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  1. View Forum Posts #81
    Ehrengarde Colodis's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Colodis is offline
    Colodis und Xorag waren am Rande des möglichen angelangt. Ihre Diskussion zappelte auf dem Trockenen wie ein Fisch. Schleppend und zum Scheitern verurteilt. So würden sie Wochen brauchen um das durchzukauen.
    Der Tischler in Gedanken versunken, spielte Möglichkeiten durch welche ihnen ihre Situation erleichtern konnten. Einen möglichen Ausweg um voran schreiten zu können.
    Dann entschied er sich kurzerhand mit der Wahrheit herauszurücken. Er wollte nicht mehr diesen Druck spüren. Dieses unausgesprochene Geheimnis zu hüten und dies nur stückweise erzählen zu können, nur weil ihm sein mangelndes Vertrauen dies untersagte. Alles in ihm schrie danach die Klappe zu halten und das Problem zu begraben. Dagegen trat sein Wille das Gewissen zu erleichtern an. Er wollte es Xorag erzählen obwohl er nach wie vor ein Fremder war. Nur viel es ihm unglaublich schwer und der Nordmann begriff noch nicht mal wieso.
    "Also hör zu...
    Es geht so nicht weiter"
    , setzte er an.
    "Ich will es dir erzählen, alles fing damit an..."
    Aber die sichere Stimme des Tischlers brach schlagartig ab. Etwas hielt ihn auf und verbot seine Worte. Er kannte das Gefühl genau, es war der Ahne der in sein Bewusstsein eindrang und mit Gewalt die Kontrolle über sein Handeln erringen wollte.
    Eine vertraute Stimme erklang in seinem Kopf, sie war allumfassend und vermochte alles andere zu verdrängen. "Wie kommst du dazu einem Fremden zu vertrauen und ihm das Geheimnis zu erzählen?
    Er ist unwürdig, kein Ahnenkrieger der es wert wäre es zu erfahren, noch nicht mal ein Nordmann."

    Die Stimme war so bestimmend, etwas endgültiges, ein unwiderrufliches Urteil eines ehrwürdigen Kriegers. Colodis versuchte dagegen anzukämpfen und mit aller Kraft zu widersprechen. "Das ist wohl kaum allein deine Entscheidung", donnerte der Schürferboss wütend zurück.
    "Er ist nicht würdig", beharrte der Ahn. "Ich bin mir sicher er kann noch nicht mal in einem richtigen Kampf bestehen."
    Da sah der Tischler sein Schlupfloch. "Du wärst also einverstanden wenn er sich im Kampf beweist?"
    Ein Knurren als Antwort bestätigte den Vorschlag. Auch wenn er nur widerwillig dieser Option zustimmen musste.
    Colodis besann sich wieder der Unterhaltung. Xorag starrte ihn entsetzt an. Der Nordmann kratzte sich nervös am Kopf, offenbar hatte er wieder eine Showeinlage geboten. "Ich erklär dir alles wenn es soweit ist", versprach er. "Ich sehe nur einen Ausweg, du trittst in einem Kampf gegen mich an.“
    Der Varanter war zwar offensichtlich fassungslos, dennoch schien er nachzudenken."
    Und hoffentlich begriff sein Gegenüber auch so, dass es unumgänglich war.
    "Da gibt es nur ein Problem... es ist ehrlich gesagt länger her, dass ich gegen einen richtigen Gegner gekämpft habe."
    Das bot natürlich ein Problem, denn es war der einzige Weg.
    "Komm mal mit auf den Trainingsplatz..." schlug der Nordmann vor. Da konnten sie immer noch weitersehen.

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    Kämpfer Byggwir's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Byggwir is offline
    Arthoc hieß er also, und war in der Tat ein Schmied. Einer der Berufe, denen man in Nordmar häufig eine besonders hohe Bedeutung beimaß. Nicht nur was die Waffen anging. Die nordmarer Schmiedekunst wurde im gesamten Rech gelobt.
    “Schürfer?“ fragte Arthoc, nachdem sein Blick über die Tätowierung auf Byggwirs Oberarm geglitten war. Der Kleinwüchsige nickte.
    “Schon ewig. Hab' das Handwerk von meinem Vater erlernt, der hat's von seinem gelernt. 'ne Tradition der Familie, wenn man so will.“
    Er winkte in Richtung der Theke, brüllte seine Bestellung und ließ sich dem Schmied gegenüber am Tisch nieder.
    “Bin mittlerweile als Schürfer für den Hammerclan tätig. Da wirst du vermutlich auch durchmüssen, wenn du vorhast, dir hier 'nen Namen zu machen. Zu Anfang wird jeder in die Mine geschickt, um zu zeigen, dass er was leisten kann.“
    Ein Gehilfe der Wirtin brachte einen Krug mit klarem Wasser. Byggwir schob ihm einige Münzen zu und hob das Gefäß an die Lippen. Er leerte es zur Hälfte, bevor er es wieder absetzte, und löschte so den schlimmsten Durst.
    “Die meisten versuchen, das schnell hinter sich zu bringen“ fuhr er fort. “Wollen raus an die Luft und den Jägern zur Hand gehen. Bin einer der wenigen, die es länger unter Tage aushalten.“
    Er musterte den Schmied. Sollte er tatsächlich in der Mine landen, dann würde er da wohl kaum Schwierigkeiten haben. Arbeitsbedingt hatte der Kerl alle Voraussetzungen, die man als Schürfer brauchte: Kraft und einen sicheren Stand.
    “Wie sieht's aus, hast du tatsächlich vor, länger zu bleiben? Oder ziehst du weiter?“

  3. View Forum Posts #83
    Legend Arthoc's Avatar
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    Arthoc is offline
    "Hm, eigentlich will ich bleiben und mich dem Hammerclan anschließen. Ich finde keine sichere Arbeit mehr, weder bei mir im Dorf noch in meinen alten Plätzen die ich vor einigen Monaten regelmäßig angesteuert bin. Außerdem, wer braucht schon noch wahres Schmiedewerk im Süden? Diese Monster von Orks domineren doch Myratana mit ihrem... Gusseisen."
    Ein weiteres grunzendes Lachen schloss sich an. Der Met war mittlerweile alle, einen neuen wollte er sich seinem Gemütstzustand nicht anmuten - und seinem Geldbeutel. Er beobachtete weiterhin die anderen Tavernengäste, sowie seinen Gegenüber. Schürfer - nicht das Arthoc ein Problem mit harter Arbeit hätte, aber frische Luft, am besten vermischt mit dem Geruch der Schmiede, das war eigentlich seine Welt.
    "An wen muss ich mich wenden wenn ich mich hier... beweisen will? Desto eher, desto besser. Irgendwann muss ich meinen Hammer wieder singen lassen, sonst falle ich in mich zusammen", sagte der stämmige Schmied und befingerte sein treues Werkzeug, das neben dem Tonkrug auf dem Tisch lag. Und er befürchtete, er würde die nächsten Wochen auch weiterhin nur rumliegen anstatt sich mit dem heißen Eisen zu messen. Keine sehr angenehme Vorstellung, aber wenn dies einen Platz in den Reihen dieser tapferen Männer bedeuten konnte wäre ihm vieles Recht. Alles, aber nicht wieder losziehen. Jedenfalls nicht all zu bald.
    "Ich würde dir ja einen Met anbieten, aber ich muss leider drauf achten wo ich bleibe. Ich war noch nie einer dieser Pfeffersäcke mit meinem Handwerk" - und das stimmte. Von Goldschmieden in fernen Städten hörte er zwar, aber was sollte das für ein Beruf sein? Ein derart weiches Metall zu kleinen Stückchen en zu formen, die sich das Weibsvolk umhängt. Keine Herausforderung, keine Erfüllung.

  4. View Forum Posts #84
    Auserwählter Taeris's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Taeris is offline
    Fröstelnd trat Taeris vor die Tür der Taverne. Den Mantel zugeknöpft und den Kragen hochgeschlagen stand er im Schnee und blickte sich um. Zugegeben – der Eindruck war ernüchternd. Er fühlte sich genauso fremd wie an jedem anderen ort. Ob nun Bakaresh, Vengard oder dieses abstruse Labor unter der Zulfeste… Dabei hatte er für einen Moment lang die Hoffnung gehabt, sich hier wohler zu fühlen.
    Sicher, das hier war noch nicht er Feuerclan und daher hatte er nichtmal ein Dach über dem Kopf aber… sicher würde im Haupthaus des Feuerclans längst jemand anders leben. Vielleicht sollte er sich auch einfach zusammenreißen und eben wenigstens versuchen sich irgendwo heimisch zu fühlen…

    Auf Anhieb schien recht wenig los zu sein im Lager des Hammerclans. Ab und zu kam ein Schürfer aus der Mine geschlurft…die Wachen lösten sich ab… oder Gestalten huschten von Hütte zu Hütte…auch in der Taverne war – um diese Tageszeit nicht allzu viel los. Taeris vermisste irgendjemanden, den er fragen konnte, was hier in letzter Zeit so los war…wie die Lage zurzeit war…wo war überhaupt Drakk? Überhaupt hatte er noch kein bekanntes Gesicht hier gesehen….

    “Was wollten wir noch gleich hier?“

    fragte Troan, der gerade neben ihn getreten war und mit sich um sah.

    “Gute Frage…“

    Murmelte Taeris halb zu sich selbst und trat zögernd einen Schritt vor, ehe er sich dann doch entschloss, los zu gehen. War das nicht…. Ach…wie hieß der noch gleich?! Doch…das war er. Ganz sicher. Der eine da, der mit dem andren Typen durch das Dorf schlurfte und offensichtlich den Trainingsplatz ansteuerte. Beide sahen aus, als wären sie schon länger hier.

    “Was ist los? Kennst du die?“

    Fragte Troan, der wenig später zu Taeris aufgeschlossen hatte und neben ihm her ging.

    “Denke schon.“

    Entgegnete Taeris knapp und schnitt den beiden schließlich den Weg ab.

    “X…..Irgendwas mit X war das doch…“

    “Taeris? Was machst du denn hier? Und ich heiße immernoch Xorag.“

    Er schien sich besser zu erinnern als sein Gegenüber.

    “Stimmt… Ich hatte dir doch ´n bisschen was übers Bogenschießen beigebracht oder wie war das…und naja… das gleiche könnte ich auch fragen….Du und dein Kumpel da…?“

    Er nickte knapp zu Xorags Begleitung hinüber.

    “Ihr seht aus als wärt ihr schon länger hier oben? Ich war schon ewig nicht mehr hier…scheint sich ja einiges verändert zu haben…“

  5. View Forum Posts #85
    Kämpfer Byggwir's Avatar
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    Byggwir is offline
    “Ja, die Zeiten sind nicht die besten“ brummte Byggwir und unterstrich die Aussage mit einem Nicken. “Die Clankrieger haben zwar inzwischen 'nen Großteil der Orks aus Nordmar vertrieben, aber viel hilft das nicht. Das Mittelland soll wohl noch ziemlich übel dran sein, hört man.“
    Er griff noch einmal zu seinem Krug und nahm einen großen Schluck.
    “Macht nichts, das mit dem Met. Hatte heute eh nicht vor, mich zu betrinken“ erklärte er.
    “Wenn du die Leute hier von dir überzeugen willst, dann brauchst du 'ne Arbeit. Normalerweise geht jeder zuerst in die Mine, hatte ich ja schon gesagt. Du als Schmied könntest aber mal schauen, ob du vielleicht einem deiner Berufsgenossen hier zur Hand gehen kannst. 'nem Waffenschmied vielleicht. Oder du machst es wie der Kerl, der mir mein Wasser gebracht hast, und hilfst in der Taverne aus.“
    Er betrachtete Arthoc nachdenklich.
    “Glaub' aber nicht, dass der Job was für dich wäre“ stellte er fest.
    Der Bergmann warf einen Blick auf Arthocs Schmiedehammer. Es wäre bestimmt das Beste, sich mit seinem Handwerk nützlich zu machen. Aber an wen könnte er sich wenden? Thorald käme vielleicht in Frage. Vielleicht auch Drakk, wenn man wüsste, wo der war.
    “Als ich hier neu war, hab' ich auch bei 'nem Schmied ausgeholfen. Olaf hieß der, glaube ich. Außerdem war da noch Thorald, aber der hängt meistens in der Mine rum, und da wird man dich noch nicht reinlassen. Wenn du ihn treffen solltest, grüß ihn von mir.“
    Er dachte zurück an seine ersten Schritte im Clan. Arbeiten, die keiner hatte machen wollen. Die Wege vom Schnee befreien, Material zur Mine und zurück schleppen … was eben so anfiel.
    “Kannst außerdem mal mit Colodis reden, er ist der Schürferboss. Früher oder später wirst du bestimmt mal mit ihm zu tun haben. Vielleicht hat er 'ne Aufgabe für dich. Ansonsten … frag rum. Irgendwas gibt’s immer zu erledigen. Würd' dir ja selbst gern weiterhelfen, aber mir fällt leider nichts passendes für dich ein.“
    Er griff nach seinem Krug, leerte ihn fast bis zur Neige und überlegte. Gab es noch was zu erzählen? Irgendwas, das Arthoc weiterhelfen konnte? Nein, ihm fiel nichts ein.
    “Wenn du noch Fragen hast, stell sie einfach“ brummte der Bergmann und blickte den Schmied aufmerkam an.

  6. View Forum Posts #86
    Ehrengarde Colodis's Avatar
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    Colodis is offline
    Da kam doch der verschollene Taeris zum Vorschein. Den hatte man ja im Hammerclan schon länger nicht mehr gesehen. Wenn er sich recht besann war er auch nicht beim letzten Ratstreffen anwesend. Kein Wunder dass er nicht wusste was im Hammerclan so abging.
    "Ich bin Colodis. Tischler und Schürferboss des Hammerclans. Ja man könnte sagen, dass wir schon länger hier sind oder mindestens was mich angeht."

    "Und du hast nicht unrecht, es hat sich einiges verändert. Das offensichtlichste ist sicher, dass der ganze Clan am Hunger beinahe stirbt. Und wenn wir nichts unternehmen wird uns bald wieder das Essen ausgehen, soviel steht fest.
    Ausserdem ist Drakk wieder einmal verschwunden. Keine Ahnung wo dieser sich befindet, aber es scheint als befände er sich nicht im Clan."

    Er liess Taeris erstmal eine Pause um sich der Lage bewusst zu werden.
    Sie war nicht gerade rosig. Die Clans hatten wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Und das sogar in der kurzen Zeit seit Colodis hier war. Zwar lebten sie in einem gewissen Rahmen des Friedens, schliesslich waren die Orks vertrieben und ihr Land endlich befreit. Aber an eine endgültige Zeit des Friedens war kaum zu denken. Der Krieg war allgegenwärtig und niemals würden sie ruhen können.
    Der Ahnenkrieger setzte nocheinmal an:

    "Ausserdem ist mir aufgefallen dass die Menschen des Clans sich nicht mehr zu verteidigen wüssten."
    Ein verstohlener Seitenblick verriet woran er dachte, Xorag.
    "Wie meinst du das?", wollte sein Gegenüber wissen.
    "Nun, ich habe in letzter Zeit schon einige Male beobachten müssen, dass jemand nicht mit einem Schwert umgehen kann. Und ich rede nicht von einfachen Schürfern auch darüber hinaus. Ich glaube man vernachlässigt die Situation hier oben. Mit dem Verschwinden der Orks ist unser Problem nicht gelöst, ich denke du weisst das. Auch Menschen sind in diesen Tagen unsere Feinde. Ganz zu schweigen davon, dass Nordmar immer noch, sogar mehr denn je Gefahren birgt. Wer leichtfertig durch die Wildnis streift wird es früher oder später bereuen. Soviel dazu was sich verändert hat."
    Mit einem Schulterzucken schloss er seinen kleinen Bericht ab.

  7. View Forum Posts #87
    Auserwählter Taeris's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Taeris is offline
    Nachdenklich die Stirn runzelnd blickte Taeris an den beiden vorbei. Der Trainingsplatz war tatsächlich wie ausgestorben. Und die Sache mit den Nahrungsmitteln erklärte die verhaltene Stimmung in der Taverne.

    “Kommt mir irgendwie bekannt vor..“

    Murmelte er und fuhr sich durch den stoppeligen Bart. Weder der Missstand bei der Ausbildung der Männer, noch die Nahrungsknappheit waren neu… damals am Hofe Onars waren die Zustände ähnlich gewesen. Und er erinnerte sich noch zu gut, was er für eine miese Arbeit dabei abgeliefert hatte, Vorräte für den Hof zu beschaffen. Ein Wunder, dass Lee ihn nicht zu Beliar gejagt hatte dafür. Doch zumindest war ihm zu verdanken gewesen, dass die Söldner damals das ein oder andere über das Bogenschießen und den Kampf mit dem Zweihänder gelernt hatten.

    “Ich wird mir was einfallen lassen… und wohl erstmal ´n Weilchen hier bleiben, bevor ich im Feuerclan nach dem Rechten sehe…“

    Sprach er und fischte einen Krautstängel nebst seinem kleinen silbrigen Kästchen aus seiner Tasche.

    “`Ne Ahnung wo man hier so lange unter kommen kann? Irgend ´ne Hütte die grade leer steht?“

    Fragte er, ehe er sich das Kraut anzündete und das Kästchen, aus dem bis gerade noch eine Flamme empor gezüngelt war, mit einer raschen Handbewegung schloss und wieder in seiner Tasche verschwinden ließ.

    “Gefunden…“

    Beantwortete er die ungläubige Frage im Vorraus.

  8. View Forum Posts #88
    Legend Arthoc's Avatar
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    Arthoc is offline
    Arthoc fühlte sich, soweit es die Situation zuließ, durchaus mit neuem Willen beflügelt hier oben seinen Anfang zu finden. Byggwirs Ausführungen klangen so, als ob er hier durchaus Fuß fassen könnte. Nun galt es nur noch sie in die Tat umzusetzen.
    "Vielen Dank, Schürfer. Das hilft mir ein gutes Stück weiter." Er starrte geistesabwesend die Holzmaserungen des Tisches an und überlegte. Colodis, Schürferboss, wohl auch keine schilldernde Persönlichkeit sondern eher bodenständig - keine unsympatische Anlaufstelle wie Arthoc befand. Sein breitschultriges Gegenüber stellte Arbeit in der Mine in ein gar nicht all zu schlechtes Licht.
    Oder ein gewisser Olaf, in einer Schmiede aushelfen. Auch eine Vorstellung die sich mit seinen Interessen durchaus traf. Doch was auch immer er tun sollte, es war wohl nötig sich erst an jemanden zu wenden der ihm Arbeit anbieten konnte.
    Byggwir betrachtete ihn interessiert während er auf den Tisch starrte, als versuchte er aus dem alten Holz eine Schatzkarte zu lesen. Ein fürwahr seltsamer Anblick für einen Schmied.
    "Entschuldigung", brummte er. "Ich war in Gedanken. Ich denke, ich suche mir deinen Schürferboss und mache mich nützlich" - im Grunde der Dinge wohl die sicherste Alternative. Hauptsache Beschäftigung und Beweisen des eigenen Könnens, ganz nach Manier des Nordvolkes.
    "Dann werde ich mich mal auf die Suche machen nach diesem Colodis. Was kann so eine Spitzhacke für ein anderes Werkzeug als ein Hammer sein?"
    Wenn es denn mal überhaupt eine Spitzhacke wird, dachte er sich im Stillen. "Wohlan, Nordmann, ich mache mich auf den Weg. Meinen Dank", sagte er und stand auf um sich auf dem Weg nach Draußen zu machen. Er hasste rumsitzen und Nichtstun, gerade im Angesicht einer in Aussicht stehenden Arbeit.
    Im Raum schnappte er, selbst eines guten Gehörs beschenkt, einige male den Namen Drakk auf. Scheinbar auch kein unwichtiger Mann hier - doch offenbar zur Zeit nicht im Clan. Doch weiß der Ork wo der Mann steckte...

  9. View Forum Posts #89
    Ehrengarde Xorag's Avatar
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    Xorag is offline
    Erstaunt betrachtete Xorag das kleine Metallkästchen, dass Taeris aus seiner Tasche hervorgezaubert hatte und inzwischen auch wieder weggesteckt. Er hatte ja schon einige seltsame Dinge gesehen, aber zumindest das war Neu.
    An Taeris' Verhalten schlussfolgerte der Wegelagerer, dass der alte Bekannte keine all zu unwichtige Persönlichkeit hier in Nordmar war. Vermutlich war er ein hohes Tier in dem von ihm erwähnten Feuerclan.

    "Also zumindest ich habe noch keine freie oder leer stehende Hütte gesehen." beantwortete der Varanter die Frage seines alten Lehrmeisters. Dann wandte er sich zu Colodis um. Vielleicht hatte der als langjähriges Mitglied des Clans mehr Überblick über die Situation wie ein Neuankömmling wie Xorag. "Wie sieht es denn bei dir aus Colodis? Weißt du was?" Der Tischler der schon wieder etwas in Gedanken versunken war, schüttelte nur mit dem Kopf um zu zeigen, dass er eben so wenig Ahnung hatte wie Xorag. "Naja, sieht so aus als ob du mit der Taverne wirst vorlieb nehmen müssen, Taeris. Aber um deine Frage zu beantworten. ich bin eigentlich nur hergekommen, um herauszufinden, wer von den Söldner denn hier oben in Nordmar untergekommen ist. Ansonsten würde ich jetzt im sonnigen Varant sitzen, wo es nicht so kalt und nass ist." Obwohl es seit der Wegelagerer im Clan angekommen war merklich wärmer geworden war, war es für den Südländer doch noch immer zu kalt. "Hast du eine Ahnung, wer sich noch vom Hof hier herumtreibt? Hombre dem alten Drachenjäger bin ich schon über die Füße gestolpert, aber ansonsten kommt mir fast keiner bekannt vor."

  10. View Forum Posts #90
    Auserwählter Taeris's Avatar
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    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Taeris is offline
    “Da fragst du wohl den falschen…“

    Antwortete Taeris und zog an seinem Glimmstängel.

    “Weis auch nicht wo die alle geblieben sind. So viele alte Gesichter, die irgendwo in der Weltgeschichte verschwunden sind… aber ich habe sowieso die Erfahrung gemacht, dass ich nicht suchen brauche.. die meisten trifft man eh immer zufällig am jeweils unwarscheinlichsten Ort. Wenn ich nachher die Tür zum Scheißhaus aufmache und da sitzt zufällig Fisk drin, würde mich wahrscheinlich nichtmal das sonderlich wundern….“

    Er konnte sich ein Lachen nicht verkneifen, das flüssig in einen keuchenden Hustenkrampf überging.

    “Naja mal sehen wie lang ich es hier aushalte… aber ich denke ich werde erstmal ein bisschen die Zeit damit totschlagen, den Leuten hier ein bisschen was über das Kriegshandwerk bei zu bringen… vielleicht kriegt man sie im Gegensatz zu diesem Söldnersauhaufen auf dem Hof dazu, wenigstens das Schwert richtig herum zu halten…hehe.. aber vorher brauch ich ´n paar wärmere Klamotten. Also man sieht sich…denke ich.“

    Sprach er schließlich zum Abschied, ehe sich Taeris und Troan von den beiden abwendete.

  11. View Forum Posts #91
    Ehrengarde Damrod's Avatar
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    Damrod is offline
    Damrod überlegte sich auf dem Weg zum Schmied, ob er wohl zufällig ein einfach Schwert für ihn übrig hätte.
    Er dachte stets pessimistisch, so würde er bei einem negativen Ende nie enttäuscht werden. Er war sehr zufrieden mit dieser Denkweise, es war sozusagen eines seiner persönlichen Markenzeichen.
    Doch da fiel Damrod auf, dass sie sich in Nordmar befanden. Eigentlich wäre es unvorstellbar, hier kein Schwert zu erhalten.

    Optimistisch und mit neuer Kleidung lief er erhobenen Hauptes weiter in Richtung der Schmiede. Er bog einige Male ab und erreichte sie schließlich.
    Zielstrebig schaute er sich um. Er suchte den Schmied.
    "Wie hieß er noch gleich? Th.. Thor...bald?" Damrod fiel ein, dass der Name des gesuchten Schmiedes ihm missfallen war. Er entschied sich, ihn einfach mit einem schlichten "Schmied" anzusprechen oder es gänzlich zu umgehen.

    Mit starken Schritten lief er ihm entgegen."Seid gegrüßt Schmied."
    Er erhob die Hand als Zeichen des Grußes. "Ich suche ein einfaches Schwert, für einen Schürfer wie mich."
    Im gleichen Moment drehte dieser sich um. Er war ein Stück kleiner als er selbst, dennoch ein sehr kräftiger Nordmarer. Neben seiner stämmigen Statur fielen die zahlreichen Narben auf. Es zeugte vom Leben eines echten Nordmannes. Respekt überkam Damrod.
    Ein freundliches Grinsen legte sich über sein Gesicht.

  12. View Forum Posts #92
    Kämpfer Byggwir's Avatar
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    Byggwir is offline
    Byggwir öffnete den Mund zu einem ebenso ausgiebigen wie anhaltenden Gähnen. Innos, langsam wurde er wirklich müde. Dabei hatte er sich doch an diesem Tag nicht einmal allzu lange in der Mine aufgehalten. Die Arbeit konnte ihn also keinesfalls zu sehr erschöpft haben. Vielleicht, überlegte er, lag es an der schlechten Luft in der Mine. Zuvor hatte er einige Tage fast nur draußen verbracht und sich so an die frische Luft gewöhnt. Das mochte der Grund sein.
    Der Bergmann schulterte seine Spitzhacke, packte den groben Leinensack, der mit Erz gefüllt war, das durch manche Löcher im Leinen schimmerte, und marschierte in Richtung des Erzlagers. Der Ertrag des Tages war, wie er dort feststellte, nicht der schlechteste. Die Mine hatte schon bessere Tage gesehen, wohl wahr, aber es war auch schon bedeutend schlimmer gewesen. Vor allem nach den Tagen des Orkangriffes. Das Gesicht des Schürfers wurde für einen Moment ernst, als er daran dachte, wie knapp er dem Tod entkommen war.
    Wortlos lud er den Erzsack ab, brachte danach seine Spitzhacke ins Materiallager und stapfte danach den Hauptgang hinauf, in Richtung des Ausgangs. Er entschied, nicht nur frische Luft zu schnappen, sondern auch ein wenig Zeit mit dem Schwerttraining zu verbringen. Schaden konnte das schließlich nie.
    Am oberen Eingang der Mine angekommen führten seine ersten Schritte ihn zu einem Eimer, in dem sich mehr oder weniger klares Wasser befand. Eilig wusch er Gesicht und Arme, bevor er sich in Richtung des Trainingsplatzes in Bewegung setzte.
    Dort war erstaunlich viel los. Mehr als an den Tagen vorher. Byggwir warf einen Blick in die Runde, um festzustellen, ob irgendwo bekannte Gesichter zu sehen waren. Und tatsächlich, er entdeckte Xorag und Colodis. Grüßend hob er die Hand und wollte sich gerade abwenden, als der Schürferboss ihn zu sich winkte.
    “Was'n los, Chef?“ brummte der Bergmann und sah den größeren Nordmann fragend an. Dieser deutete auf einen anderen Kerl, der neben ihm stand und dem Kleinwüchsigen zuvor nicht aufgefallen war. Lange Mähne, Bart, Schmiedehamer.
    “Arthoc“ erklärte Colodis, und deutete auf den Schmied. “Er ist neu hier und will in die Mine. Rüste ihn aus und zeig ihm alles."
    Der Bergmann nickte, erklärte kurz, dass er dem Neuankömmling schon begegnet war und bedeutete Arthoc dann, ihm zu folgen.
    “Treibt's dich also tatsächlich in die Mine“ stellte er fest, und sah den Schmied von der Seite an. “Wirst es da leicht haben, wie gesagt.“
    Er führte Arthoc durch das Clandorf zum oberen Eingang der Mine.
    “Da geht’s rein. Ist im Moment der einzige Zugang. Unten gibt’s auch noch 'nen Weg, aber der ist seit 'ner Weile zu.“
    Er stapfte mit dem Neuling im Gefolge auf den Eingang zu. Ein Jäger, der Wache stand, betrachtete den Schmied misstrauisch.
    “Man wird dich da erstmal nicht reinlassen. Musst dich beweisen. Die Mine ist sozusagen das Herz des Hammerclans. Du verstehst, dass da nicht einfach jeder reinspazieren kann.“
    Er blickte sich nachdenklich um, bis er einen Schürfer bemerkte, der sich lauthals über schadhaftes Werkzeug aufregte. Byggwir grinste.
    “Und da haben wir schon was für dich zu tun“ stellte er fest und ging auf den fluchenden Schürfer zu.
    “Bring mal den kaputten Kram her. Arthoc hier“ – nickte in Richtung des Schmieds – “wird das dann zu einem der Dorfschmiede bringen und es ausbessern lassen. Oder sogar dabei hefen.“
    Der Schürfer nickte, verschwand in der Mine und kam kurze Zeit später mit einem Packen verbogener und am Griff gebrochener Spitzhacken sowie zweier verbeulter Schaufeln zurück. Byggwir blickte Arthoc an.
    “Findest du die Schmiede alleine?“

  13. View Forum Posts #93
    Ehrengarde Thorald's Avatar
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    Thorald is offline
    Thorald besah sich den Schürfer genauer. Größer als er, jedoch stämmig war der Bursche. Den konnte man wohl gebrauchen.
    "So, ein Schwert solls sein? Davon müsste ich noch ne Menge auf Lager haben, warte kurz"
    Der Waffenschmied ging mit raschen Schritten zu seinem Lager in der Ecke der Ebene und ging die Schwerter der Reihe nach durch, bis er ein passendes fand. Dabei fiel ihm auch sein alter Zweihänder ins Auge - und sein Vorhaben fiel ihm wieder ein. Geschwind eilte er zurück zu den jungen Nordmarer und überreichte diesem das gewünschte Schwert.
    "Hier, nimms ruhig. Bezahlen brauchst du es nicht, ist schließlich dein erstes, noch dazu ohne Sonderwünsche. Hauptsache du erschlägst damit irgendwann mal nen Ork! Und jetzt muss ich aber auch wieder los."
    Mit diesen Worten verabschiedete sich Thorald von dem Schürfer und eilte, den Zweihänder in der Hand, raus aus der Mine, um seinen Weg zurück in die Vergangenheit anzutreten - damit diese wieder zur Gegenwart wird.
    "Auf nach Myrtana." murmelte der Nordmann und ging raschen Schrittes zum Ausgang des Hammerclans.

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    Legend Arthoc's Avatar
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    Arthoc is offline
    "Mit Sicherheit, wird wohl kaum zu übersehen sein", grummelte Arthoc. Er betrachtete das kaputte Werkzeug und besah sich die Schäden. Es war alles halb so wild, normale Abnutzungen die bei der Benutzung im Bergwerk anfielen. Der harte Stein leistete genau den Widerstand den das Erz wert war - nämlich einen hohen. Aber verbogene Spitzhacken und verbeulte Schaufeln waren für einen Schmied keine große Herrausforderung.
    "Hm, etwas Ausbeulen bei niedriger Hitze... hier einfach etwas Material umschlagen.. und das brauch eine neue Fassung,..", murmelte er in seinen Bart während er die Werkzeuge in seinen Pranken hielt und sie akribisch untersuchte. Zweifelsohne gute Arbeit, aber auch alles nicht mehr neu. Für den ansässigen Schmied wohl alles andere als ein Problem.
    Der Nordmann nahm das Bündel an Werkzeug, schulterte es und machte sich auf die Suche nach einer Schmiede. Endlich wieder etwas mit Hand und Fuß was es zu tun gab! Er fragte sich, ob der Schmied es ihm wohl gestatten würde selber Hand anzulegen. Immerhin hatte er mit solchem Kleinzeug mehr als genug Erfahrung - mehr als das hatten die Dorfbewohner früher selten zu tun gehabt. Von einigen auf Vorrat produzierten Nägeln einmal abgesehen.
    Schon aus einiger Entfernung machte er eine Schmiede aus, jedoch war kein Handwerker zu sehen. Arthoc grummelte in sich hinein und schleppte seine Lasten zu dem kleinen Gebäude, legte sie auf einen freien Tisch und sah sich um. Niemand war auszumachen, der Schmied schien nicht da zu sein. Seltsamerweise glühte die Esse aber noch, ein klares Zeichen dafür das er nicht lange weg sein konnte.
    "Hallo? Lieferung für den Schmied, kaputte Werkzeuge", rief er. Keine Antwort, doch er hörte etwas metallernes in der Werkstatt auf den Boden fallen, angeschlossen von einem leisen Fluch. Arthoc musste unweigerlich grinsen - wie oft ihm das schon passiert war, gerade in frühen Zeiten während seiner Ausbildung. Offenbar ein Lehrling oder eine Aushilfe die noch ungeschickt war, oder sich durch plötzlich auftauchende Bittsteller aus der Ruhe bringen lies. Sein Handwerk war nicht nur schweißtreibend, sondern bei ungeduldigen Kunden auch nervenaufreibend.
    "Der Meister ist nicht da, worum geht es denn bitte?", sagte ein Jüngling der aus der Schmiede trat. Arthoc musterte ihn - keine 18 Winter hatte der Knabe erlebt. Stämmige Figur, offenbar tatsächlich Schmiedegehilfe.
    "Werkzeuge aus der Mine, verbogene Schaufeln und so'n Kram", meinte Arthoc und deutete auf das Bündel auf dem Tisch.
    "Ich... ich weiß nicht genau wann der Schmied zurück kommt, ich selber bin nur Lehrling. Nichts für mich, aber wenn es dir beliebt...", er deutete auf Arthocs Schmiedehammer den er bei sich trug, "dann könntest du es selber machen. Da wird er nichts dagegen haben wenn du die Esse warm hälst".
    Arthoc grummelte nur etwas Unverständliches zur Bestätigung, freute sich insgeheim aber darüber selber Hand anlegen zu können. Er trat auf den Blasebalg, immer darauf bedacht das die entstehenden Funken seine Haarpracht nicht versengten und erhitzte die Glut soweit das eine mittlere Hitze entstand. Er brachte die angeschlagenen Utensilien soweit bis er sie mit seinem Hammer bearbeiten konnte. Das metallische Hämmern erschallte und brachte einige andere Nordmänner dazu sich umzudrehen und zu schauen, wer denn da am Amboss stand. Aber offenbar passte Arthocs Erscheinung in das Szenario, so dass niemand sich wirklich wunderte was dort geschah.
    Als er fertig war betrachtete er sein Werk. Solide und umsichtig gearbeitet, befand er. Der Schmied schulterte er das abgekühlte Werkzeug, brachte es zurück zur Mine und drückte es dem Schürfer in die Hand.
    "Hm, besser geht's wohl nicht. Damit solltest du aber doch ein ganzes Stück voran kommen", meinte er und betrachtete das Bündel. Es musste ja niemand umbedingt wissen, dass er selber Hand angelegt hatte.

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    Nachdem Taeris und dessen schweigsamer Kumpane sich von Colodis und Xorag verabschiedet hatten, machten die Beiden sich wieder auf den Weg zum Übungsplatz. Es erschien Xorag schon fast unglaublich in dieser Einöde erst Hombre über den Weg gelaufen zu sein und dann auch noch seinem alten Bogenlehrmeister zu begegnen. Da Xorag kurz davor stand, sich doch noch - wenn auch freundschaftlich - mit dem Tischler zu messen, erinnerte die Kombination dieser beiden Ereignisse ihn nur äußerst unschön daran, dass er seine Bogenausbildung damals bei Taeris nie richtig beendet hatte. Vielleicht sollte er das bei Zeiten einmal nachholen, doch jetzt stand erst einmal der Speerkampf aus. Falls Colodis ihn nicht versehentlich in handliche Stücke verarbeitete. Obwohl das keineswegs der erste Kampf war, den der Wegelagerer bestritt war Colodis vermutlich der bisher stärkste Gegner gegen den er antrat, und dazu noch ein Mensch. Eigentlich war er es eher gewohnt gewesen, in den Tiefen der Mine auf dem Hof Minecrawler zu jagen. Oder auch oft genug mal einen unvorsichtigen Wanderer oder Glücksritter zu überfallen. Die Trugen ihre Waffen zumeist eher aus purer Schau, und es war ein Wunder, wenn sie überhaupt wussten, auf welcher Seite man ein Schwert hielt. Diese Schwachen Gegner waren der Hauptgrund, warum Xorag sich aufgrund seiner mangelnden Erfahrung derzeit doch im Nachteil sah. Aber scheinbar gab es wohl keinen Weg an diesem Kampf vorbei. Nur zu gut erinnerte sich der Varanter an den komischen Anfall den Colodis gerade noch in dessen Hütte hatte.

    Am Übungsplatz angekommen stellten die Beiden fest, dass sie in dieser späten Stunde komplett alleine auf dem Übungsplatz waren. Da es allerdings auch schon entsprechend dunkel war, schlug Colodis vor, dass sie erst einmal einige der Fackeln aus ihrer üblichen Position entfernen sollten, um so ihren Kampfplatz gut genug zu erhellen. Insgesamt sammelten sie sechs Fackeln, die so einen ovalen Umkreis absteckten.
    "Okay, dann lass uns anfangen, Colodis. Ich denke, wir sind uns einig, dass wir nicht versuchen uns umzubringen." Mit diesen Worten zog der Wegelagerer trotz allem seinen Helm auf, es war schon pure Gewohnheit, für ihn. Den Speer und sein Gepäck hatte er in der Hütte des Schürferbosses gelassen, so das er sich darum nicht mehr kümmern musste. Sie entfernten sich voneinander und Xorag zog seinen Säbel, während Colodis zu der schweren Zweihandaxt griff, die der Wegelagerer bereits in Aktion gesehen hatte. Das würde bedeuten, dass Xorags einziger Vorteil vermutlich die Geschwindigkeit war, was zumindest ein Trost war, da er sowieso darauf setzte. Er hoffte nur, dass er nicht ungewollt in seinen Blutrausch verfiel. In einem echten Kampf konnte dieser zwar von nutzen sein, jedoch hatte er noch immer nicht gelernt, diesen zu kontrollieren, so das er doch aus versehen Colodis schwer verletzen konnte - auch wenn es unwahrscheinlich war, dass Xorag eine Chance dafür bekommen würde.

    "Bereit?" rief ihm der Tischler zu und Xorag antwortete nur mit einem nicken. Sofort griff der massigere Tischler an und Xorag sah sich bereits in die defensive gedrängt. Dem ersten fast ungezielten Schlag konnte der Varanter problemlos ausweichen, sogar so gut, das er zeitgleich einen Stich nach Colodis ansetzen konnte. Doch der Nordmann reagierte schneller, wie der Wegelagerer es sich verhofft hatte und nutzte seine schwere Erzrüstung um Xorags Klinge mit seiner gepanzerten Faust abzuwehren, so das diesem nichts anderes übrig blieb als sich dem Druck hinzugeben und sich in die selbe Richtung ziehen zu lassen wie die Waffe, sonst wäre sie ihm vermutlich aus der Hand geprellt worden. Sofort drehte der Varanter sich wieder zu Colodis um, nur um sich sofort unter einem seitlich geführten Hieb des Tischlers auszuweichen. der hatte nämlich den Schwung seiner Waffe genutzt um diese gekonnt nach Xorag zu schlagen. Dieser versuchte sich etwas raum zu verschaffen, indem er nach Colodis Beinen schlug, der quittierte diesen Versuch nur damit, dass er den Varanter mit seinem vollen Körpergewicht über den Haufen rannte. Als Xorag dann im Schnee aufschlug konnte dieser nur den Kopf schütteln. "Man, du bist ja noch ungestümer wie ein wütender Bulle...."
    Last edited by Xorag; 30.03.2010 at 22:17.

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    Triumphierend schulterte er die Axt und stand siegessicher neben Xorag.
    "Man, du bist ja noch ungestümer wie ein wütender Bulle...."
    Der Ahnenkrieger konnte auf die Bermerkung hin ein Grinsen nicht vermeiden. Das tat seinem Ego gar nicht gut, das würde es unerträglich in die Höhe treiben.
    "Siehst du", polterte der Ahne säuerlich.
    "Das wird schwieriger als ich gedacht habe", bemerkte Colodis nachdenklich.
    Er konnte bei ihrer momentanen Lage keinen Mann so durch Nordmar ziehen lassen. Selbst wenn er kein Nordmann war, jeder sollte sich verteidigen können. Das konnte Colodis so nicht akzeptieren und den Varanter so sitzen lassen.
    Jetzt mussten sie nur irgendwie weiter kommen...
    "Du hast gesagt es wäre eine Weile her als du gegen einen richtigen Gegner gekämpft hast, ja?"
    "Ja", gab Xorag verbissen zurück.
    "Und du hast so überlebt? Sogar in Nordmar", stellte der Tischler fest.
    Die Miene seines Gegenübers verhärtete sich wieder ein wenig.
    "Es ist mir jedenfalls ein Rätsel.... dennoch kannst du nicht so durch die Wildnis streifen", fügte er hastig an.
    "Du wirst wahrscheinlich nicht gerne auf mich hören aber du solltest dich besser aufwärmen. Es ist natürlich deine Entscheidung ob du dich anständig verteidigen willst oder nicht. Aber wir haben da noch was vor die nächsten Tage. Entschuldige mich kurz, ich muss zu meiner Hütte."
    Colodis wandte sich ab und ging zu seiner Werkstatt. In einer weiteren Ecke lehnte sein Barbarenschwert. Die Einhandwaffe würde er brauchen, seinem momentanen "Schüler" fiel es so sicherlich leichter als gegen eine massige Doppelaxt.
    Ausserdem war es eine Waffe die er nicht ganz so verinnerlicht hatte wie seine Zweihandaxt. Zu dieser er ganz klar nicht die selbe Bindung besass.

    Wieder am Trainingsplatz angekommen war Xorag bei einigen Einwärmübungen zu beobachten.
    "Also...", kündigte er seine Rückkehr an und sein Trainingspartner unterbrach seine Übungen.
    "Die Grundkenntnisse sind dir ja nicht verloren gegangen. Wir müssen nur noch etwas an deiner Technik feilen. Du musst kompliziertere Abläufe verinnerlichen und ausgeklügelte Schläge einsetzen.
    Im Moment sieht alles noch etwas steif aus.
    Natürlich fehlt wahrscheinlich auch etwas die Erfahrung, weshalb du den Kampf nicht wie ein geübter Krieger lesen kannst, aber das gibt sich.
    Das letzte was ich dir raten will ist, setzte die richtige Taktitk ein und finde so eine Lücke. "
    Colodis schloss seinen Vortrag ab und bereitete sich vor Xorag an seine Grenzen zu treiben und zwar so, dass er mithalten konnte.

  17. View Forum Posts #97
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    Nachdem Colodis sich zu seiner Hütte aufgemacht hatte, begann der Wegelagerer damit, seine Aufwärmübungen zu machen. Er erinnerte sich daran, dass Fisk ihm damals im Räuberlager im Minental einige beigebracht hatte, doch hatte der Varanter nach der Ausbildung nie wirklich viel Wert darauf gelegt, zumal es für die ganzen Stümper, die derzeit über Khorinis ausschwärmen sowieso nicht nötig war. Aber vermutlich würde er es brauchen, um zumindest ansatzweise eine Chance gegen Colodis zu haben. Ansonsten würde er nur wieder im Schnee landen.

    Als der Tischler wieder am Übungsplatz ankam, hatte dieser neben seiner wuchtigen Axt noch eine weitere Waffe dabei: ein wuchtiges Schwert mit langem Griff, vermutlich ließ es sich sowohl einhändig als auch zweihändig führen. Das seltsame an der Waffe war, dass diese keine Spitze war, sondern eindeutig dazu gedacht war, den Gegner verstärkt mit heftigen Hieben zu begegnen. Naja, zumindest musste Xorag sich jetzt keine Gedanken mehr darum machen, gegen jemanden zu kämpfen, der eine Waffe führte, die für Xorag völlig unbekannt war. Eigentlich führten nur die wenigsten die er kannte eine Axt als Waffe, weshalb er reichlich wenig Erfahrung hatte, wie man gegen eine derartige Waffe zu kämpfen hatte. Nachdem der Varanter nun aufgewärmt war und auch der Tischler ihm noch einige mehr oder weniger brauchbare, aber dafür gut gemeinte Ratschläge gegeben hatte, machten die Beiden sich nun daran, den zweiten Kampf zu beginnen.

    Wie erwartet wählte Colodis für diesen Kampf das seltsame Schwert. Auch diesmal ließ der Wegelagerer den Nordmann auf sich zukommen, nur das die Eröffnung diesmal etwas anders ausfiel. Colodis holte zu einem heftig geführten seitlichen Schlag aus, dem Xorag durch einen kurzen Sprung nach hinten entgehen konnte. Schnell wich der Wegelagerer auf die Seite aus, in die der Schürferboss geschlagen hatte, so das er sich auf der selben Seite befand wie dessen Waffe. Das hatte den Vorteil, dass Colodis jetzt erst einmal neu ausholen musste, statt die Waffe einfach nach zu ziehen, und auf der anderen Seite konnte Xorag schnell nach dessen Armen schlagen, so das diesmal der Nordmann seine Arme schnell bei Seite ziehen musste. Sofort nutzte der Varanter das geringe Gewicht seiner Waffe und verwandelte den Schlag in einen Ausfallschritt samt Stich, dem Colodis wieder kinderleicht durch eine leichte seitliche Drehung ausweichen konnte. Aus dieser Position heraus hatte Colodis wieder die Oberhand, so das dieser nun zu einem erneuten Hieb ausholte.

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    Mit einem regelmäßigen, beinahe monotonen Klirren traf Byggwirs Spitzhacke auf den Fels. Gestein splitterte, Staub legte sich über die Schürferkleidung und das wirre Haar des Bergmannes. Auch der Bart erschien durch den darin hängenden Staub grau. Ganz zu schweigen vom Rest des Gesichtes, das durch Schmutz und Schweiß verschmiert war. Einzig die Augen des kleinwüchsigen Nordmannes leuchteten mit ungebrochener Begeisterung. Wann immer Byggwir schürfen konnte, fühlte er sich wohl. Alle Sorgen waren vergessen, nur Fels und Erz spielten noch eine Rolle.
    Kurz legte der Schürfer eine Pause ein, griff nach einem Trinkschlauch und setzte ihn an die Lippen. Mit einem einzigen großen Zug leerte er das Behältnis vollständig. Innos, tat das gut! Bei harter Arbeit gab es doch nichts besseres als sauberes, klares Wasser. Er überlegte, in den nächsten Tagen noch einmal die Quelle aufzusuchen, die Naram entdeckt hatte. Besseres Wasser als das dortige hatte er nie getrunken.
    Ob er einen Jäger als Begleitung anheuerte? Der Weg war zwar nicht wirklich gefährlich, aber man hörte immer wieder, dass Wanderer von wilden Tieren überrascht wurden. Manche überlebte, viele nicht. Nordmar war eben eine rauhe Gegend. Und wenn man nicht mit einer Waffe umgehen konnte, dann sah man besser zu, dass man nicht alleine umherzog. Unwillkürlich legte der Bergmann eine Hand an den Schwertgriff. Wurde Zeit, endlich einen Lehrmeister zu finden. Irgendjemand im Clan musste sich doch auskennen, verdammt!
    Der Nordmann warf einen prüfenden Blick auf den Sack, der vor ihm lag und entschied, die Arbeit vorerst ruhen zu lassen und einige Übungen auf dem Trainingsplatz zu absolvieren. Vielleicht konnte er sich dort auch von anderen Leuten ein bisschen was abgucken. Eilig trug er den Sack ins Erzlager, legte die Spitzhacke vor der verschlossenen Tür des Materiallagers ab und verließ die Mine.
    Am oberen Ausgang begegnete ihm der Schürfer, der am Vortag über die schadhaften Werkzeuge geklagt hatte. Er schien nun weitaus zufriedener. Als er Byggwir entdeckte, lobte er die schnelle Arbeit Arthocs. Byggwir nickte. Der Schmied würde es vermutlich schnell zu etwas bringen. Wenn er weiter so ranklotzte, würde man ihn bestimmt bald in die Mine lassen.
    Byggwir wusch sich an einem herumstehenden Eimer Gesicht und Arme, bevor er mit tropfendem Bart durch die kühle Luft Nordmars auf den Trainingsplatz zumarschierte.
    Der Bergmann sah sich, während er sich dem Ziel näherte, suchend um, entdeckte den umherziehnden Schmied aber nirgends. Naja, er würde sich schon blicken lassen.
    Auf dem Trainingsplatz angekommen stellte er fest, dass dort ein Kampf im Gange war. Zwei bekannte Gesichter standen einander gegenüber: Xorag und Colodis. Byggwir blieb in einigen Schritt Abstand stehen, verschränkte die Arme und sah den Kämpfenden eine Weile zu.

  19. View Forum Posts #99
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    Man konnte förmlich zusehen wie Xorag das Gefühl zu seiner Waffe wieder fand. Je länger und mehr sie kämpften desto besser wurde es deutlich sichtbar.
    Colodis hatte vorerst wenig Probleme Xorag auf Trapp zu halten und ihn zu fordern. Mit den Stunden wurde dies immer schwieriger.
    Der Nordmann holte gerade erneut aus und steuerte einen vernichtenden Hieb ohne Gnade gegen seinen Gegner. Dieser Riss die Waffe nach oben und schritt gleichzeitig zur Seite um den Schlag umzuleiten. Der Varanter führte seine Waffe der angeschlagenen Richtung seitlich nach Hinten. Unter dem Schwert des Tischlers hindruch liess er die Klinge auf ihn zuschiessen.
    Der Ahnenkrieger kippte vorher zur Seite und vollführte eine Rolle um auszuweichen. Er hatte im Bruchteil einer Sekunde die Strategie gewechselt und versuchte so den Gegner zu überraschen. Das Barbarenschwert lauerte hängend neben ihm und schoss erneut auf den Gegner zu. Die Tendez zeigte sich auch hier wieder. Xorag parierte den Hieb auf die übliche Weise. Mit einem Gegenschlag versuchte er den Angriff auszubremsen. Schlagartig brach er ab und hämmerte Xorag seine Faust ins Gesicht. Sofort zuckte er zurück, auch der Nordmann zog sein Arm schnellstmöglich zurück. "Ich muss dir noch net erklären, dass du nicht nur dein Schwert nutzen kannst", spöttelte er.

    Sofort griff dieser wieder an, er trieb das Tempo jetzt in die Höhe. Wohl angeregt durch seinen eigenen Wechsel. Natürlich konnte der Nordmann mithalten, vorerst noch. Auch konnte er sich eines gewissen Erfahrungsvorteils sicher sein welcher ihm aufschub bot. Jedenfalls war er gespannt wie lange Xorag brauchen würde um ihn auszuboten, zumindest in Sachen Tempo. Die perfekte Waffe besass dieser schliesslich dafür. Er konnte sich kaum vorstellen, dass dieser Säbel für etwas anderes geeignet war. Er musste ihn nur noch richtig einsetzten und natürlich seine Gelegenheiten finden. Es war eine Frage der Zeit bis Colodis den Kampf nicht mehr in der Hand hatte, abhängig davon wie sehr der Varanter aus der Übung war.

    Doch vorerst holte er alles aus sich heraus und versuchte ihn in Bedrängnis zu bringen. Dieser meisterte sich recht ordentlich mit der gebotenen Herausforderung. Der Nordmann setzte vermehrt darauf die Taktik zu wechseln und die Unberechenbarkeit aufrecht zu erhalten. Xorag musste mit der Tücke jedes Angriffs fertig werden und nicht in ein Muster verfallen.
    Auch für Colodis war dies ein gutes Training. Er bemerkte nicht mehr annähernd gut genug zu sein, selbst wenn es noch für seinen Gegner reichte.
    Etwas anderes noch fiel ihm auf. Das befriedigende Gefühl fehlte ihm ganz, vorher bereitete ihm das Kämpfen Spass. Stattdessen dürstete es ihm mit seiner Axt zu kämpfen. Als würde der fehlende Rausch ihn abhängig machen, wie eine Droge.
    Einen Moment der Unachtsamkeit, mehr brauchte Xorag nicht um ihn in die Ecke zu drängen. Zwar hatte er noch nicht verloren, keine KO-Situation. Er führte lediglich die Oberhand und hatte Chancen zu zeigen was er konnte.
    Last edited by Colodis; 31.03.2010 at 22:12.

  20. View Forum Posts #100
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    Xorag merkte schon während des Kämpfens, dass es ihm inzwischen leichter fiel, mit Colodis mitzuhalten. Woran das lag konnte der Wegelagerer nicht genau sagen und ein genaues Nachdenken darüber würde nur bedeuten, dass er abgelenkt werden würde. Möglichkeiten, die er schon vor dem Kampf bedacht hatte, waren allerdings, dass das aufwärmen wirklich geholfen hatte, oder das er wieder in seinen alten Rhythmus fand, wie Colodis es ja gesagt hatte: Mit genügend Praxis würde er besser werden. Eine weitere Idee wäre allerdings auch gewesen, dass es doch an der Waffe lag. Einerseits wäre es möglich, dass es Xorag einfach leichter fiel, gegen ein Einhandschwert - auch wenn dieses etwas seltsam anmutete - zu bestehen, andererseits könnte es auch sein, dass es dem Tischler nicht so einfach fiel, mit dem Schwert zu kämpfen, wie es mit der massigen Zweihandaxt der Fall war.

    Allerdings zeigte der kampferbrote Nordmann Xorag in diesem Moment, dass er durchaus den Vorteil einer einhändigen Waffe zu kannte und auch bereit war ihn zu nutzen. gekonnt schlug der Schürferboss mit der Faust nach Xorag, so dass diesem nichts anderes übrig blieb, als auszuweichen. Natürlich hatte Colodis recht, warum nicht mit einigen unfairen Mitteln kämpfen. Wenn es um Leben und Tod ginge, wäre das mehr als nur rechtens. Das war auch der Grund, warum der Wegelagerer Colodis Fehler einige Zeit darauf schamlos zu seinen Gunsten ausnutzte. Irgend etwas schien den Nordmann abzulenken, so das dieser sich nicht richtig auf seinen Gegner konzentrierte, was Xorag einen Moment zum zuschlagen gab. Sofort hohlte er weit von oben aus und hieb auf die Schulter Colodis' ein. Dieser versuchte durch einen kleinen Schritt nach hinten auszuweichen, was Xorag erwartete hatte und ihm deshalb sofort mit einem Stich nach setzte. Abermals wich Colodis aus, doch der Wegelagerer holte immer und immer wieder aus. Mal mit dem Schwert, mal bedrängte er seinen gegenüber durch die Nachahmung des Faustschlages oder versuchte ihm die Beine wegzufegen. Diesmal war es eindeutig Xorag, der die Oberhand hatte, jedoch wusste er auch, dass jeder noch so kleine Fehler dafür sorgen würde, dass er ganz schnell wieder auf dem Boden landete, weshalb er etwas nervös war. Dennoch hieb er immer wieder auf seinen Gegner ein, in der Hoffnung, diesen aus dem Konzept bringen zu können und so den Kampf zu seinen eigenen Gunsten zu entscheiden.

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