Verwirrt öffnete Fyrion die Augen. Was war passiert? War er nicht gerade getötet worden? Und wo befand er sich überhaupt? Alles um ihn herum war schwarz...
Was zur Hölle ist hier bitte schön los?
Sein ganzer Körper schmerzte, dennoch setzte er sich keuchend auf. Er sah sich um, doch die Dunkelheit war überall um ihn herum, nirgends war auch nur der feinste Lichtstrahl... Obwohl, leuchtete da hinten nicht etwas? Ja, ein leichter Lichtschimmer war in einiger Entfernung zu sehen und es schien, als käme er immer näher. In der Tat erkannte Fyrion jetzt auch, dass er sich anscheinend in einem Gang befand.
Wieder fragte er sich, was passiert war. Was war mit seinem Land geschehen? Sein Heimatland...
Fyrion stockte. Er dachte nochmals an seine Heimat, welche ihm so wichtig war, an seine Freunde und Familie und die Gräueltaten, welche ihm und anderen angetan worden waren – doch nichts. Sein Inneres blieb leer, die Gefühle, die er eigentlich hätte empfinden müssen blieben aus. Jetzt, wo er darauf achtete, spürte er auch keinen Herzschlag mehr.
Grinsend schloss Fyrion die Augen. Zwar empfand er keine Freude, doch dieses Gefühl der Leere erfüllte ihn mit Genugtuung.
Ich verstehe... Ich bin wirklich gestorben. Ich habe mein Herz verloren. Also... existiert Fyrion nicht mehr.
Als ihn diese Erkenntnis ereilte erschien vor seinem inneren Auge sein ‚alter‘ Name in leuchtenden Buchstaben. Sie schwebten noch einen Augenblick vor seinem inneren Auge, dann begannen sie, sich wie wild umeinander zu drehen und einen neuen Namen zu formen:
R I F O X Y N
Rifoxyn, wie?... Hört sich doch gar nicht mal so übel an.
Mit diesem Gedanken stand er endgültig auf und wandte sich dem Licht zu.
Zeit diesen tristen Ort zu verlassen... Mal sehen was mich noch so erwartet.
Als Rifoxyn aus dem ‚Gang der Dunkelheit‘, wie er ihn getauft hatte, trat, fand er sich zu seinem Erstaunen in einer komplett anderen Welt wieder. Alles um ihn herum sah irgendwie mechanisch aus und er selbst stand anscheinend auf einer Art ‚Boot‘, welches kein Segel oder ein Steuerruder besaß. Als er an sich herunter schaute, bemerkte er, dass sich auch sein Aussehen verändert hatte.
Leicht verwirrt drehte er sich einmal um sich selbst und entdeckte vier Personen, welche an der Anlegestelle des ‚Bootes‘ standen und verwirrt und erschrocken zu ihm hochsahen. Auch sie sahen so merkwürdig aus wie Rifoxyn selbst.
Da er nicht wusste, was er sagen sollte, hob er leicht unsicher die Hand und versuchte ein freundliches Lächeln.
Rifoxyn: „Ähm... Hi.“

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SoH - Von Prinzen, Sicherheitsprogrammen und Chaos [Kapitel 3]









