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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Funktion von Kapitelüberschriften!?



Beram
19.06.2006, 21:36
Die Funktion von Kapiteln ist ja ziemlich klar.
Zitat von Wikipedia:
"Kapitel teilen den Text in Abschnitte auf. Sie verhelfen dabei dem Leser zu einer besseren Übersicht über das geschriebene Wort. Für gewöhnlich ist ein Kapitel für ein Thema bzw. einen Erzählstrang zuständig."
Also eine Einteilung in Sinn- und Zeitabschnitte zur besseren Gliederung.

Doch was bewirken die Überschriften? Meist weis ich schon nach dem Umschlagen der ersten Seite eines Kapitels nicht mehr den Namen von eben diesem. Nur wenn man ein Buch zum zweiten Mal liest, kann man sich vielleicht aufgrund der Überschrift an den Inhalt des nun folgenden Kapitels erinnern. Manche Autoren benutzen ja auch gar keine Überschriften, nummerieren die Kapitel einfach nur durch.
Hat die Überschrift eines Kapitels in einem Roman also überhaupt einen Sinn?

Gorn mit der Axt
19.06.2006, 21:50
Manche benutzen sie eben als Gedaknenstütze, damit der Leser vll beim zweiten Lesen an die Ereignisse zurückdenkt, aber das dürften wohl nur die wenigsten im sinn haben.
Die meisten denken wohl daran, was die Kapitelüberschrift für vorahnungen beim Leser auslöst. Eine Überschrift sol obskure Vermutungen auslösen, der Leser soll schon beim oder am besten noch vor dem lesen darüber nachdenken, was als nächstes geschieht. am besten ist es dabei natürlich, wenn man mit diesen gedankengängen teilweise danebenliegt, dann ist der leser vollkommen überrrascht, kann sich aber hgleichzeitig im nachhinein sagen:
Hab ich's doch gewusst!

Vespasian
24.06.2006, 13:26
Ich für meine Person, mag Kapitelüberschriften nicht so besonders, ich finde eine aufteilung in Kapitel gut, ist aber besswer wenn diese nur mit Zahlen versehen sind

mfg Vesp

Ankou
25.06.2006, 12:09
Ich für meine Person, mag Kapitelüberschriften nicht so besonders, ich finde eine aufteilung in Kapitel gut, ist aber besswer wenn diese nur mit Zahlen versehen sind

mfg Vesp
Und warum?

Re'on
25.06.2006, 15:11
Mir persönlich ist es eigentlich relativ egal- den Namen einer Überschrift hab ich in dem Moment vergessen wo ich ihn gelesen habe und Zahlen stören mich auch nicht wirklich.
Teilweise finde ich es einfach am besten wenn man nur einen Punkt oder einen * hinmacht, denn irgendwie finde ich es lächlerlich wenn es so ein 2-3 Seiten Kapitel gibt und dann gibt man dem auch noch eine Zahl, also man zählt es praktisch, da finde ich Titel besser oder man benennt solche Kurzen Abschnitte einfach Intermezzo etc.

Vespasian
25.06.2006, 21:13
Und warum?
Keine Ahnung. Vielleicht weil sie mir manchmal einfach zu viel verraten? Ich weiß es nicht.

shadowmirror
03.07.2006, 07:37
Ich finde Kapitelüberschriften praktisch.
Ohne diese kann ich mich nicht von einem Buch losreißen.
Gibs dagegen Überschriften kann ich mir leichter selber Limits setzen und mir auch merken wo ich war.

Mog
05.07.2006, 04:49
Als Fachbaka denke ich da vll in eine etwas andere Richtung:

Wenn ich meinen Tanenbaum vor den AUgen habe, moechte ich das natuerlich auch als Nachschlagewerk nuetzen koennen. Wenn ich etwas ueber Paging wissen will, dann mag ich einfach schnell im Inhaltsvertzeichnis schauen wo "Paging" steht, und die Seite aufschlagen. Es ist einfach eine perfekte Strukturierung.


Bei Buechern die Geschichten eraehlen finde ich Textueberschriften auch nett. Ich lese am liebsten Buecher, in denen sich der Charakter veraendert; in denen das auch im Mittelpunkt steht. (Augen des ewigen Bruders, siddhartha, ...) In solchen Buechern mag ich es auch, wenn die Lehre des Lebens sozusagen in Schritten aufgeteilt sind. Es ist einfach ein interessantes Gefuehl, wenn man schon durch ein Schlagwort das Gefuehl hat, mein Hauptcharakter ist wieder eine stufe Hoeher; mehr Erkentniss. Am schoensten ist es natuerlich, wenn diese Erkentniss dann noch auf den letzten Seiten als weiterer Fehlschritt entpuppt wird, nachdem man glaubt das Ultimum wurde schon erreicht; wenn kein Fehler mehr in der Theorie findbar ist und trotzdem ist man noch nciht am Ende.

Steffomat
03.08.2006, 17:41
soll dem leser eine genauere vorstellung für das kommende geben


bei besonders verwirrenden kapitelüberschriften z.B. soll es auch die spannung heben

LorD AvengeR
07.08.2006, 16:39
Bis jetzt haben Kapitelüberschriften mir nur dabei geholfen, bestimmte Textstellen wiederzufinden, nachdem ich das Buch bereits gelesen habe.
Ich tendiere zu schlichten "Kapitel 1" uws. , da die Überschriften manchmal schon mehr verraten, als sie sollten.

Drakemirow
16.08.2006, 01:48
Und warum?

Ich merk mir die Kapitelzahlen ebend besser als die Seitenzahl. Klar ich find auch so ne Textstelle wieder, aber beim Durchblättern (Seitenzahl vergess ich immer) seh ich.. "ah war letztens bei Kapitel 45.. und ich habe gerade 12 aufgeschlagen" Verständlicherweise muss ich noch ein wenig blättern.

Kapitelüberschriften im wörtlichen mag ich gar nicht. Sie verraten manchmal schon so einige Sachen oder lassen einen zum philosphieren verleiten.

Ankou
17.08.2006, 12:24
Ich bin ja eher der Mensch, dem es eigentlich völlig gleich ist, wie das mit den Kapitelüberschriften aussieht - meistens passt es dann einfach zum Buch.
In einigen meiner Lieblingsbücher gibt es allerdings so richtig tolle Überschriften.
Da steht dann einfach Kapitel 3, aber darunter stehen recht klein geschrieben, einige Hinweise darauf, was im Kapitel noch vorkommt. Da muss man ganz schön um die Ecke denken, um auf Anhieb herauszufinden, worum es sich da handelt. Ich quieke immer leise, wenn ich dann beim Lesen herausfinde, was mit den kleinen Andeutungen gemeint war. ^__^

YoTcA
17.08.2006, 17:02
xD
Also ich mag Überschriften im allgeimenen sehr. Solang sie Hintergrund haben und nicht einfach nur die Handlung des Kapitels in wenigen Worten zusammen fassen.
Grad les ich ein Buch, da merkt man dann meist auf der letzten Seite des Kapitels, was die Überschrift zu bedeuten hatte. Ist ein unglaubliches erlebnis, wenn man am anfang denkt, was zur Hölle hat das jetzt mit der Geschichte zu tun, oder, was soll das sein, und man dann am Ende des Kapitels mekrt, dass man gerade das in der Überschrift beschriebene ließt.

Oree
09.09.2006, 01:28
Ich bin ja eher der Mensch, dem es eigentlich völlig gleich ist, wie das mit den Kapitelüberschriften aussieht - meistens passt es dann einfach zum Buch.
In einigen meiner Lieblingsbücher gibt es allerdings so richtig tolle Überschriften.
Da steht dann einfach Kapitel 3, aber darunter stehen recht klein geschrieben, einige Hinweise darauf, was im Kapitel noch vorkommt. Da muss man ganz schön um die Ecke denken, um auf Anhieb herauszufinden, worum es sich da handelt. Ich quieke immer leise, wenn ich dann beim Lesen herausfinde, was mit den kleinen Andeutungen gemeint war. ^__^

Hast Du den Dune-Zyklus von Frank Herbert oder Teile davon gelesen? Würde mich interessieren, wie oft Du insgesamt gequiekt hast. ;)

Khurad
09.09.2006, 19:48
Da steht dann einfach Kapitel 3, aber darunter stehen recht klein geschrieben, einige Hinweise darauf, was im Kapitel noch vorkommt. Da muss man ganz schön um die Ecke denken, um auf Anhieb herauszufinden, worum es sich da handelt.

Das war bei "Terry Pratchett - Ab die Post" auch und das fand ich echt total witzig : D
Aber ehrlich gesagt, mag ich Kapitel-Überschriften net. Ich lass mich lieber beim Lesen überraschen was passiert.
Außerdem sind so Überschriften wie "Verrat" oder ähnliches, einfach nur lästig, weil man dann hinter jeder Situation, die da vorkommt, auf irgendwas wartet, das eben zum "Verrat" führt. Selbst beim vorher genannten Terry Pratchett - Buch hab ich diese Hinweise erst nachher gelesen. Die sind nämlich echt lustig.^^

John Irenicus
16.10.2006, 18:34
Ich mag Kapitelüberschriften sehr gerne.
Sie wecken Erwartungen, wie gesagt, und man fängt sofort an zu überlegen, was damit gemeint sein könnte, und denkt sich nochmal durch die ganze Geschichte durch, um etwas zu finden, auf das sich die Überschrift beziehen könnte.
Umso besser sind da mehrdeutige Überschriften, die falsche Erwartungen wecken.

B-Bär
16.10.2006, 18:49
Also wenn ihr mich fragt das ist eigentlich überflüssig denndie Überschriften schmücken 1/5 der Seite und die braucht man nicht bei mir in dem Buch das ich jetzt lese steht
Der Alptraum Da denkt man och ja da kommt bestimmt ein Alptraum drin vor und was passiert da werden welche abgemetzelt!Also von sofern bevorzuge ich lieber die römischen Zahlen von 1 bis 15 !Aber jeder wie er meint!!!!

John Irenicus
16.10.2006, 20:18
Also, wenn ich an einen Albtraum denke, denke ich nicht sofort an Leute die abgemetzelt werden - eher an surreale Sachen und sowas.

Klar kann so eine Überschrift auch mal "enttäuschen" , wie in dem Falle - aber es ist ja auch nur ein kleines "Gimmick" .

Vor allem muss bei so einer Kapitelüberschrift ja nicht mal ein Albtraum drin vorkommen, es reicht doch auch, wenn das Kapitel mit "Das ist ja der reinste Albtraum" als Satz aufwarten kann, und schon ist die Handlung beschrieben, da sie ja von einem Charakter, im Idealfall dem Protagonisten, an dieser Stelle als Albtraum beschrieben und wahrgenommen wird. So wie in diesem Falle, so kann ein Gemetzel ja eben als Albtraum angesehen werden.

Stellenweise wirken diese "sterilen" Nummerierungen einfach nur lieblos, finde ich.

Aber jeder wie er mag ;)