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Reviewcenter Archiv #1

  1. #301 Reply With Quote
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    Die Mumie


    Laufzeit: ca. 125 min.
    Genre: Fantasy-Abenteuer
    Regie: Stephen Sommers
    Darsteller: Brendan Fraser, Rachel Weisz, John Hanha, Oded Feher, Arnold Vasloo
    Musik: Jerry Goldsmith

    Kino Release:
    03. 06. 1999


    Inhalt:
    Um die legendäre Stadt der Toten zu finden befreit die Archäologien
    Evylyn Canahan und ihr Bruder Jonathan den Amerikaner Rick O'Connel aus dem Gefängnis in Kairo. Rick führt die beiden an ihr Ziel doch durch die unermässliche Neugier der Abenteurer wird der Königsmörder und Hohepriester Im-Ho-Tep wieder zum Leben erweckt. Nun beginnt der Untote seinen Körper zu regenerieren und lässt dabei die sieben Ägyptischen Plagen über die Welt kommen. Es liegt nun an den drei Abenteurern und dem Tempelwächter Ardeth Bey die Mumie zurück in die Hölle zu schicken!

    Kritik:
    Als ich mir den Film zum ersten mal ansah wurde ich vom Hocker gehauen da der Film meine Erwartungen übertraf! Die Geschichte hob sich von der gewöhnlichen Fantasy Kost ab, die Schauspielerische Leistung war unglaublich gut!
    Brendan Fraser (Eve und der letzte Gentlemen) den ich vorher eher für unscheinbar hielt zeigte was er wirklich draufhate, Rachel Weisz' (Das Urteil) Talent kam in diesen Film richtig zur Geltung.
    John Hanha (The Hurrican) war einer der eher schlechteren Darsteller aber er war trotzdem gut, Oded Feher (Resident Evil: Extinction) übernahm hier die eher stille doch wichtige Rolle und machte seinen Job besser als so mancher anderer! Der Darsteller der Mumie, Arnold Vasloo (Blood Diamond), passte zwar nicht wirklich in die Rolle aber machte mit seiner großartigen Mimik alles wieder wet.
    Die großartigen Licht-Effekte und 3D Animationen machten auch so einiges her.
    Aber unter der Regie von Stephen Sommers (Van Helsing) konnte ja auch nicht alzu viel schief gehen!

    Bewertung:
    Darsteller: 8/10 (Bis auf 4 Darsteller war das Cast atemberaubend gut)
    Plot: 8/10 (Der Film weist gute Wendepunkte und historische Tatsachen auf die ihn von anderen Filmen abhebt)
    Effekte: 7/10 (Für '99 zwar nichts neues aber denoch gut gemacht)
    Anspruch: 6/10
    Gesammtwertung: 8/10

    Link zur IMDB Seite: 6.8
    Link zum Trailer
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  2. #302 Reply With Quote
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    James Bond 007: Ein Quantum Trost


    Laufzeit: ca. 105 Minuten
    Genre: Actionthriller
    Regie: Marc Foster
    Darsteller: Daniel Craig, Mathieu Amalric, Olga Kurylenko
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 6. November 2008

    Inhalt:
    MI6-Agent James Bond sucht nach den Hintermännern der Organisation, die seine Geliebte in den Tod trieb. Seine Mission führt ihn rund um den Globus und neben dem skrupellosen Geschäftsmann Greene muss Bond auch noch gegen Misstrauen in den eigenen Reihen ankämpfen.

    Kritik:

    Wie der Titel ist auch der Film: stinklangweilig. Gut, ich übertreibe aufgrund meiner Voreingenommenheit, aber auch selbst ohne könnte ich dem Film keine sonderlich gute Wertung geben. Er ist ein akzeptabler Actionstreifen, aber nichts, dass den Titel »James Bond 007« auch nur annähernd verdienen würde. Gut, auch der Vorgänger »Casino Royale« hat dies nicht verdient, aber »Ein Quantum Trost« ist noch deutlich weniger wert. Wenn er wenigstens den ein oder anderen genialen Gag gehabt hätte, wie im Vorgänger »weiter rechts!«, wäre ich ja schon zufrieden gewesen, aber abgesehen von ein paar lässigen Sprüchen, die meistens nicht mal sehr amüsant waren, herrschte totale Flaute.
    Aber beginnen wir direkt mit dem Anfang. Eine Verfolgungsjagd im schicken Auto. Es folgen übrigens noch eine Verfolgungsjagd zu Fuß, eine im Boot und eine im Flugzeug. Für Fahrrad, Schlitten und Pogo Sticks hat die Zeit wohl nicht mehr gereicht, sonst hätten sie das sicherlich auch noch mit eingebaut. Das direkte Einsetzen in die Action hat nicht überrascht, da angesichts der für einen Bond doch recht knappen Laufzeit, musste Action einfach die zentrale Rolle spielen. Viel störender war aber die Regie. Hektische Schnitte, schneller als das Auge mitkommen könnte, haben bei mir schon direkt ein entnervtes Augenrollen ausgelöst. Ich dachte mir, gut, es ist eine rasante Verfolgungsjagd, wahrscheinlich hielt man es für nötig, die Regie ebenso rasant darzustellen. Als dieser Faktor in einer kommenden Kampfszene dann aber erneut einsetzte – noch viel übertriebener – habe ich mich nur noch gefragt, ob der Regisseur beim Publikum Kreislaufkollaps auslösen wollte. Überhaupt ist die Regie nicht wirklich überzeugend. Selbst die stilistisch gut gemeinte, absolute Stille während einer Schießerei verfehlte ihren Zweck und wirkte ziemlich fehl am Platz, passt einfach nicht ins Gesamtbild hinein.
    Ganz anders da das Drehbuch. Der Plot ist intelligent und hat eine nachvollziehbare Grundidee, auf der relativ gut aufgebaut wird. Etwas lästig sind die ständigen Schauplatzwechsel, bei denen Bond immer wieder von Land zu Land springt (mit eingeblendeter Schrift bei jedem Wechsel, der den neuen Ort benennt in einem ganz eigenen, passenden Stil – was sollte das denn bitte? Das sind keine Kapitel in einem Videospiel, sondern lediglich gewöhnliche Schauplatzwechsel – worum der Trubel?), das Misstrauen seitens M und dem MI6 ihm gegenüber hätte deutlich breiter ausfallen müssen (»schränken Sie Bonds Bewegungsfreiheit ein!«  »Ich will Bond!«  »Er ist mein Agent und ich vertraue ihm.« - Ahja, undefinierter Sinneswandel vom Feinsten), der Schurke hätte interessanter gezeichnet werden können und natürlich hätte der Film erheblich mehr Witz vertragen. Ich will nicht bestreiten, dass im Kinosaal immer mal wieder Leute lachen mussten, aber der ganz große Brüller, wie ich ihn mir bei genannter Szene in »Casino Royale« vorstelle, war nicht dabei. Ein 007 ist keine Komödie, das ist mir klar, aber da Daniel Craig als Bond nicht genug Charme hat, sollte das doch mit Witz ausgeglichen werden.
    Wo wir auch schon bei den Schauspielern wären. Ich mache gar keinen großen Hehl darum, dass ich Craig als Bond Darsteller für eine Fehlbesetzung halte. Ich habe diese Einstellung bereits vor »Casino Royale« vertreten, danach und auch jetzt weiterhin. Er ist kein schlechter Schauspieler, keineswegs, aber ihm fehlt einfach das gewisse Etwas, dass es zu einem richtigen Bond brauch, was zumindest Moore und Brosnan hatten. Eine Sache der Ausstrahlung, würde ich das benennen. Vom Bond-Girl bekommt man nicht viel zu sehen (Bond bekommt übrigens auch nicht viel von ihr zu sehen – sind etwa seine Kronjuwelen noch aus dem Vorgänger beeinträchtigt?), auch wenn es wieder mal ein ziemlich hübscher No-Name-Star ist, der schon bald wieder in der Verfilmung von »Max Payne« zu bewundern sein wird. Ansonsten wird auch bei allen anderen ein gewisses Niveau gehalten, das man von Bond-Filmen bereits gewohnt ist, wobei ich mir einen deutlich… besonderen Schurken gewünscht hätte. Keine weiße Katze auf dem Schoß, die er ständig streichelt, keine Goldbesessenheit, keine Bluttränen, ja nicht mal eine zerlegbare Pistole – Greene ist kein Bond-Schurke sondern ein gewöhnlicher, skrupelloser Gegenspieler, der in jedem halbwegs passablen Thriller vorkommt.
    Ich will nicht bestreiten, dass ein Stilwechsel einer Filmreihe nicht gut tun könnte. Wie zuletzt am deutlichsten bei »The Dark Knight« zu sehen, kann das einen über alle Maße positiven Effekt haben, auch wenn man einige elementare Dinge abändert. Aber einfach alles aus einem Film rauszunehmen, für das der Film steht, halte ich nicht für angebracht. Bond hat keine coolen technischen Spielereien mehr (abgesehen von dem gewöhnlichen High-Tech-Spionage-Kram, den es auch in jedem zweitklassigen Film des Genres gibt), er versprüht nicht den Charme, der seine Figur ausgezeichnet hat und jetzt hat er nicht mal mehr einen markanten Gegenspieler? Lächerlich.
    Zudem scheint »Ein Quantum Trost« lediglich ein Bindeglied in der zusammenhängenden Geschichte darzustellen. Die Geschichte fördert im Grunde genommen absolut nichts Wichtiges oder Interessantes zu Tage, abgesehen von der Tatsache, dass die Grundlage für folgende Filme gelegt wird (Craig hat ja bereits für zwei weitere Bond-Filme unterschrieben). Eine Geheimorganisation mit Mitgliedern in hohen politischen Ämtern, die den Geheimdiensten der Welt weit voraus sind… an sich eine interessante Idee, aber nur um diesen Grundstein zu legen, hätte man keinen Film machen müssen. Wenn man schon mit so etwas anfängt, dann soll man auch direkt darauf eingehen und nicht ein nutzloses Bindeglied schaffen, dass im Nachhinein wohl so gut wie keine Bedeutung mehr haben wird.
    An den Effekten ist natürlich absolut nichts auszusetzen, die sind alle einwandfrei, genau wie die Optik im Allgemeinen. Es ist einzig der Inhalt, der diesen Film verdirbt und von einem spannenden Bond zu einem schleppenden, gewöhnlichen Actionthriller macht. Es ist ähnlich wie bei »Stirb Langsam 4.0«, der zwar den Titel trägt, aber nichts mehr von dem hat, was den Titel ausmacht. Mal davon abgesehen, dass 4.0 noch köstlich unterhalten konnte und einen nicht ganz so herben Stilwechsel vollführt. Sicher sollte man das ganze Stil-Ding nicht nur auf »Ein Quantum Trost« abwälzen, da »Casino Royale« bereits die Schritte in die – meiner Meinung nach – falsche Richtung gegangen ist, aber mit diesem Film hat die Reihe den Punkt erreicht, an der ihr der Titel zweifellos aberkannt werden sollte.

    Bewertung:
    Darsteller: 7/10 (ein wertloser Schurke und ein Bond ohne Charme)
    Plot: 5/10 (intelligente Story, das war’s auch schon)
    Effekte: 10/10 (das Budget macht sich bemerkbar)
    Anspruch: 4/10 (wenn man seinen Augen das zumuten möchte, muss man bei den rasanten Schnitten schon sehr gut aufpassen um zu realisieren, was gerade vor sich geht)
    Gesamteindruck: 6/10 (mit Voreingenommenheit, möchte ich fairerweise hinzufügen)

    Link zur IMDb-Seite (7.6)
    Link zum Trailer
    LorD AvengeR is offline Last edited by LorD AvengeR; 06.11.2008 at 00:14.

  3. #303 Reply With Quote
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    The Gamers: Dorkness Rising


    Erscheinungsjahr: 2008 (bislang keine deutsche Fassung)
    Regie: Matt Vancil
    Genre: Komödie/Fantasy/Abenteuer
    Darsteller: Nathan Rice, Brian Lewis, Carol Roscoe
    FSK: Ungeprüft

    Inhalt: Lodge hat ein Problem mit seiner Rollenspielgruppe: Nicht nur macht es den drei Knaben am Meisten Spaß alles zu töten, auszurauben oder mit allem zu kopulieren, was da geht und steht, nein, sie geben ihm auch noch die Schuld daran, wenn ihre Charaktere das Zeitliche segnen. So haben sie ein und dasselbe Abenteuer nun schon zum dritten Mal verkackt, Lodge will allerdings ein Buch darüber schreiben und hat verständlicherweise eine Schreibblockade. Ein vierter Versuch wird gestartet, diesmal mit völlig untypischen Charakteren und einer Frau am Spieltisch...

    Kritik: Anno 2004 war ich noch vier Jahre jünger als ich es heute bin, hatte einen Haufen Probleme weniger, dafür aber auch noch wesentlich kürzere Haare (glaubt mir, ihr wollt keine Fotos von damals sehen... oder selbst wenn ihr wollt, werdet ihr es schlicht und ergreifend nicht, harr harr) und vor allem war ich eins noch nicht mit Leib und Seele: Rollenspieler. Klar, ich hatte schon Erfahrungen damit gemacht, ein wenig Shadowrun hier und da, aber nichts weltbewegendes. Dennoch stieß ich (oder besser gesagt mein Bruder mich) auf einen Film, der sich da "The Gamers" nannte, eine 45 minütige Produktion einer "Firma" namens "Dead Gentleman Productions", die sich um eben das drehte: Pen & Paper Rollenspiele. Oder um genauer zu sein: Klischees über Pen & Paper Rollenspiele. Und um das mal fix abzuhandeln (ich wollte eigentlich ein Review über den Film schreiben, nachdem ich ihn vor ein paar Tagen mal wieder mit meinem Mitbewohner gesehen habe, aber irgendwie bekam ich's nicht auf die Reihe): Das machte der Film auch verflucht gut. In der knappen Dreiviertelstunde wird gnadenlos jedes Klischee, jede absurde Situation, die bei gutem alten Fantasy Rollenspielen auftreten kann, durch den Kakao gezogen. Und trotz aller Sympathien, die der Film aufbringen konnte, ist da auch gleich der Haken: Wir haben es bei "The Gamers" mehr mit einer Aneinanderreihung von Kuriositäten zu tun, als mit einem echten Film ("Kentucky Fried Movie" lässt grüßen, jeder hat mal klein angefangen).
    Genau das ist der Punkt, an dem "The Gamers: Dorkness Rising" ansetzt. Der Film ist kein Sequel im eigentlichen Sinne (wie sollte das auch gehen, erinnern Kenner sich doch noch, wie die Gruppe am Ende des ersten Teils ein sehr unrühmliches Ende fand), sondern eher eine Neuinterpretation des gleichen Gedankens, allerdings mit wesentlich mehr Geld in der Hinterhand und einem cineastischeren Script. Im Endeffekt ist "The Gamers: Dorkness Rising" ziemlich genau eine Stunde länger als sein Vorgänger und wird dabei zu dem, was "The Gamers" leider nicht war: zu einem Film. Wirklich wahr, in "Dorkness Rising" steckt mehr als nur ein (amüsantes) ewiges Herziehen über die guten alten Klischees, der Streifen erzählt nebenbei noch eine Geschichte... Naja, eigentlich eher zwei. Die von Flynn the Fine (Barde), Brother Silence (Mönch), Sir Osric (Paladin und - und das ist wesentlich wichtiger - NPC), Luster (Magierin - von einem Mann gespielt) und Daphne (Kriegerin), die ausziehen um den bösen Necromancer Mort Kemnon zu vernichten. Und dann noch die von Lodge und seiner Schreibblockade, seinen ewigen Versuchen, die Story voran zu bekommen, und all dem Drumherum.
    Hier leistet der Film sich allerdings auch einen kleineren Klopser. So cineastisch-komödiantisch das alles aufgearbeitet wird, so schwammig fällt das Script leider von Zeit zu Zeit aus. So gibt es ein paar skurile Nebenerscheinungen, die gerne zur Story gehören würden (Leos Angestellte oder Lodges unsichtbarer Mitbewohner), die leider aber für ein paar Lacher unter den Tisch gekehrt werden. Und ein Nebenstrang wird auch noch aufgemacht, der sich leider in den Wirrungen der eigentlichen Story verliert (Lodge und Joanna auf dem Heimweg anyone? Ich dachte ich roch eine Liebesgeschichte...). Schade drum, hier hätte man noch ein wenig mehr Sorgfalt walten lassen, ein paar mehr Minuten Laufzeit rausschlagen und zumindest diesen Subplot zu einem befriedigenden Ende führen sollen, so dass auch der olle Romantiker im Count die Sache abnickt. Gut, ist nicht geschehen, schade drum, aber wieso so sehr daran aufhängen?
    Um den Rest des Streifens zu beschreiben muss ich jetzt nämlich mal ganz vorsichtig in der Adjektiv-Kiste wühlen... Und ich ziehe eins raus, das ich nur ungern vergebe, das der Film sich aber verdient hat: makellos. Hier stimmt einfach alles. Die beiden Stories sind toll und gut miteinander verwoben, der Humor gefällt ebenfalls. Erneut packt Drehbuchautor und Regisseur in Personalunion Matt Vancil (abgesehen von den beiden "The Gamers"-Filmen war ihm bislang keine große Karriere vergönnt) die Spielergemeinde da wo's weh tut und stößt sie mit der Nase auf Ungereimtheiten in den Regelwerken, auf die eigenen Verfehlungen, und und und. Hin und wieder nimmt der Humor zwar eine etwas abstruse Dimension an (die Szene mit den fünfzig Flynns etwa oder Laserschwert, Shotgun und Kettensäge... wobei das noch sehr cool war), aber alles in allem kann jeder Rollenspieler herzlich darüber lachen. Und - aufgemerkt jetzt - das normalsterbliche Publikum sicher auch. Denn wie schon der Vorgänger schafft der Film es bravourös den Blödsinn, den die Regeln mit den Spielern anstellen, auch abseits der "Oh, that's pretty clever"-Geek-Humorschiene amüsant aufzubereiten. Wenn die Gruppe vorsätzlich ein Goblin-Totem schändet, um einen Kampf vom Zaun zu brechen, wenn Barde Flynn dank grandioser Werte mitten während einer Ansprache des örtlichen Hierophanten eine Priesterin zum Coitus überredet, dann dürfte das auch bei Materie-Unkundigen die Lachmuskeln erschüttern. Und was dem Film vor allem gut tut: Er hat Seele, Tiefe, er hat das, was ein Film tatsächlich braucht. Nicht nur die Idee ist sympathisch, alles an dem Film ist schlicht und ergreifend zum Gernhaben. Der Zuschauer kriegt einen richtigen Draht zu den Figuren, nicht nur zu den Spielern, sondern auch zu ihren Helden, so dass der Ingame-Showdown trotz seiner teilweisen Blödheit alles in allem sehr nahe geht. Der Film ist einfach einer zum Wohlfühlen, der einem zeigt, wie schön das Leben und was für ein nettes Hobby Rollenspielen doch sein kann.
    Dem zuträglich sind auch die gegenüber dem ersten Teil mächtig aufgebohrten Production Values. Konnte der erste Film Anno 2002 größtenteils lediglich mit einem überschaubaren, jedoch kompetenten Darsteller-Ensemble und ein paar mehr schlecht als recht aber doch sehr liebevoll gemachten Effekten glänzen, so haut "Dorkness Rising" erst richtig in die Vollen. Die Darsteller sind großartig, allen voran Nathan Rice (spielte im ersten Teil den Elfen Newmoon), der sowohl Spielleiter Lodge als auch Paladin Sir Osric (und bei einer Gelegenheit auch Mönch Brother Silence) mimt, der mit Freude und Überzeugung bei der Sache ist, dem man den Spaß am Spiel und das rollenspielerische Herz ansieht. Mit ihm steht und fällt der Film, in diesem Falle ganz klar ersteres. Aber auch der Rest des Ensembles kann was. Brian Lewis ist cool als aufbrausendes Ekel der Gruppe, Scott C. Brown hat als Barde Flynn ganz klar die coolsten Szenen auf seiner Seite und Emily Olson, die Zimmernachbarin aus dem ersten Teil, kann auch mit einem Auftritt als Göttin glänzen. Ansonsten freut der Fan sich noch über einen Auftritt von Phil M. Price (Nimble der Meisterdieb im Vorgänger) als Bauer, der sehr unschön aus der Welt geschafft wird, so wie die Nebenfigur Mark, gespielt von Chris Duppenthaler, der im ersten Teil "Mark, last of the Fire Barbarians" spielte. Und die Ninjas und Piraten ("Good morning, Captain.") waren auch cool.
    Auch in Sachen Effekte hat sich einiges getan. Sicher, Hollywood-Niveau hat das alles noch nicht, die Zaubersprüche waren alles andere als beeindruckend, aber dem sechs Jahre älteren ersten Teil hat "Dorkness Rising" doch einiges voraus. Wirklich nicht von schlechten Eltern hingegen muss man sagen war die allgemeine Ausstattung. Rüstungen, Waffen, Gewänder, alles sehr schön, genau wie die Kulissen. Für eine Amateurproduktion ist hier alles absolut im grünen Bereich. Womit das Schulsswort auch schon halb gesprochen wäre, denn dieses Urteil gilt nur für die Umsetzung, inhaltlich wird hier nämlich mit ganz anderer Latte gemessen, denn...
    Kommen wir zum Fazit: Technisch auf gehobenem Amateur-Niveau ist "The Gamers: Dorkness Rising" abseits davon mühelos vergleichbar mit wesentlich höher budgetierter Konkurrenz. Was hier vom Skript-Department geboten wird ist zum Niederknien gut, und auch ansonsten haben der Film und seine Macher ganz einfach den Herz am rechten Fleck. Über seine ganze Lauflänge wird der Film nie langweilig sondern besticht durch sauberen, wirklich guten Humor, der so mühelos aus dem Ärmel geschüttelt wird, dass man meinen möchte, Matt Vancil habe nie etwas anderes gemacht. Eine der lustigsten Komödien, die ich dieses Jahr gesehen habe. Und alles in allem einfach nur ein saustarker Film.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 08/10 (alle sehr lebendig und realitätsnah, vor allem mit ganzem Herzen bei der Sache)
    Plot: 08/10 (wundervolle Verflechtung der beiden Stories, leider ein paar hässliche lose Enden)
    Effekte: 06/10 (gemessen an den Mitteln: sehr schön)
    Anspruch: 06/10 (ein gutherziger, netter, sauberer Film)
    Gesamtwertung: 09/10 (überflügelt den Vorgänger, dank stärkerer Cineastik)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 7.9)
    Link zum Teaser (hat nicht wirklich was mit dem Film zu tun, ist aber sehr lustig)
    Link zum Trailer
    Link zur offiziellen Homepage
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  4. #304 Reply With Quote
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    The Scorpion King 2 - Rise of a Warrior


    Laufzeit: 104 min.
    Genre: Fantasy-Abenteuer
    Regie: Russel Mulcahy
    Darsteller: Michael Copon, Karen David, Simon Quaterman, Natalie Becker, Randy Couture
    Musik: Klaus Badelt

    DVD Release:
    24. September. 2008

    Inhalt:
    Als Junge muss Mathayus (Michael Copon) mit ansehen wie sein Vater von einem Zauber getötet wird. Mathayus weiß, dass Sargon (Randy Couture), der Heerführer des Königs, den Zauber ausgesprochen hatt.
    Um sich eines tages rächen zu können lässt sich Mathayus zum Schwarzem Skorpion ausbilden. Bei seiner Rückkehr in seine Heimatstadt erlebt Mathayus eine böse Überaschung: Sargon hat sich zum König gekrönt! Mathayus muss schwören Sargon auf Lebenszeit zu beschützen. Dieses Versprechen bricht er aber als Sargon auch noch Mathayus kleinen Bruder tötet! Gemeinsam mit der Krigerin Layla (Karen David), dem Dichter Arestopheles (Simon Quarterman) und einem Söldner (Andres Wiesniewski) macht Mathayus auf in die Unterwelt um der Herrscherin Astahthe (Natalie Becker) ein legendäres Schwert zu stehlen mit dem er Sargon besiegen kann.....

    Kritik:
    Nur als jemand der die Mumien Filme und den ersten Film von The Scorpion King mochte hab ich mich getraut mir diesen Film anzusehen, und das wahr ein großer Fehler. Nicht nur, dass der Film absolut nichts mehr mit dem ersten Scorpion King geschweige denn mit den Mumien Filmen zu tun hat sondern auch die Darsteller waren extrem schlecht!
    Ich hab mir andauernd eingebildet, dass Karen David (Batman Begins) andauernd lacht sogar in den harten Kanpf Szenen.
    Michael Copon(One tree Hill), Randy Couture (Comand & Conquer: Alarmstufe Rot 3), Simon Quaterman (Holboy City) und Andreas Wiesniewski (The Tribe) wirken hingegen einfach nur emotionslos.
    Die Effekte waren nett gemacht wobei manche Effekte nicht besser sind als in Amateurfilmen.
    Die Regiearbeit von Russel Mulchay (Resident Evil: Extinction; Highlander) war unterste Klasse. Dies war ohne Zweifel sein schlechtester Film bis jetzt.

    Bewertung:
    Darsteller: 3/10 (mit einem zugedrücktem Auge)
    Plot: 5/10 (zu oft verwendet)
    Effekte: 6/10 (die Effekte sind das beste an diesem Film obwohl diese schlecht sind)
    Anspruch: 2/10 (König böse, Krieger will Rache. Wer kapiert das nicht?)
    Gesammtwertung: 4/10


    Link zur IMDB Seite: 3.7
    Link zum Trailer
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  5. #305 Reply With Quote
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    Das Vermächtnis der Tempelritter


    Laufzeit: 126 min.
    Genre: Abenteuer
    Regie: John Turteltaub
    Darsteller: Nicolas Cage, Jon Voight, Harvey Keitel, Diane Kruger,Justin Bartha, Sean Bean
    Musik: Bob Badami

    Kino Release: 25. 11. 2004

    Inhalt:
    Benjamin Gates (Nicolas Cage) war schon seid Jahren auf der Suche nach dem legendären Schatz der Tempelritter. Als er und sein Freund Riley (Justin Bartha) von ihrem Kollegen
    Ian Howe (Sean Bean) veratten werden wird aus der Schatzsuche ein Rennen gegen die Zeit, denn die Karte zu dem legendären Schatz ist außgerechnet die Amerikanische
    Unabhängikkeitserklärung. Um die Unabhämgikkeitserklärung vor Ian zu schützen der sie sicherlich vernichten würde beschließen Gates und Riley die Erklärung zu stehlen! Bei der weiteren Suche zieht Ben nicht nur die Museums Angestellte Abigail (Diane Kruger) mit hinein in die Suche sondern auch seinen Vater (Jon Voight) der selbst eine Ewigkeit nach dem Schatz gesucht hat.

    Kritik:
    Ein Film der durch das Staraufgebot und die gute Story zum Filmerfolg geworden ist und das nicht um sonst!
    Die Schauspieler waren äuserst gut, vor allem das Duell der beiden Schauspielergrößen von Nicolas Cage (Ghost Rider, Lord of War) und
    Sean Bean (The Hitcher, Der Herr der Ringe) ist einfach großartig.
    Diane Kruger (Troja) und Justin Bartha (Carnival Sun) bewiesen in diesem Film ihre Talente. Und über das gute Schauspiel von den Altmeistern Jon Voight (Tomb Raider) und
    Harvey Keitel (Roter Drache) muss man nicht loben, denn diese Schauspieler halten sich mehr im Hintergrund.
    Bei den meisten geistreichen und gut durchdachten Abenteuern kann man denken, dass diese ohne gute Effekte verlaufen. Dies trifft bei Das Vermächtnis der Tempelritter nicht zu, denn die Effekte können sich sehen lassen, von einer wilden Verfolgungsjagd durch Washington bis hin zu einem unterirdischen Höhlensystem unter der Wallstreet.
    Jon Turteltaub hat bei diesem Film im ganzen gute Arbeit geleistet, er hat sich sehr gute Perspektiven für seine Temporeichen und Adrenalingeladenen Action Szenen gewählt und hatte wie man gut sehen kann die Crew fest im Griff.

    Bewertung:
    Darsteller: 9/10
    Plot: 7/10 (Sehr gut durchdachtes Blockbuster Drehbuch)
    Anspruch: 7/10 (der Film kann sogar Lehreich sein)
    Gesammtwertung: 8/10

    Link zur IMDB Seite: 6.8
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  6. #306 Reply With Quote
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    Californication Season 1


    Laufzeit: ca. 340 Minuten
    Genre: Dramedy
    Regie: Tom Kapinos (?)
    Darsteller: David Duchovny, Natascha McElhone, Madeline Zima
    Gesehen auf: Deutsch

    Inhalt:
    Der berühmte Schriftsteller Hank Moody, dessen erster Roman es kürzlich als Verfilmung in die Kinos geschafft hat, lebt in »Californication« - er säuft und vögelt den ganzen Tag. Viel mehr bleibt ihm auch nicht, denn er hat schon ewig kein Wort mehr zu Papier gebracht, seit seine Lebensgefährtin ihn verlassen hat. Durch ihre gemeinsame Tochter Becca bleiben die beiden aber im ständigen Kontakt und Hank versucht sein Glück auch weiterhin, ungeachtet der nahenden Hochzeit seiner Ex-Freundin…

    Kritik:
    Ich war völlig desinteressiert angesichts der Vorschau der Serie und skeptisch nach der ersten Folge – jetzt bin ich begeistert. Die Serie war mal etwas gänzlich anderes und hat mich unterhalten wie schon lange keine andere mehr. Einfach nahezu alles ist stimmig, lustig, etwas dramatisch und Protagonist Hank ist so dermaßen genial gezeichnet, dass er selbst meinen bisherigen Favoriten Dr. House in die Tasche steckt.
    Hank ist einer dieser Typen, denen einfach alles am Arsch vorbeigeht. Er hat Erfolg gehabt, finanziell scheinbar ausgesorgt und ruht sich nun mehr als nur auf seinen Lorbeeren aus. Sein größtes Hobby sind Alkohol und Frauen, bei denen er dermaßen gut im Kurs steht, dass er täglich eine andere ins Bett kriegt – natürlich nur für einen One-Night-Stand. Gewisse Parallelen zu Charlie aus »Two And A Half Men« sind also zu erkennen. Anders als Charlie ist Hank aber eine weitaus erwachsenere Figur, obwohl in der Serie oft über ihn gesagt wird, er sei noch ein Kind. Vielleicht ist auch eher »ernstere« Figur das treffende Wort, da es sich bei »Californication« schließlich nicht um eine Sitcom, sondern um eine Serie handelt – eine Serie mit jeder Menge Witz. Außerdem ist Hank eine ziemlich verbitterte Figur. Man kann keineswegs sagen, dass er die verbitterte Figur ist, die man auf den ersten Eindruck wohl in ihm sieht – dafür scheint er seinen exzentrischen Lebensstil zu sehr zu genießen. Er lebt in einem Schweinestall, trinkt zu jeder Tageszeit Alkohol, vögelt sich durch die ganze Stadt, fährt in einem dreckigen, demolierten Porsche herum und geht bei der neuen Familie seiner Ex ein und aus wie es ihm passt und nie, ohne ein paar von seinen Sprüchen dazulassen. Erst hinter seiner Fassade finden sich die Probleme, die mit der Trennung einhergehen und die Ursache für seine Schreibblockade und die Alkoholsucht ist. An dieser Stelle lobend zu erwähnen ist aber, dass Hank trotz des Alkoholismus weder aggressiv noch irgendwann geistesabwesend ist und seinen genialen Charakter damit wahrt. Seine Unbeschwertheit führt in einigen Lebenssituationen zu den komischsten Situationen, was aber alles nicht mit seiner spontanen, unverblümten Ausdrucksweise mithalten kann, die die Serie auszeichnet.
    Auch die anderen Figuren überzeugen in ihren ebenfalls coolen Rollen. Sei es Karen, die sich trotz ihrer gut versteckten rebellischen Ader zur Rationalität zwingt, weil sie sich einredet, so glücklich werden zu können, oder die Tochter Becca, die für ihr zartes Alter bereits ziemlich erwachsen wirkt und ein tolles Team mit Hank zusammen bildet, obwohl sie ihre Mutter mindestens genauso sehr liebt, oder die hinterlistige Mia, die Hank verführt, wissend, dass er gewissermaßen zur Familie gehören wird und ihre versteckte Minderjährigkeit für allerlei Erpressungen nutzt.
    Ein zentraler Punkt in der Serie ist definitiv Sex, da sich so ziemlich alles darum dreht. Die meisten Bemerkungen und Sprüche sind sexistischen Ursprungs, Hanks literarische Werke werden stark davon beeinflusst und die Sexszenen werden gezeigt, ohne das geringste Blatt vor die Kamera zu nehmen. Sehr genial finde ich auch immer wieder, wie Letztere dargestellt werden. In der einen Szene lernt Hank gerade eine Frau kennen, wechselt ein paar Worte mit ihr, dann kommt ein scharfer Schnitt und es wird bereits intensiv geritten. Die diversen Charaktere der Frauen und aus den Affären resultierende Probleme sind dabei ebenfalls recht interessant wie amüsant.

    Wer also kein Problem mit nackten Tatsachen und unverblümten Dialogen hat und den recht schmutzigen Humor gutheißen kann, wird »Californication« sicher lieben. Mit 13 Episoden erscheint einem die erste Staffel ziemlich kurz und angesichts des perfekten Endes kann ich mir auch kaum eine zweite Staffel vorstellen. Des Weiteren zeigt die Serie eben auch einen Teil der schmutzigen Seite Kaliforniens, was einigen unwissenden Amerikafans vielleicht die Augen für die Realität öffnen könnte. Ich für meinen Teil liebe Hank und seinen Humor, der mich Folge für Folge herzhaft zum Lachen gebracht hat und »Californication« zu einer meiner Lieblingsserien machte. Man sollte sich definitiv einfach die ersten Folgen anschauen, bevor man sein vorschnelles Urteil fällt.

    Sex sells after all.

    Bewertung:
    Darsteller: 9/10
    Plot: 9/10 (Das Grundgerüst ist klasse, das Ende genial, die einzelnen Episoden ebenfalls)
    Effekte: -/10
    Anspruch: 6/10 (man würde es nicht für möglich halten angesichts der Thematik, aber hinter den schmutzigen Dialogen steckt oft ziemlicher Tiefsinn)
    Gesamteindruck: 9/10 (klasse Serie, innovativ, leider zu kurz)

    Link zur IMDb-Seite (8.7)
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    Laufzeit: ca. 144 Minuten
    Genre: Science-Fiction
    Regie: Robert Zemeckis
    Darsteller: Jodie Foster, Matthew McConaughey, William Fichtner
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 09. Oktober 1997

    Inhalt:
    Seit ihrer Kindheit findet Eleanor Arroway Gefallen am Funken und an Astronomie. Als Erwachsene verbindet sie ihre beiden Leidenschaften und versucht Kontakt mit Außerirdischen aufzunehmen.

    Kritik:
    Ziemlich intelligenter und bildgewaltiger Film, der komischerweise all die Jahre seit seinem Erscheinen an mir vorbeigegangen ist – unbemerkt wie die Aliens, die im Film gesucht werden.
    An sich ist der Film weniger ein Science-Fiction-Kracher, der pure Unterhaltung bieten will, sondern viel mehr ein geistreiches Werk, das zum Denken anregen will und dies, meiner Meinung nach, durchaus ziemlich gut schafft. Der sehr offensichtlich dargestellte Disput zwischen Wissenschaft und Glaube nimmt im Grunde genommen den Großteil des Filmes und seiner Handlung ein und bietet immer wieder neue Punkte, über die nachzudenken sich kaum vermeiden lässt. Gerade Matthew McConaughey die religiöse Seite verteidigen zu sehen erscheint schon etwas bizarr, da er heute wohl eher als machoartiger Aufreißer aus Beziehungskomödien bekannt ist, aber das war schließlich auch erst eine ganze Weile nach »Contact«. Natürlich ist der erwähnte Disput nicht nur zwischen zwei argumentierenden Parteien dargestellt, sondern findet sich in vielen Situationen und Gedanken wieder, die in den Film eingeflossen sind. Besonders in den äußerst klugen Dialogen findet man bei gewisser Aufmerksamkeit immer wieder versteckte Anspielungen.
    Ich will dem Leser aber auch kein Gähnen entlocken angesichts meiner Beschreibung, die genauso gut auf einen öden Dokumentarfilm zutreffen könnte. Natürlich ist der Film ein Spielfilm, hat beeindruckende Effekte, eine Spitzenstory, Spannung und eine Menge guter Schauspieler. Neben Foster und McConaughey finden sich im Übrigen noch der »Prison Break«-Agenten William Fichtner, der nachtragende Cop aus »Dr. House« David Morse oder auch Star-Journalist Larry King.
    Anders als »American Gangster« schafft es »Contact« nicht so recht die Spannung über die beträchtliche Spieldauer zu erhalten und bietet immer wieder Durststrecken. Gleich zu Beginn fand ich zwar die Idee mit dem Wegzoomen von der Erde toll und auch diese Radioausschnitte, die chronologisch von 1997 bis 1936 herunterlaufen, doch nach einer Weile hielt ich es dann einfach nur noch für lang gezogen. Das Intro hätte seinen Zweck auch mit der halben Länge erreicht. Im Film selbst gibt es auch von Zeit zu Zeit immer wieder kleinere Stellen, an denen man sich etwas langweilen kann, aber man wird meistens direkt wieder von den anspruchsvollen Dialogen in Anspruch genommen oder wacht spätestens bei den spannenden Ereignissen auf, die ebenfalls keine Seltenheit darstellen.
    Und Freunde von Spezialeffekten und gewaltigen Bildern werden hier ohnehin ihre Freude dran haben, denn daran hat der Film mindestens so wenig gespart wie an der Anzahl seiner Minuten. Gleich im Intro sieht man bereits den toll dargestellten Weltraum in allen Details und bekommt im Laufe des Films noch weit eindrucksvollere Bilder geboten, vor allem zum Ende hin.
    Die Archivbilder von Bill Clinton und seinen passend zugeschnittenen (oder bearbeiteten?) Reden hingegen, haben mich eher gestört. Sie verleihen dem Film zwar eine Art realistische Marke, aber zumindest in der deutschen Version ist es doch komisch, alle Amerikaner deutsch sprechen zu hören, während man die Rede des Präsidenten auf Englisch mit Untertiteln verfolgen muss. Aber naja, Kleinkram (macht auch Mist).

    Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, dass ich den Film als wirklich interessant empfunden habe. Allein das Nachdenken darüber, wie die Welt wohl wirklich reagieren würde angesichts einer solchen Situation, vor allem im angesprochenen Bezug von Religion und Wissenschaft und dem Kampf darum, welches von beiden die Welt besser repräsentieren würde bietet schon eine gewisse Unterhaltung – wenn ich das so bezeichnen darf. Überhaupt muss man ein gutes Stück denken während dieses Films, während man in den Denkpausen dann mit tollen Bildern und Schauspielern etwas Erholung finden kann. Ein durchaus gelungener Science-Fiction-Streifen mit viel Hintergrund und –gedanken, die nicht so unrealistisch sind, wie man es bei einem Film dieses Genres erwarten würde. Nichts für einen gemütlichen DVD-Abend, aber auch nicht wirklich schwere Kost.

    Bewertung:
    Darsteller: 8/10 (bin leider kein sonderlicher Fan von Foster, aber alles war sehr anschaulich)
    Plot: 7/10 (tolle Geschichte mit erstklassigem Ende und Tiefgründigkeit)
    Effekte: 10/10 (Spitzeneffekte)
    Anspruch: 7/10 (schlafen sollte man bei »Contact« sicher nicht)
    Gesamteindruck: 7/10

    Link zur IMDb-Seite (7.3)
    Link zum Trailer (Überhaupt nicht repräsentativ für den Film)
    Die DVD bei Amazon
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  8. #308 Reply With Quote
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    King Of Queens Season 4


    Laufzeit: ca. 550 Minuten
    Genre: Sitcom
    Regie: Pamela Fryman
    Darsteller: Kevin James, Leah Remini, Jerry Stiller
    Gesehen auf: Deutsch

    Inhalt:

    Eine Sitcom um das Ehepaar Doug und Carrie und letzterer Schwiegervater Arthur, die immer wieder in problematische Alltagssituationen schlittern.

    Kritik:
    Ich kann einfach nicht fassen, wie kontinuierlich die Serie schlechter wird. In Season 3 gab es noch einige sehr gute Gags und definitiv markante Folgen, aber hier? Ich fand gerademal die letzte Folge genial – und das auch nur wegen ihrer Darstellung, weniger wegen ihrem Witz.
    Das Ganze hat immer noch einen gewissen Unterhaltungswert, natürlich, aber als Sitcom würde ich es schon fast nicht mehr definieren wollen. Es gab Episoden, in denen ich nicht mal schmunzeln musste, wenn überhaupt grinsen – ein Ding der Undenkbarkeit in Season 1 oder 2. Und das, obwohl wieder einige gute Grundlagen an Ideen vorhanden waren, wie in der vorangegangen Staffel. Doch scheint auch hier derselbe Fehler gemacht worden zu sein: Häufiges und außergewöhnliches Settingwechsel den Humor ersetzen zu lassen.
    Es gab einige schöne Folgen, bei denen Story und Darstellung überzeugen konnten, obgleich dennoch der Witz fehlte – und zwar gehörig. Als da zum Beispiel die Folge wäre, in der man mal eine andere, selbstbewusstere Seite von Doug sehen konnte (»Discofieber«) – und ich meine, hey – in dem schwarzen Outfit mit Silberkettchen sah er doch wirklich mal ziemlich gut aus! »Die Fressaffäre« fand ich storymäßig hochinteressant und gut ausgedacht, schade, dass so wenig draus gemacht wurde. Ebenso aus der ersten Folge, in der Dougs Eltern auftauchen (»Speedy Gonzales«). »Die Reality-Show« ist wohl mit der folgenden Erwähnung meine Lieblingsepisode der Staffel. Dougs drei Freunde sitzen auf der Couch und schauen sich rund um die Uhr Arthurs überwachten Keller an um sich von seinen Tätigkeiten unterhalten zu lassen – göttlich. Der Höhepunkt ist aber definitiv die letzte Folge »Psycho-Kisten«. Zwar ist es dieses Mal nicht wirklich dramatisch geworden, und lustig, wie ich bereits erwähnte, auch eher nicht, aber von der Story und Aufmachung her definitiv die beste Folge bisher in der Serie. Diese Vergangenheitssprünge im Stil von »Die Geister, die ich rief« mit den jungen Versionen der Hauptdarsteller waren einfach erste Sahne. Und obgleich ich Ben Stiller eigentlich nicht ausstehen kann, war es doch ein Hochgenuss ihn in der Gastrolle von Arthurs Vater zu sehen – was wohl darauf zurückzuführen ist, dass es sich im richtigen Leben ironischerweise genau gegenteilig verhält. Neben Adam Sandler ist das wohl eine der bekanntesten Gastrollen der ganzen Serie. Etwas vermisst man aber schon den dummen Richie, dem Danny nicht im Geringsten das Wasser reichen kann. Im Grunde genommen ist Dougs Cousin absolut nicht witzig.
    Auch schauspielerisch erlebt man hier kein Wunder. Die Einzige, die wirklich zur Geltung kommt, ist zweifelsohne Carrie, die hier in ihrer hinterhältig fiesen und zickigen Art zu Hochtouren auffährt und damit in vielen der 25 Episoden einsetzt. Die Rolle ist ihr wirklich auf den Leib geschneidert.

    Insgesamt also eine sehr enttäuschende Staffel, die wieder einmal um einen Tacken schlechter ist, als die vorangegangene. Gute Ideen werden nicht genutzt um die Sitcom zu einer richtigen zu machen und Lacher sind Mangelware. Als Fan der Serie wohl unverzichtbar, allein auch wegen der Darstellung von Dougs und Carries Hochzeit und der letzten, genialen Folge, aber für jemanden, der nur gute Unterhaltung sucht eher nicht zu empfehlen.

    Bewertung:
    Darsteller: 6/10 (Nur Carrie überzeugt wirklich und kann hervorstechen, Richie fehlt wirklich)
    Plot: -/10 (Jede Folge hat einen anderen, mal besser, mal schlechter – wäre unsinnig das zu bewerten)
    Effekte: -/10
    Anspruch: 3/10
    Gesamteindruck: 5/10

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 8.3)

    Die DVD bei Amazon.de
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  9. #309 Reply With Quote
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    Fletchers Visionen


    Laufzeit: ca. 130 Minuten
    Genre: Actionthriller
    Regie: Richard Donner
    Darsteller: Mel Gibson, Julia Roberts, Patrick Stewart
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 06. November 1997

    Inhalt:
    Der höchst paranoide Taxifahrer Jerry Fletcher sieht in jedem Zeitungsartikel eine Verschwörung höchster Ebene im schlimmstmöglichen Ausmaß. Natürlich stempeln ihn alle als einen Irren ab, bis er eines Tages entführt wird, weil er scheinbar doch auf etwas gestoßen ist…

    Kritik:
    Nach so vielen Jahren bin ich endlich mal dazu gekommen, den Film zu gucken, von dem ich immer dachte, dass er wie »Minority Report« aufgebaut wäre… den ich übrigens auch noch nicht gesehen habe. Was ist der Titel aber auch so irreführend – wer benutzt für Verschwörungstheorien schon das Wort Visionen? Naja, wie dem auch sei… Mel Gibson, also ganz klar ein Film, den ich mir irgendwann mal anschauen musste und dieser denkwürdige Augenblick traf gestern ein. Vorab gesagt: Der Film war spannend, keine Frage, auch schauspielerisch top, aber wirklich nichts Besonderes. Die Story hält sich von ihrer Qualität eher in Grenzen, es gibt einige Faktoren die etwas nerven, dafür aber wieder einige nette Ideen. Nun ja, ein Durchschnittsfilm eben, wie er im Buche steht. Und mit »Buche« meine ich »Fernsehzeitung«. Und mit »Fernsehzeitung« meine ich die von dieser Woche.
    Nun… direkt das Intro hat mich etwas erschrocken, weil ich Mel Gibson noch nie so dermaßen viel in einer derart kurzen Zeit habe plappern sehen. Das hatte schon annähernd Robin Williams Niveau. Nur, dass es bei Letzterem nicht so schnell nervig wird und lustig ist. Das meiste, was Fletcher von sich gibt, ist nämlich keineswegs in irgendeiner Form amüsant und führt daher schon nach kurzer Zeit zu Brechreizen. Schön und gut, ein einsamer, paranoider Taxifahrer – sicher passt das Ganze ausgezeichnet zur Rolle, was aber leider nichts daran ändert, dass es einem einfach auf die Klötze geht. Das Bild aufgebessert haben dann ein paar Sprüche und Reaktionen Gibsons, die ebenso gut in »Was Frauen wollen« oder »Lethal Weapon« reingepasst hätten. Ebenso bot Julia Roberts als Stimme der Vernunft Balsam für die Nerven, auch wenn sie gar nicht so vernünftig war, wie es realistisch gewesen wäre. Für meine Maßstäbe hat sie sich viel zu früh von einem Irren umgarnen lassen und ihm blind vertraut, so gutmütig sie auch sein mag – das würde mit Sicherheit niemand machen, der nicht mindestens genauso irre ist wie Fletcher selbst. Apropos Fletcher… der Gute ist auch etwas extrem dargestellt, aber das ließ sich mit der Figur wohl nicht vermeiden. Er fährt den ganzen Tag Taxi, geht seinen Gästen (und mir) mit seinen Verschwörungstheorien auf den Keks, wenn er zuhause ankommt (immer auf einem anderen Weg, weil wegen paranoid und so), schließt er immer seine zig Schlösser an der Tür ab, stellt Sicherheitsvorkehrungen auf, will sich einen Kaffee machen und muss dafür auch wieder mindestens zwei Schlösser öffnen. Dann nimmt er den Batzen Zeitungen, den er gekauft hat, durchforstet sie nach Hinweisen für seine Verschwörungstheorien usw.. Aber ich bin schließlich nicht hier um eine komplette Charakterisierung des Protagonisten anzufertigen, ich wollte nur deutlich machen, dass ich ihn für etwas übertrieben gezeichnet halte. Außerdem ist er nicht wirklich gut gezeichnet, sein Charakter variiert für meinen Geschmack viel zu sehr. Auf der einen Seite ist er in gewissen Situationen zurückhaltend, dann wieder extrovertiert wie Casanova himself. Er ist ein einfacher Taxifahrer, behält in Extremsituationen aber einen relativ kühlen Kopf und setzt schon fast Actionheldmäßige Aktionen ein. Er ist misstrauisch und paranoid wie kein anderer Mensch der Welt, aber in einigen Situationen doch wieder so dermaßen unvorsichtig, dass sich die beiden Bilder heftig beißen. Plus einige Kleinigkeiten. Patrick Stewart als Bösewicht war zwar mal etwas anderes, aber nichts Besonderes, das eine ausführliche Analyse verdienen würde. Als Prof. Xavier oder Cptn. Picard hat er deutlich besser überzeugt.
    Wie dem auch sei, die Story hat so ihre Höhen- und Tiefflüge. Ich vermag eigentlich kaum zu sagen, was besonders gut und was eher schlecht war, da ich mir bei einigen Logiklücken nicht genau sicher bin, ob es wirklich welche sind. Bei über zwei Stunden geballtem Spielfilm darf die Konzentration und Aufnahmefähigkeit schon mal nachlassen. Vor allem in meinem Alter. Im Großen und Ganzen würde ich aber sagen, dass sich alles irgendwo und irgendwie wieder ausgleicht und gerade dadurch der unbedeutende Durchschnitt zustande kommt. Die anhaltende Spannung ist dem Film hoch anzurechnen, das vorhersehbare Ende wiederum abzuziehen und so könnte man es mit nahezu allen Faktoren machen. Am meisten gestört hat mich dieses Programmier-Getue, von dem die Bourne-Macher sich wohl inspiriert haben lassen. Nicht, dass es eine schlechte Idee gewesen wäre, aber es passte einerseits so gut wie gar nicht rein und zudem wurde es als derart läppischer Nebenstrang abgehandelt, dass man es wirklich einfach hätte raus lassen und den Film um 10 Minuten kürzen können.
    Die Regie hat einen guten Job gemacht und viele der Szenen großartig dargestellt und die Musikuntermalung… nun, darüber lässt sich streiten. Für einen Thriller dieser Art waren mir die Melodien häufig viel zu fröhlich und ausgelassen und erinnerten zu sehr an eine Actionkomödie. Die ultimativ Düster-Mucke hätte jetzt auch nicht ihren Zweck erfüllt, aber ein gesunder Mittelweg ist doch immer die sicherste Straße.

    Also mal wieder ein gesunder Durchschnittsfilm, dessen Niveau durch das Staraufgebot, die anhaltende Spannung, gute Action und einigen guten Ideen gehoben wird. Definitiv aber nichts, von dem man sich sehr viel erwarten sollte und im Grunde genommen auch nichts, das man gesehen haben muss.

    Bewertung:
    Darsteller: 6/10 (Mel Gibson schafft es ab und an zu nerven und Stewart ist nichts Besonderes)
    Plot: 5/10 (hat seine Macken, aber kann Spannung halten)
    Effekte: 8/10 (nichts dran auszusetzen)
    Anspruch: 5/10 (wirklich wach sein und aufpassen muss man nicht, entgegen meiner Erwartungen)
    Gesamteindruck: 6/10

    Link zur IMDb-Seite (6.5)
    Link zum Trailer
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  10. #310 Reply With Quote
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    Die Herrschaft des Feuers


    Laufzeit: ca. 97 Minuten
    Genre: Fantasy-Action
    Regie: Rob Bowman
    Darsteller: Matthew McConaughey, Christian Bale
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 9. Januar 2003

    Inhalt:
    Nachdem bei Bohrungen in der Londoner U-Bahn ein Drache geweckt wird, bricht die Apokalypse über die Erde herein. Die Drachenplage vernichtet beinahe die gesamte Menschheit, nur kleine Gruppen überleben in ihren abgelegenen Verstecken. So auch die Flüchtlingsgruppe um Quinn, der bei den Bohrungen anwesend war. Sein einziger Wunsch war, seine große, neue Familie zu beschützen und auszuharren – bis der Amerikaner Van Zan in einem Panzer vorfährt und beweist, dass man die Drachen töten kann…

    Kritik:
    Ich steh einfach auf den Film. Ich fand ihn schon klasse, als ich ihn das erste Mal sah und die Meinung hat sich auch nicht geändert nachdem ich ihn ein zweites und nun ein drittes Mal gesehen habe. Allein wegen McConaughey in der Rolle des glatzköpfigen Amerikaners und den großartigen Effekten.
    Also von der Besetzung her ist der Film eigentlich schon alleine sehenswert. Gut, wirklich bekannt sind eigentlich nur Bale und McConaughey, aber hey – das reicht wohl auch schon?! Und das Bond-Girl aus »Golden Eye« oder König Leonidas aus »300« sind immerhin auch Leckerbissen unter den Nebenrollen. Von der Leistung her überzeugen zumindest alle; mir ist zumindest niemand aufgefallen, der sonderlich schlecht gespielt hätte. Allen voran möchte ich wirklich noch mal McConaughey hervorheben, der hier seine von mir deutlich favorisierte Rolle spielt. Er ist mal nicht der charmante Frauenheld mit gewelltem, blondem Haar wie z.B. in »Ein Schatz zum Verlieben«, sondern ein knallharter Actionstar, dem die Glatze verdammt gut steht! Und auch die Rolle passt wirklich gut zu seinem Typ, wie ich finde, auch wenn er ab und zu etwas sonderbar läuft, während er auf dicke Hose macht. Ansonsten muss ich aber sagen, dass er Christian Bale locker die Schau stiehlt und seine letzte Szene… Mann, wenn der Film erfolgreicher wäre, hätte die Kult werden können, auch wenn die Effekte an der Stelle etwas versagt haben.
    Ansonsten stellt mich auch die Story fast vollauf zufrieden. Es wird nicht großartig versucht Hintergrundinformationen einzubauen und trotz einiger weniger wissenschaftlicher Erklärungen rund um die Drachen wirkt alles sehr simpel und kann als leichte Kost serviert werden. Die Vorgeschichte geht in Ordnung, auch wenn es mich etwas verwundert hat, dass der Drache bei seiner Entdeckung sofort aufwachte. Wenn er so lange da unten überlebt hat, müsste er doch in irgendeinem Status gefangen gewesen sein, der keine Nahrung benötigte? Ein simples über-ein-paar-Jahrtausende-Schlafen klingt für mich da wenig plausibel… ebenso mein größter Minuspunkt am Film: Wir haben einen Drachen. Den männlichen auch noch, zu allem Überfluss. Wie man später erfährt, kann dieser aber nur befruchten, während die weiblichen Drachen Eier austragen. Wie also ist es zu der Plage gekommen? Hat der Drache einen Elefanten geschwängert und die dominanten Chromosomen gehabt? Oder wurde zeitgleich in Paris beim Ausbau der Metro eine ähnliche Höhle mit einem weiblichen Drachen gefunden? Wie auch immer das zustande gekommen ist, es geht in den fehlenden Hintergrundinformationen unter, die sonst den Zeitraum zwischen den Vorgeschichte und 2020, der weit fortgeschrittenen Apokalypse, erklärt hätten. Ebenso ist das Ende etwas wacklig, kann mit etwas gut gemeinter Logik aber zurechtgelegt werden, damit es nicht so auszugehen scheint, wie bei »Slithers«. Wer sich für diese Darlegung interessiert, dem schreibe ich das Ganze unter die Bewertung um nicht zu spoilern. Es ist keine Meisterinterpretation, auf die sonst keiner kommen würde, aber es gibt ja immer wieder einige, die zu faul sind, bei solchen Filmen mitzudenken (ich spreche aus Erfahrung). Wie dem auch sei… es gibt in der Geschichte einige nette Szenen, wie z.B. das Star Wars Theater für die Kinder oder eben die ziemlich schnellen Actionszenen gegen die Drachen. Es fallen auch eine Reihe cooler Sprüche, vor allem von Van Zan, aber hier muss ich schon sagen, dass einige äußerst aufgesetzt wirkten. Störte aber selbst in seiner Offensichtlichkeit nicht wirklich.
    Von den Bildern her ist wirklich alles erste Sahne und überzeugend. Die weite bergische Landschaft mit der alten Burg, in der der Großteil des Filmes spielt, die Burg selbst mit ihren engen Gängen und Räumen, in denen eine ganze Gemeinschaft lebt oder auch das völlig zerstörte London (das als solches aber eigentlich nicht zu erkennen ist). Besonders gelungen fand ich auch die Szenen während des Flugeinsatzes in den Wolken und jedes Bild, in dem ein Drache vorkam oder Feuer gespien wurde – Top-Effekte, kann man nichts gegen sagen. Wie gesagt, nur bei Van Zans letzter Szene versagen sie etwas, obwohl gerade diese gut hätte werden müssen.

    Die Spannung hält einen am Bildschirm und die 97 Minuten vergehen wie im Flug (ungefähr wie die 17 Sekunden Lebenserwartung der »Engel«… naja, fast) ohne auch nur einen Moment langweilig zu werden – selbst beim dritten Mal Ansehen. Die Schauspieler überzeugen, teilweise sogar in einer völlig neuen Art und Weise (wie McConaughey – ja, ich kam nicht drum herum ihn erneut zu loben, in der Rolle ist er einfach zu cool), die Effekte noch mehr und die Story beschränkt sich auf das Wichtigste ohne irgendwelche abenteuerlichen Erklärungen finden zu wollen. Das Ende ist ein klein wenig kitschig aber hey… wir wünschen dem guten Quinn doch alle noch ein paar schöne Jahre, in denen er mit die Welt neu bevölkern muss – pardon, darf (und mit Vergnügen tun wird, wie ich mir denken kann).

    Bewertung:
    Darsteller: 8/10 (McConaughey rockt als harter Actionheld und Bale ist auch gewohnt überzeugend)
    Plot: 5/10 (simpel und gut, leider mit einem zu kräftigen, ungeklärten Fehlerpunkt)
    Effekte: 9/10 (schwächelt an einer Szene, ansonsten Top-Effekte)
    Anspruch: 3/10
    Gesamteindruck: 7/10 (ich könnt ihn mir immer wieder anschauen! Leider irgendwie zu kurz)

    Link zur IMDb-Seite (5.9)
    Link zum Trailer
    Die DVD bei Amazon

    SPOILER!:
    Vom männlichen Drachen verschreckt, der seine Weibchen bereits zu fressen beginnt, flüchten diese vorerst aus der Stadt um vielleicht doch noch irgendwo eine ausreichende Futterquelle zu finden. Das würde erklären, warum nach dem Auftauchen der zig Drachen plötzlich nur noch der Chef da ist und die drei Protagonisten geradezu ungestört durch die Stadt streifen können. Nachdem der dann vernichtet ist gibt es ja wieder einen etwas unauffälligeren Zeitsprung von mindestens drei Monaten (Quinn erwähnt, dass sie den letzten Drachen vor etwas drei Monaten gesehen haben), in denen die Drachen sich locker selbst vernichtet oder verhungert sein können.
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  11. #311 Reply With Quote
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    The Deaths Of Ian Stone


    DVD-Start: 05.12.2007
    Regie: Dario Piana
    Genre: Horror/Fantasy
    Darsteller: Mike Vogel, Jaime Murray, Christina Cole
    FSK: 16

    Inhalt: Ian Stone hat Pech. Erst unterliegt seine Eishockeymannschaft bei einem Spiel und dann wird er auf dem Heimweg auch noch umgebracht. Dumme Sache das, macht aber nix, denn direkt darauf sitzt er wieder in seinem Büro und abgesehen davon, dass er sich an Dinge erinnern kann, die nie passiert sind, geht's ihm wieder gut. Bis er erneut umgebracht wird. Und wieder. Und wieder. Und wieder...

    Kritik: Ah, die guten "8 Films to Die for" vom After Dark Horrorfest, wer kennt und liebt sie nicht? Faszinierend, wie die Veranstalter dieser Festivität es jedes Jahr schaffen, in ihrem "Lineup" acht Filme zu versammeln, an denen nicht nur die Kritiker kein gutes Haar lassen, sondern die aus irgend einem Grund auch schon immer "Generic" auf die Stirn gestempelt haben. Aus der 2006er-Ausgabe dieses Oktetts behandelten wir ja bereits "The Abandoned", "Mulberry Street", "The Gravedancers", "Nightmare Man" und "Lake Dead" hab ich noch hier, heute liegt unser Hauptaugenmerk aber auf einem Streifen der Anno 2007 auf diesem Festival lief und sich "The Deaths Of Ian Stone" nennt und von dem mir, wenn ich mich recht entsinne, zu allererst Ponti irgendwann mal was erzählte. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich glaube, er war nicht so sonderlich begeistert von dem Streifen, aber Ponti hat ja eh keine Ahnung und die Grundidee klang interessant (unmöglich gut verfilmbar, aber ich wollte mir halt einfach anschauen, wie die Macher es doch versuchten), also schlug ich bei Gelegenheit zu und legte mir den Streifen zu... um ihn dann mal wieder Wochen und Monate vergammeln zu lassen. Ja ja, ihr kennt mich.
    Nachdem ich die letzten Tage und Wochen quasi im Akkord an meiner Karriere als Rockstar gearbeitet habe (wie ich meiner Liebsten letztens erzählte: "Den ganzen Tag denke ich nur an zwei Dinge... ans Musik machen und an dich") brauchte ich am heutigen Abend endlich mal wieder eine Auszeit und schenkte Marla eine Schachtel Pralinen dafür, dass ich sie schon wieder so lange nicht beachtet hatte (seit "The Gamers: Dorkness Rising" war wenn ich mich recht entsinne nur noch die "A Fine Day To Exit" von Anathema in ihrem Schlitz), ehe ich "The Deaths Of Ian Stone" einlegte und der Dinge harrte, die da kommen sollten (heute ganz ohne Bier, Rotwein oder den guten Seven Oaks (6,79€ bei Rewe) in der Hand, den Alkohol hab ich mir zur Zeit mal wieder etwas abgewöhnt).
    Um mich erst mal ein wenig an den Rahmendaten des Streifens entlang zu hangeln: "The Deaths Of Ian Stone" stammt aus der Feder von Brendan Hood, dem Autor des von Wes Craven produzierten Horrorstreifens "They", und wurde vom Italiener Dario Piana (seine zweite Regiearbeit nach "They Only Come Out At Night" aus dem Jahre 1988) inszeniert. Die Portokasse dürfte dabei recht reichlich gefüllt gewesen sein, wenn man mal nach den Production Values des Streifens geht, denn ohne jetzt zu viel vorweg nehmen zu wollen: Die Inszenierung ist so... so... kinematisch, dass mir der Film gleich von Anfang an den Atem nahm... Das Ding ist für die große Leinwand gemacht, das spürte ich gleich. Und erwartet hatte ich so etwas bei einem Film diesen Kalibers wirklich gar nicht. Ja, überraschenderweise... äh... überrascht "The Deaths Of Ian Stone" und konnte meine Erwartungen in mancherlei Hinsicht bei weitem übertreffen.
    Zum Beispiel auch was die Darsteller angeht. Sonderlich bekannte Nasen waren nicht dabei, aber woah... die waren größtenteils so verdammt gut. Allen voran Mike Vogel ("Cloverfield", "Poseidon", "Michael Bay's Texas Chainsaw Massacre") als uns' Protagonist Ian Stone, der so lebendig spielt, dass man ihm seine Rolle von der ersten Sekunde an abgekauft hat. Das ist der Atmosphäre des Streifens auch äußerst zuträglich, denn ganz ehrlich, das hier ist über weite Strecken eine One-Man-Show und wenn unser Held eine dämliche Flachpfeife wäre, dann hätte der Film ein paar echte Schwierigkeiten. Ist aber wie gesagt zum Glück nicht so, Vogel aka Stone ist klarer Sympathieträger. Ihm zur Seite steht in erster Linie Christina Cole (hatte eine Statistenrolle in "Casion Royale"), die ebenfalls sehr überzeugend zu Werke geht. Nicht ganz so gut (aber doch auch schon sehr ordentlich) gefiel mir Jaime Murray ("Botched"), die zum Einen einen sehr merkwürdigen Akzent hatte und zum anderen bei ein paar späteren Szenen etwas hölzern bzw. gekünstelt wirkte. Größtenteils zieht sie ihre Rolle aber auch souverän durch. Auch ein wenig schlechter schneidet Michael Feast ("Long Time Dead") ab, der vor allem in seinen ersten paar Szenen nicht wirklich Großes leistet, gegen Ende aber zu Höchstform aufläuft. Wie gesagt, eigentlich sind die Darsteller durch die Bank weg gut, teilweise sogar sehr gut. Und das ist doch verdammt schön zu sehen.
    Genau wie das, was uns audiovisuell geboten wird. Der Soundtrack aus der Feder von Elia Cmiral ("Pulse", "Wrong Turn") ist ein echter Ohrenschmauß und auch die Special Effects, die am Anfang recht sparsam eingesetzt werden, wissen zu gefallen. Tatsächlich gab es die ein oder andere Szene, in der ich mit heruntergeklappter Kinnlade da saß und mir dachte "Fuck ja, genau das hab' ich schon seit Ewigkeiten gesucht". Dabei meine ich vor allem die Schattenmonster, die hatten ein paar so krasse Szenen... Nicht ganz so gut gefielen mir hingegen die Klingenarme, die waren von der Idee her gut, von der Umsetzung aber suboptimal. Wurscht. Einen kleinen Schwachpunkt in Sachen Production Values muss ich aber noch ankreiden (wobei ich gar nicht so wirklich sicher bin, ob ich den dazu zählen kann...), gegen Ende macht der Film sich nämlich noch bereit ein relativ gemäßigtes Actionfeuerwerk abzufeiern... Naja, zu gemäßigt fällt dies eben aus. Die paar Szenen waren quasi schon vorbei, ehe sie wirklich angefangen hätten. Hier wäre mehr mehr gewesen, denn was es zu sehen gab war im Ansatz sehr sehr nett.
    Egal, kommen wir zu dem, worum ich mich schon das halbe Review lang drücke: Wie sieht es denn nun damit aus, aus dieser - zugegeben recht eigenwilligen - Grundidee einen ansehbaren Film zu machen? Und wie nimmt der Streifen sich als Horrorfilm aus? Und ich muss sagen, meine Zweifel waren berechtigt, haben sich aber glücklicherweise nicht erfüllt. Trotzdem muss man hier Abstriche machen, denn die Idee über die ewigen Tode des Ian Stone ist für den Film zugleich Fluch und Segen. So kommt der Streifen anfänglich nur sehr sprunghaft voran. Wir sehen Ian sterben, dann wird ein klein wenig Erklärungsarbeit geleistet, dann stirbt er wieder und wieder und man denkt sich eigentlich nur "Kenn ich doch alles schon". Das ist das Problem mit der Idee, sie wird verdammt schnell Repititiv. Piana hat die Sache noch recht moderat angepackt, aber wirklich gutheißen kann ich das nicht. Denn das Ganze beeinträchtigt den Spannungsbogen ganz eindeutig. Man kann quasi eine saubere Linie ziehen zwischen horrendöser, atmosphärischer Mordszene und Fortschritten in der Storyabteilung. Die Trennung ist anfangs zu klinisch, zu strikt, im weiteren Verlauf schaffen Piana und Hood es aber glücklicherweise beide Teile besser miteinander zu vermischen, dann verliert der Film aber seinen Schrecken und gleitet von der Welt des Horrors hinüber in die simpler Fantasy. Erinnerte mich die erste Hälfte stellenweise noch an den genialen "Hellraiser: Hellseeker", so ging der Film später eher in eine Richtung, die ich mir beispielsweise von "Skinwalkers" gewünscht hätte. Ja, die beiden "Einzelteile", aus denen der Film sich zusammensetzt, sehen auf den ersten Blick nicht ganz kompatibel aus, aber ich muss wirklich sagen, dass "The Deaths Of Ian Stone" die Herausforderung, diese beiden Dinge in Einklang zu bringen, ganz bravourös meistert.
    Ja, trotz seiner Schwächen ist der Film sehr gut gelungen. Die klasse Special Effects, die interessante Story, die teilweise sehr dichte Atmosphäre, das spielt hier alles zusammen und erschafft einen Film, der zwar niemals auf den Olymp der besten Filme aller Zeiten gehoben werden wird, der aber extrem solide Unterhaltung bietet, ein paar sehr coole Stellen hat und den Zuschauer dank einer simplen aber effektiven Aussage hinter dem Stoff absolut befriedigt zurücklässt (obwohl das Ende etwas suboptimal ausgefallen ist).
    Kommen wir zum Fazit:"The Deaths Of Ian Stone" schafft es, eine theoretisch unverfilmbare Idee sehr ordentlich auf Zelluloid umzusetzen. Dank interessanter Story, starken Darstellern und einem sehr talentierten Special-FX-Team sowie großartiger Sound- und Kameraarbeit ist der Film einer, den man als Freund von Horror- und Fantasyfilmen bei Zeiten mal gesehen haben sollte.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 08/10 (großartig, hätte ich nicht erwartet)
    Plot: 07/10 (interessant, wenn auch mit Schwächen)
    Effekte: 08/10 (vor allem die Schattenwesen waren extrem cool, aber auch ansonsten stimmte hier fast alles)
    Anspruch: 04/10 (größtenteils Unterhaltungsfilm, der es aber versteht, seinen Punkt klar zu machen)
    Gesamtwertung: 7.5/10 (ordentliche Horrorhälfte, gute Fantasyhälfte, gekonnte Vermischung von beidem)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 5.7)
    Link zum Trailer
    Die DVD bei Amazon.de
    Count is offline Last edited by Count; 10.01.2010 at 16:31.

  12. #312 Reply With Quote
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    Vier Brüder


    Name: Vier Brüder
    Erscheinungsjahr: 2005
    Genre: Drama / Thriller / Krimi
    Regie: John Singleton
    Darsteller: Mark Wahlberg, André Benjamin
    FSK: 16
    Laufzeit: 109 min.

    Inhalt:
    Die 4 Mercer-Brüder kehren nach Hause zurück, als ihre (Adoptiv-)Mutter während eines Raubüberfalls erschossen wird und wollen Rache an den Killern üben.


    Meinung:

    Einige von euch werden das ja kennen. Man sieht eine Filmverpackung und aus irgendeinem Grund fühlt man sich sofort davon angesprochen, obwohl man auch sofort weiß, dass der Film wohl nichts überdurchschnittliches sein wird. Genauso ging’s mir mit „Four Brothers“ bzw. „Vier Brüder“ . Jedes Mal wenn ich den Film sah, dachte ich mir, es wird Zeit, den endlich mal zu sehen, aber da kann doch sowieso nichts Gutes dabei rauskommen. Nun, wer nicht probiert, kann es auch nie wissen.
    Selbstverständlich lag ich, obwohl ich als der Film anfing noch einmal so richtig große Hoffnungen auf ein unterschätztes Meisterwerk hatte, mit meiner Meinung, dass „Vier Brüder“ wohl nur Durchschnitt wäre, nicht falsch, denn genau das und nicht mehr und nicht weniger ist der Film auch.
    Die Grundidee des Plots ist dabei jedoch gar nicht mal so schlecht. 4 verschiedenfarbige Brüder, die dennoch so sehr füreinander einstehen, als wären sie blutsverwandt, die zur Beerdigung ihrer Adoptivmutter wieder zurück in ihre Heimatstadt kommen, um die Mörder eben jener ihre gerechte Strafe zukommen zu lassen, ist durchaus gutes Ausgangsmaterial für einen spannenden Plot.
    Im Großen und Ganzen beginnt der Streifen dann auch recht vielversprechend. Die Einleitung des Polizisten, wie er über die Mutter der vier Brüder und diese selbst redet, ist ganz gut gemacht. Auch das Abendessen wo jedem bis auf einen der Brüder die Mutter erscheint und ein kurzes, auf den jeweiligen Charakter zugeschnittenes Gespräch führt, auch eine wirklich gute Idee. So gesehen stehen die Zeichen zu Beginn tatsächlich auf einen sehr guten Film, doch dann leider sinkt das immer mehr ab. Das fängt unter anderem damit an, als Mark Wahlberg als Bobby Mercer einen Typen in seine Wohnung verfolgt und der seine Hunde auf ihn hetzt. Wahlberg steht dann nämlich mit einer geladenen Waffe in einem ziemlich engen Gang und hat zwei, nicht unbedingt kleine, Hunde in ziemlich kurzer Entfernung vor sich, schafft es aber trotzdem nicht auch nur einen davon, trotz mehrmaligen Abfeuern seiner Waffe, zu treffen. Das wiederholt sich später dann auch noch als ein anderer der Mercer-Brüder ungefähr 3 Mal mit einer Schrotflinte auf ein fahrendes Auto schießt, das auch trifft, aber es nichts desto trotz unbeschadet weiterfährt. Solche Dinge sollen mich meinetwegen nicht stören, solange sie in einem durchschnittlichen Actionfilm passieren (oder in „Stirb Langsam 4.0“ ), aber wenn „Vier Brüder“ was besseres sein will, hätte John Singleton nicht auf Gewalt gegen Tiere verzichten sollen..tja.
    Auch von Zeit zu Zeit nervig sind einige der Dialoge, wie etwa Wahlbergs Antwort auf die Aussage seines Bruders, er könnte alle unter den Tisch trinken. Das was dem Film aber wirklich die Wertung als überdurchschnittlicher Film kostet sind 2 Dinge, erstens der Bösewicht und zweitens die teilweise vorkommenden Unsinnigkeiten.
    Der Bad Guy von „Vier Brüder“ könnte nämlich klischeehafter nicht sein. In seinem ersten Auftritt, wo er einem seiner Untergebenen das Essen auf den Boden wirft, ihn zwingt von nun an vom Boden zu essen und dann anschließend auch noch seine Frau dazu zwingt selbiges zu tun und dem auch brav alle Folge leisten, weil der Kerl offenbar so ein angsteinflößender Krimineller ist, den zwar alle hassen aber gegen den trotzdem keiner etwas tut, hätte ich den Drehbuchautor am liebsten erwürgt und falls es mir da nicht gelungen wäre, hätte es kurz darauf noch einmal so eine Szene gegeben wo ich es auch schon das zweite Mal versucht hätte. Kurzum, der Bösewicht im Plot ist ein ziemlicher Reinfall.
    Der zweite Punkt sind die Unsinnigkeiten. Bobby Mercer übergießt ein Auto mit Benzin und droht dem darin sitzendem Beamten, er würde es anzünden, wenn er ihm nicht sofort alles sage, was er wisse. Der Betroffene geht danach jedoch nicht etwa zur Polizei und versucht die Mercer-Brüder wegen Androhung von Gewalt anzuzeigen und sie damit von ihrer Suche nach der Wahrheit und Gerechtigkeit abzubringen. Stattdessen läuft er lieber zum örtlichen Psychopathen-Gangsterboss, wo sowieso jeder weiß was das für Folgen hat.
    Selbiges gilt auch für die Schießerei, die im Nachhinein von der Polizei als „krasser Fall von Notwehr“ abgestempelt wird. Ich weiß nicht wie es um die Waffengesetzte in den USA steht, aber von „The Sopranos“ weiß ich, dass dort einer beinahe in den Knast hätte wandern müssen, weil er illegal im Besitz einer Waffe war, mit der er in Notwehr jemanden erschossen hat. In „Vier Brüder“ erschießen die in Notwehr jedoch nicht einen Haufen Gangster mit einer Waffe, sondern gleich mit einem ganzen Dutzend und somit müsste das jedoch irgendeine gerichtliche Konsequenz nach sich ziehen. Mag sein, dass ich zu genau bin, aber wie bereits gesagt, will ein Film über dem Durchschnitt sein, darf er sich solche Schnitzer nicht erlauben, womit wir auch schon bei meinem Fazit wären:

    „Vier Brüder“ ist solider Durchschnitt. Er hat gute Ansätze für einen spannenden Plot, setzt die aber dann ziemlich gekonnt mit Durchschnitts-Ausarbeitungen in den Sand. Wäre der Bösewicht weniger klischeehaft und der Plot besser ausgearbeitet wäre einiges mehr drinnen gewesen. So aber eignet sich der Film als gute Wochenendsnachmittagsunterhaltung, den man so schnell jedoch kein zweites Mal, wenn überhaupt, sehen wird.


    Einzelwertungen:

    Darsteller: 07/10 (Wahlberg sticht gute Leistungen hervor, Benjamin ist auch ganz gut, der Rest ziemlich vernachlässigbar)
    Effekte: 05/10 (Könnten an besser sein, sind aber auch nicht unterdurchschnittlich schlecht)
    Plot: 05/10 (Gute Ausgangsidee, durchschnittliche Ausarbeitung)
    Anspruch: 04/10 (nicht unbedingt vorhanden)
    Gesamteindruck: 05/10 (Durchschnitt, mehr gibt’s da nicht zu sagen)

    imdb 6.9
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  13. #313 Reply With Quote
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    Foltermühle der gefangenen Frauen


    Kinostart: 22.08.1980
    Regie: Jean Rollin
    Genre: Horror/Splatter
    Darsteller: Marie-Georges Pascal, Félix Marten, Serge Marquand
    FSK: 18

    Inhalt: Auf irgend einem Feld in Frankreich sprühen ein paar Bauern kräftig Pestizide in die Gegend. Einer davon fühlt sich nicht wohl, klagt über Fieber und Schmerzen, aber das juckt seinen Chef nicht wirklich. Dumme Sache, denn am nächsten Tag schleicht der Kränkelnde in einen Zug, verfault da ein wenig, killt eine Frau und jagt eine andere, unsere Heldin Elisabeth (bzw. in der deutschen Synchronfassung Claudine, wie ich hörte) in die Pampa...

    Kritik: Meine Fresse, ist das ein beschissener Titel, aber ich kann ja nix dafür, dass der Streifen so heißt. Denn die alternativen Namen, die man dem Film hierzulande andrehte, sind auch nicht viel besser. Als da wären "Pestizide - Stadt der Zombies", "Zombies - Geschändete Frauen" und "Grapes of Death" (letzteres übrigens auch der internationale Verleihtitel und wenigstens eine Sinn ergebende Direktübertragung des französischen Originaltitels "Les Raisins de la Mort"). Wenn mir irgend jemand jetzt sagen kann, was eine "Foltermühle" ist, dann wäre ich ihm sehr dankbar, das Anschauen dieses Films hat mir da keine neuen Erkenntnisse geliefert, ich wage aber auch zu behaupten, dass schlicht und ergreifend gar keine Foltermühle (was auch immer das sein mag) darin vorkam, genau so wenig wie gefangene Frauen, geschändete Frauen oder Zombies. Etikettenschwindel alle Nase lang. Okay, zugegeben, Frauen kamen tatsächlich drin vor, eine Stadt mit viel Fantasie auch und Trauben (also Grapes) sowie Tod ebenfalls. Trotzdem, irgendwie steckt da nicht ganz das drin, was der Titel verspricht.
    Nach dieser viel zu langen Exposition komplett mit ohne Sinn, Zweck und Inhalt gehen wir doch gleich mal in medias res - NICHT! Ihr dachtet nicht ernsthaft, dass ich dieses Review anfange, ohne nicht noch ein wenig Zeit zu verplempern (zumal das bei exakt diesem Film exzellent passt), oder? Jedenfalls hat die Tatsache, dass man einen wirklich exorbitant großen Stapel an Filmen, die man noch nicht gesehen hat, sein Eigen nennt (und er wächst und wächst und wächst...), nicht nur Vorteile. Eine gute Stunde saß ich heute da und klagte einer Freundin mein Leid, dass ich mich einfach nicht entscheiden könnte, was ich mir denn antun soll (einer der letzten Gesprächsfetzen, ehe ich mich mit unserem heutigen Reviewobjekt zurückzog: "Du spinnst. Und ich geh mir jetzt enthauptete Frauen anschauen."... ja, das ist irgendwo schon ein Stück weit Realsatire). Der Wunsch endlich mal wieder was brutales zu sehen (es ist wirklich eine Schande, hat man einmal in seinem Leben "Braindead" gesehen wird man schwerlich noch mal mit einem anderen Splatterfilm auf diesem Planeten glücklich...) brachte mich dann schlussendlich auf "Grapes of Death" (nein, ich werd die scheiß Foltermühle nicht mehr erwähnen, außer aus humoristischen Gründen... für meine Fans tu ich alles) aus dem Jahre 1978, realisiert vom französischen Schmuddelregisseur Jean Rollin, der vor allem durch seine Vampirsexfilme bekannt wurde (aus dieser Zunft sah ich bisher nur den extrem beschrappten "The Vampire Happening" - aus der Feder des großen Karl-Heinz Hummel... ich habe keine Ahnung wer der Kerl ist, aber ich liebe seinen Namen - Rollins Filme sind angeblich weniger dumm, dafür um so größere Zeittotschläger, in denen man eigentlich nur dauernd leicht bekleidete Vampirinnen Kerzenständer rumschleppen sieht, SCHNARCH!), sich bei diesem Film hier augenscheinlich allerdings am Schaffen des großen George A. Romero orientierte, teilweise sicher an "Nacht der lebenden Toten" (die Autoszene erinnerte mich schon sehr stark an den genialen Klassiker), viel mehr aber an Romeros weniger bekanntem "The Crazies" (den ich mir dringend noch anschauen muss, mal schauen wo ich den herbekomme, der Preis der DVD ist bei der OFDB absolut exorbitant). Na das kann ja was werden, noch bevor der Film in Marla wanderte und dementsprechend über die Mattscheibe flimmerte, fühlte ich mich alles in allem irgendwie dezent an "Die Nacht der reitenden Leichen" erinnert...
    Und ich sollte recht behalten. Ja, "Grapes of Death" ist prinzipiell anders als der Skelett-Templer-Streifen, aber es gibt einige sehr ähnliche Motive. Schon allein der Anfang im Zug... ich hatte erwartet, dass wir jeden Augenblick rückblendenweise eine Lesben-Sexszene gezeigt kriegen, oder aber eine der beiden Frauen ohne Grund aus dem fahrenden Zug hüpft. Ich denke ich spoilere nicht zu viel, wenn ich sage, dass beides nicht passiert, trotzdem zeigt sich hier schon eine etwas enervierende Eigenheit von Rollins: Der Mann schindet Zeit. Tatsächlich gab es hier schon (nach rund vier Minuten Spieldauer) eine Szene, in der ich verblüfft "Was zum Fick soll das?" fragte, nachdem ich erst mal meinen Unterkiefer wieder eingeränkt hatte... Schlimm genug, dass wir unsere Heldin Elisabeth und ihre bald tote Freundin, deren Namen ich schon wieder vergessen habe, erst mal bei allen möglichen und unmöglichen strunzlangweiligen Dingen beobachten (palavern über allen möglichen Unsinn und ZÄHNE PUTZEN? Wollte ich schon immer mal so kinematisch aufbereitet sehen...), nachdem Elisabeth mit der Oralhygiene durch ist und ihre Freundin darauf hinweißt, dass diese jetzt dran ist, geht sie zurück in ihr Abteil, das ewig weit von dem kleinen Badezimmer entfernt ist, in dem sie sich vorher befand. Und weil Rollin und der Kameramann einen guten Tag hatten und wir noch ein bißchen Band voll kriegen mussten, geht die Kamera kurz darauf in Echtzeit den ganzen Weg zurück und wir sehen eine geschlagene Minute lang ein leeres Abteil nach dem anderen an uns vorbei ziehen. Das ist Spannung, das sind Emotionen, das... *CHRRRRR*. Eh, sorry.
    Langsam sollte dann aber doch mal die Story in Fahrt kommen und tatsächlich tut sie es ein wenig. Wenn wir Elisabeth nicht gerade dabei beobachten, wie sie durch malerische Landschaften stapft (ich muss zugeben, die Locations sind gar nicht übel) fällt sie einheimischen Hinterwäldern auf die Nerven, überfährt und erschießt ein paar davon und stolpert dann auch mal über ein paar Leichen, die sie nicht selbst verursacht hat. Und wenn man über die augenscheinlichen Mängel des Films (mein Favorit war die Szene, in der der Hinterwäldlervater seine Tochter mit bloßen Händen anspringt, sie auf den Tisch wirft, ihr das Kleid zerreißt - Titten, olé olé - und dann eine MISTGABEL in seiner Hand materialisieren lässt, um sein Töchterchen zu durchbohren... handlich... und so unauffällig), dann schafft der Film jetzt doch etwas erstaunliches: Trotz seiner Blödheit kommt tatsächlich Stimmung auf. Die Sets sind wie gesagt sehr ordentlich und wenn Elisabeth durch die Straßen der Stadt stapft (die übrigens aussieht wie die Burg in "Die Nacht der reitenden Leichen") und dabei auf reihenweise mutilierte (gibt's das Wort) Leichen stolpert, dann kann man nicht anders als anerkennend mit dem Kopf zu nicken und sich zu denken "Nicht übel, Herr Rollin, gar nicht übel" (okay, man könnte sich wahlweise auch denken, dass das blinde Mädchen, das Elisabeth aufgegabelt hat, sich so blöd verhält, dass sie alle blutigen Tode, die der Film zu bieten hat, verdient, aber gut, die Gedanken sind frei). Und dann, gerade in der schönsten atmosphärischen Szene passiert es... Die Musik setzt ein. Und was Komponist Philippe Sissman sich hierbei dachte... Sagen wir mal so, es ist kein Wunder, dass er nie wieder einen Score für einen Film schreiben durfte. Hier werden Szenen in denen die verrückten Dorfbewohner (Reminiszenzen an "Resident Evil 4" sind wohl rein zufällig, oder sind sie es?) auf unsere Heldin und ihre Filmabschnittsgefährten losgehen mit der fröhlichsten Zirkusmusik unterlegt und das bildet keinen makaberen Widerpart zueinander, nein, es wirkt einfach nur scheiße, lächerlich und zerstört jeglichen Anflug von Atmosphäre. Setzen, sieben. Mindestens.
    Puh, Ohren zu und durch, den Rest schaffen wir jetzt auch noch. Wenn die Musik endlich wieder verstummt ist kriegen wir nämlich endlich mal das zu sehen, weswegen wir eigentlich hier sind: Es wird geschplodderd. Zugegeben, wirklich viel Blutgemetzel hat der Film nicht zu bieten, die Mistgabelszene ist ganz nett (der darauf folgende Assisted Suicide des Mistgabelmörders übrigens himmelschreiend blöd, aber wenigstens irgendwie kreativ), später wird noch ein bißchen geballert und einmal gibt's auch eine waschechte Enthauptung, die nicht nur handwerklich relativ gut gemacht ist (zumindest bis der Enthaupter den hässlichsten Gummikopf evarr!!! durch die Gegend schleppt), sondern auch sehr ordentlich eingeleitet wird. Hier kommt der minimale Spoiler daher (nicht wirklich): Der Shot der an die Tür genagelten Frau hat echt was. Hier beweißt Rollins, das er inszenatorisch doch noch was anderes auf dem Kasten drauf hat, als nur ewiges Zeittotschlagen (was er im restlichen Film gerne immer wieder durch eingeflochtene Schnitte auf Landschaften oder durch viel zu lange Shots ohne Sinn und Zweck macht), ein paar der Einstellungen sind tatsächlich sehr gelungen. Nicht auf dem Niveau eines Soavi, aber doch ordentlich. Natürlich sind dem auch die sehr guten Sets zuträglich, aber die sind nicht einzig und allein dafür verantwortlich.
    Egal, letzten Endes ist der Film irgendwann vorbei (mit einem... sagen wir mal "interessanten" Ende, das meiner Meinung nach cleverer ist, als es auf den ersten Blick erscheint) und man muss sich fragen, was bleibt jetzt eigentlich übrig? Nicht viel, möchte ich sagen. Stärken und Schwächen halten sich hier in etwa die Wage und wenn man beides voneinander abzieht, bleibt "Grapes of Death" eine sehr routinierte Angelegenheit. Auf großartige Überraschungen wird größtenteils verzichtet, die Story ist ganz nett aber auch nicht so der Brüller, die schöne Atmosphäre beißt sich mit den himmelschreiend dummen Augenblicken, in denen man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, und natürlich mit der Musik... Was die Darsteller angeht... Ich bin etwas unschlüssig, würde aber größtenteils zu einem "Gingen alle ganz in Ordnung" tendieren. Ich sah den Film im französischen Original und ein paar Dialogzeilen wurden schon ordentlich verhauen, aber man muss auch sagen, dass hier eh kein großes Talent gefragt war. Die Figur der Elisabeth hätte vielleicht etwas besser ausfallen können, ist ja schließlich unsere Heldin, aber die war eh sehr... flach gezeichnet (auch hier wäre mehr mehr gewesen, denn wenn wir etwas mehr Background gehabt hätten, dann hätte sie uns Zuschauern auch wesentlich sympathischer sein können). Gut war Félix Marten, der den Bauern Paul spielt, der unsere Heldin Elisabeth mit Waffengewalt vor den Dörflern verteidigt, der 1992 verstorbene Mime hatte Präsenz und spielte sehr abgebrüht. Nicht übel. Ansonsten alles eher wenig erwähnenswert. Und dieses Wort kann man leider Gottes auch auf den Film übertragen, denn...
    Kommen wir zum Fazit: Ich weiß nicht genau, wem ich "Grapes of Death" empfehlen sollte. Einerseits hat er ein paar sehr schöne Drehorte und hin und wieder eine ziemlich schicke Atmosphäre zu bieten, andererseits beißt die sich mit den richtig blöden Ideen, die der Film hin und wieder hat. Teilweise musste ich schon über das lachen, was sich da auf dem Bildschirm tat, für einen reinrassigen "So bad it's good"-Film sind die Stellen aber zu rar gesäht. Sleaze-Fanatiker werden ihre Probleme damit haben, dass Blood & Gore zwar ausreichend für eine 18er-Freigabe vorhanden sind, man aber nichts außergewöhnliches geboten bekommt. Dafür bei ein paar Tatsachen sehr unmotiviert nackte Tatsachen, was dem Trashfaktor natürlich auch zuträglich ist. So ist "Grapes of Death" eine theoretisch ganz nette Angelegenheit, die sich leider zwischen alle Stühle setzt und deswegen zur generischen, routinierten Horrorfilmkost mutiert. Zum einmal Ansehen okay, aber alles in allem nichts weltbewegendes.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 05/10 (durchschnittliche Leistungen, durchweg)
    Plot: 04/10 (ganz nette Grundidee, ansonsten alles sehr gewöhnlich und vorhersehbar)
    Effekte: 05/10 (schwanken zwischen "Ordentlich" und "Was zum Geier...")
    Anspruch: 02/10 (Exploitation wird auch nicht anspruchsvoller, wenn sie aus Frankreich kommt, obwohl man eine gewisse ökologische Moral darin sehen kann... wenn man denn unbedingt will)
    Gesamtwertung: 05/10 (ein paar Stärken, ein paar Schwächen und viel Mittelmaß)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 6.2)
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  14. #314 Reply With Quote
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    Der Krieg des Charlie Wilson


    Name: Der Krieg des Charlie Wilson
    Erscheinungsjahr:
    Genre: Drama / Komödie
    Regie: Mike Nichols
    Darsteller: Tom Hanks, Julia Roberts, Philip Seymour Hoffman
    FSK: 12
    Laufzeit: 98 min.

    Inhalt:
    Der Kongressabgeordneten Charlie Wilson sieht das Leid, dass die Kommunisten in Afghanistan anrichten und beschließt deshalb gemeinsam mit Texas 6. Reichsten Frau und einem abgebrühten CIA-Agenten Waffen für die Widerstandskämpfer zu schmuggeln.


    Meinung:

    Als ich vor einiger Zeit schon das erste Mal von „Der Krieg des Charlie Wilson“ hörte und mir diverse Inhaltsangaben davon durchlas, erschien mir der Film wie ein politisch korrektes „Lord of War“.
    Ein Politiker der die Armen und Schwachen mit Waffen versorgen will, damit die sich gegen die bösen Kommunisten wehren können, die mit ihren Helikoptern ganze Dörfer ausrotten und im Gegensatz zu „Lord of War“ wirklich so etwas wie Chancengleichheit schafft. Nun, nach dem Anschauen des Films kann man die Behauptung des politisch korrekten „Lord of Wars“ durchaus noch so stehen lassen, da die beiden Filme hier und da zumindest ansatzweise einige Gemeinsamkeiten haben.
    Beide basieren nämlich zum Beispiel auf wahren Begebenheiten („Lord of War“ zwar aus 5 Waffenschmugglerleben zusammengewürfelt), obgleich man das bei manchen Fakten die im Film genannt werden bei „Der Krieg des Charlie Wilson“ gar nicht glauben will. (Damit meine ich etwa die anfängliche Summe von 5 Millionen Dollar) und es geht immerhin um Waffen.
    Nun, ich nehme einfach einmal an, dass die meisten Leute von „Der Krieg des Charlie Wilson“, trotz des eher lockeren, lustigen, Trailers einen Film erwarten, der dem Zuseher in regelmäßigen Abständen oder wenigstens am Ende einen richtig harten Brocken Realität und Grausamkeit vor die Füße wirft, an dem man einige Zeit zu schlucken hat, mit der kurzen und prägnanten Aussage : „Die Welt ist böse.“ Denn genauso hat es ein „Lord of War“ gemacht und genau das hat in diesem Film auch unglaublich gut funktioniert. Das Problem bei „Der Krieg des Charlie Wilsons“ ist, dass der Film die ganze Laufzeit hindurch geradezu unglaublich leicht verdauliche Kost bleibt. Es gibt im Großen und Ganzen vielleicht zwei Szenen, die annähernd dramatisch gestaltet sind. Auf der einen Seite wären das die Momente wo die russischen Helikopter auf Zivilisten schießen (okay, das sind jetzt streng genommen mehrere, aber meist so kurz gehalten, dass ich sie jetzt einfach zu einer zusammenfasse) und dann der Besuch Charlie Wilsons im Flüchtlingscamp. Ersteres ist, wie bereits gesagt, sehr kurz gehalten und zeigt dann auch nur Menschen die davon laufen und dann erschossen werden oder eben auch nicht. Keine Überlebenden die nach dem Angriff Verwundete wegtragen oder um die Getöteten weinen, einfach nur kurze Szenen die zeigen sollen, dass die Russen allesamt gemeingefährliche Mörder sind, die zu bekämpfen, so etwas wie eine gerechte Sache ist. Und die Szene im Camp ist zwar ein guter Ansatz, aber, auch wenn es bedauerlich klingen mag, immer noch nicht hart genug um einen wirklich richtig zu schocken.
    Die größte Stärke des Films ist damit auch gleichzeitig die größte Schwäche, nämlich die Lockerheit. Egal in welcher Szene zu welcher Situation, es schwingt immer ein sarkastischer Unterton mit und in regelmäßigen Abständen kommt irgendein lockerer-cooler Spruch von einer der Hauptpersonen. Gelegentlich sind ganze Szenen ohnehin auf fast nicht anderes ausgelegt als durch Komödienelemente zu überzeugen wie etwa das Streitgespräch zwischen Gust Avrakotos und seinem Boss oder der Dialog mit selbigem und Charlie Wilson, wo ersterer immer wieder den Raum verlassen muss.
    Selbst als der erste Russe abgeschossen wird, wurde das wieder eher auf lustig und unterhaltsam als wirklich ernst getrimmt und im selben Zug wurden die Russen wieder als absolut gnadenlos dargestellt, die das Töten so nebenbei erledigen und das alles eher als Spaß betrachten. Oder etwa auch als eingeblendet wird wieviele Russen nach und nach erledigt werden, sieht man nur freudige Gesichter und Gelächter. Auch die Verwendung von realen TV-Aufnahmen kann nichts daran ändern, dass der Film praktisch nie auch nur eine einzige, richtig dramatisch-packende Szene aufbauen kann. Da kann auch das Schlusszitat nichts mehr retten, das, wäre der Film nur durchgehender etwas dramatisch geworden, sozusagen das i-Tüpfelchen auf einer sehr guten Satire geworden wäre.
    Hätte der Film nur an manchen Stellen diese Lockerheit sein lassen können und stattdessen ein paar richtig harte und dramatische Szenen eingebaut, er wäre um einiges besser gewesen. So muss man sich fragen, ob der Film nicht sogar ursprünglich als eine reine Komödie geplant war, deren Figuren und ungefähre Handlung man auch auf zig andere Szenarien hätte übertragen können.
    Auch nicht dem Plot gerade besonders förderlich: Es läuft einfach alles viel zu leicht ab. Mag sein, dass es in der Realität auch so gewesen sein mag, aber das ändern nichts daran, dass ich mir wenigstens ein paar Twists und Wendungen gewünscht hätte, was in dem Film ziemlich ausbleibt.
    Effekte gibt’s eher wenige, aber wenn ein Helikopter abgeschossen wird sieht das auch gut aus, nur in den bereits genannten kurzen Szenen wo die Helikopter auf Zivilisten schießen, sieht das MG-Feuer irgendwie eigenartig aus, das hätte man besser machen können.
    Was man aber kaum hätte besser machen können ist die Besetzung. Tom Hanks spielt den Kongressabgeordneten Charlie Wilson genauso gut wie Philip Seymour Hoffman Gust Avrakotos (ob es dafür wirklich einen Oscar hätte geben sollen, sei mal so dahingestellt.) Julia Roberts, die eigentlich so gar nicht ausstehen kann, leistet auch ganz gute Arbeit.


    Fazit: Wer bei „Der Krieg des Charlie Wilson“ ein reines Drama erwartet, wird enttäuscht sein, denn Großteils ist der Film eher Komödie als Drama. Wer sich damit abfinden kann, bekommt durchgehend coole Sprüche und Sarkasmus geboten, das alleine macht einen solchen Film jedoch auch nicht aus.



    Einzelwertungen:

    Darsteller: 09/10 (Hanks und Hoffman spielen ziemlich gut, Roberts auch ganz überzeugend)
    Effekte: 05 /10 (Irgendwas hat’s da mit den Helikopter-MGs)
    Plot: 06/10 (Der Plot ist gut, aber es fehlt die Ernsthaftigkeit)
    Anspruch: 04/10 (Unglaublich aber wahr, der Film ist trotz seiner Thematik ziemlich leichte Kost)
    Gesamteindruck: 06/10

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  15. #315 Reply With Quote
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    Die Nacht der Creeps


    Kinostart: 16.04.1987
    Regie: Fred Dekker
    Genre: Horror/Splatter/Komödie
    Darsteller: Jason Lively, Steve Marshall, Tom Atkins
    FSK: 18

    Inhalt: Irgendwo im Weltraum rennen zwei hässliche Aliens einem dritten hinterher und feuern aus allen Rohren auf den Flüchtling. Der hat einen merkwürdigen Behälter bei sich und will ihn scheinbar von Bord bringen, was die anderen beiden wohl verhindern wollen. Gelingt ihnen aber nicht und kurz darauf stürzt das Ding auf einen beschaulichen blauen Planeten. Wir schreiben das Jahr 1959 und der niedergehende Container lockt ein junges Pärchen an. Er findet das Ding im Wald und wird von einem merkwürdigen Wurm aus dem Inneren angegriffen, sie derweil von einem aus der Klapse ausgebüchsten Axtmörder dekapitiert. Was das ganze mit der 27 Jahre später an einem amerikanischen College einsetzenden Story zu tun hat? Ihr könnt's euch schon denken...

    Kritik: Das kommt also dabei raus, wenn man in den 1980er-Jahren deutschen Filmverleihfirmenangestelten einen Streifen mit einem merkwürdigen, nichtssagenden Titel in die Hand drückte und sagte "Jungs, macht mal was draus". Die nehmen den Titel, übersetzen ihn halb und wenn sie ein Wort nicht verstehen sind sie zu faul um im Wörterbuch nachzuschauen und belassen es einfach so. Große Klasse, Jungs. Ihr habt bestimmt eine beneidenswerte Karriere gemacht. Bei der Müllabfuhr oder so. "Die Nacht der Creeps" heißt jedenfalls im englischen Original (wer hätte es gedacht) "Night of the Creeps". Dabei ist der Titel eigentlich sogar ziemlich clever, beschreibt er doch gleich dreierlei Dinge: zum Einen die kleinen, glitschigen schwarzen Würmer (creepen, also "Creeps"), zum Zweiten die Tatsache, dass ständig irgend jemand etwas im Sinne von "Thie gives me the creeps" erwähnt, zum Dritten sind unsere Protagonisten in diesem Film zwei waschechte Loser (könnte man unter Umständen auch mit "Creeps" übersetzen), die sich dann im Verlaufe einer Nacht zu Actionhelden mausern. Cunning, isn't it? Naja, in der deutschen Übersetzung nicht mehr so, aber sehen wir da doch mal großzügigerweise drüber hinweg.
    Jedenfalls hatte ich "Die Nacht der Creeps" schon eine ganze Weile hier liegen und hatte auch eigentlich nur Gutes darüber gehört. Außerdem sah ich irgendwann vor ein paar Monaten "Slither" im Fernsehn (der besser ist, als LorDi behauptete) und der soll ja mindestens eine Art Hommage an diesen Kultklassiker hier sein, wenn nicht sogar ein Remake (was in gewisser Weise irgendwie seltsam ist, denn "Die Nacht der Creeps" ist schon eine einzige Hommage an andere namhafte Horrorfilme, aber dazu später mehr). Und da, wie gestern schon gesagt, mein Stapel an nicht gesehenen Filmen zur Zeit eher größer als kleiner wird (vor ein paar Tagen kamen noch "Das Todesschwert der Ninja" und "Die Bluthochzeit" hinzu, das dürfte interessant werden), muss man doch mal was unternehmen und wieder öfter in die Glotze reingucken. Gesagt, getan, mit einem guten Joghurt und einem Glas Eistee (verdammt, das sind so diese Augenblicke, in denen das akkute Alkohol-Abschwören irgendwie lächerlich wirkt) ließ ich mich auf der Couch nieder und ließ Marla ihre Arbeit verrichten.
    "Die Nacht der Creeps" ist der erste Film, bei dem Fred Dekker (drehte sonst nur noch "The Monster Squad" und "RoboCop 3", schrieb aber mitunter auch das Drehbuch zu dem ganz spaßigen Klopper "House") Regie führte und als Subjekt seiner Inszenierung suchte der Gute sich ein Themengebiet aus, in dem auch Dan O'Bannon mit "Return of the Living Dead" ein Jahr zuvor gut wilderte: der klassische Zombiefilm, oder besser gesagt eine aufgebohrte, humoristische Verwurstung desselben mit einer ganzen Wagenladung Augenzwinkern und Anspielungen auf große Vorbilder versehen. Und das nehme ich mal vorweg: Wo O'Bannons Werk etwas schwächelte, da langt "Die Nacht der Creeps" in die Vollen. Hier sitzen die Gags, hier ziehen die Pointen, hier wird gut geschploddert und gesuppt, hier wird Spaß noch groß geschrieben, yes.
    Dabei fängt alles so durchschnittlich an. Der Prolog im Himmel (naja, rather not, Goethe ist der Streifen nicht wirklich, aber den Kalauer musste ich einfach mal bringen) ist ziemlich sinnfrei und sieht auch nicht gut aus, die Aliens wirken sehr bedrömmelt, genau wie die Außenaufnahmen des Raumschiffs, zum Glück nimmt dieser kurze Vorspann sich sehr kurz aus, um dann in einen zweiten Prolog zu münden. Der ist stilecht in schwarz-weiß gehalten und so schlecht geschauspielert, dass einem das Lachen im Halse stecken bleibt. Klar, das war Absicht, schließlich atmet der Film an dieser Stelle aus jeder Pore den Spirit schlechter Horrorschinken der 50er und 60er Jahre, trotzdem war ich nicht so beeindruckt. Auch zieht dieser zweite Prolog sich ein bißchen sehr, wenn die Durststrecke aber dann abgehandelt ist, finden wir uns wieder in einer...
    Was zum Fick? Eine College-Komödie? Ich dachte diese Art von Film gibt es erst seit dem Ende des 20. Jahrhunderts... Aber Tatsache, "Die Nacht der Creeps" beginnt wie eine durchschnittliche College-Loser-Story. Sofort werden uns unsere beiden Protagonisten vorgestellt, die auf die klangvollen Namen "Chris Romero" und "James Carpenter Hooper" hören... Haha, ich lach mich tot, Dekker. Da hast du dir ja eine riesen Gaudi erlaubt. Im weiteren Verlauf des Films lernen wir übrigens noch die Detectives Landis, Cameron und Raimi kennen, sowie die gutste Cynthia Cronenberg. Verehrung für große Horror-Regisseure in Ehren, aber diese Methode ist einfach nur platt und ich muss ehrlich sagen, wann immer irgend jemand "Carpenter", "Cronenberg", "Cameron" oder was auch immer plärrte, wand ich mich innerlich. Auch sonst wird hier eher mit dem Holzhammer gearbeitet, wenn James beispielsweise ganz schlagfertig ein "Night of the living dead... cat!" anmerkt, als Cynthia ihm und Chris von einer zombiefizierten Katze erzählt, die ihr über den Weg lief. Oder wenn der Film ganz galant auf Horrorgrößen wie "Das Ding" oder Cronenbergs "Shivers" anspielt... Da zeigt der Streifen sich leider Gottes von seiner schlechtesten Seite, denn, wie gesagt, hier wird so plump gearbeitet, dass ich Dekker bitten möchte, nie über eine Karriere als Chirurg nachzudenken.
    Bei allen anderen Gelegenheiten (oder sagen wir mal "den Meisten") treffen die Witze glücklicherweise aber voll ins Schwarze. Vor allem Tom Atkins ("Maniac Cop", "Halloween III") als Detective Cameron hat ein paar sehr coole Szenen und Sprüche auf seiner Seite, aber auch der Rest des Casts kann da mitziehen. So entwickelt der Streifen sich nach kurzer Zeit zu einer sehr unterhaltsamen Angelegenheit, zumindest was die tatsächlichen Scherze angeht.
    Aber auch was Blood & Gore betrifft macht der Streifen vieles richtig. Am Anfang wird hier noch etwas zurückhaltend zu Werke gegangen, gegen Ende gibt Dekker es uns dann aber mit der ganz großen Kelle. Hier werden Schädel gespalten oder zum Explodieren gebracht, Menschen und Dinge angezündet, Blut spritzt in ausreichender Menge, und und und. Und als gegen Ende sogar ein Zombie mittels Rasenmäher in die ewigen Jagdgründe geschickt wurde, da musste ich schon anerkennend nicken, dass dieser geniale Einfall nicht auf Peter Jacksons Mist gewachsen ist, sondern er sich für "Braindead" von "Die Nacht der Creeps" inspierieren ließ. Handwerklich sind die Effekte und Zombiemasken alle auf einem sehr guten Niveau, hier wird unterhaltsam gestorben, das gefällt. Den roten Aufkleber trägt der Film auch zu Recht. Und die ewig eingeflochtenen Szenen der umherhuschenden Creeps sind auch irgendwie extrem cool und stimmungsvoll.
    Auch auf der Haben-Seite kann der Film sich ein recht gutes Skript verbuchen, größere Logiklücken sucht man vergeblich (einmal war ich etwas verwundert, wieso der Kerl, dessen Leiche die Polizeibeamten vor wenigen Augenblicken fanden, munter als Untoter durch die Landschaft stakst... sollten die nicht irgendwie besser auf ihre Mordopfer aufpassen?), auch hier ist alles mehr oder minder im grünen Bereich. Trotzdem muss der Film auch Kritik einstecken können. Die erste gleich bei der illustren Darstellerriege. Die ist nämlich nicht so wirklich das Gelbe vom Ei. Tom Atkins ist relativ gut, zugegeben, Screen-Präsenz hat er auch und seine Rolle machte ihm sichtlich Spaß, auch Steve Marshall (die große Filmkarriere blieb ihm verwehrt) als unseres Helden Sidekick Carpenter gefällt durchaus ganz gut. Jill Whitlow (hielt ihre Nase in Roland Emmerichs Frühwerk "Hollywood Monster" vor die Nase), die die Cynthia spielt, bietet was für's Auge (Möpse, höhö... Moment, hab ich das jetzt geschrieben oder gedacht?), ist mit ihrer Rolle ansonsten aber etwas überfordert, genau wie Leading-Man Jason Lively (ebenfalls in "Hollywood Monster" zu sehen und spielte Chevy Chases Sohn in "Hilfe die Amis kommen"), der irgendwie sehr blass und hölzern rüberkommt. Mit seinen Actionszenen am Ende kann er noch was rausreißen, aber allgemein hätte ich mir einen besseren Mimen für die Rolle gewünscht. In einer kleinen Nebenrolle sehen wir übrigens David Paymer ("Schnappt Shorty", "Payback") und ich hörte, dass auch George Clooney als Statist gesichtet worden sein will, aber eine andere Quelle behauptete, das wäre ein Hoax. Wer weiß es nur.
    Ein weiterer Schwachpunkt an dem Film ist das suboptimale Editing. Ich hab keine Ahnung was genau hier passiert ist, aber in der Kontinuität ist hier teilweise arg der Wurm drin und auch ein paar der Szenenübergänge sind so hakelig, dass ich hin und wieder etwas verwirrt blinzelte. Und nein, geschnitten war hier nichts, der Film scheint von Natur aus seine Probleme an der Stelle zu haben. Schade drum, aber kein Beinbruch, denn durch tollen Humor und ein paar nette Sauereien schafft der Film es gekonnt, diese Schwachpunkte vergessen zu machen. Ja, "Die Nacht der Creeps" funktioniert. Der Splatterpart macht Spaß, die Witze treffen ins Schwarze, das Ende ist einfach nur saucool, die Hommages sind etwas plump aber nicht so gravierend. Auf jeden Fall einer der gelungeneren Splatterkomödien da draußen. Ach übrigens: Mit "Slither" hat der Film im Endeffekt nicht so viel zu tun. Die Grundidee ist in etwa die gleiche aber ansonsten sind die Berührpunkte der Stories minimal.
    Kommen wir zum Fazit: "Die Nacht der Creeps" ist beileibe kein Meisterwerk, aber eine bestens funktionierende Splatterkomödie ohne großartigen Anspruch, dafür mit einer Extraportion Spaß. Der Film macht ganz einfach Laune und eignet sich bestimmt auch bestens als Partygranate, gelungene Scherze und ausreichend unterhaltsamen Splatter sei Dank. Sollte man als Fan des Genres auf jeden Fall mal gesehen haben.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 05/10 (Atkins ist gut, der Rest okay)
    Plot: 06/10 (grundsolide und bietet genug Ideen für viel Spaß)
    Effekte: 08/10 (gute Effekte, auch in ausreichendem Maße vorhanden)
    Anspruch: 03/10 (tolle Partygranate, aber auch nicht zu hirnverbrannt)
    Gesamtwertung: 7.5/10 (sehr gute Splatterkomödie, mit der man viel Spaß haben kann)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 6.5)
    Link zum Trailer
    Eine offizielle DVD-Fassung existiert leider nicht, nur jede Menge verschiedener Bootlegs.
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  16. #316 Reply With Quote
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    Suspect Zero


    Kinostart: 14.10.2004
    Regie: E. Elias Merhige
    Genre: Krimi/Thriller/Horror
    Darsteller: Aaron Eckhart, Ben Kingsley, Carrie-Anne Moss
    FSK: 16

    Inhalt: Weil er unorthodoxe Methoden gegen einen Killer eingesetzt hat, wird der FBI-Agent Tom Mackelway in die Provinz versetzt. Dort angekommen hat er es schon bald mit einem neuen Fall zu tun: Irgend jemand ermordet hier scheinbar wahllos Menschen... und hinterlässt an den Tatorten Botschaften für Tom höchstpersönlich.

    Kritik: Wenn das so weitergeht, kriegt Marla bald ernsthaft Ärger mit mir. Echt wahr, erst wollte sie mal wieder "Abominable" nicht abspielen (naja, hätte sicher auch alle Beteiligten inklusive Mehrwertsteuer gewundert, wenn das auf einmal geklappt hätte), dann zickte sie auch bei "Suspect Zero" rum, bekam den Streifen im zweiten Anlauf allerdings zum Laufen. Nur um nach etwa einer Stunde die Grätsche zu machen, erst den Ton versetzt abzuspielen und dann nach kurzem Spulen (hilft in solchen Fällen meistens, wobei das bei "Natural Born Killers" auch kein Allheilmittel war) gar keinen Mucks mehr von sich zu geben. Widerholtes rausholen und wieder einlegen der Disc half auch nicht viel (schadete sogar eigentlich noch mehr, plötzlich konnte ich auch nicht mehr spulen, was zum...?), also knurrte ich ein kurzes "Okay, hast gewonnen" und schwang meinen Hintern zum Rechner, um mir die verbleibende halbe Stunde des Films da anzutun. Schöne Scheiße auch, nichts als Probleme hat man mit den Frauen.
    Schwamm drunter, war ja jetzt nicht so der Beinbruch (obwohl ich der Gutsten immer noch wegen "Abominable" böse bin, aber ich hab da zur Zeit eine Möglichkeit im Auge, wie ich das Ding vielleicht doch noch von der Couch aus angeschaut bekomme und wenn das nicht klappt, dann halt doch vielleicht am Rechner, mal schauen), also genug der Exposition und reden wir doch lieber über das, was sich da erst auf dem großräumigen Flimmerkasten meines Mitbewohners, anschließend auf meinem formschönen Flatscreen (der irgendwie ein wenig verschmiert ist, sollte ich mal sauber machen) abspielte. Dieses nennt sich - wie der Eine oder Andere vielleicht schon vermutete - "Suspect Zero" und ist eine Mischung aus Krimi und Thriller, angereichert mit ein paar dezenten Horrorelementen, Anno 2004 ins Kino gekommen und inszeniert von niemand geringerem als E. Elias Merhige, dem Regisseur von "Shadow of the Vampire" und dem surrealistischen Kunststreifen "Begotten" (vielleicht auch bald hier, außer mir fällt nach dem Anschauen desselben kein Wort ein, was gut sein könnte, nach allem was ich hörte). Die Inhaltszusammenfassung da oben verspricht ja jetzt erstmal nichts so wirklich weltbewegendes (die Kritiken ziehen da mit, sonderlich gut kam der Streifen bei denen nämlich nicht weg) und auch sowieso fühlte ich mich beim Anschauen mehr oder weniger an das große Vorbild, namentlich "Sieben", erinnert. Aber das muss prinzipiell ja mal nichts schlechtes heißen, denn "Sieben" war ja ein verdammt guter Film.
    Das ist "Suspect Zero" nicht. Hier kommt jedoch gleich noch das große Aber hinterher: Ein schlechter ist er auch nicht. Er befindet sich schon unter den qualitativ gehobenen Vertretern seines Metiers, auch wenn er sich ein paar Schnitzer leistet. Den größten wohl im Drehbuch-Department. Versteht mich nicht falsch, das Skript des Films ist nicht von Natur aus schlecht, eigentlich ist es sogar eine relativ solide Angelegenheit, aber es ist einfach zu generisch. Der Film ist schlicht und ergreifend wesentlich weniger clever als er selbst denkt, dass er ist. Denn wer in sienem Leben mehr als einen einzigen Thriller gesehen hat, der wird 80 Prozent aller Twists und Turns, die "Suspect Zero" auffährt, schon zehn Meilen gegen den Wind riechen und in dem Augenblick, in dem der Film seine nächste "Überraschung" aufdeckt und man das stolze "War das keine unvorhersehbare Plotentwicklung?" von Drehbuchautor Zak Penn (schrieb unter anderem auch die beiden "X-Men"-Sequels und "Last Action Hero") quasi quer über den Bildschirm gepinselt sieht (im übertragenen Sinne), dann möchte man dem Knaben am liebsten freundschaftlich auf die Schulter klopfen und sagen "Junge, das war mir schon vor einer halben Stunde klar". Sehr ärgerlich, denn so fällt eine wichtige Sache weg, die einen guten Thriller ausmachen kann.
    Faszinierend ist, dass trotz dieses gravierenden Mängels Regisseur Merhige eine so - pardon my french - verfickt heftige Spannungskurve auf den Bildschirm zaubert, dass man ihn dafür am liebsten knutschen möchte. Dem zuträglich ist zum Einen der Soundtrack von Clint Mansell ("Requiem for a Dream", "Sahara", "Doom"), der hin und wieder mächtig Stimmung aufbaut, zum Anderen Merhiges Gespür für schöne Bilder. Ich bin ehrlich mal sehr gespannt was "Begotten" angeht, denn hier zauberte er schon den einen oder anderen extrem cremigen Shot auf Zelluloid, der eine sehr surrealistische Wirkung erzielt. Auch die hin und wieder angebrachten Parallelmontagen wirken sich sehr positiv auf den Spannungsbogen des Films aus, in der Hinsicht stimmt hier so ziemlich alles, schön gemacht.
    Da ziehen auch die Darsteller gut mit. Aaron Eckhart ("Thursday", "Thank you for Smoking", "The Dark Knight") mochte ich eh schon immer, hier leistet er adäquate Arbeit, wenn man bedenkt, dass seine Figur leider etwas flach angelegt ist. Trotzdem, ein paar sehr große Szenen sind dabei. Genau wie Sir Ben Kingsley ("Gandhi", "Das Haus aus Sand und Nebel", "War Inc."), der am Anfang etwas hölzern daher kommt, gegen Ende aber ein paar wirklich starke Augenblicke abfeiert. Carrie-Anne Moss ("Matrix", "Memento") hingegen ist so mäßig talentiert wie immer. Sie ist nicht übel, aber schlicht und ergreifend völlig leblos, ihre Figur auch sehr eindimensional, zum Glück nicht so wichtig für die Story. Das war's eigentlich auch schon mit den wirklich wichtigen Charakteren, sonst hat niemand mehr als zehn Minuten Screentime, weswegen wir den Rest mal ganz galant unter den Tisch fallen lassen, lasst mich nur sagen, dass wirklich schlecht niemand ist.
    Wie bewertet man nun also einen Film, der gut gespielt ist und konstant sein sehr hohes Spannungslevel halten kann, im Drehbuch-Bereich aber zu kurz kommt? Gute Frage, eine faire Antwort darauf weiß ich jetzt nicht, also lasst mich das einfach mal aus dem Bauch heraus entscheiden: Ich fühlte mich von "Suspect Zero" durchweg gut unterhalten, auch wenn der Film mich nicht im Geringsten überraschen konnte, sei es wegen seinen schönen Bildern, seiner packenden Atmosphäre, seiner flotten Inszenierung oder wieso auch immer, der Film wäre natürlich um einiges schöner, wenn er ein clevereres Skript zur Verfügung gehabt hätte. Aber das Fehlen von diesem bricht ihm glücklicherweise nicht das Genick, so dass im Endeffekt etwas sehr ansehbares dabei heraus kommt. Und einen wichtigen Punkt muss ich noch anführen, hoffentlich spoilere ich dabei nicht. Denn es geht um das Ende. Denn da schafft der Film endlich das, was er eigentlich die ganze Zeit wollte. Nachdem die Story eigentlich schon abgeschlossen ist, basteln Merhige und Penn noch eine Szene hinein, die mich persönlich ziemlich stark umgehauen hat, wobei ich jetzt nicht wirklich ausführen möchte, wieso. Lasst es mich einfach so sagen: Im ersten Augenblick hatte ich das Gefühl, dass man einfach nur noch ein nettes Schlussbild einfügen wollte, ehe die Credits über den Bildschirm flimmern, aber dann traf es mich wie ein Faustschlag in die Magengrube, dass dieses einzelne Bild plötzlich alles in Frage stellt, was wir gerade gesehen haben. Das ist wahre Kunst, dafür ziehe ich meinen Hut vor Merhige. Und das sorgt wohl dafür, dass ich den Film, obwohl ich nicht vollends begeistert war, sicher noch einmal anschauen werde... Wurscht, ich habe genug dazu gesagt, also...
    Kommen wir zum Fazit: Das einzige, woran "Suspect Zero" krankt, ist ein cleveres Skript, der Rest des Films schwankt nämlich zwischen "sehr ordentlich" und "verdammt gut". Gute Darsteller, eine dichte Atmosphäre und eine konstant hohe Spannung sorgen dafür, dass man seinen Spaß mit dem Streifen haben kann, auch wenn Überraschungen größtenteils ausbleiben. Kein Meisterwerk, aber man kann den Abend sicher schlechter verbringen.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 08/10 (Eckhart und Kingsley sind verdammt gut, Moss zu hölzern)
    Plot: 06/10 (theoretisch gut, leider sind die Überraschungen zu offensichtlich)
    Effekte: 07/10 (hübscher Film mit guten Effekten)
    Anspruch: 05/10 (etwas plumpe Moral, aber schön umgesetzt, auch wenn der Film sie selbst etwas in Frage stellt)
    Gesamtwertung: 07/10 (guter Film, der sich leider ein paar ärgerliche Schwächen leistet)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 5.8)
    Den Trailer verlink ich nicht, der ist ein einziger großer Spoiler.
    Die DVD bei Amazon.de
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  17. #317 Reply With Quote
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    So finster die Nacht


    Kinostart: 23.12.2008
    Regie: Tomas Alfredson
    Genre: Horror/Thriller/Liebesfilm
    Darsteller: Kåre Hedebrant, Lina Leandersson, Per Ragnar
    FSK: 16

    Inhalt: "Wir können keine Freunde sein" ist das erste, was das Mädchen Eli zu dem zwölfjährigen Außenseiter Oskar sagt. Trotz dieser relativ klaren Ansage entwickelt sich schon bald eine tiefe Zuneigung zwischen den beiden, die allerdings vor einem sehr heftigen Problem steht. Denn Elis Aussage scheint sich zu bewahrheiten, als klar wird, dass sie schon mehrere Menschen auf dem Gewissen hat. Das Mädchen ist nämlich ein Vampir...

    Kritik: "Wie wo was?", werdet ihr wohl alle fragen. "Kinostart einen Tag vor Weihnachten und alten Count schreibt jetzt schon ein Review drüber? Wie hat der Fuchs das nun schon wieder angestellt?" Berechtigte Frage. Einfache Antwort: Heut am frühen Abend rief mich ein Kumpel an und sagte, dass wir doch mal wieder was unternehmen sollten. Nach ein wenig Geplänkel kamen wir dann auf die Idee, doch einfach Richtung Mainzer CineStar zu pilgern und um 20 Uhr ins Sneak Preview zu gehen, in der Hoffnung, dass der morgen (ney, ist schon nach zwölf, ist heute) anlaufende "Max Payne" doch käme. Das war nicht der Fall (dann werd ich wohl in der ersten Dezemberwoche mit ein paar Freunden reingehen, so), dafür flimmerten uns im (komplett stillen, mein Kumpel machte schon Witze über das Können des Filmkomponisten Johan Söderqvist, der ausdrücklich und mit großem Tamtam bei den Titles genannt wurde) Vorspann schwedische Worte entgegen. "Låt den rätte komma in" heißt der Film in seiner Muttersprache, was in etwa so viel heißt wie "Lass den richtigen reinkommen", in Deutschland aber zugunsten "So finster die Nacht" ausgetauscht wurde. Nichtssagend, aber nicht unatmosphärisch.
    Genau das Gleiche kann man auch über die ersten Minuten des Films sagen. Denn Regisseur Tomas Alfredson (machte nichts, was hierzulande gesteigert bekannt wäre) lässt sich Zeit. Manchmal zu viel (Kommentar am Ende des Films: "Der war lang, oder?" - "Knapp unter zwei Stunden." - "Kam mir vor wie vier..."), meistens trifft die ruhige Erzählweise aber den Nerv und so kommt nur selten Langeweile auf. Etwas verwirrend sind am Anfang die vielen Handlungsstränge, vor allem weil die Figuren meistens in dicke Winterklamotten eingepackt durch die Schnee-Szenerien stapfen und deswegen schlecht identifizierbar sind, nach und nach fügt sich das aber alles sehr vorbildlich zusammen. Das Skript ist sowieso ziemlich stark, ist es doch einerseits sowieso schon ziemlich sympathisch ausgefallen, schafft es andererseits im Hinblick auf die Mysteriösität bravourös die schmale Gratwanderung zwischen "den Zuschauer frustrieren" und "dem Zuschauer alles mit dem Holzhammer servieren". Hier sind nur wenige Sachen offensichtlich, allerdings hat man immer das Gefühl, dass Autor John Ajvide Lindqvist (der auch die Buchvorlage schrieb) sich da echt nicht zu knapp Gedanken drum gemacht hat. Sehr schön. Auch wenn man gestehen muss, dass das Skript sich ein paar sehr merkwürdige Schnitzer leistet (vor allem was Elis Alter und ihre teilweise Lebensunerfahrenheit betrifft).
    Auch auf der Haben-Seite verbuchen kann der Streifen sich schöne Sets und Effekte und ein paar astreine Darsteller, allen voran Kåre Hedebrant und Lina Leandersson, die Oskar und Eli spielen und für ihr Alter und ihre bisherige Schauspielerfahrung (waren für beide ihre allerersten Rollen) Bemerkenswertes leisten. Die Charaktere sind beide leider etwas flach geraten, aber die Darsteller holen das Optimum heraus und schaffen es mühelos, Sympathien auf sich zu ziehen. Der erwachsene Cast hält da allerdings auch gut mit, obwohl denen wesentlich weniger Screentime eingeräumt wurde, aber vor allem Peter Carlberg als Semi-Bösewicht Lacke (toller Name) und Cayetano Ruiz als Sportlehrer Avila gefielen mir sehr gut.
    Kommen wir nach all diesem Lob also da, wo der Knackpunkt des Films liegt. Ich habe ihn oben einen Liebesfilm, einen Thriller und einen Horrorstreifen genannt und der eine oder andere mag sich jetzt fragen, ob und wie gut sich das miteinander vereinbart. Und hier kommen wir an die Stelle, an der ich sagen muss "Der Film ist sicher nichts für jedermann". Einerseits haben wir die Liebesgeschichte zwischen Eli und Oskar, die zwar etwas ungewohnt ist, sind die beiden Darsteller doch noch so jung, die andererseits aber wundervoll inszeniert ist und sehr nahe geht und teilweise auch für den ein oder anderen Lacher sorgt. Auf der anderen Seite steht dann die Mixtur aus Thriller und Horrorfilm. Zugegeben, so viele Elemente eines Horrorstreifens hat der Film nicht aufzuweisen. Es gibt keine Jump-Scares (oder sagen wir mal kaum), es gibt keine tatsächlich bedrohliche Atmosphäre, es gibt keine direkte, unheimliche Bedrohung, kurzum: Der Film ist nicht gruselig. Was er andererseits ist: verdammt brutal. Hier werden Arme und Köpfe abgetrennt, Menschen verbrennen bei lebendigem Leibe, Blut gibt's sowieso alle Nase lang, et cetera. Zugegeben, das ist jetzt alles nicht so unheimlich grausam, aber dadurch, dass der Rest des Films so harmlos, beinahe sogar kindgerecht ist, wirken all diese gewalttätigen Szenen noch mal ein ganzes Stück härter. Und die kommen andererseits auch nicht zu knapp in den 114 Minuten Spieldauer vor. Zum Gemetzel verkommt das Ganze zwar nie (der Bodycount liegt, wenn ich mich recht entsinne, bei 7), trotzdem ist das Ding zeitweise sau fies, wenn ich das mal so sagen darf. Und ähnlich wie der ebenfalls schwedische "Evil" auch sehr kompromisslos. In einer Szene erinnerte ich mich auch sehr stark an den Streifen von "Zimmer 1408"-Regisseur Mikael Håfström (Stichwort Stock).
    Beißt sich das Ganze jetzt stark? Klares Jain an dieser Stelle. Ich persönlich fand die Vermischung von juveniler Liebesgeschichte und fiesem Gesplatter (leicht übertrieben) jetzt nicht so unstimmig, aber ich bin einiges gewohnt. Dem durchschnittlichen Kinogeher könnte das tatsächlich etwas auf den Magen schlagen. Wessen Verdauungsorgan aber etwas widerstandsfähiger ist, der kann schon seinen Spaß mit dem Streifen haben, den stellenweise ist er wirklich herzergreifend (und stellenweise ziemlich tragisch, vor allem gegen Ende, wenn man mal ein wenig seinen Denkkasten bemüht).
    Kommen wir zum Fazit: "So finster die Nacht" ist ein ziemlich kurioser Film, der dem Freund gefühlvoller Kinounterhaltung durchaus gefallen dürfte, sofern man sich nicht an der teilweise ziemlich harten Gewaltdarstellung stößt. Gute Darsteller, ein beinahe wasserdichtes Skript und ein paar nette Drehorte sowie sehr saubere Effekte runden das gute Gesamtbild ab. Sollte man mal gesehen haben.

    Einzelwertungen
    Darsteller: 09/10 (dafür dass die Meisten hier ihren ersten Film drehten: sehr beeindruckend)
    Plot: 08/10 (ein paar hässliche Schnitzer sind drin, ansonsten clever und innovativ)
    Effekte: 08/10 (sehr sauber, teilweise auch ziemlich heftig)
    Anspruch: 06/10 (nicht gerade der cleverste Film der Welt, aber auch alles andere als hirnverbrannt, der Mitdenkprozess kann nicht schaden)
    Gesamtwertung: 08/10 (wobei man das mit Vorsicht genießen sollte... ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie die Zielgruppe des Films aussieht)

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 8.3)
    Link zum Trailer

    An einem amerikanischen Remake wird übrigens bereits gearbeitet...
    Count is offline Last edited by Count; 05.01.2009 at 19:44.

  18. #318 Reply With Quote
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    Schöne Bescherung



    Erscheinungsjahr: 1. Dezember, 1989
    Genre: Komödie
    Regie: Jeremeiah S. Chechik
    Darsteller: Chevy Chase, Beverly D'Angello, Juliette Lewis, John Galecki, Randy Quaid
    FSK: 6
    Laufzeit: ca 93 Minuten

    Story:
    Clark Griswold hat sich geschworen das ultimative Weihnachtsfest zu feiern. Aber nach einer horrorhaften Suche nach einem Weihnachtsbaum in der Einöde und dem Versuch das haus mit 25.000 Glühbirnen zu bestücken beginnen alle Familienmitglieder zu begreifen, dass Clarks Plan unmöglich durchzuführen ist. Doch dieser hält daran fest, das ultimative Weihnachten. Da kommen ihm aber die Besuch seiner Schwiegereltern und seines verückten Cousins Eddie ziemlich ungelegen.

    Kritik:
    Als ich den Film zum ersten mal sah dachte ich mir, dass dies schon wieder einer der typischen Weihnachts-Familien Filme wird aber nach den ersten 5 Minuten wurde meine Meinung geändert. Der Film ist nicht so schnulzig wie Nóel, nicht so "Moral-Reich" wie
    Die Weihnachtsgeschichte und bei weitem lustiger als Es ist ein Elch entsprungen.
    Schöne Bescherung hat schon seine Stärken aber auch seine Schwächen: Wie zum Beispiel das äußerst schlechte Cast. Denn außer Chevy Chase wirken alle Darsteller viel zu steif. Selbst Beverly D'Angello wirkt als hätte sie einen Stockfisch verschluckt.
    Ein weiteres Manko ist auch eine der Stärken des Films: der überdrehte Humor geht manchmal auch den hartgesottenen Comedy-Fans gegen den Strich. Manchmal wirken die Witze einfach zu überdreht. Was man noch bemängeln kann sind die paar Logikfehler im Drehbuch.
    Das letzte Problem das der Film hat ist der schlechte Soundschnitt.
    Für seine Zeit waren die Effekte im Film ordentlich aber noch lange nicht perfekt.
    Aber auch wenn der Film seine Schwächen hatt hat sich dieser Film als humorvolle Komödie unter den Weihnachtsfilmen etabliert.

    Fazit:
    Lustig, witzig und kurzweilig. Dieser Film passt perfekt für alle die sich so richtig in Weihnachtsstimmung bringen wollen. Aber man sollte in den Film keine zu hohen filmischen Erwartungen stecken, denn bei all dem Spaß fließen auch die Schwächen des Films in das Gesammtbild des Films ein.

    Bewertung:
    Darsteller: 5/10 (eine durch und durch mittelmäßige Leistung)
    Effekte: 6/10 (selbst für seine Zeit mittelmäßig)
    Plot: 7/10 (manche Logikfehler aber äußerst gute Gags)
    Anspruch: 1/10 (ihr dürft gerne suchen..... ich habe ihn nicht gefunden)
    Gesammteindruck: 6/10 (ein unterhaltsamer Weihnachtsfilm ohne die nervigen Schnulzereien)

    Link zur imdb Seite, 7.3
    Link zum Trailer
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  19. #319 Reply With Quote
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    King Of Queens Season 5


    Laufzeit: ca. 532 Minuten
    Genre: Sitcom
    Regie: Pamela Fryman
    Darsteller: Kevin James, Leah Remini, Jerry Stiller
    Gesehen auf: Deutsch

    Inhalt:
    Eine Sitcom um das Ehepaar Doug und Carrie und letzterer Schwiegervater Arthur, die immer wieder in problematische Alltagssituationen schlittern.

    Kritik:
    Endlich erlebt die King Of Queens Serie wieder einen kleinen Aufschwung, nach der ziemlichen Tieflage der letzten Staffeln. Season 5 hat wieder einige gute Gags und verdammt geniale Szenen zu bieten, die einem glatt die Luft abschnüren können. Mit dem Aufschwung meine ich aber nicht direkt eine Niveauexplosion bis ins Unermessliche, sondern viel mehr ein hinaufklettern zur Stufe der dritten Staffel – ja, das müsste in etwas hinkommen.
    Vor allem die Episode »Margys Song« möchte ich deutlich hervorheben, da ich während dieser wahrlich gebrüllt habe vor lachen. Immer wieder schön zu sehen, wie einen derart kurze Momente erheitern können. Die Story-Ideen an sich sind wieder wirklich genial und überzeugend, ziehen sich sogar im Mittelteil über mehrere Folgen hin, was etwas über dieses abgehackte Episode-für-Episode-Schema hinwegtröstet. Die Weihnachtsfolge um Dougs ehemaliges Lieblingsspielzeug (»Die Stimme aus dem Grab«), das Umpolen von Doug durch einen Psychiater (»Der Hexenmeister«), Doug und Deacon, die mit zwei Pinguinen im Liefertransporter eingeschlossen sind (»Pinguin Alarm«), der in sein eigenes Haus ziehende Arthur (»Der Affenjunge«) und vor allem auch Dougs Hochzeitsfotografie (»Ein Männlein steht im Walde«) müssen einfach gesehen werden – zumindest doch als King Of Queens Fan. Gefreut haben mich auch die Folgen, in denen es um die Vertiefung der Charaktere ging, wie z.B. die Episode mit Carries Kaufsucht (»Kaufrausch«).

    Insgesamt also keine überwältigende Staffel, die immer noch lange Durststrecken in Sachen Gags aufweist, aber immerhin wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Zwar gab es dieses Mal auch viele Settingwechsel, sogar gar nicht so wenig aufwendige für eine Sitcom, aber sie überzeugten und erfüllten teilweise auch ihren Zweck. Wie schon gesagt, wird hier einigermaßen wieder das Niveau von Staffel 3 erreicht, wenn auch mit weit weniger markanten Folgen, aber mindestens demselben Humorlevel.

    Bewertung:
    Darsteller: 7/10
    Plot: -/10 (Jede Folge hat einen anderen, mal besser, mal schlechter – wäre unsinnig das zu bewerten)
    Effekte: -/10
    Anspruch: 3/10
    Gesamteindruck: 6/10

    Link zur IMDB-Seite (Wertung: 8.3)
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  20. #320 Reply With Quote
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    Starship Troopers


    Laufzeit: ca. 124 Minuten
    Genre: Science-Fiction
    Regie: Paul Verhoeven
    Darsteller: Casper Van Dien, Denise Richards, Neil Patrick Harris
    Gesehen auf: Deutsch

    Kinostart: 29. Januar 1998

    Inhalt:
    Eine insektenartige Alienrasse, die Bugs, bedrohen das Universum. Sie vermehren sich rasend und schleudern Meteoriten durchs All, die zu großen Zerstörungen führen. Als einer davon Buenos Aires trifft und die menschlichen Opfer in die Millionenhöhe gehen, wird von der Föderation der Krieg ausgerufen. Allerdings werden die Bugs stark unterschätzt…

    Kritik:
    Verflucht geiler Scheiß!
    Nach der (mäßigen) Enttäuschung durch »Serenity« habe ich mir auch von dieser allgemeinen Empfehlung aus dem Science-Fiction-Sektor nicht viel erwartet, aber man glaubt ja schließlich an das Gute im Menschen und daher wollte ich dem Ganzen noch eine Chance geben. Und wie gut, dass ich das getan habe, sonst wäre mir der beste Film entgangen, den ich dieses Jahr seit »The Dark Knight« gesehen habe. Nun gut, ich will nicht lügen… ausschlaggebend für den Kauf war eher Neil Patrick Harris. Nach den beiden »Harold & Kumar« Teilen wollte ich einfach wissen, warum darin so ein Aufsehens um ihn gemacht wird. Ein gewisser Kino-Mod erwähnte in dem Zusammenhang, dass der gute Harris in »Starship Troopers« mitspielte und angesichts seiner eher mageren Filmografie war das noch der ziemlich einzige Film, den ich mir zulegen wollte.
    Aber zur Sache jetzt! Zwar geht der Film 124 Minuten, aber er ist einer von denen, bei denen man sich jede Minute nur wünscht, er würde noch länger dauern. Direkt von der ersten Minute geht die Action los, man kriegt immer wieder Häppchen davon und schließlich macht es eigentlich durchgehend Bumm-Bumm – keine Chance für Langeweile. Aber nicht nur die Action ist dafür ausschlaggebend, sondern auch die Story an sich, die ich in gewisser Weise sogar für ziemlich innovativ halte. Die ganze Geschichte um die Insektenaliens und vor allem die Tatsache, dass sie gefährliche Meteoriten in die Umlaufbahn schießen fand ich ziemlich cool, und auch die Art und Weise wie sie dies tun, ist meiner Meinung nach plausibel genug erklärt und demonstriert. Überhaupt die ganze utopische Darstellung des Lebens, auch wenn sie im Grunde genommen auf das Militär beschränkt ist (von der Erde an sich sieht man nur sehr wenige Bilder und andere Zivilisationen werden auf den Wüstenplaneten nicht gezeigt), halte ich für ungeheuer interessant. Die Militärausbildung, die trotz des Fortschrittes und der Zeit in beinahe barbarische Sitten zurückfällt, die eher zu den alten Römern gepasst hätten, zeigt deutlichen Ideenreichtum hinter dem Drehbuch. Hinzu kommen einige überraschende Wendungen, geniale Rückführungen oder Hinweise auf frühere Szenen und das tolle, mehr oder weniger offene Ende. Keine Angst, keine Fortsetzung folgt oder dergleichen (auch, wenn die Produzenten das angesichts der beiden Nachfolger wohl anders gesehen haben) und man wird auch bei den Protagonisten nicht im Dunkeln gelassen. Es ist einfach nicht das typische Alles-ist-vorbei-hurra-hurra-Ende und das hat eben ausgezeichnet an den Schluss gepasst.

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    Bei den Darstellern hat mich zu allererst die Wahl von zwei… ja, ich würde fast sagen Hollywood-Schlampen überrascht. Zum Einen die zentrale Rolle von Denise Richards (»Wild Things« sagt wohl alles) und Amy Smart, die aus »Scrubs« oder »Crank« nicht gerade für ihre fromme Art bekannt ist. Gut, die Filme kamen alle nach »Starship Troopers«, aber es ist immer dieser Eindruck, der bleibt. Ich muss aber sagen, dass mir abgesehen von Richards niemand von den eher unbekannten Gesichtern nicht gefallen hat; alle haben ihren Job wirklich mit Bravour gemeistert und waren definitiv eine Bereicherung für den Film. Im Grunde genommen ist es bei einem Film wie dem hier vorliegenden sogar viel besser, keine Superstars in die wichtigen Rollen zu setzen, damit alle ihre Show kriegen. Ich glaube nämlich nicht, dass man Ace oder Dizzy (abgesehen von ihren oben-ohne-Szenen) oder sonst wem der Nebencharaktere noch viel Beachtung geschenkt hätte, wäre Rico von z.B. Will Smith gespielt worden (mir ist auf die Schnelle niemand anderes eingefallen, da hab ich einfach den genommen, der in jede Rolle passt!). Hat also alles seine Richtigkeit. Und da auch alle auf demselben schauspielerischem Niveau waren, überzeugt jeder Charakter auf seine ganz spezielle Weise und mir würde keiner von ihnen einfallen, der mir unsympathisch oder unnatürlich vorgekommen wäre – außer Carmen (gespielt von Denise Richards) vielleicht. Sie wirkte einfach die ganze Zeit wie eine hinterhältige, falsche Schlange, die sie aber überhaupt nicht spielen sollte. Kaum verwunderlich, dass sie kurz darauf das Angebot für »Wild Things« bekommen hat.
    Auch die Bugs waren sehr interessant anzusehen, zumal es auch unter der Spezies diverse Arten mit besonderen Fähigkeiten und Funktionen gibt. Ihr Auftreten auf diesem wüstenartigen Planeten hat mich etwas an »Pitch Black« erinnert, wobei da ja fast schon Horror mitgespielt hat, von dem hier keine Rede sein kann – außer man sieht Splatter als eine Unterkategorie von Horrorfilmen an, dann sind hier durchaus Elemente enthalten. Es gibt immer wieder ziemlich herbe Szenen, in denen Gliedmaßen abgetrennt werden und herumfliegen, wenn es im Enddefekt aber doch weit mehr farbigen Schleim als Blut gibt – aber immerhin macht auch die Brutalität einen Teil dessen aus, was »Starship Troopers« von der Science-Fiction-Maße abhebt.
    Und bevor ich zum Resümee übergehe möchte ich noch meine Begeisterung für die zwischenzeitliche Berichterstattung in Form von einer Art Internetnachrichtendienst kundtun. Es war eine tolle Idee, die Nebengeschehnisse und Zusammenfassungen in Form von Nachrichten darzustellen – aber viel mehr die Art der Darstellung war toll. Diese seriöse Stimme, die immer völlig lückenlos von ihrer Berichterstattung zu dem wohl häufigsten Satz im Film überging:

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    Zusammenfassend ist also definitiv zu sagen, dass der Film rockt! Alles ist sehr stimmig, einzig Denise Richards spielt ihre Rolle nicht sehr treffend und es gibt ein paar wenige übertriebene Szenen, wie beispielsweise das Springen über die Köpfe von anderen mit Drehung und Schraube, als würden Football- oder Militärausrüstung nichts wiegen (davon abgesehen, dass es auch ohne ziemlich abenteuerlich wäre). Dann hat mich noch etwas der Schleim gestört, der bei den Insekten der Blutersatz war. Ich war noch nie Fan von diesem Rumgeschleime, daher kann ich dem Ganzen auch hier nicht viel abgewinnen… wäre es wenigstens nicht nur diese flüssige Götterspeise, sondern irgendein Gemisch aus irgendwas anderem, was sich noch in den Bug-Körpern befindet (sofern das der Fall ist), wäre es weit weniger tragisch. Nun, und der Brain-Bug sah schon etwas… ulkig aus. Im Grunde genommen wurde er seinem Namen gerecht, aber da hätte man sich vielleicht etwas anderes ausdenken können. Aber alles nur Kleinigkeiten, die unter den positiven Aspekten getrost vergraben werden können. Ein Muss für jeden Fan von Action, Science-Fiction und gemäßigtem Splatter – sowie allgemein von guten Filmen.
    Nur weiß ich weiterhin nicht, auch nach dem Kauf des Filmes, was es mit dem sagenumwobenen Neil Patrick Harris auf sich hat… aber immerhin weiß ich jetzt wieder, dass die Ärzte für "Der Infant" ein Zitat des Films geklaut haben^^

    Bewertung:
    Darsteller: 8/10 (gute Auswahl, bis auf Denise Richards)
    Plot: 7/10 (recht innovative Geschichte mit überraschenden Wendungen, guten Ideen und einem passenden Ende )
    Effekte: 9/10 (ziemlich bildgewaltig und alles Top, von dem Schleim abgesehen)
    Anspruch: 4/10
    Gesamteindruck: 9/10

    Link zur IMDb-Seite (7.0)
    Link zum Trailer
    LorD AvengeR is offline

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