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DSA-RPG #5 • Entlang »Am Großen Fluss«

  1. #21
    Bin dann mal off!  Leeyara's Avatar
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    Sie wunderte sich gerade über sich selbst. Ihr war bis eben nicht bewusst gewesen, wie tief ihre Angst eigentlich reichte. Die Veränderungen ihrer Fähigkeiten verunsicherte sie mehr, als sie zugeben wollte. Deswegen hatte sie auch so heftig auf Utrams Frage reagiert. Verwirrt zog sie die Augenbrauen zusammen. Sie hatte die Wahl - hoffen, dass alles nicht so schlimm war, oder sich den Problemen stellen und herausfinden, warum sie gerade so äußerst heftig auf die Schwingungen aus dem Reich der Toten reagierte. Letzteres schien vernünftig, denn schließlich verschwanden Dinge nicht einfach nur, weil man nicht hinsah. Und sie war in einer großen Stadt - wenn dann hier. In der Provinz oder in irgendeinem Bauerndorf würde man sie wahrscheinlich verbrennen - je nachdem, wie die Sitten hier waren. Aber in einer großen Stadt wie Ferdok würde es doch wohl gebildete Menschen geben. Sie brauchte Antworten.

    Sie war ganz in ihren Gedanken gefangen, als sie zu ihren Sachen ging, um für die Stadt zu packen. Ihr bisschen Geld durfte sie nicht vergessen, ihren Stab. Ob sie Zeit zum Lesen haben würde? Unwahrscheinlich. Sie packte auch den Rest ihrer Bandagen ein. Als sie tiefer in ihren Beutel griff, spürte sie etwas warmes und zog erschrocken die Hand zurück. Überall diese Insekten in diesem Land... moment, nein keine Viecher. Ich hab doch... Als sie kramte, fand sie schnell den Zettel und diese glimmenden Pfeile, die sie im Lager der Piraten gefunden hatte. Sie konnte damit nichts anfangen, aber sie wusste wer bestimmt. Schnell nahm sie ihre Sachen an sich und lief schnell zu den anderen.
    "Shanaa, schau mal! Shanaaaaaa!" Ihr Stimme erklang laut und gut gelaunt, als sie aufgeregt zu ihrer Freundin lief. "Schau mal, was ich gefunden hab bei den Piraten." Sie legte den Zettel vorsichtig in Shanaas Hand und hatte in der anderen Hand die Pfeile. Sie teilte sie genau auf. "Hier Shanaa!" Die eine Hälfte reichte sie lächelnd der Elfe, mit der anderen Hälfte ging sie zu Rayana. "Ich habe gesehen, dass ihr mit Pfeil und Bogen umgehen könnt, das dürfte euch auch interessieren." Als sie ihre Beute verteilt hatte, lächelte sie zufrieden und glücklich. Sie hatte nie etwas gehabt zum Verschenken und niemandem, dem sie etwas schenken konnte. Es fühlte sich gut an.

    Als sie gerade zufrieden lächelnd da stand, sprach sie Hugen an: "Für die Überfahrt nach Hause Esmalda" sagte er und lächelte freundlich. Esmalda musste husten, so erstaunt war sie. "Äh, Hugen - ich kann und will nicht nach Hause." Sie wusste nicht, wie sie dieses freundliche Angebot möglichst höflich ausschlagen konnte. "Hugen, ich befinde mich auf einer Forschungsreise und meine Eltern schickten mich weg als ich in etwas 5 oder 6 Jahre alte war. Ich weiß das Angebot wirklich zu schätzen... also den Gedanken... also das ist so nett... und irgendwie... väterlich, ja so väterlich freundlich, so wie Malek, der war auch immer sehr nett und väterlich... aber dieses nette Angebot muss ich ablehnen, ich würde gerne bleiben... wenn ich darf." Sie war so rot und blickte verlegen zu Boden.

    Last edited by Leeyara; 18.03.2011 at 19:20.

  2. #22
    Suppenimperator  Tomatensuppe's Avatar
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    Hugens Gespräch mit Esmalda

    Rückblende

    Hugen war überrascht und Esmaldas letzten Worte rührten ihn.
    "Natürlich kannst du bleiben...solange du willst" sagte er.Auch wenn Growin sie wahrscheinlich alle zum Teufel jagen würde.
    Das arme Mädchen...von den Eltern weggeschickt auf eine Forsche-Reise...was immer das auch war.
    Hugen steckte den Beutel wieder weg.
    "Aber wenn du was brauchst kommst du zu mir" brummte er."Das must du mir versprechen".

  3. #23
    DSA-Barde  hangingtree's Avatar
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    Marcello

    Der Gaukler war immer noch nicht ganz wieder auf den Beinen, immer noch hatte er Schmerzen und immer noch war ihm von dem vielen ruhig liegen schwindelig, gerade wenn er aufstand.

    Hugen drängte sich nun an Salm vorbei um zu Marcello zu gelangen.

    "Wie ich sehe geht es euch besser. Hätte nach dem Kampf keinen Kreuzer auf euch gesetzt" sprach Hugen und fuhr fort.

    Marcello antwortete mit einem Lächeln: "Ich hätte wohl auch keinen Heller mehr auf mich gesetzt."

    "Also als ich euch das...ach lassen wir das.Wenn ihr direkt zur Taverne wollt, dann nehmt meine Schulter als Stütze" sprach er.

    "Gerne, gebt mir Bescheid, wenn ihr in Richtung der Taverne aufbrecht."

    Er merkte, dass Hugen gern noch mehr gesagt hätte, brachte schließlich ein Kopfnicken zu stande und ging unter Deck.

    Sofort lehnte sich der Gaukler wieder an die Reling des Schiffes und sah verträumt zu Dexter hinüber, der bei Margali spielte. Marcello seufzte etwas, sah, dass sich wenigstens die anderen zu freuen schienen, dass es weiterging. Auf Marcellos Gesicht lag jedoch dunkler Schatten, er schloß die Augen einen Moment und wünschte sich für einen Moment weg, an einen einsamen Ort der Stille an dem er sein wohl verdiente Ruhe finden würde.

    Marcello atmete aus und summte eine kleine Melodie vor sich hin, die ihm gerade einfiel.

  4. #24
    Ritter Rayana's Avatar
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    Merkwürdige Pfeile als Geschenk von Esmalda

    Rayana


    Als sie gerade Eboreus folgen will kommt Esmalda die kleine braunhäutige Telora strahlend auf sie zu und überreicht ihr und Ihrer Elfenschwester ein paar merkwürdig aussehende Pfeile Welche sie noch nie zuvor gesehen hat also singt sie sie an»A’n dhin erin liebe Esmalda aber was sind das für seltsame Pfeile derart habe ich noch nie gesehen? Ich möchte mit Hugen und Eboeus ein wenig die Stadt erkunden und ein wenig mehr über die Telora und die anderen Valva welche Hier leben erfahren, möchtest Du uns begleiten? Ich würde mich sehr freuen« Beendet sie Ihren Satz mit einem Lächeln und wartet gelassen auf die Reaktion Ihrer Gefährten und ob sich ihnen noch jemand anschließt während sie Ihren Bogen und Ihren Rucksack greift und sich bereit macht von Bord zu gehen.

    Last edited by Rayana; 18.03.2011 at 23:14.

  5. #25
    Fable(haftes) DS-Sternle  Silva's Avatar
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    Shanaa hatte sich zu den anderen Gefährten an die Reling gesellt, als Hugen auf sie zutrat. "Ich habe mich noch gar nicht bei euch bedankt,das ihr mir bei der Suche am Fluss geholfen habt" sprach er sie an.
    "Ich gehe über den Hafen zu einer Taverne.Kommt doch mit ich würde mich freuen." Shanaa freute sich über dieses Angebot, war sie doch fremd hier in Ferdok. »Vielen Dank für euer freundliches Angebot, aber ich muss leider ablehnen.« Shanaa setzte ein Lächeln auf, sie hoffte, das Hugen nicht beleidigt war. »Ich muss dringend meine Vorräte aufstocken. Ich habe keine Verbände mehr, mir fehlen Kräuter und auch meine Pfeile sind fast aufgebraucht. Ich würde dann erst später in die Taverne kommen, die Kapitän Dielbrack erwähnt hat.« Shanaa sah Hugen an. »so ich sie denn finde.« fügte sie noch hinzu.

    Shanaa wollte sich gerade zum verlassen der Thalaria bereit machen, als Esmalda auf sie zugestürmt kam. "Shanaa, schau mal! Shanaaaaaa!" Erschrocken zuckte Shanaa zusammen und blickte sich um. Esmalda schien wirklich gut gelaunt zu sein, was Shanaa sehr freute. Schliesslich hatte sie eine Menge mitgemacht, seit sie zu den Gefährten gestossen war. Mit den Worten "Schau mal, was ich gefunden hab bei den Piraten." legte sie Shanaa ein paar Pfeile und einen Zettel in die Hand. Shanaas Augen wurden gross. Ein Rezept für Brandpfeile. »nurd'dhao liebe Esmalda. Da habt ihr ein wahrlich grosses Geschenk für mich.« freute sich Shanaa. Ehrfurchtsvoll strichen ihre Finger über die Pfeile, ehe sie sie in ihren Köcher steckte. Das Rezept faltete Shanaa sorgsam zusammen und steckte es in ihre Gürteltasche. Shanaas Augen leuchteten und am liebsten hätte sie Esmalda einmal gedrückt, aber sie wusste nicht, ob das unangebracht war. Also lies sie ihre Arme wieder sinken und dankte Esmalda noch einmal überschwenglich.

  6. #26
    Bin dann mal off!  Leeyara's Avatar
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    "Aber wenn du was brauchst kommst du zu mir" brummte er."Das must du mir versprechen". Esmalda musste wirklich Schlucken, ein wenig spürte sie, wie ihr Tränen in die Augen kamen. Am liebsten wäre sie dem Zwerg um den Hals gefallen, beherrschte sich aber gerade noch so. "Danke Hugen - das durfte ich schon lange nicht mehr hören. Wenn was ist, melde ich mich!" Erstaunt musste sie erstmal durchatmen. Ein kleines feines Lächeln zeigt sich auf ihren Lippen.

    Da kamen auch schon die beiden Elfen auf sie zu, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Zunächst Rayana: »A’n dhin erin liebe Esmalda aber was sind das für seltsame Pfeile derart habe ich noch nie gesehen? Ich möchte mit Hugen und Eboeus ein wenig die Stadt erkunden und ein wenig mehr über die Telora und die anderen Valva welche Hier leben erfahren, möchtest Du uns begleiten? Ich würde mich sehr freuen« Esmalda überlegte kurz. "Rayana, da von diesen Pfeilen eine Wärme ausgeht, würde ich drauf tippen, dass man damit etwas in Brand stecken kann. Aber ich habe sie nur gefunden, ich weiß es nicht genau." Sie lächelte freundlich. "In die Stadt komme ich gerne mit und ein wenig Führung könnte ich hier schon gebrauchen.

    Als sie sich umdrehte und in Shanaas Gesicht blickte, erkannte sie, wie sehr sich ihre Freundin freuen musste. Esmalda war sehr glücklich darüber, schließlich hatte sie sich schon seit dem Fund der Pfeile darauf gefreut, Shanaas Reaktion zu sehen. »nurd'dhao liebe Esmalda. Da habt ihr ein wahrlich grosses Geschenk für mich.« Die Elfe wirkte wirklich sehr erfreut über das Geschenk. Esmalda lächelte sie einfach nur an. Sie schätzte Shanaa mittlerweile sehr, obwohl Welten zwischen ihnen zu liegen schienen.

    Mit einem Lächeln schritt Esmalda voran. Sie wusste, egal was auf sie warten würde, diesen Augenblick eben, würde sie fest und in Ehren halten. So fühlte es sich an, wenn man Freunde hatte.

  7. #27
    Suppenimperator  Tomatensuppe's Avatar
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    Hugen

    "Ja genauso...stützt euch auf mich Marcello"
    Hugen stellte mit verwunderung fest wie leicht der Gaukler war.
    "Wir gehen direkt zur Taverne,wird Zeit das ihr mal was auf die Rippen bekommt"bemerkte er.

    "Wir laufen jetzt los,wer mit möchte sollte uns folgen"...

    Vorsichtig ging er zusammen mit Marcello die Planken herunter und bog mit ihm in eine Gasse ein.
    "Ich war schon mal in Ferdork müsst ihr wissen,habe damals als Transportwächter gearbeitet.Nicht gut bezahlt aber auch nicht sonderlich gefährlich" brummte er Marcello zu.
    "Auf jedenfall habe ich einen Bärenhunger.Wird Zeit das wir was ordentliches Essen.Ihr seid natürlich eingeladen...Was ?..Nein Nein,keine Wiederrede.Ich bestehe darauf.Immerhin laden uns die Piraten ein" lachte Hugen und erzählte dem Gaukler von dem erbeuteten Geldbeutel.
    Hugen hätte ihn auch so Eingeladen.Marcello sah nicht nach Regelmäßigen Mahlzeiten aus und Hugen wußte aus eigener Erfahrung selbst um einen leeren Magen.

    In einer schattigen Gasse blieben sie stehen und betrachteten eine Taverne.Vor der Türe hatte man Tische und Bänke gestellt,die aber alle belegt waren.
    "Hier muss es sein...lasst uns hinein gehen".
    Hugen drückte die Tür auf und ging zusammen mit Marcello die Stufen hoch.
    "So vorsichtig...noch eine Stufe...geschafft".

    Trotz der Frühen Stunde war die Taverne gut besucht.Hafenarbeiter und Seeleute und die üblichen Taugenichtse tummelten sich im Schankraum.Es wurde gelacht,gestritten sowie gewürfelt...und natürlich getrunken.
    Hugen sah sogar einen Thorwaler sowie einen Seeman der die Hautfarbe von Holzkohle hatte.

    "Ziemlich voll hier" bemerkt er und ging zur Theke.
    "Heda Wirt...Zwei Humpen Helles und zwei Eintöpfe aber warm und spart nicht am Fleisch.Dazu noch einen Laib Brot und"...
    Hugen riss die Augen auf als er sah was über die Theke baummelte.
    "Oh...Das sind Rindswürste...Marcello wollt ihr auch eine ? Wirt noch zwei Würste für mich und meinen Freund.

    "Wohin" fragte der Wirt und blickte den Zwerg fragend an.
    "Nunja"...Hugen blickte sich um.Zu seinem Glück machte ihn der Gaukler auf Drei Fuhrknechte aufmerksam die gerade aufbrachen.Der Tisch lag in einer Nische und bot Platz für sechs Leute und sogar noch mehr wenn man zusammenrückte.
    "Dorthin" grollte Hugen und der Wirt nickte.

    Zusammen mit Marcello setzte er sich an den Tisch und schon bald brachte die Schankmaid zwei Helle Krüge Ferdorker.
    "Auf euer wohl " sprach Hugen...und schon knallten die Bierkrüge zusammen und er nahm einen tiefen Schluck und wischte sich danach den Schaum von den Lippen.
    Während sie auf das Essen warteten,sprach Hugen mit Marcello über dies und das und schaute sich ein wenig um.

  8. #28
    Ritter Saixes's Avatar
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    Daarin

    »He Daarin«, es war Hugen, der ihn rief und ihm zu winkte. »Um euch denke ich brauche ich mir keine Sorgen zu machen,hier in Ferdork. Habt auch Dank für eure Hilfe auf der Reise. Möge Aves über euch wachen, junger Menschling. Ich hoffe, wir sehen uns am Abend in der Taverne.«
    »Ja, vielleicht komme ich doch dort hin...«, antwortete er dem Zwerg. Langsam war er sich nicht mehr sicher, warum er dem Aufruf gefolgt war. Um sich abzulenken oder war es immer nur die jugendliche Neugier oder gar das Gefühl, vielmehr das Verlangen, nach etwas Größerem? Er seufzte einmal und wandte sich wieder der Stadt zu, die vor ihm lag. Ob hier auch derart viele Menschen, den Lehren des Phex folgten, wie in Havena? Eine Weile blieb er so auf die Reling gestützt, doch schließlich war es Daarin doch leid auf eine Reaktion des Gauklers zu warten, der anscheinend trübseligen Gedanken nachhing. Er drehte sich auf dem Absatz um und ging zu Dielbrack hinüber. Seine Mitreisenden schienen alle in ausgelassener Aufbruchsstimmung zu sein, luden sich gegenseitig auf einen Abstecher in die Stadt ein...
    Vielleicht sollte ich mit ihnen gehen, aber... Nein, lieber nicht...
    »Stimmt etwas nicht?«, fragte der Kapitän etwas besorgt. »Nein, nein, alles in Ordnung«, versicherte Daarin mit einer wegwerfenden Handbewegung. »Ihr seid doch schon häufiger in Ferdok gewesen, nicht wahr? Wisst ihr zufällig, wo ich einen Schneider finden kann?« Dielbrack überlegte kurz, bis er Daarin aufforderte ihm zu folgen.
    »Siehst du dieses Gebäude? Das ist der Praiostempel von Ferdok. Auf dem ihn umgebenden Platz, dem Praiosplatz, haben die Händler feste Stände, auf denen sie täglich ihre Waren feilbieten. Dort findest du unter anderem den jungen Schneider Griese. Sein Geschäft steht auch gleich an diesem Platz, wenn du ein bisschen herumfragst, findest du es bestimmt.
    Von diesem Gebiet aber«, Kapitän Dielbrack umkreiste mit einem Finger ein Viertel unweit des Ugdanhafens, »solltest dich tunlichst fernhalten. In Fuhrmannsheim, treiben sich üble Gesellen herum. Also bleib lieber auf den befestigten Wegen.« Seine Miene blieb dabei ernst, es war also kein Witz. Daarin nickte nur. »Danke, Kapitän. Ich finde mich bestimmt zurecht...«, verabschiedete er sich fürs erste von dem Schiffer und machte sich daran, das Schiff zu verlassen. Marcello und Hugen schienen in der Zwischenzeit bereits aufgebrochen zu sein.

    Zunächst etwas unsicher trat Daarin auf den ausgelegten Steg und von dort auf das Pflaster der Hafenpier. Sogleich fand er sich in einem überschaulichen Gedränge wieder, seine Habseligkeiten einem Reflex folgend fest an seine Seite gepresst. Allerlei Menschen - einmal meinte er sogar einen Elfen gesehen zu haben - bahnten sich ihren Weg am Wasser entlang oder verrichteten ihre Arbeit. Da waren Hafenarbeiter, Händler, die allen möglichen Kram feilboten und einfache Passanten, sogar einige verliebte Paare, die eng umschlungen durch die Menge gingen.
    Wenn mich nicht alles täuscht, muss ich hier einfach geradeausgehen, um zum Praiosplatz zu gelangen. Er bog in die nächstbeste Gasse ab und wollte seinen Weg fortsetzen.

    Last edited by Saixes; 20.03.2011 at 18:10.

  9. #29
    Ritter Rayana's Avatar
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    Pfeile mit denen man etwas in Brand setzen kann & Aufbruch in die Stadt

    Rayana


    Während sie sich aufmachen die Thalaria zu verlassen erzählt Esmalda Ihr das mann mit diesen Pfeilen etwas in Brand stecken kann. Missmutig beäugt sie daraufhin diese Pfeile und lässt sie in Ihrem Köcher verschwinden. Dann singt sie Ihre wie sie hofft neue Freundin Esmalda an»Liebe Esmalda nochmal A’ndhin erin für diese Pfeile, aber ich werde sie nur in größter Not benutzen denn es ist Telora Werk und auch nicht in der Nähe von Wäldern, denn ich könnte mir nie verzeihen wenn einer meiner geliebten Bäume durch ein Missgeschick in Brand geraten könnte«. Mit diesen gesungenen Worten verlässt sie Grazil wie eine Füchsin auf der Pirsch die Thalaria und Folg Eboreus , der vorangegangen ist.

    Last edited by Rayana; 20.03.2011 at 19:28.

  10. #30
    fmSiW! Gwydion's Avatar
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    Eboreus

    Der Gelehrte blickte Hugen und Marcello hinterher. Seine Bierschuld bei dem Zwerg würde er natürlich begleichen, aber sich jetzt am frühen Morgen bereits in eine Kneipe zu setzen, nein, das war nichts für ihn. Am Morgen war eine Stadt doch halbwegs schön, so wie in der Nacht, wenn der Große Fluss sich wie ein schwarzes Band an ihr vorbei zog und die Sterne funkelten, so war sie am Morgen spannend, wenn das Licht sich änderte und langsam jede Hauswand erreichte. Der Geruch einer typischen Stadt war am Morgen auch bei weitem nicht so stark, der Morgen brachte frische Luft vom Fluss her, der Bäcker packte seine frischen Brote in die Auslage. Nein, das war wirklich keine Zeit, um sie in einer Taverne zu verbringen.

    „Hmm... na, wie es aussieht sind wir erst einmal ein wenig unter uns.“, sagte er zu Rayana, die ihm gefolgt war und er räusperte sich kurz, um zu einem Vortrag über Ferdok anzuhalten, immerhin war er schon das ein oder andere Mal hier gewesen, bis ihm einfiel, dass eine Elfe sich vielleicht nicht so ganz für schlichte Geschichtsfakten über irgendwelche Menschenstädte interessierte.
    „Ähm... tja, was...“, murmelte er, bis ihm etwas einfiel, „Oh, ich weiß, was Dich interessieren könnte. Komm, es ist nicht weit, ich möchte dir einen ganz besonderen Baum zeigen.“
    Der Gelehrte winkte und marschierte den Kai entlang. Ein paar Fischer verfrachteten gerade ihren Fang in Kisten, teilweise wurde er direkt gleich hier verkauft an Frühaufsteher, Tavernenbesitzer und Händler, die ihn selbst weiter verkaufen würden. Rechts von ihnen lag bald ein großes Gebäude.
    „Das dort ist der Efferd-Tempel. Du wirst vielleicht schon von Efferd gehört haben. Die Menschen verehren ihn als einen ihrer Götter. Er ist der Herr der Meere und Flüsse, auch des Großen Flusses, deswegen findet man vor allem in Städten am Großen Fluss viele Verehrer von ihm. Vor allem Fischer und Seeleute. Er ist aber auch launisch manchmal und lässt es regnen, so sagt man.“, erklärte er im Vorbeigehen, „Seine Tempel haben oft einen Zugang zum Meer, manchmal sind sie selbst knietief mit Wasser gefüllt. Du merkst also, Efferd mag Wasser sehr gerne.“

    Die beiden erklommen einen Hügel, der vom Hafenbecken ein Stück hinauf führte in einen höher gelegenen Teil des Hafenviertels. Dort, direkt am Ende des Weges, gab es einen wirklich ungewöhnlichen Baum zu bestaunen. Eine Weide, in deren Äste lauter farbige kleine Bänder geflochten worden waren. Und das waren wirklich alle Farben des Regenbogens.
    „Dies ist der Klagebaum. Der Name klingt ein wenig traurig, das gebe ich zu. Passt gar nicht zu den bunten Farben, nicht?“, Eboreus hatte die Hände hinter dem Rücken verschränkt, „Dieser Baum ist heilig. Die Göttin Tsa soll über ihn wachen. Tsa ist die jüngste der Zwölfgötter, musst Du wissen. Es gibt zwölf Hauptgötter also und ein paar kleinere, aber die Zwölf sind die wichtigen für die meisten Menschen. Und Tsa, weil sie so jung ist, mag bunte Farben und neue Dinge. Alles, was neu ist und neues bringt. Auch neue Bewohner auf unserer schönen Welt, daher ist sie auch die Göttin der Geburt. Paare, die sich lieben, aber bisher nicht die Segnung eines Kindes erfahren haben, kommen hier her, um zu beten und der Göttin Tsa ein buntes Bändchen zu opfern, damit sie ihnen ein Kind schenken mag.“
    Eboreus runzelte die Stirn und dachte nach. Wenn er sich recht entsann, hatte Tsa sogar irgend etwas mit der Glaubenswelt der Elfen zu tun, aber er kam nicht mehr darauf was. Vielleicht könnte er es irgendwo nachschlagen. Er blickte zu Rayana hinüber, um ihre Reaktion auf das Gesagte zu sehen.

    Last edited by Gwydion; 20.03.2011 at 20:21.

  11. #31
    DSA-Barde  hangingtree's Avatar
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    Marcello

    Der Gaukler war dem freundlichen Zwergen sehr dankbar, dass er ihn stützte. "Ja genauso...stützt euch auf mich Marcello", sagte Hugen und schulterte ihn. "Wir gehen direkt zur Taverne,wird Zeit das ihr mal was auf die Rippen bekommt". Ein kurzes Lächeln huschte über das Gesicht des Gauklers, das von einem leisen 'danke' begleitet wurde.

    Als die beiden an Margali vorbeikamen, wies Marcello Hugen an kurz zu halten. Der Gaukler setzte zum sprechen an. "Verzeiht mir, Margali, dass ich Euch die Fahrt über so wenig Beachtung geschenkt hatte. Ich hatte viel...äh...ich mein, ich hab etwas über Euch nachgedacht, während ich mit Boron um mein Leben rang. Ihr seid ein besonderer Mensch und es würde mich sehr freuen, Euch eine Freundin nennen dürfen."

    Abermals zuckte ein kurzes Lächeln über Marcellos Gesicht, dann wies er Hugen an, dass es weiter gehen konnte, als er sich noch einmal kurz umdrehte und dabei beinahe das Gleichgewicht verlor, aber von Hugen sehr gut stabilisiert wurde.

    "Und Dexter ist bei Euch zur Zeit glaube ich in den besten Händen in denen er sein könnte." Dann ging es weiter. Vorsichtig gingen sie die Planken hinab und bogen in eine Gasse ein.

    "Ich war schon mal in Ferdork müsst ihr wissen,habe damals als Transportwächter gearbeitet.Nicht gut bezahlt aber auch nicht sonderlich gefährlich", sagte Hugen. "Ich war auch schon in Ferdok, aber das ist lange her. Es hat sich viel verändert", erwiderte er Hugen. Langsam gewann der Gaukler wieder an Lebensgeistern und wurde etwas gesprächiger, die Bewegung, der Gang zum 'Flinken Fretrchen' taten ihm sichtlich gut, auch wenn er noch sehr erschöpft war.

    "Auf jedenfall habe ich einen Bärenhunger", sprach Hugen weiter, "wird Zeit das wir was ordentliches Essen.Ihr seid natürlich eingeladen...Was ?..Nein Nein,keine Wiederrede.Ich bestehe darauf.Immerhin laden uns die Piraten ein," lachte Hugen und erzählte dem Gaukler von dem erbeuteten Geldbeutel.

    "Wenn das so ist", sprach Marcello und konnte sich ein weiteres Lächeln nicht verkneifen "wäre es doch unhöflich, wenn wir die Einladung der Herren und Damen Piraten ausschlagen würden."

    In einer schattigen Gasse blieben sie stehen und betrachteten eine Taverne. Vor der Türe hatte man Tische und Bänke gestellt, die aber alle belegt waren.
    "Hier muss es sein...lasst uns hinein gehen".

    Taverne 'Flinkes Frettchen

    Der Gaukler war froh endlich angekomme zu sein. Hugen drückte die Tür auf und ging zusammen mit Marcello die Stufen hoch. "So vorsichtig...noch eine Stufe...geschafft". Ein merkwürdiges Geruchsgemisch aus Bier, Knaster und unterschiedlichen Speisen stieg beiden entgegen, Gemurmel drang von den Stufen hinab.

    Trotz der Frühen Stunde war die Taverne gut besucht.Hafenarbeiter und Seeleute und die üblichen Taugenichtse tummelten sich im Schankraum.Es wurde gelacht,gestritten sowie gewürfelt...und natürlich getrunken.

    Marcello sah mindestens einen Thorwaler, Hugen meinte er hätte sogar einen Moha gesehen, doch die mangelnde Wendigkeit des blonden Gauklers hielt ihn davon ab, sich genau umzuschauen.

    "Ziemlich voll hier" bemerkt Hugen und ging zur Theke.
    "Heda Wirt...Zwei Humpen Helles und zwei Eintöpfe aber warm und spart nicht am Fleisch. Dazu noch einen Laib Brot und"...
    Hugen riss die Augen auf als er sah was über die Theke baummelte.
    "Oh...Das sind Rindswürste...Marcello wollt ihr auch eine ? Wirt noch zwei Würste für mich und meinen Freund."

    "Ich liebe Rindswürste und sterbe dafür!", wollte Marcello sagen, doch der Zwerg hatte schon welche geordert, was die Laune des Gauklers weiter hob. "Und ein dank an die Herren und Damen Piraten, die uns ja einladen." Ein bisschen bekam Marcello ein schlechtes Gewissen, dass er nich selbst in der Lage war zu bezahlen. Auch hatte er nicht vergessen, dass Daarin ihm in Nadoret sehr viele klingende Münzen für bessere Kleidung geliehen hatte. Was Daarin wohl gerade machte?

    "Wohin" fragte der Wirt, blickte den Zwerg fragend an und riss Marcello aus den Gedanken über seine Schuldgefühle.
    "Nunja"...Hugen blickte sich um. Dem Gaukler fielen zum Phex drei Fuhrknechte auf, die gerade aufbrachen. Der Tisch lag in einer Nische und bot Platz für sechs Leute und sogar noch mehr wenn man zusammenrückte.
    "Dorthin" grollte Hugen und der Wirt nickte.

    Zusammen mit Hugen bahnte sich einen Weg an den Tisch, vorbei an volltrunkenen Aufschneidern und wie eine weitere Taverne voller Premer Feuer riechender Gesellen. Schon bald brachte die Schankmaid zwei Helle Krüge Ferdorker.

    "Auf euer wohl " sprach Hugen...und schon knallten die Bierkrüge zusammen und Hugen nahm einen tiefen Schluck und wischte sich danach den Schaum von den Lippen, während Marcello nur nippte, so frühes Zechen war einfach nicht sein Fall, für gewöhnlich pflegte er kein Bier vor der 4. Mittagsstunde zu sich nehmen, doch machte er diese mal eine Ausnahme, hoffentlich würde sich das nicht rächen, dachte er sich, als er wie Hugen ebenfalls einen kräftig Schluck nachnahm und etwas husten musste.

    Sie warteten noch auf ihr Essen und sahen sich in der Taverne um. Viele Gestalten tummelten sich hier und viele von ihnen schienen ordentlich breit zu sein. Als die Schankmaid ihnen die köstlich duftenden Rindswürste brachte und Marcello herzhaft zubiss und sogleich ein wohliges Seufzen von sich gab.

  12. #32
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    Eboreus führt sie zu einem Besonderen Baum & Erschöpfung durch zu viele Sinneseindrücke

    Rayana


    Nachdem sie Eboreus eingeholt und er Ihr auf dem Weg von einigen Der Telora Götter und Ihren Tempeln erzählt, während sie an Ihnen vorbeikommen. Prasseln plötzlich gar viele Eindrücke Gleichzeitig auf Ihre Empfindlichen Sinne ein. Viele Gerüche die einen angenehm, die anderen unangenehmer bis hin zu welchen die Ihr Tränen in die Augen Treiben und sie Schwindeln lassen. Genauso mit den Geräuschen einige sind Harmonisch und durchaus als angenehm zu empfinden und einige weniger bis hin zu Geräusche welche Ihr sehr in den Ohren schmerzen. Als Dies überhandnimmt hört sie Eboreus wurde nur noch hinter einem kleinen Schleier und sie muss sich kurz hinsetzen, weil sie sonst das Bewusstsein verlieren würde, also lässt sie sich an dem Bunt geschmückten Baum welchen Eboreus Ihr gerade zeigt an den Stamm herab sinken presst Die Handflächen auf Die Ohren und ist kurze Zeit benebelt und nicht ansprechbar

  13. #33
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    Eboreus

    „Rayana?“, Eboreus blickt die Elfe überrascht an und kniet sich neben sie, „Du warst wohl noch nie in einer Menschenstadt? Entschuldige, das hätte ich mir denken können.“
    Er wedelt ihr ein wenig vor den Augen herum mit den Finger.
    „Hier, sieh mich an. Hallo. Hier bin ich. Lass die Augen offen. Wenn du sie schließt, kriegen deine anderen Sinne um so mehr mit.“, meint er, auch wenn sie ihn vielleicht nicht hören konnte.
    So deutet er auf sich, mit zwei Fingern auf seine Augen, um ihr zu bedeuten genau hinein zu sehen. Vielleicht kann sie Lippen lesen? Nun, wenn dann wohl nur Elfisch, bei der Menschensprache wird sie sich schwer tun. So deutet er immer wieder auf seine Augen, um ihr zu bedeuten, dass sie sich darauf konzentrieren soll.
    „Atme durch den Mund.“, spricht er und bekräftigt das ganze durch eine Geste.
    Er öffnet den eigenen Mund und deutet mit den Händen eine Bewegung an, die einströmende Luft vom Mund aus in die Lunge darstellen soll, bläht dabei seinen Brustkorb auf, in der Hoffnung sie würde verstehen. Zuletzt hält er sich selbst die Nase zu, um zu verdeutlichen, dass sie nicht dadurch atmen soll.
    Er wiederholt die Gesten ein paar Mal: sieh mir in die Augen und konzentriere dich darauf, atme durch den Mund. Wiederholen deshalb, weil sie ein wenig benommen wirkte und es vielleicht länger dauerte, bis sie aufnahm, was er ihr zeigte. Gegen die Ohrenschmerzen würde wohl nur Wachs helfen oder ein Stirnband vielleicht, das man über den Ohren trug und an entsprechenden Stellen mit Watte gepolstert war. Aber sie würde sich wohl mit der Zeit auch daran gewöhnen, irgendwann würde ihr Kopf die Hintergrundgeräusche aussortieren. Was konnte Eboreus bis dahin machen?
    Er kramte in seiner Tasche, ob er vielleicht ein Stück Tuch finden könnte, um ihr wenigstens ein wenig Linderung zu verschaffen, doch da war nicht viel zu holen.
    „Herrje...“, der Gelehrte blickte sich ein wenig hektisch um, bis sich sein Gesicht aufhellte, „...das tut es zur Not auch.“
    Zu Füßen der Weide fand er ein kleines Fleckchen Moos. Er zupfte nur ein wenig davon aus, gerade genug um zeitweise zwei Gehörgänge zu verstopfen und machte vor Rayana ein paar Mal eine Geste, als würde er es sich in die Ohren stecken, doch tat er nur so und hielt ihr dann das Moos hin, damit sie es mal damit versuchen könnte.

  14. #34
    DSA-Barde  hangingtree's Avatar
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    Merkwürdige Helden im Flinken Frettchen

    Hugen und Marcello saßen gemeinsam an dem Tisch in der Taverne. Es waren noch einige Plätze frei, wenn man eng zusammrückte war sogar noch richtig viel Platz.

    Beide aßen gerade ihre Rindswürste und schlürften dazu etwas gutes Bier als eine weiche, weibliche Stimme an ihre Ohren drang.

    "Praios zum Gruße! Sagt, hättet ihr noch ein paar Plätze für mich und meine Gefährten an Eurem Tisch frei?" Der Zwerg und der Gaukler sahen eine atemberaubend schöne Menschenfrau. Rabenschwarzes Haar war zu einem kecken Seitenscheitel hinter ihre Ohren geklemmt. Ihre Augen funkelten wie zwei blaue Edelsteine, außerdem war sie klein und hatte ein einladenes Lächeln auf den Lippen. Sie trug recht kostspielige Lederkleidung und hatte an beiden Seiten ihres Gürtels jeweils einen Dolch.

    Marcello wollte gerade schon zusagen, als sie sich vorstellte und mit ihr auch ihre Gefährten.

    "Mein Name ist Praiadne Kippwipper. Und das sind..."

    Sie zeigte auf zwei stämmige, große Burschen, die ohne jede Zweifel Thorwaler waren. "...das sind Bjarni Grimmelson, Adeptus aus der Halle der Winde zu Olport und... Euer Hochwürden Hjore Grimmelson, Geweihter des Swafnir. Und bevor ihr fragt, ja sie sind Brüder." Praiadne lächelte etwas verschmitzt.

    Die beiden Brüder hätten unterschiedlicher nicht sein können. Während Bjarni in eine traditionelle Magierrobe mit aufgestickten arkanen Symbol gekleidet war und einem Magierstab in der Hand hielt, war sein Bruder Hjore ein richtig klassischer Thorwaler wie man ihn aus Geschichten kannte. In sein Haar und seinem Bart waren unzählige Seesterne und Muscheln eingeflochten. Neben seinem Säbel, hing noch ein Holzschild an seinem Gurt auf dem ein weißer Wal aufgezeichnet war.

    Beide grüßten mit einem kurzen 'Hei', wonach Praiadne den letzten ihrer Gruppe vorstellte. "Und das bei Phex ist Laurenzio Laudrao ein Krieger des Mungos." Sie wies auf einen Mann mit einem dunklen Teint, der in eine Lederrüstung gekleidet war die mit dicht nebeneinander bestückten Nieten versehen war. An seiner Seite trug er in gerades Schwert in einer Scheide. Seine schwarzen Haaren waren kurz geschoren, er war ein kräftiger Kerl, sah aber nicht unbeweglich aus. "Phex zum Gruße", sprach er, wonach Praiadne wieder das Wort ergriff.

    "Und wie sieht es nun aus ihr beiden, dürfen wir uns jetzt setzen, wonach wir uns artig vorgestellt haben?" fragte Praiadne mit einem erneuten Lächeln.

    Last edited by hangingtree; 21.03.2011 at 22:16.

  15. #35
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    Der Kronprinz auf dem Praiosplatz?

    Daarin setze seinen Weg fort und tatsächlich dort sah er den vom Kapitän gezeigte Praiostempel und auch die Stände auf dem Platz davor. Groß und anmutig wirkte das gewaltige Gebäude des Sonnengottes, Daarin hielt einen Moment inne und blickte die Stufen zum Eingangsportal hinauf, als es aufging und zwei bekuttete Gestalten dahinter hervortraten.

    Irgendetwas ließ Daarin, den jungen Phex-Geweihten die beiden weiterbeobachten. Es war ein kleinerer Mann und ein größerer, beide schwer zu erkennen, da sie die Kapuzen ihrer Kutten tief hinabgezogen hatten. Da kam ein Windstoß und riss die Kapuze des kleineren Mannes nach hinten. Konnte das sein? War das der Mann der albernischen Kronprinzessin Emer ui Bennain? War das Brin von Gareth, der Sohn von Kaiser Hal?

    Daarin erinnerte sich an Bilder die er in Zeitungen von dem jungen Prinzen gesehen hatte.



    Und auch wenn der junge Mann die Kapuze gleich wieder tief in sein Gesicht zog, er konnte es sein. Eine Ähnlichkeit war vorhanden gewesen, wenn der junge Phexgeweihte auch nur einen kurzen Blick erhaschen konnte.

    Beide Gestalten hielten am Fuß der Treppen an und schienen auf etwas zu warten. Kein anderer schien den beiden Beachtung zu schenken. Es war reges Treiben auf dem Praiosplatz, die Händler boten lautstark ihre Waren feil, eine Bardentruppe hatte sich vor dem Haus gegenüber vom Praiostempel versammelt und erfüllte die unmittelbare Umgebung mit grobschlächtigen Klängen.

    Da rempelte jemand Daarin an. "He, passt doch auf!" sagte ein vierschrötiger Mann, der sich sogleich weiter seines Weges in die Richtung machte, in der das Stadtviertel Fuhrmannshain sein musste. Die beiden bekutteten Gestalten standen immer noch am Fuße des Praiostempel.

    Last edited by hangingtree; 21.03.2011 at 22:20.

  16. #36
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    Ein alter Bettler am Klagebaum

    Der Gelehrte Eboreus und die Elfe Rayana standen gemeinsam am Klagebaum. Die vielen Sinneseindrücke verwirrten Rayana und machten sie sogar etwas konfus. Beide merkten kaum, dass sich eine kleine, bucklige Gestalt an sie heranschlich und dann mit einem kratzigen Räuspern auf sich aufmerksam machte.

    "Phex grüße Euch!", sprach der Mann zunächst, atmete einige Male schwer tief ein und aus und redete dann weiter.

    "Das Leben hat es nicht gut mit mir gemeint, ich führe ein Leben im Dreck der Straßen, weiß nicht, wie ich meine Scheibe Brot für den Tag noch bekommen soll...Sagt! Hättet Ihr die Güte dem armen alten Bosko ein paar Heller zu spendieren. Ich würde Euch dann auch ein Geheimnis anvertrauen, dass Euch beide reich machen könnte."

    Der Bettler roch stark nach Schweiß, ihm fehlten einige Zähne und sein eines Auge schien ständig etwas zusammengekniffener als das andere.

    "Ich selbst kann mit dem Geheimnis nichts anfangen, ich bin ein alter Mann. Aber ihr beide seid jung und kräftig. Die paar Heller hättet ihr schnell wieder in eurem Geldbeutel. Na, was sagt ihr?", fragte der Bettler und zeigte dabei ein Lächeln, das an ein löchriges Stück Käse erinnerte.

    Last edited by hangingtree; 21.03.2011 at 22:22.

  17. #37
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    Hugen

    Hugen und Marcello saßen in der Taverne und unterhielten sich angeregt.Hugen erzählte gerade davon wie er die Piraten niedergemäht hatte und ja er übertrieb auch ein wenig,als eine Schwarzhaarige Menschenfrau an ihren Tisch trat.
    Unwillig blickte der Zwergensöldner auf.Er war gerade in Fahrt gekommen und ließ sich nur ungern bei seiner Geschichte unterbrechen.
    Er wollte sie schon fortwinken,als sie ihre Begleiter vorstellte.
    Hugen stutzte als er die Thorwaler sah.
    Er mochte von allen Menschen die Thorwaler am meisten.
    Nicht nur das sie aus seiner Heimat kamen und einen Humpen vertragen konnten.Nein er verstand sie von allen Gigrims einfach am besten.
    Hugen war seit 20 Götterläufen auf Wanderschaft,mehr oder weniger.
    Während ihm die meisten Menschlinge mit ihren Tun und Denken immer noch ein Rätsel waren,kannte er sich mit Thorwalern besser aus.

    Die meisten waren gradlienig und direkt.Sie sagten was sie meinten und wenn sie ein Problem hatten mit einem gab es eine offene Herausforderung und keine versteckten Sticheleien.
    Hugens Zunge fuhr über seine Zähne und ertastete die Zahnlücke die dort war.
    Vor Jahren war er in der Taverne Sturztrinker auf Manrin mit einen Thorwaler aneinander geraten und nur zweiter Sieger gewesen.Danach hatten sie die ganze Nacht durchgesoffen und sich gut unterhalten.
    Auch das viele von ihnen Äxte bevorzugten erschien ihm nur vernünftig.

    Allerdings merkte Hugen auf als der vierte und letzte Begleiter vorgestellt wurde.Sein Phex zum gruße passte ihm gar nicht.Im Allgemeinen hatte er nichts übrig für die Anhänger des Listigen.Er war zwar der Gott der Diebe und der Händler,allerdings hatte Hugen schwierigkeiten beides zu trennen.
    Gab es den da im großen einen Unterschied ?

    Er warf einen Seitenblick zu Marcello der ein Auge zukniff und die Schwarzhaarige anlächelte.
    Hugen seufzte...war ja klar,dachte er.
    Ausserdem konnte er einem Swafnir Geweihten wohl kaum dem Platz verwehren.Er wusste zwar nur das der Gott der Thorwaler ein großer Fisch war,der irgendwo herumschwomm...und es war ihm auch egal.Aber er hatte immer die Sitten und Gebräuche andere respektiert,war er doch selbst fast überall ein Fremder.

    Also nickte er der Menschenfrau zu...
    "Angrosch und Kor zum Gruße.Nehmt ruhig Platz wenn es euch beliebt.Zwar warte ich noch auf einige Freunde.aber wir können ja auch später zusammenrücken wenn es recht ist" grollte er.

    Hugen kannte sich zwar nicht gut mit Menschlingen aus,er war aber auch kein Einfaltspinsel der gerade aus der Kohlegrube kam.
    Das "Kor" hatte er etwas tiefer und grollend gesprochen damit seine gegenüber wussten welchen Weg er ging.Der Hinweis auf seine "Freunde" mochte ein übriges tun um Böses treiben zu unterbinden.
    Er glaubte zwar nicht daran,aber man konnte nicht vorsichtig genug sein.

    Er nahm seinen Helm beiseite um Platz zu machen und klemmte das in Öltuch gewickelte Schwert von Ibenburgs mit einem Bein ein.

    Während sich die Frau sofort zu Marcello setzte,machten es sich die beiden Thorwaler ihm gegenüber gemütlich und Hugen sah das Hjore der Geweihte leicht die Augenbraue nach oben zog und ihn musterte als der Name des Söldnergottes fiel.
    Der Dunkelhäutige setzte sich ihm links schräg gegenüber umso ein Auge auf den Tisch und die Schankstube zu haben wie er bemerkte.
    Hugen musterte ihn und konnte außer dem Schwert keine Waffe erkennen.
    Natürlich ertappte ihn der Fremde dabei und lächelte freundlich.
    Was Hugen natürlich gegen den Bart ging.

    Hugen wusste das er nur ein Söldner zweiter Klasse war.Die in der ersten hatten Gold und waren die besten und die in der dritten waren Tot oder verkrüppelt.
    Nach seiner Erfahrung nach sortierte er den Fremden in die erste Klasse ein.

    Hugens überlegungen wurden durch das eintreffen von zwei großen Schalen mit Eintopf unterbrochen.
    "Ahhh sehr gut" brummte er und nahm seinen Löffel zur Hand.

    Last edited by Tomatensuppe; 21.03.2011 at 23:33.

  18. #38
    Bin dann mal off!  Leeyara's Avatar
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    Die lieben Worte der letzten Augenblicke an Bord der Thalaria hatten Esmalda Mut gemacht. Sie fühlte sich nicht mehr verloren oder einsam, sondern aufgehoben. Sie wusste, egal was kommen möge, Hugen, Shanaa und alle anderen könnte sie um Rat fragen. Das stimmte sie glücklich.
    Also nahm sie all ihren neu gefassten Mut zusammen und verließ das Schiff. Ferdok wartete darauf, entdeckt zu werden. Ihr erster Schritt auf Ferdoks Straßen führte sie in eine Pfütze. Schon wieder, irgendwie werde ich von Pfützen verfolgt, seit dem ich diese Gefilde erreicht habe. Ihre Stimmung trübte sich wieder leicht. Wie sehe ich überhaupt aus?! Haare schmuddelig, Robe schmuddelig! Nicht zu vergessen - dieser riesen Fleck an meinem Hinterteil. So würde sie nicht weiter durch die Gegend laufen! Schließlich war sie eine Absolventin der Pentagramm-Akademie und nicht eines Bettelkollegs. Seife musste her und eine ordentliche Waschgelegenheit. Irgendwo in dieser Stadt würde wohl sowas zu finden sein - auch wenn die Mittelreicher in ihrer Heimat nicht gerade für ihre Reinlichkeit bekannt waren.
    Entschlossen schritt sie voran - ihre Aufgabe war klar: Reinlichkeit! Aber nur nach wenigen Schritten wurden ihre Augen immer größer und ihr Mund immer offener. Hier war alles so anders. Das Gewimmel auf den Straßen ähnelte dem in Rashdul, aber die Menschen, die Häuser - und überhaupt. Esmalda konnte nur erstaunt den Kopf nach links und rechts drehen. In Rashdul glitzerte alles unter dem unnachgiebigen Schein der Sonne. Alles war in helles, reines Licht getaucht, die Leute gepflegt und gesittet. Hier - die Gassen rund um den Hafen waren alles andere als reinlich und gepflegt. Alles wirkte auf die Magierin so düster und zusammen gepfercht. Sie hatte auf ihren Reisen schon viel von Aventurien kennengelernt, aber diese Enge hatte sie noch nirgends wahrgenommen. Sie war noch nie in einer so großen Stadt gewesen - außer in Rashdul natürlich. Die Andersartigkeit faszinierte sie einerseits, andererseits wusste sie so gar nicht, wie sie es hier finden sollte. Faszinierend, man sollte über solche Erfahrungen ein Buch schreiben, einen Reise-Roman vielleicht ,Esmalda im Wunderland‘ - oder so.

    Und so ging die kleine Magierin langsam durch die Gassen und bestaunte Ferdok. Als sie um die erste Ecke gebogen war, hörte sie das Gekeife einer Frau. „Egon, du alter Faulpelz!“ Sie hörte sich an, wie die Winde in einem Brunnen, die schon länger mal geölt werden müsste. „Egon, wie oft muss ich dir noch sagen - nicht so! Den lieben langen Tag am Ferdoker nippen, aber nicht mal das Brennholz nach Hause tragen können, was! Ich hätte auf meine Schwester hören sollen - die hat gleich gesagt...“ „Lass mich,“ rülpste Egon zurück. Offensichtlich konnte er nun noch eingeschränkt stehen. „Keifende Alte... ich hätte warten sollen, bis meine Augen wieder nüchtern waren, bevor ich ja gesagt hab.“ Esmalda musste zwar aufgrund er Erwiderung schmunzeln, allerdings fühlte sie sich auch etwas pikiert, das mit ansehen zu müssen. Undenkbar, in Rashdul würden sich die Eheleute lieber auf ein Brett voller Nägel setzen, als so etwas in der Öffentlichkeit auszutragen!

    Sie ging schnell weiter, weil sie nicht den Eindruck erwecken wollte, die beiden zu beobachten. Ein wenig weiter die Straße herunter erwartete sie die nächste Überraschung. Eine Gruppe angetrunkener Männer stand zusammen, sie schienen gerade die Kneipe verlassen zu haben. Ein jeder hatte noch einen Humpen in der Hand. Sie grölten und lachten dabei fürchterlich. „Zur Mitte, zur Titte...“ Esmalda lief mit einem Mal puterrot an. Sie hatte das Gefühl, ihr Kopf müsste gleich explodieren, wo bitte schön war sie nur gelandet!? Die würde man eher auf ein Brett voller Nägel setzen und sie festbinden! Irgendwie war das ganze gerade schon lustig. Esmalda hatte sich in ihrer Heimat immer als anders wahrgenommen, hatte die Moralvorstellungen eher belächelt und war immer darauf bedacht gewesen, sich anders zu verhalten. Hier wurde ihr das erste Mal wirklich bewusst, dass sie mehr Novadi war, als es ihr noch vor einem Jahr lieb gewesen wäre.

    Aufgrund dieser neuen Erkenntnis ging sie erstmal grübelnd weiter. Bis ihr die eigentliche Aufgabe für heute wieder einfiel. Seife! Oh, da ist ja ein Händler. Zielstrebig ging sie auf ihn zu. Er trug einen riesigen Hut mit Federbesatz, der knapp über seinen buschigen Augenbrauen endete. Ein prächtiger Schnurrbart prangte über seinen breit grinsenden Lippen und er zwinkerte sie mit braunen Augen an. „Guten Morgen und die Zwölfe zum Gruße, bestaunt meine Waren von nur feinster Qualität,“ sprach er mit breitem horasischen Akzent. „Führt ihr auch Seife?“ „Seife? Ich führe nicht nur Seife, bezaubernde Tulamidin, feinste Düfte, edelste Stoffe, funkelnste Brillianten. Eure Augen sind wie ein Gletschersee um Mitternacht im Schein des vollen Mondes. Dieser Ring würde ihre Brillianz bezauberndst unterstreichen!“ „Ich hätte gerne Seife!“ Esmalda fühlte sich für einen kurzen Augenblick gefangen, erinnerte sich aber dann doch an ihr Vorhaben. „Ah, doch so zielorientiert. Seife nur? Ich habe hier die feinste Seife in ganz Aventurien, der Duft von tausend Blumen, eingefangen im Moment der reinsten Klarheit.“ „Nein, ich will ganz normale Seife!“ Er grunzte leicht. „Hier 2 Heller!“ Lieblos und ganz ohne Akzent schmiss er ihr eine einfache Seife hin. Sie bezahlte irritiert, schnappte sich die die Seife, drehte sich um und ihr entfuhr es: „Wahrscheinlich ist der Bart auch nicht echt!“ „Mach, dass du davon kommst!“
    Jetzt musste sie nur noch eine Waschgelegenheit finden. Eine freundlich Frau, die an einer Ecke stand, half ihr weiter. Sie war wirklich eine Liebe, Esmalda fragte sich nur, warum sie so leicht bekleidet bei diesem relativ kühlen Wetter draußen stand, machte sich aber nicht weiter drum Gedanken.
    Bald war sie am Ort der Reinlichkeit angekommen, der Rest wurde schnell geregelt und für ein paar weitere Heller konnte sie sich und ihre Sachen endlich reinigen. Für einen kurzen Augenblick verweilte sie noch vor der Tür.

  19. #39
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    Marcello

    Hugen erzählte noch einmal alles, was der Gaukler verpasst hatte, als der Kampf beim Piratenlager tobte. Einiges kam dem Gaukler etwas zu übertrieben rüber, aber was war eine gute Geschichte ohne Übertreibungen. Es war nur noch eine Geschichte. Marcello hörte also aufmerksam zu, bis Praiadne an ihren Tisch kam und sich und ihre Begleiter vorstellte.

    Erst schien es dem Gaukler, als wenn Hugen sie am liebsten wieder weggeschickt hätte, doch auch er besaß den Anstand einen Geweihten nicht vor den Kopf zu stoßen, außerdem schien er eine gewisse Art von Respekt den Thorwalern entgegenzubringen.

    "Danke für Eure Gastfreundschaft", sprach Praiadne. "Es sei Euch gedankt", setzte Laurenzio hinzu. So setzten sich alle.

    Es war sehr merkwürdig für den Gaukler. Als die beiden Thorwaler sich ebenfalls setzten, sprach Hugen den Gott des Kampfes an "Kor", was Marcello erst mal an eine merkwürdige Passage in seinem Leben erinnerte in der er von Jüngern des Kor wegen seiner sich einfach nicht schließenden Wunde als eine Art Heiliger verehrt wurde. Ein Phex entkam Marcello diesen Spinnern und konnte weiter seines Weges gehen.

    Was Marcello jedoch noch mehr verwunderte, war, dass ihn die wunderschöne Praiadne nicht reizte. Zu sehr drehte sich jeder seiner Gedanke, der mit der Liebe oder dem Betören zusammenhing, um eine rothaarige Schönheit mit Namen Margali. Nein, es war nicht zum Aushalten. Jetzt hat ihn auch noch der Liebesdämon ereilt. Marcello war verliebt und das auch noch in eine Frau, die wahrscheinlich eine Tochter Satuarias war. Konnte es noch passender für ihn kommen?

    Der Gaukler war abwesend, doch die Gespräche gingen weiter, vielleicht wurde Marcello auch angesprochen, doch wurde er erst aus seiner Gedankenfülle gerissen, als die Schankmaid zwei große Schalen mit Eintopf brachte. Umgehend merkte er ein starkes Magenknurren bei sich, nahm den Rest der Rindswurst und stippte sie in den Eintopf. Zu Blöd, dass Verliebtsein appetitslos machte, doch so schwach wie der Gaukler war, brauchte er etwas auf die Rippen, weshalb er den Eintopf und die Wurst runterzwang.

  20. #40
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    Merkwürdige Helden im Flinken Frettchen II

    Die Abenteurergruppe nahm Platz am Tisch von Hugen und Marcello. Zunächst meldete sich der Swafnir-Geweihte Hjore Grimmelson zu Wort. "Bei Swafnir! Habt Dank für Eure Gastfreundschaft." Sogleich orderte er ein paar große Krüge voll mit Gerstensaft.

    "Angrosch und Kor zum Gruße", sprach Hugen und einen Moment schien nicht nur Swafnir-Geweihte Hjore zu stutzen, doch war es auch er, der sich zuerst zu Wort meldete.

    "Angrosch und Kor?! Bei Swafnir, wie kommt ein Angroschim dazu den Sohn einen Schuppenleibigen zu verehren?! Ich respektiere den Kampfesmut und auch hat Kor die gleiche Mutter, wie der große Potwal Swafnir, dennoch verwundert Euer Glauben mich." Der Swafnir-Geweihte war gerade und direkt heraus, umgehend schaltete sich Laurenzio ein. "Ich bin mir sicher, Hjore, dass der Herr Angroschim seine Gründe für seinen Glauben hat. An merkwürdige Glauben, die nicht zum Erscheinungsbild der Person passen, solltet ihr ja inzwischen gewöhnt sein", sagte er mit einem Zwinkern.

    "Nun", sprach Hjore weiter, "ich kenne Euch nicht, kenne nicht Euren Weg, aber ich weiß, wenn mir etwas merkwürdig vorkommt und werde meinen Mund auch in Zukunft nicht halten, wenn mir etwas auf der Zunge liegt, bei Swafnir." Sein Bruder legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Bruder, diese beiden Leute haben uns freundlich an ihren Tisch gelassen, ich verstehe Euren Stolz, denn er ist auch in mir..." Praiadne ergriff das Wort. "Ihr müsst wissen, einem wahren Thorwaler liegt das Herz auf der Zunge..." - "Würdest Du mich nicht unterbrechen, Praiadne!", prustet Bjarni sie an. "Bruder..." Der Swafnir-Geweihte hob stolz sein Kinn. "Ich stehe zu dem was ich gesagt habe, ich bin diesem Angroschim und seinem Freund nicht feindlich gesinnt. Es besteht kein Grund dazu. Aber ich stehe zu dem, was ich gesagt habe."

    "Entschuldigt", wandte sich abermals Laurenzio an Hugen und Marcello, "es stand nicht in unserer Absicht schlechte Stimmung an Euren Tisch zu bringen." Praiadne lehnte sich etwas über den Tisch, ihr Ausschnitt war gewaltig, auch wenn Marcello nicht auf ihn achtete. "Wenn wir Euch verärgert haben, würden wir auch wieder gehen."

    In diesem Moment kamen die Bierkrüge für die Thorwaler, Praiadne und Laurenzio, sowie die beiden Schalen mit Eintopf für Hugen und Marcello.

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