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  1. #21
    Lehrling Malcan's Avatar
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    Mar 2011
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    Rheinland-Pfalz
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    Schwerfällig plumpste er auf sein Bett, das nur allzu gerne nachgeben wollte. Weniger wegen seines Gewichts, sondern vielmehr, weil es alt und morsch war. Anders verhielt es sich mit den nur karg vorhandenen Möbelstücken im Rest der engen Kammer auch nicht. Seine Pergamente und Bücher, die sich auf einem viel zu kleinen Tisch bereits stapelten und im Chaos zu verschwinden schienen - wohlgemerkt nur für das ungeübte Auge, Malcan schöpfte förmlich die Ordnung neu aus seiner Unordnung - reihten sich auf ganz natürliche Weise in das angestaubte Bild eines zerstreuten Gelehrten in seinem dunklen Gemäuer ein. Das Licht der untergehenden Sonne, welches durch ein kleines Fenster vor dem Bett hereinfiel, tauchte den Raum in ein tiefes Orange, einem Meer aus glühendem Feuer gleich, auf dem Malcan unbedacht schwamm.

    Viel war es wahrlich nicht, was sich Malcan in seiner kleinen, fast unbequemen Kammer in einer Hafenkneipe leistete. Große Sprünge konnte er als Kräutersammler und Gelegenheitshändler nun einmal nicht vollbringen. Oft drang Lärm aus der Kneipe nachts in seine Ruhe ein und ließ ihn unsanft aufwachen. Dann arbeitete er oft viele Stunden an seinen Studien weiter, bis auch der letzte Gast, der ihn vom Schlafen hinderte, seinen Weg aus der Kneipe heraus wankte.

    Malcan erhob sich von dem Brett, das er Bett nannte, und schlich herüber zu seiner „Schöpfung“. Eine vergilbte Pergamentrolle verdeckte Großteile seiner Notizen und Ausarbeitungen. Es handelte sich um eine Abschrift, deren Ursprung jedoch nicht bekannt war. Beim Pfandleiher hatte Malcan sie gerettet, als dieser im Inbegriff war sie mitsamt so einigem Gerümpel und unbrauchbarem Schrott zu beseitigen. Sie beschäftigte sich mit der Magietheorie, der Theorie zum Ursprung aller Magie, welche berühmt dafür war, sowohl zu den trockensten Aspekten der Schulen zu zählen, als auch von den unverträglichsten und eigenbrötlerischsten Magiern gelehrt zu werden. Die Gedanken des Schreibers wichen jedoch gänzlich von den eher elfisch geprägten gängigen Lehrmeinung ab, weshalb der junge Magier eines der Naturvölker dahinter vermutete, welches nie in Kontakt mit seinem Volke getreten war. Vielleicht stammte es auch aus früheren Zeiten, von denen die Historiker nur wenig zu berichten wussten abgesehen von einigen Sagen - größtenteils religiöser Natur.

    'Fließend geht alles über und ein und aus,
    gesegnet sind:
    nicht wir, die wir Grenzen ziehen zwischen uns;
    nein: wir, die wir alle sind.

    Fließend zieht sich der göttliche Schleier
    ob Tier, ob Vernünftiger
    ob Pflanz', ob Stein
    und berührt uns, die wir alle sind
    mit seinem Hauch.

    Und lässt sich doch erkennen
    der Wille des Einen
    des Göttlichen
    in der Magie.

    Und blühet auf
    die gerühmte, einzige Magie
    in allem, die wir sind
    ob Tier, ob Vernünftiger
    ob Pflanz', ob Stein

    All' wir
    sind Keim seines Willens,
    den wir suchen in der Magie,
    doch nur im Einklang
    mit seinem göttlichen Werk,
    mit allem was da lebt und ist.'

    Reichlich ungewohnt war die Sprache des Textes. Altertümlich und scheinbar eng mit dem Glauben längst vergangener Kulturen verwickelt, sodass Malcan nur mit Mühe einen Sinn in diese Übersetzung interpretieren konnte. Der Abschnitt ging noch eine Strophe weiter.

    'Gewaltsam zu rauben
    nicht dankend zu nutzen
    den göttlichen Willen
    treibt uns vor die Tore seines Reiches,
    doch verwehrt der Eine erbost
    von unsern Gräueltaten
    den begehrten Eintritt.'

    Die letzten Strahlen des Feuermeeres erloschen in der Kammer und Malcan erkannte schnell die Hand vor Augen nicht mehr. Dies passierte ihm des Öfteren, wenn er über solchen Texten brodelte, um verzweifelt ihnen erleuchtende Aussagen zu entlocken. Doch am heutigen Abend wollte der Funke nicht überspringen. Resigniert kreiste er mit seinem Zeigefinger durch die Dunkelheit. Ein kurzes Murmeln gefolgt von einem Leuchten rund um seine Fingerkuppe entzündete von Zauberhand die Kerze an der Wand - nun, es war eher der klägliche Rest eines Kerzenstummels, den seine Vorgänger ihm übriggelassen hatten.

    Heute war vielleicht nicht der richtige Tag zum Lernen und Arbeiten, ging es dem jungen Magier durch den Kopf. Die junge Frau und ihr Gefährte, und bisweilen noch vielmehr Herils Worte wollten seine Gedanken nicht verlassen und belästigten ihn nahezu unaufhörlich. Schlaf war es, was er nun brauchte und ihn überkam wieder der Wunsch des eigenen Körpers, einfach nachzugeben, sich fallen zu lassen, es einfach geschehen zu lassen. Sein Hinterkopf pochte fies, obwohl äußerlich nicht einmal mehr eine Schramme zu erkennen war. Der Heiler machte seine Aufgabe wirklich gewissen voll.

    So plötzlich erschlagen konnte Malcan nicht anders, als zurück zu seinem Schlafplatz zu trotten. Was heute noch ein Rätsel für ihn darstellte, konnte vielleicht der Schlaf besser lösen als er.
    Malcan is offline Last edited by Malcan; 11.03.2011 at 15:17.
  2. #22
    Ehrengarde Sennahoj's Avatar
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    Feb 2011
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    at the meetingpoint of acids, alkalis, alcohols, aldehydes, aromatics ... and ... stuff
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    Ungläubig starrte Weebm ihn an. Dann kam ein Ausdruck des Verzweifelns und er schlug auf den Tisch. Dabei kippte ein Becher um der ein Schwall Wasser entließ. Langsam hörte man es tropfen. "Das ist nicht wahr. Was redest du da? Spotte nicht über mich. Sag mir die Wahrheit!" Augenscheinlich konnte er die Angelegenheit nicht verstehen. Er verleugnet sich selber, dachte Veeshay.
    Langsam begann er die Geschichte zu erzählen: "Sie kamen im Morgengrauen. Es war eine Truppe von Argoniern dessen Clan ich nicht kannte. Ich wachte auf als sie anfingen durch die Häuser zu gehen. Ich wollte gerade nachsehen, als jemand durch meine Tür brach und mich niederschlug. Ab da weiß ich nicht mehr was passiert ist. Als ich erwachte war es ruhig. Ich verließ meine Hütte und konnte den Anblick nicht ertragen. Das Haupthaus stand in Flammen und überall lagen die Leiber meiner Familie." Seine Wut stieg wieder empor. Schwarz, züngelnd wie Feuer vernichtete sie alle guten Gedanken. "Sie haben meinen Clan grundlos ermordet und mich zurückgelassen",rief er und sprang auf, sodass der Stuhl umfiel. Weebam hob die Hände:"Beruhige dich. Was war mit Darmay?" versuchte er ihn zu zügeln. "Ich lief langsam durch den Hof, verwirrt von der Plötzlichkeit.", antwortete er als er den Stuhl wieder hinstellte,"Sie kam aus einem nahegelegenen See. Danach suchte ich meine Sachen zusammen und rannte weg. Ich wollte weg von den Bildern." Sein Zorn verrauchte und machte einer grenzenloser Trauer und Verzweiflung platz. Er fülte sich auf einmal nutzlos, so als mache es keinen Sinn weiterzuleben mit dieser Qual. Der Bruder seines Vaters blickte besorgt auf ihn. Er rang nach Worten. "Das ist ... schrecklich. Unsere ganze Familie ... tot. Du musst wissen, ich ... ich wollte eigentlich nie weg vom Hof. Ich mochte das Leben dort. Ist wohl auch der Grund warum ich nur bis hier kam." Er versuchte ein Lächeln, konnte es aber nicht lange halten. Veeshay lies seinen Kopf auf den Tisch fallen und betrachtete Darmay neben ihm. Es war regelrecht anstrengend von den Ereignissen zu sprechen. "Aber Raway hatte durchaus schlüssige Gründe. Er wollte das wir unseren Clan durch Erkundung neuer Jagdgründe erweitern. Er hatt sich umgehört, weißt du noch? Er wollte Freiwillige und ich fand das damals eine gute Idee. Aber jetzt ... jetzt hat das alles keinen Sinn mehr. Der Clan ist tot."
    Bejeen konnte man ansehen das sie kaum etwas verstand. Für welche die Argonisch nicht verstanden hörte es sich an wie eine Mischung aus Zischen und Vokalen. Als Veeshay aufgesprungen war, blickte sie ihn schockiert an. Dann wechselte sie ständig den Blick zwischen ihrem Gemahl und dem Jäger aus Schwarzmarsch. Nun wandte sich Weebam an sieh und übersetzte ihr das erzählte. Als sie das hörte, sah sie Veeshay traurig an, stand auf und ging zu Darmay. Veeshay bemerkte kaum das sie sich mit seiner Schwester beschäftigte. Sie hockte sich zu Darmay die unter dem Tisch saß und redete beruhigend zu ihr.
    "Was hast du denn jetzt vor? Ich könnt dir gerne eine Unterkunft bieten." richtete sich Weebam wieder an seinen Neffen. Dieser hob den Kopf vom Tisch und antwortete:"Kommst du mal mit raus. Ich brauch jetzt Frischluft." Weebam nickte und sie standen auf.
    Draußen ist die Dunkelheit herreingebrochen. Veeshay atmete tief durch und erklärte:"Ich will erstmal das Land erkunden. Noch kann ich nicht zurück. Ich brauche Verbündete. Irgentwann werde ich meine Rache bekommen. Aber auf meiner Reise kann ich Darmay nicht mitnehmen. Kannst du sie füe eine kurze Zeit aufnehmen?" Sein Onkel schaute erst ihn an und dann ins Haus. Er legte seine Hand auf Veeshays Schulter und sagte:"Natürlich. Aber sehr lange geht das auch nicht. Es sieht schlecht aus in Cyrodiil aus, egal ob nun die Oblivion-Krise beendet ist oder nicht. Das hab ich im Gefühl. ... Ach ja du weißt ja garnichts darüber." "Was ist hier geschehen?", setzte Veeshay nach. Weebam begann daraufhin über die Geschehnisse in Cyrodiil zu erzählen. In den lezten Monaten waren sogenannte Oblivion-Tore erschienen und Deadra bedrohten das Land. Erst kürzlich wurden alle Tore zerstört, so genau wisse Weebam auch nicht was da vor sich ging.
    Nach kuzem Schweigen sagte Veeshay:"Ich werde mich morgen auf den Weg zu dieser Kaiserstadt machen. Ich denke das ist ein guter Anlaufpunkt." "Du brauchst Geld. Ich empfehle dir auf deiner Reise auf die Jagd zu gehen und die Felle, sowie das Fleisch zu verkaufen. Das bringt dir jedenfalls ein bischen ein." Veeshay nickte. "Aber jetzt lass uns wieder reingehen. Wir machen euch eine warme Mahlzeit und wir können uns noch ein paar Geschichten erzählen. Was meinst du, hmm?" Das klang nach einer guten Idee. Langsam gingen sie wieder ein, wo Veeshay erstaunt sah das Darmay auf dem Boden lag und lachte. Bejeen kizelte sie gerade an der Nase. Es war ein ulkiges Bild, was Veeshay zum Schmunzeln brachte. Hier war nichts zu spüren von dem Schrecklichen was er erlebt hatte.
    Sennahoj is offline Last edited by Sennahoj; 12.03.2011 at 12:19.
  3. #23
    Drachentöter Chaos's Avatar
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    Jeren rang verzweifelt nach Luft. Er war hart auf dem Oberkörper gelandet und hatte Schwierigkeiten überhaupt hochzukommen. Er spürte seine Erschöpfung und dass seine Kräfte langsam zur Neige gingen, denn er war zwar ein starker Kämpfer, jedoch bestand seine Stärke darin den Gegner schnell und effektiv mit ein bis zwei Pfeilen auszuschalten oder ihn mit der Klinge an einem wunden Punkt zu treffen. Für lange Kämpfe hatte er zu wenig Ausdauer und seine Taktiken waren nicht darauf ausgelegt. Als er mit einiger Anstrengung hochblickte sah er, dass sich vor ihm aus der Öffnung einer braun-grünlichen Silhouette eine rot und orange glühende Kugel bildete."Was ist das für ein Wesen?! Ich habe selten einen Magier gesehen, die so viel Magica hatten um damit so starke Zauber sprechen zu können. Und diese Magier hatten eine Jahre lange Ausbildung!“ Er musste sich bewegen, bevor er vom Krokodil vernichtet werden würde. Sein ganzer Körper schmerzte und es kostete ihn unglaubliche Anstrengung sich über den Boden zu rollen, aufzustehen und sich hinter dem nächsten Baum zu verstecken. Jedoch wusste er, dass es sinnlos war, sich hinter einem so geringen Wiederstand zu verschanzen. Trotzdem war es ein beruhigendes Gefühl etwas zwischen sich und dem Krokodil zu haben. Da hörte er den Feuerball auch schon auf den Baum zu fliegen und sprintete, bevor der Feuerball auf den Baum traf, zum Nächsten. Wo er grad noch stand war jetzt nichts mehr, der Feuerball hatte die Stelle hinter der er sich versteckt hatte einfach zerfetzt, was den Baum zum Fallen brachte. Und zwar fiel er direkt auf das Krokodil, was es aber nicht sonderlich störte, denn kurz vor Aufprall zerfetzte er den Stamm über sich mit seiner Klaue. Langsam packten Jeren die Zweifel, ob er überhaupt noch eine Chance hatte, doch er versuchte sich zu beruhigen und seine Gedanken zu fokussieren."Ein Plan, ich brauche einen Plan! Alles hat eine Schwachstelle. Ich habe bloß keine Zeit sie zu finden! Von außen komme ich nicht an ihn ran. Ich muss es schaffen sein Fleisch mit einem Pfeil zu treffen. Doch wie soll… ", dachte er noch, da kam ihm eine Idee. Allerding hörte er auch schon die nächste Feuerkugel. Er war so sehr in Gedanken vertieft, dass er nicht schnell genug reagieren konnte und daher nicht weit genug von seinem Versteck weg kam. Der Baum wurde zerfetzt, die Explosion beschädigte die Lederrüstung an seinem Rücken und ließ ein paar der darin verarbeiteten Ketten schmelzen, die sich dann in Jeren’s Fleisch brannten und die Wucht riss ihn von den Beinen und schleuderte ihn gegen den nächsten Baum. Benommen und schmerzerfüllt stand er wieder auf und lehnte sich an ihn. Er schaute Richtung Krokodil und sah, wie es den nächsten Feuerball bildete. Er sah seine Chance den Kampf zu beenden, jedoch fiel ihm in diesem Moment auf, dass er seinen Bogen fallen gelassen hatte, als er das erste Mal vom Feuerball weggeschleudert wurde. Verdammt! Er konnte seinen Bogen ausmachen, allerdings befand er sich in nächster Nähe zum Krokodil. Er hatte keine Wahl. Jeren stieß sich vom Baum weg und rannte auf das Krokodil zu, welches nicht zu stören schien, dass sein Feind auf ihn zugerannt kam. Jeren fühlte seine Beine nicht mehr, sein ganzer Körper war ein pulsierender Schmerz. Doch er gab nicht auf. Er würde es niemals tun. Das Krokodil entfesselte den Feuerball. Jeren nur wenige Sekunden Zeit um eine Entscheidung zu treffen: Versuchte er auszuweichen oder, und diese Möglichkeit würde Jeren am liebsten gleich wieder verwerfen, er wendete Magie an. Er hatte zu wenig Kraft um auszuweichen, also war seine Entscheidung klar, auch wenn er sich in diesem Moment dafür hasste. Er hasste sich weil er gegen seine eigenen Regeln verstoßen musste und weil er es nicht schaffte seinen Gegner nur mit seiner eigenen Kraft zu besiegen. Stattdessen musste er auf Magie zurückgreifen. Auf diese gottverdammte Magie! Jeren stoppte ab, streckte seine Hand aus und wirkte widerwillig einen Feuerschild. Jedoch war es kein gewöhnlicher Schild, der den gesamten Körper umschloss. Stattdessen wirkte Jeren eine Art Barriere. Vor ihm bildete sich ein rotes Quadrat aus schützender Energie, etwa so groß wie sein Oberkörper. Jeren hatte diese Art von Schild schon in seiner Kindheit gelernt. Zwar hatte er den Nachteil, dass der Schild nicht den gesamten Körper bedeckte, allerdings war es bei einem einzelnen Angriff um ein vielfaches effektiver den Schild auf einen einzigen Punkt zu fokussieren, der dafür viel besser geschützt war. Ein weiterer Vorteil war, dass die Barriere nicht direkt am Körper lag. Wäre es so gewesen, so hätte die Barriere möglicherweise den Feuerball neutralisiert, allerdings hätte der Feuerball immer noch genug Wucht gehabt um Jeren fortzuschleudern. So wurde er einfach nur von der Barriere aufgesogen. Jeren senkte seine Hand wieder, damit sich die Barriere auflöste, verfluchte sich noch einmal und rannte weiter. Das Krokodil war erstaunt über Jeren’s Aktion, vermutlich weil es in ihm keinen Magier vermutet hätte. Das war Jeren auch recht so. Er wollte Jeren der Jäger sein und nicht Jeren der faule Magier. Auch wenn seine magischen Künste so stark waren, dass er den Kampf vermutlich hätte schon längst beenden können und ohne dabei mehr als ein paar Kratzer davonzutragen.
    Kurz bevor Jeren bei seinem Bogen angekommen war, fasste sich das Krokodil wieder und schritt auf Jeren zu. Dabei blockierte es ihm den Weg zu seinem Bogen. Doch Jeren rannte unbeirrt weiter. Kurz bevor es beim Krokodil ankam, holte dieses zu einem wuchtigem Schlag aus. Doch kurz bevor es Jeren treffen konnte, packte Jeren schnell den herannahenden Arm des Gegners, stützte sich daran ab und sprang auf den Arm. Der Arm war so massiv, dass Jeren ohne Probleme in der Hocke darauf stehen konnte. Das Krokodil war im ersten Moment komplett verwirrt, bevor es dann mit der anderen Klaue versuchte, Jeren auf den Boden zu holen. Doch dieser setzte sich in Bewegung, lief gebeugt zwei schnelle Schritte über den Arm und sprang. Er landete hinter dem Krokodil, genau vor seinem Bogen. Schnell packte er ihn, stand auf und rannte erst mal hinter einen Baum. Das Krokodil war so träge, dass es nicht schnell genug reagieren konnte und nun nicht wusste, wo sich sein Feind befand. Jeren entschied, dass die Reichweite zum Krokodil groß genug war und dass das Krokodil deshalb einen Feuerball wirken würde. Und genau das war nötig, damit Jeren den entscheidenden Treffer landen konnte. Er atmete tief durch, spannte den Bogen und trat hinter dem Baum hervor. Das Krokodil erblickte ihn augenblicklich und bildete einen Feuerball in seinem Maul. Eine Chance. Ich habe nur eine Chance. Jeren ließ den Pfeil von der Sehne und auch das Krokodil schleuderte den Feuerball auf Jeren. Beide flogen rasend schnell aufeinander zu. Der Pfeil durchflog den Feuerball, war jedoch zu schnell um zu verbrennen, und traf das noch offene Maul des Krokodils, wo er sein Fleisch bis zum Hirn hin durchbohrte und am Hinterkopf wieder austrat. Jeren’s Plan war aufgegangen. Zwar war das Krokodil mit Schuppen bedeckt, die beinahe jeden Angriff abprallen ließen, jedoch war sein Fleisch genauso schwach wie das aller anderen Lebewesen. Das Krokodil war sofort tot. Es fiel nach vorne, wo es von seinen langen Armen, die bis zum Boden reichten, gestützt wurde, sodass es immer noch aufrecht stand. Wäre nicht der Pfeil, der am Hinterkopf herausragte, hätte man meinen können, dass das Echsenwesen immer noch lebte.
    Doch Jeren traf es nicht besser. Sein Plan war zwar geglückt, jedoch hatte er seine verbliebenden Kräfte überschätzt. Zwar wollte er ausweichen, doch seine Erschöpfung war so groß, dass er nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. So traf der Feuerball, grade als Jeren fast hinter dem Baum verschwunden war, seinen rechten Arm. Jeren schrie voller Schmerz auf. Sein halber Arm wurde zerfetzt und verbrannt, die Wunde ging bis zum Knochen, der ebenfalls angeschmort wurde. Die Verletzung war nicht tödlich, aber sie war so schmerzhaft, dass Jeren nicht mehr aufhören konnte zu schreien. Er wagte es nicht auf seinen Arm zu schauen, denn er befürchtete das Bewusstsein zu verlieren. Wenn er die Wunde jedoch nicht schnell behandelte, würde er möglicherweise doch noch an einer Infektion sterben. Er versuchte seine Gedanken zu fokussieren und seine letzten Kräfte zu sammeln. Doch es ging nicht. Er konnte grade mal aufhören zu schreien und presste die Lippen aufeinander. Mit seinem gesunden Arm nahm er den Rucksack vom Rücken, der unter den Feuerbällen des Krokodils ebenfalls zu leiden hatte, und nahm ein paar Kräuter raus. Dann konzentrierte er sich noch einmal. Dann drückte er schnell die Kräuter auf die Wunde und wirkte einen Heilzauber. Die Berührung ließ ihn wieder aufschreien, jedoch spürte er wie sich die Wunde langsam wieder schloss. Allerdings hatte er keine Kraft mehr. Seine gesamte Energie war verbraucht und Jeren wurde schwarz vor Augen. Dann sackte sein Kopf ab und er wurde bewusstlos.
    Chaos is offline
  4. #24
    Ritter JonnyBgood's Avatar
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    Jan 2011
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    Nemor setzte einen Fuß vor den anderen.Manche würden sagen es war ein schöner Tag,die Sonne schien,der Himmel war blau und es war warm.Doch nicht für Nemor.Er mochte keine Tage wie diesen.Wenn es regnete konnten einen Tiere nicht wittern und Menschen einen nicht so schnell sehen.Außerdem waren Illusions Zauber wirkungsvoller wenn sie in dunkelheit gesprochen werden.Jeder konnte ihn jetzt selbst aus weiten Entfernungen sehen.

    Wer war der Dunkelelf?War er ein Vampir?Er konnte sich immerhin unsichtbar machen.
    Doch was macht ein Vampir mit Banditen?War es überhaupt ein Dunkelelf?Die Stimme hatte sich so angehört.War da wirklich ein Stimme?Vieleicht hatte er sich das nur eingebildet.Aber der tritt mit dem Stiefel war echt.Oder doch nicht?Hatte der Wolf der ihn gebissen hatte vieleicht eine gefähtlichere Krankheit als Hölenhaxe?Auf einem Hügel etwas weiter vor ihm setzte sich eine Gruppe Rehe in Bewegung.Nemor zog seinen Bogen zielte und schoss.Er traff eine Ricke ins Bein die daraufhin zu Boden fiel.Nemor setzte erneut an,und wieder traff er.Der zweite Pfeil steckte im Rücken.Nemor setzte sich in Bewegung und sprach einen Schnelligkeitszauber.Als er bei seinem Opfer ankahm sah er sich um.In der Nähe war war ein See und ein Wasserfall.Neben dem See führten Treppen zu einer Tür in einem Felsen hoch."Komisch"dachte Nemor,diese Tür war ihm noch nie aufgefallen.Er widmete sich wieder dem Reh.Sein Messer schnitt durch die Haut wie Butter.Obwohl es schon sehr alt war und er es noch nie geschärft hatte war es immernoch scharf wie am ersten Tag als er es seinem Bruder abgenommen hatte.
    Auf einmal schoß ihm wieder das Bild seiner Mutter vor die Augen,wie sie vor einem Bretonen im Mantel der neun niederkniete.Er hob einen Stab,er war aus normalen Eichenholz.Deshalb dauerte es 13 Schläge bis sie tot war.Er hörte sie wieder jammern,um hilfe schreien.Da kam sein Vater durch die Tür,jedoch zu spät.Er schlug einen der Priester nieder doch der zweite legte einmal seine Hand auf die Brust Nemor's Vaters und dieser ging in Flammen auf.Nemor sah wieder das Reh vor sich.
    "Nemor".
    Er blickte auf.Hatte grade jemand seinen Namen gesagt?Es war nur ein zischen gewesn.

    Er schaute sich um.Neben der Tür auf dem Hügel zu dem die Treppen führten stand ein Dunkelelf in einem schwarzen Mantel.Aus dem Reflex zog Nemor Pfeil und Bogen und schoss.Der Pfeil flog genau auf den Kopf des Dunkelelfen zu.Er hob die Hand und fing den Pfeil mit einer ernormen schnelligkeit kurz vor seinem Gesicht auf.Nemor schoß erneut und direkt danach nochmal.Der Dunkelelf machte einen Schritt zur Seite,verbeugte sich langsam und ging durch die Tür.Nemor lief es kalt den Rücken runter.

    Er bewegte sich langsam den Hügel runter,die Treppe hinauf und stand nun vor der Tür.Er stoßte sie langsam auf.All seine Sinne waren geschärft und er hatte dieses Gefühl in den Beinen das er erst einmal verspürt hatte.Angst.Seit den Tag an dem seine eltern starben hatte er dieses Gefühl nicht mehr gehabt.Er schleichte weiter in die Dunkelheit.Er wollte gerade einen Lichtzauber sprechen da gingen um ihn mehrere Fackeln an.Vor ihm gings runter,ungefähr 2 Meter.Es war eine kleine Schlucht,und auf der anderen Seite standen mehrere Personen in schwarzen Mänteln.Nemor wollte grade wieder schießen da schlug ihm jemand von hinten den Bogen aus der Hand.Er sah nach hinten und dort stand der Dunkelelf der ihn mitten ins Gesicht schlug.Nemor ging zu Boden und hatte noch im Fallen die unbestimmte Ahnung das Gefühl der Angst niemehr in seinen Beinen zu fühlen.
    JonnyBgood is offline
  5. #25
    Schwertmeister Mordorian's Avatar
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    Aug 2006
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    Ein gemütliches Feuer prasselte im Kamin, ein dampfender Becher Tee stand neben Dhyon auf dem Tisch und wie um das Klischee zu vervollkommnen hatte sich Talos zu ihm gesellt und vor dem Kamin zu einer Kugel aus Fell mit einem Paar Augen zusammengerollt. Gedankenverloren sah der Priester den Flammen beim Tanzen zu, während draußen die Nacht an ihm vorbeizog. Sein Haus hatte er abgedunkelt und die Vorhänge vorgezogen, wie immer, wenn es ihn nach besonders viel Privatsphäre verlangte. Lediglich das Knistern des Kamins und gelegentliches bequemliches Gegrummel seines Hundes unterbrachen die Stille.
    Er fühlte sich wohl.
    Noch vor einer halben Stunde hatte er zusammen mit Percival und seinem Anhängsel in der Taverne gesessen, bis ihm das Gespräch abrupt den Appetit verdarb. Deshalb bevorzugte er stets die Gesellschaft von Hunden, als jene von Menschen: Sie hatten nur etwas zu sagen, wenn es auch wirklich wichtig war. Manchmal waren Hunde einfach die besseren Menschen. Die Beziehung zu ihnen ist stets gerecht und ausgeglichen, was du ihnen gibst, geben sie dir wieder, was du denkst und fühlst, das Respektieren sie, und, was das Interessanteste für Dhyon war, ihre Integrität ist unantastbar. Ein Hund lebt und verhält sich, wie er es für richtig hält und wie es ihm passt. Ein Mensch konnte sich soetwas kaum noch leisten, Dhyon konnte es nicht... denn auch er war kein Hund. Beziehungen mit ihm sind selten ausgeglichen oder gerecht, das Genommene gab er oft genug nicht wieder zurück, über die Meinungen und Gefühle anderer spottete er - doch zumindest seiner eigenen Integrität war er sich seiner Meinung nach bewusst.
    Sich diese Gedanken durch den Kopf gehen lassend, trank er immer wieder von seinem Tee und stierte dabei ins Feuer - bis der Schlaf ihn übermannte.

    Der neue Tag begrüßte ihn mit einem steifen Nacken und Kopfschmerzen - der Preis dafür, ein für die Nachtruhe ungeeignetes Möbelstück dem lauschigen Bett vorzuziehen. Wenn man es genau nimmt, eigentlich eine Unverschämtheit seinerseits, dieses Erbstück seiner Mutter, das er sein Heim nannte, nicht in vollem Maße zu nutzen - schließlich waren die Götter (oder eben das kaiserliche Erbrecht) sehr großzügig, ihm dieses gemütliche, geräumige und mit zwei Stockwerken gesegnete Haus zu schenken. Aber so, wie er seine Mutter in Erinnerung hatte, würde sie sich schon nicht im Grabe umdrehen, (sollte nicht irgendein durchgedrehter Nekromant seine Langeweile an dem Leichnam lindern wollen...).
    Verschlafen erhob sich Dhyon aus seinem Stuhl und zog eine der Vorhänge auf. Ein nebeliger Dunst hing noch in der Luft, es dürfte wahrscheinlich noch früh am Morgen sein. Es waren nur sehr wenig Leute auf den Straßen und die meisten davon Wachleute beim Schichtwechsel. Ein neuer Arbeitstag in der Kapelle hatte begonnen. Aus seinem Kleiderschrank schnappte sich Dyhon sein Gewand und zog es sich im Kampf mit dem Halbschlaf an. Aus dem Keller sammelte er ein paar Tränke und Zutaten sowie sein Alchemieset zusammen, marschierte wieder nach oben (nicht ohne dabei mindestens zweimal über Talos zu stolpern, der es sich vor der Kellertür bequem gemacht hatte), und holte sein Gebetsbuch aus dem Bücherregal, welches er sich an den Gürtel hängte. Seine Rüstung und seinen Streitkolben ließ er stets in der Kapelle zurück, da er sie zu Hause nicht benötigte und er sie meist sowieso nur bei Kampfeinsätzen trug. So ausgerüstet öffnete er die Haustür und trat in die Kühle Morgenluft hinaus. Talos, der sich mittlerweile ebenfalls aufgerappelt hatte, folgte ihm aus dem Haus und scharwenzelte verspielt um seine Beine herum. So mancher Kollege von ihm hätte es wahrscheinlich als Gotteslästerung angesehen, ein Haustier mit diesem Namen in eine Kapelle mitzuschleppen. Glücklicherweise gehörte der Klerus in Chorrol jedoch nicht dazu, weshalb Dhyon seinen Hund stets mit in die Kirche nahm. Zusammen mit Talos schlenderte er die Straße hinunter, ging an der Taverne vorbei, in der er noch gestern Abend gespeist hatte, und öffnete, nachdem er eine Reihe von Häusern passieren ließ, die schwere Tür zur Kapelle Stendarrs. Ein vertrautes Gefühl der "Richtigkeit" überkam ihn jedesmal, wenn er ein Haus der Neun betrat. Ein Gefühl, dass die Zweifel seiner Vergangenheit immer wieder aufs Neue fortspülte, zusammen mit dem Blut, dem Dreck und den Tränen jener Tage. Ja, hier war er richtig, war er willkommen. Und die Neun sollten bewahren, dass es auch immer so bleiben würde.
    Mordorian is offline
  6. #26
    Drachentöter Chaos's Avatar
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    Als Jeren erwachte dämmerte es bereits. Er war benommen und wusste im ersten Moment nicht was geschehen war. Dann, als er sich wieder daran erinnerte, erwachte der Schmerz, der bisher nur ein dumpfes Pochen im Hintergrund war, wieder zum Leben und ließ Jeren wieder aufschreien. Die Kräuter und der Heilzauber haben gewirkt, denn es tat nicht mehr so sehr weh, aber es war dennoch kaum erträglich. Er lehnte sich noch einige Momente schwer atmend an dem Baum, dann stand er unter großen Schmerzen und Stöhnen auf. Er trat mühsam hinter dem Baum hervor und erschrak zuerst. Dann beruhigte er sich wieder. Das Krokodil, oder die Leiche um genau zu sein, stütze sich immer noch auf den Armen ab und stand von daher aufrecht. Jeren trat an es heran und betrachtete es eine Weile. Dann holte er aus und verpasste der Leiche einen kräftigen Tritt. Das Krokodil kippte nach hinten und landete mit einem dumpfen Laut auf dem Boden. Der Pfeil, der am Hinterkopf raus ragte, zerbarst.
    Normalerweise würde Jeren jetzt seine Gegner untersuchen und versuchen etwas verwertbares, wie Klauen oder Sekrete, zu finden. Auch hätte er sich auch gerne noch die Stacheln, die aus dem Boden ragten, angesehen. Jedoch hatte er zu große Schmerzen und er wollte einfach nur weg von diesem Ort. Er war erschöpf und der Kampf hatte ihn komplett gefordert. Noch nie hatte er so etwas erlebt. Kämpfe zwischen Magiern kannte er nur in der Theorie und auch das war schon lange her, als er das letzte Mal ein Buch oder alte Schriften darüber gelesen hat. Außerdem wurde er gleich mit derart starken Magiern konfrontiert. Das Krokodil war außerdem auch noch extrem stark im Nahkampf. Jeren seufzte. Zumindest wollte er seufzen doch es kam weniger ein Seufzer sondern mehr ein Stöhnen aus seinem Mund. Er war froh, dass es vorbei war. Nun wollte er einfach nur weit weg von der Spinnenfrau, dem Krokodil und den Stacheln sein. Daher packte er seinen Bogen und ging. Sein Kurzschwert, welches allerdings noch auf dem Schlachtfeld lag, hatte er vergessen.


    Chorrol. Das war sein Ziel. Leider, wie er fand. Er mochte keine großen Städte. Eigentlich war er sich nicht wirklich sicher ob er sie mochte oder nicht. Er hatte sich einfach von ihnen fern gehalten, denn als Jäger gab es in den Städten nicht so viel zu verdienen wie in den kleinen Dörfern, denn sie waren im Gegensatz zu den Städten auf einzelne Jäger angewiesen. Aber eigentlich brauchte er kein Geld. Je länger er darüber nachdachte, desto seltsamer erschien es ihm. Er hatte ab dem Wendepunkt in seinem Leben einfach kein Bedürfnis danach sich in großen Städten aufzuhalten. Er redete sich ein, dass es daran lag, dass er einfach nur für sich allein sein wollte, dass er große Menschenmengen nicht mochte. Jedoch hat er sich in seiner Kindheit sehr wohl gefühlt und damals war er immer sehr gerne mit vielen Leuten zusammen. Die eigentliche Wahrheit war: Er hat den Anschlag auf seine Familie nicht verkraftet. Und er hatte Angst. Angst vor den Mördern, die fast seine gesamte Familie ausgelöscht hatten. Angst, dass sie ihn finden und umbringen würden. Vielleicht hatten sie mittlerweile schon seine ganze Familie umgebracht und er war der Letzte. Er wusste noch nicht einmal warum seine Familie angegriffen worden war. Sie hatten politischen Einfluss und demnach auch politische Gegner. Und diese Gegner könnten das Attentat veranlasst haben. Aber Jeren wollte mit diesem Kapitel abschließen, allerdings bezweifelte er, dass er das mit seinem Gewissen verabreden konnte. Es waren immerhin seine Eltern, die getötet worden waren und es war nicht so, dass er sie nicht geliebt hatte. Er hat sie sogar sehr geliebt, auch wenn sie ihn zwangen die Künste der Magie zu lernen. Aber es gehörte für Bretonen dieses Ranges einfach dazu gute Fertigkeiten in einer oder mehreren Magieschulen zu haben. Das wäre in Cyrodill wohl so, als würde der Kaiser seinem Sohn erlauben ein gewöhnlicher Bauer zu werden. Daher fand er es auch umso erstaunlicher, dass er den Tod seiner Eltern einfach so hinnahm.
    Ihm viel auf, dass er selten nicht mehr so nachdenklich gewesen ist. Leider kehrte mit dieser Erkenntnis auch der Schmerz zurück, den er lange Zeit mit seinen Gedanken zurückgetrieben hatte. Währenddessen war er die ganze Zeit über die Black Road entlang getrottet. Zurzeit hielt sich der Schmerz in Grenzen, daher konnte er auch vorerst weiterlaufen. Er hat die Wunde noch ein wenig mit Heilzaubern und Kräutern bearbeitet, jedoch überstieg die Verletzung seine Fähigkeiten in der Heilkunst. Er war zwar ein guter Heiler, aber zum einen war er sehr erschöpf und hatte kaum noch Kraft und zum anderen vergrößerte sich der Schmerz nur wenn er versuchte einen starken Heilzauber auf die Wunde zu wirken. Er brauchte definitiv einen erfahrenen Heiler, deshalb ging er auch nach Chorrol, die Stadt, die ihm im Moment am nächsten war und die er mithilfe seiner Karte ausgemacht hatte. Aber kurz nach dem „Vorfall“(so nannte Jeren seinen Kampf mit den seltsamen Kreaturen), war es beinahe unmöglich sich überhaupt zu bewegen. Und die wenige Kraft, die er hatte, musste er auch noch in Heilzauber stecken, damit sein Arm die Reise überstand. Das Problem war, dass er all seine Kraft brauchte und die kriegte er nur vom Schlaf. Den er aber seit dem Vorfall nicht mehr hatte, denn all seine Versuche zu schlafen wurden mit grausamen Alpträumen bestrafft. Alpträumen von den schrecklichen Kreaturen und dem Kampf mit ihnen. Demnach hatte er wenig Schlaf. Daraus folgte, dass er wenig Kraft hatte. Das bedeutete, dass er trotzdem Kraft in Heilzauber stecken musste. Und daraus resultierte, dass er seit 2 Tagen kaum vorankam und alles noch schlimmer wurde.
    Jeren blickte hoch. Seine Laune besserte sich leicht. Er konnte schon den oberen Teil der Mauer sehen. Chorrol war also nicht mehr fern. Er hoffte, dass sich so nah an der Stadt keine Straßenräuber befanden. Er hatte schon den ganzen Weg über Angst vor ihnen. Jeder Bauerntölpel könnte ihn wohl jetzt mit seinem Hirtenstab erledigen. Und es war nicht ganz klar ob es der Tatsache zu verdanken war, dass Hirtenstäbe nicht allzu bedrohlich wirkten oder vielleicht nicht stabil genug waren oder ob sie einfach etwas leichter waren als eine Eisenkeule, aber seltsamerweise benutzten Räuber statt Hirtenstäben Schwerter, Äxte und Dolche. Und das bedeutete nicht gerade, dass Jeren's Chancen auf einen Sieg stiegen. Alles in allem war Jeren gerade ziemlich am Ende. Er wollte sich nicht allzu hervorheben, aber er war ein wirklich guter Kämpfer und Taktiker und er konnte auch gegen mehrere Gegner bestehen ohne auch nur eine Verletzung davonzutragen. Diese Kreaturen hingegen haben ihm wirklich schwer zugesetzt und für mehrere Tage außer Gefecht gesetzt. Es machte ihm Angst. Vor allem da er wusste, dass er schon besser kämpfen konnte, als die Legionäre Cyrodill's. Er musste jemanden davon berichten. Andererseits wusste er, dass die anderen ihn für verrückt erklären würden. Aber er hatte auch genug Verantwortungsgefühl, um über seinen Stolz hinaus zu denken und die Menschen, seien sie auch noch so erbärmlich und niederträchtig und hätten sie auch noch so sehr den Tod verdient, vor einer so grausamen und großen Macht zu warnen. Zuerst wollte er aber etwas über diese seltsamen Wesen in Erfahrung bringen. Zwar bezweifelte, dass er in den gewöhnlichen Buchhandlungen etwas darüber finden würde, aber Möglicherweise hatten die Magier der Universität in der Kaiserstadt ein paar Informationen, seien sie im Vergleich zu den bretonischen Hochmagiern nur Möchtegern Funkensprüher. Andererseits wollte er keinen Vorurteilen nachgehen, immerhin war er auch nicht der größte Magier auch wenn ein gewisses Talent vorhanden war. Was aber auch eher seine Schuld war.
    Plötzlich wurde die Welt um ihn herum dunkler. Als er sich wieder von seinen Gedanken löste und die Welt um sich herum wieder wahrnahm, bemerkte er, dass er in einen ziemlich großen Schatten getreten war. Als er dann hochblickte, bemerkte er, dass es der Schatten einer Mauer war. Chorrol's Mauer. Er zog seine Kapuze noch etwas tiefer ins Gesicht, so dass ihm auch ja niemand in die Augen blicken konnte und schritt auf das Stadttor zu. Die Eigentümerin des Stalls, welcher sich direkt neben dem Tor befand, bemerkte ihn Richtung Stadttor stolpern."Guten Tag, werter Herr. ich habe sie hier noch nie gesehen, daher nehme ich an, sie waren wohl noch nicht in Chorrol. Daher möchte ich sie im Namen der Stadtbewohner in unserer wundervollen Stadt begrüßen und...", sie brach ab, als Jeren sie unter seiner Kapuze mit finsterer Miene ansah. Die Frau wurde etwas verlegen und schritt etwas zu eilig in Richtung Stall.Mein erster Kontakt mit Städtern. Ich sag kein Wort und sie rennen schon vor mir weg. Das kann ja noch spaßig werden. Dann durchschritt er unter dem strengen Blick der am Außentor postierten Wache das Tor.

    Chorrol. Die Stadt hatte einen sehr gepflegten Eindruck. Zumindest vermittelte sie nicht das Gefühl, dass sich Halunken und Räuber in ihren Mauern aufhielten. Jeren war das nur Recht. Für den Moment brauchte er erst mal Ruhe. Er hielt auf eine Wache an, um sie um Auskunft zu erbitten. Im Kopf legte er sich die Worte zurecht. Immerhin musste er 9 Jahre lang nicht wirklich gepflegt reden und wollte sich weder blamieren, noch den Eindruck eines Idioten vermitteln."Entschuldigung", sagte Jeren."Ja, was kann ich für sie tun?", fragte ihn die Wache."Könnten sie mir sagen wo sich hier eine Gaststätte befindet?""Natürlich, dort hinten."Die Wache streckte den Arm aus und deutete auf ein größeres Gebäude."Das ist es", sagte er noch. Jeren bedankte sich und schritt auf die Gasstätte zu.Lief doch ganz gut, schmunzelte er.
    "Ein Zimmer, bitte", sagte er zu der Wirtin."Natürlich, natürlich", sagte die Wirtin. Sie war eine hoch gewachsene Khajiit. Er mochte die beiden Tierrassen, die Khajit und die Argonier. Warum? Vielleicht weil er als Jäger viel mit Tieren zu tun hatte und deshalb leichter einen Draht zu solchen aufbauen konnte. Aber er wusste es nicht genau. Wie so vieles. Und so stampfte er die Treppe zu seinem Zimmer hinauf. Er legte seinen Rucksack ab und ließ sich aufs Bett fallen, jedoch hat er sich so sehr über das Bett gefreut, dass er seinen Arm vergessen hat und so wurde der Aufprall auf das Bett von Schmerzen und Stöhnen begleitet. Doch so gerne er sich jetzt etwas entspannt hätte, er musste sich erst mal darum kümmern die Nacht zu überleben. Sein Arm tat im Moment nicht so sehr weh, er wusste andererseits nicht so Recht, ob das gut oder schlecht war. Es war mittlerweile schon spät geworden, aber dennoch wollte er noch einige Dinge erledigen. Zum einen wollte er sich neue Kleidunge besorgen, denn er wollte nicht mit einer Rüstung durch die Stadt laufen, außerdem waren seine alten Kleider sehr abgenutzt. Weiterhin wollte er seine Rüstung in Reparatur geben, denn sie wurde bei m Kampf sehr stark beschädigt. Desweiteren brauchte er auch einen neuen Rucksack. Zwar brauchte er auch noch einen Heiler, allerdings war es nun wirklich spät und Jeren hatte kaum Kraft mehr um sich überhaupt noch zu bewegen. Den Besuch zum Heiler würde er auf morgen verschieben müssen. Er hoffte, dass dies kein Fehler war, den er später bereuen würde. Dann fiel ihm noch ein, dass er ein neues Kurzschwert brauchte und sich am besten auch richtige Pfeile besorgen sollte. Seine waren ja nur aus Tierklauen, jedoch war es sich sicher, dass es mehr als das brauchte, um diese schrecklichen Wesen zu besiegen.
    Daher ging er noch einmal zu der Wirtin hinunter und erkundigte sich, wo er was finden würde.
    Erst am späten Abend war Jeren wieder in der Gaststätte. Zuvor hatte er noch Seed-Neeus aufgesucht und sich einfache Kleidung schneidern lassen. Außerdem hatte er noch einen langen Kapuzenmantel bestellt, der bis zum Boden reichte und seinen ganzen Körper bedeckte. Er war so lang, dass nicht mal seine Stiefel hervorschauten und dir Ärmel waren länger als seine Arme, so dass er diese in den Ärmeln verstecken konnte. Außerdem wollte er eine extra Große Kapuze haben, so dass er sie schön tief in sein Gesicht ziehen konnte. Die Argonierin hatte ihn schräg angeschaut, als er den Mantel in Auftrag gab, jedoch stellte man Geld keine Fragen. Das hatte Jeren früh gelernt. Schließlich war er noch bei der Schmiedin gegenüber der Gaststätte gewesen. Das Krokodil hatte seinen Brustharnisch komplett unbrauchbar gemacht, also musste er sich einen neuen kaufen. Er fand es schade sein Geburtstagsgeschenk wegwerfen zu müssen, aber was sein musste, musste sein. Zudem hatte er seine übrigen Rüstungsteile in Reparatur gegeben und ein neues Kurzschwert gekauft, eins aus Stahl, so wie er es schon vorher geführt hat.
    In der Gaststätte angekommen legte er seine Sachen in sein Zimmer, das er mittlerweile für 3 Wochen bezahlt hatte, und ging dann runter um noch etwas zu essen und vielleicht sogar einen Schluck zu trinken. Er hatte ehrlich gesagt noch nie Alkohol getrunken. Damals war er noch zu jung und ansonsten sah er kein Bedürfnis danach. Aber probieren wollte er es jetzt auf jeden Fall. Jeren lief jetzt mit einem Kapuzenmantel durch die Gegend, denn es war die einzige Möglichkeit seine Kapuze noch zu tragen, auch wenn es etwas dämlich und seltsam aussah, aber seit wann scherte er sich schon um die Meinung anderer. Zudem hatte er andere Probleme, zum Beispiel ist sein Plan wenig Geld auszugeben, um in der Stadt nicht aufzufallen, komplett nach hinten losgegangen. Die Schmiedin, die Gaststätte, seine neue Kleidung. All das hatte ihn eine ganz schöne Summe gekostet. Und das führte zu zwei Problemen: 1. Werfen einem die Leute, besonders die Wachen, schräge Blicke zu, denn woher sollte ein einfacher Jäger so viel Geld haben. Zu mindestens auf legalem Wege. Und 2. war Jeren paranoid genug die Möglichkeit in Erwägung zu ziehen, dass die Mörder seiner Familie in suchten und Aufmerksamkeit zu erregen wäre in diesem Fall ziemlich dumm. Aber er konnte es jetzt auch nicht ändern und würde auch ganz sicher nicht nervös und zitternd in seinem Zimmer hocken. Dennoch konnte er diesen Gedanken nicht verwerfen.
    Die Gaststätte war komplett voll. Hätte er nicht im Voraus bezahlt hätte er auch keinen Tisch bekommen. Doch so saß Jeren gemütlich an seinem Tisch. Er hatte fertig gegessen und trank nur noch in kleinen Schlucken sein Bier."Schmeckt gar nicht so schlecht,", dachte er, „aber die allgemeine Begeisterung dafür kann ich trotzdem nicht verstehen."Dann schaute er sich um. Die meisten Tische waren von Nord, Kaiserlichen, Rothwardonen und Orks besetzt, die Lauthals brüllten und grölten. Wie selbstverständlich stellte er seinen Bierkrug auf dem Tisch ab und schob ihn etwas von sich weg. Die restlichen Tische waren von Mischgruppen besetzt, die zum Glück etwas leiser waren. Selbst die Theke war komplett voll. Da bemerkte Jeren einen Argonier, der mit einem Bierkrug in der Hand etwas planlos im Raum stand. Er schaute sich nach einem Platz um, wo er sein Bier genießen konnte. Scheinbar schien es ihm nichts auszumachen, dass er alleine war. Was solls, es könnte doch sicher interessant werden, dachte er. Dann rief er dem Argonier zu. Der schaute etwas überrascht durch den Raum und fixierte schließlich Jeren."Ja du. Komm setzt dich". Der Argonier guckte noch einen Moment lang überrascht, dann setzte er sich schließlich in Bewegung und kam zu Jeren an den Tisch. „Es hatte den Anschein als suchtest du nach einem Tisch. Setzt dich ruhig, ich tue dir nichts". Jeren kam sich dämlich vor. Er hat den Argonier angeredet, als wäre es ein Kleinkind. Der Argonier setzte sich, musterte Jeren, der komplett in seinem Kapuzenmantel vermummt war, postierte dann seinen Bierkrug auf dem Tisch und blickte hinein. Jeren tat ihm gleich. Sie saßen eine Weile da und sagten nichts.“Ser-Kueij“, sagte der Argonier dann plötzlich. Ein Lächeln huschte über Jerens Mundwinkel. „Jeren“, sagte er. „Danke“, brummte Ser-Kueij. „Kein Problem“, sagte Jeren mit einem Lächeln. „Du bist hier neu was? Hab dich noch nie gesehen.“ „Ja“, antwortete Jeren. „ Und du? Du scheinst auch noch nicht so lange hier zu sein.“ Der Argonier lachte. „Und das, obwohl ich schon länger hier bin. Aber du hast Recht, ich hab hier keine Freunde.“ „Warum nicht?“ Ser-Kueij zuckte mit den Schultern. „Hat sich so ergeben.“ Jeren schaute wieder in seinen Bierkrug. „Erzähl mal, wie ist Chorrol so.“ Jeren überraschte es, dass er anfing so locker mit Ser-Kueij zu sprechen. Er kannte ihn doch gar nicht. Ser-Kueij überlegte einen Moment. „Was soll man da erzählen. Die Stadt ist ruhig, gepflegt, es gibt so gut wie keine Kriminellen. Die Einwohner sind nett.“ Jeren runzelte die Stirn und blickte zu den Nord rüber, die mittlerweile noch lauter geworden sind. Ser-Kueij grinste. „Ausnahmen bestätigen die Regel. Sie sind auch nur normale Mensche, die gelegentlich mal feiern wollen. Nur tun sie das eben lauter als so manch anderer.“ Jeren verstand nicht warum man so laut grölen musste. Aber es war ihm im Moment egal. Ihn interessierten mehr der Argonier, die Stadt und sein Arm, der ihm wieder zu schaffen machte. Er presste seine Hand unter dem Tisch auf die Wunde. Er musste sich anstrengen um nicht wieder aufzustöhnen. Ser-Kueij fuhr fort: „Ansonsten hat Chorrol ein schönes Zentrum, welches von Gilden, schönen Häusern und einer großen Eiche geschmückt ist. Die Läden hier haben eine gute Qualität.“ „Scheint eher eine Stadt zu sein in der man sich nach seinen Abenteuern zurückzieht“, fand Jeren. „Ja.“, stimmte ihm Ser-Kueij zu. „Die Stadt ist aber auch ein beliebter Anlaufs-Punkt für Jäger, weil es in den Wäldern außerhalb der Stadt viel zu erlegen gibt. Ansonsten ist hier nichts los. Aber in solchen Zeiten ist man auch froh wenn nichts los ist“, sagte der Argonier und lachte. Jeren überhörte die letzte Aussage. Stattdessen überlegte er wie er das Gespräch fortsetzten konnte. Der Argonier war ihm gleich sympathisch und er wollte mehr über ihn erfahren. Allerdings haben sie sich erst grade getroffen. Er wollte nicht unverschämt sein aber er versuchte es trotzdem. „Wo wir doch schon beisammen sind…würde es dir etwas ausmachen…ich meine…würdest du mir deine Geschichte erzählen?“ Nun fühlte sich Jeren wirklich dämlich. Ser-Kueij schien die Nervosität Jeren’s einfach zu ignorieren und überlegte einen Moment. Vielleicht wusste er nicht ob er Jeren traute oder ihn gern genug hatte. Vielleicht wollte er auch niemandem, den er erst seit einem Abend kannte seine ganze Lebensgeschichte erzählen. Letztendlich tat er es doch. „Da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich habe das gleiche Schicksal erlitten wie viele andere Argonier auch: Ich wurde in Schwarzmarsch geboren und einige unangenehme Zustände zwangen meine Familie und mich nach Morrowind. Dort wurden wir eingefangen und als Sklaven in den Minen gehalten. Bei unzähligen Aufständen verlor ich Freunde und Familie und konnte mich schließlich selbst befreien. Dann bin ich geflohen und hierhergekommen.“ Ser-Kueij schaute wieder in seinen Bierkrug. Er versuchte seine Gefühle gar nicht erst zu verstecken und sah sehr traurig aus. Er atmete tief durch, um seine schlechten Erinnerungen zu vertreiben. Dann schaute er auf und fragte: „Und wie ist deine Geschichte?“ Diesmal war es Jeren, der überlegte. Noch nie hatte er jemanden seine Geschichte erzählt. Sie war sehr persönlich und er fühlte sich dabei unwohl jemanden davon zu erzählen. Allerdings hatte Ser-Kueij ein ähnliches wenn nicht gar schlimmeres Schicksal erlitten. Bevor er es sich nochmal anders überlegen konnte fing er auch schon an zu erzählen: „ Ich bin als Kind, unter dem Sternzeichen des Kriegers, von reichen und adeligen Eltern geboren worden. Sie hatten einen großen politischen Einfluss und das wurde ihnen möglicherweise zum Verhängnis. Ich wurde in der Schule der Veränderung und Wiederherstellung unterrichtet, obwohl ich mich mit der Magie noch nie richtig anfreunden konnte. Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich kann Magie einfach nicht ausstehen. Stattdessen habe ich gelernt mich auf meinen Bogen zu verlassen und, in Nahkampf, auf mein Kurzschwert. Dann…“ Jeren stoppte, denn jetzt kam ein Teil seines Lebens, den er am liebsten vergessen würde. Doch das konnte er seiner Familie nicht antun. „Dann… Irgendwann wurde meine Familie von Assassinen angegriffen. Die meisten starben. Ich weiß nicht wer sie waren, wer sie geschickt hat oder warum meine Familie sterben musste. Jedoch habe ich beschlossen wegzugehen und Jäger zu werden.“ Ser-Kueij überlegte einen Moment. „Du scheinst aber kein typischer Bretone. Und dein Sternzeichen ist auch sehr ungewöhnlich.“ „Ja“, stimmte Jeren ihm zu. „Unter welchem Sternzeichen bist du denn geboren. Der Argonier zuckte zusammen und schien einen Moment lang nervös zu werden. Dann sagte er: „Ich weiß es nicht. Ich wurde irgendwann in der zweiten Saat geboren.“ Jeren fand das Verhalten des Argoniers sehr ungewöhnlich. Er war sich sicher, dass Ser-Kueij genau wusste unter welchem Sternzeichen er geboren war. Warum wollte er es ihm nicht sagen? Er nahm sich vor herauszufinden unter welchem Sternzeichen Ser-Kueij tatsächlich geboren war.
    Die beiden saßen noch eine Weile da und redeten über alles Mögliche. Über Morrowind, über High Rock, über Cyrodill. Schließlich bemerkte Ser-Kueij, dass Jeren seine Hand auf seinen Arm presste: „Was ist los? Bist du verletzt?“ Jeren nickte. „Woher hast du die Wunde denn?“ Jeren stockte der Atem. Was sollte er sagen? Von einem Bären oder Wolf? Nein, er machte sicher nicht einen so unerfahrenen Eindruck, als dass er von einem wilden Tier so zugerichtet worden wäre. Er musste einfach die Wahrheit sagen. „Ich weiß du wirst mich für verrückt halten, aber es waren…es waren...sag mal gab es hier in letzter Zeit ungewöhnliche Vorfälle? Oder gab es mal Angriffe von seltsamen Wesen?“ Jeren erwartete, dass der Argonier ihn schräg ansehen und schließlich mit eiligen Schritten weggehen würde. Stattdessen sagte er: „Seltsamen Wesen? Ach du meinst Deadra. Ja die gab es in letzter Zeit in Maßen. Warum fragst du? Haben sie dich so zugerichtet?“ Jeren war perplex. „Du…du kennst sie?“ „Kennst du sie etwa nicht?“ „Um ehrlich zu sein…Nein. Das war meine erste Begegnung mit ihnen.“ Jetzt war es Ser-Kueij der perplex war. „Was…wie…aber….Du weißt doch über die Oblivon-Krise Bescheid oder?“ Jeren schüttelte den Kopf. Von was sprach der Argonier da. Dieser lehnte sich zurück und atmete tief durch. „Das ist…seltsam um es milde auszudrücken. Hmm..du warst nur in den Wäldern unterwegs oder?“ Jeren nickte. „Das könnte einiges erklären, die Deadra haben meistens nur große Städte angegriffen. Ich weiß nicht so ganz wie ich es dir erklären soll, aber…hier in Cyrodill und auch in Hammerfell gab es bis vor kurzem eine sogenannte Oblivion-Krise. Sag mal von wem hast du die Wunde?“ „Ich kenne nicht die Namen der Wesen. Das eine war eine „Spinnenfrau“ und das andere sah aus wie ein riesiges Krokodil, das aufrecht laufen kann.“ Ser-Kueij nickte langsam. „Ein Spinnendeadra und ein Deadroth. Beides sehr starke Gegner, grade der Deadroth. Du scheinst mehr zu sein, als ein gewöhnlicher Jäger, sonst hättest du mehr von dem Kampf mit ihnen davon getragen, als eine Wunde am Arm. Gab es dort wo du sie angetroffen hast…schwarz-rote Stacheln?“ „Ja“, antwortete Jeren. Er fühlte sich auf einmal so leer. Ein einfacher Bürger wusste etwas über diese Wesen und eine Krise Bescheid und er hatte keinen blassen Schimmer was vor sich ging. „Ja da waren Stacheln. Und die Erde und die Bäume drum herum waren verkohlt.“ Der Argonier nickte wieder. „Diese Stacheln waren ursprünglich Tore. Tore die nach Oblivion führten, dem Reich des Vergessens. Vor wenigen Tagen wurde alle diese Tore geschlossen. Ich weiß nicht warum, aber ich habe gehört, dass etwas in der Kaiserstadt geschehen ist und sich alle Tore daraufhin geschlossen haben. Was genau weiß ich aber nicht, es sind noch recht wenige Informationen durchgesickert.“ Dann erzählte Ser-Kueij weiter. Er erzählte über die Deadra, über Mehrunes Dagon, über die Tore und über Oblivion. Es war eine grausame Zeit und es gab viel Leid, Trauer und Scherz. Jeren hörte einfach nur zu, gab keinen Laut von sich, nickte nicht einmal. „Ich finde es dennoch seltsam, dass du bisher auf keines der Tore gestoßen bist. Du bist doch durch Hammerfell gezogen oder nicht? In Hammerfell war die Krise sogar noch schlimmer als hier. Cyrodill schickte sogar einige Truppen rüber, obwohl sie selbst genug Probleme hatten. Hast wohl ziemliches Glück gehabt, was?“ Ser-Kueij lächelte. Es war ein gezwungenes Lächeln, aber er versuchte einfach nur die Atmosphäre ein wenig aufzulockern. Jeren ignorierte das Lächeln einfach. Er war ganz in Gedanken vertieft. „Du denkst über die Deadra nach was? Wenn du genaue Informationen willst, dann geh morgen zu Renoits Büchergeschäft. Während der Krise haben alle Büchergeschäfte haufenweise Bücher über Deadra im Sortiment aufgestockt. Du solltest von daher alles was du an Informationen brauchst, dort finden.“ „Danke, ich schaue mal morgen vorbei“, sagte Jeren beiläufig. Er wollte tatsächlich mehr über diese Deadra erfahren, auch wenn die Krise vorbei zu sein schien. Er konnte seine Gedanken kaum von ihnen lösen.

    Jeren versuchte seine Gedanken mit einem Schluck Bier runterzuspülen. Es war warm geworden und schmeckte wiederlich. Jeren verzog das Gesicht. Ser-Kueij packte Jerens Bierkrug. Beinahe augenblicklich wurde es kalt. Jeren verstand erst mal nicht, was der Argonier getan hatte. Dann fragte er überrascht: „Du beherrschst die Schule der Zerstörung?“ „Ja, ein wenig. Und die Schule der Mystik auch. Aber meine Künste mit der Magie halten sich in Grenzen.“ Ser-Kueij lächelte wieder. Sein Lächeln war sympathisch, jedoch schien es Jeren so, als wollte er damit nur seine Nervosität überdecken. „Ich dachte du warst nur ein Sklave?“ „Naja, ich war ja nicht immer Sklave“, sagte Ser-Kueij. Er wirkte wieder ganz nervös und wollte es darauf belassen. Jeren fand sein Verhalten höchst merkwürdig, wollte den Argonier aber erst mal nicht weiter ausfragen. Jedoch nahm er sich vor noch mal darauf zurückzukommen und etwas über ihn in Erfahrung zu bringen.
    Sie saßen noch länger da. Da ertönte die Glocke. Ser-Kueij schaute auf. „Ich muss los, muss morgen früh aufstehen“, sagte er. „Was machst du denn? Hast du einen Laden in der Stadt oder ein Feld irgendwo außerhalb?“, fragte Jeren. „Nein, ich helfe nur in Läden und auf Feldern aus. Irgendwie muss ich ja Geld verdienen. Und als früherer Sklave habe ich gute Qualifikationen für’s Aushelfen“, sagte Ser-Kueij lachend. Jeren überraschte, dass der Argonier so offen und unbesonnen darüber sprach, dass er ein Sklave war. Ser-Kueij bemerkte dies. „Man sollte nicht über seine Vergangenheit trauern Jeren, sonst zerbricht man daran. Glaube mir, ich weiß wovon ich rede“, sagte der Argonier mit einer Mischung aus Ernst, Weisheit und freundlichem Ratschlag. „Wenn du das gleiche erleben wirst wie ich, wirst du es merken.“ Jeren war erstaunt. Er hatte den Argonier wie einen gewöhnlichen Bauern eingeschätzt, aber mit einem Mal merkte er, dass viel mehr hinter ihm steckte. Ser-Kueij stand auf und verabschiedete sich. „Du kommst doch morgen wieder?“, wollte Jeren wissen. Jeren war auf einmal verlegen. Eigentlich wollte er nicht wirklich viel mit den Menschen in der Stadt zu tun haben und jetzt auf einmal wollte er sich unbedingt wieder mit einem von ihnen treffen. Und das, obwohl sie grade mal ein Bier zusammen getrunken haben. „Natürlich. Du gibst mir ja einen aus“, antwortete der Argonier mit schallendem Lachen. „Kein Problem.“ Der Argonier verließ das Gasthaus. Jeren trank noch sein Bier aus und ging dann auch hoch zu seinem Zimmer. Der heutige Tag hatte ihn vollkommen gefordert. Kaum in seinem Zimmer ließ er sich schon auf sein Bett fallen. Er dachte noch über Ser-Kueij nach. Er musste unbedingt etwas über ihn herausfinden. Er mochte ihn. Er war auch der Erste, mit dem er seit so langer Zeit richtig gesprochen. Und er hatte ihm seine Lebensgeschichte erzählt. Es fühlte sich so befreiend an, als wäre Jeren all die Jahre lang in Ketten gelegt, die sich nun gelöst haben. Jeren war glücklich. Es war unglaublich befreiend mit jemandem seit all den langen Jahren zu reden, seien die Gespräche auch unbedeutend. Jeren verstand nur nicht warum es der Argonier war. Gerade er.
    Und während er so grübelte schlief er ein.
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  7. #27
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    Es war noch früh am Morgen, als Malcan aus seinem tiefen Schlaf erwachte. Die ersten Vögel zwitscherten vor seinem Fenster, weil der Wirt für gewöhnlich über Nacht die Brotreste nach draußen stellte, an denen diese sich nun reichlich bedienen durften. Warm und beruhigend durchdrang das Sonnenlicht die Scheibe und streichelte wie eine Geliebte sanft Malcans Wangen. Das erdrückende Gefühl des gestrigen Tages war vollends aus seinen Gedanken verschwunden und hatte seinen geschwächten Körper verlassen. Stattdessen erwartete ihn ein prächtiger Frühlingsmorgen, der keinen Platz ließ für Trübsinn und Unmut, sondern vielmehr dazu aufrief, mit der Angebeteten in den Armen durch die blumenübersäten Wiesen zu tollen und das Leben in allen Zügen zu genießen. So zog er sich bester Laune den dünnen Umhang über und schlich durch seine Kammer. Als er die Hintertür öffnete, um nach draußen zu treten, begrüßten ihn die wallenden Frühlingswinde und kitzelten seine nackten Knöchel mit einer angenehmen Brise. Tief atmete er die alles umgebende Morgenluft ein, die wie geschwängert von der hohen See erfrischend und belebend Malcans ganzen Körper durchdrang. Der strahlend blaue Himmel verwöhnte spielend Malcans Augen, die in den letzten Tagen geschunden wurden von Grausamkeiten und Fieberträumen. Ein Tag, an dem alles nur besser werden konnte.

    Malcan schlenderte zufrieden mit sich und der Welt die Seitengasse, in der er sich befand, entlang zum Hafen. Es war noch recht still, denn der Trubel hatte noch nicht auf den Straßen begonnen. Er beobachtete eine Gruppe von kräftigen Matrosen, wie sie ihr kleines Boot mit vielen Kisten und Fässern beluden. Schwitzend und schnaubend stemmten sie eine Ladung nach der anderen und schienen doch nicht erschöpft, sondern eher glücklich und mit sich im Reinen. Nicht weit von Malcan entfernt, sah er den Wirt, der bereits früh seiner Arbeit nachging und das Pflaster fegte. Malcan winkte ihm kurz, als er aufschaute, während dieser es mit einem freundlichen Lächeln erwiderte.

    Lange hatte er sich nicht mehr so gut gefühlt, ging es ihm durch den Kopf, als er der Straße in Richtung innerer Kaiserstadt folgte. Ein Alchemist aus dem Händlerdistrikt erwartete morgen von ihm eine Lieferung; Malcan hatte ihm zwanzig Perlen für seine Experimente versprochen, die man oft an den Ufern der hiesigen Wildnis finden konnte. Aber dieser Tag schien ihm zu kostbar, als dass er ihn auf der Suche nach Reagenzien für geizige Alchemisten verbringen sollte.

    Heute schien die ganze Welt in Ordnung, jeder Streit und Zwist beigelegt, und dafür Menschlichkeit und Liebe alle Herzen zu berühren - mit diesen Gedanken schlenderte Malcan über den schönen Talos-Bezirk, für ihn eines der Schmuckstücke dieser Stadt, während er fasziniert mit der linken Hand an der hohen Mauer vorbei strich und dabei jede Unebenheit der massiven Steine spürte. Sie zog seine gesamte Aufmerksamkeit in ihren Bann als wäre er noch ein kleiner Junge. Eine Verbundenheit mit diesem Felsgestein, das die Zeiten überdauert hatte und so viele Geschichten zu erzählen wusste, durchzog seinen Arm.

    Ihm fiel wie Schuppen von den Augen, was er gestern Abend noch nicht begreifen konnte. Dieser Frühlingsmorgen war für ihn wie ein Schlüssel zu der mysteriösen Tür der Sprache des Gedichtes. Wahre Magie, kann nur der erlangen, der im Einklang mit der Welt lebt, denn die Magie ist Teil von jedem und allem, was existiert. Die Worte schienen von den schönsten der Musen gesungen durch seinen Kopf zu hallen und durchfluteten seinen Körper. Noch stärker als zuvor übermannten ihn seine Gefühle und er wippte freudig auf und ab beim Gehen. Dieser Tag war so anders, denn alles schien so einfach zu sein, jedes Problem konnte in Sekunden aufgelöst werden. Die ganze Welt schien in ihm und durch ihn zu pulsieren. Hätte er doch nur jemandem, mit dem er diese Gefühle teilen konnte. 'Wahrhaft, dieser Tag ist vortrefflich', gluckste er, als auch dieser Wunsch sich erfüllte. Malcan erblickte den Heiler Heril, der auf ihn zugelaufen kam. Dass dieser in seinem hohen Alter sich noch so bewegen konnte, belustigte Malcan auf seltsame Art und Weise. Scheinbar war dieser Morgen nicht nur für ihn ein Geschenk.

    Doch der Alte blickte gar nicht glücklich drein, als der junge Magier sein Gesicht genauer erkennen konnte. Er wirkte vielmehr geschockt und aufgeregt, Schweiß ran ihm die Stirn herunter, die Schläfe pochte heftig und er keuchte lautstark. Dem jungen Magier lief es eiskalt den Rücken herunter und wie ein Spiegel zerbrach die heile Welt vor ihm zusammen. Schrill durchbrach der Schrei der trauernden Frau an den Ufern der Kaiserstadt wieder seinen Geist und zog Risse durch seine Gedanken. Alle Vögel schienen zu schweigen, der Himmel wirkte bewölkt und düster und alles, was er so sehr heute mit Euphorie lieben gelernt hatte, verschwand in einem dunklen Loch, aus dem er nur mühsam erst entkommen war. 'Malcan', rief Heril erschöpft, 'den Neunen sei Dank, dass ich Euch treffe, etwas Schreckliches ist geschehen! Ihr müsst sofort mitkommen!'
    Malcan is offline Last edited by Malcan; 12.03.2011 at 12:43.
  8. #28
    Ritter JonnyBgood's Avatar
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    Nemor öffnete die Augen.Über ihm flog ein Vogel.Er sah nur den blauen Himmel und eine Wand zu seiner rechten.Sein Kopf drehte sich.Es war eine Mauer.Eine Stadtmauer.Eine von der besonders großen und dicken Sorte.An der Art der Mauer und der Tatsache das die Sonne sich kaum verändert hatte schätzte er das er noch am Leben war,in Cheydinhal lag und ungefähr 3 Stunden vergangen waren.Ein Käfer krabbelte über seine Brust.Er lag mit allen vieren ausgestreckt im Gras.Als er seinen Arm heben wollte um den Käfer platt zu schlagen überzeugte sein Arm ihn das erstmal auszulasse.Als er seinen Arm fragte,warum er auf ihn hören solle antwortete dieser mit dem Argument das ihm jede Bewegung schmerzen versetzte.Mit diesem Argument gab sich Nemor zufrieden und er pustete den Käfer weg.Es war kühl.Warum war es kühl?Die Sonne schien doch.
    "Aber du liegst im Schatten".Nemor wollte sich selbst gerade antworten doch paralysiert von der Tatsache das seine Gedanken langsamer denn je durch seinen Kopf gingen,oder einfach an ihm vorbei gingen und ihn noch nicht einmal grüßten,lag er einfach nur dar.

    1Stunde

    2Stunden

    3Stunden

    Nemors Gedanken waren wieder versammelt und in seinem Kopf vereint.Er hob den Arm,
    und zuckte sofort zurück.Ein stechender Schmerz durchzog ihn als er das Licht berührte.Es war nicht sehr schmerzhaft,ungefähr wei ein Nadelstich,trozdem kam es überraschend. Nemor bewegte den Arm nochmal aber jetzt zu Seite.Nichts.Kein Schmerz.Er rollte sich nach rechts und stand unbeholfen auf.Die Sonne stand bereits sehr tief unten.Nemor blickte um sich.Er war hinter dem verlassenem Haus nahe des Osttors.Er wollte sich grade auf dem Weg zu Herberge machen da musste er wieder einen Schritt nach hinten tuhen."Was zum Teufel"?Dachte Nemor.Er konnte in einige Richtungen gehen und in anderen wartete Schmerz auf ihn.Da fiel ihm auf das er ja im Schatten stand und der Weg in den er gehen wollte im Licht der Sonne getaucht war."Also war der Dunkelelf doch ein Vampir!"Nemor wurde schlecht.

    In seiner Heimat,einem Dorf nahe Narsis in Morrowind,hatte es auch einen Vampir gegeben.Als er enttarnt wurde haben sie ihn verbrannt.In seinem Keller fand man die Leichen von 23 Kindern die in Narsis verschwunden waren.Nemor wurde schon zur Abneigung gegen Vampire erzogen und nun,war er selbst einer.Er griff nach seinem Beutel und hohlte das Fell der Wölfe heraus.Mit einer Sene derselben Tiere band er sich das Fell um die Hände,setzte seine Kapuze auf und rannte hinter den Häusern her in Richtung der Herberge "Neuland Schenke".Dort angekommen öffnete er die Tür und ging vorsichtig hinein.Im vorderen Raum war niemand doch er hörte das weiter hinten die Orum Bande zechte.Er zog sich schnell das Wolfsfell und die Kapuze ab damit er nicht noch mitgenommener wirkte als er eh schon war.Er ging mit ruhigen Schritten auf die Dunkelelfe am Tresen namens Dervera zu."Ich,ich muss was verkaufen."stammelte Nemor."Meine Güte,du siehst ja noch abgerissener aus als sonst!"antwortete sie in einem zynischen Ton.Darauf sagte Nemor nichts sondern zeigte ihr die Sachen die er eingesackt hatte.Nemor redete nie viel.Nicht mit anderen Dunkelelfen,nicht mit Nords,mit niemanden,
    außer es war dringend nötig.Die Leute hielten ihn für schüchtern,er sich für berechnend.
    Keiner hatte damit recht."Für die drei Felle und das Gold gib ich dir zusammen 80 Septime,die Halskette und das Schwert wirst du bei mir nicht los,ist mir einfach zu heiß!"
    sagte sie nachdem sie sich alles angeschaut hatte.Er überlegte kurz ob er ihr erzählen sollte das die anderen Sachen von Banditen stammen und nicht von der Karawane,doch er war zu aufgewühlt um ein Wortgefecht mit einer Dunkelelfe zu führen der die Wachen eh schon im Nacken hingen.Er nickte und nahm 75 Gold von ihr und einen Schlüssel für ein Zimmer oben.Er war schon Stammgast weshalb er Rabatt bekamm,und er war ein Dunkelelf.Er trotete nach oben in sein Zimmer und fühlte sich niedergeschlagen.Von einem kleinen Job hatte sich sein ganzes Leben geändert.So durfte es nicht kommen,doch
    welche Option hatte er?Er hatte keine Heiltränke mehr,keine krankheitsmildernden Kräuter.Er überlegte ob er etwas tun sollte was er noch nie getan hatte.Vieleicht hatte er die Chance in der Kapelle geheilt zu werden.Es war die letzte Wahl die er ergreifen würde,aber auch seine letzte Hilfe.

    Es war 1 Uhr Morgens.Alle schliefen.Nemor stand auf,verlies die Herberge und ging in Richtung Kapelle.Sie sah fremd für ihn aus.Von innen würde sie noch fremder aussehen.Er schritt auf die Tür zu als plötzlich Breg-Gar Rodumpf,ein Mitglied der Orum Bande und augenscheinlich besoffen,hinter einem Baum hervorkam.
    "Na was haben wir denn da,den Dunkelelfen der in der Herberge günstiger pennen darf,weil er sich das Lager mit der Wirtin teilt."provozierte er.Nemor fühlte Hass in sich aufsteigen,doch er unterdrückte ihn und antwortete nicht."Was?Hat es dir die Sprache verschlagen?Was willst du unzivielietierteter Hund in der Kapelle?Die lassen da keine Dunkelelf-Bastarde rein."Nemor ballte die Fäuste."Es heißt Dunmer."sagte er ruhig.
    Eine weile schaute der Ork ihn an,so als wollte er prüfen ob es noch zu einer Schlägerei kommen würde oder nicht."Es heißt alle Dunkelelfen wären Huren,war deine Mutter auch eine?"Nemor schlug dem Ork ins Gesicht so das dieser zu Boden fiel.Er ließ den Ork einfach da liegen und ging schnell in die Kirche.Doch als er eintratt wusste Nemor nicht so genau was er tuhen sollte.Er ging auf den großen Altar in der Mitte zu,kniete sich vor ihn und betete.In Gedanken sagte er:"Oh,ihr neun.Ich...ich...ihr seit meine letzte Hoffnung,bitte zeigt mir Genade und ich werde euch dienen bis ans Ende meiner Tage." Er wartete,doch nichts geschah.Er fing an zu heulen und schrie nun:"IHR HABT MIR MEINE ELTERN GENOMMEN,MEINE FAMILIE,DA KÖNNT IHR MIR DOCH WAS ZURÜCKGEBEB!!!!!"Er wartete wieder.Auf einmal sah er vor seinem inneren Auge die Worte: Dunmer,dein Leben hast du dem spott über uns gewidmet,hast dich über unsere Gesetze erhoben und Tot über schuldige aber auch Leid über Unschuldige gebracht,wir schulden dir nichts.

    Nemor hatte aufgehört zu schluchzen,hockte einige Sekunden einfach nur so da.Doch dann sprang er auf schrie und fluchte um sich:"IHR WOLLT GÖTTER SEIN?IHR SEIT BASTARDE!NICHTS ALS LÜGEN!" Er trat einige Kerzen um und zerschlug eine Bang mit der bloßen Hand.Da ging die Tür auf und ein Ork mit einem blauen Auge tratt ein."Hat dein Vater auch so deine Mutter angeschrien und verprügelt Dunkelelf?"Nemor bewegte den Kopf langsam is seine Richtung und flüsterte kaum hörbar:"Es heißt Dunmer!"
    Mit einem sprung war er auf dem Ork und hatte diesen zu Boden geworfen.Er schlug ihm in den Magen und zerfetzte Haut und Innereien,ja seine Hand kam auf der anderen Seite wieder raus.Nemor senkte den Kopf ,haute seine Zähne in den Hals der Orkes und trank gierig dessen warmes Blut.In seinem Kopf sagte ein Stimme:Es ist ein Geschenk!
    JonnyBgood is offline Last edited by JonnyBgood; 12.03.2011 at 19:13.
  9. #29
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    Drew war gelangweilt. Er hatte sich in den Läden umgeschaut und schließlich hat er auch einen Platz gefunden an welchem er trainieren konnte, ohne Jemanden zu verletzen. Doch jetzt wollte er nicht trainieren. Er ging auf die Straße und hatte daraufhin einen Mann mit einer Maske, welcher zudem einen Umhang mit roten Wolken darauf trug gesehen. Und einen Khajit, scheinbar wütend und bewaffnet, aber dennoch sah er wie Irgendein Verbrecher aus. Und nach einem kurzen Gespräch zwischen den Beiden kam auch die Wache, die den Khajiten töteten. Jetzt war klar der Khajit war ein Verbrecher. Nachdem die Wache weg war und der Maskierte langsam weitergehen wollte ging Drew auf ihn zu. Guten Abend, wie ich sah hattet ihr ein, nun nennen wir es "Problem" mit diesem Räuber. Passiert ihnen soetwas häufiger und sind sie es leid, dass sie in solche Situationen geraten? Nun ja, dann hätte ich vielleicht eine Lösung für ihr "Problem". Mein Name ist Drew und ich bin Söldner. Doch nicht Irgendein billiger Totschläger, sondern ein Beschützer. Ich wäre bereit für einen kleinen Betrag für sie als Eskorte zu arbeiten und sie können sich sicher sein, dass ich auch nicht vor Ayleidenruinen, oder Nekromantennestern zurückschrecken werde. Wenn sie meine Dienst in Anspruch nehmen wollen, dann kommen in mein Haus in dem Talos Platz. Wo genau, dass schreibe ich ihnen schnell auf. Ich hoffe sie kommen auf mein Angebot zurück Daraufhin schrieb er die Adresse seines Hauses auf und gab sie dem potentiellen Kunden.
    Drew machte sich daraufhin auf den Weg in seine Behausung.
    Drew is offline Last edited by Drew; 12.03.2011 at 21:30.
  10. #30
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    Veeshay erwachte auf einer Wolldecke im Haus seines Onkels. Es war noch dunkel, draußen dämmerte es nur allmählich. Er hatte unruhig geschlafen, Bilder verfolgten ihn überall hin. Er verdrängte sie schnell. Seine Gefühle waren zurzeit ein undurchdringliches Chaos aus Wut,Angst,Hilflosigkeit. Langsam drehte er sich nach rechts. Dabei hackten sich einige Wollfasern zwischen seine Schuppen und rissen ab. Ein Schauer lief über seinen Rücken, das war ein unangenehmes Ziehen. Er hatte darauf bestanden keine großen Umstände zu machen. Er wollte einfach eine Decke um zu schlafen. Hinter der Raumtrennung auf die er sah schliefen Weebam, Bejeen und Darmay. Gut
    Leise stand er auf und zog sich seine Rüstung an. Die Waffen schnallte er sich auf den Rücken. Er schaute um die Ecke. Die drei schliefen noch tief. Leise flüsterte er:"Ich komme wieder, hab keine Angst." Dann krizelte er auf ein Blatt Papier eine kurze Nachricht:

    Es ist besser so. Ich komme bald wieder. Achtet gut auf meine Schwester.
    Veeshay

    Das war eine klägliche Nachricht, aber mehr konnte er sich nicht abringen. Der Abschied war schon so schwer genug. Wenn er Worte für einen besseren Abschied gesucht hätte wären ihm keine eingefallen. Er wollte ihnen den Abschied so leicht wie möglich machen, auch wenn er nur höchstens 5 Wochen weg war. Aber war es so die richtige Entscheidung?
    Schnell nahm er sich aus dem Regal ein Brot und lief in den Flur. Dort blickte er nochmal zurück und verließ leise das Haus.
    Draußen kniete er sich hin. Er wollte möglichst kein Aufsehen erregen und die Stadt unbemerkt verlassen. Er schaute über den kleinen Platz. Als sicher war das keine Zeugen in der Nähe waren zog er sich am Vordach des Hauses hoch. Schnell überquerte er das Dach und sprang am anderen Ende in den dahinterliegenden Teich. So leise es ging tauchte er ein. Kurze Zeit blieb er unterwasser. Es tat gut mal wieder in diesem Element zu sein. Er tauchte bis zum Ende und lief dann zur Mauer. Bedächtig schob er sich daran entlang und schaute auf die Straße. Niemand. Aber im Bereich des Schlosses waren zwei Wachen zu sehen. Sie redeten miteinander. Er hielt sich links und eilte auf seinen Klauen im Schutz der Pflanzen, die im Hof standen, weiter. Auch hier bemerkte ihn niemand. Das Tor war nicht offen. Er entschied sich einfach so schnell wie möglich aus der Stadt zu kommen. Schnell rannte er los, öffnete das Tor einen Spalt und verschwand in den Wald, sodass sich die Wachen fragten warum das Tor gerade geknarrt hatte.

    Als er ein paar Schritte gelaufen war, sah er eine Lichtung. Alle Bäume drumherum waren verkohlt. In der Mitte dieser Zerstörung sah man schwarze Stacheln mit roten Spitzen aus dem Boden ragen. Das musste eines der Oblivion-Tore gewesen sein, von denen Weebam geredet hatte. Er entschied sich diese Stelle zu meiden. Auch wenn er von hier keine Bewegungen ausmachte, war nicht klar ob sich dort tatsächlich nichts versteckte. Als er der Straße in einer langen Linkskurve folgte, konnte er eine Pferdeleiche vor dem Rest des Tores erspähen. Die Wachen von Leyawiin hatten wohl versucht den Monstern aus der Oblivion-Ebene Herr zu werden. Wie musste es wohl sein gegen Ausgeburten einer solchen Hölle anzutreten. Veeshay wollte gar nicht daran denken.

    Nach einer kurzen Strecke erreichte er wieder die weißen Mauern der seltsamen Ruine. Heute entschied er sich, sie näher zu untersuchen. Jetzt brauchte er sich keine Sorgen mehr um Darmay machen. Vorsichtig ging er in den Wald hinein, die Mauer zu seiner Linken. Sie war an die hundert Fuß lang, schätzte er. Am Ende stand eine Art zerstörter Turm: ein rundes Fundament. Dort erklomm er die Befestigung und setzte seinen Weg zurück auf der Mauer fort. Er wollte die anderen beiden Türme untersuchen. Als er langsam dahintrottete hörte er die Vögel im Wald ihr Lied singen. Der Wind strich durch die Baumwipfel und hinterließ ein beständiges Rauschen. Der Turm den er auf dem Rückweg erreichte war nichts Besonderes. Dagegen war der zweite, den er erreicht hatte, als er seinem Weg nach rechts folgte, eine Art Eingang.
    Er stand am Ende einer kurzen Treppe die nach unten geführt hatte und betrachtete eine massive Wand aus Stein. Darauf war unscheinbar ein Kreis zu sehen. Sie sah aus wie eine Tür, Veeshay konnte aber nicht sagen wie er sie öffnete. Aus reiner Neugier drückte er gegen die Wand. Er hörte ein kurzes Knirschen. Überrascht drückte er stärker und die Wand gab tatsächlich an der linken Seite nach. Nach Aufbietung all seiner Kraft öffnete sie sich und er stand am Absatz einer Treppe in die Tiefe der Ruinen. Ettwas trieb ihn vorran und er verschwand im Dunkeln.
    Nach einer weiteren Wand-Tür stand er in einem kleinen Raum. Er war erfüllt von blau-weißem Licht das den aufgewirbelten Staub beleuchtete. Von oben hingen Wurzeln herrab, die sich in jahrelanger Arbeit die Weg in die Ruinen gebahnt hatten. Vielleicht konnte er hier etwas von Interresse finden. So etwas wie Abenteuerlust stieg in ihm auf. Veeshay zog seine Axt und setzte seinen Weg vorsichtig fort. Nach zwei Treppen die ihn immer weiter unter die Erde fürhrten, fand er sich in einer Halle wieder die beeindruckend groß war. Er stand in einer Galerie und konnte auf zwei weitere Etagen blicken. Die Luft hier war muffig, abgestanden nach Jahren der Unberührtheit. Alles war beleuchtet von diesem seltsamen Licht, welches von Kristallen ausgestrahlt wurde die überall hingen. An der Decke hing sogar ein Korb, der mit eben diesen Steinen befüllt war. Jetzt war seine Neugier entfesselt und nachdem er einen Gang entdeckte lief er weiter durch das schummrige Licht. Es war verwinkelt. Überall Treppen und schmale Gänge. Man verlor leicht den Überblick. Das bemerkte Veeshay deutlich als er auf einmal vor einer spitz zulaufenden Tür stand.Auf ihr war ein Baum, der im blauen Licht der Kristalle leuchtete. Sie öffnete sich wesentlich leichter als die Türen am Eingang.
    Als er weiter durch die Stille schlich,wurde sie plötzlich von einem grutalem Knurren zerrissen. Dieses Geräusch ließ den Jäger zusammenzucken. Hier war etwas drin! Er ging in die Hocke und sah um die nächste Ecke. Da! Eine kaum auszumachende Form im Schatten. Sie bewegte sich langsam die Treppe runter. Es sieht nach einem Tier aus, dachte Veeshay und wog die Axt in den Händen. So langsam es ging, dicht an der Wand, bewegte er sich auf die Gestalt zu. Als er nah genug dran war, holte er aus und sieß die Waffe in den Rücken des vermeintlichen Tieres. Sie durchtrennte Haut und Knochen und der Körper brach ohne weitern Laut zusammen und rutschte die Stufen hinunter. Dort unten war Licht und Veeshay konnte es betrachten. Es war braun mit leichtem Grünstich und hatte zotteliges Fell. Seine Arme erschienen unnatürlich lang im Gegensatz zu den Beinen. Den Kopf konnte er nicht betrachten, weil er eingeknickt, halb unter dem Körper lag. Als er ihn ins Licht beförddern wollte, bemerkte er am Rande seines Sichtfeldes eine Bewegung. Schnell schaute er hin um festzustellen, das eine weitere Kreatur dieser Art auf ihn zukam.
    Veeshay erhob sich, doch es war zuspät. Das Tier holte mit dem Arm aus und hieb gegen seinen Bauch. Der Schlag war so wuchtig das es den Argonier gegen die Wand schleuderte. Benommen bemerkte er wie sein Gegenüber einen weiteren Schlag vorbereitete.
    Sennahoj is offline
  11. #31
    Abenteurer Verian's Avatar
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    Verian hatte den Spaziergang erst spät beendet und war zu Bett gegangen. Am nächsten morgen hatte er sich nach einem kurzem Frühstück zurück zur Universität begeben. Die Frage, wer ihn töten wollte, ließ ihn nicht in Frieden. Bald schon würde er sich nach Cheydinhal begeben, aber heute gedachte er anderen Tätigkeiten nachzugehen. Er lass weiter in den Archiven, doch die Gedanken über den Angrief ließen ihn nicht los. Vielleicht war das Angebot des jungen Mannes gar nicht so schlecht. Mit einen Handwing bedeutete der Magier einem nahem Lehrling zu ihm zu kommen. „Du“, er reichte dem Lehrling den Zettel mit der Adresse, „geh dort hin und sag dem Besitzer er soll sich in die Eingangshalle der Universität begeben und sag ihm, falls ich nicht da bin, soll er Raminus nach mir schicken lasse.“ Der Lehrling blickte ihn verdutzt an. „Ähm, Magister. Wie heißt ihr überhaupt?“ Verian winkte ab. „Sag ihm, dass die Nachricht von der Roten Wolke stammt.“ Dieses Pseudonym nutzte Verian oft. Es passte zu seiner Robe. Ein alter Freund Verians, der Magier Takanon, hatte ihm die Idee dafür gegeben. Der Lehrling eilte sofort los und Verian widmete sich weiter dem Buch bis sich eine Hand auf seine Schulter legte. Hinter dem Magier stand ein Dunmer in der wohl teuersten Robe, die Verian je gesehen hatte. An der Robe war mehr Gold als ein normaler Mensch wohl in einem Jahr verdienen konnte. Den Dunmer kannte Verian. Es war Radoninos Tatado. Eigentlich war er ein Freund Verians, wenn man einmal davon absah, dass Verian und er sich ständig über eine Frage stritten: Gab es Freiheit? Die Antwort die Verian darauf gab war: „Nur wer macht hat ist auch frei.“ Radoninos hingegen behauptete: „Jeder ist frei.“
    Heute aber wirkte der geldverschwenderische Dunmer nicht so glücklich wie sonst. „Verian. Wir haben ein Problem.“ Verian war überrascht. So direkt war Tatado sonst nie. Für gewöhnlich redete er erst Stunden lang über das Wetter. Wenn er so direkt zum Thema kam, muste das Problem groß sein. „Was ist loss?“ „Nun. Erinnerst du dich noch an das Galakan-Komplott.“
    Wie könnte Verian das jemals vergessen? Es war der wohl dunkelste Akt in seinem Leben. Die Familie Galakan hatte seit jeher eine Fede mit Verians Familie, die dieser hatte beenden wollen. Er hatte sich in das Haus der Galakan geschlichen und mit Hilfe eines von ihm bezahlten Mitglied der Dunklen Brunderschaft das Essen vergiftet. Dann hatte er sich, während Ishala und Fapanon Galakan starben, zu erkennen gegeben und ihnen zu gesehen. Natürlich hatte einer offen Verian verdächtigt, was daran lag, dass nur fünf Personen anwesend gewesen waren. Das Mitglied der Dunklen Bruderschaft, er selbst, Fapanon, Ishala und Tiolina, die Tochter der beiden. Tiolina hatte er zwar am Leben gelassen, aber nur weil er wusste, dass sie keine Beweise für seinen Schuld hatte. Radoninos hatte ihm damals bei der Planung des Mordes geholfen. Somit war er ein Mittäter. Der Dunmer sprach nun weiter: „Gestern hat Tiolina mich in meinem Anwesen besucht und mir gesagt, dass meine und deine Tage gezählt seien.“ Steckte etwa die Erbin der Galakan-Familie hinter dem Anschlag auf Verian? Nun, um das zu erfahren musste er nach Cheydinhal. „Auch ich habe eine Morddrohung erhalten. Um genau zu sein hat jemand versucht mich umzubringen.“ Der Dunmer schien kurz vor einem Herzinfakt zu sein. „Da hinter steckt sicher diese Frau.“ Verian nickte. „Wahrscheinlich. Alles deutet darauf hin, dass die Mörder aus Cheydinhal kamen. Ich werde dorthin reisen und Nachforschungen anstellen. Wenn sie wirklich hinter dem Anschlag steckt, werde ich auch sie beseitigen.“ Hoffentlich würde Verian das gelingen. Er war sich sicher, dass Tiolina vorsichtiger seien würde als ihre Eltern.
    Verian is offline Last edited by Verian; 13.03.2011 at 18:35.
  12. #32
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    Drew wusste Irgendwie, das ein solch einflussreicher und mächtiger Mann auf sich warten lassen konnte, dennoch war er überzeugt davon, dass er kommen würde. Der Auftrag war interressant für Drew, da es genau die Mörder sein könnten, die ihn jagten, da sie seinen Bruder getötet haben könnten. Drew musste Champion werden, dass war schon immer sein Traum, aber dies ging nicht mit dem Verdacht, dass er seinen Bruder getötet haben könnte. Es könnte sein, dass Räuber hinter alldem steckten, aber vielleiocht war es auch etwas Anderes, Mächtigeres da hinter steckte, etwas wie die Dunkle Bruderschaft, angeblich sollte der Graf von Cheydinhal davon wisse. Daraufhin betrat ein Bote, scheinbar ein Magier das Haus von Drew. Der Bote erzählte ihm, dass er eine Nachricht von der roten Wolke habe. Er wusste, dass diese Nachricht von dem Magier stamme, welchem er seinen bezahlten Schutz angeboten hat. Dennoch bat Drew den Boten sich ersteinmal hinzusetzen und er gab ihm erstmal eine Mahlzeit aus. Man sah dem Boten an, dass er soetwas nicht alls Tage gegessen hat und daraufhin ging Drew zu dem besagten Treffpunkt. Als er angekommen war, schnautzte ihn ersteinmal ein Wächter an. Sag, mal Kleiner was willst du hier? Du siehst mir nicht nach einer Wache aus, sondern eher nach Irgendeinem Straßenjungen. Mach keinen Ärger in Ordnung? musste Drew sich anhören, dennoch beherrschte er sich. Er betrat den Raum und leider wurden seine Erwartungen getrübt. Er hatte die Geheime Universität für mehr gehalten, vielleicht hatte sie ja deswegen den Beinamen Geheime, dachte sich Drew und er unterhielt sich mit einem Magier. Er erfuhr Interressantes über die jetzige Lage der Magier und musste feststellen, dass das Leben als Magier wirklich spannend seien müsste. Nach dem Gespräch schaute sich Drew um und sah den Maskierten, "Rote Wolke" auf sich zukommen.
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  13. #33
    Abenteurer Verian's Avatar
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    Verian betrat gemeinsam Radoninos die Eingangshalle der Universität und sah den jungen Mann schon vor sich. „Mein Name ist Verian. Damit eins klar ist: Wenn du für mich arbeiten willst, vergisst du besser Moral. Wenn ich dich auffordere, ein unschuldiges Kind zu töten, hast du das zu tun, aber ich schätze nicht, dass dies nötig seien wird. Kommen wir jetzt zur Situation. Ich brauche jemanden der mich nach Cheydinhal begleitet. Du must wissen, die Angreifer, die du sahst, kamen daher. Ich will wissen, wer sie geschickt ha t und ich will den Auftraggeber tot sehen.“ Radoninos flüsterte den Magier etwas zu: „Ist es weise einen Fremden anzuheuern?“ Verian ging nicht darauf ein. „Außerdem hast du meine Ziele vor deine zu stellen. Dein größter Wunsch hat hinter meinem kleinsten zu stehen.“ Radoninos mischte sich von der Seite ein. „Was soll ich tun, während du weg bist, Verian?“ Verian zuckte die Achseln. „Tu das, was du immer tust.“ Dann wante er sich wieder dem jungen Krieger zu. „Und merke dir eins. Mich interessiert nicht, wer du bist oder was du willst, mich interessieren nur Erfolge im Zusammenhang mit mir, klar?“
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  14. #34
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    Dann werde ich wohl mal mit meiner Geschichte anfangen dachte sich Drew und begann zu erzählen: Siegreich im Krieg, Wachsam in Friedenszeiten, opferbereit im Tode. So sieht man die Champions, sie sind die besten Krieger der Kaiserstadt und nur Adelige, die lang dafür ausgebildet wurden und Leute die ihren Wert unter Beweis gestellt haben, durften dem Bund der Champions beitreten. Ich wurde in die Adelsfamilie Blight hineingeboren, deren Vorfahren Jeder ein Champion war und diese Ehre sollte auch mir und meinem älteren Bruder Jon zu Teil werden. Wir wurden lange von ihren Eltern und Großeltern ausgebildet und es hieß Irgendwanneinmal würden Ich und Jon sich den Grundbesitz der Familie teilen müssen. Doch an einem Tag wurde Jon ermordet und Ich wurde dafür verantwortlich gemacht. Ich wurde verstoßen und seid dem Moment hat sich mein altes Ich verändert. Mein altes Ich stolzierte stets, stolz mit Schild und Schwert herum. Mein jetziges Ich ist immer aufmerksam und scheint seinen Lebenswillen verloren zu haben. Doch dieser Eindruck trügt. Ich lebe jetzt um meinen wahren Wert unter Beweis zu stellen und zu beweisen, dass ich unschuldig bin und ich meinen Bruder nicht ermordet habe. Ich will dem Bund der Champions beitreten. Nunja dies ist meine Geschichte sagte Drew. Und hiermit schwöre ich sie sicher nach Cheydinhal zu eskortieren . Zwar wollten sie nichts über meine Vergangenheit erfahren, dennoch sah ich es als notwendig, aber ich entschuldige mich. Wann gehen wir los? sagte Drew und er freute sich im Inneren über den Auftrag.
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  15. #35
    Schwertmeister Mordorian's Avatar
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    In der Kapelle hatten sich bereits einige fromme Frühaufsteher eingefunden, beteten, unterhielten sich oder saßen einfach nur schweigend auf einer Kirchenbank. Dhyon machte sich sofort auf zu den Priestergemächern, um die Apparaturen und Tränke dort abzuladen. Talos mischte sich derweil unter die Anwesenden, hier und da einen verzückten oder misstrauischen Blick erntend. Zur generellen Erheiterung der Kirchgänger vollführte er ein kleines Kunststück, dass Dhyon ihm vor einem Monat beigebracht hatte. Er legte seine Vorderpfoten auf den Hauptaltar der Neun und begann dabei leise zu Jaulen, so als würde er ein Gebet an die Götter schicken, woraufhin er höchst entzückten Applaus erntete. Diese kleine Attraktion rief seit jeher polarisierende Reaktionen hervor, doch Dhyon störte das nicht. Religiöse Puristen, die einem Hund seinen Segen nicht gönnen, mochte er ohnehin nicht, genausowenig, wie er sich um ihre verbohrten Meinungen kümmerte.
    Mit einem Lächeln auf dem Gesicht betrat er die Gemächer der Priester. Der Klerus der Kapelle war bereits wach und frühstücke am Tisch in der Hauptkammer. Dhyon nickte ihnen kurz zu und marschierte am Tisch vorbei in seine Gemächer, die er normalerweise weniger zum Schlafen denn als Arbeitsplatz verwendete. Ein heilloses Chaos begrüßte ihn, als er den Raum betrat. Sein Schreibtisch quoll über vor vollgekritzelten Pergamenten, Büchern und Schriftrollen, unter dem Berg Papier war kaum das Tintenfass zu erkennen. Von der Tür aus links an der Wand, gegenüber des Schreibtisches, befand sich eine Kommode, die er zum Tränkebrauen benutzte. Die Kommode war von Brandflecken und Verätzungen gezeichnet, ihre Oberfläche war dadurch uneben und kein Kelch konnte darauf gerade stehen. Neben der Kommode stand ein Fass mit Wasser, das ebenfalls zum Tränkemischen diente - oder zum säubern, falls mal eines seiner Experimente schiefgehen sollte. Desweiteren beherbergte der Raum einen als Vorratskiste missbrauchten Kleiderschrank, der statt mit Kleidung mit kleinen Kästen und Medizinschränkchen vollgestopft war, welche wiederrum alle möglichen Tränke und Salben lagerten. Neben dem Schrank stand sein selten genutztes Bett, das seit langem nicht mehr gemacht wurde und voller Hundehaare war. Auf dem Nachttisch befanden sich nebst seines hochgeschätzten Streitkolbens ein silberner Kelch und zwei Weinflaschen, welche Dhyon jedoch bereits vor Tagen geleert hatte und die sich nun mit ihrer traurigen Existenz als Staubfänger anbfinden mussten. Zu guter Letzt, einklemmt zischen Kommode und Schrank befand sich ein Rüstungsständer. Die glänzende, edle Klerikerrüstung darauf machte sich in all dem Durcheinander etwas seltsam. Geradezu protzig machte sie sich im Raum breit, fast so, als würde sie sich für etwas besseres als all die Schriftrollen, Weinflaschen und Medizinschränke halten.

    Es ging doch nichts über einen vertrauten Arbeitsplatz.

    Nachdem Dhyon seine Apparaturen auf der Kommode abgeladen hatte, nahm er sich seinen Streitkolben und machte ihn an seinem Gürtel fest. Anschließend verlies er den Raum wieder, denn er hatte heute nicht vor, seinen ohnehin schon überfüllten "Kleiderschrank" mit noch mehr alchemischen Erzeugnissen zu beladen. Stattdessen nahm er sich für heute vor, in der Kapelle Heilzauber und Unterricht in der Weiderherstellungsmagie für jedwede Interessenten anzubieten. Heilung und medizinische Versorgung waren natürlich kostenlos und waren für jeden, der sie in Anspruch nehmen wollte, frei zugänglich. Doch mit dem Unterricht konnte er sich etwas Geld dazuverdienen, von dem er als Priester in der Regel nicht viel zu Gesicht bekam.
    Nachdem er sich zu den anderen Priestern gesellte und mit ihnen gefrühstückt hatte, machte er sich zum Altar auf, wo Talos ihn schwanzwedelnd begrüßte und ihn nicht mehr in Ruhe ließ, bis er seinen rechtmäßig verdienten Nackenkrauler bekam. Die Kapelle hatte sich in der Zwischenzeit gefüllt und alle möglichen Leute machten sich breit. Nun hatte Dhyon nichts weiter zu tun, als sich sichtbar im Raum zu platzieren und auf Bedürftige oder Interessierte zu warten.
    Mordorian is offline Last edited by Mordorian; 13.03.2011 at 10:01.
  16. #36
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    Im Eiltempo folgte Malcan dem alten Heiler durch die Gassen der Kaiserstadt. Die Situation schien ziemlich ernst, kein Lächeln war im Gesicht des Alten zu sehen; stattdessen nur blankes Entsetzen. Malcan wagte es nicht ihn nach dem Grund für diesen Aufruhr anzusprechen, vermutlich ließ die Antwort nicht lange auf sich warten. Die beiden verließen stillschweigend das Westtor der Stadt hinaus in die Wildnis, in welcher der junge Magier nur wenige Tage zuvor beinahe sein unrühmliches Ende gefunden hätte.

    Dann unterbrach der Heiler sein Keuchen und Stöhnen und zeigte die Böschung hinunter in Richtung des anderen Ufers: 'Seht Ihr den Turm dort drüben, Malcan?'
    'Aber natürlich. Heril, so sprecht zu mir! Was geht hier vor sich?'
    Der Alte blieb erschöpft stehen und wischte mit dem Ärmel seiner weiten Robe Schweißtropfen von der Stirn. Er bekam nur schlecht Luft und fing ständig an zu husten: 'Ich genoss grade meinen morgendlichen Schwarztee, für gewöhnlich erfreue ich mich dabei gerne an der Aussicht von den Zinnen der Stadtmauer; man fühlt sich doch so frei, wenn Ihr versteht.' Heril hatte sich bereits wieder in Bewegung gesetzt und stieg die Böschung hinab. Malcan versuchte Schritt zu halten, aber ihm gelang dieses Unterfangen mehr rutschend als gehend, da das Gras noch feucht vom Tau war.
    'Aber was ist denn genau geschehen?', rief er atemlos.
    'Eine Karawane von Händlern wurde bei der Turmruine dort drüben angegriffen. Kurz bevor ich Euch getroffen habe.'
    'Habt Ihr noch andere benachrichtigt?', fragte Malcan kaum hinterherkommend, der bereits das schlimmste befürchtete. 'Ja, für was haltet Ihr mich', erwiderte Heril leicht gereizt, ihm bekam dieser Stress in seinem Alter wohl nicht mehr. 'Die Wachen müssten schon da sein. Ich konnte eine Patrouille vor der Stadt zum Glück auf mich aufmerksam machen', fügte er hastig hinzu. 'Außerdem habe ich versucht, Freunde aus der Gilde zu kontaktieren. Leider bin ich nicht der geübteste im Schaffen von geistigen Verbindungen. Wir können nur hoffen, dass jemand meinen Hilferuf bemerkt hat.'
    Sie überquerten die Brücke zur Kaiserstadt, welche heute wie ausgestorben wirkte. Normalerweise waren hier oft reisende Händler, Bauern, Söldner und viele mehr zu sehen. Der Turm lag noch ein gutes Stück von ihnen entfernt, sicherlich würde es zu spät sein, wenn die beiden am Schauplatz des Überfalls ankämen. Die beiden Magier verließen die sichere Brücke und stießen weiter vor durch die Wildnis. Kniehohes Gras feuchtete ihre Roben an, die nun nass an ihren Knöcheln klebten.
    'Macht Euch bereit Malcan, ich vertraue auf Euch', rief der Alte ihm zu, 'ich werde versuchen die Verletzten aus der Schussbahn zu befördern.'
    'In Ordnung', antwortete Malcan knapp, in solchen Momenten war es besser Befehlen zu gehorchen, als über jedes Detail zu diskutieren, Heril wusste schon, was er tat. Der Turm kam immer näher auf sie zu. Die offene Wiese, über die sie liefen, verwandelte sich in ein kleines Wäldchen der Art, in denen Malcan nur zu gerne Spaziergänge machte, um sich Denkpausen von seinen Studien zu gönnen. Heute jedoch hatte die schöne Natur ihre bezaubernde Wirkung auf ihn verloren.

    'Da vorne', rief Heril, der Malcan einige Fuß voraus war. Ein hoher Baum versperrte Malcan kurzzeitig die Sicht. Doch dann sah er das Gemetzel mit eigenen Augen. Die Wagen der Karawane brannten lichterloh und die Pferde waren tot zusammengebrochen. Mehrere Pfeile steckten in ihren Nacken und in ihrem Rumpf. Blut floss in Strömen über den Waldboden der Lichtung, auf der sie standen. 'Welch ein Zufall, dass Ihr den Angriff in diesem Wäldchen sehen konntet', rief Malcan. Aber vermutlich hatte Heril den Rauch, der tiefschwarz aufstieg, bemerkt. Mehrere Bretonen, wie es schien, und Argonier lagen mit ausgestreckten Gliedern im Dreck, auch sie wurden von den Pfeilen durchbohrt oder hatten abgetrennt Arme, Beine oder auch Köpfe, welche wenige Fuß von ihnen entfernt zu Boden gefallen waren. Auch eine der Wachen lag unter ihnen

    Der Kampf schien zum Erliegen gekommen zu sein. Denn es war niemand mehr zu sehen, der noch lebte. 'So ein Mist', fluchte der Heiler. Er schritt auf eine der Leichen zu und beugte sich zu ihr herunter. 'Heril, Vorsicht!', brüllte ihm Malcan zu, der bereits einen Hinterhalt befürchtete. 'Jungchen, sie können nicht weit sein', murmelte dieser. Er drehte sich zu Malcan um: 'Es ist das beste, wenn wir uns aufteilen, die anderen Wachen werden die Angreifer sicher verfolgt haben. Wenn sie noch nicht tot sind, können wir sie vielleicht noch retten.' Er war schon im Inbegriff, sich in die Wildnis nördlich von hier zu bewegen: 'Aber wage keinen Alleingang, Malcan. Das ist es nicht wert, wenn die anderen Wachen auch gefallen sind.'
    Malcan is offline Last edited by Malcan; 13.03.2011 at 15:06.
  17. #37
    Abenteurer Verian's Avatar
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    Verian sah den jungen Mann an. „Du wirst mich nicht nur nach Cheydinhal eskortieren, denn für den Weg brauch ich keine Eskorte, du wirst mir bei meinen Nachforschungen behilflich sein. Wir brechen jetzt auf. Kein Aufschub. Jetzt sofort.“ Verian drehte sich zu Radoninos um. „Pass darauf auf, dass Tiolina dich nicht umbringt bevor ich zurück bin.“ Dann verließ Verian ohne ein weiteres Wort die Geheime Universität und begab sich zum Tiber-Septim-Hotel. Dort holte er seine Sachen und sagte dann zu Drew. „Wenn ihr noch irgendetwas holen müsst, tut dies jetzt. Wir treffen uns in einer Stunde davorne am Stadttor.“ Verian hatte auch noch ein paar Dinge zu erledigen. Er musste noch einen alten Bekannten besuchen. Den ehemaligen Priester und jetzigen Magier Jacan Jarkorn.
    Eigentlich war er einen Nervensäge, die nichts besseres zu tun hatte, als Verian von angeblich erlebten Abenteuern zu erzählen, wobei diese absolut erfunden waren. Zumindest fand Verian es sehr unwahrscheinlich, dass Jacan Mehrunes Dagon im Zweikampf besiegt habe. Der phantasievolle Magier wohnte in einem kleinen Haus am Talos-Platz zu dem Verian sich sich jetzt begab. Als er anklopfte wurde die Tür auch schon aufgerissen und ein kleiner Bretone bedeutete ihm einzutreten. Es war Jacan und er begann sofort zu reden. „Ah, Verian, alter Freund. Ich hab dich durchs Fenster kommen sehen. Wie schön das du da bist. Hab ich dir schon erzählt, wie ich neulich den Daedra-Fürsten Sheogorath betrunken gemacht habe. Nein? Dann erzähl ichs dir mal. Also das war so....“ Verian unterbrach den ehemaligen Priester. „Das hast du mir schon erzählt, aber ich will gerade sowieso keine Geschichten hören. Ich bin hier, weil ich weiß, dass du so einiges in Erfahrung bringen kannst.“ Jacan nickte. „Ja, das stimmt, aber hab ich dir schon erzählt..“
    Verian unterbrach ihn erneut. „Ja, hast du. Ich möchte, dass du für mich herausfindest wo Tiolina Galakan lebt, mit wem sie verkehrt und vor allem ob sie Kontakte in der Magiergilde hat.“ Der letzte Punkt war für Verian sehr wichtig. Wie weit konnte er sich auf die anderen Magier verlassen. Der Bretone setzte ein schmales Lächeln auf. „Ich werde es in Erfahrung bringen.“ Verian dankte dem nervigen Priester und machte sich dann auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt.
    Verian is offline
  18. #38
    Ehrengarde Sennahoj's Avatar
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    Der zweite Schlag fühlte sich noch stärker an, was wohl daran lag das hinter Veeshay-Na nur massive Mauer war. Kurz versagten seine Kräfte und seine Knie gaben nach. Halb knieend. halb liegend hielt er sich an der Wand. Er fragte sich was passieren würde wenn er hier starb. Hier in den muffigen Katakomben die von diesen Untieren besiedelt war. Wer würde sich erinnern? Würde irgendjemand nach ihm suchen? War es so schlimm hier zu sterben?
    Ja, denn er hatte noch etwas zu erledigen. Niemand würde ihn stoppen um zu seinem Ziel zu gelangen, schon gar nicht dieses Monster. Veeshays Entschlossenheit kehrte zurück. Die Zeit schien sich plötzlich zu verlangsamen, als sein Feind schonwieder zum Schlag ausholte. Der Argonier ließ sich entgültig fallen und tauchte durch den Schlag hindurch. Schnell griff er dem Angreifenden in das Bein - trieb ihm seine Klauen ins Fleisch. Es humpelte mit einem hohen Schrei nach hinten, was Veeshay Zeit gab nach seiner Waffe zu suchen. Er hatte sie beim ersten überraschenden Angriff verloren. Er entdeckte sie an der Leiche des ersten Tieres, packte sie und riss sie nach oben. Da das Vieh nicht so weit zurückgewichen war, spürte sie die Wucht des Schlages unter seinem Kinn. Es verlor den Halt und kippte auf den Rücken. Schnell setzte Veeshay nach und führte den Gnadenstoss zum Herz.
    Mit rasendem Puls betrachtete er sein Opfer. Jetzt sah er auch den Kopf. Hauer ragtem aus dem Mund und es hatte drei Augen! Wenn er wieder unter Leuten war musste er sich mal nach dieser Art Tier erkundigen. Im Weitergehen wechselte er seine Axt gegen den Bogen. Er würde aufmerksamer sein und diese Viecher von weiten töten. Nach einem kleinen Stück erreichte er eine weitere Halle. Nicht so groß wie die erste aber dennoch beeindruckend. Der Boden war gut ausgeleuchtet und von der Galerie konnte man zwei Leichen erspähen. Es waren zwei dieser Tiere! Aus der davor liegenden Tür schob sich schon ein weiteres ins Licht. Es war wohl nicht sonderlich überrascht von den Leichen, denn es ging ohne einen Blick für sie an ihnen vorbei.
    Inzwischen legte Veeshay einen Pfeil an und spannte den Bogen. Das Knarren des Holzes und der Sehne ließen seine Gedanken ruhiger werden. Er konzentriete sich auf sein Ziel, spannte die Sehne bis zum Anschlag und ließ die Sehne los. In einem Bruchteil eines Moments steckte er in der Schulter des Monsters. So schnell Veeshay konnte schickte er einen zweiten Pfeil hinterher, der aber nur das Fell in der Nähe des Kopfes streifte. Es verschwand in einer Seitentür und der Jäger zielte auf den Ausgang in der Galerie. Ruhig zielte er in ungefährer Höhe in der das Tier auftauchen würde. Als der Kopf zum Vorschein kam traf der dritte Pfeil und es starb mit einem Ruf, als würde es seinen Tod bedauern.

    Nach der Bannung dieser Gegahr wagte Veeshay sich weiter, ohne dem toten Monster eines Blickes zu würdigen. Doch hier waren die Gänge immer noch nicht zu Ende. Er passierte noch eine blaue Baum-Tür und stand nun am Boden einer Kammer. Über ihm konnte er einen weitern brückenartigen Weg ausmachen. Wie gewohnt konnte man ihn über eine Wendeltreppe erreichen. Nun hockte er vor einem quadratischen Tor aus Metall. Flankiert wurde es von zwei kleinen Säulen, auf denen faustgroße Kristalle standen. Sie waren lose, so konnte er einen abnehmen und betrachten. Sein Licht war angenehm blau. Er spürte Magie im Stein. Er entschied sich die beiden Steine mitzunehmen, vielleicht konnte er sie irgendwo verkaufen. Dann widmete er sich wieder der Tür und fuhr mit den Augen entlang. Unten rechts sah er einen Block aus dem Boden ragen. Er drückte instiktiv drauf. Er schob den Block in den Boden und das Tor rutschte ebenfalls nach unten. Schnell passierte er es. Nun konnte er erkennen das überall auf dem Weg solche Tore und Knöpfe waren. Hinter ihm schob sich die Tür wieder zu. Also geht jedes Tor nur bestimmte Zeit auf, erkannte er. Am nächsten tat er das gleiche. Knopf drücken und durch die Tür huschen. Nur das vor dem Tor plötzlich der Boden leicht nachgab und vor ihm auf einmal eine Metallschneide niederging. Er erschreckte sich strak und wich zurück an das sich schließende Tor.

    Das ist eine Falle!

    Eine Weile beobachtete er die Sequenz der beiden Klingen, die immer wieder von der Decke fielen. Erst runter, eine Weile verharren und dann von einem versteckten Mechanismus wieder hochgezogen werden. Es gab zwei Wege um diese Falle lebend zu durchqueren. Erstens sich, wenn die Klingen gehoben wurden, schnell darunter duch ducken oder zweitens über die Klingen springen, wenn sie unten waren. Veeshay entschied sich über die Klingen zu springen, da dies ausschließ in einem unachtsamen Moment zweigeteilt zu werden. Was für eine Ironie, dachte er sich.
    Er wartete ab bis die Fallbeile ein weiteres Mal nach unten krachten und beeilte sich über sie hinweg zu kommen. Die Sprünge gelange, was bedeutete das er sich weiter durch diese Konstrucktion kämpfen durfte. Seine Laune sank. Er konnte nicht zurück und lief ständig Gefahr hier unten umzukommen. Aber er hatte keine Wahl.
    Nach zwei weiteren Fallen der gleichen Art erreichte er das Ende dieses Spießrutenlaufs. Erleichtert lief er in den nächsten Raum. Diesmal war es ein Saal. In der Mitte standen wieder drei Säulen, doch diesamal standen rein weiße, größere Steine auf den Halterungen. Er griff sich zwei von den drei und sah dies als Entschädigung. Sie waren noch schöner als die blauen. Er würde sie später genauer untersuchen. Zusammen mit denen nahmen sie aber seine ganze Tasche in Anspruch. Komischerweise ließ sich keines der Tiere mehr Blicken die diese Katakomben bevölkerten.

    Nach einer weitern Tür fragte er sich langsam wie er wieder zurückkommen sollte. Die endlosen Gänge und Treppen stumpften seine Sinne ab. Nachdem er aber auf eine Brücke getreten war, erkannte er unter sich den Raum. Es war die Kammer die er als erstes erreicht hatte. Freude darüber wieder in die Freiheit zu kommen, brachte ihn dazu von der Treppe zu springen und aus dieser verdammten Ruine zu rennen. Draußen atmete er die klare Luft. Die Sonne stand schon im Zenit und blendete seine an das Halbdunkel gewöhnten Augen. Überall um ihn herrum zwitscherten Vögel. Es war ein herrliches Gefühl wieder an Tageslicht zu sein. Um eine Erfahrung reicher, schlenderte er von den weißen Mauern weg und setzte seinen Weg zur Kaiserstadt fort.
    Sennahoj is offline
  19. #39
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    Da war er nun also. Nur wenige Meter davon entfernt ein fremdes, völlig neues Land zu betreten. Mit einem gemischten Gefühl der Aufregung, aber auch des Verlustes schlurfte Nathraen ruhigen Schrittes auf das riesige Tor zu, vor dem nur einige wenige Wachen standen. Zwei Ordinatoren, zwei Kaiserliche. Ja, das Imperium duldete auch die dunmerischen Wachen an den Grenzen zu ihrem Lande. Der unter seiner Kapuze verhüllte Robenträger überlegte eine Weile, ob dies nur eines der oberflächlichen "Friedensgeschenke" war, die der Kaiser zu Lebzeiten hinterlassen hatte, oder ob dahinter wirklich ein ernster Gedanke steckte. Politik... Ein widerwärtiges Thema, dessen er sich schon von Anbeginn seiner eigenen Freiheit losgesagt hatte. Freiheit... Selten hatte er dieses Wort in den Mund genommen, denn er wusste, was es an Wert hatte. Vor allem in einer Provinz wie Morrowind, wo noch immer Sklaverei betrieben wurde, entgegen des Wissens der Kaiserlichen.

    "Haltet ein, Fremder! Ihr befindet euch an der Grenze zu Cyrodiil, dem zentralen Lande unseres Kaiserreiches! Gebt Euch zu erkennen und nennt Euren Namen und Euer Begehr!"

    Ja, im Reden und Ansprachen halten waren sie schon immer gut. Kaiserliche... Der Abschaum, der Morrowind unterwarf und dem stolzen Volk der Dunmer ihre widrigen Gesetze und Bräuche aufzwang. Ein Glück, oder vielleicht auch schlechter Scherz des Schicksals, dass ihnen gestattet war, ihre Kultur weiterhin zu verfolgen, wenn auch gebundener... So auch Nathraen, der seine Kapuze vom Kopf zog und die grau-weißen Haare preisgab und die Wachen mit stechendem Blick beobachtete. "Nathraen-Ryu mein Name... Und wie Ihr Euch vielleicht vorstellen könnt, will ich durch dieses Tor..." antwortete er trocken, wobei der vvardenfeller Akzent dabei kaum überhörbar war. Der Wachmann kam näher und betrachtete sich den Reisenden. Scheinbar kamen hier nicht alle Tage irgendwelche Dunmer in einem derartigen Aufzug daher, doch führte dieser nichts Böses im Schilde.

    "Welchen Grund legt Ihr zum Verlassen des Landes und Betreten Cyrodiils an den Tag, Nathraen-Ryu?" wie er diesen militärisch-militanten Stimmfall doch hasste. Die Arroganz, die darin mitschwang würde ihm, wäre er ein Khajiit, wohl alle Haare Nackenhaare zu berge stehen lassen. Aber dem war nicht so, denn ein Dunmer gab mehr auf seine Haltung als diese aufrecht gehenden Flohtransporter. Und statt seinen Unmut zu zeigen, zog er eine Pergamentrolle aus dem Ärmel, welche das kaiserliche Siegel trug. "Ich bin im Auftrag des Kaiserreiches unterwegs und soll diese Dokumente in die Hauptstadt bringen. Dieses Schreiben, unterzeichnet von Socius Ergalla, dem Steuer- und Zollbeamten von Seyda Neen bemächtigt mich dazu..." Natürlich hatte es seine Vorteile, wenn man einem alten Zottelbock half, dem niemals ruhendem Geist seiner Ehefrau eine schnelle "Zwangsruhe" zu ermöglichen und somit einen Gefallen gut hatte. Nun, Gefallen hin oder her: Nathraen wollte nach Cyrodiil, nun da dort das Chaos zu herrschen schien. Dass er dabei diese dämlichen Dokumente abliefern musste war daher nur eines der kleineren Übel, welches er gerne bereit war auf sich zu nehmen.

    Der Wachmann nahm sich den Zettel genaustens unter die Lupe und verwies dem Dunmer solange, sich in das Wartehaus für Landesein- und ausreisende zu begeben, während die Dokumente auf Echtheit geprüft wurden. Wie genau so etwas von statten ging interessierte den dunmerischen Griesgram weniger, solange er endlich aus Morrowind herauskam. Irgendwie ungewöhnlich, wo er doch so an seiner Heimat hing. Es war schon eine schwere Entscheidung, das Land zu verlassen, in dem er sein bisheriges Leben verbracht hatte. Viele Erinnerungen hingen an Morrowind... An den wenigen, die er einmal Freunde genannt hatte. Und an Lijen... Lijen, das dunmerische Mädchen, welches ihm einst alles bedeutet hatte. Doch das war nun vorbei. Aus und vorbei...

    "Sire? Sire, hört Ihr?" Nathraen blickte auf. Die Gedanken und Erinnerungen, in die er sich gestürtzt hatte verpufften wie Seifenblasen und hinterließen nur einen bitteren, widerwärtigen Nachgeschmack. Der selbe Nachgeschmack, der ihm auch die Entscheidung zu gehen vereinfacht hatte. "Sire, verzeiht den Umgang, doch zu diesen Zeiten müssen wir jeden Durchreisenden genaustens untersuchen. Ihr habt sicher schon..."
    "Von der Oblivionkriese gehört, ja, das habe ich..."


    Ohne weiteres erhob sich der Dunmer, nahm dem Wachmann die Papiere aus der Hand, um seinen Weg fortzusetzen. Das laute Krachen und Quietschen des großen Grenztores läutete es dann ein: das erste Kapitel seines neuen Lebens. Während er langsam den Torbogen durchschritt, überkam ihm ein Gefühl der Übelkeit... Er hasste Veränderungen... Und dies wäre eine der einschneidensten in seinem bisherigen Leben gewesen... "Auf nach Cheydinhal..."
    Ryu Hayabusa is offline
  20. #40
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    Jeren erwachte mit einem Schrei. So plötzlich entwich er ihm und zerriss die Ruhe, die in während seines Schlafes bedeckte und ihn von der realen Welt abschnitt. Doch nun war sie weg. Stattdessen nahm Schmerz ihren Platz ein. Dieser pochende unerträgliche Schmerz. Jeren fuhr hoch und schrie wieder. Er wusste nicht woher dieser Schmerz kam, doch er schien seinen ganzen Körper auszufüllen, aus jeder seiner Pore zu kommen, all seine Gedanken zu beherrschen. Dieser verdammte Schmerz. Er windete sich im Bett und stöhnte. Dann erkannte er die Quelle. Es war sein Arm. Sein Arm blutete und die Wunde war von Eiter überzogen. Jeren konnte nicht klar denken. Da war nur dieser Schmerz, der seinen Kopf ausfüllte.„Warum nur?...Warum bin ich nicht…zu einem Heiler gegangen?“ Das war der erste Gedanke, den der Schmerz ihm ermöglichte zu fassen. Jeren zitterte und schwitze. Schließlich fiel er aus dem Bett. Begleitet vom Schmerz und seinem eigenen Stöhnen stand er auf. Schnell zog er sich seine Kleidung an und stolperte, unter großem Poltern und Lärm, die Tür raus und die Treppe in den Saal runter. Zu dieser frühen Stunde war noch niemand anwesend und Jeren war sehr froh darüber. Er wollte nicht, dass ihn jemand in einem so erbärmlichen Zustand sieht. Die Wirtin jedoch erwartete ihn mittlerweile mit einem besorgten Gesichtsausdruck an der Treppe. Scheinbar hat sein Schrei auch sie geweckt. „Mein Herr, ist alles…?“, setzte sie an, doch Jeren unterbrach sie. Er packte sie mit seinem gesunden Arm am Handgelenk und zog sie ein wenig zu sich. „Heiler“, keuchte er. „Ich brauche…einen…Heiler…“ Die Khajiit war auf einmal ganz nervös und ein paar ihrer Haare stellten sich auf. „Ähh…ich…Heiler…“, fing sie an zu stottern. Jeren machte sie nervös und zittrig. Zum einen wirkte Jeren in dem Moment sehr angsteinflößend, wie er da leicht gebeugt stand und mit seinen schmerzerfüllten Augen unter seiner Kapuze hervorschaute. Desweitern viel ein Lichtstrahl zwischen einen Spalt in seinem Kapuzenmantel auf seinen Silberdolch, der daraufhin glänzte wie der Vollmond, der sich im Wasser spiegelte. Die Augen der Wirtin waren genau auf diesen Dolch gerichtet und sie konnte nur noch daran denken, dass der in dem Kapuzenmantel vermummte Jeren sie umbringen würde, wenn sie ihm nicht gleich die Informationen gab, die er wollte. Sein Griff um ihr Handgelenk wurde fester. „Heiler…bitte…“, stöhnte Jeren. „Ähh..ähh…i-in d-der K-Kapelle von S-Stendarr…dort gibt es einen P-Priester…D-Dhyon ist sein Name…er“, doch Jeren ließ den Arm der Khajiit schon los und verließ das Gasthaus so schnell es ihm sein Arm erlaubte. Er hatte vergessen sich zu erkundigen, wo sich die Kapelle befand, doch ein Blick nach oben beantwortete seine Frage. Der stolze Turm der Kapelle überragte die Dächer und für Jeren schien er in dem Moment wie ein Leuchtturm zur Erlösung. Er lief in die Richtung dieses Leuchtturmes. Dabei stützte er sich von der Wand ab. Er stolperte den Weg entlang, denn er konnte kaum grade aus laufen. Alles was er sah war von roten Schlieren durchzogen. Er konnte sich nicht konzentrieren oder einen klaren Gedanken fassen. Da war nur der Schmerz. Er füllte seinen ganzen Körper, hielt ihn gefangen und beherrschte ihn. Er pulsierte. Wie ein Herz. Bumm bumm…bumm bumm. Sein ganzer Körper wurde zu einem pulsierenden Herz, welches nur Leid und Verderben brachte. Bumm bumm…bumm bumm. Endlich kam die Tür zur Kapelle in Sicht. Jeren lief drauf zu und stieß sie mit der Schulter auf. Bumm bumm…bumm bumm. Der Raum war mit Mensche gefüllt. Er sah sich nach dem Priester, von dem die Wirtin gesprochen hatte, um. Er entdeckte ihn schnell. Er stand vor einem Altar und eine Reihe von Menschen stellte sich an um mit ihm zu sprechen. Scheinbar wollten sie alle geheilt werden. Jeren versuchte nach vorne zu schreiten, doch eine Hand hielt ihn zurück. „Hey! Stell dich an wie jeder andere auch!“ „Bitte…ich…brauche…“, keuchte er dann gaben seine Knie nach und er sackte auf den Boden. Dabei klammerte er sich aller Kraft die er aufbringen konnte an der Person fest, die ihn grade angesprochen hatte. Die Person sprang mit einem erschreckten Schrei zurück und ein Raunen ging durch die Kapelle. Alle drehten sich zu ihm um. Bumm bumm…. „Schnell, hier bricht einer zusammen!“ „Dhyon, schnell!“ Bumm bumm. „Es sieht aus als ob er stirbt!“ Dann kippte Jeren nach vorne und wurde bewusstlos. Das letzte was er sah, war ein Hund, der auf ihn zulief. Bumm…………
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