@Domingo: Was du ansprichst mag ja irgendwo sicher stimmen und ist ja auch nachvollziehbar (ich würde jedoch nicht soweit gehen. Von einer Plutokratie sind wir meilenweit entfernt). Doch die entscheidende und sofort auftauchende Frage: Was soll sich ändern?
Punkt 1: Geld wird es immer geben. Ich glaube darin sind wir uns einig. Und genauso wird der Mensch immer nach Macht streben. Machtanhäufung ist meiner Meinung nach der stärkste Motor des Menschen. In unserer heutigen Welt bedeutet vorallem Geld = Macht. Auch da sehe ich keine Möglichkeit zur Änderung.
Dass es dadurch jedoch zu einer Plutokratie kommen sollte, dass glaube ich nicht. Das Geld hat seinen Kreislauf. Gerade in Zeiten der Konjunktur wie jetzt, sieht man das doch: Es geht nicht nur den obersten Schichten toll, sondern der ganzen Gesellschaft. Ich schätze einfach mir gewisser Verzögerung.
Punkt 2: Pressefreiheit einschränken? Auf keinen Fall. Auch hier sehe ich wennschon das Problem wieder beim Menschen, als bei der Presse. Er lässt sich beeinflussen, er mag die Klatschgeschichten, er will sie. Ausserdem glaube ich, dass es dort ein Gleichgewicht gibt. Jedenfalls in politischen Themen. Jene Zeitung steht für dieses ein und macht dafür "Propaganda" und diese Zeitung steht für das andere ein und tut dasselbe. Der Leser kauft sich diese Zeitung, dessen Meinung er am ehsten vertritt und sieht sich in seiner Meinung bestätigt. Und auch hier die Frage: Wie will man die negativen Einflüsse der Pressefreiheit ändern?
Punkt 3: Klimawandel...ein heisses Thema (im wahrsten Sinne des Wortes). Du wirst mir verzeihen müssen, wenn ich dazu nichts sage. Vielleicht ein ander Mal, doch da könnte ich wieder Zeilen mit füllen.
Fazit: Welche Änderungen müssten deiner Meinung nach durchgebracht werden um diese Missstände zu beheben? Politisch? Gesellschaftlich? Wirtschaftlich?
Einziger Lösungsansatz, den ich sehe ist die klassische Aufklärung. Man müsste den Bildungsgrad der Leute weiter ankurbeln, eigenständiges Denken fördern und sie dazu motivieren. Ganz nach Kant:
"Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen."
- Immanuel Kant, Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784), Aufsatz
Gruss
Troan
P.S. Verzeiht mir inhaltliche oder formale Fehler fürs Erste...die Uhrzeit...