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#1 Dai Shi - Das Spiel beginnt!

  1. #1 Zitieren
    Mahou Shoujo  Avatar von Önee-sama
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    Es ist soweit.
    Wie angekündigt, eröffne ich heute den RPG Thread.


    Dieser Thread soll bitte nur Posts von am RPG teilnehmenden Charakteren enthalten. Alle anderen Posts fürs RPG bitte wie immer in den OOC. Irrelevante Posts werden hier wie immer kommentarlos entfernt. Also erspart den Moderatoren und euch bitte auch hier unnötige Arbeit.
    Önee-sama ist offline Geändert von BlackShial (04.05.2015 um 21:45 Uhr)

  2. #2 Zitieren
    Mahou Shoujo  Avatar von Önee-sama
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    [Bild: Trisha_Takanawa_ava.jpg]

    Trisha Takanawa war Reporterin des bedeutendsten Nachrichtensender Japans: Tokyo News! Und hatte den wohl gleichzeitig leichtesten, wie auch schwierigsten Job, den eine Reporterin auf der Welt haben konnte: Sie war die Vorort-Reporterin in Sapporo!
    Dies bedeutete, sie war der Stadt Sapporo zugeteilt, mit dem einzigen Auftrag, auf Pressekonferenzen von Nonomoto Enterprises zu warten. An sich war es ein einfacher Job. Es konnten gut und gerne Wochen oder gar Monate vergehen, bis wieder einmal von der größten Firma der Welt eine Pressekonferenz einberufen wurde. Und die meisten davon wurden vorher angekündigt. So bestand ihre Aufgabe meist darin, zu warten, es sich gut gehen zu lassen und bei den Pressekonferenzen die richtigen Fragen zu stellen. Vor allem die richtigen Fragen waren immens wichtig. Nonomoto Enterprises vergab die besten Sitzplätze bei Pressekonferenzen natürlich auch nur an die besten Berichterstatter. Und zu diesen gehörte sie. Trisha Takanawa hatte es geschafft, immer wieder in wichtigen Konferenzen von Nonomoto Enterprises so zu berichten, dass Tokyo News zum wichtigsten Nachrichtensender Japans wurde, der immer die neuesten News zu Nonomoto Enterprises unter die Bevölkerung brachte.
    Trisha Takanawa hatte dadurch ein gutes Leben, denn ihr Job wurde fürstlich entlohnt. Solange sie die eine und alles entscheidende Aufgabe weiterhin meisterte: Bei unangekündigten Pressekonferenzen direkt vor Ort zu sein und von einem der besten Plätze aus berichten zu können!
    So war es auch heute: Nonomoto Enterprises hatte am Mittag spontan zu einer Konferenz vor seinem Firmensitz geladen. Sofort hatte sie sich mit ihrem Team auf den Weg gemacht, glücklich darüber, dass sie immer auf dem Sprung lebte und somit einen perfekten Platz ergattern konnte, von dem man einen tollen Ausblick auf die bereitgestellte Bühne hatte. Als sie sich umsah, erkannte sie weitere Reporterteams aus Japan und dem Rest der Welt.
    Sapporo war jetzt keine Kleinstadt, aber auch keine riesige Metropole. Dennoch war hier die größte Konzentration an Reporterteams auf dem gesamtem Planeten. Jeder Nachrichtensender der Welt, der etwas auf sich hielt und zumindest dem heimischen Publikum sich als wichtigste Quelle für relevante Informationen rund um Nonomoto Enterprises präsentieren wollte, hatte ein Team vor Ort.
    Trisha Takanawa und ihr Team trafen jetzt letzte Vorbereitungen. Als Alles soweit war, bekam sie letzte Zeichen vom Kameramann, dass jetzt gleich vom Studio zu ihr geschaltet werden würde. Sie nahm das Mikro, machte sich bereit und sah, wie der Assistent das Zeichen für den Beginn der Liveübertragung machte.
    "Hallo und herzlich willkommen vor den Toren Sapporo's, liebe Zuschauerinnen und Zuschauer. Wie sie sehen können, befinden wir uns hier live vor dem Firmensitz von Nonomoto Enterprises. Durch die Ankündigung heute Morgen, dass es eine Mitteilung geben werde, habe ich mich hier eingefunden, um ihnen live vor Ort einen Überblick zu geben."
    Sie lächelte kurz in die Kamera, danach wurde diese geschwenkt, um die Szenerie im Ganzen zu zeigen, bis die Kamera wieder auf Trisha zu ruhen kam.
    "Wie sie sehen konnten, hat sich hier einiges versammelt, um der Welt die neueste Mitteilung zu überbringen. Mit Spannung erwarten wir, dass jeden Moment jemand von Nonomoto Enterprises auf die Bühne tritt und uns aufklärt."
    Sie wusste, dass in diesem Moment so gut wie jeder Sender auf der Welt sein Programm unterbrochen hatte, um entweder sein eigenes Team einzublenden oder einfach den Feed eines anderen Senders wieder zu geben.
    Als ein Murmeln in der Menge entstand, wusste sie, dass der Zeitpunkt gekommen war. Schnell wurde die Kamera auf die Tribüne ausgerichtet und Trisha drehte sich um, damit sie live berichten konnte.
    "Ein Mitarbeiter, wenn ich das richtig sehe, der 3. Offizielle für äußere Firmenangelegenheiten, tritt jetzt vor die aufgebauten Mikrofone."
    Das Murmeln verebbte und die Spannung war zum Greifen nahe.

    "Meine sehr geehrten Damen und Herren. Ich bedanke mich im Namen von Nonomoto Enterprises dafür, dass sie so kurzfristig hier erscheinen konnten. Zuerst möchte ich sie informieren, dass dies lediglich eine Mitteilung darstellt und es anschließend keine Fragerunde geben wird."
    Kurz schaute sich der Offizielle um, doch auch diesmal schien es wie immer diesbezüglich keine Einwände zu geben.
    "Wir bei Nonomoto Enterprises sind stets bemüht, unseren Kunden und damit den Menschen auf der ganzen Welt das zu geben, wonach sie sich sehnen. Deswegen möchte ich mich auch so kurz wie möglich halten, um sie nicht unnötig auf die Folter zu spannen, da mir bewusst ist, dass sie die frohe Kunde so schnell wie möglich verbreiten möchten."
    Ein kurzes Lachen ging durch die Menge, das der Offizielle geduldig abwartete.
    "Weltweit wurde ja schon geraume Zeit spekuliert, wann der nächste Event anstehen würde. Sei es durch die User unseres Produktes 'Belendiel' gewesen oder in diversen Foren und Netzwerken oder in den Medien. Deshalb möchte ich ohne Umschweife verkünden, dass Nonomoto Enterprises den Spekulationen nun ein ende bereiten kann und den wartenden Menschen den Event geben möchte, nachdem sie verlangen! Sie wissen natürlich über welchen Event ich hier spreche: Dai Shi! Richtig, wir von Nonomoto Enterprises bestätigen nun offiziell, dass der nächste Dai Shi event starten wird. Als Eröffnungstermin für den Server haben wir den 13. Mai 2050 festgelegt, also in einer Woche. Die genaue Uhrzeit wird 13:13 Uhr sein, nach Greenwich Standardzeit."
    Er hielt inne, wusste er doch, dass die Reporter schon auf dem Sprung standen.
    "Das mag fürs erste genügen, war doch die Information über den Starttermin das Wichtigste! Wir von Nonomoto Enterprises werden natürlich im Laufe der Woche weitere Informationen preisgeben, ihnen möchten wir jetzt aber erst einmal die Zeit einräumen, unsere Botschaft zu verbreiten. Daher danke ich ihnen auch schon im Namen von Nonomoto Enterprises dafür, dass sie mir hier kurz ihre Aufmerksamkeit geschenkt haben!"
    Im Blitzlicht von endlosen Kameras verbeugte sich der Offizielle anschließend und verließ dann die Tribüne.

    Trisha wurde wieder ins Blickfeld der Kamera geholt und sie verfiel sofort in geordnete Betriebsamkeit.
    "Sie haben es gehört, meine lieben Zuschauer. In einer Woche ab heute startet ein neuer Dai Shi Event! Und sie haben es live hier vor Ort durch Tokyo News erfahren! Wir werden die nächsten Tage hier für sie vor Ort am Ball bleiben und ihnen berichten, sobald Nonomoto Enterprises weitere Informationen preis gibt!"
    Trisha wusste, mehr gab es nicht zu sagen und sie sollte jetzt ins Studio zurückgeben, damit dort von den weiteren Auswirkungen durch diese Mitteilung berichtet werden konnte.
    "Das war Tokyo News für sie vor Ort. Ich bin Trisha Takanawa und gebe hiermit zurück ins Studio!"
    Damit war die Übertragung vorbei und während ihr Team zusammen packte, überlegte Trisha schon, wie sie am schnellsten von weiteren Bekanntgaben durch Nonomoto Enterprises erfahren konnte.

    Der Nachrichtensprecher im Studio hatte jetzt einen fordernden Kampf zwischen dem Bericht zu dem neuen Dai Shi Event und den damit einkehrenden Nachrichten zu führen. Da er jedoch Profi war, wusste er damit umzugehen. Zumal hier und heute der Sprecher bei sowas Wichtigem zu sein, würde ihm eine Beförderung und eine dicke Gehaltserhöhung garantieren, solange er es nicht vermasselte!
    "Danke dir Trisha. Ja, meine Damen und Herren, es ist wieder so weit! Dai Shi wird wieder seine Pforten öffnen und uns steht wieder der weltweit wichtigste Event ins Haus!"
    Kurz verarbeitete er neue Meldungen.
    "Wir erhalten schon erste Berichte, dass sich die Ankündigung auf die Welt auswirkt. An der Börse gehen soeben alle Kurse nach oben, da die Wirtschaft sich auf eine neue Kauflust in den nächsten Wochen einstellt! Buchmacher und Wettbüros haben soeben schon erste Quoten für Wetten rund um Dai Shi veröffentlicht. Zudem hat das Kaiserpaar ein Statement zur Lage der Nation und der Reaktion auf den Event angekündigt! Damit gibt es allerhand zu berichten und wir freuen uns darauf, es ihnen hier bei Tokyo News mitteilen zu können! Bleiben sie dran, denn nach einer kurzen Pause, geht es hier Schlag auf Schlag weiter!"
    Schon wurde ein Commercial eingeblendet...
    Önee-sama ist offline Geändert von Önee-sama (06.04.2015 um 16:25 Uhr)

  3. #3 Zitieren
    Mahou Shoujo  Avatar von Önee-sama
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    Pressekonferenz

    [Bild: seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png]

    "Baka!"
    Mit einer Augenbewegung schaltete sie den Kanal, der die Nachrichten auf ihrer mobilen Neuraleinheit angezeigt hatte, aus. Dabei bemerkte sie, wie ein großer Oger links von ihr sich zu ihr umdrehte. Doch ließ sie diesem keine Zeit, auf sie zu reagieren.
    "Was? WAS? Wenn die diese Meldung früher raus gegeben hätten... dann hätte ich mir das Lernen für die Schularbeiten sparen können! Also glaub ja nicht, dass du mich mit deiner Größe jetzt beeindrucken könntest! In meiner Wut möchte ich am Liebsten auf etwas drauf hauen! Willst du das sein? Hä? HÄ??"
    Dabei streckte sie ihm bedrohlich eine Faust entgegen. Das schien den Oger so weit beeindruckt zu haben, dass er rücklings ein paar Schritte machte, sich dann umdrehte und schnell das Weite vor diesem kleinen Energiebündel zu suchen schien. In Wirklichkeit war besagter Oger jedoch ein ca. 1,90 Meter großer Mann gewesen, der sich jedoch von der sofortigen verbalen Attacke durch Makoto so sehr hatte beeindrucken lassen, dass ihm ein Rückzug die sicherste Option schien. Makoto hatte ihn nur als Oger angezeigt bekommen, da sie ihre Umgebung mit Hilfe ihrer mobilen Neuraleinheit in ein Skin von einem ihrer vielen Anime getaucht hatte. Einem Anime mit einem Fantasy Setting. Mit einem weiteren Augenschlag schaltete sie den Skin wieder ab. Sofort war die Umgebung wieder in seine natürliche Umwelt gelegt. Danach seufzte sie hörbar.
    Ist doch wahr! Bei Dai Shi wird es eh eine Unterbrechung der Schule geben! Wozu habe ich die letzten 2 Wochen denn gebüffelt? Wenn Dai Shi wieder mal einige Monate gehen sollte...
    Sie dachte ein wenig über die vergangenen Tage nach und wie viel sinnvoller sie die Zeit hätte nutzen können.
    Argh! Ich hätte so vieles tun können! Unter anderem mehr Zeit mit Nana zu verbringen! Wir hätten zusammen Baden können, zusammen irgendwelche tollen Orte besuchen, zusammen Essen gehen können... wir hätten einfach so viele Dinge zusammen unternehmen können... Hach Nana...
    Bei dem Gedanken an ihre kleine Schwester war der Ärger wie verflogen und sie stand etwas träumerisch so da. Dabei kam ihr auch in den Sinn, warum sie noch unterwegs war: Nach der Schule hatte sie sich nicht sofort auf den Weg nach Hause gemacht. Vielmehr war sie in die Stadt geschlendert und hatte jetzt eine kleine Tüte unter ihrem Arm. Darin befanden sich zwei Otaku Outfits, die sie in einem der Läden ihres Vertrauens hatte reservieren lassen. Dass die Tüte nur so klein war, ergab sich einfach daraus, dass es sich um zwei Bikinis handelte! Bikinis zwei ihrer liebsten Anime Mädchen! Einen für sich und einen in der passenden Größe für Nana - denn wenn einer die passende Größe für Nana wusste, dann war das Makoto!
    Hehe... Oh, Nana wird Augen machen! Beim nächsten Badeurlaub oder Besuch eines Aquparks haben wir die perfekte Kombination! Ich kann es kaum erwarten, heim zu kommen und zusammen mit meiner kleinen Schwester die neuesten Errungenschaften anzuprobieren!
    Jetzt war sie wieder in ihre eigene Welt abgedriftet, wie so oft, wenn sie an Nana dachte.
    Oh ja! Erst probieren wir Alles an, dann machen wir uns was zu Essen und anschließend nehmen wir ein heißes Bad! Ja ja...
    Dabei umarmte sie ihre Tüte so sehr, dass vorbei kommenden Passanten sie für nicht so ganz klar im Kopf halten mussten. Nach einer kurzen Weile, in der sie mindestens hundert Szenarien mit durchgegangen war, was sie so alles mit Nana zusammen anstellen könnte, fing sich Makoto wieder.
    Hm... eigentlich wollte ich noch woanders vorbei schauen... aber jetzt wird nach und nach die Hölle los sein, weil alle über Dai Shi reden werden...
    Als sie sich umsah, bemerkte sie, wie die ganzen Passanten entweder hektisch durch die Gegend eilten, Telefonate mit Kommonikationsarmbändern führten oder den Nachrichten auf einer der zahlreichen Holowänden lauschten. Ihr war klar, dass in diesem heillosen Chaos nicht an ruhiges Einkaufen zu denken war. Schon gar nicht, wenn man nach Otaku Artikeln suchte! Deshalb rief sie mit ihrer mobilen Neuraleinheit die Nummer eines Taxi Service auf - schließlich waren öffentliche Verkehrsmittel ein Hort an unwürdigen Gesellen! Schnell war die Nummer angeklickt und sofort baute sich eine Verbindung auf. Dabei projezierte sich das holographische Abbild des Oberkörpers einer Rezeptionistin vor die Augen von Makoto.
    "Guten Tag und willkommen bei Tokyo City Taxi. Wie kann ich ihnen helfen?"
    "Ja, ich benötige ein Taxi von der Einkaufsmeile zurück zu mir nach Hause. Wie schnell könnt ihr hier sein?"
    "Das ist erstmal überhaupt kein Problem. Jedoch muss ich ihnen mitteilen, dass aufgrund der hektischen Betriebsamkeit es wohl bis zu 45 Minuten dauern kann, ehe ein Taxi zu ihnen kommt..."
    Makoto konnte den Worten kaum glauben schenken, bedeutete es doch, dass sie eine geschlagene Dreiviertel Stunde warten müsse! Dann nahm ihre Wut wieder Besitz von ihr: Sie schob die mobile Neuraleinheit mit einem Finger näher an ihre Augen - wenn ihre Gegenüber das holographische Abbild von Makoto's Augen nicht auf automatische Anpassung hatte, würden ihre bösartigen Blicke jetzt erstmal um ein vielfaches, nun, 'größer' projeziert werden!
    "Hören sie, Miss! Sie wollen mir also wirklich erzählen, dass ich hier möglicherweise eine knappe Stunde warten soll!?"
    Sie beugte sich nach vorne, als wolle sie von oben auf das Abbild der Rezeptionistin herabblicken.
    "Das können sie einem einfachen Bauern vom Land erzählen!"
    Wild fuchtelte sie dabei mit ihren Armen umher, obwohl die Dame das ja gar nicht sehen konnte.
    "Wenn sie mir nicht SOFORT ein Taxi in den nächsten 5... oder zumindest 10 Minuten schicken... dann werde ich PERSÖNLICH bei ihnen in der Zentrale erscheinen und DANN..."
    Makoto bemerkte, dass die Dame auf dem Bild sichtlich zusammenzuckte und dann eiligst begann, etwas in einen Computer einzugeben.
    "J-ja, n-natürlich, sofort! Wir haben ein Taxi, dass sie in 10... n-nein, h-halt... 5 Minuten auflesen wird! Bitte gedulden sie sich so lange und nehmen sie m-meine Ent-"
    Makoto ließ sie nicht ausreden und legte auf. Dann bemerkte sie, wie einige der Passanten sie schockiert ansahen, was ihre Wut nochmals steigerte.
    "Was? Würdet ihr etwa eine Dreiviertel Stunde auf ein Taxi warten!? Bakas!!!"
    Dabei fletschte sie ihre Zähne und drohte wieder mit einer Faust, was die Passanten ob dieses Energiebündels eilig davon preschen ließ. Alleine jetzt auf dem Bürgersteig, wartete Makoto auf das Taxi und machte sich wieder ein paar schöne Gedanken um Nana...
    Nach ein paar Überlegungen kam sie aber auch auf den Gedanken, dass Nana ja jetzt auch dem Dai Shi eine große Aufmerksamkeit widmen würde, denn immerhin war ihre kleine Schwester eine der besten Spielerinnen bei Belendiel.
    Sie wird bestimmt oft bei Dai Shi zugucken! Da werde ich Mühe haben, sie für mich einzuspannen...
    Noch einmal fluchte Makoto ob der viel zu kurzen Ankündigungszeit, dann wusste sie, wie sie die nächsten Tage ihre Schwester für sich einspannen konnte.
    Ich muss wohl wieder vermehrt mit ihr Belendiel spielen. Zum Glück bin ich auch eine gute Spielerin! Das sagt mir Nana zumindest immer und zusammen sind wir auch recht erfolgreich! Und wenn sie vom Spielen ermüdet ist, nun, dann kümmere ich mich um sie! Hehe...
    Und wenn sie Dai Shi schaut... Nun, das können wir auch zusammen machen... von der Badewanne aus... aus dem Bett heraus... Oh ja, die nächsten Tage werden mir und Nana gehören! Vor allem, weil wir keine Schule haben werden!!!

    Als nächstes bemerkte sie ein Fahrzeug, dass am Straßenrand auf ihrer Höhe anhielt. Es war das versprochene Taxi und war doch tatsächlich innerhalb von 5 Minuten eingetroffen. Das Fahrzeug schien brandneu zu sein und der Fahrer beeilte sich hektisch auszusteigen, seinen Wagen zu umrunden, um Makoto die Tür aufzuhalten und verbeugte sich dabei auch leicht. Das ließ Makoto endgültig ihren Ärger verfliegen, war der Fahrer wohl extra auf äußerst freundliches Verhalten getrimmt worden. Wortlos stieg sie ein, schickte dem Fahrer mit ihrer Neuraleinheit die Adresse ihres Zuhauses und freute sich schon darauf, Nana die neuesten Einkäufe zu zeigen...
    Önee-sama ist offline Geändert von Önee-sama (10.03.2015 um 19:46 Uhr)

  4. #4 Zitieren
    .. loves to smile for you  Avatar von BlackShial
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    [Bild: AvatarHazel1.png]Es war ruhig, wenn man bedachte das dies eigentlich die übliche Uhrzeit für Paare war, aneinanderklebend durch den Stadtpark zu schlurfen und dabei wild zu kichern, wenn sie nicht gerade damit beschäftigt waren mit ihrer Zunge die Zähne des Partners zu zählen – widerwärtig.
    Viel zu ruhig, musste sich die Oberschülerin eingestehen.
    Nicht, dass es sie gestört hätte endlich einmal ungestört durch den Park laufen zu können, ohne dabei jedes Mal ihren Brechreiz unterdrücken zu müssen. Sie hatte es eben nur nicht erwartet. Ganz und gar nicht.
    Vielleicht hätte sie sich gefragt, warum es wohl so menschenleer war, wenn es sie denn überhaupt interessiert hätte. Stattdessen nahm sie es hin, freute sich zumindest innerlich darüber und machte ihre Runde, so wie sie diese jeden Tag machte – wenn auch sonst nie um diese Uhrzeit. Vielleicht sollte sie es aber mal in Betracht ziehen, wenn man denn hoffen konnte, dass es sich öfters so verhielt.
    „Kawa!“
    Hazel zuckte unweigerlich zusammen – wenn auch nur leicht - als sie die ihr bekannte, aber dennoch unerwartete Stimme durch ihre Headset-Ohrstecker wahrnahm. Doch nicht um die Zeit. Nicht, wenn sie in Ruhe Laufen wollte …
    „Hm? …“
    Die junge Frau kam zum Stehen und griff mit heruntergezogenen Mundwinkeln in die kleine Tasche ihrer grauen Jacke. Hätte sich ihr Vater keine andere Zeit aussuchen können, um sein Gewissen zu beruhigen, indem er sie zum Essen einlud? War doch sowieso unnötig, wenn es nach ihr ging. Sie war mit dieser Situation doch mehr als zufrieden.
    „Kawaaa~“
    Mit offenstehendem Mund, augenrollend und einer Hand auf der Stirn liegend, hielt sie ihr Holophone vor sich und entsperrte es mit einer schnellen Daumenbewegung. Ein Zwinkern, ein Seufzer und das Bild hatte sich hell leuchtend vor ihr aufgebaut, als wären all diese Formen und Farben aus dem kleinen Gerät erwachsen. Der Verursacher des Lärms ließ sich erst einen Moment später blicken, kam jedoch mit schnellen Bewegungen von unten herauf geschwommen und wirbelte irgendetwas in seinen kleinen Pfoten umher.
    Der kleine holographische Otter, mit dem rosafarbenen Schal und den großen, runden Augen - die auf Hazel lagen, als wollte er ihr irgendetwas Weltbewegendes mitteilen - war wie immer aufgekratzter als ein kleines Kind zu Heiligabend. Wer auch immer diese VI programmiert hatte, schien ein ernsthaftes Problem gehabt zu haben, oder hat es noch immer - in Anbetracht der Tatsache, dass in regelmäßigen Abständen Updates dafür erschienen. Nichts desto trotz war er dennoch ganz nützlich ... und auf irgendeine groteske Art und Weise sogar süß.
    „Das hier könnte dich interessieren! Schau. Schau!“
    Oh? Doch kein Anruf von ihrem Vater?
    „Ach?“
    Wann hatte sie sich in einem so tiefen Delirium befunden, dass sie Infos zu Belendiel als wichtig markiert hatte? Klar, es war ein nettes Spiel, an dem sie sogar so etwas wie Freude hatte ... aber das war doch kein Grund, um sich deswegen von unnützen Infos über neue kaufbare Gegenstände bombardieren zu lassen. Sie brauchte zumindest keinen Zweihänder, der die Form eines buschigen Eichhörnchenschwanzes hatte.
    „Eine Pressekonferenz!“
    Na ob Plüschwaffen wirklich wichtig genug waren, um gleich eine Pressekonferenz zu halten? Unwahrscheinlich. Hoffentlich.
    Mit einem tiefen Seufzer blickte sich die Oberschülerin um, fixierte die nächstgelegene Bank mit ihren gelbgrünen Augen und entschied, dass sie es sich ja mal anschauen könnte. Die fast schon ans Obszöne grenzende, hohe Zuschauerzahl unter der Übertragung, ließ darauf hoffen, dass es sich wirklich um etwas Wichtiges zu handeln schien.
    „Fein ...“
    Die kleine Otter-VI hatte gewonnen und Hazel ließ sich mit einem dumpfen Geräusch auf die zuvor ausgewählte Bank fallen. Schwungvoll platzierte sie ihre Linke auf der Rückenstütze und gab dieser ominösen Pressekonferenz eine Chance ...

    „Sensationell ... Es gibt auch wirklich nichts Besseres, als den ganzen Tag irgendwelchen Blindgängern zuzuschauen, wie sie versuchen die sabbernden Zuschauer mit ihren Amateurskills zu beeindrucken.“
    Unsicher, ob das ein ohnehin unnötiger Versuch war, der VI klar zu machen, dass sie kein Interesse an solchen Neuigkeiten hatte, oder sich selbst einfach nur laut bestätigen wollte, schlug die Fahlbraunhaarige ihre Beine übereinander.
    „Nicht gut, kawa?“
    Mit hochgezogener Augenbraue beobachtete Hazel den Otter, wie er seinen rosafarbenen Schal leicht über die dicke Knubbelnase zog und sich dahinter versteckte. Verflucht sei dieser Programmierer ...
    Sie drehte sich herum, wandte den Blick ab und wippte mit dem oben aufliegenden Bein.
    „Ich wüsste so viele Dinge, die interessanter wären, dass ich bis zu diesem Eventsart noch nicht mit Aufzählen fertig wär. Fußnägel schneiden zum Beispiel.“
    Während sie die VI aus den Augenwinkel heraus beobachtete, wie sie eine ihrer Hinterpfoten hoch hielt und die Krallen begutachtete, machte sich die junge Frau daran aufzustehen und die Zeit im Park zu genießen, solange er noch nicht von hormonüberschüssigen Pärchen oder entenfütternden Rentnern überflutet war.
    „Ich beende meine Runde. Keine Pressekonferenzen bis dahin, okay?“
    „Oh-okay!“
    Doch gerade in dem Moment, als Hazel ihr Holophone wieder sperren und wegstecken wollte, machte der Otter erneut auf sich aufmerksam.
    „Auch keine Mail?“
    „Auch keine Mail. So wichtig wird sie schon nicht sein ...“

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
    BlackShial ist offline Geändert von BlackShial (05.09.2014 um 21:50 Uhr)

  5. #5 Zitieren
    Provinzheld Avatar von DragonGodSlayer
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    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]

    Christian schaute gerade noch neugierig Nachrichten um sich über die aktuellen Geschehnisse in Politik und Wirtschaft zu informieren, bevor er zu Uni muss, als die Pressekonferenz mit Nonomoto Enterprises übertragen wurde.
    "OK, dass sind mal interessante Neuigkeiten.
    Wo bei dies auch heißt, dass mein Studium länger dauert als geplant, bis es fertig ist. Außerdem wird das eine langweilige Zeit sein, solange das Dai Shi statt findet. Na ja, ich muss so langsam los zur Uni.
    Na Rex, was hältst du von diesen Neuigkeiten."
    Noch während er mit seiner Eidechse Rex sprach begann er die neben ihm auf der Couch sitzende Eidechse zu Streicheln. Er stand langsam auf und gab Rex seine tägliche Portion Fliegen und Heuschrecken. Diese waren allerdings schon tot, da Christian keine Lust hat, dass lauter Käfer in seiner Wohnung rumlaufen oder fliegen, nur weil Rex diese nicht erwischt hatte.
    "Hier Rex, hast du wie immer deine Tagesration zu essen. Ich muss jetzt los zur Uni."
    Danach machte er sich leicht müde wie jeden Tag mit dem Fahrrad auf den Weg zur Universität und hörte während dessen wie immer Animemusik über seine mobile Neuraleinheit, welche er auch leise vor sich hin sang. Dies kann er selbst bei den Japanischen Texten, da sein Vater Japaner ist und seine Mutter Deutsche ist, wuchs er zweisprachig auf. Unterwegs traf er stehts dieselben Leute, die er jeden Tag sah. Da alle Leute ihren geregelten Tagesablauf haben.
    "Immer dieselben Leute zur selben Zeit, sowas gefällt mir, aber das wird sich durch das Dai Shi bald ändern was mir eigentlich gar nicht gefällt. Ich mag dieses geregelte Leben hier in Deutschland."
    Als er in der Universität ankam und die Musik von seiner Neuraleinheit abgeschalte hatte hörte er egal wo er hin ging alle nur über ein Thema reden. Alle redeten nur über die Pressekonferenz und das damit angekündigte Dai Shi. Die häufigsten Gesprächsthemen waren, wie lange es wohl diesmal gehen wird, ob jemand Wetten abschließen würde oder nicht und dass die Vorlesungen ausfallen werden, wobei bei letzterem die Meinungen auseinander gehen. Die einen freuten sich und die anderen beschwerten sich, weil dadurch ihr Abschluss unnötig hinausgezögert werden wird, letzteres waren auch Chris seine Gedanken.
    Auf den Weg zum Vorlesungssaal bekam Chris von hinten eine Kopfnuss verpasst. Er drehte sich daraufhin wütend um und sagte gleichzeitig:
    "Hey du Vollpfosten was..."
    Chris hörte mitten im Satz auf zu reden, als er erkannte wer im die Kopfnuss verpasst hatte, es war einer seiner sehr wenigen Freunde Pal.
    "Na ja, mit Vollpfosten lag ich ja richtig."
    Chris lachte kurz auf.
    "Nicht wahr Pal, aber was sollte die Kopfnuss?"
    "Chris du weist ganz genau, warum du diese Kopfnuss bekommen hast."
    "Nein,weiß ich wirklich nicht, was soll ich dir angetan haben?"
    "Es ist nicht das, was du mir angetan hast, sondern viel mehr das was du mir nicht angetan hast. Warum hast du mir nichts davon erzählt, dass nächste Woche das Dai Shi beginnt?
    Da dein Vater einer der Vorstandsmitglieder von Nonomoto Enterprises ist müsstest du es schon lange wissen und hättest du es mir gesagt,hätte ich nicht so viel Zeit mit lernen verbringen müssen."
    "Ach so das?"
    "Was heißt hier „Ach so das?“ Das soll heißen, dass du dich wegen so einer unwichtigen Kleinigkeit so aufregst. Was heißt hier un wichtige Kleinigkeit? Also warum hast du nichts gesagt?"
    "Unwichtige Kleinigkeit weil wir in dieser Zeit nichts machen können, da fast alles still liegt während des Dai Shi.
    Und was das andere angeht, dass liegt daran, dass du die Dinge eh hättest lernen müssen und es nur aufgeschoben hättest und was noch wichtiger ist ich es auch erst vorhin in den Nachrichten erfahren habe und auch wenn es nicht so gewesen wäre hätte ich meinem Vater schwören müssen es niemandem zu verraten."
    Chris lief nun weiter Richtung Vorlesungssaal und lies Pal einfach stehen, da er keine Lust mehr auf diese unnötige Diskussion hatte, da diese für ihn einfach keinen Sinn mehr hatte und sie ihn aus diesem Grund gelangweilt hatte. Aus diesem Grund machte er sich Gedanken wie er seine in Zukunft vermehrte Freizeit verbringen solle und vergaß alles um sich herum.
    Pal blieb erst verdutzt stehen ob wohl er es von Chris nicht anders gewöhnt war, überraste es ihn jedes mal wieder aufs neue wie schnell er bei manchen Themen einfach so das Interesse verlor, sich etwas ganz anderes widmete und dabei alles andere vergaß.
    Pal glaubte, dass dies auch einer der Gründe ist warum Chris so wenige Freunde hatte. Da dieses Verhalten auf viele abweisend und unhöflich wirkte und vor allem die Frauen dieses Verhalten überhaupt nicht mögen. Aber Pal ist dies völlig egal, da er den wahren Charakter von Chris kannte.
    DragonGodSlayer ist offline Geändert von DragonGodSlayer (02.09.2014 um 01:04 Uhr)

  6. #6 Zitieren
    Legende Avatar von Annalena
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    [Bild: a1.png]
    Akari lief langsam durch die Straßen von Tokio. Sie hatte ihre Hände in ihren Hosentaschen und ignorierte völlig die Blicke, die ihr zugeworfen worden. Es war nichts Neues, das sie mit Argwohn betrachtet wurde. Ihre helle Haarfarbe, ihre ungewöhnlichen Augen und das Tuch, mit dem sie immer ihre untere Gesichtshälfte bedeckte, ließen die Menschen um sie herum einen weiten Bogen machen. Doch das war ihr nur recht. Sie hasste die Nähe der Menschen und fühlte sich am wohlsten, wenn sie allein gelassen wurde.

    Sie betrat das große Haus in dem sie eine Wohnung gemietet hatte. Bevor sie jedoch die Treppe nach oben steigen konnte stellte sich Ihr Vermieter ihr in den Weg. „Ent… entschuldigt“, fing er an zu stottern, „ihr… ihr schuldet mir noch die letzte Monatsmiete.“ Akari seufzte leise. „Muss ich wohl vergessen haben.“ Sie zog ihre rechte Hand aus der Hosentasche und hielt ihre Pistole darin. Ihr Vermieter hob abwehrend die Hände und trat zwei Schritte zurück. Die junge Frau ignorierte ihn und legte die Pistole auf ein kleines Tischchen, das im Hausflur stand. Danach aktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Nun zog sie auch die linke Hand aus der Hosentasche und hielt ihr Messer darin. Ruhig legte sie es neben die Pistole.

    Ihr Vermieter war noch zwei Schritte zurückgegangen und stand mit dem Rücken zur Wand des Flures. Sie ignorierte ihn weiterhin und sprach kurze Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit. Nachdem sie fertig war deaktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Sie nahm ihre Pistole und ihr Messer in jeweils eine Hand und steckte es wieder ruhig in ihre Hosentaschen. Danach blickte sie auf und sah ihre Vermieter an. „Erledigt.“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren begab sie sich in ihrer Wohnung.

    Ihre Stiefel zog sie schon im Flur aus und ließ sie einfach fallen. Danach folgte das Tuch von ihrem Gesicht. Auch dieses ließ sie fallen. Ihm folgte der Rest ihrer Kleidungsstücke die eine Spur ins Bad legte. Sie duschte, trocknete sich ab und schlüpfte in ein weites Männerhemd. Danach ging sie in die Küche und machte sich etwas Instant-Ramen. Sie aß während sie ihren Rechner hochfuhr. Danach nahm sie sich eine Cola und setzte sich vor ihren Rechner. Sie lächelte den Bildschirm an. Nur noch eine Firewall und sie hatte die Server von Belendiel gehackt. Das würde ihre Meisterleistung werden, denn keiner hatte das bisher geschafft.

    Sie aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit und gab einige Befehle. Ihre Finger flogen nur so über die Tastatur während sie weiterhin Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit sprach. Ellenlange Zahlenreihen flogen über den Bildschirm und Akaris Lächeln wurde breiter. Der Bildschirm wurde schwarz und sie hielt den Atem an. Nur wenige Sekunden später ploppten jede Menge Fenster auf. Akari hatte es geschafft. Sie hatte tatsächlich die Server von Belendiel gehackt. Bevor sie sich jedoch freuen konnte verschwanden die Fenster wieder und andere Zahlenreihen tauchten auf. Akari fluchte. Sie suchten sie. So schnell sie konnte versuchte sie alle Verbindungen zu trennen. Sekunden später war der Bildschirm schwarz und auch ihre Mobile Neuraleinheit war deaktiviert.

    Bevor sie jedoch erleichtert aufatmen konnte, meldete sich ein Gespräch an. Akari wusste, dass sie kein Gespräch erwartete. Sie schloss die Augen und aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit wieder. Sie stellte es jedoch so ein, dass es nur eine Ton- und keine Bildübertragung gab. „Mein Schwarzer Engel“, sagte eine kühle Stimme, „ich habe mich schon gewundert wann du es endlich schaffst die Server von Belendiel zu hacken. Lass mich der Erste sein, der dir gratuliert.“ Akari versuchte ihre Aufregung zu unterdrücken. „Wer sind Sie?“

    „Wie unhöflich von mir mich nicht vorzustellen. Mein Name ist Yuudai Fushida. Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.“

    Akari fluchte einen Sturm in Ihrem Kopf. Warum musste sie ausgerechnet an ihn geraten? „Was wollen Sie?“ Sie hoffte ihre Stimme war ruhig und ließ ihre Anspannung nicht erkennen. Sie hörte Yuudai leise seufzen. „Warum so kurz angebunden meine Schöne? Ich dachte wir könnten uns nett unterhalten. So von Hacker zu Hacker. Hatte ich das vergessen zu erwähnen? Manche kennen mich auch unter dem Namen Weißer Wolf.“ Jetzt fluchte Akari laut. Jeder gute Hacker kannte den Weißen Wolf. Er war der beste Hacker der Welt und Vorbild für die meisten von ihnen. Auch sie wollte ihn eines Tages übertreffen. Ausgerechnet er war der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.

    Yuudai schien über ihren Ausbruch amüsiert zu sein. „Hast du wirklich geglaubt, dass deine Hack-Versuche unentdeckt bleiben? Ich muss aber zugeben, dass du sehr gut bist. Ich musste die Sache selbst übernehmen, da meine Angestellten nicht damit klar kamen. Doch das habe ich gerne gemacht. Welcher Mann würde nicht dem Schwarzen Engel so nahe kommen.“ Sie überlegte kurz ob es tatsächlich der Weiße Wolf sein konnte oder ob er sie hinters Licht führen wollte. Akari entschied, dass er es tatsächlich ist. Keiner würde so kühn sein und behaupten der Weiße Wolf zu sein, wenn er es nicht ist.

    Da sie nicht antwortete redete der Mann weiter. „Warum stellst du nicht die Bildübertragung ein? Ich würde es angenehmer empfinden von Angesicht zu Angesicht zu reden.“ „Nein.“ Sie hörte ihn wieder ein leise Seufzen. Dann gab es ein kurzes knacken und ihre Mobile Neuraleinheit schaltete auf holographische Übertragung. „Viel besser“, sagte Yuudai, „du bist noch genauso schön wie ich dich in Erinnerung habe.“ Verwirrt blickte Akari das Holograph von Yuudai an. Er kam ihr bekannt vor, doch sie konnte sich nicht an ihn erinnern. Wo hatte sie ihn schon gesehen? Yuudai legte dramatisch seine Hand auf sein Herz. „Wie kannst du mich vergessen meine Schöne? Hat dir unsere gemeinsame Nacht wirklich nichts bedeutet?“ Akari wurde bleich. War er einer ihrer Liebhaber?

    Als ob er ahnte was sie dachte sagte der Mann, „die schwarze Spinne auf deinen Rücken ist wirklich ein Meisterwerk. Doch ich hätte eher einen schwarzen Engel gewählt um die Narben zu überdecken.“ Die junge Frau erstarrte. Sie war tatsächlich mit ihm im Bett gewesen. Nur einer der Männer, mit denen sich Sex hatte, konnte von Ihrem Tattoo wissen. „Auch wenn wir eine Nacht zusammen verbracht haben gibt es Ihnen nicht das Recht so vertraulich mit mir zu sprechen.“ Yuudai lächelte nur. „Dann könnten wir doch diese Nacht wiederholen. Das würde uns doch sehr vertraut machen.“ „Niemals.“ Der junge Mann seufzte laut. „Bedauerlich wirklich sehr bedauerlich. Doch wenn du es dir anders überlegst, werde ich es wissen und dich finden.“

    Irritiert blickte sie ihn an und ignorierte was er zuletzt gesagt hatte. „Was wollen sie? Haben Sie die Polizei gerufen? Warum geben Sie sich mit mir ab?“

    „Dai Shi startet in ein paar Tagen.“ Akari verzog ihren Mund zu einer Grimasse. „Nein.“
    Annalena ist offline Geändert von Annalena (06.09.2014 um 09:20 Uhr) Grund: Titel eingefügt

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    Zitat Zitat von Annalena Beitrag anzeigen
    [Bild: a1.png]Akari lief langsam durch die Straßen von Tokio. Sie hatte ihre Hände in ihren Hosentaschen und ignorierte völlig die Blicke, die ihr zugeworfen worden. Es war nichts Neues, das sie mit Argwohn betrachtet wurde. Ihre helle Haarfarbe, ihre ungewöhnlichen Augen und das Tuch, mit dem sie immer ihre untere Gesichtshälfte bedeckte, ließen die Menschen um sie herum einen weiten Bogen machen. Doch das war ihr nur recht. Sie hasste die Nähe der Menschen und fühlte sich am wohlsten, wenn sie allein gelassen wurde.

    Sie betrat das große Haus in dem sie eine Wohnung gemietet hatte. Bevor sie jedoch die Treppe nach oben steigen konnte stellte sich Ihr Vermieter ihr in den Weg. „Ent… entschuldigt“, fing er an zu stottern, „ihr… ihr schuldet mir noch die letzte Monatsmiete.“ Akari seufzte leise. „Muss ich wohl vergessen haben.“ Sie zog ihre rechte Hand aus der Hosentasche und hielt ihre Pistole darin. Ihr Vermieter hob abwehrend die Hände und trat zwei Schritte zurück. Die junge Frau ignorierte ihn und legte die Pistole auf ein kleines Tischchen, das im Hausflur stand. Danach aktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Nun zog sie auch die linke Hand aus der Hosentasche und hielt ihr Messer darin. Ruhig legte sie es neben die Pistole.

    Ihr Vermieter war noch zwei Schritte zurückgegangen und stand mit dem Rücken zur Wand des Flures. Sie ignorierte ihn weiterhin und sprach kurze Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit. Nachdem sie fertig war deaktivierte sie ihre Mobile Neuraleinheit. Sie nahm ihre Pistole und ihr Messer in jeweils eine Hand und steckte es wieder ruhig in ihre Hosentaschen. Danach blickte sie auf und sah ihre Vermieter an. „Erledigt.“ Ohne ein weiteres Wort zu verlieren begab sie sich in ihrer Wohnung.

    Ihre Stiefel zog sie schon im Flur aus und ließ sie einfach fallen. Danach folgte das Tuch von ihrem Gesicht. Auch dieses ließ sie fallen. Ihm folgte der Rest ihrer Kleidungsstücke die eine Spur ins Bad legte. Sie duschte, trocknete sich ab und schlüpfte in ein weites Männerhemd. Danach ging sie in die Küche und machte sich etwas Instant-Ramen. Sie aß während sie ihren Rechner hochfuhr. Danach nahm sie sich eine Cola und setzte sich vor ihren Rechner. Sie lächelte den Bildschirm an. Nur noch eine Firewall und sie hatte die Server von Belendiel gehackt. Das würde ihre Meisterleistung werden, denn keiner hatte das bisher geschafft.

    Sie aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit und gab einige Befehle. Ihre Finger flogen nur so über die Tastatur während sie weiterhin Befehle in ihre Mobile Neuraleinheit sprach. Ellenlange Zahlenreihen flogen über den Bildschirm und Akaris Lächeln wurde breiter. Der Bildschirm wurde schwarz und sie hielt den Atem an. Nur wenige Sekunden später ploppten jede Menge Fenster auf. Akari hatte es geschafft. Sie hatte tatsächlich die Server von Belendiel gehackt. Bevor sie sich jedoch freuen konnte verschwanden die Fenster wieder und andere Zahlenreihen tauchten auf. Akari fluchte. Sie suchten sie. So schnell sie konnte versuchte sie alle Verbindungen zu trennen. Sekunden später war der Bildschirm schwarz und auch ihre Mobile Neuraleinheit war deaktiviert.

    Bevor sie jedoch erleichtert aufatmen konnte, meldete sich ein Gespräch an. Akari wusste, dass sie kein Gespräch erwartete. Sie schloss die Augen und aktivierte ihre Mobile Neuraleinheit wieder. Sie stellte es jedoch so ein, dass es nur eine Ton- und keine Bildübertragung gab. „Mein Schwarzer Engel“, sagte eine kühle Stimme, „ich habe mich schon gewundert wann du es endlich schaffst die Server von Belendiel zu hacken. Lass mich der Erste sein, der dir gratuliert.“ Akari versuchte ihre Aufregung zu unterdrücken. „Wer sind Sie?“

    „Wie unhöflich von mir mich nicht vorzustellen. Mein Name ist Yuudai Fushida. Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.“

    Akari fluchte einen Sturm in Ihrem Kopf. Warum musste sie ausgerechnet an ihn geraten? „Was wollen Sie?“ Sie hoffte ihre Stimme war ruhig und ließ ihre Anspannung nicht erkennen. Sie hörte Yuudai leise seufzen. „Warum so kurz angebunden meine Schöne? Ich dachte wir könnten uns nett unterhalten. So von Hacker zu Hacker. Hatte ich das vergessen zu erwähnen? Manche kennen mich auch unter dem Namen Weißer Wolf.“ Jetzt fluchte Akari laut. Jeder gute Hacker kannte den Weißen Wolf. Er war der beste Hacker der Welt und Vorbild für die meisten von ihnen. Auch sie wollte ihn eines Tages übertreffen. Ausgerechnet er war der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises.

    Yuudai schien über ihren Ausbruch amüsiert zu sein. „Hast du wirklich geglaubt, dass deine Hack-Versuche unentdeckt bleiben? Ich muss aber zugeben, dass du sehr gut bist. Ich musste die Sache selbst übernehmen, da meine Angestellten nicht damit klar kamen. Doch das habe ich gerne gemacht. Welcher Mann würde nicht dem Schwarzen Engel so nahe kommen.“ Sie überlegte kurz ob es tatsächlich der Weiße Wolf sein konnte oder ob er sie hinters Licht führen wollte. Akari entschied, dass er es tatsächlich ist. Keiner würde so kühn sein und behaupten der Weiße Wolf zu sein, wenn er es nicht ist.

    Da sie nicht antwortete redete der Mann weiter. „Warum stellst du nicht die Bildübertragung ein? Ich würde es angenehmer empfinden von Angesicht zu Angesicht zu reden.“ „Nein.“ Sie hörte ihn wieder ein leise Seufzen. Dann gab es ein kurzes knacken und ihre Mobile Neuraleinheit schaltete auf holographische Übertragung. „Viel besser“, sagte Yuudai, „du bist noch genauso schön wie ich dich in Erinnerung habe.“ Verwirrt blickte Akari das Holograph von Yuudai an. Er kam ihr bekannt vor, doch sie konnte sich nicht an ihn erinnern. Wo hatte sie ihn schon gesehen? Yuudai legte dramatisch seine Hand auf sein Herz. „Wie kannst du mich vergessen meine Schöne? Hat dir unsere gemeinsame Nacht wirklich nichts bedeutet?“ Akari wurde bleich. War er einer ihrer Liebhaber?

    Als ob er ahnte was sie dachte sagte der Mann, „die schwarze Spinne auf deinen Rücken ist wirklich ein Meisterwerk. Doch ich hätte eher einen schwarzen Engel gewählt um die Narben zu überdecken.“ Die junge Frau erstarrte. Sie war tatsächlich mit ihm im Bett gewesen. Nur einer der Männer, mit denen sich Sex hatte, konnte von Ihrem Tattoo wissen. „Auch wenn wir eine Nacht zusammen verbracht haben gibt es Ihnen nicht das Recht so vertraulich mit mir zu sprechen.“ Yuudai lächelte nur. „Dann könnten wir doch diese Nacht wiederholen. Das würde uns doch sehr vertraut machen.“ „Niemals.“ Der junge Mann seufzte laut. „Bedauerlich wirklich sehr bedauerlich. Doch wenn du es dir anders überlegst, werde ich es wissen und dich finden.“

    Irritiert blickte sie ihn an und ignorierte was er zuletzt gesagt hatte. „Was wollen sie? Haben Sie die Polizei gerufen? Warum geben Sie sich mit mir ab?“


    „Dai Shi startet in ein paar Tagen.“ Akari verzog ihren Mund zu einer Grimasse. „Nein.“


    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]

    Yuudai beobachtete amüsiert wie Akari ihr Gesicht verzog. Es hätte ihn enttäuscht wenn sie gleich zugesagt hätte. Doch er wäre nicht er wenn er nicht eine oder eine ganze Hand voll Trumpfkarten hätte. Mit ein paar Befehlen in seine mobile Neuraleinheit fuhr Akiras Rechner wieder hoch. „Wir besprechen alles weitere heute Abend bei einem netten Abendessen in meiner Villa. Ich sende dir meine Adresse zu.“ Ein paar Tastendrucke auf seinem Rechner später und die Daten waren gesandt.

    Die junge Frau war ganz und gar nicht begeistert wie er mit ihr umsprang. Besonders angepisst war sie wie einfach er ihren Rechner bedienen konnte. Wütend ballte sie ihre Fäuste. „Nein. Ich nehme nicht an diesem blöden Online-Spiel teil. Ich bin doch nicht lebensmüde. Ihr Abendessen können Sie sich auch sonst wohin stecken.“ Yuudai blieb unbeeindruckt und sandte ein paar weitere Daten zu ihrem Rechner. Misstrauisch beäugte sie die Dateien, die sie gerade bekommen hatte.

    Akari machte keine Anstalten die Dateien zu öffnen. Doch der junge Mann ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er schenkte sich ein Glas Wein an und lehnte sich zurück. Dann blickte er sie an und lächelte bevor er einen Schluck des Weins trank. Sie versuchte den Rechner herunterzufahren und die Verbindung zu Yuudai zu trennen. Bei beiden hatte sie keinen Erfolg.

    Es sah so aus als hätte sie keine Wahl. Bevor sie die Datei jedoch öffnete ließ sie sämtliche Viren- und Antispy Software, die sie besaß, laufen. Diese fanden in den Dateien nichts. Doch das überraschte sie nicht. Sie könnte die Datei noch genauer untersuchen, aber wenn sie von dem weißen Wolf persönlich waren, dann würde sie mit Sicherheit nichts finden, falls er etwas versteckt hätte. Seufzend öffnete sie die Dateien. Als sie sich diese ansah wurde sie kreidebleich. Darin aufgelistet waren alle Hacker-Angriffe, die sie je gemacht hatte. Sogar Fotos von ihr waren dabei.

    „Heute Abend punkt 7:00 Uhr Abendessen bei mir. Und zieh dir bitte etwas Nettes an.“ Ohne eine Antwort abzuwarten loggte er sich aus. Akari fluchte, zog sich ihre mobile Neuraleinheit vom Kopf und warf sie mit solcher Wucht gegen die Wand, dass sie zerbrach. Hastig lief sie in ihr Schlafzimmer und begann ihre Tasche zu packen. Sie musste sofort verschwinden. Bevor sie fertig gepackt hatte klingelte es an der Tür. Akari hob ihre Hand um ihre mobile Neuralverbindung zu aktivieren. Doch sie ließ ihre Hand wieder fallen als ihr einfiel, dass diese zerstört war.

    Also musste sie auf altmodische Weise nachschauen wer an der Tür war. Sie ging leise zu der Tür und schaute durch den Spion. Niemand war zu sehen. Sie holte ihre Pistole und entsicherte sie bevor sie die Türe einen Spalt öffnete. Vor der Tür war niemand. Doch es lag ein etwas größeres Paket da auf dem sich eine Karte befand. Akari blickte sich um doch es war keiner da. Sie nahm das Paket in die Wohnung und schloss die Tür. Wer würde ihr etwas schicken und noch dazu mit einer altmodischen Karte versehen. Sie legte die Pistole zur Seite und öffnete die Karte.


    Ich habe dir ein Kleid gekauft meine Schöne. Du würdest mir eine große Freude machen, wenn du es heute Abend trägst.

    Yuudai

    PS: Fliehen ist zwecklos. Ich werde dich finden wo immer du auch bist. Ich war außerdem so frei und habe alle deine Konten gesperrt.


    Akari sank zu Boden. Es war schon so gut wie unmöglich der totalen Überwachung von Nonomoto Enterprises zu entkommen. Doch auch noch den weißen Wolf auf den Fersen zu haben war zu viel für sie. Es scheint so als hätte sie keine Wahl. Sie würde sich Yuudais Wünschen beugen. Zumindest vorerst. Langsam öffnete sie das Paket. Darin befand sich ein langes schwarzes Abendkleid. Es hatte schmale Träger und einen tiefen Ausschnitt. Der Ausschnitt selbst war noch mit einigen Stoffstreifen, die einem Netz glichen, geschmückt. Ansonsten war es eher schlicht.

    Akari nahm das Kleid und begab sich in ihr Schlafgemach. Sie wühlte durch ihre Unterwäsche und fand ein schwarzes Set. Das Höschen war aus Seide und mit Spitze verziert. Der BH hatte keine Träger und passte perfekt unter das Abendkleid. Sie entledigte sich von ihrem Hemd und streifte die Unterwäsche über. Danach zog sie das Abendkleid an. Es passte wie angegossen und sie fragte sich, woher Yuudai ihre Maße hatte. Der Stoff des Abendkleides war sehr edel und fühlte sich gut auf ihrer Haut an. Es musste ein Vermögen gekostet haben. Doch Geld spielt für Yuudai Fushida sicherlich keine Rolle.

    Sie ging zurück in den Flur und schaute in dem Karton nach ob sich darin auch ein paar Schuhe fanden. Akari selbst hatte nichts für Absatzschuhe übrig. Damit konnte man nicht vernünftig rennen, wenn es notwendig war und die Füße schmerzten auch. Im Karton waren tatsächlich noch ein paar Schuhe enthalten. Es waren schwarze enge Stiefel, die bis zu ihrem Knie gingen. Das Material war etwas was sie noch nie gesehen hatte. Es fühlte sich sehr gut an und die Stiefel sahen sehr elegant aus. Das Wichtigste war jedoch, dass sie keine hohen Absätze hatten.

    Akari zog sie an und auch sie passten wie angegossen. Es fühlte sich fast so an als ob sie keine Schuhe trug. Sie ging zurück in ihr Schlafzimmer und schüttete ihren halb gepackte Tasche aus. Darin befanden sich zwei Riemen aus Leder. Diese waren sehr robust und wurden um die Oberschenkel gelegt, was sie auch tat. Es war die ideale Halterung für ihr Messer und ihre Pistole. Sie würde ganz sicher nicht unbewaffnet aus dem Haus gehen.

    Nachdem sie alles erledigt hatte ging sie zu ihrem Rechner um ihre Dateien genauer zu studieren. Sie setzte sich davor und stellte fest, dass alle Dateien verschwunden waren. Akari suchte intensiv danach doch konnte sie nicht finden. Yuudai musste sie gelöscht haben oder er hatte etwas in den Dateien versteckt, das es tat. Sie sollte genauer nachschauen, ob sie etwas retten konnte. Doch dafür war es jetzt zu spät.

    Inzwischen war es nämlich Zeit aufzubrechen. Sie zog sich einen langen schwarzen Mantel an und band ihr Tuch um. Es sah sicher albern aus wie sie mit halb verdecktem Gesicht und dem Mantel herumlief. Doch das war ihr egal. Da sie ihre neue mobile Neuraleinheit zerstört hatte kramte sie ihre alte wieder heraus. Sie aktivierte sie und übertrug die Daten von Yuudais Adresse darauf. Sicherheitshalber entfernte sie diese Daten von ihrem Rechner und schaltete ihn ab.

    Akari verließ ihre Wohnung und nahm sich ein Taxi zu der angegebenen Adresse. Der Taxifahrer versuchte ein Gespräch anzufangen doch sie ignorierte ihn. Warum er überhaupt mit ihr reden wollte war ihr ein Rätsel. Normalerweise machten die Leute einen Bogen um sie. Als sie ankamen wollte sie ihn bezahlen als ihr einfiel, dass alle ihre Konten gesperrt waren. Der Taxifahrer lächelte. „Die Rechnung wurde schon übernommen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.“ Akari zuckte nur mit den Schultern als sie das Taxi verließ. Neugierig betrachtete sie die riesige Anlage, die die Villa umgab. Von außen sah man allerdings gar nichts von der Villa.

    Die Sicherheitsleute winkten sie durch. Sie wurde anscheinend tatsächlich erwartet. Als sie am Eingang der Villa ankam wurde schon die Tür geöffnet. Vor ihr stand kein geringerer als Yuudai Fushida. Sein Hologramm tat seiner wirklichen Erscheinung Unrecht. Er war ein sehr gut aussehender Mann und total ihr Typ. Was natürlich nicht überraschend war, da sie eine Nacht zusammen verbracht haben. „Guten Abend meine Schöne und herzlich Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause.“ Er unterstrich seine Begrüßung mit einer leichten Verbeugung. „Ich bedaure, dass ich Ihnen nicht das gleiche wünschen kann, Fushida-sama.“ Amüsiert nahm er ihr den Mantel ab. Dann trat er hinter sie. Sie konnte seine Körperwärme spüren als er in ihr Ohr flüsterte. „Wir sind ungestört. Es gibt also keinen Grund dein hübsches Gesicht zu bedecken.“ Seine warmen Finger streifen ihren Nacken als er ihr das Tuch entfernte und sie hatte alle Mühe einen wohligen Schauer zu unterdrücken.

    Wie sollte sie bloß den Abend mit diesem attraktiven Mann überstehen?
    Annalena ist offline Geändert von Annalena (06.09.2014 um 09:35 Uhr)

  8. #8 Zitieren
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    Wieder ein normaler Tag im Gastgewerbe. Die Marketingaktion war wieder ein voller Erfolg. Nach dem neusten Upgrade der Hotels haben sich die Verkaufszahlen wieder erhöht und Hideaki durfte wieder ein paar undankbare Gäste auf die Strasse setzen. Es machte ihm grosse Freude Gäste zufrieden zu stellen. Sein lächeln konnte jedes Zimmer zu unmöglichen Preisen verkaufen, aber noch mehr Freude bereitete es ihm seine angestaute schlechte Laune an solchen Gästen aus zu lassen.
    Er liebte seinen Job, denn er war gut darin. Sehr gut sogar. Seine rechter Mundwinkel verzog sich nach oben und deutete damit ein lächeln an. Er legte den Kopf in den Nacken, strich sich die Haare aus dem Gesicht und seufzte erleichtert. „Kojima, Ogawa schafft diesen Lümmel aus meinem Hotel und macht sicher dass er kapiert, dass er hier nicht erwünscht ist.“ „Hai, Bossu!“ Kojima und Ogawa waren seine rechte Hand was Sicherheit in seinem Hotel betraf. Loyal wie ein paar Hunde. Leider war ihr Grips auch auf dem Level. Zumindest konnten sie ihn mit ihrer eingeschränkten Intelligenz erheitern und ihr etwas übergroßes Aussehen reichte meist um unliebsame Gäste zu beruhigen. Wie langweilig das Leben doch wäre wenn es nicht hin und wieder einen rebellischen Gast gäbe der ihm den Tag versüßt.
    „Boss, es gibt eine spontane Pressekonferenz von Nonomoto Enterprises. Soll ich es in ihr Büro übertragen?“ rief eine attraktive Dame von der Rezeption ihm zu.
    „Nein, übertrag es einfach auf mein MNE. Und übertrag es auch auf die öffentlichen Holoprojektoren für die Gäste.“
    Hideaki hatte ein sehr hohes Standard für seine Mitarbeiter. Gäste waren mit attraktiven Mitarbeitern einfacher zufrieden zu stellen. Dank seiner Kontakte hatte er seinen Mitarbeitern auch eine zusätzliche Prämie bieten können, wenn sie damit einverstanden waren einigen Gästen gewisse zusätzliche Dienste zu bieten, ohne dabei Probleme mit den regionalen Gruppierungen Ärger zu bekommen. Diese Dienste wurde zwar nicht öffentlich angeboten, waren jedoch recht beliebt bei den höheren Gästen, wie auch einigen Repräsentanten der Nonomoto Enterprises, wodurch er sich technologische Vorteile errungen hatte. Er hatte früh gelernt, dass man mit kleinen Extras vieles bekommen konnte und nutzte das in vollen Zügen aus.
    Die Pressekonferenz war vorbei. Es wurde auch langsam mal Zeit für ein neues Event. Hideaki wurde schnell gelangweilt wenn es keinen neuen Inhalt oder Events für Belendiel gab. Er wand sich an die Rezeptionistin
    „Ich bin dann wieder in meinem Büro wenn was ist. Ach und schickt Lucy-chan hoch.“
    „Hai, Boss. Oh, ich hätte es beinahe vergessen, aber ein Repräsentant von Nonomoto Enterprises wartet in Ihrem Büro auf Sie.“
    „Tsk, dann soll Lucy-chan sich einfach bereithalten und sich was schönes Anziehen. Hat er gesagt warum er hier ist? Es war diese Woche doch schon jemand da.“
    „Nein, tut mir leid, Boss, hat er leider nicht gesagt. Er scheint ein einfacher Vertreter zu sein.“

    Hideaki seufzte hörbar und machte sich auf dem Weg zum Aufzug während seine „Hunde“, die den Gast „freundlich eskortiert“ hatten ihn flankierten.
    Oben angekommen stiess er die mächtigen Doppeltüren zu seinem Büro auf, woraufhin ein Mitarbeiter zitternd vor ihm erschien.
    „Ko-konichiwa, Himura-sama“ stotterte der Vertreter.
    „Warum schickt mir Nonomoto seine Kakerlaken? Wollen die sich etwa über mein Hotel beschweren und haben keinen S****** in der Hose um es mir selbst zu sagen?“ blaffte er den Vertreter an der sichtlich blass zurückschreckte. Er lies sich in seinen Chefsessel fallen und schwang seine Beine auf die Kante von seinem Schreibtisch.
    „N-nein Himura-sama. I-ich wurde he-hergeschickt u-um …“
    „Reis dich gefälligst zusammen und rede ordentlich mit mir!“
    Erneut zuckte der Vertreter zusammen. Hideaki fing langsam an sich mit diesem Insekt zu vergnügen. Er hasste es mit Vertretern zu sprechen, nutzte es aber gerne aus. Aufgrund seiner Kontakte und seiner Art und Weise mit seinen „Hunden“ hatten selbst höhere Tiere oft Angst vor ihm. Er war einer der Erfolgreichsten jungen Menschen die es wohl auf dieser Welt gab. So schnell wie er konnten sich nur wenige hoch arbeiten. Er genoss es die Oberhand zu haben.
    HAI, HIMURA-SAMA! Ich bin gekommen um Ihnen die neuste Mobile Neutraleinheit zu bringen und eine persönliche Einladung zum Dai Shi zu überreichen!“ Der Vertreter stand stocksteif vor Hideaki und hielt nun die Luft an während er auf eine Reaktion von Hideaki wartete. Hideaki setzte eine grübelnde Miene auf und lies den Vertreter etwas baumeln. Als der Vertreter langsam blau anlief, brach er schliesslich in lautes Gelächter aus. Der Vertreter schaute ihn etwas verdutzt an, zeigt dann jedoch ein nervöses lächeln und lies ein nervöses Lachen hören. Mittlerweile war der Vertreter schweissgebadet. Der Anblick verleitete Hideaki zu noch lauterem Lachen dem die „Hunde“ nun auch einstimmten. Plötzlich stoppte er „Genug!“. Die „Hunde“ gaben ruhe und der Vertreter zuckte erneut zusammen. Er hatte sich schon längst entschlossen, entschied sich aber der Vertreter noch ein wenig zu quälen. „Warum sollte ich daran teilnehmen?“ Er hatte seine Beine nun unter dem Tisch und lehnte sich nach vorne auf den Tisch. „Es wäre uns eine große Ehre Ihr Talent der Welt zu zeigen und No-Nonomoto Enterprises ist bereit bis auf den Fall von Ausbuchung Sie als alleinigen Beherberger in Betracht zu ziehen, sollten Sie zustimmen.“
    „BULLS***!“ Hideaki hämmerte auf den Tisch und auch diesmal musste der Vertreter zusammenzucken und der Falke in neben dem Schreibtisch aufkreischen.
    „Die wollen doch nur meinen Erfolg. Na gut. Ich mache unter einer Bedingung mit: die extras Kosten von nun an und Nonomoto Enterprises zahlt das nächste Hard und Softwareupgrade für all meine Hotels. Mein Geschäft wird nicht von Nonomoto beeinflusst und nächstes Mal sollen sie sich gefälligst selbst hier her bemühen! Ich muss jedoch zugeben du hast dich vor mir wacker geschlagen und dafür werde ich dich Belohnen.“ Er gab seinem Falken ein kleines Stück Fleisch, lehnte sich in seinen Stuhl zurück und legte die Fingerspitzen zusammen.
    „D-Danke Himura-sama“
    „Kojima, begleite diese Kakerlake in ein Freies Zimmer und schick ihm eine der Damen. Er könnte jetzt ein Bad und einen sauberen Anzug vertragen. Und jetzt raus aus meinem Büro!“
    „Hai, Bossu“
    „V-Vielen Dank Himura-sama! Sehr großzügig von Ihnen!“ Der Vertreter verbeugte sich ununterbrochen und bewegte sich dabei rückwärts aus dem Büro wobei er sich immer wieder wiederholte und beinahe rückwärts stolperte.
    „Ogawa, sag unten Bescheid, dass Lucy-chan jetzt hochkommen kann, und sie soll Tissa-chan auch mitbringen. Ich könnte jetzt eine gute Massage vertragen. Oh, sag Ihnen auch dass ich erstmal ungestört sein will.“ „Hai, Bossu!“ Ogawa trampelte davon und die Tür schloss hinter ihm. "Na das kann ja interessant werden."
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  9. #9 Zitieren
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    Obwohl Makoto in Gedanken abgelenkt war, was nicht schwer fiel, war sie doch damit beschäftigt, sich wie immer Fantasien mit ihrer kleinen Schwester auszumalen, nutzte sie ihre mobile Neuraleinheit, um sich die Fahrt zu verschönern: Sie legte einen Sci-Fi-Skin über ihre Umgebung und das Taxi wurde dadurch zu einem Raumgleiter, der sie scheinbar durch das Weltall transportierte, inklusive verschiedenster Planeten, wenn sie nach Links oder Rechts zu den Häusern schaute, die in der Realität am Straßenrand standen. Der restliche Verkehr waren weitere Raumgleiter und die Fußgänger schwebten in Raumanzügen durch das simulierte Weltall.
    Fu... irgendwie langweilig fast... ich muss mal schauen, dass ich demnächst vielleicht noch Raumschlachten in den Skin bekomme!
    Ansonsten verlief die Fahrt ziemlich ereignislos. Bis auf das eine Mal, wo sie schon hörbar vor sich hin schwärmte.
    "Fufufu... Nana... Doch nicht DA!"
    "Äh... wie meinen, Miss?"
    "Was? Jetzt nicht stören! Und bloß nicht nach hinten schauen! Das ist ein Befehl!"
    Dabei fletschte sie wieder ihre Zähne.
    "Äh... ja..."
    "Und schauen sie gefälligst nach vorne! Sonst rammen wir noch den Todesstern vor uns!"
    "N-natürlich, Miss..."
    "Mattakun! Piloten sind heutzutage auch nicht mehr das, was sie mal waren!"
    Nach diesem Zwischenfall wagte der Taxifahrer es für die restliche Fahrt kein einziges Mal mehr, nach hinten zu schauen! Die erforderlichen Informationen über die Verkehrslage hinter und neben sich, ließ er sich jetzt einfach in einer Ecke der Windschutzscheibe mit Hilfe kleinster Kameras in einem Display anzeigen. Dabei hatte der Fahrer noch Glück: Es herrschte Rush Hour und durch die Ankündigung eines neuen Dai Shi Events war noch mehr Chaos auf den Straßen. Doch Makoto war so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass sie nicht, wie sonst üblich, die Geduld verlor und dem Fahrer die Hölle auf Erden bereitete...
    Schließlich hielt der 'Raumgleiter' vor einem besonders schönen 'Planeten', der, nun, gespickt war mit einem endlosen Hort an Anime-Schönheiten! Für Makoto war es der Hinweis, dass sie angekommen waren. Sie schaltete ihren Skin auf ihrer MNE aus, dann schaute sie sich elektronisch den zu zahlenden Betrag an. Während sie die Überweisung tätigte, war der Fahrer ausgestiegen und hatte das Fahrzeug umrundet, um ihr die Tür zu öffnen. Und das, obwohl Makoto noch nicht mal Trinkgeld gab! Doch so etwas gab sie höchstens in den Cosplay-Läden ihres Vertrauens und auch dort nur, wenn man sie wie eine Prinzessin behandelte! Also stieg sie aus, warf dem Fahrer einen so finsteren Blick zu, dass dieser sich noch tiefer verbeugte, als wolle er die Straße küssen, schnalzte einmal verächtlich mit ihrer Zunge und ging auf ihr Heim zu.
    Das, was sie mit Heim assoziierte und eben aus dem Taxi heraus noch wie ein Planet voller schriller und bunter Mädels gewirkt hatte, war in Wirklichkeit eine große, ehrwürdige und alte Villa im traditionellen, japanischen Gutsherrenstil. Makoto stammte aus einer reichen Familie, daher war es nach ihrer Meinung auch nur gut und recht, dass sie nicht in einer neumodischen Nachbildung hausten, sondern ein Original besaßen, das gut und gerne einige Jahrhunderte auf dem Buckel hatte. Hier im Vorort war es kein Problem, ein großes Grundstück sein Eigen zu nennen und die Yamato's konnten es sich leisten. So war das Areal mit einer hohen Mauer umgeben und der Eingang zum Grundstück war eine schwere und eiserne Pforte aus Gittern. Doch waren auf dem gesamten Grundstück einige elektronische Hilfsmaßnahmen geschickt und für das Auge nicht sichtbar eingebettet. So musste Makoto nur einen elektronischen Befehl verschicken und die beiden Torflügel öffneten sich wie von Geisterhand. Dann schritt sie herein und das Tor begann sich hinter ihr automatisch wieder zu schließen.
    Haahhh... den Weg zu unserem Haus hätte man aber auch angenehmer machen können...
    Also schlenderte sie die gut 200 Meter vom Tor bis zur eigentlichen Villa, dabei wieder ihrem alten Plan nachsinnend.
    Ich sollte mir wirklich eins von diesen lenkbaren Boards zulegen! Das kann ich neben dem Tor deponieren und immer, wenn ich heim komme, mich drauf stellen! Dann muss ich nicht wie der Rest zu Fuß gehen-
    Doch ihre Gedanken wurden unterbrochen, als sie die schwarze Limousine bewusst war nahm, die vor dem Eingang zur Villa parkte.
    Besuch? Für wen? Und es sieht nach hochklassigem Besuch aus... verdammt! Wenn Mutter und Vater jetzt Besuch empfangen, noch dazu aus der Elite, dann müssen Nana und ich anwesend sein... Das bedeutet, ich muss mit den Bikinis noch warten!
    Verärgert über den unerwarteten Besuch, ging sie weiter, bis sie zu den Stufen der Villa kam. Während sie diese erklomm, gab sie den Befehl zum Öffnen der Tür ein. Die Tür, welche noch die originale Holztür war, hatte auch einige Modifikationen erhalten: So konnte sie per elektronischem Befehl geöffnet und geschlossen werden, zudem schwang sie nicht einfach auf, sondern gleitete in eigens nachträglich installierten Schienen in den Boden. Makoto betrat die Vorhalle und zog ihre Schuhe aus.
    "Ich bin wieder daheim."
    Die Vorhalle war weit und geräumig. Vor allem im überfüllten Inneren von Tokyo hatten genug Menschen weniger Platz als Wohnung zur Verfügung, wie in der Vorhalle herrschte. Auch hier war alles noch wie im Original gehalten, doch geschickt waren überall und kaum sichtbar Holoprojektoren eingebaut, die eine komplette Vernetzung des Hauses garantierten.
    Dann stutzte sie. Es standen drei unbekannte Paar Schuhe fein säuberlich aufgereiht im Flur neben den üblichen Schuhen der Familie. Nichts anders hatte sie von elitärem Besuch erwartet... Was sie aber nicht verstehen konnte: Die Schuhe ihrer Schwester waren alle vorhanden, nur fehlten die Ausgehschuhe ihrer Eltern!
    Was zum!? Sind Mutter und Vater noch unterwegs und lassen die arme Nana hier erstmal alleine die Gastgeberin spielen???
    Ihren Ärger darüber nur mühsam unterdrückend, begab sie sich ins Wohnzimmer, welches noch größer war, als die Vorhalle. Manch einer hätte behauptet, man könne hier locker eine Sitzung des Senats abhalten oder das Kaiserpaar und dessen Hof empfangen - was auch die pure Absicht hinter der pompösen Gestaltung im Raum war! Dort sah sie zum einen ihre Schwester auf dem riesigen Sofa sitzen. Im Sessel, wo normalerweise nur ihr Vater saß, sonst allerhöchstens noch der Kaiser persönlich Platz nehmen durfte, lümmelte entspannt ein schmierig wirkender Kerl in dunklem Anzug und mit Sonnenbrille. Neben dem Sessel standen links und rechts jeweils ein Kerl, die Beide wirkten, als wären sie riesige Profiwrestler. Beide steckten in grauen Anzügen, die drohten, bei der kleinsten Bewegung zu zerreißen.
    Das gefällt mir nicht!
    "Nana, wer-"

    "Nee-san!"
    Sobald sie das Wort erhob, wurde sie von ihrer kleinen Schwester bemerkt. Diese sprang sofort auf und lief zu ihr, um sich an sie zu werfen. Normalerweise würde Makoto's Herz jetzt Freudensprünge machen, nur bemerkte sie die Angst in der Stimme ihrer Schwester und deutete die schwere Atmosphäre im Raum so, dass hier etwas nicht stimmte. Ganz und gar nicht stimmte! Einen Arm um ihre Schwester legend, beruhigte sie diese erstmal.
    "Schhhh! Ich bin ja da!"
    Kurz tätschelte Makoto dann Nana's Kopf, um sich danach den Herren im raum zuzuwenden. Doch ehe sie etwas sagen konnte, erhob der Kerl im Sessel seine Stimme.
    "Ah, Miss Makoto Yamato. Bitte entschuldigen sie die Störung durch uns. Doch wir waren gerade dabei mit ihrer Schwester, der ehrenwerten Miss Nana Yamato in wichtigen Verhandlungen, die ihre Eltern betreffen! Denn, um es mal so auszudrücken: Ihre Eltern, Frau Mariya Yamato und Herr Satoru Yamato, haben sich bei uns etwas zu Schulden kommen lassen... Und Schulden sind etwas, bei dem Nonomoto Enterprises jeinen Spaß versteht!"
    Ein kurzes, sadistisches Grinsen, dann hob der Kerl eine Hand, was wohl einen lapidaren Gruß darstellen sollte.
    "Ach ja, sie können mich 'Smith-kun' nennen... mehr brauchen sie in der Hinsicht nicht zu wissen!"
    Makoto's Gedanken rasten.
    Was zur Hölle geht hier vor? Was ist mit Mutter und Vater? Was will Nonomoto von meiner Schwester?
    Önee-sama ist offline Geändert von Önee-sama (10.03.2015 um 19:47 Uhr)

  10. #10 Zitieren
    Legende Avatar von Annalena
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    Zitat Zitat von Annalena Beitrag anzeigen

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]

    Yuudai beobachtete amüsiert wie Akari ihr Gesicht verzog. Es hätte ihn enttäuscht wenn sie gleich zugesagt hätte. Doch er wäre nicht er wenn er nicht eine oder eine ganze Hand voll Trumpfkarten hätte. Mit ein paar Befehlen in seine mobile Neuraleinheit fuhr Akiras Rechner wieder hoch. „Wir besprechen alles weitere heute Abend bei einem netten Abendessen in meiner Villa. Ich sende dir meine Adresse zu.“ Ein paar Tastendrucke auf seinem Rechner später und die Daten waren gesandt.

    Die junge Frau war ganz und gar nicht begeistert wie er mit ihr umsprang. Besonders angepisst war sie wie einfach er ihren Rechner bedienen konnte. Wütend ballte sie ihre Fäuste. „Nein. Ich nehme nicht an diesem blöden Online-Spiel teil. Ich bin doch nicht lebensmüde. Ihr Abendessen können Sie sich auch sonst wohin stecken.“ Yuudai blieb unbeeindruckt und sandte ein paar weitere Daten zu ihrem Rechner. Misstrauisch beäugte sie die Dateien, die sie gerade bekommen hatte.

    Akari machte keine Anstalten die Dateien zu öffnen. Doch der junge Mann ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Er schenkte sich ein Glas Wein an und lehnte sich zurück. Dann blickte er sie an und lächelte bevor er einen Schluck des Weins trank. Sie versuchte den Rechner herunterzufahren und die Verbindung zu Yuudai zu trennen. Bei beiden hatte sie keinen Erfolg.

    Es sah so aus als hätte sie keine Wahl. Bevor sie die Datei jedoch öffnete ließ sie sämtliche Viren- und Antispy Software, die sie besaß, laufen. Diese fanden in den Dateien nichts. Doch das überraschte sie nicht. Sie könnte die Datei noch genauer untersuchen, aber wenn sie von dem weißen Wolf persönlich waren, dann würde sie mit Sicherheit nichts finden, falls er etwas versteckt hätte. Seufzend öffnete sie die Dateien. Als sie sich diese ansah wurde sie kreidebleich. Darin aufgelistet waren alle Hacker-Angriffe, die sie je gemacht hatte. Sogar Fotos von ihr waren dabei.

    „Heute Abend punkt 7:00 Uhr Abendessen bei mir. Und zieh dir bitte etwas Nettes an.“ Ohne eine Antwort abzuwarten loggte er sich aus. Akari fluchte, zog sich ihre mobile Neuraleinheit vom Kopf und warf sie mit solcher Wucht gegen die Wand, dass sie zerbrach. Hastig lief sie in ihr Schlafzimmer und begann ihre Tasche zu packen. Sie musste sofort verschwinden. Bevor sie fertig gepackt hatte klingelte es an der Tür. Akari hob ihre Hand um ihre mobile Neuralverbindung zu aktivieren. Doch sie ließ ihre Hand wieder fallen als ihr einfiel, dass diese zerstört war.

    Also musste sie auf altmodische Weise nachschauen wer an der Tür war. Sie ging leise zu der Tür und schaute durch den Spion. Niemand war zu sehen. Sie holte ihre Pistole und entsicherte sie bevor sie die Türe einen Spalt öffnete. Vor der Tür war niemand. Doch es lag ein etwas größeres Paket da auf dem sich eine Karte befand. Akari blickte sich um doch es war keiner da. Sie nahm das Paket in die Wohnung und schloss die Tür. Wer würde ihr etwas schicken und noch dazu mit einer altmodischen Karte versehen. Sie legte die Pistole zur Seite und öffnete die Karte.


    Ich habe dir ein Kleid gekauft meine Schöne. Du würdest mir eine große Freude machen, wenn du es heute Abend trägst.

    Yuudai

    PS: Fliehen ist zwecklos. Ich werde dich finden wo immer du auch bist. Ich war außerdem so frei und habe alle deine Konten gesperrt.


    Akari sank zu Boden. Es war schon so gut wie unmöglich der totalen Überwachung von Nonomoto Enterprises zu entkommen. Doch auch noch den weißen Wolf auf den Fersen zu haben war zu viel für sie. Es scheint so als hätte sie keine Wahl. Sie würde sich Yuudais Wünschen beugen. Zumindest vorerst. Langsam öffnete sie das Paket. Darin befand sich ein langes schwarzes Abendkleid. Es hatte schmale Träger und einen tiefen Ausschnitt. Der Ausschnitt selbst war noch mit einigen Stoffstreifen, die einem Netz glichen, geschmückt. Ansonsten war es eher schlicht.

    Akari nahm das Kleid und begab sich in ihr Schlafgemach. Sie wühlte durch ihre Unterwäsche und fand ein schwarzes Set. Das Höschen war aus Seide und mit Spitze verziert. Der BH hatte keine Träger und passte perfekt unter das Abendkleid. Sie entledigte sich von ihrem Hemd und streifte die Unterwäsche über. Danach zog sie das Abendkleid an. Es passte wie angegossen und sie fragte sich, woher Yuudai ihre Maße hatte. Der Stoff des Abendkleides war sehr edel und fühlte sich gut auf ihrer Haut an. Es musste ein Vermögen gekostet haben. Doch Geld spielt für Yuudai Fushida sicherlich keine Rolle.

    Sie ging zurück in den Flur und schaute in dem Karton nach ob sich darin auch ein paar Schuhe fanden. Akari selbst hatte nichts für Absatzschuhe übrig. Damit konnte man nicht vernünftig rennen, wenn es notwendig war und die Füße schmerzten auch. Im Karton waren tatsächlich noch ein paar Schuhe enthalten. Es waren schwarze enge Stiefel, die bis zu ihrem Knie gingen. Das Material war etwas was sie noch nie gesehen hatte. Es fühlte sich sehr gut an und die Stiefel sahen sehr elegant aus. Das Wichtigste war jedoch, dass sie keine hohen Absätze hatten.

    Akari zog sie an und auch sie passten wie angegossen. Es fühlte sich fast so an als ob sie keine Schuhe trug. Sie ging zurück in ihr Schlafzimmer und schüttete ihren halb gepackte Tasche aus. Darin befanden sich zwei Riemen aus Leder. Diese waren sehr robust und wurden um die Oberschenkel gelegt, was sie auch tat. Es war die ideale Halterung für ihr Messer und ihre Pistole. Sie würde ganz sicher nicht unbewaffnet aus dem Haus gehen.

    Nachdem sie alles erledigt hatte ging sie zu ihrem Rechner um ihre Dateien genauer zu studieren. Sie setzte sich davor und stellte fest, dass alle Dateien verschwunden waren. Akari suchte intensiv danach doch konnte sie nicht finden. Yuudai musste sie gelöscht haben oder er hatte etwas in den Dateien versteckt, das es tat. Sie sollte genauer nachschauen, ob sie etwas retten konnte. Doch dafür war es jetzt zu spät.

    Inzwischen war es nämlich Zeit aufzubrechen. Sie zog sich einen langen schwarzen Mantel an und band ihr Tuch um. Es sah sicher albern aus wie sie mit halb verdecktem Gesicht und dem Mantel herumlief. Doch das war ihr egal. Da sie ihre neue mobile Neuraleinheit zerstört hatte kramte sie ihre alte wieder heraus. Sie aktivierte sie und übertrug die Daten von Yuudais Adresse darauf. Sicherheitshalber entfernte sie diese Daten von ihrem Rechner und schaltete ihn ab.

    Akari verließ ihre Wohnung und nahm sich ein Taxi zu der angegebenen Adresse. Der Taxifahrer versuchte ein Gespräch anzufangen doch sie ignorierte ihn. Warum er überhaupt mit ihr reden wollte war ihr ein Rätsel. Normalerweise machten die Leute einen Bogen um sie. Als sie ankamen wollte sie ihn bezahlen als ihr einfiel, dass alle ihre Konten gesperrt waren. Der Taxifahrer lächelte. „Die Rechnung wurde schon übernommen. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend.“ Akari zuckte nur mit den Schultern als sie das Taxi verließ. Neugierig betrachtete sie die riesige Anlage, die die Villa umgab. Von außen sah man allerdings gar nichts von der Villa.

    Die Sicherheitsleute winkten sie durch. Sie wurde anscheinend tatsächlich erwartet. Als sie am Eingang der Villa ankam wurde schon die Tür geöffnet. Vor ihr stand kein geringerer als Yuudai Fushida. Sein Hologramm tat seiner wirklichen Erscheinung Unrecht. Er war ein sehr gut aussehender Mann und total ihr Typ. Was natürlich nicht überraschend war, da sie eine Nacht zusammen verbracht haben. „Guten Abend meine Schöne und herzlich Willkommen in meinem bescheidenen Zuhause.“ Er unterstrich seine Begrüßung mit einer leichten Verbeugung. „Ich bedaure, dass ich Ihnen nicht das gleiche wünschen kann, Fushida-sama.“ Amüsiert nahm er ihr den Mantel ab. Dann trat er hinter sie. Sie konnte seine Körperwärme spüren als er in ihr Ohr flüsterte. „Wir sind ungestört. Es gibt also keinen Grund dein hübsches Gesicht zu bedecken.“ Seine warmen Finger streifen ihren Nacken als er ihr das Tuch entfernte und sie hatte alle Mühe einen wohligen Schauer zu unterdrücken.

    Wie sollte sie bloß den Abend mit diesem attraktiven Mann überstehen?



    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]

    Yuudai führte seinen Engel in sein ganz privates Reich. In diesem Teil des Hauses hatte niemand Zutritt. Nicht einmal seine Angestellten. Man mag es nicht glauben, aber er machte sogar selbst sauber. Akari ist die erste Person, die diese Räume zu sehen bekommt. Er führte sie ins Esszimmer, in dem der Tisch schon gedeckt war. Akari sah sich um. Auf den ersten Blick sah es wie ein Raum aus dem späten 20. Jahrhundert aus. Es gab keine Technik hier, zumindest konnte man nichts sehen. Yuudai zog einen Stuhl heraus auf dem die junge Frau Platz nahm.

    Er öffnete eine Flasche Wein aus der er beide Gläser füllte. Dann setzte er sich auf den Stuhl gegenüber Akari. Das Essen roch sehr lecker. „Ich habe es selbst gekocht. Lass es dir schmecken.“ Akari war beeindruckt, doch das würde sie niemals zugeben. Sie nahm die Stäbchen und begann zu Essen. Als sie den ersten Bissen in den Mund schob schloss sie genüsslich die Augen. Das schmeckte traumhaft. Yuudai beobachtete genau ihre Reaktion und war zufrieden. All das Planen trug endlich Früchte. Der erste Schritt um Akari für immer an seine Seite zu binden war getan.

    Schweigend genossen sie ihr Mahl. Akari hatte kein Interesse daran ein Gespräch mit ihm zu führen. Yuudai selbst war im Moment zufrieden Akari in seiner Nähe zu haben. Doch irgendwann war selbst das längste Mahl zu Ende. Er führte Akari in seinen gemütlichen Wohnbereich wo sie es sich auf dem großen Sofa bequem machte. Yuudai setzte sich so nah neben sie, dass sie seine Körperwärme spürte. Instinktiv rückte sie etwas von ihm weg. Der junge Mann lächelte nur amüsiert.

    „Kommen wir endlich zum Geschäft, Fushida-sama. Warum glauben Sie, dass ich Selbstmord üben will?“ Yuudai streckte eine Hand aus um mit einer Locke von Akaris Haar zu spielen. Irritiert schlug sie seine Hand beiseite. „Ich bitte Sie den nötigen Abstand zu wahren, Fushida-sama.“ Der junge Mann seufzte leise und rückte näher an sie heran. Sie war sehr stur, das musste er ihr lassen. Doch das würde seinen Sieg umso mehr versüßen.

    „Gut. Dann sprechen wir über das Geschäft. Obwohl ich an viel angenehmere Dinge denken könnte um diesen wunderbaren Abend ausklingen zu lassen.“ Akari spürte wie sein Atem ihr Ort kitzelte als er sprach und sie hatte große Probleme sich zu konzentrieren. Als er aufstand und sich von ihr entfernte war sie sogar etwas enttäuscht. Was tat dieser Mann ihr nur an? Als er zurückkam hatte er zwei MNEs in den Händen. Eine gab er ihr und sie sah sich diese an. Akaris Augen weiteten sich. Dieses Modell hatte sie noch nie gesehen. Fragend blickte sie Yuudai an. Er lächelte sie an. „Das ist eine mobile Neuraleinheit, die es nicht auf dem Markt gibt und nie geben wird. Es ist eine innovative Erfindung, die nur wenige ausgewählte Personen von Nonomoto Enterprises ausgehändigt bekommen. Diese ist für dich. Ein Geschenk, wenn du so willst.“

    Neugierig untersuchte Akari diese MNE. Auf den ersten Blick konnte sie aber nicht erkennen was so besonders an ihr war. „Ich werde dir später erklären was genau so besonders an ihr ist. Doch erst einmal aktiviere sie bitte.“ Akari setzte sie auf und tat was er gesagt hatte. Auch Yuudai setzte seine auf und aktivierte sie. Er gab ein paar Kommandos und vor Akaris Augen erschien eine Art Akte. Akari hatte keine Mühe diese zu öffnen, da diese Funktion nicht anders war als bei normalen MNEs. Als sie den Inhalt überflog wurde sie kreidebleich. Das war ihre Kriminalakte. In ihr war alles aufgeführt, was sie getan hatte. Dort standen nicht nur ihre Hackerangriffe sondern auch andere Delikte. Selbst der Diebstahl eines Kaugummis, den sie begangen hatte als sie 14 Jahre alt war, stand in der Akte.

    „Wie du siehst, meine Schöne, gibt es sehr wohl einen Grund warum du an Dai Shi teilnehmen solltest. Diese Akte ist der Polizei nicht bekannt. Es war nicht schwer all diese Taten vor der Polizei geheim zu halten. Warum, glaubst du, wurdest du noch nie erwischt? Ich war der Grund.“ Akari zitterte wie Espenlaub. Er hatte sie in der Hand. Dieser Mistkerl musste nicht aussprechen was er tun würde, wenn sie nicht zusagen würde. Was sollte sie tun? Ins Gefängnis gehen, und mit ihrer Verbrechensakte würde das sicherlich lebenslang bedeuten, oder bei Dai Shi mitmachen?

    Akari deaktivierte ihre MNE, nahm sie ab und legte sie auf den Tisch. Mit wackligen Knien stand sie auf und lief auf die Tür zu. Eine warme Hand auf ihrer Schulter stoppte sie. „Wir sind noch nicht fertig meine Schöne.“ Akari antwortete mit leiser Stimme. „Was wollen sie noch, Fushida-sama?“ Er sagte nichts und nahm nur ihre Hand. Dann legte er die MNE, die er ihr gerade gezeigt hatte, und legte sie in ihre offene Hand. Automatisch schloss sie ihre Finger darum. Bevor er jedoch ihre Hand wieder losließ führte er sie zu seinem Mund und küsste die Innenseite ihres Handgelenks. Akaris Herz klopfte etwas schneller bei dieser Berührung.

    „Wir sehen uns hier morgen früh punkt 8:00 Uhr, meine Schöne. Ich wünsche dir noch eine angenehme Nacht.“ Wütend schnappte sie ihr Tuch und stürmte aus dem Haus. Doch nicht bevor sie mit ihrem Mittelfinger Yuudai zeigte, was genau sie von ihm hielt. Sein Lachen folgte ihr und hallte noch lange in ihren Ohren.

    Sobald sie aus seinem Blickfeld verschwunden war ließ er keine Sekunde verstreichen und aktivierte sein MNE. Ein paar Befehle später sah er Akari wie sie mit schnellen Schritten die Straße herunterlief. Alles lief besser als er dachte.
    Annalena ist offline Geändert von Annalena (06.09.2014 um 09:38 Uhr)

  11. #11 Zitieren
    Provinzheld Avatar von DragonGodSlayer
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    Zitat Zitat von DragonGodSlayer Beitrag anzeigen
    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]

    Christian schaute gerade noch neugierig Nachrichten um sich über die aktuellen Geschehnisse in Politik und Wirtschaft zu informieren, bevor er zu Uni muss, als die Pressekonferenz mit Nonomoto Enterprises übertragen wurde.
    "OK, dass sind mal interessante Neuigkeiten.
    Wo bei dies auch heißt, dass mein Studium länger dauert als geplant, bis es fertig ist. Außerdem wird das eine langweilige Zeit sein, solange das Dai Shi statt findet. Na ja, ich muss so langsam los zur Uni.
    Na Rex, was hältst du von diesen Neuigkeiten."
    Noch während er mit seiner Eidechse Rex sprach begann er die neben ihm auf der Couch sitzende Eidechse zu Streicheln. Er stand langsam auf und gab Rex seine tägliche Portion Fliegen und Heuschrecken. Diese waren allerdings schon tot, da Christian keine Lust hat, dass lauter Käfer in seiner Wohnung rumlaufen oder fliegen, nur weil Rex diese nicht erwischt hatte.
    "Hier Rex, hast du wie immer deine Tagesration zu essen. Ich muss jetzt los zur Uni."
    Danach machte er sich leicht müde wie jeden Tag mit dem Fahrrad auf den Weg zur Universität und hörte während dessen wie immer Animemusik über seine mobile Neuraleinheit, welche er auch leise vor sich hin sang. Dies kann er selbst bei den Japanischen Texten, da sein Vater Japaner ist und seine Mutter Deutsche ist, wuchs er zweisprachig auf. Unterwegs traf er stehts dieselben Leute, die er jeden Tag sah. Da alle Leute ihren geregelten Tagesablauf haben.
    "Immer dieselben Leute zur selben Zeit, sowas gefällt mir, aber das wird sich durch das Dai Shi bald ändern was mir eigentlich gar nicht gefällt. Ich mag dieses geregelte Leben hier in Deutschland."
    Als er in der Universität ankam und die Musik von seiner Neuraleinheit abgeschalte hatte hörte er egal wo er hin ging alle nur über ein Thema reden. Alle redeten nur über die Pressekonferenz und das damit angekündigte Dai Shi. Die häufigsten Gesprächsthemen waren, wie lange es wohl diesmal gehen wird, ob jemand Wetten abschließen würde oder nicht und dass die Vorlesungen ausfallen werden, wobei bei letzterem die Meinungen auseinander gehen. Die einen freuten sich und die anderen beschwerten sich, weil dadurch ihr Abschluss unnötig hinausgezögert werden wird, letzteres waren auch Chris seine Gedanken.
    Auf den Weg zum Vorlesungssaal bekam Chris von hinten eine Kopfnuss verpasst. Er drehte sich daraufhin wütend um und sagte gleichzeitig:
    "Hey du Vollpfosten was..."
    Chris hörte mitten im Satz auf zu reden, als er erkannte wer im die Kopfnuss verpasst hatte, es war einer seiner sehr wenigen Freunde Pal.
    "Na ja, mit Vollpfosten lag ich ja richtig."
    Chris lachte kurz auf.
    "Nicht wahr Pal, aber was sollte die Kopfnuss?"
    "Chris du weist ganz genau, warum du diese Kopfnuss bekommen hast."
    "Nein,weiß ich wirklich nicht, was soll ich dir angetan haben?"
    "Es ist nicht das, was du mir angetan hast, sondern viel mehr das was du mir nicht angetan hast. Warum hast du mir nichts davon erzählt, dass nächste Woche das Dai Shi beginnt?
    Da dein Vater einer der Vorstandsmitglieder von Nonomoto Enterprises ist müsstest du es schon lange wissen und hättest du es mir gesagt,hätte ich nicht so viel Zeit mit lernen verbringen müssen."
    "Ach so das?"
    "Was heißt hier „Ach so das?“ Das soll heißen, dass du dich wegen so einer unwichtigen Kleinigkeit so aufregst. Was heißt hier un wichtige Kleinigkeit? Also warum hast du nichts gesagt?"
    "Unwichtige Kleinigkeit weil wir in dieser Zeit nichts machen können, da fast alles still liegt während des Dai Shi.
    Und was das andere angeht, dass liegt daran, dass du die Dinge eh hättest lernen müssen und es nur aufgeschoben hättest und was noch wichtiger ist ich es auch erst vorhin in den Nachrichten erfahren habe und auch wenn es nicht so gewesen wäre hätte ich meinem Vater schwören müssen es niemandem zu verraten."
    Chris lief nun weiter Richtung Vorlesungssaal und lies Pal einfach stehen, da er keine Lust mehr auf diese unnötige Diskussion hatte, da diese für ihn einfach keinen Sinn mehr hatte und sie ihn aus diesem Grund gelangweilt hatte. Aus diesem Grund machte er sich Gedanken wie er seine in Zukunft vermehrte Freizeit verbringen solle und vergaß alles um sich herum.
    Pal blieb erst verdutzt stehen ob wohl er es von Chris nicht anders gewöhnt war, überraste es ihn jedes mal wieder aufs neue wie schnell er bei manchen Themen einfach so das Interesse verlor, sich etwas ganz anderes widmete und dabei alles andere vergaß.
    Pal glaubte, dass dies auch einer der Gründe ist warum Chris so wenige Freunde hatte. Da dieses Verhalten auf viele abweisend und unhöflich wirkte und vor allem die Frauen dieses Verhalten überhaupt nicht mögen. Aber Pal ist dies völlig egal, da er den wahren Charakter von Chris kannte.



    [Bild: dragongodslayer_1_ava_2.jpg]

    Nach dem sich Pal wieder gefasst hatte ging er Chris hinterher. Chris ging in Gedanken versunken in den Vorlesungssaal und setzte sich hin, Pal welcher die selben Vorlesungen wie Chris belegte setzte sich neben ihn und fragt ihn: „Über was denkst gerade wieder nach?“
    Chris zuckte erschrocken etwas zusammen, als er von Pal angesprochen wurde. „Ach nichts wichtiges.“ Chris versankt wieder in Gedanken und Pal lies ihn in ruhe, da er wusste, wenn Chris so ist sollte man ihn am besten in ruhe lassen. Chris dachte darüber nach was er ab nächster Woche in seiner künftigen freien Zeit machen sollte. Belendiel spielen wäre langweilig, da eh alle wo nicht beim Dai Shi teilnehmen müssen das Dai Shi anschauen würden. Außerdem fand er nur eines schlimmer als bei einem Spiel nicht spielen zu dürfen und dies war bei einem Spiel nur zuschauen zu können. Aber sich freiwillig melden kam für ihn auch nicht in frage, da er keine Lust hatte zu sterben.


    Chris wurde in seinen Gedanken gestört, als der Professor den Saal beteten hatte und sagte: „Wie ich auf den Gängen mitbekam habt ihr alle schon von dem in einer Woche startenden Dai Shi erfahren. Wir Professoren haben auch über dieses Thema Diskutiert und wir haben uns darauf geeinigt, dass in jeder Gruppe der erste Professor Ihnen alle Fragen beantworten soll , sowie das weitere Verfahren Ihres Studiums erklären soll. Tja und diese ehrenvolle Aufgabe fällt leider mir zu. Die Frage welche euch wohl am meisten quält ist die, wie es mit eurem Studium weiter geht oder? Die Antwort auf diese Frage ist, dass das gesamt Studium während des gesamten Dai Shi pausiert, d.h. Sie alle haben während des gesamten Dai Shi frei, dafür werden Sie aber auch erst später mit Ihrem Studium fertig. Sehen Sie es also als eine Art zusätzliche Semesterferien auf unbestimmte Zeit. Sonst noch irgend welche Fragen?“


    Nachdem der Professor aufgehört hatte zu reden ging erst mal die Geräuschkulisse extrem nach oben, eigentlich freuten sich alle außer Chris über das, was der Professor gesagt hatte und Jubelten. Doch Chris schlug sich beide Hände vor sein Gesicht und fing an frustriert zu stöhnen. Da fragte Pal ihn: „Hey Chris, was ist los?“Auf diese Frage Antwortete Chris leicht wütend und so laut, dass ihn jeder im gesamten Hörsaal hört: „Was los ist willst du wissen? Das kann ich dir und allen anderen hier ganz genau sagen, Ihr seid doch alle bescheuert, wenn ihr euch darüber freut, dass wir ab nächster Woche keine Vorlesungen mehr haben werden. Denkt mal alle logisch darüber nach, dass heißt doch nur, dass unser Studium verlängert wird und das bedeutet wiederum, dass wir erst später unseren Abschluss machen werden und dadurch erst später anfangen können unser eigenes Geld zu verdienen. Und Ihr Vollidioten freut euch auch noch darüber.“


    Alle waren erstaunt über Chris Ausraster, vor allem da die meisten seiner mit Studenten ihn für einen ruhigen Typen gehalten haben, der unter keinen Umständen den Mund aufgemacht hätte. Der Professor fing an zuklatschen und entgegnete auf Chris seinen Ausraster: „Auch wenn mir Ihre Wort mal nicht gefallen hat muss ich Ihren Ausführungen zustimmen. Da keiner mehr ein Frage hat würde ich jetzt mit der Vorlesung beginnen.“ Chris beruhigte sich wieder und setzte sich hin. Die restliche Zeit verging ohne nennenswerte Ereignisse, bis zum Ende der Vorlesungen.


    Als die Vorlesungen vorbei waren verabschiedete er sich von Pal und stieg wieder auf sein Fahrrad, hörte Musik und fuhr zu seiner Wohnung.Während er auf seinem Heimweg Musik hörte, dachte er auch nochmals über das nach, was er ab nächster Woche machen solle. Da fiel ihm ein Gespräch ein, welches sein Vater mit einem seiner Vorstandkollegen beim letzten Dai Shi hatte und er zufällig mitbekommen hatte, worüber er aber bis heute mit niemandem gesprochen hatte. In dem Gespräch ging es darum, dass bei dem Dai Shi unter den Teilnehmern welche dabei waren, die für Nonomoto gearbeitet haben und bei einem Ingame Tod nicht wirklich gestorben wären. Als ihm dies wieder einfiel entschloss er sich seinen Vater darüber auszufragen und ihn zu fragen ob er einer dieser Personen werden könne.


    Als er daheim ankam begrüßte er zu aller erst Rex und sagte: „Na Rex wie geht es dir? Es tut mir leid, aber du musst leider später in die Reisebox, da du ja weist, dass meine Eltern es nicht mögen, wenn du frei rumläufst.“ Danach rief er seinen Vater über sein Holofestnetzttelefon an. Er hoffte nur, dass sein Vater zuhause war. Kurz nachdem er gesagt hatte mit wem er telefonieren wolle erschien auch schon das Hologramm von seinem Vater vor ihm. „Hallo Chris, ein Anruf von dir ist selten, was verschafft mir die Ehre?“ „Hallo Vater, könntest du mir jemanden schicken, der mich du dir bringt? Ich habe was wichtiges mit dir zu besprechen, aber unter vier Augen. Wäre das heute noch möglich?“ „Du hast Glück, um 18 Uhr hätte ich Zeit für dich, durch das Ankündigenden von Dai Shi ist mein Terminplan Heute leider sehr eng. Ich werde dir gleich einen Waagen schicken.“ „Ok danke, ich warte dann. Ach ja ich bringe Rex mit.“ Nach diesem Satz unterbrach Chris die Verbindung. Er schaute auf die Uhr, welche halb fünf anzeigte.
    DragonGodSlayer ist offline Geändert von DragonGodSlayer (14.10.2014 um 18:07 Uhr)

  12. #12 Zitieren
    .. loves to smile for you  Avatar von BlackShial
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    [Bild: AvatarHazel1.png]Sie hätte es wissen müssen, war es doch einfach zu gut, um wahr zu sein.
    Kaum das diese ominöse Pressekonferenz beendet war und sich die Nachrichtensprecher wieder ihrer alltäglichen Arbeit widmeten – unbedeutende Phrasen über vermeintlich bedeutende Persönlichkeiten zu verbreiten – versammelten sich die Menschen wieder im Park, wie eine Schar Schmalzfliegen um einen Misthaufen. Euphorisch gackernde Schmalzfliegen, die anscheinend nur noch ein einziges Thema kannten: Dai Shi.
    Oh, wie sie es bereits hasste. Dieses Thema. Dieses Event.
    Als würde in ihr der Drang existieren, all das zu verabscheuen, was alle anderen Menschen um sie herum liebten. Vielleicht lag es aber auch einfach an den Menschen. Wie gut konnte ein Event schon sein, wenn dessen Ankündigung den Mob bereits nach wenigen Minuten dazu brachte, sich debil grölend vor Aufregung selbst zu benässen?
    Also, was wär der Oberschülerin schon anderes übrig geblieben, während sie sich mit lethargischem Gesichtsausdruck an der schwafelnden Brut vorbeischieben musste, als zu kapitulieren?

    Gemächlich stieg Hazel die Stufen zu ihrem Apartment herauf, in dem sie nun schon seit einigen Jahren so gut wie allein lebte und welches es ihr ermöglichte sich erfolgreich von der lästigen Außenwelt abzukapseln. Zumindest manchmal.
    Doch wie hätte es auch anders sein sollen? In genau dem Moment, als sie auf ihrer Etage ankam, musste sie ihren Nachbarn erblicken, der zu allem Überfluss natürlich auch auf sie Aufmerksam geworden war. Nachbar, Nervensäge und leider auch noch Mitschüler. Nun ja, Fast-Nachbar. Sie hatte das Glück, dass es noch zwei Türen zwischen ihnen gab, die sie voneinander trennten.
    Wie hieß er noch gleich? Shoka? Shuku? Shoki? Was auch immer, eigentlich war es ihr ja auch egal gewesen. Höflichkeiten hatte sie auch in der Oberschule nie mir ihm ausgetauscht. Warum also jetzt?
    Mit einem langen, deutlich genervten Seufzer machte sich die Fahlbraunhaarige daran, an dem Kerl vorbeizugehen und so zu tun, als hätte sie ihn nicht gesehen – oder zumindest so, als würde sie ihn absichtlich übersehen.
    Doch dann, als hätte sie es geahnt … schnappte der Knilch nach Luft. Oh, er wollte doch nicht etwa? Wollte er? Das galt es zu unterbinden! Sofort!
    „Nein.“
    Das einzige Wort, was er immer wieder zu hören bekam. Zumindest war dies wohl anzunehmen, da sich Hazel kaum an irgendwelche Gespräche mit ihm erinnerte. Egal, die Gefahr war abgewendet und sie konnte in aller Ruhe weitergehen. Dachte sie zumindest …
    „Ich hab‘ doch noch gar nichts gesagt!“
    Verdammt! Sie hätte rennen sollen, so schnell sie konnte. Vielleicht konnte sie das ja noch? Doch dann hörte sie das gleiche Geräusch erneut – verflucht, hatte der eigentlich Asthma oder wieso röchelte der jedes Mal so, bevor er einen zu quatschte?
    „Du wolltest aber.“
    Wieder abgewürgt. Wieder lag sie daneben.
    „Ein einfaches 'Hallo' wird ja noch erlaubt sein, oder?“
    „Hallo.“
    Noch bevor der Kerl mit den rotblonden Haaren reagieren konnte, machte Hazel einen weiteren Schritt auf ihre Haustür zu und damit die herrliche Erlösung. Doch zu früh gefreut …
    „Sakurai-san fragte nach dir …“
    Gnrgh!
    Die junge Frau hielt inne, drehte sich jedoch nicht zu ihrem Mitschüler herum, an dessen Namen sie sich noch immer nicht erinnern konnte.
    „Schön für sie?“
    Was hätte es sie interessieren sollen? Nur eine weitere Person aus ihrer Klasse, mit der sie nicht zu tun haben wollte.
    „Wenn sie was will, kann sie ja versuchen mich zu erreichen.“
    Sie würde ohnehin nicht antworten. Weder ihr noch sonst wem aus dieser Schule.
    Mit diesen Worten huschte die Oberschülerin förmlich zu ihrer Tür, zeigte dabei mit ihrer Körperhaltung mehr als deutlich, dass das Gespräch für sie beendet war und verschwand in ihrer Wohnung.
    Freiheit! Wohlige und unendliche Freiheit!

    „Taiyaki?“
    Nein, sie hatte keinen Hunger und wollte sich etwas bestellen. Tatsächlich sprach sie den Otter an, die sich in ihrem Holophone eingenistet hatte, welches sie in diesem Moment wieder aus ihrer Tasche zog.
    „Kawa?“
    Prompt kam die Antwort, wie sie es eben von einer gut programmierten VI erwartet hatte. Noch während sie sich den Jogginganzug vom Körper streifte, diesen einfach über den nächstbesten Stuhl warf und geradewegs in das Wohnzimmer stapfte, balancierte sie das Gerät in ihrer Linken. Kein leichtes Unterfangen, wenn man sich beim Gehen entkleiden wollte. Nur mit Unterwäsche und Shirt bekleidet ließ sich Hazel schlussendlich auf ihre Couch fallen, das Holophone noch immer in der Hand.
    „Für heute keine Anrufe oder sonst was in der Art.“
    Sie war müde von den vielen Menschen, der anstrengenden Unterhaltung einige Minuten zuvor und der Tatsache, dass sie die nächste Zeit nicht einmal in ihrer Wohnung sicher sein würde vor diesem Dai Shi. Furchtbare Sache ...
    „Und die Mail? Sie ist als wichtig gekennzeichnet.“
    Oh, da war ja noch was ...
    Wichtig, hm? Spam konnte es nicht sein, ließ sie diesen doch von dem kleinen Otter sofort löschen. Ansonsten hatte aber auch niemand außer ihrem Vater ihre Adresse. Der rief sie jedoch grundsätzlich lieber an, als ihr eine unpersönliche Mail zukommen zu lassen.
    „Von?“
    „Nonomoto Enterprises.“
    Nono-was?!
    Also ... natürlich wusste sie, wer oder was Nonomoto Enterprises war. Doch in diesem Moment wollte sich der Einzelgängerin nicht wirklich erschließen, weshalb solch eine Firma einen Grund gehabt hätte, ihr eine Mail zu schreiben. Wurde ihr Account bei Belendiel gelöscht, weil sie nicht so oft spielte? Nein ... So selten war sie nun auch nicht online. Am Ende war es aber ohnehin unsinnig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, wenn sie dafür doch nur die Mail lesen musste.
    „Aufrufen ...“
    Fast schon interessiert begann sie zu lesen ...

    „Nein ...“
    Wollten die sie auf den Arm nehmen?
    Kurz davor zu fragen - wenn es nicht viel zu anstrengend gewesen wär - ob einer der Mitarbeiter sich das falsche Zeug reingezogen hatte, unter einer Lebensmittelvergiftung litt oder gar beim Einschlafen am Arbeitsplatz mit seinem krummen Zinken auf den falschen Knopf gekommen war, starrte die Oberschülerin auf die holographischen Buchstaben. Der Otter, mit dem Namen einer Süßspeise, schwamm derweil unter der Nachricht hin und her, wovon sich Hazel jedoch nicht ablenken lies.
    „Soll ich eine Absage schicken?“
    Stille. Für einen Moment.
    Dai Shi. Eine furchtbare Sache, noch immer.
    „Nein.“

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
    BlackShial ist offline Geändert von BlackShial (25.06.2015 um 22:47 Uhr)

  13. #13 Zitieren
    Legende Avatar von Annalena
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    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]

    Yuudai führte seinen Engel in sein ganz privates Reich. In diesem Teil des Hauses hatte niemand Zutritt. Nicht einmal seine Angestellten. Man mag es nicht glauben, aber er machte sogar selbst sauber. Akari ist die erste Person, die diese Räume zu sehen bekommt. Er führte sie ins Esszimmer, in dem der Tisch schon gedeckt war. Akari sah sich um. Auf den ersten Blick sah es wie ein Raum aus dem späten 20. Jahrhundert aus. Es gab keine Technik hier, zumindest konnte man nichts sehen. Yuudai zog einen Stuhl heraus auf dem die junge Frau Platz nahm.

    Er öffnete eine Flasche Wein aus der er beide Gläser füllte. Dann setzte er sich auf den Stuhl gegenüber Akari. Das Essen roch sehr lecker. „Ich habe es selbst gekocht. Lass es dir schmecken.“ Akari war beeindruckt, doch das würde sie niemals zugeben. Sie nahm die Stäbchen und begann zu Essen. Als sie den ersten Bissen in den Mund schob schloss sie genüsslich die Augen. Das schmeckte traumhaft. Yuudai beobachtete genau ihre Reaktion und war zufrieden. All das Planen trug endlich Früchte. Der erste Schritt um Akari für immer an seine Seite zu binden war getan.

    Schweigend genossen sie ihr Mahl. Akari hatte kein Interesse daran ein Gespräch mit ihm zu führen. Yuudai selbst war im Moment zufrieden Akari in seiner Nähe zu haben. Doch irgendwann war selbst das längste Mahl zu Ende. Er führte Akari in seinen gemütlichen Wohnbereich wo sie es sich auf dem großen Sofa bequem machte. Yuudai setzte sich so nah neben sie, dass sie seine Körperwärme spürte. Instinktiv rückte sie etwas von ihm weg. Der junge Mann lächelte nur amüsiert.

    „Kommen wir endlich zum Geschäft, Fushida-sama. Warum glauben Sie, dass ich Selbstmord üben will?“ Yuudai streckte eine Hand aus um mit einer Locke von Akaris Haar zu spielen. Irritiert schlug sie seine Hand beiseite. „Ich bitte Sie den nötigen Abstand zu wahren, Fushida-sama.“ Der junge Mann seufzte leise und rückte näher an sie heran. Sie war sehr stur, das musste er ihr lassen. Doch das würde seinen Sieg umso mehr versüßen.

    „Gut. Dann sprechen wir über das Geschäft. Obwohl ich an viel angenehmere Dinge denken könnte um diesen wunderbaren Abend ausklingen zu lassen.“ Akari spürte wie sein Atem ihr Ort kitzelte als er sprach und sie hatte große Probleme sich zu konzentrieren. Als er aufstand und sich von ihr entfernte war sie sogar etwas enttäuscht. Was tat dieser Mann ihr nur an? Als er zurückkam hatte er zwei MNEs in den Händen. Eine gab er ihr und sie sah sich diese an. Akaris Augen weiteten sich. Dieses Modell hatte sie noch nie gesehen. Fragend blickte sie Yuudai an. Er lächelte sie an. „Das ist eine mobile Neuraleinheit, die es nicht auf dem Markt gibt und nie geben wird. Es ist eine innovative Erfindung, die nur wenige ausgewählte Personen von Nonomoto Enterprises ausgehändigt bekommen. Diese ist für dich. Ein Geschenk, wenn du so willst.“

    Neugierig untersuchte Akari diese MNE. Auf den ersten Blick konnte sie aber nicht erkennen was so besonders an ihr war. „Ich werde dir später erklären was genau so besonders an ihr ist. Doch erst einmal aktiviere sie bitte.“ Akari setzte sie auf und tat was er gesagt hatte. Auch Yuudai setzte seine auf und aktivierte sie. Er gab ein paar Kommandos und vor Akaris Augen erschien eine Art Akte. Akari hatte keine Mühe diese zu öffnen, da diese Funktion nicht anders war als bei normalen MNEs. Als sie den Inhalt überflog wurde sie kreidebleich. Das war ihre Kriminalakte. In ihr war alles aufgeführt, was sie getan hatte. Dort standen nicht nur ihre Hackerangriffe sondern auch andere Delikte. Selbst der Diebstahl eines Kaugummis, den sie begangen hatte als sie 14 Jahre alt war, stand in der Akte.

    „Wie du siehst, meine Schöne, gibt es sehr wohl einen Grund warum du an Dai Shi teilnehmen solltest. Diese Akte ist der Polizei nicht bekannt. Es war nicht schwer all diese Taten vor der Polizei geheim zu halten. Warum, glaubst du, wurdest du noch nie erwischt? Ich war der Grund.“ Akari zitterte wie Espenlaub. Er hatte sie in der Hand. Dieser Mistkerl musste nicht aussprechen was er tun würde, wenn sie nicht zusagen würde. Was sollte sie tun? Ins Gefängnis gehen, und mit ihrer Verbrechensakte würde das sicherlich lebenslang bedeuten, oder bei Dai Shi mitmachen?

    Akari deaktivierte ihre MNE, nahm sie ab und legte sie auf den Tisch. Mit wackligen Knien stand sie auf und lief auf die Tür zu. Eine warme Hand auf ihrer Schulter stoppte sie. „Wir sind noch nicht fertig meine Schöne.“ Akari antwortete mit leiser Stimme. „Was wollen sie noch, Fushida-sama?“ Er sagte nichts und nahm nur ihre Hand. Dann legte er die MNE, die er ihr gerade gezeigt hatte, und legte sie in ihre offene Hand. Automatisch schloss sie ihre Finger darum. Bevor er jedoch ihre Hand wieder losließ führte er sie zu seinem Mund und küsste die Innenseite ihres Handgelenks. Akaris Herz klopfte etwas schneller bei dieser Berührung.

    „Wir sehen uns hier morgen früh punkt 8:00 Uhr, meine Schöne. Ich wünsche dir noch eine angenehme Nacht.“ Wütend schnappte sie ihr Tuch und stürmte aus dem Haus. Doch nicht bevor sie mit ihrem Mittelfinger Yuudai zeigte, was genau sie von ihm hielt. Sein Lachen folgte ihr und hallte noch lange in ihren Ohren.

    Sobald sie aus seinem Blickfeld verschwunden war ließ er keine Sekunde verstreichen und aktivierte sein MNE. Ein paar Befehle später sah er Akari wie sie mit schnellen Schritten die Straße herunterlief. Alles lief besser als er dachte.

    [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Yuudai hätte Akari gerne weiter genauer beobachtet, aber er hatte einen Job zu tun. Er legte seinen Live-Stream von Akari auf einen der Monitore seines Rechners bevor er den Anruf mit seiner MNE tätigte. Die Holographie zeigte einen Mann, der sich in einem Auto befand. Während er sich auf den Mann konzentrierte hatte er jedoch aus dem Blickwinkel immer Akari im Auge. „Nagai-san“, begrüßte er den Mann. „Fushida-sama? Was will der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von mir?“

    Yuudai blickte den aufgeregten Mann kalt an. „Nonomoto Enterprises hat entschieden, dass Sie nicht mehr benötigt werden. Wir mögen es gar nicht, wenn man versucht uns zu betrügen.“ Nagai wurde kreidebleich. „Ich… ich weiß nicht wovon Sie reden.“ Yuudai lehnte sich zurück. „Tatsächlich?“ Yuudai schickte Nagai ein paar Dateien. Dieser öffnete sie und wurde noch bleicher.

    „Das… das… ich kann das erklären. Bitte. Ich wollte nicht…“ „Sparen Sie sich Ihre Ausflüchte, Nagai. Sie haben versucht die Kandidatenliste für Dai Shi zu manipulieren. Haben Sie wirklich geglaubt Nonomoto Enterprises bekommt das nicht heraus?“ Der Mann im Auto fing an zu schwitzen. „Ich wurde erpresst. Meine Familie…“ Yuudai unterbrach ihn. „Das ist mir bekannt. Das Sie sich erpressen lassen ist erbärmlich. Die Interessen von Nonomoto Enterprises stehen über allem. Selbst über dem Leben Ihrer Frau und Ihres ungeborenen Kindes.“

    Nagai sank zu Boden. Tränen liefen über seine Wangen. „Bitte!“ Yuudai gab ein paar Befehle in seinem Computer ein. „Danke für Ihre Arbeit bei Nonomoto Enterprises. Ich werde dafür sorgen, dass Ihrer Frau das aufrichtige Beileid von Nonomoto Enterprises überbracht wird.“ Ein Aufschrei seines Fahrers lenkte Nagai ab. „Das Auto lässt sich nicht mehr kontrollieren. Die ganze Elektronik spielt verrückt.“ Verzweifelt versuchte der Fahrer das Auto in den Griff zu bekommen, doch nichts gehorchte ihm mehr. Mit weit aufgerissenen Augen wandte sich Nagai an Yuudai. „Fushi…“ Ein lautes Knacken unterbrach die Verbindung. Yuudai hackte sich in diverse Sicherheitssysteme und löschte alle Spuren, die ihn mit dem Unfall von Ginzou Nagai in Verbindung bringen könnten.

    Nachdenklich betrachtete er Akari, die gerade bei sich zu Hause angekommen war. Er wechselte den Live-Stream und konnte nun ihre Wohnung sehen. Er lächelte als er sah wie wütend sie noch war.

    Ein Chat meldete sich über die Hochsicherheitsleitung an. Yuudai nahm ihn sofort entgegen.


    Cobra: Ich habe es gerade in den Nachrichten gesehen. Gute Arbeit.

    Weißer Wolf: Ich habe nur getan was getan werden musste.

    Cobra: Natürlich. So wie jeder Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises es tun sollte. Die Erpresser?

    Weißer Wolf: Sie werden uns nicht mehr belästigen.

    Cobra: Wie läuft die Rekrutierung von Ito?

    Weißer Wolf: Ich arbeite daran. Doch alles läuft nach Plan.

    Cobra: Gut. Es war eine Schande, dass wir Hiroto nicht rekrutierten konnten.

    Weißer Wolf: Das war wirklich bedauerlich. Doch sein Schützling ist um Welten besser als er.

    Cobra: Ich vertraue auf Ihr Urteilsvermögen. Enttäuschen Sie mich nicht. *logout*



    Yuudai blickte nachdenklich in die Ferne. Offiziell war er der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises kurz ASCK. Nur die oberste Chefetage der Firma wussten um seine Tätigkeit als Hacker und seiner Identität als Weißer Wolf. Sie bedienten sich seiner speziellen Fähigkeiten um gewisse Dinge nach ihren Wünschen zu erledigen. Doch das machte ihm nichts aus. Sie mögen alles wissen, doch auch er weiß viel. Was genau behielt er natürlich für sich. Wer weiß wann er sein Wissen mal gebrauchen könnte?

    Er unterbrach seine Gedankengänge als er sah wie Akari zur Tür ging. Er holte den Live-Stream von ihr wieder auf sein MNE und stellte den Ton an. Yuudai wollte auf keinen Fall verpassen wie sie auf das was kommt reagiert.
    Annalena ist offline

  14. #14 Zitieren
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    Ah, die Großstadt. Wo warst du nur all die Jahre meine Schöne?!
    Vincent ging durch die Fußgängerzone und warf seine Blicke abwechselnd zu beiden Seiten. Werbeschilder und Banner mit Farben der unterschiedlichsten Töne zogen die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich. Die Massen bewegten sich wie Zombieheere von einer Straßenseite zur nächsten, Radfahrer schlängelten sich durch das Gemenge mit riskanten Manövern.
    Dieser Ort war ganz anders als seine Heimat in Italien. Dort wo verträumte Landschaften sich aneinander schmiegten und Weinreben auf den Aufgang des goldenen Feuerballs warteten.

    Hier in Tokyo bewegte sich die Zeit in einer völlig anderen Geschwindigkeit. Diese Stadt wirkte wie ein gigantischer Ameisenhügel. Im ersten Moment erzeugte es Verwirrung in seinem Schädel, doch bei genauer Betrachtung war es ihm ebenso klar, dass es hier wesentlich einfacher sein würde unentdeckt ein paar Leute über den Tisch zu ziehen. Der Talentsucher, der ihn vor einigen Jahren hierher gebracht hatte, konnte Vincent erfolgreich für die Abendshow verpflichten, wo er ein paar einfache Zaubertricks der Menge vorführte. Doch heute war sein erster Tag im Zentrum der Großstadt. Zuvor hatte er überwiegend am Rande der Stadt gelebt und in einer bescheidenen Wohnung japanisch gelernt.

    Als seine Schritte sich im Einklang mit den Menschenmassen dieser Zone befand, erblickte er plötzlich eine Kleinigkeit am Rande eines Schaufensters. Er ging näher heran und wurde von den bunten Lichtern der Reklametafel förmlich verschlungen. Es war ein Lokal, dessen riesiger Bildschirm gerade eine scheinbar wichtige Übertragung übermittelte. Vincent ging zum Eingang, beanspruchte einen Platz am Tresen für sich und bestellte ein Getränk. Sein japanisch war noch nicht makellos, also steckte er sich die Neuraleinheit ins Ohr um sich bei der Übersetzung dieser Verkündung helfen zu lassen.

    "Weltweit wurde ja schon geraume Zeit spekuliert, wann der nächste Event anstehen würde. Sei es durch die User unseres Produktes 'Belendiel' gewesen oder in diversen Foren und Netzwerken oder in den Medien.

    Belendiel? Hmm.
    Der Name war dem Narbengesicht ein Begriff. Selbst in der hintersten Ecke seiner italienischen Provinz erklang der Name dieses Videospiels. Ein Zeichen dafür, wie allgegenwärtig der Einfluss von Nonomoto Enterprises ist.

    Deshalb möchte ich ohne Umschweife verkünden, dass Nonomoto Enterprises den Spekulationen nun ein ende bereiten kann und den wartenden Menschen den Event geben möchte, nachdem sie verlangen! Sie wissen natürlich über welchen Event ich hier spreche: Dai Shi! Richtig, wir von Nonomoto Enterprises bestätigen nun offiziell, dass der nächste Dai Shi event starten wird. Als Eröffnungstermin für den Server haben wir den 13. Mai 2050 festgelegt, also in einer Woche. Die genaue Uhrzeit wird 13:13 Uhr sein, nach Greenwich Standardzeit."

    Eine erweiterte Version eines Kartenspiels also, klingt interessant. Betrügerische Aktionen nehmen dort sicherlich ganz neue Dimensionen an.

    Doch dann kam dem Mann wieder in den Sinn, dass er einen Freund durch das vergangene Dai Shi Event verloren hatte. Damals wusste Vincent noch nicht wirklich, um was es dabei genau ging. Doch als Stratege war es auch seine Pflicht, über jedes Risiko ausgiebig nachzudenken und alles sorgfältig zu kalkulieren.
    Vincent hatte schließlich genug gehört und eine Entscheidung getroffen. Er erhob sich von seinem Platz, bezahlte das Getränk und machte sich auf den Weg nach Hause. Keine Chance, ich werde mein sicheres Gewerbe nicht einfach aufgeben für ein solches, mörderisches Event. Zwar hatte ich beim Autounfall damals einen Schutzengel an meiner Seite, doch das Glück wird mir kein zweites Mal hold sein...

    Während er in Gedanken versunken den Heimweg antrat, bemerkte der junge Mann nicht, wie ein schwarzer Mantelträger sich seiner Geschwindigkeit anpasste und die Verfolgung aufnahm.
    Neclord ist offline

  15. #15 Zitieren
    Legende Avatar von Annalena
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    Yuudai hätte Akari gerne weiter genauer beobachtet, aber er hatte einen Job zu tun. Er legte seinen Live-Stream von Akari auf einen der Monitore seines Rechners bevor er den Anruf mit seiner MNE tätigte. Die Holographie zeigte einen Mann, der sich in einem Auto befand. Während er sich auf den Mann konzentrierte hatte er jedoch aus dem Blickwinkel immer Akari im Auge. „Nagai-san“, begrüßte er den Mann. „Fushida-sama? Was will der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von mir?“

    Yuudai blickte den aufgeregten Mann kalt an. „Nonomoto Enterprises hat entschieden, dass Sie nicht mehr benötigt werden. Wir mögen es gar nicht, wenn man versucht uns zu betrügen.“ Nagai wurde kreidebleich. „Ich… ich weiß nicht wovon Sie reden.“ Yuudai lehnte sich zurück. „Tatsächlich?“ Yuudai schickte Nagai ein paar Dateien. Dieser öffnete sie und wurde noch bleicher.

    „Das… das… ich kann das erklären. Bitte. Ich wollte nicht…“ „Sparen Sie sich Ihre Ausflüchte, Nagai. Sie haben versucht die Kandidatenliste für Dai Shi zu manipulieren. Haben Sie wirklich geglaubt Nonomoto Enterprises bekommt das nicht heraus?“ Der Mann im Auto fing an zu schwitzen. „Ich wurde erpresst. Meine Familie…“ Yuudai unterbrach ihn. „Das ist mir bekannt. Das Sie sich erpressen lassen ist erbärmlich. Die Interessen von Nonomoto Enterprises stehen über allem. Selbst über dem Leben Ihrer Frau und Ihres ungeborenen Kindes.“

    Nagai sank zu Boden. Tränen liefen über seine Wangen. „Bitte!“ Yuudai gab ein paar Befehle in seinem Computer ein. „Danke für Ihre Arbeit bei Nonomoto Enterprises. Ich werde dafür sorgen, dass Ihrer Frau das aufrichtige Beileid von Nonomoto Enterprises überbracht wird.“ Ein Aufschrei seines Fahrers lenkte Nagai ab. „Das Auto lässt sich nicht mehr kontrollieren. Die ganze Elektronik spielt verrückt.“ Verzweifelt versuchte der Fahrer das Auto in den Griff zu bekommen, doch nichts gehorchte ihm mehr. Mit weit aufgerissenen Augen wandte sich Nagai an Yuudai. „Fushi…“ Ein lautes Knacken unterbrach die Verbindung. Yuudai hackte sich in diverse Sicherheitssysteme und löschte alle Spuren, die ihn mit dem Unfall von Ginzou Nagai in Verbindung bringen könnten.

    Nachdenklich betrachtete er Akari, die gerade bei sich zu Hause angekommen war. Er wechselte den Live-Stream und konnte nun ihre Wohnung sehen. Er lächelte als er sah wie wütend sie noch war.

    Ein Chat meldete sich über die Hochsicherheitsleitung an. Yuudai nahm ihn sofort entgegen.


    Cobra: Ich habe es gerade in den Nachrichten gesehen. Gute Arbeit.

    Weißer Wolf: Ich habe nur getan was getan werden musste.

    Cobra: Natürlich. So wie jeder Mitarbeiter von Nonomoto Enterprises es tun sollte. Die Erpresser?

    Weißer Wolf: Sie werden uns nicht mehr belästigen.

    Cobra: Wie läuft die Rekrutierung von Ito?

    Weißer Wolf: Ich arbeite daran. Doch alles läuft nach Plan.

    Cobra: Gut. Es war eine Schande, dass wir Hiroto nicht rekrutierten konnten.

    Weißer Wolf: Das war wirklich bedauerlich. Doch sein Schützling ist um Welten besser als er.

    Cobra: Ich vertraue auf Ihr Urteilsvermögen. Enttäuschen Sie mich nicht. *logout*



    Yuudai blickte nachdenklich in die Ferne. Offiziell war er der Chef der Abteilung für Sicherheit gegen Cyber-Kriminalität von Nonomoto Enterprises kurz ASCK. Nur die oberste Chefetage der Firma wussten um seine Tätigkeit als Hacker und seiner Identität als Weißer Wolf. Sie bedienten sich seiner speziellen Fähigkeiten um gewisse Dinge nach ihren Wünschen zu erledigen. Doch das machte ihm nichts aus. Sie mögen alles wissen, doch auch er weiß viel. Was genau behielt er natürlich für sich. Wer weiß wann er sein Wissen mal gebrauchen könnte?

    Er unterbrach seine Gedankengänge als er sah wie Akari zur Tür ging. Er holte den Live-Stream von ihr wieder auf sein MNE und stellte den Ton an. Yuudai wollte auf keinen Fall verpassen wie sie auf das was kommt reagiert.

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari benutzte kein Taxi um nach Hause zu kommen. Es war zwar ein langer Weg zu ihr nachhause, aber sie brauchte die Zeit um den Kopf klar zu bekommen. Die frische Luft tat ihr auch gut. Das war ein ganz schöner Schlamassel in dem sie sich befand. Yuudai hatte sie ziemlich in die Ecke gedrängt. Es musste doch einen Weg geben aus allem herauszukommen. Akari seufzte leise. Als sie in Ihrer Straße ankam ist ihr immer noch nichts eingefallen. Das durfte doch nicht wahr sein. Wütend stapfte sie die Treppe nach oben zu ihrer Wohnung.

    Sie legte ihren Mantel und ihr Tuch ab nachdem sie die Wohnung betreten hatte. Akari lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab und raufte sich die Haare. Gedankenverloren ging sie zu ihrem Computer und schaltete ihn an. Vielleicht gelang es ihr ja die Sperrung ihrer Konten rückgängig zu machen. Der Weise Wolf mag zwar der Beste sein, aber auch sie war eine nicht zu unterschätzende Hackerin. Bevor sie sich jedoch vor ihren Rechner setzen konnte klingelte es an der Tür.

    Akari nahm ihre Pistole und ging zur Tür um durch den Spion zuschauen. Ihr neues MNE konnte sie noch nicht benutzen, da sie es noch nicht eingerichtet hatte. Außerdem war sie sich noch nicht sicher ob sie es überhaupt nutzen wollte ohne es vorher auf irgendwelche Spionagesoftware zu untersuchen. Vor der Tür stand ihr Vermieter. Sie steckte die Pistole weg und wunderte sich, was er wollte. Die junge Frau öffnete die Tür. Ihr Vermieter starrte sie verwundert an. Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie ihr Tuch schon abgelegt hatte und ein Abendkleid trug. Doch das war jetzt auch schon egal.

    „Kann ich Ihnen helfen? Die letzte Miete habe ich doch bezahlt.“ Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Konten noch nicht gesperrt. Ihr Vermieter fasste sich wieder. „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich die Kündigung ihrer Wohnung akzeptiere. Es kam etwas unerwartet und ziemlich kurzfristig, aber ich habe schon einen Nachmieter für ihre Wohnung gefunden.“ Akari blinzelte ihn verwundert an. „Was? Ich habe nichts dergleichen getan. Wie kommen Sie darauf, dass ich die Wohnung gekündigt habe?“

    Ihr Vermieter rief etwas an seinem tragbaren Tablet auf und zeigte es ihr. Neugierig sah sie sich das an. Da war tatsächlich ihre Kündigung der Wohnung. Einschließlich ihrer digitalen Signatur. „Können Sie mir es auf dem Rechner schicken? Meine Daten haben sie ja.“ Der Vermieter tat wie ihm geheißen und sandte die Kündigung auf ihren Rechner. Dann nickte er ihr zu. „Bis morgen früh 8:00 Uhr muss die Wohnung geräumt sein. Danke, dass sie meine Mieterin waren.“ Dann drehte er sich um und entfernte sich.

    Akari eilte sofort zu ihrem Rechner und setzte sich davor. Wie konnte das passieren? Als Erstes überprüfte sie die Echtheit. Sie fluchte leise als sie feststellte, dass die Signatur echt war. Danach hackte sie sich in die Rechner der zuständigen Behörde. Doch so gründlich sie auch suchte, sie konnte nichts finden. Sie war kurz davor ihre Faust in den Monitor zu schlagen als ihr neues MNE ein Telefonat ankündigte. Akari stöhnte leise, denn es konnte nur einen geben, der sie auf ihrem neuen MNE anrufen konnte. Missmutig nahm sie das Gespräch an.


    „Kann ich zu dieser späten Stunde noch etwas für Sie tun, Fushida-sama?“

    „Ich habe von deinem kleinen Problem erfahren, meine Schöne. Es ist wirklich bedauerlich, dass du deine Wohnung verloren hast. Wohnungen sind heutzutage sehr schwer zu bekommen.“

    „Sie! Sie waren das. Warum haben Sie das getan?“

    „Ich habe keine Ahnung wovon du redest, meine Schöne.“

    „Unsinn. Ich habe die Wohnung nicht gekündigt. Das müssen Sie gewesen sein. Genauso wie Sie meine Konten gesperrt haben, nur damit ich an diesem blöden Online-Spiel teilnehmen.“

    „Nehmen wir mal an, dass ich es getan hätte und ich sage nicht dass ich es war, was würdest du dagegen tun?“

    „…“

    „Wie es der Zufall will habe ich eine wunderschöne Wohnung zu vergeben. Hast du Interesse daran?“

    „Nein.“

    „Dann willst du auf der Straße schlafen? Was würde passieren wenn deine Sachen gepfändet werden? Könntest du ohne deinen Rechner und dein MNE deiner Arbeit nachgehen?“

    „Verdammter Mistkerl.“

    „Morgen Früh 6:00 Uhr wird dich jemand abholen. Keine Sorge, meine Schöne, deine neue Wohnung wird dir gefallen.“

    „Ich habe wohl keine Wahl.“

    „Nein, die hast du nicht. Vielleicht solltest du anfangen zu packen. Bis zum Morgengrauen ist es nicht mehr lang. Wir sehen uns morgen früh, meine Schöne.“


    Akari beendete das Gespräch. Es schien, dass es tatsächlich kein Entkommen von Yuudai Fushida und Nonomoto Enterprises gab. Doch sie würde eine Möglichkeit finden sich ihren Fängen zu entziehen.

    Die junge Frau sah sich in ihrer Wohnung um. Es gab nicht viel einzupacken. Alle Möbel gehörten dem Vermieter, da sie die Wohnung möbliert gemietet hatte. Widerwillig machte sie sich an die Arbeit.

    Yuudai lächelte. Der nächste Schritt in seinem Plan war geschafft.
    Annalena ist offline

  16. #16 Zitieren
    Mahou Shoujo  Avatar von Önee-sama
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    [Bild: seikoku_no_dragonar___Eco_2_ava_2.png]

    Makoto war nicht gerade für ihre Geduld bekannt. Auch wenn sie sich in Gedanken natürlich die wichtigen Fragen gestellt hatte, so wartete sie nicht wirklich auf eine Antwort.
    "Ich weis ja nicht, für wen oder was sie sich halten, Smith-kun... ABER: Als wenn ich irgendetwas darauf geben würde! Glauben sie ja nicht, ich lasse mich einschüchtern!!!"
    Sie drohte den Männern mit ihrer freien Hand, die sie zu einer Faust ballte. Gleichzeitig befahl sie ihrer MNE den Notruf zu wählen.
    "Gleich können sie der Polizei von ihren Wünschen erzählen!!!"
    Schließlich leuchtete das Display ihrer MNE auf und...
    Zeigte einen schwarzen Bildschirm! Dann kam ein ihr bekannter Anime-Charakter zum Vorschein, der sie wissentlich anlächelte und ihr folgendes mitteilte.
    "Ich bedauere die Umstände, Miss Yamato, in denen ich ihnen eine kleine Kostprobe meines Könnens zeige. Auch wenn der Zeitpunkt ein wenig zu wünschen übrig lässt, so hoffe ich dennoch, dass wir uns einmal unter besseren Vorzeichen persönlich kennen lernen können."
    Mit offenem Mund starrte Makoto auf den Anime-Charakter. Etwas konsterniert, wusste sie nicht sofort, wie es weiter gehen sollte. Dann nahm sie die MNE ab und sah die drei Gestalten in dem Wohnzimmer ihres Elternhauses an. Die beiden stämmigen Gorillas standen immer noch zu beiden Seiten des Sessels ihres Vaters, während der eine Kerl, der sich Smith-kun nannte, ungeniert darin räkelte und sie angrinste.
    "Probleme mit der Verbindung, Miss Yamato? Das ist doch etwas, was in unserer Zeit gar nicht möglich erscheint..."
    Makoto kochte vor Wut! Durch seine Sonnenbrille, konnte sie sein Gesicht nicht lesen, was sie noch wütender machte. Also trat sie die Flucht nach vorne an!
    "Ha! Verbindungsprobleme? Wahrscheinlich nur ein Fehler in der neuen MNE! Aber ich habe auch noch andere Möglichkeiten! Computer: Wähle den Notruf! SOFORT! Die 'Gäste' in unserem Haus haben sich dazu entschieden, sich hinaus begleiten zu lassen!!!"
    "Nee-san, ich habe-"
    Nana meldete sich zu Wort, doch Makoto ließ sie nicht ausreden.
    "Schhhhh... ich habe alles unter Kontrolle! Die Herren werden uns gleich wieder verlassen!"
    So selbstsicher sie auch klang, ein wenig machten sich erste Zweifel bei ihr breit. Die auch durch die Meldung der allgemeinen VI des Hauses angebracht schienen.
    "Es tut mir leid, der Befehl ist nicht bekannt."
    WAS!? Haben die denn alle Kanäle aus dem Haus bedacht!?
    Ihre Fassade der Überlegenheit begann immer mehr zu bröckeln. Den schleimigen Typen auf dem Sessel schien das sichtlich zu amüsieren, so, wie er sie angrinste.
    Mist! Eigentlich wollte ich meine persönliche VI NIEMALS vor Nana aufrufen!!! Aber diese Typen lassen mir keine andere Wahl!!!
    Makoto hatte sich eine persönliche VI einrichten lassen, sobald ihre Eltern ihr genug darüber beigebracht hatten. In erster Linie sollte diese VI sie daheim unterstützen. Daneben war die VI mit einer unabhängigen Leitung nach draußen versehen, falls sie jemals Hilfe herbeirufen müsse. Gleichzeitig war die VI sehr programmierbar - was Makoto dazu genutzt hatte, aus ihrer VI ein Ebenbild ihrer Schwester Nana zu machen! Denn, wenn Nana mal längere Zeit weg war, galt es doch, diese Lücke zu füllen!
    "Nana 2! Wähle SOFORT den Notruf!!! Und sag denen, die sollen sich beeilen!!! Ich bin ziemlich gereizt!"
    Normalerweise würde jetzt holographisch ihre Schwester materialisieren, so, wie sie von den Göttern geschaffen wurde! Während Makoto noch kurz betete, dass Nana darüber hinwegsehen würde, entstand auch schon ein holographisches Abbild ihrer kleinen Schwester...
    Was zum...
    Was dort materialisierte, war aber nicht das, was Makoto als ihre persönliche Haus-VI kannte! Vielmehr war es ein Abbild von Nana, das in Bandagen gehüllt war, so, als hätte die VI einige Verletzungen von sich getragen! Zudem kniete sie auf dem Boden und hatte eine schwere Eisenkette an einem unangenehm wirkenden Halsband an sich! Dann ertönte auch schon die Stimme der VI.
    "Es tut mir leid, Onee-sama, aber ich kann diesem Befehl nicht nachkommen. Zur Zeit bin ich auf dieses Haus beschränkt. Zudem soll ich ihnen mitteilen, das sie mir doch eine angemessene Garderobe zukommen lassen möchten, auf dass ich auch für Gäste vorzeigbar bin."
    Makoto war sprachlos. Alle Möglichkeiten, den Notruf zu wählen, waren damit ausgeschöpft. Diese Kerle hatten wirklich an ALLES gedacht.
    "Nee-san?"
    Nana's fragender Blick holte sie aus ihrer Starre.
    Nein! Es ist schon ok. Deine große Schwester wird immer auf dich aufpassen! Ich lasse nicht zu, dass diese Kerle damit durchkommen!
    "Glaubt nicht, dass wirft mich zurück! Ich habe trotzdem keine Angst vor ihnen, Smith-kun!!!"

    Sie tätschelte Nana einmal liebevoll über deren Kopf, dann ließ sie ihre Schwester stehen und schritt auf die Kerle zu.
    "Kümmert euch um die Furie. Aber seid sanft. Schließlich haben wir eine Übereinkunft mit ihrer kleinen Schwester."
    "Ich weis ja nicht, was sie sich einbilden, aber zur Not, schmeiße ich sie persönlich raus..."
    Makoto war sich aber nicht mehr sicher, ob sie das auch bewerkstelligen konnte. Die beiden Gorillas in ihren grauen Anzügen bewegten sich auf sie zu, um sie abzufangen. Makoto tat zumindest nach außen hin so, als ob es sie nicht einschüchtern würde, dabei hatte sie innerlich eigentlich überhaupt keine Zuversicht mehr, da sich zwei große Kerle, die gut und gerne über zwei Meter groß waren, auf sie zu bewegten.
    "Wagt es mich anzufassen! Dann beraut ihr den heutigen Tag!"
    Dennoch griff einer der Beiden nach ihr. Was sie nicht auf sich sitzen lassen konnte. Immerhin ging es um ihre Schwester. Zudem wusste sie nicht, wie viel daran stimmte, was wegen ihren Eltern war. Also schlug sie mit ihrer Faust auf einen der Kerle ein...
    Was sich anfühlte, als würde sie den Fujiyama versuchen zu schlagen! Der Kerl zeigte sich unbeeindruckt und hob sie mit einem Arm vom Boden auf.
    "Was? Lasst mich los! Wenn ihr mich nicht sofort runter lasst, dann könnt ihr was erleben!"
    Makoto schlug und trat jetzt einfach wild um sich, was den einen Kerl aber völlig kalt ließ. Stattdessen wandte er sich zu seinem Vorgesetzten im Sessel.
    "Boss?"
    "Na, warte noch einen kurzen Moment, biss sich die große Schwester beruhigt hat. Danach können wir mit ihr doch hoffentlich in aller Offenheit besprechen, was mit ihren Eltern ist und wozu sich die gute Miss Nana Yamato bereit erklärt hat!"
    Dennoch dauerte es etwa eine geschlagene Viertelstunde, die Makoto brauchte, um sich zu beruhigen. Was eher daran lag, dass ihr nach dieser Zeit einfach die Energie ausging. Denn sie erschöpfte sich daran, abwechselnd die drei Kerle zu verfluchen, zu beleidigen und dabei wild um sich zu Schlagen und zu Treten! Die beiden Gorillas wechselten sich im 5 Minutentakt damit ab, sie hoch zu halten an ausgestreckten Armen, um nicht zu viel ihrer Wut ab zu bekommen. Als Makoto endlich fertig war, setzte man sie auf das große Sofa, direkt neben Nana. Daraufhin wedelte der schleimige Kerl einmal mit seinem Arm.
    "Miss Nana Yamato. Möchten sie nicht lieber erklären, was hier vor sich geht? Ich denke, ihnen würde ihre Schwester eher zuhören?"
    Makoto, so erschöpft sie auch war, wurde dennoch hellhörig.
    "Nana. Was meint er damit? Was ist mit Mutter und Vater?"
    "Nee-san. Nonomoto hat unsere Eltern!"
    Nana nahm eine der Hände von Makoto in die ihren.
    "Mutter und Vater haben Schulden, sagte mir Smith-kun. Aber ich kann ihnen helfen. Ich müsse nur das Dai Shi gewinnen!"
    Makoto sah ihre Schwester ob dieser Offenbarung ungläubig an! Das konnte alles nicht wahr sein...
    Önee-sama ist offline Geändert von Önee-sama (10.03.2015 um 19:49 Uhr)

  17. #17 Zitieren
    Legende Avatar von Annalena
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    Zitat Zitat von Annalena Beitrag anzeigen
    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari benutzte kein Taxi um nach Hause zu kommen. Es war zwar ein langer Weg zu ihr nachhause, aber sie brauchte die Zeit um den Kopf klar zu bekommen. Die frische Luft tat ihr auch gut. Das war ein ganz schöner Schlamassel in dem sie sich befand. Yuudai hatte sie ziemlich in die Ecke gedrängt. Es musste doch einen Weg geben aus allem herauszukommen. Akari seufzte leise. Als sie in Ihrer Straße ankam ist ihr immer noch nichts eingefallen. Das durfte doch nicht wahr sein. Wütend stapfte sie die Treppe nach oben zu ihrer Wohnung.

    Sie legte ihren Mantel und ihr Tuch ab nachdem sie die Wohnung betreten hatte. Akari lief in ihrem Wohnzimmer auf und ab und raufte sich die Haare. Gedankenverloren ging sie zu ihrem Computer und schaltete ihn an. Vielleicht gelang es ihr ja die Sperrung ihrer Konten rückgängig zu machen. Der Weise Wolf mag zwar der Beste sein, aber auch sie war eine nicht zu unterschätzende Hackerin. Bevor sie sich jedoch vor ihren Rechner setzen konnte klingelte es an der Tür.

    Akari nahm ihre Pistole und ging zur Tür um durch den Spion zuschauen. Ihr neues MNE konnte sie noch nicht benutzen, da sie es noch nicht eingerichtet hatte. Außerdem war sie sich noch nicht sicher ob sie es überhaupt nutzen wollte ohne es vorher auf irgendwelche Spionagesoftware zu untersuchen. Vor der Tür stand ihr Vermieter. Sie steckte die Pistole weg und wunderte sich, was er wollte. Die junge Frau öffnete die Tür. Ihr Vermieter starrte sie verwundert an. Erst jetzt fiel ihr ein, dass sie ihr Tuch schon abgelegt hatte und ein Abendkleid trug. Doch das war jetzt auch schon egal.

    „Kann ich Ihnen helfen? Die letzte Miete habe ich doch bezahlt.“ Zu diesem Zeitpunkt waren ihre Konten noch nicht gesperrt. Ihr Vermieter fasste sich wieder. „Ich wollte Ihnen nur sagen, dass ich die Kündigung ihrer Wohnung akzeptiere. Es kam etwas unerwartet und ziemlich kurzfristig, aber ich habe schon einen Nachmieter für ihre Wohnung gefunden.“ Akari blinzelte ihn verwundert an. „Was? Ich habe nichts dergleichen getan. Wie kommen Sie darauf, dass ich die Wohnung gekündigt habe?“

    Ihr Vermieter rief etwas an seinem tragbaren Tablet auf und zeigte es ihr. Neugierig sah sie sich das an. Da war tatsächlich ihre Kündigung der Wohnung. Einschließlich ihrer digitalen Signatur. „Können Sie mir es auf dem Rechner schicken? Meine Daten haben sie ja.“ Der Vermieter tat wie ihm geheißen und sandte die Kündigung auf ihren Rechner. Dann nickte er ihr zu. „Bis morgen früh 8:00 Uhr muss die Wohnung geräumt sein. Danke, dass sie meine Mieterin waren.“ Dann drehte er sich um und entfernte sich.

    Akari eilte sofort zu ihrem Rechner und setzte sich davor. Wie konnte das passieren? Als Erstes überprüfte sie die Echtheit. Sie fluchte leise als sie feststellte, dass die Signatur echt war. Danach hackte sie sich in die Rechner der zuständigen Behörde. Doch so gründlich sie auch suchte, sie konnte nichts finden. Sie war kurz davor ihre Faust in den Monitor zu schlagen als ihr neues MNE ein Telefonat ankündigte. Akari stöhnte leise, denn es konnte nur einen geben, der sie auf ihrem neuen MNE anrufen konnte. Missmutig nahm sie das Gespräch an.


    „Kann ich zu dieser späten Stunde noch etwas für Sie tun, Fushida-sama?“

    „Ich habe von deinem kleinen Problem erfahren, meine Schöne. Es ist wirklich bedauerlich, dass du deine Wohnung verloren hast. Wohnungen sind heutzutage sehr schwer zu bekommen.“

    „Sie! Sie waren das. Warum haben Sie das getan?“

    „Ich habe keine Ahnung wovon du redest, meine Schöne.“

    „Unsinn. Ich habe die Wohnung nicht gekündigt. Das müssen Sie gewesen sein. Genauso wie Sie meine Konten gesperrt haben, nur damit ich an diesem blöden Online-Spiel teilnehmen.“

    „Nehmen wir mal an, dass ich es getan hätte und ich sage nicht dass ich es war, was würdest du dagegen tun?“

    „…“

    „Wie es der Zufall will habe ich eine wunderschöne Wohnung zu vergeben. Hast du Interesse daran?“

    „Nein.“

    „Dann willst du auf der Straße schlafen? Was würde passieren wenn deine Sachen gepfändet werden? Könntest du ohne deinen Rechner und dein MNE deiner Arbeit nachgehen?“

    „Verdammter Mistkerl.“

    „Morgen Früh 6:00 Uhr wird dich jemand abholen. Keine Sorge, meine Schöne, deine neue Wohnung wird dir gefallen.“

    „Ich habe wohl keine Wahl.“

    „Nein, die hast du nicht. Vielleicht solltest du anfangen zu packen. Bis zum Morgengrauen ist es nicht mehr lang. Wir sehen uns morgen früh, meine Schöne.“


    Akari beendete das Gespräch. Es schien, dass es tatsächlich kein Entkommen von Yuudai Fushida und Nonomoto Enterprises gab. Doch sie würde eine Möglichkeit finden sich ihren Fängen zu entziehen.

    Die junge Frau sah sich in ihrer Wohnung um. Es gab nicht viel einzupacken. Alle Möbel gehörten dem Vermieter, da sie die Wohnung möbliert gemietet hatte. Widerwillig machte sie sich an die Arbeit.

    Yuudai lächelte. Der nächste Schritt in seinem Plan war geschafft.

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Es dauerte tatsächlich nicht sehr lange bis Akari alles gepackt hatte. Sie hatte auch ein paar alte Kisten gefunden, in die sie ihren Rechner, Fernseher und anderen technischen Geräte einpacken konnte. Alles, was sie zusammen gepackt hatte, stand im Wohnzimmer. Sie selbst hatte ihr Abendkleid gegen ein T-Shirt und bequeme Jeans eingetauscht. Akari legte sich auf das Sofa in ihrem Wohnzimmer, doch sie konnte keinen Schlaf finden. Gegen 5:00 Uhr am nächsten Morgen stand sie auf. Kurz vor 6:00 Uhr war sie mit ihrer Morgentoilette fertig. Sie hatte es sogar noch geschafft zu duschen. Gerade als sie die Schnürsenkel von ihren Turnschuhen zugebunden hatte klingelte es an der Tür.

    Seufzend ging sie zur Tür und öffnete sie. Davor stand kein anderer als Yuudai. „Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich meine Schöne.“ Akari sah ihn missmutig an. „Warum sind Sie hier?“ Yuudai lächelte sie an. „Ich werde es mir natürlich nicht nehmen lassen dich zu deiner neuen Bleibe zu begleiten.“ Hinter ihm erschienen einige Männer eines Umzugsservices. „Zeige Männern doch bitte welche Sachen sie mitnehmen sollen.“ Die junge Frau nickte und tat wie ihr geheißen.

    Nachdem alles im Umzugswagen verstaut war übergab Akari ihre Schlüssel ihrem Vermieter. Danach ging sie auf die Straße. Der Umzugswagen war schon abgefahren. Sie blickte Yuudai fragend an. „Wir werden in meiner Limousine zu deiner neuen Wohnung fahren.“ Erst jetzt bemerkte sie die elegante Limousine, die nich so recht in das Bild dieser Straße passte. Yuudai öffnete für sie die hintere Tür. Akari zuckte nur leicht mit den Schultern und stieg ein. Die junge Frau hatte noch nie ein so edles Auto von innen gesehen geschweige denn wäre mit einem gefahren. Neugierig blickte sie sich um. Es war mit allerlei technischen Schnickschnack ausgestattet. Ihr juckte es in den Fingern alles auszuprobieren. Vielleicht hätte sie es auch getan wenn in diesem Moment nicht Yuudai eingestiegen wäre. Er setzte sich ihr gegenüber hin und dann fuhr die Limousine auch schon los.

    Während der Fahrt blickte Akari schweigend aus dem Fenster und ignorierte den jungen Mann. Yuudai schien das jedoch nicht zu stören. Er begnügte sich damit Akari zu betrachten. Die Limousine stoppte. Yuudai stieg aus und Akari folgte ihm. Sie erstarrte als sie sah wohin er sie gebracht hatte. „Soll das ein Witz sein?“ „Natürlich nicht. Es ist mein voller Ernst. Willkommen in deinem neuen Zuhause.“ Akari drehte sich zu ihm um und griff nach ihrer Pistole. Bevor sie diese jedoch erreichen konnte stoppte Yuudai sie indem er ihren Arm packte.

    Mit überraschender Kraft zog er sie mit dem Arm, den er hielt, an sich. Ihre Körper berührten sich und Akari blickte geschockt nach oben. Yuudai hatte den Kopf gesenkt und erwiderte ihren Blick. Er hatte ein gewisses Feuer in den Augen, das Akari die Knie weich werden ließ. „Vorsichtig meine Schöne.“ Seinen freien Arm legte er um sie und zog sie näher an sich. Akaris Herz klopfte schneller. Was war nur los mit ihr? Was machte dieser Mann nur mit ihr? Wahrscheinlich brauchte sie mal wieder Sex. Ja, das musste es sein. Ihr letzter One-Night stand war schon zu lange her.

    Yuudai beugte sich nach unten und Akari glaubte, dass er sie jetzt zu küssen würde. Sie war sich nicht sicher, ob sie das begrüßen würde oder nicht. Seine Lippen waren nur wenige Millimeter von den ihren entfernt. „Ich werde dir deine Räumlichkeiten zeigen meine Schöne.“ Danach richtete er sich auf und ließ sie los. Akari hatte alle Mühe nicht vor Frust laut zu schreien. Yuudai hatte sich schon umgedreht und ging zum Eingang seiner Villa. Die junge Frau folgte ihm wütend und verfluchte ihn die ganze Zeit in Ihrem Kopf.
    Annalena ist offline

  18. #18 Zitieren
    Mythos Avatar von Neclord
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    [Bild: 110.png]

    Seine Hand drückte den Kragen fest zusammen, um jedem Windhauch den Eintritt in seine Kleidung zu untersagen. Er konnte sich derzeit keine Erkältung leisten, das war schlecht für das Geschäft und die Miete hatte einen hohen Preis, neben einigen anderen Dingen. Wieder wählte der Mann den etwas weiteren Weg an den Imbissläden vorbei nach Hause. Denn dieser schien ihm mehr Sicherheit zu bieten als die engen, dunklen Gassen. Seit dem Unfall damals hatte er mit Paranoia zu kämpfen. Ständig fühlte er sich beobachtet und traf daher regelmäßig Vorkehrungen. Seine bescheidene Wohnung war ebenfalls Opfer seiner psychischen Störung geworden und mit allerlei Sicherheitssystemen ausgestattet.

    Besonders stolz war er dabei auf seine neuste Errungenschaft. Eine im Fußboden verborgene Platte, die einen Elektroschock auslöst, sobald ein bestimmtes Gewicht auf diese Platte einwirkt. Dies war nur eine der vielen Vorkehrungen, für die er sein Geld ausgab. Gefangen in seiner kleinen, verstörten Welt, ließ ihm darüber hinaus auch die Spielsucht keine Ruhe. Angefangen von simplen Kartenspielen bis hin zu komplexen, am Computer erzeugten Welten. Er konnte seine geschickten Finger einfach nicht davon lösen. Belendiel war mal ein Begriff für ihn, aber das ist vorbei seit sein Bruder im letzten Dai Shi gefallen ist.

    Als Vincent schließlich seine Haustür erreichte, blieb er kurz stehen. Der Wind griff sanft unter sein langes Haar, als er einen Blick nach hinten warf.
    Er hätte schwören können, dass hinter dem Müllbehälter eben noch eine Gestalt zu sehen war. Hmm.
    Kopfschüttelnd richtete der junge Mann wieder seinen Blick zur Tür und öffnete sie. Bewusst schloss Vincent die Tür nicht sofort, sondern lehnte diese nur an, um seinem Verfolger den Eintritt zu ermöglichen.
    Doch seine Schritte folgten dem Flur nicht in gerader Linie, stattdessen hüpfte er auf bestimmte Positionen des Fußbodens, um unbeschadet in die sichere Zone zu gelangen. Geschafft!
    Normalerweise konnte er seine Wohnung ohne diese Umständlichkeiten betreten, indem er einfach die Sicherheitsmaßnahmen am Eingang durch einen Code deaktivierte. Doch natürlich beabsichtigte Vincent mit dieser Vorgehensweise den Verfolger in eine Falle zu locken.

    Aber der Sieg lag plötzlich in extrem weiter Ferne, als der langhaarige Mann eine Veränderung in seinen vier Wänden registrierte. Das Fenster zu seinem Wohnbereich war weit geöffnet.
    Genau dieses Fenster habe ich natürlich nicht mit dem Sicherheitssystem ausgestattet...
    Ohne sich umdrehen zu müssen wusste Vincent, dass jemand bereits in seiner Wohnung war.

    "Viktorianischer Stil, gefällt mir. Ihre Kleidung wirkt wie ihre Einrichtung."
    Vincent drehte nur seinen Kopf zur Seite. Im Augenwinkel erkannte er eine Gestalt, die durch den Schatten verborgen blieb und auf seinem Königssessel ruhte.
    "Kann ich etwas für sie tun?" Als hätte er diese Frage ernst gemeint.
    "Und ob sie das können. Wissen sie, seit sie in dieses Land gekommen sind, haben sich diverse Augen auf sie gerichtet."
    Der Fremde beugte sich ein wenig nach vorne und sein Gesicht wurde vom Licht des Fensters erfasst. Es war ein Mann mittleren Alters, mit kahlem Schädel und finsterer Miene.
    "Aber da ich davon ausgehe, dass sie ein viel beschäftigter Mann sind will ich gleich zur Sache kommen. Sie wissen ja, das Dai Shi Event steht vor der Tür und...
    "Nein."
    "Nun. Sie müssen mich schon zu Wort kommen lassen."
    "Raus, verschwinden sie."

    Der Glatzkopf schmunzelte leicht, als er sich aufrichtete und in Richtung Tür ging. Neben Vincent blieb der Mantelträger kurz stehen.
    "Falls sie sich es noch einmal überlegen möchten, hier ist meine Karte." Diese platzierte er auf einen kleinen Tisch neben dem Eingang. Vincent deaktivierte währenddessen das Sicherheitssystem im Flur auf einem Eingabefeld an der Wand. Der Mann konnte das Haus verlassen und schloss die Tür hinter sich.
    Das Narbengesicht warf einen abschätzigen Blick auf die Karte. Nahm diese an sich und beförderte sie sogleich in den Mülleimer. Nonomoto, was für ein Verein von Schwachköpfen...
    Als die Karte jedoch so oben auf den sonstigen Abfällen thronte, kam die Rückseite zum Vorschein und erregte die Aufmerksamkeit des jungen Mannes. Schließlich hob er die Karte wieder auf um diese näher zu betrachten. Es war ein Textfeld auf dieser digitalisierten Karte zu sehen.

    Sehr geehrter Herr Palazzo,

    es wäre uns eine große Ehre, Sie beim Dai Shi Event begrüßen zu dürfen.
    Wir haben uns erlaubt, ihre Akte zu überprüfen und wissen von ihrer schwierigen Vergangenheit.


    Bedenken sie doch nur, wie beliebt Sie werden könnten!
    Ihr ganzes Leben lang haben Sie den Gefahren der Welt furchtlos ins Auge geblickt und mit List und Tücke ihr Überleben gesichert.
    Die Massen werden Sie lieben!



    Das Textfeld auf der Karte ließ sich noch etwas herunterscrollen.



    Darüber hinaus haben wir in ihrem Lebenslauf auch diverse, Probleme gesehen, bei denen wir Ihnen durchaus behilflich sein könnten.
    Wir wissen von ihren Spielschulden bei den Yakuza. Natürlich würden wir für Ihre Schulden aufkommen, sobald Sie sich für eine Teilnahme entscheiden.
    Möglicherweise wird dadurch auch Ihre psychische Erkrankung weichen, da Sie endlich wieder ruhig schlafen können.

    Eine tolle Vorstellung meinen Sie nicht auch?


    In Erwartung einer baldigen Antwort von Ihnen verbleiben wir

    mit freundlichen Grüßen

    Nonomoto Enterprises




    Regungslos nahm der silberhaarige Mann diese Nachricht auf, ehe er lautstark seinen Zorn zum Ausdruck brachte.

    "FACCIA DI CULO!"
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  19. #19 Zitieren
    Legende Avatar von Annalena
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    Zitat Zitat von Annalena Beitrag anzeigen
    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Es dauerte tatsächlich nicht sehr lange bis Akari alles gepackt hatte. Sie hatte auch ein paar alte Kisten gefunden, in die sie ihren Rechner, Fernseher und anderen technischen Geräte einpacken konnte. Alles, was sie zusammen gepackt hatte, stand im Wohnzimmer. Sie selbst hatte ihr Abendkleid gegen ein T-Shirt und bequeme Jeans eingetauscht. Akari legte sich auf das Sofa in ihrem Wohnzimmer, doch sie konnte keinen Schlaf finden. Gegen 5:00 Uhr am nächsten Morgen stand sie auf. Kurz vor 6:00 Uhr war sie mit ihrer Morgentoilette fertig. Sie hatte es sogar noch geschafft zu duschen. Gerade als sie die Schnürsenkel von ihren Turnschuhen zugebunden hatte klingelte es an der Tür.

    Seufzend ging sie zur Tür und öffnete sie. Davor stand kein anderer als Yuudai. „Einen wunderschönen guten Morgen wünsche ich meine Schöne.“ Akari sah ihn missmutig an. „Warum sind Sie hier?“ Yuudai lächelte sie an. „Ich werde es mir natürlich nicht nehmen lassen dich zu deiner neuen Bleibe zu begleiten.“ Hinter ihm erschienen einige Männer eines Umzugsservices. „Zeige Männern doch bitte welche Sachen sie mitnehmen sollen.“ Die junge Frau nickte und tat wie ihr geheißen.

    Nachdem alles im Umzugswagen verstaut war übergab Akari ihre Schlüssel ihrem Vermieter. Danach ging sie auf die Straße. Der Umzugswagen war schon abgefahren. Sie blickte Yuudai fragend an. „Wir werden in meiner Limousine zu deiner neuen Wohnung fahren.“ Erst jetzt bemerkte sie die elegante Limousine, die nich so recht in das Bild dieser Straße passte. Yuudai öffnete für sie die hintere Tür. Akari zuckte nur leicht mit den Schultern und stieg ein. Die junge Frau hatte noch nie ein so edles Auto von innen gesehen geschweige denn wäre mit einem gefahren. Neugierig blickte sie sich um. Es war mit allerlei technischen Schnickschnack ausgestattet. Ihr juckte es in den Fingern alles auszuprobieren. Vielleicht hätte sie es auch getan wenn in diesem Moment nicht Yuudai eingestiegen wäre. Er setzte sich ihr gegenüber hin und dann fuhr die Limousine auch schon los.

    Während der Fahrt blickte Akari schweigend aus dem Fenster und ignorierte den jungen Mann. Yuudai schien das jedoch nicht zu stören. Er begnügte sich damit Akari zu betrachten. Die Limousine stoppte. Yuudai stieg aus und Akari folgte ihm. Sie erstarrte als sie sah wohin er sie gebracht hatte. „Soll das ein Witz sein?“ „Natürlich nicht. Es ist mein voller Ernst. Willkommen in deinem neuen Zuhause.“ Akari drehte sich zu ihm um und griff nach ihrer Pistole. Bevor sie diese jedoch erreichen konnte stoppte Yuudai sie indem er ihren Arm packte.

    Mit überraschender Kraft zog er sie mit dem Arm, den er hielt, an sich. Ihre Körper berührten sich und Akari blickte geschockt nach oben. Yuudai hatte den Kopf gesenkt und erwiderte ihren Blick. Er hatte ein gewisses Feuer in den Augen, das Akari die Knie weich werden ließ. „Vorsichtig meine Schöne.“ Seinen freien Arm legte er um sie und zog sie näher an sich. Akaris Herz klopfte schneller. Was war nur los mit ihr? Was machte dieser Mann nur mit ihr? Wahrscheinlich brauchte sie mal wieder Sex. Ja, das musste es sein. Ihr letzter One-Night stand war schon zu lange her.

    Yuudai beugte sich nach unten und Akari glaubte, dass er sie jetzt zu küssen würde. Sie war sich nicht sicher, ob sie das begrüßen würde oder nicht. Seine Lippen waren nur wenige Millimeter von den ihren entfernt. „Ich werde dir deine Räumlichkeiten zeigen meine Schöne.“ Danach richtete er sich auf und ließ sie los. Akari hatte alle Mühe nicht vor Frust laut zu schreien. Yuudai hatte sich schon umgedreht und ging zum Eingang seiner Villa. Die junge Frau folgte ihm wütend und verfluchte ihn die ganze Zeit in Ihrem Kopf.

    [Bild: a1.png] [Bild: LzuDgcryejWbV7oagaius_5.png]
    Akari wunderte sich wo genau Yuudai sie einquartieren würde. Er führte sie in seine Privaträume. Im Esszimmer war schon ein Tisch für zwei gedeckt. „Wir werden erst einmal in Ruhe frühstücken, meine Schöne. Das müsste den Umzugshelfern genug Zeit geben deine Sachen in deine neuen Räume zu schaffen.“ Wie schon beim gestrigen Abendessen zog er einen Stuhl heraus und wartete bis sie sich setzte. Die junge Frau seufzte leise. Anscheinend konnte sie nie gegen ihn gewinnen. Schweigend aß sie und ignorierte den jungen Mann.

    Nachdem sie fertig waren bat Yuudai sie ihm zu folgen. Er führte Akari in ein großes und wunderschönes Zimmer. Die junge Frau bemerkte, dass sie die Privaträume nicht verlassen hatten. Wieso hatte er sie in seinen Privaträumen einquartiert? In dem Raum befand sich eine kleine gemütliche Sofaecke. An der Wand hing ein riesiges Kommunikationssystem. Mit diesem konnte man alles tun, was man mit der heutigen Technik tun konnte. Sei es Fernsehen, kommunizieren, im Internet surfen, Bestellungen tätigen und vieles mehr.

    Außerdem gab es einen riesigen Schreibtisch. Dieser würde mehr als genug Platz für ihren Rechner haben. „Ich hoffe dieser Raum ist zu deiner Zufriedenheit.“ Akari schwieg als sie sich umsah. Neben dem Schreibtisch sah sie ihre Kartons mit ihren technischen Geräten. Sie konnte jedoch nicht ihre Koffer mit ihren persönlichen Sachen sehen. Als ob er Gedanken lesen könnte führte Yuudai sie in einen Nebenraum. Sie hatte gar nicht bemerkt, dass das große Zimmer noch zwei Türen hatte. Die Tür, durch die sie dem jungen Mann folgte, führte in Schlafgemach. Darin befanden sich ein riesiger Kleiderschrank, ein riesiges Bett und eine Kommode.

    Sie gingen zurück ins Wohnzimmer und durch die andere Tür. Akaris Herz machte einen kleinen Sprung. Es war ein riesiges Badezimmer, in dem sich neben einer Dusche sogar eine Badewanne befand. Sie hatte noch nie eine Wohnung mit einer Badewanne gehabt. Am liebsten würde sie Yuudai rausschmeißen und gleich ein schönes langes und warmes Bad nehmen. Yuudai schien ihre Freude zu bemerken. „Ich bin überglücklich, dass dir das Bad so gut gefällt, meine Schöne. Wenn du willst, dann kannst du gleich ein Bad nehmen.“

    Akari lächelte spitzbübisch als sie sich Yuudai langsam näherte. „Diese Wanne ist sehr groß, Fushida-sama. Wollen Sie mir Gesellschaft leisten?“ Zum ersten Mal, seit sie dem jungen Mann begegnet ist, schien er aus der Fassung gebracht worden zu sein. Bedauerlicherweise fing er sich schnell wieder. „So reizend dieses Angebot auch ist, meine Schöne, ich kann es leider nicht annehmen.“ Die junge Frau zuckte nur mit den Schultern. „Dann eben nicht.“ Dann drehte sie sich um und verließ das Bad. Yuudai sah ihr grinsend nach. Sie zu erobern würde wohl doch einfacher werden als er dachte. Er bedauerte es tatsächlich zutiefst, dass er keine Zeit hatte, ihr reizendes Angebot anzunehmen.

    Das er ihr Angebot abgelehnt hatte kam nicht unerwartet für Akari. Sie hatte es auch nicht ernst gemeint. Sie verschwendete keinen Gedanken daran was sie getan hätte, hätte er eingewilligt. Doch nun war sie mit dem Auspacken fertig und von ihrem netten Gastgeber war nichts zu sehen. Sie beschloss die Villa ein wenig zu erkunden. Er hatte ihr nicht gesagt, dass sie ihr Zimmer nicht verlassen darf. Ihr Weg führte sie in den wunderschönen Garten. Der Frühling war ihre liebste Jahreszeit. Sie schloss die Augen und atmete die aromatische Luft in dem Garten ein. Es roch nach frischem Gras und Blumen.

    „Miau“

    Akari öffnete die Augen und blinzelte. Hatte sie sich verhört?

    „Miau“

    Da war es wieder. Die junge Frau blickte sich um und suchte die Katze. Sie mochte Katzen, doch leider war es ihr nie möglich selbst eine zu besitzen. Dem Miauen folgend fand sie den Verursacher. Es war eine sehr dicke weiße Katze. Um den Hals trug sie ein schwarzes Band mit einem schwarz/grünen Glöckchen. Akari hockte sich vor die Katze hin, die sofort zu ihr kam. „Miau“ Sie streckte die Hand aus und die Katze schob ihren Kopf dagegen. Sie schnurrte laut als Akari sie streichelte. „Na mein Süßer. Was machst du denn hier?“ Diese Katze konnte unmöglich Yuudai gehören, oder? Sie aktivierte ihr MNE und scannte den kleinen Chip der Katze. Es war tatsächlich die Katze von Yuudai und sein Name war Rollo.

    Sie ging zurück in ihre Räume. Rollo folgte ihr und machte es sich auf ihrer Couch bequem. Da von ihrem Gastgeber noch immer nichts zu sehen war, beschloss Akari ein Bad zu nehmen.
    [Bild: rollo.png]
    Rollo - "Miau"
    Annalena ist offline Geändert von Annalena (09.09.2014 um 21:00 Uhr)

  20. #20 Zitieren
    .. loves to smile for you  Avatar von BlackShial
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    [Bild: AvatarHazel1.png]Ungläubig lagen die Augen der Oberschülerin - die ehrlich gesagt grundsätzlich eher mit Abwesenheit glänzte, als sich wirklich dazu durchzuringen ihre Zeit in der Schule zu vergeuden, dort wo sich all die Leute tummelten, von denen sie lieber Abstand hielt - auf dem holographischen Text vor ihr. Noch immer, ohne Unterbrechung.
    Ihre Entscheidung war ausgeblieben, selbst nachdem sie ihrer persönlichen VI gesagt hatte, dass diese keine Absage schicken sollte. Seitdem herrschte Stille – etwas was Hazel durchaus zu schätzen wusste.
    Eigentlich … Ja, eigentlich war ihre Meinung doch seit der ersten Minute festgeschrieben, unveränderlich, unbeugsam. Sie hasste den Trubel um dieses Event, welches ihr bereits nach so kurzer Zeit wieder jegliche Ruhe raubte. Die Leute rannten wie Brüllaffen durch die Straßen, hocheuphorisch und kannten nur noch ein einziges Thema – nicht das Hazel es nötig gehabt hätte diesen Leuten zu lauschen, nur leider musste man sich schon wahrlich anstrengen dies zu überhören.
    Wieso also hätte sie nachgeben sollen? Wieso Teil dieses Affenzirkusses werden? Wieso die eigenen Prinzipien über den Haufen werfen? Wieso das grenzdebile Verhalten des Mobs unterstützen?
    Bläh … der Fahlbraunhaarigen wurde fast schon schlecht bei dem Gedanken, wäre da nicht …
    Wäre da nicht dieses Versprechen gewesen, welches sie in auffällig geformten Buchstaben förmlich ansprang und vollkommen vereinnahmte.
    Was wollte sie mit Ruhm? Viel zu viel Aufmerksamkeit, was sie wahrlich hasste. Es war ihr nur Recht, wenn die wenigsten Menschen ihren Namen kannten, denn immerhin bedeutete dies Stille.
    Was wollte sie mit Erfolg? Wahrscheinlich würde sie ihr eigenes Ego erdrücken – zumindest war das bei den meisten Spielern so, die sich selbst den Hintern vergoldeten, nachdem sie allen ihre Errungenschaften präsentiert hatten.
    Was wollte sie mit Reichtum? Alles!
    Ja, genau das war das Wort, welches all ihre Aufmerksamkeit auf sich zog. Das Versprechen von einem Preisgeld, mit dem sie sich all ihre Wünsche erfüllen könnte. Weg aus dieser Stadt, irgendwo in die Pampa, wo niemand lebte. Sie konnte die Leute dafür bezahlen, dass sie sie nicht zusabbelten. Immerhin machten Menschen alles für Geld, wie ein paar gierige Aasgeier für einen fetten Kadaver. Sie selbst war in diesem Moment wohl das beste Beispiel.
    Doch sie zögerte.
    Nicht einmal unbedingt ihrer Abneigung wegen. Nicht weil sie es vermeiden wollte, solch einen Unsinn auch noch zu unterstützen. Es gab genug Ausreden, die als Rechtfertigung gedient hätten, um das eigene Gewissen zu beruhigen. Da war etwas Anderes, das die junge Frau davon abhielt, einfach zuzusagen.
    Mit minder intensiver Anstrengung versuchte sie sich an die Zeit zu erinnern, in der das letzte Event dieser Größenordnung stattgefunden hatte. Eine Zeit, in der sie sich – wie eigentlich immer – in ihrer Wohnung eingeschlossen hatte, um zu vermeiden auch nur irgendetwas von diesem Dai Shi mitzubekommen. Was sich zwar als schwierig herausgestellt hatte, aber mit genügend Desinteresse durchaus zu bewältigen war.
    Neben all den Menschen, die freudig jauchzend durch die Straßen zappelten und sich alles zu dem Event kauften, was sie in die Finger bekamen, gab es auch jene, die aus Protest auf die Straße gingen. Eigentlich genau das richtige für die Oberschülerin, wär nicht auch dies mit viel zu viel Anstrengung verbunden gewesen.
    Aber warum sind diese Leute eigentlich auf die Straße gegangen? Was war der Grund, weshalb sie dieses Event verbieten wollten? Anzunehmen war, dass sie wohl nicht den gleichen Gedanken wie Hazel verfolgten, weshalb es aus gänzlich anderem Antrieb heraus geschehen sein musste.
    Doch … wie wichtig konnte dies schon gewesen sein, wenn die protestierenden Stimmen schneller verklungen waren, als dass sie sich zu einer ernstzunehmenden Gruppe formieren konnten? Auf den Gedanken, dass es eine Firma gab, die sich sehr darum bemühte solche kritischen Stimmen auszuschalten, kam die Einzelgängerin nicht eine Sekunde lang …
    Gnaaah!
    Verflucht, sie wollte nicht über solch nervige Dinge nachdenken! Davon bekam sie Kopfschmerzen, was sie grundsätzlich lieber vermeiden wollte.
    Am Ende war es doch nur eine einzige Frage, die sich Hazel – in ihrer gefährlichen Unwissenheit - hatte stellen müssen:
    „Was konnte es schon schaden? Ist ja nicht so, dass es mich umbringen würde diesem Blödsinn eine Chance zu geben …“
    Doch, würde es …
    Aber wie hätte die sozial schwerfällige Schüler wissen sollen, wenn sie noch nicht einmal das Interesse hatte, nach den Berichten des Events zu schauen, welches vor vier Jahren stattgefunden hatte. Wenige Worte hätten gereicht, diese Torheit zu umgehen … Wenige Worte, die sie jedoch nicht bereit war zu sprechen.
    Gleichzeitig blieb eine Frage bestehen, der sie sich erst in diesem Moment bewusst wurde: Wieso eigentlich gerade sie?
    Hatte Nonomoto Enterprises aus unerfindlichen Gründen ein Auge auf sie geworfen? Hatte sie irgendeine Bekanntschaft - an die sie sich eh nicht mehr erinnern würde - aus Belendiel vorgeschlagen? Oder war all das nur reiner Zufall? Loste man die Teilnehmer aus? Hatte sie sie jemals freiwillig für solch eine Auswahl gemeldet? Eher nicht ...
    Nachdenklich schnalzte Hazel mir der Zunge, als sie sich zurücklehnte und förmlich im Polster ihrer weichen Couch versank.
    „Kawa?“
    Mindestens ebenso unwissend, gleichwohl jedoch durchaus interessiert, schwamm der Otter um die Nachricht herum und knabberte gelegentlich an einem holographischen Teigfisch – machte ihn das eigentlich zu einem Kannibalen?
    „Schick eine Zusage, Taiyaki.“
    „Kawa-kay!“
    Es war ja nur ein Spiel, nicht wahr? Ein Spiel, bei dem sie zwar nie besonders mit ihrem - kaum vorhandenen – Können hatte glänzen können, dafür aber durchaus ihre Zeit totschlagen. Und sehr bald würde Hazel erfahren, wie gut man diese in Belendiel wohl wirklich 'totschlagen' konnte …

    [Bild: Blutlinks.png] Not even a sick game like the [Bild: MU4xeQxjjBlutDaiShi.png] can wreck my smile. [Bild: blutrechts.png]
    BlackShial ist offline

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