaarigen Schönheit herüberging. Hinter Emanuelle stehend, erblickte sie das ganze Desaster. Der Mageninhalt war sogar auf den Eingangsstufen verteilt. Mit einem beschwichtigenden Lächeln drehte sich Ivy kurz zu Angeline um, "ach, das ist nichts. Sie hat nur husten müssen! Wahrscheinlich kann ihr zierlicher Körper keine Gewürze vertragen!"

Die selbsternannte Seeräuberin kniete sich nun ebenfalls hin und stützte Emanuelle mit ihrem Arm. Dann zog sie im Verborgenen mit ihrer freien Hand das Tuch hervor und wischte es über die Lippen der Kleinen, wie eine liebevolle Mutter. Doch das größte Problem lag dort noch immer direkt vor der Eingangstür. Ivy nutzte ihren Fuß und hakte ihren Stiefel hinter die hölzerne Tür um diese wieder zu schließen. Hoffentlich hat Angeline das nicht bemerkt.

Ihr Blick traf nun direkt die Augen der blondhaarigen Maid, während sie aber weiterhin mit ihrem Arm ihre Haltung zu stützen versuchte.
"Alles in Ordnung?"

http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Den beiden Damen schien ihr Essen zu schmecken. Das Püppchen bedankte sich sogar bevor sie aus der Taverne stürmte und sich übergab. Es amüsierte Angeline wie die junge Magierin das Unglück vertuschen wollte. Als ob Angeline nicht schon oft genug erlebt hatte wie sich Ihre Gäste nach zu viel Alkohol übergeben mussten. Zumindest der Magierin, Ivy, schien ihr Essen geschmeckt zu haben.

Seufzend holte Angeline zwei Eimer Wasser. Kopfschüttelnd öffnete sie die Tür und spülte mit dem Wasser die Treppe sauber. Dann drehte sie sich zu den beiden Frauen um. “Keine Sorge wegen der Sauerei. Die Ratten werden die Reste fressen. Morgen Früh ist alles wieder sauber.“ Als sie das blasse Gesicht von dem Püppchen sah konnte sie sich eine weitere Bemerkung nicht verkneifen. “Vielleicht sollte ich ein paar Fallen aufstellen. Nach so einem Festschmaus haben die Ratten bestimmt viel Fleisch auf den Knochen.“

Laut lachend brachte sie die Eimer wieder weg. Als sie wieder zur Tür ging um sie zu schließen bemerkte sie etwas. Ein kurzer Augenkontakt mit Bernhard zeigte ihr, dass er auch etwas gesehen hatte. Unbemerkt nickte er ihr zu und sie verschwand aus der Tür, die sie hinter sich schloss.


Bernhard sah die beiden Damen an, die immer noch unschlüssig in der Gegend standen. Er ging zu seinem Tresen und hockte sich hin. Mit einem kleinen Schlüssel öffnete er eine Tür eines kleinen Schränkchens. Darin standen jede Menge kleine Fläschchen mit einer blassgrünen Flüssigkeit. Bernhard nahm ein Fläschchen, verschloss die Tür und ging zu den beiden Frauen. „Hier“, sagte er und gab Emmanuel das Fläschchen, „trinkt das. Danach wird es euch wieder besser gehen. Wir haben nur ein Gästezimmer. Habt ihr ein Problem es euch zu teilen?“


Angeline verschwand in den Schatten. Es war schon dunkel und das kam ihr zugute. Leise schlich sie zu der Gestalt, die sie bemerkt hatte. Ungesehen begab sie sich hinter den Mann. Er war nur etwas größer als sie, was ihr die Sache etwas erleichterte. Sie überlegte noch ob sie Gift auf Ihre Klinge streichen sollte. Doch dann fiel ihr ein, dass sie kein Gift dabei hatte. Langsam holte sie die Klinge aus der Halterung an ihrem Bein und blitzschnell hatte die Gestalt ihren scharfen Dolch an der Kehle. „Wer seid ihr?“

Önee-sama
26.08.2014, 20:45
http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Magierin erwischte sich dabei, wie sie genussvoll jedes noch so kleine Stück Fleisch in ihrem Mundwinkel langsam zerkaute. Dazu nahm sie stets einen kräftigen Schluck vom Wein hinterher. Es hat sich gelohnt das Angebot der beiden Gastgeber anzunehmen. Auch Angeline schien sehr erfreut darüber zu sein, dass das Rattenfleisch den beiden Damen mundet. Für Ivy war es zwar nicht die erste Wahl bei den Fleischsorten, aber mit der entsprechenden Zubereitung, ein Gaumenschmaus. Auf See hat sie öfter diese Art von Fleisch zu sich genommen.

Doch einer Person schien diese neue Erkenntnis einiges auszumachen. Emanuelle erhob sich plötzlich und fragte nach den stillen Begebenheiten. Aber anscheinend genügte die Zeit dafür nicht mehr. Sie hastete zum Eingang und ihr Körper brachte das zuvor so hoch gelobte Essen auf brachiale Art und Weise zum Vorschein. "Ach herrje, die arme Kleine." Die Magierin stellte sich innerlich bereits auf ein donnerndes Gewitter ein. Emanuelle war nicht in diesem Hinterzimmer, sie hatte nicht gesehen wie verdammt zornig Angeline werden konnte, wenn man sie verärgert.

Ivy wischte sich mit einem Tuch den Mund ab, dann steckte sie sicherheitshalber ein weiteres ein, bevor sie zu der blondhaarigen Schönheit herüberging. Hinter Emanuelle stehend, erblickte sie das ganze Desaster. Der Mageninhalt war sogar auf den Eingangsstufen verteilt. Mit einem beschwichtigenden Lächeln drehte sich Ivy kurz zu Angeline um, "ach, das ist nichts. Sie hat nur husten müssen! Wahrscheinlich kann ihr zierlicher Körper keine Gewürze vertragen!"

Die selbsternannte Seeräuberin kniete sich nun ebenfalls hin und stützte Emanuelle mit ihrem Arm. Dann zog sie im Verborgenen mit ihrer freien Hand das Tuch hervor und wischte es über die Lippen der Kleinen, wie eine liebevolle Mutter. Doch das größte Problem lag dort noch immer direkt vor der Eingangstür. Ivy nutzte ihren Fuß und hakte ihren Stiefel hinter die hölzerne Tür um diese wieder zu schließen. Hoffentlich hat Angeline das nicht bemerkt.

Ihr Blick traf nun direkt die Augen der blondhaarigen Maid, während sie aber weiterhin mit ihrem Arm ihre Haltung zu stützen versuchte.
"Alles in Ordnung?"



http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Den beiden Damen schien ihr Essen zu schmecken. Das Püppchen bedankte sich sogar bevor sie aus der Taverne stürmte und sich übergab. Es amüsierte Angeline wie die junge Magierin das Unglück vertuschen wollte. Als ob Angeline nicht schon oft genug erlebt hatte wie sich Ihre Gäste nach zu viel Alkohol übergeben mussten. Zumindest der Magierin, Ivy, schien ihr Essen geschmeckt zu haben.

Seufzend holte Angeline zwei Eimer Wasser. Kopfschüttelnd öffnete sie die Tür und spülte mit dem Wasser die Treppe sauber. Dann drehte sie sich zu den beiden Frauen um. “Keine Sorge wegen der Sauerei. Die Ratten werden die Reste fressen. Morgen Früh ist alles wieder sauber.“ Als sie das blasse Gesicht von dem Püppchen sah konnte sie sich eine weitere Bemerkung nicht verkneifen. “Vielleicht sollte ich ein paar Fallen aufstellen. Nach so einem Festschmaus haben die Ratten bestimmt viel Fleisch auf den Knochen.“

Laut lachend brachte sie die Eimer wieder weg. Als sie wieder zur Tür ging um sie zu schließen bemerkte sie etwas. Ein kurzer Augenkontakt mit Bernhard zeigte ihr, dass er auch etwas gesehen hatte. Unbemerkt nickte er ihr zu und sie verschwand aus der Tür, die sie hinter sich schloss.


Bernhard sah die beiden Damen an, die immer noch unschlüssig in der Gegend standen. Er ging zu seinem Tresen und hockte sich hin. Mit einem kleinen Schlüssel öffnete er eine Tür eines kleinen Schränkchens. Darin standen jede Menge kleine Fläschchen mit einer blassgrünen Flüssigkeit. Bernhard nahm ein Fläschchen, verschloss die Tür und ging zu den beiden Frauen. „Hier“, sagte er und gab Emmanuel das Fläschchen, „trinkt das. Danach wird es euch wieder besser gehen. Wir haben nur ein Gästezimmer. Habt ihr ein Problem es euch zu teilen?“


Angeline verschwand in den Schatten. Es war schon dunkel und das kam ihr zugute. Leise schlich sie zu der Gestalt, die sie bemerkt hatte. Ungesehen begab sie sich hinter den Mann. Er war nur etwas größer als sie, was ihr die Sache etwas erleichterte. Sie überlegte noch ob sie Gift auf Ihre Klinge streichen sollte. Doch dann fiel ihr ein, dass sie kein Gift dabei hatte. Langsam holte sie die Klinge aus der Halterung an ihrem Bein und blitzschnell hatte die Gestalt ihren scharfen Dolch an der Kehle. „Wer seid ihr?“

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle übergab sich also und hatte sehr damit zu kämpfen, einen Rest an Würde zu bewahren.
R-ratten... Rattenfleisch!!!
Was gatte er getan, dass er so gestraft wurde...
Oh ihr Geister, habt ihr euch verschworen, um für all meine Opfer Rache zu nehmen!?
Blass und zittrig hielt er sich am Türrahmen fest, bis... ja, bis plötzlich ein stützendes Gefühl auftauchte, dass ihm Linderung zumindest in der Hinsicht verschaffte, dass er nicht mehr sein gesamtes Gewicht stemmen musste.
Die exotische Schönheit war gekommen. Und nicht etwa, um sich über ihn zu belustigen - nein, nachdem sie etwas gesagt hatte, was Emanuelle nicht mehr mitbekommen hatte, hatte sie die Türe zugezogen, um den Blick auf das Häufchen Elend, das er gerade war, zu verdecken! Zusätzlich war sie ganz rührend dabei, ihm den Mund abzuwischen... Was ihm sofort ein wenig Selbstbewusstsein zurückgab!
"Alles in Ordnung?"
Das gab ihm neue Kraft.
"Ja, danke... es geht so weit..."
Sofort war er wieder in der Rolle des hilflosen Mädels, dass unbedingt eine Stütze brauchte...
Trotz deines Zustandes, Emanuelle - du musst hier einfach am Ball... oder den Bällen... ja, den Bällen bleiben! Dann kannst du immer noch mit Gewinn aus dieser schrecklichen Affäre heraus...
Was aber leichter gedacht, als getan war. Denn gleichzeitig kam Angeline zur Türe und goss mit Eimern voll Wasser die, nun, Überreste von dem Essen weg, welches Emanuelle nicht hatte bei sich behalten können.
Verflucht... wir waren doch gerade all-
Weiter kam er nicht, denn der nächste Satz sorgte dafür, dass er wieder sehr schwer damit zu tun hatte, seine Haltung auch nur annähernd zu bewahren... und natürlich die Reste, die sein Magen eventuell noch beherbergte!
“Keine Sorge wegen der Sauerei. Die Ratten werden die Reste fressen. Morgen Früh ist alles wieder sauber. Vielleicht sollte ich ein paar Fallen aufstellen. Nach so einem Festschmaus haben die Ratten bestimmt viel Fleisch auf den Knochen.“
Was gar nicht so einfach war!
Dennoch konnte er auch etwas Gutes daraus ziehen: Er hatte etwas Zeit, den Körper seiner Helferin zu studieren, was ihn zumindest gedanklich doch so weit ablenkte, dass sich sein Magen einigermaßen zurück hielt.
Wenig später kam auch der Wirt zu den beiden an die Tür.
„Hier, trinkt das. Danach wird es euch wieder besser gehen. Wir haben nur ein Gästezimmer. Habt ihr ein Problem es euch zu teilen?“
Er ergriff das Fläschchen und trank davon.
"Habt Dank, werter Herr. Ihr seit zu gütig."
Ein wenig gestattete er sich ein Lächeln, wollte er damit Dankbarkeit zeigen. Gleichzeitig aber nicht zu stark, da er auch immer noch 'gequält' aussehen wollte, um weiterhin Mitleid zu erwecken - was aber auch nicht gerade schwierig war in seinem Zustand.
Bis er richtig begriff, was für Möglichkeiten sich offenbarten bei nur einem Gästezimmer!
Oh, Schicksal, du teuflisches Luder! Jetzt zeigst du dich wieder gnädig mit mir?
Er unterdrückte seine Vorfreude und täuschte eine größere Schwäche vor, als er tatsächlich hatte.
"Nun, wenn ihr nur ein Gästezimmer habt... es wäre wohl nicht so verkehrt, wenn... wenn eine der Personen hier doch ein Auge auf mich haben könnte... Nicht, dass sich diese Schwäche die Nacht über fortsetzt..."
Während er redete, machte er ein Schauspiel aus Hilfsbedürftigkeit, Verletzlichkeit und ganz sanftem Flehen. Hoffentlich würde jemand darauf anbeißen.

Shepard Commander
26.08.2014, 21:15
http://upload.worldofplayers.de/files9/Abyss_klein.jpg

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

„Es wird dunkel, Arian!“, flüsterte Abyss, während sie auf dem schaukelnden Karren saß, der gemächlich die breite, mehr schlecht als recht gebaute, Handelsstraße entlang wackelte. Arian schaute hinauf und sah durch das dichte Blätterdach die kaltstrahlende Gestalt des aufgehenden, kreisrunden Mondes. Warmes, rotes Licht welches auf der entgegengesetzten Seite drückend durch die enggestaffelten Bäume schimmerte kündigte den Sonnenuntergang und das Einsetzten der Finsternis an.
„Hab keine Angst, wir sind bald aus dem Wald draußen und sicherlich finden wir dann auch einen Gasthof“, beruhigte Arian die kleine Elfe mit seiner väterlichen Stimme. Abyss lächelte den Ritter breit an.
„Ich habe keine Angst! Ich kann noch sehr gut sehen, auch im Dunkeln!“

„Ja, das kannst du sicherlich, meine Kleine“, sagte Arian und schritt neben dem juckelnden Karren, dessen Räder ein gemütliches Knatschen von sich gaben, her. Auf dem Karren befand sich alles, was er bei seiner Flucht von seinem Anwesen mitgenommen hatte. Alles, was er brauchte. Alles und Abyss.
So gingen sie noch eine Weile, während der Mond aufging und die Tiere des Waldes verstummten. Die Mücken tanzten nicht mehr im schwinden Licht der Abendröte und die Vögel ließen sich in ihren gemachten Nestern nieder. Auch Arian wurde langsam schläfrig und bleierne Schwere begann seine Glieder zu durchziehen.

„Arian? Hast du das gehört?“, fragte die Elfe plötzlich mit nervöser, hoher Stimme.
„Was gehört?“
„Na das Knacken?“, sagte Abyss und schaute mit ihren großen Augen angestrengt in die Dunkelheit, die sie umgab.
„Nein, meine Kleine. Es war sicherlich nichts. Nur ein Ast“
Abyss wurde dennoch nervöser.

„Da war es schon wieder!“, schrie sie schrill auf, und zeigte mit dem Finger ziellos in die anbrechende Nacht. Doch diesmal hatte auch Arian es gehört. Ein Knacken, in einiger Entfernung, zu laut für ein sich bewegendes Tier. Plötzlich spürte Arian ihn beobachtende Blicke. Woher sie kamen wusste er nicht, doch trieb er das Pferd, welches vor den Karren gespannt war, zur Eile an. Abyss, welche die Anspannung in Arians Art bemerkt hatte, begann sich ängstlich im Karren zwischen die zahlreichen Gegenstände zu kauern und zog sich Arians dunklen Umhang über ihren blonden Haarschopf.

Ein weiteres Knacken, diesmal näher. Arian kniff die Augen zusammen und spähte in den endlosen Wald schwarzer Baumstämme. Und etwas starrte zurück. Gelbe Augen! Arian erstarrte für einen Moment. Dann gab er dem Gaul einen Klaps, sodass dieser kurz empört aufwieherte, doch dann seinen Marsch in einen leichten Trab versetzte. Arian zog langsam sein Schwert.

In diesem Moment sprang eine Bestie aus dem Gebüsch. Eine riesige, schwarzhaarige Bestie mit langgezogenem Kiefer und Reihen spitzer, gebleckter Zähne. Ihre riesigen, spitz zulaufenden Ohren angelegt und mit der großen, feuchten Nase nach Menschen- und Elfenfleisch schnüffelnd sah sie Arian an. Die Augen des Wesens rollten voller getriebener, unbändiger Wut. Das Monster richtete sich zu voller Größe auf und lies ein markerschütterndes Heulen hören. Abyss schrie voller Angst, doch Arian atmete tief durch und stellte sich breitbeinig auf, bereit den Kampf zu eröffnen.

„Abyss, egal was geschieht, sieh nicht zurück! Versteck dich im Wagen und warte bis du aus dem Wald bist!“, rief er forsch, während er die Bestie nicht aus den Augen ließ. Der Karren war nun schon einige Schritte weiter und Abyss begann zu weinen.

„Hintere Stellung“, rief Arian sich ins Gedächtnis. Den linken Fuß nach Vorne, den Rechten nach hinten. Knie locker lassen. Beide Hände zum Schwertgriff, die Klinge parallel zum rechten Bein. Oberkörper aufrecht. Warten.

„Ariaaaaan!“, schrie Abyss, als der Krieger in der Dunkelheit zuerst nur noch ein Schatten, dann nur ein Schemen und schließlich völlig verschwunden war.

Die Bestie stürzte vor, bewegte sich wie ein Mensch auf den Hinterbeinen, was sie eineinhalbmal so groß machte wie Arian selbst. Kurz vor ihm setzte es sich doch auf alle Viere und begann einen Sprint auf den noch immer reglosen Mann. Grausige Zähne schimmerten im Mondschein und das weitaufgerissene Maul verströmte einen fauligen Geruch. Kurz bevor sich die langen, kräftigen Kiefer des Werwolfs in Arians Bauch verbeißen konnten, zog dieser sein Langschwert von Unten nach Oben und spaltete Maul, Gesicht und Kopf des Monsters. Der schwere Körper schoss an Arian vorbei und ziellose Klauen verfehlten ihn nur knapp. Das Tier schwankte noch ein paar Meter in das abfallende Gebüsch und brach dann dort zusammen. Arian atmete durch und setzte dazu an, zu dem nun in einiger Entfernung fahrenden Wagen einzuholen. Doch plötzlich erklang von überall das heimtückische Geheul großer, gelbäugiger Bestien. Arian sprintete los.

Das erste was Abyss sah, als der Wagen den Wald verließ waren die Fackeln einer kleinen Befestigung unweit der Handelsstraße. Auf der hölzernen Palisade patrouillierten fackeltragende Wachen. Das Zweite waren die Umrisse einer auf sie zu hastenden Kreatur! Angst fuhr ihr durch die Glieder und winselnd hielt sie sich die Hände vors Gesicht. Was für eine Erleichterung sie dann jedoch einholte, als sie dann anstatt des wolfgewordenen Tods das erschöpfte, aber bekannte Gesicht von Arian erblickte.
„Arian!“, rief sie erfreut und breitete die Arme aus.

„Arian! Arian, schau!“, und deutete auf die rettenden Lichter. Arian sagte nichts, sondern keuchte nur. Dann gab er dem Pferd einen ordentlichen Klaps, was dieses dazu veranlasste noch schneller Richtung Befestigung zu reiten. Abyss kreischte kurz auf, als sie beinahe vom Wagen gefallen wäre. Sie schaute zum Waldrand und ihr Blut gefror zu Eis. Dutzende riesiger Schatten mit im Mondschein schimmernden Zähnen und wilden, gelben Augen bewegten sich dort. Abyss begann zu beten und endete erst, als der Wagen den mit Fackeln gesäumten Holzpfad zu der kleinen Befestigung entlangrollte.

„Öffnet das Tor!“, rief Arian gebieterisch, als ein fetter, mit einer Pike und einem einfachen Eisenhelm ausgerüsteter Wachmann die beiden Neuankömmlinge misstrauisch beäugte.
„Ich weiß nicht. Da draußen gibt es Werwölfe…“, erklärte er unschlüssig.
„Richtig! Und sie werden uns vor eurer Türschwelle zerfleischen, wenn ihr sie nicht öffnet! Wollt ihr das?“, brüllte Arian erbost. Der Wachmann schien sich noch nicht ganz einig mit sich zu sein, sondern blickte grübelnd zum Waldrand. Arian schlug einen versöhnlicheren Ton an und sagte ruhig: „Seht, ich habe hier ein kleines Mädchen bei mir. Wollt ihr wirklich ihr Blut an euren Händen?“
Der Wachmann schüttelte langsam den Kopf und rief dann plötzlich:
„Schon gut! Schon gut! Öffnet das Tor!“

Quietschend sprang das hölzerne Flügeltor auf. Arian, die Augen wachsam nach Hinten blickend, lenkte seinen Karren in das schützende Innere. Die beiden Wachmänner, welche den Riegel entfernt und das Tor aufgezogen hatten, beobachteten Arian und seinen Wagen neugierig. Als er im Inneren der Befestigung war, schlossen sie das Tor und verriegelten es. Vorerst wären Abyss und er also in Sicherheit. Eine der Wachen kam zu Arian gewatschelt.

„Ihr könnt hier bleiben, aber ihr müsst euch bei Hauptmann Gravka melden. Er ist dort“, sagte er tumb und deutete auf eine geduckte Holzhütte neben der offensichtlichen Waffenkammer. Arian sah sich um. Das Areal in das er und Abyss gestolpert waren sah aus, wie eine provisorische Verteidigungsanlage, wie sie von einer Armee während eines Eroberungsfeldzuges errichtet wurden, wenn die Truppen über einen längeren Zeitraum an einem Ort bleiben mussten. Es gab eine große Feuerstelle in der Mitte und noch zahlreiche Kleinere an den Rändern der runden Befestigungsanlage. Arian zählte sechs Gebäude, sieben wenn man den Stall mitzählte. Dazu etwa zwei Dutzend Zelte, die von Größe und Qualität stark variierten. Arian erkannte militärische Symbole an einigen, andere erinnerten eher an Bettlaken, die an Wäscheleinen, welche zwischen zwei in den Boden gerammte Speere hingen. Die Häuser waren die schon erwähnte Waffenkammer und das Haus des Hauptmanns. Dazu eine große Schenke, ein großes Wohnhaus, zumindest hoffte Arian, dass es sich um ein Wohnhaus und kein Bordell handelte, einen kleinen Nahrungsspeicher und eine offene Schmiede.

„Du wartest hier!“, sagte er an Abyss gewandt.
„Aber…“, protestierte sie.
„Keine Widerrede!“
Abyss schmollte.

Arian betrachtete die Personen. Auch sie waren offenbar sehr unterschiedlich. Abgehalfterte Gauner, ein paar Wachsoldaten mit denen man keinen Krieg gewinnen konnte, hier und da ein in feine Kleidung gehüllter Mann, vermutlich Händler. Und eine Kriegerin. Sie stach aus der Masse hervor, wie ein Stachel aus verwundetem Fleisch. Ihr rotes Haar glänzte in dem Licht der Schmiede, in der sie sich befand. Sie diskutierte mit dem Eigentümer, dem sie der Körpergröße nach, weit überlegen war. Im Allgemeinen übertraf sie die meisten Männer dieses „Stützpunktes“ um gut eine Handbreit. Was jedoch noch auffälliger als ihre flammenden Haare und ihre immense Größe war, war die Art der Kleidung, die sie gewählt, oder besser gesagt, nicht gewählt hatte. Ihr strammer und doch kräftig wirkender Körper war gehüllt in eine Mischung aus wenig Stoff, schwerer Panzerung und Garnichts. Seltsamerweise kam ihm dieser Anblick weniger unbekannt und verstörend vor, als er es eigentlich sollte.

Arian hatte wohl etwas zulange auf die Kriegerin gestarrt, denn ihr Blick, den sie von dem Gnomschmied abgewandt hatte, streifte den Seinen...

Neclord
26.08.2014, 21:45
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Den beiden Damen schien ihr Essen zu schmecken. Das Püppchen bedankte sich sogar bevor sie aus der Taverne stürmte und sich übergab. Es amüsierte Angeline wie die junge Magierin das Unglück vertuschen wollte. Als ob Angeline nicht schon oft genug erlebt hatte wie sich Ihre Gäste nach zu viel Alkohol übergeben mussten. Zumindest der Magierin, Ivy, schien ihr Essen geschmeckt zu haben.

Seufzend holte Angeline zwei Eimer Wasser. Kopfschüttelnd öffnete sie die Tür und spülte mit dem Wasser die Treppe sauber. Dann drehte sie sich zu den beiden Frauen um. “Keine Sorge wegen der Sauerei. Die Ratten werden die Reste fressen. Morgen Früh ist alles wieder sauber.“ Als sie das blasse Gesicht von dem Püppchen sah konnte sie sich eine weitere Bemerkung nicht verkneifen. “Vielleicht sollte ich ein paar Fallen aufstellen. Nach so einem Festschmaus haben die Ratten bestimmt viel Fleisch auf den Knochen.“

Laut lachend brachte sie die Eimer wieder weg. Als sie wieder zur Tür ging um sie zu schließen bemerkte sie etwas. Ein kurzer Augenkontakt mit Bernhard zeigte ihr, dass er auch etwas gesehen hatte. Unbemerkt nickte er ihr zu und sie verschwand aus der Tür, die sie hinter sich schloss.


Bernhard sah die beiden Damen an, die immer noch unschlüssig in der Gegend standen. Er ging zu seinem Tresen und hockte sich hin. Mit einem kleinen Schlüssel öffnete er eine Tür eines kleinen Schränkchens. Darin standen jede Menge kleine Fläschchen mit einer blassgrünen Flüssigkeit. Bernhard nahm ein Fläschchen, verschloss die Tür und ging zu den beiden Frauen. „Hier“, sagte er und gab Emmanuel das Fläschchen, „trinkt das. Danach wird es euch wieder besser gehen. Wir haben nur ein Gästezimmer. Habt ihr ein Problem es euch zu teilen?“


Angeline verschwand in den Schatten. Es war schon dunkel und das kam ihr zugute. Leise schlich sie zu der Gestalt, die sie bemerkt hatte. Ungesehen begab sie sich hinter den Mann. Er war nur etwas größer als sie, was ihr die Sache etwas erleichterte. Sie überlegte noch ob sie Gift auf Ihre Klinge streichen sollte. Doch dann fiel ihr ein, dass sie kein Gift dabei hatte. Langsam holte sie die Klinge aus der Halterung an ihrem Bein und blitzschnell hatte die Gestalt ihren scharfen Dolch an der Kehle. „Wer seid ihr?“


http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle übergab sich also und hatte sehr damit zu kämpfen, einen Rest an Würde zu bewahren.
R-ratten... Rattenfleisch!!!
Was gatte er getan, dass er so gestraft wurde...
Oh ihr Geister, habt ihr euch verschworen, um für all meine Opfer Rache zu nehmen!?
Blass und zittrig hielt er sich am Türrahmen fest, bis... ja, bis plötzlich ein stützendes Gefühl auftauchte, dass ihm Linderung zumindest in der Hinsicht verschaffte, dass er nicht mehr sein gesamtes Gewicht stemmen musste.
Die exotische Schönheit war gekommen. Und nicht etwa, um sich über ihn zu belustigen - nein, nachdem sie etwas gesagt hatte, was Emanuelle nicht mehr mitbekommen hatte, hatte sie die Türe zugezogen, um den Blick auf das Häufchen Elend, das er gerade war, zu verdecken! Zusätzlich war sie ganz rührend dabei, ihm den Mund abzuwischen... Was ihm sofort ein wenig Selbstbewusstsein zurückgab!
"Alles in Ordnung?"
Das gab ihm neue Kraft.
"Ja, danke... es geht so weit..."
Sofort war er wieder in der Rolle des hilflosen Mädels, dass unbedingt eine Stütze brauchte...
Trotz deines Zustandes, Emanuelle - du musst hier einfach am Ball... oder den Bällen... ja, den Bällen bleiben! Dann kannst du immer noch mit Gewinn aus dieser schrecklichen Affäre heraus...
Was aber leichter gedacht, als getan war. Denn gleichzeitig kam Angeline zur Türe und goss mit Eimern voll Wasser die, nun, Überreste von dem Essen weg, welches Emanuelle nicht hatte bei sich behalten können.
Verflucht... wir waren doch gerade all-
Weiter kam er nicht, denn der nächste Satz sorgte dafür, dass er wieder sehr schwer damit zu tun hatte, seine Haltung auch nur annähernd zu bewahren... und natürlich die Reste, die sein Magen eventuell noch beherbergte!
“Keine Sorge wegen der Sauerei. Die Ratten werden die Reste fressen. Morgen Früh ist alles wieder sauber. Vielleicht sollte ich ein paar Fallen aufstellen. Nach so einem Festschmaus haben die Ratten bestimmt viel Fleisch auf den Knochen.“
Was gar nicht so einfach war!
Dennoch konnte er auch etwas Gutes daraus ziehen: Er hatte etwas Zeit, den Körper seiner Helferin zu studieren, was ihn zumindest gedanklich doch so weit ablenkte, dass sich sein Magen einigermaßen zurück hielt.
Wenig später kam auch der Wirt zu den beiden an die Tür.
„Hier, trinkt das. Danach wird es euch wieder besser gehen. Wir haben nur ein Gästezimmer. Habt ihr ein Problem es euch zu teilen?“
Er ergriff das Fläschchen und trank davon.
"Habt Dank, werter Herr. Ihr seit zu gütig."
Ein wenig gestattete er sich ein Lächeln, wollte er damit Dankbarkeit zeigen. Gleichzeitig aber nicht zu stark, da er auch immer noch 'gequält' aussehen wollte, um weiterhin Mitleid zu erwecken - was aber auch nicht gerade schwierig war in seinem Zustand.
Bis er richtig begriff, was für Möglichkeiten sich offenbarten bei nur einem Gästezimmer!
Oh, Schicksal, du teuflisches Luder! Jetzt zeigst du dich wieder gnädig mit mir?
Er unterdrückte seine Vorfreude und täuschte eine größere Schwäche vor, als er tatsächlich hatte.
"Nun, wenn ihr nur ein Gästezimmer habt... es wäre wohl nicht so verkehrt, wenn... wenn eine der Personen hier doch ein Auge auf mich haben könnte... Nicht, dass sich diese Schwäche die Nacht über fortsetzt..."
Während er redete, machte er ein Schauspiel aus Hilfsbedürftigkeit, Verletzlichkeit und ganz sanftem Flehen. Hoffentlich würde jemand darauf anbeißen.


http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Das Glück schenkte ihr einen sanften Kuss, denn Angeline war gnädiger als gedacht. Zur Überraschung der Magierin erwartete sie derartige Reaktionen auf ihre Speisen und wirkte auch dementsprechend gut vorbereitet. Ivy verkniff es sich zwar zu lachen, doch der Kommentar von Angeline über die gut genährten Ratten zauberte ein Schmunzeln auf ihre Lippen. Emanuelle erhielt anschließend ein Fläschchen, welches mit einer grünartigen Flüssigkeit gefüllt war. Angeblich ein wirksames Mittel gegen ihren instabilen Magen.
Besonders viel Vertrauen brachte Ivy diesem "Getränk" nicht entgegen, doch sie musste es ja auch nicht trinken. Bernhard erwähnte nebenbei außerdem, dass sie nur ein einziges Gästezimmer zur Verfügung haben und die beiden Damen es sich wohl teilen müssen. Emanuelle wirkte so hilfsbedürftig und verletzlich, sie bekundete sogleich dass sie es vorziehen würde, wenn jemand die Nacht bei ihr bleibt, nur um ganz sicher zu gehen, dass ihr Körper keinen erneuten Schwächeanfall erleidet.

"Von mir aus..." antwortete die Piratin mit gelangweilter Stimme und begab sich mit einem Schulterzucken zum Esstisch, um ihre Sachen zu nehmen und in Richtung Gästezimmer zu schlendern. Als sie am Eingang zum Gästezimmer stand drehte sie sich noch einmal kurz um. "Es war ein langer Tag, ich werde dann mal langsam das Bett aufsuchen... und habt Dank Bernhard, richtet auch Angeline bitte meinen Dank aus." Erst jetzt bemerkte Ivy, dass Angeline gar nicht mehr im Blickfeld war, begnügte sich dann aber mit dem Gedanken, dass sie wohl ebenfalls ein wenig Ruhe brauchte.

Über die Türschwelle tretend, konnte man lautstark die Schritte durch ihre Stiefel vernehmen. Der hölzerne Boden wirkte etwas hohl und somit sehr geräuschintensiv. Der Raum war herkömmlich eingerichtet, wie der Rest der Taverne. Doch eine Tatsache stach sofort in ihr freiliegendes Auge und es ließ die pinkfarbene Löwenmähne für einen Moment stillstehen.
Nur ein Bett war in diesem Zimmer, ein Doppelbett. Sie blieb einen Moment vor dem Bett stehen und legte eine Hand an ihre Hüfte als sie ihre Gedanken sortierte. Naja. Wenigstens muss ich das Bett nicht mit einem fremden Kerl teilen.

Vorsichtig begann sie damit, ihre Stiefel auszuziehen als ihr plötzlich ein neues Problem in den Sinn kam. Verdammt, meine Augenklappe! Ich schlafe doch nie mit Augenklappe... wenn ich sie abnehme weiß die Kleine, dass es nur eine Maskerade ist... hmpf!

Annalena
27.08.2014, 09:23
Emanuelle übergab sich also und hatte sehr damit zu kämpfen, einen Rest an Würde zu bewahren.
R-ratten... Rattenfleisch!!!
Was gatte er getan, dass er so gestraft wurde...
Oh ihr Geister, habt ihr euch verschworen, um für all meine Opfer Rache zu nehmen!?
Blass und zittrig hielt er sich am Türrahmen fest, bis... ja, bis plötzlich ein stützendes Gefühl auftauchte, dass ihm Linderung zumindest in der Hinsicht verschaffte, dass er nicht mehr sein gesamtes Gewicht stemmen musste.
Die exotische Schönheit war gekommen. Und nicht etwa, um sich über ihn zu belustigen - nein, nachdem sie etwas gesagt hatte, was Emanuelle nicht mehr mitbekommen hatte, hatte sie die Türe zugezogen, um den Blick auf das Häufchen Elend, das er gerade war, zu verdecken! Zusätzlich war sie ganz rührend dabei, ihm den Mund abzuwischen... Was ihm sofort ein wenig Selbstbewusstsein zurückgab!
"Alles in Ordnung?"
Das gab ihm neue Kraft.
"Ja, danke... es geht so weit..."
Sofort war er wieder in der Rolle des hilflosen Mädels, dass unbedingt eine Stütze brauchte...
Trotz deines Zustandes, Emanuelle - du musst hier einfach am Ball... oder den Bällen... ja, den Bällen bleiben! Dann kannst du immer noch mit Gewinn aus dieser schrecklichen Affäre heraus...
Was aber leichter gedacht, als getan war. Denn gleichzeitig kam Angeline zur Türe und goss mit Eimern voll Wasser die, nun, Überreste von dem Essen weg, welches Emanuelle nicht hatte bei sich behalten können.
Verflucht... wir waren doch gerade all-
Weiter kam er nicht, denn der nächste Satz sorgte dafür, dass er wieder sehr schwer damit zu tun hatte, seine Haltung auch nur annähernd zu bewahren... und natürlich die Reste, die sein Magen eventuell noch beherbergte!
“Keine Sorge wegen der Sauerei. Die Ratten werden die Reste fressen. Morgen Früh ist alles wieder sauber. Vielleicht sollte ich ein paar Fallen aufstellen. Nach so einem Festschmaus haben die Ratten bestimmt viel Fleisch auf den Knochen.“
Was gar nicht so einfach war!
Dennoch konnte er auch etwas Gutes daraus ziehen: Er hatte etwas Zeit, den Körper seiner Helferin zu studieren, was ihn zumindest gedanklich doch so weit ablenkte, dass sich sein Magen einigermaßen zurück hielt.
Wenig später kam auch der Wirt zu den beiden an die Tür.
„Hier, trinkt das. Danach wird es euch wieder besser gehen. Wir haben nur ein Gästezimmer. Habt ihr ein Problem es euch zu teilen?“
Er ergriff das Fläschchen und trank davon.
"Habt Dank, werter Herr. Ihr seit zu gütig."
Ein wenig gestattete er sich ein Lächeln, wollte er damit Dankbarkeit zeigen. Gleichzeitig aber nicht zu stark, da er auch immer noch 'gequält' aussehen wollte, um weiterhin Mitleid zu erwecken - was aber auch nicht gerade schwierig war in seinem Zustand.
Bis er richtig begriff, was für Möglichkeiten sich offenbarten bei nur einem Gästezimmer!
Oh, Schicksal, du teuflisches Luder! Jetzt zeigst du dich wieder gnädig mit mir?
Er unterdrückte seine Vorfreude und täuschte eine größere Schwäche vor, als er tatsächlich hatte.
"Nun, wenn ihr nur ein Gästezimmer habt... es wäre wohl nicht so verkehrt, wenn... wenn eine der Personen hier doch ein Auge auf mich haben könnte... Nicht, dass sich diese Schwäche die Nacht über fortsetzt..."
Während er redete, machte er ein Schauspiel aus Hilfsbedürftigkeit, Verletzlichkeit und ganz sanftem Flehen. Hoffentlich würde jemand darauf anbeißen.



Das Glück schenkte ihr einen sanften Kuss, denn Angeline war gnädiger als gedacht. Zur Überraschung der Magierin erwartete sie derartige Reaktionen auf ihre Speisen und wirkte auch dementsprechend gut vorbereitet. Ivy verkniff es sich zwar zu lachen, doch der Kommentar von Angeline über die gut genährten Ratten zauberte ein Schmunzeln auf ihre Lippen. Emanuelle erhielt anschließend ein Fläschchen, welches mit einer grünartigen Flüssigkeit gefüllt war. Angeblich ein wirksames Mittel gegen ihren instabilen Magen.
Besonders viel Vertrauen brachte Ivy diesem "Getränk" nicht entgegen, doch sie musste es ja auch nicht trinken. Bernhard erwähnte nebenbei außerdem, dass sie nur ein einziges Gästezimmer zur Verfügung haben und die beiden Damen es sich wohl teilen müssen. Emanuelle wirkte so hilfsbedürftig und verletzlich, sie bekundete sogleich dass sie es vorziehen würde, wenn jemand die Nacht bei ihr bleibt, nur um ganz sicher zu gehen, dass ihr Körper keinen erneuten Schwächeanfall erleidet.

"Von mir aus..." antwortete die Piratin mit gelangweilter Stimme und begab sich mit einem Schulterzucken zum Esstisch, um ihre Sachen zu nehmen und in Richtung Gästezimmer zu schlendern. Als sie am Eingang zum Gästezimmer stand drehte sie sich noch einmal kurz um. "Es war ein langer Tag, ich werde dann mal langsam das Bett aufsuchen... und habt Dank Bernhard, richtet auch Angeline bitte meinen Dank aus." Erst jetzt bemerkte Ivy, dass Angeline gar nicht mehr im Blickfeld war, begnügte sich dann aber mit dem Gedanken, dass sie wohl ebenfalls ein wenig Ruhe brauchte.

Über die Türschwelle tretend, konnte man lautstark die Schritte durch ihre Stiefel vernehmen. Der hölzerne Boden wirkte etwas hohl und somit sehr geräuschintensiv. Der Raum war herkömmlich eingerichtet, wie der Rest der Taverne. Doch eine Tatsache stach sofort in ihr freiliegendes Auge und es ließ die pinkfarbene Löwenmähne für einen Moment stillstehen.
Nur ein Bett war in diesem Zimmer, ein Doppelbett. Sie blieb einen Moment vor dem Bett stehen und legte eine Hand an ihre Hüfte als sie ihre Gedanken sortierte. Naja. Wenigstens muss ich das Bett nicht mit einem fremden Kerl teilen.

Vorsichtig begann sie damit, ihre Stiefel auszuziehen als ihr plötzlich ein neues Problem in den Sinn kam. Verdammt, meine Augenklappe! Ich schlafe doch nie mit Augenklappe... wenn ich sie abnehme weiß die Kleine, dass es nur eine Maskerade ist... hmpf!

http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg
„Wer seid ihr?“ Der Mann zuckte ein wenig zusammen, aber nicht so sehr dass er sich an der Klinge verletzte. „Ich… ich bin ein Templer“, stotterte der Mann und Angeline fluchte in ihrem Kopf. Erst jetzt erkannte sie die typische Rüstung der Kirchenkrieger. Wo war sie nur hineingeraten? Doch sie konnte sich jetzt keine Blöße geben. „Warum beobachtet Ihr die Taverne?“

Der Templer antwortete nicht und Angeline erhöhte den Druck ihres Dolches, aber nicht zu sehr das Blut floss. Der Mann wurde nervös und antwortete. „Da… da war eine Anwendung von Magie. Ich habe es gespürt. Es war in dieser Taverne. Ich bin jedoch allein und wollte überprüfen, ob ich den gefährlichen Magier allein gefangen nehmen kann oder ob ich Hilfe von meinen Kameraden holen muss.“

Angeline gefiel überhaupt nicht was der Mann, der überraschend auf einmal so redselig war, sagte. Er konnte nur von Ivy sprechen. Auf keinen Fall würde sie die Frau, die ihr so geholfen hatte, ausliefern. Normalerweise würde sie einen großen Bogen um die Templer machen. Doch leider ließ er ihr keine Wahl. Sie bezweifelte, dass sie ihn mit einer Bestechung von seinem Vorhaben abbringen konnte.

Mit ein klein wenig Bedauern schnitt sie ihm wortlos die Kehle durch. Sie fing ihn auf als er zu Boden sackte, damit der Lärm der scheppernden Rüstung die Nachbarn nicht weckte. Er war jedoch schwerer als sie dachte und sie musste auf ihre Lippen beißen um nicht laut los zu fluchen als die Rüstung ihre Handgelenke aufrieb. Mit geübtem Blick überprüfte sie ob er wirklich tot war, nicht dass die Zweifel daran hatte. Sicher war jedoch sicher. Sie sah sich kurz um, doch niemand schien sie gesehen zu haben. Leise schlich sie in die Taverne zurück. Bernhard würde ganz und gar nicht darüber erfreut sein.

Fawks
27.08.2014, 14:01
Vorheriger Post: Hin und Her (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23290546&viewfull=1#post23290546)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png
»Schau, meine Haare sind trocken. Da könnten wir ja wirklich etwas unternehmen.« Glandis blickte zu Aril, ohne zuerst auf das Gesagte einzugehen. Stattdessen fuhr sie fort: »Du hattest gefragt, was ich gern machen würde? Das kann ich nicht mal sagen, denn die Dinge, die ich gern machen würde, sind so unendlich weit entfernt von mir. Doch Du könntest mir helfen Ordnung in den Wust von Dingen zu bringen.«

"Gerne doch," lächelte Aril. "Wie gut, dass alles so einfach undübersichtlich ist."

»Die Hurlocks sind zu begraben und deren Lager ist zu prüfen, dann war da noch der Rest von dem Reh. Ich würde mich gern um Gwess kümmern mit Deiner Hilfe natürlich, es ist an das Essen zu denken, was machen wir, wenn es regnet in der Nacht?, im Flüchtlingslager sollten wir gründlich vorgehen und es durchsuchen, unserer Standort sollte nach Spuren abgesucht und unsere verwischt werden … Ach, meinen Bogen suche ich ja auch noch. Doch ganz schön viel für den Moment.«

Aril zog die Augenbrauen nach oben. "Und wo beginnen wir?" fragte sie direkt heraus. "Ich würde zuerst das Lager der Hurlocks durchsuchen, dann können wir das, was wir dortfinden hierher bringen, eine Pause einlegen und uns derweil um die Pferde kümmern." So lautete Arils Vorschlag, sie fragte sich selbst, ob das so die beste Vorgehensweise wäre oder ob das befestigte Lager größere Eile gebot. Doch sie konnte es nicht sagen, also schüttelte sie den Gedanken ab und sah wieder zu Glandis, die zum Sprechen angesetzt hatte.

»Du sagtest schwarzes Schaf. Was meinst Du damit? Was geschieht, wenn der oder diejenige gerade durch ihr Ausbrechen aus den Traditionen einen neuen, freien Weg eröffnet, den alle anderen vor ihr nicht gesehen haben? Und glaube mir, in meinem Clan stehen die Alten und die Traditionen weit über allen anderen Dingen.«

Das Wort Traditionen hatte die Elfedabei so ausgesprochen, als wäre ihr zutiefst zuwider. Das konnte die Adlige sehr gut nachvollziehen.
"Nun, wenn so etwas geschieht, " setzte Aril an, "weiß ich nicht genau was passieren wird. Vor mir gab es kein so stures Mädchen, das sagte mein Opa immer. Wie es mit mir weitergeht, das weiß nicht mal ich selbst. Aber Traditionsbrecher sind entweder sehr schnell geächtet, oder haben viel Unterstützung. Wir werden sehen, was mit mir geschieht." Kurz schwieg sie und hoffte, dass sie ihr Schicksal noch in der Hand hatte.
"Dass Elfen Traditionen haben weiß ich, aber ihr lebt doch viel mehr als eine Familie zusammen, oder nicht? Also jedes Kind wird gemeinsam erzogen und man kümmert sich umeinander. Und wenn man seinen Weg noch nicht gefunden hat, wird man dann nicht unterstützt?" Aril war etwas verwirrt. Sie kannte die Welt der Elfen so gut wie gar nicht, aber die unterschiedlichen Familienkonzepte hatte sie immer für offensichtlich gehalten. Hatte sie sich getäuscht?

Neclord
27.08.2014, 17:09
Valgarius (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page20?p=23275047&viewfull=1#post23275047)
http://upload.worldofplayers.de/files9/5Py1YpLlAnyla.png
Anlya wusste nicht was sie machen sollte. Der Magier hatte sie in den benachbarten Raum geführt. Die Männer dachten immer noch, dass er eine Frau und sie ein Mann sei. Und nun sollten sie baden. Mit einem tollen, gleichzeitig auch verstörenden Auftritt, schaffte es der Magier die Männer zu überzeugen, dass Anlya nicht bei ihnen blieb.

Doch das bedeutete sie musste sich ausziehen. Vor einem Mann ausziehen. Zugegeben, dieser Mann war Valgarius, aber er war immer noch ein Mann. Anlyas Wangen röteten sich. Sie fing an zu stottern. „Ich… ich oh…“ Sie drehte sich um und stand mit dem Rücken zu Valgarius. Sie konnte nicht verhindern, dass ihre Ohrenspitzen glühten.

„Ihr solltet anfangen, Valgarius. Ich warte dann bis Ihr fertig seid.“ Die Elfe war darauf bedacht leise zu reden so dass die Männer im benachbarten Zimmer sie nicht hörten. Sie trat näher an die Wand heran so dass ihr Gesicht fast an das Holz gepresst wurde. Mit hochrotem Kopf wartete sie nun darauf, dass der Magier sein Bad nahm.


http://upload.worldofplayers.de/files9/4azi8U8EDKfDd7K1VladimirSquare.png

Der Magier wusste nicht so recht, wie er in dieser Situation reagieren sollte. Kritisch beäugte er das dampfende Wasser vor ihm und beugte sich runter um mit seiner Hand die Temperatur zu prüfen. Anlya wirkte total verunsichert und drehte sich zur Wand. Sie würde es vorziehen, wenn Valgarius als erster in das Bad eintauchen würde. Ach du armes Ding, du hattest es sicher schwer, dachte er voller Mitgefühl. Ihm war durchaus bewusst wie unwohl sie sich in dieser Situation fühlen musste.

Er wusste jedoch auch, dass sie besser den Wunsch der Chasind respektieren sollten. Immerhin würden sie bald das Antlitz ihrer Anführerin erblicken. Aber ebenso sehr wusste der Blutmagier, dass sich viele von ihnen mit Leichtigkeit täuschen ließen. So begann sein taktischer Verstand erneut den Betrieb aufzunehmen. Seine Hand verließ das heiße Becken und er trocknete diese mit den rumliegenden Tüchern.

Vorsichtig trat er näher an Anlya heran, bis sein Körper sich beinahe an ihren schmiegte. Die Handflächen platzierte er behutsam auf ihren Schultern und machte der Elfendame einen Vorschlag. Fast flüsternd, doch mit grenzenloser Gediegenheit erklang seine Stimme. "Was haltet ihr vom folgenden Plan meine Liebe? Wir machen einfach nur unsere Haare nass, so wird es den Anschein haben, als hätten wir ein Bad genommen. So muss sich keiner von uns ungewollt entblößen, hehe."

Neclord
27.08.2014, 17:36
Saoirse | Auf Jagd nach Unterschlup

Vorheriger Post (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page18?p=23119871&viewfull=1#post23119871)

http://upload.worldofplayers.de/files9/avasaoirse.png„Daz in bra goed ide“, begann Saoirse, nickte enthusiastisch mit dem Kopf, bevor sie ebenfalls ihren Blick gen dunkle Wolken richtete. „Vent hîr, i zeg dat Nonna an Nonno beslissing,“ meinte sie dann, entfernte sich von der Frau und näherte sich dem Karren. Die beiden alten Leutchen waren aneinander gekauert, als das Mädchen die Decke hob. Ihre fetzenhafte Kleidung feucht trotz des provisorischen Schutzes. Sie zitterten am gesamten Körper und als Saoirse ihre Hand auf Nonnas legte, war diese eiskalt.

Sie mussten sich beeilen, einen Schutz suchen, irgendwo, wo sie auch ein Lagerfeuer entfachen konnten auch wenn es schier unmöglich schien, war das einzige Holz, das sie sammeln konnten komplett schließlich ebenfalls durchnässt vom Regen.

„Laz we un leta nach un schuilplaats,“ meinte sie fest, nickte der furchtlosen Helferin zu.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Valeria.png

Valeria hatte erhebliche Probleme, das blonde Mädchen auch nur ansatzweise zu verstehen. Hin und wieder wusste sie nicht, ob der wütende Sturm für die Kommunikationsbarriere verantwortlich war oder ob der Schock dem jungen Fräulein die Sprache verschlagen hat.
Die Kriegerin beschloss ihr einfach ein freundliches Nicken zu schenken, um keine Verärgerung aufkeimen zu lassen. Doch ein Wort hinter dem dichten Wald aus verschlüsselten Nachrichten konnte Valeria zumindest ansatzweise verstehen. Die Frau schien ebenso wie sie darauf erpicht zu sein, so schnell wie möglich eine Gelegenheit zum Rasten zu finden.

Denn so wie der Sturm im Augenblick tobte, würde er die beiden nicht so schnell aus seinem kreischenden Maul fliehen lassen. Der Wind wurde immer mehr zur Belastung. Ständig wechselte er die Richtung und peitschte der Legionskommandantin den Regen ins Gesicht, nur um im nächsten Augenblick wieder von der Seite hereinzubrechen und sämtliche Stellen der Rüstung zu durchdringen. Sie mussten unbedingt einen Platz finden, an dem sie ein Feuer entfachen und neue Kraft schöpfen konnten. Valeria gab ihren Spähern ein paar Handzeichen, die sie wild in den Wind gestikulierte. Irgendwo musste es doch etwas geben.

So klimperte sie einen naheliegenden Hügel herauf um sich einen besseren Überblick zu verschaffen. Und wahrhaftig gab es ein Geschenk des Himmels, so hatte es zumindest den Anschein. Eine Hütte, unweit ihrer Position. Und ein Licht, dass durch ein Fenster hindurch der Dunkelheit trotzte. "Da vorn, da ist etwas!" Rief sie voller Zuversicht in den Wind, als sie ihre Beine langsam in Bewegung setzte um sich ein besseres Bild über die entfernte Hütte machen zu können. Hoffentlich keine Banditen, meine Männer sind im Augenblick zu angeschlagen für einen Kampf.

VRanger
27.08.2014, 18:20
vorheriger Post: Am Flussbaum • Pläne (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23292910&viewfull=1#post23292910)

Glandis | Am Flussbaum • Eine kleine Sache

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png Der Vorschlag von Aril: „Ich würde zuerst das Lager der Hurlocks durchsuchen, dann können wir das, was wir dort finden hierher bringen, eine Pause einlegen und uns derweil um die Pferde kümmern.“ gefiel Glandis. Sie schaute sich dabei um, prüfte den Stand der aufsteigenden Sonne und wusste, wenn sie zur Stätte des gestrigen Kampfes wollten, hatte es noch Zeit. Doch da war noch so eine Sache. Diese lies sie unsicher sein. Aber das wollte sie jetzt nicht sagen. Denn Aril war doch im Erzählen geblieben. Das freute die Dalish. Denn sie hatte nach all den Dingen, wo sie getrieben wurde durch die Ereignisse, die sie fast aufgefressen hatten, zum ersten Male überhaupt die Möglichkeit zu entscheiden, was zu tun sei.

Dann sagte Aril: „Dass Elfen Traditionen haben weiß ich, aber ihr lebt doch viel mehr als eine Familie zusammen oder nicht? Also jedes Kind wird gemeinsam erzogen und man kümmert sich umeinander. Und wenn man seinen Weg noch nicht gefunden hat, wird man dann nicht unterstützt?“ Sie schüttelte lachend den Kopf und ihre rosenblonden Haare wippten dazu. Sie sagte noch im Lachen: »Oh Aril, wer hat dir das nur erzählt? Aber ich werde versuchen es Dir zu beantworten. Doch es gibt da noch eine Sache, die schnell erledigt werden sollte, bevor wir reden.«

Dabei schaute die junge Frau, die immer noch so halb unbekleidet, die Wäsche zum Trocknen aufgehangen, mit einem Jägermesser in der Hand, an der Rehkeule noch den einen oder anderen Fleischstreifen abschneidend, Aril fest an und holte tief Luft. »Aril, was hältst Du davon, wenn Du sofort mit Deinem Rappen ins Flüchtlingslager reitest und Schaufeln holst?« Die Dalish, froh, dass ihr die Dinge so locker über die Lippen gekommen waren, setzte sich etwas entspannter hin. Eigentlich bedeutete es nur, dass sie das Messer aus der Hand legte und ihre wenige Bekleidung zurechtzupfte. Dann sprach sie weiter: »Wir haben bis zum Aufbruch zu der Stelle des gestrigen Kampfes noch genug Zeit, aber wir haben keine Schaufeln, um die Hurlocks zu begraben. Feuer machen möchte ich nicht. Aber ich möchte so viel wie möglich von dem gestrigen Kampf verbergen. Dafür eignen sich Schaufeln schon.« Glandis redete so, wie sie in den letzten Tagen noch nie geredet hatte. Man musste befürchten, dass sie das Luftholen vernachlässigen könnte. Doch so war sie nun einmal. Wenn das Eis geschmolzen und sie von einer Sache überzeugt war, dann konnte sie auch aus sich heraus gehen.

So war es auch kein Wunder, was sie als nächstes vorschlug: »Es wäre nett, wenn Du nach solchen Schaufeln sehen könntest. Ich räume derweil hier auf und ziehe mir etwas an. Es würde danach immer noch Zeit bleiben über ‚gobennas‘, die Geschichte der Dalish, zu reden.« Dabei lachte sie erneut auf und korrigierte sich: »Zumindest anfangen könnten wir,« Das erheiterte sie doch noch ein Stück. Doch sie brach ihr Lachen ab, legte eine Hand auf Arils Arm und fragte: »Holst du die Schaufeln?«


nächster Post: Morgenstunde hat Melisse im Munde (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23309136&viewfull=1#post23309136)

Annalena
27.08.2014, 18:39
Der Magier wusste nicht so recht, wie er in dieser Situation reagieren sollte. Kritisch beäugte er das dampfende Wasser vor ihm und beugte sich runter um mit seiner Hand die Temperatur zu prüfen. Anlya wirkte total verunsichert und drehte sich zur Wand. Sie würde es vorziehen, wenn Valgarius als erster in das Bad eintauchen würde. Ach du armes Ding, du hattest es sicher schwer, dachte er voller Mitgefühl. Ihm war durchaus bewusst wie unwohl sie sich in dieser Situation fühlen musste.

Er wusste jedoch auch, dass sie besser den Wunsch der Chasind respektieren sollten. Immerhin würden sie bald das Antlitz ihrer Anführerin erblicken. Aber ebenso sehr wusste der Blutmagier, dass sich viele von ihnen mit Leichtigkeit täuschen ließen. So begann sein taktischer Verstand erneut den Betrieb aufzunehmen. Seine Hand verließ das heiße Becken und er trocknete diese mit den rumliegenden Tüchern.

Vorsichtig trat er näher an Anlya heran, bis sein Körper sich beinahe an ihren schmiegte. Die Handflächen platzierte er behutsam auf ihren Schultern und machte der Elfendame einen Vorschlag. Fast flüsternd, doch mit grenzenloser Gediegenheit erklang seine Stimme. "Was haltet ihr vom folgenden Plan meine Liebe? Wir machen einfach nur unsere Haare nass, so wird es den Anschein haben, als hätten wir ein Bad genommen. So muss sich keiner von uns ungewollt entblößen, hehe."

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Anlya drehte sich langsam um als sie den Vorschlag von Valgarius hörte. Dankbar lächelte sie ihn an. „Da… danke. Das ist eine gute Idee.“ Sie unterdrückte den Wunsch Valgarius zu umarmen. Die Elfe wusste nicht wie er auf eine so plötzliche Zuneigungsbekundung reagieren würde. Langsam schritt sie auf die Wanne zu als ein leises fiepen stoppte. Das rechte Bein angehoben erstarrte sie und ihre Augen glitten langsam nach unten.

Vor ihr saß eine Ratte und blickte sie an. Sie erhob sich auf ihre Hinterpfoten und fiepte wieder. Mit einem Schrei und unglaublicher Kraft sprang Anlya auf den Wannenrand. Die Ratte neigte nur unter weiteren fiepen den Kopf. Wenn Anlya es nicht besser wüsste, dann würde sie sagen, dass die Ratte sie auslachte. Langsam machte die Ratte einen kleinen Schritt zur Wanne. Die Elfe trat einen Schritt zurück. Doch auf dem glitschigen Wannenrand verlor sie das Gleichgewicht. Sie konnte nicht verhindern, dass sie mit einem lauten Schrei in die volle Wanne hereinfiel.

Nur Sekunden später stürmten ein paar der Chasind in den Raum. Anlya tauchte prustend wieder auf. Sie ignorierte die Männer und schaute vorsichtig nach wo die Ratte ist. Das Monster saß an dem Durchgang zu dem Männerbad. Sie fiepte noch einmal kurz und verschwand. „Was ist hier los“, fragte einer der Chasind. Unglücklich schaute Anlya ihn an. „Da war eine Ratte.“

Sofort nachdem sie das gesagt hatte ahnte sie, dass sie es hätte nicht tun sollen. Die Männer brachen in schallendes Gelächter aus. „Eine Ratte. Das Bürschchen hat vor einer Ratte Angst.“ Gedemütigt senkte Anlya den Kopf. Sie spürte wie Tränen in ihre Augen traten und sie hatte alle Mühe diese zu unterdrücken. „Das langt jetzt“, ertönte eine tiefe Stimme und das Gelächter verstummte. Leise schniefend hob Anlya den Kopf. Im Eingang stand ein Chasind, den sie zuvor noch nicht gesehen hatte.

Er war sehr muskulös. Auf seinem Oberkörper sah die Elfe einige Narben. Dankbar bemerkte sie, dass er ein Handtuch um seine Hüften geschlungen hatte. „Beendet euer Bad und begebt euch dann sofort an eure Arbeit“, sagte er zu den Männern. Die Männer taten sofort wie ihnen geheißen wurde. Anscheinend war der Mann eine wichtige Persönlichkeit. Langsam schritt der auf die Wanne zu und Anlya konnte ihn nur anstarren. Er ignorierte Valgarius und lächelte sie freundlich an. „Entschuldigt bitte das Verhalten meiner Männer. Ihr habt gerade nicht den besten Eindruck der Chasind bekommen.“

Er griff mit beiden Armen in das Wasser hob Anlya an ihren Hüften mühelos heraus. Dann stellte er sie auf den Boden und, zum Schrecken von Anlya, nahm sein Handtuch um ihr das Gesicht abzutrocknen. „Danke“, brachte sie mit rotem Kopf heraus. Der Mann nickte nur, schlang das Handtuch wieder um seine Hüften und packte Anlya an ihrem Oberarm. „Kommt mit. Ich gebe Euch trockene Sachen.“ Anlya überkam Panik. „Das… das geht nicht.“ Sie versuchte etwas zu finden um nicht mit dem Mann mitzugehen. Ihr Blick fiel auf Valgarius. Da fiel ihr ein was der Magier zu den anderen Männern gesagt hatte. „Ich… ich kann nicht. Meine Herrin hatte noch nicht ihr Bad. Ich muss ihr helfen.“

Zum ersten Mal blickte der Chasind Valgarius an. Seine Miene verfinsterte sich und er rümpfte die Nase. „Ich denke, dass die feine Dame sich allein waschen kann. Einmal ist immer das erste Mal.“ Anlya versuchte sich gegen den kraftvollen Mann zu stemmen doch sie hatte keine Chance. „Aber… aber…“ Der Mann stoppte abrupt ließ sie aber nicht los. „Genug. Ihr kommt mit. Keine Widerrede.“ Hilflos blickte Anlya den Magier an als der Chasind sie aus dem Frauenbad zerrte.

Sie verließen aber nicht das Badehaus sondern gingen in einen kleinen Raum, der gegenüber dem Frauenbad lag. Erst als sie in dem Raum waren ließ der Mann sie los. Anlya ging langsam rückwärts um sich von dem Mann zu entfernen. Sie stoppte erst als sie die Wand in ihrem Rücken spürte. Der Chasind lächelte sie wieder an und schüttelte leicht den Kopf. „Ich finde Ihr seid ein sehr attraktiver junger Mann. Ich würde mich aber nie gegen Euren Willen an Euch vergehen.“

Anlyas Augen weiteten sich als sie das hörte. „Was?“ Er legte ein Hemd und eine Hose auf den kleinen Tisch der einem Raum stand. Auf den Stuhl daneben legte ein Handtuch. „Tut mir leid, aber ich denke, ich habe keine passende Rüstung in Eurer Größe. Trocknet Euch ab und zieht die trockenen Sachen an.“ Er trat dann so nahe an sie heran, dass sie seine Körperwärme spürte. Anlya versuchte sich noch weiter in die Wand zu drücken doch das war natürlich nicht möglich.

„Keine Sorge mein attraktiver junger Elf, ich werde nicht zuschauen.“ Er grinste als er sich zum Gehen wandte. An der Tür drehte er sich noch mal um. „Auch wenn es mir sehr schwer fällt.“ Er zwinkerte Anlya noch einmal zu bevor er den Raum verließ und die Tür hinter sich schloss. Mit klopfendem Herzen rutschte Anlya langsam zu Boden. Wo war sie nur hineingeraten?

Önee-sama
27.08.2014, 20:07
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„Es wird dunkel, Arian!“, flüsterte Abyss, während sie auf dem schaukelnden Karren saß, der gemächlich die breite, mehr schlecht als recht gebaute, Handelsstraße entlang wackelte. Arian schaute hinauf und sah durch das dichte Blätterdach die kaltstrahlende Gestalt des aufgehenden, kreisrunden Mondes. Warmes, rotes Licht welches auf der entgegengesetzten Seite drückend durch die enggestaffelten Bäume schimmerte kündigte den Sonnenuntergang und das Einsetzten der Finsternis an.
„Hab keine Angst, wir sind bald aus dem Wald draußen und sicherlich finden wir dann auch einen Gasthof“, beruhigte Arian die kleine Elfe mit seiner väterlichen Stimme. Abyss lächelte den Ritter breit an.
„Ich habe keine Angst! Ich kann noch sehr gut sehen, auch im Dunkeln!“

„Ja, das kannst du sicherlich, meine Kleine“, sagte Arian und schritt neben dem juckelnden Karren, dessen Räder ein gemütliches Knatschen von sich gaben, her. Auf dem Karren befand sich alles, was er bei seiner Flucht von seinem Anwesen mitgenommen hatte. Alles, was er brauchte. Alles und Abyss.
So gingen sie noch eine Weile, während der Mond aufging und die Tiere des Waldes verstummten. Die Mücken tanzten nicht mehr im schwinden Licht der Abendröte und die Vögel ließen sich in ihren gemachten Nestern nieder. Auch Arian wurde langsam schläfrig und bleierne Schwere begann seine Glieder zu durchziehen.

„Arian? Hast du das gehört?“, fragte die Elfe plötzlich mit nervöser, hoher Stimme.
„Was gehört?“
„Na das Knacken?“, sagte Abyss und schaute mit ihren großen Augen angestrengt in die Dunkelheit, die sie umgab.
„Nein, meine Kleine. Es war sicherlich nichts. Nur ein Ast“
Abyss wurde dennoch nervöser.

„Da war es schon wieder!“, schrie sie schrill auf, und zeigte mit dem Finger ziellos in die anbrechende Nacht. Doch diesmal hatte auch Arian es gehört. Ein Knacken, in einiger Entfernung, zu laut für ein sich bewegendes Tier. Plötzlich spürte Arian ihn beobachtende Blicke. Woher sie kamen wusste er nicht, doch trieb er das Pferd, welches vor den Karren gespannt war, zur Eile an. Abyss, welche die Anspannung in Arians Art bemerkt hatte, begann sich ängstlich im Karren zwischen die zahlreichen Gegenstände zu kauern und zog sich Arians dunklen Umhang über ihren blonden Haarschopf.

Ein weiteres Knacken, diesmal näher. Arian kniff die Augen zusammen und spähte in den endlosen Wald schwarzer Baumstämme. Und etwas starrte zurück. Gelbe Augen! Arian erstarrte für einen Moment. Dann gab er dem Gaul einen Klaps, sodass dieser kurz empört aufwieherte, doch dann seinen Marsch in einen leichten Trab versetzte. Arian zog langsam sein Schwert.

In diesem Moment sprang eine Bestie aus dem Gebüsch. Eine riesige, schwarzhaarige Bestie mit langgezogenem Kiefer und Reihen spitzer, gebleckter Zähne. Ihre riesigen, spitz zulaufenden Ohren angelegt und mit der großen, feuchten Nase nach Menschen- und Elfenfleisch schnüffelnd sah sie Arian an. Die Augen des Wesens rollten voller getriebener, unbändiger Wut. Das Monster richtete sich zu voller Größe auf und lies ein markerschütterndes Heulen hören. Abyss schrie voller Angst, doch Arian atmete tief durch und stellte sich breitbeinig auf, bereit den Kampf zu eröffnen.

„Abyss, egal was geschieht, sieh nicht zurück! Versteck dich im Wagen und warte bis du aus dem Wald bist!“, rief er forsch, während er die Bestie nicht aus den Augen ließ. Der Karren war nun schon einige Schritte weiter und Abyss begann zu weinen.

„Hintere Stellung“, rief Arian sich ins Gedächtnis. Den linken Fuß nach Vorne, den Rechten nach hinten. Knie locker lassen. Beide Hände zum Schwertgriff, die Klinge parallel zum rechten Bein. Oberkörper aufrecht. Warten.

„Ariaaaaan!“, schrie Abyss, als der Krieger in der Dunkelheit zuerst nur noch ein Schatten, dann nur ein Schemen und schließlich völlig verschwunden war.

Die Bestie stürzte vor, bewegte sich wie ein Mensch auf den Hinterbeinen, was sie eineinhalbmal so groß machte wie Arian selbst. Kurz vor ihm setzte es sich doch auf alle Viere und begann einen Sprint auf den noch immer reglosen Mann. Grausige Zähne schimmerten im Mondschein und das weitaufgerissene Maul verströmte einen fauligen Geruch. Kurz bevor sich die langen, kräftigen Kiefer des Werwolfs in Arians Bauch verbeißen konnten, zog dieser sein Langschwert von Unten nach Oben und spaltete Maul, Gesicht und Kopf des Monsters. Der schwere Körper schoss an Arian vorbei und ziellose Klauen verfehlten ihn nur knapp. Das Tier schwankte noch ein paar Meter in das abfallende Gebüsch und brach dann dort zusammen. Arian atmete durch und setzte dazu an, zu dem nun in einiger Entfernung fahrenden Wagen einzuholen. Doch plötzlich erklang von überall das heimtückische Geheul großer, gelbäugiger Bestien. Arian sprintete los.

Das erste was Abyss sah, als der Wagen den Wald verließ waren die Fackeln einer kleinen Befestigung unweit der Handelsstraße. Auf der hölzernen Palisade patrouillierten fackeltragende Wachen. Das Zweite waren die Umrisse einer auf sie zu hastenden Kreatur! Angst fuhr ihr durch die Glieder und winselnd hielt sie sich die Hände vors Gesicht. Was für eine Erleichterung sie dann jedoch einholte, als sie dann anstatt des wolfgewordenen Tods das erschöpfte, aber bekannte Gesicht von Arian erblickte.
„Arian!“, rief sie erfreut und breitete die Arme aus.

„Arian! Arian, schau!“, und deutete auf die rettenden Lichter. Arian sagte nichts, sondern keuchte nur. Dann gab er dem Pferd einen ordentlichen Klaps, was dieses dazu veranlasste noch schneller Richtung Befestigung zu reiten. Abyss kreischte kurz auf, als sie beinahe vom Wagen gefallen wäre. Sie schaute zum Waldrand und ihr Blut gefror zu Eis. Dutzende riesiger Schatten mit im Mondschein schimmernden Zähnen und wilden, gelben Augen bewegten sich dort. Abyss begann zu beten und endete erst, als der Wagen den mit Fackeln gesäumten Holzpfad zu der kleinen Befestigung entlangrollte.

„Öffnet das Tor!“, rief Arian gebieterisch, als ein fetter, mit einer Pike und einem einfachen Eisenhelm ausgerüsteter Wachmann die beiden Neuankömmlinge misstrauisch beäugte.
„Ich weiß nicht. Da draußen gibt es Werwölfe…“, erklärte er unschlüssig.
„Richtig! Und sie werden uns vor eurer Türschwelle zerfleischen, wenn ihr sie nicht öffnet! Wollt ihr das?“, brüllte Arian erbost. Der Wachmann schien sich noch nicht ganz einig mit sich zu sein, sondern blickte grübelnd zum Waldrand. Arian schlug einen versöhnlicheren Ton an und sagte ruhig: „Seht, ich habe hier ein kleines Mädchen bei mir. Wollt ihr wirklich ihr Blut an euren Händen?“
Der Wachmann schüttelte langsam den Kopf und rief dann plötzlich:
„Schon gut! Schon gut! Öffnet das Tor!“

Quietschend sprang das hölzerne Flügeltor auf. Arian, die Augen wachsam nach Hinten blickend, lenkte seinen Karren in das schützende Innere. Die beiden Wachmänner, welche den Riegel entfernt und das Tor aufgezogen hatten, beobachteten Arian und seinen Wagen neugierig. Als er im Inneren der Befestigung war, schlossen sie das Tor und verriegelten es. Vorerst wären Abyss und er also in Sicherheit. Eine der Wachen kam zu Arian gewatschelt.

„Ihr könnt hier bleiben, aber ihr müsst euch bei Hauptmann Gravka melden. Er ist dort“, sagte er tumb und deutete auf eine geduckte Holzhütte neben der offensichtlichen Waffenkammer. Arian sah sich um. Das Areal in das er und Abyss gestolpert waren sah aus, wie eine provisorische Verteidigungsanlage, wie sie von einer Armee während eines Eroberungsfeldzuges errichtet wurden, wenn die Truppen über einen längeren Zeitraum an einem Ort bleiben mussten. Es gab eine große Feuerstelle in der Mitte und noch zahlreiche Kleinere an den Rändern der runden Befestigungsanlage. Arian zählte sechs Gebäude, sieben wenn man den Stall mitzählte. Dazu etwa zwei Dutzend Zelte, die von Größe und Qualität stark variierten. Arian erkannte militärische Symbole an einigen, andere erinnerten eher an Bettlaken, die an Wäscheleinen, welche zwischen zwei in den Boden gerammte Speere hingen. Die Häuser waren die schon erwähnte Waffenkammer und das Haus des Hauptmanns. Dazu eine große Schenke, ein großes Wohnhaus, zumindest hoffte Arian, dass es sich um ein Wohnhaus und kein Bordell handelte, einen kleinen Nahrungsspeicher und eine offene Schmiede.

„Du wartest hier!“, sagte er an Abyss gewandt.
„Aber…“, protestierte sie.
„Keine Widerrede!“
Abyss schmollte.

Arian betrachtete die Personen. Auch sie waren offenbar sehr unterschiedlich. Abgehalfterte Gauner, ein paar Wachsoldaten mit denen man keinen Krieg gewinnen konnte, hier und da ein in feine Kleidung gehüllter Mann, vermutlich Händler. Und eine Kriegerin. Sie stach aus der Masse hervor, wie ein Stachel aus verwundetem Fleisch. Ihr rotes Haar glänzte in dem Licht der Schmiede, in der sie sich befand. Sie diskutierte mit dem Eigentümer, dem sie der Körpergröße nach, weit überlegen war. Im Allgemeinen übertraf sie die meisten Männer dieses „Stützpunktes“ um gut eine Handbreit. Was jedoch noch auffälliger als ihre flammenden Haare und ihre immense Größe war, war die Art der Kleidung, die sie gewählt, oder besser gesagt, nicht gewählt hatte. Ihr strammer und doch kräftig wirkender Körper war gehüllt in eine Mischung aus wenig Stoff, schwerer Panzerung und Garnichts. Seltsamerweise kam ihm dieser Anblick weniger unbekannt und verstörend vor, als er es eigentlich sollte.

Arian hatte wohl etwas zulange auf die Kriegerin gestarrt, denn ihr Blick, den sie von dem Gnomschmied abgewandt hatte, streifte den Seinen...

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Claudette sah die letzten Sonnenstrahlen, ehe die große gelbe Scheibe gänzlich verschwand und es nun wirklich dunkel wurde.
Hmmm... Zu spät es sich anders zu überlegen...
Es bedeutete einfach, dass sie die Nacht wirklich hier in dieser Befestigung verbringen musste.
Nach Ostagar sicher sowas wie ein 'Hort der Ruhe'... und vor Allem: Keine der anwesenden 'Kreaturen' sieht auch nur annähernd so gefährlich wie das, was im Süden gelauert hat...
Nach dem sie die Schlacht bei Ostagar überlebt hatte, konnte sie ziemlich gut vom Schlachtfeld fliehen. Sie hatte es ohne echte Wunde geschafft, blendete zur Zeit einfach nur die Geschehnisse weitestgehend aus. Stattdessen hatte ihre Abneigung gegenüber dem 'unfähigen Adel' einen neuen Höhepunkt erreicht und ließ sich jetzt schon eher mit Hass beschreiben.
König Cailan ist gefallen! Das hatte sie mehrmals auf ihrem Weg Richtung Norden gehört.
Also hat einer die Rechnung für dieses Desaster schon bekommen! Bleiben noch ein paar Andere, wie Loghain, die vor ein Kriegsgericht gehören!
Seinen adligen Titel 'Teirn' verweigerte sie ihm in Gedanken.
Wie hatte es so kommen können? Der Plan war doch einfach gehalten? Wo war der Fehler gewesen? Und vor Allem: Wer hatte Schuld!?
Doch wie die Tage zuvor, als sie auf Reisen war, fand sie auf ihre Fragen auch diesmal keine Antworten. Jedoch hatte sie ein paar Gerüchte aufgeschnappt: Loghain sammelte wohl neue Truppen im Norden bei der Hauptstadt Denerim, um ein neues Heer aufzustellen. Das war in Claudettes Augen richtig, mussten die Verluste doch schnellstmöglich ausgeglichen werden. Nur, warum sammelte sich die Armee im so weit im Norden? Damit wurde praktisch ganz Ferelden der dunklen Brut überlassen.
Leina, Elina. Passt auf euch auf... und... auf Vater und... Mutter....
Stumm wünschte sie ihren zwei Halbschwestern alles Gute. Dazu auch ihrem Vater und ihrer Stiefmutter - auch wenn sie sich das etwas abringen musste. Da das Bannorn jedoch weit im Norden lag, sollte ihre Familie vorerst sicher sein. Außerdem waren ihre beiden Halbschwestern auch gut mit der Waffe, wenn auch unerfahren, so wie Leina oder etwas zu 'verspielt', so wie Elina...
Aber der Gedanke an die Familie brachte auch das nächste aufgeschnappte Gerücht wieder hoch: Da dringend neue Truppen gebraucht wurden, wurden vor allem kräftig aussehende Personen von Rekrutierern gesucht - manchmal wohl auch mit 'Nachdruck'! Ein solcher Rekrutierer hatte es auch bei ihr versucht...
Als sie jedoch ihr Schwert geschmeidig gezogen hatte, waren der Rekrutierer und seine beiden halbstarken Begleiter schon beeindruckt gewesen. Eine schnelle Bewegung und einen platzierten Schlag mit dem Schwertknauf später sorgten einmal dafür, dass der Kerl jetzt wohl für den Rest seines Lebens nur noch flüssige Nahrung zu sich nahm. Die beiden Begleiter von ihm waren daraufhin so eingeschüchtert gewesen, dass sie vermutlich nie wieder auch nur eine Hand gegen eine Fliege würden erheben können. Dennoch hatte der Vorfall Claudette dazu bewegt, sich abseits der großen Straßen zu halten und einen indirekteren Weg Richtung Bannorn einzuschlagen. Das verzögerte ihre Heimreise natürlich ungemein, aber sie wollte kein zu großes Aufsehen erregen. Denn, wenn man es realistisch betrachtete, kam auf ihre Heimat allerhand zu!
Wenn im Norden eine neue Armee aufgestellt wird, werden auch die verbliebenen Truppen des Bannorn aufgerufen, sich zu sammeln. Ich weiß nicht, wie viele gute Frauen und Männer des Bannorn bei Ostagar gefallen sind, dennoch sind dort neue Soldaten am schnellsten auszuheben. Falls Loghain es nicht falsch - und ich weiß, dass er es falsch machen wird - anstellen wird. Denn dann könnte er einen Bürgerkrieg heraufbeschwören...
Sie war sich der politischen Lage durchaus bewusst und konnte sich einiges denken. Aber im Moment brachte sie das auch nicht weiter.
Sie war gegen frühen Abend hier eingetroffen und hatte sich nur kurz umsehen wollen, um dann zu entscheiden, ob sie die Nacht noch weiter zieht oder hier bleiben möchte. Doch wurde ihr die Entscheidung abgenommen: Ortskundige wussten Geschichten von Werwölfen zu erzählen! Und so ganz schienen es nicht nur Schauermärchen zu sein. Diese Befestigung war zwar mehr schlecht als recht, dennoch schien sie nicht erst gegen die dunkle Brut errichtet worden zu sein. Dafür war die Befestigung zu 'dreckig'... nicht unbedingt alt, aber zumindest schon so lange hier, dass sich gewisser Unrat gesammelt hatte... und ein nicht unerheblicher Teil dieses Unrats war menschlicher Natur... Alles mögliche an Sorten von unterschiedlichen Menschen sammelte sich hier, um die Nacht zu verbringen. Dabei wurde diese hölzerne Befestigung von 'Trotteln in Rüstung' bewacht - ein besseres Urteil konnte sich Claudette für die Wachmannschafft einfach nicht abringen. Selbst der Hauptmann, Gravka, bei dem sie sich hatte melden müssen, war nichts weiter, als ein gewöhnlicher Soldat von Statur und Können her... Hier erhob es ihn aber so weit aus der Masse, er hätte sich wohl auch zum 'König des Waldrands' ausrufen können...
Dennoch - Werwölfe...
Das wenige, was Claudette aus Geschichtsstunden und den neueren Gerüchten wusste, hatte sie dazu veranlasst, hier Rast machen zu wollen. Und sei es nur, dass bei einem Überfall dieser Kreaturen genug 'Abschaum' vorhanden war, der die Bestien beschäftigen würde... zumindest bräuchten sie eine Weile, um alle hier versammelten auch zu verspeisen...
Also hatte sie beschlossen, hier zu bleiben und angefangen, sich in der Befestigung umzusehen. Dabei prägte sie sich alles wissenswerte ein, was bei einem Kampf von Nutzen sein würde: Die wenigen Gebäude würden nicht viel Schutz bieten, aber dennoch mehr als die bloßen Zelte. Das Tor war schwer zu öffnen, da es aber eine hölzerne Palisade war und sie stark an der Fähigkeit des Bollwerks zweifelte, viel auszuhalten, war das Tor eigentlich nutzlos, sollten die Werwölfe über die Mauern kommen. So hatte sie für sich entschieden, bei einem Überfall selbst über die Mauern fliehen zu wollen, weil das wohl der schnellste Weg war oder sich mit den stärksten Kämpfern zusammen zu tun und sich einen Weg frei zu bahnen. Da aber nicht wirklich ein brauchbarer Soldat hier war, war wohl Option 1 mit 'über die Mauer' die beste Option im Falle eines Falles.
Nur gerade verfluchte sie die Entscheidung, im restlichen Sonnenschein nicht doch weitermarschiert zu sein. Denn das einzige, das nach einem 'Gasthaus' aussah, war leider ein Bordell! Und zwar von der billigen Sorte... was wohl für den Geldbeutel gut war, aber nicht für die körperliche Gesundheit! Egal, ob es sich um Nahrung oder Personen handelte...
Es hilft nichts... Du kannst dir immerhin nochmal die Zeit vertreiben, indem du dich noch etwas genauer umsiehst...
Nach diesen Gedanken begann sie eine erneute Runde durch die Befestigung.

Es schien bereits der Mond, als Claudette sich dem Ende ihrer Runde durch die Befestigung näherte.
Keine neuen Erkenntnisse. Außer, dass ich einen der Stallburschen bestechen kann, um wenigstens mit einem Dach über dem Kopf zu schlafen und dabei im warmen Heu zu liegen... Wenn ich wirklich nicht das Bordell wählen möchte...
Sie schlenderte weiter, ohne eine Entscheidung zu treffen, bis sie Bewegung in den Wachen auf dem Rundgang beim Tor bemerkte.
Gefahr?
Interessiert blickte sie hin, als das Tor jedoch normal geöffnet wurde, wandte sie sich wieder davon ab.
Wohl nur jemand, der Schutz vor der Dunkelheit sucht...
Ihr Weg führte sie schließlich in die Schmiede, wo sie einem kleinen Kerl gegenüberstand, den sie weit überragte. Sie hatte schon immer für Aufsehen gesorgt, seit sie so groß gewachsen war und ihre Entscheidung gegen großartig Kleidung oder gar Rüstung für ihren Kampfstil tat ihr übriges. Im Dienst war sie jedoch gut und professionell genug, dass man eigentlich immer darüber hinweg sah. Und schließlich verdarb sie sich ihre Chancen im Militär ja nicht wegen ihrem Aussehen, sondern ihren regelmäßigen 'Ausbrüchen' Adligen gegenüber...
Auch der Schmied hatte sie erst kurz lüstern begutachtet, vor allem, da sie den Mantel nur über einen Arm mit sich trug. Da sie aber auch schon kälteres Wetter erlebt hatte, machte es ihr zur Zeit nichts aus...
Als sie jedoch bei dem Schmied angekommen war, verging diesem wohl die Lust allein ihrer Größe wegen, jedoch spätestens, als sie ihr Schwert zog.
"Du da, Schmied. Eine kleine Begutachtung und eventuelles Nachschärfen meines Schwertes. Ist euch das möglich..."
Dabei deutete sie ein wenig mit dem Schwert in Richtung des Schmiedes, was diesen zusammenzucken ließ.
"J-ja... das wäre machbar... w-wenn ihr Ergebnisse meiner Arbeit sehen wollt... seht dort links nach den Waffen... um diese kümmere i-ich mich..."
Stotternd antwortete der Gnom und zeigte mit einem Arm in eine Richtung. Claudette wandte sich etwas um und ging dann zu besagten Waffen.
Das kann ein 6 jähriges Kind aus dem Bannorn besser!
Sie wandte sich wieder dem Schmied zu.
"Danke, aber ich verzichte! Eure Dienste mögen für Metzgerutensilien reichen, aber nicht für geschmiedete Präzisionswaffen!"
Als sie sich vom Schmied abwandte, der mit offenem Mund ob ihrer unverhohlenen Worte da stand, sah sie einen Soldaten, der mit seinem Blick auf ihr hing. Jedoch sagte dieser Blick keine Lüsternheit aus, viel mehr war es der Blick eines geübten und erfahrenen Kriegers.
Das muss der Neuankömmling sein. Vorher war keine einzige Person in dieser Befestigung, die eine solche Ausstrahlung hatte! Na gut, außer er hat sich den kompletten Abend über im Bordell vergnügt... aber der sieht einfach zu sehr nach erfahrenem Mann aus, als dass er sich in diesem Etablissement herumtreiben würde...
Dann sah sie den Karren hinter dem Mann und wusste, das war definitiv der Neuankömmling, der kurz zuvor für Aufregung am Tor gesorgt hatte.
Doch da war noch etwas anderes - etwas kam ihr bekannt vor an diesem Mann... sie wusste nur nicht, was...
Kein Wappen zu sehen, auch sonst keine Erkennungsmerkmale... Entweder niederster Adel oder gar einfacher Krieger... oder jemand, der nicht gerne seine Identität preis gibt...
Genau vermochte sie es nicht zu sagen. Aber das Gefühl blieb, ihn schon mal irgendwo gesehen zu haben. Da sie mit dem kleinen Möchtegern-Schmied fertig war, entschied sie, ihrem Gefühl auf den Grund zu gehen.
Außerdem kommt er von draußen. Vielleicht hat er interessante Neuigkeiten über die Lage vor der Befestigung.
Sie entschied sich, den Krieger am besten gleich zu befragen - außerdem musste sie dann zumindest nicht über einen Schlafplatz nachdenken. Also ging sie schnurstracks auf den anderen Mann zu, steckte derweil ihr Schwert wieder in die Halterung auf ihrem Rücken und kam schließlich kurz vor dem anderen Krieger zu einem Halt.
"Wenn ich euch kurz stören dürfte: Wenn ihr gerade gekommen seid - wie ist die Lage vor der Befestigung? Eine ehrliche Antwort wäre mir jetzt gerade recht und besser, als alle Schauermärchen, die dieser Haufen hier an diesem Ort erzählen kann."
Sie fiel ein wenig direkt über den Mann mit ihrer Frage her, wenn sie ihn aber richtig einschätzte, würde er ihre Frage verstehen. Außerdem ergab sich vielleicht noch die Möglichkeit, heraus zu finden, woher sie glaubte, ihn zu kennen...

Önee-sama
27.08.2014, 22:27
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Das Glück schenkte ihr einen sanften Kuss, denn Angeline war gnädiger als gedacht. Zur Überraschung der Magierin erwartete sie derartige Reaktionen auf ihre Speisen und wirkte auch dementsprechend gut vorbereitet. Ivy verkniff es sich zwar zu lachen, doch der Kommentar von Angeline über die gut genährten Ratten zauberte ein Schmunzeln auf ihre Lippen. Emanuelle erhielt anschließend ein Fläschchen, welches mit einer grünartigen Flüssigkeit gefüllt war. Angeblich ein wirksames Mittel gegen ihren instabilen Magen.
Besonders viel Vertrauen brachte Ivy diesem "Getränk" nicht entgegen, doch sie musste es ja auch nicht trinken. Bernhard erwähnte nebenbei außerdem, dass sie nur ein einziges Gästezimmer zur Verfügung haben und die beiden Damen es sich wohl teilen müssen. Emanuelle wirkte so hilfsbedürftig und verletzlich, sie bekundete sogleich dass sie es vorziehen würde, wenn jemand die Nacht bei ihr bleibt, nur um ganz sicher zu gehen, dass ihr Körper keinen erneuten Schwächeanfall erleidet.

"Von mir aus..." antwortete die Piratin mit gelangweilter Stimme und begab sich mit einem Schulterzucken zum Esstisch, um ihre Sachen zu nehmen und in Richtung Gästezimmer zu schlendern. Als sie am Eingang zum Gästezimmer stand drehte sie sich noch einmal kurz um. "Es war ein langer Tag, ich werde dann mal langsam das Bett aufsuchen... und habt Dank Bernhard, richtet auch Angeline bitte meinen Dank aus." Erst jetzt bemerkte Ivy, dass Angeline gar nicht mehr im Blickfeld war, begnügte sich dann aber mit dem Gedanken, dass sie wohl ebenfalls ein wenig Ruhe brauchte.

Über die Türschwelle tretend, konnte man lautstark die Schritte durch ihre Stiefel vernehmen. Der hölzerne Boden wirkte etwas hohl und somit sehr geräuschintensiv. Der Raum war herkömmlich eingerichtet, wie der Rest der Taverne. Doch eine Tatsache stach sofort in ihr freiliegendes Auge und es ließ die pinkfarbene Löwenmähne für einen Moment stillstehen.
Nur ein Bett war in diesem Zimmer, ein Doppelbett. Sie blieb einen Moment vor dem Bett stehen und legte eine Hand an ihre Hüfte als sie ihre Gedanken sortierte. Naja. Wenigstens muss ich das Bett nicht mit einem fremden Kerl teilen.

Vorsichtig begann sie damit, ihre Stiefel auszuziehen als ihr plötzlich ein neues Problem in den Sinn kam. Verdammt, meine Augenklappe! Ich schlafe doch nie mit Augenklappe... wenn ich sie abnehme weiß die Kleine, dass es nur eine Maskerade ist... hmpf!



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„Wer seid ihr?“ Der Mann zuckte ein wenig zusammen, aber nicht so sehr dass er sich an der Klinge verletzte. „Ich… ich bin ein Templer“, stotterte der Mann und Angelina fluchte in ihrem Kopf. Erst jetzt erkannte sie die typische Rüstung der Kirchenkrieger. Wo war sie nur hineingeraten? Doch sie konnte sich jetzt keine Blöße geben. „Warum beobachtet Ihr die Taverne?“

Der Templer antwortete nicht und Angelina erhöhte den Druck ihres Dolches, aber nicht zu sehr das Blut floss. Der Mann wurde nervös und antwortete. „Da… da war eine Anwendung von Magie. Ich habe es gespürt. Es war in dieser Taverne. Ich bin jedoch allein und wollte überprüfen, ob ich den gefährlichen Magier allein gefangen nehmen kann oder ob ich Hilfe von meinen Kameraden holen muss.“

Angelina gefiel überhaupt nicht was der Mann, der überraschend auf einmal so redselig war, sagte. Er konnte nur von Ivy sprechen. Auf keinen Fall würde sie die Frau, die ihr so geholfen hatte, ausliefern. Normalerweise würde sie einen großen Bogen um die Templer machen. Doch leider ließ er ihr keine Wahl. Sie bezweifelte, dass sie ihn mit einer Bestechung von seinem Vorhaben abbringen konnte.

Mit ein klein wenig Bedauern schnitt sie ihm wortlos die Kehle durch. Sie fing ihn auf als er zu Boden sackte, damit der Lärm der scheppernden Rüstung die Nachbarn nicht weckte. Er war jedoch schwerer als sie dachte und sie musste auf ihre Lippen beißen um nicht laut los zu fluchen als die Rüstung ihre Handgelenke aufrieb. Mit geübtem Blick überprüfte sie ob er wirklich tot war, nicht dass die Zweifel daran hatte. Sicher war jedoch sicher. Sie sah sich kurz um, doch niemand schien sie gesehen zu haben. Leise schlich sie in die Taverne zurück. Bernhard würde ganz und gar nicht darüber erfreut sein.

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Emanuelle folgte also der Piratin.
Hmmm... nur ein Gästezimmer!
Dieser Gedanke beherrschte ihn so sehr, dass er fast vergaß, sich bei dem Wirt, Bernhard, zu bedanken. Schnell blieb er kurz stehen, um seine Dankbarkeit nochmals auszudrücken.
"Seid erneut bedankt, werter Herr... wenn mich diese Schwäche nicht so in ihren widerlichen Klauen hätte, würde ich mich... nun, noch erkenntlicher zeigen!"
Wieder legte er dabei seine Hand spielerisch auf seine 'Brust' und kächelte schwach ob seines Zustandes, aber doch in genau dem richtigen Maße in Richtung des gönnerhaften Mannes.
Es ist nie verkehrt, sich ALLE Optionen offen zu halten!
Ein leichtes Kopfnicken als angedeutete Verbeugung, dann wandte er sich langsam wieder der Türe zum Gästezimmer zu, worin die Schönheit schon verschwunden war. Dennoch konnte er sich einen leichten Seitenhieb beim Gehen nicht verkneifen.
"Aber wegen eurer Köchin... so schön sie auch eventuell anmuten kann. Ihr solltet ihr wohl den Zugang zu den 'Zutaten' etwas sanktionieren..."
Sprach es, nahm elegant seine Sachen beim Stuhl am Esstisch und ging ins Gästezimmer
Trés Manifique!
Er hatte das ganz große Los gezogen: Nicht nur, dass es nur ein Gästezimmer gab - nein, dieses beherbergte auch nur ein Doppelbett!
Oh! Das könnte seit langem mal wieder eine sehr verführerische Nacht werden!
Während seine Zimmergenossin wohl gerade mit ihren Stiefeln beschäftigt war, ging Emanuelle auf eine Seite des Bettes, legte seinen Rucksack und die Waffe ab und machte sich an dem Schulterschutz zu schaffen.
Ha, jetzt ganz genau überlegen: Wie komme ich ihr näher? Smalltalk? Aber worüber? Womit kann man sie ködern? Hmmm...
Sie ist ja mehr der 'robuste Typ', wenn ich über ihre Marotte beim Essen nachdenke, sich eher wie ein Junge zu setzen... Hmmm.....
Ha! Aber sie ist auch eine Frau! Und Frauen können Haaren nicht widerstehen! Zumal sie selbst eine sehr ungewöhnliche Haarfarbe hat! Wenn ich mich der Rüstung entledigt habe und dann in Unterwäsche mein Haar öffne. Dann das Pflegeset mit den ganzen Bürsten... Da muss man doch ins Gespräch kommen! Außerdem, einer Frau in Not wegen ihren Haaren wird sie doch wohl kaum im Stich lassen! Und zu guter Letzt kann mein Haar wirklich eine schöne und sanfte Pflege geradezu gebrauchen...
Während er also den Schulterschutz abnahm, fragte er etwas ungerichtet, aber mit einer leicht verführerischen Note in den Raum.
"Sagt, wehrte... Ivy war der Name? Könntet ihr mir vielleicht nach dem Entkleiden ein wenig helfen? Mein Haar hat in den letzten Tagen sehr gelitten..."
Bei den letzten Worten nahm seine Stimme einen Ton an, als wäre dies der Weltuntergang persönlich und nur eine sofortige Behandlung seiner Haare würde garantieren, dass die Welt noch eine Chance auf eine weitere Existenz erhalte!
"Ich führe ein sehr gutes Set zur Pflege mit mir und eine große Sammlung an Bürsten. Ich wäre für eure Hilfe natürlich bereit, dies mit euch zu teilen!"
Dann setzte er zum letzten Trumpf an.
"Und es wäre mir eine Ehre, euer schönes Haar, welches in einer so außergewöhnlichen Farbe strahlt, mit meinen Händen persönlich zu pflegen! Denn immerhin wart ihr an der Türe sehr freundlich zu mir."
Hoffentlich biss sie auf Emanuelle's Vorschlag an.

Shepard Commander
28.08.2014, 08:33
Claudette sah die letzten Sonnenstrahlen, ehe die große gelbe Scheibe gänzlich verschwand und es nun wirklich dunkel wurde.
Hmmm... Zu spät es sich anders zu überlegen...
Es bedeutete einfach, dass sie die Nacht wirklich hier in dieser Befestigung verbringen musste.
Nach Ostagar sicher sowas wie ein 'Hort der Ruhe'... und vor Allem: Keine der anwesenden 'Kreaturen' sieht auch nur annähernd so gefährlich wie das, was im Süden gelauert hat...
Nach dem sie die Schlacht bei Ostagar überlebt hatte, konnte sie ziemlich gut vom Schlachtfeld fliehen. Sie hatte es ohne echte Wunde geschafft, blendete zur Zeit einfach nur die Geschehnisse weitestgehend aus. Stattdessen hatte ihre Abneigung gegenüber dem 'unfähigen Adel' einen neuen Höhepunkt erreicht und ließ sich jetzt schon eher mit Hass beschreiben.
König Cailan ist gefallen! Das hatte sie mehrmals auf ihrem Weg Richtung Norden gehört.
Also hat einer die Rechnung für dieses Desaster schon bekommen! Bleiben noch ein paar Andere, wie Loghain, die vor ein Kriegsgericht gehören!
Seinen adligen Titel 'Teirn' verweigerte sie ihm in Gedanken.
Wie hatte es so kommen können? Der Plan war doch einfach gehalten? Wo war der Fehler gewesen? Und vor Allem: Wer hatte Schuld!?
Doch wie die Tage zuvor, als sie auf Reisen war, fand sie auf ihre Fragen auch diesmal keine Antworten. Jedoch hatte sie ein paar Gerüchte aufgeschnappt: Loghain sammelte wohl neue Truppen im Norden bei der Hauptstadt Denerim, um ein neues Heer aufzustellen. Das war in Claudettes Augen richtig, mussten die Verluste doch schnellstmöglich ausgeglichen werden. Nur, warum sammelte sich die Armee im so weit im Norden? Damit wurde praktisch ganz Ferelden der dunklen Brut überlassen.
Leina, Elina. Passt auf euch auf... und... auf Vater und... Mutter....
Stumm wünschte sie ihren zwei Halbschwestern alles Gute. Dazu auch ihrem Vater und ihrer Stiefmutter - auch wenn sie sich das etwas abringen musste. Da das Bannorn jedoch weit im Norden lag, sollte ihre Familie vorerst sicher sein. Außerdem waren ihre beiden Halbschwestern auch gut mit der Waffe, wenn auch unerfahren, so wie Leina oder etwas zu 'verspielt', so wie Elina...
Aber der Gedanke an die Familie brachte auch das nächste aufgeschnappte Gerücht wieder hoch: Da dringend neue Truppen gebraucht wurden, wurden vor allem kräftig aussehende Personen von Rekrutierern gesucht - manchmal wohl auch mit 'Nachdruck'! Ein solcher Rekrutierer hatte es auch bei ihr versucht...
Als sie jedoch ihr Schwert geschmeidig gezogen hatte, waren der Rekrutierer und seine beiden halbstarken Begleiter schon beeindruckt gewesen. Eine schnelle Bewegung und einen platzierten Schlag mit dem Schwertknauf später sorgten einmal dafür, dass der Kerl jetzt wohl für den Rest seines Lebens nur noch flüssige Nahrung zu sich nahm. Die beiden Begleiter von ihm waren daraufhin so eingeschüchtert gewesen, dass sie vermutlich nie wieder auch nur eine Hand gegen eine Fliege würden erheben können. Dennoch hatte der Vorfall Claudette dazu bewegt, sich abseits der großen Straßen zu halten und einen indirekteren Weg Richtung Bannorn einzuschlagen. Das verzögerte ihre Heimreise natürlich ungemein, aber sie wollte kein zu großes Aufsehen erregen. Denn, wenn man es realistisch betrachtete, kam auf ihre Heimat allerhand zu!
Wenn im Norden eine neue Armee aufgestellt wird, werden auch die verbliebenen Truppen des Bannorn aufgerufen, sich zu sammeln. Ich weiß nicht, wie viele gute Frauen und Männer des Bannorn bei Ostagar gefallen sind, dennoch sind dort neue Soldaten am schnellsten auszuheben. Falls Loghain es nicht falsch - und ich weiß, dass er es falsch machen wird - anstellen wird. Denn dann könnte er einen Bürgerkrieg heraufbeschwören...
Sie war sich der politischen Lage durchaus bewusst und konnte sich einiges denken. Aber im Moment brachte sie das auch nicht weiter.
Sie war gegen frühen Abend hier eingetroffen und hatte sich nur kurz umsehen wollen, um dann zu entscheiden, ob sie die Nacht noch weiter zieht oder hier bleiben möchte. Doch wurde ihr die Entscheidung abgenommen: Ortskundige wussten Geschichten von Werwölfen zu erzählen! Und so ganz schienen es nicht nur Schauermärchen zu sein. Diese Befestigung war zwar mehr schlecht als recht, dennoch schien sie nicht erst gegen die dunkle Brut errichtet worden zu sein. Dafür war die Befestigung zu 'dreckig'... nicht unbedingt alt, aber zumindest schon so lange hier, dass sich gewisser Unrat gesammelt hatte... und ein nicht unerheblicher Teil dieses Unrats war menschlicher Natur... Alles mögliche an Sorten von unterschiedlichen Menschen sammelte sich hier, um die Nacht zu verbringen. Dabei wurde diese hölzerne Befestigung von 'Trotteln in Rüstung' bewacht - ein besseres Urteil konnte sich Claudette für die Wachmannschafft einfach nicht abringen. Selbst der Hauptmann, Gravka, bei dem sie sich hatte melden müssen, war nichts weiter, als ein gewöhnlicher Soldat von Statur und Können her... Hier erhob es ihn aber so weit aus der Masse, er hätte sich wohl auch zum 'König des Waldrands' ausrufen können...
Dennoch - Werwölfe...
Das wenige, was Claudette aus Geschichtsstunden und den neueren Gerüchten wusste, hatte sie dazu veranlasst, hier Rast machen zu wollen. Und sei es nur, dass bei einem Überfall dieser Kreaturen genug 'Abschaum' vorhanden war, der die Bestien beschäftigen würde... zumindest bräuchten sie eine Weile, um alle hier versammelten auch zu verspeisen...
Also hatte sie beschlossen, hier zu bleiben und angefangen, sich in der Befestigung umzusehen. Dabei prägte sie sich alles wissenswerte ein, was bei einem Kampf von Nutzen sein würde: Die wenigen Gebäude würden nicht viel Schutz bieten, aber dennoch mehr als die bloßen Zelte. Das Tor war schwer zu öffnen, da es aber eine hölzerne Palisade war und sie stark an der Fähigkeit des Bollwerks zweifelte, viel auszuhalten, war das Tor eigentlich nutzlos, sollten die Werwölfe über die Mauern kommen. So hatte sie für sich entschieden, bei einem Überfall selbst über die Mauern fliehen zu wollen, weil das wohl der schnellste Weg war oder sich mit den stärksten Kämpfern zusammen zu tun und sich einen Weg frei zu bahnen. Da aber nicht wirklich ein brauchbarer Soldat hier war, war wohl Option 1 mit 'über die Mauer' die beste Option im Falle eines Falles.
Nur gerade verfluchte sie die Entscheidung, im restlichen Sonnenschein nicht doch weitermarschiert zu sein. Denn das einzige, das nach einem 'Gasthaus' aussah, war leider ein Bordell! Und zwar von der billigen Sorte... was wohl für den Geldbeutel gut war, aber nicht für die körperliche Gesundheit! Egal, ob es sich um Nahrung oder Personen handelte...
Es hilft nichts... Du kannst dir immerhin nochmal die Zeit vertreiben, indem du dich noch etwas genauer umsiehst...
Nach diesen Gedanken begann sie eine erneute Runde durch die Befestigung.

Es schien bereits der Mond, als Claudette sich dem Ende ihrer Runde durch die Befestigung näherte.
Keine neuen Erkenntnisse. Außer, dass ich einen der Stallburschen bestechen kann, um wenigstens mit einem Dach über dem Kopf zu schlafen und dabei im warmen Heu zu liegen... Wenn ich wirklich nicht das Bordell wählen möchte...
Sie schlenderte weiter, ohne eine Entscheidung zu treffen, bis sie Bewegung in den Wachen auf dem Rundgang beim Tor bemerkte.
Gefahr?
Interessiert blickte sie hin, als das Tor jedoch normal geöffnet wurde, wandte sie sich wieder davon ab.
Wohl nur jemand, der Schutz vor der Dunkelheit sucht...
Ihr Weg führte sie schließlich in die Schmiede, wo sie einem kleinen Kerl gegenüberstand, den sie weit überragte. Sie hatte schon immer für Aufsehen gesorgt, seit sie so groß gewachsen war und ihre Entscheidung gegen großartig Kleidung oder gar Rüstung für ihren Kampfstil tat ihr übriges. Im Dienst war sie jedoch gut und professionell genug, dass man eigentlich immer darüber hinweg sah. Und schließlich verdarb sie sich ihre Chancen im Militär ja nicht wegen ihrem Aussehen, sondern ihren regelmäßigen 'Ausbrüchen' Adligen gegenüber...
Auch der Schmied hatte sie erst kurz lüstern begutachtet, vor allem, da sie den Mantel nur über einen Arm mit sich trug. Da sie aber auch schon kälteres Wetter erlebt hatte, machte es ihr zur Zeit nichts aus...
Als sie jedoch bei dem Schmied angekommen war, verging diesem wohl die Lust allein ihrer Größe wegen, jedoch spätestens, als sie ihr Schwert zog.
"Du da, Schmied. Eine kleine Begutachtung und eventuelles Nachschärfen meines Schwertes. Ist euch das möglich..."
Dabei deutete sie ein wenig mit dem Schwert in Richtung des Schmiedes, was diesen zusammenzucken ließ.
"J-ja... das wäre machbar... w-wenn ihr Ergebnisse meiner Arbeit sehen wollt... seht dort links nach den Waffen... um diese kümmere i-ich mich..."
Stotternd antwortete der Gnom und zeigte mit einem Arm in eine Richtung. Claudette wandte sich etwas um und ging dann zu besagten Waffen.
Das kann ein 6 jähriges Kind aus dem Bannorn besser!
Sie wandte sich wieder dem Schmied zu.
"Danke, aber ich verzichte! Eure Dienste mögen für Metzgerutensilien reichen, aber nicht für geschmiedete Präzisionswaffen!"
Als sie sich vom Schmied abwandte, der mit offenem Mund ob ihrer unverhohlenen Worte da stand, sah sie einen Soldaten, der mit seinem Blick auf ihr hing. Jedoch sagte dieser Blick keine Lüsternheit aus, viel mehr war es der Blick eines geübten und erfahrenen Kriegers.
Das muss der Neuankömmling sein. Vorher war keine einzige Person in dieser Befestigung, die eine solche Ausstrahlung hatte! Na gut, außer er hat sich den kompletten Abend über im Bordell vergnügt... aber der sieht einfach zu sehr nach erfahrenem Mann aus, als dass er sich in diesem Etablissement herumtreiben würde...
Dann sah sie den Karren hinter dem Mann und wusste, das war definitiv der Neuankömmling, der kurz zuvor für Aufregung am Tor gesorgt hatte.
Doch da war noch etwas anderes - etwas kam ihr bekannt vor an diesem Mann... sie wusste nur nicht, was...
Kein Wappen zu sehen, auch sonst keine Erkennungsmerkmale... Entweder niederster Adel oder gar einfacher Krieger... oder jemand, der nicht gerne seine Identität preis gibt...
Genau vermochte sie es nicht zu sagen. Aber das Gefühl blieb, ihn schon mal irgendwo gesehen zu haben. Da sie mit dem kleinen Möchtegern-Schmied fertig war, entschied sie, ihrem Gefühl auf den Grund zu gehen.
Außerdem kommt er von draußen. Vielleicht hat er interessante Neuigkeiten über die Lage vor der Befestigung.
Sie entschied sich, den Krieger am besten gleich zu befragen - außerdem musste sie dann zumindest nicht über einen Schlafplatz nachdenken. Also ging sie schnurstracks auf den anderen Mann zu, steckte derweil ihr Schwert wieder in die Halterung auf ihrem Rücken und kam schließlich kurz vor dem anderen Krieger zu einem Halt.
"Wenn ich euch kurz stören dürfte: Wenn ihr gerade gekommen seid - wie ist die Lage vor der Befestigung? Eine ehrliche Antwort wäre mir jetzt gerade recht und besser, als alle Schauermärchen, die dieser Haufen hier an diesem Ort erzählen kann."
Sie fiel ein wenig direkt über den Mann mit ihrer Frage her, wenn sie ihn aber richtig einschätzte, würde er ihre Frage verstehen. Außerdem ergab sich vielleicht noch die Möglichkeit, heraus zu finden, woher sie glaubte, ihn zu kennen...

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

Die merkwürdig auffällige Kriegerin hatte Arians Blick nicht nur gestreift, sie bohrte sich mit Nachdruck in ihn. Dann sagte sie etwas unverständliches, aber vermutlich Unverschämtes zu dem kleinen Schmied, der daraufhin empört, jedoch kleinlich, dreinblickte. In einer elegant geschwungenen Bewegung ließ sie ihre mächtige Klinge, welche bei ihrer Konversation mit dem Schmied bedrohlich in ihrer Hand ruhte, in eine für sie vorgesehene Halterung auf ihrem Rücken gleiten. Den Blick wieder auf Arian gerichtet schritt sie explosionsartig auf ihn zu.

In ihrem Gang lag eine derartige Entschlossenheit, jedoch auch Wildheit, dass Arian unweigerlich die Arme vor dem Bauch verschränkte und seine rechte Hand auf dem Schwertgriff ruhen lies. Dieses Lager erschien ihm einfach nicht wie ein Ort, in dem Ordnung und Gesetz groß geschrieben wurden.

„Schwert ziehen und dabei den ersten Schlag von Unten nach Oben gegen den Oberkörper ausführen. Bei Nichttreffen, beidhändigen Schwertstoß Richtung Brustbein“, dachte er.

Unverhohlen kam die Kriegerin zum stehen. Sie stand nun direkt vor ihm, was sie kleiner wirken ließ, als noch in dem Gespräch mit dem Schmied. Dennoch war sie nach wie vor von beeindruckender, und ihm bekannter, Gestalt. Sie war um einiges jünger als Arian, dennoch wirkte sie nicht unerfahren oder gar unreif. Zudem war sie, zugegebenermaßen, sehr hübsch. Ihre roten Haare glänzten in diesem Licht wie frisches, warmes Blut und ihre grünen Augen strahlten eine fremdartige Lebendigkeit aus, die in diesem Lager ansonsten verblichen war. Da sie ihren langen Mantel über den Arm gelegt mit sich herumtrug, eröffnete sich Arian der Anblick eines üppigen, strammen Busens, den er eine Sekunde lang ansah, dann jedoch rasch die Augen abwandte. Ein wenig Scham befiehl ihn, doch wurden seine Gedanken wieder auf Linie gebracht, als die Frau zu sprechen begann.

„Wenn ich euch kurz stören dürfte: Wenn ihr gerade gekommen seid - wie ist die Lage vor der Befestigung? Eine ehrliche Antwort wäre mir jetzt gerade recht und besser, als alle Schauermärchen, die dieser Haufen hier an diesem Ort erzählen kann.“

Arian sah sie abschätzend an. Ihre Frage kam so direkt und ohne Umschweife, dass er schnell nach einer passenden Antwort suchte.

„Nun, Myladay, es ist wahr, ich komme gerade von außerhalb der Befestigung. Doch was ich euch sagen kann, wird sich vermutlich mit den Schauermärchen decken, die ihr hier gehört habt. Der Wald ist dunkel und voller Schrecken. Werwölfe durchstreifen ihn heute Nacht und hätten mich und… meinen Karren fast zu Fassen bekommen. Ich rate euch die Nacht innerhalb dieses besseren Holzzaunes, den man hier offensichtlich für eine ordentliche Befestigung hält, zu verbringen“, sagte er.

„Dies ist die ehrliche Antwort, die ihr erbeten habt. Ich hoffe, sie half euch weiter, Mylady!“, endete er und verneigte sich leicht. Schon wollte er seinen Weg zur Unterkunft des Hauptmannes Fortsetzten, doch dann fiel ihm ein, woher er die rothaarige Kriegerin kannte. Er sah sie erneut an. Ihr Gesicht war zwar nicht ausdruckslos, jedoch schwer zu lesen, vor allem im fahlen Glimmen der Fackeln. Er holte Luft und zögerte.

Dann besann er sich:
„Ihr… wart in Ostagar, richtig? Ich erinnere mich an euch! Drittes Bannorn Regiment unter Kompanieführer Dietrich. Wie habt ihr die Schlacht überlebt? Was ist überhaupt geschehen? Ich hörte das traurige Gerücht, unser König sei gefallen. Seit meinem… Aufbruch sah ich nur wenige Reisende, die keine Chasind waren. Und deren Informationen sind bestenfalls lückenhaft“

Arians Wortschwall schien die hübsche Kriegerin ein wenig erschlagen zu haben, denn sie antwortete nicht sofort. Arian wurde sich seiner Taten bewusst und entschuldigte sich.

„Verzeiht mir, Mylady. Ich wollte euch nicht so überfallen. Ich muss mich ohnehin bei dem Hauptmann dieses Stützpunktes melden. Begleitet mich doch und erzählt es mir unterwegs, oder kommt später zu meinem Karren dort hinten, wenn ihr die Zeit dazu findet“, er zeigte auf das Gefährt, dass nun unbeachtet in der Mitte der Ringanlage stand.

„Zum Abend hin plante ich in dem Gasthaus dort ein Zimmer zu mieten, sofern diese nicht bereits alle verbucht sind. Ich hoffe zudem auf ein deftiges Mahl, das meine eigenen Kochkünste übertrifft“
Er lächelte sie an.

„Und verzeiht meine Manieren. Mein Name ist Se… mein Name ist Arian“, sagte er und streckte ihr seine schmutzige Hand hin, an deren Zeigefinger ein eiserner Runenring, steckte.

Neclord
28.08.2014, 19:22
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg
„Wer seid ihr?“ Der Mann zuckte ein wenig zusammen, aber nicht so sehr dass er sich an der Klinge verletzte. „Ich… ich bin ein Templer“, stotterte der Mann und Angelina fluchte in ihrem Kopf. Erst jetzt erkannte sie die typische Rüstung der Kirchenkrieger. Wo war sie nur hineingeraten? Doch sie konnte sich jetzt keine Blöße geben. „Warum beobachtet Ihr die Taverne?“

Der Templer antwortete nicht und Angelina erhöhte den Druck ihres Dolches, aber nicht zu sehr das Blut floss. Der Mann wurde nervös und antwortete. „Da… da war eine Anwendung von Magie. Ich habe es gespürt. Es war in dieser Taverne. Ich bin jedoch allein und wollte überprüfen, ob ich den gefährlichen Magier allein gefangen nehmen kann oder ob ich Hilfe von meinen Kameraden holen muss.“

Angelina gefiel überhaupt nicht was der Mann, der überraschend auf einmal so redselig war, sagte. Er konnte nur von Ivy sprechen. Auf keinen Fall würde sie die Frau, die ihr so geholfen hatte, ausliefern. Normalerweise würde sie einen großen Bogen um die Templer machen. Doch leider ließ er ihr keine Wahl. Sie bezweifelte, dass sie ihn mit einer Bestechung von seinem Vorhaben abbringen konnte.

Mit ein klein wenig Bedauern schnitt sie ihm wortlos die Kehle durch. Sie fing ihn auf als er zu Boden sackte, damit der Lärm der scheppernden Rüstung die Nachbarn nicht weckte. Er war jedoch schwerer als sie dachte und sie musste auf ihre Lippen beißen um nicht laut los zu fluchen als die Rüstung ihre Handgelenke aufrieb. Mit geübtem Blick überprüfte sie ob er wirklich tot war, nicht dass die Zweifel daran hatte. Sicher war jedoch sicher. Sie sah sich kurz um, doch niemand schien sie gesehen zu haben. Leise schlich sie in die Taverne zurück. Bernhard würde ganz und gar nicht darüber erfreut sein.



http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle folgte also der Piratin.
Hmmm... nur ein Gästezimmer!
Dieser Gedanke beherrschte ihn so sehr, dass er fast vergaß, sich bei dem Wirt, Bernhard, zu bedanken. Schnell blieb er kurz stehen, um seine Dankbarkeit nochmals auszudrücken.
"Seid erneut bedankt, werter Herr... wenn mich diese Schwäche nicht so in ihren widerlichen Klauen hätte, würde ich mich... nun, noch erkenntlicher zeigen!"
Wieder legte er dabei seine Hand spielerisch auf seine 'Brust' und kächelte schwach ob seines Zustandes, aber doch in genau dem richtigen Maße in Richtung des gönnerhaften Mannes.
Es ist nie verkehrt, sich ALLE Optionen offen zu halten!
Ein leichtes Kopfnicken als angedeutete Verbeugung, dann wandte er sich langsam wieder der Türe zum Gästezimmer zu, worin die Schönheit schon verschwunden war. Dennoch konnte er sich einen leichten Seitenhieb beim Gehen nicht verkneifen.
"Aber wegen eurer Köchin... so schön sie auch eventuell anmuten kann. Ihr solltet ihr wohl den Zugang zu den 'Zutaten' etwas sanktionieren..."
Sprach es, nahm elegant seine Sachen beim Stuhl am Esstisch und ging ins Gästezimmer
Trés Manifique!
Er hatte das ganz große Los gezogen: Nicht nur, dass es nur ein Gästezimmer gab - nein, dieses beherbergte auch nur ein Doppelbett!
Oh! Das könnte seit langem mal wieder eine sehr verführerische Nacht werden!
Während seine Zimmergenossin wohl gerade mit ihren Stiefeln beschäftigt war, ging Emanuelle auf eine Seite des Bettes, legte seinen Rucksack und die Waffe ab und machte sich an dem Schulterschutz zu schaffen.
Ha, jetzt ganz genau überlegen: Wie komme ich ihr näher? Smalltalk? Aber worüber? Womit kann man sie ködern? Hmmm...
Sie ist ja mehr der 'robuste Typ', wenn ich über ihre Marotte beim Essen nachdenke, sich eher wie ein Junge zu setzen... Hmmm.....
Ha! Aber sie ist auch eine Frau! Und Frauen können Haaren nicht widerstehen! Zumal sie selbst eine sehr ungewöhnliche Haarfarbe hat! Wenn ich mich der Rüstung entledigt habe und dann in Unterwäsche mein Haar öffne. Dann das Pflegeset mit den ganzen Bürsten... Da muss man doch ins Gespräch kommen! Außerdem, einer Frau in Not wegen ihren Haaren wird sie doch wohl kaum im Stich lassen! Und zu guter Letzt kann mein Haar wirklich eine schöne und sanfte Pflege geradezu gebrauchen...
Während er also den Schulterschutz abnahm, fragte er etwas ungerichtet, aber mit einer leicht verführerischen Note in den Raum.
"Sagt, wehrte... Ivy war der Name? Könntet ihr mir vielleicht nach dem Entkleiden ein wenig helfen? Mein Haar hat in den letzten Tagen sehr gelitten..."
Bei den letzten Worten nahm seine Stimme einen Ton an, als wäre dies der Weltuntergang persönlich und nur eine sofortige Behandlung seiner Haare würde garantieren, dass die Welt noch eine Chance auf eine weitere Existenz erhalte!
"Ich führe ein sehr gutes Set zur Pflege mit mir und eine große Sammlung an Bürsten. Ich wäre für eure Hilfe natürlich bereit, dies mit euch zu teilen!"
Dann setzte er zum letzten Trumpf an.
"Und es wäre mir eine Ehre, euer schönes Haar, welches in einer so außergewöhnlichen Farbe strahlt, mit meinen Händen persönlich zu pflegen! Denn immerhin wart ihr an der Türe sehr freundlich zu mir."
Hoffentlich biss sie auf Emanuelle's Vorschlag an.


http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Stiefel wurden ordentlich neben dem Bett platziert, wo auch ihre Handschuhe und ihr Hut lagen. Ständig fuhr dabei ihre Hand zur Augenklappe um zu prüfen, ob alles noch so sitzt wie es sein sollte. Früher oder später würde man ihr Geheimnis in Erfahrung bringen, doch jetzt war gewiss nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Als Piratin wirkte sie viel respekteinflößender und konnte sich dadurch viel Ärger ersparen. Zumindest ihrer Ansicht nach.

Doch nun war es an der Zeit, die Beschaffenheit des Bettes zu prüfen. Mit den Händen richtete sie das Kopfkissen auf, um es als Rückenlehne verwenden zu können, denn vorerst wollte sie sich erstmal nur setzen. So ließ sie sich nieder und schlug die ausgestreckten Beine übereinander. Endlich konnten ihre nackten Sohlen ein wenig Luft bekommen. Mit dem Rücken an die Wand gelehnt, sah sie nun wie auch Emanuelle das Zimmer betrat. Mit blindem Verständnis ging sie auf die noch freie Seite des Bettes und legte ihre Sachen nieder. Ivy beobachte die Dame dabei, wie sie vorsichtig ihren Schulterschutz abnahm und dabei eine Frage an sie richtete.

"Ja. Ivy." Dabei zögerte sie ein wenig, ihre Antwort fortzusetzen. Einer anderen Frau helfen das Haar zu richten? So etwas kannte sie überhaupt nicht. Wie auch, wenn man mit lauter Jungs der Unterschicht aufgewachsen ist.
Eigentlich wollte sie gerade diese Bitte mit äußerster Höflichkeit ablehnen, als plötzlich, ein besonderes Ereignis ihren blauen Augen neuen Glanz verlieh. Das blonde, sehr gepflegt wirkende Haar der Prinzessin wurde wie aus dem Nichts durch einen Lichtschein erfasst. Das stärker werdende Kerzenlicht durch die hereinbrechende Dunkelheit legte sich auf Emanuelle nieder. Es verlieh ihren, ineinander geflochtenen Zöpfen eine besondere Wirkung. Ihre Haarfarbe veränderte sich zu einem glänzenden Gold, Zöpfe wirkten nun plötzlich wie Kronen der feinsten Juwelenschmiede. Träume ich oder war das der Wein? Für einen Augenblick hinterfragte sie diesen Anblick, aber zum Teufel mit den Gedanken, was glänzt und leuchtet muss ihr gehören!

Aber nicht so schnell. Was würde ihr Meister dazu sagen? Er hatte stets das letzte Wort. Er traf immer die richtige Entscheidung. Na schön, zeig mir den Weg! Schweigsam griff sie zu ihrer Münze und schnippte diese mit dem Daumen in die Luft. Als wäre die Zeit verlangsamt, folgten ihre leuchtenden Augen der Münze durch die Luft. Oh bitte, lasst mich die Kronjuwelen anfassen, nur ein einziges Mal! Dann endlich wurde sie erlöst von der Anspannung. Die Münze landete auf ihrer Hand, die Entscheidung ist gefallen.

Hol dir deinen Schatz, Piratenweib! Als hätte der Meister mit ihr gesprochen, ertönte diese Stimme in ihrem Kopf und sie durfte endlich das Prachtexemplar aus nächster Nähe begutachten.

Sie richtete sich auf dem Bett auf und hopste auf den Knien zu ihr herüber. "Ja gut, i-ich helfe!" Als sie auf der anderen Seite ankam, rutschte sie runter vom Bett und stand auf. Sie stand Emanuelle nun direkt gegenüber, ganz dicht rückte sie an die Prinzessin heran. Sie streckte ihre Hände empor. Ihre Handflächen waren kurz davor die Zöpfe ihrer Zimmergenossin zu berühren. Der Glanz in Ivy's Augen kam inzwischen dem Fanatismus der Templer gleich. Ein Goldschatz, platziert auf einem makellosen Körper. Ohhhh, süßer, süßer Schatz!

Als die Magierin näher rückte und ihre Brüste an den Brustpanzer der blondhaarigen Maid drückten, erkannte sie erst wie hübsch diese junge Dame doch war. Und so unschuldig und verletzlich. Ivy hatte eine Vorliebe für hilfsbedürftige Frauen. Das Kerzenlicht zeigte ihr nun die ganze Schönheit dieser Prinzessin.

Dann besinnte sie sich wieder für einen Moment, nahm die Hände wieder runter und ging erneut auf die Bitte der jungen Dame ein. "Also, sagt mir was ich tun soll." Anschließend blickte sie kurz voller Verlegenheit zum Boden."Ich... ich kenne mich mit der Haarpflege leider nicht so gut aus."

Önee-sama
28.08.2014, 20:03
http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

Die merkwürdig auffällige Kriegerin hatte Arians Blick nicht nur gestreift, sie bohrte sich mit Nachdruck in ihn. Dann sagte sie etwas unverständliches, aber vermutlich Unverschämtes zu dem kleinen Schmied, der daraufhin empört, jedoch kleinlich, dreinblickte. In einer elegant geschwungenen Bewegung ließ sie ihre mächtige Klinge, welche bei ihrer Konversation mit dem Schmied bedrohlich in ihrer Hand ruhte, in eine für sie vorgesehene Halterung auf ihrem Rücken gleiten. Den Blick wieder auf Arian gerichtet schritt sie explosionsartig auf ihn zu.

In ihrem Gang lag eine derartige Entschlossenheit, jedoch auch Wildheit, dass Arian unweigerlich die Arme vor dem Bauch verschränkte und seine rechte Hand auf dem Schwertgriff ruhen lies. Dieses Lager erschien ihm einfach nicht wie ein Ort, in dem Ordnung und Gesetz groß geschrieben wurden.

„Schwert ziehen und dabei den ersten Schlag von Unten nach Oben gegen den Oberkörper ausführen. Bei Nichttreffen, beidhändigen Schwertstoß Richtung Brustbein“, dachte er.

Unverhohlen kam die Kriegerin zum stehen. Sie stand nun direkt vor ihm, was sie kleiner wirken ließ, als noch in dem Gespräch mit dem Schmied. Dennoch war sie nach wie vor von beeindruckender, und ihm bekannter, Gestalt. Sie war um einiges jünger als Arian, dennoch wirkte sie nicht unerfahren oder gar unreif. Zudem war sie, zugegebenermaßen, sehr hübsch. Ihre roten Haare glänzten in diesem Licht wie frisches, warmes Blut und ihre grünen Augen strahlten eine fremdartige Lebendigkeit aus, die in diesem Lager ansonsten verblichen war. Da sie ihren langen Mantel über den Arm gelegt mit sich herumtrug, eröffnete sich Arian der Anblick eines üppigen, strammen Busens, den er eine Sekunde lang ansah, dann jedoch rasch die Augen abwandte. Ein wenig Scham befiehl ihn, doch wurden seine Gedanken wieder auf Linie gebracht, als die Frau zu sprechen begann.

„Wenn ich euch kurz stören dürfte: Wenn ihr gerade gekommen seid - wie ist die Lage vor der Befestigung? Eine ehrliche Antwort wäre mir jetzt gerade recht und besser, als alle Schauermärchen, die dieser Haufen hier an diesem Ort erzählen kann.“

Arian sah sie abschätzend an. Ihre Frage kam so direkt und ohne Umschweife, dass er schnell nach einer passenden Antwort suchte.

„Nun, Myladay, es ist wahr, ich komme gerade von außerhalb der Befestigung. Doch was ich euch sagen kann, wird sich vermutlich mit den Schauermärchen decken, die ihr hier gehört habt. Der Wald ist dunkel und voller Schrecken. Werwölfe durchstreifen ihn heute Nacht und hätten mich und… meinen Karren fast zu Fassen bekommen. Ich rate euch die Nacht innerhalb dieses besseren Holzzaunes, den man hier offensichtlich für eine ordentliche Befestigung hält, zu verbringen“, sagte er.

„Dies ist die ehrliche Antwort, die ihr erbeten habt. Ich hoffe, sie half euch weiter, Mylady!“, endete er und verneigte sich leicht. Schon wollte er seinen Weg zur Unterkunft des Hauptmannes Fortsetzten, doch dann fiel ihm ein, woher er die rothaarige Kriegerin kannte. Er sah sie erneut an. Ihr Gesicht war zwar nicht ausdruckslos, jedoch schwer zu lesen, vor allem im fahlen Glimmen der Fackeln. Er holte Luft und zögerte.

Dann besann er sich:
„Ihr… wart in Ostagar, richtig? Ich erinnere mich an euch! Drittes Bannorn Regiment unter Kompanieführer Dietrich. Wie habt ihr die Schlacht überlebt? Was ist überhaupt geschehen? Ich hörte das traurige Gerücht, unser König sei gefallen. Seit meinem… Aufbruch sah ich nur wenige Reisende, die keine Chasind waren. Und deren Informationen sind bestenfalls lückenhaft“

Arians Wortschwall schien die hübsche Kriegerin ein wenig erschlagen zu haben, denn sie antwortete nicht sofort. Arian wurde sich seiner Taten bewusst und entschuldigte sich.

„Verzeiht mir, Mylady. Ich wollte euch nicht so überfallen. Ich muss mich ohnehin bei dem Hauptmann dieses Stützpunktes melden. Begleitet mich doch und erzählt es mir unterwegs, oder kommt später zu meinem Karren dort hinten, wenn ihr die Zeit dazu findet“, er zeigte auf das Gefährt, dass nun unbeachtet in der Mitte der Ringanlage stand.

„Zum Abend hin plante ich in dem Gasthaus dort ein Zimmer zu mieten, sofern diese nicht bereits alle verbucht sind. Ich hoffe zudem auf ein deftiges Mahl, das meine eigenen Kochkünste übertrifft“
Er lächelte sie an.

„Und verzeiht meine Manieren. Mein Name ist Se… mein Name ist Arian“, sagte er und streckte ihr seine schmutzige Hand hin, an deren Zeigefinger ein eiserner Runenring, steckte.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Queens_Blade___Claudette_2_ava.jpg

Auch wenn Claudette den Neuankömmling mit ihrer Frage förmlich überrumpelt hatte, antwortete er ihr aber dennoch und sogar in höflichem Tonfall.
„Nun, Myladay, es ist wahr, ich komme gerade von außerhalb der Befestigung. Doch was ich euch sagen kann, wird sich vermutlich mit den Schauermärchen decken, die ihr hier gehört habt. Der Wald ist dunkel und voller Schrecken. Werwölfe durchstreifen ihn heute Nacht und hätten mich und… meinen Karren fast zu Fassen bekommen. Ich rate euch die Nacht innerhalb dieses besseren Holzzaunes, den man hier offensichtlich für eine ordentliche Befestigung hält, zu verbringen.“
„Dies ist die ehrliche Antwort, die ihr erbeten habt. Ich hoffe, sie half euch weiter, Mylady!“
Also steckt doch mehr hinter den Geschichten, als bloße Schauermärchen!
Der Mann verbeugte sich leicht und Claudette schenkte ihm ein dankendes Kopfnicken, während sie selbst sich im Geiste mit dem Umstand anfreundete, mit ihrer Entscheidung hier die Nacht verbringen zu wollen, wohl doch die bessere Möglichkeit gewählt hatte. Trotz der 'Zustände' die in diesem Witz von einer Befestigung herrschten.
Der Mann schien seines Weges ziehen zu wollen, als er plötzlich wieder zu sprechen begann.
„Ihr… wart in Ostagar, richtig? Ich erinnere mich an euch! Drittes Bannorn Regiment unter Kompanieführer Dietrich. Wie habt ihr die Schlacht überlebt? Was ist überhaupt geschehen? Ich hörte das traurige Gerücht, unser König sei gefallen. Seit meinem… Aufbruch sah ich nur wenige Reisende, die keine Chasind waren. Und deren Informationen sind bestenfalls lückenhaft.“
Ostagar! Ein weiterer Überlebender dieses... Gemetzels...
Bilder durchfluteten ihren Verstand: Bilder von Genlocks, die unter ihrem Schwert fielen. Hurlocks, die einen zähen Kampf lieferten, aber letztlich auch der Klinge von Thunderclap nicht so viel entgegenzusetzen hatten. Bilder, wie sich trotz der Verluste die schiere Zahl der dunklen Brut stetig erhöhte. Wie ein Oger durch die Reihen brach...
Die letzten Bilder blieben aber doch im Verborgenen. Nicht, weil Claudette nichts von dem Tod ihrer Einheit wissen wollte, dazu war sie viel zu sehr Realistin. Es war nur so, dass der Mann ihr stummes Verhalten als Anzeichen gedeutet hatte, weiter zu reden.
„Verzeiht mir, Mylady. Ich wollte euch nicht so überfallen. Ich muss mich ohnehin bei dem Hauptmann dieses Stützpunktes melden. Begleitet mich doch und erzählt es mir unterwegs, oder kommt später zu meinem Karren dort hinten, wenn ihr die Zeit dazu findet.
Zum Abend hin plante ich in dem Gasthaus dort ein Zimmer zu mieten, sofern diese nicht bereits alle verbucht sind. Ich hoffe zudem auf ein deftiges Mahl, das meine eigenen Kochkünste übertrifft“
Daraufhin folgte ein Lächeln und er stellte sich vor.
„Und verzeiht meine Manieren. Mein Name ist Se… mein Name ist Arian.“
Dabei streckte er ihr die Hand entgegen. Welche Claudette ohne zu zögern annahm.
"Habt Dank. Das gilt besonders für einen Kameraden aus der Schlacht!"
Das meinte Claudette wirklich ehrlich, was sich auch an ihrem entspannteren Gesicht zeigte.
Dem Händedruck nach vernehme ich, dass er sein Handwerk wirklich versteht. Er redet höflich, dabei aber nicht affektiert oder überheblich. Eventuell Adel, aber keiner von der Sorte, die man eigentlich lieber vom wirklichen Leben fern halten sollte. Von einem Schlachtfeld ganz zu schweigen...
Als sie die Hand wieder zurücknahm, begann sie auch sofort damit, auf die Äußerungen von Arian einzugehen.
"Ja, ihr habt das richtig erkannt. 3. Bannorn Regiment, unter Kompanieführer Dietrich. Wahrscheinlich habt ihr mich im Feldlager schon einmal gesehen, da mir euer Gesicht nicht aus der Schlacht bekannt vorkommt. Ich neige dazu, aus der Masse hervorzustechen..."
Sie lachte einmal trocken, um das damit wegzuwischen und zu zeigen, dass es ihr nichts ausmachte. Dennoch wurde ihr Gesicht schnell wieder ernst, als sie sofort erneut das Wort ergriff.
"Bevor wir aber uns weiter über die Schlacht unterhalten... Ich würde vorschlagen, ihr bringt den Besuch beim hiesigen Hauptmann hinter euch, danach suchen wir ein ungestörtes Plätzchen, um uns auszutauschen. Denn ich habe wohl mehr in Erfahrung gebracht bei meiner Reise von Ostagar weg, als es euch möglich war. Und darüber würde ich doch eher ohne all zu wissbegierige Ohren sprechen..."
Sie deutete kurz mit ihrer Hand in Richtung des kleinen Schmiedes, von dem sie gekommen war.
"Auch wenn hier 'ehrliche' Subjekte verweilen, so gibt es hier auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen, die nicht unbedingt etwas von uns wissen sollten. Vor allem wohl nicht, dass wir Ostagar überlebt haben!"
Dabei sah sie Arian ernst an.
"Der Hauptmann befindet sich dort in der Hütte. Mehr wie eine kurze Vorstellung, wer man ist, scheint ihm zu genügen. Weit wichtiger erachte ich euch zu raten: Nehmt euren Karren mit und lasst ihn besser nicht hier unbeobachtet stehen! Denn ich bezweifle, dass dann noch alles auf eurem Karren ist, wenn ihr zurückkehrt..."
Claudette schnaubte etwas verächtlich über die 'unzivilisierten' Verhältnisse, die hier herrschten. Dann nahm ihr Gesicht einen Zug des Bedauerns an, als sie ansetzte, ihm die letzte schlechte Nachricht zu überbringen.
"Was eure Hoffnung auf ein Zimmer und ein deftiges Mahl angeht, da muss ich euch wohl eine bittere Enttäuschung überbringen: Das 'Gasthaus' ist leider ein Etablissement... und zwar von der niederen Sorte! Da ist es fraglich, ob man auch wirklich etwas nehmen sollte, sei es jetzt ein Zimmer, eine Mahlzeit oder eine Person..."
Claudette ließ ihre Stimme ausklingen, da sie ihrem Gegenüber Zeit geben wollte, all diese Informationen zu verdauen. Nur einmal noch sprach sie ihn an, um ihm ihren Namen mitzuteilen.
"Übrigens, ich bin Claudette. Claudette Vance."

Annalena
28.08.2014, 20:23
Emanuelle folgte also der Piratin.
Hmmm... nur ein Gästezimmer!
Dieser Gedanke beherrschte ihn so sehr, dass er fast vergaß, sich bei dem Wirt, Bernhard, zu bedanken. Schnell blieb er kurz stehen, um seine Dankbarkeit nochmals auszudrücken.
"Seid erneut bedankt, werter Herr... wenn mich diese Schwäche nicht so in ihren widerlichen Klauen hätte, würde ich mich... nun, noch erkenntlicher zeigen!"
Wieder legte er dabei seine Hand spielerisch auf seine 'Brust' und kächelte schwach ob seines Zustandes, aber doch in genau dem richtigen Maße in Richtung des gönnerhaften Mannes.
Es ist nie verkehrt, sich ALLE Optionen offen zu halten!
Ein leichtes Kopfnicken als angedeutete Verbeugung, dann wandte er sich langsam wieder der Türe zum Gästezimmer zu, worin die Schönheit schon verschwunden war. Dennoch konnte er sich einen leichten Seitenhieb beim Gehen nicht verkneifen.
"Aber wegen eurer Köchin... so schön sie auch eventuell anmuten kann. Ihr solltet ihr wohl den Zugang zu den 'Zutaten' etwas sanktionieren..."
Sprach es, nahm elegant seine Sachen beim Stuhl am Esstisch und ging ins Gästezimmer
Trés Manifique!
Er hatte das ganz große Los gezogen: Nicht nur, dass es nur ein Gästezimmer gab - nein, dieses beherbergte auch nur ein Doppelbett!
Oh! Das könnte seit langem mal wieder eine sehr verführerische Nacht werden!
Während seine Zimmergenossin wohl gerade mit ihren Stiefeln beschäftigt war, ging Emanuelle auf eine Seite des Bettes, legte seinen Rucksack und die Waffe ab und machte sich an dem Schulterschutz zu schaffen.
Ha, jetzt ganz genau überlegen: Wie komme ich ihr näher? Smalltalk? Aber worüber? Womit kann man sie ködern? Hmmm...
Sie ist ja mehr der 'robuste Typ', wenn ich über ihre Marotte beim Essen nachdenke, sich eher wie ein Junge zu setzen... Hmmm.....
Ha! Aber sie ist auch eine Frau! Und Frauen können Haaren nicht widerstehen! Zumal sie selbst eine sehr ungewöhnliche Haarfarbe hat! Wenn ich mich der Rüstung entledigt habe und dann in Unterwäsche mein Haar öffne. Dann das Pflegeset mit den ganzen Bürsten... Da muss man doch ins Gespräch kommen! Außerdem, einer Frau in Not wegen ihren Haaren wird sie doch wohl kaum im Stich lassen! Und zu guter Letzt kann mein Haar wirklich eine schöne und sanfte Pflege geradezu gebrauchen...
Während er also den Schulterschutz abnahm, fragte er etwas ungerichtet, aber mit einer leicht verführerischen Note in den Raum.
"Sagt, wehrte... Ivy war der Name? Könntet ihr mir vielleicht nach dem Entkleiden ein wenig helfen? Mein Haar hat in den letzten Tagen sehr gelitten..."
Bei den letzten Worten nahm seine Stimme einen Ton an, als wäre dies der Weltuntergang persönlich und nur eine sofortige Behandlung seiner Haare würde garantieren, dass die Welt noch eine Chance auf eine weitere Existenz erhalte!
"Ich führe ein sehr gutes Set zur Pflege mit mir und eine große Sammlung an Bürsten. Ich wäre für eure Hilfe natürlich bereit, dies mit euch zu teilen!"
Dann setzte er zum letzten Trumpf an.
"Und es wäre mir eine Ehre, euer schönes Haar, welches in einer so außergewöhnlichen Farbe strahlt, mit meinen Händen persönlich zu pflegen! Denn immerhin wart ihr an der Türe sehr freundlich zu mir."
Hoffentlich biss sie auf Emanuelle's Vorschlag an.



Die Stiefel wurden ordentlich neben dem Bett platziert, wo auch ihre Handschuhe und ihr Hut lagen. Ständig fuhr dabei ihre Hand zur Augenklappe um zu prüfen, ob alles noch so sitzt wie es sein sollte. Früher oder später würde man ihr Geheimnis in Erfahrung bringen, doch jetzt war gewiss nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Als Piratin wirkte sie viel respekteinflößender und konnte sich dadurch viel Ärger ersparen. Zumindest ihrer Ansicht nach.

Doch nun war es an der Zeit, die Beschaffenheit des Bettes zu prüfen. Mit den Händen richtete sie das Kopfkissen auf, um es als Rückenlehne verwenden zu können, denn vorerst wollte sie sich erstmal nur setzen. So ließ sie sich nieder und schlug die ausgestreckten Beine übereinander. Endlich konnten ihre nackten Sohlen ein wenig Luft bekommen. Mit dem Rücken an die Wand gelehnt, sah sie nun wie auch Emanuelle das Zimmer betrat. Mit blindem Verständnis ging sie auf die noch freie Seite des Bettes und legte ihre Sachen nieder. Ivy beobachte die Dame dabei, wie sie vorsichtig ihren Schulterschutz abnahm und dabei eine Frage an sie richtete.

"Ja. Ivy." Dabei zögerte sie ein wenig, ihre Antwort fortzusetzen. Einer anderen Frau helfen das Haar zu richten? So etwas kannte sie überhaupt nicht. Wie auch, wenn man mit lauter Jungs der Unterschicht aufgewachsen ist.
Eigentlich wollte sie gerade diese Bitte mit äußerster Höflichkeit ablehnen, als plötzlich, ein besonderes Ereignis ihren blauen Augen neuen Glanz verlieh. Das blonde, sehr gepflegt wirkende Haar der Prinzessin wurde wie aus dem Nichts durch einen Lichtschein erfasst. Das stärker werdende Kerzenlicht durch die hereinbrechende Dunkelheit legte sich auf Emanuelle nieder. Es verlieh ihren, ineinander geflochtenen Zöpfen eine besondere Wirkung. Ihre Haarfarbe veränderte sich zu einem glänzenden Gold, Zöpfe wirkten nun plötzlich wie Kronen der feinsten Juwelenschmiede. Träume ich oder war das der Wein? Für einen Augenblick hinterfragte sie diesen Anblick, aber zum Teufel mit den Gedanken, was glänzt und leuchtet muss ihr gehören!

Aber nicht so schnell. Was würde ihr Meister dazu sagen? Er hatte stets das letzte Wort. Er traf immer die richtige Entscheidung. Na schön, zeig mir den Weg! Schweigsam griff sie zu ihrer Münze und schnippte diese mit dem Daumen in die Luft. Als wäre die Zeit verlangsamt, folgten ihre leuchtenden Augen der Münze durch die Luft. Oh bitte, lasst mich die Kronjuwelen anfassen, nur ein einziges Mal! Dann endlich wurde sie erlöst von der Anspannung. Die Münze landete auf ihrer Hand, die Entscheidung ist gefallen.

Hol dir deinen Schatz, Piratenweib! Als hätte der Meister mit ihr gesprochen, ertönte diese Stimme in ihrem Kopf und sie durfte endlich das Prachtexemplar aus nächster Nähe begutachten.

Sie richtete sich auf dem Bett auf und hopste auf den Knien zu ihr herüber. "Ja gut, i-ich helfe!" Als sie auf der anderen Seite ankam, rutschte sie runter vom Bett und stand auf. Sie stand Emanuelle nun direkt gegenüber, ganz dicht rückte sie an die Prinzessin heran. Sie streckte ihre Hände empor. Ihre Handflächen waren kurz davor die Zöpfe ihrer Zimmergenossin zu berühren. Der Glanz in Ivy's Augen kam inzwischen dem Fanatismus der Templer gleich. Ein Goldschatz, platziert auf einem makellosen Körper. Ohhhh, süßer, süßer Schatz!

Als die Magierin näher rückte und ihre Brüste an den Brustpanzer der blondhaarigen Maid drückten, erkannte sie erst wie hübsch diese junge Dame doch war. Und so unschuldig und verletzlich. Ivy hatte eine Vorliebe für hilfsbedürftige Frauen. Das Kerzenlicht zeigte ihr nun die ganze Schönheit dieser Prinzessin.

Dann besinnte sie sich wieder für einen Moment, nahm die Hände wieder runter und ging erneut auf die Bitte der jungen Dame ein. "Also, sagt mir was ich tun soll." Anschließend blickte sie kurz voller Verlegenheit zum Boden."Ich... ich kenne mich mit der Haarpflege leider nicht so gut aus."
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Bernhard nickte den beiden Damen freundlich zu als diese ihren Dank aussprachen. Es irritierte ihn aber als Emanuelle ihre Hand auf seine Person legte. Das behagte ihm nicht und er atmete erleichtert auf als beide Frauen im Gästezimmer verschwanden. Er begab sich in sein Schlafgemach und wartete auf Angeline.

Er musste nicht lange warten als die Tür leise aufgezogen wurde und Angeline ins Zimmer trat. „Nun?“ Bernhard nahm zwei Gläser und eine Flasche Wein und stellte alles auf den kleinen Tisch, an dem zwei Stühle standen. Er setzte sich auf einen Stuhl und Angeline setzte sich auf den anderen. Er schenkte den Wein ein und die junge Frau nahm ein Glas um etwas davon zu trinken. „Es war ein Templer. Er hatte gespürt wie Ivy Magie anwendete.“ Bernhard seufzte laut. „Was hast du getan?“

Angeline zuckte nur leicht mit den Schultern. „Ich habe ihn natürlich getötet.“ Sie lächelte. Bernhard sprang auf und stieß dabei beinahe sein Glas Wein um. „Bist du verrückt geworden? Du kannst nicht einfach einen Templer töten,“ zischte er leise. „Wenn dich jemand gesehen hat…“ Angelines Augen verengten sich zu Schlitzen. „Willst du damit sagen dass ich unfähig bin?“ Bernhard hob abwehrend die Hände. „Ein Templer, Angeline…“ Nun sprang sie auf. „Was hätte ich tun sollen? Glaubst du wirklich ich hätte Ivy ausgeliefert?“ Der junge Mann setzte sich wieder hin. „Natürlich nicht. Ich… Es tut mir leid Angeline.“

Die junge Frau setzte sich auch wieder hin, lehnte sich an und schloss die Augen. Bernhard nutzte den Augenblick um ihre Schönheit in sich aufzusaugen. Sein Blick wurde aber sofort neutral als Angeline die Augen öffnete. „Wo sind denn überhaupt die beiden Grazien?“ Bernhard trank einen Schluck von dem Wein bevor er antwortete. „Ich habe ihnen das Gästezimmer gegeben. Das war das Mindeste was ich tun konnte.“ „Und wo soll ich schlafen? Du weißt, dass ich nicht mehr in meiner Wohnung schlafen kann.“ Daran hatte Bernhard nicht gedacht. Seid Cedrics Tod hat Angeline im Gästezimmer der Taverne geschlafen.

Er öffnete den Mund um ihr vorzuschlagen im Hinterzimmer zu schlafen. Doch dann fiel ihm ein, dass es sicher keine gute Idee war nach allem was passiert war. „Du kannst hier schlafen“, platzte es aus ihm heraus. „Und wo wirst du schlafen?“ Bernhard hatte keine Probleme damit im Hinterzimmer zu schlafen. Bevor es jedoch Angeline vorschlagen konnte, ergriff sie wieder das Wort. „Kein Problem, Bernhard. Du hast ein großes Bett. Darin haben wir beide Platz.“ Der junge Mann konnte sein Glück kaum fassen. Hatte Angeline tatsächlich vorgeschlagen mit ihm ein Bett zu teilen? Er hoffte, das Beste aus dieser Situation herausholen zu können.

Önee-sama
28.08.2014, 22:07
http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Stiefel wurden ordentlich neben dem Bett platziert, wo auch ihre Handschuhe und ihr Hut lagen. Ständig fuhr dabei ihre Hand zur Augenklappe um zu prüfen, ob alles noch so sitzt wie es sein sollte. Früher oder später würde man ihr Geheimnis in Erfahrung bringen, doch jetzt war gewiss nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Als Piratin wirkte sie viel respekteinflößender und konnte sich dadurch viel Ärger ersparen. Zumindest ihrer Ansicht nach.

Doch nun war es an der Zeit, die Beschaffenheit des Bettes zu prüfen. Mit den Händen richtete sie das Kopfkissen auf, um es als Rückenlehne verwenden zu können, denn vorerst wollte sie sich erstmal nur setzen. So ließ sie sich nieder und schlug die ausgestreckten Beine übereinander. Endlich konnten ihre nackten Sohlen ein wenig Luft bekommen. Mit dem Rücken an die Wand gelehnt, sah sie nun wie auch Emanuelle das Zimmer betrat. Mit blindem Verständnis ging sie auf die noch freie Seite des Bettes und legte ihre Sachen nieder. Ivy beobachte die Dame dabei, wie sie vorsichtig ihren Schulterschutz abnahm und dabei eine Frage an sie richtete.

"Ja. Ivy." Dabei zögerte sie ein wenig, ihre Antwort fortzusetzen. Einer anderen Frau helfen das Haar zu richten? So etwas kannte sie überhaupt nicht. Wie auch, wenn man mit lauter Jungs der Unterschicht aufgewachsen ist.
Eigentlich wollte sie gerade diese Bitte mit äußerster Höflichkeit ablehnen, als plötzlich, ein besonderes Ereignis ihren blauen Augen neuen Glanz verlieh. Das blonde, sehr gepflegt wirkende Haar der Prinzessin wurde wie aus dem Nichts durch einen Lichtschein erfasst. Das stärker werdende Kerzenlicht durch die hereinbrechende Dunkelheit legte sich auf Emanuelle nieder. Es verlieh ihren, ineinander geflochtenen Zöpfen eine besondere Wirkung. Ihre Haarfarbe veränderte sich zu einem glänzenden Gold, Zöpfe wirkten nun plötzlich wie Kronen der feinsten Juwelenschmiede. Träume ich oder war das der Wein? Für einen Augenblick hinterfragte sie diesen Anblick, aber zum Teufel mit den Gedanken, was glänzt und leuchtet muss ihr gehören!

Aber nicht so schnell. Was würde ihr Meister dazu sagen? Er hatte stets das letzte Wort. Er traf immer die richtige Entscheidung. Na schön, zeig mir den Weg! Schweigsam griff sie zu ihrer Münze und schnippte diese mit dem Daumen in die Luft. Als wäre die Zeit verlangsamt, folgten ihre leuchtenden Augen der Münze durch die Luft. Oh bitte, lasst mich die Kronjuwelen anfassen, nur ein einziges Mal! Dann endlich wurde sie erlöst von der Anspannung. Die Münze landete auf ihrer Hand, die Entscheidung ist gefallen.

Hol dir deinen Schatz, Piratenweib! Als hätte der Meister mit ihr gesprochen, ertönte diese Stimme in ihrem Kopf und sie durfte endlich das Prachtexemplar aus nächster Nähe begutachten.

Sie richtete sich auf dem Bett auf und hopste auf den Knien zu ihr herüber. "Ja gut, i-ich helfe!" Als sie auf der anderen Seite ankam, rutschte sie runter vom Bett und stand auf. Sie stand Emanuelle nun direkt gegenüber, ganz dicht rückte sie an die Prinzessin heran. Sie streckte ihre Hände empor. Ihre Handflächen waren kurz davor die Zöpfe ihrer Zimmergenossin zu berühren. Der Glanz in Ivy's Augen kam inzwischen dem Fanatismus der Templer gleich. Ein Goldschatz, platziert auf einem makellosen Körper. Ohhhh, süßer, süßer Schatz!

Als die Magierin näher rückte und ihre Brüste an den Brustpanzer der blondhaarigen Maid drückten, erkannte sie erst wie hübsch diese junge Dame doch war. Und so unschuldig und verletzlich. Ivy hatte eine Vorliebe für hilfsbedürftige Frauen. Das Kerzenlicht zeigte ihr nun die ganze Schönheit dieser Prinzessin.

Dann besinnte sie sich wieder für einen Moment, nahm die Hände wieder runter und ging erneut auf die Bitte der jungen Dame ein. "Also, sagt mir was ich tun soll." Anschließend blickte sie kurz voller Verlegenheit zum Boden."Ich... ich kenne mich mit der Haarpflege leider nicht so gut aus."





http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Bernhard nickte den beiden Damen freundlich zu als diese ihren Dank aussprachen. Es irritierte ihn aber als Emanuelle ihre Hand auf seine Person legte. Das behagte ihm nicht und er atmete erleichtert auf als beide Frauen im Gästezimmer verschwanden. Er begab sich in sein Schlafgemach und wartete auf Angeline.

Er musste nicht lange warten als die Tür leise aufgezogen wurde und Angeline ins Zimmer trat. „Nun?“ Bernhard nahm zwei Gläser und eine Flasche Wein und stellte alles auf den kleinen Tisch, an dem zwei Stühle standen. Er setzte sich auf einen Stuhl und Angeline setzte sich auf den anderen. Er schenkte den Wein ein und die junge Frau nahm ein Glas um etwas davon zu trinken. „Es war ein Templer. Er hatte gespürt wie Ivy Magie anwendete.“ Bernhard seufzte laut. „Was hast du getan?“

Angeline zuckte nur leicht mit den Schultern. „Ich habe ihn natürlich getötet.“ Sie lächelte. Bernhard sprang auf und stieß dabei beinahe sein Glas Wein um. „Bist du verrückt geworden? Du kannst nicht einfach einen Templer töten,“ zischte er leise. „Wenn dich jemand gesehen hat…“ Angelines Augen verengten sich zu Schlitzen. „Willst du damit sagen dass ich unfähig bin?“ Bernhard hob abwehrend die Hände. „Ein Templer, Angeline…“ Nun sprang sie auf. „Was hätte ich tun sollen? Glaubst du wirklich ich hätte Ivy ausgeliefert?“ Der junge Mann setzte sich wieder hin. „Natürlich nicht. Ich… Es tut mir leid Angeline.“

Die junge Frau setzte sich auch wieder hin, lehnte sich an und schloss die Augen. Bernhard nutzte den Augenblick um ihre Schönheit in sich aufzusaugen. Sein Blick wurde aber sofort neutral als Angeline die Augen öffnete. „Wo sind denn überhaupt die beiden Grazien?“ Bernhard trank einen Schluck von dem Wein bevor er antwortete. „Ich habe ihnen das Gästezimmer gegeben. Das war das Mindeste was ich tun konnte.“ „Und wo soll ich schlafen? Du weißt, dass ich nicht mehr in meiner Wohnung schlafen kann.“ Daran hatte Bernhard nicht gedacht. Seid Cedrics Tod hat Angeline im Gästezimmer der Taverne geschlafen.

Er öffnete den Mund um ihr vorzuschlagen im Hinterzimmer zu schlafen. Doch dann fiel ihm ein, dass es sicher keine gute Idee war nach allem was passiert war. „Du kannst hier schlafen“, platzte es aus ihm heraus. „Und wo wirst du schlafen?“ Bernhard hatte keine Probleme damit im Hinterzimmer zu schlafen. Bevor es jedoch Angeline vorschlagen konnte, ergriff sie wieder das Wort. „Kein Problem, Bernhard. Du hast ein großes Bett. Darin haben wir beide Platz.“ Der junge Mann konnte sein Glück kaum fassen. Hatte Angeline tatsächlich vorgeschlagen mit ihm ein Bett zu teilen? Er hoffte, das Beste aus dieser Situation herausholen zu können.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Gebannt wartete Emanuelle auf eine Reaktion von Ivy.
Da muss sie doch einfach drauf anbeißen!
Und tatsächlich: Es kam Bewegung in die Piratin. Sie sah Emanuelle auf einmal so 'anders' an. Als hätte sie etwas Neues an ihm entdeckt. Etwas, dass sie anzuziehen schien. Jedenfalls holte sie wieder eine Münze hervor und warf diese kurz in die Luft.
Hmmm, wenn sie es davon abhängig macht, wird das Ganze ein Glücksspiel... Aber ich warte erst einmal ab, was für ein Ergebnis kommt, ehe ich 'schwerere Waffen' auffahre!
Das Ergebnis war besser als erhofft: Ivy kam herüber zu Emanuelle, stellte sich ganz dicht an ihn heran und schien wie Besessen davon zu sein, sein Haar anfassen zu dürfen.
Jetzt GANZ ruhig bleiben! Lass sie nur machen! Nicht zu früh verraten! Sie sieht schließlich eine Frau im Moment in dir!
In Gedanken sich konzentrierend, auf dass sie nicht merkte, dass er ein Mann war, half es ihm doch, dass er noch seine Rüstung trug - verbarg es doch gekonnt sein 'größtes Anzeichen' der Erregung. Vor allem, als sich die exotische Schönheit an ihn presste, war er in Gedanken schon so weit, sie wieder aufs Bett zu schubsen und, nun... bis zum Morgengrauen durch zu machen!
Gemach, Gemach! Die 'Beute' will auch wirklich erlegt werden...
Schließlich ließ Ivy von ihrem Vorhaben ab, seine Haare berühren zu wollen. Stattdessen hatte sie etwas zuzugeben.
"Also, sagt mir was ich tun soll." Anschließend blickte sie kurz voller Verlegenheit zum Boden. "Ich... ich kenne mich mit der Haarpflege leider nicht so gut aus."
Dieses Geständnis wiederum brachte Emanuelle dazu, seine Lust etwas nach hinten zu stellen.
Schockierend! Eine so hübsche Frau, noch dazu mit so faszinierendem Haar... und sie weis nichts damit anzufangen!!!
Sofort war sein Instinkt geweckt. Der Instinkt, jemanden in die Geheimnisse der perfekten Haarpflege einzuweihen!
"Na, meine Liebe. Das kriegen wir schon hin zusammen. Lasst mich nur kurz meine Stiefel und Rüstung ablegen. Dann entnehme ich meinem Rucksack ein Set für die Haare, wie sie sonst nur Königinnen benutzen!"
Er lächelte sie sanft an. Dann machte er sich daran, die Rüstung abzulegen.
Wenn sie wirklich an schönem Haar interessiert ist, verpasse ich ihr die volle Kur! Sie wird sich fühlen wie neu geboren! Wenn ich dann noch eine gewisse Atmosphäre hin bekomme...
hm, ich hab im Moment die 'normalere' Unterwäsche an. Aber jetzt noch schnell zu wechseln kommt wohl nicht mehr in Frage und wäre zu verdächtig. Dann fange ich am besten mit ihren Haaren an, um sie langsam einzugewöhnen. Das sollte eine wohlige Stimmung erzeugen...
Außerdem, wenn sie wirklich nicht weis, was sie tun soll, muss ich ihr einfach helfen! Mit der Farbe sieht ihr Haar so schön aus - Es wäre nachgerade ein Sakrileg es nicht einer perfekten Pflege zu unterziehen!
Damit war der weitere Plan ausgearbeitet. Geschmeidig legte er die Rüstung ab und zog die Stiefel aus. Dann griff er in seinen Rucksack und holte nach und nach Alles hervor, was er brauchte. Nachdem alles auf dem Bett ausgebreitet war, setzte er sich auf die Kante und zeigte mit seiner Hand neben sich.
"Kommt, Ivy und ich zeige euch, was so schöne Haare wie die Euren wirklich verdienen!"

Neclord
29.08.2014, 09:00
http://upload.worldofplayers.de/files9/5Py1YpLlAnyla.png
Anlya drehte sich langsam um als sie den Vorschlag von Valgarius hörte. Dankbar lächelte sie ihn an. „Da… danke. Das ist eine gute Idee.“ Sie unterdrückte den Wunsch Valgarius zu umarmen. Die Elfe wusste nicht wie er auf eine so plötzliche Zuneigungsbekundung reagieren würde. Langsam schritt sie auf die Wanne zu als ein leises fiepen stoppte. Das rechte Bein angehoben erstarrte sie und ihre Augen glitten langsam nach unten.

Vor ihr saß eine Ratte und blickte sie an. Sie erhob sich auf ihre Hinterpfoten und fiepte wieder. Mit einem Schrei und unglaublicher Kraft sprang Anlya auf den Wannenrand. Die Ratte neigte nur unter weiteren fiepen den Kopf. Wenn Anlya es nicht besser wüsste, dann würde sie sagen, dass die Ratte sie auslachte. Langsam machte die Ratte einen kleinen Schritt zur Wanne. Die Elfe trat einen Schritt zurück. Doch auf dem glitschigen Wannenrand verlor sie das Gleichgewicht. Sie konnte nicht verhindern, dass sie mit einem lauten Schrei in die volle Wanne hereinfiel.

Nur Sekunden später stürmten ein paar der Chasind in den Raum. Anlya tauchte prustend wieder auf. Sie ignorierte die Männer und schaute vorsichtig nach wo die Ratte ist. Das Monster saß an dem Durchgang zu dem Männerbad. Sie fiepte noch einmal kurz und verschwand. „Was ist hier los“, fragte einer der Chasind. Unglücklich schaute Anlya ihn an. „Da war eine Ratte.“

Sofort nachdem sie das gesagt hatte ahnte sie, dass sie es hätte nicht tun sollen. Die Männer brachen in schallendes Gelächter aus. „Eine Ratte. Das Bürschchen hat vor einer Ratte Angst.“ Gedemütigt senkte Anlya den Kopf. Sie spürte wie Tränen in ihre Augen traten und sie hatte alle Mühe diese zu unterdrücken. „Das langt jetzt“, ertönte eine tiefe Stimme und das Gelächter verstummte. Leise schniefend hob Anlya den Kopf. Im Eingang stand ein Chasind, den sie zuvor noch nicht gesehen hatte.

Er war sehr muskulös. Auf seinem Oberkörper sah die Elfe einige Narben. Dankbar bemerkte sie, dass er ein Handtuch um seine Hüften geschlungen hatte. „Beendet euer Bad und begebt euch dann sofort an eure Arbeit“, sagte er zu den Männern. Die Männer taten sofort wie ihnen geheißen wurde. Anscheinend war der Mann eine wichtige Persönlichkeit. Langsam schritt der auf die Wanne zu und Anlya konnte ihn nur anstarren. Er ignorierte Valgarius und lächelte sie freundlich an. „Entschuldigt bitte das Verhalten meiner Männer. Ihr habt gerade nicht den besten Eindruck der Chasind bekommen.“

Er griff mit beiden Armen in das Wasser hob Anlya an ihren Hüften mühelos heraus. Dann stellte er sie auf den Boden und, zum Schrecken von Anlya, nahm sein Handtuch um ihr das Gesicht abzutrocknen. „Danke“, brachte sie mit rotem Kopf heraus. Der Mann nickte nur, schlang das Handtuch wieder um seine Hüften und packte Anlya an ihrem Oberarm. „Kommt mit. Ich gebe Euch trockene Sachen.“ Anlya überkam Panik. „Das… das geht nicht.“ Sie versuchte etwas zu finden um nicht mit dem Mann mitzugehen. Ihr Blick fiel auf Valgarius. Da fiel ihr ein was der Magier zu den anderen Männern gesagt hatte. „Ich… ich kann nicht. Meine Herrin hatte noch nicht ihr Bad. Ich muss ihr helfen.“

Zum ersten Mal blickte der Chasind Valgarius an. Seine Miene verfinsterte sich und er rümpfte die Nase. „Ich denke, dass die feine Dame sich allein waschen kann. Einmal ist immer das erste Mal.“ Anlya versuchte sich gegen den kraftvollen Mann zu stemmen doch sie hatte keine Chance. „Aber… aber…“ Der Mann stoppte abrupt ließ sie aber nicht los. „Genug. Ihr kommt mit. Keine Widerrede.“ Hilflos blickte Anlya den Magier an als der Chasind sie aus dem Frauenbad zerrte.

Sie verließen aber nicht das Badehaus sondern gingen in einen kleinen Raum, der gegenüber dem Frauenbad lag. Erst als sie in dem Raum waren ließ der Mann sie los. Anlya ging langsam rückwärts um sich von dem Mann zu entfernen. Sie stoppte erst als sie die Wand in ihrem Rücken spürte. Der Chasind lächelte sie wieder an und schüttelte leicht den Kopf. „Ich finde Ihr seid ein sehr attraktiver junger Mann. Ich würde mich aber nie gegen Euren Willen an Euch vergehen.“

Anlyas Augen weiteten sich als sie das hörte. „Was?“ Er legte ein Hemd und eine Hose auf den kleinen Tisch der einem Raum stand. Auf den Stuhl daneben legte ein Handtuch. „Tut mir leid, aber ich denke, ich habe keine passende Rüstung in Eurer Größe. Trocknet Euch ab und zieht die trockenen Sachen an.“ Er trat dann so nahe an sie heran, dass sie seine Körperwärme spürte. Anlya versuchte sich noch weiter in die Wand zu drücken doch das war natürlich nicht möglich.

„Keine Sorge mein attraktiver junger Elf, ich werde nicht zuschauen.“ Er grinste als er sich zum Gehen wandte. An der Tür drehte er sich noch mal um. „Auch wenn es mir sehr schwer fällt.“ Er zwinkerte Anlya noch einmal zu bevor er den Raum verließ und die Tür hinter sich schloss. Mit klopfendem Herzen rutschte Anlya langsam zu Boden. Wo war sie nur hineingeraten?

http://upload.worldofplayers.de/files9/4azi8U8EDKfDd7K1VladimirSquare.png

Eine Pechsträhne schien an Anlya zu kleben, wie das Met am Barte eines Zwerges. Erneut sichteten die beiden ein kleines, fiependes Wesen. Valgarius war sich nicht sicher, ob es die gleiche Ratte war, aber das spielte für die Elfe wohl kaum eine Rolle. Panisch sprang sie auf den Rand der Wanne, flog jedoch ins Wasser, als die Ratte einen Schritt auf sie zuging. Als würde sie wissen, dass sie ihr Angst macht.

Die plötzliche Lautstärke des Badebereichs der Frauen bliebt nicht ungehört, die Chasind von nebenan stürmten ins Zimmer und fragten sogleich nach der Ursache. Einer von ihnen wirkte jedoch irgendwie anders. Er schien den Blutmagier zu ignorieren, hob dann aber Anlya fürsorglich aus dem Becken.

Doch die Sympathie des Hünen reduzierte sich um ein vielfaches, als er Anlya mitnehmen wollte. Sie versuchte sich mit Ausreden aus der Situation zu befreien, doch es hatte keinen Zweck. Der Kerl bestand darauf und seiner Meinung nach könne Valgarius sich alleine waschen. Nicht gut. Dachte der Magier und blickte der Elfe hiflos hinterher.

Erneut fordert mich die Welt heraus, einen Plan zu entwerfen. Oh wie sehr hasst mich diese Welt?! Valgarius ging auf und ab, seine Gedanken fokussierten sich auf die Fakten. Also, ich bin hier, sie denken immer noch ich sei eine Frau. Hmm. Haare waschen, keine Zeit für ein Bad. Aber halt, wo ist eigentlich der kleine Nager hin?

Der Blutmagier suchte nach dem kleinen Geschöpf, konnte es aber nicht finden. Es blieb ihm keine andere Möglichkeit, als dem Wunsch der Chasind nachzukommen und zu baden. Oder zumindest, so auszusehen als hätte er gebadet.
Bei der Wanne angekommen, beugte er sich über das Becken und begann damit, sein langes Haar zu waschen.

Als er so dort gebeugt stand und sein Gesäß in Richtung des Eingangs zeigte, kam gerade ein Stammesangehöriger rein und ihm schien zu gefallen was er sah. "Oh, süßes Hinterteil!"

Ohne sich umzudrehen riss der Magier vor schreck die Augen weit auf und rührte sich nicht. Oh nein. Gar nicht gut.

Neclord
29.08.2014, 12:06
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Bernhard nickte den beiden Damen freundlich zu als diese ihren Dank aussprachen. Es irritierte ihn aber als Emanuelle ihre Hand auf seine Person legte. Das behagte ihm nicht und er atmete erleichtert auf als beide Frauen im Gästezimmer verschwanden. Er begab sich in sein Schlafgemach und wartete auf Angeline.

Er musste nicht lange warten als die Tür leise aufgezogen wurde und Angeline ins Zimmer trat. „Nun?“ Bernhard nahm zwei Gläser und eine Flasche Wein und stellte alles auf den kleinen Tisch, an dem zwei Stühle standen. Er setzte sich auf einen Stuhl und Angeline setzte sich auf den anderen. Er schenkte den Wein ein und die junge Frau nahm ein Glas um etwas davon zu trinken. „Es war ein Templer. Er hatte gespürt wie Ivy Magie anwendete.“ Bernhard seufzte laut. „Was hast du getan?“

Angeline zuckte nur leicht mit den Schultern. „Ich habe ihn natürlich getötet.“ Sie lächelte. Bernhard sprang auf und stieß dabei beinahe sein Glas Wein um. „Bist du verrückt geworden? Du kannst nicht einfach einen Templer töten,“ zischte er leise. „Wenn dich jemand gesehen hat…“ Angelines Augen verengten sich zu Schlitzen. „Willst du damit sagen dass ich unfähig bin?“ Bernhard hob abwehrend die Hände. „Ein Templer, Angeline…“ Nun sprang sie auf. „Was hätte ich tun sollen? Glaubst du wirklich ich hätte Ivy ausgeliefert?“ Der junge Mann setzte sich wieder hin. „Natürlich nicht. Ich… Es tut mir leid Angeline.“

Die junge Frau setzte sich auch wieder hin, lehnte sich an und schloss die Augen. Bernhard nutzte den Augenblick um ihre Schönheit in sich aufzusaugen. Sein Blick wurde aber sofort neutral als Angeline die Augen öffnete. „Wo sind denn überhaupt die beiden Grazien?“ Bernhard trank einen Schluck von dem Wein bevor er antwortete. „Ich habe ihnen das Gästezimmer gegeben. Das war das Mindeste was ich tun konnte.“ „Und wo soll ich schlafen? Du weißt, dass ich nicht mehr in meiner Wohnung schlafen kann.“ Daran hatte Bernhard nicht gedacht. Seid Cedrics Tod hat Angeline im Gästezimmer der Taverne geschlafen.

Er öffnete den Mund um ihr vorzuschlagen im Hinterzimmer zu schlafen. Doch dann fiel ihm ein, dass es sicher keine gute Idee war nach allem was passiert war. „Du kannst hier schlafen“, platzte es aus ihm heraus. „Und wo wirst du schlafen?“ Bernhard hatte keine Probleme damit im Hinterzimmer zu schlafen. Bevor es jedoch Angeline vorschlagen konnte, ergriff sie wieder das Wort. „Kein Problem, Bernhard. Du hast ein großes Bett. Darin haben wir beide Platz.“ Der junge Mann konnte sein Glück kaum fassen. Hatte Angeline tatsächlich vorgeschlagen mit ihm ein Bett zu teilen? Er hoffte, das Beste aus dieser Situation herausholen zu können.



http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Gebannt wartete Emanuelle auf eine Reaktion von Ivy.
Da muss sie doch einfach drauf anbeißen!
Und tatsächlich: Es kam Bewegung in die Piratin. Sie sah Emanuelle auf einmal so 'anders' an. Als hätte sie etwas Neues an ihm entdeckt. Etwas, dass sie anzuziehen schien. Jedenfalls holte sie wieder eine Münze hervor und warf diese kurz in die Luft.
Hmmm, wenn sie es davon abhängig macht, wird das Ganze ein Glücksspiel... Aber ich warte erst einmal ab, was für ein Ergebnis kommt, ehe ich 'schwerere Waffen' auffahre!
Das Ergebnis war besser als erhofft: Ivy kam herüber zu Emanuelle, stellte sich ganz dicht an ihn heran und schien wie Besessen davon zu sein, sein Haar anfassen zu dürfen.
Jetzt GANZ ruhig bleiben! Lass sie nur machen! Nicht zu früh verraten! Sie sieht schließlich eine Frau im Moment in dir!
In Gedanken sich konzentrierend, auf dass sie nicht merkte, dass er ein Mann war, half es ihm doch, dass er noch seine Rüstung trug - verbarg es doch gekonnt sein 'größtes Anzeichen' der Erregung. Vor allem, als sich die exotische Schönheit an ihn presste, war er in Gedanken schon so weit, sie wieder aufs Bett zu schubsen und, nun... bis zum Morgengrauen durch zu machen!
Gemach, Gemach! Die 'Beute' will auch wirklich erlegt werden...
Schließlich ließ Ivy von ihrem Vorhaben ab, seine Haare berühren zu wollen. Stattdessen hatte sie etwas zuzugeben.
"Also, sagt mir was ich tun soll." Anschließend blickte sie kurz voller Verlegenheit zum Boden. "Ich... ich kenne mich mit der Haarpflege leider nicht so gut aus."
Dieses Geständnis wiederum brachte Emanuelle dazu, seine Lust etwas nach hinten zu stellen.
Schockierend! Eine so hübsche Frau, noch dazu mit so faszinierendem Haar... und sie weis nichts damit anzufangen!!!
Sofort war sein Instinkt geweckt. Der Instinkt, jemanden in die Geheimnisse der perfekten Haarpflege einzuweihen!
"Na, meine Liebe. Das kriegen wir schon hin zusammen. Lasst mich nur kurz meine Stiefel und Rüstung ablegen. Dann entnehme ich meinem Rucksack ein Set für die Haare, wie sie sonst nur Königinnen benutzen!"
Er lächelte sie sanft an. Dann machte er sich daran, die Rüstung abzulegen.
Wenn sie wirklich an schönem Haar interessiert ist, verpasse ich ihr die volle Kur! Sie wird sich fühlen wie neu geboren! Wenn ich dann noch eine gewisse Atmosphäre hin bekomme...
hm, ich hab im Moment die 'normalere' Unterwäsche an. Aber jetzt noch schnell zu wechseln kommt wohl nicht mehr in Frage und wäre zu verdächtig. Dann fange ich am besten mit ihren Haaren an, um sie langsam einzugewöhnen. Das sollte eine wohlige Stimmung erzeugen...
Außerdem, wenn sie wirklich nicht weis, was sie tun soll, muss ich ihr einfach helfen! Mit der Farbe sieht ihr Haar so schön aus - Es wäre nachgerade ein Sakrileg es nicht einer perfekten Pflege zu unterziehen!
Damit war der weitere Plan ausgearbeitet. Geschmeidig legte er die Rüstung ab und zog die Stiefel aus. Dann griff er in seinen Rucksack und holte nach und nach Alles hervor, was er brauchte. Nachdem alles auf dem Bett ausgebreitet war, setzte er sich auf die Kante und zeigte mit seiner Hand neben sich.
"Kommt, Ivy und ich zeige euch, was so schöne Haare wie die Euren wirklich verdienen!"

http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Emanuelle schenkte ihr ein sanftes, engelsgleiches Lächeln und legte vorsichtig ihre Rüstung ab. Ivy erwischte sich dabei, wie sie neugierig die Formen des Körpers darunter musterte. Ihr Herz begann plötzlich schneller zu schlagen, ihre Hände begannen unkontrolliert zu zittern. Was ist nur los mit mir? Ist doch nicht dein erstes Mädchen. Sie versuchte sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, schloss die Augen für ein paar Sekunden und atmete tief durch.

"Also schön, legen wir los!" Voller Entschlossenheit setzte sie sich hin. Genau an die Stelle, die Emanuelle für sie vorgesehen hatte. Dann drehte sie ihren Kopf zur Seite und blickte ihre Zimmergenossin direkt an. "Ist es in Ordnung für euch, wenn ich meine Augenklappe nicht abnehme? Ich möchte euch nicht durch mein geschundenes Auge verschrecken."

Im Stillen hoffte sie allerdings, dass sie die Gelegenheit bekommt, das Haar dieser Prinzessin mit ihren Händen erfühlen zu können. Dieser goldene Glanz machte die Piratin fast wahnsinnig. Und wer weiß was darauf im Anschluss noch alles passieren würde. Sie blickte noch einmal auf das Haar der schönen Maid und fuhr gierig mit der Zunge über ihre vollen Lippen. Gleich gehörst du mir!

Fawks
29.08.2014, 16:06
Vorheriger Post: Familienbande (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23298689&viewfull=1#post23298689)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png

Glandis brach in spontanes Lachen aus und rief: »Oh Aril, wer hat dir das nur erzählt? Aber ich werde versuchen es Dir zu beantworten. Doch es gibt da noch eine Sache, die schnell erledigt werden sollte, bevor wir reden.«
Jetzt war die Adlige gespannt. Was würde Glandis jetzt sagen? Und vor allem, wenn sie reden würde, was würde sie erzählen?
Bisher hatte eher Aril sich den Mund fransig geredet... doch Glandis Frage hatte damit nichts zu tun:

»Aril, was hältst Du davon, wenn Du sofort mit Deinem Rappen ins Flüchtlingslager reitest und Schaufeln holst? Wir haben bis zum Aufbruch zu der Stelle des gestrigen Kampfes noch genug Zeit, aber wir haben keine Schaufeln, um die Hurlocks zu begraben. Feuer machen möchte ich nicht. Aber ich möchte so viel wie möglich von dem gestrigen Kampf verbergen. Dafür eignen sich Schaufeln schon.«
Aril kam - mal wieder - nicht dazu zu antworten, den Glandis fuchtelte beinahe redselig mit dem Jagdmesser in der Hand umher und deutete erst in die Richtung des Lagers, dann in die Richtung des Standortes der Hurlocks.

»Es wäre nett, wenn Du nach solchen Schaufeln sehen könntest. Ich räume derweil hier auf und ziehe mir etwas an. Es würde danach immer noch Zeit bleiben über ‚gobennas‘, die Geschichte der Dalish, zu reden.«
Nach einem kurzem Zögern fügte sie lachend hinzu: »Zumindest anfangen könnten wir. Holst du die Schaufeln?« Dabei legte sie Aril die Hand auf den Arm, die sofort reagierte und Glandis' Hand in ihre nahm.
"Selbstverständlich!" versicherte sie ihr. "Ich werde sehen, was ich finden kann. Alles was mir nützlich erscheint, werde ich mitbringen. Vielleicht sollten wir Trovao einen Anhänger bauen, sodass er alles ziehen kann," schmunzelte sie.

Damit ging sie auf ihren Hengst zu, legte das Zaumzeug an und den Sattel auf, und schwang sich auf den Pferderücken.
"Ich bin bald zurück!" rief sie Glandis zu, ließ den Hengst wenden und im scharfen Galopp in Richtung des Schlachtfeldes laufen.
Sie wollte diese Wiese voller Gemetzel nicht immer wieder sehen. Verbissen hielt sie die Zügel in dern Hand und wollte sich Nase und Mund zuhalten, aber unterdrückte den Drang. Ihr Pferd schien ihre Stimmung aufzufangen und sprang in immer größeren Sätzen über die Leichenhaufen, bis es endlich vor den Toren des Lagers halt machte, die noch immer offen standen.
Aril klopfte ihm beruhigend auf den Hals und ließ die Zügel ganz locker.
"Dann mal sehen, was wir hier noch finden...," murmelte Aril. Sie erkannte den Stand, von dem sie die Holzschalen und den Eimer hatte. Der Teil des Lagers, wo sie Gwess gefunden hatten, war bereits durchkämmt worden von ihr und der Dalish, also wandte sie sich nach Westen. Dort herrschte noch mehr Durcheinander, die meisten Zelte hingen in verkohlten Lumpen von dem, was von den Zeltstangen noch übrig war. Überall lagen Sachen herum, Rüstungsteile, verrostete Waffen, Lederwaren, Asche, Pergamentfetzen... in dem heillosen Durcheinander erkannte Aril zuerst einmal gar nichts. Erst als sie absaß und den Boden genauer in Augenschein nahm, konnte sie Einzelheiten erkennen.
Ob es Glück war oder Zufall, aber einer der ersten Gegenstände, über den sie stolperte, war eine robuste Schaufen mit hölzernem Griff. Zufrieden schnalzte Aril mit der Zunge und verstaute sie ohne viel Federlesen in der Sattelschlaufe von Trovao. "Es fängt gut an," meinte sie zufrieden.

VRanger
29.08.2014, 16:46
vorheriger Post: Am Flussbaum • Eine kleine Sache (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23299931&viewfull=1#post23299931)

Glandis | Am Flussbaum • Morgenstunde hat Melisse im Munde

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png „Selbstverständlich! Ich werde sehen, was ich finden kann. Alles was mir nützlich erscheint, werde ich mitbringen. Vielleicht sollten wir Trovao einen Anhänger bauen, sodass er alles ziehen kann." sagte Aril und war schneller als gedacht auf den Beinen. Die Dalish hörte noch: „Ich bin bald zurück!“

Glandis sah, wie die Adlige mit ihrem schwarzen Hengst doch in einem für sie scharfen Galopp losritt in Richtung Flüchtlingslager. Die Dalish holte tief Luft und merkt noch die Wärme in der Hand vom Anfassen durch Aril. »Hat sie den ihre Waffen mitgenommen?« fragte sich besorgt. Doch dann erhob sie sich und begann die Dinge von dem Morgenmahl aufzuräumen. Es gingen ihr die kleinen Aufgaben gut von der Hand. Die Sachen waren trocken und so schlüpfte sie in ihre Bekleidung. Glandis fühlte sich gut, alles war doch sauberer, als in den letzten Tagen. Das war für sie ein angenehmes Gefühl. Beim Rumräumen sah sie Melisse, die am Bach ihre gelblich grünen Blätter, saftig von Sonne und Tau in den Himmel reckten. Die zupfte ein Blatt und rieb es mit der Hand. Es roch nach einer Sache, die sie selten auf dem Markt gesehen hatte. Meist, wenn Händler aus Orlais in Denerim zum Markttage kamen, hatten die diese etwas nach zu großen Eiern aussehenden gelblichen Früchte dabei. Sie hatte einmal eine Scheibe kosten wollen und überraschenderweise wurde ihr von einem der Händler auch ein Stück abgeschnitten. Die Scheibe sah im Inneren aus wie ein Rad. Sie biss beherzt hinein und verzog ihr Gesicht. »Sauer, ja, sauer!« sagte sie heute, wie damals. Nur heute lachte sie dazu. Damals hatte der Händler gelacht. »Nein!« korrigierte sich die Dalish. »Sie hatten alle gelacht.« Die gesamte Gilde aus Orlais lachte. Zornig wollte sie damals nach einem ihrer Dolche greifen. Doch der Händler sagte ihr, so etwas brüht man mit Wasser auf oder gibt es, wenige Tropfen nur zum Fisch. Glandis wusste nun, warum sie die Schreibe von der Zitrone bekommen hatte. Die Orlaisianer wollten sehen, wie weltfremd so eine Elfin doch sein konnte.

Später hatte sie im Wirtshaus mal einen Tee mit Zitrone bestellt, als der Wind durch jeden Stoff gekrochen war. Es hatte geschmeckt und gewärmt. Daran erinnerte sich Glandis und schnitt mit ihrem Messer einige der Stiele der Melisse ab. Anschließend holte sie den bereits gesäuberten Topf, füllte ihn mit Wasser, legte Holz beim Feuer nach und als es kochte, gab sie die inzwischen klein geschnittenen Blätter der Melisse dazu. Ein angenehmer aromatischer Duft zog durch das Lager der beiden Frauen.

Glandis sagte zu sich: »Da hat Aril dann, wenn sie kommt, eine kleine Erfrischung.« Dabei schaute sie in die Richtung, in die die Adlige weggeritten war.


nächster Post: Arils Rückkehr (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23312122&viewfull=1#post23312122)

Annalena
29.08.2014, 16:47
http://upload.worldofplayers.de/files9/4azi8U8EDKfDd7K1VladimirSquare.png

Eine Pechsträhne schien an Anlya zu kleben, wie das Met am Barte eines Zwerges. Erneut sichteten die beiden ein kleines, fiependes Wesen. Valgarius war sich nicht sicher, ob es die gleiche Ratte war, aber das spielte für die Elfe wohl kaum eine Rolle. Panisch sprang sie auf den Rand der Wanne, flog jedoch ins Wasser, als die Ratte einen Schritt auf sie zuging. Als würde sie wissen, dass sie ihr Angst macht.

Die plötzliche Lautstärke des Badebereichs der Frauen bliebt nicht ungehört, die Chasind von nebenan stürmten ins Zimmer und fragten sogleich nach der Ursache. Einer von ihnen wirkte jedoch irgendwie anders. Er schien den Blutmagier zu ignorieren, hob dann aber Anlya fürsorglich aus dem Becken.

Doch die Sympathie des Hünen reduzierte sich um ein vielfaches, als er Anlya mitnehmen wollte. Sie versuchte sich mit Ausreden aus der Situation zu befreien, doch es hatte keinen Zweck. Der Kerl bestand darauf und seiner Meinung nach könne Valgarius sich alleine waschen. Nicht gut. Dachte der Magier und blickte der Elfe hiflos hinterher.

Erneut fordert mich die Welt heraus, einen Plan zu entwerfen. Oh wie sehr hasst mich diese Welt?! Valgarius ging auf und ab, seine Gedanken fokussierten sich auf die Fakten. Also, ich bin hier, sie denken immer noch ich sei eine Frau. Hmm. Haare waschen, keine Zeit für ein Bad. Aber halt, wo ist eigentlich der kleine Nager hin?

Der Blutmagier suchte nach dem kleinen Geschöpf, konnte es aber nicht finden. Es blieb ihm keine andere Möglichkeit, als dem Wunsch der Chasind nachzukommen und zu baden. Oder zumindest, so auszusehen als hätte er gebadet.
Bei der Wanne angekommen, beugte er sich über das Becken und begann damit, sein langes Haar zu waschen.

Als er so dort gebeugt stand und sein Gesäß in Richtung des Eingangs zeigte, kam gerade ein Stammesangehöriger rein und ihm schien zu gefallen was er sah. "Oh, süßes Hinterteil!"

Ohne sich umzudrehen riss der Magier vor schreck die Augen weit auf und rührte sich nicht. Oh nein. Gar nicht gut.
http://upload.worldofplayers.de/files9/5Py1YpLlAnyla.png
Die Elfe stand langsam auf. Nervös blickte sie zwischen der Tür und dem Tisch hin und her. Sollte sie es riskieren sich die trockenen Sachen anzuziehen? Das Leder rieb etwas auf ihrer Haut als sie sich bewegte. Noch einmal blickte sie zur Tür und zog langsam ihre Stiefel aus. Danach folgte die Rüstung, was ihr durch die Nässe etwas Mühe bereitete. Vorsichtig tastete sie ihr Unterhöschen und ihre Brustbandagen ab. Beides war noch trocken und Anlya atmete erleichtert auf.

Sie überlegte ob sie die Bandagen abnehmen sollte, denn sie rieben etwas. Sie nahm das Hemd hoch und hielt es an. Es war ziemlich groß und vielleicht kaschierte es ihre Oberweite auch wenn sie keine Brustbandagen trug. Anlya entfernte schnell die Bandagen. Sie wollte sich beeilen und so schnell wie möglich zu Valgarius zurückkehren. Es war einfach sicherer, wenn sie beide zusammen blieben.

Nachdem sie die Bandagen entfernt hatte, zog sie als erstes die Hosen an. Auch sie waren etwas zu groß, doch in den Gürtelschlaufen war eine Art Seil. Damit zog sie die Hosen zu und sie rutschten nicht. Es sah allerdings nicht sehr gut aus. Doch die Hauptsache war, dass es trocken war.

Nun zog sie das Hemd über den Kopf. Wie sie es schon vermutet hatte war es etwas zu groß. Sie schnürte die Bänder am Halsbereich und stellte sich gerade hin. Vorsichtig blickte sie nach unten und seufzte laut. Trotz der Weite des Hemdes war zu sehen, dass sie eine Frau war. Für einen Elf hatte sie eine üppige Oberweite und das sah man. Sie drehte sich mit dem Rücken zur Tür und schaute nach ob sie etwas finden könnte was sie benutzen kann. Doch sie sah nichts.

Sie fasste das Hemd mit beiden Händen an und zog es nach oben um es wieder auszuziehen. Anlya hatte es gerade zur Hälfte nach oben gezogen, als die Tür sie öffnete. Die junge Elfe erstarrte und drehte vorsichtig den Kopf nach hinten. Dort stand der Chasind, der sie in diesen Raum gebracht hatte. Statt eines Handtuchs trug er eine einfache ledernen Hose und ein einfaches Hemd ohne Ärmel. Ungeniert musterte er Anlya von oben nach unten. Als sich ihre Blicke da trafen grinste er sie an. „Mir gefällt was ich sehe. Ich wollte Euch nur noch ein paar Stiefel bringen.“ Er stellte die Stiefel neben die Tür und ließ noch einmal seine Blicke über sie gleiten. „Wir sehen uns später.“ Nach diesen Worten verließ er wieder den Raum und schloss die Tür hinter sich. Anlya atmete erleichtert auf.

So schnell wie möglich zog sie das Hemd aus und wickelte die Bandagen, wenn auch ungern, wieder um ihre Brust. Sie schlüpfte in die Stiefel, die zwar auch etwas zu groß waren, aber sie nicht zu sehr beim Laufen behinderten. Anlya schnappte sich das Hemd und während sie zur Tür schritt zog sie es über den Kopf. Vor der Tür blieb sie stehen und betrachtete sich kritisch. Es war nicht zu sehen, dass sie eine Frau war. Zufrieden mit ihrer Erscheinung öffnete sie die Tür und schaute vorsichtig nach draußen. Der große Raum war leer. Anlya lächelte und begab sich zu dem Frauenbad. Sie hoffte Valgarius war noch dort.

Annalena
29.08.2014, 18:51
http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Gebannt wartete Emanuelle auf eine Reaktion von Ivy.
Da muss sie doch einfach drauf anbeißen!
Und tatsächlich: Es kam Bewegung in die Piratin. Sie sah Emanuelle auf einmal so 'anders' an. Als hätte sie etwas Neues an ihm entdeckt. Etwas, dass sie anzuziehen schien. Jedenfalls holte sie wieder eine Münze hervor und warf diese kurz in die Luft.
Hmmm, wenn sie es davon abhängig macht, wird das Ganze ein Glücksspiel... Aber ich warte erst einmal ab, was für ein Ergebnis kommt, ehe ich 'schwerere Waffen' auffahre!
Das Ergebnis war besser als erhofft: Ivy kam herüber zu Emanuelle, stellte sich ganz dicht an ihn heran und schien wie Besessen davon zu sein, sein Haar anfassen zu dürfen.
Jetzt GANZ ruhig bleiben! Lass sie nur machen! Nicht zu früh verraten! Sie sieht schließlich eine Frau im Moment in dir!
In Gedanken sich konzentrierend, auf dass sie nicht merkte, dass er ein Mann war, half es ihm doch, dass er noch seine Rüstung trug - verbarg es doch gekonnt sein 'größtes Anzeichen' der Erregung. Vor allem, als sich die exotische Schönheit an ihn presste, war er in Gedanken schon so weit, sie wieder aufs Bett zu schubsen und, nun... bis zum Morgengrauen durch zu machen!
Gemach, Gemach! Die 'Beute' will auch wirklich erlegt werden...
Schließlich ließ Ivy von ihrem Vorhaben ab, seine Haare berühren zu wollen. Stattdessen hatte sie etwas zuzugeben.
"Also, sagt mir was ich tun soll." Anschließend blickte sie kurz voller Verlegenheit zum Boden. "Ich... ich kenne mich mit der Haarpflege leider nicht so gut aus."
Dieses Geständnis wiederum brachte Emanuelle dazu, seine Lust etwas nach hinten zu stellen.
Schockierend! Eine so hübsche Frau, noch dazu mit so faszinierendem Haar... und sie weis nichts damit anzufangen!!!
Sofort war sein Instinkt geweckt. Der Instinkt, jemanden in die Geheimnisse der perfekten Haarpflege einzuweihen!
"Na, meine Liebe. Das kriegen wir schon hin zusammen. Lasst mich nur kurz meine Stiefel und Rüstung ablegen. Dann entnehme ich meinem Rucksack ein Set für die Haare, wie sie sonst nur Königinnen benutzen!"
Er lächelte sie sanft an. Dann machte er sich daran, die Rüstung abzulegen.
Wenn sie wirklich an schönem Haar interessiert ist, verpasse ich ihr die volle Kur! Sie wird sich fühlen wie neu geboren! Wenn ich dann noch eine gewisse Atmosphäre hin bekomme...
hm, ich hab im Moment die 'normalere' Unterwäsche an. Aber jetzt noch schnell zu wechseln kommt wohl nicht mehr in Frage und wäre zu verdächtig. Dann fange ich am besten mit ihren Haaren an, um sie langsam einzugewöhnen. Das sollte eine wohlige Stimmung erzeugen...
Außerdem, wenn sie wirklich nicht weis, was sie tun soll, muss ich ihr einfach helfen! Mit der Farbe sieht ihr Haar so schön aus - Es wäre nachgerade ein Sakrileg es nicht einer perfekten Pflege zu unterziehen!
Damit war der weitere Plan ausgearbeitet. Geschmeidig legte er die Rüstung ab und zog die Stiefel aus. Dann griff er in seinen Rucksack und holte nach und nach Alles hervor, was er brauchte. Nachdem alles auf dem Bett ausgebreitet war, setzte er sich auf die Kante und zeigte mit seiner Hand neben sich.
"Kommt, Ivy und ich zeige euch, was so schöne Haare wie die Euren wirklich verdienen!"






http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Emanuelle schenkte ihr ein sanftes, engelsgleiches Lächeln und legte vorsichtig ihre Rüstung ab. Ivy erwischte sich dabei, wie sie neugierig die Formen des Körpers darunter musterte. Ihr Herz begann plötzlich schneller zu schlagen, ihre Hände begannen unkontrolliert zu zittern. Was ist nur los mit mir? Ist doch nicht dein erstes Mädchen. Sie versuchte sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, schloss die Augen für ein paar Sekunden und atmete tief durch.

"Also schön, legen wir los!" Voller Entschlossenheit setzte sie sich hin. Genau an die Stelle, die Emanuelle für sie vorgesehen hatte. Dann drehte sie ihren Kopf zur Seite und blickte ihre Zimmergenossin direkt an. "Ist es in Ordnung für euch, wenn ich meine Augenklappe nicht abnehme? Ich möchte euch nicht durch mein geschundenes Auge verschrecken."

Im Stillen hoffte sie allerdings, dass sie die Gelegenheit bekommt, das Haar dieser Prinzessin mit ihren Händen erfühlen zu können. Dieser goldene Glanz machte die Piratin fast wahnsinnig. Und wer weiß was darauf im Anschluss noch alles passieren würde. Sie blickte noch einmal auf das Haar der schönen Maid und fuhr gierig mit der Zunge über ihre vollen Lippen. Gleich gehörst du mir!

http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Angeline erhob sich und blickte Bernhard erstaunt an. Es sah so aus, als ob er gerade einen großen Goldschatz gefunden hatte. Sie wunderte sich, was ihn so glücklich machte. Als sich ihre Blicke trafen wurde sein Gesicht wieder neutral. Die junge Frau fragte sich, ob sie sich getäuscht hatte. Doch da war ein gewisses Leuchten in seinen Augen. „Ich denke wir sollten noch etwas essen bevor wir schlafen gehen. Von meinem Essen ist noch etwas übrig. Ich werde es holen.“ Ohne eine Antwort von dem jungen Mann abzuwarten eilte Angeline aus dem Zimmer in die Küche.

Bernhard schauderte als ihm plötzlich einfiel, dass Ivy alles aufgegessen hatte. Die Reaktion von Emanuelle würde er eher auf die Zutaten schieben und nicht auf die Kochkünste von Angeline. Das Essen war also genießbar und er freute sich darauf. In diesem Augenblick trat Angeline wieder in den Raum. Sie schenkte sich und ihrem Freund etwas von dem Eintopf aus. Beide aßen schweigend.

„Das war wirklich köstlich, Angeline.“ Die junge Frau strahlte von seinem Lob. Sie trank noch einen Schluck Wein bevor sie ein Gespräch aufnahm. „Warum hast du dem blonden Püppchen das Gästezimmer angeboten? Ivy kann ich verstehen. Immerhin hat sie mich gerettet. Ist das blonde Püppchen dein Typ Frau?“ Bernhard blickte die Liebe seines Lebens verwirrt an. „Nein, natürlich nicht. Aber in meinen Augen ist etwas merkwürdig mit ihr. Mein Gefühl sagt mir, dass sie Ärger bedeutet. Du weißt dass mich mein Gefühl nur selten trügt.“

Angeline dachte über seine Worte nach. Bernhard hatte tatsächlich ein Gespür für Gefahr. Sollte das blonde Püppchen tatsächlich so gefährlich sein? Aussehen kann täuschen, das wusste Angeline. Auch sie wird ständig unterschätzt. Das war ihr natürlich gerade recht. Die Leute, die sie unterschätzen, waren schneller tot als sie blinzeln konnten. „Was könnte sie verbergen?“ Bernhard lehnte sich zurück und verschränkte seine Arme vor seiner Brust. „Ihr Name ist Emanuelle.“

Angeline dachte nach ob sie etwas Besonderes an dem Püppchen bemerkt hatte. Ihre Kleidung schien sehr edel zu sein, aber auch sehr spärlich. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie tatsächlich Schutz bot. Allerdings trug sie eine Waffe. Was sehr gegensätzlich zu ihrer Erscheinung war. „Eine Hure“, platzte es aus Angeline heraus. Bernhard, der gerade einen Schluck Wein getrunken hatte, verschluckte sich und fing an zu husten. „Was? Wie kommst du darauf?“ Sie grinste ihn nur an.

„Ihr Name klingt doch wie ein Künstlername für eine Hure. Oder? So wie die Rose von Orlais oder die Tulpe von Antiva.“ Bernhard strich sich genervt die Stirn. „Das ergibt doch keinen Sinn, Angeline. Was sollte eine Hure hier draußen machen?“ Angeline schmollte ein wenig. „Vielleicht ist sie eine Wanderhure. In Ostagar kann man mit diesem Gewerbe bestimmt eine Menge Geld verdienen. Jede Menge Männer, die ewig keine Frau mehr gesehen haben. Die wollen bestimmt ihren Sold für so was ausgeben. Wozu brauchen sie denn das Gold wenn sie sowieso verrecken? So treten sie wenigstens glücklich vor dem Erbauer.“

Bernhard wusste nicht was er sagen sollte. Meinte Angeline das ernst? Vielleicht hatte sie etwas zu viel Wein getrunken. Als Angeline anfing zu kichern konnte er nicht anders und lächelte sie an. Am liebsten wäre aufgesprungen, hätte sie in seine Arme genommen und sie mit Küssen übersät. Es dauerte eine Weile bis sich die Frau wieder beruhigt hatte und aufhörte mit kichern. Sie erhob sich und streckte sich wie eine Katze. Bernhard schluckte schwer. „Ich werde meine Sachen holen. Sie sind im Hinterzimmer.“ Angeline war plötzlich nervös. Der junge Mann stand auf und legte seine Hand auf ihre Schulter. „Ich kann gehen. Du musst das nicht tun.“ Angeline schüttelte den Kopf. „Ich muss mich meinen Dämonen stellen. Aber danke Bernhard, dass du immer für mich da bist.“ Sie stellte sich auf den Zehenspitzen und küsste ihn auf die Wange.

Bernhard blickte ihr nach und hob ungläubig die Hand um sie auf die Stelle zu legen, wo Angelines Lippen ihn berührt hatten. Er grinste breit und wartete ungeduldig auf ihre Rückkehr.

Angeline stand mit klopfendem Herzen vor der Tür zum Hinterzimmer. Ihre Hand lag auf der Klinke doch sie hatte sich noch nicht dazu durchgerungen sie zu öffnen. Sie schalt sich selber einen Feigling. Er war tot und würde ihr nie wieder etwas antun. Langsam öffnete sie die Tür und trat in den Raum. Nur der Schein der Fackel, die sie mitgenommen hatte, erhellte den Raum etwas. Ihre Hände zitterten als sie den Raum zu ihren Sachen durchschritt.

„Ihr und ich werden uns jetzt einen stillen Ort suchen. Dort werden wir den Abend mit angenehmeren Dingen ausklingen lassen, meine Liebe.“

Er war tot. Er konnte ihr nichts mehr tun.

„Dieser Dolch ist wirklich sehr scharf. Ich denke, er ist perfekt dafür geeignet Euch die Kleider vom Leib zu schneiden.“

Nein. Er ist tot.

„Das wollte ich schon immer mal machen. Ihr müsst mir doch zustimmen, meine Liebe, dass der Gedanke allein schon sehr erregend ist.“

Angeline atmete tief ein. Sie blinzelte um die Tränen zurückzuhalten. Er war tot. Immer wieder wiederholte sie den Satz in Ihrem Kopf. Sie schnappte sich ihre Sachen und rannte aus dem Hinterzimmer. Erst vor der Tür zu Bernhards Raum blieb sie stehen.

Mit tiefen Atemzügen versuchte sie sich zu beruhigen. Sie wollte Bernhard nicht beunruhigen. Als sie glaubte dass sie ruhig genug war, öffnete sie die Tür und trat ein. Der kleine Tisch war abgeräumt. Bernhard musste das Geschirr in die Küche zurückgebracht haben. Er selbst saß auf dem Bett, das sich im hinteren Bereich des Zimmers befand. Es war ein breites Bett und bot genug Platz für ihn und Angeline. Er schien sich in ihrer Abwesenheit bettfertig gemacht zu haben, denn er trug sein Nachthemd und seine Nachthose. Seine Haare waren noch etwas feucht und deuteten darauf hin, dass er sich schon gewaschen hatte.

„Ich bin gleich wieder da“, sagte Angeline mit fester Stimme und hoffte, dass Bernhard nichts von ihrer inneren Unruhe bemerkte. Dann begab sie sich in den kleinen abgetrennten Bereich, der als Waschplatz diente. Bernhard bemerkte sehr wohl, dass etwas mit Angeline nicht stimmte. Doch im Moment würde er sie nicht darauf ansprechen. Er schlug die Bettdecke zurück und legte sich ins Bett. Er rutschte etwas zur Seite um Platz für Angeline zu machen.

Es dauerte nicht lang und Angeline kam, frisch gewaschen, von der Waschecke. Sie trug ein Männerhemd, dass ihr etwas zu groß war. Bernhard knirschte leise mit den Zähnen als er erkannte, dass dieses Hemd Cedric gehörte. Doch alle Gedanken an seinen toten Rivalen verschwanden als er sah, dass das Hemd kurz über Angelines Po endete. Langsam saugte er den Anblick ihrer langen Beine ein. Trug sie etwas unter dem Hemd? Er schluckte.

Angeline hatte sich inzwischen in das Bett gelegt und zugedeckt. Sie lächelte Bernhard nochmal an und schloss die Augen. Er beugte sich über sie um das Feuer in der kleinen Lampe zu löschen. Auch er legte sich hin schloss jedoch nicht seine Augen. Glücklich lauschte er den sanften Atemzügen seiner großen Liebe. Er erschrak ein wenig als sie ihn plötzlich ansprach. „Bernhard“, flüsterte Angeline. „Kannst du… kannst du mich in den Arm nehmen?“ Bernhards Herz klopfte schneller und langsam drehte er sich zu ihr um. Er zitterte etwas als er sie in seine Arme nahm. Sobald sie in seinen Armen lag drückte er sie eng an sich. Sein Traum wurde endlich war und er hatte alle Mühe seine Lust zu unterdrücken.

Leise Schluchzer erschütterten Angelines Körper und Bernhard war etwas ratlos. „Er ist tot“, sagte Angeline leise. Bernhard verstand sofort und jegliche Lust verließ seinen Körper. „Ja, Angeline, er ist tot.“ Ohne weitere Hintergedanken hielt er einfach nur die Frau, die ihr über alles liebte, in seinen Armen bis ihr Schluchzen stoppte und sie einschlief.

Fawks
29.08.2014, 19:09
Vorheriger Post:Schaufelsuche (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page2?p=23308936&viewfull=1#post23308936)
http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png

Aril grub sich weiter durch die Zeltfetzen, die überall im Wind flatterten und ihr die Sicht auf das nahmen, was am Zeltboden oder auf der Erde lag. Der Erdboden unter ihren Füßen war hart und rissig, lange war kein Wasser mehr auf diese Erde gefallen, viele Füße waren darauf gestanden und auch diese Bestien von Brutwesen hatten sie niedergetrampelt.
Sie geriet in einen Bereich, wo es vermehrt nach Blut stank.Große, mittlerweile eingetrocknete Lachen waren auf dem Boden zu erkennen und hier und da lag ein rissiges Stück Verband auf dem Boden.
"Das Lazarett!" sagte Aril, unwillkürlich flüsternd, vor sich hin. Auch hier lagen einige tote Männer, aber es war weniger als an einer Hand abzuzählen war. Mit einem Blick hatte sie erfasst, dass Nien nicht dabei war.

Ihr war unheimlich zumute. Sie griff unwillkürlich an ihren Rücken und siedend heiß fiel ihr ein, dass ihr Schwert und ihr großer Dolch noch immer neben dem Weidenbaum lagen. "Mist!" zischte sie und sah sich suchend um. Einer der Männer auf einer Holzliege, dem das Blut im Gesicht getrocknet war, hatte einen kleines, fein gefertigtes Messer an seiner Seite, durch seinen Arm gut verdeckt. Doch Aril hatte es erspäht und nahm es an sich. "Tut mir Leid, dir das zu nehmen, aber mir hilft es vielleicht noch..." murmelte sie leise.
Beim Durchstreifen fand sie ein paar einfache Metallplatten, auf denen wahrscheinlich Tücher und Verbände gestapelt worden waren, aber die konnte man sich auch als flache Teller zweckentfremden - und von denen ließ sich Fleisch sicher besser essen, als aus einer Holzschale. In einem herumliegenden, äußerlich sehr schmutzigem Leinenbeutel fand sie saubere Tücher, die wahrscheinlich zum Reinigen von Wunden verwendet worden waren. Sie nahm den Beutel an sich und kehrte langsam zurück in Richtung Trovao.

Sie hatte wahrscheinlich nicht an alles gedacht, aber mehr fiel ihr nicht ein. Sie begann sich, sichtlich unwohl zu fühlen, so ganz allein in dem überrannten Lager. Daher war sie heilfroh, als sie auf Trovao aufgesessen war und der die Richtung zum Flussbaum eingeschlagen hatte. Da sah sie Glandis auch schon in ihre Richtung blicken - und gleich fühlte sie sich wie daheim.

Mit breitem Lächeln sprang sie von Trovaos Rücken, löste die Schaufel aus der Halterung, ließ die Platten, das Messer und den Beutel zu Boden sinken und ging auf die Elfe zu. In einem Anfall von Schutzsuche und Glücklichkeit über die Rückkehr umarmte sie die Elfin stürmisch.sie ließ auch schnell wieder los und erklärte nur: "Es ist so gruselig dort, so ohne dich. Ich möchte da nicht mehr alleine hin."

Shepard Commander
29.08.2014, 19:26
Auch wenn Claudette den Neuankömmling mit ihrer Frage förmlich überrumpelt hatte, antwortete er ihr aber dennoch und sogar in höflichem Tonfall.
„Nun, Myladay, es ist wahr, ich komme gerade von außerhalb der Befestigung. Doch was ich euch sagen kann, wird sich vermutlich mit den Schauermärchen decken, die ihr hier gehört habt. Der Wald ist dunkel und voller Schrecken. Werwölfe durchstreifen ihn heute Nacht und hätten mich und… meinen Karren fast zu Fassen bekommen. Ich rate euch die Nacht innerhalb dieses besseren Holzzaunes, den man hier offensichtlich für eine ordentliche Befestigung hält, zu verbringen.“
„Dies ist die ehrliche Antwort, die ihr erbeten habt. Ich hoffe, sie half euch weiter, Mylady!“
Also steckt doch mehr hinter den Geschichten, als bloße Schauermärchen!
Der Mann verbeugte sich leicht und Claudette schenkte ihm ein dankendes Kopfnicken, während sie selbst sich im Geiste mit dem Umstand anfreundete, mit ihrer Entscheidung hier die Nacht verbringen zu wollen, wohl doch die bessere Möglichkeit gewählt hatte. Trotz der 'Zustände' die in diesem Witz von einer Befestigung herrschten.
Der Mann schien seines Weges ziehen zu wollen, als er plötzlich wieder zu sprechen begann.
„Ihr… wart in Ostagar, richtig? Ich erinnere mich an euch! Drittes Bannorn Regiment unter Kompanieführer Dietrich. Wie habt ihr die Schlacht überlebt? Was ist überhaupt geschehen? Ich hörte das traurige Gerücht, unser König sei gefallen. Seit meinem… Aufbruch sah ich nur wenige Reisende, die keine Chasind waren. Und deren Informationen sind bestenfalls lückenhaft.“
Ostagar! Ein weiterer Überlebender dieses... Gemetzels...
Bilder durchfluteten ihren Verstand: Bilder von Genlocks, die unter ihrem Schwert fielen. Hurlocks, die einen zähen Kampf lieferten, aber letztlich auch der Klinge von Thunderclap nicht so viel entgegenzusetzen hatten. Bilder, wie sich trotz der Verluste die schiere Zahl der dunklen Brut stetig erhöhte. Wie ein Oger durch die Reihen brach...
Die letzten Bilder blieben aber doch im Verborgenen. Nicht, weil Claudette nichts von dem Tod ihrer Einheit wissen wollte, dazu war sie viel zu sehr Realistin. Es war nur so, dass der Mann ihr stummes Verhalten als Anzeichen gedeutet hatte, weiter zu reden.
„Verzeiht mir, Mylady. Ich wollte euch nicht so überfallen. Ich muss mich ohnehin bei dem Hauptmann dieses Stützpunktes melden. Begleitet mich doch und erzählt es mir unterwegs, oder kommt später zu meinem Karren dort hinten, wenn ihr die Zeit dazu findet.
Zum Abend hin plante ich in dem Gasthaus dort ein Zimmer zu mieten, sofern diese nicht bereits alle verbucht sind. Ich hoffe zudem auf ein deftiges Mahl, das meine eigenen Kochkünste übertrifft“
Daraufhin folgte ein Lächeln und er stellte sich vor.
„Und verzeiht meine Manieren. Mein Name ist Se… mein Name ist Arian.“
Dabei streckte er ihr die Hand entgegen. Welche Claudette ohne zu zögern annahm.
"Habt Dank. Das gilt besonders für einen Kameraden aus der Schlacht!"
Das meinte Claudette wirklich ehrlich, was sich auch an ihrem entspannteren Gesicht zeigte.
Dem Händedruck nach vernehme ich, dass er sein Handwerk wirklich versteht. Er redet höflich, dabei aber nicht affektiert oder überheblich. Eventuell Adel, aber keiner von der Sorte, die man eigentlich lieber vom wirklichen Leben fern halten sollte. Von einem Schlachtfeld ganz zu schweigen...
Als sie die Hand wieder zurücknahm, begann sie auch sofort damit, auf die Äußerungen von Arian einzugehen.
"Ja, ihr habt das richtig erkannt. 3. Bannorn Regiment, unter Kompanieführer Dietrich. Wahrscheinlich habt ihr mich im Feldlager schon einmal gesehen, da mir euer Gesicht nicht aus der Schlacht bekannt vorkommt. Ich neige dazu, aus der Masse hervorzustechen..."
Sie lachte einmal trocken, um das damit wegzuwischen und zu zeigen, dass es ihr nichts ausmachte. Dennoch wurde ihr Gesicht schnell wieder ernst, als sie sofort erneut das Wort ergriff.
"Bevor wir aber uns weiter über die Schlacht unterhalten... Ich würde vorschlagen, ihr bringt den Besuch beim hiesigen Hauptmann hinter euch, danach suchen wir ein ungestörtes Plätzchen, um uns auszutauschen. Denn ich habe wohl mehr in Erfahrung gebracht bei meiner Reise von Ostagar weg, als es euch möglich war. Und darüber würde ich doch eher ohne all zu wissbegierige Ohren sprechen..."
Sie deutete kurz mit ihrer Hand in Richtung des kleinen Schmiedes, von dem sie gekommen war.
"Auch wenn hier 'ehrliche' Subjekte verweilen, so gibt es hier auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen, die nicht unbedingt etwas von uns wissen sollten. Vor allem wohl nicht, dass wir Ostagar überlebt haben!"
Dabei sah sie Arian ernst an.
"Der Hauptmann befindet sich dort in der Hütte. Mehr wie eine kurze Vorstellung, wer man ist, scheint ihm zu genügen. Weit wichtiger erachte ich euch zu raten: Nehmt euren Karren mit und lasst ihn besser nicht hier unbeobachtet stehen! Denn ich bezweifle, dass dann noch alles auf eurem Karren ist, wenn ihr zurückkehrt..."
Claudette schnaubte etwas verächtlich über die 'unzivilisierten' Verhältnisse, die hier herrschten. Dann nahm ihr Gesicht einen Zug des Bedauerns an, als sie ansetzte, ihm die letzte schlechte Nachricht zu überbringen.
"Was eure Hoffnung auf ein Zimmer und ein deftiges Mahl angeht, da muss ich euch wohl eine bittere Enttäuschung überbringen: Das 'Gasthaus' ist leider ein Etablissement... und zwar von der niederen Sorte! Da ist es fraglich, ob man auch wirklich etwas nehmen sollte, sei es jetzt ein Zimmer, eine Mahlzeit oder eine Person..."
Claudette ließ ihre Stimme ausklingen, da sie ihrem Gegenüber Zeit geben wollte, all diese Informationen zu verdauen. Nur einmal noch sprach sie ihn an, um ihm ihren Namen mitzuteilen.
"Übrigens, ich bin Claudette. Claudette Vance."

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Die große Kriegerin umschloss Arians Pranke ohne Umschweife. Sie hatte einen festen, jedoch prüfenden Händedruck, als würde sie den Charakter eines Mannes alleine durch das Zupacken ihrer eleganten Finger erschließen können. Sie dankte ihm und bestätigte seinen Verdacht, dass auch sie eine der Überlebenden der Schlacht war. Sie schüttelte die Hand, ließ sie los und setzte eine ernste Miene auf.

„Ja, ihr habt das richtig erkannt. 3. Bannorn Regiment, unter Kompanieführer Dietrich. Wahrscheinlich habt ihr mich im Feldlager schon einmal gesehen, da mir euer Gesicht nicht aus der Schlacht bekannt vorkommt. Ich neige dazu, aus der Masse hervorzustechen...“, sagte sie und lachte trocken. Doch schnell wandelte sich ihre Miene wieder zu einem ernsten Ausdruck. Dennoch war sie für den flüchtigen Moment des Lächelns von wunderbarer, weiblicher Schönheit. Arian lächelte selbst, wenn vielleicht auch nur innerlich. Die Kriegerin und ehemalige Waffengefährtin empfahl Arian nun, bei dem Hauptmann vorstellig zu werden. Danach könne man sich über die Schlacht und die danach eingetretenen Ereignisse unterhalten, die Arian brennend interessierten. Die Fremde schien bereit zu sein, Arian über alles in Kenntnis zu setzten, allerdings schien sie keinem der herumstreifenden Gestalten zu trauen.

„Auch wenn hier 'ehrliche' Subjekte verweilen, so gibt es hier auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen, die nicht unbedingt etwas von uns wissen sollten. Vor allem wohl nicht, dass wir Ostagar überlebt haben!“

Arian war verwundert. Das viele der hier abgestiegenen Menschen wohl eher Rüpel und Unholde waren, war offensichtlich. Doch wieso sollte niemand von ihrem Überleben erfahren? Sie waren doch keine Deserteure… oder etwa doch? Er würde ihr diese, wie auch viele weitere Fragen stellen oder viel eher, er erhoffte sich eine Antwort darauf. Die Rothaarige zeigte auf das verschachtelte, kleine Häuschen des Kommandanten dieser Festung und riet Arian nochmals eindringlich, nicht mehr Informationen als unbedingt nötig preiszugeben. Name und Ankunftsmeldung reichten ihrer Angaben nach.

„Weit wichtiger erachte ich euch zu raten: Nehmt euren Karren mit und lasst ihn besser nicht hier unbeobachtet stehen! Denn ich bezweifle, dass dann noch alles auf eurem Karren ist, wenn ihr zurückkehrt...“, warnte sie. Arian wandte sich erschrocken zu Abyss Aufenthaltsort um, während die Kriegerin verächtlich hörbar schnaubte. Ein paar nahe Wachmänner… oder viele her ein paar nach Bier stinkende Fettwänste mit schartigen Hellebarden und schlecht sitzenden Uniformen, drehten sich daraufhin beleidigt zu ihr, erblickten den riesigen Bihänder auf ihrem Rücken und schauten schnell wieder weg.
Als wäre seine Situation nicht schon unschön genug, setzte sein Gegenüber nun zum Gnadenstoß an.
„Was eure Hoffnung auf ein Zimmer und ein deftiges Mahl angeht, da muss ich euch wohl eine bittere Enttäuschung überbringen: Das 'Gasthaus' ist leider ein Etablissement... und zwar von der niederen Sorte! Da ist es fraglich, ob man auch wirklich etwas nehmen sollte, sei es jetzt ein Zimmer, eine Mahlzeit oder eine Person...“

Arian stöhnte enttäuscht auf. Er hatte es befürchtet. Ein Ort wie dieser, ohne Hoffnung und voller stinkender Soldaten, der Abschaum jeder Armee, lockte stets das horizontale Gewerbe an. Welche armen Frauen sich den grunzenden, verschwitzen Männern auch „zur Verfügung stellten“, Arian konnte für sie nichts außer Mitleid und ein wenig Ekel empfinden. Bordelle konnte er noch nie leiden, doch wenn man von „der niederen Sorte“ sprach, so konnte sich Arian sicher sein, dass die Frauen dort wohl wenig Unterschied zu den wenigen, im Schlamm liegenden Schweinen hatten. An so einen Ort würde er Abyss nicht bringen, egal wie kalt es draußen sein würde. Vermutlich würde sie keine drei Wimpernschläge auf einem Stuhl verweilen und diese miesen Bastarde würden den Preis für sie wissen wollen, ungeachtet ihres Alters.
Abyss. Die einzige Perle in einem Trog voller Säue. Das einzige Licht, in einer Nacht voller wandelnder Schatten. Der einzige Grund, warum er leben musste.

„Übrigens, ich bin Claudette. Claudette Vance.“

Claudette Vance. Klang orlaisianisch, doch er würde sie nicht danach fragen. Nun gab es Wichtigeres für ihn zu tun. Seine Vorstellung beim Hauptmann war nun schon lange genug herausgezögert worden und er wollte keinen Verdacht auf sich lenken. Zudem hatte ihn die Kriegerin mit dem Namen Claudette vor Dieben und Scharlatanen gewarnt, die seinen Karren ausrauben würden. Viel mehr fürchtete er jedoch, dass man in diesem Zuge Abyss rauben und in das Freudenhaus schleppen würde. Claudettes Schilderungen nach, ging es in diesem Lager zu wie in dem, einer gesetzlosen Bande marodierender Schurken.

„Lady Vance, darf ich euch um einen Gefallen bitten? Während ich meine Ankunft beim Hauptmann vortrage, bitte ich euch, ein wachsames Auge auf meinen Karren zu haben. Ihr scheint ehrbar zu sein, ihr seid eine Kriegerin, die in diesem Lager ihres gleichen sucht. Das sage ich nicht, um euch zu schmeicheln, sondern weil ich über Jahre hinweg lernte, solche Menschen zu erkennen, die das Kriegshandwerk wirklich beherrschen und jene, die nur so tun als ob. Ich bitte euch also eindringlich, nicht als Bittsteller, sondern als ehemaliger Waffengefährte, schaut nach dem Wagen und allem, was sich darin befindet, solange ich beim Hauptmann bin und mich ein wenig umschaue!“

Mehr als bitten konnte er nicht tun. Arian war zwiegespalten. Er fragte sich, ob es außerhalb des Lagers wirklich weniger gefährlich gewesen wäre, als darin. Vielleicht hatte die Kriegerin jedoch auch nur überreagiert. Da Claudette bereits im Begriff gewesen war, das Gespräch zu beenden, verneigte er sich kurz erneut mit einem kurzen „Mylady!“ und schritt dann Richtung Häuschen.

Der Weg dorthin war genauso uneben wie der Rest des Hofes. Manchmal ragten kopfgroße Steine aus dem Boden, die nachts nur sehr schwer auszumachen waren. Während er sich der Hütte nährte, ging er im Kopf durch, wie er nun verfahren sollte.

„Vorstellig werden, aber keine direkten Antworten. Dann einmal zu dem Bordell oder einem der Händler und nach zusätzlichen Decken für Abyss schauen. Dann mal schauen, wo ich meine Vorräte aufstocken kann. Nein, Quatsch. Erstmal nur zum Hauptmann. Bei den anderen Dingen kann ich auch Claudette Vance fragen, sie scheint ja schon länger in diesem Drecksloch festzusitzen“

Er hatte das gebeugte Gebäude mit dem schiefen, schlecht gedeckten Dach erreicht. Vor der Tür standen zwei Wachen. Die eine lehnte gegen die Wand, den runden Helmkranz tief ins Gesicht gezogen. Die andere war bemüht nicht ebenfalls einzunicken, stützte sich auf eine seltsam verbogene Lanze und grunzte ab und zu. Als Arian sich nährte riss der Mann seine verschlafenen Augen auf und brüllte: „Halt! Wer da?“
Das Gebrüll weckte auch seinen Kameraden, der sich so sehr erschreckte, dass er geräuschvoll eine Wolke stinkender Luft aus seinem Arsch presste. Verwundert sah er sich um. Arian trat einen Schritt zurück um dem Gas zu entgehen und rief zurück:
„Nur ein Reisender, der Zuflucht innerhalb eurer Mauern sucht. Man sagte mir, ich solle mich hier beim Kommandanten melden!“

Das schien den beiden Männern zu genügen, denn während der eine wieder ins Reich der träume versank, winkte der andere Arian heran und schob die Tür einen Spalt breit auf. Arian eilte an den Wachen vorbei, stieß die Tür auf und betrat den Raum.

Das Zimmer war ebenso klein, wie man es von Außen vermutete. Zwei winzige Fenster, welche die Tür flankierten, waren die einzige Unterbrechung in dem rechteckigen Holzkasten. Das Dach kam schief hinab und zog sich zur Tür immer weiter herunter, sodass Arian sich instinktiv duckte. In der Mitte stand ein alter Schreibtisch von hässlicher, brauner Farbe und zerstörten Ecken wie abgekaute Fingernägel. Auf dem Tisch standen die einzigen Lichtquellen, drei bereits sehr weit runtergebrannte Kerzenstummel, deren Lichter gespenstische Schatten an die wurmzerfressenen Holzwände warfen. An der Rückwand standen einige Regale und ganz Links eine hölzerne, mit Laken bespannte Truhe auf der das königliche Siegel aufgenäht war. Hinter dem Tisch saß ein korpulenter Mann mit boshaften Augen, zerzausten schwarzen Haaren und dicken Backen. Als Arian das Zimmer betrat erhob er sich nicht, sondern schaute grimmig drein.
„Hauptmann Gravka! Ich bin der Kommandant dieser königlichen Befestigung!“, stellte er sich überheblich vor.
„Seid gegrüßt, Hauptmann. Mein Name ist Arian, ich bin ein einfacher Wanderer und kam mit meinem Karren heute Abend hier an. Man sagte mir, ich solle mich hier melden“
Der Hauptmann musterte ihn.
„Ihr seid ein Händler?“
„Ein Flüchtling“
„Habt ihr Gold?“
„Nein, Mylord“

Der Hauptmann lachte.

„Mylord?! Nicht so vornehm, wir sind hier nicht in Denerim. Nun gut, ihr kommt also her und erbittet meinen Schutz. Wieso sollte ich euch den gewähren?“
Arian war perplex. Er öffnete den Mund und schloss ihn wieder.
„Ganz recht!“, stieß Hauptmann Gravka hervor. „Ihr habt kein Gold, wollt die Wachsamkeit meiner Männer und vermutlich auch zu essen. Ich weiß nicht… vielleicht sollte ich euch einfach wieder herauswerfen lassen…“
„Ich…“, begann Arian, doch wusste er nicht, was er entgegen sollte. Am liebsten hätte er den Hauptmann einen Bastard genannt und ihm die Meinung gegeigt, doch brauchte Arian diesen Schutz. Abyss brauchte ihn! Also riss er sich zusammen und sagte: „
„Hauptmann, ich weiß. Ich scheine euch eine lasst, doch ich schwöre wir werden hier morgen früh wieder abreisen!“
„Wir?“, schoss es aus dem Soldaten. „Wer ist wir?“
„Ich und meine… Tochter“
„Eure Tochter… hmm… ist sie hübsch? Dann könnte man sich über eine… Vereinbarung einig werden“
Arians rechte Hand umfasste den Griff seines Dolches. Es wäre so leicht. Dieses perverse Schwein wäre keine Herausforderung. Arian knirschte mit den Zähnen und schüttelte den Kopf.

„Sie ist…“, Arian überlegte fiebrig.
„Sie ist, nun ja, ich will nicht schlecht über mein geliebtes Kind sprechen, aber sie ist bucklig und verkümmert. Ich hätte sie längst im Wald ausgesetzt, doch ihre Mutter ließ mich an ihrem Totenbett schwören, dass ich sie behalte“
Hauptmann Gravka musterte ihn, nickte dann aber etwas genervt.

„Hässliche und Entstellte gibt es im hiesigen Bordell genug“, lachte er. Dann deutete er auf Arians Schwert.
„Eine schöne Waffe tragt ihr da. Wie kommt ein Händler wie…“
„Flüchtling!“
„Na schön, wie kommt ein Flüchtling wie ihr zu solch einer Klinge?“
„Ein Erbstück. Mein Großvater kämpfte im Krieg gegen die Orlaisianer, als sie Ferelden überfielen. Diese Waffe ist alt und schartig, der Griff jedoch noch immer schön. Sie ist mehr ein Glückbringer für mich“
Arian betete, dass der Hauptmann nicht verlangen würde, das Schwert zu ziehen, um sich selbst von der nicht vorhandenen Brauchbarkeit der Klinge zu überzeugen. Denn dann würde Arian ihm ohne Umschweife den Schädel spalten. Doch wieder hatte Arian Glück und der Hauptmann nickte erneut mit einer gewissen Enttäuschung.

„Kein Gold, keine hübschen Töchter, nicht einmal brauchbare Waffen… was soll ich bloß mit euch tun…“
Nach einigem Überlegen sagte er mit einer unüberhörbaren Vorwitzigkeit in der Stimme:
„Gefallen für Gefallen. Ich lasse euch die nächste Woche hier im Lager schlafen, ihr dürft trinken, essen und den Dirnen frönen. Dafür müsst ihr mir allerdings bei einer Sache helfen. Hier im Lager gibt es eine Frau. Sie kam auch erst kürzlich an. Groß, rote Haare, pralle Titte, ihr versteht worauf ich hinaus will?“

Arian schüttelte den Kopf.

„Sie hat auch noch nicht bezahlt. Als sie sich hier anmeldete, war einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um ihren Zoll zu fordern. Überredet sie, eine Nacht mit mir das Lager zu teilen und wir sind quitt!“
Arian wusste nichts darauf zu antworten. Er wusste, dass Claudette ihm eher den Schädel abschlagen, als eine Nacht mit diesem Stückchen Mann zusammen zu kommen. Schon der Versuch sie dazu zu bewegen würde für ihn mit Sicherheit im Streit enden. Doch wollte Arian hier heraus und morgen würde er das Lager eh verlassen. Also sagte er zu, mit der Bedingung, dass er es vermutlich nicht heute Abend schaffen würde.

„Wenn ihr versucht mich zu betrügen, dann betrügt ihr die Krone!“, warnte ihn Gravka. Dann nahm er seinen Namen und den von Abyss, den Arian zu „Keira“ umänderte in seine Papiere auf. Froh diesen ekelhaften Gnom nicht mehr im Blick haben zu müssen, verließ Arian das Gebäude und machte sich zurück zum Karren.

Khardim
29.08.2014, 19:51
Vitus | Und noch ein Lager
http://upload.worldofplayers.de/files9/8fpNsU0vitus.pngVitus sah sich den Schlagabtausch zwischen seinen beiden Begleitern augenrollend an, wandte sich dann an das Pferd, das einen deutlich besseren Gesellen abzugeben schien. Nützlich und dabei nicht allzu laut oder fordernd oder philosophisch.

Hätte Vitus Philosophie oder Religion in seinem Leben gebraucht, er wäre im Templerorden geblieben und nicht dissertiert. Weshalb er die erste Gelegenheit nutzte zwischen den beiden zu gehen. Noch bevor Sir Ritter auf die Entschuldigung des Jungspunds reagieren konnte, lenkte er das Thema auf eine etwas wichtigere Tatsache.

„Es dämmert,“ stellte er trocken fest. Seine beiden Begleiter wandten sich ihm zu und er nickte nur Richtung Himmel. „Wir sollten einen Lagerplatz suchen,“ erklärte er, als wüssten sie nicht, was er hätte sagen wollen.

Die anderen beiden Männer warfen sich kurze Blicke zu, bevor sie nickten.

Es dauerte nicht lange, bis sie eine geeignete Stelle etwas abseits von der Straße und nahe eines Sees fanden und dort ihr provisorisches Lager aufschlugen. Nahezu instinktiv wusste jeder, was er zu tun hatte und es benötigte nur wenig Augenkontakt um die Arbeiten aufzuteilen.

Das Lagerfeuer war fertig bevor er blinzeln konnte, der gefangene Hase bereits gehäutet, ausgenommen und am Braten bevor er mit erneut gefüllten Wasserbeutel vom See zurück kam.

In der dämmernden Ferne hatte er den Turm einer Kirche ausmachen können, ein deutliches Zeichen, dass nicht unweit eine größere Ortschaft lag. Allerdings wären es wohl noch ein langer Marsch geworden, den sie vor Abendanbruch nicht gemeistert bekommen hätten.

Er setzte sich ans Lager, überreichte seinen Gefährten die Beutel mit Wasser und genoss die vorrübergehende Ruhe.

http://upload.worldofplayers.de/files9/zbE5a2KFC2AdamNichols_KnightPortrait_klein.jpgZwar schien Vitus kein Interesse daran zu haben, sich an dem Gespräch (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht?p=23132386&viewfull=1#post23132386) zwischen Jo und Ser Lothar zu beteiligen, doch bewahrte er sich offenbar einen Blick für das Wesentliche und schlug auf gewohnt wortkarge Weise vor, demnächst ein Lager zu errichten, bevor sich die Nacht vollständig über den dreien herabsenken würde. Der Ritter nickte. Es war gut, mit Gefährten zu reisen, die etwas vom Leben im Felde verstanden.

Sie verbrachten die nächste halbe Stunde des Marsches schweigend und hielten dabei so gut es das schwindende Licht zuließ Ausschau nach einem geeigneten Rastplatz. Ser Lothar dachte dabei über die Worte des jungen Templers nach. Seine Entschuldigung klang aufrichtig und auch wenn er anderer Meinung war, war dies doch das Wichtigste.
Eine sich leicht von der Straße absenkende Böschung führte die drei schließlich an einen sichtgeschützten Platz in der Nähe eines kleinen Sees. Nachdem der Ritter sein Pferd angebunden und versorgt hatte, begutachtete er ihre Lagerstätte und kam zu dem Schluss, dass man sogar ein kleines Feuer riskieren konnte. Währenddessen hatten Vitus und Jo sich ebenfalls ein Bild von der Lage gemacht, ihre Sachen abgelegt und mit den Vorbereitungen für die Nacht begonnen. Der schweigsame Krieger sammelte die Wasserschläuche ein und machte sich auf den Weg zum See, um sie zu füllen. Ser Lothar legte sein Wehrgehänge ab und begann die Umgebung nach Feuerholz abzusuchen. All diese Vorkehrungen geschahen mit höchster Geschäftigkeit, aber in absoluter Stille. Als die ersten Funken auf die dünnen Äste übergriffen und wieder etwas Licht in die Finsternis brachten, war Jo bereits damit beschäftigt, einen Hasen zu häuten.
Die drei nahmen ihr Abendmahl ebenso schweigsam ein und spülten das Fleisch mit kühlem Wasser vom See herunter. Das Feuer brannte lebhaft und glücklicherweise raucharm, sodass sie nicht fürchten mussten, schon aus großer Entfernung entdeckt zu werden. Im Schein der Flammen prüfte der Ritter sorgsam seine Ausrüstung uns sah später noch einmal nach seinem Pferd, das sich bisher aber sehr gut von seiner Verletzung zu erholen schien. Als er zum Feuer zurückkehrte, ließ er sich langsam nieder, atmete tief aus.
,,Das wache Meer also...'', sagte er, an Jo gewandt.

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http://upload.worldofplayers.de/files9/Nekka_Avatar.jpgJuri hörte ihren Ruf (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht?p=23207069&viewfull=1#post23207069), wirbelte in einer fließenden Bewegung herum und griff nach dem Schwert, das Nekka ihr zugeworfen hatte. Plötzlich weiteten sich ihre Augen und ohne eine weitere Sekunde vergehen zu lassen wandte sie sich mit einem blitzschnellen Rückhandschlag von der Nymphe ab und stürzte auf das Mädchen zu.
Auf einmal schien die Zeit still zu stehen und der Schrei der Nymphe, die durch Juris letzte Angriff einen Arm verloren hatte, durchfuhr die Unendlichkeit des Augenblicks. Nekka sah einen mächtigen Blutschwall aus ihrer Schulter hervorbrechen und die abgetrennte Gliedmaße nutzlos zu Boden fallen, als Juri aus vollem Sprung gegen sie stieß und sie von den Füßen riss. Sie spürte noch eine unglaubliche Hitze über sich hinwegfegen, dann lag sie mit dem Gesicht nach unten im Gras. Das Geschrei der Nymphe riss nicht ab.
Nekka drehte sich wieselflink auf den Rücken und sah sich um. Die verletzte Nymphe kam wutentbrannt auf sie zu, um sie herum roch es nach verkohltem Gras und verbranntem Fleisch.

Ohne zu zögern sprang Nekka wieder auf die Beine. Sie wusste nicht, was mit Juri oder Quintus war und das war auch nicht mehr wichtig. Sie sah nur noch die teuflische Kreatur vor sich, die schreiend und blutend auf sie zu raste.
Das Mädchen griff entschlossen nach ihrer Armbrust und legte an. Sie hielt sich nicht damit auf, zu zielen. Die Nymphe musste sterben.
Krachend löste sich der Schuss in dem Augenblick, in dem sie Nekka erreichte. Der Bolzen durchschlug die Kreatur und hinterließ ein grässliches Loch in ihrem Oberbauch.
Die Nymphe, vollständig erfüllt von ihrem Blutrausch, schaffte es noch das Mädchen mit einem gewaltigen Schlag ins Gesicht niederzustrecken, bevor sie selbst auf die Knie sank und ungläubig das Blut betrachtete, das ungehemmt aus ihrem makellosen Leib hervorquoll. Sie nahm überhaupt nicht mehr wahr, wie Nekka wieder aufstand und auf sie zukam. Als das Mädchen den Kolben ihrer Armbrust auf das Gesicht der Nymphe niedergehen lies, waren deren Augen schon blind und leer geworden.

Ein unartikulierter Schrei des Entsetzens zerriss die verwunschene Luft der Quelle. Nekka wandte sich sofort um.
Quintus.

Önee-sama
29.08.2014, 19:52
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Emanuelle schenkte ihr ein sanftes, engelsgleiches Lächeln und legte vorsichtig ihre Rüstung ab. Ivy erwischte sich dabei, wie sie neugierig die Formen des Körpers darunter musterte. Ihr Herz begann plötzlich schneller zu schlagen, ihre Hände begannen unkontrolliert zu zittern. Was ist nur los mit mir? Ist doch nicht dein erstes Mädchen. Sie versuchte sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, schloss die Augen für ein paar Sekunden und atmete tief durch.

"Also schön, legen wir los!" Voller Entschlossenheit setzte sie sich hin. Genau an die Stelle, die Emanuelle für sie vorgesehen hatte. Dann drehte sie ihren Kopf zur Seite und blickte ihre Zimmergenossin direkt an. "Ist es in Ordnung für euch, wenn ich meine Augenklappe nicht abnehme? Ich möchte euch nicht durch mein geschundenes Auge verschrecken."

Im Stillen hoffte sie allerdings, dass sie die Gelegenheit bekommt, das Haar dieser Prinzessin mit ihren Händen erfühlen zu können. Dieser goldene Glanz machte die Piratin fast wahnsinnig. Und wer weiß was darauf im Anschluss noch alles passieren würde. Sie blickte noch einmal auf das Haar der schönen Maid und fuhr gierig mit der Zunge über ihre vollen Lippen. Gleich gehörst du mir!

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

"Ist es in Ordnung für euch, wenn ich meine Augenklappe nicht abnehme? Ich möchte euch nicht durch mein geschundenes Auge verschrecken."
Nachdem sich Ivy neben Emanuelle gesetzt hatte und auf seine Fertigkeiten wartete, war dieser Satz der einzige, der ihm zumindest etwas Kopfzerbrechen bereitete. Nicht, weil die Augenklappe ihn bedrohte oder so. Nein, sie war ja mit einem Band um den Kopf gelegt.
Das Band geht etwas durch die Haare... Hier wird es schwierig... hmm... aber ich möchte die gute Entwicklung nicht gleich wieder ruinieren!
Also sann er über den richtigen Weg durch Ivy's volles Haar nach, bis er schließlich zu ihr sprach.
"Hm, nein. Es dürfte kein Problem darstellen. Nach kurzem Gedankenspiel habe ich einen Weg mir ausersonnen, wie auch das zu umschiffen ist."
Kurz schloss er die Augen und lächelte freundlich und breit.Dann öffnete er seine Lider wieder und hob eine Hand.
"Jetzt müsst ihr einfach euch entspannen und mir vertrauen. Eure Haare werden es euch danken!"
Dann fuhr er langsam mit seiner Hand an das Kinn von Ivy und mit sanftem Druck drehte er ihren Kopf in die andere Richtung. Dann nahm er auch die zweite Hand hinzu und fasste sanft an Ivy's Haar.
"Zuerst lösen wir mal das Gröbste mit der Hand. Und keine Sorge, ich bin geübt und werde sehr sanft zu Werke gehen."
Ganz vorsichtig setzte er seine grazilen Finger in Ivy's Haar, dann fuhr er sehr langsam darin entlang. Immer, wenn er auf einen groben Knoten oder ähnliches stieß, machte er kurz halt, dachte kurz nach und zog dann so sanft daran, als wenn er ein Neugeborenes in seinen Händen halten würde. Diese Prozedur wiederholte er einige Male, dabei stets darauf bedacht, leicht Ivy's Kopfhaut zu massieren.
Wenn sie nicht völlig anders als eine 'normale' Frau reagiert, sollte es sie zusätzlich entspannen!
Als er schließlich zufrieden mit seiner getanen Arbeit war, nahm er die Hände wieder zurück und tastete nach der ersten Bürste.
"Jetzt werde ich euer Haar ein wenig aufbürsten. Bei eurem Haartyp erscheint es richtig, dass ihr auf Volumen setzen solltet! Das würde eure Schönheit noch betonen und eure außergewöhnliche Haarfarbe noch mehr zur Geltung bringen! Darauf wird man sich bei eurem Anblick dann euch zu Füßen legen..."
Inklusive mir, wenn ich es so hinbekomme, wie es mir vorschwebt...
Behutsam hob er die erste Bürste an, eine mit breiteren Abständen zwischen den einzelnen 'Borsten', um mit der Vorarbeit zu beginnen. Wieder ging er sanft vor, löste weitere Verflechtungen und Knoten, dabei immer mit der freien Hand die Kopfhaut und Haare von Ivy am streicheln, die er gerade gebürstet hatte, um es ihr so angenehm wie möglich zu machen.
GANZ sachte jetzt... pass gut auf, dass du es jetzt nicht vermasselst! Sie scheint es gut über sich ergehen zu lassen. Wenn du es jetzt richtig machst, kannst du nahtlos zum Angriff übergehen!
Er musste an sich halten, dass ihn seine Lust nicht zu schnell voranschreiten ließ. Als er auch mit der Bürste fertig war, überlegte er kurz, nahm dann eine etwas feinere, aber nicht zu feine Bürste.
Sie kennt sich in diesen Dingen nicht so gut aus... Und ihr Haar spiegelt das wieder! Dennoch sollte auch mit dieser Bürste ein gutes Ergebnis drin sein... wenn auch kein Perfektes...
Das gefiel ihm zwar nicht, aber konnte es nicht ändern. So musste er seinen Stolz hinunter schlucken und so gut es ging mit dieser Bürste arbeiten. Noch einmal ging er fein säuberlich durch die ganze Haarpracht von Ivy, brachte dabei soviel Volumen, wie es ihm möglich war in ihre Frisur, auf dass zumindest sie vom Ergebnis beeindruckt sein würde.
Persönlich bin ich der Meinung, es ist bestimmt eher eine meiner geringeren Arbeiten! Dennoch, ich darf die Chance nicht verpassen, die Stimmung auszunutzen, in der sie zu sein scheint!
Als er den letzten Bürstenstrich machte, den er sich im Kerzenschein traute anzusetzen, kam ihm auch der passende Gedanke für einen ersten 'Angriff'.
Zuerst, den Handspiegel! Dabei schon mal meine Haare öffnen! Für ein schönes Gesamtbild... wobei meine Haare bestimmt in schrecklichem Zustand sind! Aber, so schwer es auch fällt, ich muss dies jetzt zurückstecken, denn der Moment ist einfach zu gut!
"Wenn ihr jetzt kurz warten würdet, meine Liebe..."
Dabei streichelte er zufällig mit einer Hand an ihrer Wange entlang. Dann legte er die Bürste zur Seite, nahm die die feinen Zwirne, die seine Zöpfe hielten und öffnete sie. Dann entfernte er auch den Halt von seinem kurzen Pferdeschwanz und hatte sein volles, blond leuchtendes Haar vollständig befreit. Dennoch konnte er nicht widerstehen, einen flüchtigen Blick in den großen Handspiegel zu werfen...
Grauenvoll! Wenn ich nicht in so einem Kaff wäre, man würde mir den Zugang zu den schönsten und reichsten Personen nur allein wegen dem Aussehen verweigern!!!
Schnell schüttelte er den Kopf, um sein Unbehagen über den Zustand seiner Haare zumindest unter Kontrolle zu halten.
Genug! Schreite zur Tat oder du versaust es!
Vorsichtig und grazil rückte er näher an Ivy heran, bis er sie schließlich mit seinem Körper von hinten berührte. Dazu legte er seine linke Hand auf ihre linke Schulter, brachte seinen Kopf rechts neben ihren und hielt den Spiegel mit der Rechten vor sie Beide, so dass sie gleichzeitig darin zu sehen waren. Den Spiegel hielt er so, dass nicht zu viel Kerzenlicht hinein schien, einfach, weil er sich für seine Haare zur Zeit schämte. Dennoch brachte er wie immer in so einer Situation eins der verführerischsten Flüstern zustande, als er quasi in das Ohr von Ivy hauchte.
"Seht ihr? So schön kann euer Haar mit der richtigen Pflege wirken!"
Mit seiner linken streichelte er zart über ihre Schulter.
"Wenn ihr wollt, kann ich euch noch mehr zeigen... ihr könntet auch an meinem Haar euch vergnügen..."
Dann lächelte er ungehemmt sexy in den Spiegel.
"Jedoch sollten wir uns das vielleicht für Später aufheben... ich wüsste da nämlich noch etwas... etwas, wo hinterher die Frisur nicht mehr unbedingt sitzt!"
Sagte es und knabberte dann an Ivy's Ohr!

VRanger
30.08.2014, 09:40
vorheriger Post: Am Flussbaum • Morgenstunde hat Melisse im Munde (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23309136&viewfull=1#post23309136)

Glandis | Am Flussbaum • Arils Rückkehr

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png Glandis sah Aril kommen. Eine Schaufel konnte sie auch erblicken. Aber sie schien noch andere Dinge dabei zu haben. Nach dem Aril vom Pferd gesprungen war, lies sie die Fundstücke relativ unachtsam zu Boden fallen. Aril kam auf Glandis zu, die sich zur Ankunft erhoben hatte. Für die Dalish wie immer unerwartet wurde sie umarmt, sehr stürmisch. Beim Loslassen sagte Aril: „Es ist so gruselig dort, so ohne dich. Ich möchte da nicht mehr alleine hin.“

Glandis sagte mit ernster Mine: »Aril, ich war schon in Sorge, nach dem ich deine Waffen hier gefunden hatte.« Dann entspannte sie sich aber und machte eine einladende Geste und erklärte: »Aril, habe etwas Tee aufgebrüht. Komm, setzte dich, unsere kleine Heimstadt ist, so gut es geht aufgeräumt. Und es ist noch Zeit. Zeit zum Reden.« Dabei hatte sie das Wort unsere betont und Aril angezwinkert. Denn Glandis war sich bewusst, dass es Aril gewesen war, die diesen kleinen Fleck gefunden hatte. Um ihrem Wunsch Nachdruck zu verleihen, denn in Aril schien doch ein kleiner Schrecken über das Geschehen zu stecken, klopfte Glandis auf den Sitzplatz von Aril. Dieser bestand aus einer zusammengelegten Decke nah am Feuer. Zwei Trinkgefäße standen bereit und dieser merkwürdige Duft von Melisse wogte noch immer durch den Rastplatz, aber weit nicht mehr so stark, wie bei Schneiden der Blätter. Zudem fügte die Dalish noch an: »Was war den dort zu sehen? Willst du darüber reden? Aber mich interessiert auch, was du alles gefunden hast.«


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Neclord
30.08.2014, 17:11
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg http://upload.worldofplayers.de/files9/DILvRZyU25hzTefBernhard_klein.jpg
Angeline erhob sich und blickte Bernhard erstaunt an. Es sah so aus, als ob er gerade einen großen Goldschatz gefunden hatte. Sie wunderte sich, was ihn so glücklich machte. Als sich ihre Blicke trafen wurde sein Gesicht wieder neutral. Die junge Frau fragte sich, ob sie sich getäuscht hatte. Doch da war ein gewisses Leuchten in seinen Augen. „Ich denke wir sollten noch etwas essen bevor wir schlafen gehen. Von meinem Essen ist noch etwas übrig. Ich werde es holen.“ Ohne eine Antwort von dem jungen Mann abzuwarten eilte Angeline aus dem Zimmer in die Küche.

Bernhard schauderte als ihm plötzlich einfiel, dass Ivy alles aufgegessen hatte. Die Reaktion von Emanuelle würde er eher auf die Zutaten schieben und nicht auf die Kochkünste von Angeline. Das Essen war also genießbar und er freute sich darauf. In diesem Augenblick trat Angeline wieder in den Raum. Sie schenkte sich und ihrem Freund etwas von dem Eintopf aus. Beide aßen schweigend.

„Das war wirklich köstlich, Angeline.“ Die junge Frau strahlte von seinem Lob. Sie trank noch einen Schluck Wein bevor sie ein Gespräch aufnahm. „Warum hast du dem blonden Püppchen das Gästezimmer angeboten? Ivy kann ich verstehen. Immerhin hat sie mich gerettet. Ist das blonde Püppchen dein Typ Frau?“ Bernhard blickte die Liebe seines Lebens verwirrt an. „Nein, natürlich nicht. Aber in meinen Augen ist etwas merkwürdig mit ihr. Mein Gefühl sagt mir, dass sie Ärger bedeutet. Du weißt dass mich mein Gefühl nur selten trügt.“

Angeline dachte über seine Worte nach. Bernhard hatte tatsächlich ein Gespür für Gefahr. Sollte das blonde Püppchen tatsächlich so gefährlich sein? Aussehen kann täuschen, das wusste Angeline. Auch sie wird ständig unterschätzt. Das war ihr natürlich gerade recht. Die Leute, die sie unterschätzen, waren schneller tot als sie blinzeln konnten. „Was könnte sie verbergen?“ Bernhard lehnte sich zurück und verschränkte seine Arme vor seiner Brust. „Ihr Name ist Emanuelle.“

Angeline dachte nach ob sie etwas Besonderes an dem Püppchen bemerkt hatte. Ihre Kleidung schien sehr edel zu sein, aber auch sehr spärlich. Sie konnte sich nicht vorstellen, dass sie tatsächlich Schutz bot. Allerdings trug sie eine Waffe. Was sehr gegensätzlich zu ihrer Erscheinung war. „Eine Hure“, platzte es aus Angeline heraus. Bernhard, der gerade einen Schluck Wein getrunken hatte, verschluckte sich und fing an zu husten. „Was? Wie kommst du darauf?“ Sie grinste ihn nur an.

„Ihr Name klingt doch wie ein Künstlername für eine Hure. Oder? So wie die Rose von Orlais oder die Tulpe von Antiva.“ Bernhard strich sich genervt die Stirn. „Das ergibt doch keinen Sinn, Angeline. Was sollte eine Hure hier draußen machen?“ Angeline schmollte ein wenig. „Vielleicht ist sie eine Wanderhure. In Ostagar kann man mit diesem Gewerbe bestimmt eine Menge Geld verdienen. Jede Menge Männer, die ewig keine Frau mehr gesehen haben. Die wollen bestimmt ihren Sold für so was ausgeben. Wozu brauchen sie denn das Gold wenn sie sowieso verrecken? So treten sie wenigstens glücklich vor dem Erbauer.“

Bernhard wusste nicht was er sagen sollte. Meinte Angeline das ernst? Vielleicht hatte sie etwas zu viel Wein getrunken. Als Angeline anfing zu kichern konnte er nicht anders und lächelte sie an. Am liebsten wäre aufgesprungen, hätte sie in seine Arme genommen und sie mit Küssen übersät. Es dauerte eine Weile bis sich die Frau wieder beruhigt hatte und aufhörte mit kichern. Sie erhob sich und streckte sich wie eine Katze. Bernhard schluckte schwer. „Ich werde meine Sachen holen. Sie sind im Hinterzimmer.“ Angeline war plötzlich nervös. Der junge Mann stand auf und legte seine Hand auf ihre Schulter. „Ich kann gehen. Du musst das nicht tun.“ Angeline schüttelte den Kopf. „Ich muss mich meinen Dämonen stellen. Aber danke Bernhard, dass du immer für mich da bist.“ Sie stellte sich auf den Zehenspitzen und küsste ihn auf die Wange.

Bernhard blickte ihr nach und hob ungläubig die Hand um sie auf die Stelle zu legen, wo Angelines Lippen ihn berührt hatten. Er grinste breit und wartete ungeduldig auf ihre Rückkehr.

Angeline stand mit klopfendem Herzen vor der Tür zum Hinterzimmer. Ihre Hand lag auf der Klinke doch sie hatte sich noch nicht dazu durchgerungen sie zu öffnen. Sie schalt sich selber einen Feigling. Er war tot und würde ihr nie wieder etwas antun. Langsam öffnete sie die Tür und trat in den Raum. Nur der Schein der Fackel, die sie mitgenommen hatte, erhellte den Raum etwas. Ihre Hände zitterten als sie den Raum zu ihren Sachen durchschritt.

„Ihr und ich werden uns jetzt einen stillen Ort suchen. Dort werden wir den Abend mit angenehmeren Dingen ausklingen lassen, meine Liebe.“

Er war tot. Er konnte ihr nichts mehr tun.

„Dieser Dolch ist wirklich sehr scharf. Ich denke, er ist perfekt dafür geeignet Euch die Kleider vom Leib zu schneiden.“

Nein. Er ist tot.

„Das wollte ich schon immer mal machen. Ihr müsst mir doch zustimmen, meine Liebe, dass der Gedanke allein schon sehr erregend ist.“

Angeline atmete tief ein. Sie blinzelte um die Tränen zurückzuhalten. Er war tot. Immer wieder wiederholte sie den Satz in Ihrem Kopf. Sie schnappte sich ihre Sachen und rannte aus dem Hinterzimmer. Erst vor der Tür zu Bernhards Raum blieb sie stehen.

Mit tiefen Atemzügen versuchte sie sich zu beruhigen. Sie wollte Bernhard nicht beunruhigen. Als sie glaubte dass sie ruhig genug war, öffnete sie die Tür und trat ein. Der kleine Tisch war abgeräumt. Bernhard musste das Geschirr in die Küche zurückgebracht haben. Er selbst saß auf dem Bett, das sich im hinteren Bereich des Zimmers befand. Es war ein breites Bett und bot genug Platz für ihn und Angeline. Er schien sich in ihrer Abwesenheit bettfertig gemacht zu haben, denn er trug sein Nachthemd und seine Nachthose. Seine Haare waren noch etwas feucht und deuteten darauf hin, dass er sich schon gewaschen hatte.

„Ich bin gleich wieder da“, sagte Angeline mit fester Stimme und hoffte, dass Bernhard nichts von ihrer inneren Unruhe bemerkte. Dann begab sie sich in den kleinen abgetrennten Bereich, der als Waschplatz diente. Bernhard bemerkte sehr wohl, dass etwas mit Angeline nicht stimmte. Doch im Moment würde er sie nicht darauf ansprechen. Er schlug die Bettdecke zurück und legte sich ins Bett. Er rutschte etwas zur Seite um Platz für Angeline zu machen.

Es dauerte nicht lang und Angeline kam, frisch gewaschen, von der Waschecke. Sie trug ein Männerhemd, dass ihr etwas zu groß war. Bernhard knirschte leise mit den Zähnen als er erkannte, dass dieses Hemd Cedric gehörte. Doch alle Gedanken an seinen toten Rivalen verschwanden als er sah, dass das Hemd kurz über Angelines Po endete. Langsam saugte er den Anblick ihrer langen Beine ein. Trug sie etwas unter dem Hemd? Er schluckte.

Angeline hatte sich inzwischen in das Bett gelegt und zugedeckt. Sie lächelte Bernhard nochmal an und schloss die Augen. Er beugte sich über sie um das Feuer in der kleinen Lampe zu löschen. Auch er legte sich hin schloss jedoch nicht seine Augen. Glücklich lauschte er den sanften Atemzügen seiner großen Liebe. Er erschrak ein wenig als sie ihn plötzlich ansprach. „Bernhard“, flüsterte Angeline. „Kannst du… kannst du mich in den Arm nehmen?“ Bernhards Herz klopfte schneller und langsam drehte er sich zu ihr um. Er zitterte etwas als er sie in seine Arme nahm. Sobald sie in seinen Armen lag drückte er sie eng an sich. Sein Traum wurde endlich war und er hatte alle Mühe seine Lust zu unterdrücken.

Leise Schluchzer erschütterten Angelines Körper und Bernhard war etwas ratlos. „Er ist tot“, sagte Angeline leise. Bernhard verstand sofort und jegliche Lust verließ seinen Körper. „Ja, Angeline, er ist tot.“ Ohne weitere Hintergedanken hielt er einfach nur die Frau, die ihr über alles liebte, in seinen Armen bis ihr Schluchzen stoppte und sie einschlief.


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"Ist es in Ordnung für euch, wenn ich meine Augenklappe nicht abnehme? Ich möchte euch nicht durch mein geschundenes Auge verschrecken."
Nachdem sich Ivy neben Emanuelle gesetzt hatte und auf seine Fertigkeiten wartete, war dieser Satz der einzige, der ihm zumindest etwas Kopfzerbrechen bereitete. Nicht, weil die Augenklappe ihn bedrohte oder so. Nein, sie war ja mit einem Band um den Kopf gelegt.
Das Band geht etwas durch die Haare... Hier wird es schwierig... hmm... aber ich möchte die gute Entwicklung nicht gleich wieder ruinieren!
Also sann er über den richtigen Weg durch Ivy's volles Haar nach, bis er schließlich zu ihr sprach.
"Hm, nein. Es dürfte kein Problem darstellen. Nach kurzem Gedankenspiel habe ich einen Weg mir ausersonnen, wie auch das zu umschiffen ist."
Kurz schloss er die Augen und lächelte freundlich und breit.Dann öffnete er seine Lider wieder und hob eine Hand.
"Jetzt müsst ihr einfach euch entspannen und mir vertrauen. Eure Haare werden es euch danken!"
Dann fuhr er langsam mit seiner Hand an das Kinn von Ivy und mit sanftem Druck drehte er ihren Kopf in die andere Richtung. Dann nahm er auch die zweite Hand hinzu und fasste sanft an Ivy's Haar.
"Zuerst lösen wir mal das Gröbste mit der Hand. Und keine Sorge, ich bin geübt und werde sehr sanft zu Werke gehen."
Ganz vorsichtig setzte er seine grazilen Finger in Ivy's Haar, dann fuhr er sehr langsam darin entlang. Immer, wenn er auf einen groben Knoten oder ähnliches stieß, machte er kurz halt, dachte kurz nach und zog dann so sanft daran, als wenn er ein Neugeborenes in seinen Händen halten würde. Diese Prozedur wiederholte er einige Male, dabei stets darauf bedacht, leicht Ivy's Kopfhaut zu massieren.
Wenn sie nicht völlig anders als eine 'normale' Frau reagiert, sollte es sie zusätzlich entspannen!
Als er schließlich zufrieden mit seiner getanen Arbeit war, nahm er die Hände wieder zurück und tastete nach der ersten Bürste.
"Jetzt werde ich euer Haar ein wenig aufbürsten. Bei eurem Haartyp erscheint es richtig, dass ihr auf Volumen setzen solltet! Das würde eure Schönheit noch betonen und eure außergewöhnliche Haarfarbe noch mehr zur Geltung bringen! Darauf wird man sich bei eurem Anblick dann euch zu Füßen legen..."
Inklusive mir, wenn ich es so hinbekomme, wie es mir vorschwebt...
Behutsam hob er die erste Bürste an, eine mit breiteren Abständen zwischen den einzelnen 'Borsten', um mit der Vorarbeit zu beginnen. Wieder ging er sanft vor, löste weitere Verflechtungen und Knoten, dabei immer mit der freien Hand die Kopfhaut und Haare von Ivy am streicheln, die er gerade gebürstet hatte, um es ihr so angenehm wie möglich zu machen.
GANZ sachte jetzt... pass gut auf, dass du es jetzt nicht vermasselst! Sie scheint es gut über sich ergehen zu lassen. Wenn du es jetzt richtig machst, kannst du nahtlos zum Angriff übergehen!
Er musste an sich halten, dass ihn seine Lust nicht zu schnell voranschreiten ließ. Als er auch mit der Bürste fertig war, überlegte er kurz, nahm dann eine etwas feinere, aber nicht zu feine Bürste.
Sie kennt sich in diesen Dingen nicht so gut aus... Und ihr Haar spiegelt das wieder! Dennoch sollte auch mit dieser Bürste ein gutes Ergebnis drin sein... wenn auch kein Perfektes...
Das gefiel ihm zwar nicht, aber konnte es nicht ändern. So musste er seinen Stolz hinunter schlucken und so gut es ging mit dieser Bürste arbeiten. Noch einmal ging er fein säuberlich durch die ganze Haarpracht von Ivy, brachte dabei soviel Volumen, wie es ihm möglich war in ihre Frisur, auf dass zumindest sie vom Ergebnis beeindruckt sein würde.
Persönlich bin ich der Meinung, es ist bestimmt eher eine meiner geringeren Arbeiten! Dennoch, ich darf die Chance nicht verpassen, die Stimmung auszunutzen, in der sie zu sein scheint!
Als er den letzten Bürstenstrich machte, den er sich im Kerzenschein traute anzusetzen, kam ihm auch der passende Gedanke für einen ersten 'Angriff'.
Zuerst, den Handspiegel! Dabei schon mal meine Haare öffnen! Für ein schönes Gesamtbild... wobei meine Haare bestimmt in schrecklichem Zustand sind! Aber, so schwer es auch fällt, ich muss dies jetzt zurückstecken, denn der Moment ist einfach zu gut!
"Wenn ihr jetzt kurz warten würdet, meine Liebe..."
Dabei streichelte er zufällig mit einer Hand an ihrer Wange entlang. Dann legte er die Bürste zur Seite, nahm die die feinen Zwirne, die seine Zöpfe hielten und öffnete sie. Dann entfernte er auch den Halt von seinem kurzen Pferdeschwanz und hatte sein volles, blond leuchtendes Haar vollständig befreit. Dennoch konnte er nicht widerstehen, einen flüchtigen Blick in den großen Handspiegel zu werfen...
Grauenvoll! Wenn ich nicht in so einem Kaff wäre, man würde mir den Zugang zu den schönsten und reichsten Personen nur allein wegen dem Aussehen verweigern!!!
Schnell schüttelte er den Kopf, um sein Unbehagen über den Zustand seiner Haare zumindest unter Kontrolle zu halten.
Genug! Schreite zur Tat oder du versaust es!
Vorsichtig und grazil rückte er näher an Ivy heran, bis er sie schließlich mit seinem Körper von hinten berührte. Dazu legte er seine linke Hand auf ihre linke Schulter, brachte seinen Kopf rechts neben ihren und hielt den Spiegel mit der Rechten vor sie Beide, so dass sie gleichzeitig darin zu sehen waren. Den Spiegel hielt er so, dass nicht zu viel Kerzenlicht hinein schien, einfach, weil er sich für seine Haare zur Zeit schämte. Dennoch brachte er wie immer in so einer Situation eins der verführerischsten Flüstern zustande, als er quasi in das Ohr von Ivy hauchte.
"Seht ihr? So schön kann euer Haar mit der richtigen Pflege wirken!"
Mit seiner linken streichelte er zart über ihre Schulter.
"Wenn ihr wollt, kann ich euch noch mehr zeigen... ihr könntet auch an meinem Haar euch vergnügen..."
Dann lächelte er ungehemmt sexy in den Spiegel.
"Jedoch sollten wir uns das vielleicht für Später aufheben... ich wüsste da nämlich noch etwas... etwas, wo hinterher die Frisur nicht mehr unbedingt sitzt!"
Sagte es und knabberte dann an Ivy's Ohr!


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Die Piratin spürte wie die Fingerspitzen von Emanuelle durch ihre Haare fuhren und dabei sanft die Kopfhaut stimulierten. Nach einem derart anstrengenden Tag war das eine äußerst willkommene Entspannungsmaßnahme. Anschließend nahm die junge Dame eine Bürste als Hilfsmittel, um die Löwenmähne in eine geschmeidigere Form zu bringen. Hin und wieder bemerkte Ivy, wie die seidigen Handflächen der Prinzessin ihre Wangen berührten. Hmm, ob das auch zur Haarpflege gehört? Dann schob Emanuelle ihren Körper näher an ihren heran und präsentierte ihr Stolz das Ergebnis der Arbeit in einem Handspiegel, den sie so in der Hand hielt, das sich beide problemlos betrachten können. Ivy hatte gefallen gefunden an dem Anblick. Ihre mystische Haarpracht hatte in der Tat eine feinere Note durch das Geschick der Kleinen gewonnen. "Es gefällt mir, Emanuelle!"

Die blondhaarige Maid hatte allem Anschein nach ihre Haarknoten gelöst und es wirkte nun fast ebenso lang wie die Mähne der Seeräuberin. Doch dann geschah etwas sehr sonderbares. Der Atemhauch der Prinzessin, welchen sie an ihrem Ohr spürte, formte einige Worte, die es sich zum Ziel machten, eine sinnlichere Atmosphäre zu schaffen. Emanuelle bot der Magierin nicht nur an, sich an ihren Haaren zu versuchen, sie hatte es anscheinend auch auf etwas anderes abgesehen und begann damit, das Ohr der pinkhaarigen Frau liebevoll mit den Zähnen zu bearbeiten.

Ivy fingerte nach ihrer Münze in der Hosentasche, denn sie konnte doch nicht einfach so eine Entscheidung treffen. Aber als sie das kleine, goldene Stück zwischen ihren Fingern aus der Hose zog, fiel ihr die Münze direkt aus der Hand auf den Fußboden. Die Liebkosung der Kleinen hatte sie so sehr abgelenkt, sodass sie das glänzende Ding einfach nicht festhalten konnte. Argh...

Die Magierin löste sich für einen Moment von den Vorgaben ihres Meisters und drehte ihren Kopf zu Emanuelle. Das schwächer werdende Kerzenlicht hatte die Haarfarbe der Prinzessin wieder auf den Normalzustand zurückgesetzt. Der Goldschatz, war nicht mehr vorhanden. Die Schatzkarte hatte sich geirrt. Doch Ivy wollte das Mädchen auch nicht enttäuschen, wahrscheinlich war dies ihre erste Nacht mit einer anderen Person und sie hatte sich sehr viel Mühe gegeben, das war mehr als offensichtlich. Sie war nett und liebevoll. Die selbsternannte Freibeuterin wollte ihre Gefühle nicht verletzen und gleichzeitig auch ihre Dankbarkeit für die Haarpflege zeigen.

Ivy fixierte also mit ihrer Hand das Kinn der blonden Dame und zog es näher an sich heran. Ihre Lippen berührten die von Emanuelle für einen langen, sinnlichen Kuss ohne dabei die Zunge zum Einsatz kommen zu lassen. Anschließend ging sie mit ihrem Kopf wieder etwas zurück, blieb aber dicht vor ihrem Antlitz und streichelte sanft mit ihrer freien Hand über die engelsgleiche Wange der blondhaarigen Maid. "Du bist ein liebes Mädchen, aber wir sollten nichts überstürzen, meinst du nicht auch?"

Önee-sama
30.08.2014, 17:46
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Die große Kriegerin umschloss Arians Pranke ohne Umschweife. Sie hatte einen festen, jedoch prüfenden Händedruck, als würde sie den Charakter eines Mannes alleine durch das Zupacken ihrer eleganten Finger erschließen können. Sie dankte ihm und bestätigte seinen Verdacht, dass auch sie eine der Überlebenden der Schlacht war. Sie schüttelte die Hand, ließ sie los und setzte eine ernste Miene auf.

„Ja, ihr habt das richtig erkannt. 3. Bannorn Regiment, unter Kompanieführer Dietrich. Wahrscheinlich habt ihr mich im Feldlager schon einmal gesehen, da mir euer Gesicht nicht aus der Schlacht bekannt vorkommt. Ich neige dazu, aus der Masse hervorzustechen...“, sagte sie und lachte trocken. Doch schnell wandelte sich ihre Miene wieder zu einem ernsten Ausdruck. Dennoch war sie für den flüchtigen Moment des Lächelns von wunderbarer, weiblicher Schönheit. Arian lächelte selbst, wenn vielleicht auch nur innerlich. Die Kriegerin und ehemalige Waffengefährtin empfahl Arian nun, bei dem Hauptmann vorstellig zu werden. Danach könne man sich über die Schlacht und die danach eingetretenen Ereignisse unterhalten, die Arian brennend interessierten. Die Fremde schien bereit zu sein, Arian über alles in Kenntnis zu setzten, allerdings schien sie keinem der herumstreifenden Gestalten zu trauen.

„Auch wenn hier 'ehrliche' Subjekte verweilen, so gibt es hier auch eine nicht unerhebliche Anzahl an Menschen, die nicht unbedingt etwas von uns wissen sollten. Vor allem wohl nicht, dass wir Ostagar überlebt haben!“

Arian war verwundert. Das viele der hier abgestiegenen Menschen wohl eher Rüpel und Unholde waren, war offensichtlich. Doch wieso sollte niemand von ihrem Überleben erfahren? Sie waren doch keine Deserteure… oder etwa doch? Er würde ihr diese, wie auch viele weitere Fragen stellen oder viel eher, er erhoffte sich eine Antwort darauf. Die Rothaarige zeigte auf das verschachtelte, kleine Häuschen des Kommandanten dieser Festung und riet Arian nochmals eindringlich, nicht mehr Informationen als unbedingt nötig preiszugeben. Name und Ankunftsmeldung reichten ihrer Angaben nach.

„Weit wichtiger erachte ich euch zu raten: Nehmt euren Karren mit und lasst ihn besser nicht hier unbeobachtet stehen! Denn ich bezweifle, dass dann noch alles auf eurem Karren ist, wenn ihr zurückkehrt...“, warnte sie. Arian wandte sich erschrocken zu Abyss Aufenthaltsort um, während die Kriegerin verächtlich hörbar schnaubte. Ein paar nahe Wachmänner… oder viele her ein paar nach Bier stinkende Fettwänste mit schartigen Hellebarden und schlecht sitzenden Uniformen, drehten sich daraufhin beleidigt zu ihr, erblickten den riesigen Bihänder auf ihrem Rücken und schauten schnell wieder weg.
Als wäre seine Situation nicht schon unschön genug, setzte sein Gegenüber nun zum Gnadenstoß an.
„Was eure Hoffnung auf ein Zimmer und ein deftiges Mahl angeht, da muss ich euch wohl eine bittere Enttäuschung überbringen: Das 'Gasthaus' ist leider ein Etablissement... und zwar von der niederen Sorte! Da ist es fraglich, ob man auch wirklich etwas nehmen sollte, sei es jetzt ein Zimmer, eine Mahlzeit oder eine Person...“

Arian stöhnte enttäuscht auf. Er hatte es befürchtet. Ein Ort wie dieser, ohne Hoffnung und voller stinkender Soldaten, der Abschaum jeder Armee, lockte stets das horizontale Gewerbe an. Welche armen Frauen sich den grunzenden, verschwitzen Männern auch „zur Verfügung stellten“, Arian konnte für sie nichts außer Mitleid und ein wenig Ekel empfinden. Bordelle konnte er noch nie leiden, doch wenn man von „der niederen Sorte“ sprach, so konnte sich Arian sicher sein, dass die Frauen dort wohl wenig Unterschied zu den wenigen, im Schlamm liegenden Schweinen hatten. An so einen Ort würde er Abyss nicht bringen, egal wie kalt es draußen sein würde. Vermutlich würde sie keine drei Wimpernschläge auf einem Stuhl verweilen und diese miesen Bastarde würden den Preis für sie wissen wollen, ungeachtet ihres Alters.
Abyss. Die einzige Perle in einem Trog voller Säue. Das einzige Licht, in einer Nacht voller wandelnder Schatten. Der einzige Grund, warum er leben musste.

„Übrigens, ich bin Claudette. Claudette Vance.“

Claudette Vance. Klang orlaisianisch, doch er würde sie nicht danach fragen. Nun gab es Wichtigeres für ihn zu tun. Seine Vorstellung beim Hauptmann war nun schon lange genug herausgezögert worden und er wollte keinen Verdacht auf sich lenken. Zudem hatte ihn die Kriegerin mit dem Namen Claudette vor Dieben und Scharlatanen gewarnt, die seinen Karren ausrauben würden. Viel mehr fürchtete er jedoch, dass man in diesem Zuge Abyss rauben und in das Freudenhaus schleppen würde. Claudettes Schilderungen nach, ging es in diesem Lager zu wie in dem, einer gesetzlosen Bande marodierender Schurken.

„Lady Vance, darf ich euch um einen Gefallen bitten? Während ich meine Ankunft beim Hauptmann vortrage, bitte ich euch, ein wachsames Auge auf meinen Karren zu haben. Ihr scheint ehrbar zu sein, ihr seid eine Kriegerin, die in diesem Lager ihres gleichen sucht. Das sage ich nicht, um euch zu schmeicheln, sondern weil ich über Jahre hinweg lernte, solche Menschen zu erkennen, die das Kriegshandwerk wirklich beherrschen und jene, die nur so tun als ob. Ich bitte euch also eindringlich, nicht als Bittsteller, sondern als ehemaliger Waffengefährte, schaut nach dem Wagen und allem, was sich darin befindet, solange ich beim Hauptmann bin und mich ein wenig umschaue!“

Mehr als bitten konnte er nicht tun. Arian war zwiegespalten. Er fragte sich, ob es außerhalb des Lagers wirklich weniger gefährlich gewesen wäre, als darin. Vielleicht hatte die Kriegerin jedoch auch nur überreagiert. Da Claudette bereits im Begriff gewesen war, das Gespräch zu beenden, verneigte er sich kurz erneut mit einem kurzen „Mylady!“ und schritt dann Richtung Häuschen.

Der Weg dorthin war genauso uneben wie der Rest des Hofes. Manchmal ragten kopfgroße Steine aus dem Boden, die nachts nur sehr schwer auszumachen waren. Während er sich der Hütte nährte, ging er im Kopf durch, wie er nun verfahren sollte.

„Vorstellig werden, aber keine direkten Antworten. Dann einmal zu dem Bordell oder einem der Händler und nach zusätzlichen Decken für Abyss schauen. Dann mal schauen, wo ich meine Vorräte aufstocken kann. Nein, Quatsch. Erstmal nur zum Hauptmann. Bei den anderen Dingen kann ich auch Claudette Vance fragen, sie scheint ja schon länger in diesem Drecksloch festzusitzen“

Er hatte das gebeugte Gebäude mit dem schiefen, schlecht gedeckten Dach erreicht. Vor der Tür standen zwei Wachen. Die eine lehnte gegen die Wand, den runden Helmkranz tief ins Gesicht gezogen. Die andere war bemüht nicht ebenfalls einzunicken, stützte sich auf eine seltsam verbogene Lanze und grunzte ab und zu. Als Arian sich nährte riss der Mann seine verschlafenen Augen auf und brüllte: „Halt! Wer da?“
Das Gebrüll weckte auch seinen Kameraden, der sich so sehr erschreckte, dass er geräuschvoll eine Wolke stinkender Luft aus seinem Arsch presste. Verwundert sah er sich um. Arian trat einen Schritt zurück um dem Gas zu entgehen und rief zurück:
„Nur ein Reisender, der Zuflucht innerhalb eurer Mauern sucht. Man sagte mir, ich solle mich hier beim Kommandanten melden!“

Das schien den beiden Männern zu genügen, denn während der eine wieder ins Reich der träume versank, winkte der andere Arian heran und schob die Tür einen Spalt breit auf. Arian eilte an den Wachen vorbei, stieß die Tür auf und betrat den Raum.

Das Zimmer war ebenso klein, wie man es von Außen vermutete. Zwei winzige Fenster, welche die Tür flankierten, waren die einzige Unterbrechung in dem rechteckigen Holzkasten. Das Dach kam schief hinab und zog sich zur Tür immer weiter herunter, sodass Arian sich instinktiv duckte. In der Mitte stand ein alter Schreibtisch von hässlicher, brauner Farbe und zerstörten Ecken wie abgekaute Fingernägel. Auf dem Tisch standen die einzigen Lichtquellen, drei bereits sehr weit runtergebrannte Kerzenstummel, deren Lichter gespenstische Schatten an die wurmzerfressenen Holzwände warfen. An der Rückwand standen einige Regale und ganz Links eine hölzerne, mit Laken bespannte Truhe auf der das königliche Siegel aufgenäht war. Hinter dem Tisch saß ein korpulenter Mann mit boshaften Augen, zerzausten schwarzen Haaren und dicken Backen. Als Arian das Zimmer betrat erhob er sich nicht, sondern schaute grimmig drein.
„Hauptmann Gravka! Ich bin der Kommandant dieser königlichen Befestigung!“, stellte er sich überheblich vor.
„Seid gegrüßt, Hauptmann. Mein Name ist Arian, ich bin ein einfacher Wanderer und kam mit meinem Karren heute Abend hier an. Man sagte mir, ich solle mich hier melden“
Der Hauptmann musterte ihn.
„Ihr seid ein Händler?“
„Ein Flüchtling“
„Habt ihr Gold?“
„Nein, Mylord“

Der Hauptmann lachte.

„Mylord?! Nicht so vornehm, wir sind hier nicht in Denerim. Nun gut, ihr kommt also her und erbittet meinen Schutz. Wieso sollte ich euch den gewähren?“
Arian war perplex. Er öffnete den Mund und schloss ihn wieder.
„Ganz recht!“, stieß Hauptmann Gravka hervor. „Ihr habt kein Gold, wollt die Wachsamkeit meiner Männer und vermutlich auch zu essen. Ich weiß nicht… vielleicht sollte ich euch einfach wieder herauswerfen lassen…“
„Ich…“, begann Arian, doch wusste er nicht, was er entgegen sollte. Am liebsten hätte er den Hauptmann einen Bastard genannt und ihm die Meinung gegeigt, doch brauchte Arian diesen Schutz. Abyss brauchte ihn! Also riss er sich zusammen und sagte: „
„Hauptmann, ich weiß. Ich scheine euch eine lasst, doch ich schwöre wir werden hier morgen früh wieder abreisen!“
„Wir?“, schoss es aus dem Soldaten. „Wer ist wir?“
„Ich und meine… Tochter“
„Eure Tochter… hmm… ist sie hübsch? Dann könnte man sich über eine… Vereinbarung einig werden“
Arians rechte Hand umfasste den Griff seines Dolches. Es wäre so leicht. Dieses perverse Schwein wäre keine Herausforderung. Arian knirschte mit den Zähnen und schüttelte den Kopf.

„Sie ist…“, Arian überlegte fiebrig.
„Sie ist, nun ja, ich will nicht schlecht über mein geliebtes Kind sprechen, aber sie ist bucklig und verkümmert. Ich hätte sie längst im Wald ausgesetzt, doch ihre Mutter ließ mich an ihrem Totenbett schwören, dass ich sie behalte“
Hauptmann Gravka musterte ihn, nickte dann aber etwas genervt.

„Hässliche und Entstellte gibt es im hiesigen Bordell genug“, lachte er. Dann deutete er auf Arians Schwert.
„Eine schöne Waffe tragt ihr da. Wie kommt ein Händler wie…“
„Flüchtling!“
„Na schön, wie kommt ein Flüchtling wie ihr zu solch einer Klinge?“
„Ein Erbstück. Mein Großvater kämpfte im Krieg gegen die Orlaisianer, als sie Ferelden überfielen. Diese Waffe ist alt und schartig, der Griff jedoch noch immer schön. Sie ist mehr ein Glückbringer für mich“
Arian betete, dass der Hauptmann nicht verlangen würde, das Schwert zu ziehen, um sich selbst von der nicht vorhandenen Brauchbarkeit der Klinge zu überzeugen. Denn dann würde Arian ihm ohne Umschweife den Schädel spalten. Doch wieder hatte Arian Glück und der Hauptmann nickte erneut mit einer gewissen Enttäuschung.

„Kein Gold, keine hübschen Töchter, nicht einmal brauchbare Waffen… was soll ich bloß mit euch tun…“
Nach einigem Überlegen sagte er mit einer unüberhörbaren Vorwitzigkeit in der Stimme:
„Gefallen für Gefallen. Ich lasse euch die nächste Woche hier im Lager schlafen, ihr dürft trinken, essen und den Dirnen frönen. Dafür müsst ihr mir allerdings bei einer Sache helfen. Hier im Lager gibt es eine Frau. Sie kam auch erst kürzlich an. Groß, rote Haare, pralle Titte, ihr versteht worauf ich hinaus will?“

Arian schüttelte den Kopf.

„Sie hat auch noch nicht bezahlt. Als sie sich hier anmeldete, war einfach nicht der richtige Zeitpunkt, um ihren Zoll zu fordern. Überredet sie, eine Nacht mit mir das Lager zu teilen und wir sind quitt!“
Arian wusste nichts darauf zu antworten. Er wusste, dass Claudette ihm eher den Schädel abschlagen, als eine Nacht mit diesem Stückchen Mann zusammen zu kommen. Schon der Versuch sie dazu zu bewegen würde für ihn mit Sicherheit im Streit enden. Doch wollte Arian hier heraus und morgen würde er das Lager eh verlassen. Also sagte er zu, mit der Bedingung, dass er es vermutlich nicht heute Abend schaffen würde.

„Wenn ihr versucht mich zu betrügen, dann betrügt ihr die Krone!“, warnte ihn Gravka. Dann nahm er seinen Namen und den von Abyss, den Arian zu „Keira“ umänderte in seine Papiere auf. Froh diesen ekelhaften Gnom nicht mehr im Blick haben zu müssen, verließ Arian das Gebäude und machte sich zurück zum Karren.

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Claudette's Schilderungen der Umstände, die in diesem Lager zu herrschen schienen, gefielen ihrem Gegenüber wohl nicht so ganz. Bei ihren Ausführungen meinte sie, leichte Verwunderung bei Arian festzustellen.
Das kann ich ihm nicht verübeln... Sollte er wirklich nur ansatzweise Gerüchte gehört haben und, nicht so wie ich, mit ihnen noch nicht mal konfrontiert wurde. dann wird es ihn wohl bitter enttäuschen, was zur Zeit bei der Armee geschieht. Wobei ich seiner Erzählung wohl glauben kann, da er selbst den Tod von 'Möchtgern-Wächter Cailan' kaum vernommen hat...
Von ihren Äußerungen über die Zustände und der Tatsache, dass das Gasthaus ein Bordell war, ganz zu schweigen!
Das scheint ihn wirklich zu bekümmern. Immerhin hat er sich kurz zu seinem Wagen umgedreht... dennoch, auch wenn er nur 'Plunder' dabei haben sollte, auch der ist zu Schade für die Belegschaft dieses... Banditenhorts!
So konnte sich Claudette dieses Lager wohl am besten beschreiben. Arian schien dagegen zu wissen, dass nun Eile geboten war. Als sie ihm ihren Namen zum Schluss nannte, befiel ihn eine gewisse Betriebsamkeit.
„Lady Vance, darf ich euch um einen Gefallen bitten? Während ich meine Ankunft beim Hauptmann vortrage, bitte ich euch, ein wachsames Auge auf meinen Karren zu haben. Ihr scheint ehrbar zu sein, ihr seid eine Kriegerin, die in diesem Lager ihres gleichen sucht. Das sage ich nicht, um euch zu schmeicheln, sondern weil ich über Jahre hinweg lernte, solche Menschen zu erkennen, die das Kriegshandwerk wirklich beherrschen und jene, die nur so tun als ob. Ich bitte euch also eindringlich, nicht als Bittsteller, sondern als ehemaliger Waffengefährte, schaut nach dem Wagen und allem, was sich darin befindet, solange ich beim Hauptmann bin und mich ein wenig umschaue!“
Gut! Desto schneller können wir Informationen austauschen!
Ehe sie noch etwas sagen konnte, hatte sich Arian schon auf den Weg gemacht und nur kurz einen Abschied gesprochen.
„Mylady!“
Claudette nickte ihm noch zu, dann sah sie ihm hinterher, wie er in die Behausung des Kommandanten verschwand. Da sie einen Waffengefährten nicht hängen lassen wollte, drehte sie sich in Richtung Karren und begann langsam darauf zu zu gehen. Es war keine wirkliche Entfernung bis zum Karren und auch die Nachtluft kam ihr noch nicht wirklich kühl vor. Dennoch beschloss sie, ihren Mantel anzulegen, einfach, um ihn nicht ständig tragen zu müssen. Während sie noch damit beschäftigt war, die Schwerthalterung zurecht zu zurren, um Thunderclap auch mit Mantel im Notfall ziehen zu können, bemerkte sie den ersten 'Aasgeier'...
Das kommt nicht unerwartet...
Als die Halterung saß, schritt sie zielsicher weiter, in einem Bogen, der sie etwas hinter den Verdächtigen bringen würde. Dieser war gerade dabei, gebückt wie zufällig am Wagen entlang zu laufen, als er so tat, dass er sein Gelichgewicht etwas verliere und sich deswegen am Wagen abstützen müsse. Und in dem Moment war Claudette hinter ihm. Eine Sekunde später lag ihr Schwert auf seiner rechten Schulter und eine Seite der mächtigen Klinge drückte sich von rechts an seinen Hals, was das Subjekt vor Schock erstarren ließ.
"Denkt nicht einmal daran!"
"I-ich habe nur... mich etwas abgestützt..."
"Und nun könnt ihr dann ja weiter ziehen..."
Claudette drückte etwas kräftiger mit ihrem Schwert zu, so dass der Kerl nachgeben musste, wollte er keinen Schnitt im hals riskieren.
"G-gewiss... und... ver-verzeiht..."
Mit wackeligem Schritt verzog sich der Kerl und Claudette steckte ihr Schwert wieder zurück. Dann sah sie sich um.
Sonst keiner in der Nähe zu sehen... Die Wachen hat es offenkundig nicht interessiert! Falls sie es überhaupt gesehen haben...
Mit einer Geste der Gleichgültigkeit zuckte sie mit ihren Schultern, stellte sich neben den Wagen und wartet auf Arian. Sie sah in Richtung des Kommandantenhauses, als sie ein kurzes Geräusch vernahm.
Jemand ist auf dem Wagen!
Sie schaute weiter in die Richtung, aus der Arian kommen würde, verschränkte jedoch ihre Arme und sprach dann mit ruhiger Stimme in die Nacht.
"Wenn ihr zu Arian gehört, könnt ihr euch zeigen... Ich tue ehemaligen Waffengefährten und deren Begleitern nichts... wenn ihr jedoch etwas vom Karren stehlen wolltet..."
Jetzt legte sie ihre Rechte abermals an ihre Waffe, bereit diese zu ziehen.
"... dann solltet ihr euch das vielleicht nochmals überlegen!"

Khardim
30.08.2014, 17:58
http://upload.worldofplayers.de/files9/Walla_100P.png Hätte Walla länger über Giseles Worte nachgedacht, dann hätte sie vielleicht nachgefragt, woher diese wusste, dass der Hauptmann den Blutmagier bereits eingesperrt hatte. Doch das unmittelbar folgende Lob zusammen mit dem Alkohol verhinderten es.
"Das will ich meinen", nuschelte sie vor sich hin. "Ich bin eine Zwergin. Uns liegt der Kampfeswille im Blut!"
Viel wichtiger, als auf irgendwelche Bemerkungen einzugehen, erschien es ihr jedoch nachzusehen, ob nicht doch eine der Flaschen bei ihrer Kletteraktion Schaden genommen hatte. Während Maeya'alinh schon nach Gisele Ausschau hielt, sortierte Walla in aller Ruhe ihre Habseligkeiten, packte alles aus und wieder ein, stellte fest, dass drei Flaschen übrig blieben, schnaufte verärgert und begann von vorn. Nach dem zweiten Versuch war endlich alles wieder verpackt. Sogar Giseles Taschen hatte sie an ihren eigenen befestigt, um sie besser tragen zu können, und der frische Wind hatte es geschafft, die schlimmsten Nebel aus ihrem Kopf zu vertreiben. Walla sah langsam wieder etwas klarer.
Behängt wie ein Maultier, aber glücklich, trat sie neben Maeya'alinh hin und raunte ihr zu:
,,Was macht sie so lange? Das gefällt mir nicht. Vielleicht sollte ich mal nachsehen?''
Schon war sie drauf und dran ihre Idee in die Tat umzusetzen.



http://upload.worldofplayers.de/files9/Mini3.jpg

„Nicht weinen, Gisele! Bleib stark!“, rief sich die Kämpferin ins Gedächtnis. So viele geschlagene Schlachten und die ein oder andere Verwundung. Und doch musste sie sich immer wieder selbst befehlen, der Schwäche der Tränen nicht nachzugeben. Doch manchmal gelang es ihr nicht. Im Kampfgetümmel oder umringt von Männern war es wichtig, keinen einzigen Moment einen weinerlichen Eindruck zu machen, aber hier war es ruhig. Ferdinand schnaufte vor sich hin, während er noch immer versuchte seine Herrin einen kleinen Stups zu geben. Der bewusstlose Wachmann, der einige Meter von Giseles Füßen entfernt auf dem schlummerte, gab ganz sachte schnarchende Geräusche von sich.

Gisele schloss die Augen und atmete flach, während sie versuchte sich ihren Körper zu stabilisieren. Sie schmeckte die salzigen Tränen aus den Lippen. Manchmal, in solchen Momenten, wenn die Tränen flossen und sie ihre harte Schale kurzzeitig fallen ließ, dachte sie an zuhause in Orlais. An die liebevoll gestalteten Gärten vom Schloss ihres Onkels. An den schweren Fliederduft, der von sanften Sommerwinden in die aus Sandstein und Marmor gefertigten Innenräume des Herrenhauses getragen wurde und sich dort mit dem Geruch frisch blühender Rosen mischte. Sie dachte an die perfekt angeordneten Zypressen, zwischen denen sie sich immer versteckt hatte, wenn sie und ihr Bruder „Fangen“ spielten. Und sie dachte an ihren Onkel, mit seinem roten Bart, der am Kinn schon in ein sattes Grau überging und der sie stets liebevoll ansah.

In diesen Momenten vermisste sie ihr Leben in geräumigen Hallen mit bunten Teppichen an den Wänden und goldverzierten Bechern, aus denen sie köstlichen Traubensaft nippte, während sie das erste Mal ihren späteren Waffenmeister Ser Gawain Étoile-Blanche sah, wie er in hell schimmernden Rüstung auf seinem Schimmel in den mosaikgepflasterten Hof des Schlosses ritt, begleitet von einer ganzen Brigade bannertragender Soldaten. Und dann weinte sie vor Ärger und Trauer, dass sie dieses Leben abgelehnt hatte.

"Und Ser Dante… nein, nicht an ihn denken!" Gisele schniefte, schluckte Schmerz, Ärger und Trauer herunter und konzentrierte sich. Dann fuhr sie mit dem Handrücken über Gesicht und Nase und wischte sich die Feuchtigkeit fort. Dann griff sie unter den Ledermantel in ihre Kräutertasche und zückte eine Handvoll Blätter und Stängel hervor. Selektiv wählte sie ein paar davon aus, steckte den Rest unter Schmerzen in der Seite zurück in die Tasche und begann, die Kräuter in ihren Händen zu zerreiben, bis die Blätter eine unförmige Masse bildeten. Mit diesem, sich unnormal warm anfühlenden, Kräuterhaufen rieb sie die Haut über der schmerzenden Seite ein und spürte sofort, wie heilende Hitze in das Fleisch drang.

Gleich wäre sie wieder auf den Beinen! Nur einen Moment noch!

http://upload.worldofplayers.de/files9/Maeyaalinh_avatar.jpgMaeya'alinh lehnte als schmaler Schatten (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht?p=23215948&viewfull=1#post23215948) an der Ecke der Taverne und hielt die Augen offen. Zwar war es viel zu dunkel, um wirklich etwas erkennen zu können, doch war es für ihre Flucht unerlässlich, dass sie jedes Zeichen von Gisele rechtzeitig erkennen würde. Ihr Atem ging ruhig und obwohl in der Ferne weiterhin Schritte und manchmal auch aufgebrachte Stimmen zu hören waren, herrschte seliger Frieden in der Elfe. Sie hatte schon schlimmeres überlebt und ihre beiden Gefährtinnen schienen ebenso in der Lage zu sein, sich wacker zu schlagen. Sie spürte durch ihre Kapuze hindurch den nasskalten Widerstand der Hauswand und harrte der Dinge, die da kamen.
Das nächste Ding, das da kam, war Walla.
Beladen mit allen Taschen, die sie und Gisele besaßen und zu allem bereit flüsterte sie leise, aber mit Nachdruck:
,,Was macht sie so lange? Das gefällt mir nicht. Vielleicht sollte ich mal nachsehen?''
Es war nicht wirklich als Frage zu verstehen gewesen, denn noch bevor Maeya'alinh auch nur ein Wort sagen konnte stiefelte die Zwergin wie ein dienstfroher Bronto in die Nacht davon, um Gisele zu suchen. Die zahlreichen Glasflaschen und Giseles schweres Gepäck sorgten für eine eindrucksvolle Geräuschkulisse, die Walla jedoch vollkommen souverän zu ignorieren schien.
Die Elfe schaute ihr unentschlossen hinterher. Sie hätte lieber auf Gisele gewartet und wäre dann in aller Stille verschwunden, doch war der Einwand der Zwergin nicht unberechtigt: Die Kriegerin hatte bereits auffällig lang auf sich warten lassen. Maeya'alinh glaubte zwar nicht, dass sie entgegen ihrer Abmachung allein das Weite suchen und sie und Walla zurücklassen würde, doch war es nicht mehr auszuschließen, dass ihr etwas zugestoßen war.

Walla kam trotz der schweren Last zügig voran und war in der Entfernung nur noch schemenhaft zu erkennen. Sie jetzt noch zurück zu rufen erschien der Elfe weder sinnvoll noch sicher, sodass sie beschloss, ihr zu folgen und mit ihr nach Gisele zu suchen. Um nicht für noch mehr Bewegung auf der Straße zu sorgen und ungewollte Aufmerksamkeit zu erregen, entschied Maeya'alinh sich jedoch für eine andere Art der Fortbewegung:
Sie kniete langsam nieder und berührte den nassen, schlammigen Boden unter sich. Die Elfe erfasste jede Erhebung und jedes Detail des Untergrundes, machte sich mit seiner Beschaffenheit und seiner Natur vertraut. Das Erdreich unter ihr war genau so Teil der Welt wie sie selbst. Sie waren eins und als Maeya'alinh tief ausatmete, verschwamm die Grenze zwischen ihr und der Erde. Sie verschmolz mit ihr und ging in ihr auf als die Magie der Natur sie beide durchfloss.
Bei ihrem nächsten Atemzug wuchs die Elfe wie ein Gewächs des Waldes aus dem nackten Erdreich empor und fand sich selbst an der Stallwand wieder. Sie klopfte schnell etwas Erde von ihren Sachen und verschwand dann wieder im Schatten hinter dem Gebäude.
Durch die Erde zu reisen war praktisch und für erfahrene Magier einfach, doch kostete es stets viel Kraft, sodass sie sich nur selten dieses Zaubers bediente.
Nur einen Augenblick später verriet lautes Geklirre Wallas Ankunft, die nicht schlecht zu staunen schien, als sie Maeya'alinh am Stall vorfand.
,,Ich denke Du hast Recht, wir sollten nach Gisele sehen.'', sagte diese schnell, um Nachfragen auszuweichen. Für Erklärungen war immer noch Zeit, wenn sie erst einmal in Sicherheit waren.

Shepard Commander
30.08.2014, 19:06
Claudette's Schilderungen der Umstände, die in diesem Lager zu herrschen schienen, gefielen ihrem Gegenüber wohl nicht so ganz. Bei ihren Ausführungen meinte sie, leichte Verwunderung bei Arian festzustellen.
Das kann ich ihm nicht verübeln... Sollte er wirklich nur ansatzweise Gerüchte gehört haben und, nicht so wie ich, mit ihnen noch nicht mal konfrontiert wurde. dann wird es ihn wohl bitter enttäuschen, was zur Zeit bei der Armee geschieht. Wobei ich seiner Erzählung wohl glauben kann, da er selbst den Tod von 'Möchtgern-Wächter Cailan' kaum vernommen hat...
Von ihren Äußerungen über die Zustände und der Tatsache, dass das Gasthaus ein Bordell war, ganz zu schweigen!
Das scheint ihn wirklich zu bekümmern. Immerhin hat er sich kurz zu seinem Wagen umgedreht... dennoch, auch wenn er nur 'Plunder' dabei haben sollte, auch der ist zu Schade für die Belegschaft dieses... Banditenhorts!
So konnte sich Claudette dieses Lager wohl am besten beschreiben. Arian schien dagegen zu wissen, dass nun Eile geboten war. Als sie ihm ihren Namen zum Schluss nannte, befiel ihn eine gewisse Betriebsamkeit.
„Lady Vance, darf ich euch um einen Gefallen bitten? Während ich meine Ankunft beim Hauptmann vortrage, bitte ich euch, ein wachsames Auge auf meinen Karren zu haben. Ihr scheint ehrbar zu sein, ihr seid eine Kriegerin, die in diesem Lager ihres gleichen sucht. Das sage ich nicht, um euch zu schmeicheln, sondern weil ich über Jahre hinweg lernte, solche Menschen zu erkennen, die das Kriegshandwerk wirklich beherrschen und jene, die nur so tun als ob. Ich bitte euch also eindringlich, nicht als Bittsteller, sondern als ehemaliger Waffengefährte, schaut nach dem Wagen und allem, was sich darin befindet, solange ich beim Hauptmann bin und mich ein wenig umschaue!“
Gut! Desto schneller können wir Informationen austauschen!
Ehe sie noch etwas sagen konnte, hatte sich Arian schon auf den Weg gemacht und nur kurz einen Abschied gesprochen.
„Mylady!“
Claudette nickte ihm noch zu, dann sah sie ihm hinterher, wie er in die Behausung des Kommandanten verschwand. Da sie einen Waffengefährten nicht hängen lassen wollte, drehte sie sich in Richtung Karren und begann langsam darauf zu zu gehen. Es war keine wirkliche Entfernung bis zum Karren und auch die Nachtluft kam ihr noch nicht wirklich kühl vor. Dennoch beschloss sie, ihren Mantel anzulegen, einfach, um ihn nicht ständig tragen zu müssen. Während sie noch damit beschäftigt war, die Schwerthalterung zurecht zu zurren, um Thunderclap auch mit Mantel im Notfall ziehen zu können, bemerkte sie den ersten 'Aasgeier'...
Das kommt nicht unerwartet...
Als die Halterung saß, schritt sie zielsicher weiter, in einem Bogen, der sie etwas hinter den Verdächtigen bringen würde. Dieser war gerade dabei, gebückt wie zufällig am Wagen entlang zu laufen, als er so tat, dass er sein Gelichgewicht etwas verliere und sich deswegen am Wagen abstützen müsse. Und in dem Moment war Claudette hinter ihm. Eine Sekunde später lag ihr Schwert auf seiner rechten Schulter und eine Seite der mächtigen Klinge drückte sich von rechts an seinen Hals, was das Subjekt vor Schock erstarren ließ.
"Denkt nicht einmal daran!"
"I-ich habe nur... mich etwas abgestützt..."
"Und nun könnt ihr dann ja weiter ziehen..."
Claudette drückte etwas kräftiger mit ihrem Schwert zu, so dass der Kerl nachgeben musste, wollte er keinen Schnitt im hals riskieren.
"G-gewiss... und... ver-verzeiht..."
Mit wackeligem Schritt verzog sich der Kerl und Claudette steckte ihr Schwert wieder zurück. Dann sah sie sich um.
Sonst keiner in der Nähe zu sehen... Die Wachen hat es offenkundig nicht interessiert! Falls sie es überhaupt gesehen haben...
Mit einer Geste der Gleichgültigkeit zuckte sie mit ihren Schultern, stellte sich neben den Wagen und wartet auf Arian. Sie sah in Richtung des Kommandantenhauses, als sie ein kurzes Geräusch vernahm.
Jemand ist auf dem Wagen!
Sie schaute weiter in die Richtung, aus der Arian kommen würde, verschränkte jedoch ihre Arme und sprach dann mit ruhiger Stimme in die Nacht.
"Wenn ihr zu Arian gehört, könnt ihr euch zeigen... Ich tue ehemaligen Waffengefährten und deren Begleitern nichts... wenn ihr jedoch etwas vom Karren stehlen wolltet..."
Jetzt legte sie ihre Rechte abermals an ihre Waffe, bereit diese zu ziehen.
"... dann solltet ihr euch das vielleicht nochmals überlegen!"

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

http://upload.worldofplayers.de/files9/Abyss_klein.jpg

Das Erste, was Abyss spürte war das knarrende Geräusch des Holzes, wenn sich jemand auf den Wagen stützte, auf dessen Ladefläche sie wie von Arian angeordnet, saß. Die Arme um die Beine geschlungen und das Kinn aufs Knie gelegt wartete sie auf seine Rückkehr. Das Lager behagte ihr nicht. Es war düster und unfreundlich. Noch viel unfreundlicher als es der dunkle Wald gewesen war. Dennoch war sie froh darüber hier drinnen und nicht bei den Monstern im Gehölz zu sein zu müssen. Vermutlich wäre sie dann schon tot.
Als Abyss nun das Geräusch vernahm, erwartete sie Arian gleich wiederzusehen. Doch noch während sie Anstalten machte sich zu erheben, hörte die fremde Stimme einer Frau bedrohlich sprechen. Zu Abyss Überraschung antwortete eine ebenso fremde Stimme, die eines Mannes, ganz in ihrer Nähe.

"I-ich habe nur... mich etwas abgestützt...", stammelte der Mann.
„Die Frau muss ihm wirklich Angst einjagen“, dachte Abyss ein wenig neugierig. Arian hatte jedoch gesagt, dass sie sich wenn möglich aus Streitigkeiten heraushalten solle. Somit beschloss Abyss weiterhin auf dem Karren sitzen zu bleiben und so zu tun, als würde sie nichts mitbekommen.

Die fremde Frau empfahl dem Mann den Abzug, welchen dieser auch dankend annahm. Dann wurde es still. Nur das Geräusch einer in eine Scheide fahrenden Klinge durchschnitt die Dunkelheit. Nervös und sich fragend, ob die Frau noch dort war, wandte sich Abyss auf dem Karren um, konnte wegen der hohen Stellwände jedoch nur eine schemenhafte Gestalt, ganz in der Nähe des Wagens erkennen. Sie war beinahe so groß wie Arian und hatte langes, fließendes Haar, was ihre Schattengestalt merkwürdig verzerrte.

Abyss schien bei ihrer Beobachtung ein wenig zu laut gewesen zu sein, denn plötzlich sprach die Frau erneut, ohne dass sich jemand anderes dem Karren genährt hätte.

„Wenn ihr zu Arian gehört, könnt ihr euch zeigen... Ich tue ehemaligen Waffengefährten und deren Begleitern nichts... wenn ihr jedoch etwas vom Karren stehlen wolltet... dann solltet ihr euch das vielleicht nochmals überlegen!“

Abyss zögerte. Hatte die Frau wirklich sie gemeint? Doch sie hatte Arian erwähnt. Abyss Herz schlug höher. Kannte die Frau ihn, oder wollte sie nur überprüfen, ob der Karren unbewacht sei. Abyss stand auf und warf dabei Arians dunklen Mantel ab, den sie schon vor ihrem Eintreffen angelegt hatte. Ein wenig schwankend stand sie auf, stellte sich aufrecht und stemmte die Hände in die Hüfte. Sie fixierte die Schattenfrau, die nun da Abyss auf dem Karren stand ein wenig kleiner war, als sie selbst.
„Woher kennt ihr Arian?“, fragte sie und fuhr dann ohne Luft zu holen fort: „Ihr dürft nichts von dem Karren nehmen. Das gehört nicht euch!“

Alleine bei dem Gedanken, dass man sie und Arian vielleicht bestehlen wollte, mischte sich Empörung in ihre dadurch zittrig wirkende Stimme. Dennoch bemühte sie sich, so protestierend und bestimmend zu klingen, wie möglich. Abyss sah, dass die Frau vor ihr eine riesige Klinge auf dem Rücken trug. Eine Klinge, mit der sie die kleine Elfe mit einem Hieb in zwei Hälften spalten könnte. Trotzdem versuchte sie, wie Arian, keine Angst zu haben.

„Abyss!“ erklang es da plötzlich vom Hofe her. Es war Arian, der nun eilig angestapft kam.
„Arian!“, rief sie erleichtert. Arian erreichte den Wagen nach ein paar großen Schritten und begann, auf die Frau einzureden.

„Verzeiht mir, Mylady. Wie ich sehe habt ihr Abyss bereits kennengelernt. Oder?“
Er dämpfte die Stimme ein wenig: „Sie… sie war hoffentlich nicht ungezogen?“
„Heeey!“, intervenierte Abyss. Arian lächelte ihr entschuldigend zu.
„Abyss, das hier ist Claudette Vance, eine Soldatin der königlichen Armee und Überlebende von Ostagar! Lady Vance, das hier ist Abyss. Verzeiht mir die doppelte Vorstellung, solltet ihr einander schon bekannt gemacht haben. Bitte, kommt näher und setzt euch auf die Pritsche!“

Dann ging er zum Ende des Karren und stellte sich vor Abyss. Er hob seine großen Hände, in die Abyss darauf die ihren legte. Dann begann er, eindringlich zu ihr zu flüstern.

„Abyss, Kleines, ich möchte jetzt mir Lady Vance alleine sprechen. Angelegenheiten, die nicht für deine Ohren bestimmt sind. Nimm Lord Paris und Lady Helena und spiel ein wenig mit ihnen. Aber: bleib in der Nähe des Wagens! Und sprich mit niemandem!“

Abyss nickte und kramte zwei sehr unterschiedliche Puppen aus einem Reisesack hervor. Dann sprang sie vom Karren und ging an der Kriegerin namens Claudette vorbei. Sie blieb kurz vor ihr stehen und sagte schüchtern: „Tut mir Leid! Ich wollte nicht unhöflich sein“

Arian durchsuchte den Proviantsack und holte etwas relativ frisches Brot und einen Trinkschlauch Wein hervor, dazu drei Stücken Pökelfleisch. Einladend verwies er auf die freie Fläche auf dem Karren, wo Abyss bereits ein paar weiche Stoffe und ein Kissen zum Inventar des Wagens hinzugefügt hatte und dort für gewöhnlich während der Reisen saß. Eine bequemere Sitzgelegenheit konnte Arian der Amazone nicht anbieten.

„Bitte setzt euch! Setzt euch und erzählt mir bitte alles. Unser edler König ist also wirklich gefallen? Was hat es mit der Geheimniskrämerei auf sich? Was geht vor im Lande?“
Arian überlegte kurz, ob er es wirklich sagen wollte, doch dann entschied er sich, es der wohl ehrbaren Waffengefährtin zu sagen: „Ich soll euch zudem… ach, erzählt ihr zuerst, dann werde ich euch berichten!“

Fawks
30.08.2014, 20:03
http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png


Angsthase (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page2?p=23309935&viewfull=1#post23309935)
»Aril, ich war schon in Sorge, nach dem ich deine Waffen hier gefunden hatte. Aril, habe etwas Tee aufgebrüht. Komm, setzte dich, unsere kleine Heimstadt ist, so gut es geht aufgeräumt. Und es ist noch Zeit. Zeit zum Reden.«
Aril blinzelte, fast ein wenig fassungslos. Wenn die Elfin sagte, dass Zeit zu Reden wäre - hatte Aril etwas ausgefressen? Aber nein, Glandis schien ganz unaufgeregt und zufrieden, klopfte auf den freien Sitzplatz neben sich und fragte gleich: »Was war den dort zu sehen? Willst du darüber reden? Aber mich interessiert auch, was du alles gefunden hast.«
Aril nahm Platz und das heiße Getränk entgegen. Es roch stark nach Melisse, sie hatte das Kraut oft gerochen, ihre Mutter liebte den leicht scharfen Geschmack in Soßen zu gebratenem Fleisch. Daran musste die Adlige denken, als sie am Becher nippte. Wohlig warm und frisch rann das Gebräu ihr den Hals herunter und Aril erschauerte beinahe vor Glück.

"Nun, ich habe eine Schaufel gefunden, wie du siehst." Sie deutete auf die Schaufel, die neben ihr lag. Trovao hatte mittlerweile schon den Weg zum Bach eingeschlagen und trank dort gierig.
"Als ich gemerkt habe, dass ich meine Waffen nicht dabei habe, habe ich mir dieses kleine Messer mitgenommen. Damit können wir Kräuter oder andere Pflanzen besser kleinschneiden als mit unseren Waffen," erklärte sie.
"Und dann sind da noch diese beiden Platten, die können wir als Teller verwenden." Aril zeigte sie Glandis.
"In diesem Beutel sind saubere Tücher. Die können wir sicherlich auch gebrauchen."

Damit lehnte sich Aril zurück und betrachtete die Elfe: "Nimm es mir nicht übel, aber wenn es Zeit zum Reden ist, dann musst du die erste Frage stellen. Ich rede nämlich so oft, dass ich manchmal glaube, es reicht für uns beide. Also - was möchtest du wissen?"

Emerahl
31.08.2014, 10:04
http://upload.worldofplayers.de/files9/u0eYVYcyAmEwPh4Zqc2Darion_portrait.png

''Ihr.. seht aus wie ein Qunari?, wenn ich mich nicht irre? Hört zu, wir sind auf der Flucht, dieser Junge Mann wird vermutlich verfolgt, es gab keinen besseren Fluchtweg als mitten durch den Wald, mein Name ist Remus Lewin ich Stamme aus Redcliff.'' Bei den Worten des älteren Mannes horchte Arwan auf. Er schien der Überzeugung zu sein, dass das kein Dämon war. Aber der Wolf! Er sah aus wie der mächtige Gott Fen'Harel, einer der Götter der Dalish. In den Büchern des Zirkels hatte er jedoch nichts weiter Nennenswertes gefunden. Dieser schenkte Arwan und seinem Gefährten keinerlei Beachtung mehr, sondern hatte sich bellend in die Richtung gewandt, aus der er gekommen war. Der Qunari, wenn er denn tatsächlich einer war, hatte in seinem Satz inne gehalten und wandte sich nun ebenfalls in die Richtung. Sie mussten etwas hören, was Arwan verborgen blieb, denn er hörte nur das Rauschen seines Blutes in den Ohren.

"Slim, komm, wir verschwinden!" sprach der Fremde zu dem Wolf, dann blickte er zu Arwan und Remus: "Folgt mir, wenn ihr mithalten könnt. Aber danach will ich richtige Antworten!"

Inzwischen konnte auch Arwan das Scheppern von Rüstungen hören. Mist! Hatten ihn doch Templer verfolgt? Arwan hatte gehofft, dass sie mit der Katastrophe im Zirkel genug beschäftigt waren. Er sprang hastig auf und rannte dem Fremden und seinem Wolf nach, als wäre der Erzdämon persönlich hinter ihm her. So rannten sie eine Weile, bis sie irgendwann nicht mehr das Scheppern hören konnten. Arwan keuchte inzwischen und das Adrenalin, das ihn zuvor angetrieben hatte, ließ langsam nach.

"Pause!" japste Arwan und ließ sich zu Boden fallen. Als seine Atmung sich wieder weitest gehend normalisiert hatte, wandte er sich an seine neuen Gefährte: "Mein Name ist Arwan. Ich bin ein Halb Elf auf der Suche nach den Dalish. Meine Verfolger sind Templer." Allerdings verschwieg er, warum diese ihn verfolgten. Da dieser Remus nicht erwähnt hatte, dass er ein Magier war, wollte er es auch vorerst verschweigen. Er hoffte, dass sein Umhang sein Magiergewand noch genügend verbarg.

VRanger
31.08.2014, 10:17
vorheriger Post: Am Flussbaum • Arils Rückkehr (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23312122&viewfull=1#post23312122)

Glandis | Am Flussbaum • Ein Angebot

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png Glandis hatte Aril, die wohlbehalten aus dem Lager zurückgekommen war, gefragt, wie es denn dort gewesen war. Die Antwort war für sie eher ein knapper Sachbericht. Was wurde gefunden, was kann man gebrauchen. Doch warum die Adlige gesagt hatte: „Es ist so gruselig dort, so ohne dich. Ich möchte da nicht mehr alleine hin.“, das erfuhr Glandis nicht. Sie dachte sich, dass es wohl besser sei, nicht nachzubohren. Ebenso wollte sie die hastig zusammengetragenen Fundstücke nicht bewerten. Doch der Einsatz war gebührend zu würdigen. Deshalb sagte sie zu Aril, die mittlerweile von dem Tee aus aufgebrühter Zitronenmelisse getrunken hatte: »Aril, wir sollten diese spontanen Sachen lassen. Ich gebe mir da schon eine Mitschuld, dass es dich dort gegruselt hat. Leider …« dabei hielt sie inne. Denn Glandis wusste schon beim Sprechen, es war das falsche Wort. So korrigierte sie sich: »Nein, nicht leider. Es ist ein großes Glück in dieser Zeit so einen Ort wie diesen hier zu kennen. Meine Wunden, mein Kopf und mein Rücken, heilen wunderbar. Das Essen ist zwar ein wenig einseitig, aber schmackhaft. Da kann man ganz einfach die Gefahr, die uns hier umgibt, vergessen. Deshalb freue ich mich sehr über die Schaufel, aber es hätte auch ein hoher Preis dafür gezahlt werden können.«

Bei dem Beschreiben der Gefahr hatte die Dalish ganz selbstverständlich keine Namen genannt. Denn für sie gehörten die zwei Pferde, die munter, Gwess noch etwas vorsichtiger als der Rappen, es sich an dem Grün gutgehen ließen.

Für Glandis war Aril ein großes Rätsel, aber sie hatte ihr das Leben gerettet und sich als vortreffliche Kämpferin erwiesen. Ebenso schien ihr Kameradschaft ein bekanntes Wort zu sein. Doch über ihren letzten Satz: „Nimm es mir nicht übel, aber wenn es Zeit zum Reden ist, dann musst du die erste Frage stellen. Ich rede nämlich so oft, dass ich manchmal glaube, es reicht für uns beide. Also - was möchtest du wissen?“ musste die junge Frau lächeln. Sie sagte dazu: »Aril, ach Aril. Du bist schon manchmal putzig. Aber vielleicht mag ich ja auch gerade das an dir. Nein, ich möchte nichts wissen. Obwohl es sicherlich viele interessante Dinge gäbe, die du mir erzählen könntest. Nein, ich habe mich entschlossen, dir etwas anzuvertrauen. Unser Reden über die Traditionen haben da bei mir etwas wachgerufen. Und weil wir uns jetzt schon besser kennen,« Hier stoppte Glandis bei ihrer Rede. Sie strich sich mit den Fingern das Haar zurück. Es war eine plötzliche Unsicherheit zu verspüren. Doch dann sprach sie weiter: »Gut, es sind nur wenige Tage, die wir uns kennen. Doch ich denke, du weißt mehr von mir, als viele, die mich glauben zu kennen. Und ich weiß mehr von Dir, als wie es für die kurze Zeit für eine Dalish üblich wäre.«

Nach diesem Satz griff sie nach dem Tee, nippte von dem Getränk, als wenn sie sich Kraft holen wollte und erzählte dann weiter: »Ich breite mein Innerstes nicht gleich aus und gebe auch nicht zu jedem gleich eine Antwort, obwohl ich eine habe. Das glaube ich zumindest. Doch dir will ich etwas erzählen, was mit unseren Traditionen zu tun hat. Willst Du es hören?« fragte die Dalish und bekam auf einmal einen merkwürdigen schimmernden Glanz in ihre Augen.


nächster Post: Ein Erbe droht zu entschwinden (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23317588&viewfull=1#post23317588)

Fawks
31.08.2014, 11:16
Vorheriger Post: Fundsachen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page3?p=23314535&viewfull=1#post23314535)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png

»Aril, wir sollten diese spontanen Sachen lassen. Ich gebe mir da schon eine Mitschuld, dass es dich dort gegruselt hat. Leider …Nein, nicht leider. Es ist ein großes Glück in dieser Zeit so einen Ort wie diesen hier zu kennen. Meine Wunden, mein Kopf und mein Rücken, heilen wunderbar. Das Essen ist zwar ein wenig einseitig, aber schmackhaft. Da kann man ganz einfach die Gefahr, die uns hier umgibt, vergessen. Deshalb freue ich mich sehr über die Schaufel, aber es hätte auch ein hoher Preis dafür gezahlt werden können.«
Aril nickte stumm. Es war unbedacht gewesen, ohne die Waffen loszureiten. Mit etwas weniger Glück wären dort auch noch Brutwesen umtriebig gewesen und denen hätte sie ohne Waffen kein Paroli bieten können.

Auf Aril Äußerung, dass Glandis nun die Fragen stellen sollte, erwiderte sie:
»Aril, ach Aril. Du bist schon manchmal putzig. Aber vielleicht mag ich ja auch gerade das an dir. Nein, ich möchte nichts wissen. Obwohl es sicherlich viele interessante Dinge gäbe, die du mir erzählen könntest. Nein, ich habe mich entschlossen, dir etwas anzuvertrauen. Unser Reden über die Traditionen haben da bei mir etwas wachgerufen. Und weil wir uns jetzt schon besser kennen,« Hier zögerte die Elfin, doch setzte den Satz fort:
»Gut, es sind nur wenige Tage, die wir uns kennen. Doch ich denke, du weißt mehr von mir, als viele, die mich glauben zu kennen. Und ich weiß mehr von Dir, als wie es für die kurze Zeit für eine Dalish üblich wäre. Ich breite mein Innerstes nicht gleich aus und gebe auch nicht zu jedem gleich eine Antwort, obwohl ich eine habe. Das glaube ich zumindest. Doch dir will ich etwas erzählen, was mit unseren Traditionen zu tun hat. Willst Du es hören?«

Aril traute ihren Ohren kaum. Von dem was ihr Opa erzählt hatte, waren Elfen die stolzesten und geheimnistuerischten Wesen, die auf dieser Welt wandelten - und jetzt wollte Glandis ihr von den Traditionen erzählen, die jahrhundertelang gehütet wurden wie ein rohes Ei?
Aril verscheuchte das aufkommende Misstrauen - das hatte sie auch empfunden, wenn plötzlich Leute freundlich zu ihr waren, die ihr nichts bedeuteten. Die kleineren Intrigen am Hof hatten zumindest dafür gesorgt, dass die Adlige schnell misstrauisch wurde - aber eshalb konnte sie noch nicht diese Intrigen durchschauen und den Plan ihres Gegenübers verstehen.
Die junge Frau begriff langsam, dass die Welt anders funktionierte als nach dem Muster, dass ihr ihre Eltern und Großeltern einzureden versucht hatten.
Allein ihr Opa hatte endweder willentlich Lügen über die Elfen erzählt oder er war als Lehrmeister tatsächlich nicht geeignet.

Aril beschloss, sich ihr eigenes Bild zu machen. Sie mochte diese sonderbare Elfin und nun, wo sie anscheinend ein wenig Vertrauen gefasst hatte, wollte Aril alles tun, dass Glandis spürte, wie viel es ihr bedeutete.

"Ich bitte dich darum, mir mehr zu erzählen. Deshalb habe ich auch dich die Fragen stellen lassen wollen. Es fühlt sich so an, als wollte ich nur alles über dich wissen, und dabei nicht von mir oder meinem Leben erzählen. Da ich aber in deinen Augen sowieso viel rede - nein, bestreite es nicht, ich weiß es! - kann ich nicht abschätzen, ob ich dich nicht langweile. Um also dir das zu erzählen, was dich interessiert gibt es diese einfache Möglichkeit: Du stellst die Fragen.
Soviel zu meiner Absicht..." Aril lachte kurz und setzte dann wieder zum Sprechen an:
"Bevor du mir von den Traditionen erzählst, will ich dir sagen, wie Recht du hast. Ich hätte nicht so unbedacht losreiten sollen. Wir haben Glück gehabt, dass nichts geschehen ist. Aber ich kenne die Gefahren hier draußen nicht - das ist nicht meine Welt. Bei Gelegenheit kannst du mir einmal erklären, welche Gefahren hier lauern und wie man sich schützt."
Arilgoss sich noch ein wenig von dem Melissenwasser ein. "Es schmeckt sehr gut! Und nun, erzähl. Ich bin ganz Ohr!"

VRanger
31.08.2014, 16:50
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Glandis | Am Flussbaum • Ein Erbe droht zu entschwinden

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png Aril war auf das Angebot von Glandis eingegangen. Das freute Glandis zum einen. Auf der anderen Seite wurde ihr etwas angst und bange vor der Sache. Sie begann etwas im Sitzen hin und her zu rutschen und ihre schlanken Gliedmaßen zappelten ein wenig, was man sonst von der Dalish nicht gewohnt war. Es war neu für sie, außerhalb ihrer Gruppe über solche Dinge zu reden. Aber es war zugleich auch schön. Die Dinge, die Aril sonst noch gesagt hatte, überging Glandis ist der gewohnten Weise. Wenn sie jetzt darauf eingehen würde, gäbe es mit großer Sicherheit ein neues Thema. Das wollte sie nicht.

»Aril, ich erzähle dir diese kleine Episode nicht, um irgendetwas damit zu bezwecken. Nein,« sagte Glandis und öffnete ihre Hände mit den Handflächen nach oben, unbewusst. »... nein, ich erzähle es zuerst …« wieder stockte sie, holte Luft: »ich erzähle es zuerst für mich. Du musst wissen, wir von dem reisenden Volk, kennen die Schriftsprache nur noch in Stücken und Teilen. Viele Dinge sind verloren gegangen in all den Äonen an Zeitepochen. So berichten wir unseren Nächsten über das eine oder das andere. Was es wert ist, wird weiter erzählt. Das Wissen der Dalish wird an die Kinder und deren Kindeskinder weiter gegeben. Diese erzählen es weiter. Sicher auch immer mit etwas Gutem dabei, wenn derjenige ein Held war. Aber auch mit Schlechtem dabei, wenn derjenige einen Verrat begangen hat. Ich habe ein wenig Sorge, dass ich die Dinge, die mir wichtig sind, die mich betreffen, ja bestimmen, die auch zu mir im Widerspruch stehen, vergessen könnte.«

Dann schweig sie. Schaute Aril an, prüfte deren Reaktion auf diese Einleitung. Glandis konnte nichts erkennen, was sie gehindert hätte fortzufahren. Eine gewisse Neugierde, aber auch gepaart mit einem Blick aus dem Wissen, was Aril aus ihrer Welt zu den Elfen kannte, das sah die Dalish. Doch das sollte kein Hinderungsgrund sein, nicht weiter zu erzählen.

»Aril, deine Aussagen über deine Familie, über deine Erziehung, über deine Art damit umzugehen, hat mich schließlich dazu geführt, mal über meine Erfahrungen zu sprechen. Ich tue es auch deshalb, weil ich glaube, du wirst es verstehen. Denn Du bist so wie ich, eine Ausreißerin. Wir zwei haben derzeit die Lebenslinien verlassen, die die Sitte des jeweiligen Volkes ist.« Dabei lachte Glandis und fügte hinzu: »Ja, wir zwei sind Ausreißerinnen! Das ist schon lustig, finde ich.«

Sie wartete, ob Aril es auch amüsant finden würde, das mit den Ausreißerinnen. Doch sie wollte noch nicht direkt anfangen, sondern Aril noch einmal hören. Deshalb sagte sie gestenreich: „Aril. Es ist also nichts Geheimes, sondern etwas, wo du mir einen Gefallen erweisen kannst, in dem du mir zu hörst, aber auch, wenn es dir passt, eine Frage stellst. Wenn diese zu meiner kleinen Geschichte passt, flechte ich diese mit ein. Du merkst es schon. Es kann auch sein, wir werden heute morgen nicht fertig, aber der Anfang ist dann getan. Deshalb schaue mit auf den Stand der Sonne. Denn das Lager des Sturmtrupps sollten wir schon vor dem Mittag gesehen haben.“

Dann schwieg die Dalish und erwartete eine Antwort von Aril. Doch sie war sich nicht sicher, ob sie ihr Anliegen gut erklärt hatte. Denn sie hatte noch nie so vor einem Menschen gesprochen. In ihrem Clan waren viele Dinge selbstverständlich, doch heute war sie nicht mehr in ihrem Clan.


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Önee-sama
31.08.2014, 17:19
http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Piratin spürte wie die Fingerspitzen von Emanuelle durch ihre Haare fuhren und dabei sanft die Kopfhaut stimulierten. Nach einem derart anstrengenden Tag war das eine äußerst willkommene Entspannungsmaßnahme. Anschließend nahm die junge Dame eine Bürste als Hilfsmittel, um die Löwenmähne in eine geschmeidigere Form zu bringen. Hin und wieder bemerkte Ivy, wie die seidigen Handflächen der Prinzessin ihre Wangen berührten. Hmm, ob das auch zur Haarpflege gehört? Dann schob Emanuelle ihren Körper näher an ihren heran und präsentierte ihr Stolz das Ergebnis der Arbeit in einem Handspiegel, den sie so in der Hand hielt, das sich beide problemlos betrachten können. Ivy hatte gefallen gefunden an dem Anblick. Ihre mystische Haarpracht hatte in der Tat eine feinere Note durch das Geschick der Kleinen gewonnen. "Es gefällt mir, Emanuelle!"

Die blondhaarige Maid hatte allem Anschein nach ihre Haarknoten gelöst und es wirkte nun fast ebenso lang wie die Mähne der Seeräuberin. Doch dann geschah etwas sehr sonderbares. Der Atemhauch der Prinzessin, welchen sie an ihrem Ohr spürte, formte einige Worte, die es sich zum Ziel machten, eine sinnlichere Atmosphäre zu schaffen. Emanuelle bot der Magierin nicht nur an, sich an ihren Haaren zu versuchen, sie hatte es anscheinend auch auf etwas anderes abgesehen und begann damit, das Ohr der pinkhaarigen Frau liebevoll mit den Zähnen zu bearbeiten.

Ivy fingerte nach ihrer Münze in der Hosentasche, denn sie konnte doch nicht einfach so eine Entscheidung treffen. Aber als sie das kleine, goldene Stück zwischen ihren Fingern aus der Hose zog, fiel ihr die Münze direkt aus der Hand auf den Fußboden. Die Liebkosung der Kleinen hatte sie so sehr abgelenkt, sodass sie das glänzende Ding einfach nicht festhalten konnte. Argh...

Die Magierin löste sich für einen Moment von den Vorgaben ihres Meisters und drehte ihren Kopf zu Emanuelle. Das schwächer werdende Kerzenlicht hatte die Haarfarbe der Prinzessin wieder auf den Normalzustand zurückgesetzt. Der Goldschatz, war nicht mehr vorhanden. Die Schatzkarte hatte sich geirrt. Doch Ivy wollte das Mädchen auch nicht enttäuschen, wahrscheinlich war dies ihre erste Nacht mit einer anderen Person und sie hatte sich sehr viel Mühe gegeben, das war mehr als offensichtlich. Sie war nett und liebevoll. Die selbsternannte Freibeuterin wollte ihre Gefühle nicht verletzen und gleichzeitig auch ihre Dankbarkeit für die Haarpflege zeigen.

Ivy fixierte also mit ihrer Hand das Kinn der blonden Dame und zog es näher an sich heran. Ihre Lippen berührten die von Emanuelle für einen langen, sinnlichen Kuss ohne dabei die Zunge zum Einsatz kommen zu lassen. Anschließend ging sie mit ihrem Kopf wieder etwas zurück, blieb aber dicht vor ihrem Antlitz und streichelte sanft mit ihrer freien Hand über die engelsgleiche Wange der blondhaarigen Maid. "Du bist ein liebes Mädchen, aber wir sollten nichts überstürzen, meinst du nicht auch?"

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle war sich sicher, Alles richtig bisher eingeschätzt und angegangen zu sein.
"Es gefällt mir, Emanuelle!"
Ivy reagierte sehr positiv auf das sichtbare Ergebnis im Spiegel. Und auch der Attacke auf ihr Ohr durch ihn schien sie nicht abgeneigt zu sein.
Oh warte nur ab, meine Teuerste! Der gute Emanuelle wird dir noch ganz andere Dinge zeigen! Dinge, bei denen du dich mehr als nur wohl fühlen wirst! Ich werde dir eine ganz neue Bedeutung des Satzes 'die Nacht durchmachen' beibringen... Und wenn die Vögel uns dann den neuen Morgen ankündigen... nun, dann können wir uns ja etwas Ruhe gönnen!
Sein Verstand war schon dabei, sein gesamtes Repertoire an Stellungen durch zu gehen, dabei auch seine gute akrobatische Gelenkigkeit einbeziehend. Derweil drehte Ivy ihren Kopf zu Emanuelle und betrachtete ihn im Kerzenschein.
Perfekt! Sie hat angebissen! Jetzt kann doch noch etwas so wunderbar Schönem hier in der Pampa gefröhnt werden...
Dann zog Ivy seinen Kopf zu sich und gab ihm einen ersten langen Kuss. Auch ohne Zunge, konnte man eine gewisse Sinnlichkeit dahinter erkennen und Emanuelle wähnte sich am Ziel.
Treffer! Versenkt!
Anschließend nahm Ivy ihr Gesicht etwas zurück, blieb jedoch dicht am Kopf von Emanuelle, streichelte zärtlich über seine Wange und...
"Du bist ein liebes Mädchen, aber wir sollten nichts überstürzen, meinst du nicht auch?"
Plötzlich schien die Welt wie erstarrt! Zusätzlich war Alles in unterschiedlich hellen und dunklen Grautönen gehalten. Zumindest aus seiner Sicht.
W-was? Wie? W-warum!? Nach all dem, was ich hier an Arbeit geleistet habe, macht sie... kann sie... serviert sie mich ab!? Mit einem Kuss und einem Lächeln!? Ist sie etwa genauso raffiniert, wie ich???
3 oder mehr Sekunden waren bestimmt schon verstrichen, in denen Emanuelle wahrscheinlich so gequält wirkte, wie ein Schwein auf der Schlachtbank! Bis der Profi in ihm einschritt.
Hey! Vergiss das stumpfe Messer mal für einen Augenblick, das sie dir gerade in deine Kronjuwelen gerammt hat! Wenn du weiter hier so starr rumsitzt, dann wird sie noch Verdacht schöpfen...
Das musste ihm sein Verstand nicht zweimal sagen! Etwas die Bestürzte spielend, nahm er eine Hand vor seine Brust und die andere hielt er vor seinen Mund. Dabei formte sein Gesicht einen Ausdruck des Erschreckens.
"V-verzeiht mir! B-bitte, ja? Ich wollte... nicht... es war nur..."
Jetzt die gesamte Dosis an Entschuldigung!
Schnell schoss er nach vorne, umarmte Ivy einmal gefühlvoll, nahm dabei ihren Duft, die Wärme ihres Körpers und den Druck ihrer Rundungen in sich auf, ehe er sich wieder von ihr löste und sich kurz verneigte.
"Bitte verzeiht. Ich habe mich von der Atmosphäre tragen lassen... Als Entschuldigung lasse ich euch den Vortritt mit dem Waschkrug vor dem zu Bette gehen. Zusätzlich biete ich euch an, morgen nach Aufstehen euch die Frisur richtig im Tageslicht herzurichten und, wenn ihr mögt, auch an meiner Frisur euch zu probieren! Natürlich völlig ohne Hintergedanken!"
Dabei lächelte er sie an. In Gedanken war er aber schon bei weiteren Plänen.
So, du möchtest es also nicht überstürzen... Keine Sorge! Heute Nacht wird es keine weitere Annäherung geben! ABER... Du wirst mit einer sehr schwachen Emanuelle auskommen müssen, die ein wenig Beistand benötigen wird! Dadurch sollst du Mitleid bekommen und dann... oh, die nächsten Tage könnten sehr interessant werden... Denn noch habe ich dich nicht abgeschrieben! Der gute Emanuelle kennt noch ganz andere Tricks der Verführung!
Zudem machte er sich kurz Gedanken zu dem nächsten Morgen.
Außerdem bekommt man in deiner Umgebung alles umsonst! Und das ist auch eine nette Eigenschaft... nur muss ich dem Wirt morgen irgendwie zu verstehen geben, dass Angeline hier uns alle noch umbringen wird mit ihrer Kochkunst... oder der nicht vorhandenen derselbigen! Wenn sie doch nur so gutes Essen zubereiten könnte, wie sie gleichzeitig sich als Katze geben kann...

BlackShial
31.08.2014, 20:49
Was bisher geschah: Erik (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page20?p=23217233&viewfull=1#post23217233) und Faren (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23285141&viewfull=1#post23285141)

http://upload.worldofplayers.de/files9/TiadenPic2.pngMit einem leisen Seufzer öffnete die Elfe langsam ihre Augen, schien sie doch von einer nicht fremden Stimme angesprochen zu werden. Ebenso wie geschüttelt. Unsanft geschüttelt, was jedoch keinen großen Unterschied für sie machte.
Fragend suchten ihre rotbraunen Augen nach dem kleinen, bärtigen Mann, welcher unweit von ihr saß, hocke oder stand - was in der Dunkelheit und dank seiner Größe nur schwer auszumachen war. Das Licht der Kerze erleuchtete das grinsendes Gesicht des Zwerges und ließ seinen von Essensresten geschmückten Bart glänzen.
Es dauerte eine Weilte, bis Tiaden verstand, was ihr kurzer Begleiter damit hatte sagen wollen. Erst der Denkanstoß in Form eines Zerrens half ihr zu erkennen, dass sie nicht allein in dem Zelt waren.
Eigentlich hätte es ja der Gestank sein sollen, der ihr dies mitteilte. Oder das Röcheln, welches aus Faren’s Richtung kam. Doch gerade für die Besänftigte war nur schwerlich ein Unterschied zwischen dem Geruch des Zwerges und dem der unerwarteten Gäste festzustellen. Ein Röcheln war gewiss auch nichts, was sie überrascht hätte, wenn das überhaupt möglich gewesen wär.
„Würdet ihr bitte mein Bein loslassen?“
Erst einen Moment später widmete sich die Blonde dem Zerren, welches sie verspürte und die Bewegung ihres Beines erschwerte. Ruhig drehte sie sich zu der Person herum, die sie am Unterschenkel festhielt und diesen herunterdrückte.
Keine Reaktion.
Nur ein erneutes Röcheln, dieses Mal jedoch deutlich aus ihrer Richtung. Besser gesagt aus der Richtung, aus der auch die Hand kam, die sie festhielt. Tiaden stützte sich auf dem Boden ab, richtete ihren Oberkörper auf und versuchte zu erkennen, ob es vielleicht der Menschenmann war, der sich ihr da genähert hatte. Doch leider hatte sie keine wirkliche Ähnlichkeit erkennen können.
Ob das an dem flackernden Licht der Kerze lag, welche das Zelt nur dürftig erhellte? Oder waren es doch eher die weißen Augäpfel, welche aus den tiefen Augenhöhlen hervorquollen? Vielleicht aber auch die Haut, welche sich dunkel an einigen Stellen im Gesicht abschälte und madenbesetztes Fleisch offenbarte.
Auf jeden Fall hatte es sich nicht um den Menschenmann gehandelt, weshalb Tiaden ohne erneute Bitte nach dem Dolch griff, den sie an diesem Tag zuvor einer toten Frau abgenommen hatte. Wahrscheinlich hätte sie es auch getan wenn es der Mann gewesen wär, doch war diese Überlegung in diesem Augenblick wohl überflüssig.
Mit einer schnellen Bewegung bohrte sich die Klinge in das weiche, faulige Fleisch und direkt durch die Mundhöhle. Mit einem lauten Knacken fand der Dolch sein Ziel zwischen den Kieferknochen und brach diese auseinander, so dass der Unterkiefer der Person leicht nach unten klappte und eine tiefrote Flüssigkeit hervorquoll, durchsetzt von hell schimmernden Eiter. Es war nur schwer zu erkennen, doch die Tatsache das es nicht viel Blut war, schien zu bedeuten, dass der Röchelnde bereits seit geraumer Zeit hatte tot sein müssen. Oder einfach kein Blut besaß.
„Ser Faren. Wer ist das?“
Noch während die Frau mit dem freien Bein nach dem Kopf der Person trat, um ihren Dolch zu befreien, der trotz ihrer kräftigen Hin- und Her-Bewegung fest verkeilt zu sein schien, drehte sie sich leicht zu dem Zwerg herum.
Die Tatsache, dass genau diese Person nach ihr zu beißen versuchte, störte sie jedoch kaum, da es ohne passendes Gegenstück zum Oberkiefer ohnehin nicht möglich war.


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Was bisher geschah: Vitus (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23285141&viewfull=1#post23285141) und Lothar (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page2?p=23310134&viewfull=1#post23310134)

http://upload.worldofplayers.de/files9/JosefinaPic2.pngJo nahm einen kräftigen Schluck aus ihrem Wasserschlauch, welchen sie zuvor dankend von dem Söldner entgegengenommen hatte - natürlich, immerhin hatte auch sie so etwas wie Anstand. Wär sie nicht schon eine Weile mit ihm unterwegs gewesen, hätte sie gewiss nicht ohne vorherige Kontrolle einfach so von dem Wasser getrunken. Doch inzwischen musste sie sich wohl keine Sorgen darüber machen, dass der Kerl ihr wer weiß was für Flüssigkeiten überreichte.
Während sie sich den Mund mit dem Ärmel ihrer Tunika abwischte, beugte sie sich leicht nach vorn, dem Feuer entgegen. Ferelden hatte ein wahrlich garstiges Klima, vor allen des Nachts, wo man sich in den meisten Fällen seiner Rüstung entledigt hatte. Schnaufend zog die Schwarzhaarige ihren schweren, gefiederten Umhang weiter über ihre Schultern und verdeckte den ohnehin mehr als unfraulichen Körper.
Nur für einen Moment stellte sie den Blickkontakt zu dem Ritter her, der deutlich machte, dass ihm der Sinn nach einem Gespräch stand. Jo nickte, deutete an das sie bereit war etwas zu erzählen, lies sich damit jedoch redlich Zeit. Ihre blauen Augen sanken wieder herab und fanden ihr Ziel in den Flammen.
Nur für einen Moment erinnerte sie sich zurück, an die Zeit im Zirkel. Die Fackeln, die in der Dunkelheit der Nacht die Gänge zu den Unterkünften der Magiestudenten erhellten. Die Gänge, durch die die mit der Elfe schlich, zu einem Ort, an dem sie offen hatten zeigen können, was sie füreinander empfanden. Ohne die strengen Blicke des Kommandanten und des ersten Verzauberers. Das warme Licht des Feuers, welches das blonde Haart so wunderbar schimmern ließ. Der helle Schein, der die Gänge erhellte, aber dennoch ein Gefühl hinterließ, dass alles um sie herum nicht mehr existierte und nur noch sie zählten. Die Flammen, welche wild flackerten, als würden sie auf das Kichern der Elfe reagieren.
„Das wache Meer ...“
Ruhig wiederholte die Frau die Worte des Ritters, sprach dabei jedoch eher zu sich selbst, als wirklich eine Antwort zu geben. Mit einem melancholischen Grinsen im Gesicht lehnte sich die Templerin wieder ein kleines Stück zurück und blies sich das fettige Haar aus dem Gesicht.
„Bei Andraste’s vergilbtem Unterrock, ich weiß noch nicht einmal, ob dies wirklich das Ende meiner Suche ist. Das wache Meer ist der einzige Anhaltspunkt, den ich noch habe. Meine einzige Hoffnung.“
Wenn der Erbauer ihr nach all dem noch wohlgesonnen war, dann würde er ihr beistehen. Doch konnte sie darauf noch hoffen?
„Ihr sagtet, das Anwesen eurer Familie liegt dort in der Nähe?“
Jo hatte vielleicht keinen Orientierungssinn, doch zumindest zuhören konnte sie. Und sich sogar ab und an ein paar Einzelheiten merken.
„Ihr solltet uns den ganzen Weg begleiten und sie besuchen ...“
Um sich zu verabschieden? Um sich umstimmen zu lassen? Vielleicht etwas in der Art. Doch war es niemals gut der Familie zu lang fernzubleiben. Sie wusste, wovon sie sprach.


http://upload.worldofplayers.de/files9/TrennlinieRPG2.png
Was bisher geschah: Juri (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht/page20?p=23249775&viewfull=1#post23249775) und Nekka (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page2?p=23310134&viewfull=1#post23310134)

http://upload.worldofplayers.de/files9/QuintusPic4.pngEin Schrei.
Ein Schrei, der ihm durch Mark und Bein ging. Ein Schrei, der sich mit seinem verband und sich in einer wütenden Grimasse manifestierte. Ein Schrei, der jegliche Magie von diesem Ort weichen lies.
Die Flammenden Hände vor sich haltend, starrte der Magier ungläubig zu dem schönen Wesen, welches hinter dem Schleier der sengenden Luft leblos zu Boden ging. Flammen leckten an seinen Fingern, formten sich zu einem Angriff, der für die beiden grässlichen Mörderinnen gedacht war.
Doch er hielt inne.
Sein Schrei verstummte und jegliche Kraft verließ ihn, als er noch immer im Wasser stehend auf die Knie sank. Es mochte seicht an dieser Stelle gewesen sein, doch tief genug um seine flammenden Hände vom kühlen Nass umschließen zu lassen. Zischend offenbarte sich der Dampf, welcher seinen Körper heraufwanderte und gänzlich über ihm verblasste. Mit starren Augen Blickte er zu der leblosen Schönheit.
„Was ... habt ihr ... getan? Was ... habt ihr getan? Was habt ihr getan?!“
Sie wurde von ihm gerissen, geschändet und gemordet. Dies wunderbare Wesen, welches ihn so sehr verzaubert hatte. Ihn in seinen Bann gezogen hatte und zeigte, was vollkommene Glückseligkeit bedeutete.
Er blinzelte. Einmal. Zweimal.
Es dauerte einen Moment, bis er sich dem bewusst wurde, was geschehen war. Dem, was diese wunderbare Schönheit tun wollte. Dem, was er getan hatte
„Was ... habe ich getan?“
Emotionen klangen in seiner Stimme mit, welchen er nur selten freien Lauf ließ. Doch wie hätte er diese in solch einen Moment verbergen können, in dem ihm bewusst wurde, dass es sein Werk war, dass eine schöne Frau verletzt wurde?
Mit einem lauten Plätschern erhob er sich und stolperte nach vorn. Die Kraft, die er noch beim Aufstehen zeigte, verlosch im Angesicht dessen, was sich ihm mit jedem Schritt immer deutlicher offenbarte.

Fawks
31.08.2014, 22:54
Vorheriger Post: Vertrauensbeweis (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page3?p=23316307&viewfull=1#post23316307)
http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png
»Aril, ich erzähle dir diese kleine Episode nicht, um irgendetwas damit zu bezwecken... nein, ich erzähle es zuerst …ich erzähle es zuerst für mich. Du musst wissen, wir von dem reisenden Volk, kennen die Schriftsprache nur noch in Stücken und Teilen. Viele Dinge sind verloren gegangen in all den Äonen an Zeitepochen. So berichten wir unseren Nächsten über das eine oder das andere. Was es wert ist, wird weiter erzählt. Das Wissen der Dalish wird an die Kinder und deren Kindeskinder weiter gegeben. Diese erzählen es weiter. Sicher auch immer mit etwas Gutem dabei, wenn derjenige ein Held war. Aber auch mit Schlechtem dabei, wenn derjenige einen Verrat begangen hat. Ich habe ein wenig Sorge, dass ich die Dinge, die mir wichtig sind, die mich betreffen, ja bestimmen, die auch zu mir im Widerspruch stehen, vergessen könnte.«

Aril sah ungläubig drein. Sie wollte etwas sagen und als hätte sie es gemerkt, hielt Glandis inne. Aril schluckte und sagte: "Sprich weiter, ich stelle die Frage am Schluss. Bis dahin werden sie sich vermerht haben, glaube ich."


»Aril, deine Aussagen über deine Familie, über deine Erziehung, über deine Art damit umzugehen, hat mich schließlich dazu geführt, mal über meine Erfahrungen zu sprechen. Ich tue es auch deshalb, weil ich glaube, du wirst es verstehen. Denn Du bist so wie ich, eine Ausreißerin. Wir zwei haben derzeit die Lebenslinien verlassen, die die Sitte des jeweiligen Volkes ist. Ja, wir zwei sind Ausreißerinnen! Das ist schon lustig, finde ich.«
Die Elfe lachte. Aril stimmte ein. Ein Elfe, die nicht einmal den Menchen gedient hatte, war verstoßen worden. Aber wieso verstoßen? Aril grübelte nach, was Glandis ihr gesagt hatte, weshalb sie hier war, da war nichts mit Verstoßen erzählt worden. Oder doch?

„Aril. Es ist also nichts Geheimes, sondern etwas, wo du mir einen Gefallen erweisen kannst, in dem du mir zu hörst, aber auch, wenn es dir passt, eine Frage stellst. Wenn diese zu meiner kleinen Geschichte passt, flechte ich diese mit ein. Du merkst es schon. Es kann auch sein, wir werden heute morgen nicht fertig, aber der Anfang ist dann getan. Deshalb schaue mit auf den Stand der Sonne. Denn das Lager des Sturmtrupps sollten wir schon vor dem Mittag gesehen haben.“

"ein guter Plan!" lobte Aril. "Also, bis jetzt habe ich zwei Fragen: Erstens: Wenn man alles nur mündlich weitergibt, wie soll man sich das denn merken? Wir können geschichtliches Wissen immer in unseren Bibliotheken, die voller bücher stehen, nachschlagen. Ich verstehe, warum ihr das nicht habt, aber trotzdem - wie merkt man sich das alles?" Aril war wirklich baff ob der Gedächtnisleistungen der Elfen.
"Und zweitens: Wieso wurdest du verstoßen? Kamst du nicht zum Spähen hierher? Entschuldige, wenn ich schon wieder frage, aber die Ereignisse überstürzen sich so sehr, dass ich manchmal den Faden verliere..."

Önee-sama
01.09.2014, 01:53
http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

http://upload.worldofplayers.de/files9/Abyss_klein.jpg

Das Erste, was Abyss spürte war das knarrende Geräusch des Holzes, wenn sich jemand auf den Wagen stützte, auf dessen Ladefläche sie wie von Arian angeordnet, saß. Die Arme um die Beine geschlungen und das Kinn aufs Knie gelegt wartete sie auf seine Rückkehr. Das Lager behagte ihr nicht. Es war düster und unfreundlich. Noch viel unfreundlicher als es der dunkle Wald gewesen war. Dennoch war sie froh darüber hier drinnen und nicht bei den Monstern im Gehölz zu sein zu müssen. Vermutlich wäre sie dann schon tot.
Als Abyss nun das Geräusch vernahm, erwartete sie Arian gleich wiederzusehen. Doch noch während sie Anstalten machte sich zu erheben, hörte die fremde Stimme einer Frau bedrohlich sprechen. Zu Abyss Überraschung antwortete eine ebenso fremde Stimme, die eines Mannes, ganz in ihrer Nähe.

"I-ich habe nur... mich etwas abgestützt...", stammelte der Mann.
„Die Frau muss ihm wirklich Angst einjagen“, dachte Abyss ein wenig neugierig. Arian hatte jedoch gesagt, dass sie sich wenn möglich aus Streitigkeiten heraushalten solle. Somit beschloss Abyss weiterhin auf dem Karren sitzen zu bleiben und so zu tun, als würde sie nichts mitbekommen.

Die fremde Frau empfahl dem Mann den Abzug, welchen dieser auch dankend annahm. Dann wurde es still. Nur das Geräusch einer in eine Scheide fahrenden Klinge durchschnitt die Dunkelheit. Nervös und sich fragend, ob die Frau noch dort war, wandte sich Abyss auf dem Karren um, konnte wegen der hohen Stellwände jedoch nur eine schemenhafte Gestalt, ganz in der Nähe des Wagens erkennen. Sie war beinahe so groß wie Arian und hatte langes, fließendes Haar, was ihre Schattengestalt merkwürdig verzerrte.

Abyss schien bei ihrer Beobachtung ein wenig zu laut gewesen zu sein, denn plötzlich sprach die Frau erneut, ohne dass sich jemand anderes dem Karren genährt hätte.

„Wenn ihr zu Arian gehört, könnt ihr euch zeigen... Ich tue ehemaligen Waffengefährten und deren Begleitern nichts... wenn ihr jedoch etwas vom Karren stehlen wolltet... dann solltet ihr euch das vielleicht nochmals überlegen!“

Abyss zögerte. Hatte die Frau wirklich sie gemeint? Doch sie hatte Arian erwähnt. Abyss Herz schlug höher. Kannte die Frau ihn, oder wollte sie nur überprüfen, ob der Karren unbewacht sei. Abyss stand auf und warf dabei Arians dunklen Mantel ab, den sie schon vor ihrem Eintreffen angelegt hatte. Ein wenig schwankend stand sie auf, stellte sich aufrecht und stemmte die Hände in die Hüfte. Sie fixierte die Schattenfrau, die nun da Abyss auf dem Karren stand ein wenig kleiner war, als sie selbst.
„Woher kennt ihr Arian?“, fragte sie und fuhr dann ohne Luft zu holen fort: „Ihr dürft nichts von dem Karren nehmen. Das gehört nicht euch!“

Alleine bei dem Gedanken, dass man sie und Arian vielleicht bestehlen wollte, mischte sich Empörung in ihre dadurch zittrig wirkende Stimme. Dennoch bemühte sie sich, so protestierend und bestimmend zu klingen, wie möglich. Abyss sah, dass die Frau vor ihr eine riesige Klinge auf dem Rücken trug. Eine Klinge, mit der sie die kleine Elfe mit einem Hieb in zwei Hälften spalten könnte. Trotzdem versuchte sie, wie Arian, keine Angst zu haben.

„Abyss!“ erklang es da plötzlich vom Hofe her. Es war Arian, der nun eilig angestapft kam.
„Arian!“, rief sie erleichtert. Arian erreichte den Wagen nach ein paar großen Schritten und begann, auf die Frau einzureden.

„Verzeiht mir, Mylady. Wie ich sehe habt ihr Abyss bereits kennengelernt. Oder?“
Er dämpfte die Stimme ein wenig: „Sie… sie war hoffentlich nicht ungezogen?“
„Heeey!“, intervenierte Abyss. Arian lächelte ihr entschuldigend zu.
„Abyss, das hier ist Claudette Vance, eine Soldatin der königlichen Armee und Überlebende von Ostagar! Lady Vance, das hier ist Abyss. Verzeiht mir die doppelte Vorstellung, solltet ihr einander schon bekannt gemacht haben. Bitte, kommt näher und setzt euch auf die Pritsche!“

Dann ging er zum Ende des Karren und stellte sich vor Abyss. Er hob seine großen Hände, in die Abyss darauf die ihren legte. Dann begann er, eindringlich zu ihr zu flüstern.

„Abyss, Kleines, ich möchte jetzt mir Lady Vance alleine sprechen. Angelegenheiten, die nicht für deine Ohren bestimmt sind. Nimm Lord Paris und Lady Helena und spiel ein wenig mit ihnen. Aber: bleib in der Nähe des Wagens! Und sprich mit niemandem!“

Abyss nickte und kramte zwei sehr unterschiedliche Puppen aus einem Reisesack hervor. Dann sprang sie vom Karren und ging an der Kriegerin namens Claudette vorbei. Sie blieb kurz vor ihr stehen und sagte schüchtern: „Tut mir Leid! Ich wollte nicht unhöflich sein“

Arian durchsuchte den Proviantsack und holte etwas relativ frisches Brot und einen Trinkschlauch Wein hervor, dazu drei Stücken Pökelfleisch. Einladend verwies er auf die freie Fläche auf dem Karren, wo Abyss bereits ein paar weiche Stoffe und ein Kissen zum Inventar des Wagens hinzugefügt hatte und dort für gewöhnlich während der Reisen saß. Eine bequemere Sitzgelegenheit konnte Arian der Amazone nicht anbieten.

„Bitte setzt euch! Setzt euch und erzählt mir bitte alles. Unser edler König ist also wirklich gefallen? Was hat es mit der Geheimniskrämerei auf sich? Was geht vor im Lande?“
Arian überlegte kurz, ob er es wirklich sagen wollte, doch dann entschied er sich, es der wohl ehrbaren Waffengefährtin zu sagen: „Ich soll euch zudem… ach, erzählt ihr zuerst, dann werde ich euch berichten!“

http://upload.worldofplayers.de/files9/Queens_Blade___Claudette_2_ava.jpg

Auf ihre Frage hin hörte sie Bewegungen von der Person auf dem Karren. Claudette drehte sich etwas, damit sie aus dem Augenwinkel zumindest auf den Karren blicken konnte, dabei die Hand immer noch an ihrem Schwertgriff. Dann erkannte sie, dass es sich um ein Mädchen handelte und entspannte sich wieder ein wenig.
Ein Elfenmädchen. Obwohl viele das in dieser Dunkelheit wohl nicht erkennen würden. Was wahrscheinlich auch besser so ist, wenn man diesen Ort bedenkt...
„Woher kennt ihr Arian? Ihr dürft nichts von dem Karren nehmen. Das gehört nicht euch!“
Unwillkürlich musste Claudette ein wenig lächeln bei diesen Worten und sie nahm ihre Hand wieder vom Schwertgriff.
Beim Erbauer! Die Kleine ist wie meine Schwestern damals! Vor allem mit ihrer Haarfarbe erinnert sie stark an Leina und Elina...
Claudette beschied für sich, dass das Mädchen keine Diebin war. Sie war vielleicht leicht verdreckt, was aber eventuell dem Umstand der Reise zu verdanken war. Mit keinem Augenblick glaubte sie daran, dass es Arians Schuld sei, dass dem Mädchen vielleicht keine bessere Kleidung zur Verfügung stand. Dafür hielt sie nach dieser kurzen Zeit von dem Krieger einfach zu viel, vor allem an diesem Ort.
Trotz ihres Erscheinungsbildes stammt sie unmöglich von hier! Wäre sie von hier, gäbe es nur einen Ort, an dem sie ihr Leben verbringen müsste... ob ihr das nun gefallen würde oder nicht...
Bevor sie weiter in Gedanken diesen Ort mit Abneigung belegen konnte, vernahm sie Arians Stimme. Dabei bekam sie den Namen des Mädchens mit.
Abyss... ein guter Name. Mit einem guten Klang... ob eine besondere Bedeutung dahinter steckt?
Derweil fragte Arian, ob Abyss nicht etwa ungezogen war, was Claudette einfach mit einem sanften Lächeln und einem kleinen Schütteln des Kopfes ihrerseits verneinte. Anschließend stellte Arian die Beiden noch einander vor, ehe er Claudette bat ihm zur Pritsche des Wagens zu folgen. Dort angekommen half er dem Elfenmädchen beim absteigen, dann redete er kurz auf sie ein. Mit zwei Puppen in den Händen ging Abyss an Claudette vorbei, blieb kurz stehen, um eine Entschuldigung vorzutragen und lief dann etwas weiter.
Wahrhaftig! Wie meine Schwestern damals: Trotz und auch etwas Verspieltheit eventuell. Dabei aber genügsam, nicht aufmüpfig und scheint eine gute Erziehung genossen zu haben...
Sie lächelte Abyss kurz hinterher, dann wandte sie sich wieder Arian und dessen Karren zu. Der Krieger hatte derweil etwas Nahrung und einen Weinschlauch hervor gekramt.
„Bitte setzt euch! Setzt euch und erzählt mir bitte alles. Unser edler König ist also wirklich gefallen? Was hat es mit der Geheimniskrämerei auf sich? Was geht vor im Lande?“
Nach einer kurzen Unterbrechung fuhr ihr Gegenüber fort.
„Ich soll euch zudem… ach, erzählt ihr zuerst, dann werde ich euch berichten!“
Claudette stellte ihren kleinen Rucksack auf den Karren, zog ihren Mantel zurecht und setzte sich. Dankbar nahm sie ein wenig Brot und etwas von dem Fleisch entgegen.
Alleine die Nahrungsmittel machen den Karren innerhalb dieses Zaunes, der sich Befestigung nennt, zu einem wahren Schatz... denn etwas Besseres zum Speisen wird man hier wohl kaum vorfinden!
Nachdem sie zwei Bissen zu sich genommen hatte, entschied sie, es sei an der Zeit, Arian alles zu erklären - soweit sie es eben selbst wusste.
"Hört mir zu, Arian. Eure Fragen lassen sich zusammen beantworten, zumindest, so weit ich das beurteilen kann. Zuerst: Ja, es ist wahr. Unser glorreicher Anführer ist in der Schlacht gefallen..."
In ihren nächsten Worten steckten Verachtung.
"Damit hat einer den Preis direkt für Ostagar bezahlt!"
Kurz ballte sie eine Hand zur Faust. Danach sprach sie besonnen weiter, auch weil sie wollte, dass Arian es direkt verstehen würde, was sie ihm sagte.
"Ich habe es durch Templer in einer Ortschaft südwestlich von hier erfahren... Lothering. Desweiteren erfuhr ich dort, dass jetzt Loghain im Namen von Königin Anora in Denerim regiert. Also wurde einer der Schuldigen für Ostagar auch noch befördert..."
Eine weitere geballte Faust, ehe sie die Finger wieder öffnete und erneut das Wort ergriff.
"Und das führt mich zu der Bitte, es geheim zu halten, dass wir Überlebende aus Ostagar sind: Loghain scheint eine neue Armee zu formieren. Jedoch weit im Norden bei der Hauptstadt Denerim. Und er benutzt Rekrutierer dazu... eine unfreundliche Truppe von dreien dieser Gestalten hat es auch bei mir versucht... Nach der kurzen Bekanntschaft mit dem Knauf meines Schwertes ließen sie mich weiterziehen..."
Claudette rüttelte einmal an ihrem Schwertgriff, um ihre Worte zu untermalen.
"Das wirft für mich folgende Fragen auf: Sieht man Überlebende als Veteranen oder als Deserteure an? Die drei Gestalten hatten da nicht die Zeit zu, mir etwas in der Hinsicht vorzuwerfen... Doch, warum wird die Armee im Norden gesammelt? Wenn schon alle möglichen Kandidaten in die Armee regelrecht gepresst werden, wieso wird dann nur die Hauptstadt geschützt? Das werden viele Lords in den ländlicheren Gegenden kaum hinnehmen... besonders im Süden, sobald die ersten der dunklen Brut auf ihren Ländereien auftauchen! Für mich seiht es so aus, als wolle da jemand seine Position in der Hauptstadt festigen. Zumal gleich westlich das Bannorn liegt... und wie ich meine Heimat einschätze, werden die Leute dort eine Selbsternennung zu was auch immer nicht so einfach hinnehmen..."
Sie nahm einen kleinen Schluck aus dem Weinschlauch.
"Das ist zusammengefasst die Lage, wie ich sie kenne und meine bescheidene Meinung dazu. Ich gehe davon aus, dass ihr nach der Schlacht eben einfach bei eurer Flucht aus Ostagar eine andere Route wie ich genommen habt und dort nicht von den Rekrutierern belästigt worden seid. Auch würde ich tippen, dass man Überlebende mittlerweile als Deserteure abstempelt. Zum einen, weil wir uns noch nicht wieder zurück gemeldet haben und zum Anderen, weil es auch gute Exempel abgibt, um weitere Rekruten einzuziehen, wenn man ihnen mit toten Deserteuren drohen kann..."
Sie sah Arian jetzt direkt an.
"Ich würde gerne eure Meinung dazu hören. Danach können wir uns anderen Dingen zuwenden: Ich hätte wohl eine Möglichkeit, wo wir einigermaßen ungestört nächtigen können, wenn wir nicht abwechselnd Wache halten wollen, während einer auf dem Karren schläft. Außerdem können wir über Ostagar reden..."
Jetzt sah sie ihn ernst an.
"Wenn ihr dies überhaupt wünscht..."
Dann erhellte sich ihr Gesichtsausdruck merklich.
"Zudem würde ich gerne die Geschichte zu eurer Begleiterin hören... wenn ihr mir die Neugierde verzeiht, aber sie erinnert mich einfach an... Verwandte..."
Sie wollte nicht gleich ihre Familie erwähnen. Dann fiel ihr wieder ein, das Arian ihr auch noch etwas zu ihr hatte sagen wollen.
"Ach ja, was wolltet ihr mir denn vorhin mitteilen?"

Shepard Commander
01.09.2014, 09:25
Auf ihre Frage hin hörte sie Bewegungen von der Person auf dem Karren. Claudette drehte sich etwas, damit sie aus dem Augenwinkel zumindest auf den Karren blicken konnte, dabei die Hand immer noch an ihrem Schwertgriff. Dann erkannte sie, dass es sich um ein Mädchen handelte und entspannte sich wieder ein wenig.
Ein Elfenmädchen. Obwohl viele das in dieser Dunkelheit wohl nicht erkennen würden. Was wahrscheinlich auch besser so ist, wenn man diesen Ort bedenkt...
„Woher kennt ihr Arian? Ihr dürft nichts von dem Karren nehmen. Das gehört nicht euch!“
Unwillkürlich musste Claudette ein wenig lächeln bei diesen Worten und sie nahm ihre Hand wieder vom Schwertgriff.
Beim Erbauer! Die Kleine ist wie meine Schwestern damals! Vor allem mit ihrer Haarfarbe erinnert sie stark an Leina und Elina...
Claudette beschied für sich, dass das Mädchen keine Diebin war. Sie war vielleicht leicht verdreckt, was aber eventuell dem Umstand der Reise zu verdanken war. Mit keinem Augenblick glaubte sie daran, dass es Arians Schuld sei, dass dem Mädchen vielleicht keine bessere Kleidung zur Verfügung stand. Dafür hielt sie nach dieser kurzen Zeit von dem Krieger einfach zu viel, vor allem an diesem Ort.
Trotz ihres Erscheinungsbildes stammt sie unmöglich von hier! Wäre sie von hier, gäbe es nur einen Ort, an dem sie ihr Leben verbringen müsste... ob ihr das nun gefallen würde oder nicht...
Bevor sie weiter in Gedanken diesen Ort mit Abneigung belegen konnte, vernahm sie Arians Stimme. Dabei bekam sie den Namen des Mädchens mit.
Abyss... ein guter Name. Mit einem guten Klang... ob eine besondere Bedeutung dahinter steckt?
Derweil fragte Arian, ob Abyss nicht etwa ungezogen war, was Claudette einfach mit einem sanften Lächeln und einem kleinen Schütteln des Kopfes ihrerseits verneinte. Anschließend stellte Arian die Beiden noch einander vor, ehe er Claudette bat ihm zur Pritsche des Wagens zu folgen. Dort angekommen half er dem Elfenmädchen beim absteigen, dann redete er kurz auf sie ein. Mit zwei Puppen in den Händen ging Abyss an Claudette vorbei, blieb kurz stehen, um eine Entschuldigung vorzutragen und lief dann etwas weiter.
Wahrhaftig! Wie meine Schwestern damals: Trotz und auch etwas Verspieltheit eventuell. Dabei aber genügsam, nicht aufmüpfig und scheint eine gute Erziehung genossen zu haben...
Sie lächelte Abyss kurz hinterher, dann wandte sie sich wieder Arian und dessen Karren zu. Der Krieger hatte derweil etwas Nahrung und einen Weinschlauch hervor gekramt.
„Bitte setzt euch! Setzt euch und erzählt mir bitte alles. Unser edler König ist also wirklich gefallen? Was hat es mit der Geheimniskrämerei auf sich? Was geht vor im Lande?“
Nach einer kurzen Unterbrechung fuhr ihr Gegenüber fort.
„Ich soll euch zudem… ach, erzählt ihr zuerst, dann werde ich euch berichten!“
Claudette stellte ihren kleinen Rucksack auf den Karren, zog ihren Mantel zurecht und setzte sich. Dankbar nahm sie ein wenig Brot und etwas von dem Fleisch entgegen.
Alleine die Nahrungsmittel machen den Karren innerhalb dieses Zaunes, der sich Befestigung nennt, zu einem wahren Schatz... denn etwas Besseres zum Speisen wird man hier wohl kaum vorfinden!
Nachdem sie zwei Bissen zu sich genommen hatte, entschied sie, es sei an der Zeit, Arian alles zu erklären - soweit sie es eben selbst wusste.
"Hört mir zu, Arian. Eure Fragen lassen sich zusammen beantworten, zumindest, so weit ich das beurteilen kann. Zuerst: Ja, es ist wahr. Unser glorreicher Anführer ist in der Schlacht gefallen..."
In ihren nächsten Worten steckten Verachtung.
"Damit hat einer den Preis direkt für Ostagar bezahlt!"
Kurz ballte sie eine Hand zur Faust. Danach sprach sie besonnen weiter, auch weil sie wollte, dass Arian es direkt verstehen würde, was sie ihm sagte.
"Ich habe es durch Templer in einer Ortschaft südwestlich von hier erfahren... Lothering. Desweiteren erfuhr ich dort, dass jetzt Loghain im Namen von Königin Anora in Denerim regiert. Also wurde einer der Schuldigen für Ostagar auch noch befördert..."
Eine weitere geballte Faust, ehe sie die Finger wieder öffnete und erneut das Wort ergriff.
"Und das führt mich zu der Bitte, es geheim zu halten, dass wir Überlebende aus Ostagar sind: Loghain scheint eine neue Armee zu formieren. Jedoch weit im Norden bei der Hauptstadt Denerim. Und er benutzt Rekrutierer dazu... eine unfreundliche Truppe von dreien dieser Gestalten hat es auch bei mir versucht... Nach der kurzen Bekanntschaft mit dem Knauf meines Schwertes ließen sie mich weiterziehen..."
Claudette rüttelte einmal an ihrem Schwertgriff, um ihre Worte zu untermalen.
"Das wirft für mich folgende Fragen auf: Sieht man Überlebende als Veteranen oder als Deserteure an? Die drei Gestalten hatten da nicht die Zeit zu, mir etwas in der Hinsicht vorzuwerfen... Doch, warum wird die Armee im Norden gesammelt? Wenn schon alle möglichen Kandidaten in die Armee regelrecht gepresst werden, wieso wird dann nur die Hauptstadt geschützt? Das werden viele Lords in den ländlicheren Gegenden kaum hinnehmen... besonders im Süden, sobald die ersten der dunklen Brut auf ihren Ländereien auftauchen! Für mich seiht es so aus, als wolle da jemand seine Position in der Hauptstadt festigen. Zumal gleich westlich das Bannorn liegt... und wie ich meine Heimat einschätze, werden die Leute dort eine Selbsternennung zu was auch immer nicht so einfach hinnehmen..."
Sie nahm einen kleinen Schluck aus dem Weinschlauch.
"Das ist zusammengefasst die Lage, wie ich sie kenne und meine bescheidene Meinung dazu. Ich gehe davon aus, dass ihr nach der Schlacht eben einfach bei eurer Flucht aus Ostagar eine andere Route wie ich genommen habt und dort nicht von den Rekrutierern belästigt worden seid. Auch würde ich tippen, dass man Überlebende mittlerweile als Deserteure abstempelt. Zum einen, weil wir uns noch nicht wieder zurück gemeldet haben und zum Anderen, weil es auch gute Exempel abgibt, um weitere Rekruten einzuziehen, wenn man ihnen mit toten Deserteuren drohen kann..."
Sie sah Arian jetzt direkt an.
"Ich würde gerne eure Meinung dazu hören. Danach können wir uns anderen Dingen zuwenden: Ich hätte wohl eine Möglichkeit, wo wir einigermaßen ungestört nächtigen können, wenn wir nicht abwechselnd Wache halten wollen, während einer auf dem Karren schläft. Außerdem können wir über Ostagar reden..."
Jetzt sah sie ihn ernst an.
"Wenn ihr dies überhaupt wünscht..."
Dann erhellte sich ihr Gesichtsausdruck merklich.
"Zudem würde ich gerne die Geschichte zu eurer Begleiterin hören... wenn ihr mir die Neugierde verzeiht, aber sie erinnert mich einfach an... Verwandte..."
Sie wollte nicht gleich ihre Familie erwähnen. Dann fiel ihr wieder ein, das Arian ihr auch noch etwas zu ihr hatte sagen wollen.
"Ach ja, was wolltet ihr mir denn vorhin mitteilen?"

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

Die Nachricht traf Arian wie ein Hammerschlag. König Cailan war tatsächlich tot, seine Truppen zerschlagen und die dunkle Brut weiter vorgerückt. Die Kriegerin, die dankend das Brot kaute, schien dies jedoch nicht zu stören. Viel eher schien es ihr eine Befriedigung zu sein. Seine Vermutung wurde durch einen unangebrachten Kommentar bestätigt.

„Damit hat einer den Preis direkt für Ostagar bezahlt!“

Die Kriegerin war im eigentlich sehr sympathisch. Sie hatte uneigennützig auf seinen Karren, und damit auf Abyss, aufgepasst und war ihm freundlicher und offener begegnet, als der Rest des Lagers bisher. Daher verkniff er sich für den Moment, Claudette für ihre lästerlichen Worte zu rügen. Arian selbst hatte König Cailan geliebt, ebenso wie seinen Vater vor ihm. Edle Menschen von königlichem Blut und würdige Anführer Fereldens.

Auch von Loghain, dem Vater der Königin und legendärem General, schien Claudette eine nahezu unterirdische Meinung zu haben, wie der Unterton ihrer Stimme offenbarte.

„Zum Glück lebt Teirin Loghain noch! Dann hat das Land doch noch eine Chance!“, dachte Arian. Claudette jedoch erzählte von unbequemen Gesellen, die im Namen Loghains eine Armee im Norden formierten. Auch Arian machte dieses Handeln stutzig, war die Bedrohung durch die dunkle Brut doch keinesfalls beendet. Claudettes Schilderungen nach ließen sich diese Gestalten zwar mit einem Knaufhieb vertreiben, doch legten sie einem abgesehen von dieser Alternative nur zwei Möglichkeiten vor: ein Eintritt in die Armee Loghains im Norden, oder den Ruf und das Los eines Deserteurs.

„Das wirft für mich folgende Fragen auf: Sieht man Überlebende als Veteranen oder als Deserteure an? Die drei Gestalten hatten da nicht die Zeit zu, mir etwas in der Hinsicht vorzuwerfen... Doch, warum wird die Armee im Norden gesammelt? Wenn schon alle möglichen Kandidaten in die Armee regelrecht gepresst werden, wieso wird dann nur die Hauptstadt geschützt? Das werden viele Lords in den ländlicheren Gegenden kaum hinnehmen... besonders im Süden, sobald die ersten der dunklen Brut auf ihren Ländereien auftauchen! Für mich seiht es so aus, als wolle da jemand seine Position in der Hauptstadt festigen. Zumal gleich westlich das Bannorn liegt... und wie ich meine Heimat einschätze, werden die Leute dort eine Selbsternennung zu was auch immer nicht so einfach hinnehmen...“

Als Arian nochmals klar wurde, dass Cailan tot und seine Frau Anora, in der kein Tropfen königlichen Blutes floss, die alleinige Herrscherin Fereldens war, seufzte er gebrochen auf und fuhr sich mit den Händen durch das Gesicht. Dann schüttelte er, kaum merklich, ungläubig den Kopf. Claudette endete mit ihrem traurigen Vortrag und fragte nach Arians Meinung, während sie ihn mit ihrem Blick festhielt. Nachträglich schlug sie eine Möglichkeit vor, wie die Drei, Abyss, Claudette und Arian, sicher in diesem Lager übernachten konnten. Alleine die Notwendigkeit einer Wache ließ Arian wütend auf Lager und Kommandanten werden. Solch ein Lager sollte bestehen, um Reisenden Schutz zu bieten. Die Krone sollte ihre Bürger schützen und nicht die Bürger sich selbst VOR der Krone. Arians starrte auf einen Punkt am Boden, während die Eindrücke dieser kaputten Welt auf ihn einprasselten.

Claudettes Stimme erhellte sich und der ernste Unterton verschwand, als sie nach Abyss fragte. Auch Arian musste kurz schmunzeln. Abyss hatte diese Wirkung auf so Manchen. Sie weckte freudige Neugierde und ihre Lieblichkeit berührte die Herzen selbst harter Krieger wie Claudette oder ihn selbst. Ihre Geschichte jedoch war so traurig, wie sie selbst hübsch war. Arian fragte sich, ob die Geschichte angebracht sei, doch Vertrauen und Ehrlichkeit schien dieser Tage spärlich gesät.

„Ach ja, was wolltet ihr mir denn vorhin mitteilen?“, endete Claudette.

Arian hob beschwichtigend die Hände und sagte:
„Der Kommandant der Befestigung machte mir ein Angebot euch bezüglich, wie Abyss und ich für eine Woche hier bleiben könnte. Ich plane jedoch schon morgen früh weiterzuziehen. Untaugliche Wachen, Diebesgesindel und ein dreckiger Hauptmann, eingepfercht in schwache, marode Palisaden. Ein Freudenhaus und Erpressung. Das ist kein Ort für Abyss, das kann ich nicht zulassen! Daher sind die Worte des Hauptmanns nur Schall und Rauch“.

Arian wandte sich zu der Stelle um, wo er Abyss in der Dunkelheit vermutete. Nach all den schlechten Eindrücken sorgte er sich jeden Augenblich, in dem er sie nicht sah. Er beruhigte sich, als er sah wie sie zwar nicht mit ihren Puppen spielte, sondern mit verschränkten Armen die Palisaden betrachtete, jedoch nahe beim Karren stand.

„Ihr fragtet nach meiner Meinung, Mylady. Nun, ich bedauere den Tod König Cailans sehr, er zerreißt mein Herz ebenso wie der Tod so vieler tapferer Männer und Frauen bei Ostagar. Auch denke ich, dass Teirin Loghain unsere beste Chance ist, aus dieser Tragödie herauszukommen. Wie ihr sicher wisst, war der Teirin der beste Freund König Marics und Volksheld Fereldens. Ich weiß nicht, wieso Loghain seine Truppen im Norden formiert. Eigentlich sollte er der zumindest geschwächten Armee der dunklen Brut die Stirn bieten und ich gebe euch Recht: die Lords des Südens werden Loghains Vorgehen scharf verurteilen. Ihr befürchtet einen Bürgerkrieg mit dem Bannorn? Dies würde das Land ins totale Chaos stürzen…“.
Unfassbar schüttelte er den Kopf. Wie konnte es dazu kommen? Im Süden die dunkle Horde, im Norden politisches Handgemenge und nun sogar die Gefahr eines Bürgerkriegs? Letztlich waren diese Dinge nichtig, denn jetzt ging es um das Hier und Jetzt! Arian ordnete seine Gedanken. Er musste einen Plan schmieden, denn morgen früh würde er weiterziehen!

„Verzeiht, Mylady. Diese Nachrichten schlagen mir auf den Magen. Ihr wart sehr freundlich und ich möchte euch anbieten, heute Nacht bei bzw. in meinem Karren zu schlafen. Ich habe einige Decken und die Ladefläche ist breit genug für Zwei. Ich selbst werde Wache halten. Doch auch ich würde mich sicherer fühlen, wenn ich euch bei Abyss wüsste“.

Abyss. Sollte er Claudette wirklich ihre Geschichte erzählen? Vorsichtig begann er:
„Ihr… ihr fragtet nach Abyss. Sie ist… es ist nicht so einfach. Bevor ich euch ihre Geschichte erzähle, beschwöre ich euch, nichts über meine Identität zu sagen, ebenso wie ich nicht über unsere als Überlebende Ostagars rede“.

Er holte tief Luft.

„Mein Name ist Ser Arian vom weißen Turm. Ich bin… ich war Ritter und Gefolgsmann des Banns von Nord-Gwaren. Ich nannte ein Anwesen nahe dem Brecilienwald mein Eigen. In meiner Dienerschaft waren auch zwei Elfen, ein junger Mann und seine Frau. Die einzigen Elfen in meinen Diensten. Abyss war ihre Tochter, ich kenne sie schon seit Klein auf. Als König Cailan zu den Waffen rief, folgte ich seinem Befehl. Erhalten hatte ich ihn von dem Sohn meines Banns. Ich war töricht und dumm, als ich ihn darum bat, mein Gut und mein Gefolge zu beschützen, während ich im Felde war. Wir beide wissen besser als jeder andere, was in Ostagar passierte. Wie durch Andrastes Hand selbst überlebte ich die Schlacht und kehrte auf mein Anwesen zurück. Was ich dort vorfand, was von ebenso traurigem Anblick. Die Hälfte meiner Diener hatte das Gut verlassen. Zuerst vermutete ich eine Flucht vor der Horde. Doch es war schlimmer. Der Sohn des Banns hatte mein Gefolge drangsaliert und gequält und mit seinen Wachen unter Druck gesetzt, sodass mir keiner berichtete. In der Nacht nach meiner Ankunft hörte ich Lärm von den Dienstbotengemächern. Es waren der Sohn des Banns und seine Wachen. Im Nachhinein wurde mir klar, dass sie versuchten alle Spuren ihrer Verbrechen zu beseitigen. Als ich dort eintraf, war es schon zu spät. Abyss Eltern…“, Arian stockte traurig und sah zu der kleinen Elfe hinüber.

„Ihre Eltern waren von den Wachen ermordet worden. Sie selbst hatte sich im Schrank versteckt, als die Männer das Zimmer stürmten. Zweifellos hätten sie auch Abyss getötet. Als sie mich sah, flüchtete sie zu mir, versteckte sich hinter mir und weinte so herzzerreißend. Der Sohn des Banns forderte ihre Herausgabe. Er wollte auch sie töten, das wusste ich. Er hasste Elfen, sah sie als minderwertige Kreaturen an und ließ sie gerne seine Macht spüren. Er hätte keine Sekunde gezögert Abyss den Hals umzudrehen, das sah ich in seinen Augen. Also verweigerte ich sie ihm. Sie zogen ihre Schwerter… ich zog das meine“

Arian schaute Claudette in die Augen. Er hoffte, es war kein Fehler gewesen, ihr die Wahrheit zu erzählen. Der Bann hatte ja eventuell ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, auch wenn er seinen jüngsten Spross noch nie leiden konnte.

„Wie lautete eigentlich euer Vorschlag bezüglich der Nacht? Es ist schon sehr dunkel und Abyss sollte schlafen. Wie gesagt, ihr könntet ebenfalls auf dem Karren schlafen. Oder hattet ihr eine andere Idee?“

Neclord
01.09.2014, 10:21
http://upload.worldofplayers.de/files9/5Py1YpLlAnyla.png
Die Elfe stand langsam auf. Nervös blickte sie zwischen der Tür und dem Tisch hin und her. Sollte sie es riskieren sich die trockenen Sachen anzuziehen? Das Leder rieb etwas auf ihrer Haut als sie sich bewegte. Noch einmal blickte sie zur Tür und zog langsam ihre Stiefel aus. Danach folgte die Rüstung, was ihr durch die Nässe etwas Mühe bereitete. Vorsichtig tastete sie ihr Unterhöschen und ihre Brustbandagen ab. Beides war noch trocken und Anlya atmete erleichtert auf.

Sie überlegte ob sie die Bandagen abnehmen sollte, denn sie rieben etwas. Sie nahm das Hemd hoch und hielt es an. Es war ziemlich groß und vielleicht kaschierte es ihre Oberweite auch wenn sie keine Brustbandagen trug. Anlya entfernte schnell die Bandagen. Sie wollte sich beeilen und so schnell wie möglich zu Valgarius zurückkehren. Es war einfach sicherer, wenn sie beide zusammen blieben.

Nachdem sie die Bandagen entfernt hatte, zog sie als erstes die Hosen an. Auch sie waren etwas zu groß, doch in den Gürtelschlaufen war eine Art Seil. Damit zog sie die Hosen zu und sie rutschten nicht. Es sah allerdings nicht sehr gut aus. Doch die Hauptsache war, dass es trocken war.

Nun zog sie das Hemd über den Kopf. Wie sie es schon vermutet hatte war es etwas zu groß. Sie schnürte die Bänder am Halsbereich und stellte sich gerade hin. Vorsichtig blickte sie nach unten und seufzte laut. Trotz der Weite des Hemdes war zu sehen, dass sie eine Frau war. Für einen Elf hatte sie eine üppige Oberweite und das sah man. Sie drehte sich mit dem Rücken zur Tür und schaute nach ob sie etwas finden könnte was sie benutzen kann. Doch sie sah nichts.

Sie fasste das Hemd mit beiden Händen an und zog es nach oben um es wieder auszuziehen. Anlya hatte es gerade zur Hälfte nach oben gezogen, als die Tür sie öffnete. Die junge Elfe erstarrte und drehte vorsichtig den Kopf nach hinten. Dort stand der Chasind, der sie in diesen Raum gebracht hatte. Statt eines Handtuchs trug er eine einfache ledernen Hose und ein einfaches Hemd ohne Ärmel. Ungeniert musterte er Anlya von oben nach unten. Als sich ihre Blicke da trafen grinste er sie an. „Mir gefällt was ich sehe. Ich wollte Euch nur noch ein paar Stiefel bringen.“ Er stellte die Stiefel neben die Tür und ließ noch einmal seine Blicke über sie gleiten. „Wir sehen uns später.“ Nach diesen Worten verließ er wieder den Raum und schloss die Tür hinter sich. Anlya atmete erleichtert auf.

So schnell wie möglich zog sie das Hemd aus und wickelte die Bandagen, wenn auch ungern, wieder um ihre Brust. Sie schlüpfte in die Stiefel, die zwar auch etwas zu groß waren, aber sie nicht zu sehr beim Laufen behinderten. Anlya schnappte sich das Hemd und während sie zur Tür schritt zog sie es über den Kopf. Vor der Tür blieb sie stehen und betrachtete sich kritisch. Es war nicht zu sehen, dass sie eine Frau war. Zufrieden mit ihrer Erscheinung öffnete sie die Tür und schaute vorsichtig nach draußen. Der große Raum war leer. Anlya lächelte und begab sich zu dem Frauenbad. Sie hoffte Valgarius war noch dort.

http://upload.worldofplayers.de/files9/4azi8U8EDKfDd7K1VladimirSquare.png

Welch unangenehme Situation für den Magier. Er verharrte für eine Weile in dieser Position, in der Hoffnung, dass der Chasind einfach weitergehen würde. Doch sein Blick blieb an der Robe von Valgarius kleben, wie der Honig an der Nase eines Bären. Langsam näherte sich der Mann und neigte dabei seinen Kopf zur Seite. Darauf bedacht das emporragende Gesäß besser in Augenschein nehmen zu können. Der Blutmagier vernahm die näher kommenden Schritte und dachte angestrengt nach. Verdammter Mist! Lass dir etwas einfallen...

Langsam richtete er sich wieder auf, dreht sich dabei aber nicht um. Der Chasind kam immer näher und richtete erneut sein Wort an den jungen Mann. Dem Klang seiner Stimme nach zu urteilen hatte er es auf etwas bestimmtes abgesehen. "Wir könnten ein wenig Spass miteinander haben, bevor wir euch zur Schamanin schicken!"

Valgarius schluckte die Anspannung herunter und trat näher an die Holzwand heran. Noch immer wagte er es nicht sich umzudrehen. Immerhin konnten nicht alle Chasind so blöd sein, ihn für eine Frau zu halten. Ich kann hier keine Magie verwenden... wenn doch nur die Ratte noch da wäre....

Önee-sama
01.09.2014, 12:45
http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

Die Nachricht traf Arian wie ein Hammerschlag. König Cailan war tatsächlich tot, seine Truppen zerschlagen und die dunkle Brut weiter vorgerückt. Die Kriegerin, die dankend das Brot kaute, schien dies jedoch nicht zu stören. Viel eher schien es ihr eine Befriedigung zu sein. Seine Vermutung wurde durch einen unangebrachten Kommentar bestätigt.

„Damit hat einer den Preis direkt für Ostagar bezahlt!“

Die Kriegerin war im eigentlich sehr sympathisch. Sie hatte uneigennützig auf seinen Karren, und damit auf Abyss, aufgepasst und war ihm freundlicher und offener begegnet, als der Rest des Lagers bisher. Daher verkniff er sich für den Moment, Claudette für ihre lästerlichen Worte zu rügen. Arian selbst hatte König Cailan geliebt, ebenso wie seinen Vater vor ihm. Edle Menschen von königlichem Blut und würdige Anführer Fereldens.

Auch von Loghain, dem Vater der Königin und legendärem General, schien Claudette eine nahezu unterirdische Meinung zu haben, wie der Unterton ihrer Stimme offenbarte.

„Zum Glück lebt Teirin Loghain noch! Dann hat das Land doch noch eine Chance!“, dachte Arian. Claudette jedoch erzählte von unbequemen Gesellen, die im Namen Loghains eine Armee im Norden formierten. Auch Arian machte dieses Handeln stutzig, war die Bedrohung durch die dunkle Brut doch keinesfalls beendet. Claudettes Schilderungen nach ließen sich diese Gestalten zwar mit einem Knaufhieb vertreiben, doch legten sie einem abgesehen von dieser Alternative nur zwei Möglichkeiten vor: ein Eintritt in die Armee Loghains im Norden, oder den Ruf und das Los eines Deserteurs.

„Das wirft für mich folgende Fragen auf: Sieht man Überlebende als Veteranen oder als Deserteure an? Die drei Gestalten hatten da nicht die Zeit zu, mir etwas in der Hinsicht vorzuwerfen... Doch, warum wird die Armee im Norden gesammelt? Wenn schon alle möglichen Kandidaten in die Armee regelrecht gepresst werden, wieso wird dann nur die Hauptstadt geschützt? Das werden viele Lords in den ländlicheren Gegenden kaum hinnehmen... besonders im Süden, sobald die ersten der dunklen Brut auf ihren Ländereien auftauchen! Für mich seiht es so aus, als wolle da jemand seine Position in der Hauptstadt festigen. Zumal gleich westlich das Bannorn liegt... und wie ich meine Heimat einschätze, werden die Leute dort eine Selbsternennung zu was auch immer nicht so einfach hinnehmen...“

Als Arian nochmals klar wurde, dass Cailan tot und seine Frau Anora, in der kein Tropfen königlichen Blutes floss, die alleinige Herrscherin Fereldens war, seufzte er gebrochen auf und fuhr sich mit den Händen durch das Gesicht. Dann schüttelte er, kaum merklich, ungläubig den Kopf. Claudette endete mit ihrem traurigen Vortrag und fragte nach Arians Meinung, während sie ihn mit ihrem Blick festhielt. Nachträglich schlug sie eine Möglichkeit vor, wie die Drei, Abyss, Claudette und Arian, sicher in diesem Lager übernachten konnten. Alleine die Notwendigkeit einer Wache ließ Arian wütend auf Lager und Kommandanten werden. Solch ein Lager sollte bestehen, um Reisenden Schutz zu bieten. Die Krone sollte ihre Bürger schützen und nicht die Bürger sich selbst VOR der Krone. Arians starrte auf einen Punkt am Boden, während die Eindrücke dieser kaputten Welt auf ihn einprasselten.

Claudettes Stimme erhellte sich und der ernste Unterton verschwand, als sie nach Abyss fragte. Auch Arian musste kurz schmunzeln. Abyss hatte diese Wirkung auf so Manchen. Sie weckte freudige Neugierde und ihre Lieblichkeit berührte die Herzen selbst harter Krieger wie Claudette oder ihn selbst. Ihre Geschichte jedoch war so traurig, wie sie selbst hübsch war. Arian fragte sich, ob die Geschichte angebracht sei, doch Vertrauen und Ehrlichkeit schien dieser Tage spärlich gesät.

„Ach ja, was wolltet ihr mir denn vorhin mitteilen?“, endete Claudette.

Arian hob beschwichtigend die Hände und sagte:
„Der Kommandant der Befestigung machte mir ein Angebot euch bezüglich, wie Abyss und ich für eine Woche hier bleiben könnte. Ich plane jedoch schon morgen früh weiterzuziehen. Untaugliche Wachen, Diebesgesindel und ein dreckiger Hauptmann, eingepfercht in schwache, marode Palisaden. Ein Freudenhaus und Erpressung. Das ist kein Ort für Abyss, das kann ich nicht zulassen! Daher sind die Worte des Hauptmanns nur Schall und Rauch“.

Arian wandte sich zu der Stelle um, wo er Abyss in der Dunkelheit vermutete. Nach all den schlechten Eindrücken sorgte er sich jeden Augenblich, in dem er sie nicht sah. Er beruhigte sich, als er sah wie sie zwar nicht mit ihren Puppen spielte, sondern mit verschränkten Armen die Palisaden betrachtete, jedoch nahe beim Karren stand.

„Ihr fragtet nach meiner Meinung, Mylady. Nun, ich bedauere den Tod König Cailans sehr, er zerreißt mein Herz ebenso wie der Tod so vieler tapferer Männer und Frauen bei Ostagar. Auch denke ich, dass Teirin Loghain unsere beste Chance ist, aus dieser Tragödie herauszukommen. Wie ihr sicher wisst, war der Teirin der beste Freund König Marics und Volksheld Fereldens. Ich weiß nicht, wieso Loghain seine Truppen im Norden formiert. Eigentlich sollte er der zumindest geschwächten Armee der dunklen Brut die Stirn bieten und ich gebe euch Recht: die Lords des Südens werden Loghains Vorgehen scharf verurteilen. Ihr befürchtet einen Bürgerkrieg mit dem Bannorn? Dies würde das Land ins totale Chaos stürzen…“.
Unfassbar schüttelte er den Kopf. Wie konnte es dazu kommen? Im Süden die dunkle Horde, im Norden politisches Handgemenge und nun sogar die Gefahr eines Bürgerkriegs? Letztlich waren diese Dinge nichtig, denn jetzt ging es um das Hier und Jetzt! Arian ordnete seine Gedanken. Er musste einen Plan schmieden, denn morgen früh würde er weiterziehen!

„Verzeiht, Mylady. Diese Nachrichten schlagen mir auf den Magen. Ihr wart sehr freundlich und ich möchte euch anbieten, heute Nacht bei bzw. in meinem Karren zu schlafen. Ich habe einige Decken und die Ladefläche ist breit genug für Zwei. Ich selbst werde Wache halten. Doch auch ich würde mich sicherer fühlen, wenn ich euch bei Abyss wüsste“.

Abyss. Sollte er Claudette wirklich ihre Geschichte erzählen? Vorsichtig begann er:
„Ihr… ihr fragtet nach Abyss. Sie ist… es ist nicht so einfach. Bevor ich euch ihre Geschichte erzähle, beschwöre ich euch, nichts über meine Identität zu sagen, ebenso wie ich nicht über unsere als Überlebende Ostagars rede“.

Er holte tief Luft.

„Mein Name ist Ser Arian vom weißen Turm. Ich bin… ich war Ritter und Gefolgsmann des Banns von Nord-Gwaren. Ich nannte ein Anwesen nahe dem Brecilienwald mein Eigen. In meiner Dienerschaft waren auch zwei Elfen, ein junger Mann und seine Frau. Die einzigen Elfen in meinen Diensten. Abyss war ihre Tochter, ich kenne sie schon seit Klein auf. Als König Cailan zu den Waffen rief, folgte ich seinem Befehl. Erhalten hatte ich ihn von dem Sohn meines Banns. Ich war töricht und dumm, als ich ihn darum bat, mein Gut und mein Gefolge zu beschützen, während ich im Felde war. Wir beide wissen besser als jeder andere, was in Ostagar passierte. Wie durch Andrastes Hand selbst überlebte ich die Schlacht und kehrte auf mein Anwesen zurück. Was ich dort vorfand, was von ebenso traurigem Anblick. Die Hälfte meiner Diener hatte das Gut verlassen. Zuerst vermutete ich eine Flucht vor der Horde. Doch es war schlimmer. Der Sohn des Banns hatte mein Gefolge drangsaliert und gequält und mit seinen Wachen unter Druck gesetzt, sodass mir keiner berichtete. In der Nacht nach meiner Ankunft hörte ich Lärm von den Dienstbotengemächern. Es waren der Sohn des Banns und seine Wachen. Im Nachhinein wurde mir klar, dass sie versuchten alle Spuren ihrer Verbrechen zu beseitigen. Als ich dort eintraf, war es schon zu spät. Abyss Eltern…“, Arian stockte traurig und sah zu der kleinen Elfe hinüber.

„Ihre Eltern waren von den Wachen ermordet worden. Sie selbst hatte sich im Schrank versteckt, als die Männer das Zimmer stürmten. Zweifellos hätten sie auch Abyss getötet. Als sie mich sah, flüchtete sie zu mir, versteckte sich hinter mir und weinte so herzzerreißend. Der Sohn des Banns forderte ihre Herausgabe. Er wollte auch sie töten, das wusste ich. Er hasste Elfen, sah sie als minderwertige Kreaturen an und ließ sie gerne seine Macht spüren. Er hätte keine Sekunde gezögert Abyss den Hals umzudrehen, das sah ich in seinen Augen. Also verweigerte ich sie ihm. Sie zogen ihre Schwerter… ich zog das meine“

Arian schaute Claudette in die Augen. Er hoffte, es war kein Fehler gewesen, ihr die Wahrheit zu erzählen. Der Bann hatte ja eventuell ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt, auch wenn er seinen jüngsten Spross noch nie leiden konnte.

„Wie lautete eigentlich euer Vorschlag bezüglich der Nacht? Es ist schon sehr dunkel und Abyss sollte schlafen. Wie gesagt, ihr könntet ebenfalls auf dem Karren schlafen. Oder hattet ihr eine andere Idee?“


http://upload.worldofplayers.de/files9/Queens_Blade___Claudette_2_ava.jpg

Ihre letzte Frage ließ Arian beschwichtigend die Hände heben und eine schnelle Erklärung abgeben.
Hätte ich mir ja denken können, dass der Hauptmann dieses Rattenlochs auch nur ein mieses Schwein ist... Bei meinem Erscheinungsbild, ist mir klar, worum er Arian gebeten hat...
In Gedanken schob sie den Hauptmann zu dem Rest des Lagers, also in die Kategorie 'sein Tod würde keinen Verlust bedeuten'.
Außerdem hat er Recht, dies ist kein Ort für die gute Abyss!
Wieder kamen ihr die Gesichter ihrer beiden Halbschwestern ins Gedächtnis.
Leina und Elina wurden ebenso wie ich auch im Kampf ausgebildet, was bei Abyss wohl eher nicht der Fall sein dürfte... dennoch würde ich auch meine Schwestern nicht an einem solchen Ort haben wollen, schon gar nicht in dem Alter, in dem sich Abyss befindet: Zu jung, um schon wirksam kämpfen zu können, aber gleichzeitig zu alt, um von den Ratten hier ignoriert zu werden!
Verächtlich verfluchte sie diesen Ort.
Die Werwölfe dort draußen wären vermutlich gnädiger zu ihr, als das Gesindel hier drinnen!
Als nächstes vernahm sie Arians Meinung zu Cailans Tod und die politischen Auswirkungen, die dieser nach sich zog.
Er hält wohl mehr vom Adel als ich... nein, er könnte aber auch einfach nur eine bessere Erziehung in der hinsicht erhalten haben oder einfach bessere Erfahrungen gemacht haben...
Gedanklich schüttelte sie ihren Kopf.
Nicht jeder muss so eine ablehnende Haltung wie ich haben... und sei es, weil die entsprechenden Erfahrungen fehlen... Aber die politische Lage scheint auch er richtig einzuschätzen. Die dunkle Brut in großer Zahl und dann ein Bürgerkrieg! Den Preis dafür zahlen die Soldaten und einfachen Leute... in Blut!
Dann bot ihr Arian an, bei ihm verbleiben zu können, um die Nacht auf dem Karren zu verbringen, zudem würde er die zusätzliche Sicherheit für Abyss begrüßen.
Darauf werdet ihr euch verlassen können! Als wenn ich jemals wieder vor meine Schwestern treten könnte, wenn ich hier die Bitte um Hilfe für dieses Mädchen ausschlagen würde...
Da Claudette jetzt kurz in Familienerinnerungen schwelgte, verpasste sie fast, wie Arian die Geschichte zu erzählen anfing, warum er mit Abyss auf Reisen war. Sie bemerkte die Traurigkeit in Arians Stimme und als sie immer mehr Stücke der Geschichte vernahm, formten sich zwei Gedanken bei ihr: So lange sie bei Arian und Abyss verweilte, würde man nur über ihre Leiche Hand an das Mädchen legen! So viel war sie sich ihren eigenen Prinzipien schuldig. Und dazu stellte sie sich aber auch die Frage, ob das Verhalten dieses Schweins von einem adligen Sohn nicht doch an Arians Weltbild vom Adel rütteln würde...
Zum Abschluss fragte er sie über ihre Pläne für die Nacht.
„Wie lautete eigentlich euer Vorschlag bezüglich der Nacht? Es ist schon sehr dunkel und Abyss sollte schlafen. Wie gesagt, ihr könntet ebenfalls auf dem Karren schlafen. Oder hattet ihr eine andere Idee?“
Claudette antwortete nicht sofort, sondern stand erstmal von dem Karren wieder auf. Dann ordnete sie kurz ihre Gedanken nach der Geschichte um Abyss. Schließlich entschied sie sich, erstmal ihre Meinung bezüglich der Nacht kund zu tun.
"Arian, was die Nacht betrifft... Bevor ihr hier angekommen seid, hatte ich diesbezüglich zumindest mit einem Stallburschen die Möglichkeit der Bestechung aushandeln können, mich dort im trockenen Stroh übernachten zu lassen. Ich bin mir sicher, das könnte man gegen einen entsprechenden Obolus auch auf drei... viel mehr 2 1/2 Personen ausweiten. Dennoch stellen uns euer Karren, die Gier des Hauptmanns, das Gesindel hier... einfach dieser gesamte Ort stellt uns vor ein Problem: Ob wir nur den Karren wählen oder doch den Stall als Schlafplatz. Wache werden wir trotzdem halten müssen! Zum einen ist euer Proviant hier..."
Zur Demonstration schüttelte sie kurz den Weinschlauch.
"Ein Schatz unermesslichen Ausmaßes schon fast für all diejenigen, die innerhalb dieses Zaunes sind. Und zum Anderen, keiner von uns Beiden würde wohl ruhig schlafen können, ohne eine Wache in der Nacht für Abyss!"
Claudette trat jetzt an Arian heran und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Ich verstehe eure Geschichte und warum ihr Abyss mit euch genommen habt. Daher könnt ihr, was das Mädchen angeht, auf mich zählen! Denn ich habe zwei... Schwestern... und Abyss ist ihnen alleine schon so ähnlich, dass ich nicht anders kann, als euch zu helfen, sollte ich jemals wieder unter die Augen meiner Schwestern treten. Deswegen wird man nur Hand an Abyss über meine Leiche hinweg legen können!"
Sie nahm ihre Hand wieder von der schulter des Kriegers. Dann begann sie ihm zu schildern, was ihr ihr Verstand riet.
"Mein Plan für die Nacht wäre folgender: Wir bestechen den Stallburschen, damit Abyss im Trockenen Schlafen kann. Es ist eine klare Nacht, aber Ferelden ist ja für seinen Regen berühmt..."
Das brachte sie kurz zum Schmunzeln, obwohl ihre Situation nicht gerade rosig war.
"Dazu sollten wir zumindest abwechselnd Wache halten. So bekommt jeder von uns zumindest so viel Schlaf wie bei einem Feldzug drin wäre, was aber besser als gar kein Schlaf ist... denn ich stimme euch zu, dieses Loch sollten wir schleunigst wieder verlassen! Am besten, sobald die Sonne aufgeht, vielleicht noch etwas eher, damit die meisten dieses Packs noch ihren Rausch ausschlafen oder den verpassten Schlaf aus dem Freudenhaus nachholen!"
Dann setzte sie sich wieder und sah Arian erwartungsvoll an, während sie noch ein paar Gedanken wälzte.
Beim Erbauer! Ohne Abyss, die wir damit gefährden würden, hätte ich mich glaube direkt zu Gravka aufgemacht und ihm mit meinem guten Thunderclap meine Meinung zu diesem Rattenloch ins Gesicht geschrieben! Wollen wir hoffen, dass die Nacht ruhig bleibt... Denn eine Flucht mit Abyss wird schon schwierig genug... sollten wir hier raus kommen und dabei dann Verfolger UND Werwölfe auf den Fersen haben...
Dieses Szenario wollte sie sich dann doch erstmal nicht ausmalen.

Neclord
01.09.2014, 12:51
http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle war sich sicher, Alles richtig bisher eingeschätzt und angegangen zu sein.
"Es gefällt mir, Emanuelle!"
Ivy reagierte sehr positiv auf das sichtbare Ergebnis im Spiegel. Und auch der Attacke auf ihr Ohr durch ihn schien sie nicht abgeneigt zu sein.
Oh warte nur ab, meine Teuerste! Der gute Emanuelle wird dir noch ganz andere Dinge zeigen! Dinge, bei denen du dich mehr als nur wohl fühlen wirst! Ich werde dir eine ganz neue Bedeutung des Satzes 'die Nacht durchmachen' beibringen... Und wenn die Vögel uns dann den neuen Morgen ankündigen... nun, dann können wir uns ja etwas Ruhe gönnen!
Sein Verstand war schon dabei, sein gesamtes Repertoire an Stellungen durch zu gehen, dabei auch seine gute akrobatische Gelenkigkeit einbeziehend. Derweil drehte Ivy ihren Kopf zu Emanuelle und betrachtete ihn im Kerzenschein.
Perfekt! Sie hat angebissen! Jetzt kann doch noch etwas so wunderbar Schönem hier in der Pampa gefröhnt werden...
Dann zog Ivy seinen Kopf zu sich und gab ihm einen ersten langen Kuss. Auch ohne Zunge, konnte man eine gewisse Sinnlichkeit dahinter erkennen und Emanuelle wähnte sich am Ziel.
Treffer! Versenkt!
Anschließend nahm Ivy ihr Gesicht etwas zurück, blieb jedoch dicht am Kopf von Emanuelle, streichelte zärtlich über seine Wange und...
"Du bist ein liebes Mädchen, aber wir sollten nichts überstürzen, meinst du nicht auch?"
Plötzlich schien die Welt wie erstarrt! Zusätzlich war Alles in unterschiedlich hellen und dunklen Grautönen gehalten. Zumindest aus seiner Sicht.
W-was? Wie? W-warum!? Nach all dem, was ich hier an Arbeit geleistet habe, macht sie... kann sie... serviert sie mich ab!? Mit einem Kuss und einem Lächeln!? Ist sie etwa genauso raffiniert, wie ich???
3 oder mehr Sekunden waren bestimmt schon verstrichen, in denen Emanuelle wahrscheinlich so gequält wirkte, wie ein Schwein auf der Schlachtbank! Bis der Profi in ihm einschritt.
Hey! Vergiss das stumpfe Messer mal für einen Augenblick, das sie dir gerade in deine Kronjuwelen gerammt hat! Wenn du weiter hier so starr rumsitzt, dann wird sie noch Verdacht schöpfen...
Das musste ihm sein Verstand nicht zweimal sagen! Etwas die Bestürzte spielend, nahm er eine Hand vor seine Brust und die andere hielt er vor seinen Mund. Dabei formte sein Gesicht einen Ausdruck des Erschreckens.
"V-verzeiht mir! B-bitte, ja? Ich wollte... nicht... es war nur..."
Jetzt die gesamte Dosis an Entschuldigung!
Schnell schoss er nach vorne, umarmte Ivy einmal gefühlvoll, nahm dabei ihren Duft, die Wärme ihres Körpers und den Druck ihrer Rundungen in sich auf, ehe er sich wieder von ihr löste und sich kurz verneigte.
"Bitte verzeiht. Ich habe mich von der Atmosphäre tragen lassen... Als Entschuldigung lasse ich euch den Vortritt mit dem Waschkrug vor dem zu Bette gehen. Zusätzlich biete ich euch an, morgen nach Aufstehen euch die Frisur richtig im Tageslicht herzurichten und, wenn ihr mögt, auch an meiner Frisur euch zu probieren! Natürlich völlig ohne Hintergedanken!"
Dabei lächelte er sie an. In Gedanken war er aber schon bei weiteren Plänen.
So, du möchtest es also nicht überstürzen... Keine Sorge! Heute Nacht wird es keine weitere Annäherung geben! ABER... Du wirst mit einer sehr schwachen Emanuelle auskommen müssen, die ein wenig Beistand benötigen wird! Dadurch sollst du Mitleid bekommen und dann... oh, die nächsten Tage könnten sehr interessant werden... Denn noch habe ich dich nicht abgeschrieben! Der gute Emanuelle kennt noch ganz andere Tricks der Verführung!
Zudem machte er sich kurz Gedanken zu dem nächsten Morgen.
Außerdem bekommt man in deiner Umgebung alles umsonst! Und das ist auch eine nette Eigenschaft... nur muss ich dem Wirt morgen irgendwie zu verstehen geben, dass Angeline hier uns alle noch umbringen wird mit ihrer Kochkunst... oder der nicht vorhandenen derselbigen! Wenn sie doch nur so gutes Essen zubereiten könnte, wie sie gleichzeitig sich als Katze geben kann...

http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Dame zögerte ein wenig nach den Worten der Magierin. Wahrscheinlich war sie durch den Kuss ein wenig aufgelöst und konnte ihre Gefühle nicht richtig ordnen. Immerhin war sie oder zumindest wirkte die Kleine noch sehr jung. Dann hielt sie eine Hand vor die Brust, während die andere ihren erschrockenen Gesichtsausdruck halbwegs verdeckte. Geplagt von Unsicherheit, brachte sie stotternd einige Worte hervor, die ihre aufrichtige Entschuldigung zum Ausdruck brachten.
Anschließend umschlang sie Ivy und drückte ihre beiden Körper liebevoll aneinander. In der Hoffnung, die selbsternannte Seeräuberin milde zu stimmen. Ah, jetzt fühlt sie sich auch noch schuldig. Armes Ding.

Von allerlei Schuldgefühlen heimgesucht fühlte sich Emanuelle verpflichtet, Ivy den Vortritt beim Waschen zu lassen und bot ihr an, das pinkfarbene Haar nach dem Erwachen erneut zu pflegen. Die Magierin schüttelte sogleich den Kopf, nicht um ihren Vorschlag abzulehnen, sondern um ihr zu zeigen, dass die Schuldgefühle unangebracht sind. "Grämt euch nicht kleine Prinzessin. Euch trifft keine Schuld." Dann streichelte sie mit ihrer Hand den Arm von Emanuelle, als würde sie versuchen ihre Unsicherheit zu nehmen. "Ich mag euch. Wirklich. Doch ich gehe davon aus dass dies eine neuartige Erfahrung für euch zu sein scheint und genau deshalb wollte ich euch nicht mit der Situation überfordern."

Ivy warf einen Blick zum Wassereimer, doch dann trafen ihre blauen Augen wieder auf die von Emanuelle und sie wusste, dass es jetzt in diesem Moment etwas wichtigeres gab. Die Magierin legte sich auf das Bett, mit der Hand zog sie die blondhaarige Maid zu sich und drückte ihren Kopf an ihre Brust. Die Handfläche der Piratin liebkoste sanft die Wange der Prinzessin, als sie mit beruhigenden Worten auf sie einging. "Es ist alles gut meine Kleine. Es ist alles gut..."

Shepard Commander
01.09.2014, 14:20
Ihre letzte Frage ließ Arian beschwichtigend die Hände heben und eine schnelle Erklärung abgeben.
Hätte ich mir ja denken können, dass der Hauptmann dieses Rattenlochs auch nur ein mieses Schwein ist... Bei meinem Erscheinungsbild, ist mir klar, worum er Arian gebeten hat...
In Gedanken schob sie den Hauptmann zu dem Rest des Lagers, also in die Kategorie 'sein Tod würde keinen Verlust bedeuten'.
Außerdem hat er Recht, dies ist kein Ort für die gute Abyss!
Wieder kamen ihr die Gesichter ihrer beiden Halbschwestern ins Gedächtnis.
Leina und Elina wurden ebenso wie ich auch im Kampf ausgebildet, was bei Abyss wohl eher nicht der Fall sein dürfte... dennoch würde ich auch meine Schwestern nicht an einem solchen Ort haben wollen, schon gar nicht in dem Alter, in dem sich Abyss befindet: Zu jung, um schon wirksam kämpfen zu können, aber gleichzeitig zu alt, um von den Ratten hier ignoriert zu werden!
Verächtlich verfluchte sie diesen Ort.
Die Werwölfe dort draußen wären vermutlich gnädiger zu ihr, als das Gesindel hier drinnen!
Als nächstes vernahm sie Arians Meinung zu Cailans Tod und die politischen Auswirkungen, die dieser nach sich zog.
Er hält wohl mehr vom Adel als ich... nein, er könnte aber auch einfach nur eine bessere Erziehung in der hinsicht erhalten haben oder einfach bessere Erfahrungen gemacht haben...
Gedanklich schüttelte sie ihren Kopf.
Nicht jeder muss so eine ablehnende Haltung wie ich haben... und sei es, weil die entsprechenden Erfahrungen fehlen... Aber die politische Lage scheint auch er richtig einzuschätzen. Die dunkle Brut in großer Zahl und dann ein Bürgerkrieg! Den Preis dafür zahlen die Soldaten und einfachen Leute... in Blut!
Dann bot ihr Arian an, bei ihm verbleiben zu können, um die Nacht auf dem Karren zu verbringen, zudem würde er die zusätzliche Sicherheit für Abyss begrüßen.
Darauf werdet ihr euch verlassen können! Als wenn ich jemals wieder vor meine Schwestern treten könnte, wenn ich hier die Bitte um Hilfe für dieses Mädchen ausschlagen würde...
Da Claudette jetzt kurz in Familienerinnerungen schwelgte, verpasste sie fast, wie Arian die Geschichte zu erzählen anfing, warum er mit Abyss auf Reisen war. Sie bemerkte die Traurigkeit in Arians Stimme und als sie immer mehr Stücke der Geschichte vernahm, formten sich zwei Gedanken bei ihr: So lange sie bei Arian und Abyss verweilte, würde man nur über ihre Leiche Hand an das Mädchen legen! So viel war sie sich ihren eigenen Prinzipien schuldig. Und dazu stellte sie sich aber auch die Frage, ob das Verhalten dieses Schweins von einem adligen Sohn nicht doch an Arians Weltbild vom Adel rütteln würde...
Zum Abschluss fragte er sie über ihre Pläne für die Nacht.
„Wie lautete eigentlich euer Vorschlag bezüglich der Nacht? Es ist schon sehr dunkel und Abyss sollte schlafen. Wie gesagt, ihr könntet ebenfalls auf dem Karren schlafen. Oder hattet ihr eine andere Idee?“
Claudette antwortete nicht sofort, sondern stand erstmal von dem Karren wieder auf. Dann ordnete sie kurz ihre Gedanken nach der Geschichte um Abyss. Schließlich entschied sie sich, erstmal ihre Meinung bezüglich der Nacht kund zu tun.
"Arian, was die Nacht betrifft... Bevor ihr hier angekommen seid, hatte ich diesbezüglich zumindest mit einem Stallburschen die Möglichkeit der Bestechung aushandeln können, mich dort im trockenen Stroh übernachten zu lassen. Ich bin mir sicher, das könnte man gegen einen entsprechenden Obolus auch auf drei... viel mehr 2 1/2 Personen ausweiten. Dennoch stellen uns euer Karren, die Gier des Hauptmanns, das Gesindel hier... einfach dieser gesamte Ort stellt uns vor ein Problem: Ob wir nur den Karren wählen oder doch den Stall als Schlafplatz. Wache werden wir trotzdem halten müssen! Zum einen ist euer Proviant hier..."
Zur Demonstration schüttelte sie kurz den Weinschlauch.
"Ein Schatz unermesslichen Ausmaßes schon fast für all diejenigen, die innerhalb dieses Zaunes sind. Und zum Anderen, keiner von uns Beiden würde wohl ruhig schlafen können, ohne eine Wache in der Nacht für Abyss!"
Claudette trat jetzt an Arian heran und legte ihm eine Hand auf die Schulter.
"Ich verstehe eure Geschichte und warum ihr Abyss mit euch genommen habt. Daher könnt ihr, was das Mädchen angeht, auf mich zählen! Denn ich habe zwei... Schwestern... und Abyss ist ihnen alleine schon so ähnlich, dass ich nicht anders kann, als euch zu helfen, sollte ich jemals wieder unter die Augen meiner Schwestern treten. Deswegen wird man nur Hand an Abyss über meine Leiche hinweg legen können!"
Sie nahm ihre Hand wieder von der schulter des Kriegers. Dann begann sie ihm zu schildern, was ihr ihr Verstand riet.
"Mein Plan für die Nacht wäre folgender: Wir bestechen den Stallburschen, damit Abyss im Trockenen Schlafen kann. Es ist eine klare Nacht, aber Ferelden ist ja für seinen Regen berühmt..."
Das brachte sie kurz zum Schmunzeln, obwohl ihre Situation nicht gerade rosig war.
"Dazu sollten wir zumindest abwechselnd Wache halten. So bekommt jeder von uns zumindest so viel Schlaf wie bei einem Feldzug drin wäre, was aber besser als gar kein Schlaf ist... denn ich stimme euch zu, dieses Loch sollten wir schleunigst wieder verlassen! Am besten, sobald die Sonne aufgeht, vielleicht noch etwas eher, damit die meisten dieses Packs noch ihren Rausch ausschlafen oder den verpassten Schlaf aus dem Freudenhaus nachholen!"
Dann setzte sie sich wieder und sah Arian erwartungsvoll an, während sie noch ein paar Gedanken wälzte.
Beim Erbauer! Ohne Abyss, die wir damit gefährden würden, hätte ich mich glaube direkt zu Gravka aufgemacht und ihm mit meinem guten Thunderclap meine Meinung zu diesem Rattenloch ins Gesicht geschrieben! Wollen wir hoffen, dass die Nacht ruhig bleibt... Denn eine Flucht mit Abyss wird schon schwierig genug... sollten wir hier raus kommen und dabei dann Verfolger UND Werwölfe auf den Fersen haben...
Dieses Szenario wollte sie sich dann doch erstmal nicht ausmalen.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

http://upload.worldofplayers.de/files9/Abyss_klein.jpg


Claudettes Vorschlag klang gut und ihre Sorge um Abyss ehrlich. Arian merkte, dass Claudettes Stimme eine zuvor unbekannte Weiche in sich trug, als sie von ihren Schwestern sprach. Vermutlich war Abyss nun geschützter, als je zuvor. Doch erwähnte sie auch einen gemeinsamen Aufbruch.

„Verstehe ich euch richtig, Lady Vance, ihr wollt uns morgen früh begleiten? Wollt ihr denn nicht wissen, was unser Ziel ist, oder unser Plan?“

Offensichtlich verabscheute Claudette dieses Loch und wollte ihrer jetzigen Situation möglichst verlassen. Arian begrüßte diese Idee, schien Claudette sowohl fähig, als auch ehrlich und hilfsbereit zu sein. Und sollten nochmals Werwölfe oder andere Kreaturen sie angreifen… sollte er fallen…

„Verzeiht mir, ich möchte Abyss von dem hier beschlossenen erzählen. Vielleicht können wir den Karren ebenfalls im Stall unterbringen?“, schlug er vor, um Claudette etwas zum nachdenken zu geben, während er zu Abyss ging, die gedankenversunken in die Sterne blickte.

„Abyss, ich…“, begann Arian.
„Ich weiß. Ich hab es gehört, die Frau will mit uns kommen, morgen früh. Ich find´s gut“, sagte sie zu Arians Erleichterung.
„Aber Arian!“, setzte sie mit viel zu ernstem Gesichtsausdruck für ihr Alter an: „Ich möchte nicht, dass du dir Sorgen um mich machst. Und du sollst nicht immer alles für mich gut machen, auch wenn es dir dabei schlecht geht!“
Arian lächelte gerührt und ging in die Hocke.
„Aber das mach ich doch gar nicht. Mir geht es sehr gut. Trotzdem bin ich für dich und deine Sicherheit verantwortlich. Doch ich täte nichts lieber, meine Kleine“.
In Abyss Augen sammelten sich glänzende Tränen. Plötzlich fiel sie Arian um den Hals und drückte ihn. Dabei sagte sie leise: „Danke!“
Arian war etwas überrascht. Zwar war Abyss bisher immer dankbar gewesen, doch hatte sie ihn noch nie umarmt. Etwas perplex schloss er seine Arme um die zerbrechliche Elfe und erwiderte die Umarmung.
Abyss dachte an ihre Eltern, die sie sehr vermisste. Trotzdem war sie sehr froh, Arian bei sich zu haben. Nachdem sie sich heimlich die Tränen aus den Augen gewischt hatte, löste sie sich aus der Umarmung und lächelte Arian an.

Etwas später hatte Arian den Karren mitsamt Abyss und Zugpferd zum Stall gebracht, wo Claudette ebenfalls wartete. Abyss saß auf dem Karren und war putzmunter, obwohl es mittlerweile späteste Nacht war. Arian trat an die große Frau heran. Er räusperte sich.

„Lady Vance, Abyss und ich wollen euch das Angebot unterbreiten, ab dem morgigen Tag mit uns gemeinsam zu reisen. Wir wollen nach Denerim. Abyss´ Eltern und sie selbst stammen aus dem dortigen Gesindeviertel, obwohl sie noch sehr, sehr jung war, als sie es verließ. Doch vielleicht hat sie dort noch Familie“

Arians Stimme wurde etwas dünner bei dem Gedanken tatsächlich Onkel oder Tante von Abyss vorzufinden und sie dort zu lassen.

„Ich selbst werde mich, nachdem für Abyss Sicherheit gesorgt ist, erneut der königlichen Armee anschließen, um der Bedrohung durch die dunkle Brut erneut zu begegnen. So der Erbauer will, werden wir sie in einer weiteren Schlacht besiegen. Denn ansonsten sind wir verloren, fürchte ich“.

Er sah sich um. Abyss saß auf dem Karren und summte eine schöne Melodie, welche den müden Krieger noch schläfriger werden ließ. Doch jetzt sollte sie schlafen und er wachen. Er ging zu Abyss und sagte ihr, sie solle sich hinlegen und schlafen. Beim ersten Strahl der Sonne würden sie aufstehen und das Lager verlassen. Abyss nickte, wickelte sich in eine Decke ein und legte sich in eine für sie bequeme Position, auf die Seite gerollt und mit angezogenen Beinen. Arian deckte sie zusätzlich mit seinem Mantel zu, dann ging er erneut zu Claudette.

„Auch ihr solltet jetzt etwas schlafen, Mylady. Den Stallburschen habe ich übrigens noch nicht gesehen. Hoffentlich ist er nicht zu überrascht, wenn er uns alle hier vorfindet. Ich übernehme die erste Wache!“

Die Nacht war nun beinahe halb rum und Arian beobachtete die wenigen Personen, die sich zu dieser zweifelhaften Zeit noch im Hof herumtrieben. Ein paar wankten sturzbesoffen, einer kroch sogar auf allen Vieren, begleitet von dem klatschenden Geräusch Erbrochenen, das auf dem Boden aufschlug. Der Stall lag in völliger Finsternis. Sein Karren mit den beiden schlafenden Damen stand rechts im Stall, welche eher ein paar in den Boden gestampfte Holzpfähle mit einem Dach, das sich bis zur Palisade zog war. Zum Glück regnete es nicht, doch selbst wenn, wäre Abyss geschützt.

Arian zog den Ring, den er am rechten Zeigefinger trug ab, begutachtete seine glänzenden Runen und steckte ihn dann auf den Linken. Dort drehte er den Ring im Kreis, was den Finger stark erwärmte und ein wohliges Gefühl ausstrahlte, als würde er die Hände nahe an ein Kaminfeuer halten. Dabei achtete er wachsam auf die Gestalten im Hof. Die betrunkenen Männer, vermutlich allesamt Soldaten, waren verschwunden, doch nun sammelte sich inmitten des Hofes eine kleine Gruppe Männer. Arian konnte erkennen, dass sie bewaffnet waren, denn von ihren plumpen Körper streckten sich lange Lanzen, Knüppel und Äxte in die Dunkelheit. Zu ihnen stieß ein Mann von ähnlicher Größe wie Arian, der die Bewaffneten allesamt überragte. Er war so dürr und schlaksig, dass er sich hinter einem dünnen Baum hätte mühelos verstecken können. Er lief zu der Gruppe und flüsterte ihnen etwas zu. Zu Arians Unmut wandte sich die Gruppe Richtung Stall und kam bedrohlich näher.

Aus der Ferne wirkte die Gesellschaft wie eine unförmige, waffenstarrende Masse. Beim Näherkommen erkannte Arian jedoch den Kommandanten des Forts, Hauptmann Gravka. Er watschelte mit seltsam weit gespreizten Beinen voran, hinter ihm seine Gruppe. Scheinbar waren nicht alle die ihm folgten auch wirklich Soldaten. Einige von ihnen sahen wie typische Halsabschneider aus, mit zotteligen Umhängen, gammeligen gelben Zähen und in dem Mondschein glänzenden Dolchen. Arian, der vorher gegen einen Balken gelehnt hatte, richtete sich zu voller Größe auf und trat ihnen entgegen.

„Aaah, ihr seid ja noch wach!“, schnurrte Gravka bedrohlich.
„Offensichtlich bin ich das. Was tut ihr hier? Ein Rundgang?“
„Ja, ein Rundgang. Wie ihr wisst, obliegt mir die Sicherheit des Lagers. Wer weiß schon, was für Schurken ich hier in meinem Großmut manchmal hinein lasse. Ist das euer Karren?“
Arian nickte, stellte sich jedoch breitbeinig vor die Männer, die beiden Hände auf dem Schwertknauf gefaltet.

„Ich dachte, ich mache mal eine Bestandsaufnahme. In diesen Zeiten muss ich an das Wohl aller denken! Und unser Stallbursche hier…“, er deutete auf den hageren, langen Mann: „…berichtete von einem reich gefüllten Karren und dass ihr in Gesellschaft eines kleines Fräuleins und dieser langen Schlampe reist“
„Eine Bestandsaufnahme mitten in der Nacht? Macht euch nicht lächerlich, Hauptmann!“, entgegnete Arian barsch. Das bösartige Grinsen Gravkas verflog und Wut zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Eine dicke Ader pochte nun auf seiner Stirn.

„Passt auf, was ihr sagt, Reisender! Sonst lasse ich euch auspeitschen und draußen anketten, sodass die Wölfe euch fressen!“

Arian sagte nichts, stand nur stumm da und verwehrte den nun sauer dreinblickenden Wachen und Halunken den Weg zum Karren. Plötzlich hörte er ein Geräusch hinter sich.

„Abyss! Geh zurück!“, rief er der Elfe zu, die nun plötzlich mitten im Stall stand und die Szenerie beobachtete.

„Abyss? Mir sagtet ihr, sie heißt Keira! Und ihr sagtet, sie sei hässlich und kein so leckeres Früchtchen…“, sagte Gravka und leckte sich die Lippen.
„Komm doch mal her, Kleines!“, sagte er an Abyss gewandt und krümmte anlockend den Zeigefinger.
Arian zog langsam sein Schwert. Das unverkennbare Geräusch einer Klinge, die aus ihrer Scheide gezogen wird, durchschnitt die Nacht. Arian hielt schützend die linke Hand vor Abyss Anblick, sodass die Augen des Hauptmanns sie nicht auszogen. Dieser war sowieso zu sehr damit beschäftigt, das meisterhaft geschmiedete Schwert anzustarren. Langsam kam ihm der Gedanke, dass Arian ihn nicht nur in Bezug auf seine Begleitung angelogen hatte.

„Ich mache euch einen Vorschlag, Reisender! Ihr habt mir die riesige Braut nicht gebracht und diese hat den Stallburschen für nur eine Nacht bezahlt. Ihr wolltet euch doch wohl ohne meinen Preis davonstehlen, ist es nicht so? Nun, ihr habt die Krone im Hinblick auf dieses Täubchen belogen. Doch ich könnte euch vergeben. Gebt sie mir, für eine Nacht und ihr erhaltet freien Abzug nach einer vollen Woche, mit frisch gefühlten Vorratssäcken und… mal sehen… 50 Silberlingen in eurer Tasche. Wie klingt das?“, feilschte der Hauptmann.

„Ich mache euch einen Gegenvorschlag. Nehmt eure Männer und verzieht euch in das Dirnenhaus, oder legt euch schlafen. Lasst uns morgen früh abziehen und es muss zu keinem Kampf kommen“.

Der Hauptmann spuckte aus.
„Ihr seid einer, wir sind neun. Wie wollt ihr sterben? Vor oder nach eurer kleinen Huren dort? Vielleicht spieße ich ihren Kopf sogar neben Eurem auf!“

„Abyss! Lauf zurück zum Wagen und wecke Lady Vance!“, rief Arian. Sofort wandte sich Abyss um und flitze zu Claudettes Schlafplatz. Arian bereitete sich indes vor. Jedoch anders, als die sich im langsam und mit den Waffen im Anschlag nährenden Männer erwarteten. Mit dem Ring am Zeigefinger berührte er die Klinge seines Schwertes. Mystisch glühten die Runen, von hellem Schein. Dann zog Arian seine Hand über die Oberfläche des Schwertes, als würde er es aus einer imaginären Scheide ziehen. Und dort, wo seine Hand vorbeiwanderte, begannen rote Flammen auf dem Stahl zu schlagen. Das Feuer erleuchtete die Nacht und die erstaunten Gesichter seiner Gegner.

„Hohe Stellung. Beide Hände an den Griff, das Schwert über den Kopf, die Klinge leicht nach Hinten. Rechter Fuß Vorne, Linker etwa weiter hinten. Stand suchen!“, dachte er. Der Kampf begann.

Indes ließ Abyss zu der auf dem Karren liegenden Kriegerin und rüttelte fest an ihr.
„Lady Vance! Lady Vance! Arian braucht Hilfe!“, schrie sie aufgelöst.

Neclord
01.09.2014, 15:34
http://upload.worldofplayers.de/files9/Nekka_Avatar.jpgJuri hörte ihren Ruf (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht?p=23207069&viewfull=1#post23207069), wirbelte in einer fließenden Bewegung herum und griff nach dem Schwert, das Nekka ihr zugeworfen hatte. Plötzlich weiteten sich ihre Augen und ohne eine weitere Sekunde vergehen zu lassen wandte sie sich mit einem blitzschnellen Rückhandschlag von der Nymphe ab und stürzte auf das Mädchen zu.
Auf einmal schien die Zeit still zu stehen und der Schrei der Nymphe, die durch Juris letzte Angriff einen Arm verloren hatte, durchfuhr die Unendlichkeit des Augenblicks. Nekka sah einen mächtigen Blutschwall aus ihrer Schulter hervorbrechen und die abgetrennte Gliedmaße nutzlos zu Boden fallen, als Juri aus vollem Sprung gegen sie stieß und sie von den Füßen riss. Sie spürte noch eine unglaubliche Hitze über sich hinwegfegen, dann lag sie mit dem Gesicht nach unten im Gras. Das Geschrei der Nymphe riss nicht ab.
Nekka drehte sich wieselflink auf den Rücken und sah sich um. Die verletzte Nymphe kam wutentbrannt auf sie zu, um sie herum roch es nach verkohltem Gras und verbranntem Fleisch.

Ohne zu zögern sprang Nekka wieder auf die Beine. Sie wusste nicht, was mit Juri oder Quintus war und das war auch nicht mehr wichtig. Sie sah nur noch die teuflische Kreatur vor sich, die schreiend und blutend auf sie zu raste.
Das Mädchen griff entschlossen nach ihrer Armbrust und legte an. Sie hielt sich nicht damit auf, zu zielen. Die Nymphe musste sterben.
Krachend löste sich der Schuss in dem Augenblick, in dem sie Nekka erreichte. Der Bolzen durchschlug die Kreatur und hinterließ ein grässliches Loch in ihrem Oberbauch.
Die Nymphe, vollständig erfüllt von ihrem Blutrausch, schaffte es noch das Mädchen mit einem gewaltigen Schlag ins Gesicht niederzustrecken, bevor sie selbst auf die Knie sank und ungläubig das Blut betrachtete, das ungehemmt aus ihrem makellosen Leib hervorquoll. Sie nahm überhaupt nicht mehr wahr, wie Nekka wieder aufstand und auf sie zukam. Als das Mädchen den Kolben ihrer Armbrust auf das Gesicht der Nymphe niedergehen lies, waren deren Augen schon blind und leer geworden.

Ein unartikulierter Schrei des Entsetzens zerriss die verwunschene Luft der Quelle. Nekka wandte sich sofort um.
Quintus.



http://upload.worldofplayers.de/files9/QuintusPic4.pngEin Schrei.
Ein Schrei, der ihm durch Mark und Bein ging. Ein Schrei, der sich mit seinem verband und sich in einer wütenden Grimasse manifestierte. Ein Schrei, der jegliche Magie von diesem Ort weichen lies.
Die Flammenden Hände vor sich haltend, starrte der Magier ungläubig zu dem schönen Wesen, welches hinter dem Schleier der sengenden Luft leblos zu Boden ging. Flammen leckten an seinen Fingern, formten sich zu einem Angriff, der für die beiden grässlichen Mörderinnen gedacht war.
Doch er hielt inne.
Sein Schrei verstummte und jegliche Kraft verließ ihn, als er noch immer im Wasser stehend auf die Knie sank. Es mochte seicht an dieser Stelle gewesen sein, doch tief genug um seine flammenden Hände vom kühlen Nass umschließen zu lassen. Zischend offenbarte sich der Dampf, welcher seinen Körper heraufwanderte und gänzlich über ihm verblasste. Mit starren Augen Blickte er zu der leblosen Schönheit.
„Was ... habt ihr ... getan? Was ... habt ihr getan? Was habt ihr getan?!“
Sie wurde von ihm gerissen, geschändet und gemordet. Dies wunderbare Wesen, welches ihn so sehr verzaubert hatte. Ihn in seinen Bann gezogen hatte und zeigte, was vollkommene Glückseligkeit bedeutete.
Er blinzelte. Einmal. Zweimal.
Es dauerte einen Moment, bis er sich dem bewusst wurde, was geschehen war. Dem, was diese wunderbare Schönheit tun wollte. Dem, was er getan hatte
„Was ... habe ich getan?“
Emotionen klangen in seiner Stimme mit, welchen er nur selten freien Lauf ließ. Doch wie hätte er diese in solch einen Moment verbergen können, in dem ihm bewusst wurde, dass es sein Werk war, dass eine schöne Frau verletzt wurde?
Mit einem lauten Plätschern erhob er sich und stolperte nach vorn. Die Kraft, die er noch beim Aufstehen zeigte, verlosch im Angesicht dessen, was sich ihm mit jedem Schritt immer deutlicher offenbarte.

http://upload.worldofplayers.de/files9/juri_6.png

Ein Zustand der Schwerelosigkeit umgab sie mit einer unheimlichen Eiseskälte, die sie in ihrem ganzen Körper spüren konnte. Alles um ihr herum wurde dunkel. Die allumfassende Macht des Nichts verschlang ihren Körper, wie eine gierige Bestie aus purer, schwarzer Energie.
Die Zeit verlangsamte sich und eine imaginäre Welt entstand in ihrem Geiste. Schwarz und weiß waren die vorherrschenden Farben und sie beschloss kurzerhand einfach loszulassen. Es war ganz leicht, warum weiterkämpfen? Es war an der Zeit zu gehen, so sei es.

Doch nicht hier, nicht heute. Ein Schrei, der durch Mark und Bein ging, ließ ihren Körper erzittern. Und wie eine große Decke aus schwarzer Materie, zog sich der Schleier zurück und gab die Kriegerin frei.
Plötzlich öffnete sie ihre Augen, erneut. Im dichten Gras liegend, analysierten ihre müden Augen die Umgebung. Sie wurde noch Zeuge, wie der Körper der Nymphe sich zusammenkrümmte und sein Ende fand. Die Barriere über dieser unheiligen Quelle zog sich zurück und setzte alles in dieser Umgebung in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Der Zauber war gebrochen. Juri richtete sich auf und hielt sich eine Hand mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Stirn. Ihr Kopf fühlte sich an, als hätte sie mehrere Zwerge hintereinander in einem Trinkduell besiegt.

Es war das kleine Mädchen, dass dem Wesen ein Ende bereitet hat. Juri war schwer beeindruckt, dieses Mal ist die Kleine nicht davongelaufen und hatte Schneid bewiesen. Doch der Zauber den Juri abbekommen hatte, machte ihr noch immer zu schaffen. So ließ ihr Körper sie nicht einfach weitermachen, auch wenn sie gerne frei von der Schwäche des menschlichen Körpers wäre, sie musste sich der Verletzung beugen und sank auf die Knie.

Dann erst erblickte sie Quintus direkt vor sich mit fassungslosem Gesichtsausdruck. Für Juri gab es im Moment keinen klaren Gedanken mehr. Wieder versuchte sie gegen die Schwäche anzukämpfen, aber sie sank frontal zu Boden und landete auf dem Bauch. Sie kroch noch ein kleines Stück, ehe sie sich ausruhen musste. Voller Hass, klammerte sich ihre ausgestreckte Hand wie die Klaue eines Tieres in den Erdboden, ehe sie erneut in die Traumwelt eintauchte.

Önee-sama
01.09.2014, 15:41
http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Dame zögerte ein wenig nach den Worten der Magierin. Wahrscheinlich war sie durch den Kuss ein wenig aufgelöst und konnte ihre Gefühle nicht richtig ordnen. Immerhin war sie oder zumindest wirkte die Kleine noch sehr jung. Dann hielt sie eine Hand vor die Brust, während die andere ihren erschrockenen Gesichtsausdruck halbwegs verdeckte. Geplagt von Unsicherheit, brachte sie stotternd einige Worte hervor, die ihre aufrichtige Entschuldigung zum Ausdruck brachten.
Anschließend umschlang sie Ivy und drückte ihre beiden Körper liebevoll aneinander. In der Hoffnung, die selbsternannte Seeräuberin milde zu stimmen. Ah, jetzt fühlt sie sich auch noch schuldig. Armes Ding.

Von allerlei Schuldgefühlen heimgesucht fühlte sich Emanuelle verpflichtet, Ivy den Vortritt beim Waschen zu lassen und bot ihr an, das pinkfarbene Haar nach dem Erwachen erneut zu pflegen. Die Magierin schüttelte sogleich den Kopf, nicht um ihren Vorschlag abzulehnen, sondern um ihr zu zeigen, dass die Schuldgefühle unangebracht sind. "Grämt euch nicht kleine Prinzessin. Euch trifft keine Schuld." Dann streichelte sie mit ihrer Hand den Arm von Emanuelle, als würde sie versuchen ihre Unsicherheit zu nehmen. "Ich mag euch. Wirklich. Doch ich gehe davon aus dass dies eine neuartige Erfahrung für euch zu sein scheint und genau deshalb wollte ich euch nicht mit der Situation überfordern."

Ivy warf einen Blick zum Wassereimer, doch dann trafen ihre blauen Augen wieder auf die von Emanuelle und sie wusste, dass es jetzt in diesem Moment etwas wichtigeres gab. Die Magierin legte sich auf das Bett, mit der Hand zog sie die blondhaarige Maid zu sich und drückte ihren Kopf an ihre Brust. Die Handfläche der Piratin liebkoste sanft die Wange der Prinzessin, als sie mit beruhigenden Worten auf sie einging. "Es ist alles gut meine Kleine. Es ist alles gut..."

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Emanuelle merkte es Ivy an, wie sie darum rang, um auf seine Entschuldigung eingehen zu können. Dann schüttelte die Schönheit ihren Kopf und sagte etwas.
"Grämt euch nicht kleine Prinzessin. Euch trifft keine Schuld."
So... sie sieht schon eine Prinzessin in mir? Vielleicht sollte ich eine Situation herbei führen, in der sie mich retten kann? Denn viele träumen doch insgeheim davon, eine Prinzessin aus der Not retten zu können... selbst Frauen!
Dann bemerkte er, wie Ivy seinen Arm streichelte.
Na, möchte da doch noch jemand mit der Prinzessin im Bette landen...
Doch Ivy's nächster Satz zerstörten alle Hoffnungen auf eine leidenschaftliche Nacht mit ihr.
"Ich mag euch. Wirklich. Doch ich gehe davon aus dass dies eine neuartige Erfahrung für euch zu sein scheint und genau deshalb wollte ich euch nicht mit der Situation überfordern."
Emanuelle musste wirklich an sich halten, nicht laut zu lachen und seine Fassade damit zu zerstören.
Kindchen... mit der Situation überfordert? Ich!? Ohh, wenn du wüsstest, dass die Nacht deines Lebens genau neben dir sitzt... du hättest dir schon längst alle Kleider vom Leibe gerissen und wir wären dabei, das gesamte Dorf zu wecken! Aber gräme dich nicht... du hast definitiv Emanuelle's Interesse geweckt! Was nur die schönsten Frauen in Ferelden von sich behaupten können...
Gebannt sah er zu, wie Ivy einen kurzen Blick auf den Wassereimer warf, um dann wieder mit ihren blauen Augen in die von Emanuelle zu blicken.
Was hast du vor, meine Schönheit...
Plötzlich legte sich Ivy aufs Bett, dann nahm sie Emanuelle und zog ihn zu ihr runter. Sein Kopf wurde dabei auf den Rundungen der exotischen Schönheit platziert und er genoss es in Gedanken ihre wohligen Kurven zu spüren. Gleichzeitig streichelte eine Hand von ihr über seine Wange und...
"Es ist alles gut meine Kleine. Es ist alles gut..."
Verdammt! So nah und doch so fern...
Kurz hatte er gehofft, dass die junge Frau doch noch einen Versuch in Richtung leidenschaftlicher Nacht unternehmen würde. Doch wusste er nur zu gut, was jetzt gerade ablief.
Sie denkt, sie müsse mich trösten... Haahhhhhh... Von hier an ist es für heute unmöglich, nochmals eine Attacke auf sie zu wagen... Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als für heute mitzuspielen und morgen dann... ja, morgen dann auf eine weitere Gelegenheit zu warten! Aber erstmal...
Eine kleine Weile blieb er so liegen, genoss einerseits die Liebkosung seiner Wange und auf der anderen Seite nahm er jede erdenkliche Faser von Ivy's Körper mit seinem Kopf auf... was vornehmlich den Bereich betraf, wo sein Kopf zur Zeit ruhte.
Schließlich beschied er, dass es Zeit zum Schlafen wäre. Doch vorher galt es, der guten Ivy eine Gegenleistung abzuknöpfen für das Abblitzen lassen! Als erhob er seinen Kopf, drehte sich zu Ivy's Gesicht, stützte einen seiner beiden Arme aufs Bett und legte den anderen wie rein zufällig leicht auf Ivy's Oberkörper. Dann begann er wie eine Frau zu sprechen, der gerade eine schwere Last von den Schultern genommen wurde.
"Ich danke euch sehr, meine Teuerste... ich werde mich nun waschen und dann würde ich mich schlafen legen wollen."
Als er geendet hatte, stand er würdevoll auf, fischte aus seinem Rucksack ein feines Tuch zum Waschen und machte sich auf den Weg zum Eimer. Auf halber Strecke blieb er aber stehen, so, als wäre ihm gerade erst etwas eingefallen.
"Verzeiht, wenn ich euch noch etwas fragen... oder eher um etwas bitten möchte. Könntet ihr vielleicht... Würdet ihr so nett sein... heute Nacht... meine Hand zu halten? Natürlich nur, bis wir eingeschlafen sind! Aber nach den ganzen Geschehnissen... nun, ich fühle immer noch eine gewisse Schwäche... aber wenn ohr meine Hand halten würdet.... und mir dadurch Trost und Kraft spenden könntet... Es würde mir sehr helfen, heute Nacht Ruhe zu finden!"
Sprach seine Bitte aus, ging dann zum Wascheimer und begann damit, eine kleine Waschroutine auszuführen.
"Würdet ihr meine Bitte in Betracht ziehen?"
Während er also auf eine Antwort von Ivy wartete, haderte er in Gedanken wieder mit den Umständen, die er hier vor fand.
Haahhhh... Wer bei allen Geistern kann denn mit diesem einfachen Wasser schon etwas für seinen Körper tun!? Das sind doch Verhältnisse wie bei den Barbaren in der Wildnis...

Annalena
01.09.2014, 16:23
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Welch unangenehme Situation für den Magier. Er verharrte für eine Weile in dieser Position, in der Hoffnung, dass der Chasind einfach weitergehen würde. Doch sein Blick blieb an der Robe von Valgarius kleben, wie der Honig an der Nase eines Bären. Langsam näherte sich der Mann und neigte dabei seinen Kopf zur Seite. Darauf bedacht das emporragende Gesäß besser in Augenschein nehmen zu können. Der Blutmagier vernahm die näher kommenden Schritte und dachte angestrengt nach. Verdammter Mist! Lass dir etwas einfallen...

Langsam richtete er sich wieder auf, dreht sich dabei aber nicht um. Der Chasind kam immer näher und richtete erneut sein Wort an den jungen Mann. Dem Klang seiner Stimme nach zu urteilen hatte er es auf etwas bestimmtes abgesehen. "Wir könnten ein wenig Spass miteinander haben, bevor wir euch zur Schamanin schicken!"

Valgarius schluckte die Anspannung herunter und trat näher an die Holzwand heran. Noch immer wagte er es nicht sich umzudrehen. Immerhin konnten nicht alle Chasind so blöd sein, ihn für eine Frau zu halten. Ich kann hier keine Magie verwenden... wenn doch nur die Ratte noch da wäre....

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Als Anlya das Frauenbad betrat blieb sie ruckartig stehen. Valgarius war nicht allein. Einer der Chasind stand hinter ihm und schien nichts Gutes im Sinn zu haben. Sie bekam die letzten Worte mit, welche dieser Mann zu dem Magier sprach. Das war nicht gut. Sie musste ihm helfen. Doch was sollte sie tun? Sie griff nach Ihrem Dolch, doch da war nichts. Als sie ihre Rüstung auszog hatte sie auch ihre Waffe abgelegt. Anlya hatte vergessen die Waffe wieder mitzunehmen. Natürlich hätte ihr das nicht viel geholfen, denn sie war sich sicher, dass sie gegen den Hünen keine Chance hatte.

Valgarius schien sich nicht wehren, denn er setzte keine Magie ein. Anlya war etwas verwundert darüber. „Entschuldigt Schwester Anlya.“ Ihre Worte ließen den Chasind sich umdrehen. „Was wollt Ihr hier? Ich bin beschäftigt. Kommt später wieder.“ Anlya hatte alle Mühe ihr Zittern zu unterdrücken. „Verzeiht. Ich kam nicht umhin Eure Worte zu hören. Ihr könnt Schwester Anlya auf diese Weise nicht entweihen. Sie hat einen Eid der Enthaltsamkeit gegenüber dem Erbauer und Andraste geleistet. Es wäre ein Sakrileg gegen unseren Gott, dem Erbauer, diesen Eid zu brechen.“

Der Chasind musterte sie kritisch. „Die Kleine trägt keine Robe Eurer Kirche. Also verzieht Euch Junge.“ Anlya atmete tief durch. Dieser Mann war wirklich stur. Was tun? Hastig überlegte sie. „Wir wurden von Ungläubigen, dieser dunklen Brut, überfallen. Sie zerstörten die Roben von Schwester Anlya und töteten alle Templer, die uns begleiteten. Diese hässliche alte Robe, die Schwester Anlya trägt, war das einzige Kleidungsstück was wir retten konnten. Sie hatte keine Wahl als diese vorübergehend anzuziehen. Auf unserer Flucht vor diesen dunklen Monstern haben wir uns in diesem Wald verirrt und nun sind wir hier.“

Anlya schickte ein Gebet zum Erbauer und zur Sicherheit noch an die Schöpfer. Würde er ihr glauben? Oder durchblickte er ihre Lügen.

VRanger
01.09.2014, 19:39
vorheriger Post: Am Flussbaum • Ein Erbe droht zu entschwinden (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23317588&viewfull=1#post23317588)

Glandis | Am Flussbaum • Ein Erbe wird erzählt

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png Es war wie immer für Glandis: Überraschend. Sie hatte etwas erzählt, was sie lustig fand und Aril empfand etwas ganz anderes dabei. Gut sie hatte auch gelacht, aber nicht über die Ausreißerinnen, sondern, dass sie verstoßen worden wäre. Unter normalen Gegebenheiten wäre die Dalish aufgestanden, ohne ein Wort, hätte nichts mehr beachtet und wäre ohne zurückzuschauen gegangen. Doch es war eben nichts normal hier in dieser Situation. Eigenartigerweise fühlte sie sich zu anderen Umständen wohl. Nein, sie freute sich sogar darauf etwas von dem was jetzt aus ihrer Sicht völlig ‚raen‘, also schief, in der Welt stand gerade zu rücken. Ganz in ihrem Innersten vermutete sie bereits, dass ihr Versuch es ‚toer‘, also gerade, werden zu lassen, zu erneuten Überraschungen führen würde. Doch wie bereits vernommen, die Dalish wollte es für sich tun. Vielleicht auch deshalb der besondere Blick auf diesen Einwand von Aril.

Dann sagte Aril noch: „ Wenn man alles nur mündlich weitergibt, wie soll man sich das denn merken?“ Weiterhin fügte sie als Zweitens in ihrer Aufzählung an: „Wieso wurdest du verstoßen? Kamst du nicht zum Spähen hierher?“

Glandis blieb die Ruhe selbst. Sie hörte zu, nickte. Es war ein unmissverständliches Zeichen, dass sie die Fragen vernommen hatte. So setzte sie ihre Geschichte fort:

»Aril, du bringst es mit deinen Fragen auf den Punkt. Nichts ist einfach und gleich zu verstehen. In früheren Tagen hätte ich dich gefragt, auch wenn ich geahnt hätte, es würde dich ärgern: ‚Hast du all die Bücher gelesen und auch verstanden? Und kann jedermann in der Burg die Bücher lesen?‘ Doch heute mache ich es nicht. Denn mit dem Weitererzählen ist es in einer gewissen Weise schwierig. Stirbt jemand oder ein Teil des Clans geht verloren, was auch schon passiert ist, dann ist auch das Wissen verloren. Die,« dabei vermied Glandis das Wort ‚Stadtelfen‘ bewusst, obwohl es ihr sicher geläufig sein sollte, »die, von den einst unseren, die bei euch Dienst tun, haben alles vergessen. Mit alles meine ich auch alles. Ehre, Tradition, Achtung vor seinem Volk, Respekt vor der Geschichte der Alten, all das aufgegeben für ein paar Münzen in der Hand und einem vermeintlich sicheren Dach über dem Kopf.«

Sie hatte sich stark erregt, fing sich aber wieder. Zumindest war die Röte den schlanken Hals emporgekrochen. Aber so schnell dieser Anflug gekommen war, so schnell hatte sich die Dalish wieder im Griff und sprach mit aller Besonnenheit weiter. »Du unterschätzt die Funktion der Sprache,« sagte Glandis zu Aril. Um das zu bekräftigen, fügte sie hinzu: »Prüfe dich, wie viel von dem, was du dein Wissen nennst, wurde dir erzählt, hast du von anderen abgeschaut, hast du erfahren aus Tätigkeit und wie viel davon stammt aus deiner Bibliothek? Bei uns im Clan gibt es im eigentlichen Sinne keinen Vater, keine Mutter. Ich konnte schlafen oder essen, bei dem ich gerade war. Es ist wie eine große Familie. Aber ich hatte dann auch das zu tun, was der Tischherr dem an den Tisch sitzenden sagte. Er hat mir auch Dinge erklärt. Warum ist es so. Was ist zu tun. Das war mein Weg zu lernen. Sicher auch in der Gruppe mit einem Mentor, aber vieles, was ich heute weiß, stammt aus dem Wissen der Gruppe. Aus dem Wissen der Dalish. Und wenn ich mal in Lage …« dabei schluckte Glandis. Denn sie hatte an das Wort ‚hên‘, an ein mögliches Kind gedacht. Doch so, wie der Gedanke aufkam, strich sie ihn von der Tagesordnung und kam zu ihrem Vortrag zurück.

»Für uns Dalish, auf der Suche nach unseren Wurzeln, mit einem Wissen, das nur noch, damit meine ich das Wissen aus früheren Zeiten, aus Bruchteilen besteht, ist die Weitergabe eines der für uns lebensnotwendigen Dinge. Es formt, es bildet, aber es erzieht auch.«

Dann schaute sie zu Aril und fragte sie: »Aril, habe ich dir die Frage, wie man sich alles merken kann, beantwortet?« Glandis fügte noch an, ohne eine Antwort auf die Frage abzuwarten: »Deine zweite Frage werde ich dir gleich beantworten. Doch, wenn du etwas wissen willst, wäre es mir lieber, du fragst an der Stelle, wo ich die Frage hervorgerufen haben. Denn so oft erzähle ich nicht so lang und manchmal sind die Worte nicht genau gewählt oder du hast ein anderes Verständnis zu der Bedeutung, was sicherlich zu verstehen ist.« Dabei lachte sie so, wie sie bei dem Wort Ausreißerinnen gelacht hatte.


nächster Post: Ein Erbe, wird man dem gerecht? (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23359517&viewfull=1#post23359517)

Önee-sama
01.09.2014, 21:43
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Claudettes Vorschlag klang gut und ihre Sorge um Abyss ehrlich. Arian merkte, dass Claudettes Stimme eine zuvor unbekannte Weiche in sich trug, als sie von ihren Schwestern sprach. Vermutlich war Abyss nun geschützter, als je zuvor. Doch erwähnte sie auch einen gemeinsamen Aufbruch.

„Verstehe ich euch richtig, Lady Vance, ihr wollt uns morgen früh begleiten? Wollt ihr denn nicht wissen, was unser Ziel ist, oder unser Plan?“

Offensichtlich verabscheute Claudette dieses Loch und wollte ihrer jetzigen Situation möglichst verlassen. Arian begrüßte diese Idee, schien Claudette sowohl fähig, als auch ehrlich und hilfsbereit zu sein. Und sollten nochmals Werwölfe oder andere Kreaturen sie angreifen… sollte er fallen…

„Verzeiht mir, ich möchte Abyss von dem hier beschlossenen erzählen. Vielleicht können wir den Karren ebenfalls im Stall unterbringen?“, schlug er vor, um Claudette etwas zum nachdenken zu geben, während er zu Abyss ging, die gedankenversunken in die Sterne blickte.

„Abyss, ich…“, begann Arian.
„Ich weiß. Ich hab es gehört, die Frau will mit uns kommen, morgen früh. Ich find´s gut“, sagte sie zu Arians Erleichterung.
„Aber Arian!“, setzte sie mit viel zu ernstem Gesichtsausdruck für ihr Alter an: „Ich möchte nicht, dass du dir Sorgen um mich machst. Und du sollst nicht immer alles für mich gut machen, auch wenn es dir dabei schlecht geht!“
Arian lächelte gerührt und ging in die Hocke.
„Aber das mach ich doch gar nicht. Mir geht es sehr gut. Trotzdem bin ich für dich und deine Sicherheit verantwortlich. Doch ich täte nichts lieber, meine Kleine“.
In Abyss Augen sammelten sich glänzende Tränen. Plötzlich fiel sie Arian um den Hals und drückte ihn. Dabei sagte sie leise: „Danke!“
Arian war etwas überrascht. Zwar war Abyss bisher immer dankbar gewesen, doch hatte sie ihn noch nie umarmt. Etwas perplex schloss er seine Arme um die zerbrechliche Elfe und erwiderte die Umarmung.
Abyss dachte an ihre Eltern, die sie sehr vermisste. Trotzdem war sie sehr froh, Arian bei sich zu haben. Nachdem sie sich heimlich die Tränen aus den Augen gewischt hatte, löste sie sich aus der Umarmung und lächelte Arian an.

Etwas später hatte Arian den Karren mitsamt Abyss und Zugpferd zum Stall gebracht, wo Claudette ebenfalls wartete. Abyss saß auf dem Karren und war putzmunter, obwohl es mittlerweile späteste Nacht war. Arian trat an die große Frau heran. Er räusperte sich.

„Lady Vance, Abyss und ich wollen euch das Angebot unterbreiten, ab dem morgigen Tag mit uns gemeinsam zu reisen. Wir wollen nach Denerim. Abyss´ Eltern und sie selbst stammen aus dem dortigen Gesindeviertel, obwohl sie noch sehr, sehr jung war, als sie es verließ. Doch vielleicht hat sie dort noch Familie“

Arians Stimme wurde etwas dünner bei dem Gedanken tatsächlich Onkel oder Tante von Abyss vorzufinden und sie dort zu lassen.

„Ich selbst werde mich, nachdem für Abyss Sicherheit gesorgt ist, erneut der königlichen Armee anschließen, um der Bedrohung durch die dunkle Brut erneut zu begegnen. So der Erbauer will, werden wir sie in einer weiteren Schlacht besiegen. Denn ansonsten sind wir verloren, fürchte ich“.

Er sah sich um. Abyss saß auf dem Karren und summte eine schöne Melodie, welche den müden Krieger noch schläfriger werden ließ. Doch jetzt sollte sie schlafen und er wachen. Er ging zu Abyss und sagte ihr, sie solle sich hinlegen und schlafen. Beim ersten Strahl der Sonne würden sie aufstehen und das Lager verlassen. Abyss nickte, wickelte sich in eine Decke ein und legte sich in eine für sie bequeme Position, auf die Seite gerollt und mit angezogenen Beinen. Arian deckte sie zusätzlich mit seinem Mantel zu, dann ging er erneut zu Claudette.

„Auch ihr solltet jetzt etwas schlafen, Mylady. Den Stallburschen habe ich übrigens noch nicht gesehen. Hoffentlich ist er nicht zu überrascht, wenn er uns alle hier vorfindet. Ich übernehme die erste Wache!“

Die Nacht war nun beinahe halb rum und Arian beobachtete die wenigen Personen, die sich zu dieser zweifelhaften Zeit noch im Hof herumtrieben. Ein paar wankten sturzbesoffen, einer kroch sogar auf allen Vieren, begleitet von dem klatschenden Geräusch Erbrochenen, das auf dem Boden aufschlug. Der Stall lag in völliger Finsternis. Sein Karren mit den beiden schlafenden Damen stand rechts im Stall, welche eher ein paar in den Boden gestampfte Holzpfähle mit einem Dach, das sich bis zur Palisade zog war. Zum Glück regnete es nicht, doch selbst wenn, wäre Abyss geschützt.

Arian zog den Ring, den er am rechten Zeigefinger trug ab, begutachtete seine glänzenden Runen und steckte ihn dann auf den Linken. Dort drehte er den Ring im Kreis, was den Finger stark erwärmte und ein wohliges Gefühl ausstrahlte, als würde er die Hände nahe an ein Kaminfeuer halten. Dabei achtete er wachsam auf die Gestalten im Hof. Die betrunkenen Männer, vermutlich allesamt Soldaten, waren verschwunden, doch nun sammelte sich inmitten des Hofes eine kleine Gruppe Männer. Arian konnte erkennen, dass sie bewaffnet waren, denn von ihren plumpen Körper streckten sich lange Lanzen, Knüppel und Äxte in die Dunkelheit. Zu ihnen stieß ein Mann von ähnlicher Größe wie Arian, der die Bewaffneten allesamt überragte. Er war so dürr und schlaksig, dass er sich hinter einem dünnen Baum hätte mühelos verstecken können. Er lief zu der Gruppe und flüsterte ihnen etwas zu. Zu Arians Unmut wandte sich die Gruppe Richtung Stall und kam bedrohlich näher.

Aus der Ferne wirkte die Gesellschaft wie eine unförmige, waffenstarrende Masse. Beim Näherkommen erkannte Arian jedoch den Kommandanten des Forts, Hauptmann Gravka. Er watschelte mit seltsam weit gespreizten Beinen voran, hinter ihm seine Gruppe. Scheinbar waren nicht alle die ihm folgten auch wirklich Soldaten. Einige von ihnen sahen wie typische Halsabschneider aus, mit zotteligen Umhängen, gammeligen gelben Zähen und in dem Mondschein glänzenden Dolchen. Arian, der vorher gegen einen Balken gelehnt hatte, richtete sich zu voller Größe auf und trat ihnen entgegen.

„Aaah, ihr seid ja noch wach!“, schnurrte Gravka bedrohlich.
„Offensichtlich bin ich das. Was tut ihr hier? Ein Rundgang?“
„Ja, ein Rundgang. Wie ihr wisst, obliegt mir die Sicherheit des Lagers. Wer weiß schon, was für Schurken ich hier in meinem Großmut manchmal hinein lasse. Ist das euer Karren?“
Arian nickte, stellte sich jedoch breitbeinig vor die Männer, die beiden Hände auf dem Schwertknauf gefaltet.

„Ich dachte, ich mache mal eine Bestandsaufnahme. In diesen Zeiten muss ich an das Wohl aller denken! Und unser Stallbursche hier…“, er deutete auf den hageren, langen Mann: „…berichtete von einem reich gefüllten Karren und dass ihr in Gesellschaft eines kleines Fräuleins und dieser langen Schlampe reist“
„Eine Bestandsaufnahme mitten in der Nacht? Macht euch nicht lächerlich, Hauptmann!“, entgegnete Arian barsch. Das bösartige Grinsen Gravkas verflog und Wut zeichnete sich auf seinem Gesicht ab. Eine dicke Ader pochte nun auf seiner Stirn.

„Passt auf, was ihr sagt, Reisender! Sonst lasse ich euch auspeitschen und draußen anketten, sodass die Wölfe euch fressen!“

Arian sagte nichts, stand nur stumm da und verwehrte den nun sauer dreinblickenden Wachen und Halunken den Weg zum Karren. Plötzlich hörte er ein Geräusch hinter sich.

„Abyss! Geh zurück!“, rief er der Elfe zu, die nun plötzlich mitten im Stall stand und die Szenerie beobachtete.

„Abyss? Mir sagtet ihr, sie heißt Keira! Und ihr sagtet, sie sei hässlich und kein so leckeres Früchtchen…“, sagte Gravka und leckte sich die Lippen.
„Komm doch mal her, Kleines!“, sagte er an Abyss gewandt und krümmte anlockend den Zeigefinger.
Arian zog langsam sein Schwert. Das unverkennbare Geräusch einer Klinge, die aus ihrer Scheide gezogen wird, durchschnitt die Nacht. Arian hielt schützend die linke Hand vor Abyss Anblick, sodass die Augen des Hauptmanns sie nicht auszogen. Dieser war sowieso zu sehr damit beschäftigt, das meisterhaft geschmiedete Schwert anzustarren. Langsam kam ihm der Gedanke, dass Arian ihn nicht nur in Bezug auf seine Begleitung angelogen hatte.

„Ich mache euch einen Vorschlag, Reisender! Ihr habt mir die riesige Braut nicht gebracht und diese hat den Stallburschen für nur eine Nacht bezahlt. Ihr wolltet euch doch wohl ohne meinen Preis davonstehlen, ist es nicht so? Nun, ihr habt die Krone im Hinblick auf dieses Täubchen belogen. Doch ich könnte euch vergeben. Gebt sie mir, für eine Nacht und ihr erhaltet freien Abzug nach einer vollen Woche, mit frisch gefühlten Vorratssäcken und… mal sehen… 50 Silberlingen in eurer Tasche. Wie klingt das?“, feilschte der Hauptmann.

„Ich mache euch einen Gegenvorschlag. Nehmt eure Männer und verzieht euch in das Dirnenhaus, oder legt euch schlafen. Lasst uns morgen früh abziehen und es muss zu keinem Kampf kommen“.

Der Hauptmann spuckte aus.
„Ihr seid einer, wir sind neun. Wie wollt ihr sterben? Vor oder nach eurer kleinen Huren dort? Vielleicht spieße ich ihren Kopf sogar neben Eurem auf!“

„Abyss! Lauf zurück zum Wagen und wecke Lady Vance!“, rief Arian. Sofort wandte sich Abyss um und flitze zu Claudettes Schlafplatz. Arian bereitete sich indes vor. Jedoch anders, als die sich im langsam und mit den Waffen im Anschlag nährenden Männer erwarteten. Mit dem Ring am Zeigefinger berührte er die Klinge seines Schwertes. Mystisch glühten die Runen, von hellem Schein. Dann zog Arian seine Hand über die Oberfläche des Schwertes, als würde er es aus einer imaginären Scheide ziehen. Und dort, wo seine Hand vorbeiwanderte, begannen rote Flammen auf dem Stahl zu schlagen. Das Feuer erleuchtete die Nacht und die erstaunten Gesichter seiner Gegner.

„Hohe Stellung. Beide Hände an den Griff, das Schwert über den Kopf, die Klinge leicht nach Hinten. Rechter Fuß Vorne, Linker etwa weiter hinten. Stand suchen!“, dachte er. Der Kampf begann.

Indes ließ Abyss zu der auf dem Karren liegenden Kriegerin und rüttelte fest an ihr.
„Lady Vance! Lady Vance! Arian braucht Hilfe!“, schrie sie aufgelöst.

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Claudette erkannte, das Arian zwar erleichtert über ihr Angebot der Hilfe war, etwas verwunderte ihn aber doch der vorgeschlagene gemeinsame Aufbrauch am nächsten Tage.
Er wird schon noch dahinter kommen, dass niemand von unserem Schlage wirklich hier verweilen möchte...
Dann sah sie ihm dabei zu, wie er zu der kleinen Abyss ging, um das Mädchen in dem hier beschlossenen Plan einzuweihen. Claudette nutzte die Zeit und wandte sich dem nahen Stall zu. Sie schaute kurz und erblickte den Stallburschen. Also ging sie erhobenen Schrittes auf diesen zu, um mit ihm über den Preis für 3 Personen zu verhandeln. Als sie am Stall ankam, drehte sie sich noch einmal zu Arian und Abyss um, damit sie sicher sein konnte, dass sich den Beiden niemand näherte. Dann schaute sie wieder nach dem Stallburschen und...
Was? Wo ist er so schnell hin? Und das ohne ein Geräusch...
Claudette durchsuchte den gesamten Stall, was nicht mehr wie 10 Sekunden beanspruchte, konnte aber niemanden finden.
Na ja, bis jetzt hat er nur Geld für meine Person... es könnte sogar billiger für uns werden...
Als sie wieder zum Eingang des Stalls ging, kamen ihr Arian mit Abyss und dem Karren entgegen. Arian erklärte ihr, dass er Abyss zu Verwandten nach Denerim bringen wolle, damit sie in Sicherheit wäre. Er selbst wolle anschließend der Armee wieder beitreten, um erneut gegen die dunkle Brut zu kämpfen. Für Claudette waren dies zwei Dinge, die sie im Moment nicht so recht mit sich vereinbaren konnte. Nach Denerim zu reisen war gefährlich, denn es würde die Wahrscheinlichkeit enorm erhöhen, dass sie auf Rekrutierer stießen, je näher sie Denerim kamen. Und ein erneutes Einreihen in die Armee würde für Claudette bedeuten, unter Loghain zu dienen, den sie für einen der Hauptschuldigen für das Gemetzel bei Ostagar hielt!
Außerdem... diese Armee, die sich im Norden formiert... es ist ungewiss, ob sie wirklich in nächster Zeit gegen die dunkle Brut eingesetzt wird... Genauso gut könnte ich dann in einer Armee stecken, die in Richtung Bannorn marschiert! Und nein, ich könnte niemals gegen meine eigene Familie kämpfen!
Unschlüssig, was sie ihm darauf sagen sollte, verhielt sie sich lieber schweigsam. Claudette sah dabei zu, wie Arian die gute Abyss schlafen schickte und ihr anschließend mitteilte, dass er die erste Wache übernehmen werde, was ihr jetzt die Gelegenheit zur Ruhe bescherte. Also wollte sie die Gelegenheit nutzen und schwang sich auf den Karren. Sie zog das Schwert mitsamt der Halterung ab, entledigte sich ihres Mantels und nahm eine der bereit liegenden Decken. Dann nahm sie eine leichte Haltung aus Sitzen und Liegen ein, die ihr bei Gefahr ein schnelles Aufstehen ermöglichen würde. Dazu legte sie ihr Schwert neben sich. Abschließend schloss sie ihre Augen...
Doch der Schlaf wollte sich nicht so recht einfinden - zu sehr war sie in Gedanken beschäftigt.
Denerim also... wenn ich es genau betrachte, ist der schnellste Weg von hier wohl wirklich nach Norden Richtung Hauptstadt und dann nach Westen in die Heimat...
Bei dem Wort Heimat stockte sie kurz - sie verstand sich prima mit ihren Halbschwestern... bei ihrem Verhältnis zu ihrem Vater und ihrer Stiefmutter sah es schon anders aus. Ihr Vater hatte sie als Bastardtochter immer anders als die offiziellen Erbinnen behandelt... und ihre Stiefmutter war ihr gegenüber zwar freundlich und alles andere als abweisend, dennoch war es schwer, zu ihr aufgrund von ihrem Vater eine Beziehung aufzubauen... und trotzdem überwog am Ende die Sorge um ihre Heimat und ihre Familie.
Ahhh... meiner Heimat steht ein Bürgerkrieg bevor. Selbst wenn Loghain nicht ins Bannorn marschiert. Es kann gut sein, das kleinere Lords dort selbst versuchen, sich andere Ländereien unter ihre Nägel zu reißen! Was es zum Kampf kommen lassen kann, der sich schnell wie ein Lauffeuer ausbreiten wird... und dann wird irgendjemand Loghain um Hilfe bitten! Diese Hilfe bekommt dann die Seite, welche sich ihm anschließt im Kampf gegen... gegen wen eigentlich genau??? Im Norden bei Denerim ist NIEMAND, der Ferelden gefährlich werden kann! Orlais, wenn überhaupt würde aus dem Westen kommen... die Freien Marschen sind... zerstritten... und eine qunarische Invasionsflotte!? Also, warum ist die Armee im Norden...
Doch egal, wie sehr sie ihren Verstand auch bemühte, es wollte sich keine Antwort einfinden...

„Lady Vance! Lady Vance! Arian braucht Hilfe!“
Claudette war plötzlich hellwach! Auch wenn sie wenig Schlaf bekommen hatte durch ihre Gedankenspielereien, war sie zu sehr Soldatin, als das ein 'Alarmweckruf' nicht sein Übriges bei ihr tun würde! Sofort griff sie nach ihrem Schwert, sprang vom Karren, während sie sich gleichzeitig umsah. Dabei zog sie sofort Thunderclap aus seiner Scheide, ließ die mächtige Waffe jedoch in ihrer linken Hand nach unten gerichtet und nahm mit ihrer Rechten die völlig hektische Abyss bei der Schulter.
"Wo meine Gute?"
"Dort!"
Abyss zeigte aufgeregt mit einer Hand in die Richtung von Arian.
"Beeilt euch bitte!"
"Das tue ich... und du verstecke dich solange! Hörst du?"
Claudette wartet nicht erst, ob Abyss ihrer Bitte nach kam, denn sie sah auch aus dieser Entfernung, dass Arian gegen eine Übermacht stand. Sofort nahmen ihre Beine ihre Arbeit auf.
Verdammt! Auch wenn es Halsabschneider sind... neun oder zehn gegen Einen... das ist für jeden schwer!
Dabei fiel ihr Blick auf etwas, was sie kurz innehalten ließ.
Das... könnte funktionieren...
Ihr Schwert in der Linken halten, nahm sie mit ihrer Rechten die 'Waffe' aus dem Stroh am Ausgang des Stalles. Dann legte sie sie sich so zurecht, dass sie die Waffe weit würde schleudern können und begann zu zielen.
Sie beginnen, ihn zu umkreisen... Der! Der wird mir am nähsten stehen und mir den Rücken zukehren!
Schon nahm sie Anlauf und stieß nach einigen Metern die Waffe durch die Lüfte...
Diese Waffe war eine Heugabel für das Stroh im Stall gewesen. Nicht so aerodynamisch, wie man das bei einem echten Speer erwarten konnte, so verfügte Claudette doch über ausreichend Kraft, auch eine Heugabel über eine beeindruckende Weite zu werfen. Die Heugabel machte also einen Bogen durch die Lüfte und traf dann ihr Ziel!
Der Kerl wusste nicht, wie ihm geschah, als sich drei der Zacken aus der Heugabel durch seinen Hals bohrten und er anschließend von der Wucht des aufprallenden Wurfgeschosses von den Beinen geholt wurde.
Claudette hatte da schon längst wieder begonnen zu laufen und machte jetzt einen Sturmangriff auf den nächsten der Halunken, der sich noch ein wenig zu wundern schien, was seinen Kameraden da gefällt hatte. Dennoch ließ ihn Claudette's Kriegsschrei herumdrehen und...
Erstarren! Claudette hatte bei ihrem Sturmlauf die Blitzrunen in ihrem großen Schwert aktiviert. Jetzt wanden sich immer wieder unzählige kleine Blitze über die Oberfläche ihres Zweihänders und gleichzeitig stießen einige davon immer wieder in die Luft um sie herum. Dieses Bild einer riesigen Amazone, die mit der Kraft von Blitzen selbst auf den armen Kerl zustürmte und dabei ein Geheul los ließ, sollte das Letzte sein, was er in seinem Leben sehen würde! Denn schon einen Moment später war Claudette heran und bohrte ihre Waffe schnurstracks durch die rechte Brust des Mannes. Selbst wenn er irgendeine Hoffnung haben würde, eine solche Wunde zu überleben - die Elektrizität, die von ihrem Schwert ausging, hinterließ genug verbranntes Fleisch in der Wunde, dass es keine Hoffnung mehr gab... gleichzeitig setzten die Blitze den Körper des Gauners so unter Strom, dass die Leiche regelrecht zu qualmen begann! Dann begann der leblose Körper nach hinten zu fallen und Claudette zog ihr Schwert wieder heraus...
Anschließend nahm sie eine herausfordernde Haltung ein, bei der die zuckenden Blitze ein gespenstisches Lichterspiel über ihren Körper ergehen ließen.
Thunderclap! Welch treffender Name... Wenigstens hatte mein Vater nicht gespart, als es darum ging, mich ordentlich zu bewaffnen...
Dann machte sie sich bereit, auf den Nächsten loszugehen, wohl wissend, dass ihre jetzige Erscheinung so gut wie jeden Gegner mehr verängstigen würde, als Worte es je könnten!

Shepard Commander
02.09.2014, 11:34
Claudette erkannte, das Arian zwar erleichtert über ihr Angebot der Hilfe war, etwas verwunderte ihn aber doch der vorgeschlagene gemeinsame Aufbrauch am nächsten Tage.
Er wird schon noch dahinter kommen, dass niemand von unserem Schlage wirklich hier verweilen möchte...
Dann sah sie ihm dabei zu, wie er zu der kleinen Abyss ging, um das Mädchen in dem hier beschlossenen Plan einzuweihen. Claudette nutzte die Zeit und wandte sich dem nahen Stall zu. Sie schaute kurz und erblickte den Stallburschen. Also ging sie erhobenen Schrittes auf diesen zu, um mit ihm über den Preis für 3 Personen zu verhandeln. Als sie am Stall ankam, drehte sie sich noch einmal zu Arian und Abyss um, damit sie sicher sein konnte, dass sich den Beiden niemand näherte. Dann schaute sie wieder nach dem Stallburschen und...
Was? Wo ist er so schnell hin? Und das ohne ein Geräusch...
Claudette durchsuchte den gesamten Stall, was nicht mehr wie 10 Sekunden beanspruchte, konnte aber niemanden finden.
Na ja, bis jetzt hat er nur Geld für meine Person... es könnte sogar billiger für uns werden...
Als sie wieder zum Eingang des Stalls ging, kamen ihr Arian mit Abyss und dem Karren entgegen. Arian erklärte ihr, dass er Abyss zu Verwandten nach Denerim bringen wolle, damit sie in Sicherheit wäre. Er selbst wolle anschließend der Armee wieder beitreten, um erneut gegen die dunkle Brut zu kämpfen. Für Claudette waren dies zwei Dinge, die sie im Moment nicht so recht mit sich vereinbaren konnte. Nach Denerim zu reisen war gefährlich, denn es würde die Wahrscheinlichkeit enorm erhöhen, dass sie auf Rekrutierer stießen, je näher sie Denerim kamen. Und ein erneutes Einreihen in die Armee würde für Claudette bedeuten, unter Loghain zu dienen, den sie für einen der Hauptschuldigen für das Gemetzel bei Ostagar hielt!
Außerdem... diese Armee, die sich im Norden formiert... es ist ungewiss, ob sie wirklich in nächster Zeit gegen die dunkle Brut eingesetzt wird... Genauso gut könnte ich dann in einer Armee stecken, die in Richtung Bannorn marschiert! Und nein, ich könnte niemals gegen meine eigene Familie kämpfen!
Unschlüssig, was sie ihm darauf sagen sollte, verhielt sie sich lieber schweigsam. Claudette sah dabei zu, wie Arian die gute Abyss schlafen schickte und ihr anschließend mitteilte, dass er die erste Wache übernehmen werde, was ihr jetzt die Gelegenheit zur Ruhe bescherte. Also wollte sie die Gelegenheit nutzen und schwang sich auf den Karren. Sie zog das Schwert mitsamt der Halterung ab, entledigte sich ihres Mantels und nahm eine der bereit liegenden Decken. Dann nahm sie eine leichte Haltung aus Sitzen und Liegen ein, die ihr bei Gefahr ein schnelles Aufstehen ermöglichen würde. Dazu legte sie ihr Schwert neben sich. Abschließend schloss sie ihre Augen...
Doch der Schlaf wollte sich nicht so recht einfinden - zu sehr war sie in Gedanken beschäftigt.
Denerim also... wenn ich es genau betrachte, ist der schnellste Weg von hier wohl wirklich nach Norden Richtung Hauptstadt und dann nach Westen in die Heimat...
Bei dem Wort Heimat stockte sie kurz - sie verstand sich prima mit ihren Halbschwestern... bei ihrem Verhältnis zu ihrem Vater und ihrer Stiefmutter sah es schon anders aus. Ihr Vater hatte sie als Bastardtochter immer anders als die offiziellen Erbinnen behandelt... und ihre Stiefmutter war ihr gegenüber zwar freundlich und alles andere als abweisend, dennoch war es schwer, zu ihr aufgrund von ihrem Vater eine Beziehung aufzubauen... und trotzdem überwog am Ende die Sorge um ihre Heimat und ihre Familie.
Ahhh... meiner Heimat steht ein Bürgerkrieg bevor. Selbst wenn Loghain nicht ins Bannorn marschiert. Es kann gut sein, das kleinere Lords dort selbst versuchen, sich andere Ländereien unter ihre Nägel zu reißen! Was es zum Kampf kommen lassen kann, der sich schnell wie ein Lauffeuer ausbreiten wird... und dann wird irgendjemand Loghain um Hilfe bitten! Diese Hilfe bekommt dann die Seite, welche sich ihm anschließt im Kampf gegen... gegen wen eigentlich genau??? Im Norden bei Denerim ist NIEMAND, der Ferelden gefährlich werden kann! Orlais, wenn überhaupt würde aus dem Westen kommen... die Freien Marschen sind... zerstritten... und eine qunarische Invasionsflotte!? Also, warum ist die Armee im Norden...
Doch egal, wie sehr sie ihren Verstand auch bemühte, es wollte sich keine Antwort einfinden...

„Lady Vance! Lady Vance! Arian braucht Hilfe!“
Claudette war plötzlich hellwach! Auch wenn sie wenig Schlaf bekommen hatte durch ihre Gedankenspielereien, war sie zu sehr Soldatin, als das ein 'Alarmweckruf' nicht sein Übriges bei ihr tun würde! Sofort griff sie nach ihrem Schwert, sprang vom Karren, während sie sich gleichzeitig umsah. Dabei zog sie sofort Thunderclap aus seiner Scheide, ließ die mächtige Waffe jedoch in ihrer linken Hand nach unten gerichtet und nahm mit ihrer Rechten die völlig hektische Abyss bei der Schulter.
"Wo meine Gute?"
"Dort!"
Abyss zeigte aufgeregt mit einer Hand in die Richtung von Arian.
"Beeilt euch bitte!"
"Das tue ich... und du verstecke dich solange! Hörst du?"
Claudette wartet nicht erst, ob Abyss ihrer Bitte nach kam, denn sie sah auch aus dieser Entfernung, dass Arian gegen eine Übermacht stand. Sofort nahmen ihre Beine ihre Arbeit auf.
Verdammt! Auch wenn es Halsabschneider sind... neun oder zehn gegen Einen... das ist für jeden schwer!
Dabei fiel ihr Blick auf etwas, was sie kurz innehalten ließ.
Das... könnte funktionieren...
Ihr Schwert in der Linken halten, nahm sie mit ihrer Rechten die 'Waffe' aus dem Stroh am Ausgang des Stalles. Dann legte sie sie sich so zurecht, dass sie die Waffe weit würde schleudern können und begann zu zielen.
Sie beginnen, ihn zu umkreisen... Der! Der wird mir am nähsten stehen und mir den Rücken zukehren!
Schon nahm sie Anlauf und stieß nach einigen Metern die Waffe durch die Lüfte...
Diese Waffe war eine Heugabel für das Stroh im Stall gewesen. Nicht so aerodynamisch, wie man das bei einem echten Speer erwarten konnte, so verfügte Claudette doch über ausreichend Kraft, auch eine Heugabel über eine beeindruckende Weite zu werfen. Die Heugabel machte also einen Bogen durch die Lüfte und traf dann ihr Ziel!
Der Kerl wusste nicht, wie ihm geschah, als sich drei der Zacken aus der Heugabel durch seinen Hals bohrten und er anschließend von der Wucht des aufprallenden Wurfgeschosses von den Beinen geholt wurde.
Claudette hatte da schon längst wieder begonnen zu laufen und machte jetzt einen Sturmangriff auf den nächsten der Halunken, der sich noch ein wenig zu wundern schien, was seinen Kameraden da gefällt hatte. Dennoch ließ ihn Claudette's Kriegsschrei herumdrehen und...
Erstarren! Claudette hatte bei ihrem Sturmlauf die Blitzrunen in ihrem großen Schwert aktiviert. Jetzt wanden sich immer wieder unzählige kleine Blitze über die Oberfläche ihres Zweihänders und gleichzeitig stießen einige davon immer wieder in die Luft um sie herum. Dieses Bild einer riesigen Amazone, die mit der Kraft von Blitzen selbst auf den armen Kerl zustürmte und dabei ein Geheul los ließ, sollte das Letzte sein, was er in seinem Leben sehen würde! Denn schon einen Moment später war Claudette heran und bohrte ihre Waffe schnurstracks durch die rechte Brust des Mannes. Selbst wenn er irgendeine Hoffnung haben würde, eine solche Wunde zu überleben - die Elektrizität, die von ihrem Schwert ausging, hinterließ genug verbranntes Fleisch in der Wunde, dass es keine Hoffnung mehr gab... gleichzeitig setzten die Blitze den Körper des Gauners so unter Strom, dass die Leiche regelrecht zu qualmen begann! Dann begann der leblose Körper nach hinten zu fallen und Claudette zog ihr Schwert wieder heraus...
Anschließend nahm sie eine herausfordernde Haltung ein, bei der die zuckenden Blitze ein gespenstisches Lichterspiel über ihren Körper ergehen ließen.
Thunderclap! Welch treffender Name... Wenigstens hatte mein Vater nicht gespart, als es darum ging, mich ordentlich zu bewaffnen...
Dann machte sie sich bereit, auf den Nächsten loszugehen, wohl wissend, dass ihre jetzige Erscheinung so gut wie jeden Gegner mehr verängstigen würde, als Worte es je könnten!

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

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Neun Männer, die ihn zu umkreisen begannen. Neun verlauste Schurken, manche davon in eine militärischen Uniform. Neun Gegner und doch machte sich Arian wenig Sorgen. Er dachte einen Moment an die Zeiten, in denen er alleine gegen selbige Zahl gut ausgerüsteter und ausgebildeter Chevalier und Tross kämpfte. Damals war er allerdings auch noch viel jünger gewesen und sein Haar voll, lang und dunkel.

Langsam schlossen die Angreifer ihren Kreis um den Ritter, der noch immer das brennende Schwert über dem Kopf hielt und auf einen Angriff wartete. Arian wusste, dass der Kampf unausweichlich war, doch hätte er ihn lieber verhindert. Trotz zahlloser Schlachten, die Arian in seinem Leben schlagen musste, ging er lieber den Weg des Friedens und hasste es, Leben zu nehmen. Die Notwendigkeit diesen Übels wurde ihm jedoch schlagartig bewusste, als ein schwarzgekleideter, mit zwei krummen Dolchen bewaffneter Schurke auf ihn zustürzte. Doch bevor Arian sich zur Wehr setzte, erschrak der Schuft, als er sah wie mit grausigem Knallen eine Mistforke den Hals eines Mitstreiters durchschlug und diesen auf dem Boden vor Arians Füßen festnagelte. Diesen Moment nutzte Arian, um ein Zeichen zu setzte. Mit dem linken Fuß tat er einen Schritt Richtung Dolchträger und ließ die brennende Klinge von Oben herab sausen. Die Luft knisterte, als die Klinge sie durchschnitt und dann fleischfressend und knochenbrechend zwischen Hals und Schulter einschlug und tief in den Oberkörper des ungepanzerten Feindes eindrang. Sofort fing seine faserige Kleidung Feuer und während Arian das Schwert ohne Widerstand aus dem Körper zog, kippte dieser in Flammen stehend um. Im selben Moment hörte Arian einen lauten, aggressiven Kriegsschrei. Zu seiner Rechten sah er Claudette. Geschmeidig wie eine angreifende Katze sprang sie aus dem Schatten des Stalls und stürzte sich auf einen angewurzelten Soldaten. In ihren Händen hielt sie ihren Zweihänder, der von magischen Blitzen umhüllt war und dessen Spitze auf ihr Gegenüber gerichtet war. Ein mächtiger Stoß durchbohrte Claudettes Gegner, dessen Körper augenblicklich zu rauchen begann, während dutzende kleiner Blitze ihn durchzuckten.

Der Tote glitt wie von selbst von Claudettes Waffe herunter. Schockiert starrten die Männer des Hauptmanns auf die verkohlte Leiche. Claudette nahm eine herausfordernde Haltung an, ihr Gesicht war angespannt und brutal. Ihr Mund war leicht geöffnet, sodass man ihre aufeinandergepressten Zähne sehen konnte, die im Licht der Blitze seltsam bläulich funkelten.

Das Blatt hatte sich gewendet. Nun stand es Sechs gegen Zwei, und die Moral der Sechs war sehr angeschlagen, bei dem Anblick und dem beißenden Geruch der toten Kameraden. Arian hob wieder sein Schwert, bereit weiter auf einen Angriff zu warten. Hauptmann Gravka fluchte und zog jetzt selbst seine Klinge. Aufgrund seiner geringen Größe glich seine Waffe einem Kurzschwert.

„Auf sie, ihr faulen Hunde! Macht die Bastarde fertig!“ befahl er. Arian befürchtete, dass der Hauptmann schlau genug wäre, auch seine restlichen Wachen zu mobilisieren. Gegen ein ganzes Lager könnten es Claudette und er nur sehr schwer aufnehmen.

„Wer mir den Kopf des Alten bringt, der darf als erstes die lange Schlampe schänden!“, motivierte Gravka. Dies bewegte einen überaus grobschlächtigen Kerl in der Uniform der Truppen dazu, auf Arian zuzustürzen und seine mit Eisennieten besetzte Holzkeule, die wohl einen Streitkolben ersetzten sollte, nach ihm zu schwingen. Mit Leichtigkeit parierte Arian die zwei gekreuzt geführten Hiebe. Bei der letzten Parade versetzte er dem plumpen Soldaten einen Knaufstoß auf den Hinterkopf, was diesen etwas benommen an Arian vorbeitaumeln ließ. Dies nutze Claudette und führte ihr Schwert kreisend gegen den Angreifer. Mit einem kräftigen, waagerecht geführten Hieb enthauptete Claudette den Unglücklichen, der noch zwei Schritte an ihr vorbei stolperte und dann dumpf auf dem Boden aufschlug.

„Gravka!“, schrie Arian die Gestalten vor sich an.
„Gravka, so muss das nicht enden! Lasst und in Ruhe und wir verlassen morgen das Lager! Gravka!“
Doch keiner antwortete. Nur die übrigen Feinde drucksten im Dunkeln. Arian nahm eine entspannte Haltung an, das Schwert locker in der rechten Hand. Hin und wieder drehte er es, sodass es einen Feuerring schlug.
„Gebt auf!“, krächzte ein Hellebardenträger. Arian konnte sich ein amüsiertes Lächeln nicht verkneifen. Dieser Soldat war entweder strohdumm oder verzweifelt.
„Gebt ihr auf! Wo ist euer Hauptmann? Er hat euch verlassen, wieso solltet ihr euer Leben für ihn wegwerfen?“
„Er hat uns nicht verlassen!“, entgegnete er unterschwellig drohend.

„Ariaaaaaaaaaaaaan!“
Das Blut des Ritters gefror zu Eis, als er Abyss panischen Schrei vernahm. Blitzschnell wandte er sich um und beinahe wäre sein Herz stehengeblieben. Gravka hatte sich um ihn und Claudette gestohlen und sich Abyss gepackt. Nun hielt er sie vor sich, seine glitzernde Klinge an ihren dünnen Hals gelegt. Er lächelte bösartig, während er sich rückwärts bewegte. Abyss wimmerte vor Angst.

„Was macht ihr nun, Pilger?“, rief Gravka provozierend herüber.
„Lasst sie gegen, Gravka! Dann verschone ich euer Leben!“, versprach Arian, obwohl er nicht wusste, ob er das Versprechen einlösen würde. Gravka lachte. Langsam bewegte er sich zu einer ansteigenden Rampe, die auf die Palisaden führte, Abyss immer wie einen Schild vor sich haltend.

„Kümmert euch um den restlichen Abschaum, Mylady!“, zischte Arian, während er langsamen Schrittes auf den Hauptmann und seine Geisel zuging, die sich nun beinahe bis auf die Palisade vorgetastet hatten. Vorsichtig setzte Arian einen Fuß vor den nächsten, um Gravka nicht zu verunsichern. Dieser hatte nun die Palisade erreicht und überblickte von dort das sich ihm bietende Schauspiel. Hinter sich hörte Arian das knisternd der Blitze, dann ein Aufschrei und das Klirren von Metall auf Metall, welches sich einen Augenblick später zu einem knirschenden, schmatzenden Geräusch und einem schmerzhaften Stöhnen verwandelte. Gravka schaute wie gebannt auf die Kriegerin, die in den Reihen seiner Verbliebenen aufzuräumen begann. Das verschaffte Arian die Chance, ebenfalls die Palisaden zu erklimmen, sodass er Gravka nun in seine bösartig funkelnden Augen blickte. Der Vollmond, der nun hinter schweren, stofflichen Wolken auftauchte beschien das bizarre Bild, das sich ihnen nun darstellte. Im Hof lagen schwarze, leblose Gestalten, während Claudette noch immer todbringend wirbelte. Die roten Blutlachen schimmerten im Mondlicht. Gravkas Schwert reflektierte regelrecht und Abyss helle Haut schien im kalten Schein des Himmelskörpers beinahe schneeweiß.

„Keinen Schritt weiter!“, keifte Gravka Arian an und drückte Abyss die Klinge an die Kehle. Sie schluchzte, als ein feines Rinnsal kostbar glänzenden Blutes aus dem kleinen Schnitt lief. Die abstrakte Szene des mit dem brennenden Langschwert auf des Hauptmanns Gesicht zielenden Ritters, des kleinen Schurken, der sich mit einem ebenso kleinen Mädchen schütze und dem Tod, der unter ihnen wütete wurde durch das garstige Heulen wilder Bestien, die nun da der Mond sich in voller Pracht offenbarte zu Rasen begannen, komplettiert.

„Bei Andraste, beim Erbauer! Ich schwöre euch Gravka, lasst sie gehen oder ihr werdet heute Nacht sterben!“, drohte Arian so ruhig wie möglich. Der Hauptmann lachte gehässig.
„Oooh. Beim Erbauer? Hier draußen gibt es keinen Gott außer mir, Pilger!“, spuckte Gravka.
„Werft euer Schwert weg, oder ich schwöre euch das war der letzte Moment ihres kleinen, erbärmlichen Lebens!“, fuhr er fort und drückte die Schneide noch etwas stärker, was weiter Blutstropfen aus der offenen Stelle treten ließ. Arian sah in Abyss Gesicht. Vielleicht wollte sie stark bleiben, doch es gelang ihr nicht. Stille Tränen liefen ihr über die Wangen und die Bahnen, welche sie hinterließen spiegelten sich im Mondschein. Um nicht zu laut zu wimmern, biss sie sich auf die Lippen, doch Arian konnte ihre Angst klar erkennen. Es brach ihm sein Herz und so warf er sein Schwert von der Palisade in den Innenhof, wo es scheppernd aufschlug. Arian hob ergebend die Hände und beschwor resignierend:
„Lasst sie gehen, Hauptmann. Sie hat euch nichts getan!“

Gravka lachte.
„Ihr seid alle schuldig! Und für den Tod meiner Männer wird mir eure Kleine hier Dienste leisten müssen“.
Als Arian klar wurde, dass der Hauptmann Abyss nicht gehen lassen würde, wurde er wütend. Er deutete mit dem Finger auf Gravka und schrie ihn an.

„Ihr! Ihr seid weder ein Gott, noch seid ihr ein Hauptmann! Ihr seid ein gewöhnlicher Hurensohn, Gravka! Ein Bastard, der sich nicht mehr traut, als kleine Mädchen als Schild zu verwenden!“
Gravkas Gesicht wurde zu einer wutverzerrten Grimasse. Er packte Abyss an ihrem Haarschopf und zog sie zu gewaltig, dass sie auf hinter ihm auf den Palisadenboden aufschlug. Abyss schrie auf und blieb auf dem hölzernen Gang liegen. Gravka stürzte sich auf Arian und stieß mit seinem Kurzschwert Richtung Bauch zu. Arian wich aus, sodass der Stoß links an seinem Körper vorbeiglitt. Dort hielt er den Arm fest und schlug dem Hauptmann die Faust ins Gesicht. Der wütende Hieb knockte diesen beinahe aus und er ließ seine Waffe fallen. Ein weiterer Schlag zertrümmerte seine Nase.

Arian sah zu Abyss, die ihr Gesicht in den Händen vergraben hatte und sich zu einer kleinen Gestalt zusammenkauerte.
„Ihr werdet nie wieder ein Mädchen berühren, Gravka!“, brüllte Arian mit dröhnender Stimme, packte den Hauptmann am Hals und hob die erbärmliche Kreatur weit in die Luft.
„Wartet! Wartet!“, röchelte dieser, doch Arian wartete nicht. Er schleuderte den Körper mit aller Kraft über die Palisade und in die unheimliche Dunkelheit, die sich hinter ihr erstreckte. Ein paar Sekunden lag herrschte Stille, dann hörte Arian den dumpfen Aufschlag und das knackende Brechen von Knochen.
Das letzte, was Arian sah waren zahlreiche Paare gelben Augen, die in der Dunkelheit aufflammten. Er hörte ein Rascheln und Huschen in der Finsternis und das erstickende Gurgeln Gravkas, das einem panischen Schrei entsprang.

Arian eilte zu Abyss und sammelte sie vom Boden auf. Er klopfte den Dreck von ihrem Kleid und schloss sie in die Arme.
„Abyss, ist alles in Ordnung?“
„Ich… ich.. ich hatte solche Angst, dass er dir was tut!“, schluchzte sie.
„Ich hatte auch Angst, dass er dir etwas tut, meine Kleine“, sagte Arian und strich ihr übers Haar. Abyss Atmung wurde ruhig und noch ehe Arian weiter mit ihr reden konnte, was sie eingeschlafen. Die Anstrengungen des Tages und die Aufregung der Nacht hatten die kleine Elfe vollkommen erschöpft. Arian hob sie auf und trug sie die Palisaden herunter. Unten traf er auf Claudette. Außer ihr stand sonst niemand mehr.

„Vielen Dank! Ich fürchte jedoch, wir müssen uns nun etwas ausdenken, Lady Vance. Gravka ist tot, wir könnten vermutlich bis zum Morgen hier verweilen, doch weiß ich nicht, wie man das alles“, er nickte zu den Gefällten, „erklären kann. Außerhalb treiben aber die Werwölfe ihr Unwesen. Was meint ihr?“

Neclord
02.09.2014, 14:17
http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle merkte es Ivy an, wie sie darum rang, um auf seine Entschuldigung eingehen zu können. Dann schüttelte die Schönheit ihren Kopf und sagte etwas.
"Grämt euch nicht kleine Prinzessin. Euch trifft keine Schuld."
So... sie sieht schon eine Prinzessin in mir? Vielleicht sollte ich eine Situation herbei führen, in der sie mich retten kann? Denn viele träumen doch insgeheim davon, eine Prinzessin aus der Not retten zu können... selbst Frauen!
Dann bemerkte er, wie Ivy seinen Arm streichelte.
Na, möchte da doch noch jemand mit der Prinzessin im Bette landen...
Doch Ivy's nächster Satz zerstörten alle Hoffnungen auf eine leidenschaftliche Nacht mit ihr.
"Ich mag euch. Wirklich. Doch ich gehe davon aus dass dies eine neuartige Erfahrung für euch zu sein scheint und genau deshalb wollte ich euch nicht mit der Situation überfordern."
Emanuelle musste wirklich an sich halten, nicht laut zu lachen und seine Fassade damit zu zerstören.
Kindchen... mit der Situation überfordert? Ich!? Ohh, wenn du wüsstest, dass die Nacht deines Lebens genau neben dir sitzt... du hättest dir schon längst alle Kleider vom Leibe gerissen und wir wären dabei, das gesamte Dorf zu wecken! Aber gräme dich nicht... du hast definitiv Emanuelle's Interesse geweckt! Was nur die schönsten Frauen in Ferelden von sich behaupten können...
Gebannt sah er zu, wie Ivy einen kurzen Blick auf den Wassereimer warf, um dann wieder mit ihren blauen Augen in die von Emanuelle zu blicken.
Was hast du vor, meine Schönheit...
Plötzlich legte sich Ivy aufs Bett, dann nahm sie Emanuelle und zog ihn zu ihr runter. Sein Kopf wurde dabei auf den Rundungen der exotischen Schönheit platziert und er genoss es in Gedanken ihre wohligen Kurven zu spüren. Gleichzeitig streichelte eine Hand von ihr über seine Wange und...
"Es ist alles gut meine Kleine. Es ist alles gut..."
Verdammt! So nah und doch so fern...
Kurz hatte er gehofft, dass die junge Frau doch noch einen Versuch in Richtung leidenschaftlicher Nacht unternehmen würde. Doch wusste er nur zu gut, was jetzt gerade ablief.
Sie denkt, sie müsse mich trösten... Haahhhhhh... Von hier an ist es für heute unmöglich, nochmals eine Attacke auf sie zu wagen... Mir bleibt wohl nichts anderes übrig, als für heute mitzuspielen und morgen dann... ja, morgen dann auf eine weitere Gelegenheit zu warten! Aber erstmal...
Eine kleine Weile blieb er so liegen, genoss einerseits die Liebkosung seiner Wange und auf der anderen Seite nahm er jede erdenkliche Faser von Ivy's Körper mit seinem Kopf auf... was vornehmlich den Bereich betraf, wo sein Kopf zur Zeit ruhte.
Schließlich beschied er, dass es Zeit zum Schlafen wäre. Doch vorher galt es, der guten Ivy eine Gegenleistung abzuknöpfen für das Abblitzen lassen! Als erhob er seinen Kopf, drehte sich zu Ivy's Gesicht, stützte einen seiner beiden Arme aufs Bett und legte den anderen wie rein zufällig leicht auf Ivy's Oberkörper. Dann begann er wie eine Frau zu sprechen, der gerade eine schwere Last von den Schultern genommen wurde.
"Ich danke euch sehr, meine Teuerste... ich werde mich nun waschen und dann würde ich mich schlafen legen wollen."
Als er geendet hatte, stand er würdevoll auf, fischte aus seinem Rucksack ein feines Tuch zum Waschen und machte sich auf den Weg zum Eimer. Auf halber Strecke blieb er aber stehen, so, als wäre ihm gerade erst etwas eingefallen.
"Verzeiht, wenn ich euch noch etwas fragen... oder eher um etwas bitten möchte. Könntet ihr vielleicht... Würdet ihr so nett sein... heute Nacht... meine Hand zu halten? Natürlich nur, bis wir eingeschlafen sind! Aber nach den ganzen Geschehnissen... nun, ich fühle immer noch eine gewisse Schwäche... aber wenn ohr meine Hand halten würdet.... und mir dadurch Trost und Kraft spenden könntet... Es würde mir sehr helfen, heute Nacht Ruhe zu finden!"
Sprach seine Bitte aus, ging dann zum Wascheimer und begann damit, eine kleine Waschroutine auszuführen.
"Würdet ihr meine Bitte in Betracht ziehen?"
Während er also auf eine Antwort von Ivy wartete, haderte er in Gedanken wieder mit den Umständen, die er hier vor fand.
Haahhhh... Wer bei allen Geistern kann denn mit diesem einfachen Wasser schon etwas für seinen Körper tun!? Das sind doch Verhältnisse wie bei den Barbaren in der Wildnis...

http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Eine ganze Weile blieben sie so liegen, friedlich und frei. Ganz ohne Sorgen. Bis Emanuelle schließlich, ihren Kopf anhob und ihr Verlangen bekundete, sich nun waschen zu wollen und anschließend wieder etwas Energie durch einen erholsamen Schlaf zu tanken. Ivy nickte ihr zu, als die Prinzessin sich langsam von ihr entfernte, um ein Tuch aus ihren Sachen zu holen. Dann begab sie sich zum Holzeimer. Die Gegebenheiten um die körperliche Hygiene zu bewerkstelligen wirkten äußerst primitiv in diesem Haus, aber es war besser als nichts.

Doch dann kam der blondhaarigen Frau ein weiterer Gedanke in den Sinn, den sie wohl unbedingt mitteilen wollte. Ihr Anliegen schien eine hohe Bedeutung für sie zu haben, denn noch immer wirkte sie so... zerbrechlich. Mehr denn je noch, als sie Ivy darum bat, ihre Hand beim Einschlafen zu halten. Sie war immer noch sehr zerstreut und schwach nach den jüngsten Ereignissen. Die Magierin wusste nicht, dass sie ein derart dünnes Nervenkostüm hatte. Doch das kleine Mädchen hatte es tatsächlich geschafft, so etwas wie einen Beschützerinstinkt in der pinkhaarigen Frau zu wecken. Aus irgendeinem Grund fühlte sich Ivy nun verantwortlich für die Sicherheit ihrer Zimmergenossin. Schließlich stand auch sie auf und begab sich auf den nackten Sohlen zum Eimer, der reichlich mit Wasser befüllt war.

Sie tat es Emanuelle gleich und nahm ihr eigenes Tuch für eine provisorische Reinigung gezielter Körperstellen. Dann schließlich formten ihre Lippen die wohl langersehnte Antwort. Dabei lächelte sie die Prinzessin so gutmütig an wie noch nie. "Natürlich." Nach der Wäsche entledigte sich Ivy ihrer Hose und ließ kein Kleidungsstück außer ihrem Piratenhemd am Leib. Sie schlenderte wieder zurück zum Bett und legte sich auf den Rücken. Dann schob sie ihre Hand auf die Seite von Emanuelle, sodass diese danach greifen kann sobald sie auch wieder ins Bett geht. Verdammt, wie gerne würde ich jetzt diese Augenklappe abnehmen. Das drückt schon etwas. Ich habe die noch nie im Schlaf getragen. Naja, wie auch immer.

Önee-sama
03.09.2014, 03:45
http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Eine ganze Weile blieben sie so liegen, friedlich und frei. Ganz ohne Sorgen. Bis Emanuelle schließlich, ihren Kopf anhob und ihr Verlangen bekundete, sich nun waschen zu wollen und anschließend wieder etwas Energie durch einen erholsamen Schlaf zu tanken. Ivy nickte ihr zu, als die Prinzessin sich langsam von ihr entfernte, um ein Tuch aus ihren Sachen zu holen. Dann begab sie sich zum Holzeimer. Die Gegebenheiten um die körperliche Hygiene zu bewerkstelligen wirkten äußerst primitiv in diesem Haus, aber es war besser als nichts.

Doch dann kam der blondhaarigen Frau ein weiterer Gedanke in den Sinn, den sie wohl unbedingt mitteilen wollte. Ihr Anliegen schien eine hohe Bedeutung für sie zu haben, denn noch immer wirkte sie so... zerbrechlich. Mehr denn je noch, als sie Ivy darum bat, ihre Hand beim Einschlafen zu halten. Sie war immer noch sehr zerstreut und schwach nach den jüngsten Ereignissen. Die Magierin wusste nicht, dass sie ein derart dünnes Nervenkostüm hatte. Doch das kleine Mädchen hatte es tatsächlich geschafft, so etwas wie einen Beschützerinstinkt in der pinkhaarigen Frau zu wecken. Aus irgendeinem Grund fühlte sich Ivy nun verantwortlich für die Sicherheit ihrer Zimmergenossin. Schließlich stand auch sie auf und begab sich auf den nackten Sohlen zum Eimer, der reichlich mit Wasser befüllt war.

Sie tat es Emanuelle gleich und nahm ihr eigenes Tuch für eine provisorische Reinigung gezielter Körperstellen. Dann schließlich formten ihre Lippen die wohl langersehnte Antwort. Dabei lächelte sie die Prinzessin so gutmütig an wie noch nie. "Natürlich." Nach der Wäsche entledigte sich Ivy ihrer Hose und ließ kein Kleidungsstück außer ihrem Piratenhemd am Leib. Sie schlenderte wieder zurück zum Bett und legte sich auf den Rücken. Dann schob sie ihre Hand auf die Seite von Emanuelle, sodass diese danach greifen kann sobald sie auch wieder ins Bett geht. Verdammt, wie gerne würde ich jetzt diese Augenklappe abnehmen. Das drückt schon etwas. Ich habe die noch nie im Schlaf getragen. Naja, wie auch immer.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Während Emanuelle leicht hadernd, aber diszipliniert mit seiner Waschroutine begann, beobachtete er Ivy immer wieder aus dem Augenwinkel.
Wird sie mein Angebot annehmen...
Über diese Frage sinnierend, widmete er sich gewissenhaft der Pflege seines Körpers.
Das Tuch nur fein benetzen... dann ganz vorsichtig das Gesicht damit abreiben... ein Glück, dass ich zuletzt nur leicht natürliche Salben aufgetragen hatte, die meinen eigenen Teint minimal unterstützen sollten! Bei den Lichtverhältnissen kann ich mir nämlich meinen Handspiegel auch gleich schenken...
So feuchtete er das Tuch immer wieder an und fuhr dann sorgfältig über jede Kontur in seinem Gesicht.
Routinearbeit und, trotz der barbarischen Verhältnisse hier, immer noch ein Klacks für mich!
Als er geendet hatte und sich bewusst wurde, dass er für sein Gesicht kein besseres Ergebnis erzielen würde, machte er sich daran, Arme und Beine zu säubern. Normalerweise würde er niemals nie ein und dasselbe Tuch für verschiedene Körperregionen nehmen. Doch plante er das Tuch nach heute Abend eh nicht weiter zu verwenden und es schweren Herzens zu entsorgen!
Es ist nur eins meiner Tücher! Sieh es mal so - nach dieser Anwendung in diesen Verhältnissen, möchtest du es doch nie wieder auf deinem Körper spüren! Und außerdem bleibt es weiterhin ein Tuch aus feinstem Stoff! Wenn es nur einen Händler in dieser Stadt gibt, dann kannst du es wenigstens verkaufen...
Als er bei seinen Beinen angekommen war, kam Ivy herbei und tat es ihm gleich, wenn auch viel rudimentärer.
Ah, mein Kind... wenn du jetzt dich entkleiden würdest... ich würde dich auf der Stelle zu meiner 'Ragazza' machen!
Schließlich lächelte ihn die Piratin an und bejahte seine Frage bezüglich des Händchens halten.
Perfetto! Das, meine Teuerste, war der erste Schritt, um mich an dich heran zu lassen...
Dann legte die Schönheit all ihre Kleidung bis auf ihr Hemd ab und begab sich zurück aufs Bett und legte sich dort schonmal Schlaf fertig hin. Dabei hielt sie eine Hand für ihn bereit, so das er sie ergreifen konnte, sobald er sich auch zur Ruhe bettete. Darum musste man ihn nicht zweimal bitten, aber vorher galt es die Körperreinigung zu beenden. Nachdem das beendet war, ging er Richtung Bett zurück, legte nebenbei das Tuch neben seinen Rucksack (als wenn er DAS nochmals zu seinen anderen Sachen in den Rucksack stecken würde), schlüpfte ins Bett unter die Decke und ergriff Ivy's ausgestreckte Hand. Dann rückte er so nah an Ivy, wie seine Tarnung es zu ließ und lächelte sie sanft an.
"Ich danke euch! Ihr könnt euch richtig rührend um eine Dame kümmern... wie eine Freundin.... wie eine... migliore Amica!"
Dann schloss er seine Augen. Schlafend stellte er sich aber nur. Viel zu sehr kamen ihm neue Pläne in den Sinn
Oh, wartet nur! Ich habe auch schon eine Idee, wie ihr eure Principessa in Not retten könnt...

Annalena
03.09.2014, 06:46
http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Eine ganze Weile blieben sie so liegen, friedlich und frei. Ganz ohne Sorgen. Bis Emanuelle schließlich, ihren Kopf anhob und ihr Verlangen bekundete, sich nun waschen zu wollen und anschließend wieder etwas Energie durch einen erholsamen Schlaf zu tanken. Ivy nickte ihr zu, als die Prinzessin sich langsam von ihr entfernte, um ein Tuch aus ihren Sachen zu holen. Dann begab sie sich zum Holzeimer. Die Gegebenheiten um die körperliche Hygiene zu bewerkstelligen wirkten äußerst primitiv in diesem Haus, aber es war besser als nichts.

Doch dann kam der blondhaarigen Frau ein weiterer Gedanke in den Sinn, den sie wohl unbedingt mitteilen wollte. Ihr Anliegen schien eine hohe Bedeutung für sie zu haben, denn noch immer wirkte sie so... zerbrechlich. Mehr denn je noch, als sie Ivy darum bat, ihre Hand beim Einschlafen zu halten. Sie war immer noch sehr zerstreut und schwach nach den jüngsten Ereignissen. Die Magierin wusste nicht, dass sie ein derart dünnes Nervenkostüm hatte. Doch das kleine Mädchen hatte es tatsächlich geschafft, so etwas wie einen Beschützerinstinkt in der pinkhaarigen Frau zu wecken. Aus irgendeinem Grund fühlte sich Ivy nun verantwortlich für die Sicherheit ihrer Zimmergenossin. Schließlich stand auch sie auf und begab sich auf den nackten Sohlen zum Eimer, der reichlich mit Wasser befüllt war.

Sie tat es Emanuelle gleich und nahm ihr eigenes Tuch für eine provisorische Reinigung gezielter Körperstellen. Dann schließlich formten ihre Lippen die wohl langersehnte Antwort. Dabei lächelte sie die Prinzessin so gutmütig an wie noch nie. "Natürlich." Nach der Wäsche entledigte sich Ivy ihrer Hose und ließ kein Kleidungsstück außer ihrem Piratenhemd am Leib. Sie schlenderte wieder zurück zum Bett und legte sich auf den Rücken. Dann schob sie ihre Hand auf die Seite von Emanuelle, sodass diese danach greifen kann sobald sie auch wieder ins Bett geht. Verdammt, wie gerne würde ich jetzt diese Augenklappe abnehmen. Das drückt schon etwas. Ich habe die noch nie im Schlaf getragen. Naja, wie auch immer.




http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Während Emanuelle leicht hadernd, aber diszipliniert mit seiner Waschroutine begann, beobachtete er Ivy immer wieder aus dem Augenwinkel.
Wird sie mein Angebot annehmen...
Über diese Frage sinnierend, widmete er sich gewissenhaft der Pflege seines Körpers.
Das Tuch nur fein benetzen... dann ganz vorsichtig das Gesicht damit abreiben... ein Glück, dass ich zuletzt nur leicht natürliche Salben aufgetragen hatte, die meinen eigenen Teint minimal unterstützen sollten! Bei den Lichtverhältnissen kann ich mir nämlich meinen Handspiegel auch gleich schenken...
So feuchtete er das Tuch immer wieder an und fuhr dann sorgfältig über jede Kontur in seinem Gesicht.
Routinearbeit und, trotz der barbarischen Verhältnisse hier, immer noch ein Klacks für mich!
Als er geendet hatte und sich bewusst wurde, dass er für sein Gesicht kein besseres Ergebnis erzielen würde, machte er sich daran, Arme und Beine zu säubern. Normalerweise würde er niemals nie ein und dasselbe Tuch für verschiedene Körperregionen nehmen. Doch plante er das Tuch nach heute Abend eh nicht weiter zu verwenden und es schweren Herzens zu entsorgen!
Es ist nur eins meiner Tücher! Sieh es mal so - nach dieser Anwendung in diesen Verhältnissen, möchtest du es doch nie wieder auf deinem Körper spüren! Und außerdem bleibt es weiterhin ein Tuch aus feinstem Stoff! Wenn es nur einen Händler in dieser Stadt gibt, dann kannst du es wenigstens verkaufen...
Als er bei seinen Beinen angekommen war, kam Ivy herbei und tat es ihm gleich, wenn auch viel rudimentärer.
Ah, mein Kind... wenn du jetzt dich entkleiden würdest... ich würde dich auf der Stelle zu meiner 'Ragazza' machen!
Schließlich lächelte ihn die Piratin an und bejahte seine Frage bezüglich des Händchens halten.
Perfetto! Das, meine Teuerste, war der erste Schritt, um mich an dich heran zu lassen...
Dann legte die Schönheit all ihre Kleidung bis auf ihr Hemd ab und begab sich zurück aufs Bett und legte sich dort schonmal Schlaf fertig hin. Dabei hielt sie eine Hand für ihn bereit, so das er sie ergreifen konnte, sobald er sich auch zur Ruhe bettete. Darum musste man ihn nicht zweimal bitten, aber vorher galt es die Körperreinigung zu beenden. Nachdem das beendet war, ging er Richtung Bett zurück, legte nebenbei das Tuch neben seinen Rucksack (als wenn er DAS nochmals zu seinen anderen Sachen in den Rucksack stecken würde), schlüpfte ins Bett unter die Decke und ergriff Ivy's ausgestreckte Hand. Dann rückte er so nah an Ivy, wie seine Tarnung es zu ließ und lächelte sie sanft an.
"Ich danke euch! Ihr könnt euch richtig rührend um eine Dame kümmern... wie eine Freundin.... wie eine... migliore Amica!"
Dann schloss er seine Augen. Schlafend stellte er sich aber nur. Viel zu sehr kamen ihm neue Pläne in den Sinn
Oh, wartet nur! Ich habe auch schon eine Idee, wie ihr eure Principessa in Not retten könnt...

Kleine Pfoten huschten über die Straße. Sie hielten inne und ein kleines Näschen schnupperte die kühle Nachtluft. Wo war nur sein Futterweibchen? Wieso hatte Futtermännchen es soweit nach draußen gebracht? Er hatte ewig gebraucht um in das Dorf zurückzukehren. Beinahe hätte er den Weg nicht gefunden. Noch einmal schnupperte das kleine Näschen die Luft. Dann setzten sich die Pfötchen wieder in Bewegung.

Er war müde und hungrig. Tabsy war der Name mit dem Futterweibchen ihn immer rief. Plötzlich blieb Tabsy stehen. Er roch Blut und folgte dem Geruch. Bald kam er an einen großen Haufen Fleisch welches in diesem harten Metall eingepackt war. Er ging dorthin wo der Geruch am stärksten war und genehmigte sich ein paar Bissen. Plötzlich hielt er inne und schnupperte intensiv. Das war der Geruch von Futterweibchen. Er war schwach, doch er war da.

Mit neuer Hoffnung machte sich Tabsy wieder auf den Weg. Schon bald kam er an dem großen Gebäude an, in dem sein Futterweibchen wohnte. Durch enge Gänge, die er selbst erstellt hatte, lief er schnell in ihren Raum. Er stellte sich auf die Hinterpfoten und schnupperte. Der Geruch von seinem Futterweibchen war sehr schwach, doch sie war nicht da. Doch jemand war in dem Zimmer und das gefiel ihm nicht.

Ein Zipfel der Bettdecke streifte auf dem Boden. Tabsy erklomm darüber das Bett. In dem großen Bett, in dem eigentlich sein Futterweibchen schlief, lagen zwei fremde Menschen. Doch keiner der Beiden war sein Futterweibchen. Er lief zu dem einen Menschen und setzte sich auf seine Brust. Dieser Mensch fühlte sich weich an wie sein Futterweibchen. Doch er roch ähnlich wie sein Futtermännchen. Verwirrt neigte Tabsy den Kopf zur Seite.

Dann ging er zu dem anderen Menschen und setzte sich auf ihn. Auch dieser Mensch fühlte sich so weich wie sein Futterweibchen an, es roch ähnlich wie sein Futterweibchen, doch es war nicht sein Futterweibchen.

Tabsy setzte sich zwischen die beiden Menschen und blickte hin und her. Ihm fehlte sein Futterweibchen. Er fing an laut zu quieken um seinen Unmut über das Fehlen seines Futterweibchens kundzutun.

http://www.derwesten.de/img/incoming/crop7744730/8548505016-cImg0273_543-w656-h240/Tiere-suchen-ein-Zuhause-656x240.jpg

Önee-sama
03.09.2014, 11:11
Kleine Pfoten huschten über die Straße. Sie hielten inne und ein kleines Näschen schnupperte die kühle Nachtluft. Wo war nur sein Futterweibchen? Wieso hatte Futtermännchen es soweit nach draußen gebracht? Er hatte ewig gebraucht um in das Dorf zurückzukehren. Beinahe hätte er den Weg nicht gefunden. Noch einmal schnupperte das kleine Näschen die Luft. Dann setzten sich die Pfötchen wieder in Bewegung.

Er war müde und hungrig. Tabsy war der Name mit dem Futterweibchen ihn immer rief. Plötzlich blieb Tabsy stehen. Er roch Blut und folgte dem Geruch. Bald kam er an einen großen Haufen Fleisch welches in diesem harten Metall eingepackt war. Er ging dorthin wo der Geruch am stärksten war und genehmigte sich ein paar Bissen. Plötzlich hielt er inne und schnupperte intensiv. Das war der Geruch von Futterweibchen. Er war schwach, doch er war da.

Mit neuer Hoffnung machte sich Tabsy wieder auf den Weg. Schon bald kam er an dem großen Gebäude an, in dem sein Futterweibchen wohnte. Durch enge Gänge, die er selbst erstellt hatte, lief er schnell in ihren Raum. Er stellte sich auf die Hinterpfoten und schnupperte. Der Geruch von seinem Futterweibchen war sehr schwach, doch sie war nicht da. Doch jemand war in dem Zimmer und das gefiel ihm nicht.

Ein Zipfel der Bettdecke streifte auf dem Boden. Tabsy erklomm darüber das Bett. In dem großen Bett, in dem eigentlich sein Futterweibchen schlief, lagen zwei fremde Menschen. Doch keiner der Beiden war sein Futterweibchen. Er lief zu dem einen Menschen und setzte sich auf seine Brust. Dieser Mensch fühlte sich weich an wie sein Futterweibchen. Doch er roch ähnlich wie sein Futtermännchen. Verwirrt neigte Tabsy den Kopf zur Seite.

Dann ging er zu dem anderen Menschen und setzte sich auf ihn. Auch dieser Mensch fühlte sich so weich wie sein Futterweibchen an, es roch ähnlich wie sein Futterweibchen, doch es war nicht sein Futterweibchen.

Tabsy setzte sich zwischen die beiden Menschen und blickte hin und her. Ihm fehlte sein Futterweibchen. Er fing an laut zu quieken um seinen Unmut über das Fehlen seines Futterweibchens kundzutun.

http://www.derwesten.de/img/incoming/crop7744730/8548505016-cImg0273_543-w656-h240/Tiere-suchen-ein-Zuhause-656x240.jpg


http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle frönte im vorgetäuschten Schlaf seinen Plänen, wie er Ivy noch mehr von sich als 'zerbrechliche Principessa' überzeugen konnte.
Morgen früh... ich könnte mir bei der Morgenhygiene helfen lassen... aber ich darf auch nicht zu schwach erscheinen... sonst empfindet sie nur Mitleid... hmm, vielleicht lasse ich mich auch vor etwas erretten? Einer Spinne zum Beispiel... JA! Das wäre eine gute Idee! Perfetto! Sie hat bestimmt keine Angst vor so etwas und wenn ich es geschickt anstelle und mich anschließend freudestrahlend bedanke... dann hat sie ihrer Pricipessa zum ersten Mal das Leben gerettet! Anschließend wäre es nicht verkehrt, dass ich mich dringend nach Geld umschaue! Ohne Geld kann ich hier nichts machen und bin immer noch auf andere angewiesen...
Bei diesem Gedanken seufzte er innerlich.
Haahhh... es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich ein paar der Bauern hier umgarnen muss, um ein wenig 'Kleingeld' zu bekommen... Na ja, ich könnte auch erstmal einen Händler hier aufsuchen... falls es auch nur annähernd sowas hier gibt! Zumindest das frevlerische Tuch loswerden, dann versuchen dem Händler etwas abzuschwatzen mit meinen Verführungskünsten und schließlich schauen, dass ich eventuell etwas für Ivy auftreibe, was ihr gefallen könnte! Oh, was würde ich dafür tun, dass ein erlesener fahrender Händler hier durchkommt! Dennoch, ich-
Plötzlich hielt er inne. Er spürte ein leichtes kribbeln auf sich, als ob kleine Finger über der Bettdecke bis auf seine Brust krabbeln würden.
OH!? Wagt die Schönheit doch noch ihr Glück!?
Aber kurz danach krabbelten die Finger wieder von ihm runter. Er überlegte noch, ob er vielleicht seine eigenen Finger zu Ivy's Körper wandern lassen sollte, als er plötzlich ein Quieken vernahm und seine Augen öffnete.
Was... ah, nur eine Ratte... Ratte... Rat... R...
Endlich setzte das Erkennen in seinem Verstand ein! Sein Gesicht wurde kreidebleich ob diesen völlig unerwarteten Besuchers im Bette! Dann riss er die Decke zur Seite, sprang auf, lief zu einem Stuhl, stellte sich darauf und...
"IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEHHHHHHHH HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aiuto! Aiuto! Un Mostro!!!"
Gab einen so markerschütternden Schrei von sich, den man wahrscheinlich noch in der schwarzen Stadt im Nichts hören konnte! Dabei rief er um Hilfe vor dem Monster. Dass sich eigentlich eine Gelegenheit ergeben hatte, sich von Ivy 'retten' zu lassen... Nun, DAS war im Moment völlig egal, solange er von diesem 'barbarischen Monstrum aus der Hölle' bedroht wurde!

Önee-sama
04.09.2014, 03:21
http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

http://upload.worldofplayers.de/files9/Abyss_klein.jpg

Neun Männer, die ihn zu umkreisen begannen. Neun verlauste Schurken, manche davon in eine militärischen Uniform. Neun Gegner und doch machte sich Arian wenig Sorgen. Er dachte einen Moment an die Zeiten, in denen er alleine gegen selbige Zahl gut ausgerüsteter und ausgebildeter Chevalier und Tross kämpfte. Damals war er allerdings auch noch viel jünger gewesen und sein Haar voll, lang und dunkel.

Langsam schlossen die Angreifer ihren Kreis um den Ritter, der noch immer das brennende Schwert über dem Kopf hielt und auf einen Angriff wartete. Arian wusste, dass der Kampf unausweichlich war, doch hätte er ihn lieber verhindert. Trotz zahlloser Schlachten, die Arian in seinem Leben schlagen musste, ging er lieber den Weg des Friedens und hasste es, Leben zu nehmen. Die Notwendigkeit diesen Übels wurde ihm jedoch schlagartig bewusste, als ein schwarzgekleideter, mit zwei krummen Dolchen bewaffneter Schurke auf ihn zustürzte. Doch bevor Arian sich zur Wehr setzte, erschrak der Schuft, als er sah wie mit grausigem Knallen eine Mistforke den Hals eines Mitstreiters durchschlug und diesen auf dem Boden vor Arians Füßen festnagelte. Diesen Moment nutzte Arian, um ein Zeichen zu setzte. Mit dem linken Fuß tat er einen Schritt Richtung Dolchträger und ließ die brennende Klinge von Oben herab sausen. Die Luft knisterte, als die Klinge sie durchschnitt und dann fleischfressend und knochenbrechend zwischen Hals und Schulter einschlug und tief in den Oberkörper des ungepanzerten Feindes eindrang. Sofort fing seine faserige Kleidung Feuer und während Arian das Schwert ohne Widerstand aus dem Körper zog, kippte dieser in Flammen stehend um. Im selben Moment hörte Arian einen lauten, aggressiven Kriegsschrei. Zu seiner Rechten sah er Claudette. Geschmeidig wie eine angreifende Katze sprang sie aus dem Schatten des Stalls und stürzte sich auf einen angewurzelten Soldaten. In ihren Händen hielt sie ihren Zweihänder, der von magischen Blitzen umhüllt war und dessen Spitze auf ihr Gegenüber gerichtet war. Ein mächtiger Stoß durchbohrte Claudettes Gegner, dessen Körper augenblicklich zu rauchen begann, während dutzende kleiner Blitze ihn durchzuckten.

Der Tote glitt wie von selbst von Claudettes Waffe herunter. Schockiert starrten die Männer des Hauptmanns auf die verkohlte Leiche. Claudette nahm eine herausfordernde Haltung an, ihr Gesicht war angespannt und brutal. Ihr Mund war leicht geöffnet, sodass man ihre aufeinandergepressten Zähne sehen konnte, die im Licht der Blitze seltsam bläulich funkelten.

Das Blatt hatte sich gewendet. Nun stand es Sechs gegen Zwei, und die Moral der Sechs war sehr angeschlagen, bei dem Anblick und dem beißenden Geruch der toten Kameraden. Arian hob wieder sein Schwert, bereit weiter auf einen Angriff zu warten. Hauptmann Gravka fluchte und zog jetzt selbst seine Klinge. Aufgrund seiner geringen Größe glich seine Waffe einem Kurzschwert.

„Auf sie, ihr faulen Hunde! Macht die Bastarde fertig!“ befahl er. Arian befürchtete, dass der Hauptmann schlau genug wäre, auch seine restlichen Wachen zu mobilisieren. Gegen ein ganzes Lager könnten es Claudette und er nur sehr schwer aufnehmen.

„Wer mir den Kopf des Alten bringt, der darf als erstes die lange Schlampe schänden!“, motivierte Gravka. Dies bewegte einen überaus grobschlächtigen Kerl in der Uniform der Truppen dazu, auf Arian zuzustürzen und seine mit Eisennieten besetzte Holzkeule, die wohl einen Streitkolben ersetzten sollte, nach ihm zu schwingen. Mit Leichtigkeit parierte Arian die zwei gekreuzt geführten Hiebe. Bei der letzten Parade versetzte er dem plumpen Soldaten einen Knaufstoß auf den Hinterkopf, was diesen etwas benommen an Arian vorbeitaumeln ließ. Dies nutze Claudette und führte ihr Schwert kreisend gegen den Angreifer. Mit einem kräftigen, waagerecht geführten Hieb enthauptete Claudette den Unglücklichen, der noch zwei Schritte an ihr vorbei stolperte und dann dumpf auf dem Boden aufschlug.

„Gravka!“, schrie Arian die Gestalten vor sich an.
„Gravka, so muss das nicht enden! Lasst und in Ruhe und wir verlassen morgen das Lager! Gravka!“
Doch keiner antwortete. Nur die übrigen Feinde drucksten im Dunkeln. Arian nahm eine entspannte Haltung an, das Schwert locker in der rechten Hand. Hin und wieder drehte er es, sodass es einen Feuerring schlug.
„Gebt auf!“, krächzte ein Hellebardenträger. Arian konnte sich ein amüsiertes Lächeln nicht verkneifen. Dieser Soldat war entweder strohdumm oder verzweifelt.
„Gebt ihr auf! Wo ist euer Hauptmann? Er hat euch verlassen, wieso solltet ihr euer Leben für ihn wegwerfen?“
„Er hat uns nicht verlassen!“, entgegnete er unterschwellig drohend.

„Ariaaaaaaaaaaaaan!“
Das Blut des Ritters gefror zu Eis, als er Abyss panischen Schrei vernahm. Blitzschnell wandte er sich um und beinahe wäre sein Herz stehengeblieben. Gravka hatte sich um ihn und Claudette gestohlen und sich Abyss gepackt. Nun hielt er sie vor sich, seine glitzernde Klinge an ihren dünnen Hals gelegt. Er lächelte bösartig, während er sich rückwärts bewegte. Abyss wimmerte vor Angst.

„Was macht ihr nun, Pilger?“, rief Gravka provozierend herüber.
„Lasst sie gegen, Gravka! Dann verschone ich euer Leben!“, versprach Arian, obwohl er nicht wusste, ob er das Versprechen einlösen würde. Gravka lachte. Langsam bewegte er sich zu einer ansteigenden Rampe, die auf die Palisaden führte, Abyss immer wie einen Schild vor sich haltend.

„Kümmert euch um den restlichen Abschaum, Mylady!“, zischte Arian, während er langsamen Schrittes auf den Hauptmann und seine Geisel zuging, die sich nun beinahe bis auf die Palisade vorgetastet hatten. Vorsichtig setzte Arian einen Fuß vor den nächsten, um Gravka nicht zu verunsichern. Dieser hatte nun die Palisade erreicht und überblickte von dort das sich ihm bietende Schauspiel. Hinter sich hörte Arian das knisternd der Blitze, dann ein Aufschrei und das Klirren von Metall auf Metall, welches sich einen Augenblick später zu einem knirschenden, schmatzenden Geräusch und einem schmerzhaften Stöhnen verwandelte. Gravka schaute wie gebannt auf die Kriegerin, die in den Reihen seiner Verbliebenen aufzuräumen begann. Das verschaffte Arian die Chance, ebenfalls die Palisaden zu erklimmen, sodass er Gravka nun in seine bösartig funkelnden Augen blickte. Der Vollmond, der nun hinter schweren, stofflichen Wolken auftauchte beschien das bizarre Bild, das sich ihnen nun darstellte. Im Hof lagen schwarze, leblose Gestalten, während Claudette noch immer todbringend wirbelte. Die roten Blutlachen schimmerten im Mondlicht. Gravkas Schwert reflektierte regelrecht und Abyss helle Haut schien im kalten Schein des Himmelskörpers beinahe schneeweiß.

„Keinen Schritt weiter!“, keifte Gravka Arian an und drückte Abyss die Klinge an die Kehle. Sie schluchzte, als ein feines Rinnsal kostbar glänzenden Blutes aus dem kleinen Schnitt lief. Die abstrakte Szene des mit dem brennenden Langschwert auf des Hauptmanns Gesicht zielenden Ritters, des kleinen Schurken, der sich mit einem ebenso kleinen Mädchen schütze und dem Tod, der unter ihnen wütete wurde durch das garstige Heulen wilder Bestien, die nun da der Mond sich in voller Pracht offenbarte zu Rasen begannen, komplettiert.

„Bei Andraste, beim Erbauer! Ich schwöre euch Gravka, lasst sie gehen oder ihr werdet heute Nacht sterben!“, drohte Arian so ruhig wie möglich. Der Hauptmann lachte gehässig.
„Oooh. Beim Erbauer? Hier draußen gibt es keinen Gott außer mir, Pilger!“, spuckte Gravka.
„Werft euer Schwert weg, oder ich schwöre euch das war der letzte Moment ihres kleinen, erbärmlichen Lebens!“, fuhr er fort und drückte die Schneide noch etwas stärker, was weiter Blutstropfen aus der offenen Stelle treten ließ. Arian sah in Abyss Gesicht. Vielleicht wollte sie stark bleiben, doch es gelang ihr nicht. Stille Tränen liefen ihr über die Wangen und die Bahnen, welche sie hinterließen spiegelten sich im Mondschein. Um nicht zu laut zu wimmern, biss sie sich auf die Lippen, doch Arian konnte ihre Angst klar erkennen. Es brach ihm sein Herz und so warf er sein Schwert von der Palisade in den Innenhof, wo es scheppernd aufschlug. Arian hob ergebend die Hände und beschwor resignierend:
„Lasst sie gehen, Hauptmann. Sie hat euch nichts getan!“

Gravka lachte.
„Ihr seid alle schuldig! Und für den Tod meiner Männer wird mir eure Kleine hier Dienste leisten müssen“.
Als Arian klar wurde, dass der Hauptmann Abyss nicht gehen lassen würde, wurde er wütend. Er deutete mit dem Finger auf Gravka und schrie ihn an.

„Ihr! Ihr seid weder ein Gott, noch seid ihr ein Hauptmann! Ihr seid ein gewöhnlicher Hurensohn, Gravka! Ein Bastard, der sich nicht mehr traut, als kleine Mädchen als Schild zu verwenden!“
Gravkas Gesicht wurde zu einer wutverzerrten Grimasse. Er packte Abyss an ihrem Haarschopf und zog sie zu gewaltig, dass sie auf hinter ihm auf den Palisadenboden aufschlug. Abyss schrie auf und blieb auf dem hölzernen Gang liegen. Gravka stürzte sich auf Arian und stieß mit seinem Kurzschwert Richtung Bauch zu. Arian wich aus, sodass der Stoß links an seinem Körper vorbeiglitt. Dort hielt er den Arm fest und schlug dem Hauptmann die Faust ins Gesicht. Der wütende Hieb knockte diesen beinahe aus und er ließ seine Waffe fallen. Ein weiterer Schlag zertrümmerte seine Nase.

Arian sah zu Abyss, die ihr Gesicht in den Händen vergraben hatte und sich zu einer kleinen Gestalt zusammenkauerte.
„Ihr werdet nie wieder ein Mädchen berühren, Gravka!“, brüllte Arian mit dröhnender Stimme, packte den Hauptmann am Hals und hob die erbärmliche Kreatur weit in die Luft.
„Wartet! Wartet!“, röchelte dieser, doch Arian wartete nicht. Er schleuderte den Körper mit aller Kraft über die Palisade und in die unheimliche Dunkelheit, die sich hinter ihr erstreckte. Ein paar Sekunden lag herrschte Stille, dann hörte Arian den dumpfen Aufschlag und das knackende Brechen von Knochen.
Das letzte, was Arian sah waren zahlreiche Paare gelben Augen, die in der Dunkelheit aufflammten. Er hörte ein Rascheln und Huschen in der Finsternis und das erstickende Gurgeln Gravkas, das einem panischen Schrei entsprang.

Arian eilte zu Abyss und sammelte sie vom Boden auf. Er klopfte den Dreck von ihrem Kleid und schloss sie in die Arme.
„Abyss, ist alles in Ordnung?“
„Ich… ich.. ich hatte solche Angst, dass er dir was tut!“, schluchzte sie.
„Ich hatte auch Angst, dass er dir etwas tut, meine Kleine“, sagte Arian und strich ihr übers Haar. Abyss Atmung wurde ruhig und noch ehe Arian weiter mit ihr reden konnte, was sie eingeschlafen. Die Anstrengungen des Tages und die Aufregung der Nacht hatten die kleine Elfe vollkommen erschöpft. Arian hob sie auf und trug sie die Palisaden herunter. Unten traf er auf Claudette. Außer ihr stand sonst niemand mehr.

„Vielen Dank! Ich fürchte jedoch, wir müssen uns nun etwas ausdenken, Lady Vance. Gravka ist tot, wir könnten vermutlich bis zum Morgen hier verweilen, doch weiß ich nicht, wie man das alles“, er nickte zu den Gefällten, „erklären kann. Außerhalb treiben aber die Werwölfe ihr Unwesen. Was meint ihr?“

http://upload.worldofplayers.de/files9/Queens_Blade___Claudette_2_ava.jpg

Noch sechs!
Claudette hatte es zumindest registriert, das auch Arian einen der Feinde niedergestreckt hatte. Dabei bemerkte sie die Flammen an Arian's Schwert.
Auch eine magisch verstärkte Waffe! Die bekommt man nicht überall! Also weis auch er gute Ausrüstung zu schätzen.
Dann blickte sie wieder auf die verbliebenen 6 Gestalten. Diese wurden gerade von dem schleimigen Bastard an Hauptmann, Gravka erneut angestachelt.
„Wer mir den Kopf des Alten bringt, der darf als erstes die lange Schlampe schänden!“
Doch auch diese Beleidigung ließ Claudette kalt. Zusammen mit Arian wartete sie, was passieren würde. Lange musste sie nicht warten, denn schon gleich darauf trat ein besonders grobschlächtiger Kerl auf Arian zu, dabei sowas wie eine Keule schwingend. Arian hatte aber keine Mühe, dessen Schläge zu parieren und den Kerl durch einen geschickten Schlag zum Taumeln zu bringen...
Was diesen in die Reichweite von Thunderclap brachte! Claudette wollte sich nicht zweimal bitten lassen und vollführte eine gekonnte Kreisbewegung mit ihrem Schwert durch - was den Kerl direkt enthauptete! Alles ging so schnell, dass sein kopfloser Körper noch zwei Schritte machte, ehe er leblos zusammensackte.
Noch fünf!
Arian nutzte die Gelegenheit, um dem Haufen eine Kapitulation anzubieten. Jedoch schienen die verbliebenen Kerle noch immer nicht ganz endgültig so beeindruckt zu sein, dass sie das Weite suchten...
Warum versuchen sie es weiter? Sind sie so auf diesen Gravka hörig?
Doch ein schriller Schrei eines Mädchens führte Claudette einen Fehler vor Augen: Gravka hatte sich Abyss in der kurzen Zeit geschnappt, die die Enthauptung des einen Kerls gedauert hatte!
Verdammt! Warum ist mir das nicht aufgefallen, dass sie nur noch zu viert waren!
Sie gab sich sofort eine Teilschuld daran, das das unschuldige Mädchen jetzt in den Fängen des schmierigen Hauptmanns war. Doch bevor sie etwas machen konnte, hörte sie, wie Arian ihr etwas zu zischte.
„Kümmert euch um den restlichen Abschaum, Mylady!“
Sie nickte ihm zur Bestätigung beiläufig zu, ehe sie sich den vier Verbliebenen zu wandte, während Arian los zog, sich um den Hauptmann zu kümmern.
Einer hat nur zwei Dolche, einer ein Langschwert, einer eine Lanze und einer hat zwei Langschwerter. Keiner hat eine schwere Rüstung an, also sind alle von ihnen so ungenügend geschützt, dass ich sie jeweils mit einem Streich niederstrecken kann.
Claudette nahm sich nicht die Zeit für weitere Feinheiten. Alle Vier standen nicht zu dicht, aber auch nicht zu weit auseinander. Deswegen ging sie sofort auf die Kerle los. Kein Kriegsschrei diesmal, keine sorgfältig vorbereitete Attacke - einfach ein simpler Vorstoß, um die Zahl der Gegner zu dezimieren. Der Mann mit den zwei Dolchen war ihr erstes Ziel, da er ihr in Reichweite der Waffen hoffnungslos unterlegen war und sie ihn somit gleich als Ersten aus dem Rennen nehmen wollte. Sie hatte Thunderclap niedrig, mit der Doppelklinge nach vorne gerichtet geführt und schwang ihr Schwert noch weit außerhalb der Reichweite der Dolche in einem Streich nach oben...
Ein keuchender Schrei war das Letzte, was der Halunke noch hervor brachte, denn Claudette hatte ihn von seinem besten Stück an aufwärts bis zum Brustkreuz mit ihrer Waffe aufgeschnitten! Gleichzeitig drangen die Blitze tief in die fürchterliche Wunde ein und der Geruch von versengtem Fleisch und stinkenden Gedärmen lag in der Luft.
Während der Leichnam noch auf dem Weg zum Boden war, setzte Claudette dem Nächsten der Drei Halsabschneider nach - dem mit nur einem Langschwert. Alle Drei standen etwas schockiert ob des grässlichen Todes ihres Kameraden noch an ihren Plätzen, an denen sie auch bei der Attacke von ihr noch wenige Momente zuvor gestanden hatten. Claudette setzte jetzt auf pure Kraft und hob ihren großen Zweihänder immer wieder über ihren Kopf, um ihn gnadenlos nach unten sausen zu lassen. Der Kerl konnte kaum etwas dagegen tun, außer sein eines Langschwert immer wieder nach oben zu bringen und ihre wilden Hiebe einigermaßen zu parieren. Viermal ging es gut, ehe Claudette ihren fünften Hieb leicht nach Links versetzte...
Ein Reißen und Klirren war die Antwort: Thunderclap hatte den Unterarm und die Hand des armen Kerls der Länge nach gespalten und auf seinem Weg auch noch den Schhwertgriff seiner Waffe zerschlagen! Die Blitze taten wieder ihr Übriges und versengten das vorhandene Fleisch - was den Körper des Mannes in einen totalen Schockzustand versetzte, woraufhin er auf seine Knie sank und dann nach vorne umkippte.
Gleichzeitig ließ ihr Instinkt Claudette sich leicht drehen, was die Lanze von Einem der restlichen Zwei Halsabschneider ins Leere stießen ließ. Dann tänzelte sie schnell drei Schritte zurück, da der mit den zwei Langschwertern schon heran war!
Verdammt! Entweder haben die Beiden Mut... oder sie sind zu blöd die Flucht zu ergreifen, solange dies noch möglich ist...
Ihr Schwert und ihren linken Rüstungsarm nutzend, parierte sie einige Stoßversuche der Lanze, gleichzeitig führte sie schon einen komplizierten Tanz mit dem, der die zwei Langschwerter hatte, aus. Ob gewollt oder nicht, die wiederkehrenden Stöße durch die Lanze und der immer wieder vor und zurück tänzelnde Mann mit seinen zwei Schwertern machten es Claudette erstmal unmöglich, mehr wie zu parieren...
Hab ich dich!
Sie hatte ihr Schwert gerade nur mit ihrem rechten Arm geführt, um einen weiten Ausholschlag zu machen, der eine dafür sorgte, das der Halunke seine tänzelnde Attacke auf sie einstellen musste und wieder auf Distanz ging. Derweil ihr Gegner mit der Lanze nur einen schwachen Vorstoß mit der Lanze zustande brachte. Den schaffte sie es, mit ihren gerüsteten linken Arm dazu zu verwenden, die Lanze nach unten weg zuschlagen und mit einem Ausfallschritt bei ihrem Gegner zu sein! Sie brachte Thunderclap horizontal mit Schwung von rechts in die Flanke des Lanzenträgers und auch ein Kettenhemd hätte ihm jetzt nicht geholfen. So ging ihr Schwert tief ins Fleisch und Knochen - die Blitze taten ihr Übriges...
Schnell zog sie ihre Waffe aus dem Leichnam, führte sie weiterhin nur mit dem rechten Arm und nahm in ihren Linken die Lanze. So ging sie auf den Verbliebenen los, der sie mit weit aufgerissenen Augen ansah...
Plötzlich ließ er beide Schwerter fallen, sank auf seine Knie und begann sie anzuflehen.
"Bitte, ich ergebe m-mich! Verschont mein Leben! E-es war... wegen dem Hauptmann! Ihr wisst nicht wie er zu uns w-"
Weiter kam er nicht: Durch die Lanze eine noch größere Reichweite habend, ignorierte Claudette seine Kapitulation! Sie stieß die Lanze durch seinen Schädel, ohne Reue zu empfinden!
"Gemäß des Kriegsrechts verurteile ich euch zum Tode wegen versuchter Schänderei eines minderjährigen Mädchens! Das Urteil wurde bereits vollstreckt..."
Dann zog sie die Lanze aus dem Kopf, auf das die Leiche umfallen konnte.
Claudette sah sich um: Niemand war in der Nähe und es drohte keine Gefahr. Ein Blick auf die Palisade zeigte ihr, dass Arian mit Abyss zusammenstand. Da Gravka nirgends zu sehen war, hoffte sie, er hatte bekommen, was er verdiente. Dann deaktivierte sie die Bitzrunen und machte sich auf den Weg zum Eingang des Stalls. Die Lanze nahm sie dabei mit sich.
Beide Waffen mit der Spitze im Boden, wartete sie auf Arian. Als dieser heran war, erkannte sie, dass Abyys eingeschlafen war und unwillkürlich musste sie darufhin lächeln.
Wenigstens eine von uns hat im Moment ihren Frieden...
Dann wandte Arian sich an sie.
„Vielen Dank! Ich fürchte jedoch, wir müssen uns nun etwas ausdenken, Lady Vance. Gravka ist tot, wir könnten vermutlich bis zum Morgen hier verweilen, doch weiß ich nicht, wie man das alles erklären kann. Außerhalb treiben aber die Werwölfe ihr Unwesen. Was meint ihr?“
Claudette sann eine Weile über die Frage nach, ehe sie antwortete.
"Ihr sprecht da etwas an, Arian. Hier drinnen erwarten uns zu viele Unbekannten: Wann wird Gravka vermisst? Wie gut sind seine Leute ohne ihn? Wie viele Männer hatte er überhaupt? Bis Sonnenaufgang ist es nicht mehr lange hin, dennoch könnte bis dahin das gesamte Lager uns töten wollen... Draußen lauern diese Kreaturen... Sie scheinen aber nur des Nachts aktiv zu sein."
Dann lachte sie kurz trocken.
"Außerdem wissen wir, woran wir bei diesen Monstern sind - sie wollen uns töten! Ganz offen und ehrlich... In diesem Lager erwarten uns einfach zu viele Dolche! Darum meine ich: Wir sollten jetzt aufbrechen!"
Sie sah Arian eindringlich an.
"Hier drinnen wird man es vornehmlich auf Abyss abgesehen haben... Das werden wir Beide nicht zulassen! Aber ein paar Dolche heimlich in unseren Rücken... und Abyss muss hier bis an ihr Lebensende schaffen!
Deswegen habe ich folgende Alternative: Sofern euer Pferd mitsamt Karren einen schnellen Trab schafft, brechen wir jetzt auf. Ihr positioniert euren Karren näher am Tor und wartet dort auf mich. Gleichzeitig nehmt ihr hinten das Pferd aus dem stall mit. Es scheint nicht unbedingt ein Schlachtross zu sein, dennoch zu gut, um eine einfaches Pferd, welches für die Landwirtschaft gebraucht wird, zu sein. Während ihr auf mich wartet, sorge ich für eine kleine Ablenkung. Danach stoße ich beim Tor auf euch. Hoffentlich sind dann nur noch wenige Wachen anwesend. Draußen angekommen, trabt ihr weiter... Ich nutze das andere Pferd dazu, alle Werwölfe abzufangen. Was mir durch die Finger dabei rutscht, müsst ihr übernehmen..."
Es war kein perfekter Plan... dennoch war da die richtige Überzeugung, es wirklich draußen zu versuchen, bis die Sonne aufging. Claudette war es ernst, mit ihrer Aussage, dass sie hier drinnen zu vielen Unbekannten entgegen sahen - Menschen wie Ereignissen.

Shepard Commander
04.09.2014, 09:43
Noch sechs!
Claudette hatte es zumindest registriert, das auch Arian einen der Feinde niedergestreckt hatte. Dabei bemerkte sie die Flammen an Arian's Schwert.
Auch eine magisch verstärkte Waffe! Die bekommt man nicht überall! Also weis auch er gute Ausrüstung zu schätzen.
Dann blickte sie wieder auf die verbliebenen 6 Gestalten. Diese wurden gerade von dem schleimigen Bastard an Hauptmann, Gravka erneut angestachelt.
„Wer mir den Kopf des Alten bringt, der darf als erstes die lange Schlampe schänden!“
Doch auch diese Beleidigung ließ Claudette kalt. Zusammen mit Arian wartete sie, was passieren würde. Lange musste sie nicht warten, denn schon gleich darauf trat ein besonders grobschlächtiger Kerl auf Arian zu, dabei sowas wie eine Keule schwingend. Arian hatte aber keine Mühe, dessen Schläge zu parieren und den Kerl durch einen geschickten Schlag zum Taumeln zu bringen...
Was diesen in die Reichweite von Thunderclap brachte! Claudette wollte sich nicht zweimal bitten lassen und vollführte eine gekonnte Kreisbewegung mit ihrem Schwert durch - was den Kerl direkt enthauptete! Alles ging so schnell, dass sein kopfloser Körper noch zwei Schritte machte, ehe er leblos zusammensackte.
Noch fünf!
Arian nutzte die Gelegenheit, um dem Haufen eine Kapitulation anzubieten. Jedoch schienen die verbliebenen Kerle noch immer nicht ganz endgültig so beeindruckt zu sein, dass sie das Weite suchten...
Warum versuchen sie es weiter? Sind sie so auf diesen Gravka hörig?
Doch ein schriller Schrei eines Mädchens führte Claudette einen Fehler vor Augen: Gravka hatte sich Abyss in der kurzen Zeit geschnappt, die die Enthauptung des einen Kerls gedauert hatte!
Verdammt! Warum ist mir das nicht aufgefallen, dass sie nur noch zu viert waren!
Sie gab sich sofort eine Teilschuld daran, das das unschuldige Mädchen jetzt in den Fängen des schmierigen Hauptmanns war. Doch bevor sie etwas machen konnte, hörte sie, wie Arian ihr etwas zu zischte.
„Kümmert euch um den restlichen Abschaum, Mylady!“
Sie nickte ihm zur Bestätigung beiläufig zu, ehe sie sich den vier Verbliebenen zu wandte, während Arian los zog, sich um den Hauptmann zu kümmern.
Einer hat nur zwei Dolche, einer ein Langschwert, einer eine Lanze und einer hat zwei Langschwerter. Keiner hat eine schwere Rüstung an, also sind alle von ihnen so ungenügend geschützt, dass ich sie jeweils mit einem Streich niederstrecken kann.
Claudette nahm sich nicht die Zeit für weitere Feinheiten. Alle Vier standen nicht zu dicht, aber auch nicht zu weit auseinander. Deswegen ging sie sofort auf die Kerle los. Kein Kriegsschrei diesmal, keine sorgfältig vorbereitete Attacke - einfach ein simpler Vorstoß, um die Zahl der Gegner zu dezimieren. Der Mann mit den zwei Dolchen war ihr erstes Ziel, da er ihr in Reichweite der Waffen hoffnungslos unterlegen war und sie ihn somit gleich als Ersten aus dem Rennen nehmen wollte. Sie hatte Thunderclap niedrig, mit der Doppelklinge nach vorne gerichtet geführt und schwang ihr Schwert noch weit außerhalb der Reichweite der Dolche in einem Streich nach oben...
Ein keuchender Schrei war das Letzte, was der Halunke noch hervor brachte, denn Claudette hatte ihn von seinem besten Stück an aufwärts bis zum Brustkreuz mit ihrer Waffe aufgeschnitten! Gleichzeitig drangen die Blitze tief in die fürchterliche Wunde ein und der Geruch von versengtem Fleisch und stinkenden Gedärmen lag in der Luft.
Während der Leichnam noch auf dem Weg zum Boden war, setzte Claudette dem Nächsten der Drei Halsabschneider nach - dem mit nur einem Langschwert. Alle Drei standen etwas schockiert ob des grässlichen Todes ihres Kameraden noch an ihren Plätzen, an denen sie auch bei der Attacke von ihr noch wenige Momente zuvor gestanden hatten. Claudette setzte jetzt auf pure Kraft und hob ihren großen Zweihänder immer wieder über ihren Kopf, um ihn gnadenlos nach unten sausen zu lassen. Der Kerl konnte kaum etwas dagegen tun, außer sein eines Langschwert immer wieder nach oben zu bringen und ihre wilden Hiebe einigermaßen zu parieren. Viermal ging es gut, ehe Claudette ihren fünften Hieb leicht nach Links versetzte...
Ein Reißen und Klirren war die Antwort: Thunderclap hatte den Unterarm und die Hand des armen Kerls der Länge nach gespalten und auf seinem Weg auch noch den Schhwertgriff seiner Waffe zerschlagen! Die Blitze taten wieder ihr Übriges und versengten das vorhandene Fleisch - was den Körper des Mannes in einen totalen Schockzustand versetzte, woraufhin er auf seine Knie sank und dann nach vorne umkippte.
Gleichzeitig ließ ihr Instinkt Claudette sich leicht drehen, was die Lanze von Einem der restlichen Zwei Halsabschneider ins Leere stießen ließ. Dann tänzelte sie schnell drei Schritte zurück, da der mit den zwei Langschwertern schon heran war!
Verdammt! Entweder haben die Beiden Mut... oder sie sind zu blöd die Flucht zu ergreifen, solange dies noch möglich ist...
Ihr Schwert und ihren linken Rüstungsarm nutzend, parierte sie einige Stoßversuche der Lanze, gleichzeitig führte sie schon einen komplizierten Tanz mit dem, der die zwei Langschwerter hatte, aus. Ob gewollt oder nicht, die wiederkehrenden Stöße durch die Lanze und der immer wieder vor und zurück tänzelnde Mann mit seinen zwei Schwertern machten es Claudette erstmal unmöglich, mehr wie zu parieren...
Hab ich dich!
Sie hatte ihr Schwert gerade nur mit ihrem rechten Arm geführt, um einen weiten Ausholschlag zu machen, der eine dafür sorgte, das der Halunke seine tänzelnde Attacke auf sie einstellen musste und wieder auf Distanz ging. Derweil ihr Gegner mit der Lanze nur einen schwachen Vorstoß mit der Lanze zustande brachte. Den schaffte sie es, mit ihren gerüsteten linken Arm dazu zu verwenden, die Lanze nach unten weg zuschlagen und mit einem Ausfallschritt bei ihrem Gegner zu sein! Sie brachte Thunderclap horizontal mit Schwung von rechts in die Flanke des Lanzenträgers und auch ein Kettenhemd hätte ihm jetzt nicht geholfen. So ging ihr Schwert tief ins Fleisch und Knochen - die Blitze taten ihr Übriges...
Schnell zog sie ihre Waffe aus dem Leichnam, führte sie weiterhin nur mit dem rechten Arm und nahm in ihren Linken die Lanze. So ging sie auf den Verbliebenen los, der sie mit weit aufgerissenen Augen ansah...
Plötzlich ließ er beide Schwerter fallen, sank auf seine Knie und begann sie anzuflehen.
"Bitte, ich ergebe m-mich! Verschont mein Leben! E-es war... wegen dem Hauptmann! Ihr wisst nicht wie er zu uns w-"
Weiter kam er nicht: Durch die Lanze eine noch größere Reichweite habend, ignorierte Claudette seine Kapitulation! Sie stieß die Lanze durch seinen Schädel, ohne Reue zu empfinden!
"Gemäß des Kriegsrechts verurteile ich euch zum Tode wegen versuchter Schänderei eines minderjährigen Mädchens! Das Urteil wurde bereits vollstreckt..."
Dann zog sie die Lanze aus dem Kopf, auf das die Leiche umfallen konnte.
Claudette sah sich um: Niemand war in der Nähe und es drohte keine Gefahr. Ein Blick auf die Palisade zeigte ihr, dass Arian mit Abyss zusammenstand. Da Gravka nirgends zu sehen war, hoffte sie, er hatte bekommen, was er verdiente. Dann deaktivierte sie die Bitzrunen und machte sich auf den Weg zum Eingang des Stalls. Die Lanze nahm sie dabei mit sich.
Beide Waffen mit der Spitze im Boden, wartete sie auf Arian. Als dieser heran war, erkannte sie, dass Abyys eingeschlafen war und unwillkürlich musste sie darufhin lächeln.
Wenigstens eine von uns hat im Moment ihren Frieden...
Dann wandte Arian sich an sie.
„Vielen Dank! Ich fürchte jedoch, wir müssen uns nun etwas ausdenken, Lady Vance. Gravka ist tot, wir könnten vermutlich bis zum Morgen hier verweilen, doch weiß ich nicht, wie man das alles erklären kann. Außerhalb treiben aber die Werwölfe ihr Unwesen. Was meint ihr?“
Claudette sann eine Weile über die Frage nach, ehe sie antwortete.
"Ihr sprecht da etwas an, Arian. Hier drinnen erwarten uns zu viele Unbekannten: Wann wird Gravka vermisst? Wie gut sind seine Leute ohne ihn? Wie viele Männer hatte er überhaupt? Bis Sonnenaufgang ist es nicht mehr lange hin, dennoch könnte bis dahin das gesamte Lager uns töten wollen... Draußen lauern diese Kreaturen... Sie scheinen aber nur des Nachts aktiv zu sein."
Dann lachte sie kurz trocken.
"Außerdem wissen wir, woran wir bei diesen Monstern sind - sie wollen uns töten! Ganz offen und ehrlich... In diesem Lager erwarten uns einfach zu viele Dolche! Darum meine ich: Wir sollten jetzt aufbrechen!"
Sie sah Arian eindringlich an.
"Hier drinnen wird man es vornehmlich auf Abyss abgesehen haben... Das werden wir Beide nicht zulassen! Aber ein paar Dolche heimlich in unseren Rücken... und Abyss muss hier bis an ihr Lebensende schaffen!
Deswegen habe ich folgende Alternative: Sofern euer Pferd mitsamt Karren einen schnellen Trab schafft, brechen wir jetzt auf. Ihr positioniert euren Karren näher am Tor und wartet dort auf mich. Gleichzeitig nehmt ihr hinten das Pferd aus dem stall mit. Es scheint nicht unbedingt ein Schlachtross zu sein, dennoch zu gut, um eine einfaches Pferd, welches für die Landwirtschaft gebraucht wird, zu sein. Während ihr auf mich wartet, sorge ich für eine kleine Ablenkung. Danach stoße ich beim Tor auf euch. Hoffentlich sind dann nur noch wenige Wachen anwesend. Draußen angekommen, trabt ihr weiter... Ich nutze das andere Pferd dazu, alle Werwölfe abzufangen. Was mir durch die Finger dabei rutscht, müsst ihr übernehmen..."
Es war kein perfekter Plan... dennoch war da die richtige Überzeugung, es wirklich draußen zu versuchen, bis die Sonne aufging. Claudette war es ernst, mit ihrer Aussage, dass sie hier drinnen zu vielen Unbekannten entgegen sahen - Menschen wie Ereignissen.

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Bevor Arian ernsthaft über Claudettes Vorschlag nachdachte und antwortete, trug er die schlafende Abyss zurück zum Karren, wo er sie behutsam auf ihre gepolsterte Schlafstelle legte und zudeckte. Abyss wirkte seltsam friedlich, als wäre die Unwill des Tages urplötzlich von ihr abgefallen. Sie schien sogar leicht zu lächeln. Ganz vorsichtig berührte Arian ihren Hals an der Stelle, wo Gravkas Klinge die Haut verletzt hatte. Das Blut war geronnen und die Wunde begann zu heilen, kein Grund zur Beunruhigung. Trotzdem würde er sie im Auge behalten.

Als nächstes schritt Arian zur Palisade, an deren Fuß sein Feuerschwert lag. Er sammelte die Klinge, welche das wenige Gras das zwischen dem Schlag hervorgekrochen war, versengt hatte auf und fuhr mit der linken Hand vom Heft beginnend aufwärts über den Stahl. Ebenso wie die Flammen begonnen hatten zu schlagen, so verloschen sie nun bei der Annährung des Ringes, dessen Runen am Ende der Prozedur hell schimmerten. Er steckte das Schwert zurück in seine Halterung und wandte sich nun zum Gang zu Claudette.

Diese wartete geduldig, beobachtete Arians Handeln und sah ihn mit ihrem durchdringenden Blick an. Von dem langen, geraden Speer in ihrer Hand tropfte noch immer das Blut und zog sich in dickflüssigen Fäden von der Spitze zum Boden. Ihre Klinge jedoch war sauber. Einer der vielen Vorteile magischer Waffen.
„Ihr habt euch tapfer geschlagen. Zudem seid ihr eine sehr fähige Kriegern, Mylady. Mein Dank gebührt euch, ohne euch wäre Abyss vermutlich in den Händen dieser Männer geblieben“, sagte er und nickte ihr bedeutungsschwer zu.

„Dennoch bezweifle ich, dass selbst eure Fähigkeiten uns außerhalb dieser Mauern ausreichend schützen würden. Ich habe Gravka dort oben von der Palisade gestoßen. Nur wenige Augenblicke später stürzte sich ein Rudel blutrünstiger, rasender Wesen auf ihn und riss ihn auseinander. Nicht, dass es schade um dieses Schwein wäre, doch weder wünsche ich euch solch einen Tod, noch werde ich verlangen, dass ihr euer Leben für mich oder Abyss aufs Spiel setzt. Zudem sehe ich unsere Chancen eher hier im Lager, doch müssen wir mit List und Täuschung überleben. Ich bezweifle nicht, dass wir, wenn er Überraschungsmoment auf unserer Seite und der Großteil der Wachen betrunken oder schläfrig ist, mit der gesamten Garnison aufnehmen könnten, nicht nachdem Gravka tot ist und seine sicherlich besten Männer mit ihm, dennoch…“

Arian überlegte, während er auf und ab zu schreiten begann.

„Wir verstecken die Leichen. Wir schmeißen sie über die Palisade oder verdecken sie mit Stroh. Dann durchsuchen wir das Haus des Hauptmanns nach Plänen, Dokumenten, allem was und weiterhelfen könnte. Danach verriegeln wir sein Quartiert, sodass die Männer denken, er würde schlafen oder ungestört sein wollen. Dann stellen wir den Karren weiter in den Schatten und halten Wache bis morgen früh. Beim ersten Sonnenstrahl, im Zwielicht zwischen Nacht und Tag, brechen wir auf. Noch vor der Wachablösung werden die Soldaten so müde sein, dass sie uns vermutlich ohne viel Aufhebens passieren lassen. Was sagt ihr?“

Arian sah Claudette erwartungsvoll an. Möglicherweise war sie um einiges risikofreudiger, als Arian selbst.
„Seht, die Nacht ist fast herum. Es sind nur noch wenige Stunden bis zum ersten Licht des Tages. Dann verwandeln sich die Kreaturen zurück, soweit ich weiß“.

Arian stockte.

„Da wäre nur noch eine Sache… der Stallbursche. Er weiß von all dem hier. Er könnte uns verraten und unseren Plan zunichte machen. Wir müssen ihn suchen und gefangen nehmen“.
Es behagte Arian nicht, einen wehrlosen zu jagen und zu fesseln, doch ging es hier um die Sicherheit ihrer kleinen Gruppe. Und der Stallbursche hatte sich schon einmal als Verräter entpuppt.

„Also, was sagt ihr?“, wiederholte Arian.

Neclord
04.09.2014, 10:18
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Emanuelle frönte im vorgetäuschten Schlaf seinen Plänen, wie er Ivy noch mehr von sich als 'zerbrechliche Principessa' überzeugen konnte.
Morgen früh... ich könnte mir bei der Morgenhygiene helfen lassen... aber ich darf auch nicht zu schwach erscheinen... sonst empfindet sie nur Mitleid... hmm, vielleicht lasse ich mich auch vor etwas erretten? Einer Spinne zum Beispiel... JA! Das wäre eine gute Idee! Perfetto! Sie hat bestimmt keine Angst vor so etwas und wenn ich es geschickt anstelle und mich anschließend freudestrahlend bedanke... dann hat sie ihrer Pricipessa zum ersten Mal das Leben gerettet! Anschließend wäre es nicht verkehrt, dass ich mich dringend nach Geld umschaue! Ohne Geld kann ich hier nichts machen und bin immer noch auf andere angewiesen...
Bei diesem Gedanken seufzte er innerlich.
Haahhh... es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich ein paar der Bauern hier umgarnen muss, um ein wenig 'Kleingeld' zu bekommen... Na ja, ich könnte auch erstmal einen Händler hier aufsuchen... falls es auch nur annähernd sowas hier gibt! Zumindest das frevlerische Tuch loswerden, dann versuchen dem Händler etwas abzuschwatzen mit meinen Verführungskünsten und schließlich schauen, dass ich eventuell etwas für Ivy auftreibe, was ihr gefallen könnte! Oh, was würde ich dafür tun, dass ein erlesener fahrender Händler hier durchkommt! Dennoch, ich-
Plötzlich hielt er inne. Er spürte ein leichtes kribbeln auf sich, als ob kleine Finger über der Bettdecke bis auf seine Brust krabbeln würden.
OH!? Wagt die Schönheit doch noch ihr Glück!?
Aber kurz danach krabbelten die Finger wieder von ihm runter. Er überlegte noch, ob er vielleicht seine eigenen Finger zu Ivy's Körper wandern lassen sollte, als er plötzlich ein Quieken vernahm und seine Augen öffnete.
Was... ah, nur eine Ratte... Ratte... Rat... R...
Endlich setzte das Erkennen in seinem Verstand ein! Sein Gesicht wurde kreidebleich ob diesen völlig unerwarteten Besuchers im Bette! Dann riss er die Decke zur Seite, sprang auf, lief zu einem Stuhl, stellte sich darauf und...
"IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEHHHHHHHH HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aiuto! Aiuto! Un Mostro!!!"
Gab einen so markerschütternden Schrei von sich, den man wahrscheinlich noch in der schwarzen Stadt im Nichts hören konnte! Dabei rief er um Hilfe vor dem Monster. Dass sich eigentlich eine Gelegenheit ergeben hatte, sich von Ivy 'retten' zu lassen... Nun, DAS war im Moment völlig egal, solange er von diesem 'barbarischen Monstrum aus der Hölle' bedroht wurde!


http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

So sanft versank ihr Körper auf diesem Federbett in eine wohltuende Ruhephase. In ihrer Hand spürte sie die wärmenden, zierlichen Finger der Prinzessin. Halb zugedeckt war sie gerade dabei genüsslich in die Traumwelt zu versinken. Und das tat sie.
Doch mit einem Mal wurde dieser wohl friedlichste Platz auf Erden ins Chaos gestürzt. Ein Schrei, so laut dass Ivy plötzlich die Augen aufriss und vor Schreck fast aus dem Bett fiel. Wie von einem Dämon besessen richtete sie sich auf und saß nun aufrecht im Bett. Ihr Blick wanderte zu Emanuelle, welche auf einem Stuhl stand und mit Worten in fremder Sprache wild durch den Raum rief. Ivy dachte für einen Moment, die Kleine wäre vom Dämon besessen, als ihr im Augenwinkel plötzlich eine kleine Bewegung aufgefallen war. Es huschte, es fiepte, es war ein Nagetier. Genauer gesagt, eine Ratte! Oh nicht schon wieder, ihr wird aber auch keine Ruhe gelassen.

Um die Nerven der blondhaarigen Schönheit nicht weiter zu strapazieren, ergriff Ivy die Initiative und zog sich ihre Handschuhe an. Man konnte nie sicher genug gehen, immerhin waren Ratten bekannt dafür, allerlei Krankheiten zu übertragen. Schließlich streckte sie ihre Hand aus um den Nager zu packen, dieser war allerdings sehr flink und huschte geschwind unter die Bettdecke. Die Magierin krabbelte schnell zur anderen Seite des Bettes rüber und versuchte erneut ihr Glück. Jetzt aber! Doch wieder kein Glück, stattdessen, hatte sie nun das Kissen der Prinzessin in der Hand. "Oh, Mist!" Dann flitzte die Ratte weiter über das Bett und war kurz davor, auf der Seite von Emanuelle über den Rand nach unten zu springen. Ivy setzte für die nächste Attacke an. Ihr Körper flog quer über das Bett. Doch ihre Hände hatten diesmal Erfolg. Sie hielt das flauschige Etwas in ihren Händen. "Hab ich dich!"

Doch ebenso schnell richtete sie sich wieder auf und ging mit dem Wesen weg von der Prinzessin, in die Ecke des Raumes, auf dass sie nicht erneut losschreien muss. Ivy wirkte auf einmal ganz verspielt und blickte zu ihrer Zimmergenossin mit freudigem Blick. "Schaut mal, ist doch süß! Was machen wir jetzt mit dem Kleinen?"

Neclord
04.09.2014, 10:54
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Als Anlya das Frauenbad betrat blieb sie ruckartig stehen. Valgarius war nicht allein. Einer der Chasind stand hinter ihm und schien nichts Gutes im Sinn zu haben. Sie bekam die letzten Worte mit, welche dieser Mann zu dem Magier sprach. Das war nicht gut. Sie musste ihm helfen. Doch was sollte sie tun? Sie griff nach Ihrem Dolch, doch da war nichts. Als sie ihre Rüstung auszog hatte sie auch ihre Waffe abgelegt. Anlya hatte vergessen die Waffe wieder mitzunehmen. Natürlich hätte ihr das nicht viel geholfen, denn sie war sich sicher, dass sie gegen den Hünen keine Chance hatte.

Valgarius schien sich nicht wehren, denn er setzte keine Magie ein. Anlya war etwas verwundert darüber. „Entschuldigt Schwester Anlya.“ Ihre Worte ließen den Chasind sich umdrehen. „Was wollt Ihr hier? Ich bin beschäftigt. Kommt später wieder.“ Anlya hatte alle Mühe ihr Zittern zu unterdrücken. „Verzeiht. Ich kam nicht umhin Eure Worte zu hören. Ihr könnt Schwester Anlya auf diese Weise nicht entweihen. Sie hat einen Eid der Enthaltsamkeit gegenüber dem Erbauer und Andraste geleistet. Es wäre ein Sakrileg gegen unseren Gott, dem Erbauer, diesen Eid zu brechen.“

Der Chasind musterte sie kritisch. „Die Kleine trägt keine Robe Eurer Kirche. Also verzieht Euch Junge.“ Anlya atmete tief durch. Dieser Mann war wirklich stur. Was tun? Hastig überlegte sie. „Wir wurden von Ungläubigen, dieser dunklen Brut, überfallen. Sie zerstörten die Roben von Schwester Anlya und töteten alle Templer, die uns begleiteten. Diese hässliche alte Robe, die Schwester Anlya trägt, war das einzige Kleidungsstück was wir retten konnten. Sie hatte keine Wahl als diese vorübergehend anzuziehen. Auf unserer Flucht vor diesen dunklen Monstern haben wir uns in diesem Wald verirrt und nun sind wir hier.“

Anlya schickte ein Gebet zum Erbauer und zur Sicherheit noch an die Schöpfer. Würde er ihr glauben? Oder durchblickte er ihre Lügen.

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Valgarius drehte sich vorsichtig um, sein halbes Gesicht blieb allerdings durch das Haar verhüllt. Angespannt blickte er dem Hünen entgegen, während er plötzlich Anlya sah. Noch nie zuvor war der Blutmagier so glücklich sie zu sehen. Verzweifelt suchte sie nach einer Ausrede und setzte all ihr schauspielerisches Geschick ein, um den Tollpatsch aus dieser Situation zu befreien. Valgarius hoffte, dass ihre Ausführungen genügten. Ansonsten könnte es ziemlich hässlich werden. Wenn der Blutmagier hier Magie anwendet, wären die anderen Chasind sofort zur Stelle und dann könnten sie die Audienz und jeglichen Anspruch auf Gnade vergessen.

Der langhaarige Robenträger ging unterdessen rüber zu Anlya, stellte sich daneben und nickte dem Hünen freundlich zu, um ihre Argumentation zu untermauern. "Hmpf! Na schön!"
Wunderbar! Es hatte funktioniert. Der hartnäckige Kerl gab nach und stapfte mit grimmigem Gesichtsausdruck nach draußen. Valgarius blickte zu seiner Heldin und schenkte ihr seine dankbarste Umarmung, wie er sie noch nie einem anderen Wesen geschenkt hatte. "Meinen unendlichen Dank!" Dann blickte er sie gefühlvoll an und hielt ihre Arme fest. "Sagt, ist alles in Ordnung? Hat der Unhold der euch entführt hat euch etwas angetan?"

Annalena
04.09.2014, 16:56
http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle frönte im vorgetäuschten Schlaf seinen Plänen, wie er Ivy noch mehr von sich als 'zerbrechliche Principessa' überzeugen konnte.
Morgen früh... ich könnte mir bei der Morgenhygiene helfen lassen... aber ich darf auch nicht zu schwach erscheinen... sonst empfindet sie nur Mitleid... hmm, vielleicht lasse ich mich auch vor etwas erretten? Einer Spinne zum Beispiel... JA! Das wäre eine gute Idee! Perfetto! Sie hat bestimmt keine Angst vor so etwas und wenn ich es geschickt anstelle und mich anschließend freudestrahlend bedanke... dann hat sie ihrer Pricipessa zum ersten Mal das Leben gerettet! Anschließend wäre es nicht verkehrt, dass ich mich dringend nach Geld umschaue! Ohne Geld kann ich hier nichts machen und bin immer noch auf andere angewiesen...
Bei diesem Gedanken seufzte er innerlich.
Haahhh... es wird wohl darauf hinauslaufen, dass ich ein paar der Bauern hier umgarnen muss, um ein wenig 'Kleingeld' zu bekommen... Na ja, ich könnte auch erstmal einen Händler hier aufsuchen... falls es auch nur annähernd sowas hier gibt! Zumindest das frevlerische Tuch loswerden, dann versuchen dem Händler etwas abzuschwatzen mit meinen Verführungskünsten und schließlich schauen, dass ich eventuell etwas für Ivy auftreibe, was ihr gefallen könnte! Oh, was würde ich dafür tun, dass ein erlesener fahrender Händler hier durchkommt! Dennoch, ich-
Plötzlich hielt er inne. Er spürte ein leichtes kribbeln auf sich, als ob kleine Finger über der Bettdecke bis auf seine Brust krabbeln würden.
OH!? Wagt die Schönheit doch noch ihr Glück!?
Aber kurz danach krabbelten die Finger wieder von ihm runter. Er überlegte noch, ob er vielleicht seine eigenen Finger zu Ivy's Körper wandern lassen sollte, als er plötzlich ein Quieken vernahm und seine Augen öffnete.
Was... ah, nur eine Ratte... Ratte... Rat... R...
Endlich setzte das Erkennen in seinem Verstand ein! Sein Gesicht wurde kreidebleich ob diesen völlig unerwarteten Besuchers im Bette! Dann riss er die Decke zur Seite, sprang auf, lief zu einem Stuhl, stellte sich darauf und...
"IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEHHHHHHHH HHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHH!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Aiuto! Aiuto! Un Mostro!!!"
Gab einen so markerschütternden Schrei von sich, den man wahrscheinlich noch in der schwarzen Stadt im Nichts hören konnte! Dabei rief er um Hilfe vor dem Monster. Dass sich eigentlich eine Gelegenheit ergeben hatte, sich von Ivy 'retten' zu lassen... Nun, DAS war im Moment völlig egal, solange er von diesem 'barbarischen Monstrum aus der Hölle' bedroht wurde!




http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

So sanft versank ihr Körper auf diesem Federbett in eine wohltuende Ruhephase. In ihrer Hand spürte sie die wärmenden, zierlichen Finger der Prinzessin. Halb zugedeckt war sie gerade dabei genüsslich in die Traumwelt zu versinken. Und das tat sie.
Doch mit einem Mal wurde dieser wohl friedlichste Platz auf Erden ins Chaos gestürzt. Ein Schrei, so laut dass Ivy plötzlich die Augen aufriss und vor Schreck fast aus dem Bett fiel. Wie von einem Dämon besessen richtete sie sich auf und saß nun aufrecht im Bett. Ihr Blick wanderte zu Emanuelle, welche auf einem Stuhl stand und mit Worten in fremder Sprache wild durch den Raum rief. Ivy dachte für einen Moment, die Kleine wäre vom Dämon besessen, als ihr im Augenwinkel plötzlich eine kleine Bewegung aufgefallen war. Es huschte, es fiepte, es war ein Nagetier. Genauer gesagt, eine Ratte! Oh nicht schon wieder, ihr wird aber auch keine Ruhe gelassen.

Um die Nerven der blondhaarigen Schönheit nicht weiter zu strapazieren, ergriff Ivy die Initiative und zog sich ihre Handschuhe an. Man konnte nie sicher genug gehen, immerhin waren Ratten bekannt dafür, allerlei Krankheiten zu übertragen. Schließlich streckte sie ihre Hand aus um den Nager zu packen, dieser war allerdings sehr flink und huschte geschwind unter die Bettdecke. Die Magierin krabbelte schnell zur anderen Seite des Bettes rüber und versuchte erneut ihr Glück. Jetzt aber! Doch wieder kein Glück, stattdessen, hatte sie nun das Kissen der Prinzessin in der Hand. "Oh, Mist!" Dann flitzte die Ratte weiter über das Bett und war kurz davor, auf der Seite von Emanuelle über den Rand nach unten zu springen. Ivy setzte für die nächste Attacke an. Ihr Körper flog quer über das Bett. Doch ihre Hände hatten diesmal Erfolg. Sie hielt das flauschige Etwas in ihren Händen. "Hab ich dich!"

Doch ebenso schnell richtete sie sich wieder auf und ging mit dem Wesen weg von der Prinzessin, in die Ecke des Raumes, auf dass sie nicht erneut losschreien muss. Ivy wirkte auf einmal ganz verspielt und blickte zu ihrer Zimmergenossin mit freudigem Blick. "Schaut mal, ist doch süß! Was machen wir jetzt mit dem Kleinen?"

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Ein lauter Schrei weckte Angeline aus ihrem Schlaf. Sie wachte in den Armen eines Mannes auf und dachte im ersten Moment, dass es sich um Cedric handelte. Doch nur kurze Zeit später war ihr klar, dass es nur Bernhard war. Sie griff unter ihr Kissen um sich ihren Dolch zu nehmen. Doch da war nichts. Bernhard nickte ihr nur kurz zu und drückte ihr ihren Dolch in die Hand. Seinen eigenen hatte er in der anderen Hand. Die beiden standen auf und begaben sich ins Gästezimmer, aus dem der Schrei gekommen war.

Vorsichtig öffnete Angeline die Tür und schlüpfte hinein. Bernhard folgte ihr genauso unauffällig. Das blonde Püppchen stand auf einem Stuhl und sah sehr verschreckt aus. Ivy stand in ihrer Nähe. Weder Angeline noch Bernhard konnten erkennen was die Beiden machten. Sie bemerkten keine Gefahr als sie sich umsahen. Bevor Angeline jedoch in einer Tirade den beiden Frauen ganz genau sagte, was sie davon hielt mitten in der Nacht geweckt zu werden, hörte sie ein leises Quieken.

„Was bei Andrastes brennendem Arsch ist hier los?“ Tabsy hörte auf zu zappeln als er die Stimme seines Futterweibchens vernahm. Erst wurde er von dem lauten Kreischen des komischen falschen Futterweibchens erschreckt. Diese lauten Geräusche taten seinen Ohren weh. Als ob das noch nicht genug war, versuchte das andere falsche Futterweibchen ihn zu fangen. Anfangs war er ihr entwischt. Doch dann hatte sie ihn doch gefangen. Und nun hielt sie ihn in ihren Händen. Das gefiel ihm ganz und gar nicht. Doch jetzt war sein Futterweibchen da. Sie würde ihn retten. Er fing jetzt wieder stärker an zu zappeln und sich zu winden bis ihn das falsche Futterweibchen fallen ließ. Geschickt landete er auf seinen Pfoten und lief unter lautem Quieken zu seinem Futterweibchen.

Angeline sah, dass sich in Ivys Händen etwas bewegte. Als dieses Etwas zu Boden fiel lief es auf sie zu. „Tabsy?“ Sie kniete sich hin und hatte gerade ihren Dolch auf den Boden gelegt als ihre kleine Ratte schon bei ihr war. Vorsichtig hob sie ihn hoch und drückte ihn an ihre Brust. „Wo warst du denn? Du warst so lange weg.“

Bernhard blickte finster auf den Flohpelz. Wieso hatte er zurück gefunden? Er dachte, dass er ihn weit genug ausgesetzt hatte und er nie wieder zurückfinden würde. Als ob Tabsy den finsteren Blick bemerkte drückte er sich noch enger an Angelines Busen. Eifersüchtig beobachtete der junge Mann wie sich die dreckige Ratte an den Platz drückte, der rechtmäßig ihm gehörte. Er hätte diesem Mistviech doch den Hals umdrehen und ihn nicht nur aussetzen sollen.

Angeline bemerkte davon nichts. Sie war nur überglücklich dass ihr kleiner Tabsy wieder da war. Mit ihrem kleinen Schatz an die Brust gedrückt ging sie zu den beiden Frauen. „Wieso hat das blonde Püppchen so laut geschrien?“ Sie war sich sicher, dass sie es war, die geschrien hatte. Ivy war ganz sicher nicht der Typ so laut zu schreien.

Annalena
04.09.2014, 18:53
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Valgarius drehte sich vorsichtig um, sein halbes Gesicht blieb allerdings durch das Haar verhüllt. Angespannt blickte er dem Hünen entgegen, während er plötzlich Anlya sah. Noch nie zuvor war der Blutmagier so glücklich sie zu sehen. Verzweifelt suchte sie nach einer Ausrede und setzte all ihr schauspielerisches Geschick ein, um den Tollpatsch aus dieser Situation zu befreien. Valgarius hoffte, dass ihre Ausführungen genügten. Ansonsten könnte es ziemlich hässlich werden. Wenn der Blutmagier hier Magie anwendet, wären die anderen Chasind sofort zur Stelle und dann könnten sie die Audienz und jeglichen Anspruch auf Gnade vergessen.

Der langhaarige Robenträger ging unterdessen rüber zu Anlya, stellte sich daneben und nickte dem Hünen freundlich zu, um ihre Argumentation zu untermauern. "Hmpf! Na schön!"
Wunderbar! Es hatte funktioniert. Der hartnäckige Kerl gab nach und stapfte mit grimmigem Gesichtsausdruck nach draußen. Valgarius blickte zu seiner Heldin und schenkte ihr seine dankbarste Umarmung, wie er sie noch nie einem anderen Wesen geschenkt hatte. "Meinen unendlichen Dank!" Dann blickte er sie gefühlvoll an und hielt ihre Arme fest. "Sagt, ist alles in Ordnung? Hat der Unhold der euch entführt hat euch etwas angetan?"
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Anlya atmete erleichtert auf als der Chasind ihrer Lüge Glauben schenkte und wütend den Raum verließ. Sie war völlig überrascht als Valgarius sie plötzlich umarmte. Ihre Wangen glühten als sie seine Umarmung erwiderte. Sie kannte so etwas nicht. Der Erste, der sie je umarmt hatte, war ER. Damals wusste sie nicht was sie tun sollte, denn in dem Waisenhaus gab es solche Zuwendungen nicht. Anlya blickte in das besorgte Gesicht des Magiers als sie seine Frage beantwortete.

„Es geht mir gut. Er hat mir nichts getan. Nur die trockenen Sachen zum Anziehen hat er mir gegeben. Bevor ich mich umgezogen habe hat er sogar den Raum verlassen.“ Sie erwähnte lieber nicht, dass er noch einmal zurückgekommen war. Anlya lächelte leicht bevor die beiden unterbrochen wurden. „Ich hoffe ich störe nicht“, sagte eine kalte Stimme. Es war der Chasind, der die Elfe aus dem Raum geführt hatte. Er warf Valgarius einen eiskalten Blick zu bevor er sich warm lächelnd an Anlya wandte. „Die Schamanin ist bereit euch zu sehen. Ich werde euch hinführen.“

„Ich muss noch meine Waffe holen“, sagte Anlya vorsichtig. Doch der Chasind schüttelte nur den Kopf. „Das ist nicht nötig. Keiner hier wird es wagen euch anzugreifen.“ Leise seufzend folgte sie dem Mann nach draußen. Er führte sie in die große Hütte, die in der Mitte des Dorfes stand. Das Innere war nicht so ein riesiger Saal, wie sie es vermutet hatte. Mehrere Wände waren gezogen und teilten die große Hütte in mehr Räume auf. Der Chasind führte sie einen Gang entlang. Am Ende des Ganges war ein großer Raum in dem sich ein flacher Tisch befand. Um den Tisch herum befanden sich mehrere große Kissen. Die Elfe wunderte sich, wo die Stühle waren und wie man an so einem flachen Tisch sitzen konnte.

Merkwürdigerweise war der Raum leer und Anlya sah sich um, doch sie konnte die Schamanin nicht entdecken. Sie erstarrte und wurde kreidebleich als sie plötzlich das tödliche Quieken hörte. Auf dem Kissen, das sich an der Stirnseite des flachen Tisches befand, saß eine Ratte. Die Elfe dachte ihr Herz hörte auf zu schlagen. Doch wirklich geschockt war sie, als die Ratte plötzlich Magie umgab und sie sich in eine Frau verwandelte. Die Frau war schon etwas älter. Sie hatte zwar Falten, doch sie fand, dass ihr das stand und sie nicht alt aussehen ließ. Die Frau lächelte die Beiden an.

„Ich bin Aldis, Schamanin dieses Stammes.“ Sie deutete mit dem Finger auf den Chasind, der sie her gebracht hatte „Das ist mein Sohn Wulfgar.“ Mit gekreuzten Beinen setzte sich auf das Kissen. Wulfgar stand in der Nähe des Eingangs und hatte seine Arme vor der Brust verschränkt. Auch er hatte einen amüsierten Ausdruck in den Augen. Die Schamanin ergriff wieder das Wort. „Als erstes möchte ich wissen, warum Ihr“ sie blickte Anlya an „Euch als Mann ausgebt. Und warum Ihr“ ihr Blick landete nun auf Valgarius „Euch als Frau ausgebt.“

Anlya war zu sehr geschockt um auf diese Frage zu antworten. In ihrem Kopf kreisten nur die Gedanken, dass die Ratte eine Frau war. Oder war die Frau eine Ratte?

Önee-sama
05.09.2014, 01:48
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So sanft versank ihr Körper auf diesem Federbett in eine wohltuende Ruhephase. In ihrer Hand spürte sie die wärmenden, zierlichen Finger der Prinzessin. Halb zugedeckt war sie gerade dabei genüsslich in die Traumwelt zu versinken. Und das tat sie.
Doch mit einem Mal wurde dieser wohl friedlichste Platz auf Erden ins Chaos gestürzt. Ein Schrei, so laut dass Ivy plötzlich die Augen aufriss und vor Schreck fast aus dem Bett fiel. Wie von einem Dämon besessen richtete sie sich auf und saß nun aufrecht im Bett. Ihr Blick wanderte zu Emanuelle, welche auf einem Stuhl stand und mit Worten in fremder Sprache wild durch den Raum rief. Ivy dachte für einen Moment, die Kleine wäre vom Dämon besessen, als ihr im Augenwinkel plötzlich eine kleine Bewegung aufgefallen war. Es huschte, es fiepte, es war ein Nagetier. Genauer gesagt, eine Ratte! Oh nicht schon wieder, ihr wird aber auch keine Ruhe gelassen.

Um die Nerven der blondhaarigen Schönheit nicht weiter zu strapazieren, ergriff Ivy die Initiative und zog sich ihre Handschuhe an. Man konnte nie sicher genug gehen, immerhin waren Ratten bekannt dafür, allerlei Krankheiten zu übertragen. Schließlich streckte sie ihre Hand aus um den Nager zu packen, dieser war allerdings sehr flink und huschte geschwind unter die Bettdecke. Die Magierin krabbelte schnell zur anderen Seite des Bettes rüber und versuchte erneut ihr Glück. Jetzt aber! Doch wieder kein Glück, stattdessen, hatte sie nun das Kissen der Prinzessin in der Hand. "Oh, Mist!" Dann flitzte die Ratte weiter über das Bett und war kurz davor, auf der Seite von Emanuelle über den Rand nach unten zu springen. Ivy setzte für die nächste Attacke an. Ihr Körper flog quer über das Bett. Doch ihre Hände hatten diesmal Erfolg. Sie hielt das flauschige Etwas in ihren Händen. "Hab ich dich!"

Doch ebenso schnell richtete sie sich wieder auf und ging mit dem Wesen weg von der Prinzessin, in die Ecke des Raumes, auf dass sie nicht erneut losschreien muss. Ivy wirkte auf einmal ganz verspielt und blickte zu ihrer Zimmergenossin mit freudigem Blick. "Schaut mal, ist doch süß! Was machen wir jetzt mit dem Kleinen?"




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Ein lauter Schrei weckte Angeline aus ihrem Schlaf. Sie wachte in den Armen eines Mannes auf und dachte im ersten Moment, dass es sich um Cedric handelte. Doch nur kurze Zeit später war ihr klar, dass es nur Bernhard war. Sie griff unter ihr Kissen um sich ihren Dolch zu nehmen. Doch da war nichts. Bernhard nickte ihr nur kurz zu und drückte ihr ihren Dolch in die Hand. Seinen eigenen hatte er in der anderen Hand. Die beiden standen auf und begaben sich ins Gästezimmer, aus dem der Schrei gekommen war.

Vorsichtig öffnete Angeline die Tür und schlüpfte hinein. Bernhard folgte ihr genauso unauffällig. Das blonde Püppchen stand auf einem Stuhl und sah sehr verschreckt aus. Ivy stand in ihrer Nähe. Weder Angeline noch Bernhard konnten erkennen was die Beiden machten. Sie bemerkten keine Gefahr als sie sich umsahen. Bevor Angeline jedoch in einer Tirade den beiden Frauen ganz genau sagte, was sie davon hielt mitten in der Nacht geweckt zu werden, hörte sie ein leises Quieken.

„Was bei Andrastes brennendem Arsch ist hier los?“ Tabsy hörte auf zu zappeln als er die Stimme seines Futterweibchens vernahm. Erst wurde er von dem lauten Kreischen des komischen falschen Futterweibchens erschreckt. Diese lauten Geräusche taten seinen Ohren weh. Als ob das noch nicht genug war, versuchte das andere falsche Futterweibchen ihn zu fangen. Anfangs war er ihr entwischt. Doch dann hatte sie ihn doch gefangen. Und nun hielt sie ihn in ihren Händen. Das gefiel ihm ganz und gar nicht. Doch jetzt war sein Futterweibchen da. Sie würde ihn retten. Er fing jetzt wieder stärker an zu zappeln und sich zu winden bis ihn das falsche Futterweibchen fallen ließ. Geschickt landete er auf seinen Pfoten und lief unter lautem Quieken zu seinem Futterweibchen.

Angeline sah, dass sich in Ivys Händen etwas bewegte. Als dieses Etwas zu Boden fiel lief es auf sie zu. „Tabsy?“ Sie kniete sich hin und hatte gerade ihren Dolch auf den Boden gelegt als ihre kleine Ratte schon bei ihr war. Vorsichtig hob sie ihn hoch und drückte ihn an ihre Brust. „Wo warst du denn? Du warst so lange weg.“

Bernhard blickte finster auf den Flohpelz. Wieso hatte er zurück gefunden? Er dachte, dass er ihn weit genug ausgesetzt hatte und er nie wieder zurückfinden würde. Als ob Tabsy den finsteren Blick bemerkte drückte er sich noch enger an Angelines Busen. Eifersüchtig beobachtete der junge Mann wie sich die dreckige Ratte an den Platz drückte, der rechtmäßig ihm gehörte. Er hätte diesem Mistviech doch den Hals umdrehen und ihn nicht nur aussetzen sollen.

Angeline bemerkte davon nichts. Sie war nur überglücklich dass ihr kleiner Tabsy wieder da war. Mit ihrem kleinen Schatz an die Brust gedrückt ging sie zu den beiden Frauen. „Wieso hat das blonde Püppchen so laut geschrien?“ Sie war sich sicher, dass sie es war, die geschrien hatte. Ivy war ganz sicher nicht der Typ so laut zu schreien.

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Oh oh oh... warum nur ich...
Nach seinem lautstarken Schrei und seinen Hilferufen, war Ivy wach geworden. In seinem total verängstigten Zustand nahm er nur am Rande war, wie die andere Frau im Bett langsam die Situation begriff. Doch sofort kam Bewegung in Ivy.
Was hat sie vor? Sie wird noch sterben! Ich müsste ihr eigentlich helfen... aber... aber...
Er konnte sich einfach nicht dazu überwinden, auch nur den Stuhl zu verlassen, geschweige denn den Kampf mit dieser Bestie auf zu nehmen! Dafür ekelte und fürchtete er sich einfach viel zu viel! Doch seiner Zimmergenossin schien es nichts auszumachen, mit dieser Bestie konfrontiert zu werden. Vielmehr nahm sie jetzt ihre Handschuhe und versuchte die Ratte einzufangen.
Das ist... Follia! Sie wird einen langsamen und grauenvollen Tod sterben!
Dennoch schritt er nicht ein: Nichts hätte im Moment dazu geführt, dass er seinen Stuhl verlassen würde! So blieb ihm nichts anderes übrig, als dabei zuzusehen, wie Ivy mehrmals nach dem Biest griff... und es dann tatsächlich in ihren Händen hielt!
"Schaut mal, ist doch süß! Was machen wir jetzt mit dem Kleinen?"
Auf Ivy's Frage hin, wusste er nicht, ob er direkt sterben würde oder ob er noch etwas zu leiden hatte! Denn eins war klar - sie Beide hatten nicht mehr lange zu Leben! Doch die Qual, sich dutzende Tode durch dieses Tier ausmalen zu müssen, wurde jäh unterbrochen. Plötzlich standen die wilde Katze und der Wirt im Raum!
Finalmente! Die Katze wird das Biest zur Strecke bringen! Ich sollte mir schon einmal ein Danke schön überlegen...
Aber dann stellte Emanuelle entsetzt fest, dass dieser ekelhafte Nager wohl tatsächlich sowas wie ein Haustier der Katze zu sein schien... Jedenfalls ließ es keine andere Erklärung zu, dass die Ratte sanft aufgehoben wurde und an den weiblichen Rundungen der wilden Frau liebkost wurde...
Das war schon fast zu viel für Emanuelle, als die Besitzerin des Tieres auch noch eine Frage stellte.
„Wieso hat das blonde Püppchen so laut geschrien?“
Katze und Nager haben sich verschworen! Der Erbauer stehe uns bei!
Seine Furcht wurde nun so groß, dass er sich wieder bewegen konnte - nämlich, um sich an den sichersten Ort im Raum zu begeben: Hinter den Rücken von der exotischen Schönheit! Also sprang er vom Stuhl, huschte schnell hinter Ivy und duckte sich so, dass er nur noch mit dem Kopf von Angeline aus zu sehen war, den er ein wenig versetzt neben Ivy's Kopf zeigte. Dann begann er, von Furcht und Ekel durchsetzt, zu sprechen.
"Bitte verzeiht mein Geschrei... aber... diese Creatura di Inferno! Ich bin entsetzt! Sie tauchte aus dem Nichts in unserem Bette auf! Und dann..."
Ein wenig begann er zu schluchzen... was noch nicht mal alles gespielt war!
"Fürchtete ich um mein Leben... *schnief*"
Dann schlang er seine arme von hinten um Ivy und drückte sich leicht zitternd an sie.
"Doch mein tapferer Principe hier... warf sich todesmutig in den Kampf mit dieser ... Bestia! Während ich... wie... es... tut mir so leid! Während ich nur wie erstarrt auf dem Stuhl stehen konnte!"
Er vergub sein Gesicht in der Schulter von Ivy und verdrückte doch sogar ein paar Tränen.
Oh, bitte glaubt meine Geschichte... ich weis gerade nicht, was echt und was gespielt ist!
Weiterhin ein nervliches Wrack spielend, wollte er tatsächlich nur noch Ruhe haben.
"Wenn ihr es gestatten würdet... ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr dieses eure Tier... entfernen würdet... damit wir zu unserem verdienten Schlafe kommen würden..."
Dabei drückte er sich noch fester an Ivy, sofern das noch möglich war und hoffte, sie würde ihn beschützen - beschützen vor der ekelhaften Ratte, dem -blick der wilden Katzenfrau und einfach vor Allem, was sonst noch die Nacht stören könnte!

Önee-sama
06.09.2014, 13:11
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Bevor Arian ernsthaft über Claudettes Vorschlag nachdachte und antwortete, trug er die schlafende Abyss zurück zum Karren, wo er sie behutsam auf ihre gepolsterte Schlafstelle legte und zudeckte. Abyss wirkte seltsam friedlich, als wäre die Unwill des Tages urplötzlich von ihr abgefallen. Sie schien sogar leicht zu lächeln. Ganz vorsichtig berührte Arian ihren Hals an der Stelle, wo Gravkas Klinge die Haut verletzt hatte. Das Blut war geronnen und die Wunde begann zu heilen, kein Grund zur Beunruhigung. Trotzdem würde er sie im Auge behalten.

Als nächstes schritt Arian zur Palisade, an deren Fuß sein Feuerschwert lag. Er sammelte die Klinge, welche das wenige Gras das zwischen dem Schlag hervorgekrochen war, versengt hatte auf und fuhr mit der linken Hand vom Heft beginnend aufwärts über den Stahl. Ebenso wie die Flammen begonnen hatten zu schlagen, so verloschen sie nun bei der Annährung des Ringes, dessen Runen am Ende der Prozedur hell schimmerten. Er steckte das Schwert zurück in seine Halterung und wandte sich nun zum Gang zu Claudette.

Diese wartete geduldig, beobachtete Arians Handeln und sah ihn mit ihrem durchdringenden Blick an. Von dem langen, geraden Speer in ihrer Hand tropfte noch immer das Blut und zog sich in dickflüssigen Fäden von der Spitze zum Boden. Ihre Klinge jedoch war sauber. Einer der vielen Vorteile magischer Waffen.
„Ihr habt euch tapfer geschlagen. Zudem seid ihr eine sehr fähige Kriegern, Mylady. Mein Dank gebührt euch, ohne euch wäre Abyss vermutlich in den Händen dieser Männer geblieben“, sagte er und nickte ihr bedeutungsschwer zu.

„Dennoch bezweifle ich, dass selbst eure Fähigkeiten uns außerhalb dieser Mauern ausreichend schützen würden. Ich habe Gravka dort oben von der Palisade gestoßen. Nur wenige Augenblicke später stürzte sich ein Rudel blutrünstiger, rasender Wesen auf ihn und riss ihn auseinander. Nicht, dass es schade um dieses Schwein wäre, doch weder wünsche ich euch solch einen Tod, noch werde ich verlangen, dass ihr euer Leben für mich oder Abyss aufs Spiel setzt. Zudem sehe ich unsere Chancen eher hier im Lager, doch müssen wir mit List und Täuschung überleben. Ich bezweifle nicht, dass wir, wenn er Überraschungsmoment auf unserer Seite und der Großteil der Wachen betrunken oder schläfrig ist, mit der gesamten Garnison aufnehmen könnten, nicht nachdem Gravka tot ist und seine sicherlich besten Männer mit ihm, dennoch…“

Arian überlegte, während er auf und ab zu schreiten begann.

„Wir verstecken die Leichen. Wir schmeißen sie über die Palisade oder verdecken sie mit Stroh. Dann durchsuchen wir das Haus des Hauptmanns nach Plänen, Dokumenten, allem was und weiterhelfen könnte. Danach verriegeln wir sein Quartiert, sodass die Männer denken, er würde schlafen oder ungestört sein wollen. Dann stellen wir den Karren weiter in den Schatten und halten Wache bis morgen früh. Beim ersten Sonnenstrahl, im Zwielicht zwischen Nacht und Tag, brechen wir auf. Noch vor der Wachablösung werden die Soldaten so müde sein, dass sie uns vermutlich ohne viel Aufhebens passieren lassen. Was sagt ihr?“

Arian sah Claudette erwartungsvoll an. Möglicherweise war sie um einiges risikofreudiger, als Arian selbst.
„Seht, die Nacht ist fast herum. Es sind nur noch wenige Stunden bis zum ersten Licht des Tages. Dann verwandeln sich die Kreaturen zurück, soweit ich weiß“.

Arian stockte.

„Da wäre nur noch eine Sache… der Stallbursche. Er weiß von all dem hier. Er könnte uns verraten und unseren Plan zunichte machen. Wir müssen ihn suchen und gefangen nehmen“.
Es behagte Arian nicht, einen wehrlosen zu jagen und zu fesseln, doch ging es hier um die Sicherheit ihrer kleinen Gruppe. Und der Stallbursche hatte sich schon einmal als Verräter entpuppt.

„Also, was sagt ihr?“, wiederholte Arian.

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Claudette nickte Arian in Gedanken zu, als sich dieser bei ihr für die Hilfe wegen Abyss bedankte.
Kein Mädchen sollte in den Fängen solcher Schufte bleiben müssen!
Das Ende von Gravka rang ihr ein zufriedenes Brummen ab.
Dann hat er bekommen, was er verdient!
Das Arian ihren Plan ablehnte, machte ihr nichts aus. Immerhin kam er mit einem Alternativplan an, zudem hatte er Erfahrung mit den Werwölfen gemacht.
Seinen Schilderungen entnehme ich, dass es draußen dann Nachts wirklich schlimmer steht, als hier drin... was ich nicht für möglich gehalten hätte...
Dennoch machte sie sich gedanklich Notizen, wo sie auch bei Arian's Plan 'unbekannte Variablen' sah. Geduldig folgte sie seinen Ausführungen. Als er geendet hatte, dachte sie kurz nach, dann ergriff sie das Wort.
"Zuerst: Ich vertraue da euren Schilderungen. Ich selbst hatte nicht das zweifelhafte Vergnügen, mich mit den Bestien dort draußen messen zu müssen. Aber so, wie ihr den Abgang unseres Herrn Gravka..."
Den Titel Hauptmann verwehrte sie ihm mittlerweile schon.
"... beschreibt, scheinen wir dann nicht so viele Chancen auf Überleben außerhalb dieses Zauns zu haben!"
Kurz wanderte ihr Blick zum Karren, wo Abyss schlief.
"Und eure Begleiterin... so müssen wir sie nicht wecken..."
Ein schnelles Blinzeln und ein warmes Lächeln dazu, dann wurde ihr blick wieder ernst.
"Aber wegen den Leichen: Wir sollten uns wirklich beeilen! Am schnellsten wäre es wohl, sie unter dem Stroh beim Karren zu verstecken! Sie einzeln zur Palisade hinauftragen würde zu viel Zeit vergeuden... auch wenn ich euren Ausführungen entnehme, dass die Leichen dann wirklich spurlos verschwinden würden... Wenn wir die Leichen versteckt haben, ist das Vordergründige, den Stallburschen zu finden! Da stimme ich euch zu! Eigentlich sollte mit Gravkas Tod niemand mehr da sein, an den er uns verraten könnte, dennoch ist er eine potenzielle Gefahr für uns! Aber es sollte nur einer gehen... der Andere sollte den Karren und vor Allem Abyss bewachen, sonst setzen wir sie einer unnötigen Gefahr aus!"
Dann ging ihr Blick kurz in die Ferne, während sie sich einiges ins Gedächtnis rief.
"Was den Rest angeht: Wenn das wirklich Gravkas beste Männer waren, dann haben wir hier in offenem Kampf nichts zu befürchten... Außer, irgendwo verstecken sich noch gestandene Krieger, was ich aber stark bezweifle! Zudem hoffe ich, ihr habt Recht, dass sich die Kreaturen des Tags zurückverwandeln. Zumindest scheint man Tagsüber reisen zu können, was eurer Vermutung Nachdruck verleiht. Aber das sind wohl alles Dinge, mit denen wir uns im Ernstfall beschäftigen müssen - wenn ihr mir dann mit den Leichen helfen wollt."
Claudette drückte ihr Schwert und die Lanze etwas in den Boden, auf dass sie griffbereit hier für sie jederzeit erreichbar waren. Dann zeigte sie Richtung der Reste von Gravka's Männern und wandte sich gerade um...

"Waaaahhhhhhhhhhhhhhhh..."
Als ein Schrei die Nachtstille zerriss! Sogleich folgte ein Hämmern auf Metall und dazu ein Warnruf.
"Werwölfe auf der Palisade!"

Claudette drehte sich sofort wieder um, nahm Thunderclap in ihre Rechte, die Lanze in ihre Linke und blickte dann in die Dunkelheit. Nebenbei sprach sie zu Arian.
"Der Plan ist hinfällig... jetzt heißt es wie in Ostagar: Überleben! Denn wie es aussieht, scheint der Erbauer persönlich dieses Rattenloch vom Antlitz der Erde tilgen zu lassen zu wollen..."

Emerahl
06.09.2014, 14:41
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5 Jahre später

„Tilly, wie geht es dir ma chère?“ Bastien schaute seine Freundin liebevoll an.

„Ach, frag doch nicht so dumm! Du siehst doch, wie es mir geht! Du hast doch schließlich Augen im Kopf!“ Tilly grinste Bastien verschmitzt an. „Jetzt komm her und lass dich drücken. Schließlich warst du schon seit Monaten nicht mehr hier.“

Bastien folgte der Aufforderung von Tilly sofort. Es tat gut, seine alte Freundin wieder zu sehen. Anschließend nahm er an auf der Küchenbank platz und Tilly begann sofort, den Tisch mit allerlei Speisen einzudecken. Sie setzte sich Bastien gegenüber und beide begannen zu essen. Als der erste Hunger gestillt war, forderte Tilly Bastien auf, von seinen letzten Abenteuer zu erzählen, was dieser auch tat.

„Und nun bin ich wieder zu dir zurück gekehrt. Wie ich es versprochen habe. Und jetzt erzähl du, was gibt es Neues aus der Heimat?“ Mit diesen Worten endete Bastien seine Erzählung und blickte Tilly aufmerksam an. Einige Zeit lang hatte er sich geweigert, seinen Eltern zu schreiben. Bis das Heimweh zu groß geworden war. Jetzt bekam er regelmäßig Post von seiner Mutter und auch von seiner Schwester, auch wenn es manchmal Wochen oder gar Monate dauerte, bis ihn die Briefe erreichten. Wortlos reichte Tilly ihm die letzten Briefe, denn ihr kleines Häuschen westlich von Highever hatte er als Adresse angegeben. Während Bastien die Briefe las, goss Tilly ihnen beiden Würzwein in einen Becher.

„Was schreiben sie, wann kannst du wieder nach Hause mein Junge?“

„Nein.“An seinem Tonfall erkannte Tilly, dass es besser wäre, sie ließe es auf sich beruhen.

„Hier gibt es allerdings keine guten Neuigkeiten mein Junge. Der Arl von Redcliffe soll sehr krank sein und es gehen die Gerüchte um, dass sich eine neue Verderbnis anbahnt.“

„Ich habe davon gehört, ma chère. Deswegen bin ich auch hier. Ich möchte mich dem Kampf anschließen“, erwiderte Bastien.

Tilly riet ihm, sich nach Denerim zu begeben. Dort würde Teyrn of Gwaren herrschen, nachdem der geliebte König Cailan in der Schlacht um Ostagar gefallen war, verraten durch die Grauen Wächter. Aber Bastien wusste, dass er auf keinen Fall zugeben durfte, dass er aus Orlais stammte. Denn es war weit bekannt, dass der Teyrn nur eines mehr hasste als die Grauen Wächter und das waren Orlesianer.

Nachdem Bastien sich ausgeruht hatte und seinen Beutel neu gepackt hatte, machte er sich auf den Weg nach Denerim. Der Handelsweg führte an Highever vorbei, wo Bastien eine Nacht in einem Stall verbrachte. Er war schon eine Woche unterwegs, als er endlich Amaranthine erreichte. Dort blieb er zwei Tage, damit er seine Rüstung ausbessern und seine Vorräte auffüllen konnte. Aufträge nahm er allerdings keine an. Noch reichte sein Geld eine Weile, so dass Bastien beschloss, in ein Gasthaus einzukehren, das auf seinem Weg lag.

Als er die Tür öffnete, stellte er fest, dass dort ein Fest im Gange war. Eine Hochzeit, wie ihm schien. Bevor Bastien eintrat, klopfte er sich noch den Staub von seinen Kleidern so gut es ging und begab sich an die Theke. Gerade als er einen freien Stuhl in Beschlag genommen hatte, betrat ein junges Mädchen eine kleine Bühne. Sie war wunderschön mit ihren langen, blonden Locken. Sie war nicht besonders groß, doch hatte sie Kurven an den richtigen Stellen. Als sie ihr Lied begann, starrte Bastien sie gebannt an. Das war eine Frau wie sie ihm gefiel.

Annalena
06.09.2014, 19:27
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5 Jahre später

„Tilly, wie geht es dir ma chère?“ Bastien schaute seine Freundin liebevoll an.

„Ach, frag doch nicht so dumm! Du siehst doch, wie es mir geht! Du hast doch schließlich Augen im Kopf!“ Tilly grinste Bastien verschmitzt an. „Jetzt komm her und lass dich drücken. Schließlich warst du schon seit Monaten nicht mehr hier.“

Bastien folgte der Aufforderung von Tilly sofort. Es tat gut, seine alte Freundin wieder zu sehen. Anschließend nahm er an auf der Küchenbank platz und Tilly begann sofort, den Tisch mit allerlei Speisen einzudecken. Sie setzte sich Bastien gegenüber und beide begannen zu essen. Als der erste Hunger gestillt war, forderte Tilly Bastien auf, von seinen letzten Abenteuer zu erzählen, was dieser auch tat.

„Und nun bin ich wieder zu dir zurück gekehrt. Wie ich es versprochen habe. Und jetzt erzähl du, was gibt es Neues aus der Heimat?“ Mit diesen Worten endete Bastien seine Erzählung und blickte Tilly aufmerksam an. Einige Zeit lang hatte er sich geweigert, seinen Eltern zu schreiben. Bis das Heimweh zu groß geworden war. Jetzt bekam er regelmäßig Post von seiner Mutter und auch von seiner Schwester, auch wenn es manchmal Wochen oder gar Monate dauerte, bis ihn die Briefe erreichten. Wortlos reichte Tilly ihm die letzten Briefe, denn ihr kleines Häuschen westlich von Highever hatte er als Adresse angegeben. Während Bastien die Briefe las, goss Tilly ihnen beiden Würzwein in einen Becher.

„Was schreiben sie, wann kannst du wieder nach Hause mein Junge?“

„Nein.“An seinem Tonfall erkannte Tilly, dass es besser wäre, sie ließe es auf sich beruhen.

„Hier gibt es allerdings keine guten Neuigkeiten mein Junge. Der Arl von Redcliffe soll sehr krank sein und es gehen die Gerüchte um, dass sich eine neue Verderbnis anbahnt.“

„Ich habe davon gehört, ma chère. Deswegen bin ich auch hier. Ich möchte mich dem Kampf anschließen“, erwiderte Bastien.

Tilly riet ihm, sich nach Denerim zu begeben. Dort würde Teyrn of Gwaren herrschen, nachdem der geliebte König Cailan in der Schlacht um Ostagar gefallen war, verraten durch die Grauen Wächter. Aber Bastien wusste, dass er auf keinen Fall zugeben durfte, dass er aus Orlais stammte. Denn es war weit bekannt, dass der Teyrn nur eines mehr hasste als die Grauen Wächter und das waren Orlesianer.

Nachdem Bastien sich ausgeruht hatte und seinen Beutel neu gepackt hatte, machte er sich auf den Weg nach Denerim. Der Handelsweg führte an Highever vorbei, wo Bastien eine Nacht in einem Stall verbrachte. Er war schon eine Woche unterwegs, als er endlich Amaranthine erreichte. Dort blieb er zwei Tage, damit er seine Rüstung ausbessern und seine Vorräte auffüllen konnte. Aufträge nahm er allerdings keine an. Noch reichte sein Geld eine Weile, so dass Bastien beschloss, in ein Gasthaus einzukehren, das auf seinem Weg lag.

Als er die Tür öffnete, stellte er fest, dass dort ein Fest im Gange war. Eine Hochzeit, wie ihm schien. Bevor Bastien eintrat, klopfte er sich noch den Staub von seinen Kleidern so gut es ging und begab sich an die Theke. Gerade als er einen freien Stuhl in Beschlag genommen hatte, betrat ein junges Mädchen eine kleine Bühne. Sie war wunderschön mit ihren langen, blonden Locken. Sie war nicht besonders groß, doch hatte sie Kurven an den richtigen Stellen. Als sie ihr Lied begann, starrte Bastien sie gebannt an. Das war eine Frau wie sie ihm gefiel.


http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Heute war ein aufregender Tag obwohl es sich nicht um Samiras eigene Hochzeit handelte. Sie stand schon sehr früh auf und zog sich schnell an um ihren Eltern im Gasthaus zu helfen. Ihre Mutter stand schon in der Küche und bereitete die Speisen vor. „Guten Morgen Mutter. Bei was kann ich dir helfen?“ Elena drehte sich zu ihrer Tochter um und lächelte. Sie war wirklich ein gutes Kind. Wenn ihr Vater und ihre Brüder nur nicht solche Sturköpfe wären. Vielleicht würden sie dann auch Samiras Hochzeit feiern können. Elena seufzte leise. Irgendwie musste sie Elias davon überzeugen, dass Samira alt genug für die Ehe war.

„Guten Morgen mein Schatz. Könntest du für mich bei Derlin Äpfel abholen? Sie sind schon bestellt und bezahlt.“ Samira nickte leicht. „Ich mache mich sofort auf den Weg Mutter.“ Die junge Frau nahm den großen Weidenkorb und ging in die Gaststube. Dort waren schon ihr Vater und ihre beiden jüngeren Brüder, Samuel und Robin. Ihre beiden ältesten Brüder waren nicht zu sehen. Doch das war nicht verwunderlich, denn sie lebten nicht mehr hier.

Ihr ältester Bruder, Liam, war mit Britty verheiratet. Brittys Vater besaß die Schmiede im Dorf und Liam arbeitete dort. Eines Tages würde er die Schmiede von seinem Schwiegervater übernehmen. Die beiden lebten im Haus von Brittys Vater, das groß genug war, da Brittys Mutter nicht mehr lebte und sie keine Geschwister hatte.

Ihr zweitältester Bruder, Julian, war mit Greta verheiratet. Er lebte mit ihr in ihrem kleinen Bauernhaus, welches sie von ihren Eltern geerbt hatte, welche vor zwei Jahren gestorben waren. Die beiden bestellten zusammen die dazugehörigen Felder. Samira verstand sich mit ihren beiden Schwägerinnen sehr gut. Sie konnte mit ihnen Dinge besprechen, die sie sonst mit niemanden teilen konnte.

Samira begrüßte ihre Brüder und ihrem Vater. „Guten Morgen.“ Die Drei blickten auf und lächelten sie an als sie ihren Gruß erwiderten. Ihr Vater erblickte den Korb in ihrer Hand. „Wohin gehst du?“ Samira lächelte. „Ich gehe nur die Äpfel abholen, die Mutter bei Derlin bestellt hatte. Ich bin gleich wieder zurück.“ Der Vater blickte ihren drittältesten Bruder Samuel an. „Gehe mit ihr mein Sohn.“ „Vater, ich kann alleine gehen. Es ist wirklich nicht weit.“ Ihr Vater blickte sie streng an und Samira senkte den Kopf. „Nichts da. Es ist viel zu gefährlich für so ein hübsches Mädchen allein da draußen.“ Ihre beiden Brüder nickten zustimmend.

Samuel kam zu ihr. „Komm schon Schwester. Je eher wir gehen umso eher sind wir zurück.“ Samira blickte ihren jüngsten Bruder, Robin, an. Doch sie bekam keine Hilfe von ihm sondern er grinste sie nur an. Die junge Frau ergab sich ihrem Schicksal machte sich in Begleitung ihres Bruders auf den Weg. Sie verstand nicht warum sie nicht mal einen Schritt vor die Tür setzen konnte ohne dass einer ihrer Brüder sie begleitete. Derlin war doch nur ein alter und sehr netter Mann. Er würde ihr ganz bestimmt nicht zu nahe treten.

Auch die jüngeren Männer im Dorf würden es nicht wagen sich ihr unsittlich zu nähern. Ihr Vater war nicht nur als Besitzer des Gasthofes sehr bekannt. Alle wussten auch, dass er früher einmal Söldner war. Er wusste durchaus mit einer Waffe umzugehen. Elias war fast zwei Meter groß und sehr kräftig gebaut. Er konnte einen Zweihänder schwingen als wäre es nichts. Ihre Brüder waren zwar nicht so kräftig wie er, aber auch sie waren nicht zu unterschätzen. Alle vier wurden von ihrem Vater an den Waffen ausgebildet. Sie hatte es sich auch gewünscht, aber ihr Vater war strikt dagegen.

Ihr Botengang verlief reibungslos. Sie brachte die Äpfel zu ihrer Mutter und half ihr dann in der Küche. Die Männer bereiteten den Gastraum für die Hochzeitsgesellschaft vor. Nach dem Mittagessen kamen auch ihre beiden ältesten Brüder mit ihren Ehefrauen. Auch sie halfen mit. Die Familie war nicht bei der Trauung dabei, da sie dafür keine Zeit hatten. Am späten Nachmittag kamen das Brautpaar und die Hochzeitsgäste. Samiras Vater und ihre Brüder waren beschäftigt die Gäste im Gastraum zu bedienen. Sie selbst, ihre Mutter und ihre Schwägerinnen sorgten in der Küche für das leibliche Wohl.

Gegen Abend war es nun Zeit für Samiras Auftritt. Britty und Greta begleiteten sie nach oben in ihr Zimmer. „So Samira“, begann Greta, „morgen ist dein 18. Geburtstag. Bist du schon aufgeregt?“ Samira hatte schon ihr Kleid abgelegt und stand nur in ihrer Unterwäsche bekleidet im Zimmer. Sie wusch sich so gut sie konnte, denn für ein ausgiebiges Bad hatte sie keine Zeit. „Nicht wirklich. Es wird ein Tag wie jeder andere sein.“ Samira blickte ihre beiden Schwägerinnen, die auch zu ihren Freundinnen geworden waren, traurig an. „Außerdem ändert sich doch sowieso nichts. Mein Vater und meine Brüder lassen mich doch nicht einmal mit einem Mann reden, der nicht zur Familie gehört. Ganz zu schweigen das sie mir die Möglichkeit geben einen Ehemann zu finden.“

Die beiden Frauen blickten das junge Mädchen mitfühlend an. Sie hatten nie geglaubt wie übervorsorglich die Männer in diesem Haushalt sind. Doch nachdem sie es selbst erlebt hatten galt der beiden Mitgefühl dem jungen Mädchen. „Ich habe schon so oft versucht mit Liam zu reden. Doch sobald es um dich geht stellt er sich total stur.“ Greta nickte Britty zustimmend zu. „Ich habe auch keinen Erfolg bei Julian.“ Samira lächelte. Doch das Lächeln erreichte nicht ihre Augen. Sie drehte sich weg damit die beiden älteren Frauen nicht ihre Tränen sahen. Diese bemerkten es trotzdem doch sie sagten nichts.

Samira nahm ein Taschentuch und wischte verstohlen die Tränen weg. Sie hatte bald ihren Auftritt und sie wollte nicht verweint vor ihr Publikum treten. Schweigend halfen ihre Schwägerinnen ihr in das schöne Kleid. Sie setzte sich und die beiden älteren Frauen kämmten ihre Haare und befestigten ihren Blumenschmuck. Beide gaben Samira noch einen Kuss auf die Wange bevor sie das Zimmer verließen. Samira stand auf und blickte in den Nachthimmel. Die funkelnden Sterne inspirierten sie zu einem Lied. Sie setzte sich hin und schrieb ihre Gedanken nieder. Später würde sie eine Ballade daraus dichten und komponieren. Doch nun wurde es Zeit für ihren Auftritt.

Sie nahm ihre Harfe und überprüfte deren Klang. Zufrieden ging sie nach unten. Sobald sie die kleine Bühne betrat war es still. Sie machte es sich auf dem großen Kissen bequem und stellte ihre Harfe in die richtige Position. Samira schloss die Augen als ihre Finger über die Saiten glitten. Sie öffnete ihren Mund und sang eine Ballade über zwei Verliebte, die sich nach langem Suchen endlich gefunden haben und den Rest ihres Lebens glücklich verbracht haben. Samira konnte die Sehnsucht in ihrer Stimme nicht verbergen. Wie sehr wünschte sie sich auch so eine Liebe zu finden.

Samira errötete leicht als sie den stürmischen Applaus hörte als sie geendet hatte. Ihre Auftritte wurden immer mit lautem Beifall bedacht, doch sie war jedes Mal aufs Neue überrascht. Ihr Auftritt war nach der einen Ballade natürlich noch nicht vorbei und sie spielte weitere Lieder aus Ihrem großen Repertoire.

Elias blickte seine Tochter stolz an. Doch er vergaß nicht jedem Mann, der seine Tochter unangemessen betrachtete, finstere Blicke zu zuwerfen. Zufrieden sah er, dass seine Söhne es ihm gleich taten. Gut. Sollten diese Narren gleich sehen, dass sein kleines Mädchen tabu war. Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte er, dass jemand an der Theke saß. Es war ein junger Mann, der ihm nicht bekannt vorkam. Die Hochzeitsgesellschaft nahm zwar den größten Teil der Gaststube ein, doch es war kein exklusives Ereignis. Er bediente natürlich auch noch Gäste, die nicht zur Hochzeitsgesellschaft gehörten. Schließlich war es ein Gasthaus und einige Zimmer waren belegt.

Es war ihm etwas unangenehm, dass er den Eintritt des Fremden nicht bemerkt hatte. Sofort eilte er zu ihm und sprach ihn an. „Willkommen in meinem Gasthaus, werter Herr. Was kann ich Euch bringen? Wir haben eine gute Auswahl an Essen, Wein und Bier. Einige unserer Zimmer sind auch noch frei, falls Ihr eins benötigt.“

Emerahl
06.09.2014, 22:19
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Heute war ein aufregender Tag obwohl es sich nicht um Samiras eigene Hochzeit handelte. Sie stand schon sehr früh auf und zog sich schnell an um ihren Eltern im Gasthaus zu helfen. Ihre Mutter stand schon in der Küche und bereitete die Speisen vor. „Guten Morgen Mutter. Bei was kann ich dir helfen?“ Elena drehte sich zu ihrer Tochter um und lächelte. Sie war wirklich ein gutes Kind. Wenn ihr Vater und ihre Brüder nur nicht solche Sturköpfe wären. Vielleicht würden sie dann auch Samiras Hochzeit feiern können. Elena seufzte leise. Irgendwie musste sie Elias davon überzeugen, dass Samira alt genug für die Ehe war.

„Guten Morgen mein Schatz. Könntest du für mich bei Derlin Äpfel abholen? Sie sind schon bestellt und bezahlt.“ Samira nickte leicht. „Ich mache mich sofort auf den Weg Mutter.“ Die junge Frau nahm den großen Weidenkorb und ging in die Gaststube. Dort waren schon ihr Vater und ihre beiden jüngeren Brüder, Samuel und Robin. Ihre beiden ältesten Brüder waren nicht zu sehen. Doch das war nicht verwunderlich, denn sie lebten nicht mehr hier.

Ihr ältester Bruder, Liam, war mit Britty verheiratet. Brittys Vater besaß die Schmiede im Dorf und Liam arbeitete dort. Eines Tages würde er die Schmiede von seinem Schwiegervater übernehmen. Die beiden lebten im Haus von Brittys Vater, das groß genug war, da Brittys Mutter nicht mehr lebte und sie keine Geschwister hatte.

Ihr zweitältester Bruder, Julian, war mit Greta verheiratet. Er lebte mit ihr in ihrem kleinen Bauernhaus, welches sie von ihren Eltern geerbt hatte, welche vor zwei Jahren gestorben waren. Die beiden bestellten zusammen die dazugehörigen Felder. Samira verstand sich mit ihren beiden Schwägerinnen sehr gut. Sie konnte mit ihnen Dinge besprechen, die sie sonst mit niemanden teilen konnte.

Samira begrüßte ihre Brüder und ihrem Vater. „Guten Morgen.“ Die Drei blickten auf und lächelten sie an als sie ihren Gruß erwiderten. Ihr Vater erblickte den Korb in ihrer Hand. „Wohin gehst du?“ Samira lächelte. „Ich gehe nur die Äpfel abholen, die Mutter bei Derlin bestellt hatte. Ich bin gleich wieder zurück.“ Der Vater blickte ihren drittältesten Bruder Samuel an. „Gehe mit ihr mein Sohn.“ „Vater, ich kann alleine gehen. Es ist wirklich nicht weit.“ Ihr Vater blickte sie streng an und Samira senkte den Kopf. „Nichts da. Es ist viel zu gefährlich für so ein hübsches Mädchen allein da draußen.“ Ihre beiden Brüder nickten zustimmend.

Samuel kam zu ihr. „Komm schon Schwester. Je eher wir gehen umso eher sind wir zurück.“ Samira blickte ihren jüngsten Bruder, Robin, an. Doch sie bekam keine Hilfe von ihm sondern er grinste sie nur an. Die junge Frau ergab sich ihrem Schicksal machte sich in Begleitung ihres Bruders auf den Weg. Sie verstand nicht warum sie nicht mal einen Schritt vor die Tür setzen konnte ohne dass einer ihrer Brüder sie begleitete. Derlin war doch nur ein alter und sehr netter Mann. Er würde ihr ganz bestimmt nicht zu nahe treten.

Auch die jüngeren Männer im Dorf würden es nicht wagen sich ihr unsittlich zu nähern. Ihr Vater war nicht nur als Besitzer des Gasthofes sehr bekannt. Alle wussten auch, dass er früher einmal Söldner war. Er wusste durchaus mit einer Waffe umzugehen. Elias war fast zwei Meter groß und sehr kräftig gebaut. Er konnte einen Zweihänder schwingen als wäre es nichts. Ihre Brüder waren zwar nicht so kräftig wie er, aber auch sie waren nicht zu unterschätzen. Alle vier wurden von ihrem Vater an den Waffen ausgebildet. Sie hatte es sich auch gewünscht, aber ihr Vater war strikt dagegen.

Ihr Botengang verlief reibungslos. Sie brachte die Äpfel zu ihrer Mutter und half ihr dann in der Küche. Die Männer bereiteten den Gastraum für die Hochzeitsgesellschaft vor. Nach dem Mittagessen kamen auch ihre beiden ältesten Brüder mit ihren Ehefrauen. Auch sie halfen mit. Die Familie war nicht bei der Trauung dabei, da sie dafür keine Zeit hatten. Am späten Nachmittag kamen das Brautpaar und die Hochzeitsgäste. Samiras Vater und ihre Brüder waren beschäftigt die Gäste im Gastraum zu bedienen. Sie selbst, ihre Mutter und ihre Schwägerinnen sorgten in der Küche für das leibliche Wohl.

Gegen Abend war es nun Zeit für Samiras Auftritt. Britty und Greta begleiteten sie nach oben in ihr Zimmer. „So Samira“, begann Greta, „morgen ist dein 18. Geburtstag. Bist du schon aufgeregt?“ Samira hatte schon ihr Kleid abgelegt und stand nur in ihrer Unterwäsche bekleidet im Zimmer. Sie wusch sich so gut sie konnte, denn für ein ausgiebiges Bad hatte sie keine Zeit. „Nicht wirklich. Es wird ein Tag wie jeder andere sein.“ Samira blickte ihre beiden Schwägerinnen, die auch zu ihren Freundinnen geworden waren, traurig an. „Außerdem ändert sich doch sowieso nichts. Mein Vater und meine Brüder lassen mich doch nicht einmal mit einem Mann reden, der nicht zur Familie gehört. Ganz zu schweigen das sie mir die Möglichkeit geben einen Ehemann zu finden.“

Die beiden Frauen blickten das junge Mädchen mitfühlend an. Sie hatten nie geglaubt wie übervorsorglich die Männer in diesem Haushalt sind. Doch nachdem sie es selbst erlebt hatten galt der beiden Mitgefühl dem jungen Mädchen. „Ich habe schon so oft versucht mit Liam zu reden. Doch sobald es um dich geht stellt er sich total stur.“ Greta nickte Britty zustimmend zu. „Ich habe auch keinen Erfolg bei Julian.“ Samira lächelte. Doch das Lächeln erreichte nicht ihre Augen. Sie drehte sich weg damit die beiden älteren Frauen nicht ihre Tränen sahen. Diese bemerkten es trotzdem doch sie sagten nichts.

Samira nahm ein Taschentuch und wischte verstohlen die Tränen weg. Sie hatte bald ihren Auftritt und sie wollte nicht verweint vor ihr Publikum treten. Schweigend halfen ihre Schwägerinnen ihr in das schöne Kleid. Sie setzte sich und die beiden älteren Frauen kämmten ihre Haare und befestigten ihren Blumenschmuck. Beide gaben Samira noch einen Kuss auf die Wange bevor sie das Zimmer verließen. Samira stand auf und blickte in den Nachthimmel. Die funkelnden Sterne inspirierten sie zu einem Lied. Sie setzte sich hin und schrieb ihre Gedanken nieder. Später würde sie eine Ballade daraus dichten und komponieren. Doch nun wurde es Zeit für ihren Auftritt.

Sie nahm ihre Harfe und überprüfte deren Klang. Zufrieden ging sie nach unten. Sobald sie die kleine Bühne betrat war es still. Sie machte es sich auf dem großen Kissen bequem und stellte ihre Harfe in die richtige Position. Samira schloss die Augen als ihre Finger über die Saiten glitten. Sie öffnete ihren Mund und sang eine Ballade über zwei Verliebte, die sich nach langem Suchen endlich gefunden haben und den Rest ihres Lebens glücklich verbracht haben. Samira konnte die Sehnsucht in ihrer Stimme nicht verbergen. Wie sehr wünschte sie sich auch so eine Liebe zu finden.

Samira errötete leicht als sie den stürmischen Applaus hörte als sie geendet hatte. Ihre Auftritte wurden immer mit lautem Beifall bedacht, doch sie war jedes Mal aufs Neue überrascht. Ihr Auftritt war nach der einen Ballade natürlich noch nicht vorbei und sie spielte weitere Lieder aus Ihrem großen Repertoire.

Elias blickte seine Tochter stolz an. Doch er vergaß nicht jedem Mann, der seine Tochter unangemessen betrachtete, finstere Blicke zu zuwerfen. Zufrieden sah er, dass seine Söhne es ihm gleich taten. Gut. Sollten diese Narren gleich sehen, dass sein kleines Mädchen tabu war. Aus den Augenwinkeln heraus bemerkte er, dass jemand an der Theke saß. Es war ein junger Mann, der ihm nicht bekannt vorkam. Die Hochzeitsgesellschaft nahm zwar den größten Teil der Gaststube ein, doch es war kein exklusives Ereignis. Er bediente natürlich auch noch Gäste, die nicht zur Hochzeitsgesellschaft gehörten. Schließlich war es ein Gasthaus und einige Zimmer waren belegt.

Es war ihm etwas unangenehm, dass er den Eintritt des Fremden nicht bemerkt hatte. Sofort eilte er zu ihm und sprach ihn an. „Willkommen in meinem Gasthaus, werter Herr. Was kann ich Euch bringen? Wir haben eine gute Auswahl an Essen, Wein und Bier. Einige unserer Zimmer sind auch noch frei, falls Ihr eins benötigt.“

Es dauerte eine Weile, bis der Wirt auf Bastien aufmerksam wurde, doch das störte ihn nicht. So konnte er den Anblick ohne Störung der jungen Sängerin genießen. Als dann der Wirt ihn ansprach, brauchte er noch einen Moment, bevor er sich los reißen konnte, doch dann schenkte er seine ganze Aufmerksamkeit dem Wirt. Bastien wusste schon, dass er mit seinem Aussehen nicht als Ferledener durchgehen konnte und da er sich nicht als Orlesianer ausgeben wollte, sprach er mit leicht antivanischem Akzent:

"Buonasera Herr Wirt. Tatsächlich plagt mich ein großer Hunger, da ich nun schon seit längerer Zeit unterwegs bin. Seid so gut und bringt mir eine gute Portion Eures Bohneneintopfes. Dazu bitte etwas Graubrot und einen Humpen Bier."

Der Wirt ging eiligst seiner Bestellung nach und als das Essen auf seinem Tisch stand und er ein paar Bissen gegessen hatte, fragte er den Wirt:

Euer Gasthaus scheint ja sehr beliebt hier in diesem Dorf zu sein, dass es so gut gefüllt ist. Doch seid so gut und verratet mir, wer diese wunderschöne Sängerin mit der Stimme, die sogar unseren Erbauer verzücken würde, ist."

Dabei blickte er erneut voll Verlangen zu der jungen Frau.

Spontan beschloss Bastien, längere Zeit hier zu verbringen. Vielleicht konnte er so die Sängerin näher kennen lernen. Auf die ein oder andere Weise. Daher wandte er sich erneut dem Wirt zu:

"Ach und ein Zimmer benötige ich tatsächlich auch noch."

Annalena
07.09.2014, 10:08
http://upload.worldofplayers.de/files9/pcKz9ro83S1uRmWPzUpzBastien_Avatar.jpg



Es dauerte eine Weile, bis der Wirt auf Bastien aufmerksam wurde, doch das störte ihn nicht. So konnte er den Anblick ohne Störung der jungen Sängerin genießen. Als dann der Wirt ihn ansprach, brauchte er noch einen Moment, bevor er sich los reißen konnte, doch dann schenkte er seine ganze Aufmerksamkeit dem Wirt. Bastien wusste schon, dass er mit seinem Aussehen nicht als Ferledener durchgehen konnte und da er sich nicht als Orlesianer ausgeben wollte, sprach er mit leicht antivanischem Akzent:

"Buonasera Herr Wirt. Tatsächlich plagt mich ein großer Hunger, da ich nun schon seit längerer Zeit unterwegs bin. Seid so gut und bringt mir eine gute Portion Eures Bohneneintopfes. Dazu bitte etwas Graubrot und einen Humpen Bier."

Der Wirt ging eiligst seiner Bestellung nach und als das Essen auf seinem Tisch stand und er ein paar Bissen gegessen hatte, fragte er den Wirt:

Euer Gasthaus scheint ja sehr beliebt hier in diesem Dorf zu sein, dass es so gut gefüllt ist. Doch seid so gut und verratet mir, wer diese wunderschöne Sängerin mit der Stimme, die sogar unseren Erbauer verzücken würde, ist."

Dabei blickte er erneut voll Verlangen zu der jungen Frau.

Spontan beschloss Bastien, längere Zeit hier zu verbringen. Vielleicht konnte er so die Sängerin näher kennen lernen. Auf die ein oder andere Weise. Daher wandte er sich erneut dem Wirt zu:

"Ach und ein Zimmer benötige ich tatsächlich auch noch."
http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias bemerkte sofort den antivanischen Akzent, den der junge Mann besaß. Da auf dem Handelsweg zwischen Amaranthine und Denerim viele Händler aus anderen Ländern unterwegs waren, waren ihm die verschiedenen Akzente nicht unbekannt. Antivaner, hmpf, diesen musste er besonders im Auge behalten. Die Männer dieses Landes waren die schlimmsten Frauenhelden, die es gibt. Sie hinterließen eine Straße gebrochener Herzen wo immer sie gingen. Da waren ihm sogar die Orlaisianer lieber. Soweit es seine Tochter betraf natürlich. Ansonsten konnten sich die Dunklen Wege auftun und Orlais verschlingen. Elias würde später seine Söhne vor diesem Mann warnen.

Eiligst kam er seiner Bitte nach und brachte ihm sein Essen und sein Bier. Elias bereute schon, dass er sagte, das Zimmer frei wären. Nun würde es schwieriger werden ihn los zu werden. Doch dann geschah, was er befürchtet hatte. Der junge Mann fragte nach seiner Tochter und ob ein Zimmer frei wäre. Was bildete sich dieser Casanova ein? Glaubte er wirklich, dass er sich mit seiner Tochter für ein Schäferstündchen zurückziehen könnte?

Elias hatte alle Mühe den jungen Burschen nicht beim Hemd zu packen und raus zu werfen. Doch er hatte einen guten Ruf als Gastwirt und er wollte diese nicht aufs Spiel setzen. Der junge Mann sah zwar aus wie ein Söldner, doch manchmal konnte der Eindruck täuschen. Zähneknirschend antwortete er. „Wir haben tatsächlich ein Zimmer für eine Nacht frei.“ Er zeigte auf die Treppe bevor er fortfuhr. „Es ist diese Treppe nach oben und das dritte Zimmer auf der linken Seite. Ich hole Euch den Schlüssel.“ Er wandte sich ab bevor er noch hinzufügte. „Meine Tochter ist tabu.“

Bevor Elias jedoch dazu kam den Schlüssel zu holen stand einer der Bauern, die am Nachbartisch saßen, auf. Grimmig blickte er den Mann an. Es handelte sich um Michael, eine miese kleine Kakerlake aus einem der Nachbardörfer. Elias hasste ihn mehr als alle Antivaner zusammen. Michael machte keinen Hehl daraus wie sehr er seine kleine Samira begehrte. Das Schlimmste war, dass keine seiner Drohungen ihn einschüchterte und er immer wieder versuchte sich Samira unsittlich zu nähern. Am liebsten hätte er ihn getötet. Doch das wäre Mord gewesen. Wobei er nicht verstand, warum das Zertreten einer Kakerlake als Mord galt.

Michael war betrunken. „Eh… Schmaria willscht du mal schehen wasch du passt?“ Er fummelte an seiner Hose herum und zog sie nach unten. Ein anderer Mann, der am gleichen Tisch saß, spukte sein Bier wieder aus. „Beim Erbauer. Keiner will das Elend sehen Michael.“ Elias war wutentbrannt sofort bei ihm. Bevor Michael seine Hose wieder hochziehen konnte, wobei es nicht so aussah, dass er das tun würde, hatte ihn Elias schon am Kragen gepackt. Mühelos zog er ihn nach oben, so dass seine Beine in der Luft baumelten. „Meine! Tochter! Ist! Tabu! Erst recht für eine Kakerlake wie Euch.“ Dann rief er laut nach seinem Sohn. „ROBIN.“ Natürlich war dieser sofort zur Stelle. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren öffnete er die Vordertür. Elias, der Michael immer noch fest im Griff hatte, zog ihn am Hemdkragen zur Tür. Danach warf er ihn, wortwörtlich, hinaus. Er landete hart und das Knacken sagte ihm, dass irgendwas gebrochen wurde. Doch das war ihm egal und er knallte die Tür wieder zu.

Samira, die gerade ihr Lied beendet hatte, blickte in die Richtung des Tumults. Bevor sie jedoch etwas sehen konnte versperrte ihr Liam den Blick auf die Gaststube. Es benötigte keine Worte von seinem Vater um zu wissen, was er tun musste. „Du hast genug für heute gespielt Samira. Es wird Zeit auf dein Zimmer zu gehen.“ Samira öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch der Blick Ihres Bruders verriet ihr, dass er keine Widerrede duldete. Nun wusste sie, dass der Tumult bestimmt etwas mit ihr zu tun hatte. Sie senkte den Kopf und nickte leicht. Mit geröteten Wangen verließ sie die Gaststube und begab sich auf ihr Zimmer.

Liam ging nicht mit ihr und dafür war sie dankbar. Sie seufzte leise als sie die Zimmertür hinter sich schloss und den Schlüssel umdrehte. Manchmal war es ihr schon sehr peinlich wie die Männer ihrer Familie sich benahmen. Samira wusste natürlich, dass sie von ihrer Familie sehr geliebt wurde und auch sie liebte alle sehr. Trotzdem war ihr diese Überfürsorglichkeit sehr oft zu viel. Sie blickte aus dem Fenster und sah wie hoch der Mond schon stand. Samira drehte ihren Kopf zur Tür und dachte nach. Ihre Eltern und ihre Brüder waren beschäftigt. Das wäre die perfekte Gelegenheit.

Elias grinste vor Genugtuung. Endlich hatte er mal einen Grund diese Kakerlake raus zu werfen. Das er der Kakerlake dabei noch etwas gebrochen hatte versüßte ihm seinen Sieg. Sein Blick fiel auf den antivanischen jungen Mann und seine gute Laune verflog. Vor sich hin grummelnd holte er den Schlüssel für das Zimmer. Dann ging er zu dem jungen Mann und gab ihm den Schlüssel. „Meine Tochter ist tabu.“ Elias machte sich nicht die Mühe dem Mann den Namen seiner Tochter zu verraten. Dieser würde sowieso morgen Früh wieder abreisen. Er warf noch einen bedeutsamen Blick auf die Vordertür und hoffte, dass die antivanische Natter den Hinweis verstand. Da er nicht zu unhöflich erscheinen wollte fragte er ihn noch mit falscher Freundlichkeit, „kann ich Euch noch etwas bringen?“

Khardim
07.09.2014, 10:57
http://upload.worldofplayers.de/files9/JosefinaPic2.pngJo nahm einen kräftigen Schluck aus ihrem Wasserschlauch, welchen sie zuvor dankend von dem Söldner entgegengenommen hatte - natürlich, immerhin hatte auch sie so etwas wie Anstand. Wär sie nicht schon eine Weile mit ihm unterwegs gewesen, hätte sie gewiss nicht ohne vorherige Kontrolle einfach so von dem Wasser getrunken. Doch inzwischen musste sie sich wohl keine Sorgen darüber machen, dass der Kerl ihr wer weiß was für Flüssigkeiten überreichte.
Während sie sich den Mund mit dem Ärmel ihrer Tunika abwischte, beugte sie sich leicht nach vorn, dem Feuer entgegen. Ferelden hatte ein wahrlich garstiges Klima, vor allen des Nachts, wo man sich in den meisten Fällen seiner Rüstung entledigt hatte. Schnaufend zog die Schwarzhaarige ihren schweren, gefiederten Umhang weiter über ihre Schultern und verdeckte den ohnehin mehr als unfraulichen Körper.
Nur für einen Moment stellte sie den Blickkontakt zu dem Ritter her, der deutlich machte, dass ihm der Sinn nach einem Gespräch stand. Jo nickte, deutete an das sie bereit war etwas zu erzählen, lies sich damit jedoch redlich Zeit. Ihre blauen Augen sanken wieder herab und fanden ihr Ziel in den Flammen.
Nur für einen Moment erinnerte sie sich zurück, an die Zeit im Zirkel. Die Fackeln, die in der Dunkelheit der Nacht die Gänge zu den Unterkünften der Magiestudenten erhellten. Die Gänge, durch die die mit der Elfe schlich, zu einem Ort, an dem sie offen hatten zeigen können, was sie füreinander empfanden. Ohne die strengen Blicke des Kommandanten und des ersten Verzauberers. Das warme Licht des Feuers, welches das blonde Haart so wunderbar schimmern ließ. Der helle Schein, der die Gänge erhellte, aber dennoch ein Gefühl hinterließ, dass alles um sie herum nicht mehr existierte und nur noch sie zählten. Die Flammen, welche wild flackerten, als würden sie auf das Kichern der Elfe reagieren.
„Das wache Meer ...“
Ruhig wiederholte die Frau die Worte des Ritters, sprach dabei jedoch eher zu sich selbst, als wirklich eine Antwort zu geben. Mit einem melancholischen Grinsen im Gesicht lehnte sich die Templerin wieder ein kleines Stück zurück und blies sich das fettige Haar aus dem Gesicht.
„Bei Andraste’s vergilbtem Unterrock, ich weiß noch nicht einmal, ob dies wirklich das Ende meiner Suche ist. Das wache Meer ist der einzige Anhaltspunkt, den ich noch habe. Meine einzige Hoffnung.“
Wenn der Erbauer ihr nach all dem noch wohlgesonnen war, dann würde er ihr beistehen. Doch konnte sie darauf noch hoffen?
„Ihr sagtet, das Anwesen eurer Familie liegt dort in der Nähe?“
Jo hatte vielleicht keinen Orientierungssinn, doch zumindest zuhören konnte sie. Und sich sogar ab und an ein paar Einzelheiten merken.
„Ihr solltet uns den ganzen Weg und sie besuchen ...“
Um sich zu verabschieden? Um sich umstimmen zu lassen? Vielleicht etwas in der Art. Doch war es niemals gut der Familie zu lang fernzubleiben. Sie wusste, wovon sie sprach.

http://upload.worldofplayers.de/files9/zbE5a2KFC2AdamNichols_KnightPortrait_klein.jpg„Ihr sagtet, das Anwesen eurer Familie liegt dort in der Nähe?“ Jo stellte diese Frage (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23310134&viewfull=1#post23310134) ganz beiläufig im Gespräch. Er fragte nicht weiter, wollte nichts weiter über Ser Lothars Familie wissen, nur ob er sie nicht vielleicht besuchen wollen, wenn sie ohnehin schon auf dem Weg nach Norden waren.
Familie.
In dem alten Ritter stiegen Wärme und Wehmut zugleich auf, als er seine Gedanken zu dem ehrwürdigen Anwesen an der Küste schickte. Er hatte sie wohl behütet zurück gelassen, doch vermisste er sie sehr; seine Frau, die Kinder und auch das Gefühl, zuhause zu sein. Ihm fehlte der Anblick des Landes, das schon seine Urahnen bestellt hatten und der leichte Geruch von Salz in der Luft, wenn Wind von der See aufkam. Nichts wäre schöner, als dorthin zurück zu kehren und in Frieden leben zu können. Nichts wäre schlimmer, als diesen Ort zu verlieren.
,,Ja, das Anwesen meiner Familie liegt nicht allzu fern von der Küste.''
Er war sich nicht sicher, ob es eine gute Idee wäre, Vitus und Jo mit zu seiner Familie zu bringen. Die beiden schienen ehrliche Männer zu sein, doch kannte er sie erst wenige Stunden. Andererseits würde die Reise bis zum Meer noch Wochen dauern und bis sie tatsächlich dort wären, konnte er sich vielleicht ein besseres Bild von seinen Gefährten machen. Der Ritter kratzte sich im Bart und blickte zu Vitus, der sich grade ein Stück von dem Hasen abschnitt. Der Mann war eine lebende Wand aus Schweigen. Ser Lothar hatte schon viele derart verschlossene Menschen getroffen, an ihrer Seite gekämpft und mit ihnen zusammen Siege gefeiert. Doch wirklich gekannt hatte er kaum einen von ihnen. Sie trugen nicht nur ihre Geheimnisse, sondern vielmehr ihr ganzes Leben verschlossen in sich. Er überlegte kurz, Vitus nach seinen Gründen für die Reise zu fragen, verwarf den Gedanken dann aber wieder. Jo starrte wieder mit einem leicht entrückten Gesichtsausdruck in die Flammen. Er mochte zugänglicher sein, als sein Begleiter, doch war es ganz offensichtlich, dass er tatsächlich eine Last mit sicher herumtrug, für die er nicht einmal in Worte zu finden schien. Ser Lothar dachte an die Kinder in der Wassermühle (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1299616-2-Wege-entstehen-indem-man-sie-geht?p=22114921&viewfull=1#post22114921) zurück. Ob es die Erinnerung an Vergangenes war, die diesen jungen Mann quälte? Suchte er am wachen Meer nach Absolution? Der Ritter lehnte sich zurück und hob den Blick zu den Sternen über sich. Er verharrte eine lange Zeit so. Niemand konnte die Vergangenheit ändern, nur das Gefühl, das sie im Menschen hervorrief. Und das hatte jeder selbst in der Hand.
,,Was ist es, das Ihr dort sucht? Worauf ist das wache Meer Eure letzte Hoffnung, Templer?''
Ser Lothar setzte sich wieder aufrecht hin und rieb sich den Nacken. In den Himmel zu schauen beruhigte seinen Geist, aber sein Körper zeigte sich weniger erfreut. Er sah Jo offen und zugewandt an. Es sollte kein Verhör werden. Der Ritter wusste aus eigener Erfahrung, dass die Last der Vergangenheit für manche leichter wurde, wenn sie Gelegenheit bekamen, darüber zu reden.

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http://upload.worldofplayers.de/files9/QuintusPic4.pngEin Schrei.
Ein Schrei, der ihm durch Mark und Bein ging. Ein Schrei, der sich mit seinem verband und sich in einer wütenden Grimasse manifestierte. Ein Schrei, der jegliche Magie von diesem Ort weichen lies.
Die Flammenden Hände vor sich haltend, starrte der Magier ungläubig zu dem schönen Wesen, welches hinter dem Schleier der sengenden Luft leblos zu Boden ging. Flammen leckten an seinen Fingern, formten sich zu einem Angriff, der für die beiden grässlichen Mörderinnen gedacht war.
Doch er hielt inne.
Sein Schrei verstummte und jegliche Kraft verließ ihn, als er noch immer im Wasser stehend auf die Knie sank. Es mochte seicht an dieser Stelle gewesen sein, doch tief genug um seine flammenden Hände vom kühlen Nass umschließen zu lassen. Zischend offenbarte sich der Dampf, welcher seinen Körper heraufwanderte und gänzlich über ihm verblasste. Mit starren Augen Blickte er zu der leblosen Schönheit.
„Was ... habt ihr ... getan? Was ... habt ihr getan? Was habt ihr getan?!“
Sie wurde von ihm gerissen, geschändet und gemordet. Dies wunderbare Wesen, welches ihn so sehr verzaubert hatte. Ihn in seinen Bann gezogen hatte und zeigte, was vollkommene Glückseligkeit bedeutete.
Er blinzelte. Einmal. Zweimal.
Es dauerte einen Moment, bis er sich dem bewusst wurde, was geschehen war. Dem, was diese wunderbare Schönheit tun wollte. Dem, was er getan hatte
„Was ... habe ich getan?“
Emotionen klangen in seiner Stimme mit, welchen er nur selten freien Lauf ließ. Doch wie hätte er diese in solch einen Moment verbergen können, in dem ihm bewusst wurde, dass es sein Werk war, dass eine schöne Frau verletzt wurde?
Mit einem lauten Plätschern erhob er sich und stolperte nach vorn. Die Kraft, die er noch beim Aufstehen zeigte, verlosch im Angesicht dessen, was sich ihm mit jedem Schritt immer deutlicher offenbarte.



http://upload.worldofplayers.de/files9/juri_6.png

Ein Zustand der Schwerelosigkeit umgab sie mit einer unheimlichen Eiseskälte, die sie in ihrem ganzen Körper spüren konnte. Alles um ihr herum wurde dunkel. Die allumfassende Macht des Nichts verschlang ihren Körper, wie eine gierige Bestie aus purer, schwarzer Energie.
Die Zeit verlangsamte sich und eine imaginäre Welt entstand in ihrem Geiste. Schwarz und weiß waren die vorherrschenden Farben und sie beschloss kurzerhand einfach loszulassen. Es war ganz leicht, warum weiterkämpfen? Es war an der Zeit zu gehen, so sei es.

Doch nicht hier, nicht heute. Ein Schrei, der durch Mark und Bein ging, ließ ihren Körper erzittern. Und wie eine große Decke aus schwarzer Materie, zog sich der Schleier zurück und gab die Kriegerin frei.
Plötzlich öffnete sie ihre Augen, erneut. Im dichten Gras liegend, analysierten ihre müden Augen die Umgebung. Sie wurde noch Zeuge, wie der Körper der Nymphe sich zusammenkrümmte und sein Ende fand. Die Barriere über dieser unheiligen Quelle zog sich zurück und setzte alles in dieser Umgebung in seinen ursprünglichen Zustand zurück. Der Zauber war gebrochen. Juri richtete sich auf und hielt sich eine Hand mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Stirn. Ihr Kopf fühlte sich an, als hätte sie mehrere Zwerge hintereinander in einem Trinkduell besiegt.

Es war das kleine Mädchen, dass dem Wesen ein Ende bereitet hat. Juri war schwer beeindruckt, dieses Mal ist die Kleine nicht davongelaufen und hatte Schneid bewiesen. Doch der Zauber den Juri abbekommen hatte, machte ihr noch immer zu schaffen. So ließ ihr Körper sie nicht einfach weitermachen, auch wenn sie gerne frei von der Schwäche des menschlichen Körpers wäre, sie musste sich der Verletzung beugen und sank auf die Knie.

Dann erst erblickte sie Quintus direkt vor sich mit fassungslosem Gesichtsausdruck. Für Juri gab es im Moment keinen klaren Gedanken mehr. Wieder versuchte sie gegen die Schwäche anzukämpfen, aber sie sank frontal zu Boden und landete auf dem Bauch. Sie kroch noch ein kleines Stück, ehe sie sich ausruhen musste. Voller Hass, klammerte sich ihre ausgestreckte Hand wie die Klaue eines Tieres in den Erdboden, ehe sie erneut in die Traumwelt eintauchte.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Nekka_Avatar.jpgDas Blut (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23310134&viewfull=1#post23310134) der Nymphe sickerte in das dichte grüne Gras, durch das Quintus mit unsicheren Schritten ging. Er war immer noch nackt und murmelte leise vor sich hin. Die Wut und die Verzweiflung, die er zuvor noch aus sich herausgebrüllt hatte, waren verschwunden und einer Fassungslosigkeit gewichen, die kein bisschen zu seinem ansonsten beherrschten und souveränen Auftreten passte. Er hatte kein Auge mehr für die Nymphe und als Nekka ihm mit ihren Augen folgte, entdeckte sie Juri, die nur wenige Meter entfernt leblos im Gras lag. Sie hatte sie in ihrem Rausch vollkommen vergessen und stürzte nun panisch zu der verletzten Kriegerin. Sie schien grade wieder zu Bewusstsein zu kommen, erkannte den Magier vor sich kniend und wollte sich auf ihn stürzen, was ihr geschwächter Körper nicht zuließ. Juri kam auf dem Bauch zu liegen und rührte sich nicht mehr. Quintus streckte entsetzt seine Hände nach ihr aus und wollte sie wecken. Er schüttelte sie an ihren bloßen Schultern und wo sonst immer der eingebildete Meister der Magie war, zeigte sich nun ein erschütterter Mann, der nicht fassen konnte, was geschehen war. Was er getan hatte.
Nekka begriff in dem Moment, in dem er zu ihr aufblickte, um etwas zu sagen. Er hatte sie angegriffen und Juri hatte sich vor sie geworfen, um sie zu retten. Die Hitze, die sie verspürt hatte, war Quintus' verfluchte Zauberei gewesen, die die Kriegerin getroffen und niedergestreckt hatte.
Sie ließ ihn nicht zu Wort kommen: ,,Was hast Du getan?!'' Schneller als sie denken konnte hatte sie den Magier geohrfeigt. Ein lautes Klatschen erklang und durchbrach die Stille der verborgenen Quelle. Seine Haare fielen ihm ins Gesicht, als er den Schlag hinnahm. Der Schmerz in ihrer Hand holte sie zurück und ließ sie wieder klar denken.
,,Ich... ich wollte nicht.. bitte.. es tut mir Leid.'' stammelte sie und spürte, wie heiße Tränen über ihre Wangen liefen. Es war alles zuviel für sie. Die Nymphe, der Kampf, dieser verwunschene Ort. Nekka sank neben Quintus auf die Knie und fing laut an zu weinen.
Sie wusste nicht wie lange, aber als sie irgendwann den Kopf hob, war der Magier immer noch da und starrte ins Nichts. Das Mädchen sah sich um und als ob das Idyll um sie herum den Tod seiner Herrin betrauerte, schien das Gras auf einmal nicht mehr so grün und das Wasser nicht mehr so erfrischend zu sein, wie zuvor. Selbst der alte Baum, hinter dem sie ihre Sachen versteckt hatten, schien die Krone hängen zu lassen.
Nekka hatte die Nymphe getötet, doch schien ihr der Preis dafür nun viel zu hoch zu sein.
,,Quintus, was machen wir denn nun?'', flüsterte sie, als die trüber werdende Umgebung betrachtete. Der Magier antwortete nicht. Sie stieß ihn an. ,,Quintus, wir...''
Nekka hielt inne. Sie hatte im Augenwinkel eine Bewegung gesehen. Sie schaute noch einmal hin und war sich nun sicher: Juri atmete. Ihr Körper wurde von schwachen Atemzügen bewegt, so sacht, dass sie es in all der Panik nicht gesehen hatten.
,,Sie lebt! Sie lebt! Quintus, schnell, tu' irgendetwas! Sie lebt!'', schrie das Mädchen aufgeregt und ihre feuchten Augen kehrte ein Hauch von Freude zurück.

Neclord
07.09.2014, 14:22
http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg
Ein lauter Schrei weckte Angeline aus ihrem Schlaf. Sie wachte in den Armen eines Mannes auf und dachte im ersten Moment, dass es sich um Cedric handelte. Doch nur kurze Zeit später war ihr klar, dass es nur Bernhard war. Sie griff unter ihr Kissen um sich ihren Dolch zu nehmen. Doch da war nichts. Bernhard nickte ihr nur kurz zu und drückte ihr ihren Dolch in die Hand. Seinen eigenen hatte er in der anderen Hand. Die beiden standen auf und begaben sich ins Gästezimmer, aus dem der Schrei gekommen war.

Vorsichtig öffnete Angeline die Tür und schlüpfte hinein. Bernhard folgte ihr genauso unauffällig. Das blonde Püppchen stand auf einem Stuhl und sah sehr verschreckt aus. Ivy stand in ihrer Nähe. Weder Angeline noch Bernhard konnten erkennen was die Beiden machten. Sie bemerkten keine Gefahr als sie sich umsahen. Bevor Angeline jedoch in einer Tirade den beiden Frauen ganz genau sagte, was sie davon hielt mitten in der Nacht geweckt zu werden, hörte sie ein leises Quieken.

„Was bei Andrastes brennendem Arsch ist hier los?“ Tabsy hörte auf zu zappeln als er die Stimme seines Futterweibchens vernahm. Erst wurde er von dem lauten Kreischen des komischen falschen Futterweibchens erschreckt. Diese lauten Geräusche taten seinen Ohren weh. Als ob das noch nicht genug war, versuchte das andere falsche Futterweibchen ihn zu fangen. Anfangs war er ihr entwischt. Doch dann hatte sie ihn doch gefangen. Und nun hielt sie ihn in ihren Händen. Das gefiel ihm ganz und gar nicht. Doch jetzt war sein Futterweibchen da. Sie würde ihn retten. Er fing jetzt wieder stärker an zu zappeln und sich zu winden bis ihn das falsche Futterweibchen fallen ließ. Geschickt landete er auf seinen Pfoten und lief unter lautem Quieken zu seinem Futterweibchen.

Angeline sah, dass sich in Ivys Händen etwas bewegte. Als dieses Etwas zu Boden fiel lief es auf sie zu. „Tabsy?“ Sie kniete sich hin und hatte gerade ihren Dolch auf den Boden gelegt als ihre kleine Ratte schon bei ihr war. Vorsichtig hob sie ihn hoch und drückte ihn an ihre Brust. „Wo warst du denn? Du warst so lange weg.“

Bernhard blickte finster auf den Flohpelz. Wieso hatte er zurück gefunden? Er dachte, dass er ihn weit genug ausgesetzt hatte und er nie wieder zurückfinden würde. Als ob Tabsy den finsteren Blick bemerkte drückte er sich noch enger an Angelines Busen. Eifersüchtig beobachtete der junge Mann wie sich die dreckige Ratte an den Platz drückte, der rechtmäßig ihm gehörte. Er hätte diesem Mistviech doch den Hals umdrehen und ihn nicht nur aussetzen sollen.

Angeline bemerkte davon nichts. Sie war nur überglücklich dass ihr kleiner Tabsy wieder da war. Mit ihrem kleinen Schatz an die Brust gedrückt ging sie zu den beiden Frauen. „Wieso hat das blonde Püppchen so laut geschrien?“ Sie war sich sicher, dass sie es war, die geschrien hatte. Ivy war ganz sicher nicht der Typ so laut zu schreien.


http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Oh oh oh... warum nur ich...
Nach seinem lautstarken Schrei und seinen Hilferufen, war Ivy wach geworden. In seinem total verängstigten Zustand nahm er nur am Rande war, wie die andere Frau im Bett langsam die Situation begriff. Doch sofort kam Bewegung in Ivy.
Was hat sie vor? Sie wird noch sterben! Ich müsste ihr eigentlich helfen... aber... aber...
Er konnte sich einfach nicht dazu überwinden, auch nur den Stuhl zu verlassen, geschweige denn den Kampf mit dieser Bestie auf zu nehmen! Dafür ekelte und fürchtete er sich einfach viel zu viel! Doch seiner Zimmergenossin schien es nichts auszumachen, mit dieser Bestie konfrontiert zu werden. Vielmehr nahm sie jetzt ihre Handschuhe und versuchte die Ratte einzufangen.
Das ist... Follia! Sie wird einen langsamen und grauenvollen Tod sterben!
Dennoch schritt er nicht ein: Nichts hätte im Moment dazu geführt, dass er seinen Stuhl verlassen würde! So blieb ihm nichts anderes übrig, als dabei zuzusehen, wie Ivy mehrmals nach dem Biest griff... und es dann tatsächlich in ihren Händen hielt!
"Schaut mal, ist doch süß! Was machen wir jetzt mit dem Kleinen?"
Auf Ivy's Frage hin, wusste er nicht, ob er direkt sterben würde oder ob er noch etwas zu leiden hatte! Denn eins war klar - sie Beide hatten nicht mehr lange zu Leben! Doch die Qual, sich dutzende Tode durch dieses Tier ausmalen zu müssen, wurde jäh unterbrochen. Plötzlich standen die wilde Katze und der Wirt im Raum!
Finalmente! Die Katze wird das Biest zur Strecke bringen! Ich sollte mir schon einmal ein Danke schön überlegen...
Aber dann stellte Emanuelle entsetzt fest, dass dieser ekelhafte Nager wohl tatsächlich sowas wie ein Haustier der Katze zu sein schien... Jedenfalls ließ es keine andere Erklärung zu, dass die Ratte sanft aufgehoben wurde und an den weiblichen Rundungen der wilden Frau liebkost wurde...
Das war schon fast zu viel für Emanuelle, als die Besitzerin des Tieres auch noch eine Frage stellte.
„Wieso hat das blonde Püppchen so laut geschrien?“
Katze und Nager haben sich verschworen! Der Erbauer stehe uns bei!
Seine Furcht wurde nun so groß, dass er sich wieder bewegen konnte - nämlich, um sich an den sichersten Ort im Raum zu begeben: Hinter den Rücken von der exotischen Schönheit! Also sprang er vom Stuhl, huschte schnell hinter Ivy und duckte sich so, dass er nur noch mit dem Kopf von Angeline aus zu sehen war, den er ein wenig versetzt neben Ivy's Kopf zeigte. Dann begann er, von Furcht und Ekel durchsetzt, zu sprechen.
"Bitte verzeiht mein Geschrei... aber... diese Creatura di Inferno! Ich bin entsetzt! Sie tauchte aus dem Nichts in unserem Bette auf! Und dann..."
Ein wenig begann er zu schluchzen... was noch nicht mal alles gespielt war!
"Fürchtete ich um mein Leben... *schnief*"
Dann schlang er seine arme von hinten um Ivy und drückte sich leicht zitternd an sie.
"Doch mein tapferer Principe hier... warf sich todesmutig in den Kampf mit dieser ... Bestia! Während ich... wie... es... tut mir so leid! Während ich nur wie erstarrt auf dem Stuhl stehen konnte!"
Er vergub sein Gesicht in der Schulter von Ivy und verdrückte doch sogar ein paar Tränen.
Oh, bitte glaubt meine Geschichte... ich weis gerade nicht, was echt und was gespielt ist!
Weiterhin ein nervliches Wrack spielend, wollte er tatsächlich nur noch Ruhe haben.
"Wenn ihr es gestatten würdet... ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr dieses eure Tier... entfernen würdet... damit wir zu unserem verdienten Schlafe kommen würden..."
Dabei drückte er sich noch fester an Ivy, sofern das noch möglich war und hoffte, sie würde ihn beschützen - beschützen vor der ekelhaften Ratte, dem -blick der wilden Katzenfrau und einfach vor Allem, was sonst noch die Nacht stören könnte!


http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Der kleine Nager entwich ihren Händen, als Angeline und Bernhard das Zimmer betraten. Offenbar hatte das Tier eine Herrin und machte sich sofort auf dem Weg zu ihr. Das Wesen schmiegte sich an den Körper der Gastgeberin, als hätten die beiden eine enge Verbindung zueinander. Ivy war ein wenig entzückt darüber, bewahrte allerdings ihre Fassung, vorerst. Denn im nächsten Augenblick spürte sie wie Emanuelle sich ganz dicht von hinten näherte. Sie erklärte den Schrei, welcher schließlich der ausschlaggebende Punkt war für Angeline, ins Zimmer zu stürmen. Die Prinzessin versuchte sich derweil mit Erklärungen und schob ihre Angst vor diesen Nagetieren in den Vordergrund. Dabei erwähnte sie, wie Ivy sich heldenhaft auf das Tier stürzte um die blonde Maid zu retten.

Die Magierin wurde etwas verlegen dabei und blickte zum Fußboden, denn solche Worte hatte noch nie einer über sie verloren. Emanuelle rückte derweil noch näher an Ivy heran, sodass die Seeräuberin jeden Atemzug der Prinzessin auf ihrer Haut spüren konnte. Dann blickte Ivy zu Angeline und versuchte Emanuelle in Schutz zu nehmen. "Wisst ihr noch, vorhin beim Essen?" Entgegnete Ivy mit einem freundlichen Lächeln. "Sie hat einfach schreckliche Angst vor diesen Tieren. Deshalb der Schrei." Dabei griff Ivy mit der Hand über ihre Schulter um den Blondschopf am Kopf zu tätscheln. "Vielleicht sollten wir deine Eltern aufsuchen hmm? Es gibt hier draußen noch weitaus gefährlichere Dinge als Ratten."

Ivy setzte zu diesem Vorschlag an, da sie mittlerweile sich nicht mehr so sicher war über Emanuelle. Sie war so ängstlich und dann ganz alleine in der weiten Welt unterwegs. Das war schon irgendwie merkwürdig. Ivy kalkulierte sofort, was für eine beachtliche Belohnung es geben musste, wenn man sie nach Hause zurückbringen würde. Sicherlich machten sich irgendwo da draußen einige Leute sorgen um die Sicherheit der Kleinen. Ihre ganze Tracht schreite jedenfalls nach wohlhabenden Eltern.

Anschließend löste sie sich für einen Moment von Emanuelle und ging rüber zu Angeline. "Aber das können wir ja auch morgen besprechen. Heute Nacht ist sie sicher bei mir. Sie kann auch auf meiner Seite des Bettes schlafen falls sie sich so sehr fürchtet."

Annalena
07.09.2014, 16:53
http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Oh oh oh... warum nur ich...
Nach seinem lautstarken Schrei und seinen Hilferufen, war Ivy wach geworden. In seinem total verängstigten Zustand nahm er nur am Rande war, wie die andere Frau im Bett langsam die Situation begriff. Doch sofort kam Bewegung in Ivy.
Was hat sie vor? Sie wird noch sterben! Ich müsste ihr eigentlich helfen... aber... aber...
Er konnte sich einfach nicht dazu überwinden, auch nur den Stuhl zu verlassen, geschweige denn den Kampf mit dieser Bestie auf zu nehmen! Dafür ekelte und fürchtete er sich einfach viel zu viel! Doch seiner Zimmergenossin schien es nichts auszumachen, mit dieser Bestie konfrontiert zu werden. Vielmehr nahm sie jetzt ihre Handschuhe und versuchte die Ratte einzufangen.
Das ist... Follia! Sie wird einen langsamen und grauenvollen Tod sterben!
Dennoch schritt er nicht ein: Nichts hätte im Moment dazu geführt, dass er seinen Stuhl verlassen würde! So blieb ihm nichts anderes übrig, als dabei zuzusehen, wie Ivy mehrmals nach dem Biest griff... und es dann tatsächlich in ihren Händen hielt!
"Schaut mal, ist doch süß! Was machen wir jetzt mit dem Kleinen?"
Auf Ivy's Frage hin, wusste er nicht, ob er direkt sterben würde oder ob er noch etwas zu leiden hatte! Denn eins war klar - sie Beide hatten nicht mehr lange zu Leben! Doch die Qual, sich dutzende Tode durch dieses Tier ausmalen zu müssen, wurde jäh unterbrochen. Plötzlich standen die wilde Katze und der Wirt im Raum!
Finalmente! Die Katze wird das Biest zur Strecke bringen! Ich sollte mir schon einmal ein Danke schön überlegen...
Aber dann stellte Emanuelle entsetzt fest, dass dieser ekelhafte Nager wohl tatsächlich sowas wie ein Haustier der Katze zu sein schien... Jedenfalls ließ es keine andere Erklärung zu, dass die Ratte sanft aufgehoben wurde und an den weiblichen Rundungen der wilden Frau liebkost wurde...
Das war schon fast zu viel für Emanuelle, als die Besitzerin des Tieres auch noch eine Frage stellte.
„Wieso hat das blonde Püppchen so laut geschrien?“
Katze und Nager haben sich verschworen! Der Erbauer stehe uns bei!
Seine Furcht wurde nun so groß, dass er sich wieder bewegen konnte - nämlich, um sich an den sichersten Ort im Raum zu begeben: Hinter den Rücken von der exotischen Schönheit! Also sprang er vom Stuhl, huschte schnell hinter Ivy und duckte sich so, dass er nur noch mit dem Kopf von Angeline aus zu sehen war, den er ein wenig versetzt neben Ivy's Kopf zeigte. Dann begann er, von Furcht und Ekel durchsetzt, zu sprechen.
"Bitte verzeiht mein Geschrei... aber... diese Creatura di Inferno! Ich bin entsetzt! Sie tauchte aus dem Nichts in unserem Bette auf! Und dann..."
Ein wenig begann er zu schluchzen... was noch nicht mal alles gespielt war!
"Fürchtete ich um mein Leben... *schnief*"
Dann schlang er seine arme von hinten um Ivy und drückte sich leicht zitternd an sie.
"Doch mein tapferer Principe hier... warf sich todesmutig in den Kampf mit dieser ... Bestia! Während ich... wie... es... tut mir so leid! Während ich nur wie erstarrt auf dem Stuhl stehen konnte!"
Er vergub sein Gesicht in der Schulter von Ivy und verdrückte doch sogar ein paar Tränen.
Oh, bitte glaubt meine Geschichte... ich weis gerade nicht, was echt und was gespielt ist!
Weiterhin ein nervliches Wrack spielend, wollte er tatsächlich nur noch Ruhe haben.
"Wenn ihr es gestatten würdet... ich wäre euch sehr verbunden, wenn ihr dieses eure Tier... entfernen würdet... damit wir zu unserem verdienten Schlafe kommen würden..."
Dabei drückte er sich noch fester an Ivy, sofern das noch möglich war und hoffte, sie würde ihn beschützen - beschützen vor der ekelhaften Ratte, dem -blick der wilden Katzenfrau und einfach vor Allem, was sonst noch die Nacht stören könnte!






http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Der kleine Nager entwich ihren Händen, als Angeline und Bernhard das Zimmer betraten. Offenbar hatte das Tier eine Herrin und machte sich sofort auf dem Weg zu ihr. Das Wesen schmiegte sich an den Körper der Gastgeberin, als hätten die beiden eine enge Verbindung zueinander. Ivy war ein wenig entzückt darüber, bewahrte allerdings ihre Fassung, vorerst. Denn im nächsten Augenblick spürte sie wie Emanuelle sich ganz dicht von hinten näherte. Sie erklärte den Schrei, welcher schließlich der ausschlaggebende Punkt war für Angeline, ins Zimmer zu stürmen. Die Prinzessin versuchte sich derweil mit Erklärungen und schob ihre Angst vor diesen Nagetieren in den Vordergrund. Dabei erwähnte sie, wie Ivy sich heldenhaft auf das Tier stürzte um die blonde Maid zu retten.

Die Magierin wurde etwas verlegen dabei und blickte zum Fußboden, denn solche Worte hatte noch nie einer über sie verloren. Emanuelle rückte derweil noch näher an Ivy heran, sodass die Seeräuberin jeden Atemzug der Prinzessin auf ihrer Haut spüren konnte. Dann blickte Ivy zu Angeline und versuchte Emanuelle in Schutz zu nehmen. "Wisst ihr noch, vorhin beim Essen?" Entgegnete Ivy mit einem freundlichen Lächeln. "Sie hat einfach schreckliche Angst vor diesen Tieren. Deshalb der Schrei." Dabei griff Ivy mit der Hand über ihre Schulter um den Blondschopf am Kopf zu tätscheln. "Vielleicht sollten wir deine Eltern aufsuchen hmm? Es gibt hier draußen noch weitaus gefährlichere Dinge als Ratten."

Ivy setzte zu diesem Vorschlag an, da sie mittlerweile sich nicht mehr so sicher war über Emanuelle. Sie war so ängstlich und dann ganz alleine in der weiten Welt unterwegs. Das war schon irgendwie merkwürdig. Ivy kalkulierte sofort, was für eine beachtliche Belohnung es geben musste, wenn man sie nach Hause zurückbringen würde. Sicherlich machten sich irgendwo da draußen einige Leute sorgen um die Sicherheit der Kleinen. Ihre ganze Tracht schreite jedenfalls nach wohlhabenden Eltern.

Anschließend löste sie sich für einen Moment von Emanuelle und ging rüber zu Angeline. "Aber das können wir ja auch morgen besprechen. Heute Nacht ist sie sicher bei mir. Sie kann auch auf meiner Seite des Bettes schlafen falls sie sich so sehr fürchtet."

http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg
Das blonde Püppchen schien auch eine Dramaqueen zu sein. Angeline konnte nicht verstehen wieso man wegen so einem kleinen Tierchen so einen Aufstand machen konnte. Ivy nahm die ganze Sache gelassener hin. Überraschenderweise nahm sie das blonde Püppchen auch noch in Schutz. Angeline zuckte mit den Schultern. Was die beiden Frauen miteinander machten war ihr eigentlich egal. Doch Ivy hatte Recht. Die Nacht würde nicht ewig anhalten. Da keine wirkliche Gefahr vorhanden war, drehte Angeline sich um, nahm ihren Dolch vom Boden auf, und verließ das Gästezimmer. Bernhard folgte ihr und schloss die Tür hinter sich.

Angeline und Bernhard legten sich wieder in das Bett. Zum großen Ärgernis von dem Mann kam Angeline nicht zurück in seine Arme. Stattdessen kuschelte sie mit Tabsy. Bernhard seufzte leise. Er sollte sich einen anderen Weg überlegen um die dreckige Ratte loszuwerden. Natürlich musste er geschickt vorgehen. Angeline durfte auf keinen Fall etwas davon mitbekommen.

Nach einem doch recht erholsamen Schlaf wachte Angeline schon sehr früh auf. Tabsy war nicht mehr in ihren Armen. Doch sie machte sich keine Sorgen, denn wahrscheinlich war er auf Futtersuche. Sie stand auf und zog sich an. Ein langer Tag war vor ihr. Sie überlegte kurz, was sie zuerst tun sollte. Während sie nachdachte stand auch Bernhard auf und kleidete sich an.

Angeline seufzte leise. „Ich sollte wohl in die Küche gehen und ein Frühstück für uns vier vorbereiten.“ Bernhard schüttelte den Kopf. Auf keinen Fall würde er es zulassen, dass Emanuelle noch einmal mit Angelines Kochkünsten konfrontiert wird. Das war nur eine Verschwendung von kostbaren Lebensmitteln. „Ich werde das Frühstück zubereiten Angeline. Warum heizt du nicht den Kessel an? Ich könnte mir vorstellen, dass Emanuelle ein Bad zu schätzen wüsste.“

Junge Frau funkelte Bernhard wütend an. „Warum kann sie nicht einfach im Fluss baden? So kalt ist es doch zurzeit gar nicht.“ Bernhard grinste nur. „Ich glaube nicht, dass sie der Typ dafür ist.“ Angeline dachte darüber nach und nickte dann. „Da hast du Recht. Am Ende muss sie noch jemand vor dem Ertrinken retten oder vor einem Fisch, der zufällig ihr Bein streift.“ Die junge Frau rollte die Augen und ging in den kleinen Waschraum. Sie nahm die Holzscheite und feuerte den Ofen an. Auf dem Ofen stand ein großer Kessel. Diesen Kessel füllte sie mit Wasser, dass sie im Hof aus dem Brunnen hochzog. Angeline musste ein paarmal hin und her laufen um genug Wasser zu haben.

Das blonde Püppchen sollte die ganze Arbeit, die sie sich machte, zu schätzen wissen. Es dauerte eine Weile bis das Wasser heiß genug war um daraus ein warmes Bad zu machen. Angeline legte noch ein sauberes Handtuch und etwas grobe Seife in den Waschraum. Die Wanne selbst war zwar nicht sehr groß, aber eine Person konnte ganz bequem darin sitzen. Sie dachte aber nicht daran dem blonden Püppchen etwas von ihrer guten Seife zu überlassen. Diese war nämlich nicht sehr billig und das blonde Püppchen war es Angeline nicht wert zu teilen. Ivy wäre natürlich eine ganz andere Sache. Vielleicht erwischte sie die junge Magiern allein und konnte ihr etwas von der guten Seife zum Baden geben. Ansonsten müsste auch sie sich mit der groben Seife begnügen.

Nachdem das Bad vorbereitet war ging Angeline zum Gästezimmer. Die benutzte ihre Faust um laut gegen die Türe zu schlagen. „Ich habe ein Bad vorbereitet. Also raus aus den Federn und macht schnell bevor das Wasser kalt wird. Ich werde es ganz sicher nicht noch einmal aufheizen solltet ihr euch nicht beeilen.“ Angeline lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und verschränkte die Arme vor ihrer Brust. Sie wartete darauf bis die beiden Damen aus dem Zimmer kamen um ihnen zu zeigen wo das Waschhaus ist.

Shepard Commander
07.09.2014, 19:52
Claudette nickte Arian in Gedanken zu, als sich dieser bei ihr für die Hilfe wegen Abyss bedankte.
Kein Mädchen sollte in den Fängen solcher Schufte bleiben müssen!
Das Ende von Gravka rang ihr ein zufriedenes Brummen ab.
Dann hat er bekommen, was er verdient!
Das Arian ihren Plan ablehnte, machte ihr nichts aus. Immerhin kam er mit einem Alternativplan an, zudem hatte er Erfahrung mit den Werwölfen gemacht.
Seinen Schilderungen entnehme ich, dass es draußen dann Nachts wirklich schlimmer steht, als hier drin... was ich nicht für möglich gehalten hätte...
Dennoch machte sie sich gedanklich Notizen, wo sie auch bei Arian's Plan 'unbekannte Variablen' sah. Geduldig folgte sie seinen Ausführungen. Als er geendet hatte, dachte sie kurz nach, dann ergriff sie das Wort.
"Zuerst: Ich vertraue da euren Schilderungen. Ich selbst hatte nicht das zweifelhafte Vergnügen, mich mit den Bestien dort draußen messen zu müssen. Aber so, wie ihr den Abgang unseres Herrn Gravka..."
Den Titel Hauptmann verwehrte sie ihm mittlerweile schon.
"... beschreibt, scheinen wir dann nicht so viele Chancen auf Überleben außerhalb dieses Zauns zu haben!"
Kurz wanderte ihr Blick zum Karren, wo Abyss schlief.
"Und eure Begleiterin... so müssen wir sie nicht wecken..."
Ein schnelles Blinzeln und ein warmes Lächeln dazu, dann wurde ihr blick wieder ernst.
"Aber wegen den Leichen: Wir sollten uns wirklich beeilen! Am schnellsten wäre es wohl, sie unter dem Stroh beim Karren zu verstecken! Sie einzeln zur Palisade hinauftragen würde zu viel Zeit vergeuden... auch wenn ich euren Ausführungen entnehme, dass die Leichen dann wirklich spurlos verschwinden würden... Wenn wir die Leichen versteckt haben, ist das Vordergründige, den Stallburschen zu finden! Da stimme ich euch zu! Eigentlich sollte mit Gravkas Tod niemand mehr da sein, an den er uns verraten könnte, dennoch ist er eine potenzielle Gefahr für uns! Aber es sollte nur einer gehen... der Andere sollte den Karren und vor Allem Abyss bewachen, sonst setzen wir sie einer unnötigen Gefahr aus!"
Dann ging ihr Blick kurz in die Ferne, während sie sich einiges ins Gedächtnis rief.
"Was den Rest angeht: Wenn das wirklich Gravkas beste Männer waren, dann haben wir hier in offenem Kampf nichts zu befürchten... Außer, irgendwo verstecken sich noch gestandene Krieger, was ich aber stark bezweifle! Zudem hoffe ich, ihr habt Recht, dass sich die Kreaturen des Tags zurückverwandeln. Zumindest scheint man Tagsüber reisen zu können, was eurer Vermutung Nachdruck verleiht. Aber das sind wohl alles Dinge, mit denen wir uns im Ernstfall beschäftigen müssen - wenn ihr mir dann mit den Leichen helfen wollt."
Claudette drückte ihr Schwert und die Lanze etwas in den Boden, auf dass sie griffbereit hier für sie jederzeit erreichbar waren. Dann zeigte sie Richtung der Reste von Gravka's Männern und wandte sich gerade um...

"Waaaahhhhhhhhhhhhhhhh..."
Als ein Schrei die Nachtstille zerriss! Sogleich folgte ein Hämmern auf Metall und dazu ein Warnruf.
"Werwölfe auf der Palisade!"

Claudette drehte sich sofort wieder um, nahm Thunderclap in ihre Rechte, die Lanze in ihre Linke und blickte dann in die Dunkelheit. Nebenbei sprach sie zu Arian.
"Der Plan ist hinfällig... jetzt heißt es wie in Ostagar: Überleben! Denn wie es aussieht, scheint der Erbauer persönlich dieses Rattenloch vom Antlitz der Erde tilgen zu lassen zu wollen..."

http://upload.worldofplayers.de/files9/Arian_klein.jpg

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Claudette lauschte gespannt Arians Plan und schien auf den ersten Blick nichts daran auszusetzten. Sie brachte sogar ein Verbesserungsvorschläge was die Unterbringung der Leichen anbetraf ein. Die Kriegerin rammte ihre beiden Waffen in die Erde, forderte Arians Mithilfe und wollte bereits den ersten toten Körper anpacken, als jäh ein Schrei die dunkle Stille durchbrach und eine in panischer Angst verzerrte Stimme eine unglücksschwangere Botschaft in die Nacht brüllte. Werwölfe! Werwölfe auf der Palisade!

„Werwölfe! Die Biester sollten nicht einmal in der Lage sein einen Baum hinaufzuklettern! Wie konnten sie…“, Arian führte den Gedanken nicht zu Ende. Begleitet von dem Läuten einer gusseisernen Alarmglocke eilte er zu Abyss. Claudette, die ihre Bewaffnung erneut aufgenommen rief noch etwas in der Art, dass das Ziel von Ostagar überleben gewesen sein, was Arian verwirrt den Kopf schütteln und den Gedanken „Das Ziel Ostagars war der Sieg“ denken ließ. Er wähnte Claudette hinter sich, wusste jedoch nicht, ob sie nicht schon den Kampf suchte. Offensichtlich war sie nicht nur sehr um Abyss besorgt, was Arian sehr rührte, nein sie würde auch nie einem Kampf aus dem Weg gehen.

Als Arian Abyss packte und schüttelte schrie sie angstvoll auf. Einen Augenblick später erkannte sie den Krieger und verstummte augenblicklich. Mit großen Augen sah sie Arian verängstigt an.
„Arian? Wa… was ist passiert?“, stotterte sie leise.
„Nichts Gutes! Bleibt im Wagen, egal was geschieht! Deck dich zu und verhalte sich ruhig!“, wies er sie an, während er in seinem Gepäck wühlte. Er beförderte seinen Schild und einen gefährlich aussehenden Morgenstern an die Luft. Der Schild war eindeutig der eines Ritters, mit nach unten zulaufender Spitze und breitem Rand oben. Seine Oberfläche war mit geschwärztem Leder bespannt und verdeckte das Wappen, das er sonst trug. Der Morgenstern hatte einen eisenverstärkten Eichenholzgriff, eine lange Kette aus perfekt aneinandergereihten Gliedern und eine schwere, dornenbewährte Kugel an ihrem Ende. Abyss zuckte beim Anblick der grausamen Waffe merklich zusammen.

„Warum? Was ist los?“
Arian ignorierte die zweite Frage und fuhr sie wütend an:
„Weil ich es sage, Abyss! Versteck dich und sei ruhig!“
Mit vor Unverständnis und Zorn über die Rüge bebender Unterlippe zog Abyss die dunkle Decke über ihren blonden Haarschopf und formte sich zu einer kleinen, zwischen den ganzen Waren nicht auffallenden Kugel. Arian, dem seine schroffe Art einen Moment leid tat, seufzte kurz befand dann ihr Versteck als gut und trat ein paar Schritte in den Hof.

Den linken Arm in die Schlaufen des Schildes gesteckt, den rechten seine Waffe umklammernd stand er breitbeinig vor dem Karren und allem, was ihn erreichen wollte. Er sah sich um, sah jedoch weder Soldaten noch Werwölfe. Mit etwas Glück war es ein falscher Alarm. Mit noch mehr Glück war es keiner und die Werwölfe und Schurken würden sich gegenseitig niedermetzeln. Doch Arian spekulierte nie auf Glück.
„Nach meiner Erfahrung gibt es so etwas wie Glück nicht“, hatte er einmal zu Abyss gesagt, als sie ihn danach fragte.

Der erste Angriff traf Arian vollkommen unvorbereitet. Ein schwerer, haariger Körper sprang auf seine Schultern und eine krallenbewährte Klaue verfehlte sein Gesicht nur knapp. Die Wucht des Aufpralls riss ihn zu Boden, ebenso wie seinen gelbäugigen Gegner. Arian konnte noch den Schild zwischen sich und den auf ihm liegenden Werwolf bringen und stemmte sich nun mit voller Kraft gegen ihn. Der Werwolf war scheinbar ungünstig aufgekommen, denn anstatt seine Attacke fortzusetzten sabberte er benommen neben Arians Gesicht. Mit allem Schwung den er aufbringen konnte stieß er das Wesen beiseite, dessen Körper zwei Schritte neben Arian landete. Der Krieger erhob sich und griff nach seinem Morgenstern. Leicht wankend stellte er sich auf.

„Füße parallel, Stand finden, Schild nach Vorne, Angriff vorbereiten“, dachte er sich und begann die grausame Kugel über seinem Kopf kreisen zu lassen. Der Werwolf richtete sich auf und schüttelte seinen scheußlichen Kopf. Die gelben Augen brannten vor Wahnsinn und Blutdurst förmlich und sein flacher Schädel zog sich weit nach vorne, die Ohren angelegt, als er Arian anheulte. Das Biest stellte sich auf alle viere und kroch zähnefletschend heran. Schon bereitete es sich auf einen weiteren Angriff vor, doch Arian kam ihm zuvor. Er sprang vor und ließ den Morgenstern auf die Schädeldecke des Hundekopfes krachen. Der Aufprall brach die massive Stirn und das Tier brach augenblicklich zusammen. Auf dem Bauch liegend und mit einem herausquellenden Augapfel robbte es dennoch auf Arian zu. Dieser holte erneut aus und schlug dem Wesen die brutale Kugel noch viermal auf den Schädel, ehe die sie tot liegen blieb.
Jeder schlag kostete unfassbar viel Kraft und Arian stöhnte schwer, als ein mit einer Hellebarde bewaffneter Wachmann um die Ecke lief. Die Wache schaute auf den niedergestreckten Wolf, dann auf Arian und nickte zufrieden. Dann jedoch fiel sein Blick auf die niedergemetzelten Soldaten und Schurken unweit des Stalls und sofort richtete er die Pike auf Arian. Offensichtlich war den Wachen befohlen worden, bei jeder seltsam erscheinenden Situation sehr vorsichtig zu sein, was angesichts des Rattenlochs in dem sie dienten, durchaus verständlich erschien.

„Keinen Schritt weiter!“, rief der Soldat.
„Ganz ruhig, Wache. Wir haben andere Probleme!“, sagte Arian ruhig.
„Andere Probleme? Ihr habt das Problem hier doch gelöst, doch dafür…“,
er deutete kurz mit der Spitze seiner Waffe auf die Leichen
„… dafür werdet ihr hängen, Mörder!“, sagte er und wandte sich um, zweifellos um Verstärkung zu rufen. Dazu kam es jedoch nicht, denn die schwere Kugel von Arians Waffe krachte gegen den peinlich einfachen Helm der Wache. Der Mann wurde sofort von den Füßen gerissen. Arian kniete sich neben ihn, um erleichtert festzustellen, dass er noch lebte.

„Lady Vance! Lady Vance!“, rief er in die Dunkelheit. „Claudette!!“
Als Arian sich umdrehte sah mehrere gebückte, ausmergelte Kreaturen, wie sie auf der Palisade hüpften und kreuchten. Direkt darunter verlief das geneigte Dach des Stalls.

„Wer ist das?“, erklang eine Stimme hinter ihm.
„Keine Ahnung. Schlitzen wir ihn auf!“, antwortete eine Zweite.

Emerahl
07.09.2014, 20:18
http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias bemerkte sofort den antivanischen Akzent, den der junge Mann besaß. Da auf dem Handelsweg zwischen Amaranthine und Denerim viele Händler aus anderen Ländern unterwegs waren, waren ihm die verschiedenen Akzente nicht unbekannt. Antivaner, hmpf, diesen musste er besonders im Auge behalten. Die Männer dieses Landes waren die schlimmsten Frauenhelden, die es gibt. Sie hinterließen eine Straße gebrochener Herzen wo immer sie gingen. Da waren ihm sogar die Orlaisianer lieber. Soweit es seine Tochter betraf natürlich. Ansonsten konnten sich die Dunklen Wege auftun und Orlais verschlingen. Elias würde später seine Söhne vor diesem Mann warnen.

Eiligst kam er seiner Bitte nach und brachte ihm sein Essen und sein Bier. Elias bereute schon, dass er sagte, das Zimmer frei wären. Nun würde es schwieriger werden ihn los zu werden. Doch dann geschah, was er befürchtet hatte. Der junge Mann fragte nach seiner Tochter und ob ein Zimmer frei wäre. Was bildete sich dieser Casanova ein? Glaubte er wirklich, dass er sich mit seiner Tochter für ein Schäferstündchen zurückziehen könnte?

Elias hatte alle Mühe den jungen Burschen nicht beim Hemd zu packen und raus zu werfen. Doch er hatte einen guten Ruf als Gastwirt und er wollte diese nicht aufs Spiel setzen. Der junge Mann sah zwar aus wie ein Söldner, doch manchmal konnte der Eindruck täuschen. Zähneknirschend antwortete er. „Wir haben tatsächlich ein Zimmer für eine Nacht frei.“ Er zeigte auf die Treppe bevor er fortfuhr. „Es ist diese Treppe nach oben und das dritte Zimmer auf der linken Seite. Ich hole Euch den Schlüssel.“ Er wandte sich ab bevor er noch hinzufügte. „Meine Tochter ist tabu.“

Bevor Elias jedoch dazu kam den Schlüssel zu holen stand einer der Bauern, die am Nachbartisch saßen, auf. Grimmig blickte er den Mann an. Es handelte sich um Michael, eine miese kleine Kakerlake aus einem der Nachbardörfer. Elias hasste ihn mehr als alle Antivaner zusammen. Michael machte keinen Hehl daraus wie sehr er seine kleine Samira begehrte. Das Schlimmste war, dass keine seiner Drohungen ihn einschüchterte und er immer wieder versuchte sich Samira unsittlich zu nähern. Am liebsten hätte er ihn getötet. Doch das wäre Mord gewesen. Wobei er nicht verstand, warum das Zertreten einer Kakerlake als Mord galt.

Michael war betrunken. „Eh… Schmaria willscht du mal schehen wasch du passt?“ Er fummelte an seiner Hose herum und zog sie nach unten. Ein anderer Mann, der am gleichen Tisch saß, spukte sein Bier wieder aus. „Beim Erbauer. Keiner will das Elend sehen Michael.“ Elias war wutentbrannt sofort bei ihm. Bevor Michael seine Hose wieder hochziehen konnte, wobei es nicht so aussah, dass er das tun würde, hatte ihn Elias schon am Kragen gepackt. Mühelos zog er ihn nach oben, so dass seine Beine in der Luft baumelten. „Meine! Tochter! Ist! Tabu! Erst recht für eine Kakerlake wie Euch.“ Dann rief er laut nach seinem Sohn. „ROBIN.“ Natürlich war dieser sofort zur Stelle. Ohne ein weiteres Wort zu verlieren öffnete er die Vordertür. Elias, der Michael immer noch fest im Griff hatte, zog ihn am Hemdkragen zur Tür. Danach warf er ihn, wortwörtlich, hinaus. Er landete hart und das Knacken sagte ihm, dass irgendwas gebrochen wurde. Doch das war ihm egal und er knallte die Tür wieder zu.

Samira, die gerade ihr Lied beendet hatte, blickte in die Richtung des Tumults. Bevor sie jedoch etwas sehen konnte versperrte ihr Liam den Blick auf die Gaststube. Es benötigte keine Worte von seinem Vater um zu wissen, was er tun musste. „Du hast genug für heute gespielt Samira. Es wird Zeit auf dein Zimmer zu gehen.“ Samira öffnete den Mund um etwas zu sagen, doch der Blick Ihres Bruders verriet ihr, dass er keine Widerrede duldete. Nun wusste sie, dass der Tumult bestimmt etwas mit ihr zu tun hatte. Sie senkte den Kopf und nickte leicht. Mit geröteten Wangen verließ sie die Gaststube und begab sich auf ihr Zimmer.

Liam ging nicht mit ihr und dafür war sie dankbar. Sie seufzte leise als sie die Zimmertür hinter sich schloss und den Schlüssel umdrehte. Manchmal war es ihr schon sehr peinlich wie die Männer ihrer Familie sich benahmen. Samira wusste natürlich, dass sie von ihrer Familie sehr geliebt wurde und auch sie liebte alle sehr. Trotzdem war ihr diese Überfürsorglichkeit sehr oft zu viel. Sie blickte aus dem Fenster und sah wie hoch der Mond schon stand. Samira drehte ihren Kopf zur Tür und dachte nach. Ihre Eltern und ihre Brüder waren beschäftigt. Das wäre die perfekte Gelegenheit.

Elias grinste vor Genugtuung. Endlich hatte er mal einen Grund diese Kakerlake raus zu werfen. Das er der Kakerlake dabei noch etwas gebrochen hatte versüßte ihm seinen Sieg. Sein Blick fiel auf den antivanischen jungen Mann und seine gute Laune verflog. Vor sich hin grummelnd holte er den Schlüssel für das Zimmer. Dann ging er zu dem jungen Mann und gab ihm den Schlüssel. „Meine Tochter ist tabu.“ Elias machte sich nicht die Mühe dem Mann den Namen seiner Tochter zu verraten. Dieser würde sowieso morgen Früh wieder abreisen. Er warf noch einen bedeutsamen Blick auf die Vordertür und hoffte, dass die antivanische Natter den Hinweis verstand. Da er nicht zu unhöflich erscheinen wollte fragte er ihn noch mit falscher Freundlichkeit, „kann ich Euch noch etwas bringen?“

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„Wir haben tatsächlich ein Zimmer für eine Nacht frei.“ sagte der Wirt und zeigte auf die Treppe, bevor er fortfuhr. „Es ist diese Treppe nach oben und das dritte Zimmer auf der linken Seite. Ich hole Euch den Schlüssel.“ Er wandte sich ab bevor er noch hinzufügte. „Meine Tochter ist tabu.“

Ratlos blickte Bastien den Wirt an. Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Oder woher stammte der plötzliche Stimmungsumschwung? Bastien war fast versucht zu glauben, dass der Wirt ihn hasste. Aus welchem Grund nur? Er war sich sicher, dass er dem Mann noch nie vorher begegnet war. Den letzten Satz hatte er über den Lärm in der Gaststätte überhört. Bevor er jedoch nachfragen konnte, verließ der Wirt den Tresen. Neugierig geworden drehte sich Bastien um. Gleich schon sah er den Grund. Ein betrunkener Gast war aufgestanden und begann sich zu entkleiden, nicht ohne ein paar Anzüglichkeiten los zu werden. Bastien beobachtete alles mit einem anzüglichen Grinsen. Wenn er mit den Männern an dem Tisch schon etwas bekannter wäre, hätte er den Betrunkenen noch angefeuert. Der Wirt allerdings schien keinen Spaß zu verstehen, denn er packte den armen Trottel am Kragen und hob ihn in die Luft. Die Worte konnte er aus der Entfernung nicht verstehen, jedoch wie der Wirt einen Namen rief. Ein junger Mann kam herbei geeilt. Es musste der Sohn sein, denn die Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Dieser lief auch gleich weiter bis zur Tür, welche er weit öffnete. Der Wirt fackelte nicht lang und warf den Betrunkenen hinaus.

In der Zwischenzeit hatte die junge Sängerin ihr Lied beendet. Die Worte, mit denen der Wirt sie weg schickte, waren im kompletten Schankraum zu hören. Das Mädchen errötete und eilte davon. Erstaunt blickte er ihr nach. Das war merkwürdig. Schließlich wurde hier eine Hochzeit gefeiert, das gesamte Dorf schien versammelt zu sein und der Vater schickte sein Kind davon wie eine ungezogene kleine Gör.

Der Wirt kehrte zurück zum Tresen und gab Bastien den Schlüssel für das Zimmer mit den Worten: „Meine Tochter ist tabu.“ Dann blickte er bedeutungsvoll zur Vordertür. Bastien verstand. Es wäre nicht das erste Mal, dass man ihn vor die Tür gesetzt hatte, doch davon würde er sich nicht abhalten lassen. Das Mädchen wurde durch das Verhalten des Vaters nur noch interessanter für ihn. Auf die Frage des Wirts, ob er ihm noch etwas bringen könne, verlangte er ein weiteres Bier und fragte dann:

"Habt Ihr etwas über den Krieg gehört, der im Süden des Landes statt gefunden hat? Es gehen die Gerüchte um, dass eine neue Verderbnis im Anmarsch sein soll."

Annalena
08.09.2014, 07:53
http://upload.worldofplayers.de/files9/MTSqjD6NVlyn3FEBastien_Avatar.jpg

„Wir haben tatsächlich ein Zimmer für eine Nacht frei.“ sagte der Wirt und zeigte auf die Treppe, bevor er fortfuhr. „Es ist diese Treppe nach oben und das dritte Zimmer auf der linken Seite. Ich hole Euch den Schlüssel.“ Er wandte sich ab bevor er noch hinzufügte. „Meine Tochter ist tabu.“

Ratlos blickte Bastien den Wirt an. Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Oder woher stammte der plötzliche Stimmungsumschwung? Bastien war fast versucht zu glauben, dass der Wirt ihn hasste. Aus welchem Grund nur? Er war sich sicher, dass er dem Mann noch nie vorher begegnet war. Den letzten Satz hatte er über den Lärm in der Gaststätte überhört. Bevor er jedoch nachfragen konnte, verließ der Wirt den Tresen. Neugierig geworden drehte sich Bastien um. Gleich schon sah er den Grund. Ein betrunkener Gast war aufgestanden und begann sich zu entkleiden, nicht ohne ein paar Anzüglichkeiten los zu werden. Bastien beobachtete alles mit einem anzüglichen Grinsen. Wenn er mit den Männern an dem Tisch schon etwas bekannter wäre, hätte er den Betrunkenen noch angefeuert. Der Wirt allerdings schien keinen Spaß zu verstehen, denn er packte den armen Trottel am Kragen und hob ihn in die Luft. Die Worte konnte er aus der Entfernung nicht verstehen, jedoch wie der Wirt einen Namen rief. Ein junger Mann kam herbei geeilt. Es musste der Sohn sein, denn die Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Dieser lief auch gleich weiter bis zur Tür, welche er weit öffnete. Der Wirt fackelte nicht lang und warf den Betrunkenen hinaus.

In der Zwischenzeit hatte die junge Sängerin ihr Lied beendet. Die Worte, mit denen der Wirt sie weg schickte, waren im kompletten Schankraum zu hören. Das Mädchen errötete und eilte davon. Erstaunt blickte er ihr nach. Das war merkwürdig. Schließlich wurde hier eine Hochzeit gefeiert, das gesamte Dorf schien versammelt zu sein und der Vater schickte sein Kind davon wie eine ungezogene kleine Gör.

Der Wirt kehrte zurück zum Tresen und gab Bastien den Schlüssel für das Zimmer mit den Worten: „Meine Tochter ist tabu.“ Dann blickte er bedeutungsvoll zur Vordertür. Bastien verstand. Es wäre nicht das erste Mal, dass man ihn vor die Tür gesetzt hatte, doch davon würde er sich nicht abhalten lassen. Das Mädchen wurde durch das Verhalten des Vaters nur noch interessanter für ihn. Auf die Frage des Wirts, ob er ihm noch etwas bringen könne, verlangte er ein weiteres Bier und fragte dann:

"Habt Ihr etwas über den Krieg gehört, der im Süden des Landes statt gefunden hat? Es gehen die Gerüchte um, dass eine neue Verderbnis im Anmarsch sein soll."

http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias brachte dem jungen Mann noch ein Bier. Hm, wenn er ihn betrunken machte, dann würde er sicherlich todmüde ins Bett fallen. Dann schläft er die Nacht durch und morgen früh würde er sich dann beizeiten auf den Weg machen. Am besten bevor Samira wach wurde. Ja, das war ein guter Plan.

Er blickte den jungen Mann wieder an als dieser ihm eine Frage stellte. „Ja, die Gerüchte gibt es. Doch ich denke, dass es nicht nur Gerüchte sind. Hier kehrten Soldaten ein, die in Ostagar waren. Sie erzählten, dass die Armee gegen tausende dieser Monster gekämpft hatte. Tausende dieser Dunklen Brut klingt nicht gerade nach einem einfachen Raubzug dieser Kreaturen. Nein, ich denke es ist wohl nicht nur ein Gerücht.“ Elias blickte den jungen Mann an. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Ja, und wer in der Armee kämpfte war weit entfernt von seinem kleinen Mädchen.

„Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“ Als er es dem jungen Mann anbot setzte Elias sein freundlichstes Lächeln auf.


Der Stand des Mondes besagte Samira, dass Mitternacht schon vorbei war. Das bedeutete, dass es ihr 18. Geburtstag war. Sie trat vor ihrem Spiegel und lächelte ihr Spiegelbild traurig an. Andere junge Frauen in ihrem Alter waren längst verheiratet. Doch sie hatte nicht mal einen Mann, der um sie warb. Wahrscheinlich würde sie als alte Jungfer enden.

Samira entfernte das Blumengesteck aus dem Haar und legte es auf ihre Kommode. Dann band sie ihr langes Haar zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. Sie ging zur Tür und legte ihr Ohr daran. Es war still. Vorsichtig drehte sie den Schlüssel um, öffnete Tür und schaute hinaus. Der Flur war leer und die junge Frau schlüpfte hinaus. Sie schloss die Tür von außen ab und steckte den Schlüssel in eine kleine Tasche ihres Kleides. Auf Zehenspitzen schlich sie den Gang entlang und die Treppe hinunter. Im Gasthaus war es laut und das machte es ihr leichter. Unbemerkt konnte sie durch den Hinterausgang das Haus verlassen.

Zielsicher lief sie über den Hof zu dem Schuppen, in dem das Feuerholz lagerte. In dem Schuppen gab es eine kleine Nische, welche ihr Geheimversteck war. Niemand wusste davon. Aus diesem Versteckt nahm sie einen kleinen Bastkorb. Darin befanden sich etwas Papier, eine Schreibfeder, ein kleines Tintenfass und eine Laterne mit Feuersteinen zum Anzünden. Sie machte die Laterne an und dimmte das Licht. Sie wollte schließlich nicht entdeckt werden. Samira nahm das Bastkörbchen in die eine und die Laterne in die andere Hand. Sie blickte noch einmal zum Gasthaus. Niemand schien ihr Verschwinden bemerkt zu haben.

Lächelnd machte sie sich auf den Weg zum Fluss, der nicht weit vom Dorf entfernt war. An dem Fluss gab es ein wunderschönes Stückchen Wiese. Im Frühjahr und im Sommer blühten dort wunderschöne Blumen. Des Nachts schlich sie sich öfters aus dem Haus um ungestört zu sein. Sie hoffte, dass niemand es jemals heraus bekam. Sie möchte sich nicht einmal vorstellen, was ihr Vater tun wurde, wenn er es herausfindet. Doch sie brauchte diese Zeit für sich um ungestört an ihren Liedern zu schreiben. Die Natur gab ihr die Inspiration und Ruhe dafür.

Samira stellte den Bastkorb und die Laterne auf den Boden. Dann ließ sie sich selber in einer bequemen Position auf der Blumenwiese nieder. Sie drehte die Laterne etwas heller, damit sie besser sehen konnte. Aus dem Bastkorb nahm sie das Papier, die Tinte und die Schreibfeder. Auf dem Papier gab es schon mehrere Ideen und angefangene Lieder. Sie summte leise vor sich hin, als sie anfing ihren Ideen Form zu geben. Immer wieder blickte sie nachdenklich in den Nachthimmel. Während sie nachdachte berührte die Feder leicht ihre Lippen. Es war eine Angewohnheit, die sie automatisch machte, wenn sie in ihrer Arbeit vertieft war. Immer wieder sang sie verschiedene Textzeilen um zu hören, wie sie klangen.

Neclord
08.09.2014, 12:24
http://upload.worldofplayers.de/files9/5Py1YpLlAnyla.png
Anlya atmete erleichtert auf als der Chasind ihrer Lüge Glauben schenkte und wütend den Raum verließ. Sie war völlig überrascht als Valgarius sie plötzlich umarmte. Ihre Wangen glühten als sie seine Umarmung erwiderte. Sie kannte so etwas nicht. Der Erste, der sie je umarmt hatte, war ER. Damals wusste sie nicht was sie tun sollte, denn in dem Waisenhaus gab es solche Zuwendungen nicht. Anlya blickte in das besorgte Gesicht des Magiers als sie seine Frage beantwortete.

„Es geht mir gut. Er hat mir nichts getan. Nur die trockenen Sachen zum Anziehen hat er mir gegeben. Bevor ich mich umgezogen habe hat er sogar den Raum verlassen.“ Sie erwähnte lieber nicht, dass er noch einmal zurückgekommen war. Anlya lächelte leicht bevor die beiden unterbrochen wurden. „Ich hoffe ich störe nicht“, sagte eine kalte Stimme. Es war der Chasind, der die Elfe aus dem Raum geführt hatte. Er warf Valgarius einen eiskalten Blick zu bevor er sich warm lächelnd an Anlya wandte. „Die Schamanin ist bereit euch zu sehen. Ich werde euch hinführen.“

„Ich muss noch meine Waffe holen“, sagte Anlya vorsichtig. Doch der Chasind schüttelte nur den Kopf. „Das ist nicht nötig. Keiner hier wird es wagen euch anzugreifen.“ Leise seufzend folgte sie dem Mann nach draußen. Er führte sie in die große Hütte, die in der Mitte des Dorfes stand. Das Innere war nicht so ein riesiger Saal, wie sie es vermutet hatte. Mehrere Wände waren gezogen und teilten die große Hütte in mehr Räume auf. Der Chasind führte sie einen Gang entlang. Am Ende des Ganges war ein großer Raum in dem sich ein flacher Tisch befand. Um den Tisch herum befanden sich mehrere große Kissen. Die Elfe wunderte sich, wo die Stühle waren und wie man an so einem flachen Tisch sitzen konnte.

Merkwürdigerweise war der Raum leer und Anlya sah sich um, doch sie konnte die Schamanin nicht entdecken. Sie erstarrte und wurde kreidebleich als sie plötzlich das tödliche Quieken hörte. Auf dem Kissen, das sich an der Stirnseite des flachen Tisches befand, saß eine Ratte. Die Elfe dachte ihr Herz hörte auf zu schlagen. Doch wirklich geschockt war sie, als die Ratte plötzlich Magie umgab und sie sich in eine Frau verwandelte. Die Frau war schon etwas älter. Sie hatte zwar Falten, doch sie fand, dass ihr das stand und sie nicht alt aussehen ließ. Die Frau lächelte die Beiden an.

„Ich bin Aldis, Schamanin dieses Stammes.“ Sie deutete mit dem Finger auf den Chasind, der sie her gebracht hatte „Das ist mein Sohn Wulfgar.“ Mit gekreuzten Beinen setzte sich auf das Kissen. Wulfgar stand in der Nähe des Eingangs und hatte seine Arme vor der Brust verschränkt. Auch er hatte einen amüsierten Ausdruck in den Augen. Die Schamanin ergriff wieder das Wort. „Als erstes möchte ich wissen, warum Ihr“ sie blickte Anlya an „Euch als Mann ausgebt. Und warum Ihr“ ihr Blick landete nun auf Valgarius „Euch als Frau ausgebt.“

Anlya war zu sehr geschockt um auf diese Frage zu antworten. In ihrem Kopf kreisten nur die Gedanken, dass die Ratte eine Frau war. Oder war die Frau eine Ratte?



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Valgarius war erleichtert zu hören, dass ihr kein Leid zugefügt wurde. Doch es blieb keine Zeit ihre Wiederveinigung zu feiern, denn der Chasind der Anlya von hier fortbrachte, kehrte zurück und erwähnte, dass die Schamanin nun bereit ist die beiden tapferen Seelen zu empfangen. Der stämmige Kerl strafte Valgarius mit einer eiskalten Miene, warf der Elfe allerdings all seine Herzlichkeit entgegen, die das Ungeheuer in seinem fleischigen Körper finden konnte. Sag mir doch gleich wie sehr du mich hasst, du du... du KANNIBALE! Dachte er verärgert, beschloss dann allerdings, sich seinen Zorn für später aufzuheben.

Der Mann führte die beiden nach draußen in die große Hütte im Zentrum des Dorfes. Im Inneren konnte man die Größe dieser Wohnung nur grob erahnen. Mehrere Räume waren zu erkennen, als sie weiter zum Mittelpunkt der Hütte gingen. Was sie im folgenden Raum vorfanden, war im ersten Moment nichts ungewöhnliches und doch herrschte hier eine gewisse, fremdartige Atmosphäre. Irgendetwas stimmte hier nicht.
Ein flacher Tisch erregte die Aufmerksamkeit des Blutmagiers. Keine Stühle waren vorhanden, lediglich einige Stoffkissen. Doch viel mehr Sorgen bereitete ihm der Nager, der auf einem der Kissen saß. Ist das die Ratte von vorhin? Im selben Moment wo er sich diese Frage stellte, blickte er zu Anlya, in der Hoffnung, dass sie nicht wieder ausflippen würde.

Doch glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Ratte wohl gar keine war. Ihr Körper schien sich plötzlich umzuformen und rasant an Größe zu gewinnen. Eine ältere Dame die auf den Namen Aldis hörte stellte sich den beiden vor. Offenbar war sie das Nagetier gewesen. Der Mann der sie hierher brachte war Wulfgar.
Aber damit endeten die Überraschungen noch nicht, denn die alte Dame fragte, warum sich Valgarius als Frau und Anlya als Mann ausgab. Sie schien ihr dunkles Geheimnis zu kennen. Wie kann sie? Moment, hat sie uns als Ratte belauscht? Während Valgarius über die Enthüllung nachdachte, war er nun kaum fähig eine gescheite Antwort auf ihre Frage zu geben. "Nun ich... wir..." Dann schüttelte er kurz den Kopf, als wolle der Blutmagier sämtliche Unsicherheiten wie Kletten aus seinem Haar entfernen. "Nun seht, wir sind lediglich zwei Reisende, die hierher gebracht wurden. Unfreiwillig wohlgemerkt." Dabei ließ er einen kritischen Blick kurzzeitig auf Wulfgar ruhen.

"Wir fürchteten um unser Leben." Jetzt war er wieder ganz in seiner Rolle und spielte erneut den theatralischen, hilflosen Magier. Seine Hand legte er auf seine Brust, ehe er seine Ausführungen fortsetzte. "Also mussten wir uns anpassen, wie Tiere es gelegentlich tun und unsere wahre Identität verschleiern. Zum Schutz versteht ihr." Anschließend konnte der Magier seine Neugier nicht bändigen. "Doch sagt, warum habt ihr uns hierher gebracht? Was möchtet ihr von uns?"

Shepard Commander
08.09.2014, 20:43
Elias brachte dem jungen Mann noch ein Bier. Hm, wenn er ihn betrunken machte, dann würde er sicherlich todmüde ins Bett fallen. Dann schläft er die Nacht durch und morgen früh würde er sich dann beizeiten auf den Weg machen. Am besten bevor Samira wach wurde. Ja, das war ein guter Plan.

Er blickte den jungen Mann wieder an als dieser ihm eine Frage stellte. „Ja, die Gerüchte gibt es. Doch ich denke, dass es nicht nur Gerüchte sind. Hier kehrten Soldaten ein, die in Ostagar waren. Sie erzählten, dass die Armee gegen tausende dieser Monster gekämpft hatte. Tausende dieser Dunklen Brut klingt nicht gerade nach einem einfachen Raubzug dieser Kreaturen. Nein, ich denke es ist wohl nicht nur ein Gerücht.“ Elias blickte den jungen Mann an. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Ja, und wer in der Armee kämpfte war weit entfernt von seinem kleinen Mädchen.

„Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“ Als er es dem jungen Mann anbot setzte Elias sein freundlichstes Lächeln auf.


Der Stand des Mondes besagte Samira, dass Mitternacht schon vorbei war. Das bedeutete, dass es ihr 18. Geburtstag war. Sie trat vor ihrem Spiegel und lächelte ihr Spiegelbild traurig an. Andere junge Frauen in ihrem Alter waren längst verheiratet. Doch sie hatte nicht mal einen Mann, der um sie warb. Wahrscheinlich würde sie als alte Jungfer enden.

Samira entfernte das Blumengesteck aus dem Haar und legte es auf ihre Kommode. Dann band sie ihr langes Haar zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. Sie ging zur Tür und legte ihr Ohr daran. Es war still. Vorsichtig drehte sie den Schlüssel um, öffnete Tür und schaute hinaus. Der Flur war leer und die junge Frau schlüpfte hinaus. Sie schloss die Tür von außen ab und steckte den Schlüssel in eine kleine Tasche ihres Kleides. Auf Zehenspitzen schlich sie den Gang entlang und die Treppe hinunter. Im Gasthaus war es laut und das machte es ihr leichter. Unbemerkt konnte sie durch den Hinterausgang das Haus verlassen.

Zielsicher lief sie über den Hof zu dem Schuppen, in dem das Feuerholz lagerte. In dem Schuppen gab es eine kleine Nische, welche ihr Geheimversteck war. Niemand wusste davon. Aus diesem Versteckt nahm sie einen kleinen Bastkorb. Darin befanden sich etwas Papier, eine Schreibfeder, ein kleines Tintenfass und eine Laterne mit Feuersteinen zum Anzünden. Sie machte die Laterne an und dimmte das Licht. Sie wollte schließlich nicht entdeckt werden. Samira nahm das Bastkörbchen in die eine und die Laterne in die andere Hand. Sie blickte noch einmal zum Gasthaus. Niemand schien ihr Verschwinden bemerkt zu haben.

Lächelnd machte sie sich auf den Weg zum Fluss, der nicht weit vom Dorf entfernt war. An dem Fluss gab es ein wunderschönes Stückchen Wiese. Im Frühjahr und im Sommer blühten dort wunderschöne Blumen. Des Nachts schlich sie sich öfters aus dem Haus um ungestört zu sein. Sie hoffte, dass niemand es jemals heraus bekam. Sie möchte sich nicht einmal vorstellen, was ihr Vater tun wurde, wenn er es herausfindet. Doch sie brauchte diese Zeit für sich um ungestört an ihren Liedern zu schreiben. Die Natur gab ihr die Inspiration und Ruhe dafür.

Samira stellte den Bastkorb und die Laterne auf den Boden. Dann ließ sie sich selber in einer bequemen Position auf der Blumenwiese nieder. Sie drehte die Laterne etwas heller, damit sie besser sehen konnte. Aus dem Bastkorb nahm sie das Papier, die Tinte und die Schreibfeder. Auf dem Papier gab es schon mehrere Ideen und angefangene Lieder. Sie summte leise vor sich hin, als sie anfing ihren Ideen Form zu geben. Immer wieder blickte sie nachdenklich in den Nachthimmel. Während sie nachdachte berührte die Feder leicht ihre Lippen. Es war eine Angewohnheit, die sie automatisch machte, wenn sie in ihrer Arbeit vertieft war. Immer wieder sang sie verschiedene Textzeilen um zu hören, wie sie klangen.

„Wir haben tatsächlich ein Zimmer für eine Nacht frei.“ sagte der Wirt und zeigte auf die Treppe, bevor er fortfuhr. „Es ist diese Treppe nach oben und das dritte Zimmer auf der linken Seite. Ich hole Euch den Schlüssel.“ Er wandte sich ab bevor er noch hinzufügte. „Meine Tochter ist tabu.“

Ratlos blickte Bastien den Wirt an. Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Oder woher stammte der plötzliche Stimmungsumschwung? Bastien war fast versucht zu glauben, dass der Wirt ihn hasste. Aus welchem Grund nur? Er war sich sicher, dass er dem Mann noch nie vorher begegnet war. Den letzten Satz hatte er über den Lärm in der Gaststätte überhört. Bevor er jedoch nachfragen konnte, verließ der Wirt den Tresen. Neugierig geworden drehte sich Bastien um. Gleich schon sah er den Grund. Ein betrunkener Gast war aufgestanden und begann sich zu entkleiden, nicht ohne ein paar Anzüglichkeiten los zu werden. Bastien beobachtete alles mit einem anzüglichen Grinsen. Wenn er mit den Männern an dem Tisch schon etwas bekannter wäre, hätte er den Betrunkenen noch angefeuert. Der Wirt allerdings schien keinen Spaß zu verstehen, denn er packte den armen Trottel am Kragen und hob ihn in die Luft. Die Worte konnte er aus der Entfernung nicht verstehen, jedoch wie der Wirt einen Namen rief. Ein junger Mann kam herbei geeilt. Es musste der Sohn sein, denn die Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Dieser lief auch gleich weiter bis zur Tür, welche er weit öffnete. Der Wirt fackelte nicht lang und warf den Betrunkenen hinaus.

In der Zwischenzeit hatte die junge Sängerin ihr Lied beendet. Die Worte, mit denen der Wirt sie weg schickte, waren im kompletten Schankraum zu hören. Das Mädchen errötete und eilte davon. Erstaunt blickte er ihr nach. Das war merkwürdig. Schließlich wurde hier eine Hochzeit gefeiert, das gesamte Dorf schien versammelt zu sein und der Vater schickte sein Kind davon wie eine ungezogene kleine Gör.

Der Wirt kehrte zurück zum Tresen und gab Bastien den Schlüssel für das Zimmer mit den Worten: „Meine Tochter ist tabu.“ Dann blickte er bedeutungsvoll zur Vordertür. Bastien verstand. Es wäre nicht das erste Mal, dass man ihn vor die Tür gesetzt hatte, doch davon würde er sich nicht abhalten lassen. Das Mädchen wurde durch das Verhalten des Vaters nur noch interessanter für ihn. Auf die Frage des Wirts, ob er ihm noch etwas bringen könne, verlangte er ein weiteres Bier und fragte dann:

"Habt Ihr etwas über den Krieg gehört, der im Süden des Landes statt gefunden hat? Es gehen die Gerüchte um, dass eine neue Verderbnis im Anmarsch sein soll."

http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

„Nein! Nein bitte nicht!“, schrie Lana voller Furcht, als die große, dunkle Gestalt deren riesige Stierhörner sich wie Schatten abzeichneten auf sie zukam. Sie kauerte am Boden und kroch zitternd vor ihrem bedrohlichen Angreifer davon. Der Stein auf dem die sich von der gehörnten Gestalt fortschob war ekelhaft rau und zerrte einzelne Fäden aus ihrem weißen Nachthemd, das als Einziges ihre Blöße bedeckte.

„Bitte tu mir nichts“, flehte Lana inbrünstig, als sie mit dem Rücken gegen eine kalte, unnachgiebige Wand stieß. Die schwarze Person ignorierte ihr Flehen, kam näher und stützte sich dabei auf einen zyklopischen, dicken Speer mit grausamer platter, aber langer Spitze. Lana rutschte an der Wand hoch und tapste vorsichtig an ihr entlang. Sie spürte ein kühlender Luftzug und schaute nach Links. Dort war ein Fenster durch das schwaches Mondlicht in den schattenhaften, dunklen Raum fiel, in dem sie sich befand. Mit dem Rücken an der Wand kratzend stolperte sie auf das Fenster zu. Sie spürte, wie sich die furchteinflößende Gestalt stetig nährte, vollkommen ruhig, ohne Hast.

Lana erreichte das Fenster. Von draußen drang ein lauer Nachtwind hinein. Leiste säuselte er an den massiven Mauern des merkwürdig unnatürlich erscheinenden Turms entlang und blies sanft durch Lanas blonden Haarschopf. Ihre vor Angst geweiteten Augen schauten aus dem Fenster und erblickten eine silberne Mondsichel, welche heller schien als all die funkelnden Sterne am blau-schwarzen Nachthimmel. Vor ihr ersteckte sich ein weites Tal voller Tannenbäume, deren spitze Wipfel wie ein Meer aus Speeren in den Himmel ragten. Lana schaute über den breiten Fenstersims nach unten. Die Mauer fiel steil ab und reichte so tief, dass Lana den Boden nicht sehen konnte. Sie seufzte resignierend und drehte sich um. Und da stand sie, die riesige pechschwarze Kreatur, deren mächtige Hörner sich verzerrt gegen die hohe Decke abhoben. Lana öffnete den Mund und schüttelte verneinend den Kopf.

Das nächste, was sie spürte war der Speer, der ihr kraftvoll in den Bauch gestoßen wurde. Die stählerne Spitze wühlte sich durch Haut, Fleisch und Eingeweide und brach dann blutverschmiert aus Lanas Rücken hervor. Sie atmete keuchend aus und Blut tropfte, nein floss ihr regelrecht aus dem geöffneten Mund und benetzte ihr Hemd. Es war ohne Bedeutung, denn der sich nach Innen ziehende Schmerz in ihrer Magengegend bedeutete, dass sie starb. Lana schaute in das Gesicht ihres Mörders, doch erkannte sie nichts außer einem schwarzen, unklaren Umriss eines Helmvisisers.

Eine schwere, große Hand packte ihre Schulter und unfassbarer Schmerz zerriss sie, als der Speer langsam aus ihrem geschundenen Körper gezogen wurde. Sie biss die Zähne aufeinander und verkrampfte, bis schließlich die spitze Klinge des Speeres ihren Körper verlassen hatte. Schwach und ihr Leben aushauchend fiel sie auf die Knie, die Last der Hand noch immer auf ihrer Schulter.

Der Speer wurde erneut angesetzt, in perfekter Position oberhalb ihrer Brüste, genau in deren Mitte, sodass ihr Kinn ihn fast berührte, als sie nach unten schaute. Ihre Augen wurden glasig, während die Hand sie fest packte und ihr Mörder dann erneut den Speer in sie stieß…


Nach Luft schnappend wachte Lana auf und setzte sich aufrecht ins Bett. Ihr Atem ging flach und schnell, während ihre Augen eilig die Dunkelheit ihres Schlafgemachs nach dem Gehörnten absuchten. Doch sie war allein. Langsam begann sie ihren Atem zu kontrollieren und versuchte das Herzrasen, welches durch ihren ganzen Körper pochte, zu reduzieren.

„Ganz ruhig, Lana. Du hast nur geträumt!“, rief sie sich ins Gedächtnis. Ein seltsames Kribbeln durchfuhr ihren Körper. Ein unnatürlich angenehmes Kribbeln, das sie beinahe verzückt zurück in die bauschigen Laken und die warmen Kissen ihres Bettes fallen ließ.

„Es war alles nur ein Traum…“, sagte sich leise und beinahe enttäuscht, während sie an die Decke ihres Baldachins schaute. Sie lächelte verstohlen und biss sich auf die Unterlippe, als sie ihre Hände auf eine lüsterne Wanderung schickte. Doch ehe sie ihr Ziel erreichten, zog Lana sie zurück. Warmes, klebriges Blut bedeckte ihre Fingerkuppen.

„Oooh nein! Ist es schon wieder so weit…“, stöhnte sie entnervt.

Der Tag, an dessen Morgen sie so unfreiwillig erwacht war, zeigte sich nun in vollem Glanze. Die warme Sonne eines Sommertages schien durch die hohen, spitz zulaufenden Fenster in Lanas Arbeitszimmer, während das leise, rhythmische Rauschen der Wellen und der Duft salzigen Wassers den Raum einnahmen. Lana selbst saß an einem der beiden Fenster auf der breiten, aus stein gehauenen Fensterbänke und schaute über das Meer und die nahe Küste hinweg auf den unendlichen Tannenwald, der direkt an den Steilklippen begann. Die Sonne tauchte ihn in ein unnachahmliches Grün und ließ die gewunden, kleinen Flüsschen und Bäche silbrig schimmern, die durch den Wald plätscherten, um dann im saphirblauen Meer zu Lanas Rechten zu enden. Die Sonne schien Lana ins Gesicht, die den Kopf genüsslich zurückgelegt und die Augen geschlossen hatte. Der Tag war zu schön, um ihn wieder nur stundenlang über Bücher gebeugt, oder mit dem Mixen von Tränken zu verbringen.

Es klopfte. Ehe Lana etwas sagen konnte, schwang die Tür auf. Herein trat ein junger Mann mit breiten Schultern, dunkelbraunem Haar und einem dichten, wenngleich sehr gepflegten Bart. Sein Schritt war ebenso stattlich, wie die maßgeschneiderten Gewänder, welche aus dunkelblauem Samt bestanden und mit feinen Stickereien verziert waren. Seine ehrlichen, aufgeweckten blauen Augen huschten einen Moment suchend durch den großen, beinahe quadratischen Raum, bis sie die auf dem Fenstersims sitzende Frau, die sich nun erhob, erblickte. Er lächelte fröhlich und kam wiegenden Schrittes auf die hübsche Lana, die nun ein ebenfalls aus dunkelblauem Stoff gefertigtes und Figur schmeichelndes Kleid trug, zu.

„Lana, meine Teuerste!“, grüßte er beschwingt und breitete die Arme zur Umarmung aus. Lana hatte sich indes gerade aufgestellt, die Hände vor dem Bauchnabel ineinander gelegt und neigte sich nun weit nach vorne.

„Majestät!“, erwiderte sie respektvoll. Dann öffnete sie die Arme weit und schloss sie erst wieder, als der Mann von ihnen flankiert wurden. Der Mann war um einiges größer als sie und so legte sich ihr von blondem Haar gekrönter Kopf auf die starken Brustmuskeln ihres Gegenübers. Lana hörte seinen Herzschlag, der bemerkenswert ruhig war.

Ein Herzklopfen später löste der Mann die Umarmung wieder und nahm Lanas Kopf in beide Hände. Er schaute ihr in die farbig an Labradorit erinnernden Augen und sagte ernst:
„Du hast wieder geblutet. Deine Zofe hat es mir erzählt“.

Lana wurde rot, was bei ihrer beinahe weißen Hautfarbe stark auffiel und nickte peinlich berührt. Der König lächelte.
„Das ist doch nichts Schlimmes, das weißt du doch. Das muss dir nicht peinlich sein!“
„Es ist mir nicht peinlich, dass ich es habe. So sind Frauen nun mal. Es ist mir nur peinlich, dass ihr es wisst, mein König!“, antwortete Lana, ohne die Möglichkeit ihren Kopf aus seinen ihn mit sanfter Gewalt haltenden Händen zu lösen.

Der König lächelte immer noch und fuhr Lana mit beinahe tätschelnder Art durchs Haar, als würde man einen Hund streicheln, der einen treu ansieht. Lana schloss dabei, auf eine Art und Weise sowohl bizarr als auch passend, genüsslich die Augen und lächelte leicht.
„Ich bin dein König. Und du bist meine Magierin. Ich muss, nein!, ich will alles wissen, was dich beschäftigt!“
„Ja, Herr! Ich gehöre euch, Herr!“, sagte Lana.
Der König ließ ihren Kopf los und rief fröhlich.
„Gut! Denn du musst etwas für mich tun“, setzte der König an. Plötzlich kribbelte es wieder in Lanas Körper.
„Wie kann ich euch dienen, Herr?“
„Wer bin ich?“

Die Frage verwirrte Lana ein wenig, doch ihr König sah sie durchdringend an.

„Ihr… seid… ihr seid König Mort“, stammelte sie, unsicher ob dies die richtige Antwort war.
„Und was ist mein Königreich?“
Lana schaute ihn an, zweifelnd ob diese Frage ernst gemeint war. Da der König sie jedoch weiterhin stur anblickte murmelte sie:
„Diese Burg, Herr…“, und setzte dann nach: „…und das ganze Königreich Atlantis!“

Der König nickte stumm. Dann begann er in einer monotonen Erzählstimme:
„Mein Vater, König Erik Rotschild erster seines Namens, hatte die Vision das unser Adelsgeschlecht sich einst erheben und seinen rechtmäßigen Anspruch auf die versunkene Stadt geltend machen würde. Er erbaute diese Burg, die wir als das imperiale Tor kennen, um von dort aus die Wiederkehr nach Atlantis möglich zu machen. Doch dies bedarf Zeit und die rinnt uns davon wie Wasser aus einer hohlen Hand. Im Süden des Landes Ferelden braut sich etwas zusammen. Eine unsagbare Finsternis, so heißt es. Dennoch muss ich meinen Weg fortsetzten. Und nun kommst du ins Spiel!“

Lana erwartete neugierig ihre Aufgabe.

„Du wirst nach Ferelden reisen, zu König Cailans Hofe und ihm persönlich einen Brief von mir überreichen. Dann wirst du seine Antwort abwarten und zu mir zurückkehren. Davor jedoch möchte ich, nach dieser Dunkelheit schaust, die uns angeblich bedroht“.

Lana nickte zum Zeichen, dass sie verstanden habe.

„Gut! Ich gebe dir zwei meiner Ritter mit. Wenn die Gerüchte stimmen, dann greift uns dort eine vom Erbauer selbst geschickte Armee verdorbener Wesen an“.
„Ich werde eure Ritter nicht brauchen, Herr“, sagte sie und auf den fragenden Blick ihres Königs flüsterte sie: „Der Erbauer ist eine Lüge!“
Ihre Augen funkelten den König an, dessen starke Arme sich unter seinem Gewand merklich anspannten. Sein Gesichtsausdruck wurde sehr zornig und er zischte mit zusammengepressten Zähnen: „Sprich nicht so von dem Erbauer, Lana!“

Lanas Herz begann stark zu pochen, während sie sich vorstellte, wie der starke Mann sie übers Knie legte und ihr zur Strafe auf den Hintern schlug. Als dieser jedoch keinerlei Anstalten machte, sie auch nur zu berühren, ließ sie das Kinn auf die Brust fallen und sagte gut hörbar: „Verzeiht mir, Herr!“

Als sie wieder aufblickte lächelte König Mort schon wieder und streichelte ihr nochmals über den Kopf.
„Sehr schön. Dann bereite dich vor! Ich verabschiede dich vor der Burg. Heute Nachmittag!“

Der Tag verging schnell. Lana packte ein paar der wichtigsten Utensilien für ihre Reise ein, ließ die Stallknechte ihr Pferd satteln und die Dienerschaft ihre schwarze Rüstung polieren. Die Sonne hatte den Großteil ihrer Wanderung schon beendet und würde in wenigen Stunden im Meer versinken, als Lana endlich über die breite, aus schweren Brettern gefertigte und mit Eisen verstärkte Zugbrücke ritt, welche den einzigen Zugang zu der auf einer Klippe über dem Meer thronenden Spornburg, darstellte. Die Hufeisen klapperten auf dem Holz und klirrten dann auf der gepflasterten Straße, die vor wenigen Jahrzehnten erbaut worden und zu dem schon sehr alten kaiserlichen Hochweg führte.

Nahe bei der Straße stand eine Abteilung Ritter, deren silberne Rüstungen in der Sonne funkelten und die allesamt zu des Königs Leibgarde zählten. Der König selbst saß auf einem schwarzen Schlachtross, dessen dunkler Stoffumhang das Wappen seiner Majestät trug. Es zeigte eine gekrönte Meerjungfrau, die einzigen menschenartigen Wesen, die abgesehen der Atlanter im ewigen Wasser lebten. Der Kopf der Meerjungfrau war im Profil dargestellt, während er Körper nach vorne gewandt war. In ihrer rechten Hand, rechts vom Körper hielt sie einen goldenen Schlüssel und in der anderen Hand, auf der gegenüberliegenden Seite, ein übergroßes, grünes Efeublatt. Die Meerjungfrau selbst war farblos, eine schwarze Silhouette vor goldenem Hintergrund. Ebenso die Krone, welche über ihrem Kopf zu schweben schien. Dennoch wirkte der Körper der Meerjungfrau schön und kunstvoll, wie sie sowohl auf dem Stoffumhang des Pferdes, als auch auf dem Schild des Königs prangte.

Der König selbst trug eine silberne Rüstung, über deren Harnisch sich ein schwarzer Wappenrock mit eben jenem Zeichen darauf, befand. An seinem Sattel hing der breite Ritterschild und auf der anderen Seite sein mächtiger Streithammer, den er in der Schlacht führte. Dazu trug er seinen Helm dessen riesige Stiefhörner, die er als Helmzier trug, sich massiv gegen den blauen Himmel abhob. Sein Visier hatte er hochgeklappt, sodass Lana in sein bärtiges Gesicht schauen konnte. Sie stoppte ihr Pferd vor dem seinen und verneigte sich im Sattel. Der König zog eine sorgfältig eingerollte und mit dem königlichen Wachssiegel versehrte Pergamentbotschaft hervor und überreichte sie Lana.

„Und du willst sicherlich keine Gefährten?“, fragte der König.
„Nein Herr, alleine bin ich schneller. Zudem würden zu viele bewaffnete Ritter wohl auffallen“, sagte sie obwohl sie ebenso gut wie der König wusste, dass das letzte Argument Stuss war.
„Nun gut. Ich wünsche dir eine gute Reise und hoffe auf eine baldige Rückkehr“, sagte der König und umfasste so gut es ging Lanas gepanzerte Hand mit der seinen. Lana zwinkerte ihm ermutigend zu. Dann gab sie ihrem Pferd einen leichten Antrieb und ritt los, fort von der aus hellen Steinen und mit Efeu bewucherten Burg, deren Anblick eines jeden Mannes Herz höher schlagen lassen und unter deren Zugbrücke und mit Spitzdächern oder wehrhaften Zinnen gekrönten Türme sich fröhlich Meerjungfrauen tummelten.

Zwei Wochen später, die sie auf dem kaiserlichen Hochweg zugebracht hatte, ritt sie in eine kleine Ortschaft. Sie hatte bereits die Stadt Amaranthine hinter sich gelassen, es konnte also keine Woche mehr dauern, bis sie Denerim erreichen würde. Der König hatte sie mit reichlich Gold- und Silbermünzen ausgestattet und so schob sie ihr Ross in einen der Ställe, drückte einem Stallknecht ein paar Silberlinge in die Hand und schwor ihm, dass er den Kopf verlieren würde, sollte das Pferd bei ihrer Rückkehr nicht mehr dort sein.

Sie betrat das Gasthaus. Es war unfassbar voll, viel voller als alle anderen Gasthäuser, die sie bisher besucht hatte. Sie hatte jedoch keinerlei Interesse sich die Menschen oder ihre Beschäftigungen weiter anzusehen, sondern steuerte direkt auf den Tresen und den Wirt zu.

„Ich brauche ein Zimmer!“, sagte sie direkt und blickte in die Runde.

Emerahl
09.09.2014, 09:51
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http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias brachte dem jungen Mann noch ein Bier. Hm, wenn er ihn betrunken machte, dann würde er sicherlich todmüde ins Bett fallen. Dann schläft er die Nacht durch und morgen früh würde er sich dann beizeiten auf den Weg machen. Am besten bevor Samira wach wurde. Ja, das war ein guter Plan.

Er blickte den jungen Mann wieder an als dieser ihm eine Frage stellte. „Ja, die Gerüchte gibt es. Doch ich denke, dass es nicht nur Gerüchte sind. Hier kehrten Soldaten ein, die in Ostagar waren. Sie erzählten, dass die Armee gegen tausende dieser Monster gekämpft hatte. Tausende dieser Dunklen Brut klingt nicht gerade nach einem einfachen Raubzug dieser Kreaturen. Nein, ich denke es ist wohl nicht nur ein Gerücht.“ Elias blickte den jungen Mann an. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Ja, und wer in der Armee kämpfte war weit entfernt von seinem kleinen Mädchen.

„Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“ Als er es dem jungen Mann anbot setzte Elias sein freundlichstes Lächeln auf.


Der Stand des Mondes besagte Samira, dass Mitternacht schon vorbei war. Das bedeutete, dass es ihr 18. Geburtstag war. Sie trat vor ihrem Spiegel und lächelte ihr Spiegelbild traurig an. Andere junge Frauen in ihrem Alter waren längst verheiratet. Doch sie hatte nicht mal einen Mann, der um sie warb. Wahrscheinlich würde sie als alte Jungfer enden.

Samira entfernte das Blumengesteck aus dem Haar und legte es auf ihre Kommode. Dann band sie ihr langes Haar zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. Sie ging zur Tür und legte ihr Ohr daran. Es war still. Vorsichtig drehte sie den Schlüssel um, öffnete Tür und schaute hinaus. Der Flur war leer und die junge Frau schlüpfte hinaus. Sie schloss die Tür von außen ab und steckte den Schlüssel in eine kleine Tasche ihres Kleides. Auf Zehenspitzen schlich sie den Gang entlang und die Treppe hinunter. Im Gasthaus war es laut und das machte es ihr leichter. Unbemerkt konnte sie durch den Hinterausgang das Haus verlassen.

Zielsicher lief sie über den Hof zu dem Schuppen, in dem das Feuerholz lagerte. In dem Schuppen gab es eine kleine Nische, welche ihr Geheimversteck war. Niemand wusste davon. Aus diesem Versteckt nahm sie einen kleinen Bastkorb. Darin befanden sich etwas Papier, eine Schreibfeder, ein kleines Tintenfass und eine Laterne mit Feuersteinen zum Anzünden. Sie machte die Laterne an und dimmte das Licht. Sie wollte schließlich nicht entdeckt werden. Samira nahm das Bastkörbchen in die eine und die Laterne in die andere Hand. Sie blickte noch einmal zum Gasthaus. Niemand schien ihr Verschwinden bemerkt zu haben.

Lächelnd machte sie sich auf den Weg zum Fluss, der nicht weit vom Dorf entfernt war. An dem Fluss gab es ein wunderschönes Stückchen Wiese. Im Frühjahr und im Sommer blühten dort wunderschöne Blumen. Des Nachts schlich sie sich öfters aus dem Haus um ungestört zu sein. Sie hoffte, dass niemand es jemals heraus bekam. Sie möchte sich nicht einmal vorstellen, was ihr Vater tun wurde, wenn er es herausfindet. Doch sie brauchte diese Zeit für sich um ungestört an ihren Liedern zu schreiben. Die Natur gab ihr die Inspiration und Ruhe dafür.

Samira stellte den Bastkorb und die Laterne auf den Boden. Dann ließ sie sich selber in einer bequemen Position auf der Blumenwiese nieder. Sie drehte die Laterne etwas heller, damit sie besser sehen konnte. Aus dem Bastkorb nahm sie das Papier, die Tinte und die Schreibfeder. Auf dem Papier gab es schon mehrere Ideen und angefangene Lieder. Sie summte leise vor sich hin, als sie anfing ihren Ideen Form zu geben. Immer wieder blickte sie nachdenklich in den Nachthimmel. Während sie nachdachte berührte die Feder leicht ihre Lippen. Es war eine Angewohnheit, die sie automatisch machte, wenn sie in ihrer Arbeit vertieft war. Immer wieder sang sie verschiedene Textzeilen um zu hören, wie sie klangen.


Elias brachte dem jungen Mann noch ein Bier. Hm, wenn er ihn betrunken machte, dann würde er sicherlich todmüde ins Bett fallen. Dann schläft er die Nacht durch und morgen früh würde er sich dann beizeiten auf den Weg machen. Am besten bevor Samira wach wurde. Ja, das war ein guter Plan.

Er blickte den jungen Mann wieder an als dieser ihm eine Frage stellte. „Ja, die Gerüchte gibt es. Doch ich denke, dass es nicht nur Gerüchte sind. Hier kehrten Soldaten ein, die in Ostagar waren. Sie erzählten, dass die Armee gegen tausende dieser Monster gekämpft hatte. Tausende dieser Dunklen Brut klingt nicht gerade nach einem einfachen Raubzug dieser Kreaturen. Nein, ich denke es ist wohl nicht nur ein Gerücht.“ Elias blickte den jungen Mann an. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Ja, und wer in der Armee kämpfte war weit entfernt von seinem kleinen Mädchen.

„Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“ Als er es dem jungen Mann anbot setzte Elias sein freundlichstes Lächeln auf.


Der Stand des Mondes besagte Samira, dass Mitternacht schon vorbei war. Das bedeutete, dass es ihr 18. Geburtstag war. Sie trat vor ihrem Spiegel und lächelte ihr Spiegelbild traurig an. Andere junge Frauen in ihrem Alter waren längst verheiratet. Doch sie hatte nicht mal einen Mann, der um sie warb. Wahrscheinlich würde sie als alte Jungfer enden.

Samira entfernte das Blumengesteck aus dem Haar und legte es auf ihre Kommode. Dann band sie ihr langes Haar zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. Sie ging zur Tür und legte ihr Ohr daran. Es war still. Vorsichtig drehte sie den Schlüssel um, öffnete Tür und schaute hinaus. Der Flur war leer und die junge Frau schlüpfte hinaus. Sie schloss die Tür von außen ab und steckte den Schlüssel in eine kleine Tasche ihres Kleides. Auf Zehenspitzen schlich sie den Gang entlang und die Treppe hinunter. Im Gasthaus war es laut und das machte es ihr leichter. Unbemerkt konnte sie durch den Hinterausgang das Haus verlassen.

Zielsicher lief sie über den Hof zu dem Schuppen, in dem das Feuerholz lagerte. In dem Schuppen gab es eine kleine Nische, welche ihr Geheimversteck war. Niemand wusste davon. Aus diesem Versteckt nahm sie einen kleinen Bastkorb. Darin befanden sich etwas Papier, eine Schreibfeder, ein kleines Tintenfass und eine Laterne mit Feuersteinen zum Anzünden. Sie machte die Laterne an und dimmte das Licht. Sie wollte schließlich nicht entdeckt werden. Samira nahm das Bastkörbchen in die eine und die Laterne in die andere Hand. Sie blickte noch einmal zum Gasthaus. Niemand schien ihr Verschwinden bemerkt zu haben.

Lächelnd machte sie sich auf den Weg zum Fluss, der nicht weit vom Dorf entfernt war. An dem Fluss gab es ein wunderschönes Stückchen Wiese. Im Frühjahr und im Sommer blühten dort wunderschöne Blumen. Des Nachts schlich sie sich öfters aus dem Haus um ungestört zu sein. Sie hoffte, dass niemand es jemals heraus bekam. Sie möchte sich nicht einmal vorstellen, was ihr Vater tun wurde, wenn er es herausfindet. Doch sie brauchte diese Zeit für sich um ungestört an ihren Liedern zu schreiben. Die Natur gab ihr die Inspiration und Ruhe dafür.

Samira stellte den Bastkorb und die Laterne auf den Boden. Dann ließ sie sich selber in einer bequemen Position auf der Blumenwiese nieder. Sie drehte die Laterne etwas heller, damit sie besser sehen konnte. Aus dem Bastkorb nahm sie das Papier, die Tinte und die Schreibfeder. Auf dem Papier gab es schon mehrere Ideen und angefangene Lieder. Sie summte leise vor sich hin, als sie anfing ihren Ideen Form zu geben. Immer wieder blickte sie nachdenklich in den Nachthimmel. Während sie nachdachte berührte die Feder leicht ihre Lippen. Es war eine Angewohnheit, die sie automatisch machte, wenn sie in ihrer Arbeit vertieft war. Immer wieder sang sie verschiedene Textzeilen um zu hören, wie sie klangen.

„Wir haben tatsächlich ein Zimmer für eine Nacht frei.“ sagte der Wirt und zeigte auf die Treppe, bevor er fortfuhr. „Es ist diese Treppe nach oben und das dritte Zimmer auf der linken Seite. Ich hole Euch den Schlüssel.“ Er wandte sich ab bevor er noch hinzufügte. „Meine Tochter ist tabu.“

Ratlos blickte Bastien den Wirt an. Hatte er irgendetwas falsch gemacht? Oder woher stammte der plötzliche Stimmungsumschwung? Bastien war fast versucht zu glauben, dass der Wirt ihn hasste. Aus welchem Grund nur? Er war sich sicher, dass er dem Mann noch nie vorher begegnet war. Den letzten Satz hatte er über den Lärm in der Gaststätte überhört. Bevor er jedoch nachfragen konnte, verließ der Wirt den Tresen. Neugierig geworden drehte sich Bastien um. Gleich schon sah er den Grund. Ein betrunkener Gast war aufgestanden und begann sich zu entkleiden, nicht ohne ein paar Anzüglichkeiten los zu werden. Bastien beobachtete alles mit einem anzüglichen Grinsen. Wenn er mit den Männern an dem Tisch schon etwas bekannter wäre, hätte er den Betrunkenen noch angefeuert. Der Wirt allerdings schien keinen Spaß zu verstehen, denn er packte den armen Trottel am Kragen und hob ihn in die Luft. Die Worte konnte er aus der Entfernung nicht verstehen, jedoch wie der Wirt einen Namen rief. Ein junger Mann kam herbei geeilt. Es musste der Sohn sein, denn die Ähnlichkeit war nicht zu übersehen. Dieser lief auch gleich weiter bis zur Tür, welche er weit öffnete. Der Wirt fackelte nicht lang und warf den Betrunkenen hinaus.

In der Zwischenzeit hatte die junge Sängerin ihr Lied beendet. Die Worte, mit denen der Wirt sie weg schickte, waren im kompletten Schankraum zu hören. Das Mädchen errötete und eilte davon. Erstaunt blickte er ihr nach. Das war merkwürdig. Schließlich wurde hier eine Hochzeit gefeiert, das gesamte Dorf schien versammelt zu sein und der Vater schickte sein Kind davon wie eine ungezogene kleine Gör.

Der Wirt kehrte zurück zum Tresen und gab Bastien den Schlüssel für das Zimmer mit den Worten: „Meine Tochter ist tabu.“ Dann blickte er bedeutungsvoll zur Vordertür. Bastien verstand. Es wäre nicht das erste Mal, dass man ihn vor die Tür gesetzt hatte, doch davon würde er sich nicht abhalten lassen. Das Mädchen wurde durch das Verhalten des Vaters nur noch interessanter für ihn. Auf die Frage des Wirts, ob er ihm noch etwas bringen könne, verlangte er ein weiteres Bier und fragte dann:

"Habt Ihr etwas über den Krieg gehört, der im Süden des Landes statt gefunden hat? Es gehen die Gerüchte um, dass eine neue Verderbnis im Anmarsch sein soll."

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„Nein! Nein bitte nicht!“, schrie Lana voller Furcht, als die große, dunkle Gestalt deren riesige Stierhörner sich wie Schatten abzeichneten auf sie zukam. Sie kauerte am Boden und kroch zitternd vor ihrem bedrohlichen Angreifer davon. Der Stein auf dem die sich von der gehörnten Gestalt fortschob war ekelhaft rau und zerrte einzelne Fäden aus ihrem weißen Nachthemd, das als Einziges ihre Blöße bedeckte.

„Bitte tu mir nichts“, flehte Lana inbrünstig, als sie mit dem Rücken gegen eine kalte, unnachgiebige Wand stieß. Die schwarze Person ignorierte ihr Flehen, kam näher und stützte sich dabei auf einen zyklopischen, dicken Speer mit grausamer platter, aber langer Spitze. Lana rutschte an der Wand hoch und tapste vorsichtig an ihr entlang. Sie spürte ein kühlender Luftzug und schaute nach Links. Dort war ein Fenster durch das schwaches Mondlicht in den schattenhaften, dunklen Raum fiel, in dem sie sich befand. Mit dem Rücken an der Wand kratzend stolperte sie auf das Fenster zu. Sie spürte, wie sich die furchteinflößende Gestalt stetig nährte, vollkommen ruhig, ohne Hast.

Lana erreichte das Fenster. Von draußen drang ein lauer Nachtwind hinein. Leiste säuselte er an den massiven Mauern des merkwürdig unnatürlich erscheinenden Turms entlang und blies sanft durch Lanas blonden Haarschopf. Ihre vor Angst geweiteten Augen schauten aus dem Fenster und erblickten eine silberne Mondsichel, welche heller schien als all die funkelnden Sterne am blau-schwarzen Nachthimmel. Vor ihr ersteckte sich ein weites Tal voller Tannenbäume, deren spitze Wipfel wie ein Meer aus Speeren in den Himmel ragten. Lana schaute über den breiten Fenstersims nach unten. Die Mauer fiel steil ab und reichte so tief, dass Lana den Boden nicht sehen konnte. Sie seufzte resignierend und drehte sich um. Und da stand sie, die riesige pechschwarze Kreatur, deren mächtige Hörner sich verzerrt gegen die hohe Decke abhoben. Lana öffnete den Mund und schüttelte verneinend den Kopf.

Das nächste, was sie spürte war der Speer, der ihr kraftvoll in den Bauch gestoßen wurde. Die stählerne Spitze wühlte sich durch Haut, Fleisch und Eingeweide und brach dann blutverschmiert aus Lanas Rücken hervor. Sie atmete keuchend aus und Blut tropfte, nein floss ihr regelrecht aus dem geöffneten Mund und benetzte ihr Hemd. Es war ohne Bedeutung, denn der sich nach Innen ziehende Schmerz in ihrer Magengegend bedeutete, dass sie starb. Lana schaute in das Gesicht ihres Mörders, doch erkannte sie nichts außer einem schwarzen, unklaren Umriss eines Helmvisisers.

Eine schwere, große Hand packte ihre Schulter und unfassbarer Schmerz zerriss sie, als der Speer langsam aus ihrem geschundenen Körper gezogen wurde. Sie biss die Zähne aufeinander und verkrampfte, bis schließlich die spitze Klinge des Speeres ihren Körper verlassen hatte. Schwach und ihr Leben aushauchend fiel sie auf die Knie, die Last der Hand noch immer auf ihrer Schulter.

Der Speer wurde erneut angesetzt, in perfekter Position oberhalb ihrer Brüste, genau in deren Mitte, sodass ihr Kinn ihn fast berührte, als sie nach unten schaute. Ihre Augen wurden glasig, während die Hand sie fest packte und ihr Mörder dann erneut den Speer in sie stieß…


Nach Luft schnappend wachte Lana auf und setzte sich aufrecht ins Bett. Ihr Atem ging flach und schnell, während ihre Augen eilig die Dunkelheit ihres Schlafgemachs nach dem Gehörnten absuchten. Doch sie war allein. Langsam begann sie ihren Atem zu kontrollieren und versuchte das Herzrasen, welches durch ihren ganzen Körper pochte, zu reduzieren.

„Ganz ruhig, Lana. Du hast nur geträumt!“, rief sie sich ins Gedächtnis. Ein seltsames Kribbeln durchfuhr ihren Körper. Ein unnatürlich angenehmes Kribbeln, das sie beinahe verzückt zurück in die bauschigen Laken und die warmen Kissen ihres Bettes fallen ließ.

„Es war alles nur ein Traum…“, sagte sich leise und beinahe enttäuscht, während sie an die Decke ihres Baldachins schaute. Sie lächelte verstohlen und biss sich auf die Unterlippe, als sie ihre Hände auf eine lüsterne Wanderung schickte. Doch ehe sie ihr Ziel erreichten, zog Lana sie zurück. Warmes, klebriges Blut bedeckte ihre Fingerkuppen.

„Oooh nein! Ist es schon wieder so weit…“, stöhnte sie entnervt.

Der Tag, an dessen Morgen sie so unfreiwillig erwacht war, zeigte sich nun in vollem Glanze. Die warme Sonne eines Sommertages schien durch die hohen, spitz zulaufenden Fenster in Lanas Arbeitszimmer, während das leise, rhythmische Rauschen der Wellen und der Duft salzigen Wassers den Raum einnahmen. Lana selbst saß an einem der beiden Fenster auf der breiten, aus stein gehauenen Fensterbänke und schaute über das Meer und die nahe Küste hinweg auf den unendlichen Tannenwald, der direkt an den Steilklippen begann. Die Sonne tauchte ihn in ein unnachahmliches Grün und ließ die gewunden, kleinen Flüsschen und Bäche silbrig schimmern, die durch den Wald plätscherten, um dann im saphirblauen Meer zu Lanas Rechten zu enden. Die Sonne schien Lana ins Gesicht, die den Kopf genüsslich zurückgelegt und die Augen geschlossen hatte. Der Tag war zu schön, um ihn wieder nur stundenlang über Bücher gebeugt, oder mit dem Mixen von Tränken zu verbringen.

Es klopfte. Ehe Lana etwas sagen konnte, schwang die Tür auf. Herein trat ein junger Mann mit breiten Schultern, dunkelbraunem Haar und einem dichten, wenngleich sehr gepflegten Bart. Sein Schritt war ebenso stattlich, wie die maßgeschneiderten Gewänder, welche aus dunkelblauem Samt bestanden und mit feinen Stickereien verziert waren. Seine ehrlichen, aufgeweckten blauen Augen huschten einen Moment suchend durch den großen, beinahe quadratischen Raum, bis sie die auf dem Fenstersims sitzende Frau, die sich nun erhob, erblickte. Er lächelte fröhlich und kam wiegenden Schrittes auf die hübsche Lana, die nun ein ebenfalls aus dunkelblauem Stoff gefertigtes und Figur schmeichelndes Kleid trug, zu.

„Lana, meine Teuerste!“, grüßte er beschwingt und breitete die Arme zur Umarmung aus. Lana hatte sich indes gerade aufgestellt, die Hände vor dem Bauchnabel ineinander gelegt und neigte sich nun weit nach vorne.

„Majestät!“, erwiderte sie respektvoll. Dann öffnete sie die Arme weit und schloss sie erst wieder, als der Mann von ihnen flankiert wurden. Der Mann war um einiges größer als sie und so legte sich ihr von blondem Haar gekrönter Kopf auf die starken Brustmuskeln ihres Gegenübers. Lana hörte seinen Herzschlag, der bemerkenswert ruhig war.

Ein Herzklopfen später löste der Mann die Umarmung wieder und nahm Lanas Kopf in beide Hände. Er schaute ihr in die farbig an Labradorit erinnernden Augen und sagte ernst:
„Du hast wieder geblutet. Deine Zofe hat es mir erzählt“.

Lana wurde rot, was bei ihrer beinahe weißen Hautfarbe stark auffiel und nickte peinlich berührt. Der König lächelte.
„Das ist doch nichts Schlimmes, das weißt du doch. Das muss dir nicht peinlich sein!“
„Es ist mir nicht peinlich, dass ich es habe. So sind Frauen nun mal. Es ist mir nur peinlich, dass ihr es wisst, mein König!“, antwortete Lana, ohne die Möglichkeit ihren Kopf aus seinen ihn mit sanfter Gewalt haltenden Händen zu lösen.

Der König lächelte immer noch und fuhr Lana mit beinahe tätschelnder Art durchs Haar, als würde man einen Hund streicheln, der einen treu ansieht. Lana schloss dabei, auf eine Art und Weise sowohl bizarr als auch passend, genüsslich die Augen und lächelte leicht.
„Ich bin dein König. Und du bist meine Magierin. Ich muss, nein!, ich will alles wissen, was dich beschäftigt!“
„Ja, Herr! Ich gehöre euch, Herr!“, sagte Lana.
Der König ließ ihren Kopf los und rief fröhlich.
„Gut! Denn du musst etwas für mich tun“, setzte der König an. Plötzlich kribbelte es wieder in Lanas Körper.
„Wie kann ich euch dienen, Herr?“
„Wer bin ich?“

Die Frage verwirrte Lana ein wenig, doch ihr König sah sie durchdringend an.

„Ihr… seid… ihr seid König Mort“, stammelte sie, unsicher ob dies die richtige Antwort war.
„Und was ist mein Königreich?“
Lana schaute ihn an, zweifelnd ob diese Frage ernst gemeint war. Da der König sie jedoch weiterhin stur anblickte murmelte sie:
„Diese Burg, Herr…“, und setzte dann nach: „…und das ganze Königreich Atlantis!“

Der König nickte stumm. Dann begann er in einer monotonen Erzählstimme:
„Mein Vater, König Erik Rotschild erster seines Namens, hatte die Vision das unser Adelsgeschlecht sich einst erheben und seinen rechtmäßigen Anspruch auf die versunkene Stadt geltend machen würde. Er erbaute diese Burg, die wir als das imperiale Tor kennen, um von dort aus die Wiederkehr nach Atlantis möglich zu machen. Doch dies bedarf Zeit und die rinnt uns davon wie Wasser aus einer hohlen Hand. Im Süden des Landes Ferelden braut sich etwas zusammen. Eine unsagbare Finsternis, so heißt es. Dennoch muss ich meinen Weg fortsetzten. Und nun kommst du ins Spiel!“

Lana erwartete neugierig ihre Aufgabe.

„Du wirst nach Ferelden reisen, zu König Cailans Hofe und ihm persönlich einen Brief von mir überreichen. Dann wirst du seine Antwort abwarten und zu mir zurückkehren. Davor jedoch möchte ich, nach dieser Dunkelheit schaust, die uns angeblich bedroht“.

Lana nickte zum Zeichen, dass sie verstanden habe.

„Gut! Ich gebe dir zwei meiner Ritter mit. Wenn die Gerüchte stimmen, dann greift uns dort eine vom Erbauer selbst geschickte Armee verdorbener Wesen an“.
„Ich werde eure Ritter nicht brauchen, Herr“, sagte sie und auf den fragenden Blick ihres Königs flüsterte sie: „Der Erbauer ist eine Lüge!“
Ihre Augen funkelten den König an, dessen starke Arme sich unter seinem Gewand merklich anspannten. Sein Gesichtsausdruck wurde sehr zornig und er zischte mit zusammengepressten Zähnen: „Sprich nicht so von dem Erbauer, Lana!“

Lanas Herz begann stark zu pochen, während sie sich vorstellte, wie der starke Mann sie übers Knie legte und ihr zur Strafe auf den Hintern schlug. Als dieser jedoch keinerlei Anstalten machte, sie auch nur zu berühren, ließ sie das Kinn auf die Brust fallen und sagte gut hörbar: „Verzeiht mir, Herr!“

Als sie wieder aufblickte lächelte König Mort schon wieder und streichelte ihr nochmals über den Kopf.
„Sehr schön. Dann bereite dich vor! Ich verabschiede dich vor der Burg. Heute Nachmittag!“

Der Tag verging schnell. Lana packte ein paar der wichtigsten Utensilien für ihre Reise ein, ließ die Stallknechte ihr Pferd satteln und die Dienerschaft ihre schwarze Rüstung polieren. Die Sonne hatte den Großteil ihrer Wanderung schon beendet und würde in wenigen Stunden im Meer versinken, als Lana endlich über die breite, aus schweren Brettern gefertigte und mit Eisen verstärkte Zugbrücke ritt, welche den einzigen Zugang zu der auf einer Klippe über dem Meer thronenden Spornburg, darstellte. Die Hufeisen klapperten auf dem Holz und klirrten dann auf der gepflasterten Straße, die vor wenigen Jahrzehnten erbaut worden und zu dem schon sehr alten kaiserlichen Hochweg führte.

Nahe bei der Straße stand eine Abteilung Ritter, deren silberne Rüstungen in der Sonne funkelten und die allesamt zu des Königs Leibgarde zählten. Der König selbst saß auf einem schwarzen Schlachtross, dessen dunkler Stoffumhang das Wappen seiner Majestät trug. Es zeigte eine gekrönte Meerjungfrau, die einzigen menschenartigen Wesen, die abgesehen der Atlanter im ewigen Wasser lebten. Der Kopf der Meerjungfrau war im Profil dargestellt, während er Körper nach vorne gewandt war. In ihrer rechten Hand, rechts vom Körper hielt sie einen goldenen Schlüssel und in der anderen Hand, auf der gegenüberliegenden Seite, ein übergroßes, grünes Efeublatt. Die Meerjungfrau selbst war farblos, eine schwarze Silhouette vor goldenem Hintergrund. Ebenso die Krone, welche über ihrem Kopf zu schweben schien. Dennoch wirkte der Körper der Meerjungfrau schön und kunstvoll, wie sie sowohl auf dem Stoffumhang des Pferdes, als auch auf dem Schild des Königs prangte.

Der König selbst trug eine silberne Rüstung, über deren Harnisch sich ein schwarzer Wappenrock mit eben jenem Zeichen darauf, befand. An seinem Sattel hing der breite Ritterschild und auf der anderen Seite sein mächtiger Streithammer, den er in der Schlacht führte. Dazu trug er seinen Helm dessen riesige Stiefhörner, die er als Helmzier trug, sich massiv gegen den blauen Himmel abhob. Sein Visier hatte er hochgeklappt, sodass Lana in sein bärtiges Gesicht schauen konnte. Sie stoppte ihr Pferd vor dem seinen und verneigte sich im Sattel. Der König zog eine sorgfältig eingerollte und mit dem königlichen Wachssiegel versehrte Pergamentbotschaft hervor und überreichte sie Lana.

„Und du willst sicherlich keine Gefährten?“, fragte der König.
„Nein Herr, alleine bin ich schneller. Zudem würden zu viele bewaffnete Ritter wohl auffallen“, sagte sie obwohl sie ebenso gut wie der König wusste, dass das letzte Argument Stuss war.
„Nun gut. Ich wünsche dir eine gute Reise und hoffe auf eine baldige Rückkehr“, sagte der König und umfasste so gut es ging Lanas gepanzerte Hand mit der seinen. Lana zwinkerte ihm ermutigend zu. Dann gab sie ihrem Pferd einen leichten Antrieb und ritt los, fort von der aus hellen Steinen und mit Efeu bewucherten Burg, deren Anblick eines jeden Mannes Herz höher schlagen lassen und unter deren Zugbrücke und mit Spitzdächern oder wehrhaften Zinnen gekrönten Türme sich fröhlich Meerjungfrauen tummelten.

Zwei Wochen später, die sie auf dem kaiserlichen Hochweg zugebracht hatte, ritt sie in eine kleine Ortschaft. Sie hatte bereits die Stadt Amaranthine hinter sich gelassen, es konnte also keine Woche mehr dauern, bis sie Denerim erreichen würde. Der König hatte sie mit reichlich Gold- und Silbermünzen ausgestattet und so schob sie ihr Ross in einen der Ställe, drückte einem Stallknecht ein paar Silberlinge in die Hand und schwor ihm, dass er den Kopf verlieren würde, sollte das Pferd bei ihrer Rückkehr nicht mehr dort sein.

Sie betrat das Gasthaus. Es war unfassbar voll, viel voller als alle anderen Gasthäuser, die sie bisher besucht hatte. Sie hatte jedoch keinerlei Interesse sich die Menschen oder ihre Beschäftigungen weiter anzusehen, sondern steuerte direkt auf den Tresen und den Wirt zu.

„Ich brauche ein Zimmer!“, sagte sie direkt und blickte in die Runde.



Der Wirt überzeugte Bastien über die Echtheit der Gerüchte, da Soldaten auf dem Weg nach Denerim in seiner Gaststätte eingekehrt waren. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Er verstummte kurz, nur um dann zu fragen: „Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“

"Hmm, ich habe hier und da schon gekämpft, das ist mir nicht gänzlich unbekannt. Ja, vielleicht schließe ich mich tatsächlich der Armee an. Doch jetzt erst einmal bin ich ja hier", antwortete Batien. Er blickte sich in der Taverne nach ein paar Zerstreuungen um und sah, dass die Männer an einem Tisch ein paar Würfel heraus geholt hatten und zu spielen anfingen. Es waren diese Männer, von denen einer vom Wirt vor die Tür gesetzt worden war. "Herr Wirt, bringt mir bitte ein frisches Bier und etwas von Eurem guten Schnaps an diesen Tisch dort. Ich gedenke nämlich, mich den Herrschaften anzuschließen."
Bastien erhob sich und schlenderte an den Tisch. "Guten Abend die Herren, wäre es möglich, noch einzusteigen?" fragte Bastien, seinen Geldbeutel in der Hand auf- und abwerfend. Die Männer winkten Bastien, sich zu setzen und bald schon waren sie in ihr Würfelspiel vertieft. Sie spielten das Spiel Zwei und Vier (http://www.larpwiki.de/ZweiUndVier), das mit 5 Würfeln gespielt wurden:


Der Spieler würfelt (beim ersten Wurf mit allen fünf Würfeln). Nach jedem Wurf legt er mindestens einen Würfel beiseite. (Er kann auch gleich alle beiseite legen.) Danach würfelt er mit den verbleibenden Würfeln, legt wieder mindestens einen beiseite, und so weiter. Bis er alle beiseite gelegt hat.

Danach werden die Punkte ermittelt: die Augenzahl von drei der fünf Würfel bilden das Ergebnis. Allerdings nur dann, wenn die beiden anderen Würfel eine zwei und eine vier zeigen! Anders gesagt: Der Spieler muß, während er an der Reihe ist, irgendwann eine zwei und eine vier erwürfelt haben, damit sein Ergebnis zählt. Hat er zum Schluß nicht mindestens eine zwei und eine vier, hat er null Punkte!

Sieger ist der mit den meisten Punkten, bei Punktgleichheit entscheidet ein Stechen.

Der Alkohol floss reichlich und inzwischen hatten sich auch ein paar der Frauen zu den Männern gesellt. Eine dieser Frauen saß bei Bastien auf dem Schoß. Sie jubelte bei jedem Wurf, den er machte. Er nannte sie, seinen Glücksbringer. Und das Glück war ihm wirklich hold, so oft wie er an diesem Abend gewann.

Bastien war so in das Spiel und die Frau, Marie war ihr Name, vertieft, dass die schöne Sängerin vergessen war. Er würde ganz einfach seine Bedürfnisse an Marie stillen, die ihm so willig schien. So erhob er sich mit ihr und zog sie hinter sich her. "Komm cherié, lass uns ein ruhiges Plätzchen suchen, dann werde ich dir ein Geheimnis verraten." Marie kicherte nur zur Antwort. Auf dem Weg zur Türe rempelte er Jemanden unsanft an, denn ganz sicher war er nicht mehr auf den Beinen. Er drehte sich um, eine Entschuldigung schon auf den Lippen, als er sah, dass es eine Elfe war. "Was stehst du da so rum, Weib, hast du nichts zu tun?" Ohne eine Antwort abzuwarten, verließ er mit Marie die Taverne. Kaum waren sie draußen, als Marie ihn auch schon um die Ecke zog und ihm um den Hals fiel. Bastien küsste sie leidenschaftlich, drückte sie dabei an die Hauswand und schickte seine Hände auf Wanderschaft.

Annalena
09.09.2014, 10:42
http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

„Nein! Nein bitte nicht!“, schrie Lana voller Furcht, als die große, dunkle Gestalt deren riesige Stierhörner sich wie Schatten abzeichneten auf sie zukam. Sie kauerte am Boden und kroch zitternd vor ihrem bedrohlichen Angreifer davon. Der Stein auf dem die sich von der gehörnten Gestalt fortschob war ekelhaft rau und zerrte einzelne Fäden aus ihrem weißen Nachthemd, das als Einziges ihre Blöße bedeckte.

„Bitte tu mir nichts“, flehte Lana inbrünstig, als sie mit dem Rücken gegen eine kalte, unnachgiebige Wand stieß. Die schwarze Person ignorierte ihr Flehen, kam näher und stützte sich dabei auf einen zyklopischen, dicken Speer mit grausamer platter, aber langer Spitze. Lana rutschte an der Wand hoch und tapste vorsichtig an ihr entlang. Sie spürte ein kühlender Luftzug und schaute nach Links. Dort war ein Fenster durch das schwaches Mondlicht in den schattenhaften, dunklen Raum fiel, in dem sie sich befand. Mit dem Rücken an der Wand kratzend stolperte sie auf das Fenster zu. Sie spürte, wie sich die furchteinflößende Gestalt stetig nährte, vollkommen ruhig, ohne Hast.

Lana erreichte das Fenster. Von draußen drang ein lauer Nachtwind hinein. Leiste säuselte er an den massiven Mauern des merkwürdig unnatürlich erscheinenden Turms entlang und blies sanft durch Lanas blonden Haarschopf. Ihre vor Angst geweiteten Augen schauten aus dem Fenster und erblickten eine silberne Mondsichel, welche heller schien als all die funkelnden Sterne am blau-schwarzen Nachthimmel. Vor ihr ersteckte sich ein weites Tal voller Tannenbäume, deren spitze Wipfel wie ein Meer aus Speeren in den Himmel ragten. Lana schaute über den breiten Fenstersims nach unten. Die Mauer fiel steil ab und reichte so tief, dass Lana den Boden nicht sehen konnte. Sie seufzte resignierend und drehte sich um. Und da stand sie, die riesige pechschwarze Kreatur, deren mächtige Hörner sich verzerrt gegen die hohe Decke abhoben. Lana öffnete den Mund und schüttelte verneinend den Kopf.

Das nächste, was sie spürte war der Speer, der ihr kraftvoll in den Bauch gestoßen wurde. Die stählerne Spitze wühlte sich durch Haut, Fleisch und Eingeweide und brach dann blutverschmiert aus Lanas Rücken hervor. Sie atmete keuchend aus und Blut tropfte, nein floss ihr regelrecht aus dem geöffneten Mund und benetzte ihr Hemd. Es war ohne Bedeutung, denn der sich nach Innen ziehende Schmerz in ihrer Magengegend bedeutete, dass sie starb. Lana schaute in das Gesicht ihres Mörders, doch erkannte sie nichts außer einem schwarzen, unklaren Umriss eines Helmvisisers.

Eine schwere, große Hand packte ihre Schulter und unfassbarer Schmerz zerriss sie, als der Speer langsam aus ihrem geschundenen Körper gezogen wurde. Sie biss die Zähne aufeinander und verkrampfte, bis schließlich die spitze Klinge des Speeres ihren Körper verlassen hatte. Schwach und ihr Leben aushauchend fiel sie auf die Knie, die Last der Hand noch immer auf ihrer Schulter.

Der Speer wurde erneut angesetzt, in perfekter Position oberhalb ihrer Brüste, genau in deren Mitte, sodass ihr Kinn ihn fast berührte, als sie nach unten schaute. Ihre Augen wurden glasig, während die Hand sie fest packte und ihr Mörder dann erneut den Speer in sie stieß…


Nach Luft schnappend wachte Lana auf und setzte sich aufrecht ins Bett. Ihr Atem ging flach und schnell, während ihre Augen eilig die Dunkelheit ihres Schlafgemachs nach dem Gehörnten absuchten. Doch sie war allein. Langsam begann sie ihren Atem zu kontrollieren und versuchte das Herzrasen, welches durch ihren ganzen Körper pochte, zu reduzieren.

„Ganz ruhig, Lana. Du hast nur geträumt!“, rief sie sich ins Gedächtnis. Ein seltsames Kribbeln durchfuhr ihren Körper. Ein unnatürlich angenehmes Kribbeln, das sie beinahe verzückt zurück in die bauschigen Laken und die warmen Kissen ihres Bettes fallen ließ.

„Es war alles nur ein Traum…“, sagte sich leise und beinahe enttäuscht, während sie an die Decke ihres Baldachins schaute. Sie lächelte verstohlen und biss sich auf die Unterlippe, als sie ihre Hände auf eine lüsterne Wanderung schickte. Doch ehe sie ihr Ziel erreichten, zog Lana sie zurück. Warmes, klebriges Blut bedeckte ihre Fingerkuppen.

„Oooh nein! Ist es schon wieder so weit…“, stöhnte sie entnervt.

Der Tag, an dessen Morgen sie so unfreiwillig erwacht war, zeigte sich nun in vollem Glanze. Die warme Sonne eines Sommertages schien durch die hohen, spitz zulaufenden Fenster in Lanas Arbeitszimmer, während das leise, rhythmische Rauschen der Wellen und der Duft salzigen Wassers den Raum einnahmen. Lana selbst saß an einem der beiden Fenster auf der breiten, aus stein gehauenen Fensterbänke und schaute über das Meer und die nahe Küste hinweg auf den unendlichen Tannenwald, der direkt an den Steilklippen begann. Die Sonne tauchte ihn in ein unnachahmliches Grün und ließ die gewunden, kleinen Flüsschen und Bäche silbrig schimmern, die durch den Wald plätscherten, um dann im saphirblauen Meer zu Lanas Rechten zu enden. Die Sonne schien Lana ins Gesicht, die den Kopf genüsslich zurückgelegt und die Augen geschlossen hatte. Der Tag war zu schön, um ihn wieder nur stundenlang über Bücher gebeugt, oder mit dem Mixen von Tränken zu verbringen.

Es klopfte. Ehe Lana etwas sagen konnte, schwang die Tür auf. Herein trat ein junger Mann mit breiten Schultern, dunkelbraunem Haar und einem dichten, wenngleich sehr gepflegten Bart. Sein Schritt war ebenso stattlich, wie die maßgeschneiderten Gewänder, welche aus dunkelblauem Samt bestanden und mit feinen Stickereien verziert waren. Seine ehrlichen, aufgeweckten blauen Augen huschten einen Moment suchend durch den großen, beinahe quadratischen Raum, bis sie die auf dem Fenstersims sitzende Frau, die sich nun erhob, erblickte. Er lächelte fröhlich und kam wiegenden Schrittes auf die hübsche Lana, die nun ein ebenfalls aus dunkelblauem Stoff gefertigtes und Figur schmeichelndes Kleid trug, zu.

„Lana, meine Teuerste!“, grüßte er beschwingt und breitete die Arme zur Umarmung aus. Lana hatte sich indes gerade aufgestellt, die Hände vor dem Bauchnabel ineinander gelegt und neigte sich nun weit nach vorne.

„Majestät!“, erwiderte sie respektvoll. Dann öffnete sie die Arme weit und schloss sie erst wieder, als der Mann von ihnen flankiert wurden. Der Mann war um einiges größer als sie und so legte sich ihr von blondem Haar gekrönter Kopf auf die starken Brustmuskeln ihres Gegenübers. Lana hörte seinen Herzschlag, der bemerkenswert ruhig war.

Ein Herzklopfen später löste der Mann die Umarmung wieder und nahm Lanas Kopf in beide Hände. Er schaute ihr in die farbig an Labradorit erinnernden Augen und sagte ernst:
„Du hast wieder geblutet. Deine Zofe hat es mir erzählt“.

Lana wurde rot, was bei ihrer beinahe weißen Hautfarbe stark auffiel und nickte peinlich berührt. Der König lächelte.
„Das ist doch nichts Schlimmes, das weißt du doch. Das muss dir nicht peinlich sein!“
„Es ist mir nicht peinlich, dass ich es habe. So sind Frauen nun mal. Es ist mir nur peinlich, dass ihr es wisst, mein König!“, antwortete Lana, ohne die Möglichkeit ihren Kopf aus seinen ihn mit sanfter Gewalt haltenden Händen zu lösen.

Der König lächelte immer noch und fuhr Lana mit beinahe tätschelnder Art durchs Haar, als würde man einen Hund streicheln, der einen treu ansieht. Lana schloss dabei, auf eine Art und Weise sowohl bizarr als auch passend, genüsslich die Augen und lächelte leicht.
„Ich bin dein König. Und du bist meine Magierin. Ich muss, nein!, ich will alles wissen, was dich beschäftigt!“
„Ja, Herr! Ich gehöre euch, Herr!“, sagte Lana.
Der König ließ ihren Kopf los und rief fröhlich.
„Gut! Denn du musst etwas für mich tun“, setzte der König an. Plötzlich kribbelte es wieder in Lanas Körper.
„Wie kann ich euch dienen, Herr?“
„Wer bin ich?“

Die Frage verwirrte Lana ein wenig, doch ihr König sah sie durchdringend an.

„Ihr… seid… ihr seid König Mort“, stammelte sie, unsicher ob dies die richtige Antwort war.
„Und was ist mein Königreich?“
Lana schaute ihn an, zweifelnd ob diese Frage ernst gemeint war. Da der König sie jedoch weiterhin stur anblickte murmelte sie:
„Diese Burg, Herr…“, und setzte dann nach: „…und das ganze Königreich Atlantis!“

Der König nickte stumm. Dann begann er in einer monotonen Erzählstimme:
„Mein Vater, König Erik Rotschild erster seines Namens, hatte die Vision das unser Adelsgeschlecht sich einst erheben und seinen rechtmäßigen Anspruch auf die versunkene Stadt geltend machen würde. Er erbaute diese Burg, die wir als das imperiale Tor kennen, um von dort aus die Wiederkehr nach Atlantis möglich zu machen. Doch dies bedarf Zeit und die rinnt uns davon wie Wasser aus einer hohlen Hand. Im Süden des Landes Ferelden braut sich etwas zusammen. Eine unsagbare Finsternis, so heißt es. Dennoch muss ich meinen Weg fortsetzten. Und nun kommst du ins Spiel!“

Lana erwartete neugierig ihre Aufgabe.

„Du wirst nach Ferelden reisen, zu König Cailans Hofe und ihm persönlich einen Brief von mir überreichen. Dann wirst du seine Antwort abwarten und zu mir zurückkehren. Davor jedoch möchte ich, nach dieser Dunkelheit schaust, die uns angeblich bedroht“.

Lana nickte zum Zeichen, dass sie verstanden habe.

„Gut! Ich gebe dir zwei meiner Ritter mit. Wenn die Gerüchte stimmen, dann greift uns dort eine vom Erbauer selbst geschickte Armee verdorbener Wesen an“.
„Ich werde eure Ritter nicht brauchen, Herr“, sagte sie und auf den fragenden Blick ihres Königs flüsterte sie: „Der Erbauer ist eine Lüge!“
Ihre Augen funkelten den König an, dessen starke Arme sich unter seinem Gewand merklich anspannten. Sein Gesichtsausdruck wurde sehr zornig und er zischte mit zusammengepressten Zähnen: „Sprich nicht so von dem Erbauer, Lana!“

Lanas Herz begann stark zu pochen, während sie sich vorstellte, wie der starke Mann sie übers Knie legte und ihr zur Strafe auf den Hintern schlug. Als dieser jedoch keinerlei Anstalten machte, sie auch nur zu berühren, ließ sie das Kinn auf die Brust fallen und sagte gut hörbar: „Verzeiht mir, Herr!“

Als sie wieder aufblickte lächelte König Mort schon wieder und streichelte ihr nochmals über den Kopf.
„Sehr schön. Dann bereite dich vor! Ich verabschiede dich vor der Burg. Heute Nachmittag!“

Der Tag verging schnell. Lana packte ein paar der wichtigsten Utensilien für ihre Reise ein, ließ die Stallknechte ihr Pferd satteln und die Dienerschaft ihre schwarze Rüstung polieren. Die Sonne hatte den Großteil ihrer Wanderung schon beendet und würde in wenigen Stunden im Meer versinken, als Lana endlich über die breite, aus schweren Brettern gefertigte und mit Eisen verstärkte Zugbrücke ritt, welche den einzigen Zugang zu der auf einer Klippe über dem Meer thronenden Spornburg, darstellte. Die Hufeisen klapperten auf dem Holz und klirrten dann auf der gepflasterten Straße, die vor wenigen Jahrzehnten erbaut worden und zu dem schon sehr alten kaiserlichen Hochweg führte.

Nahe bei der Straße stand eine Abteilung Ritter, deren silberne Rüstungen in der Sonne funkelten und die allesamt zu des Königs Leibgarde zählten. Der König selbst saß auf einem schwarzen Schlachtross, dessen dunkler Stoffumhang das Wappen seiner Majestät trug. Es zeigte eine gekrönte Meerjungfrau, die einzigen menschenartigen Wesen, die abgesehen der Atlanter im ewigen Wasser lebten. Der Kopf der Meerjungfrau war im Profil dargestellt, während er Körper nach vorne gewandt war. In ihrer rechten Hand, rechts vom Körper hielt sie einen goldenen Schlüssel und in der anderen Hand, auf der gegenüberliegenden Seite, ein übergroßes, grünes Efeublatt. Die Meerjungfrau selbst war farblos, eine schwarze Silhouette vor goldenem Hintergrund. Ebenso die Krone, welche über ihrem Kopf zu schweben schien. Dennoch wirkte der Körper der Meerjungfrau schön und kunstvoll, wie sie sowohl auf dem Stoffumhang des Pferdes, als auch auf dem Schild des Königs prangte.

Der König selbst trug eine silberne Rüstung, über deren Harnisch sich ein schwarzer Wappenrock mit eben jenem Zeichen darauf, befand. An seinem Sattel hing der breite Ritterschild und auf der anderen Seite sein mächtiger Streithammer, den er in der Schlacht führte. Dazu trug er seinen Helm dessen riesige Stiefhörner, die er als Helmzier trug, sich massiv gegen den blauen Himmel abhob. Sein Visier hatte er hochgeklappt, sodass Lana in sein bärtiges Gesicht schauen konnte. Sie stoppte ihr Pferd vor dem seinen und verneigte sich im Sattel. Der König zog eine sorgfältig eingerollte und mit dem königlichen Wachssiegel versehrte Pergamentbotschaft hervor und überreichte sie Lana.

„Und du willst sicherlich keine Gefährten?“, fragte der König.
„Nein Herr, alleine bin ich schneller. Zudem würden zu viele bewaffnete Ritter wohl auffallen“, sagte sie obwohl sie ebenso gut wie der König wusste, dass das letzte Argument Stuss war.
„Nun gut. Ich wünsche dir eine gute Reise und hoffe auf eine baldige Rückkehr“, sagte der König und umfasste so gut es ging Lanas gepanzerte Hand mit der seinen. Lana zwinkerte ihm ermutigend zu. Dann gab sie ihrem Pferd einen leichten Antrieb und ritt los, fort von der aus hellen Steinen und mit Efeu bewucherten Burg, deren Anblick eines jeden Mannes Herz höher schlagen lassen und unter deren Zugbrücke und mit Spitzdächern oder wehrhaften Zinnen gekrönten Türme sich fröhlich Meerjungfrauen tummelten.

Zwei Wochen später, die sie auf dem kaiserlichen Hochweg zugebracht hatte, ritt sie in eine kleine Ortschaft. Sie hatte bereits die Stadt Amaranthine hinter sich gelassen, es konnte also keine Woche mehr dauern, bis sie Denerim erreichen würde. Der König hatte sie mit reichlich Gold- und Silbermünzen ausgestattet und so schob sie ihr Ross in einen der Ställe, drückte einem Stallknecht ein paar Silberlinge in die Hand und schwor ihm, dass er den Kopf verlieren würde, sollte das Pferd bei ihrer Rückkehr nicht mehr dort sein.

Sie betrat das Gasthaus. Es war unfassbar voll, viel voller als alle anderen Gasthäuser, die sie bisher besucht hatte. Sie hatte jedoch keinerlei Interesse sich die Menschen oder ihre Beschäftigungen weiter anzusehen, sondern steuerte direkt auf den Tresen und den Wirt zu.

„Ich brauche ein Zimmer!“, sagte sie direkt und blickte in die Runde.


http://upload.worldofplayers.de/files9/Le8qFBastien_Avatar.jpg
Der Wirt überzeugte Bastien über die Echtheit der Gerüchte, da Soldaten auf dem Weg nach Denerim in seiner Gaststätte eingekehrt waren. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Er verstummte kurz, nur um dann zu fragen: „Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“

"Hmm, ich habe hier und da schon gekämpft, das ist mir nicht gänzlich unbekannt. Ja, vielleicht schließe ich mich tatsächlich der Armee an. Doch jetzt erst einmal bin ich ja hier", antwortete Grayson. Er blickte sich in der Taverne nach ein paar Zerstreuungen um und sah, dass die Männer an einem Tisch ein paar Würfel heraus geholt hatten und zu spielen anfingen. Es waren diese Männer, von denen einer vom Wirt vor die Tür gesetzt worden war. "Herr Wirt, bringt mir bitte ein frisches Bier und etwas von Eurem guten Schnaps an diesen Tisch dort. Ich gedenke nämlich, mich den Herrschaften anzuschließen."
Bastien erhob sich und schlenderte an den Tisch. "Guten Abend die Herren, wäre es möglich, noch einzusteigen?" fragte Bastien, seinen Geldbeutel in der Hand auf- und abwerfend. Die Männer winkten Bastien, sich zu setzen und bald schon waren sie in ihr Würfelspiel vertieft. Sie spielten das Spiel Zwei und Vier (http://www.larpwiki.de/ZweiUndVier), das mit 5 Würfeln gespielt wurden:



Der Alkohol floss reichlich und inzwischen hatten sich auch ein paar der Frauen zu den Männern gesellt. Eine dieser Frauen saß bei Bastien auf dem Schoß. Sie jubelte bei jedem Wurf, den er machte. Er nannte sie, seinen Glücksbringer. Und das Glück war ihm wirklich hold, so oft wie er an diesem Abend gewann.

Bastien war so in das Spiel und die Frau, Marie war ihr Name, vertieft, dass die schöne Sängerin vergessen war. Er würde ganz einfach seine Bedürfnisse an Marie stillen, die ihm so willig schien. So erhob er sich mit ihr und zog sie hinter sich her. "Komm cherié, lass uns ein ruhiges Plätzchen suchen, dann werde ich dir ein Geheimnis verraten." Marie kicherte nur zur Antwort. Auf dem Weg zur Türe rempelte er Jemanden unsanft an, denn ganz sicher war er nicht mehr auf den Beinen. Er drehte sich um, eine Entschuldigung schon auf den Lippen, als er sah, dass es eine Elfe war. "Was stehst du da so rum, Weib, hast du nichts zu tun?" Ohne eine Antwort abzuwarten, verließ er mit Marie die Taverne. Kaum waren sie draußen, als Marie ihn auch schon um die Ecke zog und ihm um den Hals fiel. Bastien küsste sie leidenschaftlich, drückte sie dabei an die Hauswand und schickte seine Hände auf Wanderschaft.
http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias brachte dem jungen Mann das Gewünschte, als dieser sich zum Würfeln niederließ. Immer wieder ließ er seine Blicke zu dem Würfeltisch streichen. Doch der Antivaner machte keine Anstalten sich ins Zimmer seiner Tochter zu schleichen. Als er sah wie sich Marie auf den Schoß des jungen Mannes setzte, atmete er erleichtert auf. Die junge Frau war dafür bekannt, dass sie sich viele Männer in ihr Bett nahm. Er selbst rümpfte nur die Nase an so einem ungeziemenden Verhalten. Zum Glück war seine Samira nicht so. Zumindest war sie nun einmal zu etwas nütze und das war den jungen Mann von seiner kleinen Tochter fernzuhalten. Solange er sich mit anderen Frauen vergnügte war er zufrieden.

Da der junge Mann nun mit einer anderen Frau beschäftigt war, musste er nicht mehr so auf ihn aufpassen. Als er eine Weile später wieder seinen Blick auf den Würfeltisch fallen ließ, waren der junge Mann und Marie verschwunden.

Ein später Gast näherte sich dem Tresen. Es war eine junge Elfe, die in einer sehr edlen Rüstung gekleidet war. Doch nicht nur das war ein seltsamer Anblick. Sie trug auch noch Waffen. Normalerweise war es Elfen verboten Waffen zu tragen. Elias war es egal welcher Rasse seine Gäste angehörten. Solange sie bezahlten war er zufrieden. Auf die Frage nach einem Zimmer von der kühlen Schönheit nickte er. „Wir haben tatsächlich noch ein Zimmer frei.“ Er deutete auf die Treppe, die nach oben führte. „Diese Treppe führt zu den Zimmern. Ihr könnt das zweite Zimmer auf der linken Seite haben.“ Elias holte den Schlüssel und legte ihn auf den Tresen. „Hier ist der Schlüssel. Möchtet Ihr noch etwas Essen und Trinken?“


Samira gähnte laut. Es war ein anstrengender Tag und sie war ziemlich müde. Langsam sollte sie zurückgehen. Die junge Frau packte ihre Sachen in den kleinen Bastkorb und machte sich auf den Rückweg. Als sie auf dem Hof ankam hörte sie etwas. Neugierig schaute sie nach was los war. Hoffentlich war es keiner ihrer Brüder oder noch schlimmer ihr Vater. Was sie jedoch sah war nicht was sie erwartete. Ein Mann und eine Frau waren bei einem romantischen Stelldichein. Samira errötete. Sie mag zwar noch unberührt sein, aber sie wusste sehr wohl was zwischen Mann und Frau passieren konnte. So leise wie möglich lief sie rückwärts um das Paar nicht zu stören.

Leider war der Erbauer ihr nicht hold. Sie stolperte und mit einem kleinen Schrei fiel sie hin. Ihr Bastkopf fiel ihr aus den Händen und der Inhalt verteilte sich auf dem Boden. Ihr Sturz blieb natürlich nicht vor dem Paar verborgen. „Ver…verzeiht die Störung. Ich bin gleich wieder weg.“ Sie stand auf und ein stechender Schmerz fuhr durch ihren Fuß als sie auftrat. Samira musste sich den Fuß verstaucht haben. Ein Wundumschlag würde sicherlich helfen, doch sie hatte keinen bei sich. Auf ihrem Zimmer befand sich einer. Doch zuerst musste sie es bis zu ihrem Zimmer schaffen.

So gut es ging kniete sie sich hin um ihre Sachen wieder in den Bastkorb hinein zu tun. Dem Paar schenkte sie keine Beachtung. Ihr war das alles viel zu peinlich um die Beiden anzusehen.

Fawks
09.09.2014, 12:41
Vorheriger Post: Die ersten Fragen (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt/page3?p=23319109&viewfull=1#post23319109)

http://upload.worldofplayers.de/files9/Aril_Ava.png


Glandis nickte Aril zu. Sie war völlig ruhig und antwortete geduldig:

»Aril, du bringst es mit deinen Fragen auf den Punkt. Nichts ist einfach und gleich zu verstehen. In früheren Tagen hätte ich dich gefragt, auch wenn ich geahnt hätte, es würde dich ärgern: ‚Hast du all die Bücher gelesen und auch verstanden? Und kann jedermann in der Burg die Bücher lesen?‘ Doch heute mache ich es nicht. Denn mit dem Weitererzählen ist es in einer gewissen Weise schwierig. Stirbt jemand oder ein Teil des Clans geht verloren, was auch schon passiert ist, dann ist auch das Wissen verloren. Die von den einst unseren, die bei euch Dienst tun, haben alles vergessen. Mit alles meine ich auch alles. Ehre, Tradition, Achtung vor seinem Volk, Respekt vor der Geschichte der Alten, all das aufgegeben für ein paar Münzen in der Hand und einem vermeintlich sicheren Dach über dem Kopf.«

Aril bemerkte, wie Glandis etwas rot angelaufen war, eine gewisse Erregungwar in ihren Blick getreten, doch sie fing sich und fuhr fort:»Du unterschätzt die Funktion der Sprache,«
Aril blickte ein wenig belämmert. Funktion der Sprache? Nun, um sich zu verständigen, oder nicht? Als hätte Glandis ihre Verwirrung verstanden, fuhr sie fort:
»Prüfe dich, wie viel von dem, was du dein Wissen nennst, wurde dir erzählt, hast du von anderen abgeschaut, hast du erfahren aus Tätigkeit und wie viel davon stammt aus deiner Bibliothek? Bei uns im Clan gibt es im eigentlichen Sinne keinen Vater, keine Mutter. Ich konnte schlafen oder essen, bei dem ich gerade war. Es ist wie eine große Familie. Aber ich hatte dann auch das zu tun, was der Tischherr dem an den Tisch sitzenden sagte. Er hat mir auch Dinge erklärt. Warum ist es so. Was ist zu tun. Das war mein Weg zu lernen. Sicher auch in der Gruppe mit einem Mentor, aber vieles, was ich heute weiß, stammt aus dem Wissen der Gruppe. Aus dem Wissen der Dalish. Und wenn ich mal in Lage …« Sie brach ab, setzte dann aber erneut an: »Für uns Dalish, auf der Suche nach unseren Wurzeln, mit einem Wissen, das nur noch, damit meine ich das Wissen aus früheren Zeiten, aus Bruchteilen besteht, ist die Weitergabe eines der für uns lebensnotwendigen Dinge. Es formt, es bildet, aber es erzieht auch.«

Mit Blick auf die Adlige fragte die Dalish »Aril, habe ich dir die Frage, wie man sich alles merken kann, beantwortet? Deine zweite Frage werde ich dir gleich beantworten. Doch, wenn du etwas wissen willst, wäre es mir lieber, du fragst an der Stelle, wo ich die Frage hervorgerufen haben. Denn so oft erzähle ich nicht so lang und manchmal sind die Worte nicht genau gewählt oder du hast ein anderes Verständnis zu der Bedeutung, was sicherlich zu verstehen ist.«

Aril musste lachen. Ja, die Elfin war kein Freund vieler Worte, das war ihnen beiden zur Genüge klar.
"Ich glaube, ich verstehe," sagte Aril langsam. "Ihr lernt durch Erfahrung. Durch Vorleben. Bei uns wird auch vorgelebt, aber die Kinder am Hof sollen immer Unterricht erhalten - dazu ist die Bibliothek notwendig. aber ich verstehe, dass es bei euch auch anders funktionieren kann. Es geht ja nicht um die Bücher an sich, es geht um das, was vermittelt wird."

Ihr kam dazu nur eine Frage in den Sinn: "Ich kann es irgendwie verstehen, aber ich frage mich: Ist das nicht unheimlich schwierig? Es kommt mir irgendwie so vor.. aber vielleicht auch nur, weil ich diese Art nicht kenne."

Shepard Commander
09.09.2014, 12:54
Elias brachte dem jungen Mann das Gewünschte, als dieser sich zum Würfeln niederließ. Immer wieder ließ er seine Blicke zu dem Würfeltisch streichen. Doch der Antivaner machte keine Anstalten sich ins Zimmer seiner Tochter zu schleichen. Als er sah wie sich Marie auf den Schoß des jungen Mannes setzte, atmete er erleichtert auf. Die junge Frau war dafür bekannt, dass sie sich viele Männer in ihr Bett nahm. Er selbst rümpfte nur die Nase an so einem ungeziemenden Verhalten. Zum Glück war seine Samira nicht so. Zumindest war sie nun einmal zu etwas nütze und das war den jungen Mann von seiner kleinen Tochter fernzuhalten. Solange er sich mit anderen Frauen vergnügte war er zufrieden.

Da der junge Mann nun mit einer anderen Frau beschäftigt war, musste er nicht mehr so auf ihn aufpassen. Als er eine Weile später wieder seinen Blick auf den Würfeltisch fallen ließ, waren der junge Mann und Marie verschwunden.

Ein später Gast näherte sich dem Tresen. Es war eine junge Elfe, die in einer sehr edlen Rüstung gekleidet war. Doch nicht nur das war ein seltsamer Anblick. Sie trug auch noch Waffen. Normalerweise war es Elfen verboten Waffen zu tragen. Elias war es egal welcher Rasse seine Gäste angehörten. Solange sie bezahlten war er zufrieden. Auf die Frage nach einem Zimmer von der kühlen Schönheit nickte er. „Wir haben tatsächlich noch ein Zimmer frei.“ Er deutete auf die Treppe, die nach oben führte. „Diese Treppe führt zu den Zimmern. Ihr könnt das zweite Zimmer auf der linken Seite haben.“ Elias holte den Schlüssel und legte ihn auf den Tresen. „Hier ist der Schlüssel. Möchtet Ihr noch etwas Essen und Trinken?“


Samira gähnte laut. Es war ein anstrengender Tag und sie war ziemlich müde. Langsam sollte sie zurückgehen. Die junge Frau packte ihre Sachen in den kleinen Bastkorb und machte sich auf den Rückweg. Als sie auf dem Hof ankam hörte sie etwas. Neugierig schaute sie nach was los war. Hoffentlich war es keiner ihrer Brüder oder noch schlimmer ihr Vater. Was sie jedoch sah war nicht was sie erwartete. Ein Mann und eine Frau waren bei einem romantischen Stelldichein. Samira errötete. Sie mag zwar noch unberührt sein, aber sie wusste sehr wohl was zwischen Mann und Frau passieren konnte. So leise wie möglich lief sie rückwärts um das Paar nicht zu stören.

Leider war der Erbauer ihr nicht hold. Sie stolperte und mit einem kleinen Schrei fiel sie hin. Ihr Bastkopf fiel ihr aus den Händen und der Inhalt verteilte sich auf dem Boden. Ihr Sturz blieb natürlich nicht vor dem Paar verborgen. „Ver…verzeiht die Störung. Ich bin gleich wieder weg.“ Sie stand auf und ein stechender Schmerz fuhr durch ihren Fuß als sie auftrat. Samira musste sich den Fuß verstaucht haben. Ein Wundumschlag würde sicherlich helfen, doch sie hatte keinen bei sich. Auf ihrem Zimmer befand sich einer. Doch zuerst musste sie es bis zu ihrem Zimmer schaffen.

So gut es ging kniete sie sich hin um ihre Sachen wieder in den Bastkorb hinein zu tun. Dem Paar schenkte sie keine Beachtung. Ihr war das alles viel zu peinlich um die Beiden anzusehen.

Der Wirt überzeugte Bastien über die Echtheit der Gerüchte, da Soldaten auf dem Weg nach Denerim in seiner Gaststätte eingekehrt waren. „Ihr seid Söldner, oder? Die Armee sucht bestimmt nach Leuten. Die können nach den riesigen Verlusten in Ostagar jeden Schwertarm gebrauchen.“ Er verstummte kurz, nur um dann zu fragen: „Möchtet Ihr noch ein Bier? Oder wie wäre es mit einem Schnaps. Ich habe hier einen sehr edlen hochprozentigen Tropfen direkt aus Antiva. Dieser ist bei meiner antivanischen Kundschaft sehr beliebt.“

"Hmm, ich habe hier und da schon gekämpft, das ist mir nicht gänzlich unbekannt. Ja, vielleicht schließe ich mich tatsächlich der Armee an. Doch jetzt erst einmal bin ich ja hier", antwortete Batien. Er blickte sich in der Taverne nach ein paar Zerstreuungen um und sah, dass die Männer an einem Tisch ein paar Würfel heraus geholt hatten und zu spielen anfingen. Es waren diese Männer, von denen einer vom Wirt vor die Tür gesetzt worden war. "Herr Wirt, bringt mir bitte ein frisches Bier und etwas von Eurem guten Schnaps an diesen Tisch dort. Ich gedenke nämlich, mich den Herrschaften anzuschließen."
Bastien erhob sich und schlenderte an den Tisch. "Guten Abend die Herren, wäre es möglich, noch einzusteigen?" fragte Bastien, seinen Geldbeutel in der Hand auf- und abwerfend. Die Männer winkten Bastien, sich zu setzen und bald schon waren sie in ihr Würfelspiel vertieft. Sie spielten das Spiel Zwei und Vier, das mit 5 Würfeln gespielt wurden:

Der Spieler würfelt (beim ersten Wurf mit allen fünf Würfeln). Nach jedem Wurf legt er mindestens einen Würfel beiseite. (Er kann auch gleich alle beiseite legen.) Danach würfelt er mit den verbleibenden Würfeln, legt wieder mindestens einen beiseite, und so weiter. Bis er alle beiseite gelegt hat.

Danach werden die Punkte ermittelt: die Augenzahl von drei der fünf Würfel bilden das Ergebnis. Allerdings nur dann, wenn die beiden anderen Würfel eine zwei und eine vier zeigen! Anders gesagt: Der Spieler muß, während er an der Reihe ist, irgendwann eine zwei und eine vier erwürfelt haben, damit sein Ergebnis zählt. Hat er zum Schluß nicht mindestens eine zwei und eine vier, hat er null Punkte!

Sieger ist der mit den meisten Punkten, bei Punktgleichheit entscheidet ein Stechen.
Der Alkohol floss reichlich und inzwischen hatten sich auch ein paar der Frauen zu den Männern gesellt. Eine dieser Frauen saß bei Bastien auf dem Schoß. Sie jubelte bei jedem Wurf, den er machte. Er nannte sie, seinen Glücksbringer. Und das Glück war ihm wirklich hold, so oft wie er an diesem Abend gewann.

Bastien war so in das Spiel und die Frau, Marie war ihr Name, vertieft, dass die schöne Sängerin vergessen war. Er würde ganz einfach seine Bedürfnisse an Marie stillen, die ihm so willig schien. So erhob er sich mit ihr und zog sie hinter sich her. "Komm cherié, lass uns ein ruhiges Plätzchen suchen, dann werde ich dir ein Geheimnis verraten." Marie kicherte nur zur Antwort. Auf dem Weg zur Türe rempelte er Jemanden unsanft an, denn ganz sicher war er nicht mehr auf den Beinen. Er drehte sich um, eine Entschuldigung schon auf den Lippen, als er sah, dass es eine Elfe war. "Was stehst du da so rum, Weib, hast du nichts zu tun?" Ohne eine Antwort abzuwarten, verließ er mit Marie die Taverne. Kaum waren sie draußen, als Marie ihn auch schon um die Ecke zog und ihm um den Hals fiel. Bastien küsste sie leidenschaftlich, drückte sie dabei an die Hauswand und schickte seine Hände auf Wanderschaft.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg


Eine brennende Wut packte Lana, als einer der Gäste, ein Schönling in edler Kleidung und einer unter seiner Würde erscheinenden Dame im Arm beschwipst gegen sie stieß und dann auch noch die Frechheit besaß, sie mit einem „Was stehst du da so rum, Weib, hast du nichts zu tun?“ anzupflaumen. Am liebsten wäre sie dem Knaben, der nun schunkelnd die Gaststätte verließ gefolgt und hätte ihm seine Kehle durchtrennt. Und wenn sie schon dabei gewesen wäre, dann wäre die Hure gleich mit über die Klinge gesprungen.

Der Gedanke das ungleiche Paar auf dem schmutzigen Boden vor der Taverne ausbluten zu lassen gefiel ihr, doch ermahnte sie sich, keinerlei Ärger vom Zaun zu brechen. Ihr König hatte ihr einen Befehl erteilt: nach Denerim gehen, Cailan die Nachricht überbringen, seine Antwort abwarten, den Feind im Süden aufklären und zurück in die Heimat. Glattrasierte Muttersöhnchen und sich verschenkende Schankweiber vom Antlitz Thedas zu tilgen gehörte nicht dazu und um keinen Preis der Welt, so befriedigend er auch sein möge, würde sie ihren König enttäuschen. Somit beschied sie sich weiter an der Bar zu warten, bis ein älterer Mann zu ihr kam. Der offensichtliche Wirt bestätigte die Möglichkeit der Übernachtung und bot zudem etwas zu Essen und zu Trinken an. Lana sagte ihm, dass sie gerne auf das Angebot zurückkommen würde und legte einen Sovereign auf den Tisch. Wie man richtig mit Geld umging hatte sie nie gelernt, doch wusste sie, dass der Anblick einer dieser Goldmünzen in der Regel sämtliche Zweifel aus dem Weg räumten. Lana nahm den Schlüssel und nickte knapp zum Dank.

Sie stiefelte die Treppe hinauf und betrat das ihr vom Wirt zugewiesene Zimmer. Es war spartanisch eingerichtet, mit nackten Holzbrettern als Wandverkleidung, einem einzelnen Fenster, einem kleinen hölzernen Schreibtisch links neben dem Fenster, auf dem Lana ihr Gepäck ablud, einem beinahe leeren Bücherregal und einem einfachen Holzstuhl, der direkt vor dem Fenster stand. Das Bett war ein Drahteisengeflecht mit einer weichen, wolligen Matratze von gräulicher Farbe. Die Schlichtheit überraschte sie nicht und die Tatsache, dass es im ganzen Zimmer nicht einmal eine Spinnenwebe gab, deutete darauf hin, dass es in diesem Gasthof der ordentlich vorging. Lana prüfte die knarrende Holztür, die aus denselben Dielen gefertigt schien, wie die Wandverkleidung. Sie ließ sich von Innen mit einem kleinen Riegel zusätzlich verschließen. Das beruhigte Lana, wollte sie sich doch während der Nacht keine Gedanken um jemanden oder etwas machen müssen. Sie öffnete das Fenster und ein leichter Windzug erfasste sie. Von draußen hörte man nur das leise Schuhu einer Eule und den Lärm der ausgelassenen Gäste in dem Lokal unter ihr.
Während Lana sich der Rüstung entledigte und ein einfaches, gut geschnittenes Kleid aus schwerem Stoff anzog, sich einen Gürtel mit daran befestigtem Dreikant-Dolch umband fragte sie sich, ob der Wirt nicht auch ein schönes Mansardenzimmer frei hatte, in dem sie mit offenen Fenster schlafen könne, ohne das Geplapper und Geklapper der Leute ertragen zu müssen.

Gerade, als sie in bequeme, mit Lederriemen und Eisenringen verkleidete Stiefel schlüpfte, deren hohe Absätze sie nun ein paar Zentimeter größer erschienen ließen, erklang ein heller Schrei von unterhalb des offenen Fensters. Lana fuhr herum und stürzte zum Fenster.

„Wer ist da?“, rief sie fordernd in die Dunkelheit.
„Zeigt euch!“

Emerahl
09.09.2014, 14:21
http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias brachte dem jungen Mann das Gewünschte, als dieser sich zum Würfeln niederließ. Immer wieder ließ er seine Blicke zu dem Würfeltisch streichen. Doch der Antivaner machte keine Anstalten sich ins Zimmer seiner Tochter zu schleichen. Als er sah wie sich Marie auf den Schoß des jungen Mannes setzte, atmete er erleichtert auf. Die junge Frau war dafür bekannt, dass sie sich viele Männer in ihr Bett nahm. Er selbst rümpfte nur die Nase an so einem ungeziemenden Verhalten. Zum Glück war seine Samira nicht so. Zumindest war sie nun einmal zu etwas nütze und das war den jungen Mann von seiner kleinen Tochter fernzuhalten. Solange er sich mit anderen Frauen vergnügte war er zufrieden.

Da der junge Mann nun mit einer anderen Frau beschäftigt war, musste er nicht mehr so auf ihn aufpassen. Als er eine Weile später wieder seinen Blick auf den Würfeltisch fallen ließ, waren der junge Mann und Marie verschwunden.

Ein später Gast näherte sich dem Tresen. Es war eine junge Elfe, die in einer sehr edlen Rüstung gekleidet war. Doch nicht nur das war ein seltsamer Anblick. Sie trug auch noch Waffen. Normalerweise war es Elfen verboten Waffen zu tragen. Elias war es egal welcher Rasse seine Gäste angehörten. Solange sie bezahlten war er zufrieden. Auf die Frage nach einem Zimmer von der kühlen Schönheit nickte er. „Wir haben tatsächlich noch ein Zimmer frei.“ Er deutete auf die Treppe, die nach oben führte. „Diese Treppe führt zu den Zimmern. Ihr könnt das zweite Zimmer auf der linken Seite haben.“ Elias holte den Schlüssel und legte ihn auf den Tresen. „Hier ist der Schlüssel. Möchtet Ihr noch etwas Essen und Trinken?“


Samira gähnte laut. Es war ein anstrengender Tag und sie war ziemlich müde. Langsam sollte sie zurückgehen. Die junge Frau packte ihre Sachen in den kleinen Bastkorb und machte sich auf den Rückweg. Als sie auf dem Hof ankam hörte sie etwas. Neugierig schaute sie nach was los war. Hoffentlich war es keiner ihrer Brüder oder noch schlimmer ihr Vater. Was sie jedoch sah war nicht was sie erwartete. Ein Mann und eine Frau waren bei einem romantischen Stelldichein. Samira errötete. Sie mag zwar noch unberührt sein, aber sie wusste sehr wohl was zwischen Mann und Frau passieren konnte. So leise wie möglich lief sie rückwärts um das Paar nicht zu stören.

Leider war der Erbauer ihr nicht hold. Sie stolperte und mit einem kleinen Schrei fiel sie hin. Ihr Bastkopf fiel ihr aus den Händen und der Inhalt verteilte sich auf dem Boden. Ihr Sturz blieb natürlich nicht vor dem Paar verborgen. „Ver…verzeiht die Störung. Ich bin gleich wieder weg.“ Sie stand auf und ein stechender Schmerz fuhr durch ihren Fuß als sie auftrat. Samira musste sich den Fuß verstaucht haben. Ein Wundumschlag würde sicherlich helfen, doch sie hatte keinen bei sich. Auf ihrem Zimmer befand sich einer. Doch zuerst musste sie es bis zu ihrem Zimmer schaffen.

So gut es ging kniete sie sich hin um ihre Sachen wieder in den Bastkorb hinein zu tun. Dem Paar schenkte sie keine Beachtung. Ihr war das alles viel zu peinlich um die Beiden anzusehen.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg


Eine brennende Wut packte Lana, als einer der Gäste, ein Schönling in edler Kleidung und einer unter seiner Würde erscheinenden Dame im Arm beschwipst gegen sie stieß und dann auch noch die Frechheit besaß, sie mit einem „Was stehst du da so rum, Weib, hast du nichts zu tun?“ anzupflaumen. Am liebsten wäre sie dem Knaben, der nun schunkelnd die Gaststätte verließ gefolgt und hätte ihm seine Kehle durchtrennt. Und wenn sie schon dabei gewesen wäre, dann wäre die Hure gleich mit über die Klinge gesprungen.

Der Gedanke das ungleiche Paar auf dem schmutzigen Boden vor der Taverne ausbluten zu lassen gefiel ihr, doch ermahnte sie sich, keinerlei Ärger vom Zaun zu brechen. Ihr König hatte ihr einen Befehl erteilt: nach Denerim gehen, Cailan die Nachricht überbringen, seine Antwort abwarten, den Feind im Süden aufklären und zurück in die Heimat. Glattrasierte Muttersöhnchen und sich verschenkende Schankweiber vom Antlitz Thedas zu tilgen gehörte nicht dazu und um keinen Preis der Welt, so befriedigend er auch sein möge, würde sie ihren König enttäuschen. Somit beschied sie sich weiter an der Bar zu warten, bis ein älterer Mann zu ihr kam. Der offensichtliche Wirt bestätigte die Möglichkeit der Übernachtung und bot zudem etwas zu Essen und zu Trinken an. Lana sagte ihm, dass sie gerne auf das Angebot zurückkommen würde und legte einen Sovereign auf den Tisch. Wie man richtig mit Geld umging hatte sie nie gelernt, doch wusste sie, dass der Anblick einer dieser Goldmünzen in der Regel sämtliche Zweifel aus dem Weg räumten. Lana nahm den Schlüssel und nickte knapp zum Dank.

Sie stiefelte die Treppe hinauf und betrat das ihr vom Wirt zugewiesene Zimmer. Es war spartanisch eingerichtet, mit nackten Holzbrettern als Wandverkleidung, einem einzelnen Fenster, einem kleinen hölzernen Schreibtisch links neben dem Fenster, auf dem Lana ihr Gepäck ablud, einem beinahe leeren Bücherregal und einem einfachen Holzstuhl, der direkt vor dem Fenster stand. Das Bett war ein Drahteisengeflecht mit einer weichen, wolligen Matratze von gräulicher Farbe. Die Schlichtheit überraschte sie nicht und die Tatsache, dass es im ganzen Zimmer nicht einmal eine Spinnenwebe gab, deutete darauf hin, dass es in diesem Gasthof der ordentlich vorging. Lana prüfte die knarrende Holztür, die aus denselben Dielen gefertigt schien, wie die Wandverkleidung. Sie ließ sich von Innen mit einem kleinen Riegel zusätzlich verschließen. Das beruhigte Lana, wollte sie sich doch während der Nacht keine Gedanken um jemanden oder etwas machen müssen. Sie öffnete das Fenster und ein leichter Windzug erfasste sie. Von draußen hörte man nur das leise Schuhu einer Eule und den Lärm der ausgelassenen Gäste in dem Lokal unter ihr.
Während Lana sich der Rüstung entledigte und ein einfaches, gut geschnittenes Kleid aus schwerem Stoff anzog, sich einen Gürtel mit daran befestigtem Dreikant-Dolch umband fragte sie sich, ob der Wirt nicht auch ein schönes Mansardenzimmer frei hatte, in dem sie mit offenen Fenster schlafen könne, ohne das Geplapper und Geklapper der Leute ertragen zu müssen.

Gerade, als sie in bequeme, mit Lederriemen und Eisenringen verkleidete Stiefel schlüpfte, deren hohe Absätze sie nun ein paar Zentimeter größer erschienen ließen, erklang ein heller Schrei von unterhalb des offenen Fensters. Lana fuhr herum und stürzte zum Fenster.

„Wer ist da?“, rief sie fordernd in die Dunkelheit.
„Zeigt euch!“[/QUOTE]


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Irgendwie schien Bastien das Glück verlassen zu haben. Oder zumindest sein Bedürfnis, das er mithilfe Maries stillen wollte. Er genoss zwar ihre weiche, nachgiebige Lippen sowie ihre Hände, die sich zielstrebig auf Wanderschaft begeben hatten. Doch immer wieder schob sich ein zartes Gesicht mit blonden Haaren vor sein inneres Auge. Es wurmte ihn, dass diese Unbekannte eine verbotene Frucht für ihn sein sollte.

Marie unterbrach ihre Tätigkeit und blickte ihm prüfend in die Augen. "Was ist los? Begehrst du mich nicht mehr?" "Ganz im Gegenteil, mia bella. Ich bin nur ein wenig angespannt von der Reise. Also komm her, damit ich endgültig auf andere Gedanken komme." Bastien legte Marie die Hand in den Nacken, zog sie wieder zu sich heran und küsste sie erneut. Mit seiner anderen Hand band er die Schnürung ihrer Bluse auf und schob sie über die Schulter. Sein Mund wanderte ihre Kehle hinab. Doch bevor er sein Ziel erreichte, hörten sie einen Schrei und fuhren erschrocken auseinander.

„Ver…verzeiht die Störung. Ich bin gleich wieder weg.“

Die Stimme erkannte Bastien sofort, hatte sie sich doch in seine Seele gebrannt. Er blickte zu der Stimme und tatsächlich, da war das junge Mädchen, dass vorhin wie eine Nachtigall gesungen hatte. Sie kniete auf dem Boden und versuchte, ihre Habe wieder zusammen zu lesen, die sie bei ihrem Sturz verloren haben musste. Bastien eilte an ihre Seite. Marie hatte er komplett vergessen.

"Kommt, lasst mich Euch helfen."

Ohne eine Antwort abzuwarten, begann er die Sachen einzusammeln. Als er ihr schmerzverzerrtes Gesicht sah, der auf ihren Knöchel fiel, fragte er:

"Habt Ihr Euch verletzt? Lasst mich sehen!" Vorsichtig griff er nach ihrem Fuß und tastete ihn fast zärtlich ab. "Ich habe auf meinem Zimmer einen Wundumschlag. Kommt, ich trage Euch."

Ihre Proteste ignorierend, nahm Bastien sie auf seine Arme und stand auf. Nur wie sollte er sie jetzt ungesehen rein bringen? Wenn er durch den Vordereingang ging, würde ihr Vater sie entdecken und dann wäre er ein toter Mann. Danach hatte er kein Bedürfnis, hing er doch sehr an seinem Leben.

„Wer ist da? Zeigt euch!“ ertönte plötzlich eine Stimme. Sie schien aus dem Zimmer im ersten Stock zu kommen. Bastien blickte hoch. Er konnte die Umrisse einer recht großen Person erkennen.

"Ich bin ein Gast dieser Taverne und ich habe hier ein verletztes junges Mädchen. Könnt Ihr uns helfen, ungesehen in das Gasthaus zu gelangen?"

Önee-sama
09.09.2014, 15:48
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Der kleine Nager entwich ihren Händen, als Angeline und Bernhard das Zimmer betraten. Offenbar hatte das Tier eine Herrin und machte sich sofort auf dem Weg zu ihr. Das Wesen schmiegte sich an den Körper der Gastgeberin, als hätten die beiden eine enge Verbindung zueinander. Ivy war ein wenig entzückt darüber, bewahrte allerdings ihre Fassung, vorerst. Denn im nächsten Augenblick spürte sie wie Emanuelle sich ganz dicht von hinten näherte. Sie erklärte den Schrei, welcher schließlich der ausschlaggebende Punkt war für Angeline, ins Zimmer zu stürmen. Die Prinzessin versuchte sich derweil mit Erklärungen und schob ihre Angst vor diesen Nagetieren in den Vordergrund. Dabei erwähnte sie, wie Ivy sich heldenhaft auf das Tier stürzte um die blonde Maid zu retten.

Die Magierin wurde etwas verlegen dabei und blickte zum Fußboden, denn solche Worte hatte noch nie einer über sie verloren. Emanuelle rückte derweil noch näher an Ivy heran, sodass die Seeräuberin jeden Atemzug der Prinzessin auf ihrer Haut spüren konnte. Dann blickte Ivy zu Angeline und versuchte Emanuelle in Schutz zu nehmen. "Wisst ihr noch, vorhin beim Essen?" Entgegnete Ivy mit einem freundlichen Lächeln. "Sie hat einfach schreckliche Angst vor diesen Tieren. Deshalb der Schrei." Dabei griff Ivy mit der Hand über ihre Schulter um den Blondschopf am Kopf zu tätscheln. "Vielleicht sollten wir deine Eltern aufsuchen hmm? Es gibt hier draußen noch weitaus gefährlichere Dinge als Ratten."

Ivy setzte zu diesem Vorschlag an, da sie mittlerweile sich nicht mehr so sicher war über Emanuelle. Sie war so ängstlich und dann ganz alleine in der weiten Welt unterwegs. Das war schon irgendwie merkwürdig. Ivy kalkulierte sofort, was für eine beachtliche Belohnung es geben musste, wenn man sie nach Hause zurückbringen würde. Sicherlich machten sich irgendwo da draußen einige Leute sorgen um die Sicherheit der Kleinen. Ihre ganze Tracht schreite jedenfalls nach wohlhabenden Eltern.

Anschließend löste sie sich für einen Moment von Emanuelle und ging rüber zu Angeline. "Aber das können wir ja auch morgen besprechen. Heute Nacht ist sie sicher bei mir. Sie kann auch auf meiner Seite des Bettes schlafen falls sie sich so sehr fürchtet."




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Das blonde Püppchen schien auch eine Dramaqueen zu sein. Angeline konnte nicht verstehen wieso man wegen so einem kleinen Tierchen so einen Aufstand machen konnte. Ivy nahm die ganze Sache gelassener hin. Überraschenderweise nahm sie das blonde Püppchen auch noch in Schutz. Angeline zuckte mit den Schultern. Was die beiden Frauen miteinander machten war ihr eigentlich egal. Doch Ivy hatte Recht. Die Nacht würde nicht ewig anhalten. Da keine wirkliche Gefahr vorhanden war, drehte Angeline sich um, nahm ihren Dolch vom Boden auf, und verließ das Gästezimmer. Bernhard folgte ihr und schloss die Tür hinter sich.

Angeline und Bernhard legten sich wieder in das Bett. Zum großen Ärgernis von dem Mann kam Angeline nicht zurück in seine Arme. Stattdessen kuschelte sie mit Tabsy. Bernhard seufzte leise. Er sollte sich einen anderen Weg überlegen um die dreckige Ratte loszuwerden. Natürlich musste er geschickt vorgehen. Angeline durfte auf keinen Fall etwas davon mitbekommen.

Nach einem doch recht erholsamen Schlaf wachte Angeline schon sehr früh auf. Tabsy war nicht mehr in ihren Armen. Doch sie machte sich keine Sorgen, denn wahrscheinlich war er auf Futtersuche. Sie stand auf und zog sich an. Ein langer Tag war vor ihr. Sie überlegte kurz, was sie zuerst tun sollte. Während sie nachdachte stand auch Bernhard auf und kleidete sich an.

Angeline seufzte leise. „Ich sollte wohl in die Küche gehen und ein Frühstück für uns vier vorbereiten.“ Bernhard schüttelte den Kopf. Auf keinen Fall würde er es zulassen, dass Emanuelle noch einmal mit Angelines Kochkünsten konfrontiert wird. Das war nur eine Verschwendung von kostbaren Lebensmitteln. „Ich werde das Frühstück zubereiten Angeline. Warum heizt du nicht den Kessel an? Ich könnte mir vorstellen, dass Emanuelle ein Bad zu schätzen wüsste.“

Junge Frau funkelte Bernhard wütend an. „Warum kann sie nicht einfach im Fluss baden? So kalt ist es doch zurzeit gar nicht.“ Bernhard grinste nur. „Ich glaube nicht, dass sie der Typ dafür ist.“ Angeline dachte darüber nach und nickte dann. „Da hast du Recht. Am Ende muss sie noch jemand vor dem Ertrinken retten oder vor einem Fisch, der zufällig ihr Bein streift.“ Die junge Frau rollte die Augen und ging in den kleinen Waschraum. Sie nahm die Holzscheite und feuerte den Ofen an. Auf dem Ofen stand ein großer Kessel. Diesen Kessel füllte sie mit Wasser, dass sie im Hof aus dem Brunnen hochzog. Angeline musste ein paarmal hin und her laufen um genug Wasser zu haben.

Das blonde Püppchen sollte die ganze Arbeit, die sie sich machte, zu schätzen wissen. Es dauerte eine Weile bis das Wasser heiß genug war um daraus ein warmes Bad zu machen. Angeline legte noch ein sauberes Handtuch und etwas grobe Seife in den Waschraum. Die Wanne selbst war zwar nicht sehr groß, aber eine Person konnte ganz bequem darin sitzen. Sie dachte aber nicht daran dem blonden Püppchen etwas von ihrer guten Seife zu überlassen. Diese war nämlich nicht sehr billig und das blonde Püppchen war es Angeline nicht wert zu teilen. Ivy wäre natürlich eine ganz andere Sache. Vielleicht erwischte sie die junge Magiern allein und konnte ihr etwas von der guten Seife zum Baden geben. Ansonsten müsste auch sie sich mit der groben Seife begnügen.

Nachdem das Bad vorbereitet war ging Angeline zum Gästezimmer. Die benutzte ihre Faust um laut gegen die Türe zu schlagen. „Ich habe ein Bad vorbereitet. Also raus aus den Federn und macht schnell bevor das Wasser kalt wird. Ich werde es ganz sicher nicht noch einmal aufheizen solltet ihr euch nicht beeilen.“ Angeline lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und verschränkte die Arme vor ihrer Brust. Sie wartete darauf bis die beiden Damen aus dem Zimmer kamen um ihnen zu zeigen wo das Waschhaus ist.

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Emanuelle schmiegte sich an Ivy und fand ein wenig Selbstsicherheit wieder. Nicht genug, um dieser Furie die Stirn zu bieten, dennoch fühlte er sich bei Ivy einfach geborgener! Vor allem, da sie ihn in Schutz nahm!
Richtig! Erkläre du es dieser... matta Gatta!
Dann genoss er die wohlige Wärme, als Ivy seinen Kopf tätschelte, bis...
"Vielleicht sollten wir deine Eltern aufsuchen hmm? Es gibt hier draußen noch weitaus gefährlichere Dinge als Ratten."
Uh! Ich muss mich vorsehen! Wenn sie wüsste, dass ich, nun ja, halt was ich bin... und es SO erfährt... und meine Eltern ewig nicht mehr gesehen habe... mir egal sind... Puh! Ich muss jetzt wirklich aufpassen! Aber... ihre... Campanas! Ja, die sind so groß! Und so wohl geformt... Bellissima!
Schließlich bekam er mit, was Ivy bezüglich der Nacht anbot und wie die matta Gatta zusammen mit der Creatura di Inferno und dem Padrone das Zimmer verließ. Sofort schritt Emanuelle auf Ivy zu, um den Gedanken abzuwürgen, nach seinen Eltern zu suchen. Erst umarmte er Ivy eine ganze Weile lang herzlich, dann löste er sich wieder von ihr, um zu ihr zu sprechen.
"Habt Dank, meine esotica Bellezza! Ihr habt mich erneut errettet und mich vor der matta Gatta in Schutz genommen! Das werde ich euch irgendwann vergelten!"
Eine tiefe, förmliche Verbeugung sollte seine Dankbarkeit wieder spiegeln. Jedoch musste er sich beeilen, damit Ivy nicht mehr auf seine Eltern zu sprechen kam!
"Wenn ihr es mir nachsehen würdet, dann möchte ich jetzt doch gerne den Schlaf von vorhin fortsetzen. Die ganze Aufregung jhat mich nur noch mehr ermüdet und mir alle Energie abgerungen... Euer angebot, auf eurer Seite des Bettes nächtigen zu dürfen, ehrt mich!"
Schüchtern lächelte er kurz.
"Doch möchte ich euch nicht noch mehr Mühen bereiten! Es würde wohl genügen, wenn ich wieder eure Hand halten dürfte, um mich sicher zu fühlen. Über alles weitere können wir uns gerne morgen unterhalten. Ein neuer Tag bringt uns dann doch hoffentlich auch neues Glück!"
Dann nahm er Ivy schnell in seine Arme, drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange und schlüpfte ganz schnell ins Bett. Dort legte er seine Hand auf ihre Bettseite und schloss die Augen. Jedoch schlief er nicht ein, sondern dachte noch eine ganze Weile lang nach.
Hahhh... Jetzt musst du dich vorsehen, mein guter! Du darfst es nicht vermasseln! Die esotica Bellezza möchte dich heimbringen! Zudem ist die matta Gatta nicht gut auf dich zu sprechen! Wenn beide so erfahren, wer du bist, dann endet das... nun, halt wohl sehr tragisch... Aber, die Campanas der Bellezza! Die sind es alleine wert, morgen wieder zu frischen Taten aufzubrechen! Und wer weis, vielleicht ergibt sich eine neue Möglichkeit...
Als er endlich wirklich einschlief, hatte er ein Lächeln auf den Lippen, welches Verführung pur war...

Am nächsten Morgen weckte ihn ein Klopfen, gefolgt von einer Mitteilung.
„Ich habe ein Bad vorbereitet. Also raus aus den Federn und macht schnell bevor das Wasser kalt wird. Ich werde es ganz sicher nicht noch einmal aufheizen solltet ihr euch nicht beeilen.“
Hm... ein heißes Bad... MOMENT! Das ist DIE Idee!!! Ich habe doch ein paar Utensilien und wenn ich dazu genug Seife bekomme... dann ist das Bad hier bestimmt klein! Auch, wenn ich es als barbarisch empfinden werde... so langt das für mein Vorhaben! Es sollte genug Schaum produzieren! Ich wäre also noch getarnt! Und wenn dann Ivy zu mir in die Wanne steigt... Nun, noch keine Dame hat sich darüber beschwert, meinen großen Emanu in einem Bad kennen zu lernen!
Schnell drehte er sich zu Ivy, um ihr die Neuigkeit mitzuteilen. Dafür fuhr er ihr mit seiner Hand sanft über die Wange, dann sagte er ihr seine Idee ins Ohr.
"Wacht auf, meine teure Bellezza! Denn uns wurde eine Möglichkeit gegeben, wie sie sonst nur den edelsten Damen an einem Königshofe zuteil wird!"

Annalena
09.09.2014, 17:32
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Eine brennende Wut packte Lana, als einer der Gäste, ein Schönling in edler Kleidung und einer unter seiner Würde erscheinenden Dame im Arm beschwipst gegen sie stieß und dann auch noch die Frechheit besaß, sie mit einem „Was stehst du da so rum, Weib, hast du nichts zu tun?“ anzupflaumen. Am liebsten wäre sie dem Knaben, der nun schunkelnd die Gaststätte verließ gefolgt und hätte ihm seine Kehle durchtrennt. Und wenn sie schon dabei gewesen wäre, dann wäre die Hure gleich mit über die Klinge gesprungen.

Der Gedanke das ungleiche Paar auf dem schmutzigen Boden vor der Taverne ausbluten zu lassen gefiel ihr, doch ermahnte sie sich, keinerlei Ärger vom Zaun zu brechen. Ihr König hatte ihr einen Befehl erteilt: nach Denerim gehen, Cailan die Nachricht überbringen, seine Antwort abwarten, den Feind im Süden aufklären und zurück in die Heimat. Glattrasierte Muttersöhnchen und sich verschenkende Schankweiber vom Antlitz Thedas zu tilgen gehörte nicht dazu und um keinen Preis der Welt, so befriedigend er auch sein möge, würde sie ihren König enttäuschen. Somit beschied sie sich weiter an der Bar zu warten, bis ein älterer Mann zu ihr kam. Der offensichtliche Wirt bestätigte die Möglichkeit der Übernachtung und bot zudem etwas zu Essen und zu Trinken an. Lana sagte ihm, dass sie gerne auf das Angebot zurückkommen würde und legte einen Sovereign auf den Tisch. Wie man richtig mit Geld umging hatte sie nie gelernt, doch wusste sie, dass der Anblick einer dieser Goldmünzen in der Regel sämtliche Zweifel aus dem Weg räumten. Lana nahm den Schlüssel und nickte knapp zum Dank.

Sie stiefelte die Treppe hinauf und betrat das ihr vom Wirt zugewiesene Zimmer. Es war spartanisch eingerichtet, mit nackten Holzbrettern als Wandverkleidung, einem einzelnen Fenster, einem kleinen hölzernen Schreibtisch links neben dem Fenster, auf dem Lana ihr Gepäck ablud, einem beinahe leeren Bücherregal und einem einfachen Holzstuhl, der direkt vor dem Fenster stand. Das Bett war ein Drahteisengeflecht mit einer weichen, wolligen Matratze von gräulicher Farbe. Die Schlichtheit überraschte sie nicht und die Tatsache, dass es im ganzen Zimmer nicht einmal eine Spinnenwebe gab, deutete darauf hin, dass es in diesem Gasthof der ordentlich vorging. Lana prüfte die knarrende Holztür, die aus denselben Dielen gefertigt schien, wie die Wandverkleidung. Sie ließ sich von Innen mit einem kleinen Riegel zusätzlich verschließen. Das beruhigte Lana, wollte sie sich doch während der Nacht keine Gedanken um jemanden oder etwas machen müssen. Sie öffnete das Fenster und ein leichter Windzug erfasste sie. Von draußen hörte man nur das leise Schuhu einer Eule und den Lärm der ausgelassenen Gäste in dem Lokal unter ihr.
Während Lana sich der Rüstung entledigte und ein einfaches, gut geschnittenes Kleid aus schwerem Stoff anzog, sich einen Gürtel mit daran befestigtem Dreikant-Dolch umband fragte sie sich, ob der Wirt nicht auch ein schönes Mansardenzimmer frei hatte, in dem sie mit offenen Fenster schlafen könne, ohne das Geplapper und Geklapper der Leute ertragen zu müssen.

Gerade, als sie in bequeme, mit Lederriemen und Eisenringen verkleidete Stiefel schlüpfte, deren hohe Absätze sie nun ein paar Zentimeter größer erschienen ließen, erklang ein heller Schrei von unterhalb des offenen Fensters. Lana fuhr herum und stürzte zum Fenster.

„Wer ist da?“, rief sie fordernd in die Dunkelheit.
„Zeigt euch!“




http://upload.worldofplayers.de/files9/PAwX9OOH1SBastien_Avatar.jpg

Irgendwie schien Bastien das Glück verlassen zu haben. Oder zumindest sein Bedürfnis, das er mithilfe Maries stillen wollte. Er genoss zwar ihre weiche, nachgiebige Lippen sowie ihre Hände, die sich zielstrebig auf Wanderschaft begeben hatten. Doch immer wieder schob sich ein zartes Gesicht mit blonden Haaren vor sein inneres Auge. Es wurmte ihn, dass diese Unbekannte eine verbotene Frucht für ihn sein sollte.

Marie unterbrach ihre Tätigkeit und blickte ihm prüfend in die Augen. "Was ist los? Begehrst du mich nicht mehr?" "Ganz im Gegenteil, mia bella. Ich bin nur ein wenig angespannt von der Reise. Also komm her, damit ich endgültig auf andere Gedanken komme." Bastien legte Marie die Hand in den Nacken, zog sie wieder zu sich heran und küsste sie erneut. Mit seiner anderen Hand band er die Schnürung ihrer Bluse auf und schob sie über die Schulter. Sein Mund wanderte ihre Kehle hinab. Doch bevor er sein Ziel erreichte, hörten sie einen Schrei und fuhren erschrocken auseinander.

„Ver…verzeiht die Störung. Ich bin gleich wieder weg.“

Die Stimme erkannte Bastien sofort, hatte sie sich doch in seine Seele gebrannt. Er blickte zu der Stimme und tatsächlich, da war das junge Mädchen, dass vorhin wie eine Nachtigall gesungen hatte. Sie kniete auf dem Boden und versuchte, ihre Habe wieder zusammen zu lesen, die sie bei ihrem Sturz verloren haben musste. Bastien eilte an ihre Seite. Marie hatte er komplett vergessen.

"Kommt, lasst mich Euch helfen."

Ohne eine Antwort abzuwarten, begann er die Sachen einzusammeln. Als er ihr schmerzverzerrtes Gesicht sah, der auf ihren Knöchel fiel, fragte er:

"Habt Ihr Euch verletzt? Lasst mich sehen!" Vorsichtig griff er nach ihrem Fuß und tastete ihn fast zärtlich ab. "Ich habe auf meinem Zimmer einen Wundumschlag. Kommt, ich trage Euch."

Ihre Proteste ignorierend, nahm Bastien sie auf seine Arme und stand auf. Nur wie sollte er sie jetzt ungesehen rein bringen? Wenn er durch den Vordereingang ging, würde ihr Vater sie entdecken und dann wäre er ein toter Mann. Danach hatte er kein Bedürfnis, hing er doch sehr an seinem Leben.

„Wer ist da? Zeigt euch!“ ertönte plötzlich eine Stimme. Sie schien aus dem Zimmer im ersten Stock zu kommen. Bastien blickte hoch. Er konnte die Umrisse einer recht großen Person erkennen.

"Ich bin ein Gast dieser Taverne und ich habe hier ein verletztes junges Mädchen. Könnt Ihr uns helfen, ungesehen in das Gasthaus zu gelangen?"

http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Plötzlich war ein junger Mann neben ihr. Da sie niemand anderen hier gesehen hatte, war es vermutlich der Mann, der mit der Frau beschäftigt war. Er half ihr dabei ihre Sachen wieder in den Korb zu legen. Sie war ihm sehr dankbar dafür. Samira schaute auf ihren Fuß, als der Schmerz plötzlich stärker wurde. Der Mann schien das zu bemerken.

"Kommt, lasst mich Euch helfen."

Samira wollte gerade verneinen als er auch schon ihren verknacksten Knöchel untersuchte. Ohne um ihre Erlaubnis zu fragen nahm er sie einfach in seine Arme.

"Ich habe auf meinem Zimmer einen Wundumschlag. Kommt, ich trage Euch."

Der jungen Frau war das sehr unangenehm. „Bitte lasst mich wieder herunter, mein Herr.“ Doch er ignorierte sie. Noch einmal versuchte sie mit ihm zu reden. „Bitte, mein Herr, das müsst Ihr nicht tun.“ Doch er ignorierte sie weiterhin. Was sollte sie tun? Sie konnte doch nicht zulassen, dass er sie einfach auf sein Zimmer brachte. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was er gesagt hatte. Er wollte sie auf sein Zimmer bringen?

Samiras Herz klopfte schneller. Sie war in den Armen eines fremden Mannes und er wollte sie in sein Zimmer bringen. Zaghaft blickte sie nach oben um sein Gesicht zu sehen. Er kam ihr nicht bekannt vor, also schien er nicht von der Hochzeitsgesellschaft zu sein. Wahrscheinlich war er ein Gast, der mit seiner Gemahlin in dem Gasthaus abgestiegen war. Sie sah sich um, doch seine Gemahlin war nicht zu sehen. Hoffentlich war das nicht ihre Schuld. Bevor sie jedoch noch einmal protestieren konnte hörte sie eine weibliche Stimme aus einem der oberen Gästezimmer.

„Wer ist da? Zeigt euch!“

Erleichtert atmete sie auf. Samira fühlte sich nur etwas sicherer, da sie nicht mehr allein mit dem jungen Mann war. Sie sollte die junge Frau fragen ihren Vater nach draußen zu schicken. Doch Samira verwarf gleich wieder diese Idee. Ihr Vater würde sie nur in ihr Zimmer einsperren und den Schlüssel wegwerfen. Doch nicht bevor er den jungen Mann, der eigentlich nur helfen wollte, töten würde.

"Ich bin ein Gast dieser Taverne und ich habe hier ein verletztes junges Mädchen. Könnt Ihr uns helfen, ungesehen in das Gasthaus zu gelangen?"

„Das ist keine gute Idee. Der einzige Weg zu den Gästezimmern führt durch die Gaststube. Mein Vater ist etwas… eigen wenn es um mich geht. Er wäre nicht sehr erfreut mich außerhalb meines Zimmers zu sehen.“ Sie verschwieg ihm allerdings, dass er dem jungen Mann etwas antun würde. Samira blickte noch einmal nach oben, ob die junge Frau noch am Fenster stand. Doch wegen der Dunkelheit konnte sie es nicht so genau erkennen.

Was sollte sie nun tun? In ihrem Zimmer hatte sie auch einen Wundumschlag. Doch dazu müsste sie erst einmal in ihr Zimmer gelangen. Nervös blickte sie den jungen Mann an. „Könntet Ihr mich zu der Hintertür bringen? Diese führt in die privaten Gemächer meiner Familie. Wenn ihr mich dort absetzt, dann kann ich es ganz sicher ungesehen auf mein Zimmer schaffen.“ Auf keinen Fall würde sie den jungen Mann mit nach oben nehmen. Samira war sich sicher, dass sie es auch ohne seine Hilfe nach oben schaffen konnte. Wenn die junge Frau nach unten kommen würde, dann könnte sie diese fragen sie auf ihr Zimmer zu begleiten. Vielleicht war sie ein netter Mensch, der ihren Vater nicht über ihren Ungehorsam informieren würde.

Samira lächelte den jungen Mann schüchtern an. „Danke für Eure Hilfe, mein Herr. Sobald Ihr mich abgesetzt habt, solltet ihr nach Eurer Gemahlin sehen. Sie ist nicht mehr anwesend und ich befürchte das ist meine Schuld. Bitte verzeiht, falls ich Eure Gemahlin und Euch verärgert habe.“

Shepard Commander
09.09.2014, 18:05
Plötzlich war ein junger Mann neben ihr. Da sie niemand anderen hier gesehen hatte, war es vermutlich der Mann, der mit der Frau beschäftigt war. Er half ihr dabei ihre Sachen wieder in den Korb zu legen. Sie war ihm sehr dankbar dafür. Samira schaute auf ihren Fuß, als der Schmerz plötzlich stärker wurde. Der Mann schien das zu bemerken.

"Kommt, lasst mich Euch helfen."

Samira wollte gerade verneinen als er auch schon ihren verknacksten Knöchel untersuchte. Ohne um ihre Erlaubnis zu fragen nahm er sie einfach in seine Arme.

"Ich habe auf meinem Zimmer einen Wundumschlag. Kommt, ich trage Euch."

Der jungen Frau war das sehr unangenehm. „Bitte lasst mich wieder herunter, mein Herr.“ Doch er ignorierte sie. Noch einmal versuchte sie mit ihm zu reden. „Bitte, mein Herr, das müsst Ihr nicht tun.“ Doch er ignorierte sie weiterhin. Was sollte sie tun? Sie konnte doch nicht zulassen, dass er sie einfach auf sein Zimmer brachte. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was er gesagt hatte. Er wollte sie auf sein Zimmer bringen?

Samiras Herz klopfte schneller. Sie war in den Armen eines fremden Mannes und er wollte sie in sein Zimmer bringen. Zaghaft blickte sie nach oben um sein Gesicht zu sehen. Er kam ihr nicht bekannt vor, also schien er nicht von der Hochzeitsgesellschaft zu sein. Wahrscheinlich war er ein Gast, der mit seiner Gemahlin in dem Gasthaus abgestiegen war. Sie sah sich um, doch seine Gemahlin war nicht zu sehen. Hoffentlich war das nicht ihre Schuld. Bevor sie jedoch noch einmal protestieren konnte hörte sie eine weibliche Stimme aus einem der oberen Gästezimmer.

„Wer ist da? Zeigt euch!“

Erleichtert atmete sie auf. Samira fühlte sich nur etwas sicherer, da sie nicht mehr allein mit dem jungen Mann war. Sie sollte die junge Frau fragen ihren Vater nach draußen zu schicken. Doch Samira verwarf gleich wieder diese Idee. Ihr Vater würde sie nur in ihr Zimmer einsperren und den Schlüssel wegwerfen. Doch nicht bevor er den jungen Mann, der eigentlich nur helfen wollte, töten würde.

"Ich bin ein Gast dieser Taverne und ich habe hier ein verletztes junges Mädchen. Könnt Ihr uns helfen, ungesehen in das Gasthaus zu gelangen?"

„Das ist keine gute Idee. Der einzige Weg zu den Gästezimmern führt durch die Gaststube. Mein Vater ist etwas… eigen wenn es um mich geht. Er wäre nicht sehr erfreut mich außerhalb meines Zimmers zu sehen.“ Sie verschwieg ihm allerdings, dass er dem jungen Mann etwas antun würde. Samira blickte noch einmal nach oben, ob die junge Frau noch am Fenster stand. Doch wegen der Dunkelheit konnte sie es nicht so genau erkennen.

Was sollte sie nun tun? In ihrem Zimmer hatte sie auch einen Wundumschlag. Doch dazu müsste sie erst einmal in ihr Zimmer gelangen. Nervös blickte sie den jungen Mann an. „Könntet Ihr mich zu der Hintertür bringen? Diese führt in die privaten Gemächer meiner Familie. Wenn ihr mich dort absetzt, dann kann ich es ganz sicher ungesehen auf mein Zimmer schaffen.“ Auf keinen Fall würde sie den jungen Mann mit nach oben nehmen. Samira war sich sicher, dass sie es auch ohne seine Hilfe nach oben schaffen konnte. Wenn die junge Frau nach unten kommen würde, dann könnte sie diese fragen sie auf ihr Zimmer zu begleiten. Vielleicht war sie ein netter Mensch, der ihren Vater nicht über ihren Ungehorsam informieren würde.

Samira lächelte den jungen Mann schüchtern an. „Danke für Eure Hilfe, mein Herr. Sobald Ihr mich abgesetzt habt, solltet ihr nach Eurer Gemahlin sehen. Sie ist nicht mehr anwesend und ich befürchte das ist meine Schuld. Bitte verzeiht, falls ich Eure Gemahlin und Euch verärgert habe.“

Irgendwie schien Bastien das Glück verlassen zu haben. Oder zumindest sein Bedürfnis, das er mithilfe Maries stillen wollte. Er genoss zwar ihre weiche, nachgiebige Lippen sowie ihre Hände, die sich zielstrebig auf Wanderschaft begeben hatten. Doch immer wieder schob sich ein zartes Gesicht mit blonden Haaren vor sein inneres Auge. Es wurmte ihn, dass diese Unbekannte eine verbotene Frucht für ihn sein sollte.

Marie unterbrach ihre Tätigkeit und blickte ihm prüfend in die Augen. "Was ist los? Begehrst du mich nicht mehr?" "Ganz im Gegenteil, mia bella. Ich bin nur ein wenig angespannt von der Reise. Also komm her, damit ich endgültig auf andere Gedanken komme." Bastien legte Marie die Hand in den Nacken, zog sie wieder zu sich heran und küsste sie erneut. Mit seiner anderen Hand band er die Schnürung ihrer Bluse auf und schob sie über die Schulter. Sein Mund wanderte ihre Kehle hinab. Doch bevor er sein Ziel erreichte, hörten sie einen Schrei und fuhren erschrocken auseinander.

„Ver…verzeiht die Störung. Ich bin gleich wieder weg.“

Die Stimme erkannte Bastien sofort, hatte sie sich doch in seine Seele gebrannt. Er blickte zu der Stimme und tatsächlich, da war das junge Mädchen, dass vorhin wie eine Nachtigall gesungen hatte. Sie kniete auf dem Boden und versuchte, ihre Habe wieder zusammen zu lesen, die sie bei ihrem Sturz verloren haben musste. Bastien eilte an ihre Seite. Marie hatte er komplett vergessen.

"Kommt, lasst mich Euch helfen."

Ohne eine Antwort abzuwarten, begann er die Sachen einzusammeln. Als er ihr schmerzverzerrtes Gesicht sah, der auf ihren Knöchel fiel, fragte er:

"Habt Ihr Euch verletzt? Lasst mich sehen!" Vorsichtig griff er nach ihrem Fuß und tastete ihn fast zärtlich ab. "Ich habe auf meinem Zimmer einen Wundumschlag. Kommt, ich trage Euch."

Ihre Proteste ignorierend, nahm Bastien sie auf seine Arme und stand auf. Nur wie sollte er sie jetzt ungesehen rein bringen? Wenn er durch den Vordereingang ging, würde ihr Vater sie entdecken und dann wäre er ein toter Mann. Danach hatte er kein Bedürfnis, hing er doch sehr an seinem Leben.

„Wer ist da? Zeigt euch!“ ertönte plötzlich eine Stimme. Sie schien aus dem Zimmer im ersten Stock zu kommen. Bastien blickte hoch. Er konnte die Umrisse einer recht großen Person erkennen.

"Ich bin ein Gast dieser Taverne und ich habe hier ein verletztes junges Mädchen. Könnt Ihr uns helfen, ungesehen in das Gasthaus zu gelangen?"

http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

Ihre Hilfe? Nichtswürdige Kreaturen, die es wagten die Stille und Friedlichkeit dieses Ortes durch ihre banalen Probleme und ihr hochfrequentes Gezeter zu entweihen. Lana schüttelte den Kopf und rief dann, ohne eine Ahnung warum, dass sie helfen würde. Warum auch immer Gefahr zu drohen vermochte war ihr völlig schleierhaft. Da sie jedoch ohnehin noch in die Gaststube gehen und etwas zu Essen herunterschlingen wollte, konnte sie das jedoch gleich miterledigen. Unten murmelten die beiden etwas zueinander, was genau interessierte Lana jedoch nicht. Nachdem sie ihre Hilfe zugesichert hatte, schloss sie das Fenster und bereitete sich auf das Verlassen des Zimmers vor.

Lana schloss die Tür hinter sich, steckte den großen Schlüssel ins Schloss und drehte ihn langsam herum. Es klickte zweimal, dann zog Lana den Schlüssel unter einem metallischen Knirschen zurück und drückte prüfend die eiserne Türklinge. Auf wenig Druck reagierte die Tür nicht, also hielt Lana die Klinge nach unten gedrückt und presste ihren Körper gegen das Holz. Es fühlte sich hart und unnachgiebig an und erinnerte sie an die, während sie sowohl Hüfte als auch Oberkörper gegen die Tür drückte, an die muskulöse Brust ihres Königs. Sie hauchte das Holz an, stieß sich dann beinahe angeekelt von der Tür weg und schritt eilends die Treppe hinunter.

Unten angelangt bot sich ihr dasselbe Bild, wie schon beim Eintreffen. Viele, bunt gekleidete Menschen, vertieft in Gespräche oder Humpen voller Alkohol. Lana schritt zum Tresen und winkte wahllos den Wirt oder einer seiner Bediensteten heran. Ohne darauf zu achten, wer ihren Wunsch entgegennahm verlangte sie nach etwas Brot, möglichst blutigen Fleisch und einem Trinkhorn, oder was auch immer die Fereldner nutzen, von ihrem schwärzesten Bier. Dazu noch einen süßen Saft, Himbeere oder Kirsche, wenn möglich.
In der Erwartung das Bestellte bei ihrer Widerkehr vorzufinden, schritt sie zu der Tür, durch die der freche Flegel mit seiner vollbusigen Kurtisane gegangen war. Kurz bevor sie diese jedoch aufstieß stockte sie. Einen Moment sinnierte sie über die Möglichkeit eines Hinterhalts mit dem Ziel, die Befehle ihres Herrn zu stehlen. Doch eilig wischte sie ihre Bedenken hinfort und öffnete die gut gezimmerte Tür.

Sie trat nach draußen. Der Mond schien, wurde jedoch von Fetzten dunkler Wolken, die sich rasch am Himmel bewegten, immer wieder teilweise verdeckt. Abgesehen von dem kalt strahlenden Himmelskörper gab es keine Sterne zu sehen.

Ohne zu sehen, wo sich ihre Gesprächspartner befanden rief sie: „Wo seid ihr? Junge Dame und Gast der Taverne!“
Sie würde nicht lange warten und sollte die Antwort nicht baldigst kommen, würde sie wieder reingehen und ihr bis dahin hoffentlich vorbereitetes Mahl genießen.

Annalena
09.09.2014, 18:20
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Valgarius war erleichtert zu hören, dass ihr kein Leid zugefügt wurde. Doch es blieb keine Zeit ihre Wiederveinigung zu feiern, denn der Chasind der Anlya von hier fortbrachte, kehrte zurück und erwähnte, dass die Schamanin nun bereit ist die beiden tapferen Seelen zu empfangen. Der stämmige Kerl strafte Valgarius mit einer eiskalten Miene, warf der Elfe allerdings all seine Herzlichkeit entgegen, die das Ungeheuer in seinem fleischigen Körper finden konnte. Sag mir doch gleich wie sehr du mich hasst, du du... du KANNIBALE! Dachte er verärgert, beschloss dann allerdings, sich seinen Zorn für später aufzuheben.

Der Mann führte die beiden nach draußen in die große Hütte im Zentrum des Dorfes. Im Inneren konnte man die Größe dieser Wohnung nur grob erahnen. Mehrere Räume waren zu erkennen, als sie weiter zum Mittelpunkt der Hütte gingen. Was sie im folgenden Raum vorfanden, war im ersten Moment nichts ungewöhnliches und doch herrschte hier eine gewisse, fremdartige Atmosphäre. Irgendetwas stimmte hier nicht.
Ein flacher Tisch erregte die Aufmerksamkeit des Blutmagiers. Keine Stühle waren vorhanden, lediglich einige Stoffkissen. Doch viel mehr Sorgen bereitete ihm der Nager, der auf einem der Kissen saß. Ist das die Ratte von vorhin? Im selben Moment wo er sich diese Frage stellte, blickte er zu Anlya, in der Hoffnung, dass sie nicht wieder ausflippen würde.

Doch glücklicherweise stellte sich heraus, dass die Ratte wohl gar keine war. Ihr Körper schien sich plötzlich umzuformen und rasant an Größe zu gewinnen. Eine ältere Dame die auf den Namen Aldis hörte stellte sich den beiden vor. Offenbar war sie das Nagetier gewesen. Der Mann der sie hierher brachte war Wulfgar.
Aber damit endeten die Überraschungen noch nicht, denn die alte Dame fragte, warum sich Valgarius als Frau und Anlya als Mann ausgab. Sie schien ihr dunkles Geheimnis zu kennen. Wie kann sie? Moment, hat sie uns als Ratte belauscht? Während Valgarius über die Enthüllung nachdachte, war er nun kaum fähig eine gescheite Antwort auf ihre Frage zu geben. "Nun ich... wir..." Dann schüttelte er kurz den Kopf, als wolle der Blutmagier sämtliche Unsicherheiten wie Kletten aus seinem Haar entfernen. "Nun seht, wir sind lediglich zwei Reisende, die hierher gebracht wurden. Unfreiwillig wohlgemerkt." Dabei ließ er einen kritischen Blick kurzzeitig auf Wulfgar ruhen.

"Wir fürchteten um unser Leben." Jetzt war er wieder ganz in seiner Rolle und spielte erneut den theatralischen, hilflosen Magier. Seine Hand legte er auf seine Brust, ehe er seine Ausführungen fortsetzte. "Also mussten wir uns anpassen, wie Tiere es gelegentlich tun und unsere wahre Identität verschleiern. Zum Schutz versteht ihr." Anschließend konnte der Magier seine Neugier nicht bändigen. "Doch sagt, warum habt ihr uns hierher gebracht? Was möchtet ihr von uns?"

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Die Schamanin blickte den Magier amüsiert an. Es war offensichtlich, dass er die Chasind nicht sehr mag. „Ihr wart in Begleitung eines Kriegers der Chasind. Es sah so aus, als ob ihr zusammen gereist seid. Meine Männer hielten es also für angebracht euch nicht von ihm zu trennen. Verzeiht, wenn es so ausgesehen hatte, als ob ihr unsere Gefangenen seid.“

Anlya blickte die ältere Frau fragend an. „Wie geht es Blutmähne?“ Aldis lächelte die junge Elfe sanft an. „Leider geht es ihm nicht so gut. Ich kann nicht sagen, wie lange es dauert, bis er sich wieder erholt hat. Doch wir tun alles was in unserer Macht steht.“ Anlya nickte traurig. Sie kannte den großen Mann zwar noch nicht lange, aber es tat ihr leid, dass es ihm nicht gut ging. „Euer Mitgefühl ehrt Euch mein Kind“, sagte die Schamanin freundlich, „und wie ich sagte, seid ihr nicht unsere Gefangenen. Ihr und Euer Begleiter können solange unsere Gastfreundschaft annehmen wie ihr es wünscht. Es steht euch aber auch frei zu gehen.“

Aldis stand auf und ging langsam auf sie zu. Vor der Elfe blieb sie stehen. „Heute wird in unserem Stamm ein großes Fest gefeiert. Ich würde mich sehr freuen wenn Ihr und Euer Begleiter daran teilnehmen würdet.“ Anlya blickte nachdenklich die ältere Frau an. „Kann ich mich mit meinen Begleiter beraten?“ Die Schamanin nickte. „Natürlich. Bevor Ihr das jedoch tut würdet Ihr mir Euren richtigen Namen verraten?“ „Mein Name ist Anlya.“ Geduldig wartete Anlya bis Valgarius sich vorstellte so dass sie sich beraten konnten.

Önee-sama
09.09.2014, 18:32
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Claudette lauschte gespannt Arians Plan und schien auf den ersten Blick nichts daran auszusetzten. Sie brachte sogar ein Verbesserungsvorschläge was die Unterbringung der Leichen anbetraf ein. Die Kriegerin rammte ihre beiden Waffen in die Erde, forderte Arians Mithilfe und wollte bereits den ersten toten Körper anpacken, als jäh ein Schrei die dunkle Stille durchbrach und eine in panischer Angst verzerrte Stimme eine unglücksschwangere Botschaft in die Nacht brüllte. Werwölfe! Werwölfe auf der Palisade!

„Werwölfe! Die Biester sollten nicht einmal in der Lage sein einen Baum hinaufzuklettern! Wie konnten sie…“, Arian führte den Gedanken nicht zu Ende. Begleitet von dem Läuten einer gusseisernen Alarmglocke eilte er zu Abyss. Claudette, die ihre Bewaffnung erneut aufgenommen rief noch etwas in der Art, dass das Ziel von Ostagar überleben gewesen sein, was Arian verwirrt den Kopf schütteln und den Gedanken „Das Ziel Ostagars war der Sieg“ denken ließ. Er wähnte Claudette hinter sich, wusste jedoch nicht, ob sie nicht schon den Kampf suchte. Offensichtlich war sie nicht nur sehr um Abyss besorgt, was Arian sehr rührte, nein sie würde auch nie einem Kampf aus dem Weg gehen.

Als Arian Abyss packte und schüttelte schrie sie angstvoll auf. Einen Augenblick später erkannte sie den Krieger und verstummte augenblicklich. Mit großen Augen sah sie Arian verängstigt an.
„Arian? Wa… was ist passiert?“, stotterte sie leise.
„Nichts Gutes! Bleibt im Wagen, egal was geschieht! Deck dich zu und verhalte sich ruhig!“, wies er sie an, während er in seinem Gepäck wühlte. Er beförderte seinen Schild und einen gefährlich aussehenden Morgenstern an die Luft. Der Schild war eindeutig der eines Ritters, mit nach unten zulaufender Spitze und breitem Rand oben. Seine Oberfläche war mit geschwärztem Leder bespannt und verdeckte das Wappen, das er sonst trug. Der Morgenstern hatte einen eisenverstärkten Eichenholzgriff, eine lange Kette aus perfekt aneinandergereihten Gliedern und eine schwere, dornenbewährte Kugel an ihrem Ende. Abyss zuckte beim Anblick der grausamen Waffe merklich zusammen.

„Warum? Was ist los?“
Arian ignorierte die zweite Frage und fuhr sie wütend an:
„Weil ich es sage, Abyss! Versteck dich und sei ruhig!“
Mit vor Unverständnis und Zorn über die Rüge bebender Unterlippe zog Abyss die dunkle Decke über ihren blonden Haarschopf und formte sich zu einer kleinen, zwischen den ganzen Waren nicht auffallenden Kugel. Arian, dem seine schroffe Art einen Moment leid tat, seufzte kurz befand dann ihr Versteck als gut und trat ein paar Schritte in den Hof.

Den linken Arm in die Schlaufen des Schildes gesteckt, den rechten seine Waffe umklammernd stand er breitbeinig vor dem Karren und allem, was ihn erreichen wollte. Er sah sich um, sah jedoch weder Soldaten noch Werwölfe. Mit etwas Glück war es ein falscher Alarm. Mit noch mehr Glück war es keiner und die Werwölfe und Schurken würden sich gegenseitig niedermetzeln. Doch Arian spekulierte nie auf Glück.
„Nach meiner Erfahrung gibt es so etwas wie Glück nicht“, hatte er einmal zu Abyss gesagt, als sie ihn danach fragte.

Der erste Angriff traf Arian vollkommen unvorbereitet. Ein schwerer, haariger Körper sprang auf seine Schultern und eine krallenbewährte Klaue verfehlte sein Gesicht nur knapp. Die Wucht des Aufpralls riss ihn zu Boden, ebenso wie seinen gelbäugigen Gegner. Arian konnte noch den Schild zwischen sich und den auf ihm liegenden Werwolf bringen und stemmte sich nun mit voller Kraft gegen ihn. Der Werwolf war scheinbar ungünstig aufgekommen, denn anstatt seine Attacke fortzusetzten sabberte er benommen neben Arians Gesicht. Mit allem Schwung den er aufbringen konnte stieß er das Wesen beiseite, dessen Körper zwei Schritte neben Arian landete. Der Krieger erhob sich und griff nach seinem Morgenstern. Leicht wankend stellte er sich auf.

„Füße parallel, Stand finden, Schild nach Vorne, Angriff vorbereiten“, dachte er sich und begann die grausame Kugel über seinem Kopf kreisen zu lassen. Der Werwolf richtete sich auf und schüttelte seinen scheußlichen Kopf. Die gelben Augen brannten vor Wahnsinn und Blutdurst förmlich und sein flacher Schädel zog sich weit nach vorne, die Ohren angelegt, als er Arian anheulte. Das Biest stellte sich auf alle viere und kroch zähnefletschend heran. Schon bereitete es sich auf einen weiteren Angriff vor, doch Arian kam ihm zuvor. Er sprang vor und ließ den Morgenstern auf die Schädeldecke des Hundekopfes krachen. Der Aufprall brach die massive Stirn und das Tier brach augenblicklich zusammen. Auf dem Bauch liegend und mit einem herausquellenden Augapfel robbte es dennoch auf Arian zu. Dieser holte erneut aus und schlug dem Wesen die brutale Kugel noch viermal auf den Schädel, ehe die sie tot liegen blieb.
Jeder schlag kostete unfassbar viel Kraft und Arian stöhnte schwer, als ein mit einer Hellebarde bewaffneter Wachmann um die Ecke lief. Die Wache schaute auf den niedergestreckten Wolf, dann auf Arian und nickte zufrieden. Dann jedoch fiel sein Blick auf die niedergemetzelten Soldaten und Schurken unweit des Stalls und sofort richtete er die Pike auf Arian. Offensichtlich war den Wachen befohlen worden, bei jeder seltsam erscheinenden Situation sehr vorsichtig zu sein, was angesichts des Rattenlochs in dem sie dienten, durchaus verständlich erschien.

„Keinen Schritt weiter!“, rief der Soldat.
„Ganz ruhig, Wache. Wir haben andere Probleme!“, sagte Arian ruhig.
„Andere Probleme? Ihr habt das Problem hier doch gelöst, doch dafür…“,
er deutete kurz mit der Spitze seiner Waffe auf die Leichen
„… dafür werdet ihr hängen, Mörder!“, sagte er und wandte sich um, zweifellos um Verstärkung zu rufen. Dazu kam es jedoch nicht, denn die schwere Kugel von Arians Waffe krachte gegen den peinlich einfachen Helm der Wache. Der Mann wurde sofort von den Füßen gerissen. Arian kniete sich neben ihn, um erleichtert festzustellen, dass er noch lebte.

„Lady Vance! Lady Vance!“, rief er in die Dunkelheit. „Claudette!!“
Als Arian sich umdrehte sah mehrere gebückte, ausmergelte Kreaturen, wie sie auf der Palisade hüpften und kreuchten. Direkt darunter verlief das geneigte Dach des Stalls.

„Wer ist das?“, erklang eine Stimme hinter ihm.
„Keine Ahnung. Schlitzen wir ihn auf!“, antwortete eine Zweite.

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Claudette hoffte, dass Arian zu Abyss und dem Karren ging. Denn, was sie schemenhaft in der Dunkelheit ausmachen konnte...
"Bei allem was heilig ist..."
Sie flüsterte diese Worte vor sich hin.
Die zwei Frauen, die sie sah, schienen vor Angst zu Tode erschreckt und erstarrt. Jedenfalls rührten sie sich nicht, obwohl sie auf ihren Beinen standen. Beiläufig stellte Claudette fest, dass die Damen splitterfasernackt waren - Huren aus dem Freudenhaus! Doch schien das die angreifenden Bestien, wenn überhaupt, wenig zu beeindrucken. Drei oder Vier von ihnen um ringten die zwei Frauen, dann sprangen zwei von ihnen vor und... zerfleischten die beiden Damen mit ihren Klauen! Alles ging so schnell, dass Claudette noch nicht einmal Hilfeschreie vernahm.
"Selbst Huren verdienen nicht solch einen Tod! Erbauer, stehe uns bei! Das wird eine harte Nacht..."
Sie stand an einer Ecke eines Hauses, zu dem sie nach vorne gegangen war, als sie eine Bewegung um die Ecke war nahm.
DU!
Eine hohe, schlacksige Gestalt schlich durch die Dunkelheit - der Stallbursche! Sofort bog Claudette um die Hausecke...
Nur um sich mit anzusehen, wie eine gelbäugige, hagere und fellige Gestalt den Stallburschen ansprang und seine Zähne in dessen Fleisch trieb! Doch ließ sie der Anblick völlig kalt. Nicht nur, weil sie für den Verräter kein Mitleid empfand, sondern, weil etwas anderes ihre volle Aufmerksamkeit verlangte: Hinter der Leiche des Stallburschen und seines Mörders, der sich an dem Fleisch des Toten labte, stand eine weitere dieser Kreaturen! Sie war etwas größer und weit bulliger gebaut. Ihre gelben Augen fixierten Claudette, dann fing sie an, auf die Kriegerin zu zu stürmen!
Keine Zeit für Finesse!
Claudette lehnte schnell ihr Gewicht auf die Lanze im linken Arm, dann brachte sie die Runen ihres Schwertes dazu, wieder die zuckenden Blitze über die Klinge wandern zu lassen. Schnell holte sie aus und zielte dabei tief...
Schon war der Werwolf heran und Claudette drehte sich einigermaßen aus seiner Laufbahn, dabei ihren linken Rüstungsarm wie einen Schild benutzend. Nur dem Umstand, dass sie die Lanze, welche sie auf den Boden drückte, umklammert hielt, war es zu verdanken, dass sie der Prankenhieb, der von ihrem gepanzerten Arm abprallte, nicht doch zu Boden riss. Gleichzeitig schwang sie Thunderclap tief über den Boden herum und in die Beine des rasenden Monsters...
Obwohl die magische Waffe problemlos durch das Fleisch schnitt, sorgte der Aufprall der Klaue der Bestie auf ihrem linken Arm dafür, dass sie den Halt ihres Schwertes verlor und ihre mächtige Waffe etwa 5 Meter von ihr am Boden landete. Dort lag das Schwert jetzt, weithin sichtbar durch die leuchtenden Blitze. Gleichzeitig hatte Claudette Mühe, ihr Gleichgewicht zu halten, so dass sie nicht sah, wie ihr Ziel sich hinter ihr mehrmals überschlug, ehe es zu einem Stillstand kam - Claudette hatte dem Wesen ein Bein mit Thunderclap abgehackt!
"Was im Namen Andrastes? Diese Biester sind wie die zähesten der dunklen Brut!"
Mehr zu sich selbst quetschte sie die Worte zwischen ihren Zähnen hervor, dann richtete sie sich auf...
Nur um Augenblicklich die Lanze mit zwei Händen zu umklammern und schnell nach vorne zu bringen!
Die Kreatur, welche wohl den Stallburschen getötet hatte, war auf sie zugestürmt! Claudette richtete die Lanze rechtzeitig und genau aus, dennoch war es nicht genug, um das Wesen direkt auszuschalten...
Obwohl sich die Lanze in dessen Brust bohrte, trieb es Claudette, welche die Lanze fest umschlossen hielt, einige Schritte zurück, dann vernahm sie einen Schlag gegen den Panzer am linken Arm, gefolgt von einem stechenden Schmerz in der rechten Seite - eine Klaue hatte sie getroffen! Ihren Oberkörper nach hinten lehnend, wich sie einigen weiteren Schlägen aus, ehe das Biest seine Taktik änderte: Es umfasste nun ebenfalls die Lanze, versuchte aber gar nicht erst sie Claudette aus ihren Fingern zu reißen, sondern zog sich plötzlich an der Waffe, die in seiner Brust steckte, nach vorne!
Verdammt! Nur noch eine Chance...
Claudette handelte blitzschnell: Als der Werwolf sich nach vorne zig, ließ sie sich nach hinten fallen und drehte sich zur Seite weg. Dadurch fiel die Kreatur mit dem Stab der Lanze voran an ihr vorbei und schlug mit solchem Schwung auf, das es die Lanze zu zwei Dritteln aus seinem Rücken hervorbrachte. Claudette schlug heftig auf dem Boden auf und für eine Sekunde blieb ihr die Luft weg - dann rollte sie zur Seite, die stechenden Schmerzen zur Rechten ignorierend. Schnell stemmte sie sich hoch, wohl wissend, dass sie unbewaffnet war...
Doch die Kreatur schien sich selbst den Rest gegeben zu haben mit der Lanze! Sich selbst keinen Augenblick der Ruhe gönnend, hastete Claudette zu der Stelle, wo die tanzenden Lichter ihr Schwert markierten. Sich beeilend hob sie Thunderclap auf, nur um danach einen neuen Gegner zu sehen: Es handelte sich um den ersten Werwolf und sie stellte mit einer Mischung aus Verwunderung und Respekt fest, wie die Bestie sich nun auf ihren drei verbliebenen Gliedmaßen fortbewegte. Dabei kam sie in einem Bogen auf die Kriegerin zu...
Jetzt!
Ein gezielter Hieb und der rechte Arm des Werwolfs flog in den Staub - was diesen anscheinend immer noch nicht beeindruckte! Mehr wankend als richtig sich bewegend, kam er auf den zwei verbliebenen Möglichkeiten seiner selbst erneut zu Claudette heran! Diese fackelte diesmal nicht lange, sondern brachte ihren großen Zweihänder frontal in den Rachen der Bestie...
Diese Biester! Man muss sie förmlich auseinander nehmen, um sie zu töten... Ungh!
Als sie ihre Klinge aus dem Leichnam der Kreatur zog, traf sie erneut der Schmerz! Schnell schaute sie nach der Wunde.
Sieht nicht groß aus und blutet nicht zu stark... aber eventuell tief und eine Rippte könnte getroffen sein!
Doch abermals blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn die nächste Situation erforderte ihre Aufmerksamkeit.
„Lady Vance! Lady Vance!“ „Claudette!!“
Arian rief nach ihr und sie machte sich daran, wieder um die Hausecke zurückzukehren Richtung Stall...
Was sie sah, machte ihr aber nicht gerade Mut: Arian schien auch eine der Kreaturen erlegt zu haben, dazu wohl eine der Wachen, zumindest deutete sie den zu Arians Füßen liegenden Kerl so. Dennoch befanden sich zwei weitere Kerle hinter Arian und hatten es offenbar auf diesen abgesehen.
"Arian! Hinter euch! Zwei Kerle im Anmarsch!"
Sie brüllte ihre Warnung, während sie Richtung Stall rannte, dabei die Schmerzen, die sie hatte, unterdrückend. Doch hatte sie Arian noch nichts von der wirklichen Gefahr berichten können: Auf der Palisade am Stall, auf dem Dach eines der Bauwerke daneben und auf dem Stall selbst hatte sie bei einem flüchtigen Blick bis zu 5 Werwölfe gezählt!
Die Kerle sollten kein Problem sein... das danach jedoch...

VRanger
09.09.2014, 20:10
vorheriger Post: Am Flussbaum • Ein Erbe wird erzählt (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23322351&viewfull=1#post23322351) ~ Antwort von: Aril (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23357265&viewfull=1#post23357265)

Glandis | Am Flussbaum • Ein Erbe, wird man dem gerecht?

http://upload.worldofplayers.de/files9/VR_Gladis_1.png Aril gab an, sie hätte die Antwort auf die Weitergabe des Wissens und der Erfahrungen der Elfen in der Form der Worte verstanden. „Ich glaube, ich verstehe. Ihr lernt durch Erfahrung.“ Das hatte die Adlige langsam gesagt. Doch Glandis wollte nicht darauf eingehen. Sie glaubte ihr einfach nicht. Zu schnell war die Antwort auf diese für Glandis komplexe Sache gekommen. Doch die Dalish war nicht gram darüber. Denn bald mussten sie los. Es konnte später vertieft werden. Obwohl Glandis bereits ahnte, auf was es hinauslaufen würde. Deshalb hörte sie sich noch die wenigen Dinge an, die die junge Frau ihr gegenüber noch sagte. Dann griff sich Glandis in die Haare und sagte: »Du hattest erst noch eine zweite Frage gestellt. Sinngemäß lautete sie, so glaube ich:« „Wieso wurdest du verstoßen?“

Dabei lachte die Dalish erneut auf. Eigentlich war es kein richtiges Lächeln. Nein es war ein Schmunzeln, doch mit einer gewissen Bitterkeit im Ton. Dann fügte sie noch an: »Ich glaube, du hattest auch noch hinzugefügt:« „Kamst du nicht zum Spähen hierher?“

Dabei schüttelte die Dalish ihren Kopf, wobei ihre rosenblonden Haare wippten. Sie öffnete die Hände mit den Handflächen nach außen und oben und begann zu reden: »Richtig ist, ich hatte hier im Flüchtlingslager von den Templern einen Auftrag angenommen, Ausschau zu halten und das Lager zu warnen. Das habe ich zwar getan, doch es hat eben nicht allen genützt. Die Übermacht war einfach zu groß und der Schutz zu schwach.« Sie schaute zu Aril, auch um zu prüfen, ob sie bei der Sache war. Dann erklärte sie: »Ich wurde nicht verstoßen …« bei diesen Worten schluckt sie merklich und ihre Redekraft war plötzlich weg. Als wenn sie sich fangen müsste, sprach sie mit sehr leiser Stimme weiter. Man merkte, es viel ihr nicht leicht diese Sache auszusprechen. Glandis versuchte es mit einem Witz, doch meist gehen solche Sachen nicht gut aus, wenn sie kein Spaß, sondern Realität sind:
»Ich sagte nicht umsonst, dass wir beide Ausreißerinnen sind. Ich habe meinen Vater, meinen eigentlichen leiblichen Vater suchen wollen. Der Clan wollte es nicht. Zu gefährlich nannten sie es. Und so habe ich mir die Dinge, die ich brauchte, wie die Dragolederrüstung aus der Truhe meines Vaters genommen und bin los ihn suchen …«

Wieder stockte die Dalis etwas, doch nur, um jetzt wieder mit fester Stimme zu sprechen: »Mutter und meine beiden Schwestern haben es mehr oder minder verstanden …«

»… wie es ihnen wohl gehen mag?« flocht sie nach einer Pause ein. Dann konzentrierte sie sich nochmals auf Aril und erklärte: »Aril, ich bin also aus meinem Clan weg. Habe gegen den Rat der Alten gehandelt. Habe auf mein Herz gehört und nun bin ich hier. Hier in diesem Stück Fereldens und habe meinen Vater immer noch nicht gefunden, so wie meinen Bogen auch nicht …« Dabei seufzte sie merklich und sprach kein Wort weiter, sondern nippte von dem Tee aus Melisse.


nächster Post: Ein Erbe, schneller Wechsel (http://forum.worldofplayers.de/forum/threads/1377557-3-An-ihren-Taten-werden-sie-erkannt?p=23385886&viewfull=1#post23385886)

Emerahl
10.09.2014, 15:51
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Plötzlich war ein junger Mann neben ihr. Da sie niemand anderen hier gesehen hatte, war es vermutlich der Mann, der mit der Frau beschäftigt war. Er half ihr dabei ihre Sachen wieder in den Korb zu legen. Sie war ihm sehr dankbar dafür. Samira schaute auf ihren Fuß, als der Schmerz plötzlich stärker wurde. Der Mann schien das zu bemerken.

"Kommt, lasst mich Euch helfen."

Samira wollte gerade verneinen als er auch schon ihren verknacksten Knöchel untersuchte. Ohne um ihre Erlaubnis zu fragen nahm er sie einfach in seine Arme.

"Ich habe auf meinem Zimmer einen Wundumschlag. Kommt, ich trage Euch."

Der jungen Frau war das sehr unangenehm. „Bitte lasst mich wieder herunter, mein Herr.“ Doch er ignorierte sie. Noch einmal versuchte sie mit ihm zu reden. „Bitte, mein Herr, das müsst Ihr nicht tun.“ Doch er ignorierte sie weiterhin. Was sollte sie tun? Sie konnte doch nicht zulassen, dass er sie einfach auf sein Zimmer brachte. Erst jetzt wurde ihr bewusst, was er gesagt hatte. Er wollte sie auf sein Zimmer bringen?

Samiras Herz klopfte schneller. Sie war in den Armen eines fremden Mannes und er wollte sie in sein Zimmer bringen. Zaghaft blickte sie nach oben um sein Gesicht zu sehen. Er kam ihr nicht bekannt vor, also schien er nicht von der Hochzeitsgesellschaft zu sein. Wahrscheinlich war er ein Gast, der mit seiner Gemahlin in dem Gasthaus abgestiegen war. Sie sah sich um, doch seine Gemahlin war nicht zu sehen. Hoffentlich war das nicht ihre Schuld. Bevor sie jedoch noch einmal protestieren konnte hörte sie eine weibliche Stimme aus einem der oberen Gästezimmer.

„Wer ist da? Zeigt euch!“

Erleichtert atmete sie auf. Samira fühlte sich nur etwas sicherer, da sie nicht mehr allein mit dem jungen Mann war. Sie sollte die junge Frau fragen ihren Vater nach draußen zu schicken. Doch Samira verwarf gleich wieder diese Idee. Ihr Vater würde sie nur in ihr Zimmer einsperren und den Schlüssel wegwerfen. Doch nicht bevor er den jungen Mann, der eigentlich nur helfen wollte, töten würde.

"Ich bin ein Gast dieser Taverne und ich habe hier ein verletztes junges Mädchen. Könnt Ihr uns helfen, ungesehen in das Gasthaus zu gelangen?"

„Das ist keine gute Idee. Der einzige Weg zu den Gästezimmern führt durch die Gaststube. Mein Vater ist etwas… eigen wenn es um mich geht. Er wäre nicht sehr erfreut mich außerhalb meines Zimmers zu sehen.“ Sie verschwieg ihm allerdings, dass er dem jungen Mann etwas antun würde. Samira blickte noch einmal nach oben, ob die junge Frau noch am Fenster stand. Doch wegen der Dunkelheit konnte sie es nicht so genau erkennen.

Was sollte sie nun tun? In ihrem Zimmer hatte sie auch einen Wundumschlag. Doch dazu müsste sie erst einmal in ihr Zimmer gelangen. Nervös blickte sie den jungen Mann an. „Könntet Ihr mich zu der Hintertür bringen? Diese führt in die privaten Gemächer meiner Familie. Wenn ihr mich dort absetzt, dann kann ich es ganz sicher ungesehen auf mein Zimmer schaffen.“ Auf keinen Fall würde sie den jungen Mann mit nach oben nehmen. Samira war sich sicher, dass sie es auch ohne seine Hilfe nach oben schaffen konnte. Wenn die junge Frau nach unten kommen würde, dann könnte sie diese fragen sie auf ihr Zimmer zu begleiten. Vielleicht war sie ein netter Mensch, der ihren Vater nicht über ihren Ungehorsam informieren würde.

Samira lächelte den jungen Mann schüchtern an. „Danke für Eure Hilfe, mein Herr. Sobald Ihr mich abgesetzt habt, solltet ihr nach Eurer Gemahlin sehen. Sie ist nicht mehr anwesend und ich befürchte das ist meine Schuld. Bitte verzeiht, falls ich Eure Gemahlin und Euch verärgert habe.“



http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

Ihre Hilfe? Nichtswürdige Kreaturen, die es wagten die Stille und Friedlichkeit dieses Ortes durch ihre banalen Probleme und ihr hochfrequentes Gezeter zu entweihen. Lana schüttelte den Kopf und rief dann, ohne eine Ahnung warum, dass sie helfen würde. Warum auch immer Gefahr zu drohen vermochte war ihr völlig schleierhaft. Da sie jedoch ohnehin noch in die Gaststube gehen und etwas zu Essen herunterschlingen wollte, konnte sie das jedoch gleich miterledigen. Unten murmelten die beiden etwas zueinander, was genau interessierte Lana jedoch nicht. Nachdem sie ihre Hilfe zugesichert hatte, schloss sie das Fenster und bereitete sich auf das Verlassen des Zimmers vor.

Lana schloss die Tür hinter sich, steckte den großen Schlüssel ins Schloss und drehte ihn langsam herum. Es klickte zweimal, dann zog Lana den Schlüssel unter einem metallischen Knirschen zurück und drückte prüfend die eiserne Türklinge. Auf wenig Druck reagierte die Tür nicht, also hielt Lana die Klinge nach unten gedrückt und presste ihren Körper gegen das Holz. Es fühlte sich hart und unnachgiebig an und erinnerte sie an die, während sie sowohl Hüfte als auch Oberkörper gegen die Tür drückte, an die muskulöse Brust ihres Königs. Sie hauchte das Holz an, stieß sich dann beinahe angeekelt von der Tür weg und schritt eilends die Treppe hinunter.

Unten angelangt bot sich ihr dasselbe Bild, wie schon beim Eintreffen. Viele, bunt gekleidete Menschen, vertieft in Gespräche oder Humpen voller Alkohol. Lana schritt zum Tresen und winkte wahllos den Wirt oder einer seiner Bediensteten heran. Ohne darauf zu achten, wer ihren Wunsch entgegennahm verlangte sie nach etwas Brot, möglichst blutigen Fleisch und einem Trinkhorn, oder was auch immer die Fereldner nutzen, von ihrem schwärzesten Bier. Dazu noch einen süßen Saft, Himbeere oder Kirsche, wenn möglich.
In der Erwartung das Bestellte bei ihrer Widerkehr vorzufinden, schritt sie zu der Tür, durch die der freche Flegel mit seiner vollbusigen Kurtisane gegangen war. Kurz bevor sie diese jedoch aufstieß stockte sie. Einen Moment sinnierte sie über die Möglichkeit eines Hinterhalts mit dem Ziel, die Befehle ihres Herrn zu stehlen. Doch eilig wischte sie ihre Bedenken hinfort und öffnete die gut gezimmerte Tür.

Sie trat nach draußen. Der Mond schien, wurde jedoch von Fetzten dunkler Wolken, die sich rasch am Himmel bewegten, immer wieder teilweise verdeckt. Abgesehen von dem kalt strahlenden Himmelskörper gab es keine Sterne zu sehen.

Ohne zu sehen, wo sich ihre Gesprächspartner befanden rief sie: „Wo seid ihr? Junge Dame und Gast der Taverne!“
Sie würde nicht lange warten und sollte die Antwort nicht baldigst kommen, würde sie wieder reingehen und ihr bis dahin hoffentlich vorbereitetes Mahl genießen.[/QUOTE]


http://upload.worldofplayers.de/files9/8d9EdhKSBastien_Avatar.jpg

„Das ist keine gute Idee. Der einzige Weg zu den Gästezimmern führt durch die Gaststube. Mein Vater ist etwas… eigen wenn es um mich geht. Er wäre nicht sehr erfreut mich außerhalb meines Zimmers zu sehen. Könntet Ihr mich zu der Hintertür bringen? Diese führt in die privaten Gemächer meiner Familie. Wenn ihr mich dort absetzt, dann kann ich es ganz sicher ungesehen auf mein Zimmer schaffen.“ Endlich hörte Bastien auf die junge Frau.

"Ja, das habe ich schon mitbekommen. Doch wie wollt Ihr es schaffen, mit diesem Fuß auch nur einen halben Meter weit zu kommen, mia cara? Wir brauchen einen anderen Plan und vielleicht kann uns die Person vom Fenster helfen."

Das junge Mädchen fühlte sich ganz leicht auf seinen Armen an und irgendwie hatte er das Gefühl, als würde sie da hin gehören. Was irgendwie unlogisch war. Sie schenkte ihm ein Lächeln und Bastien starrte sie einfach nur an.

„Danke für Eure Hilfe, mein Herr. Sobald Ihr mich abgesetzt habt, solltet ihr nach Eurer Gemahlin sehen. Sie ist nicht mehr anwesend und ich befürchte das ist meine Schuld. Bitte verzeiht, falls ich Eure Gemahlin und Euch verärgert habe.“ Nur langsam drang die Worte in Bastiens Bewusstsein. Erstaunt blickte er sie an und erwiderte:

"Meine Gemahlin? Aber ich bin doch gar nicht verheiratet." Nachdem ihm aufging, dass sie ihn wohl in eindeutiger Position mit Maria gesehen haben musste, wurde er doch tatsächlich rot. Er hoffte, sie würde es nicht bemerken.

Wo seid ihr? Junge Dame und Gast der Taverne!"

Bastien zuckte zusammen und ließ fast das Mädchen fallen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass Jemand aus der Taverne gekommen war. Innerlich schalt er sich für seine Nachlässigkeit. Der Stimme nach musste es aber die Person vom Fenster sein.

"Wir sind hier drüben, einfach links um das Haus herum."

Annalena
10.09.2014, 18:26
http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

Ihre Hilfe? Nichtswürdige Kreaturen, die es wagten die Stille und Friedlichkeit dieses Ortes durch ihre banalen Probleme und ihr hochfrequentes Gezeter zu entweihen. Lana schüttelte den Kopf und rief dann, ohne eine Ahnung warum, dass sie helfen würde. Warum auch immer Gefahr zu drohen vermochte war ihr völlig schleierhaft. Da sie jedoch ohnehin noch in die Gaststube gehen und etwas zu Essen herunterschlingen wollte, konnte sie das jedoch gleich miterledigen. Unten murmelten die beiden etwas zueinander, was genau interessierte Lana jedoch nicht. Nachdem sie ihre Hilfe zugesichert hatte, schloss sie das Fenster und bereitete sich auf das Verlassen des Zimmers vor.

Lana schloss die Tür hinter sich, steckte den großen Schlüssel ins Schloss und drehte ihn langsam herum. Es klickte zweimal, dann zog Lana den Schlüssel unter einem metallischen Knirschen zurück und drückte prüfend die eiserne Türklinge. Auf wenig Druck reagierte die Tür nicht, also hielt Lana die Klinge nach unten gedrückt und presste ihren Körper gegen das Holz. Es fühlte sich hart und unnachgiebig an und erinnerte sie an die, während sie sowohl Hüfte als auch Oberkörper gegen die Tür drückte, an die muskulöse Brust ihres Königs. Sie hauchte das Holz an, stieß sich dann beinahe angeekelt von der Tür weg und schritt eilends die Treppe hinunter.

Unten angelangt bot sich ihr dasselbe Bild, wie schon beim Eintreffen. Viele, bunt gekleidete Menschen, vertieft in Gespräche oder Humpen voller Alkohol. Lana schritt zum Tresen und winkte wahllos den Wirt oder einer seiner Bediensteten heran. Ohne darauf zu achten, wer ihren Wunsch entgegennahm verlangte sie nach etwas Brot, möglichst blutigen Fleisch und einem Trinkhorn, oder was auch immer die Fereldner nutzen, von ihrem schwärzesten Bier. Dazu noch einen süßen Saft, Himbeere oder Kirsche, wenn möglich.
In der Erwartung das Bestellte bei ihrer Widerkehr vorzufinden, schritt sie zu der Tür, durch die der freche Flegel mit seiner vollbusigen Kurtisane gegangen war. Kurz bevor sie diese jedoch aufstieß stockte sie. Einen Moment sinnierte sie über die Möglichkeit eines Hinterhalts mit dem Ziel, die Befehle ihres Herrn zu stehlen. Doch eilig wischte sie ihre Bedenken hinfort und öffnete die gut gezimmerte Tür.

Sie trat nach draußen. Der Mond schien, wurde jedoch von Fetzten dunkler Wolken, die sich rasch am Himmel bewegten, immer wieder teilweise verdeckt. Abgesehen von dem kalt strahlenden Himmelskörper gab es keine Sterne zu sehen.

Ohne zu sehen, wo sich ihre Gesprächspartner befanden rief sie: „Wo seid ihr? Junge Dame und Gast der Taverne!“
Sie würde nicht lange warten und sollte die Antwort nicht baldigst kommen, würde sie wieder reingehen und ihr bis dahin hoffentlich vorbereitetes Mahl genießen.




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„Das ist keine gute Idee. Der einzige Weg zu den Gästezimmern führt durch die Gaststube. Mein Vater ist etwas… eigen wenn es um mich geht. Er wäre nicht sehr erfreut mich außerhalb meines Zimmers zu sehen. Könntet Ihr mich zu der Hintertür bringen? Diese führt in die privaten Gemächer meiner Familie. Wenn ihr mich dort absetzt, dann kann ich es ganz sicher ungesehen auf mein Zimmer schaffen.“ Endlich hörte Bastien auf die junge Frau.

"Ja, das habe ich schon mitbekommen. Doch wie wollt Ihr es schaffen, mit diesem Fuß auch nur einen halben Meter weit zu kommen, mia cara? Wir brauchen einen anderen Plan und vielleicht kann uns die Person vom Fenster helfen."

Das junge Mädchen fühlte sich ganz leicht auf seinen Armen an und irgendwie hatte er das Gefühl, als würde sie da hin gehören. Was irgendwie unlogisch war. Sie schenkte ihm ein Lächeln und Bastien starrte sie einfach nur an.

„Danke für Eure Hilfe, mein Herr. Sobald Ihr mich abgesetzt habt, solltet ihr nach Eurer Gemahlin sehen. Sie ist nicht mehr anwesend und ich befürchte das ist meine Schuld. Bitte verzeiht, falls ich Eure Gemahlin und Euch verärgert habe.“ Nur langsam drang die Worte in Bastiens Bewusstsein. Erstaunt blickte er sie an und erwiderte:

"Meine Gemahlin? Aber ich bin doch gar nicht verheiratet." Nachdem ihm aufging, dass sie ihn wohl in eindeutiger Position mit Maria gesehen haben musste, wurde er doch tatsächlich rot. Er hoffte, sie würde es nicht bemerken.

Wo seid ihr? Junge Dame und Gast der Taverne!"

Bastien zuckte zusammen und ließ fast das Mädchen fallen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass Jemand aus der Taverne gekommen war. Innerlich schalt er sich für seine Nachlässigkeit. Der Stimme nach musste es aber die Person vom Fenster sein.

"Wir sind hier drüben, einfach links um das Haus herum."

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Elias sah die Elfe wieder hinunter kommen. Sie hatte ihre Rüstung abgelegt und trug stattdessen ein schlichtes Kleid. Er wunderte sich über die seltsame Bestellung, doch der Gast war König. Sie war ungewöhnlich und anscheinend nicht aus Ferelden. Vielleicht sollte er sie warnen, dass es Elfen hier nicht gestattet war Waffen zu tragen. „Ich werde mich sofort um Eurer Mahl und Eure Getränke kümmern, meine Dame.“ Doch die Elfe hörte ihn wahrscheinlich nicht und verschwand aus der Vordertür. Was wollte sie draußen? Irgendwas stimmte hier nicht. Er gab die Bestellung an seine Frau weiter und begab sich zur Vordertür.

Bevor er jedoch die Tür öffnen konnte hörte er seinen Namen. Er drehte sich zu seinem Augenstern um und ging zu ihr in die Küche. Samira war seiner Elena wie aus dem Gesicht geschnitten. Ihre Gesichtszüge waren zwar etwas grober und natürlich war sie älter. Sie war etwas größer als seine Tochter und nicht so kurvig. Aber es war unschwer zu erkennen, dass Samira ihre Tochter war. „Wo ist Samira?“ Elias blickte zu Boden. Seine Frau war zwar viel kleiner als er aber ihr Temperament suchte seinesgleichen. Elena stand nun direkt vor ihm. Ihre Hände hatte sie in ihre Hüften gestemmt und ihr Fuß tappte ungeduldig auf dem Boden.

„Ähm… da war dieser Mann, Michael, und er…“ Elena stöhnte laut auf. „Du hast sie auf ihr Zimmer geschickt, nicht wahr? Warum tust du das? Sie ist kein Kind mehr. Beim Erbauer, heute ist ihr 18. Geburtstag und weit und breit kein Mann in Sicht, der um sie wirbt. Willst du, dass sie einsam und allein bleibt? Ist es das, was du willst?“ Elias zuckte bei jedem ihrer Worte zusammen. „Ich will sie doch nur schützen. Diese Männer sind die Hand meiner Tochter nicht wert. Keiner von ihnen ist es wert mein kostbares Mädchen zur Frau zu bekommen. Ich muss es doch wissen, ich war doch auch nicht viel besser. “

Elena blickte ihren Mann sanft an. Als sie Elias kennen lernte war er ein wilder junger Mann, der viele Frauen hatte. Er hatte ein Auge auf sie geworfen doch sie verweigerte sich ihm. Sie selbst war verheiratet, was ihm aber egal war. Doch sie wollte ihren Mann nicht betrügen. Außerdem gefiel ihr nicht, wie viele Frauen er hatte. Ihr Mann starb als sie gerade 20 Jahre jung war. Sie trauerte um ihn, obwohl sie ihn nie wirklich geliebt hatte. Es war eine arrangierte Ehe, aber sie war glücklich. Elias dachte, dass sie nun, da sie Witwe war, sein Bett wärmen würde. Doch sie konnte seine Frauengeschichten einfach nicht vergessen. Sie weigerte sich weiterhin, was Elias unendlich frustrierte. Er hatte sich in sie verliebt, was sie ihm aber nicht glaubte. Zum ersten Mal in seinem Leben bereute er seinen Lebenswandel.

Elias blickte seine Frau voller Liebe an. Erst als er beinahe sein Leben verloren hatte gestand sich Elena ein, dass sie ihn auch liebte. Das machte ihn zum glücklichsten Mann diesseits und jenseits des Nichts. Elena trat an ihn heran und legte eine Hand auf seinen Arm. „Du hast dich doch auch geändert. Warum gibst du einem netten Mann nicht mal eine Chance?“ Elias verzog seinen Mund zu einer Grimasse. „Aber mein Mädchen…“ Elena unterbrach ihn als sie ihren Finger auf seinen Mund legte. Nun schmollte er. „Es gibt keine netten Männer.“ Elena warf frustriert die Arme in die Luft und seufzte laut. Dieser Mann war einfach unmöglich. Für den Moment gab sie auf. Doch ihr Blick verriet Elias, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen war.

Elena wollte nun mit ihm besprechen, weswegen sie ihn gerufen hatte. „Die Apfelkuchen für Samiras Geburtstagsfeier sind fertig.“ Elias nickte zufrieden. „Ich kann es kaum erwarten ihr Gesicht zu sehen, wenn sie ihr Geschenk sieht.“ Elena lächelte. Auch sie konnte es nicht erwarten. Doch sie war sich sicher, dass sich ihre Tochter sehr darüber freuen würde. Elias beugte sich herab und küsste seine Frau auf den Mund. „Ich gehe dann zurück in die Gaststube. Einer muss ein Auge auf die Gäste haben.“ Er grinste und zwinkerte ihr zu. Dann gab er ihr einen kleinen Klaps auf den Hintern, was ihr einen kleinen erschreckten Aufschrei entlockte. Noch immer grinsend ging er zurück in die Gaststube. Dass er nach der Elfe sehen wollte, hatte er über das Gespräch mit seiner Frau total vergessen.


Samira war etwas frustriert. Der Mann wollte sie einfach nicht absetzen. Was versprach er sich davon? Vielleicht konnte der weibliche Gast tatsächlich helfen. Das würde dem jungen Mann zumindest einen Grund geben sie gehen zu lassen. Sie wunderte sich, dass er sie so lange auf seinen Armen halten konnte. Wurde sie ihm nicht langsam zu schwer?

Als er ihr sagte, dass er nicht verheiratet war, war sie geschockt. Was tat er mit dieser Frau, wenn es nicht seine Gemahlin war? Samiras Wangen röteten sich leicht, als ihr etwas einfiel. Sie erinnerte sich daran, was ihr Vater immer sagte. Er war also einer dieser Männer, die in jeden Ort, in dem sie einkehrten, eine andere Frau ins Bett nahmen. Wahrscheinlich kannte er nicht einmal den Namen dieser fremden Frau.

Ein schrecklicher Gedanke kam ihr. Würde er versuchen auch sie ins Bett zu bekommen? Sie senkte den Kopf, damit er ihre knallroten Wangen nicht sah. War das der Grund warum er sie unbedingt in sein Zimmer bringen wollte? Samira wurde sehr nervös. Auf keinen Fall würde sie so etwas tun. Ihren Körper wurde sie nur dem geben, den sie von ganzem Herzen liebte. Natürlich würde sie das auch erst tun, wenn sie verheiratet war. Ungeduldig fragte sie sich, wo die fremde Frau war. Sie konnte es kaum erwarten sich so weit wie möglich von dem fremden jungen Mann zu entfernen. Samira atmete erleichtert auf, als sie die Stimme der netten Frau hörte. Da der junge Mann ihr sagte wo sie sich befinden, schwieg Samira.

Shepard Commander
11.09.2014, 18:07
Elias sah die Elfe wieder hinunter kommen. Sie hatte ihre Rüstung abgelegt und trug stattdessen ein schlichtes Kleid. Er wunderte sich über die seltsame Bestellung, doch der Gast war König. Sie war ungewöhnlich und anscheinend nicht aus Ferelden. Vielleicht sollte er sie warnen, dass es Elfen hier nicht gestattet war Waffen zu tragen. „Ich werde mich sofort um Eurer Mahl und Eure Getränke kümmern, meine Dame.“ Doch die Elfe hörte ihn wahrscheinlich nicht und verschwand aus der Vordertür. Was wollte sie draußen? Irgendwas stimmte hier nicht. Er gab die Bestellung an seine Frau weiter und begab sich zur Vordertür.

Bevor er jedoch die Tür öffnen konnte hörte er seinen Namen. Er drehte sich zu seinem Augenstern um und ging zu ihr in die Küche. Samira war seiner Elena wie aus dem Gesicht geschnitten. Ihre Gesichtszüge waren zwar etwas grober und natürlich war sie älter. Sie war etwas größer als seine Tochter und nicht so kurvig. Aber es war unschwer zu erkennen, dass Samira ihre Tochter war. „Wo ist Samira?“ Elias blickte zu Boden. Seine Frau war zwar viel kleiner als er aber ihr Temperament suchte seinesgleichen. Elena stand nun direkt vor ihm. Ihre Hände hatte sie in ihre Hüften gestemmt und ihr Fuß tappte ungeduldig auf dem Boden.

„Ähm… da war dieser Mann, Michael, und er…“ Elena stöhnte laut auf. „Du hast sie auf ihr Zimmer geschickt, nicht wahr? Warum tust du das? Sie ist kein Kind mehr. Beim Erbauer, heute ist ihr 18. Geburtstag und weit und breit kein Mann in Sicht, der um sie wirbt. Willst du, dass sie einsam und allein bleibt? Ist es das, was du willst?“ Elias zuckte bei jedem ihrer Worte zusammen. „Ich will sie doch nur schützen. Diese Männer sind die Hand meiner Tochter nicht wert. Keiner von ihnen ist es wert mein kostbares Mädchen zur Frau zu bekommen. Ich muss es doch wissen, ich war doch auch nicht viel besser. “

Elena blickte ihren Mann sanft an. Als sie Elias kennen lernte war er ein wilder junger Mann, der viele Frauen hatte. Er hatte ein Auge auf sie geworfen doch sie verweigerte sich ihm. Sie selbst war verheiratet, was ihm aber egal war. Doch sie wollte ihren Mann nicht betrügen. Außerdem gefiel ihr nicht, wie viele Frauen er hatte. Ihr Mann starb als sie gerade 20 Jahre jung war. Sie trauerte um ihn, obwohl sie ihn nie wirklich geliebt hatte. Es war eine arrangierte Ehe, aber sie war glücklich. Elias dachte, dass sie nun, da sie Witwe war, sein Bett wärmen würde. Doch sie konnte seine Frauengeschichten einfach nicht vergessen. Sie weigerte sich weiterhin, was Elias unendlich frustrierte. Er hatte sich in sie verliebt, was sie ihm aber nicht glaubte. Zum ersten Mal in seinem Leben bereute er seinen Lebenswandel.

Elias blickte seine Frau voller Liebe an. Erst als er beinahe sein Leben verloren hatte gestand sich Elena ein, dass sie ihn auch liebte. Das machte ihn zum glücklichsten Mann diesseits und jenseits des Nichts. Elena trat an ihn heran und legte eine Hand auf seinen Arm. „Du hast dich doch auch geändert. Warum gibst du einem netten Mann nicht mal eine Chance?“ Elias verzog seinen Mund zu einer Grimasse. „Aber mein Mädchen…“ Elena unterbrach ihn als sie ihren Finger auf seinen Mund legte. Nun schmollte er. „Es gibt keine netten Männer.“ Elena warf frustriert die Arme in die Luft und seufzte laut. Dieser Mann war einfach unmöglich. Für den Moment gab sie auf. Doch ihr Blick verriet Elias, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen war.

Elena wollte nun mit ihm besprechen, weswegen sie ihn gerufen hatte. „Die Apfelkuchen für Samiras Geburtstagsfeier sind fertig.“ Elias nickte zufrieden. „Ich kann es kaum erwarten ihr Gesicht zu sehen, wenn sie ihr Geschenk sieht.“ Elena lächelte. Auch sie konnte es nicht erwarten. Doch sie war sich sicher, dass sich ihre Tochter sehr darüber freuen würde. Elias beugte sich herab und küsste seine Frau auf den Mund. „Ich gehe dann zurück in die Gaststube. Einer muss ein Auge auf die Gäste haben.“ Er grinste und zwinkerte ihr zu. Dann gab er ihr einen kleinen Klaps auf den Hintern, was ihr einen kleinen erschreckten Aufschrei entlockte. Noch immer grinsend ging er zurück in die Gaststube. Dass er nach der Elfe sehen wollte, hatte er über das Gespräch mit seiner Frau total vergessen.


Samira war etwas frustriert. Der Mann wollte sie einfach nicht absetzen. Was versprach er sich davon? Vielleicht konnte der weibliche Gast tatsächlich helfen. Das würde dem jungen Mann zumindest einen Grund geben sie gehen zu lassen. Sie wunderte sich, dass er sie so lange auf seinen Armen halten konnte. Wurde sie ihm nicht langsam zu schwer?

Als er ihr sagte, dass er nicht verheiratet war, war sie geschockt. Was tat er mit dieser Frau, wenn es nicht seine Gemahlin war? Samiras Wangen röteten sich leicht, als ihr etwas einfiel. Sie erinnerte sich daran, was ihr Vater immer sagte. Er war also einer dieser Männer, die in jeden Ort, in dem sie einkehrten, eine andere Frau ins Bett nahmen. Wahrscheinlich kannte er nicht einmal den Namen dieser fremden Frau.

Ein schrecklicher Gedanke kam ihr. Würde er versuchen auch sie ins Bett zu bekommen? Sie senkte den Kopf, damit er ihre knallroten Wangen nicht sah. War das der Grund warum er sie unbedingt in sein Zimmer bringen wollte? Samira wurde sehr nervös. Auf keinen Fall würde sie so etwas tun. Ihren Körper wurde sie nur dem geben, den sie von ganzem Herzen liebte. Natürlich würde sie das auch erst tun, wenn sie verheiratet war. Ungeduldig fragte sie sich, wo die fremde Frau war. Sie konnte es kaum erwarten sich so weit wie möglich von dem fremden jungen Mann zu entfernen. Samira atmete erleichtert auf, als sie die Stimme der netten Frau hörte. Da der junge Mann ihr sagte wo sie sich befinden, schwieg Samira.

„Das ist keine gute Idee. Der einzige Weg zu den Gästezimmern führt durch die Gaststube. Mein Vater ist etwas… eigen wenn es um mich geht. Er wäre nicht sehr erfreut mich außerhalb meines Zimmers zu sehen. Könntet Ihr mich zu der Hintertür bringen? Diese führt in die privaten Gemächer meiner Familie. Wenn ihr mich dort absetzt, dann kann ich es ganz sicher ungesehen auf mein Zimmer schaffen.“ Endlich hörte Bastien auf die junge Frau.

"Ja, das habe ich schon mitbekommen. Doch wie wollt Ihr es schaffen, mit diesem Fuß auch nur einen halben Meter weit zu kommen, mia cara? Wir brauchen einen anderen Plan und vielleicht kann uns die Person vom Fenster helfen."

Das junge Mädchen fühlte sich ganz leicht auf seinen Armen an und irgendwie hatte er das Gefühl, als würde sie da hin gehören. Was irgendwie unlogisch war. Sie schenkte ihm ein Lächeln und Bastien starrte sie einfach nur an.

„Danke für Eure Hilfe, mein Herr. Sobald Ihr mich abgesetzt habt, solltet ihr nach Eurer Gemahlin sehen. Sie ist nicht mehr anwesend und ich befürchte das ist meine Schuld. Bitte verzeiht, falls ich Eure Gemahlin und Euch verärgert habe.“ Nur langsam drang die Worte in Bastiens Bewusstsein. Erstaunt blickte er sie an und erwiderte:

"Meine Gemahlin? Aber ich bin doch gar nicht verheiratet." Nachdem ihm aufging, dass sie ihn wohl in eindeutiger Position mit Maria gesehen haben musste, wurde er doch tatsächlich rot. Er hoffte, sie würde es nicht bemerken.

Wo seid ihr? Junge Dame und Gast der Taverne!"

Bastien zuckte zusammen und ließ fast das Mädchen fallen. Er hatte gar nicht bemerkt, dass Jemand aus der Taverne gekommen war. Innerlich schalt er sich für seine Nachlässigkeit. Der Stimme nach musste es aber die Person vom Fenster sein.

"Wir sind hier drüben, einfach links um das Haus herum."

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Beinahe Augenblicklich kam die Antwort auf Lanas Anrufen.

„Wir sind hier drüben, einfach links um das Haus herum“, sagte die Stimme des Mannes. Direkt hinter der schweren Eingangstür befand sich ein gepflastertes Stück. Eine Art erweitere Türschwelle, deren steinige Oberfläche von den fleißigen Tavernen Besitzern von Unkraut scheinbar regelmäßig befreit wurde deren. Offensichtlich erwarteten sie, dass Lana ihre zwar nicht hoffeinen und edlen, dennoch gerade frisch aus dem Gepäck geholten, Lederschuhe mit dem Schlamm und Schmutz der Straße bedecken würde, indem sie zu ihnen kam. Lana spitze ihre Elfenohren und lauschte in die Dunkelheit hinaus. Die Zwei schienen stehengeblieben zu sein. Entnervt rief sie: „Dann kommt heran, ehe ich die Tür wieder schließe!“
Ein paar Augenblicke später traten beide zu ihr. Lana ging langsam rückwärts und sperrte die Tür weit aus, denn der Mann trug die junge, zierliche Blondine auf beiden Händen.

„Wie kitschig“, dachte Lana gehässig. Beim näherkommen konnte sie jedoch die Anspannung des riesigen, sicherlich einen Kopf größeren Mannes erkennen, der sie nun behutsam absetzte. Lana half ihm und das Mädchen trat auf. Allerdings nur mit einem Fuß, den anderen streckte sie in einem merkwürdigen, schonenden Winkel aus. Vielleicht war er gebrochen, oder zumindest angeknackst. Immerhin erklärte es die romantische Geste des Tragens. Lana half dem Mädchen durch die Tür und stützte sie mit einem Arm.
Der edle Retter stand noch im Türrahmen, als Lanas Blick auf ihn fiel. Lanas Herz schlug höher, als sie ihn erkannte. Es war der ungehobelte Bursche, der sie bei ihrem Eintreffen in der Bar angerempelt und beleidigt hatte. Er hatte die Elfe, die nun ihre Plattenrüstung gegen ein salonfähiges Kostüm getauscht hatte, offenbar noch nicht erkannt, oder scherte sich nur um das verletzte Mädchen.

„Kommt herein, kleines Vögelchen“, schnurrte Lana, während sie die dralle Rotblondine stützte. Als sie sicher war, dass sie sich an der Wand oder einem anderen gebäudeinternen Gegenstand festhalten konnte, wandte sie sich schnell um und packte den noch immer Ahnungslosen am Kragen. Böse funkelnd sah sie ihm in die Augen, und flüsterte bedrohlich: „Ihr nicht!“, während sie ihre spitzen Zähne zeigte. Dann stieß sie den Mann mit solcher Kraft nach hinten, dass er rücklings durch aus dem Türrahmen flog und ein paar Schritte entfernt der Tür auf dem Boden aufschlug. Mit ebenso gewaltigem Krachen donnerte dann die Tür ins Schloss, die Lana gewaltsam zugestoßen hatte.

„Wohin? Nach oben?“ , fragte sie und packte das zierliche Fräulein vielleicht etwas zu grob am Oberarm, während sie diese die Stufen hochzerrte, immer bedacht darauf die Verletzte nach oben zu bekommen und gleichzeitig nicht die Stufen rückwärts hinunterzupoltern. Oben angelangt ließ sie den Arm los. Von hier an sollte die Kleine ihren Weg selbst humpeln und endlich Ruhe geben. Und wenn der dreiste Kerl von unten auch nur einen Laut von sich gibt, dann…

Lana tänzelte die Treppen hinunter zur Gaststube und setzte sich auf einen freien Stuhl. Ein paar angetrunkene Männer, die am selben, länglichen Tisch saßen, beäugten sie feixend. Lana sah sie direkt an und hob die Augenbrauen. Mit einer Mischung aus Mitleid und Mordlust drangsalierte sie die Männer so lange mit ihrem Blick, bis jeder beschämt oder eingeschüchtert in sein Bier starrte. Zufrieden grinste Lana. Es machte ihr so viel Spaß Männern zu zeigen, dass sie lange nicht so hart waren, wie sie stets taten.
Lana klopfte mit den Fingerkuppen auf dem Tisch, während sie die Gesellschaft betrachtete. Bunte Kleider, halb beschwipste Gesichter, viel Essen und Wein. Und jeder sprach mit jedem. Offensichtlich eine Gruppe an Feiernden. Warum sie allerdings noch immer nichts trank und aß, war ihr unverständlich. Wollten diese dreisten Wirtsleute ihres Königs Geld etwa nichts? Oder noch schlimmer, wollten sie mehr?

Ein geschäftig aussehender, junger Mann eilte auf ihren Tisch zu. Im Gegensatz zu dem Rest war er weder angetrunken noch heiter am Plauschen. Mit etwas Glück gehörte er zu den Bediensteten des Hauses. Lana griff mit für sie gewohnter, für manche Menschen jedoch recht schnellen, Bewegung den Arm des Mannes, der die Höhe ihres Tisches erreicht hat.

„Gehört ihr zum Wirt? Wo ist mein Essen?“, fragte sie und bleckte sich während sie auf die Antwort wartete die weißen Zähne. Lana wollte endlich wieder Blut schmecken und wenn es nur das des hoffentlich recht rohen Tierfleisches war, dass sie geordert hatte.

Neclord
11.09.2014, 18:47
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Das blonde Püppchen schien auch eine Dramaqueen zu sein. Angeline konnte nicht verstehen wieso man wegen so einem kleinen Tierchen so einen Aufstand machen konnte. Ivy nahm die ganze Sache gelassener hin. Überraschenderweise nahm sie das blonde Püppchen auch noch in Schutz. Angeline zuckte mit den Schultern. Was die beiden Frauen miteinander machten war ihr eigentlich egal. Doch Ivy hatte Recht. Die Nacht würde nicht ewig anhalten. Da keine wirkliche Gefahr vorhanden war, drehte Angeline sich um, nahm ihren Dolch vom Boden auf, und verließ das Gästezimmer. Bernhard folgte ihr und schloss die Tür hinter sich.

Angeline und Bernhard legten sich wieder in das Bett. Zum großen Ärgernis von dem Mann kam Angeline nicht zurück in seine Arme. Stattdessen kuschelte sie mit Tabsy. Bernhard seufzte leise. Er sollte sich einen anderen Weg überlegen um die dreckige Ratte loszuwerden. Natürlich musste er geschickt vorgehen. Angeline durfte auf keinen Fall etwas davon mitbekommen.

Nach einem doch recht erholsamen Schlaf wachte Angeline schon sehr früh auf. Tabsy war nicht mehr in ihren Armen. Doch sie machte sich keine Sorgen, denn wahrscheinlich war er auf Futtersuche. Sie stand auf und zog sich an. Ein langer Tag war vor ihr. Sie überlegte kurz, was sie zuerst tun sollte. Während sie nachdachte stand auch Bernhard auf und kleidete sich an.

Angeline seufzte leise. „Ich sollte wohl in die Küche gehen und ein Frühstück für uns vier vorbereiten.“ Bernhard schüttelte den Kopf. Auf keinen Fall würde er es zulassen, dass Emanuelle noch einmal mit Angelines Kochkünsten konfrontiert wird. Das war nur eine Verschwendung von kostbaren Lebensmitteln. „Ich werde das Frühstück zubereiten Angeline. Warum heizt du nicht den Kessel an? Ich könnte mir vorstellen, dass Emanuelle ein Bad zu schätzen wüsste.“

Junge Frau funkelte Bernhard wütend an. „Warum kann sie nicht einfach im Fluss baden? So kalt ist es doch zurzeit gar nicht.“ Bernhard grinste nur. „Ich glaube nicht, dass sie der Typ dafür ist.“ Angeline dachte darüber nach und nickte dann. „Da hast du Recht. Am Ende muss sie noch jemand vor dem Ertrinken retten oder vor einem Fisch, der zufällig ihr Bein streift.“ Die junge Frau rollte die Augen und ging in den kleinen Waschraum. Sie nahm die Holzscheite und feuerte den Ofen an. Auf dem Ofen stand ein großer Kessel. Diesen Kessel füllte sie mit Wasser, dass sie im Hof aus dem Brunnen hochzog. Angeline musste ein paarmal hin und her laufen um genug Wasser zu haben.

Das blonde Püppchen sollte die ganze Arbeit, die sie sich machte, zu schätzen wissen. Es dauerte eine Weile bis das Wasser heiß genug war um daraus ein warmes Bad zu machen. Angeline legte noch ein sauberes Handtuch und etwas grobe Seife in den Waschraum. Die Wanne selbst war zwar nicht sehr groß, aber eine Person konnte ganz bequem darin sitzen. Sie dachte aber nicht daran dem blonden Püppchen etwas von ihrer guten Seife zu überlassen. Diese war nämlich nicht sehr billig und das blonde Püppchen war es Angeline nicht wert zu teilen. Ivy wäre natürlich eine ganz andere Sache. Vielleicht erwischte sie die junge Magiern allein und konnte ihr etwas von der guten Seife zum Baden geben. Ansonsten müsste auch sie sich mit der groben Seife begnügen.

Nachdem das Bad vorbereitet war ging Angeline zum Gästezimmer. Die benutzte ihre Faust um laut gegen die Türe zu schlagen. „Ich habe ein Bad vorbereitet. Also raus aus den Federn und macht schnell bevor das Wasser kalt wird. Ich werde es ganz sicher nicht noch einmal aufheizen solltet ihr euch nicht beeilen.“ Angeline lehnte sich mit dem Rücken an die Wand und verschränkte die Arme vor ihrer Brust. Sie wartete darauf bis die beiden Damen aus dem Zimmer kamen um ihnen zu zeigen wo das Waschhaus ist.


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Emanuelle schmiegte sich an Ivy und fand ein wenig Selbstsicherheit wieder. Nicht genug, um dieser Furie die Stirn zu bieten, dennoch fühlte er sich bei Ivy einfach geborgener! Vor allem, da sie ihn in Schutz nahm!
Richtig! Erkläre du es dieser... matta Gatta!
Dann genoss er die wohlige Wärme, als Ivy seinen Kopf tätschelte, bis...
"Vielleicht sollten wir deine Eltern aufsuchen hmm? Es gibt hier draußen noch weitaus gefährlichere Dinge als Ratten."
Uh! Ich muss mich vorsehen! Wenn sie wüsste, dass ich, nun ja, halt was ich bin... und es SO erfährt... und meine Eltern ewig nicht mehr gesehen habe... mir egal sind... Puh! Ich muss jetzt wirklich aufpassen! Aber... ihre... Campanas! Ja, die sind so groß! Und so wohl geformt... Bellissima!
Schließlich bekam er mit, was Ivy bezüglich der Nacht anbot und wie die matta Gatta zusammen mit der Creatura di Inferno und dem Padrone das Zimmer verließ. Sofort schritt Emanuelle auf Ivy zu, um den Gedanken abzuwürgen, nach seinen Eltern zu suchen. Erst umarmte er Ivy eine ganze Weile lang herzlich, dann löste er sich wieder von ihr, um zu ihr zu sprechen.
"Habt Dank, meine esotica Bellezza! Ihr habt mich erneut errettet und mich vor der matta Gatta in Schutz genommen! Das werde ich euch irgendwann vergelten!"
Eine tiefe, förmliche Verbeugung sollte seine Dankbarkeit wieder spiegeln. Jedoch musste er sich beeilen, damit Ivy nicht mehr auf seine Eltern zu sprechen kam!
"Wenn ihr es mir nachsehen würdet, dann möchte ich jetzt doch gerne den Schlaf von vorhin fortsetzen. Die ganze Aufregung jhat mich nur noch mehr ermüdet und mir alle Energie abgerungen... Euer angebot, auf eurer Seite des Bettes nächtigen zu dürfen, ehrt mich!"
Schüchtern lächelte er kurz.
"Doch möchte ich euch nicht noch mehr Mühen bereiten! Es würde wohl genügen, wenn ich wieder eure Hand halten dürfte, um mich sicher zu fühlen. Über alles weitere können wir uns gerne morgen unterhalten. Ein neuer Tag bringt uns dann doch hoffentlich auch neues Glück!"
Dann nahm er Ivy schnell in seine Arme, drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange und schlüpfte ganz schnell ins Bett. Dort legte er seine Hand auf ihre Bettseite und schloss die Augen. Jedoch schlief er nicht ein, sondern dachte noch eine ganze Weile lang nach.
Hahhh... Jetzt musst du dich vorsehen, mein guter! Du darfst es nicht vermasseln! Die esotica Bellezza möchte dich heimbringen! Zudem ist die matta Gatta nicht gut auf dich zu sprechen! Wenn beide so erfahren, wer du bist, dann endet das... nun, halt wohl sehr tragisch... Aber, die Campanas der Bellezza! Die sind es alleine wert, morgen wieder zu frischen Taten aufzubrechen! Und wer weis, vielleicht ergibt sich eine neue Möglichkeit...
Als er endlich wirklich einschlief, hatte er ein Lächeln auf den Lippen, welches Verführung pur war...

Am nächsten Morgen weckte ihn ein Klopfen, gefolgt von einer Mitteilung.
„Ich habe ein Bad vorbereitet. Also raus aus den Federn und macht schnell bevor das Wasser kalt wird. Ich werde es ganz sicher nicht noch einmal aufheizen solltet ihr euch nicht beeilen.“
Hm... ein heißes Bad... MOMENT! Das ist DIE Idee!!! Ich habe doch ein paar Utensilien und wenn ich dazu genug Seife bekomme... dann ist das Bad hier bestimmt klein! Auch, wenn ich es als barbarisch empfinden werde... so langt das für mein Vorhaben! Es sollte genug Schaum produzieren! Ich wäre also noch getarnt! Und wenn dann Ivy zu mir in die Wanne steigt... Nun, noch keine Dame hat sich darüber beschwert, meinen großen Emanu in einem Bad kennen zu lernen!
Schnell drehte er sich zu Ivy, um ihr die Neuigkeit mitzuteilen. Dafür fuhr er ihr mit seiner Hand sanft über die Wange, dann sagte er ihr seine Idee ins Ohr.
"Wacht auf, meine teure Bellezza! Denn uns wurde eine Möglichkeit gegeben, wie sie sonst nur den edelsten Damen an einem Königshofe zuteil wird!"



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Die Situation entspannte sich wieder und auch Ivy trachtete jetzt nach ein wenig Ruhe und tat es der jungen Prinzessin gleich. Sie folgte ihr ins Bett und griff wie versprochen nach der zierlichen Hand um gemeinsam die Nachtruhe anzutreten. Endlich ein wenig Stille... Dachte sie verträumt, als der natürliche Prozess einsetzte und ihren müden Körper ins Reich der Träume beförderte.
Am nächsten Morgen vernahm sie plötzlich ein dumpfes Geräusch, als würde jemand auf Holz klopfen. Ivy hörte dann wie Angeline scheinbar die Verursacherin des Klopfens war. Sie hatte ein Bad vorbereitet für die beiden Damen. Ohh... sehr gut... bin gleich.... da.... nur noch ganz kurz... Das Piratenweib drehte sich weg von der Tür und rollte sich zusammen. Sie wollte doch blos für einige, wenige Augenblicke ein wenig weitersegeln. Solange der Wind sie trägt.

Dann spürte sie die Hand von Emanuelle auf ihrer Wange, wie sie zärtlich über die Haut streichelte und mit sanfter Stimme die Magierin weckte. Ihr freies Auge blickte müde zu ihrer Zimmergenossin. Mehrmals blinzelte sie und fing an zu Gähnen wie eine Löwin. Sie konnte einen morgendlichen Aufstoßer nicht unterdrücken als sie anfangen wollte was zu sagen. "Ups... Verzeihung.... Das war wohl zu viel Wein gestern." Dann richtete sie sich auf und verblieb sitzend auf der Bettkante. Sie wischte sich den Schlaf aus den Augen, achtete aber genau darauf, die Augenklappe dadurch nicht verrutschen zu lassen. Anschließend drehte sie ihren Kopf zur Seite um einigermaßen den Körper von Emanuelle im Augenwinkel zu erfassen. "Guten Morgen."

Nachdem sie dann noch ihre Glieder in alle möglichen Richtungen streckte, machte sich die pinkhaarige Dame auf zur Tür, lediglich mit ihrem Piratenhemd bekleidet. Mit einer Hand das wohl geformte Gesäß kratzend, öffnete sie schließlich die Tür zum Waschraum. Emanuelle folgte ihr.
Dann standen die beiden vor den Bedingungen, die ihnen hier geboten wurden. Eine Wanne, groß genug für eine Person stand mitten im Raum. Ivy legte eine Hand lässig an ihre Hüfte und blickte Emanuelle an. "Naja, besser als nichts oder?" Anschließend zog sie ohne weitere Überlegung ihr Hemd aus und entblößte damit ihren ganzen, kurvigen Körper. Noch etwas müde und leicht verträumt ging sie rüber zur Prinzessin. Dann legte sie beide Hände an ihre Hüfte und stand dort wie ein eiserner Kapitän eines Piratenschiffes. "Also Matrosin! Wer springt zuerst über die Planke?" Fragte sie und blickte die Prinzessin mit einem hämischen Grinsen an.

Deeman
11.09.2014, 20:12
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"Betrug! Du Mistkerl hast mich reingelegt!" schallte es erzürnt durch die Taverne, Gäste sowie Dirnen horchten auf und schaut entsetzt zum Tisch von dem der Protest kam. Aus einer etwas dunkleren Ecke, wo das Licht nur durch ein paar Kerzen aufrecht erhalten wurde.
Ein noch recht junger Adeliger gerade mal Anfang Zwanzig, mit Schnauzbart und blauen Mantel sprang von seinem Stuhl auf und streckt die Finger der Person entgegen die ihm gegenüber saß. Sein zorniger Blick ging durch die anderen Besucher "Er hat mich betrogen! Ich will mein Gold zurück!" protestierte er weiter.
Ein tiefes Schnauben kam darauf als Antwort, dann schnellte eine Pranke hervor die sich den ausgestreckten Finger griff. "Wah, lass los!" schrie der Mann auf. Dann erhob sich die bullige Gestalt und beugte sich vor. "Kannste mal wiederholen, wasde da gerade sagtest, kleiner Hosenscheißer?" raunt er bullige Vollbartträger dann rüber. "Betrüger..." krächzte der Störenfried erneut. Wieder schnaubt der Bärtige "Genau! Ich hab dich betrogen und du hast zugelassen, also rück raus die Taler! Los!" immer fester quetscht er die Hand des Adeligen zusammen. "Nein!" erwiederte dieser nur. Kurz darauf schnell die andere Pranke von Halward hervor und griff sich den Kopf seines Gegenübers, ohne zu zögern zog er diesen direkt auf die Tischplatte, ein dumpfes Knallen ertönte und ein erneuter Schmerzensschrei ertönte. "Rück raus!" und ein weiteres Mal rammt er den Kopf gnadenlos auf die Tischplatte.
Das Schauspiel wurde schweigende beobachtet, niemand hielt es für nötig einzugreifen. Nachdem Halward mit dem Adeligen fertig war, schubste er ihn auf den Boden. Das Gesicht war voller Kratzer und Schrammen, aus der Nase blutete es heftig, die zerquetschte Hand zitterte und er winselte vor sich hin. Schockierte blickt er zu Halward auf, mit der anderen Hand griff er sich in die Tasche und holte das Gold hervor. "Da! Das werdet ihr noch bereuen!" er stand hastig auf und schaut sich um.
Die Blicke aller anderen richteten sich auf ihn...schweigend...bis ausnahmslos alle in schallendes Gelächter ausbrachen. Manch einer kringelte sich vor Lachen, einige Dirnen lachten nur hinter vorgehaltener Hand. Schwere Schritte folgten dem Adeligen "Sicher dass de nich noch mehr hast, kleiner verwöhnter Adelsspross?" raunt der Bärtige fragend in das Ohr des Adeligen. Erschrocken riss dieser seine Augen auf und wollte Richtung Ausgang hechten, allerdings wurde er von Halwards Pranken festgehalten der kurz darauf den Mantel an sich riss. "Ah, schönes Stück...mal sehen" ungeniert durchsuchte er die Taschen des Mantel und förderte tatsächlich noch einige Goldmünzen hervor. "Aha...wer is hier der Betrüger, hrm?" brummte er erbost zum Adeligen, dieser rannte nur noch aus der Taverne, begleitete mit dem schallenden Gelächter der anderen Gäste.
"Da, steht dir bestimmt besser das Ding!" der Mantel landete bei einer der Dirnen die Halward ein dankbares Lächeln und aufreizendes Zwinkern schenkte.
Halward selbst nahm all das Gold an sich und macht es sich wieder auf seinen Platz bequem. "Ein Rum!"

Shepard Commander
11.09.2014, 20:14
Claudette hoffte, dass Arian zu Abyss und dem Karren ging. Denn, was sie schemenhaft in der Dunkelheit ausmachen konnte...
"Bei allem was heilig ist..."
Sie flüsterte diese Worte vor sich hin.
Die zwei Frauen, die sie sah, schienen vor Angst zu Tode erschreckt und erstarrt. Jedenfalls rührten sie sich nicht, obwohl sie auf ihren Beinen standen. Beiläufig stellte Claudette fest, dass die Damen splitterfasernackt waren - Huren aus dem Freudenhaus! Doch schien das die angreifenden Bestien, wenn überhaupt, wenig zu beeindrucken. Drei oder Vier von ihnen um ringten die zwei Frauen, dann sprangen zwei von ihnen vor und... zerfleischten die beiden Damen mit ihren Klauen! Alles ging so schnell, dass Claudette noch nicht einmal Hilfeschreie vernahm.
"Selbst Huren verdienen nicht solch einen Tod! Erbauer, stehe uns bei! Das wird eine harte Nacht..."
Sie stand an einer Ecke eines Hauses, zu dem sie nach vorne gegangen war, als sie eine Bewegung um die Ecke war nahm.
DU!
Eine hohe, schlacksige Gestalt schlich durch die Dunkelheit - der Stallbursche! Sofort bog Claudette um die Hausecke...
Nur um sich mit anzusehen, wie eine gelbäugige, hagere und fellige Gestalt den Stallburschen ansprang und seine Zähne in dessen Fleisch trieb! Doch ließ sie der Anblick völlig kalt. Nicht nur, weil sie für den Verräter kein Mitleid empfand, sondern, weil etwas anderes ihre volle Aufmerksamkeit verlangte: Hinter der Leiche des Stallburschen und seines Mörders, der sich an dem Fleisch des Toten labte, stand eine weitere dieser Kreaturen! Sie war etwas größer und weit bulliger gebaut. Ihre gelben Augen fixierten Claudette, dann fing sie an, auf die Kriegerin zu zu stürmen!
Keine Zeit für Finesse!
Claudette lehnte schnell ihr Gewicht auf die Lanze im linken Arm, dann brachte sie die Runen ihres Schwertes dazu, wieder die zuckenden Blitze über die Klinge wandern zu lassen. Schnell holte sie aus und zielte dabei tief...
Schon war der Werwolf heran und Claudette drehte sich einigermaßen aus seiner Laufbahn, dabei ihren linken Rüstungsarm wie einen Schild benutzend. Nur dem Umstand, dass sie die Lanze, welche sie auf den Boden drückte, umklammert hielt, war es zu verdanken, dass sie der Prankenhieb, der von ihrem gepanzerten Arm abprallte, nicht doch zu Boden riss. Gleichzeitig schwang sie Thunderclap tief über den Boden herum und in die Beine des rasenden Monsters...
Obwohl die magische Waffe problemlos durch das Fleisch schnitt, sorgte der Aufprall der Klaue der Bestie auf ihrem linken Arm dafür, dass sie den Halt ihres Schwertes verlor und ihre mächtige Waffe etwa 5 Meter von ihr am Boden landete. Dort lag das Schwert jetzt, weithin sichtbar durch die leuchtenden Blitze. Gleichzeitig hatte Claudette Mühe, ihr Gleichgewicht zu halten, so dass sie nicht sah, wie ihr Ziel sich hinter ihr mehrmals überschlug, ehe es zu einem Stillstand kam - Claudette hatte dem Wesen ein Bein mit Thunderclap abgehackt!
"Was im Namen Andrastes? Diese Biester sind wie die zähesten der dunklen Brut!"
Mehr zu sich selbst quetschte sie die Worte zwischen ihren Zähnen hervor, dann richtete sie sich auf...
Nur um Augenblicklich die Lanze mit zwei Händen zu umklammern und schnell nach vorne zu bringen!
Die Kreatur, welche wohl den Stallburschen getötet hatte, war auf sie zugestürmt! Claudette richtete die Lanze rechtzeitig und genau aus, dennoch war es nicht genug, um das Wesen direkt auszuschalten...
Obwohl sich die Lanze in dessen Brust bohrte, trieb es Claudette, welche die Lanze fest umschlossen hielt, einige Schritte zurück, dann vernahm sie einen Schlag gegen den Panzer am linken Arm, gefolgt von einem stechenden Schmerz in der rechten Seite - eine Klaue hatte sie getroffen! Ihren Oberkörper nach hinten lehnend, wich sie einigen weiteren Schlägen aus, ehe das Biest seine Taktik änderte: Es umfasste nun ebenfalls die Lanze, versuchte aber gar nicht erst sie Claudette aus ihren Fingern zu reißen, sondern zog sich plötzlich an der Waffe, die in seiner Brust steckte, nach vorne!
Verdammt! Nur noch eine Chance...
Claudette handelte blitzschnell: Als der Werwolf sich nach vorne zig, ließ sie sich nach hinten fallen und drehte sich zur Seite weg. Dadurch fiel die Kreatur mit dem Stab der Lanze voran an ihr vorbei und schlug mit solchem Schwung auf, das es die Lanze zu zwei Dritteln aus seinem Rücken hervorbrachte. Claudette schlug heftig auf dem Boden auf und für eine Sekunde blieb ihr die Luft weg - dann rollte sie zur Seite, die stechenden Schmerzen zur Rechten ignorierend. Schnell stemmte sie sich hoch, wohl wissend, dass sie unbewaffnet war...
Doch die Kreatur schien sich selbst den Rest gegeben zu haben mit der Lanze! Sich selbst keinen Augenblick der Ruhe gönnend, hastete Claudette zu der Stelle, wo die tanzenden Lichter ihr Schwert markierten. Sich beeilend hob sie Thunderclap auf, nur um danach einen neuen Gegner zu sehen: Es handelte sich um den ersten Werwolf und sie stellte mit einer Mischung aus Verwunderung und Respekt fest, wie die Bestie sich nun auf ihren drei verbliebenen Gliedmaßen fortbewegte. Dabei kam sie in einem Bogen auf die Kriegerin zu...
Jetzt!
Ein gezielter Hieb und der rechte Arm des Werwolfs flog in den Staub - was diesen anscheinend immer noch nicht beeindruckte! Mehr wankend als richtig sich bewegend, kam er auf den zwei verbliebenen Möglichkeiten seiner selbst erneut zu Claudette heran! Diese fackelte diesmal nicht lange, sondern brachte ihren großen Zweihänder frontal in den Rachen der Bestie...
Diese Biester! Man muss sie förmlich auseinander nehmen, um sie zu töten... Ungh!
Als sie ihre Klinge aus dem Leichnam der Kreatur zog, traf sie erneut der Schmerz! Schnell schaute sie nach der Wunde.
Sieht nicht groß aus und blutet nicht zu stark... aber eventuell tief und eine Rippte könnte getroffen sein!
Doch abermals blieb nicht viel Zeit zum Nachdenken, denn die nächste Situation erforderte ihre Aufmerksamkeit.
„Lady Vance! Lady Vance!“ „Claudette!!“
Arian rief nach ihr und sie machte sich daran, wieder um die Hausecke zurückzukehren Richtung Stall...
Was sie sah, machte ihr aber nicht gerade Mut: Arian schien auch eine der Kreaturen erlegt zu haben, dazu wohl eine der Wachen, zumindest deutete sie den zu Arians Füßen liegenden Kerl so. Dennoch befanden sich zwei weitere Kerle hinter Arian und hatten es offenbar auf diesen abgesehen.
"Arian! Hinter euch! Zwei Kerle im Anmarsch!"
Sie brüllte ihre Warnung, während sie Richtung Stall rannte, dabei die Schmerzen, die sie hatte, unterdrückend. Doch hatte sie Arian noch nichts von der wirklichen Gefahr berichten können: Auf der Palisade am Stall, auf dem Dach eines der Bauwerke daneben und auf dem Stall selbst hatte sie bei einem flüchtigen Blick bis zu 5 Werwölfe gezählt!
Die Kerle sollten kein Problem sein... das danach jedoch...

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Claudette kam um die Ecke gelaufen, blieb urplötzlich stehen und schaute mit großen Augen, in denen sich der Mond spiegelte umher. Sie schien etwas zu sehen, das Arian entgangen war, doch spielte es jetzt keine Rolle. Arian hatte sich bereits erhoben, als einer der beiden Sprecher, die sich hinter seinem Rücken aus der Dunkelheit bewegt hatten, auf ihn zustürzte. Arian hatte Glück, dass er sich noch früh genug umgedreht hatte, denn so schaffte er es, einen seinem Rücken geltenden Speerstoß auszuweichen. Der Angreifer und Arian umkreisten sich, wie es bei Duellen oftmals vorkam. Arian ließ die Kugel am Ende der Kette erneut durch die Luft wirbeln. Erst langsam, dann immer schneller werdend. Der Andere schien kein größeres Verlangen danach zu haben, einzugreifen und stand etwas außerhalb, die Szene beobachtend. Arians Gegner war einer der Wachsoldaten, dessen abgewetzte Uniform bereits stark verblichene Farbreste aufwies. Diese waren jedoch übersäht mir den Spitzern von Fett und den Flecken von Bier und… Arian erschauderte, denn eigentlich wollte er gar nicht wissen, was da bereits alles auf der Uniform gelandet war. Der Wachmann grunzte, als er die Eisenspitze erneut gegen Arian stieß. Der Angriff war so unsinnig, dass er beinahe effektiv gewesen wäre. Arian jedoch machte einen Ausfallschritt nach Rechts, schlug mit dem Schild die nun in der Luft hängende Lanze weg und nutze den Wirbel seiner umherschwingenden Abwehrwaffe, um seinen Körper einen Halbkreis vollführen zu lassen. Die Eisenkugel an ihrer Kette wirkte wie eine Verlängerung von Arians ausgestrecktem Arm und erwischte den Wachmann Höhe der Schläfe. Die Dornen zogen tiefe Ferchen in das Fleisch, brachen den Kiefer und ließen die Haut aufreißen. Die gesamte getroffene Gesichtshälfte verwandelte sich in ein grauenerregendes Gebilde aus aufgeplatzem Fleisch, Blut und aus dem Mund fallenden Zähnen. Schwer keuchend donnerte der Körper des Wachmanns der Länge nach auf den Boden. Seine Arme und Beine zuckten und zappelten plötzlich noch einmal kurz, als verhöhnten sie den Toten selbst. Arian wandte sich zu dem zweiten Wachmann, oder, wie er jetzt feststelle, zu der zweiten, halunkischen Person. Arian war froh, dass diese nicht den ersten Angriff geführt hatte, denn ein schlecht ausbalancierter und dennoch gefährlicher Pfeil sauste an ihm vorbei und landete klappernd im Hof hinter ihm. Der Mann, einer drahtiger, schwarzhaariger Bursche mit dem Gesicht eines Frettchens zog einen weiteren Pfeil aus dem Köcher auf seinem Rücken, legte ihn an die Sehen und spannte einen einfachen Kurzbogen. Offenbar hatte er noch nie in einer Schlacht gekämpft und seine Pfeile sonst nur von einer Mauer, oder auf Tiere oder unbewaffnete hageln lassen. Denn als Arian, den Schild vor sich haltend auf ihn zuschritt, zitterte er so stark, dass der zweite Pfeil weit rechts an Arian vorbeisauste und irgendwo im Stall, in den er flog, stecken blieb.

„Komm schon!“, brüllte Arian ihm einschüchternd entgegen. „Mehr hast du nicht drauf?“
Das Gebrüll und der näherkommende Krieger taten ihre Wirkung. Den dritten Pfeil ließ der Mann vor Angst sogar fallen. Anstatt sich nach dem Pfeil zu bücken, ging er langsam rückwärts und fummelte in seinem Köcher. Arian sah in seiner Panik, dass dort keine Pfeile mehr zu finden waren. Da warf der Schütze seinen Bogen auf die Erde und flehte um Gnade. Arian holte mit seinem Morgenstern aus, ließ ihn kreisen und dann hart niederfahren. Die Kugel zuckte von rechts Oben zur Mitte von Arians Körper, wo sich der nun kniende Schurke befand. Dieser hatte beim Anblick der angreifenden Waffe die Augen geschlossen und öffnete dieser jetzt wieder langsam. Verwundert schaute er auf den Krieger, der vor ihm stand und mit dem Stab, an dem die Kette hing, auf ihn deutete.

„Ich hab mir dein Gesicht gemerkt! Wenn ich dich je wiedersehe, dann schützt dich nichts und niemand mehr!“, sagte Arian bestimmt. Der Schurke nickte.
„Ja Herr, ihr werdet mich nie wiedersehen! Danke, Herr!“, sagte er voller Freude, erhob sich und lief los.

Arian sollte sich nie Sorgen machen, denn Mann jemals wiederzusehen, denn nach etwa 20 Schritten sprang ein Schatten aus der Dunkelheit, warf den Flüchtigen zu Boden und riss seinen Körper mit messerscharfen Klauen und Zähnen wie Dolchen in Fetzten. Arian, der sich schon zur Rückkehr umgewandt hatte, sich jedoch beim Geschrei des Getöteten blitzschnell auf dem Fuße gedreht hatte, riss seinen Schild hoch. Klatschend verhinderte dieser, dass ein blutiges Organ in Arians Gesicht gelandet wäre. Die Kreatur, die das scheußliche Geschoss nach ihm geworfen hatte, sah ihn nun mit blutverschmierter Schnauze an. Auf zwei sehnigen Beinen, deren Enden weniger wie Pfoten, als mehr wie Halbhufe gepaart mit Menschenfüßen aussahen, nährte es sich. Arian schwenkte erneut den Morgenstern, doch wartete er nicht auf einen Angriff seines Feindes.

„Überraschung!“, dachte er sich und schleuderte die dornenbesetzte Kugel in die Richtung des Werwolfs. Dieser hob reflexartig die Vorderpfoten und fing die Kugel, was er allerdings vor Schmerz jaulend bereute. Dieses Jaulen, das an einen getretenen Hund erinnerte, versetzte Arian einen Stich ins Herz. Er war stets tierlieb gewesen, liebte Katzen und Eulen und war ein enger Freund der Dalish, die ihn das Leben im Einklang mit der Natur näherbrachten, obwohl er nur einmal in ihrem Lager übernachtete. Einen Werwolf zu bekämpfen, auch wenn es sich hierbei genaugenommen nicht direkt um ein Tier handelte, war ihm unangenehm. Dennoch, der Wolf wollte seinen Tod und Arian wollte das Leben, zumindest noch eine Weile. Und so setzte er zum Sturmlauf an, in dessen kurzer Zeit er sein Schwert aus der Scheide zog und dem sich berappelnden Tier drei, vier starke Schläge auf Gesicht und Kopf verpasste. Das setzte den Wolf so sehr zu, dass er ein weiteres geplagtes Heulen ausstieß. Arian trieb seine Klinge tief in den weit geöffneten Rachen des Werwolfs, sodass die Spitze aus dem unteren Hals herausbrach, zähes Fleisch und schwarzes Fell durchtrennte und blutgierend aufblitzte. Das Jaulen erstarb sofort. Arian setzte einen Fuß auf die Schulter des toten Wesens und zog kräftig an seiner Waffe, die sich schmatzend aus dem geschundenen Hals löste. Sehr viel Blut spritze ihm entgegen und benetzte seine Kleidung, seinen Schild und färbte seine Schwerthand in ein tiefes, gleichmäßiges Rot.

Arian schaute über die Dächer. Die Werwölfe, die eben noch die Palisade bevölkert hatten, waren verschwunden. Arian betete, dass die Biester einen Kampf suchten und nicht im Stall nach leichter Nahrung oder zartem Elfenfleisch suchen würden. Ohne seine Waffe zu säubern, oder wegzustecken, las er den Morgenstern vom Boden aus, wechselte den blutverschmierten, klebrigen Schwertgriff in die Linke Hand, den Morgenstern in die Rechte und eilte quer über den Hof zum Stall.

Der Stalleingang lag in völliger Dunkelheit. Arian bedauerte, dass er Abyss eigentlich nur eine ruhige Nacht gönnen wollte, in den sicheren Mauern eines Lagers. Und jetzt befand sich die Arme in einem Vorhof der Hölle. Es war nicht fair, befand Arian. Sie hatte ihre Eltern sterben sehen und befand sich auf der Flucht. Und er, Arian, hatte sie in diese Bredouille gebracht. Gravka, das Schlafen in einem Stall, Werwölfe, all das war seine Schuld. Traurig schüttelte er den Kopf.

„Abyss!“, flüsterte er leise. Keine Antwort.
„Abyss!“, wiederholte er. Noch immer nichts. Er duckte sich und betrat das Dunkel. Bei dem Karren raschelte es.
„Abyss, zum Glück, ich dachte schon…“, begann Arian und erschrak, als nicht Abyss hübsches Gesicht, sondern ein riesiger Wolfskopf mit leuchtenden gelben Augen und glitzernden Fangzähnen aus dem Wagen auftauchte. Langsam hob sich der Kopf über die Balken, welche die Ladefläche zu den Seiten abgrenzten. Unter lautem Knurren und Schnüffeln drückte sich der massive Körper des Wesens nach Oben. Er war so schwarz und bösartig, dass selbst die Dunkelheit ihn zu meiden schien und er selbst die Finsternis verkörperte.

Arian trat einen Schritt zurück, während sich der Wolf, der jetzt bereits so groß wie seine Artgenossen war, weiterhin aufrichtete. Schon bald erreichte er fast die doppelte Größe und eine riesige, fast haarlose Klaue legte sich auf die Seitenwand des Karren. Arian schüttelte verneinend den Kopf. Sie war blutverschmiert und Fetzten heller, zarter Haut lugten unter seinen Fingernägeln hervor. In Arians Augen schossen Tränen und Wut packte ihn. Abyss war tot! Sie war tot! Umgebracht von einer solch grausigen, gnadenlosen Kreatur. Zerfleischt in jungen Jahren, nur um als Mitternachtsmahl für eine verdorbene Seele zu enden.

„Neeeeeeiiiiin!“, brüllte Arian von Trauer und Zorn überwältigt, schleuderte den Morgenstern wie schon zuvor in Richtung des riesenhaften Ungetüms, umklammerte das Schwert erneut mit der rechten Hand und stürmte los. Der Morgenstern erreichte sein Ziel nicht, sondern schlug dumpf gegen die Holzwand des Karrens. Der Wolf, jetzt zu seiner zyklopischen Größe und bestehend aus einem Wirrwarr schwarzen Haarwuchses, gelber, irrer Augen und haarloser, grauer Haut heulte auf und streckte sie Arme zur Seite aus, den Kopf im Nacken. Arian machte einen Satz, trat auf eines der Holzräder seines Wagens und sprang ab. Mit all seiner Größe und dem Schwung war er dennoch nur auf Augenhöhe mit dem Tier, als er den höchsten Punkt seines Sprunges erreichte. Diabolische Augen voller befriedigter Mordlust funkelten ihn an, als Arian sein Schwer quer über den Körper des Wolfes zog. Die Klinge schlitze den Oberarm der Bestie auf und unnatürlich dunkles, ja beinahe schwarzes Blut quoll unnatürlich dick heraus. Arians Körper prallte gegen den des Wolfes und beide stolperten zurück. Der Wolf fing sich schneller und wischte Arian mit einem mächtigen Prankenschlag drei Meter zur Seite, wo er gegen einen der morscheren Holzpfähle knallte, der knackend brach. Arian richtete sich schnaufend auf. Der Wolf stand wieder an derselben Stelle, wie vor Arians Angriff. Direkt vor ihm sah Arian blonde, blutgetränkte Haare aus dem schmutzigen Boden und ein halbnackter, aufgerissener Körper, bedeckt mit den Überresten eines zerfetzten Kleides. Abyss nackte Füße, mit denen sie so gerne durchs hohe Gras und über gefallene Nadeln in den Fichtenwäldern ging und die sie so gerne in die kleinen, plätschernden Bächlein gehalten hatte, wären das einzige, was nicht von Blut oder Dreck verkrustet waren. Weiß schimmerten sie in der Dunkelheit, während ihr liebliches Gesicht entweder vom Wolf abgefressen, oder in den Staub getreten worden war.

Erneut erfasste Arian der herzzerreißende Schmerz und er stürmte auf seinen Gegner zu, die Klinge nach Vorne gerichtet. Auch der Wolf stürzte los und beide trafen sich in der Mitte. Die Wucht des Aufpralls riss Arian von den Füßen und er verlor den Schwertgriff aus der Hand. Beide, Wolf und Mensch, prallten in der hintersten Ecke gegeneinander. Arian, dessen Unterleib auf den Schultern des Bestie lag, schlug mit der Kante des Schildes auf den haarigen Kopf ein. Da dies jedoch wenig Wirkung zeigte, schüttelte er ihn von seinem Arm und verpasste dem Wolfsgesicht, das sich nun schnappend nach ihm wand ein paar harte Schläge. Diese schienen dem Werwesen nicht zu gefallen, denn es brüllte wie toll und rief beinahe menschliche Laute aus. Das Gebell klang fast wie Flüche, die der Wolf Arian wünschte.

Das Wesen trat zwei Schritte von der Wand weg, sodass Arians Körper wieder freigegeben war. Doch nun umschloss der mächtige Wolfskörper Arian beinahe wie eine Kuppel und sein hämisch grinsendes Gesicht schaute von Oben herab. Es kam näher, die Zähne tropften vor Speichel und ein seltsam triumphaler Blick lag in des Wolfes Augen.

Doch Arian wollte nicht so sterben! Nicht bevor er Abyss Mörder nicht tot vor ihm liegen sah! Also schlug er dem Wesen erneut mit der Faust aufs Auge und tauchte im nächsten Moment ab, denn eine klauenbewehrte Pranke sauste an ihm vorbei und verwandelte die Holzwand hinter ihm in Spänne. Und da kam Arian die Erleuchtung. Er zückte seinen Dolch, eine lange, gerade Waffe, die er seit dem Krieg gegen Orlais nicht mehr im Kampf verwendet hatte und die er nur aus Gewohnheit noch trug. Behände drehte er die Spitze in der Hand und als der Wolfskopf sich erneut nährte, um Arian auf eine Art und Weise zu enthaupten, wie nur dieser Wolf es könne, da stieß der Krieger dem Biest die Klinge mit aller Kraft, die er hatte in dessen Auge.

Der Wolf jauelte auf, bäumte sich auf und tobte. Wirr und ziellos schlugen seine Krallen in der Luft herum, zerfetzten Holz, gruben Furchen in den Boden, doch Arian wich aus und schob sich zwischen den krummen Beinen der Bestie hindurch. Dort lag sein Schwert, ein paar Schritte entfernt. Mit einem Hechtsprung erreichte er die Klinge, mit einem Sprung zurück war er bei dem noch immer um sich schlagenden Werwolf. Arian drehte die Waffe in den Händen, umfasste sie so fest er konnte und stieß sie dem Ungeheuer in den Nacken. Der Tod war dem Wesen gewiss, selbst wenn dieses ihn wohl ignorieren und Arian unter allen Umständen umbringen wollte. Arian jedoch warf sich nun auf den Rücken des Wolfes und krallte sich in dessen Kehle. Allmählich ließ die Kraft seines Widersachers nach, auch wenn der Wolf Arian zweimal am Bein gepackt und beinahe weggezerrt hätte. Doch letztlich knickte das Monster ein, fiel auf die knie und schaufelte blindlings um sich, in der Hoffnung sein Ableben nicht ganz so erbärmlich aussehen zu lassen. Arian griff nach dem Dolch, der noch immer aus der Augenhöhle ragte und zog ihn heraus. Ein ekelhaftes, schmatzendes Geräusch ertönte, als er neben dem Dolch auch den gelben Augapfel pflückte. Der Wolf war zu schwer verwundet, als sich auch noch um das verlorene blinde Auge zu kümmern. Ein großer Seufzer erklang, beinahe so, als wäre er zufrieden, dass es nun bald vorbei sei. Arian entfernte das schaurige Anhängsel und legte dem Wolf die Klinge an die haarige Kehle.

„Für Abyss!“, flüsterte Arian dem Wolf vergeltend zu.
„Aaaaabyyyss“, brummte die scheußliche Missgestalt. Arian zuckte vor Abscheu und Schockiertheit. Dann zog er den Dolch so kräftig er konnte quer durch den Hals, zerschnitt Fleisch und Sehnen, Luftröhre und Schlagader. Das verbliebene gelbe Auge driftete in die Ewigkeit, während das Blut des Wolfes gurgelnd über dessen Brust lief. Arian atmete durch, dann ließ er den toten Körper fallen, ebenso wie den Dolch.
Er wandte sich um und torkelte zurück zu dem Karren. Er wollte es nicht sehen, er wollte nicht sehen, wie grausig der Körper des einzigen Grundes zugerichtet war, wegen dem er noch lebte und atmete. Vor Abyss totem Körper sank er auf die Knie und schrie auf, gepeinigt vor Schmerz.

Und Abyss… Abyss schrie ebenfalls. Arian erschrak, denn der Schrei kam nicht von dem zerfleischten Haufen Knochen vor ihm sondern aus der entgegenliegenden Ecke des Stalls. Er schaute in die Dunkelheit.
„Abyss?“, fragte er ungläubig.
„Hier!“, flüsterte Abyss Stimme leise. Arian rappelte sich auf und sprintete förmlich zu dem Ort, wo er den Klang ihrer Stimme vernommen hatte.

Aus der Dunkelheit, verborgen unter Stroh und einem ramponierten Futternapf schauten ihn die großen, glasigen Augen von Abyss entgegen. Langsam kroch sie darunter hervor, in der Hand den Pfeil, den der Bogenschütze ausversehen in den Stall befördert hatte.
„Abyss!!!“
Die Erleichterung, die in Arians Stimme lag ist nicht in Worte zu fassen. Tränen der Erleichterung schossen ihm in die Augen und er öffnete die Arme, in welche die kleine Elfe sich sofort warf. Auch sie weinte, wenngleich wohl eher weil er weinte. Er drückte sie und schwor sich, sie nie wieder loszulassen.

Er musste es dennoch tun und so lösten sich die beiden voneinander. Abyss sah ängstlich und verwirrt aus, zudem war ihr himmelblaues Kleid nun von Schmutz bedeckt, sogar noch mehr als üblich.
„Ich wollte dir helfen, Arian!“, sagte Abyss und reckte den Pfeil empor.
„Aber dann wärest du sicherlich wieder sauer gewesen, weil ich nicht versteckt geblieben bin“, entschuldigte sie sich. Arian lächelte und schüttelte sachte den Kopf.
„Ich bin nie sauer auf sich, meine Kleine“, sagte er. Dann deutete er mit dem Kopf Richtung der zerfetzten Leiche.
„Weißt du, wer das ist?“, fragte er. Abyss schüttelte verneinend den Kopf.
„Nein. Sie kam hier hereingerannt und wollte wohl ein Pferd holen oder so, aber der Werwolf war ihr schon gefolgt. Ich hab es gesehen, als sie über den Hof kam. Also habe ich mich hier versteckt. Und dann…“, sie stockte und erschauderte.
„Ich habe die Augen zu gemacht und mir die Ohren zugehalten, aber ich hab es trotzdem gehört…“
Abyss schaute bedrückt drein und umschloss erneut Arian. Sie zitterte. Es war nie leicht und gerade Abyss hat schon mehr Tod gesehen, als es ein Mädchen überhaupt sollte sehen müssen.

„Komm Abyss, wir suchen Claudette und dann verschwinden wir hier!“, sagte er und umschloss ihre kleine Hand mit seiner Pranke.

Annalena
11.09.2014, 20:18
http://upload.worldofplayers.de/files9/Emanuelle___ava.jpg

Emanuelle schmiegte sich an Ivy und fand ein wenig Selbstsicherheit wieder. Nicht genug, um dieser Furie die Stirn zu bieten, dennoch fühlte er sich bei Ivy einfach geborgener! Vor allem, da sie ihn in Schutz nahm!
Richtig! Erkläre du es dieser... matta Gatta!
Dann genoss er die wohlige Wärme, als Ivy seinen Kopf tätschelte, bis...
"Vielleicht sollten wir deine Eltern aufsuchen hmm? Es gibt hier draußen noch weitaus gefährlichere Dinge als Ratten."
Uh! Ich muss mich vorsehen! Wenn sie wüsste, dass ich, nun ja, halt was ich bin... und es SO erfährt... und meine Eltern ewig nicht mehr gesehen habe... mir egal sind... Puh! Ich muss jetzt wirklich aufpassen! Aber... ihre... Campanas! Ja, die sind so groß! Und so wohl geformt... Bellissima!
Schließlich bekam er mit, was Ivy bezüglich der Nacht anbot und wie die matta Gatta zusammen mit der Creatura di Inferno und dem Padrone das Zimmer verließ. Sofort schritt Emanuelle auf Ivy zu, um den Gedanken abzuwürgen, nach seinen Eltern zu suchen. Erst umarmte er Ivy eine ganze Weile lang herzlich, dann löste er sich wieder von ihr, um zu ihr zu sprechen.
"Habt Dank, meine esotica Bellezza! Ihr habt mich erneut errettet und mich vor der matta Gatta in Schutz genommen! Das werde ich euch irgendwann vergelten!"
Eine tiefe, förmliche Verbeugung sollte seine Dankbarkeit wieder spiegeln. Jedoch musste er sich beeilen, damit Ivy nicht mehr auf seine Eltern zu sprechen kam!
"Wenn ihr es mir nachsehen würdet, dann möchte ich jetzt doch gerne den Schlaf von vorhin fortsetzen. Die ganze Aufregung jhat mich nur noch mehr ermüdet und mir alle Energie abgerungen... Euer angebot, auf eurer Seite des Bettes nächtigen zu dürfen, ehrt mich!"
Schüchtern lächelte er kurz.
"Doch möchte ich euch nicht noch mehr Mühen bereiten! Es würde wohl genügen, wenn ich wieder eure Hand halten dürfte, um mich sicher zu fühlen. Über alles weitere können wir uns gerne morgen unterhalten. Ein neuer Tag bringt uns dann doch hoffentlich auch neues Glück!"
Dann nahm er Ivy schnell in seine Arme, drückte ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange und schlüpfte ganz schnell ins Bett. Dort legte er seine Hand auf ihre Bettseite und schloss die Augen. Jedoch schlief er nicht ein, sondern dachte noch eine ganze Weile lang nach.
Hahhh... Jetzt musst du dich vorsehen, mein guter! Du darfst es nicht vermasseln! Die esotica Bellezza möchte dich heimbringen! Zudem ist die matta Gatta nicht gut auf dich zu sprechen! Wenn beide so erfahren, wer du bist, dann endet das... nun, halt wohl sehr tragisch... Aber, die Campanas der Bellezza! Die sind es alleine wert, morgen wieder zu frischen Taten aufzubrechen! Und wer weis, vielleicht ergibt sich eine neue Möglichkeit...
Als er endlich wirklich einschlief, hatte er ein Lächeln auf den Lippen, welches Verführung pur war...

Am nächsten Morgen weckte ihn ein Klopfen, gefolgt von einer Mitteilung.
„Ich habe ein Bad vorbereitet. Also raus aus den Federn und macht schnell bevor das Wasser kalt wird. Ich werde es ganz sicher nicht noch einmal aufheizen solltet ihr euch nicht beeilen.“
Hm... ein heißes Bad... MOMENT! Das ist DIE Idee!!! Ich habe doch ein paar Utensilien und wenn ich dazu genug Seife bekomme... dann ist das Bad hier bestimmt klein! Auch, wenn ich es als barbarisch empfinden werde... so langt das für mein Vorhaben! Es sollte genug Schaum produzieren! Ich wäre also noch getarnt! Und wenn dann Ivy zu mir in die Wanne steigt... Nun, noch keine Dame hat sich darüber beschwert, meinen großen Emanu in einem Bad kennen zu lernen!
Schnell drehte er sich zu Ivy, um ihr die Neuigkeit mitzuteilen. Dafür fuhr er ihr mit seiner Hand sanft über die Wange, dann sagte er ihr seine Idee ins Ohr.
"Wacht auf, meine teure Bellezza! Denn uns wurde eine Möglichkeit gegeben, wie sie sonst nur den edelsten Damen an einem Königshofe zuteil wird!"




http://upload.worldofplayers.de/files9/ivy_2.png

Die Situation entspannte sich wieder und auch Ivy trachtete jetzt nach ein wenig Ruhe und tat es der jungen Prinzessin gleich. Sie folgte ihr ins Bett und griff wie versprochen nach der zierlichen Hand um gemeinsam die Nachtruhe anzutreten. Endlich ein wenig Stille... Dachte sie verträumt, als der natürliche Prozess einsetzte und ihren müden Körper ins Reich der Träume beförderte.
Am nächsten Morgen vernahm sie plötzlich ein dumpfes Geräusch, als würde jemand auf Holz klopfen. Ivy hörte dann wie Angeline scheinbar die Verursacherin des Klopfens war. Sie hatte ein Bad vorbereitet für die beiden Damen. Ohh... sehr gut... bin gleich.... da.... nur noch ganz kurz... Das Piratenweib drehte sich weg von der Tür und rollte sich zusammen. Sie wollte doch blos für einige, wenige Augenblicke ein wenig weitersegeln. Solange der Wind sie trägt.

Dann spürte sie die Hand von Emanuelle auf ihrer Wange, wie sie zärtlich über die Haut streichelte und mit sanfter Stimme die Magierin weckte. Ihr freies Auge blickte müde zu ihrer Zimmergenossin. Mehrmals blinzelte sie und fing an zu Gähnen wie eine Löwin. Sie konnte einen morgendlichen Aufstoßer nicht unterdrücken als sie anfangen wollte was zu sagen. "Ups... Verzeihung.... Das war wohl zu viel Wein gestern." Dann richtete sie sich auf und verblieb sitzend auf der Bettkante. Sie wischte sich den Schlaf aus den Augen, achtete aber genau darauf, die Augenklappe dadurch nicht verrutschen zu lassen. Anschließend drehte sie ihren Kopf zur Seite um einigermaßen den Körper von Emanuelle im Augenwinkel zu erfassen. "Guten Morgen."

Nachdem sie dann noch ihre Glieder in alle möglichen Richtungen streckte, machte sich die pinkhaarige Dame auf zur Tür, lediglich mit ihrem Piratenhemd bekleidet. Mit einer Hand das wohl geformte Gesäß kratzend, öffnete sie schließlich die Tür zum Waschraum. Emanuelle folgte ihr.
Dann standen die beiden vor den Bedingungen, die ihnen hier geboten wurden. Eine Wanne, groß genug für eine Person stand mitten im Raum. Ivy legte eine Hand lässig an ihre Hüfte und blickte Emanuelle an. "Naja, besser als nichts oder?" Anschließend zog sie ohne weitere Überlegung ihr Hemd aus und entblößte damit ihren ganzen, kurvigen Körper. Noch etwas müde und leicht verträumt ging sie rüber zur Prinzessin. Dann legte sie beide Hände an ihre Hüfte und stand dort wie ein eiserner Kapitän eines Piratenschiffes. "Also Matrosin! Wer springt zuerst über die Planke?" Fragte sie und blickte die Prinzessin mit einem hämischen Grinsen an.

http://upload.worldofplayers.de/files9/Angeline_klein.jpg
Angeline war genervt wie lange die Beiden brauchten um aufzustehen. Sie wollte gerade wieder mit der Faust an die Tür hämmern, als diese aufging. Wortlos führte sie die Beiden zum Waschraum in dem sie verschwanden. Das undankbare Pack hatte es nicht mal für nötig gehalten ihr für ihre Mühen zu danken. Vielleicht sollte sie diese Damen nach dem Frühstück rauswerfen. Ivy hatte ihr geholfen, dass stimmt, aber sie hatte den Templer für sie umgebracht. Eigentlich sollten sie quitt sein.

Sie rümpfte die Nase und begab sich in die Küche. „Brauchst du Hilfe, Bernhard?“ Der Mann drehte sich um und lächelte. „Ich brauche nichts, Angeline. Warum siehst du nicht mal in der Gaststube nach dem Rechten?“ Angeline zuckte nur mit den Schultern und begab sich in die Gaststube.

Einige Tische und Stühle waren kaputt. Sie würden neue benötigen. Genauso wie etliche Gläser und die Alkoholvorräte müssten sie auch wieder auffüllen. Angeline machte einen Tisch für vier Personen zurecht. Sie hatte sich gerade gebückt um etwas aus dem unteren Regal zu holen als die Tür aufging. Ohne sich zu erheben oder umzudrehen sprach sie die Eindringlinge an. „Wir haben geschlossen! Also bewegt eure Ärsche nach draußen und vergesst nicht die Tür hinter euch zu schließen.“

Es räusperte sich jemand und zeigte Angeline, dass man nicht auf sie gehört hatte. Wütend drehte sie sich um und erstarrte.

Deeman
11.09.2014, 21:28
http://upload.worldofplayers.de/files9/Kopie_von_viking_warrior_by_g_freeman200_d4bcjlf.png
Die Sonnenstrahlen der Mittagssonne schienen durch den lumpigen Vorhang am Fenster. Kleidung und Schuhe waren wahllos im Raum verteilt.
"Ouh..." ein leises gequältes Stöhnen entfuhr dem Bärtigen als er sich in seinem Bett aufrichtete. "Auweia...bei Andrastes gebärfreudigen Becken" er reibte sich den Kopf. Dröhnenden Kopfschmerzen quälten ihn. Aber nicht weil er einen Schlag auf den Schädel bekam sondern weil er zuviel trank denn einige geleerte Flaschen Rum und andere Getränke standen um das Bett verteilt herum. Noch etwas erschöpft schaut er sich in seinem Zimmer um und entdeckte dann die Hure, die da neben ihm lag, seelig schlummernd. "Uh, da hab ich aber nen schönen Fang gemacht..." hemmungslos hob er die Decke an und betrachtet den Körper der Frau. "Ah...sehr schön" bei dem Anblick leckte er sich über die Lippen, deckte die Frau aber wieder zu.
Mit einem ausgiebigen Strecken erhob er sich aus seinem Bett und ging zur morgentlichen Waschung über.
Einige Momente betrachtet er sich in einem verdreckten Spiegel, die wiederkehrende Erinnerung an die letzte Nacht zauberte ihm ein seliges Lächeln auf das Gesicht.
"Mhm...da ist ja mein edler Wohltäter" ertönte da die weibliche Stimme aus dem Bett. Es war die Dirne, die offensichtlich aus Antiva stammte und der Halward den Mantel schenkte. Mit einem schnippischen Grinsen bewegte er sich wieder auf das Bett zu, "Hat dir gefallen, hrm?" brummt er amüsiert und deutet auf ein Bein des Bettes "Eiei...beinah wärs durchgebrochen...bist ja ne echte wilde Reiterin, wah?" was der Dirne ein amüsiertes Kichern entlockte. Nebenbei sammelte der Bärtige all seine Habseligkeiten ein und kleidete sich an. "Dann bis zum nächsten Ritt" verabschiedete er sich mit lässig angehobener Hand, die Dirne erwiederte die Geste mit einem aufreizenden Winken mit den zierlichen Fingern.
Noch etwas müde stapfte Halward die Treppe runte und vernahm einige Stimme.
"Man erzählt uns dass hier jemand betrogen und ausgeraubt wurde, wisst Ihr etwas darüber" zwei gepanzerte Gestalten, Templer, standen an der Theke und befragten den Wirt. "Ach, wisst ihr...wir sind hier am Hafen...hier passiert doch ständig irgendwas" erwiederte dieser nur salopp. Einer der Templer richtete einen Zeigefinger auf den Wirten "Jetzt passt mal..." eher er fortfahren konnte, wurde er schon von Halward unterbrochen "He da, ihr Blechpuppen! Hat er euch der schmierige Schnauzer geschickt?" fragte er nur im verächtlichen Ton.
Die Augen der Templer richteten sich auf Bärtigen "Ihr seid hiermit verhaftet!" beschlossen sie mit fester Stimme und gingen auf ihn zu. "Pah! Verhaftet? Dann kommt und holt mich!" Halward hechtete aus der Taverne, die Templer konnten in ihren schweren Rüstungen jedoch nicht mithalten. Keuchend rannte sie hinterher, verfolgten ihn an einem Steg entlang, an dem einige Schiff ankerten.
Lachend rannte Halward den beiden davon und verschwand plötzlich zwischen den Stapeln von Kisten. Die Templer zogen ihre Schwerter und schritten nun langsam wie umsichtig voran...
"Kommt und holt mich..." forderte Halward die beiden Templer erneut auf.

Emerahl
12.09.2014, 09:34
http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Elias sah die Elfe wieder hinunter kommen. Sie hatte ihre Rüstung abgelegt und trug stattdessen ein schlichtes Kleid. Er wunderte sich über die seltsame Bestellung, doch der Gast war König. Sie war ungewöhnlich und anscheinend nicht aus Ferelden. Vielleicht sollte er sie warnen, dass es Elfen hier nicht gestattet war Waffen zu tragen. „Ich werde mich sofort um Eurer Mahl und Eure Getränke kümmern, meine Dame.“ Doch die Elfe hörte ihn wahrscheinlich nicht und verschwand aus der Vordertür. Was wollte sie draußen? Irgendwas stimmte hier nicht. Er gab die Bestellung an seine Frau weiter und begab sich zur Vordertür.

Bevor er jedoch die Tür öffnen konnte hörte er seinen Namen. Er drehte sich zu seinem Augenstern um und ging zu ihr in die Küche. Samira war seiner Elena wie aus dem Gesicht geschnitten. Ihre Gesichtszüge waren zwar etwas grober und natürlich war sie älter. Sie war etwas größer als seine Tochter und nicht so kurvig. Aber es war unschwer zu erkennen, dass Samira ihre Tochter war. „Wo ist Samira?“ Elias blickte zu Boden. Seine Frau war zwar viel kleiner als er aber ihr Temperament suchte seinesgleichen. Elena stand nun direkt vor ihm. Ihre Hände hatte sie in ihre Hüften gestemmt und ihr Fuß tappte ungeduldig auf dem Boden.

„Ähm… da war dieser Mann, Michael, und er…“ Elena stöhnte laut auf. „Du hast sie auf ihr Zimmer geschickt, nicht wahr? Warum tust du das? Sie ist kein Kind mehr. Beim Erbauer, heute ist ihr 18. Geburtstag und weit und breit kein Mann in Sicht, der um sie wirbt. Willst du, dass sie einsam und allein bleibt? Ist es das, was du willst?“ Elias zuckte bei jedem ihrer Worte zusammen. „Ich will sie doch nur schützen. Diese Männer sind die Hand meiner Tochter nicht wert. Keiner von ihnen ist es wert mein kostbares Mädchen zur Frau zu bekommen. Ich muss es doch wissen, ich war doch auch nicht viel besser. “

Elena blickte ihren Mann sanft an. Als sie Elias kennen lernte war er ein wilder junger Mann, der viele Frauen hatte. Er hatte ein Auge auf sie geworfen doch sie verweigerte sich ihm. Sie selbst war verheiratet, was ihm aber egal war. Doch sie wollte ihren Mann nicht betrügen. Außerdem gefiel ihr nicht, wie viele Frauen er hatte. Ihr Mann starb als sie gerade 20 Jahre jung war. Sie trauerte um ihn, obwohl sie ihn nie wirklich geliebt hatte. Es war eine arrangierte Ehe, aber sie war glücklich. Elias dachte, dass sie nun, da sie Witwe war, sein Bett wärmen würde. Doch sie konnte seine Frauengeschichten einfach nicht vergessen. Sie weigerte sich weiterhin, was Elias unendlich frustrierte. Er hatte sich in sie verliebt, was sie ihm aber nicht glaubte. Zum ersten Mal in seinem Leben bereute er seinen Lebenswandel.

Elias blickte seine Frau voller Liebe an. Erst als er beinahe sein Leben verloren hatte gestand sich Elena ein, dass sie ihn auch liebte. Das machte ihn zum glücklichsten Mann diesseits und jenseits des Nichts. Elena trat an ihn heran und legte eine Hand auf seinen Arm. „Du hast dich doch auch geändert. Warum gibst du einem netten Mann nicht mal eine Chance?“ Elias verzog seinen Mund zu einer Grimasse. „Aber mein Mädchen…“ Elena unterbrach ihn als sie ihren Finger auf seinen Mund legte. Nun schmollte er. „Es gibt keine netten Männer.“ Elena warf frustriert die Arme in die Luft und seufzte laut. Dieser Mann war einfach unmöglich. Für den Moment gab sie auf. Doch ihr Blick verriet Elias, dass das letzte Wort in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen war.

Elena wollte nun mit ihm besprechen, weswegen sie ihn gerufen hatte. „Die Apfelkuchen für Samiras Geburtstagsfeier sind fertig.“ Elias nickte zufrieden. „Ich kann es kaum erwarten ihr Gesicht zu sehen, wenn sie ihr Geschenk sieht.“ Elena lächelte. Auch sie konnte es nicht erwarten. Doch sie war sich sicher, dass sich ihre Tochter sehr darüber freuen würde. Elias beugte sich herab und küsste seine Frau auf den Mund. „Ich gehe dann zurück in die Gaststube. Einer muss ein Auge auf die Gäste haben.“ Er grinste und zwinkerte ihr zu. Dann gab er ihr einen kleinen Klaps auf den Hintern, was ihr einen kleinen erschreckten Aufschrei entlockte. Noch immer grinsend ging er zurück in die Gaststube. Dass er nach der Elfe sehen wollte, hatte er über das Gespräch mit seiner Frau total vergessen.

Samira war etwas frustriert. Der Mann wollte sie einfach nicht absetzen. Was versprach er sich davon? Vielleicht konnte der weibliche Gast tatsächlich helfen. Das würde dem jungen Mann zumindest einen Grund geben sie gehen zu lassen. Sie wunderte sich, dass er sie so lange auf seinen Armen halten konnte. Wurde sie ihm nicht langsam zu schwer?

Als er ihr sagte, dass er nicht verheiratet war, war sie geschockt. Was tat er mit dieser Frau, wenn es nicht seine Gemahlin war? Samiras Wangen röteten sich leicht, als ihr etwas einfiel. Sie erinnerte sich daran, was ihr Vater immer sagte. Er war also einer dieser Männer, die in jeden Ort, in dem sie einkehrten, eine andere Frau ins Bett nahmen. Wahrscheinlich kannte er nicht einmal den Namen dieser fremden Frau.

Ein schrecklicher Gedanke kam ihr. Würde er versuchen auch sie ins Bett zu bekommen? Sie senkte den Kopf, damit er ihre knallroten Wangen nicht sah. War das der Grund warum er sie unbedingt in sein Zimmer bringen wollte? Samira wurde sehr nervös. Auf keinen Fall würde sie so etwas tun. Ihren Körper wurde sie nur dem geben, den sie von ganzem Herzen liebte. Natürlich würde sie das auch erst tun, wenn sie verheiratet war. Ungeduldig fragte sie sich, wo die fremde Frau war. Sie konnte es kaum erwarten sich so weit wie möglich von dem fremden jungen Mann zu entfernen. Samira atmete erleichtert auf, als sie die Stimme der netten Frau hörte. Da der junge Mann ihr sagte wo sie sich befinden, schwieg Samira.



http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

Beinahe Augenblicklich kam die Antwort auf Lanas Anrufen.

„Wir sind hier drüben, einfach links um das Haus herum“, sagte die Stimme des Mannes. Direkt hinter der schweren Eingangstür befand sich ein gepflastertes Stück. Eine Art erweitere Türschwelle, deren steinige Oberfläche von den fleißigen Tavernen Besitzern von Unkraut scheinbar regelmäßig befreit wurde deren. Offensichtlich erwarteten sie, dass Lana ihre zwar nicht hoffeinen und edlen, dennoch gerade frisch aus dem Gepäck geholten, Lederschuhe mit dem Schlamm und Schmutz der Straße bedecken würde, indem sie zu ihnen kam. Lana spitze ihre Elfenohren und lauschte in die Dunkelheit hinaus. Die Zwei schienen stehengeblieben zu sein. Entnervt rief sie: „Dann kommt heran, ehe ich die Tür wieder schließe!“
Ein paar Augenblicke später traten beide zu ihr. Lana ging langsam rückwärts und sperrte die Tür weit aus, denn der Mann trug die junge, zierliche Blondine auf beiden Händen.

„Wie kitschig“, dachte Lana gehässig. Beim näherkommen konnte sie jedoch die Anspannung des riesigen, sicherlich einen Kopf größeren Mannes erkennen, der sie nun behutsam absetzte. Lana half ihm und das Mädchen trat auf. Allerdings nur mit einem Fuß, den anderen streckte sie in einem merkwürdigen, schonenden Winkel aus. Vielleicht war er gebrochen, oder zumindest angeknackst. Immerhin erklärte es die romantische Geste des Tragens. Lana half dem Mädchen durch die Tür und stützte sie mit einem Arm.
Der edle Retter stand noch im Türrahmen, als Lanas Blick auf ihn fiel. Lanas Herz schlug höher, als sie ihn erkannte. Es war der ungehobelte Bursche, der sie bei ihrem Eintreffen in der Bar angerempelt und beleidigt hatte. Er hatte die Elfe, die nun ihre Plattenrüstung gegen ein salonfähiges Kostüm getauscht hatte, offenbar noch nicht erkannt, oder scherte sich nur um das verletzte Mädchen.

„Kommt herein, kleines Vögelchen“, schnurrte Lana, während sie die dralle Rotblondine stützte. Als sie sicher war, dass sie sich an der Wand oder einem anderen gebäudeinternen Gegenstand festhalten konnte, wandte sie sich schnell um und packte den noch immer Ahnungslosen am Kragen. Böse funkelnd sah sie ihm in die Augen, und flüsterte bedrohlich: „Ihr nicht!“, während sie ihre spitzen Zähne zeigte. Dann stieß sie den Mann mit solcher Kraft nach hinten, dass er rücklings durch aus dem Türrahmen flog und ein paar Schritte entfernt der Tür auf dem Boden aufschlug. Mit ebenso gewaltigem Krachen donnerte dann die Tür ins Schloss, die Lana gewaltsam zugestoßen hatte.

„Wohin? Nach oben?“ , fragte sie und packte das zierliche Fräulein vielleicht etwas zu grob am Oberarm, während sie diese die Stufen hochzerrte, immer bedacht darauf die Verletzte nach oben zu bekommen und gleichzeitig nicht die Stufen rückwärts hinunterzupoltern. Oben angelangt ließ sie den Arm los. Von hier an sollte die Kleine ihren Weg selbst humpeln und endlich Ruhe geben. Und wenn der dreiste Kerl von unten auch nur einen Laut von sich gibt, dann…

Lana tänzelte die Treppen hinunter zur Gaststube und setzte sich auf einen freien Stuhl. Ein paar angetrunkene Männer, die am selben, länglichen Tisch saßen, beäugten sie feixend. Lana sah sie direkt an und hob die Augenbrauen. Mit einer Mischung aus Mitleid und Mordlust drangsalierte sie die Männer so lange mit ihrem Blick, bis jeder beschämt oder eingeschüchtert in sein Bier starrte. Zufrieden grinste Lana. Es machte ihr so viel Spaß Männern zu zeigen, dass sie lange nicht so hart waren, wie sie stets taten.
Lana klopfte mit den Fingerkuppen auf dem Tisch, während sie die Gesellschaft betrachtete. Bunte Kleider, halb beschwipste Gesichter, viel Essen und Wein. Und jeder sprach mit jedem. Offensichtlich eine Gruppe an Feiernden. Warum sie allerdings noch immer nichts trank und aß, war ihr unverständlich. Wollten diese dreisten Wirtsleute ihres Königs Geld etwa nichts? Oder noch schlimmer, wollten sie mehr?

Ein geschäftig aussehender, junger Mann eilte auf ihren Tisch zu. Im Gegensatz zu dem Rest war er weder angetrunken noch heiter am Plauschen. Mit etwas Glück gehörte er zu den Bediensteten des Hauses. Lana griff mit für sie gewohnter, für manche Menschen jedoch recht schnellen, Bewegung den Arm des Mannes, der die Höhe ihres Tisches erreicht hat.

„Gehört ihr zum Wirt? Wo ist mein Essen?“, fragte sie und bleckte sich während sie auf die Antwort wartete die weißen Zähne. Lana wollte endlich wieder Blut schmecken und wenn es nur das des hoffentlich recht rohen Tierfleisches war, dass sie geordert hatte.

http://upload.worldofplayers.de/files9/6AGhYOMt9MQD3iQuBwNBBastien_Avatar.jpg

Bastien spürte plötzlich, dass sich das Mädchen auf seinen Armen versteifte. War ihr seine körperliche Nähe so unangenehm? Bis jetzt hatte noch jede Frau, ob unverheiratet oder nicht, seine Nähe gesucht und keiner hatte sich so verhalten. Aber vielleicht lag es auch nur am Schmerz in ihrem Fuß. Es war mühselig darüber zu spekulieren und er hatte auch gar keine Zeit, darüber nachzudenken, denn schon hatten sie die Vordertür erreicht, wo eine Frau wartete. Nein, keine Frau, eine Elfe. Die Elfe, die er vorhin angerempelt hatte, als sie in seinem Weg stand.

Sie nahm ihm das Mädchen ab, als er sie vorsichtig auf den Boden stellte und stützte sie ein wenig. Er stand an der Tür und blickte sich suchend nach dem Wirt um, den er aber nicht entdecken konnte. So wollte er den Beiden folgen, als sich die Elfe plötzlich umdrehte und ihn am Kragen packte. Erschrocken ob der Behandlung kam er gar nicht dazu, zu reagieren. Die Elfe funkelte ihn böse an und zischte „Ihr nicht!“ Dann zeigte sie ein paar ziemlich spitzer Zähne und schubste ihn von der Treppe hinunter, so dass er ziemlich unsanft auf seinem Hintern landete. Die Tür flog krachend ins Schloss. Er brauchte einen Moment, um sich zu sammeln.

Wütend und in seinem Stolz verletzt stand Bastien auf. Er klopfte sich den Staub von seiner Hose, dann marschierte er schnurstracks in das Gasthaus. Drin blieb er erst mal stehen, um sich zu orientieren. Er entdeckte die Elfe an einem langen Tisch. Von dem Mädchen war nichts mehr zu sehen. Vermutlich befand sie sich schon in ihrem Zimmer. Bastien erfasste die gesamte Situation in dem Gasthaus mit einem Blick. Wie die Elfe die Männer anblickte, die ebenfalls an dem Tisch saßen. Hatte sie Mordlust in den Augen? Sie ergriff anschließend einen jungen Mann am Arm, der an ihrem Tisch vorbei lief. Was sie zu ihm sagte, konnte Bastien nicht verstehen.

Als der junge Mann verschwand, stählte Bastien sich innerlich und legte seine ganze Kraft in seine Stimme. Er trat an den Tisch und sprach mit herrischer Stimme und einem wütenden Funkeln in den Augen: "Was fällt dir ein, einen Menschen so zu behandeln, puttana? Kennst du nicht deine Stellung mir gegenüber? Du bist ein Nichts und genauso sollte man dich behandeln, Elfe!" Das Wort Elfe hörte sich an, als wäre es ein Schimpfwort. "Ich sollte dich übers Knie legen und dir Verstand einprügeln."

Annalena
12.09.2014, 10:58
http://upload.worldofplayers.de/files9/Lana_Klein.jpg

Beinahe Augenblicklich kam die Antwort auf Lanas Anrufen.

„Wir sind hier drüben, einfach links um das Haus herum“, sagte die Stimme des Mannes. Direkt hinter der schweren Eingangstür befand sich ein gepflastertes Stück. Eine Art erweitere Türschwelle, deren steinige Oberfläche von den fleißigen Tavernen Besitzern von Unkraut scheinbar regelmäßig befreit wurde deren. Offensichtlich erwarteten sie, dass Lana ihre zwar nicht hoffeinen und edlen, dennoch gerade frisch aus dem Gepäck geholten, Lederschuhe mit dem Schlamm und Schmutz der Straße bedecken würde, indem sie zu ihnen kam. Lana spitze ihre Elfenohren und lauschte in die Dunkelheit hinaus. Die Zwei schienen stehengeblieben zu sein. Entnervt rief sie: „Dann kommt heran, ehe ich die Tür wieder schließe!“
Ein paar Augenblicke später traten beide zu ihr. Lana ging langsam rückwärts und sperrte die Tür weit aus, denn der Mann trug die junge, zierliche Blondine auf beiden Händen.

„Wie kitschig“, dachte Lana gehässig. Beim näherkommen konnte sie jedoch die Anspannung des riesigen, sicherlich einen Kopf größeren Mannes erkennen, der sie nun behutsam absetzte. Lana half ihm und das Mädchen trat auf. Allerdings nur mit einem Fuß, den anderen streckte sie in einem merkwürdigen, schonenden Winkel aus. Vielleicht war er gebrochen, oder zumindest angeknackst. Immerhin erklärte es die romantische Geste des Tragens. Lana half dem Mädchen durch die Tür und stützte sie mit einem Arm.
Der edle Retter stand noch im Türrahmen, als Lanas Blick auf ihn fiel. Lanas Herz schlug höher, als sie ihn erkannte. Es war der ungehobelte Bursche, der sie bei ihrem Eintreffen in der Bar angerempelt und beleidigt hatte. Er hatte die Elfe, die nun ihre Plattenrüstung gegen ein salonfähiges Kostüm getauscht hatte, offenbar noch nicht erkannt, oder scherte sich nur um das verletzte Mädchen.

„Kommt herein, kleines Vögelchen“, schnurrte Lana, während sie die dralle Rotblondine stützte. Als sie sicher war, dass sie sich an der Wand oder einem anderen gebäudeinternen Gegenstand festhalten konnte, wandte sie sich schnell um und packte den noch immer Ahnungslosen am Kragen. Böse funkelnd sah sie ihm in die Augen, und flüsterte bedrohlich: „Ihr nicht!“, während sie ihre spitzen Zähne zeigte. Dann stieß sie den Mann mit solcher Kraft nach hinten, dass er rücklings durch aus dem Türrahmen flog und ein paar Schritte entfernt der Tür auf dem Boden aufschlug. Mit ebenso gewaltigem Krachen donnerte dann die Tür ins Schloss, die Lana gewaltsam zugestoßen hatte.

„Wohin? Nach oben?“ , fragte sie und packte das zierliche Fräulein vielleicht etwas zu grob am Oberarm, während sie diese die Stufen hochzerrte, immer bedacht darauf die Verletzte nach oben zu bekommen und gleichzeitig nicht die Stufen rückwärts hinunterzupoltern. Oben angelangt ließ sie den Arm los. Von hier an sollte die Kleine ihren Weg selbst humpeln und endlich Ruhe geben. Und wenn der dreiste Kerl von unten auch nur einen Laut von sich gibt, dann…

Lana tänzelte die Treppen hinunter zur Gaststube und setzte sich auf einen freien Stuhl. Ein paar angetrunkene Männer, die am selben, länglichen Tisch saßen, beäugten sie feixend. Lana sah sie direkt an und hob die Augenbrauen. Mit einer Mischung aus Mitleid und Mordlust drangsalierte sie die Männer so lange mit ihrem Blick, bis jeder beschämt oder eingeschüchtert in sein Bier starrte. Zufrieden grinste Lana. Es machte ihr so viel Spaß Männern zu zeigen, dass sie lange nicht so hart waren, wie sie stets taten.
Lana klopfte mit den Fingerkuppen auf dem Tisch, während sie die Gesellschaft betrachtete. Bunte Kleider, halb beschwipste Gesichter, viel Essen und Wein. Und jeder sprach mit jedem. Offensichtlich eine Gruppe an Feiernden. Warum sie allerdings noch immer nichts trank und aß, war ihr unverständlich. Wollten diese dreisten Wirtsleute ihres Königs Geld etwa nichts? Oder noch schlimmer, wollten sie mehr?

Ein geschäftig aussehender, junger Mann eilte auf ihren Tisch zu. Im Gegensatz zu dem Rest war er weder angetrunken noch heiter am Plauschen. Mit etwas Glück gehörte er zu den Bediensteten des Hauses. Lana griff mit für sie gewohnter, für manche Menschen jedoch recht schnellen, Bewegung den Arm des Mannes, der die Höhe ihres Tisches erreicht hat.

„Gehört ihr zum Wirt? Wo ist mein Essen?“, fragte sie und bleckte sich während sie auf die Antwort wartete die weißen Zähne. Lana wollte endlich wieder Blut schmecken und wenn es nur das des hoffentlich recht rohen Tierfleisches war, dass sie geordert hatte.




http://upload.worldofplayers.de/files9/6AGhYOMt9MQD3iQuBwNBBastien_Avatar.jpg

Bastien spürte plötzlich, dass sich das Mädchen auf seinen Armen versteifte. War ihr seine körperliche Nähe so unangenehm? Bis jetzt hatte noch jede Frau, ob unverheiratet oder nicht, seine Nähe gesucht und keiner hatte sich so verhalten. Aber vielleicht lag es auch nur am Schmerz in ihrem Fuß. Es war mühselig darüber zu spekulieren und er hatte auch gar keine Zeit, darüber nachzudenken, denn schon hatten sie die Vordertür erreicht, wo eine Frau wartete. Nein, keine Frau, eine Elfe. Die Elfe, die er vorhin angerempelt hatte, als sie in seinem Weg stand.

Sie nahm ihm das Mädchen ab, als er sie vorsichtig auf den Boden stellte und stützte sie ein wenig. Er stand an der Tür und blickte sich suchend nach dem Wirt um, den er aber nicht entdecken konnte. So wollte er den Beiden folgen, als sich die Elfe plötzlich umdrehte und ihn am Kragen packte. Erschrocken ob der Behandlung kam er gar nicht dazu, zu reagieren. Die Elfe funkelte ihn böse an und zischte „Ihr nicht!“ Dann zeigte sie ein paar ziemlich spitzer Zähne und schubste ihn von der Treppe hinunter, so dass er ziemlich unsanft auf seinem Hintern landete. Die Tür flog krachend ins Schloss. Er brauchte einen Moment, um sich zu sammeln.

Wütend und in seinem Stolz verletzt stand Bastien auf. Er klopfte sich den Staub von seiner Hose, dann marschierte er schnurstracks in das Gasthaus. Drin blieb er erst mal stehen, um sich zu orientieren. Er entdeckte die Elfe an einem langen Tisch. Von dem Mädchen war nichts mehr zu sehen. Vermutlich befand sie sich schon in ihrem Zimmer. Bastien erfasste die gesamte Situation in dem Gasthaus mit einem Blick. Wie die Elfe die Männer anblickte, die ebenfalls an dem Tisch saßen. Hatte sie Mordlust in den Augen? Sie ergriff anschließend einen jungen Mann am Arm, der an ihrem Tisch vorbei lief. Was sie zu ihm sagte, konnte Bastien nicht verstehen.

Als der junge Mann verschwand, stählte Bastien sich innerlich und legte seine ganze Kraft in seine Stimme. Er trat an den Tisch und sprach mit herrischer Stimme und einem wütenden Funkeln in den Augen: "Was fällt dir ein, einen Menschen so zu behandeln, puttana? Kennst du nicht deine Stellung mir gegenüber? Du bist ein Nichts und genauso sollte man dich behandeln, Elfe!" Das Wort Elfe hörte sich an, als wäre es ein Schimpfwort. "Ich sollte dich übers Knie legen und dir Verstand einprügeln."

http://upload.worldofplayers.de/files9/Samira_klein.jpg
Die nette Frau entpuppte sich als Elfe. Doch Samira hatte kein Problem damit und lächelte freundlich. Der junge Mann trug sie zu der Hintertür und ließ sie sanft hinunter. Bevor sie sich jedoch bei ihm bedanken konnte hatte die Elfe ihn in den Dreck gestoßen. Besorgt blickte Samira den jungen Mann an. Sie wollte sich gerade erkundigen, ob bei ihm alles in Ordnung ist, da knallte die Elfe die Tür zu. Die fremde Frau packte Samira grob an und zerrte sie nach oben. Die grobe Behandlung machte alles nur schlimmer und Samira hatte alle Mühe nicht vor Schmerzen aufzuschreien.

Kaum waren sie oben bei der Treppe angelangt verschwand die Elfe schon wieder. Samira hatte nicht einmal die Möglichkeit ihr zu danken, obwohl es ihr sicherlich schwer gefallen wäre. Irgendwie schaffte sie es in ihr Zimmer. Erleichtert setzte sie sich auf ihr Bett und kramte nach zwei Wundumschlägen. Sie entfernte ihren Strumpf und ihren Schuh von ihrem verletzten Fuß. Sorgfältig behandelte sie ihren Fuß mit dem Wundumschlag. Sofort ging es ihr besser. Samira ging zum Fenster und öffnete es. Sie blickte hinaus um zu sehen, ob der jungen Mann noch unten war. Doch sie konnte ihn nicht entdecken.

Vielleicht sah sie ihn morgen noch einmal wieder und konnte sich nochmal bei ihm für seine Hilfe bedanken. Da sie nun nicht mehr solche Schmerzen hatte, zog sie ihr Kleid und ihre restlichen Sachen aus. Die Stelle des Arms, den die Elfe die gepackt hatte, schmerzte. Sie behandelte ihren Arm mit dem zweiten Wundumschlag. Ihre Arme waren auch wichtig, um die Harfe richtig spielen zu können. Am wichtigsten waren natürlich die Finger, doch wenn sie ihre Arme nicht richtig strecken konnte, dann konnte sie auch die Harfe nicht richtig spielen. Samira seufzte leise. Diese Frau war wirklich sehr ungehobelt. Hätte sie das gewusst, dann hätte sie den jungen Mann darum gebeten sie auf ihr Zimmer zu tragen.

Sie entfernte ihr Haarband und zog sich ein Nachtgewand an. Es war ein aufregender Tag und sie war sehr müde. Plötzlich fiel ihr ein, dass ihr Korb mit ihren Sachen noch unten im Hof stand. Wenn das jemand aus ihrer Familie fand, dann wurde sie sicherlich Ärger bekommen. Sie blickte noch einmal aus dem Fenster, doch sie sah niemanden. Da es ihrem Fuß nun endlich besser ging, konnte sie ihren Korb holen. Das tat sie auch und schaffte es tatsächlich ungesehen in ihr Zimmer zurück zu gelangen. Sie versteckte den Korb in ihrem Schrank. Danach fiel sie todmüde ins Bett und schlief sofort ein.


Robin machte gerade eine Runde durch die Gaststube, als er von einer merkwürdigen Elfe aufgehalten wurde. Die fragte nach ihrem Essen und ihren Getränken. Da er nicht wusste, was sie bestellt hatte, suchte er seinen Vater. Er sah ihn gerade aus der Küche kommen. Robin ging zu ihm. „Vater, diese Elfe dort am Tisch verlangt nach ihrer Bestellung.“ Elias blickte zu dem Tisch hinüber und nickte seinem Sohn zu. „Ich kümmere mich darum.“

Er holte das Gewünschte, dass seine Frau schon zubereitet hatte, und brachte es zu ihrem Tisch. Elias rümpfte die Nase, als er den antivanischen Casanova bei dem Tisch der Elfe sah. War ihm Marie nicht genug? Brauchte er noch eine Frau für die Nacht? Als er den Tisch erreichte, hörte der junge Mann gerade auf zu sprechen. Elias hatte jedoch nicht verstanden, was er gesagt hatte. „Hier ist Eure Bestellung, meine Dame.“ Er stellte die Sachen auf den Tisch. Dann bedachte er den jungen Mann mit einem abwertenden Blick bevor er sich wieder der Elfe zuwandte. „Solltet Ihr noch einen Wunsch haben, dann gebt mir bitte Bescheid.“ Elias begab sich wieder zurück der Theke und ließ die Beiden allein.

Shepard Commander
12.09.2014, 11:43
Die nette Frau entpuppte sich als Elfe. Doch Samira hatte kein Problem damit und lächelte freundlich. Der junge Mann trug sie zu der Hintertür und ließ sie sanft hinunter. Bevor sie sich jedoch bei ihm bedanken konnte hatte die Elfe ihn in den Dreck gestoßen. Besorgt blickte Samira den jungen Mann an. Sie wollte sich gerade erkundigen, ob bei ihm alles in Ordnung ist, da knallte die Elfe die Tür zu. Die fremde Frau packte Samira grob an und zerrte sie nach oben. Die grobe Behandlung machte alles nur schlimmer und Samira hatte alle Mühe nicht vor Schmerzen aufzuschreien.

Kaum waren sie oben bei der Treppe angelangt verschwand die Elfe schon wieder. Samira hatte nicht einmal die Möglichkeit ihr zu danken, obwohl es ihr sicherlich schwer gefallen wäre. Irgendwie schaffte sie es in ihr Zimmer. Erleichtert setzte sie sich auf ihr Bett und kramte nach zwei Wundumschlägen. Sie entfernte ihren Strumpf und ihren Schuh von ihrem verletzten Fuß. Sorgfältig behandelte sie ihren Fuß mit dem Wundumschlag. Sofort ging es ihr besser. Samira ging zum Fenster und öffnete es. Sie blickte hinaus um zu sehen, ob der jungen Mann noch unten war. Doch sie konnte ihn nicht entdecken.

Vielleicht sah sie ihn morgen noch einmal wieder und konnte sich nochmal bei ihm für seine Hilfe bedanken. Da sie nun nicht mehr solche Schmerzen hatte, zog sie ihr Kleid und ihre restlichen Sachen aus. Die Stelle des Arms, den die Elfe die gepackt hatte, schmerzte. Sie behandelte ihren Arm mit dem zweiten Wundumschlag. Ihre Arme waren auch wichtig, um die Harfe richtig spielen zu können. Am wichtigsten waren natürlich die Finger, doch wenn sie ihre Arme nicht richtig strecken konnte, dann konnte sie auch die Harfe nicht richtig spielen. Samira seufzte leise. Diese Frau war wirklich sehr ungehobelt. Hätte sie das gewusst, dann hätte sie den jungen Mann darum gebeten sie auf ihr Zimmer zu tragen.

Sie entfernte ihr Haarband und zog sich ein Nachtgewand an. Es war ein aufregender Tag und sie war sehr müde. Plötzlich fiel ihr ein, dass ihr Korb mit ihren Sachen noch unten im Hof stand. Wenn das jemand aus ihrer Familie fand, dann wurde sie sicherlich Ärger bekommen. Sie blickte noch einmal aus dem Fenster, doch sie sah niemanden. Da es ihrem Fuß nun endlich besser ging, konnte sie ihren Korb holen. Das tat sie auch und schaffte es tatsächlich ungesehen in ihr Zimmer zurück zu gelangen. Sie versteckte den Korb in ihrem Schrank. Danach fiel sie todmüde ins Bett und schlief sofort ein.


Robin machte gerade eine Runde durch die Gaststube, als er von einer merkwürdigen Elfe aufgehalten wurde. Die fragte nach ihrem Essen und ihren Getränken. Da er nicht wusste, was sie bestellt hatte, suchte er seinen Vater. Er sah ihn gerade aus der Küche kommen. Robin ging zu ihm. „Vater, diese Elfe dort am Tisch verlangt nach ihrer Bestellung.“ Elias blickte zu dem Tisch hinüber und nickte seinem Sohn zu. „Ich kümmere mich darum.“

Er holte das Gewünschte, dass seine Frau schon zubereitet hatte, und brachte es zu ihrem Tisch. Elias rümpfte die Nase, als er den antivanischen Casanova bei dem Tisch der Elfe sah. War ihm Marie nicht genug? Brauchte er noch eine Frau für die Nacht? Als er den Tisch erreichte, hörte der junge Mann gerade auf zu sprechen. Elias hatte jedoch nicht verstanden, was er gesagt hatte. „Hier ist Eure Bestellung, meine Dame.“ Er stellte die Sachen auf den Tisch. Dann bedachte er den jungen Mann mit einem abwertenden Blick bevor er sich wieder der Elfe zuwandte. „Solltet Ihr noch einen Wunsch haben, dann gebt mir bitte Bescheid.“ Elias begab sich wieder zurück der Theke und ließ die Beiden allein.

Bastien spürte plötzlich, dass sich das Mädchen auf seinen Armen versteifte. War ihr seine körperliche Nähe so unangenehm? Bis jetzt hatte noch jede Frau, ob unverheiratet oder nicht, seine Nähe gesucht und keiner hatte sich so verhalten. Aber vielleicht lag es auch nur am Schmerz in ihrem Fuß. Es war mühselig darüber zu spekulieren und er hatte auch gar keine Zeit, darüber nachzudenken, denn schon hatten sie die Vordertür erreicht, wo eine Frau wartete. Nein, keine Frau, eine Elfe. Die Elfe, die er vorhin angerempelt hatte, als sie in seinem Weg stand.

Sie nahm ihm das Mädchen ab, als er sie vorsichtig auf den Boden stellte und stützte sie ein wenig. Er stand an der Tür und blickte sich suchend nach dem Wirt um, den er aber nicht entdecken konnte. So wollte er den Beiden folgen, als sich die Elfe plötzlich umdrehte und ihn am Kragen packte. Erschrocken ob der Behandlung kam er gar nicht dazu, zu reagieren. Die Elfe funkelte ihn böse an und zischte „Ihr nicht!“ Dann zeigte sie ein paar ziemlich spitzer Zähne und schubste ihn von der Treppe hinunter, so dass er ziemlich unsanft auf seinem Hintern landete. Die Tür flog krachend ins Schloss. Er brauchte einen Moment, um sich zu sammeln.

Wütend und in seinem Stolz verletzt stand Bastien auf. Er klopfte sich den Staub von seiner Hose, dann marschierte er schnurstracks in das Gasthaus. Drin blieb er erst mal stehen, um sich zu orientieren. Er entdeckte die Elfe an einem langen Tisch. Von dem Mädchen war nichts mehr zu sehen. Vermutlich befand sie sich schon in ihrem Zimmer. Bastien erfasste die gesamte Situation in dem Gasthaus mit einem Blick. Wie die Elfe die Männer anblickte, die ebenfalls an dem Tisch saßen. Hatte sie Mordlust in den Augen? Sie ergriff anschließend einen jungen Mann am Arm, der an ihrem Tisch vorbei lief. Was sie zu ihm sagte, konnte Bastien nicht verstehen.

Als der junge Mann verschwand, stählte Bastien sich innerlich und legte seine ganze Kraft in seine Stimme. Er trat an den Tisch und sprach mit herrischer Stimme und einem wütenden Funkeln in den Augen: "Was fällt dir ein, einen Menschen so zu behandeln, puttana? Kennst du nicht deine Stellung mir gegenüber? Du bist ein Nichts und genauso sollte man dich behandeln, Elfe!" Das Wort Elfe hörte sich an, als wäre es ein Schimpfwort. "Ich sollte dich übers Knie legen und dir Verstand einprügeln."

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Der junge Mann, den Lana angehalten hatte schaute etwas verwirrt drein, nickte stumm und suchte verschwand im hinteren Bereich der Taverne. Lana legte die Hände ineinander und stütze sich auf die Ellenbogen, während sie wartete. Plötzlich stand eine Gestalt neben ihr.
„Das ging aber schnell“, dachte sie sich und erwartete das Klappern hölzerner Teller, die ihr serviert wurden. Als dieses ausblieb, drehte sie den Kopf. Währenddessen ergoss sich plötzlich eine Flut von Beschimpfungen über sie.

„Was fällt dir ein, einen Menschen so zu behandeln, puttana? Kennst du nicht deine Stellung mir gegenüber? Du bist ein Nichts und genauso sollte man dich behandeln, Elfe!“
Es war der bartlose Tavernengast, den sie grob vor die Tür befördert hatte. Offensichtlich in seinem Stolz gekränkt stand er vor ihr. Lana konnte nicht um eine leichte Bewunderung umher, die der Mut, oder viel eher Übermut des jungen Mannes mit sich brachte. Die meisten anderen Männer wären mit eingezogenem Schwanz und winselnd in einer Ecke verschwunden, dieser hier plusterte sich jedoch auf, wie ein Pfau. Allerdings zitterte seine Stimme leicht, wenngleich er soviel Stärke in sie legte, wie es ihm möglich war.
„Puttana“, sein Pech, dass sie des Antivanischen mächtig war. Darüber hinaus schien er keine allzu hohe Meinung von dem Volk der Elfen zu haben. Das Wort „Elfe“ spuckte er förmlich aus. Lana hatte schon oft davon gehört, dass Elfen in vielen Ländern als Wesen zweiter Klasse behandelt wurden, wenngleich ihr nie dergleichen wiederfahren war. Für sie lag der Unterschied zwischen Mensch und Elf einzig in der Form der Ohren und Jeder im Reich ihres Königs dachte genauso.

„Ich sollte dich übers Knie legen und dir Verstand einprügeln“, endete der Schönling, dessen glattrasiertes Gesicht wutverzerrt war. Lana lächelte innerlich. Wenn der junge Mann wüsste, dass sie es als Genuss und nicht als Bestrafung betrachtete, wenn man ihr derlei süße Schmerzen zufügte. Früher hatte sie es ihrem Herrn als Strafe verkauft, es aber jederzeit geliebt, wenn er sie wie ein ungezogenes Kind auf seinen Schoss gelegt und mit der flachen Hand ihr entblößtes, wohlgeformtes Gesäß bearbeitet hatte. Damals war ihr König noch etwas ungestümer und Lana verlangte regelrecht nach derartiger Bestrafung, wann immer sie einen Fehltritt tat. Doch ihr König war nun gesitteter und ruhiger, voller Friedfertigkeit und verabscheute unnötige Gewalt. Zudem machte Lana keine Fehler mehr, nicht einmal mit Absicht und so versuchte sie ihn durch leichte Sticheleien zu der geliebten Strafe zu bewegen.

Während sie in Erinnerungen schwelgte, kam der Wirt an ihren Tisch und stellte ihre Bestellungen sorgsam und mit einem hasserfüllten Blick, der dem aufbrausenden Kerl galt, auf der Tischplatte ab. Mit der edlen Höflichkeit weiteren Services verabschiedete er sich und verschwand wieder, nicht ohne nochmals mit zornigen Augenbrauen den jungen Mann zu betrachten. Dieser schien sich scheinbar mit seiner Art nicht sehr viele Freunde zu machen. Da er noch immer an dem Tisch stand, seufzte Lana und bedeutete ihm, sich zu ihr zu setzten.

„Setzt euch! Oder bleibt stehen, es ist mir einerlei“, sagte sie und nahm das Besteck in die Hand. Mit der Gabel fixierte sie den wirklich blutigen Lappen Fleisch auf dem Tellerboden, während sie ihn mit der scharfen Schneide des Messers drangsalierte.
„Ihr überschätzt offenbar euren Wert, Knabe“, fuhr sie fort und steckte sich den Fleischfetzten in den Mund. Sie kaute und ihre Zähne pressten das Blut aus dem Stück zwischen ihnen. Süßer, roter Saft benetzte ihre Zunge und entzückt von der Schmackhaftigkeit hob sie die Augenbrauen. Dann wandte sie sich erneut dem Schönling zu.
„Ihr wollt mir meinen Platz zuweisen? In Ordnung. Was haltet ihr von einem Duell? Holt eure Waffen, so ihr welche besitzt und trefft mich im Hof“, schmatze sie mit vollem Mund. Etwas Blut tropfte ihr aus dem Mund, denn sie sich gierig viel zu voll gestopft hatte und lief ihr über das Kinn. Sie griff nach einer Stoffservierte und wischte sich über den Mund. Dann würgte sie geräuschvoll den Fleischklumpen herunter und sah dem Mann direkt in die Augen.

„Seid gewarnt, Knabe. Ich habe hunderte Hälse durchschnitten und selbst der Geringste dieser Männer war wertvoller als ihr. Ihr nennt mich eine Hure? Ihr wisst nicht wie falsch ihr damit liegt. Versucht eure gekränkte Ehre zurück zu erlangen, wenn ihr es wünscht, aber seid euch gewiss: es wird keine Gnade geben und euer Tod wird nicht schnell und schmerzlos sein!“
Lana grinste bösartig und bedeutete dem Mann, sich zu entfernen.
„Trefft mich draußen, wenn ihr mögt. Doch lasst mich jetzt erst einmal aufessen!“

Önee-sama
12.09.2014, 16:00
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Die Situation entspannte sich wieder und auch Ivy trachtete jetzt nach ein wenig Ruhe und tat es der jungen Prinzessin gleich. Sie folgte ihr ins Bett und griff wie versprochen nach der zierlichen Hand um gemeinsam die Nachtruhe anzutreten. Endlich ein wenig Stille... Dachte sie verträumt, als der natürliche Prozess einsetzte und ihren müden Körper ins Reich der Träume beförderte.
Am nächsten Morgen vernahm sie plötzlich ein dumpfes Geräusch, als würde jemand auf Holz klopfen. Ivy hörte dann wie Angeline scheinbar die Verursacherin des Klopfens war. Sie hatte ein Bad vorbereitet für die beiden Damen. Ohh... sehr gut... bin gleich.... da.... nur noch ganz kurz... Das Piratenweib drehte sich weg von der Tür und rollte sich zusammen. Sie wollte doch blos für einige, wenige Augenblicke ein wenig weitersegeln. Solange der Wind sie trägt.

Dann spürte sie die Hand von Emanuelle auf ihrer Wange, wie sie zärtlich über die Haut streichelte und mit sanfter Stimme die Magierin weckte. Ihr freies Auge blickte müde zu ihrer Zimmergenossin. Mehrmals blinzelte sie und fing an zu Gähnen wie eine Löwin. Sie konnte einen morgendlichen Aufstoßer nicht unterdrücken als sie anfangen wollte was zu sagen. "Ups... Verzeihung.... Das war wohl zu viel Wein gestern." Dann richtete sie sich auf und verblieb sitzend auf der Bettkante. Sie wischte sich den Schlaf aus den Augen, achtete aber genau darauf, die Augenklappe dadurch nicht verrutschen zu lassen. Anschließend drehte sie ihren Kopf zur Seite um einigermaßen den Körper von Emanuelle im Augenwinkel zu erfassen. "Guten Morgen."

Nachdem sie dann noch ihre Glieder in alle möglichen Richtungen streckte, machte sich die pinkhaarige Dame auf zur Tür, lediglich mit ihrem Piratenhemd bekleidet. Mit einer Hand das wohl geformte Gesäß kratzend, öffnete sie schließlich die Tür zum Waschraum. Emanuelle folgte ihr.
Dann standen die beiden vor den Bedingungen, die ihnen hier geboten wurden. Eine Wanne, groß genug für eine Person stand mitten im Raum. Ivy legte eine Hand lässig an ihre Hüfte und blickte Emanuelle an. "Naja, besser als nichts oder?" Anschließend zog sie ohne weitere Überlegung ihr Hemd aus und entblößte damit ihren ganzen, kurvigen Körper. Noch etwas müde und leicht verträumt ging sie rüber zur Prinzessin. Dann legte sie beide Hände an ihre Hüfte und stand dort wie ein eiserner Kapitän eines Piratenschiffes. "Also Matrosin! Wer springt zuerst über die Planke?" Fragte sie und blickte die Prinzessin mit einem hämischen Grinsen an.




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Angeline war genervt wie lange die Beiden brauchten um aufzustehen. Sie wollte gerade wieder mit der Faust an die Tür hämmern, als diese aufging. Wortlos führte sie die Beiden zum Waschraum in dem sie verschwanden. Das undankbare Pack hatte es nicht mal für nötig gehalten ihr für ihre Mühen zu danken. Vielleicht sollte sie diese Damen nach dem Frühstück rauswerfen. Ivy hatte ihr geholfen, dass stimmt, aber sie hatte den Templer für sie umgebracht. Eigentlich sollten sie quitt sein.

Sie rümpfte die Nase und begab sich in die Küche. „Brauchst du Hilfe, Bernhard?“ Der Mann drehte sich um und lächelte. „Ich brauche nichts, Angeline. Warum siehst du nicht mal in der Gaststube nach dem Rechten?“ Angeline zuckte nur mit den Schultern und begab sich in die Gaststube.

Einige Tische und Stühle waren kaputt. Sie würden neue benötigen. Genauso wie etliche Gläser und die Alkoholvorräte müssten sie auch wieder auffüllen. Angeline machte einen Tisch für vier Personen zurecht. Sie hatte sich gerade gebückt um etwas aus dem unteren Regal zu holen als die Tür aufging. Ohne sich zu erheben oder umzudrehen sprach sie die Eindringlinge an. „Wir haben geschlossen! Also bewegt eure Ärsche nach draußen und vergesst nicht die Tür hinter euch zu schließen.“

Es räusperte sich jemand und zeigte Angeline, dass man nicht auf sie gehört hatte. Wütend drehte sie sich um und erstarrte.

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Emanuelle beobachtete die Reaktionen von Ivy.
Hm... am liebsten würde ich mich ja zu ihr rollen... ABER: Eine Chance wie diese auf ein heißes Bad, die darf nicht ungenutzt bleiben! Ah, sie blinzelt mit den Augen! Dann dürfte sie gleich aufwachen... Aber, huh, so ein Gähnen kann man auch unterdrücken! Hoffentlich lässt sie sich ein paar Manieren von mir beibr-.... Iiiiiieeeeeeeeeehhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!?
Während er noch über die Manieren von Ivy nachdachte, entfleuchte der ein morgendlicher Aufstoßer!
"Ups... Verzeihung.... Das war wohl zu viel Wein gestern."
Emanuelle hatte alle Mühe, sich ob dieser barbarischen Entgleisung zusammen zu reißen!
Gute Miene zum bösen Spiel! Denk an das heiße Bad zu Zweit! Gute Miene zum bösen Spiel! Denk an das heiße Bad zu Zweit! Gute...
Doch er schaffte es, seine Fassade aufrecht zu erhalten. Weiterhin bezaubernd Lächelnd, wünschte auch er der Frau im Bett einen guten Morgen. Dann stand er auf und machte sich sogleich daran, die passenden Utensilien zu suchen.
Wo hab ich bloß... Ah! Hier! Das in Verbindung mit Seife... und einem entspannenden Schaumbad steht nichts mehr im Wege! Oder sogar einer schönen Übung in Sachen 'schäumender Leidenschaft'!
"Ich habe alles! Wollen wir?"
Die Bellezza schien sich mit ein paar Streckübungen zufrieden zu geben. Überhaupt nahm sie alles sehr leger.
Das ist eine grobe Verletzung für einen vorzüglichen Körper! Und dennoch... Nur in ihrem Hemd strahlt sie so eine Aura aus... Dazu ihre Campanas! Alleine, sich Schaum darauf vorzustellen! Hach, warum müssen wir hier mitten im Nirgendwo sein!? Jetzt ein paar duftende Rauchstäbchen, eine erlesene Auswahl an Früchten wie Weintrauben zur Ablenkung während des Bades... Ich könnte innerhalb von Minuten alle Frauen in diesem Kaff für mich schwärmen lassen! Aber unter diesen Voraussetzungen, bleibt mir nichts Anderes übrig, als mir kleinere Ziele zu setzen! So wie die Campanas der Bellezza!
Da er wusste, wer geklopft hatte, ließ er Ivy den Vortritt. Gleichzeitig hielt er sich immer so, dass wie von Zauberhand die Frau in dem Piratenhemd zwischen ihm und der 'matta Gatta' war.
Diese andere Frau... so wild sie auch ist und damit wohl bestimmt eine echte Katze im Bett! Ihre Art macht sie gefährlich... und erst recht ihr barbarisches Haustier! Sie dich vor, mein Guter!
Schließlich kamen sie in den Waschraum. Eine einzelne Badewanne stand dort, gefüllt mit heißem Wasser.
Oh, das wird eng! Und ziemlich schwer für mich, unerkannt vor Ivy hineinzuschlüpfen... dennoch, wenn ich vorher Schaum erzeuge...
So dachte er noch darüber nach, wie er es am besten bewerkstelligen sollte, vor Ivy in die Wanne zu steigen, dabei jedoch nichts preis zu geben. Die Frau jedoch ging kurz zum Objekt von Emanuelle's Plänen, kam dann zurück, zog sich dabei aus, stemmte ihre Hände in die Hüften und sprach ihn an.
"Also Matrosin! Wer springt zuerst über die Planke?"
Emanuelle's Gier wurde sofort geweckt und er musste sich unheimlich zügeln, dass ihn seine Lust nicht sofort verriet.
Fortissimo! Selbst Andraste wäre neidisch auf diesen 'Avancorpo'! Keine Anzeichen, dass die Schwerkraft zu einem Hängen geführt hat! Und nun ist es an der Zeit, dass ich diese 'Pescas' pflücke!
"Oh... ihr seid aber schnell heute Morgen, meine Gute! Und, euer Körper erstrahlt makellos, wenn ihr mir erlaubt, dies euch zu sagen."
Eine tiefe Verbeugung aus Respekt folgte. Und um zur selbsne Zeit die Gier in seinen Augen nach sexuellen Gelüsten zu verbergen!
"Aber, wenn ihr es nicht gerade eilig habt, wir können aus diesem Bad so etwas wundervolles schaffen! Vertraut mir und gießt diese kleine Flasche ins Wasser der Wanne, dazu werft ihr die Seife hinterher. Das wird ein Anblick, wie ihr ihn noch nie gesehen habt... Nur müssen wir das Ganze vorher kräftig um rühren... Am besten mit... mit..."
Dann fiel ihm auf, dass es hier gar nichts zum Umrühren gab für das Wasser in der Wanne.
"Ach, herrje, nichts zum Rühren da... Moment! Ich kann den Padrone fragen... Genau, so mache ich das! Ihr müsst euch nur kurz gedulden, höchstens eine Minute, dann bin ich wieder hier! Ihr könnt schon mal den Inhalt des Fläschchen und die Seife ins Wasser lassen!"
Schnell drehte er sich um und machte sich eiligen Schrittes auf Richtung Gaststube, wo er die Wirtin vermutete...

Deeman
12.09.2014, 20:59
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Die Sonnenstrahlen der Mittagssonne schienen durch den lumpigen Vorhang am Fenster. Kleidung und Schuhe waren wahllos im Raum verteilt.
"Ouh..." ein leises gequältes Stöhnen entfuhr dem Bärtigen als er sich in seinem Bett aufrichtete. "Auweia...bei Andrastes gebärfreudigen Becken" er reibte sich den Kopf. Dröhnenden Kopfschmerzen quälten ihn. Aber nicht weil er einen Schlag auf den Schädel bekam sondern weil er zuviel trank denn einige geleerte Flaschen Rum und andere Getränke standen um das Bett verteilt herum. Noch etwas erschöpft schaut er sich in seinem Zimmer um und entdeckte dann die Hure, die da neben ihm lag, seelig schlummernd. "Uh, da hab ich aber nen schönen Fang gemacht..." hemmungslos hob er die Decke an und betrachtet den Körper der Frau. "Ah...sehr schön" bei dem Anblick leckte er sich über die Lippen, deckte die Frau aber wieder zu.
Mit einem ausgiebigen Strecken erhob er sich aus seinem Bett und ging zur morgentlichen Waschung über.
Einige Momente betrachtet er sich in einem verdreckten Spiegel, die wiederkehrende Erinnerung an die letzte Nacht zauberte ihm ein seliges Lächeln auf das Gesicht.
"Mhm...da ist ja mein edler Wohltäter" ertönte da die weibliche Stimme aus dem Bett. Es war die Dirne, die offensichtlich aus Antiva stammte und der Halward den Mantel schenkte. Mit einem schnippischen Grinsen bewegte er sich wieder auf das Bett zu, "Hat dir gefallen, hrm?" brummt er amüsiert und deutet auf ein Bein des Bettes "Eiei...beinah wärs durchgebrochen...bist ja ne echte wilde Reiterin, wah?" was der Dirne ein amüsiertes Kichern entlockte. Nebenbei sammelte der Bärtige all seine Habseligkeiten ein und kleidete sich an. "Dann bis zum nächsten Ritt" verabschiedete er sich mit lässig angehobener Hand, die Dirne erwiederte die Geste mit einem aufreizenden Winken mit den zierlichen Fingern.
Noch etwas müde stapfte Halward die Treppe runte und vernahm einige Stimme.
"Man erzählt uns dass hier jemand betrogen und ausgeraubt wurde, wisst Ihr etwas darüber" zwei gepanzerte Gestalten, Templer, standen an der Theke und befragten den Wirt. "Ach, wisst ihr...wir sind hier am Hafen...hier passiert doch ständig irgendwas" erwiederte dieser nur salopp. Einer der Templer richtete einen Zeigefinger auf den Wirten "Jetzt passt mal..." eher er fortfahren konnte, wurde er schon von Halward unterbrochen "He da, ihr Blechpuppen! Hat er euch der schmierige Schnauzer geschickt?" fragte er nur im verächtlichen Ton.
Die Augen der Templer richteten sich auf Bärtigen "Ihr seid hiermit verhaftet!" beschlossen sie mit fester Stimme und gingen auf ihn zu. "Pah! Verhaftet? Dann kommt und holt mich!" Halward hechtete aus der Taverne, die Templer konnten in ihren schweren Rüstungen jedoch nicht mithalten. Keuchend rannte sie hinterher, verfolgten ihn an einem Steg entlang, an dem einige Schiff ankerten.
Lachend rannte Halward den beiden davon und verschwand plötzlich zwischen den Stapeln von Kisten. Die Templer zogen ihre Schwerter und schritten nun langsam wie umsichtig voran...
"Kommt und holt mich..." forderte Halward die beiden Templer erneut auf.

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"Kommt heraus, Ihr macht es nur noch schlimmer!" sprach einer der Templer, beide waren von zahlreichen Stapel von Kisten umgeben. Obst, Fisch und andere Dinge, die man wohl verschiffen wollte oder gerade in Denerim ankamen, befanden sich darin. "Ihr seid wirklich nicht die Hellsten, wah?" ertönte wieder der Spott des Bärtigen.
Ehe sich die Templer versahen, stürzte einer der Stapel von Kisten voll Fisch auf sie nieder, die beiden Schwer gerüsteten wurden darunter begraben und rutschten ob der glitschigen Nässe aus. Einer der Templer fiel dabei vom Steg und landete im seichten Wasser des Hafenbeckens.
Dann trat der Bärtige hervor, in der rechten Hand einen Apfel in der er hineinbiss. "So...jetzt biste alleine" seine grauen Augen richteten sich auf den verbliebenen Templer der sich mühselig aufrappelte und abermals das Schwert auf Halward richtete. "Damit habt Ihr euer Todesurteil unterzeichnet!" brüllt er erzürnt und ohne eine Antwort abzuwarten, stürmte er mit gezogener Waffe auf Halward zu.
Mit einem schelmischen Grinsen wich dieser allerdings nur aus, verpasste dem Angreifer nur einen Tritt in das Gesäß. Durch den Schwung konnte der Templer nicht mehr halten und fiel ebenso in das Hafenwasser, mit einem gewaltigen Platschen. "Der Erbauer muss wirklich stolz auf euch sein wenn ihr alle so seid" gab er nur amüsiert von sich.
Allerdings bemerkte der Seemann nicht dass sich hinter ihm noch drei weitere gerüstete Gestalten aufhielten.
"Haltet ein mit eurem Treiben, Störenfried!" erschallte es wieder, diesmal allerdings war die Stimme einer Frau die klangvoll wie auch streng befehlend daherkam. Es waren ebenfalls Templer, die Kommandantin trug keinen Helm, das wallende schwarze Haar und die strahlend grünen Augen fingen sofort Halwards Aufmerksamkeit. "Uh, wusste gar nicht dass die Templer solche Vöglein bei sich haben" sein ungenierter Blick wanderte über den Körper der offensichtlich erbosten Frau. Diese schnaubte nur "Erspart mir diese Süßholzraspelei" sie blickte auf ihre beiden Begleiter und richtete den Finger auf Halward "Los, ergreift ihn". "Och, schade aber auch...ich hätte dir gerne mal unter die Robe geschaut..." brummte er nur missgelaunt, dann allerdings machte er sich wieder auf. Schnellen Schrittes durchquerte er das Labyrinth von Kisten und verschwand aus den Augen der Templer. Zwischen den angelegten Schiffen bahnte er sich seinen Weg hinaus aus dem Hafenviertel direkt in die Stadt. "Los, sucht ihn" erschallte es nur noch im Befehlston von der Kommandantin.

Deeman
13.09.2014, 12:14
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"Kommt heraus, Ihr macht es nur noch schlimmer!" sprach einer der Templer, beide waren von zahlreichen Stapel von Kisten umgeben. Obst, Fisch und andere Dinge, die man wohl verschiffen wollte oder gerade in Denerim ankamen, befanden sich darin. "Ihr seid wirklich nicht die Hellsten, wah?" ertönte wieder der Spott des Bärtigen.
Ehe sich die Templer versahen, stürzte einer der Stapel von Kisten voll Fisch auf sie nieder, die beiden Schwer gerüsteten wurden darunter begraben und rutschten ob der glitschigen Nässe aus. Einer der Templer fiel dabei vom Steg und landete im seichten Wasser des Hafenbeckens.
Dann trat der Bärtige hervor, in der rechten Hand einen Apfel in der er hineinbiss. "So...jetzt biste alleine" seine grauen Augen richteten sich auf den verbliebenen Templer der sich mühselig aufrappelte und abermals das Schwert auf Halward richtete. "Damit habt Ihr euer Todesurteil unterzeichnet!" brüllt er erzürnt und ohne eine Antwort abzuwarten, stürmte er mit gezogener Waffe auf Halward zu.
Mit einem schelmischen Grinsen wich dieser allerdings nur aus, verpasste dem Angreifer nur einen Tritt in das Gesäß. Durch den Schwung konnte der Templer nicht mehr halten und fiel ebenso in das Hafenwasser, mit einem gewaltigen Platschen. "Der Erbauer muss wirklich stolz auf euch sein wenn ihr alle so seid" gab er nur amüsiert von sich.
Allerdings bemerkte der Seemann nicht dass sich hinter ihm noch drei weitere gerüstete Gestalten aufhielten.
"Haltet ein mit eurem Treiben, Störenfried!" erschallte es wieder, diesmal allerdings war die Stimme einer Frau die klangvoll wie auch streng befehlend daherkam. Es waren ebenfalls Templer, die Kommandantin trug keinen Helm, das wallende schwarze Haar und die strahlend grünen Augen fingen sofort Halwards Aufmerksamkeit. "Uh, wusste gar nicht dass die Templer solche Vöglein bei sich haben" sein ungenierter Blick wanderte über den Körper der offensichtlich erbosten Frau. Diese schnaubte nur "Erspart mir diese Süßholzraspelei" sie blickte auf ihre beiden Begleiter und richtete den Finger auf Halward "Los, ergreift ihn". "Och, schade aber auch...ich hätte dir gerne mal unter die Robe geschaut..." brummte er nur missgelaunt, dann allerdings machte er sich wieder auf. Schnellen Schrittes durchquerte er das Labyrinth von Kisten und verschwand aus den Augen der Templer. Zwischen den angelegten Schiffen bahnte er sich seinen Weg hinaus aus dem Hafenviertel direkt in die Stadt. "Los, sucht ihn" erschallte es nur noch im Befehlston von der Kommandantin.

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Die Schritte verlangsamten sich während Halward dem Markviertel immer näher kam. Immerhin wollte er keine unnötie Aufmerksamkeit erregen. Er richtete sein Haar etwas her, mit einem knöchernen Kamm fuhr einige Male penibel durch seinen Bart. Was seinen Bart betrifft, war er doch sehr eitel. Auch wenn er selbst immer so aussah als käme er gerade aus der Kanalisation und dabei wie eine Rumbrennerei stank, so war der Bart immer gepflegt.
Als er seine oberflächliche Pflege beendet hatte, ging er weiter und schritt in das umtriebige Marktgetümmel. Waren verschiedenster Art wurden angeboten, Waffen, Tiere oder gar Blumen. Die erste Anlaufstelle war der Obsthändler, bei dem sich Halward zwei Äpfel besorgt, als der Händler gerade nich hinsah, verschwand auch noch ein weiteres Obststück in Halwards Tasche.
"Entschuldigt, Herr...dürfte ich einen Apfel haben?" ertönte da eine leise Stimme die so voller Unschuld klang. Es war ein Elfenmädchen, was gerade mal fünfzehn Jahre jung gewesen sein durfte, nur in ärmliche Lumpen gekleidet. Sie hielt dem Händler ein paar jämmerliche Kupferstücke hin, offenkundig reichten diese nicht.
Der Bärtige stand dort, die Augen auf das Mädchen gerichtet, dabei biss er in den Apfel und wartete ab was der Händler dazu zu sagen hat.
Jene betrachtete die dargebotenen Münzen und riss empört die Arme in die Luft "Willst du mich verkohlen, elendes Elfenweib?! Das reicht ja nicht mal für einen Halben!" die Zornesröte stieg ihm ins Gesicht. "Mach dass du Land gewinnst..." tatsächlich holt er mit seiner rechten Hand aus und wollte dem Mädchen eine Ohrfeige verpassen.
Ehe er aber wirklich ausholen konnte, fuhr die Pranke von Halward zwischen Angreifer und Opfer, darin hielt er einen Apfel den er dem Mädchen reichte. "Hier, Kleines..." brummte er nur zu ihr runter. Das Mädchen riss nur die Augen auf, nahm dann das Geschenk an mit einem dankbaran Nicken, worauf sie auch wieder verschwand. "Das war die reinste Verschwendung, sie ist eine Elfe" regte sich der Händler weiter. "Aye, flachlegen wollt ihr se alle, aber wehe man soll ma was zurückgeben, wah?" schnaubte der Bärtige nur zurück. "Halts Maul sonst stopf ich ihn dir..." fügte er noch an, wobei sein Blick weiterhin ausdruckslos blieb, der Händler ersparte sich eine Antwort und wendete seinen Blick ab.
Halward schritt weiter über den Markt, nach einiger Zeit hörte man ein Pferd im Galopp in die Stadt reiten, dazu erschallte eine kräftige Stimme: "Der König ist tot! König Cailan wurde erschlagen! Der König ist tot, verraten von den Grauen Wächtern!" ertönte es immer wieder. Die Botschaft wurde mit allgemeiner Verwunderung aufgenommen, andere waren erschrocken, dann gab es da noch welche denen es egal war, zu denen gehört auch Halward.
Sein Weg führte ihn zur Kirche, wo seine Augen sich auf eine der Schwestern richtete die gerade eine Predigt hielt.

Önee-sama
13.09.2014, 16:24
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Claudette kam um die Ecke gelaufen, blieb urplötzlich stehen und schaute mit großen Augen, in denen sich der Mond spiegelte umher. Sie schien etwas zu sehen, das Arian entgangen war, doch spielte es jetzt keine Rolle. Arian hatte sich bereits erhoben, als einer der beiden Sprecher, die sich hinter seinem Rücken aus der Dunkelheit bewegt hatten, auf ihn zustürzte. Arian hatte Glück, dass er sich noch früh genug umgedreht hatte, denn so schaffte er es, einen seinem Rücken geltenden Speerstoß auszuweichen. Der Angreifer und Arian umkreisten sich, wie es bei Duellen oftmals vorkam. Arian ließ die Kugel am Ende der Kette erneut durch die Luft wirbeln. Erst langsam, dann immer schneller werdend. Der Andere schien kein größeres Verlangen danach zu haben, einzugreifen und stand etwas außerhalb, die Szene beobachtend. Arians Gegner war einer der Wachsoldaten, dessen abgewetzte Uniform bereits stark verblichene Farbreste aufwies. Diese waren jedoch übersäht mir den Spitzern von Fett und den Flecken von Bier und… Arian erschauderte, denn eigentlich wollte er gar nicht wissen, was da bereits alles auf der Uniform gelandet war. Der Wachmann grunzte, als er die Eisenspitze erneut gegen Arian stieß. Der Angriff war so unsinnig, dass er beinahe effektiv gewesen wäre. Arian jedoch machte einen Ausfallschritt nach Rechts, schlug mit dem Schild die nun in der Luft hängende Lanze weg und nutze den Wirbel seiner umherschwingenden Abwehrwaffe, um seinen Körper einen Halbkreis vollführen zu lassen. Die Eisenkugel an ihrer Kette wirkte wie eine Verlängerung von Arians ausgestrecktem Arm und erwischte den Wachmann Höhe der Schläfe. Die Dornen zogen tiefe Ferchen in das Fleisch, brachen den Kiefer und ließen die Haut aufreißen. Die gesamte getroffene Gesichtshälfte verwandelte sich in ein grauenerregendes Gebilde aus aufgeplatzem Fleisch, Blut und aus dem Mund fallenden Zähnen. Schwer keuchend donnerte der Körper des Wachmanns der Länge nach auf den Boden. Seine Arme und Beine zuckten und zappelten plötzlich noch einmal kurz, als verhöhnten sie den Toten selbst. Arian wandte sich zu dem zweiten Wachmann, oder, wie er jetzt feststelle, zu der zweiten, halunkischen Person. Arian war froh, dass diese nicht den ersten Angriff geführt hatte, denn ein schlecht ausbalancierter und dennoch gefährlicher Pfeil sauste an ihm vorbei und landete klappernd im Hof hinter ihm. Der Mann, einer drahtiger, schwarzhaariger Bursche mit dem Gesicht eines Frettchens zog einen weiteren Pfeil aus dem Köcher auf seinem Rücken, legte ihn an die Sehen und spannte einen einfachen Kurzbogen. Offenbar hatte er noch nie in einer Schlacht gekämpft und seine Pfeile sonst nur von einer Mauer, oder auf Tiere oder unbewaffnete hageln lassen. Denn als Arian, den Schild vor sich haltend auf ihn zuschritt, zitterte er so stark, dass der zweite Pfeil weit rechts an Arian vorbeisauste und irgendwo im Stall, in den er flog, stecken blieb.

„Komm schon!“, brüllte Arian ihm einschüchternd entgegen. „Mehr hast du nicht drauf?“
Das Gebrüll und der näherkommende Krieger taten ihre Wirkung. Den dritten Pfeil ließ der Mann vor Angst sogar fallen. Anstatt sich nach dem Pfeil zu bücken, ging er langsam rückwärts und fummelte in seinem Köcher. Arian sah in seiner Panik, dass dort keine Pfeile mehr zu finden waren. Da warf der Schütze seinen Bogen auf die Erde und flehte um Gnade. Arian holte mit seinem Morgenstern aus, ließ ihn kreisen und dann hart niederfahren. Die Kugel zuckte von rechts Oben zur Mitte von Arians Körper, wo sich der nun kniende Schurke befand. Dieser hatte beim Anblick der angreifenden Waffe die Augen geschlossen und öffnete dieser jetzt wieder langsam. Verwundert schaute er auf den Krieger, der vor ihm stand und mit dem Stab, an dem die Kette hing, auf ihn deutete.

„Ich hab mir dein Gesicht gemerkt! Wenn ich dich je wiedersehe, dann schützt dich nichts und niemand mehr!“, sagte Arian bestimmt. Der Schurke nickte.
„Ja Herr, ihr werdet mich nie wiedersehen! Danke, Herr!“, sagte er voller Freude, erhob sich und lief los.

Arian sollte sich nie Sorgen machen, denn Mann jemals wiederzusehen, denn nach etwa 20 Schritten sprang ein Schatten aus der Dunkelheit, warf den Flüchtigen zu Boden und riss seinen Körper mit messerscharfen Klauen und Zähnen wie Dolchen in Fetzten. Arian, der sich schon zur Rückkehr umgewandt hatte, sich jedoch beim Geschrei des Getöteten blitzschnell auf dem Fuße gedreht hatte, riss seinen Schild hoch. Klatschend verhinderte dieser, dass ein blutiges Organ in Arians Gesicht gelandet wäre. Die Kreatur, die das scheußliche Geschoss nach ihm geworfen hatte, sah ihn nun mit blutverschmierter Schnauze an. Auf zwei sehnigen Beinen, deren Enden weniger wie Pfoten, als mehr wie Halbhufe gepaart mit Menschenfüßen aussahen, nährte es sich. Arian schwenkte erneut den Morgenstern, doch wartete er nicht auf einen Angriff seines Feindes.

„Überraschung!“, dachte er sich und schleuderte die dornenbesetzte Kugel in die Richtung des Werwolfs. Dieser hob reflexartig die Vorderpfoten und fing die Kugel, was er allerdings vor Schmerz jaulend bereute. Dieses Jaulen, das an einen getretenen Hund erinnerte, versetzte Arian einen Stich ins Herz. Er war stets tierlieb gewesen, liebte Katzen und Eulen und war ein enger Freund der Dalish, die ihn das Leben im Einklang mit der Natur näherbrachten, obwohl er nur einmal in ihrem Lager übernachtete. Einen Werwolf zu bekämpfen, auch wenn es sich hierbei genaugenommen nicht direkt um ein Tier handelte, war ihm unangenehm. Dennoch, der Wolf wollte seinen Tod und Arian wollte das Leben, zumindest noch eine Weile. Und so setzte er zum Sturmlauf an, in dessen kurzer Zeit er sein Schwert aus der Scheide zog und dem sich berappelnden Tier drei, vier starke Schläge auf Gesicht und Kopf verpasste. Das setzte den Wolf so sehr zu, dass er ein weiteres geplagtes Heulen ausstieß. Arian trieb seine Klinge tief in den weit geöffneten Rachen des Werwolfs, sodass die Spitze aus dem unteren Hals herausbrach, zähes Fleisch und schwarzes Fell durchtrennte und blutgierend aufblitzte. Das Jaulen erstarb sofort. Arian setzte einen Fuß auf die Schulter des toten Wesens und zog kräftig an seiner Waffe, die sich schmatzend aus dem geschundenen Hals löste. Sehr viel Blut spritze ihm entgegen und benetzte seine Kleidung, seinen Schild und färbte seine Schwerthand in ein tiefes, gleichmäßiges Rot.

Arian schaute über die Dächer. Die Werwölfe, die eben noch die Palisade bevölkert hatten, waren verschwunden. Arian betete, dass die Biester einen Kampf suchten und nicht im Stall nach leichter Nahrung oder zartem Elfenfleisch suchen würden. Ohne seine Waffe zu säubern, oder wegzustecken, las er den Morgenstern vom Boden aus, wechselte den blutverschmierten, klebrigen Schwertgriff in die Linke Hand, den Morgenstern in die Rechte und eilte quer über den Hof zum Stall.

Der Stalleingang lag in völliger Dunkelheit. Arian bedauerte, dass er Abyss eigentlich nur eine ruhige Nacht gönnen wollte, in den sicheren Mauern eines Lagers. Und jetzt befand sich die Arme in einem Vorhof der Hölle. Es war nicht fair, befand Arian. Sie hatte ihre Eltern sterben sehen und befand sich auf der Flucht. Und er, Arian, hatte sie in diese Bredouille gebracht. Gravka, das Schlafen in einem Stall, Werwölfe, all das war seine Schuld. Traurig schüttelte er den Kopf.

„Abyss!“, flüsterte er leise. Keine Antwort.
„Abyss!“, wiederholte er. Noch immer nichts. Er duckte sich und betrat das Dunkel. Bei dem Karren raschelte es.
„Abyss, zum Glück, ich dachte schon…“, begann Arian und erschrak, als nicht Abyss hübsches Gesicht, sondern ein riesiger Wolfskopf mit leuchtenden gelben Augen und glitzernden Fangzähnen aus dem Wagen auftauchte. Langsam hob sich der Kopf über die Balken, welche die Ladefläche zu den Seiten abgrenzten. Unter lautem Knurren und Schnüffeln drückte sich der massive Körper des Wesens nach Oben. Er war so schwarz und bösartig, dass selbst die Dunkelheit ihn zu meiden schien und er selbst die Finsternis verkörperte.

Arian trat einen Schritt zurück, während sich der Wolf, der jetzt bereits so groß wie seine Artgenossen war, weiterhin aufrichtete. Schon bald erreichte er fast die doppelte Größe und eine riesige, fast haarlose Klaue legte sich auf die Seitenwand des Karren. Arian schüttelte verneinend den Kopf. Sie war blutverschmiert und Fetzten heller, zarter Haut lugten unter seinen Fingernägeln hervor. In Arians Augen schossen Tränen und Wut packte ihn. Abyss war tot! Sie war tot! Umgebracht von einer solch grausigen, gnadenlosen Kreatur. Zerfleischt in jungen Jahren, nur um als Mitternachtsmahl für eine verdorbene Seele zu enden.

„Neeeeeeiiiiin!“, brüllte Arian von Trauer und Zorn überwältigt, schleuderte den Morgenstern wie schon zuvor in Richtung des riesenhaften Ungetüms, umklammerte das Schwert erneut mit der rechten Hand und stürmte los. Der Morgenstern erreichte sein Ziel nicht, sondern schlug dumpf gegen die Holzwand des Karrens. Der Wolf, jetzt zu seiner zyklopischen Größe und bestehend aus einem Wirrwarr schwarzen Haarwuchses, gelber, irrer Augen und haarloser, grauer Haut heulte auf und streckte sie Arme zur Seite aus, den Kopf im Nacken. Arian machte einen Satz, trat auf eines der Holzräder seines Wagens und sprang ab. Mit all seiner Größe und dem Schwung war er dennoch nur auf Augenhöhe mit dem Tier, als er den höchsten Punkt seines Sprunges erreichte. Diabolische Augen voller befriedigter Mordlust funkelten ihn an, als Arian sein Schwer quer über den Körper des Wolfes zog. Die Klinge schlitze den Oberarm der Bestie auf und unnatürlich dunkles, ja beinahe schwarzes Blut quoll unnatürlich dick heraus. Arians Körper prallte gegen den des Wolfes und beide stolperten zurück. Der Wolf fing sich schneller und wischte Arian mit einem mächtigen Prankenschlag drei Meter zur Seite, wo er gegen einen der morscheren Holzpfähle knallte, der knackend brach. Arian richtete sich schnaufend auf. Der Wolf stand wieder an derselben Stelle, wie vor Arians Angriff. Direkt vor ihm sah Arian blonde, blutgetränkte Haare aus dem schmutzigen Boden und ein halbnackter, aufgerissener Körper, bedeckt mit den Überresten eines zerfetzten Kleides. Abyss nackte Füße, mit denen sie so gerne durchs hohe Gras und über gefallene Nadeln in den Fichtenwäldern ging und die sie so gerne in die kleinen, plätschernden Bächlein gehalten hatte, wären das einzige, was nicht von Blut oder Dreck verkrustet waren. Weiß schimmerten sie in der Dunkelheit, während ihr liebliches Gesicht entweder vom Wolf abgefressen, oder in den Staub getreten worden war.

Erneut erfasste Arian der herzzerreißende Schmerz und er stürmte auf seinen Gegner zu, die Klinge nach Vorne gerichtet. Auch der Wolf stürzte los und beide trafen sich in der Mitte. Die Wucht des Aufpralls riss Arian von den Füßen und er verlor den Schwertgriff aus der Hand. Beide, Wolf und Mensch, prallten in der hintersten Ecke gegeneinander. Arian, dessen Unterleib auf den Schultern des Bestie lag, schlug mit der Kante des Schildes auf den haarigen Kopf ein. Da dies jedoch wenig Wirkung zeigte, schüttelte er ihn von seinem Arm und verpasste dem Wolfsgesicht, das sich nun schnappend nach ihm wand ein paar harte Schläge. Diese schienen dem Werwesen nicht zu gefallen, denn es brüllte wie toll und rief beinahe menschliche Laute aus. Das Gebell klang fast wie Flüche, die der Wolf Arian wünschte.

Das Wesen trat zwei Schritte von der Wand weg, sodass Arians Körper wieder freigegeben war. Doch nun umschloss der mächtige Wolfskörper Arian beinahe wie eine Kuppel und sein hämisch grinsendes Gesicht schaute von Oben herab. Es kam näher, die Zähne tropften vor Speichel und ein seltsam triumphaler Blick lag in des Wolfes Augen.

Doch Arian wollte nicht so sterben! Nicht bevor er Abyss Mörder nicht tot vor ihm liegen sah! Also schlug er dem Wesen erneut mit der Faust aufs Auge und tauchte im nächsten Moment ab, denn eine klauenbewehrte Pranke sauste an ihm vorbei und verwandelte die Holzwand hinter ihm in Spänne. Und da kam Arian die Erleuchtung. Er zückte seinen Dolch, eine lange, gerade Waffe, die er seit dem Krieg gegen Orlais nicht mehr im Kampf verwendet hatte und die er nur aus Gewohnheit noch trug. Behände drehte er die Spitze in der Hand und als der Wolfskopf sich erneut nährte, um Arian auf eine Art und Weise zu enthaupten, wie nur dieser Wolf es könne, da stieß der Krieger dem Biest die Klinge mit aller Kraft, die er hatte in dessen Auge.

Der Wolf jauelte auf, bäumte sich auf und tobte. Wirr und ziellos schlugen seine Krallen in der Luft herum, zerfetzten Holz, gruben Furchen in den Boden, doch Arian wich aus und schob sich zwischen den krummen Beinen der Bestie hindurch. Dort lag sein Schwert, ein paar Schritte entfernt. Mit einem Hechtsprung erreichte er die Klinge, mit einem Sprung zurück war er bei dem noch immer um sich schlagenden Werwolf. Arian drehte die Waffe in den Händen, umfasste sie so fest er konnte und stieß sie dem Ungeheuer in den Nacken. Der Tod war dem Wesen gewiss, selbst wenn dieses ihn wohl ignorieren und Arian unter allen Umständen umbringen wollte. Arian jedoch warf sich nun auf den Rücken des Wolfes und krallte sich in dessen Kehle. Allmählich ließ die Kraft seines Widersachers nach, auch wenn der Wolf Arian zweimal am Bein gepackt und beinahe weggezerrt hätte. Doch letztlich knickte das Monster ein, fiel auf die knie und schaufelte blindlings um sich, in der Hoffnung sein Ableben nicht ganz so erbärmlich aussehen zu lassen. Arian griff nach dem Dolch, der noch immer aus der Augenhöhle ragte und zog ihn heraus. Ein ekelhaftes, schmatzendes Geräusch ertönte, als er neben dem Dolch auch den gelben Augapfel pflückte. Der Wolf war zu schwer verwundet, als sich auch noch um das verlorene blinde Auge zu kümmern. Ein großer Seufzer erklang, beinahe so, als wäre er zufrieden, dass es nun bald vorbei sei. Arian entfernte das schaurige Anhängsel und legte dem Wolf die Klinge an die haarige Kehle.

„Für Abyss!“, flüsterte Arian dem Wolf vergeltend zu.
„Aaaaabyyyss“, brummte die scheußliche Missgestalt. Arian zuckte vor Abscheu und Schockiertheit. Dann zog er den Dolch so kräftig er konnte quer durch den Hals, zerschnitt Fleisch und Sehnen, Luftröhre und Schlagader. Das verbliebene gelbe Auge driftete in die Ewigkeit, während das Blut des Wolfes gurgelnd über dessen Brust lief. Arian atmete durch, dann ließ er den toten Körper fallen, ebenso wie den Dolch.
Er wandte sich um und torkelte zurück zu dem Karren. Er wollte es nicht sehen, er wollte nicht sehen, wie grausig der Körper des einzigen Grundes zugerichtet war, wegen dem er noch lebte und atmete. Vor Abyss totem Körper sank er auf die Knie und schrie auf, gepeinigt vor Schmerz.

Und Abyss… Abyss schrie ebenfalls. Arian erschrak, denn der Schrei kam nicht von dem zerfleischten Haufen Knochen vor ihm sondern aus der entgegenliegenden Ecke des Stalls. Er schaute in die Dunkelheit.
„Abyss?“, fragte er ungläubig.
„Hier!“, flüsterte Abyss Stimme leise. Arian rappelte sich auf und sprintete förmlich zu dem Ort, wo er den Klang ihrer Stimme vernommen hatte.

Aus der Dunkelheit, verborgen unter Stroh und einem ramponierten Futternapf schauten ihn die großen, glasigen Augen von Abyss entgegen. Langsam kroch sie darunter hervor, in der Hand den Pfeil, den der Bogenschütze ausversehen in den Stall befördert hatte.
„Abyss!!!“
Die Erleichterung, die in Arians Stimme lag ist nicht in Worte zu fassen. Tränen der Erleichterung schossen ihm in die Augen und er öffnete die Arme, in welche die kleine Elfe sich sofort warf. Auch sie weinte, wenngleich wohl eher weil er weinte. Er drückte sie und schwor sich, sie nie wieder loszulassen.

Er musste es dennoch tun und so lösten sich die beiden voneinander. Abyss sah ängstlich und verwirrt aus, zudem war ihr himmelblaues Kleid nun von Schmutz bedeckt, sogar noch mehr als üblich.
„Ich wollte dir helfen, Arian!“, sagte Abyss und reckte den Pfeil empor.
„Aber dann wärest du sicherlich wieder sauer gewesen, weil ich nicht versteckt geblieben bin“, entschuldigte sie sich. Arian lächelte und schüttelte sachte den Kopf.
„Ich bin nie sauer auf sich, meine Kleine“, sagte er. Dann deutete er mit dem Kopf Richtung der zerfetzten Leiche.
„Weißt du, wer das ist?“, fragte er. Abyss schüttelte verneinend den Kopf.
„Nein. Sie kam hier hereingerannt und wollte wohl ein Pferd holen oder so, aber der Werwolf war ihr schon gefolgt. Ich hab es gesehen, als sie über den Hof kam. Also habe ich mich hier versteckt. Und dann…“, sie stockte und erschauderte.
„Ich habe die Augen zu gemacht und mir die Ohren zugehalten, aber ich hab es trotzdem gehört…“
Abyss schaute bedrückt drein und umschloss erneut Arian. Sie zitterte. Es war nie leicht und gerade Abyss hat schon mehr Tod gesehen, als es ein Mädchen überhaupt sollte sehen müssen.

„Komm Abyss, wir suchen Claudette und dann verschwinden wir hier!“, sagte er und umschloss ihre kleine Hand mit seiner Pranke.

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Claudette sah noch, dass Arian den Kampf mit den beiden Kerlen aufnahm, als einen Ruf vernahm.
"Komm, du Biest, wenn du dich traust!"
Ein Blick nach links förderte einen bulligen Kerl zu Tage, der eine gute Rüstung trug, dazu ein Langschwert in seiner rechten Hand und eine Peitsche in seiner Linken. Ein Werwolf war dabei, ihn anzugreifen...
Die Peitsche sauste vor, wickelte sich um den Hals der Kreatur und schien sie so zu irritieren, dass die Angriffsbemühungen durcheinander gewirbelt wurden. Das verschaffte dem Mann die nötige Zeit, sein Langschwert gezielt in den Vorderkopf des Werwolfs zu stoßen und diesen zu fällen!
Nicht schlecht! Der Kerl hat Talent für den Kampf! Wäre eine gute Hilfe bei dem, was hier passiert... Verdammt!
Sie sah, wie sich hinter dem Kerl 3 weitere Personen befanden. Zwei klein aussehende und in schlichte Umhänge gehüllte Kinder wohl und ein eine etwas korpulente Person. Die Kinder schienen zu Tode verängstigt und klammerten sich aneinander, während die korpulente Person wohl etwas zu dem Kerl sagte. Diese drehte sich gerade noch rechtzeitig um, um mitanzusehen, wie 3 Werwölfe von umliegenden Dächern oder der Palisade sprangen...
Claudette konnte nicht anders, immerhin waren Kinder in Gefahr!
"Ihr Ausgeburten der Hölle! Wenn ihr Futter sucht, dann probiert es mit mir!"
Dabei lief sie auf den ihr am nächsten gelandeten Werwolf zu. Die Bestie drehte sich ob ihres Ausrufes um und brachte ihre Klauen in Angriffsstellung...
Doch Claudette war zuerst dran! Thunderclap kam im Halbkreis herum und hackte dem wilden Tier eine seiner Pfoten vom Arm! Der Schmerz und das daraus resultierende Jaulen ließen den Werwolf kurz zögern - genug für Claudette, einen zweiten Streich mit ihrem mächtigen Schwert anzubringen! Etwas weiter weg vom Gegner als normal stehend, zog die Spitze ihrer Waffe einen fürchterlichen Schnitt quer über die Brust des Wesens und die Blitze zuckte auf dessen Körper und in den Schnitt hinein. Der Geruch von verbranntem Fleisch füllte sofort die Luft, während die Kreatur mit einem erbarmungswürdigem Winseln in die Knie ging!
"Das ist für den Versuch, dich an Kindern zu laben!"
Sie hackte der geschundenen Bestie seine lange Schnauze vom Kopf, dann trat sie den Leichnam nach hinten in den Dreck. Als sie sich umdrehte, bekam sie einen Klauenschlag gegen ihre linke Seite und nur der Rüstungsschutz verhinderte blutende Wunden! Dennoch stolperte sie einige Schritte zur Seite, fing sich jedoch rechtzeitig, um dem Angreifer zu begegnen: Ein Werwolf, in dessen Körper ungefähr ein Dutzend abgeknickter Pfeile zu stecken schienen! Blut rann aus den Öffnungen in kleinen Rinnsalen, doch schien das der Kreatur nicht im Geringsten etwas auszumachen! Sie setzte der rothaarigen Kriegerin nach und griff weiterhin an, so dass Claudette keine Wahl hatte: Sie drehte sich in den Angreifer, Schwert dabei auf halber Höhe nach vorne stoßend! Die Arme der Kreatur flogen an ihrer Seite vorbei und Claudette's Kopf wandte sich schnell zur Seite, so dass die mit Zähnen bewährte Schnauze ins Leere schnappte. Ihr großer Zweihänder durchstieß die Bestie und kam sofort, begleitet von einem knackenden Geräusch und zuckender Blitze aus dem Rücken des Angreifers hervor! Sie hatte das Rückgrat durchstoßen! Doch das Momentum der Bestie reichte aus, Claudette und die Kreatur zu Boden gehen zu lassen, den Leichnam auf der Kriegerin liegend...
Claudette blieb die Luft weg, als sie hart am Boden aufschlug und die Bestie den Knauf von Thunderclap auf der Wunde an ihrer rechten Seite treffen ließ.
Gnnnghhhh... B-beweg dich! Schell... am Boden bist du leichte Beute!
Doch so schnell füllten sich ihre Lungen noch nicht mit frischer Luft und ihr Körper brauchte einen kleinen Moment den Schmerz zu verkraften...
Plötzlich wurde der Leichnam auf ihr zur Seite gedreht und... eine menschliche Hand reckte sich ihr entgegen! Die Kriegerin packte nach einer Sekunde der Überraschung beherzt zu und ließ sich auf die Beine helfen. Im Stehen sah sie, dass es der bullige Kerl war, Langschwert in einer Scheide an der Seite und die Peitsche zusammengewickelt in der anderen Hand.
"Habt Dank! Wer weis, wie lange das Aufstehen sonst gedauert hätte... gnnnghh!"
Claudette wollte noch mehr sagen, unter anderem fragen, wie der Kampf stand gegen diese Bestien. Doch ein erneuter Schmerz ließ sie die Zähne zusammenbeißen und sie drückte ihre Hand an die rechte Seite ihres Körpers.
Verdammt! Definitiv jetzt gebrochen! Wir werden hier noch sterben, wenn das so weiter geht...
Trotzdem bückte sie sich nach dem Leichnam des Werwolfs und zog ihr Schwert mit der linken Hand heraus. Dann sah sie den Mann an, der die ganze Zeit über stumm geblieben war. Er wirkte bullig, hatte jedoch ein nach geradezu kindlich aussehendes Gesicht. Mit einem ziemlich ausdruckslosen Glanz in seinen Augen...
"Ihr kämpft gut... aber wer seid-"
Doch anstatt, dass der Kämpfer vor ihr antwortete, kam hinter ihm ein korpulent aussehender, untersetzter Mann hervor. Gekleidet in feinen Seidenkleidungsstücken und eine kleinere Peitsche in einer Hand haltend, unterbrach er Claudette.
"Bitte verzeiht meinem guten Leibdiener! Er gehört nicht zur gesprächigen Sorte... Aber wo bleiben meine Manieren!? Ich bin Herr von und zu Wolfherz. Ein Unternehmer sondergleichen! Ich bin euch zutiefst dankbar, dass ihr mich, meinen Leibdiener und meinen Besitz... oder vielmehr, was davon übrig ist, gerettet habt!"
Schleimiger Typ... aber wer kann sich seine Verbündeten in so einer Situation schon aussuchen...
"Ich bin Claudette. Ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie Kinder in Gefahr waren! Wie es scheint, ist das Überleben heute keine einfache Aufgabe... Ich sehe, euer Leibdiener hat den dritten Wolf erwischt? Vielleicht erhöhen sich unsere Chancen, wenn wir zusammen kämpfen..."
Claudette sah sich um, doch im Moment schienen keine dieser Bestien in der Nähe zu sein. Den Schmerz von rechts weitestgehend ausblendend, sprach sie weiter.
"Was hattet ihr hier eigentlich vor?"
"Nun, dass ist schnell erklärt: Ich wollte mein Pferd holen und mich dann absetzen! Denn, ehrlich gesprochen, die Befestigung ist am Ende! Und solange die Werwölfe mit Fressen beschäftigt sind, ist Flucht eine geradezu verlockende Idee, meint ihr nicht auch?"
"Richtig!"
Claudette stimmte ihm zu. Dennoch musste sie eine weitere Frage stellen.
"Nur, was meintet ihr mit Besitz? Ich sehe kein Gepäck oder ähnliches bei euch..."
Der korpulente Mann, der sich Herr von und zu Wolfherz nannte, musste kurz lachen, dann sah er Claudette an und deutete mit der Peitsche in seiner Hand auf die beiden Kinder in den Umhängen.
"Natürlich diese beiden Elfenkinder! Ein Mädchen und ein Knabe! Für so etwas kann man jeden Preis in einem Freudenhaus verlangen! Während die anderen Huren kreischend davon liefen, als die erste der Bestien ins Haus eindrang, haben die Kinder noch viel größere angst vor mir, als vor unseren gefräßigen Angreifern... So, wie es sich auch gehört!"
Ein schüchternes Kopfnicken der beiden kleinen Gestalten in den Umhängen, dann sprach der Kerl weiter.
"Was sagt ihr? Wir könneten gemeinsam fliehen! Zusammen seid ihr und mein Leibdiener, der gute Barrabass ein exzellentes Duo an Kämpfern! Wir können mein Pferd holen und dann sofort verschwinden! Als Dank könnt ihr euch auch einmal mit den Beiden vergnügen, wenn ihr-"
Claudette's rechte Faust kam so schnell heran, dass nicht nur die Nase dieses Schleimers zerbarst, sondern auch noch zwei Zähne des Oberkiefers wegbrachen! Ganze 5 Meter nach hinten segelte er durch die Luft, obwohl man dies bei seiner Leibesfülle nicht vermuten würde!
Sie war erst für einen Augenblick sprachlos ob dieser Eröffnung gewesen! Dann hatte sich eiskalte Wut in ihr angestaut, die sich bei dem Angebot des Kerls in einem ausgezeichnet platziertem Faustschlag entladen hatte!
Doch bevor Claudette nachsetzen konnte, musste sie die Klinge des Leibdieners Barrabass abwehren! Metall traf auf Metall und Claudette wich einige Schritte zurück...
"Barrabass! Töte diese Schlampe, die es gewagt hat, deinen Herrn und Meister zu verletzen!!!"
Der untersetzte Fettwanst schrie diesen Befehl geradezu heraus, doch hielt er sich auch Nase und Mund mit einer Hand, so das es ein überlautes Nuscheln war. Der Diener, der auf den Namen Barrabass hörte, setzte Claudette daraufhin sofort nach. Und zwar mit dem Vorteil der großen Reichweite seiner Peitsche! Noch weit genug auseinander, um ihre Klingen nicht kreuzen zu müssen, flog die Peitsche sausend heran und erwischte Claudette an der linken Seite! Zurück blieb ein sich verfärbender Striemen und ein höllisches Brennen!
Bei Andraste! Ich bin verletzt und mit seiner Peitsche hat er einen immensen Reichweitenvorteil... Also dann... bleibt nur eine Wahl!
Claudette umgriff ihre Waffe mit beiden Händen. Dann machte sie sich bereit und stieß sich mit ihren Füßen ab...
Ein Peitschenhieb stoppte ihren angefangenen Sturmlauf jedoch sofort, denn dieser traf ihre rechte Seite und verpasste ihr höllische Schmerzen dort. Mit zusammengekniffenen Augen tänzelte sie wieder ein paar Schritte zurück und atmete schwer, um ihre Lungen mit dringend benötigtem Sauerstoff zu füllen.
"Seht ihr... Barrabass ist zu gut für euch! Wir hätten gemeinsam fliehen können! Doch jetzt werde ich dabei zusehen, wie mein Leibdiener euch hier zu Grunde richtet!"
Der fette Kerl war wieder auf seinen Beinen, immer noch sein blutverschmiertes Gesicht haltend und dadurch etwas unverständlich redend. Claudette schnaubte verächtlich und entgegnete ihm dann mit all ihrer Wut.
"Freut euch nicht zu früh... wenn ich mit eurem Diener fertig bin, nehme ich euch mit Vergnügen euer Leben, schleimiger Bastard! Dabei werde ich so langsam und grausam wie möglich vorgehen!"
Sofort danach warf sie sich mit einem Brüllen nach vorne. Ihre rechte Flanke deckend nahm sie zwei Peitschenhiebe in Kauf, von denen einer gnädigerweise an ihrem linken Rüstungsarm abprallte, während der andere sie an ihrem Bein traf und auch dort einen brennenden Striemen hinterließ. Dann war sie an Barrabass heran! Dieser riss sein Langschwert nach ob und sie kreuzten zweimal ihre Klingen. Claudette schwang ihren Zweihänder dabei so schnell, wie es andere nicht mit einem Kurzschwert vermocht hätten. Auf diese Entfernung war die Peitsche nutzlos und so klirrte wieder Metall auf Metall, dabei wurden die beiden Kontrahenten von den Blitzen, die Thunderclap aussandte, in ein gespenstisches Licht getaucht. Den dritten Hieb des Dieners wehrte Claudette nach unten ab, so dass die Waffen auf den Boden schlugen, dann stürzte sie mit ihrem linken Arm nach vorne und rammte ihren Gegner mit der gepanzerten Schulter. Barrabass wurde nach hinten geschleudert und landete auf seinem Rücken, beide seiner Waffen dabei verlierend. Claudette war heran und stieß ihr Schwert von oben in die Brust des Anderen... Trotz großer Schmerzen, die ihr Gegenüber haben musste, blieb dieser stumm und blickte sie mit fast kindlichen Augen an. In ihnen vermochte Claudette sogar so etwas wie Dankbarkeit zu erkennen, ehe der Glanz aus ihnen verschwand...
Beim Erbauer! Was-
Ehe sie darüber nachdenken konnte, wickelte sich von hinten eine Peitsche um ihren Hals und zog sich zu! Claudette griff reflexartig an ihren Hals, während ihr die Luft wegblieb und sank dabei auf ihre Knie...
"Schlampe! Barrabass war von Kindheit auf trainiert! Ich werde es genießen, euch ersti-"
Claudette hatte schnell gehandelt, wie es ihre Art war: Der dumme Fettwanst hatte sich darin ergötzt, sie leiden zu lassen und ihr nicht den Gnadenstoß gegeben. So hatte sie beide Arme schließlich an den Strang der Peitsche gehoben und mit ihren Händen zugepackt. Als sie dann daran zog, beförderte es den untersetzten Mann zu sich, in ihre Reichweite...
Die Peitsche immer noch um ihren Hals, ohne den Zug ihres Meisters ihr aber nicht mehr die Luft komplett abschnürend, griff sie den Kerl mit Rechts und hob mit links das Langschwert des Dieners vom Boden auf. Dann rammte sie ihm die Waffe mit der Spitze voran in seine Weichteile! Der Schmerz verhinderte wohl, dass der Kerl laut aufjaulte, was Claudette nur recht war! Ihr vor Wut entstelltes Gesicht dicht vor die Augen des Mannes bringend, begann sie zu sprechen.
"Ich hab euch doch gesagt, nach eurem Diener seid ihr an der Reihe! Langsam und grausam!"
Dann drehte sie das Schwert um um 180 Grad entlang der Längsachse und sah dem Bastard dabei weiterhin in die Augen!
"Das hier wird nicht schnell vorbei sein! Es wird euch kein Vergnügen bereiten!"
Dann stach sie das Schwert mit aller Kraft tiefer in den Körper! Sie sah dem Fettwanst die ganze Zeit über in die Augen dabei, auf dass der diesen Anblick ihres diabolisch dreinschauenden Gesichtes als Letztes, was er lebend sah, mitnehmen würde in die Welt der Toten!
Schließlich sah sie, wie das Leben aus dem Körper wich und sie stieß den Leichnam angeekelt weg. Dann löste sie die Peitsche von ihrem Hals, atmete ein paar mal tief ein und betastete vorsichtig ihre rechte Seite.
Gnngh! Das schmerzt durch den Hieb! Doch keine Zeit... Ich muss weiter...
Sie richtete sich auf und zog dann Thunderclap aus der Leiche des Dieners.
Ob er es als Erlösung empfunden hat, als ich ihn tötete?
Dann drehte sie sich plötzlich um, als sie eine Bewegung hinter sich vernahm. Blitzschnell hob sie Thunderclap und...
Starrte in vier sie verängstigt anschauende Augen, die zu zwei verheult aussehenden Gesichtern gehörten!
Die beiden Elfenkinder!
Claudette bremste sich sofort. Langsam senkte sie ihr Schwert zu Boden, bedacht darauf die Kinder nicht noch mehr zu erschrecken. Hastig deaktivierte sie die Blitzrunen, als sie Tränen in den Augen der Beiden war nahm. dann hockte sie sich hin und versuchte in ihrer Situation so weich wie möglich zu schauen.
"Ssscccchhhhhh... Alles ist gut! Der Kerl kann euch nichts mehr tun..."
Langsam streckte sie ihre rechte Hand aus, den Beiden entgegen. Die Elfenkinder versteiften sich kurz, dann warfen sie sich an die rothaarige Kriegerin und begannen hemmungslos zu weinen. Claudette tätschelte dabei immer wieder liebevoll die Köpfe der Beiden, gleichzeitig sich nach weiteren Gefahren umschauend...
Es ist purer Wahnsinn hier so zu hocken! Aber ich kann die Beiden unmöglich hier lassen! Kein Mensch, der auch nur den Hauch von Anstand hat, könnte das...
Doch wie sollte sie die Beiden hier wegbringen? Sie selbst war verletzt und mit zwei völlig verängstigten Kindern waren sie ein leichtes ziel für alle Angreifer...
Moment! Der Bastard sprach doch von...
Behutsam richtete sie sich auf, während die Kinder sich von ihr lösten und sie mit großen, fragenden Augen anblickten. Claudette versuchte so milde wie möglich auszusehen.
Sie sind irgendwas zwischen 11 und 14 Jahren... aber wenn ich jetzt hektisch werde, bleiben wir hier sitzen!
Sie streckte ihre rechte Hand aus und wartete, dass die Beiden sie ergriffen.
"Kommt, wir gehen fort von hier, ja? Wo es sicher ist. Wo euch keiner etwas tun kann..."
Die Beiden nickten sie stumm an, dann setzte sich der kleine Trupp in Bewegung... Sie kamen langsamer voran, als es Claudette gefiel. Sie ließ die Runen am Schwert vorerst aus, um die Beiden nicht zu erschrecken und sah sich immer wieder um, ob ein Angreifer auftauchen würde. Doch sie blieben Andraste sei Dank auf ihrem Weg unbehelligt! Schließlich stand Claudette dort wo sie hin wollte - im Stall bei einem Pferd! Es war das Pferd, das sie schon einmal begutachtet hatte. Es war kein edles Streitross, dennoch auch kein einfaches Arbeitspferd. Anscheinend hatte noch kein Werwolf sich an dem Pferd versucht, denn es stand friedlich an seinem Platz.
Gut, dass es nicht schläft, sonst hätte es noch länger gedauert!
Claudette führte die beiden Elfenkinder neben das Pferd, wo sie so etwas wie leichtes Interesse zu entwickeln schienen...
Hoffentlich lenkt es sie kurz ab, während ich alles vorbereite...
Sie streichelte kurz die Flanke des Pferdes, was dieses ohne Probleme hinnahm. So wusste Claudette schon mal, dass es kein Pferd mit wildem Charakter sein würde, was für ihr Vorhaben sprach...

Etwa 5 Minuten später kam eine rothaarige Kriegerin auf einem aufgezäumten Pferd aus der einen Richtung des Stalls geritten! Die Aufzäumung war ohne Probleme verlaufen... Die Kinder auf das Pferd zu bekommen, war dagegen schwieriger gewesen! Doch nach einem sehr gutmütigem Zugerede, hatten sich die Beiden auf das Pferd setzen lassen. Dabei hatte sie das Mädchen verkehrt herum vor sich hingesetzt, den Knaben hinter sich. Dabei drückten sich die Kinder so fest sie konnten an Claudette und vergruben ihre Gesichter in ihren Körper.
"Haltet euch gut fest, ihr Zwei! Und schaut nicht hin! Erst wenn ich es sage, könnt ihr wieder eure Augen öffnen!"
Sie behindern mich leicht auf dem Pferd, aber, bei Andraste, so sind wir definitiv mobiler! Jetzt holen wir Arian und Abyss und dann nichts wie weg hier!
Sie wendete das Pferd in Richtung, wo der Karren stehen musste, dabei fest in den Steigbügeln hängend. Die Leine hielt sie mit Links, in ihrer rechten Hand saß Thunderclap, Blitzrunen wieder aktiviert...

Shepard Commander
13.09.2014, 18:51
http://upload.worldofplayers.de/files9/Queens_Blade___Claudette_2_ava.jpg

Claudette sah noch, dass Arian den Kampf mit den beiden Kerlen aufnahm, als einen Ruf vernahm.
"Komm, du Biest, wenn du dich traust!"
Ein Blick nach links förderte einen bulligen Kerl zu Tage, der eine gute Rüstung trug, dazu ein Langschwert in seiner rechten Hand und eine Peitsche in seiner Linken. Ein Werwolf war dabei, ihn anzugreifen...
Die Peitsche sauste vor, wickelte sich um den Hals der Kreatur und schien sie so zu irritieren, dass die Angriffsbemühungen durcheinander gewirbelt wurden. Das verschaffte dem Mann die nötige Zeit, sein Langschwert gezielt in den Vorderkopf des Werwolfs zu stoßen und diesen zu fällen!
Nicht schlecht! Der Kerl hat Talent für den Kampf! Wäre eine gute Hilfe bei dem, was hier passiert... Verdammt!
Sie sah, wie sich hinter dem Kerl 3 weitere Personen befanden. Zwei klein aussehende und in schlichte Umhänge gehüllte Kinder wohl und ein eine etwas korpulente Person. Die Kinder schienen zu Tode verängstigt und klammerten sich aneinander, während die korpulente Person wohl etwas zu dem Kerl sagte. Diese drehte sich gerade noch rechtzeitig um, um mitanzusehen, wie 3 Werwölfe von umliegenden Dächern oder der Palisade sprangen...
Claudette konnte nicht anders, immerhin waren Kinder in Gefahr!
"Ihr Ausgeburten der Hölle! Wenn ihr Futter sucht, dann probiert es mit mir!"
Dabei lief sie auf den ihr am nächsten gelandeten Werwolf zu. Die Bestie drehte sich ob ihres Ausrufes um und brachte ihre Klauen in Angriffsstellung...
Doch Claudette war zuerst dran! Thunderclap kam im Halbkreis herum und hackte dem wilden Tier eine seiner Pfoten vom Arm! Der Schmerz und das daraus resultierende Jaulen ließen den Werwolf kurz zögern - genug für Claudette, einen zweiten Streich mit ihrem mächtigen Schwert anzubringen! Etwas weiter weg vom Gegner als normal stehend, zog die Spitze ihrer Waffe einen fürchterlichen Schnitt quer über die Brust des Wesens und die Blitze zuckte auf dessen Körper und in den Schnitt hinein. Der Geruch von verbranntem Fleisch füllte sofort die Luft, während die Kreatur mit einem erbarmungswürdigem Winseln in die Knie ging!
"Das ist für den Versuch, dich an Kindern zu laben!"
Sie hackte der geschundenen Bestie seine lange Schnauze vom Kopf, dann trat sie den Leichnam nach hinten in den Dreck. Als sie sich umdrehte, bekam sie einen Klauenschlag gegen ihre linke Seite und nur der Rüstungsschutz verhinderte blutende Wunden! Dennoch stolperte sie einige Schritte zur Seite, fing sich jedoch rechtzeitig, um dem Angreifer zu begegnen: Ein Werwolf, in dessen Körper ungefähr ein Dutzend abgeknickter Pfeile zu stecken schienen! Blut rann aus den Öffnungen in kleinen Rinnsalen, doch schien das der Kreatur nicht im Geringsten etwas auszumachen! Sie setzte der rothaarigen Kriegerin nach und griff weiterhin an, so dass Claudette keine Wahl hatte: Sie drehte sich in den Angreifer, Schwert dabei auf halber Höhe nach vorne stoßend! Die Arme der Kreatur flogen an ihrer Seite vorbei und Claudette's Kopf wandte sich schnell zur Seite, so dass die mit Zähnen bewährte Schnauze ins Leere schnappte. Ihr großer Zweihänder durchstieß die Bestie und kam sofort, begleitet von einem knackenden Geräusch und zuckender Blitze aus dem Rücken des Angreifers hervor! Sie hatte das Rückgrat durchstoßen! Doch das Momentum der Bestie reichte aus, Claudette und die Kreatur zu Boden gehen zu lassen, den Leichnam auf der Kriegerin liegend...
Claudette blieb die Luft weg, als sie hart am Boden aufschlug und die Bestie den Knauf von Thunderclap auf der Wunde an ihrer rechten Seite treffen ließ.
Gnnnghhhh... B-beweg dich! Schell... am Boden bist du leichte Beute!
Doch so schnell füllten sich ihre Lungen noch nicht mit frischer Luft und ihr Körper brauchte einen kleinen Moment den Schmerz zu verkraften...
Plötzlich wurde der Leichnam auf ihr zur Seite gedreht und... eine menschliche Hand reckte sich ihr entgegen! Die Kriegerin packte nach einer Sekunde der Überraschung beherzt zu und ließ sich auf die Beine helfen. Im Stehen sah sie, dass es der bullige Kerl war, Langschwert in einer Scheide an der Seite und die Peitsche zusammengewickelt in der anderen Hand.
"Habt Dank! Wer weis, wie lange das Aufstehen sonst gedauert hätte... gnnnghh!"
Claudette wollte noch mehr sagen, unter anderem fragen, wie der Kampf stand gegen diese Bestien. Doch ein erneuter Schmerz ließ sie die Zähne zusammenbeißen und sie drückte ihre Hand an die rechte Seite ihres Körpers.
Verdammt! Definitiv jetzt gebrochen! Wir werden hier noch sterben, wenn das so weiter geht...
Trotzdem bückte sie sich nach dem Leichnam des Werwolfs und zog ihr Schwert mit der linken Hand heraus. Dann sah sie den Mann an, der die ganze Zeit über stumm geblieben war. Er wirkte bullig, hatte jedoch ein nach geradezu kindlich aussehendes Gesicht. Mit einem ziemlich ausdruckslosen Glanz in seinen Augen...
"Ihr kämpft gut... aber wer seid-"
Doch anstatt, dass der Kämpfer vor ihr antwortete, kam hinter ihm ein korpulent aussehender, untersetzter Mann hervor. Gekleidet in feinen Seidenkleidungsstücken und eine kleinere Peitsche in einer Hand haltend, unterbrach er Claudette.
"Bitte verzeiht meinem guten Leibdiener! Er gehört nicht zur gesprächigen Sorte... Aber wo bleiben meine Manieren!? Ich bin Herr von und zu Wolfherz. Ein Unternehmer sondergleichen! Ich bin euch zutiefst dankbar, dass ihr mich, meinen Leibdiener und meinen Besitz... oder vielmehr, was davon übrig ist, gerettet habt!"
Schleimiger Typ... aber wer kann sich seine Verbündeten in so einer Situation schon aussuchen...
"Ich bin Claudette. Ich konnte nicht tatenlos zusehen, wie Kinder in Gefahr waren! Wie es scheint, ist das Überleben heute keine einfache Aufgabe... Ich sehe, euer Leibdiener hat den dritten Wolf erwischt? Vielleicht erhöhen sich unsere Chancen, wenn wir zusammen kämpfen..."
Claudette sah sich um, doch im Moment schienen keine dieser Bestien in der Nähe zu sein. Den Schmerz von rechts weitestgehend ausblendend, sprach sie weiter.
"Was hattet ihr hier eigentlich vor?"
"Nun, dass ist schnell erklärt: Ich wollte mein Pferd holen und mich dann absetzen! Denn, ehrlich gesprochen, die Befestigung ist am Ende! Und solange die Werwölfe mit Fressen beschäftigt sind, ist Flucht eine geradezu verlockende Idee, meint ihr nicht auch?"
"Richtig!"
Claudette stimmte ihm zu. Dennoch musste sie eine weitere Frage stellen.
"Nur, was meintet ihr mit Besitz? Ich sehe kein Gepäck oder ähnliches bei euch..."
Der korpulente Mann, der sich Herr von und zu Wolfherz nannte, musste kurz lachen, dann sah er Claudette an und deutete mit der Peitsche in seiner Hand auf die beiden Kinder in den Umhängen.
"Natürlich diese beiden Elfenkinder! Ein Mädchen und ein Knabe! Für so etwas kann man jeden Preis in einem Freudenhaus verlangen! Während die anderen Huren kreischend davon liefen, als die erste der Bestien ins Haus eindrang, haben die Kinder noch viel größere angst vor mir, als vor unseren gefräßigen Angreifern... So, wie es sich auch gehört!"
Ein schüchternes Kopfnicken der beiden kleinen Gestalten in den Umhängen, dann sprach der Kerl weiter.
"Was sagt ihr? Wir könneten gemeinsam fliehen! Zusammen seid ihr und mein Leibdiener, der gute Barrabass ein exzellentes Duo an Kämpfern! Wir können mein Pferd holen und dann sofort verschwinden! Als Dank könnt ihr euch auch einmal mit den Beiden vergnügen, wenn ihr-"
Claudette's rechte Faust kam so schnell heran, dass nicht nur die Nase dieses Schleimers zerbarst, sondern auch noch zwei Zähne des Oberkiefers wegbrachen! Ganze 5 Meter nach hinten segelte er durch die Luft, obwohl man dies bei seiner Leibesfülle nicht vermuten würde!
Sie war erst für einen Augenblick sprachlos ob dieser Eröffnung gewesen! Dann hatte sich eiskalte Wut in ihr angestaut, die sich bei dem Angebot des Kerls in einem ausgezeichnet platziertem Faustschlag entladen hatte!
Doch bevor Claudette nachsetzen konnte, musste sie die Klinge des Leibdieners Barrabass abwehren! Metall traf auf Metall und Claudette wich einige Schritte zurück...
"Barrabass! Töte diese Schlampe, die es gewagt hat, deinen Herrn und Meister zu verletzen!!!"
Der untersetzte Fettwanst schrie diesen Befehl geradezu heraus, doch hielt er sich auch Nase und Mund mit einer Hand, so das es ein überlautes Nuscheln war. Der Diener, der auf den Namen Barrabass hörte, setzte Claudette daraufhin sofort nach. Und zwar mit dem Vorteil der großen Reichweite seiner Peitsche! Noch weit genug auseinander, um ihre Klingen nicht kreuzen zu müssen, flog die Peitsche sausend heran und erwischte Claudette an der linken Seite! Zurück blieb ein sich verfärbender Striemen und ein höllisches Brennen!
Bei Andraste! Ich bin verletzt und mit seiner Peitsche hat er einen immensen Reichweitenvorteil... Also dann... bleibt nur eine Wahl!
Claudette umgriff ihre Waffe mit beiden Händen. Dann machte sie sich bereit und stieß sich mit ihren Füßen ab...
Ein Peitschenhieb stoppte ihren angefangenen Sturmlauf jedoch sofort, denn dieser traf ihre rechte Seite und verpasste ihr höllische Schmerzen dort. Mit zusammengekniffenen Augen tänzelte sie wieder ein paar Schritte zurück und atmete schwer, um ihre Lungen mit dringend benötigtem Sauerstoff zu füllen.
"Seht ihr... Barrabass ist zu gut für euch! Wir hätten gemeinsam fliehen können! Doch jetzt werde ich dabei zusehen, wie mein Leibdiener euch hier zu Grunde richtet!"
Der fette Kerl war wieder auf seinen Beinen, immer noch sein blutverschmiertes Gesicht haltend und dadurch etwas unverständlich redend. Claudette schnaubte verächtlich und entgegnete ihm dann mit all ihrer Wut.
"Freut euch nicht zu früh... wenn ich mit eurem Diener fertig bin, nehme ich euch mit Vergnügen euer Leben, schleimiger Bastard! Dabei werde ich so langsam und grausam wie möglich vorgehen!"
Sofort danach warf sie sich mit einem Brüllen nach vorne. Ihre rechte Flanke deckend nahm sie zwei Peitschenhiebe in Kauf, von denen einer gnädigerweise an ihrem linken Rüstungsarm abprallte, während der andere sie an ihrem Bein traf und auch dort einen brennenden Striemen hinterließ. Dann war sie an Barrabass heran! Dieser riss sein Langschwert nach ob und sie kreuzten zweimal ihre Klingen. Claudette schwang ihren Zweihänder dabei so schnell, wie es andere nicht mit einem Kurzschwert vermocht hätten. Auf diese Entfernung war die Peitsche nutzlos und so klirrte wieder Metall auf Metall, dabei wurden die beiden Kontrahenten von den Blitzen, die Thunderclap aussandte, in ein gespenstisches Licht getaucht. Den dritten Hieb des Dieners wehrte Claudette nach unten ab, so dass die Waffen auf den Boden schlugen, dann stürzte sie mit ihrem linken Arm nach vorne und rammte ihren Gegner mit der gepanzerten Schulter. Barrabass wurde nach hinten geschleudert und landete auf seinem Rücken, beide seiner Waffen dabei verlierend. Claudette war heran und stieß ihr Schwert von oben in die Brust des Anderen... Trotz großer Schmerzen, die ihr Gegenüber haben musste, blieb dieser stumm und blickte sie mit fast kindlichen Augen an. In ihnen vermochte Claudette sogar so etwas wie Dankbarkeit zu erkennen, ehe der Glanz aus ihnen verschwand...
Beim Erbauer! Was-
Ehe sie darüber nachdenken konnte, wickelte sich von hinten eine Peitsche um ihren Hals und zog sich zu! Claudette griff reflexartig an ihren Hals, während ihr die Luft wegblieb und sank dabei auf ihre Knie...
"Schlampe! Barrabass war von Kindheit auf trainiert! Ich werde es genießen, euch ersti-"
Claudette hatte schnell gehandelt, wie es ihre Art war: Der dumme Fettwanst hatte sich darin ergötzt, sie leiden zu lassen und ihr nicht den Gnadenstoß gegeben. So hatte sie beide Arme schließlich an den Strang der Peitsche gehoben und mit ihren Händen zugepackt. Als sie dann daran zog, beförderte es den untersetzten Mann zu sich, in ihre Reichweite...
Die Peitsche immer noch um ihren Hals, ohne den Zug ihres Meisters ihr aber nicht mehr die Luft komplett abschnürend, griff sie den Kerl mit Rechts und hob mit links das Langschwert des Dieners vom Boden auf. Dann rammte sie ihm die Waffe mit der Spitze voran in seine Weichteile! Der Schmerz verhinderte wohl, dass der Kerl laut aufjaulte, was Claudette nur recht war! Ihr vor Wut entstelltes Gesicht dicht vor die Augen des Mannes bringend, begann sie zu sprechen.
"Ich hab euch doch gesagt, nach eurem Diener seid ihr an der Reihe! Langsam und grausam!"
Dann drehte sie das Schwert um um 180 Grad entlang der Längsachse und sah dem Bastard dabei weiterhin in die Augen!
"Das hier wird nicht schnell vorbei sein! Es wird euch kein Vergnügen bereiten!"
Dann stach sie das Schwert mit aller Kraft tiefer in den Körper! Sie sah dem Fettwanst die ganze Zeit über in die Augen dabei, auf dass der diesen Anblick ihres diabolisch dreinschauenden Gesichtes als Letztes, was er lebend sah, mitnehmen würde in die Welt der Toten!
Schließlich sah sie, wie das Leben aus dem Körper wich und sie stieß den Leichnam angeekelt weg. Dann löste sie die Peitsche von ihrem Hals, atmete ein paar mal tief ein und betastete vorsichtig ihre rechte Seite.
Gnngh! Das schmerzt durch den Hieb! Doch keine Zeit... Ich muss weiter...
Sie richtete sich auf und zog dann Thunderclap aus der Leiche des Dieners.
Ob er es als Erlösung empfunden hat, als ich ihn tötete?
Dann drehte sie sich plötzlich um, als sie eine Bewegung hinter sich vernahm. Blitzschnell hob sie Thunderclap und...
Starrte in vier sie verängstigt anschauende Augen, die zu zwei verheult aussehenden Gesichtern gehörten!
Die beiden Elfenkinder!
Claudette bremste sich sofort. Langsam senkte sie ihr Schwert zu Boden, bedacht darauf die Kinder nicht noch mehr zu erschrecken. Hastig deaktivierte sie die Blitzrunen, als sie Tränen in den Augen der Beiden war nahm. dann hockte sie sich hin und versuchte in ihrer Situation so weich wie möglich zu schauen.
"Ssscccchhhhhh... Alles ist gut! Der Kerl kann euch nichts mehr tun..."
Langsam streckte sie ihre rechte Hand aus, den Beiden entgegen. Die Elfenkinder versteiften sich kurz, dann warfen sie sich an die rothaarige Kriegerin und begannen hemmungslos zu weinen. Claudette tätschelte dabei immer wieder liebevoll die Köpfe der Beiden, gleichzeitig sich nach weiteren Gefahren umschauend...
Es ist purer Wahnsinn hier so zu hocken! Aber ich kann die Beiden unmöglich hier lassen! Kein Mensch, der auch nur den Hauch von Anstand hat, könnte das...
Doch wie sollte sie die Beiden hier wegbringen? Sie selbst war verletzt und mit zwei völlig verängstigten Kindern waren sie ein leichtes ziel für alle Angreifer...
Moment! Der Bastard sprach doch von...
Behutsam richtete sie sich auf, während die Kinder sich von ihr lösten und sie mit großen, fragenden Augen anblickten. Claudette versuchte so milde wie möglich auszusehen.
Sie sind irgendwas zwischen 11 und 14 Jahren... aber wenn ich jetzt hektisch werde, bleiben wir hier sitzen!
Sie streckte ihre rechte Hand aus und wartete, dass die Beiden sie ergriffen.
"Kommt, wir gehen fort von hier, ja? Wo es sicher ist. Wo euch keiner etwas tun kann..."
Die Beiden nickten sie stumm an, dann setzte sich der kleine Trupp in Bewegung... Sie kamen langsamer voran, als es Claudette gefiel. Sie ließ die Runen am Schwert vorerst aus, um die Beiden nicht zu erschrecken und sah sich immer wieder um, ob ein Angreifer auftauchen würde. Doch sie blieben Andraste sei Dank auf ihrem Weg unbehelligt! Schließlich stand Claudette dort wo sie hin wollte - im Stall bei einem Pferd! Es war das Pferd, das sie schon einmal begutachtet hatte. Es war kein edles Streitross, dennoch auch kein einfaches Arbeitspferd. Anscheinend hatte noch kein Werwolf sich an dem Pferd versucht, denn es stand friedlich an seinem Platz.
Gut, dass es nicht schläft, sonst hätte es noch länger gedauert!
Claudette führte die beiden Elfenkinder neben das Pferd, wo sie so etwas wie leichtes Interesse zu entwickeln schienen...
Hoffentlich lenkt es sie kurz ab, während ich alles vorbereite...
Sie streichelte kurz die Flanke des Pferdes, was dieses ohne Probleme hinnahm. So wusste Claudette schon mal, dass es kein Pferd mit wildem Charakter sein würde, was für ihr Vorhaben sprach...

Etwa 5 Minuten später kam eine rothaarige Kriegerin auf einem aufgezäumten Pferd aus der einen Richtung des Stalls geritten! Die Aufzäumung war ohne Probleme verlaufen... Die Kinder auf das Pferd zu bekommen, war dagegen schwieriger gewesen! Doch nach e