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Ritter
Falls Jerowen gewann, würde der Ganove den Abend der Wassernovizinnen finanzieren: Eine Feier abseits der wachenden Blicke der Ordensmagier. Sollte der Barbar gewinnen, so würden sie ihm eine Flasche des besten Weins von ganz Argaan besorgen. Kurzum: Wendel war es ziemlich schnuppe wer den Kampf gewann. Das gegenseitige Hochwiegeln, das Raunen der Menge, die steigende Spannung trugen allesamt zur Aufregung der beiden Damen bei. "Das mag ich nicht an diesen Waffenkämpfen", schrie Infanterist Thoke schliesslich seinem Begleiter zur Rechten zu. "Es dauert immer eine Ewigkeit. Immer wieder weicht einer zurück. Waffen behindern einen, wenn man den Gegner nicht töten darf."
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Burgherrin
Jetzt... wird... er... gleich... aus...holen und Deinem... Leben... ein................ jämmerliches...
Worte, die der Frau in den Kopf schossen und für die es im Bezug auf die Emotionen wohl kaum eine Beschreibung gab. Angst traf es nicht ausreichend, genauso wenig wie der Wunsch danach, das Ende nicht nur verdient zu haben, sondern es auch zu wollen. Ein Gefühl, das eben so lange anhielt, bis sich in das Hirn der Hageren ein weiteres Wort grub.
W..........a............s?!!!
Und danach endete erst einmal alles. Jede schleudernde Emotion schien wie auf den Schlag gewirkt abzubremsen und in quälend langsamer Geschwindigkeit durch den Raum zu gleiten. Wie eine klebrige Masse, die sich nebenbei auch noch durch das Gesicht des Weibes zog, das ihre Mimik genau dieses Gefühl wieder spiegelte.
Und dann kam der Moment, in dem ein Rauschen die nicht wirklich vorhandene Stille unterbrach. Wind, der ein leises Heulen von sich gab und drohte, das Gesicht des Weibes zu peitschen. Regen, der sich über das Anlitz der Dunkelhaarigen ergoss und augenblicklich so schnell abkühlte, das yinnesell eine Spur von Eis in ihrem Gesicht verspürte. So gefroren, das auch ihre Mimik gefror und die Hitze darunter noch mehr zu brennen schien. In ihrem Kampf gegen die befreiende Kälte, die den bisher angehaltenen Atem endlich zitternd entlies.
„Ich... habe nicht?...“, yinne schüttelte den Kopf, war das, was Khaled eben sagte, kaum zu begreifen.
Und weil dem so war, erwartete sie auf diese Frage nicht einmal eine Antwort.
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Schwertmeister
Er wollte sein Versagen nicht eingestehen, denn dazu war er zu stolz gewesen. Wie konnte er Kreide mit Gold verwechseln, wo er doch die Form von Münzen und Goldstücke sich längst eingeprägt haben muss. Eigentlich wollte er der Frau nachlaufen, ihr vielleicht Schmuck und andere Wertgegenstände abnehmen, die sie ihrem Anschein nach eher nicht besaß, also beließ er es bei einem schiefen Gucken. Er sah die Dame mit einer nachdenklichen Miene an, beobachtete all ihre Bewegung und prägte sie sich ein. Warum brauchte sie in aller Welt nur Kreide? Und wozu diese Tafel? War sie wirklich eine Kreidenverkäuferin gewesen, die mit einer Tafel ihren Kunden zeigen wollte, welch wunderbare Qualität ihre Kreide doch besaß? Mh…wie ein erbärmliches Mädchen sah sie eigentlich nicht aus… und hässlich ist sie auch nicht…
Egal, es interessierte dem Dieb nicht weiter, woher diese Gestalt stammte. Immerhin hatte er seine Aufgabe gemeistert und dem Mädchen die Kreide zurückgebracht. Er war glücklich und sie…hoffentlich auch…
Später verlief er sich kurz zur Arena, sah sich dort die Kämpfe an. „Co-Lo-Dis“ war das neben "Jerowen", was am lautesten in sein Ohr dröhnte, also machte er bei dem Gebrüll mit. Anscheinend handelte es sich dabei um einen Kämpfer aus den eisigen Regionen, der sich Rum und Herz des Publikums in Sturm erobert hatte.
Dem Myrtaner wurde es nach einer Weile zu viel und er verließ die Arena. Teilweise immer noch angeschlagen, weil er nichts von der Frau erbeuten konnte, kehrte er zur Taverne zurück. In seiner Erinnerung trug Rekhyt seit einigen Tagen eine solch komische Miene mit sich. Angeblich gab es Streit zwischen ihm, Dennik und Calidor. Normalerweise kümmerte es dem jungen Myrtaner wenig in was für Streiterei sich mache Leute befanden, aber langsam ging es ihm auf die Nerven seine Freunde ständig so…angeschlagen zu sehen. Er sollte vielleicht Calidor suchen und nachfragen, was geschehen war, denn es schien ihm einfach mit jemanden, den er nicht sonderlich gut kannte, über etwas zu reden, worüber sich beide Gedanken machten.
Gath kam herein gestürmt und quasselte sofort von all den Erlebnissen seiner letzten Tage. Langsam verstand der Myrtaner nicht, warum Gath und Rekhyt so gut befreundet waren, da sie doch so unterschiedlich waren. Rekhyt, der Schweigende…und Gath, der sich zu Dennik Entwickelnde…
„Gath, erst einmal schön dich zu sehen und meinst du mit der Taverne …also…“ Er unterbrach sich, als Gath einfach nur rasch nickte. „Das ist ja eine gute Nachricht. Jedenfalls eine…“
„Was meinst du?“, fragte Gath.
„Nun…ich frage mich langsam, was unsere Gruppe noch zusammen hält. Angeblich gab es eine heftige Auseinandersetzung zwischen Dennik und Calidor, doch wenn ich sie danach frage, bekomme ich keine Details. Ich wollte mich gerade auf dem Weg machen, unseren Blonden zu suchen. Vielleicht würdest du auch mitkommen?“
Gath zuckte mit den Schultern. „Klar, doch wo finden wir ihn?“
„Keine Ahnung. Ich hatte nur solch einen Lärm draußen gehört, dass ich dieser Person gerne erst einmal sagen möchte, dass er aufhören soll. Meine Ohren sind schon kaputt genug von dem Geschreie in der Arena…“
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Waldläufer
Jetzt war Schluss. Zeit die Augenbinde abzunehmen und die Arme von der beschwerenden Last seiner Zurückhaltung zu befreien. Er hatte genug gespielt und war es müde, die Ausdauer seines Gegners zu strapazieren. Er sollte noch genug haben, wenn Jerowen ihn zu Boden schickte, genug, um sich dann noch zu winden, genug, um wach zu bleiben, wenn er seine Niederlage erkannte.
Seine Muskeln spannten sich, als er den Gegner zurückdränge. Das Gefühl von Befreiung erhob sich von seinem Schultern, gab seinen steten, gleichmäßigen und immer akkuraten Bewegungen eine neue, vollkommenere Eleganz, wie sie zuvor nicht dagewesen zu sein schien.
Er schwang seine Klinge mit einer Leichtigkeit, die Ihresgleichen suchte, und ließ die Axt an ihr abgleiten wie Wasser an einem Blatt des Lotus.
Aus den Knien heraus schuf er einen wuchtigen Schlaf, den der Nordmann nur mit äußerster Mühe parieren konnte. Seine Hände lockerte sich leicht um den Griff seines Zweihänders, als er die Klinge von herab auf seinen Gegner fallen ließ, wissend, dass jener sie blocken würde.
Er drehte sich an dem Blick herum und trieb dem Barbaren seinen Ellenbogen seitlich in den Nacken, dass dieser taumelnd zurückwich.
Jerowen ließ ihn eine Pause, ließ ihn sich berappen und schaute auf ihn herab wie auf eine Ameise, die seines Blickes nicht würdig war. „Kraft alleine kann niemals gewinnen. Eure Bewegungen wirken wie zuckenden Glieder eines schon toten Wolfes. Wild und ungezähmt, bar jeder Kontrolle und ein Musterbeispiel für den schlechten Stil eurer Heimat.“, warf der Leiter der Akademie seinem Gegner mit einem süffisanten Grinsen entgegen und nahm sich den Moment, um sich mit einer weichen Bewegung das Blut aus dem Gesicht zu wischen, welches er seit dem Schlag des anderen Mannes ignoriert hatte.
Erwartend erwiderte der Barbar nichts, stampfte bloß wie ein vor Kraft strotzender Ochse auf den Boden und war bereit, sich wieder in den Kampf zu stürzen. Er kam, schwang seine Axt und trieb sie dem Meister der Klingen entgegen, welcher keinen Schritt zurückwich, das Schwert fester umfasste und dem Angriff mit offenem Blick entgegen sah. Die Ruhe kehrte in seine Glieder ein, ließ ihn alles, was er hörte, verdrängen. Jeden Ruf des Jubels, jeden Laut der Welt, bis es nur noch ihn eins mit seinem Schwert und seinem Gegner gab.
Der Kampf begann von Neuem. Die Schläge wurden schneller, erbarmungsloser. Die beiden Männer trieben sich über die Weiten des Arenafeldes, jeder Himmelrichtung ihren Tribut zollend. Die Waffen schlugen aneinander, ächzten unter der Kraft, die beide Kontrahenten in jene hineinlegte, und stießen ergeben die Funken in die Luft, als wären sie die letzten, die diesen Kampf noch zu einem Teil den Zuschauern widmeten, während die beiden Männer sich längst nichts mehr schenkten.
Melaine
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Waldläufer
Ein Kellerfenster ging zu Bruch ...
Das er es bei seinen Versuchen derart vermasseln würde, hatte Calidor nicht erwartet. Zum Glück schien niemand im Haus zu sein, zumindest tat sich kein Licht auf, nichts rührte sich und so machte der Blonde mit seinen vielleicht vergeblichen Versuchen weiter, irgendwann einmal die runde Scheibe zu treffen.
Leider unterbrach ihn dann die heiter dreinschrillende Stimme eines Bekannten von Rekhyt, der wohl die Behandlung auf dem Schiff nicht vergessen hatte und sofort wieder still wurde, als ihm aufging, mit dem er es hier zu tun hatte.
"Was macht ihr denn hier?", fuhr Calidor sie schroff an und donnerte das Messer los, traf sogar die Rinde diesmal, doch leider mit dem Schaft, anstatt der Spitze, sodass die Waffe nur plump dagegen knallte und dann auf dem Boden liegen blieb.
*Verflixt!*, mahnte Calidor sich, denn so langsam frustrierte es ihn, es nicht auf die Reihe zu bekommen. Hinter ihm hörte er Gekicher, verhaltenes Gegluckse oder bildete es sich zumindest ein.
Seufzend und Luft holend, versuchte er es noch einmal, nachdem er auf die Frage keine Antwort erhalten hatte.
"Ich war nicht auf Besuch gefasst. Ist etwas passiert? Mit Rekhyt alles in Ordnung? Oder verfolgt ihr mich? Hat Dennik euch geschickt?"
Zu allen Fragen gab es ein klares *Nein* oder *Ja*, und das es eher Zufall und der Lärm der Gasse war, der sie angelockt hatte. Scheinbar hatte das Klirren des Glases doch jemand bemerkt.
"Woll ihr mir etwa dabei weiter zusehen, wie ich das Ziel wieder und wieder verfehle? Dann wird es ein ruhiger und langweiliger Abend. Denn ich bin nicht besonders gut darin, wie man gehört und gesehen hat. Aber wo ihr schon mal hier seid ... wisst ihr schon, dass ich mich mit Dennik unterhalten habe? Es lief ... unerwartet ... und schmerzhaft. Er hat mich doch tatsächlich mit einem Faustschlag auf den Boden befördert, nachdem ihm nicht gefallen hat, was ich zu sagen hatte. Macht er das bei allen so, die ihm mal auf die direkte Tour kommen, oder hatte er da nur einen schlechten Tag? Du als einer seiner *Freunde* kannst mir bestimmt was dazu sagen, denn etwas sagt mir, dass das nicht das letzte Mal gewesen sein wird, dass Dennik und ich verschiedener Meinung sind, sofern sie ihn überhaupt interessiert. Und am besten gleich noch mit ein paar Tipps, wie ich Dennik zu nehmen habe, damit es nicht wieder in einem Desaster endet."
Last edited by Calidor; 17.01.2011 at 23:01.
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Schwertmeister
Als erneut ein solch komischer Krach zog der Dieb instinktiv seinen Kopf ein, als würde er sich vor irgendetwas ducken wollen. Das Geräusch kam anscheinend von Calidor, der beim Werfen immer und immer wieder sein Ziel verfehlte. Eigentlich kam dem Dieb der Freund von Rekhyt eigentlich ganz amüsant vor, doch dieses Mal schien dieser über irgendetwas wütend zu sein. Nach kurzem Gespräch stellte es sich heraus – wie erwartet – dass es etwas mit Dennik zu tun hatte.
„Nun, dir beim Versagen zu zusehen war nicht unsere Absicht gewesen“, grinste der Dieb „aber das von Dennik haben wir nur flüchtig was gehört. Mir scheint es so, als wäre er nicht gut auf dich zu sprechen, also würde ich gerne wissen, was zwischen euch vorgefallen ist. Dennik ist aufbrausend, aber er ist keineswegs Jemand, der ohne Grund einfach zuschlägt! Wenn er dir eine für das, was du gesagt hast, verpasst hat, dann hast du ihn stark provoziert. Vielleicht solltest du dir das nächste Mal vorher überlegen, was du sagst, denn ich kann dir nicht versichern, dass er dann es nur bei einem Faustschlag belässt.“
Der Myrtaner verstand seine Reaktion Dennik so in Schutz zu nehmen nicht ganz, da es ihm eigentlich nicht sonderlich interessierte, was zwischen ihnen abging. Und selbst wenn…niemand wollte ihn aufklären, also musste es nun Calidor machen. Auch Gath schien interessiert zu wirken, da auch dieser nichts von den Geschehnissen der letzten Tage wusste.
"Ich würde vorschlagen, dass wir uns zurück zur Taverne begeben. Dort lässt es sich sicher besser reden als hier. Nicht das noch jemand einen Faustschlag bekommt...", meinte Gath und verdrehte leicht die Augen.
"Ja...Vielleicht..."
Last edited by Illdor; 17.01.2011 at 23:33.
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Drachentöter
Der Typ war gut, verdammt gut, um es genau auszudrücken. Colodis vermochte jedoch ebenfalls von sich zu behautpen, große kämpferische Fähigkeiten mitzubringen. So wogte der Kampf also ständig hin und her, wieder und wieder kreuzten sich die Klingen der kraftvoll und präzise geführten Waffen mit einem lauten Krachen, manchmal stoben gar Funken. Mit zunehmender Dauer des Kampfes schienen auch die Kräfte beider Kontrahenten zu schwinden, dennoch zeigte keiner die Bereitschaft, auch nur im Ansatz nachzugeben. Hin und wieder gab es kleine Unterbrechungen, etwa dann, wenn Jerowen, so hieß er wohl, seine ganze Arroganz gegenüber Colodis zum Ausdruck brachte und dabei ein Bad im Jubel der Massen nahm. Aufgrund seiner Fähigkeiten konnte er sich das zwar leisten, dennoch war es eine Schwäche, eine seiner wenigen, welche sich der Nordmann früher oder später zunutze machen konnte, ja musste, um den Kampf endlich zu seinen Gunsten zu beenden. Noch sah es allerdings nicht so aus, als sei ein solcher Zeitpunkt bereits gekommen. Weiterhin schien es so, als hatten beide den Willen, das noch bis zum nächsten Morgen durchzuziehen. Dieses Duell ging bei Weitem über das einfach Kräftemessen zweier Männer hinaus, die Ehre eines jeden, jeweils stellvertretend für ein ganzes Volk, lag hier in der Wagschale und durften keinesfalls dem anderen zufallen...
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Ehrengarde
Er wollte den Tanz der Toten?
Colodis war gewillt ihn zu bieten.
Erbarmungslos krachten die Waffen immer wieder aufeinander ein, wuchtige Hiebe prallten an der eisernen Verteidigung ab. Während sein Zweihandschwert durch die lückenhafte Verteidigung glitt wie Butter.
Immer wieder spieglete sich die dünne Klinge in den Augen des Tischlers wieder. Während sie ihn nunmehr um Haaresbreite verfehlte und selbst die fliegenden Tropfen der Schweissperlen zu durchtrennen schienen.
Es war als gewänne der Barbar mit zunehmender Kampfeslänge und schwindender Ausdauer an Freude.
Beinahe als kehre sein Innerstes zurück, in stiller Freude des Kampfes.
Aber in bahnbrechender Euphorie, welche seine Angriffe wiederspiegelten. Nur um zum Ausdruck zu bringen was ihn Antrieb.
Der Barbar reihte eine Serie Ausweichmanöver aneinander um jeder Attacke die richtige Zeitspanne abzugewinnen.
Seine Haltung veränderte sich leicht, während aber sein Innerstes dennoch bebte.
Und sein wilder Stil, die holprige aber kraftvolle Art zu Kämpfen wurde davon genährt.
Die wohlige Wärme der Landschaft mischte sich mit der drohenden Kälte.
Fern ab aller Leere und Einsamkeit fand er sich in der Sucht des Kampfes wieder. Sie ergänzte ihn. Sein Wille war stark und er vermochte seinen Gegner zu bezwingen.
Sollte er erfahren was es tatsächlich hiess dem Stil seiner Heimat ausgesetzt zu sein, ihn zu erleben.
Seine Bewegungen wurden flüssiger, es gelang ihm Abstand zu den einzelnen Hieben zu nehmen und sie zu einen.
Sie fügten sich ineinander wie ein einziger, barbarischer Angriff. Die Kraft 1000 Äxte und die Geschwindigkeit der Krieger die an seiner Seite kämpften.
Colodis nahm den Schwung des jeweils letzten Schlages mit, liess keine Lücken... zögerte nicht.
Der Wille des Nordens, ein Hagel Angriffe wie die umfassende Präsenz der nordischen Winterkälte. So karg und so tödlich wie die weitreichende Eislandschaft glitzernd im Licht der aufgehenden Sonne.
Der eiskalte Blick des Kriegers traf auf die unendliche Entschlossenheit eines Meisters der Klingen.
Es war ein Schlagabtausch den er intensiver niemals erlebt hatte. Gefühle die er so niemals gefühlt hatte. Funken stoben durch die Nacht während sie sich einander in einem todbringenden Duell ergänzten. Gemeinsam als Gegner vollführtn sie einen Wirbel aus Hieben, dessen klingende Melodie die Züge eines Liedes annahmen. Um in der unendlichen Weite der Arena vom Wind getragen zu werden.
Doch sein Rhytmus wurde gestört, von der schleichenden Dunkelheit und der Widrigkeit in seiner Waffe selbst.
Sie missfiel ihm in seiner Hand, wehrte sich beinahe selbst sich dem Tanz hinzugeben und das Bild zu vervollständigen.
Sein Herz zuckte als sein Angriff ein jähes Ende fand und die Schmerzen in jener Landschaft ihn einholten.
Die Brüderlichkeit...
Das Vertrauen...
Der Bruch...
Seine Waffe wurde so schwer wie die Schuld die auf ihm lastete. Wie die Tode die sein Gewissen trübten. Und die Volkommenheit die am Ende des Weges wartete, barst urplötzlich.
Momente nachdem er glaubte gefunden zu haben was verloren. Fand ihn die bittere Wahrheit.
Sein Hand lockerte sich um Griff dessen Anwesenheit einst so berauschend, nun so befremdlich war.
Die feinen blauen Fäden, Überbleibsel des Bandes rissen entzwei und was er nicht wahr haben wollte geschah trotzdem.
Keine Ignoranz dieser Welt hätte geholfen um zu siegen, eine Ära war vorbei.
Während ein kraftvoller Hieb die schwere Doppelaxt aus der Umklammerung seiner Finger riss, fiel der Barbar auf die Knie.
Momente, die eine Ewigkeit beschrieben... verstrichen. Bis schliesslich die Waffe im Sand stecken blieb.
Und ein geschlagener Krieger, dessen versiegende Emotionen in einer einzigen Träne zur Erde fielen, ging zu Boden.
Last edited by Colodis; 18.01.2011 at 00:21.
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Waldläufer
„Der Herausforderer Colodis von den Myrtanern hat gegen den Leiter der Akademie, den geschätzten Meister der Klingen, Jerowen, verloren!“, rief der Arenaleiters im lauten, tiefen Tenor seiner Stimme über das Kampffeld, während der Meister der Klingen sein Schwert noch ohne zu Zittern mit der Spitze auf das Kinn seines Gegners gerichtet hielt.
Dann stieß Jerowen den schweren Zweihänder in den sandigen Boden der Arena. Sein Atem ging schwer und der Schweiß stand ihm auf der Stirn. Das alles befriedigte ihn, verschaffte ihm Genugtuung. Er mochte es, das Brennen der Muskeln, die Anstrengung und Anspannungen seines Körpers und dessen Erlösung am Ende des Kampfes zu spüren.
Doch über dem allem lag ein Schatten, den er genau wahrnahm, beinahe greifen konnte. Und er wollte ihn greifen, ihn schütteln und aus ihm heraus prügeln, warum. Das schlimmste aber war, dass er wusste, dass er nicht gewonnen hatte, weil er es verdient hatte, sondern weil sein Gegner aufgegeben hatte.
Für einen Augenblick ließ sich der Leiter der Akademie gehen und spuckte vor dem Nordmann auf den Boden, ehe er den Kopf in die Luft reckte und die kühle Luft des Abends in seine Lunge sog. Seine Hände waren zur Faust geballt und er musste alle Kraft aufwenden, sich zurückhalten. Ihm war egal, was den knieenden Mann vor ihm bewogen hatte, den Kampf auf diese Art zu beenden. Er fand es abstoßend. Er fand es widerlich. Kein Mann, kein Krieger, egal aus welchem Land, durfte sich derart aus einem Kampf ziehen. Das war ehrlos und entwürdigend, nicht nur für Colodis, sondern auch für Jerowen.
Der Leiter der Akademie beugte sich zu dem Nordmann herab, das Gesicht zu einer grimmigen Maske verzogen und seine Augen im Funkeln der Abneigung erstarrt. „Ihr seid Abschaum, Myrtaner. Ich frage mich, wie ihr je erobern konntet, wenn ihr am Ende doch bereitwillig aufgebt. Kein Wunder, dass ihr euch in den Schutz unserer Stadt verkrochen habt.“, seine Stimme troff vor Verachtung, bis er sich schließlich abwandte, seine Arme ausbreitete.
„Seht her, Bürger dieser ehrwürdigen Stadt, was von dem Versprechen des Generals, der als Spion in diese Stadt kam, als Fremder in diese Stadt kam und sich unserem König anerbot um des Geldes willen, geblieben ist. Ein Krieger, der aufgibt, ist kein Krieger!“, die Stimme Jerowens hallte über das den Platz der Arena und stach wie ein Dolch in das Schweigen der Masse, „Habt ihr noch mehr? Oder seid ihr alle gleich? Die gleichen, wankelmütigen Barbaren die am Ende auf dem Boden knien werden? Was brauchen wir euch, was brauchen wir eure Schwerter. Wir brauchen sie nicht, denn sie sind es nicht wert!“, die Worte des Meister der Klingen verebbten in das gespannte Schweigen hinein, bis mit einem Mal die Masse der anwesenden Setarrifer im lauten, Zustimmung heischenden Gegröle auf die Bänke stieg und ihrem Sieger zujubelten. Jetzt hatte er gewonnen…
Melaine
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Schmetterling
"Neiiiiin."
Erst die Niederlage von Colodis, dann die Worte des Leiters der Akademie, die sie wie feine Nadeln trafen und nicht nur sie, alle Myrtaner, die Lee hierher gefolgt waren. Zorn entfachte in ihre auf, ihre Augen blitzen angriffslustig, der rote Drache war erwacht. Sie hatte sich erhoben, mit ihren flammenden Haaren. Sie würde kämpfen und diesem Jero lehren, was es hiess im Staub zu betteln.
Für Colodis, die Heimat, für Lee!
Sie hätte es nie delegieren dürfen. Nicht Colodis nochmals eine Niederlage bescheren, lieber diese Schmach über sich selber ergehen lassen. Dachte sie, während sie in Gedanken bereits die Kampffläche betreten hatte, doch nur in Gedanken, denn eine Hand hatte sich auf ihre rechte Schulter gelegt. Sie war sanft, aber bestimmend. Redsonja brauchte sich nicht umzudrehen, um zu wissen wem sie gehörte.
"Lass gut sein. Das hier ist mein Kampf."
Drang die Stimme des Generals an ihre Ohren und sie nickte, beugte sich dem, welchem sie lange zur Seite gestanden hatte, denn Lee wusste meist, was er tat. Dennoch war das Feuer nicht erloschen.
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Personalchefin des RPG
Anne hatte die ganze Zeit zwischen Zuschauern gesessen, die für den Meister der Klingen gejubelt hatten. Immer wieder hatte sie auch zu Sarpedon rüber geschaut, als er die Wetten an nahm. Sie lächelte ihm zu und drückte dem Nordmarer die Daumen so fest wie nur irgend möglich. Mehrmals während des Kampfes hielt die Piratin die Luft an. Zuerst sah es für Colodis gar nicht schlecht aus, aber dieser Jerowen, war wirklich ein Meister mit seinen Klingen...
Schlussendlich verlor der Nordmarer und die arroganten Worte des Siegers stießen Anne ebenso auf wie der Rothaarigen Kämpferin Lees. Das durften sie nicht auf sich sitzen lassen, mal ganz abgesehen davon das der Traum vom Eigenheim gerade zerplatzt war wie eine Seifenblase. Die Frage war was passieren würde wenn nun sogar der General Lee sich einmischte und der Ehre wegen, gegen den Meister der Klingen kämpfen wollte.
Einige der Zuschauer waren aufgestanden, um sich etwas zu essen oder zu Trinken zu holen. Anne war sitzen geblieben und Sarpedon signalisierte ihr das er zu ihr kommen wollte, nachdem er die Leute auf später vertröstet hätte, die ihren Wettgewinn abholen wollten.
"Vielleicht gibt es noch einen weiteren Kampf!", hatte er zur Freude derer gesagt die auf Colodis gesetzt hatten. Die eigentlichen Gewinner waren natürlich ganz und gar nicht einverstanden und forderten die sofortige Auszahlung ihres Gewinns.
Vielleicht war es auch besser so. Neues Spiel neues Glück.
Wenn Lee wirklich antreten würden dann nahm sich Anne vor ebenfalls ein paar Goldmünzen zu setzen. Nicht das sie es Colodis nicht zugetraut hätte, aber Lee zu schlagen dazu gehörte schon was. Da hätte sogar Käptn Greg seine Probleme... und der war mit dem Säbel unbesiegbar eigentlich.
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Provinzheld
Mit ernster Miene stand der General im Sand der Arena und warf einen letzten prüfenden Blick auf die mit Ornamenten verzierte Klinge seiner Doppelaxt. Es war lange her, das sie das letzte Mal auf die Klinge eines Wiedersachers getroffen war. Doch gewisse Dinge verlernte man nicht. Nicht, wenn man Jahre… jahrzehntelang damit trainiert und gekämpft hatte.
Sein Blick schweifte über die Ränge der Zuschauer. Abermals. Die Euphorie war skeptischem Raunen und wütenden Schimpfereien gewichen. Lee versuchte den Lärm aus zu blenden.
“Ich fordere euch an Stelle meiner Männer heraus. Ich habe sie angeführt und hierher gebracht. Ich habe jeden einzelnen von Ihnen selbst ausgewählt. Und ich weis um die Stärke meiner Männer. Und ihnen gebührt derselbe Respekt wie mir.“
Der Leiter der Akademie nickte selbstgefällig. Lee war sich im Klaren darüber, dass sein Sieg nichts über die Qualität seiner Männer aussagte. Doch er würde Respekt vor der Kampfkunst der Myrthaner schaffen und zeigen, dass ihr Wissen und ihre Fähigkeiten den Setarrifern von Nutzen sein konnten.
“Also gebt endlich euer Signal. Oder worauf wartet ihr?“
Sprach Lee angriffslustig , ohne jedoch seien Stimme zu sehr zu heben.
by Taeris
Last edited by General Lee; 18.01.2011 at 22:26.
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Veteran
Selbstverständlich hatte Vicious die letzte Möglichkeit, einen Wetteinsatz zu machen, verpasst und ging deshalb leer aus. Entgegen ihrer Vermutung, hatte auch nicht der Fremde den Kampf für sich entschieden, sondern mit wehenden Fahnen verloren. Ganz offensichtlich hatten die hiesigen Kämpfer einiges auf dem Kasten. Dabei sah man es ihnen gar nicht an.
Ein paar nützliche Informationen erhielt Vicious zuletzt doch noch. Ganz leer ging sie also nicht aus, obwohl der Marmo ein paar Goldstücke wirklich lieber gewesen wären. Zumindest wusste sie jetzt, dass der Kämpfer, der gegen den so genannten Meister der Klingen angetreten war, aus Myrtana stammte. Und dass er offenbar zu einer ganzen Truppe gehörte. Zugegeben eine seltsame Weise Krieg zu führen, indem man den Gegner in einer Arena herausfordert. Und obendrein verliert.
Allein das Zusehen hatte sowohl Vicious als auch Vetkin hungrig gemacht. Von Budo gab es indes noch immer keine Spur. Wenn er sich hier jedoch in der Nähe aufhielt, bestand eine nicht geringe Chance, ihn am nächsten Fass aufzugabeln. Da für den Augenblick sowieso nichts passierte, außer dass der Setarrifer seine Reden schwang, begaben sich die beiden Schwertkämpfer gemeinsam mit so manch anderem auf den Weg, um sich etwas essbares zu besorgen. Mit einem Blick zurück, erkannte Vicious gerade noch, dass ein weiterer Myrtaner in die Arena trat. Sie hatte nicht den blassesten Schimmer, um wen es sich dabei handelte und es war ihr im Angesicht des eigenen Magenknurrens auch ziemlich gleichgültig. Wegrennen würde er schon nicht. Und wenn doch, hätte sie auch nichts verpasst.
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Ritter
Aus dem Barbaren war in kürzester Zeit der Feigling geworden. Diese Männer vom Festland waren wirklich nicht zu vergleichen mit den Kriegern der Akademie. Wenn es ihnen zu brenzlig wurde, machten sie einen Rückzieher. Und jetzt wollte ihr Anführer, ein ihm nicht unbekannter Mann namens Lee, noch gegen den verausgabten Vertreter der Akademie antreten? "Jerowen hat seinen Kampf gewonnen. Es ist nicht Recht, ihn noch einmal antreten zu lassen, nur weil der andere Schiss bekommen hat", protestierte der Lehrer der Akademie zu Wendels Rechten. "Nein, und wie dieser Kampf ausgehen wird, kann man sich ja denken. "Feiglinge!", schrie jemand in der Arena und die Menge nahm den Ruf auf und erwiderte ihn. "Colodis der Feigling hat verloren! Jerowen hat gewonnen! Jerowen! Jerowen! Jerowen!"
"Ich halte mein Wort", erklärte der Ganove schliesslich den beiden begeisterten Arenagängerinnen, die sich äusserst lautstark über das Auftreten des Generals vom Festland mokierten. Die Wassernovizinnen entbehrten noch einige letzte, nicht klosterkonforme Flüche und folgten der ratlosen Menge dann in Richtung der Verpflegungsstände. Wenig später sassen die drei vor einem süssen Likör in einer Taverne im Händlerviertel. Lea, die ältere der beiden, erzählte von den letzten Arenakämpfen mit Herausforderern anderer Städte und fragte schliesslich den Infanteristen, ob er auch schon bereits an einem Arenakampf teilgenommen hätte. "Nein. Ich habe bereits als junger Bursche auf Schlachtfeldern gekämpft. Dem Kampf als ein Spiel konnte ich bisher nichts abgewinnen. Ich habe bisher noch jeden überlebt. doch die Zeit der Schlachten ist vorbei. Was sind denn die Regeln eines solchen Kampfes?", fragte er schliesslich interessiert. Ihm war nicht entgangen, dass die beiden Frauen lieber noch mehr Geschichten über Kämpfe um Leben und Tod hören wollten, doch diese Karte wollte er sich aufsparen. Die Nacht schien noch jung.
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Schwertmeister
Es war wieder etwas ruhiger geworden, die Jubelrufe waren einem stummen Grinsen gewichen, während die bleichen Gesichter jener blieben, die ihr halbes Vermögen für den Barbaren riskiert hatten. Schade. Schade um das schöne Haus, das Sarpedon hätte gehören können. Schade um sein Versprechen, dass ihm im Nacken sass. Da waren die Prämien, die er einstrich ein schwacher Trost.
Was nun geschah schien jedoch einige der Setariffer zu überraschen. Der Anführer, General Lee, stand für seine Männer höchst persönlich ein. Sarpedon wunderte sich, warum dies zu Diskussionen führte. War es vielleicht weil ihr König nicht so töricht gewesen wäre sich für seine Gefolgsleute zu prügeln? Er hörte gar einige positive Stimmen, die ihm dafür Respekt zollten. Andere nannten ihn verrückt. Weitere wollten alle Nordmarer aus der Stadt vertreiben. Aber die meisten wollten einfach noch mehr von diesem Spektakel sehen.
Eines war aber auf jeden Fall klar: Es würde erstmals eine Pause geben, denn selbst wenn Jerowen weiter kämpfte, dann musste er sich erstmals etwas Ruhe gönnen oder einen anderen Kämpfer benennen.
Der Schurke fragte sich ebenso, ob tatsächlich weiter gekämpft werden würde und kaufte sich erstmals ein paar Datteln, bevor die zähen Verhandlungen über einen weiteren Wetteinsatz mit jenen begann, die keinen Einsatz mehr bereit hatten.
Last edited by Sarpedon; 18.01.2011 at 13:22.
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Ehrengarde
Ruhig betrat Xorag die Stadt durch das Tor. Er hatte gestern Nacht noch aus der Taverne Fleisch für seinen tierischen Verfolger besorgt gehabt und hatte danach die Stadt verlassen. Anstatt sich mit eventuellen problemen, weil er die Stadt mitten in der Nacht betreten wollte rumzuärgern hatte er beschlossen, dass er einfach vor den Toren campierte. So hatte er auch auf seltsame Art und Weise besser geschlafen wie in einem richtigen Bett. Möglicherweise war er es so inzwischen einfach gewohnter im Freien und auf dem Boden zu nächtigen.
Auch die...Fütterung des Tiers hatte Erfolg gezeigt. Wobei Fütterung das falsche Wort war, der Wegelagerer war sich verdammt sicher, dass es sich auch selbst nahrung erjagen konnte, aber aus irgend einem Grund hatte es einen Narren an dem Varanter gefressen und folgte ihm schon seit Tagen. Als er gestern Nacht das Fleisch ausgelegt hatte, hatte er auch Glück gehabt: Das Tier hatte sich kurz gezeigt. Praktisch konnte er nur die Augen, vom Mondlicht erhellt, erkennen, aber dadurch konnte er schon einmal ausschließen, dass es sich um einen Wolf handelte und seine Größenschätzung war auch richtig gewesen. Außerdem hatte er erkannt, dass es helles Fell hatte.
Scheinbar gewöhnte sich das Tier langsam an ihn und vertraute ihm mehr. Aber vermutlich wollte es das auch, schließlich war es der oder diejenige Gewesen, die angefangen hatte, ihn zu verfolgen, nicht andersrum. So schnell konnte man vom Jäger zum gejagten werden. Nun, zumindest um sein Leben musste der Gejagte sich nicht sorgen, es hatte schon viel bessere Möglichkeiten gehabt ihn anzugreifen.
Aber jetzt war es erst einmal Zeit für ein deftiges Mittagessen und dann würde er herausfinden, was genau hier in Setarrif gespielt wurde und nach wessen Pfeife die meisten hier tanzten. Falls Ronsen das nicht schon getan hatte und es ihm verraten würde.
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Waldläufer
Der Kampf war eindrucksvoll gewesen, wenngleich das Ende überraschend wie hart kam. Colodis – eines der höchsten Tiere im Kreise der Nordmarer – unterlag dem Leiter der Setariffischen Kriegerakademie, einem Mann namens Jerowen. Wie ein kleiner Lausbub, der eine spektakuläre Zigeunervorführung verfolgte, saß Gedyon in der Arena, die Hände verworren, der Blick groß und darauf aus, jedes noch so kleine Detail aufzusaugen.
Überraschung kam auf, als jener, der sich Lee nannte, zum Duell stellte.
Natürlich kannte Gedyon den General. Natürlich hatte er schon von ihm gehört, in seiner Zeit beim Hammerclan ebenso wie in seiner Jugend. Bei den Göttern, er war sogar ‚Arbeiter’ in der Söldnertruppe des Generals gewesen, die Rhobar III. Unterstützung versprochen hatte.
Dort … kämpften die Überzeugungen und der Mut der Menschen vom Festland gegen die Arroganz und den Hochmut des Inselvolkes.
„Für Myrtana, Lee“, flüsterte der Mann, „Für Myrtana“
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Ritter
"Verdammte scheiße!", fluchte Dennik entnervt. Er hatte gerade eben 100 Goldmünzen verloren und daran war nur dieser vermalledeite Nordmann schuld, welcher gegen diesen Klingenmeister aus Setarrif verloren hatte. Den zweiten Kampf wollte sich Dennik da wirklich nicht noch antun. Tricks hatte er sich keine neuen ab schauen können. Der Klingenmeister hatte vergleichbar mit den Assassinen gekämpft und Colodis in etwa so, wie Scorpion, also was brachte es schon, noch so einen Kampf an zu schauen und wie auch die meisten anderen Zuschauer, fand Dennik es nicht gerade fair den bereits erschöpften Klingenmeister noch einmal gegen jemanden antreten zu lassen.
"BUHHHHHHH!", tönte es durch die Arena, doch Dennik stimmte trotz der Tatsache, dass er der selben Meinung war, nicht mit ein und verließ die gerammelt volle Arena durch den Haupteingang.
Er dachte an Illdor und Rekhyt und an das, was er ihnen noch zeigen konnte, Schlösser knacken konnten sie nun, oder jedenfalls wussten sie nun, wie es funktionierte, ein zwei Mal würde er sie noch prüfen, aber öftres sicher nicht, den Taschendiebstahl hatten die Beiden auch drauf, auch wenn Illdor Kreide geklaut hatte, statt Gold, ob sie, wie er damals, Meucheln lernen wollten, wusste er nicht und er würde dieses Thema erst einmal außen vor lassen... also was gab es noch zu lernen? Kaum etwas, musste Dennik sich eingestehen, er war wohl nun auf dem selben Stand, wie die Beiden... oder vielleicht fiel ihm ja noch etwas ein... außer Schleichen.
"Einmal werde ich ihnen noch meine Art des Taschendiebstahls zeigen, bis jetzt haben sie ja immer diese "Anrempeltaktik" gemacht, ich werde ihnen mal zeigen, dass es noch wesentlich mehr gibt... ja sie brauchen Fantasie...", murmelte Dennik Gedanken versunken und betrat die Taverne. Erschöpft ließ er sich auf einen der Stühle fallen und bestellte ein Glas Wasser.
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Veteran
Der Schweigsame hätte gerne noch mehr Übung darin gehabt Schlösser zu knacken, um im Falle des Falles nicht so lange herum tun zu müssen und er hatte sogar noch Denniks Schatulle, doch immer und immer wieder die gleiche Kombination zu knacken brachte auch nichts. Und andere Schlösser ließen sich nicht so ohne weiteres auftreiben, zwar hatte er sich während der Schlägerei an Türschlössern probiert, doch eine solche Ablenkung hatte es dann auch nicht mehr gegeben, außerdem kam dann die Taschen(Kreiden-)diebstahl Lektion und jetzt wollte er wieder Dennik suchen um zu erfahren, was er als nächstes vor hatte.
Das war auch schnell geschafft, denn der Dieb saß in der Taverne bei einem Glas Wasser und wirkte nicht so gut gelaunt wie sonst.
Hoffentlich nicht wieder was mit Calidor!
Der Schweigsame würde es einfach herausfinden, denn Dennik und schlechte Laune waren schon fast Gegensätze.
"Was ist passiert?"
Wie üblich war die Frage wortkarg und direkt gestellt, doch Rekhyt bemühte sich trotzdem einigermaßen mitfühlend zu klingen, schließlich interessierte es ihn ja wirklich welche Laus seinem Freund über die Leber gelaufen war.
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Burgherrin
So teuer die Salbe auch gewesen sein mochte, sie half, und das war die Hauptsache. Das Humpeln stellte sich bald ein, sie erlangte die volle Bewegungsfreiheit zurück. Es war auch besser so, die brauchte sie nämlich, wenn sie mit Scáthach übte, immerhin war die Stute nicht die ruhigste, und anscheinend erst recht nicht, wenn sie wusste, dass Ravenne von anderen Aktionen bereits blessiert war. Ravenne hatte sich trotzdem mit diesem schwierigen Tier abgemüht, das Pferd sollte nur nicht glauben, sie gäbe auf, wenn sie sich abschütteln ließ. Sowas sollte Scáthach nicht mal ansatzweise in den Kopf kommen.
Es war überraschend gekommen, fast so überraschend wie dieser misslungene Taschendiebstahl auf dem Markt. Bardasch war in den Stallungen aufgetaucht, hatte ihr knapp wie immer befohlen, Scáthach zu satteln. Was das sollte, hatte er nicht erklärt, so wenig wie den Esel, den er selbst mitführte. Lakonisch hatte er dann Ausritt gesagt, und die Sache war gegessen. Völlig verwundert war die Stumme ihm schließlich zu Pferd gefolgt, verwirrt ob seines Gebahrens, wieder einmal.
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