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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Theater: Rettet die Prinzessin



Emerahl
09.09.2012, 21:52
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Es ist das Jahr 9.45 des Drachenzeitalters und fast auf den Tag genau 15 Jahre her, seit die letzte Verderbnis erfolgreich niedergeschlagen und der Erzdämon besiegt wurde. Die zerstörten Städte sind wieder aufgebaut, nichts erinnert mehr an den Krieg. Denerim sieht noch prächtiger aus als vorher. Das Gesindeviertel, wie es einst war, gibt es nicht mehr. Zumindest nicht mehr nur für die Elfen. Inzwischen hausen hier alle, die vom Glück nicht so beschieden sind.

In der Stadt herrscht Feierstimmung, denn im Jahre 9.31 wurde der Tag von dem Königspaar Anora und Hayden Cousland als Feiertag ausgerufen, um dem Tage zu gedenken, als Alistair, der letzte Sohn des ehrwürdigen König Marics sein Leben gab, indem er den Erzdämon erschlug.

Aus ganz Ferelden kamen die Menschen angereist, um gemeinsam mit dem Herrscherpaar den Tag zu begehen. Die Stadt selbst ist schon überfüllt, es werden kaum noch Reisende herein gelassen. So haben die Menschen, Elfen und Zwerge vor der Stadt ihre Lager aufgeschlagen.

Doch das gilt natürlich nicht für die Delegation aus Orzammar, den Dalish und der Ersten Verzauberin des Zirkels. Sie sind natürlich im Palast untergebracht, wobei Hüterin Lanaya dankbar abgelehnt hat. Sie möchte lieber die Zeit im Gesindeviertel bei den Stadtelfen verbleiben.

Nun sind sie allerdings alle zu einem Dinner geladen – jeder hat nur seinen engsten Berater bei sich, so dass die Anderen einen freien Abend haben, den sie nutzen können, wie sie möchten.

Annalena
11.09.2012, 10:27
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Lenya hatte genug von der Schemlen-Stadt. Glücklicherweise hatte sie in der Nähe von Denerim ein kleines Wäldchen mit einem Fluss gefunden. Dort war auch ihr Wolf, Fenris. Die Hüterin bestand darauf, dass er nicht in die Nähe der Stadt kommen darf. Sie freute sich darauf bald ein Bad zu nehmen und den Gestank der Schemlen-Stadt von sich zu waschen. Wie jemand diesen Schmutz und Gestank aushalten kann war ihr unverständlich. Und anstatt draußen bei den anderen Dalish zu kampieren, bestand die Hüterin darauf in dem Viertel der Flachohren zu übernachten. Lenya rümpfte die Nase. Die Flachohren lebten nicht nur unter den widrigsten Bedingungen, die sie je gesehen hatte, sondern mussten ihr Gebiet nun auch noch mit Schemlen teilen.

Als wäre der Gestank noch nicht genug, musste sie auch die Idiotie der Schemlen ertragen. Ein Schem bot ihr 5 Silberlinge für Sex. Ihre Augen funkeln wütend als sie nur daran dachte. Wie konnte es dieser Schem wagen sie für eine Flachohr-Hure zu halten. Allerdings musste er nur ein paar Sekunden später bezahlen, mit einem Faustschlag ins Gesicht und einen Tritt in seine Weichteile. Ihr Ärger verflog ein wenig, als sie sein verdutztes Gesicht vor sich sah. Sie wollte ihn gerade kastrieren, als die Hüterin sie stoppte. Lenya seufzte leise. Sie schmollte ein wenig, weil ihr der Spaß genommen wurde, den Schem zu bestrafen. Später erfuhr sie, dass dieser Schem zu den Stadtwächtern gehörte. Die Stadtwache waren eine Art Soldaten, die die Bevölkerung der Stadt beschützen. So hatte es jedenfalls die Hüterin erklärt. Schem-Soldaten! Wirklich nicht überraschend, wie „ernst“ diese den Schutz der Stadt nehmen.

Dann waren da noch die merkwürden Shem-Frauen, die das Wort des Menschengottes verbreiteten. Shem-Priesterinnen. Eine dieser Frauen belehrte sie wie falsch die Schöpfer waren und das nur der Menschengott echt ist. Lenya zog eine Grimasse. Anfangs hatte sie amüsiert diesem Geplapper zugehört. Dann sagte sie, dass der Menschengott ihr völlig egal ist. Das erboste die Shem-Priesterin und sie gab ihr den Segen des Erbauers, um ihre Seele zu reinigen. Das machte Lenya wütend und sie sagte der Shem-Priesterin, dass sie ihren Segen dorthin stecken kann, woraus auch der Menschengott sein Geschäft verrichtet. Sie hatte noch nie erlebt, dass ein Kopf so rot werden konnte. Lenya dachte der Kopf der Schem-Priesterin platzt gleich. Sie kicherte als sie daran dachte. Lenya hoffte, dass die Hüterin nichts davon erfuhr. Das würde nur wieder in einer Strafpredigt enden.

Sie war in der Nähe der Stadttore und mehr als nur ein wenig irritiert. Diese vielen Schems nervten sie nur durch deren bloße Anwesenheit. Sie würde später zurückkehren und hoffte, dass der Trubel nachgelassen hat. Dann konnte sie dem Grauen Wächter Alistair endlich ihren Respekt zollen. Er war der einzige Mensch, den sie respektieren konnte. Schließlich hatte er ihrem Clan geholfen und die Verderbnis beendet. Lenya wollte seinen Gedenkplatz aber erst besuchen, wenn dort keine Schems rumlungerten. Sie hatte kein Bedürfnis mehr Zeit als nötig in der Gegenwart der Schemlen zu verbringen. Um die Hüterin musste sie sich nicht viele Sorgen machen, da diese den Abend im Palast des Schem-Königs verbrachte. Sie war zwar nur in Begleitung ihrer Ersten dort, aber der Schem-König würde bestimmt nicht zulassen, dass ihr etwas passiert. Das hoffte sie zumindest.

Jhonson
14.09.2012, 16:08
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Coltain versuchte als Stadtwache möglichst unauffällig zu bleiben und sich von den verschiedenen Gruppierungen innerhalb der Wache fernzuhalten. Er fühlte sich weder zu den bestechlichen, den Schlägern, den Idealisten oder den Karrieristen hingezogen.

Das kommende Fest war natürlich ein schlechter Zeitpunkt um sich aus allem herauszuhalten. Überhaupt schien es ein Fest für die Reichen und Mächtigen zu sein und natürlich eins für alles Gesindel aus ganz Thedas: Taschendiebe, Betrüger, Herumtreiber, Erpresser. Denerim war überfüllt mit ihnen.

Für eine Stadtwache bedeute das erhöhte Wachbereitschaft und kaum noch Ruhezeiten. Die Wache war völlig überlastet. Coltain war jetzt schon genervt, noch vor einem Jahr hätte er hier mitfeiern können, aber jetzt durfte er durch die Seitengassen marschieren und sich mit Taschendieben und Händlern herumärgern.

Seine Mittagspause verbrachte er in einer kleinen Taverne in einem ruhigeren Viertel von Denerim. Nach einem gutes Essen und einem Flirt mit Caprice, der hübsche Bedienung, machte er sich wieder auf den Weg um seine Patrouille fortzusetzen.

Vanik
14.09.2012, 20:57
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Die grelle Sonne räkelte sich gerade ihrem mittäglichen Höchststand entgegen, als Garvin die sanfte, schattige Stille der Kutsche verließ, mit welcher er angereist war. Er blinzelte zunächst die Lichtflecken aus seinem Gesichtsfeld und versuchte, sich zu orientieren. Die rege Geschäftigkeit, die die Vorbereitungen eines Festes stets definiert, war ihm aus seinen Kindheitstagen in Redcliffe bekannt. Der Vergleich zwischen diesen, durch kindliche Naivität verklärten Bildern, und dem was sich seinem gesamten Wahrnehmungsspektrum hier erschloss, mutete jedoch an wie ein Duell zwischen einem blinden Greis und einem Schwertmeister. Alleine die Gerüche, die sich ihm hier darboten, stellten in ihrer überwältigenden Intensität sogar jene in den Schatten, die in der Alchimistenküche des Zirkels in der Luft hingen, nachdem ungeschickte, neue Schüler ihre ersten praktischen Übungen hinter sich gebracht hatten. Schweiß, der Duft fremdländischer Gewürze, Tabakrauch, der eher beißende Rauch von Kohlefeuern, auf denen später gegrillt würde, diverse Duftwässerchen und weniger angenehm riechende Einreibemittel ergaben ein olfaktorisches Panorama, das seinesgleichen suchte … es würde lange suchen müssen.

Der junge Magier war schlichtweg überwältigt. Er hatte sogar schon einige Elfen – er war fast bereit zu wetten, dass echte, wilde Dalish dabei gewesen waren – und Zwerge gesehen. Hier in Denerim war einfach alles größer, lauter und beeindruckender als in Redcliffe oder gar dem Zirkel. Welche Möglichkeiten würden sich hier wohl einem Magier bieten, der bereit war, die freie Welt zu erkunden und sie mit seiner Macht zu konfrontieren? Gerade als er diesem Gedanken nachhing, rannte er fast einen Wächter um, der mit aufmerksamen Blicken das Geschehen verfolgte. Als er die Rüstung erblickte, spürte er ein leichtes Ziehen in der Bauchgegend – etwa wie jenes Ziehen, das man verspürt, wenn einem nach einer mehrstündigen Reise einfällt, dass man zu Hause vergessen hatte, das Feuer zu löschen. Der Vergleich war gar nicht so abwegig, denn die Frage, die so hintersinnig seine Courage in Frage stellte, lautete:
Wie würden die Templer auf ihn reagieren?

Garvin beschloss, die Aufbauarbeiten,die schillernden Persönlichkeiten und auch die einfachen Fereldener, für die dieses Treiben nichts besonderes zu sein schien, vom Rand des Geschehens aus zu beobachten. Von einer randwärtigen Position aus konnte er all dies in Ruhe auf sich wirken lassen und würde er nicht so sehr auffallen, dachte er.
Woher hätte er als Magier auch wissen sollen, dass einzelne Personen am Rand viel auffälliger waren als jene, die sich ins Getümmel stürzten?

Gleichgewicht
17.09.2012, 00:54
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Denerim war ein seltsamer Ort. Diese große Stadt unter dem, was die Menschen „Himmel“ nannten. Goren fehlte der Schutz des Steins an diesem Ort. Immer wieder musste er sich an einem der Häuser abstützen und für einige Zeit innehalten. Außerdem war da noch die dumme Versuchung, hinauf zu diesem Blau zu starren, wodurch ihm sofort schwindelig wurde. So hatte der Zwerg sich das nicht vorgestellt. Anfangs war er noch erfreut gewesen, auserwählt worden zu sein, König Behlen an die Oberfläche zu begleiten, doch das hatte sich schon in den ersten Tagen hier geändert. Wie konnten die Oberflächenzwerge hier nur leben? Warum grub man nicht einfach einen unterirdischen Tunnel bis zu der Stadt? Aber ihr neuer König wollte ja unbedingt die alten Traditionen lockern, wenn man dem Getratsche glauben durfte.

Heute hatte Goren sich nach draußen gewagt. Im Königspalast gab es ein Festmahl und er hatte einen Abend frei. Ob es wohl ein Gelage wie bei Festlichkeiten der Zwerge werden würde? Wie nach einer gewonnenen Schlacht, mit viel Bier und Weibern? Das konnte er sich nicht vorstellen. Und er musste es auch nicht, er musste nur den Tag hinter sich bringen.

Horden von Händlern schienen zu den Festlichkeiten angereist zu sein. Darunter auch einige Zwerge. Im Markviertel besah Goren sich einige Waffen und Rüstungen. Dünne Elfenschwerter und Bihänder aus Menschenschmieden. Wenn er von den Gepflogenheiten der Oberflächler auch wenig Ahnung hatte, von Waffen hatte er Ahnung. Und sowohl Elfen als auch Menschen hatten der Qualität des Warenangebotes nach zu urteilen Ahnung davon. Wenn auch nicht so viel wie die Zwerge selbstverständlich. Rüstungen bewunderte er ebenso und vergaß dabei die unangenehme Freie um sich herum. Das allgegenwärtige Licht, angeblich ein großer Zauber dieses Erbauers, war zu seiner Erleichterung nun verblasst und würde bald erlischen. Der Gott der Menschen hatte scheinbar keine Macht, diesen Zauber immer aufrecht zu erhalten. Ihm sollte es recht sein. So schlenderte Goren über den Markt, blieb hier und da stehen und überlegte sich, ob er nicht vielleicht ein Souvenir kaufen sollte, um es seinen Kampfbrüdern in Orzammer zu zeigen. Ein kleiner Dolch der Spitzohren würde nicht allzu viel kosten.

Emerahl
18.09.2012, 09:36
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Ser Cauthrien, ehemals die engste Vertraute Loghain Mac Tirs und nun Captain der Leibwache der Queen, kommt höchst persönlich zum Gebäude der Stadtwache. Coltain, der gerade eine zehnminütige Pause einlegt, ist als Einziger im Raum.

„He, Ihr da! Seid Ihr der Einzige momentan hier?“ wendet sich Ser Cauthrien an Coltain. Als dieser nickt, fährt sie fort: „Dann tragt Ihr nun die Sorge, dass sofort alle Tore geschlossen werden! Es darf niemand mehr hinein oder die Stadt verlassen! Sollte es doch Jemandem gelingen, ziehe ich Euch zur Verantwortung!“ Ser Cauthrien mustert Coltain kalt, lässt ihm aber keine Zeit für eine Antwort, sondern fährt mit ihren Ausführungen fort. „Ausserdem werdet Ihr dafür sorgen, dass sich alle – und ich meine wirklich ALLE – auf dem Marktplatz einfinden. Ich habe eine Ankündigung zu machen, die das gesamte Volk hören soll.“

Ser Cauthrien wartet auf die Antwort Coltains, bevor sie dann das Gebäude mit den Worten: „Und bringt mir den Mann, der da so verdächtig am Rande steht. Nehmt ihn fest, ich will ihn verhören.“ verlässt.

Jhonson
21.09.2012, 13:32
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„… habe eine Ankündigung zu machen, die das gesamte Volk hören soll.“ Was für ein arrogantes Miststück! Coltain strahlte die Frau an und nichts von seinen wahren Gedanken zeigte sich auf seinem Gesicht. Er salutierte und machte sich daran die Befehle auszuführen, verließ die Stadtwache und war wieder im üblichen Chaos von Denerim.

Schnellen Schrittes begab er sich zu den Toren und überbrachte den diensthabenden Stadtwächtern die Befehle von Cauthrien. „Nicht mein Problem“ schmetterte er die Widerworte ab und verwies auf die Befehle des alten Drachens. Nachdem dies erledigt war wendete er sich seinem eigentlichen Problem zu, dem Mann der sich am Rand herumdrückte.

Kurz besprach er sich mit den Torwächtern und einer von ihnen griff nach seiner Armbrust um ihm notfalls Rückendeckung zu geben und zwei weitere näherte sich in einem weiten Bogen dem Mann von hinten und der Seite. Der sah doch ganz harmlos aus, dachte er bei sich und fragte sich ernsthaft was die Cauthrien von dem wohl wollte. Aber egal, Befehl war Befehl und umso schneller es erledigt war umso eher war er die Frau los.

Ruhig ging er auf den Mann zu, ein Magier? Der Kleidung nach zu urteilen schon. Und kein Herrchen dabei. Hat sich wahrscheinlich nur verlaufen und ist auf der Suche nach den Templern. Na dann wollen wir ihm mal den Tag verderben.

„Junger Mann, würdet ihr bitte mitkommen. Und macht keinen Ärger das würde für euch sehr schlecht ausgehen.“ Die Stadtwache war professionell und Coltain konnte sich darauf verlassen, dass die Männer in Stellung waren.

Annalena
22.09.2012, 10:03
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Lenya hatte die Stadttore erreicht und ihre Laune war sehr gut. Bald war sie aus der stinkenden Schem-Stadt heraus und konnte endlich ihr Bad genießen. Die Stadttore waren in Sicht und geschlossen. Nach ihrem kurzen Schock stapfte sie zu den Schem-Wächtern, die davor standen. „Öffnet die Tore, ich will die Stadt verlassen.“ Ungeduldig wartete sie, doch die Schem-Wächter rührten sich nicht. Einer plapperte etwas von Befehlen und das alle sich auf dem Marktplatz versammeln müssen. Für den Schem war das Thema erledigt, doch für Lenya nicht. Nicht nur war sie in diesem Loch gefangen, dieser Schem hatte es auch noch gewagt ihr zu sagen, was sie tun soll.

„Öffnet! Die! Tore! Sofort!“ Ihre Hand legte sie auf ihren Dolch und funkelte den unverschämten Schem wütend an. Einer der Wächter sah etwas ängstlich aus, der andere zeigte sich nicht beeindruckt. Nochmals wiederholten sie, dass sie niemanden heraus lassen und sie solle zum Marktplatz gehen. Lenya musterte die beiden Schem-Wächter. Auf dem Weg zum Tor kamen ihr ein paar Schem-Wächter entgegen und einer von denen hatte eine Armbrust. Diese beiden waren nur mit Schwert und Schild bewaffnet.

Sie blickte sich um und sah, dass man ganz leicht auf die Dächer klettern konnte. Oder besser gesagt, sie konnte ganz leicht auf diese Dächer klettern. Von dort war es nur ein kleiner Sprung auf die Mauer und in die Freiheit. Diese beiden Schem-Wächter werden sie nicht von ihrem Bad abbringen. Und da keiner von ihnen mit einem Bogen oder einer Armbrust bewaffnet war, konnten sie nichts tun. Außer vielleicht selbst nach oben zu klettern, aber sie bezweifelte stark, dass die beiden Schemlen geschickt genug waren es zu tun. Bevor einer der beiden reagieren konnte, war sie schon auf das Dach des Hauses in der Nähe geklettert. Sie war eine Dalish und sie würde keinem Schemlen gehorchen.

Lenya hörte amüsiert den leeren Drohungen der beiden Schem-Wächter zu. Tatsächlich versuchten sie nach oben zu klettern, aber sie scheiterten kläglich. Sie wollte gerade auf die Mauer springen, als ihr die Worte der Hüterin einfielen. Die Hüterin wollte, dass sie den Schems Respekt entgegenbringen soll und deren Wünsche respektieren soll. Sie seufzte laut. Sie hatte wohl keine Wahl. Lenya wandte sich wieder den beiden Schem-Wächtern zu. „Ich gehe zum Markt, also macht euch nicht ins Höschen. Aber bildet euch nicht ein, ich würde eure Befehle befolgen. Ich tue nur, was die Hüterin wünscht.“ Die beiden Schemlen stellten ihre Versuche, auf das Haus zu klettern, ein und verlangten, dass sie sofort runter kommen und zum Markt gehen soll. Lenya rümpfte ihre Nase. „Ich werde auf keinen Fall Zeit in denen nach Pisse, Dreck, Alkohol und anderen Ausdünstungen stinkenden Schem-Massen verbringen. Ich bleibe auf den Dächern. Ich bin mir sicher, dass es auf dem Marktplatz genug Häuser gibt. Ihr findet mich dann oben auf einem der Dächer.“

Sie wartete keine Antwort ab und rannte über die Dächer zum Marktplatz. Es dauerte nicht lange und sie kam auf dem Markplatz an. Sie suchte sich ein Dach aus, auf dem sie es etwas bequem haben konnte. Lenya setzte sich vor einen Schornstein und legte ihren Bogen und ihre Pfeile dicht neben sich. Sie lehnte sich an den Schornstein an und schloss ihre Augen. Das Gemurmel der Massen, die sich schon auf dem Marktplatz versammelt haben, und der Gestank waren hier oben erträglich. Plötzlich spürte sie etwas an ihrer Hand. Sie zog ihren Dolch und öffnete die Augen. Doch es war kein Angreifer, sondern ein kleines pelziges Tier, dass ihre Hand mit seinem Kopf anstubste.

Sie steckte ihren Dolch weg und betrachtete das Tier. Sie hatte diese schon in dem Bezirk der Flachohren gesehen, doch die waren viel dünner und das Fell struppiger. Dieses hier sah sehr wohlgenährt und gepflegt aus. Vorsichtig streckte sie die Hand aus und kraulte es auf dem Kopf. Sie erschrak ein wenig, als dieses merkwürdige Tier ein seltsames brummiges Geräusch von sich gab. Lenya seufzte leise. Sie vermisste Fenris. Noch nie war sie so viele Tage von ihm getrennt. Das merkwürdige Tier hatte sich nun an ihrer Seite zusammen gerollt und schlief. Doch auch während es schlief, gab es dieses brummige Geräusch von sich. Merkwürdigerweise hatte es eine beruhigende Wirkung auf Lenya und für den Moment vergaß sie alles um sich herum.

Gleichgewicht
24.09.2012, 17:18
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An einem Marktstand diskutierte Goren gerade hitzig mit einem Elfenhändler über die Vorzüge der Waffen seines Volkes. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass man mit solchen dünnen Schwertern den Schädel eines Hurlocks besser einschlagen konnte als mit einer stabilen zweihändigen Zwergenaxt, wie er eine trug. Und diese zierlichen Pfeile würden den Panzer eines Genlocks doch niemals durchdringen können, ein Bolzen war da eindeutig die bessere Wahl. Warum wollte der Kerl das nicht begreifen? Es war ein lautes und leidenschaftliches Wortduell, doch kein Streit. Jeder wollte mit seinen Argumenten beweisen, dass sein Volk die besseren Waffen fertigen konnte. Der Elf pries die filigranen Elfenklingen gut an, doch Goren würde nie zugeben, dass die Waffenarten beide brauchbar waren. So lies es sich hier aushalten. Er schätzte es, dass der Elf nicht einfach bescheiden den Rückzug antrat, sondern lautstark mit ihm sprach.

„Das Ding hält doch keine Parade aus und zerbricht in der Mitte.“

meinte er und deutete auf ein leicht geschwungenes Elfenkurzschwert.

„Ehe ich den Zahnstocher benutz, verpass ich dem Gegner lieber Tritte.“

reimte er, wie er es so gern tat.

„Eine Axt aus gehärtetem Zwergenstahl durchteilt einen Oger, ohne dass ich viel prahl. Und ein Bolzen durchschlägt sogar Rüstung aus Platten, Elfenpfeile lassen den Gegner nicht einmal ermatten.“

Schon holte der Elfenhändler Luft, um dem vehement zu widerprechen, als Aufruhr in die Menge auf dem Marktplatz kam. Die Stadtwachen wollten, dass man sich zusammen fand und irgendetwas anhörte. Sogar die Händer verließen ihre Stände. Wollten diese dummen Menschen den Dieben an diesem Festtag ein Geschenk machen?

„Wir reden später weiter, mein Elf. Wenn ich zurück komm, dann gibts auf die...“

Er dachte kurz nach und winkte dann ab, um sich wie die anderen zu versammeln. Was würde das werden? Ein weiteres langweiliges Ritual der Oberfälchenbewohner?

Vanik
25.09.2012, 00:45
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… „Junger Mann, würdet ihr bitte mitkommen. Und macht keinen Ärger das würde für euch sehr schlecht ausgehen.“



Garvin schob sich mit dem Rücken an die Wand und starrte in das Gesicht des Mannes, der ihn soeben angesprochen hatte. Konnte er gegen eine Regel verstoßen haben? Ein Gesetz gebrochen haben? War der Fremde ein Templer? Nein, sicher nicht, denn er trug nicht die Rüstung eines solchen. Der Magier zog die Brauen zusammen und musterte den Mann misstrauisch. Da nicht absehbar war, wie viel Geduld dieser wohl haben mochte … Garvin unterbrach seinen Gedankengang, als er bemerkte, dass sein Gegenüber die Zeichen der Stadt Denerim auf seiner Kleidung trug. Er musste ein Wächter sein, natürlich. Er war so darauf fixiert gewesen, mit Templern konfrontiert zu werden, dass er das Naheliegende völlig außer Acht gelassen hatte.



„Natürlich, natürlich, verzeiht“, murmelte er, hob die Handflächen gut sichtbar vor den Wächter, um diesem zu verdeutlichen, dass er mitnichten gewillt war, ihm mit Arglist oder Heimtücke zu begegnen. Während er sich geduldig von dem Mann abführen ließ, blickte er sich aufmerksam um und bemerkte dabei, dass er offenbar von mindestens einem weiteren Wächter beobachtet wurde. Welcher Zauber wäre wohl seine erste Wahl, falls sich herausstellen sollte, dass an dieser Situation irgendetwas faul wäre? Einerseits sollte er versuchen, nicht noch mehr Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, andererseits jedoch sollte der erste Zauber auch gleich eine möglichst unbeschadete Flucht gewährleisten können. Ein Geistschlag vielleicht? Er würde Platz schaffen … aber nein! Das würde freie Schußbahn für eventuell anwesende Schützen bedeuten.

Als er gerade abwägen wollte, welche weiteren Optionen er hatte, vernahm er jedoch abermals die Stimme des Wächters ...

Jhonson
30.09.2012, 11:33
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„…verzeiht“ sprach der junge Magier und kam widerstandslos mit. Coltain führte ihn geradewegs zum Marktplatz von Denerim. Auf dem Platz hatte sich schon eine große Menschenmenge eingefunden, die gespannt auf etwas wartete. „Magier, ich weiß nicht was ihr gemacht habt, aber die Frau dort vorne ist die persönliche Leibwächterin der Königin, Ser Cauthrien. Ihr seid auf ihren Befehl hier. Und egal was euch gerade durch den Kopf geht, macht nichts idiotisches!“

Coltain brachte den Magier zu dem alten Drachen und übergab ihn an die Leibwächter der Königin und betrachtete interessiert die Menschenmenge. Irgendetwas war passiert und sicherlich geht es nicht um eine Steuererstattung.

Emerahl
02.10.2012, 10:31
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Ser Cauthrien hat sich vor der Kirche eingefunden. Von dort hat sie den besten Blick über den Marktplatz und kann so am Besten zu den Bürgern sprechen. Neben ihr stehen noch vier weitere Leibwachen des Königspaares, ebenso der Hofmarschall höchstpersönlich.

Die Bürger sind der Aufforderung, sich zu versammeln, nachgekommen. Eng aneinander gedrückt, stehen die Bewohner Denerims und darüber hinaus die Bürger Fereldens, die sich ebenfalls in Denerim eingefunden haben.

Ser Cauthrien entgeht nichts, so sieht sie auch die junge Elfe, die auf dem Dach gegenüber sitzt. Doch erst einmal wird sie nicht eingreifen.
Befriedigt stellt sie fest, dass Coltain ihrem Befehl nachgekommen ist und den Magier gebracht hat. Vorerst wird er noch warten müssen, denn der Hofmarschall wird das Wort ergreifen.

"Verehrte Bürger Denerims, verehrte Bürger Fereldens!" fing dieser auch gleich mit erhobener Stimme an, wartet, bis die Menge verstummt und fährt fort: "Es sollte eine Zeit der Freude werden, eine Zeit zu Ehren des Sieges über die Verderbnis, eine Zeit zu Ehren der Gefallenen. Doch diese Zeit wird überschattet von einer Tragödie, mit der keiner gerechnet hat! Unsere geliebte Prinzessin Elena ist aus dem Palast entführt worden! Da wir momentan kaum Wachen entbehren können, ersuchen wir das Volk, uns zu helfen. Freiwillige und tapfere Männer und Frauen, die bereit sind, das Unmögliche zu tun und unsere geliebte Prinzessin unversehrt zu uns zurück zu bringen!" Er verstummt, dann nickt er Ser Cauthrien zu, damit sie nun das Wort ergreift.

Ser Cauthrien tritt nun einen Schritt nach vorn, wartet, bis die Menge sich wieder beruhigt und ergreift das Wort: " Das ist wahr! Die Prinzessin wurde entführt. Freiwillige können sich ab sofort beim Hofmarschall eintragen lassen, damit wir in einem Gespräch die Besten aussuchen können.

Ausserdem gibt es Augenzeugen, die berichten, ein Magier hätte sich unter den Männern befunden. Ein Magier wie dieser hier!" Sie zeigt auf den Magier, der von Coltain her gebracht wurde. Ein erneutes Raunen geht durch die Menge. Sie wendet sich nun direkt an den Magier: "Sagt an, Magier, warum seid Ihr hier? Und was wisst Ihr über die Schandtat?"

Der Hofmarschall begibt sich in die Kirche, wo er auf die Bewerber wartet. Ser Cauthrien erwartet die Antwort des Magiers. Er und Coltain sind nicht entlassen.

Vanik
03.10.2012, 15:16
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"Sagt an, Magier, warum seid Ihr hier? Und was wisst Ihr über die Schandtat?"


Konnte dieses herrische Weibsbild das gerade wirklich gesagt haben? Zog sie etwa tatsächlich den Gedanken in Erwägung, Garvin habe etwas mit einer Entführung zu tun? Welch unglaublich dreiste und haltlose Anschuldigung! Er sog tief Luft in seinen Brustkorb, straffte seine Gestalt und setzte zu einer gleichermaßen emotionalen und objektiven Antwort an:


„Bei magischen Unfällen, aufgrund derer versehentlich eine Tür zum Nichts geöffnet wird und Dämonen nach Ferelden strömen, gleich den erstbesten Magier zu verdächtigen, ist eine Sache … Nun ja, auch in solchen Fällen könnte man sich zumindest die Mühe machen, nach einem geeigneten Maleficar Ausschau zu halten – Klischees wollen ja schließlich bedient werden.
Was glaubt ihr eigentlich, wie die Verderbnis hätte enden wollen, wenn nicht eine Zirkelmagierin, nämlich Wynne, den Grauen Wächter dabei unterstützt hätte, den Erzdämon zu vernichten? Und jetzt – beim Erbauer – steckt euch eure Vorurteile zusammen mit eurer, wahrscheinlich sowieso durch Verschwägerung ergaunerten Stellung in dieser Stadt in euren – übrigens nicht zu eurer androgynen Gestalt passenden – Hintern und entschuldigt euch gefälligst für diesen Affront!“


Gerade bahnten sich diese beherzten, um nicht zu sagen tendenziell suizidalen, Worte ihren Weg zu Garvins Stimmbändern, als reiner Selbsterhaltungstrieb sich ihnen in den Weg warf, so dass sie aufgrund eines Ausweichreflexes im metaphorischen Straßengraben landeten und von einem schwachen und mit dünner Stimme vorgetragenen: „Wie bitte?“ überholt wurden. Als Garvin, dessen Stirn nass und dessen Kehle trocken war, bemerkte, dass diese Antwort keinesfalls den Anforderungen dieser Situation entsprach, fügte er folgende, sorgfältig abgewogene, Worte hinzu: „Ich kam in die Stadt um meine Dienste anzubieten. In dem Gef.. als Begl... - ich kam mit der ehrwürdigen Wynne in die Stadt und“, er räusperte sich und lächelte kurz, bevor er weiter sprach: „Bitte seht mir mein dümmlich anmutendes Gestotter nach. Ich kann euch leider tatsächlich keine Auskunft über diese Entführung geben, verzeiht.“


Garvin war kurz selbst über die Ruhe, zu der er rasch zurückgefunden hatte, um der Dame in … nun ja: Stahl, eine adäquate Antwort zu geben, erstaunt. Er versuchte nun jedoch, seine zurückkehrende – sich viel eher feige von hinten anschleichende – Nervosität zu verbergen, während er ihre Reaktion abwartete.

Gleichgewicht
03.10.2012, 22:37
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Man versammelte sich vor dem Gebäude, in dem die Menschen ihrem Gott heiligten. Eine Frau stand dort, in teurer Rüstung. Das konnte Goren einschätzen. Sie musste einiges gekostet haben. Also schätzte er, dass die Frau wichtig war. Die Art, wie die Menge sie anstarrte, gab ihm Recht.

~Na dann mal hören, was das Menschenweib zu verkünden hat.~

Goren stand zum Glück vorn, sonst hätte er nur Rücken gesehen. So sah er eine Frau, die sich wohl für etwas Besseres hielt. Was quatschte die so vornehm? Goren hörte nach den ersten Floskeln nur noch mit halben Ohr zu. Dafür hatte er seine Debatte mit dem Elfenhändler unterbrechen müssen? Dafür musste halb Denerim hier versammelt sein? Er verstand diese Oberflächler einfach nicht. Doch dann hörte er „tapfere Männer und Frauen“. Sofort war er wieder aufmerksam und bekam gerade noch mit, dass es um eine Prinzessin ging. Sie war entführt worden. Das erinnerte ihn an eine Geschichte, die er hier oben gehört hatte. Für ihn war die Sache klar, ein Drache hatte diese Prinzessin entführt, um sie in seinen Bau zu verschleppen.

Offensichtlich irrte er sich, dieses palavernde Weib wusste mehr. Ein Magier also, einer dieser Kerle, die durch Lyrium zaubern konnten. Und ein Anschaungsobjekt hatte sie auch gleich parat. Hielt sie die Menge für dumm, dass sie nicht wussten, was ein Magier war? Damit konnte ja selbst er als Zwerg etwas anfangen. Die Leute hinter ihm flüsterten ängstlich oder anklagend. Was hatten sie nur? Fürchteten sie sich vor dieser dürren Gestalt im Kleidchen? Lächerlich, absolut lächerlich. Wieder entschied sich Goren, dem nicht länger zu folgen. Egal, was die Frau mit dem Magier zu besprechen hatte, dem Zwergenkrieger war eine Idee gekommen. Wie die Oberflächler hinter ihm alle den Magier anstarrten, als wäre eine zu groß geratene Nug, würden sie es wohl kaum schaffen, die Prinzessin zu retten. In ihrem langen Kleid, mit dem spitzen Hut auf dem Kopf. Wie sie zitternd im Bau des Drachen hockte, der sich vor Lachen den Bauch hielt, weil man dachte, dieser Schwächling hier wäre der Täter. Goren würde das erledigen. Wenn er dem König seine Tochter brachte und Bhelen den abgeschlagenen Kopf des Drachen, er würde seine Belohnung erhalten. Der Herrscher der Oberflächler würde ihm sicher Gold anbieten, das er ablehnen würde und stattdessen an seinen König weiter reichen. Dann musste Bhelen ihn einfach befördern. Wer einen Drachen besiegen konnte und sich aus Gold nichts machte, war perfekt für die Leibgarde.

Schon schritt er auf das Haus mit dem gezackten Rad auf dem Dach zu und hinein. Er erkannte einen Mann, der bei der überheblichen Menschenfrau gestanden hatte und sprach ihn direkt an.

„Grüße, Menschensir. Um den Drachen zu töten bin ich hier. Und die liebliche Prinzessin zu retten. Danach könnt ihr sie wieder auf ihr weiches Bett betten. Und wenn es wirklich kein Drache ist, sondern ein Zauberer, fürwahr. Ich schlag ihm den Schädel ein, soviel ist klar.“

Zufrieden mit seinem Reim klopfte er sich die Faust auf die Rüstung. Die Familienaxt hatte er in seiner Unterkunft gelassen, sie hätte hier nur Aufsehen erregt.

„Ich tu das nicht für Gold oder Ruhm, nur soll euer geliebter König beruhigt wieder ruhn“

Er blickt den Mann an, als erwarte er Begeisterung, dass ein starker Zwerg seine Hilfe anbot, der auch noch so....wie sagte man hier?...vortrefflich Reimen konnte.

„Und, was meint Ihr, Sir? Meine Axt habe ich gerade nicht dabei, aber mein Körper ist doch Beweis genug, dass ich fähig bin.“

sagte er selbstsicher und lies das mit dem reimen vorerst. Kam wohl nicht so gut an.

Annalena
04.10.2012, 10:11
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Die plötzliche Stille ließ Lenya von ihrem pelzigen Freund aufblicken. Der Marktplatz war nun gefüllt und sie war froh, dass sie nicht in dieser Menge war. Vor dem großen Haus, vor dem sie die unverschämte Schem-Priesterin getroffen hatte, waren nun eine Schem-Frau in einer Rüstung und vier Schems in Rüstungen, die sie noch nie gesehen hatten. Außerdem standen da noch ein Schem-Wächter, ein Mann in seltsamer Kleidung und jemand in einem… wie nannte die Hüterin das… ah ja, ein Kleid. Sie hörte der Rede der Schem-Frau und des Schems in der seltsamen Kleidung fassungslos zu.

Ihr wurde ein Bad wegen eines verschwundenen Schem verwehrt? Lenya wusste nicht ob sie lachen oder weinen sollte. Was interessierte sie ein entführter Schem? Von ihr aus konnten sie alle verschwinden. Und nun fragten sie nach Leuten, die bei der Suche helfen. Sind diese Schems wirklich so unfähig, dies alleine zu tun? War es nicht die Aufgabe der Schem-Wächter die Bürger zu beschützen? Doch sie war überrascht, dass diese Schems so einen Aufwand wegen eines entführten Mädchens machten. Sie hatte in dem Gesindeviertel genug Kinder gesehen, um die sich niemand kümmerte, egal ob sie hungerten oder geschlagen wurden oder schlimmeres. War dieses Mädchen etwas Besseres? Sie verstand das nicht.

Plötzlich kam ihr eine Idee. Sicherlich gab es auch eine Suchtruppe, die außerhalb der Stadt suchte. Sie könnte sich dieser anschließen und dann verschwinden, sobald sich die Möglichkeit ergab. Lenya musste nur auf ihre Wortwahl achten. Eine Dalish hielt, was sie sagte, auch wenn es einen Schem betraf. Nicht das sie schon einmal einem Schem etwas versprochen hatte. Doch bevor sie das tun konnte, musste sie erst einmal auf die andere Seite des Marktes.

Angewidert blickte auf die Masse herab. Sie würde lieber die Exkremente der Halla nach Giftpflanzenresten durchwühlen, wenn diese Durchfall haben, als sich durch diese Schem-Massen zu begeben. Aber diese Schems, die nach Leuten suchten, waren auf der anderen Seite des Marktes und über die Dächer kam sie nicht zu diesem Gebäude. Sie band ihren geliebten Bogen und ihren Köcher mit Pfeilen auf den Rücken und sprang mit Leichtigkeit vom Dach herunter und erschrak die Schems, die in der Nähe standen. Lenya zog ihren Dolch und holte tief Luft. Sie musste sicherlich all ihre Willenskraft aufbringen um durch diese Massen zu kommen. „Aus dem Weg Schemlen.“ Vielleicht war es ihre Erscheinung oder vielleicht war es ihr gezogener Dolch oder ihre ärgerliche Aura, aber die Schems machten Platz und sie gelangte ohne Problem auf die andere Seite des Marktes.

Als sie vor dem großen Haus ankam steckte sie ihren Dolch weg und musterte die dort stehenden Personen. Die Schem-Frau sah aus der Nähe betrachtet ziemlich alt aus. Schemlen alterten anders als Elfen und das zeigte sich in den Falten, die sie hatte. Die Elfen hingegen hatten auch im hohen Alter keine Falten. Lenya musterte den Schem-Wächter kritisch. War das der Schem, der sie für eine Flachohrhure gehalten hatte? Sie alle sahen für Lenya gleich aus. Doch er hatte keine blauen Flecken und einen gebrochenen Kiefer, also war er es nicht. Zum Glück… für ihn. Lenya spürte ein leichtes Kribbeln. Der Mann in dem Kleid war tatsächlich ein Magier, wie es die Schem-Soldatin gesagt hatte. Sie selbst war keine Magierin, doch die Elfen reagierten sensibel auf Leute mit magischen Fähigkeiten. Doch warum trug er ein Kleid und keine Robe? Vielleicht war es ja so Brauch bei den Schem-Magiern. Aus ihren Augenwinkel sah sie einen Durgen’len mit einer großen Axt auf dem Rücken in das Gebäude hinter den Schems verschwinden.

„Wo ist dieser Hofmarschall?“ Die Schems starrten sie nur an. Ungeduldig verschränkte sie ihre Arme vor der Brust. Es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, bis einer der Schems auf das Gebäude hinter ihnen zeigte. Lenya konnte ihr Pech kaum fassen, das der Hofmarschall in dem Gebäude für den Schem-Gott war. Leider sah sie keine andere Möglichkeit aus der Stadt zu kommen und stapfte in die Schemgott-Kirche. In dieser war der Mann in der seltsamen Kleidung. Das musste der Hofmarschall sein. Der Durgen’len redete gerade mit ihm und… reimte? Lenya blinzelte. Sie wusste nur wenig über die Durgen’len, doch ihr war nicht bekannt, dass diese nur in Reimen sprachen. Nun, es gab diese große Eiche, die in Reimen sprach und Lenya hatte sich ab und zu mit ihr unterhalten, wenn ihr Clan in der Nähe war. Doch reimende Durgen’len waren wirklich seltsam. Der Mann sah den Durgen’len fassungslos an. Vielleicht war es doch nicht so üblich bei den Durgen’len. Doch bevor er dem Durgen’len antworten konnte, redete Lenya.

„Ich bin hier um mich für die Suche nach dem entführten Schemlen zu melden.“ Eine hervorragende Wortwahl, wie Lenya stolz zu sich selbst sagte. Sie hatte sich nur für die Suche gemeldet. Hätte sie tatsächlich suchen wollen, dann hätte sie gesagt, dass sie den entführten Schemlen suchen möchte. Gespannt und ungeduldig wartete sie auf die Antwort.

Emerahl
09.10.2012, 13:02
Ser Cauthrien, die es immer noch nicht akzeptiert, dass die Magier nun frei herum laufen dürfen, mustert den Gefangenen vor ihr. Die Stirn von Schweiß bedeckt, Nervosität im Blick und der Ausstrahlung. Er behauptet, mit der Ersten Verzauberin Wynne angereist zu sein. Nun gut, diese befand sich im Schloss. Ser Cauthrien bezweifelt, dass diese die Dreistigkeit besäße, gemeinsame Sache mit den Entführern zu tun. Zwar zweifelt sie daran, dass dieser junge Magier die Wahrheit spricht, doch kann sie vorerst nichts tun, da sie keine Beweise hat, die ihn mit den Entführern in Verbindung brächten. Schnell ist eine Entscheidung gefällt.

"Nun gut, ich glaube Euch. Vorerst. Ich werde Euch nicht verhaften, denn ich habe keine Beweise. Doch seid Ihr von nun an unter Arrest gestellt. Ihr dürft Euch frei bewegen, jedoch wird Euch die Wache Coltain auf Schritt und Tritt folgen und bewachen. Ich gebe Euch die Chance, Eure Unschuld zu beweisen, indem Ihr uns bei der Aufklärung dieses Unglückes helft. Und Ihr", wendet sich Ser Cauthrien nun an Coltain, "werdet alles daran setzen, die Prinzessin wieder zu finden und dabei diesen Magier nicht aus den Augen zu lassen. Solltet Ihr scheitern, bezahlt Ihr mit Eurem Leben."

Der Hofmarschall, welcher sich unverzüglich in die Kirche begeben hat, starrt fassungslos diesen reimenden Zwerg an. So etwas ist ihm vorher noch nie begegnet. Und was faselt er da von einem Drachen? Ein Drache soll die Prinzessin entführt haben? Unmöglich! Drachen wurden schon seit mehr als zehn Jahren nicht mehr in Ferelden gesichtet. Doch bevor er noch antworten kann, steht eine junge Elfe vor ihm.

„Ich bin hier um mich für die Suche nach dem entführten Schemlen zu melden.“ spricht sie zu dem Hofmarschall.

Eine großartige Idee. Bisher haben sich kaum andere gemeldet, um an der Suche teil zu nehmen.

"Sehr gut", spricht der Hofmarschall zu dem Zwerg und der Elfe. "Nun haben wir zumindest einmal zwei Interessenten. Begebt Euch nach Fort Drakon, dort wendet Ihr Euch an Seargent Kylon, der Euer Können testen wird."

Jhonson
12.10.2012, 15:10
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„… Prinzessin wieder zu finden und dabei diesen Magier nicht aus den Augen zu lassen. Solltet Ihr scheitern, bezahlt Ihr mit Eurem Leben."

Wieder mal jemand der meint er kann über mein Leben bestimmen! Abwarten Frau, aber erst mal bin ich dabei. Nicht wegen der leeren Drohung von Cauthrien, sondern wegen seines Vaters. Ein Scheitern seiner Stadtwächterkarriere zu diesem Zeitpunkt kam einfach nicht in Betracht.

Die Prinzessin entführt, eine Adelige auch noch. Halte dich von Adeligen fern, hatte seine Mutter immer zu ihm gesagt. Arrogantes Volk allesamt, halten sich für was Besseres und zahlen nur ungern ihre Rechnungen. Gesehen hatte er die Prinzessin noch nie, schade eigentlich weil sie gar nicht so übel aussehen soll.

Mürrisch betrachtete Coltain den Magier an seiner Seite. Kindermädchen spielen, na danke. „Dann komm mal mit zum Hofmarschall“ forderte er ihn auf und oh Wunder er machte nicht mal Ärger. Dort waren schon zwei weitere Interessenten. Eine hübsche Elfin, die ihn an ein früheres Zimmermädchen erinnerte und ein Zwerg. Noch ehe man sich gegenseitig vorstellen konnte wurden sie auch schon vom Hofmarschall nach Fort Drakon zu Seargent Kylon geschickt. Von dem hatte Coltain durchaus gehört. Ein fähiger Mann, das stand außer Frage.

Vanik
14.10.2012, 02:15
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„Ich gebe Euch die Chance, Eure Unschuld zu beweisen, indem Ihr uns bei der Aufklärung dieses Unglückes helft.“

War dies nun eine weitere Dreistigkeit dieser herrischen Offizierin mit dem Gebaren einer Kerkermeisterin in der Abteilung für Mörder, oder konnte Garvin diese Situation vielleicht gar zu seinem Vorteil nutzen? War es etwa die Chance, die er sich erhofft hatte? Das Verhalten dieses Weibsbildes zehrte an seinen Nerven und es konnte nur eine Frage der Zeit sein, bis sie ihn seine gute Erziehung hätte vergessen lassen, aber er musste nun einmal mit der Situation arbeiten, die sich ihm darbot. So nickte er nur und wandte sich dem Mann zu.

Coltain hieß der junge Wächter also, der ihn vorhin angesprochen hatte. Nun ja, bisher hatte er ja einen halbwegs umgänglichen Eindruck gemacht. Blieb die Frage, welche Rolle Garvin als Magier bei dieser Sache spielen sollte. Dieser Zwerg schien kein üblicher Vertreter seiner Spezies zu sein. Es würde sicher interessant, ihn weiter zu beobachten und Sinn und Zweck seiner seltsamen Sprechweise zu ergründen. Garvin nahm sich vor, nicht allzu auffällig auf die zu groß geratene Nase des Zwerges zu starren, auch wenn der Drang dies zu tun, schwer zu unterdrücken war. Auch die Elfe war hochinteressant. Einerseits verkörperte sie eine sanfte Anmut, wie Garvin sie bisher noch nie beobachten durfte, andererseits strahlte sie diese animalische Wildheit aus …

Während er sich gemeinsam mit seinem … es sollte wohl ein Aufpasser sein, auf den Weg nach Fort Drakon machte, analysierte er gedanklich seine Situation:
Es schien nun fast, als könnte er – so war es wohl Glück im Unglück – als einer der ersten Magier, die den Zirkel verließen, um ihre Dienste anzubieten, dank dieser bedeutungsschweren Aufgabe gar Maßstäbe setzen. Es würde nicht leicht, gegen die Vorurteile gegenüber Magiern und Magie anzukämpfen, doch nahm er sich in diesem Moment vor, seinen Weg zu gehen. Sie alle würden seine Magie noch zu schätzen lernen – oder zu fürchten …

Annalena
18.10.2012, 09:23
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Diese arroganten Schemlen testeten ihre Geduld wirklich. Wie konnte es dieser Hofmarschall-Schem wagen an ihren Fähigkeiten zu zweifeln. Sie wollten ihre Fähigkeiten testen? Bei den Schöpfern, was hatte sie getan um das zu verdienen. Wenn das so weitergeht, dann werden sie diese vermisste Schem nie finden. Erst versammelten sie alle auf den Marktplatz und dann suchten sie Leute, die sie suchen. Inzwischen hatten Ihre Entführer genug Zeit zu entkommen und ihre Spuren zu verwischen. Und es sah auch nicht so aus, dass sich viele für die Suche gemeldet haben. Aber es war Lenya eigentlich egal, ob sie gefunden wird oder nicht, da sie nur aus der Stadt herauskommen wollte.

Sie drehte sich um und bemerkte nun den Schem-Wächter und den Magier in dem Kleid. Auch diese wurden zu Fort Drakon geschickt, was immer das ist. Lenya war nicht begeistert Zeit in Gesellschaft von Schemlen zu verbringen. Doch sie hatte keine Wahl, da sie keine andere Möglichkeit sah Denerim zu verlassen. Sie tröstete sich mit dem Gedanken, dass es nur noch eine kurze Zeit war, bevor sie endlich die Stadt verlassen konnte.

Der Schem-Wächter und der Magier verließen zusammen mit dem Zwerg das Gebäude und Lenya folgte ihnen widerwillig. Da sie nicht wusste wo dieses Fort Drakon war blieb ihr auch nichts anderes übrig. Wenigsten machte die Menge auf dem Marktplatz Platz und sie konnte bequem laufen auch wenn es den Gestank nicht besser machte. Vielleicht bestand ja der Test darin ein paar Schemlen zu töten. Das wäre wirklich wunderbar. Sie hatte selten die Gelegenheit ihren Bogen an Schemlen zu benutzen. Lenya wusste, dass dies unwahrscheinlich ist, aber man darf ja wohl träumen.

Gleichgewicht
18.10.2012, 23:57
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Kaum dass er sich gemeldet hatte, waren auch schon andere Gestalten angetanzt. Eine zierliche Elfe, auch noch eine schwächliche Frau. Der Magier im Kleid, den er vorhin schon als ungefährlich abgestempelt hatte. Und, immerhin sah zumindest er nach einem ernstzunehmenden Kämpfer aus, ein Mann in Rüstung der Stadtwache. Vor ihm musste er sich hüten, wenn er den Drachen allein erschlagen wollte. Die anderen beiden waren sicher gute Ablenkung zum voraus schicken. Natürlich würde er das ihnen nicht sagen, sondern am Drachenhort spontan reagieren. Ein Unfall für die Wache, ein unbeabsichtigter Schlag auf den Hinterkopf, und alles wäre geregelt.

Doch vorerst hieß es, auf zu Fort Drakon. Ein beeindruckender Bau, von dem Goren schon gehört hatte. Eine Festung, für Oberflächlerarbeit ganz gut. Hätten Zwerge mitgearbeitet, der Erzdämon und seine Brut hätten die Wehranlage mit dem berüchtigten Gefängnis in tausend Jahren nicht einnehmen können.

Die Wache beäugte den Zauberer mit einer Mischung aus Misstrauen und Genervtheit. Der bunte Kleidchen tragende Magier schien eher mit sich selbst und seinen Gedanken beschäftigt zu sein. Und die Elfe war einfach seltsam, Goren konnte sie nicht einschätzen. Sie warf den Menschen, die sie auf dem Weg trafen, ungewöhnlich harte Blicke zu. War da nicht etwas, mit den Stadtelfen und ihrem Ärger mit den Menschen? Solange diese zerbrechlichen Spitzohren nicht nach unten in die Zwergenstädte kamen, war es ihm recht.

Goren lief etwas langsamer und ließ die Elfe aufschließen. Als sie auf ihrer Höhe war, blickte er sie kurz ernst von der Seite an.

„Warum bist du dabei? Geld, Ruhm....oder einfache Rechtschaffenheit?“

Er verzichtete auf Reime, um sie nicht zu verwirren. Der Zwerg wollte sich mit ihr gut stellen, wenn sie schon einen gewissen Hass auf Menschen verspührte. Menschen wie den Magier und die Stadtwache. Leise fügte er daher hinzu

"Sicher aus anderen Gründen als die beiden da vorn. Was hälst du von denen? Ich will keinen Ärger und danach sehen sie aus.

Jhonson
23.10.2012, 14:17
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Coltain war bisher nur einmal in Fort Drakon gewesen. Kurz nach seiner Aufnahme bei der Stadtwache, als es darum ging ein paar grundlegende Übungen mit Schwert und Schild durchzuführen. Schwert und Schild war nicht so seins, das hatte der Ausbilder auch schnell erkannt, aber für die Tätigkeit als Stadtwache war das unerheblich und von daher kein Problem.

Jetzt sah das anders aus, es stand kein gelangweilter Ausbilder vor ihm sondern Seargent Kylon. Eine echte Berühmtheit in Denerim und einer der fähigsten und erfahrensten Kämpfer Fereldens, dem konnte er nichts vorspielen. Kritisch wurde er von Kylon beobachtet wie er sich mit dem Schild mühsam in einem Übungskampf verteidigte. Er war einfach nicht für eine defensive Kampfweise gemacht. Angriff, Schnelligkeit und der Überraschungsmoment, das war seins und nicht dieses verstecken hinter einem Schild.

Auch der Seargent erkannte das „Junge schmeiß das Schild in die Ecke und zeig uns was du kannst!“ Was sollte er machen, als Händlersohn behielt er gerne ein oder zwei Trümpfe in der Hinterhand, aber jetzt hatte er keine Wahl, denn mit einer lässigen Handbewegung scheuchte Kylon seinen Übungsgegner davon und trat Coltain selbst gegenüber.

Ihm konnte er nichts vormachen und der ursprünglich quälende Kampf wurde nun verdammt schnell, intensiv und schmerzhaft. Coltain musste all sein Können aufwenden um Kylon auf Abstand zu halten. Ein ums andere Mal retteten ihn nur seine blitzschnellen Reflexe vor einem vernichtenden Treffer mit dem Übungsschwert.

War der Kampf lang? Ihm kam es wenigstens so vor, eine Ewigkeit. Gegen Ende parierte der Sergeant mit einer geradezu übermenschlich schnellen Bewegung einen Angriff von Coltain und entwaffnete ihn mit einem schmerzhaften Schlag aufs Handgelenk. „Geht doch“ bekam er zu hören und völlig am Ende setzte er sich auf den Boden, die durchaus anerkennenden Blicke seines ersten Übungspartners bekam er gar nicht mehr mit.

„Du hast einen interessanten Stil. Straßenratte gemischt mit Technik und Schnellkigkeit“ und damit hatte Kylon recht. Seine Mutter hatte dafür gesorgt, dass er diverse Ausbilder gehabt hatte und das waren nicht nur Duellkämpfer sondern auch Straßenschläger und anderes Gesindel gewesen.

Vanik
26.10.2012, 19:41
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Fort Drakon … ein wahrlich imposantes Bauwerk, dass da vor Garvin aufragte. Gehört hatte er natürlich schon oft von diesem Ort, von innen würde er diese Festung jedoch nun zum ersten Mal sehen. Das Fort, so schien es, war das Krieger-Äquivalent zum Turm des Zirkels. Immer wieder ließ Garvin seinen Blick über die Drei, die ihn begleiteten, streifen und versuchte ihre Eindrücke von diesem Ort zu erahnen. Coltain bewegte sich recht sicher durch das Fort, woraus Garvin folgerte, dass dieser wohl schon einmal hier gewesen sein musste.


Als die Vier schließlich in einer Übungshalle angekommen waren, wurden sie von diesem Kylon,von dem der Hofmarschall gesprochen hatte, empfangen. Der Magier erkannte rasch und unzweifelhaft, dass dies nicht seine Welt war. Junge Recken, die sich dem Stahl verschworen hatten und wahrscheinlich bereit waren, an vorderster Front auf den Feind zuzustürmen standen in der ganzen Halle verteilt. Garvin war ein Taktiker, eindeutig. Das bloße Schwingen eines Schwertes konnte doch wohl kaum mit der Veränderung der Realität durch schiere Willenskraft gleichgesetzt werden. So hatte es doch gar nichts … Garvin wurde aus seinen Gedanken gerissen, denn in diesem Moment scheuchte Kylon den Übungskämpfer, der sich mit Coltain gemessen hatte, davon und trat selbst gegen den Stadtwächter an. Dieser Kampf wurde nun doch deutlich härter und schneller geführt, als der vorherige. Das musste Garvin zugeben.


Als der Kampf beendet war,fiel Kylons Blick auf Garvin: „Nun du, Magier! Zeig was du kannst!“ Garvins Gedanken rasten förmlich durch seinen Kopf. Welchen Zauber sollte er präsentieren? Was würde diesen Sergeant Kylon überzeugen? „Also?“, erklang wieder die Stimme des Mannes. Garvins Blick huschte umher und stoppte bei dem Mann, der zuerst mit Coltain gekämpft hatte: „Bitte greift mich an!“, sagte er zu ihm und schwächte den Kämpfer mit dem 'Fluch der Irreführung'. Nach den ersten, erfolglosen Attacken belegte er sich selbst mit einem Kraftfeld und wartete, bis der erste Hieb dieses undurchdringliche Schild traf. Kylon nickte müde und schickte den Kämpfer wieder weg. „Sag mal, hast du nur Zauber, hinter denen du dich verstecken kannst?“ Garvin verfluchte sein Gegenüber innerlich für diese arrogante Frage, erblickte dann jedoch glücklicherweise einige Schritte zu seiner rechten eine Ratte, die wohl nach Essensresten suchte. Er sprach auf die Ratte einen Zauber und deutete dann darauf, damit Kylon dem Nagetier seine Aufmerksamkeit schenkte. Während der Sergeant zu einer Antwort ansetzte, kam er in den Genuss, eine zunächst panisch quiekende und kurz darauf explodierende Ratte betrachten zu dürfen.
Er schmunzelte kurz und schickte Garvin mit den Worten: „Nicht ganz mein Geschmack, aber sicher effizient“, zu Coltain an die Seite, bevor er: „So, nun zu dir“ hinzufügte und sein nächstes 'Opfer' fixierte.

Annalena
27.10.2012, 10:16
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Lenya wurde von dem Zwerg aus ihren Gedanken gebracht, als er sie plötzlich ansprach.

„Warum bist du dabei? Geld, Ruhm....oder einfache Rechtschaffenheit?“

Sie beäugte ihn missmutig. Doch er hörte nicht auf zu reden.

"Sicher aus anderen Gründen als die beiden da vorn. Was hälst du von denen? Ich will keinen Ärger und danach sehen sie aus.“

Lenya entschloss sich zu antworten. „Ich bin eine Dalish, durgen’len. Geld und Ruhm interessieren mich nicht im geringstem. Und Rechtschaffenheit? Mir ist der entführte Schem völlig egal und die Gründe für mein Hiersein sind die meinen. Was die beiden betrifft… nur ein toter Schem ist ein guter Schem.“ Seine Antwort nahm sie nicht richtig wahr, da sie bei Fort Drakon angekommen waren. Ein Schauer lief Lenya über den Rücken. Sie fühlte sich nicht wohl in Gebäuden. Zwar war sie nur in einer Hütte im Gesindeviertel, doch das hatte ihr schon gelangt. Dieses Gebäude war viel größer.

Wie können Schems nur in so einem Gebäude leben? Die junge Elfe verstand Schemlen einfach nicht. Als sie dieses riesige Gebäude betraten wurde ihr immer mulmiger zumute. Sie war es nicht gewohnt so eingeengt zu sein. Lenya fühlte die Wände näher kommen und sie drohten sie zu ersticken. Sie hoffte nur, dass dieses riesige Gebäude nicht auf sie stürzte. Es war wie lebendig begraben sein. Ein… unangenehmes… Gefühl. Doch äußerlich ließ sie sich ihre Angst nicht anmerken. Sie würde vor den Schems keine Schwäche zeigen.

Sie stoppten vor einem älteren Schem-Soldaten und sie nahm an es war dieser Kylon. Als erstes musste der Schem-Wächter gegen andere Schems kämpfen. Lenya verstand nicht zu viel von Nahkampf, da sie fast ausschließlich auf dem Bogen trainiert war, doch sie kannte ein paar Nahkampfangriffe. Oder besser gesagt ein paar Verteidigungsfähigkeiten, falls sie in einen Kampf geriet, bei dem sie den Bogen nicht benutzen konnte. Doch selbst sie konnte sehen, dass er mit Waffe und Schild nicht gut kämpfte. Als er dann gegen den Kylon-Schem kämpfte ohne Schild kämpfte war er etwas besser. Lenya war allerdings nicht beeindruckt, aber was sollte man von Schem-Soldaten auch erwarten.

Danach war der Magier dran. Sie war ein wenig neugierig wie die Magie der Schems war. War sie anders, als die Magie der Dalish? Lenya würde es nie zugeben, aber sie war beeindruckt, wie er die erste Runde des Kampfes bestritt. Sie schüttelte innerlich den Kopf, als dieser Kylon ihn belehrte. Sie konnte nur mühevoll ihr Grinsen verbergen, als der Schem-Magier die Ratte zum Explodieren brachte. Doch sie hätte einen dieser Schems als Ziel gewählt. Vielleicht hätte sie ihn nicht zum Explodieren gebracht, dass wäre sicherlich eine zu große Sauerei gewesen, aber eine Schem-Eisstatue klang doch nicht schlecht.

Nun blickte sie dieser Kylon an. Lenya nahm ihren Bogen von ihrem Rücken. Der Schem, der zuerst gegen den Schem-Wächter gekämpft hat, bekam einen Pfeil ins Bein ehe er reagieren konnte. Die anderen liefen daraufhin aufgeregt hin und her. Doch Lenya ließ sich nicht beirren. Einer bekam auch einen Pfeil ins Bein, ein anderer in den Arm und einem schoss sie sogar in sein Hinterteil. Mehrere Schreie waren zu hören und dann gab es einige plumps-geräusche. Der Schem Kylon sah sie erbost an. „Was habt ihr getan?“ Lenya zuckte nur mit den Schultern und sah ihn kalt an. „Ich wolltet meine Fähigkeiten sehen, Schem. Ich beherrsche den Bogen meisterhaft und das habe ich Euch gezeigt. Seit froh, dass diese Schem-Soldaten nur verletzt und nicht tot sind. Das nächste Mal, wenn jemand meine Fähigkeiten in Frage stellt, bin ich vielleicht nicht so großzügig. Außerdem werden sie keine dauerhaften Schäden davontragen. Ich bin sicher dieser Schem-Magier kann sie heilen.“

Doch Kylon ließ sich nicht so einfach abspeisen. „Wie könnt Ihr es wagen meine Männer zu verletzen, Elf?“ Lenya seufzte laut. „Ihr verschwendet meine Zeit, Schem, und je länger Ihr hier diskutiert, desto weiter entfernen sich die Entführer und können ihre Spuren verwischen. Wenn ihr weiterhin so inkompetent seid, werdet Ihr diese entführte Schem-Prinzessin nie finden. Nicht das ich von euch Schemlen etwas anderes erwartet hätte.“ Lenya dachte, dass sie vielleicht etwas zu unbeherrscht war, doch was geschehen war konnte sie nicht mehr rückgängig machen. Sie hatte auch nicht erwähnt, dass sie hervorragend Spuren lesen kann, aber die Schems mussten ja nicht alles wissen.

Sie ignorierte den Schem-Magier und den Schem-Wächter und stellte sich etwas abseits von allen anderen. Der durgen’len würde als nächstes getestet werden. Sie hatte gehört, dass viele Zwerge den Berserkerrausch beherrschen, aber es noch nie gesehen. Sie war neugierig, ob es dieser Zwerg auch konnte. Lenya seufzte leise. Sie konnte es nicht erwarten endlich aus dieser Schem-Stadt rauszukommen.

Gleichgewicht
30.10.2012, 17:54
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Nur ein toter Schem ist ein guter Schem. Was für eine wunderbare Aussage der Elfe. Nicht, dass Goren sie teilen würde, aber sie machte seinen Plan viel einfacher. Er nickte nur verständnisvoll. Später würde er das Gespräch vielleicht vertiefen oder sich sein neu erworbenes wissen einfach spontan zunutze machen. Da sie langsam zu den Menschen aufholten wollte er es nicht riskieren, dass sie etwas davon mit bekamen. Er brummelte nur etwas zustimmendes.

Schon von weitem hatten sei das mächtige Bauwerk gesehen, das hier als Fort Drakon bekannt war. Von nahmen sah es noch besser aus. Eine Glanzleistung menschlicher Arbeit. Goren wusste nichts um die Geschichte des Turms und wäre sicher wesentlich weniger beeindruckt gewesen, hätte er geahnt, dass er wahrscheinlich mit Hilfe von Magie unter dem Tevinter-Imperium erbaut worden war. Für den Zwerg war der Turm einfach nur eine Festung in Denerim, welche die Oberflächler mit viel Schweiß und Körperkraft errichtet hatten.

Von innen wirkte Fort Drakon weit weniger faszinierend auf Goren. Für ihn war es zu kitschig eingerichtet, da reichten die vielen Teppiche auf dem Boden des Eingangsbereiches, welche ihre Schritte dämpften. Ein Mensch empfing ihn. Wie war noch sein Name? Kilonn? Egal, es war nur ein weiterer Oberflächenbewohner, der Goren nicht interessierte. Er trug eine teure Rüstung, also war er sicher wichtig, mehr musste der Zwerg nicht wissen. Dass der Kerl ihr Kampfgeschick testen wollte, passte ihm gut. Es hätte auch ein Reimwettbewerb sein können, oder eine Kür zur schönsten Nase.

Während Goren sich seine Gedanken machte, trat auch schon einer der Menschen vor und zeigte sein durchschnittliches Können. In Orzammar wäre er als Krieger nicht zu gebrauchen gewesen und wahrscheinlich gleich bei seinem ersten Spähgang von Tiefenlaurern zerfleischt worden. Diese Oberflächler stellten einfach keine Ansprüche. Goren verfolgte den Kampf dennoch sorgfältig und machte sich ein Bild vom Kampfstil des Mannes. Später würde er vielleicht gegen ihn kämpfen müssen. Die Gestalt im Kleidchen war natürlich schwächlich und wehrte sich nur mit Zaubern, statt mit der Waffe. Ihn würde Goren überrumpeln müssen, damit er gar nicht erst dazu kam, seine Zauber auszupacken. Als die Elfe den untergebenen Menschensoldaten einige ungefährliche Pfeile verpasste, musste Goren schmunzeln. Sie mochte wahrlich keine „Schems“. Vielleicht würde er sie unbehelligt lassen, nachdem sie den Drachen erschlagen hatten.

Nun war er selbst an der Reihe. Ehe Zyklon, er hatte den Name schon wieder vergessen, ihn aufrufen konnte, öffnete er die Halterung an seinem Rücken und zog seine Zweihandaxt. Auf dem Weg hierher, waren sie glücklicher Weise an seinem Quartier vorbei gekommen und er hatte die Waffe schnell mitgenommen.

„Sprecht nicht weiter, jetzt wirds heiter.“

reimte er. In den Berkserkerrausch würde er hier und jetzt nicht fallen. Das war eher etwas für längere Kämpfe, außerdem kostete er viel Kraft. Diesen Mensch im schlichten Übungskampf würde er auch so besiegen. Erstaunlich schnell fand Zyklon seine Verteidigungshaltung, als er anstürmte und dem ersten Schlag geschickt auswich. Ein harter Hieb traf seine Seite, aber Goren spürte den Schmerz nicht sehr. Schwächliche Menschen! Schnell drehte Goren sich und ließ die Axt sausen, doch sein Gegner entkam ihm wieder kurz. Dafür wehrte Goren den folgenden Angriff ab.

„Wie ein Hase der Mensch fliehen kann. Doch stellt er sich nicht wie ein Mann!“

Offensichtlich hatte er es aber gar nicht vor, sich Gorens Familienaxt zu stellen. Immer wieder wich er aus und wurde nur selten getroffen. So drehten die Kämpfer sich einige Minuten im Kreis und keiner der beiden gewann die Oberhand. Zyklon war voll auf den Zwerg fokussiert und entkam seinen Attacken geschickt und der Zwerg parierte die Treffer oder steckte sie einfach weg. Doch man merkte, wie sich bei dem Oberflächler langsam Erschöpfung zeigte. Dabei hatte er sich im Gegensatz zu Goren sogar aufwärmen dürfen.

Schließlich brach der Mensch den Kampf ab.

„Du kämpfst gut, trotz der schweren und langsamen Waffe. Deine Angriffe sind nur etwas zu vorhersehbar.“

Vielleicht sollte Goren doch den Berserker zeigen und den frechen Mann zerhackstückeln.

„Aber du hältst auch zweifelsohne viel aus.“

Der Zwerg schaltete schon wieder ab. Sollte er ruhig weiter labern. Wie ein Wiesel war er ausgewichen, statt sich zu stellen. In Orzammer hätte man ihn dafür gehörig den Arsch versohlt.

Emerahl
04.11.2012, 09:46
http://upload.worldofplayers.de/files8/kylon.jpgSeargent Kylon ist überrascht über das Ergebnis der Prüfung der vier Freiwilligen.

Nach dem Zwischenfall mit der jungen Elfe, die seinen Männern Pfeile in die verschiedenen Körperteile geschossen hatte und diese verarztet wurden, wendet er sich wieder den Vier zu.

"Zuerst zu Euch, Elfin! Ich kann nicht sagen, ich wäre nicht beeindruckt von Eurer Vorstellung! Doch seid Euch gewiss, dass dies noch ein Nachspiel haben wird!"

Anschließend wendet er sich an den Zwerg: "Ich denke, sollte es zu einem Kampf mit den Entführern kommen, wirst du den ein oder anderen auch alleine erledigen können. Doch denke daran, dass ihr ein Team seid. Vergesst nicht, dass ihr gemeinsam stärker seid. Nur gemeinsam habt ihr eine Chance!"

Als nächstes ist der Magier dran. "Ich hoffe, Ihr habt noch mehr Zaubersprüche zur Verfügung. Wobei die Schutzzauber nicht zu verachten sind, auch wenn viele anderer Meinung sind. Doch habt Ihr auch ein paar interessante Zauber, die Eure Gegner schwächen oder töten können. Das ist sehr gut und könnte recht nützlich sein."

Zum Schluss wendet er sich an Coltain: "Mit Schild und Schwert gemeinsam kannst du nicht bestehen in einem Kampf Mann gegen Mann, doch nur mit dem Schwert bewaffnet bist du ein würdiger Gegner. Bist du auch in der Lage, mit zwei Schwerter zu kämpfen? Ich hoffe doch, wobei es lange her ist, seit ich Jemanden gesehen habe, der beide Schwerter wie im Schlaf beherrscht hat."

Er versinkt kurz in Gedanken an die Vergangenheit, doch gibt es hier Drängenderes zu erledigen.

"Geht nun und wendet euch an den Kämmerer, er wird euch mit dem Nötigen ausstatten. Dann könnt ihr gleich damit anfangen, eure Aufgabe zu verfolgen."

Jhonson
07.11.2012, 15:53
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Erschöpft vom Kampf suchte sich Coltain einen Platz am Rande des Übungsraumes und verfolgte interessiert wie sich die anderen schlugen.

So wie der Magier seine Zauber einsetzte war klar, dass er wohl keine großen Kampferfahrungen hat, dafür aber Humor. Bei der platzenden Ratte musste Coltain laut lachen. Garvin schien nicht so langweilig und vertrocknet zu sein wie die Magier mit denen er es bisher zu tun hatte.

Die Elfin war ein echtes Miststück zu sein, überheblich, arrogant und respektlos gegenüber den Soldaten. Sie hatte hübsche Beine aber das wird ihren zweifellos schwierigen Charakter kaum aufwiegen. „Ihr verschwendet meine Zeit“ … ach ja dann geh doch in den Wald zum Bäume kuscheln, dachte Coltain bei sich und beschloss ihr nicht unnötig den Rücken zuzuwenden.

Der Zwerg war ein anderes Kaliber, hart im Nehmen. Aber seine Händlersinne warnten Coltain jetzt schon zur Vorsicht. Zwerge versuchen einem immer über den Tisch zu ziehen. Seine Familie hatte viele und nicht nur gute Erfahrungen mit Zwergen gemacht.

Spaßmacher, Verrückte und Betrüger. So wichtig schien die Prinzessin nicht zu sein wenn das die Hoffnung für Ferelden sein soll!

"… in der Lage, mit zwei Schwerter zu kämpfen? Ich hoffe doch, wobei es lange her ist, seit ich Jemanden gesehen habe, der beide Schwerter wie im Schlaf beherrscht hat" sagte Kylon zu ihm. Der Seargent schien in Gedanken versunken und keine Antwort zu erwarten. Den Kampf mit zwei Schwertern beherrschte er nicht, das war nur was für die Besten der Besten. Mit Schwert und Dolch war er aber verdammt gut und auch das eine oder andere Wurfmesser hatte er stets griffbereit und trug eine ordentliche Sammlung versteckt bei sich. Aber das behielt er wohlweislich für sich, bei solchen Begleitern erschien das sicherer.

"… er wird euch mit dem Nötigen ausstatten. Dann könnt ihr gleich damit anfangen, eure Aufgabe zu verfolgen." Mit diesen Worten waren sie wohl entlassen und da ihn alle ansahen erwartete man wohl, dass er den Weg wies. „Folgt mir“ und ohne abzuwarten ging er sicheren Schrittes voraus. Ihm war es egal ob sie folgen würden.

Der Kämmerer hatte sie schon erwartet und versorgte sie alle mit Proviant, Geld, Verbänden und was man sonst noch so gebrauchen konnte. Aus dem Waffenvorrat besorgte Coltain sich noch einen gut ausbalancierten Dolch und ein schmuckloses aber gutes Schwert und auch die eine oder andere Bombe landete in seinen Taschen.

Fertig ausgestattet wartete er auf seine „Begleiter“ …

Vanik
10.11.2012, 12:41
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Nicht gerade allzu glücklich, jedoch durchaus zufrieden mit seiner Vorstellung zog Garvin sich zurück, um die noch folgenden Prüfungen beobachten zu können. Zuerst wütete die Elfe, die ihm gleich aufgefallen war, mit einem Zorn um sich, der seinesgleichen suchte. Der von ihr zur Schau gestellte Hass imponierte ihm, so verschmolz er doch mit ihrem wilden, jedoch attraktiven Äußeren zu einer paradox anmutenden Gestalt, deren Zweck das Zufügen von Schmerzen zu sein schien. Schließlich versuchte sie zu treffen, jedoch nicht zu töten. Garvin würde sicher auch weiterhin viel Spaß daran haben, diese visuelle Köstlichkeit aufmerksam zu beobachten. Wer wohl diese tiefe, dunkle Verdammnis in ihrem Herzen gesät haben mochte?
Als der Magier noch immer recht versonnen und ohne Mitleid oder Gram diesem Gedanken nachhing, wurde der Zwerg bereits zu seinem Gegner gerufen. Seine Kampfweise erschien Garvin recht grobschlächtig, vor allem in Anbetracht der deutlich anmutigeren Kämpfer, die er zuvor gesehen hatte. Eine gewisse destruktive Qualität ließ sich dem Krieger allerdings nicht absprechen. Er war sehr zäh und seine Angriffe vermochten einem Gegner bestimmt Ehrfurcht einzuflößen.


Als alle Prüfungskämpfe vorüber waren, schien Kylon durchaus zufrieden, wenn auch nicht übermäßig begeistert von dem, was er gesehen hatte. Garvins Auswahl an Zaubern, die er präsentiert hatte, erwies sich als sinnvoll und es schien, als habe gerade er als Zirkelmagier, der wahrscheinlich mit gewissen Vorurteilen betrachtet wurde, es geschafft, diese ein wenig zu relativieren.


Zwei Schwerter? Kylon hatte Coltain darauf angesprochen, ob er mit zwei Waffen auf einmal kämpfen könnte. Wozu? Was war das mehr als reine Angeberei? Was sollte man denn mit zwei Schwertern? Jemanden zwei mal töten? Nunja, das war wohl so ein Krieger-Ding.
Als Kylon die Gruppe zum Kämmerer schickte, deutete Garvin eine Verneigung an, bevor er der Aufforderung Folge leistete. Tatsächlich konnte er einen besseren Stab und ergänzende Rüstungsteile zu seiner sehr guten und schützenden Robe finden. Ja, so fühlte er sich gut gerüstet. Dann würde es wohl Zeit, diese Prinzessin zu suchen.

Annalena
11.11.2012, 10:37
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Der durgen’len kämpfte ausgesprochen gut, aber er schien den Berserkerrausch nicht angewendet zu haben. Der Kylon-Schem sagte etwas davon, dass ihr Auftritt noch ein Nachspiel hat. Als ob sie das interessierte. Ins geheimen dachte Lenya, dass sie übertrieben reagiert hat, aber das würde sie natürlich niemals zugeben.

Jetzt sollten sie zu einem Kämmerer gehen. Was immer das auch ist. Sollten sie einen weiteren Test machen? Der Schem-Wächter sagte knapp, dass sie ihm folgen sollen. Sie biss sich auf die Lippen um nicht eine patzige Antwort zu geben. Es widerstrebte ihr, dass sie den Anweisungen eines Schems folgen sollte. Doch sie hatte keine Ahnung, was ein Kämmerer war oder wo er oder sie zu finden ist. Lieber folgte sie ihm, als sich die Blöße zu geben, etwas nicht zu wissen.

Dieser Kämmerer schien ein Verwalter zu sein. Sie konnten sich also mit Waffen, Rüstungen und anderen nützlichen Dingen ausrüsten. Als ob sie ihre Dalish-Lederrüstung und ihren geliebten Langbogen gegen diese minderwertigen Schem-Ausrüstung tauschen würde. Selbst die Pfeile waren von minderer Qualität. Doch sie nahm einige davon. Warum sollte sie ihre guten Elfenpfeile verschwenden? Nicht das es dazu kommen würde. Sobald sie außerhalb der Stadt sind, würde sie verschwinden.

Lenya nahm noch einige Wundumschläge und Verletztenausrüstungen. Diese konnte man immer gebrauchen. Sie hoffte nur, dass diese von besserer Qualität waren als die anderen Sachen, die es hier gab. Es dauerte nicht lang und sie stellte sich etwas abseits, als sie fertig war. Der Schem-Wächter hatte sich nun mit einem Dolch und einem Schwert ausgerüstet. Der Schem-Magier sah sich gerade die Zauberstäbe an.

Lenya blickte sich nach dem durgen’len um. Sie war neugierig, ob er auch eine neue Waffe oder Rüstung wählte. Sie bezweifelt es, da die Zwerge berühmt für ihre Schmiedekunst waren. Aber man weiß ja nie. Dieser durgen’len war ein wenig seltsam. Ganz anders, als sie sich die Zwerge vorgestellt hat. Die Schems andererseits waren genau das, was sie erwartet hat. Und sie musste nun mit zwei von denen näher zusammen arbeiten. Doch nicht für sehr lang, wenn es nach ihr ging. Genervt blickte Lenya sich um. Konnten sie nicht ein bisschen schneller machen? Wenigstens der Schem-Wächter war schon fertig.

Gleichgewicht
14.11.2012, 11:55
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Scheinbar gab es keine anderen Freiwilligen, denn der Mann erlaubte ihnen allen, an der Rettungsaktion teilzunehmen. Und er gab Goren noch schlaue Ratschläge mit auf den Weg. Der Zwerg ließ ihn reden, er sah die Sache anders. Auf solche Schwächlinge wollte er sich nicht verlassen. Ein Zwergenkampftrupp war ein Team aus erfahrenen Kriegern, nicht diese bunte Truppe. Er warf der menschenhassenden Elfe einen Seitenblick zu. Nein, sie waren ganz sicher keine Einheit, in der sich jeder auf den anderen verlassen konnte.

Dann setzten sie sich schon wieder in Bewegung, um ausgerüstet zu werden. Bekam der Magier jetzt endlich eine richtige Rüstung? Dieses Kleidchen würde ihn nicht vor einem Schwerthieb schützen und Goren würde sich ganz sicher nicht vor ihn werfen, um ihn zu retten. Die beiden Menschen tauschten tatsächlich ihre Waffen und Rüstungen teilweise aus. Gespannt wartete der Zwerg ab, was die Elfe tat. Wie erwartet verzichtete sie auf minderwertige Ausrüstung aus den Menschenschmieden. Er konnte sie verstehen und tat es ihr gleich. Niemals würde er seine Familienaxt gegen eine rostige Menschenwaffe tauschen, die nach dem ersten Hieb auseinander brach. Allerdings erspähte Goren einige Wurfäxte von mittelmäßiger Qualität. Vier davon nahm er mit, sie würden ihm vielleicht nützlich sein. Wie die Elfe nahm er Wundumschläge mit sich, auch wenn er sie eher schlecht als recht zu benutzen wusste. Dafür steckte er zwei Giftschfläschen ein, deren typische Färbung er kannte. Man musste nur vorsichtig ein wenig davon auf die Klinge schmieren und konnte schlimme Verletzungen anrichten. Das eine war ein gewöhnliches Kontaktgift, das innerhalb von Stunden zum Tod führte. Das andere war ein lähmendes Gift, das ihm im direkten Kampf zu gute kommen würde. Oder aber man mischte es ins Essen des Opfers, um es komplett zu lähmen. Gegen einen Drachen würde er damit kaum etwas bewirken können, gegen störende Menschenbegleiter schon eher. Schnell steckte er ein zweites Lähmungsgift ein. Für die Waffen und Rüstungen hatte er wirklich kein Auge. Selbst wenn hervorragende Äxte dabei gewesen wären, er hätte aus Prinzip keine mitgenommen. Und die Rüstungen passten einem Zwerg sowieso nicht. Die Elfe schien es sich nun doch anders überlegt zu haben und steckte einige Pfeile ein. Goren schüttelte nur den Kopf darüber. Die würden an den Drachenschuppen abprallen.

Mit den gleichen ungeduldigen Gedanken wie die Elfe stellte Goren sich dann an den Ausgang der Waffenkammer und musterte den Magier, der sich zu seinem Kleidchen einige leichte Rüstungsteile geholt hatte. Er sah wirklich lächerlich aus. Eine Wurfaxt im Rücken würde ihm definitiv gut dazu stehen.

Jhonson
16.11.2012, 11:46
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Interessiert verfolgte Coltain wie sich seine Mitstreiter beim Kämmerer bedienten. Der Magier sah mit den verschiedenen Rüstungsteilen zwar recht seltsam aus, aber wenn er sich so besser fühlt sollte es ihm egal sein. Die kleine Elfin verzog abfällig ihr hübsches Gesicht und nahm sich ein paar Pfeile und Wundumschläge. Und der Zwerg, ja der bediente sich großzügig bei den Wurfäxten und wanderte da nicht auch ein wenig Gift in seine weiten Taschen? Das gierige Funkeln und der berechnende Blick in den Augen des Zwergs gefiel Coltain gar nicht.

Mehr und mehr verfluchte er sein Unglück das ausgerechnet er in diese Lage gekommen war. Warum musste Cauthrien auch ausgerechnet ihn in diese Sache reinziehen. Im schlimmsten Fall würde er sich absetzen und verschwinden, das würde aber auch den Verlust seines Erbes bedeuten. Verdammt noch mal.

Nach der Rüstkammer ging es zurück zu Kylon um sich eine nette Summe für Bestechungsgelder und ähnliches auszahlen zu lassen. Auch an einen Passagierschein für den Palast hatte der Seargent gedacht und ohne weitere Verzögerungen verließ die Truppe Fort Drakon um direkt vor dem Eingang erst mal anzuhalten.

„Ich denke es ist Zeit das weitere Vorgehen zu besprechen“ fing Coltain an. Am Ort der Entführung zu beginnen erschien logisch und von daher würde man im Palast anfangen mit der Suche. Er selbst dachte auch daran den einen oder anderen Informanten der Stadtwache aufzusuchen umso weitere Informationsquellen anzuzapfen. erwähnte das aber nicht weiter.

Irgendjemand im Palast musste bei der Entführung geholfen haben. Eine Prinzessin entführt man nicht ohne sorgfältige Vorbereitung und Planung und das bedeutet auch das irgendjemand etwas weiß oder gesehen hat. Es war auch nicht auszuschließen, dass sie überwacht wurden, ob von Cauthriens Leuten oder den Entführern. Selbst einer seiner „Mitstreiter“ konnte zu ihnen gehören.

Magier, Elfin, Zwerg … als er die drei so ansah wurde ihm im klar, dass er ja nicht mal ihre Namen kannte. Und von daher war es naheliegend sich kurz vorzustellen. „Ich bin Coltain, Stadtwächter“.

Vanik
19.11.2012, 22:37
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"Ich denke es ist Zeit das weitere Vorgehen zu besprechen“




Hier in dieser Umgebung war Coltain sicher am besten geeignet, um schnelle Fortschritte zu erzielen, beziehungsweise erste Spuren zu entdecken. Garvins Einsatz würde früh genug kommen. Noch konnte er zwar nicht erahnen, wie dieser aussehen mochte, doch war er fest entschlossen, Ferelden zu zeigen, wie nützlich Magier in Problemfällen sein konnten. Dies war jedoch noch nicht die rechte Zeit für Garvin, seine Fähigkeiten zu bemühen. Demnach sagte er lediglich: „Ja,das sollten wir.“




„Ich bin Coltain, Stadtwächter“.




Nun denn, scheinbar war es doch möglich, außerhalb einer Lehranstalt Manieren zu erlernen. Na ja, zumindest waren sie – erwartungsgemäß wie Garvin sich eingestehen musste – ein wenig schmutzig.


Der Magier lächelte erfreut, neigte etwas den Kopf und entgegnete: „Mein Name ist Garvin Matos, meines Zeichens Zirkelmagier und Kräuterkundiger. So es um die Schule der Veränderungsmagie, angewandte Geistmagie oder gar die hohe Kunst der Alchemie geht, dürft ihr gerne auf mein Wissen zugreifen. Weiterhin halte ich mich für durchaus talentiert,was kreative Informationsgewinnung, Experimente von nicht näher definiertem moralischen Charakter oder natürlich die aktive Unterstützung in Konfliktfällen, welche sich durch das Stilmittel angewandter Gewalt auszeichnen“, Garvin blickte in die Runde und bemerkte – nicht zu früh – dass seine Ausschweifungen nicht allzu fesselnd zu sein schienen. Als wolle er es noch einmal zusammenfassend verdeutlichen, schob er schnell nach: „Garvin, zuständig für Magie“, blickte zur Elfe und von dieser zum Zwerg.

Annalena
23.11.2012, 09:21
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Wie sie erwartet hat, nahm der durgen’len nichts von den Waffen und Rüstungen der Schemlen. Sie war jedoch überrascht, als er mehrere Tränke nahm, die nichts mit Heilung zu tun hatten. Aber ihr sollte das egal sein. Der Schem-Magier war inzwischen auch fertig.

Sie folgte dem Schem-Wächter und den anderen zurück zu diesem Kylon-Schem. Dort besprach der Schem-Wächter etwas mit ihm, aber sie ignorierte die zwei. Es dauerte nicht lang und sie verließen das große Gebäude. Der Schem-Wächter blieb aber vor dem Gebäude stehen und wandte sich ihnen zu. Lenya rollte innerlich ihre Augen. Ständig diese Verzögerungen.

„Ich denke es ist Zeit das weitere Vorgehen zu besprechen“,

sprach der Schem-Wächter. Lenya war froh, dass es nun endlich losgeht. Gleich würde sie ihren Vorschlag unterbreiten. Er blickte sie alle nacheinander an und fuhr fort.

„Ich bin Coltain, Stadtwächter“.

Doch bevor die Elfe antworten konnte, sprach der Schem-Magier.

„Mein Name ist Garvin Matos, meines Zeichens Zirkelmagier und Kräuterkundiger. So es um die Schule der Veränderungsmagie, angewandte Geistmagie oder gar die hohe Kunst der Alchemie geht, dürft ihr gerne auf mein Wissen zugreifen. Weiterhin halte ich mich für durchaus talentiert,was kreative Informationsgewinnung, Experimente von nicht näher definiertem moralischen Charakter oder natürlich die aktive Unterstützung in Konfliktfällen, welche sich durch das Stilmittel angewandter Gewalt auszeichnen“

Lenya blinzelte völlig überrascht über die lange Rede des Schem-Magiers. Es half auch nicht, dass sie keine Ahnung hatte über was er geredet hat. Sie selbst war ja keine Magierin. Doch wieder kam sie nicht zu Wort.

„Garvin, zuständig für Magie“.

sagte der Schem-Magier noch knapp. Als ob sie interessierte, wie die anderen hießen. Lenya überlegte, ob sie ihren Namen sagen sollte und entschied sich dafür. Für den Moment müssen sie, leider, zusammen arbeiten.

„Lenya.“ Sie wollte es dabei belassen, doch dann sprudelte es ihr heraus. „Ich bin eine Dalish. Verwechselt mich also nicht mit euren Dienern, die ihr in diesen Gesindevierteln eingepfercht habt. Anders als diese Flachohren werde ich mich nicht vor den Schemlen verneigen und tun, was sie mir sagen. Und meine Waffen weiß ich auch durchaus zu benutzen.“ Lenya blickte die beiden Schemlen noch einmal missmutig an.

„Ich schlage vor, wir beginnen außerhalb der Stadt zu suchen. Nach all dieser sinnlosen Verzögerung sind die Entführer sicherlich schon längst aus Denerim verschwunden. Wir sollten also dort mit der Suche beginnen.“ Die Elfe wusste nicht, ob die anderen ihrem Vorschlag zustimmen würden, aber einen Versuch war es auf jeden Fall wert. Sobald sie aus der Stadt sind, würde sie verschwinden. Und niemand würde sie dabei aufhalten. Nicht das die beiden Schems eine Chance gegen sie hätten. Bei dem durgen’len sah es schon anders aus. Sie wusste noch nicht so recht, was sie von ihm halten soll.

Sie hoffte nur, dass die Hüterin nicht erfuhr, dass sie sich zu dieser Suche gemeldet hat. Diese würde dann sicherlich darauf bestehen, dass Lenya wirklich bei der Suche hilft und das wollte sie ganz und gar nicht.

Gleichgewicht
23.11.2012, 13:59
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Nach einem abschließendem Gespräch mit Zylon konnten sie sich endlich aufbrechen, den Drache zu jagen und die Prinzessin zu befreien. Mittlerweile hatte Goren die Wurfäxte und Giftfläschen halbwegs gut verstauen können und war bereit für den Kampf. Der Menschensoldat hingegen wollte labern. „Weiteres Vorgehen besprechen“, woher kam ihm nur diese dämliche Idee? Die Sache war doch eindeutig: Den nächsten Berg mit Drachenhöhle suchen, das Biest erschlagen und fertig. Aber der Zwerg hielt seinen Rand und ließ wieder einmal die anderen reden. Wenn nur er auf einen Drachenangriff aus der Luft vorbereitet war, umso besser. Dann musste er sich nicht um die Störenfriede kümmern.

Der Mensch stellte sich erst einmal als Stadtwache vor, wie Goren es vermutet hatte. Die Oberflächler nahmen wohl jeden Straßenräuber in ihre Reihen auf. Der Mann konnte vielleicht durchschnittlich Kämpfen, aber eine Stadtwache war eine ehrenhafte Organisation und keine Söldnerbande. Wenigstens in Orzammar war das so.

Nach Coltain erzählte Garvin etwas über sich. Goren verstand nicht einmal die Hälfte seines Geschwafels von Zirkelmagie, Alkemi, Stielmitteln und anderen Dingen. Dass er mit Magie zu tun hatte, hätte der Zwerg auch so erraten. Ein Krieger würde sich kaum in ein Kleidchen zwängen.

Es folgte die Elfe, an der Goren am meisten Interesse hatte. Sie fasste sich knapp und stellte klar, dass sie ihren Weg durchziehen würde. Goren mochte sie ein wenig und das tat er mit jedem Augenblick mehr. Elfen waren wohl doch nicht so schlimm, wie er es sich immer gedacht hatte. Bei den Geschichten von dürren Baumkuschlern im Wald, die auf großen Hirschwesen ritten, hätte er Lenya völlig anders eingeschätzt.

Jetzt war wohl er an der Reihe. Goren räusperte sich und gab ein wenig seiner Reimkunst zum besten.

„Und ich bin Goren. Zwergenkrieger, das habt ihr schon gesehen. Ich zerstückle jeden Feind, da hilft ihm auch kein Flehen. Mehr müsst ihr auch nicht wissen, bei meinen Geschichten würdet ihr euch doch nur vor Angst bepissen.“

Er lachte laut über diesen gut gelungenen Reim. Dann stimmte er Lenya mit ihrem Vorschlag zu.

„Außerhalb der Stadt werden wir die Prinzessin finden. Wo sollte sich ein Drache auch hier verstecken? Oder glaubt ihr, dass es ein sehr kleiner Drache ist. Wie eine Nug? Dann wäre die Prinzessin aber winzig...“

Goren wusste wenig über Menschen. Er dachte ernsthaft über seine Worte nach. Vielleicht waren Menschenprinzessinnen wirklich winzig klein und war schon totgetreten worden. Das wäre nicht so gut.

Jhonson
26.11.2012, 15:19
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„Mein Name ist Garvin Matos …“ oh ein Mabari „… meines Zeichens Zirkelmagier …“ gebannt beobachtete Coltain den verwilderten Kampfhund „… Schule der Veränderungsmagie …“ diese Rasse hatte ihn schon immer fasziniert „… angewandte Geistmagie oder …“ wild, gefährlich und treu „… zugreifen. Weiterhin halte ich …“ dieser hier zankte sich mit einem anderen Hund um einen nicht näher definierbaren Abfall „… moralischen Charakter oder … „ und blieb siegreich „… Gewalt auszeichnen …“ so einen hätte er auch gerne gehabt „Garvin, zuständig für Magie“ ah okay, Garvin, Magier, hoffentlich braucht er nicht so lange zum zaubern wie er redet.

„Lenya.“ Stellte sich die Dalish kurz vor und fuhr fort „… sollten also dort mit der Suche beginnen.“ Außerhalb der Stadt, ja klar und wo sollen wir dort anfangen? Coltain hatte eigentlich gedacht das eine Dalish Ahnung von Fährtensuche und Verfolgung hat und nicht einfach bloß auf den Zufall vertrauen würde. Enttäuschend! Kein Wunder das die Dalish in den Wäldern herumirren und nichts auf die Reihe bekommen.

„Und ich bin Goren. Zwergenkrieger …“ und auch er wollte scheinbar so schnell wie möglich aus der Stadt verschwinden. Und überhaupt dieser Unsinn mit dem Drachen, was sollte das. Wenn ein Drache die Prinzessin entführt hätte würde man wohl kaum vier Abenteurer losschicken sondern die Elitegarde von Denerim.

Er merkte das er sehr genervt war, eine Eigenschaft die ihn schon oft in Schwierigkeiten gebracht hatte, aber egal „wenn ihr in den Wäldern herumirren und sinnlos durch die Gegend stolpern wollt, gerne. Aber ich und Garvin …“ er hatte ja die Verantwortung für den Magier „… werden dort die Spur der Prinzessin aufnehmen wo sie entführt wurde, also im Palast.“ Sollen die beiden doch verschwinden und Geister jagen gehen, ihm wäre es nur recht. Inzwischen vertraute er den beiden nicht mal so weit wie er einen Bronto werfen konnte.

Er sah zu Garvin „und wenn ihr jetzt auch Bäume zählen wollt dann könnt ihr das gerne mit Ser Cauthrien besprechen! Ich werde dort anfangen wo die Prinzessin zuletzt war, also im Palast“

Vanik
30.11.2012, 15:43
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„wenn ihr in den Wäldern herumirren und sinnlos durch die Gegend stolpern wollt, gerne. Aber ich und Garvin werden dort die Spur der Prinzessin aufnehmen wo sie entführt wurde, also im Palast.“




Was war hier nun im Begriff zu geschehen? Die Elfe mit der Anlage zur Serienmörderin wollte unbedingt die Wälder durchstreifen, um einePrinzessin zu suchen, obwohl es doch nur logisch war, dass dies der erste Gedanke möglicher Verfolger war. Wenn Garvin der Entführer wäre, was er ja selbstverständlich – na ja, zumindest wahrscheinlich – nie tun würde, würde er alle aus der Stadt rennen lassen und sich derweil in einem netten Hinterzimmer oder Keller verstecken. Nun ja, zumindest ergaben die Worte der Dalish mehr Sinn als die des Zwerges. Was sollte ein Drache damit zu tun haben? Hätte ein Drache diese Prinzessin entführt, hätte es doch jeder gesehen. Nun ja, vielleicht war dieser Goren ja auch nicht richtig gesund im Kopf? Sei es drum, er musste mit ihm zusammenarbeiten, bis diese Sache erledigt war.

Zumindest schien Coltain sich dieser Aufgabe mit einem Mindestmaß an Vernunft anzunehmen.


„und wenn ihr jetzt auch Bäume zählen wollt dann könnt ihr das gerne mit Ser Cauthrien besprechen! Ich werde dort anfangen wo die Prinzessin zuletzt war, also im Palast“




Der Wächter wählte gewiss nicht den Tonfall, der Garvin gefiel, oder der sich dazu eignete, einen Magier angemessen anzusprechen, doch hatte er ja auch schon annehmbare Manieren bewiesen. Zu viel konnte man von diesem eher einfachen Volk wohl doch nicht erwarten.



Bäume zählen – wie lächerlich. Nur ein vollkommener Idiot würde Bäume zählen. Garvin würde doch eher den Platzbedarf eines einzelnen Baumes sowie die Fläche des Waldstückes in einer Formel miteinander verrechnen, um wesentlich schneller auf den Baumbestand einer definierten Fläche schließen zu können. Nun war es wohl unstrittig, dass Coltain, obschon er Garvin von seinen neuen Gefährten noch am liebsten war, ganz gut in seiner doch recht simpel gestrickten Aufgabe als Stadtwächter aufgehoben war. Als Antwort beließ er es bei einem schlichten: „Ich halte den Palast für den besten Ort, um mit der Suche zu beginnen.

Annalena
04.12.2012, 11:20
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Lenya war stinksauer. Und das war milde ausgedrückt. Sie folgte missmutig dem Schem-Wächter zum Palast. Er sagte zwar, dass sie gerne die Stadt verlassen konnte, doch sie war nicht dumm. Denerim war bestimmt immer noch abgeriegelt und ohne diesen Schem-Wächter konnte sie die Stadt sicherlich nicht verlassen. Zumindest nicht ohne Ärger mit der Hüterin zu bekommen.

Während ihr der durgen’len noch am sympathischsten war, er war schließlich kein Schemlen, bezweifelte sie seinen Geisteszustand. Sie hatte noch nie gehört, dass Drachen Leute entführten.

„Ich glaube nicht, dass diese Schem-Prinzessin von einem Drachen entführt wurde, Goren. Einen Drachen hätten selbst die Schemlen gesehen. Außer natürlich er könnte sich in einen Menschen verwandeln. Doch die Einzige, die das kann, ist Asha'belannar. Ich bezweifle allerdings stark, dass sie so etwas tun würde.“

Goran blickte sie nur seltsam an. Auch die beiden Schemlen hörten ihr zu.

„Drachen galten als ausgestorben, aber das war nicht wahr. Der Erzdämon war ein Drache und der Graue Wächter Alistair hat ihn getötet und die Verderbnis damit beendet. Ich habe gehört, dass Alistair und seine Gruppe einigen Drachen begegnet sind und diese erschlagen haben. Doch keiner von denen hatte Leute entführt. Wenn Ihr mehr wissen wollt, Goren, dann fragt den Schem-König. Er war ein Begleiter von dem Grauen Wächter Alistair.“

Die Gruppe war nun vor dem Palast angekommen. Lenya wollte nicht unbedingt mit den beiden Schemlen reden, aber sie war doch ein wenig neugierig. Da sie fürs erste mit ihnen feststeckte, sollte sie doch ein bisschen mehr wissen. Sie wünschte Fenris wäre hier. Vielleicht war es in Ordnung ihn zu rufen. Lenya konnte sich lebhaft die Panik der beiden Schems vorstellen, wenn plötzlich ein großer weißer Wolf erscheinen würde. DAS wäre den Ärger mit der Hüterin wirklich wert. Hm, sollte sie es tun? Doch erst einmal musste sie, wenn auch widerwillig, eine Frage stellen.

„Schem-Wächter, was genau ist diese Schemlen-Prinzessin? Ist sie eine Dienerin in diesem Palast? Ich nehme an, sie ist keine Elfe. Ihr Schems würdet nicht so einen Aufwand betreiben, wenn sie eine Elfe ist.“

Gleichgewicht
07.12.2012, 16:50
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Oberflächler mochten seltsam denken und keine Ahnung haben, aber diese beiden Menschen hier waren einfach nur stur und dumm. Er hatte doch erklärt, dass er nach der Drachenhöhle suchen wollte und nicht ziellos umher streifen. Dieser Coltain wollte sich nicht von seinem langweiligen Plan abbringen lassen. Im Palast Leute befragen oder dort nach Drachenspuren suchen.

Goren spuckte nur aus und sah missmutig zu der Stadtwache auf. Mehr musste nicht gesagt werden, um zeigen, wo seine Sympatien lagen. Oder besser nicht lagen. Der Zauberer im Kleidchen war einfach nur feige und wollte natürlich lieber innerhalb der Stadtmauern bleiben. Der Zwerg setzte Coltain auf Platz 1 seiner Abschussliste, Garvin mit einigem Abstand auf Platz 2.

Als die Männer sich in Bewegung setzten, folgte Lenya ihnen sichtlich widerwillig. Damit war auch für Goren die Sache entschieden. Er schlug ebenfalls den Weg zum Palast ein. Die Elfe belehrte ihn darüber, dass ein Drache nicht der Übeltäter sein konnte und faselte etwas von einem Arschbellennarr. Was auch immer das sein sollte. Goren kannte zwar Geschichten von der berüchtigten Hexe der Wildnis, aber ihren Name hatte er nicht lange behalten.

„Mhhja.“

brummelte er nur nachdenklich, aber nicht eingeschnappt. Vielleicht hatte die Elfe recht, er wusste wenig über Drachen. Den Oberflächlerkönig würde er jedoch sicher nicht befragen.

„Ein Drache, ein Dämon, ein Mensch..oder ein anderes Wesen? Ich werds finden und ordentlich verprügeln, so schnell wirds nicht wieder genesen.“

verprach er, als Lenya mit ihrer Ausführung fertig war und sie den Palast erreicht hatten. Warum wohnten die Adeligen hier und nicht oben im Fort Drakon, fragte er sich. Dort war es doch viel gemütlicher als hier.

Jhonson
11.12.2012, 14:28
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„Ich halte den Palast für den besten Ort, um mit der Suche zu beginnen“ sprach Garvin. Wenigstens einer der klar denken kann. Coltain fühlte sich so langsam wie zu Hause. Der Zwerg erinnerte ihn doch sehr an seine Brüder und deren Hinterhältigkeit und die Elfe war wie seine kleine Cousine Klara … süß, nervig und ein Biest.

„Schem-Wächter, was genau ist diese Schemlen-Prinzessin? Ist sie eine Dienerin in diesem Palast? Ich nehme an, sie ist keine Elfe. Ihr Schems würdet nicht so einen Aufwand betreiben, wenn sie eine Elfe ist.“ Er dachte kurz darüber nach nichts zu sagen, aber dann siegte sein guter Wille. Er musste es ja nicht gleich darauf anlegen es sich mit allen zu verscherzen. „Die Prinzessin ist die künftige Herrscherin von Ferelden und von daher sehr wichtig. Wer auch immer sie in Händen hält hat ein sehr starkes Druckmittel!“ Coltain war sich nicht sicher ob das irgendwie verständlich war aber jetzt waren sie zum Glück endlich beim Palast angekommen und er zeigte den Passierschein vor und verlangte nach den Verantwortlichen um Zeugenaussagen zu bekommen.

Emerahl
17.12.2012, 13:50
Die Palastwache mustert kritisch den Passierschein, doch es gibt nichts daran auszusetzen, so öffnet er die Türe, winkt einen Diener herbei, der die 4 Gefährten in einen kleinen Salon führt. Er infomiert sie darüber, dass gleich der Hausverwalter mit den Zeugen erscheinen wird und verschwindet.

Es vergeht fast eine halbe Stunde, bis der Hausverwalter mit den Zeugen erscheint, 4 elfische Dienerinnen, 2 menschliche Dienerinnen und 2 männliche Wachen.

Er lässt sich nichts anmerken über den bunten Haufen, der vor ihm steht, doch wendet er sich einzig und allein an Coltain, der ihm, in Kleidung der Wache, als würdiger Gesprächspartner erscheint:

"Herr, hier sind die Zeugen, die Sie befragen wollten. Diese Dienerinnen und Wachen waren zuletzt mit der Prinzessin zusammen, bevor..." Seine Stimme bricht, man sieht Zuneigung in seinem Gesicht, als er die Prinzessin erwähnt.

Annalena
18.12.2012, 10:36
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Lenya hörte sich die Erklärung an. Die Schem-Prinzessin ist also die zukünftige Herrscherin? Sie wusste ein wenig Bescheid und es konnte nur die Tochter des Schem-Königs sein. Warum sucht er dann nicht selbst nach ihr? Und warum heuert er Fremde an, die nach ihr suchen? Hat dieser Schem-König keine vernünftigen Wachen? Lenya schüttelte innerlich den Kopf. Natürlich war er auf Fremde angewiesen. Die Wachen waren schließlich Schemlen.

Diese ganzen Sitten und Gebräuche der Schemlen verstand sie nicht. Warum wurde jemand Herrscherin, nur weil sie Tochter des Königs war? Sollte nicht der Fähigste den Clan anführen? Jemand wurde zur Hüterin oder zum Hüter, weil er fähig ist und nicht weil er die Tochter oder der Sohn eines Hüters ist. Schemlen!

Sie waren nun vor dem Palast angekommen und nachdem der Schem-Wächter kurz mit einer Wache diskutiert hatte, wurden sie in den Palast rein gelassen. Sie mussten in einem Zimmer warten und es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich jemand kam. Dann erschien ein Mann mit vier elfischen Dienerinnen, zwei menschlichen Dienerinnen und zwei männlichen Wachen.

"Herr, hier sind die Zeugen, die Sie befragen wollten. Diese Dienerinnen und Wachen waren zuletzt mit der Prinzessin zusammen, bevor..."

Dem Mann ging es sichtlich nahe, dass diese Schem-Prinzessin verschwunden ist. Lenya entging aber nicht, wie geringschätzend er sie, Goran und den Schem-Magier ansah. Er verbarg es gut, aber sie war eine gute Beobachterin. Es war nicht verwunderlich, dass er den Schem-Wächter zuerst ansprach. Dieser studierte die Anwesenden und Lenya bemerkte, dass er die Frauen länger musterte als die Männer. Urgh, er war also einer dieser Schemlen.

Lenya platzte der Geduldsfaden. Wie lange wollte dieser Schem-Wächter noch mit seinen Fragen warten? Er sollte loslegen anstatt die Frauen mit seinen Augen auszuziehen. Sie öffnete einen Weg ins Jenseits und rief ihren Wolf herbei. Die Luft flimmerte ein wenig und nur wenige Augenblicke später stand Fenris neben ihr. Sie wusste nicht genau wie es funktionierte, aber sie konnte ihren Wolf auf diese Weise rufen, wenn er nicht zu weit entfernt war. Lenya würde es nie laut zugeben, aber sie froh, dass Fenris an ihrer Seite war. Sie fühlte sich jetzt sicherer.

Die Frauen und einige Männer, doch sie konnte nicht ausmachen welche, kreischten als der Wolf erschien und starrten sie jetzt an. Lenya stapfte zu den beiden Schem-Wachen.

„Was habt ihr gesehen? Antwortet wahrheitsgemäß. Mein kleiner Wolf kann Lügen riechen und wenn ihr lügt, dann bekommt er einen Festschmaus. Er mag Schemlenfleisch.“

Letzteres war natürlich nicht wahr. Als ob sie ihren Liebling Schemlen fressen lassen würde. Er würde sich doch nur den Magen verderben. Ihr Wolf verstand sie und Fenris blickte die Beiden nun an und beleckte sich seine Schnauze. Herrlich, wie blass die Beiden wurden. Und einer fing an zu stottern.

„Da… da… da war ein… ein Brief… Brief… und die… die Prinzessin war… war darüber sehr… sehr wütend. Der… der Bote war… war mir nicht… nicht bekannt. Also… also… habe ich ihn… ihn nicht mit… mit ihr allein gelassen. Das… das… war das letzte Mal, dass ich… ich sie gesehen habe.“

Hm, ein Brief also. Könnte da etwas drin gestanden haben, dass mit der Entführung zu tun hat? Sie blickte Fenris an und er heulte kurz auf. Dieser Schemlen sagte also die Wahrheit. Lenya blickte ihn wieder an.

„Dann holt diesen Brief. Sofort!“

Die Schem-Wache stürzte aus dem Zimmer und Lenya wandte sich dem Nächsten zu. Fenris knurrte leise und sie blickte auf den Boden. Dann rümpfte sie die Nase an der Pfütze, die sich zu Füßen der Schem-Wache gebildet hat. Sie trat zwei Schritte zurück. Doch bevor sie etwas sagen konnte, wurde sie unterbrochen.

Gleichgewicht
20.12.2012, 15:17
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Eine geschlagene Stunde musste Goren warten, es kam ihm jedenfalls so vor. Dann endlich brachte man die acht Zeugen herein. Ein Haufen aus dummen Dienern und noch dümmeren Wachen. Der Zwerg sah Coltain zweifelnd an. Wollte er wirklich auf deren Wort vertrauen? Für ein paar Goldstücke würden die doch jeden Scheiß erzählen.

„Schöne Zeitverschwendung.“

murmelte er in seine Bartstoppeln hinein und schüttelte den Kopf. Da war ja seine Drachenjagd-Idee besser.

Die Elfe Lenya fasste sich ein Herz und stellte die ersten Fragen, da der Menschenwächter Coltain natürlich unfähig war. Doch zuvor rief die Elfe ein riesiges Tier, das Goren bis zu den Schultern reichte. Der Zwerg packte seine Axt und sah Lenya zweifelnd an. Eine Elfenhexe? Ihm war das egal. Aber dieses Wesen gefiel ihm nicht. Goren wäre gern bis an die Wand zurück gewichen, doch er durfte vor seinen drei Begleiter keine Furcht zeigen. Das Riesentier interessiert sich nicht für ihn, sondern behielt die Zeugen im Auge, als wolle es sich in den nächsten Sekunden auf sie stürzen. Eine der Wachen packte sogleich aus und erzählte etwas von einem Brief. Die Bestie stieß daraufhin einen fürchterlichen Laut aus. Verdammt, was sollte das? Bis jetzt waren die beiden Menschen seine größte Sorge gewesen. Lenya und ihr Monstrum machten dem Zwerg nun aber mehr zu schaffen. Kaum hatte die Wache den Raum verlassen, um den Brief zu holen, zog Goren entschlossen seine zweihändige Familienaxt. Damit würde er das Vieh spalten, wenn es nötig war.

„Halt, halt. Warte!“

fauchte er Lenya an, als die den nächsten Zeugen befragen wollte.

„Alles schön und gut. Deine Methode zeigt Wirkung bei den Zeugen. Keine Frage. Aber was bitteschön ist das für ein Dämon, den du beschworen hast?“

Er deutete mit dem Axtkopf vorsichtig Richtung Wolf. Nun, er wusste nicht, dass es ein Wolf war. Wie bei vielen Dingen von der Oberfläche hatte er schon davon erfahren. In Büchern gelesen oder von den Torwachen Orzammars gehört. Doch er hatte diese Unwichtigkeit bereits vergessen.

„Hast du das Ding unter Kontrolle? Wenn es mich anspringt, spalte ich ihm den Schädel, beim Stein.“

Vor lauter Aufregung vergaß er sogar das Reimen.

Jhonson
03.01.2013, 15:55
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Amüsiert verfolgte Coltain das Geschehen. Die Dalish schien sich gar nicht mehr zu bremsen können und ihr Wolf machte ganz schön Eindruck auf die „Zeugen“, immerhin hatte sie ihn wohl unter Kontrolle. Von daher war es ihm ziemlich egal, Hauptsache sie hatten ein paar Antworten.

Auf den Inhalt des Briefes war er schon sehr gespannt. Den Zwerg ignorierte er weiterhin und während sie auf den Brief warteten übernahm er das weitere Verhör, aber es stellte sich heraus, dass keiner sonst etwas von Interesse zu berichten hatte.

Endlich war der Bote wieder mit dem Brief da und gab ihn an den Hausverwalter weiter.

Vanik
04.01.2013, 17:54
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Ein Brief also? Dann hatte Coltain wohl doch recht damit gehabt, es sei am klügsten, im Palast mit der Suche anzufangen.


Während der Befragung, sowohl jener durch den Wächter, als auch der durch die Elfe und ihren … nun ja, Hund, Wolf, was auch immer - zumindest schien das Tier nicht in dem Sinne domestiziert zu sein, hielt Garvin sich im Hintergrund und versuchte, die vermeintlichen Zeugen aufmerksam zu beobachten. Selbstverständlich war er für dergleichen kriminologische Untersuchungen nicht unbedingt geschult, doch ein wildes Tier auf Palastangestellte zu hetzen – es wäre sicher nicht sein Stil gewesen. Na ja, wenigstens hatte der Zeckenteppich den Zwerg ein wenig Respekt gelehrt. Er wäre sicher deutlich nützlicher, wenn er bei klarem Verstand und weit weg von seinen wilden Drachentheorien wäre.


Noch als Garvin über die Möglichkeit nachdachte, eine Aussage mittels eines zermalmenden Gefängnisses zu erzwingen, eilte schon der Bote mit dem Brief herbei und Garvin wartete gespannt, was dieses Schriftstück wohl enthüllen mochte.

Emerahl
09.01.2013, 10:39
Die Diener rücken verängstigt zusammen, als der Wolf wie aus dem Nichts erscheint. Solch eine Magie haben sie noch nie gesehen. Allerdings haben sie schon gehört, dass die Hexen der Wildnis dieser Magie wohl mächtig seien. Doch sieht die Elfe nicht so aus wie in den Geschichten.

Die Wache, die von dem Brief erzählt hat, stürzt eilig hinaus, froh, all dies hinter sich zu lassen. Die zweite Wache, noch sehr jung, gerade erst die Prüfungen bestanden, nässt sich vor Schreck ein. Beschämt blickt er zu Boden, wagt es nicht, die Elfe oder einen der Anderen in dem Raum anzuschauen. Am liebsten würde er vor dem Wolf fliehen, doch er ist in seiner Angst erstarrt. Bevor der Wolf allerdings auf ihn zukommen kann, werden sie von dem Zwerg unterbrochen.

„Halt, halt. Warte!“ fauchte der Zwerg die Elfe an. „Alles schön und gut. Deine Methode zeigt Wirkung bei den Zeugen. Keine Frage. Aber was bitteschön ist das für ein Dämon, den du beschworen hast?“ Diese Worte versetzen die Diener in noch größere Angst und Schrecken, einige der Frauen beginnen zu wimmern.

Doch die Erlösung naht, die Wache kommt wieder mit dem Brief zurück, den er dem Hausverwalter gibt. Dieser übergibt ihn mit zitternden Händen an die Elfe.

"Herrin, hier ist der Brief, den Ihr gesucht habt. Nun versteht Ihr auch gewiss, wieso wir unsere Wachen nicht damit beauftragen können."


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Annalena
12.01.2013, 09:18
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Der durgen’len hatte seine Waffe gezogen und sah ihren Wolf an.

„Alles schön und gut. Deine Methode zeigt Wirkung bei den Zeugen. Keine Frage. Aber was bitteschön ist das für ein Dämon, den du beschworen hast?“

Ein Dämon? Was redete er da? Ihr Fenris war kein Dämon.

„Hast du das Ding unter Kontrolle? Wenn es mich anspringt, spalte ich ihm den Schädel, beim Stein.“

Doch bevor sie antworten konnte sprang die Tür auf und der Soldat gab dem Hausverwalter einen Brief. Dieser überreichte diesen ihr. Lenya bemerkte wie seine Hände zitterten. Irritiert nahm sie den Brief. Nun war sie froh, dass sie Lesen und Schreiben gelernt hat. Sie hatte sich gesträubt und es als sinnlos angesehen. Warum sollte eine Jägerin und Fährtenleserin lesen können? Doch die Hartnäckigkeit der Hüterin, das jeder im Clan lesen und schreiben kann, macht sich nun bezahlt. Sie hätte sich ungern die Blöße gegeben, etwas nicht zu können. Erst recht nicht vor den Schemlen.

Lenya las den Brief und runzelte die Stirn. Dann las sie ihn noch einmal und schüttelte den Kopf.

„Die Schem-Prinzessin ist weggelaufen und wurde gar nicht entführt?“

Die Elfe wusste nicht, was sie noch sagen sollte. Diese Zeitverschwendung nur wegen einer Schem, die von zu Hause weggelaufen ist. Sie ging nun zu dem Schem-Magier und drückte ihm den Brief in die Hand.

„Vielleicht kennt ihr einen Zauber, der sie finden kann. Obwohl sie ja nicht gefunden werden will. Dieser Schem-König und die Schem-Königin müssen wirklich inkompetent sein, dass einer aus ihrem Clan davon gelaufen ist. Noch dazu ihre eigene Tochter.“

Tödliche Stille signalisierte, dass sie den letzten Teil wohl laut gesagt hat. Auch wenn es wahr ist. Jeder Hüter ist darauf bedacht so viele Elfen wie möglich in seinem Clan zu haben. Wenn jemand wegläuft, weil der Hüter nicht gut ist, dann wirkt sich das sehr negativ auf den ganzen Clan aus. Es kam schon vor, dass aus diesem Grund ein neuer Hüter gewählt wurde. Doch das war sehr selten und Lenya selbst hat nur davon gehört und es nie selbst erlebt.

Sie ignoriert alle und lehnte sich an die Wand neben der Tür. Fenris folgte ihr und legte sich vor ihre Füße. Doch seine blauen Augen beobachten ganz genau das Geschehen in dem Raum.

Vanik
14.01.2013, 17:17
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„Vielleicht kennt ihr einen Zauber, der sie finden kann. Obwohl sie ja nicht gefunden werden will. Dieser Schem-König und die Schem-Königin müssen wirklich inkompetent sein, dass einer aus ihrem Clan davongelaufen ist. Noch dazu ihre eigene Tochter.“





Garvin blickte nachdenklich zu Lenya, die ihn soeben angesprochen hatte. Die offene Beleidigung gegenüber den Adligen würde man ihr aufgrund der kulturellen Unterschiede und ihrer derzeitigen – zweifelsohne wichtigen – Funktion wohl gar nachsehen. Der Magier tippte sich mit der Spitze seines Zeigefingers an den Nasenflügel und räusperte sich vernehmlich:

„Nun denn, wir benötigen andere Briefe, ein Tagebuch oder ein sonstiges Schriftstück, das eindeutig von der Prinzessin verfasst wurde, um das Schriftbild vergleichen zu können. Schließlich wollen wir uns nicht leichtfertig auf eine falsche Fährte führen lassen.“
Nach diesen Worten wandte er sich rasch Lenya zu und ging nun direkt auf ihre Frage ein: „Für dieseSituation scheint mir kein Zauber besonders gut geeignet. Viel eher sehe ich eine Einsatzmöglichkeit für euren … Gefährten? Das Tier sollte doch über einen guten Geruchssinn verfügen, wenn ich mich recht erinnere. Wäre es denn nun noch möglich, der Fährte zu folgen? Zumindest könnte man so möglicherweise feststellen, ob sie die Stadt verlassen hat.“

Garvin blickte zu dem Zwerg und dem Wächter, als er fragte: „Oder hat jemand alternative Vorschläge?“

Gleichgewicht
20.01.2013, 00:21
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Goren behielt die Riesenbestie genau im Auge und achtete auf jede Bewegung. Er hatte nicht gelogen, würde das Tier ihn angreifen, er würde ihm den Schädel einhauen.

Doch dazu kam es nicht, denn endlich erschien die Wache wieder. Sogleich laß die Elfe ihn aufmerksam. Aber das beschworene Wesen rief sie nicht zurück. Ärgerlich funkelte der Zwerg sie an, doch sie war zu sehr in das Schriftstück vertieft, um das zu bemerken.

„Also wirklich.“

fauchte er sie leise an. Offensichtlich war die gesuchte Frau freiwillig weggelaufen. Mit einem Drachen zusammen? Das erschien selbst dem dickköpfigen Zwerg unwahrscheinlich. Er fing tatsächlich eine Sekunde damit an, sich Gedanken zu machen und eine Erklärung für den Brief zu finden. Dann ließ er es bleiben. Das Killerviech war für ihn wichtiger. Sollte der Kleidchen-Magier sich darum kümmern und den Brief untersuchen. Er war hier, um den Entführer (wenn es denn einen gab) mit seiner Axr bekannt zu machen. Und nicht nur den oder die Entführer.

„Was ist jetzt, Elfe....Lenya...“

sagte er zu ihr. Sie hatte sich zur gegenüberliegenden Wand begeben und ihr Tier war gefolgt. Es beruhigte Goren, dass sich so der Abstand zwischen den beiden vergrößert hatte. Natürlich zeigte er das nicht.

„..mit der Schreckenskreatur. Brauchen wir die noch? Ich warte auf eine Antwort!“

Der Zauberer funkte ihm hier dazwischen. Er dachte, für das Tier könnte es noch Verwendung geben. Dazu meinte Goren nur locker

„Ich sehe deine Zauber an ihre Grenzen stoßen. Aber gib es nur zu, bei dem Monster machst du dir in die Hosen. Wir können es später noch holen, wenn wir es müssen. Dann musst du dich auch nicht bepissen.“

Für ihn war die Suche vorerst in den Hintergrund gerückt. Das Tier musste weg. Oder zumindest wollte er die Versicherung von Lenya, dass sie es völlig unter Kontrolle hatte.

Jhonson
24.01.2013, 16:12
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Gelangweilt wartete Coltain bis seine Begleiter fertig waren. Der Zwerg hatte wie immer nichts sinnvolles beizutragen und ob die kleine Prinzessin wirklich weggelaufen war, wie die Dalish vermutete, musste sich erst noch zeigen. Sie war mit den Intrigen der Menschen wohl kaum vertraut und von daher schon niedlich naiv. Garvins Einwand war berechtigt, aber darum würden sie sich gleich kümmern, erst mal wollte er den Brief selber in Händen halten und als es soweit war hielt er ihn gegen das Licht und „was sagt man dazu … Brecilianwald … Höhle und irgendwas mit Dunkelheit …?!

Er wandte sich an seine Begleiter „das ist nicht der Brief den der Bote gebracht hat! Die Prinzessin lässt sich ja wohl kaum ihre eigenen Briefe durch einen Boten zustellen“ was ja auf der Hand lag, aber bei dem Zwerg und die Dalish war er sich nicht so sicher von daher erwähnte er es nochmal „irgendein seltsames Spiel ist hier im Gange, die Prinzessin bekommt einen Brief und hinterlässt dieses seltsame Schreiben. Wir müssen unbedingt wissen ob der Brief tatsächlich von der Prinzessin ist!“

Hoffentlich war er nicht von ihr, das könnte dann bedeuten, dass er von den Entführern kam und sie auf eine falsche Fährte locken sollte und der Hinweis mit dem Wald könnte dann tatsächlich eine echte Spur sein. Oder der Wald wurde absichtlich erwähnt und sollte die Verfolger auf die falsche Fährte locken oder … oder … innerlich lachte Coultain, die Sache machte ihm langsam Spaß.

„Wache, treibt jemanden auf der die Echtheit des Briefes bestätigen kann, die Königin, der Haushofmeister, Privatlehrer oder wen auch immer!“

Annalena
30.01.2013, 10:06
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Der Schem-Magier war anscheinend doch nicht so dumm. Zumindest für einen Schemlen. Ihr Wolf hatte tatsächlich einen ausgezeichneten Geruchssinn und könnte die Schem-Prinzessin sicherlich leicht finden. Lenya bräuchte allerdings etwas, dass nach ihr riecht.

Der durgen’len starrte noch immer mit gezogener Waffe Fenris an. Vielleicht sollte sie ihm doch näher erklären, wer Fenris war. Sie hatte ihn vollkommen ignoriert. Nun musterte der Schem-Wächter den Brief.

„was sagt man dazu … Brecilianwald … Höhle und irgendwas mit Dunkelheit …?!“

Huch? Das stand aber nicht in diesem Brief. Woher kommt das denn so plötzlich?

„das ist nicht der Brief den der Bote gebracht hat! Die Prinzessin lässt sich ja wohl kaum ihre eigenen Briefe durch einen Boten zustellen“

Bei den Schöpfern. Wenn er es so sagt, dann klingt das logisch. Diese nichtsnutzige Schem-Wache hat sie vor allen bloß gestellt. Wenn sie ihn in die Finger bekommt…

„irgendein seltsames Spiel ist hier im Gange, die Prinzessin bekommt einen Brief und hinterlässt dieses seltsame Schreiben. Wir müssen unbedingt wissen ob der Brief tatsächlich von der Prinzessin ist!“

Lenya war total gedemütigt, aber sie würde es ihm heimzahlen. Argh, nun hat der Schem-Wächter ihn weggeschickt. Aber nun der Reihe nach. Sie blickte Goren an, der noch immer ihren Wolf argwöhnisch musterte.

„Das ist kein Dämon sondern ein weißer Wolf. Als er ganz klein war, haben ihn feige Schem-Soldaten schwer verletzt.“ Sie funkelte den Schem-Wächter böse an. „Ich habe ihn gefunden und gesund gepflegt. Als er genesen war ist er bei mir geblieben und durch den Segen der Schöpfer ist er mein treuer Gefährte geworden. Ich kann ihn durch das Jenseits rufen, wenn er nicht zu weit entfernt ist.“ Sie blickte Fenris liebevoll an. „Die Schemlen nennen es nicht Jenseits, sondern das Nichts. Es ist aber dasselbe.“ Lenya grinste. „Er kann sogar einige Worte verstehen.“ Sie zeigte nun auf Goren und sprach zu Fenris. „Freund.“ Fenris trottete zu dem durgen’len und leckte ihm einmal quer über das Gesicht. Goren sah sie und ihren Gefährten fassungslos an. Lenya wunderte sich, ob es vielleicht zu viel für ihn war, da er sich nicht rührte. Doch sie fuhr mit ihrer Demonstration fort. Sie zeigte auf den Schem-Wächter und sagte zu Fenris. „Schemlen.“ Fenris fletschte die Zähne und knurrte den Schem-Wächter drohend an. Kam es ihr so nur so vor oder blickte der Schem-Magier sie nun interessiert an.

Lenya blickte nun ihren Wolf lächelnd an und legte ihren Kopf kurz nach links, dann nickte sie. Fenris stand auf und trottete zu der Tür durch die die Schem-Wache verschwunden war. Er setzte sich neben die Tür und starrte die Tür an. Oh, die Schem-Wache sollte gleich sehen wie angepisst sie war, wenn er zurückkommt.

Jetzt stapfte sie zum Schem-Wächter und nahm den Brief an sich. Sie hielt ihn gegen das Licht und dann sah sie die Worte, die er genannt hatte. Verdammt, er hatte Recht. „Wir müssen auch herausfinden ob diese Hinweise die gleiche Handschrift haben, wie der Brief.“ Vielleicht war es ja das Beste, wenn sie so tat, als wäre nichts passiert. „Es ist schwer zu erkennen.“ Sie drückte dem Schem-Wächter den Brief wieder in die Hand. „Und wo ist der Brief, den der Bote gebracht haben soll? Vielleicht ist er wichtig.“ Lenya zuckte mit den Schultern. „Oder wir könnten den Boten befragen.“ Urgh, bildete sie es sich nur ein oder sah der Schem-Wächter sie nun amüsiert an.

Lenya fasste einen Entschluss. Sie würde nun alles tun um diese Schem-Prinzessin zu finden. Sie würde den Schemlen zeigen, dass sie besser ist als sie alle zusammen. „Sollten wir in den Brecilianwald gehen müssen, dann kann ich führen. Ich bin schließlich nicht umsonst die beste Fährtenleserin seit Generationen in meinem Clan.“ Ihre Worte sagte sie voller Stolz. Lenya überlegte, ob sie sich zu Fenris stellen soll, aber hielt es dann doch für keine gute Idee. Schließlich wollte sie nicht, dass die Schem-Wache gleich in Ohnmacht fällt, wenn er sie und Fenris sah.

Sie stapfte nun in die Nähe des Schem-Magiers und lehnte sich dort mit verschränkten Armen an die Wand. Lenya funkelte die anderen wütend an und ignorierte sie dann. Doch ihre Pose wurde durch das Grummeln ihres Magens plötzlich zerstört. Sie errötete leicht. Es stimmt, sie hatte seit einiger Zeit nichts mehr gegessen. Doch musste ihr Magen sie auf diese peinliche Weise daran erinnern? Lenya seufzte innerlich. Konnte der Tag noch schlimmer werden?

Vanik
02.02.2013, 13:45
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„irgendein seltsames Spiel ist hier im Gange, die Prinzessin bekommt einen Brief und hinterlässt dieses seltsame Schreiben. Wir müssen unbedingt wissen ob der Brief tatsächlich von der Prinzessin ist!“




Nachdem auch die Elfe eher irritiert auf den Brief reagiert hatte, nahm Garvin ihn ebenfalls näher in Augenschein. Als auch er die schwach erkennbaren 'Worte zwischen den Zeilen' entdeckte, seufzte er zunächst etwas enttäuscht und kommentierte, mehr zu sich selbst:„Das ist fast zu banal. Keine Magie, keine raffinierte Strategie,um der Prinzessin zu folgen … ich hatte mir mehr erhofft.“ Als er bemerkte, dass sein kleiner Monolog ihm manch skeptischen Blickein brachte, lächelte er schwach und blickte sich um.


Glücklicherweise lenkte Lenya mit ihrem weißen Wolf – wie sie ihr Tier gerade genannt hatte – die Aufmerksamkeit der Anwesenden nun auf sich. Das Band, dass zwischen der elfischen Frau und dem wilden Tier bestand,beeindruckte Garvin durchaus. Er beobachtete ihre gleichermaßen etwas unbeholfenen und leidenschaftlichen Versuche, autoritär und authentisch, jedoch nicht unzivilisiert aufzutreten. Wahrscheinlich war sie mit den üblichen Gepflogenheiten in menschlichen Siedlungen nicht allzu vertraut. Umso interessanter war die Rolle, die sie improvisierte, um mit der Situation umzugehen.

Coltain wirkte schlicht souverän. Obwohl auch er wahrscheinlich nicht über mehr Informationen verfügte als er selbst, ergriff er einfach die Initiative und lenkte die Situation, bevor jemand auf die Idee kommen konnte, sein Recht dazu anzuzweifeln. Eine kluge Vorgehensweise.


Goren amüsierte Garvin bisher eher, als dass er seinen konkreten Nutzen zu erkennen vermochte. Er machte den Eindruck, als ob er davon überfordert sei, mit zahlreichen neuen Eindrücken konfrontiert zu werden, die er noch nicht so recht einordnen konnte. Gleichzeitig schien er zu warten, bis er seine stärken einbringen konnte. Garvin war gespannt, welche Überraschungen der Zwerg noch bereithalten würde.


Als der Magier bemerkte, dass er schon wieder gedankenversunken umher geschaut hatte, ohne sich zu äußern, räusperte er sich kurz und kommentierte dann Coltains Worte:


„Ja,es ist tatsächlich überaus seltsam. Wenn diese schwach erkennbare Botschaft mit der Ortsangabe in dem Brief stand, den der Bote gebracht hatte, warum hat sie die Schlüsselbegriffe noch einmal separat notiert? Der Brief ist weg, also hat sie ihn wahrscheinlich mitgenommen. Demnach hat sie die Ortsnamen sowieso dabei. Was also,wenn sie es nur noch einmal notiert hätte, um diese Durchschrift für uns zu hinterlassen und uns in einen weit entfernten Wald zu locken, obschon sie im Keller des Nachbarhauses versteckt oder gar gefangen ist? Brecilianwald …“ Garvin hielt inne und musterte Lenya einen längeren Moment, bevor er fragte: „Leben dort nicht eure … nunja, Dalish halt? In dem Falle müsste eine Prinzessin doch aufgefallen sein, oder?“

Gleichgewicht
04.02.2013, 15:08
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Ungeduldig wartete Goren darauf, dass die Besprechung ein Ende fand. Warum noch Zeit verschwenden und den Brief auf irgendwelche Sachen untersuchen? Sie sollten besser sofort in den Bresillienwald aufbrechen und dort nach der Prinzessin suchen. Fanden sie das Weib nicht, konnten sie noch immer nach Denerim zurück und weiter Nachforschen. Dem Zwerg war das suspekt, er wollte endlich etwas richtiges unternehmen. Gerade wollte er zum Aufbruch drängen, als Lenya ihn ansprach.

Ihm war egal, wie sie das Wesen nannte. Ebenso, wie sie es gefunden hatte und er wollte auch nicht wissen, was es zum Mittag gefressen hatte. So recht traute er der Elfe nicht. Tiere der Oberfläche trieben sich in Wäldern oder im Gebirge herum, aber nicht im Nichts. Er hatte noch nie davon gehört, dass so etwas möglich war. Man konnte doch auch keine Nug aus dem Stein beschwören. So lange Lenya das Biest befehligen konnte, war ihm aber auch das einerlei.

„Mhhja. Von mir aus.“

Dieser Wolf lief langsam auf ihn zu und Goren hob abwehrend die Hände. Das Tier war wirklich groß und muskulös. Für einen Moment stellte er sich eine Kampftruppe der Zwerge auf Wölfen reitend vor. Er wusste nicht, ob er diese fixe Idee als erschreckend dämlich oder erschreckend effizient einordnen sollte. Dieser Fenris ignorierte jedenfalls seine abwehrende Haltung und leckte ihm mit seiner feuchten großen Zunge ein mal quer übers Gesicht. Dann trottete er, als wäre nichts gewesen, zu seiner Herrin zurück, um den Menschenwächter anzuknurren.

Goren blickte einige Sekunden nur fassungslos auf den Wolf, dann auf Lenya und schließlich wischte er sich über sein Gesicht, um den Sabber auf seinen Handflächen zu beobachten. Verdatterte sah er wieder zu der Elfe. Nicht viel konnte einen kampferprobten Zwergenkrieger aus dem Konzept bringen, das hier schon. Mehr als ein schwaches

„Also...also....“

brachte er nicht hervor. Dann zeigte er mit der schleimüberdeckten Hand auf Fenris.

„Wenn der das nochmal macht, reiße ich ihm die Zunge heraus und steckte sie ihm in seinen stinkenden ..“ Es folgte ein unflätiges Wort. „Beim Stein, das werde ich tun!“

Angewidert wischte er das Zeug an der Wand ab und begann dann auf diese Weise das gesamte Gesicht zu reinigen. Es sah irgendwie komisch aus, wie dieser kleine Zwerg gerade zwischen aufkeimender Wut und simpler Bedeppertheit schwankte und hektisch versuchte, den Wolfsspeichel los zu werden. Dabei stammelte er immer wieder Satzfetzen. Was die anderen weiter beredeten bekam er nicht mit.

Jhonson
10.02.2013, 12:19
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„Schemlen“ sprach die Elfe und ihr Wolf fing an ihn anzuknurren. Äußerlich blieb er gefasst und ließ sich nichts anmerken, innerlich war er aber bereit augenblicklich zu reagieren. Aber die Dalish hatte ihren Begleiter unter Kontrolle. Hoffentlich auch dann wenn es zu einem Kampf mit den Entführern käme. Er würde den Wolf nur ungern töten, aber wenn es sich nicht vermeiden lässt. Innerlich zuckte er mit den Schultern.

„… den Boten befragen“ amüsiert hörte er dem Geplapper zu. Immerhin noch eine die denken kann. Ihre Angeberei, dass sie die beste Fährtenleserin sei, nahm er ungerührt zu Kenntnis. Sicherlich war sie besser als der Rest ihrer Truppe.

„ … versteckt oder gar gefangen ist? Brecilianwald …“ Garvin sprach was an über das er auch schon gedacht hatte, aber die Stadt war eh abgeriegelt und wurde von der Stadtwache sicherlich Haus für Haus durchsucht. Wenn die Prinzessin noch in der Stadt war würde sie früher oder später gefunden werden. Und selbst wenn nicht, musste etwas in dem Wald in Verbindung mit den Entführern stehen oder auf Umwegen zu ihnen führen. Selbst eine Falle dort wäre kein großes Problem, immerhin wussten sie jetzt von der Möglichkeit. Und, mit einem Blick auf den Zwerg der sich „begeistert“ von dem Wolf ablecken ließ, sie hatten ja einen Köder dabei den sie vorschicken konnten um jegliche Falle zu testen.

Emerahl
13.02.2013, 10:21
Die Wache kommt mit dem Hauslehrer der Prinzessin, ein Orlaisianer in gesetztem Alter, zurück zu den Wartenden. Ängstlich beäugt er den Wolf, wagt es kaum zu atmen und spricht mit zitternder Stimme:

"Dies ist der Hauslehrer der Prinzessin, Monsieur Henry Laboissonnière. Er kennt die Handschrift der Prinzessin wie kein anderer. Der Bote... ist verschwunden...", die Stimme der Wache stockt und er verstummt.

Inzwischen tritt der Hauslehrer in den Vordergrund, von Angst vor dem Wolf ist ihm nichts anzumerken. Er nimmt den Brief, den Coltain ihm reicht, studiert ihn eingehend und sagt: "Dies ist tatsächlich die Handschrift der Prinzessin. Daran gibt es keinen Zweifel."

Nachdem Coltain ihm auch den anderen Text gezeigt hat, sagt er kurz darauf: "Auch dies ist die Selbe Handschrift. Doch seht, dieser Text wurde nicht auf diesem Blatt geschrieben. Es hat sich nur durchgedrückt."

Dann schweigt er kurz, bevor er fortfährt: "Ich kenne keinen einzigen Grund, warum die Prinzessin fliehen sollte. Noch vorgestern hat sie ganz begeistert davon gesprochen, dass sie es kaum erwarten könne, bis die Abgesandten aus den anderen Städten kommen. Besonders neugierig war sie auf die Magier und die Dalish. Sie hatte so viele Fragen, die sie beantwortet haben wollte..." Die Stimme von Monsieur Laboissonière bricht, Tränen steigen ihm in die Augen.

Gleichgewicht
18.02.2013, 11:04
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Weiterhin war Goren mit sich und der Wand beschäftigt, an der er angeekelt den Wolfssabber abwischte. Dass jemand den Raum betrat bekam er erst mit, als der Hauslehrer zu sprechen begann. Dieser Akzent und der Name. Plötzlich war Goren alles klar. Mit nur noch einer dünnen feuchten Spur an den Wangen drehte er sich um und sah böse zu dem Mann hoch.

„Rede du nur...“

flüsterte er. Der Oberflächler war ein wirklich guter Schauspieler. Sein Heulausbruch wirkte täuschend echt. Aber einem Zwerg konnte man nichts vorspielen. Bevor er die anderen mit seinem Theater einwickeln konnte, stellte Goren ihn zur Rede.

„Wie rührend. Und jetzt sag mir, wo die Prinzessin ist.“

Er stampfte auf ihn zu und packte ihn grob am Hosenstoff. Als Zwerg konnte er ihn leider nicht am Kragen packen und hochheben. Das hätte sicher mehr Eindruck gemacht. Harsch zupfte Goren nun an seiner Hose.

„Wir alle wissen, dass ihr mit den Entführern zusammen arbeitet...oder sogar dahinter steckt?

Na egal. Du bist ein Orläsaner, richtig? Ein Eselsfic***.“

Blaffte er ihn einschüchternd an und verwendete dabei das Wort, das er hier schon oft im Zusammenhang mit den Leuten aus Orläs gehört hatte. Was auch immer das sein sollte.

„In den Tavernen, wo ich mich mit der Kultur von Ferelden und ein Bewohnern befasst habe, hörte ich ständig, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis ihr hier einfallt um alles zu plündern. Auf euren schreienden grauen Weibern kommt ihr dann geritten, richtig? Gib es zu, du steckst dahinter.“

Bestätigung suchend sah er sich zu Coltain um, behielt den Hauslehrer aber fest im Griff. Sie hatten den Täter offensichtlich gefunden und konnten die Belohnung einstreichen. Und er allein war ihm auf die Schliche gekommen.

Annalena
20.02.2013, 10:40
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„Ja,es ist tatsächlich überaus seltsam. Wenn diese schwach erkennbare Botschaft mit der Ortsangabe in dem Brief stand, den der Bote gebracht hatte, warum hat sie die Schlüsselbegriffe noch einmal separat notiert? Der Brief ist weg, also hat sie ihn wahrscheinlich mitgenommen. Demnach hat sie die Ortsnamen sowieso dabei. Was also,wenn sie es nur noch einmal notiert hätte, um diese Durchschrift für uns zu hinterlassen und uns in einen weit entfernten Wald zu locken, obschon sie im Keller des Nachbarhauses versteckt oder gar gefangen ist? Brecilianwald …“

„Leben dort nicht eure … nunja, Dalish halt? In dem Falle müsste eine Prinzessin doch aufgefallen sein, oder?“

Lenya musterte den Schem-Magier als er sie ansprach. Der erste Teil macht durchaus Sinn. Doch sie brauchten mehr als das. Sie seufzte laut.

„Wir Dalish sind Wanderer. Wir leben nicht für lange Zeit an einem festen Platz und unser ständiges Reisen erschwert es den Schemlen uns zu finden und zu unterdrücken. So wie sie es mit den Flachohren machen. Nicht das sie Erfolg haben würden. Wir Dalish würden eher sterben als uns von den Schemlen zu Sklaven machen zu lassen.“

Außerdem verhindert das ständige Reisen, dass magiebegabte Dalish von der Schem-Kirche weggesperrt wurden. Die Hüter sind immer magiebegabt und Magie ist für die Dalish ein Segen und kein Fluch, wie es bei den Schemlen der Fall ist. Natürlich sagte sie das nicht laut. Sie wollte ihren Clan nicht in Gefahr bringen.

Und natürlich wäre es nicht schwer die Schem-Prinzessin zu finden, wenn…

„Doch Ihr habt Recht, dass wir auch im Brecilianwald unser Lager aufschlagen. Ich kenne den Wald sehr gut und nein, eine Schem-Prinzessin ist mir nicht aufgefallen. Ich habe das Lager dort verlassen bevor sie verschwunden ist.“

Lenya blickte nachdenklich aus dem Fenster.

„Wir sollten zumindest wissen von wo aus sie den Wald betreten hat. Es gibt viele Höhlen und sogar alte Ruinen im Brecilianwald und die Suche auf ein Gebiet zu beschränken spart uns eine Menge Zeit.“

Die junge Elfe blickte den Schem-Magier wieder an.

„Ich würde sie sicherlich auch finden, wenn wir keine weiteren Hinweise finden. Aber die Suche könnte Wochen dauern.“

Fall sie nicht gestorben ist und ihre Leiche von wilden Tieren gefressen wurde. Doch Lenya biss sich auf die Zunge diesen Teil nicht laut zu sagen.

„Vielleicht könnten wir mit der alten Eiche reden. Sie weiß über vieles, was im Wald passiert, Bescheid.“

In diesem Augenblick öffnet sich die Tür und die Schem-Wache kam mit einem Schemlen herein. Lenya beäugte den älteren Mann misstrauisch. Das ist also der Hauslehrer der Schem-Prinzessin? Er hat einen merkwürdigen Akzent und einen seltsamen Namen für einen Fereldener. Doch er bestätigt, dass der Brief tatsächlich von der Schem-Prinzessin ist.

Ah ja, die Schem-Wache. Hatte sie ihn doch glatt vergessen. Doch bevor sie Fenris einen Befehl geben kann, schnappt sich Goren den Hauslehrer und benennt ihn als den Täter. Hatte sie etwas verpasst? Sie kannte Orlais, da sie auch dort in den Wäldern ihr Camp aufschlugen, aber sie kannte die Geschichte zwischen Ferelden und Orlais nicht.

Blitzschnell zog sie ihren Bogen und nahm sich einen Pfeil und zielte auf den Hauslehrer. Sie war sich nicht sicher, ob der durgen’len recht hatte, aber sicher ist sicher. Fenris hatte sich inzwischen direkt vor die Tür platziert, so dass der Schemlen nicht fliehen kann.

Vanik
22.02.2013, 21:12
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Diese Dalish schien keine allzu hohe Meinung von den Menschen zu haben. Versklaven? Im Turm zumindest konnten Dalish eine hervorragende Ausbildung genießen und zu sehr guten Magiern werden. Garvin wusste nicht wirklich, wieso Lenya so erzürnt war, doch war dies wohl nicht der geeignete Augenblick, um dies zu ergründen.

Die Dalish waren also Nomaden und sie lagerten zum Teil wirklich im Brecilianwald. Garvin hatte sich nicht in Lenya getäuscht. Sie wäre tatsächlich in der Lage, der Spur zu folgen, wie sie sagte. Sie faszinierte ihn mehr und mehr … zumindest bis sie vorschlug, mit einem Baum zu reden. Nun ja, möglicherweise war sie doch nur eine normale Verrückte. Zu schade.

Als Antwort sagte er, um Diplomatie bemüht: „Nun ja, wenn ihr das für vielversprechend haltet … ich will gewiss keine Möglichkeit, die Prinzessin zu finden, ausschlagen.“





Nur schwerlich konnte Garvin sich ein Grinsen verkneifen, als er den Zwerg dabei beobachten konnte, wie er den Hauslehrer an der Hose packte. Kurz darauf musste er gar das Gesicht wegdrehen und kräftig durchatmen,um einen Hustanfall zu verhindern.

Die unflätigen Worte, die Goren dem Hauslehrer an den Kopf warf und die Beschuldigung, er sei der Täter, hatten eine so groteske Qualität, dass Garvin nicht wusste, ob er laut lachen, oder den Zwerg aufgrund akuten Wahnsinns besser aufhalten sollte. Bevor er seinen Überlegungen eine Entscheidung folgen lassen konnte, legte Lenya bereits mit dem Bogen auf den Hauslehrer an.

Da Garvin nicht wusste, ob Coltain einschreiten würde, und er verhindern wollte, dass die Dinge zu kompliziert wurden, belegte er den Hauslehrer so unauffällig wie möglich mit einem unsichtbaren Kraftfeld, dass jede Gewalteinwirkung von beiden Seiten abwehren würde. Anschließend sagte er:

„Wenn ihr etwas wisst, so redet besser gleich, guter Mann! Diese Frau ist unberechenbar und ich werde sie nicht aufhalten.“

Er räusperte sich kurz und fügte, nun an seine Gefährten gewandt hinzu:

„Wenn wir hier fertig sind, sollten wir uns beeilen, zu diesem Wald zu kommen. Ich fürchte, dass wir so oder so da hin müssen, selbst wenn es eine Falle sein sollte. Coltain, habt ihr hier nicht ein paar vertrauenswürdige Kollegen, die in unserer Abwesenheit die Stadt durchsuchen und Spuren sichern könnten?“

Jhonson
25.02.2013, 16:23
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Also hat die Prinzessin den Brief tatsächlich selbst geschrieben, die Ortsangaben sind von ihr und sie hat sich auf die Abgesandten gefreut? Verwirrend, selbst für eine Frau schon zu seltsam und wohl kaum eine Laune der Prinzessin.

Die Tränen des Hauslehrers erschienen ihm da schon fast zu passend, also echt ein Mann der weint! Dem Zwerg kam das wohl auch seltsam vor und so wartete Coltain ungerührt ab oder der „Mann“ noch weiter zusammenbrechen würde.

Nebenbei hörte er sich die laut ausgesprochenen Gedanken seiner Begleiter an und konnte ihnen innerlich nur zustimmen. Der Wald erschien als Ziel sicher und wenn die Elfe dort irgendein heidnisches Ritual mit einer Eiche durchführen wollte sollte ihm das egal sein. Er selbst war viel zu sehr Händlersohn als das er sich an Tieropfern und Gesängen im Mondschein stören würde.

„Ich bin mir sicher das Ser Cauthrien dafür sorgen wird das nicht einmal eine Ratte die Stadt verlassen kann und auch das die Häuser nach und nach durchsucht werden“ antwortete er Garvin und wandte sich an die in der Nähe stehenden Gardisten. „Nehmt den Lehrer in Gewahrsam bis Ser Cauthrien etwas anderes anordnet und bringt uns zum Zimmer der Prinzessin, vielleicht sieht einer von uns etwas was den anderen bisher entgangen ist.“

Emerahl
26.02.2013, 10:12
Die Wache bemerkt erst gar nicht, was vor sich geht, als der Zwerg den Hauslehrer am Hosenbund packt. Erst als die Elfe mit dem Bogen auf den Hauslehrer zielt, zieht er sein Schwert. Allerdings ist er sich unsicher, wen er denn jetzt nun festnehmen soll. Den Hauslehrer, der von der Königin ausgesucht wurde und die Prinzessin entführt haben soll? Oder doch lieber die Elfe, die den Hauslehrer eindeutig bedroht?

Der Hauslehrer blickt euch entsetzt an, er stammelt die ganze Zeit "Ich bin unschuldig!"

Doch als Coltain die Wache anweist, den Hauslehrer unter Arrest zu stellen, kommt gleich Bewegung in ihn. Damit kann er etwas anfangen. So zückt er nervös Fesseln und legt sie dem Hauslehrer an. Ihm ist sichtlich unwohl dabei. Unter Protest wird der Hauslehrer abgeführt.

Kurz darauf kommt eine weitere Wache und führt euch zum Zimmer der Prinzessin. Die Tür ist verschlossen. Er will sie öffnen, doch die Elfe hält ihn zurück, da ihr etwas aufgefallen ist.

Annalena
26.02.2013, 17:44
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Sie bekam nur am Rande mit, was der Schem-Magier zu ihr sagte. Aber er schien sich auch dafür auszusprechen so schnell wie möglich in den Brecilianwald aufzubrechen. Das machte ihr ihn gleich ein wenig sympathischer. Aber nur ein wenig. Wie war gleich sein Name? Ah, jetzt viel es ihr wieder ein. Garvin. Sie hoffte die anderen stimmten Garvin zu.

Natürlich hatte der Schem-Wächter etwas dagegen und ließ den Hauslehrer abführen. Nun wurden sie zum Zimmer der Schem-Prinzessin geführt. Lenya lief gleich hinter der Schem-Wache mit Fenris an ihrer Seite. Unauffällig sah sie sich um. Wozu man so ein riesiges Gebäude brauchte war ihr schleierhaft.

Die Schem-Wache wurde langsamer und wandte sich einer Tür zu. Aus dem Augenwinkel sah sie etwas auf dem Boden liegen. „Stehenbleiben Schem-Wache.“ Doch natürlich war seine Reaktion nicht die schnellste und er trat auf das, was sie auf dem Boden erspäht hatte. „Idiot-Schemlen!“ Er drehte sich verwirrt um und sie stieß ihn mit einer Hand auf die Brust. Wahrscheinlich war er nur das unterste Niveau der Schem-Soldaten, nicht das ihr Niveau in Lenyas Augen von Beginn an hoch war, denn er fiel sofort auf seinen Hintern. Das, was die Elfe erspäht hatte, wurde aufgewirbelt und landete, urgh, in seinem Schritt.

DA würde sie ganz bestimmt nicht mit bloßen Händen hinlangen. Und wie sie diese idiotischen Schemlens einschätzte, insbesondere der auf dem Boden, würde er nur den möglichen Beweis zerstören. Sie kniete sich neben ihn und nahm einen Pfeil aus ihrem Köcher. Mit der Pfeilspitze näherte sich seinen Schritt und er robbte sich rückwärts. „Bleib still liegen Idiot-Schem. Die Pfeilspitze ist mit einem Lähmungsgift überzogen. Ein kleiner Ritz und ein gewisses Körperteil wird gelähmt werden. Manche Lähmungen gehen niemals weg.“

Jetzt lag er endlich still. Nicht, das es die Wahrheit war. Sicherlich hatte sie auch Pfeile, deren Spitzen mit Lähmungsgift überzogen war, doch sie benutze einen ganz normalen Pfeil. Doch es war amüsant. Leider war es nicht die Wache, die sie vor den anderen so bloß gestellt hatte. Langsam entfernte sie den kleinen Gegenstand mit der Spitze ihres Pfeiles. Dann stand sie auf und musterte es nachdenklich und dann roch sie daran. Hm, wahrscheinlich war ihre Vermutung richtig. Doch sie musste sichergehen.

Erst jetzt bemerkte sie, dass der Idiot-Schemlen nicht atmete und langsam blau wurde. Lenya hatte alle Mühe nicht mit den Augen zu rollen. „Atme! Idiot-Schem!“ Das tat er dann auch mit einem lauten Atemzug. Wenigstens hatte er seine Blase im Griff. „Ich benötige ein wenig Wasser.“ Doch keiner rührte sich um ihrer Bitte nachzukommen. Sie stubste den Idiot-Schemlen, der immer noch auf dem Boden lag, mit dem Fuß an. „Ich sagte, ich benötige etwas Wasser Schemlen. Liegt nicht so faul rum und holt etwas.“ Wow, sie hatte noch keinen Schem so schnell laufen sehen.

Schon bald kam er zurück und überreichte ihr mit zittrigen Händen ein Glas Wasser. Nun rollte Lenya mit den Augen. Schemlen waren wirklich so leicht zu verängstigen. Wie konnten die Elfen nur gegen sie verlieren? „Buh.“ Der Idiot-Schem gab einen kleinen Schreckenslaut von sich und sprang einen Schritt zurück. Lenya konnte nicht anders und kicherte leise. Doch so schön es auch war, nun musste sie sich ernsteren Dingen zuwenden.

Vorsichtig stellte sie das Wasserglas auf die Fensterbank. Dann tauchte sie die Pfeilspitze ein. Sie wartete einen Augenblick und dann verfärbte sich das Wasser purpurrot. „Also doch.“ Lenya wandte sich an ihre Begleiter. „Das was ich gefunden habe war ein Blütenblatt des Hallaxkrautes. In Wasser aufgelöst und zu sich genommen wirkt es wie ein Rauschmittel. Ähnlich wie Alkohol, aber viel intensiver. Man tut dann Dinge, die man normalerweise nie tun würde, und kann sich dann an nichts mehr erinnern, wenn die Wirkung nachlässt. Es gibt einige Rezepte, in denen Hallaxkraut verwendet wird, aber dazu muss man sehr gut in Kräuterkunde sein. Ich selbst kenne kein Rezept und weiß somit nicht, was man alles mit Hallaxkraut machen kann. Aber eines weiß ich, dieses Kraut gibt es nur im Brecilianwald. Ich habe es noch nirgendwo anders gesehen.“

Lenya wartete nun ab, ob einer der anderen eine Idee hat. Sie beäugte das Wasserglas. Sie sollte den anderen, vor allem dem Idiot-Schemlen, sagen, dass sie das Wasser darin nicht trinken sollten. Doch dann zuckte sie mit den Schultern. Sie hatte gesagt, welche Wirkung es hat und wenn sie nicht zugehört haben, dann ist es ihr Pech. Es ist ja nicht tödlich. Also was kann schon im schlimmsten Fall passieren? Das sie nackt durch den Palast tanzen? Urgh, vielleicht sollte sie doch etwas sagen.

Gleichgewicht
04.03.2013, 23:17
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Geistesgegenwärtig griff Lenya zum Bogen, als sie Gorens Anschuldigungen vernahm. Der Zwerg hielt weiter das Hosenbein des Orlaisianers gepackt und starrte ihn finster an.

Der Kleidchenträger ignorierte die Worte wohl, denn er unternahm nichts. Goren spürte kurz ein Kribbeln an der Hand, mit der er die Hose des Entführers fest hielt, aber er dachte sich nichts dabei. Eher freundlich beruhigend als drohend sprach er auf den Hauslehrer ein. Seine Worte stimmten, aber sein lascher Ton war lächerlich.

„Hör besser auf meinen Freund. Die Dame wird keine Sekunde zögern, dir ein Andenken zwischen den Augen zu verpassen. Keine Tricks, klar?“

knurrte er ihn an.


Coltain hingegen war da schon nützlicher. Er ordnete an, dass man den Kerl im Auge behielt. Nach einem rückversichernden Blick zu dem Soldaten ließ er den Orlaisianer widerwillig los, nicht ohne ihn noch mit der Faust kräftig in die Seite zu boxen. Dann ging er zu Garvin,

„Ich hoffe eure Oberflächenwächter sind nicht so nachlässig wie ich denke. Was würde ich um Zwergenwächter geben. Scheiß auf eure Menschenwachen, sitzen wahrscheinlich besoffen in der nächsten Schenke.“

Es war mal wieder Zeit für einen guten Reim. Goren hatte gerade recht gute Laune. Der Täter war gefasst und er hatte es als erstes bemerkt. Die Sache war erledigt, jetzt musste er sich nur noch um die beiden Oberflächler kümmern. Es passte ihm ganz ausgezeichnet in den Kram, dass sie ihr Weg als nächstes in einen abgelegenen Wald führen würde.

Zuvor jedoch mussten sie sich unbedingt das Privatzimmer der Prinzessin anschauen. Goren musste sich mitschleifen lassen. Er gab den anderen zu hören, dass er das für Zeitverschwendung hielt. Kurz bevor sie die Tür erreicht hatten, ließ Lenya die Gruppe stoppen. Noch voll mit seiner Nörgelei beschäftigt stieß der Zwerg gegen den kleidchentragenden Magier.

„Was denn jetzt wieder?“

stöhnte er und blickte an Garvin vorbei. Lenya stutzte den dämlichen Menschenwächter zusammen, wie es sich gehörte. Goren konnte sich ein Grinsen und einen anfeuernden Rug nicht verkneifen.

„Ja, gibs ihm Mädchen.“

Erstaunlich dass Elfen aus härterem Holz geschnitzt waren als Menschen. Sie hatte etwas entdeckt und verlangte jetzt Wasser von dem unfähigen Mann. Hatte sie Durst? Egal.

„Beweg deinen Arsch und tu was sie sagt. Los....Marsch!“

Und da flitzte er auch schon. Schade, Goren hätte ihm lieber als Motivation eine der Wurfäxte in den Rücken geworfen. Lenya präsentierte ihnen schließlich, was sie heraus gefunden hatte. Unverständliches Elfengeschwafel.

„Jaja...ein Nevengift. Sowas gibt es bei uns auch. Vom Tiefenlaurer aus dem Bauch“

Ungeduldig trat er an die Tür heran und versuchte sie mit einem kräftigen Tritt einzutreten.

Emerahl
07.03.2013, 10:26
Im selben Moment, indem der Zwerg mit dem Fuß gegen die Tür tritt, verspürt er ein gewaltiges Kribbeln in seinem Bein, das durch seinen ganzen Körper wandert und in einer grellweißen Explosion übergeht. Noch mit erhobenem Fuß fällt er rückwärts um und verliert das Bewusstsein.

Die Gefährten sind kurz geblendet, doch als die Wirkung nachlässt, stellen sie fest, dass die Tür vom Blitz verbrannt ist. Nun können sie ungehindert den Raum betreten.

Um das Bett herum sind Runen in den Boden gezeichnet. Das Laken ist zerwühlt, als hätte Jemand noch vor kurzem darin gelegen.

Das Zimmer selbst ist verwüstet, der Schrank offen, Kleider liegen auf dem Boden. Die Schmuckschatulle ist geöffnet, alles im Zimmer verteilt. Ob etwas fehlt, können die Gefährten nicht feststellen.

Vanik
09.03.2013, 17:10
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Langsam musste Garvin wohl doch den Geisteszustand der Elfe in Frage stellen. Es schien ihr fast zu viel Spaß zu machen, diese Wache zu quälen. Aber sie hatte ja auch bereits angedeutet, dass sie einen allgemeinen Hass auf die Menschen verspürte. War wohl so eine Dalish-Sache. Und interessant war sie dennoch … oder sogar umso interessanter aufgrund dieser irrationalen, gewalttätigen Tendenzen.
Sie kannte Hallax-Kraut, was ihn sehr erfreute. Er hätte nur an solch einem Ort nicht damit gerechnet, und es wahrscheinlich sogar übersehen. Während seines Studiums experimentierte er mit allerhand Rauschmitteln (irgendwie gehörte das wohl einfach dazu), weshalb er auch mit diesem vertraut war. Er war ziemlich sicher, dass er es anders zu verarbeiten gelernt hatte, als die Elfe, doch das spielte zunächst ja keine Rolle. Wichtiger war derzeit eindeutig diePrinzessin.

DerZwerg wollte gerade ganz ungehalten die Tür eintreten, als ein magischer Schutzmechanismus ihn … nun ja, bremste. Als er ohnmächtig umkippte, konnte Garvin sich nicht verkneifen, leise zu bemerken:„Welch herrliche und ungewohnte Ruhe, den Zwerg sollt ich sperren in eine Truhe.“ Dabei äffte er Goran nach. Schmunzelnd ging er nun in das Zimmer, dass sich problemlos betreten ließ. „Was für eine Unordnung“, murmelte der Magier, als er seinen Blick vom Schrank, übers Bett bis hin zur Schmuckschatulle schweifen ließ. Dann hielter inne, runzelte die Stirn und fokussierte den Bereich um das Bett. Langsam ging er näher an das Bett heran und sagte laut, an seine Gefährten gerichtet: „Vorsicht, ich sehe mir de Runen um das Bett besser einmal genauer an. Wer weiß, welche Überraschungen sie bereit halten. Im restlichen Zimmer sehe ich bisher keine Gefahr.Wenn es eine magische Falle gibt, merkt ihr es aber bestimmt. DerZwerg fand ja auch ohne meine Hilfe eine.“ Während er sich niederkniete und die Runen genau inspizierte, sagte er noch: „Lenya,wenn von dem Hallaxkraut noch etwas übrig ist, bewahrt es gut auf. Wer weiß, wozu es noch dienen könnte!“

Jhonson
10.03.2013, 18:54
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Die Elfe hatte eine schnelle Auffassungsgabe, mit ihr dürfte der Wald um einiges einfacher werden und wenn sie mal wieder eine Tür eintreten mussten hatten sie ja immer noch den Zwerg dabei.

„… Ruhe, den Zwerg sollt ich sperren in eine Truhe“ reimte Garvin und Coltain könnte sich das Lachen nur knapp verkneifen. Hallaxkraut! Er konnte sich nur noch verschwommen an einige Abende in den den Tavernen von Kirkwall erinnern – ein übles Zeug.

„Nicht nur auf magische Fallen, sondern auch auf mechanische solltet ihr achten. Und ehe wir weiterreden …“ er wendete sich an den Bediensteten und den einen Wächter die ihnen gefolgt waren „… raus mit euch und macht die Tür zu“ befahl er ihnen und aufgrund seines Tonfalls kamen sie dem auch angenehm schnell nach.

„Unsere Gegner haben ihren zweiten Fehler gemacht, da keiner von uns hier gestorben ist kann es entweder nur bedeuten das der Fallensteller ein Anfänger ist oder hier noch etwas übleres auf uns wartet. Echte Hinweise dürften hier kaum noch sein, Anfänger können kaum eine Prinzessin entführen. Von daher können wir uns die weitere Suche nach Hinweisen hier auch sparen. Wir verschwenden nur unsere Zeit und gehen unnötige Risiken ein.“

Nach einer kurzen Pause fuhr er fort. „Die Prinzessin ist seit einigen Stunden verschwunden. Das Zimmer ist eine Falle für uns und zwar genau für uns oder glaubt ihr das niemand auf der Suche nach der Prinzessin in ihr Zimmer schaut? Die Entführer müssen einen Insider im Palast haben der ihnen geholfen hat. Es muss jemand sein der uns unmittelbar zuhören konnte und von der Spur in den Brecilianwald erfahren hat, die Spur muss echt sein und er wollte uns aufhalten. Wahrscheinlich ist dieser jemand schon auf dem Weg in die dunklen Gassen dieser Stadt oder Tod, niemand kann so dumm sein und sich jetzt noch hier aufhalten. Aber für die Wache dürfte es ein leichtes sein seine Identität herauszufinden. Uns dürfte es aber zuviel Zeit kosten. Ich würde vorschlagen das Ser Cauthrien das übernimmt.“

„Wie seht ihr das?“ wendete er sich fragend an seine beiden stehenden Begleiter.

Das sie jetzt nicht nur Verfolger waren sondern sicherlich auch verfolgt werden, erwähnte er nicht weiter, das erschien Coltain selbstverständlich, auch vor diesem Vorfall ging er schon davon aus. Er hatte fast das Gefühl wieder zu Hause in Kirkwall mit all seinen Intrigen zu sein.

Emerahl
11.03.2013, 13:06
Der Magier, der zum nahen Bett gelaufen ist und dort die Runen näher begutachtet, stellt fest, dass es Runen des Schutzes sind. Wer auch immer auf dem Bett gewesen war, hat die Runen gewirkt, um sich vor Jemandem zu schützen. Sie sind inzwischen wirkungslos, denn die Magie darin wurde gebannt.

Coltain, der die Wachen und Bediensteten verscheucht hat, schließt die Tür. Den Zwerg scheinen alle in dem Moment vergessen zu haben.

Die Elfe hört ein Geräusch, ganz leise, wie ein Wimmern. Es scheint aus der großen Truhe zu kommen, die sich vor dem Bett befindet und verschlossen ist. Ist es eine Katze?

Annalena
14.03.2013, 09:06
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Lenya blickte vom liegenden durgl’en zu ihren anderen Begleitern. Die beiden Schems machten einige Bemerkungen zu seinem Zustand, aber taten nichts um ihm zu helfen. Die Elfe war jedoch nicht überrascht über deren Verhalten. Schemlen waren egoistische Geschöpfe, die nur an sich dachten. Sie seufzte leise und kniete sich neben Goren. Er lebte und… urgh… roch aus der Nähe streng nach Alkohol. Sie sah keinerlei Verletzungen.

Sie betrachtete nun die entschärfte Falle. Nichts Außergewöhnliches war an ihr zu entdecken. Goren hatte Glück, dass er die Falle nicht mit bloßen Händen berührt hat. Das hätte schlimm enden können. Die anderen waren inzwischen ins Zimmer gegangen und Lenya blieb nichts anderes übrig als ihnen zu folgen. Sie überlegte kurz Fenris dazulassen, aber als sie an die Reaktion des durgl’en zu ihrem Wolf dachte, entschied sie sich anders. Zusammen mit ihrem Wolf ging sie ins Zimmer.

Das Zimmer der Schem-Prinzessin war chaotisch. Alles war durcheinander geschmissen und sie bezweifelte, dass sie herausfinden, ob was fehlt. Der Schem-Magier untersuchte nun die Runen, die um das zerwühlte Bett waren. Lenya blickte sich aufmerksam um, aber konnte keine weiteren Fallen entdecken. Plötzlich hörte sie ein leises Geräusch. Bildete sie sich das ein? Die anderen schienen nichts zu hören. Der Schem-Wächter schickte nun den Idiot-Schem und einen Bediensteten hinaus. Dann schloss er die Tür und fing an zu reden.

Lenya hörte sich seine Gedanken an. Das machte, unglücklicherweise, Sinn. Aber…

„Wenn Eure Ausführungen stimmen, Schem-Wächter, dann muss dieser Insider ein Magier sein. Oder der Insider hatte Hilfe von einem Magier. Während die Falle an der Tür von jedem, der Fallen stellen kann, angebracht werden kann ist das bei diesen Runen nicht der Fall. Diese Runen können nur von einem Magier gemacht worden sein.“

Lenya blickte nun den Schem-Magier an. Hatte er nun herausgefunden, was diese Runen bewirken? Schon wieder hörte sie dieses Geräusch. Das bildete sie sich sicherlich nicht ein. Doch bevor sie dem nachging, wollte sie abwarten, was der Schem-Magier zu sagen hat.

Gleichgewicht
17.03.2013, 20:30
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Langsam öffnete Goren die Augen, kniff sie jedoch aufgrund des Dröhnens in seinem Schädel sofort wieder zusammen. Was war passiert? Er erinnerte sich noch, wie er gegen die Tür getreten war, um deutlich zu machen, dass für Detektivspielchen jetzt keine Zeit war. Dann hatte ihn wohl eine Art Druckwelle erwischt und zu Boden geschleudert. Danach nur Schwärze. Wie viel Zeit war vergangen?

Mühsam erhob der Krieger sich. Der Fuß, mit dem er gegen die Tür getreten hatte, war fast taub. Die anderen Gließmaßen kribbelten ein wenig. Humpelnd begab er sich sogleich zur Tür und lauschte. Die Stimmen der anderen, also waren sie noch da und er war nicht lange bewusstlos gewesen. Scheinbar hatte sich niemand um ihn gekümmert, auch die Elfe nicht. Verdammt, das sollte sie büßen.

Vorerst jedoch gab es wichtigeres zu tun. Die Kopfschmerzen malträtierten Gorens Kopf auf das schlimmste und er fühlte sich elend. Dagegen musste er auf der Stelle etwas unternehmen. Hier in diesem Bereich des Schlosses sah er keine Wachen. So konnte er sich ungestört Medizin besorgen. Humpelnd aber voller Hoffnung auf Heilung machte der Zwerg sich daran, das Schloss zu erkunden. Hier musste es doch irgendwo eine Küche, Speißekammer oder einen Weinkeller geben. Ein guter Schluck würde ihm gut tun. Die anderen kamen ganz gut allein zurecht. Er würde rechtzeitig zurück sein, um mit ihnen in den Wald zu reisen.

Vanik
19.03.2013, 20:02
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Garvin rieb sich nachdenklich das Kinn, während er im Zimmer auf und ab schritt. Dabei brummte er zwischendurch leise und blieb einmal kurz stehen, um sich erneut im Raum umzusehen.
Was war nun mit der Elfe? Entweder hatte sie gerade etwas bemerkt, eine gute Idee oder Blähungen. Auf jeden Fall erweckte sie für einen kurzen Moment den Eindruck, als wäre irgend etwas. Nun wandte sie sich direkt an ihn, seinen fachmännischen Rat ersuchend, was ihm, wie er zugeben musste, ein wenig schmeichelte.


„Während die Falle an der Tür von jedem, der Fallen stellen kann, angebracht werden kann ist das bei diesen Runen nicht der Fall. Diese Runen können nur von einem Magier gemacht worden sein“,

sagte sie und blickte ihn fragend an.


„Ihr täuscht euch in der Natur dieser Runen, geschätzte Lenya“, sagte Garvin und deutete auf die magischen Zeichen, die um das Bett herum auf den Boden gezeichnet waren. „Genau genommen sind dies Schutzrunen, was uns leider eher neue Rätsel aufgibt. Erstens schon einmal die Frage:Wurden sie umgangen oder war dies gar nicht nötig, da die Prinzessin ihren Schutz freiwillig verließ?


Da ich die jungeDame nicht kenne, kann ich über ihre Motive nur mutmaßen und da wir nicht einmal wissen, ob sie tatsächlich aus eigenem Antrieb handelte, ist es für mich umso unmöglicher, eine annähernd exakte Aussage zu treffen, wo wir ansetzen müssen."


Er blickte zwischen Lenya und Coltain hin und her, wobei er fragte: „Irgendwelche Ideen? Wo ist die Prinzessin? Wer weiß es?“

Jhonson
27.03.2013, 12:25
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„Irgendwelche Ideen? Wo ist die Prinzessin? Wer weiß es?“

Coltain wusste es nicht, aber seine Aufmerksamkeit war gerade auch mehr auf die Truhe gerichtet. Erst ein Wimmern und jetzt ein erklang ein Geräusch das doch sehr an ein Niesen erinnerte. Coltain hob die Hand gab seinen Mitstreitern so ein Zeichen und erstaunlicherweise hörten sie auch auf Lärm zu machen.

Die Truhe schien groß genug für einen zierlichen Erwachsenen oder besser noch ein Kind zu sein. Im besten Fall jemand der etwas gesehen oder gehört hatte.

„Wir wollen der Prinzessin helfen! Wir tun dir nichts!“

Hoffentlich war auch der Elfe klar das ihr Schoßhund jetzt hier nichts zu suchen hat.

„Bitte komm raus!“

Emerahl
03.04.2013, 17:34
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Etwas zögerlich öffnet sich der Truhendeckel und heraus kommt ein junges Mädchen von etwa 14 Jahren. Sie hat eindeutig elfische Züge, doch sind ihre Ohren nicht ganz so spitz und groß wie sie sein sollten. Ihr Blick wandert von Coltain zu dem Magier und bleibt zum Schluss an der Elfe hängen, die sie mit großen Augen anstarrt. Als diese den Blick erwidert, senkt sie verlegen die Augen.

"Bitte tut mir nichts! Und bitte versprecht mir, dass Ihr nichts der Königin sagt! Dann erfahrt Ihr von mir alles, was Ihr wissen wollt! Schwört es beim Erbauer!"


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Unterdessen torkelt der Zwerg immer noch benommen durch die Flure. An einer Abzweigung entscheidet er sich, nach links zu gehen, nicht sicher, ob er dadurch zur Treppe gelangt. Kurz darauf öffnet sich eine der Türen und eine ältliche Adlige kommt heraus. Als sie den Zwerg erblickt, schreit sie erfreut los: "Ein Zwerg! Hier! Dass ich das noch erleben darf!" Sie ergreift den Arm des Zwerges und zerrt ihn hinter sich her ins Zimmer. "Bitte seid mein Gast und erzählt mir alles über Euch!" Sie wendet sich ihrem Diener zu: "Ghyslain, geht hinab und entschuldigt mich bei der Abendgesellschaft. Sagt ihnen, ich wäre... unpässlich. Und anschließend begebt Euch zur Küche und bringt genug für den armen Zwerg zum Essen und Trinken herauf. Er sieht so aus, als hätte er es bitter nötig. Und beeilt Euch!"

Gleichgewicht
08.04.2013, 02:26
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Durstig und in Erwartung eines erfrischenden Bieres irrte Goren durch die Gänge des Schlosses. Tatsächlich hielt ihn keine Wache auf. Man war wohl unterrichtet, wer hier Ermittlungen anstellte und dass ein stattlicher Zwerg mit wunderschöner Nase dabei war, wie aus feinstem Marmor gemeißelt.

Goren ging lieber auf Nummer sicher und beachtete die Wachen nicht, oder sprach sie an. Doch langsam wurde er ungeduldig. Irgendwo musste sich doch der Weinkeller befinden, oder besser ein Bierkeller. Als sich der Gang ein weiteres mal aufteilte, fasste er einen Entschluss. Die nächste Person, die er antreffen würde, sollte ihm besser den Weg zum nächsten Alkohol weisen. Seine Finger kitzelten und in seinem Kopf rauschte es, das war doch nicht zum Aushalten. Er entschied sich für den linken Weg, kam aber keine zehn Zwergenschritte weit. Vor ihm ging ruckartig eine Tür auf und hätte ihm seine schöne Nase platt gedrückt, wenn er sie nicht geistesgegenwärtig mit seiner Stirn aufgehalten hätte. Grummelig blickte er zu der Hexe hoch. Keine Wache, aber egal. Vielleicht hatte sie einen Kräuterschnaps im Angebot. Notfalls würde er auch den Alkohol eines im Glas konservierten Tieres trinken. Goren holte gerade Luft, um die Alte zurecht zu stutzen, als sie aufkreischte und seine Hand ergriff. Hexen gab es doch nur bei den Elfen. War das eine gefangene Elfenhexe, die sich befreit hatte und ihn nun verspeisen wollte.

„Heyda...zerr doch nicht so!“

Aber sie hörte ihm gar nicht zu, sondern stieß ihn in einen Stuhl, kaum hatte sie ihn ins Zimmer geschleppt. Irgendwas erklärte sie noch hektisch ihrem Gehilfen, dann hörte er nur noch „Essen und Trinken“.

„Viel Bier vor allem.“

rief er dem Mann noch schnell hinterher, bevor er verschwunden war. Dann sah er seine Gönnerin verwirrt an und wartete darauf, dass sie endlich sagte, was er hier sollte. Oder hatte sie das schon?

Vanik
12.04.2013, 20:23
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Was wollte Coltain jetzt von der Kiste? Besser noch: Mit wem redete er? Garvin zweifelte einen Moment an der geistigen Gesundheit des Wächters, da er doch selbst nichts vernommen hatte. Er hatte sich vollkommen von den Schutzrunen ablenken lassen und wäre gar nicht auf die Idee gekommen, diese Truhe näher zu untersuchen. Tatsächlich geschah jedoch etwas auf Coltains Worte hin, mit dem Garvin nicht gerechnet hätte ...


Ein Mädchen mit exotischem Aussehen…


Das war es also, was Lenya gehört oder gespürt hatte. Neugierig musterte der Magier das zierliche Wesen und versuchte, es durch ein freundliches Lächeln zu beruhigen. Er war unschlüssig, wie er sich dem elfisch anmutenden Mädchen gegenüber verhalten sollte und übte sich daher in Zurückhaltung, bis er ihre Worte vernahm:





"Bitte tut mir nichts! Und bitte versprecht mir, dass Ihr nichts der Königin sagt! Dann erfahrt Ihr von mir alles, was Ihr wissen wollt! Schwört es beim Erbauer!"





Sie hatte Angst. Damit konnte er etwas anfangen, kein Naturgeplapper oder dergleichen, sondern eine greifbare, handelsübliche Angst. Er lächelte nun noch etwas entspannter und sagte ruhig:

„Wir werden euch kein Leid zufügen und ich bin sicher, wenn ihr euch bereit erklärt,uns zu helfen, können wir dafür sorgen, dass es euer Schaden nicht sein wird. Dem ist doch so, oder?“





Mit den letztenWorten blickte er nach beiden Seiten, um seine Begleiter zu einemKommentar aufzufordern.

Jhonson
15.04.2013, 16:42
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„… ihr euch bereit erklärt, uns zu helfen, können wir dafür sorgen, dass es euer Schaden nicht sein wird. Dem ist doch so, oder?“ hörte er Gavin zu dem jungen Mädchen sagen.

Ein Dienstmädchen und so wie sie die Dalish anschaut, war er sich nicht sicher ob sie mehr Angst vor der Königin oder der Wilden hatte!

Aber Hauptsache wir erfahren endlich was Konkretes, dachte sich Coltain.

„Keine Sorge wir tun dir nichts“ hoffentlich benahm die Elfin sich und hetzte ihren Hund nicht auf die Kleine „und wie Gavin schon sagte wird es dein Schaden nicht sein!“

Gespannt wartete er was sie zu hören bekamen.

Annalena
16.04.2013, 10:41
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Also waren die Runen Schutzrunen. Sehr merkwürdig. Warum sollte jemand Schutzrunen anbringen? Da sie ungefährlich waren, und sie glaubte das dem Schem-Magier ausnahmsweise, konnte sie nun den Geräuschen nachgehen. Doch bevor sie sich näher damit befassen konnte gab der Schem-Wächter ein Zeichen still zu sein.

Der Schem-Wächter hatte nun auch was gehört. Überraschend! Sie tat nichts und ließ ihn gewähren. Tatsächlich kamen die Geräusche von einer Truhe in der sich ein junges Elfenmädchen befand. Lenya ballte wütend die Fäuste als sie hörte, was dieses unverschämte Flachohr von ihr verlangte.

Sie atmete tief ein und aus um nichts Unüberlegtes zu tun, wie zum Beispiel einen Dolch in das Herz dieses… dieses… urgh… Mädchens zu bohren. Während sie damit beschäftigt ihren Ärger zu neutralisieren redeten die beiden Schemlen beruhigend auf die Göre ein. Doch keiner leistete den Schwur, wie es dieses Balg verlangte. Nun war sie wohl an der Reihe. Na schön. Sie hatte dem Flachohr ein zwei Dinge zu sagen.

„Unverschämte kleine Plage. Wie könnt Ihr es wagen so etwas zu verlangen? Ich bin eine Dalish und ein Schwur ist für mein Volk heilig. Er ist etwas Besonderes und ein Dalish spricht ihn nur selten aus. Doch wenn er es tut, dann würde er lieber sterben, als den Schwur zu brechen. Und nun verlangt Ihr von mir eine so heilige Geste? Und als ob Ihr mich damit noch nicht genug beleidigt habt, soll ich den Schwur auch noch auf einen Schem-Gott schwören? Seid froh, dass wir Euch brauchen oder ich hätte Euch für dieses Verbrechen getötet.“

Das Gespräch hatte ihre Wut wieder entfacht und sie drehte sich weg um sich wieder zu beruhigen. Es würde nicht helfen, der kleinen Pest etwas anzutun. Doch es war wie Lenya gesagt hatte, ein Schwur war etwas ganz Besonderes für einen Dalish. Doch die Schemlen und die Flachohren würden so etwas nie verstehen.

Als sie ihre Wut halbwegs in den Griff hatte drehte sie sich wieder zu der Göre um. „Warum sollte ich mich dazu herablassen mit der Schem-Königin zu reden? Also sprecht.“

Emerahl
18.04.2013, 11:42
Bald schon kehrt der Diener wieder zurück, mit einem Tablett voll erlesenster Speisen und Getränken. In seinem Schlepptau befinden sich noch weitere Mägde, die unter der schweren Last der Tabletts beinahe zusammenbrechen. Nachdem alles ordentlich auf den Tisch gestellt ist, nickt die Adlige hoheitsvoll den Bediensteten zu und schickt sie fort. Nur Ghyslain bleibt bei ihr, er weicht ihr nicht von der Seite. Sie blickt auffordernd zum Zwerg, der sich nicht lumpen lässt, sich an den Tisch setzt und sich hungrig und durstig über die Speisen her macht.

"Erzählt mir werter Herr Zwerg, stammt Ihr aus Orzammar? Welche Geschäfte führen Euch an den königlichen Hof?" Dann fügt sie etwas verlegen hinzu: "Stimmt es, dass das... Gehänge... des Königs... stattlich ist?" Sie läuft rot an.


_____________________________

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Das Mädchen seufzt erleichtert auf bei den Worten der beiden Herren. Sie spürt, dass sie ihnen trauen kann. Zumindest für den Moment. Auch wenn sie nicht beim Erbauer schwören wollten. Glaubten diese Männer denn nicht an ihn?

Doch als die Elfe das Wort ergreift, zuckt das Mädchen ängstlich zusammen. Am liebsten würde sie sich wieder in der Kiste verstecken und den Deckel zuklappen, um die Beschimpfungen nicht mehr zu hören. Ihre Hand fährt automatisch in ihre Rocktasche und umschließt ein Fläschchen, welches sich darin befindet.

Die Elfe scheint sich schnell wieder zu beruhigen und frägt nun, warum sie mit der Shem-Königin sprechen sollte. Ja, warum eigentlich? Instinktiv spürt sie, dass mit der Elfe nicht gut Kirschen essen ist. Soll sie weiterhin an ihrem Plan festhalten? Doch, sie muss. Denn sie ist die Einzige, die jetzt noch das Schlimmste verhindern kann.

"Bringt mich erst von hier fort! Ich werde Euch begleiten, dann werde ich Euch alles erzählen!" Sie stockt, überlegt kurz und fügt hinzu: "Seid Ihr nicht normal zu viert?"

Gleichgewicht
20.04.2013, 22:51
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Erstaunlich schnell kam der Gehilfe der Hexe wieder zurück und er hatte einige Weiber dabei. Goren hatte nur Augen für das Bier und die Hammelkeule. Gierig griff er zu, während seine Gönnerin die Meute entließ. Nur ihr Lakai blieb im Raum, wurde von dem Zwerg jedoch nicht weiter beachtet. Schmatzend, rülpsend und saufend machte er seinem Zwergendasein alle Ehre.

„Das Gehänge des Königs?“

Goren horchte auf. Meinte sie den Schmuck oder was bedeutete das Wort hier an der Oberfläche? Er hatte seinem Truppführer versprochen, sich hier zu benehmen, also sprach er nicht aus, was stattdessen in seinem Kopf herum spukte. Die Hexe wurde rot, meinte sie etwa das selbe wie er?

„Was genau meint Ihr? Welches Gehänge...doch nicht etwa seinen...?“

fragte er vorsichtshalber, als er gerade einen Bissen Hammel herunter geschluckt hatte und nahm dann einen kräftigen Zug des Bieres.

„Warum ich hier bin darf ich nicht sagen. In geheimer Zwergenmission. Sagt mal, wisst ihr wo die Prinzessin steckt? Ob sie jemand entführt hat?“

warf er beiläufig und natürlich völlig unauffällig ein und schob sich einige Weintrauben in den Mund.

Jhonson
24.04.2013, 20:31
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„Warum sollte ich mich dazu herablassen mit der Schem-Königin zu reden? Also sprecht.“

Die Dalish war mal wieder in Fahrt, sie erinnerte ihn manchmal an die Köchin zu Hause, die hatte auch manchmal diesen gewissen Tonfall drauf das alle nur auf Zehenspitzen herumschlichen.

Kurz darauf hatte die junge Stadtelfe hatte sich wohl wieder einigermaßen beruhigt, obwohl sie wohl schreiend davon gelaufen wäre wenn sie den mörderischen Blick der abgewandten Dalish gesehen hätte.

"Seid Ihr nicht normal zu viert?"

Woher wusste sie das sie zu viert waren? Wahrscheinlich hatte sie den Zwerg auf dem Gang rumpoltern gehört oder mitbekommen das er die Tür aufgetreten hatte. Den konnten sie gleich suchen, sollte nicht so schwierig sein den zu finden.

Fortbringen? Sie hatten schon genug Zeit verloren und er verlor langsam wirklich die Geduld.

„Es gibt nichts was du uns nicht hier sagen kannst. Hier in diesem Raum ist es sicher als sonst irgendwo im Palast. Wenn du willst, dass wir ein gutes Wort für dich einlegen fang an zu sprechen… „ ansonsten lassen wir dich mit der Dalish alleine, aber das sagte er nicht sondern schaute nur kurz zu der Stelle wo diese stand.

Jeder halbwegs intelligente Palastdiener sollte das verstanden haben.

Annalena
25.04.2013, 09:49
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Nun das war überraschend. Der Schem-Wächter hat tatsächlich ein Gehirn, dass er auch ab und zu benutzte. Es wäre wirklich idiotisch dieser Göre blindlings zu folgen. Lenya wusste nicht was es war, aber irgendetwas war merkwürdig an dem Flachohr. Sie verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust und blickte die Kleine kalt an. Was aber nicht hieß, dass sie nicht schnell zu ihrer Waffe greifen konnte, wenn es nötig wäre.

„Woher wisst Ihr, dass wir zu viert sind? Das könnt Ihr nur erfahren haben, nachdem die Schem-Prinzessin verschwunden ist.“ Die Elfe lächelte kalt. „Was habt Ihr in dem Zimmer der Schem-Prinzessin verloren nachdem sie verschwunden ist? Wenn ich mich so umsehe seid Ihr ganz bestimmt nicht hier um zu putzen. Könnte es sein, dass Ihr Beweise verschwinden lassen wolltet? Und warum habt Ihr Euch versteckt, als Ihr gehört habt, dass jemand das Zimmer betreten wird? Wenn Ihr nichts zu verbergen habt, dann wäre das nicht nötig gewesen.“

Die Elfe musterte das Flachohr eindringlich. „Sollen wir sie dursuchen? Falls sie tatsächlich Beweise bei sich hat, dann sollten wir diese finden, bevor das Flachohr sie vernichtet.“

Emerahl
29.04.2013, 14:11
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"Putzen?! Sehe ich so aus, als würde ich hier putzen?!", kreischt das junge Mädchen los. Für was hielten sie sie eigentlich? Für eine Dienerin? Wussten sie denn nicht, wer sie war?

„Es gibt nichts was du uns nicht hier sagen kannst. Hier in diesem Raum ist es sicher als sonst irgendwo im Palast. Wenn du willst, dass wir ein gutes Wort für dich einlegen fang an zu sprechen…", sprach der Wächter. Er stockt, doch das Mädchen versteht auch so die unausgesprochene Drohung, als er zu der Dalish sah.

Die Dalish fragt das junge Mädchen, woher sie wisse, dass sie zu viert wären. War sie denn so dumm und wusste nicht, dass schon der gesamte Palast Bescheid wusste?

Doch bevor sie antworten kann, kommt schon der nächste verbale Schlag.

„Sollen wir sie dursuchen? Falls sie tatsächlich Beweise bei sich hat, dann sollten wir diese finden, bevor das Flachohr sie vernichtet.“, fragt die Dalish.

In dem Mädchen kocht die Wut hoch. Sie zückt ihr Messer drohend und spricht:

"Fasst mich an und ich werde Euch töten! Und nur zur Info, die Falle außen an der Tür ist von mir! Doch mehr werde ich jetzt nicht sagen."

Unauffällig greift das Mädchen in ihre Tasche und zieht ein kleines Fläschchen hervor, welches sie ohne Vorwarnung den 3 Gefährten vor die Füße wirft. Das Glas zersplittert und eine dichte Rauchwolke kommt daraus hervor, welche allen die Sicht nimmt und sie husten lässt. Als der Rauch verschwindet, ist auch das Mädchen verschwunden. Nur die offene Tür zeigt, wohin das Mädchen verschwunden sein mag.

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Der Zwerg macht sich genüsslich über das Essen her, was die adlige Dame erfreut.

„Was genau meint Ihr? Welches Gehänge...doch nicht etwa seinen...?“ Der Zwerg stockt, scheint sehr verlegen zu sein, dann fährt er fort:
„Warum ich hier bin darf ich nicht sagen. In geheimer Zwergenmission. Sagt mal, wisst ihr wo die Prinzessin steckt? Ob sie jemand entführt hat?“

"Natürlich meine ich das, werter Herr Zwerg." Die adlige Dame wird noch eine Spur röter. Doch bevor sie seine Fragen beantworten kann, öffnet sich die Tür und ein junges Mädchen stürzt herein. Sie hat elfische Züge, doch scheint sie weder eine Dalish noch eine Stadtelfin zu sein.

"Oh, verzeiht die Störung! Lady Amelia, ich dachte, Ihr seid alleine?" Das junge Mädchen erstarrt kurz, blickt von Lady Amelia zu dem Zwerg, dann platzt es aus ihr heraus:

"Ihr seid der vierte Gefährte, stimmts? Bitte Herr Zwerg, Ihr müsst mir helfen! Beschützt mich vor dieser verrückten Dalish und ich führe Euch zur Prinzessin. Ich... Ich kann Euch auch bezahlen!" Eindringlich blickt sie den Zwerg an.

Gleichgewicht
02.05.2013, 13:02
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Man hatte Goren eingebläut, dass er ja höflich zu den Oberflächlern sein sollte. Besonders zu denen im Schloss. Wenn die Hexe hier also wissen wollte, wie ein Zwerg bestückt war, sollte er ihr besser antworten. Zum Gemächt von König Bhelen konnte er nichts sagen, zu seinem eigenen jedoch schon. Gerade wollte er ausschweifend diese besonderen Vorzüge eines ordentlichen Zwergen gegenüber eines zerbrechlichen Menschenmannes erklären, als eine Elfe herein platzt. Kaum ging es um einen Zwergenprügel kamen die Frauen angerannt. Da waren sie hier vergebens, gegen eine gute Zwergenfrau kamen die Oberflächlerweiber nie und nimmer an. Doch sie war aus einem anderen Grund ins Zimmer gestürmt.

„Verrückte Dalish? Lenya oder wie? Mädchen, drück dich doch verständlich aus.“

ging er sie grob an. Er hatte hier über wichtige Dinge zu sprechen und diese Dienerin kam mit irgendwelchen Kleinigkeiten an.

„Dann bleib halt hier, aber Finger weg vom Bier, klar?“

sagte er unberührt und fuhr dann an die Menschenfrau gewandt fort.

„Wo waren wir? Ach ja, Zwerge unten gut gebaut. Hört gut zu, Mylady und staunt.

Aber ich sage Euch gleich, eine Kostprobe bekommt Ihr von mir nicht. Es sei denn, Ihr könnt eine stämmige Zwergenfrau auftreiben mit einem wie aus Stein gemeißelten Gesicht. Da ließe sich vielleicht was machen, dann lass ich es gern krachen.“

Das wäre es jetzt. Zu dem Mahl und Bier noch eine gute Zwergenfrau zum Druck ablassen und der Tag war gerettet. Es würde auch nicht lange dauern, in einer halben Stunde würde er seinen Kameraden wieder helfen können. Wobei sich das vielleicht von selbst klärte, wenn Lenya wirklich hinter der Elfe her war. Ihn kümmerte es nicht, sollte sie ruhig abgestochen werden, ein spannendes Schauspiel verachtete Goren auch nicht.

Annalena
04.05.2013, 09:19
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Warum kreischte die kleine Plage so? War es so abwegig, dass sie hier putzte? Doch Lenya fand die Reaktion auch interessant. Ihr Verhalten war so anders, als das der anderen Flachohren.

"Fasst mich an und ich werde Euch töten! Und nur zur Info, die Falle außen an der Tür ist von mir! Doch mehr werde ich jetzt nicht sagen."

Amüsant. Als ob das Balg irgendetwas gegen die drei unternehmen konnte. Doch Lenya irrte sich, als das Flachohr plötzlich etwas aus ihrem Kleid zog und es ihr und ihren Begleitern vor die Füße warf. Bissiger Rauch füllte das Zimmer und Lenya hatte Mühe richtig zu atmen. Sie hustete und ihre Augen tränten. Als sich der Rauch verzog, war die Kleine verschwunden. Die Tür stand jedoch weit offen und es war klar, dass sie aus dem Zimmer gerannt ist. Fenris lag auf dem Boden und bedeckte seine Schnauze und Nase mit seinen Pfoten. Mit seinem empfindlichen Geruchssinn musste es für ihn noch viel schlimmer als für sie gewesen sein. Sie machte ihm keinen Vorwurf, dass er das Balg nicht aufgehalten hatte.

Das war‘s. Sie war hungrig und ihr Bad hatte sie auch nicht bekommen. Sie musste sich mit den Idioten herumschlagen und die Schem-Prinzessin hatten sie immer noch nicht gefunden. Irgendwann war auch ihre Geduld am Ende und der Zeitpunkt war jetzt. Die Kleine war tot.

„Ar tu na'din.“ Lenya war so wütend, dass sie in der Sprache der Elvhen sprach. Doch das nahm sie kaum war. Sie nahm ihren Bogen und legte einen Pfeil an. „FENRIS!“ Ihr Wolf hatte sich nun erholt und blickte sie an. Die Elfe deutet auf die Truhe und Fenris schnupperte daran. Dann drehte er sich um und lief aus der Tür. Lenya folgte ihm und prallte fast mit dem Idiot-Schemlen zusammen. „Ar'din nuvenin na'din schemlen. Also geht mir aus dem Weg.“ Der Idiot-Schemlen stolperte rückwärts, doch Lenya beachtete ihn nicht sondern folgte Fenris.

Schon bald kamen sie zu einem Zimmer, dessen Türe aufstand. Da drinnen befanden sich Schemlen und Goren? Was machte er hier? Sie hatte nicht bemerkt, dass er nicht vor dem Zimmer der Prinzessin lag. Doch dann sah sie die kleine Göre hinter ihm stehen. „Gefunden. Ma emma harel. Tritt beiseite durgen’len. Halam sahlin.“ Lenya hob ihren Bogen an und zielte auf die kleine Plage. „Ar tu na'din len'alas lath'din.“

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Ar tu na'din - ich werde dich töten
Ar'din nuvenin na'din - ich möchte dich nicht töten
Ma emma harel- du solltest mich fürchten
Halam sahlin – das endet nun
Ar tu na'din len'alas lath'din – ich werde dich töten, schmutziges Kind, das keiner liebt

Jhonson
07.05.2013, 20:22
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„Ar tu na'din“ hörte er die Elfe rufen und schon war sie verschwunden. Scheinbar hatten sie wohl doch keine Dienerin aufgeschreckt. Wichtig war jetzt nur das sie nicht entkommen würde, aber da machte er sich keine Sorgen, eher ob sie die nächsten Minuten überleben würde. Er sah sich nach Garvin um und in stillem Einverständnis folgten sie ihrer Begleiterin auf den Flur.

Die Dalish stand an der Tür zu einem weiteren Zimmer und schien alles andere als amüsiert zu sein, wie man an dem gespannten Bogen unschwer erkennen konnte. Langsam um ja nichts zu provozieren betrat er das Zimmer und es war tatsächlich wie in einem schlechten Theaterstück. Ihr vierter Begleiter, der Zwerg, war dort, hinter ihm die Nichtdienerin und eine weitere Frau. Der Zwerg schien verwirrt zu sein, kein Wunder weil der Bogen ja auf ihn zielte.

„Ich glaube kaum, dass du hier Schutz findest!“ Coltain war genervt, so richtig genervt, eigentlich sollte er diplomatisch sein, der Kleinen alles versprechen und zusichern, aber er hatte keinen Nerv mehr auf hysterische Frauen.

„Ich werde gleich ganz langsam das Zimmer verlassen, die Treppe herunter gehen, die Wache suchen und mit ihr in Ruhe zurückkommen.“ Damit sollte klar sein das es ihm egal war was inzwischen hier passieren würde.

„Also …“ gespannt wartete er darauf ob sie einknicken würde …“

Vanik
09.05.2013, 18:15
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Das Elfenmädchen schien nicht nur ängstlich, sondern auch ziemlich gewitzt zu sein, wie es durch den Einsatz des Rauches offenbarte. Es amüsierte den Magier gleichermaßen wie die immer aggressivere Grundstimmung Lenyas ihn beunruhigte. Er war zweifellos in der Lage, die Situation zuentschärfen, insofern dies notwendig würde. War er jedoch auch fähig, rechtzeitig zu erkennen, wann dies der Fall war?


Diesherauszufinden gab es offensichtlich nur einen Weg. Dieser Weg war momentan jener, den das Elfenmädchen bei seiner Flucht vor Lenya vorgab. Die Dalish nutzte nun ihr Tier, um das Mädchen zuverfolgen. Wenn es eine Prinzessin in Not zu retten galt, zögerte sie. Wenn es allerdings darum ging, ihren Zorn an diesem jungen Mädchen auszulassen, zog sie alle Register.


Langsam fragte Garvin sich tatsächlich, ob ihre Attraktivität dieses Ausmaß an Unzurechnungsfähigkeit aufzuwiegen vermochte … Ach, als Magier war es fast seine Pflicht, sich mit außergewöhnlich gefährlichen Individuen zu befassen, die dunklen Untiefen der menschlichen, elfischen und … nun ja, vielleicht in manchen Fällen auch … der zwergischen Seele zu erkunden und so seinen Wissensschatz zu erweitern. Ja, eine Pflicht.



Gemeinsam mit Coltain erreichte er nun einen Raum, in dem das Mädchen hinter dem Zwerg versteckt stand und von der Dalish mit gespanntem Bogen bedroht wurde. Es dauerte nur einen Augenblick, bis er die Situation eingeschätzt und eine Idee, wie er mit ihr umgehen würde,entwickelt hatte.

Gerade wollte er seinen Plan umsetzen, da Coltain das Mädchen ansprach:



„Ich werde gleich ganz langsam das Zimmer verlassen, die Treppe herunter gehen,die Wache suchen und mit ihr in Ruhe zurückkommen.“




Nun galt es schnell und fehlerfrei zu agieren. Während Garvin sich bereit hielt, innerhalb eines Augenblickes seine Gefährtin Lenya zu lähmen, so dass sie weiterhin bedrohlich posierte, den Pfeil jedoch nicht abfeuern konnte, belegte er seinen zwergischen Begleiter mit einem Zauber, der ihn schlafen ließ. Glücklicherweise sank er verhältnismäßig sanft zu Boden, so dass die Situation nicht noch verworrener wurde. Dann, bevor jemand darauf reagieren konnte, sprach der Magier das Mädchen mit fester Stimme an:



„Jetzt wisst ihr, dass es keinen Sinn macht, sich zu verstecken. Macht es euch nicht schwerer, als es sein muss und … wenn ihr euch nun zu plötzlich bewegt, gilt der nächste Zauber euch – falls Lenyas Pfeil nicht schneller ist."

Garvin wartete nun gespannt auf die Reaktion der jungen Elfe auf Coltains Worte.

Gleichgewicht
14.05.2013, 11:27
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Die Ereignisse überschlugen sich. Lenya zielte mit dem Bogen auf das Mädchen, das verzweifelt versuchte sich hinter dem halb so großen Zwerg zu verstecken. Auf elfisch wurde sie angeschnauzt, Goren verstand kein Wort. Was wollte Lenya von ihm, was hatte das alles mit der Elfe zu tun? Konnte er hier nicht in Ruhe Essen und Saufen? Natürlich kamen die anderen ohne seine wertvolle Hilfe nicht zurecht. Was für Dilettanten!

„Was laberst du da? Ich soll zur Seite treten, damit du die Kleine abknallen kannst. Ist sie die Entführerin?“

Bevor er eine Auskunft erhalten konnte, stolperten schon Coltain und der Kleidchenmagier ins Zimmer. Gorens Gönnerin und ihr Diener standen nur mit schreckgeweiteten Augen an der Wand und wagten es nicht, sich zu rühren.

„Mag mich endlich mal jemand aufklären?“

fuhr er die beiden Männer wütend an. Ihm war es egal, wenn man Zielschießen auf das Mädchen abhalten wollte. Er wollte einfach nicht weiter so dumm dastehen und im Unklaren sein. Sie redeten auch lieber mit der Kleinen statt mit dem Zwerg. Was war das für ein Verhalten? Mit einem mentalen Achselzucken zog Goren seine Axt und hielt sie kampfbereit vor sich.

„Bevor ich nicht weiß was hier gespielt wird, ist nichts mit schießen oder zaubern, klar?“

Er konnte doch nicht zulassen, dass die drei sich den Ruhm allein einheimsten. Weiter kam er aber nicht, denn scheionbar traf ihn nun doch ein Zauber. Langsam sank Goren zu Boden, vom Schlafzauber getroffen.

Emerahl
24.05.2013, 11:15
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Als die Elfe mit ihrem Wolf und gezogenem Bogen das Zimmer der adligen Dame betritt, schaut das junge Mädchen hinter dem Rücken des Zwerges hervor. Der Zwerg scheint nicht so gewillt zu sein, zur Seite zu treten. Das junge Mädchen lauscht den wütenden Beschimpfungen der Elfe, als auch schon der Magier und der andere Mann - halt! Den kannte sie! Der war doch bei der Stadtwache?

„Ich glaube kaum, dass du hier Schutz findest!“ Sie spürt, wie genervt dieser Mann der Wache war. „Ich werde gleich ganz langsam das Zimmer verlassen, die Treppe herunter gehen, die Wache suchen und mit ihr in Ruhe zurückkommen. Also..."

Doch bevor sie antworten kann, mischt sich plötzlich der Magier ein. Was er getan hat, begreift sie nicht, doch sinkt der Zwerg vor ihr plötzlich zu Boden mit den Worten: „Bevor ich nicht weiß was hier gespielt wird, ist nichts mit schießen oder zaubern, klar?“ Und plötzlich ist ein eindeutiges Schnarchen zu hören.

„Jetzt wisst ihr, dass es keinen Sinn macht, sich zu verstecken. Macht es euch nicht schwerer, als es sein muss und … wenn ihr euch nun zu plötzlich bewegt, gilt der nächste Zauber euch – falls Lenyas Pfeil nicht schneller ist." spricht der Magier zu ihr.

Angst steht dem jungen Mädchen ins Gesicht geschrieben, doch fast sie ihren ganzen Mut zusammen, stampft mit dem Fuß auf und brüllt: "Ich bin kein schmutziges Kind und geliebt werde ich mit Sicherheit! Vor allem von der Prinzessin und dem König!" Nach diesen Worten schlägt das Mädchen entsetzt die Hand vor ihren Mund. So ein Mist! Das wollte sie nicht sagen!

Annalena
25.05.2013, 09:55
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Großartig. Der Schem-Wächter und der Schem-Magier haben sich nun endlich auch eingefunden. Der Schem-Wächter wollte nun anderen Wachen zu Hilfe holen. „Ich bin nicht überrascht, dass Ihr andere Schem-Soldaten holen wollt um ein junges Mädchen zu überwältigen. Bei den Schöpfern, zehn inkompetente Schem-Soldaten sind auch nicht besser als ein inkompetenter Schem-Soldat.“ Während sie mit dem Schem-Wächter sprach ließ sie die kleine Göre nicht aus den Augen.

Der durgl’en zog nun seine Waffe und brabbelte. Doch bevor er etwas machen konnte sank er zu Boden und fing an zu schnarchen. Sieht so aus als ob das die Arbeit des Garvin-Schems war. Beeindruckend. Alles dauerte einige Minuten und gab ihr genug Zeit sich wieder etwas zu beruhigen. Doch die nächsten Worte der kleinen Plage überraschten sie völlig.

"Ich bin kein schmutziges Kind und geliebt werde ich mit Sicherheit! Vor allem von der Prinzessin und dem König!"

Wieso konnte sie die alte Sprache der Elvhen? Nur die Dalsih konnten die alte Sprache sprechen. Sie hatte noch nie gehört, dass Flachohren der Sprache bemächtigt waren. Lenya beäugte die kleine Göre. Wer war sie? Doch erst jetzt sah sie, dass die Kleine nicht allein im Zimmer war. Die ältere Schem-Frau starrte Lenya angsterfüllt an.

„Garvin-Schem, zaubert einen Schlafzauber auf die Kleine. Dann nehmen wir sie mit uns. Wir sollten dann ein ruhiges Plätzchen finden ohne Zeugen.“ Sie wandte sich nun direkt an die kleine Göre und lächelte kalt. „Ihr und ich werden uns unterhalten, sobald Ihr wieder wach seid. Solltet Ihr nicht alles sagen, was Ihr wisst, dann werde ich mit dem Schem-König sprechen müssen. Wird er erfreut sein zu hören das Ihr über die Entführung seiner Tochter Bescheid wisst und nicht mit uns reden wollt?“ Ihr Lächeln wurde noch kälter. „Mal sehen wie sehr er Euch dann noch liebt.“ Dann wandte sie sich an die ältere Schem-Frau. „Sagt niemanden was Ihr hier gesehen und gehört habt oder ich finde Euch und Ihr werdet bezahlen. Das schwöre ich Euch bei den Schöpfern.“

Jhonson
29.05.2013, 18:06
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„Mal sehen wie sehr er Euch dann noch liebt.“

Der König, was hatte der den jetzt damit zu tun? Und wieso sollte er sie überhaupt lieben oder nicht mehr lieben. Coltain war verwirrt, was bei dem Ganzen Durcheinander ja auch kein Wunder war.

„… Ihr werdet bezahlen. Das schwöre ich Euch bei den Schöpfern“ drohte die Elfe der älteren Frau. Eine überflüssige Drohung, sie waren ja schließlich im offiziellen Auftrag hier und das Verschwinden der Prinzessin und ihre Ermittlungen waren wohl kaum mehr ein Geheimnis. Aber er sah keinen Sinn darin der Dalish in den Rücken zu fallen.

„Keine Sorge ich kann mir nicht vorstellen das sie möchte, dass ihr kleines Abenteuer mit dem Zwerg zum Stadtgespräch wird.“

„Und jetzt verschwindet von hier ..." wandte er sich an die Frau "...falls ihr Beschwerden habt könnt ihr euch an Ser Cauthrien wenden“ damit war die Sache für ihn erledigt.

„Garvin, könntet ihr den Zwerg wieder aufwecken?“

„Und dann Mädchen werdet ihr reden!“

Vanik
02.06.2013, 00:23
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Ein flüchtiges Lächeln umspielte Garvins Lippen, als er bemerkte, dass er seinen Schlafzauber wie aus dem Lehrbuch angewandt hatte. Er hatte es sogar geschafft, seinen Gefährten regelrecht sanft zu betten.
Auch war es ihm ganz offensichtlich, gemeinsam mit Lenya, die wahrlich keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit, mit der sie dieser Situation begegnete, zuließ, das Mädchen so sehr zu ängstigen, dass sie plötzlich die Fassung verlor.

"Ich bin kein schmutziges Kind und geliebt werde ich mit Sicherheit! Vor allem von der Prinzessin und dem König!"

Was sollte das? Garvin verstand nicht, was das Mädchen damit sagen wollte, wieso es überhaupt relevant war, wer sie liebte und wer nicht, aber das sollte nun wirklich nicht seine Sorge sein. Wäre es an der Zeit, sie durch ein Kraftfeld zu zerquetschen, fühlte er sich deutlich eher angesprochen, auch wenn der Gedanke ihm fast ein wenig barbarisch erschien ... nun ja, fast. Immerhin war es anspruchsvolle Magie.

„Garvin-Schem, zaubert einen Schlafzauber auf die Kleine. Dann nehmen wir sie mit uns. Wir sollten dann ein ruhiges Plätzchen finden ohne Zeugen.“

Eine deutliche Anweisung war jetzt genau das richtige. So antwortete er schlicht: "Wie ihr wünscht." Lenya hatte offensichtlich einen Plan und alleine die Möglichkeit zu sehen, wie dieser wohl aussehen mochte, reichte für Garvin aus, um in die Tat umzusetzen, was Lenya gerade noch ausgesprochen hatte. Einen Moment befürchtete der Magier, das Mädchen könnte auf seinen zwergischen Gefährten fallen, doch glücklicherweise sank sie mit dem Rücken gegen den Tisch hinter ihr und nur durch ein minimales holpern gestört zu Boden.
Nun galt es zu überlegen, was er mit Goren tun sollte ...

„Garvin, könntet ihr den Zwerg wieder aufwecken?“

"Ich kann und ich werde, Coltain. Mit dem größten Vergnügen."

Nun, da Garvins Fähigkeiten gefragt und bewusst in Anspruch genommen wurden, fühlte er sich immer wohler mit dieser ganzen Sache. So würde es sich also anfühlen, seine magischen Fähigkeiten dem Meistbietenden feilzubieten? Nicht mal übel ... gar nicht mal übel.
Garvin weckte Goren auf und fragte in die Runde: "Wo soll es nun hingehen?"
An den Zwerg gewandt, fügte er hinzu: "Verzeiht, ich wollte euch nur aus der Schußbahn haben", und zuckte kurz mit den Schultern.

Annalena
09.06.2013, 08:54
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Lenya rümpfte die Nase als sie die nun schlafende Göre anblickte. Der Schem-Wächter hatte die anderen Schemlen aus dem Zimmer vertrieben und der Garvin-Schem hatte den durgl’en wieder aufgeweckt. Dieser schaute etwas verwirrt umher. Nun, da sie allein waren, konnte die Befragung beginnen. Doch als erstes sollte sie sicherstellen, dass die Kleine nicht wieder weglief.

Lenya lief zur Tür und schloss sie. Dann gab sie Fenris ein Zeichen. Er legte sich vor die Tür und legte seinen Kopf auf seine Pfoten. Dann schloss er die Augen. Doch jeder, der glaubte, ihr Wolf schlief irrte sich. Er war hellwach. Sie selbst begab sich nun zu dem Tisch, auf dem noch Reste von dem Mahl standen. Sie schnappte sich ein Stück Brot und biss hinein. Die Elfe hatte schon lange nichts mehr gegessen und wer weiß wann sie wieder dazu kam.

Als sie fertig war ging sie zum Fenster. Sie lehnte sich mit dem Rücken daran und beäugte die kleine Plage. Es war das einzige Fenster in diesem Zimmer und Lenya würde dafür sorgen, dass die Göre nicht dadurch entwischen konnte. Sie traute den Schemlen nicht, diese Aufgabe zu meistern und sie war sich nicht sicher, ob der durgl’en dazu in der Lage war. Ihren Bogen lehnte sie neben sich an die Wand. Auf diese kurze Entfernung würde er ihr sowieso nicht viel nützen. Lenya zog ihr Messer und wandte sich an ihre Begleiter. „Ich denke wir können nun beginnen.“

Jhonson
12.06.2013, 18:53
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"Ich kann und ich werde, Coltain. Mit dem größten Vergnügen."

Der Zwerg stand kurz darauf, noch etwas unsicher, auf den Beinen und die Elfin schloss die Tür und postierte den Wolf als Wächter vor der Tür. Amüsiert verfolgte Coltain wie die Dalish sich über das Brot hermachte und dann ihr Messer zog und sich dem „Gast“ zuwandte.

„Ich denke wir können nun beginnen.“

So sah er das auch und ging zu dem selig schlafenden Mädchen und sorgte dafür, dass sie bequem sitzen konnte. Anschließend bezog er in der Mitte des Raumes Position und wandte sich wieder an Gavin.

„Wenn ihr soweit seid können wir sie wieder aufwecken und mit dem Verhör anfangen …“

Vanik
12.06.2013, 21:03
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„Wenn ihr soweit seid können wir sie wieder aufwecken und mit dem Verhör anfangen …“

Garvin blickte kurz zu Lenya, betrachtete das Messer in ihrer Hand und dachte bei sich: Ich frage mich viel eher, ob SIE soweit ist. Da er nicht dümmlich grinsend herumstehen wollte, bemühte er sich, das Lächeln ob seines Gedankens zurückzuhalten und nickte Coltain anstatt dessen knapp zu.

"Dann mögen sich alle bereit halten! Ich werde sie nun wieder zu sich kommen lassen."
Der Magier trat einen Schritt zur Seite, um Lenya bei dem Verhör gut beobachten zu können und hob mit einer flüchtigen Geste den Schlafzauber, den er gewirkt hatte, wieder auf.

Gleichgewicht
17.06.2013, 15:34
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Garvins Schlafzauber hatte noch seine Nachwirkungen. Goren hörte wie durch dumpfen Nebel die entschuldigenden Worte des Magiers, den er leicht verschwommen sah. Schwerfällig griff er sich an seinen Kopf und rieb sich die Schläfe.

„Kannamapassiern“

nuschelte er und wankte zu den anderen herüber. Sollten sie mit der Elfe doch machen was sie wollten. Sein hitziges Gemüt hatte sich soeben abgekühlt. Er interessierte sich nicht mehr für das Spitzohr, das ebenfalls einem Schlafzauber zum Opfer gefallen war.

Während die Gruppe sich beriet, schnappte sich Goren den Wein auf den Tisch und nahm einen kräftigen Schluck. Gleich würde es ihm besser gehen. Dem Magier würde er den Zauber schon noch heimzuzahlen wissen.

„Ein Verhör also. Was habt ihr heraus gefunden? Arbeitet die Kleine mit dem Entführer zusammen? Egal, fangt nur an.“

Er setzte sich an den Tisch, nahm sich noch eine weitere Hammelkeule und hoffte, dass die Elfe nicht sofort alles erzählen würde. Dieses Schauspiel war genau nach seinem Geschmack.

Emerahl
25.06.2013, 10:58
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Das Elfenmädchen erwachte aus einem tiefen Schlaf. Verwirrt blickte sie sich um und langsam fiel ihr alles wieder ein. Dieser Magier... hatte er einen Schlafzauber angewandt? Sie musste vorsichtiger sein. Das war ihr jetzt klar. Nur eine unbedachte Äußerung und sie würden sie töten. Dessen war sie sich nun sicher. Am gefährlichsten war wohl diese verrückte Elfe, die inzwischen am Fenster stand und aß. Aber auch die Männer durfte sie nicht außer Acht lassen. Dieser Wächter hatte ja schon damit gedroht, sie zu verpfeifen. Wie sollte sie den Vier noch trauen? Doch die junge Elfe musste es riskieren. Schließlich hing das Leben der Prinzessin davon ab. Und ihres ebenso. So nahm sie ihren ganzen Mut zusammen und sprach:

"Die Prinzessin ist magiebegabt, doch noch ganz am Anfang. Sie ist noch nicht ausgebildet, beherrscht die Magie noch nicht." Sie wandte sich an den Magier: "Diese Stelle als Hofmagier wurde ausgeschrieben, dass die Prinzessin einen fähigen Ausbilder erhält. Der König will sie nicht in den Zirkel geben."

Nach kurzem Zögern fuhr sie fort: "Sie wurde nicht entführt, sondern ist geflohen. Bitte! Bringt mich sicher aus dem Schloss heraus, denn wenn die Königin erfährt, was ich Euch noch zu sagen habe, wird sie mich töten! Ich werde Euch nicht zur Last fallen, denn sobald wir außerhalb der Mauern sind, werden sich unsere Wege trennen. Doch bevor ich gehe, werde ich Euch alles erzählen, was Ihr wissen müsst!"

Vanik
01.07.2013, 21:05
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Nun würde es wohl so langsam interessant. Mit flüchtigen Blicken prüfte Garvin, ob der Zwerg wohl Groll gegen ihn hegen mochte, doch trotz seines Zaubers schien sein Gefährte recht entspannt, fast schon gleichgültig ... Nun, ihm sollte es recht sein, denn wer wollte schon einen wütenden, axtschwingenden Freizeit-Dichter in seiner Nähe wissen?
Aber es gab Dinge, die viel eher seiner Aufmerksamkeit bedurften. Zum Beispiel das gerade erwachende Mädchen ...



"Die Prinzessin ist magiebegabt, doch noch ganz am Anfang. Sie ist noch nicht ausgebildet, beherrscht die Magie noch nicht." Sie wandte sich an den Magier: "Diese Stelle als Hofmagier wurde ausgeschrieben, dass die Prinzessin einen fähigen Ausbilder erhält. Der König will sie nicht in den Zirkel geben."

Nun, DAS waren doch einmal interessante Neuigkeiten. Sogleich hob Garvin die rechte Hand, um sich fachmännisch das Kinn zu reiben. Ein Nicken oder Brummen zwischendurch sollte ausreichen, um klarzustellen, dass der Magier angestrengt über das soeben Gehörte nachdachte. Er unterließ es jedoch, sie zu unterbrechen, notierte anstatt dessen geistig, dass er die Prinzessin schon deshalb finden musste, um bessere Aussichten auf die Stelle des Hofmagiers zu haben.



Nach kurzem Zögern fuhr sie fort: "Sie wurde nicht entführt, sondern verschleppt. Bitte! Bringt mich sicher aus dem Schloss heraus, denn wenn die Königin erfährt, was ich Euch noch zu sagen habe, wird sie mich töten! Ich werde Euch nicht zur Last fallen, denn sobald wir außerhalb der Mauern sind, werden sich unsere Wege trennen. Doch bevor ich gehe, werde ich Euch alles erzählen, was Ihr wissen müsst!"

Garvin hob die rechte Augenbraue und seufzte leise, bevor er erwiderte: "Wir gingen ein großes Risiko ein, euch aus dem Schloß zu führen, denn wer weiß, ob ihr nicht schlicht davonlaufen würdet ...
Ich habe eine Idee: Coltain und Goren gehen zu euren Seiten und führen euch, Lenya und ich hingegen halten uns bereit, euren Fluchtversuch zu ... nun, sagen wir zu unterbinden."

Anschließend blickte er in die Runde, um herauszufinden, ob seine Idee bei seinen Gefährten Zuspruch fand ...

Annalena
14.07.2013, 09:27
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Die Schem-Prinzessin war also magiebegabt. Das war überraschend. Vielleicht war sie doch mehr als Hüterin der Schemlen geeignet als sie dachte. Die Göre wollte also das Schloss verlassen. Endlich mal jemand, der eine gute Idee hatte. Doch es war nicht wirklich überraschend, denn die Göre war ja eine Elfe. Der Vorschlag des Magiers ließ Lenya nur ihre Augen rollen.

„Wir könnten sie auch fesseln und knebeln. Auf diese Weise wird jeder Fluchtversuch unmöglich.“ Sie verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust und musterte die kleine Plage. Das wäre natürlich am einfachsten, jedoch war sich Lenya nicht sicher, wie kooperativ die Kleine danach wäre.

„Wir sollten es so machen, wie der Schem-Magier es vorgeschlagen hat. Jedoch sollte der Schem-Wächter vorne weg gehen, da er den Weg am besten kennt. Fenris und der durgl’en gehen zu ihren Seiten. Ich und der Schem-Magier gehen hinter ihr. Auf diese Weise lassen wir ihr keine Chance zur Flucht.“

Und sollte sie tatsächlich eine Waffe haben und dem Schem-Wächter in den Rücken fallen, dann gäbe es ihr noch genügend Zeit sie mit einem Pfeil niederzustrecken. Und da es so viele Schemlen gibt wie Haare auf einem Halla, wäre der Verlust eines Schem-Wächters nicht wirklich tragisch. Das Halla würde auch nicht zugrunde gehen, wenn es ein Haar verliert.

„Wenn niemand einen besseren Vorschlag hat, dann sollten wir aufbrechen. Je eher wir aus dieser Schem-Stadt kommen umso besser.“

Gleichgewicht
18.07.2013, 22:25
Goren winkte ab. Einen besseren Vorschlag, er hatte sich nicht zum Ermitteln und Denken gemeldet, sondern um Köpfe einzuschlagen. Denken war Arbeit der Scholaren im Saal des Wissens und nicht von Kriegern. Damit war für ihn auch schon alles gesagt...oder eben nicht.

Jhonson
25.07.2013, 12:45
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Verschleppt wurde sie also, interessant, dachte sich Coltain und was wusste diese Frau das die Königin sie dafür töten würde?

Er kam aus Kirkwall und von daher hatte er keine emotionale Bindung zu der Herrscherfamilie von Ferelden und von daher war es ihm egal ob die Informationen der Elfin die politische Lage vor Ort erschüttern würden. Und Informationen waren auch nur eine Ware und später konnte man immer noch sehen was sich daraus ergeben könnte.

„Wenn niemand einen besseren Vorschlag hat, dann sollten wir aufbrechen. Je eher wir aus dieser Schem-Stadt kommen umso besser“ dem Vorschlag der Dalish hatte er nichts hinzuzufügen, von daher nickte er und sah seine Begleiter an „so können wir es machen, aber du“ dabei sah er das Mädchen an „hältst Abstand zu mir. Ich gehe ein paar Schritte voraus und ihr folgt mir.“

Da es keine Einwände von seinen Begleitern gab begab er sich zur Tür und sie machten sich auf den Weg aus dem Palast hinaus.

Annalena
29.07.2013, 10:31
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Nachdem der Schem-Wächter seine Zustimmung zu dem Plan gegeben hat und der durgl’en ziemlich ruhig war brach die Gruppe auf. Der Schem-Wächter ging voran und ein paar Schritte hinter ihm ging die Göre. Links und rechts neben der Plage liefen Fenris und der durgl’en. Lenya und der Schem-Magier liefen hinter der Pest. Die Elfe hielt ihren Bogen bereit. Sollte die Göre etwas versuchen, dann würde ein Pfeil sie stoppen.

Es war für die Dalish unbegreiflich, warum ein Schemlen in so einem großen Gebäude leben musste. Die Herrscherfamilie bestand aus drei Mitgliedern. Wieso brauchten sie so viele Zimmer? Während das Zelt der Hüterin etwas größer war, als das der übrigen Clan-Mitglieder, war es nichts im Vergleich mit dem riesigen Palast, den die Schem-Herrscher bewohnten.

Während sie durch das Schloss gingen, schnappte Lenya einige Gesprächsfetzen auf. Es schien, dass die Schem-Herrscher jede Menge Bedienstete haben. Sie rollte die Augen. Die Schemlen-Herrscher schienen nichts allein machen zu können. Sie hatten sogar Diener, die ihnen beim Ankleiden helfen? Bei den Schöpfern. Wie inkompetent ist das Herrscherpaar, das sie sich nicht einmal allein anziehen konnten. Sie schienen auch nicht jagen zu können und auch eine Mahlzeit konnten sie nicht zubereiten.

Die Chancen für die Schem-Prinzessin standen nicht gut. Sie hatte keine Ahnung vom Jagen und selbst wenn sie Glück hatte und etwas fing, dann konnte sie es nicht zubereiten. Lenya ging auch davon aus, dass sie von Beeren, Kräutern und Pilzen keine Ahnung hatte. Im Schlimmsten Fall würde sie sich vergiften.

Als sie endlich vorm Schloss angekommen sind ergriff sie das Wort. „Wir sollten uns beeilen. Die Schem-Prinzessin hat keine Ahnung, wie man überlebt. Was ich mit bekommen habe klingt nicht gut. Bei den Schöpfern. Sie kann sich nicht einmal alleine anziehen und benötigt eine Dienerin dazu. Geschweige denn Jagen oder auf andere Art Nahrung beschaffen. Sie könnte giftige Pilze oder Kräuter essen oder sie wird von einem Bären zerfleischt. Vielleicht wird sie auch von einem Rudel Wölfe zerrissen. Hoffen wir sie ist noch in der Stadt und noch nicht in die Wälder geflohen.“ Lenya seufzte leise. Eigentlich konnte ihr die Schem-Prinzessin egal sein. Aber da sie nun mal eingewilligt hat zu helfen, wird sie es auch tun. Sie wird den Dalish und ihrer Hüterin alle Ehre machen.

Vanik
03.08.2013, 01:08
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„Wir sollten uns beeilen. Die Schem-Prinzessin hat keine Ahnung, wie man überlebt."

Das war zweifelsohne ein wichtiger Punkt. Auf Erfahrungswerte konnte eine Prinzession aller Wahrscheinlichkeit nach in eher geringem Maß zugreifen. Sie hatte jedoch recht sicher jede Menge Zeit gehabt, diese Sache zu planen und an Ressourcen mangelte es ihr bestimmt auch nicht. Zwei Vorteile, die ihre geringe Erfahrung vielleicht aufzuwiegen vermochten. Wie dem auch sei, Lenya hatte in einem Punkt absolut Recht:

Sie mussten sich beeilen!

"Hoffen wir sie ist noch in der Stadt und noch nicht in die Wälder geflohen.“

Ob Garvin sich dieser Hoffnung anschließen sollte? Er wusste wirklich nicht, ob die natürlichen Gefahren, auch wenn sie für die Prinzession wohl neu und damit sehr gefährlich sein würden, wirklich mit größerer Vorsicht zu betrachten wären wie die Bosheit, Arglist und Verschlagenheit, die in der Stadt praktisch hinter jeder Ecke lauern konnten? Bei einem Wolf ging zumindest niemand davon aus, dass er es wirklich nur gut meinte ...

Endlich nahm Coltain die Sache in die Hand und brachte Bewegung in die Gruppe. Garvins Vorfreude war zu seiner eigenen Überraschung recht groß, denn obschon Ausflüge nicht gerade die liebste Freizeitbeschäftigung des gemeinen Magiers waren, versprach dieser alleine wegen der ungewöhnlichen Gesellschaft interressant zu werden. Na ja, er würde sehen, was sich ergeben mochte.

Padma
11.08.2013, 17:34
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Die Gruppe setzte sich also schließlich in Bewegung um möglichst unauffällig und ohne Zwischenfälle das Schloss zu verlassen.
Das Elfenmädchen - zumindest sah es in Gorens Augen wie ein Mädchen aus, auch wenn sie vielleicht doppelt so alt sein mochte wie er - führte sie durch die großen Flure, die geschmückt waren mit riesigen Ölgemälden und Skulpturen längst verblichener Bewohner. Sie hatten sie in die Mitte genommen, so wie sie es zuvor ausgemacht hatten. Ihre Waffen hatten sie geschultert und verstaut um im Falle einer Konfrontation mit Einwohnern oder Gästen kein Aufsehen zu erregen, doch dem Zwerg wäre wohler zu mute gewesen, wenn er den breiten Griff seiner Axt zwischen den Händen gewusst hätte. Er war sonst kein Typ der mit Nervosität geschlagen war, doch dieses heimliche Getue war nicht seine Art. Zu viele Risiken, dass eine List entlarvt wurde. Es spielten zu viele ungewisse Faktoren mit. Bei seinem Weg - der mit viel Getöse ab durch die Mitte geführt hätte - konnte man sich ganz und gar auf seine eigene Manneskraft verlassen. Und von der war Goren mehr als überzeugt.

Nachdem die Gruppe bereits in zwei unkomplizierte aber ebenso unvorhergesehene Flurpatrouillen gelaufen waren, konnte der Zwerg seine Zweifel nicht mehr für sich behalten.
"Ich sage wir warten nicht länger und befragen diese Göre gleich, um so schneller sind wir hier aus dem Gefahrenbereich. Wer vermag zu sagen, ob sie denn tatsächlich etwas weiß, wir sollten sie gleich fragen, oder was soll hier dieser Scheiß? Verflucht, dieses Geschleiche, dass verträgt doch keine Sau, und bevor ich in diesem Schloss verbleiche, lasst uns kurzen Prozess machen mit dieser Frau. Sie weiß wahrscheinlich nichts, und will nur raus aus diesem Schloss, unsere Abmachen dann bricht's und rennt davon, vielleicht sogar mit Ross. Also prüfen wir besser gleich, ob sie wirklich etwas weiß, und wenn - hacken wir ihr trotzdem den Kopf vom Hals."

Jhonson
20.08.2013, 19:21
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„… lasst uns kurzen Prozess machen mit dieser Frau. Sie weiß wahrscheinlich nichts, und will nur raus aus diesem Schloss, unsere Abmachen dann bricht's und rennt davon, vielleicht sogar mit Ross. Also prüfen wir besser gleich, ob sie wirklich etwas weiß, und wenn - hacken wir ihr trotzdem den Kopf vom Hals."

Amüsiert hörte Coltain dem Zwerg zu, obwohl er nur die Hälfte mitbekommen hatte schien es so, dass sie alle darauf brannten das Schloss zu verlassen und mit der Suche nach der Prinzessin anzufangen.

Von daher wandte er sich der Dienerin zu „Nun sprich, das Schloss liegt hinter uns und wir warten auf Antworten. Die Zeit für Andeutungen ist vorbei. Und keine Sorge, egal was du angestellt hast unsere Aufgabe ist es nur die Prinzessin zu finden, alles andere interessiert uns nicht!“

Emerahl
03.09.2013, 11:05
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Das Elfenmädchen atmete erleichtert auf, als sie endlich das Schloss verlassen hatten. Wobei sie noch immer aus der Stadt kommen musste. Aber zuerst musste sie den vier Gefährten die Wahrheit erzählen. Zumindest einen Teil davon. Den Rest würde sie erzählen, sobald sie Denerim verlassen hatte. Auch wenn es ihr schwer fiel, ihr Zuhause zu verlassen. Doch momentan war das die einzige Möglichkeit, um am Leben zu bleiben. Vielleicht könnte sie sich ja bis in den Brecilian Wald durchschlagen und ein Dalish Lager finden. Vielleicht könnte sie ja auch... Nein! Nach einem kurzen Blick zu der wilden Elfe, verwarf sie den Gedanken schnell wieder. Die Dalish waren keine Option für sie.

Nachdem sich das Mädchen versichert hatte, dass keine fremden Ohren sie belauschen konnten, begann sie mit ihrem Bericht:

"Die Königin hat ihrem Gemahl immer noch nicht verziehen, dass er ihren Vater getötet hat. Lange hat es gedauert, bis ihr Racheplan stand. Und nun scheint für sie die passende Zeit gekommen zu sein, um ihren Gemahl und ihre Tochter los zu werden, um alleine herrschen zu können. Denn die Prinzessin ist eher ihrem Vater als ihrer Mutter zugetan. Ich habe Euch schon erzählt, dass die Prinzessin magiebegabt ist. Und da sie keinerlei Ambitionen zeigt, die zu Lady Anora passen, möchte diese die Prinzessin in den Zirkel bringen. Die Prinzessin und ich haben dies herausgefunden und deshalb ist sie geflohen, denn sie soll direkt nach den Feierlichkeiten in den Zirkel gebracht werden.

Der König hat Euch angeheuert, damit Ihr die Prinzessin zurückbringt. Jedoch wird die Königin alles versuchen, um dies zu verhindern. Wenn Ihr mich sicher aus der Stadt bringt, werde ich Euch noch mehr erzählen"

Das Mädchen schwieg und wartete die Reaktionen der Gefährten ab. Würden sie ihr glauben? Oder würden sie sie dennoch verraten?

Vanik
08.09.2013, 00:25
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"Der König hat Euch angeheuert, damit Ihr die Prinzessin zurückbringt. Jedoch wird die Königin alles versuchen, um dies zu verhindern. Wenn Ihr mich sicher aus der Stadt bringt, werde ich Euch noch mehr erzählen"



Verdammt auch! Wenn das Mädchen die Wahrheit sprach, würde es schwer werden, eine Stelle als Hofmagier und Lehrer der Prinzessin zu bekommen. Wenn sie log ... dann gab es die Stelle vielleicht überhaupt nicht. Na ja, das könnte zu einem späteren Zeitpunkt bedacht werden.

"Ich für meinen Teil sehe mich geneigt, zunächst zu erfahren, was sie uns zu sagen hat. Dann ist es eben an uns, das gesagte zu verifizieren, oder uns vollends der Verwirrung hinzugeben. So langsam sehne ich mich nach dem altbewährten Schema: Böse Menschen entführen gute Prinzessin - gute Menschen befreien sie von den bösen Menschen.

In Geschichten ist alles irgendwie leichter."

Er kratzte sich nachdenklich an der Schläfe und schritt dabei um das Mädchen herum, betrachtete sie von allen Seiten, als könne er dadurch ersehen, ob sie die Wahrheit sprach. Als er wieder vor ihr angekommen war, blieb er stehen, bemerkte nebenbei: "Ihr wisst sicher, dass ich eine Lüge eurerseits mit Folter, Exekution oder aber der Verbindung von beidem strafen werde", und sah in Erwartung weiterer Äußerungen hierzu, seine Gefährten an.

Jhonson
15.09.2013, 12:14
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… der König hat Euch angeheuert, damit Ihr die Prinzessin zurückbringt. Jedoch wird die Königin alles versuchen, um dies zu verhindern. Wenn Ihr mich sicher aus der Stadt bringt, werde ich Euch noch mehr erzählen"

In Ordnung das wurde langsam ja richtig interessant. Coltain konnte sich einerseits kaum vorstellen das die Königin ihre eigene Tochter loswerden will. Er war daher versucht die Dienerin einfach auszuliefern und dieser Farce so ein Ende zu bereiten. Andererseits war er von Natur aus neugierig und als Händerlsohn an der für ihn optimalsten Entwicklung interessiert.

„… eurerseits mit Folter, Exekution oder aber der Verbindung von beidem strafen werde“ hörte er Garvin sagen und Coltain konnte ihm nur zustimmen.

„Meinetwegen können wir sie aus der Stadt bringen“ aufmunternd und freundlich nickte er der Dienerin zu.

Annalena
17.09.2013, 08:22
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Endlich waren sie aus dem Schloss heraus. Nun mussten sie nur noch die stinkende Schemlen-Stadt verlassen. Die Göre machte erst einmal Pause und erzählte etwas über die Schem-Königin. Bei den Schöpfern! Sie würde ihren Gemahl und sogar ihre Tochter aus dem Weg räumen? Lenya war sprachlos. Es zeigte sich wieder einmal was für niedere Geschöpfe diese Schemlen waren. Sie würden alles tun um Macht zu erlangen und sei es die eigene Familie zu verraten.

„Der Vater der Schem-Königin war doch der, der die Flachohren als Sklaven verkauft hat. Er hat bekommen was er verdient hat. Warum hat sie den Mann, der ihren Vater getötet hat, überhaupt geheiratet, wenn sie ihn dafür hasst?“

Die Elfe verschränkte ihre Arme vor ihrer Brust und tappte mit dem Fuß während sie die Plage eindringlich musterte. Es waren ungeheuerliche Anschuldigungen. Wenn es stimmte, was die Kleine sagte. Und das war das Problem. Sagte sie die Wahrheit oder erzählte sie irgendeinen Blödsinn um ihre Haut zu retten?

Amüsiert hörte sie den Drohungen des Schem-Gavin zu. Sie hatte nicht den Eindruck, dass er die Drohungen wahr machen würde. Zumindest würde er selbst nicht der Henker sein wollen.

Der Schem-Wächter war immer noch freundlich zu der Kröte und lächelte sie sogar an. Auf den Typ musste sie ein Auge haben. Der würde jede Frau, sobald sie ihn mit einem Lächeln bedachte, frei lassen. Ihr fiel gerade nicht das Schemlen-Wort ein, mit dem ein Mann, der viele Frauen hat, beschrieben wird. Aber dieses Wort passte hervorragen auf ihn.

„Wie kommen wir aus der Stadt, wenn alles abgeriegelt ist? Ich bin jedenfalls nicht herausgekommen, als ich sie verlassen wollte.“ Vielleicht hatten sie eine Genehmigung, da sie nach der verschwundenen Prinzessin suchten, aber sicher war sie sich nicht.

Emerahl
24.09.2013, 21:06
Coltain, die Wache übernahm die Führung der Gruppe, gefolgt von dem Elfenmädchen und Lenya, die dicht neben ihr lief und einen Dolch in die Seite des Gewandes drückte. Die Nachhut bildeten der Magier und der Zwerg, der sich bisher noch nicht zu der ganzen Sache geäußert hatte. Er brummelte etwas in seinen Bart: "... und es ist doch ein Drache. In Gestalt der Königin vielleicht?"

Als sie das Tor erreichten, wurden sie von der Wache aufgehalten, doch nachdem Coltain mit den Wachen gesprochen hat, öffnete sich das Tor und sie konnten Denerim verlassen. Das Elfenmädchen führte sie in südwestlicher Richtung. So liefen sie eine Weile, bis sie Denerim hinter sich nicht mehr erkennen konnten.

Jhonson
29.09.2013, 16:29
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Coltain bemerkte den „verärgerten?“ Blick der Dalish und fragte sich was er denn jetzt schon wieder angestellt hatte. Seine Mutter und später auch seine Erzieherin hatten ihn immer mit einem ähnlichen finsteren Ausdruck betrachtet wenn er mal wieder seinen „Rolle“ vergaß.

Das gebrummel des Zwerges wurde von ihm nicht weiter beachtet, einen Drachen hatte er noch nie gesehen. Konnten die sich in Menschen verwandeln? Egal, der Zwerg war wohl eh halbwahnsinnig.

„Wie kommen wir aus der Stadt, wenn alles abgeriegelt ist?“

Diese Frage seiner Begleiterin war einfach für ihn zu klären und nach einem kurzen Wortwechsel mit der Wache konnten sie Denerim endlich hinter sich lassen. Er führte die kleine Gruppe in südwestlicher Richtung, als sie Denerim nicht mehr sehen konnten hielt er an und wandte sich direkt, aber durchaus freundlich, an die Dienerin. „Hier wären wir und jetzt wird es Zeit für den Rest der Geschichte“ er verschränkte die Arme und wartete.

Annalena
02.10.2013, 10:25
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Lenya lief neben der Göre und hatte ihren Dolch griffbereit. Der Schem-Wächter kam mühelos durch die Stadttore und die Elfe war darüber erleichtert. Sie musste einige Mühe aufwenden nicht los zu stürmen sobald sie die stinkende Schem-Stadt verlassen hatten.

Sie hörte den Magier folgen. Seine Schritte waren überraschend leise, doch das lag sicherlich daran, dass er keine metallene Rüstung trug. Nicht das dies von Vorteil war. Der durgen’len und der Schem-Wächter machten genug Krach.

Amüsiert lächelte sie über den durgen’len und seine Drachen-Theorie. Sie bezweifelte, dass die Königin, ein Drache war. Doch es gab Menschen, die sich in Drachen verwandeln konnten. Oder waren es Drachen in Menschen? Eigentlich kannte sie nur eine, die das konnte. Doch diese Geschichte hatte sie schon erzählt und wenn man ihr nicht glaubte, dann haben sie Pech gehabt.

Endlich blieb der Schem-Wächter stehen und verlangte den Rest der Geschichte von der Plage. Sie pikste vorsichtig mit dem Dolch in die Seite der Kleinen, nicht stark genug um sie zu verletzen, doch stark genug um zu zeigen, dass Lenya sie genau im Auge behalten wird. Dann entfernte sich die Dalish etwas von der Gruppe, doch war noch nah genug um zu hören, was gesagt wurde. Sie steckte den Dolch weg und nahm ihren Bogen in die Hand. Sollte die Göre weglaufen, dann würde ein Pfeil sie schnell stoppen. Auf alle Möglichkeiten vorbereitet wartete sie nun auf den Rest der Geschichte.

Vanik
13.10.2013, 21:52
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Garvin genoss es wahrlich, lediglich als Absicherung zu dienen. Seine Gefährten Lenya und Coltain verstanden es wunderbar, die junge Elfe zu bewachen und ihnen ohne Probleme den Weg aus der Stadt zu ermöglichen. Garvin dachte unterwegs viel über seine Gefährten und ihre gemeinsame Aufgabe nach, ließ dabei jedoch selten länger als einen kurzen Augenblick die Gefangene - so man sie so nennen wollte - aus den Augen. Kurz kam ihm die Idee, sie mittels eines Kraftfeldes daran zu hindern, weiterzugehen und zu beobachten, wie seine Gefährten reagieren würden, wenn sie einfach stehen blieb, doch er riss sich zusammen und gab sich keinerlei Albernheiten hin.

Der Zwerg trottete mit der Gruppe mit und brummelte irgendetwas von Drachen.
Es war Garvin egal, ob sein Begleiter Paranoid oder Debil war - wobei das Eine ja nicht zwingend das Andere ausschließen würde - und so versuchte er erst gar nicht, einen tieferen Sinn in des Zwerges Gerede zu finden.

Nach einer gefühlten Ewigkeit des Fußmarsches blieb Coltain schließlich stehen und forderte das Hausmädchen auf, zu sprechen.
Garvin nickte nur bestätigend und blickte das Mädchen ebenfalls erwartungsvoll an, bereit zu Zaubern und doch nicht auf eine konkrete Intervention vorbereitet. Er hoffte einfach, dass er im Ernstfall schnell genug sein würde.

Emerahl
16.10.2013, 15:08
Nachdem die Gruppe außerhalb von Denerim gehalten hatten, warteten alle gespannt auf die weitere Ausführung des Elfenmädchens. Diese ließen auch nicht lange auf sich warten. Doch das, was die Gruppe nun zu hören bekam, war so unglaublich, dass es nicht wahr sein konnte. Oder etwa doch? Es war aber nicht das Elfenmädchen, dass die Geschichte erzählte, sondern eine junge Frau, die plötzlich zu ihnen trat.

„Seid gegrüßt edle Recken und Dalish. Verzeihet meine List um Euch hierher zu locken, doch habe ich keine andere Möglichkeit gesehen, Hilfe zu erhalten. Wer würde denn mir armes Mädchen Glauben schenken?“
Vor den Gefährten steht niemand Geringeres als die Prinzessin höchstpersönlich. Coltain, die Stadtwache, erkennt sie natürlich sofort, denn schon öfter hat er sie gesehen, wenn er ihr auch noch nie so nahe war.

Sie berichtet den Gefährten über die Pläne der Königin. Sie hätte durch ihren neuen Berater in den letzten zwei Jahren den wahnwitzigen Plan ausgeklügelt, ihren Gemahl, den König, aus dem Weg zu räumen, damit sie endlich alleine herrschen könne wie es ihr schon nach dem Tode Cailans zugestanden hätte. Doch damals hätte sie widerstrebend der Ehe mit dem Zweitgeborenen der Couslands zugestimmt, da man ihr klar gemacht hätte, dass sie nur so dem Volk beweisen könne, dass sie nichts mit den schändlichen Taten ihres Vaters zu tun hätte. Laut dem König, dem Vater der Prinzessin, wäre er auch nur in der Nacht der Hochzeit mit der Königin zusammengekommen, wo sie, die Prinzessin, gezeugt wurde. Aus diesem Grunde hätte sich der König eine Geliebte genommen, eine Elfe. Aus dieser Verbindung entstand Khylee. Um es geheim zu halten, war die Geliebte mit dem Kind unter ihrem Herzen zu einem Stamm der Dalish gezogen. Der König hatte sie regelmäßig besucht, jedes Mal hatte er seine Erstgeborene dabei. Vor zwei Jahren verstarb seine Geliebte und er brachte sein zweites Kind ins Schloss. Dadurch hatte er seine Frau erst recht brüskiert.

Ihre Wut hatte sich in all den Jahren in Hass verwandelt und nun sah sie den Tag der Abrechnung gekommen. Sie wollte den Wein des Königs am Abend während des Banketts vergiften. Die Tischordnung sah vor, dass das königliche Paar jeweils an den schmalen Seiten des Tisches allein sich gegenübersitzen. Zur rechten Anoras würde Arl Howe und zu ihrer linken Arl Vaughan Kendells sitzen. Zur Rechten des Königs die Hüterin der Dalish und zur Linken die Erste Verzauberin. Die ideale Besetzung, um die Schuldzuweisungen den Dalish und den Magiern zu geben.

Die Prinzessin möchte die Tat um jeden Preis verhindern. Doch spricht sie auch die Wahrheit? Spricht aus ihren Augen die pure Angst oder ist es gar Wahnsinn? Was sollten die Gefährten nun tun? Wie sollten sie sich entscheiden?

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Annalena
19.10.2013, 18:30
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Das war eine interessante Geschichte. Als die Elfe hörte, was die Schem-Königin für die Hüterin geplant hatte, wollte sie sofort zurück in die Stadt stürmen und die Schem-Königin einen Kopf kürzer machen. Glücklicherweise siegte ihre rationale Seite. Es wäre sicherlich keine gute Idee, die Schem-Königin anzugreifen. Lenya überlegte kurz die Schem-Prinzessin zurück ins Schloss zu bringen, wie es ihr Auftrag war. Dann könnte sie ihre Hüterin schnappen und Ferelden verlassen. Lenya ließ ihre Schultern hängen. Die Hüterin würde das nie mitmachen. Bei den Schöpfern, die Liebe der Hüterin zu den verdammten Schemlen war einfach nur unerträglich. Die Elfe verstand nicht warum die Hüterin so auf eine gute Zusammenarbeit mit den Schemlen bedacht war. Wenn es nach ihr ginge würde sie keinerlei Kontakt mit den Schemlen haben.

Lenya blickte kurz zu ihren Begleitern. Der durgen’len starrte mit weit aufgerissenen Augen die Schem-Prinzessin an. Eine Hand ruhte auf dem Griff seiner Waffe. Sie hatte keine Ahnung was er dachte. Glaubte er nun, dass die Schem-Prinzessin ein Drache war? Dann blickte sie zu den beiden Schemlen und verdrängte das Verlangen ihre Hand an die Stirn zu schlagen. Die beiden sabbernden Idioten waren ihr sicherlich keine Hilfe, da sie anscheinend zu sehr von der Schem-Prinzessin angetan waren. Sie würde die beiden im Auge behalten müssen. Doch nun muss sie erst einmal in Gedanken durchgehen, was sie erfahren hat.

Die Göre ist also eine Halbelfe. Das kann stimmen, denn sie hatte ein Gefühl, dass sie keine richtige Elfe war. Sie ist also eine seth'lin. Lenya rümpfte ihre Nase. Das war in ihren Augen schlimmer als ein Schemlen. Wie eine Elfe sich dazu herablassen konnte ein Kind mit einem Schemlen zu zeugen war für sie unbegreiflich. Selbst wenn es nur ein Flachohr war. Ein Kind mit einem Schemlen ist in Lenyas Augen das schlimmste Verbrechen an ihrem Volk.

Die seth’lin verstand die alte Sprache der Elfen. Also schien es auch wahr zu sein, dass sie bei den Dalish weilte. Welcher Clan hatte sich dazu herab gelassen sie aufzunehmen? Und als ob das nicht schon schlimm genug wäre, gestatteten sie dem Schem-König und seiner Schem-Tochter die seth’lin zu besuchen. Lenya hoffte, dass die Hüterin nicht auf die Idee kam die seth’lin in ihren Clan aufzunehmen. Sollte das geschehen, dann würde sie den Clan verlassen und sich einem anderen anschließen. Es wäre sehr schmerzhaft für sie, doch damit könnte sie nicht leben. Doch das war im Moment nicht wichtig.

Lenya blickte die Prinzessin nachdenklich an bevor sie ihren Blick noch einmal auf ihre Begleiter richtete. Der durgl’en hatte seine Haltung nicht geändert. Die beiden Schemlen starrten die Schem-Prinzessin immer noch an. Hoffentlich konnten sie ihre lüsternen Gedanken im Zaum halten und zuhören, was sie zu fragen hatte. „Bevor wir irgendetwas tun habe ich noch ein paar Fragen, Schemlen-Prinzessin.“ Lenya sah noch einmal ihre Begleiter an. Sie schienen jetzt tatsächlich zuzuhören. Den Schöpfern sei Dank. „Die seth’lin sagte, dass Ihr eine Magierin seid. Doch Ihr habt es in Eurer kleinen Rede nicht erwähnt. Ich denke, Ihr solltet uns beweisen, dass dies stimmt. Er hier“, Lenya deutete auf den Schem-Magier, „sollte das feststellen können.“

Hoffentlich war sie keine Abscheulichkeit. Es wäre sicherlich schwer zu erklären, dass die Schem-Prinzessin getötet wurde, weil sie sich in ein hässliches Monster verwandelt hatte. Vor allem wenn niemand weiß, dass sie magische Fähigkeiten hat. „Die Schemlen-Politik ist mir fremd. Wer ist dieser neue Berater der Schem-Königin? Und warum sollten gerade diese beiden Arls neben ihr sitzen? Sind sie wichtig? Er hier“, sie zeigte nun auf den Schem-Wächter, „kann sicherlich bestätigen, was ihr sagt.“

Lenya schaute zu dem durgl’en. „Seid wachsam Goren.“ Danach drehte sie sich wieder zu den beiden jungen Frauen und stellte die vielleicht wichtigste Frage. „Was wollt Ihr von uns, Schem-Prinzessin? Was sollen wir tun, falls Eure Anschuldigungen stimmen?“

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seth'lin - thin blood (dünnes Blut)

Jhonson
26.10.2013, 10:23
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Fasziniert betrachtete Coltain die junge Prinzessin, er hatte sie zwar mal aus der Ferne gesehen und wusste wie zauberhaft sie aussah, aber das hatte ihn nicht auf ihre unmittelbare Nähe und Präsenz vorbereitet. So kam es das er sich anfangs kaum auf ihre Geschichte konzentrieren konnte.

Glücklicherweise richtete Lenya das Wort an die Gesuchte und so konnte er erst mal seine Gedanken sammeln und selbst ein paar Überlegungen anstellen. Der König soll von der Königin ermordet werden und die Prinzessin bat sie drei ihr zu helfen das zu verhindern? Eigentlich konnte Coltain sich das kaum vorstellen und es erschien ihm eher so, dass dieses Komplott nur in ihrem hübschen Kopf existierte. Obwohl es schon seltsam war das die Königin sich mit Howe und Kendell umgab. Diese zwei hatten einen üblen sehr üblen Ruf.

Coltain ging seine Optionen durch. Wenn sie versuchten die Prinzessin mit Gewalt mitzunehmen würde das einerseits einige Gefahren für sie alle mitbringen, vor allem natürlich für die Prinzessin selbst. Die Dalish oder der Zwerg hätten wohl kaum ein Problem damit Gewalt anzuwenden. So bestand die reale Möglichkeit, dass er sich dann in Kürze auf der Flucht befand, wegen des Todes der Prinzessin. Da erschien es doch logischer die Prinzessin erst mal zu begleiten und davon auszugehen das an ihren Vermutungen etwas dran war. Und wenn es nur Hirngespinste sind konnten sie sie immer noch an die Königsfamilie ausliefern.

„… bestätigen, was ihr sagt.“

„Howe und Kendell sagt ihr“ er wandte sich an Lenya „ich habe von den beiden gehört und es sollen sehr üble Gestalten sein. In Kirkwall wären sie schon lange angeklagt und gehenkt geworden, aber in Ferleden scheint man adelige Verbrechen anders zu behandeln. Es ist schon seltsam das gerade diesen beiden so ein Ehrenplatz zugeteilt wird! Diesen Berater kenne ich nicht, von der hohen Politik bekomme ich nur sehr wenig mit.“

„… sollen wir tun, falls Eure Anschuldigungen stimmen?“

„Und mit Verlaub welche Sicherheiten bietet ihr uns dafür, dass wir unser Leben riskieren. Howes, Kendells und das Haus Mac Tir sind große Machtfaktoren. Wie gedenkt ihr uns später vor der Vergeltung dieser großen Häuser zu schützen?“

Vanik
03.11.2013, 21:26
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„Und mit Verlaub welche Sicherheiten bietet ihr uns dafür, dass wir unser Leben riskieren. Howes, Kendells und das Haus Mac Tir sind große Machtfaktoren. Wie gedenkt ihr uns später vor der Vergeltung dieser großen Häuser zu schützen?“

Bevor die Prinzessin antworten kann, hakt Garvin ein: "Das sind wahrlich sehr gute Fragen, auf die auch ich eine plausible Antwort zu hören hoffe, doch bevor ich darauf eingeht, möchte auch ich etwas von euch. Sie,"
Garvin hob die rechte und deutete mit dem Zeigefinger auf das Elfenmädchen, das sie hergebracht hatte, "behauptete, ihr wäret begabt, Magie zu wirken und dies sei sozusagen gar der Ursprung des Konfliktes. Daher scheint es mir am naheliegendsten, dass ihr die Wahrheit dieser Geschichte unter Beweis stellt, indem ihr uns demonstriert, wie ihr Magie wirkt."
Er schaute - es mochte eher dramaturgischen Zwecken dienen - kurz in die Gesichter seiner Gefährten, bevor er, indem er rasch weitersprach, verhinderte, dass die Prinzessin antworten oder etwas tun konnte, bevor er geendet hatte: "Verzaubert jedoch keinen von uns und tut nichts, was Aufmerksamkeit auf uns lenken könnte. Eine einfache Demonstration genügt!"

Emerahl
06.11.2013, 17:06
Die Prinzessin zeigte den Gefährten eine kleine Kostprobe ihres Könnens und versicherte, wenn erst einmal Lady Anora, ihre Mutter, unschädlich gemacht wäre, könnte sie gemeinsam mit ihrem Vater die Häuser Howe und Kendell unschädlich machen, indem sie ihnen die Tat anhängen.

Anschließend begeben sich die mittlerweile sechs Personen umfassende Gruppe zurück Richtung Denerim. Allerdings führt die Prinzessin die Gefährten nicht durch die Tore, sondern zeigt ihnen einen Geheimgang, durch den sie ungesehen das Schloss erreichen. Doch dort verlässt die Gruppe augenscheinlich das Glück, denn sie werden erwartet. Von niemand Geringerem als den Männern von Vaughan Kendell und einer weiteren Adligen, der die Gruppe im Schloss schon einmal begegnet sind.

"Wie schön, dass Ihr uns die Prinzessin unversehrt zurück gebracht habt. Das macht das Ganze noch viel einfacher als erwartet."

Jhonson
11.11.2013, 15:53
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Nachdem die Prinzessin ihre magischen Fähigkeiten gezeigt hatte, und somit zumindest klar war das sie überhaupt welche hatte, ging es zurück durch einen Geheimgang direkt ins Schloss. Die Idee der Prinzessin die Sache anschließend den Häusern Howe und Kendell anzuhängen war gut und auch nichts anderes als die Intrigen der großen Kaufmannsfamilien. Nur das dies so einfach gelingen würde wie sich die Kleine das dachte konnte er sich nicht vorstellten. Von daher war er auch nicht überrascht das der Ärger im Schloss auch gleich losging …

"Wie schön, dass Ihr uns die Prinzessin unversehrt zurück gebracht habt. Das macht das Ganze noch viel einfacher als erwartet."

Coltain ließ sich nicht aus der Fassung bringen und bevor die Elfe zu den Waffen greifen konnte setzte er sein bestes falsches Lächeln auf.

"Natürlich, so hatten wir es ja mit Howe abgesprochen!“

An den Wappen der Rüstungen erkannte er gleich die Männer von Kendell und Coltain wollte sie erst mal durcheinander bringen und verunsichern. Sie dürften wohl kaum wissen ob und was ihr Herr mit Howe besprochen hatte.

Glücklicherweise ging der Zwerg am Ende ihres Trupps und wie schon den ganzen Rückweg lang sah er die Prinzessin immer noch finster an. Wahrscheinlich wartete er noch darauf, dass sie sich in einen Drachen verwandelte. Aber dadurch verlieh er Coltains Behauptung doch einiges an Glaubwürdigkeit. Er hoffte, dass seine anderen Begleiter sein Spiel durchschauten.

"Sagt, wo sollen wir sie hinbringen?"

Vanik
17.11.2013, 01:03
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Erleichtert nahm Garvin zur Kenntnis, dass die Prinzession tatsächlich eine natürliche Begabung für Magie aufwies. Gewiss waren ihre Fähigkeiten eher als ... nun ja ... 'ungeschliffen' zu bezeichnen, doch hatte sie wahr gesprochen und Garvins Perspektiven waren weiterhin als gut zu bezeichnen.

Ob sich ihre Pläne so leicht in die Tat umsetzen ließen, konnte er allerdings kaum beantworten. So konnte er nur hoffen, dass Coltain wusste, was er tat, beziehungsweise was die Prinzessin tat. Er kannte diese Personen wohl besser als Garvin und ...


"Wie schön, dass Ihr uns die Prinzessin unversehrt zurück gebracht habt. Das macht das Ganze noch viel einfacher als erwartet."


Das hatte gerade noch gefehlt. Garvin hatte das Wappen dieser Männer bereits gesehen, doch konnte er dadurch eher raten denn mit Gewissheit sprechen. War es etwa doch eine Falle, von der auch die Prinzessin wusste? Kühl maß er die junge Schönheit mit seinem Blick. Hinter diesem Blick jedoch überschlugen sich seine Gedanken regelrecht, versuchte er, diverse Lösungen für das derzeitige Problem zu finden und eine Kombination von Sprüchen zu ersinnen, die es ihm ermöglichen könnte, seine Gefährten und sich selbst zu schützen, als Coltain sich der Situation annahm.


"Sagt, wo sollen wir sie hinbringen?"


Da Garvin nicht wusste, was Coltain vorhatte, nickte er den Wachleuten nur beiläufig zu und wies Coltain ebenso nebensächlich darauf hin: "Ich habe sie im Auge und bin bereit einzuschreiten ... wenn sie Probleme macht."

Annalena
17.11.2013, 09:33
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Die Schem-Prinzessin war tatsächlich eine Magierin. Trotzdem traute Lenya ihr nicht wirklich. Sie war schließlich eine Schemlen. Lenya hörte den Ausführungen des Schem-Wächters aufmerksam zu und ihr schwirrte der Kopf. Und die Schem-Prinzessin wollte den anderen Schem-Arls die Tat anhängen, falls die Königin zu Tode kam? Was war das für ein Irrsinn. Wenn es hart auf hart kommt dann würden sie die Tat ganz sicher den Dalish anhängen. Als ob sie dem Wort eines Schemlen glauben würde. Es wäre viel einfacher sie alle zu töten. Bevor sie dies jedoch vorschlagen konnte, stimmte der Schem-Wächter zu die Schem-Prinzessin zu begleiten.

Missmutig folgte sie der Gruppe und beobachtete alle mit großer Aufmerksamkeit. Sie würde achtsam sein und beim kleinsten Zeichen von Verrat handeln. Fenris spürte ihre Unruhe und auch seine Wachsamkeit erhöhte sich.

Sobald sie den Geheimgang betraten wurden sie schon erwartet. Doch Lenya war nicht überrascht, da sie schon einen Verrat erwartet hatte. Sie wollte gerade zu ihren Waffen greifen als der Schem-Wächter sprach.

"Natürlich, so hatten wir es ja mit Howe abgesprochen!“

Sie hatten mit diesem Schem-Howe gesprochen? Lenya dachte angestrengt nach, doch sie konnte sich an keinen Schemlen mit diesem Namen erinnern. Wovon faselte also der Schem-Wächter?

"Sagt, wo sollen wir sie hinbringen?"

Bei den Schöpfern, was redet er da zusammen. Das alles ergab für sie keinen Sinn. Sie sollten alle töten und gut ist. Doch sie wusste nicht ob ihre Begleiter ihr helfen würden und alleine hatte sie, selbst mit der Hilfe von Fenris, keine Chance. Vielleicht sollte sie abwarten was das alles soll. Sie konnte die Schemlen später immer noch umbringen.

Emerahl
20.11.2013, 09:54
Als der Name von Arl Howe fällt, geschieht alles ganz schnell. Auf ein Zeichen der Lady greifen die Männer Vaughans die Gefährten an. Durch den Kampfeslärm angelockt, öffnet sich die Tür und die Wachen des Königspaares schreiten ein. Doch auf welcher Seite stehen sie? Wie soll man sie in dem Gefecht davon überzeugen, was gerade geschieht?

Und was passiert da gerade mit Goren, dem Zwerg? Warum greift er plötzlich die Gefährten an?

Werden die Gefährten siegen oder verlieren?

Annalena
22.11.2013, 20:21
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Großartig! Der Schem-Wächter hatte alle ihre Erwartungen erfüllt und seine Idiotie würde sie jetzt höchstwahrscheinlich umbringen. Fenris heulte kurz auf und Lenya gelang es gerade noch aus dem Weg zu rollen als eine Axt dort niederschlug wo sie gerade stand. Bei den Schöpfern, der durgl’en hatte sie angegriffen. Was soll das?

Die Türen öffneten sich und mehr Schemlen strömten in den Raum. Sollte das nicht ein Geheimgang sein? Anscheinend war er doch nicht so geheim wie die Schem-Prinzessin dachte. Lenya rollte ihre Augen als sie wieder einem Schwertstreich auswich. In diesem engen Raum konnte sie ihren Bogen nicht benutzen. Sie hatte jedoch nicht daran gedacht ihn, bevor sie den Gang betraten, für ihre Dolche auszuwechseln. Die Elfe fluchte über ihre Unachtsamkeit.

Während sie den Angriffen auswich, hielt Fenris ihr die Angreifer so gut es ging vom Hals. Bald ergab sich eine kleine Pause und Lenya hängte ihren Bogen auf ihren Rücken und zog ihre Dolche. Gekonnt blockte sie einen Schwertstreich von einem der Vaughan-Schemlen, täuschte eine Linksbewegung vor und erstach ihn als er seinen Schild nach Links drehte.

Wieder wich sie einem Angriff von dem durgl’en aus und wunderte sich, was mit ihm los war. Aus den Augenwinkeln sah sie die Schemlen, die mit den Vaughan-Schemlen gekommen war. War das nicht die Schem, die Goren bewirtet hatte? Hatte sie ihm etwas ins Essen gemischt, damit er sich so verhielt? Vielleicht sollte sie diese Schemlen töten. Ein weiterer Vaughan-Schemlen fiel ihren Dolchen und Fenris Bissen zum Opfer. Sie brauchten einen Plan und zwar schnell.

Jhonson
25.11.2013, 15:34
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Was für ein Chaos das doch war. Der Bluff hatte leider nicht so funktioniert wie gewünscht und Vaughans Männer griffen sie an. Aber nicht nur die auch der Zwerg griff zu seiner Axt und ging auf sie los, verrückt oder unter einem Bann musste er stehen. Und dann kamen auch noch königliche Wachen dazu. Das konnte nicht gutgehen und solange sie nicht wussten auf wessen Seite die königlichen Wachen standen mussten sie es unbedingt vermeiden einen von ihnen zu töten.

Zuerst mussten sie sich sowieso mit Vaughans Leuten beschäftigen, Coltain griff nach einer der Bomben die er sich zu Beginn ihres Abenteuers eingesteckt hatte ...

„Zurück zum Eingang des Tunnels“ rief er seinen Begleitern und der Prinzessin zu und warf eine Feuerbombe gezielt in Richtung der Angreifer.

Vanik
01.12.2013, 22:18
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Dieser verdammte Zwerg! Was sollte das nun?
Hektisch blickte Garvin sich um, versuchte dabei die Situation zu überblicken, zu begreifen ... und einen möglichen Ausweg zu finden. Sein Geist arbeitete analytisch und präzise, nicht spontan und chaotisch.
Bisher hatte er dies immer für eine Stärke gehalten. Bisher war er jedoch auch noch nie in eine solche Situation geraten. Coltain wirkte sehr selbstsicher, souverän und Lenyas kühle Zielstrebigkeit versprach eine effiziente Vorgehensweise. Wenigstens war Garvin also in guter Gesellschaft und konnte gar auf Gefährten bauen, die mit derartigen Situationen besser umgehen konnten als er.
Er versuchte gerade abzuschätzen, welcher Gegner die größte Gefahr darstellen mochte. Mit einem zermalmenden Gefängnis konnte er einen Gegner aus dem Kampf nehmen und so vielleicht gar die übrigen irritieren oder gar demoralisieren.

Als Garvin gerade noch darüber nachdachte, wen er mit diesem wahren Todesurteil belegen sollte, ertönte Coltains Anweisung, in einem Tonfall der direkt die Füße ansprach, anstatt Zeit mit dem Umweg durch die Ohren zu verschwenden:

„Zurück zum Eingang des Tunnels“

Aus dem Augenwinkel sah der Magier gerade noch, wie Coltain ausholte, um irgendetwas in Richtung der Angreifer zu werden, als sein Geist ihm bewies, dass er auch in der Lage war sehr rasch zu arbeiten. Ein zermalmendes Gefängnis würde sehr viel von Garvins Kraft aufzehren. Hier reichte jedoch schon ein recht geringer Spruch, den er dann sogar mehrfach wirken konnte!

Ohne lange darüber nachzudenken, verwendete er seine ganze mentale Kraft darauf, mehrere Wachen, waren es drei? Vier? Er konnte es nicht sagen. Nur eins zählte: Durch Kraftfelder gelähmte Männer dieses Vaughans blockierten den Tunnel für alle anderen. Dass sie, wenn das Kraftfeld endete, inmitten von Flammen stehen würden - nun war zu erkennen, was Coltain geworfen hatte - erwies sich wohl einfach als Pech für die Betreffenden ...

Emerahl
11.12.2013, 14:19
Es war ein ungleicher Kampf, die Prinzessin und die Elfe waren durch ihr junges Alter keine große Hilfe, eher ein Hindernis, denn es galt ja auch noch, die Beiden zu beschützen. Dadurch, dass nun auch noch die Wache des Königs in den Kampf eingegriffen hatte, hatte man es mit noch mehr Gegner zu tun, dies galt jedoch auch für die Wachen Lord Vaughans. Denn die Wache des Königs bekämpfte beide Parteien.

Der Raum war erfüllt vom Kampfeslärm, begleitet von den Schmerzensschreie der Verletzten, doch verschlimmerte alles, als plötzlich eine Brandbombe von Coltain geworfen wurde. Die Kämpfenden, die das Pech hatten, in Garvins Kraftfelder zu stehen, verbrannten jämmerlich bei lebendigem Leibe und konnten nicht einmal den Versuch starten, zu fliehen.

Die Gefährten nutzten ihre Chance zu fliehen, als die Prinzessin urplötzlich stehen blieb und anfing die Wand mit den Händen abzutasten. Was hatte sie im Sinn?

Annalena
15.12.2013, 07:08
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Die beiden Schems waren nützlicher als sie dachte. Sie rümpfte die Nase von dem Geruch nach verbranntem Fleisch. Es war das absolute Chaos und Lenya verstand nicht, wieso die Schem-Wachen, die später ankamen, gegen jeden kämpften. Konnten sie nicht sehen, dass sie die Schem-Prinzessin auf ihrer Seite hatten?

Die Elfe war kurz unaufmerksam und einer der Vaughan-Schemlen erwischte sie am linken Arm. Sie ließ ihren Dolch fallen und stieß einen kurzen, wenn auch leisen, Schmerzschrei aus. Bevor der Vaughan-Schemlen jedoch reagieren konnte sprang Fenris auf ihn und biss ihm ins Genick. Er war sofort tot. Auch ihr Wolf war nicht unverletzt und sie sah zwei kleine Wunden auf seinem Rücken und eine an seinem rechten Hinterbein.

Lenya blickte sich um und sah die Schem-Prinzessin. Diese suchte die Wände ab. Was soll dieser Unsinn? Es bestätigte ihre Theorie, dass die Schem-Prinzessin total nutzlos ist. Mit der Hilfe von ihrem Wolf gelangte sie an ihre Seite und sprach sie an. „Sagt Euren Männern, dass sie aufhören sollen uns anzugreifen und uns gegen Eure Feinde helfen sollen, Schem-Prinzessin. Oder wollt Ihr, dass wir alle sterben?“

Jhonson
15.12.2013, 15:30
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Was für ein Chaos das mal wieder war. Glücklicherweise waren seine Begleiter äußerst hilfreich im Kampf. Zusammen mit dem Magier gelang es ihnen die Gegner einigermaßen auf Abstand zu halten und sich in Richtung des Tunnels zurückzuziehen. Leider gelang das nicht ohne Verletzungen, er selbst hatte einen Pfeil in seine linke Schulter abbekommen und konnte so nur noch eine Waffe in der Rechten führen.

„… Schem-Prinzessin. Oder wollt Ihr, dass wir alle sterben?“

Innerlich stimmte Coltain der Elfe zu. Gleichzeitig hofft er das die Prinzessin einen Plan hatte und auf der Suche nach etwas war und nicht einfach wegen der ungezügelten Gewalt durchgedreht war.

Vanik
24.12.2013, 13:47
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Garvin hatte endgültig den Überblick verloren. Schreie, beißender Rauch - er hoffte, dass er in diesen Gängen nicht ersticken würde - und nicht zuletzt die Panik einiger Anwesender, die sich Ratten, die ein sinkendes Schiff zu verlassen trachteten, gleich potenziellen Auswegen zuwandten, taten ihr übriges, um seine Sinne zu überfordern. Für solche Situationen war er gewiss nicht ausgebildet.

Er verfluchte sich gerade dafür, dass er bereits seine komplette arkane Kraft aufgewandt hatte, um die Verfolger aufzuhalten, als er ganz plötzlich von Schmerzen geplagt wurde, die seinen bisherigen Erfahrungshorizont auf diesem Gebiet deutlich überstiegen. Überrascht von dieser heißen Woge des Schmerzes, kippte er seitlich gegen die Wand, wo er sich zunächst abstützen musste. Ein kurzer Blick nach unten offenbarte ihm, dass der Ursprung seiner Pein ein Armbrustbolzen war, der nur eine Hand breit unter dem Hüftknochen aus seinem Bein ragte. Gehetzt blickte er sich um, suchte nach der Prinzessin und erkannte sie ein Stück hinter ihm.
So schob er sich an der Wand entlang auf sie zu und bedachte nahende Angreifer und Schützen mit magischen Geschoßen, um zu verhindern, dass diese die Prinzessin erreichen oder verletzen.

Darüber hinaus hoffte er, dass irgendjemand einen wirklich guten Plan hatte, wie sie diese Situation bewältigen könnten ...

Emerahl
05.01.2014, 16:47
Die Frage der Dalish ignorierend, tastete die Prinzessin weiter die Wand ab. Als sie fand, was sie suchte, entfuhr ihr ein kleiner Jubelschrei. Sie zog ihren Ring vom Finger, der einen Drachen darstellte, und schob ihn in eine kleine Öffnung. Anschließend drehte sie ihn ein wenig, ein leises Klicken ertönte und wie von Geisterhand schob sich ein Stück der Wand zur Seite und gab einen langen, schmalen und dunklen Gang frei. Ein weiterer Geheimgang lag vor den Gefährten.
Die Prinzessin tat ein paar Schritte in den Gang und nahm eine Fackel von der Wand, die sie mit einem kleinen Feuerball entzündete.
"Kommt!", wies sie den Gefährten, ihr zu folgen.

Es schienen weitere Gänge abzuzweigen, denen die Prinzessin keine Beachtung schenkte. Der Weg stieg stetig an und schon bald keuchte der Magier vor Anstrengung. Coltain ging es etwas besser, doch auch er spürte alsbald die Erschöpfung, zerrte doch das Gewicht seiner Rüstung an ihm. Nur die Dalish, die Halbelfe und die Prinzessin zeigten kaum Müdigkeit. Nach einer gefühlten Ewigkeit wandte sich die Prinzessin in einen Gang, der rechts abzweigte, um kurz darauf vor einer Wand zu halten. Das gleiche Spiel wie zuvor spielte sich ab.

Nachdem sich die Wand geöffnet hatte, schoben sie sich durch die Öffnung, die dieses Mal kleiner war. Sie landeten in einem engen Raum, der wohl aus Holz schien. Als die Prinzessin die Tür öffnete und die Gruppe hindurch trat, stellten sie fest, dass es ein Kleiderschrank war. Sie befanden sich nun in dem Zimmer der Königin.

Jhonson
06.01.2014, 16:07
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"Kommt!" sprach die Prinzessin und alle folgten ihr in den schmalen Gang. Mühsam schleppte die Gruppe sich durch das Labyrinth. Die Prinzessin schien sich hier sehr gut auszugekennen und ging sehr zielstrebig vor.

Ungefähr auf halber Strecke hörte Coltain den Magier keuchen und auch er selbst merkte die Anstrengungen. Irgendwie und irgendwo endete dann endlich der Gang. Von der Richtung her mussten sie sich weit oben im Palast befinden und kamen in einem, ja tatsächlich, Kleiderschrank heraus.

„Wo sind wir hier“ flüsterte er fragend und die Prinzessin antwortete ihnen das sie sich im Zimmer der Königin befinden.

„Hat jemand einen Plan?"

Vanik
11.01.2014, 12:48
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Jeder Schritt, verlangte Garvin erhebliche Mühen ab. Er wusste nicht, wie lange er noch den Schmerzen im Bein, dem beißenden Qualm, der seine Kehle zuschnürte und der Erschöpfung, die ihn jeden Moment zu überwältigen drohte, standhalten konnte.

"Kommt"

Dies war die Stimme derPrinzessin, so glaubte er zumindest. Wie ein trockener Schwamm, sogen seine Ohren diese Anweisung auf und er zögerte nicht, ihr bereitwillig Folge zu leisten. Dies könnte eine Möglichkeit für ihn sein, diesem quälenden ... es schien im fast als schleppe er sich durch eine besonders garstige Ebene des Nichts ... ja, was auch immer dies war - er musste entfliehen. Schritt für Schritt ging es weiter. Er sah Coltain, nahm zwischendurch Lenya wahr, auch die andere Elfe und irgendwann ... stand er in einem Schrank?

Hoffentlich hatte der Wahnsinn nun nicht vollends seinen Geist übernommen.

Annalena
12.01.2014, 09:27
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Die Schem-Prinzessin ignorierte sie und das machte Lenya wütend. Was bildete sich diese arrogante Schem ein? Bevor die Elfe jedoch den Mund öffnen und ihr die Meinung sagen konnte, öffnete die Schemlen einen Geheimgang. Missmutig folgte sie allen. Fenris war dicht bei ihr.

Sowohl der Schem-Wächter als auch der Schem-Magier hatten Schwierigkeiten der arroganten Schem zu folgen. Es war nicht verwunderlich, denn die eingebildete Schem hatte ihnen nicht mal Zeit gegeben sich zu heilen. Sollten sie in eine weitere Falle tappen, dann sah es nicht gut aus. Auch sie und Fenris waren verletzt und brauchten Heilung.

Nach einer gefühlten Ewigkeit landeten sie in einem Schrank, wie die Schemlen diese großen Behälter nannten. Auf die Frage des Schem-Wächters, wo sie sich befanden, antwortete die überhebliche Schem-Prinzessin, dass es das Zimmer der Schem-Königin war. Großartig! Sie standen nun im Zimmer der möglichen Feindin und waren verwundet. Ihr ursprünglicher Plan war wegen des Angriffs auf ihre Gruppe sowieso dahin.

Lenya wandte sich der Schem-Prinzessin zu. „Auch auf die Gefahr hin, dass Ihr mich wieder ignoriert, Schemlen, werde ich Euch etwas fragen. Würdet Ihr die Güte haben uns zu erlauben, dass wir uns heilen? Im Moment sind wir durch unsere Verwundungen in unserer Kampffähigkeit stark beeinträchtigt. Außerdem wäre es sehr gnädig von Euch, Schemlen, den Geheimgang wieder zu verschließen, damit uns niemand von hinten angreifen kann. Es wäre doch sehr unvorteilhaft für uns, wenn uns jemand gefolgt wäre. Ich hoffe, Ihr stimmt mir zu, Schem-Prinzessin.“ Lenya machte sich nicht die Mühe ihren Ärger gegenüber der Schem-Prinzessin zu unterdrücken.

Jhonson
17.01.2014, 17:33
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„… Es wäre doch sehr unvorteilhaft für uns, wenn uns jemand gefolgt wäre. Ich hoffe, Ihr stimmt mir zu, Schem-Prinzessin.“

Coltian stimmte ihr wenigstens zu und seine Gedanken rasten. Er fand es seltsam, dass er sich jetzt im Allerheiligsten der Königin befand und fühlte sich alles andere als wohl und das lag nicht nur an der Örtlichkeit!

Er wandte sich an die Elfe und wies dann auf ihren tierischen Begleiter, der nebenbei ein wenig streng roch, in der Enge des „Verstecks“ fiel das schon ein wenig auf. Aber gegen seine Verletzungen war das ein Übel das er gerne erduldete.

„Sind wir alleine im Zimmer“ flüsterte er ihr wirklich sehr leise zu. Ob die Elfe ihn verstanden hatte oder seine Gedanken erriet wusste er nicht. Aber sie hatte ihn wohl verstanden und auch das er den Sinnen des Wolfes mehr vertraute als den Aussagen der Prinzessin.

Es war klar das sie aufgeflogen waren, was sollten sie jetzt tun? Eine Flucht wäre sinnlos und würde niemanden helfen. Na gut er konnte immer noch nach Kirkwall zurückschleichen, das wäre aber eine Niederlage die er gegenüber seinem Erzeuger niemals erleiden wollte. Also blieb nur noch Angriff und Sieg!

Emerahl
27.01.2014, 19:36
Das Schlafgemach ist nicht leer, man hört die Stimme der Königin und noch eine weitere, die keiner zuordnen kann. Aus dem Geheimgang hören die Gefährten, dass die Wachen näher kommen und die Geheimtür klemmt. Es ist eine missliche Lage, in der sich die Gefährten nun befinden.

Die Prinzessin reicht dem Magier zwei mittlere Lyriumtränke, damit er euch ein wenig heilen kann. Teilt es gut ein, denn die Gefährten wissen nicht, was noch auf sie zukommt und ob sie nochmals kämpfen müssen.

Vanik
28.01.2014, 15:07
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Garvin nickte knapp, als er die Lyriumtränke entgegen nahm. Er trank einen davon, nachdem er ihn misstrauisch prüfte, indem er kurz daran roch, was ihm jedoch sowieso nur allzu offensichtliche Gifte oder Säuren offenbart hätte. Er spürte gleich die Kraft des Lyriums, die seine magische Energie auffrischte und machte sich direkt daran, die offenen Wunden von seinen Gefährten zu schließen. Den Pfeil aus Coltains Schulter und den Bolzen aus seinem eigenen Oberschenkel entfernte er vorher so behutsam wie möglich - was jedoch nichts daran änderte, dass er nicht viel von praktischer Heilkunst verstand. Als sein Werk getan war, trank er noch den anderen Lyriumtrank, um sich angemessen auf das vorzubereiten, was nun vor ihnen lag ...

Annalena
29.01.2014, 09:28
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Die Schem-Prinzessin ignorierte sie schon wieder, was Lenya jedoch nicht wirklich überraschte.

Lenya spitzte ihre Ohren als der Schem-Wächter fragte, ob sie alleine wären. Sie lauschte aufmerksam und da war etwas. Ein leichtes Rascheln? Bevor die Elfe jedoch antworten konnte waren plötzlich Stimmen zu hören. Selbst die Schemlen sollten jetzt hören, dass sie nicht alleine waren. Lenya sparte sich deswegen eine Antwort.

Wenigstens gab die Schem-Prinzessin dem Schem-Magier zwei Lyrium-Tränke, welche er sofort benutzte um alle zu heilen und sein Mana aufzufrischen. Er heilte auch Fenris und sie nickte ihm dankbar zu, auch wenn er es höchstwahrscheinlich nicht sah.

Geräusche hinter deuteten an, dass die Schem-Soldaten ihnen durch den Geheimgang gefolgt waren. Da die Schem-Prinzessin sie ignorierte, war der Geheimgang nicht verriegelt. Zum Glück der kleinen Gruppe, und der Schem-Prinzessin, klemmte jedoch die Tür und die Soldaten kamen nicht herein. Zumindest im Moment noch nicht.

Lenya umklammerte ihren Dolch und wünschte sich, dass sie mehr Platz hätte um ihren Bogen zu benutzen. Sie und Fenris hatten die Tür zum Geheimgang fest im Blick. Doch sie lauschte angespannt, was nun der Plan war. So oder so sah es nicht gut für sie aus und sie verfluchte innerlich die Schemlen und ihre Politik.

Jhonson
01.02.2014, 18:07
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Nachdem die Pfeilspitze aus seinem Arm von Garvin entfernt wurde fühlte Coltain sich gleich schon viel wohler. Er sah seine Gefährten kurz an und nickte ihnen wie zum Abschied zu.

„Ich denke mal jeder Plan ist überflüssig, da wir nicht zurück können bleibt nur der Weg nach vorne“ sprach er leise, machte seine Waffen bereit, trat gegen die Tür des Kleiderschranks der sich dadurch blitzartig öffnete und rollte sich, wegen seiner Verwundung nicht so elegant wie sonst, ins Gemach ab.

Jhonson
07.02.2014, 17:14
Ein Weg, viele Entscheidungen, ein Ende, doch wie würde es ausgehen?

Die „tapferen Helden“ hatten sich der Prinzessin verschworen, doch war es die richtige Entscheidung, was würde der Preis sein den es leider immer gibt?

Polternd rollte sich Coltain in das Zimmer ab, elegant war wirklich was anderes. Die anderen Gefährten sahen sich kurz an und da es sowieso keinen Weg zurück mehr gab … was sollten sie schon tun … folgten sie ihm in einen Raum der nicht verlassen war, nur kurz überrascht von dem unerwarteten Eindringen drehte sich Arl Howe herum und zog sein Schwert, im Alter keineswegs langsam geworden stellte er sich schützend vor die auch anwesende Königin.

Lenya, Garvin und Coltain und nicht zu vergessen Lenyas Wolf verteilten sich im Raum und machten ihre Waffen bereit. Inzwischen kamen auch ihre Verfolger durch den Geheimgang ins Zimmer und die Tür öffnete sich und ein atemloser Vaughan Kendell betrat den Raum.

„Zeit den Drachen zu reiten“ brüllte der Zwerg der zusammen mit ihren Verfolgern durch den Geheimgang kam, aber statt anzugreifen stolperte er im Kleiderschrankt und stürzte zu Boden und versperrte so den Verfolgern unbeabichtigt den Durchgang, wenigstens für einen kleinen Moment gab es eine Chance, aber welche würde das sein? Ein Fluchtversuch, ein Angriff, ein …?

Die Zeit war auf jeden Fall knapp!

Annalena
12.02.2014, 08:39
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Der Schem-Wächter polterte ins Zimmer und Lenya rollte ihre Augen. Ein Überraschungsangriff war nun nicht mehr möglich. Selbst die Schöpfer mussten den lauten Schemlen gehört haben. Nun gab es kein Zurück mehr. Sie sah sich im Zimmer um und bemerkte zwei Figuren. Eine war die Schem-Königin. Der andere war ein Mann, den sie nicht kannte. Dieser zog sein Schwert und stellte sich vor die Schem-Königin. Ihre Verfolger hatten sie nun auch erreicht und nur der Tollpatschigkeit des durgen’len hatten sie es zu verdanken, dass sie im Moment noch nicht angegriffen wurden.

Lenya schielte kurz zur Schem-Prinzessin, doch diese machte keine Anstalten etwas zu sagen. Typisch. Die Elfe versuchte einen Blick auf das Gesicht der Schem-Königin zu erhaschen um ihre Reaktion auf das plötzliche Auftauchen ihrer Tochter und deren Halbschwester zu sehen. Doch ihr Gesicht war eine Maske, die nichts preisgab. Die Gedanken der Elfe rasten. Was konnte sie tun? Noch einmal blickte sie zur Schem-Prinzessin und eine Idee reifte in ihr. Sie konnte nicht sagen, ob diese Idee gut war oder ob sie alles verschlimmerte. Vor allem da die Schem-Prinzessin sie bisher ignorierte. Es war ein großes Risiko, doch sie hatten keine Wahl und vor allem keine Zeit mehr.

Blitzschnell war sie hinter der Schem-Prinzessin, schnappte einen Arm um sie und zog sie an ihre Brust. Gleichzeitig hob sie ihren anderen Arm und hielt den Dolch an die Kehle der Schem-Prinzessin. Fenris war sofort an ihrer Seite und behielt alle Anwesenden in den Augen. Ein leises Knurren war zu hören. Lenya betete still zu den Schöpfern, dass ihr Plan funktionierte.

„Steckt eure Waffen weg und holt den Schem-König. Dann können wir reden. Falls nicht…“ Die Elfe presste den Dolch etwas fester an die Kehle der Schem-Prinzessin, doch nicht fest genug damit es blutete. Lenya und Fergus wachten mit Argusaugen über die Reaktionen der Anwesenden.

„Ich hoffe ihr habt uns die Wahrheit gesagt, Schem-Prinzessin“ flüsterte Lenya leise zu ihr „Ich habe nicht vor alleine zu sterben, falls ihr uns belogen habt.“ Die Worte der Elfe waren nicht nur eine Warnung sondern auch ein Versprechen und sie hoffte, die Schem-Prinzessin verstand das auch.

Jetzt musste sie warten und die Sekunden tickten.

Vanik
21.02.2014, 22:01
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Endlich ergriff Lenya die Initiative und versuchte, eine Klärung der Situation zu forcieren. Ihre Methode war recht grob, zugegeben, doch wem sollte Garvin etwas vormachen? Er mochte das. Seine Gefährten und die Prinzessin nur aus dem Augenwinkel betrachtend, konzentrierte er sich vor allem auf Howe und Kendell.

Ich habe nicht vor alleine zu sterben, falls ihr uns belogen habt.

"Keine Angst, Lenya", kommentierte er sogleich die Worte seiner Gefährtin. "Der erste, der euch angreift, kommt in den Genuss eines langsamen und qualvollen - und natürlich unausweichlichen - Todes. Auf dem Gebiet bin ich sehr kreativ."

Sein Blick huschte kurz zwischen Howe und Kendell hin und her, bevor er hinzufügte: "Wenn jemand einen von den Beiden töten würde, könnte ich ihn zu meinem untoten Diener machen und ihn gegen den Anderen kämpfen lassen..."

Als einen kleinen Moment lang keine Reaktion folgte, starrte er die Königin eindringlich an und schrie unvermittelt: "Seid ihr taub? König holen sagte sie!"

Emerahl
04.03.2014, 16:58
Schockiert von dem plötzlichen Auftauchen der Gruppe in ihrem Schlafgemach, wollte die Königin eben empört die Herrschaften anfahren, als sie ihre Tochter erkannte. Obwohl sie so schmutzig, das Kleid zerrissen und sie auch sonst ziemlich derangiert aussah, war es doch eindeutig ihr kleines Mädchen. Die Königin machte einen Schritt in ihre Richtung, als plötzlich die Elfe wie eine Verrückte hinter ihre Tochter sprang und ihr einen Dolch an die Kehle hielt. Auch der Wolf ging in Hab Acht Stellung und knurrte alles an. Eine falsche Bewegung und ihre Tochter wäre tot. Hilfesuchend blickte sie zu Howe und Kendell, die mit ihr im Gemach waren.

Nicht nur die Elfe, sondern auch der Magier verlangte ziemlich barsch, den König zu holen. Unter anderen Umständen hätte sie diesen Befehl ignoriert, denn schließlich war sie die Königin und nicht irgendeine dahergelaufene Dienerin! Doch sie musste gar nicht handeln, denn die Tür ihres Schlafzimmers öffnete sich und ihr Gemahl kam mit mehreren Wachen herein gestürmt. Aus dem Kleiderschrank kamen Wachen Kendells in Begleitung einer Frau.

"Lady Amelia, was macht Ihr in meinem Schrank?! Was geht hier vor?" fragte die Königin. Dann blickte sie von einem zum Anderen, in der Hoffnung, bald eine Antwort zu erhalten.

Jhonson
07.03.2014, 17:38
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Die Situation war kompliziert, immerhin hatten seine beiden Begleiter die Prinzessin erst mal unter Kontrolle. Inzwischen war Coltain auch soweit das er eigentlich nur noch lebend aus dieser Situation entkommen und Schloss, Denerim und Ferelden weit hinter sich lassen wollte.

Er selbst stellte sich mit einem gezogenen Schwert in die Nähe der Königin. In seiner linken balancierte er eine der Bomben die er sich zu Beginn des Abenteuers mitgenommen hatte.

„Lady Amelia, was macht Ihr in meinem Schrank?! Was geht hier vor?"

„Hey Königin“ gekonnt warf er die Bombe in die Luft, fing sie wieder auf „Ich weiß nicht wie oft mir das gelingt“ warf sie mit geschlossenen Augen hoch, fing sie „der König sollte sich besser beeilen“ warf die Bombe hoch …

Vanik
16.03.2014, 10:41
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„Lady Amelia, was macht Ihr in meinem Schrank?! Was geht hier vor?"


Nachdem Coltain durch sein leichtfertiges Spiel mit der Bombe seine Bereitschaft, den Einsatz zu erhöhen, demonstriert hatte, ergriff Garvin abermals das Wort, um die im Raum stehende Frage zu kommentieren:
"Was geht hier vor", zitierte er zunächst, "das ist die Frage, die wir uns wohl alle stellen, und ich denke, diese sollte uns jetzt die Prinzessin beantworten. Rede, Mädchen und - Andraste sei meine Zeugin - wenn du es nicht tust oder sie jemand unterbricht, weiß ich wirklich nicht, wieso ich mich oder meine Gefährten zurückhalten sollte, hier alles in Schutt und Asche zu legen."

Noch während er diese Worte aussprach, veränderte er seine Körperhaltung, vermittelte den Eindruck angespannter Konzentration, als er seinen Blick immer wieder über die Anwesenden schweifen ließ, und hob dabei die Hände in Brusthöhe, als wolle er damit seine Bereitschaft rasch einen Zauber zu wirken, unterstreichen.

Annalena
20.03.2014, 09:01
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Plötzlich ging alles schnell. Die Türe zum Gemach der Schem-Königin ging auf und der Schem-König trat mit einigen Wachen herein. Leider hatten ihre Verfolger auch die klemmende Tür öffnen können und traten ins Schlafgemach.

Lenya versuchte das Gesicht der Schem-Königin zu studieren. Doch es gelang ihr nicht wirklich. Sie schien um ihre Tochter besorgt zu sein, doch Lenya war sich nicht sicher. Die Elfe kannte sich zu wenig in der Mimik und Gestik der Schemlen aus um es korrekt beurteilen zu können. Der Schem-Wächter tat sich wichtig indem er mit einer seiner Bomben spielte. Hoffentlich würde der Idiot sie nicht fallen lassen. Wenigstens schien der Schem-Magier einen klaren Kopf behalten zu haben.

"Lady Amelia, was macht Ihr in meinem Schrank?! Was geht hier vor?"

„Ihr habt Eure Mutter gehört, Schem-Prinzessin, sagt Ihr was los ist.“ Doch die Göre ignorierte die Dalish, mal wieder, und sagte nichts. Lenya hatte genug und erklärte nun selbst die Sachlage.

„Eure Tochter und die seth'lin…“ sie bemerkte die fragenden Blicke und erläuterte… „die seth'lin“, sie deutete auf die Halbelfe, „sie ist die Tochter des Schem-Königs und eines Flachohrs… äh… einer Eurer Elfensklavinnen aus dem Gesindeviertel.“ Sie hörte mehrere erstaunte Laute und musste innerlich grinsen. Anscheinend war die Tatsache, dass der Schem-König ein uneheliches Kind hatte, nicht bekannt. Der Dalish war es egal. Jetzt galt es nur ihr Leben zu retten. „Zumindest behaupten die beiden Gö… ich meine die beiden Mädchen das. Die Schem-Prinzessin ist außerdem nicht entführt worden sondern weggelaufen.“ Wieder gab es erstaunte Laute. Die Gesichter des Königspaares waren für Lenya undurchschaubar. Sie konnte nicht erkennen, was die Beiden dachten.

„Außerdem ist die Schem-Prinzessin eine Magierin. Das zumindest ist wahr, da ich und meine Begleiter uns von ihren magischen Fähigkeiten überzeugen konnten.“ Lenya legte eine dramatische Pause ein bevor sie fortfuhr. Jetzt konnte es brenzlig werden.

„Die Schem-Prinzessin gab als Grund für ihr Fortlaufen an, dass ihre Mutter ihren Gemahl mit vergifteten Wein umbringen lassen wollte und die Schuld den Dalish und den Magiern in die Schuhe schieben wollte. Anscheinend spielen ihre Berater, die sie seit zwei Jahren hat, eine Rolle in diesem Komplott. Als Grund gab sie den Ehebruch und das daraus folgende Kind an und das sie von dem Schem-König in diese Ehe gezwungen wurde.“ Lenya blickte sich vorsichtig um bevor sie fortfuhr. „Ich kann nicht sagen ob das alles wahr ist oder ob die Schem-Prinzessin uns, zumindest teilweise, belogen hat.“

Nervös, auch wenn sie es sich nicht anmerken ließ, wartete Lenya auf die Reaktion des Königspaares und der anderen Anwesenden.

Emerahl
27.03.2014, 08:52
Der König, der inzwischen ebenfalls das Zimmer seiner Gemahlin betreten hat, überlegt, wie er einschreiten soll. Doch der Dolch am Hals seiner Tochter lässt ihn zögern. Ebenso zeigt er sich verwirrt über den Anblick Lady Amelias, die ein höhnisches Grinsen nicht unterdrücken kann. Die Worte der Elfe, die seine Tochter in ihrer Gewalt hat, schockiert ihn dermaßen, dass er sprachlos den Blick von Lady Amelia über Lord Howe und Lord Kendell zu seiner Frau gleiten. Die Sprachlosigkeit hielt nicht lange an.

"Was zum Henker geht hier vor?! Sprich, Weib!", donnert er los.

"Das würde ich ebenfalls gern wissen!" Die Königin wirkt erstaunt über die Worte der Elfe. Sie wendet sich an ihren Gemahl: "Liebling, glaubst du wirklich, ich würde dich jetzt noch töten wollen? Nach so vielen Jahren, die wir nun schon zusammen sind? Natürlich, am Anfang habe ich dich gehasst, wurde ich doch in eine Ehe gezwängt, die ich nicht wollte. Aber in den Jahren habe ich dich schätzen und lieben gelernt! Und natürlich weiß ich auch über deinen Bastard Bescheid. Aber das ist doch nicht ganz so ungewöhnlich beim Adel und das weiß ich. Ich wusste es schon von Anfang an und hätte ich dich dann nicht schon früher getötet, wenn mir danach gewesen wäre? Warum also erst jetzt, nach so vielen Jahren?" Während ihren Worten wird ihre Stimme immer lauter und die Erregung ist heraus zu hören.

Lord Kendell blickt inzwischen warnend zu seiner Schwester. Lord Howe wendet sich ihr nun ebenfalls zu und sagt: "Lady Amelia, Ihr habt dies alles eingefädelt, nicht wahr? Ihr wolltet den Weg für Euren Bruder frei machen, damit er nach einer gewissen Zeit der Trauer der Königin offiziell den Hof machen könnte und sie heiraten. Weiß doch jeder hier, was die Beiden füreinander empfinden."

Lady Amelia lacht, von Hass erfüllt, und schweigt sonst.

Vanik
04.04.2014, 01:31
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Wo war Garvin hier nur hinein geraten? Die Anwesenden waren für ihn weitgehend Fremde und er konnte längst nur noch erahnen, wer auf wessen Seite stehen mochte. Sollte diese Entführung, die noch soeben drohte, sich als politische Intrige zu entpuppen, nun tatsächlich nur eitle Liebeleien zur Grundlage haben? König und Königin waren vermählt, das war klar - doch schienen beide entweder in der Vergangenheit oder gegenwärtig andere Interessen zu hegen. Während er noch versuchte, die Situation zu verstehen und die künftigen Reaktionen der Anwesenden einzuschätzen, bemerkte er - und nun war er sehr froh darüber, sich bereits vorbereitet zu haben -, dass Lady Amalia einen Zauber vorbereitete. Ihrem Gebaren nach zu urteilen, durfte er nicht davon ausgehen, dass sie seine Gefährten und ihn unterstützen würde. Es schien fast ein Reflex, als er ihr in der Hoffnung, schneller als sie zu sein, einen Schreckenszauber entgegen schleuderte.
Hoffnungsvoll wartete er den Erfolg seines Spruches ab, während er seinen Stab mit beiden Händen fest umklammerte und schützend vor sich hielt.

Jhonson
14.04.2014, 16:49
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"Was zum Henker geht hier vor?! Sprich, Weib“

Das würde Coltain auch interessieren, was für ein Chaos. Kein Wunder das Ferelden immer als rückständig bezeichnet wird. Eine Einstellung die er inzwischen aus ganzem Herzen teilte. Falls er das hier überstand wollte er nach Hause oder nach Orlais oder egal wohin, nur weg von diesen Barbaren.

Und im Endeffekt wusste Coltain immer noch nicht genau wie die Fronten in dieser Situation verliefen, er wollte nur erreichen, dass er und seine Gefährten aus diesem Konflikt nicht als Verlierer hervorgingen.

Das hämische Lachen von Lady Amelia noch in den Ohren machte sich Coltain bereit zum Kampf. Er hörte auf mit der Bombe zu spielen und stellte sich mit gezogen Waffen vor Garvin, dieser hatte sich wohl auch zum handeln entschieden und reagierte sehr schnell mit einem Zauber.

Annalena
15.04.2014, 09:21
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Lenya betrachtete die Gesichter des Königspaares ganz genau. Nur ein Augenblick der Unachtsamkeit konnte ihr Ende bedeuten. Die Ausführungen der Schem-Königin machte Sinn. Warum sollte sie so lange warten wenn sie von dem Bastardkind wusste? Falls es stimmte, dass sie es schon so lange wusste. Die Dalish würde so einen Seitensprung nie akzeptieren. Sollte ihr Ehemann, sobald sie einen hatte, ihr das antun, dann würd er sein blaues Wunder erleben. Anfangen würde sie mit einer Kastration… doch sie schweifte ab.

Es war gut, dass sie das Königspaar so gut im Auge behielt, denn nur so sah sie es. Es war nur kurz, aber es war da. Selbst sie erkannte es auch wenn die Mimik der Schemlen ihr so unvertraut war. Plötzlich spürte sie Magie neben sich. Aus den Augenwinkeln heraus sah sie, dass es nicht der Schem-Magier war, der einen Zauber vorbereitete, sondern diese Adlige. Seit wann durften Schem-Magier frei rumlaufen? Wurden sie nicht von der Schemlen-Kirche eingesperrt?

Die beiden Männer neben der Schem-Königin waren ein Problem und sie standen viel zu nah bei ihr. Auch wenn sie nun wusste, welche Rolle die Schem-Königin spielte, die Rolle der beiden männlichen Adligen kannte sie nicht. Der Schem-Magier bereitete selbst einen Zauber vor und der Schem-Wächter stellte sich schützend vor ihm. Wow, der Schem-Wächter schien doch nicht so nutzlos zu sein wie sie dachte.

Lenya sah, dass der eine Schem-Adlige die Waffe gezogen hatte. Sie musste jetzt handeln oder es wäre zu spät. „Schem-Königin!“, rief die Dalish laut und gleichzeitig schubste sie die Schem-Prinzessin in die Richtung ihrer Mutter. Sie benutzte noch ihr Bein um der Göre in den Hintern zu treten. Das machte sie natürlich nur um mehr Kraft in den Stoß zu geben. Auch wenn es ihr eine gewisse Freude bereitete einem Schemlen, noch dazu vom Adel, in den Hintern zu treten. Doch im Moment hatte sie keine Zeit sich darüber zu amüsieren.

Die Schem-Prinzessin landete tatsächlich in den Armen ihrer Mutter, beide verloren das Gleichgewicht und fielen zu Boden. Vielleicht war der Tritt doch zu kräftig. Zumindest waren sie außerhalb der Reichweite des Schwertes und damit es so bleibt sprintete Lenya zu den beiden adligen Schemlen. Mit einem Tritt in die Weichteile bedachte sie den, der Howe genannt wurde. Als er sich vor Schmerzen krümmte stieß sie ihren Dolch in die Hand, die das Schwert hielt, und mit einem Schrei ließ er es los. Es landete mit lautem Klirren auf dem Boden. Ein weiterer Tritt in den Bauch ließ ihn zu Boden fallen. Lenya setzt sich auf ihn und hielt ihren Dolch an seine Kehle.

Während sie sich um Howe kümmerte sprang Fenris Kendell an. Dieser hatte sein Schwert nicht gezogen und war schnell von dem großen Wolf außer Gefecht gesetzt worden. Auch er lag auf dem Boden. Fenris saß dich neben ihm und behielt ihn im Auge. Sobald er auch nur zuckte knurrte Fenris laut und fletschte die Zähne. Unnötig zu sagen, dass Kendell ganz still lag.

Durch diese Aktion saß Lenya mit dem Rücken zum Geschehen und war sehr verwundbar, da sie nicht sah, was vor sich ging. Die Dalish hoffte, dass die Anderen sie jetzt nicht im Stich ließen. Außerdem hoffte sie, dass ihre Begleiter mit ihrer Aktion erkannten, dass sie der Schem-Königin glaubte. Die Liebe, die sie in ihren Augen sah als sie ihren Gemahl anblickte, war unverkennbar. Es war nur flüchtig zu sehen bevor die Schem-Königin wieder ihr unlesbares Gesicht aufsetzte. Hätte die Dalish nicht so genau hingesehen, dann hätte sie es nicht bemerkt.

Es war der gleiche Blick, mit dem Amhar die junge Dalish immer ansah. Er machte kein Geheimnis daraus, dass er Lenya liebte. Amhar… Lenya schluckte, sollte sie das alles überleben, dann würde sie sein Werben akzeptieren. Angespannt wartete Lenya auf das was noch kommt.

Emerahl
24.04.2014, 10:01
Vom Zauber des Magiers getroffen, beginnt Lady Amelia plötzlich an zu schreien und um sich zu schlagen. Dadurch wird ihre Konzentration unterbrochen und der Zauber schlägt fehl. Als die Wachen Lady Amelias den magischen Angriff sehen, greifen sie Coltain den Soldaten an, doch er kann sich wacker schlagen. Unterdessen stürzt die Prinzessin in die Arme ihrer Mutter und die Elfe springt Howe an, während Kendell von ihrem Wolf in Schach gehalten wird. Der König hat begriffen, dass die wahre Gefahr von Lady Amelia und ihren Wachen droht, so weist er seine Männe an, sie zu überwältigen. Nachdem die Wirkung von dem Zauber nachgelassen hat, kreischt sie: "Nein! Nein! Nein! Lasst mich los! Wisst Ihr nicht, wer ich bin?" Dann wendet sie sich der Prinzessin zu: "Du Miststück! Warum bist du weggelaufen? Das hat meine ganze Pläne zunichte gemacht! Vaughan hätte schon damals deine Mutter heiraten sollen!"

Nachdem Lady Amelia, ihre Wachen, Kendell und Howe in die Kerker zum Verhör gebracht worden sind, kommt die ganze unglaubliche Geschichte ans Tageslicht. Vaughan Kendell war schon in jungen Jahren in Anora verliebt, seine Liebe hatte jedoch nie eine Chance, da sie schon in ihrer Kindheit mit Cailan verlobt war, dem späteren König. Seine Schwester vergötterte ihren älteren Bruder, sah auch über seine Grausamkeiten, die er besonders Elfen gegenüber entwickelt hatte, hinweg. Als bekannt wurde, dass König Cailan während des Kampfes gegen die Dunkle Brut gefallen war, hatte Vaughan seine Chance gesehen und sich an Loghan Mac Tir, Anoras Vater, gewandt. Die zukünftige Hochzeit war schon geplant, als plötzlich die Grauen Wächter, allen voran Hayden Cousland, auftauchten und Loghan Mac Tir des Verrats anklagten. Ebenso hatte er sich als wahrer Thronfolger gebrüstet und Vaughan Lady Anora gestohlen. In all den Jahren schwärte der Hass in Lord Vaughan und seiner Schwester Lady Amelia. In ihrer Verblendung waren beide der Meinung, Lady Anora würde Vaughans Anbändelungsversuche gut heißen, ja sogar, dass beide schon ein Verhältnis miteinander hatten. Auch wenn es nie über ein freundschaftliches Verhältnis hinüber raus ging. Bisher hatten die Geschwister nur über die Pläne gesprochen, nie gehandelt. Doch diesmal fand Lady Amelia den Zeitpunkt für gekommen.

Die Prinzessin hatte magische Fähigkeiten entwickelt, die von Lady Amelia geformt wurden. Während des heimlichen Unterrichts hatte sie immer wieder Andeutungen darüber fallen lassen, dass Lord Vaughan und Anora eigentlich füreinander bestimmt waren und die Mutter eigentlich ihren Gemahl, den Vater der Prinzessin hasst. Die Prinzessin, so jung sie noch war, fing an, alles zu glauben, was die ältere Frau ihr sagte. Als die Gäste für die Feier eintrafen, machte Lady Amelia der Prinzessin weiß, dass die Erzmagierin Wynne die Prinzessin mitnehmen würde, um sie auszubilden. Doch sie würde im Zirkel der Magi eingesperrt sein und dürfe nie wieder den Turm verlassen. Das hätte die Königin geplant, damit ihre Tochter weg wäre und ihr Weg frei, den König zu töten und endlich Vaughan zum König zu krönen. Die Tat wollten sie den Dalish anhängen. Dies hätte einen Krieg herauf beschworen und die Menschen hätten wieder allen Grund dazu, die Elfen einzusperren wie es zur Zeit vor der Verderbnis üblich war.

Lord Nathaniel Howe konnte bei dem ganzen keine Beteiligung nachgewiesen werden, so ließen sie ihn wieder frei.

Inzwischen ist eine Woche seit dem Angriff vergangen, als die Gefährten vor das Königspaar gerufen wird und ihnen die unglaubliche Geschichte erzählt wird. Der König bittet um Entschuldigung, dass er nicht gleich auf der Seite der Gefährten stand.

"Ich danke Euch vielmals über die Rettung meiner Tochter und dass Ihr diese Verschwörung aufgedeckt habt!" Er wandte sich an seinen Hofmarschall und gab ihm ein Zeichen, der dann mit vier schweren Beutel voll mit Gold, zu den Gefährten trat und jedem von ihnen einen in die Hand drückte. "Hier, Euer versprochener Gewinn. Doch dies soll nicht alles sein. Sagt an, was wünscht Ihr Euch von mir? Ich kann Euch nicht genug dafür geben, dass Ihr geholfen habt!" Mit diesen Worten endete der König seine Ansprache und wartete darauf, was die Gefährten für Wünsche äußern würden.

Annalena
26.04.2014, 09:05
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Nach einer gefühlten Ewigkeit griff der Schem-König nun endlich mit seinen Soldaten ein. Schneller als Lenya dachte war der Kampf vorbei. Sie hatte gehofft, dass sie nun endlich zurück in die Wälder kann, doch ihr Wunsch erfüllte sich nicht. Ihre Laune verschlechterte sich von Tag zu Tag je länger sie in den Steinmauern eingesperrt war. Wenigstens Fenris war glücklich, da er inzwischen wieder draußen war.

Der Adlige, den sie so ruppig behandelt hatte, war anscheinend unschuldig. Zum Glück verlangte niemand, dass sie sich bei ihm entschuldigte. Das hätte ihr gerade noch gefehlt. Die Hüterin lobte sie und es erfüllte Lenya mit Stolz, dass sie ihre Hüterin so beeindruckt hatte. Leider beendete die Hüterin ihre kleine Rede mit einer Ermahnung, dass sie sich den Schemlen gegenüber gut verhalten sollte. Hoffentlich erfuhr die Hüterin nie, was sie mit dem einen oder anderen Schemlen angestellt hatte.

Eine Woche schon war sie hier gefangen. Die Elfe war schon kurz davor die Wände einzureißen. Endlich wurden sie, und ihre Begleiter, zu dem Schem-König gerufen. Sie hörte sich an, was er zu sagen hatte. Allerdings hörte sie nur mit halbem Ohr zu. Bei den Schöpfern, für diesen Mist musste sie die ganze Woche in dieser Stadt verbringen? Die politischen Intrigen der Schemlen interessierte sie nicht. Als Lohn gab es einen Sack voll Gold. Sie wollte diesen schon dem Schem-König vor die Füße werfen doch der Blick, den sie spürte, ließ sie zögern. Sie wusste, dass es die Hüterin war, deren Augen sich in sie bohrten. Als ob sie ahnte, was die Elfe vorhatte. Manchmal fragte sie sich, ob die Hüterin Gedanken lesen konnte. Wahrscheinlicher war aber, dass sie Lenya und ihre Abneigung gegenüber den Schemlen kannte.

Mit einem kleinen Seufzer und einem kurzen Nicken zu dem Marschall steckte sie den Beutel ein. Schon wieder spürte sie diesen Blick. Doch Lenya verweigerte stur irgendeine respektvolle Geste gegenüber den Schemlen zu machen. Eine Dalish beugte niemals das Haupt vor einem Menschen. Etwas überrascht hörte sie, dass jeder von ihnen einen Wunsch erfüllt bekam. Was sollte sie sich wünschen, dass ihr ein Schemlen erfüllen konnte? Sie musste nur kurz nachdenken.

„Ich möchte nur raus aus dieser Schem-Stadt. Sofort.“ Schon wieder dieser Blick und Lenya fügte noch widerwillig hinzu. „Schem-König.“ Urgh, wie sie es hasste so vor diesen Schemlen zu buckeln. Sie spürte, dass die Hüterin nicht sehr glücklich mit ihr war. Was erwartete sie von ihr? Sie würde sich nie vor ihm verbeugen und ein `Eure Majestät`, wie es die Schemlen taten, würde ihr nie über die Lippen kommen. Er war nicht ihr König und würde es nie sein. Ungeduldig wartete sie darauf endlich aus dieser Stadt zu verschwinden.

Jhonson
28.04.2014, 13:51
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Eine Woche war inzwischen vergangen und Coltain hatte sich inzwischen von seinen Verletzungen und der ganzen Aufregung erholt. Ein oder zwei Abende in einer der Tavernen der Stadt hatten ihr übriges dafür getan das er sich wieder recht wohl fühlte. Gerüchte über die Ereignisse im Schloss hatten sich rasend schnell verbreitet und so musste er sich nie Sorgen machen den Abend allein oder gar nüchtern zu verbringen.

„Ich möchte nur raus aus dieser Schem-Stadt. Sofort.“

Den Wunsch der Dalish konnte er nachvollziehen und auch für ihn waren die Tage hier gezählt, wenn auch aus anderen Gründen. Es wurde Zeit mit seiner Familie abzurechnen und unter Händlern tat man dies nicht mit Magie oder Waffengewalt.

„Majestät, ich würde gerne wieder zurück in meine Geburtsstadt Kirkwall. Ich bin der Sohn einer Händlerfamilie und kenne die Umstände vor Ort. Es wäre mir eine Freude wenn ihr mir erlauben würdet dort in eurem diplomatischen Stab als euer Berater in Handelsfragen tätig zu sein.“

Vanik
01.05.2014, 00:39
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Die Ereignisse um die 'Rettung' der Prinzessin lagen nun schon eine Woche zurück, was jedoch mitnichten bedeuten sollte, dass Garvin sich schon völlig von den ungewohnten Strapazen erholt hätte. Er war viel in der Stadt unterwegs gewesen, hatte die Freiheit genossen, mit dem gemeinen Volk zu verkehren, die Abende in Schänken zu verbringen und tagsüber jedes einzelne Stadtviertel zu erkunden.

Als sie schließlich zum König gerufen wurden, um durch seine Danksagungen geehrt zu werden, war er aber ganz froh, wieder den Ansatz von Struktur, von 'Planung' in seinem Alltag zu spüren, denn so ganz frei mag ein Mann, der seinen Geist permanent zwingt, den logischen Gesetzen der Magie zu folgen, wohl niemals sein.
Nachdem seine - nun wohl ehemaligen - Gefährten ihre Wünsche geäußert hatten ... irgendwie hatte er geahnt, dass Lenya eine solche Entscheidung fällen würde, lächelte er höflich und räusperte sich leise, bevor er zunächst dankend den Goldbeutel entgegen nahm und anschließend seinen Wunsch formulierte:

"Ich fühlte mich außerordentlich geehrt, so ihr mir die Möglichkeit zum Geschenk machtet, mich im Dienste eurer Person oder eines eurer Untergebenen als lehrender oder - und das wäre mir das brennendste Anliegen - forschender Magier zu beweisen."

Garvin unterstrich seinen Wunsch mit einer leichten verneigung.

Emerahl
08.05.2014, 15:47
Der König spürte den Widerwillen der Dalish den Gepflogenheiten den Menschen gegenüber. Aber wer wollte es ihr verübeln? Selbst so viele Jahre nach der Verderbnis, als die Menschen noch neben den Elfen gekämpft hatten, herrschte noch Unfrieden und Misstrauen. Obwohl die Hüterin des Clans alles versuchte, um den Frieden zwischen den Parteien aufrecht zu erhalten. Auch er und Anora versuchten alles, um die Menschen den Dalish gegenüber freundlicher zu stimmen. So verwunderte ihn der Wunsch der Dalish überhaupt nicht.

„Ich möchte nur raus aus dieser Schem-Stadt. Sofort. Schem-König.“ Die letzten Worte kamen etwas verdrossen heraus. Fast wie ein Schimpfwort. Doch er sah darüber hinweg und lächelte die Elfe freundlich an: "Wenn dies Euer Wunsch ist, so steht es Euch frei zu gehen. Niemand wird Euch aufhalten. Doch würden meine Königin und ich uns freuen, würdet Ihr mithelfen, die Beziehungen zwischen Eurem Clan und unserem Volk zu verbessern."

Da war der Wunsch seines Wächters schon etwas anderer Natur: „Majestät, ich würde gerne wieder zurück in meine Geburtsstadt Kirkwall. Ich bin der Sohn einer Händlerfamilie und kenne die Umstände vor Ort. Es wäre mir eine Freude wenn ihr mir erlauben würdet dort in eurem diplomatischen Stab als euer Berater in Handelsfragen tätig zu sein.“ Er beriet sich mit seiner Gemahlin und zog außerdem noch Ser Cauthrien zu Rate, denn schließlich verlor er nur ungern einen fähigen Wächter. Letztendlich willigte er jedoch ein, denn seit der Champion von Kirkwall verschwunden war, ging es dort drunter und drüber. Wenn er einen fähigen Berater dort hätte, hätten sie bessere Chancen auf gute Handelsbeziehungen. So wandte er sich an Coltain und sprach: "Auch Euch möchte ich Euren Wunsch nicht verwehren. Ihr habt Recht, einen fähigeren Berater als Euch könnten wir uns nicht vorstellen. Wir werden alles in die Wege leiten, damit Ihr bald abreisen könnt. Bis es soweit ist, bleibt doch als Gast im Schloss."

Zum Schluss äußerte der Magier Garvin seinen Wunsch: "Ich fühlte mich außerordentlich geehrt, so ihr mir die Möglichkeit zum Geschenk machtet, mich im Dienste eurer Person oder eines eurer Untergebenen als lehrender oder - und das wäre mir das brennendste Anliegen - forschender Magier zu beweisen." Bevor der König noch etwas dazu antworten konnte, rief seine Tochter aus dem Hintergrund: "Ja, Vater, lass ihn hier bleiben! Dann kann er mich unterrichten! Und Bücher haben wir hier auch mehr als genug!" Der König blickte zu seiner Tochter, dann wandte er sich seiner Frau zu, die ihn mit liebenden Augen ansah und leicht nickte. Wie konnte er seiner Frau und Tochter nur widerstehen und so sprach er zu Garvin: "Nun gut, wie Ihr schon vernommen habt, wünscht meine Tochter Euch als Lehrer. Natürlich könnt Ihr auch Euren Forschungen nachgehen. Zögert nicht, zu sagen, was Ihr außerdem für Eure Forschungen benötigt. Ihr könnt den Ostturm beziehen und ein Labor einrichten."

Das Königspaar hoffte, auf diese Art den drei Helden die Wünsche auf die beste Art und Weise erfüllt zu haben. Auch wenn dies in ihren Augen immer noch nicht genug für die Rettung ihrer Tochter war.