Uwe Boll? Macht ihr Witze? Gemessen an dem, was ich mir da angetan habe, ist Boll ein wahrer Künstler. Dazu muss ich sagen, dass ich Bolls Filme zwar nicht gut, aber auch nicht so schlecht finde, wie sie von vielen Leuten dargestellt werden - es gibt (viel) schlimmere Filmemacher als Boll (namentlich Ulli Lommel, Andreas Schnaas, Olli Krekel, Jochen Taubert, Andreas Bethmann u.a.).
Taubert war jener, der sich mir gestern mit seinem filmischen "Meisterwerk", einem wahren Pointenfeuerwerk allererster Kajüte, vorstellte: "Pudelmützenrambos".
Der Film ist das Allerletzte - geschlagene zwei Stunden gequirlter Bockmist ohne jeden Sinn oder Niveau. Ein absolut hirnrissiger, vollkommen unlustiger Idiotensketch jagt den nächsten, das ganze Trauerspiel wird untermalt von Musik, die akuten Ohrenkrebs verursacht.
Dass ein Großteil der Musik von Schauergestalten wie Frank Zander oder Jürgen Drews (der leider auch noch eine Hauptrolle in dem Streifen hat) stammt, ist fast noch erträglich, gemessen an dem grausigen Score, der speziell für den Film "komponiert" wurde (ich glaube ja, dass dieses Gedudel und Gejaule eher versehentlich entstanden ist).
Der Humor (der Film beansprucht für sich, eine Action-Komödie zu sein... HAHAHA, ich lach' mich tot) ist eine Beleidigung für jeden Menschen mit mehr als drei intakten Gehirnzellen. Da werden solche Schenkelklopfer gebracht wie Kotz-Witze, Pinkelwitze, Scheisswitze und andere Späße um Körperausscheidungen. Die Sache mit dem blutigen Tampon rundet das ganze ab. Dazu kommen unzählige Witzeleien, die man so schon gut und gerne zehtausendmal und vor allem zehtausendmal besser gesehen hat. Natürlich geht keine einzige Pointe auf, ich musste in den rund 128 Minuten kein einziges Mal lachen.
Auf den ganzen Rest will ich jetzt nicht weiter eingehen, nur soviel dazu: Der Film ist die reinste Folter, der ist so übel, das zieht einem sämtliche Schuhe aus und geht einem schon von der ersten Sekunde (!) an tierisch auf die Nerven. Meiner Meinung nach gehören alle an diesem Machwerk beteiligten Personen ganz schlimm verprügelt (also quasi alle Einwohner der Stadt Stadtlohn im Münsterland, wo der Film gedreht wurde). Jochen Taubert wiederum sollte solange mit dem Score des Films gefoltert werden, bis ihm sein Resthirn zu den Ohren rausläuft.
Warum ich mir den Film angesehen habe? Und das, obwohl ich schon vorher wusste, was auf mich zukommen würde? Ganz einfach - ich habe Tauberts Filme immer verrissen und fertiggemacht, kannte sie aber nur aus Reviews oder durch Trailer. Ich wollte also so gerecht sein, mir mal selbst ein Bild von der Chose zu machen. Meine schlimmsten Erwartungen wurden dabei bestätigt. Was für ein Pansenfilm...
(P.S.: Sollte ich mich im voranstehenden Text im Ton vergriffen haben, bitte ich dies zu entschuldigen und sage nur: Seht euch den Film halt selbst an und versucht dann mal, gefasst zu bleiben.)