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01.06.2008 23:29
#46
Benutzer, die ihr Benutzerkonto per E-Mail bestätigen müssen
Im Grunde genommen ist die Entscheidung einfacher, wenn wir uns näher mit der Person des Großmeisters Jacques de Aldersberg beschäftigen. Geralt wird ja im Laufe der Kapitel langsam an ihn herangeführt und dessen Persönlichkeit offengelegt.
So macht es auch wenig Sinn den alten Großmeister zu töten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass ein neuer Fanatist dessen Stelle einnimmt. Frieden zwischen Menschen und Anderlingen ist nicht möglich, solange dieser Orden besteht, unabhängig davon wer ihn leitet.
Sich für die Elfen einzusetzen halte ich für eine moralische Verpflichtung - nicht gegenüber Yaevinn, sondern vielmehr gegenüber Toruviel. Geralt hat diese Frau schliesslich einmal geliebt. Wie kann man dann ernsthaft an der Seite des Ordens kämpfen bzw. neutral bleiben und meinen "das ist Dein Krieg".
Yaevinn ist sehr wohl klar, dass die Elfen diesen Krieg verlieren werden. Das wird spätestens beim Banküberfall in Akt 3 deutlich. Ihm geht es vielmehr um Rache für all die Ungerechtigkeiten gegen die Anderlinge - und das um jeden Preis. Da wundert man sich, dass die Scoia'tel Zivilisten auf den Friedhof umbringen? Aber fragt man sich auch, was dazu führte, dass sie solche krassen Aktionen durchziehen? Wenn man aufgrund Deiner Rasse Deine Kinder tötet, deine Frau vergewaltigt, Dich von Deinem Land vertreibt, dann begreifst Du, dass ein Leben bedeutungslos wenig wert ist.
Wenn man Leute in eine Ecke drängt, darf man sich nicht wundern, dass sie sich wehren. Und wer an Ehre etc. im Krieg glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
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02.06.2008 11:02
#48
Halbgott
Natürlich kann es nur den Orden der flammenden Rose geben (so richtig geschrieben? Ich spiels auf Englisch.)!
Diese aufmüpfigen Elfen und Zwerge sind anachronistische Relikte längst vergessener Zeiten. Sie wollen nicht einsehen, dass es keinen Platz mehr für sie in der modernen Welt gibt und versuchen nun durch sinnloses Morden die Zustände während ihrerer Dominanz wiederherstellen. Welch Narren sie doch sind! In ihrer unendlichen Arroganz verkennen sie ihren Platz in dieser Welt! Sie mögen mächtig gewesen sein, doch nun sind sie nur ein Schatten ihrer selbst, während wir - die menschliche Rasse - ihre Ketten sprengten und sie aus ihren Palästen vertrieben und in ihren dekadenten Reichen erschlugen. Auch dieser letzte Rest verblendeter Kindermörder wird erkennen müssen, dass das ewige Feuer uns Ritter seiner Gnaden schickte, um ihrer verkommenen Brut, die es wagte gegen uns aufzubegehren und unsere Frauen und Kinder zu töten, das Leben zu nehmen.
Nunja, ehrlich gesagt kann ich diesen überheblichen, arroganten, weinerlichen [...] "Freiheitskämpfer"-Abschaum auf den Tod nicht ab. Könnte auch mit meinem ausgeprägten Elfenhass zusammenhängen (außer Dunkelelfen, die sind meistens cool ).
Wie bereits gesagt bin ich der Meinung, dass die Elfen und Zwerge einfach Relikte sind, die mit allen Mitteln versuchen die Zeit zu stoppen, damit so noch ein wenig länger denken können es wäre eine heile Welt.
Ich kenne leider die Witcher-Welt nicht so gut und erdichte mir daher das ganze aus den Infos im Spiel, aber bei den meistens Systemen mit elfischen Widerstandskämpfern ist es das selbe Prinzip.
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02.06.2008 13:16
#50
Deus
 Originally Posted by Phantompixel
Im Grunde genommen ist die Entscheidung einfacher, wenn wir uns näher mit der Person des Großmeisters Jacques de Aldersberg beschäftigen. Geralt wird ja im Laufe der Kapitel langsam an ihn herangeführt und dessen Persönlichkeit offengelegt.
So macht es auch wenig Sinn den alten Großmeister zu töten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass ein neuer Fanatist dessen Stelle einnimmt. Frieden zwischen Menschen und Anderlingen ist nicht möglich, solange dieser Orden besteht, unabhängig davon wer ihn leitet.
Sich für die Elfen einzusetzen halte ich für eine moralische Verpflichtung - nicht gegenüber Yaevinn, sondern vielmehr gegenüber Toruviel. Geralt hat diese Frau schliesslich einmal geliebt. Wie kann man dann ernsthaft an der Seite des Ordens kämpfen bzw. neutral bleiben und meinen "das ist Dein Krieg".
Yaevinn ist sehr wohl klar, dass die Elfen diesen Krieg verlieren werden. Das wird spätestens beim Banküberfall in Akt 3 deutlich. Ihm geht es vielmehr um Rache für all die Ungerechtigkeiten gegen die Anderlinge - und das um jeden Preis. Da wundert man sich, dass die Scoia'tel Zivilisten auf den Friedhof umbringen? Aber fragt man sich auch, was dazu führte, dass sie solche krassen Aktionen durchziehen? Wenn man aufgrund Deiner Rasse Deine Kinder tötet, deine Frau vergewaltigt, Dich von Deinem Land vertreibt, dann begreifst Du, dass ein Leben bedeutungslos wenig wert ist.
Wenn man Leute in eine Ecke drängt, darf man sich nicht wundern, dass sie sich wehren. Und wer an Ehre etc. im Krieg glaubt, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.
die sprüche der Schurken bei brok" ich hab schon mal ne elfin gehobelt, oder ich ich würde keinem hunde was zu leide tun aber jeden Elfen kreuzigen" sagen doch schon alles! erinert stark an rassendiskriminirung aus dem 2Weltkrieg (warschauer Getto)
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04.06.2008 14:16
#52
Waldläufer
Zu den Scoia ´tael : Ich hab ja nur das erste Buch gelesen , aber wenn in den folgenden nicht mehr über Toruviel und Geralt steht , dann war alles was zwischen den beiden passiert ist , dass Geralt ihr ordentlich eins auf die Nase gegeben hat , sie ihn eigentlich tot sehen wollte , jemand anderes das aber verhindert hat und die beiden sich versöhnt haben. Von "Liebesbeziehung" keine Spur.
Die Elfen kämpfen meiner Meinung nach zwar für eine gerechte Sache (gegen Unterdrückung) , aber mit zu extremen Mitteln. Zivilisten von Nekophagen abschlachten lassen ist nicht die feine englische Art und ist ihrer Sache sicherlich nicht dienlich. Sie sind zu fanatisch , zu radikal und ziehen andere mit in den Abgrund (Zwerge z.b.) .
Zum Orden: Der Orden war mir schon im 3ten Kapitel supekt und ich habe mich in ihm wohl nicht getäuscht (was das 5te kapitel angeht...) Sie sind falsch , fanatisch und ebenso brutal wie die Scoia ´tael. Siegfried war mir der symphatischste Charakter überhaupt im Spiel , bis er selbst zum Fanatiker wurde. Ich habe es fast nicht über Herz gebracht ihn zu töten (Elfen-Version). In der Ordens-Version bleibt er zum Glück halbwegs richtig in der Birne.
Ich denke der Geralt aus dem Buch (hab nur das 1te gelesen) wäre neutral geblieben , da er schlechte Erfahrungen damit gemacht hat in Konflikte einzugreifen.
Ich selbst habe mich beim ersten Spielen für die Elfen entschieden. Der Grund : Ich wollte nicht feige wegrennen als es im Dorf gebrodelt hat. Die Elfen brauchten meine Hilfe und meiner Meinung nach wäre es möglich gewesen ein Blutbad zu verhindern , wenn der Orden nicht sofort angegriffen hätte.
Als ich beim 2ten mal Durchspielen mich für den Orden entschieden habe , hab ich mich überhaupt nicht wohl gefühlt in meiner Haut. So wie Rayla mit Toruviel umgeht (wenn man Orden spielt) und so wie das ganze dann endet (noch mehr Unterdrückung ) ... nä.
Für Neutral habe ich noch nicht gespielt . Das kommt dann wenn die Enhanced raus ist .
nec laborare nec studere meum est
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08.06.2009 15:50
#55
Mythos
 Originally Posted by HeavyGuard
Naja, zu Beginn habe ich sehr geschwankt. In Kap. 3 bin ich aber (für dieses Spiel) endgültig zum Orden gewechselt. Auschschlaggebend war das Verhalten der Scoia´tel auf dem Stadtfriedhof wo sie zum einen Geiseln genommen und in der Gruft den Monstern überlassen haben und zum anderen auch selbst auf dem Friedhof unschuldige Bürger umgebracht haben.
Der Orden ist zwar fanatisch aber hier habe ich noch keine derartigen Massaker gegenüber Zivilisten sehen können.
Der Banküberfall gab da nur noch ein zusätzliches Schlaglicht - die Elfen benehmen sich wie einfache Kriminelle und nehmen auch hier wieder Geiseln.
Ähm, der Orden verübt Massaker unter Elfen, Gnomen und Zwergen - und aus welchem Grund? Weil sie keine Menschen sind!
Die Scoia'tael sind vielleicht auch keine Unschuldsengel, aber sie haben allen Grund, die Menschen zu hassen. Denn die tyrannisieren und unterdrücken sie aus keinem anderen Grund als dem, das ihnen die farbe ihrer Ohren oder die Körpergröße/statur nicht gefällt.
Ich habe mich für die Scoia'tael entschieden. Erstens finde ich ihren Kampf einfach richtig, auch wenn sie zu sehr extremen Mitteln greifen und über Leichen gehen. Die Scoia'tael hassen nicht grundlos, so wie der Orden. Sie kämpfen für ihre Freiheit. Auch wenn sie verloren sind - und das verdient Respekt.
Zweitens, wenn man sich die beiden repräsentativen Charaktere für Orden und Scoia'tael ansieht - war mir Yaevinn viel sympathischer als Siegfried. Siegfried kam mir, als ich ihm das erste Mal begegnete, wie ein kompletter Idiot vor. Klar, er war nett, aber auf mich wirkte er geistig etwas verwirrt, wie gehirngewaschen irgendwie. Yaevinn dagegen war mir von Beginn an viel sympathischer. Seine Persönlichkeit ist sehr viel kantenreicher als die Siegfrieds, und er besitzt Charisma. Und wenn man mit ihm mal ein bisschen drüber spricht, warum er die Menschen so sehr hasst... da weiß man, warum er so ist, wie er ist. Ich finde als Charakter viel interessanter als Siegfried.
Und dann wären da natürlich noch Geralts Anderlingfreunde Chireadan und Zoltan. Ich meine, es wäre irgendwie Verrat gewesen, wenn er mit dem Orden gegen die Anderlinge gekämpft hätte.
Und drittens ist der Orden eine Ansammlung fanatischer Eiferer, die sich hinter der Maske der Tugend verstecken, aber grausam Elfen, Zwerge und Gnome abschlachten, weil ihnen nicht passt, dass sie keine Menschen sind. Der Orden ist falsch und verlogen. Die Scoia'tael sind zwar genauso grausam und brutal, aber sie geben es wenigstens offen zu, anders als der Orden, der sich mit der Maske der Güte und Rechtschaffenheit tarnt. Und die Scoia'tael haben einen Grund für ihre Taten, der Orden hingegen nicht.
Deswegen: Pro-Scoia'tael!
Ich werde dennoch irgendwann mal für den Orden spielen... einfach, um die Kehrseite der Medaille kennen zu lernen. Aber jetzt spiele ich für die Scoia'tael, denn das kommt mir einfach richtig vor.
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08.06.2009 17:46
#56
Provinzheld
Ich hatte im vierten Kapitel folgendes Erlebnis: Da ich mich um die Bewohner des Dorfes sorgte, hatte ich mich für den Orden entschieden, da "mein" Geralt immer noch den Grundsatz folgt, dass er Menschen beschützt und damit basta. Ich tat es aber nur wegen der Zivilisten, ohne mich sonderlich für das Blabla des Ordens zu interessieren. Der einzige Grund eine gewisse Symphatie für sie aufzubauen, hieß Siegfried,zumindest bis zum Epilog wo er vollkommen, durchkasperte*seufz*. Er war so ein lieber Junge und für mich ein Hoffnungsschimmer, dass aus den Orden noch etwas Positives erwachsen könnte -wobei ich sie nicht als "Nazis" sehe. Sicher, sie haben rassistische Ansichten, aber die sehe ich eher als Produkt ihrer mittelalterlichen Erziehung, als das Ergebnis eines Dünnpfiffs den el Hilde und seine *****nasentruppe verzapft hat -.
Allerdings hat mir meine Entscheidung nicht gefallen und ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl, das sich auch nicht änderte und als ich erfuhr was aus Toruviel wurde, habe ich bei aller Symphatie für (den inzwischen durchgeknallten) Siegfried keine Lust mehr gehabt weiterzuspielen.
Was habe ich gemacht? Ich bin zur Stelle zurück, hab neu geladen und mich für den neutralen Weg entschieden(Elfen ging nicht, da ich den Orden beim Überfall den Vorzug gab. War einfach in diesem Moment das Richtige) und ich war am Ende hin zufrieden mit dieser Entscheidung. Es entsprach einfach meiner Spiel- und Denkweise, die vorsah Zivilisten und unschuldige Menschen und auch Anderlinge wie Zoltan, den Vivaldi und andere zu schützen und sich nicht von irgendwelchen Radikalen vor den Karren spannen zu lassen.
War vor allem umso schöner als ich sah, dass den Dorfbewohner nichts geschah.
Ihr könnt mich wohl zurecht inkonsequent nennen, aber ich war zu der Zeit hundemüde und hatte nur das Wohl der Dorfbewohner und ich weiß, dass mein Geralt sich nie für die Ideale des Ordens einsetzen würde und vor allem nicht sowas verzapfen würde, wie er es vor Foltest getan hat .
Für die Scoia'tael konnte ich mich nie erwärmen. Nicht dass ich deren Beweggründe verstehen würde, aber Yaevinn konnte mich mit seinem Gerede nie beeindrucken und vor allem in der Bank, wo er mir seine wirre Lebensphilosophie mal eben so darlegte hatte er bei mir, na ja, verschissen. Hätte man die Plätze getauscht, Siegfried als Scoia'tael und Yaevinn als Ritter der flammenden Rose, wäre die Wahl noch einfacher gewesen. Die Scoia'tael waren mir deswegen auch so unsymphatisch weil sich ihr Hass vor allem gegen die wehrlose Zivilbevölkerung richtete, anstatt gegen ihren eigentlichen Gegner der Orden vorzugehen und Zoltan hat schon Recht gehabt die Scoia'tael als pubertierende Hosenscheißer zu bezeichnen. Ich empfinde so etwas als feige und es ist in meinen Augen auch nichts als Feigheit Gewalt gegen Wehrlose zu richten, egal welche Beweggründe man hat und wie "verständlich" sie sind.
Geralt hat schon Recht als er sagt dass Ideale nicht auf Hass gründen sollten und auch das Schicksal der beiden streitenden Parteien spricht für sich, denke ich. Von dem was von Siegfried und Yaevinn übrig blieb mal abgesehen.
Die letzten Worte eines unvorsichtigen Drachenjägers:
,,Ich glaube der Drache ist in der Nähe, es wird deutlich heller.'' (  )
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08.06.2009 18:00
#57
Mythos
 Originally Posted by Lonan
Ich hatte im vierten Kapitel folgendes Erlebnis: Da ich mich um die Bewohner des Dorfes sorgte, hatte ich mich für den Orden entschieden, da "mein" Geralt immer noch den Grundsatz folgt, dass er Menschen beschützt und damit basta. Ich tat es aber nur wegen der Zivilisten, ohne mich sonderlich für das Blabla des Ordens zu interessieren. Der einzige Grund eine gewisse Symphatie für sie aufzubauen, hieß Siegfried,zumindest bis zum Epilog wo er vollkommen, durchkasperte*seufz*. Er war so ein lieber Junge und für mich ein Hoffnungsschimmer, dass aus den Orden noch etwas Positives erwachsen könnte -wobei ich sie nicht als "Nazis" sehe. Sicher, sie haben rassistische Ansichten, aber die sehe ich eher als Produkt ihrer mittelalterlichen Erziehung, als das Ergebnis eines Dünnpfiffs den el Hilde und seine *****nasentruppe verzapft hat -.
Allerdings hat mir meine Entscheidung nicht gefallen und ich hatte die ganze Zeit ein schlechtes Gefühl, das sich auch nicht änderte und als ich erfuhr was aus Toruviel wurde, habe ich bei aller Symphatie für (den inzwischen durchgeknallten) Siegfried keine Lust mehr gehabt weiterzuspielen.
Was habe ich gemacht? Ich bin zur Stelle zurück, hab neu geladen und mich für den neutralen Weg entschieden(Elfen ging nicht, da ich den Orden beim Überfall den Vorzug gab. War einfach in diesem Moment das Richtige) und ich war am Ende hin zufrieden mit dieser Entscheidung. Es entsprach einfach meiner Spiel- und Denkweise, die vorsah Zivilisten und unschuldige Menschen und auch Anderlinge wie Zoltan, den Vivaldi und andere zu schützen und sich nicht von irgendwelchen Radikalen vor den Karren spannen zu lassen.
War vor allem umso schöner als ich sah, dass den Dorfbewohner nichts geschah.
Ihr könnt mich wohl zurecht inkonsequent nennen, aber ich war zu der Zeit hundemüde und hatte nur das Wohl der Dorfbewohner und ich weiß, dass mein Geralt sich nie für die Ideale des Ordens einsetzen würde und vor allem nicht sowas verzapfen würde, wie er es vor Foltest getan hat  .
Für die Scoia'tael konnte ich mich nie erwärmen. Nicht dass ich deren Beweggründe verstehen würde, aber Yaevinn konnte mich mit seinem Gerede nie beeindrucken und vor allem in der Bank, wo er mir seine wirre Lebensphilosophie mal eben so darlegte hatte er bei mir, na ja, verschissen. Hätte man die Plätze getauscht, Siegfried als Scoia'tael und Yaevinn als Ritter der flammenden Rose, wäre die Wahl noch einfacher gewesen. Die Scoia'tael waren mir deswegen auch so unsymphatisch weil sich ihr Hass vor allem gegen die wehrlose Zivilbevölkerung richtete, anstatt gegen ihren eigentlichen Gegner der Orden vorzugehen und Zoltan hat schon Recht gehabt die Scoia'tael als pubertierende Hosenscheißer zu bezeichnen. Ich empfinde so etwas als feige und es ist in meinen Augen auch nichts als Feigheit Gewalt gegen Wehrlose zu richten, egal welche Beweggründe man hat und wie "verständlich" sie sind.
Geralt hat schon Recht als er sagt dass Ideale nicht auf Hass gründen sollten und auch das Schicksal der beiden streitenden Parteien spricht für sich, denke ich. Von dem was von Siegfried und Yaevinn übrig blieb mal abgesehen.
Der Orden hat aber auch wehrlose Elfen- und Zwergenzivilisten abgeschlachtet. das vergisst man nur leicht, weil der Orden so scheinheilig ist. Die Scoia'tael stehen wenigstens offen zu ihren Schandtaten.
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08.06.2009 18:31
#58
Provinzheld
@Andaurill
Sicher, weil sie auch offen sagen, dass Menschen für sie Wesen zweiter Klasse sind und ich hatte jetzt nicht das Gefühl, dass sie einen großen Masterplan haben was geschehen soll wenn sie den ihr großes Freiheitsziel erreicht haben. Man ertappt die Scoia'tael mehr bei ihren Schandtaten, das ist richtig, aber ich habe jetzt auch nicht gesagt dass der Orden nicht eben das tut, was ihn zur Last gelegt wird. Für die meisten von uns Spielern reichte es ja schon aus zu hören dass sie Rassisten sind um sie unsymphatisch zu gestalten, nehme ich mal an. Da wäre es designetechnisch unklug gewesen dass noch durch einen Strom toter Anderlingkörper zu unterstreichen.
Aber hier geht es ja nicht um Spieldesign und die Manipulation des Spielers sondern um die Entscheidung an sich. Und da kann keine der beiden Fraktionen punkten da sie sich beide gegen Unschuldige wenden und diese auch darunter zu leiden haben. Das nimmt dann auch solche Auswüchse an, wie wir sie bei Vivaldi gesehen haben, der in den Knast gesperrt wurde weil ihn Mitglieder der Scoia'tael verpfiffen, weil wir gegen ihre Mitkämpfer vorgingen und er zufällig mit uns bekannt war. So litt mal wieder einer derjenigen für dessen Freiheit sie angeblich eintreten. Und funktioniert es nicht wenn man jemanden angeblich schützen will.
Insgesamt bin ich auch eher der Ansicht die Shani hat: Weder Anderlinge noch Menschen wollen den Krieg, noch hassen sich so stark wie es uns die beiden Parteien weismachen wollen. Herrje es gibt Halbelfen und auch wenn man wohl zurecht als Zyniker hinweisen kann welches Dasein sie führen, sind sie auch ein deutliches Zeichen dafür was auch aus einer Beziehung zwischen Mensch und Elf entstehen kann, allen Zynismus jetzt mal ausgeklammert.
Wozu führt denn der ewige Kampf zwischen Orden und Scoia'tael? Zu Toten und es werden auch immer mehr und der Hass wird auch größer und aus diesen gehen weitere Tote hervor und so weiter. So halte ich es wirklich für das Beste dass Foltest sich die beiden Parteien gegenseitig beseitigt haben, allerdings nur auf die finstere Mentalität der Witcherwelt bezogen. Auf längerer Sicht ist es das Beste für alle beteiligten wenn ihnen keine mordende und rassistische Gruppe im Nacken sitzt und ihnen vorbrüllt wie böse die jeweils andere Seite doch ist. Allein der Gedanke regt in mir den Wunsch das Spiel wieder zu installieren und beiden Gruppen nochmal virtuell die Nase zu brechen und ihnen zu sagen was für Idioten sie sind, womit mein Blümchenkindgerede gerade seine Kraft zu verlieren droht .
Die letzten Worte eines unvorsichtigen Drachenjägers:
,,Ich glaube der Drache ist in der Nähe, es wird deutlich heller.'' (  )
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08.06.2009 20:09
#60
Mythos
 Originally Posted by Immortal Persian
Ich habe bisher einmal neutral und einmal für die Elfen gemacht und für den Orden werde ich ganz sicher niemals kämpfen.
So grausam sind die, hab mir einmal kurz ein Savegame geholt wo erzählt wird das Tovuriel ( meine Lieblingsfrau ) auf Raylas Geheiß vergewaltigt und gehängt wird.
Außerdem ist der Orden viel schlimmer als die Anderlinge es in all ihren Anschlägen jemals waren, auch siehe Jacques de Aldersberg.
Eben. Wie bereits gesagt: Der Orden hasst grundlos (nieder mit den Anderlingen, sie sind Wesen zweiter Klasse, schlecht und verdorben, blablabla... was ist das für ein Grund?) Die Scoia'tael hassen mit Grund. Ich würde wahrscheinlich zu ähnlichen Mitteln greifen, wenn ich so behandelt worden wäre z.B. Yaevinn... wenn du ihn drauf ansprichst, warum er die Menschen so sehr hasst, erzählt er dir, dass er sehr wohl versicht hat, friedlich mit den Menschen zusammen zu leben. Das der Versuch gescheitert ist lag nicht an ihm, sondern an den Menschen.
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