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  1. View Forum Posts #301
    Schwertmeister Das Waldvolk's Avatar
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    Dec 2006
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    In den Wäldern
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Das Waldvolk is offline
    Schmerz. Der Tod blieb ihm vielleicht erspart, aber nicht der Schmerz. So viel Schmerz... Die Klauen der Bestie hatten seinen Körper auseinandergerissen, sein Blut und Fleisch in alle Richtungen verteilt und seine Knochen zertrümmert. Und trotz alledem wurde ihm nicht zumindest die Wonne der Bewusstlosigkeit geschenkt. Nein, während das Blut langsam in seinen Körper zurückfloss, die Knochen sich wieder zusammensetzten und das Fleisch sich neu bildete spürte er jedes kleine Stück seines Körpers. Vielleicht war das ewige Leben doch mehr Fluch als Segen. Er ging im Schmerz unter, verlor das Gefühl für die Zeit. Wie lange war es her, dass er zerstückelt wurde? Er wusste es nicht, doch langsam nahm sein Körper wieder menschliche Konturen an und in ihm wuchs das Verlangen einen zweiten Bolzen im Körper dieses Monsters zu versenken.

    Lupin öffnete die Augen, Blut lief von seiner Stirn, raubte ihm die Sicht. Der Morgen graute. Testweise versuchte er seinen Arm zu bewegen, doch er war noch zu schwach. Er blinzelte das Blut aus den Augen. Die Lichtung sah nun bis auf die Blutleiche die der gestorbene Fürst hinterlassen hatte und die Kleidung der gefallenen Häscher vollkommen normal aus, nicht wies mehr auf den Kampf sonst hin. Ein leichter Windstoß fegte über die Lichtung und Lupin hörte das Flattern von Stoff. Mühsam drehte er den Kopf etwas nach links und erblickte so die verhüllte Gestalt welche am Rand der Lichtung stand. Langes blondes Haar ragte aus der Kapuze heraus und fiel bis zu den sich sanft unter dem Umhang abzeichnenden Brüsten hinab. Die sanfte Eleganz der geheimnisvollen Frau hatte etwas verzauberndes. Langsam setzte sie sich in Bewegung, ging zielstrebig, doch gleichzeitig in aller Ruhe, zu dem schwarz gefärbtem Boden hinüber, der alles war was vom Fürsten übriggeblieben war. Dort kniete sie sich hin, fuhr mit der Hand sanft über den Boden und verweilte dort kurz. Ganz so als könnte sie im Boden etwas sehen was den meisten Augen verborgen blieb.

    Schließlich erhob sie sich wieder und neigte ihren Kopf ein wenig, als würde sie dem Wind lauschen. So verharrte sie einige Momente, dann ging sie direkt auf ihn zu. Er konnte jetzt den Ansatz ihres Gesichtes erkennen, ein rundes Kinn, helle Haut, ihr Mund zeigte ein sanftes ausgeglichenes Lächeln. Sie kniete sich neben ihn, streifte die Kapuze ab und entblöste so denn Rest ihres Gesichtes. Noch immer lächelte sie, doch der Blick aus ihren Augen ließ ihn nun dabei frösteln. "Sieh einer an, du bist wohl nicht so leicht zu töten, nicht wahr?", fragte eine relativ tiefe Frauenstimme spöttisch und das Lächeln wurde noch ein wenig breiter. "Hätte ich mehr Zeit, wäre das dein Ende, so allerdings..." Sie stand wieder auf und wandte ihr Gesicht von ihm ab. Ein Geräusch von brechendem Holz und kurz darauf fuhr ihm erneut brennender Schmerz durch die Glieder, welche sich gerade erst erholt hatten. Große Holzpflöcke hatten Beine und Arme durchdrungen und so an den Boden gefesselt. Ein Röcheln entrang sich seiner Kehle. Die Hand der Frau verschwand unter ihrem Umhang, griff an die linke Hüfte. Dann mit einer flüssigen Bewegung, der seine Augen kaum folgen konnten zog sie etwas heraus. Das Röcheln erstarb als sich die filigrane Klinge in seinen Mund grub. "So allerdings muss ich mich wohl vorerst damit zufrieden geben nicht wahr?" Die Klinge glitt wieder hinaus und hinterließ eine weitere schmerzende Wunde. "An deiner Stelle würde ich hoffen das wir uns nicht wiedersehen, aber wer weiß? Ich freue mich schon." Die Waffe glitt zurück in ihre Scheide und die Frau schenkte ihm einen letzten kühlen Blick bevor sie genauso plötzlich verschwand wie sie aufgetaucht war.

    Corax

  2. View Forum Posts #302
    Curious Mind  Bartimäus's Avatar
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    Jan 2007
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    Im Sumpf
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    Bartimäus is offline
    Bartimäus fühlte sich erstaunlich gut. Obwohl sein Arm noch schmerzte, war er froh endlich wieder im Wald sein zu können, wo er weniger Angst vor der PEst haben musste. Was ihn am meisten freute war, dass er die Hütte in der er sich befand selbst gebaut hatte. Es war lange her, aber er würde diese Hütte nie vergessen. Nach seiner Reise nach Khorinis ist die Hütte in den Besitz Sildens übergegangen, aber jetzt stand sie leer und es haben wohl alle größere Probleme als eine alte Hütte zurückzufordern. Da ihm die Übergebung wohl bekannt war, beschloss er zu der nahe gelegen Quelle zu gehen die er zu Zeiten des Hausbaus gefunden hatte um sich dort seine Wunde auszuwaschen und sie neu zu verbinden.
    Am Weg wunderte er sich wo Alon geblieben war. Er wollte letzte Nacht nur kurz nach Silden gehen und war jetzt immer noch nicht zurück. Er hoffte, dass Alon nichts zugestoßen war. Er hatte von der verseuchten Stadt aber genug und so kam es für ihn auf keinen Fall in Frage dorthin zurückzukehren um nach Alon zu schauen.
    Erfreut stellte er fest, dass es die Quelle immer noch gab und hoffte, dass das Wasser sauber genug war um seine Wunde damit zu versorgen. Etwas anderes blieb ihm aber sowieso nicht übrig und so musste er es einfach riskieren. Das Wasser war klar und füllte er es auch noch die Trinkflaschen.
    Anschließend machte er sich auf den Rückweg zur Hütte und hoffte das Alon mittlerweile eingetroffen war.

  3. View Forum Posts #303
    Lehrling Shey's Avatar
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    Aug 2009
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    Inside of Emptiness
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    Shey is offline
    Shey nickte zustimmend. Kein schöner Ort war eindeutig der passende Begriff für Silden. Die Ereignisse häuften sich nach wie vor, und immer noch bekam Shey höchstens die Hälfte mit, und noch weniger verstand sie davon. Es musste wirklich bald jemand kommen und ihr alles erklären, denn sie war ahnungslos und ziemlich aufgeschmissen. Sie hatten Hörner gehört, zweimal, und sie wusste nicht, was sie bedeuteten. Sie hatten wieder mehr Menschen gesehen, Neugierige, die aus Fenstern lugten, vereinzelte auf den Straßen. Konnten sie jetzt noch hinaus? Oder war das ganze Dorf blockiert? Bis wohin zogen sich die Palisaden, wie stark waren die Ausgänge bewacht? Würde man sie auf die Seuche kontrollieren, wenn sie hinaus wollten und am Ende noch in den Qarantänebereich stecken? Und vor allem, was war draußen los?
    Shey versteckte das Gesicht in ihren Händen und rieb sich die Augen. Sie verlor den Überblick in diesem ganzen Wirrwarr.
    "Dann sag mir wie und wann wir hier rauskommen, ich hab ganz ehrlich Angst vor dem was draußen wartet."
    Wie war sie eigentlich hier her gekommen? Da war doch dieser seltsame Orthego gewesen, der sie hergeführt hatte. Wirklich, seltsamer Mensch. Seither hatte sie ihn nicht mehr gesehen, vermutlich auch in Quarantäne oder tot. Sie schüttelte sich bei dem Gedanken. Jeder Mensch, der fehlte, den niemand fand, war höchstwahrscheinlich tot. Wo war sie nur gelandet?

  4. View Forum Posts #304
    Krieger
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    Mar 2008
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    Kroen is offline
    Ja, wie kamen sie hier raus? Kroen konnte sich nicht darin erinnern, wie er hereingekommen war, wie sollte er dann wissen, wo es rausging? Er wusste ja nicht mal wo der Hinterausgang war, weil er ja auch nicht wusste wo der Vordereingang war. Sonst hätte er ja einfach schnurstracks durchlaufen können, von vorne nach hinten. Es verwirrte ihn, sodass er sich am Kopf kratzen musste. Unschlüssig drehte er sich um die eigene Achse. Warum sah in diesem Kuh- oder besser: Fischdorf alles so gleich aus? Lediglich die Position dieses Sees veränderte sich, je nachdem wohin er sich drehte. Doch durch diesen wollte er nicht fliehen.
    „Ich hab keine Ahnung.“ Sagte er wahrheitsgemäß. „Ich kenn dieses Dörflein leider nicht, ich weiß nur, dass ich hier wegwill. Und da wir keine Ahnung haben wohin, gehen wir einfach irgendwohin. Irgendwo anders werden wir schon rauskommen, auch wenn dieses irgendwo anders von unserem irgendwohin abhängt, sonst wären wir ja wieder wo anders, oder? Auf jeden Fall...“ Er drehte sich kurz um die eigene Achse, dann deutete er irgendwohin. „... da lang würd ich sagen. Keine Ahnung, was uns dort erwartet, aber wenn du recht hast, haben wir ja scheinbar schon ganz andere Dinge geschafft.“

  5. View Forum Posts #305
    Lehrling Shey's Avatar
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    Aug 2009
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    Inside of Emptiness
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    Shey is offline
    Natürlich wusste Shey noch, wie man herauskam. Silden war noch zu überblicken, zumal man ja sowieso nicht mehr alle Straßen betreten durfte.

    Sie war froh das Dorf hinter sich lassen zu können, ohne Aufsehen zu erregen, ohne Angst zu haben. Sie hatten es unversehrt überstanden, Shey wusste gar nicht, wieso sie so viel unnütze Zeit in diesem sterbenden Silden verbracht hatte. Die Luft war klar, so wie das Wasser, und wenn sie erst einmal weit genug weg waren, würden sie den ganzen Schrecken vergessen.
    Wohin sollten sie sich wenden? Nach Vengard? Die Hauptstadt kannte Shey nur aus Geschichten, wie so vieles in Myrtana und Nordmar. Eigentlich, wie alles.
    Was würden sie auf dem Weg nach Vengard noch sehen, das schlimmer war, als das, was hinter ihnen lag? Nichts konnte sie sich vorstellen. Auch Vengard selbst musste das Paradies sein im Vergleich zu Silden.
    Und Kroen würde sich an seine magischen Wurzeln erinnern, oder was auch immer das war. Er hatte ihr ja mal diese Robe gezeigt, die auf so etwas hindeutete.
    "Wohin?", fragte sie. "An Vengard wirst du dich noch erinnern?"

  6. View Forum Posts #306
    Ritter Alon's Avatar
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    Jun 2010
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    At the end of the rainbow
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    Alon is offline
    Der junge Mann kam endlich bei seinem Ziel, dem Krankenzelt, an, doch wurde er von zwei Wachen aufgehalten.
    "Niemand, der nicht von der Pest ergriffen ist, betritt das Zelt!"
    "Ich habe hier Heilpflanzen für die schwereren Wunden, die noch nicht geheilt sind. Fünf Bündel habe ich gestern eingesammelt." ALon überreichte ihnen die Heilpflanzen, die Wachen mit erstaunten Gesichtern.
    "Danke", sagten sie nur verdutzt.
    "Ich werde sie gleich den Schwestern bringen lassen. Vielen Dank für deine Hilfe, Fremder. Hier etwas Gold für deine Arbeit" Einer der Wachen wollte ihm gerade einige Goldmünzen übergeben, da sagte er:
    "Nein, das kann ich nicht annehmen. Ich habe dies nicht aus gier getan, sondern um den Sildenern zu helfern."
    "Dann nimm wenigstens diesen Dolch. Du scheinst noch unbewaffnet zu sein, und es ist gefährlich, ohne Waffen ausserhalb der Stadt zu wandern."
    Kaum versah sichs Alon, da hatte er eine kurze, schmale Klinge in der Hand, etwa so lange wie seine Hand. Sie war schlicht und abgenutzt, doch er war dem Wachtposten unendlich dankbar dafür. In seiner Freude vergass er ganz Bartimäus und seine Wunde und legte sich unter eine mittelgrossen Kiefer. Schnell schlief er ein.


    **************************************************

    "Verdammt! Bartimäus!", dachte Alon, nachdem er erwacht war. Er hatte ihn gestern Abend ganz vergessen, weshalb er nun umso schneller gehen musste.

    Er wusste nicht, wie lange er schon rannte, doch zu seiner erleichterung erblickte er nun die Hütte von Bartimäus und seinem Wolf Nero. Unterwegs hielt er kurz inne, um ein Heilkraut auszubuddeln, fals sich die Wunde seines Freundes nicht zurückgezogen hatte.

    Doch als er bei der Hütte ankam, war Bartimäus nicht da, und auch von dem Wolf fand er keine Spur.
    "Vielleicht ist er schon losgezogen", dachte Alon unruhig.
    Da. Ein knacken im Unterholz. Und da wieder. Kein anderes Geräusch. Mit seiner neuen Waffe hechtete er zu der Hütte und versteckte sich hinter einem Holzstapel.
    Doch! Da, eine Stimme!
    "Bartimäus?" Nun hiess es Alles oder Nichts. Entweder es waren seine beiden Freunde oder ein Häscher. Jemand anderes würde sich wohl nicht hierher verirren.
    "Alon? Bist du das?"
    Erleichtert trat Alon hinter seinem Versteck hervor. Nero rannte, gefolgt von seinem Herrchen, den sanften Abhang hinunter auf ihn zu.
    "Mann, habt ihr mich erschreckt. Und, wie gehts deinem Arm?"
    "Tut zwar immer noch weh, aber ich denke, der Ausflug hat meine Schmerzen etwas gelindert.", sagte Bartimäus. "Vor allem aber hat sich Nero gefallen. Stimmts, Kleiner?", lächelte er.
    Der Wolf antortete mit einem halb kleffendem halb heulenden, fröhlichem Laut.

    Während Alon die Wunde an Bartimäus' Arm begutachtete, vergnügte sich Nero weiterhin im Freien.
    Ein gelber Schorf hatte sich gebildet, was für die Zeitspanne nach dem Biss sehr unnatürlich war. Alon ging wie das letzte mal vor; Auswaschen, Kraut drauf und dann bandagieren.
    Last edited by Alon; 20.06.2010 at 21:21.

  7. View Forum Posts #307
    Ritter Orthego's Avatar
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    Jun 2008
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    felt like destroying something beautiful
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    Orthego is offline
    Schleppend setzte Orthego einen schmerzenden Fuß vor den anderen, wackelte schlafwandlerisch vorwärts und schien von außen hin bei jedem Schritt dem Sturz nahe. Die Augen waren halb verschlossen, von Dreck und Blut verkrustet, die Arme schlenkerten schlaff an den Seiten hin und her und schleiften die ebenso blutbefleckte Klinge über den Waldboden, begleitet vom schabenden Geräusch von Erde an Stahl.
    Der Pirscher war müde. Müde vom Marsch, den er die gesamte Nacht hinweg durchgehalten hatte, aber auch Müde vom Kampf, müde von der Rachsucht und müde vom Hass. Ein kleines bisschen Ruhe, ein Stück Seelenfrieden war alles, wonach er nun verlangte. Alleine der Gedanke an eine schummrige Ecke in der Kneipe, die zwielichtige Gesellschaft und einen schäumenden Krug Bier entlockte ihm ein erschöpftes Lächeln. An ein warmes Bett mochte Orthego gar nicht denken, da er fürchtete, sonst hier an Ort und Stelle zusammenzubrechen, und für den Rest des Tages nicht mehr aufzuwachen.
    Und da erblickte er es endlich, dieses nur allzu gut bekannte Gestrüpp, das er nur mit einer Hand auseinanderschieben brauchte, um vom höher gelegenen Waldrand aus einen Blick auf das saftige, grüne Plateau werfen zu können, das ihn und Silden trennte. Dahinter würde er dann die großen Eingangstore sehen, die Dächer der Hütten, Schornsteine, aus denen sich Rauchfaden schlängelten.
    Vielleicht ein paar Boote auf dem See, auch wenn die meisten Fischer wohl jetzt in diesem Moment bereits ihre Sachen packten und für den gelungenen Tagesabschluss noch einen trinken gingen.
    Noch nie hatte sich Orthego so darauf gefreut, ein paar Tage lang ein beschauliches Dorfleben führen zu dürfen, bevor erneut irgendeine Scheiße losbrach, bevor erneut wildfremde Mächte die Idylle in Gefahr brachten.
    Doch kaum war er näher an dieses so schicksalhafte Gestrüpp herangetreten, spürte er schon, dass etwas nicht stimmte. Ein unnatürlicher Geruch lag in der Luft, eher noch ein Gestank. Ein grausamer Gestank. Es war keinem Tier zuzuordnen, keinem Ungeheuer, dass er kannte. Es schien aus der Richtung des Dorfes zu kommen.
    Orthegos Herz machte einen Sprung, als er durch's Gebüsch schritt, und die weitläufige Grasfläche entlang blickte, bis sein Blick Silden traf.
    Und da zerbrach es. Zersprang in tausend kleine Teile, wie Glasscherben, die sich augenblicklich in seine Brust bohrten, tief, schmerzhaft und qualvoll, bis aufs Blut. Augenblicklich wich der körperliche Schmerz der seelischen Pein. Die Augen weit aufgerissen und mit offenem Munde begann Orthego den Hügel hinab zu rennen, auf den Eingang Sildens zu. Je näher er kam, desto bestialischer wurde der vom Dorf ausgehende Gestank. Er stolperte, fiel schmerzvoll und verlor das Schwert aus der Hand. Schnell, ungleichmäßig atmend und panisch griff er wieder nach der Klinge, richtete sich halbwegs wieder auf und raste weiter, bis er schließlich vor den abgebrannten und zerstörten Toren stand, und auf ein Elend blickte, wie er es zuvor noch nie gesehen hatte.
    Eine Wache kam herbei.
    "Aus dem Weg" , flüsterte der Pirscher. Der Mann begann zu reden. Unwichtig.
    "Geh mir aus dem Weg!" , schrie Orthego, schubste die Wache beiseite und betrat Silden. Oder zumindest das, was von Silden übrig geblieben war.

    Den Tränen nahe stolperte Orthego über die Straße, sah sich um und spürte den Schmerz immer tiefer in der Brust stechen. Halb zerstörte Hütten, Brandschäden, Blut an den Wänden, begleitet vom immer selben Gestank des Todes und der Verwesung. Selbst eine Leiche säumte den Wegesrand, übersät mit merkwürdigen Wunden. Elend und Zerstörung beherrschten nun das Dorf, und eine tiefe Trauer umfing nun Orthego. Er war völlig verloren, wusste nicht was zu tun war, verfing sich mit jedem Moment, den er hier stand, immer weiter in der Verzweiflung. Kraftlos sank er mitten auf der Straße im Dreck zusammen.

  8. View Forum Posts #308
    Ehrengarde Corax Erindar's Avatar
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    Jun 2008
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Corax Erindar is offline
    Einatmen, ausatmen. Einatmen, ausatmen. Zittrig hob und senkte sich Corax' Brust. Die Augen hielt er geschlossen, traute sich noch nicht sie zu öffnen. Was war geschehen? Der Fürst, sein Blut und dannach? Er war in Woge aus Gefühlen ertrunken, trieb kaum bei Bewusstsein in diesem Körper der der seine und doch wieder nicht war. Testweise ballte er eine Hand zur Faust und lockerte sie dann wieder. Menschlich. Das war seine Hand , doch andererseits... Dieser Körper fühlte sich plötzlich so fremd an, seine Haut so schutzlos ohne das Gefieder, seine Glieder so schwerfällig ohne die Schwingen. Er beruhigte seine Atmung etwas und versuchte sich zu erinnern.

    Er hatte das Blut des Fürsten getrunken und gespürt wie dieser in ihn eingedrungen war. Auch jetzt konnte er ihn fühlen. Es war anders als nach dem Pakt mit Iyanden. Es war nicht so als würde ein anderes Wesen über seine Schulter schauen und ihn beobachten, mehr so als hätte er sich selbst geändert. Es fühlte sich anders an, Bilder und Erinnerung die nicht ganz die seinen zu sein schienen kamen in seinem Kopf auf. Er konnte nicht genau sagen was sich alles verändert hatte, doch war es so als ob der Fürst und er eins geworden wären und seine tierische Hälfte nun tief in ihm im halbschlaf verweilte. Was war in der Nacht geschehen? Er erinnerte sich Bruchstückhaft. Wie seine Klauen das Fleisch des Mannes der Ornlu so ähnelte zerfetzt hatten. Bei dem Gedanken schlich sich unbemerkt ein raubtierhaftes Lächeln auf seine Züge. Dannach. Der Wind. Er war geflogen, hatte gejagt. Auf der Suche nach... nach seinem Bruder. Doch bevor er ihn gefunden hatte... sie! Dannach wurden die Dinge klarer. Er war wieder im großen Steinkreis und er selbst erwachte wieder mehr. Es hatte ein kurzen Ringen gegeben, doch dann hatte er sich durchgesetzt. Und dann... Dunkelheit.

    All seine Glieder schmerzten, doch es schien als hätte er sich immerhin ausgeschlafen. Wahrscheinlich... wenn er jetzt die Augen öffnete... er musste! Schließlich musste er nach Silden! Zögerlich öffnete er die Augen. Langsam stützte er sich auf. "Beschlossen in die Welt der Lebenden zurückzukehren?" Corax riss die Augen weit auf und schaute auf die Frau die da vor ihm im Schneidersitz im Gras hockte. Fast wäre er zurückgefallen. Hätte er sie nicht gerade sprechen gehört, er hätte gedacht sie schliefe. Sie saß dort, ganz ruhig und mit entspannten Gesichts zügen , die Augen geschlossen. Corax musste sich erstmal von dem Schock erholen. Ein Bild aus der Nacht kam ihm in den Sinn und ihm war so als hätte er sie früher bereits einmal gesehen. Wer war sie. "Doryena.", sagte er stattdessen wie von selbst. Verwundert fasste er sich an den Mund und wunderte sich was gerade passiert war. Die Frau öffnete jetzt die Augen, ihre Miene war nachdenklich geworden, fast träumerisch. Doch schon eine Sekunde später war der Spuk vorbei und ihre Gesichtszüge gefasst. Wieder sprach sie mit ihrer angenehmen Alt Tonlage : "Ja, aber es wäre besser wenn du mich Galatea nennst, Kaelor." Als sie diesen Namen aussprach spürte er wie sich in ihm etwas regte. Vielleicht? Aber dann? Sie fühlte sich ihm so vertraut an, dabei kannte er sie doch gar nicht. Als ob sie seine Schwester wäre. Doch sie glich seiner Schwester äußerlich nicht. Zumindest die Augen und Haare hatten eine andere Farbe. Dennoch wusste er das sie seine Schwester war. Corax spürte wie das Blut durch seine Adern floss und verstand. Gestern noch wäre sie eine Fremde gewesen, doch heute war sie wirklich seine Schwester. Genauso wie Beth seine Schwester war.

    "Ga.. Galatea.", sprach er den Namen für sich noch einmal aus und ließ sich dann zurücksacken. "Was ist passiert? Warum bist du hier? Wer bist du?" Galatea schnaubte belustigt über seine Fragen. "Muss ich das wirklich beantworten? Ach also gut. Aber bevor du mich ausfragst, willst du mir nicht vielleicht auch deinen Namen verraten? Wer bist du?"
    "Corax, ich heisse Corax und was ich bin... weisst du schon, da bin ich mir sicher."
    "Corax mhh. Nun gut, die Kurzversion. Kaelor kam gestern um seinen Bruder vor Gefahr zu schützen, fand dich jedoch zuerst. Er wurde tödlich von einem dieser Untoten verwundet und du hast sein Blut getrunken. Das hat dich zu dem gemach was du jetzt bist. Cyll en iâr - Träger des Blutes. Als ich dich fand hatte Kaelor die komplette Kontrolle übernommen und war auf der Jagd. Ich habe ihn hierher zurückgeschickt damit er sich nicht gleich nocheinmal umbringen lässt. Schließlich hätte es jederzeit zu einem Konflikt kommen können. Scheinbar hast du dich fürs erste durchgesetzt." Sie zuckte mit der Schulter als interessiere es sie nicht wirklich. "Warum ich hier bin. Zwei meiner Brüder wurden bedroht und ich war diejenige die am besten helfen konnte. Ich bin nicht wegen dir hergekommen, auch wenn ich jetzt wegen dir wohl leider etwas bleiben muss." Ein leicht verärgerter Unterton war in ihrer Stimme aufgetaucht und Corax lief ein kalter Schauer über den Rücken. "Versteh mich nicht falsch, ich habe nichts gegen dich, aber ich kann dich auch nicht einfach komplett unvorbereitet rumlaufen lassen so wie du jetzt bist. Das verbietet meine Geschwisterliebe mir. Andererseits haben ich aber auch keine Lust immer nur auf dich aufzupassen. Und noch weniger Lust habe ich für dich deine Probleme zu lösen, nur damit wir uns richtig verstehen. Und jetzt zur letzten Frage, wer ich bin. Nun das ich dir meinen Namen gesagt habe war wohl schon Vertrauensbeweis genug und solltest du den gegenüber anderen Menschen herausposaunen bringe ich dich um. Ich bin Druidin wie du, aber das wird selbst ein Kücken wie du bemerkt haben. Wenn du dich wunderst warum du noch nie von mir gehört hast. Nun es gibt nur zwei Druiden die sich nicht bereits völlig vor der Welt verborgen die mich kennen. Das wären Meister Runak und Faun. Ersterer wird schätze ich hier ganz in der Nähe bei den Wasserfällen lagern, wie er es schon so lange tut. Zweiterer... nun keine Ahnung was Faun macht, aber als ich ihn das letzte mal vor etwa fünfzig Wintern traf hatte er sich noch nicht vom Waldvolk getrennt." Corax dachte darüber nach was sie gesagt hatte. Dann antwortete er : "Faun ist in Silden, er ist der älteste Druide des Druidenzirkels, nun bis auf Runak schätze ich ..." Bevor er weitersprechen konnte wurde er von einem Lachen der Druidin unterbrochen. "Faun der älteste? Wohl kaum, selbst ich bin älter als er wenn auch nur um wenige Winter. Selbst Runak hat noch seine Zeitgenossen, auch wenn sie sich kaum zeigen und es gibt Druiden in der Welt die älter als ich und Faun sind, wenn auch wohl jünger als Runak. Du solltest vorsichtiger in deinem Urteil sein, wenn du vorschnell Schlüsse zieht bedeutet das oft einen schnellen Tod. Ich habe schon einige Druiden gesehen die sich so verschätzt haben. Der Unterschied von diesen alten Druiden zu denen die du kennst ist wohl jener das sie das Waldvolk nicht brauchen und kein Interesse an ihm haben. Nur die wenigsten haben so ein weiches Herz wie Faun, die meisten verändert die Zeit." Ihre Stimme hatte nun einen nachdenklichen Ton angenommen und Corax glaubte für einen Moment soetwas wie Wehleid oder Sehnsucht in ihr mitschwingen zu hören. Aber nur für einen sehr kurzen Moment. "Manche altern wirklich und sterben wie normale Menschen mit der Zeit, wenn es auch mitunter weit länger dauert. Andere bleiben körperlich jung und stark, doch mit der Zeit stirbt dafür in ihnen das menschliche ab. Wenn deine Freunde um dich herum langsam altern und sterben, wenn die Welt sich ändert und man selbst gleich bleibt. Dann verlieren Dinge wie Freundschaft und das Leben irgendwelcher Menschen schnell an Wert. Deswegen triffst du Druiden meines Alters kaum an. Und wenn du sie triffst und ihnen im Weg stehst oder auch nur eine potentielle Gefahr bist wirst du es wohl kaum überleben davon zu berichten. Ich muss dir kaum sagen, dass die Druiden untereinander sich als die größte Gefahr von allen ansehen. Wüsstest du das nicht wärst du schon längst tot. Sicher uns verbindet etwas, doch genauso sind wir stets auf der Hut voreinander. Und deswegen habe ich kein Interesse das irgendwer und schon gar nicht irgendein dahergelaufener Druide von meiner Existenz weiß. Wärst du nicht durch Kaelors Blut mein Bruder, würde ich dich nicht zögern dich zu töten."

    Corax schluckte jetzt wo er ihr zugehört hatte wusste er nicht mehr so recht ob er das alles wirklich hatte wissen wollen. "Das ist alles... etwas viel.", sagte er schließlich. "Wir haben Zeit.", antwortete sie, "Diese Untoten haben gestern einige Leute verloren, auch wenn sie das nicht aufhält, es kommen scheinbar täglich neue dazu. Doch wie es aussieht haben sie nicht vor diesen Ort hier anzugreifen. Nicht jetzt wo die Menschen und Druiden aus diesem Dorf sich für einen Gegenangriff rüsten. Solange nicht eine von beiden Seiten die andere vernichtet hat sind wir hier sicher." Plötzlich wurde Corax bewusst das er keine Zeit zu verlieren hatte. Er musste sofort nach Silden. Er stützte sich auf zögerte, fragte dann doch : "Kommst du mit? Nach Silden."
    "Silden? Mhpf, nein. Ich habe dir doch bereits gesagt das ich keine Lust habe deine Probleme zu lösen. Du solltest deine Lage nicht falsch verstehen. Ich fühle mich in gewisser Weise verpflichtet dir zumindest eine faire Chance zu geben. Das heisst nicht das mir dein Leben übermäßig am Herzen läge. Die Blutfürsten - Iyandens Kinder - habe ihre eigene Art in dieser Welt auf ewig am Leben zu bleiben. Es ist ein Pakt. Stirbt einer von ihnen, so wir derjenige - ob Mensch oder Tier - der von ihrem Blut trinkt oder ihrem Fleisch isst ein cyll en iâr. Bei den meisten Menschen und Tieren zeigt sich dies indem sie Teile der körperlichen Kräfte des Fürsten erhalten. Wie es bei Crow des Fall ist. Bei Druiden ist das nicht der Fall, dafür können sie die Kraft des Fürsten der ihrer Magie hinzufügen. In beiden Fällen werden sie aber auch vom Fürsten verändert und beeinflusst. Und sollte ein cyll en iâr schließlich sterben so schließen sich seine Wunden und der Fürst ersteht in seiner alten Form wieder auf. Der einzige Grund warum ich dich nicht umbringe und Kaelor wieder in seiner alten Form auferstehen lasse ist also weil ich den Pakt würdige. Wenn du gehen willst dann geh, ich werde dich im Auge behalten, aber erwarte nicht das ich auch nur einen Finger rühre um deinen Arsch zu retten wenns brenzlig wird."
    Corax biss sich auf die Lippen und versuchte nicht allzu viel über das was ihm gerade eröffnet worden war nachzudenken. Dafür wäre auch später noch genügend Zeit. "Faun wird auch da sein, ist es dir bei ihm auch egal ob er stirbt?", fragte Corax jetzt stichelnd, doch alles was er als Reaktion bekam war das typische spöttische Lächeln. "Faun? Ich respektiere Faun, auch wenn er viel zu weich ist. Aber er hat lange genug überlebt um zu wissen was er tut. Wir haben uns nie versprochen aufeinander aufzupassen oder soetwas und er braucht meinen Schutz auch nicht. Wenn du gehen willst, dann geh' gefälligst. Nimm das hier mit." Sie warf ihm ein weißes Bündel zu, seine Druidenschärpe. "Woher?"
    "Du warst nicht gerade in der Verfassung sie mitzunehmen und ich war in der Gegend, aber gewöhn dich nicht dran das ich hinter dir herräume.", erwiederte sie harsch bevor er richtig zu Ende reden konnte. Corax schenkte ihr ein lächeln, auch wenn er Angst vor dieser Frau haben sollte. Innerlich fühlte er sich ihr verbunden. Er würde wohl damit leben müssen nicht mehr der gleiche zu sein wie vorher. "Bis bald, Galatea." Sie antwortete nicht, doch er meinte soetwas wie einen unmerklichen Ansatz eines Lächelns bei ihr sehen zu können. Dann wandte er sich ab. Laufen würde zu lange dauern. Corax wendete diesen Zauber nicht gerne an, schon gar nicht wenn er noch erschöpft war von einer Wandlung. Doch er konnte keinen Aufschub dulden. Er schloss die Augen und konzentrierte sich auf seinen Herzschlag. Schnell fand er den zweiten Herzschlag in der Ferne. Er klang ungewohnt, fast so als sei er in Sorge... Die beiden Herzschläge vereinten ihren Takt und Corax spürte wie seine Magie ihn forttrug, nach Silden, zur Eiche.

  9. View Forum Posts #309
    Deus Ornlu's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ornlu is offline
    "Wieso ich hierher kam?", fragte Arkantos, während sie gerade noch im Sippenkriegerhaus verweilten.
    "Oberon entsagte Arakos Bitte Silden zu helfen. Ich bin aber nicht so wie Oberon! Ich mag diesen Dekker nicht akzeptieren, weil es Fähigere meiner Meinung nach gibt, aber ich weiß wenn mein Volk in Not ist! Das ist alles, Ornlu. Wir Waldvölkler sitzen trotz Differenzen alle in einem Boot und genug meiner Männer haben hier immer noch Familie. Manche haben sie dank der Pest verloren, manche noch nicht. Was wäre ich für ein Anführer?", erläuterte Arkantos der Falke und blickte in die Runde. Gegen seine Meinung war nichts zu sagen, so würden viele handeln.
    "Es ist gut dich und die Falkenkrieger hier zu wissen, Arkantos. Und du, Nara? Du gingst, als die Beben kamen.", meinte Ornlu und merkte wie die Hüterin Suzuran eine Weile anblickte, bevor sie zwischen den Männern stolzierte. Katzengleich, bevor sie auf den Tisch haute.

    "Damit alle wissen, dass wir Waldläuferinnen auch da sind! Dass wir ernst genommen werden! Ich rate jeden von euch Kerlen! Ein abwertender Blick, ein dummer Kommentar mir oder meinen Mädels gegenüber und ich jage euch meinen Speer in den Hals! Saubande! Wäre mein Vater noch am Leben, wäre auch Oberon noch hier und diese Häscher längst Staub!", zischte sie und zeigte ihre Krallen.

    "Wir ehren alle Raddeck, Nara. Aber Adanos nahm ihn zu sich und das Schicksal brachte uns nun hierher. Vertraue uns, vertraue den sildener Kräften und die Zukunft wird auch für deine Frauen besser aussehen. Hmm - die Runde will sicher erfahren wieso Arakos der Bär mit seinen Leuten hierher kam. Ich sage es frei heraus meine sildener Brüder! Ihr habt uns etwas versprochen! Das ist noch nicht passiert! Aber eine Hand muss erst die andere Hand waschen, bevor es auch die andere macht! Wir beginnen damit und so Adanos will, wird dies der Beginn sein!", sprach Arakos mit seiner wahrlich bärenhaften Gestalt und tiefen brummenden Stimme. Er erinnerte sie alle hier an das Thing und das bisher nichts in die Richtung geschah.

    "Und das wird auch geschehen, großer Arakos! Porgan und du, habt lange genug gewartet. Wollte Porgan noch kommen?", fragte Faun in der Runde derer die nun mehr so gut wie alle führenden Köpfe des Waldvolkes waren.
    "Er wollte sich an einem Heilmittel erproben. Ob er kommt, entscheidet Adanos.", erklärte sich Arakos bevor Arkantos das Wort wieder ergriff.

    "Die Lösung mit den Pestkranken ist wohl das mindere Übel nehme ich an? Keine Gelegenheit? Was für ein Gift soll es werden.", fragte der Falke.
    "So ist es, Meister Arkantos. Ich werde das Gift herstellen und wies die Novizinnen unter Noreias Führung an, drei Sorten Pflanzen zu sammeln die in ihrer gemeinsamen Wirkung ein starkes Schlafmittel ergeben. Ein Tropfen hilft zu schlafen, mehrere Tropfen führen den ewigen Schlaf ein. Wir werden noch etwas brauchen.", erläuterte Vivin die nach Wochen das Krankenviertel verlassen hatte und etwas zu Ruhe kam. Natürlich sorgte man sich, dass die Druidin nicht krank sein könnte, doch versicherte sie es nicht zu sein, da sie andernfalls das Viertel nicht verlassen hätte.

    "Und wenn das Zeug wirkt, brennen wir das Ding nieder! Zögern werde ich mit meinen Leuten nicht. Sonst kommen noch welche auf dumme Gedanken!", tönte Jodas und kippte dann seinen Wacholder weg.

    "Ich werde es morgen Abend verkünden. Ich hoffe bis dahin ist alles bereit...?", fragte Ornlu, bevor er etwas spürte. Vivin wollte gerade sagen, dass es klappen sollte, als auch sie und dann auch die andern Druiden seltsame Gesichter zogen.

    "Ihr spürt es auch!?", fragte Noreia. Zustimmendes Nicken und verwirrte Blicke unter den Nicht-Magiekundigen. Kurz darauf bewegten sich die Druiden und auch die Hüter mit nach draußen zur heiligen Eiche. Ornlu kam mit Faun als einer der Ersten an und just geschah es, dass da die Gestalt Ornlu fast Ansprang und mit funkelnden Augen nach der Magie griff. Ornlu tat es auch, bevor sich Faun dazwischen drängte und Corax Namen rief. Dieser - fast nackt und einzig in Schärpe gehüllt - kam zu Sinnen.

    "Corax! Du hast ihn gesehen stimmts?!", fragte Ornlu. Corax nickte.
    "Nun, dann kennst du nun meine tolle Familie fast komplett. Meine Schwester ist auch so eine Schnalle, aber jetzt auf einem anderen Tripp.", meinte Ornlu abwinkend, damit Corax verstand, dass er nicht Lupin war.
    "Ist das nicht ein unpassender Zeitpunkt für eine Mister-Nakedei-Wahl?", kommentierte Jodas auf seine Art, bevor Jarvo nur den Kopf wegen Jodas schüttelte.

    "Corax warst du im Lager der Häscher und hast du mehr rausgefunden?", fragte hingegen Noreia. Der Druide nickte und sorgte für entsprechende Gesichter.
    "Gut dann bringen wir ihn mal rein. Suzuran hol aus den Kavernen aus meiner Kammer einen Satz Kleidung für Corax. Sind ja fast gleich groß.", wies Ornlu an, bevor Corax ins Sippenkriegerhaus gebracht wurde und alle mehr erfahren wollten.
    Während Ornlu hinter Corax herging, spürte er wie auch die anderen, dass etwas an Corax anders war. Er spürte es und er verband es mit dem Ereignis in der letzten Nacht.

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    Ehrengarde Corax Erindar's Avatar
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    Corax Erindar is offline
    Kaum öffnete er die Augen wieder und war sich halbwegs bewusst wo er war kam auch schon eine Gruppe Menschen auf ihn zugelaufen. Corax blickte auf und das erste was ihm auffiel waren die roten Tätowierungen. Der Fürst regte sich in ihm, drohte aus dem halbschlaf zu erwachen und eine Welle aus Zorn und Mordlust überkam ihn für einen Moment. Erst Fauns Stimme holte ihn aus dem Rausch zurück in die Wirklichkeit. Erneut musste er an das denken was Galatea ihm erzählte und er spürte einen neugewonnen Respekt für den alten Druiden. Gemeinsam ging es in das Haus der Sippenkrieger, wo Corax sich sogleich erschöpft auf einen Stuhl niederließ. Inzwischen war es wieder Nacht geworden und die Kälte befiel ihn. Was würde er jetzt nicht für ein warmes Federkleid geben? Doch Suzuran kam und brachte ihm einen Mantel, das würde fürs erste reichen müssen. Jetzt wo ihm wieder wärmer war und er saß spürte er das Verlangen erneut zu schlafen, doch konnte er es sich nicht erlauben nicht jetzt. Corax lehnte sich gegen den Wand und fuhr kurz mit den Händen einmal über sein Gesicht, dann begann er zu erzählen : "Ja, ich war im Lager der Häscher. Mir gelang es mich einzuschleichen, doch stellte sich dannach alles als ein wenig problematisch heraus. Die Häscher sind nicht gerade gesprächig. Jedoch gelang es mir nach einiger Zeit ein Gespräch zwischen zweien der Anführer... oder ihrem Anführer und einem Offizier zu belauschen. Sie schienen beide nicht mit den normalen Häschern vergleichbar zu sein. Der Offzier hatte die gleichen Tätowierungen wie Ornlu und der Anführer gab sich ganz verhüllt. Später habe ich sein Gesicht gesehen, er sieht Runak nicht unähnlich, doch gäbe es trotzdem kaum einen Weg die beiden zu verwechseln. Er strahlt etwas Böses aus, ich habe selbst gesehen wie er einen Apfel hat verrotten lassen und Tote wiederbelebt hat... Er meinte auch er hätte ein Wesen ... Sarkany beschworen um Silden den Untergang zu schicken. Ich habe mich noch nicht umsehen können, aber ich spüre jetzt schon das seine Worte kaum eine Lüge waren. Nun jedenfalls schien es so das es sein Plan war uns durch Sarkany zu schwächen und letztlich in den Nordwäldern in eine Falle zu locken wenn es so weit wäre das wir uns wehren. Dennoch denke ich wir haben keine Wahl, denn er meinte auch jeder Tag der verginge würde sie stärken. Schließlich erwähnte er noch eine Zeremonie in der er die Entführten, die im Lager eingesperrt waren opfern wollte. Es schien wichtig zu sein für seine Falle. Ich habe die Chance ergriffen und die Gefangenen befreit. Es gab einen Kampf und ich habe die Wirren genutzt um mich aus dem Staub zu machen. Ich gehe davon aus das der Großteil der Gefangenen gestorben ist, ein paar wenige haben sich vielleicht retten können. Aber selbst wenn sie dem anfänglichem Gemetzel entkamen müssen sie immernoch durch die von den Häschern besetzten Wälder. Das wichtige allerdings ist : Es besteht die Chance das ihre 'Falle' fürs erste nicht bereit ist, wenn wir zuschlagen wollen sollten wir es also so bald wie möglich tun. Oh und noch zwei Dinge. Dein ... Familienmitglied scheint ziemlich hart im nehmen zu sein, Ornlu. Ich habe gesehen wie er einen Bolzen mit seiner Armbrust abschoss, obwohl ihm das Herz aus der Brust gerissen wurde. Das letzte mal als ich ihn sah war er jedoch nicht mehr als ein Haufen kleiner blutiger Fetzen, keine Ahnung ob er das auch überlebt hat. Jedoch ist er nicht zu Staub zerfallen. Ausserdem gab es noch eine Figur die mir mehr Angst gemacht hat als alle anderen, sie nannte sich selbst Täuscher und verfügte über Kräfte die ich immernoch nicht verstehe. Er konnte meinen Geist umnebeln, mich lähem und Dinge sehen lassen... Allerdings weiß ich nicht inwiefern er etwas mit den Häschern zu tun hat, er schien unabhängig von ihnen zu handeln, doch gleichzeitig ließ er mit gelähmt zurück damit die Häscher mich gefangen nehmen konnten."

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    Deus Ornlu's Avatar
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    Corax erzählte und alle hingen sie an seinen Lippen. Jedes Wort musste gehört, verstanden und verarbeitet werden. Als er dann beendete, war es Ornlu der das Wort als Erster ergriff.

    "Lupin kann nicht sterben. Er ist sowas wie ein Über-Häscher. Er ist mit der Macht seines Meisters so verbunden, dass dieser ihn so lange wiederbelebt, wie er will. Dies wäre mir vor zwei Wintern um Verhängnis geworden, wäre Bogir nicht. Lasst Lupin meine Sache sein. Meine Familie hat da so ihre Methoden...und Rechnungen untereinander.", erklärte Ornlu bevor Faun sich einmischte.
    "Lupin wird aber sicherlich beschützt, Ornlu."
    "Lupin wird mich erwarten, so wie er Bogir erwartet.", entgegnete Ornlu.
    "Ich hoffe du weiß was du machst, Hetzer! - Ihr habt es gehört Hauptmann und all ihr Hüter. Wir Druiden werden mit euch in den Kampf ziehen. Wir müssen die erwähnte Zeremonie dieses dunklen Magier vereiteln, sonst könnte es passieren, dass wir der Lage nicht mal mit ganzen Armeen gewappnet sind. Und du Corax ruh dich aus. Mit diesen Täuscher werden wir uns morgen befassen. Ich denke es ist für alle gut nun Schlaf zu finden. Wir brauchen wache, klare Geister um einen Plan zu schmieden und dann loszuschlagen. Und vielleicht wird sich Corax noch an mehr Details erinnern, wie das lager erbaut ist und wo sie sich sammeln. Wir werden uns morgen in aller früh bei Sonnenaufgang hier treffen.", schlug Faun vor und bekam allgemein Zustimmung, auch wenn manche jetzt schon am überlegen waren.
    Ornlu lehnte sich zurück, rieb sich die Schläfen, blickte dann kurz zu Corax so wie er zu ihn blickte und erhob sich dann. Kurz darauf folgte auch Suzuran dem Druiden aus dem Sippenkriegerhaus.

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    Ehrengarde Ryu Hayabusa's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline

    Irgendwo im Wald...

    "Was war was?" Ryu schaute ihr mit einem Hauch von Sorge im Gesicht in die Augen, ehe er den Blick hob und in Richtung eines der Äste schaute. Wurden sie beobachtet? Irgendwo dort oben schien bis eben etwas gewesen zu sein, doch wandte sich der Krieger wieder der Frau in seinen Armen zu. Es tat gut, eine fremde und doch so vertraute Person nah bei sich zu haben. "Alles ist in Ordnung... Ich bin hier. Und beschütze dich." erneut drückte er sie sanft an sich und strich ihr über die Haare. Geborgenheit... Selten hatte er in der letzten Zeit etwas derartiges gefühlt, waren seine Gedanken doch meißt von Selbsthass und dem Wunsch geprägt, den Wyvern zu töten für dessen Beschwörung er mit die Schuld trug.

    Er fragte sich, warum er das Mädchen ausgerechnet jetzt getroffen hatte? Jetzt, wo er bereits beschlossen hatte, es zu beenden. Das Monster zu erschlagen und aufzugeben. Sich selbst... Aufzugeben. Er schluckte kurz.
    "Lina? Du sagtest, du hast ständig nach mir gesucht... Warum? Und... Was wäre, wenn ich in nächster Zukunft wieder... Hmm... Weg wäre?" natürlich erwähnte er nicht, dass das Vorhaben, wenn es gelang ihn wohl für immer hätte verschwinden lassen, doch wollte er wissen, wie die Reaktion des Mädchens war. Nachdenklich betrachtete er sie sich...

  13. View Forum Posts #313
    Schwertmeister Waspus's Avatar
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    Der Mond erhob sich langsam über dem von dunklen Schatten durchzogenen Waldstück und tauchte Myrtana in ein unheimliches Licht. Ein dunkler Punkt anfänglich kaum sichtlich nun aber immer größer werdend erhob sich langsam am Horrizont. Es war ein Junge. Seine langgezogenen Atemzüge hinterließen kleine Nebelwolken in der eisigen Nacht. Fast schon kriechend und nur von der Hoffnung angetrieben endlich eine nahegelegene Stadt zu erreichen schleppte er sich immer weiter voran.

    -Knirsch-, -Knirsch, lange Äste, überseht mit Dornen, durchdrungen Waspus Haut und hinterließen tiefe Schnitte in seinem Fleisch. Der Wind setzte ihm stark zu. Mit jedem neuen Windstoß befürchtete er den Halt zu verlieren. Er wollte schreien, doch seine langsam schwindenden Kräfte hinderten ihn daran. Ihm kam es so vor, als wäre er bereits seit Stunden orientierungslos durch die Wildnis geirrt. Ein beklemmendes Gefühl der Angst kam in ihm auf und ergriff nach und nach Besitz von seinen Sinnen. Nur Beliar selbst, vermochte zu erahnen welche Höllenkreaturen ihn gerade beobachteten, nur auf eine Mögligkeit lauernd sich von hinten an ihn heranzuschleichen und mit einem einzigen Bissen sein jämmerliches Dasein zu beenden. Und selbst wenn. Das Einzige das er im Moment fürchtete war nicht der Tod selbst, sondern die Art und Weise wie er sich ereignen würde. Jeden Moment rechnete er damit ohnmächtig zu werden. Einzig und allein der Gedanke an Erlösung trieb ihn immer weiter voran in den Wald der alles zu verschlingen schien. Als ihn eine besonders starke Böhe traf verlor er den Halt und fiel. Sein Körper traf auf hartes Gestein und ein stechender Schmerz überkam ihn. Als Waspus langsam nach dessen Ursprung suchend an seinem Körper heruntersah wurde ihm übel. Er war übersäht mit Blut. Seine Kleidung, für gewöhnlich wärmend und schutzbietend war völlig zerfetzt. Verschwommen kehrten die ersten Bilder des vorangegangenen Tages in ihm zurück. Was hatte er nur getan? er war einfach weggerannt und hatte seine Mutter damit ihrem Schicksal und sich selbst überlassen. Diese Schuld würde niemals getilgt werden können.

    Mit von Tränen übersätem Gesicht entzog er sich seinen Erinnerungen und wurde sich erneut seiner misslichen Lage bewusst. Wenn er jetzt nicht sofort aufstehen würde, dessen war er sich bewusst, würde er alleine und verlassen sterben ohne sich jemals vor seiner Mutter erklären zu können. Ein lautes Rascheln hinter ihm ließ ihn aufschrecken und hochfahren. Zögernd schaute er von einem Ort zum anderen, doch alles was er zunächst erkannte waren Büsche und Sträucher die sich leicht im Wind hin und her bewegten. Nur sehr langsam begann sich etwas aus der Nacht herauszulösen und als er die Gestalt erkannte gefror das Blut in Waspus Adern. Vor ihm stand ein Wolf. Seine schwarzen, zu schmalen Schlitzen verzogenen Augen allein auf Waspus gerichtet, fletschte er seine Zähne und würde vermutlich jeden Augenblick angreifen. Nun gab es keine Hoffnung mehr.

  14. View Forum Posts #314
    Schwertmeister Das Waldvolk's Avatar
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    In den Wäldern
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Das Waldvolk is offline
    Was für ein Mensch war in diesen Unzeiten in den Wäldern Sildens unterwegs? Knirsch, knartz, knirsch, knack. Behäbig polterte der Mann durchs Holz. Knirsch, knack, knartz. Das Unterholz knackte nur unter seinen schweren Schritten. Er hatte etwas gehört. Einen Menschen vielleicht, oder einen hungrigen Wolf. In seiner Hand spürte er das beruhigende Gewicht seiner Axt. Eigentlich hatte er nur holzhacken wollen, bis er es gehört hatte. Welcher Narr war noch unterwegs? Hatte er denn nichts vom Drachen oder von Beliars Zorn mitbekommen? Trottel!
    Im Mondlicht sah er es. Ein Junge, ein Mann, am Boden kriechend und blutig. Über ihm ein Wolf, wohl hungrig. Jeder wusste, dass Wölfe in Rudeln jagten und nur im hungrigen Zustand Menschen angriffen. Ein Einzelgänger wie der hier war selten. Umso besser. Er wollte sich jetzt nicht mit einem Rudel Wölfe anlegen, besonders da die am Boden liegende Gestalt ihm wohl kaum helfen würde. Der Mann mit der Axt ging hin und knurrte den Wolf an, schaute in seine Augen. Der Wolf scheute nicht, knurrte und schaute zurück. Der Mann kam ihm näher. Er wollte den Wolf nicht töten, er war ein schönes Tier. Er zuckte nicht zurück, auch nicht, als der breitschultrige Axtmann noch näher kam.
    "Verschwinde! Lauf zu deinem Rudel!", brüllte der Mann und fuchtelte bedrohlich mit der Axt herum.
    Endlich, endlich! gab der Wolf nach und lief davon. Der gute alte Masse-und-Lautstärke-Trick klappte doch noch. Feuer wäre ideal gewesen, aber das war gerade nicht zur Hand. Er wandte sich an den Menschen auf dem Boden. Der Kerl war zerrissen, blutig, dreckig und hatte außerdem anscheinend das Bewusstsein verloren. Der Mann stöhnte.
    "Nein, nein, nein, ich schlepp dich nicht nach Silden. Das machen meine Knochen nicht mit."
    Er steckte die Axt weg, bastelte aus ein, zwei Zweigen einen Pfeil, der Richtung Silden wies, und machte sich auf den Rückweg.
    Cécilia

  15. View Forum Posts #315
    Schwertmeister Waspus's Avatar
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    Waspus is offline
    Wo war er? mit einem krächzenden Husten erwachte Waspus aus seinen Träumen. Mit geschlossenen Augen tastete er zunächst den Boden auf dem er lag, nach Hinweisen auf seine momentane Situation ab. Da waren Blätter, Kastanien, Zweige und etwas Moos. Als sich seine Hände einer nicht von Gras umwucherten Stelle näherten, griffen sie plötzlich etwas merkwürdiges. Es war länglich und gerade geformt. Als er das Etwas weiter betastete spürte er, dass an dessen Ende zwei weitere gleichartige Dinge mit einer Art Strick befestigt worden waren. Ein normaler Ast konnte es also nicht sein. Er konte sich nicht vorstellen, dass dieses Etwas eine Launde der Natur war. Es mussten also Menschen in der Nähe sein. Er wandte sich wieder von dem seltsamen Ast ab und strich nun zögerlich über seinen Bauch bis hin zur Brust. Ein stechender Schmerz ließ ihn aufschrecken. Er war also verletzt. Seine Hände umhüllte nun eine sich wässrig anfühlende Flüssigkeit. Es musste Blut sein.

    Langsam begann er sich an die Ereignisse der vorangegangenen Nacht zu erinnern. Da war ein Wolf gewesen, ihn umringend und jeden Moment bereit anzugreifen. Wieso war er also noch am Leben? darauf bedacht keine Aufmerksamkeit zu erregen öffnete er vorsichtig eines seiner Augen einen Spaltbreit. Als nichts zu geschehen schien folgte das Andere. Er erkannte nun, dass er flach mit dem Kopf in richtung Licht gewannt dalag. Durch das Licht konnte er majestätische Baumkronen, Vögel die von einem Ast zum anderen tänzelten und Blätter die im Wind wiegend auf ihn herunterfielen. Alles schien zu glänzen. Es musste ein schöner Ort sein an dem er sich befand. Kaum zu fassen, dass er noch stunden zuvor an derselben Stelle Todesängste durchgestanden hatte an der nun das Leben über ihm blüte. Er fühlte sich sicher und wäre da nicht dieser völlig störende Schmerz gewesen, der seinen Körper belastete, hätte er auch noch Stunden oder Tage hier verbringen können. In seiner Lage musste er jedoch weiter. Langsam richtete er sich auf.

    Sein erster Blick galt der Stelle an der er den merkwürdigen Stock vermutete. Nun erkannte er, dass es ein Pfeil gewesen war. Wer war nur hier gewesen? hatte ihn dieser Fremde vermutlich auch vor dem nahenden Tod gerettet? sich mit den Händen auf den Boden abstützdend stand er nun auf. Sofort spürte er, dass sein Körper protestierte, doch das musste er in seiner Lage einfach ignorieren. Er hob den Pfeil auf. Es war gewiss ein Zeichen. Doch was es ihm sagen sollte vermochte er in seiner momentanen Verwirrung nicht zu erkennen. Und so machte er sich auf ins Dickicht. Waspus wusste weder wo er war noch wo er genau hinwollte. Er wusste lediglich, dass sich in der Nähe ein kleines Fischerdorf befinden musste das die Heimat einer abgeschieden lebenden Organistation war, die sich selbst "die Waldbruderschaft" nannten. Vielleicht würde er ja dort auf Hilfe treffen. Auf seinem Weg fühlte er sich beobachtete. Ständig glaubte er Geräusche und ein leises Flüstern zu hören, das von allen Seiten zu kommen schien. Doch als er sich umdrehte war dort nichts. Nach einigen Minuten sah er ein in der ferne flackerndes Licht auf das er nun zusteuerte. Als er sich immer weiter näherte, erkannte er was es war. "Eine Fackel!" stöhnte er leise und ihm fiel ein Stein vom Herzen. Er war in Sicherheit.
    Last edited by Waspus; 21.06.2010 at 11:20.

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    Ehrengarde Corax Erindar's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Corax Erindar is offline
    Der Schlaf hatte ihm gut getan. Und mit dem Erwachen war der Hunger gekommen. Als er sich etwas zu Essen besorgen wollte traf er zum ersten Mal auf die harte Realität, die Palisaden, das Pestviertel. Es dauerte einen Moment den Schock zu verkraften, doch nun verstand Corax die Worte des dunklen Magiers erst vollkommen. Tod und Verderben, wahrlich. Er hatte sich vor dem Treffen von einer erschöpften Vivin über die Ereignisse in Silden aufklären lassen und hatte seine Schlüsse gefasst. Wenn die Pest direkt durch die Häscher verursacht worden war wie sie nun wussten, so würde ihre Auslöschung vielleicht Hoffnung bringen. Oder der dunkle Magier konnte vielleicht einen Weg zur Heilung kennen. So oder so es wurde Zeit das sie agierten, das war jedem klar. Die Stimmung im Sippenkriegerhaus war angespannt, alle wussten das hier über den Fortbestand des Waldvolkes, über seine Zukunft entschieden werden würde durch den Ausgang dieser Schlacht. Corax fertigte eine grobe Skizze des Häscher lagers an und erzählte dann was er noch wusste. "Die Häscher sind nur teilweise im Lager, es könnten sich durchaus mehr in den Höhlen verstecken, aber ich denke die meisten sind in den Wäldern verstreut. Momentan haben sie einige Verluste durch den Aufstand und kleinere Scharmützel dannach in den Wäldern verloren, doch sie könnten ihre Verluste in diesem Moment bereits ersetzen. Wir sollten bedenken das jeder der durch die Pest stirbt möglicherweise zum Häscher wird." Bedenkliches Murmeln ging durch die Runde. "Was jetzt? Also spielen wir ihnen in die Hände wenn wir die Pestkranken jetzt töten und das Viertel niederbrennen?", fragte Jodas und Corax nickte. "Kurzfristig scheint es besser die Pestkranken leben zu lassen so lange sie können, doch langfristig könnte uns das zum Verhängniss werden. Ich denke wir sind schon zu weit gegangen um jetzt hastig kehrt zu machen." Seine Worte beschwichtigten die Meisten wohl , auch wenn eine gedrückte Stimmung zurückblieb. "Doch jetzt müssen wir darüber nachdenken wie wir handeln wollen! Wir haben schon länger gewartet als gut für uns war. Jetzt wo Arkantos und auch Arakos zu uns gestoßen sind ist unsere Streitmacht um einige erfahrene Kämpfer gewachsen.", sagte Faun und diesmal schienen alle zuzustimmen. Auch Corax stimmte zu : "Faun hat Recht, wir müssen eilen. Am besten wäre es wenn wir morgen in aller Frühe bereits aufbrächen, Druiden wie Waldläufer und uns zusammen dem Feind stellen. Wir müssen der Schlange den Kopf abschlagen, das ist das wichtigste. Der Schwarzmagier ist fallen, er scheint derjenige zu sein der die Fäden zieht. Doch lasst uns jetzt unsere Taktik besprechen. Ich schlage vor zuerst als geeinte Streitmacht vorzurücken und uns sobald es möglich ist in kleinere Gruppen aufzuspalten. Der Kampf wird sich über ein großes Areal verteilen und wir werden einige Gruppen abstellen müssen die verhindern das der Feind uns überraschend in den Rücken fällt. Zudem schlage ich vor das jede Gruppe zumindest einen Druiden dabei haben sollte. Das würde die Zahl der Gruppen auf fünf beschränken, doch würde es jede Gruppe stärken."

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    Ritter Lina Suavis's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Lina Suavis is offline
    „Das… das war doch…“, stammelte sie nuschelnd seiner Brust entgegen, gegen die Ryu ihren Gesicht drückte. Lina wand sich ein wenig von ihm fort. Sie fühlte sich unwohl so eingeengt und
    beschützen?, zuckte es durch den ganzen Körper der Magierin. Musste sie beschützt werden?
    „Willst du eine Reise machen?“, fragte Lina, um die Stille zu füllen; ihre Stimme klang weit weg.
    Sie versank tief in Gedanken. Bilder der Gefahr kamen zu ihr: ohne andere Menschen im Wald, auf einem freien Feld, in einem riesigen Meer - wie damals, als ein riesiges Schiff sie überfahren hatte. Doch waren sie bloß äußerlich von Gefahr geprägt, nur objektiv. Aus sich heraus sah Lina sich selbst in diesen Bildern handeln. Aber da war keine Angst, keine Einsamkeit.
    Auch die beiden Begegnungen mit dem Eichhörnchen sah sie noch einmal, diesmal viel klarer. Lina fragte sich gar nicht mehr, warum es sprechen konnte. Eher, warum es sie so gemein fortgeschickt hatte, obwohl sie sich gar nicht ungewollt vorgekommen war.
    Warum Eichhörnchen?, fragte ihr Kopf in die Leere hinein, die sich mittlerweile darin befand.
    Da kam sie zurück.
    „Wovor willst du mich eigentlich beschützen?“ Jetzt sah sie ihm direkt in die wilden Augen und schenkte ihren Lippen ein selbstsicheres, fragendes Lächeln. Zwei sanft nach oben gezogene Brauen gesellten sich ihm hinzu.

  18. View Forum Posts #318
    Ehrengarde Suzuran's Avatar
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    Suzuran is offline

    Suzus Hütte

    Was war aus diesem Corax geworden, dass er für alle Magiekundigen so deutlich spürbar war? Im Moment seiner plötzlichen Ankunft in Silden war das Chaos in ihr zu einem riesigen Knäuel an negativer Gefühlen im Gegenüber angewachsen. Als er dann zu erzählen begann lauschte sie wie alle anderen anwesenden im Sippenkriegerhaus den Worten des Druiden, hing regelrecht an seinen Lippen…
    Zerzaust und gezeichnet war der Mann den manche längst für Tod gehalten hatten… im Mantel Ornlus steckend trug er den vertrauten Geruch des Hetzers an sich, jedoch ebenso hervorstechend sein eigener durchdringender, magischer Geruch, der durch alle Zellen herausströmte und plötzlich vom Wind getragen, wie eine harte Ohrfeige ins Gesicht schlug. Gedanken durchdringend, wirbelnd …Verwirrung, Veränderung…

    Seine Erzählung rückte in den Hintergrund, die Anwesenden verschwanden aus ihrem Sichtfeld…das Sippenkriegerhaus nicht mehr das was es war…
    Schwarz wie die Nacht, schimmernde Flügelschläge seidig hervorgehoben durch das sanfte Licht des Mondes…katzenhafte Augen die gen Himmel blickten und jede Bewegung beobachteten…kleine Beute, die so weit oben ihre Kreise zog, mehr ein Spielzeug für eine Großkatze, die darauf wartete das jene magisch, anziehende Kraft in ihrem Versteck hoch oben in den Bäumen landete. Geduldiges Warten bis zum richtigen Zeitpunkt. Die Mahlzeit, die so klein und wenig nahrhaft doch voller Anziehung war. Das eigene seidige Fell, der Körper der mit allem Gewicht auf dem großen Ast zwischen dem Blätterdach lag, die Augen fixierten…sie hing an seinen Lippen, die Worte drangen ans Ohr…Häscher…Gefahr und doch schien nur das innere Bild des Druiden in diesem Moment in ihre Gedankenwelt zu dringen. Er hatte sich verändert, war stärker geworden, trug mehr in sich und war dadurch für alle entweder im positiven oder negativen Sinne spürbarer.
    Sein segelnder Körper war gerade dabei vor ihrer Nase zu landen…der Duft seines warmen Blutes in der Nase, das eigene Herz laut pochend…Beute, ein Hieb durch die Pranke, ehe tausende schwarze Federn die Luft durchwirbelten und nur kurz das leise Knacken seiner Knochen den Wald in seiner Ruhe störte…


    Tief einatmend hatte Suzuran die Augen geschlossen, sie dachte darüber nach, was am gestrigen Abend im Sippenkriegerhaus passiert war. Dachte darüber nach wie sehr Magie verändern konnte und inwiefern sich der Heimkehrer verändert hatte…
    Erst Ornlus Hieb in die Seite hatte sie dort zurück in die Realität geholt, doch das was in Gedanken geschehen war, hatte sie ihm nicht gesagt…würden sie zusammen aufbrechen, gäbe es noch genug Möglichkeit sich zu besprechen…

  19. View Forum Posts #319
    Schwertmeister Waspus's Avatar
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    Waspus is offline
    Voller Euphorie, endlich wieder unter Menschen zu sein, beschleunigte er seine Schritte. Als er nur noch einige Meter von der Siedlung entfernt war aus der bereits die ersten Gesprächsfetzen zu ihm Drangen, besann er sich jedoch eines Besseren und blieb abrupt stehen.

    "Das hat er wirklich nicht verdient"

    Er durfte nicht zu überstürzt handeln, wusste er doch weder auf welcher Seite diese Menschen standen noch ob sie Fremden gegenüber aufgeschlossen waren oder ihnen feindlich gesonnen waren. Noch einige Minuten stand er dort und er hatte vermutlich Glück, dass ihn niemand entdeckte, denn es lagen nur noch wenige Büsche und Gestrüppe zwischen ihm und dem Lager. Waspus war es schon immer unglaublich schwer gefallen Entscheidungen zu treffen und diese im Nachhinein als gegeben zu akzeptieren. Jede der beiden Entscheidungen hatte ihre Vor- und Nachteile. Doch wieso konnte es keine dritte Möglichkeit geben die alle Vorzüge in sich vereinte? sollte er nun seinem Verstand vertrauen der ihn vor einer vielleicht vor ihm liegenden Gefahr warnte oder seinem Bauchgefühl das sich nach Nähe und dem Austausch mit anderen Menschen sehnte?

    "Nein, das hab ich auch gehört. Die Häscher..."

    Waspus versuchte sich weiter zu konzentrieren und tatsächlich schienen seine Sinne schärfer und schärfer zu werden und die Geräusche die aus der Siedlung zu ihm drangen wurden immer lauter und lauter. Doch noch immer konnte er nichts hören, das ihm nur im Entferntesten bei seiner Entscheidung helfen konnte.

    "Das ist doch alles nur Gerede!"

    Doch noch immer ergaben die zusammenhangslosen Wortfetzen die er hörte keinen Aufschluss.

    "Ich hab da was anderes gehört!"

    Es war zum Mäuse melken. Was sollte er nur tun? Er versank immer mehr in seinen Gedanken und achtete nun gar nicht mehr weiter auf das Lagerleben. Ein Geräusch ließ ihn jedoch plötzlich wieder aufschrecken. Er konnte Schritte hören, die immer näher zu kommen schienen und eine raue, tiefe Stimme erklang:

    "lasst mich vorbei! kann man sich denn hier nicht einmal mehr entleeren? ist das jetzt auch verboten?

    Waspus musste hier weg. Er konnte schon die Hand des Mannes sehen der jetzt die Sträucher hinter denen er saß beiseite schob. Mit einem schnellen Sprung hechtete Waspus in ein anderes Gebüsch. Der Aufprall war schmerzhaft. Waspus hatte seine Verletzungen schon fast wieder vergessen, doch nun waren sie wieder vorherrschend und dominierten seine Gedanken. Als er wieder aufblickte stellte er erschreckt fest, dass der Mann nun direkt vor dem Busch stand in dem Waspus sich versteckte, bereits seine Hose geöffnet hatte und zum Abschuss bereit war. Waspus schloss die Augen. Hoffentlich würde es gleich zu Ende sein. Warum musste ihn das Pech nur derart verfolgen?

  20. View Forum Posts #320
    Ehrengarde Ryu Hayabusa's Avatar
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    Die Waldbruderschaft im Forenrollenspiel
    Ryu Hayabusa is offline

    Irgendwo im Wald...

    Eine Reise? Innerlich grinste der Hayabusa für einen Moment, während er sich das Lächeln Linas so betrachtete. Nach außen hin jedoch war von dem Grinsen nicht viel zu sehen. Vielmehr ein nachdenklicher Blick. Wie sollte er ihr erklären, was er selbst nicht ganz verstand? -Ein Mann und eine Bestie sterben, viele Menschen überleben... Fairer Tausch...- Wieder musste er grinsen, als er in ihre fragenden Augen blickte. Tief in ihnen erkannte der Krieger das leichte Aufblitzen von Hoffnung... Hoffnung... Sie starb zuletzt. Dieses mal war das Grinsen jedoch auch äußerlich erkennbar.

    "Du fragst mich, wovor ich dich beschützen will? Schau dich doch in Silden um! Überall Leute, die sich gegenseitig umbringen und erschlagen, weil die Pest alle in den Wahnsinn treibt... Allerdings..."


    Der Templer ließ von ihr ab und blickte gen Himmel. Kaum eine Wolke zu sehen... Intressant, da der Himmel in den letzten Tagen meißt von einem grauen Schleier überzogen war, gepaart mit dicken Wolken die ihre Wege Zogen. Ryu atmete tief durch. Er wusste nicht, was Lina gerade dachte, noch konnte er ihren Gesichtsausdruck erahnen. Er konnte sich vorstellen, wie sie nichts von dem verstand, was er da vor sich hin brabbelte. Wie auch? Schließlich wusste sie nichts von all dem, was er erlebt hatte und nun ausbaden musste.

    "Allerdings meinte ich damit eher die Bestie, die die Pest zu uns gebracht hat... Frag nicht warum, aber ich bin es den Leuten schuldig, die darunter leiden müssen. Denen, die in Silden zuhause sind. Denen, die mir am Herzen liegen und das darstellen, was mein Leben noch ausmacht..."

    Wieder drehte er sich zu ihr. Dieses mal musterte er sie von oben bis unten, bis seine Augen an ihrem Gesicht hängen blieben. Erst fuhren sie über das Kinn hinauf über die zärtlich wirkenden Lippen hin über die Stupsnase und die rötlichen Wangen hin zu ihren grünen Augen, der in Denkfalten gelegten Stirn und die braunen Haare, wieder zurück zu ihren Augen.

    "Und ich glaube, nein ich weiß... Nachdem du dich so sehr um meine Leute gekümmert hast - ohne auch nur eine Belohnung dafür zu verlangen... Kannst du dich auch dazu zählen zu denen, die ich von dem Wyvern erlösen werde."

    Vielleicht neigte er zur Übertreibung. Vielleicht hatte er auch recht. Aber das tat alles gerade nichts zur Sache. Denn, wenn man schon wusste, dass man sterben würde - Wieso dann nicht vorher den kleinen Bissen eines Helden kosten?

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