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  1. View Forum Posts #381
    Rollenspielmoderator Tat'ank'Ka's Avatar
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    Dec 2007
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    Orkwald
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Tat'ank'Ka is offline
    "Das war das Letzte...", dachte sich Tat, als er ein Fell am Gestell spannte. Es nun bearbeiten würden zwei andere Oraks. Tat'ank'Ka hatte damit seine Arbeit getan. Gejagt und die Beute verarbitet. Etwas was zum Leben als Ork dazugehörte, wie dessen Axt.
    Durch das Lager schreitend, begleitete Ulu seinen Herrn und begutachtete wie jener selbst die anderen Arbeiten im Orklager. Ein paar errichteten ein neues Zelt aus mehreren vernähten Fellen. Andere wiederum bearbeiteten Holz. Einer von ihnen wollte daraus Holzkohle nach Melogs Plänen machen.
    Wieder andere bereiteten das Essen zu oder befestigten rund um das Lager manch Sicherheitsvorkehrungen.
    Der Blick nach oben zu Synkka im Holzturm bestätigte, dass selbst der seiner Arbeit nachging.
    Es lief hier alles, aber dies auch weit ruhiger und gemächlicher, als wohl sonst wo auf der Insel. Eile hatte er kleine Stamm nicht. Ab und zu jedoch galt es mal auf den Putz zu hauen oder irgend einen Schädel.

    So durfte es so manchem Ork auffallen als Tat'ank'Ka im Obran verschwand und mit Büffelfellumhang, Hörnerhelm und seinen beiden Äxten sowie dem Speerköcher wieder auftauchte. Als der Erste Tat dann fragte wohin er wolle, gab es eine mobilisierende Antwort.
    "Lange genug war hier Ruhe. Meine Äxte dürsten nach Blut und meine Pranken wohlen Stahl und Eisen bearbeiten. Es wird Zeit, dass wir endlich eine Mine erschließen!", meinte er und band dann Ulu ein Wolfsfell auf den Rücken. Wenn der Herr sowas trug, trug auch sein Kriegshund sowas. Ganz einfach.
    Natürlich sprach sich das im Grunde sofort im Lager herum und sofort aren dann auch ein paar Oraks zu Stelle. Die einen mit Spitzhacke, die anderen mit ihren durstigen Waffen und in lederne und rostige Rüstungen gehüllt.
    Die Zeit war endlich gekommen, um die Schmiede wirklich in Betrieb zu nehmen. Waffen und Rüstungen zu schmieden. Dafür bauchte es Erz.
    Als Tat dann den ersten Schritt aus dem Lager vollbrachte, folgten dem Berserker, neben Gorbag, auch so manch Oraks.
    Genug um jedem Ärger zu machen der im Weg war.

  2. View Forum Posts #382
    Krieger Rok Shar's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Rok Shar is offline
    Nicht viele Oraks waren sie, die im Halbdunkel der Dämmerung aus dem Lager traten. Aber der kleine Trupp hatte doch eine ganz ansehnliche Kampfstärke, nicht zuletzt wohl wegen Gorbag und Tat'ank'Ka, den zwei mächtigen Kriegern, die an der Spitze des Trupps umherstapften und ihn anzuführen schienen.
    Noch immer kursierten verschiedenste Gerüchte in den Reihen der Orks, was das Ziel dieser kleinen Truppe sein sollte. Ein älterer Orak hatte davon gesprochen, dass sie angeblich auf der Suche nach einem alten Schatz seien, der in einer vor Ewigkeiten gesunkenen Orkgaleere ruhte. Ein anderer wusste zu berichten, dass angeblich SIE selbst der Grund für die Zusammenkunft war. Angeblich war sie mehreren Oraks im Traum erschienen und hatte ihnen Befehl erteilt, das Lager zu verlassen. Eine Orkfrau hingegen erzählte aufgeregt, dass sie die Morras von der Insel vertreiben wollten.
    Der orkische Jäger ignorierte diese Geschichten geflissentlich und war unbeirrt an den schwätzenden Oraks vorbei gegangen. Ihm war ganz egal, welches Ziel sich die kleine Gruppe aus Kriegern gesetzt hatte, aber er wollte sich nützlich machen. Ich bin jetzt Mitglied dieses Stamms. Mit einem zufriedenen Grinsen rieb er sich die rechte Gesichtshälfte, die noch immer leichte Spuren des orkischen Willkommensrituals trug. Und als Mitglied eines Stamms hat man sich nützlich zu machen!
    Ein eisiger Windhauch fuhr durch die Reihen der marschierenden Oraks und holte ihn zurück in die Gegenwart. Früher hätte er über diese Temperaturen wahrscheinlich gelacht, die lange Zeit in der Wüste jedoch hatte ihn solche Temperaturen vergessen lassen. Eilig zog er das geschenkte Fell fester um seinen haarigen Körper und versuchte sich am winzigen Feuer der Fackel zu wärmen. Ihm behagte es gar nicht, dass sie ausgerechnet bei Dunkelheit marschierten. In der Dunkelheit - so fand der orkische Jäger - wusste man nie, was um einen herum passierte. Er hatte dann immer das Gefühl, als würden hunderte fremder Augenpaare ihn aus den Schatten heraus beobachten.
    Mit einem Kopfschütteln versuchte er die beängstigenden Gedanken zu vertreiben und hob die Fackel in seiner Hand ein gutes Stück höher.

  3. View Forum Posts #383
    Krieger
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    Lair is offline
    Der Dieb setzte sich auf den Boden, mit dem Rücken lehnte er sich an einen Baum.
    »Es gefällt mir hier nicht«, gestand er ehrlich. Die Frau rümpfte die Nase.
    »Mir auch nicht, aber wir müssen rasten.«
    Der Gauner nickte. Es war tagsüber bereits schwer, dem richtigen Pfad zu folgen. Nachts wäre dies beinahe unmöglich. Und bei all den Gefahren, die in diesem Wald lauerten …

    Der Dieb hätte es gern vermieden, diesen Ort zu betreten, der als Orkwald bekannt war. In diesem Wald hausten allerdings nicht nur Orks, sondern unvorsichtige Reisende erwarteten viele weitere Gefahren. Um was für Gefahren es sich genau handelte, wusste er nicht. Aber er spürte auch nicht das Verlangen, dies heraus zu finden. Das Wissen, dass sich Orks in seiner Nähe befanden, genügte ihm, um ihn nervös zu machen. Er konnte sich nur verschwommen an seine letzte Begegnung mit Grünfellen erinnern, aber er wusste noch, dass es keine schöne gewesen war. Ein weiteres Treffen würde er gerne vermeiden.

    »Ist dieser Wald sehr groß?«
    »Ich weiß nicht genau … ich glaube nicht.«
    Ich hoffe, du glaubst richtig, dachte der Dieb. Er hatte nichts dagegen, wenn sie diesen Ort so schnell wie möglich hinter sich ließen.

  4. View Forum Posts #384
    Burgherrin Estefania's Avatar
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    da wo du mich nicht vermutest...
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Estefania is offline
    Estefania hatte in dieser Nacht kaum ein Auge zu getan. Wenn es gerade mal nicht geregnet hatte, hörte sie die seltsamsten Geräusche, die von irgendwelchen Viechern oder natürlich auch von Orks stammen könnten.

    "Komm los lass uns aufbrechen! Du wolltest doch auch so schnell wie möglich wieder hier raus, oder?" Die Diebin zerrte an der Jacke ihres Begleiters, der sich kaum regte. Er schien einen gesegneten Schlaf zu haben.

    Jetzt wo es dämmerte, sah sie in der Nähe eine ausgebrannte Hütte. Ein Dach besaß sie auch nicht mehr, also hätte ihnen die Bruchbude auch nicht als Unterkunft für die Nacht dienen können. Noch nicht mal ihre Neugier, ob es dort vielleicht eine vergessene Truhe geben könnte, konnte sie dazu bewegen tiefer in den Orkwald hinein zu gehen. Eine Truhe wäre zwar eine gute Übungsmöglichkeit für ihren Schüler... Trotzdem, es war wichtiger hier weg zu kommen.

    Inzwischen hatte sich Lair auch aufgerappelt, seine Sachen zusammen gepackt und stand etwas müde drein schauend vor ihr. Er sah auch nicht so aus als wäre er scharf drauf ein Schloss zu knacken.

    "Dann mal los! Gehst du... ich meine schleichst du voran?"

  5. View Forum Posts #385
    Krieger
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    Lair is offline
    Mit einem Arm bog der Dieb die Zweige eines hochgewachsenen Strauchs zur Seite, die ihm den Weg versperrten. Er blickte sich kritisch um.
    »Wie ein Pfad sieht das nicht aus«, meinte er und befreite sich aus dem Gestrüpp, in das er geraten war.
    »Wir haben uns verlaufen.«
    Die Frau schwieg. Dass sie den Weg verlassen hatten, musste sie nicht bestätigen – es war offensichtlich. Der Gauner fluchte innerlich. Er hatte nicht vorgehabt, länger als nötig im Orkwald zu verweilen. Ihm fiel spontan kein Ort ein, den er als unangenehmer empfand.

    »Wir gehen aber immer noch in die gleiche Richtung«, sagte Estefania endlich. »Die Sonne steht rechts von uns.«
    Der Dieb wandte seinen Blick in die von ihr gemeinte Richtung. Die Sonne konnte er nicht erkennen, aber das wenige Licht, das ihnen die Dämmerung noch ließ, kam definitiv aus dieser Richtung.

    »Sollen wir also weitergehen? Oder zurückkehren?«, fragte er. »Wenn wir zurückgehen, könnten wir den Weg vielleicht wiederfinden. Oder wir verirren uns mitten im Wald. Oder –«
    »Wir riskieren es und gehen weiter«, beendete die Frau seinen Satz.

    »Dann lass uns weitergehen«, sagte der Gauner. Er wollte nur weg von diesem Ort, so schnell es ging. Der Gedanke, umzukehren, gefiehl ihm überhaupt nicht.

  6. View Forum Posts #386
    Burgherrin Estefania's Avatar
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    da wo du mich nicht vermutest...
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Estefania is offline
    "Ich hätte schwören können, dass die Berge links und die Sonne die ganze Zeit rechts von uns war..." wiederholte die Diebin leise, als die Beiden ihren Weg fort setzten.

    Verlaufen im Orkwald... das durfte auch keiner ihrer Diebeskollegen herausbekommen, sonst könnte sie sich wochenlang anhören wie sie sich über sie lustig machten. Einen Augenblick dachte die Diebin darüber nach, ob es vielleicht ein riesiges Feuer gewesen sein könnte. Bei dem Wetter heute wäre alles möglich gewesen. Regen, Schnee, Nebel, Wolken, Gewitter und ab und zu auch mal die Sonne... oder eben ein riesiges Orkfeuer in der Ferne.

    Es knisterte hinter ihr im Gebüsch. Lair und Estefania sahen sich daraufhin an, nickten sich zu und liefen so schnell sie konnten durch den Wald bis sie endlich auf eine Lichtung kamen. Diese Lichtung entpuppte sich als Ende des Waldes.

    "Und wenn wir jetzt gleich an einer Taverne und nicht an einem See mit Burg vorbei kommen sind wir richtig." sagte sie zuversichtlich und schritt weiter.

  7. View Forum Posts #387
    Abenteurerin Nehalen Nia's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Nehalen Nia is offline
    Sie hatte sich wieder tiefer in den Wald begeben, um sich um Kampf zu üben. Übung war wichtig, um nicht einzurosten. Einige Oraks waren losgezogen, auf Raubzug, und Neha hätte sie liebend gern begleitet, aber sie hatte beim Lager bleiben sollen, und so war sie geblieben. Eine Jägerin war sie nicht, und mit einer Axt zu jagen erschien ihr auch unsinnig. Mit einer Axt konnte man ein Tier schlachten und weiden, es erlegen war eine andere Nummer. Sie hatte Morras mit Schwertern und Äxten jagen sehen und sie ausgelacht, wie dumm sie waren. Wie nah konnte man Wild kommen, um es zu erstechen? Wild hatte eine gute Nase und gute Beine, Wild musste aus der Ferne oder mit Fallen gejagt werden. Morras waren eine andere Sache.
    Sie hatte sich einen Baum ausgesucht und mit den Wurfübungen angefangen, als sie Schritte gehört hatte, die nach Morra klangen. Sie holte die Axt zurück und schaute sich um, versuchte, herauszufinden, wo der Morra war. Dann schlich sie in die Richtung, aus der sie ihn kommen hörte. Es konnte ein Orkhasser mit einer Waffe sein. Es konnte ein Jäger sein, ein Soldat, sonstwas. Dass sich ein einfacher, unbewaffneter Morra in den Orkwald verirrte, fand sie unwahrscheinlich.
    Es ging schnell: Neha legte sich leise auf den Boden, kroch vor und schlug dem Morra gegen die Beine, dass es ihn von den Füßen riss. Dann stand sie auf und ging zu ihm, kniete sich nieder und musterte den Morra, hielt Ausschau nach Waffen. Schließlich erkannte sie das Gesicht des Morras im Mondlicht.
    "Hyperius?", fragte sie, brachte mühsam die Morralaute hervor.
    So eine hässliche Sprache!

  8. View Forum Posts #388
    Ritter Hyperius's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Hyperius is offline

    Irgendwo im Südosten

    Dieser Schlag hatte den Wassermagier zumindest aus seiner Trance zurück in die Wirklichkeit geholt. Wäre es ein Tier gewesen oder nahezu alles, was sich in diesem Wald befand, so wäre er nun tot gewesen, doch schien es sich um das einzige Wesen in dieser tötlichen Gegend zu halten, dass Hyperius verschonen würde und es auch tat. Die Orkin, die da nun auf ihn herabblickte und seinen Namen aussprach und dabei selbst für das Empfinden eines Menschen durchaus recht ansehnlich war, war Nehalen Nia, die ihm damals zu seiner Zeit im Exil bereits einmal begegnet war. Ein leichtes Lächeln aufsetzend, versuchte sich der Varanter langsam wieder aufzusetzen. Die Kriegerin hatte ihm einen ordentlichen Schlag verpasst und hätte es sich auch vollbracht, ihn zu töten, wenn sie es darauf angelegt hätte.

    Nun hatte die Orkfrau ihn jedoch besiegt, denn auch wenn ihr Angriff etwas hinterhältig und nicht gerade auf die orkischste Art geschehen war, so änderte es doch nichts an den Tatsachen. Sein guter Freund Kriegsherr Moltok der Reißer ehemaliger Statthalter der Orks in Lago hatte ihm damals verraten, dass wenn man einen Kampf gegen einen anderen Ork verlor und dieser das Leben verschonte man in dessen Ehrenschuld stand und dies auch blieb, bis man jene angemessen beglich oder dem anderen das Leben rettete. "Grüße Nehalen Nia, ich danke dir, dass du mein Leben schonst. Ich stehe in deiner Schuld und werde dies auch bleiben, bis ich sie begleichen kann.", kam es freundlich über die Lippen des Erzdekans Setarrifs, nachdem er wieder vollends stand, wobei es sicherlich, wenn die Orkin dies in der Dunkelheit erkennen konnte, anmutete, dass die Robe bis zur Hüfte in das schlammige Grün des Sumpfes gefärbt war.

    "Es tut mir Leid, wenn ich dich bei der Jagd gestört habe, ich wollte eigentlich erst wieder in den Orkwald kommen, wenn ich alle Gegenstände für das Ulumulu besitze, aber ich war zu sehr in Gedanken. Wie geht es dir und deinem Stamm?", sprach der Pazifist ruhig, wobei er als Zeichen der Ehrfurcht leicht den Kopf neigte. Dies änderte zwar nicht viel, da die orkische Frau ohnehin ein klein wenig größer als er war, sollte aber dennoch eine Respekt zollende Geste für die Kriegerin sein, da der Mensch wirklich Anerkennung für die Kämpfer der Orks und deren Codex empfand.

  9. View Forum Posts #389
    Abenteurerin Nehalen Nia's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Nehalen Nia is offline
    Es war kein ehrenhafter Angriff gewesen, aus dem Hinterhalt. Andererseits hatte sie sich durch seine Anwesenheit bedroht gefühlt, immerhin hätte er bewaffnet sein können. Neha wusste seit einer Weile, dass sie trächtig war, umso nervöser war sie in Gegenwart von Morras geworden. Sie traute ihnen alles zu. Für Neha war es wichtig ihr Leben zu schützen, weil es auch das Leben der Frischlinge schützte, die für den Stamm wichtig waren. Und für diese Frischlinge ließ sich auch ein hinterhältiger, unehrenhafter Angriff verschmerzen.
    Der Morra war tatsächlich Hyperius, der ihr den Weg in den Orkwald gezeigt hatte. Sie ließ ihn am Leben, damals hatte er ihr gegenüber Respekt gezeigt, anders als viele andere Morras, die sie gekannt hatte. Der Morra richtete sich auf und sprach; er kannte ihren Namen noch und er wusste von der Ehrenschuld, die er nun zu tragen hatte. Es sprach für ihn, er war vorbereitet, als er in orkisches Gebiet kam. Dann entschuldigte sich der Morra, er erwähnte ein Ulumulu und fragte nach ihr und dem Stamm.
    "Ich nichts Jäger", sagte Neha. "Das einzige, was ich Stamm von Ausflug mitbringe sind Tiere, die hängen an Baum und bringen Fleisch. Sie sich kaum wehren, aber Fleisch nicht gut. Jäger vom Stamm bringen besseres Fleisch."
    Sie standen voreinander, Neha war ein Stück größer als er, dafür hielt er den Kopf leicht gesenkt. Die Oraka mühte sich furchtbar mit der Sprache der Morras ab, sie hatte sie lange nicht mehr gesprochen und schon da hatte sie es nicht gemocht und sich damit gequält.
    "Stamm sein gut, Stamm wächst", fuhr sie fort, wobei sie das alles sein ließ, was auf Frischlinge hindeuten konnte. "Haben nun Esse, haben groooße Flamme zu machen Werkzeug und Waffen. Ich will lernen zu schmieden, um festen Platz im Stamm zu haben. Was machst du?"

  10. View Forum Posts #390
    Ritter Hyperius's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Hyperius is offline
    Der Wassermagier merkte, dass es der Orkin sichtlich Schwierigkeiten bereitete, die Sprache der Menschen zu sprechen und dass sie es trotzdem tat erfreute ihn umso mehr, da es davon zeugte, dass er zumindest die Mühe Wert war, dass eine ehrenhafte orkische Frau sich dazu herabließ in der Sprache eines in deren Sicht sicherlich unterlegenen Volkes zu sprechen. Im Gegensatz zu den Orks auf dem Festland konnte Hyperius hier auch nicht davon ausgehen, dass die Orks, die er traf, die Sprache der Menschen überhaupt beherrschten, da diese Stämme auf Argaan, wenn man mal von den Silberseeorks absah, in keiner Weise direkt mit den Menschen im Kontakt standen. Seine Vermutung, dass Nehalen Nia Jägerin war, war jedoch falsch gewesen und so schien es, als suche sie noch ihren Platz in dem Stamm, zu dem sie gehörte. Wenn sie gebärfähig war und starke Kinder gebären würde, was der Varanter nicht sagen konnte, hätte sie in der orkischen Hierarchie in einem Stamm sicher auch einen Platz gefunden. Doch wollte sie, so schien es, mehr sein. Eine orkische Schmiedin war eine sicherlich interessante Vorstellung.
    Nicht dass der Erzdekan in irgendeiner Weise die Ansichten vertreten hätte, dass Männer für gewisse Tätigkeiten besser geignet wären als Frauen und Nehalen Nia sicher stärker als die meisten Menschen Männer war, konnte er sich doch nicht erinnern, mal eine Orkin getroffen zu haben, auch in seiner Zeit auf dem Festland, wo er viel durch die Städte der Orks gereist war, die Schmiedin gewesen war. So stellte seine Gesprächspartnerin, zumindest in der bisher wahrgenommenen Welt des Pazifisten etwas besonderes dar.

    Um dem Orkweibchen nicht zu viel zuzumuten, nahm sich der junge Kartograph vor, in möglichst einfachen Worten zu sprechen, da er ja auch nicht von oben herab, sondern eher auf Augenhöhe mit ihr sprechen wollte, auch wenn der physische Aspekt des Ganzen da schon irgendwie im Weg zu stehen schien. "Ich hoffe du wirst mal Schmied und ich sehe deine Waffen.", stimmte der Magier der Orkin zunächst ehrlich nickend zu.
    Nachdem er dies gesagt hatte und noch einmal ein wenig den Staub des Erdbodens abgeklopft hatte, versuchte er irgendwie in seinem Kopf in einfache Worte zu fassen, was er so machte. "Für die Morras bin ich sowas wie bei euch, die Schamanen oder Söhne von Geist und sie hören meinen Worten zu. Ich kann zaubern mit Wasser und Erde. Im Moment lerne ich auch selbst mehr über die Magie und die Welt. Und ich muss einen Troll suchen und besiegen, weil Trollhauer ist Teil vom Ulumulu. Dann will ich noch einen von euren Söhnen von Geist suchen und herausfordern zum Kampf, um die Ehre zu verdienen, dass er mir ein Ulumulu baut.", fasste er so kurz das Leben zusammen, wobei er sich auf die für Orks auch interessanten Aspekte beschränkte. Dass er gerade daran arbeitete, die Kirchenordnung zu erneuern und Pläne hatte Wegschreine auf Argaan zu bauen und andere Hirngespinste verschwieg er seiner Gesprächspartnerin, da diese sicherlich auch froh war, wenn sie nicht allzu viel in der Menschensprache hören musste.

  11. View Forum Posts #391
    Abenteurerin Nehalen Nia's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Nehalen Nia is offline
    Hyperius sprach nun mit einfacheren Worten, was es ihr erleichterte, ihm zu lauschen. Er war ein Sohn von Geist, was erklärte, wieso er unbewaffnet war. Vermutlich hätte sie einen anderen Morra, zu dem sie sich zum Reden herabgelassen hätte, spätestens jetzt getötet, um sicher zu sein, dass er seine Magie nicht gegen sie verwendete, aber Hyperius schien die Regeln der Orks zu kennen und zu respektieren, also ließ sie es und hörte ihm weiter zu.

    "Es nicht gibt viele Trolle und Stamm hat wenig Söhne und Töchter von Geist", sagte Neha. "Ulumulu sein schwierige Aufgabe, aber wenn du Ulumulu haben, dann der Respekt sein verdient."

    Sie hatte die kleine Axt wieder an ihren Gürtel gesteckt. Bei der nächsten Gelegenheit würde sie Tat'ank'Ka fragen, wie man Orkäxte herstellte, es reizte sie, mit Feuer zu arbeiten. Jetzt gerade war es nicht möglich; Tat'ank'Ka war mit den anderen Oraks aufgebrochen, um gegen Gach Luk zu kämpfen, so viel hatte sie mitbekommen.

    "Wohin du gehen jetzt? Ich gehen zu Stamm zurück. Der Tag ist zu weit um kämpfen zu üben."

  12. View Forum Posts #392
    Ritter Hyperius's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Hyperius is offline
    "Ich werde wieder in die Stadt am großen Wasser hinter den Bergen gehen. Dort braucht man mich, genau wie dein Stamm dich braucht. Wir sehen uns sicher mal wieder Nehalen Nia.", erklärte Hyperius ruhig und war wohl einer der wenigen Menschen, die auch in der Nähe eines Orks nicht das Geringste der eigenen Gelassenheit einbüßten. Dies verwunderte jedoch nicht weiter, zog man in Betracht, dass der ehemalige Anführer der Wüstenmaden ja auch beim Bergsee nahe Setarrif ein Haus mit Moltok und mehr als einem Dutzend Orks teilte. Bevor er die Orkin jedoch verließ, musste er ihr noch etwas da lassen, dass zeigte, dass er seine Ehrenschuld bei ihr nicht einfach vergessen würde und so griff er in seine Tasche und holte einen der Ringe hervor, die er von Ravenne hatte in Menschengröße und Orkgröße anfertigen lassen.

    "Dieser Ring zeigt, dass wir in einem bestimmten Bund stehen, ich werde einen tragen und du erhälst einen von mir. Der Bund ist die Ehrenschuld. Wenn du deinen Ring siehst, wirst du dich daran erinnern, dass ich dir etwas schuldig bin und wenn du den Ring an mir siehst, weißt du, dass ich es nicht vergessen hatte.", sprach der Erzdekan mit ruhiger Stimme, als er sich selbst einen Ring anlegte und dem Orkweibchen einen in die Hand legte. Auf diesem war das orkische Zeichen für einen "Bund" oder "Verbindung" eingezeichnet. Das dies usprünglich anders gedacht war, hinderte den Magier Adanos' nicht, den Gegenstand der Situation angemessen zweckzuentfremden. Danach wurde der Mensch langsam in einen blauen Schleier eingehüllt als die Magie ihn durchströmte und umgab, ehe er schließlich vollkommen verschwand und zurück nach Setarrif teleportierte.

  13. View Forum Posts #393
    Waldläufer Scorchal's Avatar
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    Scorchal is offline
    Eigentlich war das, was er da tat, reiner Selbstmord. Nachts durch einen Wald reisen, der dafür bekannt ist, dass er von Orks bewohnt wird. Kreaturen, die er nur aus Geschichten kannte. Angeblich so groß wie zwei Männer, stark wie ein Stier und ebenso gefährlich. Seine Grafschaft hatte derlei Monster nie gekannt. Über derlei Hirngespinst hatte man sich nur am Tisch amüsiert, wenn Nachrichten von Außerhalb das Thema waren. Hier jedoch - in diesem Wald - waren die Hirngespinste düstere Realität. Immer noch hielt Scorchal den Totenschädel in der Hand, den er gefunden hatte, kurz nachdem er den Wald betreten hatte. Es war nicht der Schädel eines Mannes. Dafür war er zu groß. Nein, das hier musste wohl der Rest eines Orks sein. Die Fangzähne zeigten das nur zu gut. Selbst nachdem das Leben wohl schon längst aus dem Schädel gewichen war, schien es Scorchal, als würden ihn die leeren Höhlen aufmerksam mustern.
    »Was ist deine Geschichte, mein Freund? Du Ork. Märchenfigur. Pah«, spuckte er aus und schüttelte den Kopf über vielerlei Dinge. Seinen Wagemut, seinen noch aus der schönen Zeit stammende Skepsis gegenüber allem nicht Normalen und natürlich der Tatsache, dass er hier gerade einen Totenschädel nach seiner Geschichte fragte. »Behalt's für dich. Ehrlich gesagt wär's mir lieber, wenn ich kein Wort davon hören würde. Höchstwahrscheinlich würde ich dein Kauderwelsch gar nicht verstehen. Ab in die Tasche, sonst holst du dir noch Frostbeulen, Kumpel.«
    Sprach's und ließ den Schädel in eine der vielen Innentaschen seines zerlumpten Mantels fallen, die natürlich nicht dafür gemacht waren, so große Dinge zu transportieren, sodass linksseitig eine lächerliche Beule entstand.
    »Sieh's positiv, Scorch«, murmelte der Leidgeplagte, »zumindest besteht die reele Chance, dass die Orks, falls es sie gibt, sie mich beobachten und mit dem Gedanken spielen, mir den Hals zu brechen, vor Lachen tot umfallen.«

  14. View Forum Posts #394
    Kämpfer Die Orks's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
    Die Orks is offline
    Das Warten auf die Brüder die losgezogen waren, wurde zu mehr als nur das. Es war Ihr Wille, dass Melog hier im Orkwald unterwegs war um etwas zu finden, was Sie hier wahrgenommen hatte.
    Seit der letzten Nacht nun beobachtete er diesen Morra der hier umherirrte und nicht in diesen finsteren Wald gehörte. Nein, ganz und gar nicht gehörte er hierher. Er war ein Störenfried, eine Gefahr deren magisches Potential Melog nicht abschätzen konnte.
    Gleich würde er es aber womöglich, denn nichts tun, lag nicht in der orkischen Natur. Es war Melogs Wille den Morra aus dem Orkwald zu treiben.
    Das Shabba-Nak schlug Äste weg, das Unterholz knackte unter der orkischen Last und Magie kam auf, die von aggressiver Natur geprägt war.
    Ein Busch wich dem orkischen Körper, das Shabba-Nak schlug Hängemoos zur Seite und kaum war der Ork nah genug, der Morra am aufschrecken und aufstehen, streckte Melog seine Pranke aus und ieß seine Geisteskraft sprechen.

    Der Morra zuckte zusammen, als würde ihn eine riesige Hand packen, dann entspannte es sich wieder und im nächsten Moment wurde er zu Boden geschubst.
    Stampfende Schritte näherten sich, traten gegen das Feuer, bis nur noch das schnaubende Geräusch eines Orks zu vernehmen war.

    "Morra nichts suchen in Wald von Orks. Gehen jetzt oder sterben!", brummte Melog in gebrochener Morrazunge.

    tat'ank'Ka

  15. View Forum Posts #395
    Ritter Hyperius's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Hyperius is offline

    Mitten im Orkwald

    Gegen nachmittag des vorherigen Tages, nachdem alle Pflichten in Setarrif erledigt waren, hatte sich Hyperius wieder nach Schwarzwasser teleportiert, wobei dieses Mal jedoch nicht der Sumpf das Ziel gewesen, sondern der Orkwald, in dem er ja auch vor kurzem der Orkin Nehalen Nia wieder begegnet war. Diese Begegnung hatte den Erzdekan Setarrifs wieder daran erinnert, was für ein Ziel er noch vor Augen hatte, nämlich die Anerkennung eines Schamanens zu erringen, damit dieser dem Varanter vielleicht in naher Zukunft, sobald die letzte Zutat besorgt war, ein Ulumulu bauen würde. Da der Kartograph jedoch keine Ahnung gehabt hatte, wo in diesem Wald die Orks hausten, war er einfach durch den finsteren Wald gewandert, hatte zur Sicherheit hoch oben auf einem Baum geschlafen und war gerade dabei gewesen eine kleine Pause zu machen, um sich an einem Feuer etwas Tee zu kochen, als plötzlich der fremde Ork, allem Anschein nach und seiner Präsenz zu urteilen, ein Schamane aufgetaucht war und erwartungsgemäß schroff und feindselig reagierte.

    Dennoch war der Wassermagier nicht unvorbereitet aufgebrochen und hatte auch zwei Geschenke in seinem Gepäck dabei, die durchaus einem Ork gefallen konnten, wohl auch weil sie Mithilfe von Orks in den Besitz des Dieners Adanos gelangt waren. Mit der Hilfe Moltoks hatte Hyperius einen kleinen Almanach über die Wassermagier und Adanos ins Orkische übersetzt, wobei es hauptsächlich darauf hinaus lief, dass der Geistliche die Worte gesprochen hatte und der orkische Kriegsherr sie für ihn niedergeschrieben hatte. Zudem befand sich auch eine orkische Nahkampfwaffe, die von den Orks dafür verwendete Bezeichnung hatte er sich nicht merken können, in dem hinter ihm befindlichen Reisesack.

    "Ich suche jemanden, wie euch, Schamane. Ich bringe auch Geschenke."
    , sprach der Hohe Wassermagier mit ruhiger Stimme scheinbar vollkommen unbeeindruckt von der Präsenz des anderen und doch mit ehrfürchtigem Tonfall und angeschlossener Verbeugung, bevor er die Geschenke zwischen sich und den Ork auf den Boden legte. "Ich bin kein Kämpfer, sondern Magier und komme, um zu beweisen, dass ich würdig bin ein Ulumulu hergestellt zu bekommen, wenn ich noch die letzte fehlende Zutat habe. So bitte ich, prüft mich Schamane. Mein Name ist Hyperius, Freund von dem orkischen Kriegsherrn Moltok dem Reißer.", fügte er noch mit ruhiger Stimme hinzu und blickte Melog tief in die Augen.

  16. View Forum Posts #396
    Kämpfer Die Orks's Avatar
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    Die Orks im Forenrollenspiel
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    Dieser Morra hatte vielleicht nerven. Was war an Melogs Drohung nicht zu verstehen? Aber wenn er den Tod suchte, sollte er ihn finden. Da mochten diese scheinbaren Geschenke noch so orkisch anmuten und er von einen Ork erzählen, den Melog nicht kannte.
    Melog war schlichtweg nicht in Laune sich das Morragebrabbel anzuhören. Höchstens als der Begriff Ulumulu fiel, ahnte der Ork was der Morra hier wollte. Wollte das aber Melog? Nein! Interessierte es Melog was der Morra war? Nein. Sollte der Morra sterben? Ja, denn er hatte die Wahl gehabt. Es interessierte den Schamanen schlichtweg nicht was der Morra wollte. Wieso sollte er Morras akzeptieren die das am Leibe trugen was allen argaanischen Oraks bekannt war. Sie gehörten zum Morravolk das die Orks auf Argaan nahezu ausgerottet hatte und sie durch Sklaverei vergessen ließ, wer sie waren. Melog hatte nichts für sowas übrig, auch wenn die Augen des Morras wohl die Wahrheit sprachen.

    Melog beugte sich kurz über die Waffe, besah sie sich, bevor er das Buch musterte und in orkischen Runen las. Da stand irgendwas vom Wassergott. Dachte etwa der Morra dass Orks sich für etwas interessieren, das so gleichgültig den Orks gegenüber ist wie der Wassergott? Die Orks brauchten den Wassergott nicht und r sie nicht. Wozu dann darüber lesen, dass die Orks dm Wassergott gleich sind?
    Doch im Grunde war es eh egal. Vielleicht stand da noch mehr und noch eher welcher Orak sowas schrieb. Melog vermutete jedoch es war ein Varrag vom Festland. Die anderen hatten oft genug erzählt, dass manche Varrag dort wie die Morras wurden. Sie sprachen mit gespaltener Zunge und stachen den Bruder einen Dolch in den Rücken - wie Morras die eine Orkhaut trugen.

    Die Gobboköpfe am Shabba-Nak rasselten und knallten gegeneinander. Melog erhob sich und murmelte etwas orkisches, bevor das Shabba-Nak nach vorne schwenkte und mit diesem eine magische Welle entfacht wurde. Die schamanischen Geisteskräfte packten den Morra abermals, doch nun wurde auch die Magie sichtbarer. Eine wabernde Kugel-Form umschloss den Morra, hier und da sah man magische Linien aufglimmen. Es wirkte mehr und mehr wie ein Netz.

    "Seien bereit zu sterben, Morra!", brüllte Melog und griff mit der freien Pranke in Richtung des Morras. Magie intensivierte sich, knisterte auf und brach auf. Nicht nur das dieser darin nun gefangen war und über dem Boden schwebte. Nein, es ging nun richtig los und der Käfig aus Magie begann kleiner und kleiner zu werden, um den Morra darin wie morsches Gehölz zu zermalmen.

    tat'ank'Ka

  17. View Forum Posts #397
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    Mit Aggressivität hatte der Wassermagier wohl gerechnet, nicht jedoch damit, dass der Schamane ihn in einer solchen Weise ohne Vorwarnung angreifen würde. Wobei jedoch, wenn man es ganz genau nahm, der Schamane doch eine Vorwarnung ausgesprochen hatte. Naja, vielleicht war es auch ein Zeichen seines Könnens und seiner mentalen Stärke, wenn er jetzt nicht starb, obgleich unabhängig davon, was Melog davon hielt, die Menschen in Setarrif wohl sehr daran interessiert waren, ihren Erzdekan nicht zu verlieren, zumindest nicht bevor dieser die sehnlichst erwartete Kirchenreform vollendet hatte. Nun sah sich der Varanter jedoch einem durchaus grimmigen und wohl zu allem bereiten Ork gegenüber, der ihn in einem magischen Käfig aus Magie über dem Boden schweben ließ.
    Sich einfach in den Sandelementavatar zu verwandeln, wäre sicherlich eine Lösung gewesen, dann jedoch hätte der Wassermagier totsicher durch sein in den Augen eines Orks wohl feigen und falschen Verhaltens alle Chancen verspielt, jemals den Respekt des Schamanens zu gewinnen. Den Ork mit einem Zauber anzugreifen, sollte dies denn funktionieren, würde wohl von jenem nur dann als richtiger Zauber und nicht mieser Trick angesehen, wenn er darauf ausgelegt wäre, den Schamanen auch zu verletzten und das konnte der Pazifist auch im Angesicht seines Todes nicht tun. Wenn es nur darum ging das eigene Leben zu schützen, durfte niemals Gewalt angewendet werden. So blieb nicht viel übrig an Alternativen, die eigentlich jedoch in Anbetracht der brenzligen Situation schnell gefunden werden mussten.

    Der Druck des magischen Käfigs von Außen wurde immer größer und während der Geistliche die Zeit damit verschwendet hatte, über Alternativen nachzudenken, waren die Schmerzen, die damit einhergingen immer größer geworden. Doch diese versuchte der Lehrmeister für Meditation, der ja selbst an seinem Körper Kleidungsstücke der Selbstgeißelung trug, um den Geist zu stärken und schon viele Folterungen überstanden hatte, einfach beiseite zu drängen, um die Gedanken frei davon zu machen und sich der Macht seines Gegenübers, die seiner eigenen mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen war, entgegenzustellen.
    Die Handflächen nach Außen drehend, betete der Wassermagier leise zu Adanos', während sich die Magie in seinen Händen sammelte und nach Außen gegen das Gebilde drückte, dass ihn zu zermalmen versuchte. Die Energie aus seinem Geiste strömte nach draußen und der stärker werdende Druck begann zunächst langsamer zuzunehmen, bis sich schließlich ein Gleichgewicht zwischen den beiden Kräften einrichtete und der Druck nicht weiter zu nahm, aber auch nicht schwächer wurde. Direkt prallte die reine und formlose Magie der beiden Kontrahenten so aufeinander und durch die magischen Ströme, wurde so etwas wie eine Verbindung zwischen den Beiden aufgebaut. Hyperius hatte nie gelernt, auf magischem Wege die Gefühle eines anderen exakt wahrzunehmen, wie es einige andere beherrschten und doch blieb diese magische Verbindung nicht ohne eine Verbindung zwischen dem Geist der beiden, so nahm der Mensch den Zorn und die Verachtung in dem anderen wahr und sicherlich konnte auch Melog etwas von dem Geistlichen spüren, der trotz der Situation seinen Gefühlen nicht nach gab und sich ruhig und gelassen der Aufgabe, die in diesem Fall sein Überleben war, widmete.

  18. View Forum Posts #398
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    Noch hielt der Morra stand. Anders als andere Morras deren Geisteskraft und Willen zu überleben bei diesem Punkt schon zu gering waren. Er schrie sogar recht wenig, an sich gar nicht was Melog etwas verwunderte. An sich erfreute er sich bei sowas, an der Angst und Furcht vor dem Unbekannten das nahte. Doch dieser Morra blieb im Geiste friedvoll und unberührt.
    Wahrlich ein Trick dieser Wassergottanhänger. Doch ob der Trick lange anhielt, wenn der Druck immer stärker wurde?
    Melog steigerte die Macht des telekinetischen Käfigs durch seine Geistkraft, durch seine mentale Stärke die gar Stein zu Steinmehl zermalmen konnte. Der Morra musste nun wirklich kämpfen, um nicht in einen matschigen HAufen aus Blut, Fleisch und Knochen zu enden.
    Finster lachte er auf und erhöhte den Druck deutlich, so wie der Morra dagegen hielt so gut er konnte. Weiter und immer weiter drückte der magische Käfig. zwang den Morra in eine beengte Körperhaltung und kam dann nicht weiter als da. Der Morra hielt stand, so wie Melogs Kräfte stand hielten und es zu einen mentalen Muskelspiel wurde.

    "Gashdaga!", zischte der Varrag und ließ nach, als immer noch kein weiterer, tödlicher Fortschritt aufkam. Der Morra fiel zu Boden und Melog brauchte etwas um sich wieder zu sammeln. Der Morra mochte dies nun überlebt haben, doch wie war es mit einer Macht die er nicht kannte?
    Der Ritualdoclh des Orks wurde gezückt und jagte im nächsten Moment in dessen Pranke. Blut tropfte die Klingenspitze herab und leicht bewegte er den Dolch, damit das Blut etwas mehr floss.
    Melog flüsterte Worte orkisch-dämonischer Art und wurde von einer regelrecht unheiligen Aura umzogen. Seine Worte formten den Zauber, der in blutig-roten, magischen Verwirbelungen den Morra traf und diesen vom Boden riss.
    Der Blutverlust Melogs erhöhte sich etwas, während der Morra die Kontrolle über seinen Körper, über sein Blut verlor.
    "Dich brechen!", versprach Melog und erhöhte sein Blutopfer indem er den Ritualdolch kreisender einsetzte. Der Morraoberkörper ging in die Höhe, während die Gliedmaßen und der Kopf nur baumelten. Brechen würde er ihn wie einen Ast und sprichwörtlich dabei sein Blut, seine Muskeln, seine Knochen dazu bringen gegeneinander zu arbeiten, den Widerstand zu verlieren und den eigenen Körper zu vernichten. Der Preis des Blutes war Macht, ungeheure Macht über die Lebenden.

    Tat'ank'Ka

  19. View Forum Posts #399
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    Als das magische Gefängnis zerbrach und Hyperius wieder auf den Erdboden fiel, war er beruhigt, da ihn der Kampf gegen die orkische Magie schon sehr angestrengt hatte. Doch in jenem Moment, als er gerade verschnaufen wollte, setzte Melog zum nächsten Schlag an. Sich den Ritualdolch in die Hand rammend, überkam sein Gegenüber eine magische Macht, die der Diener Adanos' zuvor nicht gespürt hatte. Diese unglaubliche Energie, die den Schamanen umgab war anders als jede Form der Magie, die der Erzdekan in seinem bisherigen Leben gespürt hatte und sie schien auch nicht mit den normalen Arten zu zaubern verwandt zu sein. Groß Gedanken darüber konnte sich der Geistliche jedoch auch nicht, da ihn diese Magie plötzlich mit voller Kraft erfasste und das ganze wie ein Schlag ins Gesicht war. Doch im Gegensatz zu einem normalen physischen oder magischen Treffer, fühlte es sich an, als ob die Faust von ihnen gegen sein Gesicht gedonnert war.

    Unglaubliche Schmerzen durchzuckten den Körper des Varanters, obschon er sich nicht mehr sicher war, ob das hier sein Körper war, oder nur noch diese fremde Macht eine Hülle suchte, um seine Seele zu foltern. Der Druck im magischen Käfig wenige Momente zuvor war zwar schmerzhaft gewesen und doch vollkommen anders als die Pein, die der Pazifist nun durchleben musste. Jede Faser seines Körpers schien sich gegen ihn zu richten, Muskeln spannten sich an, lockerten sich wieder oder rissen gar. Knochen dehnten sich und drohten zu bersten und selbst das Blut in seinen Adern schien zu kochen beginnen. Jeder normale Mensch hätte sich den Schmerzen wohl hingegeben und laut aufgeschrien, um sich in so etwas wie einen kurzen Moment der Erholung zu flüchten, doch der junge Kartograph wusste es besser, dass dies ein Trugschluss war. Der Moment der Erholung war ein Moment der Ohnmacht und ohne Kontrolle, es war jener Moment, den der Schamane nutzen würde, um ihm den Rest zu geben und so kämpfte er gegen eine Pein an, die ins Unermessliche wuchs.

    "Ich gebe nicht auf", kam es mit zusammen gebissenen Zähnen über die Lippen des Magiers, da er wusste, dass er diese nicht öffnen durfte, auch weil die Gefahr zu hoch war, sich dann die Zunge abzubeißen. Dies jedoch schien den Ork nur noch weiter zu provozieren. Der Blutstrom in dessen Hand wurde immer größer und so nahm auch der Druck auf den Körper des Menschen zu und obwohl dieser großen Widerstand leistete, rissen zunächst einige Sehnen in den Armen des Dieners Adanos', ehe die Knochen in seinen Beiden zeitgleich an mehreren Stellen durchbrachen. Die Schmerzen wurden immer größer und die Kraft Hyperius' diesem Prozedere noch länger zu widerstehen ließ mehr und mehr nach, doch noch waren nicht alle Reserven aufgebraucht. Auch wenn sein Körper ihm nicht gehorchte, so tat es doch sein Geist. Und plötzlich begann die Umgebung vor den Augen des Baumeister zu verschwimmen, jedoch nicht weil er das Bewusstsein verlor, sondern weil der Schamane ihm die Sehkraft raubte und das während es schien, als ob nun auch noch das Gefühl aus seinen Händen verschwand. Waren sie gebrochen? Der Erzdekan konnte es nicht sagen, da die Schmerzen immer weiter anstiegen und dann schließlich schlagartig verschwanden und Hyperius auf den Boden aufschlug und nun endlich schrie, lauter als er wohl in den letzten Jahren geschrien hatten, doch nicht permanent, nur einmalig ehe er wieder verstummte, um den Hauch von Kraft, der noch in ihm blieb, zu bewahren.

  20. View Forum Posts #400
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    Röchelnd ließ Melog ab. Zog den Dolch aus der Pranke und hielt sich die wunde leicht kniend zu. Ein Tuch band die Wunde dann ab und der Ork griff nicht nur sein Shabba-Nak, er stützte sich auch darauf ab.
    Der Blick zum Morra offenbarte die gewirkten Mächte deutlich. Die gesamte Körperhaltung sprach Schmerz aus und doch lebte er, hatte die Magieattacken überstanden.

    Melog schritt vor den Morra. Der hielt nun still, lauschte in die Welt hinein und vernahm das Schnauben des Orks. Er musste ahnen, dass er vor ihm stand und das sein Dasein nun in Melogs Händen lag. Der Schamane mochte magisch ausgelaugt sein und Blut verloren haben, doch ein Tritt oder ein Schlag und aus war es.

    Doch nichts geschah. Melog drehte sich ab, sagte gar nichts und schritt mehr auf drei Beinen in Richtung Orklager. Beliar sollte entscheiden, ob die Zeit des Morras gekommen war. Melog entschied, dass er diesen Morra, der da seine Mächte überlebte, am Leben lässt.

    Tat'ank'Ka

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