Portal-Zone Gothic-Zone Gothic II-Zone Gothic 3-Zone Gothic 4-Zone Modifikationen-Zone Download-Zone Foren-Zone RPG-Zone Almanach-Zone Spirit of Gothic

 

Page 1 of 2 12 Last »
Results 1 to 20 of 22
  1. View Forum Posts #1 Reply With Quote
    Schwertmeister Cath's Avatar
    Join Date
    Feb 2004
    Location
    Ich bin klein, mein Herz ist rein, Erebor wär´ fein!
    Posts
    826
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Cath is offline

    Post Vorstellungen: Königreich Argaan

    Name: Cath
    Alter: 19
    Nebenskill: Dieb

    Gilde: Königreich Aargan
    Rang: Klinge (WooooHoooo!!)
    Skills: Einhand gemeistert

    ehemalige Traumdeuterin der Bruderschaft des Schläfers

    Ruestung: schwarze Lederrüstung
    Waffe: Schwert

    Aussehen: Braunes, über kinnlanges zotteliges Haar, im Nacken zu einem Zopf gebunden. Grüne Augen, 158cm gross, knabenhafte Statur. Cath (gibt) [edit] gab eine Zeitlang erfolgreich vor, ein Junge zu sein.

    Eine Schiffbrüchige war sie. Bei dem Versuch, von Gorthar aus das Festland zu erreichen wurde das Schiff, auf dem Cathleen und ihr Bruder als Passagiere waren, von Orks aufgebracht, zerstört und versenkt. Irgendwie war es ihr gelungen, während des mörderischen Treibens der Orks im Schatten zu bleiben und noch bevor das Schiff sank unbemerkt ins Meer zu springen. Das Schiff war bei dem Angriff noch nahe genug am Festland, dass sie, die sich an ein Stück Treibholz klammerte, mit der nächsten Flut an die Küste gespült wurde.

    Cathleen wartete noch tagelang, ob andere Überlebende den gleichen Strand finden würden, an dem sie gerettet wurde, gab die Hoffnung ihren Bruder lebend wiederzusehen dann aber auf. Einige Kisten und Fässer aus dem versenkten Schiff wurden während dieser Zeit angespült, auch Proviant und Gepäck der Passagiere war darunter.

    Nur Männerkleidung war es, sie suchte sich ein halbwegs passendes Hemd und ebensolche Hosen und Schuhe. Über das Hemd zog eine weite Weste, darunter ein eng sitzendes Wams. Unter dieser Panzerung hoffte sie ihre weiblichen Rundungen zu verbergen, fast als Ausgleich diente da das zusammengerollte Paar Strümpfe, das eine andere Stelle - äh - polsterte. Sie schnürte noch ein Bündel aus einem Messer, ein paar Kleidungsstücken, etwas Essbarem sowie allen Goldmünzen, die sie in den Gepäckstücken gefunden hatte.

    Nach wochenlangem Wandern stand sie nun vor den Toren Khorinis´. Sie? Nein, er: Cath, der Schiffsjunge.

    Cath hat den Schiffsjungen zwischenzeitlich abgelegt.


    gelernt bei Avril:
    Einhand
    Einhand gemeistert

    EMail: Cat_Cathleen@web.de
    ICQ: 299750834

    Skillpkte 3/6
    zugelassen
    Last edited by Cath; 19.03.2015 at 20:52.

  2. View Forum Posts #2 Reply With Quote
    Archipoeta Dumak's Avatar
    Join Date
    Jul 2001
    Location
    nur in der Phantasie
    Posts
    668
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Dumak is offline

    Post Vorstellungen: Königreich Argaan

    Name: Dumak
    Alter: Anfang 20 mittlerweile dürfte er die Mittzwanziger überschritten haben
    In der Barriere gewesen?: ja
    Grund der Festnahme: Raub, Erpressung, Hehlerei
    Gilde/Clan: Jünger des Lee Clans des Nordens Königreich Argaan
    Rang: ehemals Söldner (Rangstufe 4), jetzt Kundschafter (Rangstufe 2), jetzt der entsprechende Rang in der aktuellen Gilde (Rangstufe 2)
    Rüstung: schwarzer Schuppenpanzer (hergestellt aus kleinen zurechtgesägten Stücken aus den Panzerplatten von Minecrawlern, die auf Sumpfhaileder genäht wurden und sich wie die Schuppenhaut eines Fisches überlappen. Sehr leicht und geschmeidig und rostet nie.)
    Waffen: Zunge, Laute, wenns brenzlig wird (was er meist den beiden erstgenannten Dingen zu verdanken hat) noch diverse Messer...
    Skills: Hauptskills:
    _______Einhand (Stufe 1)
    _______Bogen (Stufe 1)
    _______.Diebeskunst (Stufe 2)
    ______Nebenskills:
    _______.Barde
    _______.Dieb
    (insgesamt 6/8) (insgesamt 4/4)
    Gute Eigenschaften: sehr intelligent, flink im Kopf, erkennt gute Gelegenheiten sofort, anpassungsfähig
    Schlechte Eigenschaften: Ehemals verlogen, hinterhältig, nur auf den eigenen Vorteil bedacht und pessimistisch ist er nun bekehrt zu einem meist gut gelaunten, optimistischen und an allem und jeden interessierten Mann, dem nichts so leicht die Laune dauerhaft verderben könnte. Vordem selbstsüchtig und skrupellos, versucht er nun, auch an andere zu denken und ihre Beweggründe zu erforschen.
    Geschichte: Als Kind gehörte Dumak wie die Leute, die ihn als ihren Sohn bezeichneten (ob sie seine wirklichen Eltern waren, darf bezweifelt werden), einer weitverzweigten Bande von Dieben in Vengard an. Denn wie jedes andere Handwerk auch, waren auch die Langfinger in einer Art Gilde organisiert. Hier war sich allerdings jeder selbst der nächste. Dumak stieg durch seine gute Auffassungsgabe und sein Talent in der Hierarchie schnell auf. Doch der Chef der Bande verhökerte ihn an eine weitere Diebesbande in Khorinis. Vielleicht war ihm dumak suspekt oder aber er schuldete seinem Konkurrenzen in der alten Handelsstadt Khorinis noch einen Gefallen. Wer wußte das schon? Dumak arbeitete nun also für einen Hehlerring in Khorinis. Nach ein paar Jahren jedoch flog die Bande auf, woran Dumak selbst keinen unerheblichen Anteil hatte. Denn er verriet seine eigenen Kumpane an die Stadtwache. Als Spion verdiente man einfach zu viel, als daß man diese gute Gelegenheit ungenutzt verstreichen lassen konnte. Da er wußte, wann die Soldaten des Königs kommen würden, um die Bande einzulochen, raffte er zuvor noch schnell die besten Stücke der letzten Beutezüge zusammen und machte sich davon, um zurück nach Vengard zu reisen und in der Hauptstadt des Reiches sein Glück zu versuchen. Seinen ehemaligen Kumpanen weinte er keine Träne nach.

    Jetzt arbeitete er auf eigene Rechnung, keine Organisation, die den Großteil des Beutegutes vereinnahmte. Hier, in der Nähe des Hofes von König Rohbar II. schien ihm tatsächlich die Sonne zuzulächeln. Die reichen Adeligen stolzierten wie die Gockel zum Hof und merkten meist nicht einmal, daß sie mit weniger nach Hause reisten, als sie angekommen waren. Wahrscheinlich machten sie ihre dummen Diener für die nachträglich bemerkten Verluste verantwortlich und anschließend einen Kopf kürzer. Dumak jedenfalls lebte in Saus und Braus. In den Hehlerstuben, Bordellen und zwielichtigen Schenken der Stadt war er Dauergast. Mit dem Einkommen aus Diebstählen gab sich Dumak nicht lange zufrieden. Er erschloß sich neue Einnahmequellen. Besonders die elegante Erpressung ebenso dummer wie reicher Pinkel brachte ihm Unsummen. Was ließen sie sich bei ihren schmutzigen Geschäften, unsauberen Machenschaften und heimlichen Verhältnissen auch von ihm und seinen Spitzeln erwischen? Dummköpfe!

    So hätte das Leben immer weiter gehen können. Doch leider nahm mit der Größe der Stadt auch die Konkurrenz zu. War in der Provinzstadt Khorinis noch alles überschaubar, so wimmelte es hier in der Hauptstadt nur so vor Lumpenpack. Nunja, die reichen Pinkel zogen halt das Diebsgesindel an, wie Kuhscheiße die Fliegen. Dumak war sich schon bewußt, daß er auch nur am After der Gesellschaft lebte (eigentlich war er ganz zufrieden damit, zumal eine Menge für ihn abfiel), doch unter den anderen Schmeißfliegen waren leider auch recht gefährliche... Und auch seine alte Bande war hier noch aktiv und über seine Rückkehr gar nicht erfreut.

    Den Assassinen entkam er gerade so (er erfuhr nie, ob sie von den Dieben der Konkurrenz oder von einem seiner Opfer, dessen Paranoia er unterschätzt hatte, bezahlt worden waren), doch seine Flucht trieb ihn in die Arme der sonst so blinden Stadtwache. Jetzt rächte es sich, daß er nie viel von der Philosophie des Schweigegeldes gehalten hatte. Die Wächter schleppten ihn als willkommenen Fang vor den König und präsentierten ihn als den großen Übeltäter (und erkauften sich womöglich auf seine Kosten noch eine Solderhöhung). Das königliche Gericht sackte zuerst Dumaks angehäufte Reichtümer ein und befand ihn dann als für unwürdig eines schnellen Todes und so wurde er wieder zurück nach Khorinis und weiter zum Rand der Barriere gebracht, um dort in den Erzminen möglichst lange für den König zu schuften. Daß ihn die dummen Kerle, die ihn gleich über den Rand der Schlucht stoßen würden, nicht umgebracht hatten, würde ihnen noch leid tun.

    Seitdem die Barriere verschwunden ist und Dumak wieder seine Freiheit genießen kann, bereitet er sich auf seine Rache vor. Als erstes wird er die Gardisten suchen, die ihn in die Barriere gestoßen hatten...

    Aber eigentlich kann das auch noch warten. Es macht viel mehr Spaß, der Nase nach zu gehen und den Tag zu genießen. Irgendwie hat sich etwas in Dumak verändert, seit die Barriere verschwunden ist. Alles erscheint leichter. Wer die Barriere überlebt hat, den kann nichts mehr so leicht aus der Bahn werfen.

    Und noch mehr hat sich verändert. Die Zeiten, in denen Dumak seinen Lebensunterhalt als Dieb verdiente, sind hoffentlich für immer vorbei. Jedenfalls, wenn es nach ihm ginge. Dumak ist durch die Entführung Aeryns, einer jungen Kriegerin zum Nachdenken über sich selbst gebracht worden. Am Ende ließ er sein Opfer frei und versuchte, sein Leben zu ändern, indem er der Selbstsucht abschwor und von nun an wieder Teil haben will am Leben anderer. Er hat erkannt, daß ihn sein bisheriges Leben in eine Sackgasse aus Einsamkeit, Hass, Mißtrauen und Gleichgültigkeit führte. Und plötzlich war ihm sein Leben zu viel wert, als das er es weiterhin dafür verschwendet hätte.

    Ein neues Talent hat er entdeckt: Ihm ist es gegeben, einfache Worte kunstvoll aneinander zu reihen und so als Lieder auszudrücken. So wandert er nun als Barde umher. Lange Zeit war er mit der Kriegerin Nienor gemeinsam unterwegs und erlebte viele Abenteuer in fernen Ländern. Hin und wieder erzählt er davon.

    Dumaks Gedichte findet der geneigte Leser hier:

    Was sing ich nur?
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Was sing ich nur?

    Soll ich euch von Herzschmerz singen
    oder von gekreuzten Klingen,
    von den Wundern der Natur?
    Ja was sing ich nur?

    Sing ich euch von Gaumenfreuden?
    Will hier nicht mein Lied vergeuden.
    Eh’ die Zunge ich gewetzt,
    frag ich lieber jetzt!

    Wollt ihr hör’n von alten Sagen?
    Nicht daß danach eure Klagen
    Fürchterlich im Ohr mir schall’n.
    Was tät euch gefall’n?

    Ob bekehrt das Lob der Götter
    endlich auch die letzten Spötter?
    Soll ich davon euch erzähl’n?
    Will’s euch nicht verhel’n.

    Lüstet’s euch nach düstren Mären?
    Werd gewiss sie nicht verwehren,
    drauf mein bardisch Ehrenwort.
    Ich weiß von manch Mord.

    Wollt ihr was von Tugend wissen,
    meinen weisen Rat nicht missen?
    Davon ich berichten kann,
    Lieder ich ersann.

    (Freuen euch die kurzen Lieder
    oder wollt ihr immer wieder
    lange Epen von mir hör’n?
    Wie soll ich betör’n?

    Legt ihr keinen Wert auf Worte,
    von den Liedern, die ich horte,
    wollt nur hör’n die Melodie?
    Ich die Saiten zieh’!)

    Wollt dank Spotteslieder lachen?
    Ich glaub, da läßt sich was machen.
    Wollt ihr wissen, wer ich bin?
    Dann genau hört hin!



    Wer ich bin

    Wer ich bin
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Wer ich bin

    Dumak lautet mein Name
    und wenn ich spiel auf der Laute,
    den Damen gefällt mein Spiele,
    zu tanzen sich traute ne Dame,
    die sonst sich nicht viel traute.
    Der Namen hab ich nicht viele.



    Einst ein Dieb ich war
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Einst ein Dieb ich war

    Einst ein Dieb ich war.
    Ich führt’ ein Leben ohne Ehr,
    Kein ehrlich Dinge kam mir nah,
    Denn gar nichts kümmerte mich mehr,
    als meine Eitelkeit und Gier.
    Einst ein Dieb ich war.

    Einst ein Dieb ich war.
    Wohl nichts es gab, was rührt’ mein Herz.
    Ich lachte laut, wenn Leid ich sah,
    als sei es ein gelungner Scherz.
    So hart das schwarze Herz wie Stein.
    Einst ein Dieb ich war.

    Einst ein Dieb ich war.
    Ich nahm von allen mir das Gold,
    kein Stück ließ unberührt ich da.
    So oft das Glücke war mir hold.
    Fortuna auch dem Falschen lacht.
    Einst ein Dieb ich war.

    Einst ein Dieb ich war.
    Ohn’ Achtung vor der Menschen Werk.
    Doch nunmehr seh ich endlich klar,
    zum Schlusse jetzt ich hab gemerkt
    Allein ich nur ein Staubkorn bin.
    Einst ein Dieb ich war.

    Einst ein Dieb ich war.
    Stahl heimlich mich durch dunkle Nacht.
    Wohl in die Höll’ ich später fahr.
    Einst ich darüber hab gelacht.
    Jetzt bin ich klüger - viel zu spät.
    Einst ein Dieb ich war.



    Spottlieder

    Heldenwarnung
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Heldenwarnung

    War ein Recke, schön und stark,
    mutig war er noch dazu
    und obwohl sein Denken karg,
    flogen ihm die Herzen zu.

    Manche hohe Dame ihn
    in ihr Gemach hat eingeladen,
    seine Dummheit ihm verziehn,
    denn zuviel Klugheit kann auch schaden.

    Zuwenig davon leider auch,
    denn eines Tags ein saurer Gatte
    steckte in den Heldenbauch
    sein Schwert und das war nicht aus Watte.

    Drum liebe Helden, schärft die Sinne:
    Wie dieses kleine Lied beweist,
    Körper braucht ihr für die Minne,
    zum überleben jedoch Geist.



    Lees Mannen
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Lees Mannen

    Noch nicht lange ist’s gewesen,
    viele wissens noch,
    als ein Kämpfer für die Freiheit
    streifte ab das Joch.
    Wollte Unrecht nun vergelten,
    das ihm angetan.
    Hat gesammelt viele Männer,
    die ihm treue warn.
    Wollt’ die Richter richten,
    des Adels Reihen lichten.

    Die Gefangenschaft, für immer
    sollte für ihn sein.
    Er entfloh, denn immerwährend
    ist ein falscher Schein.
    Magisch Kerker fiel’n zusammen
    und so war er frei.
    Seine Kämpfer mit ihm gingen,
    denn sie stehn ihm bei.
    Wollten Recht erreichen
    Die Feinde sollten weichen.

    Doch die weitgesteckten Pläne
    warn vergessen bald
    und der edlen Augen Blicke
    wurden leer und kalt,
    seine treuen, tumben Krieger
    dumm und tot sich saufen
    und wer den nächsten Tag erlebt,
    stirbt beim sinnlos Raufen.
    Wenn Wut und Zorn auflohen,
    ist Hoffnung längst geflohen.



    Gorr, der erste Streich
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Gorr, der erste Streich

    Heut von großer Tapferkeit
    ich zu singen bin bereit.
    Nach ’nem Söldner, Gorr mit Namen,
    laßt mich im Gedächtnis kramen.

    Zur finstren Stund’ bei Mitternacht
    hält ein starker Söldner Wacht.
    Glücklich scheint ihm diese Stunde
    und so dreht er seine Runde.

    Träumt vom nächsten Tage schon,
    da bekommt er seinen Lohn.
    Kratzt sich über seine Glatze,
    zieht ne breite Grinsefratze.

    Wieviel mag der Sold wohl sein,
    den Onar ihm läßt angedein’n?
    Angestrengt die Stirn zieht krause
    er nach jeder Rechenpause.

    Eben noch ans Geld gedacht
    bei der langen Hofeswacht,
    mit sich und der Welt im Reinen,
    fängt er plötzlich an zu greinen.

    Einen Schatten er geseh’n
    und das Herze bleibt ihm steh’n.
    Plötzlich dringt ein plätschernd Strudel
    aus der gorrschen Söldnernudel.

    So schnell wandelt sich das Bild:
    Eben ungestüm und wild,
    ganz mit sich zufrieden scheinend,
    sieht man ihn nun bitter weinend.

    Da - der Schatten sich bewegt,
    hat man ihn hereingelegt?
    Nein er selber ist’s gewesen,
    hat die Zeichen falsch gelesen.

    Sagt’ ich schon, daß er nun greint?
    Die Gefahr ihm maßlos scheint.
    Hat vor seinem eignen Schatten
    Angst, wie’n Schaf vor Riesenratten.

    Durch die drohende Gefahr
    fällt ihm aus sein letztes Haar.
    Panisch sieht man über Felder
    ihn schnell rennen in die Wälder.

    Wenn er nicht gestorben ist,
    läuft der Gorr durch teuflisch List,
    japsend vor dem Schatten fliehend,
    ewig durch die Wälder ziehend.



    Gorr, der zweite Streich
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Gorr, der zweite Streich

    Vor ein paar Tagen ist’s passiert,
    daß Lee nach starker Hilfe giert,
    denn Wölfe, für die Onars Herden
    zu einer Vorratskammer werden,
    sie streifen um des Bauern Haus:
    ›Lee, schick’ doch einen Söldner aus!‹

    Er ging zu seinem besten Mann,
    ob der die Wölfe jagen kann.
    ›Ich kann von diesem Platz nicht gehen,
    ich muß hier eisern Wache stehen.
    Zu dem zweitbesten Manne hier
    geh’ schell, gewiss doch hilft er dir.‹

    ›Es tut mir leid, hab schwer zu tun,
    muß für den Kampf mich üben nun.‹
    Der Zweite, den er hier getroffen
    zerstört ihm damit alles Hoffen.
    ›Doch ich weiß für dich einen Mann:
    Der Drittbeste es machen kann.‹

    Und frohgemut zieht Lee davon,
    sieht in der Fern’ den Dritten schon.
    Doch kann die Hoffnung er verwerfen:
    Der Dritte muß die Waffen schärfen.
    Darum geht er zum Vierten jetzt
    und hofft, daß der ihn nicht versetzt.

    So kommt er denn, er sucht nicht lang,
    zum Vierten, doch umsonst der Gang.
    Der muß erst eine Rüstung bauen,
    denn er sich würde niemals trauen
    ganz ohne in den Kampf zu zieh’n,
    er würde rüstungslos nur flieh’n.

    Lee läßt allein den Söldner steh’n
    und wendet sich zum weitergeh’n.
    Zum Fünften zieht er ganz verwegen,
    doch der kann sich vor Schmerz nicht regen.
    Und darum geht er seufzend dann
    letztendlich zum sechstbesten Mann.

    ›Willst helfen du mir auf die Schnell’,
    verdienen dir der Wölfe Fell?‹
    Doch der muß mit den Neuen fechten,
    kann drum nicht sehen nach dem Rechten.
    Er schüttelt deshalb mit dem Kopf.
    ›Zum Sieb’ten geh, pack ihm am Schopf!‹

    Der Siebente zum Jagen geht
    und Lee nun etwas ratlos steht.
    ›Was soll bei sowas ich nur machen,
    wenn jeder denkt an and’re Sachen?
    Gegen Orks der Achte streitet,
    ob mich denn das Unglück leitet?‹

    So geht schrittweise Mann für Mann
    er alle durch und niemand kann
    ihm seinen Wunsch erfüllen gehen.
    Nun sieht man ihn ganz ratlos stehen.
    Doch eine letzte Möglichkeit,
    steht unverhofft für ihn bereit.

    Mit wenig Hoffnung wendet er
    nun seine Schritte weg von hier.
    Da all’ ihm durch die Finger rannen,
    geht zum geringsten seiner Mannen
    er nun und spricht zu diesem schnell:
    ›Ich habe, Gorr, einen Befehl!‹

    ›Ein Rudel gleich? Das schaff ich nicht‹,
    sagt Gorr ihm direkt ins Gesicht.
    ›Ich werde mir Verstärkung holen.‹
    Und schon macht er auf schnellen Sohlen
    sich auf, um zu dem besten Mann
    zu gehen, den er finden kann.

    Wenn ihr im Schatten still bleibt steh’n,
    könnt ihr den Gorr wohl manchmal seh’n,
    wie er durchs ganze Lager hastet,
    zwischendurch ganz kurz mal rastet,
    vergeblich er dann weitersucht
    und hin und wieder leise flucht.



    Gorr, der letzte Streich
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Gorr, der letzte Streich

    Vorhin, es war kurz vor neulich,
    was passierte, das war greulich.
    Doch will ich’s euch getreu berichten,
    kein einz’ges Wort hinzu noch dichten.

    Nun, wie ihr sicher alle wißt,
    hat Gorr noch nie ein Schwert vermisst.
    Da mag er lieber richtig Dicke,
    die auf sich ziehen alle Blicke.

    Von Äxten spricht mein wissend Mund,
    was dachtet ihr, tu ich euch kund?
    Gorrs Beifall werden nie erringen
    die Schwerter mit ihr’n dünnen Klingen.

    Wenn Kämpfer sieht er mit ’nem Schwert
    - der Anblick an Gorrs Nerven zerrt -
    erinnert ihn das Rumgehampel
    an Kinder Hin- und Hergestrampel.

    Genug der Rede langer Fluß,
    mich hat erreicht der Muse Kuss,
    so daß ins Schwatzen ich gekommen,
    doch weiter geht’s wie vorgenommen.

    Ein fremder Mann zum Hofe kam
    und über Nacht Herberge nahm.
    An seiner Seite hing ein Degen,
    sein Antlitz, das war sehr verwegen.

    Der Meister für ’nen Fechtstil bürgt,
    bei dessen Anblick Gorr schon würgt.
    Er also flugs noch Essen fassend,
    die Waffen schon im Zimmer lassend.

    Am gleichen Tag kommt Gorr herein,
    sucht sich ein Zimmer, fällt wie’n Stein,
    weil müde von des Tags Beschwerde,
    ins Bett, zählt langsam ’ne Schafherde.

    Doch was er dabei nicht bedacht:
    Dies Zimmer war für diese Nacht
    an den erwähnten Schwertkampfmanne
    vergeben schon – was für ne Panne.

    Plötzlich ertönt ein ein quiekend Laut,
    denn eine Maus an Krümeln kaut.
    Schnell Gorr entzündet ein paar Fackeln.
    Ein Schrei ertönt, daß Wände wackeln.

    Und so kommt ganz schnell angerannt,
    den Bierkrug noch in seiner Hand,
    der Gast, der hört’ des Rufes Klage,
    er stellt verwundert diese Frage:

    ›Ist hier denn irgendwas verkehrt?
    Ist’s eine Maus?‹ ›Oh nein, ein Schwert!‹,
    ruft Gorr, auf einem Hocker stehend,
    das Schwert mit tränend Auge sehend.

    ›Nimm weg das Ding oder ich bleib
    auf diesem Stuhl mit meinem Leib.
    Wie kommt dies Schwert in dieses Zimmer?
    Jetzt kann ich schlafen hier drin nimmer.‹

    Und eh der schwertgewandte Gast
    hat nicht mit allergrößter Hast
    die Waffe schnell hinfort getragen,
    wird dieser Raum Gorr nicht behagen.

    Laßt darum eins euch sein gesagt
    auf daß ihr niemals dieses wagt:
    Gorr und ein Schwert im selben Raume,
    das tut nichtmal im kühnsten Traume.



    Die Ballade vom Steg
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Die Ballade vom Steg

    Am lichten Fenster seines marmornen Palastes
    Ethorn der Erste stand und schaute still hinaus.
    Neben sich den Stolz des edlen Königsstammes,
    Seinen jüngsten Sproß aus Argaans Herrscherhaus.

    „Sag Vater“, sprach der Jüngling zu ihm leise fragend.
    „Wie kann die Größe unsres Reichs bemessen sein?
    Ist es die Höh', in die des Goldes Berge ragen,
    Das glänzt in unsren Kammern hell im Fackelschein?

    Sind es all der Inseln, Länder weite Flächen,
    Die unser Kämpfer Rösser stampfend Huf' berühr'n?
    Ist es die Zahl an fleißig schaffend Untertanen
    Die die Größe des berühmten Argaans schür'n?“

    Der Vater hörte lächelnd seines jungen Sohnes
    Versuche, Argaans Größe zu beschreiben, an.
    Und gab ihm dann die heiß ersehnte weise Antwort,
    Über die der Knabe schon so lange sann.

    „Reichtum, Volk und blühend Land sind leicht zu zählen
    So mancher schon gedacht, dies sei die wahre Macht,
    Die Argaans Reich landauf, landab in aller Munde
    So siegreich, schön, erhaben und so strahlend macht.

    Doch höre gut, der wahre Grund für Argaans Wachsen,
    Warum wir herrschen über weites Erdenrund,
    Ist dieser halb vermodert hölzern Steg am Ufer,
    der sich tut dort unten deinem Blicke kund.

    Von diesem unscheinbaren Steg sind aufgebrochen
    unsre Flotten mit der Winde wechselnd Bahn.
    Feshyr, Korshaan, Torgaan selbst Khorinis' Küsten
    sind dank ihnen Argaans König untertan.

    Und seit Jahr und Tag treibt unser Volk dort Handel,
    mehrt den Reichtum mit so manchem seltsam Tand.
    Denn die überbordend schwer belad'nen Schiffe
    bringen all die Waren her aus fernem Land.“

    „Aber warum haben wir denn keinen Hafen?
    Vater sag!“, bedrängt der Sohn den König nun.
    „Das unser festes und so weit berühmtes Reiche
    von einem dürren Stege kam, läßt mich nicht ruhn!“

    „So höre denn das alte, düstere Geheimnis:
    Ein Gesetz der Götter gibt es, das uns zwingt,
    bei einem Hafen auch ein Viertel einzurichten,
    in das man aller Herren Länder Waren bringt.

    Voll von Tavernen, Schenken und auch dunklen Ecken
    Hat obendrein zu sein die Gegend angefüllt.
    Mit zahllos Dieben, Huren und auch Beutelschneidern.
    Von Unrat und Kloaken Düften ganz umhüllt.

    Dazu muß dieses überflüssig Hafenviertel
    Auf einer Höhe mit den Straßen dieser Stadt,
    Denn Treppen haben Götter wohl noch nicht erfunden.
    Frage nicht, welch hochgelehrten Sinn das hat!

    Dies ist der Grund, weshalb wir keinen Hafen haben,
    Sondern nur den kurzen, schwachen, schwankend Steg.
    Meist sind die Weisungen der Götter voller Klugheit,
    Doch manchmal sind den Menschen sie auch nur im Weg.“

    „Die Götter sind gar wunderkomische Gesellen,
    Wenn einst auf Argaan sie solch Spruche angewandt.
    Ich hört noch nie von solchem widrigen Geschicke“,
    So sprach der Sohn. „In keinem noch so fernen Land.“

    Doch wird es bis in unsre Tage so gehalten.
    Ethorn der Vierte acht' die Regeln seines Ahns:
    Setarrif bleibt ohne Hafen doch mit Tempeln,
    Trotz der hohen Götter Narretei und Wahns.



    Gaumenfreuden

    Der Grund des Trinkens (Mitleid)
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Grund des Trinkens (Mitleid)

    Es wartet seit langem das Bier nun im Faß,
    vor Trauer ist es schon von Tränen ganz naß.
    Will keiner der Gäste es denn heut noch trinken?
    Auf all ihr Humpenkipper, ihr sonst so flinken,
    ihr immer so durstigen Kneipenstammzecher,
    bestellt euch beim Wirte sofort einen Becher.
    Trink Brüderlein, trink Brüderlein, trink Brüderlein, trink.

    Der Wein steht tief unten im dunkelsten Keller,
    wollt zahlen dafür etwa ihr keinen Heller?
    Er wird essigsauer vor Kummer und Gram,
    drum ran an die Theke und das nicht zu lahm!
    Gießt hinter den süßen, gekelterten Wein
    es wird euer Schade (und der vom Wirt) nicht sein.
    Trink Brüderlein, trink Brüderlein, trink Brüderlein, trink.

    Der Cidré, der schäumt schon gar mächtig vor Wut
    Ist er denn für euch etwa nicht gut genug?
    Bestellt euch ganz schnell einen ganz großen Trunk,
    sonst gibt es in dieser Taverne noch Stunk.
    Kühlt mit dem Trank euch die Zung’ und den Gaumen
    leckt ab euch die Finger danach (auch die Daumen).
    Trink Brüderlein, trink Brüderlein, trink Brüderlein, trink.

    Und wer jetzt noch steht und auch nun noch nicht lallt,
    dem sag ich bestimmt nicht in strengem Ton: Halt!
    Ich lad’ ihn ein auf seine eigenen Kosten
    Es gibt da noch etwas, das läßt Schwerter rosten.
    Die Hornhaut im Hals wir mit Feuerlikör testen,
    doch was macht der Wirt dann mit unseren Resten?
    Schwank Brüderlein, schwank Brüderlein, schwank Brüderlein, fall.



    Die Bestellung
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Die Bestellung

    Ein einsam Humpen steht auf dem Tisch,
    es dauert mich, ihn so allein zu sehn.
    Drum bringt mir ein Bier und zapft es ganz frisch,
    laßt neben dem ersten Bierkrug es stehn.

    Jetzt hab ich zwei Bier, nichts halbes - nichts ganzes,
    ich glaub, ich brauch noch ein drittes dazu,
    erst recht nach der großen Hitze des Tanzes
    läßt mich der Gedanke nicht mehr in Ruh.

    Drei Bier, das ist ja ganz unsymmetrisch,
    das sieht mein gelehrter Magen nicht ein
    und deshalb kipp ich mit mächtigem zisch
    den vierten Bierkrug ganz schnell noch hinein.

    Fünf ist doch auch ne ganz nette Zahl,
    das wollt ich schon immer mal wieder sagen.
    Das nächste Bier bringt mir auch gar keine Qual,
    im Gegenteil: mein Bauch gluckst vor Behagen.

    Doch die Behaglichkeit könnt größer noch sein,
    ich hab da noch so eine fixe Idee:
    ein sechstes Bier, wäre es doch nur mein,
    dies als nächstes Ziel ich anseh.

    Zum Glück ist der Wirt heute flink auf den Beinen,
    Nummer sechs findet den Weg zu den andern fünf Bier.
    Jetzt geht’s mir gut, das will ich doch meinen.
    Ja, doch, ich fühl mich ganz wohle hier.

    Der Wirt, der ist nun mein bester Freund,
    er liest mir die Wünsche von meinen Augen.
    Die nächste Bestellung er nicht versäumt,
    Bier sieben und acht gewiss etwas taugen.

    Und damit sie nicht ganz so alleine sind,
    kommt auch das neunte Bier zu mir schon.
    Doch irgendwie ich meinen Mund nicht mehr find.
    Lacht etwa jemand aus purem Hohn?

    Und endlich kommt auch das zehnte Bier,
    worauf ich ja ewig lange schon wart.
    Nur eins erscheint plötzlich seltsam mir,
    doch noch bin ins Bier ich ganz schrecklich vernarrt.

    Jetzt wend ich mich meinem Problem aber zu
    und zwar ist die Decke vollkommen schief.
    Ich glaub, ich leg mich besser zur Ruh,
    eben der Wirt schon abgewinkelt lief.

    Und warum klebt mir der Boden an'ner Backe?
    Und das Bier fließt mir an der Nase vorbei.
    Ich glaub, ich bin voll und ziemlich hacke,
    ach was solls, mir doch einerlei.

    Hey, ich kann fliegen, das ist ja toll.
    Autsch, die Landung war mächtig hart.
    Jetzt lieg ich im Dreck, bin sternhagelvoll,
    rausgeworfen und das nicht mal zart.

    Ich bette mein Haupt auf ein Büschel voll Gras,
    am Himmel funkeln die leuchtenden Sterne.
    Ein netter Regen, der pieselt mich naß.
    Morgen früh geh ich wieder hin zur Taverne.



    Der Rum, der ist des Seemanns Tod
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Rum, der ist des Seemanns Tod

    Der Rum, der ist des Seemanns Tod,
    besoffen fällst du aus dem Boot.
    Doch was kann es schönres geben,
    denn sauer ist das Seemannsleben.
    Der Wind, der weht vom Mast dich weg
    und zack schon bist du fort von Deck.
    Ne Welle spült dich über Bord
    und schon bist du für immer fort.
    Piraten säbeln ab den Kopf
    und schon warst du ein armer Tropf.
    Der Proviant ist völlig faul
    und schon krepierst du wie ein Gaul.
    ’s Wasser ist bald ausgetrunken
    schon erlischt dein Lebensfunken.
    Beim Meutern hast du auch kein Glück
    und baumelst mausetot am Strick.
    Seeungeheuer fressen dich
    und schon dein Tod war fürchterlich.
    Sturm, der donnert von hoch droben
    und schon schwimmt dein Schiff kieloben.
    Ein Strudel reißt dich in den Schlund
    und schon bist du auf Meeres Grund.
    Nur eins dein Leben kann verbessern
    das ist Rum aus großen Fässern.
    Drum kipp hinter schnell den Fusel
    wer noch trinken kann, hat Dusel.
    Dennnnnn......
    Der Rum, der ist des Seemanns Tod,
    besoffen fällst du aus dem Boot ...



    Im Hohen Refektorium
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Im Hohen Refektorium

    Gefeiert wird heut laut und lang,
    auf jede Speis folgt noch ein Gang,
    der Anlaß ist ganz schnell gefunden,
    ich sag ihn euch, ganz ungebunden:
    „Die Hüterin der dunklen Hallen“,
    so hört mans durch die Gänge schallen,
    „hat heute ihren hohen Tag,
    ihr Ehre zeigen jeder mag.“

    Im hohen Refektorium
    da biegen sich die Tische krumm,
    denn es wird emsig aufgefahren,
    als ob nach langen Dürrejahren
    nun endlich wieder Leckereien
    im Überfluss vorrätig seien.
    Und darum fühlt sich jeder Gast
    so ähnlich wie auf Schweinemast.

    Manche, die die Dummheit leitet,
    haben unlängst es verbreitet:
    Die schwarzen Magier hartgesotten,
    ernährten sich von staubig Motten,
    von Würmern, Spinnen, Froschgebeinen.
    Das will mir lächerlich erscheinen,
    denn Spinnenbeine sind zu klein,
    als daß man satt von könnte sein.

    Krötenschenkel sind zu glitschig,
    überhaupt erscheints mir kitschig,
    daran zu glauben, daß die Leute
    zermal’ner Fledermäuse Häute
    mit Blut verquirlt zum trinken heben,
    ich würd mich davon übergeben.
    Zu sowas sag ich ganz klar: Nein!
    Ich trinke lieber echten Wein.

    Und auch des Mondlichts silbern Staub
    wird schnell des Reisigbesens Raub.
    Auch Flattermotten sind zu trocken,
    als daß solch Speis’ mich könnte locken
    Ich sitz im hohen Essenssaale,
    der nächste Gang: gesott’ne Aale.
    Das wird auch allerhöchste Zeit,
    mein Magen ist schon längst bereit.

    So schaufle ich mit voller Kraft,
    was meine Esslust alles schafft.
    Pasteten, die aus Gänseleber,
    gefüllt mit Zung’ vom wilden Eber,
    dazu das hellste aller Brote
    gemacht aus feinstem Weizenschrote
    das tunk’ ich in die Soße rein,
    spül nach mit schwerem, süßen Wein.

    Fasan und Rebhuhn, weiß und zart,
    bereitet auf die beste Art,
    der Duft mein Herz läßt höher schlagen,
    ich werde einen Happen wagen,
    garniert auf einer großen Platte,
    kunstvoll gesetzt auf Zuckerwatte,
    so schwebt von Geisterhand herein,
    Geflügel, dazu roter Wein.

    Doch schon ist alles abgeräumt,
    wer nicht griff zu, hat viel versäumt.
    Der nächste Teller kommt geflogen,
    die Tische knacken ungelogen,
    und die Dämonen ohne Pause
    flink tragen auf, nur ein Banause
    könnt’ sich das köstlich Mahl verwehr’n
    doch sicher tät’s auch ihn bekehr’n.

    Und nochmal kommen Schüsseln her,
    des Hauses Speicher wird nicht leer.
    Ein weit’res mal die Gäste schlemmen,
    sich hinter ihre Teller klemmen,
    Gemüse, Eier, Fleisch und Suppe,
    das meiste kommt als Spachtelgruppe.
    Ich halt den Löffel in der Faust,
    pass auf, daß keiner mir was maust.

    Doch irgendwann bin ich dann satt
    und schleppe meinen Körper matt
    in eine abgeleg’ne Ecke
    wo müd’ ich meine Glieder strecke.
    Kann Antwort auf die Frage suchen,
    warum ich unbedingt vom Kuchen,
    noch essen mußt’ ein Riesenstück?
    Wie jetzt war ich noch nie so dick.



    Herzschmerz

    Weltflucht
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Weltflucht

    Keinen Sinn hat unser Leben,
    drum lasst uns nun die Becher heben.
    Doch nicht, um damit anzustoßen,
    sondern um den Rausch, den großen,
    der vom Elend uns erlöst,
    sanft uns in den Abgrund stößt,
    ohne Zagen zu erreichen.
    Denn nichts ist damit zu vergleichen,
    als wenn man im Delirium
    lächelnd ins Elysium
    eintritt ohne anzuhalten
    und den Rücken kehrt der kalten,
    hoffnungslosen, öden Welt,
    die nur wenigen gefällt.
    Nun reiß mich fort, oh Geist des Weines
    Herr des ersehnten schönen Scheines.

    Reichtum scheffeln ist vergebens,
    nutzlos ist der Zweck solch Strebens,
    zu schnell verrinnt der Rausch der Gier,
    arm waren, sind und bleiben wir.
    So gib mir schnell noch einen Stengel
    und schon bald werd ich die Engel,
    die ins Paradies mich tragen,
    hören, wie sie leise sagen:
    Seliger, oh freudetrunken
    darnieder bist du nun gesunken,
    um zu umarmen all dies Glück,
    nie wieder willst du mehr zurück.
    Nach einem Zug vom süßen Dunst
    wähn ich mich in des Glückes Gunst.
    Oh nimm mich mit, weit mit dir fort
    Von diesem düstren, schwarzen Ort.

    Träf ich nur eine Amazone,
    ich gäbe alles ihr zum Lohne,
    wenn dieses sagenhafte Weib
    mit ihrem Zauber meinen Leib
    ganz und gar durchdringen würde,
    nicht länger trüg ich diese Bürde.
    Mein Dasein wär nicht länger Qual,
    vergessen wär dies Jammertal.
    Was irdisch Fühlen nicht geschafft,
    kann Liebe, die durch Zauberkraft
    vernebelt mit Magie die Sinne.
    Dann träumte ich von schönster Minne.
    Die Wirklichkeit wär schnell vergessen,
    was kann sich schon mit Träumen messen?
    So zieh ich fort, auf meine Reisen
    auf diese schönste aller Weisen.



    Bursche und Mägdelein
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Bursche und Mägdelein

    Ein Bursche und ein Mägdelein.
    Er wollte gern, sie wäre sein.
    „So höre denn, du Liebster mein“,
    sprach sie zu ihm. „So bringe mir
    zur Hochzeit einen Ring von dir
    bis dahin will ich warten hier.“

    Und in sein Schiff er stieg geschwind.
    Sieben Meere er befuhr.
    Doch zuletzt den Weg er fand.
    Ein silbern Ringlein er erstand.
    Am Bug des Schiffes stand er nur.
    „Eil zu der Liebsten, wie der Wind.“


    Und als er wieder vor sie trat,
    um ihre Hand sie herzlich bat,
    das Ringlein an ihr’n Finger tat.
    Da sagte sie: „Ich dank dir schön
    Ein gülden Krönlein tät mir stehn“
    Und hieß ihn wieder von sich gehen.

    Und auf sein Roß stieg er geschwind.
    Sieben Reiche er beritt.
    Doch zuletzt den Weg er fand.
    Ein gülden Krönlein er erstand.
    Sein Roß, das lief in schnellem Tritt.
    „Eil zu der Liebsten, wie der Wind.“


    Und mit der Krone in der Hand
    er zu seiner Liebsten fand.
    „Was für ein wunderhübscher Tand.
    Geschmeide, ganz aus Edelstein.
    Ich wünschte sehr, sie wären mein.
    Bringst du sie mir, so werd ich dein.“

    Den Wanderstock er nahm geschwind.
    Sieben Berge er erklomm.
    Doch zuletzt den Weg er fand.
    Diamanten er erstand.
    Zurück er lief im Herzen fromm.
    „Eil zu der Liebsten, wie der Wind.“


    Doch als er zu der Liebsten ging,
    da trug sie einen Ehering.
    „Ein anderer mein Herz sich fing.
    Du warst so schrecklich lange fort
    an unbekanntem, fernen Ort.
    Da ist die Liebe ganz verdorrt.“



    Der Lauf des Wassers
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Lauf des Wassers

    Weit oben, wo Adlers Kräfte versiegen,
    Sind die Spitzen der Berge wolkenumhüllt.
    In ihrem Schatten die Täler liegen,
    Dort Waldes Duft die Lüfte erfüllt.
    An solch eines Gipfels schattigen Flanken
    Entspringt ein Bächlein kühl und klar.
    Ein Wandrer dort saß, so entrückt in Gedanken,
    Nahm den Schatten des Abends nicht über sich wahr.
    Sein trauriger Blick blieb wehmutsvoll haften
    Am unstetig sprudelnden klaren Born
    Die Beine, die ihn bis hierhin noch brachten
    Hatten all ihre Kraft nun plötzlich verlorn.
    "Du Rinnsal, du plätscherst zum Tale hinab,
    So nimm meinen Gruße von hier mit dir mit.
    Dieser Wunsch ist der letzte, den ich noch hab,
    Seit im Dunkeln ich fliehend vom Hofe ritt."

    Ein einsamer Lichtstrahl fällt durch die Blätter
    Im Wald ist es düster und Dunkel herrscht hier.
    Einem Schmetterling ist dieser Lichtstrahl der Retter
    Auf ihm entkommt er dem feindlich Getier.
    Hier murmelt der Bach in steinigem Bette
    Und windet sich in seinem Tale entlang.
    Am Horizont droht noch die Bergeskette
    Ihr führt entgegen die Straße am Hang.
    Im Staub dieser Straße zieh'n eherne Recken,
    Der Hauptmann blickt starr auf das ferne Massiv
    "Dort wird der Verbrecher sich sicher verstecken",
    mit grimmigem Blick er den Männern zurief.
    "Du Bach rauschest weiter zum Tale hinab,
    So nimm meinen Fluch von hier mit dir mit.
    Die Freundschaft, die ich ihm einst freimütig gab
    Er reuelos nun sie mit Füßen tritt."

    Das Flüsschen umfließt nun saftige Hügel
    Und über dem weiten und fruchtbaren Land
    Ein Falke schlägt schwebend kaum mit seinem Flügel,
    Für ihn ist der Fluss nur ein glänzendes Band.
    Einer alten Burg Mauern sich drohend erheben
    Überragt von den Zinnen eines wuchtigen Turms
    Am Fenster ein Mädchen, ihre Lippen erbeben,
    Angstvoll gedenkt sie des drohenden Sturms.
    Zielsicher der Falke auf ihrem Arm landet
    "Hast du meinen Liebsten beim Fluge gesehen?"
    Der Lärm eisern Waffen leis an ihr Ohr brandet:
    Die Männer des Vaters, ins Gebirge sie gehen.
    "Du Flüsschen du rieselst zum Tale hinab,
    So nimm meine Bitte von hier mit dir fort.
    Denn sie ist die einzige, die ich jetzt hab.
    Lass ihn doch entkommen, an sicheren Ort."

    Es donnern die Hufe eines hetzenden Rappen
    Über Bögen die zu einer Brücke gespannt.
    Am Bewurf unterm Sattel des Burggrafen Wappen.
    Das Pferd, das springt weiter in Reiters Hand.
    Der Fluss ist nun breit und drängt träge durchs Tal
    Der Weg des Kuriers läuft an Ufern entlang.
    Er nahm ihn nicht gern, doch ihm blieb keine Wahl,
    Vor dem Ziel seiner Reise schon lang ist ihm bang.
    Heißt's nicht, dass der Bote, der Unglück verkündet,
    Schon oft als der Erste sein Leben verlor?
    Denn schlecht wählt, wer Mißglück und Zorne verbindet
    Und diese sich beide zum Führer erkor.
    "Du Fluss fließt gemächlich zum Meere dahin
    So nimm meine Hoffnung nun weit mit dir fort
    Wenn dunkle Vorahnung auch trübt meinen Sinn
    Hoff ich doch auf Schonung an meinem Ziel dort."

    An der Mündung des Stromes erhebt sich ein Schloss
    Der Herrscher geruht aus dem Altan zu schaun
    Sieht den Boten sich sputen auf seinem Ross,
    Winkt den Wächtern zu heben den eisernen Zaun.
    "Lasst ein schnell des Grafen geschwinden Kurier
    Und führt ihn in meinen Thronsaal herein.
    Über die Jungfrau bringt Kunde er mir,
    Die ich beschloss, vor kurzem zu freien.
    Ganz sicher bin ich mir, nichts spricht dagegen
    Der Bote das Lob des Vasallen mir bringt -
    Barrieren ich dulde nicht auf meinen Wegen -
    Und also berichtet, wie's Gesuch mir gelingt.
    Wie die Wasser des Stromes im Meer sich zerteilen
    So nimm meine Order weit mit dir fort
    Bei Betrug meine Strafe wird jeden ereilen."
    So lautet des Königs unheilvolles Wort.



    Der Zauber der Amazonen
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Zauber der Amazonen

    Kann jemand es ermessen, das wunderbar Gefühl,
    wenn's durch die Brust mir brandet, ich's nicht mehr missen will.
    Die Welt erscheint so schön dann, so lichtdurchflutet hell.
    Und jedes sanfte Lächeln ist mir Ergötzens Quell.
    Zu lang schon hab vermißt ich die Wonn', die darin liegt,
    hab niemanden gefunden, der sich an mich anschmiegt.
    So bleibt mir denn nur eins noch: Die Hilf' von Zauberkraft:
    Der Amazonen Zauber einst Männer hingerafft.
    Ein Kind mit hölzern Reifen, am Wegesrande spielt,
    Ich stell ihm meine Frage, die nur auf eins abzielt:
    "Sag, kennst du den Zauber der Amazonen?
    Weißt du, wo sie wohnen, wo ich sie find?"
    Stumm schaut es mich an. Ich weiß, du auch einst wirst
    danach traurig suchen. Leb wohl, mein Kind.

    So bin ich voller Sehnsucht, nach Dingen, lange her.
    Der Abschied von Vergang'nem fällt mir unsagbar schwer.
    Doch wenn der Amazonen Bezaub'rung mich umgarnt,
    und sich als süße Sehnsucht in meinem Herzen tarnt,
    dann wär ich schon zufrieden mit diesem kurzen Glück,
    und wenn der Zauber nachläßt, wünsch ich ihn mir zurück.
    So klag ich einem Wand'rer von meiner endlos Such,
    er ist ein Studiosus, zückt ein gelehrtes Buch.
    Darin er lange blättert und murmelt dabei leis,
    auf meine schwierig Frage er keine Antwort weis.
    "Sag, kennst du den Zauber der Amazonen?
    Weißt du, wo sie wohnen, ihr Bann mich narrt?"
    hab ich ihn gefragt, doch umsonst ich hoffte,
    denn's Wissen in Büchern ist and'rer Art.

    Ich ziehe also weiter, es ist mir eine Qual,
    die Welt ist, so erscheints mir, ein einzig Jammertal.
    Ich bin schon ganz versunken im Mitleid mit mir nur,
    mit sturmumwölkter Stirne, denn Herzweh folgt mir stur.
    An einem Feldesraine ein alter Mann sucht Rast,
    die sommerheiße Sonne erlaubt ihm keine Hast.
    Die Hitze auf dem Wege, sie flimmert in der Fern,
    was Mittagsgeister treiben, das wüßte ich jetzt gern.
    Ob denn für meinen Wunsche der Spuk Erfüllung weiß,
    frag in des Baumes Schatten ich leis den weisen Greis.
    "Sag kennst du den Zauber der Amazonen?
    Weißt du, ob nur Schattengespinst' ich jag?"
    Auch er keine Antwort mir konnte sagen.
    Für dich ist's zu spät und umsonst ich frag.

    In meinem endlos Streifzug ich sehe gar kein Ziel,
    gar niemand kann mich heilen - wohl gäb ich darum viel.
    An einer Wegeskreuzung lacht mich ein Gasthaus an
    Ich zög're müden Schrittes, geh durch die Türe dann.
    Drin reicht ein schönes Mädchen mir einen Krug mit Wein
    Mit roter Lippen Lächeln schenkt sie mir davon ein.
    Weiß nicht, durch welchen Zauber sie mich betöret hat
    Die Amazonensehnsucht in mir wurd gänzlich matt.
    Ich blieb bei diesem Mädchen, weil sie mir so gefällt
    Doch eine Frage gab es, die hab ich nie gestellt.
    "Sag kennst du den Zauber der Amazonen?
    Bist du gar am Ende eine von dort?"
    Wenn ichs hätt erfahren, was nützte es mir?
    Will von diesem Mädchen doch niemals fort.



    Lob der Götter

    Beliars finstere Jagd
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Beliars finstere Jagd

    Tod streckt aus die finstren Glieder
    mächtig mit erhobnem Haupt,
    Eisgeschosse trommeln nieder,
    ihnen alles scheint erlaubt.
    Blätter werden abgerissen,
    Bäume, Sträucher sind entlaubt
    und die alten Weiber wissen:
    Junges Leben ward geraubt.
    Nur einen gibt’s, der solches gewagt,
    dies ist Beliars finstere Jagd.


    Und die Ernte auf den Feldern
    wird vom Eis hinweggefegt.
    Bäume knicken in den Wäldern,
    Halmen gleichsam hingelegt.
    Schnitters Sense wird nicht rasten,
    bis nicht alles ist gemäht,
    wird das Werkzeug weiter hasten,
    gut ist’s, wenn nichts mehr sich regt.
    Nur einen gibt’s, dem dies wohl behagt,
    dies ist Beliars finstere Jagd.


    Frost löscht Flammen in Kaminen,
    selbst durch Öfen Kälte braust.
    Kühle tritt, um ihm zu dienen,
    in die Häuser. Eisern Faust
    hält umklammert fest die Herzen,
    ängstlich all’n der Atem saust.
    Drinnen Eis verlöscht die Kerzen,
    draußen Sturm die Dächer zaust.
    Nur einen gibt’s, der hier nicht verzagt,
    dies ist Beliars finstere Jagd.


    Donnernd schlagen auf die Hufe
    und in jedes tiefe Tal
    schall’n herab vom Himmel Rufe
    all der Reiter ohne Zahl.
    Eingehüllt von Flammenschweifen
    steigen Pferde voller Qual,
    Reiters Sporen, Sturmwinds Pfeifen
    lassen ihnen keine Wahl.
    Nur einen gibt’s, der im Sattel ragt,
    dies ist Beliars finstere Jagd.


    Wispernd Alte es erzählen:
    Übern Himmel braust die Schar,
    welchen Weg die Rösser wählen,
    neu bestimmt wird jedes Jahr.
    Brechen Bahn sich wilde Reiter,
    wo sonst fliegt allein der Aar,
    ist, wenn schließlich ziehen weiter
    sie, nichts mehr so, wie es war.
    Nur einen gibt’s, vom dem man dies sagt,
    dies ist Beliars finstere Jagd.


    Sturm und Dunkel zieh’n vorüber,
    stumpf aus tiefen Löchern schaun,
    Menschen, die sich Hütten wieder
    aus den Trümmern müssen baun.
    Wer lebendig, wird es wagen,
    einen Neubeginn sich traun.
    Um die Toten wird man klagen:
    Junge, Alte, Männer, Fraun.
    Eins ist gewiß, wenn es wieder tagt,
    Dies war Beliars finstere Jagd.



    Innos' Licht
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Innos' Licht

    Innos’ Licht erleuchtet • mir den langen Tag
    jeder sieht mit Staunen, • was seine Macht vermag.
    Alles auf der Erde, • was hier kreucht und fleucht,
    kommt durch seinen Segen, • allmächtig er mir deucht.

    Ihre göttlich Hitze • läßt die Sonne hell
    von dem weitgespannten • blauen Himmelszelt
    auf die Erde scheinen • Innos’ Sorge ist’s,
    daß das Leben sprieße, • ganz gewiß ihr wißt’s.

    Von dem kleinsten Käfer • bis zum größten Tier,
    von den Frühlingsblumen • zu den Bäumen hier,
    beseelt von seinen Kräften • ist die ganze Welt,
    seine Macht umspannt das • ganze Himmelszelt.

    Das wir ihn verehren • ist gerechter Lohn.
    Für die vielen Gaben • hast gedankt ihm schon?
    Ohne seine Güte • wärest du nicht hier,
    gäb es keine Menschen, • Pflanzen und Getier.

    In dem ew’gen Kampfe • mit dem bleichen Tod
    gibt er einen Funken • uns in unsrer Not
    seines göttlich Atems, • er haucht ihn uns ein,
    ohne diesen Funken • könnten wir nicht sein.

    Wenn die Lebensspanne • sich dem Ende neigt,
    dann ein letztes Mal noch • sich seine Größe zeigt
    und der Götteratem • kehrt zu ihm zurück,
    wahrhaftig von Innos • hatten wir ein Stück.

    Nimmermüder Streiter • für des Lebens Kraft
    Was vor dir noch keiner, • das hast du geschafft:
    Schönem Bahn zu brechen, • gegen Schmerz und Leid
    wagst die Stirn zu bieten • Todeseinsamkeit.



    Schläfers Macht
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Schläfers Macht

    Durch des Lenzes laue Lüfte
    Schwaden schweben Schwalben gleich,
    kein dunkles Gräuel grauer Grüfte,
    nicht niedrer Nebel wallt vom Teich.

    Sumpfkraut ruft die röchelnd Raucher,
    sein duftend Dunst das Dasein süßt,
    wie trockner Tritt den nassen Taucher
    das grüne Gras den Bruder grüßt.

    Visionen schon der Schläfer schickte,
    mit Zauber durch den Zaun der Zeit
    und bebend blaues Auge blickte,
    was einst soll sein, wenn’s ist soweit.

    Und während ihres Weges wandern
    Sonne, Sterne, Sichelmond,
    vielleicht auch einst das Aug’ von andern
    sieht, daß sich der Schläfer lohnt.

    Drum Lieb und Leid lasst uns vergessen,
    auf trocknem Weg und trabend Tritts
    - mit Schläfers Macht kann nichts sich messen -
    kommt zum Sumpfe, schnellen Schritts.



    Tanz der Frostdämonen
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Tanz der Frostdämonen

    Prelude

    Alter Ratschluß es bestimmte:
    Alles endlich solle sein,
    Nichts in ihren weiten Sphären
    Darf den Göttern ähnlich sein.

    Diesem ehernen Gesetze
    Muß sich beugen die Natur.
    Alles Leben darf erfreu'n sich
    Einer kurzen Spanne nur.

    Wenn im Herbste ihres Lebens
    Angekommen alle sind,
    Reißt die ruhelosen Geister
    Mit sich fort der Winterwind.

    Deshalb folgt der Tod am Ende
    Als Entscheidung ohne Wahl.
    Dieser Meister nimmt entgegen
    Huldigungen bleich und fahl.


    Triumph des Winters

    Meister öffne deine Tore,
    Laß uns streben in die Welt,
    Uns wie Wein aus der Amphore
    gieß hinaus, wenn's dir gefällt.

    Raunen solls, mit grimmen Stimmen
    Wollen wir die Luft erfüll'n,
    Sollst den Thron der Welt erklimmen,
    Sie in klirrend Frost einhüll'n.

    ---

    Kälte bringt uns Kräfte wieder,
    Kälte ist uns Lebensborn,
    Kälte reißt Ruinen nieder,
    Kälte dreht den Kreis von vorn.

    Kälte gibt uns neue Nahrung,
    Kälte macht uns rasend stark,
    Kälte friert ein zur Bewahrung,
    Kälte strömt bis tief ins Mark.

    Beliar ist unser Meister,
    Seinem Worte folgt, ihr Geister.

    Frost, Frost, Frost, Tod.


    Kälte endet müdes Leben,
    Kälte bricht den Daseinsmut,
    Kälte kürzt ein alles Streben,
    Kälte steigert unsre Wut.

    Kälte läßt herein den Schnitter,
    Kälte ist der Sense Glanz,
    Kälte greift die Ernte bitter,
    Kälte ruft zum Totentanz.

    Beliar, nach deinem Plane
    Sind auch wir dir untertane.

    Frost, Frost, Tod, Tod.


    Kälte saugt heraus die Seelen,
    Kälte gibt den Geiste uns,
    Kälte soll die Erde quälen,
    Kälte ist Sinn unsres Tuns.

    Kälte ist der einen Ohnmacht,
    Kälte ist für uns ein Fest,
    Kälte kommt in klarer Sternnacht,
    Kälte holt sich auch den Rest.

    Beliar, dir Weltenlenker,
    sind wir Kläger, Heer und Henker.

    Frost, Tod, Tod, Tod.

    ---

    Untertan dem dunklen Gotte,
    Hören wir auf seinen Spruch,
    Er sperrt auf die Frosteisgrotte,
    Wenn er nennt den Winterfluch.

    Schnell heraus aus dem Gefängnis
    Unser Sinn bleibt kalt und hart.
    Niemals ruhen werden wir, bis
    einst die Welt in Frost erstarrt.


    Epilog

    Kälte labt uns, Kälte nährt uns
    Kälte steigert unsern Mut
    Kälte läßt uns stärker werden
    Oh die Kälte tut so gut.

    Ferne Sonne, schwacher Abglanz,
    Kälte webt ein Netz aus Eis,
    Rote Scheibe hinter Nebel,
    Kälte nichts von Wärme weiß.

    Schwarze Nacht, sie fällt hernieder,
    Licht der Welt ist fortgewischt.
    Dunkelheit und ew'ge Kälte:
    Zu Eis erstarrt des Meeres Gischt.

    Kälte läßt selbst Zeit gerinnen,
    Kälte hindert jedes Tun.
    Jeder Ton erstarb vor langem,
    Ewig ist die Stille nun.



    Gekreuzte Klingen

    Oh tapf're Aeryn, sage mir ...
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Oh tapf're Aeryn, sage mir ...

    Vor gar nicht allzulanger Zeit,
    vor ein paar Tagen ist’s gewesen,
    war eine Kriegerin bereit
    (wer’s noch nicht weiß, der kanns nun lesen).
    Sie gegen Tuan hat gekämpft,
    ich sag euch, es ist ungelogen,
    der Schwerter Klang ist ungedämpft
    bis nach Khorinis fast geflogen.

    Doch eine Frage stell ich dir,
    eins möchte gern ich von dir wissen.
    Drum tapf’re Aeryn, sage mir:
    Lees Fahne, willst du sie noch hissen?


    Denn scharfe Klingen zog man schnell,
    nur schneller flog ein spitzes Messer,
    ein fingerbreit von Blutes Quell,
    vom Herzen stak’s und das war besser,
    als wenn ihr Herz getroffen wär.
    So schleppte Aeryn sich voll Wunden –
    ihr Atem ging schon kurz und schwer –
    hinweg vom Kampfplatz, ganz zerschunden.

    Doch eine Frage stell ich dir,
    eins möchte gern ich von dir wissen.
    Drum tapf’re Aeryn, sage mir:
    Willst immernoch du Lee nicht missen?


    Weil niemand hat nach ihr gesehn
    Lee keinen Söldner nach ihr sandte,
    das kann bis heut ich nicht verstehn.
    In Not an Fremde sie sich wandte.
    Ein Mann aus Königs Ritterschar
    und einer aus dem Sumpf verbanden
    die Wunden ihr, was edel war,
    doch Lee hat abseits nur gestanden.

    Drum eine Frage stell ich dir
    Eins möchte gern ich von dir wissen.
    Oh tapf’re Aeryn, sage mir:
    Das Treueband, ist’s nicht zerrissen?



    Argaans Heer
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Argaans Heer

    Setariffs Soldaten ziehen
    Aus dem Tor der Stadt zum Kampf hinaus.
    Menschenmassen streuen Blumen
    Über unsren tapfren Recken aus.

    Ruft es wie aus einem Munde:
    Wir sind Argaans Herz und seine Hand.
    Unser Ruf schallt trotzig:
    Argaan, das ist unser Land!

    Siehst du dort das blaue Banner
    An der Heeresspitze, ganz weit vorn?
    Wie es stolz im Winde flattert?
    Und schon schmettert lauthals unser Horn.

    Ruft es wie aus einem Munde:
    Wir sind Argaans Herz und seine Hand.
    Unser Ruf schallt trotzig:
    Argaan, das ist unser Land!

    Jeder Kämpfer in der Reihe,
    während Trommler halten ihren Takt,
    schützt mit seinem Schild den Nächsten.
    Festgefügt ist unser ehern Pakt!

    Ruft es wie aus einem Munde:
    Wir sind Argaans Herz und seine Hand.
    Unser Ruf schallt trotzig:
    Argaan, das ist unser Land!

    Unser Schlachtruf heißt „Für Argaan!“
    Für die Heimat kämpfen wir mit Wut,
    Weisen Feinde in die Schranken.
    Unser Siegespfand ist Kampfesmut.

    Ruft es wie aus einem Munde:
    Wir sind Argaans Herz und seine Hand.
    Unser Ruf schallt trotzig:
    Argaan, das ist unser Land!



    Auf der kargen Heide
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Auf der kargen Heide

    Auf der kargen Heide saß ich,
    Als das große Heer dort stand.
    Auf der kargen Heide war es,
    Wo der Kampf ist einst entbrannt.
    Auf der kargen Heide schaut‘ ich,
    Schirmt‘ den Blick mit meiner Hand.
    Auf der kargen Heide sah ich
    Ein erträumtes, bessres Land.
    Auf der kargen Heide wußt‘ ich,
    Dieser Traum hat nicht Bestand.
    Auf der kargen Heide wurden
    All die Recken überrannt.
    Auf der kargen Heide rot ist
    Zwischen Gras der kahle Sand.
    Auf der kargen Heide hab ich
    Mich verzweifelt abgewandt.
    Auf der kargen Heide blieb das,
    Was uns alle einst verband.
    Nur die karge Heide weiß noch,
    Welches Unglück dort stattfand.



    Schlacht um Varant
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Schlacht um Varant

    Kein Menschenalter ist vergangen,
    Erzählungen im Land erklangen,
    Lieder von der Schlacht berichten,
    landauf, landab die Skalden dichten
    von unerhörtem Kampfesruhme,
    berichtenswertem Heldentume
    und von dem Siege, der stattfand
    in den Sümpfen von Varant.


    Myrtanas Herrscher schon vor Jahren
    vier Reiche, die verfeindet waren,
    unter seine Herrschaft zwang.
    Die blutig Kriege zogen lang
    durch die Länder ihre Schneise,
    sähten Tod auf jede Weise.
    Doch nun das Ende ist in Sicht,
    denn wo die helle Sonne sticht
    auf der kahlen Heide Weiten,
    von Sumpf begleitet an den Seiten,
    ein silbern Schimmern schlägt entgegen
    dem Aug’, es blenden funkelnd Degen,
    Rüstzeug glänzt im hellen Lichte,
    Helme decken die Gesichte,
    von Kriegern, aufgestellt in Reih’n
    schwer gepanzert Arm und Bein,
    aufgepflanzt die Wimpel sind,
    flattern knatternd wild im Wind,
    dies der Ort der Schlacht wird sein
    und keiner wird danach so rein,
    wie er ist hineingegangen
    zum Schlusse wieder vorgelangen.
    Die Heere stehn sich gegenüber,
    die Blicke wandern hin und hüber
    zum Feinde, der mit voller Macht
    gespannt zum Kampf steht auf der Wacht.
    Die weite Heide, einstmals kahl
    füll’n grimmig Krieger, hoch an Zahl.
    Versammelt ist, was kämpfen kann,
    bewaffnet hat sich jeder Mann
    und von den Wachen wohlumstellt
    thront mittendrin des Feldherrn Zelt.
    Sein Banner sich im Wind entrollt,
    sind die Götter ihm heut hold?
    Kampfeslüstern wolln die Krieger,
    in Gedanken schon als Sieger,
    auf dem Schlachtfeld aufmarschieren,
    bereit, den Angriff zu parieren.
    Doch noch des Herolds Horn ist stille.
    Erst, wenn es des Feldherrn Wille
    und er aus seinem Zelt wird treten,
    um mit dem Heere still zu beten
    und Innos’ Blick auf sich zu lenken,
    ihn bitten, ihm den Sieg zu schenken,
    dann erst wird das Horn erklingen,
    auf das beginne nun das Ringen.
    Und endlich ist es dann so weit,
    die Krieger sind schon lang bereit.
    Stumm stehen sie, vor Waffen starrend
    Des Beginns des Kampfes harrend.
    Sie stürmen vor beim Klang des Hornes,
    die Herzen fest im Griff des Zornes
    und bald schon tobt das Kampfgewühl,
    Das Heer stürmt vorwärts mit Gebrüll.

    Und unsichtbar auf beiden Seiten
    in Dunkelheit den Kampf begleiten
    düstre Mächte, deren Schaffen
    viel’ Männer wird darnieder raffen.
    Für Beliar ist ein Festtag heute,
    er fährt ein die meiste Beute.
    Leiber für ihn wertlos sind,
    die Seelen nimmt er mit geschwind.


    Schwerter blitzen, Hörner schallen,
    zerrissne Bogensehnen knallen,
    Speere zischen durch den Himmel
    und in dem größten Kampfgetümmel
    des Feldherrn Garde unverdrossen
    des vielen Blutes, das vergossen,
    ihrer Äxte langen Schäfte
    wirbeln hoch und dann die Kräfte
    der tapf’ren Krieger sie bezwingen,
    den nächsten Feind sie niederringen.
    Schilde aufeinander prallen,
    ihr Krachen hört man weithin hallen.
    Mit Lanzen, tief herabgesenkt,
    kommen Reiter angesprengt.
    Ein wilder Kampf ist nun entfesselt,
    Krieger werden eingekesselt,
    rammen ihre langen Spieße
    mit den Enden in die Wiese
    und die Lanzenspitzen krachen
    in des feindlich Heerwurms Rachen.
    Doch weiterhin die Klingen singen,
    splitternd Lanzenschäfte springen,
    brüllend Krieger sich begegnen,
    Pfeilehagel niederregnen,
    Ketten rasseln, Rüstzeug splittert,
    wird wie Pergament zerknittert,
    wenn grausam Hiebe großer Wucht,
    die vergebens gleiches sucht,
    durch der Krieger Reih’n sich mäht,
    erhob’nen Haupts der Tod umgeht.
    Wie Halme unterm Schnitt der Sense,
    die Finger halten noch die Trense,
    werden Reiter hingeschlachtet,
    des Lebens Wert hier niemand achtet.
    Der Rösser schwer gepanzert Rümpfe
    stecken in der nassen Sümpfe
    bodenlosen saugend Gründen.
    Und vom grausam Tode künden
    Leichenberge, Blutesströme,
    hingemetzelt Erdensöhne.
    Doch die Schlacht nimmt ihren Lauf
    Kein Atemholen hält sie auf.
    Wer gefallen durch des Gegners
    Handarbeiten eines Degners,
    der das Schwerte hat geschmiedet
    im Feuer ’s Eisen hat gesiedet,
    mit Hammerschlag in Form gebracht,
    im Wasser Härte hat gemacht,
    der Klinge Stahl am Stein geschliffen
    fest das Schwerte dann gegriffen,
    und zur Waff’ hat werden lassen,
    die der Feind wird ewig hassen,
    also wer im Kampf getroffen,
    für den gabs nur noch ein Hoffen,
    daß in Beliars Reich der Ruhme,
    den er auf der Erdenkrume
    hier im Kampf erringen tat
    für Angedenken ist die Saat.

    Denn was bleibt dem sterblich Recken,
    wenn die Todesboten wecken
    seine ewig während Seele
    und aus keines Menschen Kehle
    dringt sein Name noch hervor,
    dann war im Tode er ein Tor,
    nutzlos gab sein Leben hin
    er im Kampfe ohne Sinn.


    Drum lasset innig uns gedenken,
    der Toten, die den Sieg uns schenkten.
    Denn einer kann im Kampf nur siegen,
    wenn übers Schlachtfeld Raben fliegen.
    Sie kamen her als Beliars Boten,
    krächzend äugend nach den Toten.
    Stunden wogte nun der Kampf,
    aus Pferdenüstern stieg der Dampf,
    aus Wunden endlos Blute quoll,
    bis zum Strome es anschwoll.
    Varants Söhne hingemordet,
    das Gemetzel überbordet,
    überrannt das feindlich Heer,
    erlahmt nun auch die Gegenwehr.
    Myrtana hat den Sieg errungen,
    entgültig ist Varant bezwungen.

    Die Heide tat vom Blut sich röten,
    es war ein Hauen, Metzeln, Töten.
    Und viele, die dabei gewesen,
    von ihren Wunden nie genesen,
    vom Todeskrug sie mußten kosten,
    ihr Harnisch wird im Regen rosten.
    Die Leiber niemand hat begraben,
    als Atzung dient ihr Fleisch den Raben.



    Tugend

    Edelmut
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Edelmut

    Was ich dir sag, das höre gut:
    Manch Kämpfer ist schon ausgezogen,
    sah sich als Held, dank Waffen Kraft
    und hat sich damit selbst belogen.

    Ein wahrer Held ist nicht nur stark
    und kann mit Waffen um sich stechen,
    er sollte auch verzeihen könn’n,
    darauf verzichten, sich zu rächen.

    Dies nenn ich wahren Edelmut,
    der jedem guten Manne stünde.
    Herr über niedren Wunsch zu sein,
    das war noch niemals eine Sünde.

    Denn was bringt Rache außer Leid,
    aus dem nur Zorn und Hass erwachen?
    Sie wird in einem endlos Kreis,
    die Kämpfe immer neu entfachen.

    Darum beweise deinen Mut,
    nicht länger laß vom Zorn dich leiten.
    Leg fort das Schwert aus deiner Hand,
    denn besser ist’s für alle Seiten.

    Die größten Recken, die man kennt,
    war’n edel auch in ihrem Denken,
    drum bitt ich dich und mein es ernst,
    laß dich von ihrem Vorbild lenken.

    Vielleicht nach großen Taten einst
    auch über dich die Barden dichten
    und wenn es denn so kommen mag
    eins soll beherrschen die Geschichten.

    Wenn nämlich Lieder überall
    einst werden über dich gesungen,
    dann wird dein Ruhm der höchste sein,
    wenn er durch Edelmut errungen.


    Wenn Zorn die Gedanken leitet
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Wenn Zorn die Gedanken leitet

    Ein unbedachtes, falsches Wort,
    zu schnell ist es laut verbreitet.
    Kommt aus Empfindens dunklem Hort,
    fliegt rasch von der Zunge fort,
    wenn Zorn die Gedanken leitet.

    Wenn umwölkt die Stirne ist,
    des Geistes Dunkelheit fortschreitet
    und du im Griff des Schlechten bist,
    dann die Vernunft du nicht vermisst,
    wenn Zorn die Gedanken leitet.

    Schnell ist viel kaputtgemacht,
    wenn dich des Zornes Teufel reitet.
    Mit Worten hast du unbedacht
    in Freunden Bitterkeit entfacht,
    wenn Zorn die Gedanken leitet.

    Drum halte eine Weile ein,
    bis dein Blick sich wieder weitet
    und Klarheit zieht ins Haupt dir ein,
    denn du wirst schlecht beraten sein,
    wenn Zorn die Gedanken leitet.



    Wahre Recken
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Wahre Recken

    Durch stillen Wald und weite Flur,
    durch steiler Schluchten dunklen Grund,
    fand ich den Weg durch Zufall nur,
    sah mich schon fall’n in tiefen Schlund.

    Ich stand vor Bergen hoch und schroff,
    erstieg das höchste Felsenhorn,
    von mancher kahlen Bergwand troff
    mit leisem Klang ein kühler Born.

    Weit über Ackerrain und Feld
    führt über ausgetret’nen Steg,
    vorbei an Feldern, frisch bestellt,
    der einst von mir gewählte Weg.

    Selbst übers Meere fuhr ich hin,
    getrieben von unstetig Wind.
    Du fragst nach meiner Reise Sinn?
    Ich suchte, was wohl nie ich find’.

    Den wahren Held, zu meiner Schand’,
    fand ich niemals auf meiner Jagd.
    Ich hab gesucht im ganzen Land
    Und dann am Ende doch verzagt.



    Geben und Nehmen
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Geben und Nehmen

    Mancher sich schon lang gefragt,
    was es wohl bedeuten kann,
    wenn zu Lee er hat gesagt,
    daß von nun an er sein Mann.

    Drum will ich versuchen nun,
    so getreulich, wie es geht,
    euch erklären euer Tun
    und euch sagen, wie es steht.

    Wenn ihr Lee die Treue schwört,
    eins ist unbestritten wahr:
    Auf sein Wort von nun ihr hört,
    allesamt, die ganze Schar.

    In den Kampf gemeinsam zieht
    Und dann gilt vor allem eins:
    Was eurem Leben auch geschieht,
    wichtiger allein ist seins.

    Wenn einen Auftrag er erteilt,
    Lee erwartet von euch schnell,
    daß ihr zur Erfüllung eilt
    hurtig wie vom Berg ein Quell.

    Gibt’s für euch nur noch die Pflicht?
    Und zum Klagen einen Grund?
    Ich sage euch, so ist es nicht,
    Lees Schuldigkeit tu ich nun kund.

    Euch zu nähr’n ist seine Pflicht,
    hat er dann zu kleiden auch
    jeden, der hier für ihn ficht,
    damit keiner friert am Bauch.

    Kampfeswunden, Krankheit, Harm
    sollte von euch halten fern
    er mit seinem mächtig Arm,
    wie’s sich anschickt für den Herr’n.

    Sorgen soll er nicht zuletzt
    sich um euer leiblich Wohl.
    Darum sag ich es euch jetzt:
    Sein Versprechen ist nicht hohl.

    Denn sein Wort hier jedem nützt,
    laßt’s durch euren Geiste zieh’n:
    Euer Leben er beschützt,
    mit eurem Leben schützt ihr ihn.



    Wunder der Natur

    Es ist Frühling
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Es ist Frühling

    Zu wandern der Nase nach stand mir der Sinn,
    durch Wiese, Wald und Flur.
    Staunend stolpere ich und fall hin.
    Was ist das nur?
    Na klar: Es ist Frühling!

    Ein mächtig Gezwitscher aus jedem Baum,
    ein Tschilpen, Trillern und Pfeifen.
    Ich rapple mich auf und glaube es kaum,
    fang an, zu begreifen.
    Hach ja: Es ist Frühling!

    Grün sprießen die Blätter an jedem Strauch,
    das Blütenmeer schlägt hohe Wellen.
    Es blühen Narzissen, die Primeln, der Lauch
    an allen Stellen.
    Wie wahr: Es ist Frühling!

    Und ein junges Mädchen, das lächelt mir zu,
    vor Sehnsucht dahin ich gleich welke.
    Doch meine Trübsal ist verschwunden im Nu:
    Sie schenkt mir ne Nelke.
    Oh ja: Es ist Frühling!



    Frühling
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Frühling

    Süße ungeahnte Düfte
    meine Nase nun erreichen,
    Schwaden schweben durch die Lüfte,
    niemals solln sie wieder weichen.

    Zarte Blätter sich entrollen
    auf so wundersame Weise
    und im Moos die Bienlein tollen,
    klar zu ihrer Frühlingsreise.

    Der Flug in jede Blüte führt,
    nimmermüde Honigsammler.
    Ihr Fleiß sogar mein Herze rührt,
    mir sorgenlosem Zeitvergammler.

    Beschwipst in meinem Frühlingsrausche
    torkle ich durch Feld und Wiese.
    Mit den Vöglein ich gern tausche,
    die Erde unter mir dann ließe.

    Doch einstweilen ich am Boden
    noch verbleibe auf zwei Beinen,
    stopf’ Blumen mir in meine Loden,
    möchte fast vor Freude weinen.

    Frühling ist die schönste Weile,
    die ganze Welt ist nun erweckt.
    Alles wächst in größter Eile,
    neues Leben man entdeckt.

    Während ich sinnierend liege,
    auf dem schönsten Wiesengrüne
    wächst mir eine grüne Riege
    Gräser in das Ohr ganz kühne.

    So viel Zeit ich hab verschwendet?
    Träum ich denn so lang schon liegend?
    Oder Wachstums Kraft sich wendet,
    über’n Winter endlich siegend?

    Einerlei, ich hab zu tun jetzt,
    muß der ganzen Welt verkünden,
    daß des Frühlings Kusse hinsetzt
    frisches Leben ohne Sünden.



    Sommergewitter
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Sommergewitter

    Wolken türmen hoch sich auf
    und Gewitterblitze zucken,
    Wetter nimmt nun seinen Lauf.
    Bäume sich herniederducken.
    Nehmen Windes Kraft in Kauf,
    müssen seine Hiebe schlucken.

    Blätter bläst der Sturme fort,
    lang noch sie am Himmel tanzen,
    bis an einem fernen Ort
    sie als Boten fremder Pflanzen
    niederfall’n, verweilen dort,
    Speise sind für Krabbelwanzen.

    Doch einstweilen herrscht der Wind,
    wilde Böen die Felder fegen.
    Himmels Schleusen offen sind
    und nun endlich peitscht der Regen,
    Wasser übern Acker rinnt,
    Pfützen sammeln sich an Wegen.

    Krachend rollt des Donners Hall
    Übern vollgepackten Himmel
    und der dräuend Wolkenwall
    wird zum aufgebäumten Schimmel,
    trabend drängeln überall
    Wolkenherden im Gewimmel.

    Blitze donnern unterm Huf,
    Nebel fließt von ihren Mähnen,
    Götter Launen sie erschuf.
    freien Tritt sie sich ersehnen.
    Folgen sie des Sturmwinds Ruf,
    springend sich die Leiber dehnen.

    Endlich ist des Himmels Wut
    mit dem Regenschwall zerronnen
    und nun scheint letztendlich gut,
    was so düster hat begonnen.
    Alles blüht mit frischem Mut,
    hat an neuem Glanz gewonnen.



    Vom Bau der Welt
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Vom Bau der Welt

    Einstmals kühne Männer waren,
    die vor ungezählten Jahren
    wollten auf die Seefahrt gehen,
    sich den Bau der Welt besehen.
    Und so sind sie losgezogen
    Damit ich hier ungelogen
    diese Kunde kann verbreiten
    aus schon längst vergangnen Zeiten.

    In den Ebenen im Süden
    Zeichnen sich der Wand’rer müden
    Fußspur’n ab im Wüstensande
    Quer durch unbekannte Lande.
    Sonne brennt dir heiß im Nacken
    Will dich braun und knusprig backen
    Mit erbarmungslosen Strahlen
    Schickt sie wahre Höllenqualen.

    Seltsam Völker lang schon wohnen
    In den ausgedörrten Zonen
    Gog und Magog ist ihr Name,
    klingt für uns ganz wundersame.
    Schwingen kreischend ihre Waffen,
    woll’n den Erdkreis an sich raffen.
    Wir vom Lande dort hernieden
    Sind durch Götter Macht geschieden.

    Breite Meere, Ozeane
    halten fern von ihrem Wahne
    uns’re glücklichen Gefilde
    wo die Sonne scheint so milde.
    Weiter geht die seltsam Reise
    und der Wind bläst still und leise
    in die Segel, die sich blähen.
    Launenhaft die Lüfte wehen.

    In den Bergen hoch im Norden
    stark behaarte dunkle Horden
    dort in Felsenhöhlen hausen,
    ungewaschene Banausen.
    Winters Kälte schlägt sich nieder
    an den Klüften immer wieder.
    Schnee begräbt die Täler alle,
    mancher Weg wird so zur Falle.

    Innos nie gesehen haben
    alle dort und seine Gaben
    wie die Wärme seiner Sonne
    nie gespürt dort ward mit Wonne.
    Zitternd sitzen in der Kälte
    dort die Menschen, als obs gälte
    zähneklappernd Takt zu schlagen,
    allen so ihr Leid zu klagen.

    Doch die Fahrt kann keiner stoppen,
    auch wenn Meeresgeister foppen
    die entsetzten mutig Forscher.
    Schiffes Planken werden morscher,
    denn erreicht ist jetzt das Meere
    der gehörnten Würmerheere,
    die sich endlos um sich schlingen,
    durch das Holz des Schiffes dringen.

    Weit im Westen leben Wesen
    manche haben von gelesen:
    Canophyten, Ichtyophagen
    hör ich die Gelehrten klagen,
    fressen Menschen zum Vergnügen,
    jeder muß sich ihnen fügen.
    Kochen sich im Topf ihr Fleische,
    bis es schmackhaft ist und weiche.

    Schnell sich aus dem Kochtopf ziehen
    alle und dann hurtig fliehen,
    sie zum Schiffe, ankerlichten,
    bleiben wollen sie mitnichten.
    Weiter geht die Fahrt nach Osten,
    um nun auch vom Glück zu kosten,
    denn an diesem fernen Orte
    liegt des endlos Segens Horte.

    Wie schon schrieben manche Weisen,
    soll’n am Ende alle Reisen
    in den selig Osten gehen
    wo die Sonn’ wir aufgeh’n sehen.
    Dort, so sagt man, liegt die Insel,
    wo selbst jeder Einfaltspinsel
    zum Gelehrten könne werden.
    Hier ist’s Paradies auf Erden.

    Dieses Land mit Götter Segen,
    wo die freundlich warmen Regen
    honigsüß vom Himmel fallen
    und Schalmeien laut erschallen,
    heißt Elysia in Sagen,
    niemand muß sich dort abplagen.
    Hier die Menschen glücklich leben,
    keine Angst läßt sie erbeben.

    Wenn du dort vorbeigezogen
    Auf des Meeres hohen Wogen
    Findest du die steilen Wände,
    die markier’n das Weltenende.
    Donnernd in den Schlund ergießen
    Sich die schaumbewachs’nen Wiesen,
    all der Meere endlos Flächen
    fließen ab in zahllos’ Bächen.

    Mächtig sprüht die Gischt hernieder.
    Ohne Pause. Immer wieder.
    Und ein großer Regenbogen
    glitzert leuchtend von hoch droben.
    Wenn der Sog dich will erfassen
    und nie wieder von sich lassen,
    will dich in den Abgrund ziehen,
    solltest du mit Eile fliehen.

    Kraftvoll bläst der Wind ins Segel
    und schon bald des Meeres Pegel –
    und das ist ein gutes Zeichen –
    ihren alten Stand erreichen.
    Ob die Wasser sich verlaufen
    oder Ungeheuer saufen
    all die riesig Wassermassen?
    Welcher Magen könnt’ das fassen?

    Nein, die großen Wassermengen
    später dann am Himmel hängen.
    Über’n Rand der Welt gefallen
    Wolken sich zusammenballen.
    Adanos schickt sanft gelinde
    wolkenschiebend günstig Winde.
    Und so fall’n die Wasser wieder
    regnend auf die Erde nieder.

    Meine Reise ist zu Ende,
    darum trete ich behende
    auf bekannten Boden wieder,
    bette meine müden Glieder
    auf der Heimat weiche Erde,
    von der mich auch hundert Pferde
    stampfend Hufes nicht vertreiben,
    hier werd ich für immer bleiben.



    Vom Vergehen
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Vom Vergehen

    Weißt du noch, die kleine Blume?
    Gestern blühte sie noch dort.
    Heute such ich sie vergeblich,
    heute ist die Blume fort.
    Flogen Falter noch vor kurzem
    durch die milde Sommerluft
    aus Blütenkelchen, Trauben, Dolden
    strömte süßer Honigduft.

    Alles Leben ist vergänglich
    nichts bleibt für die Ewigkeit
    Für diese Wahrheit nicht empfänglich
    ist der Mensch und nicht bereit,
    wenn für mehr als bunte Blumen
    anbricht eine Trauerzeit.
    Und so endet, was mit Lachen
    seinen Anfang nahm, im Leid.



    Winterlied
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Winterlied

    Winter hält in seinem eisig kalten Griffe
    das ganze Land,
    übern Himmel ziehn unstetig Wolkenschiffe,
    die wohlbekannt
    ihre glitzernd Ladung niederrieseln lassen
    ohne Ruhe,
    schneeweiß bestäubt nun alles ist, kanns kaum fassen,
    hier im Nuhe.
    Doch ein kalter Wind pfeift durch die Stoppelfelder
    ohn Unterlaß,
    und auch die hohen und so düstren Tannenwälder
    rauschen mir was.
    Frost hält umklammert Zweig und Wurzel ohne Gnade
    wie zum Hohne,
    blutig Wunden durch verharrschten Schnees Grate
    sind mein Lohne.
    Ein warmes Haus auf meiner Flucht vor Kältes Grimme
    erreich ich bald,
    mit frierend Ohren höre ich des Winters Stimme,
    er lacht so kalt.
    Und zum Abschied er noch einen donnernd Gruße
    schickt hinterher,
    die Schneelawine schnelle flieh, hab keine Muße
    ich nimmermehr.
    Nur die Hoffnung bleibt mir noch auf Winters Ende,
    bald, wenns ginge,
    sonst der Frühling immer bliebe nur Legende,
    die ich besinge.



    Meeresfahrt
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Meeresfahrt

    Wind geduldig gibt die Richtung
    Zu dem Ziel der Reise vor,
    Doch der Regenwolken Schichtung
    Ist dem Sturm ein Ausfalltor.

    Wirbelnd strömt die Flut von oben,
    Brechend übers Deck herein.
    Ungezähmte Wasser toben,
    Fließen in das Schiff hinein.

    Während jeder sucht zu retten
    Sich vor gurgelnd salz'ger Flut,
    Steht umwickelt fest mit Ketten
    Der Rudergast voll Todesmut.

    Zu den Göttern heben alle
    Ihre Stimmen still und laut,
    Denn bei diesen Unglücksfalle
    Wird nur ihnen noch getraut.

    Ein lauter Knall. Es birst das Segel,
    Fort trägt es des Äthers Wut.
    Nur Zerstörung hießt die Regel,
    Sonst den Mächten nichts scheint gut.

    Niemand soll des Meeres Wiesen -
    Hört man's aus dem Sturmwind schrei'n -
    Zum Wandelgang sich auserkiesen!
    All die Hügel - die sind mein!
    Hier ergeh'n die Meeresriesen
    Sich und so soll's immer sein.
    Also seid nun ausgewiesen:
    Riesenspielzeug sollt ihr sein!

    Sturmwind braust und hebt den Nachen
    hoch hinauf in Himmels Schlund,
    Um ihn dann mit lautem Krachen
    Fall'n zu lassen in den Grund.

    Werden all die Planken halten,
    die einst eine kundig Hand -
    eines Zimmermannes Walten -
    festgefügt zusammen band?

    Sieh! Die Fluten wieder schwellen!
    Doch es hält dem Mahlstrom stand,
    Beugt sich unter hohen Wellen,
    Wie der Baum im Wind an Land.

    Plötzlich, so wie er gekommen
    ist der Sturm vorüber jetzt.
    Wer noch lebt, der ist benommen;
    Ist es überstanden jetzt?

    Glatt das Meer liegt vor den Blicken,
    Als ob's anders niemals war.
    Wird der Sturm noch einmal schicken
    Seine wilde Bestienschar?

    Niemand soll des Meeres Wiesen -
    Hört man's gurgelnd wie durch Stein -
    Zum Wandelgang sich auserkiesen!
    All die Hügel - die sind mein!
    Hier ergeh'n die Meeresriesen
    Sich und so soll's immer sein.
    Dies war nur ein kurzes Niesen.
    Gewarnt ihr Frevler, sollt ihr sein!

    Wasser endlos wallt hinüber,
    Stetig ist der Barke Bahn.
    Schallt der Ruf vom Mast herüber:
    Dunstig' Ufer sieht man nah'n.



    Düstre Mären

    Der Nachtmahr
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Nachtmahr

    Einst ein Knabe jung und schön
    folgte einem Weg, zu gehen
    durch den dunklen Tannenhag,
    wünschte sich, es wäre Tag.
    Dunkle Träume trieben ihn
    in ausweglose Enge,
    in des Nachtmahrs Fänge.

    Auf Gras, ganz helle, trat sein Fuß
    und plötzlich eine Maid zum Gruß
    ihm ihr strahlend Lächeln schenkt,
    an nichts andres er mehr denkt.
    Dunkle Träume trieben ihn
    in ausweglose Enge,
    in des Nachtmahrs Fänge.

    Ganz verzaubert bleibt er stehn,
    kann keinen Schritt mehr weiter gehen
    „Oh schönes Mädchen, sage mir,
    wie finde ich nach Haus von hier?“
    Dunkle Träume trieben ihn
    in ausweglose Enge,
    in des Nachtmahrs Fänge.

    Sie nimmt den Knaben bei der Hand,
    sein Herz umschließt ein festes Band
    und willig folgt er ohne Scheu
    in den dunklen Wald ihr treu.
    Dunkle Träume trieben ihn
    in ausweglose Enge,
    in des Nachtmahrs Fänge.

    Den Knaben sah man nimmermehr,
    der Nachtmahr gab ihn niemals her,
    doch im hellen Sonnenschein,
    ein schönes Mädchen sitzt allein.
    Dunkle Träume trieben sie
    in ausweglose Enge,
    in des Nachtmahrs Fänge.



    Der Sucher in der Dunkelheit
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Sucher in der Dunkelheit

    Ich sah harte Felsen Dünen gleich vergehen,
    Meere, die verdampften in grenzenlose Himmel,
    Konnt' steinern Adlers Werden mit starren Augen sehen,
    hört' in mir den Hufschlag der rasend Feuerschimmel.
    Gestirne haben vordem ihre Bahn begonnen:
    Es gibt keine Ordnung, nur wirres Gewimmel.

    Zwischen sterbenden Sternen, heißen Sonnen
    wandeln die Götter voll Macht umher.
    Sucher in Welten, die längst zerronnen,
    Seit Äonen sind ihre Hände leer.

    Was ist in den Welten, was hält sie zusammen?
    Was entstiegen der See und doch allverborgen?
    Was strebt auf der Aare, glüh'n Sphären in Flammen?
    Kann Wissen und Kunde für Antwort nicht sorgen,
    Denn ganz unentwirrbar ist alles versponnen.
    Im Wechsel der Sicht ist der Abend ein Morgen.

    Zwischen sterbenden Sternen, heißen Sonnen
    wandeln die Götter von einst umher.
    Sucher in Welten, die längst zerronnen
    Seit Äonen sind ihre Augen leer.



    Die Trauerweide
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Die Trauerweide

    Auf der kahlen Heide,
    da steht ein alter Baum,
    eine Trauerweide,
    erstarrt in einem Traum.


    Bei einem alten Weibe,
    da darbte eine Maid,
    ihr geschah am Leibe
    einst ein großes Leid.

    Der Wind in ihren Zweigen
    bringt leise sie zum Spiel
    und in der Blätter Reigen
    findet er sein Ziel.


    Sie wollte hin zum Tanze
    mit einem Burschen gehn
    und flocht sich einen Kranze
    sie war so wunderschön.

    So rauschen denn die Blätter
    ohne Unterlass,
    im stürmisch Regenwetter
    glänzen sie ganz nass.


    Das Weibe aber sagte:
    ›Er wird nicht kommen her.‹
    Denn der Neid, der nagte
    an ihrem Herzen sehr.

    Am Tage scheint die Sonne
    auf ihr grünes Dach
    und Wandrer voller Wonne
    im Schatten liegen wach.


    Das Mädchen jedoch lachte
    und wollte hören nicht:
    ›Geschenke er mir machte,
    mein Herz er mir nicht bricht.‹

    Des Nachts die Sterne schimmern
    durch ihr lichtes Blatt
    und an dem silbern Flimmern
    sieht man sich nie satt.


    ›Zu Holz will ich erstarren,
    wenn er mich vergisst,
    ich werde seiner harren,
    auch wenn du gram mir bist.‹

    Im Frühjahr Weidenkätzchen
    mit ihrem Duft betör’n,
    man kann an manchem Plätzchen
    die Bienen summen hör’n.


    ›Wenn dies ist dein Wille,
    so möge er geschen.
    Als Baume sollst du stille
    auf der Heide stehn.‹

    Im Sommer spendet Schatten
    die weitgespannte Kron,
    viel Wandrer an dem glatten
    Stamme lehnten schon.


    Der Alten düst’ren Worte
    das Mädchen hörte nicht,
    es dacht’ an and’re Orte,
    ein Lächeln im Gesicht.

    Und wenn die Blätter fallen,
    von Herbstes Hauch gefärbt,
    wird von des Windes Krallen
    der Weidenbaum gegerbt.


    Die alte Hexe schickte
    einen Zauber aus,
    den Burschen er umstrickte
    mit tiefem Schlaf zu Haus.

    Auf die silbrig Rinde
    im Winter schneit es weiß,
    in dem kalten Winde
    die Zweige rascheln leis.


    Des Abendrotes Schimmer
    der Nacht hat Platz gemacht,
    der Bursche, der kam nimmer,
    die Maid umsonst gewacht.

    Am Morgen auf der Heide
    beugen sich verzagt
    die Zweige einer Weide,
    wie’s voraus gesagt.



    Der große Gleichmacher
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der große Gleichmacher

    Schnitter, schärfe deine Sense,
    Spann Gezäum dem Rosse vor.
    Silbern Mondlicht wird dich leiten
    Über Wälder, Berg und Moor.

    Eingehüllt in Nächtens Mantel,
    Weiß mit Schnee am Saum besetzt,
    Diamanten gleich mit Sternen,
    Ist der ganze Stoff benetzt.

    Unter dir die Welt liegt stille,
    Ruht in klarer Winternacht,
    'S ist das Feld mit deiner Ernte;
    Tu die Arbeit mit Bedacht.

    Unter diesem prächtig Zelte,
    Wartet eine große Schar,
    Deren Hoffnung längst verlor'n ist,
    Deren Leben Mühsal war.

    An dem Feldrain hingesunken
    Liegt ein Bündel Lumpen nur.
    Da - ein schwaches Menschlein wimmert.
    Weit weg führt die Wagenspur.

    Über Knochen spannt die Haut sich
    Und ganz leis im Fiebertraum
    Ruft das Mädchen nach der Mutter.
    Doch den Ton – man hört ihn kaum.

    Ausgezehrtes Mädchen, höre,
    Sollst vergessen deine Not
    Wohin ich dich führen werde,
    brauchst du niemals wieder Brot.


    In der festen Kemenate
    Liegt der Burgherr satt und warm:
    Unumschränkter Macht zum Trotze
    Traf den Herrscher Krankheit Harm.

    Weder Medicus noch Magier,
    Priester, Heiler, Scharlatan,
    Nicht Geschmeide, Gold und Reichtum
    Wehrt Geschwüren ihre Bahn.

    Deine Plage will ich kuren,
    Sollt' sie noch so schmerzhaft sein:
    Heilen wird dein langes Leiden
    Prompt der Schritt an meinen Schrein.


    Mitten in dem wilden Kampfe
    Fällt den Krieger zischend Pfeil
    Weil der Schütze richtig zielte
    Blieb des Streiters Herz nicht heil.

    Pfeifend rasselt schwacher Atem,
    Blut rinnt aus dem zitternd Mund.
    Dunkler Fleck auf weißem Schneekleid
    Tut des Kämpfers Wunde kund.

    Laß den Odem aus dir weichen!
    Nie mehr kämpfen ohne Sinn,
    Nicht für Klang von leeren Worten
    schenkst du mehr dein Leben hin.


    Ach, zerschunden ist der Körper,
    angekettet an die Wand
    von der Folter ganz zerstoßen
    sind die Finger jeder Hand.

    Für die Buhlschaft mit Dämonen
    War Beweis ihr rotes Haar.
    Sie gestand es unter Schmerzen:
    Ja, die Klage, sie ist wahr.

    Von der Welt sollst du dich lösen
    Sieh: sie hat sich abgewandt.
    Eh die Flammen dich verschlingen
    Komm mit mir, nimm meine Hand.


    Schnitters Mahd fällt alle Leben,
    Junge, Alte, arm und reich,
    Unterschiede kennt er keine:
    Im Tode sind sie alle gleich.



    Alte Sagen

    Der Nix und seine Töchter
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Nix und seine Töchter

    Wenn der Mond am Himmel steht
    und die Sonne untergeht,
    dann kannst du an manchen Nächten
    den Nix, den Barte voller Flechten,
    aus dem Weiher steigen sehn.
    Nach ihm seine Töchter gehen.
    Und zum Bade sie nun schreiten,
    lassen sich vom Mondlicht leiten.

    In aus Schilf gewachsnen Hallen
    lassen sie anmutig fallen
    ihre algengrünen Kleider.
    Doch der alte Nix wacht leider
    über ihre Badestelle
    an erlenbruchgesäumter Quelle.
    So wird es dir nur schwer gelingen,
    bis zu ihnen vorzudringen.

    Willst du des Nixens Wacht umgehen,
    mußt du vor des Hahnes Krähen,
    damit der Nix dich nicht zerreißt,
    ein Kraut abpflücken, das da heißt
    Rührmichnichtan. Birgs an der Brust.
    Der Nix an dir verliert die Lust.
    Doch seiner Töchter lockend Duft,
    führt dich in eine nasse Gruft.

    Die Blicke ihrer Mandelaugen
    In die kühle Flut dich saugen
    und Wimpern Schwünge froh erzittern,
    sehn sie dich hinter nassen Gittern.
    Das grüne Haar der Wasserweiber,
    bedeckt nur knapp die schönen Leiber.
    Ihr Sang benebelt den Verstand
    Bringt flugs dich an des Wahnsinns Rand.

    Die weiße Haut im Mondenschein
    der Nixentöchter leuchtet rein.
    Mit Händen schmal und ganz grazil
    seltsam Zauber in den Siel
    mit wiegend Hüften wird gewebt,
    daß Balsam überm Wasser schwebt.
    Und ihre alabastern Glieder
    Senken sich zum Bade nieder.

    Dann in die Tiefe ziehn sie dich.
    Das Wasser braust ganz fürchterlich,
    nie wieder lassen sie dich ruhn,
    mußt ewig für sie Dienste tun.
    Wer nachts sich an den Teich begab,
    fand oft im Ried sein nasses Grab.
    Drum solltest du den Weiher fliehn,
    eh sie dich unter Wasser ziehn.

    Sticht dich jedoch der Übermut,
    so rat ich dir, doch höre gut,
    schneid aus Weide dir zwei Pfropfen,
    die mußt du in die Ohren stopfen,
    denn wenn du hörst die Nixen singen,
    wird es niemals dir gelingen
    ihren Armen zu entkommen,
    keiner ist jemals entronnen

    Doch hast du meinen Rat befolgt
    und das Glücke war dir hold,
    erreichst du taub für ihre Lieder
    eins der moosbestickten Mieder,
    so nimm es an dich still und leise,
    denn nur auf diese eine Weise
    ihren Zauber hältst du aus,
    kannst sie dann führen in dein Haus.

    Doch auch bei tränenreichem Flehen
    laß sie niemals wieder gehen,
    denn kehrt zum Teiche sie zurück
    schwindet sofort auch dein Glück.
    Drum halt die Kleider gut versteckt,
    daß sie niemals mehr entdeckt
    was ihr Herz an deines bindet.
    Aus ist’s, wenn sie’s wiederfindet.



    Der Prinz und der Drache
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Der Prinz und der Drache

    Ein neuer Tag die Welt erreicht,
    die Dunkelheit dem Lichte weicht.
    Was gestern hoffnungslos erschien,
    wird heute schnell vorüber ziehn,
    hat Platz zu machen neuen Dingen,
    von manchen werde ich nun singen.

    Vor vielen Jahren, fern von hier,
    in einer Zeit, als Mensch und Tier
    noch sprachen mit der selben Zung
    und die Welt noch schön und jung,
    wuchs auf in einem fernen Reich
    ein Jüngling, klug und schön zugleich.

    Sein Name ist mir nicht bekannt,
    auch der von jenem fernen Land,
    des’ Thron sein Vater einst besessen,
    ist heutzutage längst vergessen.
    Nur noch ein ferner Widerhall
    dringt durch des Vergessens Wall.

    Doch alles ist noch nicht verklungen,
    von alten Taten wird gesungen
    und solang noch Menschen leben,
    wird es diese Lieder geben.
    Denn viele Dinge sind es wert,
    daß man sie auch in Zukunft hört.

    So laßt mich denn mein Lied erzählen,
    nicht länger soll euch Neugier quälen.
    Es geht um Liebe, Schmerz und Leid,
    um Trauer und um Einsamkeit,
    doch auch für Freude ist hier Platz
    und gutem End’ im letzten Satz.

    Der Königssohn, von dem ich sprach,
    ihn plagte einst ein Ungemach.
    Zu eng das Schloß des Vaters schien,
    so bat er ihn: ›Oh laß mich ziehn,
    zu sehn, was in der Welt passiert,
    mein Herz nach Abenteuern giert.‹

    Des Königs Herz jedoch fast brach
    und unter großem Weh und Ach,
    es hätt den Kummer nur vermehrt,
    wenn er den Wunsch ihm hätt verwehrt,
    ließ er ihn voller Trauer gehen.
    Würd er ihn jemals wiedersehn?

    Den Jüngling jedoch focht das nicht,
    die Freude stand ihm im Gesicht.
    Er schnallte um das Schwertgehänge,
    stieg auf sein Roß und mit Gepränge
    ritt er zum Tore dann hinaus
    und verließ der Jugend Haus.

    Lange führte ihn sein Weg
    über manchen schmalen Steg,
    hörte Wind in Wäldern rauschen,
    tat so manchem Vöglein lauschen,
    ritt über Brücken, schwamm im Fluß,
    setzt’ hier- und dorthin seinen Fuß.

    Erfuhr die größte Einsamkeit,
    traf keinen Menschen weit und breit,
    mußte gar in großen Städten
    sich vor dem Gewimmel retten,
    ritt über Wiese, Flur und Feld,
    lernte kennen so die Welt.

    Doch die Lust auf Abenteuer
    brannte in ihm wie ein Feuer,
    noch war nicht gelöscht die Glut,
    die ständig nährte seinen Mut
    und ihn trieb auf diese Weise
    zu seiner langen, fernen Reise.

    Und als er ruht auf einem Steine,
    schlägt übernander Bein auf Beine
    und er seine Rüstung lupft –
    das Roß derweil an Gräsern zupft -
    sein Schwert hell in der Sonne blinkt,
    ein Vogel ihm ein Liedlein singt.

    Da läßt er einen Seufzer fahren:
    ›Ach, nach wieviel langen Jahren
    soll ich denn nach Hause gehen,
    kein einz’ges Wunder ich gesehn?
    Meine Reise war vergebens,
    nur Verschwendung meines Lebens.‹

    Da des Vogels Lied erklingt
    und er in klaren Worten singt.
    Der Prinz versteht es Satz für Satz,
    wie er erzählt von einem Platz
    umrahmt von Bergen hoch und steil,
    nicht zu erklimmen ohne Seil.

    Dort in einem tiefen Tal,
    die Berge ringsum sind ganz kahl,
    lebt ein Drache, alt und schlau,
    gefangen hält er eine Frau,
    ein einsam Mädchen, jung und schön,
    läßt sie niemals von sich gehen.

    Traurig klingen ihre Lieder,
    doch sie singt sie immer wieder,
    wenn ihr goldnes Haar sie kämmt
    und die Spangen sie sich klemmt,
    sitzt sie an eines Baches Quell
    und ihre Stimme klingt so hell.

    Der Jüngling hörte ganz gebannt,
    dies Gefühl er nie gekannt,
    lang schon war der Vogel fort,
    doch er saß noch an diesem Ort.
    Er ans Mädchen nur noch dachte
    und sich auf die Suche machte.

    Tags er suchte nach der Stelle
    mit der ihm beschrieb’nen Quelle,
    nachts er fiebrig von ihr träumte.
    Unter ihm sein Roß sich bäumte,
    wenn er es hastig trat mit Sporen.
    War die Hoffnung schon verloren?

    Schließlich er im Bergland stand,
    keinen Weg von hier er fand,
    irrte tagelang umher
    ›Nach Hause find ich nimmermehr.‹
    Und sein Kopf sank in die Hände,
    er erwartete sein Ende.

    Stunden rannen, ungezählt,
    lange er sich hat gequält
    und sich nach Erlösung sehnte,
    endlich sich im Himmel wähnte.
    Sein Körper lag auf weichem Moos,
    der Kopf auf eines Mädchens Schoß.

    Lieblich einer Quelle Klang
    plätschernd an sein Ohre drang.
    Und das Mädchen sprach zu ihm:
    ›Eile dich, du mußt schnell fliehn,
    verweile nicht und lauf schnell fort,
    dies ist ein verfluchter Ort.‹

    Ungläubig und voller Staunen
    hört’ er sie die Worte raunen.
    ›Du schönes Mädchen, sage mir,
    an welchem Orte bin ich hier?
    Ich will nicht ohne dich mehr gehen,
    so lange bleib ich bei dir stehn.‹

    Und er sprang auf und sah sie an,
    so wie man es nur tun kann,
    wenn man im Innersten entzückt
    und die Seele ganz entrückt.
    ›Oh komm doch mit mir, Schönste mein
    und Königin wirst du bald sein.‹

    Da sagte sie: ›Ich kann nicht weg,
    gefesselt bin an diesen Fleck.
    Von einem Drachen wohl bewacht
    bin ich eingesperrt bei Nacht.
    Und aus den Augen läßt er nicht
    mich auch beim hellsten Tageslicht.‹

    ›Ich will das Ungeheuer töten
    und dich befrein aus deinen Nöten‹,
    sprach beherzt der Königssohn.
    Und auf sein treues Pferd er schon
    stieg auf und legt die Rüstung an,
    nimmt seine Lanze an sich dann.

    Das Mädchen warnt ihn: ›Fürchte dich,
    der Drache ist gar heimtückisch.
    Vor seiner List kein Mensch gefeit,
    stets zu Ränken er bereit,
    die du nicht hast vorhergesehn
    nie läßt er dich lebend gehen.‹

    ›Hab keine Angst, mein schönes Kind,
    wir bald wieder zusammen sind.
    Ich habe keine Furcht vorm Drachen,
    werde ins Gesicht ihm lachen,
    schlag mit dem Schwerte auf ihn drauf,
    spieß ihn mit meiner Lanze auf.‹

    Da schlug die Maid die Augen nieder
    ›Ich hoffe sehr, ich säh dich wieder.
    Nimm diesen Ring und noch den Rat,
    wenn du reitest nun zur Tat,
    Drachen niemals Tränen weinen,
    selbst wenn sie noch so menschlich scheinen.‹

    Und so ritt er zum Drachen hin,
    ihn zu töten, stand sein Sinn.
    In der Höhle Windung tief
    auf einem goldnen Schatze schlief,
    der angehäuft mit großer Gier,
    das garstig schöne Schuppentier.

    Mit langem Schwanz und großen Schwingen
    lag er auf all den prächtig Dingen,
    Pokalen, Silber, Gold, Geschmeide,
    es war die reinste Augenweide.
    Ein großes Glitzern und ein Funkeln,
    man sahs von Weitem schon im Dunkeln.

    Und ohne noch zu zögern lang,
    um des Pferdes Zügel schlang
    die Faust, gepanzert, voller Mut,
    der Prinz, und dann mit grimmer Wut
    er sein Roß zum Angriff lenkt,
    zum Stoß die Lanze niedersenkt.

    Jetzt war der Drache aufgewacht,
    im Rachen seine Glut entfacht,
    das Maul aufreißt, die Zähne blitzen
    mit ihren messerscharfen Spitzen,
    die krall’nbewehrten Pranken hebt,
    auf daß die ganze Höhle bebt.

    Der Drache war ein Ungeheuer,
    verbrannt den Prinz mit heißem Feuer,
    daß des Ritters Schutzschild schmolz,
    als wäre es aus morschem Holz.
    Doch der Jüngling nicht verzagt
    Und mutig er den Angriff wagt.

    Gegen das Untier reitet an,
    hebt die Lanze er und dann
    einen Stich mit voller Kraft,
    daß in des Drachens Körper klafft
    eine Wunde tief und schwer
    er bringt ihm bei mit seinem Speer.

    Ein letztes Mal der Atem rasselt
    und die Flammenhitze prasselt,
    dann der Drache ist besiegt
    und er geschwächt am Boden liegt.
    ›So laß mir wenigstens mein Leben,
    ich will dir auch die Jungfrau geben.‹

    Und so kriecht er denn auch fort,
    läßt zurück nur seinen Hort,
    an dem der Prinz sich gütlich tut
    und ihn auf sein Streitroß lud.
    Dann er zu dem Mädchen eilt,
    sie erscheint ihm seltsam kalt.

    Hebt auf sein Roß sie unverzagt,
    dann er mit ihr von dannen jagt.
    Findet nun mit etwas Glück
    den Weg nach Hause er zurück.
    Die Menschen dort die Straßen säumen
    vor Freude jubelnd überschäumen.

    Der Prinz vor seinen Vater tritt
    ›Ich bringe meine Frau dir mit.
    Sie soll die Königin hier werden,
    wenn wir dein Königreich einst erben.‹
    Der König sagt: ›So soll es sein,
    sie sei mir lieb als Töchterlein.‹

    Doch das Glück, das einst gewonnen,
    ist nach kurzer Zeit zerronnen:
    Im Königreich der Tod geht um,
    die Menschen werden still und stumm.
    Jung oder alt, ob arm, ob reich,
    vorm Schwarzen Tod sind alle gleich.

    Er macht nicht halt vor hohen Mauern,
    kann hinter jeder Ecke lauern
    und seine lange Knochenhand
    zerreißt nun auch das Lebensband
    des Königs, der voll Gram regiert,
    das Volk die Hoffnung nun verliert.

    Und in all den trüben Tagen
    hört die Prinzessin man nie klagen,
    nie traurig ihre Worte klangen,
    nie Tränen netzten ihre Wangen.
    Als tapfer dies Benehmen galt,
    doch war ihr Herz wie Stein so kalt.

    Doch schon das nächste Unglück droht,
    es folgte eine Hungersnot.
    Das Korn verdorrte auf dem Feld,
    Brot gabs bald nur für teures Geld.
    So mußten viele Menschen darben.
    und sie zuletzt vor Hunger starben.

    Des Prinzen Last ward immer mehr,
    der Kummer drückte ihn gar sehr,
    doch die Prinzessin focht das nicht,
    nie Tränen netzten ihr Gesicht.
    Hartherzig der Prinzessin Tun
    schien manchen, die sie sahen, nun.

    Ob zweie nicht genügend sein,
    die nächste Plage brach herein:
    Ein Heer die Grenzen überrennt
    und alle Dörfer niederbrennt.
    Der Königssohn die Schlacht verliert,
    der Feind nach noch mehr Beute giert.

    Der Prinz sodann in wilder Flucht
    die Rückkehr in sein Schloß versucht.
    Als er im Hof vom Pferde steigt,
    kein Rühren die Prinzessin zeigt.
    Da merkt auch er: Etwas nicht stimmt
    und er auf eine Prüfung sinnt.

    So zeigt er ihr den goldnen Ring,
    den er einst von ihr empfing.
    ›Wo hab ich diesen Ring hier her?‹
    Sie sagt: ›Das weiß ich nimmermehr.‹
    Nun endlich er den Fehler findet:
    Vor ihm sich der Drache windet.

    Beherzt sein scharfes Schwert er zückt,
    dem Drachen schnell zu Leibe rückt,
    genug hat der ihn nun getäuscht,
    nicht nochmal er ihm entfleucht.
    Der Zorn ihm alle Sinne raubt,
    flugs spaltet er des Mädchens Haupt.

    Und noch im Todeskampf verwandelt,
    des Drachens Leib den Hof verschandelt.
    Der Prinz des klugen Rats gedenkt,
    den die Maid ihm einst geschenkt:
    ›Drachen niemals Tränen weinen,
    auch wenn sie noch so menschlich scheinen.‹

    Schnell auf sein treues Roß er springt,
    den Feind dann mutig niederringt,
    und danach gleich voller Hast
    zur Drachenhöhle ohne Rast
    reitet er in einem fort,
    denn er weiß das Mädchen dort.

    Und als er dann das Tal erreicht,
    findet er sie dort ganz leicht,
    sieht der Prinz sie traurig sitzen,
    in ihren Augen Tränen blitzen.
    ›Der Drache ist nun endlich tot,
    zu Ende ist jetzt unsre Not.‹

    Und er nimmt sie bei der Hand,
    führt sie nach Hause in sein Land,
    und ganz plötzlich kommt zurück
    in sein Königreich das Glück.
    So lebten sie noch viele Jahr
    Als hochgeliebtes Königspaar.



    Die alte Burg
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Die alte Burg

    Eines Turms verwittert Mauern
    steh’n auf steilem Berges Grat
    und an seinen Wänden kauern
    Gräser, Blumen, Frühlingssaat.
    Längst zerfallen sind die Wälle,
    Wind durch leere Räume pfeift,
    Fenster war’n an jener Stelle,
    die nun Wurzelwerk umgreift.

    Wer hat einst sich hier ergangen
    hinter dicker Kerkerwand?
    Wer lag im Verlies gefangen,
    angekettet Fuß und Hand?
    Ganz umsonst auf solche Fragen
    man nach einer Antwort sinnt,
    alles hat weit fortgetragen
    schon vor langem leis’ der Wind.

    Auch der Schwerter hellen Klänge
    kann man lang schon nicht mehr hör’n,
    edler Ritter Minnesänge
    keine Herrin mehr betör’n.
    Fest, Turnier und Hochgezeiten,
    alles ist vergangen längst,
    niemand wird zum Kampfe reiten,
    hoch auf seinem Schlachtenhengst.

    Wodurch ist die Burg gefallen,
    war’s des Feindes Übermacht?
    Riß er ein die lichten Hallen
    und zerstörte ihre Pracht?
    Oder fiel der Kraft des Sturmes
    dieses Felsennest anheim?
    Seh’ die Trümmer eines Turmes,
    mach mir darauf keinen Reim.

    Wind bewegt die grünen Kronen,
    deren Schatten auf mich fällt.
    Könnten doch - es würd sich lohnen -
    Bäume von dem Lauf der Welt
    mir erzähl’n mit rauschend Stimmen,
    denn des Ort’s Vergangenheit,
    so der guten als der schlimmen,
    wär zu lauschen ich bereit.

    Grün bemooste Stufen steigen
    in des Bergfrieds Windung rund.
    Welcher Ausblick wird sich zeigen,
    tut sich meinen Blicken kund?
    Voller Neugier steig ich weiter,
    achte nicht auf Sicherheit,
    doch die steingehau’ne Leiter
    führt bis oben fest und breit.

    Endlich auf der höchsten Spitze
    steh’ ich nun und staune stumm,
    auf der brüchig Brustwehr sitze
    ich und schaue still mich um.
    Von des Turmes schartig Zinne
    viele Länder kann man schau’n
    und wie ich da ruhend sinne,
    meinem Aug’ mag ich kaum trau’n.

    Reitet dort in glänzend Rüstung
    an der Spitze seiner Schar
    nicht ein Ritter? Doch die Brüstung
    zeigt, daß es ein Traum nur war.
    Sie will meine Neugier rächen,
    denn betagtes Mauerwerk,
    altersmüde Steine brechen,
    stürzen von dem hohen Berg.

    Rasch von diesem Platz ich fliehe
    hurtig Schrittes, voller Hast
    von hier schnell ich weiterziehe,
    zu gefährlich war die Rast.
    Mag der Weg auch lange dauern,
    der mich leitet von hier fort,
    wird doch Sehnsucht in mir lauern,
    wenn ich denk an diesen Ort.



    Die Drachenjäger
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Die Drachenjäger

    Mutig Menschen zogen bergwärts,
    um der Ungeheuer Bahn
    frech zu kreuzen. Siegestrunken
    schlugen Herzen schon im Wahn.

    Eines Schlosses schwarze Mauern
    steigen als Ruinen steil
    auf des Berges Felsenhauern.
    Himmelwärts ragt Turmes Keil.

    Schweigend die Gesellen steigen
    auf des Grates Gipfelspitz',
    denn die Reste dieses Baues
    sind schon lang ein Drachensitz.

    Ihn zu jagen fort vom Schlosse
    ist das Ziel der Kämpferschar,
    doch der Drache schon geseh'n sie -
    Er hat Augen wie ein Aar.

    Und sobald sie angesichtig
    dieses großen Lindwurms sind,
    fühlen sie sich klein und nichtig,
    gerade so als wie ein Kind.

    Denn der Drache spreizt sich prächtig,
    lullt sie ein mit klugem Wort,
    dass der ganze Kampfeswille
    wie ein Windhauch flattert fort.

    Denn bedacht wurd' nicht von ihnen,
    dass ein Drache ist kein Tier,
    wie die Schlangen oder Echsen,
    sondern Zauberwerkes Zier.

    Durch die Wünsche, die nun einmal
    allen Menschen eigen sind,
    gelangt zu Macht der listig Wyrmling
    schneller als die Zeit verrinnt.

    Und so kommt es, wie befürchtet.
    Eben wollten sie's noch jagen,
    schaurigschönes Schuppentier.
    Nun zu ihm sie Dienstherr sagen.

    Lassen sich doch weiterschicken,
    auf des Untiers Widerrist,
    fort von ihrem wahren Ziele,
    tief verstrickt in Drachenlist.

    Obs den Helden, die sie gerne
    durch ihr Abenteuer wären
    noch gelingt, zu triumphieren,
    wird sich wohl erst später klären.



    Lee
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Lee

    Auf hohen Turmes Zinne ∙ einst König Rhobar stand
    Die Stirne furchten Falten ∙ als er sah übers Land.
    Zum Führer seines Heeres ∙ hub er zu sprechen an
    und richtete die Worte ∙ an seinen treuen Mann:

    ›Mein Reich, das ist zerrissen ∙ seit allzulanger Zeit.
    Schon Feinde sich einschiffen ∙ und es ist nicht mehr weit
    mit meiner Königsherrschaft, ∙ die Feinde sind zu stark.‹
    Des Königs Seufzer trafen ∙ den Recken bis ins Mark.

    ›Darum nimm deine Brünne ∙ und gehe nun zum Heer
    Sollst deine Mannen leiten. ∙ Nimm Schwert dir, Helm und Speer.‹
    Sogleich der tapf’re Hüne ∙ den Helm setzt’ auf sein Haupt
    und sagte dann: ›Ich reite, ∙ wenn ihr es mir erlaubt.‹

    So zog er denn von dannen ∙ in eine blut’ge Schlacht
    und siegt’ nach langem Kampfe, ∙ den er nicht hat entfacht.
    Das Streitroß schweißbehangen, ∙ die Nüstern voller Dampf
    kam er zurück gegangen ∙ als Sieger aus dem Kampf.

    Das Schicksal ihm nun reichte ∙ den Kelch des Niedergangs.
    Er trank ihn bis zur Neige: ∙ ein Opfer seines Rangs.
    Am Königshofe Neider, ∙ sie planten den Verrat,
    gedung’ne Mörder führten ∙ aus die verruchte Tat.

    So wurde er gefangen ∙ als grad er kam zurück,
    das sie ihn nicht gleich hingen, ∙ das war sein großes Glück.
    Von Häschern eingekerkert ∙ er wußte nicht den Grund.
    Ins Loche sie ihn zwangen, ∙ gleich einem räudig Hund.

    Er saß an manchen Tagen ∙ in dämmrig Dunkelheit
    durch Neidlings falsche Lügen ∙ in Kerkereinsamkeit.
    Bis das mit einem Schlage ∙ auffunkelt Tageslicht,
    sein Ohr mußt es ertragen, ∙ was nun der Richter spricht.

    ›Hart sollt ich dich bestrafen ∙ an Leben und an Leib.
    Ein Diener dich gesehen ∙ bei unsres Königs Weib.
    Die hohe Frau gemordet, ∙ ein gräßlich Bild sich bot,
    vom Blut rot deine Hände, ∙ verdient hast du den Tod.‹

    ›Zur magischen Barriere ∙ verurteil’ ich dich nun,
    das bis zu deiner Bahre, ∙ du niemals mehr kannst ruh’n.
    In tiefen Schächten schlagen ∙ sollst du das magisch Erz,
    auf daß dies Urteil ehre ∙ des Königs gütig Herz.‹

    Solch niedere Intrigen ∙ die brachten so den Held,
    an den heranzuragen ∙ an Mut in dieser Welt,
    an ungezählten Siegen ∙ des Adels feige Brut
    nie jemals konnte wagen, ∙ in der Minen Glut.

    Sein Wunsch nach künft’ger Freiheit, ∙ der ward zu seinem Gral
    und oft er nachgesonnen: ∙ wie flüchten aus dem Tal?
    Doch ungezählte Wochen ∙ blieb er gefangen lang,
    es wurde nicht gebrochen ∙ der Zauberkräfte Bann.

    Doch blieb er seinen Zielen ∙ ergeben fest und treu,
    auch Söldner für ihn kämpften ∙ so tapfer wie der Leu.
    Die Freiheit sie erstrebten ∙ nicht minder sie an Zahl.
    Die Treue sie ihm schworen ∙ das sollt’ sein ihre Wahl.

    Die Stirn er hat geboten ∙ der Erzbaronen Macht,
    daß sie nur noch mit Wachen ∙ ruhig schliefen in der Nacht.
    Ein kleines Stück von Freiheit ∙ schuf er mit harter Hand,
    die Wachsamkeit der Söldner ∙ der Stärke Unterpfand.

    Selbst Magier für ihn stritten ∙ verfolgten einen Plan,
    das Erz, das wurd gesammelt ∙ zu Bergen es getan.
    Mit magisch Formelwerken ∙ durchbrechen wollten sie
    die Mauern der Barriere, ∙ doch gelang es nie.

    Als die ersehnte Freiheit ∙ dann eines Tages kam
    - ein Wunder schien es allen, ∙ denn es war wundersam -
    hat ihn und seine Mannen ∙ das Tal nicht mehr gesehn.
    Bei Onar er seitdem sitzt. ∙ Sag Lee, was soll geschehn?




    zugelassen

  3. View Forum Posts #3 Reply With Quote
    Schmetterling  Redsonja's Avatar
    Join Date
    Nov 2002
    Location
    überall und nirgendwo
    Posts
    6,533
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Redsonja is offline

    Post Vorstellungen: Gildenlose

    [Bild: sig_redsonja2.jpg]


    Name: Redsonja

    Alter: 28

    Rang: Schwert Ethorns

    Posten: Einhandlehrmeisterin

    Skill:Einhand II (bei Tuan und Angroth)
    Bogen I (bei Taeris)
    Schleichen I (Frost aka Superluemmel) oder moderner: Körperbeherrschung I
    Zweiwaffenkampf II (bei Redsonja)
    Barbierin
    Waffenwurf

    Skillarchiv:
    Doppelschwert II (bei Redsonja) - Momentan ist sie leider Einhändig daher kann sie davon keinen Gebrauch machen.
    Klingenmystik II (bei Redsonja) - davon ist sie geheilt

    Waffen:Zwei Scimitars geschmiedet von einem Menschen, den sie wohl niemals vergessen wird und ein nachtschwarzer Dolch, sowie zwei weitere Wurfdolche.

    in Myrtana verstreute Waffen: der Dolch, welchen ich Sly vor Jahren einmal ausgeliehen habe. Ein zweiter, nachtschwarzer Dolch. Ein Schwert, welches einst Ceyx gehört hatte und Fisks Shadowsong, sowie ein weiteres Geschenk: Ein Zweihänder, den Kaligulas mir an einem Wintertag überreicht hatte, nun schleppt sie ihn rum, ohne damit umgehen zu können
    Zu guter Letzt führt sie noch einen wunderschönen, schwarzen Bogen, den Legolas extra für sie gefertigt und ihr geschenkt hat.
    Sonstiges: Ein Ei. (inzwischen leider Spiegelei)
    Die Spruchrolle von Meditate hat sie nach dreijährigem Herumschleppen auf der Überfahrt zum Festland verheizt.

    Rüstung: Sie trägt meist (wenn sie ihr nicht - wie jetzt gerade - mal wieder abgenommen wurde) einen wunderschöne, leichte Rüstung, die ihr Drakk einst für ihren langen Weg durch Wildnis gefertigt hatte, darüber einen schlichten Umhang. Kürzlich wurde diese nochmals überarbeitet.

    Erscheinung: Langes, rotes Haar fällt der jungen Frau sanft über die Schultern. Meist zumindest, wenn sie nicht wieder wochenlang durch die Wildnis gestreift ist und ihr Haar vom Wind zerzaust und verweht ist. Mit ihren strahlend grünen Augen mustert sie ihre Mitmenschen nur zu gerne. Ihre Haut ist blass.

    Eigenschaften: Redsonja ist aufrichtig, stolz, ideenreich, herzlich, etwas zimperlich, manchmal leichtsinnig, unberechenbar, sensibel und kämpferisch.

    Alles begann in Khorinis:

    Ja, vor einiger Zeit lag Redsonja noch behütet in ihrem Zimmer und liess sich bedienen. Das einzige, was sie wirklich liebte, war im Wald laufen zu gehen. Dies vermittelte ihr irgendwie ein Gefühl von Freiheit. Ansonsten tat sie dass, was sich für eine Tochter aus besserem Hause schickte und sie hatte keine Ahnung, was in der Welt vor sich ging.
    Eines Nachts wurde sie aus dieser geschützten Welt gerissen. Über längere Zeit wurde sie gefesselt und mit verbundenen Augen irgendwohin transportiert. Wohin sie gelangte wusste sie nicht. Die Welt hier war rüpelhaft und sie wurde bloss ausgelacht, wenn sie versuchte sich in ihrer gehobenen Sprache auszudrücken. Aber zum Glück war sie wenigstens anpassungsfähig. Bald beherrschte sie einigermassen den hiesigen „Kneipenslang“.
    Trotzdem war sie voller Verzweiflung. Sie wollte nicht hier sein und schon gar nicht hier bleiben, bloss wie konnte sie wegkommen ohne überhaupt zu wissen, wo sie war? Am liebsten wäre sie damals, als die Entführer sie einfach weggeworfen hatten, an Ort und Stelle liegen geblieben und gestorben, aber dies blieb ihr nicht vergönnt. Sie kam bei einer älteren, schon etwas griesgrämigen Frau, unter. Nie war ihr etwas recht und Redsonja musste ziemlich zupacken, damit sie die Alte nicht wieder aus dem Haus jagte... damit drohte sie auf jeden Fall immer wieder, nur dass sie es auch in die Tat umsetzte, wagte Redsonja zu bezweifeln.
    Irgendwie mochten sich die Alte und Redsonja trotzdem ziemlich gut, nur hätte keine der beiden jemals zugegeben, dass sie sich gerne hatten und doch brauchten sie sich irgendwie. Leider starb die Alte bald und liess Redsonja wieder alleine zurück. Dies war das erste Mal, dass sich der Tod in Redsonjas leben einmischte und es sollte bei weitem nicht das letzte mal sein. Manchmal war er ihr Bruder und andermal ihr schlimmster Feind.
    Wieder stand Redsonja auf der Strasse. Eine Ohnmacht überkam sie. Das einzige, was sie mal gelernt hatte schien ihr in dieser Gegend nicht weiterzuhelfen. Was half ihr lesen und schreiben zu können, oder die Geschichte eines, in weiter Ferne liegenden Landes zu kennen? Alles theoretisches Wissen. Einzig einige Kenntnisse der Heilkunde würden ihr weiterhelfen können. Eins, zweimal hatte sie schon ein Schwert in der Hand gehalten, das war jedoch auch schon alles.
    In Khorinis wollte sie auf jeden Fall nicht bleiben, aber wohin sollte sie dann?

    General Lee und ihre Söldnerkumpanen:

    Die Jahre vergingen und Redsonja verdiente sich ihren Sold im Dienste des Generals und da sie sich als besonders begabt im Umgang mit dem Schwert erwies, war sie bald gerne gesehen als Lehrmeisterin auf Onars Hof. Sie zog mit Sly durch die Landen, lernte Bloodflowers kennen und schätzen, trank mit Legolas Tee und liess ich von Taeris den Umgang mit dem Bogen beibringen. Doch wie sie Freunde gewann, so verlor sie andere wieder. Auf einer Reise verlor sie Ceyx und Anaya. Sie hatte versagt, konnte die kleine Diebin nicht beschützen.
    Noch ein anderes, düsteres Kapitel brach in jener Zeit an. In einer eisigen Nacht begegnete sie Frost und nahm später sein Schwert, die Flammenschneide an sich. Damit brachte sie ihren damaligen Schüler beinahe um. Von diesem Augenblick an begann Redsonja ein anderer Mensch zu werden. Des öftern verlor sie in der Hitze des Gefechts die Kontrolle über ihre Handlungen. Sie hatte das Blut geleckt und würde davon nicht mehr so schnell loskommen.

    Was andere zu berichten haben:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    Quote Originally Posted by Ragnar View Post
    Redsonja musste Masochistin sein, dachte Ragnar im Stillen. Sie schien es sehr zu genießen, von pseudogelassenen Wichtigtuern und stets schlechtgelaunten Großmäulern umgeben zu sein.
    Quote Originally Posted by nochmals Ragnar View Post
    Sie musste ihren eigenen Weg gehen, allein ... und frei. Das war ihre Bestimmung, das war ihre Natur.
    Quote Originally Posted by Medin View Post
    Er wusste nicht, wie er ihr begegnen sollte. Bei keiner ihrer bisherigen Begegnungen hatte er das gewusst. Er konnte sie weder fürchten noch verachten noch wirklich verstehen. Er konnte nichts.
    Quote Originally Posted by Candaal View Post
    „Furcht empfinde ich nicht“, erklärte er wobei er die Spitze der Klinge beinahe liebkosend über ihren Hals gleiten liess. „Aber Respekt.“ Suchend blickte er ihr in die Augen, um zu sehen, was sie so ruhig bleiben liess. Hatte sie bereits ausgeheckt, wie sie ihn niederringen wollte? Nein, er begann schon wieder den Fehler zu glauben, dass sie dachte. Sie dachte nicht und das machte sie ja gerade so gefährlich. Sie schleuderte Dolche nach Begleitern aus einem reinen Bauchgefühl heraus. Wenn sie wirklich kämpfte, dann dachte sie nicht mehr. Ihrer Aussage nach konnte sie mit jedem Schwert tanzen, wenn sie sich nur etwas daran gewöhnt hatte. Ihre Schwerter fühlten sich nicht an, als wären sie mehr als die Erinnerungsstücke, welche sie beschrieben hatte. Es waren gute Schwerter, so wie viele andere gute Schwerter auch. Um sichergehen zu können, hätte er wohl Frosts Schwerter einmal in Händen halten sollen. Doch ganz im Ernst: Wer wollte Frosts Schwerter in die Hände nehmen, solange dieser noch lebte?
    Quote Originally Posted by Raad View Post
    Sie hatte gut gekämpft. In ihrer Geschwindigkeit und in ihrer Stärke, in all ihren Bewegungen lag eine seltsam passende Eleganz, die nicht an eine Niederlage glauben wollte. Die Kriegerin erhob sich selbst in den bittersten Momenten wie ein mit dem Stahl tanzender Sturm, der beinahe jeden Schlag des Gegners wie Papier im Wind hinwegfegte.
    Quote Originally Posted by Lothario Berengar View Post
    Der Lord hatte sich inzwischen in Rage geredet, je länger er die Rothaarige anblickte, die da mit erhobenem Schwert ihm gegenüber stand und mit grünem Feuer aus ihren Augen ansah. Dieser Blick machte ihn wahnsinnig. Wie konnte es sein, dass sie , die gesetzloser Abschaum war, der Tugenden wie Loyalität und Pflichtbewusstsein nichts bedeutenden, ihm trotzte? Sie, die einfach bloß eine Frau war. Wie konnte Redsonja wagen ihm, dem Lord Lothario Berengar von Trelisberg, zu trotzen und sich der Ordnung des Reiches in den Weg zu stellen.
    Quote Originally Posted by Raad View Post
    „Damit dürfte man es grob verstehen. Für weitere Details solltest du sie selbst fragen. Aber ich bezweifele, dass sie mehr erzählen wird. Manchmal scheint sie selbst keinen Plan von dem zu haben, was um sie herum geschieht. Steht einfach nur da, mitten im Sturm und wundert sich dann, warum sie von einem herumfliegenden Ast getroffen wird.“
    Quote Originally Posted by Medin View Post
    „Nun, wenn Ihr auf der Suche nach Ärger wart, dann war Redsonja die richtige Adresse. Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen“, versuchte er das Gespräch weiter zu lenken und nahm einen Schluck aus seinem Krug. „Es ist schon seltsam … Ihr erinnert Euch ja an den Pass und die Schlacht, die wir damals gegen die Orks geschlagen haben. Ihr führtet die Bruderschaft, Taeris führte Lees Söldner und ich die königlichen Truppen. Und sie hat uns alle drei in Schwierigkeiten gebracht.“
    Darauf Gor Na Jan:
    Quote Originally Posted by Gor na Jan View Post
    Es scheint ganz so, als hätte keiner von uns in den Plänen der Götter ein großes Mitspracherecht.
    Quote Originally Posted by Edon Mesotes View Post
    "Dann suche mal nach Redsonja: wenn sie nicht gerade versucht, dich umzubringen, ist sie wohl nicht schlecht darin, Leute auszubilden. Ob nun aber das eine oder das andere wahrscheinlicher wird, wenn du sie von mir grüßt, weiß ich auch nicht."
    Quote Originally Posted by Edon Mesotes View Post
    "Jedes Mal, wenn wir uns treffen, gibt es anschließend Tote. Ich kann also kaum davon ausgehen, dass du nur über die guten, alten Zeiten sprechen willst, obwohl sie weder Zeit zum alt werden hatten, noch jemals wirklich gut waren?"
    Quote Originally Posted by Lopadas View Post
    Obwohl die Geschichte mehr als abenteuerlich und im Bezug auf den versuchten Mord auch moralisch anzweifelbar war, hatte er mit dem oder etwas ähnlichem gerechnet. Die Rothaarige war einfach keine Frau wie jede andere. Sie kam auf die seltsame Ideen und neigte zu extremen Mitteln. Obwohl sie ihn schon das eine oder andere Mal in Gefahr gebracht hatte, fühlte er unter der rauen Schale einen treuen Kern. Er gab Sonjas Seele nicht auf. Sie gehörte zu den Guten auf dieser Welt, auch wenn sie ihren Weg nicht immer gerade ging.
    Quote Originally Posted by Madlen View Post
    Madlen kannte das Gefühl, das Redsonja auslösen konnte, indem sie einfach nur auftauchte. Es war, als fiele einem nicht nur ein Stein, sondern das ganze Weißaugengebirge vom Herzen. Als die junge Frau ihre Freundin dort auf der Trage gesehen hatte, hilflos, wie ein kleines Kind, war es, als hätte sie eine eiskalte Speerspitze mitten in ihren Körper getroffen. Die Bardin hatte immer gedacht, dass die Kriegerin unbezwingbar war, eine starke Frau. Sie jetzt so liegen zu sehen, es war, als würde Madlen weit in die Vergangenheit zurück geworfen werden. Eine einzelne Träne trat in ihre Augen und zum zweiten Mal innerhalb von ein paar Minuten ließ es die Mutter zu, dass ihre Gefühle zu sehen waren. Sie hatte auch gar keine andere Wahl, als ihr bewusst wurde, wie vergänglich alle Wesen auf dieser Welt waren. Keiner entkam der Ewigkeit, egal wie lang man rannte. Jeder verwelkte, wie die Blätter im Herbst und schließlich zerbrach man durch den Stiefel eines unachtsamen Wanderers.



    Freunde und gute Bekannte im rpg: Taeris, Ferox, Dreia, Drakk, Claw, Blutfeuer, Dragan, Yinnesell, Ragnar, Troan, Esteban, Lair, Xerxo, Dragan, Sinistro, Krupp, Lando, Raad, Colodis
    verstorbene oder verschollene Freunde: Anaya, Gorr, Ceyx, Kano, Tuan, Kaligulas, Carras, Win'Dar, Bloodflowers, Narya, Saturn, Hel Oh Phüt, Angroth, Legolas, Renya, Sergio, Ganzo, Arrax, Sly, Sentinel, Frost, Fisk, Blutfeuer, Arrax, Claw, elpede, targor, Fighting Faith, Gypsy, Hmmmmm, Tarya, Vanion, Vexx

    "interessante" Begegnungen mit: Horaxedus, Uncle-Bin
    Feinde: Skazaam, Tat'ank'ka, Galen, Tim Andersson, Brosh, Stylios (more coming soon)
    Im Zwiespältigen Verhältnis: Ardescion, Lopadas, Medin, Candaal, Kashim, Lucia von der Berg, Marvin

    Begegnungen: Françoise, Angelina del Rio, Ceron, Jarvo, Lady Xrystal, Aeryn, Corruptor, Schmok, Sir Nils, Sir Ulrich, Trilo, Meditate, Echyt, Char, Crowner, Elfaire, Kire, Fenris, Fynn Stair, Gabor, Garos, Gjaron, Idaho, Sheyra, Samantha, Koyak, Sir Scorpion, Lore, Marvin, Melaine, Mihawk, Nug Na Shak, Odie, Saleph, Saria, Hummelchen, Satura, Saturas (?), Simba, Skeleon, Solaufein, Succa, Tak, Vicious, Waylander, Xalvina, Xion, Yenai, Errol, Rethus, Sarpedon, Anne Bonny, Estefania



    zugelassen
    ca. Frühling 2003 (Allfällige Jubithreads sind nicht nötig... dafür bin ich schon viel zu verstaubt)
    Last edited by Redsonja; 12.10.2014 at 21:34.

  4. View Forum Posts #4 Reply With Quote
    Das Gleichgewicht  Tinquilius's Avatar
    Join Date
    Jun 2004
    Location
    .................Setarrif Gilde:.......Königreich Argaan Skills:[Meistermagie 2][Teleport 1][Heilung 2][Alchimie]
    Posts
    5,852
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Tinquilius is offline

    Post Vorstellungen: Königreich Argaan

    Name: Tinquilius

    Alter: 32 (bei RPG Eintritt 22)

    Gilde: Königreich Argaan (zuvor Das Wüstenvolk Adanos', Der Bund des Wassers und Die Heilige Allianz)

    Rang: Priester Adanos'

    Position: Oberster Magier des Vereinten Kreis des Wassers Setarrifs und Al Shedims

    Skillanzahl: 10/12

    Skills: Meistermagie II, Magie Adanos IV
    , Teleport I, Heilung II, Alchimie

    Beruf: Heiler und Alchimist

    Waffe: Magie, Messer(wird kaum noch genutzt, meist fürs Kräutersammeln)
    (ehemalige Teleportrunen: Kloster Innos', Tempel von Jharkendar)

    Rüstung: Robe der Priester Adanos', die sich der Umgebungswärme anpasst und den Körper kühlt -> bei einem missglückten Teleport verloren gegangen
    Derzeit trägt er eine Wassermagierrobe als Ersatz (18.10.2010)

    Gegenstände: Phiole der Duplikation

    Abenteuer: Der Alchimist, Roter Mond, Katharsis animus, Die 12 Pforten Beliars - Erster Teil: Gal'k'zuul, Die 12 Pforten Beliars - Zweiter Teil: Widharcal

    Eigenschaften:

    Tinquilius ist ein hilfsbereiter und wissbegieriger Diener Adanos', der das Gleichgewicht und dessen Erhaltung als eines seiner Lebensziele ansieht und versucht, sich auch daran zu halten. Er ist stets höflich, versucht dabei jedoch, nicht arrogant und überheblich zu wirken. Selbst Fremden bietet er schnell das "Du" an und versucht zu helfen, wo er kann, ob mit Rat oder Tat(hier besonders als Heiler).
    Was negativ bei Tinquilius auffällt, ist seine manchmal zu freundliche Ader, die ihn schon so manches Mal in Schwierigkeiten brachte. Zudem ist er ein melancholischer Mensch und geht gerne in teils drastischer Selbstkritik auf, auch wenn er beides versucht nicht offen zu zeigen. Er ist selbstkritisch, manchmal über das normale Maß hinaus.
    Waffen und Gewalt hat er anfänglich verabscheut, im Laufe der Jahre jedoch gemerkt, dass es manchmal nicht ohne geht. Dabei versucht er jedoch, so wenig wie möglich und doch so viel wie nötig anzuwenden - was ihm manchmal misslingt, vor allem wenn er die Magie einsetzt. Gibt er sich dieser zu sehr hin, durstet er nach Macht und vollbringt auch teils grausame Taten oder lässt sich nur schwer stoppen. Im Nachhinein jedoch ist er sich dessen immer bewusst und verfällt in harsche Selbstkritik und verliert die Achtung vor sich selbst.
    Er ist auch noch nicht so gefestigt in siener Position als Oberster Magier des Kreis des Wassers, da auch hier sein Drang nach Perfektion hindurch kommt und er Fehler nur ungern zugibt und dabei direkt an seiner Eignung zweifelt.
    Aussehen:
    Tinquilius ist 1,85m groß. Er hat mittellanges, blondes Haar und kräftig blaue Augen. Er hat eine normale Statur und einen kleinen Wohlstandsbauchansatz durch das viele Studieren und die wenige Bewegung.
    Seine rechte Schulter weist eine kleine Narbe auf, durch einen Schwerthieb wurde diese verursacht. Unter seinen Füßen befinden sich viele Narben durch die Folterung durch den Kriegsherren Brosh dar Urkma. An seiner linken Hand fehlt der kleine Finger und in seiner linken Halshälfte befindet sich etwas Erz, was sich als blauer Streifen zeigt - beides durch einen missglückten Teleport verursacht.


    Vorgeschichte:
    Er wurde auf einem kleinen und armen Bauernhof geboren, der sich nicht weit von einer großen myrtanischen Stadt befand. Sein Vater war dort angestellt und er musste tagtäglich für seinen Herrn, einen dicken Bauern, Frondienste leisten.
    Die ersten 4 Jahre musste Tinquilius nicht bei der Arbeit helfen, er war dafür viel zu jung. Seine ältere Schwester kümmerte sich um ihn, erzog ihn so gut sie konnte, da die Mutter dazu keine zeit hatte. Diese, noch recht jung für 3 Kinder, diente dem Herr des Hofes als Sklavin, einmal vielleicht sogar als Lustsklavin, das wurde ihm jedoch nie gesagt, er konnte es nur spüren.
    Mit Vollendung des fünften Lebensjahres musste er dann als Knecht dienen, hatte jedoch ein weit besseres Leben als manch ein anderer Sklave, da er dem Herr direkt diente. Er brachte diesem das Essen, säuberte das Haus von ihm und half wo er nur konnte. In dieser Zeit wurden Gerüchte laut, das die Orks in der Nähe waren. Zwei der Familien auf dem Hofe flohen, man hörte sie seien sicher im nächsten Dorf untergekommen. Doch sollte dies für diese Familien genau der Untergang sein, denn die Orks griffen dort an, keiner überlebte es.
    Nachdem dieser Schreck überwunden war, taten viele so, als würden die Orks oder die Banditen nicht mehr kommen. Das Leben ging weiter, Tinquilius wurde immer älter, reifte langsam zu einem Jugendlichen heran. Mit 12 Jahren durfte er zum ersten male die Stadt erblicken, war fasziniert von den Soldaten, aber besonders von den Dienern des Gottes Adanos, den Wassermagiern. Er hatte keineswegs eine religiöse Erziehung genossen, doch spürte er, das dieser Weg für ihn das richtige sein könnte und so war er einige Tage lang immer wieder bei einem Diener dieses Glaubens, einem Wassermagier.
    Doch er musste nun auch härter schuften, man sah es seinem Körper an. Die Muskeln wurden nicht unbedingt mehr, nein, er nahm nur ab, immer und immer mehr. Mittlerweile wurde seine große Schwester schwanger, der Vater sollte angeblich einer der anderen knechte sein, ein stattlicher junger Bursche, wie sie ihn nannte. Es war eine schöne Zeit, wenn er sich nun daran zurückerinnerte, er hatte viel Spaß, neben der Arbeit.
    Doch dies alles sollte ein langsames und zähes Ende haben, welches sich tief in seine Seele grub und er heute immer noch nicht vergessen konnte, auch wenn es oft aus seinem Gedächtnis schwand. Es war ein lauer Sommertag, die Ernte war bisher ganz gut gewesen und er durfte mal wieder in die Stadt, um seine Lehre weiter zu machen, er sollte ein Helfer der Diener Adanos werden. Mit dem Magier war es ein angenehmer Tag, er erfuhr die Geheimnisse des Glaubens an Adanos. Doch plötzlich traf schlechte Kunde ein, eine Räuberbande, über zwanzig Mann an der Zahl, solle sich hier aufhalten, hier irgendwo in der Nähe. Von Angst getrieben verließ er den Magier überstürzt und lief so schnell er konnte. Was würde nur geschehen, dachte er damals. Ging es seiner Familie gut?
    Schon von weitem konnte er erkennen, das etwas nicht stimmte, eine Art Feuer loderte. Er hörte Schreie, sie stammten von seiner kleinen Schwester. Doch er konnte nichts tun, sah die große Räuberbande. Was danach geschah wollte er nicht mehr ins einer Erinnerung haben, er wollte es verdrängen, denn er musste tatsächlich mit ansehen, wie seine Schwester vergewaltigt wurde, zumindest hörte er das Geschrei und dann einen letzten Seufzer.
    Noch Stunden lag er dort, achtete nicht auf die Räuber, die ihn möglicherweise fanden, sondern weinte einfach nur. Seine Familie, seine arme Familie. Er hatte mittlerweile das Alter von 14 erreicht, war fast ausgewachsen und doch fühlte er sich nun wie ein verlassenes Kind. Es war schlimm, wirklich einfach nur schlimm.
    Als er dann zu dem Haus aufbrach, es war nur ein kleiner Teil abgebrannt, suchte er nach den Leichen seiner Eltern und seiner Schwestern. Zu seinem entsetzen stellte er fest, das die Leichen seiner Schwestern nicht hier waren. Wo waren sie nur? Er wusste es nicht, hoffte das der Tod sie ereilt hatte und nicht das diese Banditen sie gefangen genommen hatten.
    Nachdem die Leichen seiner Eltern vergraben waren, holte er noch ein Langschwert und eine Robe des Vaters, verließ damit das Haus. Doch er sollte nicht zu dem eigentlichen Ziel kommen, denn er fand Spuren, die darauf hindeuteten, das seine Schwestern beide noch lebten. Das war entsetzlich, diese Banditen könnten ihnen ja alles mögliche antun, da sollten sie lieber sterben. Doch das durfte er auch nicht zulassen und lief so schnell er konnte hinter den Banditen her.
    Er war jung und naiv, sehr naiv, denn er dachte, die Banditen überraschen zu können. Auf einer Lichtung erblickte er sie, sie begruben gerade drei Leichen. Drei Stück, was hatte dies zu bedeuten? Hatten sie auch das Kind seiner Schwester umgebracht? War es nun auch tot? Er wusste es nicht, sah jedoch nur ein paar Fetzen der Kleidung seiner Schwestern.
    Dann schrie er wild los, lief mit erhobenem Langschwert auf die Banditen zu. Diese schienen anfangs wirklich perplex, doch bevor er den ersten erreichte, steckte ein Pfeil in seinem Körper, sein rechtes Bein war getroffen. Danach steckte ein weiterer in seinem Magen. Ihm wurde schlecht, es verschwamm alles und plötzlich, ob es wahr oder nicht wahr war, hörte er ein Geschrei, das von seinen Schwestern stammen konnte. Doch er wusste es nicht, wusste nur noch später, das die Banditen verschwunden waren, mit dem Geschrei.
    Nachdem er aufwachte blickte er in das Gesicht eines alten Mannes. Sein Körper schmerzte nicht mehr, er fühlte sich schon bereits viel besser. Dieser Mann, ein Alchimist von Beruf, hatte ihn zufällig beim Kräuter sammeln gefunden und dann mit nach Hause genommen. Dieses lag in der großen Stadt, jedoch in einem Armenviertel. Und wie man sagte, seien Bauern und solche Knechte wie er nicht mehr gerne gesehen, da sie angeblich für die Banditenüberfälle verantwortlich wären. So durfte er sich nicht dem Magier zeigen, zumindest nicht direkt.
    Ein Jahr lebte er in Angst, wurde von dem Alchimisten hier gut behandelt und versorgt. Dann schritt er nach draußen in das reichere Viertel, besuchte den Magier. Dieser, nicht von der Wut der Bürger geblendet, akzeptierte ihn weiterhin, dies sollte jedoch nur von kurzer Dauer sein. Denn eine Woche später starb der Magier des Wassers, nicht an Altersschwäche, das wusste Tinquilius sofort, sondern er wurde ermordet. Wieso erfuhr er nie, er verlor nur ein wenig den Glauben außer Sicht.
    Die nächsten Jahre waren ganz angenehm. Er diente dem Alchimisten, half die gesamte Zeit über wo er nur konnte und hoffte irgendwann etwas über die Alchimie lernen zu dürfen, doch dazu war dieser nicht ind er Lage oder wollte es nicht. Er brachte Tinquilius lediglich die Kunst des Barbierseins bei, er könne nun dadurch anderen Menschen helfen. Doch auch dies brachte fast nichts mehr, denn innerhalb der nächsten Wochen verschlechterte sich die Gesundheit des Alchimisten so, das man glaubte, er werde vergiftet. Dabei war es nur das hohe Alter. Weitere zwei Wochen mit Fieber überlebte er nicht mehr, Tinquilius reiste ab.
    In der gesamten Zeit beim Alchimisten hatte er das Langschwert und die Robe verkaufen müssen, seine eigene Gesundheit war nicht die beste, da er sehr abgemagert war, zumindest für einen Mann wie er es mittlerweile war. Sein Ziel war Khorinis, die Hafenstadt und die dort liegenden Erzminen, sollte es sie noch geben. Man hörte, das dort jeder Mann gebraucht war, er wollte helfen, seinen Glauben wieder auffrischen und dann in das dort liegende Kloster gehen. Vielleicht schaffte er es ja.



    Was ihm bisher in Khorinis passierte:
    Sein Leben war anfangs nicht so einfach in Khorinis. Er hatte lange Zeit mit sich zu kämpfen, kämpfte um das Überleben, doch fand er zu dieser Zeit auch sehr gute Freunde. Vanion und Nurgon sind die Namen der ersten Menschen auf Khorinis, die er besser kennen lernte. Eines Tages trafen sie sich zufällig, Vanion auch erst kurz hier und erlebten ein wenig was von der Umwelt. Auch halfen sie bei dem Putz des Klosters, der damals ausgerufen wurde. Auch lernte er dort eine weitere Person kennen, Culgan war sein Name. Doch leider verlief sich die Spur zu diesem wieder, er sah ihn nie wieder.
    Nachdem er weitere zwei Wochen in der Stadt verbrachte, er hatte zuvor eine junge Dame namens Florence kennengelernt, er rettete sie vor einem Warg, ging er zum Kloster. Sein Besitztum hatte sich enorm gesteigert, er wollte nun unbedingt in dem Kloster sein, wo er schon so lange von träumte, denn er hatte wochenlang den Predigten von Vatras, dem Wassermagier in der Stadt gelauscht. Und zu seinem Glück wurde er auch aufgenommen, sein Rang war ein Anwärter.
    Anfangs war das Leben sehr seltsam, er musste viel arbeiten, war dies so nicht gewohnt und hatte auch direkt ein paar Schwierigkeiten mit einem Feuermagier namens Parlan. Auch half er bei der Weihe eines Feuermagiers, sein Name ist und war Leto Atreides. Es war ein toller Tag, das musste Tinquilius sagen, denn danach fand ein großes Fest im Sumpfe statt.
    Nach gut einem Monat erfuhr er ein neues Wunder, er wurde zu einem Adepten des Wassers befördert, der Rat erkannte seine Arbeiten für das Kloster an, denn er half als Barbier. Es war nun auch eine schöne Zeit, er lernte die beiden Menschen Brona, anfangs ein Diener Beliar, der später zu dem Schläfer überlief und den Tinquilius seitdem nicht mehr gesehen hatte und Zakarum, ein Diener Innos der zur Garde ging und Milizsoldat wurde, kennen. Sie erlebten eine lange Reise voller Abenteuer, er sah zum ersten und bisher einzigen male Drakia und es war wirklich toll.
    Doch lernte er noch viel mehr Leute kennen, viele Bewohner des Klosters, wie Snake, Anuron, Chargo und Neoistl, doch alle hat er seit langem nicht mehr gesehen, worüber er sehr traurig war.
    Dann folgte ein weiteres tolles Ereignis, es war die Beförderung des Windfürstes zu einem Wassermagier udn wieder durfte er bei der Weihe helfen, dieses Mal als Weihdiener. Und zu allem Überflus war es auch noch so, das er und Chargo beide befördert wurden, er war und endlich Novize des Wassers. Zuvor hatte er eine kleine Reise in die Katakomben gehabt, sie suchten ein Buch für den Anwärter Rhobar, welches sie auch fanden. Hier lernte er auch seinen guten Freund Hirni kennen.
    Doch ebenso wie er befördert wurde, so wurde auch die Situation mit dem Feuermagier Parlan immer schlimmer, er meckerte nun ständig mit dem Novizen. Es war ein Streit, den nun das ganze Kloster oft genug miterleben durfte, er mochte es aber nicht so sehr. Auch Hirni stritt sich oft mit dem Feuermagier, obwohl dieser auch ein Diener Innos war.
    Doch ein schlimmes Ereignis sollte alles in den Schatten stellen. Mit seinem guten Freund Vanion, der mittlerweile auf dem Hofe Onars einen platz gefunden hatten, legte er ausversehen ein Feuer. Es wurde zu groß und ein Waldteil fing an zu brennen. Sofort wurden alle alarmiert, Helfer aus der Stadt, aus dem Kloster, aus dem Sumpflager, wenige aus der Burg und vom Hofe des Großbauerns kamen an und versuchten das feuer zu löschen. In seinem Glauben so enorm gestärkt, schritt der Wassermagier Riordian mit einigen Novizen des Wassers ind ie Flammen, er wollte es von innen ersticken. Draußen dagegen war das Chaos ausgebrochen, fast jeder war verletzt und um sen Gewissen etwas zu bereinigen half er als Barbier natürlich gerne. Eine Art Pumpmaschine wurde vom Hofe Onars geholt, sie brachte ein bisschen war, doch schien alles nichts zu nützen. Das Feuer war bisher nur in einem Tal, sie mussten als nur noch versuchen es aufzuhalten, es durfte nicht den restlichen Wald erreichen. Und plötzlich regnete es, wie er später erfuhr von Meister Riordian ausgelöst. Einige Menschen waren gestorben, weitere Verletzte starben im Kloster, doch alles in allem hatten sie die Situation bändigen können und als Strafe bekam Tinquilius von Riordian auferlegt Salben herzustellen, damit man immer gerüstet war.
    Aber schon seit längerer Zeit war er auch mit der jungen Frau Florence zusammen. Sie waren ein inniges Liebespärchen und ihre Liebe wurde immer stärker, genauso der Hass von Meister Parlan. Mit Hirnis Austritt aus dem Kloster und dem Überlaufen ins Kastell verlor er einen sehr guten Freund im Kloster, verlor ihn jedoch nicht außerhalb dieses Gebäudes.
    Als Novize schuftete er sehr hart, kümmerte sich um den Garten und machte auch so manches andere mit. Einmal wurde er sogar von einem Baal an der Schulter mit einem Schwert verletzt, es entzündete sich und nur durch die Hilfe des Heilers Darc-Cycle, der ein Priester Adanos war, konnte er vor dem Tod gerettet werden.
    Bald begann seine große Ausbildungszeit. Es war bereits Winter, er hatte viel erlebt in den letzten Wochen, da fragte er zusammen mit Lektis, einem jungen Adepten des Wassers an, ob er nicht die Magie lernen dürfte, man gestatte es ihm. So lernte er zusammen mit Lektis die ersten beiden Kreise. Anschließend, nachdem er die Prüfung in den Katakomben geschafft hatte, lernte er alleine weiter, freundete sich sogar leicht mit dem Magier Myxir an. Auch diese Prüfung schaffte er, er bestand eine lange Zeit gegen den Magier in einem Kampfe. Doch danach sollte es nicht aufhören, er machte weiter, denn wieder stand etwas tolles an.
    Er wurde erneut befördert, dieses Mal zu einem Magier des Wassers. Es war traumhaft, er war total glücklich und zeigte dies seinen Freunden. Auch traf er Hirni nochmal, er war ein Anhänger des Kastells geworden, diente nun Beliar und trotzdem hatte Tinquilius nur anfangs ein Problem damit. Schließlich war es immer noch Hirni, sein Freund.
    Nach der Beförderung, einer tollen Weihe, fing er direkt an die weiteren Kreise der Magie zu erlernen, doch dies sollte sich lange hinziehen. Er schaffte es nach einiger Zeit die Zauber zu meistern, doch bevor er eine prüfung ablegen konnte, musste er einen Auftrag von einem Priester Adanos annehmen, da Bürger in der Stadt verschwanden. Zusammen mit dem Anwärter Mendrador brach er auf, traf zwischendurch noch auf Vanion, Zakarum, Drakun, den er auch bereits kennen gelernt hatte, ein Milizsoldat der Garde, Chrischplak, ein Ritter der Garde, Hirni und auch auf Nurgon, die ihn dann alle begleitete. Es war eine schwere Aufgabe, nach Tagen fanden sie erst die Höhle eines Alchimisten, der dafür verantwortlich sein sollte und Tinquilius war vollkommen verblendet, denn Florence war auch von diesem entführt wurden. Sie kämpften sich durch Reihen von Goblins und auch durch die Reihen der seltsam verformten Dienern des Alchimisten, ehemalige Bürger. Tinquilius wurde gefoltert, Tränke bekam er immer mehr, doch wurde er anschließend von Florence und den anderen gerettet. Sie besiegten die restlichen Bürger, die sie verfolgten und verließen die Höhle, verschütteten sie und hoffen nun, das der Alchimist und seine Diener tot sind.
    Er schaffte die Prüfung der Magie, er musste Skulpturen erschaffen und war überglicklich, Doch seine Liebe zerbrach an den Geschehnissen bei dem Alchimisten. Nach dem großen Ball im Kastell, welcher atemberaubend war, erklärte seine Geliebte, das sie eine Auszeit brauche und Tinquilius gewährte er ihr. Nun ist er todtraurig, doch hat er dafür einen neue Aufgabe bekommen: Seit dem Ball ist er der neue Lehrmeister der Stufen 2 und 3 und bildete bereit Mick und Juan aus.
    Die nächste Zeit war für den Magier des Wassers langweilig. Er hatte kaum etwas zu tun im Kloster, traf nur auf Arxas und Käptn Blaubär, begleitete sie zum Sumpf, doch mehr war da auch nicht. Nebenbei brachte er Lektis, einem alten Bekannten, die Künste der Magie Adanos der Stufe 2 bei.
    Dann jedoch kam die große Aktion auf dem Hofe der Lees. Dort wollte man die Minen von den minecrawlern säubern und dies war nun eine wirklich gute Idee, um mal zu üben. So nahm er dort teil und hatte viel Vergnügen, denn er traf auf Hirni, seinen alten, guten Freund und auch auf Drakun, der nun ein Ritter war. Auch dieser war sein guter alter Freund, mit dem er schon mehrere Male etwas unternommen hatte.
    Die Kämpfe waren anstrengend, doch schaffte er es lebend heraus und traf wieder im Kloster ein. Um Lektis Ausbildung endlich zu beenden, stellte er ihm die prüfung, gegen ihn zu kämpfen. Es war hart, beide kämpften sie erbittert und so war es auch, dass sie beide ohnmächtig wurde, wobei Lektis mehr abbekam, was nicht unbedingt toll war. Eine Untersuchung des Hohen Rates der Wassermagier konnte er nur knapp bestehen, man gab ihm eine Frist von zwei Monaten, sie erst Ende Juni beendet sein würde.
    Da er aber nicht Lust hatte, weiterhin im Kloster zu vergammeln, machte er sich auf zum Kastell, um dort die Heilung zu erlernen.
    Und es sollte nicht vergebens sein. Er lernte kräftig und arbeitete hart unter der Fuchtel Cerons, seines Lehrmeisters. Er mochte den priester der dunklen Künste auf Anhieb, er war einfach richtig freundlich zu dem magier des Wassers.
    Es dauerte mehrere Wochen, dann ging es mal nach draußen, in das Land hinter die Berge. Dort, so ein großer Zufall ereignete sich, konnte er zum ersten Mal seine Geistesheilungskünste erporeben. Es war Simba, der verletzt war und dessen Wunde sich wie bei einem Wunder wieder schloss. Dies war toll, doch es soltle noch besser werden.
    Am nächsten Tag, sein Lehrmeister war ohne ihn aufgebrochen, erkundete er noch ein paar Ruinen und holte spezielles Harz für Trankexperimente. Danach, er wollte nicht mehr laufen und wurde von einem Sumpfhai angegriffen, er war noch durch die Heilung geschwächt, teleportierte er sich ins Kloster. Meister Riordian überfiel ihn mit der Leitung einer Weihe zum Wassermagier. Freudig aber zugleich auch nervös nahm er an, leitete diese Weihe und sie lief auch ganz gut. Es war die Weihe von Mick, einem alten Bekannten.
    Am nächsten Morgen jedoch kam der vorläufige Höhepunkt. Der Hohe rat der Wassermagier ließ ihn rufen, natürlich kam er. Zuerst glaubte er an Sanktionen, es waren noch keine zwei Monate vergangen, doch es war etwas ganz anderes: Man beförderte ihn, erhob ihn in den Rang eines Hohen Wassermagiers. Er war überglücklich, auch als er später erfuhr, wieso.
    Da er ja seiner Verpflichtung nachgehen wollte, brach er aber nachher auf, wollte wieder zum Kastell. Dort sah er eine interessante Heilung, die sein meister durchführte und lernte dann weiter die Künste der Heilung einzusetzen, was auch hier zu einem höhepunkt kam. Denn eines tages kam sein meister wieder zu ihm, er sah vollkommen weiß aus, richtig krank. Natürlich wollte Tinquilius helfen und setzte, leicht nervös, seine Kräfte ein, die er gelernt hatte. Es war nicht gerade sehr einfach, doch nach einer gewissen Zeit schaffte er es, sein Lehrmeister und eigentlich mittlerweile auch Freund war geheilt.
    Wieder ein Höhepunkt: Dieses Mal war es die Anerkennung seiner Künste, von nun an konnte er sich Heilmeister nennen, er hatte die Ausbildung vollkommen abgeschlossen.
    Eine ungewisse Zukunft liegt nun vor ihm. Was wird wohl geschehen?

    Email-Addresse: Hunter.Predd@web.de

    ICQ: 211143344

    zugelassen
    Last edited by Tinquilius; 07.04.2014 at 19:43.

  5. View Forum Posts #5 Reply With Quote
    Szieeeeh Fooood!  Drakk's Avatar
    Join Date
    Oct 2003
    Posts
    8,609
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Drakk is offline

    ^_^


    Name
    Drakk

    Alter im RPG
    ~ 30 Winter

    Rang
    Schwert Ethorns

    Sonstiges:
    Rüstungsschmied des Königreichs ArgaanClans/Gilde Lees
    Armbrustlehrmeister des Königreichs ArgaanClans/Gilde Lees
    Clanlord des Hammerclans

    Skills

    Einhand 2 (gelernt und gemeistert bei Redsonja)
    Armbrust 2 (gelernt und gemeistert bei Claw)
    Zweihand 2 (gelernt und gemeistert bei Taeris)
    Akrobatik 1 (bei Stoffel)
    Reiten 2 (gelernt und gemeistert bei Succa)
    Rüstungsschmied
    Blutband
    Eiserner Wille

    Waffen
    Ein einfaches Breitschwert
    Schwere Zweihanderzaxt, von Kaligulas zum Training erhalten und nach seinen Verschwinden behielt der Hüne sie.
    Sein Schwerer Erzzweihänder - Er besteht vollständig aus Magischem Erz und ist mit einigen Runen verziert.

    Rüstung/Aussehen
    Drakks Rüstung wurde von ihm persönlich gerfertigt und besteht Vollständig aus Magischem Erz. Ihr äußeres ist fast komplett Schwarz, nur an einigen Stellen Schimmert das bläuliche Erz hindurch. Über seinen Schultern hängt das Fell eines Eiswolfs. Seit seiner Gefangenschaft bei den Rotröcken ist sein linkes Auge verbrannt.

    Zur Zeit trägt er eine Rüstung der Schwerter Ethorns welche er mit einigen Runen verziert hat.

    Der Rotschopf ist mit seinen 2,05 m ein wahrer Hüne. Seine Schulter sind die eines Schmiedes, breit und Muskolös.

    Eigenschaften
    - Sturr
    - Unfreundlich
    - Loyal

    Vorgeschichte
    Drakk stammt aus den nördlichsten Gebirgen von Myrtanna. Er lebte in einem kleinen Dorf wo er als Schmied in Ausbildung war. Als er das 25 Lebensjahr hinter sich gebracht hat, und die Lehre beendet hatte, wollte Drakk mehr von der Welt sehen und schloss sich einem Trupp Nordmänner an die hin und wider in die Südlicheren Ländern fahren um die Händler zu überfallen. Auf seiner ersten Kaperfahrt fuhr die Gruppe nach Khorinis. Die ersten paar überfalle waren ein leichtes für den erfahren Trupp und Drakk konnte schon ganz gut mit den anderen mithalten.
    Nach den ersten überfallen waren sie gelangweilt da die Händler nur geringe Gegenwehr leisteten und so kamen sie auf die Idee die gut bewachten Konvois in Richtung einer seltsamen großen Kuppel zu überfallen. Der erste überfall klappte problemlos, sodass sie dachten die Miliz sei nur schwach. Die Nordmänner wagten es sogar schon die Konvois schon kurz hinter der Stadtgrenze anzugreifen. Beim dritten überfall geschah es dann. Gerade als die Nordmänner die Milizen überfallen wollten sprangen aus den Wagen mehrere Paladine. Die Nordmänner kämpften verbissen gegen die Paladine aber die Paladinen waren in der überzahl und hatten bessere Rüstungen. Die Nordmänner zogen sich zurück. Sie liefen in Richtung Küste wo ihr Boot lag. Als Drakk gerade den letzten Hügel hinter sich lassen wollte wurde er von einem Bolzen am Bein getroffen. Er fiel zu Boden und hielt sich mit Schmerzverzerrten Gesicht die stark blutende Wunde zu.

    Drakk schrie zum Rest der Truppe das sie abhauen sollen. Die restlichen Nordmänner zogen danach mit ihrem Schiff davon und Drakk wurde von den Paladinen gefangen genommen. Ein Magier heilte Drakk auf eine art die dem Nordmann noch nicht bekannt war. Er kam ins Gefängnis und wartete auf den Richter. Als der Richter kam war es bereits dunkel. Eine Miliz öffnete die Zellentür und ging hinein um den vermeintlich schlafenden Drakk zu aufzuwecken. Als die Miliz neben ihm stand, sprang Drakk auf und schleuderte die Miliz mit einer so großen wucht gegen die Zellenwand das sie ohnmächtig wurde. Drakk rannte aus der Zelle hinaus und stieß dabei den Richter um der direkt nach den Wachen rief. Die Wachen kamen gerade zum Richter als Drakk die Kaserne verließ. Er rannte die Treppe hinunter und zu einen Tor. Als er fast am Tor war drehte sich eine Torwache um und wollte gerade Losschreien als Drakk den wesentlich kleineren Milizsoldat mit seiner gesamten kraft schlug und zu Boden schickte. Er rannte einfach weiter und lief tief in den Wald. Die Milizen verfolgten ihn einige Zeit, gaben aber wegen der Dunkelheit und der angst vor den Tieren in den Wäldern auf und zogen sich nach Khorinis zurück. Drakk schlich sich auf einen Bauernhof und versteckte sich dort in einer Scheune. Er legte sich hin um zu schlafen. Am nächsten morgen würde ihm schon einfallen was er tun könne…


    Kapitel 1 – Die Aufnahme bei den Lees

    Drakk war einige Wochen nach seiner Ankunft unterwegs und erkundete die Insel Khorinis bis er schließlich auf dem Hof des Großbauern Hängen geblieben war. Dort bekam er Arbeit als Tagelöhner und verdingte sich so seinen Lebensunterhalt. Während seiner Tagelöhnerzeit half der Nordmann beim Aufbau der Arena mit, die schon lange in Vergessenheit geraten ist…

    Kapitel 2 – Aufstieg eines Schmiedes

    Es zogen einige Monate ins Land bis Drakk in die Mine gerufen wurde. Untertage arbeitete er als Schürfer und bekam nicht nur etwas besseren Lohn, nein, durch die harte Arbeit am Fels wurden seine damals schon stattlichen Arme noch etwas Kräftiger.
    Er begann schließlich eine Ausbildung im Einhändigen Kampf bei der damaligen Hohen Söldnerin Redsonja. Diese Fähigkeit konnte er im bald folgenden Banditenaufstand gut gebrauchen…

    Gjaron, der damals Schürferboss war, und Elpede, der einige Banditen unter sich scharte, vertraten zwei unterschiedliche Art und Weisen in Sachen Führungsqualitäten. Gjaron beförderte Drakk kurzerhand zum Banditen, damit dieser Versuchen konnte sich Elpedes Leuten anzuschließen und so herauszufinden was dieser vorhatte.
    Dieser Versuch scheiterte und als die Hoftreuen sich in der Mine trafen um ihr weiteres Vorgehen zu besprechen, verbarrikadierten Elpedes Leute von außen die Mine. Der Banditenaufstand hatte damit begonnen….
    Es dauerte einige Tage bis die Söldner es geschafft hatten bis zur Mine zu schleichen und die dort gefangen zu befreien. Elpede hatte die halbe Söldnersiedlung in beschlag genommen und das konnte die Hoftreuen Banditen nicht auf sich sitzen lassen.
    Zusammen mit Ganzo startete der Nordmann schließlich eine Nacht und Nebelaktion auf die Aufständigen. Später ging es nur noch drunter und drüber und die Aufständigen zogen sich auf die Banditenburg zurück. Eine art Belagerung wurde aufgebaut. Drakk fiel mit Hilfe seines unglaublichen Geschickes in die Hände der Söldner und wurde später von Redsonja verhört. Ganzo und Drakk mussten zwangsläufig dem Vorschlag zustimmen und hielten die hoftreuen Banditen zurück damit die Söldner freie Bahn mit Elpede hatten.
    Noch in derselben Zeit wurde Drakk auf sein können im Einhändigenkampf hin geprüft und bestand diese Prüfung.
    Der Nordmann war ein Geschickter Schmied und da auf dem Hof kein Rüstungsschmied ansässig war wurde er zum Rüstungsschmied ernannt und versorgt auch heute noch die Gilde mit Rüstungen.

    Einige Monate später wurde der Nordmann durch Taeris zum Söldner befördert und stand von nun an im Dienste Lees. Während der Befreiung des Piratenlagers bekam der Hüne einen Bolzen einer Gardearmbrust ab und war sofort von der Durchschlagskraft dieser Waffe begeistert. Kaum war er wieder auf dem Hof suchte er Claw auf, der Bekanntlich ein guter Schütze war und dem Söldner schließlich den Meisterlichen Umgang mit der Armbrust beibrachte.

    Diese Fähigkeit machte sich der Hüne zum ersten mal während der großen Minecrawlerjagd zu nutzen. Einige Gruppen hatten damals die Mine auf dem Hofe des Großbauern gestürmt von den Minecrawler befreit die bis dahin immer und immer wieder Schürfer vertilgt hatten.

    Einige Monate zogen ins Land und immer wieder Geriet der Schmied in einige Kämpfe. Lee bekam dies mit und entschied sich den Rotschopf zum Hohen Söldner zu Befördern. Es dauerte nicht lange da suchte der Schmied Taeris auf und ließ sich den Umgang mit dem Zweihänder beibringen, noch bis heute nutzt Drakk seinen Zweihänder öfters als alle seine anderen Waffen zusammen.

    Kapitel 3 – Krieg

    Ungefähr ein halbes Jahr verging ehe der Ruf zur Schlacht abermals über den Hof hallte. Taeris rief ein Treffen der Höchsten Söldner des Hofes aus – und beförderte ihn somit zum Veteranen. Auf dem Treffen wurde besprochen wie man der Gefahr, die von den Orks ausging, entgegen treten sollte. Die Diskussion endete damit das Lee dem Plan von Taeris zustimmte – die Söldner sollten nun die Gardisten im Minental unterstützen.

    Kaum war der Plan gefasst packten die Söldner ihre Sachen und zogen ins Minental. Zunächst bezogen sie ihren Posten am Pass ins Minental ehe die offensive startete und die Truppen sich bis zur Burg durchkämpften. Die Orks machten den Kessel wieder zu sodass die Lees nun mit den Gardisten in der Burg festsaßen. Einige Tage später hatten sich die Krieger mithilfe der Magier und sonstigen Bewohner von Khorinis wieder befreit und konnten die Schlacht als Gewonnen ansehen.
    Einige Wochen später wurde der Nordmann von einem unbekannte angesprochen und bekam ein Angebot das selbst Drakk ablehnte. Der Schmied erzählte Razor von diesem Gespräch und wurde prompt auf diesen Kerl angesetzt – im Auftrage des Rings des Wassers. Seit diesem Attentat ist Drakk Mitglied im Ring und sorgt für das Gleichgewicht der Kräfte.

    Kapitel 4 – Die Flucht

    Einige Monate war es still auf Khorinis. Viel zu still als das es gut gewesen währe. Während Drakk zusammen mit einigen Ringbrüdern sich aufmachte einen Magier zu finden der dem Obersten Wassermagier helfen konnte machten die Orks Mobil. Sie überrannten die Verteidigung der Königlichen Truppen und nahmen Khorinis ein.

    Drakk landete mit seinen Ringbrüdern im Hafen von Khorinis und viel den Orks in den Rücken. Seine Kameraden auf dem Hof kämpften verbittert am Pass zum Minental, konnten die Orks aber nicht aufhalten. Sie zogen sich zurück, erst zum Tempel der Wassermagier und schließlich zum Piratenlager. Dort traf der Hüne auf seine Kameraden nachdem er mit einigen Gardisten, sowie einigen anderen Kriegern und seinen Ringbrüdern mit gekaperten Orkgaleeren dorthin gefahren war. Ein letztes mal kämpften der Verband aus Menschen gegen die Orks auf Khorinis ehe sie sich auf ihre Schiffe zurückzogen und Khorinis endgültig den Ork überlassen mussten.

    Durch eine Aktion der Schwarzen Hand fuhr das Schiff der Söldner nach Norden. Ihre neue Heimat war von nun an Nordmar. Drakk war über diese Entwicklung sehr erfreut, war er doch nun wieder in seiner alten Heimat. Im Hammerclan griffen die Söldner den Orkjägern zum ersten Mal unter die Arme und befreiten zusammen mit ihnen ihre Mine von den Orks. Seit diesem tag sind die Söldner mit den Orkjägern verschmolzen und Kämpfen Seite an Seite, selbst die Leitung ihrer Clans liegt in der Hand der Söldner.

    Der Schmied hat von General Lee das Kommando über den Hammerclan erhalten und sorgt seitdem für das Wohlergehen der Clanbewohner. Kaum war er zum Clanlord ernannt worden stapfte der Hüne auch schon durch die verschneiten Regionen Nordmars und suchte sein Heimatdorf – er fand es vor. Niedergebrannt von den Orks. Niemand hatte überlebt, sie waren alle ein Opfer der Grünfelle geworden.

    Einige Tage nach dieser Traurigen Neuigkeit Schmiedete der Nordmann mithilfe eines erfahrenen Waffenschmiedes seinen Erzzweihänder. Er Schmiedete etwas von seinem Blut in die Klinge und Arbeitete einige Runen in die Klinge um die Gunst der Ahnen zu erhalten.


    Freunde im RPG: Ganzo, Ferox, Claw, Redsonja, Taeris, Grath, Razorwhisper, Kaligulas uvm.

    E-Mail
    Drakk (at) gmx.net



    Eintritt ins RPG: 15.04.2004

    Eintritt in die Gilde Lees: 14.05.04
    Last edited by Drakk; 05.05.2015 at 11:39.

  6. View Forum Posts #6 Reply With Quote
    Sword Master Sarpedon's Avatar
    Join Date
    Nov 2004
    Posts
    947
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Sarpedon is offline
    Mein Name ist Sarpedon, ich erblickte vor 27 Jahren das Licht der Welt. Nun fodere ich sie heraus. Denn wer nichts wagt gewinnt nichts. Doch ich schweife ab. Man zählt mich zu den Taglöhnern, die auf Onars Hof rumgammeln. Bald werde ich mich jedoch in die Mine einschleusen, um dort des tyrannischen Schürferbosses Alptraum zu werden. Ich trage immer einen Dolch mit mir herum und wer glaubt ich würde es nicht wagen diesen einzusetzen, der täuscht sich gewaltig.

    Nein, er war nicht abgrundtief Böse und er hatte eine wundervolle Jugend gehabt. Doch hatte er einst den süssen Geschmack der Macht gespürt und seither wollte er mehr. Macht über Menschen. Sie konnten zu seinen Spielfiguren werden. Besonders reizte es in den vermeintlich starken das Rückgrat zu brechen, sie flehen zu sehen, denn jeder Mensch hatte einen schwachen Punkt. Genau wie er selbst.

    Rache, das war ein anderes Thema. Ihr Vater, der ehrenwerte Herr Graf hatte es einst gewagt seine Pläne zu durchkreuzen und ihn sogar an den Pranger zu stellen. Ihn dafür umzubringen wäre ein leichtes gewesen, doch er wollte ihn leiden sehen. So entriss Sarpedon ihm das Liebste was er hatte, seine Tochter.
    Jedes mal wenn sie litt hatte er Genugtuung verspürt, doch die Frau wurde zu selbstständig. Mittlerweilen war sie eine gut ausgebildete Kämpferin, die immer von irgendwelchen Freunden umgeben war. Selbst ein Angriff aus dem Hinterhalt erwies sich als schwer und im Zweikampf hätte er ihr niemals das Wasser reichen können. Seine Lakaien hatten allesamt kalte Füsse bekommen und ihn im Stich gelassen. Unter den Schuften herrschte leider selten das Gesetz der Treue. Es gab also nur eine Möglichkeit er würde sich selbst zum Kämpfer ausbilden lassen und diese schmutzige Angelegenheit alleine zu Ende bringen müssen.

    Zeit ist vergangen, ich befinde mich nun auf dem Weg nach Bakaresh um einen Meister zu finden. Die anderen Dinge sind vorerst nebensächlich. Wie schnell man doch vergisst. Sich selbst und andere.

    Sprach er einst und erlernte kurz darauf die Diebeskunst von DraconiZ, später fand er ein Heim und ungewohnte Ruhe in Nordmar. Mit der Piratin Anne, seiner Geliebten, setzte er später nach Argaan über. In Setariff angekommen verspürte er den plötzlichen Wunsch sich dort nieder zu lassen. Frei von Rache, ein luxuriöses Doppelleben zu geniessen.

    Quote Originally Posted by Turang View Post
    Turang musste unwillkürlich lächeln. Sarpedon war wirklich ein interessanter Kerl. Auf dem schmalen Grat zwischen Anstand und Gaunerei verlor manch einer den Halt, doch Sarpedon hatte praktisch sein Haus darauf gebaut.
    Was Hellseher doch schon bei der ersten Begegnung herausfinden:
    Quote Originally Posted by Miracoli View Post
    "Guten Abend, Miracoli.", antwortete der Fremde. Den Miracoli jetzt noch einmal musterte. Komischer Kauz. Aber irgendwie auch sympathisch. Könnte auch jemand sein der den Leuten das Geld aus der Tasche zieht ohne das sie es merken. Mann musste immer vorsichtig sein.
    Quote Originally Posted by Ardescion View Post
    Der Hüter des Kastells wandte sich dem Sarpedon zu und musterte ihn einen ruhigen Augenblick lang wie er entspannt da saß und doch sein gesamtes Äußeres den Anschein erweckte, als sei er jeden Moment bereit, aufzuspringen, um irgendetwas Dummes zu tun. Ja, etwas Dummes schien diesem Mann gut zu Gesicht zu stehen. Keineswegs Einfältig, aber dumm, weil er glaubte, es wäre das Richtige, trotzdem er sich sehr wohl bewusst war, dass er nichts wusste.
    zugelassen (26.10.2004)
    Last edited by Sarpedon; 18.01.2012 at 23:02.

  7. View Forum Posts #7 Reply With Quote
    Burgherrin Melaine's Avatar
    Join Date
    Jul 2005
    Posts
    1,656
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Melaine is offline
    [Bild: melaine8tx.jpg]

    Name: Melaine

    Alter: 31
    2012
    Beruf: Barbier

    Waffe: Dolch

    Eigenschaften:
    +freundlich
    +intelligent
    +hilfsbereit
    -sturr
    -misstrauisch
    -zuweilen paranoid

    Aussehen:
    Rotes Haar
    grün oder graue Augen, je nach Stimmung

    Kleidung:
    Melaine trägt meistens einen dunkelblauen Rock und eine weiße Bluse. Zuweilen wird dies durch einen schwarzen Hut und/oder einem dunkelblauen Tuch, das ihre Schultern bedeckt, ergänzt.


    Vorgeschichte:
    Melaine betrachtete ihren Hut. Er war kein besonderes Stück. Keine besondere Fertigung, kein besonderer Wert. Zumindest nicht in Geld gemessen. Für sie war er was Besonderes. Sei es nur der Grund, dass er das einzige war, was sie neben ihren Kleid und einem kleinen Beutel mit 50 Goldstücken noch besaß. Und ihr Kleid war auch nichts Besonderes. Zwar war es Seide und in einem wunderschönen beige Ton, der ein wenig golden glänzte, gehalten, doch konnte dieses nicht über die Löcher und die Schlammspritzer hinwegtäuschen. Allem im Allem konnte man sie als arm und hilflos bezeichnen, wenn man das im Hinblick auf ihren früheren Lebensstandart tat, immerhin waren 50 Goldstücke auch in dieser Zeit nicht wenig.
    Vielleicht brachte das alte Amulett, welches ihr um den Hals hing, noch irgendwo etwas ein. Es war ein blauer von einem seltsamen grünen Metall eingerahmter Edelstein, der an einer silbernen Kette hing. Sie reichte genau bis zu ihrer Brust und war das einzige Erbstück, welches sie noch von ihrem Vater hatte.
    Langsam setzte sie ihren braunen Männerhut, den sie auf den Strassen gefunden hatte, und der ziemlich zertrampelt und zerknittert erschien, wieder auf. Die Zeit würde die Falten heilen. Immer noch fielen unter dem Hut ihre schulterlangen ungebundenen Haare hervor.
    Zögerlich setzten sich ihre Füße wieder in Bewegung und sie blickte auf das Ende der Straße, das direkt am Hafen endete und den Blick auf die Weiten des Meeres freigab.
    Brennend schien ihr die Sonne in den Nacken und auch der Hut schaffte es nicht sie so abzuwenden, dass sie ihr als angenehm erschien, es wäre eine Wohltat gewesen.
    Plötzlich tauchten vor ihr auf den Boden zwei Schatten auf. Sie kamen nicht von vorne, sondern schienen sich von hinten über den Boden wie eine Wasserlache auszubreiten. Zwei riesige Schatten, die nichts Gutes erahnen ließen. Schnell drehte sich die junge Frau um und blickte in die vier Augen zwei kräftig gebauter Männer, die leise zu grunzen schienen.
    „Was wollt ihr Schwachköpfe. Ich hab euch doch schon klar gemacht, dass ihr von mir nichts zu erwarten habt.“, schrie die Frau ihnen entgegen und versuchte dabei ihre Hysterie zu unterdrücken. Eigentlich war sie gar nicht hysterisch, doch ihre Stimme machte immer so schnell den Eindruck, als ob es so wäre.
    „Wie wollen doch nur dich, Frau. Haaaaaaaa!“, säuselte der Mann in einer widerlichen Stimme. Es klang er wie das Seufzen eines Schweins, das sich gerade zufrieden einen ganzen Vormittag im Dreck gewälzt hatte.
    Trotzdem musste diese Aussprache Melaine verwunden, obwohl sie sich eigentlich geschworen hatte, nicht hinzuhören. Die Ohren auf Durchzug zu stellen und zu warten bis der Schweinegestank sich in ihrem Kopf verflogen hatte.
    „Bitte?!“, fragte sie etwas entsetzt und zugleich wütend. Zuvor hatten die beiden Idioten immer nur von einem Schatz gelabert und nicht von ihr. Oder hatten sie mit Schatz sie gemeint?
    „Ihr bekommt mich nicht und auch nichts, was ich besitze, besitzt habe, und besitzen werde!“, fuhr sie die stämmigen Männer an, drehte sich um und rannte die Straße am Meer entlang. Während sie rannte griff sie runter zu ihrem Kleid und zerriss es ein kleines Stück, sodass sie besser und vor allem schneller und freier laufen konnte. Ihr Ziel war klar. Es gab nur eins, was ihr einen sicheren Schutz bieten konnte, auch wenn andere Männer sich dort noch widerlicher benahmen, wusste sie bei diesen, wie sie mit ihnen umzugehen hatte.
    Nach einiger Zeit lief sie auch schon auf die Schenke, ihr Ziel, genannt >Zum Tanzenden Luder<, zu. Die Schenke gehörter ihrer besten Freundin, An, und war nicht ganz so unanständig, wie der Name es vermuten ließ. Schnell öffnete sie die Tür und knallte sie hinter sich wieder zu.
    Die meisten Gäste im Schankraum waren Männer und die meisten davon waren besoffen, und merkten nicht mal, dass jemand rein gekommen war. Gemäßigt schritt sie zur Theke und meinte zu An:“ Hier werden gleich zwei fette Schweine reinkommen, die darauf warten, die Schlachtbank zu sehen!“ Dabei grinste sie die etwas dicklichere Frau hinterm Tresen spitzbübisch an und diese erwiderte es gut gelaunt:
    „Du hast auch immer Probleme, Melaine! Das hast du nun von deinem Körper, ich sag dir ja immer: Iss ein wenig mehr und ganz schnell werden dir die Männer nur noch hinterherlaufen, wenn du es willst. Glaub mir ich weiß es.“, tadelte sie die Frau und fing dann schallend an zu lachen. Melaine verzog den Mund und meinte dann spöttisch:“ Ich will aber noch lange Leben und vor allem durch die Tür passen und nicht auf halben Weg durch meine Langsamkeit verdursten!“
    Der dickeren Frau blieb das Lachen im Hals stecken und sie betrachtete die dünne Frau einen momentlang misstrauisch, bis sie wieder anfing zu lachen. Diesmal stimmte Melaine fröhlich mit ein, als plötzlich die Tür aufgerissen wurde und wieder dieses schweinische Grunzen in die Ohren der Frau drang. „Da sind sie.“, flüsterte sie leise und An deutete mit dem Arm auf die dicken Männer.
    „Hey, ihr könnt gleich wieder verschwinden, der Trog steht im Stall!“
    Die Stille die sich im Raum beim Aufreißen der Tür ausgebreitet hatte wurde von einem plötzlichen lauten Gelächter und dem Klopfen von Bierkrügen auf den Tisch zerrissen. Durch die Menge schoben sich vier dicke Männer, die allerdings nur als dick bezeichnet werden konnte, wenn man es auf ihre Muskelpakete bezog.
    Als diese die Eingangstür erreichte erstarb das Gelächter plötzlich wieder und nur ein tiefes Grunzen war noch zu vernehmen, bis plötzlich zweimal ein lautes Knacken zu vernehmen war. Schlaff sackten die beiden Männer zusammen und wurden von den vier anderen nach draußen geschleppt und dann kurzerhand in den Innenhof zu den Schweinen verlagert.
    „Siehst du so einfach ist das und Elle und Bible haben nun auch wieder etwas zu fressen. Meine kleinen niedlichen Allesfresser. Du weißt gar nicht wie unausstehlich die sein können, wenn die länger nichts gehabt haben.“, meinte An grinsend und fing wieder an zu lachen, wieder stimmte sogar Melaine mit ein und das Gelächter und Gegröle schwoll ein weiteres Mal an. Doch nur die beiden Frauen wussten, dass Elle und Bible die Männer wirklich fressen würden….
    Am nächsten Morgen erwachte Melaine gut gelaunt in einem Bett im ersten Stock der Schenke >Zum tanzenden Luder<. Immer wieder hatte sie An gefragt, warum es gerade dieser Name hatte sein müssen. Und immer wieder war die Antwort gewesen „Man muss der Kundschaft halt etwas bieten“, die danach von einem lauten Lachen beendet wurde. Als die junge Frau dann in einem beige Wollkleid, welches ihr ihre Freundin an Abend mit den Worten „Das andere ist ja vollkommen versaut, wo treibst du dich bloß rum?!“ geschenkt hatte und welches wundersamer weise nicht zu groß war, die Treppen herunterstieg, schlug ihr auch schon der Duft von frisch gebackenen Brot und Tee ins Gesicht.
    Einer der Tische im Schankraum war reichlich gedeckt. Als Melaine sich umschaute, erkannte sie, dass sie wohl die einzige war, die an diesem Morgen ein Frühstück brauchte. Es sei denn es war schon so spät, dass die übliche Kundschaft bereits weg war.
    „An?!“, rief sie leise in die Küche hinein, die wie ausgestorben wirkte. Irgendwie wurde sie das Gefühl nicht los, dass irgendetwas nicht richtig war, an diesem lauen Sommertag.
    Langsam ging sie zum gedeckten Tisch hinüber und nahm sich ein Stück Brot, welches sie langsam zum Mund führte. In Gedanken versunken kaute sie darauf rum. In ihrem ganzen Leben hatte sie die Schenke ihrer Freundin noch nie so leer gesehen. Noch nie!
    Dann riss sie ein schmerzerfüllter Schrei aus den Gedanken. Das Brot fiel zu Boden und während es noch viel, wandte sich die junge Frau in Richtung Küche, von wo eine weitere Tür in den Stall führte.
    Sie riss die Stalltür auf und sah ihre Freundin blutend am Boden liegen. Eine dicke Axt steckte in ihrem Bauch und aus ihrem Mund Quoll das Blut hervor.
    „Was bei Adanos ist hier geschehen!“, ihre Stimme war nicht mehr die ihre. Verzweiflung und Hass überdeckten sie. Schnell griff sie nach ihren kleine Beutel mit Medikamente, den sie von ihrer Mutter, die ebenfalls Barbier war und den sie beim Tod ihrer Mutter an sich genommen hatte. Sie hatte viel von ihrer Mutter gelernt. Eigentlich hatte sie alles von ihr gelernt. Schnell kramte sie einige Fläschchen hervor, doch im Grunde war ihr klar, dass es längst zu spät war.
    „An?! Wer war das? An?? Antworte mir!..... An…“, schluchzend sackte sie neben ihrer Freundin zusammen und blickte in die vor Entsetzen aufgerissen Augen dieser. Wer oder was konnte so grausam sein?

    Nach einiger Zeit, ihr kam es vor wie Minuten, doch die Sonne war schon weit über ihren höchsten Punkt hinweg gezogen, richtete sie sich wieder auf und rannte aus dem Stall. Sie musste hier Weg. Weg von dieser grausamen Welt in der sich alles so schnell verändert hatte.
    Sie erreichte die Straße wenige Momente später und blickte sich um. Die Straße war leer und das einzige Schiff was noch im Hafen lag, war gerade dabei loszumachen. Aufgeregte Stimme riefen Befehle und nervöse Leute mit zittrigen Händen beeilten sich so gut es ging diesen nachzukommen.
    Und Melaine rannte so schnell sie konnte. Rannte auf das Schiff zu. Es würde nicht ohne sie ablegen. Es durfte nicht ohne sie ablegen! Ein Seil flog über die Reling und sie ergriff die Gelegenheit, die letzte die sie wahrscheinlich bekommen würde.
    Langsam wurde das Seil hochgezogen, während sich das Schiff immer weiter vom Hafen entfernte.
    „Noch einen Moment, Lady! Gleich haben wir sie oben.“, erklang eine kräftige Männerstimme, doch die Barbierin hörte sie nicht.
    Erst ihre Eltern, dann ihre Familie und zum Schluss ihre beste Freundin. Die Orks wüteten im Land und sie war unfähig etwas dagegen zu tun. Wo waren die Paladine, wenn man sie brauchte? Wo war das Gleichgewicht, welches sie verehrte? Wie konnte es unter Adanos Hand dazu kommen, dass soviel Tod in diesem Land herrschte?
    „Wo fährt diese Schiff hin?“, fragte sie mit zittriger Stimme, als der Mann sie an der Hand griff und sie auf Schiff zog.
    „Nach Khorinis, Lady!“, antwortete er mit fester Stimme, die wohl beruhigend wirken sollte.
    Melaine hingegen griff nervös nach ihrem Amulett. Sie würde es nicht verkaufen. Niemals. Jetzt war es das einzige, was sie noch an ihre Heimat erinnerte.
    „Khorinis also…. Gut!“, brachte sie mit leiser Stimme heraus. Langsam wischte sie sie die letzten Tränen aus ihren Augen….


    Quote Originally Posted by Ptah View Post
    Vermutlich würde sie ihm verständnisvoll wie immer Gehör schenken. Oder war das nur eine weitere Form von Höflichkeit?
    Er hatte Mühe ihre kühle Haltung einzuordnen. Fast schien es ihm, als würde sie nie aussprechen, was sie dachte, sondern sich immer nur nach reiflicher Überlegung und nachdem sie einen zweiten Blickwinkel hinzugezogen hatte, mit Bedacht äußern.
    Quote Originally Posted by Colodis View Post
    Für einen Moment noch, sah er sich den Augen ausgesetzt die zuvor den Mann gemustert hatten.
    Etwas kaltes und endgültiges ruhte darin, wie ein schlafendes Ungeheuer. Welches selbst dann noch genug bedrohlichen Respekt ausstrahlte und man lieber einen vorsichtigen Schritt zurück machen wollte, als zu riskieren es zu wecken.
    -zugelassen-
    Last edited by Melaine; 07.05.2013 at 21:47.

  8. View Forum Posts #8 Reply With Quote
    Auserwählter Joe Black's Avatar
    Join Date
    Aug 2004
    Posts
    6,541
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Joe Black is offline



    ~ Einst ein angesehener Assassine des Bundes, sowie treuer Priester in den Reihen des Zirkels.
    Nun kriegerischer Streiter Beliars, Klinge des Todes, Schatten in der Dunkelheit ~




    Name: Joe Black Alter: 35 Sommer Grösse:189 cm Gewicht: ca. 105 Kg Rang: Wächter der Akademie

    Gottheit: Beliar Anmerkung: Sumpfkrautabhängig + Wird schwach bei leichten Mädels

    Titel: Arenameister sowie Advocatus Diaboli


    [Bild: z465__Andere_.jpg]


    Aussehen:

    Seine Augen sind dunkelbraun mit einem Grünstich, beim genaueren hinsehen erkennt man jedoch feine goldige Linien um die Iris. Durch hartes Training , etlichen Abenteuern und
    Kämpfen wurde sein Körper durch trainiert und athletisch.

    Er trägt die sehr dunkelbraunen fast schon schwarze und durch das Alter leicht ergrauten Haare meist offen.
    Der Bart ist meist getrimmt.Narben zieren seinen Körper an diversen Stellen.

    Er strahlt eine Wildheit aus die so mancher Frau den Kopf verdreht und so manchen Gegner das Fürchten lehrt. Weiter ist sein Körper von Hautmalereien geziert die

    seine Geschichte im Dienste Beliars erzählen. Kenner der Kasbah werden auch den Totenkopf am rechten Unterarm wiedererkennen der als Zeichen der Elite-Assassinen gestochen wurde.



    Skills (6/10):


    - Er erlernte den Kampf mit Einhändigen Waffen bei der in einem epischen Kampf
    verstorbenen Vinara, und meisterte ihre Techniken. Eine Zeit lang war er selbst Lehrmeister
    um das Wissen des Krieges weiterzugeben. ( Einhand 1+2 sowie Waffenwurf Nebenskill)


    - Des Weiteren erlernte er bei Tenebricus, einem verlogenen Bastard des Kastells, alles
    über das Handwerk eines Diebes und wurde durch Ihn zum tödlichen Meuchelmörder
    ausgebildet. ( Diebeskunst 1 + Körperbeherrschung 1) )


    - Der Umgang mit dem Schild wurde ihm schon in der Grundausbildung der Kasbah gelehrt.
    Das Wissen festigte sich im Training wodurch der Schild nun als Schutz sowie auch als Waffe bestens fungiert. (NS:Schild)



    Bewaffnung:

    - Ein uraltes Schwert das er mit Wyrdrak in den Katakomben Rutra ben Selars fand. Joe nennt es selbst Schattenlied.
    Eine mittlerweile gefürchtete schwarze Breitklinge.

    - Einen edlen Dolch erworben von einem der Grosshändler Bakareshs, den er immer im
    verborgenen verwahrt.
    Wird öfters auch als Wurfdolch verwendet.

    - Quer über die Brust erstreckt sich ein Lederband an dem sieben Wurfmesser befestigt sind.



    Rüstung:


    - Black trägt eine Kombination aus schwarzensilbernen Arm und Beinschützer aus gehärtetem Stahl.

    - Ebenfalls hat er meist einen handlichen Rundschild bei sich. Nicht im Gebrauch lässt sich dieser am Rücken befestigen.


    Kleidung:

    - Schwarze Regenfeste und innen gefütterte schwere Stiefel.
    - Dunkelbraune schnürbare Lederhose die mit einem dicken schwarzen Ledergurt befestigt sind.
    - Am Oberkörper trägt er ein hellgraues Leinenhemd und darüber eine dicke dunkelbraune schnürbare Lederweste mit reichlich Taschen.
    - Unterwegs trägt er dazu einen langen wetterfesten schwarzen Kapuzenumhang.
    - Er trägt in der Regel ein bis drei Ringe aus Gold und Silber sowie stets eine schwarze etwa zweifingerbreit grosse Beliarsstautette an einer silbernen dünnen Kette um den Hals.



    Am Gürtel und in den Westentaschen:


    - Dietriche
    - ein Goldbeutel
    - Einen kleinen runden schwarzen Stein mit deren Hilfe er mit der Hexe Merideth Kontakt aufnehmen kann. ( aktuell durch den Drachen blockiert )
    - Sumpfkrautbeutel mit Papier und Tabak sowie eine kleine hölzerne Schachtel mit Zundhölzer.
    - ein schwarzes Seidentuch für das Gesicht. ( Zum Verbergen oder Schutz in der Wüste etc.)
    - eine Karte von Aargan
    - Ein kleines schwarzes in Leder gebundenes Notizbuch mit Kohlestift



    In der Umhängetasche:

    - Öle und Lappen zum Reinigen der Klingen
    - Ein Trinkbeutel
    - meist etwas Proviant
    -Schatulle mit Würfelspiel

    Sein Heim:

    - Aktuell kein fester Wohnsitz


    Joe Blacks Bekannte, Gefährten, Kontakte :

    - Pete Schlangenauge:aus Tooshoo. Ca. 40 Sommer alt, guter Bogenschütze, Schwertkämpfer und Schmuggler auf See und zu Land.

    -Günar Falkenklaue, ein zwei Schritt grosser Nordmarer Krieger der sich mit Vorliebe mit zwei Äxten durch die Gegnerreihen pflügt!

    - Die Hexe Beliars Merideth. Hintergrund!

    - Leopold Van Daren, ein im Kunstviertel Setarrifs wohnhafter alter Greis, der heimlich als Berührter Beliars ( von den jeweiligen Göttern berührter Seher)fungiert.


    Tierischer Gefährte:


    Spike die myrtanische Dogge

    [Bild: Isanto_vom_Schlo__Seehof1.jpg]

    Hintergrundgeschichte


    Die Lebensgeschichte :


    Die Geschichte vor der Neugeburt im Dienste Beliars:

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Joe Black ist der Sohn von Jack Black und dessen Frau Sarah Black.
    Jack und Sarah kannten sich schon als Kinder und schworen sich sehr früh, die ewige Liebe.
    Sie heirateten und zogen durch die Welt, ihr Handwerk war das Betrügen von Menschen.
    Immer und immer wieder zockten sie Unwissende Bürger oder Kaufleute ab.
    Mal waren sie als Söldner unterwegs, die ein Dorf von blutsaugenden Schattengoblins , schützen wollten, dafür jedoch Gold benötigten um div Ausrüstung zu erwerben.
    Oder Jack gab sich als Händler aus, der ein Wunderelexier verkaufte, dass alte Leute innere Jugend verschuf. Natürlich mit der Hilfe von Sarah, die als alte Witwe verkleidet den Trank testete und plötzlich durch die Gegend hüpfte wie ein kleines Mädchen. Ja die beiden waren in diversen Dörfern verhasst, aber sie verdienten Unmengen an Gold. Und immer im Winter zogen sie sich, in ein Städtchen Namens Breslan zurück, und genossen dort ihre Zeit als „normale“ Bürger, bis es wieder wärmer wurde.
    Irgendwann wurde Sarah schwanger, und im Winter darauf gebar sie ihr erstes und letztes Kind. Sie nannten den Knaben Joe.Im Laufe der Jahre erlernte dieser das Handwerk seiner Eltern, und sie zockten die Menschen zu dritt ab.
    Eines Abends jedoch, es war wieder einmal Winter, stand ein Mob Menschen vor dem Haus der Black`s. Sie hielten Fackeln in der Hand und waren sehr wütend.Sarah befahl Joe sich in der Nische hinter dem Ofen zu verstecken, und dort zu bleiben bis sich die Situation beruhigte. Danach traten Jack und Sarah vor die Türe, um zu sehen was die Menschen von ihnen wollten. Es konnten unmöglich Leute aus dieser Stadt sein, den hier hatten sie nie jemanden betrogen, und niemand wusste was ihr Handwerk war.
    Jack trat an vor die Leute und fragte:„Was ist hier los? Was sucht ihr hier? Warum stört ihr unseren Frieden?“Ein kleiner Mann trat aus der Menge und entgegnete Jack:
    „Narr! Wir sind ehrliche Bürger von verschiedenen Gemeinden, die du mit deiner Brut abgezockt hast! Es hat sich rumgesprochen! Und wir lassen es nicht auf uns sitzen. Wir haben einen Spion bezahlt, der uns euren Wohnsitz ausfindig machte, und nun zahlt ihr eure Rechung.!“Sarah klammerte sich instinktiv an Jack und blickte mit Tränen in den Augen zum Ofen im Haus…War der Tag gekommen? Was würde aus ihrem Sohn werden? Er war doch erst vierzehn Jahre alt…
    Dann ging alles sehr schnell, der Mob rannte die Blacks förmlich über den Haufen, sie knüppelten auf Jack und Sarah ein, und nach wenigen Minuten hingen sie aufgeknüpft an der grossen Eiche in ihrem Garten. Danach durchsuchten sie das Haus, und nahmen alles mit was von Wert war, den kleinen Joe jedoch, fanden sie nicht. Erst Stunden später kroch dieser aus seiner Nische. Mit zitternden Beinen ging er nach draussen. Die Sonne erhob sich gerade, und der rote Schimmer warf weite Schatten.An diesem Tage brach für Joe Black eine Welt zusammen.Etwas in ihm starb, und etwas anderes erwachte zum Leben. Es war ganz klein in seinem Inneren, doch es war da. Von nun an war er alleine, einsam und auf sich gestellt.
    Im laufe der Jahre wurde Joe erwachsen, selbstständiger Trickbetrüger, und etwas merkwürdig.Die Einsamkeit seiner Jugend und der innere Wahnsinn, bewegten ihn dazu oft ausgiebige Selbstgespräche zu führen. Dies war am Anfang etwas schräg für ihn, doch mit der Zeit wurde es zur Gewohnheit.



    Der Weg zur Bestimmung!:

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    „Schöne mit Scafengerleder beschichtete Hosen!Molerathauthandschuhe für den Mienenarbeiter!Schafswollunterwäsche für die Frau von Welt!
    Kommt Leute! Kommt zu eurem Joe, den er hat die Art von Mode die euch von den normalos abhebt!“
    Der Mann mit dem Silberstreifen im Haar brüllt gegen den Regen an, der den Marktplatz förmlich überflutet. Viele der Händler klappten die Fenster ihrer Markthäuschen zu und beendeten die Arbeit für heute. Die Kunden blieben sowieso in der Taverne und liessen ihr Geld für Alkohol liegen. Doch Joe Black konnte sich dass nicht leisten. Er musste möglichst schnell möglichst viel verdienen, denn die Schuldeneintreiber von diesem Schurken Dario, besuchten ihn alle vier Tage und er hatte die letzte Frist erhalten.Müde rieb er sich an den blauen Flecken die ihn als Erinnerung mitgegeben wurden.Black war klatschnass, eine Erkältung würde nicht lange auf sich warten lassen und wenn er weiter hier herumstehen würde, müsste er sich sorgen machen, ob die alte Gerda das verschwinden ihrer Unterwäsche bemerken würde, und die Stadtwache alarmierte, bevor er sich aus dem Staub machen konnte.
    Ja heute war wieder einmal nicht sein Tag. So wie Gestern.. und vorgestern ..und die ganze verdammte letzte Woche. Nichts lief so wie es sich Joe vorstellte.
    Wie üblich begann Black Selbstgespräche zu führen um eine Lösung zu finden.
    „Verdammt Joe……du musst die Knete besorgen…sonnst….sonnst…..arrrgh. .ich brauche meine Finger!“„Tja, warum musstest du auch die Tochter von Dario angraben, die Kleine war zwar gut aussehend aber den Stress nicht wert!“„Ja und? Was kann ich den dafür wenn ich Probleme mit der Selbstbeherrschung habe?“
    „Vergiss es Black! Er will Gold sehen…zuviel Gold, wenn du mich fragst…ich meine….so gut war sie auch wieder nicht…“„Verdammt ich schweife wieder ab, natürlich will er einen Haufen Gold, es ist seine Tochter!“
    „Tochter, Schwester, Mutter…egal…seit wann kann man Stolz und Ehre mit Gold erkaufen!?!“„Joe…Joe…Joe du solltest froh darüber sein dass es so ist!“„Hmm?..ne ist klar….“„Aber so komme ich nie an das Gold….und Morgen wollen es diese Halunken bereits abholen….“„Wo war der Treffpunkt nochmals?“„Beim alten Baum glaube ich…….“„Black! Glauben ist nicht wissen! Wissen ist Macht, und davon hast du einfach zu wenig!“„Ja ist ja schon gut…beim alten Baum gegen Mittag…..aber das schaff ich nie….“„Auch schon bemerkt?“„Arrrgh ich mach mich noch wahnsinnig!!“
    Black drehte sich ein paar mal um die eigene Achse, die Wahre die er auf dem Tisch liegen hatte, konnte er in diesem Zustand sowieso nicht mehr verkaufen.
    Er war verzweifelt, alle Finger wollte ihm Dario abhacken lassen, wenn er ihm den Betrag nicht geben würde. Und Darios Leute waren Eiskalt. Mörder Diebe und Zuhälter.
    Es schien ihm nur eine Möglichkeit zu bleiben, die Flucht. Wohin? Das wusste er noch nicht. Hauptsache weit weg. Am besten mit dem nächsten Schiff...Hauptsache weg von Dario...
    Er huschte durch die dunklen Gassen in Richtung Hafen. Dort angekommen schlug er den Weg in die Taverne ein.Kaum hatte er diese erreicht, suchte er sie auch schon nach einem Opfer ab.Er hatte Glück, ein betrunkener Matrose lag mit dem Kopf auf dem Tisch vor ihm, in einer Pfütze aus Bier.Unauffällig setzte sich Joe zu ihm, und stupste ihn an.
    „Hey, aufwachen! Der Kapitän sucht schon überall nach dir!“Total betrunken wachte der Seebär auf, seine roten Augen blickten müde zu dem Typen mit dem merkwürdigen silbernen Steifen in den Haaren.„Wer bissn du?“„Wer ich bin?Bei Innos, Addanos und Beliar! Wie betrunken bist du den?“„Ick? Öööhm….ahhhh, verdammmt, hab keeeinen Schimmer wo isch biün?Wat wolltest du nockmal? Zum Kapäään?“„Mann, Mann, Mann das wird Ärger geben Freundchen! Los aufstehen, wir müssen los!“„Aye Aye, Kapitäääään, huuups…aaaaahhhh“
    Joe half dem betrunkenen aufzustehen, und führte ihm am Arm aus der Taverne. Zusammen torkelten sie in Richtung Hafenrand.Dort bemerkte Joe beiläufig zu dem Matrosen, dass dieser seine Uniform waschen müsse, weil er ihn so auf keinen Fall aufs Schiff nehmen kann. Dieser wieder rum entkleidete sich gehorsam, und stand nun nur in Unterhosen im Regen am Hafenbecken.Joe nahm die Kleidung freundlich an sich, und kickte den Matrosen mit einem gezielten Tritt in den Magen und einem Danke in Meer.
    Der Rest war einfach, er zog sich die Kleidung über, suchte sich das nächste Schiff das Auslief, nutzte den allgemeinen Trubel aus um unauffällig aufs Schiff zu kommen, und wenige Stunden später war er schon auf der Reise.
    Natürlich wurde schnell klar, dass es sich hier um einen Schwindler handelte, und die Gardisten auf dem Schiff legten ihn in Ketten, mit dem versprechen, ihn bei der Ankunft in Myrtana sofort einzusperren.Ja es lief wie immer beschissen für Joe Black, doch immerhin.




    Auf den Pfaden Beliars:

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    Nachdem Joe in den Reihen der Kinder Beliars aufgenommen und in die Obhut des Assassinen der Kasbah gegeben wurde, begann eine lange harte Zeit der Entbehrung für Ihn.
    Die Meister der Kasbah sahen die Schwäche die in ihm wohnte, woraufhin sie ihn mit etlichen Aufgaben brachen um aus den Scherben seiner selbst einen stärkeren Mann zu schaffen.
    Nachdem er seine Lehrzeit hinter sich gebracht hatte, begann das Training mit der Waffe sowie in der Kunst des Meuchelmordens. Viele Gefährten kamen und gingen. Manche freiwillig und manche durch das Schwert. Joe erlebte einige Abenteuer, erkundete unter anderem den Tempel Ben Sutras, einem mächtigen Schwarzmagier aus längst vergessenen Zeiten. Dort fand er auch die schwarze Klinge die er Todbringer taufte und seither in die Schlacht trug.
    Währen Joe seine Fertigkeiten ausbaute und sich durch erbrachte Dienste in der Gunst der Kasbah nach oben arbeitete, tauchte eine Gefahr aus alten Tagen auf! Im Körper des Mannes aus der Familie Black hatte sich ein Dämon eingenistet. Cherubael war sein Name und es stellte sich heraus, dass der Dämon schon seit Kindheitstagen in Joe lebte und ihn führte. Dass er die Stimme war, die Joe schon immer als Wahnsinn in seinem Kopf ansah. Erst freundete sich Joe mit dem Gedanken an, einen Dämon in sich zu tragen. Die Bosheit Cherubaels färbte auf ihn ab, machte ihn härter, kompromissloser und vor allem tödlicher! Doch bald bemerkte er, dass der Dämon stetig an Kraft zulegte und seine Entscheidungsgewalt grösser und grösser wurde.
    Zusammen erklommen Sie die Hierarchie der Assassinen bis Black zu der Elite der Kasbah gehörte und im Bund aufgenommen wurde. Zu dieser Zeit lernte er den Hohepriester und damaligen Hüter des Kastells Ardescion kennen sowie seine Seelenverwandte Sheila Schattenlied ! Rasch erkannte er, dass Ardescion ein Auserwählter Beliars war! Ein Diener der den Willen des dunklen Gottes erkannte und ihn als dessen Sprachrohr weitergab.
    Dies führte zu einem Zwiespalt in Joe. Denn die Meister der Kasbah, DraconiZ und Berash verurteilten seine Faszination gegenüber des Priesters! Sie waren inmitten politischer Ränkeleien und bereiteten sich auf einen Krieg gegen die Lakeien Innos vor, die Bakaresh und ganz Varant bedrohten! Joe war hin und hergerissen, unwissend wohin er ruhigen Gewissens zu wandeln hatte.
    Zu diesem Zeitpunkt verbrachte er auch viel Zeit mit der Diebin Estefania, die seine Gefühle durcheinander und die warme herzlichere Seite in Black zum Vorschein brachte. Doch als Cherubael die Schwäche Blacks nutzend zum Angriff übersetzte im Versuch, Blacks Körper vollends für sich zu beanspruchen, war es Ardescion der ihm erschien und mit geballter Kraft den Dämon ins Reich Beliars verbannte!

    An diesem Tag schwor Joe Black dem Hohepriester die Treue und ein dunkles Band, dass nie gebrochen werden durfte entstand!
    Doch dies blieb dem Bund der Assassinen nicht verborgen. Uneinigkeit, Verrat und Misstrauen hatte sich in ihre Reihen geschlichen und sie begannen Black von ihren Handlungen auszuschliessen aus Angst, er könnte dem Zirkel die Informationen zuspielen. Black schluckte den Kummer den sie ihm dadurch bereiteten und hielt sich am Gedanken fest, das einzig Richtige zu tun. Beliar nach Tat und Kraft zu dienen war sein höchstes gebot geworden. Er hatte alles geopfert um so weit zu kommen und würde nicht damit aufhören.
    Dann kam der Krieg…

    In einer epischen Schlacht inmitten Bakareshs kämpfte der Elite Assassine an der Seite seiner Bundsbrüder die just in diesem Moment erkannten, wer die wahren Verräter waren.
    Doch es war zu spät. Zu wenige wahre Anhänger des Bundes waren vor Ort, zu viele hatten Sie verraten. Der Feind fegte über sie hinweg und zerstörte alles was ihnen heilig war. Das Kastell entschwand auf magische Art und Bakaresh fiel.

    Viel Zeit verging. Zeit In der Joe nicht mehr er selbst war. Nachdem er Bakaresh, den Bund und den Zirkel verloren hatte. Fühlte er sich Führerlos. Er schloss sich Diebesbanden an. Mordete, Schändete, stahl und raubte! Und meist tötete er nach längeren Raubzügen seine eigenen Kameraden um das Wissen über seine Existenz zu begraben…

    So führte Ihn seine Reise im Suff und Bluttanz auch nach Aargan. Auf dieser ihm neuen Insel, scherte er sich erst recht um nichts und niemanden und führte seinen blutigen Weg fort.
    Doch eines Nachts erschien ihm ein monströser Schattenwolf mit feurigen Augen und hielt ihn an, seinen ursprünglichen Weg einzuschlagen und Beliar zu dienen! Dem Zeichen demütig folgend fand Black das Kastell im Süden der Insel und beschloss sich dem Zirkel anzuschliessen.
    Doch die Assassinen gab es auch hier nicht mehr und so wurde entschlossen, dem treuen Diener Joe Black auf eine weitere Probe zu stellen. Erneut musste er von ganz unten Anfangen und verdiente sich als Lehrling die Sporen.
    Monate vergingen und Black stieg erneut in den Rängen empor indem er jede Möglichkeit nutzte seine treue und seine Loyalität unter Beweis zu stellen. Jedoch wusste er, dass er nicht darum herumkam Magie zu erlernen um weiter in der Hierachie aufsteigen zu können. Da er aber nie Begabung dafür zeigte und auch die einfachen Versuche nicht fruchteten. Beschloss er nachzuhelfen.
    Forschungen brachten ihn auf einen alten Tempel im hiesigen Orkwald indem ein Dämon hauste der ihm einen wunsch erfüllen würde, wenn er ihm Leben opfern würde!
    Sofort stellte Black eine Gruppe zusammen die ihn auf der Reise begleitete. Auchs eine treue alt bekannte Gefährtin und Seelenverwandte Sheila Schattenlied war mit von der Partie.
    Sie alle opfernd, flüchtete Black aus den Tempelruinen des bösartigen Dämons, nun jedoch mit der Begabung der Magie beschenkt!
    Sofort widmete er sich den Studien dazu indem er zuerst bei dem Hohepriester Ceron sein Grundwissen erlangte und schliesslich beim Hohepriester Don Esteban in die Lehre ging.
    Der Umgang mit der Magie war rasch fester Bestandteil in Joes Leben geworden und so kam es, dass er auserkoren wurde, selbst Magie zu unterrichten und so Beliar noch besser zu dienen.
    Durch diesen Umstand lernte Black Olivia Rabenweil kennen. Eine junge unverdorbene Frau voller Naivität in der er jedoch grosses Potential sah. Rasch war klar, dass sich die beiden wie schon damals Joe und Ardescion gefunden hatten. Ein weiteres dunkles Band entstand!

    Mit ihr und dem Hohepriester Ardescion der sich Joe endlich wieder zu erkennen gab und das Trio somit bündelte, zog er gen Thorniara der Stadt des falschen Königs!
    Dort erkannte Joe, dass Rhobar und seine Lakaien auch auf Argaan bereits ihre Krallen ausstreckten und alles verschlangen. Ihre Aufgabe konnten sie dort zwar nicht erfüllen, dennoch gelang es ihnen Olivia Rabenweil durch erschütternde Ereignisse fester an sich zu binden.
    Zurück im Kastell strebte Black nach weiterer Ausbildung in den Künsten der Magie, nun durch die Führung seines Meisters! Doch auch Zweifel verdunkelten seine Seele. Den seit dem Verlust der Kasbah und der Beliarstreuen Stadt Bakaresh, fehlte etwas was zuvor Erfüllung in Joes Leben brachte. Neid über die Macht und das Ansehen Innos zerfrass ihn……

    Ergänzungen folgen...
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)









    zugelassen
    Last edited by Joe Black; 06.01.2015 at 06:52.

  9. View Forum Posts #9 Reply With Quote
    Auserwählte Aniron's Avatar
    Join Date
    Aug 2007
    Location
    Dresden
    Posts
    6,015
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Aniron is offline
    Name:
    Aniron


    Rasse:
    Mensch

    Alter:
    26

    Beruf:
    Barbier, Hebamme, Kräuterzüchterin

    Waffe:
    kleiner Dolch
    Stab


    Rüstung:
    Magierinnenrobe

    Eigenschaften:
    immer hilfreich, freundlich zu Fremden, sanft, geduldig
    ängstlich (besonders vor Orks und um ihre Kinder), anhänglich


    Rang im RPG:
    Magierin

    Rang im OT:
    [Bild: magier6a.png]

    Skills:
    (6/12)
    Magie Adanos' Stufe I (Licht, Wasser schaffen, Magische Flamme) Melaine
    Stabkampf I+II Ornlu
    Magie Adanos' Stufe II (Eisgeschoss, Kondensation, Schlichten) Kruzius [Hyperius]
    Heilung I Ceron


    Vorgeschichte:
    Aniron stammt aus Myrtana, wo sie am Rande der Stadt Vengard elternlos aufwuchs. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt, der Vater, nicht wissend, was er mit dem Kind anfangen sollte, gab sie der Hebamme mit. Aniron hatte ein gutes Leben bei der schon älteren Frau, die selber nie Kinder hatte. Durch die alte Dame lernte sie die Kunst des Heilens mit Kräutern und wurde schließlich als Hebamme ausgebildet. Aniron verdiente sich durch die Versorgung von kleinen Wunden und den alltäglichen Beschwerden der Stadtbewohner ein gutes Geld. Bis zum Tod der alten Wehmutter war das Leben der jungen Frau recht ereignislos. Doch dann wurde sie zu einer verhängnisvollen Geburt gerufen. Die Frau eines Tischlers lag in den Wehen, doch Aniron wusste, diese Frau hatte bisher nur Totgeburten zur Welt gebracht. So sollte es auch diesmal sein. Der Zimmermann, welcher ihr angedroht hatte, ihr die Hand abzuschlagen, würde sie seiner Frau nicht helfen können, wollte seine Drohung in die Tat umsetzen. Der im Kampf gänzlich unerfahrenen Hebamme blieb nichts anderes übrig, als vor dem wütenden Zimmermann und seinen Handlangern zu fliehen. Nicht wissend wohin, da sie weder Freunde noch Familie hatte, floh sie nach Süden. Sie hatte schon viel von der Stadt Al Shedim gehört… Als Heilerin ist Aniron eine Dienerin des Lebens. Krieg und Tod schenkt sie stets Verachtung, weiß aber, dass manche Schlachten nötig sind. Orks sind ihr etwas suspekt. Diese klobigen Wesen jagen ihr in erster Linie Angst ein. Aber sie würde nie einem Wesen ihre Hilfe abschlagen, sei es noch so gegen ihre Weltansichten.

    In Al Shedim:
    Nachdem Aniron es in die Wüstenstadt geschafft hatte, traf sie während einer Geburt auf einen Heiler, der ihr die Welt der Magie offenbarte. Seither hegt sie den Wunsch, ebenfalls Heilerin zu werden.
    Al Shedim war nun Anirons neue Heimat, obwohl sie schon einmal um ihr Leben fürchten musste, als eine Horde seltsamer Männer sie entführt hatte. Im letzten Moment wurde sie gerettet, doch seitdem ist sie vorsichtiger geworden.

    Seit einiger Zeit lebt die junge Frau mit Maris zusammen, dem Obersten Nomaden. Die beiden verbindet eine innige Liebe, die der Hebamme Kraft für ihren noch langen Weg zur Magierin und Heilerin gibt.

    Inzwischen ist viel passiert, Maris ist in den Norden gegangen und Aniron in Al Shedim geblieben. Wieder auf sich allein gestellt, lernte sie zunächst Hyperius kennen, der ein Theaterstück geschrieben hatte. Aniron spielte darin die Hauptrolle. Durch Hyperius lernte sie yinnesell kennen, er hatte ihr von der Hochschwangeren erzählt, die sie nun unter ihren Schutz nahm, als ein fremder Mann Aufsehen in der Stadt erregte. Es war Ornlu, der aus den Wäldern Myrtanas auf der Suche nach etwas in die Stadt gekommen war. Er war es, der ihr den Stabkampf beibrachte. Doch trotz allen Bemühen konnte sie yinnesell nicht vor den Abtrünnigen schützen. Nach der erfolgreichen Geburt yinnes Sohnes wurden beide entführt. Jail, yinnes Freundin machte Aniron dafür verantwortlich und beide Frauen hegen seitdem einen Groll gegeneinander. Trotz allem konnte sie ihre Lehre abschließen und war fast traurig, dass Ornlu sie als seine Schülerin entließ. Doch bevor auch er Al Shedim wieder verließ, erlebten er, Jail und Aniron noch die alte Macht des Hetzers in einer abgelegen Höhle in den Ruinen der Wüstenstadt.

    Ein weiteres und prägendes Ereignis war Hyperius' Weihe, bei der sie als Weihhelferin an der Seite des jungen Magiers stand, als dieser im Kreis Adanos' aufgenommen wurde. Auch mit Saleph hatte sie inzwischen Bekanntschaft gemacht, er war ein Mann mit einfachen Mitteln, aber einen großem Herzen, der, wie sie später erfuhr, Melaines Hand für sich gewinnen konnte.
    Eine besonders delikate Angelegenheit war, als drei Orks in die Wüste kamen. Hyperius hatte sie geschickt, da einer schwer verletzt gewesen war und Aniron hatte sich trotz ihrer großen Angst dazu bereit erklärt, ihn zu versorgen. Sie konnte dem Ork helfen und entschloss sich, mit nach Lago zu gehen. Doch der Ork hatte ihre Hilfe nicht gewollt und war auf sie losgegangen, dass sie zutiefst verschreckt wieder zurück nach Al Shedim gehen wollte. Jedoch traf sie vor den Toren Lagos auf Marissa, einer jungen Schwarzmagierin, der sie die Grundlagen des Stabkampfes beibrachte. Die beiden Frauen begaben sich gemeinsam zum Kastell der Schwarzmagier, in dem ein prächtiger Maskenball stattfand, der mehrere Tage dauerte.
    Nachdem Marissas und ihre Wege sich getrennt hatten, begegnete sie an der Küste einem recht zerstreuten Magier names Kruzius, gemeinsam holten sie eine Alge vom Meeresgrund. Nun endlich kehrte sie wieder nach Al Shedim zurück, doch Maris war immer noch nicht wieder da. Aber yinne war aufgetaucht, wenn sie auch in einem erschreckenden Zustand war, so hatte Aniron jemanden, um den sie sich kümmern konnte.

    Nach einer scheinbaren Ewigkeit war Maris wieder aufgetaucht und beide waren nach Silden zum Samhainfest gereist. Dieses Fest sollte ihr noch lange in Erinnerung bleiben, schließlich hatte Maris ihr nicht nur einen Heiratsantrag gemacht, sondern sie war auch dem Geist ihrer toten Ziehmutter begegnet. Außerdem geschah es in Silden, dass Aniron schwanger wurde.
    Nachdem die beiden Verlobten wieder nach Al Shedim zurückkehrten und Aniron einem Fremden die Grundlagen des Stabkampfes beigebracht hatte, brach das Unglück über die Stadt des Wüstenvolkes herein. Adanos' Zorn stürzte in Form einer riesigen Flutwelle auf sie nieder und zerstörte alles bis auf den Tempel. Tod, Zerstörung, Krankheit und Hunger war über sie hereingekommen. Die Gemeinschaft musste stark zusammenhalten, um diese Tragödie zu überwinden.
    Trotz allem wurde Anirons Bauch immer dicker, was Maris aber nicht davon abhielt, sich in weitere Gefahren zu stürzen. Daraufhin begab sich Aniron nach Bakaresh, um im nahegelegenen Kastell bei Ceron die Grundlagen der Heilung zu erlernen. Zusammen mit ihrem Liebsten kehrte sie nach Al Shedim zurück, das nun von einem Dschungel umwuchert war. Auch der Kräutergarten war davon betroffen, sodass Aniron bis kurz vor ihrer Niederkunft dort noch Arbeiteten verrichtete.

    Nun sind Maris und Aniron stolze Eltern eines Zwillingspärchens: Runa und Sinan. (geb. am 4. Juli 2010)

    In Setarrif:
    Als eine Delegation nach Al Shedim kam und die Aussicht auf ein sicheres Leben hinter den Mauern einer Stadt auf Argaan im Kreise der Glaubensbrüder und -schwestern stellten, überlegte Aniron nicht lange. Sie konnte Maris überreden, die Wüste zu verlassen, da sie nun ihren Kindern gegenüber eine große Verantwortung hatten.
    Doch in Setarrif angekommen, lag einiges im Argen. Die Al Shedimer kämpften gegen Korruption und Machtbesessenheit, ihren ersten Sieg konnten sie gegen Oktavian verbuchen. Leider gibt es unter der Anhängerschaft nicht die Einigkeit, die sie aus Al Shedim gewöhnt waren und immer noch müssen sie gegen Neid und Missgunst kämpfen, doch mehr und mehr werden sie aufgenommen.

    Aniron hat in der blinden Danee eine gute Freundin und Mentorin gefunden, deren Unterstützung sie braucht. Auch Arbeit gibt es mehr als genug, Aniron kümmert sich um den Kräutergarten und betreut das städtische Bordell. Ob sie sich nun endlich mit ihrer Familie niederlässt auf immer? Wird Maris sein Versprechen wahr machen und sie heiraten?




    Aniron und ihre Mitmenschen:
    Maris- die Liebe ihres Lebens
    yinnesell- die Hebamme half ihr aus der Not und betrachtet die Tänzerin inzwischen als gute Freundin, auch, wenn sie sie schon lange nicht mehr gesehen hat
    Ornlu- ihr Stabkampflehrmeister, dem sie mit Respekt und Ehrfurcht begegnet
    Tinquilius- auf den Priester traf sie schon bei mehreren Ereignissen und hatte sogar die Ehre mit ihm zu tanzen, sie steht bedingungslos hinter ihm
    Wombel- ein Novize der Wassermagier, ihr Stabkampfschüler und auch gutmütiger Freund, der viel für die Zwillinge und Aniron tut - Weihhelfer zur Magierweihe
    Solveg- ein Mitstreiter, mit dem Aniron einige gefährliche Momente erlebt hat und dessen Meinung und Magiekönnen sie sehr schätzt
    Hyperius- ebenfalls ein guter Freund, den Aniron stets auf gleicher Augenhöhe begegnet und ebenfalls schätzt
    Carras- Wollte im Drogenrausch über sie herfallen, Aniron weiß nicht ganz, was sie von ihm halten soll.



    Sonstiges:
    Aniron besitzt (besaß) eine Katze names Sirii. - Aniron hat diese einem Novizen namens Fyr in Al Shedim anvertraut, bevor sie nach Setarrif ging.
    Aniron als:

    - Hebamme im RPG
    - Stabkampflehrmeisterin

    Kontakt:
    über ICQ oder PN
    zugelassen
    Last edited by Aniron; 28.03.2014 at 17:59.

  10. View Forum Posts #10 Reply With Quote
    Modera'ador  Raad's Avatar
    Join Date
    May 2010
    Posts
    2,178
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Raad is offline
    [Bild: RaadVP2.jpg]
    Name: Raad

    Alter: 28 (vielleicht)

    Rüstung: keine Rüstung

    Waffe: Dolch

    Beruf: Dieb

    Aussehen:
    Sein schwarzer Mantel war zerknittert, seine Haare jedoch einigermaßen ordentlich. Sein Gesicht zeigte den dunklen Ansatz eines Bartes, der sich nicht mehr daran erinnerte, wann er das letzte Mal gestutzt worden war, und seine Augen besaßen ein schwaches Funkeln, als dachte er an etwas, dass ihm jeden Augenblick zum Lachen bringen konnte.

    Eigenschaften:
    voller Tatendrang...

    Vorgeschichte:
    Raad wurde in der Wüste als Sohn zweier Menschen, die er bereits früh aus den Augen verlor, geboren. Er weiß nicht mehr, wer seine Eltern sind, noch wie er sie finde könnte. Da Schicksal schien für ihn ein anderes Lied komponieren zu wollen, dessen Melodie der Dramatik fröhnte, und so geriet er bereits früh in die Fängen des Löwen.

    Die Jahre vergingen und Raad wurde zu einem der besseren Krieger Zubens, bis der Tag kam, da er einem Mann mit dem klangvollen Namen Farel a'Rog ni'Orej nach Braga folgte.

    Die Zeiten wendeten sich und die Treue zu dem spitzbärtigen Magier schwand dahin wie Wasser in einer Schale, ausgesetzt in der brennenden Wüste. Nur Beliar schwor er bis ans Ende der Zeit zu folgen.
    Und so fällt die Nacht über das Land und lässt eine neue Figur im Schach der Götter auferstehen. Mögen die Spiele beginnen.

    zugelassen
    Last edited by Raad; 07.05.2013 at 21:38.

  11. View Forum Posts #11 Reply With Quote
    Veteranin Selina's Avatar
    Join Date
    Oct 2010
    Posts
    637
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Selina is offline
    Name: Selina

    Alter: 17 - mittlerweile 20

    Rüstung: keine Rüstung

    Waffe: keine Waffe

    Skills (3/8):

    [Bild: Ätherisches_Licht.jpg]Barbier




    [Bild: 64px-Anderen_heilen.jpg]Magie I (Licht, Telekinese, Kälte)
    by Ptah
    Magie II (Kondensation, Schlichten, Magisches öffnen und verschließen)
    by Hyperius

    Startpunkt: Varant

    Eigenschaften:
    Selina ist offen, freundlich und hilfsbereit. Sie ist meistens gut gelaunt und lacht gerne und viel. Ihre Offenheit und Gutgläubigkeit können aber dazu führen, dass sie naiv ist und Leuten vertraut, die nichts Gutes im Sinn haben.
    Ihre tief blauen Augen und ihre langen, schwarzen Haare verleihen ihr ein gutes Aussehen, sie ist ehrlich und hat selbst mit gut gemeinten oder notwendigen Notlügen ein Problem.

    Geschichte:
    Prolog:
    Selina wuchs in Geldern auf, ihre Eltern kamen aber aus Nordmar und Varant. Aufgrund ihrer Herkunft gab es häufig Streit zwischen den beiden, weil eigentlich keiner in Myrtana wohnen wollte, sie sich aber nicht einigen konnten ob sie nach Norden oder Süden ziehen sollten.
    Sie war, wie alle schnell erkannten, ein komplettes Gegenteil zu ihrem Bruder. Sie war kontaktfreudig und verstand sich mit den meisten Leuten die sie traf auf Anhieb gut. Auch mit ihrer Mutter hatte Selina eine sehr gute Beziehung. Die beiden sprachen viel miteinander und Selina bekam auch oft das Leid über ihren Vater geklagt.
    Eines Tages, als ihr Vater für ein paar Tage fort war, beschloss ihre Mutter alles einzupacken und nach Varant zu ziehen. Selina hatte sie bei dieser Idee unterstützt und wollte, dass ihre Mutter erneut glücklich wurde und nicht unter der Dominanz ihres Vaters ihr Leben fristen musste.
    Während der Reise versuchte sie zu erfahren, wie ihr Bruder zu den Ereignissen stand, aber er war so verschlossen, dass es eine Mühe war, ein Wort aus ihn herauszubringen und so gab sie schließlich auf.
    In Mora Sul zu leben und zu sehen wie glücklich ihre Mutter war, erfreute Selina und auch sie selbst kam mit der Hitze und der Trockenheit auch gut zurecht.
    Lange sollte der Aufenthalt in der Wüste aber nicht dauern, denn ihr Vater wusste wo sein Familie zu finden war und brachte sie, nachdem er den Widerstand der Mutter gebrochen hatte, nach Nordmar.
    Selina bekam das Leiden ihrer Mutter mit und ihre eigene Stimmung wurde durch die Kälte und die wenigen Sonnenstunden gesenkt. Die Streitereien ihrer wieder vereinten Eltern waren aber schlimmer denn je und die Meinung ihres Bruders erfuhren sie erst indirekt, als er plötzlich von einen Tag auf den anderen verschwunden war. Von allen hatte er etwas gestohlen und ihr Vater war außer sich, als er bemerkte, dass sein Dolch weg war, der mit höchster nordmarer Schmiedekunst gefertigt worden war. Ihr wurde ebenfalls ein Dolch entwendet, der die erste und einzige Waffe war, die sie besaß und sie verstand nicht warum er ihr das wegnehmen musste, wo er doch eh schon einen weitaus besseren Dolch hatte.
    Nachdem ihr Bruder den Anfang gemacht hatte, brach die Familie weiter auseinander. Auch ihre Mutter machte sich eines Nachts davon, ließ aber, zu Selinas großer Enttäuschung, ihre Tochter zurück und ihr Vater, der nun glaubte seine Familie verloren zu haben tat weder etwas um seine Frau oder seinen Sohn zurückzuholen, noch kümmerte er sich um seine Tochter. Ganz im Gegenteil, er ließ sie spüren, dass sie als Tochter keine Bedeutung in der Familie hatte.
    Da sie trotz der Anwesenheit ihres Vaters auf sich alleine gestellt war, beschloss sie schließlich auch aufzubrechen und zurück nach Varant zu gehen. Dort war die Chance am größten ihre Mutter wieder zu finden und außerdem hatte es ihr dort am besten gefallen.

    Alle Posts:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    1.) Varant - Angriff auf Ben Erai
    1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24

    2.) Al Shedim
    25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49, 50, 51, 52, 53, 54, 55, 56, 57, 58, 59, 60, 61, 62, 63, 64, 65, 66, 67, 68, 69, 70, 71, 72, 73, 74, 75, 76, 77, 78, 79, 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87

    3.) Al Shedim - Ankunft der setarriffer Magier
    88, 89, 90, 91, 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101

    3.) Setarrif - Magie I

    102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115, 116, 117, 118, 119, 120, 121, 122, 123, 124, 125, 126, 127, 128, 129, 130, 131, 132, 133, 134, 135, 136, 137, 138, 139, 140, 141, 142, 143, 144, 145, 146, 147, 148, 149, 150, 151, 152, 153, 154, 155, 156, 157, 158, 159, 160

    4.) Setarrif
    161, 162, 163, 164, 165, 166, 167, 168, 169, 170, 171, 172, 173, 174, 175, 176, 177, 178, 179, 180, 181, 182, 183, 184, 185, 186, 187, 188, 189


    Getroffene Charaktere:
    Maris, Jaryvil, Janina, Ptah, Paolo, Calan, Tinquilius, Wombel, Solveg, Rekhyt, Dennik, Gath, Drew
    der Fan

    befreundet
    kurz getroffen, neutral

    Werdegang:
    24.10.2010: Aufnahme in das Wüstenvolk Adanos'
    13.12.2010: Beförderung zur Novizin des Wassers
    21.02.2011: Beförderung zur Adeptin des Wassers
    10.07.2011: Beförderung zur Wassermagierin
    02.02.2013: Inaktivität
    19.01.2014: Wiederaufnahme ins Königreich Argaan
    zugelassen
    Last edited by Selina; 28.05.2014 at 00:35.

  12. View Forum Posts #12 Reply With Quote
    Provinzheld Felix's Avatar
    Join Date
    Dec 2009
    Location
    -
    Posts
    261
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Felix is offline
    Prolog

    Portrait "DER STRAFKOLONIST"
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)



    Alle seine ehemaligen Sumpfgefährten würden nach dem Fall dem Wahnsinn verfallen und sich auf brutale Art Ihr Leben nehmen, einer der ersten Steine auf einem Dunklen Pfad...


    Kapitel I
    Leben in der Strafkolonie
    akt I
    |0|

    Kapitel II
    Von Khorinis zum Festland
    akt I
    |1|

    Kapitel III
    Ankunft in Myrtana + Partner post mit "Die Stadtwache - Andrim" (Kap Dun)
    akt I
    |2|
    akt II
    |3|

    Kapitel IV
    Aufbruch zur Armee + Partner post mit "Die Stadtwache - Andrim"
    akt I
    |4|
    akt II
    |5|
    akt III
    |6|
    akt IV
    |7|

    Kapitel V
    Zwischenstop auf einem Bauernhof nahe Montera Partnerpost mit Andrim, San Daran, Xorag, Sir Reinhold
    akt I
    |8|
    akt II
    |9
    akt III
    |10|
    akt IV
    |11|
    akt V
    |12|

    Kapitel VI
    Auf dem Weg nach Vengard [Beerdigung von Rhobar dem II]
    akt I
    |13|

    Kapitel VII
    In Vengard
    akt I
    |14|
    akt II
    |15|
    akt III
    |16|

    Kapitel VIII
    In Varant partnerpost mit Merus, Andrim
    akt I
    |17|
    akt II
    |18|

    Kapitel IX
    Im Zug der Armee partnerpost mit Sir Ulrich
    akt I
    |19|

    Portrait "DER FREIE STREITER"
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Zuverlässiger Waffenknecht & gelernter Schneider in Rhobars Legion, sein dunkles Potential liegt tief vergraben. Der Alltag machte aus ihm ein gutes Werkzeug.



    Portrait "DER VERLORENE"
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Ab diesem Zeitpunkt stehen nicht nur Er sondern auch tausende andere Flüchtlinge aus dem zerstörten Setarrif vor dem nichts. Doch Sein Zorn entspringt nicht aus den Taten des Drachens sondern den Taten der Adelsfamilie Gerstark aus dem Südosten Thorniaras welches ja weitgehend von den Drachenangriffen verschont geblieben ist. Er wurde entführt, versklavt, misshandelt. Wird er seinen ebenfalls entführten Schneiderlehrmeister Karl wiederfinden können? Er steht nun schwer verletzt und ohne hab und gut da, doch er wird, ER WIRD! eisern versuchen an stärke zu gewinnen, dann seine Peiniger ausfindig machen und Sie letzten endes vernichten...


    Portrait "DER SILBERSEE"
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)



    ZITATE
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    „Wenn du einem alten Paladin einen Gefallen tun willst, dann kümmerst du dich um seine Sachen. Vielleicht kann er dir von Nutzen sein, wenn er dir hold gesonnen ist“.
    Sir Ulrich


    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    "Fe...öh..Felix. Ihr...ihr wurdet - gerufen um, .... , um mir Kleider anzufertigen. Ich....Ich brauche Kleider die meinem .... ihr wisst schon....meinem Stand " - schnellt fügte sie hinzu - "als Adlige....entsprechen. Auch einige Festtagsgewänder..die müssen ... dann in den Farben meines Hauses sein...den Gerstarks. Eine hellblaue Sturmfaust...auf weissen Grund. Die Ränder...also die an den Seiten...die sind auch in Hellblau. Ein Banner brauch ich dann auch.....und ein paar Überröcke in den Farben für meine Wachen... . Ja... . "
    Yasmin Gerstark




    -----News

    ICQ Nummer: 444433075
    Aktualisierungsdatum: 2015
    Alter: 21 Winter
    Rang RPG: Landstreicher
    Rang OT: klinge
    Skill/s: Handwerker (Bergmann) (1/1)
    Beschreibung Schneider bzw. Schneiderin ist ein handwerklicher Lehrberuf der Textilverarbeitung. Die Aufgabe des Schneiders ist es, Textilien zu Bekleidung zu verarbeiten. Die Handwerkzeuge des Schneiders sind seit alters her Nadel, Faden, Schere und Bügeleisen
    Aufenthalt: Threat Silberseeburg
    Rasse: Myrtaner
    Beschreibung Myrtaner sind die Einwohner der zivilisierten, weltoffenen Region Myrtana. Sie sind ein gebildetes, sprachbewandtes Volk. Sie sind auch bekannt für die Disziplin und Ausbildung ihrer Bürgerarmeen. Mit ihren Armeen konnten sie die Orks und andere starke Armeen bekämpfen und die Kontrolle über die meisten Teile des Kontinents gewinnen. Als exzellente Händler und Kaufleute kontrollieren sie die meisten Häfen der Welt. Sie sehen den Varantern, abgesehen von ihrer dunkleren Hautfarbe, sehr ähnlich. Myrtaner sind zwar größer als Varanter jedoch kleiner als Nordmarer.
















    So fing er an 2009

    Vorgeschichte:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)
    Geboren Im Farmland von Faring wuchs er als Sohn einer hartarbeitenden Großfamile auf deren Talente im anbauen von Getreie und der Herstellung von Milchprodukten lag. Er konnte sehr gut mit Tieren und Kindern umgehen. Er beschäftigte sich nicht nur mit der arbeit die er auf dem Hof machte. Während dem Höhepunkt der Kriegszeiten interessierte ihn vor allem das Militär und der Ruhm den man durch Siege an der Front erlangen konnte. Er wollte ab seinem 17 Lebensjahr auf jeden Fall zu den Soldaten des Königs gehören und der Armee beitreten. Der Wendepunkt kam eine Woche vor seinem 17 Geburtstag, als er wieder in die Stadt ging um wichtige Sachen zu besorgen die die Familie nicht herstellen konnte, wie Werkzeuge und Materialien für anstehende Reparaturen, auch anständige Schuhe fehlten im Haus, nur waren sie meist so teuer das sich nur das Oberhaupt der familie qualitativ hochwertige Stiefel leisten konnte. Deshalb sollte ihr jüngster Sohn, das war Felix, Schuster werden. Ein ordentliches Handwerk ist viel wert, vor allem weil es immer bedarf an Kleidung, Waffen, Werkzeugen, Baumaterial, Möbeln oder ähnlichem gibt. Seine Vorlieben liegen aber im Philosophieren oder Dichten. Als er die Stadt Betrat kamen ihm auch schon wieder Tausende Ideen nur diesmal war sehr viel in der Stadt los. Es war soviel los, das er kaum noch einen halben meter Platz vor sich hatte. Im Getümmel vor dem Markt merkte er gar nicht wie ihm ein verfolgter Dieb gestohlene Ware zusteckte, erst als dessen Komplizen, Gardisten von Rhobar auf Felix aufmerksam machten, merkte er dass etwas nicht stimmte, er wusste natürlich von nichts. Zwei Monate später war er in der zur Zwangsarbeit in der Strafkolonie Khorinis in der er verbittert Zuflucht bei der Bruderschaft des Schläfers fand und in ruhe nachdenken konnte bis die Barriere zerstört wurde. Trotz mangelndem Vertrauen in das Gesetz blieb er weiter fasziniert vom Militarismus und einem Religiösen Kodex.













    zugelassen
    Last edited by Felix; 06.06.2015 at 21:23.

  13. View Forum Posts #13 Reply With Quote
    Der Zauberlehrling Turang's Avatar
    Join Date
    Dec 2011
    Location
    Der Strudel des Surrealen
    Posts
    1,581
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Turang is offline

    Turang

    Name: Turang
    Nachname: Selegan(in Argaan unbekannt)
    Rang: Hoher Wassermagier
    Alter: Mitte Zwanzig
    Eigenschaften:
    Turang wirkt ob seiner ruhigen und manchmal verschlossenen Art oft ein wenig undurchschaubar. Wenngleich er den meisten Menschen meist ein Rätsel ist, so handelt er doch stets besonnen und gutherzig nach dem Ideal des Gleichgewichts. Vor seinen wachen Augen sind die Geheimnisse eines manchen weniger sicher, als dieser es glauben mag, denn diese grauen Augen sehen tief und hinter seiner Stirn wohnt der Geist eines klugen Wassermagiers. Es ist ratsam, mit wachen Sinnen in die Welt zu sehen, wenn man mit ihm spricht, denn vieles kann ohne Worte gesagt werden und stille Wasser bleiben eben tief...
    Skillpunkte(6/12):
    -Magie Adanos' Stufe I. (Wasser schaffen, Kälte, Telekinese), gelernt bei Melaine
    -Magie Adanos' Stufe II. (Kondensation, Eisgeschoss, Magisches Öffnen und Verschließen), gelernt bei Kilijan
    -Handwerker (Buchrestaurator) (Herstellung und Restauration von Büchern), gelernt im Selbststudium
    -Teleport II. (gelernt im Selbststudium)
    -Siegel der Neutralisation (gelernt im Selbststudium)
    Aussehen:
    Turang ist 1,92m groß und doch ein schlanker Mann mit einem schmalen Gesicht, umrahmt von dunklem Haar und einem ebenso dunklen Bart.. Seine Züge wirken meist ruhig und friedlich, doch mag auch ein scharfer Zug darin zum Vorschein kommen. Besonderes Merkmal sind nur die grauen Augen, ehrlich und durchdringend, deren Blick man wiedererkennt, wenn man in die Augen seines Wolfes Fenris blickt.
    Kleidung: Robe der Wassermagier, respektive einfache schwarze und graue Kleidung Auf Reisen auch einen schwarzen Reisemantel oder einen blauen Umhang.
    Fenris: Fenris ist ein weißer Wolf aus Nordmar, der Turang seit seiner Ankunft auf Argaan begleitet. Über den Wolf ist weder bekannt, wie er nach Argaan kam, noch, warum er keinerlei Aggressionen gegenüber Menschen zeigt, aber seit ihrer Begegnung begleitet er Turang auf seinem Weg beständiger als jeder Mensch. Obwohl Fenris über kein eigenes magisches Potential verfügt, umgibt den Wolf stets etwas geisterhaftes, besonders in den tiefen blauen Augen. Außerdem steht der Wolf in Verbindung mit dem Ring, den Turang trägt, welcher auf das Erscheinen und die Emotionen von Fenris reagiert...
    Waffe: Magie
    Wohnort: Turm der Magier, Silberseeburg
    Vorgeschichte:
    Turang Selegan stammt aus einer der ältesten Familien von Khorinis, die aus dem Tal von Jharkendar stammt, jedoch von dort geflohen ist, als Rhademes die Führung über die Krieger-Kaste übernahm. In jungen Jahren, im Alter von 16, begegnete er das erste Mal Vatras und stellte sich unter dessen Schutz und Führung, der ihm daraufhin ein großen Einblick in die Schriften der Adanospriester gewährte, jedoch verweigerte er ihm den Rang eines Wassermagiers und die Künste der Magie, da Turang laut Vatras' Aussagen noch nicht bereit für die schwere Bürde eines Wasserpriesters sei. Dennoch entwickelte sich Turang Selegan zu einem wichtigen Teil der Adanosanhängerschaft auf Khorinis, doch nach einem Orkangriff auf Khorinis floh Turang zusammen mit seinem jüngeren Bruder auf einem Fischerboot. Nach einer Jahre andauernden Odyssee durch das Myrtanische Meer gelangten beide schlussendlich zu einer gewaltigen, abgelegenen Insel, dem Königreich Argaan, die in ihren Augen wunderbar erschien.Als sie ihr ärmliches Boot an Land gezogen hatten, wandten sie sich zur Stadt Setarrif, doch es knackte im Gehölz und eine Gruppe Snapper brach hervor. Turang und sein junger Bruder, jeder von ihnen trug nur eine Reisetasche, wandten sich zur Flucht, doch war Turangs Bruder ihnen an Schnelligkeit nicht gewachsen, so dass Turang, auf seinem Weg zurückschauend, mit ansehen musste, wie sein Bruder von ihnen zerfleischt wurde. So schnell Turang auch rannte, es war zu spät, um seinen Bruder zu retten, doch jene Biester waren sich in diesem Moment des heiligen Zornes des jungen Mannes bewusst, dass sie flohen. Als er an den Körper seines Bruders trat, war seine Seele schon auf dem Weg in Beliars Reich. Turang konnte ihn nicht begraben, doch er legte ihn in das Boot, mit dem sie gekommen waren und während die Silhouette in der Dämmerung versank, grub sich ein scharfer Zug in Turangs Gesicht und nie wieder sollte dieser verschwinden.
    NPC's:
    -Arenem, Adept des Wassers, guter Freund von Turang beim Fall von Setarrif verstorben
    -Rigas, recht überheblicher Adept verschollen
    -Haldan , Gehilfe der Feder
    -Argon , Wassermagier jenseits von Schweden
    -Alrich, Borgan(?), Landrik(?
    ), Mitglieder vom Ring des Wassers und Boten der Wassermagier

    ICQ: 369-896-778
    zugelassen
    Last edited by Turang; 25.08.2015 at 18:40.

  14. View Forum Posts #14 Reply With Quote
    Kämpfer Rognor Hammerfaust's Avatar
    Join Date
    Apr 2012
    Location
    Rostock
    Posts
    323
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Rognor Hammerfaust is offline
    Rognor Hammerfaust
    Alter: 50
    Rüstung: keine Rüstung
    Waffe: Keine
    Beruf:Handwerker (Fallenkonstrukteur)
    Steinmetz
    Goldschmied
    Bergmann

    Eigenschaften:
    +Bärenkräfte
    +Treue Seele
    +zäher Hund
    +hilft seinen Freunden
    ~ab und zu driftet er in die Vergangenheit zurück
    ~Stur
    ~Sagt alles gerade heraus
    ~kann lesen und schreiben, braucht für einen Satz jedoch eine Ewigkeit
    -wenn man sagt er kann weder lesen noch schreiben, dann wirds gefährlich
    -Alkoholiker
    -kann schnell gereizt sein / wütend werden

    Habe:
    - Eine Goldkette mit einem Hammer als Anhänger
    - Seine Pfeife
    - Tabak (welches in dem goldenen Kästchen bewahrt wird, was er bei der Handwerksprüfung zum Goldschmied bei Ravenne geschmiedet hat)
    - eine Spitzhacke
    - Ein Rufhorn
    - Ein Schmiedehammer

    Sein Aussehen:
    Der Zwerg welcher auf den Namen Rognor hört ist nun wahrlich kein Riese. Selbst Kinder die etwa normal Groß sind für ihr Alter könnten ihm auf den Kopf spucken oder ihm zumindest geradewegs in das eine Auge sehen. Jedoch ist er wahrlich ein Muskelpaket, wenn man es in Relation zu seiner geringen Körpergröße sieht. Auf seinem Rücken sind einige Narben zu sehen, welche aus dem Leben des Zwergen stammen, welches ihm nicht mehr bekannt ist. Doch was den Rücken am meisten dominiert ist das Tattoo eines Ambosses mit einer Krone darüber, welches er von seinem Meister als ewige Erinnerung an sein verlorenes Volk bekam. Das zerfurchte Gesicht, geprägt von Alter, Wind, Wetter und Arbeit kann man wahrlich nicht als schön erachten. Sein rechtes Auge verlor er in einem Wettkampf in Setarrif, als er im Ring gegen die Gebrüder Klotz antrat, und nun liegt eine lederne Augenklappe über dem Loch in welchem sich einmal eines seiner braunen Augen befunden hatte. Der Bart ist meistens eher ungebunden und struppig. Anderthalb Handspannen lang ist der weiß-graue Bart doch schon ein schönes Exemplar. Zu besonderen Anlässen flicht er seinen Bart und in ihn hinein kleine goldeen oder silberne Anhänger. Je kunstvoller der Bart geflochten worden sit, desto wichtiger ist das Ereignis dem Zwerg. Vor der Schmiede trägt der Zwerg gerne eine lange Ledrschürze über seine Kleidung, welche zurzeit eine etwas notdürftig geflickte Lederrüstung ist. An der Seite baumelt wie immer sein Hammer, welcher vorallem für handwerkliche Tätigkeiten eingesetzt wird. Auf dem Rücken hingegen trägt er eine Spitzhacke, welche eigentlich zum Abbauen von Mineralien gedacht ist, jedoch auch schon öfters zum Drohen genutzt wurde. Um den Hals trägt er eine golde Kette mit einem Hammer als Anhänger als Zeichen seines Glaubens. Zu guter letzt kann man ihn auch mit einem Rufhorn an der Seite sehen, welches ein Geschenk seines Meisters war. Wundervoll verziert mit silbernen Beschlägen macht es einiges her und gibt darüber hinaus auch einen durchdringenden Ton heraus, wenn der Bläser etwas kann.

    Vorgeschichte:
    *Stumpsinniger Rotrock* Mit diesen Gedanken machte Rognor sich dem Torwächter entgegen. Der Torwächter drehte sich zu ihm um und sah auf den Kleinwüchsigen hinab. "Hey Zwerg wohin des Weges. Etwa zu deinem Stollen." Der Soldat konnte sich das Lachen nicht verkneifen. Doch Rognor machte es nichts aus. Er wusste er war ein Zwerg. Als er vor 15 Jahren an die Küste gespült worden war besaß er nur ein Tagebuch, einen Hammer und eine Axt. Leider besaß er dafür sein Gedächtnis nicht mehr. Er wurde von Innos Soldaten gefunden, verspottet und zurück gelasse. Ein alter Mann, der genauso groß war wie er sagte er ist genau wie er ein Zwerg und die beiden müssen ihre Kultur am Leben erhalten. Der Mann wohnte in einer kleinen Steinhütte. Er erzählte er hätte sie selbst gebaut. Die Hütte war fugenlos und innen waren handwerksmeisterlich Gravuren angebracht. Doch das Häuschen war nur Tarnung. Hinter einer Geheimtür und etlichen tödlichen und sehr brachialen Fallen war eine Mine riesigem Ausmaße. Der Alte brachte ihm sein liebstes Handwerk bei. Fallen zu konstruieren, zu bauen und in Takt zu halten. An langen Tagen saßen sie nachdem sie Stunden am Reißbrett, wo sie Fallen entwarfen, verbracht haben vor dem Kamin. Der Alte erzählte von dem Schöpfer der Zwerge ihrem Kampfstilund natürlich ihren Talenten. Er selbst behauptete immer schon 300 Winter erlebt zu haben. Zu seinem 50 Geburtstag schenkte der alte Fallensteller ihm ein für ihn selbst geschmiedetes Set an Werkzeugen und seinen Helm. Zudem gab er ihm viele Konstruktionen von Fallen und einen Beutel mit Gold. Als Rognor sich wunderte warum er diese prächtigen Geschenke erhalte erwiderte der Alte, das es soweit sei ihn zu verlassen und die Welt zu erkunden. Doch er meinte, wenn er dem Zwergengott gerecht werden wolle so solle er, wenn er sich zu einem prächtigen Krieger entwickelt habe zurückkehren und die Waffe des Alten an sich nehmen. Der zukünftige Kämpfer versuchte nicht in Tränen auszubrechen, weil er den Alten zu sehr ins Herz geschlossen hatte. Sein Meister sagte er müsse sich seiner Tränen nicht schämen. Eine solche Bindung zu trennen ist es wahrlich wert zu beweinen. So zog der "Zwerg" hinaus um die Wünsche seines Ziehvaters zu erfüllen, den Stolz des Zwergengottes zu erhalten und den Langen zu zeigen was ein Zwerg ist. Der Soldat schubste ihn an und sagte " Hey Zwerg warum schläfst du beim stehen ein? " Sich ein Pfeifchen ansteckend erwiderte Rognor " Tja Bürschchen das ist meine Sache und jetzt geh mir aus den Augen ich will durch." Genüsslich blies er den dicken, beißenden Rauch ins Gesicht des Wachsoldaten. Während der Soldat sich die Tränen aus den Augen wischen musste ging Rognor, mit seiner tiefen Bassstimme lachend, aus Thorniara hinaus. Er hatte gehört die besten Kämpfer kamen aus Setarrif. Somit hatte er sein Ziel schon längst vor Augen. Auf den Wald zugehend murmelte Rognor: " Ich werde euch Stolz machen Meister. Irgendwann wird jeder wissen wer Rognor Hammerfaust ist." Genüsslich schmauchend ging er auf den Wald zu.

    Sein Leben im Dienste Erthorns
    Es sind schon einige Jahre vergangen, seitdem sich Rognor aufgemacht hat um zum stärkstem Kämpfer aufzusteigen, den die Welt je gesehen hat. Angefangen in Setarrif der Stadt der Goldenen Dächer und der Schwerter, den besten Kämpfern des Landes arbeitete sich der Zwerg hoch. Als Widerstandskämpfer und Söldner knüpfte er erste Kontakte zu Leuten, welche in seiner Erinnerung als Freunde zurückblieben und lernte den Kampf mit der Axt von dem weißhaarigen Marvin. In einem erbarmungslosem Kampf mit Adson Muller und Edon Mesotes an seiner Seite neben einigen Söldnern eroberte Rognor aus dem Clan der Hammerfäuste auch eine Mine im Osten Setarrifs und in der Näher des Bergsees. Gemeinsam erlegte die kämpferische Gruppe einige Minecrawler und räuchert sie zu guter Letzt mit dem Tod ihrer Königin aus. Die Eier verschenkte der Zwerg an einen Magier namens Tinquilius um sich so die Hilfe von den Magiern in Zeiten der Not zu sichern. Auch verlernte er die Kampfkünste mit der Axt nur um seinen Körper zu einer Waffe zu machen. Unter Wendel lernte der Zwerg Schläge und Tritte, Paraden und Konter, Technicken zur Entwaffnung und einiges mehr um seinen Gegnern mit bloßen Fäusten in den Weg zu treten. Währenddessen erlernte Rognor auch die Kunst des Goldschmiedens, von der stummen Goldschmiedin Ravenne in Thornaria. Zwar war sie eine von Rhobars Schergen doch zumindest hatte der Zwerg sich nicht ganz im Bösen von ihm getrennt und insgeheim dankte er der Schmiedin, auch wenn sie auf der falschen Seite stand. Die Mine gedieh und der Reichtum des Zwerges stieg. Seine Pläne viele der arbeitslosen aber kräftigen Männer im Hafen in seinen Dienst zu stellen udn so die Mine zu einem neuen Stadtteil zu formen wurden zerstört, als ein Drache alle Menschen und sogar den Zwerg aus der Stadt vertrieb. Jetzt lebt er in der Silberseeburg und versucht erneut sich hochzuarbeiten.


    PS:
    1. Der Typ ist kein Zwerg sondern ein Kleinwüchsiger. Der Alte hat ihm nach dem Gedächtnisverlust das eingeredet und glaubt fest daran.
    2. Es gibt wie mir gesagt wurde nur 3 Religionen. Der Alte und Rognor glauben daran einen eigenen Gott zu haben. Es ist kein allgemein gültiger Glaube.

    zugelassen
    Last edited by Rognor Hammerfaust; 02.06.2015 at 00:21.

  15. View Forum Posts #15 Reply With Quote
    Provinzheld Lukar's Avatar
    Join Date
    Jan 2014
    Posts
    290
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Lukar is offline

    Alter: Ungefähr 48 Winter

    Beruf:
    Offiziell Verwalter. Inoffiziell jedoch krimineller Drahtzieher.

    Rang: Bürger von Silbersee (Klinge)

    Zugehörigkeit:
    Königreich Argaan und seine Majestät König Ethorn

    Gesinnung und Ziele:
    Neutral böse | Persönliche Macht | Reichtum

    Kleidung: Meist kleidet sich Lukar in schlicht gehaltene Gewänder, scheute jedoch keine Kosten und Mühen, sich diese aus besonders hochwertigen Materialen herstellen zu lassen, um seinen Wohlstand zu symbolisieren. Seit seiner Flucht kreuz und quer durch das Festland blieben ihm neben bescheidenen Geldmitteln lediglich einige abgehangenen Bürgerklamotten, die im Vergleich zu seiner früheren Ausstrahlung wie ein Haufen Lumpen wirkten. Erst nach längerer Zeit auf Argaan konnte er sich endlich wieder ein vernünftiges, schwarzes Gewand zulegen.

    Gegenstände: An seinem Finger trägt Lukar den Siegelring der Durand, ein uraltes Familienerbstück, dass jeglichen Wert verloren hat da seine Familie schon seit Generationen im Königreich nicht mehr als adelig gilt. Das alte Wappen zeigt das Symbol einer zusammengerollten Schlange, umgeben von vier gedrehten Händen. Es steht für Listigkeit, aber immer im Rahmes des familären Vertrauens und der Zusammenarbeit. Lukar trägt diesen Ring als Errinerung an seinen Vater und zum Zeichen dafür, dass er gewillt ist ebenso wie seine Vorfahren zu Wohlstand und Macht zu kommen.
    Abgesehen davon ist sein Tagebuch wohl sein wertvollster Besitzt, ebenfalls mehr persönlich den materiel betrachtet. Ansonsten blieb ihm nicht mehr viel von seiner persönlichen Habe. Seine Pfeife und den Tabak verlor er an den verrücken Michail Radzinsky. Zumindest hat sich sein Geldbeutel wieder einigermaßen erholt, seitdem er sich auf die krummen Geschäfte mit Noctal eingelassen hat, und am Krautverkauft in Thorniara mitwirkt. Auch eine neue Pfeife hat er sich inzwischen wieder gekauft,

    Waffe: In seinem Besitz befindet sich seit längerer Zeit ein einfacher Dolch, denn er ist der Meinung, dass es für einen Mann wie ihn reiner Selbstmord wäre, sich unbewaffnet in die Öffentlichkeit zu wagen. Auch zum einfachen Schutz seines Geldbeutels vor Taschendieben ist der Dolch äußerst dienlich. Im offenem Nahkampf wird er mit dem Dolch aber wohl eher das Nachsehen haben. Die Waffe ist schon länger in seinem Besitzt, aber wurde immer vorsorglich gepflegt und glänzt noch immer im Sonnenlicht wie am ersten Tag. Bei der Schlacht um Setariff hat er den Dolch beinahe für immer verloren, nur dank seines Komplizen Slicer konnte er ihn behalten.

    Erscheinung: Lukar ist ein Mann von großer, eher drahtiger Statur und von bester Gesundheit. Den anfänglichen, alterlichen Verschleißerscheinungen konnte er bisher erfolgreich durch einen gesunden Lebensstil ausweichen, und wenn nicht, so vermochte er sie zumindest gut zu verbergen. Besonders markant sind seine Gesichtszüge:
    Wer seine auffällige Hackennase und die schmalen, umherhuschenden Augen einmal sieht, wird sie nicht so schnell vergessen und Lukar schon von weite auf den ersten Blick wiedererkennen. Auch die Glatze, die er bereits seit jungen Jahren trägt, verhinder, das Lukar sich gut unter der Masse anderer Menschen verbergen kann. Meist trägt er einen bereits ergrauten Schnurrbart. Er ist recht charismatisch und versteht es auch, seine Emotionen der Situation entsprechend zu verbergen.

    Eigenschaften: Lukar wurde von klein auf in dem Glauben erzogen, dass man alles erreichen kann, was man will, wenn man sich selbst nur zu genüge dafü anspornt. Er ist vollkommen Selbstbewusst und sehr Zielstrebig, was er der Welt auch zeigt. Stets ist er mit festen und weiten Schritten unterwegs und wagt es nitemals, ein Zeichen der Schwäche in seinem Gesicht zu zeigen. Als gewiefter Geschäftsmann versteht er es, seine Ware an den Mann zu bringen und dem Kunden dabei das Gefühl zu geben, dass er die angebotenen Dinge unbedingt braucht, selbst wenn das genaue Gegenteil der Fal ist.
    Angetrieben wird Lukar bei allem was er tut von seinem ständigen Drang, aus jeder erdenklichen Situation seinen Profit zu ziehen, oder mit anderen Worten: Er ist extrem Habgierig. In seinem Streben nach Reichtum geht er nach Bedarf ohne zu zögern gewissen- undeEhrenlos vor, wenn eine entsprechende Summe dabei herausspring. Er hütet sich jedoch davor, diese Taktk in der Öffentlichkeit zu zeigen, den ein schlechter Ruf bedeutet schlechte Geschäfte.
    Ebenso wichtig für geschäftliche Entwicklungen ist ihm ein gewisses Maß an Verlässlichkeit. Selbst bei Kontakt mit zweifelhaften Individuen hält er meist sein Wort, zumindest, sofern in absehbarer Zeit weitere Gschäfte zu erwarten sind. Wenn man ein einmaliger und noch dazu lausiger Geschäftspartner ist, sollte man schon mal etwas vorsichtiger sein. In der Regel jedoch ist ihm ein einmalig gegebenes Versprechen heilig.


    Andere über Lukar
    Quote Originally Posted by Noctal View Post
    Er hatte etwas sympathisches, weises. Ein alter Mann, der sich nach einem Gespräch sehnt, [...]
    Quote Originally Posted by Joe Black
    Generell wirkte der Mann sehr charismatisch und intelligent. Er hatte etwas schon fast väterliches an sich und seine warmen Augen versprühten Sicherheit.
    Abermals lächelte Black anhand dieser Erkenntnis finster. Eben diese Eigenschaften machten Lukar unter anderem zu dem gerissenen und trügerischen sowie gefährlichen Mann der er eben war..
    Quote Originally Posted by Dennik View Post
    "Lukar ist berechnend, schlau, eiskalt und hat viele Feinde und Freunde. Er arbeitet für das Königreich Argaan und Joe Black hat für ihn gebürgt. Ihm traue ich..

    Lukars Geschichte


    Vorgeschichte:

    [Bild: LUKAR_PULT3.png]

    Gebohren wurde Lukar als der Sohn eines mittelständigen, rechtschaffenden Kaufmannes, der durch die Länder des Mittelreiches zog und seine Waren in den Städten anbot. Das Geschäft lief gut für seinen Vater und ermöglichste es ihm, seinem Sohn eine grundlegende Bildung wie etwa Lesen und Schreiben zu ermöglichen, die für sein späteres Leben der entscheidende Vorteil zum Erfolg sein sollte. Anders als sein Vater, der als Menschenfreund und Wohltäter bekannt war, übervorteilte sein Sohn bereits in jungen Jahren gerne Andere und war hinter jedem Goldstück her, dass er ergattern konnte.
    Nachdem er seine Grundbildung im Lesen, Schreiben und Rechnen abgeschlossen hatte, half er seinem Vater einige Zeit beim Anpreisen der Waren, was ihm dabei half, zu verstehen, wie man anderen Leuten Gegenstände jedweder Art attraktiv anbieten und verkaufen konnte. Nützlich war dabei, dass sein Vater sich zeitweilig als fahrender Händer betätigte und so mehrere Ortschaften des Reiches aufsuchte. Auf diese Weise lernte Lukar die verschiedensten Menschen und ihre Bedürfnisse kennen. Er entwickelte schnell eine vortreffliche Menschenkentniss.

    Dieser lehrreiche Ausflug in die Praxis des Händlerberufes währte jedoch nur kurz, denn der Krieg stand vor den Toren Myrtanas. Von allen jungen Männern wurde die Mithilfe an der Front verlangt, der sich Lukar trotz allen Bemühungen leider nicht entziehen konnte.
    Die Erlebnisse des Krieges trafen Lukar schwer, und das innere Gefühlschaos drängte ihn dazu ein Tagebuch zu beginnen, welches er noch heute bei sich trägt.
    Er war beileibe kein besonders guter Soldat und wusste sich aus ernsten Gefahrensituationen so gut wie möglich rauszuhalten. Obwohl er kein Feigling war, drängte es ihn nicht danach, seinen Mut auf dem Schlachtfeld zu beweisen, wie es viele junge Männer taten. Er wusste. das der Krieg zuallerst die Mutigen traf, und er hatte vor, noch eine Weile zu leben statt sich für ein Reich zu opfern, das ihm nichts bedeutete.

    Nach einer langen Zeit wurde es ihm endlich erlaubt, dem Krieg den Rücken zukehren und in das alltägliche Leben zurück zufinden. Seinen Vater wiederzufinden gestaltete sich als Schwierig, da dieser nach wie vor durch das Land zog. Erst nach gut einem Jahr traf Lukar seinen alten Herren wieder, jedoch unter Umständen, die alles andere als erfreulich waren: Sein Vater war schwer Erkrankt.
    Er hatte sich eine unheilbare Krankheit eingefangen, die sein Schicksal besiegeln sollte. Lukar gab sich Mühe, seinen Vater zu pflegen. Dieser wehrte sich jedoch gegen jedeHilfestellung seitens seines Sohnes, da er befürchtete, dass Lukar sich anstecken könne. Daher überlies er seinem Sohn seinen gesamten Besitzt inklusive eines alten Ringes, ein Erbstück aus längst vergangenen Tagen ihrer Familie, unter der Bedingung, dass Lukar ihn nie wieder aufsuchen durfte.

    Lukar erfüllte seinem Vater diesen Wunsch und zog sich mit seinem geerbten Vermögen in die abgelegenen Stadt Kap Dun zurück, wo er einige Jahre verbrachte, ohne dem Händlersgeschäft nach zu gehen. Da das geerbte Vermögen nur begrenzt war, widmete er sich schließlich wieder dem Geschäft und wurde im Laufe der Jahre ein erfolgreicher Händler und Kaufmann.
    Viele Jahre lebte er so als reicher Kaufmann in Myrtana und seine Gier nach Reichtum begann sich mehr und mehr auszubilden. Er wurde zunehmend kaltherzig, egozentrisch und war nur noch darauf bedacht, seinen Kunden so viel wie möglich aus der Tasche zu ziehen. Dies wiedersprach den Idealen seines Vaters, doch Lukar berief sich stets auf das alte Motto seiner Familie, die den Reichtum vor allem anderen angestrebt hatte. Schließlich schreckte er nicht einmal mehr vor illegalen Machenschaften zurück, um seinen Geldbeutel zu füllen.

    Doch eines eben jener fragwürdigen Geschäft, das als der ultimative Durchbruch zum Reichtum geplant war, besiegelte das vorzeitige Ende seiner Handelsbeziehungen: Er wurde ausgerechnet von einem langjährigen Geschäftspartner der illegalen Machenschaften bezichtigt und sein Vermögen von den Milizen kurzerhand beschlagnahmt. Nur mit Mühe entkam Lukar selbst dem Gefängniss und tauchte unter...

    Bleichgesicht, Bärenfell und Fischgestank:

    Ein bezahlter Fährmann brachte Lukar zur größten der südlichen Inseln; Argaan. Ein zwiegespaltenes Eiland, zerrüttet von Krieg und Rebellion. Der ideale Ort also, um ein Dasein als Händler und Krimineller zu bestreiten. Sein erster Landgang führte Lukar zur Taverne "Die gespaltene Jungfrau" in der er zu nächtigen gedachte. Dort traf er zwei Fremde. Einer war bleich und unfreundlich; Noctal Nomak war sein Name. Der andere war ein armer irrer, genannt Michail Radzinsky, der einen Bären mit zum Gasthaus lockte. Nachdem das Untier sich dank der magischen Fähigkeiten eines Waldläufers getrollt hatte, nervte Michail die anderen beiden mit seiner gestörten Persönlichkeit. Er zog dabei auch den Unmut der korpulenten Inhaberin der Schankhauses auf sich.
    Die Eskalation lies nicht lange auf sich warten und Michail wurde aus dem Wirtshaus befördert. Jedoch erlitten Lukar und Noctal das selbe Schicksal, da man sie mit dem Verrückten und seinen Machenschaften in Verbindung setzte, obwohl sie doch am meisten darunter gelitten hatten.

    Obwohl nur widerwillig, liesen sie sich von Michail zu einem nahegelegenen Fischerdorf führen, um nicht unter freiem Himmel kampieren zu müssen. Die dort lebenden Fischer waren Bekannte von Michail und hatten mit diesem einen hinterhältigen Pakt geschlossen: Michail lockte unwissende Fremde zum Fischerdorf, wo die Fischer den Neuankömmlingen für Kost und Logis einen riesenhaften Betrag abknöpfen konnten. Das bliebt Lukar und Noctal nicht erspart und sie verloren all ihr restliches Gold.

    Später in der Nacht sollte diese Gier der Fischer sich jedoch rächen. Noctal witterte, das er hintergangen worden war und schlich sich zum Goldvorrat der Fischer, das er sich kurzerhand aneignete um dann in der Dunkelheit zu verschwinden. Da er nicht teilten wollte, lies er Lukar im Unwissen über seine Aktion. Dieser wurde am nächsten Morgen promt vom Oberfischer Peterson aus dem Schlaf gerissen. Peterson beschuldtige Lukar, ein Komplize Noctals zu sein. Als Lukar dem widersprach, immerhin war er noch hier, lies sich Peterson davon nicht beirrt. Noctal hätte Lukar nur verraten und sitzen lassen, deshalb sei er noch hier. Um der höchst ärgerlichen Situation zu entkommen, bedrohte Lukar des Fischers Frau mit seinem Dolch und entkam so der Wut des Fischers.

    Der Feind meines Feindes ist mein Freund:

    Seine Flucht führte Lukar in den Norden der Insel. Unterwegs erledigte er eine kleinere Gelegenheitsarbeit, um seinen Geldbeutel wieder etwas zu füllen, so das er sich ein Bett und eine warme Mahlzeit leisten konnte. Schließlich erreichte er Thorniara: Einst eine prächtige Handelsstadt unter dem örtlichen König Ethorn, war Thorniara nun fest in der Hand des Königreiches Myrtana. Lukar gelang nur unter falschem Namen in die Stadt, wo er in einem Schankhaus Noctal wiedertraf. Dieser hatte sich mittlerweile mit einem bärtigen Kriminellen Namens Slicer angefreundet. Zu dirtt teilten sie Geschichten aus, wobei auch Noctals Fischzug im Fischerdorf zur Sprache kam. Als Lukar hinzufügte, dass er die Frau des Fischers bedroht hatte, um der Wut des Peterson zu entkommen, erkannte Noctal, das sie alle drei vom selben Schlag waren und nicht vor Grausamkeiten zurückschreckten, um ihre Ziele zu erreichen.

    Die anfängliche Unfreundlichkeit in der "Gespaltenen Jungfrau" war somit vergessen und Noctal zeigte sich bedeutend offener. Nachdem sie noch eine Karte der Insel von Slicer erhielten, machten Noctal und Lukar sich zu zwei auf den Weg nach Osten. Der Osten war von Noctal gemäss seiner Richtlinie "Der Feind meines Feindes ist mein Freund" ausgewählt worden und auch Lukar zog es aus ähnlichen Gründen dorthin. Denn der Osten befand sich noch immer in der Hand von Ethron. Vom Reiche Myrtana wurde Ethorn mitsamt seinen Getreuen abfällig als Rebellenabschau bezeichnet, tatsächlich aber herrschte Ethorn noch über eine beachtliche Stadt namens Setariff, in der alle Feinde der Festlandkrone willkommen waren. Lukar und sein Weggefährte kamen schnell in Setariff unter und fanden jeweils eine Nische für sich. Lukar selbst wählte für sich den Beruf eines einfachen Kleinkrämers.

    Ganoven auf Bewährung:

    Der Beruf als Verkäufer nutzlosen Tandes brachte Lukar nur ein halbwegs stabiles EInkommen, dass für eine lauwarme Mahlzeit sowie etwas zu Trinken ausreichte. Der Händler schnallte den Gürtel bereitwillig etwas enger, um sein Gold aufzusparen. Doch dank Noctals Freund Slicer sollte sich ihm schon bald eine profitablere Einnahmequelle anbieten. Slicer berichtete ihnen bei einem gemeinsamen Treffen in der Sturzkampfmöve, dass er für einen Mann arbeitete, der sich lediglich "der Auftraggeber" nannte. Slicer hatte vor, einen säumigen Schuldner namens Mehrus auszuquetschen und suchte nach bereitwilliger Unterstützung für dieses Vorhaben.
    Lukar und Noctal erklärten sich schnell bereit Slicer bei seinem Vorhaben zu unterstützen und zogen gemeinsam mit Slicer los, um Mehrus zu stellen. In dessen ärmlicher Hütte kam es zu einem Handgemenge, an dem auch zwei bezahlte Söldner Mehrus beteilgt waren. Am Ende obsiegten Slicer und seine Kameraden, doch Mehrus hatte bereits all sein Geld für die Söldner ausgegeben. Daher bezahlte Slicer Lukar und Noctal aus eigener Tasche für den geleisteten Dienst. Slicer wollte um jeden Preis sicher stellen, dass mit Mehrus ableben ein Zeichen für weitere Schuldner gesetzt wurde und befahl Noctal und Lukar, dass Haus zu verlassen. Noch während die beiden das Haus verliesen, vernahmen sie die gequälten Schreie von Mehrus', der von Slicer zu Tode gefoltert wurde.

    Der schwarze Tod:

    Trotz der großen Menge Gold, die Lukar durch diese Gelegenheitsarbeit gewann, zog es ihn zurück zu seiner nur gering lohnenden Arbeit. Er wollte sich nicht zu sehr auf den Lohn Slicers verlassen, sondern versuchte stattdessen, seine Mittel weiter zu mehren, um so später leichter Einzug in einen besseren Beruf in der Stadt halten zu können. Noch bevor er einen solchen Schritt einleiten konnte, traf er erneut auf Noctal, der ihm ein besonderes Angebot unterbreitete. Im Namen des ominösen Auftraggebers von Slicer sollten sie sich um den Krautverkauf innerhalb der feindlichen Stadt Thorniara kümmern. Lukar sollte für den Schmuggel und anschließenden Verkauf der Droge zuständig sein, während Noctal sich um den Schutz aus dem Hintergrund kümmerte, ohne sich dabei sehen zu lassen. Beobachtet wurden sie beide dabei von einem Mann mit Namen Grimm, der ihre Tätigkeit im Namen des Auftraggebers bewerten sollte.

    Lukar nahm diese Aufgabe sofort an, da er durch den Krautverkauf eine große Menge Gold gewinnen und später in den Reihen des Auftraggebers aufsteigen konnte. Er zog daher mit Noctal und Grimm nach Thorniara, wo sich die drei trennten. Lukar mietete sich ein Fischerboot, dass ihn zum Hafen von Thorniara brachte, ohne das er von den Wachen gefasst werden konnte. Einmal in der Stadt angekommen mühte er sich darum, einige Kunden zu finden, die ihm direkt größere Mengen des Krautes abnehmen würden. Im Laufe seiner Suche traf er auf die Gebrüder Althoff, die zwar keine interessierten Käufer, dafür aber Infomanten waren. Der Hehler ging einen Deal mit den beiden ein. Er bezahlte sie, damit sie ihm Termine mit potentiellen Käufern beschafften. Im Verlauf seiner Geschäfte kam es nur zu geringen Schwierigkeiten, die Noctal und Grimm zu lösen wussten.

    Jedoch war in der Zwischenzeit etwas furchtbares passiert. Ohne es zu wissen, hatte ein Handelsschiff eine gefürchtete Krankheit mit nach Thorniara gebracht, die sich schnell im Hafen- und Armenviertel ausbreitete. Der "schwarze Tod", wie man die Krankheit nennen sollte, wütete unter der Bevölkerung, raffte unzählige Leben dahin und bedrohte auch das Leben der Krautschmuggler. Um eine tödliche Ansteckung zu verhindern, zogen sie sich schnellstmöglich in ein unterirdisches Versteck zurück. Dort harrten sie unter Wasser und Brot aus, während die Krankheit ganze Familien auslöschte. Erst nach längerer Zeit konnte ein Heilmittel gefunden werden.
    Lukar beeilte sich nach dem Sie über die Krankheit, den letzten Rest seines Krautvorrates zu verkaufen. Doch der letzte große Deal erwies sich als eine Falle seines ehemaligen Partners Reinhard Lehner. Nur dank Noctals Hilfe entkam Lukar dem sicheren Tod, doch sein Leben war in der Stadt nach wie vor in Gefahr. Daher verlies der Händler Thorniara mithilfe der Gebrüder Althoff, nicht ohne sicher zu stellen, das sie in Kontakt bleiben würden.

    Asche zu Asche:

    Gemeinsam mit Nocal kehrte Lukar nach Setariff zurück, wo sie einen Großteil des Goldes abgaben. Grimm zog los um den Auftraggeber zu benachrichtigen, der daraufhin eine Entscheidung treffen würde, wie sich die beiden geschlagen hatten. Es dauerte lange, bis die beiden eine Rückmeldung erhielten, jedoch fiel diese überaus positiv aus. Beiden wurden vertrauensvolle Posten im "Ring des Auftraggebers" zugewiesen, die sie zu verwalten wussten. Lukar blieb dabei ständig mit den Gebrüdern Althoff in Kontakt, die ihn über die Lage in Thorniara berichteten. Besonders entschiedens erschien Lukar die kritische Marktlage Thorniaras, die von einer aufstrebenden Händlergilde ausgenutzt und sogar gefördert wurde, damit diese ihren Einfluss mehren konnte. Lukar beschloss, die Lage weiterhin im Auge zu behalten und in seine Pläne einzukalkulieren.

    Das Schicksal machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Bereits seit Tagen gab es Gerüchte über einen Drachen und vereinzelte Beobachtungen von Echsenmenschen wuchsen zu einem echten Problem für jeden Wanderer heran. Von kleineren Raubüberfällen auf harmlose Wanderer taten die Echsen jedoch einen gewaltigen Schritt nach vorne. Angeführt vom Drachen Weissauge stellten sie eine riesige Armee zusammen, die Setariff binnen kürzester Zeit mit einem Belagerungsring umschloss. Jegliches Tagwerk wurde umgehend unterbrochen und die Stadt auf die Abwehr eines möglichen Sturms vorbereitet. Auch der Ring beteiligte sich mit seinen Mitteln daran und sandte kleinere Truppen seiner Leute zu den Mauern. Der Großteil blieb jedoch vor dem Eingang des Versteckes, dass in einem Virtel lag, dass von einem Krieger Namens Joe Black für einen Straßenkampf vorbereitet wurde. Lukar beteiligte sich während der Belagerung als Meldebote zwischen dem Versteck und den einzelnen Einsatzgruppen des Auftraggebers, später auch unter einem militärischen Befehlshaber am Südtor. Nach dem ersten Sturm der Echsen half Lukar dabei, Material für die Reperatur zu beschaffen und die Einsatztruppen des Auftraggebers von den Mauern zu evakuieren.

    Die notdürftige Reperatur des Tores beeindruckte den Drachen und seine Armee jedoch nicht. In einem Handstreich verbrannte Weissauge das Tor sowie fast alle dort stationierten Verteidiger. Lukar entkam nur knapp dem Brodem des Ungeheures und seiner nun in die Stadt schwämmenden Legionen nur knapp. Geblendet und geschwächt taumelte er durch die Straßen, bis ihn ein Mann namens Warrick das Leben rettete. Er führte ihn durch einen geheimen Tunnel zum Versteck des Auftraggebers. Dort schlossen sich die beiden ihren Kameraden sowie den Kriegern unter Joe Black an. Dieser erwies sich als ein ausgezeichneter Schlächter und Stratege. Im Laufe des Gefechts erwiesen sich die freien Streiter jedoch als unterlegen. Joe Black rettete die letzten Überlebenden, darunter auch Lukar und seine Verbündeten, aus dem Viertel.

    Gemeinsam mit Joe Black flüchteten sie zum königlichen Ring. Lukar und Black lernten während der nur kurzen Flucht eine Menge voneinander und sie entscheiden sich, auch beim Ausfall aus der Stadt und der Flucht durch die Länderreien zusammen zu stehen. Sie beide, Joe und Lukar, waren durch die irre Flucht sichtlich angeschlagen und so lag es bei ihren Kameraden, die Truppe zusammen zu halten. Schließlich schafften sie es zur Festung am Silbersee, wo sich ihre Wege wieder trennten...

    Dunkler Bund, silberner See:

    Im Flüchtlingslager vor Silbersee wurde Lukar und seinen beiden Kameraden Slicer und Warrick wieder gesund gepflegt. Sie waren die einzigen Mitglieder des Ringes, die es bis zur Silberseeburg geschafft hatten und versprachen, mit Lukar zusammen zu arbeiten. Sie bezogen zuerst eines der Notzelte am Rande des Lagers, und beteiligten sich später am Aufbau einer neuen Siedlung von Silbersee. Lukar betätigte sich gemäss seinen Fähigkeiten als Verwalter und bekam im späteren Verlauf seiner Tätigkeit eines der neu errichteten Häuser zugewiesen, welches er als Stützpunkt nutzen wollte. Gleichzeitig arbeitete er mit seinen Freunden daran, wieder ein Informationsnetz aufzubauen, das für spätere, kriminelle Aktivitäten wie den Sumpfkrauthandel den Grundstein legen sollte. Dies geschah in aller Heimligkeit, jedoch wurden sie totzdem beobachtet.

    Joe Black, der finstere Streiter aus Setariff, arbeitete nämlich an einem ähnlichen Ziel. Als offizieler Wächter der Akademie plante er, ein großes Hauptquartier damt Arena zu errichten, welches allerdings als Basis für einen finsteren Bund dienen sollte. Dieser Bund stand unter dem Zeichen Beliars. Der Einfluss der Mitglieder wurde genutzt, um noch weitere fähige leute anzuwerben und somit die Macht des Bundes insgesamt zu stärken. Black wollte Lukar unbedingt in seinem Bund haben und kontaktierte ihn mehrmals. Nach längerer Überlegung stimmte Lukar zu, dem Bund beizutreten, wofür er von Joe einen beachtlichen Teil des Hauptquartieres zugesichert bekam: Den gesamten Kellerkomplex durfte er sein Eigenen nennen. Auch vermittelte Joe ihm sogleich einen Mann namens Dennik. Er plante im Namen es gewissen Borran, Kraut an großzügige Käufer zu liefern. Im Zuge dessen wollte er auch in Thorniara einziehen und dort den vorherrschenden Boss der Unterwelt, Reyn, stürzen. Dieser Reyn stand Borrans Aktivitäten im Weg. Nach einem knappen Gespräch entschied Lukar sich dazu, dei der Übernahme der Thorniara' Unterwelt zu helfen, um dabei auch ein großes Stück Kuchen für sich selbst zu ergattern. Nur kurz nach Dennik zog er daher mit Warrick und Slicer los richtig Thorniara.

    Reyn ins Vergnügen:

    Obwohl Lukar und seine Getreuen deutlich später als Dennik und Joe Black loszogen, überholten sie die Waldläufer in deren Fort. Der Grund war, dass Dennik noch weitere Söldner für seine Aktion anwarb und Joe Black unterwegs schwer erkrannte und daher zurückbleiben musste. Somit erreichten Lukar, Slicer und Warrick die Stadt als erste. Sie legten alle ihre Waffen zusammen und trennten sich: Slicer würde mit den Waffen auserhalb warten und später von einem Boot abgeholt werden, so das die Waffen in die Stadt gebracht werden konnten. Hierzu kontaktierte Lukar seine Kontakte, die Gebrüder Althoff, in Thorniara, welche umgehend ein Boot organisierten und Slicer in die Stadt brachten. Sie klärten Lukar auch über die aktuelle Lage in der Stadt auf, welche alles andere als erfreulich war: Die Stadtwache war zunehmend überpräsent, was kriminelle Vorhaben drasitisch erschweren sollte. Schließlich war es auch an Lukar, Informationen darzulegen: Er berichtete den Gebrüdern vom geplanten Machtwechsel. Diese zeigten sich überrascht, da Reyn ein sehr mächtiger Mann war, und leiteten sofort in die Wege, dass alle ihre Spitzel aus Reyns Reihen neue instruktionen erhielten, um nicht während des Machtwechsels zu Schaden zu kommen.

    Tagebuch - Bekanntschaften auf Argaan:

    Noctal Nomak: Bleich wie der Tod, kein einziges Haar am Körper und das Herz eines wahren, kaltherzigen Egoisten: Das ist Noctal Nomak. Auch wenn die Umstände, unter denen ich im das erste Mal begegnet bin, starks ins Negativ abgefallen sind, hat doch das Gespräch in Thorinara bewiesen, dass wir eine Menge Gemeinsamkeiten haben. Er klaute das Gold des Fischers und ich bedrohte dessen Frau: Wir haben uns letzendlich beide gegenseitig für diese Taten loben können. Natürlich wäre ich ihm gerne zuvorgekommen. Doch nachdem wir gemeinsam nach Setariff gereist waren und uns sein Freund Slicer uns ein verlockende Angebot gemacht hat, besitzt ich wieder genug Gold als das ich ihm das seien neiden müsste. Auch die Mission, die wir zusammen in Thorniara ausführen, füllt meine Taschen auf beträchtliche Weise. Auf seinen Schutz konnte ich mich voll und ganz verlassen. Es ist bedauerlich, dass er während der Schlacht um Setariff verschollen zu sein scheint. Zumindest habe ich ihn seit jenem Tagen nicht mehr gesehen. Aber wer weis, vielleicht hat er ja überlebt udn tut das, was er am besten kann...

    Michail Radzinsky:
    Dieser Mann, dieser "Scheihals", war einfach nicht ganz richtig im Kopf. Einen Bären hat dieser vergessliche Narr zur gespaltenen Jungfrau gelockt. Und danach hat er die Wirtin und ihren Küchenjungen bis zur Weisglut gebracht. Als wäre sein Käsekomplex für mein Nase nicht schon schlimm genug gewessen, musste er uns alle auch noch mit in den zornigen Todesblick der Wirtin ziehen. Uns alle hat diese Matrone rausgeschmissen. Den Schreihals, Noctal Nomak und meine Wenigkeit. Als Widergutmachung hat dieser Kerl einen Schinken aus Mudras Vorratskammer gestohlen, wofür ich ihm zumindest einen gewissen Respekt zollen muss. Nach dem Zwischenfall im Fischerdorf jedoch bin ich ihn endlich los. Doch hat dieser Mistkerl meine Pfeife noch immer...

    Wombel: Diesen Adepten des Wassers haben wir, Ich und Noctal, in der Nähe von Setarrif getroffen. Er hielt uns wohl für Jäger, ein Missverständnis, welches sich jedoch schnell aus der Welt schaffen lies. Er hat sich uns ohne zu zögern angeschlossen und nach Setarrif begleitet. Es ist fraglich, ob wir ohne ihn durch die Tore gelangt wären, und ob wir diese Sturzkampfmöve ohne ihn so schnell gefunden hätten. Über die politische Lage wusste er auch einiges. Einiges, aber auch nicht so viel, wie ich mir letzendlich erhofft hatte. Schade, ich werde wohl jemand anders darauf ansprechen müssen...

    Joe Black: Ich habe es kaum für möglich gehalten, dass ich hier auf dieser umkämpften Insel jemanden antreffen würde, der Noctal Nomak noch an finsterer Ausstrahlung bei weitem Übertrifft. Und doch ist Joe Black ein solcher Mann, genauer, ein Krieger. Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, seine herausragende Fähigkeiten während der Schlacht um Setariff mit eigenen Augen mitverfolgen zu können. Er ist ein Kämpfer, wie ich ihn bisher noch niemals gesehen habe. Ein Schatten, der durch die Reihen der Feinde huscht und mit jedem Streich den Tod bringt. Er hat mir und Slicer das Leben gerettet, als sich die Niederlage gegen die Echsen deutlich abzeichnete, und wir haben die Flucht bis zur Burg Silbersee zusammen mit ihm und seinen treuen Kameraden Schlangenauge und Günar bestritten.

    Dennik: Dieser junge Mann ist schon ziemlich eigen. Joe black stellte ihn mir als Dieb, Schmuggler, Handlanger, Söldner, kurz, eine reine Verbrecherseele vor. Dabei ist Dennik grade erst in der Blüte seiner Jugend und wirkt alles andere als bedrohlich. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass auch hier wieder die Äußerlichkeiten über den wahren, inneren Wert hinwegtäuschen. Dennik ist ein ausgezeichneter Mann seines Fachs, der ein scheinbar angebohrenes Geschickt dafür hat, eine Gruppe anzuführen und sich eine grobe Planung zurecht zu legen. Auch seine Konakte sind beachtlich. Ich habe noch nie eine solch zusammengewürfelte Söldnertruppe gesehen, wie jene, die Dennik für Thorniara angeheuert hat,

    Gath: Gath ist kompliziert. Er ist auch ein Verbrecher, ja und ein ausgezeichneter Organisator, aber vorallem ist der kompliziert. Seiner Moralvorstellung wegen. jedesmal, wenn das Thema Töten auf den Tisch kam, schien er vor unsicherheit und missfallen schier dahin zu schmelzen. Das Töten als Mittel zum Zweck geht im völlig ab. Ich bin mir nicht sicher, wie er sich mit dieser moralischen Prinzipie bisher in der Unterwelt halten konnte, aber eines ist klar, sie macht ihn gefährlich für Männer wie mich. Ich muss ihn gut im Auge behalten.

    Luke Drake: Der ewige Begleiter von Dennik. Oder auch umgekehrt, so genau kann ich ihre enge Beziehung nicht durchschauen. Klar ist jedoch, das sie fast alles gemeinsam zu unternehmen scheinen und auch immer auf der selben Ebene kommunizieren. Auch ich komme gut mit ihm klar. Seine pragmatische Sicht der Dinge und sein präziese arbeitender Verstand sind wertvoll für einen Mann seiner Berufung. In Thorniara scheint er als eine Art rechte Hand von Dennik aufgetreten zu sein, zumindest hatte er nach ihm eindeutig am meisten zu sagen.

    Brom: Brom ist nicht viel älter als Dennik oder Luke. Aber dennoch besitzt er eine jügendliche Ungestühmtheit, die die beiden anderen zum Glück nicht haben. Egal was er anfasst, er setzt all zu viel Kraft und Motivation auf einmal hinein. Das spricht für seine Ernsthaftigkeit, unserer Sache zu dienen, macht ihn aber auch unvorsichtig. Schon mehrmals machte er die Milizen auf uns aufmerksam und er wurde auch schon schwer verletzt. Es ist zu hoffen, dass er diesen Markel schleunigst abtrainiert, bevor er noch zu einer Gefahr für sich und andere wird. Nicht zuletzt hat er gewaltiges Potential als Krimineller, und es wäre verdammt schade drum.

    Olivia: Ein junges DIng, auf das die Männer fliegen, wie die Motten zum Licht. Bei unserem ersten Zusammentreffen hat sie sich unter falschem Namen und Herkunft vorgestellt. Das hatte seine Gründe. Denn wie sich herausstellte, ist die Dirn eine Schwarzmagiern. Was auch immer ich davon halten soll. Magie ist mir nicht geheurer. Und bisher habe ich nicht bemerken können, dass ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet wirklich etwas hätte ausrichten können. Jedoch mag mich hier mein sinnlicher und sachlicher Blick durchaus täuschen. Wohlmöglich ist sie weitaus mächtiger und gefährlicher, als ihr unschuldiges Auftreten vermuten lässt.

    Samji: Samji schweigt. Samji schweigt oft. Samji schweigt gerne. Wenn er dann doch etwas zu sagen hat, ist es jedoch etwas wichtiges. Durch sein verschlossenes Auftreten ist es schwer, Informationen über ihn zu sammeln. Er scheint mir jedoch ein klassischer Söldnern zu sein. Er würde sicherlich nicht genauer fragen, wen er töten soll, und warum oder wie. Hauptsache, Dennik zahlt ihm genug.

    Wichtige Nebenpersonen:



    [Bild: Auftraggeber.png]Der Auftraggeber

    Alter: Unbekannt

    Rang: Anführer des Ringes

    Zugehörigkeit: Königreich Argaan, Der Ring

    Er ist das Oberhaupt des "Ringes", einem geheimen Verbrechersyndikat das in vielen Geschäften der Unterwelt von Argaan tätig ist. Er tritt selbst so gut wie nie in Erscheinung und spricht fast immer durch seine Mittelsmänner oder Stellvertreter, so dass nur wenige wissen, wie er aussieht oder in Wirklickjkeit heist. Der Auftraggeber ist ein spendalber Gönne, der Treue und Talent hoch honoriert, aber Verrat und Versagen nicht duldet. Es ist bekannt, dass er sogar Verluste hinnimmt, wenn es darum geht, an säumigen Schuldern oder Verrätern ein Exampel zu statuieren. Nach der Schlacht um Setariff ist es still geworden um den Auftraggeber, jedoch ist es nicht völlig undenkbar, dass er noch irgendwo auf Argaan lebt und weiterhin seine Netze spinnt.

    [Bild: Slicer.png]Slicer

    Alter: Unbekannt

    Rang: Hohes Mitglied des Ringes

    Zugehörigkeit: Königreich Argaan, Dunkler Bund, Der Ring

    Slicer, ein gewitzer und einfallsreicher Ganove, war einst ein hochgestelltes Mitglied im „Ring des Auftraggebers". Er fungierte oftmals als Bote und Sprecher des Auftraggebers und hielt nach brauchbaren Leuten mit dem richtigen Potential ausschau, die für den Ring von Nutzen sein konnten. Er freundete sich schnell mit Noctal und Lukar an und verschaffte den beiden große Aufstiegschancen. Nach der Schacht um Setariff und Noctals verschwinden folgte er dem Händler Lukar nach Silbersee und wurde dort zu dessen engsten Vertrauten.
    Obwohl er die Grundzüge des Schwertkampfes versteht und auch eine Armbrust zielsicher einsetzten kann, bevorzugt er meist einen einfachen Dolch oder ein Kurzschwert zur Selbstverteidigung. Stets kleidet er sich in einen dunklen Umhang.
    Slicer redet gerne mit Freunden, lässt aber nur ab und zu auch mal Fetzten seiner Vergangenheit durchscheinen.

    [Bild: Grimm.png]Grimm

    Alter: Unbekannt

    Rang: Mitglied des Ringes

    Zugehörigkeit: Königreich Argaan, Der Ring

    Ein weiterer Mann des ominösen Auftraggebers. Er begleitete Noctal Nomak während seiner wichtigen Mission in Thorniara um dem Auftraggeber später von dessen Fähigkeiten zu berichten. Gleichzeitig beobachtete er auch Lukar, für dessen Schutz Noctal verwantwortlich war. Grimm ist ein eher schweigsamer und schon älterer Mann, der sich auf seine körperliche Stärke verlassen kann wenn es darauf ankommt. Seit der Schlacht um Setariff ist er verschollen, jedoch geht Slicer davon aus, das Grimm noch lebt.

    [Bild: Luktor.png]Luktor

    Alter: Unbekannt

    Rang: Schmuggler

    Zugehörigkeit: Königreich Myrtana, (Der Ring)

    Dieser Mann lebt im Armenviertel von Thorniara und unterhält dort einen offenbar nicht ganz legalen und auf Schmuggelware basierenden Waffenhandel für kleine Leute. Luktor ist ein vertrauenswürdiger Mann der Geheimnisse stets für sich behält und offenbar mit dem Ring des Auftraggebers paktiert. Er ist ziemlich gierig, jedoch nicht sehr ausdauernd wenn es ums Verhandeln um den Preis geht, so das man ihn ziemlich leicht übervorteilen kann und seine Gier nicht auf ihre Kosten kommt.

    [Bild: Warrick.png]Warrick Maurice

    Alter: Unbekannt

    Rang: Mitglied des Ringes

    Zugehörigkeit: Königreich Argaan, Dunkler Bund, Der Ring

    Der eher mürrische Warrick hat wie viele Männer des Rings den Waffenwurf erlernt um sich gegen Angriffe zur Wehr setzten zu können. Anders als die meisten gab er sich jedoch nicht mit den Basiskentnissen zufrieden sondern brachte dieses Talent zur annähernden Pefektion. Er war der beste Messerwerfer des Ringes und sein Talent wurde vom Auftraggeber oft eingesetzt. Warrick traf während der Schlacht um Setariff auf Befehl mit Lukar zusammen und begleitete ihn den Rest der Schlacht und auch weiter nach Silbersee. Wie sich jedoch im Ringen um den Unterweltboss Reyn herausstellte, ist Warrick ein Mann von Reinhard Lehner, der Lukar lediglich für viel Geld ausspioniert hat.

    [Bild: Berthold.png]Berthold Althoff

    Alter: 34

    Rang: Kontaktmann

    Zugehörigkeit: Königreich Myrtana, Die Gebrüder Althoff

    Berthold ist der Kopf des bekannten Geschwistergespanns „Die Gebrüde Althoff“, welche in Thorniara heimisch sind und dort ein weitläufiges Netz aus Kontaktmännern, Unterhändlern und vielen anderen Kriminellen unterhalten. Anders als sein Bruder übernimmt Berthold meist das Reden wenn es ums Geschäft geht, dafür macht er sich aber auch eher selten selbst die Hände schmutzig.
    Durch seine rhetorischen Talente kann er andere schnell in die Irre führen, was er sich beim Glücksspiel in der Armentaverne häufig zunutze machte.

    [Bild: Alfred.png]Alfred Althoff

    Alter: 34

    Rang: Kontaktmann

    Zugehörigkeit: Königreich Myrtana, Die Gebrüder Althoff

    Der Schweigsame Alfred ist gleichsam Bertholds Bruder und Komplize. Während Bethold für die Kopfarbeit zuständig ist, ist Alfred viel eher ein Mann der Tat. Meist erledigt er die Aufgaben die sein Bruder präzise genau durchgeplant hat. Alfred ist trotz seines grobklotzen Auftretens ziemlich geschickt.
    Aufgrund seiner Verschwiegenheit und seinem undurchschaubarem, gelangweilt anmutendem Gesichtsausdruck ist er zudem ein ausgekochter Glücksspieler, der Zinken kann ohne auch nur mit den Wimpern zu zucken.

    [Bild: Willam.png]Willam Gemmer

    Alter: 59

    Rang: Handwerker

    Zugehörigkeit: Königreich Argaan

    Der Name dieses schon älteren Herren ist gleichzeitig sein Beruf. Willam ist Edelsteinschleifer mit Leib und Seele und nach vielen Jahren der Übung ein wahrer Kenner auf dem Gebiet der funkelnden und polierten Edelsteine. Da er seine Schmuckstücke häufig für Ringe oder Amulette anpassen muss, kennt er sich auch mit Machwerken aus Gold, Eisen oder anderen wertvollen Metallen ganz gut aus. Neben seiner Tätigkeit als Schleifer verkauft er seine Waren natürlich auch. Ab und zu ist er sogar bereit, andere Händler kostenlos an seinem großen Wissen über die Welt der Edelsteine Teil haben zu lassen.

    [Bild: Reinhard.png]Reinhard Lehner

    Alter: 40

    Rang: Händler

    Zugehörigkeit: Königreich Myrtana, Lehners Handelssyndikat

    Ebenso wie Lukar ist Reinhard ein erfahrener, skrupelloser und risikofreudiger Händler mit einem gewissen Geschick fürs Illegale. Er und Lukar waren einst Partner, doch Reinhard hinterging Lukar um dessen Konakte und Geschäftsbeziehungen ganz alleine für sich nutzen zu können. Lukar hat ihm das niemals verziehen und sinnt auf Rache. Da Reinhard weis, dass er Lukar nicht vollständig hatte ausstechen können, ist er darum bemüht, dass Handelsmonopol der Unterwelt an sich zu reißen und gleichzeitig seinen ehemaligen Verbündeten vom Erdboden zu tilgen. Er hat dazu eine kleinere Söldnertruppe angeheurt, die er jedoch wieder zurückpfiff. Derzeit ist der Streit der Beiden nähmlich angesichts der Intrige um Reyn in den Hintergrund gerückt und sie arbeiten zu einem gewissen Maß zusammen. Jedoch ist fraglich, ob dieser Waffenstillstand nach Reyns Tod anhalten wird...

    -

    ZA von Elvardo

    zugelassen
    Last edited by Lukar; 16.08.2015 at 14:24.

  16. View Forum Posts #16 Reply With Quote
    Lehrling Ringelblümchen's Avatar
    Join Date
    Apr 2014
    Posts
    46
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Ringelblümchen is offline
    Name: Ringelblümchen
    Alter: 19
    Rüstung: Bürgerkleidung
    Waffe: Dolch
    Beruf: Dieb
    Startpunkt: Gespaltene Jungfrau

    Gilde: Königreich Aargan
    Rang: Widerstandskämpferin
    Skills:


    Eigenschaften:
    Eher klein und von zierlicher Statur. Ihre ungewöhnliche Frisur ließ sie jünger aussehen. Aus den türkisfarbenen Augen blitzte sowohl Schalk als auch Abenteuerlust.


    Vorgeschichte:
    Der Name, den ihre verstorbenen Eltern ihr gegeben hatten, war nicht vergessen. Er war aber so selten gebraucht worden, dass er irgendwann unwichtig und zu einem Relikt aus einer anderen, vergangenen Zeit wurde und irgendwie nicht mehr zu ihr gehörte...

    "Ringelblümchen". Nicht nur die Farbe ihrer Haare, auch die zum Halbrund gewundenen Zöpfe erinnerten an Blütenblätter und Samen des Pflänzchen mit diesem Namen.

    Ihre Mume hatte sie zum ersten Mal so frisiert, als sie noch ein Kleinkind war und die Haare gerade lang genug, dass man sie zu kleinen Puscheln links uns rechts am Kopf hatte zusammen binden konnte. Bei Ihrem Anblick hatte die Großmutter dann sofort die Ähnlichkeit mit der Blume, die im Garten so eifrig blühte, gesehen – und zack, hatte sie ihren Namen weg.

    Nun, da beide – zuerst die Großmutter und dann auch die Mume – diese Welt verlassen hatten, hielt sie nichts mehr in der Kate, in der sie in der Obhut der beiden Frauen aufgewachsen war. Die Märchen und Legenden ihrer Kindheit, beim Schlafengehen oder im Winter vor dem Herdfeuer erzählt, hatten schon lange die Lust auf Abenteuer geweckt. Sollten sie nur kommen!

    Oder besser noch: man lief ihnen entgegen!

    zugelassen
    Last edited by Ringelblümchen; 18.02.2015 at 09:02.

  17. View Forum Posts #17 Reply With Quote
    Schwertmeister HerrBrom's Avatar
    Join Date
    Apr 2014
    Location
    Im dichtesten Nebel
    Posts
    817
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    HerrBrom is offline
    Name: Herr Brom

    Alter:
    Jung

    Erkennungszeichen:

    -Blaue Tätowierung in Form einer Klaue unter dem rechten Auge
    -Sehr viele Narben auf dem linken Arm,
    welche aber von Tätowierungen überdeckt sind
    -Silberring an Mittelfinger der Rechten Hand
    -
    Eher seltene Frisur
    -Arbeitet zurzeit an einer zweiten Persönlichkeit als Dieb mit einer aschgrauen Holzmaske
    -Kleine Kreuzchen als Gedenken an die Toten auf den ersten Fingergliedern der linken Hand

    Detaillierte Ansicht des Gesichts:
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    Häufig getragene Kleidung:

    -Schwarzes Hemd
    -Dünne Lederweste mit Kapuze
    -Dunkelgraue Leinenhose mit einigen Lederriemen um Dinge zu verstauen
    -Dunkle Lederstiefel


    Waffe:
    -Ein Gehstock, welcher als Knüppel missbraucht wird
    -Ein Faustdolch namens "Goldbrand" mit vergoldetem Griff (gestohlen bei einem Händler in Setarrif)

    [Bild: stichwaffenkatco26fmdprq.jpg]

    Beruf:
    Tavernenangestellter in der "Sturmkampfmöve", Novize des Wassers, nebenher Dieb in der Ausbildung.


    Startpunkt:
    Gespaltene Jungfrau


    Eigenschaften:

    Brom ist ein Einzelgänger und meist Nachts unterwegs.
    Seine Geschicklichkeit teilweise sehr ausgeprägt, desöfteren allerdings fast komplett abwesend, aber wenn es um Geschwindigkeit oder um die Fähigkeiten eines Diebes geht, ist er wegen seiner geringen Größe meist nützlich.
    Er ist relativ einfach zu beeindrucken und sehr Gutherzig. Zusätzlich zeigt er sehr viel Respekt gegenüber seiner Mitmenschen.
    Im Kampf ist er Meist unterlegen, setzt jedoch viel auf seinen Übermut.
    Schnitzt häufig und geschickt.
    Oftmals ist er von Depressionen geplagt, und zweifelt an der Welt und ihre Bewohnern.

    Vorgeschichte:

    Brom, ein unbedeutender Mensch aus den eisigen Einöden von Nordmar.
    Er ist in einem kleinen, unbedeutendem Clan aufgewachsen, bis dieser als Brom im 17. Lebensjahr war,
    von Orks überrannt wurde.
    Er verlor innerhalb weniger Stunden alles was er bis dahin kannte.
    Seine Eltern wurden kaltblütig abgeschlachtet, die Häuser wurden mit katapulten zerstört. Was der Grund für das kommen der Orks war wusste niemand.
    Brom reiste monatelang durch Myrtana, ohne richtige Ausrüstung, ohne richtige Waffen, Nur mit einem kleinen, schartigem Messer, und einem Wolf, Arsorn.
    Der Wolf war das einzige was ihm von seinem früheren Leben geblieben ist. Der Wolf hatte ihm einst das Leben gerettet, als Brom als kleiner fünfjähriger Junge in einem zugefrorenen Fluss durch das einbrechende Eis fiel.
    Der Wolf war anderst als seine anderen wilden, aggressiven Geschwister. Er hatte eine gewisse Zuneigung zu Menschen.
    Er hörte den Jungen schreien und schlich sich an Brom heran, biss in den Arm der in Reichweite war, und zerrte den Jungen aus dem Fluss. Der Wolf wich Brom nichtmehr von der Seite, also nahm Brom ihn bei sich auf, und taufte ihn Arsorn.
    10 Jahre war es her seit diesem Zeitpunkt. Brom reiste ein Jahr lang durch Myrtana. Er wurde in keine Stadt die er besuchte eingelassen. Die häufigsten Gründe waren seine Kleidung, (Zerfetzte Mäntel aus schwarzem Wargfell) oder dass keine Wölfe oder Hunde in den Städten erlaubt seien. Was auch der Grund war weshalb er
    zu klauen anfing, um sich so am leben zu halten.
    Er zog er immer weiter nach Süden. Nach einiger Zeit landete er in der Großen heißen wüste von Varant.
    Er kam nicht mit dem Klima klar, weshalb er nach Tagen ohne zusätzliches Wasser zusammenbrach und ohnmächtig wurde.
    Als er die Augen wieder öffnete lag er in einer kleinen Sandsteinhütte etwas abseits eines Dorfes.
    Er trug nichtmehr seinen Mantel, sondern seine dünne weiße Robe. Ein Mann namens Lester blickte auf ihn hinab und versprach Brom ihn bei seiner Überfahrt nach Argaan mitzunehmen.
    So reisten Lester, Arsorn und Brom nach Argaan. Kurz vor Argaan brach ein Gewitter los und Brom fiel über die Reling. Arsorn sprang hinterher. Sie schwammen angestrengt an einen kleinen Strand von Argaan, bei einem Gasthaus namens "Die Gespaltene Jungfrau".
    Von da an waren Brom und Arsorn auf sich allein gestellt...

    Update:
    Nachdem der Dieb einige Zeit in der Taverne Setarrifs und Silberseeburgs- der Sturmkampfmöve- gelebt, gearbeitet und neue Freunde gefunden hatte, war er nach Thorniara gereist, um dort seine Erfahrungen im Bezug zum Untergrund aufzustocken. Sein auftreten hatte sich in der Zwischenzeit sehr verändert. Er war nichtmehr der kleine schüchterne Taschendieb, wie nach seiner Flucht aus Nordmar, nein, seine Depressionen hatten ihn zu einem Menschen gemacht der einen Scheiss darauf gab was andere von ihm hielten. Es war ihm egal ob er morgen sterben oder im Kerker landen könnte, er lebte sein Leben wie er es wollte, dazu gehörte ein relativ großer Verbrauch an Sumpfkraut (welches an seinem dortigen Standort illegal war), Alkohol und Freiheit. Er unterschied schnell zwischen Freund und Feind, zwischen Gut und Böse. Manche würden sein Verhalten als naiv oder einfach nur dumm bezeichnen, aber dem war nicht so. Wenn man sich jemandem gegenüber zu offen verhält, erfuhr man schneller wie derjenige tickt, dachte der Nordmarer sich jedenfalls...

    Im RPG getroffen (befreundet/neutral/verhasst):
    Sarpedon,Turang, Edon, Nigel,Sergio, Rafik,Theon, Drakk, Estefania, Tinquillius, Viraya, Redsonja, Dlugosz, Djarg, Dennik,Luke Drake,Lukar,San Daran, Cath,Ringelblümchen,Gath,Olivia Rabenweil,Hierodius Lex,Scarlet

    Quote Originally Posted by Turang View Post
    Selbstredend ist den hier mitlesenden Gestalten bereits aufgefallen, dass seit kurzer Zeit ein allzu unvertrautes Gesicht in dieser unserer schönen Stadt sein Unwesen treibt. Und von seinen Manieren wollen wir gar nicht erst reden: er klaut, er prügelt sich mit den einheimischen, er umgibt sich mit dem sozial anerkanntesten Beutelschneider, der sich in Setarrif finden lässt.
    Quote Originally Posted by Sergio
    Dabei fiel ihm wieder der neue junge Mann auf, der seit einer Weile hier die Tavernengäste bediente. Wobei es sich eher um einen Jungen zu handeln schien, zumindest der Körpergröße nach zu urteilen. Typisch Sarpedon, dass er nun schon halbe Kinder beschäftigte.
    Zweite Persönlichkeit:
    Name: Nebelkind

    Alter: ???

    Erkennungszeichen: Eine Aschgraue Maske (Siehe Bild)

    Beruf: Dieb

    Vorgeschichte: ???

    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)


    zugelassen - 03.05.2014
    Last edited by HerrBrom; 13.07.2015 at 02:20.

  18. View Forum Posts #18 Reply With Quote
    Abenteurer Dlugosz's Avatar
    Join Date
    May 2014
    Posts
    61
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Dlugosz is offline

    Name:
    Dlugosz
    Alter:
    16
    Größe: 1, 73 m
    Gewicht: 68 kg
    Rüstung: keine Rüstung
    Waffe: keine Waffe
    Startpunkt: Gespaltene Jungfrau


    Eigenschaften

    Dlugosz ist kein Freund vieler Worte und sehr in sich eingekehrt. Rasende Wut und Hass auf die Welt, sowie ihre starren Regeln prägen sein Wesen. Jedoch lässt er sich nicht zu sinnlosen Aktionen hinreißen, die seine Person gefährden würden, allerdings weniger aus Angst, sondern mehr aus einem starken Ego.
    Zudem ist er kräftig gebaut, willensstark und zielstrebig, aber auch emotionslos, ungnädig und immer von seinen Ansichten überzeugt, mag die ganze Welt auch anderer Meinung sein.
    Eine Besonderheit ist, dass er zwei verschiedene Augenfarben besitzt. Das rechte Auge sticht durch sein Grün hervor, während das linke braun ist.



    Vorgeschichte


    Als jüngerer Sohn eines wohlhabenden Ehepaares war Dlugosz' Werdegang absehbar. Da sein älterer Bruder, Bin, die Geschäfte seines Vaters übernehmen würde, blieb Dlugosz nichts Anderes als der Eintritt in ein Kloster der Magier Innos. Seine Eltern sahen zwar, dass alle Sinne und Charaktermerkmale ihres Sohnes in Opposition zu den heiligen Brüdern standen, doch darauf nahmen sie herzlich wenig Rücksicht. Vielleicht würde der Umgang und die strenge Zucht der Magier ihren Jüngsten umpolen können. Leider sollten sie sich gewaltig irren.
    Dlugosz war schon seit seiner Geburt ein schwieriges Kind. Selbst die Heiler im Hospital hatten das vorausgesagt. Ging dem Prozess des Gebärens eine harte Leidenszeit voraus, so erwartete die Mutter ein bösartiges Kind, den zeitgenössischen Lehrmeinungen zufolge. In Dlugosz' Fall fand diese Ansicht zumindest Zustimmung.
    Wenn sich die Jungen aus der Nachbarschaft zum Spielen versammelten, hockte er einsam in irgendeinem dunklen Loch und spielte Töten mit gefangenen Insekten, Würmern, manchmal sogar Ratten. Von den Anderen wurde er verabscheut, auch von seinem Bruder, der in ihm ein widerwärtiges Muttersöhnchen sah, obwohl diese ihn im Hause nicht einmal anzusprechen wagte, so sehr war sie von seinem verdorbenen Geist überzeugt.
    Dlugosz kam als Jugendlicher in Kontakt mit okkulten Kreisen, zu denen auch Todes-und abnormale Sexualpraktiken gehörten. Die blutigen Spektakel und erotischen Erfahrungen boten ihm die ideale Chance, das, wofür er stand, auszuleben. Er genoss die Schreie seiner Opfer, wenn er seelenruhig daran arbeitete, Ader für Ader ihrer Körper aufzuschneiden und anschließend ihr Blut zu trinken.
    Es kam der Tag, da Dlugosz volljährig wurde und seinen Vater zum Kloster der Feuermagier auf Argaan begleiten sollte. In panischer Verzweiflung erdolchte der Junge seinen erwachsenen Begleiter hinterrücks in aller Öffentlichkeit. Anschließend floh er unter wachsender Verfolgung in das Quartier der Okkultisten, ahnungslos, dass man ihn dorthin verschwinden sah. Der Guru der kleinen Sekte erkannte das höhere Potential seines blutrünstigen Anhängers und schenkte ihm eine Teleportschriftrolle, die Dlugosz nach Argaan bringen sollte, wo er das Kastell des sagenumwobenen Zirkel um Xardas finden würde.
    Ein wütender Mob von Bürgern stürmte den Versammlungsort, kurz nachdem Dlugosz den Zauber sprach. Jedes Mitglied des Kreises wurde am selben Tag verbrannt, während der Mörder sicher vor der Taverne "Gespaltene Jungfrau" eintraf.


    Zweitaccount von:
    Harivald

    zugelassen
    Last edited by Anne Bonny; 23.05.2014 at 16:52.

  19. View Forum Posts #19 Reply With Quote
    Abenteurerin Geneviève's Avatar
    Join Date
    May 2014
    Location
    Am Silbersee
    Posts
    52
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Geneviève is offline
    Geneviève
    das Erdenkind


    [Bild: Genevieve_VP.jpg]


    Alter:..... 20 Winter

    Beruf:..... Bardin

    Eigenschaften:
    Geneviève ist ein Kind der Natur: so ausgeglichen wie das Wasser des Silbersees, so standfest wie die Erde, die sie als den Schoß ihrer Mutter sieht. Sie liebt Tanz und Musik, spielt den Menschen zuweilen harmlose Streiche und scheint niemals furchtsam zu sein. Scheu kennt sie nicht, Neugier umso mehr; jeder wird von ihr in die Arme geschlossen, wenn er ihr keinen Grund gibt, es nicht zu tun. Geneviève scheint geradezu die Verkörperung von Lebenslust und Lebensfreude zu sein.
    Charakterzügen wie Gier, Machthunger und Gewalttätigkeit begegnet sie mit Unverständnis, sie sind ihr völlig fremd. Sie zieht die Natur der Stadt vor, und wo immer sie wandelt, scheint die Natur noch ein wenig mehr zu blühen.


    Vorgeschichte:
    Geneviève das Erdenkind, die Tochter des Sees, die sich selbst zumeist Vivi nannte, schien schon immer inmitten der Natur zu leben. Ihr Heim war das Ufer des Silbersees, von dem aus sie diese Insel erkundete, seit sie denken konnte. Sie liebte es, durch die wogenden, goldenen Ähren auf den Feldern vor Stewark zu tanzen, durch unberührten Schnee zu schreiten, durch den Regen zu laufen - Geneviève liebte alle Aspekte der Natur und fühlte sich ihr weit mehr verbunden, als je zu irgendeinem Menschen.
    Natürlich hatte sie auch zu den Bewohnern Argaans immer wieder Kontakt gehabt, doch hatte sie sich nie dazu verleiten lassen, ihre Aufenthalte in den Städten auf ein größeres Maß als kurze Besuche zu erweitern.

    Das Mädchen vom See hatte stets damit kokettiert, nicht mehr als ein Waldgeist zu sein, eine abenteuerlustige Nymphe, die von Zeit zu Zeit einen Blick in die Welt der Menschen warf - natürlich wusste sie, dass auch sie nur ein Mensch war, doch war dieses erfundene Selbstverständnis über die Jahre zu einer Art Identität für sie geworden.
    Stets in ein schlichtes, weißes Kleid gehüllt und eine Holzkette am Hals tragend, wandelte sie barfuß durch die Natur und trotzte Hitze wie Kälte. Ihr einziger Besitz war eine hölzerne Querflöte, mit der sie in aller Leidenschaft die Lebensfreude in Harmonien zu gießen pflegte.

    Doch dann geschah etwas Merkwürdiges auf Argaan, ihrer Heimat. Geneviève spürte es sofort, wenngleich sie nicht wusste, was geschehen und wie die Veränderung zu deuten war. Doch sie ahnte, dass früher oder später etwas mit dieser Insel geschehen mochte. Und so beschloss sie, die geliebten Ufer und Felder zu verlassen, um die Winkel dieser Insel nacheinander in Augenschein zu nehmen - nicht nur die fernab der Menschen, sondern auch in den Städten selbst. Und wer wusste schon, was kommen mochte? Vielleicht würde sie sich doch noch dazu hinreißen lassen, einmal länger als nur ein paar Tage in einer der Städte zu verharren.

    Schließlich waren die Menschen interessante Spielgefährten - und Geneviève liebte es, zu spielen.
    ....
    zugelassen
    Last edited by Redsonja; 02.06.2014 at 19:40.

  20. View Forum Posts #20 Reply With Quote
    Waldläufer Chala Vered's Avatar
    Join Date
    Jul 2014
    Posts
    192
     
    Das Königreich Argaan im Forenrollenspiel
    Chala Vered is offline
    Persönliche Daten

    Name:
    Chala Vered
    Quote Originally Posted by Joe Black
    meine kleine Wüstenblume
    Quote Originally Posted by Ryu Hayabusa
    Wildkatze
    Alter: 25

    Waffe:

    Drei Wurfmesser

    Schwert "Wildkatze", gefertigt von Ryu mit entsprechenden Runen.

    Rang: Rohling

    Skills (3/4):

    Eigenschaften

    Chala litt an einer dissoziativen Persönlichkeitsstörung, was sich insofern äußerte, dass ihr Körper von verschiedenen Persönlichkeiten bewohnt wurde. Die unterschiedlichen Personen wussten nichts voneinander, was zu diversen Gedächtnislücken führte. Auch beherrschte eine Persönlichkeit vielleicht andere Dinge, als die restlichen, was auf das Fehlen eines Lernprozesses zurückzuführen war. Es war nicht ersichtlich, wie viele verschiedene Personen sich in ihr verbargen, doch berichteten Menschen aus ihrem gewohnten Umfeld von drei typischen Verhaltensmerkmalen.

    Normale Persönlichkeit

    Chala war eine Frau mit starkem Willen. Ihre Freundlichkeit wurde nur von ihrer Besessenheit für das Schöne übertroffen und sie liebte gute Unterhaltungen mit intelligenten und betuchten Menschen. Tanz und Musik waren ihre Leidenschaft und ein unersättliches Verlangen nach Liebe brachte sie ein ums andere
    Mal in eine Gesellschaft, die sie ausnutzen wollte. Sie führte Buch über ihr Leben, da sie das Gefühl hatte, nicht in jedem Moment Herr über ihren eigenen Körper zu sein und um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen.

    Dominante Persönlichkeit

    Chala war eine Frau mit starkem Willen. Ihr Hang zur Gewalt konnte nur durch die Aussicht auf eine gute Geschichte eingedämmt werden. Sie fand an alles und jedem etwas auszusetzen und fühlte sich selbst gern anderen überlegen. Neben einer Vorliebe für Alkohol und Rauschmittel war sie auch einem kurzen Vergnügen nicht abgeneigt. Sie nutzte derlei Zeitvertreib auch, um ihren Spielgefährten die Börse zu rauben und ihnen Schaden zuzufügen.

    Kindliche Persönlichkeit


    Chala war eine Frau mit schwachem Willen. Ihr Geist glich mehr dem eines Kindes, denn dem einer Frau und ihre Naivität war oft der Grund dafür, dass sie in Schwierigkeiten geriet. Auch traf sie nicht selten auf Unverständnis und Gelächter, wenn sie Fragen stellte, die für ihre Begriffe völlig legitim waren.


    Unabhängig von iher Persönlichkeit war außerdem ihr melodiöser Akzent auffällig, der von ihrer Muttersprache auf Aranisa herrührte. Die gemeine Zunge, bekannt als myrtanisch, beherrschte sie zwar fließend, doch konnte sie die ungewöhnliche Betonung der meisten Worte nicht ablegen. Viele Vokale zog sie in die Länge und harte Laute, wie das "R" klangen gedämpft und weicher.


    Habseligkeiten

    Ein kleines Buch
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    [Bild: Buch.png] Ein kleines Buch mit Ledereinband, welches Chala nutzte, um ihre Erfahrungen aufzuschreiben und um die mysteriösen Umstände ihrer Gedächtnislücken aufzudecken. Eine Feder und ein kleines Tintengläschen befanden sich hinter dem Einband, gut verstaut, wo nichts beschädigt werden konnte.


    Ein Leinenbeutel mit lederner Klappe
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    [Bild: Beutel.png] Ein Beutel aus gefärbten Leinen, zu dem noch eine passende Lederklappe gehörte, die man zum Schutz vor Regen und neugierigen Blicken festzurren konnte. In ihm hatte Chala alle Habseligkeiten verstaut und eine einfache Methode sie überall mit hin zu nehmen.

    Eine Münze mit Blumensymbol
    Spoiler:(zum lesen bitte Text markieren)

    [Bild: logo_783150_web.png] Eine Münze, die Chala von ihrem Großvater bekommen hatte, als sie die Volljährigkeit erreichte. Sie zeigt eine stilistische Blume und auch, wenn Chala nicht wusste, was genau es mit diesem Andenken auf sich hatte, bewahrte sie es sich auf. Selten nur nahm sie die Münze aus ihrem Versteck von der Innsenseite ihres Gürtels, in den ein kleiner Beutel eingenäht worden war.


    Vorgeschichte

    Mein Name ist Chala Vered, geboren auf Aranisa, eine Insel des südlichsten Meeres. Diese Zeilen widme ich mir selbst, der einzig wahren Frau in diesem Körper, der mich verraten hat.

    Ich kann nur vermuten, wie viel Zeit mir für dieses Schreiben bleiben wird, ehe mir jeglicher Sinn verloren geht bis ich wieder zu mir komme, ohne zu wissen, wohin mich meine Füße getragen haben.
    Ich kann weder Dauer noch Häufigkeit der Lücken meines Gedächtnis benennen, doch befällt mich der Gedanke, dass es in letzter Zeit vermehrt auftritt. Die anderen Dorfbewohner meiden mich, beschimpfen mich als Hure, Lügnerin und Diebin. Sie weichen mir auf der Straße aus, werfen Steine oder drohen mir schlimme Dinge an. Selbst meine Familie behandelt mich wie eine Aussätzige und lassen es nicht zu, dass ich mich in ihrer Nähe aufhalte.


    Die Tinte der nächsten Zeilen war verlaufen, zu unlesbaren Mustern verschmolzen. Erst auf der nächsten Seite des dünnen Buches konnte man das Geschriebene wieder entziffern.

    hinter mir lassen und ein neues Leben beginnen. Mein Abschiedsbrief wird sie glauben lassen, dass ich tot sei, solange bis sie bemerken, dass das Schiff fehlt. Doch ich bereue nichts, denn sie waren es, die mich fortjagten. Ich bin Chala Vered, die einzig wahre Frau in diesem Körper, der mich verraten hat.

    Abfälliges Gelächter schallte über die ruhige, nächtliche See. Ein Hauch Hysterie lag darin, aber auch Belustigung, Überlegenheit, Arroganz und besonders Verachtung.
    Eine junge Frau hielt das kleine Buch in den Händen hatte die Worte soeben gelesen und empfand unendliche Schadenfreude, ob der Situation, in der die Protagonistin dieser Geschichte steckte. Doch warum musste die Autorin unbedingt die Tinte verwischen? Zu gern hätte sie gewusst, was das Unlesbare verborgen hielt. Es war schon verwunderlich, dass Menschen, die den selben Namen trugen, derartig verschieden sein konnten. Chala hatte so gar nichts mit der Frau in dieser Geschichte gemein, doch selbst der Nachname war identisch.

    „Einfach toll“, amüsierte sich die Reisende immer noch, als sie schon längst das Buch zurück in ihren Beutel gelegt hatte. Es gab dutzende solcher Passagen und immer, wenn sie es nach einigen Tagen wieder hervorholte, waren neue Abschnitte darin zu finden. Es war wie ein Zauberbuch, das sie immer in seine Welt brachte, wenn sie einmal traurig oder allein war.
    Sie fragte sich, wo sie war und ob ihre Eltern nach ihr suchten. Sie vermisste sie so schrecklich, vor allem ihren Papa, der abends immer mit ihr gespielt hatte, kurz vor dem Einschlafen. Sie hatte Angst vor dem Schlafen, denn dann kamen die Monster wieder und würden ihr schlimme Dinge antun. Sie wollte das nicht!

    „Endlich Land!“, seufzte Chala, als ihr kleines Boot an das Ufer einer unbekannten Insel stieß. Sie
    wusste nicht, welche Insel dies war, doch konnte sie nur besser sein, als ihre Heimat, wo man sie verachtete.


    Die weitere Geschichte

    Die Ankunft
    #1

    Der heiße Dschungel
    #1 #2 #3 #4 #5 #6 #7

    Der Handelskonvoi
    #1 #2 #3 #4


    Zweitaccount von: Braoin

    Quote Originally Posted by Anne Bonny
    zugelassen
    Last edited by Chala Vered; 03.10.2014 at 19:02.

Page 1 of 2 12 Last »

Posting Permissions

  • You may not post new threads
  • You may not post replies
  • You may not post attachments
  • You may not edit your posts
Impressum | Link Us | intern
World of Gothic © by World of Gothic Team
Gothic, Gothic 2 & Gothic 3 are © by Piranha Bytes & Egmont Interactive & JoWooD Productions AG, all rights reserved worldwide