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Eboreus
„Eboreus Durenald.“, meinte der Gelehrte, „Aber mir fällt ein, ich habe mich ja bereits im Piratenlager vorgestellt. Und was die Steine angeht… sicher sind die meisten, hinter denen sich die Menschen verstecken tot. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass nicht jeder Stein tot ist. Hmm… das ist glaube ich schwierig zu erklären.“
Eboreus blickte gen Himmel. Der Morgen war klar, nur wenige Wolken zogen über diese große Fläche, die noch grau-rosa gefärbt war von der Morgenröte. Es würde wohl ein angenehmer Tag werden.
„Also… es gibt manche Menschen, die glauben, dass Zwerge zum Beispiel aus dem Stein der Berge geboren würden.“, der Gelehrte zwinkerte und konnte sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, „Und dass sie sich auch von Steinen ernähren würden. Das stimmt zwar so nicht ganz… aber ich glaube trotzdem, dass es Steine gibt, die nicht ganz so tot sind wie andere.“
Er deutete auf die Stadt Ferdok, über deren Dächer die Morgensonne kletterte.
„Keiner der Steine, aus denen diese Häuser sind, lebt wohl. Das ist richtig.“, er senkte seine Stimme ein wenig, „Aber es gibt Steine, in denen eine Art Leben steckt. Ganz sicher. Nur sind sie sehr selten und man kommt nur schwer an sie heran. Aber ich kann gut verstehen, wenn eine Fay das nicht so glauben kann.“
In der Zwischenzeit war der Zwerg wieder gekommen, der scheinbar seine Abschiedsrunde über das Deck gedreht hatte.
„Eboreus Durenald.“, stellte er sich auf die Vorstellung des Zwerges erneut vor und sprach auf Rogolan weiter, „Nett Euch kennen zu lernen. Habt Ihr Euch eben verabschiedet? Wollt Ihr denn nicht mehr mit dem Trupp hier umher ziehen?“ Das überraschte den Gelehrten ein wenig. Er hatte nur verstanden, dass scheinbar zumindest ein Teil der hier Versammelten dem Grafen zu Diensten waren. Der Zwerg war wohl nur ein zeitweise angeheuerter Söldner? Oder er hatte ebenfalls nur eine Fahrt nach Ferdok gebraucht, wie Eboreus. Wobei sich der Gelehrte schon fast vorgenommen hatte ein wenig zu bleiben. Die Sache versprach auf jeden Fall interessant zu werden.
„Na, lasst uns erst mal den Hafen begutachten.“, meinte er, „Und dann eine kleine Mahlzeit und ein Ferdoker Helles genießen. Vielleicht haben sie heute im Frettchen Schmelzkäsetopf. Oder Pfannenkuchen und guten Apfelbrei aus Kosch-Äpfeln.“
Wie es aussah würde Rayana die beiden auch ein Stück begleiten. Aber das war Eboreus recht, man wusste nie, wozu eine Elfe alles gut sein konnte. Man sollte sich immer eine warm halten. Und vielleicht würde sie sich ja wirklich die Mühe machen ihm ein wenig ihrer Sprache beizubringen.
So marschierte er gemächlich von Deck, drehte sich auf dem Kai aber noch einmal um und wandte sich zu Dielbrack.
„Was schulde ich Euch für die Fahrt hier her, guter Mann?“, rief er zur Brücke der Thalaria hoch.
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