1210 - Pariser Palast:
franz. König: "Ihr sagt also, dass genau der Francis, der beim Papst in Ungnade steht und aufpassen muss, dass er nicht exkommuniziert wird, einen Mönchsorden gegründet hat und vom heiligen Vater selbst die Autorisierung dazu bekam?"
Berater: "Nein, ein
Franziskus, nicht Francis hat einen Orden gegründet."
franz. König: "Das ist aber derselbe Name!"
Berater: "Ich möchte euch drauf hinweisen, Sire, dass es mehr als nur eine Person mit dem Namen "Francis", "Franziskus" oder sonstwie gibt, aber ich schweife von der eigentlichen Botschaft ab, die ich euch überbringen wollte: Caen wird
wie geplant belagert, die Reserven für den Fall einer Niederlage stehen bereit."
franz. König: "Trés bien! Mir hat die Rückeroberung durch die Engländer bereits einige Sorgen bereitet."
1212 - Londoner Palast:
König Franics: "Wer wagt es, mich in meiner wahrhaft unendlich großen Trauer über den Verlust meines Erben zu stören?"
Berater: "Sire! Ein Bote kam gerade mit den neusten Neuigkeiten vom Festland!"
König Francis: "Ach, du bist's. Ich habe es so langsam satt, diese Fassade vor dem Volk aufrecht zu erhalten. Warum erwartet denn wirklich jeder, dass ich um jemanden trauern muss, der nur Erbe für den Fall, dass ich keinen selbst produzieren kann, ist? Er ist ja nichteinmal in einer Schlacht gefallen, sondern einfach so tot umgekippt."
Berater: "Wenn ihr nicht endlich mal aufs Schlachtfeld zieht, wird euch dasselbe Schicksal erleiden."
König Francis: "ICH bin König, bei mir ist es egal, ob ich kämpfe oder nicht."
Berater: "Wie dem auch sei, eigentlich bin ich ja wegen einigen Nachrichten zu euch gekommen. Da wäre zum einen
ein Dschihad, der auf irgendeine Siedlung in Byzanz ausgerufen wurde, die vom englischen König unterzeichnete
Magna Carta..."
König Francis: "Moment, ich weiß nichts von einer "Magna Carta"."
Berater: "In der Nachricht steht: "König John unterzeichnete ein Abkommen mit dem Adel, welches besagt, dass der König nicht über dem Gesetz steht und dass er seinen Untertanen einige Rechte eingesteht."
König Francis: "Welches Pack kann sich meinen anscheinend Namen nicht merken und verbreitet solche hetzerischen Nachrichten? Ich würde nie im Leben so einen Schund unterzeichnen!"
Berater: "Ehe das ganze hier noch in einer Diskussion ausartet, möchte ich euch Kunde aus Caen überbringen: "Die Franzosen griffen an, ihr Belagerungsgerät wurde mit
mehr oder
weniger großem Erfolg zerstört, und den Soldaten wurde erlaubt, das zu tun,
was sie für richtig halten. Sie wurden dann recht verlustfrei
zurückgeschlagen. - Stephen de Brezes"
1215 - Aus den Tagebüchern von Pater John, englischer Priester:
Einfach unglaublich, wie feindlich man mir und meinen Kollegen während des
Laterankonzils begegnet ist: "Dreckige Engländer", "Ketzer" und "Kriegstreiber" hat man uns genannt, und das, obwohl uns die Franzosen andauernd angreifen, so wie zuletzt schon
zum zweiten Mal hintereinander in Caen. Zumindest weiß Gott, wer hier die wahren Kriegstreiber sind, und hat uns geholfen, den Feind mit
altbewährter Taktik zurückzuschlagen. Hoffentlich erkennt der heilige Vater bald den ernst der Lage und droht dem französischen König den Kirchenbann an, aber er ist wohl zu sehr
mit den Dominikanern beschäftigt, von denen er sich Fortschritte bei der Zurückführung von Ketzern und
Ungläubigen erhofft...

1216 - im belagerten Caen:
Prinz Stephen: "Das ist Wahnsinn! Wieviele Leute haben die Franzosen denn noch in Reserve? Wenigstens zeigen sie mir so Respekt, immerhin bin ich jetzt formell der neue Thronerbe, falls Francis kein Kind mehr bekommt.."
Brigadeführer: "Sir, die uns jetzt belagernde Armee ist
recht klein, sie werden also nicht mehr viele Leute in der Nähe haben... Weiterhin glaube ich, dass es dem Feind eher um die Stadt geht als um euch."
Prinz Stephen: "Achtet auf das, was ihr von euch gebt!"
Brigadeführer: "Ich muss bereits mit um die 400 Mann darauf achten, dass die Stadt in englischer Hand bleibt. Habt ihr bereits einen Plan, wie wir das anstellen sollen?"
Prinz Stephen: "Ihr wisst doch bereits, was ihr machen sollt."
Brigadeführer: "Sir, wir müssen aber von euch wissen, ob wir abwarten oder einen Ausfall wagen sollen. (Benutz verdammt nochmal endlich dein Hirn!)"
Prinz Stephen: "Für so eine wichtige Entscheidung muss ich mich ersteinmal zurückziehen."
[2 Stunden später]
Prinz Stephen: "Wir machen einen Ausfall."
Brigadeführer: "Wann?"
Prinz Stephen: "Jetzt! Ich möchte mal selbst einige Taktiken ausprobieren, immerhin muss ich als zukünftiger Monarch ein wenig Ahnung von der Kriegsführung haben. Außerdem scheint mir das, was ihr zuvor gemacht habt, so einfach, dass es selbst ein Bauer erlernen könnte."
Brigadeführer: "Jawohl, Sir! (Was ist in den zwei Stunden mit ihm passiert?)"
Prinz Stephen: "Ach ja, sag den Soldaten, dass sie mir viele Franzosen übrig lassen sollen. Beim letzten mal konnte ich leider fast gar keine Feinde niederreiten."
Brigadeführer: "Wird gemacht."
1218 - Aus den Tagebüchern von Pater John:
Der Herr hat sich uns gezeigt, zumindest indirekt: Nachdem ich wieder in Caen zurückgekehrt war, wurde ich sofort zum Prinzen geschickt, um ihm eine kleine Audienz zu gewähren. Er erzählte mir, dass ihm ein alter Mann, in leuchtendem weiß gekleidet, während eines Erholungsnickerchens im Traum erschienen ist und zu ihm sprach:
"TU ENDLICH ETWAS UND TRAGE VERANTWORTUNG!" Danach wurde er von ihm mit einem riesigen Eisenkreuz verprügelt und wachte schweißgebadet wieder auf, woraufhin er sich geschworen hat, sich selbst in Zukunft etwas aktiver am Kampfgeschehen zu beteiligen. Obwohl sich mir die Symbolik des Traumes, vor allem die des zweiten Teils, noch verschließt, habe ich ihm zu seiner Entscheidung gratuliert und gesagt, dass er so weitermachen soll. Bei der letzten Schlacht hat er immerhin durch sein Eingreifen die Franzosen scheinbar dermaßen verunsichert, dass sie sich in diesem Jahr
nicht mehr nach Caen getraut haben. Nun kann endlich wieder die Garnison verstärkt werden, die während meiner Abwesenheit doch stark zusammengeschrumpft ist. Möge der Herr uns vor der französischen Horde schützen!
1222 - Aus den Tagebüchern des königlichen Beraters:
So langsam mache ich mir Sorgen um den geisitgen Zustand des Königs. Gerade, als er zum Gegenschlag befehlen wollte, also gen Rennes zu ziehen,
verstarb Mr Lovell vollkommen überraschend, aber aufgrund seines hohen Alters nicht ganz unerwartet. Als dann noch eine
riesige Feindarmee bei Rennes auftauchte, war es vorbei mit dem Angriff, und nachdem er auch noch endlich realisiert hatte, dass diese "Könign", mit der er angeblich verheiratet ist, nur ein Hirngespinst war*, hat er sich prompt in seine Gemächer eingesperrt, aus denen man nun irgendein unverständliches Brabbeln hört. Bereits zwei Monate lang musste ich dem Volk nun klar machen, dass der König an einer schweren Grippe erkrankt sei und sich deswegen zurückziehen musste, es wäre ja auch selbstmörderisch, ihnen die Wahrheit zu sagen. Hoffentlich erholt er sich bald, denn
Caen ist zwar sicher, allerdings zieht eine
neue Bedrohung aus dem Osten auf, die auch uns betreffen könnte.
1225 - Londoner Palast:
Berater: "Die Horde hat
die Hauptstadt der Choresmer eingenommen, und das, obwohl diese bisher das beste Militär aller Nationen hatten."
König Francis: "Es dürfte aber noch einige Jahre dauern, bis die Mongolen ihren Blick direkt gen Mitteleuropa richten. Derzeit gibt es andere, interessantere Ereignisse, die Norweger scheinen sich in der letzten Zeit ja keine Freunde gemacht zu haben. Wenn wir Glück haben, werden die Dänen oder die Franzosen exkommuniziert."
Berater: "Es gibt da noch etwas:
Die Deutschen sind wieder im Rennen. Ich schätze, dass sie das Potential haben, die nächsten paar Jahre wenigstens zu überleben. Wenn sie die kritische Phase dann hinter sich haben, könnten sie den Dänen in den Rücken fallen."
König Francis: "Gibt es sonst noch etwas?"
Berater: "Nun, wir könnten eventuell bald
berittene Armbrustschützen ausbilden. Ansonsten ist noch zu sagen, dass der Papst in der letzten Zeit ein wenig...
komisch geworden ist. Ich kann aber versichern, dass der Priester, der euch bald mit eurer Verlobten vermählen wird, zur alten Schule gehört."
1228 - Aus dem Tagebuch eines englischen Kaufmannes:
In diesen Tagen redet wirklich jeder mittlerweile nur noch vom Tod dieses
"Assisi", ohne seinen Kopf für die wirklich wichtigen Dinge freizuhalten. So marschieren die Franzosen wieder
mit zwei riesigen Armeen gen Caen, was natürlich niemand gewusst hatte, bis ich in einem Eilbrief ihre ungefähre Position dem Prinzen übermittelt habe. Leider hatte er nicht vor, mich angemessen dafür zu belohnen, da er mir nur einen Brief mit den Worten: "Vielen Dank! Mache weiterhin das, was du für richtig hälst." gesendet hat.
1236 - Londoner Palast:
König Francis: "Dieser senile Sack will also, dass Stephen beim Kreuzzug mitmacht und droht mit eventueller Exkommunikation, wenn er es nicht macht?"
Berater: "Ganz genau."
König Francis: "Nun ja, würden die Franzosen Caen seit fast sechs Jahren nicht mehr oder weniger dauerbelagern, wäre das auch kein Problem. Egal, wie vernichtend die Ausfälle bei jeder einzelen der bisherigen Belagerungen gewesen sind, sie schicken immer noch Truppen hinterher, die aller Voraussicht nach in Massen sterben werden. Da ihr König sich einen feuchten Kehricht um seine Truppen schert und das von uns geforderte Lösegeld mittlerweile nie zahlen will, steigt ihre Opferzahl umso schneller an."
Berater: "Vielleicht ist der heilige Vater noch ein wenig gereitzt wegen der
Sache mit den Templern?"
König Francis: "So langsam werde ich gereitzt, er kann von Glück reden, dass wir momentan keine kompetenten Attentäter haben."
Berater: "Genauer gesagt haben wir keine."
König Francis: "..."
Berater: "Weiterhin möchte ich erwähnen, dass die Mongolen im Kaukasus
eine Offensive gestartet haben, aber das interessiert euch wohl eher weniger, Sire..."
______________________________________________
*Kurioserweise habe ich erst jetzt gemerkt, dass Francis doch noch nicht verheiratet gewesen ist. Irgendwann wurde mir angeboten, ihn mit einer Frau zu vermählen, was ich natürlich auch sofort gemacht habe, immerhin weiß ich jetzt den Grund für den mysteriösen Nachwuchsmangel.