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Reviewcenter Archiv #1

  1. #61 Reply With Quote
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    Jul 2003
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    Reservoir Dogs


    Kinostart: 10.09.1992
    Genre: Thriller
    Regie: Quentin Tarantino
    Darsteller: Harvey Keitel, Tim Roth, Steve Buscemi
    FSK: 18

    Inhalt: Sechs Männer sitzen in einem Diner und unterhalten sich über "Like A Virgin" von Madonna und den Sinn und Unsinn von Trinkgeldern. Dann verlassen sie den Schuppen gut gelaunt. Kurz darauf sind zwei von ihnen tot und einer schwer verwundet, denn ein Raubüberfall auf einen Juwelier, den sie zusammen ausgeführt haben, ging schief. Die Überlebenden treffen sich in einer Lagerhalle und sie sind sicher: einer von ihnen ist ein Cop.

    Kritik: Ich habe es lange, lange Zeit vor mir hergeschoben, mir diesen Film anzuschauen. Mag daran liegen, dass ich eine ziemliche antipathie gegen Tarantino hege, mag daran liegen, dass der Film in meinen Ohren nicht sonderlich interessant klang. Ja, ich mache keinen Hehl daraus. "Pulp Fiction" fand ich grottig, Tarantinos Episode in "Four Rooms" einfach nur nervig, "Jackie Brown" uninspiriert, langweilig und aufgeblasen mit pseudo-coolnes, "Kill Bill 1" schlicht und ergreifend uninteressant und "Kill Bill 2" noch ein ganzes Stück uninteressanter. Da hatte ich keine großen Erwartungen, an Tarantinos Erstling.
    Was soll ich sagen? Ich wurde positiv überrascht. "Reservoir Dogs" ist tatsächlich der beste Tarantino, den ich je gesehen habe. Gut, mit der hundsmieserablen Backlist ist das keine Kunst, aber trotzdem, der Film ist gut. Nicht sehr gut, nicht brillant, nicht perfekt. Aber immerhin gut.
    "Reservoir Dogs" ist im Prinzip ein gewöhnlicher Thriller über einen Überfall, der schief gelaufen ist. Der Film bietet keine großartigen Überraschungen, die der erfahrene Film-Konsument nicht schon zehn Meilen gegen den Wind riechen würde, er bietet keine besonders ausgefeilte Story, er bietet nicht mal sonderlich viele Action-Sequenzen. Die ganze Überfall-Szene ist nämlich on-screen nicht zu sehen. Den Hauptteil der Handlung macht die angespannte Situation in der Lagerhalle aus, in der jeder jeden verdächtigt. Durchzogen wird das ganze hin und wieder von Rückblenden, die zeigen, wie sich die sechs Männer beispielsweise kennengelernt haben. Das ganze ist recht schick inszeniert. Zwar nicht sonderlich bahnbrechend, aber es erfüllt seinen Zweck.
    Und was kann man sagen? Es funktioniert. Die Handlung bleibt spannend, auch wenn nie etwas sonderlich überraschendes passiert. Die Charaktere sind relativ gut ausgearbeitet und verhalten sich nachvollziehbar. Die Schauspieler tun ihr übriges...
    Teilweise zumindest. Während Leading-Man Harvey Keitel (Mister Brown, "Taxi Driver", "Pulp Fiction" und drölfzig andere Filme) eine astreine Darbietung abliefert und gemeinsam mit Steve Buscemi (Mister Pink, "Desperado", "Living In Oblivion"), Michael Madsen (Mister Blonde, "Kill Bill 2", "Species") und dem leider verblichenen Chris Penn (Nice Guy Eddie, "Das Begräbnis", "True Romance") den ganzen Film trägt, bemüht sich der Regisseur himself, also Quentin Tarantino, das ganze durch seine fürchterbare Darbietung als Mister Blue wieder kaputt zu machen. Der Mann ist einfach nur ein gräslicher Schauspieler. Zum Glück hat er seine Figur weitestgehend aus dem Script rausgehalten. Weiterer Schwachpunkt der Darstellerriege: Tim Roth ("Planet Der Affen", "Four Rooms") liefert als Mister Orange eine eher mäßige Leistung ab. Zugegeben, er darf fast nur rumliegen und bluten, aber wenn er mal was anderes tut, dann... wird's schon ziemlich eng. Keine solche Katastrophe wie Tarantino, aber neben dem genialen Keitel und dem gewohnt guten Buscemi sieht Roth reichlich blass aus (und das nicht nur wegen dem Blutverlust).
    Weiterer Schwachpunkt, der sich hartnäckig daran gemacht hat, mir den Film zu vermiesen: die miesen Dialoge. Ich habe keinen Schimmer, wie so ein prä-pubertärer Mist von so unglaublich vielen Leuten so kultistisch verehrt werden kann. Ich meine, ist es wirklich eine Kunst, einen ganz normalen Dialog dermaßen mit Flüchen und Vulgaritäten vollzustopfen? Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Das Ding ist, dass die Qualität der Dialoge so dermaßen schwankend ist. Wann immer es etwas wichtiges zu sagen gibt, schafft Tarantino es, interessante, spannende und lebensnahe Dialoge zu verfassen. Und dann füllt er den Rest des Scripts mit solch geistigem Dünnschiss... Schauderhaft. Vor allem auf den Magen geschlagen sind mir die unfassbar überflüssige Anfangsunterhaltung über "Like A Virgin", die mir persönlich, hätte ich sie verfasst, einfach nur peinlich wäre. Und der Dialog zwischen Michael Madsen und Chris Penn während einer der Rückblenden im Büro von Nice Guy Eddies Vater. Da war ich kurz davor, entnervt vorzuspulen.
    Abgesehen von diesen beiden doch recht gravierenden Mängeln zieht der Film sich ganz gut aus der Affäre. Das Budget ist zwar recht günstig ausgefallen und deswegen kann man keine großen optischen Glanztaten erwarten, aber für das, was Tarantino zur Verfügung stand, hat er ordentliche Arbeit abgeliefert.
    Kommen wir zum Fazit: "Reservoir Dogs" ist ein guter, gradlieniger Film mit einer etwas gewundenen Erzählweise, die aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass der Streifen im Prinzip ein stinknormaler Thriller ist. Er ist nicht innovativ, er ist nicht überraschend, aber er schafft es, Spannung zu erzeugen. Mit besseren Dialogen und ein paar besseren Darstellern hätte der Film wirklich gut werden können. Dann hätte ihm zwar immer noch ein wirklich brillantes Element gefehlt, um in meiner persönlichen Oberliga mitspielen zu können, aber er hätte trotzdem noch ein paar Punkte rausschlagen können, die ich ihm so leider abziehen muss.

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 08/10 (ein paar verflucht gute und ein Totalausfall)
    Effekte: - (keine nennenswerten Effekte)
    Plot: 04/10 (gut inszeniert, dafür mangelt es ihm ein wenig an Substanz, relativ Standard)
    Anspruch: 05/10 (nötigt den Zuschauer nicht gerade zum Mitdenken, ist aber - mit Ausnahme der Dialoge - nicht vollkommen hirnverbrannt)
    Gesamteindruck: 7.5/10 (ein guter Film und wohl der beste Tarantino, auch wenn das nicht schwer ist)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 8.4)
    Link zum Trailer (hab nur den zur 10th Anniversary DVD gefunden)
    Die DVD bei Amazon.de
    Count is offline Last edited by Count; 10.01.2010 at 16:43.

  2. #62 Reply With Quote
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    Frank Miller’s
    300



    Kinostart: 05.04.2007
    Genre: Action-Abendteuer
    Regie: Zack Znyder
    Darsteller: Gerard Butler, Vincent Regan, Lena Headey
    FSK: 16

    Inhalt:
    Diejenigen die ein bisschen in ihren ersten Geschichtsunterrichten aufgepasst haben, was natürlich wenige von uns jemals getan haben, kennen die Geschichte. 300 Spartaner (Mit ein paar Verbündeten von denen man im Geschichtsunterricht zwar einiges erfährt aber auf deren Erwähnung der Film hauptsächlich verzichtet) traten gegen die Perser an, die sich mit ihrem riesigen (Im Film quasi überdimensionalen) Heer auf einem guten Weg zur Weltmacht befinden.
    300 gegen Millionen? Das kann doch gar nicht sein? Doch, wenn man 300 Supermänner hat und ja das haben die Spartaner auch. Denn Spartaner sind laut Film die besten Krieger der Erde. Gnadenlos werden Kinder nach ihrer Geburt aussortiert. Schwache, missgebildete Kinder schaffen es nicht weiter als bis zum Flug der in tief hinunter der Steilklippe führt. So züchten die Spartaner eben ihre Krieger und sobald der Junge denken kann wird er erzogen. Mit Peitschen und Kampf gegen seine Brüder um am Ende ein mächtiger Krieger zu werden (Eine richtig harte Sau).

    Kritik:
    Kann man sich die Story und den Ablauf des Filmes jetzt gut vorstellen? Nein bestimmt nicht aber es steht immerhin Frank Miller darüber der uns schon bei Sin City keinen Realismus garantierte aber harte, überlegte und vor allem für mich persönlich sehr poetische Action. Sin City war für mich 2005 der Film des Jahres und als ich gehört habe das ein weiteres Frank Miller Comic verfilmt wird hab ich mich natürlich gefreut.
    Die Regie wurde dann nicht vom durchgeknallten Indie Regisseur Robert Rodriguez übernommen sondern von Zack Znyder der uns schon 2004 ein gutes Remake von Dawn of the Dead präsentierte das kaum in allen Belangen vor allem die Altfans des Zombiegenres überzeugte aber dennoch einen hohen unterhaltungswert besaß.
    Kann dann wohl mit 300 nicht sehr viel schief gehen und im Grunde passiert das auch nicht doch gibt es im Laufe des Filmes einige Szenen die einen dem Spaß an dem sonst so lustig und effektreich inszenierten Schlachtfest rauben. Allein weil Frank Miller darüber steht erwartet man hier durchdachte Dialoge und viel schwarzen Humor. Charaktere die sich selbst in Frage stellen und eine allgemeine Kritik an der Handlungsweise.
    Doch falsch gedacht. Während der Anfang noch vermittelt, dass die Art der Spartaner vielleicht doch nicht so Lebenswert ist wird nach dem ersten Viertel des Filmes nur noch eine Glorifizierung der blutigen Mentalität des Griechenvolkes betrieben. Die Spartaner leben dafür eben einen überdimensionalen Bodycount zu erreichen. So unterhält man sich über die barbarischen Perser und die zivilisierten Griechen während man auf einem Berg von Leichen herumstapft und die wimmernden Verletzten langsam umbringt. Ein mancher wird sagen das dies eben die ironische und sarkastische Art ist Kritik an der Mentalität der Spartaner zu nehmen doch die Dialoge werden so Belanglos in den Film integriert sodass dieser Gedanken nur aufkommt wenn man wirklich naiv davon überzeugt ist oder das Frank Miller Comic gelesen hat.
    Dialoge, gutes Stichwort. Diese sind absolut ohne Belang. Der König Leonidas haut ab und zu den ein oder anderen Durchdachten Satz raus oder lässt einem mit seinem schwarzen Humor schmunzeln doch das ist meistens nur Beigut um die Schlachtenstimmung etwas zu lockern. Denn sonst wird eigentlich nur gebrüllt und Stumpfsinnige Sachen darüber erzählt wie großartig es doch ist ganz viele Menschen umzubringen (Mal nebenbei erwähnt sind die meisten Perser Sklaven die zum Kämpfen gezwungen werden). Auch der Nebenpart von Leonidas Frau lässt einem nur den Kopf schütteln. Denn die erzählt den ganzen Film lang nur von Ehre und Frieden und vergisst anscheinend ganz und gar, dass ihr Volk nur für’s Kriegführen geschaffen ist. Unlogik an allen Ecken und Enden. Alles in einem, hier gibt es keine kernigen Monologe vom Kaliber eines Marv oder Hartigan.
    Und jetzt mal zur Logik auf dem Schlachtfeld. Ein Spitzfindiger wird den ganzen Film als „unrealistisch“ bezeichnen. Das halte ich für unsinnig, den 300 will überhaupt nicht realistisch sein. Denn schließlich metzeln hier 300 gegen eine Million und das wird auch opulent in Szene gesetzt. Hier fliegen die Köpfe und die Gliedmaßen und das Blut spritzt in Zeitlupe durch die Gegend. Enthauptungen hielt der Regisseur wohl für etwas Besonderes. So kann man nach einer solchen noch mal genau die Verbindung inspizieren das Körper sowieso Kopf in geduldiger Ruhe an einem vorbeischweben.
    Doch machen diese an sich tollen Gemetzel irgendwie keinen Spaß, da die seltsame Moral einfach immer sauer aufstößt. Seltsam das das Sin City so toll löst, da stellt sich der Film aber irgendwie auch selbst in Frage. 300 findet sich einfach großartig in seiner Machart und das ist doof da er dem Zuschauer einfach kein Urteil überlässt sondern sagt: DAS IST SPARTA!
    Hier hat meiner Meinung die Regie versagt, da die Schauspieler ihren geringe Zeit eigentlich gut nutzen.

    Fazit:
    Lang und breit hab ich mich jetzt beschwert aber zwischen den Zeilen auch Lob verteilt. So finde ich es enttäuschend, das der Film für mich so ausgefallen ist da ich eigentlich kein Feind blutigen Gemetzels bin. Wer es also schafft seine Gedanken von dem Unsinn dem einen die Geschichte verzapfen will abzuwenden wird sich über das Schlachtfest freuen und die perfekt choreographierten Zeitlupen Kämpfe immer wieder anschauen. Hätte man dem Film ein bisschen Intelligenz und mehr Minuten spendiert wäre es ein wirklich guter Streifen geworden.

    Einzelwertung

    Darsteller: 7/10 (Machen nichts wirklich falsch aber sind kaum von Wichtigkeit)
    Effekte: 9/10 (Sind super. Bis auf die Charaktere fast alles im PC entstanden aber das macht nix, das muss eben so sein)
    Plot: 4/10 (Reichlicher Schmarren der mir den Film versaut, hier wäre einiges mehr gegangen)
    Anspruch: 3/10 (Niedriges Niveau mit vereinseltenen Lichtblicken die den Streifen aber nicht sehenswert machen)
    Gesamteindruck: 5/10 (So hart will ich nicht sein aber es ist meine persönliche Jahresenttäuschung)

    Link zur IMBD (Wertung: 7.9)
    Link zum Trailer
    Die DVD bei Amazon.de
    The Joker is offline Last edited by Count; 01.09.2008 at 18:12.

  3. #63 Reply With Quote
    umgezogen Pontius Pilatus's Avatar
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    Ey Mann wo is mein Auto?/Dude where is my car?


    Erscheinungsjahr: 2000
    Genre: Komödie
    Regie: Danny Leiner
    Darsteller: Ashton Kutcher, Seann William Scott, Kristy Swanson

    Inhalt:

    Jesse und Chester, zwei dauerbekiffte Helden, stellen mit schrecken fest, dass sie einen totalen Blackout haben. Sie wissen überhaupt nicht mehr, was sie gestern getan haben, warum ihr Kühlschrank voll Pudding und Jesses Auto weg ist. Ausserdem feiern sie und ihre Freundinnen ihr einjähriges Jubiläum und die Geschenke sind im Auto.

    Meine Meinung:
    Rund um dieses absolut sinnlose Grundgerüst spannt der Film eine absolut geniale und vorallem absolut sinnlose Geschichte, die Aliens, eine Geheimorganisation und hunderte geniale Gags loslasst. Aber klar, der Film ist sehr stark Geschmackssache, wer auf diese art des Humors steht, der wird sich einen Ast ablachen. Wem der Humor nicht zusagt, der wird wohl nach 20min ausschalten.
    Aber mal der reihe nach... die Schauspieler sind durch die Bank recht gut und recht viele hab ich auch gekannt, so zB Seann William Scott (American Pie 1-4 als Steve Stiffler), Ashton Kutcher (American Pie 1 und 2), Kristy Swanson, Jennifer Garner und noch n paar andere... Schauspielerisch sind sie auch alle recht gut, auch wenn Ashton Kutcher mMn in ein oder zwei Szenen etwas lächerlich rüberkommt.
    Effekte gibt es wenige, aber wo sie vorkommen sind sie passend und gut eingesetzt und technisch auch recht gut.
    Die Geschichte ist wirklich sowas von abgedreht, doch in sich absolut logisch. Die Ideen sind recht kreativ und sogut wie immer verdammt lustig. Wir haben uns beim ersten mal wirklich halb tot gelacht und der Film gehört seit mehreren Jahren zu unseren standardfilmen, die einfach jede LAN angeschaut werden. Wir können immer wieder über die beiden lachen.
    Wirklich ein absoluter Must-see, zumindest wenn man auf einen solchen "sinnlos" Humor steht. Ich liebe den Humor und daherist der Film wirklich perfekt für mich... Am besten in Gesellschaft anschaun.

    Einzelwertungen:

    Darsteller: 7 (einige bekannte, alle recht solide, keine wirklichen Mängel, aber auch nichts weltbewegendes.
    Effekte: 6 ( sehr selten etwas, was man "effekt" bezeichnen könnte, aber die paar mal sind ganz solide.)
    Geschichte: 8 (wirklich absolut abgedreht, genial und sinnlos. Topp!)
    Anspruch: 2 (zurücklehnen und lachen!)
    Gesamteindruck: 9 (wieder eine absolut geniale Komödie, die einfach genau meinen Geschmack trifft. Bei uns absoluter Kult!)

    imdb Wertung: 4.9
    geniale Szene
    Trailer link
    Die DVD bei Amazon.de
    Pontius Pilatus is offline Last edited by Count; 01.09.2008 at 18:12.

  4. #64 Reply With Quote
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    Fear and Loathing in Las Vegas



    Kinostart: 24.09.1998
    Genre: Kömodie/Drama
    Regie: Terry Gilliam
    Darsteller: Johnny Depp, Benicio del Torro

    Inhalt
    Raoul Duke und sein Anwalt Dr. Gonzo haben alles. Alles um einen perfekten Drogentrip zu beginnen. Mit einem Koffer gefüllt mit einem riesigen Drogenarsenal, etwas Rum und etwas Bier rasen sie in ihrem paradiesapfelroten Cabrio in Richtung Las Vegas. Duke alias Hunter S. Thompson hat den Auftrag das berühmte Wüstenrennen Mint 400 für eine Zeitung zu dokumentieren. Doch das scheint für ihn nebensächlich. Viel wichtiger haben sie sich eine eigene Aufgabe gestellt. Sie suchen den Amerikanischen Traum, wenn auch auf eine überschwängliche und vor allem ungewöhnliche Art und Weise.

    Kritik
    Drogenfilme gibt es viele. Alle Scary Movie Teile brauchen dieses Thema für ihren Humor und Jay & Silent Bob mögen die illegalen Rauschgüter auch sehr gerne. Doch in diesem Filmen wird humorischem vom kleinen Drogenkaliber gesprochen. Für den einen ist der Stumpfsinn natürlich purer Spaß. Hirn abschalten und lachen. Mir fällt es meistens Schwer mein Hirn bei einem Film abzuschalten.
    Fear and Loathing geht einen weiten großen Schritt im Gegensatz zu den oben genannten Streifen. Hier werden harte Drogen konsumiert. Wer nicht weis was harte Drogen sind der weis es späterstens nach diesem Filmzitat:

    „Wir hatten 2 Beutel Gras, 75 Kügelchen Mescalin, 5 Löschblattbögen extrastarkes Acid, ein Salzstreuer halbvoll mit Kokain, ein ganzes Spektrum vielfarbiger Uppers, Downers, Heuler, `n Liter Tequila, eine Flasche Rum, eine Kiste Bier und einen halben Liter Äther und 2 Dutzend Poppers.“


    Und die nehmen Mr. Duke und Dr. Gonzo auch ein, denn sonst währe dieser Trip, der auf einer wahren Geschichte basiert, welche der Autobiographie des legendäreren Journalisten Hunter S. Thompson entnommen wurde, wohl nie zustande gekommen.
    Das wird dem Zuschauer unweigerlich klar gemacht. Denn Roaul Duke kommentiert quasi den gesamten Ablauf der Geschichte auf sehr poetische Weise und lässt dabei kein Detail aus. Zum Beispiel auch nicht das Detail das ihm zu manchen Zeiten nicht mehr bewusst ist ob er die Dinge die er berichtet denkt oder laut ausspricht. Schon zu Anfang verpasst das den Film eine psychedelische Stimmung die darauf hinweist das man keiner Szene trauen kann. Zeitverschiebungen über mehrere Tage und schnelle Ortwechsel strengen den Betrachter an und zwingen ihn förmlich den Film ein weiteres mal anzuschauen. Denn wenn man sich das ganze zum ersten Mal anschaut wird man selber in einen Rausch versetzt und weis nicht mehr so wirklich wo oben und unten ist. Das liegt auch daran das man oft wegen den wahnwitzigen Dialogen einfach mal spontan auf dem Sofa zusammenbricht. Hier wird so viel zusammenhangloser Unsinn geredet der noch so viel Stil hat das man versucht einen Sinn dahinter zu finden doch es scheint unmöglich. Doch hier heraus ergibt sich auch der Sinn. Denn in seinen dokumentierenden Worten stellt sich Thompson und seine Generation selber in Frage. Die Frage die der Film stellt ist folgende: “Wie viele harte Drogen benötige ich um in Las Vegas den Amerikanischen Traum zu finden?“.
    Schauspielerisch gibt Johnny Depp und Benicio del toro alles. Sie sind verrückt und abgedreht schreien und führen ihre irren Dialoge zu jeder Zeit. Sie interargieren mit der außergewöhnlichen Kameraführung und verschmelzen ihn ihren schien endlosen Wahn mit der Welt und was die Drogen aus ihr machen.
    Doch ist der Film auch anstrengend und aufgrund seines wirklich sehr tief sitzenden Filmes nichts für sehr späte Abendstunden. Das liegt an der Kameraführung, es gibt nämlich Längen die den Film teilweise ein bisschen aus seiner Verrücktheit reist aber dies sind dann die Stellen die dem Zuschauer zum großen Grübeln anregen sollen. Was natürlich auch anstrengt.
    Optisch ist der Film die reinste Feinkost. Hier gibt es nichts was am PC erstellt wurde. Mit Farbfiltern, Linsen und Puppen schafft man eine ausgerwöhnliche Retro-Hippie-Drogen-Atmosphäre die zu keine Zeit plump wird sondern technisch hoch angelegt und von dem sich jeder moderne Regisseur mehrere Scheiben abschneiden sollte.

    Fazit:
    Dieser Film der von Angst und Schrecken handelt ist die komische Tragik in der Neuzeit. Er behandelt ein sehr schwieriges Thema mit viel Humor und klopft sich dabei niemals selbst auf die Schulter.

    Einzelwertungen

    Darsteller: 10/10 (del Toro und Depp schwächeln zu keiner Zeit und alle andere passen mit rein)
    Effekte: 9/10 (Hier gibt’s nur Abzug aufgrund seines Alters, die Regie verzichtet schier auf moderne Spezialeffekte und bleibt optisch trotzdem auf höchstem Niveau)
    Plot: 8/10 (Abzug da er beim Erstverzehr doch sehr schwer und wenig durchschaubar ist, man erkennt erst beim Zweiverzehr das es bei dem Film auf mehr als Drogenkonsum ankommt)
    Anspruch: 10/10 (siehe Plot)
    Gesamteindruck: 10/10 (Ein Meilenstein der Filmgeschichte der mal einfach zum Lachen und Abschalten gut ist oder zum Philosophieren herhalten kann.

    Link zur IMDB (Wertung 7.6)
    Link zum Trailer
    Die DVD bei Amazon.de
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  5. #65 Reply With Quote
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    Body Melt


    Erscheinungsjahr: 1993
    Genre: Splatter
    Regie: Philip Brophy
    Darsteller: Gerard Kennedy Andrew Daddo

    Inhalt:
    An einem friedlichen Morgen kommt es in einem kleinen Vorort zu einem furchtbaren Verkehrsunfall. Dies ist der Auftakt einer Serie grausamer Ereignisse, die die Idylle des kleinen Ortes erschüttert. Bald wird klar, dass die Bewohner der Kleinstadt zu Versuchskaninchen für eine radikale neue Droge werden, welche bisher ungeahnte Auswirkungen auf Körper und Seele des Menschen hat. Die Meisten werden es nicht überleben und die Wenigsten werden verstehen, was wirklich mit ihnen passiert...

    Meine Meinung:
    Hab den Film durch zufall (zusammen mit 3 anderen) um 4Euro am Grabbeltisch beim Saturn gekauft... ok, die 4€ war er wert, doch die 90 minuten Zeit die ich ihn angeschaut hab nicht wirklich... Er ist durch die bank eigentlich langweilig, ich hab nach einer stunde dann begonnen nebenbei zu surfen... Das einzig gute an dem Film sind die Effekte, welche von der (für splatterfans bekannten) Weta Workshop realisiert wurden, welche schon die Effekte in Braindead, Herr der Ringe, King Kong, I Robot und vielen mehr realisiert hat. Die Jungs wussten schon damals, wie man gute Effekte macht und das zeigen sie auch hier sehr deutlich. aber mal von anfang an...
    Die Darsteller sind... naja, gut sind sie nicht, aber auch nicht sonderlich schlecht. Auf gehobenem B-Movie stand halt. Ein paar aussetzer gibt es, doch insgesamt nicht sonderlich viel zu mäkeln. Der Erfinder der Droge und seine Familie sind wirklich total durchgeknallt und freakig, die haben mir wirklich gut gefallen.

    Die Effekte sind wie schon angesprochen das Herzstück des Films... Sind durch die bank so richtig blutig (bzw schleimig) und technisch wirklich einwandfrei. Gibt ne Menge "zerfließende" Gesichter und sonstiges standartsplatterzeugs halt... anfangs leider etwas wenig, was den part auch besonders zach macht, da die Hintergrundgeschite leider genau null fesseln kann. Später werden sie mehr und auch heftiger, das weiß zu gefallen.
    Die Geschichte ist wie schon angesprochen eher konstruiert und einfach langweilig... Ein paar Wissenschaftler entwicklen ne neue Droge, mit der sie ne Menge scheiße baun... das kennen wir alles schon.
    Achja, die Deutsche Synchro ist auch ziemlich mies, aber nichts anderes erwartet man sich bei so einem Film, passt also auch iwie dazu...
    Insgesamt muss man den Film nicht gesehen haben... absolte genrefans, die mal wieder WETA in aktion sehen wollen können die 4€ wohl verschmerzen und wärend dem Film ja ab und an vorspulen.

    Einzelwertungen:

    Darsteller: 5 (absoluter durchschnitt, nichts besonderes, B-Movie standard halt, erwartet keine Hollywoodleistung.)
    Effekte: 7 (könnten mehr sein, aber sind alle recht gut gemacht, was anderes erwartet man bei WETA aber auch nicht.)
    Plot: 2 (boooooring.)
    Anspruch: 3 (nicht wirklich anspruchsvoll, aber wenn man bei der Geschichte mitkommen wollte (was man aber nicht will^^) sollte man doch bissl aufpassen.)
    Gesamteindruck: 3 (über große strecken einfach total langweilig. Effekte sind ganz gut.)

    imdb Wertung: 4.3
    kein Trailer auf youtube
    Die DVD bei Amazon.de
    Pontius Pilatus is offline Last edited by Count; 04.02.2009 at 13:19.

  6. #66 Reply With Quote
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    Dead Heat


    DVD-Start: 28.06.2004
    Genre: Action/Horror/Komödie
    Regie: Mark Goldblatt
    Darsteller: Treat Williams, Joe Piscopo, Vincent Price
    FSK: 18

    Inhalt: Heißes Pflaster L.A.: Zwei maskierte Kerle latschen bewaffnet in ein Juweliergeschäft, räumen die Schaukästen aus und plätten auf dem Weg nach draußen jede Menge Polizisten. Dass die unzähligen Kugeln, die die Cops in sie reinpumpen, sie herzlich wenig jucken, stößt den Hütern des Gesetzes ein wenig sauer auf. Bis die beiden Supercops Roger Mortis und Doug Bigelow in Aktion treten und die beiden Delinquenten mittels Handgranate und Auto plätten. Doch Madame Gerichtsmedizinerin hat eine interessante Geschichte zu erzählen, als sie sich an den Überbleibseln der Ex-Räuber zu schaffen macht: Die waren schon mal da. Sprich: back from the dead. Als unsere beiden Cops ein wenig nachforschen, macht dummerweise auch Mortis bekanntschaft mit dem Sensenmann. Ein Glück, dass er dank einer Wiederbelebungsmaschine gleich zurückgeholt werden kann. Jetzt bleiben ihm und Bigelow aber nur 12 Stunden um die Schuldigen zu finden, da dem guten Mortis danach das Fleisch von den Knochen faulen wird...

    Kritik: Zugegeben, die Inhaltsangabe ist ein wenig lang geraten, aber die Spoiler halten sich im Prinzip auf einem Minimum, da all das in den ersten 20 Minuten abgespult wird. Aber so viel nur am Rande. Was ich eigentlich sagen wollte...
    Ich wusste, dass ich "Dead Heat" mögen würde, seitdem ich zum ersten Mal von dem Film gehört habe. Ein Buddy-Cop-Duo im Kampf gegen Zombies, das ganze mit ein paar netten Blood & Gore Effekten, komödiantischen Einlagen und jeder Menge dummer Sprüche gewürzt. Und was soll ich sagen? Die Rechnung geht voll und ganz auf.
    "Dead Heat", ein etwas kurioser Eintrag im Bereich der Zombiefilme, den uns Regisseur Mark Goldblatt (machte unter anderem die '89er Version vom "Punisher") bescherte, ist beileibe kein großes Kino. Der Film hat eine mittelmäßige Story, die von anfang an durchschaubar ist, keinen tiefern Sinn, keine filmischen Innovationen und ist so oberflächlich, wie ein Film nur sein kann. Aber er unterhält gewaltig. Die Spieldauer ist mit 80 Minuten angenehm kurz, die meisten der Sprüche unserer Helden sind genial (vor allem die "Du bist doch tot"-Witze zwischen Mortis und Bigelow), es gibt ein paar zünftige schießereien und viel Blut. Prächtig sind vor allem auch die Szenen, in denen Zombie-Cop Mortis mit Blei vollgepumpt wird und ihm das sichtlich nichts ausmacht (Zitatperle am Rande - Bigelow: "Remember the good old times when guns killed people?" Mortis: "You're just jealous...").
    Sowieso ist der Cast durchweg ordentlich. Roger Mortis wird vom Genreveteranen Treat Williams ("Octalus", "Das Leben nach dem Tod in Denver", "Das Phantom") verkörpert und der Mann zieht alle Register seines Könnens. Vor allem als er gegen Ende auch noch eine schicke Zombie-Maske tragen darf, ist seine vorstellung herrlich. Sein kollege Bigelow wird gespielt von Joe Piscopo (hat den Bösewicht im genialen Chuck Norris Klopper "Sidekicks" gespielt, aber ansonsten nicht gerade Karriere gemacht), der mir sogar noch einen Tick besser als Williams gefiel. Er hatte quasi die Rolle des nicht ganz so klugen, dafür aber um so cooleren Cops. Und damit hat er auch ganz klar die besten Zeilen für sich gepachtet. Lindsay Frost (spielt sich im Augenblick einmal quer durch alle möglichen Serien von "CSI" über "Crossing Jordan" und "Lost" bis zu "The Unit") hat die weibliche Hauptrolle gepachtet, die... sagen wir mal eher überflüssig ist. Sie stört zwar nicht, aber hat auch nicht gesteigert viel zu tun (dafür sorgt sie, ohne zu viel spoilern zu wollen, für die wohl stärkste Splatterszene des Films). Robert Picardo (wahrscheinlich am bekanntesten als der Doktor aus "Star Trek - Voyager") spielt übrigens auch eine kleine Nebenrolle. Taucht aber nur am Anfang des Filmes auf, um Mortis zu untersagen, sein Auto zum Verbrecher plätten zu nutzen. Noch erwähnenswert: Der Böse wird von Mister Vincent Price himself gespielt. War einer der letzten Filme der großen Horror-Legende.
    Die Effekte sind auf einem ganz ordentlichen Niveau. Wir kriegen blutige Einschüsse spendiert, ein paar mehr oder minder gelungene Zombie-Masken (die von Mortis ist sehr cool, der seltsame drei-Gesichter-in-einem-Zombie am Anfang wirkt eher seltsam), einen Kampf mit einer wiederbelebten Schweinehälfte (sehr geil), schmelzende Menschen und ein paar explodierende Körper. Alles nichts, was man nicht schon wo anders gesehen hätte, macht aber laune und verdient sich seine FSK ab 18 redlich. Dem zuträglich dürfte wohl auch das eher direkte Verhalten von Mortis gegen Ende des Films gewesen sein, der auf seinem Fußmarsch zum Showdown schon den einen oder anderen Sicherheitsbeamten ohne viel Federlesen mit Blei vollpumpt. Da reibt die BPJM sich doch die Hände...
    Der Humor ist meistens bestens gelungen. Es gibt viele coole One-Liner, bei denen ich gut geschmunzelt habe. Auch besagter Kampf mit dem halben Schwein ist sehr lustig und nicht zu vergessen, wie Mortis oft und gerne Kugeln fängt, weil ist ja wurscht (Höhepunkt ist wohl die Szene, in der er und ein böser Zombie sich gegenüberstehen und sich gegenseitig bestimmt eine halbe Minute mit Kugeln aus ihren Maschinenpistolen vollpumpen). In dieser Hinsicht wohl bestens geeignet als Partyfilm, macht nämlich sehr viel Laune.
    Die Musik ist auf typischem 80er-Niveau, ist mir während dem Film allerdings nicht gesondert aufgefallen, sondern erst beim Abspann, nervt also nicht irgendwie.
    Kommen wir zum Fazit: "Dead Heat" ist ein toller, hirnverbrannter, äußerst unterhaltsamer Actionreißer mit einem gut aufgelegten Darstellerensembel, das sich von vorne bis hinten durch die hauchdünne Story ballert und kalauert. Und es funktioniert prima. Jeder Fan von Zombie-Filmen sollte mal einen Blick riskieren, genau wie Freunde von Buddy-Cop-Movies. "Dead Heat" vereint beides nämlich sehr schick. Daumen hoch.

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 07/10 (erstaunlich gut für ein B-Movie, vor allem Piscopo, dem leider keine größere Karriere beschert war)
    Effekte: 07/10 (nicht übermäßig blutig, aber alles schick handgemacht mit ein paar lecker Splattereien)
    Plot: 04/10 (folgt im Prinzip dem guten alten "Ich wurde vergiftet und hab nur so und so viele Stunde"-Schema, nur dass es diesmal Zombiefizierung ist)
    Anspruch: 03/10 (hirnloser, spaßiger Actionreißer, kein nennenswerter Anspruch)
    Gesamteindruck: 08/10 (macht tierisch Laune der Film und eignet sich auch bestens zum Partystreifen)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 5.4)
    Link zum Trailer
    Count is offline Last edited by Count; 04.02.2009 at 13:20.

  7. #67 Reply With Quote
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    Smokin’ Aces

    Kinostart: 01.03.2007
    Genre: Actionthriller-Komödie
    Regie: Joe Carnahan
    Darsteller: Ryan Reynolds, Ben Afflek, Jeremy Piven

    Inhalt
    Buddy Isreal hat sich sein vorher so schönes Leben mit eigener Hand reichlich schwer gemacht. Denn der weltberühmte Vegas-Illusionist stieg ins Mafiageschäft ein und arbeitete sich langsam aber sicher ganz nach oben. Doch er ist ein Amateur. Er ist nicht mit den Regeln vertraut und so versaute er sich Stück für Stück seine Arbeit. Ergo, er verfeindet sich kurzerhand mit der Vegasspitzenmafia.
    So hat die Mafia ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt bei dem man sich nicht Lumpen lässt. Schon bald strömen Kopfgeldjäger, die Denken sie seien dieser Aufgabe gewachsen, aus einigen Ecken der Welt an. Alles weist auf einen extremen Showdown im obersten Stück eines Hotels in Nevada hin das das FBI ausgesucht hat um Israel unterzubringen. Das FBI beschützt einen Verräter? Ja denn er ist Kronzeuge im Programm das Organisierte Verbrechen in Vegas endlich auszumerzen.

    Kritik
    Der Trailer kündigte es an. Eine nicht allzu starke Story, ein nicht allzu starkes Schauspielern aber dafür abgedrehte Charaktere, Unrealismus pur und Action die hinten und vorne Spaß macht.
    Doch nicht alles bewahrheitet sich und bald zeigt sich der Film von einer anderen Seite als zuerst angekündigt. Sind im Trailer Fehlinformationen enthalten? Nein! Er rückt den Film nur in ein vollkommen falsches Licht!
    Die Story ist wahrlich nicht allzu stark aber stärker als man wohl zuerst erwartet. Der Film wartet mit einigen überraschenden Wendungen auf. Das ganze ist schön verpackt sodass man sich schon manchmal nach der Logik fragt aber die schnell im Eifer des Gefechts uninteressant wird. Denn die Story machen die Schauspieler und die spielen allesamt ihre Charakter super cool und super geschmeidig so das man sehr oft einfach nur wegen dieser unsagbaren Coolness schmunzeln muss. Die Coolness wirkt nicht aufgesetzt das Szenario baut einfach auf ihr auf und so wachsen einen sogar die absolut kranken Neonazis ans Herz. Drei Charaktere welche einen solchen Wahnsinn verbreiten das man nicht mehr weis wo hinten und vorne ist.
    Überhaupt macht jeder Charakter Spaß und man will immer mehr von ihnen. Ein Verkleidungskünstler, ein Mann mit Messerarmen, ein irres Nazitrio, ein Trio aus coolen Hohlbirnen, zwei junge schwarze Killerinnen (Alicia Keys sieht teilweise extrem sexy aus (Ich verweise auf die Szene mit den Nassen Haaren) und hier und da mal ein Verräter von Buddy Israel.
    Und wer steht auf der anderen Seite? Die coolen FBI Anzugträger deren Beleuchtung sich der Film bis auf Ben Affleck und seinen Partner sehr spart. So enden diese im Kanonenfutter, stört aber nicht weiter denn diesen Job erledigt die Staatspolizei richtig gut.
    Überhaupt ist hier anzumerken das der Trailer einen völlig falschen Eindruck beschert. Es wird einiges Geredet und die Regie geht auf Dialogdetails ein die man vielleicht für belanglos hält aber den Film Lebendig macht.
    Unrealismus? Ja den gibt’s gewaltig aber dazu später mehr.
    Überhaupt muss man um den Film zu analysieren eine Gegenüberstellung machen. Feinde in diesem Film sind nämlich die Charaktere und die Action. So viel Zeit geht für die Charaktervorstellung drauf die ist natürlich verdammt amüsant und teilweise auch Actionreich. Doch dann nimmt sich der Film auch noch Zeit für die Story raus und ihre Weiterentwicklung (Doppelte Rückblenden, alles inklusive) und das passt gar nicht! Denn spätestens wenn die kranken Killer im Hotel aufeinander stoßen rockt das Haus. Hier wird geballert, gesägt, gehächselt und mächtig geflucht. Motorsägen, Uraltknarren, Schrotflinten, Revolver und Maschinengewehre treiben den Bodycount und vor allem dem Blutgehalt in eine extreme Höhe. Die Gefechte machen Spaß und sehen sehr stilisch aus. Die wenigen Sekunden sind aufregend und spannend. Zwischen den Shotouts gibt es immer wieder kurze Pausen indem der Zuschauer auf keinen Fall verschnaufen darf. Denn dann kauert der eine in der Deckung und der andere schleicht sich an. Es ist nur die Frage wer wieder zuerst ballert und der Hotelputz verteilt wird.
    Aber warum müssen diese Sequenzen so verdammt kurz sein? Wieso muss man sich immer wieder das Gegrüzte des FBI anhören? Wieso muss diese widerliche Verschwörungstheorie sein?

    Fazit:
    Nein Regie! Ihr müsst die Story nicht ausbauen um den Film interessant zu gestalten. Ich will statt Story mehr verrückte Charaktere und mehr Action!
    Das ist auch die Macke die den Film davon abhält auf eine hohe Stufe des Siegertreppchens zu klettern. Man verliebt sich so sehr in die gnadenlos brutalen und schwarz humorigen Actionsequenzen sodass man den Rest nicht mehr sehen mag (Bis auf die teils wirklich sehr coolen Dialoge). Und warum macht das jetzt bei dem Film im Gegensatz gegen 300 Spaß? Weil dieser Film sich zu keiner Sekunde wirklich ernst nimmt (Nur an Ende, aber das ist für die Action im Hotel nicht von Belang). Er will keine Moral verbreiten sondern einfach nur amüsieren. Das schafft er auch. Streckenweise.

    EinzelwertungenDarsteller: 8/10 (Entweder sau cool oder sau irre. Hier hat man alles was das Herz begehrt)
    Effekte: 9/10 (Der Putz pröckelt die Schießeisen rauchen. Details pur)
    Plot: 6/10 (Abzug! Nicht weil er seicht ist, sondern weil er stört!)
    Anspruch: 6/10 (Will vielleicht Anspruch erzeugen, hat aber keinen besonders großen. Der Anspruch liegt nicht bei der Story sondern lastet auf der Genialität einzelner Szenen)
    Gesamteindruck: 7/10 (Es ist so schade aber es gibt nur die 7, am Anfang macht der Film so viel Spaß. Das Ende kann in kleinster Weise mithalten.)

    IMDB Wertung 6.6
    Trailerlink
    Die DVD bei Amazon.de
    The Joker is offline Last edited by Count; 28.03.2008 at 18:07.

  8. #68 Reply With Quote
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    The devils rejekts


    Erscheinungsjahr: 2005
    Genre: Terror/Splatter/roadmovie
    Regie: Rob Zombie
    Darsteller: Sid Haig, Sheri Moon Zombie, Bill Moseley, Leslie Easterbrook
    FSK: Keine Jugendfreigabe

    Inhalt:
    Sheriff Wydell (William Forsythe) hat das Haus der verrückten Familie umstellt und bläst zum Angriff: Bei der Polizeiaktion sterben mehrere Polizisten, ein Familienmitglied der Fireflys und die Mutter (Leslie Easterbrook) der Familie wird verhaftet. Nur Baby (Sheri Moon Zombie) und Otis (Bill Moseley) gelingt die Flucht. Sie ziehen eine blutige Spur durch das Land und treffen in einem Hotelzimmer auf Captain Spaulding (Sid Haig). Zusammen planen sie, sich bei Spauldings Halbbruder Charlie (Ken Foree) zu verstecken. Doch Sheriff Wydell, dessen Bruder in Teil eins ums Leben kam, baut bei der Jagd auf nicht polizeiliche Hilfsmittel…
    (c) www.reviews.ch.vu

    Meine Meinung:
    Teil eins ist ja schon ein geniales Meisterwerk, doch mit The devils rejekts setzt Rob Zombie noch einen drauf. Allerdings lassen sich die beiden Filme nicht wirklich vergleichen, da sie doch recht viele Unterschiede besitzen. So ist bei the devils rejekts der Horrorpart ziemlich in den Hintergrund geraten, dafür ist er streckenweise auch recht lustig. Außerdem bekommt man noch einen wesentlich tieferen Einblick in die Familie Firefly mit all ihren verrücktheiten. Achja, Dr. Satan hat überhaupt keinen auftritt mehr.

    Aber mal von anfang an...

    Die Darsteller sind zu einem großen Teil schon aus dem ersten Teil bekannt... Allerdings sind diesmal eben die Mitglieder der Familie Firefly im Mittelpunkt und man ist durchaus angehalten sie für sympathisch zu halten und fiebert auch total mit ihnen mit. Sheri Moon Zombie kommt hier erst richtig zur geltung und spielt wirklich mit vollstem Einsatz die durchgeknallte Babe... Otis wird perfekt verkörpert von Bill Moseley welcher mir eigentlich sogar noch besser gefallt als Sheri Moon. (wobei sie natürlich nen Bonus wegen ihrem Aussehen hat^^). Aber auch die anderen sind absolut nicht zu verachten... Sid Haig verkörpert Captain Spaulding erstklassig und der rest auch auf durchwegs hohem niveau.

    Die Effekte sind zwar nicht sonderlich häufig, doch streckenweise sehr blutig (Truck) und auch einfallsreich. Doch sind sie bei weitem nicht die existenzberechtigung des Films sondern werden wohldosiert abgegeben und schocken daher umso mehr, da sie immer wieder ins Spiel kommen, wenn man die Familie gerade wieder recht sympathisch findet...

    Die Geschichte ist jetzt nicht Oskarverdöchtig, doch sie hat Hand und Fuß, bietet den Charakteren platz sich zu entfalten und hat einige nette Wendungen. Wird auch in keinem Moment langweilig, da ist wirklich immer was zu sehen. Und dann noch das Ende, wirklich genialst! Das lied passt wirklich super das die Familie meist nur in absoluter großaufnahme gezeigt wird macht das ganze umso schlimmer. Hier hat man wirklich absolutes Mitleid und auch sympathie für diese Bande von Psychopathen und Mörder...
    Großen respekt dafür an Rob Zombie.

    Die Musik spielt auch in dem Film wieder eine große Rolle und wurde zu einem großen Teil von Rob Zombie selbst komponiert. Sie passt immer gut dazu und ist streckenweise (zB am Ende) wirklich Oskarreif.

    ...was bleibt noch zu sagen? ... wer den ersten Teil gemocht hat, wird den hier wohl lieben... wobei er streckenweise doch recht anders ist... kommt also auf die persöhnlichen Vorlieben an, ob er einem besser als Haus der 1000 Leichen gefallt. Mir hat er das, da ich die Familie Firefly wirklich in mein Herz geschlossen habe.
    Sollte man wirklich gesehen haben!

    Einzelwertungen:

    Darsteller: 10 (das um und auf des Filmes, selten bessere Leistungen gesehen!)
    Effekte: 8 (nicht übertrieben viele, aber doch recht blutig und Effekte auf hohem niveau. Schießerein, zerfetzte Leichen etc...)
    Plot: 8 (an sich nichts besonders geniales, bietet den Charakteren aber viel Platz sich zu entfalten und hat intressante Wendungen.)
    Anspruch: 4 (nicht sonderlich anspruchsvoll, aber man sollte halt schon aufpassen.)
    Gesamteindruck: 9 (nahe an der 10... ist etwas besser als der erste, aber doch nicht gut genug für ne 10.)

    imdb Wertung: 6.9
    Trailer auf youtube
    Die DVD bei Amazon.de
    Pontius Pilatus is offline Last edited by Count; 28.03.2008 at 18:09.

  9. #69 Reply With Quote
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    Rhea M. - Es geschah ohne Warnung / Maximum Overdrive


    Laufzeit: ca. 97 Minuten
    Genre: Science-Fiction-Horror
    Regie: Stephen King
    Darsteller: Emilio Estevez, Pat Hingle, Yeardley Smith
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 20.11.1986

    Inhalt:
    Als die Erde in den Schweif des Kometen Rhea M. gerät, drehen alle technischen Geräte durch - sie entwickeln ein Bewusstsein und Eigenleben. Geldautomaten beschimpfen ihre Kunden, Getränkeautomaten und Küchengeräte werden zu Killermaschinen. Für eine Gruppe von Menschen sind allerdings eine Reihe lebendiger Trucks das Hauptproblem, die die abgelegene Raststätte Dixie Boy belagern, in die sie sich zurückgezogen haben. Der erbarmungslose Kampf zwischen Mensch und Maschine entbrennt.

    Meinung:
    Der erste und bisher einzige Film, in dem Stephen King selbst Regie geführt hat (der Film basiert auf eine Kurzgeschichte von ihm) - und schlecht hat er seine Sache keineswegs gemacht. Wesentlich schlechter waren da schon die Story und die schauspielerischen Leistungen. Letztere waren nicht gänzlich schlecht, aber ein wirkliches Talent war leider nicht dabei. Die Story ist nicht sonderlich geistreich und trumpft mit einigen Logikfehlern auf, hat aber auch durchaus sehr lustige Szenen zu bieten und eine gewisse Spannung hält sich. Meiner Meinung nach, senkt sich das Niveau ab der zweiten Hälfte, wo Gags gegen wilde Explosionen eingetauscht werden, aber irgendwie muss das Ganze schließlich auch zu Ende gehen...
    Die humoristischen Einlagen haben den Film auf jeden Fall gerettet und der Soundtrack von AC/DC hat immer wieder neuen Pepp in einige Szenen gebracht, aber ansonsten schafft es der Film nicht übers Mittelmaß hinaus. Ein LangeweileKiller, aber kein Meilenstein der Filmgeschichte; dennoch schlägt er Christine noch um Längen.

    imdb Wertung: 4.5/10

    Bewertung:
    Darsteller: 5/10
    Plot: 4/10
    Effekte: 7/10
    Anspruch: 2/10
    Gesamteindruck: 6/10
    LorD's FilmList-Platzierung: 308

    Trailer
    AC/DC Who Made Who (Maximum Overdrive Version) (Zusammenschnitt der lustigsten/actionreichsten Szenen)
    Die DVD bei Amazon.de
    LorD AvengeR is offline Last edited by Count; 01.09.2008 at 18:17.

  10. #70 Reply With Quote
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    ShootEmUp


    Kinostart: 20.9.2007
    Genre: Action-Thriller
    Regie: Micheal Davis
    Darsteller: Clive Owen, Paul Giamatti, Monica Belucci
    FSK: Keine Jugendfreigabe

    Inhalt:
    Der mysteriöse Mr. Smith sitzt auf der Bank und wartet auf einen Bus. Dabei ist er eine Karotte die er zwischendurch mit Jogurt dippt. Von Rechts eine junge Frau, sie ist offensichtlich schwanger. Sie stolpert stöhnend und gehetzt durch die Szenen. Smith sieht er kurz hinterher. Dann kommt ein Auto um die Ecke und kracht in ein parkendes anderes. Mr. Smith sieht zu. Der Fahrer zeugt Waffe und beschimpft die Frau, er verfolgt sie. Sein Ziel, ihr Tod. Klar genervt ergreift Smith die initiative und versucht die Frau vor einer großen Menge finstrer Typen zu retten. Es bleibt beim Versuch, die Frau kommt um aber während des spektakulären Shootouts bringt sie ihr Kind zur Welt.
    Also ist es jetzt an Mr. Smith sich um das Kind zu kümmern auf das ein unheimliches Interesse liegt das von dem recht gemeinen Boss Hertz ausgeht. Dieser will aus irgendwelchen unerfindlichen Gründen das Kind tot sehn.

    Kritik:
    Klingt absurd? Ist es auch! Wirkt banal? Ist es auch! Das wichtigste an der ganzen beschriebenen Eröffnungsszene ist wohl die Schießerei im Lagerhaus und Clive Owen, dieser unwahrscheinliche Typ der in Sin City bewiesen hat das er ein markanter und extrem männlicher Topschauspieler ist lässt hier im wahrsten Sinne des Wortes die Sau raus. Wir erreichen hier nicht den Bodycount von 300 aber einen John Woo typischen Leichenberg bekommen wir zu sehn. Denn in ShootEmUp geht es um eines, wildes Geballer und das in jeder Location. Dabei wird wirklich jeder Stunt beherzt vorgeführt und man bleibt zu keiner Sekunde auf dem Boden der Tatsachen. Quasi der absolute Unrealismus. Mann springt durch die Luft und verpasst jedem Gangster einen Schuss mitten ins Herz. Mann rammt Mohrrüben durch Hälse. Mann schießt auf das Gestänge eines Karussells ein um es in Bewegung zu halten. Mann hat immer einen übelst coolen Spruch zu jeder noch so absurden Situation auf Lager.
    Und hier liegt die Gratwanderung. Zeigt uns ShootEmUp unheimlichen Unrealismus und unheimliche Coolness und versucht uns eine verstrickte Story zu erzählen? Nein, denn der Plot ist sich zu 100% bewusst das keine Sekunde des Filmes ernst zu nehmen ist. Selbst die kleine Liebesgeschichte zwischen Smith und seiner Prostituierten Milchgeberin. Wer nach dem ersten Schießen sagt: „Was ist das für ein Quatsch!“ Der sollte trotz vermeintlich 10 bezahlten Euronen das Kino verlassen. Denn er wird diesen Quatsch noch weitere 1 ½ Stunden ertragen müssen. Wer aber akzeptiert das hier nicht zu erwarten ist einen finsteren Noirthriller zu erleben wird von der ersten und letzten Minute Spaß haben und ständig laut im Kino loslachen und gleichzeitig den Kopf schütteln.
    Clive Owen macht eine super Figur. Sein markantes Gesicht, seine Coolness. Alles trägt zum besonderen egoexekutiven Charakter bei der eben alles was ihn nervt selbst aus der Welt schafft. Und wenn es ein Kerl ist der einfach auf einem Behinderten Parkplatz parkt. Überhaupt ist Mr. Smith auf so viele wütend. Jetzt denkt man vielleicht. Oh je, schon wieder ein Gesülze über ein gebrochenes Leben und die Rechtfertigung für Morde an 100 Leuten. Nein, bitte bitte das nicht denken. Denn Mr. Smith scheint mit seinem Leben gut klarzukommen, natürlich gibt es auch Beweggründe für ihn. Die sind aber nicht weiter wesentlich und bleiben so oberflächlich, dass man sie nicht wirklich beachtet.
    Paul Giamiatti mimt den miesen Boss Hertz. Er ist pervers und fanatisch. Bringt dämliche Witze und ist im Grunde auch dämlich aber irgendwie doch wieder nicht. Der Charakter macht einfach Spaß nervt aber auch mit der Zeit da seine Sprüche manchmal ein bisschen überzogen sind.
    Aber er spielt den kleinen Dicken Mann der sich immerzu über die bösen Streiche des Smiths aufregt. Wie eben in Tom und Jerry, ein wunderschönes Katz und Maus Spiel wobei Smith eher wie ein Elefant im Porzellanladen agiert und nicht wie eine kleine Maus. Aber dennoch wie ein eleganter Elefant.
    Die Blutfans werden auch belohnt. Davon gibt’s genug. In welcher Form auch immer. Abgetrennte Gliesmaßen, Schnittwunden, Schusswunden, Karottenwunden, Schädelzerplatzwunden oder Pulzaderweitspritzundanderedamitblendwunden.
    Ach ja, die Musik. Ace of Spades oder If you want blood, you got it untermalen die kranken Actionsequenzen einwandfrei. Da gibt es nichts zu meckern.

    Fazit:
    Ja, ShootEmUp. Das Rezept mit dem Mann in den Film gehen soll ist oben schon beschrieben. Einfach nichts weiter dabei denken und ablachen.
    Dieser Absurde und Stumpfsinnige Actionstreifen hat irgendwie etwas anderes als die anderen. Er ist besonders, durch seine trashige Art, seine stilischen Stunts und die wirklich super Charaktere.
    Aber wie vor allem, und wie schon so oft gesagt, durch seine Eigenparodie.

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 8/10 (Clive Owen einfach lustig, Paul Giamiatti verrückt, lustig und manchmal leicht nervig. Der Rest verschwindet eher im Schatten der Großen.)
    Effekte: 10/10 (Übertrieben bis zuletzt aber ein Fest für die Augen, mal abgesehen von der Anstrengenden „Kameraführung“)
    Plot: 6/10 (Plot? Hä was ist das? Geschenkverpackung? Ja reine Geschenkverpackung.)
    Anspruch: 3/10 (Das ich nicht lache!)
    Gesamteindruck: 8/10 (Hihi, einfach nur amüsant.)

    IMDB-Wertung: 7.0
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  11. #71 Reply With Quote
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    Jay and Silent Bob... schlagen zurück



    Erscheinungsjahr: 2001
    Genre: Komödie
    Regie: Kevin Smith
    Darsteller: Jason Mewes, Kevin Smith, Ben Affleck, Seann William Scott, Chris Rock, Wes Craven, Mark Hamill, Jason Biggs, Matt Damon, James Van Der Beek u.v.m.

    Inhalt:
    Jay und Silent Bob finden heraus, dass der Comic Bluntman & Chronic, für den sie die Vorlage sind, von Miramax Films verfilmt werden soll. Im Internet wird über den Film und dessen Hauptdarsteller hergezogen, und so macht sich das Zweiergespann auf nach Hollywood, um den Dreh des Films zu verhindern. Auf ihrer Reise werden sie von einer Fanatischen Tierschützer aufgegabelt...

    Meine Meinung:
    Meine Erwartungen waren nicht unbedingt so hoch, doch der Film ist eindeutig mein movie of the month... Einige der Witze sind sowas von genial, wobei leider auch einige darunter sind, die überhaupt nicht zünden (zumindest bei mir, bisher den Film nur alleine angeschaut)... aber alles in allem ein sehr positiver Gesamteindruck, wie bei Kevin Smith wohl nicht anders zu erwarten (hier sowohl als Drehbuchautor, Hauptdarsteller (Silent Bob) und Regisseur tätig) Aber mal von anfang an...

    Die Schauspieler sind super und eigentlich alle bekannt... Jay und Silent Bob werden absolut super von Jason Mewes und Kevin Smith.... beide versetzen sich super in ihre Rollen hinein... vorallem Kevin Smith, der ja als Silent Bob vielleicht 5 Dialogzeilen hat, kommt mit seiner Mimik super rüber und man weiß trotzdem meist genau was er gerade denkt, oder sagen würde. Außerdem sieht man in mehr oder weniger kleinen Nebenrollen noch ne Menge bekannter Schauspieler (Ben Affleck, Matt Damon, James Van Der Beek etcetc) die sich teilweise selbst spielen... Sehr lustig ist das Gespräch mit James Van der Beek und Jason Biggs (welche sich beide selbst spielen und die Rollen von Jay und Silent Bob in dem Film im Film spielen sollen^^), wo sich Jason Biggs aufregt, dass jeder ihn nur als den Kuchenficker kennt und niemand auf seine anderen Rollen eingeht... James Van Der Beek hat auch allerlei zu seiner Rolle in Dawson Creek zu sagen... aber auch Ben Affleck macht sich nebenbei über sich selbst lustig.
    Wirklich erstaunlich wie viele hochkarätige Schauspieler man in dem Film versammelt hat, welche zu einem großen Teil wohl nur durch Kevin Smiths ausgezeichneten Kontakte dorthin gekommen sind.
    Achja, noch anzumerken ist der Affe, der auch super schauspielert xDD

    Effekte... naja, es gibt ne Explosion, kämpfe mit Laserschwertern etc... nichts herausragendes, doch es würde nicht auffallen, dass was fehlt... ist eben nicht der Hauptteil der Film...

    ... der Humor ist immer so ne Sache... Schwer zu sagen, wem der jetzt gefallen wird, doch ich würde salopp mal sagen, wer sinnlosen Humor mag, der wird hier sehr gut unterhalten werden... Vergleichen kann man es etwas mit "Dude where is my car?", wobei ich den ein bisschen besser fand als Jay and Silent Bob...
    Die Gags kommen hier wirklich im Minutentakt, doch leider sind einige darunter, über die ich beim besten Willen nicht wirklich lachen konnte. Dafür waren wieder andere dabei, über die ich mich regelrecht zerkugeln könnte... Es gibt verdammt viele anspielungen auf ältere Filme, die beste war mMn der "endkampf" gegen den Nussknacker, welcher in einem Laserschwertduell mündet... die Rolle des Nussknackers wird in dem Fall von Mark Hamill gespielt (wer ihn nicht kennt, er spielte Luke Skywalker in Starwars)... ansonsten sieht man noch die Dreharbeiten zum (fiktiven) Good will Hunting 2... die Schauspieler die sich selbst spielen, reden auch (durchaus selbstironisch/kritisch) über ihre eigenen Rollen in anderen Filmen... auch immer wieder lustig^^.

    ... mjaaaa... was kann man noch sagen... der Film ist wirklich absolut abgedreht, niveaulos, sinnlos, dumm, krank... doch genau sowas brauche nachdem ich von einem ich nach einer Stundenlangen Podiumsdiskussion zum Weltfrieden nach Hause komme...
    Der Film hat in der Mitte einen kleinen durchhänger, da sind (mMn) keine wirklichen Brüller drinnen... doch der Anfang und vorallem das Ende toppen das absolut... und die Gesangseinlage am Anfang ist wirklich absolut genial xDD

    alles in allem ein Film, den man gesehen haben muss... am besten natürlich wieder in ner Gruppe

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 9 (alle super, ne Menge sehr Bekannte die sich teilweise selbst spielen und verarschen... wirklich super.)
    Effekte: 5 (sind nicht im Mittelpunkt des Filmes, eigentlich total unwichtig... aber die paar dies gibt sind ok.)
    Plot: 8 (absolut abgedrehte Grundidee die auch an Details nicht geizt... super Ideen...)
    Anspruch: 3 (man sollte nur ein recht großes Filmwissen haben, damit man all die anspielungen versteht...)
    Gesamteindruck: 8 (super Komödie, etwas zu viele Gags zünden nicht wirklich, doch der rest ist immer noch endgenial...)

    imdb Wertung: 6.8
    Trailer
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  12. #72 Reply With Quote
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    Resident Evil 3: Extinction



    Erscheinungsjahr: 2007
    Genre: Action/Horror/Splatter(?)
    Regie: Russell Mulcahy
    Darsteller: Milla Jovovich, Iain Glen, Spencer Locke
    FSK: 18

    Inhalt:
    99% der Welt ist inzwischen infiziert... die wenigen Überlebenden sind auf der Flucht... Umbrella arbeitet wieder in riesigen Unterirdischen Komplexen an der Weltherrschaft.... klingt unspektakulär? Ist es auch.

    Meine Meinung:
    ganz ehrlich... ich hatte sowas in die Richtung eigentlich eh schon erwartet... absolut unspektakulärer 0815 Zombiefilm, ohne jegliche Höhepunkte, Splattereffekte, gute Handlung oder sonst irgendwas. Nach dem Film fragt man sich wirklich, warum man sich das jetzt eigentlich angeschaut hat... Der Einstieg ist (für kenner des ersten Teils) recht nett, doch ab dem Moment verliert man quasi minütlich das Interesse an dem Film. Man kennt doch wirklich alles schon irgendwoher und streckenweise wurde sowas von unverschämt 1:1 aus genialen Filmen kopiert, dass ich mich frage, ob man das nicht einklagen könnte, aber dazu später. Der Film besitzt zwar einen Anfang, doch weder einen Hauptteil, noch einen wirklichen Schluss. Es gibt keinen Höhepunkt in der Handlung, am ehesten noch der absolut mickrige Endkampf am Ende... wobei man den eigentlich nicht so bezeichnen darf. Das Ende wiederrum ist eigentlich wirklich eine Frechheit... ich hatte gerade die Hoffnung, dass der Film doch noch einen Hauptteil besitzt, doch dann... Credits. Sowas geht mir auf die Eier. Aber machen wir mal alles der Reihe nach...
    Achja, der ganze Film spielt beinahe ausschließlich im Sand, oder Unterirdisch... auch langweilig..

    Die Schauspieler... naja...Milla Jovovich ist heiß, keine Frage, doch man sieht sie nie nackt und auch Schauspielerisch hatte sie schon etwas mehr drauf... aber ihre Rolle bietet jetzt auch nicht wirklich keine Möglichkeit sich groß zu entfallten. Iain Glen aka Dr. Isaak fand ich noch am besten, auch wenn er jetzt nicht der große Star war... Was ich noch anmerken möchte, ich fand Spencer Locke aka K-Mart verdammt süß^^

    Die Effekte... also ich bin mir nichtmehr sicher, aber war Resident Evil schon immer so absolut unblutig? oO Also in dem Film fliegt kein einziges Körperteil (nur der Mutant am Ende wird zerstückelt, aber das zählt net^^), selbst als Alice mit einer Machete sich durch Horden von Zombies schnetzelt, fliegt da genau nichts! Das ist sowas von unrealistisch und auch langweilig, wenn die dann überall nur so rote Striche am Körper haben oO. Auch die Einschusslöcher sind eigentlich ziemlich peinlich... vorallem ganz am Anfang... Alice bekommt scheinbar ne Schrotflinte direkt in den Bauch, doch da ist nur n dämlicher roter Fleck am Kleid... da erwarte ich mir doch von einem Resident Evil Film wesentlich mehr. Weiß allerdings nicht, inwieweit der Film geschnitten im Kino war. Dafür, und das muss man dem Film zugute halten, sind die (CGI) Explosionen wirklich 1A. Endlich mal ein Film der ne ahnung hat, wie etwas explodieren soll.

    Die Handlung ist... wie soll man sagen... langweilig, unspektakulär, unkreativ und.... langweilig^^. Außerdem wurde wirklich schamlost aus Meilenbsteinen der Zombiegeschichte kopiert... Umbrella züchtet "intelligente" Zombies... Der sieht nicht nur aus wie Bob, nein, sie bekommen genau wie Bob ein Telefon (in dem Fall ein Handy) und so Kinderspielzeugwürfel... Auch den Umbrellakomplex kennt man sehr ähnlich schon aus Day of the Dead... Der Konvoi ist aus Land of the Dead bekannt etc... der kundige Zombiefilmschauer wird unmengen an Anlehnungen finden. Ansonsten... die Handlung bietet absolut keinen Höhepunkt, es plätschert einfach so vor sich hin... nie etwas wo man sagen könnte DAS war der Wendepunkt.

    ... lustig ist der Film auch nie wirklich, die wenigen gags sind total aufgesetzt und kommen nicht wirklich rüber. Wobei ich einmal lachen musste, weiß aber leider nimmer warum^^. Allerdings gingen die anderthalb Stunden erstaunlich schnell vorbei...


    Aber gesehen braucht man den Film wirklich nicht haben. Höchstens wer noch absolut neu auf dem Zombiegebiet ist und einen seichten Einstiegsfilm ohne großartige Effekte braucht kann sich den vielleicht anschaun. Wobei es auch da wesentlich bessere Einsteigerfilme gibt... Der Film macht eigentlich nichts so richtig gut, sollte man einfach vergessen.


    Einzelwertungen:
    Darsteller: 6 (Milla Jovovich ist recht sexy (aber nie nackt) und spielt annehmbar (aber nicht gut.... Spencer Locke war verdammt süß aber nur total selten im Bild.)
    Effekte: 6 (sowas von unrealistisch unblutig... fliegen nie Körperteile obwohl die sich mit zwei Macheten durchschnetzelt... gähn. Die Explosionen waren gut)
    Plot: 4 (absolut dreistes Kopieren, weder Hauptteil noch Schluss, auch kein Höhepunkt... )
    Anspruch: 2 (braucht man nix mitdenken, einfach zurücklehnen und gähnen)
    GesamteindrucK: 6 (eventuell etwas für absolute Genreeinsteiger, die was unblutiges, seichtes suchen, aber nichtmal für die wirklich... gibt bessere Einstiegsdrogen.)

    imdb Wertung: 6.2
    youtube Trailer
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  13. #73 Reply With Quote
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    Planet Terror


    Erscheinungsjahr: 2007
    Regie: Robert Rodriguez
    Genre: Splatter/Action/Komödie
    Darsteller: Rose McGowan, Freddy Rodriguez, Tom Savini, Michael Biehn, Jeff Fahey, Bruce Willis, Quentin Tarantino

    Inhalt:
    Ein biologischer Kampfstoff wird bei einem Experiment unter der Leitung von Lt. Muldoon (Bruce Willis) freigesetzt. Das Gas bewirkt, dass man sich in zombieähnliche Wesen verwandelt. So wird das kleine Kaff schnell von der Plage infiziert. Der Arzt William (Josh Brolin) und seine Frau Dakota Block (Marley Shelton) behandeln in der Nacht viele Notfälle, darunter die Go-Go-Tänzerin Cherry (Rose McGowan), der ein Bein abgerissen wurde. Sie wird von ihrem Ex-Freund Wray (Freddy Rodriguez) begleitet. Derweil machen sich Zombies auf den Weg zu J.T. Hague (Jeff Fahey) Restaurant und auch die Polizei (u.a. Tom Savini, Michael Biehn) bekommen es mit den Zombies zu tun...
    (c) by www.reviews.ch.vu

    Meine Meinung:
    WOW! ... ich wusste ja schon was auf mich zukommt, doch auch beim zweiten mal anschaun ist der Film einfach nur genial... super Unterhaltung vom Anfang bis zum Ende! Von realismus keine Spur, doch die Ideen die Robert Rodriguez in dem Film hat... einfach umwerfend... Der ganze Saal musste mehrmals total lachen. Der ganze Film ist mehr als blutig, allerdings so übertrieben, dass es schon wieder lustig ist. Wie das Blut da rumspritzt, wenn die von ner Kugel getroffen werden... einfach genial! Ansonsten noch ne Menge leichtbekleideter Damen (nie nackt ;_; ), coole Sprüche, große Waffen, skurrile Situationen, viele eklige "Zombies"... was braucht man mehr? Nachdem ich von Deathproof ziemlich enttäuscht war, macht dieser Film alles wett!
    Aber beginnen wir am Anfang...

    Die Darsteller sind alle ziemlich gut, auch wenn von den wenigsten wirklich Schauspielerische Höchstleistungen gefordert waren... aber jeder passt einfach perfekt in seine Rolle, spielt sie mit ganzem Herzen... Kann man wirklich nicht mehr verlangen.

    Die Effekte... ohja, die Effekte... die sind wirklich einfach genial, mehr bräuchte man eigentlich nicht sagen... Aber ok, ich will ins detail gehen... Die Masken der Zombies sind super... ich gehe stark davon aus, dass alles echte Effekte sind, denn mit CGI bekommt man SOWAS nicht hin... Die Zombies haben meist total deformierte Gesichter, mit riesigen Geschwüren, eitrigen Blasen etc... echt, das muss man gesehen haben! Das sind wirklich die besten Zombies, die ich seit langer Zeit gesehen habe... Die anderen Effekte sind auch abersolut genial... Riesige Blutfontänen bei Einschlusslöchern, oft fliegen in Schusswechseln ganze Arme, Beine oder Köpfe weg und auch sonst hinterlassen sie wirklich ansehliche Löcher... die müssen da dumdum Geschoße benutzt haben xDD. Man sieht mehrere Zombies deren Gesicht regelrecht zerfließt... Dann werden noch ne Menge überfahren (mit sehr ansehlichen "pflatsch" Effekten xDD), durchbohrt, mit Spritzen gespritzt(^^) und und und... man könnte die Aufzählung wahllos Fortsetzen... Auch die Explosionen haben mich zufriedengestellt (bin da sonst sehr sehr wählerisch^^)... Das MG Bein ist einfach genial, wenn auch unrealistisch (wie zur Hölle drückt sie ab? xDD) und wie sie sich damit über ne Betonmauer katapultiert, indem sie mim Granatwerfer einfach direkt in den Boden ballert... klar, unrealistisch bis zum gehtnimma, aber das macht einfach laune xDD. Oder wo Wray mit dem kleinen Motorrad fahrt... der Saal hat gebrüllt... wie der da abgeht xDD... oder wo er sich mit den beiden Messern durchschnetzelt... ach, ich könnt hier jetzt in Lobeshymnen ausbrechen, man sieht, ich war von dem Film wirklich absolut begeistert...

    Zur Synchronisation kann ich nichts sagen, da ich ihn auf Englisch gesehen habe, doch sprechen sie einen etwas schwerer verständlich dialekt, wer also nicht ganz Fit beim englischen ist, sollte die Deutsche version bevorzugen (hatte selbst keine gröberen Probleme, hab nur ein Kind nicht verstanden)

    ...was kann man noch sagen... die Geschichte ist eigentlich recht intressant, aber durch die furiosen Gefechte kommt sie etwas ins Hintertreffen... auch scheint mir die Stelle, warum die Soldaten infiziert wurden etwas konstriuert zu sein... Ich mein, Osama? oO
    Naja, nichtsdestotrotz ist die Geschichte ziemlich gut, in sich schlüssig und weiß zu unterhalten... Das Verhältniss der Charaktere untereinander ist mir aber immer etwas unlogisch Vorgekommen... Dem ganzen wurde aber auch nicht wirklich viel platz eingeräumt, aber naja, man kann nicht alles haben... Achja, besonderes Lob für die Stelle mit dem "missing reel", das war einfach genial und hat 1A dazu gepasst!

    ... Zum Score kann ich ganz ehrlich nichts sagen, der ist mir weder positiv noch negativ wirklich aufgefallen... so wirklich erinner ich mich atm überhaupt garnicht an eine Musik oO...

    hmm... was gibts noch?... Den Film kann man sich sowohl allein als auch in ner Gruppe anschaun und ist aufjedenfall topp Unterhalten... kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass der Film jemandem NICHT gefallen kann, aber nicht alle haben so nen abgedrehten Humor wie unsereins^^...
    Achja, n Kinogang zahlt sich auf jedenfall aus, das ganze kommt auf ner Leinwand noch 10mal besser rüber...

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 8 (alle gut, aber war auch jetzt nicht wirklich anspruchsvolle Schauspielerei vonnöten)
    Effekte: 10 (ja, die magische 10, auch wenn einige Filme, denen ich bisher nur ne 9 gegeben hab diese vielelicht auch verdient hätten, aber die riesigen Blutfontänen, die anderen kreaitiven Effekte... der Film hat mich absolut überzeugt.)
    Plot: 8 (ziemlich gut, auch wenn eine Stelle etwas gekünstelt wirkt... Das "missing reel" war ne erstklassige Idee, ist super rübergekommen!)
    Anspruch: 3 (einfach nur spaßhaben!)
    Gesamteindruck: 9 ( ein absolut genialer Film, der wohl mit abstand beste Splatter 2007 (und afair auch 2005 sowie 2006) und rangiert in meiner Splatter hitliste unter den Top 5...)

    imdb Wertung: 7.7
    youtube Trailer
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    Pontius Pilatus is offline Last edited by Count; 28.03.2008 at 18:22.

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    Shaft - Noch Fragen? / Shaft


    Laufzeit: ca. 99 Minuten
    Genre: Action
    Regie: John Singleton
    Darsteller: Samuel L. Jackson, Christian Bale, Vanessa Williams, Jeffrey Wright
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 26.10.2000

    Inhalt:
    John Shaft gehört zu den Polizeibeamten, deren Erfolgsquote für sich spricht. Stets einen coolen Spruch auf Lager und mit geballter Coolness konnte er bisher noch jedem Verbrecher das Wasser reichen, wobei er die Einschränkungen des Gesetzes nie so recht für voll nimmt. So findet er auch schnell den rassistischen Mörder Walter Wade Junior, der kurz zuvor nachdem er ihn beleidigt hat, einen Schwarzen erschlägt. Was Shaft aber nicht ahnt, ist, dass Wade mithilfe des Geldes und den Verbindungen seines Vaters schnell wieder auf freiem Fuß ist. So einfach lässt John Shaft sich aber nicht unterkriegen und ermittelt nun vollends auf eigene Faust...

    Meinung:
    Zweifelsohne einer dieser Filme, die man sich immer und immer wieder ansehen kann, ohne, dass sie langweilig werden! Samuel L. Jackson in seiner wohl coolsten Rolle, trumpft mit einer großartigen Leistung auf, die in diesem Fall sogar Christian Bale übertrifft. Wie es sich für einen ordentlichen Actionfilm dieser Art gehört, kommen Schießereien und Verfolgungsjagden natürlich nicht zu kurz und da ebenfalls die Story etwas taugt, wird einem nicht langweilig - selbst beim wiederholten Anschauen. Die Geschichte verläuft mit einigen interessanten Punkten und unterhaltsamen Dialogen, denen ein paar coole Sprüche mehr aber nicht geschadet hätten. Vor allem das Ende überrascht dadurch, dass es in der Form mit Sicherheit nicht vorhergesehen wird.
    Besonders erwähnenswert ist auch die Musik - eine großartige Titelmelodie, die beim Original in den 70ern vielleicht noch besser reingepasst hat, hier aber ebenso ihren Zweck erfüllt.
    Dieser Film ist ja ein Remake des Films "Shaft" von 1971, den zu sehen mir leider bisher noch nicht vergönnt war, weshalb ich keinen Vergleich dazu ziehen kann. Für sich als Actionfilm ist das Remake aber wirklich gelungen und nur zu empfehlen.

    imdb Wertung: 5.9/10

    Bewertung:
    Darsteller: 9/10
    Plot: 8/10
    Effekte: 8/10
    Anspruch: 4/10
    Gesamteindruck: 8/10
    LorD's FilmList-Platzierung: 79

    Trailer
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    LorD AvengeR is offline Last edited by Count; 28.03.2008 at 18:24.

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    Darkman


    Kinostart: 15.11.1990
    Genre: Horror/Action
    Regie: Sam Raimi
    Darsteller: Liam Neeson, Frances McDormand, Colin Friels
    FSK: 18

    Inhalt: Peyton Westlake ist ein genialer Wissenschaftler, der an einer Formel für synthetisch herstellbare Haut für Brandopfer arbeitet. Doch es gelingt ihm nicht, die künstliche Haut länger als exakt 99 Minuten stabil zu erhalten. Eines nachts findet er endlich heraus, was die Haut destabilisiert: das Licht. Doch in dieser Nacht wird er von den Schergen von Robert G. Durant, einem gemeingefährlichen Verbrecher, überfallen, da sie Dokumente suchen, die durch Zufall in Westlakes Besitz landeten. Sie töten seinen Assistenten und jagen sein Labor in die Luft. Doch Westlake, der für tot gehalten wird, hat den Anschlag schwer verletzt überlebt und spürt nach einem medizinischen Eingriff nicht nur keine Schmerzen mehr, er verfügt auch über übermenschliche Kräfte. Damit und mit seinem überlegenen Intellekt ausgestattet, macht er sich auf, um die Männer zu bestrafen, die ihm das angetan haben...

    Kritik: Jaha, da isser wieder. Nach längerer Abstinenz hat sich euer Lieblings-Count (als ob ihr ne große Auswahl hättet ) mal wieder gedacht, jetze wird ein Review geschrieben. Und was macht mehr Spaß, als einen tollen Film in den Himmel zu loben? Richtig, einen Güllefilm zu verreißen. Aaaaber: Das tu ich hier mitnichten. Denn es gibt noch eine dritte Art des Reviews, die zu schreiben richtig Laune macht: Einen Gute-Laune-Klopper nach allen Regeln der Kunst auseinander zu nehmen. Here we go...
    "Darkman" war Sam Raimis erster Schritt in Richtung Big-Budget-Kino. Mit 16 Mille im Rücken konnte er erstmals nach seinen genialen Frühwerken richtig die Sau rauslassen und tun, wonach ihm war. Beinahe zumindest. Denn eigentlich wollte Raimi einen Film machen, der auf der Comicfigur "The Shadow" basierte. Den kloppte uns' Russel Mulcahey (zuletzt im Kino als Regisseur des neusten "Resident Evil"-Streichs) vier Jahre später mit Alec Baldwin in der Hauptrolle und eher mäßigem Erfolg bezüglich der Box Office auf die Leinwand. Und das nur, weil die Rechte zu teuer für Raimis Portokasse waren. Also, sagte der findige Sammy sich, mach ich meine eigene Comicfigur und bastel 'nen Film draus. Gesagt, getan.
    Ja, hinter dem guten alten "Darkman" steckt kein echter Comic. Trotzdem ist der Film mit solcher Konsequenz eine Comicverfilmung, dass man nur den Hut ziehen kann. Alles, aber wirklich alles an "Darkman" schreit geradezu "Schau mich an, ich bin ein Comic". Sei es die Formel für künstliche Haut, die exakt 99 Minuten hält, der Schnitt auf das offene Fenster mit der Skyline im Regen dahinter, als Westlake aus dem Krankenhaus flieht, oder die Szene in der Darkman zwischen zwei Wasserspeierstatuen auf einem Hausdach sitzt und sein Mantel im Wind weht. "Batman" meets "Frankenstein's Monster" meets "The Crow" möchte man da schreien. Aber es funktioniert sowat von...
    Getragen wird das ganze nämlich von Schauspielleistungen, die man einer "Comicverfilmung" (jetzt hab ich das böse Wort schon wieder gesagt... "Darkman" ist doch gar keine...) gar nicht zutrauen möchte. In der Rolle des Peyton Westlake findet sich mit Liam Neeson ("Schindlers Liste", "Rob Roy", "Star Wars: Episode I") ein ganz großer Name und der Mann trägt nicht nur eine echt große Nase durch die Gegend, sondern mit seiner ausdrucksstarken Darstellung auch den halben Film. Dabei hat er es gleich noch mal ein ganzes Stück schwerer, denn als Westlake verhüllt er seine verbrannten Züge mehr als die Hälfte des Streifens mit Bandagen und kann deswegen keine große Mimik aufbringen. Klappen tut's trotzdem. Der Mann weiß einfach, was er tut.
    Seinen Gegenspieler verkörpert Larry Drake (hatte eine Nebenrolle in "Bean - Der ultimative Katastrophenfilm" und durfte in einer besseren Statistenrolle in "Karate Kid" brillieren). Er füllt den Charakter des fiesen, gewissenlosen Robert G. Durant perfekt aus und ist wohl einer der coolsten Superbösewichte überhaupt. Vor allem darf er in dem Film so richtig die Katze am Schwanz ziehen, Leute ausem Fenster schmeißen, anderen Kerlen mit einem Zigarrencutter die Finger stutzen und gegen Ende mit einem sehr schicken Slugthrower die Innenstadt von Gott-weiß-wo-der-Film-spielt dekorativ umgestalten... Ähem...
    Die restliche Darstellerriege geht dann auch noch in Ordnung. Frances McDormand (ihre herausragendsten Rollen dürften wohl in "Die Wonder Boys", "Zwielicht" und "Fargo" gewesen sein) spielt Westlakes Love-Interrest zwar nicht total atemberaubend und kann auch optisch nicht so sonderlich punkten, stört aber andererseits auch nicht. Colin Friels ("Dark City") reiht sich auch in die Riege der Bösen ein und hat sichtlich Spaß an seiner Rolle. Und ansonsten dürfen natürlich die Raimi-typischen Cameos von Ted Raimi ("Wishmaster", "The Grudge", "Armee der Finsternis", seines Zeichens Sams kleiner Bruder) als kleiner Fisch in der Riege von Durants Fiesmännern und the one and only Bruce Campbell ("Tanz der Teufel", "Bubba Ho-Tep", "Alien Apocalypse") nicht fehlen. Und nein, ich verrate nicht, welche Rolle zweiterer trägt. Aber lasst euch gesagt sein: Es ist der genialste Cameo-Auftritt aller Zeiten. Besser noch, als die in den "Spiderman"-Filmen...
    So, so viel sei mal in Sachen Darsteller gesagt. Kommen wir mal zu wat anderem. Den Effekten. Da sich "Darkman" als eine Melange aus Superhelden- und Horrorfilm präsentiert, erwartet man sicher auch, dass man was ordentliches geboten kriegt, nicht oder? Trotz der FSK 18 hält der Film sich jedoch äußerst sittsam zurück. Geschplodderd und gesuppt wird hier eher weniger. Es gibt ein paar doch recht schicke Szenen, wenn Westlakes Hände beispielsweise beim Überfall auf sein Labor von ein paar Stromstößen... ähm, sagen wir mal "geschält" werden. Und dann noch die sehr lustig anmutende Finger-Brech-Szene aufem Rummelplatz. Man kann das sich verbiegende Gummi förmlich quietschen hören... Aber hauptsächlich bleibt der Film doch eher harmlos und kann seinen roten Aufkleber wohl mehr oder minder auf die fiesen Späße zurückführen (Kopf vs. LKW-Reifen, sach ich mal...). Abgesehen von ein paar Blutspritzern gibt's aber ein paar hübsche Masken, ein paar schicke Special-Effect-Orgien (für seine Zeit... der Film ist fast so alt wie ich) und gegen Ende viel Kawoom. Und wenn ich sage "viel", dann meine ich eine der besten Action-Sequenzen, die die 90er zu bieten hatten.
    So, Darsteller hammer abgehakt, die Effekte auch, kommen wir doch mal zu was ganz anderem: ein bißchen was für's Herz. Raimi ist ja nun nicht so sehr für tolle Love-Stories in seinen Filmen bekannt (gut, hat sich mittlerweile mit den "Spiderman"-Filmen halbwegs relativiert), aber hier hat er schon mal ein wenig das durchscheinen lassen, was er später zwischen Peter Parker und Mary Jane Watson exzessiv abgefeiert hat: tragische Liebe. Hach, mir schmerzt das Herz... Ne, ehrlich nu, "Darkman" mag einerseits Action-Fans viel Spaß bieten, andererseits kann er mit einer ziemlich geschickten Liebesgeschichte und damit verbunden mit ziemlichem Anspruch punkten. Westlake wollte nämlich kurz vor der Explosion seines Labors seine langjährige Freundin Julie Hastings (von der McDormand gespielt, bin oben schon mal drauf eingegangen) heiraten. Das ganze wird dann durch den Anschlag... ähem... nach hinten verschoben. Sie hält ihn für tot, er taucht wieder auf, kann sich aber nie lange zeigen, weil ja seine Masken nur 99 Minuten halten und er nicht als Freak abgestempelt werden will. Daraus erwächst einiges an Potential und das nutzt der Film auch sehr gut. Man kann Westlakes aufgewühlte Gefühle gut nachvollziehen und auch die charakterlichen Entwicklungen, die er durch macht. Dass das ganze eher tragisch endet, dürfte relativ klar sein. Und obwohl mir Liebesgeschichten normalerweise nie sonderlich nahe gingen (except "It's All About Love", der Film rockt...) muss ich bei "Darkman" gegen Ende doch immer ne Träne verdrücken. Oller Romantiker ich...
    Kommen wir noch zu einer Sache, die ich beim Anschauen sehr interessant fand. Wenn man bei "Darkman" die Augen offen hält, dann kann man doch die eine oder andere Szene finden, die große Blockbuster durchaus inspiriert hat. Ich denke da vor allem an die "Mission: Impossible"-Filme, die ja auch hin und wieder die Masken-Idee aufgreifen. Da gibt's tatsächlich eine Szene, die so beinahe 1:1 in "Mission: Impossible II" wieder verwendet wurde. Sehr cool, das...
    Jau, haben wir dann alles so weit durchgekaut? Sieht ganz so aus. Am Rande kann man noch erwähnen, dass abgesehen von all diesen Qualitäten der Film auch noch mit ein paar tollen Bildern (vor allem das Ende und die Szene, als Westlake sein neues Labor bezieht) und Musik der Marke seeeeeehr gutt (aus der Feder von keinem geringeren als Bridget Fondas Ehemann Danny Elfman) glänzen kann. Und beim End-Voice-Over-Monolog kommt eh ne schicke Gänsehaut auf. Wenn ich mal zitieren darf? "I'm everyone - and no one. Everywhere - nowhere. Call me... Darkman."
    Kommen wir zum Fazit: "Darkman" ist im Prinzip kein Horrorfilm. Er verwendet ein paar Motive dieses Genres, ist ansonsten aber eine auf den ersten Blick recht gewöhnliche Superhelden-Story. Aber Raimi-typisch (wenn man mal einen Blick auf "Spiderman" wirft) ist "Darkman" ein Held mit Probleme, kein glänzender Strahlemann, ja vor allem das nicht. "Darkman" ist ein Film zum Lachen, zum Weinen, zum Mitfühlen, zum Spaß haben. Wie viele andere "Comicverfilmungen" können das noch von sich behaupten? Aber vor allem ist "Darkman" eins: verdammt gut.

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 08/10 (Neeson gewohnt genial, Drake auch, der Rest in Ordnung und Bruce Campbell spielt auch mit... was kann man mehr wollen?)
    Effekte: 08/10 (die Gummi-Finger sind zum Lachen gut, Westlakes Gesicht sieht schon sehr ordentlich aus, ansonsten alles bestens... für seine Zeit)
    Plot: 07/10 (sehr Comichaft alles, aber deswegen nicht sonderlich Dumm, auch nicht wirklich vorhersehbar, aber auch nicht der Weißheit letzter Schuss)
    Anspruch: 07/10 (anspruchsvoller, als man denken mag, vor allem dank des inneren Konflikts und der Wandlung des Peyton Westlake zum Darkman)
    Gesamteindruck: 09/10 (war hin und her gerissen zwischen 8 und 9 Punkten, aber der Film hat sich seine 9 verdient, denn er schafft es prima, einen spaßigen Actionklopper mit Anspruch und Tiefgang zu verbinden... Hut ab, Mister Raimi)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 6.2)
    Link zum Trailer
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  16. #76 Reply With Quote
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    300


    Kinostart: 05.04.2007
    Genre: Action/Fantasy/Drama/Krieg
    Regie: Zack Snyder
    Darsteller: Gerard Butler, Vincent Regan, Lena Headey
    FSK: 16

    Inhalt: 480 vor Christus macht der persische Gottkönig Xerxes sich auf, den Rest der freien Welt zu erobern. König Leonidas von Sparta gedenkt sich dem Bestreben des Xerxes entgegen zu stellen, doch ihm wird von den Ephoren, den spirituellen Führern der Spartaner, das Vorrücken gegen die Perser untersagt. Also stellt Leonidas 300 mutige Männer zusammen, die ihn im Alleingang zu den Thermopylen, den heißen Quellen, begleiten sollen, um das millionenstarke Heer der Perser zurückzuschlagen.

    Kritik: The Joker hat ja schon ein eigenes Review zu Frank Millers "Historienepos" "300" verfasst, aber da ich mir mittlerweile die Doppel-DVD zugelegt habe und gerade mal wieder die Endszene angesehen habe, dachte ich mir, da muss ich auch ein paar Worte drüber verlieren. Denn, wenn ich das mal vorweg nehmen darf: Ich liebe diesen Film.
    Frank Miller, bekannt geworden mit den Comics "Sin City", "Robocop Vs. The Terminator", "The Dark Knight Returns" und "Elektra", hat mit "300" eine alles andere als realitätsnahe Wiedergabe der großen Schlacht zwischen Persern und Spartanern erschaffen, die aber trotzdem im Großen und Ganzen durchaus zu beeindrucken weiß. Der amerikanische Regisseur Zack Snyder, der meiner Meinung nach mit seinem Erstling, dem "Dawn Of The Dead"-Remake, eine eher peinliche Darbietung abgeliefert hat, nahm sich Millers Stoff an und bastelte daraus eine audiovisuell perfekte Leinwand-Adaption, die zwar (so weit ich gehört habe) im Bezug auf die Comichandlung ein paar künstlerische Freiheiten beinhaltet (vor allem wurde ein neuer Handlungsstrang hinzugefügt und Leonidas mehr zum Helden als zum Antihelden stilisiert), der Vorlage aber im großen und ganzen recht treu bleibt.
    Und da haben wir auch das erste und meiner Meinung nach einzige Problem des Films: Die Gesellschaft der Spartaner wird zu marginal kritisiert. Ähnlich schon wie Paul Verhoeven in "Starship Troopers" kriegt Snyder die Kurve nicht ganz und scheint das spartanische Weltbild einfach so durchgehen zu lassen, wenn nicht sogar zu glorifizieren. War "Starship Troopers" sowieso comichafter, wenn auch spaßiger Dummfug, der sich zu keiner Sekunde ernst nahm, so wäre es bei "300" durchaus möglich gewesen, dass diese tumbe Glorifizierung von Krieg und Gewalt dem Film das Genick bricht. Ist glücklicherweise nicht passiert, denn trotz aller moralischen Bedenken im Bezug auf die Spartaner sind sie doch ganz klare Sympathieträger.
    Dem zuträglich dürften wohl vor Allem die durchweg sehr guten Darsteller sein, wie beispielsweise Action-Recke Gerard Buttler ("Beowulf & Grendel", "Tomb Raider: Die Wiege des Lebens", "Das Phantom der Oper"), der hier den spartanischen König Leonidas gibt, Lena Headey ("Die Brüder Grimm", "Merlin", "Das Dschungelbuch") als seine Königin Gorgo, David Wenham ("Herr der Ringe II", "Herr der Ringe III", "Van Helsing") als spartanischer Krieger Dilios oder Rodrigo Santoro ("Lost"), der Gottkönig Xerxes darstellt. Zwar sind die Figuren alle relativ flach, doch das tut dem ganzen keinen wirklichen Abbruch und die Darsteller schaffen es auch ziemlich gut, ihre Charaktere mit Leben zu füllen. Vor allem Rodrigo Santoros gepitchte Stimme im englischen Original ist der helle Wahnsinn...
    Herzstück des Films sind natürlich die Schlachten. In minutenlangen Slo-Mo-Feuerwerken werden unzählige Perser geschnetzelt (der Bodycount beträgt angeblich stolze 600 Mann...) und man kann sagen was man will, das sieht einfach nur wahnsinnig gut aus. Die gerenderten Hintergründe haben beinahe photorealistisches Niveau, die Kampfchoreograpghien sind toll gelungen, die Farbgebung des Ganzen ist zwar recht Comichaft, macht aber auch Laune. Und Blut schploddert auch genug durch die Landschaft, dass der Film sich locker ein rotes 18er-Aufkleberlein verdient hätte. Aber die BPJM hatte wohl 'nen guten Tag und hat das ganze ab 16 freigegeben... Versteh die einer. Naja, allgemein würde ich jedenfalls die Schlachten in etwa auf eine Stufe mit der Schlacht von Helm's Klamm in "Herr der Ringe II" stellen, die ich persönlich für die beste Filmschlacht ever halte. Bei "300" gibt's allerdings keine qualitativen Einbrüche. Die kämpferischen Auseinandersetzungen sind alle in etwa auf dem selben Niveau. Keine schwächelt.
    Wie schon vorher gesagt ist der Film nicht nur optisch wahrlich hübsch anzuschauen, sondern auch akustisch ein wahres Meisterwerk. Die Filmmusik von Tyler Bates (unter anderem Komponist für Filme wie "The Devil's Rejects", "Slither" und "Dawn Of The Dead") ist ungeheuer atmosphärisch und Gänsehaut-erzeugend. Vor allem gegen Ende des Films läuft Bates zu Hochform auf und präsentiert uns einen Ohrenschmaus, der seinesgleichen sucht.
    Und um gleich noch mal beim Ende und bei Gänsehaut zu bleiben: Das passt in diesem Film wahrlich gut zusammen. Selten hat's mich bei einem Film so sehr mitgerissen, musste ich so sehr eine Träne verdrücken (wie schon im Review zu "Darkman" gesagt: Oller Romantiker ich...) wie am Ende von "300". Und das macht für mich einen wirklich großen Film aus. Einer, der das Publikum berührt und nicht nur unterhält. Das macht "300" zwar auch wahnsinnig gut, aber vom Mitreiß-Faktor her würde ich den Film ganz klar auf eine Stufe mit "Memento", "It's All About Love", "The Crow" und "Darkman" stellen. Punktum.
    Kommen wir zum Fazit: Rein moralisch ist "300" bedenklich. Wenn man aber Politik mal Politik sein lässt und sich den Film als Film anschaut und nicht als amerikanischen Angriff auf die islamistische Welt (wer auch immer diese These zuerst aufgestellt hat, gehört mit Fulci-Filmen nicht unter zehn Stunden gefoltert...), dann ist "300" wohl eines der größten Filmepen aller Zeiten. Der Film schlägt für mich mühelos "Gladiator", "Herr der Ringe", "Braveheart" und wie sie alle heißen, weil er es nicht nur schafft, den Zuschauer mitzureißen und zu berühren, sondern auch noch äußerst kurzweilig unterhält. Gemeinsam mit der genialen Optik, der tollen Musik, den guten Darstellern und dem tollen Ende würde ich sagen ist das der Stoff, aus dem Meisterwerke sind.

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 08/10 (allesamt durchgehend gut, keine Einbrüche, aber angesichts des Films auch ziemlich zweitrangig)
    Effekte: 10/10 (geniale gerenderte Hintergründe, tolle Monstereffekte, sieht alles einfach nur spitze aus)
    Plot: 06/10 (eher unwichtig, strotz nur so vor Kriegsglorifizierung und dem guten alten Heldentum, teilweise aber besser, als man denken möge)
    Anspruch: 05/10 (eher gering, taugt also auch prima als Party-Film)
    Gesamteindruck: 10/10 (ja, die Höchstnote, denn ich hab mich direkt auf den ersten Blick in den Film verliebt, denn er ist mitreißend, unterhaltsam und sowieso in jeder Hinsicht bestens gelungen)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 7.9)
    Link zum Trailer
    Die DVD bei Amazon.de
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  17. #77 Reply With Quote
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    Antropophagus


    Kinostart: 20.02.1981
    Genre: Horror/Splatter
    Regie: Joe D'Amato
    Darsteller: Tisa Farrow, Saverio Vallone, George Eastman
    FSK: 18

    Inhalt: An einem unscheinbaren Strand in Griechenland werden zwei deutsche Urlauber auf's fieseste hin gemeuchelt. Davon wissen die Touristen, die wir kurz danach auf ihrem Segeltrip begleiten, allerdings nichts. Guter Dinge schippern sie in der griechischen See umher und gehen schließlich auf einer Insel an Land, auf der nicht alles im Lot ist. Denn ein Monster treibt sein Unwesen und beginnt schon bald, die nichtsahnenden Urlauber zu dezimieren.

    Kritik: Nachdem ich in meinen letzten Reviews etwas überschwänglich war, "300" ne glatte 10 reinwürgte und auch "Darkman" ziemlich gut weggekommen ist, dachte ich mir, müsste man doch mal wieder so einen richtigen Grützefilm ausgraben und in der Luft zerreißen. Wie gut, dass ich seit jeher noch "Antropophagus", oder wie er auch heißt "Man Eater", bzw. "The Grim Reaper", in der Landschaft rumliegen hatte. 80er-Jahre-Euro-Trash aus Italien, mit Joe D'Amato auf dem Regiestuhl. Da konnte ja eigentlich nix schief gehen, oder? Da war das hirnverbrannte Trashfest doch schon vorprogrammiert. Also auf die Couch gehauen, Scheibchen in den Player und das fetteste schadenfrohe Grinsen aufgesetzt...
    Und dann so was. Gnar, da leg ich mir vor Anschauen des Films schon jede Menge Floskeln zurecht, die ich hinterher im Review verbraten kann, um D'Amato (Gott habe ihn selig) sein Fett weg zu geben. Hörte man doch allseits nur, dass er von allen italienischen Trash-Splatter-Filmern der unfähigste sein sollte, der nur mit viel Glück eine Kamera richtig rum halten könnte. Aber Pustekuchen... "Antropophagus" ist ein überraschend anschaubarer Horrorfilm mit ein paar Splatter-Einsprängseln.
    Dabei fängt alles so vielversprechend an. In der Anfangsszene hüpfen zwei lustige deutsche Urlauber (die auch in der englischen Sprachfassung Deutsch sprechen und zwar ziemlich beklopptes, kein Wunder, waren schließlich Italiener...), Männlein und Weiblein, am Strand rum, haben Screenpräsenz wie ein Stein und schauspielern ungefähr so versiert wie ein Joghurt, den ich drei Tage in der Sonne stehen lasse. Als sie dann auf recht seltsam anmutende Art und Weise abgemurkst werden (die Frau wird unter Wasser gezogen und verwandelt sich in eine orangefarbene Dampfwolke, der Kerl kriegt ein Fleischermesser in sein Denkzentrum), kam mir schon das erste Grinsen. Das hat aber nicht sonderlich lange gehalten. Denn auch wenn die meisten der Hauptakteure unseres heutigen Streifens sich nicht sonderlich mit Ruhm bekleckern, gab es nur wenige "So-bad-it's-good"-Augenblicke...
    Die größte Leuchte der Darstellerriege ist wohl George Eastman (hat oft mit D'Amato zusammengearbeitet, zum Beispiel in "Porno Holocaust" oder "Erotic Nights Of The Living Dead"... hey, ich denk mir die Titel nicht aus...), der mit seinen zwei Metern den Bösewicht des Films, das grunzende, staksende, menschenfressende Monstrum Nikos, sehr beeindruckend rüberbringt. Tisa Farrow (kleine Schwester der wesentlich bekannteren Mia Farrow, spielte in Fulcis "Woodoo" und zusammen mit "Geisterstadt der Zombies"-Hauptdarsteller David Warbeck im italienischen Kriegsschinken "Jäger der Apokalypse") macht uns hier die Heldin, hat allerdings weder besonders viel Charakter, noch zu tun und beschränkt sich auf's Wegrennen und blinde Mädchen als menschliches Schutzschild benutzen (die Szene hat mich irgendwie zum Lachen gebracht...). Der Rest des Casts ist eher unbekannter und unbedeutender Natur. Kanonenfutter allesamt. Und eine Ansammlung von wandelnden Klischees. Ihr wisst schon... "Die Abergläubische mit den Tarotkarten", "der Heldin Love-Interrest, der wo Medizin studiert", "der Kerl, der immer die Heldin angräbt" und so weiter. D'Amato selbst erscheint übrigens auch in einer besseren Statistenrolle. IMDB listet ihn als "Bearded man exiting the cable car". Das ist doch mal ne Rolle, mit der man auf Parties angeben kann...
    Was rettet "Antropophagus" jetzt eigentlich davor, das Prädikat "üble Grütze" zu erhalten? Möglicherweise das sehr tighte Skript. All diese Sülzefilme, die in der ersten Hälfte der 80er Jahre aus dem sonnigen Süden zu uns hochgeschwemmt wurden, hatten unglaublich schwammige Skripts, die aus unzähligen nicht zusammenpassenden Stücken mit dem Hammer zusammengepuzzelt wurden (ich erinnere nur mal an die unzähligen losen Enden in "Ein Zombie hing am Glockenseil"...). So was passiert "Antropophagus" nicht. Auf irgendwelche Nebenstränge wird komplett verzichtet, das Skript ist... ich sach mal "angenehm amerikanisch". Auch nett ist, dass auf selbstzweckhaften Splatter verzichtet wird. Geschah ja ganz gerne bei Fulcis "Geisterstadt der Zombies", dass mal fix ein namenloser Nebendarsteller möglichst blutig niedergemacht wurde, weil Onkel Lucio sich dachte, dass seit zweieinhalb Minuten keine rote Pampe mehr über die Leinwand gesuppt ist. Wenn bei "Antropophagus" einer ablebt, dann relativ zurückhaltend und skriptrelevant. Da stirbt niemand zum Zeitvertreib (mit Ausnahme des deutschen Pärchens am Anfang, aber das kann ich verschmerzen... "It sets the mood", sagt der Engländer).
    Trotzdem ist "Antropophagus" alles andere als ein harmloser Film. Vom Blutgehalt kann er zwar in keiner Weise mit "Tanz der Teufel", "Braindead" oder "Premutos" mithalten, seinen roten Aufkleber verdient er sich aber trotzdem. Der eine oder andere Leser mag wohl von der Fötus-verspachtel-Szene gehört haben. Die sieht zwar ziemlich bekloppt aus, aber die Vorstellung... ahem... hat schon was. Die Effekte sind allerdings eher untere Schublade. Sieht Nikos mit seinen lustigen Pusteln im Gesicht noch recht fies und ordentlich aus, so ist spätestens der Prop-Kopf, in den eine Frau ganz unbemerkt tritt, so wat von lächerlich... Da hab ich ein Jahr zuvor bei "Woodoo" wesentlich besseres gesehen...
    Trotz recht zahmer Splatterszenen darf der Film sich trotzdem einen waschechten Horrorfilm nennen, denn er erzeugt etwas, was ich bei vielen Horrorfilmen vermisse: Spannung. Ja wirklich. Dieser niedrig-budgetierte 80er-Jahre-Trash-Schinken weiß wie man's macht. Größtenteils wird auf billige Jump-Scares verzichtet (handgezählt gab's einen...), dafür setzt der Film mehr auf Spannung durch geschickten Einsatz von Licht und Dunkelheit. Der Film ist stets gut und passend ausgeleuchtet, was ich D'Amato nach allem, was ich über ihn gelesen habe, gar nicht zugetraut hätte. Und einige nette False-Scares hat er auch (ohne gleich zu übertreiben, wie "The Slumber Party Massacre" das so nett tat...).
    Und was man dem Film sehr sehr hoch anrechnen kann: Er hat wahnsinnig gute Kulissen. Keine Ahnung, ob er das D'Amato verdankt, oder ob der Mann einfach nur Glück mit der örtlichen Fauna, Flora und der ansässigen Zivilisation hatte... Die Insel, der Friedhof und Nikos Villa sehen einfach nur klasse aus.
    Gut, so viel des Lobes. Negative Seiten hat der Film natürlich auch. Wie schon gesagt sind weder Darsteller noch Effekte so wirklich das Gelbe vom Ei. Die Story ist auch eher durchschnittlich, Twists und Turns sucht man vergebens. Und ein ganz großer Schwachpunkt ist die grauslige Musikuntermalung. Gebt mir ein Keyboard, schneidet mir sechs Finger ab und ich bastel euch immer noch einen besseren Score... Weiterer Negativaspekt: die Figuren sind mal wieder alle dumm wie Brot. Herzhaft hab ich gelacht, als eines der männlichen Exemplare Nikos in einer alten Gruft anblökte "Lass uns gehen, wir haben dir nichts getan...", während er mit einem langen Messer herumfuchtelte. Eine Rückblende und einen Schnitt später hatte unser Knuddelmonster die Klinge lustig um die eigene Achse gedreht und in der Brust unseres heldenhaften... ähm... Helden versenkt. Was aber endlich mal gut in einem Horrorfilm gelungen war: Ein Kerl läuft mit einer Lampe durch das Haus um ein verdächtiges Geräusch zu überprüfen. Und dabei bewegt er sich in einer anständigen Geschwindigkeit, nicht wie all diese Horrorfilmopfer, die die dunkle Kellertreppe im Zeitlupentempo runterspazieren, nur weil der Zuschauer eh schon weiß, dass der Killer sich hinter der Kartoffelkiste verkrochen hat... Äh, ihr versteht, was ich damit sagen will?
    Okay, was war dann noch? Ah ja, die filminterner Logik geht hin und wieder auch eher... unmarkierte Wege. Highlight war der Brunnen, vor dem unsere Heldin stand, aus dessen Schlund Nikos' Hand schoss und sie in die Tiefe zerrte... Naja, in der Innenaufnahme des Brunnens befand uns' Killer sich dann am Grund in etwa Knietiefem Wasser und eine Leiter führte etwa sieben bis acht Meter in die Höhe zur Oberfläche. Ich will nicht wissen, wie Nikos vom Grund des Brunnens bis nach oben gegriffen hat. Ehrlich nicht.
    Abgesehen davon ist "Antropophagus" aber wie gesagt ein spannender und unterhaltsamer Film, der im Mittelteil ein paar kleinere Längen aufweist, ansonsten aber zum mindestens einmal Ansehen gut ist.
    Kommen wir zum Fazit: Ich muss meine Prinzipien wohl oder übel revidieren. Bislang ging ich davon aus, dass alles, was in der ersten Hälfte der 80er Jahre aus Italien kam, Sülze wäre... "Antropophagus" hat mich, obwohl der Film weit davon entfernt ist, ein Meisterwerk zu sein, eines Besseren belehrt. Dank einem guten Skript, einem ordentlichen Bösewicht und vielen spannenden Momenten weiß der Film trotz durchwachsener Schauspielleistungen und halbseidenen Effekten zu überzeugen.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 05/10 (Eastman ist gut, der Rest schlägt sich im leicht abgesenkten Mittelfeld rum)
    Plot: 04/10 (ganz nett, aber bei weitem nichts brilliantes oder wenigstens gutes...)
    Effekte: 04/10 (da wurde "gut gemacht" mit "gut gemeint" verwechselt... sehen alles andere als realistisch aus und da die Kamera immer zu lange draufhält sieht man das auch...)
    Anspruch: 03/10 (kaum vorhanden)
    Gesamtwertung: 07/10 (überraschend guter Euro-Trash, einer der besten italienischen Horrorfilme, den ich je gesehen habe, bleibt aber noch weit hinter Soavis Meisterwerken zurück)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 5.2)
    Trailer hab ich leider keinen gefunden...
    Die DVD bei Amazon.de
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    Erscheinungsjahr: 2004 (1 von 3 Staffel)
    Genre: Western/Drama
    Darsteller: Timothy Olyphant, Ian McShane, Molly Parker und weitere
    FSK: Ab 16
    Laufzeit: ca. 10 Stunden

    Inhalt:
    Im Jahre 1876 wurde Deadwood gegründet. Eine Stadt mit reichen Goldvorkommen und ohne Staatszugehörigkeit und damit ohne Gesetze.
    Gemeinsam mit seinem Partner, dem Österreicher Sol Star, macht sich der ehemalige Marshall Seth Bullock auf, um ihn Deadwood einen Eisenwarenhandel zu eröffnen.
    Auch Western-Legende Wild Bill Hickock und dessen Gefährten Charlie Utter und Calamity Jane wollen in Deadwood ihr Glück versuchen.
    Einer der ersten in Deadwood der nicht kam um nach Gold zu suchen war Al Swearengen, ein durchtriebener Saloonbesitzer der stets im Hintergrund seine Pläne ausheckt, für die ihm auch Morde ein geeignetes Mittel sind.



    Meinung:

    Deadwood ist keine Fernsehserien im klassischen Sinn, wie sie sich im deutschsprachigem Raum durchsetzt.
    Viel mehr zählt Deadwood zu den anspruchsvolleren Serien die nicht auf einen Gag nach dem anderen aufbauen und ist damit eher nichts für das Abendprogramm des durchschnittlichen Bürgers.
    Dafür gibt es Serien wie Malcolm Mittendrin oder King of Queens.
    Vermutlich ist das auch der Grund warum Deadwood hierzulande nie ausgestrahlt wurde. Andere, in Amerika erfolgreiche TV-Serien wie The Shield: The road to justice is twisted (zu deutsch: The Shield: Gesetzt der Gewalt) die sich wegen ihrer Einzigartigkeit zu Quotenhits entwickelt haben (derzeit gibt es 7 Staffeln in Amerika) schaffen es hier nicht einmal genug Zuschauer zu fesseln, damit man die erste Staffel überhaupt beendet.
    In Amerika war Deadwood ein Erfolg, was nicht zuletzt auf das ungewöhnliche Westernszenario zurückzuführen ist. Doch wer statt tiefgründiger Charaktere lauter Clint Eastwood-Verschnitte erwartet, täuscht sich in Deadwood.
    Schießereien gibt es nämlich in der ersten Staffel kaum (ich bezweifle auch, dass sich das in den anderen beiden und hoffentlich möglichen folgenden) ändert.
    Überhaupt, statt Unterhaltungswert durch Gags setzt Deadwood auf Charaktere, wovon die meisten historische Personen sind, wie etwa Seth Bullock, der ewige Streiter des Gesetzes, dessen Partner Sol Star als klassischer jüdischer Geschäftsmann, der jeden Penny zweimal umdreht, der gerissene Al Swearengen, der mit seinen beiden Handlagern Dan und Johnny als der örtliche Pate fungiert und natürlich auch Westernlegende Wild Bill Hickock und dessen Gefährten Charlie Utter und Calamity Jane sind und sie alle haben gelebt und waren auch in Deadwood. Nur so mancher muss sich eben mit fiktiven Ereignissen herumschlagen.
    Dabei weiß jeder der Charaktere zu überzeugen, außer Timothy Olyphant, der vielleicht in seiner Rolle etwas Seth Bullock etwas zu steif agiert, aber das ist Geschmackssache und das will ich dem guten Mann auch gar nicht vorwerfen, denn das steht so im Drehbuch (Dass er den Hitman-Film dreht ist hingegen unverzeihlich…)
    Die ersten paar Folgen gibt man sich große Mühe die „Bösen“, also Al, Dan und Johnny als fies darzustellen, aber man hat wohl schnell eingesehen, dass das nicht klappt.
    Johnny ist mehr der tollpatschige Idiot der zwar Straßenräuber werden will, aber im Prinzip keiner Fliege was zu Leide tun könnte.
    Dan schreckt nicht davor zurück jemandem mit seinem Messer die Kehle durchzuschneiden oder für Al jemanden anderswertig zu ermorden, aber auch das hat seine Grenzen und Dan kennt Prinzipien. Niemals würde er jemanden töten, bei dem es nicht nötig ist.
    Und Al selbst ist wohl der sympathischste „Bad Ass“ der Filmgeschichte. Wäre er einer dieser klischeehaften Bösewichte, hätte er Johnny alleine in der ersten Staffel schon ein paar Mal erschossen.
    Gut, seine Freundlichkeiten gegenüber gewissen anderen Menschen möchte ich hier aus Jugendschutzgründen nicht aufzählen, aber wenn man die Figur des Al Swearengen versteht, muss man sie einfach mögen.
    Das „Gem“, sein Saloon, ist einfach seine Welt und wenn jemand glaubt sie zerstören zu müssen, wird er beseitigt.
    Hinzu kommt seine Beziehung zu seiner Angestellten Trixie, eine Frau des zweifelhaften Gewerbes, mit der er auch eine eigenartige Hass-Liebe-Beziehung führt und natürlich seine verkrüppelte Putzfrau, die zu beschimpfen es schon ein tägliches Ritual ist, doch wehe dem der ihr etwas antun würde, denn wenn er das Nachschleifen des Fußes am morschen Holzboden nicht hört, ist für Al der Tag gelaufen.
    Als weiterer „Bad Guy“ lässt sich noch Cy nennen, Als direkter Konkurrent, der nach einigen Folgen sein Bordell und Saloon „Bella Union“ in der Stadt eröffnet. Seine beiden Partner wissen zu gefallen, wie etwa Dan und Johnny im „Gem“, doch im Gegensatz zu Al ist er einer derjenigen den man ohne weiteres durchgehend hassen kann, da er um einiges böser als Al Swearengen ist.
    Die „Guten“ sind nicht weniger sympathisch, kommen aber gegen eine Charaktergröße eines Al Swearengen nicht ganz an.
    Seth Bullock, wie bereits erwähnt, kommt eher als steifer Sheriff daher, der er eigentlich nicht sein will und Wild Bill Hickock ist auch ein Charakter für sich.
    Einerseits verschlossen, auf der anderen Seite auf seine eigene Art überzeugend.
    Seine beiden Gefährten Charlie Utter und „Mannsweib“ Calamity Jane haben auch ihre Stärken und Schwächen, mir persönlich gefällt Sol Star jedoch am besten.
    Er ist stets der kluge Geschäftsmann und versucht allen voran zu Beginn den Kauf der Parzelle für ihren Stand zu sichern, den Bullock mit seiner privaten Fehde zu Swearengen immer wieder zu zerstören droht.
    Noch dazu ist er ein in Österreich geborener Jude, was schon mal ein großes Plus für Patrioten ist.
    Ich könnte noch auf die anderen Charaktere eingehen wie dem Ortspriester Smith oder dem Doc, doch viel wichtiger ist, was mit diesen Charakteren geschieht.
    Im Vergleich zu den Sitcoms, die hierzulande großen Anklang finden, jede Menge.
    In Deadwood gibt es kaum Nebenhandlung, viel mehr ist das ganze keine 12-episodige TV-Serie, sondern viel mehr ein 10 –Stunden Film und in deren Mittelpunkt stehen die Charaktere mit ihren Problemen und Geschichten und deshalb weiß Deadwood, trotz mangelndem Body-Count auf den vor allem die heutige Jugend doch so abfährt, zu überzeugen und zwar von der ersten Minute an.
    Doch von mangelnden Toten sollte man sich nicht einreden, dass Deadwood harmlos wäre. Es wird permanent geflucht und beschimpft und zwar auf eine Weise, dass man die Drehbuchautoren schon für ihre Kreativität loben möchte.
    Außerdem, wenn in Deadwood jemand stirbt, dann ganz sicher nicht harmlos. Sei es durch einen Kopfschuss, nachdem einem die Schädeldecke auf offener Straße eingeschlagen wurde, durch ertränkt werden, Verbluten durch Bauchschuss usw.
    Insgesamt kann man aber dazu sagen, dass rund 1 Person pro Folge getötet wird.

    Um abschließend noch zu einem kurzen Fazit zu kommen:
    Wer auf das ungewöhnliche Westernszenario, Intrigen, tiefgründige Charaktere steht, sollte sich die erste Staffel von Deadwood kaufen.
    Ich selbst schaue gerade die zweite und werde mir wohl auch bald die 3. Staffel kaufen.

    imdb: 9.3

    Einzelwertungen:
    Darsteller: 9 (Jeder der Schauspieler passt in seine Rolle und spielt sie hervorragend.)
    Effekte: --(In Deadwood explodiert nichts oder es passiert sonst auch nichts wofür man ein Special-Effects-Team bräuchte.)
    Plot: 10 (Eine Stadt ohne Gesetze, der Saloonbesitzer als örtlicher „Mafiaboss“, eine Westernlegende, ein ehrlicher Marshall, Gold, Geld und Huren – muss ich mehr sagen?)
    Anspruch: 9 (Deadwood wartet nicht mit einer verwirrenden Story auf, aber bei den vielen Charakteren, diversen Intrigen muss man aufpassen.)
    Gesamteindruck: 9 (Wer nur irgendetwas mit dem Thema anfangen kann, auf großartige Charaktere abfährt und nicht viel Action braucht, muss Deadwood lieben.)

    Die DVDs bei Amazon.de
    Re'on is offline Last edited by Re'on; 26.12.2008 at 00:30.

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    Straßen In Flammen


    Kinostart: 13.07.1984
    Genre: Action
    Regie: Walter Hill
    Darsteller: Michael Paré, Diane Lane, Willem Dafoe
    FSK: 18

    Inhalt: Irgendwie, irgendwo, irgendwann (der Film ist da recht unpräzise, aber es hat ähnlichkeit mit einer Mixtur der 50er mit einer Cyberpunk-Zukunft...) wird die Rock-Sängerin Ellen Aim von Raven, dem Anführer der Bikergang "The Bombers", Live on Stage gekidnapped. Die Dinerbesitzerin Reva Cody, die ein großer Fan der guten Ellen ist, schickt nach ihrem Bruder Tom, einem Söldner, der losziehen soll, um Ellen den Klauen der Gangster zu entreißen. Trotz Spannungen zwischen Tom und Ellens Manager und Freund Billy Fish (Tom Cody ist Ellen Aims Ex-Freund), ziehen die beiden gemeinsam mit der ehemaligen Soldatin McCoy los.

    Kritik: Also Leude... Wat war das denn? Ich muss mich doch arg über diesen Film wundern, hatte ich nach Genre, Darstellerriege, DVD-Cover, Regiestuhlbesetzer, Titel, Inhaltsauszug und FSK-Freigabe doch was gaaaaaaaaaanz anderes erwartet. Zum Beispiel einen bleigespickten B-Action-Kracher, in dem alle zwölf Sekunden irgend etwas explodiert, ob das jetzt physikalisch im Bereich des möglichen liegt oder nicht...
    Das ist "Straßen In Flammen" aber mitnichten. Denn obwohl die Entführung der Ellen Aim in den ersten paar Filmminuten recht fix und actionreich abgehandelt wird, geht der Film danach nicht mit einem Stakkato aus Schießereien und Explosionen weiter. Hier und da wird mal ein wenig geprügelt, an zwei Stellen packt Cody den Schießprügel aus und verwandelt das eine oder andere Motorrad oder Auto in Kleinholz... äh, meine Kleinmetall... Ach ihr wisst schon... Er macht's jedenfalls kaputt.
    Im Gegensatz zu Menschen. Mit denen geht der gute Tom eher zimperlich um. Also nicht wirklich... Verkloppen tut er schon oft und gerne menschliche Wesen, aber der Bodycount erreicht trotz allem eine handgezählte astronomische Höhe von 1/2. Ja, richtig gelesen, denn ich bin mir nicht ganz sicher, ob Cody den einen Kerl jetzt niedergeschossen hat oder nicht. Wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.
    Also gut, der Film ist also kein bleihaltiger Action-Knaller. Isser denn überhaupt ein Actionfilm? Jain. Es gibt schon die eine oder andere derartige Sequenz. Vor allem die Schlägerei in Revas Diner, der Überfall auf das "Battery" (der Schuppen, in dem Ellen Aim gefangen gehalten wird) und der Showdown. Ansonsten kommt der Film aber weitestgehend ohne großes KAWOOM aus. Das hat der Streifen aber eigentlich gar nicht nötig, denn er lebt von etwas anderem: von seiner unglaublichen Coolnes.
    Ja, es is so. So als würde auf so gut wie allem in dem Film ein großer Aufkleber pappen, auf dem "Cool" steht. Bösewicht Raven ist cool, Ellen Aim ist cool, Sidekick McCoy ist cool, Tom Cody ist supercool, Optik, Story und Musik sind cool... Alles ist verflucht cool. Außer Billy Fish. Der ist einfach nur ein Trottel, von dem man erwartet, dass er gegen Ende hin noch sympathisch wird und sich gut mit dem Helden versteht. Wird er aber... erm... eher nicht. Schade drum. Aber okay.
    Gut, werfen wir doch mal einen fixen Blick auf den Beipackzettel. Ganz oben steht Walter Hill als Regisseur. Der Knabe, der uns mitunter "48 Stunden" mit Nick Nolte und Eddie Murphy, den Schwarzenegger/Belushi-Klopper "Red Heat", den Streetgang-Klassiker "The Warriors" und den Bruce-Willis-Action-Reißer "Last Man Standing" beschert hat (hat auch noch die Story zu "Aliens" geschrieben und gemeinsam mit Richard Donner und Joel Silver den von Ponti völlig zu unrecht verrissenen "Ritter Der Dämonen" produziert... mein Review folgt bald). Die Rolle des Tom Cody besetzt Michael Paré ("BloodRayne", "BloodRayne II", "The Virgin Suicides") und er macht seine Rolle... ahem... mäßig. Die Figur ist cool und würde eigentlich gar nicht so viel Talent erfordern... Aber Paré zieht trotzdem 'ne ziemlich unterdurchschnittliche Show ab und spielt viel zu trantütig. Ganz im Gegensatz zu Diane Lane ("Untreu", "The Glass House", "Judge Dredd"), die als Ellen Aim eine sehr ordentliche Darstellung abliefert und auch noch äußerst ansehnlich ausschaut. Rick Moranis ("Spaceballs", "Liebling, Ich Habe Die Kinder Geschrumpft", "Ghost Busters") spielt Billy Fish und das gut wie eh und jeh. Sehr unsympathisch und nervig. Bösewicht Raven gibt der Hollywood-Recke Willem Dafoe ("Platoon", "Der Blutige Pfad Gottes", "New Rose Hotel"). Hat wenig Screentime, nicht viel zu tun, aber seine Szenen sind stark. Vor allem die, in der er und Tom Cody sich zum ersten mal gegenüber stehen. Dann wäre da noch Amy Madigan ("Field Of Dreams", "Pollock"), die Mannsweib McCoy gibt. Wahrscheinlich die beste darstellerische Leistung des Films, die Frau hat's wirklich raus. Und in einer Nebenrolle sehen wir noch Bill Paxton ("True Lies", "Ein Einfacher Plan", "Predator 2") als Barkeeper mit festgegelter Elvis-Locke. Das waren so die bekannten und beliebten Namen, viel mehr gibt der Film an Stars nicht her.
    Gut, was kann man über den Film noch sagen? Die Musik ist sehr ordentlich (eigentlich bin ich ja kein sonderlicher Rock'n'Roll-Fan, aber sie ist einfach cool und passt gut zu den Bildern), es gibt ein paar hübsche Überblendungen bei Szenenwechseln, ein paar gelungene Scherze sind drin und alles in allem macht der Film doch relativ viel Spaß... Auch wenn nur in einer Szene die Pyrotechnik-Keule ausgepackt wird (da dafür aber richtig). Allgemein isser mir aber zu unspektakulär, hat teilweise zu viel Leerlauf und keine besonders tolle Story. Und die FSK 18 ist wohl der größte Witz, den ich je gehört habe. Der Film kann locker ab 12 freigegeben werden...
    Kommen wir zum Fazit: "Straßen In Flammen" ist kein Actionfilm, sondern, wie es im Vorspann geschrieben steht, ein Rock'n'Roll-Märchen. Ein sympathischer, cooler Film, abseits der Actionreißer der 80er Jahre, der durch seinen wenig spektakulären Verlauf und die lahme Darstellung von Michael Paré einiges verschenkt. Gut zu mögen, schwer zu lieben...

    Einzelwertungen
    Darsteller: 07/10 (Madigan, Moranis, Lane und Dafoe sind ziemlich gut, Paré is ne olle Trantüte)
    Plot: 06/10 (eigentlich ganz gut, aber zu unspektakulär)
    Effekte: 06/10 (gibt eher wenige, außer in der großen KAWOOM-Szene, die sind dafür ziemlich ordentlich)
    Anspruch: 03/10 (eher ein Spaßfilm, ohne wirklichen Tiefgang)
    Gesamtwertung: 07/10 (etwas anderes, als ich erwartet hatte... nicht schlecht, kein Meisterwerk, irgendwas dazwischen)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 6.3)
    Link zum Trailer
    Die DVD bei Amazon.de

    Anm. des Autors:
    So, das war nu mein 19. Review hier. Für das nächste, das 20., hab ich mir schon was überlegt. Da werde ich einen ganz besonderen Film besprechen. Und danach wird endlich wieder ein richtiger Grützestreifen rausgekramt. Hab mir schon fest vorgenommen (so sehr es auch schmerzen mag) mir extra dafür noch mal Fulcis "Geisterstadt der Zombies" anzuschauen. So long...

    €: Hab mich umentschieden. Mach ich erst bei Nummero 25. Erst kommen noch ein paar andere Reviews dran.
    Count is offline Last edited by Count; 17.09.2008 at 03:38.

  20. #80 Reply With Quote
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    Gunpower


    DVD-Start: 2002
    Genre: Action/Thriller/Drama
    Regie: Brian Grant
    Darsteller: Eric Roberts, Joe Pantoliano, Tia Carrere
    FSK: 18

    Inhalt: Nachtclub-Besitzer Jack hat acht Leute zusammengetrommelt. Acht Spezialisten, die sich mit Raub und Überfällen auskennen. Eingeteilt in Zweiergruppen sollen diese zeitgleich vier Geld-Depots überfallen. Die Paarungen fallen dabei etwas ungewöhnlich aus: altgedienter Afro-Amerikaner und weißer Rassist, Homosexueller und schwulenfeindlicher Macho, geistig Zurückgebliebener und Harvard Absolvent, sowie schwarzer Sprücheklopfer und toughes Rambo-Weib ziehen zusammen los. Konflikte und Chaos sind vorprogrammiert...

    Kritik: Alter Schwede, ist das ein beschissener Titel... "Gunpower"... Fragt man sich, wer sich den Käse ausgedacht hat. Wären sie doch mal lieber beim englischen Originaltitel geblieben, der da "The Immortals" heißt, wesentlich besser klingt und auch einen besseren Bezug zum Film hat. Welchen will ich hier mal nicht verraten.
    Aber gut, kommen wir mal zum eigentlichen Review. Was haben wir hier? Einen B-Actionfilm mit einer ganz netten Darstellerriege aus dem Jahre 1995, der von der Plotzusammenfassung her nach einem halbwegs lustigen "Ocean's Eleven"-Klon klingt. Ist "Gunpower"... ach verflucht, ich sag ab sofort "The Immortals"... also, ist "The Immortals" aber keineswegs. Der Film ist absolut keine Komödie (in der ersten Hälfte ein wenig lustig, in der zweiten allerdings todernst) und auch nur sehr bedingt ein Heist-Movie. Denn ohne zu viel spoilern zu wollen: Die Überfälle werden etwa in den ersten dreißig Minuten abgehandelt. Danach wandelt der Film sich in einen einzigen großen Shootout, der ordentlich Stimmung macht.
    Dem ganzen zuträglich ist die hervorragende Besetzung des Streifens. In der Hauptrolle glänzt Eric Roberts ("Spun", "Cecil B. Demented", "Cable Guy") als Jack, der Nachtclubbesitzer, bei dem man sich nie sicher sein kann, ob er denn jetzt der sympathische Held oder ein mieses Arschloch ist. An seiner Seite und unter der ordentlichen Regie von Brian Grant (hat sonst nix nennenswertes gemacht, außer zwei Folgen der "Highlander"-Serie und den "Gladiator"-Spoof "Gladiatress") versammeln sich ein gut aufgelegter, glatzköpfiger Joe Pantoliano ("Matrix", "Bound", "Memento"), Tia Carrere ("Wayne's World", "Showdown", "True Lies"), William Forsythe ("Das Leben nach dem Tod in Denver", "Camouflage", "The Rock") und Altstar Tony Curtis ("Spartakus", außerdem Vater von Scream-Queen Jamie Lee Curtis), der hier den Bösewicht spielt. Einziger Schwachpunkt des Casts: Chris Rock ("Dogma", "Einmal Himmel und zurück", "Osmosis Jones"), der nerrrrrrrrvt. Und das gewaltig.
    Sie alle spielen sich äußerst sympathisch durch das recht geschickt angelegte Skript, das mit einigen Twists und Turns punkten kann. Und den wohl kuriosesten Mexican-Standoff aller Zeiten beinhaltet, in dem fünf gegen sechs nach Anweisungen der Marke "Twister" ihre Knarren aufeinander richten. Sehr unterhaltsam das. Und sobald erst mal angefangen wird zu schießen, kommt der Actionfreund sowieso voll auf seine Kosten. Wie gesagt, wenn die Schießerei erst mal in Fahrt kommt, dann hört sie auch so schnell nicht mehr auf. Der Bodycount ist sehr ansehnlich, der Blutgehalt ebenfalls. Und wenn einer der neun "Helden" ablebt, dann ist das immer eine ziemlich emotional inszenierte Geschichte, die den Zuschauer auch nicht unberührt lässt. Bis auf einmal, aber bei dem isses auch wurscht, weil der nervt (hoppla, da hab ich doch glatte gespoilert, dass es sich um Chris Rock handelt...).
    Gut, was kann man noch sagen? Locationtechnisch ist der Film etwas beschränkt, spielt fast ausschließlich in Jacks Nachtclub, der dafür aber sehr schick aussieht und nach allen Regeln der Kunst im Verlaufe des Films auseinandergenommen wird. Der Plot ist, wie schon zuvor gesagt, recht geschickt angelegt, weißt keine größeren Logiklöcher auf und kann mit einer ziemlich netten Grundidee aufwarten, die allerdings erst später im Film aufgerollt und deswegen an dieser Stelle nicht von mir verraten wird. Die Musik geht in Ordnung, an Effekten gibt's ein paar blutige Einschüsse zu bestaunen, mehr auch nicht.
    Wow, ist das Review diesmal kurz ausgefallen. Kein Wunder, wenn der Film im Prinzip alles richtig aber nix außergewöhnlich macht.
    Kommen wir zum Fazit: "The Immortals" ist ein zu Unrecht unbeachteter Action/Heist-Thriller mit einem netten B-Cast und viel Kawoom. Noch dazu kann er eine sehr nette Story aufweisen und das Ende ist in jeder Hinsicht zufriedenstellend. Kleinen Punktabzug gibt's wegen Chris Rock, ansonsten alles prima.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 08/10 (Pantoliano ist wie immer ganz große Klasse, Roberts gefällt auch, ansonsten alle ziemlich gut, außer Chris Rock)
    Plot: 08/10 (tolle Story mit vielen Wendungen, allerdings nichts Weltbewegendes)
    Effekte: 04/10 (wenige, allerdings gehen die Locations alle ganz Ordentlich kaputt und Blut gibt's auch genügend)
    Anspruch: 05/10 (nicht vom Schlage eines "Memento", aber doch schon ganz in Ordnung mit einer ordentlichen Botschaft)
    Gesamtwertung: 7.5/10 (guter Action-Reißer, der viel Laune machen kann)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 5.7)
    Leider keinen Trailer gefunden
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    Count is offline Last edited by Count; 10.01.2010 at 16:36.

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